Wir stellen vor - Gemeinnützige Baugenossenschaft Steglitz eG

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Wir stellen vor - Gemeinnützige Baugenossenschaft Steglitz eG

Ausgabe 1/2004 April 2004 Gemeinnützige Baugenossenschaft Steglitz eG � Zeitschrift für Mitglieder und Mieter � S. 2 Neuer Vorstand und Aufsichtsrat � S. 3 Modernisierung und Instandhaltung � S. II und S. 4 WOHNTAG ® am 19. Juni


GBSt telegramm � Vorwort/In eigener Sache Titelbild: Unsere Häuser in der Neumannstraße/Ecke Stubnitzstraße in Pankow � Vorwort Liebe Mitglieder, mit dem Jahreswechsel musste ich auf meinen Vorstandskollegen Burkhard Dolata verzichten. Das habe ich sehr bedauert. Aber der Blick richtet sich nach vorn. Bis der neue hauptamtliche Vorstandskollege seine Arbeit aufnimmt, brauchen wir einen „Not“- Vorstand. Und das ist wie schon in früheren Jahren ein bekannter und engagierter Genossenschaftsvertreter: der Senatsrat a.D. und Volljurist Dieter Thieme. Vom 1. Januar bis zum 30. April führen wir gemeinsam die Geschäfte. Dabei bin ich sehr froh in ihm einen GBSt-erfahrenen Kollegen zu haben und deshalb an dieser Stelle auch meinen herzlichsten Dank an Dieter Thieme für seinen stetigen Einsatz und sein dauerndes Engagement. Mit dem 1. Mai steht mir dann Thomas Ahlgrimm als kaufmännischer � In eigener Sache Der neue Aufsichtsrat � Liebe Mitglieder, für die Wahl in den Aufsichtsrat unserer Genossenschaft möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bedanken. Unser Ziel ist es vor allem eine neue und gute Kommunikation zwischen Aufsichtsrat, Vorstand, Vertretern und Mitgliedern herzustellen. Aus diesem Grund wird es auch künftig eine Aufsichtsrats-Sprechstunde geben, zu der wir Sie herzlich einladen (genaue Termine werden noch bekannt gegeben). Wir bitten Sie, uns dabei mit Anregungen zu unterstützen. 2 GBSt 1.04 Vorstandskollege zur Seite. Auch er ist seit vielen Jahren GBSt-erfahren, wir kennen und schätzen ihn durch seine langjährige Arbeit in unserem Aufsichtsrat. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Und im nächsten Telegramm wird er sich Ihnen natürlich selbst vorstellen. Wir freuen uns auch, dass unser neuer Aufsichtsrat neben den bereits üblichen Sprechstunden künftig eine zusätzliche Aufsichtsrat-Sprechstunde einrichten will. An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass der Vorstand Ihnen weiterhin zu den bekannten Sprechzeiten selbstverständlich auch zur Verfügung steht – aber bitte vorher anmelden, damit wir auch im Hause sind und für Sie Zeit haben. Was der neue Aufsichtsrat noch für die Genossenschaft leisten will, was in die- Wir alle, Vorstand und Aufsichtsrat, werden dafür sorgen, dass Sie und Ihre Kinder ein schönes und bezahlbares Zuhause haben mit einem ansprechenden und nutzbaren Wohnumfeld. Dazu gehört auch die umfangreiche Modernisierung und Instandsetzung unserer Wohnanlagen. Als Mitglieder bitten wir Sie, diese Arbeiten so gut es geht zu unterstützen und auch gleichzeitig um Verständnis, wenn es zu zeitlich begrenzten Unannehmlichkeiten kommt. Dafür gewinnt Ihre Wohnung an Komfort, Qualität und Wert. Unser Vorstand: Andreas Griethe, Dieter Thieme und Thomas Ahlgrimm (v.l.n.r.) sem Jahr für Baumaßnahmen geplant sind und dass wir eine neue Mitarbeiterin haben und was es noch Neues bei den Berliner Wohnungsbaugenossenschaften gibt – das können Sie alles in diesem Telegramm lesen. Ihr Vorstand Andreas Griethe Nur wenn wir unser Vermögen – und das sind in erster Linie die Wohnungen unserer Genossenschaft – dauerhaft in einen guten Zustand versetzen und erhalten, können wir unsere wohnliche Zukunft und die unserer Kinder und Enkel sichern. Den Problemen der heutigen und auch künftig sicher schwierigen Zeiten – Arbeitslosigkeit, finanzielle Not, soziales Abseits – wollen wir mit verstärktem Engagement entgegentreten. Fortsetzung: auf Seite 3


Viel gemeinsam! April 2004 � Imagekampagne 2004 � II � Vorsorgevollmacht/Insolvenz � III � Stadtspaziergang in Kladow � IV-V � Unsere Hausmeister � VI-VII � Wasserpreise/Wohnfläche und Betriebskosten � VIII Herzlich willkommen liebe Leser der WBG „Wilhelmsruh“ Eine weitere Genossenschaft macht mit bei der gemeinsamen Mitgliederzeitschrift Der Hof in der Goethestraße in Wilhelmsruh Mit dieser Ausgabe können wir die „Wohnungsbaugenossenschaft Wilhelmsruh e.G.“ und ihre Mitglieder als Leser begrüßen. Für diese ist der Aufbau ihrer Mitgliederzeitung nun ganz neu: die Mantelseiten informieren wie bisher über die Belange der Wohnungsbaugenossenschaft Wilhelmsruh. Doch in der Mitte des Heftes finden sie nun den gemeinsamen Innenteil von sechs Berliner Wohnungsbaugenossenschaften. Hier wird über Themen berichtet, die alle Genossenschaftler gleichermaßen berühren. So wird über genossenschaftliche Highlights wie den WOHNTAG® genauso informiert wie über aktuelle Themen aus der Wohnungswirtschaft, z.B. Mietrecht oder Betriebskosten. Doch auch die Service-Beiträge wie unser beliebter Stadtspaziergang oder die Ratgeber zum Wohnen im Alter, zu Versicherungen, zu Energiespartipps und vieles mehr sollen Spaß und praktische Hilfe im Alltag bringen. Unseren regelmäßigen Lesern möchten wir natürlich auch die WBG „Wilhelmsruh“ vorstellen. Mit über 2.500 Wohnungen und 650 anderen Mieteinheiten ist sie einer der größten Wohnungsanbieter in Berlin-Pankow. Das Ziel der Genossenschaft ist es, nicht nur die Wohnungen, sondern auch das Wohnumfeld nach und nach auf ein gehobenes mittleres Modernisierungs- und Ausstattungsniveau zu bringen. Dies sichert ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und die Zufriedenheit der Mitglieder – das sind rund 2.890. Und die fühlen sich wohl hier. In Niederschönhausen wohnen sie direkt am Schlosspark und können dort mitten im Pankower Zentrum Ruhe und Entspannung genießen. In Wilhelmsruh, dem beschaulichen Ortsteil zwischen Reinickendorf und Rosenthal, befinden sich die modernisierten Wohnungen inmitten großzügiger Grünanlagen unweit des Freizeitparks Lübars und der Schönholzer Heide. Im Wissenschaftsstandort Buch leben die Genossenschaftsmitglieder ruhig am Stadtrand, wo das wald- und seenreiche Umland zum Wandern und Rad fahren einlädt. Trotzdem ist man auch in Buch auf kürzestem Weg bei Kitas, Schulen, Geschäften und mit der S-Bahn im Stadtzentrum. Das wissen auch die Besucher der „Wilhelmsruher“ zu schätzen, wenn sie die Gästewohnung der Genossenschaft nutzen. Der Hof in der Rolandstraße 98 a-f in Niederschönhausen Gemeinnützige Baugenossenschaft Steglitz eG I


II Genossenschaften – die clevere Alternative! Das Jahr 2004 Das „Bauklötzchen-Logo“ ist allgegenwärtig Wie bereits mehrfach an dieser Stelle berichtet, hat sich die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit von 25 Berliner Wohnungsbaugenossenschaften in den vergangenen Jahren mehr als bewährt. Und auch in diesem Jahr werden Sie und alle Berlinerinnen und Berliner in der Öffentlichkeit immer mal wieder auf das „Bauklötzchen-Logo“ stoßen. Ob nun bei der täglichen Morgenzeitung oder auf dem Weg in den Park oder ins Büro – das Logo der Berliner Wohnungsbaugenossenschaften begegnet Ihnen überall. So werden wieder regelmäßig auf den Immobilienseiten der Berliner Morgenpost, der Berliner Zeitung, des Berliner Kurier und der BZ Anzeigen zu sehen sein. Eins von vier Motiven der U-Bahn-Seitenscheibenaufkleber Und auch in der U-Bahn sind wir vertreten. Mit unterschiedlichen Motiven haben wir wichtige Linien, die durch die gesamte Stadt fahren, mit Seitenscheiben-Aufklebern bestückt. In Anlehnung an die in den Zeitungsanzeigen und der U-Bahn dominierende Farbe „grün“ zieht sich dieser „grüne“ Faden ab diesem Jahr auch durch die Stadtmagazine tip und zitty und als besondere Neuerung auch durch das Kino. Achten Sie doch mal bei Ihrem nächsten Kinobesuch auf den Werbeblock! Ein eigens produzierter Spot wird in neun Berliner Kinos zu sehen sein. Für die Köpenicker gibt es in diesem Jahr einen ganz besonderen Hingucker. Auf dem S-Bahnhof Köpenick, hinter den Schienen, Richtung Erkner, wurde eine große Plakatfläche mit einem Motiv aus der diesjährigen Kampagne bestückt. Der Erfolg schwarz auf weiß Und dass Werbung wirkt, zeigte sich bei der zum fünften Mal durchgeführten forsa-Umfrage. Der Bekanntheitsgrad von genossenschaftlichem Wohnen in Berlin hat weiter zugenommen und liegt aktuell bei 73 %. Vor dem Start der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit waren das gerade mal 61%. 30% der Berliner haben in den letzten Wochen und Monaten die Werbung der Berliner Wohnungsbaugenossenschaften wahrgenommen – gegenüber dem Vorjahr ebenfalls ein Zuwachs um sieben Prozentpunkte. Zu diesen und anderen Themen stellten sich die Genossenschaften auch in diesem Jahr den Fragen der Öffentlichkeit und luden Ende Februar zur Jahrespressekonferenz ein, über die in vielen Medien berichtet wurde. Eine von vier „tierischen“ Anzeigen in den Berliner Tageszeitungen Weitere Höhepunkte für unsere Mitglieder Doch auf bereits Erreichtem sollte man sich nicht zu lange ausruhen. Deshalb laufen neben den bereits erwähnten Werbemaßnahmen die Vorbereitungen für Ihren WOHNTAG® 2004 auch schon auf Hochtouren. Wir freuen uns ganz besonders, Sie und Ihre Freunde und Familien am 19. Juni auf das Gelände am Olympiastadion einladen zu dürfen. Neben den bekannten Informationsständen Ihrer und anderer Genossenschaften werden wieder verschiedene Attraktionen und vieles mehr auf Sie warten. Ob Groß, ob Klein hier kommt wieder jeder auf seine Kosten! Weitere Höhepunkte im gesamten Jahr sind die „Lange Wohnnacht“ im Mai, zu der einige Genossenschaften einladen werden, sowie ein Skatturnier Ende Oktober, das unter den besten Spielern aller teilnehmenden Genossenschaften der Kampagne ausgetragen wird. Nutzen Sie doch schon jetzt die Gelegenheit und ermitteln in Ihrer Skatrunde den besten Spieler. Wir freuen uns gemeinsam mit Ihnen auf ein ereignisreiches Jahr in Ihrer Genossenschaft! Ein zweites Motiv in der U-Bahn


Rechtzeitig selbst entscheiden Vorsorgevollmacht Ein Unfall oder eine Krankheit kann jeden von uns treffen – Alt und Jung. Manchmal kann man dann nicht mehr selbst über alles bestimmen und eine Betreuung wird notwendig. Mit einer Vorsorgevollmacht können Sie rechtzeitig im Voraus bestimmen, wer im Falle von Unfall, Krankheit oder Alter Entscheidungen für Sie treffen soll. � Wer verwaltet Ihr Geld, erledigt Ihre Bankgeschäfte, kümmert sich um Ihre Wohnungsangelegenheiten? � Wer organisiert ambulante Hilfe oder einen Platz in einem Pflegeheim? � Wer entscheidet bei Operationen und medizinisch notwendigen Maßnahmen? � Wer vertritt Sie, wenn es um die Wahrung Ihrer persönlichen Interessen und Bedürfnisse geht? Es ist sinnvoll frühzeitig mit Angehörigen oder Freunden zu klären, wer Sie im Notfall vertritt und diejenigen in die Planung mit einzubeziehen. „Schauen Sie sich doch einmal in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft um, welche ambulante Pflegeeinrichtungen es gibt. Unterhalten Sie sich mit anderen über deren Erfahrungen mit einzelnen Einrichtungen und überlegen Sie, ob Sie im Notfall lieber zu Hause oder in einem Pflegeheim betreut werden möchten“, rät Birgit Czajka vom Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. Sie können für die einzelnen Aufgabenbereiche unterschiedliche Personen bevollmächtigen oder alles von einer Person Ihres Vertrauens regeln lassen. Auch die gemeinschaftliche Vertretung ist denkbar, z.B., dass Ihre Kinder nur gemeinsam entscheiden können. Es ist sinnvoll auch jeweilige Vertreter zu benennen, falls jemand verhindert ist. Eine Vorsorgevoll- Wohnungsbaugenossenschaften Berlin: Viel gemeinsam! macht kann notariell beglaubigt werden, das muss sogar sein, wenn Sie jemanden zu Darlehensaufnahmen oder Grundstücksverkäufen bevollmächtigen, und sie sollte vom Vollmachtgeber und dem Vollmachtnehmer unterschrieben sein. Hier gibt’s Hilfen: Genossenschaft pleite – wie konnte das passieren? Eine Berliner Genossenschaft ging in die Insolvenz Wohnungsbaugenossenschaften sind solide und sicher. Sie wirtschaften ordentlich. Doch vor einigen Wochen musste die junge Wohnungsbaugenossenschaft „Mendelssohn-Viertel“ Insolvenz anmelden. Sie war erst 1996 gegründet worden und hatte seitdem 800 Wohnungen zwischen Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße aufwendig saniert. Nun ist kein Geld mehr da. Dafür gibt es drei Gründe: � Als die Genossenschaft Mitte der Neunziger ihre Häuser erwarb, waren die Immobilienpreise sehr hoch. Berlin ist heute im nationalen und besonders im internationalen Vergleich in Sachen Immobilien mehr als preiswert. � Die Genossenschaft hat die Wohnungen in den zehn- und elfgeschossigen Häusern hochwertig und damit teuer saniert. Die Mieten konnten die hieraus resultierende Finanzierungslast nicht abfangen. � Wenden Sie sich an Ihre Genossenschaft. Hier können Sie für die Zukunft alles regeln, was mit Ihrer Wohnung und Ihren Anteilen zu tun hat. Darüber hinaus nennt man Ihnen auch gern weitere kompetente Ansprechpartner. � Die Ärztekammer Berlin (Friedrichstraße 16, 10969 Berlin) verschickt Musterformulare gegen Zusendung eines adressierten Din-A5-Umschlags, frankiert mit 1,53 Euro. � In jedem Bezirk Berlins erhalten Sie Beratung durch den zuständigen Betreuungsverein oder die Betreuungsbehörde des Bezirksamtes. � Die Koordinierungsstellen „Rund ums Alter“ (Sammelrufnummer 0180-59 500 59), die es in jedem Berliner Bezirk gibt, und die bezirklichen Nachbarschaftsheime beraten ebenfalls zu diesem Thema. � Auch die Banken haben den Immobilienmarkt damals anders eingeschätzt und den Kauf der Grundstücke, der Wohnhäuser und deren Sanierung finanziert, obwohl kaum Eigenkapital vorhanden war – das ist riskant. So großzügig würden sie heute keine Kredite mehr vergeben. Unter diesen Gesichtspunkten könnte das vielleicht einer anderen Genossenschaft auch passieren. Und trotzdem handelt es sich hier um eine Ausnahme. Die alten, etablierten Wohnungsbaugenossenschaften, die seit 20, 50 oder mehr Jahren existieren und ihren Hausbestand seitdem sorgfältig instandhalten, kommen nicht in eine solche Problemlage. Sie sind nach wie vor solide und sicher, da die damaligen Herstellungskosten schon rein inflationsbedingt deutlich unter den heutigen Marktwerten liegen. Außerdem ist von den Ursprungsdarlehen zumindest ein großer Teil bereits abgetragen. Die Mitglieder müssen sich also keine Sorgen um ihre Einlagen machen. Foto: © Tina Herkau III


IV Foto: © M.N. Einladung zum Stadtspaziergang durch Kladow Runter vom Sofa, rein in die Stadt Havelufer mit Blick auf die Insel Imchen Dorfkirche in Kladow Wer am Wochenende nicht nur Beine und Seele baumeln lassen möchte, sondern mal Lust auf Berlin hat, neugierig auf Architektur, Atmosphäre und andere Menschen ist, dem empfehlen wir einen ausgiebigen Stadtspaziergang – im eigenen Kiez, im Nachbarbezirk oder auch mal am anderen Ende der Stadt. Heute wollen wir Sie durch das Haveldorf Kladow führen. 1267 wird Kladow (Cladow) zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1808 vernichtet ein Feuer Dorfkirche, Pfarrhaus und fast alle Gebäude im Dorf. 1892 wurde die Fährverbindung Wannsee-Kladow eingerichtet und ungefähr zur selben Zeit entdeckten reiche Berliner das Dorf und die Umgebung als Wohn- und Villengebiet. 1887 hatte der Berliner Großindustrielle Robert Gutmann das Gut Neucladow und weitere Grundstücke im Dorf gekauft; zusammen mit dem Bauerngutsbesitzer Ernst Schütz ließ er das Havelufer mit Müll aufschütten und befestigen: Die Imchenallee entstand. Ab 1924 gab es eine regelmäßige Buslinie nach Kladow, 1934/35 wurde der Flugplatz gebaut, den zehn Jahre später sowjetische Soldaten einnahmen. Zu Mauerzeiten waren die Dörfer Kladow und Gatow die einzigen Landgemeinden, in denen die Westberliner zwischen Bauernhöfen und Feldern entlang spazieren konnten. Heute liegt Kladow verkehrsgünstig zwischen Berlin, Potsdam und Spandau und hat sich zum attraktiven Wohngebiet gemausert. Mit dem Schiff ins Dorf Die schönste und interessanteste Art nach Kladow zu kommen ist mit der BVG-Fähre vom S-Bahnhof Wannsee aus. Sie dauert rund 20 Minuten. Zuerst geht es hinaus auf den Großen Wannsee, vorbei am Heckeshorn und dem Strandbad, dann kommt schon das erste Stück Kladow: Die Insel Schwanenwerder. Der „Cladower Sandwerder“ wurde erst 1882 von der Gemeinde Kladow an den Petroleumlampenfabrikanten Friedrich Wilhelm Wesel verkauft. Je mehr man sich Kladow nähert, desto deutlicher erkennt man die groß- bürgerlichen Wohn- und Sommerresidenzen, die die Uferzone des Dorfbereiches bestimmen. Kurz vor dem Anleger liegt auch die künstlich erhöhte Insel Imchen, die seit 1933 Naturschutzgebiet ist. Der schönste Blick Berlins auf den Wannsee Wenn man das Schiff verlässt, locken gleich zahlreiche Ausflugslokale am Uferweg, darunter die denkmalgeschützte Ausflugsgaststätte Seglerheim von 1924/25, die heute als „Bistro Verde“ auch mit seiner schönen Terrasse einlädt. Von hier führt ein Rundweg (Imchenallee) entlang der Havel bis zum Sakrower Kirchweg. Der Weg ist für Fußgänger geöffnet und gehört zu den jeweiligen Grundstücken der angrenzenden Villen. Die schmale Uferzone war einmal als Anleger für die am Hang stehenden Landhäuser gedacht. Zwischen „Am roten Stein“ und dem Massolleweg stehen die schönsten Exemplare in neuer, alter Pracht: Zum Beispiel die Villa Oeding. Sie wurde 1922-23 für den Hofrat Wilhelm Oeding gebaut, bildete den Rahmen für eine sehr bedeutende private Kunstsammlung und hat eine bewegte Geschichte. Ein berühmter Mieter des Hauses war später Hans Albers. Nach dem Krieg quartierten sich erst das russische, Villa Oeding Foto: © M.N. Foto: © M.N.


Foto: © M.N. Haus Trinitatis dann das englische Militär ein. Als Jugendbegegnungsstätte nutzte es die evangelische Kirche. Vor seiner liebevollen Restaurierung stand es elf Jahre leer. Daneben liegt das 1911 erbaute Haus Trinitatis (ehemals Villa Hugo Hoffmann), früher war es ein beliebtes Ausflugsziel mit einem Ausblick auf den Wannsee, der in Berlin seinesgleichen sucht. Nach einigen Jahren Leerstand ist es nun wieder in Privatbesitz und wird restauriert. Vom Ufer aus gesehen links daneben liegt das großbürgerliche Wohnhaus des Direktors Alexander Müller, ebenfalls zu Anfang des letzten Jahrhunderts errichtet. Bescheidene Häuser führen ins Dorf Spätere Architekten haben die Landschaft leider weniger bereichert: Links vom Massolleweg liegt eine terrassenförmige „Betonburg“, die das Heilpädagogische Zentrum beherbergt und nichts von der ursprünglichen Geländeform übrig lässt. Nun führt der Uferweg weiter vorbei an alten und neuen Einfamilienhäusern und dem Kladower Kulturgarten, der zu literarischen Lesungen und zu „Wannsee in Flammen“ geöffnet wird. Auf dem Sakrower Kirchweg angelangt, geht es links auf einer kleinen Straße, die nach einem Kilometer auch für den Autoverkehr gesperrt ist, nach Sacrow. Rechts geht es nun in Richtung Dorf. Bescheidene Häuser kündigen es an, die Häuser kleinerer Bauern und Handwerker – alle um die Jahrhundertwende entstanden. Wer jetzt schon Hunger hat: Auf dem Weg liegen der Italiener „Alberto“, der Pizza, selbstgemachte Nudeln und frischen Fisch auf der Speisekarte hat und auf der anderen Seite das „McGury’s“, das Kneipen-Cafe-Atmosphäre mit amerikanischem Touch bietet. Einige Häuser entlang der Straße haben Fassaden mit reichem Stuckdekor, die vom städtischen Einfluss zeugen, andere vom bescheidenen Wohnen der unterbäuerlichen Schichten: Zum Beispiel das Kossätenhaus am Sakrower Kirchweg 6/8. Klein und gedrungen war es für zwei Familien ausgelegt, die sich eine Küche teilten. Gleich hinter dem Gebäude liegt der Skulpturengarten des Bildhauers Volkmar Haase. Nun geht es direkt auf die Kirche zu, die ihr heutiges Gesicht durch einen Umbau 1953 erhielt, und man steht im Zentrum des mittelalterlichen Dorfes. Rund um die Kirche Wohnungsbaugenossenschaften Berlin: Viel gemeinsam! wohnten die wichtigen Bauern des Ortes. Einige ihrer Wohnhäuser fallen noch ins Auge, wie das Haus Alt Kladow 21/23 durch seine 1908 neu gestaltetete Jugendstilfassade. Von der Dorfkirche führt eine gepflasterte Straße hinunter zur Havel, vorbei an niedrigen Häusern der einfachen Leute. Auf der heute als Parkplatz genutzten Fläche wurde das Vieh zur Tränke getrieben oder Material gelagert, das über den Fluss transportiert werden musste. Ein Gutshof mit vielen Besitzern – Neu-Kladow Auf der linken Seite führt eine schöne Allee zum Gut Kladow, vorbei an Sommerhäusern der 30er Jahre und jüngeren Haussiedlungen. Hinter dem Tor beginnt der großräumige Park der Gutsanlage. Das Herrenhaus liegt auf einer Düne, die früher von einem Havelarm umflossen wurde. 1799 überließ der preußische König Friedrich Wilhelm III das Gut seinem Kabinettsrat Anastasius Ludwig Mencken, dessen Tochter auch hier gelebt hat und die Mutter Otto von Bismarcks war. Bis 1887 wechselte das Gut 17 Mal den Besitzer bis Robert Gutmann die heruntergewirtschaftete Anlage übernahm. Sein Sohn führte Umbauten und Erneuerungen fort und machte das Gut zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Treffpunkt bis er 1921 unfreiwillig Kladow verlässt. 1932 kam das Gelände in Reichsbesitz, Baracken und Häuser wurden errichtet und als Lazarett genutzt. Bis 1995 beherbergte es auch die Arbeiterwohlfahrt. 1995 wurde es unter Denkmalschutz gestellt und der Park für Besucher geöffnet. Wenn man ihn nun verlässt, kann man auf der Hauptstraße in den Bus nach Spandau steigen oder wieder zurück zur Anlagestelle gehen. Noch ein Ziel für Autofahrer: das Luftwaffenmuseum des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes auf dem stillgelegten Gatower Flughafen. Dort sind auch Militärmaschinen des ehemaligen Warschauer Paktes zu sehen. Gut Kladow Foto: © Horst Stiller V


VI Wir stellen vor: Unsere Hausmeister Frauen und Männer für alle Fälle Die Haustür klemmt, der Wasserhahn tropft, das Licht im Treppenhaus ist ausgefallen: Das ist erst mal ein Fall für den Hausmeister. In Deutschland arbeiten über 90.000 Personen als Hausmeister, Hauswart, Hausbesorger, Concierge, Hausund Siedlungsbetreuer. Ein Beruf mit langer Tradition, der heute wieder sehr gefragt ist. Auch in unseren Genossenschaften sind sie oft die ersten Ansprechpartner. Einige wohnen und arbeiten schon seit Generationen in der gleichen Genossenschaft, andere haben sich erst später für diese Arbeit entscheiden. Wir wollen Ihnen heute aus jeder Genossenschaft einen Hausmeister vorstellen – vielleicht ist „Ihrer“ oder „Ihre“ dabei. „Flori-Opa“ für die Köpenick Nord In seinem Grünauer Kiez gibt es wohl kaum jemanden, der ihn nicht kennt und ganz besonders die Kinder, wissen zu schätzen, dass ihr „Flori-Opa“ immer ein offenes Ohr für sie hat. Der „Flori-Opa“ ist Reinhold Riedel (69). Er lebt seit knapp 50 Jahren in Grünau und ist einer von vier Hausbesorgern bei der Köpenick Nord. Seit 1997 ist er zuständig für sieben Blöcke mit 212 Wohnungen und das mit Leidenschaft. Reinhold Riedel „Ich mache diese Arbeit einfach gern und ohne Genossenschaft würde mir sicher etwas fehlen", sagt Reinhold Riedel und dabei strahlen seine Augen. Bei kleinen Mängeln stellt er auch gern seine handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis, natürlich kein Problem für den gelernten Stellmacher, der später noch ein Ingenieursstudium absolvierte und dann als Konstrukteur im Fahrzeugbau beschäftigt war. Dabei hat er sich schon immer in der Genossenschaft engagiert und setzt sich auch gern für die Interessen der Jüngsten im Kiez ein. Dazu gehören übrigens auch seine beiden Enkel Florian (13) und Christin (12), die natürlich sehr stolz auf ihren Opa sind. Für die Berolina mit dem Rad unterwegs Man muss schon etwas Glück haben, damit man Gert Ebermann (48) mal in Ruhe erwischt. Normalerweise ist der Mann im roten Overall immer irgendwo vor Ort, in einer der 400 Wohnungen unterwegs, die er als einer von fünf Haus- meistern für die Berolina betreut. Jeden Morgen schwingt er sich um 6.30 Uhr früh auf sein Rad und seine Runde von Haus zu Haus beginnt: Brennen alle Lichter? Gibt es irgendwo ein Grafitti? Um 8 Uhr ist dann eine Versammlung auf der aktuelle Aufgaben und Probleme besprochen werden. Danach „schwärmen“ alle wieder aus. Dabei kümmert er sich um die Häuser als wären es seine eigenen: „Sonst funk- Gert Ebermann tioniert die Arbeit nicht“, erklärt der gelernte Elektriker. Dabei hat er ein besonders großes Herz für die älteren Bewohner und steht schon mal über die Arbeit hinaus mit Rat und Tat zur Seite. Zum Feierabend tauscht er den „Arbeits-Drahtesel“ oft gegen ein flottes Rennrad und düst durch die Stadt, am liebsten bis nach Hennigsdorf. Im Urlaub darf es dann auch mal gemütlicher sein, zum Beispiel bei einer Wandertour mit Ehefrau Beatrix (42). Einsatz in der Tuschkastensiedlung für die „1892“ Wenn Studentengruppen auf den Straßen stehen und die Häuser zeichnen oder Touristen den Fotoapparat zücken ist Viktor Benner (53) schon etwas stolz. Er ist seit knapp sieben Jahren Hausmeister in einer der berühmtesten Siedlungen Berlins, der Tuschkastensiedlung, die Bruno Taut 1913- 1915 in Falkenberg gebaut hat. Über 150 Wohnungen und Häuser und ein Bürohaus hat er zu betreuen. Dabei hat er viele Jahre der aufwendigen Renovierung und Sanierung mit- Viktor Benner


gemacht, denn die Häuser stehen unter Denkmalschutz. Und das hieß auch jeden Tag viele Handwerkerarbeiten kontrollieren. Für die Bewohner, von denen viele schon in der Siedlung geboren wurden, war diese Zeit auch nicht immer ganz einfach: „Da muss man die Nerven und den Humor behalten“, erzählt Viktor Benner, der mit seiner Frau ebenfalls in einem kleinen bunten Reihenhaus wohnt, in dem er gerade den Keller hergerichtet hat. Natürlich kennt er alle Nachbarn und die schätzen ihn. Übrigens auch seine Fähigkeiten als „guter Griller“, die er beim nächsten Mieterfest im Sommer sicher wieder gern unter Beweis stellt. Von der Bewag zur GBSt René Couvreux (50) hat sich schon etwas in der Welt herumgetrieben: Als Starkstromelektriker war er über zehn Jahre auf Montage, zum Beispiel in Saudi Arabien, und hat Hochspannungsanlagen und Kraftwerke mit aufgebaut. „Sesshaft“ wurde er dann 1981 bei der Bewag mit der Betreuung des Kraftwerkes Lichterfelde. Als die Bewag vor vier Jahren wieder 1000 Mitarbeiter einsparte, ging auch René Couvreux – freiwillig. Aber ohne Arbeit wollte er natürlich nicht sein. Da kam das Angebot von der GBSt wie gerufen. Mit Ehefrau René Couvreux Bianca und drei Kindern zog er von Mariendorf nach Pankow und dort betreut er seit knapp drei Jahren 18 Hauseingänge mit über 150 Mietern und Gewerberäume. „Dass mir meine neue Arbeit so viel Freude macht, hat viel mit den Mietern zu tun. Die sind offen und freundlich. Und auch die Kollegen sind prima, freitags spielen wir immer Skat zusammen“, erzählt Hausmeister Couvreux und zeigt stolz seinen Werkzeug- und Schreibraum, den er sich im Keller selbst hergerichtet hat. Privat schwingt er übrigens gern den Kochlöffel, neben leckeren Eintöpfen steht auch Chinesisch oder Griechisch auf seiner Speisekarte. In der dritten Generation beim BWV Kaum zu glauben, aber Ramona Busse (40) wollte schon als Kind Hauswart werden: „Ich fand es einfach schön, dass meine Eltern immer in der Nähe waren“. Die waren nämlich auch schon beide Hauswarte beim BWV in Schmargendorf und davor sogar ihre Stiefoma. Aber ihren Berufswunsch hat sie sich erst nach Umwegen erfüllt. Nach der Schule ist sie einige Zeit mit ihrem damaligen Freund durch die Welt Wohnungsbaugenossenschaften Berlin: Viel gemeinsam! Ramona Busse gereist und hat dann im Gertraudenkrankenhaus ihre Ausbildung zur Krankenschwester gemacht. Erst als ihre Muter vor zehn Jahren in Rente ging, hat sie sich um die Stelle beworben, ist seitdem für genau die gleichen 87 Wohnungen in der Borkumer-, Zoppoter und Dievenstraße zuständig und kennt natürlich viele Bewohner von Kindheit an. Da sind auch Freundschaften entstanden, aber am schönsten ist für Ramona Busse, dass sie trotz Arbeit auch für ihre Kinder, 4 1/2 und 6 Jahre, immer erreichbar sein kann. Privat schwingt sie gern das Tanzbein, Ehemann Michael war früher sogar Turniertänzer, und gemeinsam wollen sie dieses Hobby künftig wieder mehr pflegen. Ein Maler für Wilhelmsruh Als Maler ist Martin Lehman (47) seit vielen Jahren den Mitgliedern der WBG Wilhelmsruh bekannt. So mancher Flur in den Häusern der Genossenschaft trägt seine „Handschrift“. Heute ist er als Hausmeister in Buch unterwegs und sorgt dafür, dass in 600 von 790 Wohnungen, die die Genossenschaft in Buch hat, immer alles in Ordnung ist. Gelernt und gearbeitet hat Martin Lehmann über 13 Jahre beim VEB Bergmann-Borsig. Nach der Wende musste er sich dann – wie viele Kollegen – einen neuen Arbeitgeber suchen. Bei der WBG hat es ihm auf Anhieb gefallen: „Wir haben nette Mieter und wenn man gut miteinander auskommt, macht das Arbeiten Spaß“, erzählt Martin Lehmann, der selbst mit seiner Familie seit 18 Jahren in Buch wohnt. Privat gehört seine Leidenschaft dem Fußball. Damit hat er sogar die ganze Familie angesteckt: Tochter Mandy (18) spielt in der Regionalliga, Sohn André im Verein in Buch – wie er selbst auch. Und einmal im Jahr geht’s gemeinsam zu Borussia Dortmund. Martin Lehmann VII


VIII Erhöhung der Wasserpreise unausweichlich? Seit dem 1. Januar 2004 haben sich die Tarife für Wasser, Abwasser und Niederschlagswasser um 15,45% erhöht. Jeder Berliner muss seitdem allein für Trink- und Schmutzwasser einen Mehrpreis von insgesamt 0,59 € pro Kubikmeter zahlen. Die Berliner Wasserbetriebe sehen sich bei dieser Preissteigerung im Recht und begründen sie mit notwendigen Wert- Die neue Wohnflächen- und Betriebskostenverordnung Mit Jahresbeginn ist auch eine neue Verordnung über die Berechnung der Wohnfläche und die Aufstellung von Betriebskosten in Kraft getreten. Hat diese nun direkte Auswirkungen für die Nutzungsgebühr Ihrer Wohnung? Erst einmal gilt: Die Wohnfläche Ihrer Wohnung bleibt verbindlich und muss von Ihrer Genossenschaft grundsätzlich nicht neu berechnet werden. Eine Ausnahme besteht dann, wenn nach dem 1. Januar 2004 bauliche Veränderungen erfolgten, z.B. ein Anbau. Die Fläche von Balkonen, Loggien, Terrassen etc. kann weiter bis zur Hälfte angerechnet werden. Impressum: »Viel gemeinsam« – Beilage zu den Mitgliederzeitungen der Genossenschaften: Berolina, BWV zu Köpenick, GBSt, Köpenick Nord , BBWO 1892, Wilhelmsruh Redaktion: »Gilde« Heimbau, Monika Neugebauer · Gestaltung: Elo Hüskes Druck: Medialis Offsetdruck GmbH · Auflage: 35.550 · Berlin, April 2004 berichtigungen und erhöhten Kosten – schlüsseln diese jedoch nicht nachvollziehbar auf. Die Berliner Wohnungsunternehmen können so diese Preispolitik nicht akzeptieren. Unser Verband (BBU) und die Genossenschaften prüfen derzeit geeignete Vorgehensweisen, um gegen die Preissteigerungen vorzugehen. Manchmal müssen auch die Genossenschaften im Sinne ihrer Mitglieder zu solchen Mitteln greifen. Inwieweit unsere Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser immensen Erhöhung berechtigt sind und von Erfolg gekrönt sein werden, müssen dann wahrscheinlich die Gerichte klären. Zumindest wollen wir zunächst nichts unversucht lassen. Die Verordnung hält im Wesentlichen an dem bisherigen Betriebskostenbegriff fest. Im Folgenden einige Beispiele von Kosten, die in den Betriebskostenkatalog neu aufgenommen wurden: die Kosten für die Eichung von Wasserzählern, die Reinigung und Wartung von Gasetagenheizungen, die Fernüberwachungs- und Notrufsysteme in Aufzügen, Müllkompressoren, und -schlucker, das Schneiden und Ausasten von Bäumen. Diese Kosten waren bisher nach der Rechtsprechung bereits anerkannt, werden mit der neuen Verordnung nun aber klar formuliert. Wir konnten an dieser Stelle nur ganz kurz über die wichtigsten Aspekte der neuen Verordnung berichten. Bei detaillierten Fragen helfen Ihnen die Mitarbeiter Ihrer Betriebskostenabteilung gern weiter.


Ein erster Schritt ist mit der Beauftragung von „teamwohnbalance“ und der „hotline“ schon getan, an die Sie sich wenden können, wenn Sie in Not sind oder Ihre Lage aussichtslos erscheint. Es sollen weitere Einrichtungen folgen. Wir wollen uns auch für mehr Gemeinschaft in der Genossenschaft engagieren. Deshalb freuen wir uns, wenn Sie Ideen oder Anregungen für die Einrichtung von Gemeinschaftsräumen haben, z.B. eine Krabbelgruppe für die Kleinsten, Spielgruppen, Computer- oder Gesellschaftsspiele-Treffen oder einfach Kaffee-Klatsch-Runden. Für geeignete � Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein umfangreiches Bau-Modernisierungs- und Instandsetzungsprogramm. Es umfasst im Geschäftsjahr 2004 ein Gesamtvolumen von 10 Mio Euro. Davon entfallen auf laufende Maßnahmen 1,8 Mio Euro und auf größere Projekte 8,2 Mio Euro. Hier eine Übersicht der Arbeiten: Pankow Hier beginnt der erste Bauabschnitt in der Wirtschaftseinheit 216 – Kissingenstraße 25-25a, Dettelbacher Weg 2-4 und Prenzlauer Promenade 116-121. Die Kosten betragen 5,2 Mio Euro. Es werden Fassaden und Dächer saniert, Fenster und Elektroleitungen erneuert, der Keller trocken gelegt und Treppenhäuser renoviert. In den Wirtschaftseinheiten 212 und 215 – Gemündener Straße bis hinein in die Granitzstraße wird die Trockenlegung des Kelleraußenmauerwerks abgeschlossen. Kosten: 200 000 Euro. Räume in den verschiedenen Bezirken werden wir uns einsetzen. Der Vorstand hat dabei auch schon an die ehemaligen Büroräume in der Lothar- Bucher-Straße 7a gedacht. Es wird � Baumaßnahmen Bau-Mod-Inst-Programm 2004 Reinickendorf In der Wirtschaftseinheit 065 – Hausotterstraße 82-89a bekommen die Fassaden einen Vollwärmeschutz, die Dächer werden saniert und die Heizung von Nachtspeicher auf Gas mit Warmwasserversorgung umgestellt. Dazu gehört auch eine Strangsanierung und Elektroarbeiten. Die komplette Maßnahme wird einige Jahre dauern, begonnen wird mit der neuen Heizzentrale und den Leitungen in den Häusern 88, 89 und 89a. Kosten: 982 000 Euro. Lankwitz In der Wirtschaftseinheit 031 – Malteserstraße wird die Dacheindeckung erneuert, die Fassade überarbeitet und von unseren Malern gestrichen, auch die Fenster werden überarbeitet oder erneuert und die Kelleraußenwand bekommt eine neue Abdichtung. Kosten: 970 000 Euro. GBSt telegramm � In eigener Sache/Baumaßnahmen Unser neuer Aufsichtsrat: Michael Grubert (Vorsitzender), Heidi Gaede, Dietrich Schildknecht, Sigrid Schmidt, Dirk Reinicke und Thomas Ahlgrimm (v.l.n.r.) dann Ihre Aufgabe sein die Gruppen mit Leben zu füllen. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen, auf Ihre Ideen und Anregungen. Ihr Aufsichtsrat Lichterfelde Hier beginnt der erste Bauabschnitt in der Wirtschaftseinheit 021/022 – Undinestraße 30-34 mit der Strangsanierung, der Modernisierung der Bäder und den erforderlichen Elektroarbeiten. Kosten: 350 000 Euro. Steglitz Hier beginnt der erste Bauabschnitt in der Wirtschaftseinheit 001 – Menckenstraße 20-22 mit Strangsanierung, Modernisierung der Bäder und den erforderlichen Elektroarbeiten. Kosten: 310 000 Euro. Der erste Bauabschnitt für die Kelleraußenwandabdichtung beginnt in der Wirtschaftseinheit 004 – Kniephofstraße 55-57. Kosten: 50 000 Euro. Wedding In unserem Seniorenwohnhaus – Wirtschaftseinheit 073 – werden die Balkone abgedichtet und der Beton saniert. Die Errichtung eines Zaunes im Innenhof wird noch geprüft. Kosten: 115 000 Euro. 1.04 GBSt 3


GBSt telegramm � In eigener Sache Telefonverzeichnis Zentrale Petra Tschich 790 801 - 0 Fax 790 801 - 99 Vorstand Dieter Thieme 790 801 - 0 Andreas Griethe 790 801 - 0 Sekretariat Beate Wutke 790 801 - 26 Vermietung / Mitgliederwesen Käthe Wiemers 790 801 - 23 (Leitung, Prokuristin) Kerstin Benz 790 801 - 35 Salvatore Parziale 790 801 - 17 Hausverwaltung / Technik Ulrich Wrusch (Leitung) 790 801 - 0 Reparaturannahme: Kathrin Schöps 790 801 - 30 Finanz- und Rechnungswesen Lutz Siefert (Leitung) 790 801 - 0 Controlling: Yorck Höpfner 790 801 - 29 Buchhaltung: Brigitte Klawon 790 801 - 29 Service-Teams für unsere Wohnungen Für Lankwitz, Lichterfelde, Mariendorf, Rudow, Steglitz: Hausverwaltung, Technik Ulf Heeder 790 801 - 31 Mietenbuchhaltung, Betriebskosten, Mahnwesen Jenny Banasiak 790 801 - 21 Für Charlottenburg, Hohenschönhausen, Reinickendorf, Wedding, Zehlendorf: Hausverwaltung, Technik Christiane Meinschenck 790 801 - 32 Mietenbuchhaltung, Betriebskosten, Mahnwesen Nadeschda Menzel 790 801 - 20 Für Pankow: Hausverwaltung, Technik Gert Mühmert 790 801 - 33 Mietenbuchhaltung, Betriebskosten, Mahnwesen Birgit Wihr 790 801 - 40 Sprechstunden und Kasse Montag 9 – 12 Uhr Mittwoch 15 – 18 Uhr Internet: www.gbst.de E-Mail: info@gbst.de Beate Wutke � In eigener Sache � In unserem Sekretariat gibt es ein neues, fröhliches Gesicht: Beate Wutke (21). Nach ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau ist sie noch ein Jahr in Potsdam zur Schule gegangen, um ihr Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung zu machen. Bevor dann der Ernst des Berufslebens begann, ist sie erst mal mit ihrer Freundin drei Monate auf Amerika-Reise gegangen, hat Freunde und Verwandte besucht WOHNTAG ® mit der GBSt � Der Wohntag findet in diesem Jahr auf dem Gelände des Olympiastadions statt, am 19. Juni. Auch wir werden diesen Tag wieder nutzen, um uns als attraktive Baugenossenschaft zu präsentieren. Wie im vergangenen Jahr wird es wieder ein vielfältiges Bühnenprogramm geben. Für die Unterhaltung sorgen nicht nur Profis, sondern auch Genossenschaftsmitglieder. Für Spiel und Spaß für unsere Jüngsten ist auch gesorgt und Fußballfreunde können sich dann um 18 Uhr auf die Live- Übertragung des EM-Endrundenspiels Lettland/Deutschland auf einer Großbildleinwand freuen. Impressum � Herausgeber: Gemeinnützige Baugenossenschaft Steglitz eG, Kniephofstraße 58, 12157 Berlin | Redaktion: „Gilde“ Heimbau GmbH, Monika Neugebauer | Bildnachweis: GBSt, privat, Archiv, Monika Neugebauer | Gestaltung: Elo Hüskes | Druck: Medialis Offsetdruck GmbH, Berlin | Der Nachdruck ist nur mit Genehmigung des Herausgebers zulässig. Alle Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen jedoch ohne Gewähr für die Richtigkeit gegeben. | Copyright: Gemeinnützige Baugenossenschaft Steglitz eG Wir stellen vor: Eine neue Mitarbeiterin und dabei natürlich auch ihr Englisch aufgebessert. Ganz unvertraut ist ihr das Wohnungswesen nicht. Bei einem Praktikum in einer Wohnungsbaugesellschaft hat sie schon erste Eindrücke gesammelt. Privat ist Beate Wutke gern unterwegs: Im Winter zum Ski- und Schlittschuhlaufen und im Sommer stehen Schwimmen und ausgiebige Radtouren auf dem Programm. Vertreter-Termine � Wie der Aufsichtsrat schon angekündigt hat, wird es eine Vertreterrundfahrt in diesem Jahr geben. Gemeinsam mit Aufsichtsrat und Vorstand findet eine Busfahrt zu allen Wohneinheiten, an denen in diesem Jahr Maßnahmen geplant sind, statt. Gestartet wird am 8. Mai von unserer Geschäftsstelle in der Kniephofstraße. Nach der Rundfahrt setzen wir uns noch zu einem Meinungsaustausch zusammen. Die diesjährige Vertreterversammlung wird am 11. Juni stattfinden. Genauere Informationen zu Ort, Uhrzeit und Abläufen erhalten die Vertreter und Mitglieder rechtzeitig mit den Einladungen.

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