Schnittstellen zwischen Arbeitsschutz und Psychotherapie

dguv.de

Schnittstellen zwischen Arbeitsschutz und Psychotherapie

Magazin der DGUV Akademie Dresden • www.dguv.de/akademie-dresden

Ausgabe 3 • 2012

Dresden

AkademieJournal

Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt

Schnittstellen zwischen Arbeitsschutz

und Psychotherapie

Aktuelles

Quali� zierung und

Training 2013

Forschung

Ständige Erreichbarkeit:

Wie belastet sind wir?

Veranstaltungen

9. iga-Kolloquium:

Werte und Führung


Inhalt

THEMEN

GESUNDHEIT

2 Wie können ältere Beschä� igte geistig � t

bleiben?

AKTUELLES

3 Quali� zierung und Training 2013

Neues Format für den IAG-Infodienst

4 Familienbewusste Personalpolitik der DGUV

ausgezeichnet

Arbeitsschützer wünschen sich Ausbau

der Online-Mediathek

QUALIFIZIERUNG

5 Kompetenzentwicklung ermöglichen

FORSCHUNG

6 Ständige Erreichbarkeit: Wie belastet sind wir?

Welche Maßnahmen ergreifen Betriebe?

7 „Viele haben das Gefühl, dass Erreichbarkeit

erwartet wird“

BERATUNG

8 Arbeitsschutzmanagementsysteme sind

wirksam

Wie ist es, wenn man älter wird?

VERANSTALTUNGEN

9 Schnittstellen zwischen Arbeitsschutz

und Psychotherapie

10 Unternehmenskultur zwischen nachhaltiger

und fluider Organisation

Deutscher Arbeitsschutzpreis 2013

11 Werte und Führung

12 Der Beschä� igte als Unternehmer

KULTUR & FREIZEIT

13 200 Jahre Lu� fahrtgeschichte

Spielspaß für die ganze Familie

14 Einladung ins winterliche Erzgebirge

15 Spannender Kampf um den Puck

Auf die Kufen, fertig, los!

16 Kultur erleben

2 • AkademieJournal 3 | 2012

Gesundheit

Wie können ältere Beschä� igte

geistig � t bleiben?

Im Alter verändern sich mentale Fähigkeiten. Diese Veränderungen

werden durch Erziehung, Ausbildung, Lebensstil

und vor allem durch die Art der Arbeit beeinflusst.

Langjährige monotone Arbeit beeinträchtigt

zum Beispiel das Arbeitsgedächtnis,

unsere kognitive Kernkompetenz.

Für den Erhalt ihrer

Leistungsfähigkeit können ältere

Beschäftigte aber auch einiges tun.

Die folgenden Empfehlungen aus

dem Projekt PFIFF helfen Ihnen

dabei, im Beruf geistig fi t zu bleiben.

Gesunde Ernährung

Essen Sie kräftig gefärbte Gemüse

und Früchte, wie Grünkohl, Brokkoli,

Tomaten oder Beeren. Diese enthalten

Antioxi danzien und schützen

Hirnzellen vor dem Angriff freier

Radikale, die beim Stoff wechsel entstehen.

Essen Sie Nahrungsmittel,

die Omega-3- Fettsäuren enthalten.

Diese Bausteine von Nervenzellen

sind vor allem in fettem Seefisch

enthalten, aber auch in pflanzlichen

Ölen, wie Raps-, Leinsamen-

oder Walnussöl.

Körperliche Bewegung

Körperliche Bewegung hält Ältere

nicht nur körperlich, sondern auch

geistig fit. Hirnforschungen zeigten,

dass bei Älteren, die regelmäßig

Sport trieben, das Gedächtniszentrum

größer und das Gedächtnis

besser wurde. 30 Minuten mäßig anstrengender

Sport sechsmal pro Woche

sind optimal. Nordic Walking,

Foto: Fotolia / Kzenon

Radfahren oder flottes Spazierengehen

sind ideale Sportarten.

Guter Umgang mit Stress

Dauerstress beeinträchtigt nicht nur

körperliche Funktionen und damit

die Gesundheit, sondern auch kognitive

Funktionen. Nehmen Sie an

einem Stressmanagement-Kurs teil.

Im Projekt PFIFF konnten die Teilnehmer

danach besser mit Stress

umgehen und zeigten eine geringere

Ausschüttung des Stresshormons

Kortisol.

Geistige Bewegung

Seien Sie geistig rege und fl exibel!

Dies erreichen Sie am besten durch

eine anspruchsvolle, flexible und

vielseitige Arbeit. Falls Ihre Arbeit

monoton ist, sollten Sie täglich

zwischen verschiedenen Aufgaben

wechseln oder Veränderungen der

Arbeit in längeren Intervallen vornehmen.

Zudem lassen sich einzelne

kognitive Funktionen direkt

trainieren, am besten durch Übungen

am PC. Dies verbessert mentale

Fähigkeiten nachhaltig. Geeignete

Übungen finden Sie unter

www.pfi ff projekt.de.

Prof. Dr. Michael Falkenstein,

Dr. Patrick Gajewski, Leibniz-Institut für

Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo)


Foto: Shutterstock / Alexander Kalina

Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG)

Quali� zierung und Training 2013

Der Seminarkatalog des IAG für 2013 ist erschienen. Er bietet fast 180 Seminare und Trainings

für Präventionsexperten, Fachkrä� e im Arbeitsschutz sowie Trainer und Dozenten.

Das Bildungsprogramm des IAG konzentriert

sich auch 2013 auf Themen zu Sicherheit

und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

und möchte die Teilnehmenden

bei der Lösung berufl icher Herausforderungen

und ihrer Karriereplanung unterstützen.

Im aktuellen Programm sind

neben den bewährten Seminarklassikern

auch wieder neue Angebote für Präventionsexperten

zu fi nden.

Neu im Fortbildungsangebot für Aufsichtspersonen

ist zum Beispiel das Seminar

„So gelingt Inklusion! – Barrierefreie

Arbeitsgestaltung“. Bei praktischen

Übungen mit Rollstühlen oder mit technisch

eingeschränktem Seh- und Hörvermögen

können Teilnehmende in diesem

Seminar eindrücklich erleben, wie wichtig

eine barrierefreie Umwelt für Menschen

mit und ohne Behinderungen ist.

In Kooperation mit der Dresden International

University bietet die Deutsche Gesetzliche

Unfallversicherung in Dresden

wieder das Masterstudium „Management

Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“

als Qualifizierungsinstrument für

den Führungsnachwuchs an. Der berufs-

begleitende Hochschulstudiengang richtet

sich an Arbeitsschutzexperten mit

Hochschulabschluss und beginnt im Oktober.

Schwerpunkt der Trainerfortbildung ist

im aktuellen Seminarprogramm unter

anderem die Anwendung der Ermöglichungsdidaktik.

So bietet das IAG in

Informiert bleiben

Neues Format für den IAG-Infodienst

Möchten Sie regelmäßig Informationen

über Seminare, Veranstaltungen und Ereignisse

im IAG erhalten? Dann lesen Sie

nicht nur das AkademieJournal, sondern

auch den IAG-Infodienst. Der elektronische

Newsletter des Institutes für Arbeit

und Gesundheit erscheint sechsmal im

Jahr und informiert Sie über Neuigkeiten

in den darauf folgenden zwei bis drei

Monaten.

Die Nachrichten sind kurz gehalten und

verweisen jeweils auf Seiten im Internet,

die ausführliche Informationen bieten.

Aktuelle Nachrichten sowie Termine

von Seminaren, Tagungen und Kongressen

stehen stets am Anfang. Dann folgen

Empfehlungen für die Freizeit und praktische

Tipps, zum Beispiel zur Anreise

nach Dresden.

Neu ist, dass die Empfänger ihr Abonnement

und ihre persönlichen Daten seit

einiger Zeit selbst verwalten können.

Die Anmeldung ist einfach und sicher,

es sind nur wenige Klicks dafür nötig.

Ebenso einfach ist es, den Infodienst

wieder abzubestellen, wenn sich Interessen

oder die persönliche Situation

geändert haben.

diesem Jahr ein Grundlagenseminar zur

Ermöglichungsdidaktik an und eine Einführung

in die Thematik „Vom Dozenten

zum Lernberater“. Darüber hinaus haben

Trainer und Dozenten die Möglichkeit,

sich bei der ermöglichungsdidaktischen

Umgestaltung ihrer Seminare individuell

beraten zu lassen.

Das Bildungsprogramm liegt sowohl in

gedruckter Fassung als auch online vor.

Interessenten können sich über ein Buchungssystem

bequem online anmelden,

bei Bedarf ein Hotelzimmer buchen und

das tagesaktuelle Angebot aller Veranstaltungen

im IAG einsehen.

Für Fragen zur Organisation oder zum Inhalt

der Seminare stehen die Ansprechpersonen

des IAG gerne zur Verfügung.

Thomas Kohstall, Christina Bogs

Information und Anmeldung

www.dguv.de / iag-seminare

Die Ausgaben des IAG-Infodienstes sind

jetzt außerdem online archiviert und

können im Archiv jederzeit nachgelesen

werden.

Information und Anmeldung

www.dguv.de / iag

Webcode d120697

Aktuelles

AkademieJournal 3 | 2012 •

3


Aktuelles

Zerti� kat zum „audit berufundfamilie“

Familienbewusste Personalpolitik der DGUV ausgezeichnet

Die Deutsche Gesetzliche

Unfallversicherung

(DGUV) hat am 30. August

2012 das Zertifikat

zum „audit berufundfamilie“

erhalten. Das Qualitätssiegel

gilt als anerkannte

Auszeichnung für

eine nachhaltig familienbewusste

Personalpolitik

in Unternehmen. Für seinen Erhalt hat

sich die DGUV mit ihren beiden größten

Standorten Sankt Augustin und Dresden

zuvor einem umfassenden Auditierungsverfahren

unterzogen. Darin wurden die

bereits angebotenen Maßnahmen zur

besseren Vereinbarkeit von Beruf und

Arbeitsschutz� lme

Arbeitsschützer wünschen sich Ausbau der Online-Mediathek

Die Mediathek für Arbeitsschutz und

Gesundheitsförderung (MAG) ist seit Oktober

2010 online und hat seitdem eine

rasante Entwicklung genommen. An jedem

Arbeitstag besuchen 400 bis 500 Besucher

die Homepage der Mediathek und

haben bisher etwa 700.000-mal einen der

290 verlinkten Arbeitsschutzfi lme angeschaut.

Unter den mittlerweile über 2300

registrierten Mitgliedern befinden sich

etliche DAX-Konzerne und andere Großbetriebe

sowie Krankenhäuser. Trotz dieser

klangvollen Namen dominiert aber der

Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen.

Arbeitsschutz-Praktiker sehen in einer

internetbasierten zentralen Mediathek

eine ganz wesentliche Hilfe für ihre tägliche

Arbeit, zum Beispiel für die Gestaltung

von Unterweisungen. Dies war auch

das Ergebnis einer Veranstaltung im September

2012 bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin (BAuA) in

Dresden. Der dort vorgestellte „Sifa-Werkzeugkasten“

könnte die MAG um weitere

Medien in verschiedenen Formaten ergänzen,

z. B. Powerpoint-Dateien, Bilder

und Grafi ken. Die 70 Teilnehmenden der

Veranstaltung, ganz überwiegend Fachkräfte

für Arbeitssicherheit, stimmten in

einer anschließenden Befragung mit etwa

4 • AkademieJournal 3 | 2012

Familie erfasst und weitere

maßgeschneiderte familienfreundliche

Instrumente

festgelegt.

„Die Vereinbarkeit von Beruf

und Familie gewinnt

angesichts demografi scher

Veränderungen auch für

Arbeitgeber immer mehr

an Bedeutung“, sagt Dr. Walter Eichendorf,

stellvertretender Hauptgeschäftsführer der

DGUV. „Wir haben ein Interesse daran, die

Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit familienfreundlichen

Maßnahmen zu fördern

und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.“

90 % für den weiteren Ausbau der Mediathek

und erklärten, dass sie die MAG mit

eigenen Beiträgen unterstützen würden.

Das IAG wird im Rahmen eines Forschungsprojektes

den Einsatz von Arbeitsschutzfi

lmen in der betrieblichen Praxis

untersuchen. Mit möglichst aussagefähigen

Daten als Ausgangspunkt sollen Qualitätskriterien

für die Weiterentwicklung

des deutschen Arbeitschutzfi lmes gewon-

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

DGUV profi tieren bereits heute von familienfreundlichen

Maßnahmen wie zum

Beispiel fl exiblen Arbeitszeiten, Fortbildungsangeboten

im Bereich Work-Life-

Balance oder einem umfangreichen und

vielseitigen Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Diese Angebote werden

weitergeführt.

In einer Zielvereinbarung wurden zudem

neue Maßnahmen in acht Handlungsfeldern

defi niert, deren Umsetzung jährlich

und unabhängig von der gemeinnützigen

Hertie-Stiftung überprüft wird.

nen werden. Dazu wird die MAG und ihre

Community eine große Hilfe sein.

Online-Mediathek

Mediathek für Arbeitsschutz und

Gesundheitsförderung (MAG)

www.arbeitsschutz� lm.de

Quelle: DGUV

Die computeranimierte Trick� gur „Napo“ ist eine feste Größe im deutschen Arbeitsschutz� lm. Alle Napo-Filme

sind in der Online-Mediathek zu � nden. Foto: DGUV

Michael Peters


Weiterentwicklung der Ausbildung zur Fachkra� für Arbeitssicherheit

Kompetenzentwicklung ermöglichen –

Wie kann das gelingen?

Die unterschiedlichen Ausbildungen von Fachkrä� en für Arbeitssicherheit (Sifas) werden

derzeit zu einer gemeinsamen Ausbildung weiterentwickelt. Das AJ befragte Dr. Carola Kästner

zum didaktischen Konzept.

Dr. Carola Kästner im Gespräch Foto: IAG/Stephan Floß

Frau Dr. Kästner, eine neue

Lehr- und Lerninfrastruktur soll

Fachkrä� en für Arbeitssicherheit (Sifas)

zukün� ig das Lernen erleichtern. Bei

der Umsetzung des Ausbildungsmodells

setzen Sie auf die Ermöglichungsdidaktik.

Was ist das eigentlich?

Ermöglichungsdidaktik ist eine Form der

Didaktik, die von Professor Rolf Arnold

geprägt wurde. Sie geht davon aus, dass

ein Lernprozess nicht von außen erzeugt

werden kann, sondern jeder Lernende

selbst bestimmt und steuert, was und wie

er lernt. Lehrer und Dozenten können Lernen

nicht erzwingen. Sie können aber geeignete

Bedingungen schaff en, um diesen

Lernprozess zu ermöglichen.

Was bedeutet das

für das Lernen?

Lernen ist ein individueller Prozess und

jeder Mensch hat seine eigenen Lernerfahrungen.

Dem wollen und müssen wir

Rechnung tragen. Im Grunde genommen

sind es zwei Dinge, die Lernen erfolgreich

und nachhaltig machen:

1. Ich bin neugierig und will wissen

wie das geht.

2. Ich kann es selbst tun.

Diesen Lernweg beschreiten wir täglich,

egal ob wir ein neues Handy in Betrieb

nehmen oder uns mit neuen Anforderungen

am Arbeitsplatz beschäftigen. Bei dieser

Art von Lernen erleben wir das Lernergebnis

unmittelbar: Ich kann es. Oder

ich kann es nicht. Dann heißt es: Weiter

lernen und üben, bis sich der Erfolg einstellt.

Das tun wir entweder selbstständig

oder wir fragen jemanden, der sich damit

auskennt.

Lässt sich dieses Prinzip auf die

Sifa-Ausbildung übertragen?

Dieser Frage sind wir in der Projektgruppe

Umsetzung gemeinsam mit Rolf Arnold,

Professor für Pädagogik an der TU Kaiserslautern,

nachgegangen. Gemeinsam

haben wir eine Lehr- und Lerninfrastruktur

entwickelt, die die Freiheit von Lehrenden

und Lernenden erhöht, von beiden

aber auch viel Verantwortung fordert.

Wie wird das in der Praxis aussehen

– Freiheit von Lehrenden

und Lernenden?

Der Dozent kann den Lernprozess selbst

gestalten, in dem er aus Methoden und

Mini-Inputs auswählt. Auch bei der zeitlichen

Gestaltung hat er Freiräume. Er kann

das Lerntempo der Gruppe anpassen.

Allerdings muss er allen Teilnehmern den

Kompetenzerwerb ermöglichen und die

individuellen Kompetenzen der Lernenden

erfassen.

Auch der Lernende hat mehr Freiheit. Auf

einer Lernplattform stehen ihm Bausteine

mit Fachwissen zum Arbeitsschutz oder

Methodenwissen zur Verfügung. Er kann

bestimmen, was er wann und wie lernt.

Er bestimmt sein Lerntempo selbst, vor allem

in den selbstorganisierten Lernzeiten.

Der Lernende muss aber auch Verantwortung

für seinen Lernprozess und seinen

Kompetenzerwerb übernehmen. Er muss

beides refl ektieren und Schlüsse daraus

ziehen. Dabei wird er durch einen Lernberater

unterstützt.

Welchen Nutzen hat das für die

zukün� igen Sifas?

Die Ausbildung ist an der betrieblichen

Praxis orientiert und versetzt Sifas in die

Lage, sich selbst neues Wissen und neue

Fähigkeiten anzueignen. Deshalb messen

wir den Erfolg der Ausbildung auch daran,

was der Lernende nach der Ausbildung

kann und nicht daran, wann und

wie er etwas gelernt hat. Mit den in der

Ausbildung erworbenen Kompetenzen

und dem Know How ist die Sifa für komplexe

und sich verändernde Aufgaben

auch in der Zukunft gut gerüstet.

Dr. Carola Kästner

Quali� zierung

Das Gespräch führte Sabine Strickrodt.

ist Leiterin der Projektgruppe Umsetzung

im Gemeinscha� sprojekt „Weiterentwicklung

der Ausbildung zur Fachkra�

für Arbeitssicherheit“. Als Leiterin

des Bereiches „Fachkrä� e im Arbeitsschutz

entwickelt sie seit 2000 im IAG

maßgeschneiderte Bildungsangebote.

AkademieJournal 3 | 2012 •

5


Forschung

Neuer IAG Report

Ständige Erreichbarkeit: Wie belastet sind wir?

Das Thema „ständige

Erreichbarkeit“ wird in

der letzten Zeit sehr oft

in den Medien aufgegriff

en. Allerdings gab

es bisher kaum Untersuchungen

zu diesem

Thema. Das Institut

für Arbeit und Gesundheit

der Deutschen GesetzlichenUnfallversicherung

(IAG) hat in

Kooperation mit der

Unfallkasse Hessen

430 Beschäftigte dazu

befragt, warum und

wie oft sie erreichbar sind und wie belastet

sie sich dadurch fühlen.

Über zwei Drittel der Befragten gaben an,

oft oder immer erreichbar zu sein, wenn

sie während der Arbeitszeit auf Dienstreise

oder im Außendienst sind. In der

Freizeit waren immerhin noch 40 Prozent

oft oder immer für dienstliche Belange

Noch scheint es in der Mehrzahl der Unternehmen

keine Auseinandersetzung

mit den Chancen und Risiken ständiger

Erreichbarkeit zu geben. Einzelne Firmen

erproben aber bereits Maßnahmen im

Umgang mit Smartphones, Tablets & Co

und der Verwischung von Grenzen zwischen

Arbeitszeit und Freizeit.

Bei der Deutschen Telekom besteht zum

Beispiel eine Regelung, nach der Vorgesetzte

nach Feierabend keine dienstlichen

E-Mails mehr an ihre Mitarbeiter versenden

sollen. Auch sind die Angestellten

nicht verpflichtet, zu dieser Zeit auf

E-Mails zu antworten. Besonders drin-

gende Fälle sind von der Regelung jedoch

ausgenommen.

Bei VW gilt eine Betriebsvereinbarung für

1154 Tarifbeschäftigte, die einen Empfang

von geschäftlichen E-Mails nach Feier-

erreichbar. Nie nach

Dienstschluss erreichbar

waren nur 10 Prozent.

Die meisten Befragten

fühlten sich nicht oder

wenig dadurch belastet,

immer ansprechbar

zu sein. Allerdings

hat rund jeder Siebte

angegeben, sich durch

die ständige Erreichbarkeit

stark oder sehr

stark belastet zu fühlen.

Diese Teilnehmer

gaben an, dass sie auch in ihrer Freizeit

nicht abschalten können und das Gefühl

hätten, dass ihnen alles zu viel wird.

Als Grund für Erreichbarkeit nannten die

Befragten häufig, dass der Vorgesetzte

dies erwarte. Hier würde nach Ansicht der

Betroff enen eine bessere Kommunikation

helfen. Vorgesetzte und Mitarbeiter soll-

Aus der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga)

Ständige Erreichbarkeit:

Welche Maßnahmen ergreifen Betriebe?

6 • AkademieJournal 3 | 2012

Foto: Fotolia / Jan Schuler

abend ausschließt. Eine halbe Stunde

nach Dienstschluss wird die Weiterleitung

der Mails vom Server unmöglich gemacht.

Die mittelständische Evers GmbH in

Oberhausen stellt ihren Mitarbeitern auf

Wunsch ein Diensthandy zur Verfügung,

um eine Erreichbarkeit nach Feierabend

zu gewährleisten. Hier ist man der Mei-

ten klare Vereinbarungen dazu treffen,

wer wann im Team erreichbar sein muss

und wann nicht. Absprachen sind auch

für die Arbeitszeit wichtig, da die ständige

Erreichbarkeit hier ebenfalls belasten

kann.

Aber auch diejenigen, die sich nicht

oder nur wenig belastet fühlen, sollten

zeitweise „offl ine“ gehen, um abschalten

und sich erholen zu können. Ruhepausen

sind wichtig, um die eigene

Gesundheit auch langfristig erhalten zu

können.

Download und Bestellung

IAG Report 1 / 2012

„Ständige Erreichbarkeit:

Wie belastet sind wir?“

www.dguv.de / iag

Webcode d13378

Hiltraut Paridon

nung, dass der dringend erwartete Anruf

eines Kunden nach Feierabend nicht

zwangsläufi g Stress für die Mitarbeiter be-

deutet, sondern eine regelrechte Erlösung

sein kann.

Ob solche Maßnahmen im Unternehmen

auch gelebt werden (können) und welche

Möglichkeiten es darüber hinaus gibt, un- untersucht

die Initiative Gesundheit und Arbeit

(iga) derzeit in einem Projekt. Dazu

sollen auch Informationen über gesundheitliche

Auswirkungen zusammengetragen

werden. Die Forschungsergebnisse

des IAG werden dabei einbezogen.

Weitere Informationen

www.iga-info.de

Hannes Strobel, vdek


Belastung durch Kommunikation

„Viele haben das Gefühl,

dass Erreichbarkeit erwartet wird“

Viele Menschen sind auch am Feierabend dienstlich erreichbar. Dr. Hiltraut Paridon hat untersucht,

wie permanente Erreichbarkeit Menschen belastet und was die Hintergründe dafür sind.

Frau Dr. Paridon,

sehr viele Menschen

in Deutschland sind auch

am Feierabend beruflich

erreichbar – das zeigt

auch Ihre Studie. Haben

die Chefs am Abend nichts

Besseres zu tun, als ihre

Mitarbeiter anzurufen?

Es geht ja nicht nur um die

Erreichbarkeit für den Chef,

sondern auch für Kollegen, Dr. Hiltraud Paridon Foto: IAG/Floß

Kunden und Auftraggeber.

Aber es stimmt: Fast 90 Prozent der von

uns Befragten gaben an, nach Dienstschluss

erreichbar zu sein.

Ist der Druck auf die Beschä� igten

so groß, immer erreichbar zu sein?

Wir haben nach den Gründen für die Er- Erreichbarkeit

gefragt. Viele Befragte ha-

ben geantwortet: Ich bin erreichbar, weil

ich gerne arbeite. Sie fi nden es praktisch,

wichtig. Erst dann kam: Mein Vorgesetzter

erwartet es von mir. Interessant ist, dass

nur gut ein Viertel der Befragten auch eine

Vereinbarung dazu hat. Die anderen

glauben einfach, sie müssten erreichbar

sein, müssen es vielleicht aber gar nicht.

Das klingt, als wäre das

Problem im Grunde nur ein

banales Missverständnis.

Häufig ja. Da scheint auch die Vorbildfunktion

von Chefs eine Rolle zu spielen.

Das Ganze hat Folgen, denn 15 Prozent der

oft oder immer Erreichbaren fühlen sich

durch die Erreichbarkeit eindeutig sehr

beansprucht. Übrigens nicht nur in der

Freizeit, sondern auch bei der Arbeit.

Emp� ndet man es in der Freizeit

nicht belastender, ständig erreichbar

zu sein?

Könnte man meinen. Wenn man aber

fragt „Wie sehr belastet Sie das?“, dann

sind die Antworten absolut gleich. Die

Erreichbarkeit in der Freizeit belastet die

Leute genauso viel oder

genauso wenig wie in der

Arbeitszeit.

Was genau sind die

Folgen, wenn man

ständig erreichbar ist?

Das Hauptproblem ist,

dass die Leute nicht ab-

schalten können, weil sie

an die Arbeit denken. Die

Erholungsphase fehlt. Was

die Langzeitauswirkungen

sind, können wir nicht sicher sagen. Es

gibt noch keine Langzeitstudien, denn

so lange sind wir ja noch nicht in diesem

Ausmaß erreichbar. Außerdem gehen die

Generationen unterschiedlich damit um.

Vielleicht machen wir uns Gedanken um

ein Thema, das in 20 Jahren irrelevant ist,

weil die heutigen Jugendlichen damit aufgewachsen

sind.

Was können Betriebe tun, um dem

Problem zu begegnen?

Wir haben gefragt, was gegen den Druck,

permanent erreichbar zu sein, helfen wür-

de. Interessanterweise gab es die größte

Zustimmung beim Vorschlag: Es würde

helfen, wenn die Vorgesetzten ihren Mit-

arbeitern mitteilen würden, sie müssten

Vorgesetzter teilt Mitarbeitern mit, dass ständige

Erreichbarkeit nicht erforderlich.

Betriebs-/und Dienstvereinbarung.

Vorgesetzter ist auch nicht mehr immer erreichbar.

Mailprogramm vom Betrieb abschalten.

nicht ständig erreichbar sein. Betriebs-

vereinbarungen oder das Abschalten der

Mailserver haben keine so große Zustim- Zustim-

mung erhalten. Im Prinzip müssen beide

Seiten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die

jeweilige Erwartungshaltung klären. Das

ist dann eine Frage des Aushandelns.

In den USA gibt es solche Vereinbarungen

zur „predictable time off “ – also angekündigte

Offl inezeiten. In der Arbeitszeit würden

sich die meisten schon entlastet füh-

len, wenn sie mal eine oder zwei Stunden

nicht erreichbar wären, um sich auf eine

Aufgabe konzentrieren zu können. Wich- Wichtig

ist, dass man für solche Zeiten Vertre-

tungslösungen vereinbart. Oder aber man

stellt fest, dass Erreichbarkeit gar nicht erwartet

wird. Es hilft, das schriftlich festzuhalten.

Hil� auch eine Veränderung des

eigenen Verhaltens?

Wenn man Vorgesetzter ist, hilft es, Ver- Ver-

antwortung zu delegieren. Und man muss

sich trauen zu sagen, dann und dann bin

ich nicht erreichbar. Wenn man sagt, ich

bin immer zu erreichen, darf man sich

nicht wundern, dass die Leute auch anrufen.

Das Gespräch führte Stefan Boltz.

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Mittelwert

Forschung

Mittlere Zustimmung auf die Frage „Was würde Ihnen helfen, das Handy/Mailprogramm oder Ähnliches auch

mal eine Zeitlang in der Freizeit auszuschalten?“ Quelle: IAG Report 1/2012

AkademieJournal 3 | 2012 •

7


Beratung

Befragung von Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Beschä� igten

Arbeitsschutzmanagementsysteme sind wirksam

Ein Arbeitsschutzmanagementsystem

(AMS) integriert den Arbeitsschutz systematisch

in Unternehmensprozesse, um

Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

nachhaltig zu verbessern. Der Fachbereich

Organisation des Arbeitsschutzes

hat untersucht, wie wirksam ein AMS

im Betrieb ist und ob die Hilfestellungen

der Unfallversicherungsträger zu einer

Verbesserung der Arbeitsschutzleistung

führen. Das Institut für Arbeit und Gesundheit

(IAG) hat dabei methodisch unterstützt.

Insgesamt wurden 378 Unternehmerinnen

und Unternehmer sowie, stellvertretend

für die Sicht der Beschäftigten,

606 Sicherheitsbeauftragte befragt, die

ein AMS eingeführt hatten. Die Evaluationsergebnisse

zeigen, dass die Integration

eines AMS im Unternehmen zu einer

deutlichen Verbesserung des Arbeitsschutzes

im Unternehmen führt.

Beide Gruppen gaben übereinstimmend

an, dass sich die Strukturen, Verantwortlichkeiten

und Prozesse im Arbeitsschutz

nach Einführung des AMS deutlich verbessert

hätten. Auch das Arbeitsschutzbewusstsein

sei signifikant gestiegen.

Weiterhin schätzten die Befragten die Arbeitsschutzkompetenz

der Führungskräfte

übereinstimmend höher ein als zuvor.

Simulationsmodelle und Experimente

Wie ist es, wenn man älter wird?

Foto: Fotolia / auremar

Im Alter sind alle Menschen in unterschiedlicher

Ausprägung von typischen

Veränderungen betroffen. Dabei stehen

oft die Eigenschaften im Vordergrund,

die im fortgeschritten Alter schlechter

werden oder abnehmen, wie zum Beispiel

die verminderte Leistungsfähigkeit

der Sinnes organe. Doch es gibt auch viele

Fähigkeiten, die vom Prozess des Alterns

unberührt bleiben oder erst im Verlauf

des Lebens reifen, wie Lebens- und

Berufs erfahrung oder soziale und kommunikative

Kompetenzen.

8 • AkademieJournal 3 | 2012

Foto: Fotolia / RioPatuca Images

Nachlassende Fähigkeiten lassen sich relativ

leicht simulieren und erlebbar machen,

zum Beispiel durch Brillen oder

Hörbeispiele. Schwieriger ist es, die

Fähigkeiten darzustellen, die sich im

Alter positiv entwickeln. Dies ist aber wichtig,

um das immer noch weit verbreitete

Defi zitmodell zu widerlegen.

Das IAG nutzt in seinen Seminaren Tests,

die zeigen, dass ältere Personen im Bereich

der kristallinen Intelligenz (Fähigkeiten,

die im Laufe des Lebens erlernt

oder durch die Umwelt bestimmt werden)

oft besser abschneiden als jüngere.

Beim Mehrfachwahl-Wortschatz-Test

von Lehrl zum Beispiel sind sinnvolle

Wörter von fi ktiven Wortkonstruktionen

zu unterscheiden. Ältere profi tieren von

ihrem Erfahrungswissen und schneiden

bei diesem Test in der Regel besser ab als

Jüngere.

Die Flankierreiz-Aufgabe von Kopp ist eine

Reaktionsaufgabe am Computer. Dabei

soll der mittlere von drei Pfeilen beachtet

Die Beschäftigten gaben an, seit der Einführung

des AMS deutlich stärker in Prozesse

des Arbeitsschutzes einbezogen zu

sein als zuvor. Auch die Rechtssicherheit

sei mit der Einführung eines AMS deutlich

gestiegen und habe einen positiven

Eff ekt auf das Geschäftsergebnis gehabt.

Die Anzahl der Arbeitsunfälle und Unterbrechungen

sowie der Krankenstand

wurde seit der Einführung des AMS signifi

kant geringer eingestuft ein als zuvor.

Mehr als 80% der Befragten bewerteten

die Integration eines AMS im Unternehmen

sehr gut oder gut.

Weitere Informationen

Anna-Maria Hessenmöller

Dr. Annekatrin Wetzstein

� 0351 457-1007

� Annekatrin.Wetzstein@dguv.de

werden. Ober- und unterhalb dieses Pfeils

werden vorzeitig Reize eingeblendet, die

die Versuchspersonen zum verfrühten

Reagieren animieren. Auch hier sind die

Älteren besser. Sie reagieren zwar etwas

langsamer als die Jüngeren, machen aber

halb so viele Fehler. Susan Freiberg

Seminare

Die Simulationsmodelle werden z. B.

in diesen IAG-Seminaren eingesetzt:

• Lebenserfahrung und Beruf:

Arbeitsgestaltung im demogra�

schen Wandel (Nr. 700050)

• Lebenserfahren, gesund und motiviert:

Konzepte für altersgerechte

Arbeitsplätze (Nr. 550026)

Weitere Informationen

Susan Freiberg

� 0351 457-1616

� Susan.Freiberg@dguv.de


Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt

Schnittstellen zwischen Arbeitsschutz

und Psychotherapie

Psychotherapeuten, Präventions- und Reha-Experten tauschten sich bei einer Veranstaltung

in Dresden über gemeinsame Themen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus.

Psychische Erkrankungen gehören heute

zu den häufi gsten Ursachen für Fehltage

und Frühverrentungen. In den Unternehmen

wird das Thema daher sehr aufmerksam

betrachtet, es besteht aber nach wie

vor große Unsicherheit. Noch immer setzen

deshalb wenige Unternehmen Konzepte

zur Prävention oder zum Umgang

mit betroffenen Mitarbeitern um. Eine

Abstimmung zwischen den Verantwortlichen

im Betrieb, aber auch mit externen

Experten, wie Aufsichtspersonen, Reha-

Managern oder Psychotherapeuten, fi ndet

kaum statt.

Die Tagung „Psychische Erkrankungen in

der Arbeitswelt: Schnittstellen zwischen

Arbeitsschutz, Rehabilitation und Psychotherapie“,

die im September 2012 im Institut

für Arbeit und Gesundheit (IAG) stattfand,

hatte deshalb das Ziel, möglichst

viele inner- und außerbetriebliche Expertengruppen

zu versammeln. In Kooperation

mit der Bundespsychotherapeutenkammer,

der Berufsgenossenschaft für

Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspfl ege

sowie der Abteilung Versicherung und

Leistungen der DGUV war ein Programm

erstellt worden, das Experten aus der Prävention

und der Rehabilitation sowie Psychotherapeuten

in einen regen Austausch

bringen sollte. Zu den etwa 180 Teilnehmenden

gehörten Unternehmensvertreter,

Aufsichtspersonen, Betriebsärzte,

Vertreter der Unfallversicherungen, des

staatlichen Arbeitsschutzes, Mitarbeitervertreter

sowie freie Berater und Psychotherapeuten.

Prof. Dr. Dirk Windemuth, Leiter des IAG,

eröff nete die Veranstaltung und verwies

auf die Bedeutung einer möglichst engen

Zusammenarbeit zwischen Prävention,

Rehabilitation und Psychotherapie.

„Wenn ein depressiver Mitarbeiter nach

einer Therapie an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt,

profi tiert er von einem guten

kollegialen Miteinander. Er leidet aber,

wenn die Kollegen stattdessen Konkurrenzkämpfe

ausfechten. Dann bestehen

kaum Chancen auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung.

Präventive Maßnahmen

für alle Mitarbeiter und individuelle Rehabilitationsmaßnahmen

müssen daher

miteinander verbunden werden.“

Andrea Mrazek, Vorstandsmitglied der

Bundespsychotherapeutenkammer, betonte,

dass sich Psychotherapeuten noch

stärker mit den psychischen Belastungen

auseinandersetzen sollten, denen

Beschäftigte am Arbeitsplatz ausgesetzt

sind. Diese Erfahrungen müssten in die

Therapie einfließen. Jörg Stojke, Leiter

der BGW Akademie Dresden, beschrieb

in seinem Grußwort, welch großen Stellenwert

das Thema Psyche gerade auch im

Gesundheitsbereich inzwischen hat.

Die Vorträge am ersten Veranstaltungstag

verdeutlichten, dass die Häufi gkeit psychischer

Erkrankungen insgesamt wahrscheinlich

nicht dramatisch angestiegen

ist, sondern diese heute nur wesentlich

häufi ger richtig diagnostiziert werden. Es

wurde darüber hinaus dargestellt, dass

ein frühzeitiges Eingreifen bei ersten Symptomen

verhindern kann, dass Mitarbeiter

länger ausfallen. Auch hier ist die Zusammenarbeit

von Prävention und Rehabilitation

gefragt. Im Anschluss wurde die

Rolle einzelner betrieblicher und überbetrieblicher

Akteure bei psychischen Erkrankungen

am Arbeitsplatz intensiv in

Kleingruppen diskutiert.

In den Vorträgen und Workshops am

zweiten Veranstaltungstag wurden dann

spezifische Problemstellungen angerissen.

Das Spektrum reichte dabei von betrieblichen

Präventionsansätzen über

Möglichkeiten einer guten Zusammenarbeit

von betrieblichen Akteuren und Therapieanbietern

bis zur Gestaltung der Wiedereingliederung

psychisch Erkrankter in

den Arbeitsprozess. Marlen Hupke

Weitere Informationen

Dr. Marlen Hupke

� 0351 457-1724

� Marlen.Hupke@dguv.de

Veranstaltungen

AkademieJournal 3 | 2012 •

Fotos: IAG / Oberthür

9


Veranstaltungen

Fachkonferenz „Die Zukun� der Arbeit“ am 4. und 5. April 2013

Unternehmenskultur zwischen nachhaltiger

und fluider Organisation

Die Trends der Arbeitswelt von morgen sind Thema der Fachkonferenz „Die Zukun� der Arbeit“.

Sie bietet Austausch mit Wissenscha� lern und Praktikern.

Die Tagung zeigt die Auswirkungen

der Globalisierung

auf die Arbeitswelt und beschäftigt

sich mit der Frage,

ob diese Veränderungen im

Widerspruch zu einer nachhaltig

ausgerichteten Unternehmenskultur

stehen.

Nachhaltigkeit – verstanden

als ressourcenschonendes und

im weitesten Sinne langfristig

ausgerichtetes Wirtschaften – trägt dazu

bei, Mitarbeiter und Kunden an Unternehmen

zu binden. Auf der anderen Seite

leben wir in einer weltweit verfl ochtenen

Wirtschaft, die sich an kurzfristigen

Erfolgen und kurzlebigen Produktzyklen

orientiert. Intelligente Technologien, die

die virtuelle mit der realen Welt verbinden,

haben zu einer enormen Flexibilität

der Unternehmensorganisation und der

Beschäftigungsverhältnisse geführt.

Zu Beginn der Konferenz wird zum Thema

Unternehmenskultur und nachhaltige

Führung referiert. Im Anschluss daran

geht es um die Tendenz, Arbeitsverhält-

Deutscher Arbeitsschutzpreis 2013: Jetzt bewerben!

Impulse für mehr Sicherheit und Gesundheit

am Arbeitsplatz gesucht

Unternehmen jeder Größe und Branche

sind aufgerufen, sich mit ihren Maßnahmen

für Sicherheit und Gesundheitsschutz

beim dritten Deutschen Arbeitsschutzpreis

zu bewerben. Mitmachen

lohnt sich: Die Auszeichnung ist mit insgesamt

40.000 Euro dotiert.

Die eingereichten Best-Practice-Beispiele

sollen über alle Branchen und Betriebsgrößen

hinweg zum Nachahmen anregen.

Dabei sind originelle und wirksame Maßnahmen

ebenso gefragt wie neuartige Pro-

10 • AkademieJournal 3 | 2012

Foto: Fotolia / Kurhan

nisse projektbezogen und befristet zu

gestalten. Auch die Herausforderungen

für Beschäftigte und Unternehmer im

Arbeits- und Gesundheitsschutz werden

näher beleuchtet. Werden wir zukünftig

qualifizierte Jobnomaden ohne Arbeitsplatzsicherheit,

ohne geregelte Arbeitszeiten

und unterstützt von intelligenten

Technologien haben? Wie lassen sich gesundheitsförderliche

Arbeitsbedingungen

auch bei diskontinuierlich Beschäftigten

gewährleisten?

Im weiteren Verlauf der Tagung werden

die Folgen diskutiert, die mit der zunehmenden

Dynamik einer globalisierten

dukte und Technologien. Der Preis wird

in den Kategorien „Prozesslösungen“ und

„Produktlösungen“ vergeben. Zusätzlich

wird in „kleine und mittlere Unternehmen“

(bis 499 Mitarbeiter) sowie „große

Unternehmen“ (ab 500 Mitarbeiter) unterschieden.

Die Gewinner werden im November 2013

auf der Messe A+A – dem weltweit wichtigsten

Fachforum für Arbeitsschutz und

Arbeitssicherheit – in Düsseldorf mit einem

Festakt geehrt. Vorab wird die fach-

Wirtschaft einhergehen: Welche Strategien

müssen Unternehmen entwickeln, um

ihre Corporate Identity sowie die Gesundheit

und Motivation ihrer Mitarbeiter zu

erhalten? Welche Strategien müssen die

Beschäftigten entwickeln, um ihre lebenslange

Erwerbsfähigkeit sicherzustellen? In

kleinen Workshops haben die Teilnehmer

die Möglichkeit, ihre Fragen mit den Referenten

zu diskutieren.

Die Konferenz richtet sich an Fach- und

Führungskräfte, Personal- und Organisationsverantwortliche,

Betriebs- und Personalräte

sowie an Aufsichtspersonen aus

den Unfallversicherungsträgern.

Saskia Hofmann , Christina Bogs

Information und Anmeldung

Gabriele Brandt

� 0351 457-1920

� zda2013@dguv.de

www.dguv.de / iag

Webcode d93947

kundige Expertenjury zwölf Unternehmen

oder Institutionen nominieren, die als

Preisträger für den Deutschen Arbeitsschutzpreis

in Frage kommen.

Deutscher Arbeitsschutzpreis

Quelle: DGUV

• Bewerbungsschluss:

15. Februar 2013

• Bewerbungsunterlagen unter:

www.deutscher-arbeitsschutzpreis.de


9. iga-Kolloquium: Gesund und sicher länger arbeiten am 11. und 12. März 2013

Werte und Führung

Gesunde und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

werden angesichts des demogra� schen Wandels immer

bedeutender. Gute Führungskrä� e und im Unternehmen gelebte

Werte sind wichtige Faktoren dabei.

Wie sich gesundes und sicheres Arbeiten

in allen Lebensphasen realisieren lässt

und welche Rolle eine gesundheitsförderliche

Führung spielt, ist deshalb Thema

des nächsten iga-Kolloquiums. Es fi ndet

am 11. und 12. März 2013 in der DGUV

Akademie Dresden statt.

Am ersten Tag referiert Professor Jörg Felfe

von der Helmut-Schmidt-Universität zu gesundheitsförderlicher

Führung. Dr. Mirko

Sporket vom Max-Planck-Institut für demografi

sche Forschung spricht dann zur

Veränderung von Altersbildern und -normen

und die Konsequenzen für die betriebliche

Praxis. Danach wird in Foren

an Antworten auf die Frage „Wie entwickle

ich in (m)einer Organisation eine Kultur

der Gesundheit und Wertschätzung?“

gearbeitet. Zu Beginn des zweiten Tages

führt Professorin Jutta Rump vom Institut

für Beschäftigung und Employability

in die lebensphasenorientierte Führung

ein. Anschließend werden in Foren Instrumente

und Vorgehensweisen vorgestellt,

die den Entwicklungsprozess zu einem

Mehr an gesunder Führung und gelebten

Werten unterstützen.

Das Kolloquium wendet sich an Führungskräfte,

Personalverantwortliche und

Unternehmer sowie an Vertreter von Kranken-

und Unfallversicherungen und aus

der öff entlichen Verwaltung. Sie können

Möglichkeiten kennen lernen, eine Kultur

von Gesundheit und Wertschätzung im

Betrieb voran zu bringen. Im Mittelpunkt

der Veranstaltung stehen konkrete Maßnahmen:

Wie kann ich Handlungsbedarf

zu den Themen Führung und Werte feststellen

und wie lassen sich diese beeinfl

ussen? Wie gewinne ich Führungskräfte

dafür, Gesundheit und Wertschätzung zur

Chefsache zu machen? Wie kann die Lern-

und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten

in allen Lebensphasen gefördert werden?

Wie gelingt die Kommunikation und Zusammenarbeit

mit allen Generationen?

Auf dem Kolloquium wird außerdem die

neue iga-Ausstellung: „Für unsere Arbeit

brauchen wir … eine Wanderausstellung

zum gesunden Arbeiten auch in stressigen

Zeiten“ präsentiert.

Weitere Informationen

Itke Schreiter

www.iga-info.de

> Veranstaltungen und Ausstellungen

Gra� k: iga

News-Ticker

BGW forum Ost

25. bis 26. Januar 2013

Um den Gesundheitsschutz in der

pädagogischen Arbeit geht es bei

diesem BGW-Kongress. Angesprochen

sind pädagogische Fachkrä� Fachkrä� Fachkrä� e in der

Sozialwirtscha� Sozialwirtscha� Sozialwirtscha� , besonders Erziehe- Erzieherinnen

und Erzieher in Kindertages-

einrichtungen sowie Beschä� Beschä� Beschä� igte in

der Jugendhilfe und Berufsbetreuung.

www.bgwforum.de

3. Internationale Strategiekonferenz für

Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit

6. bis 8. Februar 2013

Unter dem Motto „Netzwerken als

treibende Kra� Kra� für eine Präventionskultur“

beraten Experten und politi-

sche Entscheidungsträger bei dieser

Konferenz über die Kernthemen

Unfälle / Vision Zero, psychische

Gesundheit und Vielfalt (Diversity).

www.dguv.de / iag

Webcode d122141

12. Dresdner Forum Prävention:

Psychische Belastungen und Gesundheit

13. bis 14. Februar 2013

Veranstaltung für Entscheidungsträger

der gesetzlichen Unfallversicherung,

bei der Erfahrungen ausgetauscht und

aktuelle Präventionsfragen diskutiert

werden.

www.dguv.de

Webcode d17018

Mit der Bahn günstig nach Dresden

In Kooperation mit der Deutschen

Bahn bietet das IAG ein attraktives

Veranstaltungs-Ticket an. Der Preis für

die Hin- und Rückfahrt nach Dresden

beträgt bundesweit, von jedem DB-

Bahnhof, ab 99,- Euro in der 2. Klasse

und 159,- Euro in der 1. Klasse.

www.dguv.de / iag

Webcode d90380

Veranstaltungen

AkademieJournal 3 | 2012 •

11


Veranstaltungen

5. iga-Expertendialog

Der Beschä� igte als Unternehmer

Vertreter der gesetzlichen Unfall- und Krankenversicherung trafen sich zum 5. iga-Expertendialog in Berlin. Foto: iga

Neue Managementstile in Unternehmen verscha� en den Beschä� igten mehr Freiraum, übertragen

mehr Verantwortung und wollen noch mehr Engagement für das Unternehmen scha� en.

Zudem sind sie dadurch gekennzeichnet,

dass von abhängig Beschäftigten die selbe

Leistungsbereitschaft erwartet wird wie

von einem selbständigen Unternehmer.

Selbstständige sind nicht weisungsgebunden

und werden durch den unternehmerischen

Erfolg motiviert.

Man spricht in diesem Fall von indirekter

Steuerung: Erfolg tritt an die Stelle von

Leistung. Es zählt nicht mehr, was investiert

wird, sondern welche Ziele erreicht

werden. Hinzu kommt, dass die Beschäftigten

mit den ökonomischen Rahmenbedingungen

des Marktes konfrontiert

werden. Neben ihrer fachlich guten

Arbeit müssen sie nun auch darauf achten,

dass diese sich wirtschaftlich lohnt.

Bankberater werden etwa durch Vorgaben

und internen Wettbewerb gedrängt, nur

noch Produkte zu verkaufen, die Umsatz

bringen – auch wenn diese für die Kunden

nicht geeignet sind.

Um solche Mechanismen zu durchleuchten,

trafen sich 28 Vertreter der gesetzlichen

Unfall- und Krankenversicherung

zum 5. Expertendialog der Initiative

Gesundheit und Arbeit (iga) in Berlin. Mit

Professor Andreas Krause von der Fachhochschule

Nordwestschweiz diskutierten

sie die Auswirkungen der aktuellen Ent-

12 • AkademieJournal 3 | 2012

wicklungen auf die Leistungsbereitschaft

und Gesundheit der Beschäftigten sowie

Ansatzpunkte für die Prävention.

Positive und negative Wirkungen

Die veränderten Organisations- und Steuerungsformen

in den Unternehmen bewertete

Professor Krause zunächst positiv.

Denn diese Managementansätze

sind erfolgreich, produktivitätssteigernd

und besitzen ein gesundheitsförderliches

Poten zial. Dazu gehört etwa Flow-

Erleben, großer Handlungsspielraum, Gemeinschaftsgefühl

und die Anerkennung

durch Kunden oder Kollegen. Jedoch können

auch negative Nebenwirkungen auftreten.

Mitarbeiter kommen krank zur Arbeit,

verzichten auf Erholungspausen oder

arbeiten sehr lange, um die vorgegebenen

Ziele zu erreichen. Bezeichnet wir das als

„interessierte Selbstgefährdung“. Gemeint

ist ein Verhalten, bei dem ein Mensch aus

Interesse am berufl ichen Erfolg oder dem

Wunsch nach Anerkennung seine psychische

und physische Gesundheit gefährdet.

Geeignete Präventionsstrategien

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

konnten diese Entwicklung bestätigen

und diskutierten gemeinsam über geeignete

Präventionsstrategien. Diese müssten

adäquate Lösungen anbieten, da-

mit die gewollten positiven Eff ekte auch

eintreten können. In den Fokus müssten

dabei vor allem die Analyse und Qualifi

zierung rücken.

Den Teilnehmern wurden daher im ersten

Schritt Analyseinstrumente (Checklisten,

Kurzfragebögen) vorgestellt, mit denen

man feststellen kann, ob interessierte

Selbstgefährdung im Unternehmen eine

Rolle spielt. Im Anschluss wurden Bausteine

für die Qualifi zierung präsentiert

und ihre Einsatzmöglichkeiten diskutiert.

Beschäftigte und Führungskräfte können

zum Beispiel in Gruppendiskussionen dahingehend

geschult werden, dass sie die

Veränderungen im Unternehmen verstehen

und das Phänomen der interessierten

Selbstgefährdung besser begreifen. Ziel

ist es, den negativen Auswirkungen zum

einen individuell, aber auch gemeinsam

entgegen zu arbeiten. Langfristig geht es

außerdem darum, das Gesundheits- und

Leistungsmanagement miteinander zu

verzahnen. Itke Schreiter

Weitere Informationen

www.iga-info.de

> Veranstaltungen

> iga-Expertendialog


Ausstellung im Verkehrsmuseum Dresden

200 Jahre Lu� fahrtgeschichte von Abflug bis Ankun�

Die neue, interaktive Dauerausstellung „Lu� reise“ im Verkehrsmuseum Dresden zeigt auf

500 Quadratmetern nicht nur Technik, sondern auch Menschen. Experimentiert werden kann

außerdem.

Sechs Flugpioniere begrüßen

die Besucher: Wilhelmine

Reichard, Otto Lilienthal,

Ferdinand Graf von Zeppelin,

Hans Grade, Hugo Junkers und

Uwe Strohdeicher, Kapitän einer

Boeing 747 der Deutschen

Lufthansa. Auf der Empore

sind dann zahlreiche Entdeckungen

aus 200 Jahren Luftfahrtgeschichte

zu machen:

von einem um 1505 gezeichneten

Entwurf eines Schlagfl

ügelapparates von Leonardo

da Vinci über den ersten bemannten Ballonaufstieg

1783 bis zum modernen Flugalltag.

„Wir zeigen hier sehr seltenes Bildmaterial

wie unveröff entlichte, aus einem

Ballon aufgenommene Aufnahmen vom

unzerstörten Dresden“, sagt Ausstellungskurator

Götz Ulrich Penzel. Es ist zu erfahren,

wer der weltweit erste Luft-Steward

war und dass die ersten Stewardessen erst

rund 20 Jahre später eingestellt wurden.

Zum Schmunzeln gibt es auch etwas. So

erinnern die selbstgebauten Sturzhelme

von Auguste Piccard und Paul Kipfer, die

Auf Augenhöhe mit Flugobjekten: Blick von der Empore in die

Ausstellung Foto: Verkehrsmuseum

1931 mit einer Glasballonkapsel starteten,

eher an Bienenkörbe als an lebensrettenden

Schutz.

Ein nachgeschneidertes Fliegerkostüm

von 1910 ist ebenfalls zu bewundern. Getragen

hat es die erste belgische Fliegerin,

Helene Dutrieu. Die Besonderheit: ein

Rock konnte durch ein paar Handgriff e in

eine Fliegerkombi verwandelt werden.

Eine andere Rarität heißt „Gnome Double

Omega“. Der 14-Zylinder-Umlauf motor

ist vermutlich der einzige erhaltene in

Neues Angebot des Akademiehotels

Spielspaß für die ganze Familie

Foto: André Wirsig

Playport – so heißt Dresdens neuer Indoor-Spielplatz

für Kinder und junggebliebene

Erwachsene. Er befindet sich

am Flughafen, ganz in der Nähe der DGUV

Akademie Dresden, und ist mit Bus oder

Auto in wenigen Minuten zu erreichen.

Das Akademiehotel Dresden hat den

Spielplatz deshalb in sein Familienarrangement

aufgenommen. Dieses Arrangement

ist eines der Angebote für Seminarteilnehmer

und Tagungsgäste, die früher

anreisen oder ihren Aufenthalt in Dresden

verlängern möchten.

Im Rahmen des Arrangements können

sie einen spannenden und aufregenden

Tag im 2000 Quadratmeter großen Spieleparadies

verbringen. Während die Kinder

ihren Spiel- und Entdeckungsdrang

ausleben und Kletterburgen, Kinderkegelbahn,

Kickertische und Raumschiff tor

Deutschland. „Er lag ewig im Depot, wir

haben ihn mühsam wieder zusammengesetzt“,

so der Kurator.

Im Experimentierraum, in dem bei Weitem

nicht nur Kinder sitzen, wird klar, wie

Aero dynamik funktioniert. Warum steigt

ein Ballon auf? Was ist eine Stromlinienform

und was wird im Windkanal simuliert?

Ein separater Raum widmet sich

schließlich dem Flugzeugbau in der DDR,

unter anderem der ab 1955 in Dresden produzierten

Iljuschin IL 14P. „Diese Exposition

ist so in keinem anderen Museum der

Welt zu sehen“, freut sich Kurator Penzel.

Kein Wunder also, dass man in der Ausstellung

auch ungewöhnlich vielen Piloten aus

aller Welt begegnet.

Verkehrsmuseum Dresden

Dagmar Möbius

� Augustusstraße 1, 01067 Dresden

(am Neumarkt)

� Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr

www.verkehrsmuseum-dresden.de

entdecken, können ihre Eltern im großzügig

angelegten Loungebereich mit Internetzugang

entspannen. Für Geburtstagskinder

gibt es auch Partyzimmer, zum

Beispiel Gruselschloss, Piratenbucht oder

Prinzessinnensuite.

Mandy Pauli

Weitere Informationen

Kultur & Freizeit

• zum Arrangement

„Dresdner Familienwochenende“

www.akademiehotel-dresden.de,

Webcode d123973

• zum Indoor-Spielplatz

www.playport-dresden.de

AkademieJournal 3 | 2012 • 13


Kultur & Freizeit

Ausflugstipp

Einladung ins winterliche Erzgebirge

Binnen einer Stunde erreicht man von Dresden aus die schönsten Ecken des Erzgebirges. Dessen

urige und traditionelle Seiten lassen sich zur Advents- und Winterzeit besonders gut entdecken.

In Schauwerkstätten lassen sich Spielzeugmacher gern bei der Arbeit zuschauen. Foto: Tourismusverband Erzgebirge e. V.

Wenn es auf den Winter zugeht, steigt die

Geschäftigkeit in erzgebirgischen Handwerksbetrieben.

Besonders die Manufakturen

traditioneller Holzkunst vollenden

mit viel Liebe zum Detail ihre Bergmänner,

Engel, Räucherfi guren und Schwibbögen,

die in der Adventszeit in vielen

Teilen der Welt für weihnachtliche Stimmung

sorgen werden. Wer jetzt auf einen

Besuch ins Erzgebirge kommt, hat die

Chance, den Holzkünstlern einmal über

die Schulter zu schauen. Besonders gut

lässt sich das in Seiff en erleben, nur eine

Autostunde von Dresden entfernt. Hier,

wo zur Adventszeit das märchenhaft geschmückte

Spielzeugdorf erwacht, lassen

sich Kunsthandwerker und Holzspielzeugmacher

gern bei der Arbeit zuschauen.

Und wer etwas Zeit mitbringt, kann vor

Ort sogar sein eigenes Souvenir basteln.

Lecker schlemmen

Nicht ganz so feingliedrig geht es im 20 Kilometer

entfernten Mulda zu, dafür aber

umso uriger. Hier betreibt der Weltmeister

im Kettensägenschnitzen seine Walderlebnishütte.

Der auch als „Sauensäger“

bekannte Andreas Martin lässt aus wuchtigen

Stämmen Kunstwerke entstehen, indem

er ihnen mit der Kettensäge zu Leibe rückt.

Über 70 beeindruckende Skulp turen – von

der Wildsau bis zum traditionellen Bergmann

– fi nden sich entlang des Waldweges,

14 • AkademieJournal 3 | 2012

der zur Hütte führt. Am Ziel lädt der mit fast

40 Metern längste Tisch der Welt zum Picknick

ein. Sein Dach wird von überlebensgroßen

geschnitzten Figuren getragen.

Lecker schlemmen lässt es sich aber auch

wenige Fahrminuten entfernt, in Adelheids

„Adelsklause“ in Voigtsdorf. Adelheid ist

ein erzgebirgisches Original und weit über

die deutschen Grenzen hinaus bekannt.

Die herzliche Konditorin spricht alle Gäste

mit „Du“ an, hat für jeden ein nettes Wort

parat und bäckt den leckersten Kuchen

weit und breit. Täglich außer Freitags bietet

sie von 14 bis 17.30 Uhr in ihrem Café an die

30 verschiedene Sorten an, die man leider

alle vor Ort probieren muss, denn es gibt

keinen Außerhausverkauf.

Foto: Blockhausen.de

Skilaufen und Rodeln

Bei tollem Winterwetter bietet sich auch

ein Ausflug nach Altenberg an. Wintersportler

kommen hier mit 80 Kilometern

gespurten Loipen und diversen Ski- und

Rodelhängen voll auf ihre Kosten. Wer

sich nichts aus Sport macht, lässt sich

einfach bei einem heißen Becher Glühwein

vom Pferdeschlitten durch den Winterwald

ziehen. Mit guter Motivation traben

die Pferde vielleicht sogar bis ins 16

Kilometer entfernte Neuhermsdorf. Dorthin

lohnt sich ein Ausflug Ende Januar,

wenn zum traditionellen Schneeskulpturenwettbewerb

am Alten Zollhaus gerufen

wird. Dabei entstehen, jeweils unter

einem bestimmten Motto, innerhalb

von fünf Tagen echte Meisterwerke aus

Schnee und Eis, die sich bei einem Spaziergang

gut aus der Nähe bestaunen lassen.

Weitere Informationen

Berit Tolke

Ob zu Fuß zur Walderlebnishütte (links) oder mit dem Pferdeschlitten durch den Winterwald – das Erzgebirge ist

eine Reise wert und von Dresden aus gut zu erreichen.

Sei� ener Holzkunst

www.schauwerkstatt.de

Walderlebnishütte

www.walderlebnishuette.de

Café Adelheid

Hauptstr. 49, 09619 Voigtsdorf

Pferdeschlittenfahrt

www.pferdeschlitten-osterzgebirge.de

Wintersport Altenberg

www.skili� e-geising.de

Foto: Thomas Stallkamp/pixelio.de


Unser Tipp: Ein Spiel der Dresdner Eislöwen

Spannender Kampf um den Puck

Zeigen bei jedem Spiel vollen Einsatz: die Dresdner

Eislöwen. Foto: 2012 Dresdner Eislöwen

Ganz gleich, ob sie aus Dresden stammen

oder zugezogen sind – die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der DGUV Akademie

kennen sich hier gut aus. In dieser Serie geben

sie ihr Wissen weiter. René Dybek aus

dem Bereich Kongressmanagement und

Ilka Schmidt vom Landesverband Südost

empfehlen ein Spiel der Dresdner Eislöwen.

Dresden in Familie

Für große und kleine Eislauff reunde gibt

es in Dresden und Umgebung viele Möglichkeiten.

Ob mitten in der Stadt oder vor

romantischer Kulisse in Moritzburg – mit

der richtigen Ausrüstung macht Eislaufen

auf jeden Fall mehr Spaß. Dicke Handschuhe,

warme, aber luftdurchlässige Kleidung

und gut passende Schlittschuhe gehören

zur Grundausstattung. Für Anfänger und

Kinder sind außerdem Knie- und Ellenbogenschoner

und ein Helm anzuraten.

Kempinski-Hotel

Jedes Jahr im Winter verwandelt sich der

historische Innenhof des Kempinski- Hotels

Taschenbergpalais in eine Eislaufbahn.

Mitten in der Altstadt und umgeben von einer

beeindruckenden Barockfassade können

Schlittschuhfreunde hier vom 24. November

bis 3. Februar ihre Kurven ziehen.

Schlittschuhe werden ausgeliehen, und

auch für Verpfl egung ist gesorgt.

Wer als Dresdner ein Mannschaftsspiel se- sehen

möchte, geht normalerweise ins Fuß-

ballstadion: zu Dynamo. Aber auch eine

andere Sportart begeistert hier seit vie-

len Jahren ihre Fans. Dabei kämpfen zwei

Mannschaften auf dem Eis um einen klei- klei-

nen Puck. Ganz klar: es handelt sich um

Eishockey. Die Dresdner Eislöwen spielen

in der 2. Deutschen Bundesliga. Von September

bis März kann man ihre Spiele –

meist am Wochenende – in der Energie-

Verbund Arena erleben.

Spannung ist beim Eishockey garantiert,

denn es muss immer einen Sieger geben.

Steht es nach 60 Minuten unentschieden,

gibt es eine Verlängerung und notfalls ein

Penaltyschießen. Auch für die Familie

ist so ein Spiel immer ein Erlebnis. So

werden die Spiele oft schon nachmittags

angesetzt, damit auch die kleinen Fans

ihre Eislöwen live sehen und anfeuern

können.

Auf die Kufen, fertig, los!

Eislaufen vor barocker Kulisse: im Innenhof des

Taschenberg-Palais. Foto: Kempinski

EnergieVerbund Arena

Viel Platz gibt es in der EnergieVerbund

Arena, einer Trainingseishalle mit benachbarter

Eisschnelllaufbahn. Hier

können Eisläufer auf über 1600 Quadratmetern

aktiv werden. Schlittschuh-

Die Stimmung ist immer prima: man

kann mitsingen, mitschreien und die

Laola-Welle machen. Am Fanshop-Stand

kann man kleine Kuscheleislöwen oder

Eislöwen hüte erwerben.

Bei Sonderveranstaltungen, wie zum Tag

der off enen Tür, gibt es die Eislöwen zum

Anfassen. Im letzten Jahr konnte sich je- jeder

mit der Mannschaft fotografi eren lassen

und sich dann von den Spielern eine

Unterschrift holen. Die Eislöwen waren

bestens gelaunt und hatten immer einen

Scherz auf den Lippen. Der krönende Abschluss

war ein Spiel der Dresdner Eislöwen

gegen „ganz normale Menschen“.

Infos und Termine

www.eisloewen.de

René Dybek, Ilka Schmidt

verleih und gastronomische Versorgung

sind ebenfalls gesichert. Jeden Samstag

ab 19.30 Uhr lädt die beliebte Eisdisco

unter dem Motto “Eislaufen, Tanzen,

Chillen“ zum gemeinsamen Eistanzen ein.

Moritzburger Teichgebiet

Wer ein Naturerlebnis der besonderen Art

sucht, sollte bei Minusgraden ins Moritzburger

Teichgebiet in der Nähe von Dresden

fahren. Volkstümliches Gewimmel

und eine schöne Barockkulisse bietet

hier vor allem der Schlossteich. Damit der

Eisspaß ungetrübt bleibt, sollten Sie hier

aber vor allem eine Regel beachten: Nur

offi ziell freigegebene Flächen sind sicher!

Mehr Informationen

www.dresden.de / eislaufen

www.kempinski-dresden.de

Kultur & Freizeit

AkademieJournal 3 | 2012 • 15


Kultur erleben auf sächsische Art – mit attraktiven

Wochenend-Arrangements des Akademiehotels Dresden

Glanz und Glamour bietet der Semperopernball in diesem Jahr zum achten Mal. Er wird traditionell von 90 Debütantenpaaren

erö� net. Das Programm wird live auf den Theaterplatz übertragen. Foto: Kongressbild.de

15. bis 25. November 2012

CYNETART 2012

Das internationale Festival für computergestützte

Kunst präsentiert digitale Kultur

in vielen Facetten. Dazu gehören Performances

und Live-Sets internationaler

elektronischer Musiker.

www.cynetart.de

Foto: Trans-Media-Akademie Hellerau e. V.

12. November bis 13. Februar 2013

Deutscher Karikaturenpreis 2012

Deutschsprachige Karikaturisten waren

aufgerufen, Werke zum Motto „Schluss

mit lustig“ einzureichen. Die besten

Arbeiten sind nun im Haus der Presse zu

sehen.

www.deutscherkarikaturenpreis.de

28. November bis 24. Dezember 2012

Dresdner Striezelmarkt

Glühwein und Stollen dürfen bei Deutschlands

ältestem Weihnachtsmarkt nicht

fehlen. Beim Stollenfest am 8. Dezember

wird ein Riesenstollen angeschnitten und

verteilt.

www.dresden.de / striezelmarkt

1. Dezember bis 3. März 2013

Dresden, deine Kinder

Die Kindheit in Dresden gestern und heute

hat diese Sonderausstellung des Stadtmuseums

im Blick. Sie schaut auf rund

200 Jahre Kinderleben in der Großstadt

zurück.

www.stmd.de

Repro: Hans-Gerd Bosse

An Wochenenden und Feiertagen bietet

Ihnen das Akademiehotel Dresden besonders

attraktive Übernachtungsmöglichkeiten.

Nutzen Sie die Gelegenheit,

eine faszinierende Stadt näher kennen zu

lernen. Tauchen Sie ein in das Leben und

die facettenreiche Geschichte von Dresden.

Lassen Sie sich von uns verwöhnen!

Gern arrangieren wir nach Ihren Wünschen

ein unvergessliches Wochenende.

1. Februar 2013

SemperOpernball

Ein Ballereignis der besonderen Art, das

nicht nur in, sondern auch vor der Oper

stattfi ndet. Rund 10.000 Dresdner feiern

auf dem Theaterplatz mit einem eigenen

Programm.

www.semperopernball.de

Januar bis Dezember 2013

Richard-Wagner-Festjahr

Foto: Dresden Marketing GmbH

Mit zahlreichen Veranstaltungen feiert

Dresden den 200. Geburtstag des berühmten

Komponisten, der in Dresden aufwuchs

und hier bis 1849 als Hofkapellmeister

wirkte.

www.dresden.de / wagner


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www.dguv.de / iag-seminare

Trainer und Dozenten im Arbeits- und Gesundheitsschutz

Seminar Sem-

TypNr.

Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie uns an – wir sind gern für Sie da!

IAG-Seminarorganisation

E-Mail: seminare.iag@dguv.de

Impressum

AkademieJournal Dresden

ISSN (print): 1618-0348

ISSN (online): 2190-8583

Herausgeber:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV), Mittelstraße 51, 10117 Berlin

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Prof. Dr. Dirk Windemuth

Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG)

Königsbrücker Landstraße 2, 01109 Dresden

Redaktion:

Sabine Strickrodt

Telefon: 0351 457-1107, Fax: 0351 457-1005, E-Mail: sabine.strickrodt@dguv.de

Satz und Layout:

Liebchen+Liebchen GmbH

Susanne Weigel, IAG

Druck:

Lößnitz-Druck GmbH, Radebeul, Auflage: 3000

Beginn Ende

Trainerpro� lanalyse 400058 20.02. 22.02.2013

Knigge für Seminare, Veranstaltungen und

Kongresse (Knigge Teil I)

400073 25.02. 27.02.2013

Stilsicher Präsentieren (Knigge Teil II) 400096 27.02. 01.03.2013

Informationsveranstaltung:

Verbesserungen im Rahmen der Ausbildung

zur Fachkra� für Arbeitssicherheit

Lachen macht mehr Lust auf Lernen:

Humor in der Wissensvermittlung (Teil I)

Ihre Stimme – mitreißend und überzeugend

Teil 1

Moderation für Trainer Teil I: Gekonnt aktivieren

und motivieren

Viel Sto� , wenig Zeit – Die Kunst der

Didaktischen Reduktion

Spuren hinterlassen – Erfolgreich vortragen und

präsentieren: Wie Sie als Trainer und Dozent

überzeugen

400000 11.03. 12.03.2013

400071 13.03. 15.03.2013

400038 08.04. 10.04.2013

400044 15.04. 17.04.2013

400101 22.04. 24.04.2013

400051 06.05. 08.05.2013

Telefon: 0351 457-1910

Fax: 0351 457-1915

Titelbild:

Udo Hecker vom Beruflichen Trainingszentrum Dresden bei der Veranstaltung

„Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt: Schnittstellen zwischen Arbeitsschutz

und Psychotherapie“. Berufliche Trainingszentren sind Einrichtungen der beruflichen

Rehabilitation nach § 35 SGB IX. Sie beraten, fördern und quali� zieren Menschen mit

seelischen Problemen rund um das Thema Beruf und Arbeit. Foto: Karl-Ludwig Oberthür


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Fachkrä� e im Arbeitsschutz

Seminar Sem-

TypNr.

Beginn Ende

Lärm am Arbeitsplatz messen und mindern 500021 15.01. 18.01.2013

Betriebliches Gesundheitsmanagement

erfolgreich gestalten

Grundlagen der Evaluation:

E� ekte von Arbeitsschutzmaßnahmen

Quali� kation zum Ausbilder für Führer

von Hubarbeitsbühnen

Bei Licht betrachtet: Für jeden Arbeitsplatz

die richtige Beleuchtung

550040 21.01. 23.01.2013

510059 04.02. 06.02.2013

500067 11.03. 15.03.2013

500026 13.03. 15.03.2013

Berufliche Erfahrung organisiert nutzen 510063 25.03. 27.03.2013

Ausbildung zum Gefahrsto� beau� ragten:

Wenn Gefahr in Sto� en lauert

Die praktische Umsetzung der

Betriebssicherheitsverordnung

Wahrnehmung und Wirkung von Klimafaktoren

am Arbeitsplatz

500037 24.04. 26.04.2013

500017 27.05. 29.05.2013

500012 27.05. 29.05.2013

Präventionsexperten der Unfallversicherungsträger

Seminar Sem-

TypNr.

Beginn Ende

Mensch und Arbeit: Grundlagen der Ergonomie 700010 21.01. 25.01.2013

Expositionen recherchieren und beurteilen:

Ermittlungen zu Berufskrankheiten

Selbstmarketing für Präventionsexperten

im Arbeitsschutz

700030 04.02. 08.02.2013

700097 27.02. 01.03.2013

Gerichtsfest ermitteln in Regressfragen 700064 04.03. 06.03.2013

Seminarreihe AMS:

I – Arbeitsschutzmanagement – Grundlagen

700028 06.03. 08.03.2013

Specialist English – Basic Level 700011 11.03. 15.03.2013

Kommunikation und Rhetorik reloaded –

Ihr Au� rischungsseminar nach der Ausbildung

Sicherheit auf dem Prüfstand:

Untersuchung von Unfällen in der Praxis

So gelingt Inklusion! – Barrierefreie

Arbeitsgestaltung

Manipulation an Maschinen und Anlagen:

Risiken erkennen, Maßnahmen ergreifen

Rechtssicher handeln: Verwaltungsverfahren

in der Prävention

Betriebliche Gefährdungsermittlung und

Risikobeurteilung

700053 18.03. 22.03.2013

700101 25.03. 27.03.2013

700109 03.04. 05.04.2013

700089 08.04. 10.04.2013

700092 16.04. 20.04.2013

700035 22.04. 23.04.2013

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