Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. - ju kreisverband ...

ju.dithmarschen.de

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. - ju kreisverband ...

Das Magazin der

JUNGEN UNION

DITHMARSCHEN

WATTWURM 06

Ausgabe 01/2006

Wattwurm

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JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Herzlich Willkommen in der JUNGEN UNION!

Seit der letzten Ausgabe konnten wir folgende

Neumitglieder begrüßen:

Jan Dännart (19) | St. Michaelisdonn

Marco Janke (20) | Meldorf

Rene Jacobsen (19) | Meldorf

Lars Lücht (17) | Elpersbüttel

Jan Matthiessen (21) | Wiemerstedt

Kai Friedrichs (17) | Meldorf

Onno Hardekopf (17) | Meldorf

Jörg Behrens (18) | Meldorf

Dagmar Preugschat (21)| St. Michaelisdonn

Laura Jacobs (23) | Süderheistedt

Katharina Jacobs (25) | Süderheistedt

Danny Voss (19) | Burg

Malte Popp (19) | Heide

Chef vom Dienst Marten Waller

Layout Thies Haase

IMPRESSUM

Autoren Marten Waller, Henning Kruse, Daniel Kießig,

Michael Scheffler, Johannes Jebe, Malte Höfs,

Philip Janicki, Maren Schulz

Druck Dino Druck und Medien GmbH

Schroeckstrasse 8, 86152 Augsburg


WATTWURM 06

Impressum 02

Editorial 04

„Ja“ zu Dithmarschen 06

Gelungene Kooperation: Rettungsleistelle West 08

Kreisreformen in Schleswig-Holstein 12

Berichte aus den Ortsverbänden 16

Plädoyer für die deutsche Leitkultur 20

Veranstaltungsberichte 22

Bericht aus dem Landesverband 28

Verstärkung in der Geschäftsstelle 30

KONTAKT

In dieser Ausgabe

Junge Union Dithmarschen www.ju-dithmarschen.de

Hamburger Str. 7 info@ju-dithmarschen.de

25746 Heide 0 48 1 34 06

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Liebe Mitglieder und Freunde,

sehr geehrte Damen und Herren!

Ich freue mich sehr, Euch und Ihnen

hiermit die neuste Ausgabe unseres

vor einem Jahr so erfolgreich reaktivierten

Mitgliedermagazins „Wattwurm“

präsentieren zu können.

Erneut haben sich zahlreiche motivierte

Redakteure bereit gefunden,

auf diesem Weg die Arbeit unseres

Kreisverbands in den vergangenen,

zum Teil sehr bewegten, Monaten

vorzustellen!

Am 22. April 2006 fand unser jährlicher

Kreisverbandstag statt, auf dem

ein fast vollständig neu besetzter

Kreisvorstand ins Amt gewählt wurde.

Ich möchte an dieser Stelle noch

einmal meinem Vorgänger Malte

Fleischhauer für seinen zweijährigen

Einsatz für die Junge Union Dithmarschen

danken und wünsche ihm, insbesondere

für seine berufliche Zukunft

in Hamburg, alles Gute!

Neben diversen personellen Veränderungen

konnte der Vorstand auf

Grund der positiven Mitgliederentwicklung

des letzten Jahres wieder

von fünf auf sieben Personen vergrößert

werden!

Ich freue ich mich insbesondere, dass

es gelungen ist, diverse Neumitglieder

zu werben, die sich auch aktiv in

unsere Verbandsarbeit einschalten.

Durch die erfolgreiche Neugründung

einer Schüler Union Dithmarschen

wurde diese Entwicklung zusätzlich

unterstrichen.

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Editorial

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Dank einem motivierten Vorstand

sowie einer aktiven Mitgliederbasis

konnten wir in den Monaten seit

April eine große Zahl gelungener

Veranstaltungen realisieren:

An dieser Stelle möchte ich insbesondere

unseren Aktionstag in St.

Michaelisdonn mit Draisinenfahrt,

Einführung in die kommunalpolitische

Arbeit durch die CDU sowie abschließender

Einladung zum Grillen

hervorheben (Bericht Seite 24)!

Weitere Highlights waren sicherlich

die Vortragsveranstaltung zum

Thema „Gründungsgeschichte der

CDU“, der Besuch im „Blanken Hans“

in Büsum und unser traditionelles

Sommergrillen mit Autorallye.

Beim „Pizza & Politics“ mit Ingbert

Liebing, MdB oder mit Jens Magnussen,

MdL wurde in gemütlicher Runde

politisch kontrovers diskutiert und

auf einem Kreisverbandsauschuss im

September haben wir uns ausführlich

mit der drohenden Kreisreform bzw.

den (damals aktuellen) Kommunalen

Verwaltungsregionen auseinandergesetzt.

Dieser „Wattwurm“ ist daher auch

dem, grade aus Dithmarscher Sicht

heftig umstrittenen, Thema Kreisreform

gewidmet.

Ebenso wie der Kreisverband der

CDU, steht die Junge Union Dithmarschen

klar gegen aufgezwungene

Kreisfusionen, wie wir in einem

Positionspapier, zahlreichen Leserbriefen

in der Dithmarscher Landeszeitung

und auf dem denkwürdigen

CDU-Sonderkreisparteitag am 09.


WATTWURM 06

November in Meldorf deutlich gemacht

haben.

Für uns ist nicht nachvollziehbar, wie

auf der verhängnisvollen Sitzung

des Koalitionsausschusses am 24.

September ein weiteres Mal eine so

zentrale Position der CDU Schleswig-Holstein

aufgegeben werden

konnte. Durch die Verknüpfung seines

eigenen politischen Schicksals

sowie desjenigen der Großen Koalition,

gelang es dem Ministerpräsiden-

ZUM AUTOR: Marten Waller

Der 22 Jahre alte Meldorfer studiert im dritten Semester

Jura an der Universität Kiel. Seit sieben Jahren gehört er

der Jungen Union an. Nach Tätigkeit als Ortsvorsitzender

und drei Amtsperioden als Schatzmeister, leitet er seit April

2006 den Kreisverband der Jungen Union Dithmarschen im

Amt des Vorsitzenden.

ten auf dem CDU-Landesparteitag

am 18. November schließlich, den

Antrag aus Dithmarschen, Kreisfusionen

vom Votum der Kreistage abhängig

zu machen, zu verhindern.

Der Aspekt der Freiwilligkeit sei für

die SPD der „casus belli“, an dem

die Große Koalition zerbräche. An

dieser Stelle muss die Frage erlaubt

sein, wann für die CDU der „Kriegsgrund“,

d.h. die letzte Linie erreicht

ist, an der wir endlich aufhören unsere

grundlegenden Überzeugungen

auf dem Altar der Koalitionsdisziplin

zu opfern, oder ob diese Linie bereits

lange überschritten ist…

Zwar ist eine Schlacht verloren, der

Kampf jedoch noch lange nicht! Die

Junge Union Dithmarschen wird sich

auch weiterhin in dem nun anstehenden

Sondierungs- und Verhandlungsprozess

dafür einsetzen, dass der

Landkreis Dithmarschen als erwiesenermaßen

effiziente Verwaltungseinheit

einer Region mit landesweit

einzigartiger Geschichte, Tradition

und Kultur erhalten bleibt.

Neben dem Engagement für unsere

Heimat hegt die Junge Union Dithmarschen

selbstverständlich auch für

das nächste Jahr große Pläne. Nach

einjähriger Pause kehrt die JU-Winterparty

in die D-Halle nach Meldorf

zurück! Im März werden wir erneut

zu unserer traditionsreichsten Veranstaltung,

dem Mehlbeutelessen,

laden und im April können sich unsere

Mitglieder auf einen Besuch der

Dithmarscher-Brauerei freuen.

Ich fände es daher sehr schön, Euch

auch weiterhin so zahlreich auf einer

von diesen sowie den diversen anderen

Veranstaltungen, die noch in Planung

sind, begrüßen zu können!

Bis dahin ein frohes Weihnachtsfest,

einen guten Rutsch und viel Spaß

beim Lesen dieses Magazins!

Euer

5


Im Koalitionsvertrag der gescheiterten

Rot-Grünen Landesregierung

unter Tolerierung des SSW wurde die

zwangsweise Bildung von Großkreisen

vereinbart. Ein Aufschrei ging

durch die CDU-geführte kommunale

Gemeinschaft in Schleswig-Holstein.

Unsere Mutterpartei hatte sich im

Wahlkampf klar gegen Zwangsfusionen

der Kreise ausgesprochen.

Im Koalitionsvertrag der Großen Koalition

wurde dies erneut festgehalten,

allerdings verständigt man sich

als Kompromiss auf die Einrichtung

von Dienstleistungszentren zur Kommunalisierung

von Landesaufgaben.

Jedoch spätestens im Gesetzesentwurf

des Innenministeriums wurde

schließlich deutlich, dass die nun

sogenannten Kommunalen Verwaltungsregionen

mehr statt weniger

Bürokratie und Kosten verursacht

hätten.

Anstatt die Pläne grundsätzlich neu

zu überarbeiten, beugte sich die

CDU um den Fortbestand der Koalition

willen ein weiteres Mal der SPD

und votierte nun für eine Kreisgebietsreform,

welche auf dem Landesparteitag

am 17./18. November 2006

von der Parteibasis unter massivem

Druck angenommen wurde.

Die Junge Union Dithmarschen setzte

sich mit der prekären Frage von

Kreisfusionen bereits am 23. September

2006 auf einem Kreisverbandsausschuss

auseinander und

erarbeite u.a. folgende Argumente

gegen Kreisfusionen:

6

„Ja“ zu Dithmarschen

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

1. Kreisreform in Schleswig-Holstein

Eine Kreisgebietsreform ist in Schleswig-Holstein

nicht notwendig, die

jetzige Größe der Landkreise ist

durchaus angemessen.

So sind die Landkreise, was ihre Größe

betrifft, im Bundesvergleich bereits

im oberen Drittel angesiedelt.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde

ist beispielsweise schon jetzt fast so

groß wie das Saarland und ein Landkreis

„Mitte“ hätte doppelt so viele

Einwohner wie das Bundesland Bremen.

So bescheinigt sowohl das Gutachten

des „Verwaltungspapstes“ Hesse,

als auch das des früheren Landesrechnungshofspräsidenten

Korthals

zur schleswig-holsteinischen Verwaltung,

dass das Land mit seiner

Kreisgebietsreform von 1970 ein

strukturelles Optimum erreicht hat!

Den Kreisen wird zudem ausdrücklich

zugesprochen, Landesaufgaben

in hoher Qualität wahrnehmen zu

können.

Eine Reform zu Großkreisen wäre

nicht nur überflüssig und bürgerfern,

sondern auch schädlich. Schon heute

sind die Kreisverwaltungen nicht

leicht zu überschauen, wenn man

noch größere Gebiete verwalten

müsste, würden Bürgernähe und Erreichbarkeit

gänzlich auf der Strecke

bleiben. Es entstünden Kreise von extremer

Größenordnung mit über 200

Gemeinden und von Ausdehnungen

kleiner Bundesländer, die strukturell

völlig unterschiedliche Regionen ver-


WATTWURM 06

einigen müssten.

Ein Kreis, der einerseits an Hamburg

angrenzt und andererseits eine ländliche

Küstenregion beinhaltet, würde

unter einem extremen Gefälle in

den Anforderungen an die Verwaltung

leiden. Außenstellen der an sich

schwerfälligen Super-Kreisverwaltung

wären nötig, die dem Grundsatz

von schlanken und kostengünstigen

Einheiten gänzlich zuwiderliefen.

2. Besondere Situation Dithmarschens

Eine Kreisgebietsreform ist aus Dithmarscher

Sicht besonders kritisch

zu beurteilen. Dithmarschen als ältesten

Landkreis Deutschlands, mit

einer einzigartigen Geschichte und

Kultur sowie einem ausgeprägten

Selbstbewusstsein seiner Bevölkerung

als Bürger ihres Landkreises,

von „der Landkarte zu radieren“ wird

keinerlei öffentliche Akzeptanz finden

und auf massive Proteste stoßen,

wie bereits durch die Gründung

einer Volksinitiative deutlich wird.

Eine Kreisgebietesreform hätte die

irreversible Zerstörung einer jahrhundertealten

und landesweit einzigartigen

Identität zur Konsequenz,

deren Folgen für das ehrenamtliche

Engagement vor Ort, die Heimatkultur

und das Selbstverständnis ganzer

Bevölkerungsteile nicht zu ermessen

wären.

Die Schäden im wirtschaftlichen und

touristischen Bereich wären immens,

wenn etablierten und bundesweit

bekannten Aushängeschildern und

Werbeträgern der Region wie einschlägig

bekannten Betrieben, Festivitäten

oder Kultusinstitutionen,

die identitätsstiftende Grundlage

„Eine Gebietsreform würde lokale Identitäten und Traditionen

zerstören. Die Zivilgesellschaft funktioniert in kleinen

Einheiten mit lokaler Identität besser als in unüberschaubar

großen Strukturen.“

Peter Harry Carstensen, 02.10.2003

geraubt werden würde.

Bis heute bewegt die überwiegende

Mehrzahl der ansässigen Bevölkerung

der Begriff der „Freien Bauernrepublik

Dithmarschen“ in ihren

Herzen. Dithmarscher in Heimat

oder Ferne verfügen über einen ausgeprägten

Lokalpatriotismus, der

sich nicht auf die kaum zu zählenden

gehissten Fahnen im Kreisgebiet beschränkt.

Im Gegensatz zu anderen identitätslosen

Landkreisen Schleswig-Holsteins,

die im Zuge vorangegangener

Gebietsreformen entstanden sind,

verbindet die Menschen in Dithmarschen

eine besondere Beziehung zu

ihrem Kreis, so dass Versuche einer

Kreisgebietsreform, welche die faktische

Abschaffung Dithmarschens zur

Folge hätte, auf kaum einzuschätzen-

7


de emotionale Barrieren stoßen und

daraus fast zwangsläufig resultierenden

Widerstand führen müssen.

8

3. Alternativen

Einer den Kreisen vom Land aufgezwungenen

Gebietsreform stehen

freiwillige Zusammenschlüsse zur

Bewältigung fachspezifischer Pro-

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Gelungene Kooperation:

Die Integrierte Rettungsleitstelle West

Egal ob aus Dithmarschen, Steinburg

oder Pinneberg: Seit Dezember

2001 gehen alle Notrufe über

die Telefonnummer 112 zu einer

gemeinsamen Rettungsleitstelle

in Elmshorn. Seit nunmehr fünf

Jahren koordiniert Deutschlands

modernstes Notrufzentrum alle

Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst,

DRK und THW in einem

Gebiet von Wedel bis Lunden mit

mehr als 570.000 Einwohnern.

Grundsätzlich ist nach Regelungen

des Landes jeder Kreis selbst

verpflichtet eine Rettungsleitstelle

zu unterhalten, an die sich Hilfe

suchende Menschen im Notfall

wenden können. So war es bis 2001

auch in den drei Unterelbe-Kreisen

geregelt.

Jedoch war die Situation sowohl

technisch als auch von der Personalstruktur

nicht mehr länger

tragbar. In Dithmarschen beispielsweise

stammte die Funktechnik

der Leitstelle aus dem Jahr 1982,

in Steinburg sogar aus 1977. Schon

längst war hier also auch der Einsatz

von EDV beispielsweise zur

automatisch Berechnung von verfügbaren

Einsatzmitteln und deren

digitalen Dokumentation notwendig

geworden.

Noch gravierender war jedoch die

Tatsache, dass in beiden Kreisen

nur jeweils ein Mitarbeiter rund

um die Uhr gleichzeitig Dienst

schob. Das bedeutete, dass auch

nur jeweils ein Notruf gleichzeitig

abgearbeitet werden konnte.

Durch das immer größer werdende

Gefahrenpotential z.B. durch neue

Industriebetriebe in Brunsbüttel

und eine immer weiter steigende

Zahl von Rettungsdienst-Anforderungen

war diese Personalstruktur

ein gefährliches Risiko.

Also schlossen sich im Dezember

1998 Dithmarschens Landrat Dr.

Jörn Klimant, Steinburgs Landrat

Dr. Burkhard Rocke und Pinnebergs

Landrat Berend Harms zusammen

und begannen mit der Planung der

blemstellungen im Verwaltungswesen

als eindeutig bessere Alternative

gegenüber!

Ein besonders vorbildliches Beispiel

für eine kreisübergreifende Zusammenarbeit,

ohne die Auflösung historisch

gewachsener Grenzen, ist die

Einrichtung der Integrierten Regionalleitstelle

West in Elmshorn (IRLS),

die seit Dezember 2001 Brandschutz,


WATTWURM 06

Kooperation der bisherigen drei

Leitstellen zu einem modernen

Kompetenzzentrum im Rettungsdienst

und Katastrophenschutz.

Die Idee der Landräte war dabei,

eine bessere Leistungsfähigkeit,

Sicherheit und Zuverlässigkeit des

Rettungswesens zu wirtschaftlich

darstellbaren Kosten zu bekommen

und die Notrufe von drei eigenständigenGebietskörperschaften

zentral zu koordinieren.

Seit mittlerweile fünf Jahren ist die

„Leitstelle West“ eine Erfolgsgeschichte:

23 Mitarbeiter koordinieren

gemeinsam Notfälle in den drei

Kreisen. Es sind somit immer mindestens

zwei bis drei Disponenten

im Dienst. Bei verschiedenen Schadenslagen

kann flexibel reagiert

werden.

Ein weiterer Vorteil ist die intensive

Betreuung der Anrufenden.

Während ein Disponent am Telefon

Anweisungen zur Ersten Hilfe

gibt, sucht parallel ein anderer den

nächsten freien Rettungswagen

und dies kreisübergreifend, sodass

größtmögliches Bemühen um

schnelle Hilfe gewährleistet sind.

Rettungsdienst und Katastrophenabwehr

in den Kreisen Dithmarschen,

Steinburg und Pinneberg erfolgreich

koordiniert.

Anstatt neue Strukturen und noch

mehr Bürokratie zu schaffen, ist es

sinnvoller das bisherige zweigegliederte

System, bestehend aus Land

und Kreis, zu stärken und den Kommunalpolitikern

in den Kreisen und

Die Integrierte Regionalleitstelle

West, die jeweils zu 25 % von

Dithmarschen und Steinburg und

zu 50 % vom Kreis Pinneberg finanziert

wird, bearbeitet im Jahr rund

160.000 Notrufe. Daraus leiten

sich 6.000 Feuerwehr- und 74.000

Rettungsdiensteinsätze ab, die von

über 250 Freiwilligen Feuerwehren

sowie dem Rettungsdienst mit

knapp zwei Dutzend Rettungswachen

abgearbeitet werden.

Im Oktober 2006 wurde die Leitstelle

sogar von Bundesverkehrsminister

Wolfgang Tiefensee und

seiner Jury im Wettbewerb „komm-

KOOP“ (erfolgreiche Beispiele interkommunaler

Kooperationen)

als „beispielgebend und innovativ“

ausgezeichnet.

Auch die Junge Union Dithmarschen

lobt die Einrichtung dieser

kreisübergreifenden Kooperation

im Rettungswesen. Ein sehr wichtiger

Aspekt dabei ist, dass die

Leitstelle hervorragend arbeitet,

OHNE eine Auflösung der historisch

gewachsenen Kreisgrenzen!

Michael Scheffler

Gemeinden mehr Gestaltungsfreiheit

und Entscheidungskompetenz

anzuvertrauen.

Leistungsfähige Einheiten auf Kreisebene

sollten im Zuge der Kommunalisierung

von Landesaufgaben neue

Kompetenzen erhalten, um bestehende

Aufgabengebiete weiterhin

bürgernah, kostensparend und professionell

zu bearbeiten und bisher

9


ungenutzte Effizientsteigerungspotentiale

auszuschöpfen.

Gesetzgeber und Regierung sollten

lediglich Zielvorgaben geben, jedoch

keine Verwaltungsvorschriften. Dieses

fördert die Kreativität vor Ort.

So hat beispielsweise das Land Niedersachsen

die Stärkung des zweigliedrigen

Systems erst kürzlich vorgenommen.

Zum 01. Januar 2005

wurden die Regierungsbezirke als

mittlere Verwaltungsinstanz abgeschafft.

Danach wurden die Landesregierung

und die 37 Kreise in Niedersachsen

durch Neuverteilung der

Aufgaben auf nur noch zwei Ebenen

strukturell gestärkt. Durch den Bürokratieabbau

konnten fast 2500 Stellen

abgebaut und 55 Millionen Euro

Verwaltungs- und Personalkosten

eingespart werden. Auch Rheinland-

Pfalz und Sachsen-Anhalt führten

1999 bzw. 2003 diese Maßnahmen

durch.

Für Schleswig-Holstein ergibt sich

in der Schlussfolgerung als bessere

Alternative Kompetenzen und Zuständigkeiten

vom Land auf die bis-

10

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

herigen Kreise zu übertragen und

diese zu stärken. Als weiteren Schritt

schließt sich dann eine Aufgabenübertragung

von den Kreisen auf die

im Zuge der Verwaltungsstrukturreform

neu zugeschnittenen großen

Ämter an, die aufgrund der Zusammenfassung

zu Einheiten von mindestens

8000 Einwohnern mit weiterreichenden

Tätigkeitsbereichen

belastbar geworden sind.

Einer freiwilligen Fusion einzelner

Kreise, die selbst diesen Wunsch entwickelt

haben, ist nichts entgegenzusetzen,

allerdings sollte der generelle

Aufbau des Landes aus den genannten

zwei Ebenen mit Kreisen in der

heutigen Größe und Form Bestand

haben und das Prinzip der Freiwilligkeit

höchsten Stellenwert besitzen.

Henning Kruse

Daniel Kießig

Michael Scheffler

Marten Waller

Die Junge Union Dithmarschen unterstützt die

Volksinitiative unter

www.wir-sind-dithmarschen.de


WATTWURM 06

Unerfreuliche Parallelen?

„Eine Gebietsreform auf der Ebene

der Kreise und kreisfreien Städte

ist ausgeschlossen.“

Peter Harry Carstensen, 27. Januar 2006

Niemand hat die Absicht,

eine Mauer zu errichten.“

Walter Ulbricht, 15. Juni 1961

11


Während die Landkreise in ihrer

heutigen Form als kommunale Verwaltungseinheit

erst Anfang des 19.

Jahrhunderts in den preußischen Provinzen

eingeführt wurden und somit

Städte und Dörfer zu Kreisgebieten

zusammenfügten, besteht die Landschaft

Dithmarschen mit ihren natürlichen

Grenzen bereits viel länger.

Aus der Zeit der Völkerwanderung

über das Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert

hat sich Dithmarschen als

dem Erzbistum Bremen zugehörige,

aber dennoch selbstständig verwaltete

Landschaft behaupten können.

Dithmarschen gilt als eine der ersten

Republiken Europas, da seinerzeit

nie ein Adeliger über den freien

Bauern dieser Küstenregion stand.

Die Schlacht bei Hemmingstedt am

17.2.1500 zeigte einmal mehr den

Zusammenhalt und Mut der Dith-

Kreise und kreisfreie

Städte vor 1970

12

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Kreisreformen in Schleswig-Holstein

marscher bei der Verteidigung gegen

das dänische Reiterheer.

Erst 1559 wird Dithmarschen

zwangsweise unterworfen und in

Norder- und Süderdithmarschen

aufgeteilt, was zwar unter dänischer

bzw. holsteinischer Herrschaft steht,

dem aber dennoch einige Rechte zur

Selbstverwaltung eingeräumt werden.

So überdauert die historisch gewachsene

Landschaft Dithmarschen

weiter die Jahrhunderte, während

die restlichen Gegenden von Schleswig-Holstein

brav unter den weltlichen

und geistlichen Adeligen aufgeteilt

waren und die gesamtdeutsche

Struktur der „Kleinstaaterei“ in einem

Flickenteppich der Verwaltungsgebiete

wiederspiegelten.

In den ersten Jahrzehnten des 19.

Jahrhunderts setzt sich dann allmählich

die von Freiherr von Stein vorangetriebene

neue Städteordnung

durch, die auch Maßnahmen zur

kommunalen Selbstverwaltung

im ländlichen

Raum enthält.

Zunächst werden nur

Gebiete neu zugeschnitten

in so genannte

„Kreise“. Der

Begriff des Kreises im

kommunalen Sinne

stammt übrigens vom

tschechischen Wort

„kraj“ (= Land). Erst

nach 1880 werden

auch die ersten Kreisordnungen

erlassen,


WATTWURM 06

die das Mitspracherecht der Bürger

endlich auch praktisch realisieren.

Die Gebietsneuzuschnitte in Preußen

erfassen zunächst nur die Bereiche

Brandenburg, Schlesien, Westfalen,

Sachsen und andere Gebiete

weiter entfernt von Schleswig-Holstein.

So gibt es weiterhin mit den

heutigen Kreisen verglichen nur die

Landschaft Dithmarschen, dessen

südlicher Teil zwischen den ersten

beiden Deutschen Einigungskriegen

1864 und 1866 unter österreichischer

Herrschaft stand.

Erst 1867 wird der Kreis Pinneberg

aus den Grafschaften Rantzau und

der Herrschaft Pinneberg, sowie den

Güterbezirken Haseldorf, Haselau,

Flottbek, Seestermühe und dem

Klosterbezirk Uetersen gebildet.

Ein weiterer Kreis wird neun Jahre

später am 23. Juni 1876 aus dem bisher

selbstständigen Herzogtum Lauenburg

gegründet.

Im 19. Jahrhundert und bis zum Ersten

Weltkrieg gab es in Deutschland

rund 1000 Landkreise, deren Größe

so bemessen war, dass der Landrat

zur entferntesten Gemeinde seines

Kreises am gleichen Tage mit der

Pferdekutsche hin- und zurückfahren

konnte und ihm dort noch genügend

Zeit zur Erledigung seiner Amtsgeschäfte

blieb.

Neben Pinneberg und Lauenburg

wird die preußische Provinz Schleswig-Holstein,

die aus dem einen Regierungsbezirk

Schleswig besteht,

erstmalig in folgende weitere Land-

kreise aufgeteilt:

Apenrade, Eckernförde, Eiderstedt,

Flensburg, Hadersleben, Husum,

Kiel, Norderdithmarschen, Oldenburg

in Holstein, Plön, Rendsburg,

Schleswig, Segeberg, Sonderburg,

Steinburg, Storman, Süderdithmarschen

und Tondern.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts

und wenige Jahrzehnte nach Einführung

der Kreise gibt es die ersten

Neuzuschnitte und Gebietsreformen.

Am 14. November 1883 wird

die Stadt Kiel kreisfrei und gehört

fortan nicht mehr zu dieser Verwaltung;

mit den Städten Flensburg,

Altona, Neumünster und Wandsbek

wird ähnlich verfahren - es gibt nun

also eine Reihe von Stadtkreisen im

Land.

1920 gibt es zahlreiche Änderungen

durch den Versailler Vertrag. Unter

anderem wird das Gebiet Nordschleswig

an Dänemark abgetreten.

Dies hat den Verlust der ehemals

preußischen Kreise Tondern, Apenrade,

Hardersleben und Sonderburg

zur Folge.

Der zu Südschleswig gehörende und

in der Weimarer Republik verbleibende

Rest von Tondern wird in Südtondern

umbenannt.

In der weiteren Folge kommt es am

1. Oktober 1922 zu einem Kuriosum:

Der neu gebildete Kreis Helgoland

bestand nur aus einer einzigen Gemeinde,

nämlich dem Ort Helgoland

selbst. Vorher gehörte das Eiland zu

Süderdithmarschen.

Dieser wohl kleinste deutsche Kreis

13


aller Zeiten existiert nur zehn Jahre

und wird dann dem Kreis Pinneberg

zugeschlagen.

Am 1. Oktober 1932 folgen weitere

Kreiskorrekturen in der Weimarer

Republik:

Die Auflösung des Kreises Bordesholm

(ehemals Kiel) fügt ehemalige

Gebiete dieser Verwaltungsregion

den Kreisen Plön, Rendsburg und Segeberg

hinzu.

Außerdem kommt es zur Bildung eines

vereinten Kreises Dithmarschen,

also der Aufhebung der Ergebnisse

der letzten Fehde von 1559, sowie

zur Bildung von Husum-Eiderstedt

aus Eiderstedt und Husum.

Die beiden zuletzt genannten neuen

Kreise halten nur ein Jahr und werden

am 1. Oktober 1933 unter der

NS-Herrschaft wieder in Husum und

Eiderstedt sowie Norder- und Süderdithmarschen

getrennt.

Große Veränderungen in der Struktur

Schleswig-Holsteins gibt es am

1. April 1937 durch das Groß-Hamburg-Gesetz.

Die Stadtkreise Altona

und Wandsbek werden dabei an die

immer größer werdende Stadt Hamburg

abgetreten. Schleswig-Holstein

bekommt dafür die Hansestadt Lübeck.

Außerdem wird der Kreis Eutin

neu gebildet, dessen Gebiete bisher

in Oldenburg in Holstein lagen.

Dann folgt der Zweite Weltkrieg und

bis zur Gründung der Bundesrepublik

Deutschland 1949 wird Schleswig-

Holstein ab 1945 von der britischen

Besatzungsmacht regiert.

14

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

In der Nachkriegszeit existieren

in Schleswig-Holstein folgende 21

Kreise, die alle mehrere Jahrzehnte

Bestand haben und in Teilen heute

noch existieren:

Stadtkreise Flensburg, Kiel, Lübeck

und Neumünster;

Landkreise Südtondern, Husum,

Eiderstedt, Flensburg, Schleswig,

Rendsburg, Eckernförde, Norderdithmarschen,

Süderdithmarschen,

Steinburg, Pinneberg, Segeberg,

Plön, Oldenburg in Holstein, Eutin,

Storman und Herzogtum Lauenburg.

In den 70er Jahren finden in Schleswig-Holstein

vier Kreisgebietsreformen

statt, die zur Gründung der

heute existierenden elf Land- und

vier Stadtkreise im nördlichsten

deutschen Bundesland führen.

Zuerst wird am 1. Januar 1970 der

Kreis Segeberg um Teile der Kreise

Pinneberg und Storman vergrößert.

Dies ist auch die Geburtsstunde der

Stadt Norderstedt, die sich bis heute

zur fünftgrößten Stadt in Schleswig-

Holstein entwickelt hat und über

dessen Unabhängigkeit, also der

Bildung eines Stadtkreises, in den

letzten Jahren häufiger spekuliert

wurde.

In einem zweiten Schritt werden am

26. April 1970 vier Kreise gebildet:

Der Kreis Nordfriesland als Zusammenfassung

der bisherigen Kreise

Südtondern, Husum und Eiderstedt;

der Kreis Ostholstein aus den bisherigen

Kreisen Oldenburg in Holstein

und Eutin; der Kreis Rendsburg-

Eckernförde aus Rendsburg und


WATTWURM 06

Eckernförde; sowie schließlich das

zweite Mal - nun aber endgültig - das

geeinte Dithmarschen.

Am 24. März 1974 folgt dann noch

die Zusammenlegung der Kreise

Schleswig und Flensburg zu dem

uns heute bekannten Kreis Schleswig-Flensburg

im Nordosten unseres

Bundeslandes.

Seitdem hat die Kreisordnung mittlerweile

30 Jahre Bestand. Im Laufe

der Geschichte gab es seit der Einführung

der Kreise in Preußen zugegebenermaßen

immer wieder zahlreiche

umfangreiche Kreisneubildungen,

-änderungen und -auflösungen, die,

wie in dieser kleinen Übersicht aufgezeigt,

auch vor Schleswig-Holstein

keinen Halt machten.

Fest steht jedoch, dass das Gebiet

der Landschaft Dithmarschen seit

über 1000 Jahren unverändert ist und

auch in den zahlreichen Kreisordnungen

sich immer nur auf die heutigen

Dithmarscher Grenzen beschränkte.

So kann die zweimalige Aufteilung in

Norder- und Süderdithmarschen nur

als eine innere Gliederung in zwei

ZUM AUTOR: Michael Scheffler

Der 21-jährige St. Michaelisdonner ist seit diesem Jahr als

Beisitzer neu im Kreisvorstand der JU Dithmarschen aktiv.

Nach der Ableistung seines Wehrdienstes in Strausberg und

Seeth, studiert der ehemalige Schülersprecher des Marner

Gymnasiums (03-05) nun Betriebswirtschaft an der Fachhochschule

Westküste in Heide.

untergeordnete Verwaltungsregionen

verstanden werden, die stets

dem gemeinsamen Interesse Dithmarschens

folgten.

So ist abschließend zu erklären, dass

man durchaus Verständnis dafür haben

muss, dass künstlich geschaffene

Kreisgebilde wie beispielsweise

Segeberg oder Pinneberg, die in ihrer

gut 150-jährigen Geschichte zahlreichen

Gebietsänderungen unterworfen

waren, keine wirkliche Gelegenheit

hatten, eine Identität auf lokaler

Ebene aufzubauen.

Auf der anderen Seite müssen diese

Kreise jedoch auch verstehen können,

warum sich der Kreis Dithmarschen,

der diese Identität durch die

Jahrhunderte lange Beibehaltung der

noch jetzt gültigen Grenzen, gegen

eine von außen erzwungene Kreisgebietsreform

so vehement wehrt und

seinen historisch wertvollen Bestand

geschützt wissen will.

Michael Scheffler

15


Am 26. Mai 2006 war es wieder

einmal Zeit für die Jahreshauptversammlung

des Ortsverbands Heide

der Jungen Union. Auf der gut besuchten

Versammlung, souverän geleitet

vom JU-Kreisvorsitzenden a.D.

und Kreistagsabgeordneten Sascha

Bolle-Timm, wurde der 22-Jährige

Heider Johannes Jebe in seinem Amt

als Ortsvorsitzender bestätigt.

Als sein neuer Stellvertreter fungiert

der Schüler Daniel Kießig (19), der

den Ortsverband als Beisitzer auch

im Kreisvorstand vertritt. Nach drei

Jahren stand der frisch gewählte

Kreisvorsitzende Marten Waller (22)

für das Amt des Schatzmeisters nicht

mehr zur Verfügung. An seiner Stelle

wurde der 18-Jährige Auszubildende

Tobias Schaaf gewählt, der bereits

langjährige Erfahrung in der Ortsverbandsarbeit

hat.

Neu im Vorstand ist Bernhard Schröder

(16) aus Österdeichstrich, der

zukünftig als Geschäftsführer für

16

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Bericht aus dem Ortsverband Heide

Pressearbeit und verbandsinterne

Kommunikation zuständig ist. Der

Ortsvorstand wird schließlich durch

zwei Beisitzer, den Heider Schüler

Yannik Arndt (15) und den Zeitsoldaten

Malte Schaaf (21), abgerundet.

Für den CDU-Ortsverband Heide waren

Birgit Kalder und Michael Raue

erschienen, welche Grüße ausrichteten

und eine weiterhin konstruktive

Zusammenarbeit, insbesondere

im Hinblick auf die Kommunalwahl

2008, anboten.

In seinem Rückblick hob der alte

und neue Vorsitzende die diversen

erfolgreichen Veranstaltungen des

vergangenen Jahres hervor, wie insbesondere

das Fußballturnier 2005,

mit der bis dato größten Beteiligung

durch Vereine und Gäste, sowie die

regelmäßigen und beliebten Bowling-Turniere

und eine Fahrt zu einem

Heimspiel des Hamburger SV.


WATTWURM 06

Auch zukünftig werde der Ortsverband

auf erfolgreichem Kurs bleiben.

Neben regelmäßigen Stammtischen

und Ortsvorstandssitzungen

steht insbesondere die bereits vierte

Neuauflage des Fußballturniers auf

der Agenda für das Geschäftsjahr

2006/2007. Bewährtes wie die Bowling-Turnier

oder Fahrten zum HSV

werden wiederholt werden, während

z.B. mit gemeinsamen Kinobesuchen

auch neue Ideen in der Planung sind.

Der Ortsverband beteiligte sich zudem

am „Pizza & Politics“ mit Ingbert

Liebing, MdB. Weiterhin wurde mittlerweile

ein Arbeitskreis „Neumitgliederwerbung“

gegründet, um den

begonnenen Verjüngungsprozess

ZUM AUTOR: Johannes Jebe

Johannes Jebe gehört der Jungen Union seit Januar 2003 an

und leitet derzeit in seiner zweiten Amtsperiode den Ortsverband

Heide als dessen Vorsitzender. Er ist 22 Jahre alt

und macht zur Zeit eine Ausbildung zum Rettungsassistenten

beim ASB in Hamburg.

des Ortsverbands auch zukünftig voranzutreiben.

Mit seinen Insgesamt 70 Mitgliedern

blickt die Junge Union Heide daher

auch im Geschäftsjahr 2006/2007

optimistisch in die Zukunft!

Johannes Jebe

17


Am Freitag, den 28. Juli 2006 fand die

Jahreshauptversammlung der Jungen

Union (JU) Meldorf statt. Rund ein

Dutzend Mitglieder fanden, trotz der

heißen Temperaturen, ihren Weg in

das „Kiek In“ in der Domstadt, um einen

neuen Vorstand zu wählen.

Der CDU Ortsverband wurde dabei

durch seinen Fraktionsvorsitzenden

in der Meldorfer Stadtvertretung

sowie Kreistagsabgeordneten Rolf

Claußen vertreten, der sogleich als

Tagungspräsident fungierte. Für den

JU-Kreisverband grüßte der Kreisvorsitzende

Marten Waller.

Seit seiner Neugründung im Jahr

2000 hatte die JU Meldorf turbulente

Zeiten durchlebt, bis der Gelehrtenschüler

Malte Höfs den Verband

Anfang 2005 als Ortsvorsitzender

übernahm.

In dem zurückliegenden Jahr war

es ihm gelungen, elf Neumitglieder

zu werben und mit regelmäßigen

Stammtischen, Billard- und Skat- und

neuerdings auch Pokerabenden ein

lebendiges Parteileben zu gestalten.

Höhepunkt des Geschäftsjahres

stellte eine gemeinsame Fahrt der

Mitglieder zur Public Viewing Area

auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg

zum WM-Spiel Deutschland gegen

Ecuador dar.

Auch finanziell ist der Verband gesund,

so dass zukünftigen politischen

Aktivitäten nichts im Wege steht.

Folgerichtig wurde der 20-Jährige

daraufhin einstimmig in seinem Amt

18

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Bericht aus dem Ortsverband Meldorf


WATTWURM 06

ZUM AUTOR: Malte Höfs

Malte Höfs gehört der Jungen Union seit Juli 2004 an und

leitet derzeit in seiner zweiten Amtsperiode den Ortsverband

Meldorf als dessen Vorsitzender. Er ist 20 Jahre alt und

strebt zur Zeit das Abitur an der Meldorfer Gelehrtenschule

an.

bestätigt. Als sein Stellvertreter fungiert

weiterhin Bernhard Staguhn

(23). Neu im Vorstand ist der Gelehrtenschüler

Jan Dännart (19), der

zukünftig als Schatzmeister arbeiten

wird. Die Studenten Thies Haase (21)

und Henning Kruse (20) komplettieren

den Vorstand als Beisitzer.

In seinem Schlusswort kündigte Malte

Höfs an, dass der Ortsverband

auch weiterhin regelmäßig gesellige

wie politische Veranstaltungen ausrichten

wird, zudem werden sich die

jungen Christdemokraten zukünftig

vermehrt aktiv in kommunalpolitische

Themen einschalten.

Die Junge Union in Meldorf verfügt

zur Zeit über 26 Mitglieder und ist

damit nach Heide und Brunsbüttel

der drittgrößte, sowie wahrscheinlich

aktivste, Ortsverband der politischen

Jugendorganisation im Kreisgebiet.

Malte Höfs

Regelmäßige Informationen über Termine,

Veranstaltungen und Neuigkeiten der Jungen

Union Dithmarschen erhälst du über

unseren Newsletter! Einfach eine E-Mail an

newsletter@ju-dithmarschen.de

schicken und schon bist du angemeldet!

19


Obwohl der Begriff der „Leitkultur“

schon länger bekannt ist und seitens

des syrischen Politologen Bassam

Tibi eingeführt wurde, ist er erst

seit der durch den damaligen CDU-

Fraktionsvorsitzenden im Deutschen

Bundestag Friedrich Merz angestoßenen

„Leitkultur-Debatte“ in die

Schlagzeilen der Medien gekommen.

Merz forderte in mehreren Stellungnahmen

Regeln für die Einwanderung

und Integration von Ausländern und

wandte sich gleichzeitig gegen eine

„multikulturelle Gesellschaft“. Er löste

vor allem in der veröffentlichten

Meinung damit eine reflexartige Abwehrhaltung

aus, die seine Vorschläge

mehr schlecht redeten, anstatt

diese sachlich zur Kenntnis zu nehmen

und sich damit auseinander zu

setzen. Der Zeitpunkt, als Merz diese

Ideen auf den Tisch legte, schien ohnehin

ein für solche Themen schwieriger

gewesen zu sein. Die Bundestagsparteien

waren nämlich mit dem

Verbot der damals politisch bedeutungslosen

NPD beschäftigt, anstatt

sich Gedanken über die Zukunft des

deutschen Nationalbewusstseins zu

machen.

Während auf der einen Seite der Begriff

„deutsche Leitkultur“ in den Medien

auf breite Ablehnung stieß und

als „Steilvorlage für die sogenannte

„Neue Rechte“ diffamiert wurde,

schienen Merz’ Vorschläge vor allem

in Umfragen an die Bevölkerung auf

heimliche Zustimmung gestoßen zu

sein. Dieser breite Zuspruch in der

Bevölkerung motiviert daher umso

20

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Plädoyer für die deutsche Leitkultur

mehr, weiter an der Idee der Leitkultur

festzuhalten und als Union den

Anspruch zu erheben, Politik für das

Volk zu betreiben.

Seit dem voreiligen Abbruch der Debatte

Ende des Jahres 2000 kam es

zu keinem noch erwähnenswerten

Wiederaufleben der Leitkultur-Frage.

Der amtierende Bundestagspräsident

Norbert Lammert stellte zu

Recht fest, dass es trotz „breiter“

Ablehnung des Begriffes an sich

eine ebenso breite Zustimmung für

das gab, worum es in der Debatte

ging“. Es spricht nicht gerade für die

Behandlung dieses Themas, wenn

mehr über die Verpackung als über

den Inhalt berichtet wurde. Da eben

dieser Inhalt zu kurz gekommen ist,

versuche ich im Folgenden den Begriff

„deutsche Leitkultur“ mit Inhalt

zu füllen:

Die deutsche Leitkultur soll das nationale

Selbstverständnis unseres

Staates sein. Sie soll jedem Bürger, ob

Deutscher oder Ausländer, eine Orientierung

für ein friedliches Zusammenleben

im Gemeinwesen geben.

Dies beinhaltet selbstverständlich

neben der Anerkennung der Normen

des Grundgesetzes, darunter

die Achtung der unveräußerlichen

Würde des Menschen, Gleichheit vor

dem Gesetz, die Freiheitsrechte des

Einzelnen, vor allem das Recht auf

Leben, das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung

sowie die Meinungs-

und Pressefreiheit. Allerdings geht

die deutsche Leitkultur weit über die


WATTWURM 06

Normen eines „Verfassungspatriotismus“

hinaus. Wir brauchen viel mehr

eine Rückbesinnung auf die kulturellen

und zivilisatorischen Werte unseres

Gemeinwesens sowie auf unser

christliches und humanistisches

Erbe. Der deutsche Staat hat daher

das Recht, aber auch die Pflicht, dieses

Leitbild selbstbewusst gegenüber

den Angehörigen fremder Völker

in seinem Land zu vertreten.

Die Bundesrepublik Deutschland ist

das Staatsgebiet des deutschen Volkes.

Im Laufe seiner Geschichte hat

es zahlreiche Fremde bei sich aufgenommen,

ohne dass es unserem

Staate geschadet haben könnte. Die

ehemaligen Einwanderer haben sich

damals sehr schnell in unserem Land

integriert und waren eine große Bereicherung.

Diese Integration und

ZUM AUTOR: Philip Janicki

Philip Janicki wurde am 7. Januar 1985 in Brunsbüttel geboren.

Er besuchte von 1995 bis 2004 die Meldorfer Gelehrtenschule,

wo er im Mai 2004 sein Abitur machte. Von

Oktober 2004 bis Juni 2005 leistete er seinen Grundwehrdienst

in Heide ab, seit dem 1. Oktober 2005 ist er Soldat

auf Zeit bei der Bundeswehr. Seit Anfang Oktober dieses

Jahres studiert er Informatik in München.

spätere Assimilation konnte aber

auch nur geschehen, weil sich die Einwanderer

bestimmten Werten und

Normen ihres aufnehmenden Staates

unterworfen haben. Und genau

diese verbindlichen Regeln brauchen

wir auch für jeden, der heute in unser

Land einreisen und hier bleiben will.

Diese sind in jedem anderen Staat

der Welt selbstverständlich und auch

das Mindestmaß an Verpflichtungen,

die der Einwanderer gegenüber der

Gesellschaft auf sich nehmen muss,

um ein friedliches Zusammenleben

zwischen der einheimischen Bevölkerung

und den Ausländern zu garantieren:

Dies wären vor allem das

schnelle Erlernen der deutschen

Sprache als Mittel der Kommunikation

und Integration. Weiterhin hat

der Ausländer die geltenden Gesetze

unseres Landes zu achten. Er hat

für seinen Lebensunterhalt und den

seiner Familie zu sorgen und darf

dem Staate nicht schuldhaft zur

Last fallen. Er hat sich mit der Kultur

und der Geschichte unseres Landes

auseinander zu setzen und darf sich

nicht, durch seine eigene Religion

und Kultur beschränkt, in Parallelgesellschaften

flüchten.

Nur unter diesen Voraussetzungen

ist der Ausländer berechtigt, sich unbefristet

in unserem Land niederzulassen

und die deutsche Staatsangehörigkeit

zu erwerben. Es darf nicht

dazu kommen, dass Einwanderung zu

einem allgemeinen Recht wird. Diese

muss an strenge Maßstäbe geknüpft

werden und sich an der Integrationsfähigkeit

unseres Landes orientie-

21


en; und zurzeit haben wir schon lange

unsere Grenzen und Kapazitäten

erreicht. Daher ist einer - wie von der

SPD, PDS und den Grünen propagierten

- „multikulturellen Gesellschaft“

eine Absage zu erteilen.

Wenn wir eine ehrliche Politik gegenüber

dem Wähler vertreten wollen,

dürfen Themen wie Nationalstolz,

Tradition, Kulturpflege, aber auch

die Ausländerproblematik nicht zu

„heiligen Kühen“ der Politik gemacht

werden. Die Politik schadet sonst auf

Dauer sich selber und unserem Land,

wenn sie solche (zugegebenermaßen)

schwierigen Themen tabuisiert

und dem deutschen und dem ausländischen

Bürger keine ehrlichen

Antworten gibt. Die Wahlerfolge von

rechtextremen Parteien zeigen, dass

die Bundestagsparteien in vielen Fragen

es versäumt haben, Antworten

zu geben. Auch wenn das Wählen von

22

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Rattenfängern am rechten und linken

Rand keine Lösung der Probleme

darstellt, dürfen wir nicht vor diesem

Phänomen die Augen verschließen.

Da vor allem Grüne und SPD diese

Themen meiden, muss es erst recht

Aufgabe der Union werden, sich verstärkt

dem Thema „nationale Identität“

zu widmen. Der Vorschlag von

Bundestagspräsident Dr. Norbert

Lammert, die Leitkultur-Debatte im

Rahmen der Grundsatzprogrammdiskussion

in der Union offensiv zu

führen, wird daher ausdrücklich begrüßt

und unterstützt.

Philip Janicki

www.ju-dithmarschen.de

www.junge-union.de


WATTWURM 06

Im Porträt:

Der Kreisvorstand der JU Dithmarschen

Auf dem jüngsten Kreisverbandstag

der Jungen Union Dithmarschen am

22. April 2006 wurde der unten aufgeführte

Kreisvorstand neu gewählt.

Dabei war es möglich den Kreisvorstand

in diesem Jahr wieder um zwei

Mitglieder zu vergrößern.

Gab es bisher noch einen Beauftragten

für Öffentlichkeitsarbeit, arbeiten

nun drei Beisitzer kreisweit auf

Kreisvorsitzender:

Marten Waller (22),

Student aus Meldorf

1. Stellvertretender

Kreisvorsitzender:

Malte Höfs (20),

Schüler aus Nordhastedt

2. Stellvertretender

Kreisvorsitzender:

Oliver Pawlick (18),

Schüler aus Heide

Vorstandsebene mit.

Um die Aktivität und das Organisationspotential

auf Kreisebene noch

weiter zu vergrößern, wurden außerdem

im Herbst diesen Jahres Lukas

Wiese und Jan Dännart aus St. Michaelisdonn

sowie Stefan Westphal

aus Gudendorf in den Kreisvorstand

kooptiert.

Schatzmeister:

Henning Kruse (20),

Student aus Odderade

Beisitzer:

Thies Haase (20),

Student aus Ketelsbüttel

Daniel Kießig (18),

Schüler aus Heide

Michael Scheffler (21),

Student aus St. Michaelisdonn

23


Dieser Aktionstag der Jungen Union

hatte es wirklich in sich: Draisinenfahrt

von Marne nach St. Michaelisdonn,

Treffen mit der CDU,

Ortsführung, Rückfahrt mit der Draisinenbahn

und abschließendes gemütliches

Grillen!

Zunächst einmal sah der Tag eher trübe

aus. Als mehr als ein Dutzend aktive

Mitglieder der Jungen Union am

Bahnhof Hemmbüttelhof bei Marne

die neue Draisinenbahn besteigen

wollten, regnete es in Strömen in der

ganzen Südermarsch. Doch davon

ließen sich die JUler nicht abschrecken.

Genau wie ihre Vorbilder von

der CDU liefen die Nachwuchspolitiker

nicht davon, sondern packten die

Probleme an! Und auf gings mit den

Fahrrad-Draisinen nach St. Michaelisdonn!

Zu einem ganzen JU-Aktionstag

rund um den Ort in Süderdithmarschen

hatte der JU-Kreisverband

gemeinsam mit dem JU-Stützpunkt

St. Michaelisdonn eingeladen, der in

letzter Zeit einen postiven Mitgliederzuwachs

erfahren hatte. Nach der

Ankunft mit den Draisinen (mittlerweile

war das Wetter auch wieder

schön geworden) wurden alle vom

CDU-Ortsverband St. Michaelisdonn

und dem Bürgermeister Volker Nielsen

begrüßt.

Zunächst ging es in den Sitzungssaal

in der Amtsverwaltung St. Michaelisdonn,

wo Volker Nielsen allgemeines

zur Gemeinde vortrug. Im Anschluss

24

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Auf der Draisine nach St. Michel

daran folgte gemeinsam mit CDU-

Mitgliedern aus St. Michaelisdonn

eine Auto-Rundfahrt durch den Ort.

Dabei wurden den interessierten

JUlern vor allem wichtige kommunalpolitische

Projekte wie der neue

Golfplatz erläutert. Anhand von Beispielen

konnte den Teilnehmern der

Fahrt so erklärt werden, wofür sich

Kommunalpolitiker einsetzen und

was für die Gemeinde alles erreicht

werden kann.

Und das ist in St. Michaelisdonn eine

ganze Menge! Zeitlich war es gar

nicht zu schaffen, alle neuen Innovationen

in Sachen Tourismus und

Wirtschaft in dem ländlichen Zentralort

zu besichtigen, da stand auch

schon die Rückfahrt mit den Draisinen

nach Marne an.

Doch das war noch nicht alles! Am

Abend wurde die Junge Union von

der CDU St. Michaelisdonn sogar

noch zum gemütlichen Beisammensein

und Grillen eingeladen. Im Restaurant

„St. Michael“ lies man den

JU-Aktionstag bei Getränken und

leckerem Grillfleisch ausklingen und

die Junge Union bedankte sich bei

Volker Nielsen und seinem Team für

den überaus gelungenen Tag.

Michael Scheffler


WATTWURM 06

Impressionen

vom Aktionstag

25


Am 1. September lud die Junge Union

Dithmarschen in Kooperation mit

der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einem

Vortrag zum Thema Gründungsgeschichte

der CDU. Zahlreiche Teilnehmer

aus den Reihen der JU und

CDU folgten dem Ruf. Zudem gab es

ein Wiedersehen mit dem alten JU-

Freund und Referenten der Adenauer-Stiftung,

Sebastian Kießig.

Bei solch einem hochinteressanten

Thema und der Aussicht auf ein Wiedersehen

mit dem ehemaligen Ortsvorsitzenden

der JU Heide verwunderte

es nicht, dass rund 25 JU‘ler,

die Spitze der Heider CDU sowie

einige Gäste den Weg in das „Hotel

Kotthaus“ in Heide fanden.

Entsprechend groß fielen die Vorschusslorbeeren

für die Veranstaltung

im Grußwort des Heider CDU-

Vorsitzenden Klaus Pohl aus. Der

Stormarner Freund Patrick Ziebke

fand erneut den weiten Weg nach

Dithmarschen und grüßte für den JU-

Landesvorstand.

Referent Sebastian Kießig enttäuschte

die Erwartungen nicht. In seinem,

mit gewohnter Professionalität erarbeiteten,

Vortrag, stellte er die

Entwicklung von den Ursprüngen

konservativer Gruppen nach der gescheiterten

Revolution von 1848 bis

zur Kanzlerschaft Konrad Adenauers

auf souveräne und zugleich anschauliche

Art und Weise dar.

Im Anschluss entwickelte sich eine

lebhafte Diskussion, wie die aktuelle

Debatte um das neue CDU-Grund-

26

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Von Achtundvierzig bis Adenauer

satzprogramm im Lichte der Historie

zu beurteilen sei.

Schlussendlich fand der Heider Bürgermeister

Ulf Stecher die passenden

Schlussworte und prophezeite

Sebastian noch einen erfolgreichen

Lebensweg, in- und außerhalb der

Politik, gleichwohl dieser leider fernab

von Dithmarschen fortgeführt

werden wird.

Die Junge Union Dithmarschen dankt

Sebastian für seinen netten Besuch,

sowie ihm und der Adenauer-Stiftung

für eine gelungene Veranstaltung,

verbunden mit der Hoffnung

Sebastian zukünftig noch einmal in

der alten Heimat begrüßen zu können!


WATTWURM 06

Pizza & Politics mit Ingbert Liebing, MdB

Am 18. August konnte die Junge Union

Dithmarschen den Bundestagsabgeordneten

für Dithmarschen-Nord/

Nordfriesland, Ingbert Liebing, zu

einem Pizza & Politics in der Heider

Gaststätte “Fidelio“ begrüßen.

So fanden sich wieder einmal ein

gutes Dutzend JU‘ler zur letzten Veranstaltung

in diesem aktionsreichen

August ein, um bei einer leckeren

Pizza (oder anderen Gerichten) im

Heider „Fidelio“ den Abgeordneten

Ingbert Liebing zu begrüßen.

Nachdem die Pizza verzehrt war,

folgte der „Politics“-Teil, in dem Ingbert

Liebing kurz einen Einblick

in seine Tätigkeit in Berlin gab und

berichtete, wie es um das Verhältnis

der Großkoalitionäre in der Hauptstadt

bestellt ist.

Anschließend folgten unter reger

Beteiligung der anwesenden JU‘ler

diverse Debatten, etwa über die Themen

Gesundheitsreform, Rente mit

67, Bürokratieabbau und andere.

Schlussendlich verriet der Volksvertreter

noch, dass er sich zwar

sehr geschmeichelt fühle, dass sein

Name in der aktuellen Debatte um

einen Generalsekretär für die CDU

Schleswig-Holstein gefallen ist, sein

Hauptaugenmerk jedoch auf seine

Tätigkeit in Berlin gerichtet bleibt.

Nach mehreren Stunden fand die angeregte

Runde schließlich ihr Ende,

Ingbert Liebing ließ es sich jedoch

nicht nehmen, auch noch die Getränke

für die JU zu spendieren. Ein

herzlicher Dank geht daher an unseren

Bundestagsabgeordneten für die

viele Zeit die er sich für uns genommen

hat und seinen netten Besuch!

Und spätestens im nächsten Frühjahr

folgt ein erneutes Zusammentreffen

beim Besuch der JU Dithmarschen in

Berlin!

27


Grundsatzdebatte, Umweltpolitik

und Parteitage, der JU Landesverband

hat sich für diesem Herbst ein

umfangreiches Programm vorgenommen!

Die Debatte um das neue Grundsatzprogramm

der CDU und die zukünftige

Umwelt- und Energiepolitik hat

die Junge Union zu ihren die thematischen

Schwerpunkten erkoren.

Während seiner letzten Plenartagung

diskutierten die Delegierten

und Gäste des Landesausschusses

der JUNGEN UNION Schleswig-Holstein

die bisher formulierten Thesen

zum Grundsatzprogramm der CDU.

Wolfgang Börnsen, MdB, Kulturpolitischer

Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

und Mitglied der

Programmkommission gab den 50

Anwesenden Auskunft zur Arbeit der

Kommission und leitete aus der Entstehung

der CDU die Schwierigkeiten

ab, die verschiedenen Strömungen

der Union in einem gemeinsam

Programm zu vereinen. Durch seinen

interaktiven Vortrag gelang es Wolfgang

Bönsen, die Mitglieder inhaltlich

mitzureißen und so entwickelte

sich einen intensive Diskussion mit

dem Gast aus Berlin. Wolfgang Börnsen

beantwortete viele Fragen und

mahnte die JU, sich stärker als bisher

in den Diskussionsprozess innerhalb

der JU einzubringen.

Mit dem Schleswig-Holstein Rat in

Brunsbüttel wird ein weiteres aktuelles

Thema angepackt: Energieversorgung

der Zukunft. Ganz bewusst

28

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Bericht aus dem Landesverband

JUNGE UNION

gründet Freundeskreis

Seit dem Sommer besteht der

Freundes- und Förderkreis in der

JUNGEN UNION Schleswig-Holstein.

Zweck des Förderkreises ist

es, all denjenigen, die die Arbeit

der JUNGEN UNION Schleswig-

Holstein ideell und finanziell unterstützen

möchten, ein Forum

zum innovativen Gedanken- und

Ideenaustausch zu geben. Mitglieder

des Förderkreises können

alle ehemaligen oder auch aktiven

Mitglieder der JUNGEN UNION

Schleswig-Holstein, respektive

diejenigen Interessenten werden,

die sich in besonderer Weise der

JUNGEN UNION Schleswig-Holstein

verbunden fühlen. Der Förderkreis

lädt ein Mal jährlich zur

Mitgliederversammlung und dem

Jahresempfang der JUNGEN UNI-

ON Schleswig-Holstein ein. Für

Ehemalige bietet der Empfang die

Möglichkeit, sich zu treffen und

sich an die „guten alten Zeiten“ zu

erinnern.

Maren Schulz

Alle weiteren Informationen zum

Freundeskreis gibt es auf www.

jush.de oder in der Landesgeschäftsstelle:

Sophienblatt 44-46

24114 Kiel

Telefon: (0431) 66099 - 35

Telefax: (0431) 66099 - 66

E-mail: info@jush.de


WATTWURM 06

hat sich der Landesvorstand entschieden,

diesen Schleswig-Holstein

Rat in einer Stadt wie Brunsbüttel zu

veranstalten, die einem Kernkraftwerk

als Standort dient. Wie sich die

JU den Herausforderungen stellt, die

Klimawandel und Umweltverschmutzung

mit sich bringen, ist - wie auch

viele andere Positionen - unter www.

jush.de im Internet nachzulesen.

Die Junge Union schreibt ihre Ideen

und Positionen nicht nur auf Papier

nieder, sondern bemüht sich ganz aktiv

auch um die Umsetzung ihrer Ideale.

In Gesprächen mit dem schleswig-holsteinischen

Finanzminister

Rainer Wiegard, MdL und dem Fraktionsvorsitzenden

der CDU Landtagsfraktion

Dr. Johan Wadephul hatte

der Landesvorstand im November

die Chance, seine Politik-Ideen an

die politischen Entscheidungsträger

auf Landesebene weiterzugeben.

Das Gespräch mit Rainer Wiegard

fand auf Einladung des Ministers gemeinsam

mit dem Landesvorstand

der Jungen Liberalen, also der Jugendorganisation

der FDP, statt. Ein

weiterer Austausch zur Finanzpolitik

des Landes soll nun sogar auf „Arbeitsebene“

mit dem Grundsatzrefe-

ZUM AUTOR: Maren Schulz

Maren Schulz ist 28, in Wesselburen aufgewachsen,

Mitglied des Bundesvorstandes, stellvertretende Landesvorsitzende

der JUNGEN UNION und Mitglied im

Landesvorstand der CDU Schleswig-Holstein.

rat folgen, um die finanzpolitischen

Ideen von JU und Julis in die ganz

konkrete Arbeit des Ministeriums

einfließen zu lassen.

Und die JU lädt auch selbst ins Landeshaus:

Bei einem weiteren Parlamentarischen

Abend werden am

30. November der stellvertretende

CDU-Landesvorsitzende Torsten Geerdts,

MdL und Heiner Garg, MdL

von der FDP zum Thema „Welche Reform

braucht Schleswig-Holstein?“

sprechen und mit den Gästen diskutieren.

Außerdem ist der Landesvorstand

unterwegs, um quer durch Schleswig-Holstein

im Rahmen einer Kreisbereisung

alle JU Kreisverbände zu

besuchen.

Nach dem Herbst der Inhalte wird

die JU im nächsten Jahr getreu dem

Motto „Party & Politics“ auch wieder

einen Schwerpunkt auf gesellige

Veranstaltungen legen: Die nächste

JU Summer School ist zum Beispiel

bereits in Planung.

Maren Schulz

29


Seit Anfang dieses Jahres ist die Dithmarscher

CDU-Kreisgeschäftstelle

wieder mit zwei Kräften besetzt!

Kreisgeschäftsführerin Anne Ohlsen

hat durch die 23-Jährige Laura Jacobsen

Verstärkung erhalten, so dass

die beiden sich als mittlerweile eingespieltes

Team gemeinsam um die

1.800 Parteifreunde bzw. die tägliche

Verwaltungs- und Organisationsarbeit

kümmern.

Darüber hinaus ist es besonders

schön, dass Laura auch der Jungen

Union angehört, so dass unsere

Vereinigung über einen noch kürzeren

und direkteren Draht in die Geschäftsstelle

verfügt!

Die Süderheistedterin, die eine Ausbildung

als Groß- und Außenhandelskauffrau

absolviert hat, ist seit

dem 01. Januar 2006 als Angestellte

30

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Verstärkung in der Geschäftsstelle

von Dr. Rolf Koschorrek, MdB für die

CDU und somit selbstverständlich

auch für die JU tätig.

Der Kreisvorstand der Jungen Union

Dithmarschen möchte an dieser

Stelle die Gelegenheit nutzen und

sich sehr herzlich für die tatkräftige

Unterstützung bedanken, die wir seit

Jahren durch die Geschäftsstelle erfahren!

Jedes noch so kleine Anliegen wird

umgehend bearbeitet, jedes noch so

kurzfristige Einladungsschreiben so

schnell wie möglich verschickt und

bei den jährlichen Abrechnungen

wird geduldig geholfen - dafür sowie

für alle weitere Unterstützung, ein

großes Dankeschön an die beiden

Damen in unserer Geschäftsstelle,

ohne die eine Parteiarbeit nicht

denkbar wäre!!!


Aufnahmeantrag

Hiermit beantrage ich die Aufnahme in die Junge Union Dithmarschen

Persönliche Angaben

Die Ausfüllung der nachfolgenden Felder ist

selbstverständlich freigestellt

WATTWURM 06

Weitere Angaben

Herr/ Frau

Vor- und Nachname ____________________________

Geburtsdatum ____________________________

Straße und Nr ____________________________

PLZ und Ort ____________________________

Telefon Festnetz ____________________________

Telefon Mobil ____________________________

E-Mail-Adresse ____________________________

Ich wünsche die Aufnahme in den E-Mail-Verteiler

Datum, Unterschrift ____________________________

Kontoverbindung (bitte unbedingt ausfüllen!!)

Statistische Angaben

Religion ____________________________

Beruf ____________________________

Ich erteile der Jungen Union Dithmarschen hiermit eine jederzeit

widerrufbare Ermächtigung zur Einziehung fälliger Mitgliedsbeiträge

im Lastschriftverfahrfen (Der Mitgliedsbeitrag

beträgt derzeit 10,00€/Jahr)

Datenschutzunterrichtung

Kontonummer ____________________________

Kreditinstitut ____________________________

BLZ ____________________________

Kontoinhaber ____________________________

Die in diesem Formular unter „Persönliche Angaben“ enthaltenen

Daten werden an die Zentrale Mitgliederkartei der

CDU Deutschlands übermittelt und dort gespeichert.

Datum, Unterschrift ____________________________

31


32

JUNGE UNION DITHMARSCHEN

Ein Jahr mit der JU

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