Die ersten Mutmacher-Kandidaten stehen fest! - BBB ...

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Ausgabe Nr. 4 www.mutmacher-der-nation.de

Die ersten Mutmacher-Kandidaten stehen fest!

Großes Medienecho auf Nominierungen für den Landessieg

Nordrhein-Westfalen: Der Biobäcker Andreas

Schomaker (2.v.l.) wurde in Rheurdt nominiert

„Überwältigend“, „unglaublich“, „wunderbar“

– das Medienecho auf die ersten

Nominierungen für die Landessieger bei

Mutmacher der Nation“ überraschte so

manchen Unternehmer: Presse, Funk und

Fernsehen wollten vor Ort erleben, welche

Geschichten der Mittelstand „von nebenan“

zu erzählen hat.

Die Präsenz unserer lokalen Initiative in

den Wirtschaftsredaktionen Deutschlands

freut uns natürlich – insbesondere für die

mittelständischen Unternehmen, die diese

Aufmerksamkeit nach vielen Jahre der Krise

Frauenpower

Mehr Mut gefordert:

Das Mutmacher

Magazin spricht

mit Regina Seidel,

Präsidentin des

Verbandes deutscherUnternehmerinnen,

über die Probleme

und Ängste vor und während der

Unternehmensnachfolge. Ihre Überzeugung:

„Es gibt nichts schöneres als

Unternehmerin zu sein!“ Seite 4 »

Optimismus in

schweren Zeiten

Mehr als 250 Unternehmerinnen und

Unternehmer haben sich bislang um den

Titel „Mutmacher der Nation 2007“

beworben – und 14 von ihnen dürfen

sich über ihre Nominierungen für den

Landessieg freuen. Die erste der bis

Oktober insgesamt drei Nominierungsphasen

fand jetzt statt.

Foto: MSZ/Jan Görner

Sachsen: Mit seiner SachsenMedia eG hat Andreas Hahn

(2.v.l.) überzeugt

verdient haben“, sagt Dirk Schulte, Leiter

Werbung und Kommunikation von der

DasÖrtliche Service und Marketing GmbH.

Dabei räumt er ein, dass es alles andere als

einfach gewesen sei, die ersten Nominierten

Brandenburg: Meike Böhme (2.v.l.) und Mitarbeiterin

Antje Gulich (r.) freuten sich sichtlich über ihre Nominierung

zu bestimmen. Doch allen, die bislang nicht

nominiert wurden, macht er Mut: „Wir

haben bereits jetzt ein hochkarätig besetztes

Bewerberfeld, das auch noch bei den

weiteren Nominierungsphasen berücksichtigt

wird.“

In insgesamt 14 Bundesländern (aus Bremen

und Thüringen gab es zur Nominierungsfrist

im April keine Bewerber) stehen nun die

ersten heißen Kandidaten für den Landessieg

fest. Im aktuellen Mutmacher Magazin

stellen wir einige von ihnen vor.

Seite 2 »

Jetzt als Mutmacher bewerben!

Sind Sie selbstständig oder Unternehmer mit maximal 500 Mitarbeitern? Haben Sie

Schwierigkeiten aus eigener Kraft bewältigt? Dann sind Sie fit für den Wettbewerb!

Teilnahme unter www.mutmacher-der-nation.de oder bei DasÖrtliche, Postfach

100836, 45008 Essen, Fax 0201/43948-14, Mail: info@mutmacher-der-nation.de. Wir

bringen Sie in die Öffentlichkeit – und Sie können Landes- oder gar Bundessieger

2007 werden. www.mutmacher-der-nation.de


Mut in

schweren

Zeiten

Barbara Faber

Geschäftsführerin

DasÖrtliche

Service- und

Marketinggesellschaft

mbH

Im mittlerweile vierten Jahr suchen wir

nun Unternehmerinnen und Unternehmer,

die Krisen und bürokratischen

Hürden getrotzt haben und ihren eigenen

Weg gegangen sind. Genannt wird der

Ärger mit Behörden und Geldinstituten,

mit unliebsamen Mitbewerbern und

Neidern. Geschichten, die aufrütteln, die

nicht selten Kopfschütteln verursachen.

Doch es sind nicht nur berufliche Schicksale,

die unsere Mutmacher meistern.

Häufig stoßen wir auf ergreifende,

erschütternde Geschichten, die ihren

Ursprung im privaten Umfeld der

Bewerber haben. In dieser Ausgabe des

Mutmacher Magazins stellen wir Ihnen

Unternehmerinnen und Unternehmer

vor, die den plötzlichen Tod des Vaters

oder des Ehepartners verkraften und

zugleich ein schwieriges Erbe antreten

mussten: das der Unternehmensnachfolge.

Trotz aller Schicksalsschläge haben

diese Mutmacher ihren Optimismus

und ihre Lebensfreude bewahrt – und

konnten so nicht nur ihr Unternehmen,

sondern auch Arbeitsplätze sichern.

Lassen Sie sich von diesen Lebens- und

Firmengeschichten beeindrucken.

Ihre

Barbara Faber

„Damit der Kampf

nicht umsonst war…“

Heidi Eggers aus Kiebitzreihe ist für

den Landessieg in Schleswig-

Holstein nominiert. Nachdem

ihr Mann viel zu früh verstarb,

versucht sie, sein

Erbe mit der Firma Diamond

Tools in seinem

Sinne fortzuführen.

Michael Kleiner und

Heidi Eggers: Ein Ehepaar,

das nicht nur privat,

sondern auch beruflich

den gleichen

Weg einschlug. Beide

studierten Maschinenbau

und waren in ihrer

Branche erfolgreich. Nach

mehreren Angestelltenverhältnissen

entschied sich

Kleiner 1998 jedoch, mit der

Firma Diamond Tools den Schritt in

die Selbstständigkeit zu wagen. Der

Kampf um Kredite, der fehlende Umsatz und

die Auswirkungen auf das Privatleben waren

gerade überwunden, als ein schwerer

Schicksalsschlag für den Einschnitt sorgte.

Der 8. April 2005 brachte nicht nur das auf

die Herstellung von Diamant- und CBN-

Werkzeuge spezialisierte Unternehmen ins

Wanken, sondern erschütterte eine ganze

Familie: Michael Kleiner verstarb im Alter

Musste schwere

Schicksalsschläge überwinden:

Heidi Eggers

von nur 47 Jahren. Heidi Eggers stand

fassungslos vor Herausforderungen,

die sie beinahe

verzweifeln ließen: Die

Kinder mussten versorgt,

die Firma mit den inzwischen

acht Mitarbeitern

gerettet werden.

Doch sie zeigte sich

kämpferisch: Eggers

kündigte ihren Job

als Mitarbeiterin einer

Umweltbehörde und

entschloss sich, die

Firma weiterzuführen.

„Seine Kämpfe sollten

nicht umsonst gewesen

sein“, sagte Heidi Eggers

damals. Und so arbeitete sie

sich in eine Branche ein, in der

sie bis dato keinerlei Erfahrungen

hatte. Die Schleswig-Holsteinerin

erkannte schnell, welche Faktoren Diamond

Tools in die Erfolgsspur geführt hatte: eine

ständige Produktoptimierung, kurze Reaktionszeiten

und die vorausblickende Werkzeugentwicklung.

Der offene Umgang mit

Kunden und Mitarbeitern und die trotz aller

Schicksalsschläge positive Lebenseinstellung

haben Heidi Eggers schnell zur respektierten

und anerkannten Unternehmerin gemacht.

Eine Mutmacherin.

Die ersten Nominierten der Kampagne 2007:

Baden-Württemberg: Frank Domnick • Termotek AG • Rastatt

Bayern: Lars Schellheimer • Garten- und Landschaftsbau Schellheimer • Wildpoldsried

Berlin: Ozan Taner, Niels Frandsen, Wolfgang Rüth • Moema Espresso Republic • Berlin

Brandenburg: Meike Böhme • Puschn • Potsdam

Hamburg: Marcus Schwarz • Druckstudio Barkow • Hamburg

Hessen: Andrea Ketnath • Calida Store Frankfurt • Frankfurt/M.

Mecklenburg-Vorpommern: Sebastian Tacke • Suite No. 3 • Stralsund

Niedersachsen: Uwe Ehrhorn • Vermessungsbüro Ehrhorn • Achim

Nordrhein-Westfalen: Andreas Schomaker • Biobäckerei Schomaker • Rheurdt

Rheinland-Pfalz: Tanja Stephan • F. Stephan GmbH • Gackenbach

Saarland: Christian Gerard, Frank Hecktor • Businessforms GmbH • Saarbrücken

Sachsen: Andreas Hahn • SachsenMedia eG • Marienberg

Sachsen-Anhalt: Heiko Naumann • Fahrzeugklinik Naumann • Köthen

Schleswig-Holstein: Heidi Eggers • Diamond Tools Präzisionswerkzeuge Michael Kleiner

e.K. • Kiebitzreihe

Seite 2


Vom Kuhstall zum Hightech-Unternehmen

Der plötzliche Tod des Vaters zwingt Tanja Stephan zur Übernahme des Familienbetriebs.

Die Umstrukturierung sichert den Erfolg – und schafft Arbeitsplätze

Seit 1978 stellt die F. Stephan GmbH

Beatmungsgeräte für Früh- und Neugeborene

sowie Narkosegeräte und Sauerstofferzeuger

her: Das Unternehmen im

kleinen Ort Gackenbach in Rheinland-

Pfalz war lange Zeit gut aufgestellt,

hatte sich international einen Namen

gemacht. Doch plötzlich musste die 30jährige

Tanja Stephan in die Fußstapfen

ihres erfolgreichen Vaters treten.

Doch schon drei Jahre nach Tanja Stephans

Firmenübernahme zeichnete sich ein immenser

Einbruch des heimischen Absatzmarktes

für die produzierten medizinischen Geräte ab.

„Da wussten wir, dass wir uns vermehrt auf

den Export konzentrieren sollten“, blickt die

heute 39-Jährige zurück. Sie investierte in

Forschung und Entwicklung und akquirierte

ein umfassendes Vertriebsnetz. Zudem war

schnell klar, dass die gemütliche Bauernhof-

Atmosphäre ein Umdenken erforderte: Es

folgten der Bau einer neuen, modernen

Produktionshalle, die Sanierung des alten

Tradition verpflichtet

Cornelia Moses hat den Betrieb ihres kranken Vaters übernommen,

um Arbeitsplätze zu sichern. Weiterbildung an Wochenenden

Behauptet sich auf einem schwierigen Markt:

Cornelia Moses baut auf ein erfahrenes Team

Eine ausgewiesene Sport-Expertin als

Kauffrau? Kein Problem, wenn sie den

Ehrgeiz von Cornelia Moses besitzt: Die

38-jährige Sächsin musste von heute auf

morgen das familieneigene Traditions-

Bauernhofs und die Kultivierung der Firma

Stephan als weltweit agierendes Unternehmen

mit ländlichem Bezug. Die Strategie ging

auf: Die Gackenbacher erschlossen weltweit

neue Märkte. Der einstige Personalstamm von

50 Mitarbeitern wurde auf aktuell 115 erhöht

– die zu gesunder Lebensweise motiviert

werden sollen: Der gesamte Betrieb wurde

zur Nichtraucherzone erklärt – unentwegte

unternehmen fortführen, nachdem

ihr Vater berufsunfähig geworden

war. Sie tat alles, um

„Möbel Moses“ vor dem Aus zu

bewahren.

Seit 1910 hatte sich die Familie Moses

einen Ruf in der Möbelbranche erarbeitet,

der sich selbst bis ins 20

Kilometer entfernte Dresden herumgesprochen

hatte. Nachdem die Firma

zunächst Möbel produzierte, konzentrierte

sie sich nach der Wende auf

den Einzelhandel: Das Möbelhaus

Moses etablierte sich in wechselhaften

Zeiten auf einem schwierigen Markt.

1997 hatte Cornelia Moses die Wahl: „Ich

konnte die Mitarbeiter entlassen oder

weiter beschäftigen“, erinnert sie sich. Sie

Erfolgreich im

Team: Tanja

Stephan (hier mit

den Mitarbeitern

Georg Mainusch,

l., und Wilfried

Hinze)

Raucher können in speziellen „Raucherpausen“

ihrem Laster frönen, werden jedoch

motiviert, rauchfrei zu leben: Die F. Stephan

GmbH schafft einen finanziellen Anreiz,

der nach einer erfolgreichen Raucher-

Entwöhnung einmalig ausgezahlt wird.

Tanja Stephan wurde für den Landessieg

in Rheinland-Pfalz nominiert.

www.stephan-gmbh.com

entschied sich, den Betrieb mit dem langjährigen

und erfahrenen Personal weiter zu

führen, ihren Job als Trainerin aufzugeben

und sich voll und ganz für „Möbel Moses“

einzusetzen. Dabei setzte sie auf Weiterbildung:

Werktags hielt Cornelia Moses im

Geschäft alle Fäden in der Hand, am

Wochenende absolvierte sie eine Ausbildung

zur Handelsfachwirtin. Und: Skeptiker, die

das kleine Geschäft im sächsischen

Dippoldiswalde für nicht konkurrenzfähig

halten, wurden schnell eines Besseren

belehrt.

www.moebel-moses.de

Seite 3


Es gibt nichts Schöneres, als Unternehmerin zu sein

Interview mit der Präsidentin des Verbands Deutscher Unternehmerinnen Regina Seidel

Macht Frauen Mut: Regina Seidel, Präsidentin des

Verbandes deutscher Unternehmerinnen

Nach dem plötzlichen Tod des Vaters

übernahm Regina Seidel 1972 die

Flemming und Pehrsson GmbH in Berlin

und brach dafür sogar ihr Maschinenbau-Studium

ab. Heute ist Seidel, 58,

Präsidentin des Verbands Deutscher

Unternehmerinnen (VdU). Das Mutmacher

Magazin sprach mit ihr über

Frauen, die plötzlich vor der Entscheidung

stehen, eine ganze Firma zu leiten.

Frau Seidel, 1972 standen Sie vor einer

schwierigen Entscheidung. Wie leicht ist

Ihnen die Firmenübernahme gefallen?

Relativ leicht. Ich habe einfach aus dem

Bauch heraus entschieden und nicht lange

überlegt. Vermutlich lag das auch daran,

dass ich nicht exakt wusste, was auf mich

zukommen würde.

Wäre die Entscheidung sonst anders

ausgefallen?

Ich hätte mir die Firmenübernahme zumindest

zweimal überlegt. Obwohl ich in den

Ferien in der Firma gearbeitet hatte und

auch mit meinem Maschinenbaustudium die

entsprechende Richtung einschlug, war der

Arbeitsalltag doch ein ganz anderer. Von vielen

Dingen hatte ich einfach keine Ahnung:

Man muss halb Anwältin, halb Steuerberaterin

sein. Das konnte ich damals nicht

voraussehen.

Als es dann soweit war: Wie wurden Sie

als neue Chefin aufgenommen?

Die Geschäftspartner hatten mit mir eigentlich

keine Probleme – anders einige

Mitarbeiter. Die kannten mich bislang nur als

Tochter des Chefs und dachten, dass sie nun

+++ News +++

E-Business weiter im Vormarsch

das Sagen hätten. Es war ein harter Kampf,

sich in diesem Klima durchzusetzen. Leider

musste ich sogar fünf Mitarbeiter entlassen.

Haben Sie damals auch ans Aufgeben

gedacht?

Für kurze Zeit schon. Aber mein Mann hat

mir viel Rückendeckung gegeben. Er hat mir

geholfen – indem er einfach da war und mir

zugehört hat.

Es gibt Studien, die davon ausgehen, dass

in den nächsten Jahren vermehrt Frauen –

insbesondere Töchter – Unternehmen übernehmen

werden.

Welche Tipps können sie diesen geben,

wenn sie noch zögern?

Ganz einfach: Keine falsche Bescheidenheit!

Wenn sich die junge Frau die Unternehmensübernahme

zutraut, sie die beruflichen

Kompetenzen und einen starken Charakter

hat, sollte sie zugreifen. Natürlich sollte

sie sich zuvor fragen, ob sie dem Druck

standhält. Aber wenn sie die Fähigkeiten

und die Möglichkeiten hat, sollte sie zugreifen.

Es gibt nichts schöneres, als

Unternehmerin zu sein!

9. IBM/impulse-Studie: Mittelständische Unternehmen erwarten massiven Innovationsdruck

Der Druck auf mittelständische Unternehmen

wächst – Innovationen sind gefragt. 24 Prozent

der Firmenchefs schätzen die in den nächsten

zwei Jahren für ihr Unternehmen anstehenden

Veränderungen als „tiefgreifend“ ein, weitere

43 Prozent erwarten Veränderungen „mittleren

Ausmaßes“. Bei gut jedem vierten Unternehmen

(27 Prozent) ist deshalb die Modernisierung

der Geschäftsprozesse elementarer

Teil der Unternehmensstrategie. Das zeigt

die Neuauflage der Studie „E-Business im

Mittelstand – IT und Innovationen für

Unternehmer“, die IBM Deutschland und

das Wirtschaftsmagazin 'impulse' zum

neunten Mal vorlegen.

So planen mit 54 Prozent ein Fünftel mehr

Mittelständler, den gesamten Einkauf künftig

elektronisch abzuwickeln. Knapp die

Hälfte der Firmen (48 Prozent) will sein

Customer Relationship Management (CRM)

künftig digital organisieren und 41 Prozent

arbeiten intensiv an innovativen mobilen

Anwendungen.

Wie das Marktforschungsinstitut TechConsult

im Auftrag von IBM und 'impulse' bei der

Befragung von über 1.000 Firmenchefs mit

bis zu 1.000 Mitarbeitern weiter ermittelte,

rechnen 51 Prozent der Unternehmen durch

Internet-basierte Geschäftsmodelle mit

höheren Umsätzen, im Vorjahr waren es

lediglich 46 Prozent. Zugleich sehen viele

Firmen im Einsatz von E-Business neue Einsparpotenziale.

So gaben die Mittelständler

an, auf diese Weise die Kosten in den

Bereichen Organisation (56 Prozent),

Vertrieb (47 Prozent), Beschaffung (41

Prozent) und Lager (25 Prozent) senken zu

können.

Die komplette Studie steht im Internet als PDF-Datei unter www.impulse.de/eb-studie oder unter www.ibm.com/de/mittelstand zum kostenlosen Download bereit.

Seite 4


Der Mann für die schönste Zeit des Jahres

Als ursprünglich Branchenfremder mischt Sebastian Tacke

seit drei Jahren den Reisemarkt auf

Mit der richtigen Idee zum Umsatzmilionär:

der Stralsunder Sebastian Tacke

Meine persönlichen Mutmacher sind ...

... BAYERNS BEST 50 „Das Jahr 2006

war für die Wirtschaft in Bayern und

Deutschland ein erfolgreiches Jahr.

Auch für dieses Jahr sind die Perspektiven

insgesamt viel versprechend.

Hieran hat unser leistungsfähiger

und dynamischer Mittelstand

großen Anteil. Alljährlich würdige ich

als Bayerischer Wirtschaftsminister

diese Leistungen durch die Vergabe

der Auszeichnung BAYERNS BEST 50.

Stellvertretend für den gesamten

Mittelstand zeichne ich dabei Unternehmen

aus, die in den zurückliegenden

fünf Jahren ein überdurchschnittliches

Mitarbeiter- und Umsatzwachstum

erreicht haben. Diese

Unternehmen zeigen eindrucksvoll,

dass am Standort Bayern durch Innovationen

und langfristige Unterneh-

Ohne Job und Perspektiven absolvierte

Sebastian Tacke vor fünf Jahren

eine Umschulung zum Veranstaltungskaufmann.

Das Praktikum in einem

Hotel war die Initialzündung für seine

Geschäftsidee: Tacke wollte Reisen

über eine Internetauktionsplattform

versteigern – aus der Idee entwickelte

sich ein florierendes Unternehmen,

das heute einen Jahresumsatz von

3,2 Millionen Euro macht.

Der Weg an die Spitze der Internetauktionshändler

war steinig: „Mir fehlten die nötigen

Kontakte, der ‚Stallgeruch' und die oft notwendigen

Netzwerke“, sagt der Stralsunder

rückblickend. Also analysierte er die bereits

bestehenden Auktionsangebote, konzentrierte

sich auf Stärken und Schwächen

seiner künftigen Mitbewerber. Einige endlose

Excel-Tabellen voller Statistiken später

kam der damals 34-Jährige zu einem

eindeutigen Ergebnis: Insbesondere im

Internet ist absolute Zufriedenheit unabdingbar

– sowohl bei den Hoteliers, als

auch bei den Verbrauchern. „Ich wollte besser

sein als die Konkurrenz und mich mit

mensstrategien Spitzenleistungen und

Wachstum möglich sind. Dies kommt allen

Bürgerinnen und Bürgern zu gute. In keinem

anderen Land nimmt derzeit die Zahl

der Arbeitsplätze so stark zu wie in Bayern.

Die mit dem Preis BAYERNS BEST 50 ausgezeichneten

Unternehmen ermutigen

zudem als Vorbilder alle Unternehmen in

unserem Land, sich dem Wandel offensiv

zu stellen. Als herausragende Repräsentanten

des Mittelstands sind sie daher

meine ganz persönlichen Mutmacher!“

Erwin Huber, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur,

Verkehr und Technologie des Freistaates Bayern, wurde

am 26. Juli 1946 im niederbayerischen Reisbach geboren.

Nachdem er am 27. Oktober 1994 zum

Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei

berufen worden war, trat er im November 1995 das

Amt des Bayerischen Staatsministers der Finanzen an,

das er bis 1998 bekleidete. Von 1998 bis 2003 war

gutem Service am Markt behaupten“, sagt

Tacke, dessen „Suite No. 3“-Angebot schnell

auf großes Interesse stieß. Er reinvestierte

Gewinne umgehend, stellte Personal ein,

das den Service-Gedanken konsequent weiterdachte.

Heute hat der Stralsunder 32

Mitarbeiter. Mehr als 25.000 positive Bewertungen

bei nur 29 negativen in den vergangenen

zwölf Monaten unterstreichen den

Erfolg seines Konzepts. Tacke wurde für den

Landessieg in Mecklenburg-Vorpommern

nominiert.

www.suite-no-3.de

Erwin Huber erneut Staatsminister und Leiter der

Bayerischen Staatskanzlei, ehe er am 14. Oktober

2003 zum Staatsminister für Bundesangelegenheiten

und die Verwaltungsreform berufen wurde.

Seit dem 29. November 2005 ist er Bayerischer

Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr

und Technologie. Im Herbst kandidiert Erwin Huber

für das Amt des Parteivorsitzenden der CSU.

Seite 5


Er bringt jeden ins Trockene

Mit Abdichtungssystemen sorgt Lars Bobach dafür, dass Feuchtigkeit und

Schimmel keine Chance mehr haben. Erfolg trotz großer Schwierigkeiten

Anfang 2004 gehört die Sanierung

von Feuchtigkeitsschäden nicht gerade

zu den Kernkompetenzen des Lars

Bobach – nur zwölf Monate später ist

er Franchise-Gründer des Jahres.

Als Lars Bobach erkennt, dass er in

seiner Firma nicht mehr vorankommt,

steht für ihn fest, dass die Zeit für die

Selbständigkeit gekommen ist. Also analysiert

er den Franchisemarkt und gelangt

über einen Tipp zu den Sanierungsspezialisten

von Isotec –womit sich für ihn

ein nicht unwesentliches Problem offenbart:

Der studierte Elektrotechniker weiß nämlich

nur wenig von Sanierungen und ist laut

eigener Aussage „handwerklich völlig unbegabt“.

Doch nach einigen Schulungen

startet er voll durch: Innerhalb von nur

zwölf Monaten übernimmt er die Marktführerschaft

in der Region, stellt fünf

Mitarbeiter ein, schraubt den Umsatz auf

360.000 Euro hoch und wird 2005 sogar

zum Franchise-Gründer des Jahres gewählt.

2006 sind schon zwölf Mitarbeiter für Isotec

Gemeinsam stark

Als alle dachten, es geht nicht mehr weiter, gehen drei

Männer vorneweg und leiten die Wende ein

Mit Teamwork zum Erfolg: Das Team der

Oetterer & Sittner OHG in Chemnitz

Mit einem motivierten Team gegen feuchte Wände: Lars Bobach und die Mitarbeiter von „Isotec Bobach“

Mirko Oetterer sowie Mirko und Mike

Sittner bleibt im Jahr 2004 keine

andere Wahl als „Gas zu geben“: Die

Firma, für die sie arbeiteten, steht kurz

vor der Auflösung. Die drei ergeben

sich nicht ihrem Schicksal, sondern

entschließen sich, etwas Neues aufzubauen

– wenn bloß das Problem der

Finanzierung nicht wäre.

Erst nach vielen Gesprächen mit Banken

und der Absicherung seitens der

Bürgschaftsbank kann die Metallbau

Oetterer & Sittner OHG 2004 in Chemnitz

aus der Taufe gehoben werden. Dank

„hochwertiger Qualitätsarbeit, Zuverlässigkeit,

Ehrlichkeit und Teamgeist“

präsentiert die Firma innerhalb kürzester

tätig und erwirtschaften einen Umsatz von

1,24 Millionen Euro. www.isotec.de

Zeit steigende Umsatzzahlen – so konsolidiert

sie sich schon im ersten Jahr auf dem

Markt. Insbesondere als Zulieferer für den

Maschinenbau schafft es das Unternehmen,

sich zu profilieren.

Getreu ihrem Motto „Teamwork ist das

Fundament unseres Erfolges“ teilen sich

die drei Unternehmer die Geschäftsfelder

Edelstahl-, Geländer- und Treppenarbeiten

(Mirko u. Mike Sittner) und Stahlbau, Überdachungen

und Hallen (Mirko Oetterer).

Der Erfolg lässt sich auch mit Fakten

belegen: Inzwischen zählt die Metallbau

Oetterer & Sittner OHG zehn Mitarbeiter,

der Umsatz für das Jahr 2006 wurde

mit 830.000 Euro ausgewiesen.

www.mos-metallbau.de

Seite 6


Mutmacher in der Presse

Mut macht ...

... der beste Arbeitgeber Europas

Die Financial Times suchte erneut die 100 besten Arbeitsplätze

Europas – und Ferrari, die italienische Edelschmiede für Automobile,

belegte den ersten Rang als bester Arbeitgeber des

Kontinents. Unter anderem hätten der „unglaubliche Stolz“

der Ferrari-Mitarbeiter sowie deren Verbundenheit zur

Traditionsmarke zum Sieg beigetragen, hieß es in der

Begründung des „Great Place To Work Institutes Europe“.

Außerdem trage eine ausgezeichnete Personalpolitik dazu bei,

dass der Teamgeist gefördert wird. Unter den Top Ten der

besten europäischen Arbeitgeber befinden sich mit Cisco

Systems, ConSol Software und Microsoft Deutschland auch

drei deutsche Unternehmen. (Quelle: Financial Times, London)

Seite 7


Verlegerin mit Durchsetzungsvermögen

Nach der Scheidung von ihrem Ehemann verlässt Karin Schweitzer die gemeinsame

Firma und baut einen Buch- und Hörspiel-Verlag auf

Fast jeder hatte an ihrer Vernunft

gezweifelt. Freunde, Familie, Bekannte:

Sie alle waren davon überzeugt, dass

Karin Schweitzer, die 21 Jahre lang als

Industriekauffrau in der eigenen Firma

tätig war, mit ihrer kreativen Geschäftsidee

chancenlos sein würde. Doch die

Erkratherin hat den Skeptikern das

Gegenteil bewiesen.

„Alle haben gesagt: Karin, du bist verrückt!“,

erinnert sich die heute 54-Jährige

an die Anfänge ihres Schweitzerhaus

Verlags. Nach der Trennung von ihrem

Ehemann hatte sie die Wahl: Weiterhin in

der gemeinsam aufgebauten Elektronikfirma

arbeiten – und die tägliche Auseinandersetzung

mit ihrem Ex-Mann in Kauf nehmen –

oder etwas Eigenes gründen. Schweitzer

entschied sich für letzteres: Sie machte sich

als Malerin und Schriftstellerin selbstständig,

Kurz vor Redaktionsschluss fand in Hagen/-

Westfalen eine bemerkenswerte Aktion

statt – natürlich auf Initiative eines Mutmacher-

Bewerbers: Das Stadtmagazin „Coutoo“ ließ

in Kooperation mit zahlreichen Hagener

Unternehmen und Privatleuten das längste

Stadtbild der Welt entstehen, um es anschließend

stückweise zu verkaufen.

Natürlich für einen guten Zweck: Der

Letzte Meldung

hob das Projekt „Nichtraucherkids“ aus

der Taufe, aus dem ein Buch, ein

Hörbuch, ein Theaterstück und eine

Ausstellung hervor gingen. Nebenbei

übernahm sie für andere Firmen die

Buchhaltung.

Die Banken erwiesen sich in dieser

Zeit als wenig hilfreich: Ohne Referenzen

und vorzeigbare Erfolge wollten

sie keine finanziellen Mittel zur

Verfügung stellen. Doch der Erfolg der

„Nichtraucherkids“ trug Früchte: Karin

Schweitzers Publikationen stießen auf große

Resonanz, der Schritt zur Verlagsgründung

im Januar 2006 war die logische Folge. Ihren

Weg zum eigenen Verlag hat sie stets ohne

Verzweiflung oder Mutlosigkeit verfolgt.

„Probleme sind nur Probleme, wenn man sie

als solche betrachtet“, lautet eines ihrer

Lebensmottos.

Mutmacher aus Hagen für Kinder in Armut

Verkaufserlös geht an den Kinderschutzbund,

der Hagener Kindern in Armut

helfen möchte.

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe des

Mutmacher Magazins, ob der Rekordversuch

erfolgreich war und welche besonderen

Überraschungen „Coutoo“ für die Kids

vorbereitet hatte.

Barbara Weinrich (v. r.) und Uwe

Taschow (hockend, Mitte) vom

Hagener Stadtmagazin „Coutoo“

im Interview zum Rekordversuch

Mit ihren Veröffentlichungen hat sie selbst

Skeptiker überzeugt: die Erkratherin Karin Schweitzer

www.schweitzerhaus.de

Feedback

Glücklich und stolz

„Mit großer Freude habe ich Ihren Bericht

über mich im Internet gelesen. Sehr glücklich

und ganz, ganz stolz gehe ich nun ins

Wochenende. Es ist sagenhaft, wie motivierend

so eine Anerkennung ist!“

Gudrun Wlochinsky, Senioren- und Pflegepension

Timmaspe, „Haus am Sandkamp“

Impressum

Foto: Dirk Thomé

Herausgeber:

DasÖrtliche

Service- und Marketinggesellschaft mbH,

Bamlerstraße 1a, 45141 Essen

ViSdP:

Dirk Schulte,

Leiter Werbung & Kommunikation,

DasÖrtliche Service- und

Marketinggesellschaft mbH

Layout und Redaktion:

BlueChip – Agentur für

Public Relations & Strategie GmbH,

Bullmannaue 11, 45327 Essen

Kontakt:

D. Schulte, Tel.: 0201 - 439 48 - 0

S. Ucar, Tel.: 0201 - 830 12 - 503

info@mutmacher-der-nation.de

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