PITT-EASY - Van der Tuin Implant

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PITT-EASY - Van der Tuin Implant

ATENTIERTERFOLG PITT-EASY ®

FBR

PATENTIERT

V-TPS

EARLY LOADING

FBR

EARLY LOADING

PROTHETISCHE VIELFALT

Insertionstechnik

ERFOLG

PATENTIERT


PITT-EASY ®

PITT-EASY ®

Die Anwendungsmöglichkeiten – unterschiedlich wie die Menschen

Pitt-Easy-Implantate entsprechen

den normalen Indikationen

für rotationssymmetrische

und zylindrische Implantate.

Sie sind grundsätzlich zweiphasig,

können jedoch auch

mit Gingivaformern zur einphasigenEinheilungsmethode

verwendet werden, so

dass sich die operative Wiedereröffnung

erübrigt.

Pitt-Easy-Implantate können

ebenfalls in stärker atrophier-

l Formenvielfalt

ten Kieferabschnitten eingesetzt

werden, sofern eine

Mindestkammhöhe von 10 mm

vorhanden und volle Knochenumfassung

von mindestens

1 mm flankierendem

Knochen zirkulär garantiert

ist.

Auch in frische Extraktionswunden

können Pitt-Easy-Implantate

eingesetzt werden,

sofern der Alveolen-Eingangsdurchmesser

voll ausgefüllt

ist und ggf. noch expandiert

werden kann.

Dies bedeutet, dass Pitt-Easy-

Implantate vorwiegend bei

entsprechendem Kieferkammprofil

sowohl im gesamten

Unterkiefer als auch im Oberkiefer

inseriert werden können,

vor allem im anterioren

Bereich sowie mesial der

Kieferhöhle, in einigen Fällen

auch unterhalb des Sinus.

Die FBR-Oberfläche ist be-

Ø 3,25 ● ● ● ● ●

Ø 3,75 ● ● ● ● ●

Ø 4,00 ● ● ● ● ●

Ø 4,90 ● ● ● ●

Ø 6,50

Die Indikation

Länge in mm 8 10 1 14 16

V-TPS FBR PURETEX

Implantate in allen drei

Oberflächen erhältlich

Implantate nur mit

V-TPS- oder zusätzlicher

FBR-Oberfläche

l Wichtig

Pitt-Easy-Implantate mit dem Durchmesser 3,25 mm

sind für eine Einzelzahnversorgung im Molaren-

bereich grundsätzlich nicht geeignet (Ausnahme:

Verblockung mit mehreren weiteren Implantaten).

sonders wirksam bei Knochenqualität

D3 und D4, d.h.

in stark spongiöser oder mit

Markräumen angereicherter

Knochensubstanz. Natürlich

können FBR-Implantate bei

entsprechender Knochenpräparation

auch im D1- und D2-

Knochen mit der gleichen

Sicherheit inseriert werden.

Unsere Produkte sind zertifiziert nach Anhang II der Richtlinie 93/42/EWG und DIN EN ISO 13485:2003.

Das Implantat darf nur von Ärzten angewendet werden, die nachweislich Systemkenntnisse erworben haben. Die Instruktionen (in

dieser Broschüre und in der Gebrauchsanleitung) sind strikt zu befolgen. Die Teilnahme an zusätzlichen Fortbildungen über dieses

Implantat-System ist imperativ. Wir behalten uns das Recht vor, die Produkte im Sinne der Innovation zu ändern oder zu verbessern.


Die Entscheidungshelfer – eine erstklassige Vorbereitung

Wie bei allen Implantaten ist vor der Insertion eine klinische

Untersuchung einschließlich Bestimmung der Kieferkammbreite,

d.h. qualitative und quantitative Diagnose, erforderlich. Bitte

beachten Sie auch, wie bei allen chirurgischen Maßnahmen,

die allgemeinen und speziellen Kontraindikationen in der

Gebrauchsanleitung. Die Bestimmung der Kieferkammbreite

kann bereits während der Voruntersuchung mit Hilfe des Osteometers

unter Oberflächen- oder Infiltrationsanästhesie erfolgen.

Desweiteren muss eine Panorama- oder auch in selektierten

Fällen eine CT-Röntgenaufnahme angefertigt werden.

Der Röntgen-Indikator, der dem Vergrößerungsfaktor des

Das Farbleitsystem – Handhabung leichtgemacht

Die Pfosten, Abdruckpfosten

und Modellimplantate des

Pitt-Easy-Systems sind in den

Durchmessern 3,75 mm und

4,90 mm farbig gekennzeichnet.

Deckschrauben und Gingivaformer

sind durchgängig

farbmarkiert.

Das Instrumentarium – mit Sicherheit effizient implantieren

Die kleinere Variante des OP-

Trays bietet dem Anwender

eine effiziente Alternative

zum großen OP-Tray mit dem

kompletten Simultanbohrer-

Satz. Es enthält alle Komponenten,

die für eine Insertion

von Pitt-Easy-Implantaten

mit den Durchmessern

Dieses Farbleitsystem gibt

in der Anwendung des Pitt-

Easy-Systems zusätzliche

Sicherheit – für das gesamte

Labor- und Praxisteam.

3,25/3,75/4,00 und 4,90 mm benötigt

werden. Das neue Design

der Universalbohrer bzw.

der Tiefenmesssonde sorgt

durch Lasermarkierungen bei

der Implantat-Insertion für die

gewohnte Sicherheit!

Für die Insertion der 6,50 mm-

Implantate kann der entspre-

chende Bohrersatz mitbestellt

und in den freien Einsätzen

untergebracht werden.

Die Vorbereitung

l Tipp

BICORTICAL ®

PITT-EASY®

Röntgengerätes entspricht, wird auf die Panorama-Röntgenaufnahme

aufgelegt, um die optimalen Längen und Durchmesser

der in der entsprechenden Region verwendbaren Implantate

so weit wie möglich vor dem Eingriff zu bestimmen. Die

endgültige Auswahl wird erst nach Freilegung des Knochenprofils

bestimmt, da die tatsächliche Breite des Kieferkamms

und eventuelle Kavitäten oder Resorptionszonen erst dann exakt

erkennbar sind. Deshalb sollte ein ausreichender Vorrat an

Implantaten unterschiedlicher Durchmesser und Längen vorhanden

sein, um jeder anatomischen Situation optimal gerecht

zu werden.

Die Prothetik – Einfache Vielfalt

Eine Übersicht unseres Prothetik-

Sortiments finden Sie in dieser

Broschüre auf den Seiten 10 – 11 und

im Produktkatalog


4

PITT-EASY ®

Insertionstechnik Insertionstechink und Instrumentarium

Insertionstechnik und Instrumentarium

Freilegung des Kieferknochens

Der Schnitt wird auf der Höhe des Kieferkamms innerhalb der Grenzen der fixierten keratinisierten

Gingiva geführt, Schleimhaut und Periost werden vorsichtig gelöst und das Knochenkammprofil

freigelegt.

Präparation des Alveolarkamms

Eventuelle Gewebereste an der Oberfläche werden entfernt. Trifft man auf

einen schmalen oder gar messerscharfen Kieferkamm, kann man scharfe

Kieferkammanteile mit Hilfe des Crestotoms bei langsamer Umdrehung und

reichlich steriler Kühlflüssigkeit abtragen und modellieren.

l Tipp

Präoperative Planung als Garant für ästhetischen Zahnersatz:

Zur Anfertigung von Bohrschablonen, die Sicherheit beim

Inserieren bieten und das parallele Arbeiten erleichtern, gibt

es das entsprechende Bohrhülsen-Set (Art.-Nr.: 90317).

Initiale Perforation der Eingangskortikalis

Insertionsmarkierungen sollten einen mesial-distalen Abstand von mindestens

8 mm zueinander haben.

Wenn die Bedeckung des Kieferkamms aus einer kompakten kortikalen Knochenbedeckung

besteht, ist es ratsam, mit dem kurzen kleinkalibrigen, scharfkantigen

IP-Drill (Initial Perforation) in einem Untersetzungs-Winkelstück (1:16

bis 1:20 grüner Ring) mittig auf dem Kieferkamm in optimaler Präparationsrichtung

mit 800 – 1.200 U/min. unter reichlichem Zufluss von steriler Kühlflüssigkeit

(Kochsalzlösung) zu beginnen.

l Wichtig

Bitte achten Sie darauf, dass die Implantatbettpräparation

nur mit scharfen Bohrern durchgeführt wird. Wir empfehlen

Bohrer nicht häufiger als 15 Mal zu verwenden.


16 mm

14 mm

12 mm

10 mm

8 mm

Pilotbohrung (nur bei bicorticaler Abstützung)

Insertionstechnik und Instrumentarium BICORTICAL ®

PITT-EASY®

Insertionstechink und Instrumentarium

Bei geplanter bicorticaler Abstützung sollte der Pilotbohrer

bei langsamer Rotation (mit 800 bis 1.200 U/min) mit paralleler

Erweiterungsrotation freigängig im Bohrkanal auf und ab und

Millimeter für Millimeter ohne Friktion vorgeschoben werden.

Bei der Tiefenpräparation kann im Unterkiefer neben der basalen

auch die linguale Knochenkompakta zur bicorticalen

Abstützung des Implantats einbezogen werden.

Wenn der Pilotbohrer im Bohrkanal frei auf- und abgeführt

wird, fühlt man den Widerstand bei Erreichung der Gegenkompakta

deutlich. Im Oberkiefer kann die Kompakta des Nasenbodens

bzw. in manchen Fällen auch des Kieferhöhlenbodens

als Abstützung dienen.

Auch die Methode der Passivelevation des Sinus kann mit Pitt-

Easy-Implantaten auf diese Weise leicht ausgeführt werden.

Bohrung mit dem Twist Drill

Zur initialen Tiefenbohrung oder zur Erweiterung

des Pilotbohrkanals auf einen Durchmesser

von 2 mm wird nun der Twist Drill mit

max. 1.800 bis 2.400 U/min. unter reichlichem

Kühlmittelzufluss in der vorgebohrten Führung

der Pilotbohrung in die Tiefe geführt.

Wurde vom Zahntechniker eine Bohrschablone

mit Pitt-Easy Bohrhülsen angefertigt,

entfallen die Bohrungen mit dem IP Drill und

dem Pilotbohrer. Die Tiefenbohrung ist dann

mit dem Twist Drill Spezial durchzuführen.

Implantatlängenbestimmung

l Tipp

Die Implantatlänge kann zuerst durch Auflage des Röntgen-

Indikators auf die Panorama-Röntgenaufnahme vorbestimmt

werden. Nach der Erweiterungs-Osteotomie kann die Länge

exakt an der Graduierung des Twist Drills sowie durch Einführung

der auf das Implantatsystem abgestimmten graduierten

Tiefenmesssonde (2,0 mm Durchmesser) abgelesen werden

(die Längengraduierung beginnt bei 8 mm und setzt sich in

2 mm-Abständen bis 16 mm fort).

Von Zeit zu Zeit sollte der Bohrer aus

dem Knochenkanal entfernt und von

Spänen gereinigt werden, bevor er

wieder rotierend eingesetzt wird. Das

hierbei anfallende wertvolle Knochenmaterial

kann mit dem speziellen Bone-

Collector (Art.-Nr. 1465) gesammelt

und zur unmittelbaren Defektaugmentation

(z.B. mit Bioresorb) nach Implantatinsertion

verwendet werden.


6

PITT-EASY ®

l Wichtig

Wegen des größeren Durchmesser-Unterschiedes

stehen

zwischen den Ø 4,00 mm und

4,90 mm ein Interspace-Drill

und zwischen den Ø 4,90 mm

und 6,50 mm zwei Interspace-

Drills (5,10 mm und 5,60 mm)

zur Verfügung, um auch hier

eine schonende Aufbereitung

zu ermöglichen.

Insertionstechnik Insertionstechink und Instrumentarium

Der Parallelindikator

Um einen spannungsfreien Sitz der implantatgetragenen Mesio-

oder Suprastruktur zu erhalten, sollten alle Implantate möglichst

parallel zueinander eingebracht werden.

Zur Kontrolle werden die Parallelindikatoren zuerst mit dem

dünnen Schaftende in die bereits fertiggestellte(n) 2 mm

Twist Drill-Bohrung(en) eingesteckt, mit dem anderen Schaftende

ragen sie heraus und dienen nun bei der Anlage weiterer

Bohrkanäle der Parallelitätsorientierung.

Erweiterung des Bohrkanals

Mit dem 2-Kaliber-Führungsdrill werden die bereits vorhandenen

Bohrkanäle von 2 mm Ø mit niedriger Tourenzahl (800 bis

1.200 U/min) bei reichlicher Kühlmittelzufuhr nacheinander auf

3 mm Ø erweitert.

In diese bereits erweiterten Bohrkanäle werden die Parallelindikatoren

mit der 3 mm Ø-Seite zur Kontrolle eingesetzt.

Schrittweise Aufbereitung mit den Final-Präzisions-Drills

Nach der Erweiterung des Bohrkanals mit dem 2-Kaliber-Führungsdrill wird

nun mit der stufenweisen Erweiterung mit dem jeweils im Durchmesser nächst

größeren Final-Präzisions-Drill bzw. Simultanbohrer fortgefahren. Der Farbring

gibt hierbei den Durchmesser an (Farbleitsystem). Vorteile besonders im UK bei

fester Kortikalknochenbedeckung: Erhebliche Trauma-Reduktion, bessere Kühlmöglichkeit

und exakte Bohrerführung beim nächst größeren Durchmesser.

Die Final-Präzisions-Drills sind mit Markierungen (von 8 – 16 mm) versehen, die den

unterschiedlichen Implantatlängen entsprechen und werden verwendet um eine

Bohrung passender Tiefe für das einzubringende Implantat zu erzeugen. Durch das

Einführen des im Durchmesser zum Implantat passenden letzten Bohrers wird das

Implantatbett auf den endgültigen Implantatdurchmesser gebracht. Simultanbohrer

mit festem Stopp dienen zur leichten exakten Präparation des Implantatbetts. Der

Tiefenstopp ist 1 mm oberhalb der Graduierung für die Implantatlänge angebracht,

um eine Tiefenpräparation auch bei unebenen Kieferkämmen zu ermöglichen.

Zur Erreichung des Enddurchmessers sollen die Final-Präzisions-Drills bzw. die

Simultanbohrer mit hoher Durchzugskraft und geringer Tourenzahl (800 bis 1.200

U/min) unter intensiver, aber druckfreier Kühlung angewendet werden. Der Bohrer

muss nach Abschluss in der vollen Präparationstiefe im Bohrkanal gleitend

auf- und abgeführt werden können, je nach Substanzdichte, im stark kortikalen

Unterkiefer-Knochenlager im Wiederholungsvorgang. Bei hochspongiöser

Knochensubstanz, ggf. im Oberkiefer, ist oft eine einmalige Tiefenbohrung ausreichend.

In Ausnahmefällen kann auch ein Implantat mit dem nächst größeren

Durchmesser indiziert sein.


Cortical-Bohrer

Insertionstechnik und Instrumentarium BICORTICAL ®

PITT-EASY®

Insertionstechink und Instrumentarium

Zum leichten Einsetzen des Pitt-Easy-Implantats soll bei starker

kompakter Kortikalknochenbedeckung im Unterkiefer zusätzlich

zum Final-Präzisions-Drill bzw. Simultanbohrer der

kurze erweiternde Cortical-Bohrer ein- oder zweimal bei 800 –

1.200 U/min versenkt werden. Dies gilt besonders bei den

doppelbeschichteten FBR-Implantaten.

Implantat-Insertion

Das Pitt-Easy-Implantat ist im Deckel der Phiole auf ein Insertionshex gesteckt.

Nach Abnehmen des Deckels von der Phiole wird das daran montierte sterile

Implantat möglichst zeitnah in das Implantatbett eingebracht, wobei man mit

dem Deckel zwei bis drei Umdrehungen im Uhrzeigersinn unter apikalem Druck

ausführt, bis das Gewinde zu fassen, zu schneiden und zu expandieren beginnt

und das Implantat im Knochen Friktionshalt gefunden hat. Um eine direkte

Zellanlagerung zu ermöglichen, sollte das Implantat nur mit Patientenblut in

Kontakt kommen.

Bei der Insertion eines Implantates mit FBR-Oberfläche ist darauf zu achten,

dass weder Kochsalzlösung noch Speichel mit der FBR-Oberfläche in Berührung

kommen. Es muss abgewartet werden, bis frisches Blut aus der Präparation

eine vollkommene Benetzung der hochporösen FBR-Oberfläche erreicht.

Hierdurch wird spontan die bioaktive Integrationsphase eingeleitet.

Jetzt kann die Verschlusskappe mit dem Insertionshex leicht durch Abziehen

vom Implantatkörper entfernt werden. Nun wird mit dem Fingerrad-Schlüssel

(unterschiedliche Hexgrößen beachten) weitergearbeitet. Die auf dem Fingerrad-Schlüssel

befindliche Markierung zeigt jeweils eine volle 360°-Umdrehung

an, das entspricht 1,1 mm Tiefeninsertion. Das langsame Eindrehen des in der

Knochenpräparation stehenden Implantats erfolgt unter leichtem, nach apikal

gerichtetem Druck, ca. 180°/sec., zur Förderung der Selbstschneidefähigkeit

und Erhalt der Durchblutung.

Wichtig

Um die Selbstschneidefähigkeit unter Expansion zu erreichen, muss je nach

Friktionswiderstand das Implantat manuell mit dem Fingerrad-Schlüssel

langsam vor- und zurückgedreht werden. Mit zunehmender Friktion kann das

Implantat nun, in den letzten zwei Windungen unter etwas stärker werdendem

Expansionsdruck, bis zur deutlich fühlbaren Endposition verankert werden,

jedoch dann nicht weiter forcieren, da sonst das vorgeschnittene Gewinde

oder die Knochenanlagerung zerstört werden kann. Ein Ratchet kann die erforderlichen

Vor- und Rückdrehungen nicht ausführen und sollte daher nicht für

die gesamte Insertion des selbstschneidenden Pitt-Easy-Implantats verwendet

werden.


8

PITT-EASY ®

Insertionstechnik Insertionstechink und Instrumentarium

Nahtverschluss

Vor dem Nahtverschluss können bereits die geraden oder

abgewinkelten Kunststoff-Probe-Pfosten (Pfosten-Probe-Set,

Art.-Nr.: 90345) zur Orientierung eingesteckt werden. Geringe

Implantat-Drehungen vor oder zurück erleichtern die Parallelstellung

der Winkelpfosten für den Techniker. Die hexagonale

Implantatöffnung muss mit der Implantat-Deckschraube entsprechenden

Durchmessers, die der Implantatverpackung

beiliegt, oder bei einphasiger Technik mit einem Gingivaformer

bzw. AGT-Pfosten zur Papillenausformung und ästhetischen

Temporärversorgung fest verschlossen werden. Defekte im

Kiefer oder Extraktionswunden werden gleichzeitig augmentiert.

Für einen sicheren primären Wundverschluss werden je

nach Atrophie und Position der angreifenden Muskelansätze

zusätzliche Matratzen- und Einzelnähte gelegt. Nach Insertion

aller Pitt-Easy-Implantate sollte eine Röntgenaufnahme vor

Einsetzen der Temporärversorgung angefertigt werden.

Einheilungszeit

Nach bisherigen Untersuchungs-Erkenntnissen sollen zylindrische Implantate

im Unterkiefer 3 Monate und im Oberkiefer ca. 5 – 6 Monate ohne Belastung

einheilen. Durch die knochensubstanzsimultane Resorptionseigenschaft der

FBR-Oberfläche kann die bisherige Einheilzeit von 3 – 6 Monaten bis zur Osseointegration

je nach Knochendichte auf 6 – 8 Wochen post-op verkürzt werden.

Bitte beachten Sie, dass bei älteren Patienten gegebenfalls eine längere Heilungsphase

und bei unter 18-jährigen das Risiko durch Kieferwachstum zu berücksichtigen

ist. Um den Einheilungsprozess zu überprüfen, sollte ein Periotest

durchgeführt werden.

Es ist empfehlenswert, je nach Gingivabedeckung, Gingivaformer einzusetzen.

Bei frühzeitiger Belastung 6 Wochen post-op müssen nebeneinander stehende

Implantate durch eine Stegverbindung bis zur Eingliederung der endgültigen Prothese

geschient werden. Die Implantate dürfen noch nicht der direkten funktionellen

Belastung mit einer definitiven Versorgung ausgesetzt sein. Gingivaformer

dürfen keinen Kontakt zum Antagonistenkiefer haben.

Dieses gilt insbesondere für distale Freiendversorgung mit gingivaler Auflage.

Nach weiterem Heilungsverlauf können zur Retention der Oberkonstruktion

Clipverbindungen auf Rundstegen eingesetzt werden.

Es muss jedoch die Resilienzfähigkeit der Prothese garantiert sein und jeder

Prothesendruck oder Zug- bzw. Labialbelastung, auch durch Basismaterial,

muss ausgeschlossen sein.

Druck und Einpressen von Speiseresten etc. könnten entzündliche Reaktionen

mit nachfolgendem zervikalen Substanzverlust verursachen oder Implantatverlust

insgesamt nach sich ziehen. Empfohlen wird eine Kontrolle und je nach

Heilungsverlauf eine Erneuerung der weichbleibenden Unterfütterung in Abständen

von 10 – 20 Tagen mit fortschreitender Glättung der Prothesen-Auflagefläche

und Entfernung von scharfen Rändern.


Freilegung

Abdrucknahme und Ausheilung

Insertionstechnik und Instrumentarium BICORTICAL ®

PITT-EASY®

Insertionstechink und Instrumentarium

Nach der Einheilungszeit kann die Freilegung der Implantate entweder bei

breiter keratinisierter Zone mit der Tubulären Stanze im untersetzten Winkelstück

oder mit der Zentrierstanze manuell erfolgen. Bei geringer Kammbedeckung

oder bei mehreren Implantaten in einem Kiefer nebeneinander werden

ein oder mehrere kleine Kieferkammschnitte gelegt. (Laser kann in beiden

Fällen angewendet werden. Hochfrequenz-Chirurgie sollte im Bereich der

Implantatpfosten ohne Abdeckung der Titanteile wegen der Gefahr des Stromkontaktes

oder Kontamination des Implantatmetalls vermieden werden.) Nach

der Freilegung wird vor Abdrucknahme durch Insertion von Gingivaformern

oder individualisierten A.G.T.-Pfosten ein neuer Gingivaverlauf ausgeformt.

Nach der endgültigen prothetischen Versorgung bzw. vor der

Zementierung sollte eine weitere Röntgenaufnahme zur Dokumentation

und Kontrolle des marginalen Pfosten-Kronen-Randschlusses

angefertigt werden. Auch sollten alle Titanpfosten

und Zentralschrauben, wegen der Duktilität des Titans, vor

der endgültigen Zementierung nochmals kräftig (mit 25 Ncm)

nachgezogen werden.

Der Zeitpunkt der Eingliederung der endgültigen Versorgung ist abhängig von

der Qualität der Knochensubstanz, der Ausheilung der umgebenden Gingiva

und der evtl. zugleich mit der Implantatinsertion augmentierten Defekte oder

Resorptionszonen. Es ist darauf zu achten, dass die Okklusion mit dem Antagonistenkiefer

gleichmäßig erfolgt, gut equilibriert ist und keine Implantat-belastenden

Frühkontakte zeigt. Freiendteile oder Extensions-Brückenglieder sollen

möglichst vermieden werden, wenn distale Implantat-Abstützung möglich ist.

Bei früh belasteten Einzelzahnimplantaten muss die Primärversorgung mit

Temporärkronen erfolgen, die nicht in direkter Okklusion stehen und in der

Dimension bzw. anatomischen Form reduziert sind. Ggf. können bei spongiöser

Knochensubstanz und Sofortimplantation mit Augmentation belastungsfreie

Klebeverbindungen zu Nachbarzähnen indiziert sein.

l Ratchet

Zum Befestigen und Lösen aller Pitt-Easy-

Prothetikkomponenten.

Das definierte, stufenlos einstellbare Drehmoment

bietet kontrollierte Sicherheit auf ganzer Linie

– die hochwertige Verarbeitung (rostfreier Stahl)

und die einfache Handhabung lassen Sie Ihre

Aufbauten exakt mit der gewünschten Anzugskraft

aufbringen.

Als Option kann für die definitive Verschraubung

die Konterschraube durch die „Justierschraube

25 Ncm“ ausgetauscht werden.

• Einstellbereich: stufenlos von 10–30 Ncm

• Ablesemarken bei 10, 15, 20, 25,

30 Ncm und ∞

Bei den nicht rotationsgesicherten geraden Standardpfosten erfolgt die Abdrucknahme

direkt. Für rotationsgesicherte Pfosten stehen Abdruckpfosten

sowohl für den offenen als auch für den geschlossenen Abdruck zur Verfügung.

Hierbei wird die Hex-Stellung der oralen Situation exakt auf das Modell

übertragen. Dies ist besonders für die 15° und 25° abgewinkelten Pfosten

von Bedeutung. Dadurch kann die Parallelstellung aller Prothetikpfosten zur

spannungsfreien Aufnahme der implantatgetragenen Suprastruktur erreicht

werden. Nach der Abdrucknahme werden die Abdruckpfosten für den geschlossenen

Abdruck aus dem Munde entfernt und die Gingivaformer bzw. die

A.G.T.-Pfosten eingesetzt, bis die endgültige Brücke eingegliedert wird. Die

Abdruckpfosten werden auf Modellimplantate des entsprechenden Durchmessers

aufgeschraubt und zur exakten Übertragung auch der Hex-Position für

das Labor in den Abdruck reponiert. Bei offener Abdrucknahme werden die

Zentralschrauben vor Entfernung des Abdruckes herausgeschraubt. Vor der

Modellherstellung werden die Modellimplantate durch die Zentralschrauben

wieder mit den noch im Abdruck befindlichen Abdruckpfosten verbunden.


10

PITT-EASY ®

Pfostenauswahl

Pfostenauswahl

Für die prothetische Versorgung der Pitt-Easy-Implantate steht für die unterschiedlichen Indi-

kationsbereiche eine große Vielfalt von Definitiv-Pfosten zur Verfügung:

A.G.T. ® -Pfosten

ästhetische Temporärversorgung

und gleichermaßen

anatomischer Gingivaformer

Kugelkopf-Pfosten

als wirtschaftliche Lösung

ohne Stegverbindung

Standardpfosten

rotationsgesichert, gerade

oder abgewinkelt, 15° und

25°, besonders für den zementierbarenEinzelzahnersatz,

aber auch für partielle

und Totalkiefer-Versorgungen,

zum Ausgleich zwischen

optimaler Insertionsrichtung

und bevorzugter

Pfostenstellung

Paracentric Line

mit Distanzstück in drei

Höhen speziell geeignet für

Stegkonstruktionen, kompensiert

bis zu 40° Divergenz

C.A.S. (Castable Abutment

System) Esthetic

vergießbar mit Rotationssicherung

durch hexagonale

Verbindung

C.A.S. Novobase ®

Pfosten zum Angießen aller

EM-Legierungen, mit CNC-

gefrästem Anschlussbereich

zur passgenauen und individuellen

Anfertigung von ästhetischenImplantatkonstruktionen

Neu!

Locator System

Der Locator Pfosten ist ein

Verbindungselement mit

selbstausrichtender Funktion.

Diese Funktion hilft den

Patienten beim Einsetzen

ihrer Prothese und verhindert

zusätzliche Abnutzung durch

falsches Einsetzen. Durch

die minimale vertikale Höhe

des Locator Pfostens ist er

ideal bei begrenztem interokklusalem

Platzangebot. Mit

diesem Pfosten können auch

Implantatdivergenzen von bis

zu 40° ausgeglichen werden.


V.D.L. Anatomic Line

gerade oder abgewinkelt

(15° und 25°), mit zervikaler

Umlaufstufe, die einen exakten

Kronenabschluss ermöglicht.

Besonders für den

zementierbaren Einzelzahnersatz,

aber auch für partielle

und Totalkiefer-Versorgungen,

zum Ausgleich zwischen optimaler

Insertionsrichtung und

bevorzugter Pfostenstellung –

ein Garant für funktionelle

rotationssichere und ästhetische

Ergebnisse im Frontzahngebiet

Individualpfosten

aus Titan, zur Anfertigung

individueller Primärteile für

Teleskop- oder Konus-Kronen

bzw. nicht genormte (15° und

25°) Winkelungen und Gingivaverläufe.

Nach Umarbeitung

und direkter Verblendung mit

Titankeramik zur Anfertigung

okklusal-verschraubter Einzelkronen

oder individuellen

zahnfarbenen Pfeilern geeignet

Bitte beachten Sie unsere separaten Prothetikkataloge der einzelnen Pfosten.

Pfostenauswahl BICORTICAL ®

PITT-EASY®

Pfostenauswahl

11


PITT-EASY ® -Implantat

ATENTIERT ERFOLG

FBR

PATENTIERT

V-TPS

EARLY LOADING

FBR

EARLY LOADING

PROTHETISCHE VIELFALT

ERFOLG

Innovative Produkte

Hersteller:

FBR V-TPS PURETEX

PITT-EASY ®

ENDOPORE ®

BICORTICAL ®

BIORESORB ®

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ORALTRONICS ® Dental Implant Technology GmbH

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Telefon 0421 43939-0 · Fax 0421 443936

www.oraltronics.com · info@oraltronics.com

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Eine Welt voller Lösungen für die Implantologie

Die Implantatplattform von Sybron Dental Specialties (SDS)

schließt drei Firmen zusammen, die seit Beginn der zahnärztlichen

Implantologie in der Herstellung, dem Design und der Entwicklung

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Mit den beiden bewährten und innovativen Implantatsystemen –

ENDOPORE ® und PITT-EASY ® – erhalten Sie Zugang zu einer Welt

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