Theater im Fluss - Regierung von Schwaben - Bayern

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Theater im Fluss - Regierung von Schwaben - Bayern

Theater

im Fluss

4. Bayerische Theatertage der

Grund-, Haupt/Mittel- und Förderschulen

16. bis 19. Juli 2012, Neusäß/Augsburg


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Wir danken folgenden Unternehmen und Institutionen

für Ihre Kooperation und Unterstützung

Pädagogischer ArbeitsKreis Schultheater


Inhalt

Grußworte zu den Schultheatertagen .........................................................................4-6

Grundschule an der Rotbuchenstraße „Wenn ihr wüsstet“ ........................................ 7

Eröffnungsfeier Bayerische Theatertage 2012................................................................ 8

Albert Schweitzer Schule Sonthofen „Der Bücherfeind“ .............................................. 9

SFZ Cham „Die überaus mutige Lillimaus“ ...................................................................10

Grund- und Mittelschule Erdweg „Der Stein der Macht“ ........................................... 11

Grundschule Weßling „Lola macht Schlagzeilen“ ....................................................... 12

Volksschule Sennberg „Schneewittchen“ ...................................................................... 13

Mittelschule Hofheim, Hauptschule „Wer ist schon gut?“ .........................................14

Grundschule Sulzfeld „Haltet den Dieb – Ein Kinderkrimi“ ....................................... 15

Grundschule Feucht „Einmal Strolch – immer Strolch“ .............................................16

Mittelschule Wörth „Knack die Nuss!“ ............................................................................ 17

Grundschule Winzer Theaterexperiment ......................................................................18

Workshops ...................................................................................................................... 19-20

SFZ Kempten, Agnes-Wyssach-Schule „Was geht?“ ....................................................21

Programmüberblick ...........................................................................................................22

Abraxas-Verleihung ............................................................................................................23

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4 Grußwort zu den Schultheatertagen

Willkommen auf den Brettern, die die

Welt bedeuten!

Willkommen zu den 4. Bayerischen Theatertagen

im Regierungsbezirk Schwaben,

die in diesem Jahr in Neusäß und

Augsburg halt machen, die die Idee der

Theaterpädagogik weiter in die Schulen

hineintragen und dort fest verankern

wollen.

Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums

für Unterricht und Kultus veranstaltet

die Regierung von Schwaben in

enger Zusammenarbeit mit PAKS, dem

Pädagogischen Arbeitskreis Schultheater

e. V. unter dem Motto „Theater im Fluss

die 4. Bayerischen Theatertage 2012 für

Grund-, Mittel- und Förderschulen.

Als Regierungspräsident hoffe ich, dass

das Festival in Schwaben von den

Flüssen Schmutter, Wertach und Lech

ausgehend, Schlüsselkompetenzen der

kulturellen Bildung von Kindern und

Jugendlichen, die Bedeutung des Theaterspielens

für die Persönlichkeitsentwicklung

und den späteren Stand in der

Berufswelt, dem Flusssystem folgend in

den Regierungsbezirk und ganz Bayern

weitertragen wird. Sehr gerne übernehme

ich hierfür die Schirmherrschaft!

„… Das ganze Leben ist eine Bühne, bei

der es auf das Zusammenspiel ankommt.

Wie gehe ich mit Dir um? Wie Du mit mir?

Was können wir zusammen machen? Wie

will ich mich von Dir abgrenzen, suche

die Distanz? Wo liegen meine Stärken,

wo Deine? Weil das Leben auf der Ernstseite

der Bühne so schwer sein kann, so

herausfordernd, manchmal so gnadenlos,

zum Glück oft auch heiter und unbeschwert,

darum bereitet es auf das Leben

vor, wenn auf einer Probebühne geübt,

erkundet, experimentiert, imaginiert,

identifiziert, orientiert werden kann …“.

Das Schultheater findet in diesen Worten

des Erziehungswissenschaftlers Otto

Herz seine schlüssigste und aktuellste

Rechtfertigung. Das Festival möchte

in den vier Tagen die Wichtigkeit des

Theaterspielens für die Persönlichkeitsentwicklung

in die Öffentlichkeit tragen,

allen Beteiligten Erfahrungsaustausch

bieten, den Werkstattcharakter betonen

und einen immer wieder notwendigen

Motivationsschub auslösen.

Das Organisationsteam hat alles mit

größtem Engagement vorbereitet, so

dass wir auf ein erfolgreiches Theaterfestival

gespannt sein dürfen. Wir hoffen,

dass alle am Ende zufrieden und erfüllt

mit neuen Ideen in die nächste Spielzeit

gehen können.

Mein Dank gilt dabei neben PAKS auch

den zahlreichen Unterstützern und

Förderern, ohne deren großzügigen

Beistand die Ausrichtung dieses Festes

nicht möglich gewesen wäre. Ich danke

dem Organisationsteam für die intensive,

gelungene Vorbereitung. Mein Respekt

gilt allen Lehrkräften, die sich immer

wieder begeistert und engagiert für das

Schultheater zur Verfügung stellen, um

so Theater und Spiel für unsere Kinder

und Jugendlichen zu einem ansteckenden

Erlebnis der ganz besonderen Art

werden zu lassen.

Als Schirmherr der Theatertage wünsche

ich allen Beteiligten auf, vor und hinter

der Bühne viel Freude und Erfolg bei

ihren Aufführungen, gewinnbringende

Erfahrungen in den Workshops, vor allem

aber Erfahrungen im Fluss zwischen

Theaterbegeisterten aus ganz Bayern. Ich

wünsche allen Teilnehmern und Gästen

eine wunderbare Zeit in unserem schönen

Schwaben und heiße alle herzlich

willkommen.

Karl Michael Scheufele

Regierungspräsident

Regierung von Schwaben


Liebe Leserinnen und Leser,

wir können nicht aus unserer Haut?

Weit gefehlt – Schauspieler leben sogar

davon, dass sie in unterschiedliche Rollen

schlüpfen, verschiedene Charaktere

darstellen und das Publikum von ihrer

Wandlungsfähigkeit überzeugen. Wie

spannend das sein kann, beweisen

die 4. Bayerischen Schultheatertage

der Grund-, Mittel- und Förderschulen.

Vom 16. bis zum 19. Juli stehen diese

ganz unter dem Motto „Theater im

Fluss“. Ein sehr treffendes Motto, wie

ich finde, denn schließlich bedeutet

Theater Bewegung: Gestik, Mimik, das

Voranschreiten der Handlung – all dies

befindet sich beim Theater im Fluss. Die

Akteure sollen uns Zuschauer mitreißen,

das Stück soll uns bewegen und

Emotionen erzeugen und durchaus

über den Schlussvorhang hinaus auch

einmal zum Nachdenken anregen und

uns damit auch geistig in Bewegung

versetzen. Darüber hinaus kann Neusäß

mit der Schmutter auch einen richtigen

Fluss aufweisen, der unser Landschaftsbild

stark prägt. Ich hoffe, genauso

prägend sind die Schultheatertage für

die knapp 300 Teilnehmer. Ich jedenfalls

freue mich sehr, dass Neusäß dieses

Jahr Gastgeber eines so spannenden

Festivals wie der Theatertage ist und

dass diese Veranstaltung den einzelnen

Grußwort zu den Schultheatertagen

5

Spielgruppen die Möglichkeit gibt, sich

zu präsentieren. So können die einzelnen

Gruppen nicht nur ihre Projekte

zeigen, sondern auch sehen, was andere

Gruppen aus anderen Städten auf die

Bühne bringen. Eine gute Grundlage,

um Erfahrungen miteinander auszutauschen

oder sich Anregungen und Tipps

bei anderen zu holen.

Mein besonderer Dank geht an die

Eichenwaldschule sowie die Organisatoren

und Helfer, welche diese

Veranstaltung möglich gemacht haben:

Vielen Dank für Ihr Engagement und all

die Zeit, die Sie investiert haben!

Allen Teilnehmern und Gästen ein herzliches

Willkommen, viel Spaß und tolle

Tage in Neusäß! Ich hoffe, Sie fühlen

sich hier wohl und behalten unsere

Stadt in guter Erinnerung.

Ihr Hansjörg Durz

Erster Bürgermeister Stadt Neusäß


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Grußwort zu den Schultheatertagen

Das Spiel kann beginnen!

Der Pädagogische Arbeitskreis Schultheater

für Grund-, Haupt/Mittel- und

Förderschulen möchte die Begeisterung

für das Schultheater wecken,

fördern und ausbauen.

Ein wichtiger Baustein dafür sind die

Theatertage, die regional mit unserer

Unterstützung stattfinden. Besonders

stolz sind wir darauf, die zentralen Bayerischen

Theatertage ins Leben gerufen

zu haben, die - genehmigt durch das

Kultusministerium - alle zwei Jahre

in einem anderen Regierungsbezirk

durchgeführt werden .

Diese Veranstaltung ermöglicht jungen

Spielerinnen und Spielern aus ganz Bayern,

sich zu treffen, sich auszutauschen,

voneinander zu lernen, ihr Können zu

zeigen und dabei viel zu erleben, das

unvergessen bleiben wird.

Die Theatertage sind auch ein Garant

für die Qualitätssteigerung im Schultheater.

Sie geben den Spielleiterinnen

und Spielleitern die Gelegenheit, sich

weiterzubilden und sichern dadurch

den sinnvollen und Gewinn bringenden

Einsatz des Theaterspiels innerhalb der

Erziehungsarbeit.

Wir leben in einer Welt, in der alles

ständig im Fluss ist. Besonders in der

Technik: iPhone heute, iPad morgen

und bald erfahren wir, was übermorgen

kommt. Da ist es ganz wichtig, dass sich

Schüler die Welt noch anders erfahrbar

machen als nur digital. Kinder lernen in

der handelnden Auseinandersetzung

mit der Welt. Bei der Theaterarbeit

setzen sich Theaterschülerinnen und

-schüler aktiv mit sozialen, individuellen

„Rollen“ und schließlich mit sich selbst

auseinander. Dadurch wird die Persönlichkeitsentwicklung

weit mehr als in

jedem anderen Schulfach gefördert

und gestärkt.

Natürlich muss auch die Theaterarbeit

im Fluss bleiben, um ihre Bedeutung

in der medialen Welt zu behaupten. Es

kann nicht mehr darum gehen, auf der

Bühne Alltagsgeschichten eins zu eins

zu spielen. Das leistet das Fernsehen

mit seinen technischen Mitteln in den

Soaps viel besser und bietet es uns nur

zu passivem Konsum an. Theater muss

auch neue Ausdrucksformen finden.

Mit Schülerinnen und Schülern gelingt

das am wirkungsvollsten, wenn das

körperlich-geistige Potential, das sie

mitbringen, voll ausgeschöpft wird

ohne den Anspruch, perfekt zu sein.

Sie müssen ein gewähltes oder selbst

entwickeltes Thema zu ihrem machen

und es mit ihren eigenen Mitteln bewegt

und sprachlich umsetzen, müssen

auf Wesentliches reduzieren und einen

künstlerischen Gestaltungsprozess zu

einem offenen Ende führen.

Liebe Schauspielerinnen und Schauspieler,

wir freuen uns, dass ihr hier seid

und wünschen euch und uns Tage voller

lebendigem, bewegenden Theater

im Fluss hier in Augsburg zwischen drei

Flüssen!

Die 4. Bayerischenen Theatertage der

Grund-, Haupt/Mittel- und Förderschulen

sind eröffnet. Das Spiel kann

beginnen!


Stadthalle Neusäß

Montag, 16.07.2012

16.00 Uhr

Grundschule an der Rotbuchenstraße

„Wenn ihr wüsstet“

Die Kinder begegnen sich im Spannungsfeld

zwischen Wollen und Sein.

Sie erkennen Chancen und nutzen sie

oder lassen sie vorbei ziehen.

Musik – Bewegung – Bilder

Von Theaterübungen ausgehend

entwickelte sich seit September 2011

in Proben die Form. Nichts war geplant.

Die Ursprünglichkeit der kindlichen

Gedankenwelt ließ den roten Faden

entstehen.

Spielleitung: Katharina Bönisch

Spieler: 15

Klassenstufe: 3

Spielform/Spielweise:

choreographisches Bewegungstheater

7


8 Eröffnungsfeier Bayerische Theatertage 2012

Die Kooperationsgruppe der Fritz-Felsenstein-Schule in Königsbrunn und der

Eichenwaldschule in Neusäß unter der Leitung von Christel Leder Barzynski

und Gabriele Vogel gestaltet die Eröffnungsfeier.

Die Schüler mit und ohne Behinderung

haben sich zu dem Motto

der Theatertage „Theater im Fluss

einiges ausgedacht, um das Publikum

einzustimmen . Sie haben sich dabei

den Fluss, im eigentlichen Sinn, nämlich

das Wasser als Grundlage genommen.

Die Gruppen zeigen uns, dass Regen

unterschiedlich von den Menschen

gesehen wird, dass Wasser die Möglichkeit

zum Schwimmen, Rudern und zur

Reinigung ist. Das Fließen des Wassers

versuchen sie in einem Bewegungsbild

darzustellen. Die Schmutter als Badefluss

mit dem Schmutterstrandbad und

ihren Badegästen darf natürlich nicht

fehlen. Vielleicht entdeckt man ja hier

das Schmuttertier. Die Schotten haben

Nessie, die Neusäßer das Schmuttertier.

Zwischendurch werden einige wichtige

Menschen von den Spielern interviewt.


Stadthalle Neusäß

Montag, 16.07.2012

Eröffnungsfeier

19.00 Uhr

Der Bücherfeind

20.00 Uhr

Förderzentrum Albert Schweitzer Schule, Sonthofen

„Der Bücherfeind“

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Wenn der kleine König eines hasst,

dann sind das Bücher! Besonders Fantasiegeschichten

machen ihm schwer zu

schaffen. Denn Fantasie beflügelt die

Gedanken und lässt Ideen wachsen. Das

sieht der König als große Bedrohung für

seinen Einfluss auf seine Untertanen. So

verbietet er das Lesen und befiehlt, alle

Bücher durch die „Reißwölfe“ vernichten

zu lassen. Großer Unfrieden zieht

ins Land, denn alle Menschen, die das

Lesen dennoch nicht lassen, müssen

fürchten, verraten zu werden. Aber so

leicht lassen sich starke Leser nicht

unterkriegen. Das Volk wagt den Aufstand


Spielleitung: Beatrice Baier

Tanzpädagogin: Beatrix Siegl

Spieler: 15

Klassenstufe: 6

Spielform/Spielweise:

Bewegungstheater


10

SFZ Cham

„Die überaus mutige Lillimaus“

Unsere Geschichte spielt in einer Schule.

Dort lebt eine lustige und verspielte

Mäuseschar. Das unbeschwerte

Leben der Mäuse wird jedoch durch

die ungewisse Angst vor der Katze

überschattet, besonders dann, wenn

die Tür offen steht. Der überaus starke

Willibald erlebt sich selbst zum Boss der

Mäuserudels. Er gibt an, die Mäuse vor

der Katze beschützen zu können. Dazu

braucht es Ordnung und Gehorsam.

Nur die kleine Lillimaus wagt Kritik

und gehorcht nicht. Lillimaus schaut

zudem noch anders aus. „Lillimaus muss

schweigen!“, befiehlt Willibald und

Lillimaus wird in die Lehrerbücherei

verbannt. Dort vertreibt Lillimaus ihre

Zeit mit Büchern und sie bringt sich das

Lesen bei. Freundinnen besuchen sie

heimlich, ihnen liest sie Geschichten vor.

Währenddessen trainiert die Mäuseschar

unter der Herrschaft von Willibald

mit seinen Kumpanen Hermann und

Josef „flink, hart, zäh“ für den Schutz vor

der Katze. Eine große seltsame Dose,

die eines Tages in der Schule auftaucht,

bringt große Aufregung unter dem

Mäusevölkchen. Willibald erhofft sich

in dieser Dose saftige Leckerbissen.

Lillimaus wird bleich vor Schrecken, als

sie die rote Aufschrift auf der Dose liest:

„Mäusegift“. Findet Lillimaus den Mut

und die Kraft, ihre Freunde vor dem

Verderben zu retten?

Spielleitung: Birgit Heigl-Venus

Spieler: 15

Altersstufen: 11-14 Jahre

Spielform/Spielweise:

personales Spiel

Abraxas-Theater

Dienstag, 17.07.2012

09.00 Uhr

10.15 Uhr


Reese-Theater

Dienstag, 17.07.2012

09.00 Uhr

10.15 Uhr

Grund- und Mittelschule Erdweg

„Der Stein der Macht“

11

Im Abenteuercamp werden vier Kinder

nachts von Dämonen entführt, um für

sie den „Stein der Macht“ zu suchen,

den nur unschuldige Kinder finden

können. Mit ihm wollen sie die Welt vernichten.

Die Kinder, die vorher immer

nur gestritten hatten, werden durch

Zusammenhalt fündig und überlisten

die Monster, so dass diese den Stein

nicht bekommen. Die Kinder vernichten

den Zauberstein und damit auch die

Dämonen. In diesem Moment wachen

sie im Abenteuercamp auf und merken,

dass alles nur ein Traum war.

… oder ist es doch alles wirklich passiert?

Spielleitung: Candida Schmitz

Spieler: 12

Klassenstufen: 2-6

Spielform/Spielweise:

personales Spiel


12

Grundschule Weßling

„Lola macht Schlagzeilen“ (sehr frei nach dem Roman von Isabel Abedi)

Lola und ihre beste Freundin Flo kommen

in die vierte Klasse und werden

Paten der Erstklässler Lina und Moritz.

Außerdem sind Lola und Flo in der

Zeitungs-AG und streiten mit Annalisa

und deren Freundinnen um die Gestaltung

der Titelseite. Auf der Jagd nach

Schlagzeilen interviewen die Freundinnen

ihre eigenen Familien. Durch Lolas

Träume geistert die ominöse Wasserpistolenbande

und Mario, die Kussmaschine,

jagt Küssen hinterher. Dann wird

Lina angefahren …

Aber alles fügt sich noch zu einem

guten Ende.

Spielleitung: Martina Seitz

Spieler: 26

Klassenstufen: 3-4

Spielform/Spielweise:

personales Spiel

Abraxas-Theater

Dienstag, 17.07.2012

14.30 Uhr

15.45 Uhr


Reese-Theater

Dienstag, 17.07.2012

14.30 Uhr

15.45 Uhr

Volksschule Sennberg

„Schneewittchen“

13

Die Königin wünscht sich sehnlichst ein

Kind mit Haaren, schwarz wie Ebenholz,

Lippen, rot wie Blut und einer Haut,

weiß wie Schnee. Der Wunsch geht in

Erfüllung, doch die Königin wird durch

die böse Stiefmutter ersetzt, die das

schöne Mädchen natürlich loshaben

will. Als der Jäger sie töten soll, läuft

Schneewittchen in den bösen, dunklen

Wald. Gerettet durch die Tiere und

aufgenommen von den sieben Zwergen,

scheint alles in Ordnung zu sein.

Jedoch die böse Stiefmutter besitzt

einen Zauberspiegel, der ihr verrät, wo

Schneewittchen sich befindet. Immer

noch sinnt sie danach, Schneewittchen

aus dem Weg zu räumen und schafft

es schließlich. Die Zwerge trauern und

ein vorbeikommender Prinz verliebt

sich. Schneewittchen wird gerettet

und Hochzeit gefeiert. Jeder kennt die

Geschichte, doch wir haben sie neu

interpretiert.

Spielleitung: Antje Göhmann

Spieler: 16

Klassenstufen: 3-7

Spielform/Spielweise:

personales Spiel, Tanz, Rap


14

Mittelschule Hofheim/Hauptschule, Unterfranken

„Wer ist schon gut?“

Wer ist schon gut? Sind Menschen

immer nur gut? Müssen sie nicht auch

manchmal böse sein, um in dieser Welt

zu bestehen?

Wir sehen in diesem Stück eine Frau,

die in der Stadt bekanntermaßen als

gut gilt. Sie nimmt drei Götter auf, weil

diese nirgendwo einen Platz für die

Nacht finden. Aus Dank geben sie ihr

am Morgen einen größeren Geldbetrag,

so dass sie sich einen kleinen Laden

kaufen kann. In ihrer Güte nimmt sie

entfernte gute Freunde auf, bis die gesamte

Großfamilie Einzug hält und auch

versorgt werden möchte.

Ein Flieger sieht für sich keinen Ausweg

und will sich im Park das Leben nehmen.

Die Gute kommt vorbei, bringt ihn

von seinem Vorhaben ab und verspricht

ihm das benötigte Geld, um wieder

eine Arbeitsstelle zu erhalten.

Dafür muss sie ihren Laden verkaufen.

Da die gute Frau es allen recht machen

möchte, steht sie am Ende vor dem

Nichts.

Um zu retten, was noch zu retten ist,

schlüpft sie in die Rolle ihres Vetters

– ein geschäftstüchtiger Bursche. Mit

dem Geld von zwei alten Leuten, die

ihr Erspartes der guten Frau geliehen

haben, eröffnet er eine Fabrik und

beschäftigt alle, die von dem Laden

leben wollten. Sie hassen den Vetter,

der ihnen so viel Arbeit abfordert und

zeigen ihn bei der Polizei an, weil sie

argwöhnen, er hätte der guten Frau

etwas angetan …

Spielleitung: Rolf Stern

Spieler: 17

Klassenstufe: 8

Spielform/Spielweise:

Sprechtheater

Kradhalle

Dienstag, 17.07.2012

19.00 Uhr


Krimis sind nichts für Kinder? Denkste!

Lina und Linus jedenfalls lieben Krimis

als Bettlektüre, auch wenn Linus sich

vor Albträumen fürchtet. Verfolgungsjagden

finden sie besonders spannend.

Kaum aber sind sie eingeschlafen,

bevölkern unheimliche Gestalten

das Zimmer und Langfinger klauen

alles, was nicht niet- und nagelfest ist

mitsamt dem Bett, in dem sie liegen. Als

sie erwachen finden sie sich auf einem

Bahnhof wieder und beobachten einen

Diebstahl. Und los geht die wilde Jagd:

durch den Bahnhof, im Zug, im Wald,

durchs Haus. Mithilfe zweier Kommissare

klären Linus und Lina ihren Fall auf.

Spielleitung: Armin Meisner-Then

Spieler: 16

Klassenstufen: 3-4

Spielform/Spielweise:

personales Spiel, Masken

Grundschule Sulzfeld

„Haltet den Dieb – Ein Kinderkrimi“

Abraxas-Theater

Mittwoch, 18.07.2012

09.00 Uhr

10.15 Uhr

15


16

Grundschule Feucht, Mittelfranken

„Einmal Strolch – immer Strolch“

Niemand kann sich so schön daneben

benehmen wie die wilden Strolche.

Aber das geht den anderen Tieren eben

zu weit. Die Wölfe beschließen sich zu

verändern, um die Freundschaft der anderen

nicht zu verlieren. Und da nimmt

die Geschichte eine überraschende

Wendung …

Spielleitung: Petra Krieger

Spieler: 20

Klassenstufen: 2-4

Spielform/Spielweise:

personales Spiel

Reese-Theater

Mittwoch, 18.07.2012

09.00 Uhr

10.15 Uhr


Reese-Theater

Mittwoch, 18.07.2012

13.30 Uhr

Mittelschule Wörth

„Knack die Nuss!“ (nach der „Nussknacker“ von E.T.A. Hoffmann)

17

Maries Spielfiguren gewinnen in ihrer

Fantasie ein Eigenleben, ihr Kinderzimmer

verwandelt sich in den Hof von

Prinzessin Pirlipat. Diese wurde durch

eine Verwünschung in ein hässliches

Nussknackermädchen verwandelt. Nur

ein Jüngling, der ihr den Kern der Krakatuka

Nuss zu essen gäbe, könnte sie von

diesem Zauber befreien. So entsteht

durch zwei Parallelhandlungen, in Maries

realer Welt und der ihrer Fantasie,

eine bunte Mischung von theatralen

Bildern.

Das Stück wurde von den Schülern

szenisch mit Texten ausgearbeitet und

mit Mitteln des Bewegungstheaters

ausgestaltet.

Spielleitung: Michaela Riebel

Spieler: 30

Klassenstufe: 7

Spielform/Spielweise:

Bewegungstheater


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Grundschule Winzer

Theaterexperiment

Wir sind die Schulspielgruppe der

Grundschule Winzer. Unsere AG

besteht aus zehn Mädchen und zwei

Jungen der Klassen 4a und 4b. Als

begeisterte Theaterspieler durften

wir schon einige Male auf der Bühne

stehen. Besonderen Spaß machte es

uns einen mittelalterlichen Tanz bei

unserem Burgfest in Winzer aufzuführen.

Ebenso spielten wir das Märchen

„Dornröschen“ oder studierten verschiedene

lustige Sketche ein.

Auf die Theatertage sind wir ohne Stück

angereist. Dafür bekommen wir vor Ort

einen 6 stündigen Workshop, dessen

Ergebnis wir dann auf der Abschlussfeier

präsentieren.

Den Workshop hält Frau Leonore

Schroth Dittmann, eine erfahrene und

in Schultheaterkreisen bekannte Spielleiterin.

Sie hat sich eine Fabel von Jean

de la Fontaine ausgesucht:

Die Grille und die Ameise – zwei Rollen!

Wir wollen doch alle spielen! Geht das?

Klar! Viele Ameisen arbeiten.

Eins, zwei, drei Grillen arbeiten nicht.

Was passiert wenn der Hunger kommt?

Mal sehen was uns einfällt, während wir

uns an 2 Tagen bewegen.

Stadthalle Neusäß

Donnerstag, 19.07.2012

14.00 Uhr


Petra Küfner

Von Geißlein und Wölfen:

„Der Wolf und die sieben Geißlein“

einmal ganz anders!

Wir werden gemeinsam dem Charakter

der Geißlein und Wölfe auf die Spur

kommen, ausprobieren, wie sie sich

bewegen, wie sie essen und fressen,

welche Laute sie von sich geben. Durch

Theaterübungen und Spiele erkunden

wir das Verhältnis von Wolf und

Geißlein zueinander und entwickeln

schließlich kleine Szenen, die uns in

Ausschnitten das Märchen einmal ganz

anders erleben lassen.

Theo Jakob

Drei Chinesen mit dem Kontrabass:

Musikalische Weltreise

Wir werden anhand des bekannten

Kinderliedes „Drei Chinesen mit dem

Kontrabass“ verschiedene Regionen

der Welt pantomimisch (oder auch

nicht), mit Geräuschen, Stimme, etc.

darstellen.

Georg Heinecker

Albert, ein Stein. Dieser Workshop

präsentiert auf der Abschlussfeier.

Wir werden Klangexperimente mit

verschiedenen (Kiesel)steinen machen

und diese Klänge mit Steinsprichwörtern

und Stein-Redewendungen

verbinden. In Bewegung und Raum soll

dann eine gemeinsame Schwingung

geschaffen werden.

Klaus Neudert

Bewegungstheater mit Tüchern

Wir werden verschiedene Lauf- und

Spielformen mit Tüchern erproben,

eine Einzeljonglage mit 3 Tüchern

erarbeiten und Gruppenjonglage in

Kreisform durchführen. Das Suchen von

Ausdrucksmöglichkeiten mit Tüchern

wird uns in die Erarbeitung kurzer

Spielszenen bringen, bei welchen die

Tücher als Hilfsmittel der Darstellung

dienen werden.

Kathrin Kühnlein

Mobbing

Mobbing – Wie fühlt man sich, wenn

man gemobbt wird? Wie wehrt man

sich dagegen? Mit Hilfe von Spielen

versetzten wir uns in verschiedene Situationen,

mit denen du vielleicht eine

neue Seite von dir kennenlernst.

Workshops

Programm/Beschreibung

19

Christina Bründler

Theaterfundgrube

In diesem Workshop beschäftigen wir

uns mit unterschiedlichen Stilmitteln

(Zeitlupe, Synchronizität), arbeiten mit

Stühlen und Zeitungen und natürlich

improvisieren wir auf unterschiedlichste

Weise mit und ohne Requisiten.

Wolfram Brüninghaus

Für Spielleiter: Bewegte Momente

Aus Bewegungen entstehen Zeichen,

die sich über ihre Bildhaftigkeit zu

Sätzen formen und diese – aneinander

gefügt – erzählen kleine Geschichten.

Gliedmaßen und Bewegungszentren

des Körpers erfahren pflegende

Zuwendung, um das Erzählen in Fluss

zu bringen.

In der Abschlussfeier treten die Spielleiterinnen

und Spielleiter vor ihren

Kindern auf und zeigen ihnen einen

Teil ihrer Workshoparbeit.

Bitte mitbringen:

Zettel, Stift, bewegungsfreundliche

Kleidung und Schuhe


20

Workshops

Programm/Beschreibung

Manfred Grüssner

Für Lehrer und Seminaristen:

Kreativer Umgang mit Spieltexten

Muss am Anfang der Theaterproben in

der Schule ein fertiger Spieltext stehen,

der von den Mitwirkenden auswendig

gelernt und dann „aufgesagt“ wird?

Nein! Durch grundlegende theaterpädagogische

Übungen versuchen wir zu

erforschen, wie Schüler sich durch die

Förderung der eigenen Ausdrucksfähigkeit,

der Wahrnehmungsfähigkeit,

der Konzentrationsfähigkeit und der

Kreativität von ihrer körperlichen und

emotionalen Seite einem Theaterstück

nähern können. Ein Schwerpunkt im

zweiten Teil des Workshops ist die

kreative Gestaltung von Textfragmenten.

Die Frage, wie man von den

theaterpädagogischen Übungen zur

Szene und dann zum Stück kommt, soll

in den häufig angesetzten Phasen der

Reflexion an Hand von Praxisbeispielen

beantwortet werden.

Bitte mitbringen:

bewegungsfreundliche Kleidung

Elisabeth Pavlas

Traumreisen

In Paul Maars Bilderbuch „Paulas Traum“

fällt Paula in verschiedene Welten: die

runde, eckige, verkehrte …

Wir erkunden, wie wir mit unserem

Körper diese Welten darstellen können

und lassen uns dabei von den fantasievollen

Bildern anregen.

Peter Mückstein

Verzauberte Literatur

In diesem Workshop werden wir erleben,

wie sich Figuren aus bekannten

und weniger bekannten Kinderbüchern

auf der Bühne begegnen und in welche

Dialoge und Interaktionen sie treten.

Beate Schmid

Blitzgeschichte entwickeln

Das Material zu einer Geschichte ist in

deinem Kopf. Phantastisch! Zusammen

entwickeln wir eine blitzschnelle Geschichte,

die als Grundlage für weitere

Geschichten dient.

Ihr könnt euch in diesem Workshop

also nach Herzenslust mit den Schätzen

in euren Köpfen austoben! Am Ende

nehmt ihr die verrücktesten Geschichten

mit.


Szenen zum Thema „Immer mehr…“

von und mit Schülern der Agnes-Wyssach-Schule.

Was geht?

Wo stehe ich?

Was hat das mit mir zu tun?

… sind die zentralen Fragen, die in einer

bunten Zusammenschau von verschiedenen

Szenen gestellt werden. Wir

bringen in diesem Stück unsere Inhalte,

Gedanken, Emotionen und Bewegungen

zum Thema „Immer mehr …“ auf

die Bühne.

Spielleitung: Christoph Müller

Tanz: Hilde Stadelmann

Spieler: 12 Schauspieler, 14 Tänzer

Klassenstufen: 5-9

Spielform/Spielweise:

personales Spiel, Szenencollage

SFZ Agnes-Wyssach-Schule, Kempten

„Was geht?“

Stadthalle Neusäß

Donnerstag, 19.07.2012

10.00 Uhr

21


22 Programmüberblick

Montag, 16. Juli 2012

16 Uhr

Stadthalle Neusäß

„Wenn ihr wüsstet“

19 Uhr

Stadthalle Neusäß

Eröffnungsfeier

20 Uhr

Stadthalle Neusäß

„Der Bücherfeind“

Dienstag, 17. Juli 2012

9 Uhr und 10.15 Uhr

Abraxas-Theater

„Die überaus mutige

Lillimaus“

9 Uhr und 10.15 Uhr

Reese-Theater

„Der Stein der Macht“

14.30 und 15.45 Uhr

Abraxas-Theater

„Lola macht Schlagzeilen“

14.30 und 15.45 Uhr

Reese-Theater

„Schneewittchen“

19 Uhr

Kradhalle

„Wer ist schon gut?“

Mittwoch, 18. Juli 2012

9 Uhr und 10.15 Uhr

Abraxas-Theater

„Haltet den Dieb –

Ein Kinderkrimi“

9 Uhr und 10.15 Uhr

Reese-Theater

„Einmal Strolch –

immer Strolch“

13.30 Uhr

Reese-Theater

„Knack die Nuss!“

15.30 bis 18.00 Uhr

Schule

Workshops

19.30 Uhr

Schule

Disco

Donnerstag, 19. Juli 2012

10 Uhr

Stadthalle Neusäß

„Was geht?“

13 Uhr

Stadthalle Neusäß

Abschlussfeier


Nach jeder Aufführung verleiht eine vorher bestimmte Gruppe von Schülerinnen und Schülern einer anderen Theatergruppe, die

gerade gespielt hat, für zwei Kriterien jeweils einen Abraxas. So erfolgt während der Theatertage regelmäßig auch von Schülerseite

eine Reflexion des Gesehenen und Erlebten. Dies ist konstruktive Kritik in Form von Anerkennung. Sie stärkt, motiviert und

bestätigt. Die Kriterien sind den Kindern schon Wochen zuvor bekannt.

Für folgende Kriterien sollte die Theatergruppe den Abraxas bekommen:

Abraxas-Verleihung

• Starke Bilder:

„Ich habe starke Bilder gesehen; ein Fotograf hätte erinnerungswerte Fotos machen können.“

• Überzeugendes Spiel:

„Die Kinder haben mich durch ihr Spiel (Zusammenspiel) überzeugt und ihre Rollen gut gespielt, gut gesprochen.“

• Berührung/Nachdenklichkeit:

„Das Theaterstück hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht.“

• Lustigkeit:

„In dem Theaterstück konnte ich von Herzen lachen.“

• Bühnenbild:

„Das Bühnenbild war einfallsreich und gut in die Handlung eingebaut.“

• Spannung:

„Das Theaterstück war spannend.“

• Kostüme

„Die Kostüme waren fantasievoll und passten gut zur Handlung.“

• Bewegung:

„Das Theaterstück lebte durch viel Bewegung.“

• Musik:

„Die Musik war bemerkenswert und passte gut zur Handlung.“

• Requisiten:

„Spielgegenstände/Requisiten waren einfallsreich und gut eingesetzt.“

• Spielidee:

„Das Theaterstück hatte eine ungewöhnliche Spielidee.“

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Impressum

Herausgeber/Veranstalter:

Regierung von Schwaben in Zusammenarbeit

mit dem Pädagogischen

Arbeitskreis Schultheater e.V. (PAKS)

Veranstaltungsbüro:

Grund- und Mittelschule Neusäß

Am Eichenwald 51

86356 Neusäß

Redaktion:

Beatrice Baier

Illustration:

Christof Heinz

Gestaltung:

© schmidundkeck.de

Vorstand PAKS (Stand Juli 2012):

1. Vorsitzende: Beatrice Baier

2. Vorsitzende: Ulrike Mönch-Heinz

3. Vorsitzender: Wolfram Brüninghaus

Kassier: Christel Leder-Barzynski

Schriftführer: Manfred Grüssner

www.???.de

Mitglieder des Organisationsteams:

Christel Leder-Barzynski, Julia Dlugosh,

Beatrice Baier, Kerstin Nölp, Wolfram

Brüninghaus

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