Sandini Sammlung

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M.G. 151/20 in Flakdrillingslafette (Fla- I.151 0 ) aufgenommen im Milit ärhistorischen Museum in Dresden,

An diesem Gerät befindet sich nur für die linke Waffe an der Lafette der Munitionskasten für 240 Sc huß.

während Cl' für die rechte Waffe fehlt und dafür lediglich der Kastent räger am unteren Ring des Lafettenmanteb,

zu sehen ist .


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Nach dem Ersten Weltkrieg waren der Reichswehr

durch den Versailler Vertragim Artikel 169 u.a. auch

die Flakwaffen verboten worden. Nachdem 1926 die

Interalliierte Militär-Kontrollkornmisston (IMKK)

abgezogen war, setzte, zwar noch getarnt, die praktische

Ausbildung von Kraftwagen-Batterienim Schießen

gegenLuftziele indenFahrabteilungenderReichswehr

ein. Als leichte Maschinenwaffe kam zur Tief­

Oiegerbekämpfung seit 1928 zunächst die in der

Schweiz hergestellte 2em Oerlikon bei der Truppe als

2cm Flak zum Einsatz. Diese Waffe warauch in vielen

europäischen Staaten eingeführt und wurdeim Zweiten

Weltkrieg auf fast allen Kriegsschauplätzen von

deutschen Truppenerbeutet.Da die Leistungder 2cm

Flak 28 der der inzwischen eingeführten deutschen

2cm Flak30 und 38 entsprach, wurdesie im Krieg vor

allem im Heimatgebietzum Einsatzgebracht. Weil die

Patronenhülsenjedoch anders geformt waren als die

der deutschen 2cm Flak, mußte nach dem Verbrauch

der Beutemunition eine besondere Fertigungfür Hülsen

eingerichtet werden, auf die das deutsche 2cm

Geschoß gesetzt wurde.

Die Waffe war ein Rückstoßlader mit Massenverriegelung

und Vorlaufzündung. d.h. bei Betätigung

des Abzuges schneJltedieVerschlußmasse durch

den Druck der Vorholetfeder nach vorn. Das Verschlußstück

schob im Vorlaufdie untere Patrone aus

dem 15Schußfassenden Magazinin das Patronenlager.

Kurz vor Beendigungdes Vorlaufes wurdederSchlagbolzen

ausgelöst, der aufdas Zündhütchen der Patrone

schlug. Durch die beim Schuß entstandenen Pulvergase

wurde der Verschluß und mit ihm die leere

Patronenhülse abgebremst und schließlich zurückgeschleudert.

Der Auswerfer bewirkte dann beim

Rücklauf das Auswerfen der leeren Patronenhülse.

Die Waffe bestand aus dem luftgekühlten Rohr, dem

Gehäuse, der Verschlußmasse und dem Abzugsgehäuse

mit Abzug. Sie war in einer Räderlafette

eingelagert. Deren Hauptteile waren Wiege, Oberlafette,

Unterlafette Achsträger mit zwei Rädern und

drei Spreizen. Verwendet werden konnte die Lafette

mit den Rädern als Spreizlafette. ohne Räder nach

Die ersten Schweizer Oerlikon

Tank- und Flugabwehrkanonen

waren noch mit Hol zrädern

ausgestattet. Nach dem Au sschwe

nken de r beiden den

Lafettenschwanz bildenden

Spreizen war die Waffe auf

Rädern vor allem zum Erdkampf

einsatzbereit.

2cm FLAK 28 OERLIKON

Ansetzen einer dritten Spreize als Dreibeinlafette und

mit einem Sockelunterteil als Sockellafette. Von den

drei Spreizen waren zwei in der Unterlafette so eingehängt,

daß sie zusammengeschwenkt den Lafettenschwanz

bildeten. Die dritte Spreize wurden in den

Lafettenschwanz eingeschoben. Schwenkte man die

beiden den Lafettenschwanz bildenden Spreizen auseinander

und hängte die dritte auf der gegenüberliegenden

Seite ein, so entst.and nach Abnahme der

Räder die Dreibein - Feuerstellung.

Fahrbarwardas Geschützaufden beiden Rädern,die

in die Unterlafette einsetzbar waren, wobei mit der

Mündungvor- oderrückwärtsgefahren werden konnte.

Als Zugmittel diente im allgemeinen das Kfz.SI.

Zum Einsatz in schwierigem Gelände konnte das

Geschütz in Einzellästen zerlegt und auf Tragtieren

befördert werden. Ohne Achsträger und Spreizen

war die Lafette auf einem besonderen Sockel auf

einem Kraftwagen einsetzbar.

Als Zielgerät gegen Luftziele diente zunächst ein

Kreiskorn mit Zielstachel. Beide waren aufeinem der

Wiege folgenden Parallelogramm befestigt. Die noch

im Zweiten Weltkriegeingesetzten 2crnFlak28hatten

als Zielgerät das Linealvisier 21, bestehend aus einer

Glaskimme und einem auf einem Schlitten der Maßentfernung

entsprechenden Linealkreis mit drehbar

gelagertem Lineal. Zur Bedienung der 2cm Flak 28

mit Linealvisier gehörten der Geschützführer und

vier Kanoniere. Der Kl als Richtkanonier richtete das

Ziel an und betätigte je nach Feuerbefehl den Abzug.

Der K2 stellte als Visierkanonier laufend an dem

Rädelknopf die vom E-Meßmann zugerufene Entfernung

am Linealvisier ein. Der KJ beobachtete das

Ftugziel , schätzte die Flugrichtung und Höhenänderung

und stellte diese laufend am Linealvisier ein.

Der K4 setzte als Ladekanonier die Magazine ein,

beobachtete die Patronenzuführung und wechselte

die Magazine und nahm die leergeschossenen ab.

Mit einer Vo von 830 mlsek wurde die größte Schutzweite

von 4400 m und eine maximale Steighöhe von

3700 m erreicht.

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Oben:

Die 2crn Flak 28 von Oerlikon war wie hier in Fahrstellung

mit der Rohrmündung nach vorn, aber auch

mit der Mündung nach rückwärts fahrbar.

Oben:

Für die Dreibeinfeuerstellung wurden die Räder abgenommen,

die bei den den Lafettenschwanz bildenden

Spreizen auseinandergeschwenkt und die dritte

Spreize so eingesetzt, daß ein Dreibein entstand.

4

Diese 2ern Flak 28 Oerlikon gehörte zur Zeit

des Polenfeldzuges 1939 arn Flugplatz

Döberitz-El sgrund zum Flakschutz des dort

liegenden Jagdgeschwaders 1/132 "Richthofcn".

An der Waffe ist gut das von oben einzusetzende

Magazin erkennbar, das 15 Patronen faßte.

Abgefeuert wurde die Waffe zum Einzelfeuer mir

dem Abzugshebel an der rechten Seite des Abzuggehäuses,

an der linken Seite befand sich ein

Hebel für Dauerfeuer, das auch durch Betätigen

des Pedals arn Fußabzug abgegeben werden

konnte.

Links:

Nochmals die 2cm

Flak 28 in Stellung

am Flugplatz Döbcritz.

An der Oberlafette ist

das Höhenrichthandrad

gut zu sehen.

während das waagerecht

angebrachte

Handrad für die

Seitenrichtmaschme

links daneben nur

schwer erkennenbar

j SI.


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Bis 1933 wurden beim M.G.C/30 vor allem an der

Lafette wesentliche Veränderungen vorgenommen.

Das verbesserte Geschütz kam als lern Flak 30 1934

zurTruppe. Auchdiese Waffewarein Rückstoßlader,

bei der das Rohr mit Rohrhülse und Verschluß bis

nach dem Geschoßaustritt miteinander verriegelt

waren. Laden, Zuführen der Patrone, Ausziehen der

leeren Hülse geschahdurch den DruckderPul vergase.

Das Rohr glich fast dem des km M.G.C/30L. Es war

jedoch mit zwei verschiedenen Köpfen zur Mündungsbremse

ausgestattet. Bei leichtgängigen, eingeschossenen

Waffen kam der Kopfmiteinem 35 nun

Innendurchmesserzum Einsatz,während der41mrn­

Kopf, mit dem der Rückstoß der Waffe weniger abgebremst

wurde, bei neuen Waffen oder bei durch

Regen und Kälte verursachterSchwergängigkeitoder

bei besonders gekennzeichneter Munition verwendet

wurde.

Die Patronenzufuhr erfolgte bei der 2cm Flak 30 von

der linken Seite aus einem Flachrnagazin, das 20 Patronen

enthielt.

Die Lafette bestand aus dem feststehenden Dreiecksverband

der Unterlafette mit Tragarmen zum

Einhängen in den einachsigen Sonderanhänger 51.

Aufder Unterlafettelagerte die rundum schwenkbare

Oberlafettemitderhöhenschwenkbaren Wiege. Rechts

an derOberlafette wardie Höhenrichtmaschineange-

2cm FLAK 30 UND 38

Unten: 2em Flak 30 in Stellung an der belgiseben Nordseeküste 1940/41.

6

ordnet, hinten die Seitenrichtmaschine, wo auch der

Sitz für den Richtkanonier befestigt war. Der auf der

Wiege gleitbare Schlitteo trugdie Waffe. In der Wiege

war der Bremszylinder eingebaut, der den Rücklauf

des Schlittens beim Schuß begrenzte und dessen Vorlauf

durch die Flüssigkeitsbremsung regelte. Gefüllt

warder Bremszylindermitetwa 1121 Bremsflüssigkeit.

Die Abzugseinrichtung wurde vom Kl durch einen

Fußhebel rechts für Einzelfeuer und einen links für

Dauerfeuer ausgelöst. Als Visier dienten ihm das

Flakvisier 35 oder das Linealvisier 21 und für den

Erdeinsatz das Zielfernrohr 3 x 8°.

1939 kam die verbesserte 2cm Flak 38 zur Truppe.

Deren ballistische Werte waren allerdings die gleichen

wie die der 2crn Flak 30, weil dieselbe Munition

verwendet werden sollte. Die Feuergeschwindigkeit

warjedoch von theoretisch 280 - 300 SchußIMin. bei

der 2cm Flak 30 auf theoretisch 480 Schuß/Min. und

praktisch von 120 auf220SchußIMin.erhöht worden.

Auch waren die Seiten- und H öhenrlchtgeschwindlgkeiten

durch jeweils einen zusätzlichen Schnellgang

verbessert worden. Sie betrugen je Handradumdrehung

der Höhe nach 4°, im Schnellgang 12°, der

Seitenach 10°, im Schnellgang30°. DerRich tka non ier

saß nicht mehr hinter, sondern rechts neben der

Waffe und bediente mit der linken Hand das waagerechtliegende

Handrad der Seitenrichtrnaschine und


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mitder rechten dassenkrechtan der rechten Lafettenwand

angebrachte Höhenrichthandrad.

Im Inneren des Wiegenkastens der Lafette war eine

Rücklaufeinrichtung eingebaut. Sie hatte den Rückstoß

der Waffe aufzunehmen und den Schlitten nach

dem Schuß wieder nach vorn zu holen. Was bei der

2cm Flak 30 der Bremszylinder bewirkte, einreichte

nun ein Federsatz in Verbindung mit der Bremse.

Diese Rücklaufeinrichtung konnte nach einer geringfügigen

Veränderung auch in die 2crn Flak 30 eingebaut

werden. Die Abzugseinrichtung wurde vom Kl

durch einen Fußhebel betätigt. Mit Hilfe eines Hebels

an der rechten Seite des Bodenstückes der Waffe

konnte ervon Einzel- aufDauerfeuer umschalten und

die Waffe sichern und entsichern.

Eine äußerlich auffallende Veränderung gegenüber

der 2cm Flak 30 waren bei der 2crn Flak 38 die beiden

an der Wiege angeschraubten Lagerringe mit den

Lagerdeckeln. Der rechte Lagerring trug das Zahnsegment

für die Höhenrichtrnaschine und zwei verstell

ha re H Öhenbegrenzer.

Als Visiere wurden das Flakvisier 38 gegen Flug- und

Erdziele und dasErdzielfernrohr 3 x 8°gegenErdziele

verwendet.

Eingesetzt wurden die 2 cm Flak 30 und 38 auf dem

Sd.Ah.51 ode raufLastkraftwagen,Sei bstfahrlafetten,

Vollkettenfahrzeugen und Eisenbahnwagen oder

festversoekelt.

Bei einer Vo von 900 m/sek. wurde eine maximale

Schußweite von 4800 m und eine Schußhöhe von

3800 m erreicht.

Rechts:

Diese 2Clll Flak steht heule in der Rüdel Kaserne

in Rendsburg.

Unten:

Die 2cm Flak 38-Lafette abgesetzt mit Flakvisier 38.

Ansicht von rechts. Auffällig sind die beiden runden

Lagerringe. die an der Lafette der Flak 30 nicht

vorhanden waren.

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Oben: 2eln Flakstellung an der nordafrikanischen Küste.

Unten: 2ern Flakschutz für die Notbrücke über den Njernen (Memel) bei Prienai 1941.

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Oben: lern Flak schutz über den Dächern von Paris .

Unten:

Dieser 2cm Flakstand befand sich auf der "Daniel 6", einem Schiff. da s einen Pfeiler der "M udra-Brücke"

bildete.

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Links:

Ein recht luftiger 2em Flakhochstand

in Norwegen. in dessen Nähe

keine Bomben einschlagen

durften. Sie hätten den Stand und

die Bedienung mit ihrem Geschütz

umgefegt.

Unten:

Auch während des Essens aus dem

Kochgeschirr saß bei Feuerbereitschaft

der Riebtschürze auf seinem

Sitz hinter der 2ern Flak bereit.

sofort einen plötzlichen Tieffliegerangriff

auf die Behelfsbrücke abzuwehren.


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Um für den Fronteinsatz Soldaten frei zu bekommen,

wurden ab 1942 HitJerj ungen als Flakwaffenhelfer

in Heimat-Flakbatterien eingesetzt.

Ihre blaugraue Uniform ähnelte der der Luftwaffe.

Sie bestand aus einer Feldbluse mit aufgesetzten

Taschen, über deren rechter das Abzeichen der

Luftwaffe aufgenäht war, ferner aus einer langen

Überfallhose, einem Lederkoppel mit dem Koppelschloß

der Lu ftwaffe. einer Skimütze oder im Einsatz

dem Stahlhelm. Am linken Oberarm der

Feldbluse mußte die Armbinde der HJ

getragen werden. Die beiden Bilder zeigen eine

Flakwaffenhe1fer-Bedienung an der 2 em Flak 30

beim Geschützexerzieren. Der Geschützstand ist

mit Splitterschutzkästen umgeben.

T

I

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Oben:

Die beschwerlichste Art der Fortbewegungsmöglichkeit einer 2ern Flak im Gelände war wohl die im Mannschaftszug.

Unten:

Bequemer. wenn auch langsam und in unrnilitärischer Art konnte das Ge schütz von einem Ochsengespann

fortbewegt werden, wie hier beim Stellungswechsel einer 2cm-Balterie auf dem Balkan.

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Oben:

Rast einer Flak-Batterie der Division "Herrnann Göring". Die Geschütze sind auf je einem mittleren Pkw mit

Stützachse verlastet. In den Anhängern wurden Munition und das Gepäck der Bedienungsmannschaft mitgeführt.

Unten: Die 2crn Flak auf der Fahrt über eine Behelfsbrücke. Gezogen wird sie von dem leichten Krupp Lkw. L 2H

143.

IS


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Diese 2em Flak ist auf einern Jt Ford-Maultier V8 verlastet. Auch hier wurde ein Anhänger für das Gepäck und

dieMunition mitgeführt.

Unten:

Ein Ford-Maultier mit der 2cIll Flak 38 fährt aus der Splitterboxe. in der das Fahrzeug mit dem verlasteten Geschütz

in Stellung stand.

\6


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Oben:

Auf einem getarnten lt Zugkraftwagen, dem Sd. Kfz.lO/4, ist diese 2em Flak 38 aufgesetzt. Wie die weißen

Kragenspiegel an der Uniform der Bedienungsleute erkennen lass en, ge hörten sie zur Division "Hermann

Gering".

Unten:

Wir sehen hier den leichten Zgkw. lt, das Sd .Kfz. 10/4. mit einer 2ern Flak 38 . Auf den horizontal abgeklappten

Seitenteilen, die die Plattform im Ein satz erweiterten, stehen Munitionskästen aufgereiht. In den Kästen über

den vorderen Schutzblechen befanden sich die Gewehre (Karabiner 98k) der Geschützbedienung.

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Links:

Bei dieser lt-Selbstfahrlafette sind Kühler

und Fahrerhaus leicht gepanzert. Nach

den Symbolen an dem Schutzschild der

aufgelasteten 2cm Flak zu schließen, war

die Bedienung mit ihrem Geschütz recht

erfolgreich.

Unten:

Diese 2cm Flak auf lt-Sfl, stehen gut getarnt

in einer Ausgangsstellung. Bemerkenswert

sind die Auffahrschienen

vor dem Kühler des vorderen Fahrzeuges.

Diese wurden an das waagerecht geklappte

hintere Seitenteil der Schießplattform

eingehängt. Mit Hilfe zweier am

Sonderanhänger 51 eingehängter SeiJe,

die über Rollen rechts und links hinter

den vorderen Sitzen Iiefen, zogen je zwei

Mann das Geschütz auf die Sfl. Die linke

Rolle ist hier über dem Lenkrad zu sehen .

Nach dem Absenken des Geschützes auf

der Sfl. wurde der Sd. Anh.51 über die

Auffahrschienen wieder herabgelassen.


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Oben:

Hier ist die 2C01 Flak 38 auf dem Schützenpanzerwagen (SPW. Sd.Kfz. 251/17) der Division HG (siehe

Divisionszeichen) verlostet. Die Seitenteile waren abklappbar. In dem Kasten neben der Fahrerkabine waren die

Karabiner untergebracht.

Unten:

Mit leicht gepanzerten und getarnten 4,51 Lkw ist eine Batterie mit 2em Flakvierlingen auf dem Marsch. In

mitgeführten Sd.Anh. 36 wurden auch hier die Ausrüstung der Bedienungsmannschaft und die Munition

mitgeführt.

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Oben:

1942 setzte man die 2em Flak 38 auf

das Fahrgestell des mittleren Kampfwagens

38 (t) Sd-Kfz. 140. Damit war

wohl ein gepanzertes Vollkeuenfahrzeug

für die Flak geschaffen, das aber

wegen der Bewaffnung mit einem

kleinen 2cm Geschütz unbefriedigend

war. Zum anderen mußten die oberen

Platten der Panzerseitenteile beim

Erdzielbeschuß abgeklappt werden.

So war der ohnehin nach oben offene

Kampfraum für dießedienungsmannschaft

noch weniger geschützt. Die

Waffe war in den hinteren Teil des

Fahrzeuges verlegt worden, da sich in

der Mitte der Motor befand.

Links:

Ein Blick auf die aufgeklappte Luke

des Fahrers. Im Kampfraum sieht man

von der 2cm Flak 38 das Rohr, den

Hülsenfänger und darüber das

Schwebekreisvisier.


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Rechts:

Dieser 2em Flak-Drilling 151 wurde aus drei

Flugzeugbordkanonen M.G. 151/20 in der

Flugabwehr-Sockellafette Fla SJ 151 gebildet.

M.G.151/20 IN DRILLINGSLAFETIE

Die Produktion von 2ern Flak 38 konnte gegen

Kriegsendeden Bedarfnichtmehrdecken.So wurden

u.a. 2 cm Fliegerbordwaffen als Flakgeschütze meist

in Drillingslafetten verwendet, die ohne Richtmaschineu

frei derSeite und Höhe nach gerichtet werden

mußten. Obwohl Abschußerfolge wegen der fehlenden

Richtrnaschinen gering waren, so bestand doch

bei der Abwehr eines direkten Tiefangriffes aufein zu

schützendes Objektdie Wirkung in der hohen Schußfolge

der Leuchtspurmunition.

Frei gerichtet werden konnte der Seite nach unbegrenzt

um 360 0

, der Höhe nach allerdings nur von _3°

bis +49 '-' mit Hilfe des an der Wiege angebrachten

waagerechten Rohres, an dessen Enden sich Griffe

befanden. Diese waren mit der Abfeuervorrichtung

verbunden. So konnten durch den linken Griff die

mittlere Waffe und mit dem rechten die beiden äußeren

WalTen abgefeuert werden. Eingesetzt wurde das

M.G.151/20 auf Schnellbooten, im Heimatgebiet, im

Werkschutz, im Eisenbahntransportschutz und auf

Schützenpanzerwagen (SPW).

Die drei Bilder auf dieser Seite wurden in der Wehrtechnischen

Studiensammlung in Koblenz aufgenommen. Oben links ZlI sehen

ein 2em Flak-Zwilling 38 in Doppellafette M44. Oben rechts ist ein

seltener Flak-Zwilling 38 in Doppellafeue, fahrbar mit dem einachsigen

Sonderanhänger 5] • zu sehen.

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Links:

Das Flak M.G. 151/20 in

Drillingslafette 15J D ist hier auf

ei nem Sc h ü tzenpanzerwagen,

Sd.Kfz.251/21. verlastet. Jedes

Rohr hatte eine theoretische

Feuergeschindigkeit von 720

Schuß/Min., dabei war natürlich

ein freies Richten sehr schwer.

Bemerkenswert sind die

Schrägdüsen an den beiden

äußeren Waffen. Durch sie wurde

der durch den Rückstoß der

äußeren Waffen auftretende Drehmoment

an der Lafette verringert.

Unten:

Ein Schützenpanzerwagen. Sd.Kfz.

251/21, mit dem Flak M.G.151/20

in Drillingslafette.


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San dBranhan ger 52

Oben: 2ern Flakvierling 38 auf Sonderanhänger 52.

Unten: Die Bedienung eines 2ern Flakvierlings bringt ihr Geschütz im Mannschaftszug in Stellung.

-,

2cmFlak38-Woffen

mit einge$etzten

S tau b decke!n

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Oben:

Wint erein sat z in Rußland. Der 2c m Vierling wurde zur besseren T arnung we iß angestriche n und die Bedienung

trägt weiße Tarnanzüge.

Unten: M it ein em Fußhebel waren zw ei diagonal liegende W affen auszul ösen . Währenddessen konnte n die

Magaz ine der beiden and eren Waffen ausgewechse lt werd en , ohne eine Feuerpause eintreten Zl1 lassen . Bei

Betätigung zweier Fußhebel feuerten alle vier Waffen, so wie das all em Ansch ein nach hier der Fall ist. Rund

um den Geschützstand sind Kästen mit Bereitschaftsmunition aufgestellt.

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Oben:

Flakschutz an der Sperrmauer der Eckertalsperre im Harz, Winter 1943/44. Nach den Angriffen der Engländer

im Mai 194:1 auf die Edcrtalsperre wurde der Flakschutz für wichtige Talsperren verstärkt.

Unten: Dieser Stellungswechsel mit vier PS in Süditalien ging sicher nicht sehr schnell vonstatten.

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Oben: Die Bedienung eines 2cm Vierlings auf Sfl. richtet das anfliegende Ziel laufend an. Der Geschützführer

wartet, bis der E-Meßmann mit seinem Entfernungsmesser 1m R36 die zur Bekämpfung des Zieles günstigste

Entfernung ausgerufen hat, um den Befehl zur Feuereröffnung zu geben.

Unten: Diese Batterie mit 2em Vierlingen auf Sfl . steht in einem Waldstück in Feuerbereirschaft.

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Oben :

Zwei 2eIH FInkvierlinge auf SIl.

stehen feuerbereit zum Schutz

einer Rollbahn im Winter

1943/44 im Norden Rußlands.

Links:

Dieses und das obere Bild

zeigen, daß die 2em Flakvi erlinge

auf Sfl. durch die große

Feuerhöhe ein gutes Ziel boten.

Da ein Eingraben in den hartgefrorencn

Boden unmöglich war,

mußten Tarnanstrich, weiße

Winterbekleidung der Bedienung

und eine mögliche anderweitige

Tarnung von Fahrzeug

und Ge schütz eine frühe Erkennung

möglichst erschweren.


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Oben:

Der Geschützwagen Il (E) leichte Flak mit ei nem lern Plakvierl ing 38 in Feuerstellung. (I) Mannschaftsunterkunft.

bestehend aus Schlafstellen für acht Mann, Tischen, Bänken. zwei kleinen und einem in den Stauraum ei ngebauten

Schrank, einem Ofen. dessen Abzugsrohr (31) in Feuerstellung umgelegt werden mußte; (2) Leiter für den Einstieg

zur Unterkunft; (30) Handbremse; (28) derStauraum unter der Geschützplattform war durch drei Türen in der Stirnund

Seitenwand oder direkt vom Mannschaftswohnraum aus zugängig; (5) Streben. die die abgeklappten Seitenwände

gegen den Stauraum abst ützten: (6) ein gelenkig gelagertes Geländer.

32

Links:

Ein Blick auf die Geschützplanform

VOI11 Geschützwagen

11 (E) mit

einer Flak 38. Diese

stand 1,10 111 über dem

Wagenboden und war

von der Mannschaftsunterkunft

aus über eine

Treppe zu erreichen. Das

Geschütz stand mit

seinem Lafettendreieck

auf einem hölzernen

Grundsockel (I I); (10)

Holzkästen für je zehn

Magazinkästen 2cI11 Flak­

Berei tschaft munition ;

(8 u. 9) Bolzell und B än­

- der zum Ausstellen der

Klappwände.


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Oben:

Je zwei dieser Flakschutzwagen fuhren an den Sonderzügen von Hitler, Göring und einigen anderen

Funktionären mit. auch Mussolini erhielt zwei dieser Spezial-Flakschutzwagen von Hitler geschenkt. An jedem

Wagenende befand sich ein 2cm Flakvierlingsstand. Die Unterkunft für die J7 Mannschaften eines Wagens, die

vom Regiment General Göring gestellt wurden. sowie Lagerräume für Munition Gerät lind Gepäck waren in der

Wagenmitte angeordnet.

Unten :

Im Panzerzug NI'. 26 fuhr 1942 dies er provisorische Flakwagen mit. Während der Fahrt waren die Seitenteile

des Schutzschildes vom 2cm Flakvierling augeklappt. um den Luftwiderstand zu verringern.

Merkwürdigerweise ist in Richtung Mannschaftsunterkunft kein Rohrahweiser erkennbar.

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Rechts:

Dieser Zcm Flakvierling war auf dem

Panzerzug Nr. 28 eingesetzt. einem

ehemaligen russischen Zug. der auf

Normalspur umgestellt wurde und auch

sonst einige Änderungen erfuhr.

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Links:

Flakwagen fuhren wegen der

zunehmenden Jabo-Angriffe

auf die Verkehrswege auch

an Personen- und D-Zügen

mit. Hier ein 2eln Flakvierfing

an einem Schnellzug bei

der Einfahrt in den Brüssclcr

Hauptbahnhof 1944.

Links:

Das Bild zeigt eine nur provisorisch

auf normale Güterwagen

aufgestellte 8,8cm Flakbatterie im

Januar 1942 bei Rschew. Zu ihrem

Schutz vor Tieffliegerangriffen

stehen auf dem vorderen G-\Vagen

zwei 2em Gebirgsflak 38. Sie

halten einen festen Schutzschild.

eine Lafette in Blechpr ägekoustruktion

und eine Dreibeinlafette.

In Feuerstellung wog das Gesch ütz

nur 276 kg gegenüber 420 kg der

2cIll Flak 38 .

Die Ballistik und die Munition waren

die der 2cIH Flak .'\8. Als Visier

sehen wir hier das Linealvisier 21.

Die leeren Hülsen im Schnee lassen

auf eine beendcte Gefechtstätigkeit

schließen.


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Auf den Geschütz- und

Flakwagen der Standart­

Panzerlüge vom Typ BP42

waren neben der 7,62cm­

F.F.295/l (r) die 2ern

Vielingsflak 38 auf einem

erhöhten Stand eingebaut.

Beide Bilder zeigen den

Geschütz- und Flakwagen

vom Panzerzug 63. dessen

Zeichen die aufgehende

Sonne war, Bemerkenswert

sind am Flakstand die

Scharniere für die zum Teil

abklappbare Brüstung.

Darunter sind die

geschlossenen Klappen für

Sehschlitze, Gewehr- und

MG-Luken erkennbar. Der

2cm-Stand war durch einen

Kriechgang mit dem

folgenden Wagen

verbunden.

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Oben: Der getarnte Flakstand mit einem 2em Flakvierling auf dem Panzerzug 72A.

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2 cm FLAKVIERLING AUF

FLAKTURMEN

Zum Schutz der Stadtzentren von Berlin, Harnburg

und Wien wurden im Laufe des Krieges Flaktürme

gebaut. Auf deren Geschütztürmen standen in der

Regel vier 12,8 cm Zwillingsflak und aufgesonderten

seitlich angebauten Plattformen 3,7 cm oder 2 cm

Flakvierlinge 38, die Angriffe von Tieffliegern aufdie

Geschütz- oder Feuerleittürrne abwehren sollten. In

einigen dieser Flaktürme befanden sich im unteren

Teil Schutzräumefür die Zivilbevölkerung. Unter der

oberen Betondecke waren die Unterkünfte der Geräte-

undGeschützbedienungeneingerichtet. DerTransport

der Munition erfolgte über besondere Aufzüge.

Links:

Der Flakturm auf dem Heiligengeistfeld in Harnburg

war noch im Bau. da befanden sich schon zum Schurz

der Baustelle 2cm Flakvierlinge auf einigen der noch

nicht ganz fertigen Planformen.

Unten;

Ein Blick auf eine der Eckplatt formen für die leichte Flak auf dem Lei uurm (L-Turm) Hei ligeugei xtfeld in

Harnburg mit einem 2cm Flakvierling. Dessen Bedi enung befindet sich beim Ger ätee xerzieren. Etwa s abgesetzt

steht der E-Meßmanll mit seinem Em Im R 36. Er trägt das Gerät in Gebrauchsstellung auf dem Schultergestell.

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Oben:

Einer der 2Clll Flakvierfinge auf dem Geschützturm (G-Turm) in Berlin Friedrich shain. Im Hintergrund ist halblinks

der Rathausturm zu erkennen.

Rechts:

Das 3. Geschütz der

2.11.4 14 M il seine r

Bedienung auf dem

Flakturm

HeiIigengcistfeld in

Harnburg.

:\9


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Oben:

Auf der Hauptbühne dieser Flak-Transportfähre. nach

dem Kon strukteuer auch "Siebet-Fähre" genannt . sind

hier zwei 2em Flak 30 aufgestellt. Dies war eine der

Möglichkeiten, die Hauptbühne der Transportfähre zu

bewaffnen . Befestigt wurden die Geschütze mit einern

Klemmstück an jedem Horizontierungsteller, das mit

seinem abgewinkelien Teil über den Rand des Horizontierungsrellers

griff, während sich der gegenüberliegende

Teil an dem Untersetzstück abstützte, Dieses

Stück war auf den Bodenbelag der Fähre aufgeschraubt.

40

FLAK-KAMPF- UND

FLAK-TRANSPORTFÄHREN

Im Frühjahr 1942 entstanden als Sondereinheiten

einige Fähren-Flakabteilungen. Eingesetzt wurden

sie auf dem Ladogasee zur Einkesselung von Leningrad,

ferner vor der Halbinsel Krirn, zwischenSizilien

und Nordafrika und auf der Donau beim Kampf am

Budapest.

Auf zwei großen seefesten Pontons mit geringem

Tiefgang waren bei den Flak-Kampffähren vier 8,8

em Flak 18 oder 36, zwei 2 cm Flak 30 oder 38 sowie

ein Ern 4m R (H) mit Kommando-Rechner (Kdo-Re.l

aufeinem Pendelgestell mit Knaggen und Schrauben

befestigt.Taktischwarendiese Fähren reine flakträger

und waren zur Bekämpfung von Feindflugzeugen

bestimmt. Das Gesamtgewicht der vier Geschütze +

Bedienung + Bereitschaftsmunition + zwei 2 cm Geschütze

mit Bedienung und Munition + Ern 4 m R (H)

mit Kdo.-Re. und Bedienung sowie Funkgerät mit

Mast, Antenne und Bedienung betrug knapp 50 t.

Wie aus dem Namen schon hervorgeht, waren die

Flak-Transportfähren zum Transport von Gütern

oder Truppen bestimmt unter entsprechendem

Flakschutz. Dabei durfte die gesamte Belastung nicht

mehr als SO t betragen. Je nach Auftrag fiel die

Bewaffnung zum Schutz vor Angriffen aus der Luft,

von See oder vom Land unterschiedlich aus, deren

neun Möglichkeiten hier nicht aufgezählt werden

können. ZurAufstellung kamen 2 em Flak30 oder 38,

3,7 cm Flak 36 und ein oder zwei 8,8 cm Flak 18 oder

36 auf Haupt- und Nebenbühnen in Frage. .

Die Nebenbühnen waren abnehm- bzw. versetzbar.

Nach dem Konstrukteur, Oberstlt. d. Res. Siebel

wurden diese Fähren oft "Siebet-Fähren" oder auch

"SS-Fähren" (sehr scliwere) genannt.

Links:

Auf der Hauptbühne

dieser Flak-Transportfähre

steht eine 3,7c111

FInk 38 und je eine

2eln Flak 30 auf den

beiden Nebenbühnen.


Sandini Sammlung

Oben:

Auf dieser Flak-Transportfähre sind am Bug eine

3,7cm Flak 36 und auf der Hauptbühne zwei 2cln

Flak 30 mit Schutzschild aufgesetzt.

42

Oben:

2cm Flak auf einer Flak-Fähre in der Straße von

Kertsch,

Unten :

Eine "Siebel-Fähre" auf Übungsfahrt. Ein gezielres

Abwehrfeuer war von einer solchen Fähre nur bei

ganz ruhigem Wasser möglich, da an den Geschützen

die Kantrichtachse fehlte, wie sie bei den Geschützen

der Marine üblich sind , um Schlingerbewegungeu des

Schiffes ausgleichen zu können .


Sandini Sammlung

Beide Bilder ze ige n die 2cm Flak Oerlikon MK l au f La fe tte MK II A A mit h öhenverstell barem So ck el bei der

Marine. Oben steht das Geschütz auf e ine r Schiffse inheit. unten an Land in Stellung. A uffallend ist das große

Trommelmagazi 11 .

44


Sandini Sammlung

Auf größeren Schiffseinheiten waren auch 2e rn Flakvi erlinge C3R aufge stellt. Sie unterschieden sich von denen

der Landstreitkräfte vor allem dadurch. daß bei den 2em Vierlingen der Marine je ein Seiten- und

Höhcnrichuuann. vorn sitzend. und ein Kantr ichunann erforderlich waren. Letzt erer glich mit Hilfe eines

gro ßen Handrades (Bild unten ) die Stampf- und Schlingerbewegunge u de s Schiffes am Geschütz aus.

45


Sandini Sammlung

46

Oben:

Hier steht die Bedienungsmannschaft

gefechtsbereit mit Schwimmweste auf

dem Geschützstand an ihrem 2cIll

Flakvierling. Gut zu erkennen isl das

große Kantrichthandrad.

Links:

Vom arn Geschütz sind die beiden

unbesetzten Sitze des Seiten- und

Höhenriebtmannes und deren abgedeckte.

miteinander verbundenen

Zieleinrichtungen zu erkennen. Zwei

Bedienungsleute beobachten als Flugmelder

den Luftraum. wobei einer durch

eine Femsprechgarnitur, bestehend aus

einem Kehlkopfmikrofon und einem

Kopfhörer. jederzeit 111it der Feuerleustelle

verbunden war.


Sandini Sammlung

Kennern werden die folgenden Bilder vom 2 cm

Ftakvicrling auf dem Fahrgestell des Panzerkampfwagens

IV nichts Neues bringen. Doch leider

liegt dem Autor kein neues Bildmaterial vom" Möbelwagen"

und vom Flakpanzer "Wirbelwind" vor. Vielleicht

können ihm Leser zu neuen Bildern verhelfen.

Der "Möbelwagen" (Bild unten) stellt eigentlich keinen

echten Panzer dar, weil sein Kampfraum für den

2C01 Flakvierling nach oben offen war. Die senkrechten

Panzerplatten mußten im Gefecht sogar seitlich

abgeklappt werden und boten dann der Bedienung

keinen Schutz mehr. Das Gefechtsgewicht vom "Möbelwagen"

betrug 25 t. Seine Panzerung war 10 bis 80

Olm stark. Mit einer Motorleistung von 272 PS er·

reichte das FahrzeugeineHöchstgeschwindigkeit von

38 krn/h. An Bord waren neben dem Kommandanten

FLAKPANZER MIT 2 cm FLAK

ein Richtsch ütze, zwei Ladekanoniere und der Fahrer.

Einem Flakpanzer näher kam schon die Ausführung

"Wirbelwind" mit dem 2em Flakvierling38 in einem

drehbaren Turm auf dem Fahrgestell des Panzerkampfwagens

IV. Zwar war der Turm zur Belüftung

und zur ungehinderten Beobachtung wegen eines

fehlenden Radars noch nach oben offen, doch blieb

dem Kommandanten, einem Riebtschützen und zwei

Ladekanonieren durch die geschickteAnordnungder

Panzerplatten bei Gefechtstätigkeit genügend Platz.

Die Leistungen des Fahrzeuges waren die gleichen wie

die beim "Möbelwagen", nämlich 272 PS oder38 km!

h. Das Gefechtsgewicht lag mit22 t etwas niedrigerals

das des "Möbelwagens", obwohl die Stärke der Panzerung

auch 16-80 mm betrug.

Unten:

Der Flakpanzer mit seinem 2cIJ1 Flakvierling auf dem Fahrgestell des Pan zerkampfwagens IV wurde wegen

seines Aussehen s bei hochgestellten Panzerplatten "Möbelwagen" genannt. Hier stehen die Seitenbordwände

7.1I1ll Luftzielbeschuß auf e twa 30° und sind durch vom und hinten angebrachte Scharnierplatten in dieser

Stellung fixiert,

"..-

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Oben:

Der Flakpanz er "Möbelwagen mit dem 2cm Flakvierling 38. Seine Seitenbordwände sind hier wie zum Erdkampf

abgeklappt, so daß die Bedienung nur durch den Schild


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Waffen-Arsenal Band 142

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Schutz eines Flußüberganges durch 2crn Flak 30 vor Tieffliegerangriffen.

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