T-Systems - PR Partner

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T-Systems - PR Partner

Best Practice 01 | 2010

Best Practice

Ausgabe 01|2010

Das Kundenmagazin von T-Systems

Sind Sie darauf

vorbereitet?


Foto: T-Systems

Reinhard Clemens, 49,

ist seit Dezember

2007 Vorstand

T-Systems Deutsche

Telekom AG und CEO

von T-Systems.

Wenn Gesellschaft und Wirtschaft immer

enger zusammenwachsen …

… müssen sich Unternehmen schneller und grundlegender

erneuern. Die Finanz- und Wirtschaftskrise

beschleunigt das zusehends. Die Herausforderungen

sind enorm: CIOs und IT-Verantwortliche

operieren im Spannungsfeld zwischen Web 2.0,

Sicherheit und Kosten. Sie müssen Technologietrends

bewerten und einer neuen Generation von

technologiebegeisterten Mitarbeitern – den Digital

Natives – attraktive Arbeitsplätze bieten. Gleichzeitig

soll die IT grün sein und die Mobilität der

Mitarbeiter einfach und sicher.

Worauf sollen sich die Unternehmen also konzentrieren?

Und wie kann Technologie helfen?

T-Systems hat aus den gesellschaftlichen und technologischen

Megatrends fünf Leitthemen abgeleitet,

die ICT als treibende Kraft herausstellen.

Megatrend Nummer 1: Unternehmen beziehen

immer mehr IT-Services aus dem Netz. Wir

nennen das Dynamic Net-Centric Sourcing – hier

geht es im Kern um Cloud Computing. Die Nutzung

von IT-Leistungen nach Bedarf und die

verbrauchsabhängige Bezahlung machen Unternehmen

flexibel. So können sie schnell auf Marktveränderungen

reagieren.

Ein zweiter wichtiger Trend: Collaboration. In jedem

Produkt stecken heute die Leistungen vieler verschiedener

Unternehmen, von Partnern und auch

Kunden. Nicht selten verteilt über den ganzen Globus.

Die Automobilindustrie gilt als Pionier, dort

stimmen sich schon heute zig Zulieferer aufeinander

ab. Für die neuen Formen der Zusammenarbeit

bauen wir maßgeschneiderte Plattformen.

Drittens: Mobilität bleibt ein vorherrschender

Trend. Unternehmen machen ihre Mitarbeiter unabhängig

von Ort, Zeit und Endgerät. Das unterstützt

die Zusammenarbeit und erhöht die Effizienz.

Und die Mitarbeiter freuen sich über die

neue Freiheit. Zur CeBIT bringen wir SAP auf das

iPhone, mit einem App für die mobile Nutzung.

Und wir steigen ein in das vernetzte Automobil,

das neben Handy und PC künftig ebenfalls auf der

Datenautobahn mitfährt.

Egal, ob Services aus der Cloud, virtuelle Zusammenarbeit

oder Mobilität – Sicherheit und

Governance stehen über allem. Keine Frage: Auch

das ist für uns ein Leitthema.

Das fünfte Leitthema ist Nachhaltigkeit. Die

Deutsche Telekom gehört hier zu den Vorreitern.

editorial

Branchen und Märkte verändern sich

immer schneller. Und mit ihnen

die Herausforderungen an CIOs und

IT-Verantwortliche.

Fünf Leitthemen von T-Systems halten

Fragen und Antworten im Takt.

Egal, ob Kunden, Investoren oder Mitarbeiter: Sie

alle machen nachhaltiges Handeln zur Pflicht. Für

viele Unternehmen macht sich das doppelt bezahlt.

Auf der einen Seite erwerben sie die Gunst

ihrer Zielgruppen, auf der anderen erhöhen sie

ihre Produktivität, wenn sie zum Beispiel auf grü-

ne ICT oder Dematerialisierung setzen. Wir sehen

großes Potenzial bereits auf dem Energiesektor,

aber auch Bildung und Gesundheit gehören zu

den Innovationsfeldern.

Mit unseren fünf Leitthemen wollen wir die

vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft

gestalten. Als „Enabler“ unterstützen wir Unternehmen

bei ihren ganz individuellen Herausforderungen.

Gemeinsam in die Zukunft gehen – das

schlägt sich in hoher Kundenzufriedenheit nieder.

Und darauf bin ich stolz.

Übrigens: Einen Ausblick auf die Zukunft

zeigen wir auf der CeBIT. Ich freue mich auf Ihren

Besuch und den Dialog mit Ihnen.

Herzlichst Ihr

Reinhard Clemens

3

Best Practice 01 l 2010


inhalt

aUSGaBE 01|2010

06 News

meeting-Point. Wie kommt ein Hoch‑

leistungsrechner für den Sportwagen‑

bauer Porsche zu nachhaltigen

Lösungen? – Mit High‑Performance

Computing und ICT.

Informations‑ und Kommunikations‑

technik von T‑Systems ist auch das

Rezept, auf das der Energieriese BP,

der niederländische Philips‑

Konzern, die deutsche Polizei oder

der italienische Reifenhersteller

Pirelli und der polnische Pharma‑

vertriebler Torfarm setzen.

ImPressum Best Practice

Das Kundenmagazin von T‑Systems

Herausgeber

Thomas Spreitzer, T‑Systems‑Marketing

Gesamtverantwortung

Gina Duscher

Projektmanagement

Tatjana Geierhaas

Chefredaktion

Thomas van Zütphen (V. i. S. d. P.)

Organisation

Liane Schönefeld

Chef vom Dienst

Stefan M. Glowa

Schlussredaktion

Sebastian Schulin

Autoren dieser Ausgabe: Ralf Bretting, Michael Eder,

Horst Ellerman , Frank Griesel, Michael Hemann,

Roger Homrich, Uwe Kerrinnes, Thorsten Kolle, Matt

Sloan, Hans‑Peter Thelen, Thomas van Zütphen

Verlag

HoFFMann UnD CaMPE VERLaG GmbH,

ein Unternehmen der GanSKE VERLaGSGRUPPE

Harvestehuder Weg 2, 201 9 Hamburg

Tel. (0 0) 1 88‑ 57, Fax (0 0) 1 88‑236

E‑Mail: cp@hoca.de

Geschäftsführung

Dr. Kai Laakmann

Objektleitung HOffmAnn unD CAmPe

Christian Breid

Herstellung

Claude Hellweg (Ltg.), oliver Lupp

Litho

Einsatz Creative Production, Hamburg

Druck

nEEF + STUMME premium printing

GmbH & Co. KG, Wittingen

Copyright

© 2010 by T‑Systems

nachdrucke nur mit Quellenangabe und

Belegexemplar. Der Inhalt gibt nicht in jedem Fall

die Meinung des Herausgebers wieder.

fragen zu Inhalt, Versand oder Bestellungen

BestPractice@t‑systems.com

ISSn 1860‑689X

Fotos: istockphoto (4), Carolin seeliger, Pr ausgewählt

Best Practice 01|2010

[ Individualisierung ]

bewegen

10 Portfolio für alle Fälle

ICT. Gesellschaftliche und technologische Megatrends

verändern die Rahmenbedingungen für Unternehmen

in nie dagewesenem Tempo. Web 2.0, Mobilität und nach‑

haltigkeit sind nur einige der Herausforderungen, die

den Druck auf CIos und IT‑Verantwortliche erhöhen – und

das im Spannungsfeld zwischen steigenden Kosten,

Sicherheit und neuen Technologien. Daraus hat T‑Systems

fünf Leitthemen abgeleitet, die ICT zur treibenden Kraft

bei der Lösung von Kundenherausforderungen machen.

Denn: Dass ein IT‑Dienstleister die zunehmende

Vernetzung der Welt aktiv gestaltet, macht ihn erst zu dem

Enabler, den Unternehmen in Zukunft brauchen.

18 Analyze IT

Glaubwürdigkeit. PaC‑analyst Christophe Châlons über den

Kunden‑nutzwert der Leitthemen von T‑Systems, die Rolle

des ICT‑Dienstleisters innerhalb der Deutschen Telekom, über

das Gute an Krisen und die Schlachtreife heiliger Kühe.

[ nachhaltigkeit ]

[ mobilität ]

[ mobilität ]

[ Globalisierung ]

[ [ Ökologie Aging ] ]

[ Green ICT ]

[ Web 2.0 ]

Bestimmt: ob physikalische

Gesetze wie die Erdan‑

ziehung oder gesellschaftliche

Entwicklungen wie die der

Mobilität – es gibt Dinge, die

sind nicht aufzuhalten. aber

mit ICT lassen sich ihre

Einflüsse auf die Wirtschaft

gestalten.


erfahren

20 managed Workplace

Windows 7. Der rollenbasierte arbeitsplatz

der Zukunft ist hochgradig mobil und flexibel.

Das gewährleisten die Managed Workplace

Services von T‑Systems auch bei einem aktu‑

ellen Umstieg auf Windows 7.

26 Apps fürs Auto

Car ICT. Wer zwischen Fernstraße und Feldweg

seine apps immer dabei hat, fährt sicherer, kann

unterwegs arbeiten und wird mit neuesten

Informationen kontinuierlich versorgt. Routen‑

planer für das autofahren der Zukunft.

28 ICT hebt ab

Aviation. Zwischen Landung und Start: Im

alltagsbetrieb eines Flughafens spiegelt sich die

zunehmende Mobilität der Menschen. Wie

ICT‑Lösungen da Schritt halten? – Follow me!

34 Vordenkerin

mizuko Ito. Die Tokioter anthropologin erforscht

die virtuellen Spielewelten von Jugendlichen und

Kindern. Ergebnis: Ihre Erfahrung mit weltweit

erfolgreichen Fabelwesen macht Digital natives

zu hochinteressanten Mitarbeitern.

36 reportage

Palomar5. 28 Digital natives dieser Welt zogen

ins Zukunfts‑Camp und entwickelten Modelle für

die arbeitswelt von morgen. Heraus kam: eine

avantgarde an Lösungen, die Unternehmen und

multinationale organisationen aufhorchen lässt.

42 Gästebuch

Horst ellermann. Deuten sich Branchen‑

beobachtern andere IT‑Trends an als dem Inner

Circle des Business? Wir baten den Chef‑

redakteur des „CIo‑Magazins“ um Blickwinkel

aus einer gesunden Distanz.

46 CIO Talk

Dr. Ralf Schneider. Der CIo der allianz Deutsch‑

land aG über die größten Herausforderungen der

Zukunft und die Strategie im Spannungsfeld

„Innovationen versus Kostensenkung“.

PODCAST Schon gehört?

www.t-systems.de/podcast

VIDeO Schon gesehen?

www.t-systems.de/videos

BeST PRACTICe OnLIne Schon gelesen?

www.t-systems.de/bestpractice

TWITTeR Schon verfolgt?

www.twitter.com/tsystemsde

BeST PRACTICe AufS HAnDy

Themen der kommenden ausgabe vorab unter

www.t-systems.de/bp-mobile

50 Kontrovers

Chancen & Risiken. „alte Hasen“ und Digital

natives – liegt wirklich Sprengstoff in der Luft,

wenn verschiedene arbeitsgenerationen auf‑

einandertreffen? Wir fragten zwei von ihnen und

bekamen: alles andere als eine Kriegserklärung.

52 Collaboration-Portal

BKK. Die Deutsche BKK baut ihr Intranet

mit Web 2.0 zur Plattform für die unternehmens‑

weite Zusammenarbeit aus.

54 sicherer Türöffner

Am. application Management ist der Schlüssel

zu neuem Handlungsspielraum für CIos, die in

Sachen Innovation und Modernisierung

permanent vor neuen anforderungen stehen.

erleben

Starthilfe: Täglich

reisen mehr als sechs

Millionen Menschen

mit dem Flugzeug.

ohne ICT würde nicht

eines der weltweit

20 000 Passagierflug‑

zeuge abheben.

58 Zeitfenster

3 Stunden in … Hannover sollten CeBIT‑Besucher

mindestens zubringen, um festzustellen:

Die Stadt hat mit Metropolen wie Barcelona zum

Beispiel durchaus attraktive Gemeinsamkeiten.

60 Lebensart

Work-out. Zwischen Business‑Lunch und

Videokonferenz schnell ins Fitnesscenter? als

ausgleichssport zum Meeting‑Marathon

empfiehlt „FaZ“‑Kolumnist Michael Eder ganz

andere Bewegungsmuster.

62 merkenswert

Wirklich wichtig. Was sind die Pre‑Events für den

Juni? CeBIT und Gartners CIo Leadership

Forum in London, die IDC Mobility Conference

in Zürich und das Forrester IT Forum in

Las Vegas. Und auf wen richten die Teilnehmer

all dieser Summits den Blick dann? Richtig – auf

die Herren Torres, Messi, Ronaldo & Co.

arbeiten mit Emotion:

600 junge Leute aus aller Welt hatten sich

beworben – 28 Digital natives zogen ein

in das siebenwöchige Innovations‑Camp der

Deutschen Telekom.

5

Best Practice 01|2010


Foto: istockphoto

20 erfahren

WindoWs 7

Gezähmte Vielfalt

Wir suchen das Individuelle.

Doch das hat seinen Preis –

auch in der IT. So machen Hunderte

verschiedener PC- und Laptop-

Varianten den Großunternehmen

das Leben schwer.

Es geht auch anders.

servicemitarbeiter in den iT-Abteilungen

können ein Lied davon singen. Tagtäglich

schwärmen zig PC-doktoren in ihren Unternehmen

aus und löschen einen Brandherd nach

dem anderen. sie tun, was sie können, aber fühlen

sich oft wie Hamster im Laufrad. Es klemmt an allen

Ecken und Enden.

Zwar tauschen Unternehmen aus abschreibungstechnischen

Gründen ihre Hardware regelmäßig

nach drei bis vier Jahren aus. die Hardware

selbst ist aber weniger das Problem der Fehlerhäufung.

Meistens klemmt die software, denn das

sammelsurium an Programmen zwingt manchen

PC in die Knie. dazu kommen technikbegeisterte

Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatzrechner als spielwiese

für alle möglichen Tools und Tipps aus der

neuesten „Computer Bild“ verstehen. da wird beschleunigt

und aufgespielt, was die speicher hergeben.

Bis nichts mehr geht und nur noch die

Profis helfen können.

sonderwünsche aus den Fachabteilungen ergänzen

die Vielfalt. das Marketing braucht Grafikprogramme,

der Außendienst ein neues servicetool

oder die Entwickler spezielle CAd-software

– und für alles braucht es support. der kostet, was

manche Unternehmen allerdings unterschätzen,

da die wahren Kosten im desktop-Bereich intransparent

sind. Mehr als zwei drittel des Gesamtaufwands

für die Lebenserhaltung eines desktop-PCs

oder Laptops fließen in service, support, Wartung

und Updates. das macht die unverzichtbaren Helfer

über ihren gesamten Lebenszyklus zu wahren

Geldfressern.

Best Practice 01 l 2010

⁄ SERVICE

neben „office“ und „Traveller“ ist „service“ eines der

typischen Arbeitsszenarien, in denen die Managed

Workplace services 80 Prozent aller desktop-PC- und

Laptop-Arbeitsplätze eines Unternehmens abdecken.

Lesen Sie hier:

⁄ warum sich jetzt der Umstieg auf

Windows 7 geradezu anbietet, um

bodenlose Kostenfallen über

desktop-Virtualisierung, standardisierung

und Thin Clients zu deckeln,

⁄ wie ihre Mitarbeiter mit dem neuen

Rollenkonzept der Managed

Workplace services von T-systems

punkten,

⁄ welche Entscheidungshilfen ihnen das

special Agent Tool der Testfactory von

T-systems bietet, wenn sie – wie 94

Prozent aller Cios – schon konkret mit

Windows 7 planen.

Foto: XXX xxx


Foto: XXX xxx

21

Best Practice 01 l 2010


Fotos: istockphoto (3), PR

22

erfahren

WindoWs 7

⁄ OFFICE

spezielle softwarepakete und services für die jeweilige

Arbeitssituation gehören zu den Basisvarianten, mit

denen „Windows 7 included“ alle typischen Arbeitsszenarien

abbildet. software und laufende Updates werden

automatisch über das netz eingespielt.

Königsweg Virtualisierung

Aus dieser Kostenfalle führen drei Wege: desktop-

Virtualisierung, standardisierung und Thin Clients.

„der Umstieg auf Windows 7 bietet sich geradezu

an, um sich gleichzeitig über einen oder mehrere

dieser Wege ernsthaft Gedanken zu machen“,

sagt Horst Reichardt, Leiter des desktop-Bereichs

von T-systems. „Eine virtuelle desktop-Landschaft

ist einfacher zu managen, billiger und zudem sicherer

als herkömmliche PC-strukturen.“ Um mehr

als 40 Prozent lassen sich die Total Cost of ownership

im Vergleich zu einem gemanagten PC senken,

hat das Fraunhofer-institut Umwelt-, sicherheits-,

Energietechnik in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

„PC vs. Thin Client“ errechnet. Zudem

haben Thin Clients mit durchschnittlich 60 Monaten

eine längere Lebensdauer im Vergleich zu ihren

fetten Kollegen, die in der Regel nach 36 Monaten

ausgemustert werden.

dass Virtualisierung von Clients inzwischen in

den Unternehmen auf der Agenda steht, zeigen

die Ergebnisse einer Umfrage des Beratungshauses

Centracon. Fast die Hälfte aller befragten

309 Unternehmen glaubt, dass Virtualisierung effizienter

und wirtschaftlicher ist als klassische

desktop-strukturen. Und noch mehr setzen sie auf

höhere Flexibilität und einfacheres Management.

Arbeitsplatzsysteme lassen sich kurzfristig abmanagen

oder erweitern.

Managed Workplace services

den Trends nach mehr Virtualisierung und stan-

dardisierung folgend, hat T-systems seine desktopservices

kräftig durchgerüttelt und abgespeckt.

Best Practice 01 l 2010

Weniger ist mehr. „Wirklich neu ist das klare Rollenkonzept,

mit dem wir unsere Managed Workplace

services hinterlegt haben. Mit drei Rollen

decken wir mehr als 80 Prozent aller desktop-PC-

und Laptop-Arbeitsplätze eines Unternehmens

ab“, ist Hagen Rickmann, Leiter Portfolio & offering

Management bei T-systems, überzeugt.

„Windows 7 included“ heißt es für die Arbeitsplätze

von der stange. sie bilden mit den Ausprägungen

„service“, „office“ und Traveller“ drei

typische Arbeitsszenarien ab und enthalten in den

Basisvarianten neben dem Betriebssystem, office,

Virenscanner, Explorer sowie Hilfsprogrammen

spezielle softwarepakete und services für die jeweilige

Arbeitssituation. Weiterhin im Programm:

der servicedesk, eine zentrale datenablage,

E-Mail-Postfächer. software und laufende Updates

werden automatisch über das netz eingespielt.

Die rollenbasierten Desktop- oder Laptop-

Pakete gibt es zum Festpreis pro Monat. Reichardt:

„da auch die laufenden services in den Paketen

enthalten sind, können Kunden die Kosten

für ihren desktop-Betrieb genau kalkulieren. Böse

Überraschungen sind ausgeschlossen.“ Monatlich

spielt T-systems aktuelle sicherheits-Updates der

verschiedenen Hersteller auf, und zweimal pro Jahr

wird jeder Rechner über Fernwartung bereinigt

und auf den neuesten stand gebracht. Analysten

haben ausgerechnet, dass allein die automatisierte

Einführung einer neuen software die Kosten pro

Anwender um fast 90 Prozent gegenüber einer

manuell betriebenen senkt und rund 70 Prozent

im Vergleich zu einer zentralen iT ohne Automatisierung.

Entscheidender ist aber, dass mit dem

„ Wirklich neu ist das klare Rollenkonzept, mit

dem wir unsere Managed Workplace services

hinterlegt haben. Mit drei Rollen decken wir

mehr als 80 Prozent aller desktop-PC- und Laptop-

Arbeitsplätze eines Unternehmens ab.“

Hagen Rickmann, Leiter Portfolio & offering Management bei T-systems

Der langsame

Abschied von XP

neun Editionen, drei service Packs,

Millionen von PCs weltweit – Windows XP

hat in acht Jahren viel erlebt. seit dem

30. Juni 2008 ist schluss, Microsoft hat

den Vertrieb eingestellt.

Bis April 2009 gab es den „Mainstream

support“, der sicherheits-Updates, Hotfixes

und support beinhaltet. in diesem Zeitraum

wurden durch service Packs noch neue

Features eingebaut. seit April 2009 gilt der

„Extended support“, welcher bis April 2014

läuft. in dieser Zeit unterstützt Microsoft mit

support und sicherheits-Updates. Ausnahme:

Kunden mit einer kostenpflichtigen

supportvereinbarung können auf nachfrage

zusätzlich nicht sicherheitsrelevante Patches

anfordern. noch bis 2014 sollten XP-User

somit zumindest sicher unterwegs sein.

Allerdings sollten alle Anwender darauf

achten, spätestens am 13. Juli 2010 auf das

service Pack 3 umzusteigen. die Unterstützung

für das zweite service Pack endet

an jenem Tag.

Foto: XXX xxx


Foto: XXX xxx

Herzen und nieren

Wer auf Windows 7 umsteigen will, muss sich viele Fragen stellen. Sichere Antworten und zuver-

lässige Risikoanalysen bietet ein Application-Readiness-Test in der T-Systems-Testfactory.

die Analysten von Goldman sachs trauen Windows 7 fast magische Kräfte

zu. das neue Microsoft-Betriebssystem trage entscheidend zur Überwindung

der Krise in der iT-Branche bei, verkündeten die investmentbanker Ende

2009. dies sei auf die steigende Bereitschaft der Unternehmen zurückzuführen,

auf Windows 7 zu wechseln. BMW, Ford, intel oder Eon – die Liste der

Großunternehmen, die den Umstieg besiegelt haben, ist jedenfalls lang. 94

von 100 befragten Cios planen laut Goldman sachs mit Windows 7. Fast ein

drittel davon will schon in diesem Jahr den Wechsel durchführen, und weitere

28 Prozent folgen 2011. Höhere Kosteneffizienz und Mitarbeiterproduktivität

erwartet beispielsweise Karl-Erich Probst, Cio BMW Group, vom Umstieg

auf Windows 7.

Genau wie bei BMW erfolgt der Wechsel auf das neue Betriebssystem aber

in den meisten Unternehmen nicht im Blindflug. in Pilotprojekten prüfen sie

Windows 7 auf Herz und nieren. T-systems hat in Mannheim eine Testfactory

aufgebaut, die jedes Jahr rund 3500 Applikations-Kompatibilitätstests durchführt.

2009 galt ein schwerpunkt den Windows-7-Checks. Zum Einsatz

kommt ein „special Agent Tool“, ein spezieller Application-Readiness-Test,

mit dem sich das Risiko eines Wechsels abschätzen lässt. im Anschluss an

den Test erhalten Kunden für jede Applikation ein Testergebnis und eine

Empfehlung für das weitere Vorgehen. Leiter der Testfactory und des Client

Engineering bei T-systems ist Michael Birzele, der weiß, wo es beim Umstieg

auf Windows 7 haken könnte.

Herr Birzele, die Prognosen für den geplanten Umstieg der Unternehmen

auf Windows 7 sind unterschiedlich. Laut den Beratern von Information

Technology Intelligence warten knapp 40 Prozent von 1200 befragten

Firmen ab. Unter anderem befürchten sie Kompatibilitätsprobleme.

XP hat mit Windows 7 einen würdigen nachfolger gefunden. Trotzdem muss

ich denen Recht geben, die nicht überstürzt umsteigen wollen. seit XP oder

Vista hat sich so viel auf dem softwaresektor getan, dass garantiert nicht alle

Programme reibungslos mit Windows 7 harmonieren werden. Wir haben in

bisherigen Tests eine durchschnittliche inkompatibilitätsquote von etwa

16 Prozent festgestellt. das heißt positiv umgekehrt: immerhin vier von fünf

Anwendungen laufen reibungslos auf dem neuen Betriebssystem. dies ist

eine sehr gute Quote.

Welche Fragen stellen sich für den Umstieg? Bestehen besonders viele

Probleme mit Individualsoftware?

Wer umsteigen will, muss sich viele Fragen stellen: sind meine individualisierten

office-Produkte oder die Business-Applikationen wie etwa sAP, siebel,

navision oder Archive unter Windows 7 lauffähig? Funktionieren unsere Hardwaretreiber

dann noch? Welche Applikationen laufen einwandfrei, und welche

müssen angepasst werden? Bis hin zu der Frage, ob im Zuge des Umstiegs

die Hardware getauscht werden muss. Generell macht individualsoftware

in Kombination mit anderen Applikationen auf dem Workplace die meisten

Probleme (interoperabilität). die Eigenentwicklungen müssen im Vorfeld

sehr genau untersucht und vor einer Migration bewertet werden. Wer sich dabei

in der Vergangenheit aber stark an der typischen Microsoft-Welt orientiert

hatte, wird es auch hier einfacher haben.

Was können die Unternehmen mit den Programmen tun, die nicht so

richtig unter Windows 7 laufen wollen?

Hier bieten sich Virtualisierungslösungen an. Mit Microsoft Enterprise desktop

Virtualization (MEdV) oder auch der Application Virtualization (App-V)

können Unternehmen ihre geschäftskritischen Applikationen kurzfristig lauffähig

machen. Es gibt dabei sicherlich keinen Pauschalansatz. die Empfehlung

für unsere Kunden lautet daher, sich der Lösung aus der sicht der

standardisierung und des Endanwenders zu nähern.

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Best Practice 01 l 2010


Fotos: Getty images, PR (3)

24 erfahren

WindoWs 7

nervennahrung: Mit dem Traveller-Arbeitsplatz von

T-systems greifen mobile Arbeiter mit verschiedenen Endgeräten

auf ihre persönliche Arbeitsumgebung zu.

das ermöglicht entspanntes Arbeiten sogar im Kaffeehaus.

rollenbasierten Konzept die desktop-Landschaft

standardisiert und automatisiert wird: die Endanwender

stehen im Mittelpunkt. sie sollen ihre

Aufgaben optimal erledigen können. Technische

spielereien und Ausnahmen von den Ausnahmen

darf es nicht mehr geben.

„Eine gute idee“, findet stefan Zimmermann,

„desktops nur aus sicht der nutzer zu betrachten.“

der Außendienstmitarbeiter eines großen Kölner

Versicherungsunternehmens macht Pause in

einem „starbucks“, vor sich Kaffee und Brownie

und einen aufgeklappten Laptop. Mehrere hundert

Außendienstler seien in seiner Firma jeden

Tag zu Kunden unterwegs. ohne Laptop gehe da

nichts. „das Gerät stellt mir die Zentrale. da ist

alles vorkonfiguriert“, sagt Zimmermann. „ich weiß

aber von einigen Kollegen, dass sie mit technischem

Halbwissen ihren Laptop ein wenig aufmöbeln.

Und dann gibt es andauernd Probleme

mit dem Gerät, was viel Zeit und nerven raubt.“ im

Prinzip würden ihm gängige office-Programme

plus versicherungsspezifische software für seinen

Job reichen. das Wichtigste sei aber der Zugriff

auf alle persönlichen informationen wie E-Mails,

Kontakte und Termine. „Und natürlich auf die

Kundendaten“, sagt Zimmermann. „die rufe ich

zentral ab.“

Aus ‚n‘ mach drei

der Traveller-Arbeitsplatz von T-systems geht einen

schritt weiter. Mit ihm greifen mobile Mitarbeiter

mit verschiedenen Endgeräten auf ihre persön-

Best Practice 01 l 2010

liche Arbeitsumgebung zu. so, wie man seinen

Rechner im Büro oder das notebook runterfährt,

öffnet sich der desktop wieder an der gleichen

stelle. Um die daten muss man sich keine sorgen

machen. sie liegen nicht auf der Festplatte, sondern

sicher im Rechenzentrum, und den Weg

durchs netz nehmen sie verschlüsselt. Windows

Mobile, RiM, symbian oder iPhone: der Traveller-

Arbeitsplatz versteht sich mit jedem Betriebssystem

für smartphones und PdAs, und der Zugang

zum netz erfolgt unter anderem über WLAn,

UMTs oder dsL.

Eine weitere Anforderung im Unternehmen

bedient der service Workplace, der auf dem Einsatz

von Thin Clients basiert. Auch hier kommen

alle erforderlichen Programme und daten über

das netz. damit eignet sich der service Workplace

für alle Arbeitsplätze, die von wechselnden Mitarbeitern

genutzt werden, oder für Mitarbeiter, die an

verschiedenen Einsatzorten auf daten zugreifen

müssen. Ein service Workplace eignet sich beispielsweise

für Callcenter oder Berater in einem

Fachgeschäft. sie brauchen keine Clients mit Festplatte,

da sie für ihre Arbeit immer auf zentral gespeicherte

informationen einer datenbank zugreifen.

sie können sich also an jedem beliebigen

Rechner mit Passwort anmelden und arbeiten. da

sich Thin Clients ohne Aufwand installieren lassen,

ist es möglich, sich service Workplaces zu- oder

abzubuchen – ganz ohne Hardware.

den Klassiker bildet schließlich der office

Workplace ab, der aus einem klassischen Fat

Client besteht. Er enthält neben dem Basispaket

alle Freiheiten, rechenintensive Aufgaben mit spezialsoftware

zu erledigen.

„Wir gehen mit den Managed Workplace services

konsequent den Weg, iT-Arbeitsplätze aus

reinen servicekomponenten anzubieten“, fasst

Rickmann das rollenbasierte Konzept zusammen.

„der gesamte Betrieb ist pro nutzer abgebildet.

sonderwünsche sind strikt limitiert. das Einzige,

was oben draufkommt, ist die Hardware.“ Vielleicht

bekommen desktop-Landschaften in den

Unternehmen doch endlich die Rolle, die ihnen gebührt:

fleißige Helfer zu sein, die einfach nur fehlerfrei

funktionieren.

Rickmann blickt abschließend noch in die

Workplace-Zukunft. die Art und Weise des Arbeitens

verändere sich rasant. Zum Beispiel von den

Wissensarbeitern erwarte man heute, auch außerhalb

klassischer Büroarbeitszeiten verfügbar zu

sein. „dazu müssen informationen von überall und

immer verfügbar sein. Mit unserem My Access Key

beispielsweise holen sie zu Hause oder unterwegs

mit dem privaten netbook den eigenen Arbeitsplatz

auf den Bildschirm“, sagt Rickmann. „das

kann nur T-systems, denn wir sind der einzige integrator,

der informations- und Kommunikationstechnik

tatsächlich als durchgängige Leistung

Ende-zu-Ende anbietet.“

RoGER HoMRiCH

Kontakte: bernd.brand@t-systems.com (Windows 7)

peer.baumann@t-systems.com (Managed Work-

place services)


Foto: XXX xxx

⁄ TRAVELLER

Mit den neuen Tools haben selbst Außendienstmitarbeiter,

die nicht direkt ans Firmennetzwerk angeschlossen sind, sicher

und unterbrechungsfrei Zugang zur Zentrale.

Neues Tool-Set

an Bord

Viele schlaue Tools bringt Windows 7 als

integrierte Bestandteile von Haus aus mit.

Wo früher extern teure software implementiert

werden musste, die zudem nicht unterstützt

wurde, treten jetzt die Windows-eigenen Tools

an. Jedes mitgelieferte Tool senkt die

Fehlerquellen und die Kosten für Extra-

lizenzen. Für die systemintegratoren wird die

Arbeit leichter.

⁄ Mit „direct Access“ loggen sich Mitarbeiter

über das neueste internetprotokoll (iPv6) in

ihr Firmennetzwerk ein.

⁄ Administratoren steuern mit „AppLocker“,

welche Programme auf den Arbeitsplatzrechnern

gestartet werden dürfen, und

schließen somit unerwünschte Anwendungen

aus.

⁄ der „BitLocker“ ist eine automatische

Festplattenverschlüsselung. damit

wird verhindert, dass ein dieb ein anderes

Betriebssystem startet oder ein Tool

verwendet und so die datei- und

systemverschlüsselung von Windows 7

umgeht.

⁄ Mit der Ergänzung „BitLocker to go“ werden

auch UsB-devices verschlüsselt, zum Beispiel

UsB-sticks, UsB-Festplatten und so weiter.

sinnvoll, denn bei Großunternehmen herrscht

gerade bei der UsB-Funktionalität eine der

größten sicherheitslücken.

⁄ Automatisierungsmöglichkeiten und einge-

baute Fehlerbehebung vereinfachen die

installation und reduzieren die Administrationskosten.

Windows 7 erlaubt die direkte

Fehlerbehandlung aus der Ferne.

⁄ selbst Außendienstler, die nicht direkt ans

Firmennetzwerk angeschlossen sind,

erhalten sicher und unterbrechungsfrei Zugang

zur Zentrale.

Für olaf Heyden, Leiter

iCT-operations bei

T-systems, geht es bei der

Umstellung auf

Windows 7 um den

sprung von „gut

funktionierenden

Krücken“ hin zur state-ofthe-Art-Technologie.

strategische Komponente

drei Fragen an olaf Heyden, Geschäftsführer T-systems

und Leiter iCT-operations

Herr Heyden, Windows 7 kommt im Markt gut an. Was macht das

neue Betriebssystem so interessant für Unternehmen?

Auch wenn Windows 7 einige Features bietet, die eine echte Weiterentwicklung

darstellen, ist weniger das Produkt selbst das interessante. Windows 7

hat vielmehr eine strategische Komponente. Microsoft hat sich mit Vista wenig

Freunde gemacht. daher haben viele Unternehmen auf einen Umstieg

von XP auf Vista verzichtet. nun besteht in der desktop- und notebook-Landschaft

ein echter investitionsstau. immerhin arbeiten die meisten Unternehmen

seit fast zehn Jahren auf XP. Hierfür läuft der support bald aus.

Warum sprechen Sie von einem Investitionsstau? Mit Windows 7 ändert

sich doch letztendlich nur das Betriebssystem.

in zehn Jahren XP hat sich einiges auf dem softwaremarkt verändert. Zwar

hat Windows durch Patches XP immer wieder anpassen können, aber auf

dauer ist daraus eher eine – wenn auch gut funktionierende – Krücke entstanden,

die nicht mehr in allen Belangen state of the Art ist. Unternehmen

konnten daher im Wesentlichen nur in Hardware investieren. dies ist jedoch

nur die äußere Hülle. Entstanden ist aber über die Jahre eine sehr komplexe

softwarelandschaft, die sich nur noch mit großem Aufwand managen lässt.

Es gibt Berechnungen, nach denen mehr als zwei drittel der Kosten über den

gesamten Lebenszyklus eines PCs oder Laptops auf support, service und

Wartung entfallen. dies ist ein gewaltiger Anteil.

Wie lautet Ihr Rezept gegen diese Entwicklung?

Wie in den Rechenzentren müssen Unternehmen auf einen Mix aus Virtualisierung

und standardisierung umsteigen. die allermeisten Anwendungen,

die wir auf unseren desktops nutzen, sind standardprogramme wie

office. Auch die meisten Unternehmensanwendungen nutzen wir längst

übers netz. dazu zählen Geschäftsanwendungen wie sAP. Windows 7

bietet nun die Chance, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen:

Umstieg auf ein modernes Betriebssystem, gleichzeitig Einführung

einer desktop-Virtualisierung, Rückbau der Variantenvielfalt

auf wenige, standardisierte Arbeitsplatzsysteme und,

wo immer möglich, Wechsel von Fat auf Thin Clients. dies alles

spart viel Geld, und gleichzeitig verbessern die Unternehmen

ihre Energiebilanz.

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Best Practice 01 l 2010


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Am Vortag der Reise, Berlin 16:00 ⁄ 0 km

Wissen, wo’s langgeht

Die Ferien verbringt Familie Walther aus Berlin dieses Jahr in Spanien.

Die knapp 1900 Kilometer lange Fahrt mit dem neuen Auto plant Vater Klaus

an seinem Home-PC. Quer durch Deutschland, eine Übernachtung in

Frankreich und weiter bis zum Zielort Barcelona – die individuelle Reiseroute

stellt der 44-Jährige online zusammen. Die gemeinsame Konnektivitäts-

lösung der Deutschen Telekom und Continental ermöglicht ein „Seamless

Route Planning“, ruft die Daten während der Fahrt ab und ergänzt sie

mit standortbezogenen Informationen.

Apps erobern die Straße

Frankfurt am Main 14:00 ⁄ 550 km

Kontaktfreudig

In Frankfurt am Main legen die Walthers einen geschäftlichen Zwischenstopp

ein. Vater Klaus hat kurzfristig die Bestätigung für einen wichtigen Kundentermin

erhalten, und die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch will sich

der Vertriebsprofi nicht entgehen lassen. Leider hat ihm sein Sekretariat im

Kalendereintrag keine Adressdetails genannt. Also stellt er eine Verbindung

zum Businessnetzwerk Xing her. Von dort kann Klaus Walther die Kontaktdaten

seines Kunden mit einem Klick elegant ins Fahrzeug übernehmen und direkt in

sein Adressbuch eintragen. Mobile Enterprise sei Dank!

Mediencenter

Start in Berlin 9:00 ⁄ 15 km

E-Mail ist auch an Bord

Mutter Sabine arbeitet als HR-Spezialistin in einem großen Logistikunternehmen

und hat am Vorabend ihre geschäftliche Korrespondenz nicht ganz geschafft.

Ist aber kein Problem: Sie kann auch im Auto schnell und sicher auf ihren Account

bei T-Online zugreifen und sich E-Mails bequem vorlesen lassen. Das Antworten

geht sogar leichter als mit ihrem Notebook: Die Spracherkennung hört auf Namen,

vervollständigt Empfängerdaten automatisch und gleicht sie mit Sabines

persönlichem Adressbuch im Internet ab.

Autobahn A5 17:00 ⁄ 770 km

Gute Unterhaltung

Maximilian Müller

Auch in den Urlaub nach Spanien fährt das Internet mit

Wer Apps im Auto hat, ist einfach besser unterwegs. Eine Vielfalt von Services ermöglicht mobiles

Arbeiten während der Fahrt, bietet Unterhaltung, jede Menge Informationen und mehr Reisekomfort.

In einer Technologiepartnerschaft haben die Deutsche Telekom und der Automobilzulieferer

Continental mit AutoLinQ eine Lösung entwickelt, mit der Apps zur Serienausstattung in allen

Fahrzeugklassen werden können. Neben mobilen Diensten bringt sie erstmals personalisierte

Applikationen ins Fahrzeug und schließt eine der letzten Lücken in der Onlineversorgung.

Anrufen

Vorlesen

Auf der Weiterfahrt Richtung Basel bemerkt der zwölfjährige Sohn Patrick,

dass er sein Lieblingshörbuch „Die drei ??? und der Fluch des Piraten“

nicht mehr auf seinem iPod finden kann. „Wenn ich nur alle Probleme mei-

nes Sohnes so leicht lösen könnte“, denkt sich Vater Klaus und stellt

eine Verbindung zum Mediencenter der Deutschen Telekom her, wo er

die Audiodatei vorausschauend abgespeichert hat. Sofort herrscht

auf der Rückbank Ruhe – dank integriertem Kopfhöreranschluss für über

eine Stunde.


Personen

Hotel

Restaurant

Zwischenstopp Frankreich 20:00 ⁄ 1015 km

„… deux chambres, s’il vous plaît“

Das geplante Tagesziel erreichen die Walthers trotz mehrerer Pausen pünktlich

am Abend. Die Stimmung ist gut, und der Familienrat beschließt spontan, noch

ein Stück dranzuhängen. Mutter Sabine sucht ein neues Übernachtungsdomizil

und findet im Internet ein verträumtes französisches Château. Ein kurzer Anruf

via Sprachwahl, und zwei Doppelzimmer sind reserviert. Für die Rückfahrt

speichert Sabine Rufnummer und Adresse des Hotels in ihrem persönlichen

Online-Telefonbuch.

Zweiter Reisetag in Spanien 14:00 ⁄ 1765 km

Pannenhilfe online

Am nächsten Morgen geht es früh weiter. Der Wagen rollt bereits über

spanische Straßen, da passiert es: Der Motor stottert. Einspritzanlage,

Zündung, schlechtes Benzin? Keine Ahnung. Klaus Walther kann die Fahrt nicht

fortsetzen. Im Display sieht er die nächste Fachwerkstatt in 20 Kilometern

Entfernung. An sie übermittelt die Road-Assistance-Hilfe alle Daten, die für

eine schnelle Reparatur nötig sind: Modell, Fahrgestellnummer, Diagnosedetails.

Der Mechaniker, der zur Reparatur kommt, weiß exakt, welche Teile er

mitbringen muss.

Illustrationen: Sascha Bierl

POIs

Ankunft in Barcelona 18:00 ⁄ 1905 km

Die Sonne scheint bei Tag und Nacht

erfahren

CAR ICT

Nach etwas mehr als einer Stunde sind die Walthers wieder unterwegs

Richtung Barcelona. Noch vor dem Einchecken im „Catalunya Plaza“

gegen 18 Uhr steht ein Besuch der Sagrada Família von Antoni Gaudí auf

dem Programm. Ein Dreh im Navimenü, und schon steuert Klaus Walther

ein Parkhaus ganz in der Nähe von Spaniens berühmtester Basilika an.

Kurz vor dem Aussteigen kommt ein Nachrichten-Update von T-Online rein:

Daheim in Berlin regnet es bei 15 Grad. In Barcelona scheint die Sonne.

Der Urlaub fängt gut an. RALF BRETTING

27

Erleben Sie Car ICT und AutoLinQ

live vom 2.-6. März 2010 auf der

CeBIT in Hannover am Stand der

Deutschen Telekom in Halle 4.

Kontakt:

marcus.heitmann@telekom.de

Best Practice 01 l 2010


28

erfahren

aviation

Best Practice 01 l 2010

Beflügelnde

technik

airports sind das nadelöhr

im internationalen Flugverkehr.

iCt-Lösungen von

t-Systems helfen, den weltweit

20 000 verkehrsflugzeugen

möglichst schnell das „Ready

for take-off“ zu erteilen.


Foto: XXX xxx

Laut Schätzungen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens

IDC arbeiten Ende 2011 rund eine Milliarde Menschen weltweit mobil.

Viele von ihnen reisen regelmäßig mit dem Flugzeug. So starten und

landen schon heute allein auf den deutschen Airports rund 9000 Flugzeuge

pro Tag. In den vergangenen beiden Dekaden hat sich damit der

Flugverkehr mehr als verdoppelt. ICT-Systeme der Airports sorgen dafür,

dass Fluggäste zügig und komfortabel abgefertigt werden, die Zeit

am Flughafen produktiv nutzen können und ihr Ziel pünktlich erreichen.

29

Best Practice 01 l 2010

Foto: Getty images


30

Lesen Sie hier …

⁄ wie airlines Geschäftsreisende mit Location

Based Services schnell und zuverlässig zum

Flughafen lotsen,

⁄ wie Flughäfen mit iCt-Unterstützung weltweit

dafür sorgen, dass Passagiere

problemlos das richtige Gate finden und zügig

und komfortabel abgefertigt werden,

⁄ wie eine zentrale Lösung das gesamte

Personal bis hin zur verkehrszentrale

mit einheitlichen informationen in Echtzeit

versorgt.

Wie immer hat es Jörg Börs eilig. notgedrungen ist der Manager vielflieger.

Eher selten am Schreibtisch in der Firmenzentrale. Seinen

heutigen Flug nach Rom hat seine Sekretärin bereits online gebucht.

Die digitale Bordkarte hat ihm die airline daraufhin auf sein Handy

geschickt.

Zusammen mit der Buchung hat Börs’ Sekretärin ihren Chef für Location

Based Services (LBS) der Fluggesellschaft angemeldet. Schon Stunden vor

abflug informiert der Dienst den Fluggast, dass seine vorgesehene anfahrtstrecke

zum airport durch eine vollsperrung nicht zu befahren ist. Fortan ortet

das System Börs’ Mobiltelefon regelmäßig, um ihn rechtzeitig im Büro

loszueisen und ihn über eine alternative Route pünktlich auf die Reise zu

schicken. auch während der Fahrt überprüft LBS in regelmäßigen abständen

via Handy Börs’ aktuelle Position.

Erkennt die Lösung auf dem Weg, dass Börs seinen Flug aufgrund einer

neuen verkehrsstörung nicht rechtzeitig erreicht, schickt sie ihm eine SMS

mit der telefonnummer des airline-Callcenters und nennt ihm alternative

Flüge. Er wählt die angezeigte nummer und bucht kurzfristig um. Zu sehen,

wie durch äußere Umstände der eigene Schedule „fremdbestimmt“ zu Makulatur

wird, löst bei Börs zwar keine große Begeisterung aus. Doch mit

Unterstützung der Kundenbetreuung seiner airline können berufliche vielflieger

wie er last minute auf terminänderungen und plötzliche verzögerungen

reagieren.

Schnelles Einsteigen per Fingerabdruck

am Flughafen teilen digitale anzeigesysteme Börs’ Start- und Landezeiten in

Echtzeit mit und führen ihn direkt zur Sicherheitskontrolle und zum Gate. Mit

der Bordkarte im Handy, auf dem sein digitaler Fingerabdruck hinterlegt ist,

geht es ohne Warteschlangen vor Check-in-Schaltern zum Boarding Gate. Dort

hält der Manager seinen rechten Zeigefinger auf einen Scanner und lässt den

abdruck mit dem verschlüsselten Zwilling auf dem Mobiltelefon abgleichen.

Mit der gewonnenen Zeit hat er die Ruhe, um im netz seiner Company

noch einmal auf applikationen und Daten zuzugreifen sowie seine Kundenpräsentation

zu aktualisieren. Unabhängig vom Endgerät ist das arbeiten im

Boarding-Bereich über eine sichere Wan-verbindung kein Problem.

Best Practice 01 l 2010

Einheitliche informationsbasis

Zeitnahe, umfassende informationen sind das a und o für sämtliche Flughafenprozesse.

verschiebt sich die ankunft einer Maschine nur um wenige

Minuten, wird eine ganz andere „Maschine“ von Konsequenzen in Gang gebracht.

Flieger werden vom tower auf neue Positionen gelotst, Follow-Me-

Cars fahren andere Routen, und das Boarding der Passagiere erfolgt an

Gate 17 statt 22. im selben Moment müssen sich auch Gepäcktransporteure,

tankwagen und Caterer neu orientieren.

Doch an nicht wenigen airports dieser Welt verfügen die an abfertigungsprozessen

beteiligten Bereiche der Flughäfen, airlines und externen

Dienstleister nur über informationen aus den eigenen anwendungen. Sich

über jede aktuelle Änderung telefonisch oder per Zuruf untereinander zu

verständigen, führt in der Hektik schnell zu Missverständnissen und verzögerungen.

Liegen hingegen alle Daten zentral vor, verfolgen die Mitarbeiter den kompletten

abfertigungsprozess online auf ihrem PC. Dafür wird t-Systems zum

Beispiel am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg, der 2011 mit einer Kapazität

von bis zu 27 Millionen Passagieren jährlich startet, neben dem aufbau

der netzwerkinfrastruktur eine spezielle iCt-Lösung zur schnellen und reibungslosen

abfertigung implementieren. Das taMS (total airport Management

System) versorgt das gesamte Personal bis hin zur verkehrszentrale zuverlässig

und präzise mit einheitlichen informationen. Über ein geografisches

informationssystem haben die Mitarbeiter am Boden und im tower eine virtuelle

vogelperspektive auf alle Prozessstationen innerhalb des Flughafengeländes.

Sie sehen mit der verkehrssteuerungslösung etwa, dass eine verspätete

Maschine aus new York auf einer anderen Position als ursprünglich

vorgesehen angedockt hat und dass sie die Fluggäste zu einem anderen Gate

umleiten müssen. So lassen sich Flugzeug- und Passagierprozesse nahtlos

koordinieren.

Ergebnis: vom touchdown auf der Landebahn bis zum „Ready for takeoff“

reduzieren sich die Umschlagzeiten der Maschinen, und die Gates wer-

den schneller für die abfertigung anderer Flugzeuge frei. Das bedeutet mehr

Flüge pro tag, kürzere Wartezeiten für die Passagiere und eine höhere Wirtschaftlichkeit

für den Flughafen.

Fotos: Getty images


Das SAMS

steuert an

16 deutschen

Flughäfen die

Vergabe von

2,2 Millionen

Slots pro Jahr

an 250 internationaleFluggesellschaften.

an Spitzentagen registrieren

die deutschen airports heute

bis zu 10 000 Flugbewegungen.

Bis 2020 wird das

Passagierflugaufkommen um

30 Prozent steigen, das der

Frachtflüge um 50 Prozent.

Das „Gehirn“ des Flughafens

Die taMS-Lösung beinhaltet die zentrale Flughafendatenbank aoDB (airport

operational Database), das „Gehirn“ eines airports. Dort werden informationen

aus sämtlichen operativen anwendungen – auch von Partnersystemen

auf anderen Flughäfen – weltweit gesammelt und an alle angeschlossenen

Systeme auf dem Gelände weitergeleitet. ob ankunftshalle, abflugebene

oder verschiedene terminals– die taMS-Lösung macht aus traditionellen

insellösungen funktionale netzwerke. Die aoDB versorgt ebenfalls das FiDS

(Flight information Display System), sodass auch die Passagiere automatisch

in Echtzeit mit allen für sie wichtigen informationen bestens durch den Flughafen

geleitet werden.

„Der airport Berlin-Brandenburg wird mit den neuesten technologischen

Möglichkeiten ausgestattet“, verspricht Professor Dr. Rainer Schwarz, Sprecher

der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen. „So erreichen wir auch bei

stetig steigenden Passagierzahlen eine schnelle und komfortable abfertigung

und sparen trotzdem Kosten durch weniger Schnittstellen zwischen

dem Flughafen und seinen Partnern.“ Der airport soll sukzessive auf eine Kapazität

für bis zu 45 Millionen Passagiere jährlich erweitert werden. Zum vergleich:

London-Heathrow ist für 68 Millionen Passagiere ausgelegt, Paris-

Charles de Gaulle für 59 Millionen.

erfahren

aviation

Flexibel durch die Wolke

Schweizer legen Wert auf Präzision, Zuverlässigkeit und ein

gutes Preis-Leistungs-verhältnis, auch bei der it: the nuance

Group aus Zürich, weltweit einer der größten Betreiber von

Flughafenshops, und die Jet aviation aus Basel, internationaler

Dienstleister für die Geschäftsluftfahrt, beziehen SaP-

Leistungen flexibel übers netz von t-Systems. Das Besondere

dabei: anders als beim konventionellen Cloud Computing kann

der iCt-Dienstleister für seine private Cloud-Lösung Dynamic

Services eine hohe ausfallsicherheit gewährleisten. Die SaPanwendungen

laufen parallel in zwei voneinander unabhängigen

Rechenzentren. Fällt eines aus, übernimmt das andere

nahtlos den Betrieb der Server und anwendungen. Das

ermöglicht rund um die Uhr einen reibungslosen Betrieb für

alle 430 Shops der nuance Group an 59 Flughäfen weltweit

Flughäfen weltweit – unabhängig von Zeitzonen. auch die Jet

aviation braucht für ihr Kerngeschäft – Wartung und

abfertigung von Flugzeugen – weltweit eine flexible SaPinfrastruktur.

Das Unternehmen nutzt anwendungen der

Walldorfer Softwareschmiede für alle Unternehmensbereiche –

vom Controlling über die Beschaffung bis hin zu Wartung,

Reparatur und ausstattung von Flugzeugen. Falls notwendig,

lassen sich it-Kapazitäten kurzfristig hinzubuchen, beispielsweise

für die Just-in-time-Logistik bei der Bestellung von

Flugzeugkomponenten. Mit der Umstellung reduzierte Jet

aviation die reinen Betriebskosten der Lösungen um 15

Prozent und ist so für weitere Expansionsvorhaben gerüstet.

31

Best Practice 01 l 2010


32

Die nächste integrationsstufe für die nahtlose abstimmung aller an Flughafenprozessen

Beteiligter – airport, Fluggesellschaften, Flugsicherung,

abfertigungs-, Catering- und Reinigungsunternehmen, Polizei, Zoll etc. – realisiert

t-Systems gleich an mehreren Flughäfen in Europa. Die sogenannte

CDM-Lösung (Collaborative Decision Making) setzt unmittelbar auf taMS auf,

mit dem die Flughäfen primär ihre eigenen aufgaben koordinieren. Das CDM-

System bringt alle Partner an einen virtuellen tisch, um für den Passagier

bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Daten sämtlicher Unternehmen fließen

hierbei in die aoDB ein, vor fremdem Zugriff sicher verschlüsselt. anhand

der informationen bewerten die Beteiligten am Bildschirm alle Ereignisse, die

den Betrieb stören könnten, und entscheiden gemeinsam darüber, wie sich

Starts und Landungen weiterhin nach Plan durchführen lassen.

in den Backoffices der airports erstellt die Lösung auf Knopfdruck darüber

hinaus Statistiken zum Bodenbetrieb, liefert Ursachen für verspätungen,

ermittelt wahlweise Durchschnittsangaben oder exakte Zahlen zu den stündlichen

Starts und Landungen. Sorgt ein Unternehmen regelmäßig für verzögerungen,

liefert das CDM-System ihm Hinweise, um seine Prozesse zu

ändern. So werden abläufe am Flughafen kontinuierlich weiter verbessert

und sämtliche Ressourcen am Boden – Check-in-Schalter, Gepäckzonen,

vorfeldfahrzeuge, Busse, Rolltreppen, Personal etc. – bestmöglich geplant

und eingesetzt.

Slots gerecht verteilen

Hat ein Flughafen eine Piste oder vier – das Gerangel der airlines und ihrer

Jets um die Start- und Landeerlaubnis ist besonders zu den Stoßzeiten im

Flugverkehr groß. Häufig müssen Piloten nur wegen kleiner verzögerungen

erst einmal auf den nächsten freien Slot warten. Da heißt es: Warteschleifen

in der Luft oder – für Passagiere oft nerviger – ausharren vor dem Runway.

Die begehrten Zeitscheiben werden vom Flugplankoordinator der Bundesrepublik

Deutschland, eine vom Bundesverkehrsministerium eingerichtete

institution mit Sitz in Frankfurt am Main, verwaltet und nach komplexen Regeln

verteilt.

Foto: Getty images (links), PR Gemeinsam Entscheidungen treffen

Best Practice 01 l 2010

am Himmel ist was los

2008 verzeichneten die 24 internationalen airports in

Deutschland 190 Millionen Passagiere. Zum vergleich:

Weltweit lag die Zahl der Flugreisenden bei 2,5 Milliarden. auf

der Rangliste der verkehrsreichsten europäischen Flughäfen

belegt Frankfurt airport mit 242 000 abflügen 2008 den

zweiten Platz – hinter Paris-Charles de Gaulle und vor London-

Heathrow. in Deutschland folgt ihm der Flughafen München

mit rund 214 000 Starts.

t-Systems hat eine sichere Lösung entwickelt, mit der sich die vergabe der

meisten Slots automatisiert steuern lässt. in Deutschland betreibt die telekomtochter

das SaMS (Slot allocation and Monitoring System) für den Flughafenkoordinator,

der damit für rund 250 Fluggesellschaften an den 16 größten

Flughäfen etwa 2,2 Millionen Slots pro Jahr koordiniert. Über einen zentralen

Webserver rufen die Fluggesellschaften und airports außerdem weltweit aktuelle

Flugplandaten ab und erfahren alle relevanten Daten über die auslastungssituation

der jeweiligen Destinationen. Zusätzlich sind die airlines über

die Funktion „online Coordination“ in der Lage, selbstständig Slots anzufragen.

in den meisten Fällen bekommen sie sofort automatisch eine antwort.

Dolce vita am airport

trotz einer kleinen verzögerung landet die Maschine von Jörg Börs dank

Rückenwind an diesem tag sogar früher als geplant auf dem aeroporto di

Roma Fiumicino Leonardo da vinci. Wie Deutschlands größter Flughafen in

Frankfurt haben auch die Römer teile der it-infrastruktur ihres airports an

t-Systems ausgelagert. Dazu gehören SaP-applikationen genauso wie der

Webauftritt und der Betrieb der Flughafenanwendungen, durch die alle abfertigungsprozesse

harmonisch ablaufen.

Kein Wunder also, dass Jörg Börs mit bester Laune in Rom das Flugzeug

verlässt. Logistik ist alles – vor allem Zeit. auf seinen Koffer wartet er kaum

zwei Minuten. Das gibt ihm noch ein paar Minuten für einen Cappuccino, um

sich im Flughafencafé mit seinem Laptop per WLan wieder ins Firmennetz

einzuwählen. auf dem zentralen Server seines Unternehmens öffnet sich die

von ihm zuletzt verwendete Datei genau an der Stelle, wo er sie in Berlin zuletzt

geschlossen hatte. Ein letzter abgleich – „alles roger!“ –, und schon

nimmt Jörg Börs die nächste anschlussverbindung – und düst mit dem taxi

zu seinem Kunden. UWE KERRinnES

Kontakt: josef.schmitz@t-systems.com

Links: www.t-systems.de/airlines-airports

www.t-systems.de/serie/cloud-computing

www.t-systems.de/cdm

www.t-systems.de/enable


Professionelle airport-

Lösungen und Services

von t-Systems bilden

auf vielen Flughäfen

der Welt das technische

Rückgrat.

Auf Flughäfen in aller Welt

regelt T-Systems den Verkehr

deUtschLand

• Frankfurt (Fraport)

• München

• Berlin (tegel,

Schönefeld)

• Düsseldorf

• Köln/Bonn

• Hamburg

• Leipzig

• Dresden

• Münster/osnabrück

• Saarbrücken

tschechien

• Prag

österreich

• Wien

Kroatien

• Zagreb

schweden

• Göteborg

• Malmö

irLand

• Dublin

grossbritannien

• London (LHR, LGW)

niederLande

• amsterdam (Schiphol)

spanien

• aEna

itaLien

• Rom

• Mailand

wie wichtig ist ein anzeigesystem wie Uds für einen großflughafen?

alle unsere Passagiere und Beschäftigten müssen sich auf die angaben des

Systems verlassen können. Seine Qualität ist das aushängeschild des Flughafens.

Es ist daher auch eine Grundanforderung, dass die dahinterliegenden Systeme

alle Daten nahezu in Echtzeit übermitteln. Zumal die operativen Bereiche ebenfalls

informationen hierüber beziehen, um schnell zu agieren. Da wir am Flughafen

München Umsteigezeiten zwischen Flügen von minimal 30 Minuten gewährleisten,

ist diese schnelle und verlässliche information unbedingt notwendig.

was unterscheidet Uds von früheren systemen?

Wir sind vom reinen Fluginformationssystem auf eine universelle

Lösung gegangen, die beliebige Medieninhalte anzeigt. So können wir

zum Beispiel Passagierinformationen im Check-in-Bereich oder auch

individuelle und multimediale informationen für unsere Kunden, etwa die

airlines, flexibel und schnell umsetzen.

sparen sie mit der neuen Lösung auch Kosten?

auf jeden Fall. Früher hatten unsere zwei terminals getrennte Systeme,

mit deren Zusammenlegung reduzieren wir erhebliche Betriebsaufwände.

auch setzen wir jetzt bei der Hard- und Software erstmals

komplett auf Standardkomponenten und nutzen für ihre Kopplung

das vorhandene Flughafennetz. Dadurch gehen die ausgaben bei der

infrastruktur inklusive Wartung und administration weiter stark nach

unten. außerdem lässt sich die Lösung aufgrund der Standardisierung

jederzeit beliebig erweitern oder anpassen. Bei einem terminalausbau

müssen wir lediglich zusätzliche Displays und Controller-PCs

installieren, die dann ebenfalls über das Gesamtsystem zuverlässig

informationen beziehen.

Usa

• Detroit

• Minneapolis

• Memphis

• Sacramento

• Jacksonville

• Philadelphia

• San Jose

• Miami

pUerto rico

• San Juan

rUssLand

• Moskau-Scheremetjewo

indien

• Bangalore

phiLippinen

• Manila

Das Aushängeschild

am Münchner Flughafen

erfahren

aviation

auf Deutschlands zweitgrößtem airport, dem Franz-Josef-Strauß-Flughafen

im Münchner vorort Erding, liefert ein von t-Systems geliefertes anzeigesystem

auf rund 2750 Monitoren Fluggästen und Beschäftigten des airports die

nötige orientierung. Über das Universal Display System (UDS) greifen tag für tag

eine vielzahl von Mitarbeitern des Flughafens, Unternehmen und Behörden am airport

sowie jährlich 35 Millionen Passagiere auf die Systemdaten zurück. Michael Zaddach,

Leiter des Servicebereichs it, über den nutzen der Lösung für Flughafen und Passagiere.

33

Das Total

Airport

Management

System (TAMS)

optimiert die

Abfertigungsprozesse

und

reduziert die

Standzeiten

der Flugzeuge.

Best Practice 01 l 2010


52

erfahren

BKK

6. Januar 2010 | persönlich

10 000 Schritte am

Wie ich mich täglich

Law and Order

mein Schrittzähler v

wie wenig der manc

2500, 5000 und an g

mal 7000 Schritte. V

Knapp eine Million Kunden, 50 Unternehmensstandorte und 300 Paragrafen, die sich

ständig ändern – mit Web-2.0-Anwendungen optimiert die Deutsche BKK ihre unternehmensinterne

Collaboration und meistert dabei täglich neue gesetzliche Hürden.

Die Information vom CEO kommt direkt auf den Bildschirm: „Die Deutsche BKK begrüßt das klare Bekenntnis der

Bundesregierung zur elektronischen Gesundheitskarte.“ Wenn Achim Kolanoski, Vorstandsvorsitzender der Deutschen BKK,

zu gesundheitspolitischen Themen öffentlich eine Erklärung abgibt, informiert er darüber die 1400 Mitarbeiter des Unternehmens

über Twitter und verknüpft seine Nachricht über einen kodierten Link mit der entsprechenden Pressemitteilung der

BKK. Twitter­Newsfeed ist nur eines von einer ganzen Reihe Features, mit denen die Mitarbeiter des Krankenversicherers

die Intranet­Oberfläche des Unternehmens ihren individuellen Wünschen anpassen und so in allen unternehmensrelevanten

Themen immer auf dem neuesten Stand bleiben.

Nahezu täglich ändern Gesetzesanpassungen, Ergänzungen, Kommentare der Sozialgerichte – und nicht zuletzt die daraufhin

neu zu verfassenden Kundenanschreiben – den Status der Auskünfte, die die Kundenberater ihren Gesprächspartnern geben

können. Was gestern noch richtig war, ist heute schon falsch.

„Das Sozialgesetzbuch mit seinen rund 300 Paragrafen unterliegt praktisch einer politischen Dauerreform“, sagt Lydia Krüger,

Leiterin der internen und externen BKK­Kommunikation. „Da wird es für uns quasi zum ‚law and order‘, unsere Mitarbeiter buch­

stäblich up to date zu halten. Und zwar schnell und übersichtlich, denn das erwartet auch der Kunde.“

10 000 Schritten bin

Intranet als Collaboration­Portal

Mit dem Entschluss, ihr Intranet mithilfe von Web­2.0­Elementen zu einer unternehmensweiten, interaktiven Informationsdrehscheibe

auszubauen, liegt die Deutsche BKK im Trend: Nach einer Studie der Marktforscher von Berlecon Research wirken sich

Web­2.0­Technologien wie Wikis, Blogs oder Social Bookmarking positiv auf die innerbetriebliche Kommunikation, das

Wissensmanagement sowie die interne Zusammenarbeit aus. Allerdings werden diese Anwendungen laut Berlecon bisher bei

rund 90 Prozent aller deutschen Firmen weder abteilungsübergreifend noch unternehmensweit eingesetzt.

Um das zu ändern, beauftragte die Deutsche BKK T­Systems mit der kompletten Neugestaltung des Portals. Heute informieren

verschiedene Nachrichtenticker die Mitarbeiter stets aktuell über unterschiedliche Themenbereiche. Ist ein Sachbearbeiter

der erfahrene Ansprechpartner für Reha, Pflege oder Hilfsmittel, hat er die aktuellen Informationen zu seinem Spezialgebiet

automatisch „auf dem Schirm“. Ebenso entscheiden die Mitarbeiter, von welchen Onlinemedien wie Bild, Welt oder Spiegel

Online sie sich mit News aus der Gesundheitswirtschaft versorgen lassen. Darüber hinaus zeigt ein zentraler Kalender auf einen

Blick alle kunden­ und mitarbeiterrelevanten Termine.

Best Practice 01 l 2010

Die Deutsche BKK

Die Deutsche BKK entstand 2003 durch die Fusion der Betriebskrankenkassen von Volkswagen, Deutscher Telekom und

Post und gehört mit ihren gut eine Million Versicherten zu den zwanzig größten Krankenkassen in Deutschland. Bundesweit unterhält

die Krankenkasse mit etwa 1400 Mitarbeitern knapp 50 Geschäftsstellen. Hauptsitz der Deutschen BKK ist Wolfsburg. Die Deutsche BKK

legt den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Verbesserung der medizinischen Versorgung ihrer Versicherten im Krankheitsfall.


Unternehmen > Achim Kolanoskis Blog

Tag

bewege, zeigt

on Erschreckend,

hmal anzeigt:

uten Tagen auch

on gesunden

ich weit entfernt

Entscheidend ist für die Deutsche BKK die neue Funktion des Intranets als Plattform für die Zusammenarbeit: „Macht ein Mitarbeiter

positive Erfahrungen mit einem neuen Vertriebsmodell, stellt er dieses Wissen einfach in eines unserer Foren, alle Kollegen erfahren

davon und können gemeinsam an Verbesserungen arbeiten“, so Lydia Krüger. Als Highlight des neuen Intranets gilt bei den Mitarbeitern

der „Vorstandsblog“, in dem Deutsche-BKK-Chef Achim Kolanoski etwa die neue strategische Ausrichtung des Unternehmens

vorstellt, vom bundesweiten Unternehmens-Gehwettbewerb „10 000 Schritte am Tag“ berichtet oder über seinen unlängst zurückliegenden

Besuch des Bereichs „Versorgungsmanagement“ in Hannover bloggt. Fazit von Lydia Krüger: „So macht unser neues Portal

von T-Systems das Unternehmensgeschehen wirklich transparent – von der Basis bis zum Top Floor für alle Mitarbeiter.“ FRAnK GRIESEL

Interview

Herr Kolanoski, bloggen mit Mitarbeitern – schon

zum zweiten Frühstück, erst in der Mittagspause oder

besser nach Feierabend?

Ich blogge tagsüber, vor allem während der Arbeit, aber

auch mal nach Feierabend, um den Tag Revue passieren

zu lassen. Bei 50 Standorten zwischen Kiel und Freiburg

ist es nicht so einfach, den Kontakt zu den Beschäftigten

zu halten. Das Vorstandsblog im neuen Intranet ist ein

nützliches Tool, um Inhalte zu vermitteln oder auch mal ein

persönliches Statement abzugeben. Und natürlich macht

es auch Spaß. Ich bekomme Kommentare von Mitarbeitern

aller Hierarchiestufen, erfahre, was sie bewegt, und

kann schnell reagieren. Am Anfang hatte ich Bedenken,

dass ich 100 Kommentare am Tag bekomme – aber die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen sehr bewusst mit

der Kommentarfunktion um.

Mit Web 2.0 wollen Sie die Zusammenarbeit

in Ihrem Unternehmen optimieren. Empfehlen Sie

diese Methode weiter?

Auf jeden Fall. Ich glaube, die Zeiten des Monologs sind

vorbei. Früher war es doch so: Der Vorstandsvorsitzende

kündigte etwas an, beispielsweise die neue Strategie in

seinem eigenen Newsletter für die Mitarbeiter, und das

war’s. Er bekam kein Feedback. Dabei gibt es viele sehr

engagierte Beschäftigte, die sich stärker einbringen

möchten. Bei uns haben sie jetzt die Möglichkeit über die

Kommentarfunktion im Blog. Natürlich kann mich auch

jeder Mitarbeiter per E-Mail anschreiben. Mir ist es auch

wichtig, dass Mitarbeiter stärker abteilungsübergreifend

arbeiten. Unternehmensweite Projekte wie der Aufbau

des neuen Intranets machen diese Form der Zusammenarbeit

sogar unabdingbar. Neue Funktionen wie unsere

Foren im Intranet unterstützen das.

Achim Kolanoski, Vorstandsvorsitzender der Deutschen BKK

Sie modernisieren derzeit nicht nur die interne

Kommunikation, sondern auch Ihr Unternehmen. Was

will die Deutsche BKK in Zukunft anders machen?

Wir wollen uns noch stärker an den Bedürfnissen unserer

Versicherten ausrichten. Das bedeutet auch, dass wir stärker

in die Versorgung Kranker investieren. Wir identifizieren

Versorgungslücken und schließen diese. Es ist doch

so: Ob ich eine gute Krankenversicherung habe, merke

ich erst, wenn ich wirklich krank bin. Die Deutsche BKK

hat schon immer gern Neues ausprobiert. In Wolfsburg

und Braunschweig haben wir jetzt mobile Gesundheitsassistentinnen

eingeführt. Das sind medizinisch ausgebildete

Fachkräfte, die unseren Versicherten überall dort

helfen, wo sie gebraucht werden: am Krankenbett, beim

Arztbesuch und zu Hause. Wenn zum Beispiel ein Patient

im Krankenhaus liegt und unsicher ist, wie lange er noch

welche Behandlung bekommt, wie es nach der Entlassung

für ihn weitergeht – dann kommt die Gesundheitsassistentin

ins Spiel und klärt das. Die ersten Rückmeldungen

sind übrigens sehr positiv. Die Versicherten sind

begeistert von diesem Service.

Krankenkassen müssen mit begrenzten finanziellen

Mitteln immer mehr ältere und kranke Menschen

versorgen. Wie will die Deutsche BKK dieses Problem

lösen?

Dieses Problem kann keine Krankenkasse allein lösen. Da

ist die Politik gefragt. Wir brauchen eine stabile, nachhaltige

und gerechte Finanzierung für das Gesundheitssystem.

Natürlich entwickeln wir eigene Ideen, wie das gelingen

könnte, und bringen sie in die politische Diskussion

ein. Uns ist vor allem wichtig, dass ein fairer Wettbewerb

zwischen den Krankenkassen möglich wird. Das geht nur,

wenn die unterschiedliche Versichertenstruktur (viele jun-

Fotos: iStockphoto (2), PR Schnelle und standortunabhängige Zusammenarbeit

ge gesunde oder viele ältere kranke Versicherte) gerecht

ausgeglichen wird. Dafür muss der berühmte Morbi-RSA,

das finanzielle Ausgleichssystem zwischen den Krankenkassen,

weiterentwickelt werden. Wer viele Kranke versichert,

muss mehr Geld für deren Versorgung bekommen.

Alles andere wäre unfair.

Welche Rolle spielt der Einsatz neuer Informationsund

Telekommunikationstechnik, um der drohenden

Kostenfalle zu entkommen?

Eine große. Als Krankenkasse verarbeiten wir Sozialdaten

im großen Stil. Mit rund einer Million Versicherten haben

wir eben auch eine Million Datensätze, mit denen wir arbeiten.

Unser Bestandssystem muss ständig aktualisiert

und auf dem neuesten Stand gehalten werden, Schnittstellen

zu anderen Systemen müssen programmiert werden.

Aber auch in der Kundentelefonie, deren Qualität wir durch

ein eigenes Callcenter mit hochqualifizierten Mitarbeitern

sichern, sind wir auf eine reibungslos funktionierende

Technik angewiesen. Wir wollen für unsere Kunden stets

erreichbar sein. Im Moment arbeiten wir an einem CRM-

System, in dem im ersten Schritt die Kundenkontakthistorie

aufgelistet wird. Dadurch können wir unsere Versicherten

nachhaltiger betreuen. In den kommenden Jahren wird

die Herausforderung darin bestehen, Prozesse noch mehr

auf den Kunden zuzuschneiden und sie – soweit sinnvoll

– zu automatisieren. Das spart Kosten. Mein Ziel ist es aber

auch, dadurch Kapazitäten für die persönliche Beratung

und Betreuung freizumachen. Mit anderen Worten: Neue

Technologien sollen unseren Mitarbeitern Zeit sparen, die

dann dem Kunden zugute kommt.

Kontakt: holger.hille@t-systems.com

Links: www.deutschebkk.de

www.t-systems.de/gesundheitswesen

www.t-systems.de/serie/gesundheitswesen

Best Practice 01 l 2010

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