Das Leitbild als pdf-Datei - 2.730 kb groß - Nordseebad Otterndorf

sietland

Das Leitbild als pdf-Datei - 2.730 kb groß - Nordseebad Otterndorf

Herausgeber:

Stadt Otterndorf

Inhaltliches Konzept:

PROJECT M Marketingberatung

Professor Kreilkamp & Co. GmbH

Grafische Gestaltung & Herstellung:

Andy Wernlein, Zeitungsverlag Hottendorff GmbH & Co. KG

Fotos:

Zeitungsverlag Hottendorff GmbH & Co. KG,

Stadt Otterndorf,

Luftbildservice Glückstadt GbR,

Hans-Henning Kruse,

Nikolaus Ruhl

1. Auflage:

1.000 im Dezember 2003

Leitbild für die

Stadt Otterndorf

im Rahmen von

Stadtmarketing

und Lokaler AGENDA 21

Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Stadtentwicklung

„UNSER OTTERNDORF 2010“

Nordseebad

Die grüne Stadt am Meer


Grußwort der Stadt Otterndorf

Was ist für uns wichtig in dieser Stadt, in der wir leben, wohnen

und arbeiten? Eine Kernfrage, die im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses

zusammen mit den Bürgerinnen und

Bürgern, zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und der

Verwaltung sowie dem Unternehmen PROJECT M Marketingberatung

GmbH erörtert und analysiert wurde.

Durch die aktive Beteiligung und Mitarbeit unserer Otterndorfer

Bürgerinnen und Bürger und der Mitglieder der Lenkungsgruppe ist es

gelungen, viele Stärken, aber auch Schwächen unserer Stadt zu erkennen

und daraus konkrete Ziele und Maßnahmen für die Zukunft abzuleiten.

Jene Handlungsschwerpunkte werden in einem Leitbild formuliert

und konkretisiert. Unser Leitbild ist für einen Zeitraum bis zum Jahr

2010 angelegt und trägt daher den Titel „Unser Otterndorf 2010“. Es

bildet die Basis für konkrete Handlungsempfehlungen zur Gestaltung

einer gemeinsamen Zukunft Otterndorfs.

„Unser Otterndorf“ soll das attraktive, touristische und freizeitorientierte

Ambiente, die bevorzugte Lage und ihren Altstadtcharme bewahren.

Daraus wurde ein Anspruch formuliert:

„Unser Otterndorf 2010 –

Wohlfühlstadt mit Lebensqualität für Bewohner,

Besucher und Urlaubsgäste“

Diesen Zielsetzungen wollen wir genügen und die Zukunft entsprechend

mit Ihnen gestalten.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen, die bei der Erarbeitung,

Veröffentlichung und zukünftigen Umsetzung unseres Leitbildes mitgewirkt

haben und weiterhin mitwirken, herzlich bedanken.

Otterndorf, im Dezember 2003


Stadtentwicklung in Otterndorf:

Stadtmarketing und Lokale AGENDA 21

Was ist für uns wichtig, in der Welt, in unserer Region, in dieser Stadt, in der

wir wohnen, arbeiten und leben für heute, morgen und übermorgen?

Welche Ziele sollen erreicht werden und welche Maßnahmen sind notwendig,

damit diese Stadt eine Lebensqualität erhält, in der auch unsere Kinder und

Enkelkinder gut leben können?

2/3 STADTENTWICKLUNG

Dieses sind die Kernfragen, welche sich die AGENDA 21 stellt. Das Kernziel

von AGENDA 21 heißt „Nachhaltige Entwicklung und Ausgleich zwischen Ökonomie,

Ökologie und Sozialverträglichkeit“. Im Zuge der Konferenz der

Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro haben

sich 179 Staaten verpflichtet, dieses Ziel der AGENDA 21 umzusetzen. Die

Ziele der AGENDA 21 sollen über eine breite Bürgerbeteiligung erreicht werden,

so dass die Bedürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen in den

Prozess mit einfließen.

In ähnlicher Weise geht auch Stadtmarketing vor. Unter Stadtmarketing

versteht man die konsequente, auf Dauer angelegte Orientierung des

Stadtmanagements an den Bedürfnissen von Bevölkerung, Besuchern und

Wirtschaft. Stadtmarketing bezweckt eine Verbesserung des „Produkts“

Stadt, eine Verbesserung der Organisationsstrukturen und eine Verbesserung

der Vermarktung.

In Otterndorf wurden Lokale AGENDA 21 und Stadtmarketing zu einem

Stadtentwicklungsprozess mit dem Titel „Unser Otterndorf 2010“ verbunden.

Eine breite Bürgerbeteiligung wurde über öffentliche Veranstaltungen und

Arbeitsgruppen erreicht. Nur durch das begeisternde Engagement der

Otterndorfer Bürgerinnen und Bürger konnte das vorliegende Leitbild für die

Stadt in der erreichten Breite und Genauigkeit erstellt werden.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Land Niedersachsen für die finanzielle

Unterstützung des AGENDA 21-Prozesses. Die Stadt Otterndorf fühlt sich den

Zielen der AGENDA 21 umfassend verbunden. Dies wird durch die Inhalte des

vorliegenden Leitbilds deutlich.


Zahlen & Fakten

Einleitung Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Vergangenes bewahren, Zukunft gestalten –

Ein Blick in die Otterndorfer Geschichte

Otterndorfs Wurzeln reichen nachweislich bis zum Jahr 1261 zurück. In diesem

Jahr erfolgt erstmalig die urkundliche Erwähnung des Kirchspiels Otterndorf.

1400 erhält Otterndorf das Stader Stadtrecht. Bereits um 1450 schützen sich die

Bewohner vor der Naturgewalt des Wassers. Otterndorf wird eingedeicht,

ein Meilenstein für die Zukunft. 1582 wird der Rathausbau befohlen,

Baubeginn ist ein Jahr später.

Von 1778–1782 lebt und wirkt einer der berühmtesten Söhne der Stadt,

der Literat Johann Heinrich Voß als Rektor der Lateinschule. Er übersetzt in

Otterndorf die Odyssee des Homer. 1854 erfolgt die Fertigstellung des

Hadelner Kanals. 1866 wird die erste steinerne Brücke über die Medem erbaut.

1885 wird Otterndorf als kreisangehörige Stadt Verwaltungssitz des neuen

preußischen Kreises Hadeln.

Im 20. Jahrhundert prosperiert Otterndorf und entwickelt sich zu einer Stadt

mit vielen städtischen Einrichtungen. 1929 werden Oster- und Westerende in

Otterndorf eingemeindet. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt

Otterndorf einen regen Zustrom an Vertriebenen und Flüchtlingen. 1958 wird das

neue Kreiskrankenhaus an der Großen Ortstraße in Betrieb genommen.

Das alte Krankenhausgebäude am Alten Specken wird Sitz des Kreishauses

für den Kreis Land Hadeln. Heute sind dort das Amtsgericht, die Polizei und das

Katasteramt untergebracht. Nach der schweren Sturmflut 1962 wird mit der

Erhöhung der Elbdeiche begonnen. Durch Erdaushub entsteht der heute touristisch

entwickelte See Achtern Diek.

1970 wird Otterndorf Sitz der neuen Samtgemeinde Hadeln. Im Zuge

der niedersächsischen Kreisreform verliert Otterndorf 1977 den Kreissitz.

Der neugebildete Landkreis Cuxhaven (aus Land Hadeln, Wesermünde und

der Stadt Cuxhaven) hat seinen Sitz in Cuxhaven.

Anfang der 70er Jahre beginnt ein starker touristischer Aufschwung durch die

Erschließung des Ferienhausgebietes Achtern Diek und die Betriebsaufnahme

eines Campingplatzes am See Achtern Diek mit rund 600 Stellplätzen. Das Solebad

wird 1975 eröffnet, 1980 wird der Seglerhafen ausgebaut. Weitere Ferienhäuser

entstehen im Ferienhausgebiet Achtern Diek. Durch die Städtebauförderung

aus öffentlichen Mitteln können ab 1982 zahlreiche Häuser in der historischen

Altstadt restauriert werden.


4/5 STADTENTWICKLUNG

Schließlich wird Otterndorf 1985 staatlich als Erholungsort anerkannt. 1993

wird ein zweiter See ausgehoben, nunmehr gibt es einen „Nordsee“ und einen

„Südsee“ in der Anlage See Achtern Diek. Im Jahr 1997 wird das Solebad zur

Sole-Therme umgestaltet und um drei Becken erweitert und attraktiviert.

Otterndorf wird 1998 als Nordseebad staatlich anerkannt.

Im Jahr 2000 feiert Otterndorf ein Jubiläum: 600 Jahre Stadtrechte für

Otterndorf. Im gleichen Jahr ist Baubeginn des Wasser- und Landschaftsparks mit

Erschließung des Ferienhausgebietes „Seeland“. Gleichzeitig wird die Spiel- und

Spaß-Scheune gebaut.

Heute ist Otterndorf ein begehrter Wohn- und Lebensstandort. Dies dokumentieren

die jährlichen Zuwächse der Einwohnerzahlen, die weitgehend auf

Zuzüge zurückzuführen sind. Darüber hinaus zählt Otterndorf jährlich rund

50.000 Gäste bei rund 400.000 Übernachtungen. Die Besucherinnen und

Besucher der Stadt wissen das angenehme Umfeld einer historischen Stadt

im Grünen, und zugleich direkt an der Nordsee gelegen, ebenfalls zu schätzen.

Nur wer das Ziel kennt ...

Zu Sinn und Zweck des Leitbilds

Otterndorf hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten sowohl zu einem beliebten

touristischen Ziel als auch zu einem begehrten Wohnort an der niedersächsischen

Nordseeküste entwickelt. Trotz oder gerade wegen dieses Erfolgs erscheint eine

Standortbestimmung und die Formulierung von Handlungsschwerpunkten für die

nächsten Jahre und Jahrzehnte notwendig.

Unser Leitbild für Otterndorf ist langfristig angelegt, d.h. perspektivisch für einen

Zeitraum bis zum Jahr 2010. Es trägt daher den Titel „Unser Otterndorf 2010“.

Es hat zum Ziel, allen Beteiligten eine Richtschnur für die zukünftige Entwicklung

zu geben und Stärken und Schwächen der Stadt Otterndorf bewusst zu

machen. Es soll allen Beteiligten – Bürgern, Verwaltung, Politik und Wirtschaft –

eine Leitlinie zur Gestaltung der gemeinsamen Zukunft an die Hand geben.

Das Leitbild basiert auf den Äußerungen und Meinungen vieler Otterndorfer

Bürgerinnen und Bürger, die im Stadtentwicklungs- und AGENDA 21-Prozess in

Otterndorf mitgewirkt haben. Es beinhaltet die wichtigsten Ziele, an denen sich

wirtschaftliches, politisches und gesellschaftliches Handeln orientieren soll.

Insofern ist es eine Leitlinie für die nahe und ferne Zukunft.


Zahlen & Fakten

Einleitung Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

„in eitbild ist ein realistisches

dealbild der ukunft einer

tadt, an dem alle kteure der

tadt ihr andeln ausrichten.“

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heribert Meffert

Das Leitbild bildet aber auch die generelle Leitlinie, an der sich Strategien und

Maßnahmen der Stadtentwicklung für Otterndorf künftig ausrichten. Insofern ist

es eine Basis für konkrete Handlungsempfehlungen und Projektvorschläge.

Zur Untermauerung der Aussagen der Stärken-Schwächen-Analyse wurden

für Otterndorf eine Bevölkerungsbefragung sowie umfangreiche Sekundäranalysen

durchgeführt. Die Ergebnisse der Analysen sind im Abschnitt „Zahlen und

Fakten zu Otterndorf“ zusammenfassend dargestellt.

Auf Basis der Analyseergebnisse wurde in öffentlichen Diskussionen und

Sitzungen von Arbeitsgruppen an der Fixierung des Leitbildes gearbeitet. In diesem

Diskussionsprozess wurden die Leitlinien, strategischen Wege definiert und

vertieft sowie Projekte und Maßnahmen zur Umsetzung gesammelt. Unser

Leitbild besteht dementsprechend aus drei Elementen: Leitlinien, strategischen

Wegen sowie Projekten und Maßnahmen.

■ Leitlinien stellen die Grundsätze dar, die bei der Entwicklung Otterndorfs

gelten sollen. Sie dienen der Orientierung der Bürgerinnen und Bürger.

Darüber hinaus definieren sie das grundlegende Selbstverständnis der Stadt.

Für die Zukunft legen sie die richtungsweisende strategische Ausrichtung

der Stadt fest.

■ Strategische Wege beschreiben, auf welche Weise die Leitziele erreicht

werden sollen. Sie beziehen sich auf die verschiedenen Handlungsfelder

in der Stadt (Politik, Verwaltung, Kultur, Freizeit, Sport, Wirtschaft,

Einzelhandel, Tourismus etc.).

■ Projekte und Maßnahmen zeigen auf, mit welchen Mitteln die

strategischen Wege beschritten werden können.


Das Kranichhaus

Das über 400 Jahre alte Kranichhaus mit seiner prächtigen barocken Fassade ist eines der besterhaltenen

Kaufmannshäuser an der Niederelbe. Es erhielt seinen Namen durch die Bekrönung des Giebels mit einem

hölzernen Kranich, dem Symbol für kaufmännischen Wohlstand. Mit seinem Speicher und dem benachbarten

Alten Landratsamt ist es seit vielen Jahren Sitz des ältesten niedersächsischen Kreisarchivs, des heutigen Archivs

des Landkreises Cuxhaven, und des Kranichhaus-Museums, einer kreiseigenen Sammlung zur Kulturgeschichte

und Volkskunde des alten Landes Hadeln.

6/7 STADTENTWICKLUNG


Zahlen & Fakten

Einleitung Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Zahlen und Fakten zu Otterndorf

Sozioökonomische Struktur

Die Stadt Otterndorf erstreckt sich über eine Fläche von etwa 34 Quadratkilometern.

Insgesamt wohnen 7.012 Menschen (Stand: 31.10.2003) in der

„grünen Stadt am Meer“, das sind 20 % mehr als noch 1990. Die wirtschaftliche

Struktur in Otterndorf ist geprägt durch folgende Branchen und Bereiche:

Dienstleistung und Einzelhandel, Druck- und Verlagswesen, Lebensmittel-,

Veredelungs- und Tiefkühlwirtschaft, Landhandel, Metallverarbeitung, Bauwirtschaft,

Handwerk, Behörden und öffentliche Dienstleistungen.

Insgesamt sind rund 450 gewerbliche Betriebe in Otterndorf gemeldet, davon

zählen etwa 90 Betriebe zum Einzelhandel.

Tourismus

Der Tourismus in Otterndorf hat in den 90er Jahren einen sprunghaften Aufschwung

erlebt. Durch die Entwicklung der Feriengebiete sind von 1990 bis 2001

etwa 850 neue gewerbliche Betten entstanden, das bedeutet eine Steigerung um

150 %. Dementsprechend sind auch die Ankunfts- und Übernachtungszahlen in

den gewerblichen Betrieben im selben Zeitraum in ähnlicher Weise gestiegen.

Damit erweist sich die noch relativ junge touristische Entwicklung Otterndorfs

als Erfolgsstory. Einziger Wermutstropfen ist die sehr starke Saisonalität im

Jahresverlauf: Während die Betten in den Sommermonaten sehr gut ausgelastet

sind, kommen insbesondere in den Monaten Januar, Februar und November weniger

Gäste nach Otterndorf.

Hier soll das Leitbild mit konkreten Maßnahmen ansetzen und durch die

Angebotsgestaltung zu einer Belebung der schwachen Auslastungszeiten führen.

Infrastrukturentwicklung in Otterndorf:

1975: Eröffnung des Solebades

1980: Ausbau des Seglerhafens

1980: Erschließung des Ferienhausgebietes „See Achtern Diek“

1982: Restaurierung zahlreicher Häuser in der Altstadt

1985: Staatliche Anerkennung als Erholungsort.

1993: Aushub eines zweiten Sees; nunmehr „Nordsee“ und

„Südsee“ in der Anlage „See Achtern Diek“.

1997: Erweiterung und Umgestaltung des Solebades zur Sole-Therme

1998: Staatliche Anerkennung als Nordseebad

2000: Baubeginn des Wasser- und Landschaftsparks mit Erschließung

des Ferienhausgebietes „Seeland“

2000: Bau der Spiel- und Spaß-Scheune


Attraktivität Otterndorfs:

Beliebtheit als Wohnund

Lebensstandort: 1,5

Verbundenheit

mit Otterndorf: 1,9

Wohl fühlen in

Otterndorf: 1,6

Quelle: Bevölkerungsbefragung

Otterndorf 2002 (Skala von 1 bis 5,

1 bedeutet „sehr ausgeprägt“ und

5 „ganz und gar nicht ausgeprägt“)

8/9 STADTENTWICKLUNG

Die positive Entwicklung des Tourismus hat ihre Gründe vor allem in

der Entwicklung touristischer Infrastruktur. Die entsprechenden Stationen

der Entwicklung sind im Folgenden zusammenfassend dargestellt:

Entwicklung der Betten, Ankünfte und Übernachtungen in

gewerblichen Betrieben 1990–2001 (Index, 1990 = 100)

275%

250%

225%

200%

175%

150%

125%

100%

75%

1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001

Quelle: Statistisches Landesamt Niedersachsen 2002

Ausgewählte Ergebnisse der

Bevölkerungsbefragung

Um das Leitbild für unser Otterndorf 2010 zu verstehen, ist es von großer

Bedeutung, die Stimmungslage der Bürgerinnen und Bürger Otterndorfs und

seines Umlands zu kennen. Hierzu wurde im Zuge des Stadtentwicklungs-/

Lokale AGENDA 21 - Prozesses im Jahr 2002 eine repräsentative Befragung

von 700 deutschsprachigen Bewohnern Otterndorfs und seines Umlands

über 14 Jahren durchgeführt. Sie sollte folgende Sachverhalte erheben:

■ Wie verhält sich die Bevölkerung Otterndorfs und des Umlands?

■ Welche Stärken und Schwächen des Lebens- und Wohnstandorts

Otterndorf werden gesehen?

■ Wie zufrieden sind die Otterndorfer mit ihrer Stadt?

■ Gibt es ein Wir-Gefühl, inwieweit identifizieren sich die

Otterndorfer mit ihrer Stadt?

Ankünfte

Übernachtungen

Betten

Im Ergebnis zeigt sich ein positives Bild, welches die Otterndorfer von

ihrer Stadt haben. Betrachtet man die Attraktivität Otterndorfs in Einzelaspekten,

so ergeben sich wesentliche Hinweise auf die Stärken und

Schwächen der Stadt.

1.389

37.723

163.782


Zahlen & Fakten

Einleitung Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Bereiche der Weiterentwicklung

Otterndorfs:

Tourismus 298 x

Altstadt, Innenstadt 111 x

viele Erneuerungen,

viel gebaut 103 x

Wohnungssituation 75 x

Freizeit/Sport 70 x

Kulturell 64 x

Einkaufsmöglichkeiten 27 x

allg. Weiterentwicklung 27 x

Strand 21 x

Angebot für Kinder 19 x

Quelle: Bevölkerungsbefragung

Otterndorf 2002

Zukünftige Weiterentwicklungserfordernisse

Umgehungsstraße 174 x

mehr Geschäfte 93 x

mehr für Jugendliche 70 x

Wirtschaftlicher Bereich,

Arbeitsplätze 61 x

Innenstadt beleben 56 x

Tourismus 53 x

Infrastruktur 50 x

Sport-/Freizeitangebote 21 x

kulturelle Angebote 21 x

Schulen, Kindergärten 15 x

Quelle: Bevölkerungsbefragung

Otterndorf 2002

Umweltsituation Strandbereich

medizinische Versorgung

Stadtbild/Stadtgestaltung

Gastromonie

touristisches Umfeld

schulisches Angebot

Qualität/Umfang Sporteinr./-angebote

Mentalität der Bewohner

Wohnungsangebot

Stadtverwaltung/Behörden

Kindergartenplätze

Kulturelles/Freizeitorientiertes

Grünanlagen in der Stadt

Einkaufssituation

Sicherheit vor Kriminalität

Angebot/Einrichtungen f. Ältere

Bildungs- und Weiterbildungsangebot

Lebenshaltungskosten

Radwegenetz Stadtgebiet

Bahnanbindung/Fernreiseverkehr

Angebot/Einr. für Jugendliche

Sicherheit im Straßenverkehr

Umweltsituation im Innenstadtbereich

ÖPNV-Anbindung des Umlandes

Arbeitsangebot

innerstädtisches Nahverkehrssystem

Quelle: Bevölkerungsbefragung

Otterndorf 2002 (Skala von 1 bis 5,

1 bedeutet „sehr gut“ und 5 „sehr schlecht“)

2,0

2,0

2,1

2,1

2,1

2,1

2,2

2,3

2,3

2,4

2,4

2,5

2,5

2,5

2,6

2,6

2,7

2,8

3,1

3,2

3,2

3,4

3,4

3,6

3,7

3,8

1 2 3 4 5

Überwiegend positiv werden Aspekte bewertet, welche entweder mit

Otterndorfs touristischer bzw. freizeitorientierter Infrastruktur oder mit

dem breiten öffentlichen Dienstleistungsangebot zu tun haben. Dagegen

erfolgen auffallend negative Bewertungen in den Bereichen Verkehr und

Erreichbarkeit, hier insbesondere in der Innenstadt, sowie Sicherheit.

Ebenfalls negativ werden fehlende Angebote und Einrichtungen für Ältere

und insbesondere Jugendliche eingestuft. Lebenshaltungskosten,

Bildungsangebot und Arbeitsangebot werden, wie in vielen anderen

Städten auch, negativ bewertet. Verbesserungsfähig sind die Bewertungen

für Kultur-/ Freizeitangebot, Einkaufssituation und Begrünung.

Neben einer Reihe von weiteren Aspekten wurde im Rahmen der

Bevölkerungsbefragung auch erhoben, inwiefern sich Otterndorf in der

Vergangenheit weiter entwickelt hat und in welchen Bereichen es sich weiter

entwickeln sollte.

87,7 % aller Otterndorfer antworten auf die Frage „Haben Sie das

Gefühl, dass sich Otterndorf in den letzten Jahren weiterentwickelt hat?“

mit „ja“. Lediglich 6,8 % sagen „nein“, 5,5 % machen hierzu keine Angaben.

Der Tourismus wird von einer großen Zahl der Otterndorfer als das

dominierende Feld der Weiterentwicklung betrachtet, gefolgt vom Bereich

Altstadt-/Innenstadtsanierung.

Eine Vielzahl weiterer Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung ist bei

der Stadt Otterndorf erhältlich.


Leitlinien

Chancen und Risiken für die Zukunft Otterndorfs

Auf Basis der Bevölkerungsbefragung sind die wesentlichen Chancen

und Risiken für die Zukunft Otterndorfs klar zu definieren:

10/11 STADTENTWICKLUNG

Chancen

■ Weitere Profilierung als attraktiver Wohn- und Lebensstandort mit

gepflegtem historischen Stadtbild, gut ausgebautem Kultur- und

Freizeitangebot, umfassender Infrastruktur, gepflegter Gastronomie,

verkehrsberuhigter Innenstadt

■ Nachhaltige Stärkung des Tourismus durch weitere Investitionen in die

(übernachtungs-) touristische Infrastruktur, stärkere regionale

Zusammenarbeit im Bereich Angebotsgestaltung, Ausweitung des Angebotes

und erweiterte Zielgruppenansprache unter Verringerung der Saisonalität

■ Stärkung des Einzelhandels durch Optimierung des Branchenmixes,

Qualitätsoffensive im Einzelhandel, Ausrichtung des Sortiments auf die

Bedürfnisse der Touristen

■ Stärkere Anbindung der Ferienhausgebiete an die Innenstadt

■ Neugestaltung der Ortsdurchfahrt nach Bau der südlichen Umgehung

Risiken

■ Gefährdung der Attraktivität der Innenstadt und des Einzelhandels durch

ungelöste Verkehrsproblematik sowie durch fehlende Anpassung von

Branchenmix, Sortiment und Gestaltung an die Bedürfnisse der Kunden

■ Entwicklung zur reinen Touristen- und Schlafstadt

■ Verringerung der Attraktivität als Lebens- und Wohnstandort auf Grund von

schlechter Infrastruktur für Kinder und Jugendliche und fehlenden Arbeitsund

Ausbildungsplätzen

■ Mangelnde Ausschöpfung des touristischen Potenzials durch zu einseitige

Angebotsgestaltung und Zielgruppenansprache, fehlende Kooperationen

An diesen Chancen und Risiken setzt das vorliegende Leitbild Otterndorfs

in den folgenden Ausführungen an.


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Die Sole-Therme Otterndorf

Die Sole-Therme Otterndorf bietet seit 1997 feuchtes und fröhliches Vergnügen für Einwohner und

Touristen in Otterndorf. Der Kleinkinderbereich mit Wasserrutsche und großzügigen Aufenthaltsflächen,

einem Spaßbecken mit Sprudeldüsen, Unterwasserliegen, Außenbecken sowie die ebenfalls neugestaltete

Gastronomie garantieren ein unbeschwertes Freizeitvergnügen. Bei angenehmen Wasser- und

Lufttemperaturen kommen die großen und kleinen Wasserratten voll auf ihre Kosten.


Die Otterndorfer Altstadt und Kirche

Was gibt es Schöneres, als den Charme der malerischen Altstadt Otterndorfs auf sich wirken zu lassen, mit

ihren bis zu 500 Jahre alten Fachwerkhäusern und gemütlichen, kleinen Gassen mit Kopfsteinpflaster. In der

Altstadt bekommt man das Gefühl, als ob jedes Haus seine eigene kleine Geschichte erzählen möchte. Wie das

Amtsgericht, die mit Liebe zum Detail restaurierten Lagerhäuser oder die Lateinschule, in der der Dichter

Johann Heinrich Voß die Odyssee von Homer übersetzte. Die oft als „Rothenburg des Nordens“ bezeichnete

Stadt wird vervollkommnet durch die eindrucksvolle Silhouette der altehrwürdigen St.-Severin-Kirche.

12/13 STADTENTWICKLUNG


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Allgemeine Grundsätze

Wir haben uns für die Gestaltung der Zukunft folgende Grundsätze

zu Eigen gemacht:

■ Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Will Otterndorf das Erreichte

bewahren, reicht es nicht aus, den Status quo zu sichern. Vielmehr gilt es,

die Stadt so konsequent weiterzuentwickeln, wie dies auch in den

vergangenen Jahrzehnten bereits passiert ist. Auf unsere positiven

Erfahrungen hierbei können wir aufbauen.

■ Bei der Gestaltung der Zukunft unserer Stadt können wir auf unsere

markanten Stärken aufbauen. Wir nehmen jedoch auch Schwächen als

Herausforderung an.

■ Verbesserungen in Otterndorf fangen bei uns selbst an. Es kommt auf

jede(n) von uns und auf uns gemeinsam an. Eine besondere Offenheit für

neue Einstellungen und Entwicklungen soll unsere Zusammenarbeit

bestimmen.

■ Wir verstehen die Zukunftsgestaltung für unser Otterndorf als Prozess, der

der laufenden und der permanenten Anpassung an neue Gegebenheiten

bedarf.

■ Was wir heute festlegen, bedarf der Umsetzung in konkrete, erlebbare

Maßnahmen, die Mut machen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Wir

wollen daher der zügigen Maßnahmenplanung und –realisierung große

Aufmerksamkeit schenken.

■ Unser Handeln ist daran ausgerichtet, dass sich zukünftige Generationen

eine Zukunft in Otterndorf aufbauen können. Daher stellen wir Nachhaltigkeit

im Sinne der Lokalen AGENDA 21 in den Mittelpunkt sämtlicher

Entwicklungsplanungen.

Unsere Philosophie

Unsere Philosophie für die Zukunft Otterndorfs knüpft an den zentralen Stärken

der Stadt Otterndorf, so wie sie von Bürgerinnen und Bürgern, der Politik, der

Verwaltung und allen gesellschaftlichen Gruppen gesehen werden, an.

Die Stadt Otterndorf soll ihre attraktive touristische und freizeitorientierte

Infrastruktur, ihre bevorzugte naturräumliche Lage und ihren Altstadtcharme

auch zukünftig bewahren. Wir sehen uns als:

„Unser Otterndorf 2010:

Wohlfühlstadt mit Lebensqualität für Bewohner, Besucher

und Urlaubsgäste“

Dem mit dieser Philosophie verbundenen Anspruch wollen wir genügen und

die Zukunft entsprechend gestalten.


Strategische Wege für

unser Otterndorf 2010

Zukunft für junge Generationen in Otterndorf

Ein Ziel der Lokalen AGENDA 21 ist es, die Stadt Otterndorf auch für zukünftige

Generationen lebenswert zu erhalten.

Diesem Ziel dient sowohl die Ansiedlung öffentlicher und privater Dienstleister,

die Attraktivierung der Innenstadt als auch die Sicherung der wirtschaftlichen

Zukunft über den Tourismus.

14/15 STADTENTWICKLUNG

Darüber hinaus gilt es, das Angebot für Familien, Kinder und Jugendliche in

Otterndorf zu verbessern. Otterndorf hat in diesem Bereich einige Stärken

aufzuweisen:

■ Starkes „Wir-Gefühl“ in Otterndorf, ausgeprägtes Wohlfühlen der

Bürgerinnen und Bürger

■ Seit vielen Jahren kontinuierliche Zuwanderung von Neubürgern

■ Beliebtheit als Wohn- und Lebensort aufgrund des guten Angebots an

öffentlichen Dienstleistungen, des attraktiven Naherholungsumfelds,

des guten Freizeit-, Sport- und Kulturangebots sowie der attraktiven

Innenstadt

Folgende Ziele haben wir uns gesetzt:

■ Verbesserung des Arbeits- und Ausbildungsangebots

■ Weitere Verbesserung der Wohnmöglichkeiten und -angebote

■ Verbesserte Integration von Neubürgern

■ Verbesserung der Situation für Kinder und Jugendliche

■ Attraktivierung der Innenstadt für Familien und jüngere Menschen

■ Erhalt der ökologischen und natürlichen Ressourcen in Otterndorf

und im Umfeld

Einige der genannten Ziele können unmittelbar in Projekte und Maßnahmen

umgesetzt werden. Weitere von den Bürgerinnen und Bürgern in öffentlichen

Diskussionen genannte Projekte und Maßnahmen sind:

■ Verbreiterung des Bildungs- und Weiterbildungsangebots, z. B. der VHS,

für Familien und Jugendliche


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Das hat Otterndorf

heute zu bieten:

Öffentliche Einrichtungen:

Amtsgericht, Krankenhaus,

Arbeitsamt, Katasteramt, Das

Grüne Zentrum, Samtgemeindeverwaltung,

DRK-Kreisverband

Gastronomie: über 30 verschiedene

Restaurants uns Cafés

Einzelhandel: über 90 Betriebe

Schulen aller Schulstufen

bis zur Hochschulreife

Museen und Ausstellungen:

Kranichhaus-Museum, Studio A

Otterndorf – Museum für

gegenstandsfreie Kunst, Johann-

Heinrich-Voß-Museum, Torhaus-

Sammlung, Mendoza-Museum,

Die Puppenstube

■ Bindung größerer Betriebe und öffentlicher Arbeitgeber an Otterndorf,

Ansiedlung von kleinen und mittleren Unternehmen im Tourismus- und

Dienstleistungsbereich

■ Ausweisung weiteren Baulands mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis

■ Etablierung eines umfangreichen Begegnungs-, Betreuungs- und

Freizeitangebots für Kinder und Jugendliche

■ Stärkung der haupt- und ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit

■ Begrüßungsbesuche für Neubürger durch Repräsentanten der Stadt,

Übergabe von Informationen über Otterndorf (Leitbild,

Informationsbroschüre der Stadt)

■ Musik-/Konzertangebote für Jugendliche (z.B. Open-Air-Konzerte)

■ Besseres kulturelles Angebot für Jugendliche (z.B. Kino, Musikschule)

■ Attraktives Jugendzentrum

Öffentliches und privates Dienstleistungsangebot

für Bürgerinnen und Bürger

Ein breites Angebot an öffentlichen und privaten Dienstleistungen ist unabdingbar,

um das Wohlfühlen in Otterndorf sicherzustellen und damit den

Wohnstandort Otterndorf auf Dauer attraktiv zu halten. Otterndorf kann in

diesem Zusammenhang auf eine Reihe von Stärken aufbauen:

■ Breites kulturelles Angebot, hochwertige kulturelle Veranstaltungen

■ Breites Angebot öffentlicher Dienstleistungen

■ Breites Tourismus-, Gastronomie-, Einzelhandels-, Handwerksund

Dienstleistungsangebot

■ Vielfältige Sport- und Freizeiteinrichtungen: wie Spiel- und Spaß-

Scheune, Seglerhafen etc.

■ Angebot an attraktiven Gewerbeflächen

Diese Stärken gilt es zu erhalten und um neue Elemente zu ergänzen.

Daher setzen wir uns folgende Ziele:

■ Stabilisierung, Ausbau und bessere Vernetzung des Kultur- und

Freizeitangebots

■ Schaffung überregional ausstrahlender und imageprägender kultureller

und freizeit-orientierter Angebote

■ Erhalt des breiten Angebots an öffentlichen Dienstleistungen

■ Weitere Ansiedlung privater Handwerks-, Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe,

Verstärkung der Dienstleistungsmentalität in allen

Bereichen (Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel, Stadtverwaltung etc.)


16/17 STADTENTWICKLUNG

Eine Reihe von Projekten und Maßnahmen wurde zur Sicherung des öffentlichen

und privaten Dienstleistungsangebots definiert. Die nach übereinstimmender

Meinung wichtigsten Projekte sind:

■ Ausweitung und Qualitätsverbesserung des Wellness-, Fitness- und

Sportangebots für Einheimische und Gäste unter Einbeziehung der

Sole-Therme

■ Mehrzweckhalle/Veranstaltungszentrum, nutzbar als Sporthalle, für

private Feiern, Disco, Kino, Vorträge etc.

■ Ansiedlung von Gewerbetreibenden und Kleinbetrieben,

z.B. Fachärzten, Existenzgründern durch aktive Wirtschaftsförderung

■ Akquisition neuer Dienstleister mit Versorgungsfunktion für Bürgerinnen

und Bürger, z.B. Geburtshaus in Anlehnung an das Krankenhaus

Hohe Aufenthaltsqualität in der Innenstadt

Die Innenstadt Otterndorfs ist der Schwerpunkt der erforderlichen Planungen

für die kommenden Jahre. Dabei kann die Innenstadt Otterndorfs auf eine

Reihe von Stärken aufbauen:

■ Historische, gut erhaltene und vielfach restaurierte Bausubstanz

■ Attraktive öffentliche Plätze

■ Park- und Grünanlagen in der Stadt

■ Idyllische Uferlagen an der Medem

■ Breites und qualitativ hochwertiges Gastronomieangebot

■ Gut angenommene kulturelle und freizeitorientierte Veranstaltungen

und Einrichtungen in der Innenstadt

■ Guter Einzelhandelsbesatz, insbesondere im Bereich der Grundversorgung

und gut erreichbare Einkaufsmärkte in innerstädtischer Lage

Negativ wirkt sich gegenwärtig die verkehrliche Situation mit der durch den

Ort führenden B 73 aus. Hier ist allerdings auf mittlere Sicht mit der vorgesehenen

Ortsumgehung und dem damit verbundenen Rückbau der B 73 Abhilfe

zu erwarten.

Die genannten Stärken gilt es zu erhalten und gleichzeitig die zentrale

Schwäche, die verkehrliche Situation, zu verbessern.

Folgende Ziele setzen wir uns:

■ Verkehrliche Entlastung durch südliche Umgehungsstraße (B 73 neu)

■ Erhalt der historischen Bausubstanz und Entwicklung der noch nicht

genutzten Bausubstanz, insbesondere des Mühlenviertels


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

■ Weitere Nutzung der Innenstadt als Kultur- und Veranstaltungsraum

■ Gestaltung und Inszenierung von Fassaden, Dächern, Straßen und

Plätzen (Begrünung, Illumination)

■ Stärkung des maritimen Charakters als Nordseebad

■ Verbesserte Nutzung der Uferlagen an der Medem

■ Verschönerung der Zugänge zur Stadt (Bahnhof, Zufahrtstraßen)

■ Verbesserung der verkehrlichen Erreichbarkeit durch Verkehrsleitung

■ Attraktivierung des Aufenthalts in der Innenstadt für Besucher und Urlauber

■ Qualitätsoffensive im Einzelhandel (Schaufenstergestaltung,

Warenpräsentation, Serviceangebote, Beratung, touristische Sortimente)

■ Reduzierung der Leerstände

■ Verstärkte Nutzung der Synergiepotenziale zwischen Einzelhandel, Kultur,

Gastronomie und Tourismus

Fast 100 Projekte und Maßnahmen wurden im Laufe des Stadtentwicklungs-/

AGENDA 21-Prozesses in Otterndorf zur Sicherung der Aufenthaltsqualität in der

Innenstadt gesammelt. Die wichtigsten sind:

■ Schaffung der südlichen Umgehungsstraße, gleichzeitig Rückbau der

Bundesstraße, unterfüttert durch ein ganzheitliches

Stadtentwicklungskonzept mit Einbindung von verkehrsberuhigten Zonen

(Ziel: verkehrsberuhigte Zone als Mittelpunkt innerstädtischen Lebens)

■ Sanierung des innerstädtischen Juwels „Mühlenviertel“ auf Basis einer

städtebaulichen Konzeption mit den möglichen Nutzungen: Gastronomie,

Museen auf nostalgischer Basis, Aussichtsterrasse mit Medemblick,

Anlegestelle für Schiffe und Boote, Wohnmöglichkeiten etc.

■ Sichtbarmachung des Slogans der Stadt „Die grüne Stadt am Meer“ durch

Verschönerungen (z.B. Illuminationen, Inszenierungen), Begrünung (z.B.

Platanen vor altem ALDI, Baumalleen an der Großen Ortstraße, Begrünung

der B73, Blumen am Ortseingang, blühende Bepflanzung vor den Kirchen,

Begrünung des Bahnhofs) und Stärkung des maritimen Charakters

(maritime Promenade am Großen Specken, alter Fischkutter am Specken,

Segelschiff an der Medembrücke, Durchgangsstraße mit Masten mit

maritimen Symbolen versehen)

■ Verbesserung der Anbindung des Ferienhausgebiets an die Innenstadt

(Verkehr, bauliche Gestaltung, Kooperationen, Hinweisschilder)

■ Verbesserung der Grünzonen-, Park- und Platzgestaltung, z.B. Park beim

Amtsgericht, Ufergestaltung der Medem

■ Optimierung von Servicequalität und Erscheinungsbild im Einzelhandel, z.B.

durch einheitliche Öffnungszeiten im Einzelhandel, Verbesserung der Optik

der Schaufenster und der Warenpräsentation, Angebot touristischer

Sortimente


So sehen es die

Otterndorfer:

„Der Tourismus ist ein bedeutender

Wirtschaftsfaktor für die

Stadt“ (99,8 % Zustimmung)

„Die Touristen sind ein Gewinn

für die Stadt“ (95,3 %

Zustimmung)

„Eine weitere Steigerung des

Tourismus in Otterndorf ist

sinnvoll“ (72,4 % Zustimmung)

Quelle: Bevölkerungsbefragung

18/19 STADTENTWICKLUNG

Unser wichtigstes Standbein: Tourismus

Im Tourismus sehen die Otterndorfer Bürgerinnen und Bürger ihr wichtigstes

wirtschaftliches Standbein. Otterndorf hat hier echte Stärken:

■ Zukunftsorientiertes Beherbergungsangebot (Ferienhaussiedlungen)

■ Attraktiver Grünstrand

■ Süßwasserseenlandschaft

■ Reizklima, Luft, verschiedene Wasserqualitäten (Süßwasser, Salzwasser,

Solewasser)

■ Attraktive, idyllische historische Innenstadt

■ Vielfältiges und hochwertiges kulturelles und freizeitorientiertes Angebot,

wetterunabhängige touristische Infrastruktur

■ Vielfältiges gastronomisches Angebot

■ Status als Nordseebad

■ Lage an der Elbmündung (Weltschifffahrtsweg, Gezeitenerlebnis)

■ Attraktives touristisches Umfeld

■ Überdurchschnittliche Zuwächse an Gästen und Übernachtungen

■ Hohe Akzeptanz des Tourismus durch Bürgerinnen und Bürger

Um das Standbein Tourismus nachhaltig, in harmonischer Synthese von

Ökologie, Ökonomie und Sozialverträglichkeit zu entwickeln, haben wir uns

folgende Ziele gesetzt:

■ Verringerung der Saisonalität und Erhöhung der Auslastung in schwachen

Saisonzeiten (mehr Angebote, mehr Rahmenprogramm)

■ Erweiterung des Zielgruppenspektrums durch neue thematische

Angebote und Infrastruktur für die Generation 50+ (z.B. Gesundheit)

■ Vernetzte Angebote mit dem nahen (Sietland, Wingst) und weiteren

(Cuxland) Umland (Wassersport in Kooperation, Radfahren, Reiten,

Wandern, Naturbeobachtung und -erkundung, Urlaub und Freizeit auf

dem Lande, Angeln)

■ Erschließung der Naturerlebnisräume bis zum Natureum

■ Ausbau des Einzelhandelsangebots (touristische Sortimente in der

Innenstadt, Grundversorgung Ferienhausgebiete)

■ Ausbau der tagestouristischen Infrastruktur (Museumsbauernhof,

Sea Life Center, Leuchtturm mit Schiffsbeobachtung, Verbindung Sport

& Tourismus etc.)


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

■ Ausbau der Hotelinfrastruktur

■ Weitere Anhebung des Qualitätsniveaus (Beherbergung, touristische

Infrastruktur)

■ Schulung und Qualifizierung (quasi-) touristischen Personals

■ Professionalisierung der touristischen Vermarktung

■ Nutzung des Wahrzeichens der Stadt, die Otter

■ Beobachtungsstationen für die Seehundbänke

■ Stärkung der Zusammenarbeit zwischen touristischen Leistungsträgern

und der Stadt

Viele der genannten Ziele implizieren bereits konkrete Projekte und Maßnahmen,

welche zur Umsetzung zu bringen sind. Dennoch sollen an dieser

Stelle noch einige Schlüsselprojekte ergänzt werden:

■ Optimierung der touristischen Beherbergungs- und Freizeitinfrastruktur

(Ansiedlung eines größeren Hotelbetriebs, Ansiedlung weiterer

Schlechtwetterangebote, z.B. Museumsbauernhof)

■ Ausbau des Rad- und Wanderwegenetzes in und um Otterndorf: Nord-

Ostseeradweg, Helgoländer Weg, Philosophenweg, Seengebiet-

Innenstadt, Deichwanderweg, Natur- und Kulturdenkmale durch

Wegenetz erschließen, am Medemufer entlang, Radweg um Otterndorf

herum, Spazierallee Stadt-Ferienpark

■ Einkaufsmöglichkeiten im Feriengebiet (z.B. Deich, Strand, Campingplatz,

See Achtern Diek)

■ Ausbau des Informations- und Exkursionsangebotes (z.B. Wattführungen,

Infotafeln aufstellen/Hinweisschilder auf Sehenswürdigkeiten anbringen,

Lehrpfade)

■ Bessere touristische Nutzung der Medem (Bootsverleih, Anleger für

Ruder- und Paddelboote usw.)

Eine Vielzahl weiterer Projektvorschläge befindet sich ab Seite 24 des

Leitbilds in den Maßnahmenvorschlägen.


Der KSK-Küstenmarathon

Am 17. September 2000 fand der 1. Kreissparkassen Küstenmarathon zum Weltkindertag, als Lauf

für die Rechte der Kinder, statt. Im Jahr 2003 zum vierten Mal ausgetragen, wird der Lauf von

vielen verschiedenen Vereinen, Menschen, Institutionen, Firmen und Interessengruppen

ehrenamtlich und mit höchsten Engagement getragen.

20/21 STADTENTWICKLUNG


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Organisation, Zusammenarbeit

und Vermarktung

Viele der in diesem Leitbild angeführten Ziele und Maßnahmen machen

Koordination, Interessenausgleich und Förderung der Zusammenarbeit der

verschiedenen Akteure in Otterndorf notwendig. Diese Zusammenarbeit hat

sich im Zuge des Stadtentwicklungs-/Lokale AGENDA 21-Prozesses als

äußerst fruchtbar erwiesen:

■ Eine Lenkungsgruppe, bestehend aus Vertretern aller politischen

Parteien und aller gesellschaftlichen Gruppen in Otterndorf hat an

unserem Leitbild gearbeitet.

■ Über 150 Bürgerinnen und Bürger haben ihre Vorschläge für die

Zukunft Otterndorfs in öffentlichen Veranstaltungen eingebracht.

Unser gemeinsames Ziel ist es, die positiven Erfahrungen von Stadtentwicklung/Lokale

AGENDA 21 zu nutzen und mit der Umsetzung den Prozess

des Leitbilds fortzusetzen.

Darüber hinaus wollen wir die verschiedenen ehren- und hauptamtlichen

Akteure und Gruppierungen, z.B. Verkehrsverein, Otterndorfer Wirtschaftsund

Gewerbeverein (OWG), kulturelle Vereinigungen und die Stadt, in ihrem

Handeln dauerhaft zusammenführen und koordinieren.

Unser Ziel ist es daher, die Einbindung privatwirtschaftlicher Kräfte in

Otterndorf zu institutionalisieren. Hierfür wollen wir Organisationsstrukturen

schaffen. Diese sollen Otterndorf zukünftig professionell vermarkten.

Folgende Projekte und Maßnahmen halten wir für erforderlich, um die

genannten Ziele zu erreichen:

■ Fortsetzung von Stadtentwicklung/Lokale AGENDA 21 durch

Fortsetzung einer Projektlenkungsgruppe mit dem Ziel der Umsetzung

des Leitbilds

■ Verbesserung der Wirtschaftsförderung zur Bestandspflege und

Neuansiedlung, z.B. durch Integration des Bereichs Wirtschaftsförderung

in den Internetauftritt der Stadt

■ Zusammenführung der Organisationsstrukturen in den Bereichen

Tourismusmanagement und –marketing, Innenstadtmanagement und

–marketing, Wirtschaftsförderung und Standortmarketing unter

Integration privatwirtschaftlicher und öffentlicher Kräfte


Die Zukunft von Stadtentwicklung

und Lokale AGENDA 21 in Otterndorf

Das vorliegende Leitbild für „Unser Otterndorf 2010“ wird in den nächsten Jahren

gemeinsam mit allen Interessengruppen und den Bürgerinnen und Bürgern

der Stadt umgesetzt. Hierfür steht der Rat der Stadt Otterndorf, der das vorliegende

Leitbild verabschiedet und damit für die zukünftige Entwicklung der Stadt

verbindlich macht.

22/23 STADTENTWICKLUNG

Hierfür steht auch die Projektlenkungsgruppe für den Stadtentwicklungs-/Lokale

AGENDA 21-Prozess, die das Projekt bisher begleitet

bzw. koordiniert hat und dies auch in der kommenden Zeit tun wird.

Bereits im Jahr 2003 soll mit der Umsetzung von ausgewählten

Schlüsselprojekten begonnen werden. Angegangen werden sollen vor

allem folgende Projekte:

■ Zukunftswerkstatt Innenstadt: Planung der Innenstadtgestaltung,

-begrünung und –verschönerung

■ Rückbau der B 73

■ Stärkung der Einzelhandels-, Dienstleistungs- und

Gastronomiequalität: Durchführung einer Workshopreihe mit den

Inhalten „Schaufenster- und Ladengestaltung“, „Chancen durch

touristische Sortimente“, „Servicequalität und Freundlichkeit“

■ Organisationskonzept für Otterndorf: Aufbau einer tragfähigen

Organisationsstruktur unter Einbeziehung von Tourismus,

Innenstadtmanagement und Wirtschaftsförderung in Public

Private Partnership

■ Infrastrukturentwicklung in ausgewählten Schwerpunktbereichen,

z.B. Mühlenviertel, Mehrzweck-/Sporthalle, Museumsbauernhof

im Feriengebiet etc.

■ Umsetzung von Wirtschaftsförderungs- & Standortentwicklungsprojekten

durch den Wirtschaftsausschuss

■ Verbesserung der Angebote für Kinder und Jugendliche durch

die Stadt-/Samtgemeindeverwaltung

■ Erarbeitung einer Ganzjahres-Tourismus-Konzeption für die Stadt

Otterndorf unter Einbeziehung des Cuxlandes


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Ab dem Jahr 2004 ist vorgesehen, dass die zu etablierenden Organisationsstrukturen

unter Einbeziehung von Tourismus, Innenstadtmanagement

und Wirtschaftsförderung in Public Private Partnership

den Stadtentwicklungs-/Lokale AGENDA 21-Prozess weiter umsetzen.

Daher kommt der Erarbeitung geeigneter Organisationsstrukturen in

den Jahren 2004 und 2005 eine besondere Bedeutung zu.

Die Bürgerinnen und Bürger werden auch weiterhin umfassend in

die Planungen eingebunden. Sie geben die Impulse für die Zukunft

unserer Stadt.

Daher finden auch in den folgenden Jahren öffentliche Veranstaltungen

und Bürgerforen, wie bereits bisher geschehen, statt.


Maßnahmenvorschläge aus der

öffentlichen Leitbilddiskussion

MUSEUM

GEGENSTANDSFREIER KUNST

LANDKREIS CUXHAVEN

24/25 STADTENTWICKLUNG

Sportangebot

■ Wellness-, Fitness-, und Sportangebote ausweiten

(für Einheimische und Gäste)

■ Zusätzliche Sporthalle

■ Öffnungszeiten der Sole-Therme verlängern (nach 20 Uhr), Angebot

erweitern („Action-Angebote“)

■ Einrichtung eines neuen Sportplatzes

■ Bowling-Center (z.B. im ehem. Feuerwehrgerätehaus, im alten ALDI)

■ Öffnungszeiten des Schwimmbades verlängern (auch morgens öffnen)

■ Inline-Skating-Halle errichten

■ Jahnplatz zu bestimmten Zeiten der Öffentlichkeit zugänglich machen

■ Fußballplatz am ALDI sanieren

■ Wasserrutsche am „See Achtern Diek“

■ Erweiterung der Kapazität in bestehenden Turnhallen und Schwimmbad

für Vereine

■ „Offene“ Sportangebote ohne Vereinszugehörigkeit

■ Die neuen Seen zum Jogging-Paradies entwickeln

■ Mehr Umkleidekabinen im Hallenbad

■ Freibad bauen

■ Neue Tennishalle

Kultur- und Freizeitangebot

■ Mehrzweckhalle/Veranstaltungszentrum (z.B. auch für private Feiern,

Sport, Disco, Kino, Vorträge etc.)

■ Kino einrichten (z.B. im Mühlenviertel)

■ Attraktiven Weihnachtsmarkt schaffen (bestehenden erweitern/neu

gestalten und z.B. auf den Großen Specken verlegen)

■ Altes Feuerwehrgerätehaus nutzen (z.B. für Wechselausstellungen aus

der Region, als Seniorenzentrum, Jugendtreff, Markt-Café)

■ Einführung eines Plattdeutschen Nachmittags

■ Breiteres Angebot an Freizeitaktivitäten (z.B. künstlerische Aktivitäten)

■ Breiteres Angebot der Musikschule

■ Musikschule im Schulzentrum


Zahlen & Fakten

Einleitung Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

■ Verkehrsübungsplatz

■ Kulturelle Angebote mit der Umgebung verknüpfen

■ Musikveranstaltung (z.B. am Großen Specken)

■ Angebote von Fahrten zu Veranstaltungen, Konzerten und Sportevents

verbessern

■ Angebote für 50+ verbessern (z.B. Tanztee, Klönschnack)

■ Kommunikationszentrum mit Lesehalle, Internetcafe etc.

■ Feuerwehrmuseum, Buddelschiffmuseum

Öffentliches Dienstleistungsangebot

■ Mehr polizeiliche Präsenz (z.B. per Pferd und Rad)

■ Mehr öffentliche Toiletten (z.B. am Grünstrand, Großer Specken,

nahe Schule KSK)

■ Einrichtung eines Bürgerhauses/Dorfgemeinschaftshaus

■ Erweitertes Betreuungsangebot für Kinder und Hortkinder,

Qualitätsverbesserung

■ Attraktive Schulen durch z.B. mehr Geld fürs Schulzentrum,

Schulangebote am Nachmittag, Umsetzung einer Mensa

■ Wochenmarkt 2x wöchentlich (Samstag), vergrößern

■ Verstärkte Pflege der Toiletten (z.B. am See Achtern Diek)

■ Entbindungsstation im Otterndorfer Krankenhaus

■ Mehr Toleranz gegenüber Besuchern (städtische Parkplätze gebührenfrei)

■ Attraktivität der Stadtbibliothek erhöhen

■ Erhaltung der Post (mehr Bedienungspersonal)

■ Fachhochschule (Fachbereich Tourismus)

■ Mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze (auch für höher Qualifizierte)

■ Spielecken für Kinder in öffentlichen Gebäuden

■ Öffnungszeiten der Banken verlängern

■ Einrichtung eines zentralen Bürgerbüros

■ Berufsbildende Schule am Ort

■ Unterstützung für Gewerbetreibende

■ Ansiedlung von Kleinbetrieben

■ Berufsfindungsmöglichkeiten

■ Preisgünstige Baugrundstücke

■ Mehr Baumöglichkeiten außerhalb der Stadt (z.B. Süderwisch)

■ Reaktionszeiten der Verwaltung/Politik verbessern

■ Öffnungszeiten der Bibliothek/Audiothek/Mediathek verbessern

■ Öffnungszeiten bei Strandkabinenvermietung verbessern

■ Öffnungszeiten der Dienstleistungsbereiche den Bedürfnissen

der BürgerInnen anpassen


26/27 STADTENTWICKLUNG

■ Bessere Überwachung der Falschparker in Spielstraßen (Strand)

■ DLRG-Präsenz im gesamten WLP

■ Beratung und Förderung junger Unternehmer

■ Fachärzte (HNO, Orthopäde, Dermatologe)

■ Kinder- und Jugendsprechstunde im Rathaus

■ Verhinderung kontinuierlicher Fahrraddiebstähle (Stadt/Schulzentrum)

■ Sicherheitsdienst im Feriengebiet

■ Aktive Unterstützung seitens der Verwaltung für Bau einer

zusätzlichen Sporthalle

■ Öffentliche Wickelmöglichkeit

■ Betreutes Wohnen ermöglichen

■ Öffnungszeiten für die Kirche

■ Mehr ehrenamtliches Engagement der Bürger

Verkehr, Straßen- und Wegeführung,

Platzgestaltung in der Innenstadt

■ Mehr verkehrsberuhigte Zonen (z.B. Scholienstraße, Wallstraße,

Große Ortstraße)

■ Re-Installation der Fußgängerbrücke unter der Eisenbahnbrücke

am Süderwall

■ Ausbau und Umgestaltung der Mühlen- und Medemstraße

■ Parkplätze direkt im Ort (beim Rathaus)

■ Aus- und Umbau altes Gerätehaus/Vorplatz

■ Verkehrliche Entlastung der Innenstadt/Bau der geplanten

Ortsumgehung

■ Verkehrsinsel auf B73, Höhe Marktkauf – Mühlenberg/Scholienstraße

■ Fußgängerüberweg Scholienstraße

■ Radwege in der Innenstadt

■ Raabebrücke umgestalten

■ Medembrücke umgestalten

■ Wegeausbau Norderwall/Amtsgarten

■ Straßenneugestaltung Kleine und Große Dammstraße

(keine Bürgersteige)

■ Fußwegöffnung Grünbereich Schleusenstraße/Stefanstraße

■ Großen Specken nicht als Parkplatz missbrauchen

■ Wochenmarkt bzw. Markthallen im Feuerwehrgerätehaus mit

Sofortverzehr


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

■ Abriss der alten Imbissbude See Achtern Diek

■ Ökologische Belange bei baulichen Veränderungen in der Stadt beachten

■ Wiederherstellung Süderwallgraben

■ Abgesenkte Bürgersteige

■ Bahnübergang am Bahnhof (linke Seite)

■ Ausbau der historischen Innenstadt Richtung Bahnhof

■ Freigabe der Einbahnstraßen für Radfahrer

■ Fußgängerbereiche

■ Öffentliche Grillplätze (z.B. Medemufer)

■ Bushaltestelle am Kirchplatz sanieren

■ Straßen bei den Schulen abgrenzen (z.B. mit kl. Grünstreifen u. Geländer)

■ Verbreiterung der Deichstraße

■ Behindertengerechte Fußwege

■ Vergrößerung der Parkflächen (z.B. bei Dock, Elbterrassen)

■ Befestigung der Fläche des Großraumparkplatzes

■ Marktplatz als Zentrum muss dominieren

■ Bessere Entwässerungsmöglichkeiten für die Fuß- und Wanderwege

v.a. am Strand

■ Überprüfung der Beschilderung zur Verkehrsleitung in der Innenstadt

■ Verbindung zum Strand für alte Menschen verbessern

■ Möglichkeiten zum Flanieren schaffen

Begrünung & Verschönerung

in der Innenstadt

■ Mehr Begrünung in der Stadt (z.B. Platanen vor altem ALDI, Baumalleen

an der Große Ortstraße, Begrünung der B73, Stichwort „Die grüne Stadt

am Meer“, Blumen am Ortseingang, blühende Bepflanzung vor Kirche,

Begrünung des Bahnhofs-Umfeldes)

■ Park beim Amtsgericht der Öffentlichkeit zugänglich

machen/pflegen/ausbauen (z.B. Pavillon als Musik-Begegnung)

■ Anlagen, Straßen, Wege besser säubern/in Stand halten

(z.B. rund ums Jugendzentrum, Helgoländerweg)

■ Spielmöglichkeiten für kleine Kinder (Schaukeltiere etc.,

z.B. am Süderwall, Kirchplatz, Rathausplatz)

■ Mehr Sitzmöglichkeiten in der Stadt z.B. Bayerspark und Eschweide

■ Spielplätze (z.B. Süderwall, Scharhörner Ring) neu gestalten

(z.B. Bänke aufstellen)


28/29 STADTENTWICKLUNG

■ Bodenillumination des Rathausplatzes/Kirchplatzes/Medemufer,

Beleuchtung historischer Gebäude

■ Ufergestaltung Medem verbessern

■ Mehr Papierkörbe in der Stadt/Altstadt

■ Bessere Gartenpflege des Bayersparks

■ Bessere Beleuchtung am Strand/Deich

■ Litfasssäule in der Innenstadt

■ Attraktive Fassaden

■ Gepflegtere Grünanlage am See Achtern Diek, Neubau „Deichkieker“

■ Mehr Beleuchtung in der Altstadt (Laternen)

■ Touristische Einbindung und Nutzung von Süder- und Norderwall

■ Hundeverbot im Schlosspark

■ Mehr Sauberkeit im Umfeld der Stadthalle

■ Belebung und Verschönerung des Bahnhofs und der Umgebung

■ Wallgraben am Amtsgericht kultivieren

■ Sinnvolle Nutzung der Gartenflächen zwischen Süderwall und Kl. Specken

Sanierung des Mühlenviertels

■ Mühlenviertel ausbauen/umgestalten/sanieren

(Aufenthaltsmöglichkeiten mit Gastronomie, Museen auf nostalgischer

Basis, Aussichtsterrasse mit Medemblick, ggf. als Begegnungsstätte für

Jung und Alt, Umbau zu Lofts)

■ Erschwingliche Wohnmöglichkeiten im Mühlenviertel nach fantasievollem

Umbau schaffen (z.B. Bootsanleger und Fitnesszentrum)

■ Gasthaus-Brauerei im Mühlenviertel

■ Erweiterung der Altstadtsanierung über den bisherigen Bereich hinaus,

z.B. Mühlenviertel und Bahnhofsviertel

Stärkung des maritimen Charakters

■ Maritime Promenade mit Beleuchtung und Pflasterung am Specken

■ Alter Fischkutter am Specken

■ Segelschiff an der Medembrücke

■ Durchgangsstraße mit Masten mit maritimen Symbolen versehen

■ Gewerbetreibende kleiden sich maritim

■ Mehr Fischgeschäfte (Angebot auf dem Wochenmarkt erweitern)

■ Schiffsanleger in Otterndorf

■ Maritimes Begegnungszentrum (z.B. Möglichkeit zum Mikroskopieren)


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

Angebots-, Servicequalität und

Erscheinungsbild im Einzelhandel

■ Einheitliche Öffnungszeiten aller Geschäfte

(nicht saisonal abhängig gestalten)

■ Optik der Schaufenster verbessern

■ Mehr Einzelhandel mit Textil (z.B. Unterwäsche Damen und Herren)

■ Abwanderung der Kaufkraft durch gutes Angebot im Einzelhandel

verhindern

■ Mehr Leuchtreklame

■ Fachgeschäfte für Oberbekleidung

■ Bekleidungsgeschäfte für Jugendliche interessanter gestalten

(Hip-Hop-Style etc.)

■ Teehaus schaffen

■ Schulungsangebot „Schaufenstergestaltung“ für Einzelhändler

■ Beleuchtung der Schaufenster nach 22 Uhr

■ Ladenöffnungszeiten verlängern (bis 20 Uhr und länger)

■ Sport- und Freizeitbekleidungsgeschäfte für Urlauber

■ Geschäft mit speziellen Angeboten für Touristen

■ Kooperation Einkaufsmärkte/Einzelhandelsbetriebe

Angebots-, Servicequalität und

Erscheinungsbild in der Gastronomie

■ Öffnungszeiten der Gaststätten auch von 12.00 bzw. 14.00 - 18.00 Uhr

■ Biergärten/Kneipe (z.B. nahe des ehem. Feuerwehrgerätehauses)

■ Straßencafés

■ Schnellimbiss Bratwurst statt Döner

■ Gesamtes Dienstleistungspersonal freundlicher

(besonders in der Gastronomie)

■ Spezielle Eisdiele

Touristische Infrastruktur

■ Rad- und Wanderwegenetz ausbauen (z.B. Helgoländer Weg –

Philosophenweg, Seengebiet–Innenstadt, Deichwanderweg, Natur–

und Kulturdenkmale erschließen, am Medemufer, Radweg um Otterndorf

herum, Spazierallee Stadt–Ferienpark)


30/31 STADTENTWICKLUNG

■ Einkaufsmöglichkeiten im Feriengebiet (z.B. Deich, Strand, Campingplatz,

See Achtern Diek)

■ Verkehrsanbindung (Kleinbusse od. Pendelzug z.B. 2x täglich) zw.

Feriengebiet-Stadt verbessern

■ Haus des Gastes

■ Info-Zentrum/Anlaufstelle für Gäste einrichten (z.B. in alter Feuerwehr,

Spiel- und Spaß-Scheune)

■ Kleine attraktive Lokale im Feriengebiet

■ Wohnmobil-Stellplatz (gebührenfrei/Ortsmitte)

■ Vergrößerung des Strandgebiets

■ Minigolfanlage verbessern (Zustand, Öffnung, Übersichtlichkeit)

■ Intakte Infrastruktur als Zugpferd des Tourismus

■ Ausbau Norderteiler Weg zum Ferienhausgebiet

■ Campingplatz gemütlicher machen

■ Museum, kl. Läden im ehem. Feuerwehrhaus errichten

Touristische Angebotsgestaltung

■ Ausbau des Informations- und Exkursionsangebotes (z.B. Wattführungen,

Infotafeln aufstellen/Hinweisschilder auf Sehenswürdigkeiten anbringen,

Lehrpfade)

■ Besichtigungsmöglichkeit der Seehundbänke (z.B. durch Kutterfahrten)

■ Veranstaltungen am Deich, Badesee (z.B. Open-Air-Disco, Maritime

Events)

■ Bessere touristische Nutzung der Medem (Bootsverleih, Anleger für

Ruder- und Paddelboote usw.)

Otterndorf als Heilbad mit Kuranwendungen (Betreuung der Kurgäste

verbessern!)

■ Angebote für (Jugend-) Reisegruppen (z.B. Sport: Segelkurse für Kinder

und Jugendliche, Fahrradwochenende)

■ Extra-Angebote einführen (z.B. 50+ bekommen in der Nebensaison einen

Rabatt oder einen Gutschein fürs Hallenbad, verbilligte Eintrittspreise

mit Kurkarte, Sport in der kalten Jahreszeit)

■ Schiffsverbindung zwischen Otterndorf und Cuxhaven

■ Wassertourismus ankurbeln

■ Elbe erlebbar machen (Weltschifffahrtsweg, Gezeitenerlebnis, etc.)

■ Münzferngläser auf dem Deich (Hinweis auf die Seehundbänke)

■ Bessere Nutzung der Spiel- und Spaß-Scheune

■ Sonderangebote verbunden mit städtischem Veranstaltungsangebot

■ Biotope wie am Natureum schaffen


Einleitung Zahlen & Fakten Leitlinien Strategie AGENDA 21 Maßnahmen

■ Ansiedlung eines größeren Hotelbetriebs

■ Verbindungsmöglichkeiten zum Stadeum

■ Strandkorbbereich und Liegewiese am Grünstrand beschildern

■ Fester Pavillon auf Campingplatz

■ Kooperation Sport–Tourismus (gem. Werbung z.B. im Internet)

■ Ansiedlung von Ottern in der Medem

■ Kurabgabe für durchfahrende Segler überdenken

■ Touristische Möglichkeiten der Englandfähre ausschöpfen

■ Hinweise zum Ferienpark durch große Stadtpläne (Ortseingang,

Innenstadt etc.)

■ Überregional ausstrahlende, imageprägende Veranstaltungen und Events

■ Leitfaden durch die Stadt (Bürgersteigführung)

■ Einrichtung eines Museumsbauernhofs im Feriengebiet

■ Standkarte der Naturdenkmale veröffentlichen

Sonstiges touristische Projekte

und Maßnahmen

■ Mehr Werbung für Otterndorf regional (durch Niederelbe-Zeitung),

überregional

■ Keine Ferienhäuser mehr bauen bzw. die Natur nicht „zubauen“

■ Gerechtere Beurteilung der Ottern, Vermarktung „Otti Otter“ durch

Einzelhandel

■ Ausbau des VHS-Angebots durch Aufnahme touristischer Kurse,

Themen und Veranstaltungen

■ Erstellung einer zielgruppenorientierten Ganzjahres-

Tourismuskonzeption

■ Informationsblatt (Apotheke, Zahnarzt etc.)

■ Mehr Gastfreundlichkeit

■ Image der „Grünen Stadt“ unbedingt erhalten

■ Natureum besser vermarkten

■ Koordination der Veranstaltungen

■ Bessere Vermarktung der 5 kostenlosen Wohnmobilstellplätze

(ganzjährig für Touristen) zwischen Schlecker und alter Feuerwehrwache

■ Preisausschreiben für Besucher von Otterndorf

■ Nicht alles nur für die Gäste ausrichten, sondern auch an Otterndorfer

denken


32 STADTENTWICKLUNG

Angebote für Jugendliche/junge Leute

■ Besseres kulturelles Angebot für Jugendliche (z.B. Kino, Musikschule)

■ Musik-/Konzertangebote für Jugendliche (z.B. Open-Air-Konzerte)

■ Einrichtung einer Diskothek (z.B. im ehem. ALDI)

■ Fun-Sporthalle (z.B. in der Stadthalle, Tennishalle, neben der Spielund

Spaß-Scheune)

■ Attraktives Jugendzentrum

■ Breiteres Angebot der Sportvereine für Kinder und Jugendliche

(z.B. TSV Leichtathletik bis 6 Jahre)

■ Internet-Café

■ Reduzierung der Eintrittspreise für Kinder aus Otterndorf in der Spielund

Spaß-Scheune/Sole-Therme

■ Extra Bolzplatz für Jugendliche

■ Spielplätze in den Neubaugebieten

■ Inventar der Spiel- und Spaß-Scheune verbessern (mehr Trampoline etc.)

■ Kinder-Restaurant

■ Gaststätten für junge Leute

■ Bessere Beaufsichtigung des Jugendzentrums

■ Vergleichbare Spiel- und Spaß-Scheune für Jugendliche (Innenstadt)

■ Kirchen in allg. Jugendarbeit mit einbeziehen

■ Bürgerkommunikationszentrum

■ Betreute Jugendtreffs

Organisation, Kooperation, Vermarktung

■ Gründung einer Stadtmarketing- & Tourismus GmbH

■ Wirtschaft und Wirtschaftsförderung in den Internet-Auftritt der Stadt

aufnehmen

■ Bestandspflege durch aktive Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing

■ Fortsetzung des Stadtmarketings durch Runden Tisch Stadtmarketing

zur Umsetzung des Leitbilds

■ Optimierung der Organisationsstrukturen im Tourismus

Das vorliegende Leitbild wird erst Erfolge zeigen, wenn konsequent

an der Umsetzung gearbeitet wird. Gemeinsam mit den

Bürgerinnen und Bürgern und allen maßgeblichen Institutionen

und Organisationen in der Stadt wollen wir die im Leitbild beschriebenen

Maßnahmen vorantreiben. Hierfür wird der begonnene

Stadtentwicklungsprozess zielorientiert weitergeführt.

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