Jahresbericht 2007 - Saarland Museum

vorgeschichte

Jahresbericht 2007 - Saarland Museum

Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Jahresbericht 2007


Jahresbericht 2007

Stiftung Saarländischer

Kulturbesitz


Inhalt

Vorwort 5

Neue Museumslandschaft 6

Neu in der Sammlung 11

Ausstellungen 22

Publikationen 45

Ereignisse und Kooperationen 49

Kunstvermittlung 56

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 67

Besucherstatistik 78

Gremien der Stiftung 80

Mitarbeiter 82

Personalien 83

Gesellschaft zur Förderung

des Saarländischen Kulturbesitzes 84

Sponsoren 88

Impressum 90

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Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Besucherinnen und Besucher,

das Jahr 2007 stand für die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz im

Zeichen zweier außergewöhnlicher Ereignisse. Zum einen war es das

Jahr der Kulturhauptstadt Europas in Luxemburg und der Großregion

sowie zugleich das 50-jährige Jubiläum des Saarlandes als Bundesland.

Die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz hat in diesem Feierjahr

29 Ausstellungen in ihren Häusern präsentiert, eine Rekordzahl.

Insgesamt kamen über 170.000 Besucher in unsere Museen, die

drittbeste Zahl, die die Stiftungshäuser je erreicht haben. Mit Paul Klee

und Pablo Picasso endete und begann in 2007 auch die zweitbest- und

die bestbesuchte Ausstellung, die das Saarlandmuseum je gezeigt hat.

Über dieses große Interesse an unseren Aktivitäten freuen wir uns sehr

und hoffen, diesen Zuspruch noch verstärken zu können.

Ein wichtiger Schritt in diesem Sinne war das zweite besondere Ereignis

des vergangenen Jahres: der Architekturwettbewerb zur Erweiterung

der Modernen Galerie. Über den Ausgang informieren wir Sie auf den

folgenden Seiten. Es bleibt zu hoffen, dass wir im Jahr 2008 in die

Realisierungsphase dieses hochwichtigen Schlusssteins der Museumslandschaft

eintreten können. Das Saarlandmuseum braucht diesen

seit nunmehr genau 30 Jahren geplanten sogenannten „IV. Pavillon“

dringend, ja, er ist bitter nötig. Neben weiteren Ausstellungsflächen für

unsere grandiose Sammlung und temporäre Präsentationen wird dieser

Erweiterungsbau endlich das chronische Platzproblem in den Depots

lösen, eine sinnvolle Unterbringung der Graphischen Sammlung und

der Restaurierung ermöglichen und schließlich die Empfangssituation

mit Kasse, Shop und Garderobe entscheidend verbessern. Nicht zuletzt

drängen konservatorische und sicherheitstechnische Fragen zu einer

solchen Erweiterung. Es geht bei dem IV. Pavillon nicht nur um zusätzliche

Spielfläche, sondern um die Sicherstellung der Erfüllbarkeit

unserer Kernaufgabe, der Bewahrung unseres kulturellen Erbes.

Dazu kommt die massive Aufwertung dieses Kulturstandortes, mit

allen positiven ideellen und wirtschaftlichen Folgen, die sie impliziert.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr sind die zahlreichen Kooperationen

mit anderen Museen und Kulturinstitutionen, die die überregionale

Vernetzung der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz erweitert haben,

in besonderem Maße erwähnenswert.

Am wichtigsten erscheint mir jedoch, dass es auch im letzten Jahr gelungen

ist, die Erforschung und die Erweiterung unserer Sammlungen

durch Schenkungen und Ankäufe weiterzuführen.

Allen denjenigen, die uns bei der Erfüllung unserer Aufgaben unterstützt

haben, gilt mein herzlicher Dank. Ebenso sehr bedanke ich mich bei

allen Besucherinnen und Besuchern, denen, so hoffe ich, die Angebote

der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz eine vielfältige Begegnung mit

der Kunst ermöglicht haben. Denn um dieses Ziel geht es vor allem.

Ralph Melcher

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Neue Museumslandschaft

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1. Preis: Architekten Hochberg + Neff, Darmstadt (Modell)

Architekturwettbewerb zur Erweiterung der Modernen Galerie

Das bedeutendste Projekt innerhalb der Neugestaltung der Museumslandschaft

stellt die Erweiterung der Modernen Galerie des Saarlandmuseums

um eine „Galerie der Gegenwart“, den sogenannten IV.

Pavillon, dar. Am 7. März 2007 wurde die Auslobung eines internationalen,

offenen und anonymen Realisierungswettbewerbs in zwei Phasen

veröffentlicht. Sie hatte überwältigende Resonanz: Von insgesamt 655

interessierten Architekturbüros aus aller Welt reichten 345 einen Entwurf

für die erste Phase des Wettbewerbs ein.

1. Preis: Architekten Hochberg + Neff, Darmstadt


Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. HG Merz wählte in seiner

ersten Sitzung am 14. und 15. August 2007 25 Wettbewerbsarbeiten

aus, die zur Weiterbearbeitung in die zweite Phase eingeladen wurden.

Das Preisgericht hat dann in seiner zweiten Sitzung am 19. November

2007 die acht folgenden Arbeiten mit Preisen und Ankäufen ausgezeichnet.

Dem Entwurf von Hochberg + Neff Architekten, Darmstadt, wurde der

erste Preis zuerkannt.

In der Begründung des Preisgerichtes heißt es:

„Der Entwurf ist eigenständig, mutig und stadtbildprägend und lässt

dem Bestand dabei seinen originären Charakter. Er dominiert die alte

Bausubstanz nicht, sondern wertet sie auf und arrondiert sie.“

Der zweite Preis ging an Karl + Probst Architekten, München.

Das Preisgericht äußerte sich dazu folgendermaßen:

„Der Neubau versteht sich als konsequente Weiterführung des bestehenden

Museums. Der Kubus übernimmt die wichtige Rolle eines

signifikanten Eingangsbauwerkes. Insbesondere aus der Perspektive

der Bismarckstraße wird er zum prägenden Element der städtebaulichen

Situation. Gemeinsame Struktur und Proportionen verbinden

Alt und Neu zur Einheit.“

2. Preis: Karl + Probst, München

Zum dritten Preis an Lauer Architekten, Saarbrücken sagte das

Preisgericht:

„Die Einbindung des Neubaus in die übergreifende stadträumliche und

landschaftliche Situation als ordnender Eingriff wird sehr gewürdigt.

Das durchgängige Aufgreifen des Elements Wasser als Gestaltungsmerkmal

wird als äußerst interessanter und anregender Beitrag

gewertet.“

Des Weiteren wurden zwei fünfte Preise vergeben. Zum einen an twoo

architekten, Sabine Trilling und Jörn Warnebier, Köln; zum anderen

an luederwaldt verhoff architekten, Köln.

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3. Preis: Lauer Architekten, Saarbrücken

Zum Entwurf von twoo architekten äußerte das Preisgericht:

„Den Verfassern gelingt mit der Platzierung eines pragmatischen Kubus

an der Nordwestseite des Ensembles eine schlüssige Fortführung der

fußläufigen Erschließung aus der Stadt. Das Spiel zwischen geschlossenen

und offenen Flächen, die dezent hinter dem diffusen Glasüberwurf

zu spüren sind, wird als eine zeitgemäße Antwort auf die Verknüpfung

von öffentlichen und musealen Räumen gesehen.“

Zum Entwurf von luederwaldt verhoff architekten sagte das Preisgericht:

„Der Entwurfsverfasser orientiert sich mit dem ersten eingeschossigen

Pavillon an der Straßen-Gebäude-Kante entlang der Bismarckstraße.

Durch die Zurücknahme eines weiteren, dreigeschossigen Pavillons

mit Anschluss an die bestehenden Pavillons 1 und 2 ergibt sich ein

Museumsplatz im Bereich der Bismarckstraße mit gleichzeitigem

neuem Eingang in das Museum. Die funktionale Erschließung in das

Foyer des neuen dreigeschossigen Pavillons und über eine „Magistrale“,

die sich vom Skulpturenhof quer durch den früheren Eingangspavillon

in den Pavillon für Wechselausstellungen erstreckt, ist vorbildlich gelöst.“

Darüber hinaus wurden drei Ankäufe vom Preisgericht beschlossen; es

handelt sich dabei um die Entwürfe von bk baukunst Saarlouis, Georg

Bumiller Gesellschaft von Architekten, Berlin, und Collignon Fischötter

Gesellschaft von Architekten, Berlin.

Am 17.12.2007 hat das Kuratorium der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

über den Ausgang des Wettbewerbes und das weitere Vorgehen

beraten. Das Kuratorium beschloss einstimmig, den Vorstand zu den

weiteren notwendigen Schritten in der Umsetzung des Wettbewerbs-


5. Preis: twoo architekten Sabine Trilling/Jörn Warnebier, Köln

ergebnisses und entsprechenden Beauftragungen auf der Grundlage

der rechtlichen Gebote mit dem Ziel der Errichtung einer „Galerie

der Gegenwart“ zu ermächtigen.

Mit der Errichtung des Erweiterungsbaues, dessen Planungsgeschichte

inzwischen 30 Jahre alt ist und der eine fast ebenso lange erkannte

und beschriebene Notwendigkeit ist, wird es endlich möglich sein, nicht

nur den eigenen Sammlungsbestand und große Ausstellungen angemessen

zu präsentieren, sondern auch und vor allem den dringenden

Bedarf an Räumlichkeiten und technischer Ausstattung für Depots,

Graphische Sammlung, Restaurierung, Garderobe, Shop und Empfang

zu decken.

5. Preis: luederwaldt verhoff architekten, Köln

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Internationaler Realisierungswettbewerb

zur Errichtung einer Galerie der Gegenwart

Preisträger, Ankäufe und Preisgericht

Die Preisträger

1. Preis: Architekten Hochberg + Neff, Darmstadt

2. Preis: Karl + Probst, München

3. Preis: Lauer Architekten, Saarbrücken

5. Preis: twoo architekten Sabine Trilling/Jörn Warnebier, Köln

5. Preis: luederwaldt verhoff architekten, Köln

Ankauf: BK baukunst, ingenieure & architekten, Saarlouis

Ankauf: Georg Bumiller Gesellschaft von Architekten, Berlin

Ankauf: Collignon Fischötter Gesellschaft von Architekten, Berlin

Das Preisgericht

Prof. HG Merz, Stuttgart

Prof. Hans Rollmann, Homburg

Prof. Rebecca Chestnutt, Berlin

Dipl. Ing. Christiane Flasche, Berlin

Dipl. Ing. Monika Kunz, Saarbrücken

Dr. Josef Baulig, Saarbrücken

Dipl. Ing. Herbert Kiefer, Saarbrücken

Jürgen Schreier, Saarbrücken

Dr. Ralph Melcher, Saarbrücken

Prof. Dr. Götz Adriani, Stuttgart

Prof. Dr. Klaus Schrenk, Karlsruhe

Prof. Dr. Bernhard Graf, Berlin

Dr. Jürgen Reiche, Bonn

Stellvertreter

Dipl. Ing. Dieter Ehrmanntraut, Saarbrücken

Prof. Ivica Maksimovic, Saarbrücken

Prof. Dr. Herrmann Schäfer, Berlin

Ulrike Kretzschmar M. A., Berlin

Dr. Kathrin Elvers- ˇ Svamberk, Saarbrücken

Gerhard Wack, Saarbrücken

Sachverständige

Dipl. Ing. Horst Grothues, Berlin

Dipl. Ing. Johannes Meiers, Saarbrücken

Dipl. Ing. Jan Melchior, Saarbrücken

Dipl. Ing. Klaus Bried, Saarbrücken


Neu in der Sammlung

Moderne Galerie

Ankäufe

Vincent Tavenne: ohne Titel, 2002

Karton, 388 x 368 x 368 cm

Die Vorstellungs- und Erlebnisweisen des Raumes sind bereits seit den

1990er Jahren ein zentrales Thema im Schaffen von Vincent Tavenne.

Dabei setzt der 1961 in Frankreich geborene und in Berlin lebende

Bildhauer die unterschiedlichsten Medien und Techniken ein: architektonische

Stoff- oder Holzskulpturen, Zeichnungen, Objektassemblagen,

Monumentalgemälde ebenso wie bemalte Gipsmodelle von surreal verfremdeten

Alltagsgegenständen. Immer jedoch scheinen seine Arbeiten

sich auf die Dimensionen des menschlichen Körpers als Rezeptionsdominante

und Instrument der Erkenntnis zu beziehen.

Vincent Tavenne: ohne Titel, 2002

Viele seiner Plastiken sind von der Elementarform des Kreises oder der

Kugel bestimmt. Trotz ihrer pointiert rationalen, tektonischen Struktur

und der oft nüchternen, gänzlich unambitionierten Materialien lassen

diese Objekte die Präsenz und Wirkmacht kosmischer Ordnungen

assoziieren. Auch in der raumgreifenden Arbeit „ohne Titel“ von 2002

scheint Tavenne die Erhabenheit zeitloser Universalformen zum Tragen

zu bringen. Die wuchtigen Vertikal- und Horizontalstreben, die den gleichermaßen

geschlossenen wie auch offenen Raumkörper konstituieren,

lassen nicht nur an Meridiane und Breitengrade eines Planeten denken,

sondern darüber hinaus auch an die utopischen Kuppelbauten der

klassizistischen Revolutionsarchitektur und an die kassettierten Gewölbe

der römischen Antike.

In ihrer sphärischen Gesamterscheinung stellt die Plastik ein denkbar

glückliches Pendant zu Tavennes bereits in der Sammlung befindlichen

Wandarbeit „Hypnotise-toi“ von 2006 dar, welche die Werkgruppe der

monumentalen Zeichnungen vertritt.

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Jens Wolf: ohne Titel (4.24.1), 2004

Wawrzyniec Tokarski: Knowledge, 2004

Jens Wolf: ohne Titel (4.24.1), 2004

Acryl auf Sperrholz, 80 x 60 cm

Jens Wolf (*1967) gehört zu jener aktuellen Generation von Künstlern,

deren Motivrepertoire sich aus der erneuten Auseinandersetzung mit

der Formensprache der „gegenstandslosen“ und konkreten Kunst speist.

Der Absolvent der Karlsruher Kunstakademie und Meisterschüler von

Helmut Dorner greift die Tradition geometrisch-abstrakter Malerei auf,

bricht und unterläuft jedoch die Perfektion der Form, indem er Störfaktoren

wie irreguläre Konturen, stehengelassene Spuren des Arbeitsprozesses,

irritierende Beschneidungen und Dehnungen des Motivs

in seine Kompositionen einarbeitet.

Als Bildträger verwendet der Künstler ungrundierte Sperrholzpaneele,

deren organische Maserung in Verbindung mit den kontrastierend

homogenen und glänzenden Farbflächen eine überaus expressive

Wirkung entfaltet. Ihre zuweilen versehrten, partiell gesplitterten

Kanten distanzieren Wolfs Gemälde von der in den 1960er Jahren, zu

Ursprungszeiten der geometrischen Abstraktion, erstrebten „flatness“

des Tafelbildes und verleihen seinen Werken den Charakter von Wandobjekten.

In ihrer eigenständigen und höchst originellen Reflexion

unterschiedlicher malerischer Traditionen des 20. Jahrhunderts fügt

sich die Arbeit „ohne Titel (4.24.1)“ von 2004 hervorragend in die

bestehende Sammlung des Saarlandmuseums ein.

Wawrzyniec Tokarski: Knowledge, 2004

Mischtechnik, 255 x 190 cm

Wawrzyniec Tokarski: White, 2007

Acryl auf Nessel, 300 x 440 cm

Erworben mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung

des Saarländischen Kulturbesitzes e.V.

Mit seinen zumeist großformatigen Werken, die sich durch den

überraschenden, assoziativen Ineinanderschnitt von Bild- und Textebenen

auszeichnen, nimmt Wawrzyniec Tokarski (*1968) eine der

interessantesten Positionen im Bereich der aktuellen Malerei ein.

Wawrzyniec Tokarski: White, 2007


Die Bildsprache – auf Fragmente, Wörter, Logos und Symbole reduziert

und damit auf das Wesentliche beschränkt – wirkt in ihrer emotionalen

Kraft und ruft Vorstellungen, Meinungen und Gefühle hervor. Für seine

gesellschaftskritischen Botschaften nutzt Tokarski kulturell festgelegte

und Wirklichkeit bestimmende Sinnbilder, doch irritiert er zugleich,

indem er die Zeichen strukturell verändert und durch die Auflösung

der Konventionen eine neue Referenz herstellt.

Die beiden Leinwandgemälde „Knowledge“ und „White“ figurierten in

der ersten institutionellen Einzelausstellung, die das Saarlandmuseum

dem jungen Künstler im Sommer 2007 ausrichtete. Ebenso wie neun

weitere Werke wurde „White“ eigens für diese Präsentation im weiträumigen

Wechselausstellungspavillon der Modernen Galerie geschaffen.

Daniel Hausig: Voice.decoder.2, 2006

10 Pigmentfarbfelder auf graviertem Glas, gefasst in Aluminium-

Profilrahmen mit rückseitig montierten, verstellbaren Tischbeinen,

Einzelobjekt ca. 110 x 80 x 70-110 cm

Hinter dem Titel „Voice.decoder.2“ verbirgt sich eine Licht-Farb-Installation,

die Daniel Hausig speziell für die zum Jahreswechsel 2006/2007

gezeigte Themenschau „ON/OFF“ konzipiert hatte. Die in einem Kabinett

der Ausstellung raumfüllend und scheinbar ungeordnet arrangierten

Einzelobjekte setzen sich aus Glasplatten zusammen, die gleiches Format

besitzen, aber in unterschiedlicher Schräglage auf Tischbeinen

montiert sind. Mithilfe einer Innengravur werden durch seitliche Lichteinstrahlung

leuchtende Farbstreifen erzeugt, die an einzelnen Stellen

durch eine Übermalung mit pigmentierter Lackfarbe zusätzlich hervorgehoben

sind. Verbunden mit Lautsprechern, reagieren die elektrischen

Leuchttische computergesteuert auf Geräusche, in diesem Fall Handygespräche,

die der Künstler über einen längeren Zeitraum gesammelt

hatte und deren Verlauf sich an den chamäleongleichen Farbveränderungen

der Glasplatten nachvollziehen lässt. Mit dieser Ton und Licht

einbeziehenden Arbeit thematisiert der Professor für Malerei / Intermedia

an der Hochschule der Bildenden Künste Saar die unter dem

Aspekt mobilen Telefonierens verschwimmende Grenze zwischen

Privatem und Öffentlichem (Raum).

Daniel Hausig: voice.decoder.2, 2006

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Christina Kubisch: Stilleben, Landschaften und Portraits, 2006

Christina Kubisch: Stilleben, Landschaften und Portraits, 2006

19 Leinwände, fluoreszierendes Pigment (Polnische Kunstreiterin;

Kopie nach Rubens; Dame mit Federboa; Park in Svinar; Alte Schiffsbrücke

in Speyer; Frühling in Speyer; Fachwerkhäuser; Stilleben mit Römer

und Weinkrug; Stilleben mit roter Decke; Stilleben mit Chocolatière und

Krug; Palme und Häuser in Ajaccio; Landschaft mit Ölmühle auf Korsika;

Gartenweg im Anwesen von Matisse; Blick auf Collioure; Landschaft

bei Cassis mit Agave; Meereslandschaft bei Cassis; Im Schlachthaus;

Morgentoilette; Landschaft mit Konifere)

Ebenfalls für die Ausstellung „ON/OFF“ schuf Christina Kubisch die

Installation „Stilleben, Landschaften und Portraits“. Deren wesentlichen

Bestandteil bilden 19 Leinwände, mit denen die Professorin für Plastik /

Audiovisuelle Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar die

vorausgegangene Ausstellung „Hans Purrmann – Im Kräftespiel der

Farben“ aufgreift. In Erinnerung an die Exponate eines Raumes hängte

Christina Kubisch gewissermaßen an dieselben Nagellöcher Leinwände

entsprechenden Formats. Die mit bloßem Auge weiß und leer erscheinenden

Bildflächen sind mit einem fluoreszierenden Pigment bedeckt,

das im abgedunkelten Raum durch UV-Lampen zum Leuchten gebracht

wird. So strukturierten und rhythmisierten die das Licht reflektierenden

Flächen den Raum nicht nur, sondern erhellten ihn auch, indem sie

ihrerseits zu Lichtquellen wurden.

Christina Kubischs Installation hat im Kontext der Ausstellung zu einer

veränderten atmosphärischen Wahrnehmung des entsprechenden

Raumes der damals noch in der Schillerschule untergebrachten Alten

Sammlung beigetragen, ihn in einem buchstäblich „neuen Licht“

erscheinen lassen.


Julius Grünewald: Wandschränkchen, 2007

Öl, Acryl und Gips auf Leinwand, 80 x 60 cm

Auf der Grundlage eines konsequent gegenständlichen Motivrepertoires

lotet Julius Grünewald (*1965) in ungekannter und häufig spektakulärer

Weise die Möglichkeiten und Bedingungen des Mediums Malerei aus.

Seit 2001 nimmt er immer erneut auf die traditionsreiche Bildgattung

des „Interieurs“ Bezug. Grünewalds Gemälde entzünden sich dabei

zumeist an der Gestalt des elterlichen Wormser Wohnhauses und dessen

opulentem Ambiente.

Stets dominiert jedoch die Eigenwirkung der impulsiv und üppig aufgetragenen

Farbmaterie den Charakter dieser Darstellungen, die nicht

die repräsentative Schilderung einer konkreten Lebenswelt oder die

Verbildlichung eines bestimmten Raumes zum Ziel haben, sondern

vielmehr eigentümlich entwirklichte Bilder von Interieurs aufscheinen

lassen, während die gestische, fast wüste Struktur der Farbflächen,

durchsetzt von weiß klaffenden Bereichen der unbearbeiteten Leinwand,

in irritierenden Widerspruch zur Ruhe und Gediegenheit des vermeintlichen

Darstellungsgegenstandes tritt.

Julius Grünewald: Wandschränkchen, 2007

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Eine Werkgruppe der letzten Jahre besteht aus gleichsam „porträtartigen“,

konzentrierten Darstellungen von Schränken und Regalen. Die

expressive Sinnlichkeit der Farbsubstanz erscheint in mehreren dieser

Gemälde nochmals potenziert. So ist das Werk „Wandschränkchen“ von

2007 nicht nur mit einer reliefartigen Gipsschicht unterlegt, sondern

die glänzende, pastos aufgetragene Ölfarbmaterie des titelgebenden

Objekts mit Palettmesser und Pinselstiel strukturiert. In dieser Ballung

haptischer und visueller Reize schafft Grünewald in erster Linie ein

hochkomplexes Formereignis, dessen Autonomie und Wirkmacht

gerade in der Reibung am trivialen Bild des beiläufig existenten Ziermöbels

noch zunimmt.

Hubert Kiecol: Morgen oder Übermorgen, 2007

Lack auf Stahl, Glas, 129 x 117 x 42 cm

Klarheit und in ihrer Reduziertheit zeitlos wirkende Formen prägen die

Plastiken von Hubert Kiecol. Er arbeitet mit Elementen und Material aus

dem Bereich der Architektur, die er aus ihrem funktionalen Kontext löst.

Hubert Kiecol: Morgen oder Übermorgen, 2007


Bei aller Vereinfachung und Abstrahierung bleiben die grundlegenden

Motive doch erkennbar. Im Unterschied zum strengen Minimalismus

versieht Kiecol seine Werke zudem mit Titeln, die den Objekten eine Zeichenhaftigkeit

verleihen und über den bloßen Gegenstand hinausweisen,

so auch in „Morgen oder Übermorgen“. Die Arbeit, aus insgesamt

18 in Stahl gefassten Glaselementen zusammengesetzt, besticht durch

Transparenz und Leichtigkeit. Während die schwarze Rahmung eine

klare Begrenzung vorgibt, öffnet sich das Werk durch die auskragenden

Elemente zum Raum. Dabei bieten die vorgesetzten Glasscheiben verschiedene

Möglichkeiten der Blickführung, es gibt nichts Ausschließliches,

keine Festlegung, sondern Optionen und Alternativen, wie es

auch im Titel der Plastik anklingt.

Schenkungen

Schenkung der Galerie Walzinger

Eva Niestrath-Berger: Bodenskulptur, 6-teilig, 1977

Gusseisen, je 240 cm lang

Eva Niestrath-Berger: Bodenskulptur, 1985

Pappe und Zinkblech, 50 x 110 x 220 cm

Seit 1957 widmete sich die Bildhauerin Eva Niestrath-Berger (1914-

1993) in ihrem Schaffen dem Bereich des Gegenstandslosen. Ihr Œuvre

ist ohne mimetische Referenz, will nicht abbildend oder gar anekdotenhaft

sein, und so wurde konsequent auch auf Werktitel verzichtet. Geprägt

durch Klarheit und Strenge, zeigen sich die Plastiken von schlichter,

geradliniger Erscheinung. Das Interesse der Künstlerin galt ganz

dem Material – Holz, Eisen, Zinkblech sowie Papier und Pappe. Dabei

brachte sie die unterschiedlichen Werkstoffe bisweilen in ein spannungsreiches

Verhältnis, wie in der „Bodenskulptur“ von 1985: Das Zinkblech

mit seiner glatten Oberfläche steht im Kontrast zu der aus organischen

Stoffen bestehenden, vergänglichen Pappe. Dabei nutzte Niestrath-Berger

die Mehrschichtigkeit des Kartons, um ein Relief aus regelmäßigen,

erhabenen Bändern herauszuarbeiten. Die Künstlerin selbst sprach vom

„Wagnis mit dem Wenigen“, das beispielhaft auch in der „sechsteiligen

Bodenplastik“ von 1977 seinen Niederschlag findet. All ihren Werken ist

gemein, dass sich die endgültige Form und Gestalt erst in der Auseinandersetzung

mit dem Material und seinen Bearbeitungsmöglichkeiten

ergeben konnten.

Schenkung von K.O. Götz

K.O. Götz: Gebirge, 2001

Glasierter Ton, 28,5 x 82 x 31 cm

Mit der Bemalung von vorgefertigten Tellern, Vasen und Schalen begann

im Jahre 1995 K.O. Götz’ Auseinandersetzung mit Gattung und Material

der Keramik. Die reine Oberflächengestaltung des Töpferguts wurde jedoch

bald durch die eigene bildnerische Bearbeitung des Tons ergänzt.

Wie in seiner gestisch-abstrakten Malerei arbeitet der Altmeister des

deutschen Informel auch auf dem Gebiet der Keramik unter Einsatz des

Eva Niestrath-Berger: Bodenskulptur, 1985

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ganzen Körpers und oft bestimmen neben der bewussten Formung

und Ritzung auch unvorhergesehene, zufällig entstandene Spuren im

Rohmaterial das endgültige Aussehen der Plastik.

Die Schenkung der Skulptur „Gebirge“ vonseiten des Künstlers ergänzt

den umfangreichen Bestand informeller Gemälde der Stiftung Saarländischer

Kulturbesitz auf hervorragende Weise.

Graphische Sammlung

Ankäufe

Ulrike Rosenbach: Hörnerblätter, 1969

Mischtechnik auf Papier, 30,2 x 43,2 cm;

dazu zwei Bleiobjekte/Hörner, je ca. 20 x 20 x 10 cm

Ulrike Rosenbach: Der Wind meiner Träume, 1987

Mischtechnik mit Fotocollage auf Papier, 41,9 x 59,2 cm

Ulrike Rosenbach: Der Wind meiner Träume, 1987

Ulrike Rosenbach: Torso zwischen Himmel und Erde, 1997

Mischtechnik auf Papier, 111 x 197 cm

Ulrike Rosenbach: Feuriger Wanderschamane, 2004

Mischtechnik auf Papier, 101 x 76 cm

Ulrike Rosenbach, bis Winter 2007 Professorin für Medienkunst an der

Hochschule der Bildenden Künste Saar, hat sich bekanntlich als eine

der ersten Künstlerinnen zu Beginn der 1970er Jahre der Video- und

Aktionskunst verschrieben. Dennoch hat sie stets auch die „klassische“

Zeichenkunst gepflegt. Häufig begleitend zu Werkkomplexen um Aktionen/Performances

oder Videos entstanden, machen eigenständige

Arbeiten auf Papier durchaus einen wesentlichen Teil ihres Œuvres aus.

Die erworbenen Blätter reichen von der frühen Zeichnung „Hörnerblätter“

inklusive zweier Performance-Bleiobjekte bis hin zur großen, inten-


siven Farbflächenzeichnung des „Wanderschamanen“. Neben der reinen

Zeichnung integriert Rosenbach collageartig Materialien wie Fotografie /

Videostills in ihre Arbeiten, so wie beispielsweise bei „Der Wind meiner

Träume“. Inhaltlich artikuliert sich ihre enge Verbundenheit gegenüber

dem Thema „Figur/Natur“.

Damien Deroubaix: For Victory, 2006

Collage, Acryl und Tinte auf Papier, 149,5 x 198,5 cm.

Damien Deroubaix gilt als einer der herausragenden jungen Künstler

Frankreichs. Geboren 1972 in Lille, besuchte er die École des Beaux-Arts

in St. Étienne und die Kunsthochschule in Karlsruhe. Heute lebt der

Maler und Objektkünstler in Paris und Berlin.

In seinen von der Anarcho-Punk-Szene inspirierten, oft mit Textfragmenten

kombinierten Werken verwendet Deroubaix sehr unterschiedliche

Materialien und Techniken. Kritisch setzt er sich mit der Konsumgesellschaft,

der Kriegslogik und ihrem Zynismus auseinander und

führt den tagtäglich erlebten existenziellen Albtraum vor Augen.

In „For victory“ geht Deroubaix besonders provokativ vor und parodiert

die in der Geschichte maßgebende Glorifizierung des Sieges. Dabei

erinnert er daran, dass Siegen gleichbedeutend ist mit Herrschen über

den Anderen und stets auf Kampf, Gewalt, Zerstörung und Tod beruht.

So wird der Sieg in seinem Werk mit Abartigem assoziiert.

Sonja Alhäuser: Gesunder Hase, 2007

Bleistift, Aquarell und Acrylweiß auf Papier, 29,7 x 42 cm

Sonja Alhäuser: Gesunder Hase, 2007 Sonja Alhäuser: Aufgeteilt, 2007

Sonja Alhäuser: Aufgeteilt, 2007

Bleistift, Aquarell und Acrylweiß auf Papier, 29,7 x 42 cm

Sonja Alhäuser: Emsrausch, 2007

Bleistift, Aquarell und Acryl auf Papier, 43 x 157 cm

Sonja Alhäuser: Deutscher Riese – weiß, 2006

Zeichentrickfilm aus 86 Bildern auf DVD, Dauer: 35 Sekunden

Das Werk von Sonja Alhäuser kreist um die Themen von Flora und

Fauna wie etwa in der großformatigen Zeichnung „Emsrausch“,

sowie immer wieder um die Zubereitung und Aufnahme von Speisen.

Stets mit einer Prise Witz und Ironie widmet sie sich in unterschiedlichen

Medien dem Kreislauf des Lebens. Zeichnerisch sezierend wird

in „Aufgeteilt“ ein Hase als Schaubild präsentiert, changierend zwischen

einer fast schon mundgerecht-praktischen Aufbereitung und einer

Damien Deroubaix: For Victory, 2006

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Sonja Alhäuser: Deutscher Riese – weiß, 2006

Dieter Lott: Weinberg, 1961

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anatomisch-wissenschaftlichen Darstellung. In ähnlicher Weise zeigt

die ebenfalls aquarellierte Zeichnung „Gesunder Hase“ den Ablauf von

Leben und Sterben. Erneut findet eine Zerteilung statt, wobei es der

Künstlerin gelingt, trotz aller Brutalität des Sujets die Darstellung ins

Amüsant-Komische zu wenden. Diese beiden Arbeiten sind im Kontext

einer Perfomance-Reihe zu sehen, aus der auch der Trickfilm „Deutscher

Riese – weiß“ hervorging. Für einige Wochen wurden in einem

ehemaligen Stall auf dem Gelände der Berliner Humboldt-Universität

Kaninchen der Rasse „Deutscher Riese“ gehalten. Diesen Tieren präsentierte

die Künstlerin ihren Zeichentrickfilm und führte ihnen somit ihr

Schicksal von der Aufzucht bis zu ihrer Zubereitung als Mahlzeit vor

Augen. Den Abschluss der Kunstaktion bildete eine Einladung zum

Festmahl „Deutsche Riesen für sechzig“.

Schenkungen

Schenkung von Dieter Lott

Dieter Lott: 21 Siebdrucke nach fotografischen Motiven, 1960-1964

Karton, 50 x 70 cm (Baumscheibe, 1960; Fünf Bäume, 1960; Holzstapel,

1960; Holzstrukturen, 1960; Holzstrukturen, 1960; Holzstrukturen, 1960;

Holzstrukturen, 1960; Wald, 1960; Winterlandschaft, 1960; Weinberg,

1961; Winterlandschaft, 1961; Alpenlandschaft, 1962; Gehöft in Frankreich,

1962; Landschaft, 1962; Stoppelfeld, 1962; Winterlandschaft,

1962; Fischerreusen, 1963; Gebüsch, 1963; Schneewäldchen, 1963;

Schneezweige, 1963; Landschaft, 1964)

Ende der 1950er Jahre studierte Dieter Lott an der Schule für Kunst und

Handwerk in Saarbrücken bei Otto Steinert, Oskar Holweck und Kilian

Breier Grafik und Fotografie. Er dozierte an der Hochschule für bildende

Künste in Hamburg und wurde 1974 zum Professor für Kommunikationsdesign

an der Fachhochschule Mainz ernannt. In seinem fotografischen

Werk sind die Einflüsse Steinerts subjektiver Fotografie ebenso

spürbar wie die in der Grundlehre Holwecks vermittelte Vorstellung

elementarer Gestaltungsprinzipien. Dieter Lott schenkte in Erinnerung

an seine Saarbrücker Studienzeit der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

21 Blätter, die sein Schaffen der 1960er Jahre widerspiegeln.

Schenkung von Ulrike Rosenbach

Ulrike Rosenbach: Baumgeister, 1997/2003

Mischtechnik auf Farbfoto und Papier, 153,5 x 63,5 cm

Ulrike Rosenbach: Editionsmappe, Der Wind meiner Träume, 1992

Mischtechnik auf Papier, 2 Blätter à 45,2 x 60,7 cm


Schenkung von Waltraud de Clara

Unbekannter Fotograf: Marie und Emil Haldy, 1899

Silbergelatinepapier auf Karton, 69 x 54,5 cm

Unbekannter Fotograf: Emil, Franz, Anton und Alexander Haldy,

Viergenerationenbild, 1882

Silbergelatinepapier auf Karton, 59 x 44,5 cm

1999 schenkte Felicitas von Stumm der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

ein prunkvoll gearbeitetes, in Leder gebundenes und kunsthandwerklich

reich geschmücktes Album mit Fotografien der Saarbrücker

Bankiersfamilie Haldy, deren Reichtum ebenso legendär war wie der

spätere Untergang des Bankhauses in den 1920er Jahren. Das Album

wurde 1899 anlässlich der goldenen Hochzeit des Familienpatriarchen

Emil Haldy und seiner Gemahlin Marie angefertigt. 2007 schenkte

Waltraud de Clara, deren Tante die oben genannte Felicitas von Stumm

ist, der Stiftung zwei einzelne großformatige Abzüge von Aufnahmen

aus ebenjenem Familienalbum der Haldys. Sie repräsentieren das

dynastische Selbstverständnis und den Lebensstil des Großbürgertums

an der Saar zur Gründerzeit.

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Ausstellungen

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Blick in die Ausstellung „Johann Friedrich Dryander –

Ein Künstler zwischen Fürstenhof und Bürgertum“

Saarlandmuseum

Johann Friedrich Dryander.

Ein Künstler zwischen Fürstenhof und Bürgertum

16. September 2006 bis 7. Januar 2007 – Kreisständehaus

Vernissage: 15. September 2006

Anlässlich seines 250. Geburtstages präsentierte das Saarlandmuseum

eine Ausstellung zu Johann Friedrich Dryander. Der für das kulturelle

Selbstverständnis der Saarregion so bedeutende Maler verstand es wie

kaum ein anderer, seine Heimat eindrücklich zu illustrieren. Insbesondere

in seinen Bildnissen spiegelt sich der gesellschaftliche Wandel der

Saargegend von der Fürstenzeit über die Revolutionsjahre bis hin zum

bürgerlichen Milieu.

Während seiner Zeit als Hofmaler in Saarbrücken gelangen ihm aussagekräftige

Bildnisse, die er ohne Beschönigung als duftige Pastelle

anlegte und die sich daher ganz dem höfischen Zeitgeist verpflichtet

zeigen. Nach der Vertreibung des Hofes von Nassau-Saarbrücken durch

die französische Revolutionsarmee seiner Stellung als Hofmaler beraubt,

war es Dryander sehr schnell gelungen, sich mit dem Porträtieren der

Besatzungssoldaten einen neuen „Kundenkreis“ zu erschließen. Ende

des 18. Jahrhunderts gewann er seine Motive in der eigenen Familie

sowie in den Kreisen der Kaufleute und der Industriellen, die das Saargebiet

wirtschaftlich aufbauten.

Sein Werk kann als ein sichtbares Zeugnis einer für Europa entscheidenden

Zeitenwende angesehen werden, die einen weiteren Schritt im

Ringen der Menschen um die Bildung einer säkularisierten Zivilgesellschaft

darstellt.


Paul Klee: Tempel – Städte – Paläste

14. Oktober 2006 bis 14. Januar 2007 – Moderne Galerie

Vernissage: 13. Oktober 2006

Im Rahmen einer breit angelegten Themenausstellung rückte das Saarlandmuseum

erstmals eine bislang weithin unbeachtete Facette des

Schaffens von Paul Klee in den Blickpunkt: seine Inspiration durch die

Architektur.

Der Proportions- und Zahlenkanon, der sich dem 22-jährigen Klee im

Angesicht italienischer Frührenaissance-Paläste erschloss, offenbarte

ihm zugleich wesentliche Grundlagen und Perspektiven seines eigenen

bildkünstlerischen Schaffens. Die Architektur stellte fortan einen wesentlichen

Faktor in der Reflexion seiner bildnerischen Mittel und Anliegen

dar. Klees Auseinandersetzung mit Kubismus und Konstruktivismus,

seine Faszination für die utopischen Entwürfe der expressionistischen

Architekten und schließlich seine Lehrtätigkeit am Bauhaus führten

bis in die letzten Schaffensjahre hinein zu einer immer neu variierten

Formulierung architektonischer Motive und Ideen.

Klees Tempel-, Burg-, Stadt- und Palastdarstellungen weisen auf seine

profunde Kenntnis der antiken, klassischen, mittelalterlichen und

islamischen Baukunst und Urbanistik, die er auf seinen zahlreichen

Reisen – insbesondere in den Mittelmeerraum – studierte. Aufschlussreich

ist die Beschäftigung mit diesen Bildern, insofern sich hier nicht

nur ein reicher Motivschatz mit einer differenzierten Symbolik findet,

sondern sich zugleich Klees bildnerische Methode und sein künstlerisches

Denken neu beleuchten lassen. So sinnfällig wie in kaum einer

anderen Motivgruppe werden hier die konstruktiven Energien der bildnerischen

Mittel, die Zusammenhänge von Fläche und Raum oder

die Eigenheiten der multiplen Perspektive ausgelotet, um die es dem

Künstler zeitlebens zu tun war. Seine Architekturdarstellungen sind in

weltanschaulich komplexen Zusammenhängen verankert, ohne doch

ihren hintergründigen Witz und ihr skurriles Pathos aufzugeben.

Die Ausstellung umfasste rund 130 Arbeiten in den unterschiedlichsten

Techniken, darunter Leihgaben aus zahlreichen international renommierten

Museen und Privatsammlungen.

Blick in die Ausstellung „Paul Klee: Tempel – Städte – Paläste“

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Leo Grewenig: Exotische Pflanze, 1954

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Realisiert im Rahmen von Luxemburg und

Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007,

unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen

Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin.

Leo Grewenig. Gemälde und Werke auf Papier

18. November 2006 bis 28. Januar 2007 – Studiogalerie

Vernissage: 17. November 2006

Die Gemälde- und Graphiksammlungen des Saarlandmuseums wurden

durch eine Schenkung von Werken des Malers Leo Grewenig bereichert.

Leo Grewenig, 1898 in Heusweiler geboren, hat an der Kasseler Kunstakademie,

am Weimarer Bauhaus und an der Kunstschule Berlin-Schöneberg

studiert. Nach seiner Lehrtätigkeit als Kunsterzieher im Saarland

siedelte er 1957 nach Bensheim an der Bergstraße über, wo er bis zu

seinem Tod 1991 ein beachtenswertes Werk hervorgebracht hat.

Die Schenkung umfasst ein Konvolut von 118 Exponaten, darunter

29 Ölbilder und 89 Arbeiten auf Papier, vorwiegend Gouachen, Aquarelle

und Zeichnungen, das 2003 in die Sammlungen des Saarlandmuseums

eingegangen ist, und zwei Gemälde, die 2006 ergänzt wurden. Insgesamt

vermittelt die Schenkung einen hervorragenden Überblick über die

künstlerische Entwicklung Leo Grewenigs, die von einer der Figur verpflichteten

bis hin zu einer gegenstandslosen, abstrakten Malerei reicht.

Die Ausstellung zeigte einen auf die abstrakte Schaffensphase des

Künstlers konzentrierten Ausschnitt von etwa 45 Exponaten und setzte

damit den Akzent auf das Spätwerk, das Grewenigs Freude am Experimentieren

eindrucksvoll dokumentiert. Zunehmend verwendet der

Künstler Techniken, die den Zufall berücksichtigen und ihn in geometrisch

anmutenden Konstruktionen auffangen, so dass die resultierenden

abstrakten Strukturen auf das Unkontrollierte hin offen bleiben.

ON/OFF

7. Dezember 2006 bis 25. Februar 2007 – Schillerschule

Vernissage: 6. Dezember 2006

Licht als künstlerisches Medium bildete das Zentrum der dreigliedrigen

Ausstellung ON/OFF, die den Auftakt zu „Luxemburg und Großregion,

Kulturhauptstadt Europas 2007“ darstellte.

Antonia Low: Zwischenzier, 2006


Alle drei Ausstellungen, die aus einer Kooperation zwischen dem Casino

Luxembourg – Forum d’art contemporain, dem Frac Lorraine in Metz

und dem Saarlandmuseum Saarbrücken entstanden waren, ließen

den Besucher auf unterschiedliche Weise die gestalterische Kraft und

existenzielle Wirkung von Licht und Dunkelheit empfinden.

In Saarbrücken zeigte das Saarlandmuseum eigens für die Ausstellung

neu konzipierte Arbeiten von Daniel Hausig, Christina Kubisch, Antonia

Low, Tobias Rehberger und Veit Stratmann zum Thema Raum und Licht.

Das Spektrum der Arbeiten umfasste Licht-Klang-Installationen, Licht

emittierende Energiefelder, bizarre Kabel-Skulpturen und verfremdete

Lichträume. Künstlerischen Ausdruck gewannen dabei die unterschiedlichsten

Erscheinungsformen und gestalterischen Potenziale des Mediums

Licht, zum Beispiel durch die Auflösung gewohnheitsmäßiger

Raumwahrnehmung durch farbiges Licht oder die Verwirrung konventioneller

Funktionen, wenn Stromfluss und Beleuchtung in zweckfreie

und damit über sich hinausweisende Formen überführt werden.

Die Ausstellung stellte einen Beitrag der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

zu dem länderübergreifenden Projekt „Luxemburg und Großregion,

Kulturhauptstadt Europas 2007” dar.

Ulrike Rosenbach. figur/natur

17. Februar bis 15. April 2007 – Moderne Galerie

Vernissage: 16. Februar 2007

Das Thema Natur, in der Gegenwartskunst eher eine Randerscheinung,

ist eine wesentliche und tragende Konstante im Werk von Ulrike Rosenbach

(*1943). Natur und Landschaft sind dabei allerdings fast immer

in Bezug gebracht zur menschlichen Figur. Schon in ihren frühen Videoarbeiten

der 1970er Jahre – Ulrike Rosenbach nutzte 1971 als eine

der ersten dieses neue Medium für den künstlerischen Ausdruck – zeigt

sich der Gestaltungswille, menschliche und natürliche Belange zu einer

kosmischen Einheit zu bringen.

Abweichend von der generalisierenden Einordnung als Medienkünstlerin

würdigte die Ausstellung besonders das zeichnerische Werk von Ulrike

Rosenbach. Schließlich bilden die Arbeiten auf Papier, die kontinuierlich

von 1969 an bis heute entstanden sind, einen Schwerpunkt ihres Schaf-

Daniel Hausig:

Personal light – Leuchtband, 1998

Blick in die Ausstellung „Ulrike Rosenbach – figur/natur“ Dr. Ralph Melcher und Ulrike Rosenbach

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Ulrike Rosenbach während der Vernissage

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fens, der bisher wenig beachtet und in dieser Opulenz noch nie präsentiert

wurde. So zeigte die Ausstellung etwa 80 Zeichnungen und Collagen,

die im Wechselspiel standen mit medialen Präsentationen. Neben

älteren Videoarbeiten war eine neue Videoprojektion zum Thema „vier

Elemente“ zu sehen.

Neben dem Rekurs auf die geschichtliche Tradition – sei es in Bezug auf

Naturphilosophie, Kunst- und Kulturgeschichte oder die Landschaftskunst

der Romantiker und der Symbolisten – sind zeitgeschichtliche

Relevanz und das Engagement für aktuelle Belange der Künstlerin und

Meisterschülerin von Joseph Beuys von jeher ein wichtiges Anliegen.

Dies manifestiert sich ebenso in einem anderen Arbeitsschwerpunkt,

der sich mit der Frage des Rollenbildes und der Identität der Frau in

gesellschaftlichen Gefügen beschäftigt und Ulrike Rosenbach dazu

bewegte, 1976 eine „Schule für Kreativen Feminismus“ zu gründen.

Im Kontext „figur/natur“ gibt sie ihrem Gespür für ökologische Belange

ebenso Ausdruck wie einer Auseinandersetzung mit der östlichen

Philosophie des Zen-Buddhismus.

Charlotte Sonntag. fließend – erstarrt.

Fotografien von Wasser und Eis

25. Februar bis 15. April 2006 – Studiogalerie

Vernissage: 24. Februar 2006

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich Charlotte Sonntag mit fotografischen

Naturstudien. In ihrer für das Saarlandmuseum zusammengestellten

Ausstellung „fließend – erstarrt. Fotografien von Wasser und

Eis“ widmete sie sich in unmittelbaren Nahsichten kristallinen Strukturen

gefrorenen Wassers auf der einen und bewegten, spiegelnden,

zuweilen transparenten Wasseroberflächen auf der anderen Seite.

Mit der Wahl ihrer Bildausschnitte erzielt sie in diesen Bildern eine

abstrahierende Anmutung, die eine Auseinandersetzung mit dem

Impressionismus und der klassischen Moderne in der Kunstgeschichte

herausfordert. Charlotte Sonntag sagt über ihre Arbeit selbst: „Meine

Fotografien möchten Wahrnehmungsbrücken sein zwischen fotografierter

Natur und kulturell entwickelter Formensprache. Ich fotografiere Ausschnitte,

Zeichen, Szenen und Strukturen als „Vokabeln“.“

Diskussionsrunde im Rahmen von club bismarck 11 mit dem Physiker Dr. Ivo Knittel und

dem Kurator der Ausstellung Dr. Roland Augustin in der Ausstellung „fließend – erstarrt.

Fotografien von Wasser und Eis“ von Charlotte Sonntag


Emil Nolde. Die Bergpostkarten

10. März bis 20. Mai 2007 – Moderne Galerie

Vernissage: 9. März 2007

Das Erlebnis der Bergwelt fand im Schaffen des Malers Emil Nolde

(1867-1956) insbesondere in der frühen Serie der aquarellierten „Bergpostkarten“

seinen unmittelbaren Niederschlag. Diese Werkgruppe,

entstanden und publiziert in jenen Jahren, als das noch junge Medium

Postkarte boomte, verschaffte dem knapp 30-Jährigen schlagartig finanziellen

Wohlstand und damit die ersehnte Möglichkeit einer traditionellen

akademischen Ausbildung zum Künstler.

Der junge Norddeutsche hatte sich während seiner mehrjährigen Tätigkeit

als Zeichenlehrer am Kunstgewerbemuseum St. Gallen selbst

zum passionierten Bergsteiger entwickelt. Inspiriert durch lokale Sagen

und Märchen, ersann er um die einzelnen Gebirgsmassive poetische

Geschichten, denen er in seinen Postkartenmotiven mit humoristischem

Akzent Gestalt verlieh. Die bizarren, karikaturistischen Darstellungen

berühmter alpiner Bergformationen weisen dabei auf bestimmte inhaltliche

Tendenzen voraus, die auch in den folgenden Jahrzehnten Noldes

Schaffen prägen sollten: seine Neigung zum Grotesken und Dämonischen

einerseits sowie andererseits eine Form der Landschaftsdarstellung,

die von der Suche nach dem „Elementaren“ und von seinem

Verständnis der Natur als „Urweltkraft“ getragen ist.

Die Ausstellung verschaffte so einen Einblick in Noldes weithin unbekanntes,

außergewöhnlich phantasievolles Schaffen vor seinen expressionistischen

Anfängen und der Begegnung mit der Künstlergemeinschaft

„Die Brücke“. Gezeigt wurden rund 60 Exponate aus dem

Brücke-Museum Berlin und dem Museumsberg Flensburg. Sie wurden

im Kontext der Expressionisten-Sammlung des Saarlandmuseums

in den Räumen der Ständigen Sammlung der Modernen Galerie

präsentiert.

Neupräsentation der Alten Sammlung

Seit 24. März 2007 – Kreisständehaus

Vernissage: 23. März 2007

Die Alte Sammlung hat im März 2007 ihre neuen Räumlichkeiten im

ersten Stock des Kreisständehauses beziehen können. Damit ist sie auch

baulich wieder eine Einheit, ist das Kreisständehaus doch über einen

gläsernen Zwischenbau mit der Schlosskirche verbunden. Die Alte

Sammlung ist somit in der Lage, den Besuchern durch eine reizvolle

Wegführung kunst- und kulturgeschichtlich interessante Exponate vom

Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu zeigen.

Der erste Stock des Kreisständehauses präsentiert eine Auswahl von

rund 100 Gemälden unterschiedlichster Gattungen und Epochen:

So finden sich hier überregional höchst bedeutende Werke aus den

Bereichen der niederländischen Landschaftsmalerei und des Stilllebens

aus dem 17. Jahrhunderts ebenso wie die für die saarländische

und Saarbrücker Geschichte so relevanten Porträts aus der Fürstenzeit.

Daneben zeigt sie an die 200 Pretiosen aus den Bereichen der

Porzellan- und Silberarbeit, Münzen, Miniaturen, Möbel und andere

kunsthandwerkliche Exponate wie Orden oder auch Lackdosen.

Emil Nolde:

Finsteraarhorn, das Böse, 1897

Blick in die wiedereröffnete Alte Sammlung

im Kreisständehaus

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Wiedereröffnung der Alten Sammlung im Kreisständehaus

Im Jahre 2008 wird die Alte Sammlung mit ihren Gemälden und

kunsthandwerklichen Objekten auch den zweiten Stock des Kreisständehauses

beziehen, wodurch sich die Ausstellungsfläche nochmals entschieden

erhöhen wird und dem Besucher ein noch breiteres Spektrum

ihrer Bestände gezeigt werden kann.

Fotosynthesen.

Fotografien von Walter A. Schmidt und Bodo Korsig

12. Mai bis 15. Juli 2007 – Studiogalerie

Vernissage: 11. Mai 2007

„Fotosynthesen“ befasste sich 2007 mit der Frage, inwiefern die Ansätze

der „subjektiven fotografie“ der 1950er Jahre in einer geistigen

Verwandtschaft zur zeitgenössischen Kunst stehen, die die Fotografie

zunehmend aus ihrer funktionalen Verpflichtung löst.

Walter A. Schmidt (* 1920) wurde zwischen 1950 und 1958 von

Otto Steinert in Saarbrücken zum Fotografen ausgebildet und praktiziert

seitdem eine am Experiment ausgerichtete Fotografie.

Der in Trier und New York arbeitende Bodo Korsig (*1962) präsentiert

seit 2002 regelmäßig fotografische Arbeiten. Ausgehend von einem

fotografischen Skizzenbuch, aus dem er den Formschatz für sein skulpturales

und druckgrafisches Werk schöpft, reicht sein Interesse bis hin

zu dokumentarisch anmutenden Serien, deren Themen sich um Grundfragen

menschlicher Existenz, das Verhältnis von Kreatur und Natur,

um Gewalt und Vergehen ranken.

Bodo Korsig: Russentanz, 2007 Blick in die Ausstellung

„Fotosynthesen. Fotografien von Walter A. Schmidt und Bodo Korsig“


Wawrzyniec Tokarski

19. Mai bis 15. Juli 2007 – Moderne Galerie

Vernissage: 18. Mai 2007

Mit seinen Werken, die sich durch den überraschenden, assoziativen

Ineinanderschnitt von Bild- und Textebenen auszeichnen, nimmt

Wawrzyniec Tokarski eine der interessantesten Positionen im Bereich

der aktuellen Malerei ein.

Seine gesellschaftskritischen Botschaften erscheinen im popkulturellen

Zeichengewand: Die Bildsprache – auf Fragmente, Wörter, Logos und

Symbole reduziert – wirkt in ihrer emotionalen Kraft und ruft Vorstellungen,

Meinungen und Gefühle hervor.

Wawrzyniec Tokarski mit Vera Munro während der Vernissage seiner Ausstellung

Tokarski nutzt kulturell festgelegte und Wirklichkeit bestimmende Sinnbilder,

doch irritiert er zugleich, indem er die Zeichen strukturell verändert

und durch die Auflösung der Konventionen eine neue Referenz

herstellt. Der Betrachter kann an der Oberfläche der Zeichen Tokarskis,

welche die eigentliche Realität immer stärker verdrängen, verharren

oder auch in die Tiefe und damit zur eigentlichen kommunikativen

Funktion der Bilder vordringen.

Das Saarlandmuseum richtete dem Künstler die erste Einzelschau

in einem Museum aus.

Blick in die Ausstellung

„Wawrzyniec Tokarski“

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Dr. des. Eva Witzel, Kuratorin

der Ausstellung, während der

Eröffnungsrede

Realisiert im Rahmen von Luxemburg und

Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007,

unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen

Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin.

Georg Meistermann. Die 50er Jahre

9. Juni bis 26. August 2007Museum in der Schlosskirche

Vernissage: 8. Juni 2007

Georg Meistermann prägte Ende der 50er Jahre mit der Neugestaltung

der sakralen Fenster im Zuge des Wiederaufbaus der Schlosskirche

das Stadtbild Saarbrückens maßgeblich.

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Saarbrücker Fenster würdigte

das Saarlandmuseum den sowohl als Glasmaler wie auch in klassischer

Leinwandtechnik praktizierenden Künstler mit einer gattungsübergreifenden

Ausstellung in der Schlosskirche. Kartons, Glasfenster und

Gemälde aus den 50er Jahren ergänzten das vorhandene Glasfenster-

Vernissage der Ausstellung „Georg Meistermann. Die 50er Jahre“

programm als Ausdruck einer komplexen Stilentwicklung und nahmen

einen aufschlussreichen Dialog miteinander auf. Meistermanns Prinzipien

der Flächenspannung, die Öffnung der zweidimensionalen Fläche

und die Weitung des begrenzten Bildbereichs ins Imaginär-Unendliche

gelangten so in einem denkbar idealen Präsentationsrahmen zur

Anschauung.

Die Ausstellung stellte einen Beitrag der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

zu dem länderübergreifenden Projekt „Luxemburg und Großregion,

Kulturhauptstadt Europas 2007” dar und figurierte zudem in

der Projektreihe zum Thema „Die 50er Jahre”, mit der die Stiftung 2007

zu den Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Saarlandes

als Bundesland beitrug.


Vernissage der Ausstellung „OFF-TIME.

Fotografische Positionen zur Freizeit- und Eventkultur“

OFF-TIME.

Fotografische Positionen zur Freizeit- und Eventkultur

11. August bis 28. Oktober 2007 – Studiogalerie

Vernissage: 10. August 2007

OFF-TIME bezeichnet die Zeit außerhalb der Arbeitszeit. Eine Zeit, die

durch das Freizeitverhalten der Menschen bestimmt wird und somit

einen Gegenentwurf zur Arbeitswelt mit ihren organisatorischen und

zivilisatorischen Anforderungen darstellt.

In der nach „Glück” suchenden Gesellschaft ist das Bedürfnis nach vielfältigen

Zerstreuungen angewachsen. Als Beispiel dafür stehen Freizeitbereiche

wie Extremsport, Urlaub, Konzerte, Themen- und Freizeitparks

oder Shopping.

Mit Catherine Gfeller, Peter Granser, Andrew Phelps, Janine Schrijver

und Massimo Vitali zeigte das Saarlandmuseum internationale

Positionen zeitgenössischer Fotografie, welche die Vermehrung der

„spielerischen Kulissen” thematisieren. Kulissen, die sich innerhalb

der westlichen Lebenskultur als Projektionsflächen für Wünsche,

Gebräuche, Rituale und Inszenierungen offenbaren.

„Männer und Taten“

Moritz Götze / Anton von Werner

25. August bis 7. Oktober 2007 – Moderne Galerie

Vernissage: 24. August 2007

Im Jahr 1880 – am 10. Jahrestag der mittlerweile zum Mythos deutschen

Siegens avancierten Schlacht von Spichern – wurde der sogenannte

Saarbrücker Rathauszyklus des preußischen „Staatsmalers“

Anton von Werner (1843-1915) fertiggestellt. In sieben monumentalen

Gemälden illustriert und verherrlicht er Ereignisse des Deutsch-Französischen

Krieges von 1870/71. Zwei Ereignisbilder, vier Porträts und eine

Allegorie mit einer Höhe von 3,50 m umzogen die Wände des im altdeutschen

Stil eingerichteten Rathaussaales in Saarbrücken. Im Zweiten

Weltkrieg evakuiert, gingen sie, nachdem der Rathaussaal zerbombt

und nicht wieder aufgebaut wurde, in Privatbesitz über.

Moritz Götze im Gespräch mit der Kuratorin

der Ausstellung, Dr. Mona Stocker

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Moritz Götze

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Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer

während der Eröffnungsrede

zur Ausstellung „Pablo Picasso.

Die 50er Jahre“

Moritz Götze (*1964) hat mehr als 100 Jahre später all diese Motive

Anton von Werners in seiner Kunst erneut aufgegriffen. Die Arbeiten sind

2006 und 2007 entstanden – und es lag nahe, sie erstmalig im Saarlandmuseum

zu präsentieren. Was die Kompositionen betrifft, scheint

man vor einer Wiederauflage der Bilder der wilhelminischen Epoche in

einer zeitgemäßen und bunteren Sprache zu stehen. Bei genauerem

Hinsehen und im steten Vergleich mit den Urbildern jedoch manifestiert

sich die Eigenwilligkeit der Werke Götzes. Ihm geht es nicht mehr

darum, Bild-Historiograf oder gar Kriegsberichterstatter zu sein, auch

die Fokussierung des Deutsch-Französischen Krieges als Thema oder gar

deutsch-deutsche Befindlichkeiten sind nicht sein Hauptinteresse. Götze

liegt vielmehr daran, die Zufälligkeit des geschichtlich Gewordenen zu

veranschaulichen. Er kombiniert Vergangenes munter mit Zeitgenössischem,

schafft unerwartete Synthesen. In Öl auf Leinwand gemalt, leben

seine Bilder von starken schwarzen Konturen und buntfarbigen Füllungen.

Seine Liebe für die Fläche und das Ornament sind unübersehbar.

Pablo Picasso: Liegende Frau mit Blumenstrauß, 1958, Staatliche Museen zu Berlin,

Nationalgalerie

Pablo Picasso. Die 50er Jahre

10. November 2007 bis 24. Februar 2008 – Moderne Galerie

Vernissage: 9. November 2007

Picassos Werk der fünfziger Jahre kennzeichnet eine Phase des Übergangs

im Schaffen des Künstlers, die durch Wiederaufnahmen stilistischer

Elemente des Frühwerks und vor allem der unter dem Eindruck

des spanischen Bürgerkrieges und des Zweiten Weltkrieges entwickelten

Formensprache geprägt ist. Die Parallelität dieser Reminiszenzen mit

dem Versuch, neue Formulierungen und prägnantere Darstellungen für

seine Hauptthemen zu finden, die schließlich zum pastosen Stil des Spätwerks

in den sechziger Jahren führen, zeichnet die Periode der fünfziger

Jahre in besonderer Weise aus. Picassos Werk dieser Zeit ist bis in die

Gegenwart zum Synonym für einen allgemeinen Begriff von „Moderner

Kunst“ geworden und hatte kaum zu überschätzende Auswirkungen auf

die Rezeption von Gegenwartskunst bis hin in alltägliche Lebensbereiche,

etwa des Design, der Werbung oder der Mode. Umso erstaunlicher

ist es daher, dass diesem Aspekt in der großen Fülle von Ausstellungen

zu Picassos Werk noch keine Überblicksschau gewidmet wurde. Dieser


Vernissage der Ausstellung „Pablo Picasso. Die 50er Jahre“

Aufgabe stellte sich das Saarlandmuseum mit seiner Präsentation und

stärkte neben dem vertiefenden Blick auf diese Werke Picassos auch

das Verständnis für die Grundlagen des künstlerischen und in Alltagsbezügen

stilbildenden Formgefühls der fünfziger Jahre, die bis heute

wirksam sind.

Die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts markieren sowohl im Werk als

auch im Leben Picassos eine wichtige Periode, in der sich thematisch

die öffentlichen und politischen Fragen und solche der Privatheit und

Intimität gegenüberstehen, wobei auch das Künstlersein und die künstlerische

Arbeit eine neue Aktualität gewinnen. Stilistisch und vor allem

malerisch sieht sich der Künstler in diesen Jahren mit den jüngsten Entwicklungen

der informellen und abstrakt-expressionistischen Malerei

konfrontiert, die ihn auch zu einer verstärkten Hinwendung zur Plastik

geführt haben, andererseits aber auch eine Neuformulierung seiner

eigenen Malerei virulent gemacht haben mögen.

Die Ausstellung stellte einen Beitrag der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

zu dem länderübergreifenden Projekt „Luxemburg und Großregion,

Kulturhauptstadt Europas 2007” dar und figurierte zudem in

der Projektreihe zum Thema „Die 50er Jahre”, mit der die Stiftung 2007

zu den Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Saarlandes

als Bundesland beitrug.

Blick in die Ausstellung „Pablo Picasso. Die 50er Jahre“

Pablo Picasso:

Les pigeons (Die Tauben), 1957,

Museu Picasso, Barcelona

Realisiert im Rahmen von Luxemburg und

Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007,

unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen

Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin.

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George Grosz:

Schönheit, dich will ich preisen, 1919,

Sammlung Karsch

George Grosz. Kunst als Sozialkritik

Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken

24. November 2007 bis 17. Februar 2008 – Studiogalerie

Vernissage: 23. November 2007

Die Kunst George Grosz´ ist eng mit der Berliner Metropole verbunden,

dem Schauplatz für die politischen und wirtschaftlichen Krisen in den

20er Jahren. Aufgrund der Massenarbeitslosigkeit, der Inflation, der

Wohnungsnot erreichte das Elend ein vorher nie gekanntes Ausmaß.

In sarkastischem Ton entlarvte Grosz diese sozialen Missstände und

die Entfremdung des Individuums von sich selbst. Seine Zeichnungen

sind ein Kaleidoskop der vielgestaltigen, durch Verlogenheit und

Opportunismus charakterisierten Großstadtgesellschaft.

Von kaum einem anderen Künstler wurden so viele Zeichnungen lithografiert

und in hoher Auflage in Zeitschriften, Büchern, Mappen und

Sammelwerken publiziert. Aus diesem imposanten druckgrafischen

Werk besitzt das Saarlandmuseum u.a. die beiden Folgen „Kleine Grosz

Mappe“ (1917) und „Im Schatten“ (1921), die den Kern der Ausstellung

bildeten. Bereichert wurde dieses Ensemble durch Leihgaben aus

Berliner Institutionen – herausragende Zeichnungen und Aquarelle.

Die Ausstellung zeigte somit Werke auf Papier, die während und nach

dem Ersten Weltkrieg entstanden sind und das politische Engagement

des Künstlers mittels bildsatirischer Provokation und Kritik an der Klasse

der Herrschenden widerspiegeln. Darüber hinaus konnte sie – im Sinne

der verfolgten Fragestellung – mit einigen Exponaten auch ein Licht

auf das spätere Kunstschaffen Grosz´ in den USA werfen.


Stadtgalerie Saarbrücken

Eberhard Bosslet. Group Show

9. Dezember 2006 bis 21. Januar 2007

Vernissage: 8. Dezember 2006

Eberhard Bosslet (*1953) lehrt an der Hochschule für Bildende Künste

Dresden. Einem großen Publikum wurde er vor allem durch seine

Teilnahme an der documenta 8 bekannt, wo er im Treppenhaus des

Fridericianums einen Schreibtisch mit Baustützen gegen die Decke

stemmte. Das seinerzeit verwendete Material ist für seine Arbeit typisch:

Der Künstler benutzt ausschließlich Produkte und Technologien aus

der industriellen und gewerblichen Wirklichkeit. Diese „objets cherchés“

werden in ungewöhnlichen Formationen zusammenmontiert, dienen

zum Teil auch als Träger für Malerei.

In der Stadtgalerie waren neue Arbeiten aus bislang selten gezeigten

Werkgruppen und das „Hockerarchipel“ aus farbigen Kunststoffgartenteichen

sowie weitere speziell für diese Ausstellung konzipierte Installationen

zu sehen.

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Galerie der Stadt

Backnang präsentiert.

Eberhard Bosslet: Hockerarchipel OGWSGR indoor, 2002-2006

ars viva 06/07. „Erzählung / Narration“

3. Februar bis 1. April 2007

Vernissage: 2. Februar 2007

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI vergibt einmal im Jahr

den mit je 5000 Euro dotierten „ars viva“-Preis an junge Künstler.

In den Arbeiten von Andrea Faciu, Beate Gütschow und Michael Sailstorfer

nehmen erzählerische Aspekte einen wichtigen Stellenwert ein, sei

es durch die Gestaltung und Transformation von Sprache, den Entwurf

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Susanne Kuttler: Nepal vario, 1999/2007

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Michael Sailstorfer: e-moll, 2006, Installation

fotografischer Zukunftsszenarien oder durch Installationen, die ihre ganz

eigene Geschichte entfalten. Für die Stadtgalerie Saarbrücken hatten

die jungen Künstler teilweise neue Werke gefertigt: Andrea Faciu zeigte

eine raumbezogene Gips-Schriftarbeit, Michael Sailstorfer beleuchtete

die Balustrade des Galerie-Innenhofs mit einer übergroßen Neonschrift,

deren Buchstaben durch das Bilden immer neuer Anagramme zu

Erzähl-Assoziationen anregten. Beate Gütschow beschäftigte sich in der

gezeigten Foto-Serie mit modernistischer Architektur, aus deren Versatzstücken

sie schwarz-weiße Stadtlandschaften neu kombinierte.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Matthias Winzen, Hochschule

der Bildenden Künste Saar.

white out

21. April bis 3. Juni 2007

Vernissage: 20. April 2007

In der Bergsteigersprache bezeichnet „white out“ so viel wie schneeblind.

Entsprechend führte dieses Ausstellungsprojekt den Besucher in

ungesicherte Bereiche, wo die Verbindung zur realen Welt ins Schwinden

gerät, wo eigene Gesetze herrschen, die an die Stelle gewohnter

Orientierungsmuster und statischer Begrifflichkeiten treten.

Ausgestellt waren Arbeiten von Sonja Braas, Rafał Bujnowski, Martin

Durham, Martin Gostner, Stephan Huber, Thomas Köner, Eva-Maria

Kollischan, Susanne Kutter, Walter Niedermayr, Kaj Nyborg, Thomas

Rentmeister, Qui Shi-Hua, Heike Weber, Günter Wintgens.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Stephan Rasche, Münster,

und Ernest W. Uthemann.


Simone Decker: Rotraud, Edeltraud, Eleonore…, 2007

Welcome to Our Neighbourhood

23. Juni bis 5. August 2007

Vernissage: 22. Juni 2007

Neighbours, Voisins, Nachbarn – diese Begriffe beschreiben die sicherlich

weiteste und offenste Verbindung zwischen Menschen. Sie beinhalten

– nicht selten trotz unterschiedlicher Ansichten, Lebensgewohnheiten

und kultureller Rahmenbedingungen – eine herzliche Nähe,

die Begriffe wie „Feind“ oder „Fremder“ in Anführungszeichen setzt.

Die Empfindungen, die die Menschen in der Großregion heute verbinden,

entsprechen einer kulturellen Offenheit, die vor 50 Jahren unvorstellbar

war.

Welcome to Our Neighbourhood dokumentierte diese positive Entwicklung

– und verstand sich zugleich als Einladung, andere Menschen in

positiver Erwartung anzunehmen; drei ganz persönliche und innovative

Ausstellungen ausgewählter Künstler in Luxemburg, Metz und Saarbrücken.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Corinne Charpentier, Centre d’art

contemporain la Synagogue de Delme.

Die Ausstellung stellte einen Beitrag der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

zu dem länderübergreifenden Projekt „Luxemburg und Großregion,

Kulturhauptstadt Europas 2007” dar.

Realisiert im Rahmen von Luxemburg und

Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007,

unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen

Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin.

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Sharone Lifschitz: Entwurf für

die Einladung zum Barbecue, 2007

Realisiert im Rahmen von Luxemburg und

Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007,

unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen

Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin.

D’Konschtkëscht

D’Konschtkëscht ist ein interregionales Projekt zur Verbreitung von

Videokunst in Kooperation mit GIGL Esch-sur-Alzette, Belvaux, Steinfort,

Hesperange, Luxemburg und Saarbrücken. Im Jahre 2007 waren –

jeweils für einen Monat – folgende Werke in der Stadtgalerie zu sehen:

01/07 Claudia Brieske Hôtel de Ville (2004)

02/07 Leslie Huppert Das Huhn, Steilflug, Götterdämmerung,

Explanation (2006)

03/07 Susanne Wilms Cleaning – Träume einer Hausfrau (2004)

04/07 Ludwig Schmidtpeter Souvenir aus Göttelborn (2005)

05/07 Dick Tomasovic Avis de recherche (2006)

06/07 Valère Polis Nuages segauN Wolken nekloW (2006)

07/07 Marco Godinho 365 Tage in 7 Minuten einer nach dem

anderen mäßig voll mäßig leer (2004)

08/07 Trixi Weis EGO, Nationalité (2005)

09/07 Joachim del Puppo Die Schrift auf dem Bildschirm (2004)

10/07 Adèle Albrecht La rupture (2005/2006)

11/07 Érik Bullot Das elektrische Wort (2005)

12/07 Nadine Johanns The dream of the unhotched (2007)

The Game of Life

26. August bis 7. September 2007

Vernissage: 25. August 2007

Nach dem Vorbild der surrealistischen Methode des „cadavre exquis“

führten zwei Bildende Künstlerinnen, eine Schriftstellerin sowie ein

Musiker drei Projekte an Orten Luxemburgs, Belgiens und des Saarlandes

durch, die zeitlich aufeinander folgten. Das Projekt funktionierte

nach dem Prinzip der Migration: Es wanderte zwischen Disziplinen

und Orten. Ziel war es, eine lebendige Beziehung zwischen den

verschiedenen Orten, Disziplinen und Teilnehmern herzustellen.

In Saarbrücken lud die israelische Schriftstellerin und Aktionskünstlerin

Sharone Lifschitz Menschen, die sie während ihres Aufenthaltes hier

kennen lernte, zu verschiedenen Essen ein – sowohl intimen als auch

ausgelassenen. Die Idee war: Wie mache ich mir als „Immigrantin“

die Leute vor Ort vertraut?

Das Projekt wurde kuratiert von Francis Feidler, IKOB Eupen, Martine

Feipel, Luxemburg, Ernest W. Uthemann und Danièle Wagener,

Musée d’Art et d’Histoire de la Ville de Luxembourg.

„The Game of Life“ wurde im Rahmen der Kulturhauptstadt 2007

als Kooperation des Musée d’Histoire et d’Art de la Ville de Luxembourg,

des IKOB Eupen und der Stadtgalerie Saarbrücken realisiert.


„Zeitsprung“

Saarländischer Künstlerbund

1. September bis 7. Oktober 2007

Vernissage: 31. August 2007

Im Jahre 1922 wurde der Saarländische Künstlerbund gegründet, er

feierte also im Jahr 2007 sein 85-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass

sollte allen derzeitigen Mitgliedern des SKB Gelegenheit gegeben werden,

sich mit ihrer Arbeit dem Publikum vorzustellen. Die Stadtgalerie

war zum 11. Mal „Gastgeberin“, der Biennale, die – wie in den Jahren

zuvor – einen interessanten Einblick in das Schaffen mehrerer Künstlergenerationen

an der Saar bot. Auch Künstler, die nicht mehr im Lande

sind, waren vertreten, so dass auch die Ausstrahlung der hiesigen Szene

in andere Regionen beleuchtet wurde.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Ingeborg Knigge, Andrea Neumann,

Armin Rohr und Ernest W. Uthemann.

statement spezial

angewandt. Design der 50er Jahre im Saarland

27. Oktober bis 9. Dezember 2007

Vernissage: 26. Oktober 2007

Seit 1946 gibt es die Staatliche Saarländische Schule für Kunst und

Handwerk (ab 1959: Staatliche Werkkunstschule), das Vorgängerinstitut

der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Die Gestaltung von Dingen

des täglichen Bedarfs war einer der Schwerpunkte der Ausbildung.

Bis zur wirtschaftlichen Rückgliederung des Saarlandes im Juli 1959

existierte hierzulande auch eine relativ eigenständige Produktion auf den

verschiedensten Gebieten. Die Ausstellung wollte der Frage nachgehen,

ob Spezifika eines „saarländischen Designs“ auszumachen sind.

Mit den Exponaten aus der Produktion noch existierender, aber auch

untergegangener Firmen, darunter Villeroy & Boch, Hager, Turnwald,

Becker oder Jega, sollte vor allem Gestaltung aus wirtschaftsgeschichtlicher

Sicht beleuchtet werden, daneben wurden aber auch Arbeiten

bekannter und weniger bekannter Designer gezeigt, die mit dem Saarland

verbunden sind.

Die Ausstellung war eine Kooperation mit der HBKSaar und der IHK

des Saarlandes und wurde kuratiert von Rolf Sachsse, Hochschule der

Bildenden Künste Saar, und Ernest W. Uthemann.

Am 9. November verlieh der saarländische Wirtschaftsminister Joachim

Rippel in der Ausstellung den Saarländischen Staatspreis für Design

2007 und eröffnete zugleich die Preisträger-Präsentation „Design ans

Licht gebracht.“

Die Ausstellung stellte einen Beitrag der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

zu dem länderübergreifenden Projekt „Luxemburg und Großregion,

Kulturhauptstadt Europas 2007” dar und figurierte zudem in

der Projektreihe zum Thema „Die 50er Jahre”, mit der die Stiftung 2007

zu den Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Saarlandes

als Bundesland beitrug.

Norbert Simon:

Color Climax 17, 1986

Villeroy & Boch, Teeservice Form Biarritz,

Dekor Diamant, 1954 bis 1960er Jahre,

Leihgabe: L. und J. P. Lüth

Realisiert im Rahmen von Luxemburg und

Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007,

unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen

Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin.

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Innenhof Stadtgalerie, Ingo Bracke, Raum/Fragmente Zeit/Achsen, 2007

Ingo Bracke

Raum/Fragmente Zeit-Achsen

9. November 2007 bis 13. Januar 2008

Vernissage: 8. November 2007

Der Saarbrücker Künstler Ingo Bracke setzte den vorderen, „großen“

Innenhof der Stadtgalerie ins Licht. Bracke, der schon das Hambacher

Schloss illuminierte und zur Zeit eine künstlerische „Ausleuchtung“

des Loreley-Felsens plant, entwarf eine verzaubernde Komposition

aus abstrakten Zeichen und Begriffen, die mit der Geschichte des

„Hauses am Markt“ in Verbindung stehen. Die Lichtinstallation war

täglich zwischen 17 und 22 Uhr zu sehen.


Museum für Vor- und Frühgeschichte

An heiliger Stätte. Römische Kulte und Heiligtümer an der Saar

Seit 20. Mai 2006

Vernissage: 19. Mai 2006

In der modernen Gesellschaft steigt das Interesse an Kulten und Ritualen.

Wir sind fasziniert von fremden und fernen, exotisch anmutenden

Religionspraktiken, die auch einen gewichtigen Punkt unserer kulturellen

Vergangenheit ausmachen. Welche Gottheiten verehrten die Menschen

im Saarland vor nahezu 2000 Jahren und wie zollten sie ihnen Tribut?

Die Ausstellung gibt Einblicke in die regionale römische Vergangenheit

mit ihrer Götterwelt, ihren Kultstätten und -praktiken.

Die religiösen Verhältnisse in der römischen Provinz sind von einem

Nebeneinander verschiedener Kulte und Glaubensformen gekennzeichnet

– von einheimisch/gallo-römischen Mischformen bis hin zu orientalischen

Mysterienkulten. An heiligen Orten in der Natur, an Tempelanlagen

und Hausaltären wurden Opfer dargebracht sowie Rituale

abgehalten. Zahllose kleine Götterstatuetten aus Ton und Bronze

fanden Verbreitung, zahllose Ehren- und Weihedenkmäler Aufstellung.

Im Gegensatz zur christlichen Religion unterhielten die Römer eine

eher „geschäftliche“ Beziehung zu ihren Göttern.

Heute sind es in erster Linie die archäologischen Funde, die von vergangenen

Götterwelten und deren Verehrung berichten. In der Präsentation

vermitteln neben Originalen zudem verschiedene Informationsmedien

anschaulich die Kontexte und Inhalte.

Blick in die Ausstellung „An heiliger Stätte. Römische Kulte und Heiligtümer an der Saar“

Blick in die Ausstellung

„An heiliger Stätte. Römische Kulte

und Heiligtümer an der Saar“

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Manfred Bofinger:

„Eine gute Pointe muss eben sitzen!“,

1970

Deutsches Zeitungsmuseum

VisualLeader 2006. Das Beste aus deutschen Zeitschriften

2. Dezember 2006 bis 28. Januar 2007

Vernissage: 1. Dezember 2006

Und es gibt sie doch: packende Bildstrecken, faszinierende Fotos,

originelle Anzeigen, kreative Websites. Die Ausstellung umfasste alle

Arbeiten, die 2006 mit den begehrten LeadAwards, Deutschlands bedeutendstem

Print- und Online-Preis, ausgezeichnet wurden. Zu sehen

waren rund 180 Fotoserien, Magazinbeiträge, Anzeigen und Websites.

Zusammen vermittelten sie einen einzigartigen Eindruck über das kreative

Leistungspotenzial der deutschen Zeitschriften- und Werbebranche.

Die Ausstellung „VisualLeader 2006” zeigte Trends auf, setzte Maßstäbe

für die Zukunft und gab Impulse für mehr Innovation in Print und

Online. Sie machte anschaulich, was kommt und was bleibt.

Unterm Strich. Karikatur und Zensur in der DDR

24. Februar bis 15. April 2007

Vernissage: 23. Februar 2007

Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Wiederaufbau

einer demokratischen Presse in Westdeutschland wurde die kritische

Karikatur wieder zu einem wichtigen meinungsbildenden Element der

Berichterstattung.

In der DDR nutzten die Machthaber Karikaturen für ihre Propaganda.

Seit den 1950er Jahren entstanden im Kalten Krieg ungezählte Feindbilder,

gerichtet gegen Gegner im In- und Ausland. Die Kritik am sozialistischen

System war verboten, die Veröffentlichung der kritischen

Karikaturen wurde unter Strafe gestellt.

Doch die Menschen in der DDR wollten Karikaturen sehen, welche die

Probleme ins Visier nahmen. Seit den 1970er Jahren deckten die Zeichner

immer offener den Gegensatz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

im Land auf. Friedens- und Umweltthemen griffen auch Oppositionsgruppen

in der DDR auf. In ihren Untergrundzeitschriften erschienen

viele Zeichnungen mit mutiger Kritik. Im Herbst 1989 brach sich der

Unmut Bahn. Nach dem Ende des SED-Regimes zeichneten viele Künstler

aktuelle Karikaturen. Kritisch kommentierten sie den Ruf nach der

deutschen Einheit, skeptisch begleiteten sie den Prozess der Vereinigung

im Jahr 1990.

In der Ausstellung veranschaulichten zahlreiche Beispiele beanstandeter

oder verbotener Karikaturen die Grenzen des Erlaubten und

dokumentierten die Willkür der Zensur. „Schubladenarbeiten“, die

nicht veröffentlicht werden konnten, verwiesen auf die allgegenwärtige

„Schere im Kopf“.


Ständig auf der Lauer. Das Deutschlandbild

in der niederländischen Karikatur 1871-2005

5. Mai bis 10. Juni 2007

Vernissage: 4. Mai 2007

Die Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden gehören

nicht zu den problemlosesten, wie fast jeder weiß. Politische Zeichner

haben die Zeit von 1871 bis heute intensiv begleitet. Zuerst vor allem

in politisch-satirischen Zeitschriften und später auch in der Tagespresse.

Deutschland ist ein bevorzugtes Thema in der niederländischen

politischen Karikatur.

Die Ausstellung zeigte rund 120 Karikaturen aus der Sammlung Koos

van Weringh, die zuvor erstmals im Niederländischen Pressemuseum

in Amsterdam zu sehen waren.

Robert Capa. Rétrospective

24. Juni bis 12. August 2007

Vernissage: 23. Juni 2007

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Fotoagentur Magnum, die

Robert Capa 1947 zusammen mit Henri Cartier-Bresson, George Rodger

und David „Chim“ Seymour in New York gründete, zeigte das Deutsche

Zeitungsmuseum einen repräsentativen Überblick über sein fotografisches

Werk.

Robert Capa gilt als größter Kriegsfotograf des 20. Jahrhunderts. Er

dokumentierte den Spanischen Bürgerkrieg, den Widerstand gegen die

japanische Invasion in China, berichtete später über das europäische

Geschehen im Zweiten Weltkrieg, über den ersten Nahost-Krieg sowie

über den französischen Indochina-Krieg. Dabei fotografierte er nur

selten die Toten oder Schwerverletzten, sondern richtete seine Aufmerksamkeit

auf die Überlebenden. Ob seine Fotos Soldaten oder Zivilisten

zeigen, sie sind immer voller Vertrautheit und Direktheit, Mitgefühl

und Einfühlungsvermögen.

Capas Strategie war eine Wieder-Vermenschlichung des Krieges durch

Nahaufnahmen einzelner Gesten und Gesichtsausdrücke. Obgleich seine

Fotos die maßgeblichen visuellen Erinnerungen an Kriegsmomente

darstellen, zeichnen sich viele Aufnahmen durch eine zeitlose, universelle

Qualität aus, die weit über die Darstellung der Geschichte hinausgehen.

Blick in die Ausstellung „Robert Capa. Rétrospective“

Blick in die Ausstellung

„Ständig auf der Lauer“

USA. Hollywood. Filming of

„The Arch of Triumph“, the actress

Ingrid Bergmann, 1946

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Hans Fallada:

„Kleiner Mann was nun?“

1. rororo-Taschenbuch, 1950

Realisiert im Rahmen von Luxemburg und

Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007,

unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen

Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin.

Neben Kriegsbildern wurden auch zahlreiche Porträts von befreundeten

amerikanischen Autoren und Regisseuren sowie von zeitgenössischen

Schauspielern und Malern präsentiert.

Von der Mangelwirtschaft zur Massenauflage.

Printmedien in den 50er Jahren

29. September 2007 bis 3. Februar 2008

Vernissage: 28. September 2007

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges starteten die Siegermächte

in Westdeutschland ihr Programm der „reeducation“. Hauptziel war es,

der deutschen Bevölkerung wieder die Ideale einer demokratischen

Gesellschaft zu vermitteln. Im Rahmen der alliierten Lizenzierungspolitik

erhielten anfangs nur wenige Verleger die Genehmigung zur Herausgabe

von Zeitungen und Zeitschriften.

Trotz der allmählichen Lockerung der Lizenzierungspraktiken in den

verschiedenen Besatzungszonen kämpften die Verleger jahrelang mit

dem Mangel an Rohstoffen und den fehlenden technischen Voraussetzungen.

Ernst Rowohlt gelang es mit der Gründung seiner Reihe

rororo (Rowohlts Rotations Romane), anfangs im Zeitungsformat und

auf alten Zeitungsrotationsmaschinen hergestellt, den Lesehunger im

Nachkriegsdeutschland zu befriedigen.

Mit der Weiterentwicklung hin zum modernen Taschenbuch, der Gründung

von neuen Zeitungen und einer Vielzahl von Zeitschriften und

Magazinen für alle Lebensbereiche beschäftigte sich die Ausstellung

„Von der Mangelwirtschaft zur Massenauflage“. Gleichfalls wurden

ein Überblick über die Nachkriegspresse im Saarland und eine große

Auswahl von Comics der 50er Jahre geboten.

Neben einem Überblick zur Druckproduktion der 50er Jahre bot die

Ausstellung anhand von einzelnen Themeninseln Einblicke in das alltägliche

Leben im Zeichen des Wirtschaftswunders.

Die Ausstellung stellte einen Beitrag der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

zu dem länderübergreifenden Projekt „Luxemburg und Großregion,

Kulturhauptstadt Europas 2007“ dar und figurierte zudem in

der Projektreihe zum Thema „Die 50er Jahre“, mit der die Stiftung 2007

zu den Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Saarlandes

als Bundesland beitrug.

Blick in die Ausstellung „Von der Mangelwirtschaft zur Massenauflage“


Publikationen

Saarlandmuseum

Ulrike Rosenbach. figur/natur

Katalog hrsg. von Ralph Melcher. Mit Beiträgen von Klaus Honnef,

Ralph Melcher und Mona Stocker.

Heidelberg, Kehrer Verlag. 152 S.

Charlotte Sonntag. fließend-erstarrt. Fotografien von Wasser und Eis

Katalog hrsg. von Ralph Melcher. Mit Beiträgen von Roland Augustin

und Charlotte Sonntag.

Saarbrücken, Saarlandmuseum. 64 S.

Fotosynthesen. Fotografien von Walter Adolf Schmidt und Bodo Korsig

Katalog hrsg. von Ralph Melcher. Mit einem Beitrag von Roland Augustin.

Saarbrücken, Saarlandmuseum. 20 S.

Wawrzyniec Tokarski

Katalog hrsg. von Ralph Melcher. Mit Beiträgen von Christoph Blase,

Ralph Melcher und Cay Sophie Rabinowitz/Christian Rattemeyer.

Ostfildern, Hatje Cantz Verlag. 200 S.

Georg Meistermann. Die 50er Jahre

Katalog hrsg. von Ralph Melcher. Mit Beiträgen von Justinus Maria

Calleen, Liane Wilhelmus und Eva Witzel.

Saarbrücken, Saarlandmuseum. 76 S.

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OFF-TIME. Fotografische Positionen zur Freizeit- und Eventkultur

Catherine Gfeller, Peter Granser, Andrew Phelps, Janine Schrijver,

Massimo Vitali

Katalog hrsg. von Ralph Melcher. Mit Beiträgen von Ruprecht Mattig

und Eva Witzel.

Heidelberg, Kehrer Verlag. 92 S.

Max Pechstein. Liegender Akt (Nidden)

Hrsg. von der Kulturstiftung der Länder in Verbindung mit dem Saarlandmuseum

Saarbrücken. Mit Beiträgen von Kathrin Elvers- ˇ Svamberk,

Eva Leistenschneider und Ralph Melcher.

Berlin/Saarbrücken. 44 S.

»Männer und Taten«. Moritz Götze/Anton von Werner

Katalog hrsg. von Ralph Melcher. Mit Beiträgen von Paul Kaiser

und Mona Stocker.

Berlin/München, Deutscher Kunstverlag. 76 S.

Pablo Picasso. Die 50er Jahre

Katalog hrsg. von Ralph Melcher. Mit Beiträgen

von Kathrin Elvers- ˇ Svamberk, Julia Frohnhoff, Silke Immenga,

Ralph Melcher, Sònia Villegas.

Heidelberg, Kehrer Verlag. 160 S.

George Grosz. Kunst als Sozialkritik.

Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken

Katalog hrsg. von Ralph Melcher. Mit einem Beitrag von

Anne-Marie Werner.

Saarbrücken, Saarlandmuseum. 80 S.


Stadtgalerie Saarbrücken

Eberhard Bosslet. Work Groups

Katalog hrsg. von Ernest W. Uthemann.

Mit einem Beitrag von Ernest W. Uthemann.

Bielefeld, Kerber Verlag. 112 S.

Zeitsprung. 85 Jahre Saarländischer Künstlerbund

Katalog hrsg. von der Stadtgalerie Saarbrücken in der Stiftung

Saarländischer Kulturbesitz und vom Saarländischen Künstlerbund.

Mit Beiträgen von Rolf Sachsse und Ernest W. Uthemann. 120 S.

Angewandt. Das Magazin zur Ausstellung „statement spezial“

in der Stadtgalerie Saarbrücken

Katalog hrsg. von Rolf Sachsse und Ernest W. Uthemann. Mit Beiträgen

von Peter Johann Lüth, Rolf Sachsse und Ernest W. Uthemann. 40 S.

Kooperationen

ars viva 06/07. Erzählung/narration

Katalog hrsg. vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.

Mit Beiträgen von Arend Oetker, Stephan Frucht, Friederike Schönhuth,

Ulrich Bischoff, Matthias Winzen, Radek Horáček, Angelika Nollert,

Hubertus von Amelunxen, Julia Höner.

Frankfurt a. M., Revolver Verlag. 160 S.

white out

Katalog hrsg. von der Berufsvereinigung Bildender Künstlerinnen und

Künstler Vorarlbergs und der Stadtgalerie Saarbrücken in der Stiftung

Saarländischer Kulturbesitz. Mit Beiträgen von Wilhelm Meusburger,

Stefan Rasche und Ernest W. Uthemann. Bönen, Druck Verlag Kettler. 88 S.

Welcome to Our Neighbourhood

Katalog hrsg. von Castel Coucou, K4 Galerie, art contemporain.lu asbl

mit Unterstützung der Fondation Indépendance, Luxembourg.

Mit Beiträgen von Corinne Charpentier, Albane Duvillier.

Saarbrücken, Stadtgalerie. 76 S.

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Deutsches Zeitungsmuseum

Das Zeitungsquiz

Broschüre hrsg. von Roger Münch. Mit Beiträgen von Carolin Beismann,

Sascha Boßlet, Britta Dostert, Christian Göbel und Petra Schuck-Wersig.

Wadgassen, Deutsches Zeitungsmuseum. 90 S.

Von der Mangelwirtschaft zur Massenauflage.

Printmedien in den 50er Jahren.

Katalog hrsg. vom Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen.

Mit Beiträgen von Klaus Altmeyer, Sascha Boßlet, Christian Göbel,

Reinhard Klimmt, Ralph Melcher, Roger Münch, Peter Neumann

und Josef Spiegel.

Wadgassen, Deutsches Zeitungsmuseum. 144 S.

Kooperationen

DVD-Edition in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut

für Pädagogik und Medien, Saarbrücken:

Teil 1: Der Schriftsetzer

Teil 2: Linotype Setzmaschine

Teil 3: Steindruck


Ereignisse und Kooperationen

Realisiert im Rahmen von Luxemburg und

Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007,

unter der Schirmherrschaft Ihrer Königlichen

Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin.

Stiftungsübergreifende Kooperationen

Luxemburg und Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007

Lange Videonacht der Großregion / Nuit de la vidéo

07.07. Anlässlich des Kulturhauptstadtjahres der Großregion wurden

ab 22 Uhr gleichzeitig in den drei Städten Metz (FRAC), Luxemburg

(Casino) und Saarbrücken (Saarlandmuseum) Kunstvideos

zum Thema „der Antiheld“ präsentiert, die das Kuratorengremium

der drei Länder – Beatrice Josse, Enrico Lunghi

und Dr. Ralph Melcher – gemeinsam ausgewählt hatte.

Landeshauptstadt Saarbrücken

18.03. Präsentation der Museen der Stiftung mit praktischen

Workshopangeboten beim 1. Saarbrücker Grundschultag

in der Grundschule Ost; eine Initiative zur Gestaltung

des Bildungsalltags des Stadtelternrates und des Amtes

für Kinder, Bildung und Kultur der Landeshauptstadt

Saarbrücken

Landesregierung, Saarbrücker Sommermusik

Landesfest – 50 Jahre Saarland

17.-19.08. Workshops und Führungen in den Stiftungsmuseen;

unter dem Motto „Kunst und Konzert“ Veranstaltungen der

Saarbrücker Sommermusik in Kombination mit thematisch

orientierten Führungen in der Modernen Galerie

17.09. Mark Varshavsky (Cello) und Riccardo Bovino (Klavier)

spielen Werke von Hindemith, Bartok und Schostakowitsch;

Führung zu Serge Poliakoff, „Abstrakte Komposition;

rot, blau und schwarz“, 1957

18.09. Das Pelikan-Trio (Sayaka Schmuck/Klarinette, Angelo

Bard/Violine, Katarzyna Wieczorek/Klavier) spielt Werke

von Hindemith, Schulhoff und Bartok; Führung zu Rudolf

Belling, „Dreiklang“, 1918/19

19.09. Moritz Ernst (Klavier) spielt Werke von Tchiba, Bartók,

Schönberg, Ullmann, Hindemith, Webern und Eötvös;

Führung zu Alexej von Jawlensky, „Stilles Leuchten“, 1921

Kinderworkshop während des Landesfests

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Lesung von Ludwig Harig in der

Modernen Galerie

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Saarlandmuseum

Kooperationen

ICOM Deutschland und Deutscher Museumsbund

20.05. Internationaler Museumstag unter dem Motto

„Museen und universelles Erbe“

Universität des Saarlandes

21.-23.06. Saarlandmuseum, Vortragssaal

Symposion „Jenseits von Pompeji. Faszination und Rezeption“

In Kooperation mit dem Institut für Klassische Archäologie

an der Universität des Saarlandes unter Leitung von

Frau Prof. Dr. Carola Reinsberg

01.07. Eröffnungsveranstaltung der Aktionswoche „Sprache schafft

Brücken – Bücher schaffen Welten“ zum Jahr der Geisteswissenschaften.

Die Autoren Arnfried Astel, Alfred Gulden, Ludwig Harig

und Johannes Kühn lasen vor ihren Lieblingsbildern

der Modernen Galerie.

In Kooperation mit der Universität des Saarlandes unter

Leitung von Vizepräsidentin Frau Prof. Dr. Patricia Oster-

Stierle und der Landeshauptstadt Saarbrücken

Landeshauptstadt Saarbrücken

01.07. „Sprache schafft Brücken – Bücher schaffen Welten“, s.o.

30.09. Tag der Bildenden Kunst

Festival Perspectives

13.-14.06. Präsentationen von Volker Gerlings Flipbooks:

„Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt“

7. Nachbarschaftsfest Obere Mainzer Straße, Kunst & Kultur im Quartier

01.09. Sonderführungen in der Modernen Galerie

Verein „Russisches Haus“

07.10. Sonderführung „Russische Kunst“ in der Modernen Galerie


Akademie für Ältere

Kunstgespräche in der Modernen Galerie

07.03. Alexej Jawlensky (Sabine Marek M.A.)

28.03. Das Bauhaus (Dr. Kathrin Elvers-ˇSvamberk)

02.05. Lovis Corinth (Dr. Mona Stocker)

14.11. Jochen Gerz (Dr. Mona Stocker)

Hochschule für Musik Saar

07.02. Studentenkonzert der Orgelklasse Prof. Rothkopf

in der Schlosskirche

04.07. „art’s going music“ im Rahmen von club bismarck 11

in Kooperation mit der Kompositionsklasse von

Theo Brandmüller unter Leitung von Stefan Zintel

Studierende der Hochschule für Musik Saar

musizieren in den Räumen der Modernen Galerie

Saarländisches Staatstheater

05.12. Theateraufführung „Mein Arm“ von Tim Crouch im Rahmen

von club bismarck 11 in Kooperation mit der sparte4/Saarländisches

Staatstheater

09.12. Familientag in der Picasso-Ausstellung;

Kinderprogramm in Kooperation mit der Theaterpädagogik

des Saarländischen Staatstheaters

Theaterpädagogisches Zentrum Saarbrücken

Theaterführungen in der Picasso-Ausstellung (Rita Niesen-Krämer)

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Stadtgalerie

Ereignisse

05.01. Max Ophüls Preis – Blaue Stunde im Innenhof

01.02. Voreröffnung der Ausstellung „ars viva 06/07 – Erzählung/

narration“ mit geladenen Gästen, anschließend Empfang

und Abendessen in der HBK Saar

17.02. Offizielle Eröffnung D’Konschtkëscht

23.03. Auktion zu Gunsten der Frauenbibliothek

10.-11.05. Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse

31.05. Pressekonferenz des „Festival Perspectives“

04.07. Szenische Lesung „Sommernachtstraum“

04.07. Vortrag Prof. Claudia Polzin-Haumann

„Sprache schafft Brücken“

07.09. „The Game of Life“, Abschluss-Barbecue im Innenhof

09.11. Verleihung des Saarländischen Staatspreises für Design 2007

Kooperationen

Landesinstitut für Pädagogik und Medien

von Februar bis September 2007 drei Veranstaltungen im Rahmen

der Lehrerfortbildung

Akademie für Ältere

von März bis Dezember 2007 fünfzehn Veranstaltungen

Saarländischer Rundfunk

06.03. Forum Neue Musik: „Resonanzen“ – Les éclats du son

24.04. Forum Neue Musik: „Aleph Gitarrenquartett“

12.05. Festival „Mouvement“ – Musik im 21. Jahrhundert

30.10. Forum Neue Musik: „Stimmhaft“

13.11. Forum Neue Musik: „Very british“


grenzgänger // 21: Geraldo Si / Peter Jaquemyn / Angelika Sheridan „Sichtlaut“

freies rheinland e.V.

14.03. grenzgänger // 18: Hideto Heshiki / Harald Kimmig „Stereo“

14.11. grenzgänger // 21: Geraldo Si / Peter Jaquemyn /

Angelika Sheridan „Sichtlaut“

Forum Junge Talente e. V., Hochschule für Musik Saar

Forum Neue Musik spezial „Very British“

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Museum für Vor- und Frühgeschichte

Kooperationen

Schulen im Saarland

Kooperationen im Rahmen von Projekttagen und Arbeitsgemeinschaften

– mit der Realschule Nonnweiler-Primstal

Januar 2007, Modellbau „Vorgeschichtliche Grabhügel“

– mit der Gesamtschule Saarbrücken-Bellevue

November 2007, Römische Reliefs und Tonplastik

– mit der Realschule Illingen

Januar bis Juli 2007, Modellbau „Grabhügel“ und Römische Mosaiken,

14.06. Exkursion zum Grabhügel im Düsterwald bei Illingen

04.10. Exkursion von Landstuhl zum Heidenfelsen und zur

Burg Nanstein

Historisches Institut der Universität Mainz

29.06. Exkursion zum Donon, dem „Heiligen Berg der Kelten“

Archäologische Exkursion zum Donon, dem „Heiligen Berg der Kelten“


Deutsches Zeitungsmuseum

Ereignisse

25.01. Abschlussveranstaltung Zeitung in der Schule

26.03. Prämierung der besten saarländischen Schülerzeitungen

09.-12.05. Teilnahme an der europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse

30.05. Auftaktveranstaltung zum ADAC Touristik- und Heimatwettbewerb

2007

09.-10.06. Teilnahme am Nostalgiemarkt in Homburg

12.06. Volontärstreffen Rheinland-Pfalz/Saarland

02.07. Abschlussveranstaltung Zeitung in der Grundschule

10.09. Durchführung der SZ-Puzzlemeisterschaft

28.10. Tag der offenen Tür anlässlich der Ausstellung

„Von der Mangelwirtschaft zur Massenauflage“

Kooperationen

Saarländischer Journalisten Verband

09.05. Journalisten als Zeitzeugen: Interview mit Peter Neumann

20.06. Journalisten als Zeitzeugen: Interview mit Alfred Schön

Institut für Lehrerfort- und Weiterbildung

30.01. Lehrerfortbildung zum Thema Papier

Workshop auf der europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse

Workshop am 1. Saarbrücker Grundschultag

Stand des Deutschen Zeitungsmuseums

auf dem Nostalgiemarkt in Homburg

Stand des Deutschen Zeitungsmuseums am

Tag der Offenen Tür der Saarbrücker Zeitung

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Flyer club bismarck 11, Juli 2007

Kunstvermittlung

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Zu den Ausstellungen der verschiedenen Museen der Stiftung hat

die Kunstvermittlung auch 2007 wieder zahlreiche attraktive Führungs-

und andere Begleitprogramme entwickelt und durchgeführt.

Neben seinem bei Schulklassen bewährten Angebot hat das Deutsche

Zeitungsmuseum 2007 eine neue Veranstaltungsreihe für das allgemeine

Publikum eingerichtet. In Kooperation mit dem Verein für kulturelle und

geschichtliche Arbeit im Bisttal e.V. finden in loser Folge Veranstaltungen

kulturellen Inhalts statt, die sich mit der Kultur und der Geschichte

Wadgassens und der Region beschäftigen.

Die Stadtgalerie zeichnet sich aus als lebendiger Ort zeitgenössischen

Kunstlebens. So fanden über das Jahr verteilt etliche Künstlergespräche

statt. Auch die Neue Musik hat nach wie vor ihren festen Platz an

diesem Ort.

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte führte die 2006 begonnene

Reihe von Exkursionen zu römischen Überresten im Saarland und seiner

Umgebung mit weiteren interessanten Ausflügen fort. Unter der Leitung

von Dr. Michael Glaser wurden ausgewählte Ziele erwandert und die

Fundstätten fachkundig erläutert. Die römischen Exponate des Museums

bekamen so eine lebensnahe Ergänzung. Im Rahmen des Kinderprogramms

gab es neben den etablierten Führungen für Schulklassen auch

ein öffentliches Angebot für Kinder, sich die Ausstellung erklären zu

lassen oder aber praktisch auf den Spuren der Römer tätig zu werden.

Auch das Kinderprogramm des Saarlandmuseums wurde neu aufgelegt.

In den Kreativworkshops „Palette!“ waren Kinder und Jugendliche im

Alter von 5-15 Jahren eingeladen, zu verschiedensten Themen der

Sonderausstellungen bzw. der Sammlung selbst aktiv zu gestalten.

Unter der Anleitung von Künstlerinnen arbeiteten sie in den unterschiedlichsten

Materialien und festigten so auf besondere Weise die Eindrücke

ihrer Beschäftigung mit der Kunst. Im Wechsel mit den praktischen

Angeboten gab es erstmals auch regelmäßig öffentliche Führungen

explizit für Kinder.

Als besonders erfreulich erwies sich die durchweg gute Akzeptanz der

monatlichen Veranstaltungen des zu Jahresende 2006 ins Leben gerufenen

„club bismarck 11“, des Veranstaltungsprogramms für jüngere

Museumsbesucher zwischen 20 und 40 Jahren. Mit seinen konstanten

Besucherzahlen ist dieses Format eine wichtige Einrichtung im Saarbrücker

Kulturleben geworden, die alle Häuser der Stiftung einbezieht.

Höhepunkt der Veranstaltungen (mit 100 Besuchern) war eine Kooperation

mit der Hochschule für Musik Saar im Juli bei der Studierende

der Kompositionsklasse Theo Brandmüller unter der Leitung von Stefan

Zintel Kompositionen zur Uraufführung brachten, die eigens für die

Räume der Modernen Galerie entstanden waren.

Im Bereich der Sonderprogramme stand das Angebot der Kunstvermittlung

des Saarlandmuseums ganz im Zeichen von Klee und Picasso.

Bei beiden Ausstellungen haben sich die Kombiangebote aus Führung

und Kulinarischem (Bistro Archipenko) besonders bewährt (wie express-

Führung, Kunst(früh)stück, museum after work).

Starker Nachfrage erfreuten sich auch die – aufgrund der Erfahrungen

und Besucherbefragungen anlässlich der Klee-Ausstellung eingeführten

– öffentlichen wöchentlichen Kinderführungen durch die Picasso-Aus-


stellung sowie die ebenfalls wöchentlich angebotenen Führungen in

französischer Sprache. Die enorme Nachfrage von Schulklassen machte

es erforderlich, bei Picasso bereits um 9 statt um 10 Uhr morgens die

Pforten von Museum und Atelier zu öffnen. Die Workshops unter der

Leitung von Claudia Rausch, Susanne Schön, Anna-Maria Brenner und

Mona Abdeli waren komplett ausgebucht. Die Führungen unter dem

Motto „Picassos Bilder leben!“, bei denen die Führungen (in Kooperation

mit dem Theaterpädagogischen Zentrum / Rita Niesen-Krämer) gekoppelt

waren mit dem bildhaften Nachstellen von Motiven, erwiesen sich

als besonders nachhaltig für die Schüler. Erstmals gab es bei Picasso

auch für Erwachsene die Möglichkeit, an einem Abend des „offenen

Ateliers“ die eigenen künstlerischen Fähigkeiten auszuprobieren. Der

Audioguide zur Picasso-Ausstellung wurde sowohl auf deutsch als auch

auf französisch eingesprochen.

Die Vermittlungstätigkeiten der Stiftung fanden öffentliche Resonanz

durch Lehraufträge bzw. Vortragseinladungen:

Im Wintersemester 2006/07 erging ein Lehrauftrag von Seiten des

Kunsthistorischen Instituts der Universität des Saarlandes an Dr. Mona

Stocker, Leiterin der Kunstvermittlung der Stiftung Saarländischer

Kulturbesitz, eine Übung zum Thema „Methoden der Kunstvermittlung“

abzuhalten.

Im Wintersemester 2007/08 führt Dr. Michael Glaser, tätig als Museumspädagoge

am Museum für Vor- und Frühgeschichte, einen Lehrauftrag

am Institut für Vor- und Frühgeschichte der Universität des Saarlandes

aus.

Für den 14. Juni 2007 erhielt Dr. Mona Stocker eine Vortragseinladung

des Instituts für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft

der Universität Paderborn, im Rahmen des Hauptseminars „Museale

Kultur und Praxis“ (Praxismodul Komparatistik) von Prof. Dr. Claudia

Öhlschläger die „Aspekte der Kunstvermittlung“ der Stiftung vorzustellen.

Saarlandmuseum

Festes Programm

Öffentliche wöchentliche Führungen durch alle Häuser des Saarlandmuseums

(Moderne Galerie, Alte Sammlung, Museum in der Schlosskirche),

Sammlung wie Sonderausstellungen

Mittwochsgespräche mit wissenschaftlichen Mitarbeitern der Stiftung

vor ausgesuchten Werken der Sammlung

Samstag Familientag, freier Eintritt in die Sammlung

Kindergeburtstage: Führung und praktisches Arbeiten im Atelier

(auf Anfrage)

Kinder-Sommerferienkurs (Kakadu),

„Statuetten und Masken“, aus Gips und Draht, 10.-12.07., 14-16 Uhr,

Kursleitung: Maria Frank-Kaltwang

„Mit Pelz und Perücke“, Portraitmalerei in der Alten Sammlung,

17.-18.07., 14.30-16 Uhr, Kursleitung: Desirée Neisius

Im Atelier

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58

club bismarck 11

jeden ersten Mittwoch im Monat, 20 Uhr, freier Eintritt

03.01. Licht an – und zu Tisch bitte!

Klang- und Lichtbildaktion mit „Tafelmusik“ (Stefan Zintel

und Bernd Wegener) in der Lichtkunstausstellung ON/OFF;

Führung durch die Ausstellung mit Dr. des. Eva Witzel

07.02. Leinwand auf und Blick frei!

Einblick in die Tätigkeit der Restauratorinnen des Saarlandmuseums

anhand ausgewählter Werke der Modernen Galerie

07.03. Wasser in zweierlei Maß

Diskussionsrunde mit dem Physiker Dr. Ivo Knittel (Universität des

Saarlandes) und dem Kunsthistoriker Dr. Roland Augustin zur

Ausstellung „fließend – erstarrt, Fotografien von Wasser und Eis“

von Charlotte Sonntag

04.04. Ulrike Rosenbach zu Gast

Künstlergespräch im Rahmen der Ausstellung „Ulrike Rosenbach.

figur/natur“

Ulrike Rosenbach im Gespräch mit der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Mona Stocker

02.05. Public Listening – Emil Nolde, Ein Hör-Buch-Abend

Bert Linnemann in einer Lesung von Auszügen aus dem Roman

„Deutschstunde“ von Siegfried Lenz, der das Leben eines von

den Nationalsozialisten mit Arbeitsverbot belegten Malers schildert,

für dessen Figur Nolde Pate stand, anlässlich der Ausstellung

„Die Bergpostkarten“ von Emil Nolde

06.06. Alt neu! – Backgroundführung durch die neue Alte Sammlung

Rundgang durch die neu präsentierte Alte Sammlung im Kreisständehaus

am Schlossplatz mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Stefan Heinlein

04.07. art’s going music – Die Moderne Galerie als Klangraum

Uraufführungen von eigens für den Anlass und Ort konzipierten Stücken

der internationalen Kompositionsklasse von Theo Brandmüller

unter Leitung von Stefan Zintel.

In Kooperation mit der Hochschule für Musik Saar


01.08. Through the windows –

Fenster und mehr von Georg Meistermann

Expertenrundgang in der Schlosskirche mit Liane Wilhelmus

05.09. OFF-TIME und Freizeitparty

Führung durch die Fotoausstellung mit anschließender Party

mit Boccia, Federball, Frisbee etc. auf der Museumswiese – zum Thema:

Glückssuche der Freizeitgesellschaft

03.10. Nachrichten von der Front / Kriegsberichterstattung 1870/71

Vortrag von Prof. Dr. Frank Becker (Historisches Institut der Universität

Münster) anlässlich der Ausstellung „,Männer und Taten’. Moritz Götze /

Anton von Werner“ mit der Darstellung der Schlacht von Spichern

im Deutsch-Französischen Krieg

07.11. Designed in SB

Gesprächsrundgang durch die Ausstellung „angewandt. Design der

50er Jahre im Saarland“ der Stadtgalerie mit Denise Heitzmann

05.12. „Mein Arm“ – Theaterstück von Tim Crouch

In Kooperation mit sparte4/Saarländisches Staatstheater

Palette! – Kinderworkshop am Tag der Offenen Tür anlässlich der Ausstellung

„Paul Klee: Tempel – Städte – Paläste“

Palette!

Kreatives Museum für Kinder und junge Kunstfans

zwischen 5 und 15 Jahren

Immer 15-17 Uhr

10.03. Feen, Engel und Schamanen – Ulrike Rosenbach

14.04. Postkarten nach dem Vorbild von Emil Nolde selbst gestalten

12.05. Die Bilder der Modernen Galerie, „Das blaue Pferdchen“

und „David und Goliath“

19.05. Scherenschnittportraits – Wie hättest Du im 18. Jahrhundert

ausgesehen? (Alte Sammlung)

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60

09.06. Grafisches Gestalten nach dem Vorbild

von Wawrzyniec Tokarski

08.09. Druckt Eure eigenen Bilder! – Moritz Götze

13.10. Freizeitbilder nach der Ausstellung OFF-TIME

10./24.11, 8. /15.12.

Malen und Zeichnen inspiriert von Pablo Picasso

Kinderführungen

Aufgrund der sehr guten Akzeptanz gelegentlicher Kinderführungen

anlässlich der Ausstellung „Paul Klee: Tempel – Städte – Paläste“ gab

es über das Jahr verteilt Kinderführungen zu speziellen Themen.

Immer 15 Uhr

24.03. Wasser, Feuer, Erde, Luft – Ulrike Rosenbach

28.04. Die Sagen und Märchen um die Bergpostkarten von Emil Nolde

26.05. Blicke durch die Linse zweier Fotografen (Fotosynthesen)

02.06. „Paradiesische Landschaften und fürstlicher Alltag“

(Alte Sammlung)

23.06. „Bild und Text finden zueinander – Wawrzyniec Tokarski“

22.09. Geschichte neu gesehen mit Moritz Götze

27.10. Freizeit – Fotografien der Ausstellung OFF-TIME

Rahmenprogramm Ausstellungen

Paul Klee: Tempel – Städte – Paläste

Öffentliche Führungen dienstags und samstags 16 Uhr,

sonntags 11, 15 und 17 Uhr

express-Führung, Kurzführung mit Espresso

donnerstags 12.30 Uhr

museum after work, Führung mit Begrüßungsgetränk

mittwochs 19 Uhr

„Kunst(früh)stück“, Kurzführung mit schweizerischem

Morgenimbiss im Bistro Archipenko,

sonntags 10.15 Uhr


Workshopangebote für Schulen

KLEE_LABORATORIUM – Experimentelle Techniken auf den Spuren

Paul Klees (Leitung: Susanne Schön, Tina Stein, Claudia Vogel)

Schreibwerkstatt: aus den Bildern Klees Geschichten entstehen lassen

Musik-Improvisation – in Kooperation mit der Hochschule für Musik Saar

(Elementare Musikpädagogik, Prof. Dartsch)

06.01., 18-0 Uhr

Lange Klee-Nacht

Führungen sowie Musik von Christof Thewes – Undertone Project

(Christof Thewes/Posaune, Martin Schmidt/Bass und Mandoline,

Daniel Pretzlich/Schlagzeug, Hartmuth Oßwald/Saxophon

und Bassklarinette)

14.01. Tag der Offenen Tür und Finissage

ON/OFF

Öffentliche Führungen, sonntags 11 Uhr

14.01. Künstlergespräche mit Daniel Hausig

Ulrike Rosenbach. figur / natur

Öffentliche Führungen, sonntags 17 Uhr

04.04. Künstlergespräch mit Ulrike Rosenbach

Charlotte Sonntag. fließend – erstarrt. Fotografien von Wasser und Eis

Öffentliche Führungen, sonntags 15 Uhr

Emil Nolde. Die Bergpostkarten

Öffentliche Führungen, sonntags 17 Uhr

28.04. Filmnacht Alpendramen

Fotosynthesen. Fotografien von Walter A. Schmidt und Bodo Korsig

Öffentliche Führungen, sonntags 15 Uhr

Wawrzyniec Tokarski

Öffentliche Führungen, sonntags 17 Uhr

20.06. Künstlergespräch mit Wawrzyniec Tokarski

Georg Meistermann. Die 50er Jahre

Öffentliche Führungen, sonntags 15 Uhr

OFF-TIME. Fotografische Positionen zur Freizeit- und Eventkultur

Öffentliche Führungen, sonntags 15 Uhr

„Männer und Taten“. Moritz Götze / Anton von Werner

Öffentliche Führungen, sonntags 17 Uhr

Pablo Picasso. Die 50er Jahre

Öffentliche Führungen, dienstags 16 Uhr, samstags 15 Uhr,

sonntags 11, 15 und 17 Uhr

Empfang im Foyer mit spanischem

Rotwein im Rahmen des Angebots

museum after work zur Ausstellung

„Pablo Picasso. Die 50er Jahre“

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Herstellung von Radierungen im Pik-Ass –

Workshop zur Ausstellung

„Pablo Picasso. Die 50er Jahre“

Führung mit Theaterpädagogin

Rita Niesen-Krämer

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Kinderführung in der Ausstellung „Pablo Picasso. Die 50er Jahre“

museum after work, Führung mit Begrüßungsgetränk,

mittwochs 19 Uhr

espressito, Führung mit Espresso, donnerstags 12.30 Uhr

Frühstück mit Picasso, Kurzführung mit spanischem Morgenimbiss

im Bistro Archipenko, sonntags 10.30 Uhr

„Warum ist Pablo Picasso so berühmt?“, Führungen für Kinder,

samstags 15 Uhr (parallel mit der Führung für Erwachsene)

Führungen in französischer Sprache, samstags 16 Uhr

Angebote für Schulen

Spaziergang mit Picasso (Führung)

Auf Wunsch kombinierbar mit Pik-Ass – Workshop zu Picasso

In Kooperation mit dem Theaterpädagogischen Zentrum Saarbrücken /

Rita Niesen-Krämer: „Picassos Bilder leben!“ – Malerei in Szene setzen

05.12., 19-21 Uhr

Offenes Atelier für Erwachsene, unter Leitung von Claudia Rausch

09.12., 10-18 Uhr

Familientag

George Grosz. Kunst als Sozialkritik.

Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken

Öffentliche Führungen, sonntags 15 Uhr


Stadtgalerie Saarbrücken

Rahmenprogramm Ausstellungen

Eberhard Bosslet

Öffentliche Führungen, mittwochs 18 Uhr

21.01. Künstlergespräch mit Eberhard Bosslet

ars viva 06/07

Öffentliche Führungen, mittwochs 18 Uhr

White Out

Öffentliche Führungen, mittwochs 18 Uhr

Welcome to our Neighbourhood

Öffentliche Führungen, mittwochs 18 Uhr

Zeitsprung. 85 Jahre Saarländischer Künstlerbund

Öffentliche Führungen, mittwochs 18 Uhr

05.09. Künstlergespräch mit Sigrún Ólafsdóttir

12.09. Künstlergespräch mit Annegret Leiner

26.09. Künstlergespräch mit Uwe Loebens

Am 19.09. Führung der besonderen Art mit Prof. Dr. Rolf Sachsse

und Vorstellung des Ausstellungskatalogs

Öffentliche Führungen, mittwochs 18 Uhr

angewandt. Design der 50er Jahre im Saarland

Öffentliche Führungen, mittwochs 18 Uhr

Ingo Bracke. Raum/Fragmente Zeit-Achsen

21.11. Künstlergespräch mit Ingo Bracke

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Beim Bau eines keltischen Grabhügels

Beim Bau eines vorgeschichtlichen Hauses

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Museum für Vor- und Frühgeschichte

Festes Programm

Kindergeburtstage: praktisches Arbeiten im Atelier

Rahmenprogramm Ausstellungen

An heiliger Stätte. Römische Kulte und Heiligtümer an der Saar

Öffentliche Führungen, samstags 16 Uhr (bis Mai 2007)

Führungen für Schulklassen und andere gebuchte Gruppen

29.09. Öffentliche Kinderführung

15.09. Kinderworkshop „Römische Götterbilder – aus Ton geformt“

17.11. Kinderworkshop „Wir basteln Schmuck aus Kupferblech“

Archäologische Exkursionen

22.04. Von Eppenbrunn (Pfalz) zum Dianafelsen

06.05. Von Landstuhl zum Heidenfelsen und zur Burg Nanstein

14.10. Vom Schaumberg zur Römersiedlung im Wareswald

Kinderferienprogramm Kakadu

10.08. Ausflug zu den Überresten der Römerstadt am Halberg

Während eines Workshops entstandene „Grabhügel“


Deutsches Zeitungsmuseum

Festes Programm

Das DZM bietet eine große Zahl von Aktivitäten für alle Altersgruppen.

Um einen erlebnisorientierten Lernort zu schaffen, wurde die Museumspädagogik

von Anfang an in die Ausstellungsplanung integriert, mit dem

Ziel, auch jüngeren Museumsbesuchern das Medium Zeitung und seine

Geschichte zugänglich zu machen:

Hands-On-Stationen

Mitmach-Aktionen

Learning by Doing.

Öffentliche Führungen

Führungen für Fachbesucher und Studenten

Führungen für Schulklassen, kombiniert mit praktischen Workshops

- Papierschöpfen

- Lesezeichen drucken und prägen

- Japanische Heftungen

- Lederbuchbindungen

- Mappenherstellung

- Setzen und Drucken

- Buttonherstellung

- Aus der Schule der Geheimagenten

- Pop-Up

- Styropor- und Linoldruck

- Geheimschriften

Theoretische Kurse für höhere Klassenstufen, z.B. zum Thema

Medienkompetenz

Kindergeburtstage

Ferienprogramme

Kinderworkshop im

Deutschen Zeitungsmuseum

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„Kunstsprechstunde“

Angebot der Restaurierung und der wissenschaftlichen

MitarbeiterInnen des Saarlandmuseums

Die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und Restauratorinnen

des Saarlandmuseums boten Privateigentümern zu folgenden

Terminen die Gelegenheit, den Zustand ihrer Gemälde, Skulpturen,

Grafiken, ihres Porzellans, Schmucks etc. begutachten zu lassen und

berieten sie zu kunsthistorischen beziehungsweise restauratorischen

Fragen:

Jeweils donnerstags, 16-18 Uhr,

Vortragssaal der Modernen Galerie:

04.01.2007

01.02.2007

01.03.2007

05.04.2007

03.05.2007

05.07.2007

02.08.2007

06.09.2007

04.10.2007

06.12.2007


Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

28 Ausstellungsprojekte hat die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

2007 realisiert. Alle Ausstellungen, die dazu gehörigen Begleitprogramme

sowie zahlreiche Sonderveranstaltungen und Kooperationsprojekte

wurden durch umfassende Kommunikationsmaßnahmen

beworben.

Allen voran die Ausstellung „Pablo Picasso. Die 50er Jahre“ und

die Aktivitäten rund um die Kooperationsprojekte „Luxemburg und

Großregion, Kulturhauptstadt Europas 2007“ sowie das 50-jährige

Jubiläum des Saarlandes. Aber auch die vielseitigen Veranstaltungen

der Kunstvermittlung, so etwa das junge Profil „club bismarck 11“,

ebenso wie das etablierte Format der Öffentlichkeitsarbeit „modern

gallery lounge“ wurden erfolgreich kommuniziert. Ein Schwerpunkt

der Pressearbeit ergab sich ferner auch im Rahmen des Architekturwettbewerbs

für den Erweiterungsbau der Modernen Galerie.

Die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung traf auf das Interesse der Universität

des Saarlandes: Im Wintersemester 2007/08 erging ein Lehrauftrag

von Seiten des Instituts für Historisch orientierte Wissenschaften

(HoK) an Dr. Katerina Wolf, Leiterin des Referats für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, ein Praxisseminar

zum Thema „Einführung in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“.

Spanntransparent an der Außenfassade des Saarlandmuseums, Moderne Galerie

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Innenansicht Cover

Mediaplan 2007

Cover Innenansicht

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Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Quartalsprogramm (2-sprachig: deutsch, französisch)

März / April / Mai 68 Seiten

Juni / Juli / August 72 Seiten

September / Oktober / November 72 Seiten

Dezember 07 / Januar / Februar 08 68 Seiten

Ausstellungsbroschüre 2007

für die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

40-seitig + 2-seitiger Aufklapper, 3-sprachig:

deutsch, französisch, englisch


Aufklapper der Ausstellungsbroschüre 2007

Youthletter

Newsletter

– Newsletter mit allgemeinen Infos

zu aktuellen Ausstellungen.

– Newsletter zum Programm

(Performances, Vorträge, Künstlergespräche,

Workshops, Programm

für Kinder und Jugendliche etc.).

– Newsletter mit Informationen zu

events für junge Leute (modern

gallery lounge, club bismarck 11

etc.), erscheint monatlich.

Newsletter Ausstellungen

Newsletter allgemein

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70

Beschriftung eines Linienbusses

der Saarbahn GmbH, Oktober bis

Dezember 2006

Plakat

Saarlandmuseum

Johann Friedrich Dryander.

Ein Künstler zwischen Fürstenhof und Bürgertum

16. September 2006 bis 7. Januar 2007

Plakate DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / saarlandweit

Anzeigen (Die Zeit)

Paul Klee : Tempel – Städte – Paläste

14. Oktober 2006 bis 14. Januar 2007

Plakate City Light Board / Stadtverband Saarbrücken

Plakate City Light Poster / Stadtverband Saarbrücken

Plakate DIN A0 / saarlandweit

Plakate DIN A3 / saarlandweit / Schulen

Plakate DIN A1 / Verkauf

Leporello 8-seitig + Beileger, 3-sprachig (deutsch, französisch, englisch),

Verteilung Deutschland/Frankreich/Luxemburg

Anzeigen (art, Kunstzeitung, FAZ, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung,

Saarbrücker Zeitung)

Einladungen / bundesweit und angrenzende Regionen

Freecards

Beschriftung eines Linienbusses der Saarbahn GmbH

im Zeitraum Oktober bis Dezember 2006

Spanntransparente an folgenden Standorten:

Dudweiler Landstraße, Bahnhofstraße, St. Johanner Markt,

Gebäude des Saarlandmuseums, Moderne Galerie

Fahnen / Stadtverband Saarbrücken

Direct-Marketing: Verteilen von Leporellos vor kulturellen Veranstaltungen

im Saarland (Theater, Konzerte), Frankreich (Le Carreau)

und Luxemburg (Nacht der Museen), sowie an Weihnachtsmärkten

in Saarbrücken

Wöchentlicher Infostand im Kaufhaus Karstadt

Schaufensterdekoration in der Buchhandlung Thalia

Durchführung einer Besucherbefragung

Leo Grewenig. Gemälde und Werke auf Papier

18. November 2006 bis 28. Januar 2007

Plakate DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / saarlandweit

Anzeigen (Die Zeit)

ON/OFF

7. Dezember 2006 bis 25. Februar 2007

Plakate DIN A1 / Saar-Lor-Lux

Einladungen / Saar-Lor-Lux

Anzeigen (Die Zeit)

Ulrike Rosenbach.

figur/natur

17. Februar bis 15. April 2007

Plakate DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)


Charlotte Sonntag.

fließend – erstarrt

Fotografien von Wasser und Eis

25. Februar bis 15. April 2006

Plakate DIN A3 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)

Emil Nolde.

Die Bergpostkarten

10. März bis 20. Mai 2007

Plakate DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)

Einladungskarten

Neupräsentation der Alten Sammlung

24. März 2007

Plakate DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)

Fotosynthesen.

Fotografien von Walter A. Schmidt und Bodo Korsig

12. Mai bis 15. Juli 2007

Plakate DIN A3 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)

Wawrzyniec Tokarski

19. Mai bis 15. Juli 2007

Plakate DIN A0 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)

Flyer Mordern Gallery Lounge

(modern gallery lounge: 02.06.07)

Einladungskarte Plakat

Plakat

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72

Plakat

Flyer modern gallery lounge

Georg Meistermann.

Die 50er Jahre

9. Juni bis 26. August 2007

Plakate DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)

OFF-TIME.

Fotografische Positionen zur

Freizeit- und Eventkultur

11. August bis 28. Oktober 2007

Plakate DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)

Flyer club bismarck 11

Plakat

„Männer und Taten“

Moritz Götze / Anton von Werner

25. August bis 7. Oktober 2007

Plakate DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)

Flyer modern gallery lounge

(modern gallery lounge: 22.09.07)

Flyer club bismarck 11

Einladungskarte


Pablo Picasso. Die 50er Jahre

10. November 2007 bis 24. Februar 2008

Plakate City Light Board / Stadtverband Saarbrücken

Plakate City Light Poster / Stadtverband Saarbrücken

Plakate DIN A00 / saarlandweit

Plakate DIN A3 / saarlandweit / Schulen

Plakate DIN A1 / Verkauf

Leporello 8-seitig + Beileger, 3-sprachig (deutsch, französisch, englisch),

Verteilung Deutschland/Frankreich/Luxemburg

Plakat DIN A00/A1/A3

Leporello: Cover

Innenteil

CLB-Plakat CLP-Plakat

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Anzeige im Fahrplan der DB

Anzeigen (art, DB, Kunstzeitung, FAZ, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung,

Saarbrücker Zeitung)

Einladungen / bundesweit und angrenzende Regionen

Plakatwerbung A2 in der Saarbahn und Bussen

Freecards

Spanntransparent Innenstadt Saarbrücken

Spanntransparente an folgenden Standorten:

Dudweiler Landstraße, Bahnhofstraße, St. Johanner Markt,

Gebäude des Saarlandmuseums, Moderne Galerie

Fahnen

Direct-Marketing: Verteilen von Leporellos vor kulturellen Veranstaltungen

im Saarland (Theater, Konzerte), Frankreich (Le Carreau)

und Luxemburg (Nacht der Museen), sowie an Weihnachtsmärkten

in Saarbrücken

Wöchentlicher Infostand im Kaufhaus Karstadt

Schaufensterdekorationen in verschiedenen Buchhandlungen

Ticketverkauf bei SR am Markt sowie an der Universität des Saarlandes

Durchführung einer Besucherbefragung

George Grosz. Kunst als Sozialkritik

Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken

24. November 2007 bis 17. Februar 2008

Plakate DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / bundesweit

Anzeigen (Die Zeit)

Plakat


Stadtgalerie Saarbrücken

Eberhard Bosslet. Group Show

9. Dezember 2006 bis 21. Januar 2007

Plakate DIN A1 / bundesweit

Einladungen / bundesweit

Fahne

Anzeigen (Kunstzeitung, Pavillon, Kunsttermine, Kunstquartal)

ars viva 06/07. „Erzählung / Narration“

03. Februar bis 01. April 2007

Plakate DIN A1 / bundesweit

Einladungen / bundesweit

Fahne

Anzeige

Forum Neue Musik

06. März 2007

Plakate DIN A2 / saarlandweit und angrenzende Regionen

Einladungen / saarlandweit

white out

21. April bis 03. Juni 2007

Plakate DIN A1 / bundesweit

Einladungen / bundesweit

Fahne

Anzeigen (Kunstquartal, Kunsttermine, Pavillon, Kunstzeitung,

Kunst-Bulletin)

Einladungskarte

Plakat

Forum Neue Musik

24. April 2007

Plakate DIN A2 / saarlandweit und angrenzende Regionen

Einladungen / saarlandweit

Welcome to Our Neighbourhood

23. Juni bis 05. August 2007

Einladungen / saarlandweit und angrenzende Regionen

Fahne

Anzeigen (Kunstquartal, Die Zeit, Kunsttermine, Kunstzeitung)

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Plakat

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Saarländischer Künstlerbund

01. September bis 07. Oktober 2007

Plakate DIN A1 / bundesweit

Einladungen / bundesweit

Fahne

Anzeigen (Die Zeit, Kunsttermine, Kunstquartal)

angewandt. Design der 50er Jahre im Saarland

27. Oktober bis 09. Dezember 2007

Plakate DIN A1 / bundesweit

Einladungen / bundesweit

Fahne

Anzeigen (Die Zeit, Kunsttermine, Kunstquartal)

Auslegen des Ausstellungs-Magazins zur freien Mitnahme

in Hotels, Gaststätten und Geschäften

Forum Neue Musik

30. Oktober 2007

Plakate DIN A2 / saarlandweit und angrenzende Regionen

Einladungen / saarlandweit

Forum Neue Musik

13. November 2007

Plakate DIN A2 / saarlandweit und angrenzende Regionen

Einladungen / saarlandweit

grenzgänger // 18 „Stereo“

14. März 2007

Plakate DIN A2 / saarlandweit und angrenzende Regionen

Einladungen / saarlandweit

grenzgänger // 21 „Sichtlaut“

14. November 2007

Plakate / saarlandweit und angrenzende Regionen

Einladungen / saarlandweit


Deutsches Zeitungsmuseum

VisualLeader 2006.

Das Beste aus deutschen Zeitschriften

2. Dezember 2006 bis 28. Januar 2007

Plakat DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / saarlandweit

Unterm Strich.

Karikatur und Zensur in der DDR

24. Februar bis 15. April 2007

Plakat DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / saarlandweit

Ständig auf der Lauer.

Das Deutschlandbild in der niederländischen

Karikatur 1871-2005

5. Mai bis 10. Juni 2007

Plakat DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / saarlandweit

Robert Capa.

Rétrospective

23. Juni bis 12. August 2007

Plakat DIN A1 / saarlandweit

Einladungen / saarlandweit

Von der Mangelwirtschaft zur Massenauflage.

Printmedien in den 50er Jahren

29. September 2007 bis 3. Februar 2008

Großflächenplakat / Wadgassen

Plakat DIN A1 / saarlandweit

Leporello

Einladungen / saarlandweit

Anzeigen (Die Zeit, Saarbrücker Zeitung)

Gutscheine (Pressevertrieb Saar,

Thalia Bücher)

Leporello: Innenteil

Einladungskarte

Einladungskarte

Plakat

Plakat

77


Besucherstatistik

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Besucherandrang anlässlich der Ausstellung „Paul Klee: Tempel – Städte – Paläste“


Stiftung Saarländischer Kulturbesitz 171.641

Saarlandmuseum 106.238

Moderne Galerie 61.472

Sammlung 17.969

Paul Klee 15.076

Ulrike Rosenbach 1.038

Wawrzyniec Tokarski 1.843

Moritz Götze 1.130

Pablo Picasso 24.416

Architekturwettbewerb 474

Alte Sammlung 7.358

Sammlung (Schillerschule) 1.011

J. F. Dryander 233

ON/OFF 1.011

Sammlung (Kreisständehaus) 5.103

Schlosskirche 37.408

davon Ausstellung Meistermann 9.170

Museum für Vor- und Frühgeschichte 35.840

Sammlung –

An heiliger Stätte 6.744

Römische Villa Nennig 29.096

Deutsches Zeitungsmuseum 24.634

Sammlung 11.617

VisualLeader 2006 373

Unterm Strich 1.464

Ständig auf der Lauer 769

Robert Capa 1.057

Mangelwirtschaft zur Massenauflage 2.124

Museum on Tour 7.230

Stadtgalerie Saarbrücken 4.929

Eberhard Bosslet 288

ars viva 06/07 761

white out 625

Welcome to Our Neighbourhood 591

Saarländischer Künstlerbund 1.163

Veranstaltungen 83

79


Gremien der Stiftung

80

Kuratorium

Kuratorin

Annegret Kramp-Karrenbauer

Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur

Stellvertreter

Michael Burkert

Präsident des Stadtverbandes Saarbrücken

Jürgen Schreier

Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion

Mitglieder

Charlotte Britz

Oberbürgermeisterin der Stadt Saarbrücken

Prof. Thomas Duis

Rektor der Hochschule für Musik Saar

Dr. Walter Koch

Präsident der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V.

Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Edwin Kohl

Vorstandsvorsitzender der Kohl Medical AG

Prof. Ivica Maksimovic

Rektor der Hochschule der Bildenden Künste Saar

Dr. Silvia Martin

Geschäftsführende Gesellschafterin der Möbel Martin GmbH & Co. KG

Fritz Raff

Intendant des Saarländischen Rundfunks

Präsident der Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes

Prof. Dr. Volker Linneweber

Präsident der Universität des Saarlandes

Dr. Thomas Rochel

Vorsitzender der Geschäftsführung der Saarbrücker Zeitung

Verlag und Druckerei GmbH

Daniela Schlegel-Friedrich

Landrätin des Landkreises Merzig-Wadern

Prof. Dr. Inge Weber

Generalsekretärin der Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes

Vorsitzende des Beirats der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Gerhard Zibell

Vorstandsmitglied der Saar Energie AG

Stellvertretende Mitglieder

Dr. Josef Baulig

Leiter des Landesdenkmalamtes

Graciela Bruch

Globus-Betriebe St. Wendel

Prof. Manfred Dings

Prorektor der Hochschule für Musik Saar

Dipl.-Ing. Marlen Dittmann

Vorsitzende des Deutschen Werkbundes / DWB Saarland

Dieter Ehrmanntraut

Baudezernent der Stadt Saarbrücken

Gabriele Eickhoff

Bildende Künstlerin

Christian Erhorn

Kaufm. Geschäftsführer der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH

Prof. Daniel Hausig

Prorektor der Hochschule der Bildenden Künste Saar

Michaele Link

Forum Junge Talente

Prof. Hans Rollmann

Präsident der Architektenkammer des Saarlandes A.D.


Beirat

Vorsitzende

Prof. Dr. Inge Weber

Generalsekretärin der Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes e.V.

Stellvertreter

Dr. Walter Koch

Präsident der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V.

Mitglieder

Prof. Dr. Götz Adriani

Vorstand der Stiftung Kunsthalle Tübingen

Prof. Dr. Bernhard Graf

Leiter des Instituts für Museumsforschung, Staatliche Museen zu Berlin

Fabrice Hergott

Directeur du Musée d’Art moderne de la ville de Paris

Prof. Dr. Christa Lichtenstern

Leiterin des Instituts für Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes

Enrico Lunghi

Künstlerischer Leiter des CASINO Luxembourg / Forum für zeitgenössische Kunst

Prof. Dr. Carola Reinsberg

Leiterin des Instituts für Klassische Archäologie an der Universität des Saarlandes

Prof. Dr. Hermann Schäfer

Ministerialdirektor beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Prof. Dr. Klaus Schrenk

Direktor der Kunsthalle Karlsruhe

Dr. Gunter Thielen

Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG

Dipl.-Ing. Andreas Veauthier

Architekt

Beirat Deutsches Zeitungsmuseum

Vorsitzender

Prof. Dr. Joan Hemels

Universität van Amsterdam, Vakgroep Communicatiewetenschap

Mitbegründer des Niederländischen Pressemuseums

2. Vorsitzender

Christian Erhorn

Kaufm. Geschäftsführer der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH

Mitglieder

Dr. Markus Behmer

Akademischer Rat am Institut für Kommunikationswissenschaft

und Medienforschung der Universität München

Peter Stefan Herbst

Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH

Dr. Gerhard Kilger

Direktor der Deutschen Arbeitsschutzausstellung DASA

Dr. Thomas Rochel

Vorsitzender der Geschäftsführung der Saarbrücker Zeitung

Verlag und Druckerei GmbH

81


Mitarbeiter

82

Mitarbeiter

Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Stand: 31. Dezember 2007

Dr. Ralph Melcher Vorstand

Direktor des Saarlandmuseums

Verwaltung Stiftung

Anne Beel Volontärin Kunstvermittlung

Myriam Best-Wollbold Mitarbeiterin Öffentlichkeitsarbeit

Regine Christadler Sekretärin des Vorstands

Dr. Kathrin Elvers- ˇ Svamberk Assistentin des Vorstands,

wissenschaftliche Mitarbeiterin

Marion Engel Mitarbeiterin Verwaltung

Jürgen Lang Verwaltungsleiter

Rainer Martin Systemadministrator, EDV

Brigitte Rohrbacher Mitarbeiterin Verwaltung

Susanne Schneider Mitarbeiterin Verwaltung

Dr. Mona Stocker Wissenschaftliche Mitarbeiterin,

Kunstvermittlung

Dr. Katerina Wolf Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Saarlandmuseum

Dr. Roland Augustin Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Anita Leyes Mitarbeiterin Verwaltung

Ute Dietzen-Seitz Restauratorin

Julia Frohnhoff Wissenschaftliche Volontärin

Thomas Genvo Museumstechniker

Heike Hagenau Bibliothekarin

Dr. Stefan Heinlein Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Uwe Jäger Museumstechniker

Jutta Klein Übersetzerin/Schreibkraft/Archiv

Armin Kneip Museumstechniker

Fabienne Meyer Restauratorin

Ingrid Schwarz Restauratorin

Stephanie Schwind Volontärin Restaurierung

Dr. Dr. Anne-Marie Werner Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Viola Wichert Bibliothekarin

Dr. Eva Wolf Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Bernard Zahnhausen Museumstechniker

Museum für Vor- und Frühgeschichte, Villa Nennig

Dr. Michael Glaser Kunstvermittlung

Dr. Franz-Josef Schumacher Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Stadtgalerie Saarbrücken

Ernest W. Uthemann Leiter

Lydia Tebroke-Klammt Mitarbeiterin Verwaltung

Wilhelm Wagner Museumstechniker

Werner Werle Museumstechniker

Deutsches Zeitungsmuseum

Dr. Roger Münch Direktor

Sascha Boßlet Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Helene Dietrich Sekretärin des Direktors

Christian Göbel Wissenschaftlicher Volontär

Paul Schwarz Museumstechniker


Personalien

Personalangelegenheiten

der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz:

Veränderungen in 2007

Stand: 31. Dezember 2007

Julia Frohnhoff, wissenschaftliche Volontärin,

seit 1. April 2007

Sibylle Nöth, Volontärin in der Restaurierung,

ausgeschieden zum 31. März 2007

Stephanie Schwind, Volontärin in der Restaurierung,

seit 1. April 2007

Dr. des. Eva Witzel, wissenschaftliche Volontärin,

ausgeschieden zum 30. November 2007

83


Gesellschaft zur Förderung

des Saarländischen Kulturbesitzes

84

Förderung

Im Jahr 2007 hat die Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen

Kulturbesitzes e.V. gemäß ihrer Satzung die Stiftung Saarländischer

Kulturbesitz finanziell und ideell unterstützt. Auf Vorschlag des Vorstands

Dr. Ralph Melcher wurde das Gemälde „White“ (2007) von

Wawrzyniec Tokarski angekauft und dem Saarlandmuseum übergeben.

Mit diesem Ankauf konnte die Qualität der Sammlung zeitgenössischer

Kunst des Saarlandmuseums erneut gestärkt werden.

Die Ausstellung „Von der Mangelwirtschaft zur Massenauflage.

Printmedien in den 50er Jahren“ im Deutschen Zeitungsmuseum

in Wadgassen erfuhr eine finanzielle Förderung.

Darüber hinaus unterstützte die Gesellschaft u.a. die Kunstauktion

der Aids Hilfe Saar im September des Jahres.

Wawrzyniec Tokarski: White, 2007

artus – Junge Freunde Kunstmuseen

Nach einem Jahr Vorbereitung startete die Fördergesellschaft im Juli

2007 eine junge Initiative mit dem Namen „artus – Junge Freunde

Kunstmuseen“. Der junge Freundeskreis, der eine Zielgruppe im Alter

von 20 bis 40 Jahren anspricht, trifft sich einmal im Monat, um gemeinsam

Ausstellungen zu besuchen oder Künstler zu treffen. Die jungen

Freunde orientieren sich primär am Ausstellungs-Programm der Stiftung

Saarländischer Kulturbesitz, organisieren darüber hinaus aber auch

Besuche in anderen Museen oder Galerien.

Das Organisationsteam, das dieses Programm gestaltet, besteht aus

ehrenamtlich tätigen Studenten und jungen Berufstätigen. Die Leitung

hat Dr. Andrea Hartmann übernommen. Halbjährlich erscheint ein

gedrucktes Programm in Form eines Lesezeichens, darüber hinaus kommunizieren

die Jungen Freunde primär per email. Eine eigene Website

ist im Aufbau. Im ersten Halbjahr besuchten insgesamt rund 200 junge


Freunde die durchgeführten Veranstaltungen. artus – Junge Freunde

Kunstmuseen ist Mitglied in der „Bundesinitiative Junge Freunde Kunstmuseen“,

die eine Vernetzung aller jungen Freunde in Deutschland

zum Ziel hat.

Durchgeführte Veranstaltungen: Besuch der Modernen Galerie, Tagesausflug

nach Luxemburg (Mudam, Casino), Galerierundgang am Tag

der Bildenden Kunst, Besuch der Langen Museumsnacht in Luxemburg,

Besuch der Galerie Neuheisel, Führung durch die Ausstellung

„Pablo Picasso. Die 50er Jahre“, Fahrt nach Frankfurt zu „Städel at

night“, Besuch der Alten Sammlung des Saarlandmuseums.

Veranstaltungen der Fördergesellschaft

mit überregionaler Bedeutung

Kunst trifft Wirtschaft

Zu Beginn des Jahres 2007 nahm die Fördergesellschaft eine alte Tradition

wieder auf und lud Vertreter aus Kunst, Politik und Wirtschaft ins

Saarlandmuseum ein. Die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der

Industrie- und Handelskammer des Saarlandes organisiert wurde, stand

unter dem Titel „Kunst trifft Wirtschaft – Wirtschaft trifft Kunst“ und bot

den Gästen die Gelegenheit, sich über Möglichkeiten kulturellen Engagements

zu informieren und auszutauschen.

Dr. Ralph Melcher, Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz,

stellte zunächst die Ausstellungsprojekte des neuen Jahres vor, insbesondere

auch die Beiträge zum Kulturhauptstadtjahr „Luxemburg

und Großregion“. Um die Bedeutung der Wirtschaft für die Kulturinstitutionen

eines Landes zu unterstreichen, sprach Dr. Dietrich

Hoppenstedt, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes i.R. und

zugleich Vorsitzender des Freundeskreises der Kulturstiftung

der Länder, zum Thema „Public Private Partnership“.

Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Fördervereine

deutscher Museen für bildende Kunst und „World Federation of

Friends of Museums“ (WFFM)

Die Fördergesellschaft war vom 17. bis 19. November Ausrichter der

9. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Fördervereine

deutscher Museen für bildende Kunst. Neben dem Treffen der Mitglieder

bereicherte auch ein kulturelles Rahmenprogramm das Angebot für die

Gäste. Programmpunkte waren u.a. der Besuch der Picasso-Ausstellung

mit Dr. Ralph Melcher sowie eine Führung durch die Moderne Galerie

mit Dr. Roland Augustin sowie ein Ausflug zu Villeroy & Boch und zum

Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

Erstmals konnte zu einem bundesdeutschen Treffen auch der Weltverband

der Fördervereine begrüßt werden, der zeitgleich seine Tagung

im Saarlandmuseum abhielt. Auch die internationalen Gäste, die u.a.

aus Amerika, Griechenland, Italien, Frankreich oder Portugal anreisten,

zeigten sich beeindruckt vom kulturellen Angebot im Saarland.

85


86

Angebote für die Mitglieder

Begrüßung Neumitglieder

Im Mai 2007 lud die Fördergesellschaft erstmals neue Mitglieder ein,

die im Zeitraum 2006 bis Mai 2007 der Fördergesellschaft beigetreten

waren. 50 der 170 neuen Mitglieder waren der Einladung gefolgt und

wurden in der Modernen Galerie von Generalsekretärin Prof. Inge Weber

und Stiftungsvorstand Dr. Ralph Melcher begrüßt. Der Vorstand führte

im Anschluss durch die Sammlung und gab einen Ausblick auf die

Ausstellungsvorhaben in der Zukunft.

Kulturreisen

Die Kulturreisen der Fördergesellschaft richteten ihren Fokus auch im

Jahr 2007 auf Stätten, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt

wurden bzw. auf aktuelle nationale und internationale Ausstellungsereignisse.

Die erste Reise führte die Mitglieder im April nach Marokko,

um die Königsstädte Fès, Marrakesch, Rabat und Mekknes zu erkunden.

Hierbei war der Andrang so groß, dass zwei Gruppen parallel nach

Marokko reisten. Im Spätherbst stand der Besuch der Biennale in

Venedig und die Kunstschätze der Lagunenstadt auf dem Programm.

Ausstellungsbesuche/Kunstreisen

Im Mai bot die Fördergesellschaft eine Tagesfahrt nach Luxemburg an,

die das ausgesprochen reiche kulturelle Angebot der „Kulturhauptstadt

Europas 2007“ in den Mittelpunkt stellte. Ein Besuch der Philharmonie,

eine Führung im Mudam (Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean)

durch die Ausstellung „Michel Majerus“ sowie ein Besuch im Casino

Luxembourg, dem Forum für zeitgenössische Kunst standen auf dem

Programm. Die letzte Station des Tages waren die Rotunden, wo Generalkoordinator

Robert Garcia über seine Arbeit berichtete.

Auf überwältigendes Interesse stieß auch die Wochenendreise nach Berlin

zur Ausstellung „Die schönsten Franzosen kommen aus New York“

in der Nationalgalerie Berlin. Ein weiterer Programmpunkt der Reise war

eine Führung mit dem Berliner Galeristen Kristian Jarmuschek durch

das im Vorjahr wieder eröffnete Bode-Museum.

Die letzte Tagesfahrt des Jahres führte Ende September nach Trier zu

den drei Ausstellungen, die sich mit „Leben und Wirken Konstantins“

auseinandersetzten. Diese Ausstellungen waren Teil des Kulturhauptstadtjahres

„Luxembourg und Großregion“.

Vorabbesichtigungen/Sonderveranstaltungen/Service

Als geschätzten Service bietet die Fördergesellschaft ihren Mitgliedern

exklusive Vorabbesichtigungen ausgewählter Ausstellungen an.

Den Auftakt bildete im Mai die Preview der Ausstellung „Wawrzyniec

Tokarski“, die sich regen Zuspruchs erfreute. Die größte Resonanz erfuhr

die Preview der Ausstellung „Pablo Picasso. Die 50er Jahre“ mit rund

300 Besuchern. Die Einführung hielt Dr. Ralph Melcher, der Kurator

der Ausstellung.


Ins Deutsche Zeitungsmuseum in Wadgassen waren die Mitglieder im

November anlässlich der Ausstellung „Von der Mangelwirtschaft zur

Massenauflage. Printmedien in den 50er Jahren“ zu einer exklusiven

Führung mit Direktor Dr. Roger Münch eingeladen.

Darüber hinaus lud der ARD-Vorsitzende und Präsident der Fördergesellschaft,

Fritz Raff, neben den „Freunden des Rundfunk-Sinfonieorchesters“

die Mitglieder der Fördergesellschaft wieder zu einem

Sonderkonzert des RSO im April dieses Jahres ein.

Die vierteljährlich erscheinende Mitgliederbroschüre „UNSERE ART“ ist

auch im fünften Jahr ihrer Auflage von den Mitgliedern geschätzt und

informiert über Reisen, Aktivitäten und Ankäufe der Fördergesellschaft

sowie über die Ausstellungen der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz.

Die jeweils aktuelle Ausgabe der Mitgliederbroschüre ist auch auf der

Internetseite der Fördergesellschaft abrufbar.

Im Mai erhielten alle Mitglieder die erste Ausgabe des neuen saarländischen

Kulturmagazins „OPUS“ kostenlos zugestellt. Zum Jahresende

konnte die Fördergesellschaft ihren Mitgliedern in Zusammenarbeit mit

dem OPUS-Verlag ein besonders attraktives Angebot machen: ein OPUS

Abonnement Special. Dies beinhaltet ein Abonnement zum regulären

Preis, bei dem die Hälfte des Abonnementpreises an den Museumsshop

Wa(h)re Kunst abgeführt wird.

Museumsshop Wa(h)re Kunst

Im Jahr 2007 haben sich 32 Damen ehrenamtlich für den Museumsshop

engagiert. Sie beraten, verkaufen und erstellen eigenverantwortlich

in Abstimmung mit dem Museum ihr Warenangebot. Die Geschäftsführung

obliegt Elisabeth Tonn. Mit finanzieller Unterstützung des

Museumsshops werden jedes Jahr Ankäufe für die Stiftung Saarländischer

Kulturbesitz getätigt.

Im Museumsshop werden seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit

Villeroy & Boch Repliken und Sondereditionen angeboten. Seit März

2007 unterhält man im Segment „Porzellan-Objekte“ auch eine Kooperation

mit dem Stadtmuseum in Zweibrücken. Eine Kooperation mit

dem Internationalen Zentrum für Glaskunst (CIAV) im französischen

Meisenthal besteht seit vielen Jahren und ist Garant für ein exklusives

Angebot an Glasobjekten.

Mitarbeiterinnen des Museumsshops Wa(h)re Kunst

Annette Beck, Gisela Bornemann, Margot Demuth, Gisela Dittel, Edith

Eckert, Marianne Freymann, Dorothee Gorges, Friedrun Haury, Gisela

Hiery, Brita Kastriotis, Smaragda Kastriotis, Inge Kirchner, Christel Koopmann,

Astrid Lenthe, Karla Lüderitz, Sigrid Mahler, Christiane Müller,

Maria Peters, Erika Pies, Gabriele Ralle, Doris Reiter, Elisabeth Richter,

Renate Schätzel-Seitz, Doris Schneider, Lilly Schumann, Agnes Schwarz,

Marliese Schwarz, Elisabeth Tonn, Anne Türk, Helga Urbanowicz, Lotte

Wahlster, Christa Weber.

87


Sponsoren

88

Die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz wurde 2007

freundlich unterstützt durch:

Areco SnowNetGroup, Östersund, Schweden

Automaten Hüttenberger

Friedel Blank

Waltraud de Clara

DER SPIEGEL

Druck- und Verlagshaus Zarbock

Monika und Götz Eibich

energis – VSE-Elektromuseum

Figura e.V. Berlin

Förderkreis Stadtgalerie Saarbrücken e.V.

Fondation Indépendance, Luxembourg

Forum Junge Talente

Frankfurter Rundschau

Galerie Walzinger

Gemeinde Wadgassen

Gesellschaft zur Förderung der Buchkultur e.V.

Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes

Prof. K. O. Götz

Dr. Walter Grewenig

Gruner + Jahr AG & Co. KG

Regine Hesselberger

Hochschule der Bildenden Künste Saar

Günther Hölscher

Waltrud Hölscher-Grewenig

Holzhauser GmbH, Kirn/Nahe

Kipper Industriebedarf

Kohlpharma GmbH

Kreissparkasse Saarlouis

Krüger Druck+Verlag GmbH & Co. KG

Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband

der Deutschen Industrie e.V.

Kulturstiftung der Länder

Kunstrådet. Danish Arts Council, Kobenhavn, Dänemark

Landesbank Saar

Prof. Dieter Lott

Lugato Chemie

Media Markt

Mehler Texnologies GmbH

Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes

Möbel Martin

Museumsshop Wa(h)re Kunst

PERI GmbH

Gerd Plötz

Pressevertrieb Saar

Pricewaterhouse Coopers AG

Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung

Marsilius Purrmann


Regierung des Saarlandes

Prof. Ulrike Rosenbach

Saarbrücker Zeitung

Saar Ferngas AG

Saarland-Sporttoto GmbH

Saarländischer Rundfunk

Saarländisches Staatstheater

Saarländisches Wochenblatt VerlagsGmbH

Saarländisches Zweiradmuseum Wadgassen

SaarLB

Jan Schneider

Scholl Glastechnik

Securitas

South African Airways

Sparda-Bank Südwest

Sparkassen Finanzgruppe

Sparkasse Saarbrücken

Helmut Stein

Sufag SnowNetGroup, Kennelbach, Österreich

Thalia Buchhandlung Saarbrücken

Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V.

Annette Wieland

89


Impressum

90

Herausgegeben von der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Redaktion Laetitia Buget

Dr. Kathrin Elvers- ˇ Svamberk

Julia Frohnhoff

Heike Hagenau

Dr. Mona Stocker

Karen Straub

Dr. Katerina Wolf

Besucherstatistik Doris Wolf

Texte Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen

Kulturbesitzes

Herstellung Krüger Druck+Verlag, 66763 Dillingen

Fotonachweise Uwe Bellhäuser (Seite 19, 20-27, 37, 62)

Simone Decker (Seite 33), Georg Dietzler (Seite 49)

Tom Gundelwein (Seite 31, 32, 35 ‘Ingo Bracke’)

Astrid Karger (Seite 27 ‘Moritz Götze’, 28, 29, 56)

Raphael Maaß (Seite 35 ‘Norbert Simon’)

Johanna Siebein (Seite 36)

Stiftung Saarländischer Kulturbesitz (Seite 38, 39,

40, 45-47, 50, 51, 53-55, 57, 58, 61, 62, 74)

Bildrechte Sonja Alhäuser, Eberhard Bosslet, Ingo Bracke,

Simone Decker, Moritz Götze, George Grosz,

Hubert Kiecol, Paul Klee, Christina Kubisch,

Susanne Kutter, Antonia Low, Eva Niestrath-Berger,

Ulrike Rosenbach, Michael Sailstorfer,

Norbert Simon, Vincent Tavenne,

Jens Wolf: © VG Bild-Kunst, Bonn, 2008

Manfred Bofinger: © Haus der Geschichte,

Bonn 2008

Robert Capa: © 2001 by Cornell Capa /

Magnum Photos

Peter Granser: © Peter Granser, Courtesy

14-1 Galerie, Stuttgart, 2008

Daniel Hausig: © Daniel Hausig, 2008

Sharone Lifschitz: © Sharone Lifschitz, 2008

Georg Meistermann: © Georg Meistermann

Nachlassverwaltung, Dr. J. M. Callen /

VG Bild-Kunst, Bonn, 2008

Emil Nolde: © Nolde-Stiftung, Seebüll, 2008

Max Pechstein: © Max Pechstein Urheberrechtsgemeinschaft,

Hamburg, 2008

Pablo Picasso: © Succession Picasso /

VG Bild-Kunst, Bonn, 2008

Wawrzyniec Tokarski: © Wawrzyniec Tokarski, 2008

Stiftung Saarländischer

Kulturbesitz

Bismarckstraße 11–19

66111 Saarbrücken

info@kulturbesitz.de

www.kulturbesitz.de

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