Goldene Jugendzeit („Nein, es ist nicht so wie es aussieht ...“)

Den Aufenthalt unter kasernierten Bedingungen empfand der junge Paul van Cre als lehrreiche Erfahrung für sein späteres Leben. Zwar machte ihm das frühe Aufstehen, morgens, fünfzehn Minuten vor sechs Uhr nichts aus, denn der grosse Schlafsaal in dem Jugendliche aus der gesamten Bundesrepublik unter fleckig grauen, kratzigen Walk-Wolldecken schliefen, war ihm wegen der nächtlichen Geräusche und Gerüche äußerst unangenehm. Paul, eine bessere Umgebung gewöhnt, machte die Bekanntschaft von 14jährigen Mördern und 15jährigen Zuhältern, die ohne Skrupel ihre Mütter auf den Strassenstrich geschickt, und ihre Schwestern genotzüchtigt hatten. Das, und auch Pauls kahlgeschorener Schädel war damals, in den frühen sechziger Jahren, noch kein Grund in schwere Depressionen zu verfallen, denn die sogenannten Beatles-Frisuren waren noch nicht bekannt.

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