Nachhaltiger Tourismus als Chance - mascontour Tourismus Beratung

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Nachhaltiger Tourismus als Chance - mascontour Tourismus Beratung

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Nr: 77 7/2009

Schwerpunkt

Nachhaltiger Tourismus als Chance

Weitere Themen:

Sri Lanka

Aus eigener Kraft

mehr

Schulprojekt

Tourismus ist einer der weltweit am schnellsten wachsenden

Wirtschaftszweige. Er stellt für Entwicklungsländer oft die

wichtigste Einnahmequelle für Devisen dar. Dabei

setzen Entwicklungsländer ihre landschaftliche Schönheit,

biologische Vielfalt und intakten Ökosysteme als Kapital ein. Mit

ihrer reichen Tierwelt, weitläufigen Nationalparks, Flüssen und

Wäldern haben sie nicht nur naturverbundenen Ökotouristen viel

zu bieten. Damit Mensch und Natur gleichermaßen davon Nutzen

tragen, muss dieser Tourismus aber nachhaltig geplant sein.

mehr

Lesen Sie dazu in diesem Magazin:

Tourismus für Mensch und Natur nachhaltig nutzen

Grenzen überschreiten - gemeinsam neue Wege gehen

Am goldenen Fluss entlang

Begegnung der Kulturen?

Costa Rica: Die Grüne Schweiz Mittelamerikas

Nicaragua: Alternativer Tourismus an der Pazifikküste

Die Mischung macht es - Ökotourismus in Kasachstan

Bildungschancen für alle

schaffen

mehr

Alternative Energien

Solarleuchten für mehr

Entwicklung

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Das Leben von Straßenkindern

in den Fokus rücken

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Impressum

© 2009 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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Foto: Günter Graichen

Einkommen durch eine Kaffeestube

Nachhaltiger Tourismus als Chance

Tourismus nachhaltig gestalten

Tourismus ist einer der weltweit am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweige. Er stellt für

Entwicklungsländer oft die wichtigste Einnahmequelle für Devisen dar.

Dabei setzen Entwicklungsländer ihre landschaftliche Schönheit, biologische Vielfalt und intakten

Ökosysteme als Kapital ein. Mit ihrer reichen Tierwelt, weitläufigen Nationalparks, Flüssen und

Wäldern haben sie nicht nur naturverbundenen Ökotouristen viel zu bieten.

Damit Mensch und Natur gleichermaßen davon Nutzen tragen, muss dieser Tourismus aber

nachhaltig geplant sein. Nachhaltiger Tourismus ist der Natur angepasst.

Er nutzt Ressourcen schonend und umweltverträglich, schützt Natur und Umwelt und bewahrt

dieses Erbe für kommende Generationen.Gleichzeitig muss er aber auch der armen örtlichen

Bevölkerung Nutzen bringen.

Mit Tourismus gegen die Armut

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) hat nachhaltigen Tourismus als wirksames

Instrument zur Armutsbekämpfung und beim Natur- und Klimaschutz in Entwicklungsländern

erkannt. Sie unterstützt viele Projekte und steht den Partnerländern beratend zur Seite.

Foto: Jana Dotschkal

Das Motorradtaxi ernährt die Familie


Die Tourismusaktivitäten der EZ beschränken sich aber nicht nur auf den Ökotourismus. Sie fördert

auch kommunale Tourismusformen. Massentouristische Ansätze werden ebenfalls

auf Nachhaltigkeit und Förderung geprüft.

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist es, dass die Bevölkerung in den

Entwicklungsländern in Form von Arbeitsplätzen und Einkommen von der touristischen Entwicklung

profitiert.

Somit dient dieser Tourismus durch Einkommensbeschaffung auch der Armutsbekämpfung und

leistet seinen Beitrag zum Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele (MDG), um die weltweite

Armut zu halbieren.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit arbeitet bei der Förderung nachhaltiger Ansatze im

Tourismus eng mit der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO) und anderen Partnern zusammen.

Die nachfolgenden Artikel zeigen die Einschätzung und Bemühungen der deutschen

Entwicklungszusammenarbeit sowie Beispiele des nachhaltigen Tourismus auf.

Kontext

Die Millenniumsentwicklungsziele (MDG)

UN-Welttouristenorganisation, UNWTO (englisch)

Atmosfair – klimabewusst reisen

Kaffeeklatsch auf Panamas Plantagen

Naturschutz Bayanga (Zentralafrika)

Motive für die Auswahl von Reiseizielen

Initiative "Mut zur Nachhaltigkeit"


Foto: Barbara Rocksloh-Papendieck

Einkommen durch Tourismus

Nachhaltiger Tourismus als Chance

Tourismus für Mensch und Natur nachhaltig nutzen

Beim nachhaltigen Tourismus in Entwicklungsländern stehen die Armutsbekämpfung und der

Schutz biologischer Vielfalt im Vordergrund.

Für Karin Kortmann, Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesentwicklungsministerium, sind

dabei Umwelt- und Ressourcenschutz ebenso unverzichtbare Elemente wie faire

Arbeitsbedingungen und kulturelle Rücksichtnahme. In ihrem Beitrag beleuchtet sie die Chancen

und Rolle des nachhaltigen Tourismus bei der Armutsbekämpfung:

Bemühungen armer Länder nachhaltig unterstützen

Der Tourismus ist einer der weltweit am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweige. Er stellt für

Entwicklungsländer oft die wichtigste Einnahmequelle für Devisen dar. Über ein Drittel der weltweit

800 Millionen internationalen Reisenden zieht es in Entwicklungsländer.

Foto: DED/Sybille Creutz

Touristenführer erklärt das Mangrovensystem

Viele arme Länder nutzen bereits dieses wirtschaftliche Potenzial und werden dabei von der

deutschen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt. Die Menschen versprechen sich

wirtschaftlichen Aufschwung und dadurch ein besseres Leben.

Risiken einer solchen rapiden Entwicklung liegen in der Abhängigkeit vom internationalen

Reisemarkt, der von Naturkatastrophen oder politischen Krisen empfindlich beeinträchtigt werden

kann. Kerngebiete des internationalen Tourismus mit vielen großen Hotelanlagen haben

grundlegend ihr soziales, kulturelles und landschaftliches Gesicht verändert. Sie sind aber auch zu

Zentren eines sich rasch entwickelnden wirtschaftlichen Lebens geworden.

Ökologische und soziale Schäden, die durch rücksichtslose Tourismusformen und


umweltschädigende Hotelanlagen verursacht werden, sollen vermieden werden. Deshalb

unterstützen wir vor Ort Partnerschaften, die in enger Zusammenarbeit mit der sozial und

ökologisch engagierten Zivilgesellschaft transparente und partizipative Planungsprozesse

gewährleisten.

Tourismus und Armutsbekämpfung

Foto: DED/Grammatikopoulos

Kulturgut durch Tourismus erhalten

Ferntourismus wird meist mit Flugreisen (Klimabelastung) und abgeschlossenen Hotelanlagen

ohne Kontakt mit der Bevölkerung und Güterbeschaffung aus dem Ausland in Verbindung

gebracht. Diese Vorstellung hält einer näheren Betrachtung heute nicht mehr Stand.

Durch den politischen Druck von engagierten Organisationen, aber auch aus wirtschaftlichen

Gründen finden Umweltaspekte und eine stabile soziale Einbindung zunehmend Beachtung.

Immer mehr Veranstalter interessieren sich für Ausgleichsmaßnahmen für die Luftbelastung.

Hotelanlagen öffnen sich für lokale touristische Angebote. Arbeitssuchende, Dienstleister und

Zulieferer aus der Umgebung finden in Hotelanlagen attraktive Arbeitgeber und Geschäftspartner.

Etwa 20 Prozent der Ausgaben der Fernreisenden bleiben heute in der Urlaubsregion – eine Zahl,

die nur von wenigen anderen Exportgütern erreicht wird.

Tourismus bringt aber nicht nur Geld. Er kann

Beschäftigung für wenig qualifizierte Menschen und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten

eröffnen,

durch umweltgerechte Energiegewinnung, Abfall- und Abwasserbeseitigung ökologische

Verbesserungen bringen,

zu einer Verbesserung der regionalen Infrastruktur und damit zu attraktiven

Rahmenbedingungen für eine angepasste Wirtschaftsentwicklung beitragen.

Diese positiven Effekte sind Entwicklungspotenziale. Sie sichern die Erfolge der Investitionen in

Tourismus. Weil dies aber noch keineswegs gängige Praxis ist, unterstützen wir die


entwicklungsorientierten Tourismuspotenziale.

Attraktionen sichern – Natur schützen, Kulturen erhalten

Foto: Jana Dotschkal

Lachende Massaifrauen in Kenia

Landschaftliche Schönheit, der Reichtum der Tier- und Pflanzenwelt, klimatische Annehmlichkeiten,

fremde Kulturen und freundliche Menschen bieten hochrangige Erlebnis- und

Erholungsmöglichkeiten.

Tourismus kann wesentlich zur Erhaltung dieser Natur- und Kulturwerte beitragen, sie aber auch

zerstören. Erhalten kann bei empfindlichen Ökosystemen heißen, sie vor menschlichen Eingriffen

jeder Art zu schützen.

Viele lokale Initiativen bieten das Erleben von Sehenswürdigkeiten der Natur oder ihrer Lebensund

Arbeitsweise Reisenden an.

Diese Angebote können isolierte "Geheimtipps" bleiben, wie etwa der Trekking- und

Kulturtourismus in den Bale-Bergen oder am Wenchi-Kratersee im südlichen Äthiopien.

Sie können aber auch zum "Markenzeichen" ganzer Regionen oder Länder werden. So wirbt

beispielsweise Uganda mit seinen vielen Nationalparks mit zunehmendem Erfolg um die Gunst der

Besucher aus aller Welt.

Aus Wilderern werden Wildhüter und Touristenführer

Foto: Zoologische Gesellschaft Frankfurt/Norbert Guthier

Festnahme von Wilderern im Schutzgebiet

Tourismus stellt in vielen Fällen die einzige Möglichkeit der Finanzierung von Naturschutz und

Schutzgebieten dar. Er ist damit eine wichtige Voraussetzung für deren Erhaltung. Ehemalige

Wilderer können dann als Touristenführer eine neue Existenz finden und so zur Erhaltung der


Tierwelt beitragen. Häufig bedürfen lokale Initiativen der Unterstützung im Betriebs- und

Produktmanagement sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit und im Marketing.

Tourismusförderung kann aber auch heißen, Menschen auf einem selbst bestimmten

Entwicklungsweg zu begleiten. Dann bedeutet Entwicklungszusammenarbeit die Begleitung in

einem offenen gesellschaftlichen Dialog. Angestrebt werden dabei Ziele wie Rechtssicherheit,

Schutz von Minderheiten und Randgruppen oder die gleichberechtigte Stellung der Frau. Auch

wirtschaftliche Chancen für mutige Initiativen und Zugang zu Bildung und Beruf zu schaffen, sind

angestrebte Ziele.

Die Begegnung von Kulturen bei Tourismusformen, in denen das Interesse an Land und Leuten im

Vordergrund steht, kann in nicht zu unterschätzendem Maß zum gegenseitigen Verständnis und so

auch zur Sicherung des Weltfriedens beitragen.

Ökologisches Denken und bewusstes Reisen fördern

Die ökologische und in einigen Fällen auch soziale Verträglichkeit von touristischen Anlagen und

Reiseangeboten wird von einer Vielzahl von Qualitätssiegeln bescheinigt. Sie macht dem

Verbraucher die Entscheidung nicht immer leicht.

Foto: KfW-Bildarchiv/Rüdiger Nehmzow

Waldnutzung braucht eine nachhaltige Hand

Bemühungen um ein übersichtliches Zertifizierungssystem, das auch soziale Aspekte einschließt,

sind im Kommen. Ein Beispiel ist die jährliche Verleihung des "To Do – Preises" durch den

Studienkreis für Tourismus und Entwicklung. Mit ihm werden dem nach einer eingehenden Prüfung

besonders attraktive, ökologisch und sozial förderliche Angebote prämiert.

Um eine übergreifende Kennzeichnung von Nachhaltigkeit in der Tourismuswirtschaft bemüht sich

die Rainforest Alliance, die dabei ist, einen "Sustainable Tourism Stewardship Council" (STSC)

vorzubereiten.

Viele Regionen und Länder mussten erkennen, dass Tourismus ohne Kontrolle und nachhaltige

Regeln keine unendlich sprudelnde Devisenquelle ist. Er kann nur als sinnvoller Bestandteil der

Entwicklung wirken, wenn die Menschen und regionalen Strukturen in die Gestaltung und Erträge

der Produkte eingebunden sind. Zudem muss dabei die Natur nachhaltig genutzt und für


kommende Generationen bewahrt werden.

Autorin: Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ)

Kontext

Tourismuspolitischer Bericht der Bundesregierung: Zum Downloaden oder Bestellen

Karin Kortmann in der Mongolei

Schutz der biologischen Vielfalt: Rede Staatssekretärin Karin Kortmann

Tourismus in Entwicklungsländern nimmt zu

Serengeti Nationalpark

Tourismus und Entwicklung - Aspekte der Entwicklungszusammenarbeit (PDF)

Förderung der Entwicklung nachhaltigen Tourismus (PDF)


Foto: KfW-Bildarchiv/Photothek.net

Größerer Lebensraum durch Grenzenbeseitigung

Nachhaltiger Tourismus als Chance

Grenzen überschreiten - gemeinsam neue Wege gehen

Über eine Million Touristen kommen jedes Jahr in den Krüger-Nationalpark in Südafrika. Der

Grund: Westlich des Limpopo-Flusses finden sie eine unvergleichliche Tierwelt vor. Tierarten wie

Elefanten und Büffel haben sich dort allerdings so stark vermehrt, dass das Futter knapp wird und

Krankheiten entstehen. Östlich des Limpopo, auf mosambikanischer Seite, herrschte dagegen noch

bis vor wenigen Jahren vergleichsweise gähnende Leere. Das traf sowohl auf die Zahl der Tiere als

auch die der Touristen zu.

Als Folge des 16-jährigen Bürgerkrieges waren alle Großsäuger ausgerottet, Touristen gab es

nicht. Ein Zaun verhinderte, dass die Tiere des Krüger-Parks in den Limpopo-Park auswanderten.

Dabei hat der 11.000 Quadratkilometer große Limpopo-Nationalpark - etwa halb so groß wie der

benachbarte Krüger-Park - alle Voraussetzungen, eine Touristenattraktion zu werden. Dieser

Tourismus als Devisenbringer hilft, bedrohten Tieren ein Überleben zu sichern und schafft

Arbeitsplätze und Einkommen.

Die Landschaft ist grandios und in weiten Teilen unberührt. Und: das Gebiet ist fast menschenleer.

Ähnlich gut sind die Voraussetzungen im Gonarezhou-Park von Simbabwe, der im Norden an den

Krüger- und Limpopo-Park anschließt. Ansonsten fehlt im Limpopo- und im Gonarezhou-Park

allerdings alles, was ein Park braucht: Pisten, Safari-Routen, touristische Angebote, einen

wirksamen Schutz der Tierwelt, Hotels, Camps und Lodges. Von touristischen und wirtschaftlichen

Entwicklungskonzepten ganz zu schweigen.

Eine richtungsweisende Idee


Foto: KfW-Bildarchiv/photothek.net

Mit Kamera und unter heimischer Führung Natur erleben

Es brauchte die Idee von Anton Rupert, um das Projekt eines grenzüberschreitenden Wildparks in

die Tat umzusetzen. Der südafrikanische Industrielle und Mäzen hat mit Engagement und seiner

"Peace Parks Foundation" viel erreicht. Sie steht unter der Schirmherrschaft des früheren

südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela.

Peace-Parks sollen, so die Idee, die willkürlich in der Kolonialzeit gezogenen Grenzen in Afrika

überwinden. Nicht nur zum Nutzen der Natur, denn Grenzen unterbrechen Jahrhunderte alte

Wanderwege der Tiere.

Die meist armen Menschen der Grenzregionen sind die Nutznießer, wenn endlich Wirtschaft und

Tourismus durch gemeinsame Projekte gefördert werden.

Das Projekt des grenzüberschreitenden Great Limpopo Transfrontier Parks unterstützte die KfW

Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) von Beginn an. Sie hat

sich mit 11,9 Millionen Euro aus Mitteln des BMZ an den Investitionen beteiligt.

Zusammenarbeit schafft Vertrauen und Frieden

Foto: Zoologische Gesellschaft Frankfurt/Norbert Guthier

Grenzüberschreitende Überwachung der Parks

Vor allem die Zusammenarbeit verschiedener Länder, der Druck, sich auf gleiche Ziele, Verfahren

und Zusammenarbeit zu einigen, hat Vertrauen geschaffen. Eine Idee, die schließlich auch die

Präsidenten der drei Länder begeisterte:

Am 9. Dezember 2002 schlossen die Präsidenten Südafrikas, Mosambiks und Simbabwes den

Vertrag zur Gründung des Great Limpopo Transfrontier Park. Zwei Tage später wurden die ersten

45 Kilometer Zaun zwischen Südafrika und Mosambik abgerissen. 31.000 Quadratkilometer

Wildpark waren entstanden - fast so groß wie das Bundesland Baden-Württemberg.

Das gemeinsame Ziel ist: Eine Gesamtfläche von 100.000 Quadratkilometer Naturpark, die zur

friedlichen Entwicklung der Region beitragen soll.


Im Fall des Great Limpopo sollen die armen Länder Mosambik und Simbabwe vom

Besuchermagneten Krüger-Nationalpark profitieren. Durch eine Öffnung der Grenzen können

Touristen ungehindert nach Mosambik und Simbabwe reisen.

Auch viele Großsäuger werden in diese Richtung wandern und damit den Nutzungsdruck auf die

Ressourcen des Krüger-Parks vermindern. So ziehen alle drei Länder Nutzen aus diesem

ambitionierten Projekt.

Neue Qualität der Zusammenarbeit

Seit 2000 unterstützt die KfW Entwicklungsbank im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ)

die südafrikanische Peace Parks Foundation, die Naturschutz, Frieden und Zusammenarbeit

gleichermaßen durch die grenzüberschreitenden Naturparks fördern will.

Südafrika, Mosambik und teilweise auch Simbabwe haben durch den Park zu einer neuen Qualität

der Zusammenarbeit gefunden. Die Partner haben Arbeitsgruppen unter wechselnder Leitung

gebildet, um verschiedene Interessen auf einen Nenner zu bringen.

Auch in Sachen Demokratie bedeutete der neue Great Limpopo Park ein Umdenken: So wurden

die über 900 Familien, die nach Ende des Bürgerkriegs in den Limpopo-Nationalpark eingewandert

waren, in die Planungen mit einbezogen.

Vor allem Mosambik wird vom größeren Park profitieren. Der neue Nationalpark liegt in der ärmsten

Provinz des Landes, wo die Menschen über ein Einkommen von weniger als einem Dollar pro Tag

verfügen.

Es tut sich was in Sachen Touristik und Armutsbekämpfung

Seit Gründung des grenzüberschreitenden Parks Ende 2002 und der Eröffnung im August 2006 hat

sich eine Menge getan. Im Limpopo-Park gibt es nun Pisten und Camps. Ein Ökotrail kann mit

Geländewagen in fünf Tagen befahren werden. Entlang der Routen entstanden mitten im Park

weitere einfache Camps zur Übernachtung der Touristen. 15 bis 20 Camps und Lodges sind

geplant.

Foto: Zoologische Gesellschaft Frankfurt/Norbert Guthier

Rangerausbildung in Pflanzenkunde

180 Wildhüter - ausschließlich Einheimische mit guten Ortskenntnissen - arbeiten im Limpopo-Park.

Früher waren es zwei, die sich ein Fahrrad geteilt haben. Wilderer haben kaum eine Chance.

Hunderte von Arbeitsplätzen sind in den Camps, Restaurants und Campingplätzen, in der


Verwaltung des Naturparks und in Dienstleistungen rund um den Tourismus entstanden. Rund

200.000 Touristen jährlich erwarten die Parkmanager in den nächsten Jahren im Limpopo-Park.

Und die Entwicklung soll noch weiter gehen. Man will nach dem Ende der politischen Unruhen in

Simbabwe endlich auch den Gonarezhou Nationalpark in den Great Limpopo einbeziehen. Dann

wächst der Park von jetzt 31.000 auf 35.000 Quadratkilometer.

Foto: Zoologische Gesellschaft Frankfurt/Norbert Guthier

Heimische Ranger für die riesigen Wildparks

Durch Integration weiterer Flächen in Mosambik und Simbabwe soll der Park dann auf besagte

100.000 Quadratkilometer anwachsen. Als Schutzschirm dient ein Nutzungs- und Schutzsystem

über Landesgrenzen hinweg, das Lebensraum für Mensch und Tier sichert.

Es ist ein wichtiges Ziel, das zur ersehnten friedlichen Entwicklung der ganzen Region und somit

zur Armutsbekämpfung beitragen wird. Und der Lohn für viel Mühe und einen langen Atem der

deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

(Quelle: KfW Entwicklungsbank, Frankfurt am Main)

Kontext

Krüger-Nationalpark

Projekt Naturschutz

Biologische Vielfalt bewahren

Walking-Safari im Limpopo Nationalpark (PDF)

Limpopo-Nationalpark (englisch)

Gonarezhou-Nationalpark (englisch)

Peace Parks Foundation

Webangebot Tembe Parks, Südafrika


Foto: DED

Ökotourismus entdeckt Tadschikistan

Nachhaltiger Tourismus als Chance

Am goldenen Fluss entlang

Tadschikistan entdeckt immer mehr den Tourismus als neuen Wirtschaftszeig, um neue

Perspektiven für die Menschen zu schaffen. Initiativgruppen aus Hausbesitzern, Wander- und

Bergführern bieten Unterkunft und Verpflegung, kulturelle Darbietungen oder Bergwanderungen an.

Wie man nachhaltig mit sanftem Tourismus sein Einkommen und die Zukunft seiner Kinder sichern

kann, beschreibt Sonja Bill. Sie hat als Stipendiatin des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED)

das Zerafschantal in Tadschikistan besucht.

"Das ist alles selbstgemacht", sagt Sarvar Hodschamov stolz. Auf dem Tisch liegt Brot, auf

verschiedenen Tellern Trauben, Nüsse und Quark. In der Mitte steht ein Glas Maulbeersirup und

Honig. Sarvars Frau Muhaijo bringt frischen Tee, zubereitet aus den Kräutern der Berge des

Schingtals. "Sching" kommt aus der sogdischen Sprache und bedeutet "grüner Garten".

Foto: DED

Selbstgemachtes genießen bei Familie Hudscharov

Der grüne Garten schlängelt sich entlang des Flusses das Tal hinunter, das Sarvar so gut kennt. Er

ist hier geboren, hat dann in in der Hauptstadt Duschanbe Pharmazie studiert und kennt sich nun

aus mit den Kräutern und Pflanzen seiner Heimat. Sein Wissen trägt er weiter – zum Beispiel an

Touristen.

Übernachtung mit Frühstück

Als Tourist im Zerafschantal kann man in Sarvars Haus übernachten. Familie Hodschamov hat

eigens einen Raum eingerichtet. Hier können Touristen für etwa neun Dollar übernachten –

selbstverständlich inklusive einem leckeren Frühstück aus den selbst hergestellten Lebensmitteln

und Obst und Früchten der Region. "Es macht mir großen Spaß, mit den Gästen zu reden und

auch etwas von ihrer Kultur zu lernen", sagt Sarvar und lacht.


Foto: DED

Die Alaudien-Seen in Tadschikistan

Das Zerafschantal ist bekannt durch seine roten Berge, durch die Alaudin-Seen und den

Iskandarkul und durch seine Stadt Pendschikent, durch die früher einmal die Seidenstraße führte.

Zerafshan bedeutet "goldener/goldtragender" Fluss, er ist die Lebensader des Tales, in dem auch

heute noch Gold abgebaut wird.

Der Aufbau seines Gästehaus wurde vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED), der Deutschen

Welthungerhilfe und der lokalen Partnerorganisation Agency Support Development Process NAU

(ASDP NAU) im Rahmen eines gemeinsamen Projektes zum Ausbau des gemeindebasierten

Tourismus finanziell unterstützt.

Vielfältige Ausflugsmöglichkeiten

Sarvars Dorf Sching liegt nur etwa 50 Kilometer von der alten Stadt Pendschikent entfernt. Etwas

oberhalb des Dorfes beginnt die bekannte Seenkette der Sieben Seen. Jeder See mit seinem

eigenen Namen, seiner eigenen Geschichte und seiner eigenen Farbe.

Sarvar lädt zu Exkursionen ein, Erkundungen der Pflanzenwelt, Wanderungen in die umliegenden

Täler oder zu den Seen, und er zeigt den Touristen, wie man Honig herstellt.

Vor seinem Haus stehen einige blaue Bienenkästen. Vom Taptschan aus, dem traditionellen

Sitzpodest, kann man das rege Treiben aus einiger Entfernung und bei einer Schale Tee

beobachten. Es ist ruhig und kühl in Sching und gerade im heißen Sommer herrscht hier ein

angenehmes Klima.

Gäste aus der ganzen Welt

Foto: DED

Gefühlte Gastfrendschaft: Sofia Boturova und ihre Tochter im Eingang ihres Hauses

Einige Kilometer weiter und einige Meter höher liegt das Dörfchen Padrud. Auch hier kann man in


einem Gästehaus unterkommen und die frische Luft und den rauschenden Fluss genießen. Warm

wird man empfangen bei Familie Boturov, deren Haus direkt am Fluss steht.

Auch hier gibt es einen liebevoll gestalten Raum zum Übernachten. "Ich liebe meinen Beruf", sagt

Sohira Boturova. Sie ist eigentlich Krankenschwester und Hebamme und versorgt gemeinsam mit

ihrem Vater das Dorf Padrud und die umliegenden Dörfer an den Sieben Seen. Mit dem Gästehaus

versucht die Familie ihr kleines Einkommen ein wenig aufzubessern.

Aus Deutschland, England, Spanien, Russland und natürlich aus Tadschikistan kommen die

Besucher nach Padrud. Sohiras Mann Tujtschi verfügt über jahrelange Erfahrung mit Touristen - als

Bergführer und Fahrer. Er kennt die schönsten Plätze, die ruhigsten Seitentäler und den schönsten

Blick auf die Seen. All das zeigt er seinen Gästen gerne.

Förderung durch fachliche Beratung

Der Deutsche Entwicklungsdienst, die Deutsche Welthungerhilfe und die Partnerorganisation ASDP

NAU leiste Hilfe. Sie unterstützen Familien beim Ausbau von Gästehäusern, leisten fachliche

Beratung in der gesamten Region und fördern damit den gemeindebasierten Tourismus als neuen

Wirtschaftszweig.

Nicht nur in Sching und Padrud sind Gäste herzlich willkommen, sondern auch am Iskanderkul, an

den Alaudin-Seen und im Jagnobtal. Hier gibt es günstige Übernachtungsmöglichkeiten für

Touristen, die mit ihrem Urlaub gleichzeitig die ländliche Bevölkerung unterstützen.

(Autorin: Sonja Bill, ehemalige Entwicklungsstipendiatin des Deutschen Entwicklungsdienstes

(DED) in Tadschikistan)

Kontext

Dorffrauen schaffen sich Einkommen

Die Welthungerhilfe in Tadschikistan

Touristenzentrum Pendschikent

Deutsch-Tadschikische Gesellschaft e.V.

Tadschikistan: Streifzug durch die Geschichte der angewandten Kunst (PDF)

Länderinformationen zu Tadschikistan


Foto: Misereor

Besuch bei alten Freunden: Josef Sayer trifft die Bergbauern in Peru

Nachhaltiger Tourismus als Chance

Begegnung der Kulturen?

Professor Josef Sayer, Leiter des Bischöflichen Hilfswerks Misereor zieht es immer wieder nach

Peru. Schon als junger Priester war er nah bei den Menschen dieses Landes. Peru, in dem er acht

Jahre als Priester bei den Bauern in den Anden und in einer Slumpfarrei tätig war, ist zu seiner

zweiten Heimat geworden. Für unser Magazin berichtet er sehr anschaulich über ein gelungenes

Beispiel von nachhaltigem Tourismus, der beiden Seiten und der Natur hilft:

"Money, Money!" – Wer hat als Tourist in Chinchero bei Cuzco in Peru sich nicht bedrängt gefühlt,

wenn ihn bettelnd Kinder umringten und kaum abzuschütteln waren. Doch es sind nicht nur die

Kinder! Frauen mit handgewobenen Bändern hängen sich in Cuzco wie Kletten an einen. Hat man

einer freundlich bedeutet, dass man wirklich nichts kaufen will, kommen schon weitere auf einen

zu. Sie scheinen fest davon überzeugt mit einer Geschichte das Mitleid des Touristen zu erregen

und so schließlich doch etwas verkaufen zu können.

In Arequipa kann man den zentralen Platz, die "Plaza de armas" vor der Kathedrale genießen:

Keine Bettler sind dort. Woran liegt das? Ist die Gegend um Arequipa so viel reicher als auf dem

Lande in Peru? Nach offiziellen Angaben leben über fünfzig Prozent der Bevölkerung in Armut und

jeder Vierte gar in extremer Armut. Wenn man dann hört, die Stadtverwaltung hat die Bettler von

der Plaza - der guten Stube der Stadt - verbannt, damit die Touristen sich ungestört fühlen. Dann

wird einem doch zumindest ein wenig anders.

Als ich mir in Cuzco auf dem Platz vor der Kathedrale die Schuhe von einem armen Jungen putzen

lasse, will das Gespräch nicht so recht gelingen. Warum? Der Junge putzt ganz hastig und schaut

immer wieder zur Seite. Der Grund wird mir bald klar: Ein Touristenpolizist nähert sich. Also muss

ich erst mit diesem reden, dass er den Jungen ruhig arbeiten lässt. Denn darum geht es doch: Der

achtjährige Alfredo bringt mit seiner Schuhputzarbeit nach der Schule seine Familie mit durch.

Urlaub und harter Alltag treffen aufeinander

Der vielbeschworene Dialog der Kulturen will nicht so leicht gelingen, wenn man sich als Tourist

neugierig in einem armen Land bewegt. Wie denn auch? Die Ausgangslagen sind zu

unterschiedlich. Während die einen ihren wohlverdienten Urlaub genießen wollen, Erholung, Ruhe

oder auch etwas Abenteuer suchen und Exotisches sehen und erleben möchten, kämpfen die

anderen ums pure Überleben.

Der Urlaub der einen trifft auf den harten Alltag der anderen. Ein echtes Gespräch darüber, wenn

es nicht schon allein an der Sprachbarriere scheitern sollte, wie die jeweils andere Seite empfindet,


lebt und denkt, ist nicht einfach.

In Ccachin, einem völlig abgelegenen Dorf meiner Pfarrei hoch oben in den Anden, wo ich

jahrelang gearbeitet habe, traf ich vor der Kirche Wandertouristen. Findige Touristenführer wissen

selbstverständlich, dass gewisse Touristen nicht einfach die ausgetrampelten Touristenwege

schätzen. Es soll etwas Besonderes sein! Und so werden neue Pfade in landschaftlich

wunderschöne Andengegenden "erschlossen" – wie die Tourismusunternehmen sagen.

Für die Armen ist jeder Tourist ein Krösus

Dass aber diese schroffen Berggegenden prekärer Lebensraum von armen Kleinbauern mit einer

eigenen Kultur sind, wird nicht wirklich ins Kalkül einbezogen. Was denken sich die Kinder, die den

Touristen beim Essen vor der Kirche in Ccachin zuschauen und allerlei fremde Dinge sehen, die

ihre Begehrlichkeit wecken? Und zwar zu Recht wecken! Wissen die Touristen, die Wurst und Käse

verzehren, dass die Kinder in Ccachin – auf 3.700 Meter gelegen – nur acht Mal im Jahr Fleisch

essen?

Ein Stück weiter oben des Weges, in Cochayoc, auf 4.300 Meter am Fuß eines Gletschers

gelegen, ist das Leben besonders hart. Dort habe ich während meiner jeweils eine Woche

dauernden Pastoralaufenthalte Folgendes zu essen bekommen: morgens Kartoffelsuppe, mittags

Pellkartoffeln mit Kräutertee, abends Kartoffelsuppe.

Mit Stechspaten an Steilhängen ringen diese Bauern der Natur die lebensnotwendigen Kartoffeln

auf dieser Höhe ab. Was für sie als Widrigkeit erscheint, ist für die Touristen einmalige

Naturschönheit. Niemand von letzteren nimmt mal einen solchen Stechspaten in die Hand und

versucht sich am Kartoffellegen.

Für die in krasser Armut lebenden Bauern ist jeder Tourist ein Krösus, schließlich kann er sich die

teure Reise nach Peru leisten. Die Bauern jedenfalls haben vom Tourismus rein gar nichts. Kein

Sol oder Cent bleibt bei ihnen. Die Tourismusunternehmen, Hotels oder Restaurants in der Stadt

verdienen. Der Staat fördert den Tourismus, der Devisen wegen. Fördert er aber die Kleinbauern?

Sie sind die Verlierer. Sie werden benützt wie die Figuren und Bilder in den Museen und ihre Kinder

werden ihrer Kultur entfremdet.

Taquile – ein geglücktes Beispiel vom Tourismus

Im Titicacasee – einem gigantischen See auf 3.800 m Höhe, dem höchstgelegenen schiffbaren

See der Erde – liegt die Insel Taquile. Wer sie einmal besuchte, wird fasziniert bleiben. Diese

Naturschönheit weckte die Begehrlichkeit der Tourismusunternehmen. Ein Hotel sollte dort

hochgezogen werden. Der Bürgermeister wurde kurzerhand bestochen, und alles schien seinen

"normalen" Lauf zu nehmen, wie es die dortige Tourismusindustrie so oft praktizierte. Sie hatte aber

die Rechnung vorzeitig und ohne die Pfarrei gemacht. Die Bauern kamen zum Pfarrer,

beratschlagten lange und schließlich vertrieben sie ihren Bürgermeister.


Foto: Misereor

Was macht die Schule?

Das Konzept, das sie in vielen Beratungen entwickelten, ist folgendes: Die Bauern schlossen sich

zu einer Kooperative zusammen. Jedes Bauernhaus wurde um einen zusätzlichen Raum, ein

Fremdenzimmer, erweitert. Die Touristen werden heute am Hafen von einem

Organisationskommittee empfangen und der Reihe nach jeweils einem Haus zugeteilt. Dort

nächtigen sie und können sich verpflegen lassen.

Das führt zu einem echten Kontakt. Auf der Insel gibt es weder Straßen noch Autos oder Traktoren

und auch keine Hunde. Die Touristen können auf ihren Spaziergängen den Bauern bei der

Feldbestellung zuschauen und mitbekommen, wie ihre Nahrungsmittel entstehen. Die

Landwirtschaft verläuft noch – wir würden sagen – nach der Gartenbaumethode.

Echte Einblicke in fremde Kulturen

Außerdem haben die Bauern – Männer und Frauen – Weben und Stricken gelernt. Man sieht

keinen Mann, der nicht unterwegs sein Strickzeug dabei hat und die typischen Chullos, Mützen mit

einer Vielfalt an Mustern, strickt. Gürtel, Bänder, Mützen werden in dem Laden der Kooperative

verkauft.

Jedes Bauernhaus hat seine Nummer, die zusammen mit dem Preis auf der jeweiligen Ware

erscheint. Bei dieser Art von Kauf und Verkauf entscheidet die Qualität und der Geschmack der

Touristen. Hier hört man nicht die Mitleidsgeschichten, die mit einer Jammerstimme vorgetragen

werden, um die Touristen zum Kauf zu veranlassen, und den Armen letztlich erniedrigen.

Touristen können die Ruhe und Naturschönheit genießen. Sie bekommen einen Einblick in das

Leben der Bauern und diese sichern ihren Lebensunterhalt, indem sie Touristen Anteil an ihrer

Lebenswelt geben. Wohnen, Essen, Kunsthandwerk und zusätzlich die Landwirtschaft sind eine

verlässliche Basis der Lebenssicherung der Einheimischen geworden. Und die Touristen sind wie

selbstverständlich in die Lebensform der Bauernfamilien einbezogen.

Sie sehen und erfahren Neues und können sich in einer Weise erholen, die das Leben der Bauern

und die Natur nicht nur nicht stört, sondern erhält, fördert und sichert.

(Autor: Professor Dr. Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerks Misereor,

Aachen)

Kontext


Misereor

Deutschland unterstützt Peru bei der Armutsbekämpfung

Die KfW Entwicklungsbank in Peru (Siedlungswasserwirtschaft)

Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Peru

Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) in Peru

Fotoausstellung in Peru

Länderinformationen zu Peru


Foto: Misereor

Touristen schonend die Schönheiten der Natur zeigen

Nachhaltiger Tourismus als Chance

Costa Rica: Die Grüne Schweiz Mittelamerikas

Costa Rica ist - was politische Stabilität und sozialen Frieden angeht - im zentralamerikanischen

Kontext ein Musterland mit strenger Gewaltenteilung. Auch in Sachen Umweltschutz liegt es vorne.

Es konnte sich als neutrales Land im Zentralamerika-Konflikt einen Ruf als "Schweiz

Lateinamerikas" aufbauen. Das mittelamerikanische Land hat sich durch den im Rahmen der

Ökologiebewegung zustande gekommenen Schutz seiner Naturzonen einen Namen gemacht.

In Zentralamerika spielt Costa Rica eine Vorreiterrolle im Naturschutz durch seinen Einsatz zur

Wahrung der Biologischen Vielfalt (Biodiversität) und zur Erhaltung nationaler Naturschutzzonen.

Die Erhaltung seiner nationalen Naturschutzzonen genießt oberste Priorität.

Auch in Sachen Ökotourismus gehört das Land in der Region zur Spitze. Klaus Lengefeld von der

Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), zuständig für Mittelamerika, sieht Costa Rica

zu Recht weit vorne im Umweltschutz. Mit seiner biologischen Vielfalt und vulkanischen

Bergketten ist das Land für Ökotouristen sehr reizvoll.

Costa Rica hat eine offene, exportorientierte Marktwirtschaft. Es ist der zweitgrößte

Bananenexporteur der Welt. Dennoch ist der Fremdenverkehr, eine wichtige Einnahmequelle. Das

Land setzt neben dem Badetourismus aber zu einem großen Teil auf Ökotourismus, der der

örtlichen Bevölkerung Einkommen verschafft. Zudem steht ein Viertel des Landes unter

Naturschutz.

Als Insel der Stabilität in einer von Bürgerkriegen zerrissenen Region wurde Costa Rica zum von

aller Welt privilegierten Partner in Zentralamerika - politisch ebenso wie in der

Entwicklungszusammenarbeit. Costa Rica wird von den Touristen deshalb auch wegen seiner

Stabilität und Sicherheit geschätzt.

Ökosteuer zum Schutz der tropischen Wälder

Und "Costa Rica hat eine Ökosteuer, die zum Schutz tropischer Wälder und zur Wiederaufforstung

herangezogen wird." Die Bevölkerung akzeptiere diese Abgabe auf Kraftstoff ohne Murren. "Die


Leute haben erkannt, dass Ökotourismus ein einträgliches Geschäft ist und es sich deshalb lohnt

die Natur zu schützen, so Lengenfeld.

Inzwischen reisten pro Jahr rund 1,5 Millionen "Ökotouristen" in das Land, das gerade einmal so

groß wie Niedersachsen ist und in dem rund vier Millionen Menschen leben.

Costa Rica ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die GTZ arbeitet dort seit

mehr als 20 Jahren im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und

Entwicklung (BMZ).

Rechtzeitig umgesteuert

Dabei litt Costa Rica lange Zeit unter großflächigen Waldrodungen, die der Erschließung von Land

für den Anbau von Kaffee und Bananen dienten. "Hier ist es gelungen umzusteuern." Die Politik übt

zudem einen gewissen "Druck" auf die großen Unternehmen aus, nachhaltiger zu wirtschaften,

meint Langefeld. Das werde von den großen Konzernen respektiert.

Die GTZ hat kürzlich mit dem Bananen-Multi Chiquita eine Kooperation gestartet, um die

Artenvielfalt in einer Regenwaldregion zu erhalten und den Bewohnern neue

Einkommensmöglichkeiten zu bieten. Das Modellprojekt ist Teil des Vorhabens von sechs

mittelamerikanischen Staaten, Naturschutzgebiete durch so genannte Bio-Korridore zu verbinden.

Kleinbäuerliche Besitzverhältnisse

Die Erfolgsstory Costa Rica begann bereits vor über 50 Jahren. Seitdem gebe es im Land eine

funktionierende Demokratie, meint Bert Hoffmann vom Institut für Iberoamerika-Kunde (IIK) in

Hamburg. Nach einem sechswöchigen Bürgerkrieg 1948 schaffte der damalige Präsident José

Figueres Ferrer 1949 sogar die Armee ab.

Stabilisierend kommt hinzu, dass das Land eher von kleinbäuerlichen Besitzverhältnissen geprägt

ist und nicht von Großgrundbesitzern beherrscht wird, wie beispielsweise Nicaragua. Auch wenn es

in Costa Rica Armut gibt: "Das Land ist stark auf sozialen Ausgleich und Kompromiss bedacht",

betont der IIK-Experte.

(Autor: Steffen Leidel, Deutsche Welle, Bonn)

Kontext

Förderung der nachhaltigen Entwicklung durch Tourismus in Lateinamerika

Entwicklungsländer im demographischen Wandel

Wasser für La Gamba

Agencia de Promocion Touristica de Centroamerica

Länderinformationen zu Costa Rica


Foto: Matthias Beyer/ masIcontour

Tourismus im Einnklag mit der Natur

Nachhaltiger Tourismus als Chance

Nicaragua: Alternativer Tourismus an der Pazifikküste

Nicaragua zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas und der Karibik. Rund 70 Prozent der

Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze - ihnen stehen weniger als zwei US Dollar pro Tag

zur Verfügung. Die deutsche Entwicklungshilfe ist in Nicaragua seit Jahren mit einer Vielzahl

unterschiedlichster Projekte aktiv. Nicaragua ist eines von fünf Schwerpunktländern in der

deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Lateinamerika.

Hoffnungsträger Tourismus

Der Tourismussektor gilt in Nicaragua als einer der Hoffnungsträger für die Verbesserung der

wirtschaftlichen Situation und als wichtiges Instrument zur Armutsminderung.

Speziell an der Pazifikküste in der Region Rivas wurden in der Vergangenheit unzählige

touristische Bauvorhaben durch ausländische und auch einheimische Investoren realisiert. Hierbei

handelt es sich überwiegend um Appartementanlagen und Ferienhäuser in Strandlage, die an

Touristen vermietet oder als Zweitwohnsitze verkauft werden. Dieser Boom des so genannten

Residenzialtourismus wird gemeinhin als entscheidender Motor für die wirtschaftliche Entwicklung

der Region angesehen. Dadurch sollen tausende neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Welche Tourismusform ist sinnvoll?

Eine Reihe lokaler Akteure wie auch Entwicklungsexperten hegen jedoch Zweifel, ob diese

Tourismusform aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Sicht sinnvoll ist. Das zeigen

Erfahrungen aus anderen Ländern, zum Beispiel an den Mittelmeerküsten. Um dies zu klären, hat

das Programm MASRENACE der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)

das Tourismusberatungsunternehmen masIcontour beauftragt. masIcontour sollte die langfristigen

Wirkungen des Residenzialtourismus für die Region untersuchen.

Die Studie hat unter anderem gezeigt: Die Küstenzone der Region Rivas befindet sich bereits zu

einem hohen Prozentansatz in der Hand überwiegend ausländischer Immobilienfirmen und

Investoren. Sie haben im Verlauf der letzten Jahre hektarweise Land von einheimischen

Grundstücksbesitzern aufgekauft. Das vornehmliche Interesse der Immobilienfirmen und Investoren

besteht darin, attraktive Küstengrundstücke billig aufzukaufen und dann möglichst teuer bebaut

oder unbebaut zu veräußern. Nicht zuletzt wegen der vorherrschenden Armut in der Region fanden

sich viele Eigentümer, die bereitwillig ihre Grundstücke verkauften.


Das entstehende Problem der Landspekulation wird noch dadurch verschärft, dass es bisher nur

unzureichende Regelungen zur Raumnutzung gibt. Außerdem fehlen Instrumente zur

Raumordnung wie Flächennutzungspläne.

Problem: Zugang zu Stränden

Ein weiteres Konfliktfeld betrifft den Zugang zu den Stränden. Laut nicaraguanischer

Naturschutzgesetzgebung sind die Strände öffentlicher Raum und müssen daher für jedermann

zugänglich sein. Die Realität sieht anders aus. Dort, wo sich bebaute Küstengrundstücke befinden,

verwehren die Eigentümer häufig den Zugang zu den Stränden.

Aber auch die Küstengrundstücke, die noch nicht bebaut sind, werden großflächig eingezäunt. Die

lokale Bevölkerung ebenso wie die Touristen haben kaum noch Möglichkeiten, an die Strände zu

gelangen.

Trinkwasser ist knapp

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt herrscht in der Region erhebliche Trinkwasserknappheit, was eine

zeitweise Kontingentierung der Wasserressourcen notwendig macht. Das Problem der

unzureichenden Trinkwasservorräte wird sich mit der zunehmenden Entwicklung des

Residenzialtourismus noch erheblich verschärfen. Der Pro-Kopf-Wasserverbrauch in

Residenzialanlagen mit standardmäßigem Swimmingpool ist nachweislich um ein Vielfaches höher

als in Hotels und normalen Haushalten.

Während der Bauphase wird eine große Anzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen. Hierbei ist jedoch

zu berücksichtigen, dass es sich nur um temporäre und in der Regel schlecht bezahlte

Arbeitsplätze handelt. Im Vergleich zu konventionellen, touristischen Beherbergungsformen ist der

Arbeitskräftebedarf im Residenzialtoursimus wesentlich geringer. Somit sind keine signifikanten,

direkten Dauerbeschäftigungseffekte durch den Residenzialtourismus zu erwarten.

Ferner sind der enorme Flächenverbrauch des Residenzialtourismus sowie dessen zu erwartenden

beziehungsweise bereits bestehenden ökologischen und sozialen Folgen zu berücksichtigen. Somit

kann diese Form nicht als wirkungsvolles und nachhaltiges Instrument zur ökonomischen

Entwicklung und Armutsbekämpfung angesehen werden.

Entwicklung eines Leitbildes

Auf Wunsch der Gemeinden in der Region Rivas wurde daher von der GTZ die Entwicklung eines

Leitbildes für eine nachhaltige Tourismusentwicklung finanziert. Ziel dieses Leitbildes war es,

gemeinsam mit den lokalen Akteuren verschiedene touristische Entwicklungsoptionen zu prüfen

und gemeinsam Leitlinien zu erarbeiten. Mit fachlicher Unterstützung von masIcontour haben rund

40 lokale Akteure in mehreren Workshops an diesem Prozess mitgewirkt.


Foto: Matthias Beyer/ masIcontour

Gemeinsam Lösungen erarbeiten

Neben zehn Leitsätzen und Aussagen zu allen wesentlichen Bereichen des Tourismus enthält das

Leitbild konkrete Aussagen: welche Tourismusformen sollen mit welchen Zielsetzungen an welchen

Orten künftig im Vordergrund stehen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Natur-/Ökotourismus,

ländlicher Tourismus/Agrotourismus sowie Bade- und Strandtourismus. Der Residenzialtourismus

soll eher eine untergeordnete Rolle spielen. Das touristische Leitbild befindet sich derzeit im

politischen Abstimmungsprozess. Es soll nach bisheriger Planung im Verlauf des Jahres als

Orientierungsrahmen für die künftige touristische Entwicklung in der Region verabschiedet werden.

Mit der Studie hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit wichtige Beiträge zur Förderung

einer nachhaltigen Entwicklung des Tourismus geleistet. Sie eröffnen der Region Rivas die

Chance, eine einseitige beziehungsweise zu starke Ausrichtung auf den Residenzialtourismus zu

verhindern. Stattdessen können alternative und nachhaltigere Entwicklungswege im Tourismus

eingeschlagen werden.

(Autor: Dipl.-Ing. Matthias Beyer, Geschäftsführender Gesellschafter von masIcontour Tourism

Consulting & Regional Planning, Mitglied von GATE – Netzwerk, Tourismus, Kultur e.V.)

Kontext

masIcontour

Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)

Länderinformation Nicaragua

GATE - Netzwerk, Tourismus, Kultur e.V.


Foto: Vitaly Shuptar

Mit dem Fahrrad durch Kasachstan reisen

Nachhaltiger Tourismus als Chance

Die Mischung macht es - Ökotourismus in Kasachstan

Armut, fehlende Alternativen und Unkenntnis über ökologische Zusammenhänge führen in

Schwellen- und Entwicklungsländern häufig dazu, dass Menschen natürlichen Ressourcen der

Umgebung zu intensiv nutzen. Das geht hin bis zur irreversiblen Übernutzung. Zusätzlich

gefährden und zerstören einige Unternehmen aufgrund wirtschaftlicher Interessen großflächig

Naturräume.

Mensch, Natur und Umwelt brauchen hier dringende Lösungsansätze für eine langfristig

nachhaltige Nutzung der Natur.

Einkommensgrundlage für Menschen und Schutz für die Natur.

Ein Lösungsansatz ist der naturverträgliche Tourismus. Er bietet eine wichtige Möglichkeit, um

Natur und Umwelt zu erhalten und die Regionen wirtschaftlich nachhaltig zu entwickeln. Sanfter

Tourismus schafft Einkommen für die Bevölkerung und fördert gleichzeitig die Akzeptanz und das

Verständnis für Naturschutz in der Region.

Ziel des Ökotourismus ist: Lebensverhältnisse der Bevölkerung vor Ort zu verbessern, einzigartige

Landschaft und Naturvielfalt zu schützen und sie gleichzeitig für Touristen erlebbar zu machen.

Der NABU gibt hier Hilfestellung mittels vielfältiger Projekte, die zu einem sozial, ökologisch,

kulturell und wirtschaftlich nachhaltigen Tourismus beitragen. Sie sollen somit zu einer dauerhaft

tragfähigen Entwicklung führen .

Endlose Steppen mit biologischer Vielfalt

Foto: Nabu/V. Kovalev


Die Steppe wird von den Einheimischen Sary-Arka genannt - Goldene Steppe

Kasachstan mit seinen 16,5 Millionen Einwohnern ist das Land alter Nomadenkultur und endloser

Steppen mit großer biologischer Vielfalt. Die Einheimischen nennen die Steppen-Landschaft mit

ihrem Wermutgeruch, unvergesslichen Sonnenaufgängen und sternübersäten Nachthimmel "Sary-

Arka" – goldene Steppe.

Zentralkasachstan fasziniert durch seinen großen Reichtum charakteristischer Tier- und

Pflanzenarten. Wilde Tulpen und Wermut wachsen zwischen Asiatischen Pappeln und Saxaul,

einem typischen Wüstenbusch. Hier haben auch die Saigaantilope und der Steppenkiebitz ihre

Heimat.

Das einzigartige Naturschutzgebiet Korgalzhyn ist aufgrund der biologischen Vielfalt seiner

Steppen und Seen Unesco-Weltnaturerbe der Menschheit. Aber auch Geschichte lässt sich hier in

bronzezeitlichen Totenstätten und mittelalterlichen Siedlungsruinen hautnah erleben.

Touristisch ein weißer Fleck auf der Landkarte

Foto: NABU/Til Dietrich

Naturbeobachtung ohne Massentourismus

Dennoch ist Zentralkasachstan immer noch ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte. Ein

neues Ökotourismus-Projekt des NABU soll dies ändern. Ziel von ETPACK, so der Kurzname des

Projekts, ist es, ökologisches Bewusstsein zu fördern und alternative Einkommensmöglichkeiten

für die lokale Bevölkerung zu schaffen. Damit wird den Menschen eine Chance zu geben, die

natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen.

Das Projekt, das im September 2008 gestartet wurde, wird in einer engen Kooperation mit der

kasachischen Nichtregierungsorganisation "Ekomusei Karaganda" durchgeführt. Es wird von der

Europäischen Kommission finanziell unterstützt.

Mit dem Projekt werden die Zivilbevölkerung und lokale Initiativen in der Region langfristig

unterstützt. Dies vollzieht sich durch den Aufbau eines regionalen Reiseveranstalters, einer

mitgliederbasierten Organisation und einem Netzwerk gemeindebasierter Tourismus-Initiativen.

Strategien entwickeln

Im Rahmen von ETPACK (Ecological Tourism and Public Awareness in Central Kazakhstan) sollen

Institutionen und notwendige, strategische Partnerschaften aufgebaut werden. Sie sollen eine

Weiterführung des Ansatzes nach Ablauf des Projektes garantieren. Auf diese Weise wird die


Initiative einen langfristigen Beitrag zum Erhalt von Schutzgebieten, Biodiversität und natürlichen

Ressourcen in Zentralkasachstan leisten.

Aufgrund der Entwicklung des Netzwerkes der Gasthäuser ist die Gründung einer Reihe von

touristischen Reiserouten mit speziellen Besonderheiten geplant. Zur Zeit wird solche Arbeit in den

Berg-Waldoasen Kent, Kysylaraj und Ulytau sowie an der Nordküste des Sees Balchasch geführt.

Mit dem Rad die Weiten Kasachstans entdecken

Foto: NABU/Anna Osennikova

Kasachstan und seine Traditionen entdecken

So soll es beispielsweise Reiserouten mit Themenschwerpunkten wie Geologie, Archäologie oder

Ornithologie geben. Eine Radtour "Bronzenring Sary-Arka", die die historischen und natürlichen

Sehenswürdigkeiten erfasst und zusätzlich einen umfassenden Einblick in das zentrale Kasachstan

vermittelt, ist bereits vorbereitet.

Jeder Ort, der für die Entwicklung des Tourismus ausgewählt wurde, verfügt über etwas

Besonderes und Eigenartiges. Die Ulytau-Berge, die das geographische Zentrum Kasachstans

sind, nehmen bei den Kasachen seit langem einen besonderen Platz ein. Sie verfügen über

archäologische Denkmäler, die für die Kasachen und alle Turkvölker von großer Bedeutung sind.

In deren unmittelbaren Nähe kann man auf Fotosafari gehen und die seltenen Saiga-Antilopen

beobachten. Auch die naturnahen Berge Kysylaraj ermöglichen die Beobachtung seltener Tier- und

Vogelarten. Vom Berg Aksoran (höchster Gipfel des Gebirgskomplexes Kysylaraj) kann man einen

herrlichen Blick auf die kasachische Steppe genießen.

(Quelle: Naturschutzbund Deutschland e.V. – NABU, Berlin)

Hinweis der Redaktion:

Kasachstan hat für das "Kasachstan-Jahr 2009 in Deutschland" ein reichhaltiges Programm erstellt.

Für "Deutschland in Kasachstan 2010" laufen derzeit unter der Ägide der Botschaft Astana die

Planungen, an denen ein großer Kreis von deutschen Mittlerorganisationen und anderen Akteuren

beteiligt ist.


Kontext

NABU

NABU in der Kaukasusregion

Neues Naturerbe für die Menschheit: Kasachstan

Infomaterial des NABU

Infomaterial des NABU international

NABU-Buchtipps

Länderinformationen zu Kasachstan


Foto: Malteser International

Geschäftsidee: Nüsse als Snacks

Sri Lanka

Aus eigener Kraft

Jiva und ihre drei Kinder leben in einer Baracke, die den Namen Haus kaum verdient. Die

Wellblechwände sind schief und haben zahlreiche Löcher. Das Blechdach hält zwar den Regen ab,

die Hitze jedoch nicht. Mit einer Lehmwand hat die junge Mutter den großen Raum in zwei Teile

geteilt. Im vorderen Teil schlafen sie und die Kinder, werden Hausaufgaben gemacht und die

Schulsachen aufbewahrt. Im hinteren Teil kocht Jiva und bewahrt in einem kleinen Regal ihre

wichtigsten Besitztümer auf: Lebensmittel, Kochgeschirr, Kleidung und alle wichtigen Papiere.

Ein eigenes Sparbuch

"Ich bin so stolz, dass meine Kinder nicht im Heim sein müssen, sondern bei mir leben können.

Dass die beiden Großen in die Schule gehen und ich das Schulgeld für sie bezahlen kann. Und

dass ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Sparbuch besitze, auf das ich sogar jeden Monat

einen kleinen Betrag einzahlen kann."


Foto: Malteser International

Stolz präsentiert Jiva ihr erstes eigenes Sparbuch

Jiva lächelt schüchtern, wenn sie von ihrem Leben erzählt. Ein Lächeln, das sie erst wieder lernen

musste, denn bis vor kurzem sah das Leben der Familie im Westen Sri Lankas noch ganz anders

aus.

Jivas Mann handelte mit Drogen und nahm sie wohl auch selbst. Wenn er abends nach Hause

kam, war er gereizt, oft hatte er getrunken. Oft schlug er seine Frau und manchmal sogar die

Kinder. "Wenigstens brachte er etwas Geld nach Hause", sagt Jiva, so dass sie das Schulgeld für

die Kinder und die Schuluniform bezahlen und einmal am Tag etwas kochen konnte.

Irgendwann nahm die Polizei ihren Ehemann jedoch fest und steckte ihn für drei Jahre ins

Gefängnis. Ein Schock für die junge Mutter, denn nun hatte sie so gut wie gar kein Einkommen

mehr. Ab und zu konnte sie zwar als Tagelöhnerin in einer Gärtnerei etwas verdienen, aber

meistens schickten die Besitzer sie wieder nach Hause.

"Kinder gehören doch zu ihrer Mutter"

Also suchte sie Zuflucht bei ihren Eltern. "Aber die sind alt und konnten uns auch nicht

unterstützen", erinnert sich die tatkräftige junge Frau. Weil ihre Eltern keinen Ausweg sahen,

wollten sie Jiva überreden, ihre Kinder ins Waisenhaus zu bringen. Dort hätten sie wenigstens

genug Platz und jeden Tag eine warme Mahlzeit gehabt. Doch Jiva weigerte sich. "Kinder gehören

doch zu ihrer Mutter", sagt sie leise aber selbstbewusst.

Eine Polizistin, die sie schon einige Male vor ihrem brutalen Ehemann gerettet hatte, vermittelte ihr

den Kontakt zu Savodaya und Malteser International. Die sri lankische Hilfsorganisation setzt sich

gemeinsam mit dem Hilfswerk des Malteserordens dafür ein, dass Kinder, die noch Eltern haben,

nicht ins Waisenhaus müssen. "Wir führen aber auch Familien wieder zusammen, die ihre Kinder

im Heim abgegeben haben, weil sie zu arm waren, die Kinder zu versorgen", erklärt Rosemary

Kikon, Projektleiterin von Malteser International.

"Hier in Sri Lanka sind mehr als die Hälfte der Kinder in Waisenhäusern keine echten Waisen",

erzählt die gebürtige Inderin, die mit einem Deutschen verheiratet ist. "Eltern geben ihre Kinder aus

Verzweiflung in den Heimen ab oder die Behörden nehmen den Eltern die Kinder weg, da sie zu

arm sind."

Individuelle Lösungen bieten

Für Rosemary Kikon ist es daher besonders wichtig, für jede der betroffenen Familien die jeweils

passende Lösung zu finden. Mal fehlt der Familie der Wohnraum – dann versucht Malteser

International, eine Wohnung zu mieten oder sogar ein kleines Haus für die Familie zu finden. Mal

fehlen Möbel oder Kochgeschirr und immer fehlt es am Geld. "Wir vermitteln den Eltern daher

Einkommen schaffende Maßnahmen", erzählt die Malteser Mitarbeiterin. "Das kann Arbeit auf einer

Zimtplantage sein oder ein Platz auf einem Fischerboot oder sogar ein eigenes kleines Geschäft.

Es kommt darauf an, was die Betroffenen an Vorkenntnissen mitbringen und welche Stärken sie

haben."


Foto: Malteser International

Eine Blechhütte zum Wohnen

Für Jiva bezahlen nun erst einmal die Malteser die Miete für ihre Blechhütte. Außerdem haben sie

der Mutter Material zur Verfügung gestellt, mit dem sie Nüsse und andere Früchte rösten kann. Die

verkauft Jivas Vater dann auf dem Markt. "Vor allem Geschäftsleute kaufen die Nüsse als Snacks",

erzählt die stolze Produzentin. Mittlerweile ist sie mit ihrem kleinen Geschäft sogar so erfolgreich,

dass sie sich aus eigener Kraft weitere Kochgeräte kaufen konnte. "Ich verkaufe jetzt auch

Papayas, die ich billig einkaufe und an die Touristen teurer verkaufe. Und ich habe selbst gemachte

kleine Teigtaschen und Nudelsnacks im Angebot, damit verdient man viel mehr", strahlt sie.

Geld für Ausbildung der Kinder

Mit den Einnahmen kann sie einen immer größeren Teil ihrer Miete selbst bezahlen. Außerdem das

Schulgeld, die Schuluniform, Bücher und Hefte für ihre Kinder und natürlich so viel zu essen, dass

alle satt werden. "Ich kann sogar jeden Monat einen kleinen Betrag auf mein Konto einzahlen. Mit

dem Geld will ich die Ausbildung meiner zwei Töchter und meines Sohnes bezahlen."

"Man braucht gar nicht immer einen komplizierten Geschäftsplan und ausgefallene

Geschäftsideen", erklärt Malteser International Projektleiterin Kikon. "Jiva kann gut kochen und gut

rechnen, also ist so ein kleiner Snack-Shop genau das Richtige für sie." Und weil sie von morgens

bis abends rackert, war der engagierte Neuling im Geschäftsleben schnell erfolgreich. "Jetzt muss

ich keine Angst mehr haben, dass man mir die Kinder wegnimmt. Das genieße ich vor allem

abends, wenn die beiden Großen aus der Schule zurück sind. Dann sitzen wir zusammen, reden

und lachen. Das ist einfach schön."

Nur vor einem hat Jiva jetzt noch Angst: vor dem Tag, an dem ihr gewalttätiger Ehemann aus dem

Gefängnis kommt. Aber auch in dieser Situation können die Malteser helfen. "Wir haben ein großes

Netzwerk zu sozialen Einrichtungen und Frauen-Hilfsorganisationen", erklärt Rosemary Kikon. Vor

ein paar Tagen hat sie der Familie Adressen von Selbsthilfegruppen gegeben und sie mit einem auf

solche Fälle spezialisierten Rechtsanwalt in Kontakt gebracht. Der soll ihr helfen, sich vor ihrem

Mann zu schützen. "Ich will es unbedingt schaffen", sagt Jiva. "Damit meine Kinder nicht mehr

hungern müssen und damit sie eine bessere Zukunft haben. Dafür kämpfe ich gerne."

(Autor: Malteser International, Köln)

Kontext

Malteser-International

Länderinformation Sri Lanka


Gegen Sturmfluten ist ein Kraut gewachsen

Magazin zur Entwicklungspolitik: Frauenrechte stärken

Magazin zur Entwicklungspolitik: Bildung ist Zukunft


Foto: kfw/Gilswana

Tanz zur Einweihung der Heidemarie School in Kenia

Schulprojekt

"Heidemarie Shule" - Bildung für eine bessere Zukunft

In Kenias Hauptstadt, genauer gesagt in Nairobis Slums, kommt Hoffnung auf. Mit einem bunten

Rahmenprogramm wurde am 24. Juni die "Heidemarie Shule" im Mathare Slum offiziell eingeweiht.

Er ist einer der größten Slums der Hauptstadt.

Den Namen erhielt die "Shule" – so heißt Schule auf Swaheli – von der Bundesministerin für

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul. Bei einem Besuch

hatte sie den Anstoß für den Bau dieser Schule gegeben, die nun als Dank ihren Namen trägt. In

Anwesenheit des kenianischen Vize-Premierministers, Musalia Mudavadi, und des deutschen

Botschafters, Walter Lindner, freuten sich mehr als 2.000 Schülerinnen und Schülern über ihre

neuen, hellen Schulräume.

Grundbildung für alle ist die beste Armutsbekämpfung

Die "Heidemarie Shule" ist eine von acht Grundschulen in den Slumgebieten Nairobis, die von der

KfW Entwicklungsbank im Auftrag der Bundesregierung rehabilitiert und erweitert werden. Das

Programm "Förderung der Primarbildung in städtischen Slumgebieten – Phase I" verfolgt einen

ganzheitlichen Ansatz, um die Schulsituation in armen, besonders benachteiligten städtischen

Gebieten zu verbessern.

Slumkinder erhalten nun eine adäquate Schulbildung und damit die Chance auf eine selbst

bestimmte Zukunft, in der sie am wirtschaftlichen und sozialen Leben teilhaben. Alte Schulen

werden instand gesetzt und rehabiliert. So kann insgesamt Raum für bis zu 20.000 Schulkinder

geschaffen werden.

Primarschule ohne Schulgebühren

Mit Abschaffung der Schulgebühren für die Primarschule hat Kenia die Einschulungsraten deutlich

verbessern können. Allerdings konnte der Ausbau der Schulen mit den steigenden Schülerraten

nicht Schritt halten.

In der Folge drängen sich bis zu 100 Schüler in kleinen, oft baufälligen und wenig kindgerechten

Klassenräumen. Es ist nicht verwunderlich, dass einige Eltern ihre Kinder wieder aus der Schule

nehmen, da diese unter diesen Umständen dort kaum noch etwas lernen.

Viele Schulgebäude sind zudem während der Sommermonate drückend heiß. In der Regenzeit

trommelt der Regen auf die löchrigen Wellblechdächer, so dass ein geregelter Unterricht

mancherorts kaum möglich ist. Diese Situation findet man insbesondere in den dicht besiedelten

Slumgebieten der großen Städte Kenias.


Deutschland stützt das kenianische Bildungsprogramm

Foto: kfw/Gilswana

Übergabe der Schule: Botschafter Lindner und Vize-Premier Mudavadi

Das deutsche Programm ist Teil des nationalen kenianischen Bildungsprogramms (Kenya

Education Sector Support Programme). Es unterstützt die kenianische Regierung bei der

Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs). Alle Kinder - Mädchen und Jungen - sollen

Zugang zu Grundbildung erhalten, so will es auch die deutsche Entwicklungsministerin.

Neben einem innovativen Baudesign mit niedrigen Betriebskosten verfolgt das Programm einen

ganzheitlichen Ansatz: Schulleiter, Eltern-Lehrer-Komitees und Schüler werden in den

unterschiedlichen Phasen des Programms in die Planung und Umsetzung einbezogen. So fühlen

sie sich von Beginn an mitverantwortlich für "ihre Schule".

In Fortbildungen werden Eltern und Lehrer für die Bedeutung gerade von Mädchenbildung

sensibilisiert. Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler werden über Hygieneverhalten

und HIV/Aids-Prävention aufgeklärt. Den Eltern-Lehrer-Komitees kommt eine weitere Aufgabe zu:

Sie beteiligen sich nach Einweisung an der Wartung und Instandhaltung der Gebäude.

Gute Ausstattung steigert die Motivation

Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul kann sich freuen. Die "Heidemarie Shule" in

Mathare, wie auch die meisten der anderen am Programm beteiligten Grundschulen, hat einiges zu

bieten. Es sind nicht nur die hellen, gut belüfteten Klassenzimmer, die Lernfreude aufkommen

lassen.

Auch ein großes Lehrerzimmer, eine Schulküche, ausreichend Toiletten für Mädchen und für

Jungen runden das positive Bild ab. Dazu gehören auch ein Vorratssystem für Wasser, das in

Nairobi manchmal tagelang ausbleiben kann und ein kleiner Nutzgarten für den Anbau von

Gemüse und Obst. Es dient zur willkommenen kostenlosen Anreicherung der Schulmahlzeit.

Sportplatz und Mehrzweckhalle für Veranstaltungen

Außerdem gibt es einen großen Sportplatz und eine Mehrzweckhalle, die außerhalb der

Unterrichtszeit auch von der umliegenden Gemeinde genutzt werden können. Bei der

Neugestaltung der Schule spielten neben der Schaffung eines sicheren, lern- und

kinderfreundlichen Umfeldes auch ökologische Aspekte eine wichtige Rolle.

Für die erste Phase des Programms in Nairobi hat das Bundesministerium für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung 9,7 Millionen Euro bereitgestellt hat. In einer zweiten Phase

sollen mit weiteren zehn Millionen Euro auch Grundschulen in den städtischen Armutsgebieten von

Mombasa und Kisumu in das Programmkonzept einbezogen werden.


Kontext

Bildung – Motor für Entwicklung

"Kenya Primary Education Project" in Nairobi (englisch)

Bildung – Anfang vom Ende der Armut

Bildung: Die KfW Entwicklungsbank in Kenia

Das Turkana-Kultur-Festival 2008

Länderinformationen zu Nairobi


Alternative Energien

Solarleuchten für mehr Entwicklung

Foto: SOLUX e.V.

Umweltfreundliche Solarleuchte

Überall in den Tropen beginnt die Dunkelheit kurz nach 18 Uhr. Wer dann noch Arbeiten erledigen

muss, der braucht künstliches Licht. Wegen der dann erträglichen Temperaturen können einige

Tätigkeiten nur abends erledigt werden.

Weltweit haben fast die Hälfte aller Haushalte keinen Stromanschluss. Auch in absehbarer Zukunft

besteht in den armen Ländern keine Chance für den Ausbau flächendeckender Netze.

Verwendung umweltfreundlicher Solarleuchten

Die Entwicklung eines Landes ist demnach auch stark von Lichtquellen abhängig. Der Einsatz von

Solarleuchten ist der einzige gegenwärtig erkennbare Weg zu einer künftigen Versorgung der

Menschen in den Entwicklungsländern mit Licht. Derzeit werden häufig Petroleumlampen

verwendet. In Afrika werden rund 1,5 Millionen Tonnen Petroleum pro Jahr verbrannt, die auch die

Umwelt belasten. In einigen Ländern sind die Ausgaben für Petroleum bereits der größte Posten im

Devisenhaushalt.

Der Verein SOLUX e.V. hat die SOLUX-Leuchten speziell für den robusten Einsatz in

Entwicklungsländern entwickelt. Bereits bei der Entwicklung der Leuchten wurden die Prioritäten

anders gesetzt als normalerweise in den Industrieländern üblich. Die Leuchten sind mit modernster

LED-Technik nicht nur besonders energieeffizient. Es wurde auch besonderer Wert darauf gelegt,

dass die Geräte mit einfachen Werkzeugen von angelerntem Personal im Anwenderland montiert

werden können.

Besonders in Ländern mit hohen Petroleumpreisen amortisiert sich die Solarleuchte bereits nach

wenigen Jahren. Zusätzlich können viele Unfälle, Brände und gesundheitliche Nebenwirkungen mit

Petroleumleuchten vermieden werden. Außerdem lassen sich mit den Solarleuchten Handys

aufladen, was für die netzfernen, ländlichen Regionen immer wichtiger wird.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Die Ludwig Bölkow Stiftung hat mit dem SOLUX-Programm in den neunziger Jahren ein Konzept

entwickelt und realisiert, bei dem die Partnerländer partnerschaftlich beteiligt werden. Sowohl


größere Anteile bei der Herstellung als auch Vertrieb und Wartung der Leuchten werden soweit wie

möglich von den Werkstätten im Entwicklungsland selbst übernommen.

Inzwischen agiert der Verein SOLUX losgelöst von der Bölkow Stiftung in zahlreichen

Entwicklungsländern. 2008 hat der Verein gegen weltweite Konkurrenz zusammen mit 16 anderen

Projekten den Lighting Africa Award bekommen. SOLUX gestaltet damit das Projekt www.onechild-one-solarlight.org

in Ghana.

Hierdurch können die Menschen in den armen Ländern aufgrund der niedrigen Lohnkosten die

Leuchten zum günstigen Preis erwerben. Außerdem kann das Wissen über Herstellung,

Anwendung und Wartung der Leuchten möglichst weit verbreitet werden.

Senior Experten helfen

Foto: SOLUX e.V.

Experten helfen vor Ort

Die Inbetriebnahme der Werkstätten wird in der Regel von einem Trainer des Senior Experten

Service (SES) vor Ort durchgeführt. Die Senior-Experten, die SOLUX-Werkstätten in Betrieb

nehmen, haben sich zuvor in den Dresdner Musterwerkstätten eingearbeitet und sind mit allen

Fertigungsschritten vertraut.

SOLUX bietet auch einen speziellen Werkzeugsatz für die Leuchten- und Modulfertigung an, der

unter anderem aus diversen Werkzeugen zum Messen, Löten, Biegen und Nieten besteht.

Der Übergang zur Solarleuchte hilft den Menschen im ländlichen Raum, die Abendstunden besser

zu nutzen. Für alle häuslichen und gewerblichen Tätigkeiten, zu allen Arbeiten für Bildung und

Schule ist das bessere Licht eine große Erleichterung.

Kontext

SOLUX e.V.

One-Child-One-Solarlight

Senior Experten Service

Meilenstein für zukunftsträchtige Energieversorgung

Green Step e.V.

Internationale Agentur für erneuerbare Energien


Foto: terre des hommes Deutschland e.V.

Lasten tragen, um zu überleben

Straßenkind für einen Tag

Aktion Sichtwechsel

Vor 20 Jahren, am 20. November 1989, hat die UNO die Kinderrechtskonvention beschlossen.

Diesen Tag nimmt terre des hommes zum Anlass, auf die Situation von Straßenkindern

hinzuweisen. Sie ruft Kinder und Jugendliche dazu auf, für einen Tag in die Rolle eines

Straßenkindes zu schlüpfen.

Für die meisten deutschen Kinder und Jugendlichen sind die Lebensbedingungen von

Straßenkindern kaum vorstellbar. Weltweit sind es 80 bis 100 Millionen Kinder, die auf den Straßen

der Städte um ihr Überleben kämpfen. Sie versuchen zu überleben, indem sie Bonbons oder

Zeitungen verkaufen, Autoscheiben waschen, Lumpen sammeln, Lasten tragen oder Parkplätze

bewachen.

Die meisten dieser Kinder kommen aus armen und kinderreichen Familien. Oft sind zu Hause

Gewalt und Missbrauch an der Tagesordnung. Doch auch auf der Straße droht Gefahr: Viele

Kinder werden Opfer von Überfällen, Mord oder sexueller Ausbeutung.

Gerade den Mädchen auf der Straße bleibt häufig nichts anderes als die Prostitution, um zu

überleben. Wer nicht nach Hause zurückkehren kann oder will, schläft auf dem Bürgersteig, auf

Plätzen oder in Hauseingängen. Die Nächte im Freien, das Leben zwischen Autos und ihren

Abgasen sowie schlechte Ernährung machen die Kinder krank. Viele sind drogenabhängig. Die

Straßenkinder sind ständig auf der Flucht: Sie laufen vor der Gewalt zu Hause ebenso davon wie

vor brutalen Sicherheitskräften.


Foto: terre des hommes Deutschland e.V.

Schuhputzer in Nicaragua

Straßenkind für einen Tag

Bei der Aktion von terre des hommes sollen Kinder, die es besser haben, erfahren, wie ihre

Altersgenossen in anderen Teilen der Welt leben müssen. Dafür sollen sie für einen Tag in die

Rolle von Straßenkindern schlüpfen. An diesem Tag verrichten sie symbolisch typische Arbeiten,

mit denen sich Straßenkinder ihr Überleben sichern. So verkaufen sie beispielsweise Zeitungen,

reinigen Autoscheiben und putzen Schuhe. Mit Infoständen werden Passanten informiert und um

Spenden gebeten.

Für Schulklassen und Kindergruppen gibt es von terre des hommes Unterrichtsmaterial und ein

Aktionspaket. So können die Aktionen gut vorbereitet und Erfahrungen anschließend ausgewertet

werden. Globales Lernen ist hier das Ziel: über den eigenen Tellerrand hinausblicken und

erkennen, was in anderen Teilen der Welt geschieht.

Foto: terre des hommes Deutschland e.V.

Mit dem Bauchladen für Straßenkinder in aller Welt

Durch ihr Tun weisen die Kinder beim Aktionstag auf die Situation von Straßenkindern hin und

werben um Solidarität. Mit dem Erlös der Aktion fördert terre des hommes Schutzzentren und

Bildungsprogramme für Straßenkinder in vielen Ländern.

Schwerpunkt 2009 ist Kolumbien.

Schirmherrin der Aktion ist TV-Moderatorin und Comedian Barbara Schöneberger, die selbst

Straßenkinderprojekte in Indien besucht hat.


Kontext

Straßenkind für einen Tag

Unterrichtsmaterial

Aktionspaket

Die wichtigsten Kinderrechte

UN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut (pdf)

Interview mit Barbara Schöneberger

Fotoausstellung "Fußball für Straßenkinder"

Perspektiven für Straßenkinder in Deutschland

Termine

Videoaktion zu "20 Jahre Kinderrechte"


Foto: picture-alliance / dpa

Ernährungssicherung ist ein Schwerpunkt

G8-Gipfel

Entwicklungszusammenarbeit steigern

Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise trifft die Menschen in den Entwicklungsländern am

härtesten. Dieses Thema war zwangsläufig auch Gegenstand der Beratungen auf dem G8-Gipfel in

L´Aquila/ Italien im Juli 2009.

Zum Abschluss des Gipfels zeigte sich Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul erfreut, dass

sich die G8-Staaten zu ihren bestehenden finanziellen Verpflichtungen gegenüber den

Entwicklungsländern bekannt haben. Diese Verpflichtung bedeutet aber auch, dass die Ausgaben

für die Entwicklungszusammenarbeit weiter gesteigert werden müssen.

Ernährungssicherung und Bekämpfung des Hungers

Ein besonderer Schwerpunkt der Anstrengungen gilt der Ernährungssicherung und der

Bekämpfung des Hungers. Für diesen Bereich werden in den nächsten Jahren insgesamt bis zu 20

Milliarden US-Dollar bereitgestellt.

Denn mehr als eine Milliarde Menschen leiden weltweit tagtäglich unter Hunger. Daher müssen die

Entwicklungsländer darin unterstützt werden, dass sie ihren Nahrungsmittelbedarf durch eigene

landwirtschaftliche Produktion decken.

Das Bundesentwicklungsministerium hat sich auf Investitionen in die Landwirtschaft und die

ländliche Entwicklung konzentriert und nicht auf kurzfristige Nahrungsmittellieferungen. Wieczorek-

Zeul begrüßte es deshalb, dass jetzt auch die G8 ein deutliches Zeichen für die ländliche

Entwicklung gesetzt haben.

Es ist auch damit zu rechnen, dass die wirtschaftliche Erholung in den Entwicklungsländern später

einsetzen wird. Das muss bei der Hilfe der Ärmsten berücksichtigt werden, so Wieczorek-Zeul.

Bereits in den vergangenen 15 Jahren ist die Gruppe der G8 zu einem wichtigen Akteur in der

Entwicklungspolitik geworden. Sie hat bestehende Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit

unterstützt und wichtige neue Aktivitäten initiiert.


Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Moskitonetze schützen vor Malaria

Beispielhaft ist die Unterstützung für den globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und

Tuberkulose. Zu erwähnen ist auch die Entschuldungsinitiative für hoch verschuldete arme Länder,

die unter der deutschen Präsidentschaft erweitert wurde.

Initiativen zum Schuldenerlass

Die Schuldenerlassinitiativen HIPC (Heavy Indebted Poor Countries) und MDRI (Multilateral Debt

Relief Initiative) verfolgen das Ziel, die Auslandsverschuldung der ärmsten Staaten zu senken.

Dadurch sollen die Staaten wieder mehr finanziellen Spielraum für die Bekämpfung von Armut

erhalten.

Die Subsahara-Staaten in Afrika profitieren besonders von dieser Maßnahme: 32 der insgesamt 41

Staaten, die durch HIPC und MDRI entschuldet werden, befinden sich in dieser Region.

Die Bundesregierung gewährt HIPC-Staaten in Subsahara-Afrika dabei Schuldenerlasse, durch die

sie gegenüber Deutschland fast schuldenfrei werden.

Auch zum Erlass der Schulden bei MDRI trägt Deutschland bei. Diese sogenannten multilateralen

Schulden sind beim Internationalen Währungsfonds (IWF), bei der Weltbank und regionalen

Entwicklungsbanken entstanden. Diese Initiative wurde bereits auf dem G8-Gipfel 2005

beschlossen.

Kontext

Internetseite der italienischen G8-Präsidentschaft

Hunger bekämpfen, Ernährung sichern

Bekämpfung von Aids, Tuberkulose, Malaria

Wieczorek-Zeul trifft W8 und die Toten Hosen


Foto: Andheri-Hilfe

Von Solarenergie profitieren alle Dorfbewohner

Regenerative Energien

Licht für die Inseln des Ganges

In Bangladesch sind die meisten ländlichen Regionen noch nicht an ein Stromnetz angebunden.

Doch was tun, wenn die allgemein genutzten Brennstoffe wie Holz knapp und Petroleum und

Kerosin immer teurer werden und Löcher in ohnehin kärgliche Haushaltskassen reißen? Die

Antwort: Auf Sonnenenergie setzen!

Dutzende von Flussinseln, Chars genannt, gibt es in einem der größten Flüsse des Landes, dem

Ganges. Die Inseln können nur mit dem Boot erreicht werden. Die Inselbewohner versuchen mit

altertümlich anmutenden Geräten dem sandigen Boden etwas Essbares abzutrotzen. Hütten,

Brunnen oder Aborte müssen auf höheren Grund gebaut werden. Damit soll verhindert werden,

dass die Fluten alles unter Wasser setzen. Pferdekarren sind das vorwiegende Transportmittel.

Schulen oder Krankenhäuser? Auf den Inseln oft Fehlanzeige! Und: Hohe Wasserstände erodieren

die Inseln.

Wer zieht an einen solchen Ort? Es sind keine Abenteurer, es sind Menschen, die von der Armut

auf die Inseln getrieben werden. Hier besteht die Aussicht auf ein Stückchen Land, auf eine

minimale Existenzgrundlage. Sicherheiten gibt es nicht, aber Hoffnung.

Die Menschen auf den Flussinseln des Ganges im Faridpur-Bezirk in Bangladesch sind nicht zu

beneiden: Geringe oder unsichere Einkommen, schlechte Gesundheit, geringe Bildung und

geringes Selbstwertgefühl, unzureichende Vermögenswerte und eine große Anfälligkeit für Krisen

sind die bitteren Zutaten eines harten Lebens. Andheri-Hilfe unterstützt seit 2006 ein Projekt, das

erfolgreich mit 6.000 Menschen auf den Inseln zusammenarbeitet.

Starke Nachfrage nach Solarenergie

2007 wurde als zusätzliche Maßnahme "Solarlicht" eingeführt. 414 Familien profitieren seitdem von

der Solarenergie. Vor dem Hintergrund der starken Nachfrage nach Solarenergie wurden im

September 2008 weitere 674 Haushalte identifiziert, die nun Solarenergie erhalten sollen. Damit

erhöht sich die Gesamtzahl der Solarenergienutzer auf 1.088 Familien.

Die Chars werden auch langfristig nicht im Einzugsgebiet der öffentlichen Stromversorgung liegen.

Die Menschen hier sind auf teure und gesundheitsschädigende Kerosinlampen angewiesen, um

auch nach Sonnenuntergang aktiv sein zu können. Bis Ende des Jahres sollen nun weitere 337

Solaranlagen errichtet werden. Mit einer Anlage können jeweils zwei Familien zwei bis drei Lampen

betreiben. Das Solarmodul wird an einem Haus - an einem Bambusstamm - befestigt, und über


Drähte wird eine Verbindung zwischen zwei Häusern hergestellt.

Foto: Andheri-Hilfe

Grameen Shakti hilft bei der Installation

Die einheimische Organisation Grameen Shakti, die 2007 den alternativen Nobelpreis erhielt, gibt

dabei technische Hilfe. Grameen Shakti installiert die Solaranlagen und führt Trainingsprogramme

unter der Ägide eigener erfahrener Trainer durch. Außerdem trägt die Organisation Reparatur- und

Instandsetzungskosten für drei Jahre und gibt Garantien für die einzelnen Teile der Anlage.

Die Familien, die von der Solarenergie profitieren, werden nach Ablauf der drei Jahre alle Kosten

im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Wartung der Solaranlage tragen. Die bisherigen

Energiekosten für das Kerosin liegen wesentlich höher als die erwarteten Kosten für den Betrieb

und die Wartung der Solaranlage. Die Solarenergie stellt saubere und sichere Energie für Bildung,

Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung sicher. Armut in der Projektregion kann noch effektiver

bekämpft werden.

Unterstützung des Bundesentwicklungsministeriums

Erfreulicherweise übernimmt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und

Entwicklung (BMZ) 75 Prozent der Kosten. Den Rest tragen die Partnerorganisation vor Ort und

Andheri-Hilfe Bonn.

Vielen Menschen im Projekt geht es heute spürbar besser. Doch die Inflation und hier vor allem die

immer schneller steigenden Kosten für Brennstoffe drohen, zumindest einen großen Teil der

Einkommen wieder aufzuzehren. Für Kerosin geben viele mehr als ein Drittel ihres

Haushaltseinkommens aus, so Herr Jalil. Gaben! Bislang sind 414 Haushalte auf Solarenergie

umgestiegen und sparen so jeden Tag viel Geld. Und nicht nur das. Der Betrieb letztlich

gesundheitsschädigender Kerosinlampen wird vermieden.

Außerdem kann mit Hilfe der Solarenergie auf umweltfreundliche Art die produktive Zeit am Tag

verlängert werden. Insbesondere die durch das Projekt initiierten Kleinst- und Kleinunternehmen

werden dadurch gefördert. Kosten für den Kauf und den Betrieb der Kerosinlampen können

eingespart und damit anderweitig investiert werden. Schließlich können die Kinder noch in den

Abendstunden für die Schule lernen.

Bessere Leistungen in der Schule


Aklimas Kinder lernen nun auch nach Anbruch der Abenddämmerung. "Meine Kinder sind jetzt viel

besser in der Schule", sagt Aklima. Sie selbst hat einen Kredit aufgenommen, um Geflügel zu

züchten. Aklima stickt abends dank Solarenergie und verdient sich so noch etwas dazu. Aklima

Begum, 35, lebt mit Mann und fünf Kindern seit Jahren auf einer der Inseln. "Anfangs ging es ganz

gut", erinnert sich Aklima. Dann aber erkrankte der Mann. Seine Arbeitskraft fiel aus und auch der

Tageslohn.

Aklima arbeitete fortan auf den Feldern anderer, verdiente manchmal ein wenig Geld bei

Straßenarbeiten und musste ansonsten sehen, wie sie die Familie ernährte. Die Preise für

Nahrungsmittel und für Brennstoffe kletterten rasant in die Höhe. Drei Mahlzeiten am Tag waren nie

möglich, schon zwei Mahlzeiten ein Luxus. Die Lebensumstände wurden immer schwieriger.

Staatliche Hilfen gab es nur auf dem Papier - bei Aklima und ihrer Familie kam nichts an.

Der Stromanbieter "Naturstrom AG" engagiert sich auch bei unserem Projekt. Naturstrom ist die

nachhaltige Entwicklungshilfe mit der Förderung Erneuerbarer Energien ein wichtiges Anliegen.

"Deshalb freuen wir uns, mit der Andheri-Hilfe - übrigens selbst naturstrom-Kunde - an dem Projekt

"Solarlicht für 1088 Familien" zusammen zu arbeiten", so Geschäftsführer Oliver Hummel.

Gestartet wird das Engagement mit dem Bau von fünf Solaranlagen in dem Dorf Khalak Mattubar

Dangi auf dem Char "North Channel Union".

(Autor: Georg Witzel, Andheri-Hilfe, Bonn)

Kontext

Andheri-Hilfe Bonn

Grameen Shakti

Partnerland Bangladesch

Länderinformation Bangladesch

Erneuerbare Energien - Deutschlands sehr guter Ruf


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