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Sammler Journal Auktions-Sonderheft (Vorschau)

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DAS AUKTIONS-SONDERHEFT

Frühjahr 2012 | € 7,90

Schweiz CHF 15,30 | Österreich € 7,90 | Be/Ne/Lux € 9,30

SPECIAL TAJAN PARIS

Porträt DOROTHEUM / KÜHLING / SCHEUBLEIN / SIEBERS

PREISE – 34 SEITEN AUKTIONSERGEBNISSE

4 197580 807900 01


»Hammonia«, 1882

1. deutsche Schreibmaschine.

Riesen-Rarität!

(Schätzpreis: € 10.000 – 15.000)

Miniatur-Vinaigrette aus

Gold mit Walzenspielwerk,

um 1810

Ein spektakuläres Kunstwerk.

(Schätzpreis:

€ 12.000 – 15.000)

Sensationelle Modell-Eisenbahn-Anlage

des Schweizer Josué Droz, 1920

Alles handgefertigte Unikate: 3 Loks, 30 Personen- und Güterwagen,

Haupt- und Güterbahnhof, Stellwerk, Lokschuppen,

Bahnsteige, Brücken, Drehscheibe, Gesamtfläche: 6 x 16 m

(96 m²), mit je 400 m Geleise- und Oberleitungen, Weichen,

Signale, Trafos etc. – Eine Riesen-Rarität !! –

(Schätzpreis: € 50.000 – 100.000)

Legendäre Chiffriermaschine

»Enigma«,

um 1938

Voll-funktionsfähiges

Modell, das den

Ausgang des 2. Weltkrieges

so dramatisch

beeinflußte.

(Schätzpreis:

€ 10.000 – 15.000)

Gustave Vichy: »Orgelspieler

mit tanzenden

Puppen«, um 1880

Mit seltenem Biskuitporzellan-Kopf,

Höhe: 65 cm.

(Schätzpreis:

€ 15.000 – 20.000)

Grammophon mit

illuminierter Spiegelfront,

um 1920

Außerordentlich selten!

(Schätzpreis: € 4.000

– 6.000)

Gustave Vichy:

Harfespielender Affe,

um 1880

Musik-Automat in exzellentem

Original-Zustand, 48 cm hoch.

(Schätzpreis: € 3.000 – 5.000)

Vergoldeter Singvogelautomat

von Bruguier, um 1835

Fantastisches Museumsstück!

(Schätzpreis: € 18.000 – 25.000)

Spektakuläres Tanzsaal-

Grammophon, um 1920

(Schätzpreis: € 2.000 – 3.000)

Willkommen zu unserer 121. Spezial-Auktion!

Nr. 1 in »Technischen Antiquitäten«:

Spezial-Auktionen

»Büro-Antik«

»Wissenschaft & Technik«

»Klassisches Spielzeug«

26. Mai 2012

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte ab Ende April

unsere Website: www.Breker.com / New Highlights,

sowie youtube.com: Auction Team Breker

Voll-illustrierter 2-sprachiger (deutsch/englisch) FARB-Katalog: € 28,–

Lieferung nur gegen Vorauskasse (Scheck, Bar oder Kreditkarten mit

Sicherheitsnummer „CVV“ und Verfalldatum: Mastercard / Visa / AmEx)

»Cavallino rampante«, das mannshohe Markenzeichen

von Ferrari, Maranello/Modena, Italien

Massiv-Holz (!) – 1,80m hoch! – Eine Riesen-Rarität!

(Schätzpreis: € 6.000 – 9.000)

Limousine »Karl Bub (No. 1273)«, um 1925

54 cm lang! Eins der größten

Blechspielzeugautos überhaupt.

(Schätzpreis: € 4.500 – 7.000)

Exklusives Grammophon,

um 1910

Mit Schalldose ‘Pathe’

für Tiefenschrift.

(Schätzpreis: € 1.500 – 2.500)

Luxus-Phonograph

»Edison Opera«, um 1911

(Schätzpreis: € 4.000 – 5.000)

Schweizer Herren-Taschenuhr

mit Musikwerk, um 1900

(Schätzpreis: € 1.200 – 1.800)

Original Schaufenster-Automaten

von »Steiff«

Mehrere Modelle (1,80 m hoch), elektrisch.

– Spektakuläre Einzelstücke!

(Schätzpreis: € 1.200 – 2.500 / jeweils)

»De Dion: Vis-à-Vis« um 1900

von Jouet Français, Paris.

24 cm lang.

Englische Stockuhr mit 8

Glocken und 5 Tonfedern

(Schätzpreis:

€ 2.800 – 3.500)

Frühes Trepanations-Besteck, um 1785

Komplettes Chirurgen-Set mit 17 Teilen.

(Schätzpreis: € 6.000 – 8.000)

Umfangreiche Sammlung klassischer

»Pharmazie- & Medizin-Technik«, 17. – 19. Jh.

Dampflok »Märklin Nr. 1020« (Spur 0), 1895

Original-Handlackierung (!) 12,5 cm lang. Äußerst

frühe Märklin-Lok in sehr gutem Original-Zustand.

(Schätzpreis: € 2.000 – 2.500)

Personenwaagen

Mehrere münzbetriebene Modelle,

u.a. ‚Lollipop‘ von National

Novelty, Co., um 1905

(Schätzpreis: € 1.000 – 3.000)

Schwarzwälder Flötenuhr mit

Figuren-Automat, um 1820

(Schätzpreis: € 4.500 – 6.000)

Exzellente Sammlung früher Schlösser,

16. – 19. Jh.

Attraktive mannshohe Hollywood Dekorationsfiguren: »Charlie Chaplin«,

»Marilyn Monroe«, »Humphrey Bogart«, »Groucho Marx« als Golfspieler, etc.

(Schätzpreis: € 500 – 800 / jeweils)

Großer Singvogel-Automat mit

Silber-Gehäuse

(Schätzpreis: € 3.200 – 4.000)

☛ Einlieferungen jederzeit willkommen!


Astronomisch-Nautischer

Kompass, um 1860

Ausgefallenes Modell von Lilley

& Son, London. Mit geprägter

Plakette »By Her Majesty‘s Royal

Letters Patent, E. D. Ashe. R.N.

Patentee«. 32 cm hoch. – Selten!

(Schätzpreis: € 1.500 – 2.500)

25 JAHRE

AUCTION TEAM BREKER

Original Amerikanische Casino-

Spielautomaten, um 1950

Lebensgroße Figuren: ‘Bandit’ (1,78 m)

bzw. ‘Sheriff’ (1,75 m), je mit ‘Mills High

Top’ Spielautomat. Top-Zustand!

(Schätzpreis: € 15.000 – 20.000 / jeweils)

Münzautomat »The English

Execution«, um 1928

Voll-funktionsfähiges ‚Working

Model‘, Bild signiert

H. Taylor, 1928

(Schätzpreis: € 7.000 – 10.000)

Juke-Box »Wurlitzer 1080 (Colonial)«, 1947

Eines der schönsten Music-Box-Designs. Exzellenter

Zustand! (Schätzpreis: € 10.000 – 12.000)

Walzendrehorgel

»H. Pettersen, Kopenhagen«,

um 1910

(Schätzpreis: € 4.000 – 6.000)

Die Spezialisten für »Technische Antiquitäten«

Postfach 50 11 19, 50971 Köln * Tel.: +49-2236-38 434-0 * Fax: +49-2236-38 43 430

Otto-Hahn-Str. 10, 50997 Köln (Godorf) * e-mail: Auction@Breker.com * Geschäftszeiten: Di – Fr 9 – 17 Uhr

INTERNATIONALE REPRÄSENTANTEN IN:

U.S.A., Frankreich, England, Japan, Australien & Neuseeland, China, Russland

AUCTION TEAM BREKER

»Olivetti M1«, 1911

Außerordentlich seltenes 1. Modell

(Schätzpreis: € 5.000- 8.000)

AUCTION TEAM BREKER

Hervorragende Sammlung »Spielautomaten«

u.a. »Jackpot Penny Ball Gum Vender«, 1932, oder:

»Mills Silent War Eagle«, 1931.

Fahrbare Locomobile »Burrel« (1:4), um 1920

Meisterstück eines neuseeländischen Ingenieurs. Maße: 120 x

64 x 90 cm. Großes detailgenaues funktionsfähiges Modell mit

sämtlichen Armaturen und Papieren. – Hervorragendes Unikat!

(Schätzpreis: € 8.000 – 12.000)

Piano-Orchestrion »J. Klepetar,

Prag«, um 1900

Mit 2 Walzen von je 8 Melodien

(Schätzpreis: € 5.000 – 8.000)

Kult-Motorroller »Rumi Scoittalo«, 1953

Seltener, gesuchter italienischer Motor-Scooter,

5 PS, 125 cm³, exzellent funktionierender

Zustand, 4-Gang, Gewicht: 95 kg.

(Schätzpreis: € 4.000 – 6.000)

Musik-Automat »Buffalo Bill«

von Gustave Vichy,

Paris, um 1890

Äußerst seltener

rauchender Westernheld. –

71 cm hoch.

(Schätzpreis: € 18.000 – 25.000)

Frühe Kapellen-Uhr,

um 1680

Ungewöhnliche runde

Bauform. (Schätzpreis:

€ 2.500 – 3.500)

Süddeutscher

»Vorderzappler«,

um 1740

(Schätzpreis:

€ 2.000 – 2.500)

Französische

Comtoise-Uhr

mit großem

Walzenspielwerk

(Schätzpreis:

€ 3.000 – 4.000)

Frühe bemalte Eisenuhr

mit Wecker, um 1700

(Schätzpreis:

€ 2.000 – 3.000)

Große Bayerische Turmuhr

(ca. 3 m hoch)

(Schätzpreis: € 2.500 – 4.000)

Tanzorgel »Decap«, um 1955

(Schätzpreis: € 5.000 – 8.000)


Frühjahr 2012 | 7,90

Schweiz CHF 15,30 | Österreich 7,90 | Be/Ne/Lux 9,30

INHALT 3

DAS AUKTIONS-SONDERHEFT

AUKTIONSNOTIZEN

Vor- & Nachberichte

4

SPECIAL TAJAN PARIS

Porträt DOROTHEUM / KÜHLING / SCHEUBLEIN / SIEBERS

PREISE – 34 SEITEN AUKTIONSERGEBNISSE

4 197580 807900 01

SPECIAL

Tajan Paris

34

Titelfoto: Irving Penn, Harlequin Dress

(Lisa Fonssagrives-Penn), 1950 (Christie’s,

Paris, 11/2011; Zuschlagpreis

220.000 Euro)

PORTRÄTS 1, 2

Kühling / Siebers

44

AUKTIONSTERMINE 78

INSERENTENVERZEICHNIS 85

INDEX 120

IMPRESSUM 122

PORTRÄTS 3, 4

Scheublein / Dorotheum

52

KUNSTMARKT

Analysen, Trends, Statistiken

64

AUKTIONSPREISE

Ergebnisse auf 34 Seiten

86


4

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Dunkle Wolken ade

Hauswedell & Nolte, Hamburg

Rückschau 2011: Künstlerisch

herausragende Werke erzielten

selbst in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten nach wie vor hohe

Steigerungen, weiß Ernst

Nolte, Inhaber des Hamburger

Hauses Hauswedell & Nolte. So

geschehen in den Versteigerungen

von Moderner Kunst,

Kunst nach 1945 und Alten

Meistern. Beliebt war die Klassische

Moderne, allen voran

Werke von Willi Baumeister. Dessen Mischtechnik Fantom

steigerte ein baden-württembergischer Privatsammler für

238.500 Euro zu Jahresbeginn; in der Herbstsaison kämpfte

ein Schweizer Sammler um das Materialbild Monturi (Erlös

315.000 Euro), sein Gegenbieter aus Württemberg setzte

sich dann bei der farbigen Papiercollage Montaru mit

103.300 Euro gegen den rheinischen Handel durch. Ebenfalls

an einen Schweizer Privatmann ging Emil Noldes Aquarell,

Bauernhof unter dunkler Wolke (176.400 Euro). Der erholte

amerikanische Handel engagierte sich stark für Picasso-Grafiken

(63.000 bis 108.000 Euro), stabil behaupteten sich

auch Werke von Andy Wahrhol – zwischen 18.000 bis 82.000

Euro wurden für seine Serigrafien ausgegeben. Die Steigerung,

die wohl am meisten überraschte, erfuhr die eindringliche

Tuschezeichnung von Käthe Kollwitz, Schwangere, ins

Wasser gehend, die ein rheinischer Sammler gegen einen

passionierten Kollwitz-Fan aus den USA auf kolossale

199.000 Euro trieb. Ein Hauptblatt aus dem grafischen Frühwerk

von Edvard Munch ging – wie fast immer – an einen

norwegischen Sammler (113.000 Euro).

TELEFON | 040/4132100

INTERNET | www.hauswedell-nolte.de

Geheimnisvolle Welt

Schloss Ahlden

Rückschau 2011: Die Frühjahrs- und Herbstauktionen im

niedersächsischen Schloss Ahlden wurden um einen strahlenden

Programmpunkt erweitert, feierte das Haus mit

einer dreitägigen Auktion Anfang Oktober doch sein 150-

jähriges Bestehen mit einer 2.600 Objekte starken Offerte

von teilweise hochadeliger Provenienz. Wie die Vasen aus

dem Besitz von Prinzessin Elisabeth zu Wied, der späteren

Königin von Rumänien, die auch als Dichterin unter dem

Namen Carmen Sylva berühmt wurde. Sehr gefallen haben

dürften der Prinzessin demnach die romantischen Szenen,

die nach dem Thomas Moore-Gedicht Lalla Rookh ihre imposanten

KPM-Vasen schmücken, genauso wie dem neuen

Besitzer, der bereit war, dafür 181.000 Euro auszugeben.

Schon der Name des adeligen Vorbesitzers der feuervergoldeten

Girandolen, die das zweithöchste Ergebnis erzielten,

lässt die Leuchter noch mehr erstrahlen: Aus dem Besitz von

Don Jaime de Mora y Aragón stammt das Louis XVI-Girandolenpaar,

das vermutlich von Louis Auguste Beurdeley, dem

Hoflieferanten Kaiser Napoleons III. geschaffen wurde.

115.000 Euro war es dem neuen Besitzer wert. Insgesamt

erzielte man mit der Jubiläumsauktion großartige 5,5 Millionen

Umsatz.

Zum Umsatz von drei Millionen Euro im Dezember trug

auch das Toplos bei: Die geheimnisvolle Welt der pittoresken

städtischen Märkte brachte der belgische Maler Petrus von

Schendel 1850 in seiner nächtlichen Szene mit jungen Händlerinnen

im Mondschein so perfekt zum Ausdruck, dass sich

der internationale Handel das Gemälde für 112.500 Euro

sicherte. Mit Höchstspannung wurde auch die Versteigerung

des Hauptwerkes Friedrich Kallmorgens, Die betenden

Kinder, erwartet, das er 1891 in Berlin zeigte. Das aus altem

Hamburger Besitz stammende und bisher nur in der Literatur

dokumentierte Gemälde ist zweifellos eines seiner wichtigsten

Werke, das in den letzten drei Jahrzehnten im Kunsthandel

auftauchte. So kämpften denn auch vier engagierte

Telefonbieter lange um das schöne Bild, dessen Taxe von

12.000 Euro verdreifacht wurde. Der Erlös von 42.500 Euro

gilt somit als der zweithöchste Auktionspreis für diesen

Künstler. Auch das Frühjahrsgeschäft stand dem in nichts

nach. 3,2 Millionen Euro Umsatz machte der niedersächsische

Versteigerer mit den Maiauktionen. Die frühe Reiterstatuette

des russisch-italienischen Bildhauers Fürst Paolo

Troubetzkoy, Amazone, brachte einen Rekordpreis von

40.000 Euro (Taxe 14.500 Euro).

TELEFON | 05164/80100

INTERNET | www.schloss-ahlden.de

Abb. li. o.: Willi Baumeister, Monturi, 1954 (Erlös 315.000 Euro).

Hauswedell & Nolte, Hamburg, Herbst 2011

Abb. li. u.: Petrus van Schendel, Nächtliche Marktszene im Mondschein

und Kerzenlicht, Öl/Holz, 1850, 73,8 x 59 cm (Erlös 112.500

Euro). Schloss Ahlden, Dezember 2011


6

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Millionenbilder

Villa Grisebach, Berlin

Rückschau 2011: Die Berliner Villa Grisebach

feierte ihr 25-jähriges Jubiläum

mit einem Erlös von über 55 Millionen

Euro, der höchste Umsatz in ihrer

Geschichte. Neue Preismaßstäbe setzten

die Frühjahrsauktionen, die mit

23 Millionen Euro und somit einer

Umsatzsteigerung von 65 Prozent im

Vergleich zum letzten Frühjahr zu

Buche schlugen; 28 Millionen Euro lautete

das Ergebnis der viertägigen

Herbstauktionen. Die erfolgreichste

des Hauses war die Abendauktion mit

ausgewählten Werken mit einem Gesamtergebnis

von 17,7 Millionen Euro.

Vier Kunstwerke überstiegen dort die

Millionengrenze: Emil Noldes Sonnenblumen

im Abendlicht ging für 1,46

Millionen Euro in eine süddeutsche Privatsammlung,

Wassily Kandinskys

Ringsum für 1,28 Millionen Euro an eine

Schweizer Privatsammlung, Max Beckmanns

Elefant und Clown im Stall für

1,22 Millionen Euro in eine bayerische

Sammlung und Ernst Ludwig Kirchners

Violinistin für 1,12 Millionen Euro in die

Schweiz. In den Frühjahrsauktionen

war die Resonanz lebhaft, die hohe

internationale Beteiligung im Saal und an den Telefonen auffällig.

Was bei der Offerte an Spitzenstücken aus prominenten

Sammlungen, wie die des Kaufhauskonzerns Karstadt und des

deutschen Modeimpressarios Dolf Selbach, nicht wundert. Mit

den 915.000 Euro für Nays Farbenbild Chromatische Scheiben

wurde der bisherigen Rekord für den Künstler verdoppelt. Das

Gemälde, das Karstadt damals für 90.000 Mark kaufte, ging in

eine Berliner Privatsammlung. Insgesamt 2,3 Millionen Euro

brachten die acht Kunstwerke der Sammlung Karstadt in dieser

Abendauktion, deren spektakulärer Auftakt das Bietgefecht

um das Macke-Gemälde Drei Akte darstellte, das schließlich für

707.600 Euro in eine deutsche Privatsammlung ging. Den

höchsten Preis in der dreitägigen Frühjahrsreihe erzielte das

Berliner Haus mit einem Concetto Spaziale-Bild von Lucio Fontana,

das ein New Yorker Privatsammler für eine Million Euro

kaufte. Den zweithöchsten Preis machte das Botero-Gemälde

Bonjour, Monsieur Botero, das wie der Fontana aus der Sammlung

Selbach kam, und das für 720.000 Euro in ein süddeutsches

Museum ging. Insgesamt 5,6 Millionen Euro kamen mit

Werken aus Selbach’schen Besitz zusammen.

Ruhendes Mädchen

Dr. Irene Lehr Kunstauktionen, Berlin

Rückschau 2011: Das Toplos bei Dr.

Irene Lehr in Berlin war Karl Hofers

Ruhendes Mädchen, das im Frühjahr

für den Hammerpreis von 75.000 Euro

versteigert wurde (Taxe 60.000 Euro).

Ebenfalls im Mai wurde die kraftvolle

Gouache- und Aquarellmalerei von

Max Pechstein, Arabische Festung bei

Collioure in Südfrankreich von 1931

von 18.000 Euro auf 36.000 Euro

gehoben. Es ist damit das drittteuerste

Werk des Geschäftsjahres, im

Herbst nur übertroffen von Fritz Winters

Blühen zwischen Steinen, das

für 63.000 zugeschlagen wurde. Im

Herbst hatte Irene Lehr zwei frühe

Arbeiten von Neo Rauch im Angebot.

Erfolgreich abgesetzt werden konnte

das Bild Zündschnüre für 28.500 Euro,

das den Zuschlag von 21.000 Euro für

das im Format fast identische Bild

Werkstatt I noch übertraf. Ein Überraschungserfolg

war ein Werk der auf

dem Markt unterrepräsentierten Kate

Diehn-Bitt, die zu den weniger bekannten

oder auch vergessenen

Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt.

Ihre 1936 entstandene, große Bildnistafel,

Die Witwe, wurde für 27.000 Euro über Taxe weitergegeben.

Sehr gute Preise konnten mit dem Schwerpunkt des

Hauses zuzurechnenden Werken ostdeutscher Künstler

erzielen werden, darunter ein kleines, elegantes Mädchenbildnis

von Werner Tübke (24.000 Euro).

TELEFON | 030/8818979

INTERNET | www.lehr-kunstauktionen.de

TELEFON | 030/8859150

INTERNET | www.villa-grisebach.de

Abb. mittig: Ernst Ludwig Kirchner, Violinistin (Ergebnis 1,12 Millionen

Euro). Villa Grisebach, Berlin, Herbst 2011

Karl Hofer, Ruhendes Mädchen, um 1925, Öl/Lw., 40,5 x 57,5 cm

(Zuschlag 75.000 Euro). Dr. Irene Lehr Kunstauktionen, Berlin, Mai

2011


8

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Teure Lotusblüte

Quentin, Berlin

Rückschau 2011: Zwei Auktionen – jeweils eine zur Frühjahrsund

eine zur Herbstsaison – veranstaltete das Berliner Haus

2011. Mit der rund achtzigprozentigen Verkaufsquote (den

Nachverkauf mit eingerechnet) zeigt man sich in der Kunstmetropole

zufrieden. Im Frühjahr wurden die Bieter bestens

von Wilhelm Gallhofs Akt, Die Korallenkette, angesprochen.

Anfang des 20. Jahrhunderts direkt vom Künstler erworben,

befand es sich seit über neunzig Jahren in Privatbesitz. Der

neue Besitzer musste mit 29.000 Euro weit mehr als die

geschätzten 3.700 Euro berappen. Die leer ausgegangene

Konkurrenz kann die schöne Nackte immer noch großformatig

in der berühmten Münchner Zeitschrift Die Jugend in der

Ausgabe von 1917 bewundern. Dem preußischen Hofmaler

Anton Pesne wird das Bildnis zugeschrieben, das Friedrich den

Großen zeigt. Der glückliche Gewinner des Bietgefechts hat

sich damit für 15.000 Euro bestens für das Friedrichjubiläum

2012 gerüstet. Sommergefühle herrschten schon im April: Die

Amalfiküste des österreichischen Künstlers Richard Unterberger

ging für 35.000 Euro an einen Sammler, der Sommernachtstraum

von Meißen, ein Teeservice für drei Personen,

wurde bei 6.000 Euro zugeschlagen. Die Herbstauktion

wurde bestimmt vom Verkauf chinesischer Zeichnungen. Qi

Baishis Tusche von Lotosblüten mit Fischen war das absolute

Highlight. Als Gastgeschenk der Volkskammer China gelangte

es 1957 in ostdeutschen Privatbesitz und wurde bei Quentin

mit dem Hammerpreis von 41.000 Euro weitergereicht.

TELEFON | 030/21018372

INTERNET | www.quentinauktionen.de

Russische Schöpfkelle

Soester Auktionshaus, Soest

Die diesjährige Frühjahrsauktion im März 2012 brachte dem

Soester Auktionshaus viele überraschende Ergebnisse und

den internationalen Kunden schöne Kunstwerke. 17.500 Euro

lautete der Zuschlag für einen Saalbieter aus Moskau, der

sich gegenüber neun Telefonen bei einem Moskauer Kowsch

aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts durchsetzte. Bei

einem Gemälde von Jacopo Amigoni mit der Darstellung der

büßenden Maria schlug ein italienischer Privatsammler

bei 8.000 Euro zu. Max Clarenbachs

Gemälde Winterabend am Niederrhein von

1946 blieb für 4.700 Euro in Deutschland, wo

es nun einen Sammler im hohen Norden

erfreut. Schmuckstücke waren ebenfalls bei

deutschen Sammlern beliebt, so wie das Kollier

aus den 1970er-Jahren (Zuschlag 6.000

Euro) oder die Brillantbrosche aus den Sechzigern

(5.500 Euro). Bei einem Brasilianer konnte

die elfenbeinerne Art déco-Figur einer

Tänzerin zu 5.000 Euro punkten.

Günstiger für die Bieter waren

die Preise fürs Interieur

und Design: Eine Stehlampe

wurde für 220 Euro, ein Paar

holländische Armlehnsessel

für 230 Euro und drei dänische

Egg Chairs aus den

1970er-Jahren wurden für je 950

Euro weitergereicht.

TELEFON | 02921/969470

INTERNET | www.soester-auktionshaus.de

Qi Baishi, Lotosblüte mit Fischen.Tusche und Farbe auf Papier, 99,5

x 34 cm (Zuschlag 41.000 Euro). Quentin, Berlin, Oktober 2011

Kowsch, 84 Solotnik, Moskau, Orest Kurljukov, 1908-1916 (17.500

Euro). Soester Auktionshaus, Soest, 14.03.2012


10

Eugen Bracht, Die Bobritzsch-Fluss-Studie, 1914, Öl/Lw., 55,5 x 90 cm (Zuschlag 10.000 Euro). Karbstein, Düsseldorf, Dezember 2011

Das Geschenk

Kastern, Hannover

Rückschau 2011: Ein sogenanntes Geschenkbild von Willi

Baumeister war das Spitzenlos der vergangenen Dezemberauktion

von Kastern. Während der Kriegsjahre 1939-45 hielt

sich der als entartet eingestufte und mit Berufsverbot

belegte Baumeister in Wuppertal auf, wo er bei Dr. Kurt Herberts,

Inhaber einer Wuppertaler Farbenfabrik, arbeitete. Zu

dieser Zeit ist das Bild Mädchen am Bodensee entstanden,

bei dem es sich um eines der wenigen handelt, die Baumeister

in den Kriegsjahren ausgewählten Personen zum Dank

für die erhaltene Unterstützung schenkte. Aus norddeutschem

Familienbesitz wurde es dem neuen Eigentümer für

18.500 Euro zugeschlagen. Ein weiterer Höhepunkt im Auktionsjahr

stellte die Versteigerung der diversen Wappentafeln

und Karten aus dem 17. Jahrhundert von Schieland dar,

die von 800 Euro auf 9.000 Euro gehoben wurden. In der

Märzauktion verursachte ein Sparzierstockgriff vom berühmtesten

Fabergé-Meister Perchin großes Interesse. Für

das emaillierte Goldstück von 1890 fiel der Hammer bei

4.750 Euro. Gleich 6.000 Euro kostete die Meißener Fußschale

von 1817-23. Figuratives aus Meißen war im Juni

gefragt. Eine Tänzerin nach dem Modell von Theodor Eichler,

ausgeführt zwischen 1934-47, wurde bei 3.700 Euro zugeschlagen.

Eine Tänzerin in Gesellschaft stellte der Münchner

Genre- und Bildnismaler Leopold Schmutzler (1864-1941) dar.

Das besonders gut zum Ausdruck gebrachte südländische

Temperament der jungen Frau entlockte einem Bieter 7.500

Euro.

TELEFON | 0511/851085

INTERNET | www.kastern.de

Blumenkinder

Karbstein, Düsseldorf

Rückschau 2011: Das Jahr bei Karbstein schloss ebenso gut

wie es startete. Gleich die Januarauktion brachte mit dem

Zuschlag von 6.000 Euro für das Großformat von Otto Pankok,

Mädchen am Boden, den Höchstpreis für eine Papierarbeit

des Künstlers. Auf der letzten Auktion des Jahres beeindruckte

der Zuschlag für die überlebensgroße Figur von Fritz

Behn, Schreitende, den mit 28.000 Euro ein Berliner Sammler

zahlte, der damit gegen mehrere engagierte Bieter am

Telefon gewann. Die 20.000 Euro-Marke durchbrach auch

ein Rosenbild von Frans Mortelmans, das in der Maiauktion

zahlreiche Bieter aus dem In- und Ausland betörte. Sie sorgten

dafür, dass der Schätzpreis von 13.000 Euro schnell stieg.

Ein deutscher Telefonbieter blieb bis zum Zuschlag von

22.500 Euro hartnäckig. Auch mit Hermann Seegers Bild von

Blumen pflückenden Mädchen, das noch im Januar versteigert

wurde, zeigte sich für Karbstein einmal mehr, dass stimmungsvolle

Ölgemälde der Jahrhundertwende mit dekorativen

Motiven nach wie vor sehr gesucht sind. Ausgegeben

wurden dafür 7.500 Euro. Die kinetische Arbeit Rotor von

Heinz Mack begeisterte eine Sammlerin aus dem Rheinland

so sehr, dass sie mit 11.000 Euro bei einer Taxe von 2.500

Euro alle Mitbewerber aus dem Feld schlug und den Aufwärtstrend

von Zero-Objekten bestätigte. Auch die 10.000

Euro, die für Eugen Brachts idyllische Bobritzsch-Fluss-Studie

erreicht wurden, waren internationaler Jahreshöchstpreis.

Den längsten Atem bewies ein belgischer Telefonbieter.

TELEFON | 0211/906161

INTERNET | www.auktionshaus-karbstein.de


12

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Zart und hart

Felzmann, Düsseldorf

Rückschau 2011: Mit fast zehn Millionen Euro Jahresumsatz

besetzten die Düsseldorfer Versteigerer, die 2011 ihr 35-jährige

Bestehen feierten, weiterhin den Spitzenplatz unter den

Auktionshäusern für Philatelie und Numismatik in Nordrhein-Westfalen.

Vor fünf Jahren entschied sich Ulrich Felzmann,

die Numismatik zu einem vollwertigen Standbein

aufzubauen, was sich auch für 2011 als richtig erwies. Die

Versteigerung der Münzsammlung Excelsior war der Höhepunkt

der Frühjahrssaison. Das 16. Jahrhundert bildet den

Schwerpunkt dieser über 50 Jahre alten Sammlung, deren

exklusive Einzelstücke nur selten zu finden sind. Die Regel,

dass hochwertige Stücke immer gefragt sind, erwies sich

auch bei der anschließenden Briefmarkenauktion als richtig.

Der positive Trend chinesischer Marken setzte sich fort, auch

wenn im Verlauf des Jahres der abflauende Wirtschaftsboom

Chinas auf den Sammlermärkten zeitweilig spürbar

war. Von der ersten deutschen Briefmarke, genannt der

Schwarze Einser, wurden gleich mehrere Exemplare in der

Sommerauktion versteigert. Auch auf seinem dritten Spezialgebiet,

der Zeppelinpost, war Felzmann erfolgreich. Für

Luftschiffpost und Memorabilien wurde im Herbst ein Spezialkatalog

angeboten, der Teile des Bordporzellans des Graf

Zeppelin und die originale Funkspruch-Korrespondenz eines

Zeppelinabsturzes beinhaltete. Eine Bieterschlacht lieferten

sich Sammler aus 16 Ländern jedoch vor allem um die Lose

der Forschungssammlung von John Duggan, Gründer der

internationalen Zeppelin Study Group.

TELEFON | 0211/5504413

INTERNET | www.felzmann.de

Urkunde Juli 1694, Johann Wilhelm Joseph Janaz von der Pfalz,

genannt Jan Wellem. Felzmann, Düsseldorf, 2011

Raden Saleh, In letzter Not (Ergebnis 1,95 Millionen Euro). Van

Ham, Köln, Frühjahr 2011

Einfach majestätisch

Van Ham, Köln

Rückschau 2011: Für Van Ham war es ein Rekordjahr. Der

Umsatz stieg erneut und lag mit 26 Millionen Euro um acht

Prozent über dem des Vorjahres. Mit der Versteigerung

zweier aufsehenerregender Werke unterstrichen die Kölner

ihre Führungsposition bei der Malerei des 19. Jahrhunderts.

Mit Werken des javanischen Prinzen Raden Sarief war man

schon früher erfolgreich, in der Frühjahrsauktion wurde dessen

aufregende Szene eines Löwenangriffes auf einen Reiter

mit dem Titel In letzter Not nun für den Rekordpreis von 1,95

Millionen Euro verkauft. Damit handelt es sich um das teuerste

Gemälde für den Künstler und diese Sparte in Deutschland.

Auch der Auktionsrekord im Herbst für das kleinformatige

Gemälde von Franz Pforr war eine Attraktion. Bei Pforrs

Nächtliche Heimkehr handelt es sich um eines der ersten

Zeugnisse der Nazarener. In der Forschung bislang unbekannt

gewesen, ermittelte Van Ham den Autor, die Provenienz

und vor allem die Bedeutung des Gemäldes, dessen

Versteigerung aufgrund nur fünf fest zugeschriebener

Werke des Künstlers einer kleinen Sensation glich und mit

915.000 Euro entsprechend gewürdigt wurde. Die Kunstgewerbe-

und Schmuck-Auktionen waren mit einem Gesamtergebnis

von 4,1 Millionen Euro die umsatzstärksten in der

Geschichte des Hauses. Highlights waren der Amberger

Hochzeitszug der KPM, der mit einem Gesamtergebnis von

100.000 Euro neue Maßstäbe setzte und das prunkvolle Service

aus der Silberschmiede Wilkens und Söhne, von dem es

weltweit nur zwei Exemplare gibt. Es fand für 52.500 Euro

einen neuen Besitzer. Die Topliste der Modernen und Zeitgenossen

führen erneut Rudolf Bauer mit 620.000 Euro und

Günther Uecker mit 216.500 Euro an. Eine Spitzenstellung

im Bereich Fotografie, der eine Umsatzsteigerung von zwölf

Prozent erfuhr, nimmt die klassische Fotografie ein.

TELEFON | 0221/9258620

INTERNET | www.van-ham.com


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sprachigen Markt. Zusammen mit der Versteigerung von Privatsammlungen

historischer Bestecke sowie Möbel des Art

Nouveau,Lampen und Glasvasen erzielte man für das

Kunstgewerbe eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre.

Höhepunkt der Moderne-Auktion im Dezember wurde nach

langem Bietwettkampf Max Beckmanns bedeutende Gouache

Löwenbändiger (Zirkus). Offenbar von der Zirkusbegeisterung

des Künstlers angesteckt,rangen Saal gegen Telefone

um das große Blatt mit beeindruckender Ausstellungshistorie.

Erst bei 864.000 Euro war ein deutscher Bieter erfolgreich.Weiterer

Höhepunkt war mit 720.000 Euro das Gemälde

Der Wald von Max Ernst. Mit neun Millionen Euro Gesamtumsatz

hat man die Frühjahrsauktionen mit Moderne,Zeitgenossen

und Fotografie abgeschlossen. Höhepunkt war der

vielfach prominent ausgestellte Dancer/Tänzer,eine von

Kurt Schwitters 1943 aus Gips und wohl aus Knochen

geschaffene Plastik. Solche schon kunsthistorisch bedeutende

Arbeiten des Avantgarde-Multitalents sind heute fast

ausschließlich in musealem Besitz oder in Privatsammlungen

und lassen sich auf dem Kunstmarkt kaum mehr finden.

Für 600.000 Euro konnte sich der Schweizer Handel erst

nach langem Bietgefecht durchsetzen: Weltrekord für eine

Plastik des Künstlers.

TELEFON | 0221/9257290

INTERNET | www.lempertz.com

Max Beckmann, Löwenbändiger (Zirkus), 1930, Gouache und

Pastell, 90 x 59,3 cm (Ergebnis 864.000 Euro). Lempertz, Köln,

Dezember 2011

Raubkatzenrekorde

Lempertz, Köln

Rückschau 2011:

Raubkatzen waren

im vergangenen

Jahr bei Lempertz

äußerst begehrt.

Die weiße Löwin

von Johann Gottlieb

Kirchner,die

ursprünglich eine

Tigerin war (der

Namenswechsel ist

einem alten Übertragungsfehler

geschuldet)

übertraf

in der Kunstgewerbe-Auktion

im

November erwartungsgemäß

alle

anderen Objekte

bei weitem. Von

August dem Starken in Auftrag gegeben,war sie für die

Menagerie der Meißener Porzellantiere im Japanischen Palais

in Dresden gedacht. Für 1,1 Millionen Euro ging sie nun nach

Japan. Ein Rekordpreis für Porzellan auf dem deutsch-

Liebesbriefe

Venator & Hanstein, Köln

Eine Sammlung liebevoll illustrierter Briefe von Horst Janssen

an eine junge Geliebte war das begehrteste Objekt der

diesjährigen Frühjahrsauktion 2012 von Venator & Hanstein

in Köln. Im Saal und an vielen Telefonen beboten,wurde das

in mehrere Katalognummern aufgeteilte Konvolut schließlich

für 72.000 Euro verkauft (Taxe 23.000 Euro). Am ersten

Auktionstag wurde der Erstdruck der Tabula Peutingeriana,

der Peutingerschen Tafel mit dem römischen Straßennetz,

erst bei 26.000 Euro ins benachbarte Ausland abgegeben.

Ein vierzeiliges Gedicht von Goethe kostete einen Saalbieter

bei einer Schätzung von 10.000 Euro schließlich 21.000 Euro

und das Kupferstichwerk Fruchtbringende Gesellschaft

27.000 Euro. Die Objekte mit den höchsten Steigerungen

stammten von Marcel Broodthaers. Seine Arbeit Musée

Museum aus dem Jahr 1972 kostete 7.700 Euro (Taxe 2.400

Euro) und zwei kleine Schriften aus den Jahren 1972/73

erbrachten 4.000 und 4.250 Euro – bei Schätzpreisen von

450 und 500 Euro.

TELEFON | 0221/2575419

INTERNET | www.venator-hanstein.de

Abb. li. u.: Sitzende Tigerin, Meißen, Modell von Johann Gottlieb

Kirchner, Januar 1733, Porzellan, H 74 cm (Ergebnis 1,1 Mio. Euro).

Lempertz, Köln, November 2011


16

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

burg (1776-1856) gehörte, die Werke von Rogier van der Weyden,

Cima da Conegliano, Lucas Cranach, Peter Paul Rubens

oder Caspar David Friedrich aufweist. 123 Jahre später ließ sich

ein süddeutscher Bieter die einmalige Gelegenheit nicht entgehen

und sicherte sich das Bild für 20.700 Euro.

TELEFON | 0228/461955

INTERNET | www.zengen.de

Brausende Meere,

ruhende Flüsse

Plückbaum, Bonn

Phönix, Entwurf Arthur Storch, Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur,

Porzellan, 1925, H 57 (Ergebnis 11.000 Euro). Von Zengen,

Bonn, 24./25.03.2012

Seltenheitswerte

Von Zengen, Bonn

Die Hauptattraktion im März

2012 beim Bonner Auktionshaus

Von Zengen kam aus der

umsatzstarken Asiatika-Abteilung:

Die Privatsammlung eines

deutschen Diplomaten, der um

1930 in Peking und Schanghai

stationiert war, bot marktfrische

Ware. Spitzenlos war ein

chinesischer Pinselbecher aus

Elfenbein, den ein Chinese im

Saal auf 22.000 Euro trieb.

11.000 Euro musste ein Bieter für das Herzstück der Porzellanofferte

ausgeben: der große Phönix aus der Aeltesten Volkstedter

Porzellanmanufaktur von Arthur Storch. Er gehört zu

den, in nur kleiner Stückzahl produzierten Tierfiguren und

Fabelwesen, die Storch und Hugo Meisel in den 1920er-Jahren

für das neue Leipziger Messegebäude, das Porzellan-Palais, entworfen

haben. Ebenso selten wie das Porzellan auf dem Auktionsmarkt

zu finden und deshalb äußerst begehrt war ein

Gemälde vom Goethe-Zeitgenossen Johann Joachim Faber.

1827 malte er seine Vedute von San Vito Romano und Olevano

in Latium, die bis 1889 zur bedeutendsten bürgerlichen Kunstsammlung

des 19. Jahrhunderts, der Sammlung des Leipziger

Wollhändlers und Kunstmäzenen Maximilian Speck von Stern-

Rückschau 2011: Als das älteste Auktionshaus in Bonn ist Plückbaum

seit über achtzig Jahren mit der Versteigerung von

Kunst, Antiquitäten und Schmuck erfolgreich, und auch das

Geschäftsjahr 2011 bestätigt dies. Schon im Februar konnte

man sich über die hohe Steigerung von 9.000 auf 19.000 Euro

freuen, die Andreas Achenbachs Marinebild mit Segelschiffen

auf einer stürmischer See verursachte. Doch dieser Steigerungsgrad

sollte in der Herbstsaison beim Aufruf des Landschaftsgemäldes

von Max Clarenbach, Winter an der Erft, aus

Bonner Familienbesitz, noch getoppt werden. Das Limit von

6.500 Euro für die winterlich ruhende Flusslandschaft in Zentralperspektive

ging schnell nach oben, der Hammer fiel

schließlich erst bei 36.000 Euro. Auch die Silbersparte war mit

einem Augsburger Kugelfußbecher aus der Mitte des 17. Jahrhunderts

wertvoll besetzt. Das Silberstück des Meisters Melchior

Burtenbach wurde denn auch erst bei 16.000 Euro zugeschlagen.

TELEFON | 0228/6883820

INTERNET | www.plueckbaum.de

Pinselbecher, Elfenbein, China, späte Qing-Zeit, H 13,6 (Ergebnis

22.000 Euro). Von Zengen, Bonn, 24./25.03.2012

Max Clarenbach, Winter an der Erft, Öl/Lw., 80 x 100 cm

(Zuschlag 36.000 Euro). Plückbaum, Bonn, September 2011


KUNST – ANTIQUITÄTEN – ORDEN – TEPPICHE

12. Mai 2012 • 14.00 Uhr

Vorbesichtigung: 11. Mai 2012, 15.00 – 20.00 Uhr • 12. Mai 2012, 10.00 – 12.00 Uhr

Ignace Spiridon, act. (1869–1900) 85 cm x 140 cm.

Öl auf Leinwand. Signiert. € 1.000,–

Georges Braque (1882–1963)

Öl auf Tafel. 58 x 43 cm.

Limit € 80.000,–

Deutschland oder Niederlande 17. Jh.

Öl auf Leinwand wohl doubliert.

79 x 80 cm. Limit € 600,–

Damenportrait von 1575.

Die Adlige 42 Jahre alt. 92 x 72 cm.

Öl auf Holz Parkettiert. € 800,–

Benjamin Vautier (1829–1898)

Beim Advocaten. 63 x 80 cm.

Öl auf Leinwand. Limit € 4.000,–

Charles Leickert (1816–1907) 77 x 103 cm.

Öl auf Leinwand. Signiert u. datiert 1875.

Limit € 20.000,–

Kommode 97 x 138 x 63 cm.

Limit € 3.000,–

Prismenleuchter Bleikristall und

Bronze D’Ore. 120 cm hoch.

Ende 19. Jh. Limit € 2.000,–

Private Sammlung von mehreren

Hundert Orden und Abzeichen.

Konya Obruk,Türkei, zentral Anatolien 18. Jh.

170 x 117 cm. Limit € 2.000,–

Schirwan Antik Kaukasus. 173 x 118 cm.

Limit € 1.000,–

Selten feiner Isfahan Persien. Korkwolle

auf Seidenkette. 435 x 305 cm. € 1.500,–

Sevan Kazak Kaukasus antik.

19. Jh. 238 x 165 cm. € 1.000,–

Stickerei „Stumpwork” mit Metallbrokat datiert 1667. 94 x 204 cm.

England Periode Charles II. € 8.000,–

Kleid Wiener Werkstätte.

Orig. Etikett und orig.

Silberknöpfe Punziert.

Limit € 1.500,–

Versteigerer Hans-Joachim Homm • Fuchstanzstraße 14 & 33 • 61440 Oberursel

Telefon +49 (0)6171 2790467 • Mobil +49 (0)171 2060060 • Fax +49 (0)6171 2790469

E-Mail: info@auktionshaus-homm.de • Homepage: www.auktionshaus-homm.de


18

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Im Osten was Neues

Mehlis, Plauen

Vase, China, Jade, H 26 cm, Holzkonsole (Zuschlag 66.000 Euro).

Arnold, Frankfurt, September 2011

Chinatown

Arnold, Frankfurt

Rückschau 2011: Asiatika war bei Arnold in der Herbstsaison

äußerst gefragt, hatte das Frankfurter Haus ja auch ausgefallene

Stücke im Programm.Wie die chinesische Jadevase,

deren feines Landschaftsrelief das Interesse vieler internationaler

Bieter auf sich zog.Auf nur 400 Euro taxiert,

schnellte die Vase auf das Spitzenergebnis von 66.000 Euro.

Ähnlich lief es mit einer chinesischen Schale, 18.Jahrhundert,

aus Hindustan-Jade, die den Schätzwert von 300 Euro

bei 22.000 Euro weit hinter sich ließ. Auch orientalisches

Kunsthandwerk wurde stark beachtet.Ein türkischer Iznik-

Teller aus dem 17.Jahrhundert ging nach heftigem Bietgefecht

für 17.000 Euro an einen neuen Liebhaber. Sehr bietfreudig

war das Publikum auch beim Aufruf des Kaiserlichen

Ordens des heiligen Apostelgleichen Fürsten Wladimir, einer

Juwelieranfertigung des Kreuzes 1., 2.oder 3.Klasse mit

Schwertern und Krone für 10.000 Euro. Der Hammer fiel erst

bei 60.000 Euro. Ähnlich tief in die Tasche greifen musste

der Bieter für das Nolde-Aquarell Segelschiff vor roten Wolken,

das der Novemberkatalog zu bieten hatte.65.000 Euro

lautete der Hammerpreis.

TELEFON | 069/282779

INTERNET | www.auktionshaus-arnold.de

Rückschau 2011/Frühjahr 2012: Mit Auktionen zu Spezialthemen

ist man in Plauen besonders erfolgreich.Die Erweiterung

des vierteljährlichen Programms um eine spannende Sonderauktion

bescherte dem Haus die ein oder andere glückliche

Überraschung.Sei es Russische Kunst, die ereignisreiche Zeitspanne

Vom Jugendstil zum Bauhaus oder gar die Auktion für

Stockliebhaber – welches Thema von Jens und Jeannette Mehlis

auch angegangen wurde, steigende Verkaufszahlen und

viele Neukunden waren immer das Ergebnis.Auch die Rückbesinnung

auf den eigenen Schwerpunkt – Angewandte Kunst

des Jugendstil und Art déco – hatte einen positiven Effekt.Ausgangspunkt

war die Sonderauktion Vom Jugendstil zum Bauhaus

im August 2011, die zum Highlight des Jahres wurde.Hier

erzielte die Bauhaus-Teekanne von Theodor Bogler 30.000

Euro.Ebenfalls einen Höchstzuschlag brachte die Gartenplastik

von Cecilia Schmidt Risse mit 14.000 Euro. Für Mehlis Anlass

genug, sich diesen Themen – ebenso wie der angewandten

Kunst nach 1945 – zukünftig verstärkt zu widmen.Das beste

Ergebnis in der Geschichte des Hauses wurde erst vor kurzem,

mit der Frühjahrsauktion 2012 erzielt.Verzeichnet wurde der

höchste Gesamtumsatz, der höchste Zuschlag sowie die höchste

Anzahl von Bietern auf ein Gemälde.Dieses, der Koranprediger

von Daniel Israel war mit 450 Euro angekündigt, und

wurde mit 43.000 Euro nicht, wie man vermuten könnte, an

die eigens aus dem Nahen Osten angereisten Bieter zugeschlagen,

sondern ging nach einem harten Bietgefecht an

einen französischen Kunden.31.000 Euro kostete das Großformat

mit den vier Evangelisten aus der Werkstatt Joachim

Beuckelaers.Für eine Variante der Bogler-Teekanne wurden

29.000 Euro bezahlt, 19.000 Euro legte ein Privatsammler aus

dem Vogtland für den Karlsbader Moser-Sternlüster hin.Unerwartet

hoch war auch der Zuschlag für einen ungemarkten

Meißener Pfeifenkopf, der für 7.000 Euro in die USA ging.

TELEFON | 03741/221005

INTERNET | www.auktionshaus-mehlis.de

Theodor Bogler, Kombinationsteekanne, Entwurf 1923, Modell L6,

Bauhaus Dornburg, Steinzeug (Zuschlag 30.000 Euro). Mehlis, Plauen,

August 2011


20

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Michael Powolny (24.000 Euro), eine bedeutende Meißener

Schokoladentasse aus dem St.-Andreas-Service der Zeit um

1744/45 (6.800 Euro) und eine seltene Präzisions-Sekundenpendeluhr

(13.000 Euro). Ein Buddha Sakyamuni überraschte

mit 8.000 Euro ebenso wie ein Bartmannskrug des Siegburger

Raumes aus dem 16. Jahrhundert mit 4.000 Euro und

ein Satz seltener barocker Schachfiguren in militärischer

Ausformung mit 4.200 Euro.

TELEFON | 03672/424350

INTERNET | www.auktionshaus-wendl.de

Papiertiger

Boltz, Bayreuth

Putto, Entwurf Michael Powolny, Pressmarke WK (1906-12) und

Pressmarke PM (um 1910), H 38 cm (Zuschlag 24.000 Euro).

Wendl, Rudolstadt, Frühjahr 2011

Alleinstellungsmerkmal

Wendl, Rudolstadt

Rückblick 2011: Mit der Versteigerung von Papierantiquitäten,

religiöser Volkskunst, Spielzeug und Varia – unter dem

klangvollen Namen „Kunterbunt“ – in Bayreuth hat Waltraud

Boltz auch 2011 ihre Nischen erfolgreich abgesteckt

und mit feinen Objekten recht bemerkenswerte Ergebnisse

erzielt. Im Frühjahr fiel der hohe Zuschlag von 6.500 Euro für

eine Serie von Guckkastenbildern aus dem 18. Jahrhundert.

Auch Spielzeugliebhaber waren bereit, tief in die Tasche zu

greifen, so wie für einen Kaufladen (1.250 Euro) und ein

Käthe Kruse-Puppenmädchen (3.600 Euro). Bei 1.500 Euro

wurde die unvollständige Schnitzarbeit der Kreuzwegstationen

weitergereicht, 700 Euro kostete einem Bieter ein Diorama

der Heiligen Familie aus fein aquarellierten Papierfiguren

mit aufwändigen Seiden- und Brokatgewändern. Meißener

Hasen waren im November beliebt: Eine Gruppe aus

Kind mit Hasen wurde bei 650 Euro zugeschlagen, ein Feldhase

bei 400 Euro. Die Höchstpreise dieser Kunterbunt-Auktion

wurden jedoch für eine Arretierwaage (4.500 Euro)

sowie für eine Aufsatzkommode (6.500 Euro), beide aus

dem 18. Jahrhundert, erreicht.

Rückblick 2011: Mit 12.000 Positionen in drei Auktionen pro

Jahr hat sich das im thüringischen Residenzstädtchen

Rudolstadt gelegene Kunst-Auktionshaus Martin Wendl ein

Alleinstellungsmerkmal im deutschen Markt erarbeitet. 2011

feierte man das 20-jährige Bestehen und verzeichnete

stabile Verkaufszahlen im Bereich der

achtzig Prozent. Aufgrund der enormen Bandbreite

des Angebots musealer Exponate und qualitätvoller

Sammlerstücke findet zunehmend internationales

Publikum nach Rudolstadt. Glanzpunkte

im Versteigerungsjahr 2011 wurden mit der

Gemäldeofferte gesetzt. So gehörten Edward

Cucuels Darstellung einer Badenden (Zuschlag

39.000 Euro), ein in Öl gefasstes Bildnis eines russischen

Alten von Chariton Platonow (11.000

Euro), ein Willem van Aelst zugeschriebenes

Prunkstillleben (32.000 Euro) sowie ein barockes

Porträt eines jungen Mannes in Harnisch des

niederländischen Malers Pieter Nason (43.000

Euro) zu den Spitzenergebnissen. Ebenso spannende

Bietgefechte und hervorragende Ergebnisse

erzielten ein Putto des Wiener Keramikers

TELEFON | 0921/20616

INTERNET | www.boltz-auktionen.de

Kaufladen, H 32 cm, L 72 cm (Zuschlag 1.250 Euro). Boltz, Bayreuth, Mai 2011


VOGLER AG BASEL

Frühjahrsauktion

Samstag 12.05.2012

Ausstellung 04.05. – 10.05.2012

ALBRECHT DÜRER (1471 – 1528)

„Erasmus von Rotterdam”

Kupferstich, um 1600, Meder 105/h, Wasserzeichen 214

Auktionshaus-Galerie Vogler AG

Güterstrasse 133 • CH – 4053 Basel

Tel. ++41(0)61 361 46 66 • Fax ++41(0)61 361 46 68

info@auktionen-vogler.ch

www.auktionen-vogler.ch


22

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Tickendes und

Bewegtes

Dr. Crott, Mannheim

Rückblick 2011: Für einen kleinen Sammlerkreis, der an feinen

Spieldosen mit Schlagwerken interessiert ist, war die Frühjahrsauktion

von Dr. Crott ein Muss. Im Angebot hatte der

Uhrenspezialist eine einzigartige Singvogeldose mit Musikspielwerk,

Uhrwerk und einem erotischen Automaten. Es

handelte sich hierbei wahrscheinlich um die einzige existierende

Singvogeldose mit drei weiteren Komplikationen, und

als solche die technisch anspruchvollste aller Singvogeldosen.

Entsprechend hoch fiel der Zuschlag mit 300.000 Euro

aus. Musik für über 100.000 Euro lag auch im Herbst in der

Luft. Für eine Schnupftabakdose mit Musikspielwerk von I.G.

Rémond & Company à Genève wurden 130.000 Euro

gewährt; eine Herrentaschenuhr von Piguet et Meylan à

Brassus, 1820 für den chinesischen Mark produziert, spielt

für 180.000 Euro eine Mozartmelodie. Ein sicherlich ganz

exzellentes Stück ist das Drei Brücken Tourbillon von Girard

Perregaux, das für 150.000 Euro seit Mai 2011 den neuen

Besitzer glücklich macht. Seltenheitswert hat die Kampfschwimmeruhr

von Panerai nicht zuletzt wegen ihres Rolexuhrwerks

Cal. 618. Sie wurde das erste Mal im November bei

Dr. Crott angeboten und war mit 65.000 Euro Bestseller

unter den Armbanduhren.

TELEFON | 0621/3288650

INTERNET | www.uhren-muser.de

Officine Panerai, Radiomir, Ref. 3646/Typ C, ca. 1944 (Zuschlag

65.000 Euro). Dr. Crott, Mannheim, November 2011

Exotisch

Kunst & Kuriosa, Heidelberg

Rückschau 2011: Mit vier großen Asiatika- sowie Kunst &

Antiquitäten-Auktionen erzielte das Heidelberger Haus 2011

sein bestes Ergebnis in der 25-jährigen Firmengeschichte.

Mit der erfolgreichen Versteigerung des erstmalig im Handel

angebotenen Gemäldes des Berliner Sezessionisten Lesser

Ury, Nächtliche Straßenszene, setzte man im Mai die

Höchstmarke des Jahres: 140.350 Euro kostete das Bild, das

einen belebten Berliner Boulevard mit beleuchteten Schaufenstern

bei Regen zeigt, aus Mannheimer Familienbesitz.

Schlagzeilen machte das Haus aber auch mit der Asiatika-

Offerte aus einer Schweizer Privatsammlung. Darunter war

eine chinesische Pilgerflasche der Ming-Zeit mit dem Limit

von 500 Euro, die von einem asiatischen Geschäftsmann im

Saal hartnäckig beboten wurde, und der bis zum Hammerfall

bei 23.000 Euro seine Nummer hoch hielt. Exotischexpressiv

verlief der Herbst mit der Versteigerung des von

Helmuth Macke bemalten Schlafzimmers, das für 12.200

Euro über den Tisch ging. Eine Otto Müller-Lithografie kostete

7.930 Euro. Der neuen Sachlichkeit entspricht das Landschaftsgemälde

von Georg Schrimpf, das für 18.900 Euro

ersteigert und in das Werkverzeichnung des Künstlers auf-

genommen wurde. Ein überraschendes Ergebnis erzielte mit

9.761 Euro auch eine chinesische Guanyin der Ming-Zeit.

TELEFON | 06221/840840

INTERNET | www.kunst-und-kuriosa.de

Pilgerflasche aus Jingdezhen, China, Ming-Zeit, Ende 15. Jh.

(Ergebnis 23.180 Euro). Kunst & Kuriosa, Heidelberg, Herbst 2011


Ölgemälde von Theodor GROLL (1857-1913 Düsseldorf)

„Ansicht von Florenz mit Personen- und Tierstaffage”

Zuschlagspreis 19.000,- €

Reiseuhr in Buchform, wohl 17./18.Jh.

wohl Silber Augsbur. Zuschlagspreis 6.000,- €

Krug Altenburg 18. Jh.

Zuschlagspreis 13.200,- €

Kommode vor 1750

Gebrüder Spindler Bayreuth, Nussholz furniert

Zuschlagspreis 122.000,- €

AUKTIONSHAUS

WEIDLER

seit 1980

Öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator

Top-Adresse für alle Sammlungsgebiete

seit 1970 im Antiquitätenhandel

Albrecht-Dürer-Platz 8, 90403 Nürnberg

Tel. 0911 - 22 25 25 oder 22 25 45, Fax 0911 - 24 38 51

auktionshausweidler@t-online.de

www.auktionshausweidler.de

Jährlich in neun Auktionen

ca. 22.000 Positionen auf insgesamt 1500 qm

Zwei Häuser im Herzen der Nürnberger Altstadt:

Schmuck von 1750 bis heute – Taschen-/Armbanduhren versch. Marken

Münzen Gold/Silber – Orden – Gemälde/Grafiken 16.-20. Jh. – Porzellan

(Meissen, KPM, Rosenthal u.a.) – Bronzefiguren – Silberwaren – Fayencen

Altes Spielzeug (Blechspielsachen, Eisenbahnen, Puppen/-stuben u.a.) – Möbel

Ikonen – Zinn-/Kupferwaren – Designobjekte – Pelze (Zobel/Nerz u.a.) – Glas

Holzfiguren – Musikinstrumente – Jugendstil- u. Art Deco-Waren

Teppiche – seltene Bücher und Briefmarken – Postkarten

Fränkische Kunst – Oldtimer/KFZ/Motorräder u.v.m.

Wir versteigern ganze Nachlässe, komplette

Sammlungen und Einzelstücke.

Insolvenzen/Pfandgutversteigerungen,

Auktionen von Schloss- und Villeninhalten.

Einlieferungen jederzeit erbeten.

Umfangreiche Kundenkartei.

Kupferstich von Albrecht DÜRER

„Die Vision des Heiligen Eustachius”

(Meder 60b)

Zuschlagspreis 27.000,- €

Tabatière Frankreich

wohl 19. Jh.

Gold mit Miniaturgemälde

Zuschlagspreis 3.600,- €

Ikone „Hodegetria” Russland

19. Jh. / um 1900

Zuschlagspreis 15.000,- €

Eisenbahnsammlung

MÄRKLIN – BING – BUB

u.a. Lokomotiven, Waggons,

Bahnhof u.a.

Zuschlagspreis 23.365,- €

Geschäftszeiten: Mo.-Fr. 9.00-18.00 Uhr, Sa. 10.00-13.00 Uhr

Kompletter Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen im Internet.

Eigene Kundenparkplätze vorhanden. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Reiseikone

„Heiliger Nikolaus”

Moskau 1896-1908

Zuschlagspreis 16.500,- €

Ferrari Dino 246 GT Coupé Bj. 1971 rot. Zuschlagspreis 68.500,- €


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AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Patek

Henry’s, Mutterstadt

Patek Philippe, Chronograph

Ref. 3970 E, 2. Generation

(Ergebnis 67.100 Euro). Henry’s,

Mutterstadt, 2011

Rückschau 2011: Zwölf reguläre

Auktionen mit den

Schwerpunkten Antiquitäten,

Kunst, Schmuck, Uhren,

Orientteppiche und

Möbel führt Henry’s jährlich

erfolgreich durch –

immer von Spezialauktionen

erweitert.

Landschaften in Kärnten

waren das bevorzugte

Motiv des schwäbischen

Malers Anton Kolig, der

sich 1930 in Österreich

niederließ. Für seine Landschaft

mit See im Gebirge

wurden in der Kunstauktion

28.060 Euro bezahlt.

Einen hohen Zuschlag in

der Auktion mit Teppichen

erzielte ein Seidenkeschan

aus Zentralpersien aus

dem Ende des 19. Jahrhunderts. Mit einem Limitpreis von 5.000

Euro versehen, kam der Zuschlag erst bei 11.500 Euro. Mit

67.000 Euro an der Spitze des Jahres steht die Versteigerung

eines Chronographen von Patek Philippe Ref. 3970 E, zweite

Generation. Von Uhren zu Schmuck war es nicht weit: Ein drei

Karat-Diamantring aus den 1930er-Jahren war einem Sammler

knapp 20.000 Euro wert.

TELEFON | 06234/8011101

INTERNET | www.henrys.de

200

Dr. Fischer, Heilbronn

Hermann Max Pechstein, Waldweg, 1927, Öl auf Leinwand, 51 x 61

cm (Erlös 150.000 Euro). Dr. Fischer, Heilbronn, September 2011

Rückschau 2011: Höhepunkt des Auktionsjahres war das 200.

Auktionsjubiläum am 24. September. Gemäß dieser runden

Zahl wurden 200 Meisterwerke aufgerufen, die ein internationales

Publikum auf den Plan riefen und Spitzenpreise erzielten.

Langjährige Erfahrung und ein fundiertes Wissen in den

bewährten Sparten – von Glas, über russische Ikonen bis hin zu

modernen Gemälden – boten für zahlreiche Interessenten ausgesprochene

Qualität und Raritäten, wie die Ergebnisse deutlich

machen. Für 45.000 Euro blühen die Krokusse der gleichnamigen

Gallé-Vase fortan in einer deutschen Privatsammlung.

Ein monumentaler Preis für ein monumentales Glasbild

konnte für Fire and Glass I von Libensky & Brychtová erzielt

werden. Für 260.000 Euro wechselte es von Prag in die USA. Die

museale Bedeutung des Augsburger Elfenbeinhumpen von

Philipp Stenglin I wurde auch durch seinen Preis unterstrichen:

100.000 Euro lautete der Zuschlag, der die gesetzten Erwartungen

voll und ganz erfüllte. Dagegen alle Erwartungen übertroffen

hat der Zuschlag für das farbenfrohe Pechstein-Bild,

Waldweg, der mit 120.000 Euro auch den Höhepunkt der Auktion

markierte.

TELEFON | 07131/155570

INTERNET | www.auctions-fischer.de

Modern

Kaupp, Sulzburg

Rückschau 2011: Im Herbst setzte

Kaupp erstmals auf Moderne und

Zeitgenössische Kunst. Der lang

geplante Schritt, in dem an Frankreich

und die Schweiz angrenzenden

reichen Baden aufregende

Kunst der jüngeren Vergangenheit

zu versteigern, hatte sehr großen

Erfolg, es engagierten sich

namhafte internationale Museen

und Stiftungen und der Zuspruch internationaler Bieter war so

gewaltig, dass der straffe Zeitplan völlig gekippt wurde. 400

Werke kamen zum Aufruf, 200 davon aus einer Privatsammlung

der ZERO Kunst. Viele wurden bis auf das Zehnfache des

Aufrufpreises gehoben, darunter ein roter Yves Klein (Papierarbeit

M1, rot für 59.000 Euro) und mehrere Arbeiten von Christo

mit Zuschlägen von bis zu 60.000 Euro.„Die Ergebnisse bestätigen

einen Trend, den wir am gesamten Kunstmarkt ausmachen

können. Die 50er- und 60er-Jahre sind im Kommen und

die Preise übertreffen sich“, so Kaupp.

TELEFON | 07634/50380

INTERNET | www.kaupp.de

Christo, Empaquetage, 1963 (Zuschlag 60.000 Euro). Kaupp, Sulzburg,

Herbst 2011


26

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Zwischen Jackie O. &

Schwarzwaldmädeln

Karrenbauer, Konstanz

Louis XVI-Prunk-Pendule, feuervergoldete Bronze, H. 57 cm

(Zuschlag 10.500 Euro). Peege, Freiburg, Oktober 2011

Ganz Paris

Rückschau 2011: Seit mehr als 30 Jahren ist das Auktionshaus

Karrenbauer in Konstanz eine wohlbekannte Adresse für

Kunst und Antiquitäten in der Region und darüber hinaus. In

mehr als 240 Auktionen hat sich ein breites nationales und

internationales Publikum gebildet. Die Spezialität des Hauses

ist die Versteigerung von Objekten, die ausschließlich

aus privater Hand kommen. Im Herbst letzten Jahres wurde

ein unsigniertes Gemälde im Keller eines Reihenhauses entdeckt,

eine italienische Märtyrerinnenszene aus dem 17./18.

Jahrhundert, die in der Dezemberauktion für 5.500 Euro

zugeschlagen wurde. Im Oktober wurde ein wunderbares

Bild des berühmten Schwarzwaldmalers Wilhelm Gustav

Hasemann mit der Darstellung zweier junger Frauen im

Festtagsgewand mit Bollenhut in sommerlicher Landschaft

schwer beboten, was beim Zuschlag von 10.500 Euro endete.

Ein italienischer Maler des 18. Jahrhunderts zeigt eine junge

Dame eine Taube küssend. Obwohl in schlechtem Zustand

wurden für das Gemälde 3.300 Euro gewährt. Möbel standen

im Sommer im Mittelpunkt: Ein Armlehnsessel aus dem

Italien des 17. Jahrhunderts ließ sich ein Sammler 4.000 kosten.

Ein Riemerschmid-Schrank wurde für 2.200 Euro einem

glücklichen Bieter zugeschlagen. Auch die Moderne fand

ihre Liebhaber in Andy Warhols Jackie II, die für 6.500 Euro

weitergegeben wurde.

TELEFON | 07531/27202

INTERNET | www.karrenbauer.de

Peege, Freiburg

Rückschau Herbst 2011/Frühjahr 2012: Zufrieden zeigte man

sich mit den Ergebnissen in der vergangenen Herbst- und

neuen Frühjahrssaison in Freiburg bei Peege. Vor allem mit

einem der Schwerpunkte des Hauses, der Versteigerung von

Gemälden, wurden schöne Zuschläge erzielt. Eine Pariser

Straßenszene von Karl Hubbuch war der Spitzenreiter im

Dezember. Das Bild aus einer Privatsammlung wurde bei

11.500 Euro weitergereicht. Im Oktober war die Darstellung

einer sommerlichen Waldlandschaft aus dem 16. Jahrhundert,

das von Peter Brueghel d. Ä. stammen soll, für 20.000

Euro zugeschlagen worden. Im März 2012 war ebenfalls ein

Gemälde aus dem 16. Jahrhundert gefragt: Ein kleines Kupferbild

mit der Darstellung der Rückkehr der Heiligen Familie

nach Nazareth aus Ägypten, der Werkstatt Marten de Vos’

zugerechnet, wurde für 12.000 Euro versteigert, 10.500 Euro

musste ein Uhrenliebhaber für eine feuervergoldete Louis

XVI-Pendule im Herbst ausgeben.

TELEFON | 0761/75556

INTERNET | www.peege.de

Andy Warhol, Jackie II, Farbseriegrafie, 59,8 x 76 cm (Zuschlag

6.500 Euro). Karrenbauer, Konstanz, Sommer 2011


28

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

erbrachte 5.600 Euro. Ein Ergebnis wie die 90.000 Euro für eine

Bauernhochzeit aus dem Breughel-Umfeld im letzten Jahr

konnte zwar nicht eingefahren werden, doch war man mit den

Verkaufszahlen dennoch mehr als zufrieden. Mit 35.600 Euro

den höchsten Zuschlag unter den Gemälden erzielte eine

atmosphärische Ansicht des Golfs von Neapel von Friedrich

Paul Nerly.

TELEFON | 08382/93020

INTERNET | www.zeller.de

Übergabe geglückt

Allgäuer Auktionshaus, Kempten

Kunstkammer

Zeller, Lindau

Rückschau 2011: Besonders fein gearbeitete Kunstkammerobjekte

erzielten bei Zeller teils beachtliche Steigerungen. Das

Publikum setzte vermehrt auf konservative Werte aus dem Altmeister-

oder Kunsthandwerksektor, die sich über kostbare

Materialien, beste Handwerkskunst und Seltenheit in der

Überlieferung definieren können. Sowohl im Sommer als auch

zur Herbstsaison gelangten in Lindau exquisite süddeutsche

Arbeiten zur Auktion: Ein Memento Mori in Form eines in

einem Sarg liegenden Leichnams aus Elfenbein, um 1680 gefertigt,

stammt aus dem Umkreis des berühmten Nürnberger

Elfenbeinschneiders Stephan Zicksich, was sich im Ergebnis

von 29.500 Euro bemerkbar machte. Ebenfalls in Nürnberg

geschaffen, allerdings erst um 1800, wurde ein kleines, anatomisches

Skelettmodell aus Elfenbein, dessen Kopf und Gliedmaßen

dank filigraner Metallscharniere bewegt werden können

(Ergebnis 20.900 Euro). Ein noch spektakuläreres Ergebnis

erzielte ein Memento Mori aus Lindenholz in Form eines tänzelnden

Tödleins aus Augsburg. Mit einem Limit von 6.500

Euro angeboten, schraubte sich der Preis auf 32.000 Euro. Die

Versteigerung der Netsuke-Sammlung Elisabeths von Anhalt,

Prinzessin von Hessen (1861-1955), war aufgrund der großen

Nachfrage besonders beeindruckend. Sehr begehrt war ein

Okimono in Form eines Oni mit kürbisförmiger Dose aus dem

19. Jahrhundert, das einem Bieter 6.700 Euro wert war. Ebenso

spannend verlief die Versteigerung eines kleinen Netsuke aus

Elfenbein. Saru, der Affe wurde mit 980 Euro ausgerufen und

Rückschau 2011: Das Allgäuer Auktionshaus Kühling zeigt sich

sehr zufrieden mit dem Jahresergebnis. Vor allem für den

neuen Inhaber Matthias Kühling, der die Leitung im Januar von

seinem Vater Bernard übernommen hat, war das erste

Geschäftsjahr unter seiner Leitung recht erfreulich. Zu Jahresbeginn

war die Spielzeugofferte stark beboten, heiß umkämpft

wurde dabei der Schraubendampfer Jolanda von Märklin, der

einem Allgäuer Bieter bei 15.000 Euro zugeschlagen wurde. Im

Sommer war vor allem ein Madonnenbild aus dem Italien des

17. Jahrhunderts schwer begehrt. Aus ganz Europa stammten

die Bieter, die dazu beitrugen, dass sich der Limitpreis mehr als

verdreifachte (Zuschlag 18.000 Euro). Für Spannung sorgten

die fantastischen Märchenillustrationen des Isnyers Künstlers

Friedrich Hechelmann, die auf 1.100 Euro und auf 4.300 Euro

kletterten. Eine Tusche- und eine Ölarbeit von A.R. Penck wurden

für 8.500 Euro und 8.000 Euro versteigert.

TELEFON | 0831/5642530

INTERNET | www.allgaeuer-auktionshaus.de

Der Klassiker

Neumeister, München

Rückschau 2011: Für Neumeister bestätigte sich die Erfahrung

der vergangenen Jahre, dass sich die hohe Wertschätzung für

qualitätvolle, singuläre Werke in erfreulichen Resultaten spiegelt.

Wie die 275.000 Euro, die ein deutscher Sammler für Abel

Grimmers Gemälde Turmbau zu Babel zahlte. Genauso trugen

internationale Sammler und Händler zu hohen Zuschlägen bei.

Werke des 19. Jahrhunderts erzielten Spitzenergebnisse, allen

voran ein Höchstpreis von 143.750 Euro für Joseph Stieler und

sein Porträt der Freifrau von Tettenborn. David Rijckaert zugeschriebenes

flämisches Prunkstillleben schraubten ausdauernde

Saalbieter zugunsten des niederländischen Handels auf

137.500 Euro. Den höchsten Erlös bei den Neueren Meistern

Abb. li.: Saru, der Affe, Netsuke, Elfenbein (Ergebnis 5.600 Euro).

Zeller, Lindau, 2011


AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE 29

verzeichnete man für

Paul Matthias Paduas

Dirndl mit 75.000 Euro,

das in eine oberbayerische

Privatsammlung

übernommen

wurde.

Eines der Toplose

beim ebenfalls sehr

gut nachgefragten

Kunsthandwerk war

ein Paar Weinkühler

von Gabriel-Jacques-

André Bompart für

18.750 Euro. Die komplette

Serie von 16

Figuren der Nymphenburg

Commedia

dell’arte wurde für

20.000 Euro verkauft.

Auch in der

Abteilung Moderne

waren qualitätvolle

Arbeiten europaweit und bis China und die USA gefragt – insbesondere

Werke der Klassischen Moderne wie von Ernst Ludwig

Kirchner (212.500 Euro), Wassily Kandinsky (200.000 Euro),

Emil Nolde (90.000 Euro), Hermann Max Pechstein (81.250

Euro) oder Maurice Utrillo (81.250 Euro). Spitzenreiter der

Sonderauktion shape, anlässlich der 50. Auktion Moderne, war

Sol LeWitts dreiteilige Installation Complex Forms No. 19

(102.500 Euro). Beim Design brachte es das Meißen-Service

1001 Nacht auf 15.000 Euro. Ein heiß umkämpfter Paravent der

1930er-Jahre aus der Art déco-Sammlung des Travestiestars

Bob Lockwood ging schließlich für 22.500 Euro an einen internationalen

Sammler.

TELEFON | 089/2317100

INTERNET | www.neumeister.com

Isarflimmern

Art& Auktionen, München

Rückblick 2011: Regelmäßige Zuschlagsquoten von mehr als

75 Prozent in den vier großen Kunstauktionen und über 90

Prozent in den drei Fundgruben-Auktionen ließ 2011 zum

erfolgreichen Jahr werden. Die Herbstauktion war eine der

besten seit Bestehen des Unternehmens, wofür vor allem

eine Sammlung von Grafiken und modernen Werken verantwortlich

war. Vor allem das große und breitgefächerte Angebot

an Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälden vom 16.

bis zum 20. Jahrhundert lockte zahlreiche Besucher und

Kaufinteressierte. Hauptlos war erwartungsgemäß das

Gemälde von Alexander Kanoldt, Olevano II, das für 135.000

Euro zugeschlagen wurde.

TELEFON | 089/23886890

INTERNET | www.artauktionen.com

Abel Grimmer, Turmbau zu Babel, Öl/Holz, 50 x 66 cm (Erlös

275.000 Euro). Neumeister, München, 2011

Abb. o. li..: Yves Klein, Vénus bleue, 1961/62, Kunstharz/Gips, Pigment,

68 x 30 x 20 cm (Erlös 40.000 Euro). Neumeister, München, 2011

Gipfelstürmer

Ketterer Kunst, München

Rückschau 2011: Im Dezember versteigerte man mit Max

Pechstein das teuerste Kunstwerk im deutschen Auktionsmarkt

und verzeichnet die beste Jahresbilanz nach den

Rekordjahren 2007 und 2010. Mit Max Pechsteins doppelseitigem

Gemälde, Weib mit Inder/Früchte II, erlöste man in

München 3,5 Millionen Euro (Zuschlag 2,9 Mio. Euro). 29

Millionen Euro Gesamterlös, so lautet das ausgezeichnete

Fazit für das Geschäftsjahr von Ketterer Kunst. Allein die

Abteilungen mit Moderne und Zeitgenossen, einschließlich

der Sonderauktionen spielten einen Erlös in Höhe von 25

Millionen Euro ein, rund fünf Millionen Euro mehr als im vergangenen

Jahr. Dafür sorgten Bieter aus über 40 Ländern,

vor allem aus Europa und den USA, aber auch aus Brasilien,

China, Singapur, Japan und Australien. Exzellente Steigerungen

erfuhren neben dem Star des Jahres auch andere Klassiker

wie Kirchner, Schmidt-Rottluff und Heckel. Solide 1,1

Millionen Euro wurden mit Alten und Neueren Meistern erzielt.

Ein Drittel mehr neue Bieter erlebten zwei Rekorderlöse:

Sowohl Philipp Otto Runges vier Zeiten-Blätter (152.500

Euro) als auch Schnorr von Carolsfelds Die Heimkehr des verlorenen

Sohnes (78.080 Euro) verursachten großes Aufsehen.

Die Dependance in Hamburg spielte mit wertvollen

Büchern 3,3 Millionen Euro ein, die Sonderauktion Kinderbücher

war mit einer Verkaufsquote von 112 Prozent überaus

erfolgreich.

TELEFON | 089/552440

INTERNET | www.kettererkunst.de


30

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE

Oriental

Ruef, München

Nashornbecher, China, 18. Jh., H 6,5

cm (Zuschlag 45.000 Euro). Ruef,

München, Frühjahr 2011

Rückschau 2011: Alte

Meister und Asiatika

waren bei Ruef

begehrt, doch auch

die hochwertig bestückte

Fayence-

Abteilung der Sommerauktion

– vor

allem aus der Sammlung

des Kunsthändlers

O. Bina – kam gut

an. Man interessierte

sich vor allem für den

Künersberger Walzenkrug

mit der Darstellung

des hl.

Michael, der dem Maler J.G.L. Rupprecht zugewiesen wird, was

den Limitpreis von 5.000 Euro auf den Zuschlag von 29.000

Euro anwachsen ließ. Im Dezember wurden zwei schöne

Früchtestillleben von Johann Amandus Winck für 18.500 Euro

versteigert. Die als Altmeister-Highlight angekündigte Darstellung

einer weiten Dünenlandschaft mit gotischer Kirche von

Jan van Goyen, wurde bei 40.000 Euro über Limit zugeschlagen.

Der Höchstpreis des Jahres von 60.5000 Euro aber wurde

einem Gemälde eines unbekannten Meisters des 18. Jahrhunderts

gewährt, das eine Audienz bei einem osmanischen Herrscher

zeigt. Orientalisches Flair verströmte auch die im 19. Jahrhundert

in der Türkei gefertigt Silberkanne mit passender

Schale, die mit 42.000 Euro der Renner im Oktober war. Asiatika

waren im Frühjahr gefragt, allen voran ein chinesischer Nashornbecher

aus dem 18. Jahrhundert. Den Bechern wird aufgrund

ihres Materials die Bedeutung von Reinheit und Harmonie

zugesprochen und sie wurden deshalb nicht selten als

Hochzeits- und Glückwunschbecher weitergereicht. Der nur

6,5 cm kleine Kelch wurde erst bei 45.000 Euro zugeschlagen.

Ebensoviel musste der neue Besitzer einer fast ein Meter hohen

chinesischen Wächterfigur aus dem 17. Jahrhundert aufbringen.

TELEFON | 089/524084

INTERNET | www.ruef-auktion.de

Teurer Stuck

Nusser, München

Rückschau 2011: Bei Nusser kann man sich über das letzte

Geschäftsjahr freuen, wurden doch einige herausragende

Ergebnisse vor allem bei der Versteigerung von Gemälden

verzeichnet. 52.000 Euro brachte das Bild von Michael Neher,

Das Rathaus in Nördlingen, ein. Zwei Ölstudien von

Franz von Stuck (Kreuzigung und Abziehendes Gewitter), die

aus dem Nachlass von Olga Oberhummer, der Enkelin von

Stucks Gattin stammen, sorgten mit 50.000 und 42.000

Franz von Stuck, Studie zum Gemälde Kreuzigung, Öl/Malkarton,

1913, 40,5 x 35,5 cm (Zuschlag 50.000 Euro). Nusser, München, 2011

Euro für gute Stimmung. Ein typischer Franz Roubaud spielte

mit seinem Tscherkessenreiter 30.000 Euro ein. Gut verkauft

wurden aber auch bayerische Motive wie ein Tegernsee-Aquarell

von Wilhelm von Kobell (Zuschlag 15.000 Euro),

ein Aquarell des verschneiten Lenbachplatzes von Adam

Heinrich (14.000 Euro) und eine Bleistiftzeichnung der

Mühle beim Tegernsee am Altbach von Johann Georg Dillis

(8.500 Euro). 15.000 Euro wurden für einen Satz Schachfiguren

aus Elfenbein und Ebenholz aus dem Ende des 19. Jahrhunderts

ausgegeben, genauso wie für eine Majolika-Platte

aus dem Venedig des 17./18. Jahrhunderts. Gestiegener

Nachfrage erfreute sich die Kategorie außereuropäische

Kunst. Das Toplos war ein thailändischer Bronze-Buddha, der

25.000 Euro einspielte. Eine bronzene Figurengruppe aus

dem Japan der Meiji-Zeit wurde für 16.000 Euro versteigert.

Eine chinesische Vase mit blauem Unterglasurdekor steigerte

ihren Rufpreis auf 8.000 Euro.

TELEFON | 089/2782510

INTERNET | www.nusser-auktionen.de

Kecke Krähe

Karl & Faber, München

Rückschau 2011: Mit über 700 Bietern hatte das Haus so viele

Teilnehmer an den Frühjahrsauktionen mit Klassischer

Moderne und Zeitgenössischer Kunst wie seit Jahren nicht.

Neben Bietern aus Deutschland, Benelux, Frankreich,

Schweiz, Italien und USA kamen zahlreiche neue aus Polen,


AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE 31

Doppeladler,

Dolch und Drachen

Hermann Historica, München

der Türkei und Russland hinzu. Spitzenreiter war Gabriele

Münters Gemälde Dorfstraße mit Fuhrwerk, das nach heftigen

Gefechten in eine deutsche Privatsammlung ging. Mit

einem Ergebnis von knapp 430.000 Euro reiht es sich nun in

die Top-Five der weltweit teuersten Münter-Gemälde ein.

Die starke Marktposition, die Karl & Faber inzwischen für

Arbeiten dieser Künstlerin und aus dem Umfeld des Blauen

Reiter hat, konnte im Dezember weiter ausgebaut werden:

Genau wie ihr Dorfplatz in Sandvig auf Bornholm (Ergebnis

170.800 Euro) übertraf Münters Prozession in Murnau spielend

den Schätzpreis (Ergebnis 256.200 Euro). Beide Arbeiten

gehen in süddeutsche Privatsammlungen. Äußerst erfolgreich

war man auch mit der Auktion Alte Meister und Kunst

des 19. Jahrhunderts, der mittlerweile ein eigener Termin

eingeräumt wurde. Das sehr rege Bieterinteresse vor allem

aus Deutschland sowie – dem Angebot entsprechend – Italien

und Russland machte sich bei den Zuschlägen bemerkbar.

Spitzenreiter war ein Gemälde von Isaak Iljitsch Lewitan

(Ergebnis 180.000 Euro). Es ging in deutschen Privatbesitz

gegen russischen Handel. Das mit über zwanzig Bietern vornehmlich

italienischer Herkunft am meisten umkämpfte

Werk aber war eine anonyme Ansicht Venedigs aus dem 18.

Jahrhundert. Mit 1.200 Euro geschätzt, erreichte sie schließlich

31.200 Euro. Es ging das Gerücht um, dass es sich um ein

Werk des Master of the Langmatt Foundation handeln

könnte, was diesen Preisanstieg erklären würde. Dem Ergebnis

von 72.000 Euro für Philipp Otto Runges Scherenschnitt

Ahornblätter in der Herbstauktion ging ein reges Bietergefecht

voraus, genauso wie für eine kleine kecke Krähe, die

Jean-Baptist Oudry, Tiermaler und Hofkünstler Ludwigs XV.,

mit schwarzer Kreide auf blaues Bütten zeichnete, und die

ihre Schätzung mehr als verdreifachen konnte (Taxe 2.000

Euro; Ergebnis 8.400 Euro). Den beeindruckenden Auftakt

aber bildete die altmeisterliche Druckgrafik; mit knapp hundert

Losen machte sie ein Viertel des gesamten Umfangs

aus. Keiner der Zuschläge enttäuschte – teilweise bewegten

sie sich sogar weit oberhalb der Schätzung.

Rückschau 2011: Das Verlangen nach osmanischen, asiatischen

und russischen Objekten war auch im Frühjahr uneingeschränkt

groß. Immenses Interesse löste schon im Vorfeld ein

Nashornbecher aus der chinesischen Kangxi-Periode aus, dessen

ursprünglicher Startpreis von 12.000 Euro am eigentlichen

Auktionstag aufgrund der massiven Vorgebote prompt auf

52.000 Euro erhöht werden musste. Die äußerst kunstvoll

durchbrochenen Schnitzereien, bei denen der hohe Materialverlust

keine Rolle zu spielen schien, machen den Becher einzigartig

– was seinen Preis hatte: Für 150.000 Euro wurde das

24 cm große Rarissimum aus einer Bochumer Sammlung

einem chinesischen Bieter zugeschlagen. Bei den europäischen

militärhistorischen Objekten waren acht der zehn höchsten

Zuschläge im Kapitel zum Russischen Zarenreich zu finden,

allen voran für die schöne Bildhauerarbeit, die das Zarenpaar

Alexander I. und Elisaveta Alexeevna in Bronze auf Sockeln mit

feuervergoldetem gekrönten Doppeladler zeigt. 45.000 Euro

sollten dafür aufgebracht werden, dem neuen Besitzer war das

Paar dann sogar 56.000 Euro wert.Während das Frühjahr noch

ganz im Zeichen von Drachen und Doppeladler stand, beeindruckten

im Herbst die Zuschläge für orientalische Objekte.

Sensationelle 110.000 Euro konnten für einen osmanischen

Dolch aus dem 16. Jahrhundert mit kunstvollem grünschwarzen

Nephritgriff (18. Jh.) erzielt werden. Der mit ornamentalen

Gabelblattranken goldeingelegte Kandshar wurde als einzigartiges

Stück erkannt und sein moderater Startpreis von 4.000

Euro schnell im Bietgefecht zwischen Museen, Sammlern und

Antiquitätenhändlern aus aller Welt nach oben getrieben. Ein

europäischer Sammler konnte sich schließlich gegen den internationalen

Handel durchsetzen. Der Höhepunkt des Jahres mit

einer hundertprozentigen Verkaufsquote und Topzuschlägen

aber war die Versteigerung des ersten Teiles der weltgrößten

privaten Sammlung Alter Waffen – der Sammlung Karsten

Klingbeil, Berliner Baumogul und Künstler. In Kooperation mit

den Belgiern Pierre Bergé & Associés wurden unter dem Titel

The Art of Protection die einzigartigen Belege der Waffen- und

Rüstungsentwicklung vom Frühmittelalter bis zur frühen Neuzeit

in Brüssel versteigert. So wurden für den weltweit einzig

bekannten italienischen Turnierharnisch in privatem Besitz

stolze 337.500 Euro erzielt.

TELEFON | 089/54726490

INTERNET | www.hermann-historica.de

TELEFON | 089/221865

INTERNET | www.karlundfaber.de

Jean-Baptist Oudry, Krähe, schwarze Kreide auf blauem Bütten

(Ergebnis 8.400 Euro). Karl & Faber, München, Herbst 2011

Kandshar mit Nephritgriff, 16. Jh./zug. 18. Jh. (Ergebnis 100.000

Euro). Hermann Historica, München, Frühjahr 2011


32

von Alyscamps in Arles (480.000 CHF), gefolgt von einem

seiner Stillleben (430.000 CHF). Für eine Überraschung sorgte

eine frühe, kleine Abendlandschaft von Gottardo Segantini,

die in kurzer Zeit von 60.000 Franken auf 280.000 Franken

stieg. Alle Lose dieser Frühjahrsauktion wurden abgesetzt,

womit Widmer erstmal die Verkaufsquote von hundert

Prozent erreichte. Die Herbstsaison wurde unter der

Führung des berühmten Solothurners Cuno Amiet beachtenswert.

310.000 Franken erzielte ein frühes Werk aus seiner

Brücke-Zeit sowie ein Bildnis von Anna Amiet. Gottardo

Segantini gehörte zu den sicheren Werten. Mit einem Zuschlag

von 100.000 Franken ging seine Berglandschaft an

eine Saalbieter. Eine Hodler-Studio blieb mit 60.000 Franken

innerhalb der Erwartungen.

TELEFON | +41(0)71/2276868

INTERNET | www.galeriewidmer.com

Félix Vallotton, Tulipes perroquet, fond bibliothèque (430.000

CHF). Widmer, St. Gallen, Frühjahr 2011

Modern Times

Dorotheum, Wien

Rückschau 2011: Das größte Auktionshaus in Kontinentaleuropa

vermeldet, dass man an den Erfolg des Vorjahres, der

sich mit 144 Millionen beziffert, anschloss. 2010 war man mit

den sieben Millionen Euro für Frans Francken Rekordhalter

bei den Altmeistern, 2011 wurden die Höchstpreise im Sektor

Moderne und zeitgenössische Kunst gemacht. 754.800 Euro

legte im November ein Telefonbieter für Ilya Kabakovs Werk

aus dem Jahr 2002, Bei der Universität 1972, hin. Für Alexej

Jawlenskys Wasserburger Landschaft wurden 593.000 Euro

gewährt. Das 20. Jahrhundert Italiens erfreute sich hoher

Nachfrage, so mit avantgardistisch-expertimentellen Arbeiten

der 1960er-Jahre (Enrico Castellani, 467.300 Euro; Emilo

Vedovas, 444.300 Euro). Tendenziell stark waren Gemälde

des 19. Jahrhunderts beboten: Das Titellos im Frühling von

Eugen von Blaas erreichte 280.830 Euro. Eine berühmte Provenienz,

nämlich Napoleons Frau Josephine, verhalf einem

Vasenpaar der KPM Berlin zu preislichen Höhenflügen.

455.800 Euro bewilligte ein Bieter für die Brúle Parfume-

Vasen mit Veduten von Malmaison.

TELEFON | +43(0)1/515600

INTERNET | www.dorotheum.com

Eidgenössisches

Widmer, St. Gallen

Rückschau 2011: Widmers Zugpferde gleich zu Jahresbeginn

waren ohne Zweifel acht Gemälde von Félix Vallotton aus

der Sammlung von Professor Werner Weber, langjähriger

Feuilletonchef der NZZ. Den höchsten Zuschlag erhielt nach

längerem Bietgefecht Vallottons Gemälde der Platanenallee

Nicht nur Vallotton

Schuler, Zürich

Rückschau 2011: Auch

in Zürich war die

Spannung am größten,

als Werke von

Anker bis Vallotton

unter den Hammer

kamen. Höhepunkt

im März war Félix

Vallottons Coteau de

Barneville, das für

320.000 Franken in

eine Schweizer Privatsammlung

gelangte.

Mit türkischer Kunst und Schweizer Präzisionsarbeit

konnte Schuler im Sommer die Sammler gewinnen. Für

34.000 Franken wurde ein abstraktes Gemälde des türkischen

Malers Hakki Anli (1906-65) zugeschlagen. Auf sehr

großes Interesse stießen türkische Silberobjekte aus einer

Schweizer Privatsammlung, den Höchstpreis erzielte eine

Mokkakanne (9.500 CHF). 15.000 Franken waren einem

Sammler eine IWC Da Vinci wert. Im Herbst löste schweizerisches

und russisches Silber atemberaubende Bietgefechte

aus. Aus der Schweiz stammt ein Kännchen von Peter Falkeisen

von 1730 (Zuschlag 5.500 CHF). Den hohen Stellenwert

russischer Gold- und Silberschmiedearbeiten erkannte ein

Sammler im Oklad der Moskauer Silberfabrik Semenov an

der Pantokrator-Ikone, die ihm bei 60.000 Franken zugeschlagen

wurde. Ganz hoch in der Gunst standen die chinesischen

Snuffbottles aus einer Westschweizer Privatsammlung.

Für ein Fläschchen aus weißer Jade in Form eines Pfirsichs

wurden gar 9.000 Franken bewilligt.

TELEFON | +41(0)43/3997010

INTERNET | www.schulerauktionen.ch

Snuffbottle, weiße Jade in Form eines Pfirsichs (Zuschlag 9.000

CHF). Schuler, Zürich, Herbst 2011


AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE 33

Ankerrekorde I

Koller, Zürich

Rückschau 2011: Mit dem Ergebnis von hundert Millionen

Franken (80 Mio. Euro) kann Koller auf eines der besten

Geschäftsjahre zurückblicken. Mit einem weltweiten Repräsentantennetz

konnte die Schweizer Nummer Eins in dreißig

Auktionen 8.500 Bieter aus 58 Ländern erreichen und

mehrere Millionenzuschläge verzeichnen. 7,38 Millionen

Franken für das Bild von Albert Anker, Die ältere Schwester,

und 526.000 Franken für das Selbstporträt des Rembrandt-

Schülers Jacques de Rousseaux sind zudem zwei der 2011

erzielten Weltrekorde. Insgesamt erzielte Koller mit Albert

Anker rund 30 Millionen Franken und setzte drei Rekordmarken

für den Schweizer Künstler: Höchster Preis für eine

Zeichnung (503.000 CHF), höchster Zuschlag für zwei Einzelbildnisse

(7,28 Mio. CHF) und höchster Auktionspreis (7,38

CHF). Insbesondere hoch beboten wurden traditionelle

Werte wie Alte Meister und Gemälde des 19. Jahrhunderts,

besondere Silberobjekte und Porzellane sowie Möbel des 18.

und 19. Jahrhunderts, bei denen die Sammlung des renommierten

Zürcher Händlers Richard Redding den von Gesamtumsatz

15 Millionen Franken mitbestimmte.

TELEFON | +41(0)44/4456363

INTERNET | www.kollerauktionen.ch

Ankerrekorde II

Dobiaschofsky, Bern

Rückschau 2011: Große Nachfrage für Schweizer Kunst

herrschte auch bei Dobiaschofsky im Herbst. Das Aquarell

von Albert Anker, Lesendes Mädchen war das Highlight.

Nach einem langen Bietergefecht konnte es das Vielfache

der Schätzung erreichen und bei 900.000 Franken einem

Schweizer Bieter zugeschlagen werden. Damit verzeichnete

Dobiaschofsy einen Auktionsrekord für ein Aquarell von

Anker. Mehr als ein Achtungserfolg war die Versteigerung

eines Gemäldes von François Bocion, das mit 190.000 Franken

das Dreifache der Taxe erreichte. Weitere Höhepunkte

stellten Ferdinand Hodlers Freiburger Stier (85.000 CHF)

und insbesondere Cuno Amiets Sommerliche Landschaft

mit Haus (260.000 CHF) dar. Zahlreiche inländische wie

internationale Kunden interessierten sich aber auch für das

Angebot mit internationaler Kunst. Den höchsten Sprung

machte Joseph Anton Schneiderfrankens Bild Felsige

Küstenlandschaft in Griechenland, das rasch die Schätzung

von 4.500 Franken hinter sich ließ und erst bei 50.000 Franken

zugeschlagen wurde.

TELEFON | +41(0)31/5601060

INTERNET | www.dobiaschofsky.com

Gotik

Fischer, Luzern

Rückschau 2011: Moderne und zeitgenössische

Kunst, Alte Meister und

Gemälde des 19. Jahrhunderts standen

bei der Galerie Fischer in Luzern

im Mittelpunkt. Das Frühjahr wurde

außerdem um die Offerte mit Russischer

Kunst erweitert, im Herbst

kamen Kunstgewerbe, Schmuck

und Uhren hinzu. Konstantin Korovins

Rosengemälde hielt mit

222.000 Euro den Spitzenplatz bis

zur Herbstsaison, wo Giovanni Giacomettis

Winternacht von 1906 aus

einer Privatsammlung für 406.000

Franken versteigert wurde. Ebenfalls

aus einer Schweizer Privatsammlung stammt eine

Madonna mit den Heiligen Ansanus und Julianus vor Goldgrund,

die Rossello di Jacopo Franchi um 1425 in Florenz in gotischer

Manier malte und die 383.000 Franken erzielte. Für

168.000 Franken wurde ein Stundenbuch in gotischen Minuskeln

in Latein aus Nordfrankreich oder Flandern aus der Zeit

um 1450/60 in die USA verkauft.

TELEFON | +41(0)41/4181010

INTERNET | www.fischerauktionen.ch

Albert Anker, Lesendes Mädchen, Aquarell (Zuschlag 900.000

CHF). Dobiaschofsky, Bern, Herbst 2011

Abb. li.: Rossello di Jacopo Franchi,Thronende Madonna mit Kind im

Beisein der Heiligen Ansanus und Julianus, um 1425. Tempera auf

Holz, 94 x 52 cm (Ergebnis 383.000 CHF). Fischer, Luzern, Herbst 2011


Tajan

Regina Voges

Spitzenlos aus der Sammlung Jorge de Brito war das abstrakte Gemälde „St. Fargeau"

(1961/65) der portugiesischen Malerin Maria Helena Vieira da Silva. Es erzielte

einen Preis von 1,54 Millionen Euro

RÉGINE

Federboas in Pink, Abendkleider aus

Samt und Seide, weißer Nerz: Wenn

eine Nachtklubkönigin ihren Kleiderschrank

aufräumt, kommt keine alltägliche

Mode zum Vorschein. Auf

jeden Fall ist das Abgelegte viel zu

schade für den Altkleider-Container.

Régine, Chansonsängerin, Schauspielerin

und einst die Königin Pariser

Nächte, trennte sich Anfang Februar

mit Hilfe des Auktionshauses

Tajan von vielen ihrer Roben und

Accessoires. In Frankreich ist die 82-

Jährige eine Legende, entsprechend

groß war die Resonanz auf den Verkauf.

Régine – mit bürgerlichem Namen

Regina Zylberberg – regierte in

den 1970er- und 80er-Jahren ein

weltweites Imperium von Nachtlokalen

und Diskotheken – für ein paar

Jahre auch an der Düsseldorfer Königsallee.

Sie stand mit den Reichen

und Berühmten auf vertrautem Fuß,

mit Onassis ebenso wie mit Charlie

Chaplin, Ava Gardner oder Audrey

Hepburn. Das „Chez Régine" nahe

den Champs-Elysées wird heute von

einer jungen Mannschaft betrieben

und ist immer noch der Treffpunkt

der Reichen und Schönen. Jung geblieben

ist auch seine Gründerin.

Das konnte ein großes Publikum voller

Bewunderer an diesem Tag im

Espace Tajan erleben, als Madame

höchstselbst die Rolle des Models

übernahm und in einen ihrer berühmten

Pelze schlüpfte. Über

40.000 Euro sind beim Verkauf der

rund 300 Lose zusammengekommen,

die Régine teilweise der Hilfsorganisation

„Habitat et Soins" stiften

will. Für Tajan gab es obendrein einen

schönen Publicity-Effekt: Ein

glitzernder Jogging-Anzug landete

beim populären Nachrichtenmoderator

Yann Barthès von „Le petit journal"

– und sorgte damit für ein paar

nette Schlagzeilen.

Das Auktionshaus Tajan genießt in

Frankreich einen ausgezeichneten

Ruf als Generalist. Hier ist große

Kunst im sechs- und siebenstelligen


SPECIAL 35

kurrenz, dass in ihrer Persönlichkeit

ein ausgeprägter Geschäftssinn mit

einer Leidenschaft für die Kunst verschmolzen

ist. Rodica Seward war

zuvor Vizepräsidentin und Chefstrategin

der kalifornischen Investmentgesellschaft

Platinum Equity, die auf

den Ankauf und die Entwicklung von

Technologiefirmen spezialisiert ist.

Ihre Passion für die Kunst habe sie

während ihres Architekturstudiums

entwickelt, erklärte die Investorin

aus Anlass ihrer spektakulären Übernahme.

Besonders den französischen

Abstrakten der Vor- und Nachkriegszeit

wie Serge Poliakoff, Pierre

Soulages, Jean Bazaine oder Alfred

Manessier gehört ihr Herz. Sie seien

auf dem internationalen Markt noch

deutlich unterbewertet. Sie will dazu

beitragen, dass sich daran etwas

ändert.

Rodica Seward unterhält durch ihre

Aktivitäten im Finanzwesen Geschäftskontakte

in aller Welt. Sie

nutzt sie nun, um Paris als Kunsthandelsplatz

wieder aufzuwerten – eines

ihrer erklärten Anliegen. „Ich will

auf dem europäischen Kontinent eine

Alternative zu Christie’s und So-

Blick in einen der Ausstellungsräume

des „Espace Tajan"

Der Mitarbeiter-Stab, versammelt im

„Espace Tajan”

Bereich ebenso zu finden wie die

kleine Kostbarkeit für den Sammler

mit bescheidenem Budget. Von seinen

französischen Konkurrenten unterscheidet

sich das Haus durch eine

betont internationale Ausrichtung,

die von seiner Präsidentin Rodica

Seward in den letzten Jahren forciert

wurde. 2003 übernahm die in Rumänien

geborene Amerikanerin 96 Prozent

der Tajan-Aktien von Bernard

Arnault. Der französische Milliardär,

der den Luxusgüterkonzern LVMH

regiert, hatte zwischen 1999 und

2003 mit dem Auktionshaus Phillips

versucht, seinem nicht minder reichen

Landsmann François Pinault,

dem Eigner von Christie’s, das Leben

schwer zu machen. Arnault wollte

auf dem Kunstauktionsmarkt mitregieren,

gab seine ehrgeizigen Pläne

jedoch bald wieder auf. Zu seinem

Imperium hatte in dieser Zeit auch

das Auktionshaus Tajan gehört, das

in den 90er-Jahren die Nummer eins

in Paris gewesen war.

ÜBERNAHME

Die Übernahme von Tajan durch Rodica

Seward versetzte die Branche

zunächst in Erstaunen, denn die vermögende

Geschäftsfrau war bis dato

nur als eifrige Bieterin auf diversen

Auktionen in Erscheinung getreten.

Doch schon bald registrierte die Kon-

Reich ist der Fundus qualitätvoller Altmeister

und Möbel in Frankreich. Tajan

profitiert von der reichen kulturellen Historie

des Landes


36

SPECIAL

Dieses Gemälde der Portugiesin Maria

Helena Vieira da Silva aus dem Jahre

1955 wurde mit Hilfe von „Tajan Live" im

vergangenen Oktober für 270.000 Euro

online zugeschlagen. Nach Aussage des

Auktionshauses ist es damit der höchste

per Internet erzielte Preis für ein Gemälde

in Europa. Das titellose Bild gehörte

zur Sammlung des portugiesischen

Bankiers Jorge de Brito

Das Acrylbild mit dem Titel „T1961-55"

des deutsch-französischen Malers Hans

Hartung (1904-1989) wurde in der

November-Auktion für zeitgenössische

Kunst 2010 mit einem Zuschlag bei

118.000 (inkl. Aufgeld) weitergereicht

Die 80 x 50 Zentimeter große Studie

„Cariatide" von Amedeo Modigliani,

Mischtechnik auf Karton, erzielte während

der Jorge-de-Brito-Auktion im Oktober

2011 einen Preis von 858.000 Euro.

Taxiert worden war das Werk auf 200/

300.000 Euro

Herbst 2004 viele Werke von Max

Ernst, Salvador Dali, Marcel Duchamp

und René Magritte nach Europa

zurück, wo sie entstanden waren.

Die Versteigerung der rund 800

Lose brachte über sieben Millionen

theby’s schaffen", erklärte sie in einem

Interview. Die beiden Giganten

beuteten ihrer Meinung nach Frankreichs

Kunstschätze aus, um ihre

Handelsplätze in London und New

York zu füttern. „Im Gegensatz dazu

hole ich Kunst aus dem Ausland, um

sie in Paris zu verkaufen." Ein großer

Vorteil dieses Marktplatzes: „Hier

hat der Käufer das Gefühl, günstig

zu kaufen. In New York ist das ganz

anders."

Zum Erstaunen der Mitbewerber

landete die agile Geschäftsfrau

gleich zum Auftakt ihres Engagements

einen großen Coup. Es gelang

ihr, die Erben des New Yorker Galeristen

Julien Levy davon zu überzeugen,

dessen Nachlass in Paris versteigern

zu lassen. Levy besaß eine

illustre Sammlung surrealistischer

Kunst, die er als Händler in den

1930er- und 40er-Jahren zusammengetragen

hatte. Rodica Seward

machte seinen Erben klar, dass die

Kollektion bei Tajan besser aufgehoben

sei als bei den großen Mitbewerbern.

In ihrem vergleichsweise kleinen

Haus wurde die Sammlung als

Ganzes behandelt, begleitet von

umfangreichen Recherchen zu ihrer

Entstehung. Und so kehrten im


Euro ein. Gleichzeitig wurde sie zu

einer Hommage an Julien Levy, der

als Pionier unter den Kunsthändlern

den Surrealisten in New York eine

Plattform geschaffen hatte.

RÜCKSCHLÄGE

Nach diesem gelungenen Auftakt

musste Rodica Seward herbe Rückschläge

hinnehmen. Gründer Jacques

Tajan und sein Sohn François,

die zunächst noch in die Geschäftsführung

eingebunden waren, liefen

zur Konkurrenz über und nahmen

wichtige Kunden mit. Obendrein

ging auch die Finanzmarktkrise von

2008 nicht spurlos am Pariser Kunstmarkt

vorüber. Die größten Turbulenzen

wurden jedoch durch die Öffnung

des französischen Auktionsmarktes

für ausländische Unternehmen

hervorgerufen. Denn nachdem

ein Jahrhunderte altes Privileg abgeschafft

wurde, das den halbamtlichen

„Commissaires-Priseurs" das alleinige

Recht auf Versteigerungen

einräumte, können seit 2002 auch

ausländische Häuser Auktionen in

Frankreich abhalten. Die beiden Giganten

Sotheby’s und Christie’s picken

den alteingesessenen Unternehmen

seither die Rosinen aus dem

Kuchen. Die Folge: Fast alle kleineren

Auktionshäuser mussten in den ersten

Jahren der Marktöffnung empfindliche

Einbußen hinnehmen. Tajan

traf es besonders hart: Seine

Verkaufsziffern sanken von 68,4

Millionen in 2003 auf 36 Millionen

Euro in 2009. Dennoch schreibe man

schon seit 2005 dank umfangreicher

Umstruktrierungen schwarze Zahlen.

JORGE DE BRITO

Im letzten Jahr war endlich wieder

auch ein Plus beim Umsatz zu verbuchen:

42,6 Millionen Euro wurden

2011 „erhämmert" – und damit zwölf

Prozent mehr als im Vorjahr. Der

Funkelstern am Tajan-Himmel war

die Versteigerung von Teilen der

Sammlung des portugiesischen Bankiers

und Großunternehmers Jorge

de Brito (1927-2006). Die knapp 60

angebotenen Lose, die während des

Sommers in Brüssel und in Monaco

ausgestellt worden waren, erbrachten

7,3 Millionen Euro. Jorge de Brito

war ein eklektischer Sammler, der

chinesisches Porzellan ebenso liebte

wie französisches Kunsthandwerk,

Altmeister und Möbel. Seine Kollektion

soll rund 3.000 Objekte umfassen,

er war damit der größte Kunstsammler

Portugals. Zeitgenössische

Kunst, die in Beziehung zu seinem

Land steht, lag ihm besonders am

Herzen. Mit einem Zuschlag bei 1,54

Millionen (inkl. Aufgeld) für ihr abstraktes

Werk „St. Fargeau" wurde

für die portugiesische Malerin Maria

Helena Vieira da Silva (1908-1992)

ein neuer Auktionsrekord aufgestellt.

Eine kleine Studie von Amedeo

Modigliani fand für 858.000 Euro

einen neuen Besitzer, während die

kleine chinesische Jade-Skulptur eines

Büffels aus der Ming-Dynastie

für 620.000 Euro einen Liebhaber

fand.

KLIENTEL

Die Klientel von Tajan ist über die

ganze Welt verstreut. Die Kataloge

werden in 110 Länder verschickt, Käufer

aus 57 Nationen wurden bisher

registriert – und sie bieten mit Hilfe

von „Tajan live" zunehmend online:

Für eine Million Euro wurden im vergangenen

Jahr Kostbarkeiten im

Netz ersteigert. Mit einem Zuschlag

von 270.000 Euro für ein Onlinegebot

konnte während der Brito-Auktion

zudem ein europäischer Rekord

eingestellt werden. Der Internetnutzer

kam damit in den Besitz eines

unbetitelten abstrakten Werks von

Vieira da Silva. Fast jede Woche finden

bei Tajan Auktionen statt, die

meisten werden im firmeneigenen

„Espace Tajan" abgehalten, in einem

lichten, ehemaligen Bankgebäude

aus den 1920er-Jahren. Der repräsentative

Bau mit 2.500 Quadratmetern

Diese schwarze Abendrobe mit rosa Boa

von Ted Lapidus wurde Anfang Oktober

bei Tajan angeboten. Das Abendkleid

hat gewiss interessante Begegnungen

erlebt, stammt es doch aus dem Kleiderschrank

der Nachtklubkönigin und

Chansonnière Régine

Dieser liegende Wasserbüffel aus der

Zeit der Ming Dynastie (17. Jahrhundert,

30 Zentimeter lang, grau-grüne Jade)

zählte zu den Prunkstücken der Sammlung

Jorge de Brito. Die außergewöhnliche

Tierskulptur erzielte bei Tajan einen

Preis von 620.000 Euro


38

SPECIAL

In Ferienlaune schaut man nicht so auf den Preis: Marc Chagalls „L’Ange et la Fiancée

erzielte während der Tajan-Sommerauktion 2010 in Monaco 1,23 Millionen Euro.

Es übertraf damit deutlich die Erwartungen, denn das Werk war auf 500/700.000

Euro geschätzt worden

Akademische Malkunst aus dem 20. Jahrhundert: Der Tee-Klipper „Kaisow" von Montague

Dawson (1895-1973) erzielte im vergangenen Oktober bei Tajan 118.442 Euro

Ausstellungsfläche befindet sich an

der Rue des Mathurins, mitten im

achten Arrondissement, im Dreieck

zwischen Garnier-Oper, Madeleine

und Gare St. Lazare. Aber auch im

nicht weit entfernten Auktionspalast

Drouot schwingen die fünf Tajan-Auktionatoren

mehrmals in der

Saison den Hammer.

Im Sommer zieht das Unternehmen

mit der Karawane der Sonnenhungrigen

gen Süden. Jeweils in den Ferienmonaten

Juli und August sorgt

im mondänen Café de Paris in Monaco

ein erlesenes Angebot an

Schmuck, Uhren, zeitgenössischer

Kunst und Design für Abwechslung

vom Sonnenbaden, Schwimmen und

Wasserski. Damit noch mehr Kunst

aus Übersee ihren Weg nach Europa

findet, verbringt Tajan-Präsidentin

Rodica Seward mehrere Wochen im

Jahr in den Vereinigten Staaten. Vor

Ort kümmert sich dann eine 60-köpfige

Mannschaft ums Geschäft. Niederlassungen

gibt es in Bordeaux,

Lyon, Monaco, Nizza und Reims. In

30 französischen Städten werden

Schätztage abgehalten, und auch in

Brüssel, Genf und Zürich halten Expertinnen

und Experten regelmäßig

nach ungehobenen Schätzen Ausschau.

ART DÉCO

Tajan ist vor allem auf dem Gebiet

des Art déco eine erste Adresse. Jährlich

gibt es mindestens drei Prestige-

Auktionen, zudem meist noch vier

kleinere, thematisch weiter gefasste

Veranstaltungen. Dabei werden immer

wieder spezielle Themen in den

Mittelpunkt gerückt. „Lack – Pergament

– wertvolles Holz" etwa ließ

das Werk so illustrer Art déco-Designer

wie Gaston Suisse, Serge Rosse,

Paul Dupré-Lafon und Armand-Albert

Rateau Revue passieren. Wenig

später wurde der Fokus auf die Modernisten

Jacques Adnet, Christian

Krass und Jean Pascaud eingestellt.

Für deutsche Sammler gibt es bei

den Spezial-Auktionen vieles zu ent-


SPECIAL 39

decken und zu lernen. Anfang März

beispielsweise wurde das Inventar

einer Lyoner Villa versteigert. Die

Komplettausstattung war von André

Sornay (1902-2000) in den 1950er-

Jahren geschaffen worden. Mit ihren

geometrischen Formen, Metall-Elementen,

sichtbaren Schrauben und

einer dezenten Farbgebung weisen

die Möbel ihren Schöpfer als einen

strikten Anhänger des Modernismus

aus. Ein Garderobenschrank, taxiert

auf 3.000 bis 4.000 Euro, wurde für

12.000 Euro zugeschlagen.

DESIGN

Neben dem Art déco spielt auch modernes

Design bei Tajan eine zunehmend

umsatzstarke Rolle. Jeweils im

Mai und November gibt es Sonderauktionen,

die die großen Namen

des 20. Jahrhunderts vereinen: Die

skandinavischen Möbelbauer sind

hier ebenso vertreten wie italienische

Avantgardisten und deutsche

Bauhaus-Entwerfer. Und auch Comic-Freunde

sollten ihr besonderes

Augenmerk auf das Auktionshaus

richten. Seit 1996 haben Bildergeschichten,

die „Bandes Dessinées",

eine Heimat bei Tajan. Originale und

Alben im Neuzustand von Peyo, Hugo

Pratt, Bilal oder Moebius haben

hier schon fünf- bis sechsstellige

Preise erzielt. Einen nicht unerheblichen

Anteil am Umsatz hat schließlich

der Verkauf von Weinen und Spirituosen.

Dieses Gebiet wird in letzter

Zeit zunehmend von asiatischen

Sammlern entdeckt.

Kerngeschäft bleibt aber immer

noch der Handel in den klassischen

Ressorts wie der Asiatika und Altmeister.

Besonders erfolgreich verlief

hier das Jahr 2007, als das Auktionshaus

trotz verschärfter Konkurrenzlage

drei der fünf teuersten

Altmeister in Frankreich verkaufen

konnte: Gemälde von Terbrugghen,

Fragonard und Watteau. Um neue

Käuferschichten und -generationen

zu gewinnen, beschränkt sich Tajan

nicht nur auf seine Auktionstermine,

Schöne Weihnachtsgeschenke: Armband und Anhänger mit Skarabäus-Motiv wurden

im 19. Jahrhundert in der Werkstatt des Florentiner Schmuckkünstlers Cesare

Guglielm in der Mikro-Mosaik-Technik gefertigt. Während der Schmuckauktion von

Tajan im Dezember 2011 fanden die Stücke für 7.395 bzw. 4.590 Euro einen Liebhaber

Diese Breguet-Taschenuhr aus dem Jahre 1804/05 dürfte der Traum eines Sammlers

sein. Das Stück mit umfassender Dokumentation wurde im Juli 2010 in Monte Carlo

für 19.125 Euro verkauft. Erstanden hatte sie sein erster Besitzer für 1.050 Francs


40

SPECIAL

sondern offeriert dem Publikum

auch ein kulturelles Rahmenprogramm.

Rodica Seward hat dazu die

Zusammenarbeit mit den Pariser

Museen und Galerien forciert. So

waren bereits in den vergangenen

Jahren Ausstellungen zu den Quellen

des Modernismus zu sehen, zu

Leben und Werk von François Rouan;

im letzten Winter gab es eine vielbeachtete

Ausstellung junger rumänischer

und ungarischer Künstler.

DIE VORGESCHICHTE

Sollen sie nur kommen, die Ausländer!

Jacques Tajan (Jg. 1940), Gründer

des gleichnamigen Pariser Auktionshauses,

hat die Öffnung des französischen

Kunstmarktes im Gegensatz

zu seinen Kollegen nie gefürchtet –

im Gegenteil: Er hat immer dafür

gekämpft, dass Konkurrenten zugelassen

werden sollten. Der gleichermaßen

charismatische wie mutige

und intelligente Auktionator hat die

verstaubtem Erbhöfe der „Commissaires-Priseurs"

kräftig gelüftet und

Dieser runde Tisch von Jacques Adnet

(1900-1984) besteht aus einer Glasplatte,

die auf einem mit rotem Leder bezogenem

Metallgestell ruht. Das außergewöhnliche

Stück wurde Anfang März

bei Tajan für 14.760 Euro verkauft

Dieser große Garderobenschrank stand

einmal in der Halle einer Villa in Lyon

und war Bestandteil einer Komplettausstattung

von André Sornay (1902-

2000). Das Möbel aus den 1950er-Jahren

erzielte auf einer Design-Auktion

bei Tajan Anfang März einen Preis von

12.113 Euro

Ein Italiener in Paris: Im November 2008

machte Tajan seine Design-Auktion zu

einer Hommage für Ettore Sottsass.

Dieser Tisch aus der „Memphis"-Serie

mit dem Titel „Palm Springs" wurde zum

Schätzpreis von 5.000-8.000 Euro angeboten


SPECIAL 41

dafür gesorgt, dass alte Zöpfe abgeschnitten

wurden. Während die Altvorderen

am liebsten ihre uralten

Privilegien behalten und ihre Welt

überschaubar gehalten hätten, setzte

sich Jacques Tajan dafür ein, dass

beispielsweise das Werbeverbot der

vom Staat eingesetzten Versteigerer

aufgehoben wurde. Tajan war auch

einer der ersten Franzosen, die im

Ausland am Pult standen – in Tokio,

New York, Monaco und Genf. Mit seinem

Notarsdiplom in der Tasche

kam der gebürtige Monegasse in

den 1960er-Jahren nach Paris. Er

wurde Referendar in der Kanzlei

(„Etude") des hoch angesehenen

Maître Etienne Ader. Schnell machte

er sich unentbehrlich, gewann mit

seinem Charme das Vertrauen der

Kunden. Mit 30 Jahren wurde er

Kompagnon und erhielt das begehrte

Amt des Commissaire-Priseur. Es

gelang ihm, bedeutende Sammlungen

zu akquirieren und wertvolle

Kontakte in der Kunstwelt zu knüpfen.

Tajan versteigerte die Kollektionen

der Bankiers Philippe de Rothschild

und David Weill, des märchenhaft

reichen türkischen Prinzen Hussein

Pasha, Brigitte Bardots Erinnerungen

und den Nachlass des

Schriftstellers Sacha Guitry. Ab 1994

führte er das Auktionshaus allein, es

machte fortan den höchsten Umsatz

Eines der Spitzenlose der jüngsten Fotografie-Auktion

bei Tajan: Die Naturstudie

mit dem Titel „Effet de soleil – Océan

No. 23" von Gustave le Gray (1820-1884)

wurde für 30.458 Euro verkauft

Paris ist eine Hochburg der Fotografie.

Während der März-Spezialauktion hatte

Tajan zwei Arbeiten von Adrien Tournachon

(genannt Nadar Jeune, 1825-

1903) im Angebot. Die Stier-Porträts

entstanden während einer landwirtschaftlichen

Weltausstellung 1856 in

Paris. Trotz einer moderaten Taxe von

3.500 bis 4.000 Euro blieben sie jedoch

unverkauft


42

SPECIAL

Blick in einen der Ausstellungsräume

des „Espace Tajan"

aller Pariser Versteigerer. Im Jahr

2000 verkaufte Tajan sein Unternehmen

an den Luxusgüterkonzern

LVMH des Franzosen Bernard Arnault.

Schon wenige Jahre später

wurde es dann von der amerikanischen

Finanzberaterin Rodica Seward

übernommen. In der ersten

Zeit nach dieser Übernahme fungierte

Jacques Tajan noch als Berater,

während sein Sohn François im Vorstand

saß. Doch die Zusammenarbeit

währte nicht lange: François

Tajan stieg beim Konkurrenten Artcurial

ein, das heute die dritte Position

am Pariser Markt einnimmt.

Jacques Tajans glanzvolle Karriere

hat allerdings auch ein paar schwarze

Flecken. 2010 wurde er in letzter

Instanz wegen Vertrauensmissbrauchs

und Urkundenfälschung zu

einer zweijährigen Bewährungsstrafe,

einer Geldstrafe in Höhe von

300.000 Euro und zu 66.000 Euro

Schadensersatz verurteilt. Ihm wurde

vorgeworfen, mehrere ihm zu einer

Nachlassversteigerung anvertraute

Gemälde erst im Nachverkauf

vermittelt und dabei auch das Auktionsprotokoll

gefälscht zu haben.

Nachverkäufe waren vor der französischen

Auktionsreform verboten.

In einem weiteren Prozess musste

sich Jacques Tajan gemeinsam mit

dem früheren Außenminister Roland

Dumas wegen schweren Vertrauensmissbrauchs

bei der Abwicklung des

Giacometti-Nachlasses verantworten.

Die Witwe des Bildhauers hatte

Dumas als Testamentvollstrecker

eingesetzt und ihn beauftragt, eine

Stiftung zu gründen. Deren Gründung

verzögerte sich jedoch jahrelang,

während der Verkauf erster

Werke aus dem Nachlass bereits 6,4

Millionen Euro eingebracht hatte.

1,8 Millionen Euro von der Verkaufssumme

behielt das Auktionshaus

jahrelang ein, um Liquiditätsengpässe

zu überwinden. Dumas und Tajan

wurden 2007 nach jahrelangem

Rechtsstreit zu Bewährungsstrafen,

sechsstelligen Geldstrafen und Schadensersatz

in Höhe von 850.000 Euro

verurteilt.

MARKTPLATZ PARIS

Die Pariser Auktionshäuser versteigern

jährlich Kunst für gut eine Milliarde

Euro. Bis 2002 war dieser interessante

Markt ausländischen Häusern

verschlossen – sehr zum Ärger

der beiden Global Player Sotheby’s

und Christie’s. Denn Frankreich birgt

dank seiner reichen kulturellen Historie

Schätze wie kaum ein anderes

Land in Europa. Besonders dank der

Initiative von Sotheby’s wurde das

Versteigerungsmonopol der so genannten

Commissaires-Priseurs

nach jahrelangem Ringen abgeschafft.

Die Europäische Kommission

zwang die französische Regierung zu

einer Reform, die vor nunmehr zehn

Jahren mit den wettbewerbsfeindlichen

Beschränkungen Schluss

machte. Die meisten Auktionatoren

Frankreichs empfanden die Reform

als sehr schmerzlich, genossen sie

doch zuvor einen dem Notar vergleichbaren

Status. Bis zur Reform

gab es 456 „Commissaires-Priseurs",

die für die Abwicklung von freiwilligen

Auktionen und juristisch angeordneten

Zwangsversteigerungen


SPECIAL 43

Tajans Präsidentin Rodica Seward

Möbel und Kunstgewerbe aus dem Art

déco bilden einen Schwerpunkt im Angebot

von Tajan. Das Auktionshaus, untergebracht

in einem ehemaligen Bankgebäude

aus den 1920er-Jahren, bildet

dazu den idealen Rahmen

zuständig waren. Ihre Zahl blieb über

Jahrzehnte unverändert, da jeder Aspirant

das begehrte Amt seinem Vorgänger

abkaufen musste, um die Zulassung

durch das Justizministerium

zu bekommen. Dank dieser überlieferten

Regelung wurde der Beruf

des Auktionators zu einem Erbhof,

der sich aus den Zeiten des Ancien

Regime bis in unsere Zeit hatte retten

können. Denn die staatliche

Reglementierung ging auf ein Edikt

Heinrichs II. aus dem Jahre 1552 zurück.

Heute steht Christie’s mit 199

Millionen Euro in 2011 an der Spitze

der Umsatzstatistik, gefolgt von seinem

Dauerrivalen Sotheby’s mit 190

Millionen Euro. Auf Platz drei rangiert

Artcurial mit 127 Millionen, den

vierten Rang nimmt schließlich Tajan

mit 42,6 Millionen ein. Die unter

dem Dach des Auktionspalastes

Drouot versammelten 74 kleineren

Häuser setzten gemeinsam 482 Millionen

Euro um. Zehn Jahre nach der

Marktöffnung sind sich Beobachter

einig: Die Reform hat den Marktplatz

Paris internationaler und bedeutend

lebhafter gemacht.

Ihre Habseligkeiten in zwei Koffern

verpackt, flüchtete Rodica Seward im

Alter von 17 Jahren gemeinsam mit

ihren Eltern von Rumänien nach

New York. Der Horror des Ceaucescu-

Regimes hat ihre Jugend geprägt.

„Die kleinste unbedachte Äußerung

konnte einen ins Gefängnis bringen."

Wer wie sie unter einem totalitären

Regime gelebt habe, habe es

schwer, anderen Menschen zu vertrauen,

sagt sie. Auf der anderen Seite

habe sie heute vor nichts mehr

Angst. „Man erwirbt durch eine solche

Erfahrung eine große innere

Stärke." In den USA bekam Rodica

Seward ein Stipendium, konnte Architektur

studieren, erwarb jeweils

ein Master-Diplom in Städteplanung

und Business Administration an der

Columbia-Universität. Sie fand ihre

erste Stelle bei der Morgan Stanley

Bank in New York und machte eine

steile Karriere als international tätige

Unternehmensstrategin. Zuletzt

war sie Vizepräsidentin und Chefstrategin

der kalifornischen Investmentgesellschaft

Platinum Equity,

spezialisiert auf den Ankauf und die

Entwicklung von Technologiefirmen.

2003 erwarb die Amerikanerin 96

Prozent der Aktien des Auktionshauses

Tajan von dem französischen

Großunternehmer Bernard Arnault.

Rodica Seward ist ein Zahlenmensch,

liebt aber gleichermaßen die Kunst.

Sie erzählt gern, dass sie schon immer

samstags Streifzüge durch die

Galerien unternahm und sonntags

die Museen aufsuchte. Sie sammelt

monochrome Keramik, chinesische

Lack-Preziosen, moderne und zeitgenössische

Kunst. Besonders den französischen

Abstrakten der Vor- und

Nachkriegszeit gehört ihre Leidenschaft,

ebenso wie dem Design. Die

Möbel ihrer Büros im Espace Tajan

hat sie teilweise sogar selbst entworfen.

Fotos: Tajan

RODICA SEWARD


üh

Allgäuer

Kühling

Auktionshaus

Für Paul Kauzmans Gemälde „Herbst” fiel der Hammer erst bei 10.000 Euro

FAMILIENUNTERNEHMEN

Den Grundstock für das 1994 eröffnete

Allgäuer Auktionshaus legt der

Firmengründer Bernard Kühling

bereits zwölf Jahre zuvor. Im August

1982 eröffnet der Branchenneuling

gemeinsam mit seiner Frau Erika

Kühling ein kleines Ladengeschäft

für Kunst- und Antiquitäten am

Stadtrand von Kempten. Getrieben

vom Wunsch, ein erfolgreicher Antiquitätenhändler

zu werden, geht der

gelernte Konditormeister nach einer

beruflichen Umorientierung das Risiko

eines kompletten Neuanfangs

ein. Innerhalb kürzester Zeit schafft

sich der Kunst- und Antiquitätenhandel

Kühling einen guten Ruf in

der Branche. 1992 werden größere

Räumlichkeiten nötig, man zieht in

die Ludwigstraße in Kempten/St.-

Mang. Der Veranstaltungssaal der

ehemaligen Gaststätte „Zum Stiefel“

dient als großzügige Ausstellungsfläche.

Bernard und Erika Kühling

sind mit ihrem Geschäft auf Kunstund

Antiquitätenmessen präsent

und veranstalten ebenso hauseigene

Verkaufsmessen. Im gleichen Jahr

steigt der jüngere Sohn Matthias ins

Unternehmen ein. In der betriebseigenen

Werkstatt ist er für das Restaurieren

und Aufbereiten von Möbelstücken

verantwortlich.

Im Herbst 1994 entschließt sich die

Familie zu einer Erweiterung des

Kunst- und Antiquitätenhandels:

Bernard Kühling gründet gemeinsam

mit seinen beiden Söhnen Matthias

und Thomas – der sich nun

ebenfalls dem elterlichen Betrieb

anschließt – das Allgäuer Auktionshaus

Bernard Kühling. Die erste Auktion

findet im April 1995 statt. Sechs

Jahre später zieht das Unternehmen

in das heutige Domizil in die Königstraße

17 im Stadtzentrum von Kempten.

Die Räumlichkeiten eines ehemaligen

Bankgebäudes bringen alle Sicherheitsanforderungen

mit sich, die

vielen Objekte entsprechend ihrer

Wertigkeit unterzubringen. Auch


PORTRÄT 45

Das Team des Allgäuer Auktionshauses, vordere Reihe von links:

Brigitte Friedrich, Bernard Kühling, Erika Kühling, Simone Kühling;

hintere Reihe von links: Thomas Kühling, Swetlana Morosow,

Iris Bierwirth, Eloina Hofmann, Matthias Kühling

Sicherheit im ehemaligen Bankgebäude: Seit 2001 hat das Allgäuer

Auktionshaus Kühling seinen Sitz im Stadtzentrum von

Kempten, wo es in der Königstraße 17 ein ehemaliges Bankgebäude

übernommen hat

lässt diese innenstadtnahe Lage verkehrstechnische

Annehmlichkeiten,

wie den Anschluss an einen großen

öffentlichen Parkplatz, eine Tiefgarage

und die unmittelbare Nähe zum

zentralen Busbahnhof, zu. Als gute

Basis für die Geschäftstätigkeit des

Hauses bewährt sich der Standtort

Kempten mit der nennenswerten

Größe von rund 62.000 Einwohnern

und als zentraler Ort der kaufkräftigen

Region Allgäu, Schwaben im Allgemeinen.

Auch die Nähe zum benachbarten

Ausland, zu Österreich,

Italien und der Schweiz, ist ideal für

das Auktionshaus, dessen internationales

Klientel stetig wächst.

Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung

und Optimierung der

Arbeitsprozesse innerhalb des Hauses,

wird auch das Sortiment stetig

erweitert. 2011 übergibt Bernard

Kühling die Firma an seinen Sohn

Matthias, der seither das Allgäuer

Auktionshaus Kühling erfolgreich in

zweiter Generation führt. Doch der

Seniorchef Bernard Kühling bleibt

auch in seinem wohlverdienten Ruhestand

nicht untätig. Nun findet er

die Zeit, die schon seit vielen Jahren

gesammelten Daten über Allgäuer

Künstler zusammenzutragen und in

Form eines Lexikons auf den Markt

zu bringen. Mit der Fertigstellung

des Allgäuer Künstlerlexikons im

Juni 2012 erfüllt sich Bernard Kühling

einen lang gehegten Traum.

DIE GESCHÄFTSIDEE

Die Geschäftsidee des Hauses basiert

auf der Versteigerung von

Kunstgegenständen, Antiquitäten

Für das Gemälde „Kastanien in sommerlicher Parklandschaft” von Carl Moll wurde

der Zuschlag von 66.000 Euro erzielt


15.000 Euro war der Zuschlagpreis

für Alois Schönns Bild „Orientalischer

Markt”

Die „Heilige Familie” eines flämischen

Meisters wurde für 24.000 Euro zugeschlagen

und allen Objekten, die im weitesten

Sinne hierzu gezählt werden können.

Seit der Gründung des Allgäuer

Auktionshauses 1994 war der heutige

Inhaber Matthias Kühling maßgeblich

am Mitaufbau und der Führung

des Hauses beteiligt. Nun liegt

der gesamte organisatorische und

logistische Ablauf einer Auktion in

seiner Obhut, wie auch das fachgerechte

Fotografieren der Kunstgegenstände

zu seinen Aufgaben zählt.

Jährlich veranstaltet das Allgäuer

Auktionshaus vier große Auktionen.

Die einzelnen Rubriken gliedern sich

in Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen,

Möbel, Skulpturen, religiöse

Kunst, Spielzeug, Bierkrüge, Steingut,

Fayencen und Keramik, Silberware,

Schmuck, Teppiche und antiquarische

Bücher.

Die Objekte stammen aus Nachlässen

und Sammlungs- oder Haushaltsauflösungen,

Geschäftsaufgaben

oder von Privatpersonen. Sammlungsauflösungen

konnten in der

Vergangenheit erfolgreich unter den

Hammer gebracht werden, wie beispielsweise

Sammlungen von Bierkrügen,

Parfümflakons, Glasobjekten

und Eisenbahnspielzeug – um hier

nur einige zu nennen. Diese Vielfältigkeit

des Angebots spricht ein breites

Publikum an – darunter auch diejenigen,

die den großen Reiz, der vom

Kauf über Auktionen ausgeht, schätzen.

Zu den Käufern zählen neben

Privatsammlern, Kunstliebhabern

und Händlern, auch Museen und

öffentliche Institutionen, aber auch

die sogenannten Zufallskäufer. Weder

deren Alters- noch deren Einkommensstruktur

lässt sich für das

Allgäuer Auktionshaus generell eingrenzen.

Es zeigt sich aber, dass sich

heimische Antiquitäten und Kunstgegenstände

im Ausland immer größerer

Beliebtheit erfreuen.

OFFEN, INFORMATIV, KOMPETENT

Im Mittelpunkt steht bei Kühling die

sorgfältige Betreuung der Kunden.

Sowohl die Einlieferer als auch die

Die Automatenuhr-Vorderzappler aus

der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts,

mit einem Hl. Nepomuk und

Engeln bekrönt, wurde bei 16.000 Euro

zugeschlagen

Käufer werden kompetent und intensiv

in allen Belangen beraten, was

sich in den jährlich veranstalteten

vier großen Auktionen mit Kunst,

Antiquitäten und Sammelobjekten

widerspiegelt. Mit frühzeitigen Einladungen

zu Vorbesichtigungs- und

Auktionsterminen, schön gestalteten

Katalogen, der immer aktuell

gehaltenen Homepage und regelmäßigen

Presseberichten pflegt

man in Kempten auch eine sehr gute

Öffentlichkeitsarbeit und die damit

verbundene Kundennähe. Ein fester

Kundenstamm erhält regelmäßig

Einladungen zu den Auktionen, deren

Offerten in informativen Katalogen,

mit ausführlichen Beschreibungen

und farbigen Abbildungen der

Objekte, übersichtlich zusammengefasst

sind, und der an den Abonnenten-

und Interessentenstamm

versendet wird. Rund sechs Wochen

vor einer Auktion ist der komplette

Katalog auf der Homepage des Allgäuer

Auktionshauses (www.allgae-


Mit russischer Kunst erfolgreich: Die Ansicht von Moskau von Konstantin Fjodorowitsch Juon (1875-1958) wurde zum Zuschlagpreis

von 63.000 Euro weitergereicht

uer-auktionshaus.de) einzusehen.

Hier besteht auch die Möglichkeit

der direkten Gebotsabgabe, wie

auch diejenige über diverse Auktionsportale.

Bei den Vorbesichtigungsterminen,

die rund zehn Tage

lang vor jeder Auktion stattfinden,

stehen den Kunden und Interessenten

die Mitarbeiter und insbesondere

der Inhaber Matthias Kühling

beratend zur Verfügung. So erweitern

sich sowohl der nationale als

auch der internationale Kundenstamm

ständig. Die langjährige Präsenz

auf dem Auktionsmarkt verbunden

mit einer erfolgreichen Strategie

hat das Allgäuer Auktionshaus

Kühling zum wichtigen Partner für

den Verkauf und Kauf von Kunstgegenständen

und Antiquitäten

werden lassen, der bei nationalen

wie internationalen Kunden akzeptiert

ist und sich auf dem Auktionsmarkt

bestens etabliert hat.

Fotos: Auktionshaus Kühling

Die Mittagsrast von Johann Friedrich Voltz wurde bei 18.000 Euro zugeschlagen.

Die Figur „Tanzende Frau” des Münchner

Malerfürsten Franz von Stuck war

einem Sammler 20.000 Euro wert


ie

ers

Yves

Siebers

ERFOLGREICHE ERSTE DEKADE

Denkt man an Stuttgart, denkt man

an Daimler. Oder an 21. Als Mekka für

Antiquitäten, Kunst und Design ist

die baden-württembergische Metropole

eher weniger bekannt. Glaubt

man der Homepage der Landeshauptstadt,

so gibt es dort aber eine

sehr lebendige Design-, Galerie- und

Kunsthandelszene. Einen seit zehn

Jahren erfolgreichen Vertreter derselben

stellt das Auktionshaus von

Yves Siebers dar, das sich die Versteigerung

von Antiquitäten, Kunst und

Design zur Aufgabe gemacht hat.

Vor allem gilt sein Angebot im

Bereich des Design als erstklassig in

der Stadt.

Gegründet im Dezember 2002 teilen

sich die Leitung der Yves Siebers Auk-

tionen GmbH drei Geschäftsführer:

Yves Siebers, Auktionator und Spezialist

für Design, Heinz Schmidt, Fachmann

für Spielzeug, Militaria und

Schmuck und Klaus Schmidt im administrativen

Bereich. Die Liebe zu

Designklassikern, so wie den Eames-

Chair, entwickelt Yves Siebers in früher

Kindheit. Den Grundstock für

seine große Fachkenntnis und Erfahrung

für qualitätvoll designte Möbel

und Objekte legt er mit einer Schreinerlehre,

einem anschließenden

Kunststudium und einer damit einhergehenden

restauratorischen Tätigkeit.

Während dieser Zeit baut

Siebers auch Verbindungen in die

Kunst- und Antiquitätenhandelsbranche

auf; die Voraussetzungen

für den Aufbau eines eigenen Auktionshauses

stimmen.

Ein passender Ort für die Yves Siebers

Auktionen ist mit der ehemaligen

Stuttgarter Gipsfabrik im Stadtteil

Untertürkheim am Fuße des

Rotenberges, Hausberg der Württemberger

mit Blick auf das von

König Wilhelm I. für seine Gattin,

Zarentochter Katharina Pawlowna,

errichtete Mausoleum, gefunden.

Das alte, aus der Zeit um 1900 stammende

Fabrikgebäude wird sensibel

zweckdienlich und geschmackvoll

umgebaut. Auf zwei Geschossen

präsentieren sich seither die Offerten

in einem weiträumigen Ausstellungsambiente

mit integriertem

Auktionssaal. Man startet mit fünf

bis sechs kleineren Spezialauktionen

im Jahr – mittlerweile veranstaltet

Siebers vier große Auktionen jährlich,

in denen in großem Umfang

Die vier Armlehnstühle aus dem Brasilien der 1960er gefielen internationalen Designliebhabern im März 2012 (Zuschlag 4.000 Euro)


Für Verner Pantons Kugel-Lampe Typ F,

die Ball-Lamp, wurde im Dezember 2009

der Bestzuschlag von 8.000 Euro gezahlt

Kunst mit Werken alter bis moderner

Meister und Antiquitäten in Edelmetallen

bis Porzellan sowie Design

und Spielzeug mit Verkaufsquoten

von mindestens siebzig Prozent versteigert

werden. Im Wechsel werden

dabei die Sparten Design und Spielzeug

in Form einer sehr umfangreichen

und attraktiven Offerte besonders

hervorgehoben, was sich bei

Käufern wie Einlieferern als äußert

beliebt herausgestellt hat. Der wachsende

Erfolg des Hauses spiegelt

sich in der räumlichen Erweiterung,

die man erst kürzlich, im Frühjahr

2012, durchführte. Die Ausstellungsfläche

von Siebers ist nun auf insgesamt

900 qm angewachsen.

Yves Siebers Auktionen GmbH hat

sich zum zweitgrößten Auktionshaus

für Kunst und Antiquitäten in

Stuttgart entwickelt und nimmt

innerhalb Deutschlands einen Platz

im vorderen Mittelfeld ein. Ein fachlich

gut ausgebildeter und kompetenter

Mitarbeiterstamm gewährt

hervorragende Beratungen und Abläufe,

qualitätvolle Offerten und

somit spannende Auktionen. Yves

Siebers als Spezialisten für modernes

Mobiliar und Design für die fachliche

Beratung von Einlieferern und

Käufern sowie die Katalogdokumentation

zur Seite gestellt sind die

Kunsthistorikerinnen Annegret König,

Spezialistin für Gemälde, Grafik und

Skulptur, sowie Andrea Müller, die auf

Porzellan und Kunsthandwerk spezialisiert

ist. Der Bereich antiker Möbel

wird kompetent betreut von José

Martinez. Spielzeug, Militaria, Uhren

und Schmuck gehören zum Wissensgebiet

von Heinz Schmidt, Alte Technik

und Varia heißt der Fachbereich

von Klaus Schmidt. Das Büro, von

Frau Siebers geleitet, ist mit drei Mitarbeitern

behilflich bei der Abwicklung

des Transports, der Logistik und

der fotografischen Dokumentation

für den Katalog. Dieser hat sich seit

den Anfängen und mit der steigenden

Anzahl an offerierten Objekten

von einem Heftchen zum reich illustrierten,

dicken Katalog entwickelt,

der zu jeder Auktion in gedruckter

Form erscheint.

Parallel dazu ist das Haus auch im

Netz präsent. Auf der eigenen Homepage

www.siebers-auktionen.de erscheinen

alle Lose der jeweiligen

Auktionen bebildert, ebenso werden

die Versteigerungen auf lot-tissimo.

de präsentiert und die Zuschlagsergebnisse

auf der international genutzten

Webpage von Artprice veröffentlicht.

So gehören auch gut informierte

internationale Sammler zur

Klientel des Stuttgarter Hauses, das

jederzeit Einlieferungen auf allen

Sammelgebieten für zukünftige

Auktionen entgegen nimmt.

INTERNATIONAL BEKANNT

Alleinig die Präsenz im World Wide

Web ist natürlich kein Kriterium, um

auf dem internationalen Markt

wahrgenommen zu werden. Den

internationalen Bekanntheitsgrad

steigert Siebers mit Höchstzuschlägen

für Gemälde russischer Maler

des 19. Jahrhunderts, wie der Aivzovsky-Schule,

ebenso wie für ein

Gemälde des holländischen Altmeisters

Adam Pynacker, der zugleich

den bis dato höchsten Zuschlag in

der Geschichte des Auktionshauses

markiert. Von Pynacker kommt in der

Märzauktion 2010 eine große Küstenszene

zum Aufruf, die aus

Schloss Morstein in der Hohenloher

Ebene stammt. Mit einem Hammerpreis

von 140.000 Euro geht das Bild

in sein Ursprungsland zurück. Drei

Bereits mehrfach in europäischen Galerien

ausgestellt war die Wachskreidezeichnung

von Willi Baumeister (Zuschlag

22.000 Euro)

Mit Farbstift über Offset, Papier und

Leinwand zeichnete Alighiero Boetti zu

Waben abstrahierte Gesichter: Das

Werk „Faccine” von 1979 faszinierte die

Bieter, die einen Zuschlag von 26.000

Euro provozierten


50 PORTRÄT

Die Malerei eines italienischen Küstenstücks

mit Frachtenseglern des holländischen

Meisters Adam Pynacker führt

Laurie Harwood im Werkverzeichnis auf,

erwähnt aber einen „unknown support"

für die Ausführung der linken Küstenpartie

und die darauf befindlichen Bäume.

Nichtsdestotrotz avancierte das

Ölbild mit dem Zuschlagpreis von

140.000 Euro zum teuersten Stück in der

Geschichte des Auktionshauses

Jahre zuvor steigern internationale

Sammler die Marineszene Segelschiff

vor Küste aus dem Umkreis

von Ivan Constantinovich Aivazovsky

von 3.000 Euro auf 50.000 Euro Zuschlagpreis.

Erst kürzlich, in der Maiauktion 2012,

überrascht das Auktionshaus Yves

Siebers mit modernen Klassikern und

ungewöhnlichen Werken, was sich in

den Zuschlägen bemerkbar macht,

wie bei der Zeichnung des international

anerkannten Vertreters klassischer

Moderne in Deutschland, Willi

Baumeister (Zuschlag 22.000 Euro),

der Mischtechnik des italienischen

Arte-Povera-Künstlers Alighiero Boetti,

die 1989 beim Stuttgarter Galeristen

Hans-Jürgen Müller erstanden

wurde (Zuschlag 26.000 Euro), oder

beim Blumenstillleben von Arnold

Balwé (Zuschlag 8.000 Euro). Aber

auch kleinere Hammerpreise wie für

ein Aquarell des Stuttgarter Hauptbahnhofs

(900 Euro) machen diese

Versteigerung zu einer der erfolgreichsten.

regelmäßig mit großem Sammlerinteresse

verfolgt. 100.000 Euro erzielt

die Sammlung von Heinz Günther

Pfeifer mit historischen Stücken von

bis zu fünfhundert Jahre alten Gewichten

und Waagen, die im November

2010 unter den Hammer kommt.

Ebensoviel wird in der Versteigerung

einer Teilsammlung aus dem Mainzer

Rathaus erlöst, was in die Restaurierung

des verbleibenden Mainzer

Bestandes floss. Sie beinhaltet auch

Stücke des modernen Designs, wie ein

Rondell Serie 3600 des berühmten

Dänen Arne Jacobsen in der Ausführung

von Fritz Hansen, das sehr selten

ist, in diesem Fall zum ersten Mal im

Auktionshandel angeboten und erfolgreich

bei 5.000 Euro Zuschlag versteigert

wird, ebenso wie die dazugehörigen

Stühle und Sessel (Zuschläge

4.000 und 8.000 Euro).

Regelmäßig erzielt Siebers mit der

Versteigerung von Designobjekten

Spitzenpreise. Die kostbare Ausführung

eines Riemerschmid’schen Ikora-Deckenfluters

der Württembergischen

Metallwarenfabrik Geislingen

(WMF) aus den 1930er-Jahren wird im

Herbst 2005 mit einem Spitzenpreis

von 4.800 Euro honoriert. Wiederum

ein WMF-Produkt ist der Prototyp

KUNST UND DESIGN

Interessant und begehrt sind die

Angebote an historischen Sammlungen,

auch militärgeschichtliche Einzelstücke

und Nachlässe werden

Arne Jacobsens Rondell „Serie 3600” (Entwurf 1971) für das Mainzer Rathaus in der

Ausführung Fritz Hansen, Dänemark 1972/73, ist ein sehr seltenes Objekt und wurde

erstmals von Siebers im Auktionshandel angeboten. Der Zuschlag im Herbst 2006

erfolgte bei 5.000 Euro


PORTRÄT 51

Die Leipziger Bahnhofsanlage von Märklin (Bauzeit 1919-31) bringt in der Novemberauktion

2004 ein Spitzenergebnis von 32.000 Euro

einer Wilhelm Wagenfeld-Schreibtischleuchte,

der erstmalig bei Siebers

zu finden ist und 2004 beim Hammerpreis

von 2.600 Euro den Besitzer

wechselt. Für die Ball-Lamp von Verner

Panton wird im Dezember 2009 der

Bestzuschlag in Höhe von 8.000 Euro

gezählt. Internationale Designliebhaber

steigern vier, aus Rio-Palisander

elegant geformte Armlehnstühle aus

dem Brasilien der 1960er-Jahre auf

überraschende 4.000 Euro. Mit seiner

Frühjahrsauktion 2012 festigt Siebers

nochmals seinen guten Ruf für ein

ausgezeichnetes Angebot an modernem

Design. Spitzenstücke und Designklassiker

berühmter Entwerfer

wie Verner Panton, Ray und Charles

Eames und Arne Jacobsen und Alltagsdesign

für schönes, modernes Wohnen

sind im Programm. Seit Anbeginn

zum Repertoire des Auktionshauses

gehören genauso wertvolle Gläser

und Porzellane. Dabei tauchen Namen

wie Goldscheider, Meißen, Rosenthal

und Hutschenreuther regelmäßig auf.

Anlaufstelle für alle Liebhaber und

Sammler dieser Sparte. Eine Spitzenauktion

für alte Eisenbahnen ist die

Auflösung einer privaten Sammlung

im November 2004. Für einzelne Lokomotiven

und Wagen von Märklin

werden Zuschläge bis zu 5.500 Euro

erzielt. Der Höhepunkt aber ist die Ver-

steigerung der Märklinanlage des

Leipziger Hauptbahnhofes (Bauzeit

1919-31), die mit 32.000 Euro einen

Rekordpreis darstellt, was sich im

Gesamtergebnis von 100.000 Euro

bemerkbar macht. Erfolgreich ist man

auch mit der Versteigerung der

Sammlung Märklin, die Antiquitäten

und Spielzeuge beinhaltet, wie die für

die Enkelkinder des Firmengründers

Fritz Eugen Märklin als Unikat gefertigte

Conitorei Märklin (Zuschlag

9.500 Euro). Auch für Puppenstubenameublements

und deren Zubehöre

aus farbig gefasstem Blech der Firma

Rock & Graner werden Höchstzuschläge

erzielt, wie für eine zweiteilige Puppenstube

(3.500 Euro) und eine Gesellschaftskutsche

aus Biberach (6.500

Euro).

In den letzten zehn Jahren ist die Yves

Siebers Auktionen GmbH in insgesamt

44 Auktionen mit Kunst, Antiquitäten,

Spielzeugen und Design

erfolgreich und freut sich auch zukünftig

darauf, den Einlieferern und

Bietern kompetent vermittelnd zur

Verfügung stehen zu dürfen.

Fotos: Siebers

CONDITOREI MÄRKLIN

Zudem hat sich das Auktionshaus Siebers

als Versteigerer für altes Spielzeug

etabliert und ist eine gute

Aufgrund der Provenienz und Ausführung ist die „Conditorei” von Märklin ein Highlight

in jeder Puppenstubensammlung, was die Bieter im Frühjahr 2007 mit einem

Hammerpreis von 9.500 Euro zu spüren bekommen


ch

ubein

Art &

Auktionen

Scheublein

Der Zuschlag von 135.000 Euro

für das Gemälde „Olevano II” von

Alexander Kanoldt sorgt in der

Septemberauktion 2011 für hohe

Umsatzquoten

Deckelhumpen, Nürnberg,

letztes Drittel 17. Jh., Zacharias

Holhagen, Zuschlag 16.000 Euro

JUNGES HAUS – SCHÖNER ALTBAU

Das im April 2008 von Michael

Scheublein und Martina Neumeister-Scheublein

gegründete Auktionshaus

Art & Auktionen Scheublein

KG hat seinen Sitz in München.

Die Auktions- und Ausstellungsräume

befinden sich in einem eleganten

Altbau in der Widenmayerstraße

28, in dem an der Isar gelegenen

Stadtteil Lehel. In diesem schönen

Stadthaus waren einst die Geschäftsräume

der Uhrenmanufaktur

Huber. Die hohen Decken mit Stuck,

das Fischgrätparkett und die hellen,

luftigen Räumlichkeiten im Hochparterre

stellen einen idealen Ort

dar, um Kunstwerke in einem Rahmen

zu zeigen, in dem sie wie in

einem privaten Umfeld wirken können.

Das Ehepaar Scheublein hat bereits

mit der ersten Auktion im Juni 2008

einen glücklichen Einstand: Zum

Erfolg tragen besonders Werke aus

der Sammlung Georg Schäfer bei, die

dem Ehepaar für ihre Premiere als

selbständiges Unternehmen anvertraut

werden. Der Schwerpunkt liegt

im Bereich der Malerei des 19. und

20. Jahrhunderts, in der Werke von so

bekannten Künstlern wie Adam, Alt,

Bürkel, Koekkoek, Leibl, Lier, Rottmann,

Schleich, Slevogt, Spitzweg,

Lesser Ury und Vetter zur Versteigerung

kommen. Das Gemälde Maler

in südfranzösischer Landschaft (Cassis)

von Alexander Iacovleff ist mit

90.000 Euro Zuschlagpreis ein Highlight.

Und mit der Versteigerung von

Spitzwegs Gemälde Im Hochgebirge

für 75.000 Euro ist auch die zweite

Auktion von Erfolg bekrönt. Gleichzeitig

vergrößert man die Rolle, die

das Kunsthandwerk zukünftig spielen

soll. Dies gelingt mit einer großen

Silberofferte aus einer süddeutschen

Privatsammlung. Damit ist die

zweite tragende Säule des jungen

Hauses, die Kategorie Silber, gefestigt,

was die hohen Zuschläge auch

in den kommenden Auktionen beweisen.

So bringt ein vergoldetes


POTRÄT 11

Schon in ihrer ersten Auktion im Jahr 2008 punktet das Münchner Haus mit dem Zuschlag von 90.000 Euro für das Gemälde

„Maler in südfranzösischer Landschaft” von Alexander Iacovleff

Mundzeug aus Augsburg von Johann

Engelbrecht und Meißen

22.000 Euro, ein Nürnberger Deckelhumpen

von Meister Zacharias Holhagen

16.000 Euro und eine Augsburger

Helmkanne von Meister

Johann Mittnacht I. 9.000 Euro.

KOMPETENZ UND ERFAHRUNG

Als eines der jüngsten Unternehmen

am Münchner Auktionsmarkt hat

sich Art & Auktionen Scheublein KG

in seinem vierjährigen Bestehen als

wichtiger Faktor des Münchener

Kunsthandels etabliert. Die Eigentümer

Michael Scheublein und Martina

Neumeister-Scheublein haben

Erfahrung: Scheublein ist fünfundzwanzig

Jahre lang, unter anderem

als Geschäftsführer, im Münchner

Kunstauktionshaus Neumeister tätig;

seiner Gattin wird das Auktionswesen

geradezu in die Wiege gelegt.

Als älteste Tochter von Rudolf Neumeister

fängt sie jung an, im elterlichen

Auktionshaus mitzuarbeiten

und ist mit 21 Jahren Deutschlands

jüngste Auktionatorin. Das Team, das

2010 versteigert das erst zwei Jahr zuvor gegründete Auktionshaus Max Liebermanns

Gemälde „Gartenlokal an der Havel unter Bäumen” zum rekordverdächtigen

Zuschlagpreis von 151.000 Euro. Käufer wie Einlieferer vertrauen der langjährigen

Erfahrung von Michael Scheublein und Martina Neumeister-Scheublein, die sie

beim Münchner Kunstauktionshaus Neumeister machten


54

PORTRÄT

mit dem Ehepaar Scheublein den

Start in die Unabhängigkeit gewagt

hat, besteht aus Kunstexperten, die

alle aufgrund ihrer langjährigen

Erfahrung im Kunst- und Auktionshandel

über Fachkompetenz und

Marktkenntnis verfügen. Dies gewährleistet

die sachgerechte Bearbeitung

der Objekte und den reibungslosen

Ablauf der Versteigerungen

– von der Einlieferung und Taxierung

eines Objektes, über dessen

Katalogisierung und Ausstellung, bis

hin zur Versteigerung und Auslieferung.

Besonders die Mitarbeit von

Kunstexpertin Franziska Dessauer,

öffentlich bestellte und vereidigte

Sachverständige, und seit vielen Jahren

bekannt aus der Fernsehsendung

„Kunst und Krempel”, gewährleistet

den Kunden fundierte Schätzungen

und Betreuung von Nachlässen

und Sammlungen.

Die zweite Scheublein-Generation

hat mit den Geschwistern Nikola

und Michael junior bereits den Weg

in den Kunstauktionshandel eingeschlagen,

sorgt zusammen mit den

Eltern für das Aufrechterhalten der

Werte und die erfolgreiche Fortführung

des jungen Unternehmens. Wie

die Tochter bekommen auch die bei-

Erfolgreich verlaufen auch die Versteigerungen

im Bereich Asiatika wie mit den

beiden feuervergoldeten Bronzen aus Tibet:

Hevajra mit 5 Köpfen, 16 Armen und

4 Beinen, in inniger Umarmung mit Nairatmya,

sowie Jambhala Serpo, der Gott

des Reichtums, die beide für 18.000 Euro

zugeschlagen wurden

Kaminuhr „Vier Jahreszeiten”, Meißen, Farb- und Goldstaffage, blaue Schwertermarke

mit Knäufen, geritzte Modell-Nr. 2172, Zuschlag 5.000 Euro


PORTRÄT 55

2010 werden zwei Gemälde von Max

Liebermann zu rekordverdächtigen Zuschlagspreisen

im erst im April 2008

von Michael Scheublein und Martina

Neumeister-Scheublein gegründeten

Münchner Auktionshaus Art & Auktionen

Scheublein versteigert. 151.000

Euro werden für sein Bild mit der Darstellung

eines Gartenlokals an der Havel

unter Bäumen gezahlt (siehe Abbildung

Seite 53). 90.000 Euro lautet der

Zuschlagpreis für Liebermanns Gemälde

„Colonierstraße in Wannsee mit Gemüsehändlerin”,

siehe Abbildung rechts

den Enkel von Rudolf Neumeister die

Kunst und das Versteigerungswesen

von klein auf mit. Nach kaufmännischen

Studien lernen beide bei Christie’s

Education in London. Auch die

älteste Tochter Christina ist in der

Branche erfolgreich. Sie führt in Zürich

ihre Galerie Scheublein Fine Art,

die auf die Ausstellung und Vermarktung

von zeitgenössischen Künstlern

spezialisiert ist.

Im Mittelpunkt des familiär geführten

Unternehmens stehen neben

den Kunstgegenständen die Kunden

– Käufer wie Verkäufer –, die dank

der Fachkompetenz und der Marktkenntnis

des Auktionshauses durch

die Vermittlung der Kunstobjekte

profitieren. Gegenseitiges Vertrauen,

Ehrlichkeit und eine realistische und

authentische Einschätzung der

Kunstgegenstände sind die Werte,

die bei Art & Auktionen Scheublein

groß geschrieben und von den Kunden

geschätzt werden.

SAMMLUNGEN UND NACHLÄSSE

Art & Auktionen Scheublein hat sich

auf die Versteigerung von Kunstobjekten

spezialisiert. In den sieben

Mal im Jahr stattfindenden Auktionen

werden Kunstwerke aus Bereichen

versteigert, die sich von Altmeistergemälden

und Grafiken bis zu

Werken der Moderne erstrecken, so

wie Kunstobjekte aus verschiedenen

2010 ist einem Münchner Sammler Die Unterhaltung: Drei Dirndl und zwei Jäger in

der Stube von Franz von Defregger 62.000 Euro wert


In ihrer zweiten Auktion können Art &

Auktionen Carl Spitzwegs Gemälde „Im

Hochgebirge (Sennerin und Kind auf

dem Pfad)” für 75.000 Euro Zuschlagpreis

versteigern

Augsburger Helmkanne, Meister Johann

Mittnacht I., Zuschlag 9.000 Euro

Bereichen wie Silber, Porzellan,

Schmuck, Kunsthandwerk, Teppiche

und Skulpturen. 2010 werden die

Ausstellungsräume im Hochparterre

mit weiteren Räumen im Parterre

ergänzt, sodass seitdem auch mehr

Möbel angeboten werden können.

Vor allem süddeutsche Möbel der

Barock- und der Biedermeierzeit

erfreuen sich bei den Kunden großer

Beliebtheit. In jährlich vier großen

Kunstauktionen und drei Fundgruben-Auktionen

werden Objekte angeboten,

die jedes für sich etwas Besonderes

sind. Die Verkaufsquote in

den großen Auktionen liegt bei rund

75 Prozent, ein Ergebnis, das auch auf

das gute Angebot in einigen Sparten

wie dem Silber zurückzuführen ist.

Hier werden durchschnittlich um die

90 Prozent aller Stücke zugeschlagen.

Qualität und marktfrische Ware

ziehen immer wieder alte und neue

Kunstliebhaber an. So werden 2010

zwei Gemälde von Max Liebermann

zu rekordverdächtigen Zuschlagpreisen

von 151.000 und 90.000 Euro

versteigert. Das Defregger-Gemälde

Die Unterhaltung: Drei Dirndl und

zwei Jäger in der Stube ist einem

Münchner Sammler 62.000 Euro

wert – ein Preis, der an die Erfolge

der Münchner Schule in ihrer Blütezeit

vor 15 bis 20 Jahren anknüpft.

Die drei Mal jährlich stattfindenden

Kreuzigungstafel, Oberfranken, um 1490,

Zuschlag 54.000 Euro

Einer der Sieben Nothelfer, Thüringen, um

1500/1520, Linde, geschnitzt, rückseitig gehöhlt,

Farb- und Goldfassung, die in der

Skulpturen-Sonderauktion mit 33.000

Euro zugeschlagen wurden


57

Varia-Auktionen heißen zu Recht

„Fundgrube”: „Hier ist für jeden etwas

dabei“, erklärt Scheublein. „In

den Nachlässen, aus denen die meisten

der angebotenen Objekte stammen,

finden sich immer Kuriositäten

und Raritäten, die dank ihrer attraktiven

Preise nicht nur für die Sammler,

sondern auch für Händler interessant

sind". Mit Zugschlagsquoten

von bis zu 90 Prozent erfreuen sich

die „Fundgruben”, in denen neben

den üblichen Objekten aus den Bereichen

Silber, Porzellan, Kunsthandwerk,

Volkskunst, Schmuck auch

Snuffbottles, Puppen und Ähnliches

angeboten werden, größter Beliebtheit.

Dass das junge Unternehmen

mit den etablierten Auktionshäusern

mithalten kann, zeigt sein qualitätvolles

Angebot. So sind die Auktionen

im Herbst 2011 und im Frühjahr

2012 die besten seit Bestehen.

Die Fokussierung auf die Versteigerung

von privaten Nachlässen und

Sammlungen verspricht Erfolg: In

der Septemberauktion 2011 sorgt

eine Sammlung von Grafiken und

modernen Werken für Umsatzsteigerung

und hohe Zuschlagsquoten.

Alexander Kanoldts Olevano II ist mit

dem Zuschlagpreis in Höhe von

135.000 Euro ein absolutes Highlight.

Daneben bringen Werke von

Eduard Schleich, d.Ä. (27.000 Euro),

Otto Pippel (22.000 Euro), Jean Dufy

(24.000 Euro) weitere Spitzenergebnisse.

Eine Federzeichnung von Dillis

wechselt für 16.000 Euro den Besitzer

und markiert damit bei der Grafik

ein außergewöhnlich gutes Ergebnis.

Die sieben Bände der Phytanthoza

iconographia von Johann Wilhelm

Weinmann können für 40.000

Euro an einen bibliophilen Sammler

vermittelt werden. Die Sonderauktion

mit gotischen und barocken

Skulpturen, die aus dem Nachlass

eines süddeutschen Sammlers stammen,

sticht im Frühjahr 2012 hervor:

Unter den 52 Skulpturen wird eine

oberfränkische Kreuzigungstafel mit

54.000 Euro am höchsten zugeschlagen.

Die Sieben Nothelfer aus Thürin-

Für die sieben Bände von Johann Wilhelm Weinmanns Phytanthoza iconographia

brachte ein Sammler 40.000 Euro auf. Erste Auflage. Regensburg, H. Lenz und (Bd. IV:)

H. G. Neubauer, 1737-45. 7 Bände:Vol.I - Vol.IV. Mit 4 gestochenen Titelblättern in Rot und

Schwarz in Latein, 1025 Farbstichtafeln (nicht kollationiert), tlw. gefaltet, tlw. koloriert

und retuschiert. Tafeln in der Platte durchnummeriert. Gestochen von J. J. Haid, J. E.

Ridinger und B. Seutter. Tafelformat ca. 39 x 24,5 cm, Plattengröße ca. 33 x 21,5 cm. 2

Commentarii zu Phytantoza-iconographia zu Vol.I.II. und Vol.III.IV. Mit 4 gestochenen

Titelblättern in Rot und Schwarz in Deutsch, zweispaltig gedruckte Texte in Latein und

Deutsch. Index Verbalis

gen wechseln für 33.000 Euro ihren

Besitzer. Heiße Bietergefechte gibt es

auch bei den Skulpturen aus feuervergoldeter

Bronze der vierzig Lose starken

Asiatika-Offerte: Jambhala Serpo,

der Gott des Reichtums, und Hevajra

und Nairatmya in Vereinigung können

einem Asiaten für jeweils 18.000

Euro zugeschlagen werden.

Damit zeigt sich, dass sich auch ein

junges Unternehmen wie Art & Auk-

tionen Scheublein KG auf dem

umkämpften Auktionsmarkt in kurzer

Zeit durchsetzen kann – dank

eines guten Angebotes, hoher Kompetenz,

engagierter und freundlicher

Mitarbeiter und Integrität – und

somit München als bedeutenden

Standort des Kunsthandels in

Deutschland bestätigen kann.

Fotos: Scheublein


orot

eum

Dorotheum

300 + 5

Im Vergleich zu dreihundert sind fünf

Jahre eine verschwindend geringe

Zeit. 1707 wird das weltberühmte Wiener

Auktionshaus als „kaiserliches Versatz-

und Fragamt“, sozusagen als

staatliches Pfandleihunternehmen

mit regelmäßiger Versteigerungstätigkeit

gegründet. Im April 2007 feiert

das noch bis 2001 als Staatsgesellschaft

geführte Dorotheum (benannt

nach dem Dorotheerkloster, das Ende

des 18. Jahrhunderts Geschäftssitz

wird) sein Jubiläum. Damals Anlass für

das SAMMLER Journal, dem Traditionshaus

ein Thema in seiner ersten Ausgabe

des Auktionssonderhefts im

Herbst 2007 zu widmen.Was seit dem

Jubiläumsjahr in einem der ältesten

Auktionshäuser der Welt in Sachen

Internationalisierung, Rekorde und

Belebung des Gegenwärtigen unter

Wahrung der Tradition geschah, ist

spannend genug für eine weitere

Bestandsaufnahme.

Das Dorotheum gehört nicht nur zu

einem der ältesten Auktionshäuser

der Welt, es ist das größte Auktionshaus

am europäischen Kontinent.

Rund 600 Auktionen – davon rund

hundert Katalogauktionen – pro Jahr

werden veranstaltet, die wichtigsten

Sparten dabei viermal im Jahr zur

sogenannten Auktionswoche zusammengelegt,

was einem internationalen

Publikum sehr entgegenkommt.

Zahlreiche Filialen im eigenen Land

und Standorte von Brüssel bis Prag,

Düsseldorf bis Mailand, München bis

Zagreb sorgen für eine direkte Präsenz.

Desgleichen ist das Dorotheum

in den Metropolen London, Paris und

Tel Aviv mit Repräsentanten vertreten.

Die internationale Kundenpflege des

seit 2001 von privaten Eigentümern

geführten Unternehmens beinhaltet

aber auch regelmäßig publizierte

Informationsschriften zu den Auktionswochen

z. B. auch in französischer

Sprache sowie eine Website, die

neben einer deutschen Version in den

im Auktionsgeschehen entscheidenden

Sprachen Englisch, Italienisch,

Russisch und Chinesisch gehalten ist.

Verfolgt wird dabei das große Ziel

„Internationalisierung“.

BENVENUTO A ROMA

Altes, prächtiges Palais Dorotheum mit zeitgenössischem Kick: Blick ins Stiegenhaus

mit der Lichtsäule von Peter Kogler und dem Bildfries von Esther Stocker als permanente

Installationen zeitgenössischer Kunst (beide Fotos: © R. R. Rumpler)

Am 9. März 2009 eröffnet man einen

weiteren Standort in Rom und unterhält

somit neben dem 2005 eingerichteten

Sitz in Mailand eine zweite

Niederlassung in Italien. Für die

Geschäftsführung in Wien bedeutet

dies einen weiteren wichtigen Schritt

Richtung Kundenservice im südlichen

Nachbarland. Italien ist neben

Deutschland, der wichtigste Handelspartner

im Auktionsbereich. Das


PORTRÄT 59

Gesicht der neuen Dependence, die im

Palazzo Colonna eingerichtet ist, ist

die Kunsthistorikerin Dr. Maria Cristina

Paoluzzi. Sie lehrte an den Universitäten

von Chieti sowie an der Bocconi

Universität Mailand und arbeitete seit

1994 auch für das italienische Außenministerium,

wo sie internationale

Politiker und Persönlichkeiten in Rom

führte, wie Sonia Gandhi, Präsident

Gorbatschow und die königlichen

Familien von Belgien, England und

Schweden. Für die italienischen Käufer

und Einlieferer begutachten im Palazzo

Colonna regelmäßig Experten

Kunstwerke und Antiquitäten bei

Beratungstagen, zudem bieten die

repräsentativen Räume einen optimalen

Rahmen für Symposien zu Altmeister-Themen

und für temporäre Ausstellungen

ausgewählter Objekte aus

kommenden Auktionen, die dem italienischen

Publikum vorgestellt werden

– eine Veranstaltung, die auch

immer wieder dem Moskauer und

Pariser Publikum geboten wird. Ständige

Vertretungen in Verona, Florenz,

Neapel und auf Sizilien unterstreichen

die Bedeutung des italienischen

Marktes.

Dieses Engagement macht sich noch

im gleichen Jahr bezahlt: Der Gesamtumsatz

2009 beläuft sich auf insgesamt

115 Millionen Euro, liegt somit

über jenem des Vorjahres (108 Mio.

Euro) und nähert sich dem Jubiläumsjahr,

in dem 125 Millionen umgesetzt

wurden. Spürte das Dorotheum gar

nichts von der Krise? Martin Böhm,

geschäftsführender Gesellschafter, ist

sicher: „Unter anderen Bedingungen

wären unsere Zuwächse noch stärker

gewesen.“ Und doch: „Die intensivierten

Italien-Kontakte haben sich

bestens bewährt, sowohl auf der Käufer-

wie Verkäuferseite war Italien sehr

engagiert“. Ein besonderer Star war –

rechtzeitig zur Eröffnung der Rom-

Dependence 2009 – Antonio Jolis

Romansicht der Peterskirche und des

Petersplatzes in der wie immer stark

präsenten Altmeister-Abteilung.

TEUERSTER ALTMEISTER DER WELT

Seinen Status als Marktführer für

Alte Meister in Kontinentaleuropa

hat das Dorotheum indessen mit der

Teuerstes Altmeistergemälde der Welt in der Frühjahrssaison 2010: Frans Francken II., „Der Mensch, der sich zwischen Tugenden

und Lastern entscheiden muss” (1635, Öl auf Holz), wurde für 7,02 Millionen Euro versteigert


60

PORTRÄT

Ein weiteres Millionenbild beim Dorotheum: Giovanni Francesco Barbieri (Cento

1591 - 1666 Bologna), „Il Guercino, Rinaldo hält Armida ab, sich mit einem Pfeil zu

töten”, 1664, Öl auf Leinwand, Ergebnis 1,04 Mio. Euro im April 2010

Marktführer bei Waldmüller-Gemälden: Ferdinand Georg Waldmüller, Früchtestillleben

mit einem Amazonenpapagei, Ergebnis 179.800 Euro

Versteigerung eines Gemäldes von

Frans Francken im April 2010 mehr

als sicher gestellt. Es ist das teuerste

jemals in Österreich versteigerte

Gemälde und das teuerstes Altmeistergemälde

weltweit in der Frühjahrssaison

2010: Am Abend des 21.

April feiert man im Dorotheum den

triumphalen Erfolg. Frans Franckens

opulentes Himmels- und Höllenszenarium

„Der Mensch zwischen

Tugend und Laster“, das seit Jahrzehnten

in einer deutschen Privatsammlung

befindlich war und als

das wiederentdeckte Hauptwerk des

aus einer flämischen Malerdynastie

stammenden Künstlers, dessen

Arbeiten sich in den bedeutendsten

Museen der Welt befinden, gilt, wird

nach einem dramatischen Bietgefecht

für 7,02 Millionen Euro dem

Londoner Altmeisterhändler Johnny

Van Haeften zugeschlagen.

Dieser herausragende Auktionserfolg

steht stellvertretend für das

gesamte Geschäftsjahr 2010: Mit

rund 144 Millionen Gesamtumsatz

toppt man in Wien alles Vorhergegangene,

feiert das erfolgreichste

Jahr in der – wohlgemerkt dreihundertjährigen

– Geschichte des Hauses

und nimmt unter den weltweiten

Top 5 Platz. Doch auch ohne die

spektakulären Verkäufe, wie das

Francken-Werk, oder die größte

Goldmünze der Welt (Maple Leaf,

100 kg, 3,27 Mio. Euro) sowie die

Sammlung Leopold mit Bildern und

Jugendstil (1,55 Mio. Euro), ist es ein

Rekordjahr. Die Alten Meister und

Gemälde des 19. Jahrhunderts im

April sowie Klassische Moderne, Design

und Silber im Mai sind Rekordauktionen.

Neben Francken punktet

bei den Alten Meistern ein weiteres

Millionenbild, Il Guercinos dramatische

Szene nach Tasso, Rinaldo hält

Armida ab, sich mit einem Pfeil zu

töten (1,04 Mio. Euro). 330.00 Euro

werden im Herbst für zwei neu entdeckte

Szenen aus dem Leben von

König David von Guercino bewilligt.

Das stark im Trend liegende 19. Jahrhundert

– dessen Vertreter Friedrich


PORTRÄT 61

von Amerling schon 2008 einen Spitzenpreis

mit seiner Biedermeier-

Ikone Mädchen mit Strohhut aus der

Belvedere-Sammlung erwirkt, die das

Liechtenstein Museum für 1,5 Millionen

Euro kauft – überzeugt auch 2010

mit sensationellen 280.000 Euro für

ein kleinformatiges Seestück von

Konstantin Aivazovsky. Obendrein

erweist sich das Dorotheum einmal

mehr als Marktführer bei Waldmüller-

Gemälden: Die Kranzljungfer wird bei

421.300 Euro zugeschlagen. Und wieder

nennt Martin Böhm die intensiv

vorangetriebene Internationalisierung,

die enorme Erweiterung des

weltweiten Kundenkreises als Grund

für den großen Erfolg. Jetzt macht

sich neben der engen Italien-Beziehung

auch das verstärkte Frankreich-

Engagement bewährt: Im Herbst

Spitzenpreis für eine Biedermeier-Ikone: Friedrich von Amerling (Wien 1803-1887),

Mädchen mit Strohhut, Öl auf Leinwand, Ergebnis 1,5 Mio. Euro im Oktober 2008

Erfolge in der 2011 neu eingeführten

Sparte mit Tribal Art: Die männliche

Ahnenfigur der Mambila aus der „unbekannten“

Sammlung Rudolf Leopold

bringt ein Ergebnis von 42.000 Euro

2010 präsentierte man in prunkvollen

Rahmen in Paris seine Spitzenobjekte.

NEUE KATEGORIEN

2010 erweitern die Wiener auch ihre

Spartenvielfalt um zwei neue

Kategorien. Insgesamt kann das

Dorotheum mit rund vierzig Sparten

von Kunst- und Sammelgegenständen

aufwarten, die von hundert

Kunstexperten betreut werden. Eine

Spartenvielfalt, die von Alten und

Modernen Meistern, Gemälden des

19. und 20. Jahrhunderts über Porzellan

und Glas, Möbel, Juwelen, über

historisches Silber und modernes

Design bis hin zu historischen wissenschaftlichen

Instrumenten und

Globen reicht. Dem jetzt neu eingeführten

Bereich Orientteppiche, Textilien

und Tapisserien steht Wolfgang

Matschek als Experte vor – die

erste Auktion im September 2010

wird sehr gut angenommen. Spitzenstück

mit 34.460 Euro ist ein

Khotan-Seidenteppich aus dem 19.

Jahrhundert. Seit Herbst desselben

Jahres übernimmt das Dorotheum

mit seinem Spezialisten Prof. Erwin

Melchardt auch Außereuropäische

Kunst und Stammeskunst. Die erste

Auktion mit Tribal Art gibt es 2011

und sie wird zu einem vollen Erfolg.

Die Objekte stammen aus der sogenannten

„unbekannten“ Sammlung


62

PORTRÄT

Einblick in die Schaustellung Austrian Design von 2012

von Rudolf Leopold. Der vor allem

als Schiele- und Jugendstilsammler

bekannte Leopold stellte seit den

frühen sechziger Jahren auch Werke

der Stammeskunst zusammen. Toplose

sind eine männliche Ahnenfigur

der Mambila (Nigeria/Kamerun)

sowie eine sitzende Frauenfigur der

Mangbetu (Demokratische Republik

Kongo) mit jeweils 42.000 Euro.

Anfang des Jahres 2011 wird das

neue Auktionsformat der „kuratierten

Auktion“ – in diesem Fall ausgewählt

vom Wiener Designer Philip

Hohenlohe – eingeführt. Hohenlohe

gestaltet sowohl die Interieurauktion

selected by im Februar sowie

die Single Owner-Auktion Nachlass

Fürst Kinsky als eleganten Salon der

Jahrhundertwende. Beide Auktionen

sind sehr erfolgreich. Internationale

Bieter teilen Hohenlohes Begeisterung

für die von ihm ausgewählten,

vom Neoklassizismus, Historismus

bis Art déco reichenden Einrichtungsgegenstände

für Wohnsalons.

Auch mit der selbstbewussten Fortsetzung

der Mottoserie in Form der

Auktion Austrian Design im Februar

2012 wird man belohnt: Die Premiere

wird zum großen Statement für

österreichisches Design. Für die bis

dato zu Unrecht nur rudimentär von

der Öffentlichkeit wahrgenommenen

Objekte der österreichischen

Designgeschichte der 1920er- bis

1960er-Jahre interessieren sich zahlreich

im Saal versammelte Designfans

sowie nationale und internationale

Telefonbieter und sorgen für

den Beginn einer Neubewertung: Die

Verkaufsquoten sind hoch und viele

der Objekte erzielen nie dagewesene

Preise. Unter den Toplosen: die Wiener

Würfeluhr von Emil Schauer vom

Stock im Eisen Platz (15.000 Euro); die

Erfolgreich mit der Versteigerung von

Klassischer Moderne: Alexej Jawlensky

(Torschok 1864-1941 Wiesbaden), „Wasserburger

Landschaft mit Häusern und

Wiese”, Öl auf Karton, Ergebnis 593.800

Euro im Mai 2011


PORTRÄT 63

Anrichte von Hugo Gorge (14.000

Euro), die in den Bestand des Wien

Museums wechselt. Auffallend ist die

Beteiligung von Mitbietern aus

Deutschland, der Schweiz, Italien,

England und den USA.

WEITER AUF ERFOLGSKURS

Weltweit begeistert angenommen

wird das gesamte Jahresprogramm

2011. Das Dorotheum schließt an den

Erfolg des Vorjahres an, der mit 144

Millionen Euro zu Buche schlägt. In

Zahlen ausgedrückter Spitzenreiter

2011 ist ein zeitgenössisches Gemälde:

Für Ilya Kabakovs idealisierte Version

der russischen Kunstgeschichte,

Bei der Universität 1972, von 2002

legt im November ein Telefonbieter

755.000 Euro hin. Knapp 600.000

Euro werden für ein Werk der klassischen

Moderne bezahlt: Alexej Jawlenskys

Wasserburger Landschaft

mit Häusern und Wiese ist von 1907.

Freude gibt es auch bei der Versteigerung

eines Dachbodenfundes in

Dänemark. Es ist ein Werk von Alfons

Walde, das mit 582.300 Euro den

Weltrekordpreis für ein Bild des

Künstlers in einer Auktion darstellt.

IMPULSE FÜR

ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Neue Impulse und wichtige Signale

setzt man neben der Ausweitung

der internationalen Kontakte – wozu

auch die Zusammenarbeit mit den

International Auctioneers gehört –

vor allem im Bereich Moderne und

zeitgenössische Kunst. Als Sponsor

im Bereich der zeitgenössischen

Kunstszene finanziert das Dorotheum

dem MuMoK (Museum

Moderner Kunst Stiftung Ludwig

Wien), einem der bedeutenden Ausstellungsorte

für zeitgenössische

Kunst in Österreich, den White Cube

von Heimo Zobernig. Der White

Cube ist eine Verbindungsbrücke zur

2002 neu geschaffenen Ausstellungsebene,

die in Form eines White

Cube gestaltet ist. Zobernig, der an

der Frankfurter Städelschule lehrte

und seit 2000 eine Professur für

Bildhauerei an der Wiener Akademie

inne hat, behandelt und hinterfragt

häufig in seinem Werk die räumliche

Beziehungen von Dingen. Als Initiator

der Vienna Art Week, in der Wiener

Kunstinstitutionen, Museen und

Galerien sowie die Off-Space Szene

in einer Woche komprimiert zu erleben

sind, setzt das Dorotheum ein

großes Zeichen für Gegenwartskunst.

Dazu ist man Gastgeber für

zahlreiche Hauptveranstaltungen

dieser jährlich stattfindenden Wiener

Kunstwoche, wie der Eröffnungsparty,

Podiumsdiskussionen und Premieren.

Ziel ist es, die Wahrnehmung

Wiens jenseits von Klimt als zeitgenössisches

Kunstzentrum auszubauen

und das Dorotheum als Treffpunkt

für Kunstinteressierte und

Sammler weiter zu profilieren.

Alle Abbildungen, wenn nicht anders

angegeben: Dorotheum

Dorotheum-Spitzenreiter 2011: Ilya

Kabakov, Bei der Universität 1972, 2002,

Ergebnis 755.000 Euro


64

KUNSTMARKT

Bilanz

Ein Auktionsjahr

Während die alten Volkswirtschaften leiden, nimmt das

Wachstum in den BRICS-Staaten zu. Die fünf Mitglieder von

BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) können

ein viel stärkeres Wachstum als die entwickelten Länder

verzeichnen, und der gewaltige Ansturm der Chinesen hat

die geografische Struktur des Kunstmarkts tiefgreifend verändert.

Zudem sind sich die Politiker in Singapur, Peking und

Hongkong des enormen wirtschaftlichen Potenzials bewusst,

das die Kunst für ihre Stadt darstellt, und die Regierungen

unterstützen die kulturellen Großereignisse, darunter

auch die Messen der zeitgenössischen Kunst, mit Nachdruck.

Neben China, wo ein Umsatzplus von 49 Prozent bei

Kunstauktionen verzeichnet wird, sind auch andere asiatische

Länder besonders dynamisch: z. B. Singapur (plus 22

Prozent) oder Indonesien (plus 39 Prozent). Dieses Wachstum

ist auf das Auftreten neuer, sehr reicher Sammler und

eine steigende Anzahl von Investmentfonds für Kunst zurückzuführen.

Der asiatische Markt ist tatsächlich zum

hochpreisigsten der Welt geworden. So erzielten z. B. 12,1 Prozent

der in Asien verkauften Werke Preise zwischen 100.000

und 1 Mio. Dollar gegenüber 2,2 Prozent im Rest der Welt in

dieser Preisklasse. China, das beim Verkauf von Kunstwerken

sowohl in Asien als auch weltweit an der Spitze liegt, erstaunt

sowohl mit seiner Schlagkraft als auch mit seiner

Unabhängigkeit. In der Tat hat sich China im zweiten Jahr in

Folge in der Geschichte als weltweit größter Marktplatz für

die Versteigerung von Kunstwerken durchgesetzt, obwohl

die vor Ort ausgeführten Geschäfte nur 10,8 Prozent des

weltweiten Volumens darstellen gegenüber 15 Prozent der

Transaktionen, die in den USA getätigt werden und fast 16

Prozent, die in Frankreich stattfinden. Heute kommt die

Dichte der in China verkauften Werke der in Großbritannien

gleich, mit dem einzigen Unterschied, dass der chinesische

Umsatz mehr als doppelt so hoch ist wie der europäische

(China: 4,79 Mrd. Dollar, Großbritannien: 2,24 Mrd. Dollar).

Mit 41,4 Prozent des weltweiten Umsatzes, der in China

erzielt wird, sechs chinesischen Künstlern unter den hochpreisigsten

10 Künstlern der Welt und fünf Städten unter

den 10 leistungsstärksten der Welt gewinnt China weiter

Marktplätze zum Nachteil der USA, wo ein Jahresumsatz von

Umsatz Kunstauktionen 2011, Aufteilung nach Ländern

Qi Baishi: Eagle Perching on the Pine, 1946 (Sotheby’s, New York,

3/2012; Zuschlagpreis 1.986.500 USD)

2,72 Milliarden Dollar erzielt wurde, was 23,5 Prozent des

weltweiten Volumens entspricht, gegenüber 29,5 Prozent im

Jahr 2010.

Ein hochpreisiger Markt, der krisensicher ist

Die Krise auf dem Subprime-Hypothekenmarkt wurde von

der Staatsschuldenkrise abgelöst. Daher sieht die wirtschaftliche

Bilanz des Jahres 2011 in der westlichen Welt

besonders düster aus. Die Lage dort ist gekennzeichnet

durch horrende Schuldenberge in Griechenland, Italien, Spanien,

Portugal und Großbritannien, von der Destabilisierung

der europäischen Währungsunion und außerdem den massiven

Staatsschulden in den USA. Natürlich hat dieses ungesunde

Klima auf dem Kunstmarkt seine Spuren hinterlassen.

Zahlreiche Galerien haben darunter in Europa gelitten, manche

mussten sogar schließen. Diese angstvolle Stimmung

wartete nur darauf, von einem starken Zeichen des Marktes

vertrieben zu werden, und das Vertrauen stellte sich Anfang

Oktober dank des Erfolges der großen Messen zur zeitgenössischen

Kunst (Frieze in London und Fiac in Paris) wieder


KUNSTMARKT

65

Dollar im Jahr 2010). Von den Top 5 unter den Marktplätzen

hatten nur die USA mit einem Verkaufserlös von 2,72 Mia.

Dollar (minus 3 Prozent gegenüber 2010) einen Rückgang zu

verzeichnen.

Die moderne Kunst: Hauptstütze des Marktes

Umsatz Kunstauktionen 2011, Aufteilung nach Auktionshäusern

ein und vor allem dank der atemberaubenden Ergebnisse

der öffentlichen Versteigerungen des zweiten Halbjahres.

Während Europa seine Schwächen analysierte und seine

Ökonomen die Möglichkeit der Zerschlagung der Währungsunion

erwogen, lief der Kunstmarkt auf Hochtouren, auch in

Europa. Parallel dazu ist New York ein wichtiger Handelsplatz

für die Kunst, besonders die zeitgenössische, geblieben,

da der Fall des Dollars einen anziehenden Effekt auf

europäische und asiatische Käufer gehabt hat. Die Schuldenkrise

in Verbindung mit dem Aufruhr an den Finanzmärkten

führte dazu, dass Investoren es vorzogen, sich

auf die Kunst zurückzuziehen, die ihre Rolle als Fluchtwert

spielte.

Die moderne Kunst ist das Herz des weltweiten Kunstmarktes.

Es handelt sich hier um das dichteste Segment (es werden

zehn Mal mehr moderne als alte Werke verkauft) und

das rentabelste. Das Jahr 2011 ist das beste des Jahrzehnts,

was den Verkauf moderner Werke anbelangt, denn die Nachfrage

war besonders lebhaft (mehr als 164.000 verkaufte

Werke, ein 10-Jahres-Rekord) und der Umsatz mit 6,067 Mia.

Dollar, also 52,4 Prozent des weltweiten Umsatzes in allen

Schaffensperioden zusammen, außergewöhnlich gut. Folglich

lag der Verkaufserlös 2011 um 1,218 Mia. Dollar höher als

2010, das bereits ein Rekordjahr war!

Auch hier macht wieder China den Unterschied. Hier werden

die meisten alten und Nachkriegswerke verkauft und auch

sehr viel mehr moderne Kunst als im Rest der Welt. Heute

wird fast die Hälfte des Verkaufserlöses auf dem Markt der

modernen Kunst in China erzielt. Grund für diese Umwälzung

ist das hohe Preisniveau der modernen Chinesen. Betrachtet

man den Umsatz der Top 10 der Künstler, so sind die

Neues Rekordjahr

Ende 2011 brachte der Verkauf von Kunstwerken weltweit 21

Prozent mehr ein als 2010, und es gibt keinen Schaffensbereich,

der umsatzmäßig nicht zulegt. Im Vergleich zu 2010

legte die moderne Kunst 1,2 Mia. Dollar zu, die Nachkriegskunst

um 372 Mio. Dollar, die zeitgenössische Kunst um 291

Mio. Dollar, die alten Meister um 124 Mio. Dollar und die

Werke des 19. Jahrhunderts brachten 43 Mio. Dollar mehr

ein. Zudem hatte angesichts der allgemeinen Kaufwut kein

Medium das Nachsehen. Es wurden mehr Gemälde, Skulpturen,

Fotografien, Zeichnungen und sogar Drucke als 2010

verkauft. Getragen von dem explosiven Preisniveau der alten

und modernen chinesischen Meister, ist die Zeichnung

wirklich geadelt worden, mit einem Jahresverkaufserlös, der

im Vergleich zum Vorjahr um 1,318 Mia. Dollar gestiegen ist.

Diese Steigerung ist nicht nur eine Folge der Entwicklung

des chinesischem Marktes, der gegenüber 2010 um 49 Prozent

gewachsen ist, sondern eines weltweiten Wachstums,

auch in Europa. In der Tat stiegen die Ergebnisse der europäischen

Länder, die bei den Geboten führend sind, um 24 Prozent

in Großbritannien (2,24 Mia. Dollar gegenüber 1,81 Mia.

Dollar im Jahr 2010), um 9 Prozent in Frankreich (521 Mio.

Dollar gegenüber 478 Mio. Dollar im Jahr 2010) und 23 Prozent

in Deutschland (213,9 Mio. Dollar gegenüber 174 Mio.

Zhang Daqian: Scholar beneath a Pine Tree, 1971 (Sotheby’s, New

York, 3/2012; Zuschlagpreis 43.750 USD)


66

KUNSTMARKT

ersten beiden moderne chinesische Meister, deren Gesamtergebnis

das von Andy Warhol und Pablo Picasso um mehrere

zehn Millionen Dollar übersteigt. Darüber hinaus wird das

Beste an moderner chinesischer Kunst in China gesammelt

und die Auktionshäuser von Peking und Hongkong streiten

sich um den Verkauf der teuersten Werke. Meister wie Qi

Baishi, Zhang Daqian oder Xu Beihong erzielen jetzt für ihre

schönsten Werke mit Leichtigkeit Preise von über 10 Millionen

Dollar. Qi Baishi, der als erster (im Jahr 2009) einen Platz

unter den Top 10 erlangte, erzielte mit umgerechnet 57,2

Mio. Dollar das beste Gebot des Jahres 2011. Was Zhang

Daqian betrifft, der 2011 mit seinen Werken einen Erlös von

550 Mio. Dollar erzielte, überholt er nicht nur die Top 10, sondern

erzielt auch den höchsten Jahresumsatz, den je ein

Künstler erreicht hat! Sein höchster Zuschlagspreis dieses

Jahr liegt dank des Verkaufs von „Lotus and Mandarin Ducks"

am 31. Mai (Sotheby's Hong Kong) bei 21,8 Mio. Dollar. Neben

den chinesischen Meistern erzielten Werke folgender moderner

Künstler einige der höchsten Gebote des Jahres: Pablo

Picasso, Gustav Klimt, Egon Schiele, Claude Monet, Maurice

de Vlaminck und Salvador Dali.

Das Beste von den alten Meistern

In zwei Jahren hat sich der Wert des Marktes der alten Kunst

verdoppelt. Die Spitzenergebnisse, die die alten Meister erzielen,

deren Markt bei den westlichen Künstlern sehr angespannt

ist, stellen auch hier ein Gleichgewicht mit dem chinesischen

Kunstmarkt her. China liegt nämlich mit dem Verkauf

alter Werke im Wert von 704 Mio. Dollar 2011 in Führung

(der Markt hier ist bei weitem der dichteste). Es folgen Umsätze

von 248 Mio. Dollar in Großbritannien, 128 Mio. Dollar

in den USA und 46 Mio. Dollar in Frankreich.

Nach dem modernen Künstler Qi Baishi erzielte in der Tat

der alte Meister Wang Meng den höchsten Zuschlagpreis

des Jahres. Sein Tintendruck „Zhi Chuan moving to Mountain”

erzielte am 4. Juni 2011 bei Poly Internatinoal 54 Mio.

Dollar. Dieser chinesische Künstler der Yuan-Dynastie wird

nun zum zweitteuersten alten Meister des Marktes nach Peter-Paul

Rubens und entthronisiert die berühmte Zeichnung

„Head of a Muse" von Raphael, die seit dem 8. Dezember

2009 (42,7 Mio. Dollar bei Christie’s London) auf Platz zwei

lag. Nach Wang Meng erzielte Francesco Guardi mit einem

großartigen Blick auf Venedig („Venice, a View of the Rialto

Bridge, Looking North") das zweithöchste Gebot des Jahres

im Segment der alten Werke. Das Werk profitierte von einer

beeindruckenden Geschichte, die von Sotheby's auf 32 Seiten

dargelegt wurde und einen Schätzbereich von 15 bis 25

Mio. Pfund unterstützte. Dieses Los 73, das den Abschluss

der Versteigerung vom 6. Juli bildete, erzielte 23,8 Mio.

Pfund, also 38,2 Mio. Dollar und löste einen alten Rekord von

1989 ab („Vue de la Giudecca et du Zattere à Venise", 8,9 Mio.

Pfund, Sotheby's). Die alten Werke, die ein wenig mehr als 10

Prozent des weltweiten Umsatzes auf dem Kunstmarkt ausmachen,

sind ein großes Streitthema. Sie werden in den

westlichen Auktionssälen immer weniger und in den asiatischen

immer mehr. Um diesen Mangel auszugleichen, sollten

europäische und amerikanische Auktionshäuser wieder

auf die Umsätze aus der zeitgenössischen Kunst setzen, die

rentabler geworden sind als jene der alten Meister (der Verkaufserlös

2011 für die alte Kunst liegt bei 1,198 Mia. Dollar vs.

1,261 Mia. Dollar für das zeitgenössische Segment).

Umsatz Kunstauktionen, pro Halbjahr (2000-2011)

Der Markt in der Zeit des Internets

Heutzutage, wo 2,7 Milliarden Menschen Zugang zum Internet

haben und 1 Milliarde neue Nutzer für das Jahr 2012 erwartet

werden, wird das alte System der physischen Auktionshäuser

mehr und mehr von Onlineauktionen abgelöst.

Einiger Auktionshäuser (wie z. B. Heffel, Saffronart, Christie's

und Sotheby's) verfügen bereits seit einigen Jahren über

Plattformen für Onlinetransaktionen. Christie's verkündete

darüber hinaus einen Zuwachs der Onlinegebote zwischen

2010 und 2011 um 29 Prozent. Der Onlineverkauf von Werken

ist definitiv salonfähig geworden, bei Preisen in Millionenhöhe.

In diesem Zusammenhang verändert die Anwendung

des Gesetzes vom 20. Juli 2011 tiefgreifend die gesamte

Struktur des weltweiten Kunstmarktes. Parallel zur Abschaffung

des fast 500 Jahre alten französischen Monopols der

Auktionatoren ermöglichte die Anwendung dieses Gesetzes

es dem Unternehmen Artprice nach einem 12-jährigen gerichtlichen

Kreuzzug, sich für Fernauktionen auf elektronischem

Weg zu öffnen. Jetzt steht jedem Kunstliebhaber, der

Werke erwerben möchte, ein qualifiziertes Angebot, bestehend

aus einer Vielzahl von außergewöhnlichen Werken, zur

Verfügung, das auch noch von der Omnipotenz der großen

Auktionshäuser befreit ist. Kurzum: Die französische Firma

Artprice ist zum Makler für Gebote geworden, die auf elektronischem

Weg abgegeben werden, und bietet seit dem 18.

Januar 2012 die Möglichkeit, bei einer Auswahl von mehreren

Tausend Kunstwerken aus der ganzen Welt, die zur Auktion

stehen, mitzubieten. Am ersten Auktionstag präsentierte

Artprice bereits 5.000 Lose, und das in einem Zeitraum,

der traditionell ruhig ist, wo der Markt gerade erst wieder

von den Feierlichkeiten des Jahresendes erwacht. Als einer

der großen Trümpfe einer solchen Markteröffnung erweist

sich der Provisionssatz der Firma Artprice, der im Vergleich

zu den traditionellen Auktionshäusern besonders wettbewerbsfähig

ist: Sie behält lediglich eine Provision von 5 Prozent

für die Werke ein, die über der Schwelle von 15.000 Dollar

verkauft werden. Die Attraktivität dieser Kommissionierung

fördert die laufende Veränderung des Marktes, wo in

sehr naher Zukunft die Hälfte der Transaktionen über das

Internet ausgeführt wird.

QUELLE | artprice.com


KUNSTMARKT 67

TOP 50 AUKTIONSERGEBNISSE

2011

Rang Künstler Zuschlagspreis Kunstwerk Auktion

1 QI Baishi (1864-1957) 40.404.000 € Eagle Standing on Pine Tree; Four-Character

Couplet in Seal Script

22/05/2011 (China Guardian Auctions Co., Ltd. BEIJING)

2 STILL Clyfford E. (1904-1980) 39.924.500 € "1949-A-No . 1" (1949) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

3 WANG Meng (1308-1385) 37.205.000 € Zhi Chuan moving to Mountain 04/06/2011 (Poly International Auction Co.,Ltd BEIJING)

4 LICHTENSTEIN Roy (1923-1997) 27.974.100 € "I Can See the Whole Room!

...and There's Nobody in it!" (1961)

08/11/2011 (Christie's NEW YORK NY)

5 XU Beihong (1895-1953) 27.399.200 € Cultivation on the peaceful land (1951) 05/12/2011 (Poly International Auction Co.,Ltd BEIJING)

6 PICASSO Pablo (1881-1973) 26.718.750 € La lecture (1932) 08/02/2011 (Sotheby's LONDON)

7 GUARDI Francesco (1712-1793) 26.418.000 € Venice, a View of the Rialto Bridge,

Looking North, From the ….

06/07/2011 (Sotheby's LONDON)

8 KLIMT Gustav (1862-1918) 26.168.400 € Litzlberg Am Attersee (c.1914/15) 02/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

9SCHIELE Egon (1890-1918) 24.846.800 € Häuser mit bunter wäsche (Vordatdt II)

(Houses with laundry Suburb II) (1914)

22/06/2011 (Sotheby's LONDON)

10 BACON Francis (1909-1992) 24.128.500 € Three studies for portrait of Lucian Freud 10/02/2011 (Sotheby's LONDON)

11 WARHOL Andy (1928-1987) 23.865.400 € Self-Portrait (1963-1964) 11/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)

12 FU Baoshi (1904-1965) 23.360.000 € Landscapes (1964/65) 17/11/2011 (Beijing Hanhai Art Auction Co.Ltd. BEIJING)

13 STUBBS George (1724-1806) 22.138.000 € Gimcrack on Newmarket Heath, with a trainer,

jockey and stable lad

05/07/2011 (Christie's LONDON)

14 ROTHKO Mark (1903-1970) 20.904.000 € Untitled No. 17 (1961) 11/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)

15 STILL Clyfford E. (1904-1980) 20.325.200 € 1947-Y-No. 2 (1947) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

16 QI Baishi (1864-1957) 19.485.700 € Landscape (1931) 13/11/2011 (China Guardian Auctions Co., Ltd. BEIJING)

17 PICASSO Pablo (1881-1973) 18.132.800 € Femme assise, robe bleue (1939) 21/06/2011 (Christie's LONDON)

18 BACON Francis (1909-1992) 17.990.400 € Study for a portrait (1953) 28/06/2011 (Christie's LONDON)

19ALMA-TADEMA Lawrence (1836-1912) 17.518.800 € The Meeting of Antony and Cleopatra: 41 Bc 05/05/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

20 WARHOL Andy (1928-1987) 17.071.600 € Self-Portrait (1986) 11/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)

21 WARHOL Andy (1928-1987) 16.723.200 € Liz #5 (Early Colored Liz) (1963) 12/05/2011 (Phillips de Pury & Company NEW YORK NY)

22 REN Yi (1840-1896) 15.921.000 € Huafeng People’s Wishes to Emperor Yao 16/07/2011 (Xiling Yinshe Auction HANGZHOU)

23 TANG Yin (1470-1523) 15.810.000 € Landscape 09/06/2011 (Beijing Jiuge Intern. Auctions Co., Ltd BEIJING)

24 BACON Francis (1909-1992) 15.678.000 € Studies for Self-Portrait (1974) 11/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)

25 ZHANG Daqian (1899-1983) 15.301.700 € "Lotus and Mandarin Ducks" (1947) 31/05/2011 (Sotheby's HONKONG)

26 PICASSO Pablo (1881-1973) 14.901.450 € L'aubade (1967) 02/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

27 DALI Salvador (1904-1989) 14.124.000 € Portrait de Paul Eluard (1929) 10/02/2011 (Sotheby's LONDON)

28 XU Beihong (1895-1953) 14.069.000 € Figure 10/06/2011 (Beijing Jiuge Intern. Auctions Co., Ltd BEIJING)

29SHI Tao (1642-1707) 13.757.700 € landscape 01/01/2011 (Nanjing Jingdian Auctions Co., Ltd. BEIJING)

30 PICASSO Pablo (1881-1973) 13.599.600 € Jeune fille endormie (1935) 21/06/2011 (Christie's LONDON)

31 MONET Claude (1840-1926) 13.488.000 € Les Peupliers (1891) 04/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)

32 VLAMINCK de Maurice (1876-1958) 13.488.000 € Paysage de banlieue (1905) 04/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)

33 RICHTER Gerhard (1932) 13.429.150 € Abstraktes Bild (1997) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

34 PICASSO Pablo (1881-1973) 12.813.600 € Femmes lisant (deux personnages) (1934) 03/05/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

35 PICASSO Pablo (1881-1973) 12.813.600 € Les femmes d'Alger, version L (1955) 04/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)

36 BACON Francis (1909-1992) 12.703.250 € "Three Studies for a Self-Portrait" (1967) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

37 STILL Clyfford E. (1904-1980) 12.703.250 € Ph-1033 (1976) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

38 WANG Hui (1632-1717) 12.683.000 € Landscape inspired by tang poems (1710) 13/11/2011 (China Guardian Auctions Co., Ltd. BEIJING)

39 WARHOL Andy (1928-1987) 12.529.800 € Sixteen Jackies (1964) 10/05/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

40 WANG Shimin (1592-1680) 12.012.000 € landscapes (1647) 05/11/2011 (Sungari International Auction Co., Ltd BEIJING)

41 ROTHKO Mark (1903-1970) 11.988.900 € White Cloud (1956) 08/11/2011 (Christie's NEW YORK NY)

42 CAILLEBOTTE Gustave (1848-1894) 11.630.400 € Le pont d'Argenteuil et la Seine (c.1883) 02/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

43 RICHTER Gerhard (1932) 11.614.400 € "Gudrun" (1987) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

44 WARHOL Andy (1928-1987) 11.431.680 € Self-Portrait (1967) 16/02/2011 (Christie's LONDON)

45 TIZIANO VECELLIO (1485/89-1576) 10.960.500 € A Sacra Conversazione: the Madonna and

Child with Saints Luke and Cathe

27/01/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)

46 PICASSO Pablo (1881-1973) 10.766.350 € Buste de Françoise (1946) 21/06/2011 (Christie's LONDON)

47 GIACOMETTI Alberto (1901-1966) 10.729.300 € Trois hommes qui marchent II (1948) 22/06/2011 (Sotheby's LONDON)

48 WU Guanzhong (1919-2010) 10.720.000 € Lion Woods (1988) 03/06/2011 (Poly International Auction Co.,Ltd BEIJING)

49RICHTER Gerhard (1932) 10.628.970 € Kerze (Candle) (1982) 14/10/2011 (Christie's LONDON)

50 CUI Ruzhuo (1944) 10.590.800 € "Lotus" (2011) 29/11/2011 (Christie's HONKONG)


68

KUNSTMARKT

Hiroshi Sugimoto

Einladung zur Meditation

Hiroshi Sugimoto: Radio City Music, New York, 1978 (Christie’s,

New York, 11/2008; Zuschlag 31.884 Euro)

Die Fotografie war lange Zeit das Privileg renommierter

deutscher und amerikanischer Fotografen, aber seit einigen

Jahren wird der Markt mehr von Künstlern unterschiedlicher

Nationalitäten gestützt. Die Tatsache, dass sie mehr und

mehr Anklang findet, macht aus ihr ein Segment, das der

Malerei und der Bildhauerei Konkurrenz macht. Tatsächlich

ist ihr Preisindex innerhalb von 10 Jahren um 73 Prozent gestiegen

(alle Schaffensperioden zusammen genommen) gegenüber

einem Anstieg um 82 Prozent bei den Gemälden

und um 54 Prozent in der Bildhauerei.

Im Gegensatz zur tausendjährigen Geschichte des Gemälde-

und Skulpturenmarktes hat die Geschichte der Fotografie

gerade erst begonnen. Ein Zirkel von Eingeweihten ist

erst in den 1990er-Jahren einer größeren Runde von Sammlern

gewichen. 1995 beschränkte sich der Markt der zeitgenössischen

Fotografie auf 350 Aufnahmen, die in den Auktionssälen

den Besitzer wechselten. 15 Jahre später wechseln

jedes Jahr bei den Auktionen zwischen 3.000 und 6.000

zeitgenössische Fotografien den Besitzer. Angesichts der

zaghaften Auktionen der 90er-Jahre, bei denen die Käufer

historische Anschaffungen vorzogen, machen die zeitgenössischen

Werke seither über die Hälfte der weltweiten Umsätze

in dem Bereich aus!

Die zeitgenössische Fotografie verzeichnet immer weitere

Rekorde. Der Weltrekord wird von dem deutschen Fotografen

Andreas Gursky mit einem vier Meter großen Abzug

gehalten: „Rhein II" (1999), der am 8. November 2011 für 3,8

Mio. Dollar, also 2,76 Mio. Euro, bei Christie's New York verkauft

wurde. Dieser Verkauf stellte einen Rekord von Cindy

Sherman ein, der im selben Jahr aufgestellt wurde (11. Mai

2011), im selben Auktionshaus, für ein titelloses Werk der

Serie „Centerfold" (1981), das für 3,4 Mio. Dollar, also 2,36 Mio.

Euro verkauft wurde. Obgleich die asiatischen Künstler, allen

voran die chinesischen, als besonders starke Konkurrenten

auf den Märkten der zeitgenössischen Malerei und Bildhauerei

gelten, fällt es ihnen schwerer, sich beim Medium Fotografie

durchzusetzen. Nur sechs chinesische und japanische

Künstler schafften es, in die Top 100 der besten Künstler 2011

in diesem Bereich zu gelangen. Der meistbeachtete unter ihnen

ist Hiroshi Sugimoto, an vierter Position mit einem Verkaufserlös

von 3 Mio. Dollar, weit hinter der amerikanischen

Künstlerin Cindy Sherman, die das Podium mit einem Auktionserlös

von 13,6 Mio. Dollar im Jahr 2011 anführt.

Hiroshi Sugimoto: 20 Jahre auf dem Markt

Der 1948 geborene Japaner Hiroshi Sugimoto trat erstmals

1992 auf dem Auktionsmarkt in Erscheinung. Damals verkaufte

sich sein in 25 Exemplaren herausgebrachter Abzug

„Radio City Music Hall" von 1978 bei Christie's unter Taxe für

2.000 Dollar, fast 1.500 Euro (13. Oktober 1992, Christie's New

York). 15 Jahre später wechselt dieselbe Fotografie jedes Jahr

bei den Auktionen für durchschnittlich 25.000 bis 35.000

Euro den Besitzer. Diese Aufwertung ist auf das Zusammenspiel

mehrerer Faktoren zurückzuführen. Zunächst einmal

ist Sugimoto ein „Klassiker" der zeitgenössischen Fotografie.

Seine fotografischen Erfahrungen über Zeit und Erinnerung

beginnen in den 70er-Jahren, basieren auf soliden theoretischen

Grundlagen, unter anderem einem Universitätsabschluss

in Soziologie und Politikwissenschaften an der St.

Paul's Universität Tokio 1970 und einem Abschluss in Fotografie

am Art Center College of Design von Los Angeles im

Jahr 1972. Für eine seiner ersten großen Serien, die der Theater,

fotografiert er alte Kinos und amerikanische Drive-ins.

Hierfür wählt er die Belichtungszeit so aus, dass sie der Länge

des gezeigten Films entspricht. Die lange Zeit der Pause

transformiert die Bilder und lässt sie zugunsten eines leuchtenden

und intensiv weißen Bildschirms verschwinden. Sei-

Hiroshi Sugimoto, Anteil unverkaufter Lose unter 5.000 Euro,

2000-2011 Hiroshi Sugimoto, Auktionsumsatz, 2000 - November 2011


KUNSTMARKT

69

Hiroshi Sugimoto, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2000

Hiroshi Sugimoto: Black Sea, Ozuluce/Yellow Sea, Cheju/Red Sea,

Safaga, 1991-92 (Christie’s, New York, 5/2007; Zuschlag 1.217.370

Euro)

ne sehr langen Belichtungszeiten (manchmal mehr als 1,5

Stunden) öffnen das Werk auf eine surreale und meditative

Dimension hin, die seit über 30 Jahren sein Markenzeichen

ist. Darüber hinaus hat der Künstler immer seine Zeit zwischen

Tokio und New York, der Wiege des Fotografiemarktes,

aufgeteilt. Durch diese Mobilität konnte sein Werk stark von

Osten nach Westen hin ausstrahlen. 20 Jahre nach seinem

Umzug in die USA (1974) stellt er tatsächlich über 120 Fotos

im Metropolitan Museum of Art von New York aus (1995).

1997 zieht er im Auftrag des Museums für zeitgenössische

Kunst von Los Angeles für seine Architektur-Porträts von

symbolträchtigen Orten und Gebäuden durch die Welt. Diese

künstlerische Weltreise ist Anlass für die Ausstellung „At

the End of the Century: One Hundred Years of Architecture",

die selbst auf Reisen gehen sollte: Sie wurde 1998 in Tokio

eröffnet und machte danach in Mexiko, Köln, Chicago und

2000 in Los Angeles Station. Seither haben Ausstellungen in

ganz Europa, den USA und Japan stattgefunden – und das

Preisniveau steigt. Es steigt um fast 300 Prozent zwischen

1998 und Ende 2011 und erreicht 2007 beim Zuschlag einer

Serie von drei Aufnahmen bei Christie's New York („Black

Sea, Ozuluce/Yellow Sea, Cheju/Red Sea, Safaga", am 16. Mai

2007) einen Rekordpreis in Höhe von 1,65 Mio. Dollar (1,2 Mio.

Euro).

Seine hochpreisigste Serie ist zweifellos „Seas", mit Meerlandschaften,

die langsam auf Film festgehalten wurden.

Diese schwarz-weißen Landschaften werden zu Abstraktionen,

über denen das Licht bebt und auf die Zeit keinen Einfluss

mehr hat. Manche Bilder der Serie sind für weniger als

40.000 Euro zu haben, wie z. B. „Irish Sea, Isle of Man I". Dieses

Werk, das sich mit einer Farbe begnügt, verkaufte sich

am 14. Oktober 2011 bei Sotheby's London für umgerechnet

19.000 Dollar (weniger als 14.000 Euro, Auflage 25 Exemplare).

Das konzeptuelle und poetische Werk von Sugimoto ist

außerdem erschwinglich, da 30 Prozent der Aufnahmen in

den Auktionshäusern für weniger als 10.000 Euro zu haben

sind. Zweifelsohne hat es ihm seine doppelte Kulturzugehörigkeit

(japanisch-amerikanisch) erlaubt, einer der begehrtesten

zeitgenössischen Fotografen der Welt zu werden. Die

schönsten und teuersten Werke werden übrigens in den

USA zugeschlagen (62 Prozent des weltweiten Umsatzes)

und im Vereinigten Königreich (33 Prozent des weltweiten

Umsatzes), wohingegen sich die japanischen Auktionshäuser

nur 8 Prozent seiner Fotografien teilen.

QUELLE | artprice.com

Andreas Gursky: Rhein II, 1999 (Christie’s, New York, 11/2011; Zuschlag:

2.761.080 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn)


70

KUNSTMARKT

Bernar Venet

Der Stahlgigant

Das kolossale und minimale Werk von Bernar Venet ist in

einige der größten Sammlungen der Welt aufgenommen

worden. Nachdem er in Frankreich lange Zeit im Schatten

seiner monumentalen Skulpturen geblieben war, ist er jetzt

sowohl dort als auch in den USA und in Asien erfolgreich.

Nach Jeff Koons 2008, Xavier Veilhan 2009 und Takashi Murakami

2010 war es 2011 an Bernar Venet, in Versailles auszustellen

(1. Juni bis 1. November 2011). Auf Einladung von Jean-

Jacques Aillagon hin nutzte der Künstler die Gelegenheit

und schockte das Publikum optisch mit sieben monumentalen

Skulpturen, darunter auch zwei riesigen Bögen auf der

Place d'Armes, außerhalb der Tore von Versailles. An diesen

beiden abstrakten, je 22 Meter hohen und 57 Tonnen schwere

Klammern, die das Denkmal von Ludwig dem 14. umgeben,

lässt sich die technische Herausforderung erkennen, die

jede Installation darstellt. Die riesigen Stahlstangen wurden

mit extra für diesen Zweck gebauten Lkws aus der Gießerei

in Lüttich (Belgien) hertransportiert. Um Projekte dieses Formats

umsetzen zu können, arbeitet der Künstler mit einem

Architekten zusammen, der die Formen nachzeichnet, und

mit Ingenieuren. Tonnen von Stahl werden für Stücke eingesetzt,

die mehr als 30 Meter hoch werden können! Dennoch

scheinen die verrostet aussehenden abstrakten Tänzerinnen

(aufgrund der Verwendung von speziellem Stahl, dem Corten)

das Gleichgewicht zu halten.

Bernar Venet ist einer der wenigen französischen Künstler,

die im Ausland Anklang finden. Sein Umzug nach New York

1966 ist einer der Schlüssel für diesen Erfolg. Kurz vor diesem

Umzug schuf er eine Arbeit, die der konzeptuellen

Kunst nahe steht, von einer radikalen Objektivität ist und

auf der Mathematik und den exakten Wissenschaften basiert.

Ab 1976 widmete er sich den ersten monumentalen

Strukturen, die in drei Serien eingeteilt werden können:„Unbestimmte

Linien", „Spitze Winkel" und „Bögen". Die Linie

wurde unter all ihren mathematischen Varianten studiert

und wurde dann freier und ausdrucksstärker. Venet strebt

nicht danach, Stellung zu beziehen oder irgendwelche Rezepte

anzuwenden, sondern erkundet unaufhörlich, von der

abstrakten Logik der mathematischen Daten bis hin zu den

Phänomenen von Zufall und Chaos.

Bernar Venet: 209.5 Arc x 14, 2004 (Christie’s, New York, 9/2011;

Zuschlag 205.663 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn)

Einer der meistbeachteten französischen Künstler

Venet, der international geschätzt wird, fand lange Zeit in

Frankreich wenig Beachtung. Die schönste Bühne, die ihm je

ein Auktionsunternehmen zur Verfügung gestellt hat, befand

sich nicht in Frankreich, sondern in Florida. Zwischen

Januar und April 2008 organisierte das amerikanische Auktionshaus

Sotheby's erstmals eine große monografische

Ausstellung (die nur einem Künstler gewidmet ist) in Isleworth.

25 Skulpturen des Künstlers wurden präsentiert und

sollten über Sotheby's privat verkauft werden. Das stellte eine

Anerkennung durch den Markt dar. Einige Monate nach

Bernar Venet, Anteil verkaufter Lose unter 5.000 Euro, 2000-2011

Bernar Venet, Auktionsumsatz, 2000-2011


KUNSTMARKT

71

dieser großen Ausstellung verzeichnete Sotheby's mit dem

Verkauf einer Skulptur aus der Serie der „Unbestimmten

Linien" in Doha den höchsten Zuschlagpreis für den Künstler:

Die massive Skulptur „Vier unbestimmte Linien" (346 x

282 x 415 cm) erreichte bei der Versteigerung vom 18. März

2009 ihre obere Taxe von 600.000 Dollar (ca. 462.000 Euro).

Das war das einzige Gebot von über 100.000 Euro im Jahr

2009. Dennoch führte die starke Nachfrage bei dem Künstler

zu weiteren Auktionen und führte vor allem dazu, dass er

das bisher höchste Gesamtergebnis bei Auktionen erzielte.

Mit einem Resultat von 923.500 Euro für 39 verkaufte Werke

wurde Bernar Venet bei Auktionen weltweit 2009 der am

viertmeisten verkaufte französische Künstler, und das vor

seiner Ausstellung in Versailles (vierter Rang in den Top 5

gegenüber Jean-Pierre Cassigneul, Robert Combas, Claude

und François-Xavier Lalanne, Georges Mathieu, Pierre Soulages

und Sam Szafran). Nach einer 50-jährigen Karriere und

mit weltweitem Ansehen wurde der Künstler endlich vom

Kunstmarkt geadelt. Parallel dazu haben die zahlreichen öffentlichen

Aufträge aus der ganzen Welt – Deutschland,

USA, Schweiz, Schweden, Japan, Südkorea etc. – und die privaten

Aufträge einen solchen Umfang erreicht, dass der

Künstler zur Erfüllung der Nachfrage ein Atelier mit 17 Personen

in Ungarn eröffnet hat, wo seine Skulpturen hergestellt

werden. Die Auswirkungen auf sein Preisniveau waren

recht beeindruckend; es ist im letzten Jahrzehnt um 135 Prozent

gestiegen (zwischen Januar 2001 und Januar 2011). Das

zweite Rekordergebnis erreichte er in New York mit einem

imposanten Stück (144,7 x 191,7 x 259 cm). Diese aus Stahlbögen

bestehende Skulptur mit dem Titel „209.5 Arc x 14"

erzielte am 21. September 2011 bei der Auktion von Christie's

einen Preis von 281.000 Dollar (205.000 Euro). Man muss bis

zum drittbesten Ergebnis des Künstlers zurückgehen, um

einen Rekordpreis zu finden, der in Frankreich erzielt wurde:

Der Preis für „Ligne indéterminée n°3", das auf 40.000 bis

60.000 Euro geschätzt worden war, explodierte und erzielte

Bernar Venet, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2000

im Mai 2008 einen Zuschlagpreis von 200.000 Euro (Christie's

Paris). Das war sein erster sechsstelliger Zuschlagpreis

in Frankreich nach zwei Resultaten in dieser Höhe in New

York.

In den Augen aller ist Venet ein Bildhauer. Für die Kenner seines

Werks ist er auch ein Maler, Performer und facettenreicher

Plastiker. Sein eklektisches Werk und die unterschiedlichen

Größen, mit denen er arbeitet, führen dazu, dass sich

die Kaufmöglichkeiten multiplizieren. So finden sich bei den

Auktionen kleine Skulpturen für unter 10.000 Euro (die rund

20 cm groß sind), Lithografien für durchschnittlich 600 bis

1.600 Euro und manche Zeichnungen der Serie „Unbestimmte

Linien" für 4.000 bis 35.000 Euro. Darüber hinaus

sind seine Gemälde besonders erschwinglich angesichts seiner

Bekanntheit: Ein Bild von 1980 mit dem Titel „Position of

two Acute Angles of 44.5° Each" konnte übrigens mit einer

unteren Taxe von 12.000 Euro im August 2009 in Cannes

(Marc-Arthur Kohn) nicht verkauft werden, und sein Rekord

bei Gemälden liegt bei nur 16.200 Euro, die er

1967 für ein frühes Werk, „Mathematics Drawing"

erzielte, das 25.000 Dollar einbrachte

(Bonhams & Butterfields, Los Angeles, 5. Mai

2008). Die Kunst von Bernar Venet ist fast so

monumental wie die eines Richard Serra (dessen

Auktionsrekord für „Palms", 7. November

2001, Phillips de Pury & Company NY bei 1,45

Mio. Euro liegt) und so majestätisch wie das

von Pierre Soulages (Rekord von 2 Mio. Euro für

„Peinture" 130 x 162 cm, 31. Mai 2011 bei Sotheby's

Paris). Bereits jetzt sind die Werke Venets

aus der zeitgenössischen Kunstlandschaft

nicht mehr wegzudenken. Seine aktuellen Projekte

werden wieder einen tiefen Eindruck

hinterlassen und zu einer grundlegenden Veränderung

des Marktes beitragen.

QUELLE | artprice.com

Bernar Venet: Ligne indéterminé n°3, 1990 (Christie’s,

Paris, 5/ 2008; Zuschlag 200.000 Euro) (© VG

Bild-Kunst, Bonn)


72

KUNSTMARKT

Enrico Castellani

Die Reinheit der Strenge

Sie kennen diesen Namen vielleicht nicht – und dennoch:

Enrico Castellani hat mit Lucio Fontana und Piero Manzoni

zur Revolutionierung der Kunst des 20. Jahrhunderts beigetragen.

Der Meister, der seit rund 10 Jahren auf dem Auktionsmarkt

wiederentdeckt wird, ist heute einer der meistbeachteten

italienischen Künstler seiner Generation.

Enrico Castellani hat – vor allem mit Piero Manzoni, Agostino

Bonalumi und Lucio Fontana – revolutionäre Forschungen

durchgeführt. Dieses Quartett entblößte die Malerei,

um das Potenzial einfarbiger Gemälde besser erkunden zu

können. Auf ihren Impuls hin wird das Konzept der Monochromie

(Verwendung einer einzigen Farbe) in den 50er-Jahren

ein Zugangsweg zu einer wirklich neuen Ausdrucksweise.

Während Manzoni die Oberfläche seiner Achromes

mit Gips, Porzellanerde oder Stoff manipuliert, Fontana die

Materie mit einer lyrischen Geste auf das Unendliche hin

spaltet, geht Castellani hinter das Gemälde, um eine zusätzliche

Reflexion der Oberfläche zu schaffen. Ab 1959 zeigen

seine Werke durch das sorgfältige Anbringen von Nägeln

hinter der gespannten Leinwand Profil. Mit einer strengen

Vorgehensweise, die bestimmt seiner Ausbildung als Architekt

geschuldet ist, vibrieren seine Werke, die viele Mulden

und Dellen aufweisen, unter dem Effekt des Lichtes. Hinter

der scheinbaren Neutralität der Komposition steckt eine

hypnotische, sinnliche und lebhafte Arbeit.

Die Recherchen dieser vier Künstler inspizieren dieselben

Dialektiken des Leeren und des Vollen, des Inneren und des

Äußeren, der Materie und der Immaterialität, finden aber

äußerst differenzierte plastische Antworten. Ihre Experimente

werden sich als grundlegend für die Kunstgeschichte

der 60er-Jahre herausstellen und die internationale Szene

und besonders die minimalistische, die von Donald Judd angeführt

wird, inspirieren.

Castellani vs. Manzoni & Fontana

Enrico Castellani: Superficie Blue, 1963 (Christie’s, New York, 7/

2010; Zuschlag 161.480 Euro)

Das Preisniveau von Piero Manzoni und Lucio Fontana ist in

den letzten 10 bis 15 Jahren buchstäblich explodiert, und das

mit starker Unterstützung durch die Medien. Enrico Castellani

folgte dem Aufstieg seiner Kollegen, aber mit der Diskretion

jener, die noch nicht wirklich in den amerikanischen

Markt eingedrungen sind … und dennoch wissen Eingeweihte,

dass der rasche Anstieg seines Preisniveaus einer der

spektakulärsten des Jahrzehnts ist, noch spektakulärer als

der seiner Kollegen, da es von plus 715 Prozent zwischen

2001 und 2011 explodierte, gegenüber plus 338 Prozent bei

Manzoni und plus 143 Prozent bei Fontana im selben Zeitraum.

Da die Versteigerungen von Castellani hauptsächlich in Italien

(46 Prozent des Umsatzes) und in England (39 Prozent

des Umsatzes) stattfinden, sind seine Werke in den großen

amerikanischen Auktionssälen überhaupt nicht sichtbar.

Nach dem Verkauf eines ersten Tryptichons bei Sotheby's im

Jahr 1996 (20.11.1996, 25.000 Dollar, also 19.400 Euro) musste

er zehn Jahre warten, bis sich eine neue Verkaufsmöglichkeit

bei einem New Yorker Haus bot. Außerdem, auch

wenn seit 2006 nur sechs Werke in New York verkauft wurden,

ist der amerikanische Markt dabei, unter diesem Namen

aufzuwachen, der jetzt in Manhattan sechsstellige

Gebote erzielen kann. Hat er nicht seinen Schätzbereich im

Juli 2010 mit einem nachtblauen Relief von 1963, das für

220.000 Dollar (161.480 Euro, anfänglicher Schätzwert

Anteil verkaufter Lose unter 10.000 Euro, 2000 - 1. Halbjahr 2011

Enrico Castellani, Auktionsumsatz, 2000 - 1. Halbjahr 2011


KUNSTMARKT

73

Enrico Castellani, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2000

20.000-30.0000 Dollar, Christie's NY) verkauft wurde, verzehnfacht?

Ein weiteres Kriterium, das auf einen Anstieg des Preisniveaus

hinweist: Die Höchstgebote im Millionenbereich, die von

Fontana oder Manzoni erreicht wurden, führen natürlich

dazu, dass die Sammler sich für erschwinglichere Namen

der italienischen Avantgarde interessieren, unter anderem

den von Castellani. Man zählt nicht weniger als 49 Millionengebote

für die Werke von Fontana, darunter ein höchstes

Gebot von 12,2 Mio. Euro („Concetto Spaziale, la fine

di Dio”, Sotheby's, London, 27. Februar 2008), und 23 Millionenergebnisse

für Piero Manzoni, dessen Rekord bei 5,8

Mio. Euro („Achrome”, Sotheby's, New York, 14.05.2008) liegt.

Enrico Castellani hat bei Auktionen noch nie ein solches

Preisniveau erlangt. Sein Rekord liegt bei 800.000 Euro für

„Superficie Bianca n. 32", das im Mai 2010 in Mailand (Sotheby's,

26. Mai) verkauft wurde. Nichtsdestoweniger wird es

immer schwieriger, Ölgemälde oder Acrylgemälde mit Relief

mit einem Budget von unter 100.000 Euro zu erwerben.

Wenn diese Bilder außerhalb Ihres Budgets liegen, so sind

Reliefs auf groß dimensioniertem Papier für 10.000 bis

20.000 Euro (über 50 cm) zu haben und 30 Prozent der

Werke sind noch in den Auktionssälen für weniger als 5.000

Euro zu haben. Man findet sogar manche mit Hitze behan-

Piero Manzoni: Linea, 1959 (Dorotheum, Wien, 11/2011; Zuschlag

27.000 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn)

Enrico Castellani: Superficie Bianca, 1969 (Dorotheum, Wien, 11/

2011; Zuschlag 240.000 Euro)

delte Plastikwerke oder Kleinformate aus geprägtem Papier

für im Schnitt weniger als 1.500 Euro. Die vibrierende Oberfläche

eines kleines Plastikstücks, präsentiert bei Pierre Berge

& Associés in Brüssel, fand z. B. am 15. Mai letzten Jahres

einen Abnehmer für 600 Euro.

Ambition weltweite Verbreitung

Die neuralgischen Zentren des Marktes sind noch Rom, Florenz,

Mailand, Genua, London, Wien oder Köln. Werden sie

sich in den nächsten Jahren um Paris, New York und Hongkong

erweitern? Castellani wurde kürzlich mit dem Praemium

Imperiale ausgezeichnet, einem renommierten Preis,

der von der japanischen Kunstgesellschaft verliehen wird

(am 13. Oktober 2010). Dieser Preis, der aus den Händen von

Prinz Hitachi empfangen wird,

ist die höchste künstlerische

Auszeichnung auf internationaler

Ebene, die manchmal mit

den Nobelpreisen für die Künste

verglichen wird. Einige Monate

nach dieser Auszeichnung

fand eine Zeichnung einen

Abnehmer in einem Auktionshaus

in Hongkong (Dessin

No.89, verkauft für umgerechnet

12.000 Euro bei Est-Ouest

Auctions). Mit 81 Jahren reist

der Künstler weiterhin durch

die Welt. Bereits vier Mal hat

er an der Biennale von Venedig

teilgenommen, an angesehenen

Gruppenausstellungen im

MoMa (1965), im Guggenheim

in New York (1994) oder im

Puschkin-Museum für bildende

Künste in Moskau (2005).

QUELLE | artprice.com

Lucio Fontana: Concetto

Spaziale, Attese, 1965 (Sotheby’s,

London, 2/2012; Zuschlag

812.191 Euro) (© VG

Bild-Kunst, Bonn)


74

KUNSTMARKT

TOP 50

Künstler – Auktionsumsatz 2011

Rang Künstler Auktionsumsatz Verkaufte Lose Top Auktionsergebnis

1 ZHANG Daqian (1899-1983) 394.464.689 € 1371 15.301.700 €

2 QI Baishi (1864-1957) 365.404.750 € 1350 40.404.000 €

3 WARHOL Andy (1928-1987) 231.314.805 € 1624 23.865.400 €

4 PICASSO Pablo (1881-1973) 221.696.494 € 3387 26.718.750 €

5 XU Beihong (1895-1953) 167.893.207 € 416 27.399.200 €

6 WU Guanzhong (1919-2010) 158.564.559 € 318 10.720.000 €

7 FU Baoshi (1904-1965) 143.031.068 € 199 23.360.000 €

8 RICHTER Gerhard (1932) 126.319.166 € 265 13.429.150 €

9 BACON Francis (1909-1992) 92.192.802 € 127 24.128.500 €

10 LI Keran (1907-1989) 82.356.240 € 298 3.802.500 €

11 LU Yanshao (1909-1993) 75.401.297 € 512 4.150.800 €

12 STILL Clyfford E. (1904-1980) 73.715.145 € 4 39.924.500 €

13 HUANG Zhou (1925-1997) 70.889.641 € 771 5.733.000 €

14 ZAO Wou-ki (1921) 66.950.693 € 358 5.865.150 €

15 HUANG Binhong (1865-1955) 65.906.008 € 450 5.303.800 €

16 MAGRITTE René (1898-1967) 52.800.225 € 137 6.363.900 €

17 CHAGALL Marc (1887-1985) 51.918.751 € 1512 3.531.000 €

18 WU Changshuo (1844-1927) 50.660.764 € 610 1.729.500 €

19 LICHTENSTEIN Roy (1923-1997) 50.165.630 € 485 27.974.100 €

20 BASQUIAT Jean-Michel (1960-1988) 48.175.225 € 73 5.359.680 €

21 LIN Fengmian (1900-1991) 48.022.159 € 352 1.800.200 €

22 MONET Claude (1840-1926) 47.812.855 € 25 13.488.000 €

23 CALDER Alexander (1898-1976) 45.957.750 € 485 3.628.000 €

24 ZENG Fanzhi (1964) 41.448.602 € 74 3.762.500 €

25 FAN Zeng (1938) 39.267.542 € 286 6.324.000 €

26 WANG Meng (1308-1385) 38.225.924 € 11 37.205.000 €

27 GIACOMETTI Alberto (1901-1966) 37.766.520 € 252 10.729.300 €

28 KOONING de Willem (1904-1997) 37.756.341 € 109 4.722.900 €

29 WU Hufan (1894-1968) 37.505.907 € 244 10.044.800 €

30 FONTANA Lucio (1899-1968) 36.365.745 € 251 3.828.550 €

31 WANG Hui (1632-1717) 36.362.132 € 139 12.683.000 €

32 ZHU Da (1626-1705) 34.314.726 € 99 7.046.000 €

33 SHI Tao (1642-1707) 33.542.490 € 89 13.757.700 €

34 RENOIR Auguste (1841-1919) 33.356.445 € 359 5.099.850 €

35 DALI Salvador (1904-1989) 33.225.158 € 1705 14.124.000 €

36 ROTHKO Mark (1903-1970) 33.082.081 € 9 20.904.000 €

37 ERNST Max (1891-1976) 32.691.166 € 464 10.252.950 €

38 XIE Zhiliu (1910-1997) 31.370.629 € 393 4.368.000 €

39 LOWRY Laurence Stephen (1887-1976) 30.152.092 € 151 5.845.000 €

40 ZHANG Xiaogang (1958) 29.944.633 € 73 6.337.800 €

41 REN Yi (1840-1896) 29.762.526 € 202 15.921.000 €

42 CUI Ruzhuo (1944) 29.196.219 € 39 10.590.800 €

43 MIRO Joan (1893-1983) 28.491.329 € 1609 4.743.480 €

44 CHEN Yifei (1946-2005) 28.457.647 € 66 7.781.600 €

45 LÉGER Fernand (1881-1955) 28.093.461 € 332 4.193.210 €

46 GUARDI Francesco (1712-1793) 27.976.389 € 13 26.418.000 €

47 SCHIELE Egon (1890-1918) 27.904.869 € 56 24.846.800 €

48 THIEBAUD Morton Wayne (1920) 27.583.218 € 91 2.445.100 €

49 KLIMT Gustav (1862-1918) 27.284.589 € 97 26.168.400 €

50 SPENCER Stanley (1891-1959) 27.068.504 € 41 5.449.440 €


KUNSTMARKT

75

Modefotografie

… im Aufschwung

In den letzten fünf Jahren konnte man auf dem Markt einen

regelrechten Boom bei den Auktionen für Modefotografie

beobachten. Die Originalabzüge symbolträchtiger Fotos, die

ins Blickfeld der internationalen Sammler geraten sind, erzielen

beeindruckende Preise. Der Markt wird von einigen

Namen angeführt. Die Hauptrolle spielen Irving Penn, Richard

Avedon und Helmut Newton, die alle drei als Meister

der Modefotografie der 50er-Jahre gelten. Unter den 1.000

teuersten Fotografien der Welt befinden sich nur 31 Modefotografien,

von denen 18 von Irving Penn stammen.

Irving Penn

Irving Penn (1917-2009) gilt seit seinem ersten Titelbild für

die amerikanische Vogue 1943 als einer der größten Modefotografen.

Sein Lieblingsmodell Lisa Fonssagrives (das er 1950

heiratet) wird zum Motiv seiner elegantesten und begehrtesten

Fotos der 50er-Jahre. Mit „Woman in Moroccan Palace

(Lisa Fonssagrives-Penn)" erzielte ein Bild von ihr den Rekordpreis

des Künstlers, der bei 300.000 Euro liegt (erlangt

am 12. November 2011 bei Christie's Paris). Am selben Tag verkaufte

sich im selben Saal eine Aufnahme von Lisa in einer

erstaunlichen Robe in schwarz-weißem Schachbrettmuster

(„Harlequin Dress") für 220.000 Euro. Die ersten sechsstelligen

Ergebnisse von Penn wurden 2005 verzeichnet. Seither

erzielt er bei den Auktionen einen Jahresumsatz von mehreren

Millionen Euro (zwischen 2,4 Mio. und 4,5 Mio. Euro zwischen

2005 und 2008) gegenüber einem Jahresschnitt von

150.000 Euro Ende der 90er-Jahre.

Irving Penn: Harlequin Dress (Lisa Fonssagrives-Penn), 1950 (Christie’s,

Paris, 11/2011; Zuschlagpreis 220.000 Euro)

Irving Penn: Woman in Moroccan Palace (Lisa Fonssagrives-Penn),

1951 (Christie’s, Paris, 11/2011; Zuschlagpreis 300.000 Euro)

Helmut Newton

Der wahrscheinlich beliebteste, Helmut Newton (1920-

2004), wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt, indem

er im Playboy und diversen Modezeitschriften veröffentlichte.

Dann in den 70er-Jahren setzte sich sein Stil durch. Seine

gekonnte Mischung aus Erotik und Voyeurismus, aus Macht

und Dominanz, aus Verführung und einer Bekenntnis zur

Geschmacklosigkeit begründen rasch seinen Erfolg. In den

Auktionssälen überschreitet er erstmals 1999 die Schwelle

von 10.000 Euro und die von 100.000 Euro im Jahr 2001, und

zwar mit seinem bekanntesten Diptychon „Sie kommen

(dressed & naked) French Vogue, Paris". Nach seinem Tod

2004 explodierte die Nachfrage buchstäblich und ließ seinen

Preisindex in die Höhe schnellen (um 75 Prozent in drei

Jahren). Als Beweis soll ein berühmtes oben genanntes Diptychon

dienen, das sich 2001 bei Christie's für 107.000 Euro

verkaufte (11. November, Beverly Hills) und sieben Jahre später

mit 407.000 Euro den Rekordpreis des Künstlers erzielte

(Christie's New York, 16. Dezember 2008).

Richard Avedon

Mit seinem beeindruckenden Lebenslauf steht Richard Avedon

(1923-2004) den Vorgenannten in nichts nach: 20 Jahre

im Dienst von Harper's Bazaar (davon die meiste Zeit als Leiter

des Bereichs Fotografie), 25 verbrachte er damit, Titelbilder

für Vogue aufzunehmen und 12 für den New Yorker. Er

veränderte die Geschichte der Modefotografie grundlegend,

indem er ihr ein künstlerisches Element hinzufügte.

Nach seinem Tod im Jahr 2004 fanden seine Aufnahmen bei

dem Sammlern solch rasenden Absatz, dass sich sein Auktionsumsatz

2005 gegenüber dem Vorjahr verzehnfachte.

Sein Preisniveau stieg so zwischen 2004 und 2011 um 216

Prozent. Sein Jahresrekord, den ein Portfolio von den Beatles


76

KUNSTMARKT

Helmut Newton: Sie kommen, dressed & naked, French Vogue, Paris, 1981 (Christie’s, Beverly Hills, 11/2001; Zuschlagpreis 107.781 Euro)

(„The Beatles Portfolio", zugeschlagen am 4. Oktober 2011 für

450.000 Euro bei Phillips de Pury) erzielte, ist noch weit von

dem absoluten Rekord entfernt, den der Künstler am 20. November

2010 mit „Dovima with elephants" erreichte, das für

700.000 Euro (bei Christie's Paris) den Besitzer wechselte.

„Dovima with elephants" ist derzeit – mit gutem Vorsprung

vor den anderen – die teuerste Modefotografie der Welt. Neben

der Aufnahme von Avedon gehört der Top 10 der besten

Zuschlagspreise für die Modefotografie mit 330.000 Euro

(erzielt am 24. April 2007 bei Phillips de Pury, NY) das berühmte

Bild der Schauspielerin Gloria Swanson („Gloria

Swanson, New York") an, die von Édouard Steichen verewigt

wurde. Den dritten Platz nimmt Paul II Outerbridge mit „Ide

Collar (An Advertisement made for Geo.P.Ide & Co.)" ein, das

im Oktober 2000 bei Christie's New York für 320.000 Euro

verkauft wurde.

Die Trennung zwischen dem, was man Modefotografie und

dem, was man kreative Fotografie nennt, ist weniger deutlich,

als es scheint. Zeitschriften, Werbung und Verlage lassen

seit den 50er-Jahren echte Künstler ans Werk, die einen

einzigartigen Blick in die Praxis der Fotografie bieten. Diese

Künstler, von denen einige oben genannt wurden, haben das

Medium revolutioniert und dienen als wichtige Inspirationsquelle.

Es fällt auf, dass die Grenzen zwischen Kunst und

Mode über die Jahre immer fließender werden (Modeschöpfer

stellen im Museum aus, die Marken laden Künstler ein…).

Eine Quelle der Inspiration

Richard Avedon: Dovima with Elephants, Evening dress by Dior,

Cirque d’Hiver, Paris, 1955 (Christie’s, Paris, 11/2010; Zuschlagpreis

700.000 Euro)


KUNSTMARKT 77

Paul II Outerbridge: Ide Collar (An Advertisment made for Geo.

P.Ide & Co.), 1922 (Christie’s, New York, 10/2000; Zuschlagpreis

322.363 Euro)

Dieses Phänomen ist reversibel. In der Tat leben die neuen

Generationen von Fotografen (von denen einige nicht zu

den großen Namen im Modeuniversum gehören) von dem

Glamour und den wagemutigen Darstellungen, die von dieser

Fachrichtung hervorgebracht wurden.

Für die neue Generation dienen die auf Film verewigten

Bekanntheiten als Vorwand für unorthodoxe, freche, oft

provokative Inszenierungen. Die Spezialisten dieser fiktiven

Universen heißen Inez Van Lamsweerde, David Lachapelle,

Guy Bourdin oder Jean-Baptiste Mondino. Abgesehen von

den rein kommerziellen Aufträgen machen sie große Aufnahmen,

die im Fall von Inez Van Lamsweerde und de David

Lachapelle beispielsweise 5.000 bis 20.000 Euro erzielen.

Aufgrund der steigenden Nachfrage seitens der Sammler

nach monumentalen Fotografien tauchen bei den Auktionen

2005 Großformate von David Lachapelle auf, zu einem

Zeitpunkt, wo die Preise für zeitgenössische Kunst gewaltig

zu steigen beginnen. Rasch regt sein freches, von „Glamour"

und „Trash" gekennzeichnetes Universum zum gegenseitigen

Überbieten an: Am 19. Juni 2006 übertrifft ein Abzug

von „Say it with Diamonds" in drei Exemplaren den Schätzwert

um das Dreifache und wird bei Sotheby's in London für

26.000 Euro zugeschlagen. Der Erfolg setzt sich fort, als er

2010 einen Zuschlag für 47.000 Euro erhält (Phillips de Pury).

Vorübergehende Versenkungen lassen sich immer wieder

beobachten, z. B. bei Cindy Sherman. Sie, die zwischen Mai

und November 2011 die teuerste Fotografin der Welt war,

fertigte infolge von vier Bestellungen die Serie „Fashion":

eine für die Illustrierte Interview 1983, eine für die Vogue

1984, eine für Harpers Bazaar 1993 und eine für Comme des

garçons 1994. Bei diesen Aufnahmen wandelt sie die Codes

und Regeln der Modepresse um und schafft verstörende

Bilder, die die Konventionen dieser Fachzeitschriften

sprengen. Wieder andere Künstler machen sich über die

Codes der Mode lustig, z. B. das ehemalige Mannequin Mariko

Mori mit ihrem Werk „Red lights", das ein Höchstgebot

von 150.000 Euro erzielte (Phillips de Pury New York, am 13.

Mai 2002).

Die Begeisterung der Käufer hinsichtlich dieser Fachrichtung

ist eng mit der weltweiten Berühmtheit der Bilder verbunden,

die sie darstellt. Abgesehen vom Glamour legen

diese Aufnahme Zeugnis von einer Epoche ab. Zur Stunde

öffnet sich der Markt der Fotografie weiter in Richtung

Sonderformen mit kommerziellen Zielen. So wird ihr Status

gegenüber der großen Kunst noch einmal überdacht. Und

als Beweis erobert auch der Fotojournalismus immer mehr

das Herz der Amateure.

QUELLE | artprice.com

TOP 10 MODEFOTOGRAFIEN

Rang Künstler Zuschlagspreis Kunstwerk Auktion

1 AVEDON Richard (1923-2004) 700.000 € Dovima with elephants, Evening dress by Dior,

Cirque d'Hiver, Paris (1955)

20/11/2010 (Christie's PARIS)

2 STEICHEN Edward (1879-1973) 331.425 € Gloria Swanson, New York (1924-1926) 24/04/2007 (Phillips de Pury & Company NEW YORK NY)

3 OUTERBRIDGE Paul II (1896-1958) 322.363 € Ide Collar (An Advertisement made for Geo.P.Ide & Co.) 1922) 12/10/2000 (Christie's NEW YORK NY)

4 PENN Irving (1917-2009) 300.000 € Woman in Moroccan Palace (Lisa Fonssagrives-Penn) (1951) 12/11/2011 (Christie's PARIS)

5 NEWTON Helmut (1920-2004) 296.280 € Big Nude III: Henrietta (1980) 16/12/2008 (Christie's NEW YORK NY)

6 AVEDON Richard (1923-2004) 279.720 € Marilyn Monroe, New York City, May 6 (1957) 08/04/2011 (Christie's NEW YORK NY)

7 PENN Irving (1917-2009) 271.247 € Woman in Moroccan Palace

(Lisa Fonssagrives-Penn), Marrakech (1951)

15/04/2010 (Christie's NEW YORK NY)

8 PENN Irving (1917-2009) 252.892 € Harlequin Dress (Lisa Fonssagrives-Penn), New York (1950) 22/06/2007 (Phillips de Pury & Company NEW YORK NY)

9 PENN Irving (1917-2009) 252.800 € Vogue Cover (1950) 11/04/2008 (Christie's NEW YORK NY)

10 PENN Irving (1917-2009) 243.150 € Harlequin Dress (1950) 24/04/2006 (Christie's NEW YORK NY)


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AUKTIONSTERMINE

21.– 23. Juni 2012

| DEUTSCHLAND |

AHLDEN

12.05.

Schloss Ahlden

Tel. 05164/80100

www.schloss-ahlden.de

Kunst und Antiquitäten

AUGSBURG

24.05.-25.05.

Rehm Tel. 0821/551001

www.auktionshaus-rehm.de

Kunst und Antiquitäten

BAMBERG

12.05.

Sebök Tel. 0951/202593

www.seboek-auktionen.de

Kunst und Antiquitäten

BAUNACH

26.05.

Lüffe Tel. 09544/950386

www.auktion-lueffe.de

Kunst, Antiquitäten und Varia

BAYREUTH

12.05.

Boltz Tel. 0921/20616

www.boltz-auktionen.de

Pfeifen, Waagen und Gewichte,

Romy Schneider

19.05.

Boltz Tel. 0921/20616

www.boltz-auktionen.de

Kunterbunt, Puppen und Spielzeug

BERLIN

11.05.

Jeschke & van Vliet

Tel. 030/22667700

www.jvv-berlin.de

Bücher

12.05.

Altenburg

Tel. 030/69564433

www.altenburg-auktionen.de

Fotografie

12.05.

Ostdeutsche Kunstauktionen

Tel. 030/42852000

www.ostdeutsche-kunstauktionen.de

Bildende Kunst

aus Ostdeutschland

30.05.-02.06.

Villa Grisebach Tel. 030/8859150

www.villa-grisebach.de

Frühjahrsauktion

31.05.-02.06.

Hauff & Auvermann

Tel. 030/214580400

www.hauff-und-auvermann.de

Buch und Kunstauktion

31.05.-02.06.

Bassenge Tel. 030/89380290

www.bassenge.com

Kunst

02.06.

Dietzel Tel. 030/3130610

www.dietzelberlin.de

Briefmarken

03.06.

Berliner Auktionshaus

f. Geschichte Tel. 030/2119538

www.berliner-auktionshaus.com

Militaria, Historische Objekte

05.06.-06.06.

Stargardt Tel. 030/8822542

www.stargardt.de

Autographen

06.06.

Bassenge Tel. 030/89380290

www.bassenge.com

Photographie

06.06.-08.06.

Hadersbeck Tel. 030/29491390

www.hadersbeck-auktionen.de

Briefmarken und Ansichtskarten

BIELEFELD

12.05.

OWL Tel. 0521/9864198

www.auktionshaus-owl.de

Kunst, Antiquitäten, Varia

BONN

08.06.-09.06.

Plückbaum Tel. 0228/6883820

www.plueckbaum.de

Kunst und Antiquitäten

BONN/BEUEL

08.06.-09.06.

Von Zengen Tel. 0228/461955

www.zengen.de

Kunst und Antiquitäten

BUXTEHUDE

19.05.

Aldag

Tel. 04161/81005

www.auktionshaus-aldag.de

Kunst, Antiquitäten, Varia

Nagel ist mit asiatischer Kunst erfolgreich: 1,33 Millionen Euro zahlte

ein Privatsammler aus Shanghai für eine 35 cm große chinesische Pilgerflasche

mit eisenrotem Neun Drachen-Dekor aus der Qianlong-Zeit,

die im November 2011 zur Asiatika-Offerte des Stuttgarter Hauses

gehörte. TELEFON | 00711/90712647 INTERNET | www.auction.de

DRESDEN

09.06.

Schmidt Tel. 0351/81198787

www.schmidt-auktionen.de

Kunst und Antiquitäten

DÜSSELDORF

12.05.

Hargesheimer & Günther

Tel. 0211/44022060

www.kunstauktionen-duesseldorf.de

Moderne Kunst

18.05.-19.05.

Düsseldorfer Auktionshaus

Tel. 0211/4931422

www.duesseldorfer-auktionshaus.de

Kunst und Antiquitäten

ESSEN

02.06.

Nahues Tel. 0201-4902430

www.nahues-auktionen.de

Briefmarken

FRANKFURT

27.05.

Rahn Tel. 06128/973904

www.photographica-auctionen.de

Photographica

02.06.

Weiser Tel. 069/675148

www.stampmaster.de

Briefmarken, Münzen u. Antikes

02.06.

Arnold Tel. 069/282779

www.auktionshaus-arnold.de

Kunst und Antiquitäten

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

10.05.

Merry Old England

Tel. 08821/59909

www.caselton.de

Kunst, Antik und Varia

06.06.

Merry Old England

Tel. 08821/59909

www.caselton.de

Kunst, Antik und Krempl

GLAUCHAU

12.05.

Kunstauktionshaus Villa Berger

Tel. 03763/4437780

www.villaberger.de.

Kunst und Antiquitäten


HAMBURG

19.05.-20.05.

Cortrie Tel. 040/234848

www.cortrie.de

Uhren-u. Schmuckauktion

21.05.-22.05.

Ketterer Tel. 040/3749610

www.kettererkunst.de

Autographen, Graphik,

Maritime und Norddt. Kunst

22.05.-23.05.

Hauswedell & Nolte

Tel. 040/4132100

www.hauswedell-nolte.de

Wertvolle Bücher & Autographen

01.06.-02.06.

Kendzia Tel. 040/2299767

www.auktion-kendzia.de

Kunst, Antiquitäten, Varia

06.06.-07.06.

Hauswedell & Nolte

Tel. 040/4132100

www.hauswedell-nolte.de

Moderne Kunst, Kunst nach 1945

HEIDELBERG

12.05.

Winterberg Tel. 06221/915990

www.winterberg-kunst.de

Kunst und Antiquitäten

12.05.

Metz Tel. 06221/23571

www.metz-auktion.de

Porzellan

HEILBRONN

12.05.

Dr. Fischer Tel. 07131/155570

www.auctions-fischer.de

Moderne und Zeitgen. Kunst

12.05.

Dr. Fischer Tel. 07131/155570

www.auctions-fischer.de

Kunst, Antiquitäten,

Slg. Hugo Borst

HILDRIZHAUSEN

22.05.

Sigalas Tel. 07034/62725

www.sigalas.de

Kunst und Varia

KIEL

12.05.

Schramm Tel. 0431/943 67

www.antiquariat-schramm.de

Bücher, Grafik und Kunst

KÖLN

11.05.

Van Ham Tel. 0221/9258620

www.van-ham.com

Alte Kunst

11.05.

Lempertz Tel. 0221/9257290

www.lempertz.com

Kunstgewerbe

12.05.

Van Ham Tel. 0221/9258620

www.van-ham.com

Europ. Kunstgewerbe

und Schmuck

12.05.

Lempertz Tel. 0221/9257290

www.lempertz.com

Alter Kunst

19.05.

Bongartz Tel. 0221/69090

www.bongartz-auktionen.de

Musikinstrumente

21.05.

Lempertz Tel. 0221/9257290

www.lempertz.com

Photographie

22.05.-23.05.

Lempertz Tel. 0221/9257290

www.lempertz.com

Moderne und Zeitgen. Kunst

26.05.

Auction Team Breker

Tel. 02236/384340

www.breker.com

Büro Antik, Alte Technik,

Spielzeug

01.06.

Dr. Hüll Tel. 0221/444026

www.auktion-huell.de

Teppiche

01.06.-02.06.

Agon Sportsworld

Tel. 0561/9279827

www.agon-auktion.de

Sportmemorabilia

02.06.

Herr Tel. 0221/254548

www.herr-auktionen.de

Kunst und Antiquitäten

06.06.

Van Ham Tel. 0221/9258620

www.van-ham.com

Moderne und Zeitgen. Kunst

08.06.-09.06.

Lempertz Tel. 0221/9257290

www.lempertz.com

Asiatische Kunst

09.06.

Antico Mondo Tel. 02236/961894

www.anticomondo.de

Spielzeug

KREFELD

25.05.-26.05.

Lankes Tel. 09286/95050

www.lankes-auktionen.com

Spielzeug

LADENBURG

11.05.-12.05.

Seidel und Friedrich Tel. 06203-

957777

www.autotechnikauktion.de

Automobilia

Kunst & Auktionshaus Eva Aldag

185. Kunstauktion

19. Mai 2012

Beginn 11 Uhr

Adolph Dietrich Kindermann (1823–1892)

Öl/Lw.„Geschwisterpaar mit Neufundländer”

Vorbesichtigung:

15.05. bis 18.05.2012

10-19 Uhr

sowie 2 Std. vor Auktionsbeginn

Bebilderter Katalog im Internet:

www.auktionshaus-aldag.de

E-Mail:

kunst@auktionshaus-aldag.de

Ottensener Weg 10

21614 Buxtehude

Tel. 04161/81005

Fax 04161/86096


80

AUKTIONSTERMINE

LANDSHUT

18.05.

Landshuter Rüstkammer

Tel. 0871/4308740

www.landshuter-ruestkammer.de

Waffen und Militaria

u.a. Slg. Seifert

19.05.

Landshuter Rüstkammer

Tel. 0871/4308740

www.landshuter-ruestkammer.de

Fundus der Erste-Costüm-Leihanstalt

Lampert Hofer/Wien

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN

19.05.

Eppli Tel. 0711/2209087

www.eppli.com

Kunst und Antiquitäten

MAGDEBURG

02.06.

Bieberle Tel. 0391/1861847

www.auktionshausbieberle.de

Kunst, Antiquitäten und Varia

MANNHEIM

11.05.-12.05.

Dr. Crott Tel. 0621/3288650

www.uhren-muser.de

Uhren

MÜNCHEN

07.05.-09.05.

Hartung & Hartung

Tel. 089/284034

www.hartung-hartung.com

Bücher, Graphik, Autographen

09.05.-11.05.

Zisska & Schauer Tel. 089/263855

www.zisska.de

Bücher, Graphik, Autographen

10.05.

Nusser Tel. 089/2782510

www.nusser-auktionen.de

Photographie

11.05.

Scheublein Tel. 089/23886890

www.artauktionen.com

Fundgrube

Ladenburger

Spielzeugauktion

Einlieferungen gesucht!

Puppen – Puppenstuben – Teddybären –

Blechspielzeug – Eisenbahnen.

23.05.

Neumeister Tel. 089/2317100

www.neumeister.com

Moderne, Design, Afrika

und außereurop. Kunst

24.05.

Von Zezschwitz

Tel. 089/3898930

www.von-zezschwitz.de

Moderne und Zeitgen. Kunst

24.05.

Von Zezschwitz

Tel. 089/3898930

www.von-zezschwitz.de

Photographie

24.05.-25.05.

Karl & Faber Tel. 089/221865

www.karlundfaber.de

Moderne und Zeitgen. Kunst

Götz Ch. Seidel

Lustgartenstr. 6

68526 Ladenburg

Tel. (0 62 03) 1 30 14

www.auktionshaus-karbstein.com

tel. 0211-90.61.61 • fax 0211-361.32.32

Kurfürstenstr. 16 • 40211 Düsseldorf • … immer erreichbar

113. Kunstauktion am 23. Juni 2012

135.000 Euro wurden für die bronzene Brunnentänzerin von Georg Kolbe in der Februarauktion 2011 von Udo

Geble in Radolfzell am Bodensee erzielt. TELEFON |

07732/971197 INTERNET | www.auktionshaus-geble.de

09.06.

Ketterer Tel. 089/552440

www.kettererkunst.de

Moderne, nach 1945

und Zeitgenössische Kunst

MÜNSTER

09.06.

Wilbois Tel. 0251/51356

www.wilbois-auktionshaus.de

Kunst und Antiquitäten

MUTTERSTADT

25.05.

Henry’s Tel. 06234/80110

www.henrys.de

Uhren

OBERURSEL

12.05.

Homm Tel. 0171-2060060

www.auktionshaus-homm.de

Kunst, Antiquitäten und Orden

PLAUEN

24.05.-26.05.

Mehlis Tel. 03741/221005

www.mehlis.eu

Kunst und Antiquitäten

QUEDLINBURG

25.05.

Breitschuh

Tel. 03946/3751

www.versteigerungshaus.de

Kunst, Antiquitäten, Varia

SCHWERIN

19.05.

Auktionshaus Schwerin

Tel. 0385/7778930

www.auktionshaus-schwerin.de

Kunst, Antiquitäten, Varia

STUTTGART

09.05.-11.05.

Nagel Tel. 0711/649690

www.auction.de

Asiatische Kunst

01.06.-02.06.

Siebers Tel. 0711/3808481

www.siebers-auktionen.de

Kunst, Antiquitäten, Spielzeug

06.06./08.06.

Nagel Tel. 0711/649690

www.auction.de

Kunst und Antiquitäten

08.06.-09.06.

Nagel Tel. 0711/649690

www.auction.de

Nagel Collect

SUGENHEIM

12.05.

Kube Tel. 09165/1386

www.kube-auktionen.de

Alte Waffen, Orden, Militaria

TRAUNSTEIN

19.05.

Kunstauktionshaus Chiemgau

Tel. 0861/9094748

www.kunstauktionshaus-chiemgau.de

Kunst, Antiquitäten und Varia


AUKTIONSTERMINE 81

WIESBADEN

19.05.

Rippon Boswell Tel. 0611/372062

www.rippon-boswell-wiesbaden.de

Teppiche

HASSELT

21.05.-22.05.

AEKO Tel. 0032/11/220408

www.aeko-veiling.be

Kunst und Antiquitäten

WIESLOCH

14.05.

Badisches Auktionshaus

Tel. 06222/386522

www.badisches-auktionshaus.de

Kunst, Antiquitäten und

Briefmarken

WORMS

01.06.-02.06.

Lösch

Tel. 06247/90460

www.auktionshaus-loesch.de

Spielzeug

WÜRZBURG

02.06.

Zemanek-Münster

Tel. 0931/17721

www.tribal-art-auktion.de

Tribal Art

| BELGIEN |

ANTWERPEN

07.05.-10.05.

Bernaerts

Tel. 0032/3/2481921

www.bernaerts.be

Kunst und Antiquitäten

15.05.-16.05.

Campo & Campo

Tel. 0032/3/2184777

www.campocampo.be

Kunst und Antiquitäten

05.06.-06.06.

Campo

Tel. 0032/3/2384202

www.campo.be

Kunst und Antiquitäten

BRÜSSEL

14.05.-15.05.

Horta

Tel. 0032/2/7416060

www.horta.be

Kunst und Antiquitäten

15.05.-16.05.

Galerie Moderne

Tel. 0032/2/5115415

www.galeriemoderne.be

Kunst und Antiquitäten

GENT

29.05.-30.05.

DVC

Tel. 0032/3/2323664

www.dvc.be

Kunst und Antiquitäten

LOKEREN

12.05.

De Vuyst Tel. 0032/9/3485440

www.de-vuyst.com

Alte und Moderne Kunst

MONS

13.05.-14.05.

Mons Antic Tel. 0032/65/352742

www.monsantic.com

Kunst, Antiquitäten, Varia

| ENGLAND |

BONHAMS

KNIGHTSBRIDGE

Tel. 0044/207/3933900

www.bonhams.com

BONHAMS

NEW BOND ST.

Tel. 0044/207/4477447

www.bonhams.com

CHRISTIE’S SOUTH

KENSINGTON

Tel. 0044/20/77523121

www.christies.com

CHRISTIE’S KING STREET

Tel. 0044/20/72936667

www.christies.com

PHILLIPS DE PURY

Tel. 0044/207/73184010

www.phillipsdepury.com

SOTHEBY’S

NEW BOND STREET

Tel. 0044/20/72936667

www.sothebys.com

LONDON

09.05.

Sotheby’s New Bond Street

Reisememorabilia

14.05.

Bonhams Knightsbridge

Asiatische Kunst

15.05.

Christie’s King Street

Chinesische Kunst

15.05.

Bonhams New Bond St.

Japanische Kunst

Wrangham Coll.

16.05.

Bonhams Knightsbridge

Gemälde

Der Sitzende Rückenakt von Nicolae Tonitza war das Spitzenstück der

Herbstsaison 2011 im Auktionshaus an der Ruhr. Für 20.000 Euro ging

das Bild zurück nach Rumänien. Insgesamt bescherte das vergangene

Jahr dem Mühlheimer Versteigerer einige schöne Zuschläge. 9.000

Euro brachte ein Bieter für Hermann Seegers überaus atmosphärisches

Porträt seiner Tochter auf, eine kleine asiatische Deckeldose wurde in

einem spannenden Bietergefecht von 30 Euro auf 700 Euro hoch

gesteigert. Darüber hinaus waren es vor allem ein Bildnis nach Grassi

von Michal Kleofas Oginski, Ikonen und Schmuckstücke, die sich größter

Beliebtheit erfreuten.

TELEFON | 0208/3026981 INTERNET | www.auktionshausanderruhr.de

16.05.

Bonhams Knightsbridge

Schmuck

16.05.

Christie’s King Street

Photographie

16.05.

Sotheby’s New Bond Street

Chinesische Kunst

16.05.

Christie’s South Kensington

Japanische Kunst

17.05.

Phillips de Pury

Photographs

17.05.

Bonhams New Bond St.

Chinesische u. Japanische Kunst

17.05.

Bonhams Knightsbridge

Photographie

18.05.

Christie’s South Kensington

Chinesische Kunst

22.05.

Bonhams Knightsbridge

Coll. Schimmel Forgery

22.05.

Bonhams Knightsbridge

Uhren

22.05.

Bonhams Knightsbridge

Coll. Alan Jarvis

22.05.

Bonhams New Bond St.

Griechische Kunst

22.05.-23.05.

Sotheby’s New Bond Street

Gunter Sachs Collection

23.05.

Christie’s South Kensington

Maritime Kunst

23.05.

Bonhams New Bond St.

Porzellan und Keramik

23.05.

Christie’s King Street

Kunst und Antiquitäten

23.05.

Bonhams Knightsbridge

Puppen und Bären

23.05.

Bonhams New Bond St.

Afrika Now


82

AUKTIONSTERMINE

23.05.

Bonhams Knightsbridge

Kunst und Antiquitäten

28.05.

Christie’s King Street

Russische Kunst

28.05.-30.05.

Sotheby’s New Bond Street

Russische Kunst

29.05.

Bonhams Knightsbridge

Brittische und Irische Kunst

29.05.

Sotheby’s New Bond Street

Bücher und Manuskripte

30.05.

Bonhams New Bond St.

Glas

30.05.

Christie’s King Street

Tel. 0044/20/73892664

www.christies.com

Kunst und Antiquitäten

30.05.

Bonhams New Bond St.

Tel. 0044/207/4477447

www.bonhams.com

Russische Kunst

30.05.

Christie’s South Kensington

Schmuck und Uhren

31.05.

Christie’s South Kensington

Lalique

08.06.

Sotheby’s New Bond Street

Asiatische Kunst

| FRANKREICH |

PARIS

09.05.

Artcurial Tel. 0033/1/42992020

www.artcurial.com

Hermes Mode

11.05.

Christie’s Paris

Tel. 0033/1/40768408

www.christies.com

Bücher und Manuskripte

14.05.

Artcurial

Tel. 0033/1/42992020

www.artcurial.com

Füllfederhalter

15.05.

Artcurial

Tel. 0033/1/42992020

www.artcurial.com

Design

15.05.-16.05.

Artcurial

Tel. 0033/1/42992020

www.artcurial.com

Bücher

22.05.

Christie’s Paris

Tel. 0033/1/40768408

www.christies.com

Coll. Moch

22.05.

Artcurial

Tel. 0033/1/42992020

www.artcurial.com

Kunst und Antiquitäten

23.05.

Christie’s Paris

Tel. 0033/1/40768408

www.christies.com

Impressionisten

und Moderne Kunst

30.05.-31.05.

Artcurial

Tel. 0033/1/42992020

www.artcurial.com

Moderne und Zeitgen. Kunst

31.05.

Christie’s Paris

Tel. 0033/1/40768408

www.christies.com

Kunst & Design

| ITALIEN |

FLORENZ

15.05.

Pandolfini

Tel. 0039/55/23408889

www.pandolfini.it

Silber, Uhren und Schmuck

16.05.

Pandolfini

Tel. 0039/55/23408889

www.pandolfini.it

Orientalische Kunst

und Archäologie

05.06.

Pandolfini

Tel. 0039/55/23408889

www.pandolfini.it

Kunst und Antiquitäten

06.06.

Pandolfini

Tel. 0039/55/23408889

www.pandolfini.it

Moderne und Zeitgen. Kunst

ROM

15.05.-18.05.

Babuino

Tel. 0039/632283800

www.astebabuino.it

Kunst und Antiquitäten

05.06.-07.06.

Babuino

Tel. 0039/632283800

www.astebabuino.it

Moderne und Zeitgen. Kunst

| NIEDERLANDE |

AMSTERDAM

15.05.-16.05.

Christie’s Amsterdam

Tel. 0031/2/05755262

www.christies.com

Nachkriegs-u. Zeitgen. Kunst

EINDHOVEN

05.06.

Van der Sommen

Tel. 0032/40/2432432

www.vandersommen.nl

Kunst und Antiquitäten

GRAVENHAGE

09.05.

Van Stockum’s

Tel. 0031/70/3649840

www.vanstockums-veilingen.nl

Militaria

HAARLEM

22.05.-25.05.

Oprechte Veiling

Tel. 0031/23/5319408

www.oprechteveiling.nl

Kunst, Antiquitäten, Varia

HILVERSUM

28.05.

Van Zadelhoff

Tel. 0032/35/6247170

www.vanzadelhoff.nl

Kunst und Antiquitäten

MIDDELBURG

05.06.-06.06.

Zeeuws Veilinghuis

Tel. 0031/118/650680

www.zeeuwsveilinghuis.nl

Kunst und Antiquitäten

UTRECHT

20.05.

Peerdeman

Tel. 0031/30/2610485

www.veilinghuispeerdeman.nl

Kunst, Antiquitäten und Varia

| ÖSTERREICH |

GRAZ

31.05.-01.06.

Dorotheum Graz

Tel. 0043/1/51560200

www.dorotheum.com

Kunst und Antiquitäten

LINZ

09.05.-10.05.

Dorotheum Linz

Tel. 0043/1/51560200

www.dorotheum.com

Kunst und Antiquitäten

WIEN

14.05.-16.05.

Dorotheum Wien

Tel. 0043/1/51560200

www.dorotheum.com

Orden, Münzen und Medaillen

21.05.

Dorotheum Wien

Tel. 0043/1/51560200

www.dorotheum.com

Jugendstil und Kunst 20 Jh.

21.05.

Dorotheum Wien

Tel. 0043/1/51560200

www.dorotheum.com

Uhren

22.05.

Dorotheum Wien

Tel. 0043/1/51560200

www.dorotheum.com

Design

23.05.-24.05.

Dorotheum Wien

Tel. 0043/1/51560200

www.dorotheum.com

Klassische Moderne

und Zeitgenössische Kunst

24.05.

Hassfurther

Tel. 0043/1/5334174

www.hassfurther.at

Alte Meister, Biedermeier

und Klassische Moderne

24.05.

Dorotheum Wien

Tel. 0043/1/51560200

www.dorotheum.com

Silber

| SCHWEDEN |

STOCKHOLM

23.05.

Bukowskis

Tel. 0046/8/6140800

www.bukowskis.se

Zeitgenössische Kunst

| SCHWEIZ |

BASEL

12.05.

Galerie Vogler

Tel. 0041/61/3614666

www.auktionen-vogler.ch

Frühjahrsauktion

BERN

09.05.-12.05.

Dobiaschofsky

Tel. 0041/31/5601060

www.dobiaschofsky.com

Kunst und Antiquitäten


FRÜHJAHRS-AUKTIONEN

bei Waltraud Boltz • Bayreuth

■ Auktion 625 – 12. Mai Farbkatalog 10,- €

Pfeifen – Auflösung einer Sammlung

■ Auktion 626 – 12. Mai Farbkatalog 10,- €

Waagen und Gewichte

Sammlungsauflösung, Bergische und Nürnberger Münzwaagen u.v.m.

■ Auktion 627 – 12. Mai Farbkatalog 10,- €

Romy Schneider – Gucci-Koffer, Kleider (Chanel etc.)

■ Auktion 628 – 19. Mai Farbkatalog 15,- €

Kunterbunt – Interessantes aus vielen Gebieten

z.B. Bunzlau, Holzmodel, vielfältige Kleinkunst etc.

■ Auktion 629 – 19. Mai Farbkatalog 15,- €

Puppen – Spielzeug – Schuco-Sammlung

Eisenbahnen (Märklin etc.), Militärfahrzeuge, Elastolin,

schöne Puppen, Hummelfiguren, Osterhasen u.v.m.

Interessiert sind wir besonders an Sammlungs- und

Geschäftsauflösungen sowie Künstlernachlässen

und interessanten Einzelobjekten.

Gebiete, die wir besonders pflegen:

Religiöse Volkskunst, Christbaumschmuck und

weihnachtliche Gegenstände, Textilien, Militaria,

Porzellanfiguren, Gemälde, Uhren, Kleinmöbel,

Kuriositäten jeder Art u.v.m.

Waltraud Boltz Kunstauktionshaus KG

95448 Bayreuth • Brandenburger Str. 36

Telefon 0921 / 2 06 16 • Fax 1 26 14

E-Mail: mail@boltz-auktionen.de • www.boltz-auktionen.de

KUNSTHANDEL – AUKTIONEN

Altes Schloss • D-91484 Sugenheim • Tel. (0 91 65) 6 50 • Fax (0 91 65) 12 92 • www.kube-auktionen.de • info@kube-auktionen.de

122. AUKTION • SAMSTAG 12. MAI 2012

Ihr Experte in der Sendung

„KUNST & KREMPEL“

(Bayerisches Fernsehen)

seit 1990!

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Eine Auswahl unseres reichhaltigen Angebotes

in der 122. Auktion!

Angeboten werden über 2.000 Objekte. Über 100 Feuerwaffen in Lunten-, Rad-, Stein- und Perkussionssystem, dabei hochseltenes Perkussions-Kombinationspistolenpaar für

Scheibe und Duell. Über 150 Helme von Militär, Polizei und Feuerwehr, dabei Generalität, Garde, Kavallerie, Flieger usw. Über 300 Blankwaffen 15. Jhdt. bis 1945. Großes Angebot

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Der reich illustrierte Katalog erscheint am 19. April und kann gegen Vorkasse 20,- € von uns bezogen werden. Auswahl unseres Angebotes auch im Internet!


84

AUKTIONSTERMINE

09.05.-16.05.

Stuker Tel. 0041/31/3520044

www.galeriestuker.ch

Kunst und Antiquitäten

GENF

13.05.

Antiquorum

Tel. 0041/22/9092850

www.antiquorum.com

Uhren

14.05.-15.05.

Sotheby’s Genf

Tel. 0041/22/9084800

www.sothebys.com

Schmuck und Uhren

30.05.

Koller Tel. 0041/223110385

www.galeriekoller.ch

Kunst und Antiquitäten

UITIKON

21.05.

Curiger Tel. 0041/44/4931666

www.curiger.com

Kunst und Antiquitäten

ZOFINGEN

07.06.-09.06.

Auktionshaus Zofingen

Tel. 0041/62/7516351

www.auktionshaus-zofingen.ch

Kunst und Antiquitäten

ZÜRICH

08.05.-09.05.

Koller Tel. 0041/1/4456363

www.galeriekoller.ch

Asiatica

Das Aquarell von Otto Dix, Kirschbaumblüte am See, konnte gleich zu

Jahresbeginn 2011 von Udo Geble in Radolfzell am Bodensee für 26.000

Euro versteiget werden.

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12.05.

Ineichen

Tel. 0041/44/2981144

www.auktionshaus-ineichen.ch

Uhren und Schmuck

| SPANIEN |

BARCELONA

12.05.

La Suite Tel. 0034-93-3001477

www.suitesubastas.com

Kunst und Antiquitäten

| TSCHECHIEN |

BRÜNN

09.06.

Zezula

Tel. 0042/541/214436

www.auction-house-zezula.com

Kunst und Antiquitäten

PRAG

26.05.

Dorotheum Prag

Tel. 0043/1/51560200

www.dorotheum.com

Kunst und Antiquitäten

| UNGARN |

BUDAPEST

16.05.

Polgar

Tel. 0036/1/2674077

www.polgar-galeria.hu

Kunst und Antiquitäten

INSERENTENVERZEICHNIS

SAMMLER JOURNAL AUKTIONS-SONDERHEFT FRÜHJAHR 2012

A

Aldag 79

artprice

85, U3

B

Boltz 83

Breker

U2

F

Fischer 5

H

Henry’s

U4

Homm 17

I

Ineichen 7

K

Karbstein 80

Kaupp 7, 9

Kube 83

L

Lösch 27

M

Merry Old England 79

Metz 25

P

Peege 78

R

Rahn 9

S

Scheublein 83

Schuler 11

Seidel 80

Siebers 19

Sigalas 7

V

Villa Berger 79

Vogler 21

W

Weidler 23

Wendl 13

Z

Zeller 15

Zisska & Schauer 9


86

PORZELLAN

PORZELLAN & KERAMIK

€ 120,-

Vase, Entwurf wohl Bode Willumsen

(1895-1987), grün/

braun glasierter Scherben, zwei

Handhaben als plastisch ausgeformte

Eichkrater, gebauchte

Form, Modell-Nummer „295“,

Vasenhöhe 16,5 cm ASW

€ 160,-

Deckeldose, Entwurf Professor

Fritz Klee, um 1920, Paul Müller,

Selb, Kleeblattmarke „KFS“

(Kunstfachschule), oktogonaler

Korpus, Deckel mit hochgezogenem

Knauf, polychrome Bemalung,

Höhe 14 cm FRA

€ 280,-

Vase, Dekorentwurf und Dekorstempel

„Kurt Wendler“, Kunstabteilung

Rosenthal, um 1920,

Modell-Nr. „K 454“, polychrom

bemalt, mit stilisiertem Pflanzen-

und Vogeldekor und Goldstaffage,

Höhe 11,5 cm FRA

€ 300,-

Teller, Form und Dekor „Flora

Danica“, Royal Kopenhagen,

Denmark, Unterseite bezeichnet

„Ranunculus bulbosus L.“,

mit grün-blauer Bodenmarke,

Durchmesser 25 cm BLO

€ 150,-

Keramikkrug, Prof. Karl Leipfinger,

Münchener Werkstätten

für Keramische Kunst, um 1910/

1920, gelb marmorierter Krug

mit umlaufend eingedrückter

Wandung, kurzem Hals mit

kleinem Schnabelausguss,

Höhe 16,5 cm

THE

€ 240,-

Vase, C. Teichert, Meissen, entstanden

um 1910, Steingut mit

Laufglasur, in Weiß über Kobaltblau,

enger Hals über bauchigem

Korpus, hoher Standring,

Höhe 18 cm GÜN

€ 300,-

Reliefplatte „Tanzende Mänade“,

Professor Fritz Klimsch

(1870 Frankfurt-1960 Freiburg),

Weißporzellan, Bildplattenmaße

32 x 20,5 cm

LBE

€ 330,-

Vase „Paradies“, Friedrich

Kaestner, Oberhohndorf, um

1900, schauseitig ausgemalte

Darstellung Eva mit Schlange

und Apfelbaum im Paradies,

Vasenhöhe 30 cm MEH

€ 250,-

Cachepot, Mettlach, um 1900, Steinzeug, umlaufend Chromolith-

Dekor, Vorder- und Rückseite Jugendstilschönheit zwischen Reben

und Trauben mit Weinglas, Modell-Nr. „2814“, Höhe 25 cm KAR

€ 320,-

„Beethoven“-Tasse mit Unterteller, KPM, Berlin, entstanden 1927,

farbig bemalt und vergoldet, Zylinderform, Klauenfüße, mit

Unterschrift, Höhe 11,2 cm

OWL


PORZELLAN 87

€ 330,-

Tasse mit Untertasse, Rozenburg, im Querschnitt achtkantig,

Eierschalenporzellan, Liliendekor, Untertasse restauriert und

minimal bestoßen

LBE

€ 430,-

Vase, Max Laeuger, Prägemarke

1895-1913, Dekor „Schneeglöckchen“,

Schlickermalerei, braunschwarzer

Fond, Werkstattzeichen

Nr. „4“, Höhe 20 cm LBE

€ 460,-

Vase, Dekorentwurf von Adolf

Flad, 1923, KPM, Berlin, Jahreszeichen

„1923”, gelber Teilfond

an Hals und Stand, am Bauch

umlaufend bemalt mit stilisierter

Floralmalerei im Stil der

indianischen Dekore, goldstaffiert,

Höhe 28 cm WEN

€ 330,-

Vase, Bing & Gröndahl, um

1900, polychrome Unterglasurbemalung,

stilisierter Kastanienblattdekor,

stark gebauchter

Korpus, Monogramm „E.D.,

num. 16“ , Höhe 12 cm FRA

€ 330,-

Wappenkanne, Meissen, um

1900, 1. Wahl, Blaumalerei,

„Löwen/Turm“, mit Zinndeckel,

Blaumalerei, bezeichnet „1710-

1910“, Höhe 31 cm KAR

€ 460,-

Wandteller, bezeichnet „Peinture

à la main…“, um 1900,

Keramik, Darstellung einer jungen

Frau im Halbporträt, im

Hintergrund Blumenkranz,

Durchmesser 42,5 cm DAN

€ 520,-

Cachepot, Malerzeichen „E.S.“

(wohl Emilie Schleiß), Entwurf

Powolny?, Ausführung Vereinigte

Wiener & Gmundner

Keramik, um 1917, zehnpassig

facettiert, geometrischer Reliefdekor,

Länge 19 cm ZEL

€ 360,-

Vase, Max Laeuger, Prägemarke

1895-1913, ovoide Form, umlaufend

Dekor Kiefernzweige, farbige

Schlickermalerei, blauer

Fond, Werkstattzeichen Nummer

„4“, Ritznummer „78 x 4“,

Vasenhöhe 31 cm

LBE

€ 400,-

Vase mit Baumstämmen, Ernst

Wahliss, Turn-Wien, um 1900/

1910, Keramik, umlaufend

braun staffierte stilisierte

Baumstämme vor blau-grünem

goldkonturierten Grund,

Vasenhöhe 27,8 cm DOR

€ 500,-

Schale „Die Welle”, Entwurf Konrad Hentschel (1872 Cölln-1907

Meissen), Ausführung Meissen, gefertigt 1898, ovale, mehrpassige

Schale in bewegter Wellenform, seitlich nackter Nymphenkörper,

Formnummer „Q 169“, Schalenmaße 8,5 x 21 x 16 cm

MET


88

PORZELLAN

€ 550,-

Vase, Max Laeuger, Kandern,

entstanden 1897, mit Kiefernzweigdekor,

grüner Fond, Modellnummer

„78“, Höhe 30 cm,

dazu Vase, Tonwerke Kandern,

blauer Fond, nummeriert „737“,

am Rand bzw. Hals bestoßen,

Höhe 21 cm

HEN

€ 600,-

Teller, Entwurf Peter Behrens,

1900/1901, Gebr. Bauscher,

Weiden, Porzellan, Aufglasurbemalung

in Grau, geometrischer

Dekor auf der Fahne,

Durchmesser 24,5 cm HER

€ 650,-

Vogel-Vase, Max Laeuger, Karlsruhe,

Modell-Nr. „1846“, Ausführung

1921/22, hellgrün fondierter

eiförmiger Gefäßkörper

mit kurzem Hals und Ast-Vogel-Motiven

in schwarzer Schlickermalerei,

Höhe 24 cm WEN

€ 700,-

Vase, Serapis Wahliss, Keramik,

wellenförmiges Dekor in Gold,

Schwarz und Grün auf elfenbeinfarbenem

Grund, goldene

Dekornummer „F. 9665 und D.

9964“, Höhe 28 cm DAN

€ 600,-

Vase mit Frauenköpfen, Entwurf

L. Hjorth, Hjorth’s Terracottafabrik,

Rönne, Bornholm,

Schweden, um 1900, Steingutscherben,

Mündung durch

Köpfe gewellt, anthrazitfarben

mattglasiert, bezeichnet „L.

Hjorth, 799“, Höhe 21 cm QUI

€ 600,-

Vase mit Tulpen, Prof. Laeugerísche

Kunsttöpferei, Kandern,

um 1900/1910, hochovaler Korpus

mit schräger Wandung

und kurzem zylindrischem

Hals, rotbrauner Scherben, taubenblau

glasiert, umlaufend im

Wind geneigte Tulpen in gelber

und brauner Schlickermalerei,

Vasenhöhe 39,5 cm KUK

€ 670,-

Schale, KPM, Berlin, 1901, Handhaben mit durchbrochen gearbeiteten

Blüten, geschwungene goldene Ranken und purpurne Blüten in

Reliefemail, in mattem Grün und Gold staffiert, Jahresmarke „A“ ,

Durchmesser 21,5 cm

LEM

€ 600,-

Jardinière, Moskau, um 1900, Keramik, dunkelblauer Fond, ornamentaler

Dekor im altrussischen Stil, in farbiger Relief-Emailmalerei

und Gold, bezeichnet „Moskova“, Länge 33 cm

SHA

€ 700,-

Fünfflammiger Kerzenleuchter

mit Tier, Entwurf Vally Wieselthier,

Ausführung Gmundner

Keramik, um 1925, ziegelroter

Scherben, bemalt und glasiert,

auf ovalem Sockel, Modellnummer

„605“, Höhe 40 cm KAU

€ 750,-

Vase, Entwurf Henry van de

Velde, um 1904, Ausführung

Walter Gebauer, Bürgel, Keramik,

Steinzeugscherben, Überlaufglasur,

Höhe 9,5 cm HER


PORZELLAN 89

€ 800,-

Tasse mit Untertasse, Rozenburg,

Den Haag, 1902, sog.

„Eierschalenporzellan“, oktogonale

Form, Bemalung von stilisiertem

Blumendekor in Grün-,

Gelb- und Rotbrauntönen, Monogramm

„H.“ (Hartgring/Huyvenaar),

Modellnummer „439/

340“, Höhe 5 cm HEN

€ 850,-

Vase, Formentwurf Henry van

de Velde, um 1904, Ausführung

Bunzlauer Keramische Werkstätten

Reinhold & Co., Modell

„506“, Feinsteinzeug, feinsträhnige

Laufglasur, unbezeichnet,

Vasenhöhe 9,8 cm ZEZ

€ 900,-/800,-

Ovale Steilwandschale, Ginori, Mitte 20. Jahrhundert, bemalte

Keramik, liegender Mädchenakt auf dunkelrotem Fond, Länge 31 cm.

Ovale Steilwandschale, Ginori, Mitte 20. Jahrhundert, bemalte

Keramik, liegender Mädchenakt auf blauem Fond, Länge 31 cm ZEL

€ 850,-

Vase, Hermann Seeger, KPM,

Berlin, 1912, braun-gelb marmorierter,

teils verlaufender Fond,

darüber in Braun und türkisfarbenem

Email mit Gold gemalte,

blühende Zweige im asiatischen

Stil, Höhe 25 cm DAN

€ 850,-

Kerzenleuchter, Max Laeuger,

Tonwerke Kandern, 1895-1913,

roter Scherben mit weißer Glasur

und vollflächig blauer und

schwarzer Schlickermalerei von

stilisierten Blumenranken,

Form-Nr. „443“, H 38 cm DAN

€ 900,-

Keramikvase, Max Laeuger,Tonwerke

Kandern, um 1897, Gießbüchsenmalerei,

reliefierter

Dekor von Kiefernzweigen auf

blauen Grund, bez.„Signet, Nr. 3

und S“, Höhe 36 cm HEN

€ 1.000,-

Wandteller „Frühling’’, Julius

Menzel (Malerei), KPM, Berlin,

1919, Aufglasurmalerei mit

Wiesenlandschaft und Birken

an einem sonnigen Frühlingstag,

Durchmesser 35,5 cm FIS

€ 850,-

Cachepot, Prof. Max Laeuger, ziegelfarbener Scherben, bemalt und

glasiert, Kiefernzweige auf hellgrünem Fond, Modellnummer

„16xx“, „MLK“, Höhe 23 cm

KAU

€ 938,-

Enghalsvase, Hugo F. Kirsch

(1873-1961), Wien, um 1910, Keramik,

schwarz-goldener Linien-

und Punktdekor auf naturweißem

Grund, Unterseite mit

Pinselmarke, Höhe 22,7 cm DOR

€ 1.000,-

Ziervase mit Windendekor,

KPM, Berlin, 19. Jh., Keulenform,

reliefierter Blütenrankendekor

vor seladongrün staffiertem

Fond mit vertikalem, geritztem

Linienmuster, Höhe 31 cm SHA


90

PORZELLAN

€ 1.000,-

Vase mit Arabern, „Uriela

Modelled in Cologne“, Modell-

Nr. „2529“, farbig gefasst, restauriert,

Höhe 84,5 cm WEN

€ 1.100,-

Vase „Margueriten“, Entwurf

Theo Schmuz-Baudiss, 1903,

KPM, Berlin, Unterglasurbemalung,

Monogramm „STB“, Modell-Nr.

„7388“, dazu Lampenschirm,

Höhe 27,5 cm NEU

€ 1.250,-

Vase mit Männerakt, Entwurf

Sandor Apáti Abt, 1904, Zsolnay,

Pécs, Porzellan-Fayence mit

farbiger Eosinglasur, Wandung

mit Männerakt zwischen Spiralranken,

restaurierte Stellen,

Vasenhöhe 20,8 cm DOR

€ 1.400,-

Vase mit Kirschzweig, Entwurf

Theodor Grust, um 1902, Meissen,

vor 1924, unterhalb der

Mündung umlaufender polychromer

Unterglasurdekor, Nr.

„T.90, 98“, Höhe 21,5 cm FIS

€ 1.125,-

Deckeldose mit Henkeln, Entwurf Peter Behrens (1868 Hamburg-

1940 Berlin), 1903, Steingut, heller Scherben, hellblaue Lauf- und Kristallglasur

mit zwei gratig ausschwingenden Henkeln, D 20 cm IKY

€ 1.300,-

Vase, Haagsche Plateebakkerij

Rozenburg, Den Haag, um

1900, Eierschalenporzellan, glasiert,

polychrom bemalt, stilisierter

floraler Dekor, Maler

Roelof Sterken, Kästchen „1292“

(Auftragsnr. für die Maler), „RS”

(Malersignatur), „130“ (Modell-

Nr. im Relief), Höhe 16 cm FRA

€ 1.400,-

Schlangenhenkelvase, Meissen,

1920er-Jahre, handbemalt, teilweise

kobaltblaue Glasur,

Glanzgolddekor, Kartusche mit

Blumendekor, Rundfuß, Amphorenform,

Höhe 49 cm ALL

€ 1.200,-

Anbietschale mit Pfau, Entwurf

Otto Eduard Voigt, Meissen, um

1907/09, im Fond polychrome

Unterglasurbemalung, vergoldeter

Rand, Modell-Nr. „Z182

und 70“, Länge 20,5 cm FIS

€ 1.200,-

Vase, Entwurf Adrian Auguste

Leduc, 1928-1940, Sèvres, rotgoldene

Unterglasurbemalung,

umlaufend stilisierte

Jagdszene im Wald, Goldränder,

Höhe 40,5 cm NEU

€ 1.450,-

Tasse und Untertasse, Meissen, um 1900, Scharffeuerdekor in Hellblau

und Grün, Blaumalerzeichen, Modell-Nr. „S190“, Press-Nr. LEM


PORZELLAN 91

€ 1.500,-

„Vase mit Fasanen“, Carl Mortensen

(1861-1945), Königliche

Dänische Porcelainsfabrik, Kopenhagen,

polychrome Unterglasurbemalung

in winterlicher

Atmosphäre in Blau-,

Grau- und Beigetönen, signiert

und datiert „C Mortensen

(18)97“, Nummer „62/8“ und

„N3“, Höhe 42,4 cm SIE

€ 1.500,-

Tulpenvase, Max Laeuger, ziegelfarbener

Scherben, bemalt

und glasiert, auf moosfarbenem

Fond Tulpendekor, Mod.-

Nr. „1“, „MLK“, Höhe 32 cm KAU

€ 1.625,-

Bierhumpen, Zsolnay, Pécs, um

1900, Porzellan-Fayence mit

farbiger Eosinglasur mit Blumenranken

und geschweiften

Bändern, Unterseite mit Firmenmarke,

Höhe 13 cm DOR

€ 1.700,-

Enghalsvase, Entwurf Henry

van de Velde, 1902, Ausführung

Reinhold Merkelbach, Höhr-

Grenzhausen, ungemarkt,

graues Steinzeug salzglasiert,

kobaltblau bemalt, reliefierte

florale Jugendstilornamentik,

Pinsel-Nr. „1902“, H 22 cm MEH

€ 1.500,-

Henkelvase, Malerzeichen für

M. Kerkhof, Rozenburg, Den

Haag, gefertigt 1913, bunt floral

bemalt, Eierschalenporzellan,

am Boden grau-schwarze

Stempelmarke, Jahreszeichen,

Vasenhöhe 15,2 cm MET

€ 1.600,-

Henkelkrug mit Spinnennetz

und Schmetterlingen, Amphora

Werke K.K., Keramische

Werke Riessner, Stellmacher &

Kessel, Turn-Teplitz, um 1900,

heller Scherben, polychrom u.

Gold bemalt, Glasfluss-Cabochons,

Nr. „3552“, H 36,5 cm KAS

€ 1.700,-

Vase, Formausführung wohl

Johann von Schwarz, Nürnberg

oder Zsolnay, Pecs, ungemarkt,

um 1904, foral reliefierte und

vergoldete Metallmontierung

gest. „Orivit 25100“, Korpus aus

rotem Scherben, polychrom

bemalt, zwei Orchideenmotive,

Vasenhöhe 39 cm MEH

€ 1.800,-

Vase, Entwurf Max Laeuger,

1900, Tonwerke Kandern, rotbrauner

Scherben, umlaufend

reliefiertes Dekor stilisierte

Zitronenbäume, umlaufend

Schriftzug „Anno Domini

1900“, Vasenhöhe 21,5 cm HER

€ 1.600,-

Dessertteller, Entwurf Hans Christiansen (1866 Flensburg-1945

Wiesbaden), 1900/01, Gebr. Bauscher Weiden, polychrome Unterglasurbemalung,

Spiegel Rosendekor, Fahne grüner Fond, D 25 cm FRA

€ 1.700,-

Jugendstil-Mokkatasse, KPM, Berlin, um 1900, auf maigrünem Fond

symmetrisch angeordnetes, geschwungenes Liniendekor mit

purpurfarbener Bemalung sowie Gold- und Emailstaffage, Höhe der

Tasse 5 cm, Durchmesser Untertasse 11,5 cm

WEN


92

PORZELLAN

€ 1.800,-

Vase, Zsolnay, um 1900, Modell-

Nr. „644 0000 M 20“, Steingut,

Eosinglasur in verschiedenen

Grün- und Blautönen, vergoldete

Bronzemontierung aus

zwei geschwungenen Handhaben

und Standring auf vier kleinen

Füßen, Höhe 14 cm MEH

€ 2.100,-

Jardinière mit Kinderreigen, Vilmos

Zsolnay, Pécs, um 1904,

Wandung Reigen mit sieben

tanzenden Mädchen, Porzellanfayence

mit Eosinglasur,

Modellnummer „7770“, Durchmesser

34 cm, Literatur F. Santi

& J. Gacher, Zsolnay Ceramics,

Seite 131

FIS

€ 2.200,-

Küchenset, Entwurf Joseph Maria Olbrich, Wächtersbach, um 1910,

zwanzig Teile, cremefarbener Scherben, blauer Quadratendekor mit

hellblau glasiertem Standbereich, Höhe max. 26,5 cm, Dekornummer

„1539“, Maße Regal 93 x 62 x 14 cm

MEH

€ 2.000,-/420,-

Teilservice, Vereinte Kunstgewerbler Darmstadt (Form), gefertigt

um 1903, Rosenthal, Selb, insgesamt 21 (26, davon fünf Unterteller

Hutschenreuther) Teile, Modell „Botticelli/Darmstadt“, glasiert,

Fahne umlaufend mit vierfachem Blattstängelmotiv jeweils mit

drei Herzblättern in Grünblau, unter Glasur. Anbietschale, wie vor,

um 1903, Durchmesser 27 cm

ZEZ

€ 2.200,-

Deckeldose, Georges de Feure,

Hersteller Gérard, Dufraisseix

& Abbot, Limoges für Art

Nouveau Siegfried Bing, Paris,

gefertigt 1901, auf vier geschwungenen

Füßchen, weiß,

glasiert, Unterglasur in Zartgrün,

Blau und Rosa, Künstlersignet,

Höhe 12,7 cm QUI

€ 2.600,-

Gewürzschälchen, Entwurf

Henry van de Velde (1863 Antwerpen-1957

Zürich), um 1903,

Meissen, glasiert, Bemalung in

Unterglasurblau, Künstlersignet,

Maße 6,7 x 6,7 cm ZEZ

€ 2.040,-

Deckelvase, Entwurf Rudolf

Sieck, Bemalung Rudolf Diewock

(1890-1940), Nymphenburg,

mit Emailfarben und Vergoldung,

Dekor Schmetterlinge

über einem Wiesenstreifen,

signiert, Press-Nr. „881 u. 3“,

Vasenhöhe 51 cm LEM

€ 2.100,-

Vase, Entwurf Andrew Matthew

Daly (Cincinnati 1860-

1937), 1899, Keramikmanufaktur

Rookwood Pottery, Cincinnati,

Steingutscherben, zarte

Glasurmalerei vorwiegend in

Grüntönen mit Dunkelbraun,

Dekor aufsteigende Blatt- u.

Blütenzweige der Calla, Nr.„792

C, MAD“, Höhe 28,5 cm ZEZ

€ 2.500,-

Vase, Dekor Henri-Joseph Lasserre,

Sèvres, France, 1927, Porzellan,

glasiert, umlaufend

breites, stilisiertes Blütenband,

Unterglasur bemalt, Mündungsring

und Standkante

gold umzogen, H 37,5 cm ZEZ

€ 2.750,-

Vase, Zsolnay, Pécs, 1926, Eosinglasur,

Wandung mit bunten

Blumenranken mit goldener

Kontur- und Binnenzeichnung

auf craquelliertem Grund, Nr.

„7305“ sowie Malersignatur

mit Datum, Höhe 24,7 cm DOR


PORZELLAN 93

€ 3.300,-

Cachepot, Zsolnay, Pécs, gefertigt um 1902, Eosin-Coulé-Glasur, roter

Fond mit Bemalung „ungarische Landschaft mit Gehöften und

Burgfried“, Relief-Bodenmarke, Höhe 22 cm

ZEL

€ 2.800,-

Teller, Hugo Stein (Dekorentwurf), Meissen, 1924-1934, Art déco-

Dame in langem Chiffonkleid in weißem Pâte-sur-pâte-Auftrag auf

taubenblauem Fond, Fahne durchbrochenes Kettenornament mit

reliefierter Blütenrosette, Goldstaffage, Nummer „846 und 221/55,

116 und 102“, Durchmesser 23,3 cm FIS

€ 3.000,-

Jardinière aus dem „Hochzeitszug“, Entwurf Adolf Amberg, 1904-

1910, KPM, Berlin, weiß, ovale Form auf vier volutenartigen Füßen,

Modellnummer „9027“, Maße 13 x 68 x 25 cm

VHA

€ 3.300,-

Henkelvase, Entwurf Henry van de Velde (1863-1957), Hofkunsttöpferei

Franz Eberstein, Bürgel, um 1902/03, hellgrauer Scherben,

auf Standring bauchiger Korpus mit eingezogenem Hals und Wulstrand,

Handhaben mit geritztem Linearornament, grau und blau

glasiert, Modell-Nr. „15, van de Velde-Signet“, Höhe 15,7 cm KHL

€ 3.000,-

Bodenvase, Entwurf von Ludwig

König, um 1923, Karlsruher

Majolikamanufaktur, ziegelfarbener

Fayencescherben, auf

weißem Fond stilisierter Blattund

Floraldekor mit Giraffe,

Reh, Hirsch, Pferd und Vogel,

Modellnummer „1691“, Vasenhöhe

43,8 cm

ZEZ

€ 3.100,-

Bodenvase, signiert „H. Stein“,

Meissen, um 1920, umlaufend

verziert in Unterglasurmalerei

mit Personen und Vogel zwischen

stilisierten Blumenstauden,

Ritz-Nr. „P 127“, Press-Nr.

„65“, Höhe 58,5 cm STA

€ 3.500,-

Vase, Ernst Wahliss, Wien, um

1910, sog. „Serapis-Fayence“,

heller Steingutscherben, glasiert,

umlaufender Dekor vier

zungenartige Musterfelder mit

stilisierten Glockenblüten und

Blattwerk, Rosetten- und Perlbandornamentik,

Modell-Nr.

„9785, S 34., 53“, H 46 cm ZEZ

€ 3.600,-

Deckelvase, Entwurf Prof. Max

Laeuger, 1921, Karlsruher Majolikamanufaktur,

roter Scherben,

polychrome Bemalung,

gewölbter Deckel mit Leoparden-Handhabe,

Bemalung mit

Zitronenfrüchten und Blattwerk,

Mod.-Nr. „1801“ u. „Prof.

Läuger Baden“, H 48 cm HAG


94

PORZELLAN

€ 4.200,-

Blumensäule mit Cachepot,

Pierre Clément Massier, Golfe-

Juan Vallauris, um 1895, rötlicher

Steinzeugscherben, reliefiert

ausgeformt, türkisfarbene

u. braune Laufglasur, Standkante

des Cachepots u. Unterseite

sign. u. bez., H 67,5/34 cm ZEZ

€ 5.400,-

Vase, Entwurf Otto Eckmann,

um 1900, Montierung Otto

Schulz, Berlin Keramik, Bronze,

patiniert, heller Scherben mit

mehrtonig blauer plastischer

Überlaufglasur, auf grau krakelliertem

Grund, stilisiert florale

Montierung, H 51 cm HER

€ 5.500,-

Deckelvase, Meissen, wohl

nach 1860, dunkelbrauner Glasurfond,

Limoges Email- bzw.

Platinmalerei mit flötespielendem

Pan auf der einen und

einer Göttin mit Putto auf der

anderen Seite, Goldstaffage,

Vasenhöhe 24,5 cm NUS

€ 5.600,-

Vase, Charles Noke, Royal Doulton,

Burslem, um 1920, Steingut,

vorwiegend in Rot und

Dunkelblau, sog. „Sung“-

Scharffeuerglasur, zentrales

Motiv mit Papageien in Baum

mit Früchten, innen grün,

lüstriert, „Noke, Sung, MO881,

Doulton 7480“, H 36 cm QUI

€ 4.375,-

Teekanne, Therese Trethan (1879 Wien - nach 1940 Wien), Porzellanfabrik

Josef Böck, Wien, 1902-04, glasiert und mit reliefiertem, teilweise

rot staffiertem Punktdekor, Korbflechtgriff, Höhe 8 cm (ohne

Griff), Lit. Neuwirth, Wiener Keramik, Braunschweig 1974, S. 312 IKY

€ 5.000,-

Prunkplatte, signiert M(arianne) Høst, Meissen, 1906-09, rund

gemuldet, mit steigender Fahne, in Scharffeuerfarben bunt bemalt

mit der Ansicht des Dresdner Zwingers mit Vorplatz, im Vordergrund

Putto am Brunnenrand, Form-Nr. „R 112/46/III”, D 50,3 cm MET

€ 6.250,-

Vase, Formentwurf und Dekor

Dagobert Peche zugeschrieben,

Gmundner Keramik, gefertigt

nach 1919, Keramik, heller

Scherben, schwarz und grau

dekoriert, weiß glasiert, unterhalb

gemarkt Werkstattsignet,

Vasenhöhe 64 cm

IKY

€ 6.500,-

Lampenfuß, Entwurf Ernst

Böhm, KPM, Berlin, Porzellan,

farbig und gold staffiert, Doppelkürbisflasche

mit geometrischem

Gitterwerk, elektrifiziert,

Höhe 110 cm VHA


PORZELLAN 95

€ 7.260,-

Deckelvase, Dekorentwurf von

Willy Stanke, KPM, Berlin, 1913,

auf Deckel, um Schulter und

Fuß breite Bänder mit stilisierten

Blüten vor alternierenden

grünen und goldenen Stäben,

Jahresbuchstabe, Malerzeichen,

Höhe 37,5 cm LEM

€ 7.500,-

Stehlampe, Entwurf Gerhard

Schliepstein, Rosenthal, Selb,

1920, weiß glasiert, zwei umschlungende

Mädchen, auf

dreipassigem, doppelstufigem

Sockelfuß, Höhe 200 cm MET

€ 7.500,-

Girandolenpaar aus dem „Hochzeitszug“, Entwurf Adolf Amberg,

1904-1910, KPM, Berlin, 1x von 1924, weiß, Bronze, Metall, sechsflammig,

als Palmenstamm von kleinem Mädchen bzw. kleinem

Jungen in Blüte sitzend bekrönt, Höhe 59 und 60 cm

VHA

€ 7.500,-

Vase, Hans Rudolf Hentschel (Form- und Dekorentwurf sowie Ausführung),

Meissen, um 1896, umlaufend vier aus einer Krokusblüte

aufsteigende und tanzende Elfen in weißem Pate-sur-pate-Auftrag

auf himmelblauem Fond, Schulterpartie mit angelegtem Blattzweig

mit Blüten und Knospen, Fuß- und Mündungsrand vergoldet,

Modell-Nr. „Q 107, 20“, Höhe 46 cm

FIS

€ 12.100,-

Kakteenkasten mit Pierrot, Entwurf Ernst Böhm, KPM, Berlin, Weißbrand

von 1927, Dekorentwurf Richard Seewald, seitl. zwei muschelförmige

Handhaben mit goldenem Rhombendekor, in Emailpolychromie

aus Rot, Gelb und Grau, Goldränder, Pressmarke „Beta” für

1927, Pressmarke „ R“, Malereitaxe „149/35“, 27,1 x 22,5 x 15,2 cm LEM

ALL ALLGÄUER AUKTIONSHAUS | Kempten, 08./09. Juli 2011

ASW AUKTIONSHAUS SCHWERIN | Schwerin, 10. März 2012

BLO BLOSS | Merzhausen, 04.-06. Juni 2011

DAN DANNENBERG | Berlin, 25./26. März + 05./06. Dezember 2011

DOR DOROTHEUM | Wien, 10. März + 19. Mai + 15. Sept. + 23. Nov. 11

FIS FISCHER DR. | Heilbronn, 14. Mai + 24. Sept. + 03. Dez. 2011

FRA FRANKE | Nürnberg, 11./12. März + 09./10. September 2011

GÜN GÜNTHER | Dresden, 01. Oktober 2011

HAG HARGESHEIMER & GÜNTHER | Düsseldorf, 17. September 2011

HEN HENRY’S | Mutterstadt, 27. August 2011 + 27. Januar 2012

HER HERR | Köln, 02. April + 19. November 2011

IKY IM KINSKY | Wien, 10. November + 06. Dezember 2011

KAR KARRENBAUER | Konstanz, 06./07. Mai 2011 + 03. März 2012

KAS KASTERN | Hannover, 25. Juni 2011

KAU KAUPP | Schloss Sulzburg, 10. Dezember 2011

KHL KUNSTAUKTIONSHAUS LEIPZIG | Leipzig, 03. Dezember 2011

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 17. September 2011

LBE L & B KUNSTAUKTIONEN ESSEN | 06./07. Mai + 28./29. Okt. 11

LEM LEMPERTZ | Köln, 13. Mai + 17. November 2011

MEH MEHLIS | Plauen, 27.-29. Mai + 26./27. Aug. + 17.-19. Nov. 2011

MEH MEHLIS | Plauen, 23.-25. Februar 2012

MET METZ | Heidelberg, 07. Mai + 26. November 2011

NEU NEUMEISTER | München, 26. Mai 2011

NUS NUSSER | München, 29. März 2011

OWL OWL | Bielefeld, 14. Mai 2011

QUI QUITTENBAUM | München, 03. Mai + 25. Oktober 2011

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 14. Mai + 03./04. Dezember 2011

SIE SIEBERS AUKTIONEN | Stuttgart, 02./03. Juni 2011

STA STAHL | Hamburg, 25. Juni 2011

THE THEILMANN | Pfaffenhofen, 17. Dezember 2011

VHA VAN HAM | Köln, 13./14. Mai 2011

WEN WENDL | Rudolstadt, 03.-05.03. + 20.-22.10. 11 + 01.-03.03.12

ZEL ZELLER | Lindau, 23./24. September 2011

ZEZ VON ZEZSCHWITZ | München, 14. April + 20. Okt. + 01. Dez. 11


96

PORZELLAN

FIGÜRLICHES PORZELLAN

€ 150,-

Bücherstütze „Lesender Mann”,

Entwurf Dina Kuhn (1891-1963),

Bimini-Werkstätten, Wien, um

1925, roter Scherben mit polychromer

Laufglasur in Rot-,

Blau- und Grautönen, Maße

13,6 x 14,5 x 12 cm KHL

€ 200,-

Stehender Bacchant mit Papagei,

Entwurf Ferdinand Liebermann

für Rosenthal, polychrome

Bemalung, runder, blaustaffierter

Sockel, polychrome

Bemalung, signiert und datiert

„08(19)“ , Höhe 27 cm PEE

€ 300,-

Gärtnerkind mit Harke und

Trauben, Entwurf Kaendler,

Meissen, 1. Wahl, auf Rocaillensockel,

polychrom bemalt,

Goldstaffage, Höhe 12 cm KAR

€ 340,-

Figur „Sitzende“, Entwurf Gerhard

Schliepstein (1886 Braunschweig-1963

Berlin), Ausführung

Rosenthal, um 1930, Modell-Nr.

„675“, H 18,5 cm KEM

€ 300,-

Schwan mit zwei Putten, Max

Heinze, Karlsruher Majolikamanufaktur,

ab 1911, sandfarbener

Scherben, polychrome

Bemalung, Serien-Nr. „1231“,

Maße 25 x 30 cm

PEE

€ 220,-

Dackel, Sitzendorf, 1920er-

Jahre, Steingut, polychrome

Unterglasurbemalung, Modell-

Nr. „39520“, Länge 19 cm KHL

€ 390,-

Straßenmusikanten „Bassgeiger, Waldhornbläser & Frühlingserwachen“,

Entwurf Karl Himmelstoss für Rosenthal Kunstabteilung, um

1920, Porzellan polychr. gefasst, Malersignets Schinenberg, Schwab

u. Greiner, Mod.-Nr. „K196, K197, K96“, Sockel sign., H ca. 21 cm KUK

€ 400,-

Kämpfende Hähne, Entwurf Julius Feldtmann für Philipp Rosenthal

& Co., Selb, 1930er-Jahre, glasiert, farbig staffiert, auf Ovalsockel,

signiert, Länge 53 cm

SMD

€ 460,-

Leopard, Entwurf Gunther Granget (1932-2010), Kunstabteilung

Hutschenreuther, Porzellan, farbig gefasst, Maße 15 x 48 cm ALL

€ 480,-

„Springreiter“, signiert (Prof. Albin) Döbrich, Augarten, Wien, auf

Astsockel, Modell-Nr. „1632“, Höhe 21 cm

KEM


PORZELLAN 97

€ 500,-

Deckeldose, Sitzendorf, Gebrüder

Voigt, 1930er-Jahre, polychrom

bemalt, runder Stand,

kugelförmiger Korpus mit Haubendeckel,

Höhe 19,5 cm KAU

€ 500,-

Mädchen mit Rosen, Entwurf

Albert Caasmann, Ausf. Rosenthal,

um 1920, Unterglasurbemalung,

Nr. „303”, H 25 cm HEN

€ 600,-

Satyr auf Ziegenbock, Entwurf

Max Bochmann, Meissen, um

1910, 1. Wahl, polychr. Staffage,

Form-Nr. „Z200”, H 16 cm EPP

€ 650,-

Hentschelkind „Mädchen mit

Haube“, Meissen, eine Katze

in den Armen, farbig gefasst,

goldstaffiert, Höhe 12 cm ADR

€ 650,-

Frauenakt mit Hummer und

Fisch, wohl KPM (Zeptermarke

undeutlich u. durchschlagen),

Biskuitporzellan, H 50 cm ALL

€ 700,-

Faun mit Flöte, August Schädler

(1862 Ratzenried-1925 München),

Karlsruher Majolikamanufaktur,

ab 1914, Scherben,

polychrome Bemalung, Serien-

Nr. „1382“, Höhe 20 cm PEE

€ 600,-

Sitzender Jäger mit Hund, Plaue, nach Modell von Wera von Bartels,

Unterglasurfarben, Bodenmarke, Höhe 28,5 cm

SBL

€ 650,-

Zwei Windhunde, Entwurf Hermann Fritz für Rosenthal Kunstabteilung,

Selb, 1948, springende Barsois auf ovaler Plinthe, partiell in

Pastelltönen glasiert, Modellnummer „1299“, Länge 61 cm KUK

€ 600,-

Schafhirte, Entwurf Otto Pilz (1876-1934), Meissen, um 1910,

polychrome Scharffeuerbemalung, auf unregelmäßig ovaler Plinthe

stehend, signiert, Model-Nr. „Y 1 55“, Maße 32,5 x 39 cm KHL

€ 700,-

Schlittenfahrer, Entwurf Martin Fritsche, KPM, Berlin, 1913,

Jubiläumsmarke 1769 bis 1913, farbig gefasst, Höhe 13 cm ADR


98

PORZELLAN

€ 700,-

Harlekin und Colombine, Entwurf

R. Paps, Teichert, ungemarkt,

um 1910/1920, ohne

Modellnummer (sonst „11”),

polychrom staffiert, tlw. restauriert,

Höhe 30,5 cm WEN

€ 800,-

Gewichtheber, Entwurf Ernst

Seger, Ausführung Rosenthal,

Plinthe signiert, Nummer 1013,

Höhe 45 cm

VHA

€ 800,-

„Sankt Martin zu Pferd mit

Bettler“, Entwurf Ferdinand

Opitz (1885-1956), Augarten,

Wien, Porzellan, weiß, auf Sockel,

Maße 35 x 34 cm ALL

€ 900,-

„Braunschweiger Schäfer“, Entwurf

Hugo Spieler (1854 Berlin-

1922 Dresden), Meissen, Modell-Jahr

1897-1898, um 1900,

farbig bemalt, auf Natursockel,

Mod.-No. „Q 190 o“, Ziffer „85“,

Maler-Nr. „20“, H 16,5 cm GÜN

€ 900,-

Hentschel-Kind, Modell von

Konrad Hentschel, 1905, Meissen,

1924-1934, polychrom staffiert,

Modellnummer „W121“,

Höhe 12 cm

EPP

€ 900,-

Jagdliche Figurengruppe, Sitzendorfer

Porzellanmanufaktur,

von Hand polychrom

bemalt, auf ovalem Sockel,

Höhe 21 cm

THE

€ 750,-

Mädchen mit Ball, Goldscheider,

Wien, wohl um 1937/38,

Keramik, bunt bemalt (Craquelé),

Plinthe sign., Boden num.

„7594 44 19“, bez. „Made in

Austria“, Höhe 21 cm DAN

€ 850,-

„Diana“, Entwurf Theodor Kärner,

Nymphenburg, 2. H. 20. Jh.,

weiß glasiert, auf quadratischer

Plinthe, Modell-Nr. „66 &

2“, Höhe 44 cm KHL

€ 800,-

„Sterbender Schwan“, Tänzerin Anna Pawlowna in Pose, Entwurf

Constantin Holzer-Defanti (1881 Wien-1951 Linz), 1919, Rosenthal,

Selb, um 1920, Porzellan, glasiert, sparsame Aufglasurbemalung,

Nummer „ K. 545“, Maße 14,5 x 29,5 x 12 cm

ZEZ

€ 900,-

Windhundgruppe, Entwurf Otto Pilz, Meissen, um 1910, weiß glasiert,

ockerfarbene und graue Unterglasurbemalung, auf rechteckiger

Plinthe mit Naturauflage, Modell-Nr. „A 236“, 24,2 x 25,5 cm KHL


PORZELLAN 99

€ 950,-

Leopardenpaar, Entwurf Etha Richter, 1914, Ausführung Schwarzburger

Werkstätten, Anfang 20. Jh., Porzellan, polychrom bemalt, auf

Sockel, Modell-Nr. „U1065“, Maße 22 x 45,5 cm

KAU

€ 1.200,-

Kanne, Entwurf James Viber

(Genf 1872-1942), Emile Muller

et Cie., Ivry, um 1900, Steinzeugscherben,

dunkelrot,

braun und sandfarben glasiert,

stellenweise braun durchfleckt,

Boden „T10, 12“, Höhe 15 cm ZEZ

€ 1.200,-

Kosake mit Pfeilen, KPM, Berlin,

Anfang 20. Jahrhundert polychrom

bemalt und goldstaffiert,

auf Natursockel, Modell-

Nr.“ 515“, Höhe 29 cm KAU

€ 1.000,-

Mädchenakt, Entw. Anton Klieber,

um 1910/15, Ausf. Fa. Fischer

& Mieg, Pirkenhammer, Porzellan,

farbig und goldstaffiert,

Unterseite gem., H 14,5 cmDOR

€ 1.000,-

Moriskentänzer, Entwurf Richard

Förster, Porzellanmanufaktur

Allach, weiß, auf Sockel,

beschädigt, Höhe 21 cm ALL

€ 1.200,-

Mädchenfigur mit Barsoi, Goldscheider,

„made in Germany“,

1938-1945, Modell-Nr. „8276“,

Stückzahl „72“, Modelleur „31“,

Malerzeichen „EB“, Steingut

mit dezent farbiger Spritzstaffierung,

Höhe 38,5 cm WEN

€ 1.300,-

„Erato“ (Muse des Gesangs)

mit Amor, Meissen, Ende 19.

Jahrhundert, farbig gefasst, auf

Sockel, Höhe 24,5 cm ALL

€ 1.300,-

Figurengruppe „Demaskiert“, Entw. C. Holzer-Defanti, Rosenthal, um

1920, Porzellan, Unter-/Aufglasurbemalung, Nr. „K573“, 38,3 cm HER

€ 1.200,-

Junge mit Katze, Frieda Strauss

für Meissen, um 1910, stehender

Junge, der eine Katze liebkost,

Sockel signiert, Modellnummer

„A 283“, H 14 cm NAG

€ 1.300,-

Figur „Frühling“ aus der Jahreszeitenfolge,

Entwurf Claire

Weiss, 1932, Rosenthal, um

1935/1945, eingeritzte Modellnummer

„1149“, Pressnummer

„2“, Figurenhöhe 24 cm STA


100

PORZELLAN

€ 1.300,-

Beduine, Entwurf Rudolf Marcuse,

1920, Rosenthal Kunstabteilung,

1928, Plastik eines

stehenden, in ein weißes Gewand

mit Turban gehüllten

Beduinen, Modellnummer

„567“, Höhe 38 cm WEN

€ 1.300,-

„Julia“, Figur aus der Commedia

dell’Arte, Entwurf F. A.

Bustelli, 1759/1760, Nymphenburg,

polychrome Bemalung,

Goldstaffage, goldgerandete

blaustaffierte Pressmarke auf

dem Sockel, Modellnummer

„11“, Höhe 21 cm NUS

€ 1.400,-

Gänsemagd, Theodor Eichler

für Meissen, um 1910, Magd mit

geblümtem Kopftuch, zu ihren

Füßen eine Gans und unter

ihrem Arm hält sie eine Ente,

Mod.-Nr. „T 175“, H 25,5 cm NAG

€ 1.400,-

„Leda“, Figur aus der Commedia

dell’Arte, Entwurf von F. A.

Bustelli, 1759/1760, Nymphenburg,

polychrome Bemalung,

Goldstaffage, Modellnummer

„85“, Höhe 19,5 cm NUS

€ 1.300,-

Schlittschuläuferin, Entwurf

Alfred König, Meissen, 1920, mit

grün-kariertem Saum, Hut und

Schal, Eissockel, polychrom

bemalt, restauriert, Nummer „Z

194“, Höhe 21 cm KAR

€ 1.395,-

Dame mit Mohrenknaben, Entwurf

Paul Scheurich (1883 New

York-1945 Brandenburg, entstanden

1919, Meissen, nach

1934, Porzellan, farbige Bemalung,

Modell-Nummer „A.1012“,

Figurenhöhe 28 cm SHU

€ 1.400,-

Dame, Entwurf Emmerich

Andresen, 1897, Ausformung

Meissen, um 1900, 2. Wahl,

bunte Bemalung, Blätter der

Pflanze fehlen, Modellnummer

„Q157“, Höhe 21 cm HEN

€ 1.400,-

„Raub der Europa“, Entwurf

von Kaendler, Meissen, 1. Wahl,

Blütenstaffage und goldstaffierter

Rocaillensockel, Mod.-

Nr. „2697“, Höhe 22 cm ASW

€ 1.400,-

Zwei Drachenhunde, Entwurf Hans Küster (1899 Selb-1963 Erlangen),

Ausführung Rosenthal, 1920er-Jahre, Porzellan, Aufglasurbemalung

mit Gold, Länge 13,5 cm, 9,5 cm

HER

€ 1.500,-

Eisbär, Entwurf Otto Jarl, 1903, Meissen, sparsamer Unterglasurdekor,

Modell-Nr. „T 181“, Höhe 26 cm, Länge 55 cm

VHA


PORZELLAN 101

€ 1.500,-

„Peter Schlemihl“, Entwurf

Willi Münch-Khe, Meissen,

1924-34, Porzellan, bunt bemalt,

im Laufschritt auf ovalem

Sockel stehend, Form-Nr. „A

1134/122“, Staffierernummer

„5“, Höhe 26,5 cm MET

€ 1.520,-

„Flötenspieler“, Entwurf Johannes

Boese, 1917/1919, Rosenthal,

um 1922, auf Sockel ruhendes

Aktpaar mit sitzendem Jüngling

als Querflötist und vor ihm

kniender junger Frau, farbige

Unterglasurbemalung, Modell-

Nr. „547“, Höhe 37,5 cm SHA

€ 1.800,-

Junge Frau im Badekostüm,

Entwurf Josef Lorenzl, Goldscheider,

Wien, cremefarbener

Scherben, farbiger Unterglasurdekor,

Prägenummer „84-58

18 19“, Höhe 30,5 cm VHA

€ 2.000,-

„Die Stehende“, Entwurf Fritz

Klimsch, 1935, Ausführung

Rosenthal, Weißporzellan, matt

glasiert, auf runder, naturalistisch

gestalteter Plinthe, signiert,

Figurenhöhe 67 cm HAG

€ 1.500,-

Damenbüste, Deutschland,

1930-55, mit nacktem Oberkörper,

Ton, modelliert und gebrannt,

ohne Signatur und

Marke, Höhe 68 cm MET

€ 1.700,-

Hentschelkind, Meissen, um

1905, Kind mit Milchtöpfchen

und Spielzeugpferd, Zwiebelmustertöpfchen

mit Schwerter-Marke,

Höhe 17 cm HEN

€ 1.900,-

Uhr, KPM, Berlin, Jahreszeichen 1918. Modell-Nr. „10280“ (Uhr) und

„9960“ (Plastik), „Lenzkirch“, Aufsatz 1911 von Hans Schwegerle entworfen,

Plastik (signiert und datiert) einer hinter einem Putto mit

großer Rosengirlande herlaufenden jungen Frau, Höhe 40 cm WEN

€ 1.500,-

„Pierrot“ aus dem Russischen

Ballett, Paul Scheurich, Meissen,

1945-1947, zart staffierte

Figur des knienden Pierrot mit

theatralischer Geste auf einem

ovalen Sockel, Höhe 18,5 cm STA

€ 1.800,-

Tanzender Mann mit Zylinder,

Porzellanmanufaktur Gardner,

Moskau, Ende 19. Jh., Biskuitporzellan,

farbig staffiert, rote

Stempelmarke, H 25,5 cm VHA

€ 2.180,-

Liegender Bauer, Modell von Ernst Barlach, 1908, Schwarzburger

Werkstätten, Unterweißbach, um 1918-26, Weißporzellan, Modell-

Nr. „U 63“, Prägemarke schnürender Fuchs nach links, H 15 cm LEM


102

PORZELLAN

€ 2.200,-

„Loreley“, Modell Friedrich

Offermann (Erstausformung

1889/1890), Meissen, Ende 19.

Jh., polychrome Bemalung,

minimale Ergänzungen, auf

naturalistischem Felssockel,

„laufender Hund“ als Zierkante,

Form-Nr. „0 153“, Malerzeichen

„49“, Höhe 35 cm ZEL

€ 2.200,-

Dame mit Fächer, Entwurf

wohl Alfred König, Meissen, um

1900, feine Bemalung, zarte

Mimik, Kleid mit Blümchendekor,

Nr. „W. 134“, H 23,5 cm HEN

€ 2.400,-

„Spanischer Shawl“, Josef

Lorenzl, Goldscheider, Wien,

1926, auf ovalem, gewölbtem

Sockel barfüßig und auf Zehenspitzen

stehend, Majolika, bunt

bemalt, Press-Nr. „5822/543/12“,

Monogr. „AD“, H 43 cm MET

€ 2.500,-

„Schöne Helena“, Michael

Powolny, um 1907, Ausführung

Wiener Keramik, 1907-12, heller

Scherben, farbig glasiert, am

hinteren Sockel gemarkt Werkstattsignet

und „MP“, fachgerecht

restauriert, H 39,5 cm IKY

€ 2.200,-

Harlekin aus dem „Ballets russes“,

Entwurf Paul Scheurich

(1883 New York-1945 Brandenburg),

1913, Meissen, nach 1934,

polychrom staffiert, Modell-Nr.

„D.283“, Maße 18,5 x 22 cm VZE

€ 2.200,-

Reifenspielerin mit Stab, Entwurf

und Ausformung Reinhold

Boeltzig, 1909, Meissen,

Modell-Nr. „A 235“, Präge-Nr.

„88“, polychrome Aufglasurbemalung

und Vergoldung, fachgerecht

restaur., H 39 cm MEH

€ 2.500,-

Uhr, wohl Friedrich Goldscheider, Wien 1885-1922, Terracotta, heller

Scherben, braun glasiert, Holz und Messing, mittig eingezogener

Sockel mit Uhrwerk, 24-Std.-Gehwerk, Sockel sign. „P.“, bez. „Produktion

Reserve u. Made in Austria“, Mod.-Nr. „1199, 5“, 60 x 76 cm KAU

€ 2.200,-

Dame mit Mohr, Entwurf Paul Scheurich, 1919, Meissen, 2. H. 20. Jh.,

1. Wahl, sechseckiges Postament, Mod.-Nr. „73316“, Höhe 29 cm HIS

€ 2.660,-

Schmetterlingstänzerin, Josef

Lorenzl, Goldscheider, Wien,

nach 1920, Steingut, polychromer

Scharffeuerdekor, Nr. „5230

und 1326, 65“, vier Finger wieder

angefügt, H 47,1 cm LEM

€ 2.750,-

Porträtbüste „Erzherzog Franz

Ferdinand“, Ernst Wahliss, Turn-

Wien, um 1910, Keramik, Darstellung

der Erzherzogs in Uniform

mit Ordensschmuck,

Figurenhöhe 39 cm DOR


PORZELLAN 103

€ 2.900,-

Pendule „Tanzendes Paar“, Meissen, Anf. 20. Jh. (Entwurf 1910), farbig

und Gold staffiert, Ritzz. „W116“, rote Maler-Nr. „28“, Lenzkirch-Uhrwerk,

vergold. Messing-Zifferblatt, arab. Ziffern, 32 x 27,5 x 9 cm STA

€ 3.500,-

Kaminuhr, Entwurf Martin Fritzsche, KPM, Berlin, 1914-1918,

polychrom und Gold bemalt, Nr. „168/85“, Lenzkirch mit Tannenzweig

„AUG 1 Millon 792717“, Element Wasser „P und 9535“, Element

Feuer „ M O 18 A“, Maße 31,5 x 40 cm

KAS

€ 3.000,-

Biedermeier-Dame, Entwurf

Paul Scheurich, 1918, Ausführung

Meissen, 1924-1934, Porzellan,

farbig staffiert, Modell-

Nr. „A 1007“, Höhe 24,5 cm VHA

€ 3.300,-

„Tempelweihe“, Ferdinand Liebermann,

1913, Kunstabteilung

Rosenthal, 1914, Porzellan,

weiß, glasiert, unter der Glasur

in Blautönen mit Hellbraun

staffiert, Modell-Nr. „S 192“

(200 Exempl.), H 36,5 cm KAS

€ 3.500,-

Tänzerin, Entwurf Karl Klaus,

Ausführung Ernst Wahliss,

Wien, um 1911, sog. „Serapis-

Fayence“, cremefarben glasiert,

staffiert in Unterglasurblau,

-schwarz und -grün, ornamentale

Vergoldung, Mod.-Nr. „1565

und 6 „ u. „D.894“, H 32 cm FIS

€ 3.500,-

„Stürzende Reiterin“, Entwurf

Paul Scheurich, 1932/33, wurde

erst ab 1937 in der Meissener

Manufaktur ausgeformt, bis

1945 gelangten nur 17 Exemplare

in den Handel, polychrome

Aufglasurbemalung Modell-Nr.

„A 1258“, Höhe 38,5 cm SHA

€ 3.300,-

„Der Tritonenfang“, Meissen,

Marke 1856-1924, 1. Wahl,

Modell von Kaendler, Modell-

Nr. „C 35“, polychr. bemalt, gold

staffiert, Finger best., Blätter,

eine Hand rest., H 30 cm HIS

€ 3.500,-

Rossebändiger, Entwurf Josef

Wackerle, Nymphenburg, nach

1941, Bemalung Irene von Bullion,

Pferdeführer in kurbayerischer

Uniform, Rankensockel,

Modell-Nr. „891“, H 64 cm NEU

€ 3.600,-

„Die Weinlese“, Modell von

Johann Karl Schönheit, Meissen,

Ende 19. Jh., polychrome

Bemalung, Goldstaffage, auf

Terrainsockel, Höhe 29 cm NUS

€ 3.600,-

Weiblicher Kopf, Max Laeuger,

um 1927, roter Scherben, weiß

engobiert, braune und türkisfarbene

Malerei, bez. u. dat.„ML

1927, No 1710, 11/14“, 28 cm NAG


104

PORZELLAN

€ 3.700,-

Tänzerin, Entwurf Theodor

Eichler (1868 Oberspaar-1946

Meissen), 1911, Meissen, 1934-

1947, 1. Wahl, polychrom und

Gold bemalt, glasiert, Nr. „B

256“, Malernummer „74“, Figurenhöhe

27,5 cm

KAS

€ 3.900,-

Nashorn, Entwurf von Paul

Walther, 1910, Meissen, 1934-

1945, 1.Wahl, Modell-Nr.„A 273“,

auf Postament mit in geritzten

Kartuschen stilisiert dargestellt,

naturalistisch unter der

Glasur staffiertes afrikanisches

Nashorn, Höhe 33 cm WEN

€ 4.200,-

Dame mit Mohr, Entwurf Paul Scheurich, 1919, Meissen, 1954, die

Dame verbirgt einen goldenen Ball hinter dem Rücken vor dem bettelnden

Knaben, bemalt, vorwiegend in Eisenrot, Goldstaffage,

Modell-Nr. „F. 244“, Höhe 31 cm

HEN

€ 3.750,-

Mädchenkopf mit Tuch, Susi

Singer (1891 Wien-1965 Californien),

Grünbach, um 1925/1930,

Keramik, ziegelroter Scherben,

farbig staffiert, kleine Randscharten,

am Tuch monogrammiert,

Höhe 34 cm DOR

€ 4.200,-

Auf Stuhllehne sitzende junge

Frau, Entwurf Josef Lorenzl,

Friedrich Goldscheider, Wien,

um 1929, Steingut, elfenbeinfarben

glasiert, farbige Unterglasurbemalung,

signiert, Nr.

„5931 33 11 1K“, Höhe 34 cm ZEZ

€ 4.800,-

„Prinz“, Entwurf Gerhard

Schliepstein (1886-1963), 1926,

Rosenthal, Selb, 1928, Weißporzellan,

glasiert, Modell-Nr. „K

826“, Sockel sign, H 47,5 cmKAS

€ 5.200,-

Frauenplastik, Entwurf von

Hugo Meisel, 1920er-Jahre, Aelteste

Volkstedter Porzellanfabrik,

um 1930, unsigniert, farbund

goldstaffiert, Ovalsockel,

restaur. Bruch, H 73,5 cm WEN

€ 4.500,-

Chamäleon mit Frosch, Entwurf Gustav Oppel (1891-1978), Aelteste

Volkstedter Porzellanfabrik, um 1920, einzige bisher nachgewiesene

Ausformung, Figurenhöhe 47 cm

SHA

€ 5.500,-

„Schleichender Panther“, Entwurf Erich Oehme, 1939, Meissen, 1934-

1945, 1. Wahl, signiert, farbstaffiertes Modell einer sich auf einem

Felssockel anschleichenden, gefleckten Raubkatze, Modellnummer

„F 300“, Figurenhöhe 26,5 cm WEN


PORZELLAN 105

€ 5.700,-

Tänzerin, Entwurf Theodor

Eichler (1868-1946), Porzellanmanufaktur

Meissen, gefertigt

um 1910, polychrome Bemalung,

auf rundem, goldstaffiertem

Sockel monogrammiert,

Nr. „E 244“, Höhe 28 cm PEE

€ 7.500,-

Tänzerin nach rechts blickend,

Michael Powolny (1871 Judenburg-1954

Wien), Ausführung

Wiener Keramik, 1907-12, heller

Scherben, farbig glasiert, vergoldet,

unter dem Boden gemarkt

Werkstattsignet und

„MP“, Mod. „1907“, H 24 cm IKY

€ 16.000,-

Vier Kinder beim Betrachten einer Puppe, Entwurf Konrad Hentschel

(1872 Cölln-1907 Meissen), 1906, Ausführung Meissen, Porzellan, glasiert,

vielfarbige Aufglasurbemalung, Mod.-Nr. „W 166“, H 14 cm ZEZ

€ 9.000,-

„Kurfürst August I. von Sachsen (August der Starke), PM (Bindenschildmarke),

Wien, 19. Jh., Porzellan, Aufglasur, gold staffiert, nach J.

J. Vinache und J. F. Eberlein, Sockel „AR“ und Inschrift, sächsichpolnisches

Allianzwappen, Maße 69,5 x 45 x 29 cm

GÜN

€ 26.000,-

Zwei Griechinnen aus dem „Hochzeitszug“, Adolf Amberg, KPM,

Berlin, 1910, weiß, glasiert, Aufglasurdekor in Taubenblau bzw.

Türkisblau, Braun und Rosa, Kopftuch der einen mit Goldgitter,

„Amberg 140/ 378, 52, Schwert , 9429, K, c“, Höhe 36 cm QUI

ADR AUKTIONSHAUS AN DER RUHR | Mülheim, 19. November 2011

ALL ALLG. AUKTIONSHAUS | Kempten, 03.-05.11.11 + 13./14.01.12

ASW AUKTIONSHAUS SCHWERIN | Schwerin, 10. März 2012

DAN DANNENBERG | Berlin, 02./03. Dezember 2011

DOR DOROTHEUM | Wien, 06. Juni + 15. Sept. + 23. Nov. 2011

EPP EPPLI | L.-Echterdingen, 17. September 2011 + 18. Februar 2012

FIS FISCHER DR. | Heilbronn, 03. Dezember 2011

GÜN GÜNTHER | Dresden, 01. Oktober 2011

HAG HARGESHEIMER & GÜNTHER | Düsseldorf, 17. September 2011

HEN HENRY’S | Mutterstadt, 27. August 2011 + 27. Januar 2012

HER HERR | Köln, 19. November 2011

HIS HISTORIA | Berlin, 23./24. September 11 + 24./25. Februar 12

IKY IM KINSKY | Wien, 10. November + 06. Dezember 2011

KAR KARRENBAUER | Konstanz, 03. März 2012

KAS KASTERN | Hannover, 25. Juni + 24. September 2011

KAU KAUPP | Schloss Sulzburg, 10. Dezember 2011

KEM KEMPF | Würzburg, 24. März 2012

KHL KUNSTAUKTIONSHAUS LEIPZIG | Leipzig, 05.03.11 + 03.03.12

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 25./26. November 2011

LEM LEMPERTZ | Köln, 17./18. November 2011

MEH MEHLIS | Plauen, 23.-25. Februar 2012

MET METZ | Heidelberg, 26. November 2011

NAG NAGEL | Stuttgart, 09. Juni + 06./07. Okt. 10 + 08./09. Juni 11

NEU NEUMEISTER | München, 06. Juli 2011

NUS NUSSER | München, 13. Dezember 2011 + 07. Februar 2012

PEE PEEGE | Freiburg, 09.-11. Juni 2011

QUI QUITTENBAUM | München, 25. Oktober 2011

SBL SCHEUBLEIN | München, 23. September 2011

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 03./04. Dezember 2011

SHU SCHULER | Zürich, 12.-16. September 2011

SMD SCHMIDT | Dresden, 05. Dezember 2011

STA STAHL | Hamburg, 17. September 2011 + 18. Februar 2012

THE THEILMANN | Pfaffenhofen, 25. Februar 2012

VHA VAN HAM | Köln, 19. Oktober + 18./19. November 2011

VZE VON ZENGEN | Bonn, 10./11. Juni 2011

WEN WENDL | Rudolstadt, 20.-22. Oktober 2011 + 01.-03. März 2012

ZEL ZELLER | Lindau, 23./24. September 2011

ZEZ VON ZEZSCHWITZ | München, 20. Oktober 2011


106

METALL

BERÜHMTHEITEN AUS BRONZE

€ 120,-

Porträtbüste „Otto von Bismarck“

(1815-1898), signiert E.

Encke und Gießereistempel „H.

Gladenbeck und Sohn“, Bronze

versilbert, Helmspitze ergänzt,

Höhe 18 cm

MEH

€ 285,-

Büste Kaiser Wilhelm II., Zinkguss,

bronziert, Herst. „Actien-

Gesellschaft, vorm. H. Gladenbeck

& Sohn“, um 1890, in

Generalsuniform mit Orden,

einige Risse am Hinterkopf und

im Halsbereich, H 34 cm BAG

€ 340,-

Porträtbüste des Generalfeldmarschalls

„Helmuth v. Moltke“

im Überrock und Generalshelm,

bronzierter Weißmetallguss,

verso bezeichnet „W. Uhlmann

fec.“ u. „Guss H. Gladenbeck

u. Sohn“, H 34 cm HHM

€ 450,-

Porträtkopf „Paul von Hindenburg“,

Gussstempel „H. Noack,

Berlin Friedenau”, Bronze,

braun patiniert, H 29,5 cm SBL

€ 240,-

Bronzeskulptur „Fürst Bismarck“,

um 1890, Gießereimarke,

Standporträt des Reichskanzlers

Otto von Bismarck in

Uniform, auf flachem Sockel

stehend, Höhe 31 cm MEH

€ 330,-

Reiterskulptur „Kaiser Friedrich

III.“, um 1900, als Generalfeldmarschall

in Uniform, patinierter,

hohler Bronzeguss, auf

rechteckiger Platte, bez. „Gladenbeck

& Sohn Berlin“, Maße

30 x 11 x 35 cm BAG

€ 390,-

Porträtbüste „Hindenburg“,

Walter Wolff (Bildhauer in Berlin),

Bronze, dunkel patiniert,

„WvW“ monogrammiert, „Dez.

1927“ datiert, innen Gießer-

Marke „H. Noack Berlin Friedenau“,

hohes Marmor-Postament,

Höhe ges. 52,5 cm WEN

€ 500,-

Porträtkopf „Paul von Hindenburg“,

Ernst Seger (1868 Neurode-1939

Berlin), Bronze, Gießereibezeichnung

und Nummerierung

verso „Lauchhammer

Bildguss 27“, Höhe 32 cm VHA

€ 320,-

Porträtbüste „Kaiser Wilhelm I.“, bronzierter Weißmetallguss, rückseitig

bezeichnet „C. Keil fec.“ sowie „Guss H. Gladenbeck und Sohn“,

Gesamthöhe 31 cm

HHM

€ 500,-

Sitzender Hermes, bez. „F. Barbedienne Fondeur“, Bronze, braun

patiniert, Patinaschäden, Kopie nach der röm. Bronzestatue aus der

Villa dei Papiri bei Herkulaneum, Höhe 36 cm

SBL


METALL 107

€ 600,-

„Sisyphos“, Paul Leibküchler

(1873-1938), Ausführung Akt.

Ges. vorm. H. Gladenbeck u.

Sohn, Berlin-Friedrichshagen,

Bronze, auf Sockel, 33 cm VHA

€ 650,-

Darstellung von Molière, Désiré

Pierre Louis Marie (2. Hälfte 19.

Jh.), Bronze mit schwarz-brauner

Patina (min. Kratzer, li. Arm

mit sichtbarem Ansatz), auf

Stuhl bez., Höhe 39 cm DAN

€ 800,-

„Nathan der Weise“, Adolph

Jahn (1858 Stettin-1925 Berlin),

Bronze, signiert, quadratischer

Marmorsockel, „Akt. Ges. v. Gladenbeck

& Sohn’’, H 42,5 cm FIS

€ 800,-

Büste des „Priapos oder Dionysos“,

schwarz patiniert, Gießer-

Marke „Fonderia Sommer Napoli“,

heller Marmor-Rundsokkel,

Höhe 43,5 cm WEN

€ 625,-

Schießpreis „Kaiser Franz

Joseph I.“ in österreichischer

Feldmarschallsuniform, Bronze,

Kupfertafel mit gravierter

Inschrift „Armee Gruppenschießen

1914“, signiert „C. Philipp

fec. 1914“, Höhe 44 cm DOR

€ 650,-

Büste „Carl Zuckmayer“, Fritz

Schwarzbeck, 2. H. 20. Jh., Bronze

dunkelbraun patiniert, Kopfstudie

des deutschen Schriftstellers

Carl Zuckmayer (1896

Nackenheim bis 1977 Visp), auf

quadratischem Steinsockel

montiert, Höhe 43 cm MEH

€ 800,-

Reiterstandbild des Bartolomeo Colleoni nach Andrea del Verrocchio,

19. Jh, Bronze, dunkel patiniert, Marmorsockel, 38/58 cm NAG

€ 650,-

Porträtbüste „Richard Wagner“,

20. Jh., signiert „Milo”, mit eingelassener

Gießerplakette bez.

„Bronze Garanti Paris J. S. Deposee”,

Bronze braun patiniert,

Steinsockel, H 51 cm MEH

€ 700,-

„Napoleon Bonaparte zu

Pferd“, Bronzebildner des 19.

Jahrhunderts, Bronze, braun

patiniert, schwarzer Granitsockel,

bezeichnet „Waterloo/

1815“, Höhe 29,5 cm KAS

€ 800,-

Reiterstandbild „Peter der Große“, um 1900, Bronze, bräunlich

patiniert, Bronzeinschrift in Kyrillisch und Latein „Peter dem

Ersten/Katharina der Zweiten/1782“, Steinsockel, H 21/37 cm NAG


108

METALL

€ 840,-

„Napoleon zu Pferd“, Gießerei Albert Anton Meves, Berlin, gefertigt

um 1900, bronzierter Zinkguss, auf schwarzem Sockel aus Serpentin

montiert, Höhe 30,5 cm

HHM

€ 1.300,-

Reiterfigur des „Heiligen Wenzel“, Bohuslav Schnirch (1845-1901),

Prag, um 1890, Bronze, bez. „Model. Bohuslav. Schnirch“, links „Kov.

Frant. Houdek. Praha“, Schwert fehlt, Lanze verbogen, H 56 cm HHM

€ 850,-

„Friedrich der Große“, ungemarkt,

um 1900, vergoldete

Bronze und geschnitztes Elfenbein,

rechteckiger dunkler Marmorsockel,

Höhe 32 cm FIS

€ 1.200,-

„Lorenzo di Medici“ nach

einem Modell Michelangelos

Bronze, Ferdinand Barbedienne

(1810 St. Martino de Fresnoy-

1892 Paris), dunkelbraun patiniert,

seitlich bez.„F. Barbedienne

– Fondeur“, Höhe 54 cm HAG

€ 1.300,-

„Carmen“, Rafael Atché Y Fané

(1854-1923 Barcelona), Bronze,

partiell farbig gefasst u. grünlich

patiniert, Werkstattzeichen

„Masriera & Campins Fundidores

– Barcelona“, H 44 cm HAG

€ 1.300,-

Bronze des Generalfeldmarschalls

Graf York von Wartenburg,

Leopold Koch, dat. 1906,

Widmung „Seinem scheidenden

Kommandeur Herrn

Oberst Münter das Offizierkorps

Jäger-Bataillon Graf Yorck

von Wartenburg (Ostpr.) No. 1 u.

der Maschinengewehr-Abt. No.

1, 13.9.1911-20.5.1913”, 45 cm KUK

€ 1.000,-

Bronzebüste des lorbeerbekrönten

Napoleon, Bronze patiniert,

minimale Altersspuren,

Höhe 21,5 cm

WEN

€ 1.250,-

Büste „Napoleon I.“, bezeichnet

„Canova“, 2. Hälfte 19. Jh., Bronze,

braune Patina, H 31 cm DOR

€ 1.300,-

Büste „Zar Alexander I. als

Cäsar“, russischer Bildhauer

(tätig 1. Hälfte 19. Jh.), Bronze,

vergoldet und dunkel patiniert,

Säulen-Postamentsockel, Plinthe

aus Marmor, H 23,5 cm SHA

€ 1.300,-

Büste von Oskar von Miller

(1855-1934 München), Turi

Weinmann (1883-1950), Bronze,

sign./dat. „(19)06“, 43 cm NUS


METALL 109

€ 1.400,-

„Herkules Farnese“, bezeichnet

„Glycon“, Bronze patiert,

schwarzer Marmorsockel, nach

seinen Heldentaten ruhender

Heros, der sich auf seine Keule

stützt, über die das Fell des

nemeischen Löwen gelegt ist,

am Rücken die Äpfel der Hesperiden

haltend, H 61,5 cm WEN

€ 1.800,-

„Alter Fritz“, Johann Gottfried

Schadow, um 1906, unsign.,

Metallguss dunkelbraun patiniert,

am Sockel gravierte Inschriften

von Offizieren, u.a. v.

Anderten, v. Beerfelde, v. Klitzing,

v. Lindequist II., v.d. Schulenburg,

u.a., H ca. 93 cm MEH

€ 2.200,-

Büste „Prinzregent Luitpold von Bayern“, verso bezeichnet „Prof. Ch.

Roth (1840 Nürnberg-1907 München) 1878 München“, Galvanoplastik,

auf Sockel, Höhe 85 cm

SBL

€ 1.400,-

Stehender Dichter, Inschrift

„Seinem Denkmalsdichter der

Dankbare Bildhauer Hosaeus

1909“, Bronze patiniert, rechts

unten signiert, auf grüner Marmorplinthe,

Höhe 42 cm WEN

€ 2.125,-

Statuette „König Rudolf I. Graf

von Habsburg“, bez. „cop. Professor

H. Fuss, 95, C. A. Czichna

Innsbruck Tirol“, um 1900,

Bronze, Patina, H 49 cm DOR

€ 2.500,-

„Hamlet“, Wiener Bildhauer (tätig Anfang 20. Jahrhundert), Bronze,

dunkel patiniert und farbig bemalt, Elfenbein geschnitzt, auf

Marmor-Postamentsockel, Höhe 32 cm

SHA

€ 1.600,-

Porträtbüste, wohl Albert

Schweitzer (1875-1965), 20. Jh,

Bronze, braun patiniert, Kalksteinsockel,

rest., H 52 cm NAG

€ 2.500,-

„Majorie Olive Hayward“, Entwurf

J. Limburg, 1902, Bronze

patiniert, im Sockel betitelt,

bezeichnet und datiert „Baden

Villa Julia Aug. 1902“ (zeigt die

bekannte englische Geigerin,

1885-1953), Höhe 52,5 cm DOR

€ 2.800,-

Reiterbildnis des Condottiere Bartolomeo Colleoni, 19. Jahrhundert,

verkleinerte Nachbildung der 1496 gegossenen Skulptur Andrea del

Verrocchios auf dem Campo di S. Zanipolo, Venedig, Bronze, grünlich

patiniert, Feldherrenstab fehlt, Höhe 59 cm

NEU


110

METALL

€ 3.000,-

Statue „Heiliger Georg „mit

dem Drachen, Joseph Breitner

(1864-1930), Österreich, gefertigt

um 1920/1925, Bronze patiniert,

auf marmoriertem Steinsockel,

in der Plinthe bezeichnet,

Höhe 61 cm

DOR

€ 3.750,-

Statuette im Zivilanzug mit

Jagdhund „Fürst Alois II. von

und zu Liechtenstein” (1796-

1858), Franz Högler (1802-1855),

Bronze, braune Patina, signiert

und datiert „Högler 1850“, Gießereibezeichnung

„F. Sauter

Wien“, Höhe 47 cm DOR

€ 3.800,-

„Dionysos mit Knabe“ Frankreich,

gefertigt um 1800/1810,

Bronze, patiniert, und Marmor,

auf ovaler Plinthe, naturalistischer,

mit Wurzeln und Blättern

bewachsener Landschaftssockel,

Höhe 64,5 cm KAU

€ 4.000,-

„David nach dem Kampf“,

Antonin Mercié (1845 Toulouse-

1916 Paris), Bronze, dunkel patiniert,

von unterschiedlichen

Relieffriesen umzogener Sockel,

Gießerstempel „F. Barbedienne,

fondeur“, H 73 cm KAU

€ 4.400,-

Männliche Porträtbüste „Wilhelm v. Wasielewski“ (1878 Bonn-1956

München, Vetter und Schüler von Arthur Volkmann, Maler), Bronze

patiniert, Augen schwarz-weiß bemalt, verso monogrammiert „AV“

(Arthur Volkmann) auf angepasstem Holzsockel, Höhe 47 cm NEU

€ 4.000,-

„Jeanne d’Arc“, Raoul Larche,

Siot-Decauville, Paris, um 1900,

Bronze, dunkelbraun patiniert,

Gesicht, Arme und Füße vergoldet,

auf randprofiliertem Natursockel,

Höhe 61 cm QUI

€ 6.500,-

„Herkules“, Niccolo Roccatagliata

Werkstatt, Italien, 17. Jahrhundert,

Bronze, in Kontraposthaltung

stehend, dunkel patiniert,

Höhe 26 cm, auf Holzsockel

(5,5 cm)

RUE

€ 5.500,-

Büste des Priapos, sog. „Dionysos“, 19. Jahrhundert, Bronze, dunkel

patiniert, auf Marmorsockel, Altersschäden, Höhe 48 bzw. 70 cm NAG


METALL 111

€ 6.000,-

Büste „Friedrich W. Herzog von Braunschweig-Oels“ (1771-1815)

Eisenguss, wohl später vernickelt, Modelleur unbekannt, wohl

Königl. Preuß. Gießereien, um 1816, Orig.-Postament, H 26,5 cm DAN

€ 20.000,-

Bronzeabguss der rechten Hand von König Ludwig II. von Bayern

(1845-1886, ) Hohlguss, auf Abriss des Handgelenks gravierte Gedenkinschrift

„Rechte Hand König Ludwig II. – Berg 14. Juni 1886“, auf

Marmorsockel mit Papierabdeckung unten, ca. 27 x 15 x 3 cm HHM

€ 6.000,-

„Beethoven“-Maske, Franz von Stuck, Guss G. Leyrer, G., München,

um 1900, Bronzeguss, grünbraun patiniert, signiert und bezeichnet,

auf viereckiger Platte, Maße 46,5 x 46,5 cm

QUI

€ 56.000,-

Paar Bronzebüsten mit Bildnissen des Zarenpaares Alexander I. und

Elisaveta Alexeevna, Russland, um 1810, Bronze, dunkel patiniert, auf

den original zugehörigen Sockeln, darauf feuervergoldete gekrönte

Doppeladler, Monogramm „A I“ bzw. „EA“, H 53 bzw. 54,5 cm HHM

€ 5.500,-

„Der Ring oder Faust und Marguerite“,

Jean Louis Grégoire

(Paris, 1840-1890), Bronze,

Goldlackpatina, signiert, Marmorsockel,

Höhe 52 cm NAG

€ 7.800,-

Porträtbüste „Friedrich Nietzsche“

(1844-1900) von Friedrich

Rogge, Bronze mit dunkler Patina,

die überlebensgroße Darstellung

im Nacken signiert „J.

F. Rogge“, mit Gießerstempel

„Lenz“, Höhe ca. 53 cm HHM

BAG BERLINER AUKTIONSHAUS FÜR GESCHICHTE | Berlin, 05.12.10

DAN DANNENBERG | Berlin, 25./26. März + 16./17. September 2011

DOR DOROTHEUM | Wien, 01. Dez. 2010 + 06. Juni + 23. Nov. 2011

FIS FISCHER DR. | Heilbronn, 14. Mai 2011

HAG HARGESHEIMER & GÜNTHER | Düsseldorf, 11.09.10 + 17.09.11

HHM HERMANN HISTORICA | München, 02.-06. Mai + 27. Oktober 11

KAS KASTERN | Hannover, 26. März 2011

KAU KAUPP | Schloss Sulzburg, 10. Dezember 2011

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 16. September 2011

MEH MEHLIS | Plauen, 27.11.10 + 25./26.02.+ 26./27.08. + 17.-19.11.11

NAG NAGEL | Stuttgart, 09. Juni + 06./07. Okt. 10 + 15./16. Febr. 12

NEU NEUMEISTER | München, 11. November 2010 + 30. März 2011

NUS NUSSER | München, 20. März 2012

QUI QUITTENBAUM | München, 25. Oktober 2011

RUE RUEF | München, 29./30. Juni 2011

SBL SCHEUBLEIN | München, 23. September + 02. Dezember 2011

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 01./02. Okt. + 03./04. Dez. 2011

VHA VAN HAM | Köln, 19. November 2010 + 19. Oktober 2011

WEN WENDL | Rudolstadt, 20.-22. Oktober 2011 + 01.-03. März 2012


112

SPIELZEUG

BÄREN UND STOFFTIERE

€ 80,-

Bär, Steiff, beiger Mohairplüsch,

holzwollgestopft, Druckstimme,

braune Glasaugen, Körper

gegliedert, deutlich geliebt,

aber noch gut, Gr. 33 cm LÖS

€ 90,-/300,-/200,-

Arche Tier, Schuco, Biegefigur,

Orig.-Karton, Hund, Strolchi Nr.

auf dem Karton „7346“, Höhe 6

cm. Bär, Steiff, Vorkrieg, ohne

Knopf, helles Mohair, abgeliebt,

24 cm. Fuchs, Steiff, gefertigt

um 1930, Knopfdrehmechanik,

Mohairverlust und Mottenfraß

an div. Stellen, Größe 16 cm SEI

€ 260,-

Steiff-Teddy, Knopf, Fähnchenrest,

drehbarer Kopf, braune

Glasaugen, schwarz bestickte

Nase, gescheibte Glieder, rosa

Filzpfoten und schwarz gestickte

Krallen, Stimme verstummt,

bespielt, 52 cm WEN

€ 300,-

„Breuni-Bär“ Steiff, ohne Knopf

und Fahne, Werbefigur für

Stuttgarter Kaufhaus „Breuninger“,

1950er-Jahre, blonder Mohair,

mit biegbaren Armen und

Beinen, in orig. Filzkleidung,

unbespielt, Größe 14 cm WEN

€ 160,-

Samthund, Hersteller vermutlich

Steiff, fest gestopft, Sitzhöhe

17,5 cm

SEI

€ 200,-

Hundefigur von Steiff, sitzende

Position, langhaariger weißer

Mohair Plüsch, große Glasaugen,

Kopf drehbar, etwas bespielt,

kahle Stellen, Nase etwas

beschädigt, H 26 cm DOR

€ 270,-

Steiff-Teddy, ungemarkt, ab

1904, blonder Mohairbär mit

drehbarem Kopf, schwarzen

Knopfaugen und schmaler, langer

Schnauze, holzwollegestopfter

Körper mit Scheibengelenken

und langen, leicht

gebogenen Armen, Fell abgeliebt,

Reparaturen, 34 cm WEN

€ 325,-

Teddy von Steiff, Mohair Plüsch,

Schuhknopfaugen, schlechter

Zustand, Pfotenfilz übernäht,

ziemlich kahl, Gr. 45 cm DOR

€ 260,-/900,-

Teddy, Steiff, mit blankem Knopf, 1948,Wollplüsch, hintermalte Glasaugen,

Nasen- und Krallenbestickung, orig. Filzpfoten und -sohlen,

guter Zustand, Gr. 35 cm. Filzpuppe Belg. Soldat, Steiff, 1910-1919, mit

Knopf, orig. Uniform, Lederkoppel und Degen, Schuhknopfaugen,

Kopf, Arme und Beine gescheibt, Zustand 2, Höhe 29 cm POE

€ 290,-

Teddy, Steiff, 1920er-Jahre, mit

Buckel, weißer Mohairplüsch,

Sohlen aus Filz, Nase, Mund u.

Krallen gestickt, Knopfaugen,

abgeliebt, Gr. 35 cm, dazu Miniaturkamera

„Steky“ in Etui SHU

€ 350,-

Teddy, Steiff, um 1910, mit

Knopf, Mohair gelb, Schuhknopfaugen,

schwarze Nasenund

Krallenbestickung, Filzpfoten

und -sohlen erneuert, kleiner

Buckel, lange, angewinkelte

Arme, spitze Schnauze, abgeliebter

Zustand, Gr. 33 cm POE


SPIELZEUG 113

€ 350,-

Paar Miniatur-Teddybären, Steiff, 1930er-Jahre, Knopf, gegliederte

Körper mit Buckeln, weißer Mohairplüsch, Nase und Mund gestickt,

braune Glasaugen, leicht abgeliebt, Größe 13 cm

SHU

€ 420,-

Steiff Teddybär, um 1910, Knopf

(Schriftzug mit langem f-

Bogen), brauner Mohair, holzwollegestopft

und gegliedert,

braune Glasaugen und langer

Nase, Stimme defekt, teilw.

abgeliebt, Größe 46 cm MEH

€ 550,-

Steiff-Bernhardiner auf Eisenrädern,

wohl 1920er-Jahre,

Knopf im Ohr (heruntergezogenes

„f“), weißer Fähnchenrest,

braun-weißer Mohair, Glasaugen,

bestickte Nase, intakte

Zugstimme, gusseiserne Räder,

guter Zustand, H 34 cm WEN

€ 450,-

Konvolut „3 Plüschtiere“, darunter Zwerg „Gucki“, Steiff, Höhe 19 cm,

Kater, Höhe 30 cm, Tier mit Kunststoffgesicht, Höhe 18 cm ADR

€ 540,-

Teddy, Steiff, Knopf, Fahnenreste,

um 1930, gegliederter Körper

mit Buckel aus blondem

Mohairplüsch, Sohlen aus Filz,

Nase, Mund und Krallen gestickt,

braune Glasaugen, leicht

abgeliebt, Größe 32 cm SHU

€ 700,-

Teddybär im Matrosenanzug,

frühes 20. Jahrhundert, Mohair,

hellbraun, Glasaugen, schwarz

gestickte Nase, mit Holzwolle

gestopft, stark abgeliebt, Mohairverlust,

Größe 53 cm NAG

€ 450,-

Teddy, Steiff, früher Knopf mit

Resten roter Fahne, heller

Mohair Plüsch, voll gegliedert,

bespielt, kahle Stellen, Pfotenfilz

bis auf Loch gut, 22 cm DOR

€ 460,-

Rattler, Steiff, mit Knopf und

roter Fahne, Nr. auf der Fahne

teilw. lesbar, ein wenig Mohairverlust,

verblichen, H 20 cm SEI

€ 550,-

Teddy, Hermann, mit Buckel,

Mohair, Scheibengelenke, mit

Schleife, Glocke, Z 2, 85 cm LAK

€ 600,-

Plüschtier „Panda“-Bär, Steiff,

mit Papp-Logo, bespielter Zustand,

Größe 50 cm ADR

€ 750,-

„Music Cockie“, Steiff, 1955-1957, Knopf, Fahne und Brustschild,

Anhänger mit Hinweis auf das Schweizer Musikwerk, Aufzug in der

Schwanzwurzel, Mohair, Art.-Nr. „3317,3”, unbespielt, Gr. 18 cm NAG


114

SPIELZEUG

€ 800,-/500,-/1.000,-/1.625,-/1.000,-

Teddy, Steiff, Schuhknopfaugen, hellbrauner Mohair-Plüsch, voll

gegliedert, bespielt, Größe 48 cm. Teddy, Steiffknopf und gelbe

Fahne, gelber Mohairplüsch, bespielt, kahle Stellen, einige Löcher,

Größe 61 cm. Teddy, Steiff, früher Knopf, gelber Mohairplüsch, voll

gegliedert, Höcker, kahle Stellen, Pfotenfilz in gutem Zustand, Größe

40 cm. Steiff-Teddy, früher Knopf mit langgezogenem „F“, gelber

Mohairplüsch, Mittelkopfnaht, voll gegliedert, bespielt, kahle

Stellen, Größe 40 cm. Teddy, Steiff, weißer Mohairplüsch, Glasaugen,

voll gegliedert, Stimme, etwas bespielt, kahle Stellen, an der Nase

kleine Beschädigung, Größe 62 cm

DOR

€ 1.000,-

„Bärenmarke“-Bär, Steiff, 1960,

Knopf im Ohr und Fahne, Wollplüsch,

Beine und Kopf gegliedert,

Werbeartikel für die

Dosenmilch Bärenmarke, guter

Zustand, Größe 37 cm NAG

€ 1.100,-/700,-

Teddy, Steiff, um 1905/06, mit

blankem Knopf, Mohair caramel,

Schuhknopfaugen, braune

Nasen- und Krallenbestickung,

ausgeprägter Buckel, lange angewinkelte

Arme, große Füße,

Kapok/Holzwolle-Füllung, guter

Zustand, Größe 32 cm.

Pferd, Steiff, Vorkrieg, braunes

Filz, orig. Satteldecke und Leder-Zaumzeug,

Glasaugen, auf

Holzrollen, Echthaarschweif,

guter Zustand, L 37 cm POE

€ 850,-

„Nimrod“-Teddy, Steiff, hergestellt

1953-1954, Knopf im Ohr,

mit US-Zonen-Fahne und originalem

Brustschild, Mohair,

bekleidet als Jäger mit braunen

Lederstiefeln, Halstuch und

Mütze, Artikelnr. „5322 N“,

unbespielt, Größe 22 cm NAG

€ 900,-/90,-

Teddybär, Steiff, um 1920,

Knopf, gold/gelb, Glasaugen,

lange abgeknickte Arme, deutlicher

Buckel, min. Mohairverlust

an der Schnauze, kleine

Fehler an Tatzen, Gr. 42 cm.„Rekord-Peter“,

Steiff, um 1920,

roter Filzanzug, Mütze, Selbstfahrer

m. Bewegung, 25 cm SEI

€ 1.100,-

Teddy, Steiff, um 1905/06, mit

blankem Knopf, Mohair caramel,

Schuhknopfaugen, braune

Nasen- und Krallenbestickung,

ausgeprägter Buckel, lange angewinkelte

Arme, große Füße,

orig. Filzpfoten und -sohlen,

Kapok/Holzwolle-Füllung, guter

Zustand, Größe 32 cm POE

€ 1.600,-

Fotoalbum mit historischen

Aufnahmen der Steiff-Fabrik,

1950er-Jahre, brauner Einband

mit Prägedruck, innen braunes

Tonpapier mit hist. Aufnahmen

und Beschriftungen, sehr guter

Zustand, Maße 17 x 26 cm NAG

€ 1.000,-

Original Steiff-Teddy, gefertigt um 1950, gegliedert, mit Glasaugen

und Knopf, blonder Langflor-Plüsch, teilweise Florverlust, Nase neu

bestickt, angestaubt, Größe 30 cm. Beigegeben sitzender Foxterrier,

drehbarer Kopf, Glasaugen, Größe 17 cm

DAN

€ 1.500,-/3.900,-/330,-

Teddybär, Steiff, um 1908, Teddybär, mit Knopf, hellbraun, Schuhknopfaugen,

Filztatzen, hellbraun, sehr guter Zustand, Größe 24 cm.

„Dicky“, Steiff, mit Knopf, gefertigt um 1930, Mohair gold/gelb,

bemalte Pfoten und Sohlen, aus Samt, Kurzplüsch, eingesetzte

Schnauze, guter Zustand, Größe 40 cm. Hase als Kinderrassel, Steiff,

Knopf, Fahnenreste, um 1930, sitzend, verstellbar, Samt, orange,

drehbarer Kopf, Zustand 2, mit Ohren, Größe 22 cm

SEI


SPIELZEUG 115

€ 1.800,-

Dunkelbrauner Teddybär, Steiff,

1920er-Jahre, Knopf im Ohr,

Mohair, gegliedert, braune

Glasaugen, Brummstimme,

schwarz bestickte Nase, Pfoten

und Sohlen aus Filz, mit Holzwolle

gestopft, Gr. 50 cm NAG

€ 2.400,-

Teddybär, Steiff, späte 1920er-

Jahre, Knopf in Ohr, Reste rote

Fahne, Mohair, blond, gegliedert,

braune Glasaugen, Reste

einer schwarz bestickten Nase,

schwarz bestickte Pfoten und

Tatzen, Pfoten und Sohlen aus

Filz, Größe 70 cm NAG

€ 3.000,-

„Wiwag“, Steiff, um 1925, Bär und Affe auf Wippe, Affe Filz mit Halskrause

und Clownhut, Sitzhöhe 8 cm, Bär, mit Knopf, hellbraun,

bewegliche Arme u. Beine, unberührter Zustand, Sitzhöhe 11 cm SEI

€ 2.300,-

„Peter’’-Bär, mit Brustschild

„Ges. gesch. Nr. 895257“, apricotfarben,

offener Mund, anmodellierte

Zähne und Zunge,

Lacknase, Augen sind beweglich,

Filztatzen, unbespielter

Zustand, Größe 43 cm SEI

€ 3.000,-

Teddy Baby, Steiff, mit Knopf,

Fahne, Nr. „7340,2“ und Schild

an orig. Halsband mit Glocke,

US-Zone-Fahne, 1949-1953, Mohair

dunkelbraun, hintermalte

Glasaugen, off. Filzmaul, orig.

Filzpfoten und -sohlen, Druckstimme,

guter Zustand POE

€ 3.300,-

Zottelbär, Steiff, Werksmuster,

1923, weißer Mohair, stehend,

Artikelnummer „1322,01“, mit

dem Anhänger des Steiff-

Archivs, sehr guter Zustand,

Größe 22 cm

NAG

€ 4.500,-

Weißer Bär, Steiff, ca. 1920, mit

Knopf, langgezogenes „F“, helle

Nasenbestickung, Glasaugen,

Tatzen guter Zustand, 75 cm SEI

€ 5.000,-

Polarbär, Steiff, 1939, weißer Seidenplüsch, stehend, mit Halsmechanik,

Artikelnummer „1322 H“, mit dem Anhänger des Steiff-

Archivs, unbespielt, Größe 22 cm

NAG

€ 2.900,-

Affe als Feuerwehrmann, Steiff,

mit „FF“-Knopf, um 1915,

Mohair des Kopfes gespritzt,

Filzjacke und Filzhose, genagelte

Lederstiefel, lange, unterschiedlich

geformte Beine,

Ledergürtel, Orig.-Helm, minimaler

Verlust an vereinzelten

Stellen, Größe 48 cm SEI

€ 3.000,-

Teddybär, Steiff, 1926-1933,

Knopf im Ohr, Reste einer roten

Fahne, gegliedert, blonder Mohair,

Mittelnaht am Kopf, braune

Glasaugen, längs gestickte

Nase, Brummstimme, Buckel,

guter Zustand, Gr. 65 cm NAG

ADR AUKTIONSHAUS AN DER RUHR | Mülheim, 24. März 2012

DAN DANNENBERG | Berlin, 05./06. Dezember 2011

DOR DOROTHEUM | Wien, 20. Dezember 2010

LAK LANKES | Döhlau, 20.-23. Juli 2011

LÖS LÖSCH | Worms, 02./03. März 2012

MEH MEHLIS | Plauen, 17.-19. November 2011

NAGNAGEL | Stuttgart, 26. Juni + 26. Oktober 2010 + 05. Juli 2011

POE POESTGENS | Übach-Palenberg, 06./07. Mai 2011

SEI SEIDEL | Ladenburg, 01./02. April 2011

SHU SCHULER | Zürich, 12.-16. September + 12.-16. Dezember 2011

WEN WENDL | Rudolstadt, 20.-22. Oktober 2011 + 01.-03. März 2012


116

GEMÄLDE

HISTORIA GEMÄLDE

€ 147,-

Kohlezeichnung „Trommler des

badischen Leibgrenadierregiments

109“, Wilhelm Emele

(1830-1905), mit Deckweiß

gehöht, links unten signiert

und datiert September „1873“,

Blattgröße 35 x 24 cm. Dazu

Druck nach der Zeichnung

„Fürst Lichtenstein zu Pferd“

aus dem Jahr 1866 BLO

€ 600,-

„Fürst Otto von Bismarck“ signiert

Walter Petersen (Burg an

der Wupper 1862 -1950 Düsseldorf,

Studium an der Düsseldorfer

Kunstakademie, Landschaftsmaler,

später Porträtmaler),

Öl, Leinwand doubliert,

gerahmt, Maße 147 x 99 cm LBE

€ 500,-

„Ankunft der preußischen Heerführer auf dem Schlachtfeld

1870/1871“, signiert Schmidt, gefertigt um 1880, Öl auf Leinwand,

stark ret., restauriert, Farbabplatzungen, im Original-Prachtstuckrahmen,

Maße 60 x 85 cm

KUK

€ 600,-

„Stelldichein in der Küche“,

Heinrich Modersohn (1855 Lippstadt-1903

Hohenhonnef, Genremaler

der „Düsseldorfer

Schule” studierte bei Eduard

von Gebhardt), Öl auf Leinwand,

signiert und bezeichnet

„Ddorf“, 72 cm x 60 cm ADR

€ 800,-

„Porträt Carl Graf von Alten“,

Conrad Freyberg (1842-1915

Stettin, deutscher Bildhauer,

Bildnis- und Militärmaler),

Kommandeur der Garde du

Corps, Öl/Leinwand, unten links

signiert und datiert „1883”,

verso ausführlich in alter

Schrift Angaben zum Porträtierten,

Maße 47 x 39 cm VZE

€ 220,-

Ölgemälde „Zietenhusar in Parade zu Pferd“, unsigniert, um 1910/

1920, moderner gestuckter Goldrahmen, Maße 94 x 75 cm KUB

€ 400,-

„Offizier mit Pferd“, Hugo

Ungewitter (1869-1944?), Gouache/Karton,

im Tondo Brustbild

eines Offiziers in reich

betresster Uniform, hinter ihm

sein Pferd, signiert und „1918“,

Passepartout, ø 36 cm KAU

€ 430,-

Ölgemälde von „König Friedrich

Wilhelm IV. von Preußen (1795

Berlin-1861 Potsdam) in Uniform“,

Deutscher Meister, Öl

auf Leinwand, gerahmt, Maße

37 x 36,7 cm VHA

€ 1.200,-

„Hussarenoffizier in rot-blauer Uniform auf einem Schimmel

reitend“, Monogramm „J.M.” (eventuell T.M.), 19. Jahrhundert, Öl auf

Holz, mehrfigurige Darstellung einer Kriegsszene, Craquelé/Risse,

Maße 27 x 35 cm

FRA


GEMÄLDE

117

€ 1.200,-

„Husaren-Patrouille“ (vermutlich

8. Husaren-Regiment), signiert

Emil Hünten (1827 Paris-

1902 Düsseldorf), Öl auf Leinwand,

Goldrahmen, Maße 48 x

40 cm KUB

€ 1.700,-

„Badische Dragoner“, Wilhelm

Emelé (1830 Buchen-1905 Freiburg),

Öl auf Karton, auf Leinwand

aufgezogen, signiert,

bez. „Karlsruhe 1875“, verso Etikett

„Kunstwerkpaß 1943“,

Maße 44 x 55 cm KAU

€ 1.600,-

„Gefangennahme deutscher Soldaten“, unsigniert, Sowjetunion,

um 1944/1945, Öl auf Leinwand, im vergoldeten Rahmen, auf Keilrahmen,

seitlich oben Etikett mit handschriftlicher Bezeichnung

„Revnov“, Bildmaße 82 x 143,5 cm

HHM

€ 1.250,-

Porträt von „Christian F. D. von

Kraewel (Berlin 1776-1841) in

einer Uniform als Leutnant der

Garde-Artillerie“, mit Eisernem

Kreuz 2. Klasse von 1813, im

Hintergrund Geschütz und

Monument, signiert „D. Herold“

(Berliner Maler), Maße 70 x 80

cm

KUB

€ 1.750,-

„Standarten-Träger und Unteroffizier

Kürassier-Regiment

Kaiser Nikolaus I. von Russland

(Brandenburgisches) Nr. 6“,

Kopie nach Franz Krüger von C.

Brockler, entstanden um 1835,

Öl auf Leinwand, Goldrahmen,

Maße 82,5 x 68,5 cm KUB

€ 1.800,-

„Drei Kameraden auf der Stube“, Karl Müller (1865 Hamburg - ermordet

1942 Theresienstadt, Lithografie-Lehre, 1886-88 Ausbildung

an der Königlich Sächsischen Kunstgewerbeschule Dresden bei

Donadini und Prof. Hanke), wurde aufgrund seiner Sujets „Soldatenmüller“

genannt, signiert und (18)95 datiert, Ortsbez.„Hamburg“, Öl

auf Leinwand, Maße 52 x 67,5 cm

ZEL

€ 1.400,-

Porträt „Leutnant 5. Ulanen-

Regiment Preußen“, signiert

„Simon Meister“ (1796-1844),

entstanden um 1830, im

Hintergrund Rheinlandschaft

mit Burg, Goldrahmen, Maße

58,5 x 69 cm KUB

€ 2.300,-

Brustbild „Prinz Carl“ (1801-

1883, Bruder von Wilhelm I.),

verso bezeichnet „Originalgemälde

von Kagel Berlin 1876“,

in der Regimentsinhaberuniform

des Grenadier-Regiments

12, auf Epauletten Marschallstäbe

und Regimentsnummer,

an der Uniform die großen

Ordensdekorationen, Öl, Leinwand,

Maße 46 x 56 cm HHM

€ 2.500,-

Ölgemälde „Auf dem Schlachtfeld“, unbekanter Künstler, entstanden

im 19. Jahrhundert, Öl auf Leinwand, restauriert, gerahmt,

Maße 97 x 130 cm

SBL


118

GEMÄLDE

€ 3.600,-

Porträt des „Michail Kleofas

Oginski“ (1765 Guzuw-1833 Florenz,

Senator des Russischen

Kaiserreiches und Geheimrat),

Künstler des 19. Jh., Öl auf Leinwand/Platte,

90 x 64 cm ADR

€ 4.200,-

„In die Schlacht“, Georges Bertin

Scott (genannt Scott de

Plagnolles, 1873-1942) war offizieller

Kriegsmaler der französischen

Heeresleitung, Darstellung

zweier Infanteristen, mit

Sturmgepäck und umgehängter

Trommel, 43 x 59 cm HHM

€ 4.400,-

Paar Schlachtengemälde „Szenen aus den Türkenkriegen“, Schlachtenmaler

tätig Ende 17. Jh., Öl/Lwd., rest., doubliert, 80 x 157 cm STA

€ 4.000,-

„Kaiser Wilhelm II. zu Pferde“,

Werner Schuch (1843 Hildesheim-1918

Berlin), Darstellung

des Kaisers hoch zu Ross in

Kürassier-Uniform als Chef der

Gardes du Corps an der Spitze

des Regiments reitend, Öl/Leinwand,

sign., 28,5 x 23,5 cm SHA

€ 4.200,-

„Soldatenweihnacht“, Carl

Röchling (1855 Saarbrücken-

1920 Berlin) Öl/Leinwand, signiert,

rest. mit Hinterklebungen,

Rahmen, 96 x 76 cm WEN

€ 6.250,-

Gemälde „Kaiser Franz Joseph I. von Österreich“, um 1855, Porträt des

Kaisers in Uniform mit Ordensschmuck, Öl/Lwd., 76 x 59 cm DOR

€ 3.750,-

Bildnis „Kaiser Franz II.“ (später als Franz I. Kaiser von Österreich),

Österreichische Schule, um 1800, Öl auf Leinwand, 68 x 59 cm DOR

€ 6.500,-

„Wilhelm II. als junger Kaiser“, Anton von Werner (1843 Frankfurt/O.-

1915 Berlin), Öl/Malkarton, monogr. u. dat. „1889”, 45,3 x 34,2 cm SHA


GEMÄLDE 119

€ 7.500,-

Miniatur-Bildnis „Prinz Willem

von Oranien-Nassau, Nassau

und der Niederlande“ (1795-

1865), Miniaturmalerei auf

Elfenbein, signiert „A. Delatour

1819“ (Brüssel 1780-1858, war

Hofmaler König Wilhelms I.),

Maße 65 x 80 mm HHM

€ 7.600,-

Miniaturbildnis „Zar Alexander

II.“, signiert „Professor Rockstuhl

1865“ (1798 Wilna-1877 St.

Petersburg, war Miniaturist

und Hofmaler unter Alexander

I. und II. sowie Nikolaus I.),

Gouache auf Elfenbein, Maße

45 x 55 mm HHM

€ 14.000,-

„Zarin Katharina II. von Russland“, Umkreis Alexander Roslin (1718

Malmö-1793 Paris), in Staatsrobe mit Hermelinmantel, umgelegter

Collane des Andreasordens und Bruststern, nach Bildnis Katharina

der Großen von Alexander Roslin von 1776/1777, Öl auf Leinwand,

doubl., gerahmt, Maße 86,5 x 68,5 cm

SHA

€ 10.000,-

Porträtgemälde Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) als Königshusar, signiert

Emil Hünten (1827 Paris-1902 Düsseldorf, ab 1854 in Düsseldorf

Schüler von Camphausen, ab 1878 Mitglied der Berliner Akademie)

und datiert „1891“, Königshusaren Regiment No. 7 wurde 1815 errichtet,

Standort war Bonn, Öl auf Leinwand (doubliert), originaler,

stuckierter Holzrahmen, vergoldet, Maße 183 x 144 cm HHM

€ 49.100,-

„Flussüberquerung“, Fedor (Theodor) Baikoff zugeschrieben (1825

St. Petersburg-1879 Tiflis), eine Episode aus dem Feldzug der

russischen Armee von 1813-1814, kyrillisch monogrammiert, datiert

„1844“, Öl auf Leinwand, ohne Rahmen, Maße 61,5 x 76,3 cm DOR

ADR AUKTIONSHAUS AN DER RUHR | Mülheim, 16.04. + 19.11.2011

BLO BLOSS | Merzhausen, 04.-06. Juni 2011

DOR DOROTHEUM | Wien, 06. Juni + 11. Oktober 2011

FRA FRANKE | Nürnberg, 09./10. September 2011

HHM HERMANN HISTORICA | München, 05./06. Mai + 27. Okt. 2011

KAU KAUPP | Schloss Sulzburg, 02. Juni + 10. Dezember 2011

KUB KUBE | Schloss Sugenheim, 21. Mai + 22. Oktober 2011

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 16. September 2011

LBE L & B KUNSTAUKTIONEN ESSEN | Essen, 28./29. Oktober 2011

SBL SCHEUBLEIN | München, 02. Dezember 2011

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 01./02. Okt. + 03./04. Dez. 2011

STA STAHL | Hamburg, 26. November 2011

VHA VAN HAM | Köln, 19. Oktober 2011

VZE VON ZENGEN | Bonn, 09./10. September 2011

WEN WENDL | Rudolstadt, 01.-03. März 2012

ZEL ZELLER | Lindau, 23./24. September 2011


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AUKTIONSHÄUSER

Abromeit, Bremer Str. 121, 49191 Belm, Tel. 05406/881070, www.abromeit-auktionen.de

@lino AG Auktionen, Robert-Bunsen-Str.8, 67098 Bad Dürkheim, Tel. 06322/959970,

www.alino-auktionen.de

Agon Sportmemorabilia, Frankfurter Str. 92a, 34121 Kassel, Tel. 0561/9279827,

www.agon-online.de

Ahrenshooper Kunstauktionen, Strandweg 1, 18347 Ahrenshoop, Tel. 038220/80304,

www.ahrenshoop-kunstauktion.de

Aldag, Ottensener Weg 10, 21614 Buxtehude, Tel. 04161/81005, www.auktionshaus-aldag.de

Allgäuer Auktionshaus, Königstr. 17, 87435 Kempten, Tel. 0831/5642530,

www.allgaeuer-auktionshaus.de

Altus, Kalckreuthstr. 4/5, 10777 Berlin, Tel. 030/2181818, www.altusauktionen.de

Amberes, Terninckstraat 6-10, B-2000 Antwerpen, Tel. 0032/322/69969, www.amberes.be

Antico Mondo Spielzeugauktionen, Sürther Hauptstr. 143, 50999 Köln,

Tel. 02236/961894, www.anticomondo.de

Antiquorum, 2, rue du Mont-Blanc, CH-1211 Genf, Tel. 0041/22/9092850, www.antiquorum.com

Arnold, Bleichstr. 42, 60313 Frankfurt/M., Tel. 069/282779, www.auktionshaus-arnold.de

Altenburg, Milastr. 4, 10437 Berlin, Tel. 030/69564433, www.altenburg-auktionen.de

Auction Partners, Hauptstr. 301, 53639 Königswinter, Tel. 02223/28611, www.auctionpartners.de

Auction Team Breker, Otto-Hahn-Str. 10, 50997 Köln, Tel. 02236/384340, www.breker.com

Auktionsgalerie Am Hofgarten, Jean-Paul-Str. 18, 95420 Bayreuth, Tel. 0921/67447,

www.rothenbuecher-auktionen.com

Auktions- & Kunstgalerie am Baldeneysee, Brunnsiepen 1, 45259 Essen, Tel. 0201/466116,

www.illgenauktionen.de

Auktionshaus an der Ruhr, Delle 45, 45468 Mülheim, Tel. 0208/3059081,

www.auktionshausanderruhr.de

Auktionshaus Bergstraße, Viernheimer Str. 46, 69469 Weinheim, Tel. 06201/845884,

www.auktionshaus-bergstrasse.de

Auktionshaus City Nord, Überseering 19, 22297 Hamburg, Tel. 040/24424240,

www.auktionshaus-citynord.de

Auktionshaus Die Eiche, An der Untertrave 34, 23552 Lübeck, Tel. 0451/70749999,

www. auktionshausdieeiche.de

Auktionshaus Gründerzeitmarkt Gutshaus Mahlsdorf, Hultschiner Damm 333, 12623 Berlin,

Tel. 030/56594872, www. gruenderzeitmarkt-mahlsdorf.de

Auktionshaus Jena, Saalstr. 8a, 07743 Jena, Tel. 03641/229526, www.auktionshaus-jena.de

Auktionshaus Schwerin, Am Markt 13, 19055 Schwerin, Tel. 0385/7778930,

www.auktionshaus-schwerin.de

Auktionshaus Wiesbaden, Nerostr. 41, 65183 Wiesbaden, Tel. 0611/1746842,

www.auktionshaus-wiesbaden.de

Aventinus Auktionshaus, Von-Hazzi-Str. 7, 93326 Abensberg, Tel. 09443/905261,

www.aventinus.militaria-auktionen.de

Badisches Auktionshaus, Zum Keitelberg 12, 69168 Wiesloch, Tel. 06222/386522,

www.auktionskontor-wiesloch.de

Badum, Karolinenstr. 11, 96049 Bamberg, Tel. 0951/5191492, www.badum.de

Bamberger, Karolinenstr. 6, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/222120,

www.auktionshaus-bamberger.de

Bassenge, Erdener Str. 5a, 14193 Berlin, Tel. 030/89380290, www.bassenge.com

Bayer, Rosengartenstr. 14, 78462 Konstanz, Tel. 07531/24451, www.auktionshaus-bayer.de

BBA Auktionen Weiser, Postfach 710142, 60491 Frankfurt, Tel. 069/675148,

www.stampmaster.de

Behringer, Zirndorfer Str. 54, 90768 Fürth, Tel. 0911/777668,

www.auktionshaus-behringer.de

Bene Merenti, Emerholzweg 31, 70439 Stuttgart, Tel. 0711/76165844, www.benemerenti.de

Bergmann, Möhrendorfer Str. 4, 91056 Erlangen, Tel. 09131/450666,

www.auction-bergmann.de

Berliner Auktionshaus für Geschichte, Motzstr. 22, 10777 Berlin, Tel. 030/2119538,

www.berliner-auktionshaus.com

Bieberle, Jean-Burger-Str. 4, 39112 Magdeburg, Tel. 0391/1861847,

www.auktionshausbieberle.de

Blank, Friedrich-Ebert-Str. 2, 61118 Bad Vilbel, Tel. 06101/8211, www.auktionshaus-blank.de

Bloomsbury, 24 Maddox Street, GB-W1S 1PP London, Tel. 0044/20/74959494,

www.bloomsburyauctions.com

Bloss, Am Rohrgraben 6, 79249 Merzhausen, Tel. 0761/408048, www. bloss-auktionen.de

Bolland & Marotz, Fedelhören 19, 28203 Bremen, Tel. 0421/328282, www.bolland-marotz.de

Boltz, Brandenburger Str. 36, 95448 Bayreuth, Tel. 0921/20616, www.bolz-auktionen.de

Bongartz, Am Chorusberg 57, 52076 Aachen, Tel. 0241/69090, www.bongartz-auktionen.de

Bonhams, Montpellier Street, GB-London SW 7, 1HH, Tel. 0044/171/3933900, www.bonhams.com

Bouwman & Bouwman, Saturnusweg 6, NL-6971 GX Brummen, Tel.0031/575/560393,

www.veilinghuis-bouwman.nl

Breitschuh, Blasiistr. 21, 06484 Quedlinburg, Tel. 03946/3751, www.versteigerungshaus.de

Brockmann, Schloßmühlstr. 31, 86415 Mering, Tel. 08233/4091, www.brockmann-auktionen.de

Bruun Rasmussen, Bredgade 33, DK-1260 Kopenhagen, Tel. 0045/76/7080,

www.bruun-rasmussen.dk

Bukowskis, Box 1754, SW-11187 Stockholm, Tel. 0046/8/6140800, www.bukowskis.se

Cahn, Malzgasse 23, CH-4052 Basel, Tel. 0041/61/2716755, www.cahn.ch

Callies, Neuhäuser Str. 2, 72175 Dornhan,Tel. 07455/2234, www.auktionshaus-callies.de

Campo & Campo, Grote Steenweg 19/21, B-2600 Antwerpen, Tel. 0032/3/21804777,

www.campocampo.be

Christie’s, 85 Old Brompton Road, GB-London SW 7 3 LD, Tel. 0044/171/3213120

Christie’s Düsseldorf, Inselstr. 26, 40479 Düsseldorf, Tel. 0211/4915930, www.christies.com

Christoph, Am Hofgarten 5, 53113 Bonn, Tel. 0228/2618280, www.antiquariat-christoph.de

Cortrie, Mühlenkamp 43, 22303 Hamburg, Tel. 040/232907, www.cortrie.de

Crott Dr., Friedrichsplatz 19, 68165 Mannheim, Tel. 0621/3288650, www.uhren-muser.de

Dannenberg, Bismarckstr. 9, 12157 Berlin, Tel. 030/8216979, www.auktion-dannenberg.de

Dawo, Kaiserstr. 133, 66133 Saarbrücken, Tel. 0681/812321, www.dawo.de

Demessieur, Friedrich-Ebert-Str. 3, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/93655885, www.demessieur.de

Deutsch, Dorotheergasse 13, A-1010 Wien, Tel. 0043/1/5122371, www.deuart.at

Dezwaan, Keizersgracht 474, NL-EG Amsterdam, Tel. 0031/20/6220447,

www.veilinggebouw-dezwaan.nl

Dickhaut, Bredestraat 23a, NL-6211 HA Maastricht, Tel. 0031/43/3213095,

www.veilingmaastricht.nl

Dietrich, Holthauserstr. 32, 48727 Billerbeck, Tel. 02543/4086, www.auktionshaus-billerbeck.de

Dietzel, Goethestr. 6, 10623 Berlin, Tel. 030/3130610, www.dietzelberlin.de

Dobiaschofsky, Monbijoustr. 30, CH-3001 Bern, Tel. 0041/31/5601060, www.dobiaschofsky.com

Döbele, Auguststr. 72, 10117 Berlin, Tel. 030/28095442, www.fine-art-doebele.de

Döbritz, Braubachstr. 10-12, 60311 Frankfurt, Tel. 069/287733, www.doebritz.de

Dorenbach, Holeestr. 6, CH-4054 Basel, Tel. 0041/61/4218718, www.dorenbach.ch

Dorotheum, Dorotheergasse 17, A-1010 Wien, Tel. 0043/1/515600, www.dorotheum.com

Dr. Buschmans, Zossener Str. 31, 10961 Berlin, Tel. 030/69001556,

www.auktionshaus-kubusch.de

Düsseldorfer Auktionshaus Steinbüchel, Sternstr. 14, 40479 Düsseldorf,

Tel. 0211/4931422, www.duesseldorfer-auktionshaus.de

Eichelkraut, Lindenstr. 13, 14467 Potsdam, Tel. 0331/8709390,

www. auktionshaus-eichelkraut.de

Eckert & Nolde, Juri-Gagarin-Ring 155, 99084 Erfurt, Tel. 0361/2220350, www.eckert-nolde.de

Elsen, Avenue de Tervuren 65, B-1040 Brüssel, Tel. 0032/2/7346356, www.elsen.be

Engel, Friedrich-Ebert-Ring 12, 56068 Koblenz, Tel. 0261/9143751, www.auktionshaus-engel.de

Eppli, Bärenstr. 6-8, 70173 Stuttgart, Tel. 0711/2369442 & Heilbronner Str. 9-13,

70771 Leinfelden-Echterdingen, Tel. 0711/2209087, www.eppli.com

Falk, Münstergasse 21, CH-8001 Zürich, Tel. 0041/44/4201833, www.falkbooks.ch

Felzmann, Immermannstr. 51, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/550440, www.felzmann.de

Fine Art, F.erdinand-Lassalle-Str. 22, 04109 Leipzig, Tel. 0341/94016733,

www.auktionshaus-fine-art.de

Fischer, Dr., Trappenseeschlößchen, 74074 Heilbronn, Tel. 07131/155570,

www.auctions-fischer.de

Fischer, Haldenstr. 19, CH-6006 Luzern, Tel. 0041/41/4181080, www.fischer.auktionen.ch

Franke, Kalchreuther Str. 125, 90411 Nürnberg, Tel. 0911/5273720, www.auktionshaus-franke.de

GAF, Pferdewiese 15, 65232 Taunusstein, Tel. 06128/970927, www.gaf.pfeiffer.de

Galerie Moderne, Rue de Parnasse 3, B-1050 Brüssel, Tel. 0032/2/5115415,

www.galeriemoderne.be

Geble, Schützenstr. 15, 78315 Radolfzell, Tel. 07732/971197, www.auktionshaus-geble.de

Geiter, Schießhausstr. 8, 97228 Rottendorf, Tel. 09302/980388, www.auktionshausgeiter.de

Germann, Zeltweg 67, CH-8032 Zürich, Tel. 0041/44/2518358, www.germannauctions.com

Glerum, Lekstraat 63, 1079 Amsterdam, Tel. 0031/20/3012950, www.glerum.nl

Gorny & Mosch, Maximiliansplatz 20, 80333 München, Tel. 089/2422643-0,

www.gmcoinart.de

Gradl & Hinterland, Königstr. 33, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/9921480

Günther, Bautzner Landstr. 7, 01324 Dresden, Tel. 0351/2640995, www.dresden-kunstauktion.de

Haidl, Aribonenstr. 16, 81669 München, Tel. 089/6256782, www.histocard.info

Hampel, Schellingstr. 44, 80799 München, Tel. 089/288040, www.hampel-auctions.com

HannoVerum, Karmarschstr. 41, 30159 Hannover, Tel. 0511/45013763, www.hannoverum.com

HanseatischersAutkionshaus, Ratzeburger Str. 54, 23843 Bad Oldesloe, Tel. 04531/81092,

www.hanseatisches-auktionshaus.de

Hargesheimer & Günther, Friedrich-Ebert-Str. 11, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/44022060,

www.kunstauktionen-duesseldorf.de

Hartung & Hartung, Karolinenplatz 5 a, 80333 München, Tel. 089/284034,

www.hartung-hartung.com

Hassfurther, Hohenstauffengasse 7, A-1013 Wien, Tel. 0043/1/5334174, www.hassfurther.at

Hauff & Auvermann, Badensche Str. 29, 10715 Berlin, Tel. 030/214580400,

www.hauff-und-auvermann.de

Hauswedell & Nolte, Pöseldorfer Weg 1, 20148 Hamburg, Tel. 040/448366,

www.hauswedell-nolte.de

Heickmann, Paul-Gruner-Str. 68, 09120 Chemnitz, Tel. 0371/517204, www.heickmann-kg.de

Henry’s, An der Fohlenweide 12-14, 67112 Mutterstadt, Tel. 06234/80110, www.henrys.de

Herr, Friesenwall 35, 50672 Köln, Tel. 0221/254548, www.herr-auktionen.de

Hermann Historica, Linprunstr. 16, 80335 München, Tel. 089/54726490,

www.hermann-historica.com

Het Kompas, Pepergaweg 142-144, NL-8395 PG Steggerda, Tel.0031/561/44187,

www.het-kompas.nl

Hildener Auktionshaus, Klusenhof 12, 40723 Hilden, Tel. 02103/60200, www.ihr-auktionshaus.de

Hille, Medinger Str. 18, 29549 Bad Bevensen, Tel. 05821/2474, www.kunsthaus-hille.de

Hirsch, Promenadenplatz 10/11, 80333 München, Tel. 089/292150, www.coinhirsch.de

Historia, Kalckreutherstr. 4/5, 10777 Berlin, Tel. 030/2181818, www.historia.de

Homm, Fuchstanzstr. 14 + 33, 61440 Oberursel, Tel. 06171/2790467,

www.auktionshaus-homm.de

Hörrle, Kaiserstr. 70, 69115 Heidelberg, Tel. 06221/20914, www.oskarhoerrle-auktionen.de

Horster Auktionshaus, Schulstr. 1d, 25358 Horst, Tel. 04126/1010, www.horster-auktionshaus.de

Horta, Hotel de Ventes Horta 70/74, B-1030 Brüssel, Tel. 0032/2/7416060, www.horta.be

Hosane, Platinweg 14, 30823 Garbsen, Tel. 05131/477898, www.hosane.com

Hümmer, Füll 4, 90403 Nürnberg, Tel. 0911/2405600, www.huemmer-auktionen.de

Hüll, Dr. Berrenrather Str. 138, 50931 Köln, Tel. 0221/444026, www.auktion-huell.de

HWPH, Ingelsberg 17b, 85604 Zorneding, Tel. 08106/246186, www.hwph.de


AUKTIONSHÄUSER 121

Im Kinsky Kunst Auktionen GmbH, Palais Kinsky, Freyung 4, A-1010 Wien,

Tel. 0043/1/5324200, www.imkinsky.com

Ineichen, Badenerstr. 75, CH-8004 Zürich, Tel. 0041/44/2981144, www.auktionshaus-ineichen.ch

Jäger, Luisenstr. 6, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611/304102, www.auktionshaus-jaeger.de

Jentsch, Verler Str. 1A, 33332 Gütersloh, Tel. 05241/13168, www.auktionshausjentsch.de

Jeschke & Van Vliet, Schützenstr. 39, 10117 Berlin, Tel. 030/22667700

www.kunstauktionen-berlin.de

Julia, Inc. 203 Route 201, Fairfield, ME 0937 USA, Tel. 001/207/4357125, www.juliaauctions.com

Karbstein, Kurfürstenstr. 16, 40211 Düsseldorf, Tel. 0211/906161,

www.auktionshaus-karbstein.com

Karrenbauer, Obere Laube 46, 78462 Konstanz, Tel. 07531/27202, www.karrenbauer.de

Karl & Faber, Amiraplatz 3, 80333 München, Tel. 089/221865, www.karlundfaber.de

Kaupp, Schloss Sulzburg, Hauptstr. 62, 79295 Sulzburg, Tel. 07634/50380, www.kaupp.de

Kastern, Hildesheimer Str. 7, 30169 Hannover, Tel. 0511/851085, www.kastern.de

Kebbel, Deutenheim 65, 91484 Sugenheim, Tel. 09165/995087,

www.kebbel-kunsthandel-auktionen.de

Kegelmann, Postfach 700540, 60555 Frankfurt, Tel. 069/288461,

www.kegelmann-antike-uhren.de

Kempf, Semmelstr. 55, 97070 Würzburg, Tel. 0931/20793193, www.auktionshaus-kempf.de

Kendzia, Sierichstr. 33, 22301 Hamburg, Tel. 040/2299767, www.auktion-kendzia.de

Ketterer Kunst, Joseph-Wild-Str. 18, 81829 München, Tel. 089/552440

Ketterer Kunst, Meßberg 1, 20095 Hamburg, Tel. 040/3749610, www.kettererkunst.de

Keup, Haidplatz 7, 93047 Regensburg, Tel. 0941/51422, www.auktionshaus-keup.de

Kiefer, Steubenstr. 36, 75172 Pforzheim, Tel. 07231/92320, www.kiefer.de

Kieselbach, V. Szent Istvan Krt. 5, HU-1055 Budapest, Tel. 0036/1/269/3148, www.kieselbach.hu

Klefisch, Ubierring 35, 50678 Köln, Tel. 0221/931213, www.klefisch.com

Kleingärtner, Golster Str. 10, 29587 Natendorf, Tel. 05806/1326, www.kleingaertner.info

Klittich-Pfankuch, Kleine Burg 12, 38001 Braunschweig, Tel. 0531/242880,

www.klittich-pfankuch.de

Klöter, Schloß Dätzingen, 71117 Grafenau, Tel. 07033/43484, www.kloeter-auktionen.de

Köhler, Wilhelmstr. 48, 65183 Wiesbaden, Tel. 0611/39381, www.heinrich-koehler.de

Koller, Hardturmstr. 102, CH-8031 Zürich, Tel. 0041/44/2730101, www.galeriekoller.ch

Kornfeld Gallerie, Laupenstr. 41 CH-3008 Bern, Tel. 0041/31/3814673, www.kornfeld.ch

Kranz, Rankestr. 5, 38102 Braunschweig, Tel. 0531/335730, wwwkunstauktionshaus-kranz.de

Kube, Altes Schloß, 91484 Sugenheim, Tel. 09165/650, www.kube-auktionen.de

Künker, Gutenbergstr. 23, 49076 Osnabrück, Tel. 0541/962020, www.kuenker.de

Kunst & Kuriosa, Rischerstr. 3, 69123 Heidelberg, Tel. 06221/840840,

www.kunst-und-kuriosa.de

Kunstauktionshaus Chiemgau, Klosterstr. 6, 83278 Traunstein, Tel. 0861/9094748,

www.kunstauktionshaus-chiemgau.com

Kunstauktionshaus Leipzig, Gohliser Str. 19, 04155 Leipzig, Tel. 0341/590880,

www.kunstauktionshaus-leipzig.de

Landsberger Spielzeugauktionen, U.Winkler, Hofanger 11, 86859 Igling,

Tel. 08248/968190, www.blechspielzeugauktion.de

Landshuter Rüstkammer, Zweibrückenstr. 696, 84028 Landshut, Tel. 0871/4308739,

www.landshuter-ruestkammer.de

Lankes, Triftfeldstr. 1, 95182 Döhlau, 09286/95050, www.lankes-auktionen.de

Lanz Numismatik, Maximiliansplatz 10, 80333 München, Tel. 089/299070, www.numislanz.de

Lauritz, Große Elbstr. 268, 22767 Hamburg, Tel. 040/1888290, www.lauritz.com

L & B Kunstauktionen Essen, Klarastr. 44, 45130 Essen, Tel. 0201/798439,

www.kunstauktionen-lb.de

Lehr, Sybelstr. 68, 10629 Berlin, Tel. 030/8818979, www.lehr-kunstauktionen.de

Leininger Auktionshaus, Mittelgasse 33, 67271 Neuleiningen, Tel. 06359/8970018,

www.leininger-auktionshaus.de

Leipziger Münzhandlung & Auktion, Nikolaistr. 25, 04109 Leipzig, Tel. 0341/124790,

www.numismatik-online.de

Lempertz, Neumarkt 3, 50667 Köln, Tel. 0221/9257290,

Lempertz Berlin, Poststr. 22, 10178 Berlin, Tel. 030/27876080

Lempertz Brüssel, Wolstraat 1, Rue aux Laines, B-1000 Brüssel, Tel. 0032/25140586,

www.lempertz.com

Leonhardt, Münsterstr. 50, 49477 Ibbenbühren, Tel. 05451/15550,

www.leonhardt-auktionshaus.de

Lippold, Ziegelstr.61, 06862 Roßlau, Tel. 034901/8101, www.lippold-auktionen.de

Lorenz Dr. & Meyer, Löningstr. 15, 49661 Cloppenburg, Tel. 04471/7800, www.auktionclp.de

Lösch, Weinbrennerstr. 20, 67551 Worms-Pfeddersheim, Tel. 06247/90460,

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Lüffe, Haßbergstr. 32, 96148 Baunach, Tel. 09544/950386, www.auktionshaus-lueffe.de

Lukas, Altkehdingen 41, 21789 Wingst, Tel. 04777/691, www.antik-auktion.de

Lux, Schloßstr. 5, 56068 Koblenz, Tel. 0261/36333 www.auktionshaus-lux.de

MAK, Visstraat 25, NL-3311 KX Dordrecht, Tel. 0031/78/6133344, www.makveilingen.nl

Manion’s, Hermann-Buck Weg 14, 22309 Hamburg, Tel. 040/57261919, www.manions.com

Mars, Ludwigstr. 4, 97070 Würzburg, Tel. 0931/55658, www.kunstauktionshaus-mars.de

Meerbuscher Auktionskunsthaus, Kanzlei 3, 40667 Meerbusch, Tel. 02132/5711,

www.meerbuscher-kunstauktionshaus.com

Mehlis, Hammerstr. 30, 08523 Plauen, Tel. 03741/221005, www.mehlis.eu

Meixner, Lindwurmstr. 126a, 80337 München, Tel. 089/7250707, www.meixner.de

Mette, Lehmweg 55, 20251 Hamburg, Tel. 040/46069256, www.auktionshaus-mette.de

Merry Old England, Hauptstr. 36, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 08821/59909,

www.caselton.de

Metz, Friedrich-Ebert-Anlage 5, 69117 Heidelberg, Tel. 06221/23571, www.metz-auktion.de

Mohrmann & Co., Bärenallee 43, 22041 Hamburg, Tel. 040/6894700,

www.edgar-mohrmann.de

Münzzentrum Rheinland, Wilhelmstr.27, 42697 Solingen, Tel. 0212/3821320,

www.muenzzentrum.de

Nagel, Neckarstr. 189-191, 70190 Stuttgart, Tel. 0711/649690, www.auction.de

Nahues, Rüttenscheider Str. 188, 45131 Essen, Tel. 0201/4902430, www.nahues-auktionen.de

Nauert, Schöffelstr. 10, A-3032 Eichgraben, Tel. 0043/2773/42689, www.nauert-auctions.com

Neumeister, Barer Str. 37, 80799 München, Tel. 089/2317100, www.neumeister.com

Neusser Auktionshaus, Weingartstr. 37, 41464 Neuss, Tel. 02131/45329,

www.neusser-auktionshaus.de

Nitschareuth, Loebstedter Str. 50/H18, 07749 Jena, Tel. 03641/229526,

www.auktionshaus-nitschareuth.de

Notarishuis, Bakkerst. 19, NL-6811 EH Arnheim, Tel. 0031/26/4425900,

www.notarishuis-arnheim.nl

Nusser, Nordendstr. 46-48, 80801 München, Tel. 089/2782510, www.nusser-auktionen.de

Oger & Semont, 22 Rue Drouot, F-75009 Paris, Tel. 0033/1/42469695,

www.auction.fr/cp/oger-dumont/

Ödamer, Gutshof Schloss Birkenfeld, Postfach, 97437 Hassfurt, Te. 09521/3255,

www.insokura.de

Omnia, Slochterst. 107, NL-9611 CN Hoogezand, Tel. 0031/598/392592,

www.veilinghuis-omnia.nl

Onder de Boompjes, Nieuwst.. 38, NL-2312 KC Leiden, Tel. 0031/71/5145832,

www.onderdeboompjes.nl

OWL, Am Bach 1a, 33602 Bielefeld, Tel. 0521/9864198, www.auktionshaus-owl.de

Pastbuy.net, Oher Weg 30, 22969 Witzhave, Tel. 04104/960808, www.pastbuy.net

Peege, Dreikönigstr. 43, 79102 Freiburg, Tel. 0761/75556, www.peege.de

Peretz & Ball, Dudweiler Str. 9, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681/35697, www.auktionshausperetz.de

Pforzheimer Kunstauktionshaus, Würmtalstr. 11b, 75181 Pforzheim, Tel. 07231/69343,

www.pforzheimer-auktionen.de

Phillips, de Pury & Co., Albermale Street 25-26, GB-W1S 4HX London,

Tel. 0044/20/73184010, www.phillipsdepury.com

Plückbaum, Hohe Str. 75, 53119 Bonn, Tel. 0228/633160, www.plueckbaum.de

Poestgens, Kirchplatz 7, 52531 Übach-Palenberg, Tel. 02451/49209, www.poestgens.de

Polgár Galéria & Auktionshaus, Kossuth Lajos utca 3. & V. Vaci utca 11 b, HU-1053 Budapest,

Tel. 0036/1/2674077, www.polgar-galeria.hu

Prinz-Dunst, Schlüterstr. 16, 10625 Berlin, Tel. 030/3135965, www.auktionshaus-prinz-dunst.de

Profila Ungarn, c/o S. Fodor, Postfach 260149, 80058 München, Tel. 089/220130 &

Szentkiralyi u. 6, HU-1088 Budapest, Tel. 0036/1/4855060, www.profila.hu

Quentin, Ranke Str. 24, 10789 Berlin, Tel. 030/21018372, www.quentinauktionen.de

Quittenbaum, Theresienstr. 60, 80333 München, Tel. 089/273702125, www.quittenbaum.de

Rahn, Am Salzhaus 2, 60311 Frankfurt, Tel. 069/9207070, www.photographica-auctionen.de

Raith, Eichenring 6, 35424 Langgöns, Tel. 06403/8283, www.philasearch.com

Rauch, Graben 15, A-1014 Wien, Tel.0043/1/5333312, www.hdrauch.com

Regele, Grazer Str. 45, 70195 Stuttgart, Tel. 0711/691145, www.regeleversteigerungen.de

Rehm, Provinostr. 50 1/2, 86153 Augsburg, Tel. 0821/551001, www.auktionshaus-rehm.de

Reibnitz, Kolping Str. 8, 84347 Pfarrkirchen, Tel. 08561/910240, www.auktion-reibnitz.de

Reiss & Sohn, Adelheidstr. 2. 61454 Königstein, Tel. 06174/92720, www.reiss-sohn.de

Richter Dr. & Kafitz, Markusstr. 12 a/b, 96047 Bamberg, Tel. 0951/5099343,

www.richter-kafitz.de

Rieber, Rotebühlstr. 108, 70197 Stuttgart, Tel. 0711/6155663, www.auktionshaus-rieber.de

Riesbeck, Hanns-Braun-Str. 35, 85375 Neufahrn, Tel. 08165/66574, www.kunstbuchauktion.de

Rippon Boswell, Friedrichstr. 45, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611/334430,

www.rippon-boswell-wiesbaden.de

Ruef, Gabelsberger Str. 28, 80333 München, Tel. 089/524084, www.ruef-auktion.de

Rusterholz, Heuberg 14, CH-4051 Basel, Tel. 0041/61/2632606, www.rusterholtz.ch

Rütten, Nymphenburger Str. 133, 80636 München, Tel. 089/12715100, www.auktion-ruetten.de

Satow, Sonnenstr. 8, 18239 Satow, Tel. 038295/70881, www.auktionshaus-satow.de

Saure, Mülheimer Freiheit 94, 51063 Köln-Mülheim, Tel. 0221/6366337,

www.auktionshaus-saure.de

Scheublein, Widenmayerstr. 28, 80538 München, Tel. 089/23886890 www.artauktionen.com

Schirra, Provinzialstr. 244, 66740 Saarlouis, Tel. 06831/42173, www.schirra-sls.de

Schloss Ahlden, Große Straße 1, 29693 Ahlden, Tel. 05164/80100, www.schloss-ahlden.de

Schloss Hagenburg, Schloßstr. 21, 31558 Hagenburg, Tel. 05033/7251,

www.schlosshagenburg.de

Schlosser, Karolinenstr. 11, 96049 Bamberg, Tel. 0951/208500,

www.kunstauktionshaus-schlosser.de

Schmidt, Bautzner Str. 6, 01099 Dresden, Tel. 0351/81198787, www.schmidt-auktionen.de

Schmitt, Alte Jülicher Str. 232-234, 52353 Düren, Tel. 02421/880473, www.auktion-u-galerie.de

Schmolt Autographen, Steinrath 10, 47807 Krefeld, Tel. 02151/931090, www.schmolt.de

Schneider-Henn, Galeriestr. 2 b, 80539 München, Tel. 089/297199, www.schneider-henn.de

Scholz, Zeughausstr. 10, 50667 Köln, Tel. 0221/9123322, www.scholz-auktionen.de

Schorer, Gustav-Philipp-Str. 26, 86633 Neuburg, Tel. 08431/7286

Schreyer Sammlerdienst, Manfred von Richthofen Str. 19, 12101 Berlin, Tel. 030/7859251,

www.sammlerdienst.de

Schuler, Seestr. 341, CH-8038 Zürich, Tel. 0041/43/3997010, www.schulerauktionen.ch

Schwab, Mannheimer Str. 32 a, 68309 Mannheim, Tel. 0174/7828683, www.schwab-auktionen.de

Schwarzenbach, Merkurstr. 64, CH-8032 Zürich, Tel. 0041/43/2448900,

www.schwarzenbach-auktion.ch


122

AUKTIONSHÄUSER

Sebök, Untere Königstr. 21, 96052 Bamberg, Tel. 0951/202593, www.seboek-auktionen.de

Seidel, Lustgartenstr. 6, 68526 Ladenburg, Tel. 06203/13014, www.spielzeugauktion.de

Seidel & Friedrich, Lustgartenstr. 6, 68526 Ladenburg, Tel. 06203/957777,

www.autotechnikauktion.de

Siebers Auktionen, Augsburger Str. 221, 70327 Stuttgart, Tel. 0711/3808481,

www.siebers-auktionen.de

Sieglin, Gewerbestr. 49, 79194 Gundelfingen, Tel. 0761/8815943, www.proart-kunsthandel.de

Sigalas, Carl-Zeiss-Str. 3, 71157 Hildrizhausen, Tel. 07034/62725, www.sigalas.de

Signens Kunstauktionen, Apostelnstr. 22, 50667 Köln, Tel. 0221/16899440, www.signens.com

Soester Auktionshaus, Jakobistr. 36-40, 59494 Soest, Tel. 02921/969470,

www.soester-auktionshaus.de

Solinger Auktionshaus, Merscheider Str. 316, 42699 Solingen,Tel. 0212/331124,

www.solinger-auktionshaus.de

Sotheby’s (UK), 34-35 New Bond Street, London W1A 2AA, Tel. 0044/171/4938080

Sotheby’s Köln, Tel. 0221/207170, Sotheby’s Frankfurt, Tel. 069/740787, Sotheby’s

Hamburg, Tel. 040/444080, Sotheby’s München, Tel. 089/2913151, Sotheby’s Amsterdam,

Tel. 0031/20/ 5502200, www.sothebys.com

Spik, Kurfürstendamm 66, 10707 Berlin, Tel. 030/8836170, www.leo-spik.de

St. Veiter Schloessl, Andritzer Reichsstr. 144-146, A-8046 Graz, Tel. 0043/316/693007,

www.st.-veiter-schloessl.at/auktionen

Stade , Rathausplatz 3, 79576 Weil am Rhein, Tel. 07621/78422, www.stade-auktionen.de

Stahl, Graumannsweg 54, 22087 Hamburg, Tel. 040/343471, www.auktionshaus-stahl.de

Stargardt, Xantener Str. 6, 10707 Berlin, Tel. 030/8822542, www.stargardt.de

Stauffer Auktionen, Karlsstr. 34 & Königstr. 10, 72525 Münsingen, Tel. 07381/501007,

www.stauffer-auktionen.de

Stein (Bierkrug) Auction Company, P.O. Box 136, US-60078 Palantine/Illinois,

Tel. 001/847/9915927, www.tsaco.com

Steinbüchel, Sternstr. 14, 40479 Düsseldorf, Tel. 0211/4931422,

www.duesseldorfer-auktionshaus.de

Stuker, Alter Aargauerstalden 30, CH-3006 Bern, Tel. 0041/31/3508000, www.galeriestucker.ch

Sturies, Blücherstr. 69, 40477 Düsseldorf, Tel. 0211/5141354, www.sturies.de

Swann Galleries, 104 East 25th Street, New York, 10010. USA, Tel. 2122544710,

www.swanngalleries.com

Tajan, 37 rue des Mathurins, F-75008 Paris, Tel. 0033/1/53303080, www.tajan.com

Teutoburger Münzauktionen, Brinkstr. 9, 33829 Borgholzhausen, Tel. 05425/930050

www.teutoburger-muenzauktion.de

Theilmann, Münchener Str. 5, 85276 Pfaffenhofen, Tel. 08441/788663,

www.auktionshaus-theilmann.de

Thies, Postfach 1931, 72609 Nürtingen, Tel. 07022/36666, Steingaustr. 18, 73230 Kircheim/Teck,

www.andreas-thies.de

Tön, Moosstr. 73, CH-8038 Zürich, Tel. 0041/1/4815508, www.poster-gallery.com

Twent’s Veilinghuis, Weerseloseweg 355, NL-7522 Enschede, Tel.0031/53/4351488,

www.twentsveilinghuis.nl

Uccle Saint Job, Chaussee de Saint-Job 638, B-1180 Uccle, Tel. 0032/2/3729219,

www.uccle-st-job.com

Van Ham, Schönhauser Str. 10-16, 50968 Köln, Tel. 0221/9258620, www.van-ham.com

Van Sabben Auctions Posters & Tiles, Appelsteeg 1 B, NL-1621 BD Hoorn,

Tel. 0031/229/268203 www.vansabbenauctions.nl

Van Stockum’s, Prinsegracht 15, NL-2512 EW Gravenhage, Tel. 0031/70/3649840,

www.vanstockums-veilingen.nl

Venator & Hanstein, Cäcilienstr. 48, 50667 Köln, Tel. 0221/2575419, www.venator-hanstein.de

Venduhuis Utrecht, Pieterskerkhof 2, NL-3512 Utrecht, Tel. 0031/30/2310190,

www.veiling-utrecht.nl

Villa Berger, Meeranerstr. 13, 08371 Glauchau, Tel. 03763/4437780, www.villaberger.de

Villa Grisebach, Fasanenstr. 25, 10719 Berlin, Tel. 030/8859150, www.villa-grisebach.de

Vogler, Güterstr. 133, CH-4053 Basel, Tel. 0041/61/3614666, www.auktionen-vogler.ch

Walldorf, Heinrich-Hertz-Str. 7, 69190 Walldorf, Tel. 06227/4043,

www.auktionshaus-walldorf.de

Waue, Oberbornstr. 3, 61381 Friedrichsdorf, Tel. 06172/79480, www.micky-waue.de

Weidler, Albrecht-Dürer-Platz 8, 90403 Nürnberg, Tel. 0911/222525,

www.auktionshausweidler.de

Weigelt, Ebelingstr. 21, 30659 Hannover, Tel. 0511/628376, www.plakatauktion.de

Weinheimer Auktionshaus, Hohenzollern Str. 31, 75177 Pforzheim, Tel. 07231/4437443

www.weinheimer-auktionshaus.de

Wendl, August-Bebelstr. 4, 07407 Rudolstadt, Tel. 03672/424350, www.auktionshaus-wendl.de

Wilbois, Buddenstr. 27, 48143 Münster, Tel. 0251/51356, www.wilbois-auktionshaus.de

Winterberg, Hildastr. 12, 69115 Heidelberg, Tel. 06221/915990, www.kunstantiquariat.de

Wrede, Postfach 14, 91333 Hemhofen, Tel. 09195/998991, www.auktionshaus-wrede.de

Zadick, Nussdorfer Str. 39, 88662 Überlingen, Tel. 07551/7447, www.auktionshaus-zadick.de

Zeige, Ballindamm 17,, 20095 Hamburg, Tel. 040/35713636, www.zeige.com

Zeller, Bindergasse 7, 88131 Lindau, Tel. 08382/93020, www.zeller.de

Zemanek-Münster Tribal Art, Hörleingasse 3-5, 97070 Würzburg, Tel. 0931/17721,

www.tribal-art-auktion.de

Von Zengen, Stiftsstr. 2-4, 53225 Bonn, Tel. 0228/461955, www.zengen.de

Von Zezschwitz, Friedrichstr. 1a, 80801 München, Tel. 089/3898930, www.von-zezschwitz.de

Zezula, Hlinky 142c, CZ-60300 Brno, Tel. 0042/543/215704, www.auction-house-zezula.com

Zisska & Kistner, Unterer Anger 15, 80331 München, Tel. 089/263855, www.zisska.de

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