26.02.2014 Aufrufe

Sammler Journal Auktions-Sonderheft (Vorschau)

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

DAS AUKTIONS-SONDERHEFT<br />

Frühjahr 2012 | € 7,90<br />

Schweiz CHF 15,30 | Österreich € 7,90 | Be/Ne/Lux € 9,30<br />

SPECIAL TAJAN PARIS<br />

Porträt DOROTHEUM / KÜHLING / SCHEUBLEIN / SIEBERS<br />

PREISE – 34 SEITEN AUKTIONSERGEBNISSE<br />

4 197580 807900 01


»Hammonia«, 1882<br />

1. deutsche Schreibmaschine.<br />

Riesen-Rarität!<br />

(Schätzpreis: € 10.000 – 15.000)<br />

Miniatur-Vinaigrette aus<br />

Gold mit Walzenspielwerk,<br />

um 1810<br />

Ein spektakuläres Kunstwerk.<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 12.000 – 15.000)<br />

Sensationelle Modell-Eisenbahn-Anlage<br />

des Schweizer Josué Droz, 1920<br />

Alles handgefertigte Unikate: 3 Loks, 30 Personen- und Güterwagen,<br />

Haupt- und Güterbahnhof, Stellwerk, Lokschuppen,<br />

Bahnsteige, Brücken, Drehscheibe, Gesamtfläche: 6 x 16 m<br />

(96 m²), mit je 400 m Geleise- und Oberleitungen, Weichen,<br />

Signale, Trafos etc. – Eine Riesen-Rarität !! –<br />

(Schätzpreis: € 50.000 – 100.000)<br />

Legendäre Chiffriermaschine<br />

»Enigma«,<br />

um 1938<br />

Voll-funktionsfähiges<br />

Modell, das den<br />

Ausgang des 2. Weltkrieges<br />

so dramatisch<br />

beeinflußte.<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 10.000 – 15.000)<br />

Gustave Vichy: »Orgelspieler<br />

mit tanzenden<br />

Puppen«, um 1880<br />

Mit seltenem Biskuitporzellan-Kopf,<br />

Höhe: 65 cm.<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 15.000 – 20.000)<br />

Grammophon mit<br />

illuminierter Spiegelfront,<br />

um 1920<br />

Außerordentlich selten!<br />

(Schätzpreis: € 4.000<br />

– 6.000)<br />

Gustave Vichy:<br />

Harfespielender Affe,<br />

um 1880<br />

Musik-Automat in exzellentem<br />

Original-Zustand, 48 cm hoch.<br />

(Schätzpreis: € 3.000 – 5.000)<br />

Vergoldeter Singvogelautomat<br />

von Bruguier, um 1835<br />

Fantastisches Museumsstück!<br />

(Schätzpreis: € 18.000 – 25.000)<br />

Spektakuläres Tanzsaal-<br />

Grammophon, um 1920<br />

(Schätzpreis: € 2.000 – 3.000)<br />

Willkommen zu unserer 121. Spezial-Auktion!<br />

Nr. 1 in »Technischen Antiquitäten«:<br />

Spezial-Auktionen<br />

»Büro-Antik«<br />

»Wissenschaft & Technik«<br />

»Klassisches Spielzeug«<br />

26. Mai 2012<br />

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte ab Ende April<br />

unsere Website: www.Breker.com / New Highlights,<br />

sowie youtube.com: Auction Team Breker<br />

Voll-illustrierter 2-sprachiger (deutsch/englisch) FARB-Katalog: € 28,–<br />

Lieferung nur gegen Vorauskasse (Scheck, Bar oder Kreditkarten mit<br />

Sicherheitsnummer „CVV“ und Verfalldatum: Mastercard / Visa / AmEx)<br />

»Cavallino rampante«, das mannshohe Markenzeichen<br />

von Ferrari, Maranello/Modena, Italien<br />

Massiv-Holz (!) – 1,80m hoch! – Eine Riesen-Rarität!<br />

(Schätzpreis: € 6.000 – 9.000)<br />

Limousine »Karl Bub (No. 1273)«, um 1925<br />

54 cm lang! Eins der größten<br />

Blechspielzeugautos überhaupt.<br />

(Schätzpreis: € 4.500 – 7.000)<br />

Exklusives Grammophon,<br />

um 1910<br />

Mit Schalldose ‘Pathe’<br />

für Tiefenschrift.<br />

(Schätzpreis: € 1.500 – 2.500)<br />

Luxus-Phonograph<br />

»Edison Opera«, um 1911<br />

(Schätzpreis: € 4.000 – 5.000)<br />

Schweizer Herren-Taschenuhr<br />

mit Musikwerk, um 1900<br />

(Schätzpreis: € 1.200 – 1.800)<br />

Original Schaufenster-Automaten<br />

von »Steiff«<br />

Mehrere Modelle (1,80 m hoch), elektrisch.<br />

– Spektakuläre Einzelstücke!<br />

(Schätzpreis: € 1.200 – 2.500 / jeweils)<br />

»De Dion: Vis-à-Vis« um 1900<br />

von Jouet Français, Paris.<br />

24 cm lang.<br />

Englische Stockuhr mit 8<br />

Glocken und 5 Tonfedern<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 2.800 – 3.500)<br />

Frühes Trepanations-Besteck, um 1785<br />

Komplettes Chirurgen-Set mit 17 Teilen.<br />

(Schätzpreis: € 6.000 – 8.000)<br />

Umfangreiche Sammlung klassischer<br />

»Pharmazie- & Medizin-Technik«, 17. – 19. Jh.<br />

Dampflok »Märklin Nr. 1020« (Spur 0), 1895<br />

Original-Handlackierung (!) 12,5 cm lang. Äußerst<br />

frühe Märklin-Lok in sehr gutem Original-Zustand.<br />

(Schätzpreis: € 2.000 – 2.500)<br />

Personenwaagen<br />

Mehrere münzbetriebene Modelle,<br />

u.a. ‚Lollipop‘ von National<br />

Novelty, Co., um 1905<br />

(Schätzpreis: € 1.000 – 3.000)<br />

Schwarzwälder Flötenuhr mit<br />

Figuren-Automat, um 1820<br />

(Schätzpreis: € 4.500 – 6.000)<br />

Exzellente Sammlung früher Schlösser,<br />

16. – 19. Jh.<br />

Attraktive mannshohe Hollywood Dekorationsfiguren: »Charlie Chaplin«,<br />

»Marilyn Monroe«, »Humphrey Bogart«, »Groucho Marx« als Golfspieler, etc.<br />

(Schätzpreis: € 500 – 800 / jeweils)<br />

Großer Singvogel-Automat mit<br />

Silber-Gehäuse<br />

(Schätzpreis: € 3.200 – 4.000)<br />

☛ Einlieferungen jederzeit willkommen!<br />

☛<br />

Astronomisch-Nautischer<br />

Kompass, um 1860<br />

Ausgefallenes Modell von Lilley<br />

& Son, London. Mit geprägter<br />

Plakette »By Her Majesty‘s Royal<br />

Letters Patent, E. D. Ashe. R.N.<br />

Patentee«. 32 cm hoch. – Selten!<br />

(Schätzpreis: € 1.500 – 2.500)<br />

25 JAHRE<br />

AUCTION TEAM BREKER<br />

Original Amerikanische Casino-<br />

Spielautomaten, um 1950<br />

Lebensgroße Figuren: ‘Bandit’ (1,78 m)<br />

bzw. ‘Sheriff’ (1,75 m), je mit ‘Mills High<br />

Top’ Spielautomat. Top-Zustand!<br />

(Schätzpreis: € 15.000 – 20.000 / jeweils)<br />

Münzautomat »The English<br />

Execution«, um 1928<br />

Voll-funktionsfähiges ‚Working<br />

Model‘, Bild signiert<br />

H. Taylor, 1928<br />

(Schätzpreis: € 7.000 – 10.000)<br />

Juke-Box »Wurlitzer 1080 (Colonial)«, 1947<br />

Eines der schönsten Music-Box-Designs. Exzellenter<br />

Zustand! (Schätzpreis: € 10.000 – 12.000)<br />

Walzendrehorgel<br />

»H. Pettersen, Kopenhagen«,<br />

um 1910<br />

(Schätzpreis: € 4.000 – 6.000)<br />

Die Spezialisten für »Technische Antiquitäten«<br />

Postfach 50 11 19, 50971 Köln * Tel.: +49-2236-38 434-0 * Fax: +49-2236-38 43 430<br />

Otto-Hahn-Str. 10, 50997 Köln (Godorf) * e-mail: Auction@Breker.com * Geschäftszeiten: Di – Fr 9 – 17 Uhr<br />

INTERNATIONALE REPRÄSENTANTEN IN:<br />

U.S.A., Frankreich, England, Japan, Australien & Neuseeland, China, Russland<br />

AUCTION TEAM BREKER<br />

»Olivetti M1«, 1911<br />

Außerordentlich seltenes 1. Modell<br />

(Schätzpreis: € 5.000- 8.000)<br />

AUCTION TEAM BREKER<br />

Hervorragende Sammlung »Spielautomaten«<br />

u.a. »Jackpot Penny Ball Gum Vender«, 1932, oder:<br />

»Mills Silent War Eagle«, 1931.<br />

Fahrbare Locomobile »Burrel« (1:4), um 1920<br />

Meisterstück eines neuseeländischen Ingenieurs. Maße: 120 x<br />

64 x 90 cm. Großes detailgenaues funktionsfähiges Modell mit<br />

sämtlichen Armaturen und Papieren. – Hervorragendes Unikat!<br />

(Schätzpreis: € 8.000 – 12.000)<br />

Piano-Orchestrion »J. Klepetar,<br />

Prag«, um 1900<br />

Mit 2 Walzen von je 8 Melodien<br />

(Schätzpreis: € 5.000 – 8.000)<br />

Kult-Motorroller »Rumi Scoittalo«, 1953<br />

Seltener, gesuchter italienischer Motor-Scooter,<br />

5 PS, 125 cm³, exzellent funktionierender<br />

Zustand, 4-Gang, Gewicht: 95 kg.<br />

(Schätzpreis: € 4.000 – 6.000)<br />

Musik-Automat »Buffalo Bill«<br />

von Gustave Vichy,<br />

Paris, um 1890<br />

Äußerst seltener<br />

rauchender Westernheld. –<br />

71 cm hoch.<br />

(Schätzpreis: € 18.000 – 25.000)<br />

Frühe Kapellen-Uhr,<br />

um 1680<br />

Ungewöhnliche runde<br />

Bauform. (Schätzpreis:<br />

€ 2.500 – 3.500)<br />

Süddeutscher<br />

»Vorderzappler«,<br />

um 1740<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 2.000 – 2.500)<br />

Französische<br />

Comtoise-Uhr<br />

mit großem<br />

Walzenspielwerk<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 3.000 – 4.000)<br />

Frühe bemalte Eisenuhr<br />

mit Wecker, um 1700<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 2.000 – 3.000)<br />

Große Bayerische Turmuhr<br />

(ca. 3 m hoch)<br />

(Schätzpreis: € 2.500 – 4.000)<br />

Tanzorgel »Decap«, um 1955<br />

(Schätzpreis: € 5.000 – 8.000)


Frühjahr 2012 | 7,90<br />

Schweiz CHF 15,30 | Österreich 7,90 | Be/Ne/Lux 9,30<br />

INHALT 3<br />

DAS AUKTIONS-SONDERHEFT<br />

AUKTIONSNOTIZEN<br />

Vor- & Nachberichte<br />

4<br />

SPECIAL TAJAN PARIS<br />

Porträt DOROTHEUM / KÜHLING / SCHEUBLEIN / SIEBERS<br />

PREISE – 34 SEITEN AUKTIONSERGEBNISSE<br />

4 197580 807900 01<br />

SPECIAL<br />

Tajan Paris<br />

34<br />

Titelfoto: Irving Penn, Harlequin Dress<br />

(Lisa Fonssagrives-Penn), 1950 (Christie’s,<br />

Paris, 11/2011; Zuschlagpreis<br />

220.000 Euro)<br />

PORTRÄTS 1, 2<br />

Kühling / Siebers<br />

44<br />

AUKTIONSTERMINE 78<br />

INSERENTENVERZEICHNIS 85<br />

INDEX 120<br />

IMPRESSUM 122<br />

PORTRÄTS 3, 4<br />

Scheublein / Dorotheum<br />

52<br />

KUNSTMARKT<br />

Analysen, Trends, Statistiken<br />

64<br />

AUKTIONSPREISE<br />

Ergebnisse auf 34 Seiten<br />

86


4<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Dunkle Wolken ade<br />

Hauswedell & Nolte, Hamburg<br />

Rückschau 2011: Künstlerisch<br />

herausragende Werke erzielten<br />

selbst in wirtschaftlich schwierigen<br />

Zeiten nach wie vor hohe<br />

Steigerungen, weiß Ernst<br />

Nolte, Inhaber des Hamburger<br />

Hauses Hauswedell & Nolte. So<br />

geschehen in den Versteigerungen<br />

von Moderner Kunst,<br />

Kunst nach 1945 und Alten<br />

Meistern. Beliebt war die Klassische<br />

Moderne, allen voran<br />

Werke von Willi Baumeister. Dessen Mischtechnik Fantom<br />

steigerte ein baden-württembergischer Privatsammler für<br />

238.500 Euro zu Jahresbeginn; in der Herbstsaison kämpfte<br />

ein Schweizer <strong>Sammler</strong> um das Materialbild Monturi (Erlös<br />

315.000 Euro), sein Gegenbieter aus Württemberg setzte<br />

sich dann bei der farbigen Papiercollage Montaru mit<br />

103.300 Euro gegen den rheinischen Handel durch. Ebenfalls<br />

an einen Schweizer Privatmann ging Emil Noldes Aquarell,<br />

Bauernhof unter dunkler Wolke (176.400 Euro). Der erholte<br />

amerikanische Handel engagierte sich stark für Picasso-Grafiken<br />

(63.000 bis 108.000 Euro), stabil behaupteten sich<br />

auch Werke von Andy Wahrhol – zwischen 18.000 bis 82.000<br />

Euro wurden für seine Serigrafien ausgegeben. Die Steigerung,<br />

die wohl am meisten überraschte, erfuhr die eindringliche<br />

Tuschezeichnung von Käthe Kollwitz, Schwangere, ins<br />

Wasser gehend, die ein rheinischer <strong>Sammler</strong> gegen einen<br />

passionierten Kollwitz-Fan aus den USA auf kolossale<br />

199.000 Euro trieb. Ein Hauptblatt aus dem grafischen Frühwerk<br />

von Edvard Munch ging – wie fast immer – an einen<br />

norwegischen <strong>Sammler</strong> (113.000 Euro).<br />

TELEFON | 040/4132100<br />

INTERNET | www.hauswedell-nolte.de<br />

Geheimnisvolle Welt<br />

Schloss Ahlden<br />

Rückschau 2011: Die Frühjahrs- und Herbstauktionen im<br />

niedersächsischen Schloss Ahlden wurden um einen strahlenden<br />

Programmpunkt erweitert, feierte das Haus mit<br />

einer dreitägigen Auktion Anfang Oktober doch sein 150-<br />

jähriges Bestehen mit einer 2.600 Objekte starken Offerte<br />

von teilweise hochadeliger Provenienz. Wie die Vasen aus<br />

dem Besitz von Prinzessin Elisabeth zu Wied, der späteren<br />

Königin von Rumänien, die auch als Dichterin unter dem<br />

Namen Carmen Sylva berühmt wurde. Sehr gefallen haben<br />

dürften der Prinzessin demnach die romantischen Szenen,<br />

die nach dem Thomas Moore-Gedicht Lalla Rookh ihre imposanten<br />

KPM-Vasen schmücken, genauso wie dem neuen<br />

Besitzer, der bereit war, dafür 181.000 Euro auszugeben.<br />

Schon der Name des adeligen Vorbesitzers der feuervergoldeten<br />

Girandolen, die das zweithöchste Ergebnis erzielten,<br />

lässt die Leuchter noch mehr erstrahlen: Aus dem Besitz von<br />

Don Jaime de Mora y Aragón stammt das Louis XVI-Girandolenpaar,<br />

das vermutlich von Louis Auguste Beurdeley, dem<br />

Hoflieferanten Kaiser Napoleons III. geschaffen wurde.<br />

115.000 Euro war es dem neuen Besitzer wert. Insgesamt<br />

erzielte man mit der Jubiläumsauktion großartige 5,5 Millionen<br />

Umsatz.<br />

Zum Umsatz von drei Millionen Euro im Dezember trug<br />

auch das Toplos bei: Die geheimnisvolle Welt der pittoresken<br />

städtischen Märkte brachte der belgische Maler Petrus von<br />

Schendel 1850 in seiner nächtlichen Szene mit jungen Händlerinnen<br />

im Mondschein so perfekt zum Ausdruck, dass sich<br />

der internationale Handel das Gemälde für 112.500 Euro<br />

sicherte. Mit Höchstspannung wurde auch die Versteigerung<br />

des Hauptwerkes Friedrich Kallmorgens, Die betenden<br />

Kinder, erwartet, das er 1891 in Berlin zeigte. Das aus altem<br />

Hamburger Besitz stammende und bisher nur in der Literatur<br />

dokumentierte Gemälde ist zweifellos eines seiner wichtigsten<br />

Werke, das in den letzten drei Jahrzehnten im Kunsthandel<br />

auftauchte. So kämpften denn auch vier engagierte<br />

Telefonbieter lange um das schöne Bild, dessen Taxe von<br />

12.000 Euro verdreifacht wurde. Der Erlös von 42.500 Euro<br />

gilt somit als der zweithöchste <strong>Auktions</strong>preis für diesen<br />

Künstler. Auch das Frühjahrsgeschäft stand dem in nichts<br />

nach. 3,2 Millionen Euro Umsatz machte der niedersächsische<br />

Versteigerer mit den Maiauktionen. Die frühe Reiterstatuette<br />

des russisch-italienischen Bildhauers Fürst Paolo<br />

Troubetzkoy, Amazone, brachte einen Rekordpreis von<br />

40.000 Euro (Taxe 14.500 Euro).<br />

TELEFON | 05164/80100<br />

INTERNET | www.schloss-ahlden.de<br />

Abb. li. o.: Willi Baumeister, Monturi, 1954 (Erlös 315.000 Euro).<br />

Hauswedell & Nolte, Hamburg, Herbst 2011<br />

Abb. li. u.: Petrus van Schendel, Nächtliche Marktszene im Mondschein<br />

und Kerzenlicht, Öl/Holz, 1850, 73,8 x 59 cm (Erlös 112.500<br />

Euro). Schloss Ahlden, Dezember 2011


6<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Millionenbilder<br />

Villa Grisebach, Berlin<br />

Rückschau 2011: Die Berliner Villa Grisebach<br />

feierte ihr 25-jähriges Jubiläum<br />

mit einem Erlös von über 55 Millionen<br />

Euro, der höchste Umsatz in ihrer<br />

Geschichte. Neue Preismaßstäbe setzten<br />

die Frühjahrsauktionen, die mit<br />

23 Millionen Euro und somit einer<br />

Umsatzsteigerung von 65 Prozent im<br />

Vergleich zum letzten Frühjahr zu<br />

Buche schlugen; 28 Millionen Euro lautete<br />

das Ergebnis der viertägigen<br />

Herbstauktionen. Die erfolgreichste<br />

des Hauses war die Abendauktion mit<br />

ausgewählten Werken mit einem Gesamtergebnis<br />

von 17,7 Millionen Euro.<br />

Vier Kunstwerke überstiegen dort die<br />

Millionengrenze: Emil Noldes Sonnenblumen<br />

im Abendlicht ging für 1,46<br />

Millionen Euro in eine süddeutsche Privatsammlung,<br />

Wassily Kandinskys<br />

Ringsum für 1,28 Millionen Euro an eine<br />

Schweizer Privatsammlung, Max Beckmanns<br />

Elefant und Clown im Stall für<br />

1,22 Millionen Euro in eine bayerische<br />

Sammlung und Ernst Ludwig Kirchners<br />

Violinistin für 1,12 Millionen Euro in die<br />

Schweiz. In den Frühjahrsauktionen<br />

war die Resonanz lebhaft, die hohe<br />

internationale Beteiligung im Saal und an den Telefonen auffällig.<br />

Was bei der Offerte an Spitzenstücken aus prominenten<br />

Sammlungen, wie die des Kaufhauskonzerns Karstadt und des<br />

deutschen Modeimpressarios Dolf Selbach, nicht wundert. Mit<br />

den 915.000 Euro für Nays Farbenbild Chromatische Scheiben<br />

wurde der bisherigen Rekord für den Künstler verdoppelt. Das<br />

Gemälde, das Karstadt damals für 90.000 Mark kaufte, ging in<br />

eine Berliner Privatsammlung. Insgesamt 2,3 Millionen Euro<br />

brachten die acht Kunstwerke der Sammlung Karstadt in dieser<br />

Abendauktion, deren spektakulärer Auftakt das Bietgefecht<br />

um das Macke-Gemälde Drei Akte darstellte, das schließlich für<br />

707.600 Euro in eine deutsche Privatsammlung ging. Den<br />

höchsten Preis in der dreitägigen Frühjahrsreihe erzielte das<br />

Berliner Haus mit einem Concetto Spaziale-Bild von Lucio Fontana,<br />

das ein New Yorker Privatsammler für eine Million Euro<br />

kaufte. Den zweithöchsten Preis machte das Botero-Gemälde<br />

Bonjour, Monsieur Botero, das wie der Fontana aus der Sammlung<br />

Selbach kam, und das für 720.000 Euro in ein süddeutsches<br />

Museum ging. Insgesamt 5,6 Millionen Euro kamen mit<br />

Werken aus Selbach’schen Besitz zusammen.<br />

Ruhendes Mädchen<br />

Dr. Irene Lehr Kunstauktionen, Berlin<br />

Rückschau 2011: Das Toplos bei Dr.<br />

Irene Lehr in Berlin war Karl Hofers<br />

Ruhendes Mädchen, das im Frühjahr<br />

für den Hammerpreis von 75.000 Euro<br />

versteigert wurde (Taxe 60.000 Euro).<br />

Ebenfalls im Mai wurde die kraftvolle<br />

Gouache- und Aquarellmalerei von<br />

Max Pechstein, Arabische Festung bei<br />

Collioure in Südfrankreich von 1931<br />

von 18.000 Euro auf 36.000 Euro<br />

gehoben. Es ist damit das drittteuerste<br />

Werk des Geschäftsjahres, im<br />

Herbst nur übertroffen von Fritz Winters<br />

Blühen zwischen Steinen, das<br />

für 63.000 zugeschlagen wurde. Im<br />

Herbst hatte Irene Lehr zwei frühe<br />

Arbeiten von Neo Rauch im Angebot.<br />

Erfolgreich abgesetzt werden konnte<br />

das Bild Zündschnüre für 28.500 Euro,<br />

das den Zuschlag von 21.000 Euro für<br />

das im Format fast identische Bild<br />

Werkstatt I noch übertraf. Ein Überraschungserfolg<br />

war ein Werk der auf<br />

dem Markt unterrepräsentierten Kate<br />

Diehn-Bitt, die zu den weniger bekannten<br />

oder auch vergessenen<br />

Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt.<br />

Ihre 1936 entstandene, große Bildnistafel,<br />

Die Witwe, wurde für 27.000 Euro über Taxe weitergegeben.<br />

Sehr gute Preise konnten mit dem Schwerpunkt des<br />

Hauses zuzurechnenden Werken ostdeutscher Künstler<br />

erzielen werden, darunter ein kleines, elegantes Mädchenbildnis<br />

von Werner Tübke (24.000 Euro).<br />

TELEFON | 030/8818979<br />

INTERNET | www.lehr-kunstauktionen.de<br />

TELEFON | 030/8859150<br />

INTERNET | www.villa-grisebach.de<br />

Abb. mittig: Ernst Ludwig Kirchner, Violinistin (Ergebnis 1,12 Millionen<br />

Euro). Villa Grisebach, Berlin, Herbst 2011<br />

Karl Hofer, Ruhendes Mädchen, um 1925, Öl/Lw., 40,5 x 57,5 cm<br />

(Zuschlag 75.000 Euro). Dr. Irene Lehr Kunstauktionen, Berlin, Mai<br />

2011


8<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Teure Lotusblüte<br />

Quentin, Berlin<br />

Rückschau 2011: Zwei Auktionen – jeweils eine zur Frühjahrsund<br />

eine zur Herbstsaison – veranstaltete das Berliner Haus<br />

2011. Mit der rund achtzigprozentigen Verkaufsquote (den<br />

Nachverkauf mit eingerechnet) zeigt man sich in der Kunstmetropole<br />

zufrieden. Im Frühjahr wurden die Bieter bestens<br />

von Wilhelm Gallhofs Akt, Die Korallenkette, angesprochen.<br />

Anfang des 20. Jahrhunderts direkt vom Künstler erworben,<br />

befand es sich seit über neunzig Jahren in Privatbesitz. Der<br />

neue Besitzer musste mit 29.000 Euro weit mehr als die<br />

geschätzten 3.700 Euro berappen. Die leer ausgegangene<br />

Konkurrenz kann die schöne Nackte immer noch großformatig<br />

in der berühmten Münchner Zeitschrift Die Jugend in der<br />

Ausgabe von 1917 bewundern. Dem preußischen Hofmaler<br />

Anton Pesne wird das Bildnis zugeschrieben, das Friedrich den<br />

Großen zeigt. Der glückliche Gewinner des Bietgefechts hat<br />

sich damit für 15.000 Euro bestens für das Friedrichjubiläum<br />

2012 gerüstet. Sommergefühle herrschten schon im April: Die<br />

Amalfiküste des österreichischen Künstlers Richard Unterberger<br />

ging für 35.000 Euro an einen <strong>Sammler</strong>, der Sommernachtstraum<br />

von Meißen, ein Teeservice für drei Personen,<br />

wurde bei 6.000 Euro zugeschlagen. Die Herbstauktion<br />

wurde bestimmt vom Verkauf chinesischer Zeichnungen. Qi<br />

Baishis Tusche von Lotosblüten mit Fischen war das absolute<br />

Highlight. Als Gastgeschenk der Volkskammer China gelangte<br />

es 1957 in ostdeutschen Privatbesitz und wurde bei Quentin<br />

mit dem Hammerpreis von 41.000 Euro weitergereicht.<br />

TELEFON | 030/21018372<br />

INTERNET | www.quentinauktionen.de<br />

Russische Schöpfkelle<br />

Soester <strong>Auktions</strong>haus, Soest<br />

Die diesjährige Frühjahrsauktion im März 2012 brachte dem<br />

Soester <strong>Auktions</strong>haus viele überraschende Ergebnisse und<br />

den internationalen Kunden schöne Kunstwerke. 17.500 Euro<br />

lautete der Zuschlag für einen Saalbieter aus Moskau, der<br />

sich gegenüber neun Telefonen bei einem Moskauer Kowsch<br />

aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts durchsetzte. Bei<br />

einem Gemälde von Jacopo Amigoni mit der Darstellung der<br />

büßenden Maria schlug ein italienischer Privatsammler<br />

bei 8.000 Euro zu. Max Clarenbachs<br />

Gemälde Winterabend am Niederrhein von<br />

1946 blieb für 4.700 Euro in Deutschland, wo<br />

es nun einen <strong>Sammler</strong> im hohen Norden<br />

erfreut. Schmuckstücke waren ebenfalls bei<br />

deutschen <strong>Sammler</strong>n beliebt, so wie das Kollier<br />

aus den 1970er-Jahren (Zuschlag 6.000<br />

Euro) oder die Brillantbrosche aus den Sechzigern<br />

(5.500 Euro). Bei einem Brasilianer konnte<br />

die elfenbeinerne Art déco-Figur einer<br />

Tänzerin zu 5.000 Euro punkten.<br />

Günstiger für die Bieter waren<br />

die Preise fürs Interieur<br />

und Design: Eine Stehlampe<br />

wurde für 220 Euro, ein Paar<br />

holländische Armlehnsessel<br />

für 230 Euro und drei dänische<br />

Egg Chairs aus den<br />

1970er-Jahren wurden für je 950<br />

Euro weitergereicht.<br />

TELEFON | 02921/969470<br />

INTERNET | www.soester-auktionshaus.de<br />

Qi Baishi, Lotosblüte mit Fischen.Tusche und Farbe auf Papier, 99,5<br />

x 34 cm (Zuschlag 41.000 Euro). Quentin, Berlin, Oktober 2011<br />

Kowsch, 84 Solotnik, Moskau, Orest Kurljukov, 1908-1916 (17.500<br />

Euro). Soester <strong>Auktions</strong>haus, Soest, 14.03.2012


10<br />

Eugen Bracht, Die Bobritzsch-Fluss-Studie, 1914, Öl/Lw., 55,5 x 90 cm (Zuschlag 10.000 Euro). Karbstein, Düsseldorf, Dezember 2011<br />

Das Geschenk<br />

Kastern, Hannover<br />

Rückschau 2011: Ein sogenanntes Geschenkbild von Willi<br />

Baumeister war das Spitzenlos der vergangenen Dezemberauktion<br />

von Kastern. Während der Kriegsjahre 1939-45 hielt<br />

sich der als entartet eingestufte und mit Berufsverbot<br />

belegte Baumeister in Wuppertal auf, wo er bei Dr. Kurt Herberts,<br />

Inhaber einer Wuppertaler Farbenfabrik, arbeitete. Zu<br />

dieser Zeit ist das Bild Mädchen am Bodensee entstanden,<br />

bei dem es sich um eines der wenigen handelt, die Baumeister<br />

in den Kriegsjahren ausgewählten Personen zum Dank<br />

für die erhaltene Unterstützung schenkte. Aus norddeutschem<br />

Familienbesitz wurde es dem neuen Eigentümer für<br />

18.500 Euro zugeschlagen. Ein weiterer Höhepunkt im <strong>Auktions</strong>jahr<br />

stellte die Versteigerung der diversen Wappentafeln<br />

und Karten aus dem 17. Jahrhundert von Schieland dar,<br />

die von 800 Euro auf 9.000 Euro gehoben wurden. In der<br />

Märzauktion verursachte ein Sparzierstockgriff vom berühmtesten<br />

Fabergé-Meister Perchin großes Interesse. Für<br />

das emaillierte Goldstück von 1890 fiel der Hammer bei<br />

4.750 Euro. Gleich 6.000 Euro kostete die Meißener Fußschale<br />

von 1817-23. Figuratives aus Meißen war im Juni<br />

gefragt. Eine Tänzerin nach dem Modell von Theodor Eichler,<br />

ausgeführt zwischen 1934-47, wurde bei 3.700 Euro zugeschlagen.<br />

Eine Tänzerin in Gesellschaft stellte der Münchner<br />

Genre- und Bildnismaler Leopold Schmutzler (1864-1941) dar.<br />

Das besonders gut zum Ausdruck gebrachte südländische<br />

Temperament der jungen Frau entlockte einem Bieter 7.500<br />

Euro.<br />

TELEFON | 0511/851085<br />

INTERNET | www.kastern.de<br />

Blumenkinder<br />

Karbstein, Düsseldorf<br />

Rückschau 2011: Das Jahr bei Karbstein schloss ebenso gut<br />

wie es startete. Gleich die Januarauktion brachte mit dem<br />

Zuschlag von 6.000 Euro für das Großformat von Otto Pankok,<br />

Mädchen am Boden, den Höchstpreis für eine Papierarbeit<br />

des Künstlers. Auf der letzten Auktion des Jahres beeindruckte<br />

der Zuschlag für die überlebensgroße Figur von Fritz<br />

Behn, Schreitende, den mit 28.000 Euro ein Berliner <strong>Sammler</strong><br />

zahlte, der damit gegen mehrere engagierte Bieter am<br />

Telefon gewann. Die 20.000 Euro-Marke durchbrach auch<br />

ein Rosenbild von Frans Mortelmans, das in der Maiauktion<br />

zahlreiche Bieter aus dem In- und Ausland betörte. Sie sorgten<br />

dafür, dass der Schätzpreis von 13.000 Euro schnell stieg.<br />

Ein deutscher Telefonbieter blieb bis zum Zuschlag von<br />

22.500 Euro hartnäckig. Auch mit Hermann Seegers Bild von<br />

Blumen pflückenden Mädchen, das noch im Januar versteigert<br />

wurde, zeigte sich für Karbstein einmal mehr, dass stimmungsvolle<br />

Ölgemälde der Jahrhundertwende mit dekorativen<br />

Motiven nach wie vor sehr gesucht sind. Ausgegeben<br />

wurden dafür 7.500 Euro. Die kinetische Arbeit Rotor von<br />

Heinz Mack begeisterte eine <strong>Sammler</strong>in aus dem Rheinland<br />

so sehr, dass sie mit 11.000 Euro bei einer Taxe von 2.500<br />

Euro alle Mitbewerber aus dem Feld schlug und den Aufwärtstrend<br />

von Zero-Objekten bestätigte. Auch die 10.000<br />

Euro, die für Eugen Brachts idyllische Bobritzsch-Fluss-Studie<br />

erreicht wurden, waren internationaler Jahreshöchstpreis.<br />

Den längsten Atem bewies ein belgischer Telefonbieter.<br />

TELEFON | 0211/906161<br />

INTERNET | www.auktionshaus-karbstein.de


12<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Zart und hart<br />

Felzmann, Düsseldorf<br />

Rückschau 2011: Mit fast zehn Millionen Euro Jahresumsatz<br />

besetzten die Düsseldorfer Versteigerer, die 2011 ihr 35-jährige<br />

Bestehen feierten, weiterhin den Spitzenplatz unter den<br />

<strong>Auktions</strong>häusern für Philatelie und Numismatik in Nordrhein-Westfalen.<br />

Vor fünf Jahren entschied sich Ulrich Felzmann,<br />

die Numismatik zu einem vollwertigen Standbein<br />

aufzubauen, was sich auch für 2011 als richtig erwies. Die<br />

Versteigerung der Münzsammlung Excelsior war der Höhepunkt<br />

der Frühjahrssaison. Das 16. Jahrhundert bildet den<br />

Schwerpunkt dieser über 50 Jahre alten Sammlung, deren<br />

exklusive Einzelstücke nur selten zu finden sind. Die Regel,<br />

dass hochwertige Stücke immer gefragt sind, erwies sich<br />

auch bei der anschließenden Briefmarkenauktion als richtig.<br />

Der positive Trend chinesischer Marken setzte sich fort, auch<br />

wenn im Verlauf des Jahres der abflauende Wirtschaftsboom<br />

Chinas auf den <strong>Sammler</strong>märkten zeitweilig spürbar<br />

war. Von der ersten deutschen Briefmarke, genannt der<br />

Schwarze Einser, wurden gleich mehrere Exemplare in der<br />

Sommerauktion versteigert. Auch auf seinem dritten Spezialgebiet,<br />

der Zeppelinpost, war Felzmann erfolgreich. Für<br />

Luftschiffpost und Memorabilien wurde im Herbst ein Spezialkatalog<br />

angeboten, der Teile des Bordporzellans des Graf<br />

Zeppelin und die originale Funkspruch-Korrespondenz eines<br />

Zeppelinabsturzes beinhaltete. Eine Bieterschlacht lieferten<br />

sich <strong>Sammler</strong> aus 16 Ländern jedoch vor allem um die Lose<br />

der Forschungssammlung von John Duggan, Gründer der<br />

internationalen Zeppelin Study Group.<br />

TELEFON | 0211/5504413<br />

INTERNET | www.felzmann.de<br />

Urkunde Juli 1694, Johann Wilhelm Joseph Janaz von der Pfalz,<br />

genannt Jan Wellem. Felzmann, Düsseldorf, 2011<br />

Raden Saleh, In letzter Not (Ergebnis 1,95 Millionen Euro). Van<br />

Ham, Köln, Frühjahr 2011<br />

Einfach majestätisch<br />

Van Ham, Köln<br />

Rückschau 2011: Für Van Ham war es ein Rekordjahr. Der<br />

Umsatz stieg erneut und lag mit 26 Millionen Euro um acht<br />

Prozent über dem des Vorjahres. Mit der Versteigerung<br />

zweier aufsehenerregender Werke unterstrichen die Kölner<br />

ihre Führungsposition bei der Malerei des 19. Jahrhunderts.<br />

Mit Werken des javanischen Prinzen Raden Sarief war man<br />

schon früher erfolgreich, in der Frühjahrsauktion wurde dessen<br />

aufregende Szene eines Löwenangriffes auf einen Reiter<br />

mit dem Titel In letzter Not nun für den Rekordpreis von 1,95<br />

Millionen Euro verkauft. Damit handelt es sich um das teuerste<br />

Gemälde für den Künstler und diese Sparte in Deutschland.<br />

Auch der <strong>Auktions</strong>rekord im Herbst für das kleinformatige<br />

Gemälde von Franz Pforr war eine Attraktion. Bei Pforrs<br />

Nächtliche Heimkehr handelt es sich um eines der ersten<br />

Zeugnisse der Nazarener. In der Forschung bislang unbekannt<br />

gewesen, ermittelte Van Ham den Autor, die Provenienz<br />

und vor allem die Bedeutung des Gemäldes, dessen<br />

Versteigerung aufgrund nur fünf fest zugeschriebener<br />

Werke des Künstlers einer kleinen Sensation glich und mit<br />

915.000 Euro entsprechend gewürdigt wurde. Die Kunstgewerbe-<br />

und Schmuck-Auktionen waren mit einem Gesamtergebnis<br />

von 4,1 Millionen Euro die umsatzstärksten in der<br />

Geschichte des Hauses. Highlights waren der Amberger<br />

Hochzeitszug der KPM, der mit einem Gesamtergebnis von<br />

100.000 Euro neue Maßstäbe setzte und das prunkvolle Service<br />

aus der Silberschmiede Wilkens und Söhne, von dem es<br />

weltweit nur zwei Exemplare gibt. Es fand für 52.500 Euro<br />

einen neuen Besitzer. Die Topliste der Modernen und Zeitgenossen<br />

führen erneut Rudolf Bauer mit 620.000 Euro und<br />

Günther Uecker mit 216.500 Euro an. Eine Spitzenstellung<br />

im Bereich Fotografie, der eine Umsatzsteigerung von zwölf<br />

Prozent erfuhr, nimmt die klassische Fotografie ein.<br />

TELEFON | 0221/9258620<br />

INTERNET | www.van-ham.com


14<br />

sprachigen Markt. Zusammen mit der Versteigerung von Privatsammlungen<br />

historischer Bestecke sowie Möbel des Art<br />

Nouveau,Lampen und Glasvasen erzielte man für das<br />

Kunstgewerbe eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre.<br />

Höhepunkt der Moderne-Auktion im Dezember wurde nach<br />

langem Bietwettkampf Max Beckmanns bedeutende Gouache<br />

Löwenbändiger (Zirkus). Offenbar von der Zirkusbegeisterung<br />

des Künstlers angesteckt,rangen Saal gegen Telefone<br />

um das große Blatt mit beeindruckender Ausstellungshistorie.<br />

Erst bei 864.000 Euro war ein deutscher Bieter erfolgreich.Weiterer<br />

Höhepunkt war mit 720.000 Euro das Gemälde<br />

Der Wald von Max Ernst. Mit neun Millionen Euro Gesamtumsatz<br />

hat man die Frühjahrsauktionen mit Moderne,Zeitgenossen<br />

und Fotografie abgeschlossen. Höhepunkt war der<br />

vielfach prominent ausgestellte Dancer/Tänzer,eine von<br />

Kurt Schwitters 1943 aus Gips und wohl aus Knochen<br />

geschaffene Plastik. Solche schon kunsthistorisch bedeutende<br />

Arbeiten des Avantgarde-Multitalents sind heute fast<br />

ausschließlich in musealem Besitz oder in Privatsammlungen<br />

und lassen sich auf dem Kunstmarkt kaum mehr finden.<br />

Für 600.000 Euro konnte sich der Schweizer Handel erst<br />

nach langem Bietgefecht durchsetzen: Weltrekord für eine<br />

Plastik des Künstlers.<br />

TELEFON | 0221/9257290<br />

INTERNET | www.lempertz.com<br />

Max Beckmann, Löwenbändiger (Zirkus), 1930, Gouache und<br />

Pastell, 90 x 59,3 cm (Ergebnis 864.000 Euro). Lempertz, Köln,<br />

Dezember 2011<br />

Raubkatzenrekorde<br />

Lempertz, Köln<br />

Rückschau 2011:<br />

Raubkatzen waren<br />

im vergangenen<br />

Jahr bei Lempertz<br />

äußerst begehrt.<br />

Die weiße Löwin<br />

von Johann Gottlieb<br />

Kirchner,die<br />

ursprünglich eine<br />

Tigerin war (der<br />

Namenswechsel ist<br />

einem alten Übertragungsfehler<br />

geschuldet)<br />

übertraf<br />

in der Kunstgewerbe-Auktion<br />

im<br />

November erwartungsgemäß<br />

alle<br />

anderen Objekte<br />

bei weitem. Von<br />

August dem Starken in Auftrag gegeben,war sie für die<br />

Menagerie der Meißener Porzellantiere im Japanischen Palais<br />

in Dresden gedacht. Für 1,1 Millionen Euro ging sie nun nach<br />

Japan. Ein Rekordpreis für Porzellan auf dem deutsch-<br />

Liebesbriefe<br />

Venator & Hanstein, Köln<br />

Eine Sammlung liebevoll illustrierter Briefe von Horst Janssen<br />

an eine junge Geliebte war das begehrteste Objekt der<br />

diesjährigen Frühjahrsauktion 2012 von Venator & Hanstein<br />

in Köln. Im Saal und an vielen Telefonen beboten,wurde das<br />

in mehrere Katalognummern aufgeteilte Konvolut schließlich<br />

für 72.000 Euro verkauft (Taxe 23.000 Euro). Am ersten<br />

<strong>Auktions</strong>tag wurde der Erstdruck der Tabula Peutingeriana,<br />

der Peutingerschen Tafel mit dem römischen Straßennetz,<br />

erst bei 26.000 Euro ins benachbarte Ausland abgegeben.<br />

Ein vierzeiliges Gedicht von Goethe kostete einen Saalbieter<br />

bei einer Schätzung von 10.000 Euro schließlich 21.000 Euro<br />

und das Kupferstichwerk Fruchtbringende Gesellschaft<br />

27.000 Euro. Die Objekte mit den höchsten Steigerungen<br />

stammten von Marcel Broodthaers. Seine Arbeit Musée<br />

Museum aus dem Jahr 1972 kostete 7.700 Euro (Taxe 2.400<br />

Euro) und zwei kleine Schriften aus den Jahren 1972/73<br />

erbrachten 4.000 und 4.250 Euro – bei Schätzpreisen von<br />

450 und 500 Euro.<br />

TELEFON | 0221/2575419<br />

INTERNET | www.venator-hanstein.de<br />

Abb. li. u.: Sitzende Tigerin, Meißen, Modell von Johann Gottlieb<br />

Kirchner, Januar 1733, Porzellan, H 74 cm (Ergebnis 1,1 Mio. Euro).<br />

Lempertz, Köln, November 2011


16<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

burg (1776-1856) gehörte, die Werke von Rogier van der Weyden,<br />

Cima da Conegliano, Lucas Cranach, Peter Paul Rubens<br />

oder Caspar David Friedrich aufweist. 123 Jahre später ließ sich<br />

ein süddeutscher Bieter die einmalige Gelegenheit nicht entgehen<br />

und sicherte sich das Bild für 20.700 Euro.<br />

TELEFON | 0228/461955<br />

INTERNET | www.zengen.de<br />

Brausende Meere,<br />

ruhende Flüsse<br />

Plückbaum, Bonn<br />

Phönix, Entwurf Arthur Storch, Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur,<br />

Porzellan, 1925, H 57 (Ergebnis 11.000 Euro). Von Zengen,<br />

Bonn, 24./25.03.2012<br />

Seltenheitswerte<br />

Von Zengen, Bonn<br />

Die Hauptattraktion im März<br />

2012 beim Bonner <strong>Auktions</strong>haus<br />

Von Zengen kam aus der<br />

umsatzstarken Asiatika-Abteilung:<br />

Die Privatsammlung eines<br />

deutschen Diplomaten, der um<br />

1930 in Peking und Schanghai<br />

stationiert war, bot marktfrische<br />

Ware. Spitzenlos war ein<br />

chinesischer Pinselbecher aus<br />

Elfenbein, den ein Chinese im<br />

Saal auf 22.000 Euro trieb.<br />

11.000 Euro musste ein Bieter für das Herzstück der Porzellanofferte<br />

ausgeben: der große Phönix aus der Aeltesten Volkstedter<br />

Porzellanmanufaktur von Arthur Storch. Er gehört zu<br />

den, in nur kleiner Stückzahl produzierten Tierfiguren und<br />

Fabelwesen, die Storch und Hugo Meisel in den 1920er-Jahren<br />

für das neue Leipziger Messegebäude, das Porzellan-Palais, entworfen<br />

haben. Ebenso selten wie das Porzellan auf dem <strong>Auktions</strong>markt<br />

zu finden und deshalb äußerst begehrt war ein<br />

Gemälde vom Goethe-Zeitgenossen Johann Joachim Faber.<br />

1827 malte er seine Vedute von San Vito Romano und Olevano<br />

in Latium, die bis 1889 zur bedeutendsten bürgerlichen Kunstsammlung<br />

des 19. Jahrhunderts, der Sammlung des Leipziger<br />

Wollhändlers und Kunstmäzenen Maximilian Speck von Stern-<br />

Rückschau 2011: Als das älteste <strong>Auktions</strong>haus in Bonn ist Plückbaum<br />

seit über achtzig Jahren mit der Versteigerung von<br />

Kunst, Antiquitäten und Schmuck erfolgreich, und auch das<br />

Geschäftsjahr 2011 bestätigt dies. Schon im Februar konnte<br />

man sich über die hohe Steigerung von 9.000 auf 19.000 Euro<br />

freuen, die Andreas Achenbachs Marinebild mit Segelschiffen<br />

auf einer stürmischer See verursachte. Doch dieser Steigerungsgrad<br />

sollte in der Herbstsaison beim Aufruf des Landschaftsgemäldes<br />

von Max Clarenbach, Winter an der Erft, aus<br />

Bonner Familienbesitz, noch getoppt werden. Das Limit von<br />

6.500 Euro für die winterlich ruhende Flusslandschaft in Zentralperspektive<br />

ging schnell nach oben, der Hammer fiel<br />

schließlich erst bei 36.000 Euro. Auch die Silbersparte war mit<br />

einem Augsburger Kugelfußbecher aus der Mitte des 17. Jahrhunderts<br />

wertvoll besetzt. Das Silberstück des Meisters Melchior<br />

Burtenbach wurde denn auch erst bei 16.000 Euro zugeschlagen.<br />

TELEFON | 0228/6883820<br />

INTERNET | www.plueckbaum.de<br />

Pinselbecher, Elfenbein, China, späte Qing-Zeit, H 13,6 (Ergebnis<br />

22.000 Euro). Von Zengen, Bonn, 24./25.03.2012<br />

Max Clarenbach, Winter an der Erft, Öl/Lw., 80 x 100 cm<br />

(Zuschlag 36.000 Euro). Plückbaum, Bonn, September 2011


KUNST – ANTIQUITÄTEN – ORDEN – TEPPICHE<br />

12. Mai 2012 • 14.00 Uhr<br />

Vorbesichtigung: 11. Mai 2012, 15.00 – 20.00 Uhr • 12. Mai 2012, 10.00 – 12.00 Uhr<br />

Ignace Spiridon, act. (1869–1900) 85 cm x 140 cm.<br />

Öl auf Leinwand. Signiert. € 1.000,–<br />

Georges Braque (1882–1963)<br />

Öl auf Tafel. 58 x 43 cm.<br />

Limit € 80.000,–<br />

Deutschland oder Niederlande 17. Jh.<br />

Öl auf Leinwand wohl doubliert.<br />

79 x 80 cm. Limit € 600,–<br />

Damenportrait von 1575.<br />

Die Adlige 42 Jahre alt. 92 x 72 cm.<br />

Öl auf Holz Parkettiert. € 800,–<br />

Benjamin Vautier (1829–1898)<br />

Beim Advocaten. 63 x 80 cm.<br />

Öl auf Leinwand. Limit € 4.000,–<br />

Charles Leickert (1816–1907) 77 x 103 cm.<br />

Öl auf Leinwand. Signiert u. datiert 1875.<br />

Limit € 20.000,–<br />

Kommode 97 x 138 x 63 cm.<br />

Limit € 3.000,–<br />

Prismenleuchter Bleikristall und<br />

Bronze D’Ore. 120 cm hoch.<br />

Ende 19. Jh. Limit € 2.000,–<br />

Private Sammlung von mehreren<br />

Hundert Orden und Abzeichen.<br />

Konya Obruk,Türkei, zentral Anatolien 18. Jh.<br />

170 x 117 cm. Limit € 2.000,–<br />

Schirwan Antik Kaukasus. 173 x 118 cm.<br />

Limit € 1.000,–<br />

Selten feiner Isfahan Persien. Korkwolle<br />

auf Seidenkette. 435 x 305 cm. € 1.500,–<br />

Sevan Kazak Kaukasus antik.<br />

19. Jh. 238 x 165 cm. € 1.000,–<br />

Stickerei „Stumpwork” mit Metallbrokat datiert 1667. 94 x 204 cm.<br />

England Periode Charles II. € 8.000,–<br />

Kleid Wiener Werkstätte.<br />

Orig. Etikett und orig.<br />

Silberknöpfe Punziert.<br />

Limit € 1.500,–<br />

Versteigerer Hans-Joachim Homm • Fuchstanzstraße 14 & 33 • 61440 Oberursel<br />

Telefon +49 (0)6171 2790467 • Mobil +49 (0)171 2060060 • Fax +49 (0)6171 2790469<br />

E-Mail: info@auktionshaus-homm.de • Homepage: www.auktionshaus-homm.de


18<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Im Osten was Neues<br />

Mehlis, Plauen<br />

Vase, China, Jade, H 26 cm, Holzkonsole (Zuschlag 66.000 Euro).<br />

Arnold, Frankfurt, September 2011<br />

Chinatown<br />

Arnold, Frankfurt<br />

Rückschau 2011: Asiatika war bei Arnold in der Herbstsaison<br />

äußerst gefragt, hatte das Frankfurter Haus ja auch ausgefallene<br />

Stücke im Programm.Wie die chinesische Jadevase,<br />

deren feines Landschaftsrelief das Interesse vieler internationaler<br />

Bieter auf sich zog.Auf nur 400 Euro taxiert,<br />

schnellte die Vase auf das Spitzenergebnis von 66.000 Euro.<br />

Ähnlich lief es mit einer chinesischen Schale, 18.Jahrhundert,<br />

aus Hindustan-Jade, die den Schätzwert von 300 Euro<br />

bei 22.000 Euro weit hinter sich ließ. Auch orientalisches<br />

Kunsthandwerk wurde stark beachtet.Ein türkischer Iznik-<br />

Teller aus dem 17.Jahrhundert ging nach heftigem Bietgefecht<br />

für 17.000 Euro an einen neuen Liebhaber. Sehr bietfreudig<br />

war das Publikum auch beim Aufruf des Kaiserlichen<br />

Ordens des heiligen Apostelgleichen Fürsten Wladimir, einer<br />

Juwelieranfertigung des Kreuzes 1., 2.oder 3.Klasse mit<br />

Schwertern und Krone für 10.000 Euro. Der Hammer fiel erst<br />

bei 60.000 Euro. Ähnlich tief in die Tasche greifen musste<br />

der Bieter für das Nolde-Aquarell Segelschiff vor roten Wolken,<br />

das der Novemberkatalog zu bieten hatte.65.000 Euro<br />

lautete der Hammerpreis.<br />

TELEFON | 069/282779<br />

INTERNET | www.auktionshaus-arnold.de<br />

Rückschau 2011/Frühjahr 2012: Mit Auktionen zu Spezialthemen<br />

ist man in Plauen besonders erfolgreich.Die Erweiterung<br />

des vierteljährlichen Programms um eine spannende Sonderauktion<br />

bescherte dem Haus die ein oder andere glückliche<br />

Überraschung.Sei es Russische Kunst, die ereignisreiche Zeitspanne<br />

Vom Jugendstil zum Bauhaus oder gar die Auktion für<br />

Stockliebhaber – welches Thema von Jens und Jeannette Mehlis<br />

auch angegangen wurde, steigende Verkaufszahlen und<br />

viele Neukunden waren immer das Ergebnis.Auch die Rückbesinnung<br />

auf den eigenen Schwerpunkt – Angewandte Kunst<br />

des Jugendstil und Art déco – hatte einen positiven Effekt.Ausgangspunkt<br />

war die Sonderauktion Vom Jugendstil zum Bauhaus<br />

im August 2011, die zum Highlight des Jahres wurde.Hier<br />

erzielte die Bauhaus-Teekanne von Theodor Bogler 30.000<br />

Euro.Ebenfalls einen Höchstzuschlag brachte die Gartenplastik<br />

von Cecilia Schmidt Risse mit 14.000 Euro. Für Mehlis Anlass<br />

genug, sich diesen Themen – ebenso wie der angewandten<br />

Kunst nach 1945 – zukünftig verstärkt zu widmen.Das beste<br />

Ergebnis in der Geschichte des Hauses wurde erst vor kurzem,<br />

mit der Frühjahrsauktion 2012 erzielt.Verzeichnet wurde der<br />

höchste Gesamtumsatz, der höchste Zuschlag sowie die höchste<br />

Anzahl von Bietern auf ein Gemälde.Dieses, der Koranprediger<br />

von Daniel Israel war mit 450 Euro angekündigt, und<br />

wurde mit 43.000 Euro nicht, wie man vermuten könnte, an<br />

die eigens aus dem Nahen Osten angereisten Bieter zugeschlagen,<br />

sondern ging nach einem harten Bietgefecht an<br />

einen französischen Kunden.31.000 Euro kostete das Großformat<br />

mit den vier Evangelisten aus der Werkstatt Joachim<br />

Beuckelaers.Für eine Variante der Bogler-Teekanne wurden<br />

29.000 Euro bezahlt, 19.000 Euro legte ein Privatsammler aus<br />

dem Vogtland für den Karlsbader Moser-Sternlüster hin.Unerwartet<br />

hoch war auch der Zuschlag für einen ungemarkten<br />

Meißener Pfeifenkopf, der für 7.000 Euro in die USA ging.<br />

TELEFON | 03741/221005<br />

INTERNET | www.auktionshaus-mehlis.de<br />

Theodor Bogler, Kombinationsteekanne, Entwurf 1923, Modell L6,<br />

Bauhaus Dornburg, Steinzeug (Zuschlag 30.000 Euro). Mehlis, Plauen,<br />

August 2011


20<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Michael Powolny (24.000 Euro), eine bedeutende Meißener<br />

Schokoladentasse aus dem St.-Andreas-Service der Zeit um<br />

1744/45 (6.800 Euro) und eine seltene Präzisions-Sekundenpendeluhr<br />

(13.000 Euro). Ein Buddha Sakyamuni überraschte<br />

mit 8.000 Euro ebenso wie ein Bartmannskrug des Siegburger<br />

Raumes aus dem 16. Jahrhundert mit 4.000 Euro und<br />

ein Satz seltener barocker Schachfiguren in militärischer<br />

Ausformung mit 4.200 Euro.<br />

TELEFON | 03672/424350<br />

INTERNET | www.auktionshaus-wendl.de<br />

Papiertiger<br />

Boltz, Bayreuth<br />

Putto, Entwurf Michael Powolny, Pressmarke WK (1906-12) und<br />

Pressmarke PM (um 1910), H 38 cm (Zuschlag 24.000 Euro).<br />

Wendl, Rudolstadt, Frühjahr 2011<br />

Alleinstellungsmerkmal<br />

Wendl, Rudolstadt<br />

Rückblick 2011: Mit der Versteigerung von Papierantiquitäten,<br />

religiöser Volkskunst, Spielzeug und Varia – unter dem<br />

klangvollen Namen „Kunterbunt“ – in Bayreuth hat Waltraud<br />

Boltz auch 2011 ihre Nischen erfolgreich abgesteckt<br />

und mit feinen Objekten recht bemerkenswerte Ergebnisse<br />

erzielt. Im Frühjahr fiel der hohe Zuschlag von 6.500 Euro für<br />

eine Serie von Guckkastenbildern aus dem 18. Jahrhundert.<br />

Auch Spielzeugliebhaber waren bereit, tief in die Tasche zu<br />

greifen, so wie für einen Kaufladen (1.250 Euro) und ein<br />

Käthe Kruse-Puppenmädchen (3.600 Euro). Bei 1.500 Euro<br />

wurde die unvollständige Schnitzarbeit der Kreuzwegstationen<br />

weitergereicht, 700 Euro kostete einem Bieter ein Diorama<br />

der Heiligen Familie aus fein aquarellierten Papierfiguren<br />

mit aufwändigen Seiden- und Brokatgewändern. Meißener<br />

Hasen waren im November beliebt: Eine Gruppe aus<br />

Kind mit Hasen wurde bei 650 Euro zugeschlagen, ein Feldhase<br />

bei 400 Euro. Die Höchstpreise dieser Kunterbunt-Auktion<br />

wurden jedoch für eine Arretierwaage (4.500 Euro)<br />

sowie für eine Aufsatzkommode (6.500 Euro), beide aus<br />

dem 18. Jahrhundert, erreicht.<br />

Rückblick 2011: Mit 12.000 Positionen in drei Auktionen pro<br />

Jahr hat sich das im thüringischen Residenzstädtchen<br />

Rudolstadt gelegene Kunst-<strong>Auktions</strong>haus Martin Wendl ein<br />

Alleinstellungsmerkmal im deutschen Markt erarbeitet. 2011<br />

feierte man das 20-jährige Bestehen und verzeichnete<br />

stabile Verkaufszahlen im Bereich der<br />

achtzig Prozent. Aufgrund der enormen Bandbreite<br />

des Angebots musealer Exponate und qualitätvoller<br />

<strong>Sammler</strong>stücke findet zunehmend internationales<br />

Publikum nach Rudolstadt. Glanzpunkte<br />

im Versteigerungsjahr 2011 wurden mit der<br />

Gemäldeofferte gesetzt. So gehörten Edward<br />

Cucuels Darstellung einer Badenden (Zuschlag<br />

39.000 Euro), ein in Öl gefasstes Bildnis eines russischen<br />

Alten von Chariton Platonow (11.000<br />

Euro), ein Willem van Aelst zugeschriebenes<br />

Prunkstillleben (32.000 Euro) sowie ein barockes<br />

Porträt eines jungen Mannes in Harnisch des<br />

niederländischen Malers Pieter Nason (43.000<br />

Euro) zu den Spitzenergebnissen. Ebenso spannende<br />

Bietgefechte und hervorragende Ergebnisse<br />

erzielten ein Putto des Wiener Keramikers<br />

TELEFON | 0921/20616<br />

INTERNET | www.boltz-auktionen.de<br />

Kaufladen, H 32 cm, L 72 cm (Zuschlag 1.250 Euro). Boltz, Bayreuth, Mai 2011


VOGLER AG BASEL<br />

Frühjahrsauktion<br />

Samstag 12.05.2012<br />

Ausstellung 04.05. – 10.05.2012<br />

ALBRECHT DÜRER (1471 – 1528)<br />

„Erasmus von Rotterdam”<br />

Kupferstich, um 1600, Meder 105/h, Wasserzeichen 214<br />

<strong>Auktions</strong>haus-Galerie Vogler AG<br />

Güterstrasse 133 • CH – 4053 Basel<br />

Tel. ++41(0)61 361 46 66 • Fax ++41(0)61 361 46 68<br />

info@auktionen-vogler.ch<br />

www.auktionen-vogler.ch


22<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Tickendes und<br />

Bewegtes<br />

Dr. Crott, Mannheim<br />

Rückblick 2011: Für einen kleinen <strong>Sammler</strong>kreis, der an feinen<br />

Spieldosen mit Schlagwerken interessiert ist, war die Frühjahrsauktion<br />

von Dr. Crott ein Muss. Im Angebot hatte der<br />

Uhrenspezialist eine einzigartige Singvogeldose mit Musikspielwerk,<br />

Uhrwerk und einem erotischen Automaten. Es<br />

handelte sich hierbei wahrscheinlich um die einzige existierende<br />

Singvogeldose mit drei weiteren Komplikationen, und<br />

als solche die technisch anspruchvollste aller Singvogeldosen.<br />

Entsprechend hoch fiel der Zuschlag mit 300.000 Euro<br />

aus. Musik für über 100.000 Euro lag auch im Herbst in der<br />

Luft. Für eine Schnupftabakdose mit Musikspielwerk von I.G.<br />

Rémond & Company à Genève wurden 130.000 Euro<br />

gewährt; eine Herrentaschenuhr von Piguet et Meylan à<br />

Brassus, 1820 für den chinesischen Mark produziert, spielt<br />

für 180.000 Euro eine Mozartmelodie. Ein sicherlich ganz<br />

exzellentes Stück ist das Drei Brücken Tourbillon von Girard<br />

Perregaux, das für 150.000 Euro seit Mai 2011 den neuen<br />

Besitzer glücklich macht. Seltenheitswert hat die Kampfschwimmeruhr<br />

von Panerai nicht zuletzt wegen ihres Rolexuhrwerks<br />

Cal. 618. Sie wurde das erste Mal im November bei<br />

Dr. Crott angeboten und war mit 65.000 Euro Bestseller<br />

unter den Armbanduhren.<br />

TELEFON | 0621/3288650<br />

INTERNET | www.uhren-muser.de<br />

Officine Panerai, Radiomir, Ref. 3646/Typ C, ca. 1944 (Zuschlag<br />

65.000 Euro). Dr. Crott, Mannheim, November 2011<br />

Exotisch<br />

Kunst & Kuriosa, Heidelberg<br />

Rückschau 2011: Mit vier großen Asiatika- sowie Kunst &<br />

Antiquitäten-Auktionen erzielte das Heidelberger Haus 2011<br />

sein bestes Ergebnis in der 25-jährigen Firmengeschichte.<br />

Mit der erfolgreichen Versteigerung des erstmalig im Handel<br />

angebotenen Gemäldes des Berliner Sezessionisten Lesser<br />

Ury, Nächtliche Straßenszene, setzte man im Mai die<br />

Höchstmarke des Jahres: 140.350 Euro kostete das Bild, das<br />

einen belebten Berliner Boulevard mit beleuchteten Schaufenstern<br />

bei Regen zeigt, aus Mannheimer Familienbesitz.<br />

Schlagzeilen machte das Haus aber auch mit der Asiatika-<br />

Offerte aus einer Schweizer Privatsammlung. Darunter war<br />

eine chinesische Pilgerflasche der Ming-Zeit mit dem Limit<br />

von 500 Euro, die von einem asiatischen Geschäftsmann im<br />

Saal hartnäckig beboten wurde, und der bis zum Hammerfall<br />

bei 23.000 Euro seine Nummer hoch hielt. Exotischexpressiv<br />

verlief der Herbst mit der Versteigerung des von<br />

Helmuth Macke bemalten Schlafzimmers, das für 12.200<br />

Euro über den Tisch ging. Eine Otto Müller-Lithografie kostete<br />

7.930 Euro. Der neuen Sachlichkeit entspricht das Landschaftsgemälde<br />

von Georg Schrimpf, das für 18.900 Euro<br />

ersteigert und in das Werkverzeichnung des Künstlers auf-<br />

genommen wurde. Ein überraschendes Ergebnis erzielte mit<br />

9.761 Euro auch eine chinesische Guanyin der Ming-Zeit.<br />

TELEFON | 06221/840840<br />

INTERNET | www.kunst-und-kuriosa.de<br />

Pilgerflasche aus Jingdezhen, China, Ming-Zeit, Ende 15. Jh.<br />

(Ergebnis 23.180 Euro). Kunst & Kuriosa, Heidelberg, Herbst 2011


Ölgemälde von Theodor GROLL (1857-1913 Düsseldorf)<br />

„Ansicht von Florenz mit Personen- und Tierstaffage”<br />

Zuschlagspreis 19.000,- €<br />

Reiseuhr in Buchform, wohl 17./18.Jh.<br />

wohl Silber Augsbur. Zuschlagspreis 6.000,- €<br />

Krug Altenburg 18. Jh.<br />

Zuschlagspreis 13.200,- €<br />

Kommode vor 1750<br />

Gebrüder Spindler Bayreuth, Nussholz furniert<br />

Zuschlagspreis 122.000,- €<br />

AUKTIONSHAUS<br />

WEIDLER<br />

seit 1980<br />

Öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator<br />

Top-Adresse für alle Sammlungsgebiete<br />

seit 1970 im Antiquitätenhandel<br />

Albrecht-Dürer-Platz 8, 90403 Nürnberg<br />

Tel. 0911 - 22 25 25 oder 22 25 45, Fax 0911 - 24 38 51<br />

auktionshausweidler@t-online.de<br />

www.auktionshausweidler.de<br />

Jährlich in neun Auktionen<br />

ca. 22.000 Positionen auf insgesamt 1500 qm<br />

Zwei Häuser im Herzen der Nürnberger Altstadt:<br />

Schmuck von 1750 bis heute – Taschen-/Armbanduhren versch. Marken<br />

Münzen Gold/Silber – Orden – Gemälde/Grafiken 16.-20. Jh. – Porzellan<br />

(Meissen, KPM, Rosenthal u.a.) – Bronzefiguren – Silberwaren – Fayencen<br />

Altes Spielzeug (Blechspielsachen, Eisenbahnen, Puppen/-stuben u.a.) – Möbel<br />

Ikonen – Zinn-/Kupferwaren – Designobjekte – Pelze (Zobel/Nerz u.a.) – Glas<br />

Holzfiguren – Musikinstrumente – Jugendstil- u. Art Deco-Waren<br />

Teppiche – seltene Bücher und Briefmarken – Postkarten<br />

Fränkische Kunst – Oldtimer/KFZ/Motorräder u.v.m.<br />

Wir versteigern ganze Nachlässe, komplette<br />

Sammlungen und Einzelstücke.<br />

Insolvenzen/Pfandgutversteigerungen,<br />

Auktionen von Schloss- und Villeninhalten.<br />

Einlieferungen jederzeit erbeten.<br />

Umfangreiche Kundenkartei.<br />

Kupferstich von Albrecht DÜRER<br />

„Die Vision des Heiligen Eustachius”<br />

(Meder 60b)<br />

Zuschlagspreis 27.000,- €<br />

Tabatière Frankreich<br />

wohl 19. Jh.<br />

Gold mit Miniaturgemälde<br />

Zuschlagspreis 3.600,- €<br />

Ikone „Hodegetria” Russland<br />

19. Jh. / um 1900<br />

Zuschlagspreis 15.000,- €<br />

Eisenbahnsammlung<br />

MÄRKLIN – BING – BUB<br />

u.a. Lokomotiven, Waggons,<br />

Bahnhof u.a.<br />

Zuschlagspreis 23.365,- €<br />

Geschäftszeiten: Mo.-Fr. 9.00-18.00 Uhr, Sa. 10.00-13.00 Uhr<br />

Kompletter Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen im Internet.<br />

Eigene Kundenparkplätze vorhanden. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!<br />

Reiseikone<br />

„Heiliger Nikolaus”<br />

Moskau 1896-1908<br />

Zuschlagspreis 16.500,- €<br />

Ferrari Dino 246 GT Coupé Bj. 1971 rot. Zuschlagspreis 68.500,- €


24<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Patek<br />

Henry’s, Mutterstadt<br />

Patek Philippe, Chronograph<br />

Ref. 3970 E, 2. Generation<br />

(Ergebnis 67.100 Euro). Henry’s,<br />

Mutterstadt, 2011<br />

Rückschau 2011: Zwölf reguläre<br />

Auktionen mit den<br />

Schwerpunkten Antiquitäten,<br />

Kunst, Schmuck, Uhren,<br />

Orientteppiche und<br />

Möbel führt Henry’s jährlich<br />

erfolgreich durch –<br />

immer von Spezialauktionen<br />

erweitert.<br />

Landschaften in Kärnten<br />

waren das bevorzugte<br />

Motiv des schwäbischen<br />

Malers Anton Kolig, der<br />

sich 1930 in Österreich<br />

niederließ. Für seine Landschaft<br />

mit See im Gebirge<br />

wurden in der Kunstauktion<br />

28.060 Euro bezahlt.<br />

Einen hohen Zuschlag in<br />

der Auktion mit Teppichen<br />

erzielte ein Seidenkeschan<br />

aus Zentralpersien aus<br />

dem Ende des 19. Jahrhunderts. Mit einem Limitpreis von 5.000<br />

Euro versehen, kam der Zuschlag erst bei 11.500 Euro. Mit<br />

67.000 Euro an der Spitze des Jahres steht die Versteigerung<br />

eines Chronographen von Patek Philippe Ref. 3970 E, zweite<br />

Generation. Von Uhren zu Schmuck war es nicht weit: Ein drei<br />

Karat-Diamantring aus den 1930er-Jahren war einem <strong>Sammler</strong><br />

knapp 20.000 Euro wert.<br />

TELEFON | 06234/8011101<br />

INTERNET | www.henrys.de<br />

200<br />

Dr. Fischer, Heilbronn<br />

Hermann Max Pechstein, Waldweg, 1927, Öl auf Leinwand, 51 x 61<br />

cm (Erlös 150.000 Euro). Dr. Fischer, Heilbronn, September 2011<br />

Rückschau 2011: Höhepunkt des <strong>Auktions</strong>jahres war das 200.<br />

<strong>Auktions</strong>jubiläum am 24. September. Gemäß dieser runden<br />

Zahl wurden 200 Meisterwerke aufgerufen, die ein internationales<br />

Publikum auf den Plan riefen und Spitzenpreise erzielten.<br />

Langjährige Erfahrung und ein fundiertes Wissen in den<br />

bewährten Sparten – von Glas, über russische Ikonen bis hin zu<br />

modernen Gemälden – boten für zahlreiche Interessenten ausgesprochene<br />

Qualität und Raritäten, wie die Ergebnisse deutlich<br />

machen. Für 45.000 Euro blühen die Krokusse der gleichnamigen<br />

Gallé-Vase fortan in einer deutschen Privatsammlung.<br />

Ein monumentaler Preis für ein monumentales Glasbild<br />

konnte für Fire and Glass I von Libensky & Brychtová erzielt<br />

werden. Für 260.000 Euro wechselte es von Prag in die USA. Die<br />

museale Bedeutung des Augsburger Elfenbeinhumpen von<br />

Philipp Stenglin I wurde auch durch seinen Preis unterstrichen:<br />

100.000 Euro lautete der Zuschlag, der die gesetzten Erwartungen<br />

voll und ganz erfüllte. Dagegen alle Erwartungen übertroffen<br />

hat der Zuschlag für das farbenfrohe Pechstein-Bild,<br />

Waldweg, der mit 120.000 Euro auch den Höhepunkt der Auktion<br />

markierte.<br />

TELEFON | 07131/155570<br />

INTERNET | www.auctions-fischer.de<br />

Modern<br />

Kaupp, Sulzburg<br />

Rückschau 2011: Im Herbst setzte<br />

Kaupp erstmals auf Moderne und<br />

Zeitgenössische Kunst. Der lang<br />

geplante Schritt, in dem an Frankreich<br />

und die Schweiz angrenzenden<br />

reichen Baden aufregende<br />

Kunst der jüngeren Vergangenheit<br />

zu versteigern, hatte sehr großen<br />

Erfolg, es engagierten sich<br />

namhafte internationale Museen<br />

und Stiftungen und der Zuspruch internationaler Bieter war so<br />

gewaltig, dass der straffe Zeitplan völlig gekippt wurde. 400<br />

Werke kamen zum Aufruf, 200 davon aus einer Privatsammlung<br />

der ZERO Kunst. Viele wurden bis auf das Zehnfache des<br />

Aufrufpreises gehoben, darunter ein roter Yves Klein (Papierarbeit<br />

M1, rot für 59.000 Euro) und mehrere Arbeiten von Christo<br />

mit Zuschlägen von bis zu 60.000 Euro.„Die Ergebnisse bestätigen<br />

einen Trend, den wir am gesamten Kunstmarkt ausmachen<br />

können. Die 50er- und 60er-Jahre sind im Kommen und<br />

die Preise übertreffen sich“, so Kaupp.<br />

TELEFON | 07634/50380<br />

INTERNET | www.kaupp.de<br />

Christo, Empaquetage, 1963 (Zuschlag 60.000 Euro). Kaupp, Sulzburg,<br />

Herbst 2011


26<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Zwischen Jackie O. &<br />

Schwarzwaldmädeln<br />

Karrenbauer, Konstanz<br />

Louis XVI-Prunk-Pendule, feuervergoldete Bronze, H. 57 cm<br />

(Zuschlag 10.500 Euro). Peege, Freiburg, Oktober 2011<br />

Ganz Paris<br />

Rückschau 2011: Seit mehr als 30 Jahren ist das <strong>Auktions</strong>haus<br />

Karrenbauer in Konstanz eine wohlbekannte Adresse für<br />

Kunst und Antiquitäten in der Region und darüber hinaus. In<br />

mehr als 240 Auktionen hat sich ein breites nationales und<br />

internationales Publikum gebildet. Die Spezialität des Hauses<br />

ist die Versteigerung von Objekten, die ausschließlich<br />

aus privater Hand kommen. Im Herbst letzten Jahres wurde<br />

ein unsigniertes Gemälde im Keller eines Reihenhauses entdeckt,<br />

eine italienische Märtyrerinnenszene aus dem 17./18.<br />

Jahrhundert, die in der Dezemberauktion für 5.500 Euro<br />

zugeschlagen wurde. Im Oktober wurde ein wunderbares<br />

Bild des berühmten Schwarzwaldmalers Wilhelm Gustav<br />

Hasemann mit der Darstellung zweier junger Frauen im<br />

Festtagsgewand mit Bollenhut in sommerlicher Landschaft<br />

schwer beboten, was beim Zuschlag von 10.500 Euro endete.<br />

Ein italienischer Maler des 18. Jahrhunderts zeigt eine junge<br />

Dame eine Taube küssend. Obwohl in schlechtem Zustand<br />

wurden für das Gemälde 3.300 Euro gewährt. Möbel standen<br />

im Sommer im Mittelpunkt: Ein Armlehnsessel aus dem<br />

Italien des 17. Jahrhunderts ließ sich ein <strong>Sammler</strong> 4.000 kosten.<br />

Ein Riemerschmid-Schrank wurde für 2.200 Euro einem<br />

glücklichen Bieter zugeschlagen. Auch die Moderne fand<br />

ihre Liebhaber in Andy Warhols Jackie II, die für 6.500 Euro<br />

weitergegeben wurde.<br />

TELEFON | 07531/27202<br />

INTERNET | www.karrenbauer.de<br />

Peege, Freiburg<br />

Rückschau Herbst 2011/Frühjahr 2012: Zufrieden zeigte man<br />

sich mit den Ergebnissen in der vergangenen Herbst- und<br />

neuen Frühjahrssaison in Freiburg bei Peege. Vor allem mit<br />

einem der Schwerpunkte des Hauses, der Versteigerung von<br />

Gemälden, wurden schöne Zuschläge erzielt. Eine Pariser<br />

Straßenszene von Karl Hubbuch war der Spitzenreiter im<br />

Dezember. Das Bild aus einer Privatsammlung wurde bei<br />

11.500 Euro weitergereicht. Im Oktober war die Darstellung<br />

einer sommerlichen Waldlandschaft aus dem 16. Jahrhundert,<br />

das von Peter Brueghel d. Ä. stammen soll, für 20.000<br />

Euro zugeschlagen worden. Im März 2012 war ebenfalls ein<br />

Gemälde aus dem 16. Jahrhundert gefragt: Ein kleines Kupferbild<br />

mit der Darstellung der Rückkehr der Heiligen Familie<br />

nach Nazareth aus Ägypten, der Werkstatt Marten de Vos’<br />

zugerechnet, wurde für 12.000 Euro versteigert, 10.500 Euro<br />

musste ein Uhrenliebhaber für eine feuervergoldete Louis<br />

XVI-Pendule im Herbst ausgeben.<br />

TELEFON | 0761/75556<br />

INTERNET | www.peege.de<br />

Andy Warhol, Jackie II, Farbseriegrafie, 59,8 x 76 cm (Zuschlag<br />

6.500 Euro). Karrenbauer, Konstanz, Sommer 2011


28<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

erbrachte 5.600 Euro. Ein Ergebnis wie die 90.000 Euro für eine<br />

Bauernhochzeit aus dem Breughel-Umfeld im letzten Jahr<br />

konnte zwar nicht eingefahren werden, doch war man mit den<br />

Verkaufszahlen dennoch mehr als zufrieden. Mit 35.600 Euro<br />

den höchsten Zuschlag unter den Gemälden erzielte eine<br />

atmosphärische Ansicht des Golfs von Neapel von Friedrich<br />

Paul Nerly.<br />

TELEFON | 08382/93020<br />

INTERNET | www.zeller.de<br />

Übergabe geglückt<br />

Allgäuer <strong>Auktions</strong>haus, Kempten<br />

Kunstkammer<br />

Zeller, Lindau<br />

Rückschau 2011: Besonders fein gearbeitete Kunstkammerobjekte<br />

erzielten bei Zeller teils beachtliche Steigerungen. Das<br />

Publikum setzte vermehrt auf konservative Werte aus dem Altmeister-<br />

oder Kunsthandwerksektor, die sich über kostbare<br />

Materialien, beste Handwerkskunst und Seltenheit in der<br />

Überlieferung definieren können. Sowohl im Sommer als auch<br />

zur Herbstsaison gelangten in Lindau exquisite süddeutsche<br />

Arbeiten zur Auktion: Ein Memento Mori in Form eines in<br />

einem Sarg liegenden Leichnams aus Elfenbein, um 1680 gefertigt,<br />

stammt aus dem Umkreis des berühmten Nürnberger<br />

Elfenbeinschneiders Stephan Zicksich, was sich im Ergebnis<br />

von 29.500 Euro bemerkbar machte. Ebenfalls in Nürnberg<br />

geschaffen, allerdings erst um 1800, wurde ein kleines, anatomisches<br />

Skelettmodell aus Elfenbein, dessen Kopf und Gliedmaßen<br />

dank filigraner Metallscharniere bewegt werden können<br />

(Ergebnis 20.900 Euro). Ein noch spektakuläreres Ergebnis<br />

erzielte ein Memento Mori aus Lindenholz in Form eines tänzelnden<br />

Tödleins aus Augsburg. Mit einem Limit von 6.500<br />

Euro angeboten, schraubte sich der Preis auf 32.000 Euro. Die<br />

Versteigerung der Netsuke-Sammlung Elisabeths von Anhalt,<br />

Prinzessin von Hessen (1861-1955), war aufgrund der großen<br />

Nachfrage besonders beeindruckend. Sehr begehrt war ein<br />

Okimono in Form eines Oni mit kürbisförmiger Dose aus dem<br />

19. Jahrhundert, das einem Bieter 6.700 Euro wert war. Ebenso<br />

spannend verlief die Versteigerung eines kleinen Netsuke aus<br />

Elfenbein. Saru, der Affe wurde mit 980 Euro ausgerufen und<br />

Rückschau 2011: Das Allgäuer <strong>Auktions</strong>haus Kühling zeigt sich<br />

sehr zufrieden mit dem Jahresergebnis. Vor allem für den<br />

neuen Inhaber Matthias Kühling, der die Leitung im Januar von<br />

seinem Vater Bernard übernommen hat, war das erste<br />

Geschäftsjahr unter seiner Leitung recht erfreulich. Zu Jahresbeginn<br />

war die Spielzeugofferte stark beboten, heiß umkämpft<br />

wurde dabei der Schraubendampfer Jolanda von Märklin, der<br />

einem Allgäuer Bieter bei 15.000 Euro zugeschlagen wurde. Im<br />

Sommer war vor allem ein Madonnenbild aus dem Italien des<br />

17. Jahrhunderts schwer begehrt. Aus ganz Europa stammten<br />

die Bieter, die dazu beitrugen, dass sich der Limitpreis mehr als<br />

verdreifachte (Zuschlag 18.000 Euro). Für Spannung sorgten<br />

die fantastischen Märchenillustrationen des Isnyers Künstlers<br />

Friedrich Hechelmann, die auf 1.100 Euro und auf 4.300 Euro<br />

kletterten. Eine Tusche- und eine Ölarbeit von A.R. Penck wurden<br />

für 8.500 Euro und 8.000 Euro versteigert.<br />

TELEFON | 0831/5642530<br />

INTERNET | www.allgaeuer-auktionshaus.de<br />

Der Klassiker<br />

Neumeister, München<br />

Rückschau 2011: Für Neumeister bestätigte sich die Erfahrung<br />

der vergangenen Jahre, dass sich die hohe Wertschätzung für<br />

qualitätvolle, singuläre Werke in erfreulichen Resultaten spiegelt.<br />

Wie die 275.000 Euro, die ein deutscher <strong>Sammler</strong> für Abel<br />

Grimmers Gemälde Turmbau zu Babel zahlte. Genauso trugen<br />

internationale <strong>Sammler</strong> und Händler zu hohen Zuschlägen bei.<br />

Werke des 19. Jahrhunderts erzielten Spitzenergebnisse, allen<br />

voran ein Höchstpreis von 143.750 Euro für Joseph Stieler und<br />

sein Porträt der Freifrau von Tettenborn. David Rijckaert zugeschriebenes<br />

flämisches Prunkstillleben schraubten ausdauernde<br />

Saalbieter zugunsten des niederländischen Handels auf<br />

137.500 Euro. Den höchsten Erlös bei den Neueren Meistern<br />

Abb. li.: Saru, der Affe, Netsuke, Elfenbein (Ergebnis 5.600 Euro).<br />

Zeller, Lindau, 2011


AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE 29<br />

verzeichnete man für<br />

Paul Matthias Paduas<br />

Dirndl mit 75.000 Euro,<br />

das in eine oberbayerische<br />

Privatsammlung<br />

übernommen<br />

wurde.<br />

Eines der Toplose<br />

beim ebenfalls sehr<br />

gut nachgefragten<br />

Kunsthandwerk war<br />

ein Paar Weinkühler<br />

von Gabriel-Jacques-<br />

André Bompart für<br />

18.750 Euro. Die komplette<br />

Serie von 16<br />

Figuren der Nymphenburg<br />

Commedia<br />

dell’arte wurde für<br />

20.000 Euro verkauft.<br />

Auch in der<br />

Abteilung Moderne<br />

waren qualitätvolle<br />

Arbeiten europaweit und bis China und die USA gefragt – insbesondere<br />

Werke der Klassischen Moderne wie von Ernst Ludwig<br />

Kirchner (212.500 Euro), Wassily Kandinsky (200.000 Euro),<br />

Emil Nolde (90.000 Euro), Hermann Max Pechstein (81.250<br />

Euro) oder Maurice Utrillo (81.250 Euro). Spitzenreiter der<br />

Sonderauktion shape, anlässlich der 50. Auktion Moderne, war<br />

Sol LeWitts dreiteilige Installation Complex Forms No. 19<br />

(102.500 Euro). Beim Design brachte es das Meißen-Service<br />

1001 Nacht auf 15.000 Euro. Ein heiß umkämpfter Paravent der<br />

1930er-Jahre aus der Art déco-Sammlung des Travestiestars<br />

Bob Lockwood ging schließlich für 22.500 Euro an einen internationalen<br />

<strong>Sammler</strong>.<br />

TELEFON | 089/2317100<br />

INTERNET | www.neumeister.com<br />

Isarflimmern<br />

Art& Auktionen, München<br />

Rückblick 2011: Regelmäßige Zuschlagsquoten von mehr als<br />

75 Prozent in den vier großen Kunstauktionen und über 90<br />

Prozent in den drei Fundgruben-Auktionen ließ 2011 zum<br />

erfolgreichen Jahr werden. Die Herbstauktion war eine der<br />

besten seit Bestehen des Unternehmens, wofür vor allem<br />

eine Sammlung von Grafiken und modernen Werken verantwortlich<br />

war. Vor allem das große und breitgefächerte Angebot<br />

an Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälden vom 16.<br />

bis zum 20. Jahrhundert lockte zahlreiche Besucher und<br />

Kaufinteressierte. Hauptlos war erwartungsgemäß das<br />

Gemälde von Alexander Kanoldt, Olevano II, das für 135.000<br />

Euro zugeschlagen wurde.<br />

TELEFON | 089/23886890<br />

INTERNET | www.artauktionen.com<br />

Abel Grimmer, Turmbau zu Babel, Öl/Holz, 50 x 66 cm (Erlös<br />

275.000 Euro). Neumeister, München, 2011<br />

Abb. o. li..: Yves Klein, Vénus bleue, 1961/62, Kunstharz/Gips, Pigment,<br />

68 x 30 x 20 cm (Erlös 40.000 Euro). Neumeister, München, 2011<br />

Gipfelstürmer<br />

Ketterer Kunst, München<br />

Rückschau 2011: Im Dezember versteigerte man mit Max<br />

Pechstein das teuerste Kunstwerk im deutschen <strong>Auktions</strong>markt<br />

und verzeichnet die beste Jahresbilanz nach den<br />

Rekordjahren 2007 und 2010. Mit Max Pechsteins doppelseitigem<br />

Gemälde, Weib mit Inder/Früchte II, erlöste man in<br />

München 3,5 Millionen Euro (Zuschlag 2,9 Mio. Euro). 29<br />

Millionen Euro Gesamterlös, so lautet das ausgezeichnete<br />

Fazit für das Geschäftsjahr von Ketterer Kunst. Allein die<br />

Abteilungen mit Moderne und Zeitgenossen, einschließlich<br />

der Sonderauktionen spielten einen Erlös in Höhe von 25<br />

Millionen Euro ein, rund fünf Millionen Euro mehr als im vergangenen<br />

Jahr. Dafür sorgten Bieter aus über 40 Ländern,<br />

vor allem aus Europa und den USA, aber auch aus Brasilien,<br />

China, Singapur, Japan und Australien. Exzellente Steigerungen<br />

erfuhren neben dem Star des Jahres auch andere Klassiker<br />

wie Kirchner, Schmidt-Rottluff und Heckel. Solide 1,1<br />

Millionen Euro wurden mit Alten und Neueren Meistern erzielt.<br />

Ein Drittel mehr neue Bieter erlebten zwei Rekorderlöse:<br />

Sowohl Philipp Otto Runges vier Zeiten-Blätter (152.500<br />

Euro) als auch Schnorr von Carolsfelds Die Heimkehr des verlorenen<br />

Sohnes (78.080 Euro) verursachten großes Aufsehen.<br />

Die Dependance in Hamburg spielte mit wertvollen<br />

Büchern 3,3 Millionen Euro ein, die Sonderauktion Kinderbücher<br />

war mit einer Verkaufsquote von 112 Prozent überaus<br />

erfolgreich.<br />

TELEFON | 089/552440<br />

INTERNET | www.kettererkunst.de


30<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Oriental<br />

Ruef, München<br />

Nashornbecher, China, 18. Jh., H 6,5<br />

cm (Zuschlag 45.000 Euro). Ruef,<br />

München, Frühjahr 2011<br />

Rückschau 2011: Alte<br />

Meister und Asiatika<br />

waren bei Ruef<br />

begehrt, doch auch<br />

die hochwertig bestückte<br />

Fayence-<br />

Abteilung der Sommerauktion<br />

– vor<br />

allem aus der Sammlung<br />

des Kunsthändlers<br />

O. Bina – kam gut<br />

an. Man interessierte<br />

sich vor allem für den<br />

Künersberger Walzenkrug<br />

mit der Darstellung<br />

des hl.<br />

Michael, der dem Maler J.G.L. Rupprecht zugewiesen wird, was<br />

den Limitpreis von 5.000 Euro auf den Zuschlag von 29.000<br />

Euro anwachsen ließ. Im Dezember wurden zwei schöne<br />

Früchtestillleben von Johann Amandus Winck für 18.500 Euro<br />

versteigert. Die als Altmeister-Highlight angekündigte Darstellung<br />

einer weiten Dünenlandschaft mit gotischer Kirche von<br />

Jan van Goyen, wurde bei 40.000 Euro über Limit zugeschlagen.<br />

Der Höchstpreis des Jahres von 60.5000 Euro aber wurde<br />

einem Gemälde eines unbekannten Meisters des 18. Jahrhunderts<br />

gewährt, das eine Audienz bei einem osmanischen Herrscher<br />

zeigt. Orientalisches Flair verströmte auch die im 19. Jahrhundert<br />

in der Türkei gefertigt Silberkanne mit passender<br />

Schale, die mit 42.000 Euro der Renner im Oktober war. Asiatika<br />

waren im Frühjahr gefragt, allen voran ein chinesischer Nashornbecher<br />

aus dem 18. Jahrhundert. Den Bechern wird aufgrund<br />

ihres Materials die Bedeutung von Reinheit und Harmonie<br />

zugesprochen und sie wurden deshalb nicht selten als<br />

Hochzeits- und Glückwunschbecher weitergereicht. Der nur<br />

6,5 cm kleine Kelch wurde erst bei 45.000 Euro zugeschlagen.<br />

Ebensoviel musste der neue Besitzer einer fast ein Meter hohen<br />

chinesischen Wächterfigur aus dem 17. Jahrhundert aufbringen.<br />

TELEFON | 089/524084<br />

INTERNET | www.ruef-auktion.de<br />

Teurer Stuck<br />

Nusser, München<br />

Rückschau 2011: Bei Nusser kann man sich über das letzte<br />

Geschäftsjahr freuen, wurden doch einige herausragende<br />

Ergebnisse vor allem bei der Versteigerung von Gemälden<br />

verzeichnet. 52.000 Euro brachte das Bild von Michael Neher,<br />

Das Rathaus in Nördlingen, ein. Zwei Ölstudien von<br />

Franz von Stuck (Kreuzigung und Abziehendes Gewitter), die<br />

aus dem Nachlass von Olga Oberhummer, der Enkelin von<br />

Stucks Gattin stammen, sorgten mit 50.000 und 42.000<br />

Franz von Stuck, Studie zum Gemälde Kreuzigung, Öl/Malkarton,<br />

1913, 40,5 x 35,5 cm (Zuschlag 50.000 Euro). Nusser, München, 2011<br />

Euro für gute Stimmung. Ein typischer Franz Roubaud spielte<br />

mit seinem Tscherkessenreiter 30.000 Euro ein. Gut verkauft<br />

wurden aber auch bayerische Motive wie ein Tegernsee-Aquarell<br />

von Wilhelm von Kobell (Zuschlag 15.000 Euro),<br />

ein Aquarell des verschneiten Lenbachplatzes von Adam<br />

Heinrich (14.000 Euro) und eine Bleistiftzeichnung der<br />

Mühle beim Tegernsee am Altbach von Johann Georg Dillis<br />

(8.500 Euro). 15.000 Euro wurden für einen Satz Schachfiguren<br />

aus Elfenbein und Ebenholz aus dem Ende des 19. Jahrhunderts<br />

ausgegeben, genauso wie für eine Majolika-Platte<br />

aus dem Venedig des 17./18. Jahrhunderts. Gestiegener<br />

Nachfrage erfreute sich die Kategorie außereuropäische<br />

Kunst. Das Toplos war ein thailändischer Bronze-Buddha, der<br />

25.000 Euro einspielte. Eine bronzene Figurengruppe aus<br />

dem Japan der Meiji-Zeit wurde für 16.000 Euro versteigert.<br />

Eine chinesische Vase mit blauem Unterglasurdekor steigerte<br />

ihren Rufpreis auf 8.000 Euro.<br />

TELEFON | 089/2782510<br />

INTERNET | www.nusser-auktionen.de<br />

Kecke Krähe<br />

Karl & Faber, München<br />

Rückschau 2011: Mit über 700 Bietern hatte das Haus so viele<br />

Teilnehmer an den Frühjahrsauktionen mit Klassischer<br />

Moderne und Zeitgenössischer Kunst wie seit Jahren nicht.<br />

Neben Bietern aus Deutschland, Benelux, Frankreich,<br />

Schweiz, Italien und USA kamen zahlreiche neue aus Polen,


AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE 31<br />

Doppeladler,<br />

Dolch und Drachen<br />

Hermann Historica, München<br />

der Türkei und Russland hinzu. Spitzenreiter war Gabriele<br />

Münters Gemälde Dorfstraße mit Fuhrwerk, das nach heftigen<br />

Gefechten in eine deutsche Privatsammlung ging. Mit<br />

einem Ergebnis von knapp 430.000 Euro reiht es sich nun in<br />

die Top-Five der weltweit teuersten Münter-Gemälde ein.<br />

Die starke Marktposition, die Karl & Faber inzwischen für<br />

Arbeiten dieser Künstlerin und aus dem Umfeld des Blauen<br />

Reiter hat, konnte im Dezember weiter ausgebaut werden:<br />

Genau wie ihr Dorfplatz in Sandvig auf Bornholm (Ergebnis<br />

170.800 Euro) übertraf Münters Prozession in Murnau spielend<br />

den Schätzpreis (Ergebnis 256.200 Euro). Beide Arbeiten<br />

gehen in süddeutsche Privatsammlungen. Äußerst erfolgreich<br />

war man auch mit der Auktion Alte Meister und Kunst<br />

des 19. Jahrhunderts, der mittlerweile ein eigener Termin<br />

eingeräumt wurde. Das sehr rege Bieterinteresse vor allem<br />

aus Deutschland sowie – dem Angebot entsprechend – Italien<br />

und Russland machte sich bei den Zuschlägen bemerkbar.<br />

Spitzenreiter war ein Gemälde von Isaak Iljitsch Lewitan<br />

(Ergebnis 180.000 Euro). Es ging in deutschen Privatbesitz<br />

gegen russischen Handel. Das mit über zwanzig Bietern vornehmlich<br />

italienischer Herkunft am meisten umkämpfte<br />

Werk aber war eine anonyme Ansicht Venedigs aus dem 18.<br />

Jahrhundert. Mit 1.200 Euro geschätzt, erreichte sie schließlich<br />

31.200 Euro. Es ging das Gerücht um, dass es sich um ein<br />

Werk des Master of the Langmatt Foundation handeln<br />

könnte, was diesen Preisanstieg erklären würde. Dem Ergebnis<br />

von 72.000 Euro für Philipp Otto Runges Scherenschnitt<br />

Ahornblätter in der Herbstauktion ging ein reges Bietergefecht<br />

voraus, genauso wie für eine kleine kecke Krähe, die<br />

Jean-Baptist Oudry, Tiermaler und Hofkünstler Ludwigs XV.,<br />

mit schwarzer Kreide auf blaues Bütten zeichnete, und die<br />

ihre Schätzung mehr als verdreifachen konnte (Taxe 2.000<br />

Euro; Ergebnis 8.400 Euro). Den beeindruckenden Auftakt<br />

aber bildete die altmeisterliche Druckgrafik; mit knapp hundert<br />

Losen machte sie ein Viertel des gesamten Umfangs<br />

aus. Keiner der Zuschläge enttäuschte – teilweise bewegten<br />

sie sich sogar weit oberhalb der Schätzung.<br />

Rückschau 2011: Das Verlangen nach osmanischen, asiatischen<br />

und russischen Objekten war auch im Frühjahr uneingeschränkt<br />

groß. Immenses Interesse löste schon im Vorfeld ein<br />

Nashornbecher aus der chinesischen Kangxi-Periode aus, dessen<br />

ursprünglicher Startpreis von 12.000 Euro am eigentlichen<br />

<strong>Auktions</strong>tag aufgrund der massiven Vorgebote prompt auf<br />

52.000 Euro erhöht werden musste. Die äußerst kunstvoll<br />

durchbrochenen Schnitzereien, bei denen der hohe Materialverlust<br />

keine Rolle zu spielen schien, machen den Becher einzigartig<br />

– was seinen Preis hatte: Für 150.000 Euro wurde das<br />

24 cm große Rarissimum aus einer Bochumer Sammlung<br />

einem chinesischen Bieter zugeschlagen. Bei den europäischen<br />

militärhistorischen Objekten waren acht der zehn höchsten<br />

Zuschläge im Kapitel zum Russischen Zarenreich zu finden,<br />

allen voran für die schöne Bildhauerarbeit, die das Zarenpaar<br />

Alexander I. und Elisaveta Alexeevna in Bronze auf Sockeln mit<br />

feuervergoldetem gekrönten Doppeladler zeigt. 45.000 Euro<br />

sollten dafür aufgebracht werden, dem neuen Besitzer war das<br />

Paar dann sogar 56.000 Euro wert.Während das Frühjahr noch<br />

ganz im Zeichen von Drachen und Doppeladler stand, beeindruckten<br />

im Herbst die Zuschläge für orientalische Objekte.<br />

Sensationelle 110.000 Euro konnten für einen osmanischen<br />

Dolch aus dem 16. Jahrhundert mit kunstvollem grünschwarzen<br />

Nephritgriff (18. Jh.) erzielt werden. Der mit ornamentalen<br />

Gabelblattranken goldeingelegte Kandshar wurde als einzigartiges<br />

Stück erkannt und sein moderater Startpreis von 4.000<br />

Euro schnell im Bietgefecht zwischen Museen, <strong>Sammler</strong>n und<br />

Antiquitätenhändlern aus aller Welt nach oben getrieben. Ein<br />

europäischer <strong>Sammler</strong> konnte sich schließlich gegen den internationalen<br />

Handel durchsetzen. Der Höhepunkt des Jahres mit<br />

einer hundertprozentigen Verkaufsquote und Topzuschlägen<br />

aber war die Versteigerung des ersten Teiles der weltgrößten<br />

privaten Sammlung Alter Waffen – der Sammlung Karsten<br />

Klingbeil, Berliner Baumogul und Künstler. In Kooperation mit<br />

den Belgiern Pierre Bergé & Associés wurden unter dem Titel<br />

The Art of Protection die einzigartigen Belege der Waffen- und<br />

Rüstungsentwicklung vom Frühmittelalter bis zur frühen Neuzeit<br />

in Brüssel versteigert. So wurden für den weltweit einzig<br />

bekannten italienischen Turnierharnisch in privatem Besitz<br />

stolze 337.500 Euro erzielt.<br />

TELEFON | 089/54726490<br />

INTERNET | www.hermann-historica.de<br />

TELEFON | 089/221865<br />

INTERNET | www.karlundfaber.de<br />

Jean-Baptist Oudry, Krähe, schwarze Kreide auf blauem Bütten<br />

(Ergebnis 8.400 Euro). Karl & Faber, München, Herbst 2011<br />

Kandshar mit Nephritgriff, 16. Jh./zug. 18. Jh. (Ergebnis 100.000<br />

Euro). Hermann Historica, München, Frühjahr 2011


32<br />

von Alyscamps in Arles (480.000 CHF), gefolgt von einem<br />

seiner Stillleben (430.000 CHF). Für eine Überraschung sorgte<br />

eine frühe, kleine Abendlandschaft von Gottardo Segantini,<br />

die in kurzer Zeit von 60.000 Franken auf 280.000 Franken<br />

stieg. Alle Lose dieser Frühjahrsauktion wurden abgesetzt,<br />

womit Widmer erstmal die Verkaufsquote von hundert<br />

Prozent erreichte. Die Herbstsaison wurde unter der<br />

Führung des berühmten Solothurners Cuno Amiet beachtenswert.<br />

310.000 Franken erzielte ein frühes Werk aus seiner<br />

Brücke-Zeit sowie ein Bildnis von Anna Amiet. Gottardo<br />

Segantini gehörte zu den sicheren Werten. Mit einem Zuschlag<br />

von 100.000 Franken ging seine Berglandschaft an<br />

eine Saalbieter. Eine Hodler-Studio blieb mit 60.000 Franken<br />

innerhalb der Erwartungen.<br />

TELEFON | +41(0)71/2276868<br />

INTERNET | www.galeriewidmer.com<br />

Félix Vallotton, Tulipes perroquet, fond bibliothèque (430.000<br />

CHF). Widmer, St. Gallen, Frühjahr 2011<br />

Modern Times<br />

Dorotheum, Wien<br />

Rückschau 2011: Das größte <strong>Auktions</strong>haus in Kontinentaleuropa<br />

vermeldet, dass man an den Erfolg des Vorjahres, der<br />

sich mit 144 Millionen beziffert, anschloss. 2010 war man mit<br />

den sieben Millionen Euro für Frans Francken Rekordhalter<br />

bei den Altmeistern, 2011 wurden die Höchstpreise im Sektor<br />

Moderne und zeitgenössische Kunst gemacht. 754.800 Euro<br />

legte im November ein Telefonbieter für Ilya Kabakovs Werk<br />

aus dem Jahr 2002, Bei der Universität 1972, hin. Für Alexej<br />

Jawlenskys Wasserburger Landschaft wurden 593.000 Euro<br />

gewährt. Das 20. Jahrhundert Italiens erfreute sich hoher<br />

Nachfrage, so mit avantgardistisch-expertimentellen Arbeiten<br />

der 1960er-Jahre (Enrico Castellani, 467.300 Euro; Emilo<br />

Vedovas, 444.300 Euro). Tendenziell stark waren Gemälde<br />

des 19. Jahrhunderts beboten: Das Titellos im Frühling von<br />

Eugen von Blaas erreichte 280.830 Euro. Eine berühmte Provenienz,<br />

nämlich Napoleons Frau Josephine, verhalf einem<br />

Vasenpaar der KPM Berlin zu preislichen Höhenflügen.<br />

455.800 Euro bewilligte ein Bieter für die Brúle Parfume-<br />

Vasen mit Veduten von Malmaison.<br />

TELEFON | +43(0)1/515600<br />

INTERNET | www.dorotheum.com<br />

Eidgenössisches<br />

Widmer, St. Gallen<br />

Rückschau 2011: Widmers Zugpferde gleich zu Jahresbeginn<br />

waren ohne Zweifel acht Gemälde von Félix Vallotton aus<br />

der Sammlung von Professor Werner Weber, langjähriger<br />

Feuilletonchef der NZZ. Den höchsten Zuschlag erhielt nach<br />

längerem Bietgefecht Vallottons Gemälde der Platanenallee<br />

Nicht nur Vallotton<br />

Schuler, Zürich<br />

Rückschau 2011: Auch<br />

in Zürich war die<br />

Spannung am größten,<br />

als Werke von<br />

Anker bis Vallotton<br />

unter den Hammer<br />

kamen. Höhepunkt<br />

im März war Félix<br />

Vallottons Coteau de<br />

Barneville, das für<br />

320.000 Franken in<br />

eine Schweizer Privatsammlung<br />

gelangte.<br />

Mit türkischer Kunst und Schweizer Präzisionsarbeit<br />

konnte Schuler im Sommer die <strong>Sammler</strong> gewinnen. Für<br />

34.000 Franken wurde ein abstraktes Gemälde des türkischen<br />

Malers Hakki Anli (1906-65) zugeschlagen. Auf sehr<br />

großes Interesse stießen türkische Silberobjekte aus einer<br />

Schweizer Privatsammlung, den Höchstpreis erzielte eine<br />

Mokkakanne (9.500 CHF). 15.000 Franken waren einem<br />

<strong>Sammler</strong> eine IWC Da Vinci wert. Im Herbst löste schweizerisches<br />

und russisches Silber atemberaubende Bietgefechte<br />

aus. Aus der Schweiz stammt ein Kännchen von Peter Falkeisen<br />

von 1730 (Zuschlag 5.500 CHF). Den hohen Stellenwert<br />

russischer Gold- und Silberschmiedearbeiten erkannte ein<br />

<strong>Sammler</strong> im Oklad der Moskauer Silberfabrik Semenov an<br />

der Pantokrator-Ikone, die ihm bei 60.000 Franken zugeschlagen<br />

wurde. Ganz hoch in der Gunst standen die chinesischen<br />

Snuffbottles aus einer Westschweizer Privatsammlung.<br />

Für ein Fläschchen aus weißer Jade in Form eines Pfirsichs<br />

wurden gar 9.000 Franken bewilligt.<br />

TELEFON | +41(0)43/3997010<br />

INTERNET | www.schulerauktionen.ch<br />

Snuffbottle, weiße Jade in Form eines Pfirsichs (Zuschlag 9.000<br />

CHF). Schuler, Zürich, Herbst 2011


AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE 33<br />

Ankerrekorde I<br />

Koller, Zürich<br />

Rückschau 2011: Mit dem Ergebnis von hundert Millionen<br />

Franken (80 Mio. Euro) kann Koller auf eines der besten<br />

Geschäftsjahre zurückblicken. Mit einem weltweiten Repräsentantennetz<br />

konnte die Schweizer Nummer Eins in dreißig<br />

Auktionen 8.500 Bieter aus 58 Ländern erreichen und<br />

mehrere Millionenzuschläge verzeichnen. 7,38 Millionen<br />

Franken für das Bild von Albert Anker, Die ältere Schwester,<br />

und 526.000 Franken für das Selbstporträt des Rembrandt-<br />

Schülers Jacques de Rousseaux sind zudem zwei der 2011<br />

erzielten Weltrekorde. Insgesamt erzielte Koller mit Albert<br />

Anker rund 30 Millionen Franken und setzte drei Rekordmarken<br />

für den Schweizer Künstler: Höchster Preis für eine<br />

Zeichnung (503.000 CHF), höchster Zuschlag für zwei Einzelbildnisse<br />

(7,28 Mio. CHF) und höchster <strong>Auktions</strong>preis (7,38<br />

CHF). Insbesondere hoch beboten wurden traditionelle<br />

Werte wie Alte Meister und Gemälde des 19. Jahrhunderts,<br />

besondere Silberobjekte und Porzellane sowie Möbel des 18.<br />

und 19. Jahrhunderts, bei denen die Sammlung des renommierten<br />

Zürcher Händlers Richard Redding den von Gesamtumsatz<br />

15 Millionen Franken mitbestimmte.<br />

TELEFON | +41(0)44/4456363<br />

INTERNET | www.kollerauktionen.ch<br />

Ankerrekorde II<br />

Dobiaschofsky, Bern<br />

Rückschau 2011: Große Nachfrage für Schweizer Kunst<br />

herrschte auch bei Dobiaschofsky im Herbst. Das Aquarell<br />

von Albert Anker, Lesendes Mädchen war das Highlight.<br />

Nach einem langen Bietergefecht konnte es das Vielfache<br />

der Schätzung erreichen und bei 900.000 Franken einem<br />

Schweizer Bieter zugeschlagen werden. Damit verzeichnete<br />

Dobiaschofsy einen <strong>Auktions</strong>rekord für ein Aquarell von<br />

Anker. Mehr als ein Achtungserfolg war die Versteigerung<br />

eines Gemäldes von François Bocion, das mit 190.000 Franken<br />

das Dreifache der Taxe erreichte. Weitere Höhepunkte<br />

stellten Ferdinand Hodlers Freiburger Stier (85.000 CHF)<br />

und insbesondere Cuno Amiets Sommerliche Landschaft<br />

mit Haus (260.000 CHF) dar. Zahlreiche inländische wie<br />

internationale Kunden interessierten sich aber auch für das<br />

Angebot mit internationaler Kunst. Den höchsten Sprung<br />

machte Joseph Anton Schneiderfrankens Bild Felsige<br />

Küstenlandschaft in Griechenland, das rasch die Schätzung<br />

von 4.500 Franken hinter sich ließ und erst bei 50.000 Franken<br />

zugeschlagen wurde.<br />

TELEFON | +41(0)31/5601060<br />

INTERNET | www.dobiaschofsky.com<br />

Gotik<br />

Fischer, Luzern<br />

Rückschau 2011: Moderne und zeitgenössische<br />

Kunst, Alte Meister und<br />

Gemälde des 19. Jahrhunderts standen<br />

bei der Galerie Fischer in Luzern<br />

im Mittelpunkt. Das Frühjahr wurde<br />

außerdem um die Offerte mit Russischer<br />

Kunst erweitert, im Herbst<br />

kamen Kunstgewerbe, Schmuck<br />

und Uhren hinzu. Konstantin Korovins<br />

Rosengemälde hielt mit<br />

222.000 Euro den Spitzenplatz bis<br />

zur Herbstsaison, wo Giovanni Giacomettis<br />

Winternacht von 1906 aus<br />

einer Privatsammlung für 406.000<br />

Franken versteigert wurde. Ebenfalls<br />

aus einer Schweizer Privatsammlung stammt eine<br />

Madonna mit den Heiligen Ansanus und Julianus vor Goldgrund,<br />

die Rossello di Jacopo Franchi um 1425 in Florenz in gotischer<br />

Manier malte und die 383.000 Franken erzielte. Für<br />

168.000 Franken wurde ein Stundenbuch in gotischen Minuskeln<br />

in Latein aus Nordfrankreich oder Flandern aus der Zeit<br />

um 1450/60 in die USA verkauft.<br />

TELEFON | +41(0)41/4181010<br />

INTERNET | www.fischerauktionen.ch<br />

Albert Anker, Lesendes Mädchen, Aquarell (Zuschlag 900.000<br />

CHF). Dobiaschofsky, Bern, Herbst 2011<br />

Abb. li.: Rossello di Jacopo Franchi,Thronende Madonna mit Kind im<br />

Beisein der Heiligen Ansanus und Julianus, um 1425. Tempera auf<br />

Holz, 94 x 52 cm (Ergebnis 383.000 CHF). Fischer, Luzern, Herbst 2011


Tajan<br />

Regina Voges<br />

Spitzenlos aus der Sammlung Jorge de Brito war das abstrakte Gemälde „St. Fargeau"<br />

(1961/65) der portugiesischen Malerin Maria Helena Vieira da Silva. Es erzielte<br />

einen Preis von 1,54 Millionen Euro<br />

RÉGINE<br />

Federboas in Pink, Abendkleider aus<br />

Samt und Seide, weißer Nerz: Wenn<br />

eine Nachtklubkönigin ihren Kleiderschrank<br />

aufräumt, kommt keine alltägliche<br />

Mode zum Vorschein. Auf<br />

jeden Fall ist das Abgelegte viel zu<br />

schade für den Altkleider-Container.<br />

Régine, Chansonsängerin, Schauspielerin<br />

und einst die Königin Pariser<br />

Nächte, trennte sich Anfang Februar<br />

mit Hilfe des <strong>Auktions</strong>hauses<br />

Tajan von vielen ihrer Roben und<br />

Accessoires. In Frankreich ist die 82-<br />

Jährige eine Legende, entsprechend<br />

groß war die Resonanz auf den Verkauf.<br />

Régine – mit bürgerlichem Namen<br />

Regina Zylberberg – regierte in<br />

den 1970er- und 80er-Jahren ein<br />

weltweites Imperium von Nachtlokalen<br />

und Diskotheken – für ein paar<br />

Jahre auch an der Düsseldorfer Königsallee.<br />

Sie stand mit den Reichen<br />

und Berühmten auf vertrautem Fuß,<br />

mit Onassis ebenso wie mit Charlie<br />

Chaplin, Ava Gardner oder Audrey<br />

Hepburn. Das „Chez Régine" nahe<br />

den Champs-Elysées wird heute von<br />

einer jungen Mannschaft betrieben<br />

und ist immer noch der Treffpunkt<br />

der Reichen und Schönen. Jung geblieben<br />

ist auch seine Gründerin.<br />

Das konnte ein großes Publikum voller<br />

Bewunderer an diesem Tag im<br />

Espace Tajan erleben, als Madame<br />

höchstselbst die Rolle des Models<br />

übernahm und in einen ihrer berühmten<br />

Pelze schlüpfte. Über<br />

40.000 Euro sind beim Verkauf der<br />

rund 300 Lose zusammengekommen,<br />

die Régine teilweise der Hilfsorganisation<br />

„Habitat et Soins" stiften<br />

will. Für Tajan gab es obendrein einen<br />

schönen Publicity-Effekt: Ein<br />

glitzernder Jogging-Anzug landete<br />

beim populären Nachrichtenmoderator<br />

Yann Barthès von „Le petit journal"<br />

– und sorgte damit für ein paar<br />

nette Schlagzeilen.<br />

Das <strong>Auktions</strong>haus Tajan genießt in<br />

Frankreich einen ausgezeichneten<br />

Ruf als Generalist. Hier ist große<br />

Kunst im sechs- und siebenstelligen


SPECIAL 35<br />

kurrenz, dass in ihrer Persönlichkeit<br />

ein ausgeprägter Geschäftssinn mit<br />

einer Leidenschaft für die Kunst verschmolzen<br />

ist. Rodica Seward war<br />

zuvor Vizepräsidentin und Chefstrategin<br />

der kalifornischen Investmentgesellschaft<br />

Platinum Equity, die auf<br />

den Ankauf und die Entwicklung von<br />

Technologiefirmen spezialisiert ist.<br />

Ihre Passion für die Kunst habe sie<br />

während ihres Architekturstudiums<br />

entwickelt, erklärte die Investorin<br />

aus Anlass ihrer spektakulären Übernahme.<br />

Besonders den französischen<br />

Abstrakten der Vor- und Nachkriegszeit<br />

wie Serge Poliakoff, Pierre<br />

Soulages, Jean Bazaine oder Alfred<br />

Manessier gehört ihr Herz. Sie seien<br />

auf dem internationalen Markt noch<br />

deutlich unterbewertet. Sie will dazu<br />

beitragen, dass sich daran etwas<br />

ändert.<br />

Rodica Seward unterhält durch ihre<br />

Aktivitäten im Finanzwesen Geschäftskontakte<br />

in aller Welt. Sie<br />

nutzt sie nun, um Paris als Kunsthandelsplatz<br />

wieder aufzuwerten – eines<br />

ihrer erklärten Anliegen. „Ich will<br />

auf dem europäischen Kontinent eine<br />

Alternative zu Christie’s und So-<br />

Blick in einen der Ausstellungsräume<br />

des „Espace Tajan"<br />

Der Mitarbeiter-Stab, versammelt im<br />

„Espace Tajan”<br />

Bereich ebenso zu finden wie die<br />

kleine Kostbarkeit für den <strong>Sammler</strong><br />

mit bescheidenem Budget. Von seinen<br />

französischen Konkurrenten unterscheidet<br />

sich das Haus durch eine<br />

betont internationale Ausrichtung,<br />

die von seiner Präsidentin Rodica<br />

Seward in den letzten Jahren forciert<br />

wurde. 2003 übernahm die in Rumänien<br />

geborene Amerikanerin 96 Prozent<br />

der Tajan-Aktien von Bernard<br />

Arnault. Der französische Milliardär,<br />

der den Luxusgüterkonzern LVMH<br />

regiert, hatte zwischen 1999 und<br />

2003 mit dem <strong>Auktions</strong>haus Phillips<br />

versucht, seinem nicht minder reichen<br />

Landsmann François Pinault,<br />

dem Eigner von Christie’s, das Leben<br />

schwer zu machen. Arnault wollte<br />

auf dem Kunstauktionsmarkt mitregieren,<br />

gab seine ehrgeizigen Pläne<br />

jedoch bald wieder auf. Zu seinem<br />

Imperium hatte in dieser Zeit auch<br />

das <strong>Auktions</strong>haus Tajan gehört, das<br />

in den 90er-Jahren die Nummer eins<br />

in Paris gewesen war.<br />

ÜBERNAHME<br />

Die Übernahme von Tajan durch Rodica<br />

Seward versetzte die Branche<br />

zunächst in Erstaunen, denn die vermögende<br />

Geschäftsfrau war bis dato<br />

nur als eifrige Bieterin auf diversen<br />

Auktionen in Erscheinung getreten.<br />

Doch schon bald registrierte die Kon-<br />

Reich ist der Fundus qualitätvoller Altmeister<br />

und Möbel in Frankreich. Tajan<br />

profitiert von der reichen kulturellen Historie<br />

des Landes


36<br />

SPECIAL<br />

Dieses Gemälde der Portugiesin Maria<br />

Helena Vieira da Silva aus dem Jahre<br />

1955 wurde mit Hilfe von „Tajan Live" im<br />

vergangenen Oktober für 270.000 Euro<br />

online zugeschlagen. Nach Aussage des<br />

<strong>Auktions</strong>hauses ist es damit der höchste<br />

per Internet erzielte Preis für ein Gemälde<br />

in Europa. Das titellose Bild gehörte<br />

zur Sammlung des portugiesischen<br />

Bankiers Jorge de Brito<br />

Das Acrylbild mit dem Titel „T1961-55"<br />

des deutsch-französischen Malers Hans<br />

Hartung (1904-1989) wurde in der<br />

November-Auktion für zeitgenössische<br />

Kunst 2010 mit einem Zuschlag bei<br />

118.000 (inkl. Aufgeld) weitergereicht<br />

Die 80 x 50 Zentimeter große Studie<br />

„Cariatide" von Amedeo Modigliani,<br />

Mischtechnik auf Karton, erzielte während<br />

der Jorge-de-Brito-Auktion im Oktober<br />

2011 einen Preis von 858.000 Euro.<br />

Taxiert worden war das Werk auf 200/<br />

300.000 Euro<br />

Herbst 2004 viele Werke von Max<br />

Ernst, Salvador Dali, Marcel Duchamp<br />

und René Magritte nach Europa<br />

zurück, wo sie entstanden waren.<br />

Die Versteigerung der rund 800<br />

Lose brachte über sieben Millionen<br />

theby’s schaffen", erklärte sie in einem<br />

Interview. Die beiden Giganten<br />

beuteten ihrer Meinung nach Frankreichs<br />

Kunstschätze aus, um ihre<br />

Handelsplätze in London und New<br />

York zu füttern. „Im Gegensatz dazu<br />

hole ich Kunst aus dem Ausland, um<br />

sie in Paris zu verkaufen." Ein großer<br />

Vorteil dieses Marktplatzes: „Hier<br />

hat der Käufer das Gefühl, günstig<br />

zu kaufen. In New York ist das ganz<br />

anders."<br />

Zum Erstaunen der Mitbewerber<br />

landete die agile Geschäftsfrau<br />

gleich zum Auftakt ihres Engagements<br />

einen großen Coup. Es gelang<br />

ihr, die Erben des New Yorker Galeristen<br />

Julien Levy davon zu überzeugen,<br />

dessen Nachlass in Paris versteigern<br />

zu lassen. Levy besaß eine<br />

illustre Sammlung surrealistischer<br />

Kunst, die er als Händler in den<br />

1930er- und 40er-Jahren zusammengetragen<br />

hatte. Rodica Seward<br />

machte seinen Erben klar, dass die<br />

Kollektion bei Tajan besser aufgehoben<br />

sei als bei den großen Mitbewerbern.<br />

In ihrem vergleichsweise kleinen<br />

Haus wurde die Sammlung als<br />

Ganzes behandelt, begleitet von<br />

umfangreichen Recherchen zu ihrer<br />

Entstehung. Und so kehrten im


Euro ein. Gleichzeitig wurde sie zu<br />

einer Hommage an Julien Levy, der<br />

als Pionier unter den Kunsthändlern<br />

den Surrealisten in New York eine<br />

Plattform geschaffen hatte.<br />

RÜCKSCHLÄGE<br />

Nach diesem gelungenen Auftakt<br />

musste Rodica Seward herbe Rückschläge<br />

hinnehmen. Gründer Jacques<br />

Tajan und sein Sohn François,<br />

die zunächst noch in die Geschäftsführung<br />

eingebunden waren, liefen<br />

zur Konkurrenz über und nahmen<br />

wichtige Kunden mit. Obendrein<br />

ging auch die Finanzmarktkrise von<br />

2008 nicht spurlos am Pariser Kunstmarkt<br />

vorüber. Die größten Turbulenzen<br />

wurden jedoch durch die Öffnung<br />

des französischen <strong>Auktions</strong>marktes<br />

für ausländische Unternehmen<br />

hervorgerufen. Denn nachdem<br />

ein Jahrhunderte altes Privileg abgeschafft<br />

wurde, das den halbamtlichen<br />

„Commissaires-Priseurs" das alleinige<br />

Recht auf Versteigerungen<br />

einräumte, können seit 2002 auch<br />

ausländische Häuser Auktionen in<br />

Frankreich abhalten. Die beiden Giganten<br />

Sotheby’s und Christie’s picken<br />

den alteingesessenen Unternehmen<br />

seither die Rosinen aus dem<br />

Kuchen. Die Folge: Fast alle kleineren<br />

<strong>Auktions</strong>häuser mussten in den ersten<br />

Jahren der Marktöffnung empfindliche<br />

Einbußen hinnehmen. Tajan<br />

traf es besonders hart: Seine<br />

Verkaufsziffern sanken von 68,4<br />

Millionen in 2003 auf 36 Millionen<br />

Euro in 2009. Dennoch schreibe man<br />

schon seit 2005 dank umfangreicher<br />

Umstruktrierungen schwarze Zahlen.<br />

JORGE DE BRITO<br />

Im letzten Jahr war endlich wieder<br />

auch ein Plus beim Umsatz zu verbuchen:<br />

42,6 Millionen Euro wurden<br />

2011 „erhämmert" – und damit zwölf<br />

Prozent mehr als im Vorjahr. Der<br />

Funkelstern am Tajan-Himmel war<br />

die Versteigerung von Teilen der<br />

Sammlung des portugiesischen Bankiers<br />

und Großunternehmers Jorge<br />

de Brito (1927-2006). Die knapp 60<br />

angebotenen Lose, die während des<br />

Sommers in Brüssel und in Monaco<br />

ausgestellt worden waren, erbrachten<br />

7,3 Millionen Euro. Jorge de Brito<br />

war ein eklektischer <strong>Sammler</strong>, der<br />

chinesisches Porzellan ebenso liebte<br />

wie französisches Kunsthandwerk,<br />

Altmeister und Möbel. Seine Kollektion<br />

soll rund 3.000 Objekte umfassen,<br />

er war damit der größte Kunstsammler<br />

Portugals. Zeitgenössische<br />

Kunst, die in Beziehung zu seinem<br />

Land steht, lag ihm besonders am<br />

Herzen. Mit einem Zuschlag bei 1,54<br />

Millionen (inkl. Aufgeld) für ihr abstraktes<br />

Werk „St. Fargeau" wurde<br />

für die portugiesische Malerin Maria<br />

Helena Vieira da Silva (1908-1992)<br />

ein neuer <strong>Auktions</strong>rekord aufgestellt.<br />

Eine kleine Studie von Amedeo<br />

Modigliani fand für 858.000 Euro<br />

einen neuen Besitzer, während die<br />

kleine chinesische Jade-Skulptur eines<br />

Büffels aus der Ming-Dynastie<br />

für 620.000 Euro einen Liebhaber<br />

fand.<br />

KLIENTEL<br />

Die Klientel von Tajan ist über die<br />

ganze Welt verstreut. Die Kataloge<br />

werden in 110 Länder verschickt, Käufer<br />

aus 57 Nationen wurden bisher<br />

registriert – und sie bieten mit Hilfe<br />

von „Tajan live" zunehmend online:<br />

Für eine Million Euro wurden im vergangenen<br />

Jahr Kostbarkeiten im<br />

Netz ersteigert. Mit einem Zuschlag<br />

von 270.000 Euro für ein Onlinegebot<br />

konnte während der Brito-Auktion<br />

zudem ein europäischer Rekord<br />

eingestellt werden. Der Internetnutzer<br />

kam damit in den Besitz eines<br />

unbetitelten abstrakten Werks von<br />

Vieira da Silva. Fast jede Woche finden<br />

bei Tajan Auktionen statt, die<br />

meisten werden im firmeneigenen<br />

„Espace Tajan" abgehalten, in einem<br />

lichten, ehemaligen Bankgebäude<br />

aus den 1920er-Jahren. Der repräsentative<br />

Bau mit 2.500 Quadratmetern<br />

Diese schwarze Abendrobe mit rosa Boa<br />

von Ted Lapidus wurde Anfang Oktober<br />

bei Tajan angeboten. Das Abendkleid<br />

hat gewiss interessante Begegnungen<br />

erlebt, stammt es doch aus dem Kleiderschrank<br />

der Nachtklubkönigin und<br />

Chansonnière Régine<br />

Dieser liegende Wasserbüffel aus der<br />

Zeit der Ming Dynastie (17. Jahrhundert,<br />

30 Zentimeter lang, grau-grüne Jade)<br />

zählte zu den Prunkstücken der Sammlung<br />

Jorge de Brito. Die außergewöhnliche<br />

Tierskulptur erzielte bei Tajan einen<br />

Preis von 620.000 Euro


38<br />

SPECIAL<br />

In Ferienlaune schaut man nicht so auf den Preis: Marc Chagalls „L’Ange et la Fiancée<br />

erzielte während der Tajan-Sommerauktion 2010 in Monaco 1,23 Millionen Euro.<br />

Es übertraf damit deutlich die Erwartungen, denn das Werk war auf 500/700.000<br />

Euro geschätzt worden<br />

Akademische Malkunst aus dem 20. Jahrhundert: Der Tee-Klipper „Kaisow" von Montague<br />

Dawson (1895-1973) erzielte im vergangenen Oktober bei Tajan 118.442 Euro<br />

Ausstellungsfläche befindet sich an<br />

der Rue des Mathurins, mitten im<br />

achten Arrondissement, im Dreieck<br />

zwischen Garnier-Oper, Madeleine<br />

und Gare St. Lazare. Aber auch im<br />

nicht weit entfernten <strong>Auktions</strong>palast<br />

Drouot schwingen die fünf Tajan-Auktionatoren<br />

mehrmals in der<br />

Saison den Hammer.<br />

Im Sommer zieht das Unternehmen<br />

mit der Karawane der Sonnenhungrigen<br />

gen Süden. Jeweils in den Ferienmonaten<br />

Juli und August sorgt<br />

im mondänen Café de Paris in Monaco<br />

ein erlesenes Angebot an<br />

Schmuck, Uhren, zeitgenössischer<br />

Kunst und Design für Abwechslung<br />

vom Sonnenbaden, Schwimmen und<br />

Wasserski. Damit noch mehr Kunst<br />

aus Übersee ihren Weg nach Europa<br />

findet, verbringt Tajan-Präsidentin<br />

Rodica Seward mehrere Wochen im<br />

Jahr in den Vereinigten Staaten. Vor<br />

Ort kümmert sich dann eine 60-köpfige<br />

Mannschaft ums Geschäft. Niederlassungen<br />

gibt es in Bordeaux,<br />

Lyon, Monaco, Nizza und Reims. In<br />

30 französischen Städten werden<br />

Schätztage abgehalten, und auch in<br />

Brüssel, Genf und Zürich halten Expertinnen<br />

und Experten regelmäßig<br />

nach ungehobenen Schätzen Ausschau.<br />

ART DÉCO<br />

Tajan ist vor allem auf dem Gebiet<br />

des Art déco eine erste Adresse. Jährlich<br />

gibt es mindestens drei Prestige-<br />

Auktionen, zudem meist noch vier<br />

kleinere, thematisch weiter gefasste<br />

Veranstaltungen. Dabei werden immer<br />

wieder spezielle Themen in den<br />

Mittelpunkt gerückt. „Lack – Pergament<br />

– wertvolles Holz" etwa ließ<br />

das Werk so illustrer Art déco-Designer<br />

wie Gaston Suisse, Serge Rosse,<br />

Paul Dupré-Lafon und Armand-Albert<br />

Rateau Revue passieren. Wenig<br />

später wurde der Fokus auf die Modernisten<br />

Jacques Adnet, Christian<br />

Krass und Jean Pascaud eingestellt.<br />

Für deutsche <strong>Sammler</strong> gibt es bei<br />

den Spezial-Auktionen vieles zu ent-


SPECIAL 39<br />

decken und zu lernen. Anfang März<br />

beispielsweise wurde das Inventar<br />

einer Lyoner Villa versteigert. Die<br />

Komplettausstattung war von André<br />

Sornay (1902-2000) in den 1950er-<br />

Jahren geschaffen worden. Mit ihren<br />

geometrischen Formen, Metall-Elementen,<br />

sichtbaren Schrauben und<br />

einer dezenten Farbgebung weisen<br />

die Möbel ihren Schöpfer als einen<br />

strikten Anhänger des Modernismus<br />

aus. Ein Garderobenschrank, taxiert<br />

auf 3.000 bis 4.000 Euro, wurde für<br />

12.000 Euro zugeschlagen.<br />

DESIGN<br />

Neben dem Art déco spielt auch modernes<br />

Design bei Tajan eine zunehmend<br />

umsatzstarke Rolle. Jeweils im<br />

Mai und November gibt es Sonderauktionen,<br />

die die großen Namen<br />

des 20. Jahrhunderts vereinen: Die<br />

skandinavischen Möbelbauer sind<br />

hier ebenso vertreten wie italienische<br />

Avantgardisten und deutsche<br />

Bauhaus-Entwerfer. Und auch Comic-Freunde<br />

sollten ihr besonderes<br />

Augenmerk auf das <strong>Auktions</strong>haus<br />

richten. Seit 1996 haben Bildergeschichten,<br />

die „Bandes Dessinées",<br />

eine Heimat bei Tajan. Originale und<br />

Alben im Neuzustand von Peyo, Hugo<br />

Pratt, Bilal oder Moebius haben<br />

hier schon fünf- bis sechsstellige<br />

Preise erzielt. Einen nicht unerheblichen<br />

Anteil am Umsatz hat schließlich<br />

der Verkauf von Weinen und Spirituosen.<br />

Dieses Gebiet wird in letzter<br />

Zeit zunehmend von asiatischen<br />

<strong>Sammler</strong>n entdeckt.<br />

Kerngeschäft bleibt aber immer<br />

noch der Handel in den klassischen<br />

Ressorts wie der Asiatika und Altmeister.<br />

Besonders erfolgreich verlief<br />

hier das Jahr 2007, als das <strong>Auktions</strong>haus<br />

trotz verschärfter Konkurrenzlage<br />

drei der fünf teuersten<br />

Altmeister in Frankreich verkaufen<br />

konnte: Gemälde von Terbrugghen,<br />

Fragonard und Watteau. Um neue<br />

Käuferschichten und -generationen<br />

zu gewinnen, beschränkt sich Tajan<br />

nicht nur auf seine <strong>Auktions</strong>termine,<br />

Schöne Weihnachtsgeschenke: Armband und Anhänger mit Skarabäus-Motiv wurden<br />

im 19. Jahrhundert in der Werkstatt des Florentiner Schmuckkünstlers Cesare<br />

Guglielm in der Mikro-Mosaik-Technik gefertigt. Während der Schmuckauktion von<br />

Tajan im Dezember 2011 fanden die Stücke für 7.395 bzw. 4.590 Euro einen Liebhaber<br />

Diese Breguet-Taschenuhr aus dem Jahre 1804/05 dürfte der Traum eines <strong>Sammler</strong>s<br />

sein. Das Stück mit umfassender Dokumentation wurde im Juli 2010 in Monte Carlo<br />

für 19.125 Euro verkauft. Erstanden hatte sie sein erster Besitzer für 1.050 Francs


40<br />

SPECIAL<br />

sondern offeriert dem Publikum<br />

auch ein kulturelles Rahmenprogramm.<br />

Rodica Seward hat dazu die<br />

Zusammenarbeit mit den Pariser<br />

Museen und Galerien forciert. So<br />

waren bereits in den vergangenen<br />

Jahren Ausstellungen zu den Quellen<br />

des Modernismus zu sehen, zu<br />

Leben und Werk von François Rouan;<br />

im letzten Winter gab es eine vielbeachtete<br />

Ausstellung junger rumänischer<br />

und ungarischer Künstler.<br />

DIE VORGESCHICHTE<br />

Sollen sie nur kommen, die Ausländer!<br />

Jacques Tajan (Jg. 1940), Gründer<br />

des gleichnamigen Pariser <strong>Auktions</strong>hauses,<br />

hat die Öffnung des französischen<br />

Kunstmarktes im Gegensatz<br />

zu seinen Kollegen nie gefürchtet –<br />

im Gegenteil: Er hat immer dafür<br />

gekämpft, dass Konkurrenten zugelassen<br />

werden sollten. Der gleichermaßen<br />

charismatische wie mutige<br />

und intelligente Auktionator hat die<br />

verstaubtem Erbhöfe der „Commissaires-Priseurs"<br />

kräftig gelüftet und<br />

Dieser runde Tisch von Jacques Adnet<br />

(1900-1984) besteht aus einer Glasplatte,<br />

die auf einem mit rotem Leder bezogenem<br />

Metallgestell ruht. Das außergewöhnliche<br />

Stück wurde Anfang März<br />

bei Tajan für 14.760 Euro verkauft<br />

Dieser große Garderobenschrank stand<br />

einmal in der Halle einer Villa in Lyon<br />

und war Bestandteil einer Komplettausstattung<br />

von André Sornay (1902-<br />

2000). Das Möbel aus den 1950er-Jahren<br />

erzielte auf einer Design-Auktion<br />

bei Tajan Anfang März einen Preis von<br />

12.113 Euro<br />

Ein Italiener in Paris: Im November 2008<br />

machte Tajan seine Design-Auktion zu<br />

einer Hommage für Ettore Sottsass.<br />

Dieser Tisch aus der „Memphis"-Serie<br />

mit dem Titel „Palm Springs" wurde zum<br />

Schätzpreis von 5.000-8.000 Euro angeboten


SPECIAL 41<br />

dafür gesorgt, dass alte Zöpfe abgeschnitten<br />

wurden. Während die Altvorderen<br />

am liebsten ihre uralten<br />

Privilegien behalten und ihre Welt<br />

überschaubar gehalten hätten, setzte<br />

sich Jacques Tajan dafür ein, dass<br />

beispielsweise das Werbeverbot der<br />

vom Staat eingesetzten Versteigerer<br />

aufgehoben wurde. Tajan war auch<br />

einer der ersten Franzosen, die im<br />

Ausland am Pult standen – in Tokio,<br />

New York, Monaco und Genf. Mit seinem<br />

Notarsdiplom in der Tasche<br />

kam der gebürtige Monegasse in<br />

den 1960er-Jahren nach Paris. Er<br />

wurde Referendar in der Kanzlei<br />

(„Etude") des hoch angesehenen<br />

Maître Etienne Ader. Schnell machte<br />

er sich unentbehrlich, gewann mit<br />

seinem Charme das Vertrauen der<br />

Kunden. Mit 30 Jahren wurde er<br />

Kompagnon und erhielt das begehrte<br />

Amt des Commissaire-Priseur. Es<br />

gelang ihm, bedeutende Sammlungen<br />

zu akquirieren und wertvolle<br />

Kontakte in der Kunstwelt zu knüpfen.<br />

Tajan versteigerte die Kollektionen<br />

der Bankiers Philippe de Rothschild<br />

und David Weill, des märchenhaft<br />

reichen türkischen Prinzen Hussein<br />

Pasha, Brigitte Bardots Erinnerungen<br />

und den Nachlass des<br />

Schriftstellers Sacha Guitry. Ab 1994<br />

führte er das <strong>Auktions</strong>haus allein, es<br />

machte fortan den höchsten Umsatz<br />

Eines der Spitzenlose der jüngsten Fotografie-Auktion<br />

bei Tajan: Die Naturstudie<br />

mit dem Titel „Effet de soleil – Océan<br />

No. 23" von Gustave le Gray (1820-1884)<br />

wurde für 30.458 Euro verkauft<br />

Paris ist eine Hochburg der Fotografie.<br />

Während der März-Spezialauktion hatte<br />

Tajan zwei Arbeiten von Adrien Tournachon<br />

(genannt Nadar Jeune, 1825-<br />

1903) im Angebot. Die Stier-Porträts<br />

entstanden während einer landwirtschaftlichen<br />

Weltausstellung 1856 in<br />

Paris. Trotz einer moderaten Taxe von<br />

3.500 bis 4.000 Euro blieben sie jedoch<br />

unverkauft


42<br />

SPECIAL<br />

Blick in einen der Ausstellungsräume<br />

des „Espace Tajan"<br />

aller Pariser Versteigerer. Im Jahr<br />

2000 verkaufte Tajan sein Unternehmen<br />

an den Luxusgüterkonzern<br />

LVMH des Franzosen Bernard Arnault.<br />

Schon wenige Jahre später<br />

wurde es dann von der amerikanischen<br />

Finanzberaterin Rodica Seward<br />

übernommen. In der ersten<br />

Zeit nach dieser Übernahme fungierte<br />

Jacques Tajan noch als Berater,<br />

während sein Sohn François im Vorstand<br />

saß. Doch die Zusammenarbeit<br />

währte nicht lange: François<br />

Tajan stieg beim Konkurrenten Artcurial<br />

ein, das heute die dritte Position<br />

am Pariser Markt einnimmt.<br />

Jacques Tajans glanzvolle Karriere<br />

hat allerdings auch ein paar schwarze<br />

Flecken. 2010 wurde er in letzter<br />

Instanz wegen Vertrauensmissbrauchs<br />

und Urkundenfälschung zu<br />

einer zweijährigen Bewährungsstrafe,<br />

einer Geldstrafe in Höhe von<br />

300.000 Euro und zu 66.000 Euro<br />

Schadensersatz verurteilt. Ihm wurde<br />

vorgeworfen, mehrere ihm zu einer<br />

Nachlassversteigerung anvertraute<br />

Gemälde erst im Nachverkauf<br />

vermittelt und dabei auch das <strong>Auktions</strong>protokoll<br />

gefälscht zu haben.<br />

Nachverkäufe waren vor der französischen<br />

<strong>Auktions</strong>reform verboten.<br />

In einem weiteren Prozess musste<br />

sich Jacques Tajan gemeinsam mit<br />

dem früheren Außenminister Roland<br />

Dumas wegen schweren Vertrauensmissbrauchs<br />

bei der Abwicklung des<br />

Giacometti-Nachlasses verantworten.<br />

Die Witwe des Bildhauers hatte<br />

Dumas als Testamentvollstrecker<br />

eingesetzt und ihn beauftragt, eine<br />

Stiftung zu gründen. Deren Gründung<br />

verzögerte sich jedoch jahrelang,<br />

während der Verkauf erster<br />

Werke aus dem Nachlass bereits 6,4<br />

Millionen Euro eingebracht hatte.<br />

1,8 Millionen Euro von der Verkaufssumme<br />

behielt das <strong>Auktions</strong>haus<br />

jahrelang ein, um Liquiditätsengpässe<br />

zu überwinden. Dumas und Tajan<br />

wurden 2007 nach jahrelangem<br />

Rechtsstreit zu Bewährungsstrafen,<br />

sechsstelligen Geldstrafen und Schadensersatz<br />

in Höhe von 850.000 Euro<br />

verurteilt.<br />

MARKTPLATZ PARIS<br />

Die Pariser <strong>Auktions</strong>häuser versteigern<br />

jährlich Kunst für gut eine Milliarde<br />

Euro. Bis 2002 war dieser interessante<br />

Markt ausländischen Häusern<br />

verschlossen – sehr zum Ärger<br />

der beiden Global Player Sotheby’s<br />

und Christie’s. Denn Frankreich birgt<br />

dank seiner reichen kulturellen Historie<br />

Schätze wie kaum ein anderes<br />

Land in Europa. Besonders dank der<br />

Initiative von Sotheby’s wurde das<br />

Versteigerungsmonopol der so genannten<br />

Commissaires-Priseurs<br />

nach jahrelangem Ringen abgeschafft.<br />

Die Europäische Kommission<br />

zwang die französische Regierung zu<br />

einer Reform, die vor nunmehr zehn<br />

Jahren mit den wettbewerbsfeindlichen<br />

Beschränkungen Schluss<br />

machte. Die meisten Auktionatoren<br />

Frankreichs empfanden die Reform<br />

als sehr schmerzlich, genossen sie<br />

doch zuvor einen dem Notar vergleichbaren<br />

Status. Bis zur Reform<br />

gab es 456 „Commissaires-Priseurs",<br />

die für die Abwicklung von freiwilligen<br />

Auktionen und juristisch angeordneten<br />

Zwangsversteigerungen


SPECIAL 43<br />

Tajans Präsidentin Rodica Seward<br />

Möbel und Kunstgewerbe aus dem Art<br />

déco bilden einen Schwerpunkt im Angebot<br />

von Tajan. Das <strong>Auktions</strong>haus, untergebracht<br />

in einem ehemaligen Bankgebäude<br />

aus den 1920er-Jahren, bildet<br />

dazu den idealen Rahmen<br />

zuständig waren. Ihre Zahl blieb über<br />

Jahrzehnte unverändert, da jeder Aspirant<br />

das begehrte Amt seinem Vorgänger<br />

abkaufen musste, um die Zulassung<br />

durch das Justizministerium<br />

zu bekommen. Dank dieser überlieferten<br />

Regelung wurde der Beruf<br />

des Auktionators zu einem Erbhof,<br />

der sich aus den Zeiten des Ancien<br />

Regime bis in unsere Zeit hatte retten<br />

können. Denn die staatliche<br />

Reglementierung ging auf ein Edikt<br />

Heinrichs II. aus dem Jahre 1552 zurück.<br />

Heute steht Christie’s mit 199<br />

Millionen Euro in 2011 an der Spitze<br />

der Umsatzstatistik, gefolgt von seinem<br />

Dauerrivalen Sotheby’s mit 190<br />

Millionen Euro. Auf Platz drei rangiert<br />

Artcurial mit 127 Millionen, den<br />

vierten Rang nimmt schließlich Tajan<br />

mit 42,6 Millionen ein. Die unter<br />

dem Dach des <strong>Auktions</strong>palastes<br />

Drouot versammelten 74 kleineren<br />

Häuser setzten gemeinsam 482 Millionen<br />

Euro um. Zehn Jahre nach der<br />

Marktöffnung sind sich Beobachter<br />

einig: Die Reform hat den Marktplatz<br />

Paris internationaler und bedeutend<br />

lebhafter gemacht.<br />

Ihre Habseligkeiten in zwei Koffern<br />

verpackt, flüchtete Rodica Seward im<br />

Alter von 17 Jahren gemeinsam mit<br />

ihren Eltern von Rumänien nach<br />

New York. Der Horror des Ceaucescu-<br />

Regimes hat ihre Jugend geprägt.<br />

„Die kleinste unbedachte Äußerung<br />

konnte einen ins Gefängnis bringen."<br />

Wer wie sie unter einem totalitären<br />

Regime gelebt habe, habe es<br />

schwer, anderen Menschen zu vertrauen,<br />

sagt sie. Auf der anderen Seite<br />

habe sie heute vor nichts mehr<br />

Angst. „Man erwirbt durch eine solche<br />

Erfahrung eine große innere<br />

Stärke." In den USA bekam Rodica<br />

Seward ein Stipendium, konnte Architektur<br />

studieren, erwarb jeweils<br />

ein Master-Diplom in Städteplanung<br />

und Business Administration an der<br />

Columbia-Universität. Sie fand ihre<br />

erste Stelle bei der Morgan Stanley<br />

Bank in New York und machte eine<br />

steile Karriere als international tätige<br />

Unternehmensstrategin. Zuletzt<br />

war sie Vizepräsidentin und Chefstrategin<br />

der kalifornischen Investmentgesellschaft<br />

Platinum Equity,<br />

spezialisiert auf den Ankauf und die<br />

Entwicklung von Technologiefirmen.<br />

2003 erwarb die Amerikanerin 96<br />

Prozent der Aktien des <strong>Auktions</strong>hauses<br />

Tajan von dem französischen<br />

Großunternehmer Bernard Arnault.<br />

Rodica Seward ist ein Zahlenmensch,<br />

liebt aber gleichermaßen die Kunst.<br />

Sie erzählt gern, dass sie schon immer<br />

samstags Streifzüge durch die<br />

Galerien unternahm und sonntags<br />

die Museen aufsuchte. Sie sammelt<br />

monochrome Keramik, chinesische<br />

Lack-Preziosen, moderne und zeitgenössische<br />

Kunst. Besonders den französischen<br />

Abstrakten der Vor- und<br />

Nachkriegszeit gehört ihre Leidenschaft,<br />

ebenso wie dem Design. Die<br />

Möbel ihrer Büros im Espace Tajan<br />

hat sie teilweise sogar selbst entworfen.<br />

Fotos: Tajan<br />

RODICA SEWARD


üh<br />

Allgäuer<br />

Kühling<br />

<strong>Auktions</strong>haus<br />

Für Paul Kauzmans Gemälde „Herbst” fiel der Hammer erst bei 10.000 Euro<br />

FAMILIENUNTERNEHMEN<br />

Den Grundstock für das 1994 eröffnete<br />

Allgäuer <strong>Auktions</strong>haus legt der<br />

Firmengründer Bernard Kühling<br />

bereits zwölf Jahre zuvor. Im August<br />

1982 eröffnet der Branchenneuling<br />

gemeinsam mit seiner Frau Erika<br />

Kühling ein kleines Ladengeschäft<br />

für Kunst- und Antiquitäten am<br />

Stadtrand von Kempten. Getrieben<br />

vom Wunsch, ein erfolgreicher Antiquitätenhändler<br />

zu werden, geht der<br />

gelernte Konditormeister nach einer<br />

beruflichen Umorientierung das Risiko<br />

eines kompletten Neuanfangs<br />

ein. Innerhalb kürzester Zeit schafft<br />

sich der Kunst- und Antiquitätenhandel<br />

Kühling einen guten Ruf in<br />

der Branche. 1992 werden größere<br />

Räumlichkeiten nötig, man zieht in<br />

die Ludwigstraße in Kempten/St.-<br />

Mang. Der Veranstaltungssaal der<br />

ehemaligen Gaststätte „Zum Stiefel“<br />

dient als großzügige Ausstellungsfläche.<br />

Bernard und Erika Kühling<br />

sind mit ihrem Geschäft auf Kunstund<br />

Antiquitätenmessen präsent<br />

und veranstalten ebenso hauseigene<br />

Verkaufsmessen. Im gleichen Jahr<br />

steigt der jüngere Sohn Matthias ins<br />

Unternehmen ein. In der betriebseigenen<br />

Werkstatt ist er für das Restaurieren<br />

und Aufbereiten von Möbelstücken<br />

verantwortlich.<br />

Im Herbst 1994 entschließt sich die<br />

Familie zu einer Erweiterung des<br />

Kunst- und Antiquitätenhandels:<br />

Bernard Kühling gründet gemeinsam<br />

mit seinen beiden Söhnen Matthias<br />

und Thomas – der sich nun<br />

ebenfalls dem elterlichen Betrieb<br />

anschließt – das Allgäuer <strong>Auktions</strong>haus<br />

Bernard Kühling. Die erste Auktion<br />

findet im April 1995 statt. Sechs<br />

Jahre später zieht das Unternehmen<br />

in das heutige Domizil in die Königstraße<br />

17 im Stadtzentrum von Kempten.<br />

Die Räumlichkeiten eines ehemaligen<br />

Bankgebäudes bringen alle Sicherheitsanforderungen<br />

mit sich, die<br />

vielen Objekte entsprechend ihrer<br />

Wertigkeit unterzubringen. Auch


PORTRÄT 45<br />

Das Team des Allgäuer <strong>Auktions</strong>hauses, vordere Reihe von links:<br />

Brigitte Friedrich, Bernard Kühling, Erika Kühling, Simone Kühling;<br />

hintere Reihe von links: Thomas Kühling, Swetlana Morosow,<br />

Iris Bierwirth, Eloina Hofmann, Matthias Kühling<br />

Sicherheit im ehemaligen Bankgebäude: Seit 2001 hat das Allgäuer<br />

<strong>Auktions</strong>haus Kühling seinen Sitz im Stadtzentrum von<br />

Kempten, wo es in der Königstraße 17 ein ehemaliges Bankgebäude<br />

übernommen hat<br />

lässt diese innenstadtnahe Lage verkehrstechnische<br />

Annehmlichkeiten,<br />

wie den Anschluss an einen großen<br />

öffentlichen Parkplatz, eine Tiefgarage<br />

und die unmittelbare Nähe zum<br />

zentralen Busbahnhof, zu. Als gute<br />

Basis für die Geschäftstätigkeit des<br />

Hauses bewährt sich der Standtort<br />

Kempten mit der nennenswerten<br />

Größe von rund 62.000 Einwohnern<br />

und als zentraler Ort der kaufkräftigen<br />

Region Allgäu, Schwaben im Allgemeinen.<br />

Auch die Nähe zum benachbarten<br />

Ausland, zu Österreich,<br />

Italien und der Schweiz, ist ideal für<br />

das <strong>Auktions</strong>haus, dessen internationales<br />

Klientel stetig wächst.<br />

Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung<br />

und Optimierung der<br />

Arbeitsprozesse innerhalb des Hauses,<br />

wird auch das Sortiment stetig<br />

erweitert. 2011 übergibt Bernard<br />

Kühling die Firma an seinen Sohn<br />

Matthias, der seither das Allgäuer<br />

<strong>Auktions</strong>haus Kühling erfolgreich in<br />

zweiter Generation führt. Doch der<br />

Seniorchef Bernard Kühling bleibt<br />

auch in seinem wohlverdienten Ruhestand<br />

nicht untätig. Nun findet er<br />

die Zeit, die schon seit vielen Jahren<br />

gesammelten Daten über Allgäuer<br />

Künstler zusammenzutragen und in<br />

Form eines Lexikons auf den Markt<br />

zu bringen. Mit der Fertigstellung<br />

des Allgäuer Künstlerlexikons im<br />

Juni 2012 erfüllt sich Bernard Kühling<br />

einen lang gehegten Traum.<br />

DIE GESCHÄFTSIDEE<br />

Die Geschäftsidee des Hauses basiert<br />

auf der Versteigerung von<br />

Kunstgegenständen, Antiquitäten<br />

Für das Gemälde „Kastanien in sommerlicher Parklandschaft” von Carl Moll wurde<br />

der Zuschlag von 66.000 Euro erzielt


15.000 Euro war der Zuschlagpreis<br />

für Alois Schönns Bild „Orientalischer<br />

Markt”<br />

Die „Heilige Familie” eines flämischen<br />

Meisters wurde für 24.000 Euro zugeschlagen<br />

und allen Objekten, die im weitesten<br />

Sinne hierzu gezählt werden können.<br />

Seit der Gründung des Allgäuer<br />

<strong>Auktions</strong>hauses 1994 war der heutige<br />

Inhaber Matthias Kühling maßgeblich<br />

am Mitaufbau und der Führung<br />

des Hauses beteiligt. Nun liegt<br />

der gesamte organisatorische und<br />

logistische Ablauf einer Auktion in<br />

seiner Obhut, wie auch das fachgerechte<br />

Fotografieren der Kunstgegenstände<br />

zu seinen Aufgaben zählt.<br />

Jährlich veranstaltet das Allgäuer<br />

<strong>Auktions</strong>haus vier große Auktionen.<br />

Die einzelnen Rubriken gliedern sich<br />

in Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen,<br />

Möbel, Skulpturen, religiöse<br />

Kunst, Spielzeug, Bierkrüge, Steingut,<br />

Fayencen und Keramik, Silberware,<br />

Schmuck, Teppiche und antiquarische<br />

Bücher.<br />

Die Objekte stammen aus Nachlässen<br />

und Sammlungs- oder Haushaltsauflösungen,<br />

Geschäftsaufgaben<br />

oder von Privatpersonen. Sammlungsauflösungen<br />

konnten in der<br />

Vergangenheit erfolgreich unter den<br />

Hammer gebracht werden, wie beispielsweise<br />

Sammlungen von Bierkrügen,<br />

Parfümflakons, Glasobjekten<br />

und Eisenbahnspielzeug – um hier<br />

nur einige zu nennen. Diese Vielfältigkeit<br />

des Angebots spricht ein breites<br />

Publikum an – darunter auch diejenigen,<br />

die den großen Reiz, der vom<br />

Kauf über Auktionen ausgeht, schätzen.<br />

Zu den Käufern zählen neben<br />

Privatsammlern, Kunstliebhabern<br />

und Händlern, auch Museen und<br />

öffentliche Institutionen, aber auch<br />

die sogenannten Zufallskäufer. Weder<br />

deren Alters- noch deren Einkommensstruktur<br />

lässt sich für das<br />

Allgäuer <strong>Auktions</strong>haus generell eingrenzen.<br />

Es zeigt sich aber, dass sich<br />

heimische Antiquitäten und Kunstgegenstände<br />

im Ausland immer größerer<br />

Beliebtheit erfreuen.<br />

OFFEN, INFORMATIV, KOMPETENT<br />

Im Mittelpunkt steht bei Kühling die<br />

sorgfältige Betreuung der Kunden.<br />

Sowohl die Einlieferer als auch die<br />

Die Automatenuhr-Vorderzappler aus<br />

der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts,<br />

mit einem Hl. Nepomuk und<br />

Engeln bekrönt, wurde bei 16.000 Euro<br />

zugeschlagen<br />

Käufer werden kompetent und intensiv<br />

in allen Belangen beraten, was<br />

sich in den jährlich veranstalteten<br />

vier großen Auktionen mit Kunst,<br />

Antiquitäten und Sammelobjekten<br />

widerspiegelt. Mit frühzeitigen Einladungen<br />

zu Vorbesichtigungs- und<br />

<strong>Auktions</strong>terminen, schön gestalteten<br />

Katalogen, der immer aktuell<br />

gehaltenen Homepage und regelmäßigen<br />

Presseberichten pflegt<br />

man in Kempten auch eine sehr gute<br />

Öffentlichkeitsarbeit und die damit<br />

verbundene Kundennähe. Ein fester<br />

Kundenstamm erhält regelmäßig<br />

Einladungen zu den Auktionen, deren<br />

Offerten in informativen Katalogen,<br />

mit ausführlichen Beschreibungen<br />

und farbigen Abbildungen der<br />

Objekte, übersichtlich zusammengefasst<br />

sind, und der an den Abonnenten-<br />

und Interessentenstamm<br />

versendet wird. Rund sechs Wochen<br />

vor einer Auktion ist der komplette<br />

Katalog auf der Homepage des Allgäuer<br />

<strong>Auktions</strong>hauses (www.allgae-


Mit russischer Kunst erfolgreich: Die Ansicht von Moskau von Konstantin Fjodorowitsch Juon (1875-1958) wurde zum Zuschlagpreis<br />

von 63.000 Euro weitergereicht<br />

uer-auktionshaus.de) einzusehen.<br />

Hier besteht auch die Möglichkeit<br />

der direkten Gebotsabgabe, wie<br />

auch diejenige über diverse <strong>Auktions</strong>portale.<br />

Bei den Vorbesichtigungsterminen,<br />

die rund zehn Tage<br />

lang vor jeder Auktion stattfinden,<br />

stehen den Kunden und Interessenten<br />

die Mitarbeiter und insbesondere<br />

der Inhaber Matthias Kühling<br />

beratend zur Verfügung. So erweitern<br />

sich sowohl der nationale als<br />

auch der internationale Kundenstamm<br />

ständig. Die langjährige Präsenz<br />

auf dem <strong>Auktions</strong>markt verbunden<br />

mit einer erfolgreichen Strategie<br />

hat das Allgäuer <strong>Auktions</strong>haus<br />

Kühling zum wichtigen Partner für<br />

den Verkauf und Kauf von Kunstgegenständen<br />

und Antiquitäten<br />

werden lassen, der bei nationalen<br />

wie internationalen Kunden akzeptiert<br />

ist und sich auf dem <strong>Auktions</strong>markt<br />

bestens etabliert hat.<br />

Fotos: <strong>Auktions</strong>haus Kühling<br />

Die Mittagsrast von Johann Friedrich Voltz wurde bei 18.000 Euro zugeschlagen.<br />

Die Figur „Tanzende Frau” des Münchner<br />

Malerfürsten Franz von Stuck war<br />

einem <strong>Sammler</strong> 20.000 Euro wert


ie<br />

ers<br />

Yves<br />

Siebers<br />

ERFOLGREICHE ERSTE DEKADE<br />

Denkt man an Stuttgart, denkt man<br />

an Daimler. Oder an 21. Als Mekka für<br />

Antiquitäten, Kunst und Design ist<br />

die baden-württembergische Metropole<br />

eher weniger bekannt. Glaubt<br />

man der Homepage der Landeshauptstadt,<br />

so gibt es dort aber eine<br />

sehr lebendige Design-, Galerie- und<br />

Kunsthandelszene. Einen seit zehn<br />

Jahren erfolgreichen Vertreter derselben<br />

stellt das <strong>Auktions</strong>haus von<br />

Yves Siebers dar, das sich die Versteigerung<br />

von Antiquitäten, Kunst und<br />

Design zur Aufgabe gemacht hat.<br />

Vor allem gilt sein Angebot im<br />

Bereich des Design als erstklassig in<br />

der Stadt.<br />

Gegründet im Dezember 2002 teilen<br />

sich die Leitung der Yves Siebers Auk-<br />

tionen GmbH drei Geschäftsführer:<br />

Yves Siebers, Auktionator und Spezialist<br />

für Design, Heinz Schmidt, Fachmann<br />

für Spielzeug, Militaria und<br />

Schmuck und Klaus Schmidt im administrativen<br />

Bereich. Die Liebe zu<br />

Designklassikern, so wie den Eames-<br />

Chair, entwickelt Yves Siebers in früher<br />

Kindheit. Den Grundstock für<br />

seine große Fachkenntnis und Erfahrung<br />

für qualitätvoll designte Möbel<br />

und Objekte legt er mit einer Schreinerlehre,<br />

einem anschließenden<br />

Kunststudium und einer damit einhergehenden<br />

restauratorischen Tätigkeit.<br />

Während dieser Zeit baut<br />

Siebers auch Verbindungen in die<br />

Kunst- und Antiquitätenhandelsbranche<br />

auf; die Voraussetzungen<br />

für den Aufbau eines eigenen <strong>Auktions</strong>hauses<br />

stimmen.<br />

Ein passender Ort für die Yves Siebers<br />

Auktionen ist mit der ehemaligen<br />

Stuttgarter Gipsfabrik im Stadtteil<br />

Untertürkheim am Fuße des<br />

Rotenberges, Hausberg der Württemberger<br />

mit Blick auf das von<br />

König Wilhelm I. für seine Gattin,<br />

Zarentochter Katharina Pawlowna,<br />

errichtete Mausoleum, gefunden.<br />

Das alte, aus der Zeit um 1900 stammende<br />

Fabrikgebäude wird sensibel<br />

zweckdienlich und geschmackvoll<br />

umgebaut. Auf zwei Geschossen<br />

präsentieren sich seither die Offerten<br />

in einem weiträumigen Ausstellungsambiente<br />

mit integriertem<br />

<strong>Auktions</strong>saal. Man startet mit fünf<br />

bis sechs kleineren Spezialauktionen<br />

im Jahr – mittlerweile veranstaltet<br />

Siebers vier große Auktionen jährlich,<br />

in denen in großem Umfang<br />

Die vier Armlehnstühle aus dem Brasilien der 1960er gefielen internationalen Designliebhabern im März 2012 (Zuschlag 4.000 Euro)


Für Verner Pantons Kugel-Lampe Typ F,<br />

die Ball-Lamp, wurde im Dezember 2009<br />

der Bestzuschlag von 8.000 Euro gezahlt<br />

Kunst mit Werken alter bis moderner<br />

Meister und Antiquitäten in Edelmetallen<br />

bis Porzellan sowie Design<br />

und Spielzeug mit Verkaufsquoten<br />

von mindestens siebzig Prozent versteigert<br />

werden. Im Wechsel werden<br />

dabei die Sparten Design und Spielzeug<br />

in Form einer sehr umfangreichen<br />

und attraktiven Offerte besonders<br />

hervorgehoben, was sich bei<br />

Käufern wie Einlieferern als äußert<br />

beliebt herausgestellt hat. Der wachsende<br />

Erfolg des Hauses spiegelt<br />

sich in der räumlichen Erweiterung,<br />

die man erst kürzlich, im Frühjahr<br />

2012, durchführte. Die Ausstellungsfläche<br />

von Siebers ist nun auf insgesamt<br />

900 qm angewachsen.<br />

Yves Siebers Auktionen GmbH hat<br />

sich zum zweitgrößten <strong>Auktions</strong>haus<br />

für Kunst und Antiquitäten in<br />

Stuttgart entwickelt und nimmt<br />

innerhalb Deutschlands einen Platz<br />

im vorderen Mittelfeld ein. Ein fachlich<br />

gut ausgebildeter und kompetenter<br />

Mitarbeiterstamm gewährt<br />

hervorragende Beratungen und Abläufe,<br />

qualitätvolle Offerten und<br />

somit spannende Auktionen. Yves<br />

Siebers als Spezialisten für modernes<br />

Mobiliar und Design für die fachliche<br />

Beratung von Einlieferern und<br />

Käufern sowie die Katalogdokumentation<br />

zur Seite gestellt sind die<br />

Kunsthistorikerinnen Annegret König,<br />

Spezialistin für Gemälde, Grafik und<br />

Skulptur, sowie Andrea Müller, die auf<br />

Porzellan und Kunsthandwerk spezialisiert<br />

ist. Der Bereich antiker Möbel<br />

wird kompetent betreut von José<br />

Martinez. Spielzeug, Militaria, Uhren<br />

und Schmuck gehören zum Wissensgebiet<br />

von Heinz Schmidt, Alte Technik<br />

und Varia heißt der Fachbereich<br />

von Klaus Schmidt. Das Büro, von<br />

Frau Siebers geleitet, ist mit drei Mitarbeitern<br />

behilflich bei der Abwicklung<br />

des Transports, der Logistik und<br />

der fotografischen Dokumentation<br />

für den Katalog. Dieser hat sich seit<br />

den Anfängen und mit der steigenden<br />

Anzahl an offerierten Objekten<br />

von einem Heftchen zum reich illustrierten,<br />

dicken Katalog entwickelt,<br />

der zu jeder Auktion in gedruckter<br />

Form erscheint.<br />

Parallel dazu ist das Haus auch im<br />

Netz präsent. Auf der eigenen Homepage<br />

www.siebers-auktionen.de erscheinen<br />

alle Lose der jeweiligen<br />

Auktionen bebildert, ebenso werden<br />

die Versteigerungen auf lot-tissimo.<br />

de präsentiert und die Zuschlagsergebnisse<br />

auf der international genutzten<br />

Webpage von Artprice veröffentlicht.<br />

So gehören auch gut informierte<br />

internationale <strong>Sammler</strong> zur<br />

Klientel des Stuttgarter Hauses, das<br />

jederzeit Einlieferungen auf allen<br />

Sammelgebieten für zukünftige<br />

Auktionen entgegen nimmt.<br />

INTERNATIONAL BEKANNT<br />

Alleinig die Präsenz im World Wide<br />

Web ist natürlich kein Kriterium, um<br />

auf dem internationalen Markt<br />

wahrgenommen zu werden. Den<br />

internationalen Bekanntheitsgrad<br />

steigert Siebers mit Höchstzuschlägen<br />

für Gemälde russischer Maler<br />

des 19. Jahrhunderts, wie der Aivzovsky-Schule,<br />

ebenso wie für ein<br />

Gemälde des holländischen Altmeisters<br />

Adam Pynacker, der zugleich<br />

den bis dato höchsten Zuschlag in<br />

der Geschichte des <strong>Auktions</strong>hauses<br />

markiert. Von Pynacker kommt in der<br />

Märzauktion 2010 eine große Küstenszene<br />

zum Aufruf, die aus<br />

Schloss Morstein in der Hohenloher<br />

Ebene stammt. Mit einem Hammerpreis<br />

von 140.000 Euro geht das Bild<br />

in sein Ursprungsland zurück. Drei<br />

Bereits mehrfach in europäischen Galerien<br />

ausgestellt war die Wachskreidezeichnung<br />

von Willi Baumeister (Zuschlag<br />

22.000 Euro)<br />

Mit Farbstift über Offset, Papier und<br />

Leinwand zeichnete Alighiero Boetti zu<br />

Waben abstrahierte Gesichter: Das<br />

Werk „Faccine” von 1979 faszinierte die<br />

Bieter, die einen Zuschlag von 26.000<br />

Euro provozierten


50 PORTRÄT<br />

Die Malerei eines italienischen Küstenstücks<br />

mit Frachtenseglern des holländischen<br />

Meisters Adam Pynacker führt<br />

Laurie Harwood im Werkverzeichnis auf,<br />

erwähnt aber einen „unknown support"<br />

für die Ausführung der linken Küstenpartie<br />

und die darauf befindlichen Bäume.<br />

Nichtsdestotrotz avancierte das<br />

Ölbild mit dem Zuschlagpreis von<br />

140.000 Euro zum teuersten Stück in der<br />

Geschichte des <strong>Auktions</strong>hauses<br />

Jahre zuvor steigern internationale<br />

<strong>Sammler</strong> die Marineszene Segelschiff<br />

vor Küste aus dem Umkreis<br />

von Ivan Constantinovich Aivazovsky<br />

von 3.000 Euro auf 50.000 Euro Zuschlagpreis.<br />

Erst kürzlich, in der Maiauktion 2012,<br />

überrascht das <strong>Auktions</strong>haus Yves<br />

Siebers mit modernen Klassikern und<br />

ungewöhnlichen Werken, was sich in<br />

den Zuschlägen bemerkbar macht,<br />

wie bei der Zeichnung des international<br />

anerkannten Vertreters klassischer<br />

Moderne in Deutschland, Willi<br />

Baumeister (Zuschlag 22.000 Euro),<br />

der Mischtechnik des italienischen<br />

Arte-Povera-Künstlers Alighiero Boetti,<br />

die 1989 beim Stuttgarter Galeristen<br />

Hans-Jürgen Müller erstanden<br />

wurde (Zuschlag 26.000 Euro), oder<br />

beim Blumenstillleben von Arnold<br />

Balwé (Zuschlag 8.000 Euro). Aber<br />

auch kleinere Hammerpreise wie für<br />

ein Aquarell des Stuttgarter Hauptbahnhofs<br />

(900 Euro) machen diese<br />

Versteigerung zu einer der erfolgreichsten.<br />

regelmäßig mit großem <strong>Sammler</strong>interesse<br />

verfolgt. 100.000 Euro erzielt<br />

die Sammlung von Heinz Günther<br />

Pfeifer mit historischen Stücken von<br />

bis zu fünfhundert Jahre alten Gewichten<br />

und Waagen, die im November<br />

2010 unter den Hammer kommt.<br />

Ebensoviel wird in der Versteigerung<br />

einer Teilsammlung aus dem Mainzer<br />

Rathaus erlöst, was in die Restaurierung<br />

des verbleibenden Mainzer<br />

Bestandes floss. Sie beinhaltet auch<br />

Stücke des modernen Designs, wie ein<br />

Rondell Serie 3600 des berühmten<br />

Dänen Arne Jacobsen in der Ausführung<br />

von Fritz Hansen, das sehr selten<br />

ist, in diesem Fall zum ersten Mal im<br />

<strong>Auktions</strong>handel angeboten und erfolgreich<br />

bei 5.000 Euro Zuschlag versteigert<br />

wird, ebenso wie die dazugehörigen<br />

Stühle und Sessel (Zuschläge<br />

4.000 und 8.000 Euro).<br />

Regelmäßig erzielt Siebers mit der<br />

Versteigerung von Designobjekten<br />

Spitzenpreise. Die kostbare Ausführung<br />

eines Riemerschmid’schen Ikora-Deckenfluters<br />

der Württembergischen<br />

Metallwarenfabrik Geislingen<br />

(WMF) aus den 1930er-Jahren wird im<br />

Herbst 2005 mit einem Spitzenpreis<br />

von 4.800 Euro honoriert. Wiederum<br />

ein WMF-Produkt ist der Prototyp<br />

KUNST UND DESIGN<br />

Interessant und begehrt sind die<br />

Angebote an historischen Sammlungen,<br />

auch militärgeschichtliche Einzelstücke<br />

und Nachlässe werden<br />

Arne Jacobsens Rondell „Serie 3600” (Entwurf 1971) für das Mainzer Rathaus in der<br />

Ausführung Fritz Hansen, Dänemark 1972/73, ist ein sehr seltenes Objekt und wurde<br />

erstmals von Siebers im <strong>Auktions</strong>handel angeboten. Der Zuschlag im Herbst 2006<br />

erfolgte bei 5.000 Euro


PORTRÄT 51<br />

Die Leipziger Bahnhofsanlage von Märklin (Bauzeit 1919-31) bringt in der Novemberauktion<br />

2004 ein Spitzenergebnis von 32.000 Euro<br />

einer Wilhelm Wagenfeld-Schreibtischleuchte,<br />

der erstmalig bei Siebers<br />

zu finden ist und 2004 beim Hammerpreis<br />

von 2.600 Euro den Besitzer<br />

wechselt. Für die Ball-Lamp von Verner<br />

Panton wird im Dezember 2009 der<br />

Bestzuschlag in Höhe von 8.000 Euro<br />

gezählt. Internationale Designliebhaber<br />

steigern vier, aus Rio-Palisander<br />

elegant geformte Armlehnstühle aus<br />

dem Brasilien der 1960er-Jahre auf<br />

überraschende 4.000 Euro. Mit seiner<br />

Frühjahrsauktion 2012 festigt Siebers<br />

nochmals seinen guten Ruf für ein<br />

ausgezeichnetes Angebot an modernem<br />

Design. Spitzenstücke und Designklassiker<br />

berühmter Entwerfer<br />

wie Verner Panton, Ray und Charles<br />

Eames und Arne Jacobsen und Alltagsdesign<br />

für schönes, modernes Wohnen<br />

sind im Programm. Seit Anbeginn<br />

zum Repertoire des <strong>Auktions</strong>hauses<br />

gehören genauso wertvolle Gläser<br />

und Porzellane. Dabei tauchen Namen<br />

wie Goldscheider, Meißen, Rosenthal<br />

und Hutschenreuther regelmäßig auf.<br />

Anlaufstelle für alle Liebhaber und<br />

<strong>Sammler</strong> dieser Sparte. Eine Spitzenauktion<br />

für alte Eisenbahnen ist die<br />

Auflösung einer privaten Sammlung<br />

im November 2004. Für einzelne Lokomotiven<br />

und Wagen von Märklin<br />

werden Zuschläge bis zu 5.500 Euro<br />

erzielt. Der Höhepunkt aber ist die Ver-<br />

steigerung der Märklinanlage des<br />

Leipziger Hauptbahnhofes (Bauzeit<br />

1919-31), die mit 32.000 Euro einen<br />

Rekordpreis darstellt, was sich im<br />

Gesamtergebnis von 100.000 Euro<br />

bemerkbar macht. Erfolgreich ist man<br />

auch mit der Versteigerung der<br />

Sammlung Märklin, die Antiquitäten<br />

und Spielzeuge beinhaltet, wie die für<br />

die Enkelkinder des Firmengründers<br />

Fritz Eugen Märklin als Unikat gefertigte<br />

Conitorei Märklin (Zuschlag<br />

9.500 Euro). Auch für Puppenstubenameublements<br />

und deren Zubehöre<br />

aus farbig gefasstem Blech der Firma<br />

Rock & Graner werden Höchstzuschläge<br />

erzielt, wie für eine zweiteilige Puppenstube<br />

(3.500 Euro) und eine Gesellschaftskutsche<br />

aus Biberach (6.500<br />

Euro).<br />

In den letzten zehn Jahren ist die Yves<br />

Siebers Auktionen GmbH in insgesamt<br />

44 Auktionen mit Kunst, Antiquitäten,<br />

Spielzeugen und Design<br />

erfolgreich und freut sich auch zukünftig<br />

darauf, den Einlieferern und<br />

Bietern kompetent vermittelnd zur<br />

Verfügung stehen zu dürfen.<br />

Fotos: Siebers<br />

CONDITOREI MÄRKLIN<br />

Zudem hat sich das <strong>Auktions</strong>haus Siebers<br />

als Versteigerer für altes Spielzeug<br />

etabliert und ist eine gute<br />

Aufgrund der Provenienz und Ausführung ist die „Conditorei” von Märklin ein Highlight<br />

in jeder Puppenstubensammlung, was die Bieter im Frühjahr 2007 mit einem<br />

Hammerpreis von 9.500 Euro zu spüren bekommen


ch<br />

ubein<br />

Art &<br />

Auktionen<br />

Scheublein<br />

Der Zuschlag von 135.000 Euro<br />

für das Gemälde „Olevano II” von<br />

Alexander Kanoldt sorgt in der<br />

Septemberauktion 2011 für hohe<br />

Umsatzquoten<br />

Deckelhumpen, Nürnberg,<br />

letztes Drittel 17. Jh., Zacharias<br />

Holhagen, Zuschlag 16.000 Euro<br />

JUNGES HAUS – SCHÖNER ALTBAU<br />

Das im April 2008 von Michael<br />

Scheublein und Martina Neumeister-Scheublein<br />

gegründete <strong>Auktions</strong>haus<br />

Art & Auktionen Scheublein<br />

KG hat seinen Sitz in München.<br />

Die <strong>Auktions</strong>- und Ausstellungsräume<br />

befinden sich in einem eleganten<br />

Altbau in der Widenmayerstraße<br />

28, in dem an der Isar gelegenen<br />

Stadtteil Lehel. In diesem schönen<br />

Stadthaus waren einst die Geschäftsräume<br />

der Uhrenmanufaktur<br />

Huber. Die hohen Decken mit Stuck,<br />

das Fischgrätparkett und die hellen,<br />

luftigen Räumlichkeiten im Hochparterre<br />

stellen einen idealen Ort<br />

dar, um Kunstwerke in einem Rahmen<br />

zu zeigen, in dem sie wie in<br />

einem privaten Umfeld wirken können.<br />

Das Ehepaar Scheublein hat bereits<br />

mit der ersten Auktion im Juni 2008<br />

einen glücklichen Einstand: Zum<br />

Erfolg tragen besonders Werke aus<br />

der Sammlung Georg Schäfer bei, die<br />

dem Ehepaar für ihre Premiere als<br />

selbständiges Unternehmen anvertraut<br />

werden. Der Schwerpunkt liegt<br />

im Bereich der Malerei des 19. und<br />

20. Jahrhunderts, in der Werke von so<br />

bekannten Künstlern wie Adam, Alt,<br />

Bürkel, Koekkoek, Leibl, Lier, Rottmann,<br />

Schleich, Slevogt, Spitzweg,<br />

Lesser Ury und Vetter zur Versteigerung<br />

kommen. Das Gemälde Maler<br />

in südfranzösischer Landschaft (Cassis)<br />

von Alexander Iacovleff ist mit<br />

90.000 Euro Zuschlagpreis ein Highlight.<br />

Und mit der Versteigerung von<br />

Spitzwegs Gemälde Im Hochgebirge<br />

für 75.000 Euro ist auch die zweite<br />

Auktion von Erfolg bekrönt. Gleichzeitig<br />

vergrößert man die Rolle, die<br />

das Kunsthandwerk zukünftig spielen<br />

soll. Dies gelingt mit einer großen<br />

Silberofferte aus einer süddeutschen<br />

Privatsammlung. Damit ist die<br />

zweite tragende Säule des jungen<br />

Hauses, die Kategorie Silber, gefestigt,<br />

was die hohen Zuschläge auch<br />

in den kommenden Auktionen beweisen.<br />

So bringt ein vergoldetes


POTRÄT 11<br />

Schon in ihrer ersten Auktion im Jahr 2008 punktet das Münchner Haus mit dem Zuschlag von 90.000 Euro für das Gemälde<br />

„Maler in südfranzösischer Landschaft” von Alexander Iacovleff<br />

Mundzeug aus Augsburg von Johann<br />

Engelbrecht und Meißen<br />

22.000 Euro, ein Nürnberger Deckelhumpen<br />

von Meister Zacharias Holhagen<br />

16.000 Euro und eine Augsburger<br />

Helmkanne von Meister<br />

Johann Mittnacht I. 9.000 Euro.<br />

KOMPETENZ UND ERFAHRUNG<br />

Als eines der jüngsten Unternehmen<br />

am Münchner <strong>Auktions</strong>markt hat<br />

sich Art & Auktionen Scheublein KG<br />

in seinem vierjährigen Bestehen als<br />

wichtiger Faktor des Münchener<br />

Kunsthandels etabliert. Die Eigentümer<br />

Michael Scheublein und Martina<br />

Neumeister-Scheublein haben<br />

Erfahrung: Scheublein ist fünfundzwanzig<br />

Jahre lang, unter anderem<br />

als Geschäftsführer, im Münchner<br />

Kunstauktionshaus Neumeister tätig;<br />

seiner Gattin wird das <strong>Auktions</strong>wesen<br />

geradezu in die Wiege gelegt.<br />

Als älteste Tochter von Rudolf Neumeister<br />

fängt sie jung an, im elterlichen<br />

<strong>Auktions</strong>haus mitzuarbeiten<br />

und ist mit 21 Jahren Deutschlands<br />

jüngste Auktionatorin. Das Team, das<br />

2010 versteigert das erst zwei Jahr zuvor gegründete <strong>Auktions</strong>haus Max Liebermanns<br />

Gemälde „Gartenlokal an der Havel unter Bäumen” zum rekordverdächtigen<br />

Zuschlagpreis von 151.000 Euro. Käufer wie Einlieferer vertrauen der langjährigen<br />

Erfahrung von Michael Scheublein und Martina Neumeister-Scheublein, die sie<br />

beim Münchner Kunstauktionshaus Neumeister machten


54<br />

PORTRÄT<br />

mit dem Ehepaar Scheublein den<br />

Start in die Unabhängigkeit gewagt<br />

hat, besteht aus Kunstexperten, die<br />

alle aufgrund ihrer langjährigen<br />

Erfahrung im Kunst- und <strong>Auktions</strong>handel<br />

über Fachkompetenz und<br />

Marktkenntnis verfügen. Dies gewährleistet<br />

die sachgerechte Bearbeitung<br />

der Objekte und den reibungslosen<br />

Ablauf der Versteigerungen<br />

– von der Einlieferung und Taxierung<br />

eines Objektes, über dessen<br />

Katalogisierung und Ausstellung, bis<br />

hin zur Versteigerung und Auslieferung.<br />

Besonders die Mitarbeit von<br />

Kunstexpertin Franziska Dessauer,<br />

öffentlich bestellte und vereidigte<br />

Sachverständige, und seit vielen Jahren<br />

bekannt aus der Fernsehsendung<br />

„Kunst und Krempel”, gewährleistet<br />

den Kunden fundierte Schätzungen<br />

und Betreuung von Nachlässen<br />

und Sammlungen.<br />

Die zweite Scheublein-Generation<br />

hat mit den Geschwistern Nikola<br />

und Michael junior bereits den Weg<br />

in den Kunstauktionshandel eingeschlagen,<br />

sorgt zusammen mit den<br />

Eltern für das Aufrechterhalten der<br />

Werte und die erfolgreiche Fortführung<br />

des jungen Unternehmens. Wie<br />

die Tochter bekommen auch die bei-<br />

Erfolgreich verlaufen auch die Versteigerungen<br />

im Bereich Asiatika wie mit den<br />

beiden feuervergoldeten Bronzen aus Tibet:<br />

Hevajra mit 5 Köpfen, 16 Armen und<br />

4 Beinen, in inniger Umarmung mit Nairatmya,<br />

sowie Jambhala Serpo, der Gott<br />

des Reichtums, die beide für 18.000 Euro<br />

zugeschlagen wurden<br />

Kaminuhr „Vier Jahreszeiten”, Meißen, Farb- und Goldstaffage, blaue Schwertermarke<br />

mit Knäufen, geritzte Modell-Nr. 2172, Zuschlag 5.000 Euro


PORTRÄT 55<br />

2010 werden zwei Gemälde von Max<br />

Liebermann zu rekordverdächtigen Zuschlagspreisen<br />

im erst im April 2008<br />

von Michael Scheublein und Martina<br />

Neumeister-Scheublein gegründeten<br />

Münchner <strong>Auktions</strong>haus Art & Auktionen<br />

Scheublein versteigert. 151.000<br />

Euro werden für sein Bild mit der Darstellung<br />

eines Gartenlokals an der Havel<br />

unter Bäumen gezahlt (siehe Abbildung<br />

Seite 53). 90.000 Euro lautet der<br />

Zuschlagpreis für Liebermanns Gemälde<br />

„Colonierstraße in Wannsee mit Gemüsehändlerin”,<br />

siehe Abbildung rechts<br />

den Enkel von Rudolf Neumeister die<br />

Kunst und das Versteigerungswesen<br />

von klein auf mit. Nach kaufmännischen<br />

Studien lernen beide bei Christie’s<br />

Education in London. Auch die<br />

älteste Tochter Christina ist in der<br />

Branche erfolgreich. Sie führt in Zürich<br />

ihre Galerie Scheublein Fine Art,<br />

die auf die Ausstellung und Vermarktung<br />

von zeitgenössischen Künstlern<br />

spezialisiert ist.<br />

Im Mittelpunkt des familiär geführten<br />

Unternehmens stehen neben<br />

den Kunstgegenständen die Kunden<br />

– Käufer wie Verkäufer –, die dank<br />

der Fachkompetenz und der Marktkenntnis<br />

des <strong>Auktions</strong>hauses durch<br />

die Vermittlung der Kunstobjekte<br />

profitieren. Gegenseitiges Vertrauen,<br />

Ehrlichkeit und eine realistische und<br />

authentische Einschätzung der<br />

Kunstgegenstände sind die Werte,<br />

die bei Art & Auktionen Scheublein<br />

groß geschrieben und von den Kunden<br />

geschätzt werden.<br />

SAMMLUNGEN UND NACHLÄSSE<br />

Art & Auktionen Scheublein hat sich<br />

auf die Versteigerung von Kunstobjekten<br />

spezialisiert. In den sieben<br />

Mal im Jahr stattfindenden Auktionen<br />

werden Kunstwerke aus Bereichen<br />

versteigert, die sich von Altmeistergemälden<br />

und Grafiken bis zu<br />

Werken der Moderne erstrecken, so<br />

wie Kunstobjekte aus verschiedenen<br />

2010 ist einem Münchner <strong>Sammler</strong> Die Unterhaltung: Drei Dirndl und zwei Jäger in<br />

der Stube von Franz von Defregger 62.000 Euro wert


In ihrer zweiten Auktion können Art &<br />

Auktionen Carl Spitzwegs Gemälde „Im<br />

Hochgebirge (Sennerin und Kind auf<br />

dem Pfad)” für 75.000 Euro Zuschlagpreis<br />

versteigern<br />

Augsburger Helmkanne, Meister Johann<br />

Mittnacht I., Zuschlag 9.000 Euro<br />

Bereichen wie Silber, Porzellan,<br />

Schmuck, Kunsthandwerk, Teppiche<br />

und Skulpturen. 2010 werden die<br />

Ausstellungsräume im Hochparterre<br />

mit weiteren Räumen im Parterre<br />

ergänzt, sodass seitdem auch mehr<br />

Möbel angeboten werden können.<br />

Vor allem süddeutsche Möbel der<br />

Barock- und der Biedermeierzeit<br />

erfreuen sich bei den Kunden großer<br />

Beliebtheit. In jährlich vier großen<br />

Kunstauktionen und drei Fundgruben-Auktionen<br />

werden Objekte angeboten,<br />

die jedes für sich etwas Besonderes<br />

sind. Die Verkaufsquote in<br />

den großen Auktionen liegt bei rund<br />

75 Prozent, ein Ergebnis, das auch auf<br />

das gute Angebot in einigen Sparten<br />

wie dem Silber zurückzuführen ist.<br />

Hier werden durchschnittlich um die<br />

90 Prozent aller Stücke zugeschlagen.<br />

Qualität und marktfrische Ware<br />

ziehen immer wieder alte und neue<br />

Kunstliebhaber an. So werden 2010<br />

zwei Gemälde von Max Liebermann<br />

zu rekordverdächtigen Zuschlagpreisen<br />

von 151.000 und 90.000 Euro<br />

versteigert. Das Defregger-Gemälde<br />

Die Unterhaltung: Drei Dirndl und<br />

zwei Jäger in der Stube ist einem<br />

Münchner <strong>Sammler</strong> 62.000 Euro<br />

wert – ein Preis, der an die Erfolge<br />

der Münchner Schule in ihrer Blütezeit<br />

vor 15 bis 20 Jahren anknüpft.<br />

Die drei Mal jährlich stattfindenden<br />

Kreuzigungstafel, Oberfranken, um 1490,<br />

Zuschlag 54.000 Euro<br />

Einer der Sieben Nothelfer, Thüringen, um<br />

1500/1520, Linde, geschnitzt, rückseitig gehöhlt,<br />

Farb- und Goldfassung, die in der<br />

Skulpturen-Sonderauktion mit 33.000<br />

Euro zugeschlagen wurden


57<br />

Varia-Auktionen heißen zu Recht<br />

„Fundgrube”: „Hier ist für jeden etwas<br />

dabei“, erklärt Scheublein. „In<br />

den Nachlässen, aus denen die meisten<br />

der angebotenen Objekte stammen,<br />

finden sich immer Kuriositäten<br />

und Raritäten, die dank ihrer attraktiven<br />

Preise nicht nur für die <strong>Sammler</strong>,<br />

sondern auch für Händler interessant<br />

sind". Mit Zugschlagsquoten<br />

von bis zu 90 Prozent erfreuen sich<br />

die „Fundgruben”, in denen neben<br />

den üblichen Objekten aus den Bereichen<br />

Silber, Porzellan, Kunsthandwerk,<br />

Volkskunst, Schmuck auch<br />

Snuffbottles, Puppen und Ähnliches<br />

angeboten werden, größter Beliebtheit.<br />

Dass das junge Unternehmen<br />

mit den etablierten <strong>Auktions</strong>häusern<br />

mithalten kann, zeigt sein qualitätvolles<br />

Angebot. So sind die Auktionen<br />

im Herbst 2011 und im Frühjahr<br />

2012 die besten seit Bestehen.<br />

Die Fokussierung auf die Versteigerung<br />

von privaten Nachlässen und<br />

Sammlungen verspricht Erfolg: In<br />

der Septemberauktion 2011 sorgt<br />

eine Sammlung von Grafiken und<br />

modernen Werken für Umsatzsteigerung<br />

und hohe Zuschlagsquoten.<br />

Alexander Kanoldts Olevano II ist mit<br />

dem Zuschlagpreis in Höhe von<br />

135.000 Euro ein absolutes Highlight.<br />

Daneben bringen Werke von<br />

Eduard Schleich, d.Ä. (27.000 Euro),<br />

Otto Pippel (22.000 Euro), Jean Dufy<br />

(24.000 Euro) weitere Spitzenergebnisse.<br />

Eine Federzeichnung von Dillis<br />

wechselt für 16.000 Euro den Besitzer<br />

und markiert damit bei der Grafik<br />

ein außergewöhnlich gutes Ergebnis.<br />

Die sieben Bände der Phytanthoza<br />

iconographia von Johann Wilhelm<br />

Weinmann können für 40.000<br />

Euro an einen bibliophilen <strong>Sammler</strong><br />

vermittelt werden. Die Sonderauktion<br />

mit gotischen und barocken<br />

Skulpturen, die aus dem Nachlass<br />

eines süddeutschen <strong>Sammler</strong>s stammen,<br />

sticht im Frühjahr 2012 hervor:<br />

Unter den 52 Skulpturen wird eine<br />

oberfränkische Kreuzigungstafel mit<br />

54.000 Euro am höchsten zugeschlagen.<br />

Die Sieben Nothelfer aus Thürin-<br />

Für die sieben Bände von Johann Wilhelm Weinmanns Phytanthoza iconographia<br />

brachte ein <strong>Sammler</strong> 40.000 Euro auf. Erste Auflage. Regensburg, H. Lenz und (Bd. IV:)<br />

H. G. Neubauer, 1737-45. 7 Bände:Vol.I - Vol.IV. Mit 4 gestochenen Titelblättern in Rot und<br />

Schwarz in Latein, 1025 Farbstichtafeln (nicht kollationiert), tlw. gefaltet, tlw. koloriert<br />

und retuschiert. Tafeln in der Platte durchnummeriert. Gestochen von J. J. Haid, J. E.<br />

Ridinger und B. Seutter. Tafelformat ca. 39 x 24,5 cm, Plattengröße ca. 33 x 21,5 cm. 2<br />

Commentarii zu Phytantoza-iconographia zu Vol.I.II. und Vol.III.IV. Mit 4 gestochenen<br />

Titelblättern in Rot und Schwarz in Deutsch, zweispaltig gedruckte Texte in Latein und<br />

Deutsch. Index Verbalis<br />

gen wechseln für 33.000 Euro ihren<br />

Besitzer. Heiße Bietergefechte gibt es<br />

auch bei den Skulpturen aus feuervergoldeter<br />

Bronze der vierzig Lose starken<br />

Asiatika-Offerte: Jambhala Serpo,<br />

der Gott des Reichtums, und Hevajra<br />

und Nairatmya in Vereinigung können<br />

einem Asiaten für jeweils 18.000<br />

Euro zugeschlagen werden.<br />

Damit zeigt sich, dass sich auch ein<br />

junges Unternehmen wie Art & Auk-<br />

tionen Scheublein KG auf dem<br />

umkämpften <strong>Auktions</strong>markt in kurzer<br />

Zeit durchsetzen kann – dank<br />

eines guten Angebotes, hoher Kompetenz,<br />

engagierter und freundlicher<br />

Mitarbeiter und Integrität – und<br />

somit München als bedeutenden<br />

Standort des Kunsthandels in<br />

Deutschland bestätigen kann.<br />

Fotos: Scheublein


orot<br />

eum<br />

Dorotheum<br />

300 + 5<br />

Im Vergleich zu dreihundert sind fünf<br />

Jahre eine verschwindend geringe<br />

Zeit. 1707 wird das weltberühmte Wiener<br />

<strong>Auktions</strong>haus als „kaiserliches Versatz-<br />

und Fragamt“, sozusagen als<br />

staatliches Pfandleihunternehmen<br />

mit regelmäßiger Versteigerungstätigkeit<br />

gegründet. Im April 2007 feiert<br />

das noch bis 2001 als Staatsgesellschaft<br />

geführte Dorotheum (benannt<br />

nach dem Dorotheerkloster, das Ende<br />

des 18. Jahrhunderts Geschäftssitz<br />

wird) sein Jubiläum. Damals Anlass für<br />

das SAMMLER <strong>Journal</strong>, dem Traditionshaus<br />

ein Thema in seiner ersten Ausgabe<br />

des <strong>Auktions</strong>sonderhefts im<br />

Herbst 2007 zu widmen.Was seit dem<br />

Jubiläumsjahr in einem der ältesten<br />

<strong>Auktions</strong>häuser der Welt in Sachen<br />

Internationalisierung, Rekorde und<br />

Belebung des Gegenwärtigen unter<br />

Wahrung der Tradition geschah, ist<br />

spannend genug für eine weitere<br />

Bestandsaufnahme.<br />

Das Dorotheum gehört nicht nur zu<br />

einem der ältesten <strong>Auktions</strong>häuser<br />

der Welt, es ist das größte <strong>Auktions</strong>haus<br />

am europäischen Kontinent.<br />

Rund 600 Auktionen – davon rund<br />

hundert Katalogauktionen – pro Jahr<br />

werden veranstaltet, die wichtigsten<br />

Sparten dabei viermal im Jahr zur<br />

sogenannten <strong>Auktions</strong>woche zusammengelegt,<br />

was einem internationalen<br />

Publikum sehr entgegenkommt.<br />

Zahlreiche Filialen im eigenen Land<br />

und Standorte von Brüssel bis Prag,<br />

Düsseldorf bis Mailand, München bis<br />

Zagreb sorgen für eine direkte Präsenz.<br />

Desgleichen ist das Dorotheum<br />

in den Metropolen London, Paris und<br />

Tel Aviv mit Repräsentanten vertreten.<br />

Die internationale Kundenpflege des<br />

seit 2001 von privaten Eigentümern<br />

geführten Unternehmens beinhaltet<br />

aber auch regelmäßig publizierte<br />

Informationsschriften zu den <strong>Auktions</strong>wochen<br />

z. B. auch in französischer<br />

Sprache sowie eine Website, die<br />

neben einer deutschen Version in den<br />

im <strong>Auktions</strong>geschehen entscheidenden<br />

Sprachen Englisch, Italienisch,<br />

Russisch und Chinesisch gehalten ist.<br />

Verfolgt wird dabei das große Ziel<br />

„Internationalisierung“.<br />

BENVENUTO A ROMA<br />

Altes, prächtiges Palais Dorotheum mit zeitgenössischem Kick: Blick ins Stiegenhaus<br />

mit der Lichtsäule von Peter Kogler und dem Bildfries von Esther Stocker als permanente<br />

Installationen zeitgenössischer Kunst (beide Fotos: © R. R. Rumpler)<br />

Am 9. März 2009 eröffnet man einen<br />

weiteren Standort in Rom und unterhält<br />

somit neben dem 2005 eingerichteten<br />

Sitz in Mailand eine zweite<br />

Niederlassung in Italien. Für die<br />

Geschäftsführung in Wien bedeutet<br />

dies einen weiteren wichtigen Schritt<br />

Richtung Kundenservice im südlichen<br />

Nachbarland. Italien ist neben<br />

Deutschland, der wichtigste Handelspartner<br />

im <strong>Auktions</strong>bereich. Das


PORTRÄT 59<br />

Gesicht der neuen Dependence, die im<br />

Palazzo Colonna eingerichtet ist, ist<br />

die Kunsthistorikerin Dr. Maria Cristina<br />

Paoluzzi. Sie lehrte an den Universitäten<br />

von Chieti sowie an der Bocconi<br />

Universität Mailand und arbeitete seit<br />

1994 auch für das italienische Außenministerium,<br />

wo sie internationale<br />

Politiker und Persönlichkeiten in Rom<br />

führte, wie Sonia Gandhi, Präsident<br />

Gorbatschow und die königlichen<br />

Familien von Belgien, England und<br />

Schweden. Für die italienischen Käufer<br />

und Einlieferer begutachten im Palazzo<br />

Colonna regelmäßig Experten<br />

Kunstwerke und Antiquitäten bei<br />

Beratungstagen, zudem bieten die<br />

repräsentativen Räume einen optimalen<br />

Rahmen für Symposien zu Altmeister-Themen<br />

und für temporäre Ausstellungen<br />

ausgewählter Objekte aus<br />

kommenden Auktionen, die dem italienischen<br />

Publikum vorgestellt werden<br />

– eine Veranstaltung, die auch<br />

immer wieder dem Moskauer und<br />

Pariser Publikum geboten wird. Ständige<br />

Vertretungen in Verona, Florenz,<br />

Neapel und auf Sizilien unterstreichen<br />

die Bedeutung des italienischen<br />

Marktes.<br />

Dieses Engagement macht sich noch<br />

im gleichen Jahr bezahlt: Der Gesamtumsatz<br />

2009 beläuft sich auf insgesamt<br />

115 Millionen Euro, liegt somit<br />

über jenem des Vorjahres (108 Mio.<br />

Euro) und nähert sich dem Jubiläumsjahr,<br />

in dem 125 Millionen umgesetzt<br />

wurden. Spürte das Dorotheum gar<br />

nichts von der Krise? Martin Böhm,<br />

geschäftsführender Gesellschafter, ist<br />

sicher: „Unter anderen Bedingungen<br />

wären unsere Zuwächse noch stärker<br />

gewesen.“ Und doch: „Die intensivierten<br />

Italien-Kontakte haben sich<br />

bestens bewährt, sowohl auf der Käufer-<br />

wie Verkäuferseite war Italien sehr<br />

engagiert“. Ein besonderer Star war –<br />

rechtzeitig zur Eröffnung der Rom-<br />

Dependence 2009 – Antonio Jolis<br />

Romansicht der Peterskirche und des<br />

Petersplatzes in der wie immer stark<br />

präsenten Altmeister-Abteilung.<br />

TEUERSTER ALTMEISTER DER WELT<br />

Seinen Status als Marktführer für<br />

Alte Meister in Kontinentaleuropa<br />

hat das Dorotheum indessen mit der<br />

Teuerstes Altmeistergemälde der Welt in der Frühjahrssaison 2010: Frans Francken II., „Der Mensch, der sich zwischen Tugenden<br />

und Lastern entscheiden muss” (1635, Öl auf Holz), wurde für 7,02 Millionen Euro versteigert


60<br />

PORTRÄT<br />

Ein weiteres Millionenbild beim Dorotheum: Giovanni Francesco Barbieri (Cento<br />

1591 - 1666 Bologna), „Il Guercino, Rinaldo hält Armida ab, sich mit einem Pfeil zu<br />

töten”, 1664, Öl auf Leinwand, Ergebnis 1,04 Mio. Euro im April 2010<br />

Marktführer bei Waldmüller-Gemälden: Ferdinand Georg Waldmüller, Früchtestillleben<br />

mit einem Amazonenpapagei, Ergebnis 179.800 Euro<br />

Versteigerung eines Gemäldes von<br />

Frans Francken im April 2010 mehr<br />

als sicher gestellt. Es ist das teuerste<br />

jemals in Österreich versteigerte<br />

Gemälde und das teuerstes Altmeistergemälde<br />

weltweit in der Frühjahrssaison<br />

2010: Am Abend des 21.<br />

April feiert man im Dorotheum den<br />

triumphalen Erfolg. Frans Franckens<br />

opulentes Himmels- und Höllenszenarium<br />

„Der Mensch zwischen<br />

Tugend und Laster“, das seit Jahrzehnten<br />

in einer deutschen Privatsammlung<br />

befindlich war und als<br />

das wiederentdeckte Hauptwerk des<br />

aus einer flämischen Malerdynastie<br />

stammenden Künstlers, dessen<br />

Arbeiten sich in den bedeutendsten<br />

Museen der Welt befinden, gilt, wird<br />

nach einem dramatischen Bietgefecht<br />

für 7,02 Millionen Euro dem<br />

Londoner Altmeisterhändler Johnny<br />

Van Haeften zugeschlagen.<br />

Dieser herausragende <strong>Auktions</strong>erfolg<br />

steht stellvertretend für das<br />

gesamte Geschäftsjahr 2010: Mit<br />

rund 144 Millionen Gesamtumsatz<br />

toppt man in Wien alles Vorhergegangene,<br />

feiert das erfolgreichste<br />

Jahr in der – wohlgemerkt dreihundertjährigen<br />

– Geschichte des Hauses<br />

und nimmt unter den weltweiten<br />

Top 5 Platz. Doch auch ohne die<br />

spektakulären Verkäufe, wie das<br />

Francken-Werk, oder die größte<br />

Goldmünze der Welt (Maple Leaf,<br />

100 kg, 3,27 Mio. Euro) sowie die<br />

Sammlung Leopold mit Bildern und<br />

Jugendstil (1,55 Mio. Euro), ist es ein<br />

Rekordjahr. Die Alten Meister und<br />

Gemälde des 19. Jahrhunderts im<br />

April sowie Klassische Moderne, Design<br />

und Silber im Mai sind Rekordauktionen.<br />

Neben Francken punktet<br />

bei den Alten Meistern ein weiteres<br />

Millionenbild, Il Guercinos dramatische<br />

Szene nach Tasso, Rinaldo hält<br />

Armida ab, sich mit einem Pfeil zu<br />

töten (1,04 Mio. Euro). 330.00 Euro<br />

werden im Herbst für zwei neu entdeckte<br />

Szenen aus dem Leben von<br />

König David von Guercino bewilligt.<br />

Das stark im Trend liegende 19. Jahrhundert<br />

– dessen Vertreter Friedrich


PORTRÄT 61<br />

von Amerling schon 2008 einen Spitzenpreis<br />

mit seiner Biedermeier-<br />

Ikone Mädchen mit Strohhut aus der<br />

Belvedere-Sammlung erwirkt, die das<br />

Liechtenstein Museum für 1,5 Millionen<br />

Euro kauft – überzeugt auch 2010<br />

mit sensationellen 280.000 Euro für<br />

ein kleinformatiges Seestück von<br />

Konstantin Aivazovsky. Obendrein<br />

erweist sich das Dorotheum einmal<br />

mehr als Marktführer bei Waldmüller-<br />

Gemälden: Die Kranzljungfer wird bei<br />

421.300 Euro zugeschlagen. Und wieder<br />

nennt Martin Böhm die intensiv<br />

vorangetriebene Internationalisierung,<br />

die enorme Erweiterung des<br />

weltweiten Kundenkreises als Grund<br />

für den großen Erfolg. Jetzt macht<br />

sich neben der engen Italien-Beziehung<br />

auch das verstärkte Frankreich-<br />

Engagement bewährt: Im Herbst<br />

Spitzenpreis für eine Biedermeier-Ikone: Friedrich von Amerling (Wien 1803-1887),<br />

Mädchen mit Strohhut, Öl auf Leinwand, Ergebnis 1,5 Mio. Euro im Oktober 2008<br />

Erfolge in der 2011 neu eingeführten<br />

Sparte mit Tribal Art: Die männliche<br />

Ahnenfigur der Mambila aus der „unbekannten“<br />

Sammlung Rudolf Leopold<br />

bringt ein Ergebnis von 42.000 Euro<br />

2010 präsentierte man in prunkvollen<br />

Rahmen in Paris seine Spitzenobjekte.<br />

NEUE KATEGORIEN<br />

2010 erweitern die Wiener auch ihre<br />

Spartenvielfalt um zwei neue<br />

Kategorien. Insgesamt kann das<br />

Dorotheum mit rund vierzig Sparten<br />

von Kunst- und Sammelgegenständen<br />

aufwarten, die von hundert<br />

Kunstexperten betreut werden. Eine<br />

Spartenvielfalt, die von Alten und<br />

Modernen Meistern, Gemälden des<br />

19. und 20. Jahrhunderts über Porzellan<br />

und Glas, Möbel, Juwelen, über<br />

historisches Silber und modernes<br />

Design bis hin zu historischen wissenschaftlichen<br />

Instrumenten und<br />

Globen reicht. Dem jetzt neu eingeführten<br />

Bereich Orientteppiche, Textilien<br />

und Tapisserien steht Wolfgang<br />

Matschek als Experte vor – die<br />

erste Auktion im September 2010<br />

wird sehr gut angenommen. Spitzenstück<br />

mit 34.460 Euro ist ein<br />

Khotan-Seidenteppich aus dem 19.<br />

Jahrhundert. Seit Herbst desselben<br />

Jahres übernimmt das Dorotheum<br />

mit seinem Spezialisten Prof. Erwin<br />

Melchardt auch Außereuropäische<br />

Kunst und Stammeskunst. Die erste<br />

Auktion mit Tribal Art gibt es 2011<br />

und sie wird zu einem vollen Erfolg.<br />

Die Objekte stammen aus der sogenannten<br />

„unbekannten“ Sammlung


62<br />

PORTRÄT<br />

Einblick in die Schaustellung Austrian Design von 2012<br />

von Rudolf Leopold. Der vor allem<br />

als Schiele- und Jugendstilsammler<br />

bekannte Leopold stellte seit den<br />

frühen sechziger Jahren auch Werke<br />

der Stammeskunst zusammen. Toplose<br />

sind eine männliche Ahnenfigur<br />

der Mambila (Nigeria/Kamerun)<br />

sowie eine sitzende Frauenfigur der<br />

Mangbetu (Demokratische Republik<br />

Kongo) mit jeweils 42.000 Euro.<br />

Anfang des Jahres 2011 wird das<br />

neue <strong>Auktions</strong>format der „kuratierten<br />

Auktion“ – in diesem Fall ausgewählt<br />

vom Wiener Designer Philip<br />

Hohenlohe – eingeführt. Hohenlohe<br />

gestaltet sowohl die Interieurauktion<br />

selected by im Februar sowie<br />

die Single Owner-Auktion Nachlass<br />

Fürst Kinsky als eleganten Salon der<br />

Jahrhundertwende. Beide Auktionen<br />

sind sehr erfolgreich. Internationale<br />

Bieter teilen Hohenlohes Begeisterung<br />

für die von ihm ausgewählten,<br />

vom Neoklassizismus, Historismus<br />

bis Art déco reichenden Einrichtungsgegenstände<br />

für Wohnsalons.<br />

Auch mit der selbstbewussten Fortsetzung<br />

der Mottoserie in Form der<br />

Auktion Austrian Design im Februar<br />

2012 wird man belohnt: Die Premiere<br />

wird zum großen Statement für<br />

österreichisches Design. Für die bis<br />

dato zu Unrecht nur rudimentär von<br />

der Öffentlichkeit wahrgenommenen<br />

Objekte der österreichischen<br />

Designgeschichte der 1920er- bis<br />

1960er-Jahre interessieren sich zahlreich<br />

im Saal versammelte Designfans<br />

sowie nationale und internationale<br />

Telefonbieter und sorgen für<br />

den Beginn einer Neubewertung: Die<br />

Verkaufsquoten sind hoch und viele<br />

der Objekte erzielen nie dagewesene<br />

Preise. Unter den Toplosen: die Wiener<br />

Würfeluhr von Emil Schauer vom<br />

Stock im Eisen Platz (15.000 Euro); die<br />

Erfolgreich mit der Versteigerung von<br />

Klassischer Moderne: Alexej Jawlensky<br />

(Torschok 1864-1941 Wiesbaden), „Wasserburger<br />

Landschaft mit Häusern und<br />

Wiese”, Öl auf Karton, Ergebnis 593.800<br />

Euro im Mai 2011


PORTRÄT 63<br />

Anrichte von Hugo Gorge (14.000<br />

Euro), die in den Bestand des Wien<br />

Museums wechselt. Auffallend ist die<br />

Beteiligung von Mitbietern aus<br />

Deutschland, der Schweiz, Italien,<br />

England und den USA.<br />

WEITER AUF ERFOLGSKURS<br />

Weltweit begeistert angenommen<br />

wird das gesamte Jahresprogramm<br />

2011. Das Dorotheum schließt an den<br />

Erfolg des Vorjahres an, der mit 144<br />

Millionen Euro zu Buche schlägt. In<br />

Zahlen ausgedrückter Spitzenreiter<br />

2011 ist ein zeitgenössisches Gemälde:<br />

Für Ilya Kabakovs idealisierte Version<br />

der russischen Kunstgeschichte,<br />

Bei der Universität 1972, von 2002<br />

legt im November ein Telefonbieter<br />

755.000 Euro hin. Knapp 600.000<br />

Euro werden für ein Werk der klassischen<br />

Moderne bezahlt: Alexej Jawlenskys<br />

Wasserburger Landschaft<br />

mit Häusern und Wiese ist von 1907.<br />

Freude gibt es auch bei der Versteigerung<br />

eines Dachbodenfundes in<br />

Dänemark. Es ist ein Werk von Alfons<br />

Walde, das mit 582.300 Euro den<br />

Weltrekordpreis für ein Bild des<br />

Künstlers in einer Auktion darstellt.<br />

IMPULSE FÜR<br />

ZEITGENÖSSISCHE KUNST<br />

Neue Impulse und wichtige Signale<br />

setzt man neben der Ausweitung<br />

der internationalen Kontakte – wozu<br />

auch die Zusammenarbeit mit den<br />

International Auctioneers gehört –<br />

vor allem im Bereich Moderne und<br />

zeitgenössische Kunst. Als Sponsor<br />

im Bereich der zeitgenössischen<br />

Kunstszene finanziert das Dorotheum<br />

dem MuMoK (Museum<br />

Moderner Kunst Stiftung Ludwig<br />

Wien), einem der bedeutenden Ausstellungsorte<br />

für zeitgenössische<br />

Kunst in Österreich, den White Cube<br />

von Heimo Zobernig. Der White<br />

Cube ist eine Verbindungsbrücke zur<br />

2002 neu geschaffenen Ausstellungsebene,<br />

die in Form eines White<br />

Cube gestaltet ist. Zobernig, der an<br />

der Frankfurter Städelschule lehrte<br />

und seit 2000 eine Professur für<br />

Bildhauerei an der Wiener Akademie<br />

inne hat, behandelt und hinterfragt<br />

häufig in seinem Werk die räumliche<br />

Beziehungen von Dingen. Als Initiator<br />

der Vienna Art Week, in der Wiener<br />

Kunstinstitutionen, Museen und<br />

Galerien sowie die Off-Space Szene<br />

in einer Woche komprimiert zu erleben<br />

sind, setzt das Dorotheum ein<br />

großes Zeichen für Gegenwartskunst.<br />

Dazu ist man Gastgeber für<br />

zahlreiche Hauptveranstaltungen<br />

dieser jährlich stattfindenden Wiener<br />

Kunstwoche, wie der Eröffnungsparty,<br />

Podiumsdiskussionen und Premieren.<br />

Ziel ist es, die Wahrnehmung<br />

Wiens jenseits von Klimt als zeitgenössisches<br />

Kunstzentrum auszubauen<br />

und das Dorotheum als Treffpunkt<br />

für Kunstinteressierte und<br />

<strong>Sammler</strong> weiter zu profilieren.<br />

Alle Abbildungen, wenn nicht anders<br />

angegeben: Dorotheum<br />

Dorotheum-Spitzenreiter 2011: Ilya<br />

Kabakov, Bei der Universität 1972, 2002,<br />

Ergebnis 755.000 Euro


64<br />

KUNSTMARKT<br />

Bilanz<br />

Ein <strong>Auktions</strong>jahr<br />

Während die alten Volkswirtschaften leiden, nimmt das<br />

Wachstum in den BRICS-Staaten zu. Die fünf Mitglieder von<br />

BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) können<br />

ein viel stärkeres Wachstum als die entwickelten Länder<br />

verzeichnen, und der gewaltige Ansturm der Chinesen hat<br />

die geografische Struktur des Kunstmarkts tiefgreifend verändert.<br />

Zudem sind sich die Politiker in Singapur, Peking und<br />

Hongkong des enormen wirtschaftlichen Potenzials bewusst,<br />

das die Kunst für ihre Stadt darstellt, und die Regierungen<br />

unterstützen die kulturellen Großereignisse, darunter<br />

auch die Messen der zeitgenössischen Kunst, mit Nachdruck.<br />

Neben China, wo ein Umsatzplus von 49 Prozent bei<br />

Kunstauktionen verzeichnet wird, sind auch andere asiatische<br />

Länder besonders dynamisch: z. B. Singapur (plus 22<br />

Prozent) oder Indonesien (plus 39 Prozent). Dieses Wachstum<br />

ist auf das Auftreten neuer, sehr reicher <strong>Sammler</strong> und<br />

eine steigende Anzahl von Investmentfonds für Kunst zurückzuführen.<br />

Der asiatische Markt ist tatsächlich zum<br />

hochpreisigsten der Welt geworden. So erzielten z. B. 12,1 Prozent<br />

der in Asien verkauften Werke Preise zwischen 100.000<br />

und 1 Mio. Dollar gegenüber 2,2 Prozent im Rest der Welt in<br />

dieser Preisklasse. China, das beim Verkauf von Kunstwerken<br />

sowohl in Asien als auch weltweit an der Spitze liegt, erstaunt<br />

sowohl mit seiner Schlagkraft als auch mit seiner<br />

Unabhängigkeit. In der Tat hat sich China im zweiten Jahr in<br />

Folge in der Geschichte als weltweit größter Marktplatz für<br />

die Versteigerung von Kunstwerken durchgesetzt, obwohl<br />

die vor Ort ausgeführten Geschäfte nur 10,8 Prozent des<br />

weltweiten Volumens darstellen gegenüber 15 Prozent der<br />

Transaktionen, die in den USA getätigt werden und fast 16<br />

Prozent, die in Frankreich stattfinden. Heute kommt die<br />

Dichte der in China verkauften Werke der in Großbritannien<br />

gleich, mit dem einzigen Unterschied, dass der chinesische<br />

Umsatz mehr als doppelt so hoch ist wie der europäische<br />

(China: 4,79 Mrd. Dollar, Großbritannien: 2,24 Mrd. Dollar).<br />

Mit 41,4 Prozent des weltweiten Umsatzes, der in China<br />

erzielt wird, sechs chinesischen Künstlern unter den hochpreisigsten<br />

10 Künstlern der Welt und fünf Städten unter<br />

den 10 leistungsstärksten der Welt gewinnt China weiter<br />

Marktplätze zum Nachteil der USA, wo ein Jahresumsatz von<br />

Umsatz Kunstauktionen 2011, Aufteilung nach Ländern<br />

Qi Baishi: Eagle Perching on the Pine, 1946 (Sotheby’s, New York,<br />

3/2012; Zuschlagpreis 1.986.500 USD)<br />

2,72 Milliarden Dollar erzielt wurde, was 23,5 Prozent des<br />

weltweiten Volumens entspricht, gegenüber 29,5 Prozent im<br />

Jahr 2010.<br />

Ein hochpreisiger Markt, der krisensicher ist<br />

Die Krise auf dem Subprime-Hypothekenmarkt wurde von<br />

der Staatsschuldenkrise abgelöst. Daher sieht die wirtschaftliche<br />

Bilanz des Jahres 2011 in der westlichen Welt<br />

besonders düster aus. Die Lage dort ist gekennzeichnet<br />

durch horrende Schuldenberge in Griechenland, Italien, Spanien,<br />

Portugal und Großbritannien, von der Destabilisierung<br />

der europäischen Währungsunion und außerdem den massiven<br />

Staatsschulden in den USA. Natürlich hat dieses ungesunde<br />

Klima auf dem Kunstmarkt seine Spuren hinterlassen.<br />

Zahlreiche Galerien haben darunter in Europa gelitten, manche<br />

mussten sogar schließen. Diese angstvolle Stimmung<br />

wartete nur darauf, von einem starken Zeichen des Marktes<br />

vertrieben zu werden, und das Vertrauen stellte sich Anfang<br />

Oktober dank des Erfolges der großen Messen zur zeitgenössischen<br />

Kunst (Frieze in London und Fiac in Paris) wieder


KUNSTMARKT<br />

65<br />

Dollar im Jahr 2010). Von den Top 5 unter den Marktplätzen<br />

hatten nur die USA mit einem Verkaufserlös von 2,72 Mia.<br />

Dollar (minus 3 Prozent gegenüber 2010) einen Rückgang zu<br />

verzeichnen.<br />

Die moderne Kunst: Hauptstütze des Marktes<br />

Umsatz Kunstauktionen 2011, Aufteilung nach <strong>Auktions</strong>häusern<br />

ein und vor allem dank der atemberaubenden Ergebnisse<br />

der öffentlichen Versteigerungen des zweiten Halbjahres.<br />

Während Europa seine Schwächen analysierte und seine<br />

Ökonomen die Möglichkeit der Zerschlagung der Währungsunion<br />

erwogen, lief der Kunstmarkt auf Hochtouren, auch in<br />

Europa. Parallel dazu ist New York ein wichtiger Handelsplatz<br />

für die Kunst, besonders die zeitgenössische, geblieben,<br />

da der Fall des Dollars einen anziehenden Effekt auf<br />

europäische und asiatische Käufer gehabt hat. Die Schuldenkrise<br />

in Verbindung mit dem Aufruhr an den Finanzmärkten<br />

führte dazu, dass Investoren es vorzogen, sich<br />

auf die Kunst zurückzuziehen, die ihre Rolle als Fluchtwert<br />

spielte.<br />

Die moderne Kunst ist das Herz des weltweiten Kunstmarktes.<br />

Es handelt sich hier um das dichteste Segment (es werden<br />

zehn Mal mehr moderne als alte Werke verkauft) und<br />

das rentabelste. Das Jahr 2011 ist das beste des Jahrzehnts,<br />

was den Verkauf moderner Werke anbelangt, denn die Nachfrage<br />

war besonders lebhaft (mehr als 164.000 verkaufte<br />

Werke, ein 10-Jahres-Rekord) und der Umsatz mit 6,067 Mia.<br />

Dollar, also 52,4 Prozent des weltweiten Umsatzes in allen<br />

Schaffensperioden zusammen, außergewöhnlich gut. Folglich<br />

lag der Verkaufserlös 2011 um 1,218 Mia. Dollar höher als<br />

2010, das bereits ein Rekordjahr war!<br />

Auch hier macht wieder China den Unterschied. Hier werden<br />

die meisten alten und Nachkriegswerke verkauft und auch<br />

sehr viel mehr moderne Kunst als im Rest der Welt. Heute<br />

wird fast die Hälfte des Verkaufserlöses auf dem Markt der<br />

modernen Kunst in China erzielt. Grund für diese Umwälzung<br />

ist das hohe Preisniveau der modernen Chinesen. Betrachtet<br />

man den Umsatz der Top 10 der Künstler, so sind die<br />

Neues Rekordjahr<br />

Ende 2011 brachte der Verkauf von Kunstwerken weltweit 21<br />

Prozent mehr ein als 2010, und es gibt keinen Schaffensbereich,<br />

der umsatzmäßig nicht zulegt. Im Vergleich zu 2010<br />

legte die moderne Kunst 1,2 Mia. Dollar zu, die Nachkriegskunst<br />

um 372 Mio. Dollar, die zeitgenössische Kunst um 291<br />

Mio. Dollar, die alten Meister um 124 Mio. Dollar und die<br />

Werke des 19. Jahrhunderts brachten 43 Mio. Dollar mehr<br />

ein. Zudem hatte angesichts der allgemeinen Kaufwut kein<br />

Medium das Nachsehen. Es wurden mehr Gemälde, Skulpturen,<br />

Fotografien, Zeichnungen und sogar Drucke als 2010<br />

verkauft. Getragen von dem explosiven Preisniveau der alten<br />

und modernen chinesischen Meister, ist die Zeichnung<br />

wirklich geadelt worden, mit einem Jahresverkaufserlös, der<br />

im Vergleich zum Vorjahr um 1,318 Mia. Dollar gestiegen ist.<br />

Diese Steigerung ist nicht nur eine Folge der Entwicklung<br />

des chinesischem Marktes, der gegenüber 2010 um 49 Prozent<br />

gewachsen ist, sondern eines weltweiten Wachstums,<br />

auch in Europa. In der Tat stiegen die Ergebnisse der europäischen<br />

Länder, die bei den Geboten führend sind, um 24 Prozent<br />

in Großbritannien (2,24 Mia. Dollar gegenüber 1,81 Mia.<br />

Dollar im Jahr 2010), um 9 Prozent in Frankreich (521 Mio.<br />

Dollar gegenüber 478 Mio. Dollar im Jahr 2010) und 23 Prozent<br />

in Deutschland (213,9 Mio. Dollar gegenüber 174 Mio.<br />

Zhang Daqian: Scholar beneath a Pine Tree, 1971 (Sotheby’s, New<br />

York, 3/2012; Zuschlagpreis 43.750 USD)


66<br />

KUNSTMARKT<br />

ersten beiden moderne chinesische Meister, deren Gesamtergebnis<br />

das von Andy Warhol und Pablo Picasso um mehrere<br />

zehn Millionen Dollar übersteigt. Darüber hinaus wird das<br />

Beste an moderner chinesischer Kunst in China gesammelt<br />

und die <strong>Auktions</strong>häuser von Peking und Hongkong streiten<br />

sich um den Verkauf der teuersten Werke. Meister wie Qi<br />

Baishi, Zhang Daqian oder Xu Beihong erzielen jetzt für ihre<br />

schönsten Werke mit Leichtigkeit Preise von über 10 Millionen<br />

Dollar. Qi Baishi, der als erster (im Jahr 2009) einen Platz<br />

unter den Top 10 erlangte, erzielte mit umgerechnet 57,2<br />

Mio. Dollar das beste Gebot des Jahres 2011. Was Zhang<br />

Daqian betrifft, der 2011 mit seinen Werken einen Erlös von<br />

550 Mio. Dollar erzielte, überholt er nicht nur die Top 10, sondern<br />

erzielt auch den höchsten Jahresumsatz, den je ein<br />

Künstler erreicht hat! Sein höchster Zuschlagspreis dieses<br />

Jahr liegt dank des Verkaufs von „Lotus and Mandarin Ducks"<br />

am 31. Mai (Sotheby's Hong Kong) bei 21,8 Mio. Dollar. Neben<br />

den chinesischen Meistern erzielten Werke folgender moderner<br />

Künstler einige der höchsten Gebote des Jahres: Pablo<br />

Picasso, Gustav Klimt, Egon Schiele, Claude Monet, Maurice<br />

de Vlaminck und Salvador Dali.<br />

Das Beste von den alten Meistern<br />

In zwei Jahren hat sich der Wert des Marktes der alten Kunst<br />

verdoppelt. Die Spitzenergebnisse, die die alten Meister erzielen,<br />

deren Markt bei den westlichen Künstlern sehr angespannt<br />

ist, stellen auch hier ein Gleichgewicht mit dem chinesischen<br />

Kunstmarkt her. China liegt nämlich mit dem Verkauf<br />

alter Werke im Wert von 704 Mio. Dollar 2011 in Führung<br />

(der Markt hier ist bei weitem der dichteste). Es folgen Umsätze<br />

von 248 Mio. Dollar in Großbritannien, 128 Mio. Dollar<br />

in den USA und 46 Mio. Dollar in Frankreich.<br />

Nach dem modernen Künstler Qi Baishi erzielte in der Tat<br />

der alte Meister Wang Meng den höchsten Zuschlagpreis<br />

des Jahres. Sein Tintendruck „Zhi Chuan moving to Mountain”<br />

erzielte am 4. Juni 2011 bei Poly Internatinoal 54 Mio.<br />

Dollar. Dieser chinesische Künstler der Yuan-Dynastie wird<br />

nun zum zweitteuersten alten Meister des Marktes nach Peter-Paul<br />

Rubens und entthronisiert die berühmte Zeichnung<br />

„Head of a Muse" von Raphael, die seit dem 8. Dezember<br />

2009 (42,7 Mio. Dollar bei Christie’s London) auf Platz zwei<br />

lag. Nach Wang Meng erzielte Francesco Guardi mit einem<br />

großartigen Blick auf Venedig („Venice, a View of the Rialto<br />

Bridge, Looking North") das zweithöchste Gebot des Jahres<br />

im Segment der alten Werke. Das Werk profitierte von einer<br />

beeindruckenden Geschichte, die von Sotheby's auf 32 Seiten<br />

dargelegt wurde und einen Schätzbereich von 15 bis 25<br />

Mio. Pfund unterstützte. Dieses Los 73, das den Abschluss<br />

der Versteigerung vom 6. Juli bildete, erzielte 23,8 Mio.<br />

Pfund, also 38,2 Mio. Dollar und löste einen alten Rekord von<br />

1989 ab („Vue de la Giudecca et du Zattere à Venise", 8,9 Mio.<br />

Pfund, Sotheby's). Die alten Werke, die ein wenig mehr als 10<br />

Prozent des weltweiten Umsatzes auf dem Kunstmarkt ausmachen,<br />

sind ein großes Streitthema. Sie werden in den<br />

westlichen <strong>Auktions</strong>sälen immer weniger und in den asiatischen<br />

immer mehr. Um diesen Mangel auszugleichen, sollten<br />

europäische und amerikanische <strong>Auktions</strong>häuser wieder<br />

auf die Umsätze aus der zeitgenössischen Kunst setzen, die<br />

rentabler geworden sind als jene der alten Meister (der Verkaufserlös<br />

2011 für die alte Kunst liegt bei 1,198 Mia. Dollar vs.<br />

1,261 Mia. Dollar für das zeitgenössische Segment).<br />

Umsatz Kunstauktionen, pro Halbjahr (2000-2011)<br />

Der Markt in der Zeit des Internets<br />

Heutzutage, wo 2,7 Milliarden Menschen Zugang zum Internet<br />

haben und 1 Milliarde neue Nutzer für das Jahr 2012 erwartet<br />

werden, wird das alte System der physischen <strong>Auktions</strong>häuser<br />

mehr und mehr von Onlineauktionen abgelöst.<br />

Einiger <strong>Auktions</strong>häuser (wie z. B. Heffel, Saffronart, Christie's<br />

und Sotheby's) verfügen bereits seit einigen Jahren über<br />

Plattformen für Onlinetransaktionen. Christie's verkündete<br />

darüber hinaus einen Zuwachs der Onlinegebote zwischen<br />

2010 und 2011 um 29 Prozent. Der Onlineverkauf von Werken<br />

ist definitiv salonfähig geworden, bei Preisen in Millionenhöhe.<br />

In diesem Zusammenhang verändert die Anwendung<br />

des Gesetzes vom 20. Juli 2011 tiefgreifend die gesamte<br />

Struktur des weltweiten Kunstmarktes. Parallel zur Abschaffung<br />

des fast 500 Jahre alten französischen Monopols der<br />

Auktionatoren ermöglichte die Anwendung dieses Gesetzes<br />

es dem Unternehmen Artprice nach einem 12-jährigen gerichtlichen<br />

Kreuzzug, sich für Fernauktionen auf elektronischem<br />

Weg zu öffnen. Jetzt steht jedem Kunstliebhaber, der<br />

Werke erwerben möchte, ein qualifiziertes Angebot, bestehend<br />

aus einer Vielzahl von außergewöhnlichen Werken, zur<br />

Verfügung, das auch noch von der Omnipotenz der großen<br />

<strong>Auktions</strong>häuser befreit ist. Kurzum: Die französische Firma<br />

Artprice ist zum Makler für Gebote geworden, die auf elektronischem<br />

Weg abgegeben werden, und bietet seit dem 18.<br />

Januar 2012 die Möglichkeit, bei einer Auswahl von mehreren<br />

Tausend Kunstwerken aus der ganzen Welt, die zur Auktion<br />

stehen, mitzubieten. Am ersten <strong>Auktions</strong>tag präsentierte<br />

Artprice bereits 5.000 Lose, und das in einem Zeitraum,<br />

der traditionell ruhig ist, wo der Markt gerade erst wieder<br />

von den Feierlichkeiten des Jahresendes erwacht. Als einer<br />

der großen Trümpfe einer solchen Markteröffnung erweist<br />

sich der Provisionssatz der Firma Artprice, der im Vergleich<br />

zu den traditionellen <strong>Auktions</strong>häusern besonders wettbewerbsfähig<br />

ist: Sie behält lediglich eine Provision von 5 Prozent<br />

für die Werke ein, die über der Schwelle von 15.000 Dollar<br />

verkauft werden. Die Attraktivität dieser Kommissionierung<br />

fördert die laufende Veränderung des Marktes, wo in<br />

sehr naher Zukunft die Hälfte der Transaktionen über das<br />

Internet ausgeführt wird.<br />

QUELLE | artprice.com


KUNSTMARKT 67<br />

TOP 50 AUKTIONSERGEBNISSE<br />

2011<br />

Rang Künstler Zuschlagspreis Kunstwerk Auktion<br />

1 QI Baishi (1864-1957) 40.404.000 € Eagle Standing on Pine Tree; Four-Character<br />

Couplet in Seal Script<br />

22/05/2011 (China Guardian Auctions Co., Ltd. BEIJING)<br />

2 STILL Clyfford E. (1904-1980) 39.924.500 € "1949-A-No . 1" (1949) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

3 WANG Meng (1308-1385) 37.205.000 € Zhi Chuan moving to Mountain 04/06/2011 (Poly International Auction Co.,Ltd BEIJING)<br />

4 LICHTENSTEIN Roy (1923-1997) 27.974.100 € "I Can See the Whole Room!<br />

...and There's Nobody in it!" (1961)<br />

08/11/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

5 XU Beihong (1895-1953) 27.399.200 € Cultivation on the peaceful land (1951) 05/12/2011 (Poly International Auction Co.,Ltd BEIJING)<br />

6 PICASSO Pablo (1881-1973) 26.718.750 € La lecture (1932) 08/02/2011 (Sotheby's LONDON)<br />

7 GUARDI Francesco (1712-1793) 26.418.000 € Venice, a View of the Rialto Bridge,<br />

Looking North, From the ….<br />

06/07/2011 (Sotheby's LONDON)<br />

8 KLIMT Gustav (1862-1918) 26.168.400 € Litzlberg Am Attersee (c.1914/15) 02/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

9SCHIELE Egon (1890-1918) 24.846.800 € Häuser mit bunter wäsche (Vordatdt II)<br />

(Houses with laundry Suburb II) (1914)<br />

22/06/2011 (Sotheby's LONDON)<br />

10 BACON Francis (1909-1992) 24.128.500 € Three studies for portrait of Lucian Freud 10/02/2011 (Sotheby's LONDON)<br />

11 WARHOL Andy (1928-1987) 23.865.400 € Self-Portrait (1963-1964) 11/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

12 FU Baoshi (1904-1965) 23.360.000 € Landscapes (1964/65) 17/11/2011 (Beijing Hanhai Art Auction Co.Ltd. BEIJING)<br />

13 STUBBS George (1724-1806) 22.138.000 € Gimcrack on Newmarket Heath, with a trainer,<br />

jockey and stable lad<br />

05/07/2011 (Christie's LONDON)<br />

14 ROTHKO Mark (1903-1970) 20.904.000 € Untitled No. 17 (1961) 11/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

15 STILL Clyfford E. (1904-1980) 20.325.200 € 1947-Y-No. 2 (1947) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

16 QI Baishi (1864-1957) 19.485.700 € Landscape (1931) 13/11/2011 (China Guardian Auctions Co., Ltd. BEIJING)<br />

17 PICASSO Pablo (1881-1973) 18.132.800 € Femme assise, robe bleue (1939) 21/06/2011 (Christie's LONDON)<br />

18 BACON Francis (1909-1992) 17.990.400 € Study for a portrait (1953) 28/06/2011 (Christie's LONDON)<br />

19ALMA-TADEMA Lawrence (1836-1912) 17.518.800 € The Meeting of Antony and Cleopatra: 41 Bc 05/05/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

20 WARHOL Andy (1928-1987) 17.071.600 € Self-Portrait (1986) 11/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

21 WARHOL Andy (1928-1987) 16.723.200 € Liz #5 (Early Colored Liz) (1963) 12/05/2011 (Phillips de Pury & Company NEW YORK NY)<br />

22 REN Yi (1840-1896) 15.921.000 € Huafeng People’s Wishes to Emperor Yao 16/07/2011 (Xiling Yinshe Auction HANGZHOU)<br />

23 TANG Yin (1470-1523) 15.810.000 € Landscape 09/06/2011 (Beijing Jiuge Intern. Auctions Co., Ltd BEIJING)<br />

24 BACON Francis (1909-1992) 15.678.000 € Studies for Self-Portrait (1974) 11/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

25 ZHANG Daqian (1899-1983) 15.301.700 € "Lotus and Mandarin Ducks" (1947) 31/05/2011 (Sotheby's HONKONG)<br />

26 PICASSO Pablo (1881-1973) 14.901.450 € L'aubade (1967) 02/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

27 DALI Salvador (1904-1989) 14.124.000 € Portrait de Paul Eluard (1929) 10/02/2011 (Sotheby's LONDON)<br />

28 XU Beihong (1895-1953) 14.069.000 € Figure 10/06/2011 (Beijing Jiuge Intern. Auctions Co., Ltd BEIJING)<br />

29SHI Tao (1642-1707) 13.757.700 € landscape 01/01/2011 (Nanjing Jingdian Auctions Co., Ltd. BEIJING)<br />

30 PICASSO Pablo (1881-1973) 13.599.600 € Jeune fille endormie (1935) 21/06/2011 (Christie's LONDON)<br />

31 MONET Claude (1840-1926) 13.488.000 € Les Peupliers (1891) 04/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

32 VLAMINCK de Maurice (1876-1958) 13.488.000 € Paysage de banlieue (1905) 04/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

33 RICHTER Gerhard (1932) 13.429.150 € Abstraktes Bild (1997) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

34 PICASSO Pablo (1881-1973) 12.813.600 € Femmes lisant (deux personnages) (1934) 03/05/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

35 PICASSO Pablo (1881-1973) 12.813.600 € Les femmes d'Alger, version L (1955) 04/05/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

36 BACON Francis (1909-1992) 12.703.250 € "Three Studies for a Self-Portrait" (1967) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

37 STILL Clyfford E. (1904-1980) 12.703.250 € Ph-1033 (1976) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

38 WANG Hui (1632-1717) 12.683.000 € Landscape inspired by tang poems (1710) 13/11/2011 (China Guardian Auctions Co., Ltd. BEIJING)<br />

39 WARHOL Andy (1928-1987) 12.529.800 € Sixteen Jackies (1964) 10/05/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

40 WANG Shimin (1592-1680) 12.012.000 € landscapes (1647) 05/11/2011 (Sungari International Auction Co., Ltd BEIJING)<br />

41 ROTHKO Mark (1903-1970) 11.988.900 € White Cloud (1956) 08/11/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

42 CAILLEBOTTE Gustave (1848-1894) 11.630.400 € Le pont d'Argenteuil et la Seine (c.1883) 02/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

43 RICHTER Gerhard (1932) 11.614.400 € "Gudrun" (1987) 09/11/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

44 WARHOL Andy (1928-1987) 11.431.680 € Self-Portrait (1967) 16/02/2011 (Christie's LONDON)<br />

45 TIZIANO VECELLIO (1485/89-1576) 10.960.500 € A Sacra Conversazione: the Madonna and<br />

Child with Saints Luke and Cathe<br />

27/01/2011 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

46 PICASSO Pablo (1881-1973) 10.766.350 € Buste de Françoise (1946) 21/06/2011 (Christie's LONDON)<br />

47 GIACOMETTI Alberto (1901-1966) 10.729.300 € Trois hommes qui marchent II (1948) 22/06/2011 (Sotheby's LONDON)<br />

48 WU Guanzhong (1919-2010) 10.720.000 € Lion Woods (1988) 03/06/2011 (Poly International Auction Co.,Ltd BEIJING)<br />

49RICHTER Gerhard (1932) 10.628.970 € Kerze (Candle) (1982) 14/10/2011 (Christie's LONDON)<br />

50 CUI Ruzhuo (1944) 10.590.800 € "Lotus" (2011) 29/11/2011 (Christie's HONKONG)


68<br />

KUNSTMARKT<br />

Hiroshi Sugimoto<br />

Einladung zur Meditation<br />

Hiroshi Sugimoto: Radio City Music, New York, 1978 (Christie’s,<br />

New York, 11/2008; Zuschlag 31.884 Euro)<br />

Die Fotografie war lange Zeit das Privileg renommierter<br />

deutscher und amerikanischer Fotografen, aber seit einigen<br />

Jahren wird der Markt mehr von Künstlern unterschiedlicher<br />

Nationalitäten gestützt. Die Tatsache, dass sie mehr und<br />

mehr Anklang findet, macht aus ihr ein Segment, das der<br />

Malerei und der Bildhauerei Konkurrenz macht. Tatsächlich<br />

ist ihr Preisindex innerhalb von 10 Jahren um 73 Prozent gestiegen<br />

(alle Schaffensperioden zusammen genommen) gegenüber<br />

einem Anstieg um 82 Prozent bei den Gemälden<br />

und um 54 Prozent in der Bildhauerei.<br />

Im Gegensatz zur tausendjährigen Geschichte des Gemälde-<br />

und Skulpturenmarktes hat die Geschichte der Fotografie<br />

gerade erst begonnen. Ein Zirkel von Eingeweihten ist<br />

erst in den 1990er-Jahren einer größeren Runde von <strong>Sammler</strong>n<br />

gewichen. 1995 beschränkte sich der Markt der zeitgenössischen<br />

Fotografie auf 350 Aufnahmen, die in den <strong>Auktions</strong>sälen<br />

den Besitzer wechselten. 15 Jahre später wechseln<br />

jedes Jahr bei den Auktionen zwischen 3.000 und 6.000<br />

zeitgenössische Fotografien den Besitzer. Angesichts der<br />

zaghaften Auktionen der 90er-Jahre, bei denen die Käufer<br />

historische Anschaffungen vorzogen, machen die zeitgenössischen<br />

Werke seither über die Hälfte der weltweiten Umsätze<br />

in dem Bereich aus!<br />

Die zeitgenössische Fotografie verzeichnet immer weitere<br />

Rekorde. Der Weltrekord wird von dem deutschen Fotografen<br />

Andreas Gursky mit einem vier Meter großen Abzug<br />

gehalten: „Rhein II" (1999), der am 8. November 2011 für 3,8<br />

Mio. Dollar, also 2,76 Mio. Euro, bei Christie's New York verkauft<br />

wurde. Dieser Verkauf stellte einen Rekord von Cindy<br />

Sherman ein, der im selben Jahr aufgestellt wurde (11. Mai<br />

2011), im selben <strong>Auktions</strong>haus, für ein titelloses Werk der<br />

Serie „Centerfold" (1981), das für 3,4 Mio. Dollar, also 2,36 Mio.<br />

Euro verkauft wurde. Obgleich die asiatischen Künstler, allen<br />

voran die chinesischen, als besonders starke Konkurrenten<br />

auf den Märkten der zeitgenössischen Malerei und Bildhauerei<br />

gelten, fällt es ihnen schwerer, sich beim Medium Fotografie<br />

durchzusetzen. Nur sechs chinesische und japanische<br />

Künstler schafften es, in die Top 100 der besten Künstler 2011<br />

in diesem Bereich zu gelangen. Der meistbeachtete unter ihnen<br />

ist Hiroshi Sugimoto, an vierter Position mit einem Verkaufserlös<br />

von 3 Mio. Dollar, weit hinter der amerikanischen<br />

Künstlerin Cindy Sherman, die das Podium mit einem <strong>Auktions</strong>erlös<br />

von 13,6 Mio. Dollar im Jahr 2011 anführt.<br />

Hiroshi Sugimoto: 20 Jahre auf dem Markt<br />

Der 1948 geborene Japaner Hiroshi Sugimoto trat erstmals<br />

1992 auf dem <strong>Auktions</strong>markt in Erscheinung. Damals verkaufte<br />

sich sein in 25 Exemplaren herausgebrachter Abzug<br />

„Radio City Music Hall" von 1978 bei Christie's unter Taxe für<br />

2.000 Dollar, fast 1.500 Euro (13. Oktober 1992, Christie's New<br />

York). 15 Jahre später wechselt dieselbe Fotografie jedes Jahr<br />

bei den Auktionen für durchschnittlich 25.000 bis 35.000<br />

Euro den Besitzer. Diese Aufwertung ist auf das Zusammenspiel<br />

mehrerer Faktoren zurückzuführen. Zunächst einmal<br />

ist Sugimoto ein „Klassiker" der zeitgenössischen Fotografie.<br />

Seine fotografischen Erfahrungen über Zeit und Erinnerung<br />

beginnen in den 70er-Jahren, basieren auf soliden theoretischen<br />

Grundlagen, unter anderem einem Universitätsabschluss<br />

in Soziologie und Politikwissenschaften an der St.<br />

Paul's Universität Tokio 1970 und einem Abschluss in Fotografie<br />

am Art Center College of Design von Los Angeles im<br />

Jahr 1972. Für eine seiner ersten großen Serien, die der Theater,<br />

fotografiert er alte Kinos und amerikanische Drive-ins.<br />

Hierfür wählt er die Belichtungszeit so aus, dass sie der Länge<br />

des gezeigten Films entspricht. Die lange Zeit der Pause<br />

transformiert die Bilder und lässt sie zugunsten eines leuchtenden<br />

und intensiv weißen Bildschirms verschwinden. Sei-<br />

Hiroshi Sugimoto, Anteil unverkaufter Lose unter 5.000 Euro,<br />

2000-2011 Hiroshi Sugimoto, <strong>Auktions</strong>umsatz, 2000 - November 2011


KUNSTMARKT<br />

69<br />

Hiroshi Sugimoto, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2000<br />

Hiroshi Sugimoto: Black Sea, Ozuluce/Yellow Sea, Cheju/Red Sea,<br />

Safaga, 1991-92 (Christie’s, New York, 5/2007; Zuschlag 1.217.370<br />

Euro)<br />

ne sehr langen Belichtungszeiten (manchmal mehr als 1,5<br />

Stunden) öffnen das Werk auf eine surreale und meditative<br />

Dimension hin, die seit über 30 Jahren sein Markenzeichen<br />

ist. Darüber hinaus hat der Künstler immer seine Zeit zwischen<br />

Tokio und New York, der Wiege des Fotografiemarktes,<br />

aufgeteilt. Durch diese Mobilität konnte sein Werk stark von<br />

Osten nach Westen hin ausstrahlen. 20 Jahre nach seinem<br />

Umzug in die USA (1974) stellt er tatsächlich über 120 Fotos<br />

im Metropolitan Museum of Art von New York aus (1995).<br />

1997 zieht er im Auftrag des Museums für zeitgenössische<br />

Kunst von Los Angeles für seine Architektur-Porträts von<br />

symbolträchtigen Orten und Gebäuden durch die Welt. Diese<br />

künstlerische Weltreise ist Anlass für die Ausstellung „At<br />

the End of the Century: One Hundred Years of Architecture",<br />

die selbst auf Reisen gehen sollte: Sie wurde 1998 in Tokio<br />

eröffnet und machte danach in Mexiko, Köln, Chicago und<br />

2000 in Los Angeles Station. Seither haben Ausstellungen in<br />

ganz Europa, den USA und Japan stattgefunden – und das<br />

Preisniveau steigt. Es steigt um fast 300 Prozent zwischen<br />

1998 und Ende 2011 und erreicht 2007 beim Zuschlag einer<br />

Serie von drei Aufnahmen bei Christie's New York („Black<br />

Sea, Ozuluce/Yellow Sea, Cheju/Red Sea, Safaga", am 16. Mai<br />

2007) einen Rekordpreis in Höhe von 1,65 Mio. Dollar (1,2 Mio.<br />

Euro).<br />

Seine hochpreisigste Serie ist zweifellos „Seas", mit Meerlandschaften,<br />

die langsam auf Film festgehalten wurden.<br />

Diese schwarz-weißen Landschaften werden zu Abstraktionen,<br />

über denen das Licht bebt und auf die Zeit keinen Einfluss<br />

mehr hat. Manche Bilder der Serie sind für weniger als<br />

40.000 Euro zu haben, wie z. B. „Irish Sea, Isle of Man I". Dieses<br />

Werk, das sich mit einer Farbe begnügt, verkaufte sich<br />

am 14. Oktober 2011 bei Sotheby's London für umgerechnet<br />

19.000 Dollar (weniger als 14.000 Euro, Auflage 25 Exemplare).<br />

Das konzeptuelle und poetische Werk von Sugimoto ist<br />

außerdem erschwinglich, da 30 Prozent der Aufnahmen in<br />

den <strong>Auktions</strong>häusern für weniger als 10.000 Euro zu haben<br />

sind. Zweifelsohne hat es ihm seine doppelte Kulturzugehörigkeit<br />

(japanisch-amerikanisch) erlaubt, einer der begehrtesten<br />

zeitgenössischen Fotografen der Welt zu werden. Die<br />

schönsten und teuersten Werke werden übrigens in den<br />

USA zugeschlagen (62 Prozent des weltweiten Umsatzes)<br />

und im Vereinigten Königreich (33 Prozent des weltweiten<br />

Umsatzes), wohingegen sich die japanischen <strong>Auktions</strong>häuser<br />

nur 8 Prozent seiner Fotografien teilen.<br />

QUELLE | artprice.com<br />

Andreas Gursky: Rhein II, 1999 (Christie’s, New York, 11/2011; Zuschlag:<br />

2.761.080 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn)


70<br />

KUNSTMARKT<br />

Bernar Venet<br />

Der Stahlgigant<br />

Das kolossale und minimale Werk von Bernar Venet ist in<br />

einige der größten Sammlungen der Welt aufgenommen<br />

worden. Nachdem er in Frankreich lange Zeit im Schatten<br />

seiner monumentalen Skulpturen geblieben war, ist er jetzt<br />

sowohl dort als auch in den USA und in Asien erfolgreich.<br />

Nach Jeff Koons 2008, Xavier Veilhan 2009 und Takashi Murakami<br />

2010 war es 2011 an Bernar Venet, in Versailles auszustellen<br />

(1. Juni bis 1. November 2011). Auf Einladung von Jean-<br />

Jacques Aillagon hin nutzte der Künstler die Gelegenheit<br />

und schockte das Publikum optisch mit sieben monumentalen<br />

Skulpturen, darunter auch zwei riesigen Bögen auf der<br />

Place d'Armes, außerhalb der Tore von Versailles. An diesen<br />

beiden abstrakten, je 22 Meter hohen und 57 Tonnen schwere<br />

Klammern, die das Denkmal von Ludwig dem 14. umgeben,<br />

lässt sich die technische Herausforderung erkennen, die<br />

jede Installation darstellt. Die riesigen Stahlstangen wurden<br />

mit extra für diesen Zweck gebauten Lkws aus der Gießerei<br />

in Lüttich (Belgien) hertransportiert. Um Projekte dieses Formats<br />

umsetzen zu können, arbeitet der Künstler mit einem<br />

Architekten zusammen, der die Formen nachzeichnet, und<br />

mit Ingenieuren. Tonnen von Stahl werden für Stücke eingesetzt,<br />

die mehr als 30 Meter hoch werden können! Dennoch<br />

scheinen die verrostet aussehenden abstrakten Tänzerinnen<br />

(aufgrund der Verwendung von speziellem Stahl, dem Corten)<br />

das Gleichgewicht zu halten.<br />

Bernar Venet ist einer der wenigen französischen Künstler,<br />

die im Ausland Anklang finden. Sein Umzug nach New York<br />

1966 ist einer der Schlüssel für diesen Erfolg. Kurz vor diesem<br />

Umzug schuf er eine Arbeit, die der konzeptuellen<br />

Kunst nahe steht, von einer radikalen Objektivität ist und<br />

auf der Mathematik und den exakten Wissenschaften basiert.<br />

Ab 1976 widmete er sich den ersten monumentalen<br />

Strukturen, die in drei Serien eingeteilt werden können:„Unbestimmte<br />

Linien", „Spitze Winkel" und „Bögen". Die Linie<br />

wurde unter all ihren mathematischen Varianten studiert<br />

und wurde dann freier und ausdrucksstärker. Venet strebt<br />

nicht danach, Stellung zu beziehen oder irgendwelche Rezepte<br />

anzuwenden, sondern erkundet unaufhörlich, von der<br />

abstrakten Logik der mathematischen Daten bis hin zu den<br />

Phänomenen von Zufall und Chaos.<br />

Bernar Venet: 209.5 Arc x 14, 2004 (Christie’s, New York, 9/2011;<br />

Zuschlag 205.663 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn)<br />

Einer der meistbeachteten französischen Künstler<br />

Venet, der international geschätzt wird, fand lange Zeit in<br />

Frankreich wenig Beachtung. Die schönste Bühne, die ihm je<br />

ein <strong>Auktions</strong>unternehmen zur Verfügung gestellt hat, befand<br />

sich nicht in Frankreich, sondern in Florida. Zwischen<br />

Januar und April 2008 organisierte das amerikanische <strong>Auktions</strong>haus<br />

Sotheby's erstmals eine große monografische<br />

Ausstellung (die nur einem Künstler gewidmet ist) in Isleworth.<br />

25 Skulpturen des Künstlers wurden präsentiert und<br />

sollten über Sotheby's privat verkauft werden. Das stellte eine<br />

Anerkennung durch den Markt dar. Einige Monate nach<br />

Bernar Venet, Anteil verkaufter Lose unter 5.000 Euro, 2000-2011<br />

Bernar Venet, <strong>Auktions</strong>umsatz, 2000-2011


KUNSTMARKT<br />

71<br />

dieser großen Ausstellung verzeichnete Sotheby's mit dem<br />

Verkauf einer Skulptur aus der Serie der „Unbestimmten<br />

Linien" in Doha den höchsten Zuschlagpreis für den Künstler:<br />

Die massive Skulptur „Vier unbestimmte Linien" (346 x<br />

282 x 415 cm) erreichte bei der Versteigerung vom 18. März<br />

2009 ihre obere Taxe von 600.000 Dollar (ca. 462.000 Euro).<br />

Das war das einzige Gebot von über 100.000 Euro im Jahr<br />

2009. Dennoch führte die starke Nachfrage bei dem Künstler<br />

zu weiteren Auktionen und führte vor allem dazu, dass er<br />

das bisher höchste Gesamtergebnis bei Auktionen erzielte.<br />

Mit einem Resultat von 923.500 Euro für 39 verkaufte Werke<br />

wurde Bernar Venet bei Auktionen weltweit 2009 der am<br />

viertmeisten verkaufte französische Künstler, und das vor<br />

seiner Ausstellung in Versailles (vierter Rang in den Top 5<br />

gegenüber Jean-Pierre Cassigneul, Robert Combas, Claude<br />

und François-Xavier Lalanne, Georges Mathieu, Pierre Soulages<br />

und Sam Szafran). Nach einer 50-jährigen Karriere und<br />

mit weltweitem Ansehen wurde der Künstler endlich vom<br />

Kunstmarkt geadelt. Parallel dazu haben die zahlreichen öffentlichen<br />

Aufträge aus der ganzen Welt – Deutschland,<br />

USA, Schweiz, Schweden, Japan, Südkorea etc. – und die privaten<br />

Aufträge einen solchen Umfang erreicht, dass der<br />

Künstler zur Erfüllung der Nachfrage ein Atelier mit 17 Personen<br />

in Ungarn eröffnet hat, wo seine Skulpturen hergestellt<br />

werden. Die Auswirkungen auf sein Preisniveau waren<br />

recht beeindruckend; es ist im letzten Jahrzehnt um 135 Prozent<br />

gestiegen (zwischen Januar 2001 und Januar 2011). Das<br />

zweite Rekordergebnis erreichte er in New York mit einem<br />

imposanten Stück (144,7 x 191,7 x 259 cm). Diese aus Stahlbögen<br />

bestehende Skulptur mit dem Titel „209.5 Arc x 14"<br />

erzielte am 21. September 2011 bei der Auktion von Christie's<br />

einen Preis von 281.000 Dollar (205.000 Euro). Man muss bis<br />

zum drittbesten Ergebnis des Künstlers zurückgehen, um<br />

einen Rekordpreis zu finden, der in Frankreich erzielt wurde:<br />

Der Preis für „Ligne indéterminée n°3", das auf 40.000 bis<br />

60.000 Euro geschätzt worden war, explodierte und erzielte<br />

Bernar Venet, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2000<br />

im Mai 2008 einen Zuschlagpreis von 200.000 Euro (Christie's<br />

Paris). Das war sein erster sechsstelliger Zuschlagpreis<br />

in Frankreich nach zwei Resultaten in dieser Höhe in New<br />

York.<br />

In den Augen aller ist Venet ein Bildhauer. Für die Kenner seines<br />

Werks ist er auch ein Maler, Performer und facettenreicher<br />

Plastiker. Sein eklektisches Werk und die unterschiedlichen<br />

Größen, mit denen er arbeitet, führen dazu, dass sich<br />

die Kaufmöglichkeiten multiplizieren. So finden sich bei den<br />

Auktionen kleine Skulpturen für unter 10.000 Euro (die rund<br />

20 cm groß sind), Lithografien für durchschnittlich 600 bis<br />

1.600 Euro und manche Zeichnungen der Serie „Unbestimmte<br />

Linien" für 4.000 bis 35.000 Euro. Darüber hinaus<br />

sind seine Gemälde besonders erschwinglich angesichts seiner<br />

Bekanntheit: Ein Bild von 1980 mit dem Titel „Position of<br />

two Acute Angles of 44.5° Each" konnte übrigens mit einer<br />

unteren Taxe von 12.000 Euro im August 2009 in Cannes<br />

(Marc-Arthur Kohn) nicht verkauft werden, und sein Rekord<br />

bei Gemälden liegt bei nur 16.200 Euro, die er<br />

1967 für ein frühes Werk, „Mathematics Drawing"<br />

erzielte, das 25.000 Dollar einbrachte<br />

(Bonhams & Butterfields, Los Angeles, 5. Mai<br />

2008). Die Kunst von Bernar Venet ist fast so<br />

monumental wie die eines Richard Serra (dessen<br />

<strong>Auktions</strong>rekord für „Palms", 7. November<br />

2001, Phillips de Pury & Company NY bei 1,45<br />

Mio. Euro liegt) und so majestätisch wie das<br />

von Pierre Soulages (Rekord von 2 Mio. Euro für<br />

„Peinture" 130 x 162 cm, 31. Mai 2011 bei Sotheby's<br />

Paris). Bereits jetzt sind die Werke Venets<br />

aus der zeitgenössischen Kunstlandschaft<br />

nicht mehr wegzudenken. Seine aktuellen Projekte<br />

werden wieder einen tiefen Eindruck<br />

hinterlassen und zu einer grundlegenden Veränderung<br />

des Marktes beitragen.<br />

QUELLE | artprice.com<br />

Bernar Venet: Ligne indéterminé n°3, 1990 (Christie’s,<br />

Paris, 5/ 2008; Zuschlag 200.000 Euro) (© VG<br />

Bild-Kunst, Bonn)


72<br />

KUNSTMARKT<br />

Enrico Castellani<br />

Die Reinheit der Strenge<br />

Sie kennen diesen Namen vielleicht nicht – und dennoch:<br />

Enrico Castellani hat mit Lucio Fontana und Piero Manzoni<br />

zur Revolutionierung der Kunst des 20. Jahrhunderts beigetragen.<br />

Der Meister, der seit rund 10 Jahren auf dem <strong>Auktions</strong>markt<br />

wiederentdeckt wird, ist heute einer der meistbeachteten<br />

italienischen Künstler seiner Generation.<br />

Enrico Castellani hat – vor allem mit Piero Manzoni, Agostino<br />

Bonalumi und Lucio Fontana – revolutionäre Forschungen<br />

durchgeführt. Dieses Quartett entblößte die Malerei,<br />

um das Potenzial einfarbiger Gemälde besser erkunden zu<br />

können. Auf ihren Impuls hin wird das Konzept der Monochromie<br />

(Verwendung einer einzigen Farbe) in den 50er-Jahren<br />

ein Zugangsweg zu einer wirklich neuen Ausdrucksweise.<br />

Während Manzoni die Oberfläche seiner Achromes<br />

mit Gips, Porzellanerde oder Stoff manipuliert, Fontana die<br />

Materie mit einer lyrischen Geste auf das Unendliche hin<br />

spaltet, geht Castellani hinter das Gemälde, um eine zusätzliche<br />

Reflexion der Oberfläche zu schaffen. Ab 1959 zeigen<br />

seine Werke durch das sorgfältige Anbringen von Nägeln<br />

hinter der gespannten Leinwand Profil. Mit einer strengen<br />

Vorgehensweise, die bestimmt seiner Ausbildung als Architekt<br />

geschuldet ist, vibrieren seine Werke, die viele Mulden<br />

und Dellen aufweisen, unter dem Effekt des Lichtes. Hinter<br />

der scheinbaren Neutralität der Komposition steckt eine<br />

hypnotische, sinnliche und lebhafte Arbeit.<br />

Die Recherchen dieser vier Künstler inspizieren dieselben<br />

Dialektiken des Leeren und des Vollen, des Inneren und des<br />

Äußeren, der Materie und der Immaterialität, finden aber<br />

äußerst differenzierte plastische Antworten. Ihre Experimente<br />

werden sich als grundlegend für die Kunstgeschichte<br />

der 60er-Jahre herausstellen und die internationale Szene<br />

und besonders die minimalistische, die von Donald Judd angeführt<br />

wird, inspirieren.<br />

Castellani vs. Manzoni & Fontana<br />

Enrico Castellani: Superficie Blue, 1963 (Christie’s, New York, 7/<br />

2010; Zuschlag 161.480 Euro)<br />

Das Preisniveau von Piero Manzoni und Lucio Fontana ist in<br />

den letzten 10 bis 15 Jahren buchstäblich explodiert, und das<br />

mit starker Unterstützung durch die Medien. Enrico Castellani<br />

folgte dem Aufstieg seiner Kollegen, aber mit der Diskretion<br />

jener, die noch nicht wirklich in den amerikanischen<br />

Markt eingedrungen sind … und dennoch wissen Eingeweihte,<br />

dass der rasche Anstieg seines Preisniveaus einer der<br />

spektakulärsten des Jahrzehnts ist, noch spektakulärer als<br />

der seiner Kollegen, da es von plus 715 Prozent zwischen<br />

2001 und 2011 explodierte, gegenüber plus 338 Prozent bei<br />

Manzoni und plus 143 Prozent bei Fontana im selben Zeitraum.<br />

Da die Versteigerungen von Castellani hauptsächlich in Italien<br />

(46 Prozent des Umsatzes) und in England (39 Prozent<br />

des Umsatzes) stattfinden, sind seine Werke in den großen<br />

amerikanischen <strong>Auktions</strong>sälen überhaupt nicht sichtbar.<br />

Nach dem Verkauf eines ersten Tryptichons bei Sotheby's im<br />

Jahr 1996 (20.11.1996, 25.000 Dollar, also 19.400 Euro) musste<br />

er zehn Jahre warten, bis sich eine neue Verkaufsmöglichkeit<br />

bei einem New Yorker Haus bot. Außerdem, auch<br />

wenn seit 2006 nur sechs Werke in New York verkauft wurden,<br />

ist der amerikanische Markt dabei, unter diesem Namen<br />

aufzuwachen, der jetzt in Manhattan sechsstellige<br />

Gebote erzielen kann. Hat er nicht seinen Schätzbereich im<br />

Juli 2010 mit einem nachtblauen Relief von 1963, das für<br />

220.000 Dollar (161.480 Euro, anfänglicher Schätzwert<br />

Anteil verkaufter Lose unter 10.000 Euro, 2000 - 1. Halbjahr 2011<br />

Enrico Castellani, <strong>Auktions</strong>umsatz, 2000 - 1. Halbjahr 2011


KUNSTMARKT<br />

73<br />

Enrico Castellani, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2000<br />

20.000-30.0000 Dollar, Christie's NY) verkauft wurde, verzehnfacht?<br />

Ein weiteres Kriterium, das auf einen Anstieg des Preisniveaus<br />

hinweist: Die Höchstgebote im Millionenbereich, die von<br />

Fontana oder Manzoni erreicht wurden, führen natürlich<br />

dazu, dass die <strong>Sammler</strong> sich für erschwinglichere Namen<br />

der italienischen Avantgarde interessieren, unter anderem<br />

den von Castellani. Man zählt nicht weniger als 49 Millionengebote<br />

für die Werke von Fontana, darunter ein höchstes<br />

Gebot von 12,2 Mio. Euro („Concetto Spaziale, la fine<br />

di Dio”, Sotheby's, London, 27. Februar 2008), und 23 Millionenergebnisse<br />

für Piero Manzoni, dessen Rekord bei 5,8<br />

Mio. Euro („Achrome”, Sotheby's, New York, 14.05.2008) liegt.<br />

Enrico Castellani hat bei Auktionen noch nie ein solches<br />

Preisniveau erlangt. Sein Rekord liegt bei 800.000 Euro für<br />

„Superficie Bianca n. 32", das im Mai 2010 in Mailand (Sotheby's,<br />

26. Mai) verkauft wurde. Nichtsdestoweniger wird es<br />

immer schwieriger, Ölgemälde oder Acrylgemälde mit Relief<br />

mit einem Budget von unter 100.000 Euro zu erwerben.<br />

Wenn diese Bilder außerhalb Ihres Budgets liegen, so sind<br />

Reliefs auf groß dimensioniertem Papier für 10.000 bis<br />

20.000 Euro (über 50 cm) zu haben und 30 Prozent der<br />

Werke sind noch in den <strong>Auktions</strong>sälen für weniger als 5.000<br />

Euro zu haben. Man findet sogar manche mit Hitze behan-<br />

Piero Manzoni: Linea, 1959 (Dorotheum, Wien, 11/2011; Zuschlag<br />

27.000 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn)<br />

Enrico Castellani: Superficie Bianca, 1969 (Dorotheum, Wien, 11/<br />

2011; Zuschlag 240.000 Euro)<br />

delte Plastikwerke oder Kleinformate aus geprägtem Papier<br />

für im Schnitt weniger als 1.500 Euro. Die vibrierende Oberfläche<br />

eines kleines Plastikstücks, präsentiert bei Pierre Berge<br />

& Associés in Brüssel, fand z. B. am 15. Mai letzten Jahres<br />

einen Abnehmer für 600 Euro.<br />

Ambition weltweite Verbreitung<br />

Die neuralgischen Zentren des Marktes sind noch Rom, Florenz,<br />

Mailand, Genua, London, Wien oder Köln. Werden sie<br />

sich in den nächsten Jahren um Paris, New York und Hongkong<br />

erweitern? Castellani wurde kürzlich mit dem Praemium<br />

Imperiale ausgezeichnet, einem renommierten Preis,<br />

der von der japanischen Kunstgesellschaft verliehen wird<br />

(am 13. Oktober 2010). Dieser Preis, der aus den Händen von<br />

Prinz Hitachi empfangen wird,<br />

ist die höchste künstlerische<br />

Auszeichnung auf internationaler<br />

Ebene, die manchmal mit<br />

den Nobelpreisen für die Künste<br />

verglichen wird. Einige Monate<br />

nach dieser Auszeichnung<br />

fand eine Zeichnung einen<br />

Abnehmer in einem <strong>Auktions</strong>haus<br />

in Hongkong (Dessin<br />

No.89, verkauft für umgerechnet<br />

12.000 Euro bei Est-Ouest<br />

Auctions). Mit 81 Jahren reist<br />

der Künstler weiterhin durch<br />

die Welt. Bereits vier Mal hat<br />

er an der Biennale von Venedig<br />

teilgenommen, an angesehenen<br />

Gruppenausstellungen im<br />

MoMa (1965), im Guggenheim<br />

in New York (1994) oder im<br />

Puschkin-Museum für bildende<br />

Künste in Moskau (2005).<br />

QUELLE | artprice.com<br />

Lucio Fontana: Concetto<br />

Spaziale, Attese, 1965 (Sotheby’s,<br />

London, 2/2012; Zuschlag<br />

812.191 Euro) (© VG<br />

Bild-Kunst, Bonn)


74<br />

KUNSTMARKT<br />

TOP 50<br />

Künstler – <strong>Auktions</strong>umsatz 2011<br />

Rang Künstler <strong>Auktions</strong>umsatz Verkaufte Lose Top <strong>Auktions</strong>ergebnis<br />

1 ZHANG Daqian (1899-1983) 394.464.689 € 1371 15.301.700 €<br />

2 QI Baishi (1864-1957) 365.404.750 € 1350 40.404.000 €<br />

3 WARHOL Andy (1928-1987) 231.314.805 € 1624 23.865.400 €<br />

4 PICASSO Pablo (1881-1973) 221.696.494 € 3387 26.718.750 €<br />

5 XU Beihong (1895-1953) 167.893.207 € 416 27.399.200 €<br />

6 WU Guanzhong (1919-2010) 158.564.559 € 318 10.720.000 €<br />

7 FU Baoshi (1904-1965) 143.031.068 € 199 23.360.000 €<br />

8 RICHTER Gerhard (1932) 126.319.166 € 265 13.429.150 €<br />

9 BACON Francis (1909-1992) 92.192.802 € 127 24.128.500 €<br />

10 LI Keran (1907-1989) 82.356.240 € 298 3.802.500 €<br />

11 LU Yanshao (1909-1993) 75.401.297 € 512 4.150.800 €<br />

12 STILL Clyfford E. (1904-1980) 73.715.145 € 4 39.924.500 €<br />

13 HUANG Zhou (1925-1997) 70.889.641 € 771 5.733.000 €<br />

14 ZAO Wou-ki (1921) 66.950.693 € 358 5.865.150 €<br />

15 HUANG Binhong (1865-1955) 65.906.008 € 450 5.303.800 €<br />

16 MAGRITTE René (1898-1967) 52.800.225 € 137 6.363.900 €<br />

17 CHAGALL Marc (1887-1985) 51.918.751 € 1512 3.531.000 €<br />

18 WU Changshuo (1844-1927) 50.660.764 € 610 1.729.500 €<br />

19 LICHTENSTEIN Roy (1923-1997) 50.165.630 € 485 27.974.100 €<br />

20 BASQUIAT Jean-Michel (1960-1988) 48.175.225 € 73 5.359.680 €<br />

21 LIN Fengmian (1900-1991) 48.022.159 € 352 1.800.200 €<br />

22 MONET Claude (1840-1926) 47.812.855 € 25 13.488.000 €<br />

23 CALDER Alexander (1898-1976) 45.957.750 € 485 3.628.000 €<br />

24 ZENG Fanzhi (1964) 41.448.602 € 74 3.762.500 €<br />

25 FAN Zeng (1938) 39.267.542 € 286 6.324.000 €<br />

26 WANG Meng (1308-1385) 38.225.924 € 11 37.205.000 €<br />

27 GIACOMETTI Alberto (1901-1966) 37.766.520 € 252 10.729.300 €<br />

28 KOONING de Willem (1904-1997) 37.756.341 € 109 4.722.900 €<br />

29 WU Hufan (1894-1968) 37.505.907 € 244 10.044.800 €<br />

30 FONTANA Lucio (1899-1968) 36.365.745 € 251 3.828.550 €<br />

31 WANG Hui (1632-1717) 36.362.132 € 139 12.683.000 €<br />

32 ZHU Da (1626-1705) 34.314.726 € 99 7.046.000 €<br />

33 SHI Tao (1642-1707) 33.542.490 € 89 13.757.700 €<br />

34 RENOIR Auguste (1841-1919) 33.356.445 € 359 5.099.850 €<br />

35 DALI Salvador (1904-1989) 33.225.158 € 1705 14.124.000 €<br />

36 ROTHKO Mark (1903-1970) 33.082.081 € 9 20.904.000 €<br />

37 ERNST Max (1891-1976) 32.691.166 € 464 10.252.950 €<br />

38 XIE Zhiliu (1910-1997) 31.370.629 € 393 4.368.000 €<br />

39 LOWRY Laurence Stephen (1887-1976) 30.152.092 € 151 5.845.000 €<br />

40 ZHANG Xiaogang (1958) 29.944.633 € 73 6.337.800 €<br />

41 REN Yi (1840-1896) 29.762.526 € 202 15.921.000 €<br />

42 CUI Ruzhuo (1944) 29.196.219 € 39 10.590.800 €<br />

43 MIRO Joan (1893-1983) 28.491.329 € 1609 4.743.480 €<br />

44 CHEN Yifei (1946-2005) 28.457.647 € 66 7.781.600 €<br />

45 LÉGER Fernand (1881-1955) 28.093.461 € 332 4.193.210 €<br />

46 GUARDI Francesco (1712-1793) 27.976.389 € 13 26.418.000 €<br />

47 SCHIELE Egon (1890-1918) 27.904.869 € 56 24.846.800 €<br />

48 THIEBAUD Morton Wayne (1920) 27.583.218 € 91 2.445.100 €<br />

49 KLIMT Gustav (1862-1918) 27.284.589 € 97 26.168.400 €<br />

50 SPENCER Stanley (1891-1959) 27.068.504 € 41 5.449.440 €


KUNSTMARKT<br />

75<br />

Modefotografie<br />

… im Aufschwung<br />

In den letzten fünf Jahren konnte man auf dem Markt einen<br />

regelrechten Boom bei den Auktionen für Modefotografie<br />

beobachten. Die Originalabzüge symbolträchtiger Fotos, die<br />

ins Blickfeld der internationalen <strong>Sammler</strong> geraten sind, erzielen<br />

beeindruckende Preise. Der Markt wird von einigen<br />

Namen angeführt. Die Hauptrolle spielen Irving Penn, Richard<br />

Avedon und Helmut Newton, die alle drei als Meister<br />

der Modefotografie der 50er-Jahre gelten. Unter den 1.000<br />

teuersten Fotografien der Welt befinden sich nur 31 Modefotografien,<br />

von denen 18 von Irving Penn stammen.<br />

Irving Penn<br />

Irving Penn (1917-2009) gilt seit seinem ersten Titelbild für<br />

die amerikanische Vogue 1943 als einer der größten Modefotografen.<br />

Sein Lieblingsmodell Lisa Fonssagrives (das er 1950<br />

heiratet) wird zum Motiv seiner elegantesten und begehrtesten<br />

Fotos der 50er-Jahre. Mit „Woman in Moroccan Palace<br />

(Lisa Fonssagrives-Penn)" erzielte ein Bild von ihr den Rekordpreis<br />

des Künstlers, der bei 300.000 Euro liegt (erlangt<br />

am 12. November 2011 bei Christie's Paris). Am selben Tag verkaufte<br />

sich im selben Saal eine Aufnahme von Lisa in einer<br />

erstaunlichen Robe in schwarz-weißem Schachbrettmuster<br />

(„Harlequin Dress") für 220.000 Euro. Die ersten sechsstelligen<br />

Ergebnisse von Penn wurden 2005 verzeichnet. Seither<br />

erzielt er bei den Auktionen einen Jahresumsatz von mehreren<br />

Millionen Euro (zwischen 2,4 Mio. und 4,5 Mio. Euro zwischen<br />

2005 und 2008) gegenüber einem Jahresschnitt von<br />

150.000 Euro Ende der 90er-Jahre.<br />

Irving Penn: Harlequin Dress (Lisa Fonssagrives-Penn), 1950 (Christie’s,<br />

Paris, 11/2011; Zuschlagpreis 220.000 Euro)<br />

Irving Penn: Woman in Moroccan Palace (Lisa Fonssagrives-Penn),<br />

1951 (Christie’s, Paris, 11/2011; Zuschlagpreis 300.000 Euro)<br />

Helmut Newton<br />

Der wahrscheinlich beliebteste, Helmut Newton (1920-<br />

2004), wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt, indem<br />

er im Playboy und diversen Modezeitschriften veröffentlichte.<br />

Dann in den 70er-Jahren setzte sich sein Stil durch. Seine<br />

gekonnte Mischung aus Erotik und Voyeurismus, aus Macht<br />

und Dominanz, aus Verführung und einer Bekenntnis zur<br />

Geschmacklosigkeit begründen rasch seinen Erfolg. In den<br />

<strong>Auktions</strong>sälen überschreitet er erstmals 1999 die Schwelle<br />

von 10.000 Euro und die von 100.000 Euro im Jahr 2001, und<br />

zwar mit seinem bekanntesten Diptychon „Sie kommen<br />

(dressed & naked) French Vogue, Paris". Nach seinem Tod<br />

2004 explodierte die Nachfrage buchstäblich und ließ seinen<br />

Preisindex in die Höhe schnellen (um 75 Prozent in drei<br />

Jahren). Als Beweis soll ein berühmtes oben genanntes Diptychon<br />

dienen, das sich 2001 bei Christie's für 107.000 Euro<br />

verkaufte (11. November, Beverly Hills) und sieben Jahre später<br />

mit 407.000 Euro den Rekordpreis des Künstlers erzielte<br />

(Christie's New York, 16. Dezember 2008).<br />

Richard Avedon<br />

Mit seinem beeindruckenden Lebenslauf steht Richard Avedon<br />

(1923-2004) den Vorgenannten in nichts nach: 20 Jahre<br />

im Dienst von Harper's Bazaar (davon die meiste Zeit als Leiter<br />

des Bereichs Fotografie), 25 verbrachte er damit, Titelbilder<br />

für Vogue aufzunehmen und 12 für den New Yorker. Er<br />

veränderte die Geschichte der Modefotografie grundlegend,<br />

indem er ihr ein künstlerisches Element hinzufügte.<br />

Nach seinem Tod im Jahr 2004 fanden seine Aufnahmen bei<br />

dem <strong>Sammler</strong>n solch rasenden Absatz, dass sich sein <strong>Auktions</strong>umsatz<br />

2005 gegenüber dem Vorjahr verzehnfachte.<br />

Sein Preisniveau stieg so zwischen 2004 und 2011 um 216<br />

Prozent. Sein Jahresrekord, den ein Portfolio von den Beatles


76<br />

KUNSTMARKT<br />

Helmut Newton: Sie kommen, dressed & naked, French Vogue, Paris, 1981 (Christie’s, Beverly Hills, 11/2001; Zuschlagpreis 107.781 Euro)<br />

(„The Beatles Portfolio", zugeschlagen am 4. Oktober 2011 für<br />

450.000 Euro bei Phillips de Pury) erzielte, ist noch weit von<br />

dem absoluten Rekord entfernt, den der Künstler am 20. November<br />

2010 mit „Dovima with elephants" erreichte, das für<br />

700.000 Euro (bei Christie's Paris) den Besitzer wechselte.<br />

„Dovima with elephants" ist derzeit – mit gutem Vorsprung<br />

vor den anderen – die teuerste Modefotografie der Welt. Neben<br />

der Aufnahme von Avedon gehört der Top 10 der besten<br />

Zuschlagspreise für die Modefotografie mit 330.000 Euro<br />

(erzielt am 24. April 2007 bei Phillips de Pury, NY) das berühmte<br />

Bild der Schauspielerin Gloria Swanson („Gloria<br />

Swanson, New York") an, die von Édouard Steichen verewigt<br />

wurde. Den dritten Platz nimmt Paul II Outerbridge mit „Ide<br />

Collar (An Advertisement made for Geo.P.Ide & Co.)" ein, das<br />

im Oktober 2000 bei Christie's New York für 320.000 Euro<br />

verkauft wurde.<br />

Die Trennung zwischen dem, was man Modefotografie und<br />

dem, was man kreative Fotografie nennt, ist weniger deutlich,<br />

als es scheint. Zeitschriften, Werbung und Verlage lassen<br />

seit den 50er-Jahren echte Künstler ans Werk, die einen<br />

einzigartigen Blick in die Praxis der Fotografie bieten. Diese<br />

Künstler, von denen einige oben genannt wurden, haben das<br />

Medium revolutioniert und dienen als wichtige Inspirationsquelle.<br />

Es fällt auf, dass die Grenzen zwischen Kunst und<br />

Mode über die Jahre immer fließender werden (Modeschöpfer<br />

stellen im Museum aus, die Marken laden Künstler ein…).<br />

Eine Quelle der Inspiration<br />

Richard Avedon: Dovima with Elephants, Evening dress by Dior,<br />

Cirque d’Hiver, Paris, 1955 (Christie’s, Paris, 11/2010; Zuschlagpreis<br />

700.000 Euro)


KUNSTMARKT 77<br />

Paul II Outerbridge: Ide Collar (An Advertisment made for Geo.<br />

P.Ide & Co.), 1922 (Christie’s, New York, 10/2000; Zuschlagpreis<br />

322.363 Euro)<br />

Dieses Phänomen ist reversibel. In der Tat leben die neuen<br />

Generationen von Fotografen (von denen einige nicht zu<br />

den großen Namen im Modeuniversum gehören) von dem<br />

Glamour und den wagemutigen Darstellungen, die von dieser<br />

Fachrichtung hervorgebracht wurden.<br />

Für die neue Generation dienen die auf Film verewigten<br />

Bekanntheiten als Vorwand für unorthodoxe, freche, oft<br />

provokative Inszenierungen. Die Spezialisten dieser fiktiven<br />

Universen heißen Inez Van Lamsweerde, David Lachapelle,<br />

Guy Bourdin oder Jean-Baptiste Mondino. Abgesehen von<br />

den rein kommerziellen Aufträgen machen sie große Aufnahmen,<br />

die im Fall von Inez Van Lamsweerde und de David<br />

Lachapelle beispielsweise 5.000 bis 20.000 Euro erzielen.<br />

Aufgrund der steigenden Nachfrage seitens der <strong>Sammler</strong><br />

nach monumentalen Fotografien tauchen bei den Auktionen<br />

2005 Großformate von David Lachapelle auf, zu einem<br />

Zeitpunkt, wo die Preise für zeitgenössische Kunst gewaltig<br />

zu steigen beginnen. Rasch regt sein freches, von „Glamour"<br />

und „Trash" gekennzeichnetes Universum zum gegenseitigen<br />

Überbieten an: Am 19. Juni 2006 übertrifft ein Abzug<br />

von „Say it with Diamonds" in drei Exemplaren den Schätzwert<br />

um das Dreifache und wird bei Sotheby's in London für<br />

26.000 Euro zugeschlagen. Der Erfolg setzt sich fort, als er<br />

2010 einen Zuschlag für 47.000 Euro erhält (Phillips de Pury).<br />

Vorübergehende Versenkungen lassen sich immer wieder<br />

beobachten, z. B. bei Cindy Sherman. Sie, die zwischen Mai<br />

und November 2011 die teuerste Fotografin der Welt war,<br />

fertigte infolge von vier Bestellungen die Serie „Fashion":<br />

eine für die Illustrierte Interview 1983, eine für die Vogue<br />

1984, eine für Harpers Bazaar 1993 und eine für Comme des<br />

garçons 1994. Bei diesen Aufnahmen wandelt sie die Codes<br />

und Regeln der Modepresse um und schafft verstörende<br />

Bilder, die die Konventionen dieser Fachzeitschriften<br />

sprengen. Wieder andere Künstler machen sich über die<br />

Codes der Mode lustig, z. B. das ehemalige Mannequin Mariko<br />

Mori mit ihrem Werk „Red lights", das ein Höchstgebot<br />

von 150.000 Euro erzielte (Phillips de Pury New York, am 13.<br />

Mai 2002).<br />

Die Begeisterung der Käufer hinsichtlich dieser Fachrichtung<br />

ist eng mit der weltweiten Berühmtheit der Bilder verbunden,<br />

die sie darstellt. Abgesehen vom Glamour legen<br />

diese Aufnahme Zeugnis von einer Epoche ab. Zur Stunde<br />

öffnet sich der Markt der Fotografie weiter in Richtung<br />

Sonderformen mit kommerziellen Zielen. So wird ihr Status<br />

gegenüber der großen Kunst noch einmal überdacht. Und<br />

als Beweis erobert auch der Fotojournalismus immer mehr<br />

das Herz der Amateure.<br />

QUELLE | artprice.com<br />

TOP 10 MODEFOTOGRAFIEN<br />

Rang Künstler Zuschlagspreis Kunstwerk Auktion<br />

1 AVEDON Richard (1923-2004) 700.000 € Dovima with elephants, Evening dress by Dior,<br />

Cirque d'Hiver, Paris (1955)<br />

20/11/2010 (Christie's PARIS)<br />

2 STEICHEN Edward (1879-1973) 331.425 € Gloria Swanson, New York (1924-1926) 24/04/2007 (Phillips de Pury & Company NEW YORK NY)<br />

3 OUTERBRIDGE Paul II (1896-1958) 322.363 € Ide Collar (An Advertisement made for Geo.P.Ide & Co.) 1922) 12/10/2000 (Christie's NEW YORK NY)<br />

4 PENN Irving (1917-2009) 300.000 € Woman in Moroccan Palace (Lisa Fonssagrives-Penn) (1951) 12/11/2011 (Christie's PARIS)<br />

5 NEWTON Helmut (1920-2004) 296.280 € Big Nude III: Henrietta (1980) 16/12/2008 (Christie's NEW YORK NY)<br />

6 AVEDON Richard (1923-2004) 279.720 € Marilyn Monroe, New York City, May 6 (1957) 08/04/2011 (Christie's NEW YORK NY)<br />

7 PENN Irving (1917-2009) 271.247 € Woman in Moroccan Palace<br />

(Lisa Fonssagrives-Penn), Marrakech (1951)<br />

15/04/2010 (Christie's NEW YORK NY)<br />

8 PENN Irving (1917-2009) 252.892 € Harlequin Dress (Lisa Fonssagrives-Penn), New York (1950) 22/06/2007 (Phillips de Pury & Company NEW YORK NY)<br />

9 PENN Irving (1917-2009) 252.800 € Vogue Cover (1950) 11/04/2008 (Christie's NEW YORK NY)<br />

10 PENN Irving (1917-2009) 243.150 € Harlequin Dress (1950) 24/04/2006 (Christie's NEW YORK NY)


78<br />

AUKTIONSTERMINE<br />

21.– 23. Juni 2012<br />

| DEUTSCHLAND |<br />

AHLDEN<br />

12.05.<br />

Schloss Ahlden<br />

Tel. 05164/80100<br />

www.schloss-ahlden.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

AUGSBURG<br />

24.05.-25.05.<br />

Rehm Tel. 0821/551001<br />

www.auktionshaus-rehm.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BAMBERG<br />

12.05.<br />

Sebök Tel. 0951/202593<br />

www.seboek-auktionen.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BAUNACH<br />

26.05.<br />

Lüffe Tel. 09544/950386<br />

www.auktion-lueffe.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

BAYREUTH<br />

12.05.<br />

Boltz Tel. 0921/20616<br />

www.boltz-auktionen.de<br />

Pfeifen, Waagen und Gewichte,<br />

Romy Schneider<br />

19.05.<br />

Boltz Tel. 0921/20616<br />

www.boltz-auktionen.de<br />

Kunterbunt, Puppen und Spielzeug<br />

BERLIN<br />

11.05.<br />

Jeschke & van Vliet<br />

Tel. 030/22667700<br />

www.jvv-berlin.de<br />

Bücher<br />

12.05.<br />

Altenburg<br />

Tel. 030/69564433<br />

www.altenburg-auktionen.de<br />

Fotografie<br />

12.05.<br />

Ostdeutsche Kunstauktionen<br />

Tel. 030/42852000<br />

www.ostdeutsche-kunstauktionen.de<br />

Bildende Kunst<br />

aus Ostdeutschland<br />

30.05.-02.06.<br />

Villa Grisebach Tel. 030/8859150<br />

www.villa-grisebach.de<br />

Frühjahrsauktion<br />

31.05.-02.06.<br />

Hauff & Auvermann<br />

Tel. 030/214580400<br />

www.hauff-und-auvermann.de<br />

Buch und Kunstauktion<br />

31.05.-02.06.<br />

Bassenge Tel. 030/89380290<br />

www.bassenge.com<br />

Kunst<br />

02.06.<br />

Dietzel Tel. 030/3130610<br />

www.dietzelberlin.de<br />

Briefmarken<br />

03.06.<br />

Berliner <strong>Auktions</strong>haus<br />

f. Geschichte Tel. 030/2119538<br />

www.berliner-auktionshaus.com<br />

Militaria, Historische Objekte<br />

05.06.-06.06.<br />

Stargardt Tel. 030/8822542<br />

www.stargardt.de<br />

Autographen<br />

06.06.<br />

Bassenge Tel. 030/89380290<br />

www.bassenge.com<br />

Photographie<br />

06.06.-08.06.<br />

Hadersbeck Tel. 030/29491390<br />

www.hadersbeck-auktionen.de<br />

Briefmarken und Ansichtskarten<br />

BIELEFELD<br />

12.05.<br />

OWL Tel. 0521/9864198<br />

www.auktionshaus-owl.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

BONN<br />

08.06.-09.06.<br />

Plückbaum Tel. 0228/6883820<br />

www.plueckbaum.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BONN/BEUEL<br />

08.06.-09.06.<br />

Von Zengen Tel. 0228/461955<br />

www.zengen.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BUXTEHUDE<br />

19.05.<br />

Aldag<br />

Tel. 04161/81005<br />

www.auktionshaus-aldag.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

Nagel ist mit asiatischer Kunst erfolgreich: 1,33 Millionen Euro zahlte<br />

ein Privatsammler aus Shanghai für eine 35 cm große chinesische Pilgerflasche<br />

mit eisenrotem Neun Drachen-Dekor aus der Qianlong-Zeit,<br />

die im November 2011 zur Asiatika-Offerte des Stuttgarter Hauses<br />

gehörte. TELEFON | 00711/90712647 INTERNET | www.auction.de<br />

DRESDEN<br />

09.06.<br />

Schmidt Tel. 0351/81198787<br />

www.schmidt-auktionen.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

DÜSSELDORF<br />

12.05.<br />

Hargesheimer & Günther<br />

Tel. 0211/44022060<br />

www.kunstauktionen-duesseldorf.de<br />

Moderne Kunst<br />

18.05.-19.05.<br />

Düsseldorfer <strong>Auktions</strong>haus<br />

Tel. 0211/4931422<br />

www.duesseldorfer-auktionshaus.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

ESSEN<br />

02.06.<br />

Nahues Tel. 0201-4902430<br />

www.nahues-auktionen.de<br />

Briefmarken<br />

FRANKFURT<br />

27.05.<br />

Rahn Tel. 06128/973904<br />

www.photographica-auctionen.de<br />

Photographica<br />

02.06.<br />

Weiser Tel. 069/675148<br />

www.stampmaster.de<br />

Briefmarken, Münzen u. Antikes<br />

02.06.<br />

Arnold Tel. 069/282779<br />

www.auktionshaus-arnold.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

GARMISCH-PARTENKIRCHEN<br />

10.05.<br />

Merry Old England<br />

Tel. 08821/59909<br />

www.caselton.de<br />

Kunst, Antik und Varia<br />

06.06.<br />

Merry Old England<br />

Tel. 08821/59909<br />

www.caselton.de<br />

Kunst, Antik und Krempl<br />

GLAUCHAU<br />

12.05.<br />

Kunstauktionshaus Villa Berger<br />

Tel. 03763/4437780<br />

www.villaberger.de.<br />

Kunst und Antiquitäten


HAMBURG<br />

19.05.-20.05.<br />

Cortrie Tel. 040/234848<br />

www.cortrie.de<br />

Uhren-u. Schmuckauktion<br />

21.05.-22.05.<br />

Ketterer Tel. 040/3749610<br />

www.kettererkunst.de<br />

Autographen, Graphik,<br />

Maritime und Norddt. Kunst<br />

22.05.-23.05.<br />

Hauswedell & Nolte<br />

Tel. 040/4132100<br />

www.hauswedell-nolte.de<br />

Wertvolle Bücher & Autographen<br />

01.06.-02.06.<br />

Kendzia Tel. 040/2299767<br />

www.auktion-kendzia.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

06.06.-07.06.<br />

Hauswedell & Nolte<br />

Tel. 040/4132100<br />

www.hauswedell-nolte.de<br />

Moderne Kunst, Kunst nach 1945<br />

HEIDELBERG<br />

12.05.<br />

Winterberg Tel. 06221/915990<br />

www.winterberg-kunst.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

12.05.<br />

Metz Tel. 06221/23571<br />

www.metz-auktion.de<br />

Porzellan<br />

HEILBRONN<br />

12.05.<br />

Dr. Fischer Tel. 07131/155570<br />

www.auctions-fischer.de<br />

Moderne und Zeitgen. Kunst<br />

12.05.<br />

Dr. Fischer Tel. 07131/155570<br />

www.auctions-fischer.de<br />

Kunst, Antiquitäten,<br />

Slg. Hugo Borst<br />

HILDRIZHAUSEN<br />

22.05.<br />

Sigalas Tel. 07034/62725<br />

www.sigalas.de<br />

Kunst und Varia<br />

KIEL<br />

12.05.<br />

Schramm Tel. 0431/943 67<br />

www.antiquariat-schramm.de<br />

Bücher, Grafik und Kunst<br />

KÖLN<br />

11.05.<br />

Van Ham Tel. 0221/9258620<br />

www.van-ham.com<br />

Alte Kunst<br />

11.05.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Kunstgewerbe<br />

12.05.<br />

Van Ham Tel. 0221/9258620<br />

www.van-ham.com<br />

Europ. Kunstgewerbe<br />

und Schmuck<br />

12.05.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Alter Kunst<br />

19.05.<br />

Bongartz Tel. 0221/69090<br />

www.bongartz-auktionen.de<br />

Musikinstrumente<br />

21.05.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Photographie<br />

22.05.-23.05.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Moderne und Zeitgen. Kunst<br />

26.05.<br />

Auction Team Breker<br />

Tel. 02236/384340<br />

www.breker.com<br />

Büro Antik, Alte Technik,<br />

Spielzeug<br />

01.06.<br />

Dr. Hüll Tel. 0221/444026<br />

www.auktion-huell.de<br />

Teppiche<br />

01.06.-02.06.<br />

Agon Sportsworld<br />

Tel. 0561/9279827<br />

www.agon-auktion.de<br />

Sportmemorabilia<br />

02.06.<br />

Herr Tel. 0221/254548<br />

www.herr-auktionen.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

06.06.<br />

Van Ham Tel. 0221/9258620<br />

www.van-ham.com<br />

Moderne und Zeitgen. Kunst<br />

08.06.-09.06.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Asiatische Kunst<br />

09.06.<br />

Antico Mondo Tel. 02236/961894<br />

www.anticomondo.de<br />

Spielzeug<br />

KREFELD<br />

25.05.-26.05.<br />

Lankes Tel. 09286/95050<br />

www.lankes-auktionen.com<br />

Spielzeug<br />

LADENBURG<br />

11.05.-12.05.<br />

Seidel und Friedrich Tel. 06203-<br />

957777<br />

www.autotechnikauktion.de<br />

Automobilia<br />

Kunst & <strong>Auktions</strong>haus Eva Aldag<br />

185. Kunstauktion<br />

19. Mai 2012<br />

Beginn 11 Uhr<br />

Adolph Dietrich Kindermann (1823–1892)<br />

Öl/Lw.„Geschwisterpaar mit Neufundländer”<br />

Vorbesichtigung:<br />

15.05. bis 18.05.2012<br />

10-19 Uhr<br />

sowie 2 Std. vor <strong>Auktions</strong>beginn<br />

Bebilderter Katalog im Internet:<br />

www.auktionshaus-aldag.de<br />

E-Mail:<br />

kunst@auktionshaus-aldag.de<br />

Ottensener Weg 10<br />

21614 Buxtehude<br />

Tel. 04161/81005<br />

Fax 04161/86096


80<br />

AUKTIONSTERMINE<br />

LANDSHUT<br />

18.05.<br />

Landshuter Rüstkammer<br />

Tel. 0871/4308740<br />

www.landshuter-ruestkammer.de<br />

Waffen und Militaria<br />

u.a. Slg. Seifert<br />

19.05.<br />

Landshuter Rüstkammer<br />

Tel. 0871/4308740<br />

www.landshuter-ruestkammer.de<br />

Fundus der Erste-Costüm-Leihanstalt<br />

Lampert Hofer/Wien<br />

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN<br />

19.05.<br />

Eppli Tel. 0711/2209087<br />

www.eppli.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

MAGDEBURG<br />

02.06.<br />

Bieberle Tel. 0391/1861847<br />

www.auktionshausbieberle.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

MANNHEIM<br />

11.05.-12.05.<br />

Dr. Crott Tel. 0621/3288650<br />

www.uhren-muser.de<br />

Uhren<br />

MÜNCHEN<br />

07.05.-09.05.<br />

Hartung & Hartung<br />

Tel. 089/284034<br />

www.hartung-hartung.com<br />

Bücher, Graphik, Autographen<br />

09.05.-11.05.<br />

Zisska & Schauer Tel. 089/263855<br />

www.zisska.de<br />

Bücher, Graphik, Autographen<br />

10.05.<br />

Nusser Tel. 089/2782510<br />

www.nusser-auktionen.de<br />

Photographie<br />

11.05.<br />

Scheublein Tel. 089/23886890<br />

www.artauktionen.com<br />

Fundgrube<br />

Ladenburger<br />

Spielzeugauktion<br />

Einlieferungen gesucht!<br />

Puppen – Puppenstuben – Teddybären –<br />

Blechspielzeug – Eisenbahnen.<br />

23.05.<br />

Neumeister Tel. 089/2317100<br />

www.neumeister.com<br />

Moderne, Design, Afrika<br />

und außereurop. Kunst<br />

24.05.<br />

Von Zezschwitz<br />

Tel. 089/3898930<br />

www.von-zezschwitz.de<br />

Moderne und Zeitgen. Kunst<br />

24.05.<br />

Von Zezschwitz<br />

Tel. 089/3898930<br />

www.von-zezschwitz.de<br />

Photographie<br />

24.05.-25.05.<br />

Karl & Faber Tel. 089/221865<br />

www.karlundfaber.de<br />

Moderne und Zeitgen. Kunst<br />

Götz Ch. Seidel<br />

Lustgartenstr. 6<br />

68526 Ladenburg<br />

Tel. (0 62 03) 1 30 14<br />

www.auktionshaus-karbstein.com<br />

tel. 0211-90.61.61 • fax 0211-361.32.32<br />

Kurfürstenstr. 16 • 40211 Düsseldorf • … immer erreichbar<br />

113. Kunstauktion am 23. Juni 2012<br />

135.000 Euro wurden für die bronzene Brunnentänzerin von Georg Kolbe in der Februarauktion 2011 von Udo<br />

Geble in Radolfzell am Bodensee erzielt. TELEFON |<br />

07732/971197 INTERNET | www.auktionshaus-geble.de<br />

09.06.<br />

Ketterer Tel. 089/552440<br />

www.kettererkunst.de<br />

Moderne, nach 1945<br />

und Zeitgenössische Kunst<br />

MÜNSTER<br />

09.06.<br />

Wilbois Tel. 0251/51356<br />

www.wilbois-auktionshaus.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

MUTTERSTADT<br />

25.05.<br />

Henry’s Tel. 06234/80110<br />

www.henrys.de<br />

Uhren<br />

OBERURSEL<br />

12.05.<br />

Homm Tel. 0171-2060060<br />

www.auktionshaus-homm.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Orden<br />

PLAUEN<br />

24.05.-26.05.<br />

Mehlis Tel. 03741/221005<br />

www.mehlis.eu<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

QUEDLINBURG<br />

25.05.<br />

Breitschuh<br />

Tel. 03946/3751<br />

www.versteigerungshaus.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

SCHWERIN<br />

19.05.<br />

<strong>Auktions</strong>haus Schwerin<br />

Tel. 0385/7778930<br />

www.auktionshaus-schwerin.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

STUTTGART<br />

09.05.-11.05.<br />

Nagel Tel. 0711/649690<br />

www.auction.de<br />

Asiatische Kunst<br />

01.06.-02.06.<br />

Siebers Tel. 0711/3808481<br />

www.siebers-auktionen.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Spielzeug<br />

06.06./08.06.<br />

Nagel Tel. 0711/649690<br />

www.auction.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

08.06.-09.06.<br />

Nagel Tel. 0711/649690<br />

www.auction.de<br />

Nagel Collect<br />

SUGENHEIM<br />

12.05.<br />

Kube Tel. 09165/1386<br />

www.kube-auktionen.de<br />

Alte Waffen, Orden, Militaria<br />

TRAUNSTEIN<br />

19.05.<br />

Kunstauktionshaus Chiemgau<br />

Tel. 0861/9094748<br />

www.kunstauktionshaus-chiemgau.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia


AUKTIONSTERMINE 81<br />

WIESBADEN<br />

19.05.<br />

Rippon Boswell Tel. 0611/372062<br />

www.rippon-boswell-wiesbaden.de<br />

Teppiche<br />

HASSELT<br />

21.05.-22.05.<br />

AEKO Tel. 0032/11/220408<br />

www.aeko-veiling.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

WIESLOCH<br />

14.05.<br />

Badisches <strong>Auktions</strong>haus<br />

Tel. 06222/386522<br />

www.badisches-auktionshaus.de<br />

Kunst, Antiquitäten und<br />

Briefmarken<br />

WORMS<br />

01.06.-02.06.<br />

Lösch<br />

Tel. 06247/90460<br />

www.auktionshaus-loesch.de<br />

Spielzeug<br />

WÜRZBURG<br />

02.06.<br />

Zemanek-Münster<br />

Tel. 0931/17721<br />

www.tribal-art-auktion.de<br />

Tribal Art<br />

| BELGIEN |<br />

ANTWERPEN<br />

07.05.-10.05.<br />

Bernaerts<br />

Tel. 0032/3/2481921<br />

www.bernaerts.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

15.05.-16.05.<br />

Campo & Campo<br />

Tel. 0032/3/2184777<br />

www.campocampo.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

05.06.-06.06.<br />

Campo<br />

Tel. 0032/3/2384202<br />

www.campo.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BRÜSSEL<br />

14.05.-15.05.<br />

Horta<br />

Tel. 0032/2/7416060<br />

www.horta.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

15.05.-16.05.<br />

Galerie Moderne<br />

Tel. 0032/2/5115415<br />

www.galeriemoderne.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

GENT<br />

29.05.-30.05.<br />

DVC<br />

Tel. 0032/3/2323664<br />

www.dvc.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

LOKEREN<br />

12.05.<br />

De Vuyst Tel. 0032/9/3485440<br />

www.de-vuyst.com<br />

Alte und Moderne Kunst<br />

MONS<br />

13.05.-14.05.<br />

Mons Antic Tel. 0032/65/352742<br />

www.monsantic.com<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

| ENGLAND |<br />

BONHAMS<br />

KNIGHTSBRIDGE<br />

Tel. 0044/207/3933900<br />

www.bonhams.com<br />

BONHAMS<br />

NEW BOND ST.<br />

Tel. 0044/207/4477447<br />

www.bonhams.com<br />

CHRISTIE’S SOUTH<br />

KENSINGTON<br />

Tel. 0044/20/77523121<br />

www.christies.com<br />

CHRISTIE’S KING STREET<br />

Tel. 0044/20/72936667<br />

www.christies.com<br />

PHILLIPS DE PURY<br />

Tel. 0044/207/73184010<br />

www.phillipsdepury.com<br />

SOTHEBY’S<br />

NEW BOND STREET<br />

Tel. 0044/20/72936667<br />

www.sothebys.com<br />

LONDON<br />

09.05.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Reisememorabilia<br />

14.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Asiatische Kunst<br />

15.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Chinesische Kunst<br />

15.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Japanische Kunst<br />

Wrangham Coll.<br />

16.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Gemälde<br />

Der Sitzende Rückenakt von Nicolae Tonitza war das Spitzenstück der<br />

Herbstsaison 2011 im <strong>Auktions</strong>haus an der Ruhr. Für 20.000 Euro ging<br />

das Bild zurück nach Rumänien. Insgesamt bescherte das vergangene<br />

Jahr dem Mühlheimer Versteigerer einige schöne Zuschläge. 9.000<br />

Euro brachte ein Bieter für Hermann Seegers überaus atmosphärisches<br />

Porträt seiner Tochter auf, eine kleine asiatische Deckeldose wurde in<br />

einem spannenden Bietergefecht von 30 Euro auf 700 Euro hoch<br />

gesteigert. Darüber hinaus waren es vor allem ein Bildnis nach Grassi<br />

von Michal Kleofas Oginski, Ikonen und Schmuckstücke, die sich größter<br />

Beliebtheit erfreuten.<br />

TELEFON | 0208/3026981 INTERNET | www.auktionshausanderruhr.de<br />

16.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Schmuck<br />

16.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Photographie<br />

16.05.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Chinesische Kunst<br />

16.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Japanische Kunst<br />

17.05.<br />

Phillips de Pury<br />

Photographs<br />

17.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Chinesische u. Japanische Kunst<br />

17.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Photographie<br />

18.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Chinesische Kunst<br />

22.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Coll. Schimmel Forgery<br />

22.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Uhren<br />

22.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Coll. Alan Jarvis<br />

22.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Griechische Kunst<br />

22.05.-23.05.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Gunter Sachs Collection<br />

23.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Maritime Kunst<br />

23.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Porzellan und Keramik<br />

23.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

23.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Puppen und Bären<br />

23.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Afrika Now


82<br />

AUKTIONSTERMINE<br />

23.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

28.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Russische Kunst<br />

28.05.-30.05.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Russische Kunst<br />

29.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Brittische und Irische Kunst<br />

29.05.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Bücher und Manuskripte<br />

30.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Glas<br />

30.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Tel. 0044/20/73892664<br />

www.christies.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

30.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Tel. 0044/207/4477447<br />

www.bonhams.com<br />

Russische Kunst<br />

30.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Schmuck und Uhren<br />

31.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Lalique<br />

08.06.<br />

Sotheby’s New Bond Street<br />

Asiatische Kunst<br />

| FRANKREICH |<br />

PARIS<br />

09.05.<br />

Artcurial Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Hermes Mode<br />

11.05.<br />

Christie’s Paris<br />

Tel. 0033/1/40768408<br />

www.christies.com<br />

Bücher und Manuskripte<br />

14.05.<br />

Artcurial<br />

Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Füllfederhalter<br />

15.05.<br />

Artcurial<br />

Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Design<br />

15.05.-16.05.<br />

Artcurial<br />

Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Bücher<br />

22.05.<br />

Christie’s Paris<br />

Tel. 0033/1/40768408<br />

www.christies.com<br />

Coll. Moch<br />

22.05.<br />

Artcurial<br />

Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

23.05.<br />

Christie’s Paris<br />

Tel. 0033/1/40768408<br />

www.christies.com<br />

Impressionisten<br />

und Moderne Kunst<br />

30.05.-31.05.<br />

Artcurial<br />

Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Moderne und Zeitgen. Kunst<br />

31.05.<br />

Christie’s Paris<br />

Tel. 0033/1/40768408<br />

www.christies.com<br />

Kunst & Design<br />

| ITALIEN |<br />

FLORENZ<br />

15.05.<br />

Pandolfini<br />

Tel. 0039/55/23408889<br />

www.pandolfini.it<br />

Silber, Uhren und Schmuck<br />

16.05.<br />

Pandolfini<br />

Tel. 0039/55/23408889<br />

www.pandolfini.it<br />

Orientalische Kunst<br />

und Archäologie<br />

05.06.<br />

Pandolfini<br />

Tel. 0039/55/23408889<br />

www.pandolfini.it<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

06.06.<br />

Pandolfini<br />

Tel. 0039/55/23408889<br />

www.pandolfini.it<br />

Moderne und Zeitgen. Kunst<br />

ROM<br />

15.05.-18.05.<br />

Babuino<br />

Tel. 0039/632283800<br />

www.astebabuino.it<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

05.06.-07.06.<br />

Babuino<br />

Tel. 0039/632283800<br />

www.astebabuino.it<br />

Moderne und Zeitgen. Kunst<br />

| NIEDERLANDE |<br />

AMSTERDAM<br />

15.05.-16.05.<br />

Christie’s Amsterdam<br />

Tel. 0031/2/05755262<br />

www.christies.com<br />

Nachkriegs-u. Zeitgen. Kunst<br />

EINDHOVEN<br />

05.06.<br />

Van der Sommen<br />

Tel. 0032/40/2432432<br />

www.vandersommen.nl<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

GRAVENHAGE<br />

09.05.<br />

Van Stockum’s<br />

Tel. 0031/70/3649840<br />

www.vanstockums-veilingen.nl<br />

Militaria<br />

HAARLEM<br />

22.05.-25.05.<br />

Oprechte Veiling<br />

Tel. 0031/23/5319408<br />

www.oprechteveiling.nl<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

HILVERSUM<br />

28.05.<br />

Van Zadelhoff<br />

Tel. 0032/35/6247170<br />

www.vanzadelhoff.nl<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

MIDDELBURG<br />

05.06.-06.06.<br />

Zeeuws Veilinghuis<br />

Tel. 0031/118/650680<br />

www.zeeuwsveilinghuis.nl<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

UTRECHT<br />

20.05.<br />

Peerdeman<br />

Tel. 0031/30/2610485<br />

www.veilinghuispeerdeman.nl<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

| ÖSTERREICH |<br />

GRAZ<br />

31.05.-01.06.<br />

Dorotheum Graz<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

LINZ<br />

09.05.-10.05.<br />

Dorotheum Linz<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

WIEN<br />

14.05.-16.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Orden, Münzen und Medaillen<br />

21.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Jugendstil und Kunst 20 Jh.<br />

21.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Uhren<br />

22.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Design<br />

23.05.-24.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Klassische Moderne<br />

und Zeitgenössische Kunst<br />

24.05.<br />

Hassfurther<br />

Tel. 0043/1/5334174<br />

www.hassfurther.at<br />

Alte Meister, Biedermeier<br />

und Klassische Moderne<br />

24.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Silber<br />

| SCHWEDEN |<br />

STOCKHOLM<br />

23.05.<br />

Bukowskis<br />

Tel. 0046/8/6140800<br />

www.bukowskis.se<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

| SCHWEIZ |<br />

BASEL<br />

12.05.<br />

Galerie Vogler<br />

Tel. 0041/61/3614666<br />

www.auktionen-vogler.ch<br />

Frühjahrsauktion<br />

BERN<br />

09.05.-12.05.<br />

Dobiaschofsky<br />

Tel. 0041/31/5601060<br />

www.dobiaschofsky.com<br />

Kunst und Antiquitäten


FRÜHJAHRS-AUKTIONEN<br />

bei Waltraud Boltz • Bayreuth<br />

■ Auktion 625 – 12. Mai Farbkatalog 10,- €<br />

Pfeifen – Auflösung einer Sammlung<br />

■ Auktion 626 – 12. Mai Farbkatalog 10,- €<br />

Waagen und Gewichte<br />

Sammlungsauflösung, Bergische und Nürnberger Münzwaagen u.v.m.<br />

■ Auktion 627 – 12. Mai Farbkatalog 10,- €<br />

Romy Schneider – Gucci-Koffer, Kleider (Chanel etc.)<br />

■ Auktion 628 – 19. Mai Farbkatalog 15,- €<br />

Kunterbunt – Interessantes aus vielen Gebieten<br />

z.B. Bunzlau, Holzmodel, vielfältige Kleinkunst etc.<br />

■ Auktion 629 – 19. Mai Farbkatalog 15,- €<br />

Puppen – Spielzeug – Schuco-Sammlung<br />

Eisenbahnen (Märklin etc.), Militärfahrzeuge, Elastolin,<br />

schöne Puppen, Hummelfiguren, Osterhasen u.v.m.<br />

Interessiert sind wir besonders an Sammlungs- und<br />

Geschäftsauflösungen sowie Künstlernachlässen<br />

und interessanten Einzelobjekten.<br />

Gebiete, die wir besonders pflegen:<br />

Religiöse Volkskunst, Christbaumschmuck und<br />

weihnachtliche Gegenstände, Textilien, Militaria,<br />

Porzellanfiguren, Gemälde, Uhren, Kleinmöbel,<br />

Kuriositäten jeder Art u.v.m.<br />

Waltraud Boltz Kunstauktionshaus KG<br />

95448 Bayreuth • Brandenburger Str. 36<br />

Telefon 0921 / 2 06 16 • Fax 1 26 14<br />

E-Mail: mail@boltz-auktionen.de • www.boltz-auktionen.de<br />

KUNSTHANDEL – AUKTIONEN<br />

Altes Schloss • D-91484 Sugenheim • Tel. (0 91 65) 6 50 • Fax (0 91 65) 12 92 • www.kube-auktionen.de • info@kube-auktionen.de<br />

122. AUKTION • SAMSTAG 12. MAI 2012<br />

Ihr Experte in der Sendung<br />

„KUNST & KREMPEL“<br />

(Bayerisches Fernsehen)<br />

seit 1990!<br />

HISTORISCHE WAFFEN • ORDEN • MILITARIA • LITERATUR<br />

Eine Auswahl unseres reichhaltigen Angebotes<br />

in der 122. Auktion!<br />

Angeboten werden über 2.000 Objekte. Über 100 Feuerwaffen in Lunten-, Rad-, Stein- und Perkussionssystem, dabei hochseltenes Perkussions-Kombinationspistolenpaar für<br />

Scheibe und Duell. Über 150 Helme von Militär, Polizei und Feuerwehr, dabei Generalität, Garde, Kavallerie, Flieger usw. Über 300 Blankwaffen 15. Jhdt. bis 1945. Großes Angebot<br />

vornehmlich deutscher Orden und Ehrenzeichen 19. Jhdt. bis 1945. Viele Varia und Konvolute! Gemälde, Bronzen, Reservistica, Zeitgeschichte, großes Lineol-Elastolin-Angebot!<br />

Der reich illustrierte Katalog erscheint am 19. April und kann gegen Vorkasse 20,- € von uns bezogen werden. Auswahl unseres Angebotes auch im Internet!


84<br />

AUKTIONSTERMINE<br />

09.05.-16.05.<br />

Stuker Tel. 0041/31/3520044<br />

www.galeriestuker.ch<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

GENF<br />

13.05.<br />

Antiquorum<br />

Tel. 0041/22/9092850<br />

www.antiquorum.com<br />

Uhren<br />

14.05.-15.05.<br />

Sotheby’s Genf<br />

Tel. 0041/22/9084800<br />

www.sothebys.com<br />

Schmuck und Uhren<br />

30.05.<br />

Koller Tel. 0041/223110385<br />

www.galeriekoller.ch<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

UITIKON<br />

21.05.<br />

Curiger Tel. 0041/44/4931666<br />

www.curiger.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

ZOFINGEN<br />

07.06.-09.06.<br />

<strong>Auktions</strong>haus Zofingen<br />

Tel. 0041/62/7516351<br />

www.auktionshaus-zofingen.ch<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

ZÜRICH<br />

08.05.-09.05.<br />

Koller Tel. 0041/1/4456363<br />

www.galeriekoller.ch<br />

Asiatica<br />

Das Aquarell von Otto Dix, Kirschbaumblüte am See, konnte gleich zu<br />

Jahresbeginn 2011 von Udo Geble in Radolfzell am Bodensee für 26.000<br />

Euro versteiget werden.<br />

TELEFON | 07732/971197 INTERNET | www.auktionshaus-geble.de<br />

12.05.<br />

Ineichen<br />

Tel. 0041/44/2981144<br />

www.auktionshaus-ineichen.ch<br />

Uhren und Schmuck<br />

| SPANIEN |<br />

BARCELONA<br />

12.05.<br />

La Suite Tel. 0034-93-3001477<br />

www.suitesubastas.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

| TSCHECHIEN |<br />

BRÜNN<br />

09.06.<br />

Zezula<br />

Tel. 0042/541/214436<br />

www.auction-house-zezula.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

PRAG<br />

26.05.<br />

Dorotheum Prag<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

| UNGARN |<br />

BUDAPEST<br />

16.05.<br />

Polgar<br />

Tel. 0036/1/2674077<br />

www.polgar-galeria.hu<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

INSERENTENVERZEICHNIS<br />

SAMMLER JOURNAL AUKTIONS-SONDERHEFT FRÜHJAHR 2012<br />

A<br />

Aldag 79<br />

artprice<br />

85, U3<br />

B<br />

Boltz 83<br />

Breker<br />

U2<br />

F<br />

Fischer 5<br />

H<br />

Henry’s<br />

U4<br />

Homm 17<br />

I<br />

Ineichen 7<br />

K<br />

Karbstein 80<br />

Kaupp 7, 9<br />

Kube 83<br />

L<br />

Lösch 27<br />

M<br />

Merry Old England 79<br />

Metz 25<br />

P<br />

Peege 78<br />

R<br />

Rahn 9<br />

S<br />

Scheublein 83<br />

Schuler 11<br />

Seidel 80<br />

Siebers 19<br />

Sigalas 7<br />

V<br />

Villa Berger 79<br />

Vogler 21<br />

W<br />

Weidler 23<br />

Wendl 13<br />

Z<br />

Zeller 15<br />

Zisska & Schauer 9


86<br />

PORZELLAN<br />

PORZELLAN & KERAMIK<br />

€ 120,-<br />

Vase, Entwurf wohl Bode Willumsen<br />

(1895-1987), grün/<br />

braun glasierter Scherben, zwei<br />

Handhaben als plastisch ausgeformte<br />

Eichkrater, gebauchte<br />

Form, Modell-Nummer „295“,<br />

Vasenhöhe 16,5 cm ASW<br />

€ 160,-<br />

Deckeldose, Entwurf Professor<br />

Fritz Klee, um 1920, Paul Müller,<br />

Selb, Kleeblattmarke „KFS“<br />

(Kunstfachschule), oktogonaler<br />

Korpus, Deckel mit hochgezogenem<br />

Knauf, polychrome Bemalung,<br />

Höhe 14 cm FRA<br />

€ 280,-<br />

Vase, Dekorentwurf und Dekorstempel<br />

„Kurt Wendler“, Kunstabteilung<br />

Rosenthal, um 1920,<br />

Modell-Nr. „K 454“, polychrom<br />

bemalt, mit stilisiertem Pflanzen-<br />

und Vogeldekor und Goldstaffage,<br />

Höhe 11,5 cm FRA<br />

€ 300,-<br />

Teller, Form und Dekor „Flora<br />

Danica“, Royal Kopenhagen,<br />

Denmark, Unterseite bezeichnet<br />

„Ranunculus bulbosus L.“,<br />

mit grün-blauer Bodenmarke,<br />

Durchmesser 25 cm BLO<br />

€ 150,-<br />

Keramikkrug, Prof. Karl Leipfinger,<br />

Münchener Werkstätten<br />

für Keramische Kunst, um 1910/<br />

1920, gelb marmorierter Krug<br />

mit umlaufend eingedrückter<br />

Wandung, kurzem Hals mit<br />

kleinem Schnabelausguss,<br />

Höhe 16,5 cm<br />

THE<br />

€ 240,-<br />

Vase, C. Teichert, Meissen, entstanden<br />

um 1910, Steingut mit<br />

Laufglasur, in Weiß über Kobaltblau,<br />

enger Hals über bauchigem<br />

Korpus, hoher Standring,<br />

Höhe 18 cm GÜN<br />

€ 300,-<br />

Reliefplatte „Tanzende Mänade“,<br />

Professor Fritz Klimsch<br />

(1870 Frankfurt-1960 Freiburg),<br />

Weißporzellan, Bildplattenmaße<br />

32 x 20,5 cm<br />

LBE<br />

€ 330,-<br />

Vase „Paradies“, Friedrich<br />

Kaestner, Oberhohndorf, um<br />

1900, schauseitig ausgemalte<br />

Darstellung Eva mit Schlange<br />

und Apfelbaum im Paradies,<br />

Vasenhöhe 30 cm MEH<br />

€ 250,-<br />

Cachepot, Mettlach, um 1900, Steinzeug, umlaufend Chromolith-<br />

Dekor, Vorder- und Rückseite Jugendstilschönheit zwischen Reben<br />

und Trauben mit Weinglas, Modell-Nr. „2814“, Höhe 25 cm KAR<br />

€ 320,-<br />

„Beethoven“-Tasse mit Unterteller, KPM, Berlin, entstanden 1927,<br />

farbig bemalt und vergoldet, Zylinderform, Klauenfüße, mit<br />

Unterschrift, Höhe 11,2 cm<br />

OWL


PORZELLAN 87<br />

€ 330,-<br />

Tasse mit Untertasse, Rozenburg, im Querschnitt achtkantig,<br />

Eierschalenporzellan, Liliendekor, Untertasse restauriert und<br />

minimal bestoßen<br />

LBE<br />

€ 430,-<br />

Vase, Max Laeuger, Prägemarke<br />

1895-1913, Dekor „Schneeglöckchen“,<br />

Schlickermalerei, braunschwarzer<br />

Fond, Werkstattzeichen<br />

Nr. „4“, Höhe 20 cm LBE<br />

€ 460,-<br />

Vase, Dekorentwurf von Adolf<br />

Flad, 1923, KPM, Berlin, Jahreszeichen<br />

„1923”, gelber Teilfond<br />

an Hals und Stand, am Bauch<br />

umlaufend bemalt mit stilisierter<br />

Floralmalerei im Stil der<br />

indianischen Dekore, goldstaffiert,<br />

Höhe 28 cm WEN<br />

€ 330,-<br />

Vase, Bing & Gröndahl, um<br />

1900, polychrome Unterglasurbemalung,<br />

stilisierter Kastanienblattdekor,<br />

stark gebauchter<br />

Korpus, Monogramm „E.D.,<br />

num. 16“ , Höhe 12 cm FRA<br />

€ 330,-<br />

Wappenkanne, Meissen, um<br />

1900, 1. Wahl, Blaumalerei,<br />

„Löwen/Turm“, mit Zinndeckel,<br />

Blaumalerei, bezeichnet „1710-<br />

1910“, Höhe 31 cm KAR<br />

€ 460,-<br />

Wandteller, bezeichnet „Peinture<br />

à la main…“, um 1900,<br />

Keramik, Darstellung einer jungen<br />

Frau im Halbporträt, im<br />

Hintergrund Blumenkranz,<br />

Durchmesser 42,5 cm DAN<br />

€ 520,-<br />

Cachepot, Malerzeichen „E.S.“<br />

(wohl Emilie Schleiß), Entwurf<br />

Powolny?, Ausführung Vereinigte<br />

Wiener & Gmundner<br />

Keramik, um 1917, zehnpassig<br />

facettiert, geometrischer Reliefdekor,<br />

Länge 19 cm ZEL<br />

€ 360,-<br />

Vase, Max Laeuger, Prägemarke<br />

1895-1913, ovoide Form, umlaufend<br />

Dekor Kiefernzweige, farbige<br />

Schlickermalerei, blauer<br />

Fond, Werkstattzeichen Nummer<br />

„4“, Ritznummer „78 x 4“,<br />

Vasenhöhe 31 cm<br />

LBE<br />

€ 400,-<br />

Vase mit Baumstämmen, Ernst<br />

Wahliss, Turn-Wien, um 1900/<br />

1910, Keramik, umlaufend<br />

braun staffierte stilisierte<br />

Baumstämme vor blau-grünem<br />

goldkonturierten Grund,<br />

Vasenhöhe 27,8 cm DOR<br />

€ 500,-<br />

Schale „Die Welle”, Entwurf Konrad Hentschel (1872 Cölln-1907<br />

Meissen), Ausführung Meissen, gefertigt 1898, ovale, mehrpassige<br />

Schale in bewegter Wellenform, seitlich nackter Nymphenkörper,<br />

Formnummer „Q 169“, Schalenmaße 8,5 x 21 x 16 cm<br />

MET


88<br />

PORZELLAN<br />

€ 550,-<br />

Vase, Max Laeuger, Kandern,<br />

entstanden 1897, mit Kiefernzweigdekor,<br />

grüner Fond, Modellnummer<br />

„78“, Höhe 30 cm,<br />

dazu Vase, Tonwerke Kandern,<br />

blauer Fond, nummeriert „737“,<br />

am Rand bzw. Hals bestoßen,<br />

Höhe 21 cm<br />

HEN<br />

€ 600,-<br />

Teller, Entwurf Peter Behrens,<br />

1900/1901, Gebr. Bauscher,<br />

Weiden, Porzellan, Aufglasurbemalung<br />

in Grau, geometrischer<br />

Dekor auf der Fahne,<br />

Durchmesser 24,5 cm HER<br />

€ 650,-<br />

Vogel-Vase, Max Laeuger, Karlsruhe,<br />

Modell-Nr. „1846“, Ausführung<br />

1921/22, hellgrün fondierter<br />

eiförmiger Gefäßkörper<br />

mit kurzem Hals und Ast-Vogel-Motiven<br />

in schwarzer Schlickermalerei,<br />

Höhe 24 cm WEN<br />

€ 700,-<br />

Vase, Serapis Wahliss, Keramik,<br />

wellenförmiges Dekor in Gold,<br />

Schwarz und Grün auf elfenbeinfarbenem<br />

Grund, goldene<br />

Dekornummer „F. 9665 und D.<br />

9964“, Höhe 28 cm DAN<br />

€ 600,-<br />

Vase mit Frauenköpfen, Entwurf<br />

L. Hjorth, Hjorth’s Terracottafabrik,<br />

Rönne, Bornholm,<br />

Schweden, um 1900, Steingutscherben,<br />

Mündung durch<br />

Köpfe gewellt, anthrazitfarben<br />

mattglasiert, bezeichnet „L.<br />

Hjorth, 799“, Höhe 21 cm QUI<br />

€ 600,-<br />

Vase mit Tulpen, Prof. Laeugerísche<br />

Kunsttöpferei, Kandern,<br />

um 1900/1910, hochovaler Korpus<br />

mit schräger Wandung<br />

und kurzem zylindrischem<br />

Hals, rotbrauner Scherben, taubenblau<br />

glasiert, umlaufend im<br />

Wind geneigte Tulpen in gelber<br />

und brauner Schlickermalerei,<br />

Vasenhöhe 39,5 cm KUK<br />

€ 670,-<br />

Schale, KPM, Berlin, 1901, Handhaben mit durchbrochen gearbeiteten<br />

Blüten, geschwungene goldene Ranken und purpurne Blüten in<br />

Reliefemail, in mattem Grün und Gold staffiert, Jahresmarke „A“ ,<br />

Durchmesser 21,5 cm<br />

LEM<br />

€ 600,-<br />

Jardinière, Moskau, um 1900, Keramik, dunkelblauer Fond, ornamentaler<br />

Dekor im altrussischen Stil, in farbiger Relief-Emailmalerei<br />

und Gold, bezeichnet „Moskova“, Länge 33 cm<br />

SHA<br />

€ 700,-<br />

Fünfflammiger Kerzenleuchter<br />

mit Tier, Entwurf Vally Wieselthier,<br />

Ausführung Gmundner<br />

Keramik, um 1925, ziegelroter<br />

Scherben, bemalt und glasiert,<br />

auf ovalem Sockel, Modellnummer<br />

„605“, Höhe 40 cm KAU<br />

€ 750,-<br />

Vase, Entwurf Henry van de<br />

Velde, um 1904, Ausführung<br />

Walter Gebauer, Bürgel, Keramik,<br />

Steinzeugscherben, Überlaufglasur,<br />

Höhe 9,5 cm HER


PORZELLAN 89<br />

€ 800,-<br />

Tasse mit Untertasse, Rozenburg,<br />

Den Haag, 1902, sog.<br />

„Eierschalenporzellan“, oktogonale<br />

Form, Bemalung von stilisiertem<br />

Blumendekor in Grün-,<br />

Gelb- und Rotbrauntönen, Monogramm<br />

„H.“ (Hartgring/Huyvenaar),<br />

Modellnummer „439/<br />

340“, Höhe 5 cm HEN<br />

€ 850,-<br />

Vase, Formentwurf Henry van<br />

de Velde, um 1904, Ausführung<br />

Bunzlauer Keramische Werkstätten<br />

Reinhold & Co., Modell<br />

„506“, Feinsteinzeug, feinsträhnige<br />

Laufglasur, unbezeichnet,<br />

Vasenhöhe 9,8 cm ZEZ<br />

€ 900,-/800,-<br />

Ovale Steilwandschale, Ginori, Mitte 20. Jahrhundert, bemalte<br />

Keramik, liegender Mädchenakt auf dunkelrotem Fond, Länge 31 cm.<br />

Ovale Steilwandschale, Ginori, Mitte 20. Jahrhundert, bemalte<br />

Keramik, liegender Mädchenakt auf blauem Fond, Länge 31 cm ZEL<br />

€ 850,-<br />

Vase, Hermann Seeger, KPM,<br />

Berlin, 1912, braun-gelb marmorierter,<br />

teils verlaufender Fond,<br />

darüber in Braun und türkisfarbenem<br />

Email mit Gold gemalte,<br />

blühende Zweige im asiatischen<br />

Stil, Höhe 25 cm DAN<br />

€ 850,-<br />

Kerzenleuchter, Max Laeuger,<br />

Tonwerke Kandern, 1895-1913,<br />

roter Scherben mit weißer Glasur<br />

und vollflächig blauer und<br />

schwarzer Schlickermalerei von<br />

stilisierten Blumenranken,<br />

Form-Nr. „443“, H 38 cm DAN<br />

€ 900,-<br />

Keramikvase, Max Laeuger,Tonwerke<br />

Kandern, um 1897, Gießbüchsenmalerei,<br />

reliefierter<br />

Dekor von Kiefernzweigen auf<br />

blauen Grund, bez.„Signet, Nr. 3<br />

und S“, Höhe 36 cm HEN<br />

€ 1.000,-<br />

Wandteller „Frühling’’, Julius<br />

Menzel (Malerei), KPM, Berlin,<br />

1919, Aufglasurmalerei mit<br />

Wiesenlandschaft und Birken<br />

an einem sonnigen Frühlingstag,<br />

Durchmesser 35,5 cm FIS<br />

€ 850,-<br />

Cachepot, Prof. Max Laeuger, ziegelfarbener Scherben, bemalt und<br />

glasiert, Kiefernzweige auf hellgrünem Fond, Modellnummer<br />

„16xx“, „MLK“, Höhe 23 cm<br />

KAU<br />

€ 938,-<br />

Enghalsvase, Hugo F. Kirsch<br />

(1873-1961), Wien, um 1910, Keramik,<br />

schwarz-goldener Linien-<br />

und Punktdekor auf naturweißem<br />

Grund, Unterseite mit<br />

Pinselmarke, Höhe 22,7 cm DOR<br />

€ 1.000,-<br />

Ziervase mit Windendekor,<br />

KPM, Berlin, 19. Jh., Keulenform,<br />

reliefierter Blütenrankendekor<br />

vor seladongrün staffiertem<br />

Fond mit vertikalem, geritztem<br />

Linienmuster, Höhe 31 cm SHA


90<br />

PORZELLAN<br />

€ 1.000,-<br />

Vase mit Arabern, „Uriela<br />

Modelled in Cologne“, Modell-<br />

Nr. „2529“, farbig gefasst, restauriert,<br />

Höhe 84,5 cm WEN<br />

€ 1.100,-<br />

Vase „Margueriten“, Entwurf<br />

Theo Schmuz-Baudiss, 1903,<br />

KPM, Berlin, Unterglasurbemalung,<br />

Monogramm „STB“, Modell-Nr.<br />

„7388“, dazu Lampenschirm,<br />

Höhe 27,5 cm NEU<br />

€ 1.250,-<br />

Vase mit Männerakt, Entwurf<br />

Sandor Apáti Abt, 1904, Zsolnay,<br />

Pécs, Porzellan-Fayence mit<br />

farbiger Eosinglasur, Wandung<br />

mit Männerakt zwischen Spiralranken,<br />

restaurierte Stellen,<br />

Vasenhöhe 20,8 cm DOR<br />

€ 1.400,-<br />

Vase mit Kirschzweig, Entwurf<br />

Theodor Grust, um 1902, Meissen,<br />

vor 1924, unterhalb der<br />

Mündung umlaufender polychromer<br />

Unterglasurdekor, Nr.<br />

„T.90, 98“, Höhe 21,5 cm FIS<br />

€ 1.125,-<br />

Deckeldose mit Henkeln, Entwurf Peter Behrens (1868 Hamburg-<br />

1940 Berlin), 1903, Steingut, heller Scherben, hellblaue Lauf- und Kristallglasur<br />

mit zwei gratig ausschwingenden Henkeln, D 20 cm IKY<br />

€ 1.300,-<br />

Vase, Haagsche Plateebakkerij<br />

Rozenburg, Den Haag, um<br />

1900, Eierschalenporzellan, glasiert,<br />

polychrom bemalt, stilisierter<br />

floraler Dekor, Maler<br />

Roelof Sterken, Kästchen „1292“<br />

(Auftragsnr. für die Maler), „RS”<br />

(Malersignatur), „130“ (Modell-<br />

Nr. im Relief), Höhe 16 cm FRA<br />

€ 1.400,-<br />

Schlangenhenkelvase, Meissen,<br />

1920er-Jahre, handbemalt, teilweise<br />

kobaltblaue Glasur,<br />

Glanzgolddekor, Kartusche mit<br />

Blumendekor, Rundfuß, Amphorenform,<br />

Höhe 49 cm ALL<br />

€ 1.200,-<br />

Anbietschale mit Pfau, Entwurf<br />

Otto Eduard Voigt, Meissen, um<br />

1907/09, im Fond polychrome<br />

Unterglasurbemalung, vergoldeter<br />

Rand, Modell-Nr. „Z182<br />

und 70“, Länge 20,5 cm FIS<br />

€ 1.200,-<br />

Vase, Entwurf Adrian Auguste<br />

Leduc, 1928-1940, Sèvres, rotgoldene<br />

Unterglasurbemalung,<br />

umlaufend stilisierte<br />

Jagdszene im Wald, Goldränder,<br />

Höhe 40,5 cm NEU<br />

€ 1.450,-<br />

Tasse und Untertasse, Meissen, um 1900, Scharffeuerdekor in Hellblau<br />

und Grün, Blaumalerzeichen, Modell-Nr. „S190“, Press-Nr. LEM


PORZELLAN 91<br />

€ 1.500,-<br />

„Vase mit Fasanen“, Carl Mortensen<br />

(1861-1945), Königliche<br />

Dänische Porcelainsfabrik, Kopenhagen,<br />

polychrome Unterglasurbemalung<br />

in winterlicher<br />

Atmosphäre in Blau-,<br />

Grau- und Beigetönen, signiert<br />

und datiert „C Mortensen<br />

(18)97“, Nummer „62/8“ und<br />

„N3“, Höhe 42,4 cm SIE<br />

€ 1.500,-<br />

Tulpenvase, Max Laeuger, ziegelfarbener<br />

Scherben, bemalt<br />

und glasiert, auf moosfarbenem<br />

Fond Tulpendekor, Mod.-<br />

Nr. „1“, „MLK“, Höhe 32 cm KAU<br />

€ 1.625,-<br />

Bierhumpen, Zsolnay, Pécs, um<br />

1900, Porzellan-Fayence mit<br />

farbiger Eosinglasur mit Blumenranken<br />

und geschweiften<br />

Bändern, Unterseite mit Firmenmarke,<br />

Höhe 13 cm DOR<br />

€ 1.700,-<br />

Enghalsvase, Entwurf Henry<br />

van de Velde, 1902, Ausführung<br />

Reinhold Merkelbach, Höhr-<br />

Grenzhausen, ungemarkt,<br />

graues Steinzeug salzglasiert,<br />

kobaltblau bemalt, reliefierte<br />

florale Jugendstilornamentik,<br />

Pinsel-Nr. „1902“, H 22 cm MEH<br />

€ 1.500,-<br />

Henkelvase, Malerzeichen für<br />

M. Kerkhof, Rozenburg, Den<br />

Haag, gefertigt 1913, bunt floral<br />

bemalt, Eierschalenporzellan,<br />

am Boden grau-schwarze<br />

Stempelmarke, Jahreszeichen,<br />

Vasenhöhe 15,2 cm MET<br />

€ 1.600,-<br />

Henkelkrug mit Spinnennetz<br />

und Schmetterlingen, Amphora<br />

Werke K.K., Keramische<br />

Werke Riessner, Stellmacher &<br />

Kessel, Turn-Teplitz, um 1900,<br />

heller Scherben, polychrom u.<br />

Gold bemalt, Glasfluss-Cabochons,<br />

Nr. „3552“, H 36,5 cm KAS<br />

€ 1.700,-<br />

Vase, Formausführung wohl<br />

Johann von Schwarz, Nürnberg<br />

oder Zsolnay, Pecs, ungemarkt,<br />

um 1904, foral reliefierte und<br />

vergoldete Metallmontierung<br />

gest. „Orivit 25100“, Korpus aus<br />

rotem Scherben, polychrom<br />

bemalt, zwei Orchideenmotive,<br />

Vasenhöhe 39 cm MEH<br />

€ 1.800,-<br />

Vase, Entwurf Max Laeuger,<br />

1900, Tonwerke Kandern, rotbrauner<br />

Scherben, umlaufend<br />

reliefiertes Dekor stilisierte<br />

Zitronenbäume, umlaufend<br />

Schriftzug „Anno Domini<br />

1900“, Vasenhöhe 21,5 cm HER<br />

€ 1.600,-<br />

Dessertteller, Entwurf Hans Christiansen (1866 Flensburg-1945<br />

Wiesbaden), 1900/01, Gebr. Bauscher Weiden, polychrome Unterglasurbemalung,<br />

Spiegel Rosendekor, Fahne grüner Fond, D 25 cm FRA<br />

€ 1.700,-<br />

Jugendstil-Mokkatasse, KPM, Berlin, um 1900, auf maigrünem Fond<br />

symmetrisch angeordnetes, geschwungenes Liniendekor mit<br />

purpurfarbener Bemalung sowie Gold- und Emailstaffage, Höhe der<br />

Tasse 5 cm, Durchmesser Untertasse 11,5 cm<br />

WEN


92<br />

PORZELLAN<br />

€ 1.800,-<br />

Vase, Zsolnay, um 1900, Modell-<br />

Nr. „644 0000 M 20“, Steingut,<br />

Eosinglasur in verschiedenen<br />

Grün- und Blautönen, vergoldete<br />

Bronzemontierung aus<br />

zwei geschwungenen Handhaben<br />

und Standring auf vier kleinen<br />

Füßen, Höhe 14 cm MEH<br />

€ 2.100,-<br />

Jardinière mit Kinderreigen, Vilmos<br />

Zsolnay, Pécs, um 1904,<br />

Wandung Reigen mit sieben<br />

tanzenden Mädchen, Porzellanfayence<br />

mit Eosinglasur,<br />

Modellnummer „7770“, Durchmesser<br />

34 cm, Literatur F. Santi<br />

& J. Gacher, Zsolnay Ceramics,<br />

Seite 131<br />

FIS<br />

€ 2.200,-<br />

Küchenset, Entwurf Joseph Maria Olbrich, Wächtersbach, um 1910,<br />

zwanzig Teile, cremefarbener Scherben, blauer Quadratendekor mit<br />

hellblau glasiertem Standbereich, Höhe max. 26,5 cm, Dekornummer<br />

„1539“, Maße Regal 93 x 62 x 14 cm<br />

MEH<br />

€ 2.000,-/420,-<br />

Teilservice, Vereinte Kunstgewerbler Darmstadt (Form), gefertigt<br />

um 1903, Rosenthal, Selb, insgesamt 21 (26, davon fünf Unterteller<br />

Hutschenreuther) Teile, Modell „Botticelli/Darmstadt“, glasiert,<br />

Fahne umlaufend mit vierfachem Blattstängelmotiv jeweils mit<br />

drei Herzblättern in Grünblau, unter Glasur. Anbietschale, wie vor,<br />

um 1903, Durchmesser 27 cm<br />

ZEZ<br />

€ 2.200,-<br />

Deckeldose, Georges de Feure,<br />

Hersteller Gérard, Dufraisseix<br />

& Abbot, Limoges für Art<br />

Nouveau Siegfried Bing, Paris,<br />

gefertigt 1901, auf vier geschwungenen<br />

Füßchen, weiß,<br />

glasiert, Unterglasur in Zartgrün,<br />

Blau und Rosa, Künstlersignet,<br />

Höhe 12,7 cm QUI<br />

€ 2.600,-<br />

Gewürzschälchen, Entwurf<br />

Henry van de Velde (1863 Antwerpen-1957<br />

Zürich), um 1903,<br />

Meissen, glasiert, Bemalung in<br />

Unterglasurblau, Künstlersignet,<br />

Maße 6,7 x 6,7 cm ZEZ<br />

€ 2.040,-<br />

Deckelvase, Entwurf Rudolf<br />

Sieck, Bemalung Rudolf Diewock<br />

(1890-1940), Nymphenburg,<br />

mit Emailfarben und Vergoldung,<br />

Dekor Schmetterlinge<br />

über einem Wiesenstreifen,<br />

signiert, Press-Nr. „881 u. 3“,<br />

Vasenhöhe 51 cm LEM<br />

€ 2.100,-<br />

Vase, Entwurf Andrew Matthew<br />

Daly (Cincinnati 1860-<br />

1937), 1899, Keramikmanufaktur<br />

Rookwood Pottery, Cincinnati,<br />

Steingutscherben, zarte<br />

Glasurmalerei vorwiegend in<br />

Grüntönen mit Dunkelbraun,<br />

Dekor aufsteigende Blatt- u.<br />

Blütenzweige der Calla, Nr.„792<br />

C, MAD“, Höhe 28,5 cm ZEZ<br />

€ 2.500,-<br />

Vase, Dekor Henri-Joseph Lasserre,<br />

Sèvres, France, 1927, Porzellan,<br />

glasiert, umlaufend<br />

breites, stilisiertes Blütenband,<br />

Unterglasur bemalt, Mündungsring<br />

und Standkante<br />

gold umzogen, H 37,5 cm ZEZ<br />

€ 2.750,-<br />

Vase, Zsolnay, Pécs, 1926, Eosinglasur,<br />

Wandung mit bunten<br />

Blumenranken mit goldener<br />

Kontur- und Binnenzeichnung<br />

auf craquelliertem Grund, Nr.<br />

„7305“ sowie Malersignatur<br />

mit Datum, Höhe 24,7 cm DOR


PORZELLAN 93<br />

€ 3.300,-<br />

Cachepot, Zsolnay, Pécs, gefertigt um 1902, Eosin-Coulé-Glasur, roter<br />

Fond mit Bemalung „ungarische Landschaft mit Gehöften und<br />

Burgfried“, Relief-Bodenmarke, Höhe 22 cm<br />

ZEL<br />

€ 2.800,-<br />

Teller, Hugo Stein (Dekorentwurf), Meissen, 1924-1934, Art déco-<br />

Dame in langem Chiffonkleid in weißem Pâte-sur-pâte-Auftrag auf<br />

taubenblauem Fond, Fahne durchbrochenes Kettenornament mit<br />

reliefierter Blütenrosette, Goldstaffage, Nummer „846 und 221/55,<br />

116 und 102“, Durchmesser 23,3 cm FIS<br />

€ 3.000,-<br />

Jardinière aus dem „Hochzeitszug“, Entwurf Adolf Amberg, 1904-<br />

1910, KPM, Berlin, weiß, ovale Form auf vier volutenartigen Füßen,<br />

Modellnummer „9027“, Maße 13 x 68 x 25 cm<br />

VHA<br />

€ 3.300,-<br />

Henkelvase, Entwurf Henry van de Velde (1863-1957), Hofkunsttöpferei<br />

Franz Eberstein, Bürgel, um 1902/03, hellgrauer Scherben,<br />

auf Standring bauchiger Korpus mit eingezogenem Hals und Wulstrand,<br />

Handhaben mit geritztem Linearornament, grau und blau<br />

glasiert, Modell-Nr. „15, van de Velde-Signet“, Höhe 15,7 cm KHL<br />

€ 3.000,-<br />

Bodenvase, Entwurf von Ludwig<br />

König, um 1923, Karlsruher<br />

Majolikamanufaktur, ziegelfarbener<br />

Fayencescherben, auf<br />

weißem Fond stilisierter Blattund<br />

Floraldekor mit Giraffe,<br />

Reh, Hirsch, Pferd und Vogel,<br />

Modellnummer „1691“, Vasenhöhe<br />

43,8 cm<br />

ZEZ<br />

€ 3.100,-<br />

Bodenvase, signiert „H. Stein“,<br />

Meissen, um 1920, umlaufend<br />

verziert in Unterglasurmalerei<br />

mit Personen und Vogel zwischen<br />

stilisierten Blumenstauden,<br />

Ritz-Nr. „P 127“, Press-Nr.<br />

„65“, Höhe 58,5 cm STA<br />

€ 3.500,-<br />

Vase, Ernst Wahliss, Wien, um<br />

1910, sog. „Serapis-Fayence“,<br />

heller Steingutscherben, glasiert,<br />

umlaufender Dekor vier<br />

zungenartige Musterfelder mit<br />

stilisierten Glockenblüten und<br />

Blattwerk, Rosetten- und Perlbandornamentik,<br />

Modell-Nr.<br />

„9785, S 34., 53“, H 46 cm ZEZ<br />

€ 3.600,-<br />

Deckelvase, Entwurf Prof. Max<br />

Laeuger, 1921, Karlsruher Majolikamanufaktur,<br />

roter Scherben,<br />

polychrome Bemalung,<br />

gewölbter Deckel mit Leoparden-Handhabe,<br />

Bemalung mit<br />

Zitronenfrüchten und Blattwerk,<br />

Mod.-Nr. „1801“ u. „Prof.<br />

Läuger Baden“, H 48 cm HAG


94<br />

PORZELLAN<br />

€ 4.200,-<br />

Blumensäule mit Cachepot,<br />

Pierre Clément Massier, Golfe-<br />

Juan Vallauris, um 1895, rötlicher<br />

Steinzeugscherben, reliefiert<br />

ausgeformt, türkisfarbene<br />

u. braune Laufglasur, Standkante<br />

des Cachepots u. Unterseite<br />

sign. u. bez., H 67,5/34 cm ZEZ<br />

€ 5.400,-<br />

Vase, Entwurf Otto Eckmann,<br />

um 1900, Montierung Otto<br />

Schulz, Berlin Keramik, Bronze,<br />

patiniert, heller Scherben mit<br />

mehrtonig blauer plastischer<br />

Überlaufglasur, auf grau krakelliertem<br />

Grund, stilisiert florale<br />

Montierung, H 51 cm HER<br />

€ 5.500,-<br />

Deckelvase, Meissen, wohl<br />

nach 1860, dunkelbrauner Glasurfond,<br />

Limoges Email- bzw.<br />

Platinmalerei mit flötespielendem<br />

Pan auf der einen und<br />

einer Göttin mit Putto auf der<br />

anderen Seite, Goldstaffage,<br />

Vasenhöhe 24,5 cm NUS<br />

€ 5.600,-<br />

Vase, Charles Noke, Royal Doulton,<br />

Burslem, um 1920, Steingut,<br />

vorwiegend in Rot und<br />

Dunkelblau, sog. „Sung“-<br />

Scharffeuerglasur, zentrales<br />

Motiv mit Papageien in Baum<br />

mit Früchten, innen grün,<br />

lüstriert, „Noke, Sung, MO881,<br />

Doulton 7480“, H 36 cm QUI<br />

€ 4.375,-<br />

Teekanne, Therese Trethan (1879 Wien - nach 1940 Wien), Porzellanfabrik<br />

Josef Böck, Wien, 1902-04, glasiert und mit reliefiertem, teilweise<br />

rot staffiertem Punktdekor, Korbflechtgriff, Höhe 8 cm (ohne<br />

Griff), Lit. Neuwirth, Wiener Keramik, Braunschweig 1974, S. 312 IKY<br />

€ 5.000,-<br />

Prunkplatte, signiert M(arianne) Høst, Meissen, 1906-09, rund<br />

gemuldet, mit steigender Fahne, in Scharffeuerfarben bunt bemalt<br />

mit der Ansicht des Dresdner Zwingers mit Vorplatz, im Vordergrund<br />

Putto am Brunnenrand, Form-Nr. „R 112/46/III”, D 50,3 cm MET<br />

€ 6.250,-<br />

Vase, Formentwurf und Dekor<br />

Dagobert Peche zugeschrieben,<br />

Gmundner Keramik, gefertigt<br />

nach 1919, Keramik, heller<br />

Scherben, schwarz und grau<br />

dekoriert, weiß glasiert, unterhalb<br />

gemarkt Werkstattsignet,<br />

Vasenhöhe 64 cm<br />

IKY<br />

€ 6.500,-<br />

Lampenfuß, Entwurf Ernst<br />

Böhm, KPM, Berlin, Porzellan,<br />

farbig und gold staffiert, Doppelkürbisflasche<br />

mit geometrischem<br />

Gitterwerk, elektrifiziert,<br />

Höhe 110 cm VHA


PORZELLAN 95<br />

€ 7.260,-<br />

Deckelvase, Dekorentwurf von<br />

Willy Stanke, KPM, Berlin, 1913,<br />

auf Deckel, um Schulter und<br />

Fuß breite Bänder mit stilisierten<br />

Blüten vor alternierenden<br />

grünen und goldenen Stäben,<br />

Jahresbuchstabe, Malerzeichen,<br />

Höhe 37,5 cm LEM<br />

€ 7.500,-<br />

Stehlampe, Entwurf Gerhard<br />

Schliepstein, Rosenthal, Selb,<br />

1920, weiß glasiert, zwei umschlungende<br />

Mädchen, auf<br />

dreipassigem, doppelstufigem<br />

Sockelfuß, Höhe 200 cm MET<br />

€ 7.500,-<br />

Girandolenpaar aus dem „Hochzeitszug“, Entwurf Adolf Amberg,<br />

1904-1910, KPM, Berlin, 1x von 1924, weiß, Bronze, Metall, sechsflammig,<br />

als Palmenstamm von kleinem Mädchen bzw. kleinem<br />

Jungen in Blüte sitzend bekrönt, Höhe 59 und 60 cm<br />

VHA<br />

€ 7.500,-<br />

Vase, Hans Rudolf Hentschel (Form- und Dekorentwurf sowie Ausführung),<br />

Meissen, um 1896, umlaufend vier aus einer Krokusblüte<br />

aufsteigende und tanzende Elfen in weißem Pate-sur-pate-Auftrag<br />

auf himmelblauem Fond, Schulterpartie mit angelegtem Blattzweig<br />

mit Blüten und Knospen, Fuß- und Mündungsrand vergoldet,<br />

Modell-Nr. „Q 107, 20“, Höhe 46 cm<br />

FIS<br />

€ 12.100,-<br />

Kakteenkasten mit Pierrot, Entwurf Ernst Böhm, KPM, Berlin, Weißbrand<br />

von 1927, Dekorentwurf Richard Seewald, seitl. zwei muschelförmige<br />

Handhaben mit goldenem Rhombendekor, in Emailpolychromie<br />

aus Rot, Gelb und Grau, Goldränder, Pressmarke „Beta” für<br />

1927, Pressmarke „ R“, Malereitaxe „149/35“, 27,1 x 22,5 x 15,2 cm LEM<br />

ALL ALLGÄUER AUKTIONSHAUS | Kempten, 08./09. Juli 2011<br />

ASW AUKTIONSHAUS SCHWERIN | Schwerin, 10. März 2012<br />

BLO BLOSS | Merzhausen, 04.-06. Juni 2011<br />

DAN DANNENBERG | Berlin, 25./26. März + 05./06. Dezember 2011<br />

DOR DOROTHEUM | Wien, 10. März + 19. Mai + 15. Sept. + 23. Nov. 11<br />

FIS FISCHER DR. | Heilbronn, 14. Mai + 24. Sept. + 03. Dez. 2011<br />

FRA FRANKE | Nürnberg, 11./12. März + 09./10. September 2011<br />

GÜN GÜNTHER | Dresden, 01. Oktober 2011<br />

HAG HARGESHEIMER & GÜNTHER | Düsseldorf, 17. September 2011<br />

HEN HENRY’S | Mutterstadt, 27. August 2011 + 27. Januar 2012<br />

HER HERR | Köln, 02. April + 19. November 2011<br />

IKY IM KINSKY | Wien, 10. November + 06. Dezember 2011<br />

KAR KARRENBAUER | Konstanz, 06./07. Mai 2011 + 03. März 2012<br />

KAS KASTERN | Hannover, 25. Juni 2011<br />

KAU KAUPP | Schloss Sulzburg, 10. Dezember 2011<br />

KHL KUNSTAUKTIONSHAUS LEIPZIG | Leipzig, 03. Dezember 2011<br />

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 17. September 2011<br />

LBE L & B KUNSTAUKTIONEN ESSEN | 06./07. Mai + 28./29. Okt. 11<br />

LEM LEMPERTZ | Köln, 13. Mai + 17. November 2011<br />

MEH MEHLIS | Plauen, 27.-29. Mai + 26./27. Aug. + 17.-19. Nov. 2011<br />

MEH MEHLIS | Plauen, 23.-25. Februar 2012<br />

MET METZ | Heidelberg, 07. Mai + 26. November 2011<br />

NEU NEUMEISTER | München, 26. Mai 2011<br />

NUS NUSSER | München, 29. März 2011<br />

OWL OWL | Bielefeld, 14. Mai 2011<br />

QUI QUITTENBAUM | München, 03. Mai + 25. Oktober 2011<br />

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 14. Mai + 03./04. Dezember 2011<br />

SIE SIEBERS AUKTIONEN | Stuttgart, 02./03. Juni 2011<br />

STA STAHL | Hamburg, 25. Juni 2011<br />

THE THEILMANN | Pfaffenhofen, 17. Dezember 2011<br />

VHA VAN HAM | Köln, 13./14. Mai 2011<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 03.-05.03. + 20.-22.10. 11 + 01.-03.03.12<br />

ZEL ZELLER | Lindau, 23./24. September 2011<br />

ZEZ VON ZEZSCHWITZ | München, 14. April + 20. Okt. + 01. Dez. 11


96<br />

PORZELLAN<br />

FIGÜRLICHES PORZELLAN<br />

€ 150,-<br />

Bücherstütze „Lesender Mann”,<br />

Entwurf Dina Kuhn (1891-1963),<br />

Bimini-Werkstätten, Wien, um<br />

1925, roter Scherben mit polychromer<br />

Laufglasur in Rot-,<br />

Blau- und Grautönen, Maße<br />

13,6 x 14,5 x 12 cm KHL<br />

€ 200,-<br />

Stehender Bacchant mit Papagei,<br />

Entwurf Ferdinand Liebermann<br />

für Rosenthal, polychrome<br />

Bemalung, runder, blaustaffierter<br />

Sockel, polychrome<br />

Bemalung, signiert und datiert<br />

„08(19)“ , Höhe 27 cm PEE<br />

€ 300,-<br />

Gärtnerkind mit Harke und<br />

Trauben, Entwurf Kaendler,<br />

Meissen, 1. Wahl, auf Rocaillensockel,<br />

polychrom bemalt,<br />

Goldstaffage, Höhe 12 cm KAR<br />

€ 340,-<br />

Figur „Sitzende“, Entwurf Gerhard<br />

Schliepstein (1886 Braunschweig-1963<br />

Berlin), Ausführung<br />

Rosenthal, um 1930, Modell-Nr.<br />

„675“, H 18,5 cm KEM<br />

€ 300,-<br />

Schwan mit zwei Putten, Max<br />

Heinze, Karlsruher Majolikamanufaktur,<br />

ab 1911, sandfarbener<br />

Scherben, polychrome<br />

Bemalung, Serien-Nr. „1231“,<br />

Maße 25 x 30 cm<br />

PEE<br />

€ 220,-<br />

Dackel, Sitzendorf, 1920er-<br />

Jahre, Steingut, polychrome<br />

Unterglasurbemalung, Modell-<br />

Nr. „39520“, Länge 19 cm KHL<br />

€ 390,-<br />

Straßenmusikanten „Bassgeiger, Waldhornbläser & Frühlingserwachen“,<br />

Entwurf Karl Himmelstoss für Rosenthal Kunstabteilung, um<br />

1920, Porzellan polychr. gefasst, Malersignets Schinenberg, Schwab<br />

u. Greiner, Mod.-Nr. „K196, K197, K96“, Sockel sign., H ca. 21 cm KUK<br />

€ 400,-<br />

Kämpfende Hähne, Entwurf Julius Feldtmann für Philipp Rosenthal<br />

& Co., Selb, 1930er-Jahre, glasiert, farbig staffiert, auf Ovalsockel,<br />

signiert, Länge 53 cm<br />

SMD<br />

€ 460,-<br />

Leopard, Entwurf Gunther Granget (1932-2010), Kunstabteilung<br />

Hutschenreuther, Porzellan, farbig gefasst, Maße 15 x 48 cm ALL<br />

€ 480,-<br />

„Springreiter“, signiert (Prof. Albin) Döbrich, Augarten, Wien, auf<br />

Astsockel, Modell-Nr. „1632“, Höhe 21 cm<br />

KEM


PORZELLAN 97<br />

€ 500,-<br />

Deckeldose, Sitzendorf, Gebrüder<br />

Voigt, 1930er-Jahre, polychrom<br />

bemalt, runder Stand,<br />

kugelförmiger Korpus mit Haubendeckel,<br />

Höhe 19,5 cm KAU<br />

€ 500,-<br />

Mädchen mit Rosen, Entwurf<br />

Albert Caasmann, Ausf. Rosenthal,<br />

um 1920, Unterglasurbemalung,<br />

Nr. „303”, H 25 cm HEN<br />

€ 600,-<br />

Satyr auf Ziegenbock, Entwurf<br />

Max Bochmann, Meissen, um<br />

1910, 1. Wahl, polychr. Staffage,<br />

Form-Nr. „Z200”, H 16 cm EPP<br />

€ 650,-<br />

Hentschelkind „Mädchen mit<br />

Haube“, Meissen, eine Katze<br />

in den Armen, farbig gefasst,<br />

goldstaffiert, Höhe 12 cm ADR<br />

€ 650,-<br />

Frauenakt mit Hummer und<br />

Fisch, wohl KPM (Zeptermarke<br />

undeutlich u. durchschlagen),<br />

Biskuitporzellan, H 50 cm ALL<br />

€ 700,-<br />

Faun mit Flöte, August Schädler<br />

(1862 Ratzenried-1925 München),<br />

Karlsruher Majolikamanufaktur,<br />

ab 1914, Scherben,<br />

polychrome Bemalung, Serien-<br />

Nr. „1382“, Höhe 20 cm PEE<br />

€ 600,-<br />

Sitzender Jäger mit Hund, Plaue, nach Modell von Wera von Bartels,<br />

Unterglasurfarben, Bodenmarke, Höhe 28,5 cm<br />

SBL<br />

€ 650,-<br />

Zwei Windhunde, Entwurf Hermann Fritz für Rosenthal Kunstabteilung,<br />

Selb, 1948, springende Barsois auf ovaler Plinthe, partiell in<br />

Pastelltönen glasiert, Modellnummer „1299“, Länge 61 cm KUK<br />

€ 600,-<br />

Schafhirte, Entwurf Otto Pilz (1876-1934), Meissen, um 1910,<br />

polychrome Scharffeuerbemalung, auf unregelmäßig ovaler Plinthe<br />

stehend, signiert, Model-Nr. „Y 1 55“, Maße 32,5 x 39 cm KHL<br />

€ 700,-<br />

Schlittenfahrer, Entwurf Martin Fritsche, KPM, Berlin, 1913,<br />

Jubiläumsmarke 1769 bis 1913, farbig gefasst, Höhe 13 cm ADR


98<br />

PORZELLAN<br />

€ 700,-<br />

Harlekin und Colombine, Entwurf<br />

R. Paps, Teichert, ungemarkt,<br />

um 1910/1920, ohne<br />

Modellnummer (sonst „11”),<br />

polychrom staffiert, tlw. restauriert,<br />

Höhe 30,5 cm WEN<br />

€ 800,-<br />

Gewichtheber, Entwurf Ernst<br />

Seger, Ausführung Rosenthal,<br />

Plinthe signiert, Nummer 1013,<br />

Höhe 45 cm<br />

VHA<br />

€ 800,-<br />

„Sankt Martin zu Pferd mit<br />

Bettler“, Entwurf Ferdinand<br />

Opitz (1885-1956), Augarten,<br />

Wien, Porzellan, weiß, auf Sockel,<br />

Maße 35 x 34 cm ALL<br />

€ 900,-<br />

„Braunschweiger Schäfer“, Entwurf<br />

Hugo Spieler (1854 Berlin-<br />

1922 Dresden), Meissen, Modell-Jahr<br />

1897-1898, um 1900,<br />

farbig bemalt, auf Natursockel,<br />

Mod.-No. „Q 190 o“, Ziffer „85“,<br />

Maler-Nr. „20“, H 16,5 cm GÜN<br />

€ 900,-<br />

Hentschel-Kind, Modell von<br />

Konrad Hentschel, 1905, Meissen,<br />

1924-1934, polychrom staffiert,<br />

Modellnummer „W121“,<br />

Höhe 12 cm<br />

EPP<br />

€ 900,-<br />

Jagdliche Figurengruppe, Sitzendorfer<br />

Porzellanmanufaktur,<br />

von Hand polychrom<br />

bemalt, auf ovalem Sockel,<br />

Höhe 21 cm<br />

THE<br />

€ 750,-<br />

Mädchen mit Ball, Goldscheider,<br />

Wien, wohl um 1937/38,<br />

Keramik, bunt bemalt (Craquelé),<br />

Plinthe sign., Boden num.<br />

„7594 44 19“, bez. „Made in<br />

Austria“, Höhe 21 cm DAN<br />

€ 850,-<br />

„Diana“, Entwurf Theodor Kärner,<br />

Nymphenburg, 2. H. 20. Jh.,<br />

weiß glasiert, auf quadratischer<br />

Plinthe, Modell-Nr. „66 &<br />

2“, Höhe 44 cm KHL<br />

€ 800,-<br />

„Sterbender Schwan“, Tänzerin Anna Pawlowna in Pose, Entwurf<br />

Constantin Holzer-Defanti (1881 Wien-1951 Linz), 1919, Rosenthal,<br />

Selb, um 1920, Porzellan, glasiert, sparsame Aufglasurbemalung,<br />

Nummer „ K. 545“, Maße 14,5 x 29,5 x 12 cm<br />

ZEZ<br />

€ 900,-<br />

Windhundgruppe, Entwurf Otto Pilz, Meissen, um 1910, weiß glasiert,<br />

ockerfarbene und graue Unterglasurbemalung, auf rechteckiger<br />

Plinthe mit Naturauflage, Modell-Nr. „A 236“, 24,2 x 25,5 cm KHL


PORZELLAN 99<br />

€ 950,-<br />

Leopardenpaar, Entwurf Etha Richter, 1914, Ausführung Schwarzburger<br />

Werkstätten, Anfang 20. Jh., Porzellan, polychrom bemalt, auf<br />

Sockel, Modell-Nr. „U1065“, Maße 22 x 45,5 cm<br />

KAU<br />

€ 1.200,-<br />

Kanne, Entwurf James Viber<br />

(Genf 1872-1942), Emile Muller<br />

et Cie., Ivry, um 1900, Steinzeugscherben,<br />

dunkelrot,<br />

braun und sandfarben glasiert,<br />

stellenweise braun durchfleckt,<br />

Boden „T10, 12“, Höhe 15 cm ZEZ<br />

€ 1.200,-<br />

Kosake mit Pfeilen, KPM, Berlin,<br />

Anfang 20. Jahrhundert polychrom<br />

bemalt und goldstaffiert,<br />

auf Natursockel, Modell-<br />

Nr.“ 515“, Höhe 29 cm KAU<br />

€ 1.000,-<br />

Mädchenakt, Entw. Anton Klieber,<br />

um 1910/15, Ausf. Fa. Fischer<br />

& Mieg, Pirkenhammer, Porzellan,<br />

farbig und goldstaffiert,<br />

Unterseite gem., H 14,5 cmDOR<br />

€ 1.000,-<br />

Moriskentänzer, Entwurf Richard<br />

Förster, Porzellanmanufaktur<br />

Allach, weiß, auf Sockel,<br />

beschädigt, Höhe 21 cm ALL<br />

€ 1.200,-<br />

Mädchenfigur mit Barsoi, Goldscheider,<br />

„made in Germany“,<br />

1938-1945, Modell-Nr. „8276“,<br />

Stückzahl „72“, Modelleur „31“,<br />

Malerzeichen „EB“, Steingut<br />

mit dezent farbiger Spritzstaffierung,<br />

Höhe 38,5 cm WEN<br />

€ 1.300,-<br />

„Erato“ (Muse des Gesangs)<br />

mit Amor, Meissen, Ende 19.<br />

Jahrhundert, farbig gefasst, auf<br />

Sockel, Höhe 24,5 cm ALL<br />

€ 1.300,-<br />

Figurengruppe „Demaskiert“, Entw. C. Holzer-Defanti, Rosenthal, um<br />

1920, Porzellan, Unter-/Aufglasurbemalung, Nr. „K573“, 38,3 cm HER<br />

€ 1.200,-<br />

Junge mit Katze, Frieda Strauss<br />

für Meissen, um 1910, stehender<br />

Junge, der eine Katze liebkost,<br />

Sockel signiert, Modellnummer<br />

„A 283“, H 14 cm NAG<br />

€ 1.300,-<br />

Figur „Frühling“ aus der Jahreszeitenfolge,<br />

Entwurf Claire<br />

Weiss, 1932, Rosenthal, um<br />

1935/1945, eingeritzte Modellnummer<br />

„1149“, Pressnummer<br />

„2“, Figurenhöhe 24 cm STA


100<br />

PORZELLAN<br />

€ 1.300,-<br />

Beduine, Entwurf Rudolf Marcuse,<br />

1920, Rosenthal Kunstabteilung,<br />

1928, Plastik eines<br />

stehenden, in ein weißes Gewand<br />

mit Turban gehüllten<br />

Beduinen, Modellnummer<br />

„567“, Höhe 38 cm WEN<br />

€ 1.300,-<br />

„Julia“, Figur aus der Commedia<br />

dell’Arte, Entwurf F. A.<br />

Bustelli, 1759/1760, Nymphenburg,<br />

polychrome Bemalung,<br />

Goldstaffage, goldgerandete<br />

blaustaffierte Pressmarke auf<br />

dem Sockel, Modellnummer<br />

„11“, Höhe 21 cm NUS<br />

€ 1.400,-<br />

Gänsemagd, Theodor Eichler<br />

für Meissen, um 1910, Magd mit<br />

geblümtem Kopftuch, zu ihren<br />

Füßen eine Gans und unter<br />

ihrem Arm hält sie eine Ente,<br />

Mod.-Nr. „T 175“, H 25,5 cm NAG<br />

€ 1.400,-<br />

„Leda“, Figur aus der Commedia<br />

dell’Arte, Entwurf von F. A.<br />

Bustelli, 1759/1760, Nymphenburg,<br />

polychrome Bemalung,<br />

Goldstaffage, Modellnummer<br />

„85“, Höhe 19,5 cm NUS<br />

€ 1.300,-<br />

Schlittschuläuferin, Entwurf<br />

Alfred König, Meissen, 1920, mit<br />

grün-kariertem Saum, Hut und<br />

Schal, Eissockel, polychrom<br />

bemalt, restauriert, Nummer „Z<br />

194“, Höhe 21 cm KAR<br />

€ 1.395,-<br />

Dame mit Mohrenknaben, Entwurf<br />

Paul Scheurich (1883 New<br />

York-1945 Brandenburg, entstanden<br />

1919, Meissen, nach<br />

1934, Porzellan, farbige Bemalung,<br />

Modell-Nummer „A.1012“,<br />

Figurenhöhe 28 cm SHU<br />

€ 1.400,-<br />

Dame, Entwurf Emmerich<br />

Andresen, 1897, Ausformung<br />

Meissen, um 1900, 2. Wahl,<br />

bunte Bemalung, Blätter der<br />

Pflanze fehlen, Modellnummer<br />

„Q157“, Höhe 21 cm HEN<br />

€ 1.400,-<br />

„Raub der Europa“, Entwurf<br />

von Kaendler, Meissen, 1. Wahl,<br />

Blütenstaffage und goldstaffierter<br />

Rocaillensockel, Mod.-<br />

Nr. „2697“, Höhe 22 cm ASW<br />

€ 1.400,-<br />

Zwei Drachenhunde, Entwurf Hans Küster (1899 Selb-1963 Erlangen),<br />

Ausführung Rosenthal, 1920er-Jahre, Porzellan, Aufglasurbemalung<br />

mit Gold, Länge 13,5 cm, 9,5 cm<br />

HER<br />

€ 1.500,-<br />

Eisbär, Entwurf Otto Jarl, 1903, Meissen, sparsamer Unterglasurdekor,<br />

Modell-Nr. „T 181“, Höhe 26 cm, Länge 55 cm<br />

VHA


PORZELLAN 101<br />

€ 1.500,-<br />

„Peter Schlemihl“, Entwurf<br />

Willi Münch-Khe, Meissen,<br />

1924-34, Porzellan, bunt bemalt,<br />

im Laufschritt auf ovalem<br />

Sockel stehend, Form-Nr. „A<br />

1134/122“, Staffierernummer<br />

„5“, Höhe 26,5 cm MET<br />

€ 1.520,-<br />

„Flötenspieler“, Entwurf Johannes<br />

Boese, 1917/1919, Rosenthal,<br />

um 1922, auf Sockel ruhendes<br />

Aktpaar mit sitzendem Jüngling<br />

als Querflötist und vor ihm<br />

kniender junger Frau, farbige<br />

Unterglasurbemalung, Modell-<br />

Nr. „547“, Höhe 37,5 cm SHA<br />

€ 1.800,-<br />

Junge Frau im Badekostüm,<br />

Entwurf Josef Lorenzl, Goldscheider,<br />

Wien, cremefarbener<br />

Scherben, farbiger Unterglasurdekor,<br />

Prägenummer „84-58<br />

18 19“, Höhe 30,5 cm VHA<br />

€ 2.000,-<br />

„Die Stehende“, Entwurf Fritz<br />

Klimsch, 1935, Ausführung<br />

Rosenthal, Weißporzellan, matt<br />

glasiert, auf runder, naturalistisch<br />

gestalteter Plinthe, signiert,<br />

Figurenhöhe 67 cm HAG<br />

€ 1.500,-<br />

Damenbüste, Deutschland,<br />

1930-55, mit nacktem Oberkörper,<br />

Ton, modelliert und gebrannt,<br />

ohne Signatur und<br />

Marke, Höhe 68 cm MET<br />

€ 1.700,-<br />

Hentschelkind, Meissen, um<br />

1905, Kind mit Milchtöpfchen<br />

und Spielzeugpferd, Zwiebelmustertöpfchen<br />

mit Schwerter-Marke,<br />

Höhe 17 cm HEN<br />

€ 1.900,-<br />

Uhr, KPM, Berlin, Jahreszeichen 1918. Modell-Nr. „10280“ (Uhr) und<br />

„9960“ (Plastik), „Lenzkirch“, Aufsatz 1911 von Hans Schwegerle entworfen,<br />

Plastik (signiert und datiert) einer hinter einem Putto mit<br />

großer Rosengirlande herlaufenden jungen Frau, Höhe 40 cm WEN<br />

€ 1.500,-<br />

„Pierrot“ aus dem Russischen<br />

Ballett, Paul Scheurich, Meissen,<br />

1945-1947, zart staffierte<br />

Figur des knienden Pierrot mit<br />

theatralischer Geste auf einem<br />

ovalen Sockel, Höhe 18,5 cm STA<br />

€ 1.800,-<br />

Tanzender Mann mit Zylinder,<br />

Porzellanmanufaktur Gardner,<br />

Moskau, Ende 19. Jh., Biskuitporzellan,<br />

farbig staffiert, rote<br />

Stempelmarke, H 25,5 cm VHA<br />

€ 2.180,-<br />

Liegender Bauer, Modell von Ernst Barlach, 1908, Schwarzburger<br />

Werkstätten, Unterweißbach, um 1918-26, Weißporzellan, Modell-<br />

Nr. „U 63“, Prägemarke schnürender Fuchs nach links, H 15 cm LEM


102<br />

PORZELLAN<br />

€ 2.200,-<br />

„Loreley“, Modell Friedrich<br />

Offermann (Erstausformung<br />

1889/1890), Meissen, Ende 19.<br />

Jh., polychrome Bemalung,<br />

minimale Ergänzungen, auf<br />

naturalistischem Felssockel,<br />

„laufender Hund“ als Zierkante,<br />

Form-Nr. „0 153“, Malerzeichen<br />

„49“, Höhe 35 cm ZEL<br />

€ 2.200,-<br />

Dame mit Fächer, Entwurf<br />

wohl Alfred König, Meissen, um<br />

1900, feine Bemalung, zarte<br />

Mimik, Kleid mit Blümchendekor,<br />

Nr. „W. 134“, H 23,5 cm HEN<br />

€ 2.400,-<br />

„Spanischer Shawl“, Josef<br />

Lorenzl, Goldscheider, Wien,<br />

1926, auf ovalem, gewölbtem<br />

Sockel barfüßig und auf Zehenspitzen<br />

stehend, Majolika, bunt<br />

bemalt, Press-Nr. „5822/543/12“,<br />

Monogr. „AD“, H 43 cm MET<br />

€ 2.500,-<br />

„Schöne Helena“, Michael<br />

Powolny, um 1907, Ausführung<br />

Wiener Keramik, 1907-12, heller<br />

Scherben, farbig glasiert, am<br />

hinteren Sockel gemarkt Werkstattsignet<br />

und „MP“, fachgerecht<br />

restauriert, H 39,5 cm IKY<br />

€ 2.200,-<br />

Harlekin aus dem „Ballets russes“,<br />

Entwurf Paul Scheurich<br />

(1883 New York-1945 Brandenburg),<br />

1913, Meissen, nach 1934,<br />

polychrom staffiert, Modell-Nr.<br />

„D.283“, Maße 18,5 x 22 cm VZE<br />

€ 2.200,-<br />

Reifenspielerin mit Stab, Entwurf<br />

und Ausformung Reinhold<br />

Boeltzig, 1909, Meissen,<br />

Modell-Nr. „A 235“, Präge-Nr.<br />

„88“, polychrome Aufglasurbemalung<br />

und Vergoldung, fachgerecht<br />

restaur., H 39 cm MEH<br />

€ 2.500,-<br />

Uhr, wohl Friedrich Goldscheider, Wien 1885-1922, Terracotta, heller<br />

Scherben, braun glasiert, Holz und Messing, mittig eingezogener<br />

Sockel mit Uhrwerk, 24-Std.-Gehwerk, Sockel sign. „P.“, bez. „Produktion<br />

Reserve u. Made in Austria“, Mod.-Nr. „1199, 5“, 60 x 76 cm KAU<br />

€ 2.200,-<br />

Dame mit Mohr, Entwurf Paul Scheurich, 1919, Meissen, 2. H. 20. Jh.,<br />

1. Wahl, sechseckiges Postament, Mod.-Nr. „73316“, Höhe 29 cm HIS<br />

€ 2.660,-<br />

Schmetterlingstänzerin, Josef<br />

Lorenzl, Goldscheider, Wien,<br />

nach 1920, Steingut, polychromer<br />

Scharffeuerdekor, Nr. „5230<br />

und 1326, 65“, vier Finger wieder<br />

angefügt, H 47,1 cm LEM<br />

€ 2.750,-<br />

Porträtbüste „Erzherzog Franz<br />

Ferdinand“, Ernst Wahliss, Turn-<br />

Wien, um 1910, Keramik, Darstellung<br />

der Erzherzogs in Uniform<br />

mit Ordensschmuck,<br />

Figurenhöhe 39 cm DOR


PORZELLAN 103<br />

€ 2.900,-<br />

Pendule „Tanzendes Paar“, Meissen, Anf. 20. Jh. (Entwurf 1910), farbig<br />

und Gold staffiert, Ritzz. „W116“, rote Maler-Nr. „28“, Lenzkirch-Uhrwerk,<br />

vergold. Messing-Zifferblatt, arab. Ziffern, 32 x 27,5 x 9 cm STA<br />

€ 3.500,-<br />

Kaminuhr, Entwurf Martin Fritzsche, KPM, Berlin, 1914-1918,<br />

polychrom und Gold bemalt, Nr. „168/85“, Lenzkirch mit Tannenzweig<br />

„AUG 1 Millon 792717“, Element Wasser „P und 9535“, Element<br />

Feuer „ M O 18 A“, Maße 31,5 x 40 cm<br />

KAS<br />

€ 3.000,-<br />

Biedermeier-Dame, Entwurf<br />

Paul Scheurich, 1918, Ausführung<br />

Meissen, 1924-1934, Porzellan,<br />

farbig staffiert, Modell-<br />

Nr. „A 1007“, Höhe 24,5 cm VHA<br />

€ 3.300,-<br />

„Tempelweihe“, Ferdinand Liebermann,<br />

1913, Kunstabteilung<br />

Rosenthal, 1914, Porzellan,<br />

weiß, glasiert, unter der Glasur<br />

in Blautönen mit Hellbraun<br />

staffiert, Modell-Nr. „S 192“<br />

(200 Exempl.), H 36,5 cm KAS<br />

€ 3.500,-<br />

Tänzerin, Entwurf Karl Klaus,<br />

Ausführung Ernst Wahliss,<br />

Wien, um 1911, sog. „Serapis-<br />

Fayence“, cremefarben glasiert,<br />

staffiert in Unterglasurblau,<br />

-schwarz und -grün, ornamentale<br />

Vergoldung, Mod.-Nr. „1565<br />

und 6 „ u. „D.894“, H 32 cm FIS<br />

€ 3.500,-<br />

„Stürzende Reiterin“, Entwurf<br />

Paul Scheurich, 1932/33, wurde<br />

erst ab 1937 in der Meissener<br />

Manufaktur ausgeformt, bis<br />

1945 gelangten nur 17 Exemplare<br />

in den Handel, polychrome<br />

Aufglasurbemalung Modell-Nr.<br />

„A 1258“, Höhe 38,5 cm SHA<br />

€ 3.300,-<br />

„Der Tritonenfang“, Meissen,<br />

Marke 1856-1924, 1. Wahl,<br />

Modell von Kaendler, Modell-<br />

Nr. „C 35“, polychr. bemalt, gold<br />

staffiert, Finger best., Blätter,<br />

eine Hand rest., H 30 cm HIS<br />

€ 3.500,-<br />

Rossebändiger, Entwurf Josef<br />

Wackerle, Nymphenburg, nach<br />

1941, Bemalung Irene von Bullion,<br />

Pferdeführer in kurbayerischer<br />

Uniform, Rankensockel,<br />

Modell-Nr. „891“, H 64 cm NEU<br />

€ 3.600,-<br />

„Die Weinlese“, Modell von<br />

Johann Karl Schönheit, Meissen,<br />

Ende 19. Jh., polychrome<br />

Bemalung, Goldstaffage, auf<br />

Terrainsockel, Höhe 29 cm NUS<br />

€ 3.600,-<br />

Weiblicher Kopf, Max Laeuger,<br />

um 1927, roter Scherben, weiß<br />

engobiert, braune und türkisfarbene<br />

Malerei, bez. u. dat.„ML<br />

1927, No 1710, 11/14“, 28 cm NAG


104<br />

PORZELLAN<br />

€ 3.700,-<br />

Tänzerin, Entwurf Theodor<br />

Eichler (1868 Oberspaar-1946<br />

Meissen), 1911, Meissen, 1934-<br />

1947, 1. Wahl, polychrom und<br />

Gold bemalt, glasiert, Nr. „B<br />

256“, Malernummer „74“, Figurenhöhe<br />

27,5 cm<br />

KAS<br />

€ 3.900,-<br />

Nashorn, Entwurf von Paul<br />

Walther, 1910, Meissen, 1934-<br />

1945, 1.Wahl, Modell-Nr.„A 273“,<br />

auf Postament mit in geritzten<br />

Kartuschen stilisiert dargestellt,<br />

naturalistisch unter der<br />

Glasur staffiertes afrikanisches<br />

Nashorn, Höhe 33 cm WEN<br />

€ 4.200,-<br />

Dame mit Mohr, Entwurf Paul Scheurich, 1919, Meissen, 1954, die<br />

Dame verbirgt einen goldenen Ball hinter dem Rücken vor dem bettelnden<br />

Knaben, bemalt, vorwiegend in Eisenrot, Goldstaffage,<br />

Modell-Nr. „F. 244“, Höhe 31 cm<br />

HEN<br />

€ 3.750,-<br />

Mädchenkopf mit Tuch, Susi<br />

Singer (1891 Wien-1965 Californien),<br />

Grünbach, um 1925/1930,<br />

Keramik, ziegelroter Scherben,<br />

farbig staffiert, kleine Randscharten,<br />

am Tuch monogrammiert,<br />

Höhe 34 cm DOR<br />

€ 4.200,-<br />

Auf Stuhllehne sitzende junge<br />

Frau, Entwurf Josef Lorenzl,<br />

Friedrich Goldscheider, Wien,<br />

um 1929, Steingut, elfenbeinfarben<br />

glasiert, farbige Unterglasurbemalung,<br />

signiert, Nr.<br />

„5931 33 11 1K“, Höhe 34 cm ZEZ<br />

€ 4.800,-<br />

„Prinz“, Entwurf Gerhard<br />

Schliepstein (1886-1963), 1926,<br />

Rosenthal, Selb, 1928, Weißporzellan,<br />

glasiert, Modell-Nr. „K<br />

826“, Sockel sign, H 47,5 cmKAS<br />

€ 5.200,-<br />

Frauenplastik, Entwurf von<br />

Hugo Meisel, 1920er-Jahre, Aelteste<br />

Volkstedter Porzellanfabrik,<br />

um 1930, unsigniert, farbund<br />

goldstaffiert, Ovalsockel,<br />

restaur. Bruch, H 73,5 cm WEN<br />

€ 4.500,-<br />

Chamäleon mit Frosch, Entwurf Gustav Oppel (1891-1978), Aelteste<br />

Volkstedter Porzellanfabrik, um 1920, einzige bisher nachgewiesene<br />

Ausformung, Figurenhöhe 47 cm<br />

SHA<br />

€ 5.500,-<br />

„Schleichender Panther“, Entwurf Erich Oehme, 1939, Meissen, 1934-<br />

1945, 1. Wahl, signiert, farbstaffiertes Modell einer sich auf einem<br />

Felssockel anschleichenden, gefleckten Raubkatze, Modellnummer<br />

„F 300“, Figurenhöhe 26,5 cm WEN


PORZELLAN 105<br />

€ 5.700,-<br />

Tänzerin, Entwurf Theodor<br />

Eichler (1868-1946), Porzellanmanufaktur<br />

Meissen, gefertigt<br />

um 1910, polychrome Bemalung,<br />

auf rundem, goldstaffiertem<br />

Sockel monogrammiert,<br />

Nr. „E 244“, Höhe 28 cm PEE<br />

€ 7.500,-<br />

Tänzerin nach rechts blickend,<br />

Michael Powolny (1871 Judenburg-1954<br />

Wien), Ausführung<br />

Wiener Keramik, 1907-12, heller<br />

Scherben, farbig glasiert, vergoldet,<br />

unter dem Boden gemarkt<br />

Werkstattsignet und<br />

„MP“, Mod. „1907“, H 24 cm IKY<br />

€ 16.000,-<br />

Vier Kinder beim Betrachten einer Puppe, Entwurf Konrad Hentschel<br />

(1872 Cölln-1907 Meissen), 1906, Ausführung Meissen, Porzellan, glasiert,<br />

vielfarbige Aufglasurbemalung, Mod.-Nr. „W 166“, H 14 cm ZEZ<br />

€ 9.000,-<br />

„Kurfürst August I. von Sachsen (August der Starke), PM (Bindenschildmarke),<br />

Wien, 19. Jh., Porzellan, Aufglasur, gold staffiert, nach J.<br />

J. Vinache und J. F. Eberlein, Sockel „AR“ und Inschrift, sächsichpolnisches<br />

Allianzwappen, Maße 69,5 x 45 x 29 cm<br />

GÜN<br />

€ 26.000,-<br />

Zwei Griechinnen aus dem „Hochzeitszug“, Adolf Amberg, KPM,<br />

Berlin, 1910, weiß, glasiert, Aufglasurdekor in Taubenblau bzw.<br />

Türkisblau, Braun und Rosa, Kopftuch der einen mit Goldgitter,<br />

„Amberg 140/ 378, 52, Schwert , 9429, K, c“, Höhe 36 cm QUI<br />

ADR AUKTIONSHAUS AN DER RUHR | Mülheim, 19. November 2011<br />

ALL ALLG. AUKTIONSHAUS | Kempten, 03.-05.11.11 + 13./14.01.12<br />

ASW AUKTIONSHAUS SCHWERIN | Schwerin, 10. März 2012<br />

DAN DANNENBERG | Berlin, 02./03. Dezember 2011<br />

DOR DOROTHEUM | Wien, 06. Juni + 15. Sept. + 23. Nov. 2011<br />

EPP EPPLI | L.-Echterdingen, 17. September 2011 + 18. Februar 2012<br />

FIS FISCHER DR. | Heilbronn, 03. Dezember 2011<br />

GÜN GÜNTHER | Dresden, 01. Oktober 2011<br />

HAG HARGESHEIMER & GÜNTHER | Düsseldorf, 17. September 2011<br />

HEN HENRY’S | Mutterstadt, 27. August 2011 + 27. Januar 2012<br />

HER HERR | Köln, 19. November 2011<br />

HIS HISTORIA | Berlin, 23./24. September 11 + 24./25. Februar 12<br />

IKY IM KINSKY | Wien, 10. November + 06. Dezember 2011<br />

KAR KARRENBAUER | Konstanz, 03. März 2012<br />

KAS KASTERN | Hannover, 25. Juni + 24. September 2011<br />

KAU KAUPP | Schloss Sulzburg, 10. Dezember 2011<br />

KEM KEMPF | Würzburg, 24. März 2012<br />

KHL KUNSTAUKTIONSHAUS LEIPZIG | Leipzig, 05.03.11 + 03.03.12<br />

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 25./26. November 2011<br />

LEM LEMPERTZ | Köln, 17./18. November 2011<br />

MEH MEHLIS | Plauen, 23.-25. Februar 2012<br />

MET METZ | Heidelberg, 26. November 2011<br />

NAG NAGEL | Stuttgart, 09. Juni + 06./07. Okt. 10 + 08./09. Juni 11<br />

NEU NEUMEISTER | München, 06. Juli 2011<br />

NUS NUSSER | München, 13. Dezember 2011 + 07. Februar 2012<br />

PEE PEEGE | Freiburg, 09.-11. Juni 2011<br />

QUI QUITTENBAUM | München, 25. Oktober 2011<br />

SBL SCHEUBLEIN | München, 23. September 2011<br />

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 03./04. Dezember 2011<br />

SHU SCHULER | Zürich, 12.-16. September 2011<br />

SMD SCHMIDT | Dresden, 05. Dezember 2011<br />

STA STAHL | Hamburg, 17. September 2011 + 18. Februar 2012<br />

THE THEILMANN | Pfaffenhofen, 25. Februar 2012<br />

VHA VAN HAM | Köln, 19. Oktober + 18./19. November 2011<br />

VZE VON ZENGEN | Bonn, 10./11. Juni 2011<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 20.-22. Oktober 2011 + 01.-03. März 2012<br />

ZEL ZELLER | Lindau, 23./24. September 2011<br />

ZEZ VON ZEZSCHWITZ | München, 20. Oktober 2011


106<br />

METALL<br />

BERÜHMTHEITEN AUS BRONZE<br />

€ 120,-<br />

Porträtbüste „Otto von Bismarck“<br />

(1815-1898), signiert E.<br />

Encke und Gießereistempel „H.<br />

Gladenbeck und Sohn“, Bronze<br />

versilbert, Helmspitze ergänzt,<br />

Höhe 18 cm<br />

MEH<br />

€ 285,-<br />

Büste Kaiser Wilhelm II., Zinkguss,<br />

bronziert, Herst. „Actien-<br />

Gesellschaft, vorm. H. Gladenbeck<br />

& Sohn“, um 1890, in<br />

Generalsuniform mit Orden,<br />

einige Risse am Hinterkopf und<br />

im Halsbereich, H 34 cm BAG<br />

€ 340,-<br />

Porträtbüste des Generalfeldmarschalls<br />

„Helmuth v. Moltke“<br />

im Überrock und Generalshelm,<br />

bronzierter Weißmetallguss,<br />

verso bezeichnet „W. Uhlmann<br />

fec.“ u. „Guss H. Gladenbeck<br />

u. Sohn“, H 34 cm HHM<br />

€ 450,-<br />

Porträtkopf „Paul von Hindenburg“,<br />

Gussstempel „H. Noack,<br />

Berlin Friedenau”, Bronze,<br />

braun patiniert, H 29,5 cm SBL<br />

€ 240,-<br />

Bronzeskulptur „Fürst Bismarck“,<br />

um 1890, Gießereimarke,<br />

Standporträt des Reichskanzlers<br />

Otto von Bismarck in<br />

Uniform, auf flachem Sockel<br />

stehend, Höhe 31 cm MEH<br />

€ 330,-<br />

Reiterskulptur „Kaiser Friedrich<br />

III.“, um 1900, als Generalfeldmarschall<br />

in Uniform, patinierter,<br />

hohler Bronzeguss, auf<br />

rechteckiger Platte, bez. „Gladenbeck<br />

& Sohn Berlin“, Maße<br />

30 x 11 x 35 cm BAG<br />

€ 390,-<br />

Porträtbüste „Hindenburg“,<br />

Walter Wolff (Bildhauer in Berlin),<br />

Bronze, dunkel patiniert,<br />

„WvW“ monogrammiert, „Dez.<br />

1927“ datiert, innen Gießer-<br />

Marke „H. Noack Berlin Friedenau“,<br />

hohes Marmor-Postament,<br />

Höhe ges. 52,5 cm WEN<br />

€ 500,-<br />

Porträtkopf „Paul von Hindenburg“,<br />

Ernst Seger (1868 Neurode-1939<br />

Berlin), Bronze, Gießereibezeichnung<br />

und Nummerierung<br />

verso „Lauchhammer<br />

Bildguss 27“, Höhe 32 cm VHA<br />

€ 320,-<br />

Porträtbüste „Kaiser Wilhelm I.“, bronzierter Weißmetallguss, rückseitig<br />

bezeichnet „C. Keil fec.“ sowie „Guss H. Gladenbeck und Sohn“,<br />

Gesamthöhe 31 cm<br />

HHM<br />

€ 500,-<br />

Sitzender Hermes, bez. „F. Barbedienne Fondeur“, Bronze, braun<br />

patiniert, Patinaschäden, Kopie nach der röm. Bronzestatue aus der<br />

Villa dei Papiri bei Herkulaneum, Höhe 36 cm<br />

SBL


METALL 107<br />

€ 600,-<br />

„Sisyphos“, Paul Leibküchler<br />

(1873-1938), Ausführung Akt.<br />

Ges. vorm. H. Gladenbeck u.<br />

Sohn, Berlin-Friedrichshagen,<br />

Bronze, auf Sockel, 33 cm VHA<br />

€ 650,-<br />

Darstellung von Molière, Désiré<br />

Pierre Louis Marie (2. Hälfte 19.<br />

Jh.), Bronze mit schwarz-brauner<br />

Patina (min. Kratzer, li. Arm<br />

mit sichtbarem Ansatz), auf<br />

Stuhl bez., Höhe 39 cm DAN<br />

€ 800,-<br />

„Nathan der Weise“, Adolph<br />

Jahn (1858 Stettin-1925 Berlin),<br />

Bronze, signiert, quadratischer<br />

Marmorsockel, „Akt. Ges. v. Gladenbeck<br />

& Sohn’’, H 42,5 cm FIS<br />

€ 800,-<br />

Büste des „Priapos oder Dionysos“,<br />

schwarz patiniert, Gießer-<br />

Marke „Fonderia Sommer Napoli“,<br />

heller Marmor-Rundsokkel,<br />

Höhe 43,5 cm WEN<br />

€ 625,-<br />

Schießpreis „Kaiser Franz<br />

Joseph I.“ in österreichischer<br />

Feldmarschallsuniform, Bronze,<br />

Kupfertafel mit gravierter<br />

Inschrift „Armee Gruppenschießen<br />

1914“, signiert „C. Philipp<br />

fec. 1914“, Höhe 44 cm DOR<br />

€ 650,-<br />

Büste „Carl Zuckmayer“, Fritz<br />

Schwarzbeck, 2. H. 20. Jh., Bronze<br />

dunkelbraun patiniert, Kopfstudie<br />

des deutschen Schriftstellers<br />

Carl Zuckmayer (1896<br />

Nackenheim bis 1977 Visp), auf<br />

quadratischem Steinsockel<br />

montiert, Höhe 43 cm MEH<br />

€ 800,-<br />

Reiterstandbild des Bartolomeo Colleoni nach Andrea del Verrocchio,<br />

19. Jh, Bronze, dunkel patiniert, Marmorsockel, 38/58 cm NAG<br />

€ 650,-<br />

Porträtbüste „Richard Wagner“,<br />

20. Jh., signiert „Milo”, mit eingelassener<br />

Gießerplakette bez.<br />

„Bronze Garanti Paris J. S. Deposee”,<br />

Bronze braun patiniert,<br />

Steinsockel, H 51 cm MEH<br />

€ 700,-<br />

„Napoleon Bonaparte zu<br />

Pferd“, Bronzebildner des 19.<br />

Jahrhunderts, Bronze, braun<br />

patiniert, schwarzer Granitsockel,<br />

bezeichnet „Waterloo/<br />

1815“, Höhe 29,5 cm KAS<br />

€ 800,-<br />

Reiterstandbild „Peter der Große“, um 1900, Bronze, bräunlich<br />

patiniert, Bronzeinschrift in Kyrillisch und Latein „Peter dem<br />

Ersten/Katharina der Zweiten/1782“, Steinsockel, H 21/37 cm NAG


108<br />

METALL<br />

€ 840,-<br />

„Napoleon zu Pferd“, Gießerei Albert Anton Meves, Berlin, gefertigt<br />

um 1900, bronzierter Zinkguss, auf schwarzem Sockel aus Serpentin<br />

montiert, Höhe 30,5 cm<br />

HHM<br />

€ 1.300,-<br />

Reiterfigur des „Heiligen Wenzel“, Bohuslav Schnirch (1845-1901),<br />

Prag, um 1890, Bronze, bez. „Model. Bohuslav. Schnirch“, links „Kov.<br />

Frant. Houdek. Praha“, Schwert fehlt, Lanze verbogen, H 56 cm HHM<br />

€ 850,-<br />

„Friedrich der Große“, ungemarkt,<br />

um 1900, vergoldete<br />

Bronze und geschnitztes Elfenbein,<br />

rechteckiger dunkler Marmorsockel,<br />

Höhe 32 cm FIS<br />

€ 1.200,-<br />

„Lorenzo di Medici“ nach<br />

einem Modell Michelangelos<br />

Bronze, Ferdinand Barbedienne<br />

(1810 St. Martino de Fresnoy-<br />

1892 Paris), dunkelbraun patiniert,<br />

seitlich bez.„F. Barbedienne<br />

– Fondeur“, Höhe 54 cm HAG<br />

€ 1.300,-<br />

„Carmen“, Rafael Atché Y Fané<br />

(1854-1923 Barcelona), Bronze,<br />

partiell farbig gefasst u. grünlich<br />

patiniert, Werkstattzeichen<br />

„Masriera & Campins Fundidores<br />

– Barcelona“, H 44 cm HAG<br />

€ 1.300,-<br />

Bronze des Generalfeldmarschalls<br />

Graf York von Wartenburg,<br />

Leopold Koch, dat. 1906,<br />

Widmung „Seinem scheidenden<br />

Kommandeur Herrn<br />

Oberst Münter das Offizierkorps<br />

Jäger-Bataillon Graf Yorck<br />

von Wartenburg (Ostpr.) No. 1 u.<br />

der Maschinengewehr-Abt. No.<br />

1, 13.9.1911-20.5.1913”, 45 cm KUK<br />

€ 1.000,-<br />

Bronzebüste des lorbeerbekrönten<br />

Napoleon, Bronze patiniert,<br />

minimale Altersspuren,<br />

Höhe 21,5 cm<br />

WEN<br />

€ 1.250,-<br />

Büste „Napoleon I.“, bezeichnet<br />

„Canova“, 2. Hälfte 19. Jh., Bronze,<br />

braune Patina, H 31 cm DOR<br />

€ 1.300,-<br />

Büste „Zar Alexander I. als<br />

Cäsar“, russischer Bildhauer<br />

(tätig 1. Hälfte 19. Jh.), Bronze,<br />

vergoldet und dunkel patiniert,<br />

Säulen-Postamentsockel, Plinthe<br />

aus Marmor, H 23,5 cm SHA<br />

€ 1.300,-<br />

Büste von Oskar von Miller<br />

(1855-1934 München), Turi<br />

Weinmann (1883-1950), Bronze,<br />

sign./dat. „(19)06“, 43 cm NUS


METALL 109<br />

€ 1.400,-<br />

„Herkules Farnese“, bezeichnet<br />

„Glycon“, Bronze patiert,<br />

schwarzer Marmorsockel, nach<br />

seinen Heldentaten ruhender<br />

Heros, der sich auf seine Keule<br />

stützt, über die das Fell des<br />

nemeischen Löwen gelegt ist,<br />

am Rücken die Äpfel der Hesperiden<br />

haltend, H 61,5 cm WEN<br />

€ 1.800,-<br />

„Alter Fritz“, Johann Gottfried<br />

Schadow, um 1906, unsign.,<br />

Metallguss dunkelbraun patiniert,<br />

am Sockel gravierte Inschriften<br />

von Offizieren, u.a. v.<br />

Anderten, v. Beerfelde, v. Klitzing,<br />

v. Lindequist II., v.d. Schulenburg,<br />

u.a., H ca. 93 cm MEH<br />

€ 2.200,-<br />

Büste „Prinzregent Luitpold von Bayern“, verso bezeichnet „Prof. Ch.<br />

Roth (1840 Nürnberg-1907 München) 1878 München“, Galvanoplastik,<br />

auf Sockel, Höhe 85 cm<br />

SBL<br />

€ 1.400,-<br />

Stehender Dichter, Inschrift<br />

„Seinem Denkmalsdichter der<br />

Dankbare Bildhauer Hosaeus<br />

1909“, Bronze patiniert, rechts<br />

unten signiert, auf grüner Marmorplinthe,<br />

Höhe 42 cm WEN<br />

€ 2.125,-<br />

Statuette „König Rudolf I. Graf<br />

von Habsburg“, bez. „cop. Professor<br />

H. Fuss, 95, C. A. Czichna<br />

Innsbruck Tirol“, um 1900,<br />

Bronze, Patina, H 49 cm DOR<br />

€ 2.500,-<br />

„Hamlet“, Wiener Bildhauer (tätig Anfang 20. Jahrhundert), Bronze,<br />

dunkel patiniert und farbig bemalt, Elfenbein geschnitzt, auf<br />

Marmor-Postamentsockel, Höhe 32 cm<br />

SHA<br />

€ 1.600,-<br />

Porträtbüste, wohl Albert<br />

Schweitzer (1875-1965), 20. Jh,<br />

Bronze, braun patiniert, Kalksteinsockel,<br />

rest., H 52 cm NAG<br />

€ 2.500,-<br />

„Majorie Olive Hayward“, Entwurf<br />

J. Limburg, 1902, Bronze<br />

patiniert, im Sockel betitelt,<br />

bezeichnet und datiert „Baden<br />

Villa Julia Aug. 1902“ (zeigt die<br />

bekannte englische Geigerin,<br />

1885-1953), Höhe 52,5 cm DOR<br />

€ 2.800,-<br />

Reiterbildnis des Condottiere Bartolomeo Colleoni, 19. Jahrhundert,<br />

verkleinerte Nachbildung der 1496 gegossenen Skulptur Andrea del<br />

Verrocchios auf dem Campo di S. Zanipolo, Venedig, Bronze, grünlich<br />

patiniert, Feldherrenstab fehlt, Höhe 59 cm<br />

NEU


110<br />

METALL<br />

€ 3.000,-<br />

Statue „Heiliger Georg „mit<br />

dem Drachen, Joseph Breitner<br />

(1864-1930), Österreich, gefertigt<br />

um 1920/1925, Bronze patiniert,<br />

auf marmoriertem Steinsockel,<br />

in der Plinthe bezeichnet,<br />

Höhe 61 cm<br />

DOR<br />

€ 3.750,-<br />

Statuette im Zivilanzug mit<br />

Jagdhund „Fürst Alois II. von<br />

und zu Liechtenstein” (1796-<br />

1858), Franz Högler (1802-1855),<br />

Bronze, braune Patina, signiert<br />

und datiert „Högler 1850“, Gießereibezeichnung<br />

„F. Sauter<br />

Wien“, Höhe 47 cm DOR<br />

€ 3.800,-<br />

„Dionysos mit Knabe“ Frankreich,<br />

gefertigt um 1800/1810,<br />

Bronze, patiniert, und Marmor,<br />

auf ovaler Plinthe, naturalistischer,<br />

mit Wurzeln und Blättern<br />

bewachsener Landschaftssockel,<br />

Höhe 64,5 cm KAU<br />

€ 4.000,-<br />

„David nach dem Kampf“,<br />

Antonin Mercié (1845 Toulouse-<br />

1916 Paris), Bronze, dunkel patiniert,<br />

von unterschiedlichen<br />

Relieffriesen umzogener Sockel,<br />

Gießerstempel „F. Barbedienne,<br />

fondeur“, H 73 cm KAU<br />

€ 4.400,-<br />

Männliche Porträtbüste „Wilhelm v. Wasielewski“ (1878 Bonn-1956<br />

München, Vetter und Schüler von Arthur Volkmann, Maler), Bronze<br />

patiniert, Augen schwarz-weiß bemalt, verso monogrammiert „AV“<br />

(Arthur Volkmann) auf angepasstem Holzsockel, Höhe 47 cm NEU<br />

€ 4.000,-<br />

„Jeanne d’Arc“, Raoul Larche,<br />

Siot-Decauville, Paris, um 1900,<br />

Bronze, dunkelbraun patiniert,<br />

Gesicht, Arme und Füße vergoldet,<br />

auf randprofiliertem Natursockel,<br />

Höhe 61 cm QUI<br />

€ 6.500,-<br />

„Herkules“, Niccolo Roccatagliata<br />

Werkstatt, Italien, 17. Jahrhundert,<br />

Bronze, in Kontraposthaltung<br />

stehend, dunkel patiniert,<br />

Höhe 26 cm, auf Holzsockel<br />

(5,5 cm)<br />

RUE<br />

€ 5.500,-<br />

Büste des Priapos, sog. „Dionysos“, 19. Jahrhundert, Bronze, dunkel<br />

patiniert, auf Marmorsockel, Altersschäden, Höhe 48 bzw. 70 cm NAG


METALL 111<br />

€ 6.000,-<br />

Büste „Friedrich W. Herzog von Braunschweig-Oels“ (1771-1815)<br />

Eisenguss, wohl später vernickelt, Modelleur unbekannt, wohl<br />

Königl. Preuß. Gießereien, um 1816, Orig.-Postament, H 26,5 cm DAN<br />

€ 20.000,-<br />

Bronzeabguss der rechten Hand von König Ludwig II. von Bayern<br />

(1845-1886, ) Hohlguss, auf Abriss des Handgelenks gravierte Gedenkinschrift<br />

„Rechte Hand König Ludwig II. – Berg 14. Juni 1886“, auf<br />

Marmorsockel mit Papierabdeckung unten, ca. 27 x 15 x 3 cm HHM<br />

€ 6.000,-<br />

„Beethoven“-Maske, Franz von Stuck, Guss G. Leyrer, G., München,<br />

um 1900, Bronzeguss, grünbraun patiniert, signiert und bezeichnet,<br />

auf viereckiger Platte, Maße 46,5 x 46,5 cm<br />

QUI<br />

€ 56.000,-<br />

Paar Bronzebüsten mit Bildnissen des Zarenpaares Alexander I. und<br />

Elisaveta Alexeevna, Russland, um 1810, Bronze, dunkel patiniert, auf<br />

den original zugehörigen Sockeln, darauf feuervergoldete gekrönte<br />

Doppeladler, Monogramm „A I“ bzw. „EA“, H 53 bzw. 54,5 cm HHM<br />

€ 5.500,-<br />

„Der Ring oder Faust und Marguerite“,<br />

Jean Louis Grégoire<br />

(Paris, 1840-1890), Bronze,<br />

Goldlackpatina, signiert, Marmorsockel,<br />

Höhe 52 cm NAG<br />

€ 7.800,-<br />

Porträtbüste „Friedrich Nietzsche“<br />

(1844-1900) von Friedrich<br />

Rogge, Bronze mit dunkler Patina,<br />

die überlebensgroße Darstellung<br />

im Nacken signiert „J.<br />

F. Rogge“, mit Gießerstempel<br />

„Lenz“, Höhe ca. 53 cm HHM<br />

BAG BERLINER AUKTIONSHAUS FÜR GESCHICHTE | Berlin, 05.12.10<br />

DAN DANNENBERG | Berlin, 25./26. März + 16./17. September 2011<br />

DOR DOROTHEUM | Wien, 01. Dez. 2010 + 06. Juni + 23. Nov. 2011<br />

FIS FISCHER DR. | Heilbronn, 14. Mai 2011<br />

HAG HARGESHEIMER & GÜNTHER | Düsseldorf, 11.09.10 + 17.09.11<br />

HHM HERMANN HISTORICA | München, 02.-06. Mai + 27. Oktober 11<br />

KAS KASTERN | Hannover, 26. März 2011<br />

KAU KAUPP | Schloss Sulzburg, 10. Dezember 2011<br />

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 16. September 2011<br />

MEH MEHLIS | Plauen, 27.11.10 + 25./26.02.+ 26./27.08. + 17.-19.11.11<br />

NAG NAGEL | Stuttgart, 09. Juni + 06./07. Okt. 10 + 15./16. Febr. 12<br />

NEU NEUMEISTER | München, 11. November 2010 + 30. März 2011<br />

NUS NUSSER | München, 20. März 2012<br />

QUI QUITTENBAUM | München, 25. Oktober 2011<br />

RUE RUEF | München, 29./30. Juni 2011<br />

SBL SCHEUBLEIN | München, 23. September + 02. Dezember 2011<br />

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 01./02. Okt. + 03./04. Dez. 2011<br />

VHA VAN HAM | Köln, 19. November 2010 + 19. Oktober 2011<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 20.-22. Oktober 2011 + 01.-03. März 2012


112<br />

SPIELZEUG<br />

BÄREN UND STOFFTIERE<br />

€ 80,-<br />

Bär, Steiff, beiger Mohairplüsch,<br />

holzwollgestopft, Druckstimme,<br />

braune Glasaugen, Körper<br />

gegliedert, deutlich geliebt,<br />

aber noch gut, Gr. 33 cm LÖS<br />

€ 90,-/300,-/200,-<br />

Arche Tier, Schuco, Biegefigur,<br />

Orig.-Karton, Hund, Strolchi Nr.<br />

auf dem Karton „7346“, Höhe 6<br />

cm. Bär, Steiff, Vorkrieg, ohne<br />

Knopf, helles Mohair, abgeliebt,<br />

24 cm. Fuchs, Steiff, gefertigt<br />

um 1930, Knopfdrehmechanik,<br />

Mohairverlust und Mottenfraß<br />

an div. Stellen, Größe 16 cm SEI<br />

€ 260,-<br />

Steiff-Teddy, Knopf, Fähnchenrest,<br />

drehbarer Kopf, braune<br />

Glasaugen, schwarz bestickte<br />

Nase, gescheibte Glieder, rosa<br />

Filzpfoten und schwarz gestickte<br />

Krallen, Stimme verstummt,<br />

bespielt, 52 cm WEN<br />

€ 300,-<br />

„Breuni-Bär“ Steiff, ohne Knopf<br />

und Fahne, Werbefigur für<br />

Stuttgarter Kaufhaus „Breuninger“,<br />

1950er-Jahre, blonder Mohair,<br />

mit biegbaren Armen und<br />

Beinen, in orig. Filzkleidung,<br />

unbespielt, Größe 14 cm WEN<br />

€ 160,-<br />

Samthund, Hersteller vermutlich<br />

Steiff, fest gestopft, Sitzhöhe<br />

17,5 cm<br />

SEI<br />

€ 200,-<br />

Hundefigur von Steiff, sitzende<br />

Position, langhaariger weißer<br />

Mohair Plüsch, große Glasaugen,<br />

Kopf drehbar, etwas bespielt,<br />

kahle Stellen, Nase etwas<br />

beschädigt, H 26 cm DOR<br />

€ 270,-<br />

Steiff-Teddy, ungemarkt, ab<br />

1904, blonder Mohairbär mit<br />

drehbarem Kopf, schwarzen<br />

Knopfaugen und schmaler, langer<br />

Schnauze, holzwollegestopfter<br />

Körper mit Scheibengelenken<br />

und langen, leicht<br />

gebogenen Armen, Fell abgeliebt,<br />

Reparaturen, 34 cm WEN<br />

€ 325,-<br />

Teddy von Steiff, Mohair Plüsch,<br />

Schuhknopfaugen, schlechter<br />

Zustand, Pfotenfilz übernäht,<br />

ziemlich kahl, Gr. 45 cm DOR<br />

€ 260,-/900,-<br />

Teddy, Steiff, mit blankem Knopf, 1948,Wollplüsch, hintermalte Glasaugen,<br />

Nasen- und Krallenbestickung, orig. Filzpfoten und -sohlen,<br />

guter Zustand, Gr. 35 cm. Filzpuppe Belg. Soldat, Steiff, 1910-1919, mit<br />

Knopf, orig. Uniform, Lederkoppel und Degen, Schuhknopfaugen,<br />

Kopf, Arme und Beine gescheibt, Zustand 2, Höhe 29 cm POE<br />

€ 290,-<br />

Teddy, Steiff, 1920er-Jahre, mit<br />

Buckel, weißer Mohairplüsch,<br />

Sohlen aus Filz, Nase, Mund u.<br />

Krallen gestickt, Knopfaugen,<br />

abgeliebt, Gr. 35 cm, dazu Miniaturkamera<br />

„Steky“ in Etui SHU<br />

€ 350,-<br />

Teddy, Steiff, um 1910, mit<br />

Knopf, Mohair gelb, Schuhknopfaugen,<br />

schwarze Nasenund<br />

Krallenbestickung, Filzpfoten<br />

und -sohlen erneuert, kleiner<br />

Buckel, lange, angewinkelte<br />

Arme, spitze Schnauze, abgeliebter<br />

Zustand, Gr. 33 cm POE


SPIELZEUG 113<br />

€ 350,-<br />

Paar Miniatur-Teddybären, Steiff, 1930er-Jahre, Knopf, gegliederte<br />

Körper mit Buckeln, weißer Mohairplüsch, Nase und Mund gestickt,<br />

braune Glasaugen, leicht abgeliebt, Größe 13 cm<br />

SHU<br />

€ 420,-<br />

Steiff Teddybär, um 1910, Knopf<br />

(Schriftzug mit langem f-<br />

Bogen), brauner Mohair, holzwollegestopft<br />

und gegliedert,<br />

braune Glasaugen und langer<br />

Nase, Stimme defekt, teilw.<br />

abgeliebt, Größe 46 cm MEH<br />

€ 550,-<br />

Steiff-Bernhardiner auf Eisenrädern,<br />

wohl 1920er-Jahre,<br />

Knopf im Ohr (heruntergezogenes<br />

„f“), weißer Fähnchenrest,<br />

braun-weißer Mohair, Glasaugen,<br />

bestickte Nase, intakte<br />

Zugstimme, gusseiserne Räder,<br />

guter Zustand, H 34 cm WEN<br />

€ 450,-<br />

Konvolut „3 Plüschtiere“, darunter Zwerg „Gucki“, Steiff, Höhe 19 cm,<br />

Kater, Höhe 30 cm, Tier mit Kunststoffgesicht, Höhe 18 cm ADR<br />

€ 540,-<br />

Teddy, Steiff, Knopf, Fahnenreste,<br />

um 1930, gegliederter Körper<br />

mit Buckel aus blondem<br />

Mohairplüsch, Sohlen aus Filz,<br />

Nase, Mund und Krallen gestickt,<br />

braune Glasaugen, leicht<br />

abgeliebt, Größe 32 cm SHU<br />

€ 700,-<br />

Teddybär im Matrosenanzug,<br />

frühes 20. Jahrhundert, Mohair,<br />

hellbraun, Glasaugen, schwarz<br />

gestickte Nase, mit Holzwolle<br />

gestopft, stark abgeliebt, Mohairverlust,<br />

Größe 53 cm NAG<br />

€ 450,-<br />

Teddy, Steiff, früher Knopf mit<br />

Resten roter Fahne, heller<br />

Mohair Plüsch, voll gegliedert,<br />

bespielt, kahle Stellen, Pfotenfilz<br />

bis auf Loch gut, 22 cm DOR<br />

€ 460,-<br />

Rattler, Steiff, mit Knopf und<br />

roter Fahne, Nr. auf der Fahne<br />

teilw. lesbar, ein wenig Mohairverlust,<br />

verblichen, H 20 cm SEI<br />

€ 550,-<br />

Teddy, Hermann, mit Buckel,<br />

Mohair, Scheibengelenke, mit<br />

Schleife, Glocke, Z 2, 85 cm LAK<br />

€ 600,-<br />

Plüschtier „Panda“-Bär, Steiff,<br />

mit Papp-Logo, bespielter Zustand,<br />

Größe 50 cm ADR<br />

€ 750,-<br />

„Music Cockie“, Steiff, 1955-1957, Knopf, Fahne und Brustschild,<br />

Anhänger mit Hinweis auf das Schweizer Musikwerk, Aufzug in der<br />

Schwanzwurzel, Mohair, Art.-Nr. „3317,3”, unbespielt, Gr. 18 cm NAG


114<br />

SPIELZEUG<br />

€ 800,-/500,-/1.000,-/1.625,-/1.000,-<br />

Teddy, Steiff, Schuhknopfaugen, hellbrauner Mohair-Plüsch, voll<br />

gegliedert, bespielt, Größe 48 cm. Teddy, Steiffknopf und gelbe<br />

Fahne, gelber Mohairplüsch, bespielt, kahle Stellen, einige Löcher,<br />

Größe 61 cm. Teddy, Steiff, früher Knopf, gelber Mohairplüsch, voll<br />

gegliedert, Höcker, kahle Stellen, Pfotenfilz in gutem Zustand, Größe<br />

40 cm. Steiff-Teddy, früher Knopf mit langgezogenem „F“, gelber<br />

Mohairplüsch, Mittelkopfnaht, voll gegliedert, bespielt, kahle<br />

Stellen, Größe 40 cm. Teddy, Steiff, weißer Mohairplüsch, Glasaugen,<br />

voll gegliedert, Stimme, etwas bespielt, kahle Stellen, an der Nase<br />

kleine Beschädigung, Größe 62 cm<br />

DOR<br />

€ 1.000,-<br />

„Bärenmarke“-Bär, Steiff, 1960,<br />

Knopf im Ohr und Fahne, Wollplüsch,<br />

Beine und Kopf gegliedert,<br />

Werbeartikel für die<br />

Dosenmilch Bärenmarke, guter<br />

Zustand, Größe 37 cm NAG<br />

€ 1.100,-/700,-<br />

Teddy, Steiff, um 1905/06, mit<br />

blankem Knopf, Mohair caramel,<br />

Schuhknopfaugen, braune<br />

Nasen- und Krallenbestickung,<br />

ausgeprägter Buckel, lange angewinkelte<br />

Arme, große Füße,<br />

Kapok/Holzwolle-Füllung, guter<br />

Zustand, Größe 32 cm.<br />

Pferd, Steiff, Vorkrieg, braunes<br />

Filz, orig. Satteldecke und Leder-Zaumzeug,<br />

Glasaugen, auf<br />

Holzrollen, Echthaarschweif,<br />

guter Zustand, L 37 cm POE<br />

€ 850,-<br />

„Nimrod“-Teddy, Steiff, hergestellt<br />

1953-1954, Knopf im Ohr,<br />

mit US-Zonen-Fahne und originalem<br />

Brustschild, Mohair,<br />

bekleidet als Jäger mit braunen<br />

Lederstiefeln, Halstuch und<br />

Mütze, Artikelnr. „5322 N“,<br />

unbespielt, Größe 22 cm NAG<br />

€ 900,-/90,-<br />

Teddybär, Steiff, um 1920,<br />

Knopf, gold/gelb, Glasaugen,<br />

lange abgeknickte Arme, deutlicher<br />

Buckel, min. Mohairverlust<br />

an der Schnauze, kleine<br />

Fehler an Tatzen, Gr. 42 cm.„Rekord-Peter“,<br />

Steiff, um 1920,<br />

roter Filzanzug, Mütze, Selbstfahrer<br />

m. Bewegung, 25 cm SEI<br />

€ 1.100,-<br />

Teddy, Steiff, um 1905/06, mit<br />

blankem Knopf, Mohair caramel,<br />

Schuhknopfaugen, braune<br />

Nasen- und Krallenbestickung,<br />

ausgeprägter Buckel, lange angewinkelte<br />

Arme, große Füße,<br />

orig. Filzpfoten und -sohlen,<br />

Kapok/Holzwolle-Füllung, guter<br />

Zustand, Größe 32 cm POE<br />

€ 1.600,-<br />

Fotoalbum mit historischen<br />

Aufnahmen der Steiff-Fabrik,<br />

1950er-Jahre, brauner Einband<br />

mit Prägedruck, innen braunes<br />

Tonpapier mit hist. Aufnahmen<br />

und Beschriftungen, sehr guter<br />

Zustand, Maße 17 x 26 cm NAG<br />

€ 1.000,-<br />

Original Steiff-Teddy, gefertigt um 1950, gegliedert, mit Glasaugen<br />

und Knopf, blonder Langflor-Plüsch, teilweise Florverlust, Nase neu<br />

bestickt, angestaubt, Größe 30 cm. Beigegeben sitzender Foxterrier,<br />

drehbarer Kopf, Glasaugen, Größe 17 cm<br />

DAN<br />

€ 1.500,-/3.900,-/330,-<br />

Teddybär, Steiff, um 1908, Teddybär, mit Knopf, hellbraun, Schuhknopfaugen,<br />

Filztatzen, hellbraun, sehr guter Zustand, Größe 24 cm.<br />

„Dicky“, Steiff, mit Knopf, gefertigt um 1930, Mohair gold/gelb,<br />

bemalte Pfoten und Sohlen, aus Samt, Kurzplüsch, eingesetzte<br />

Schnauze, guter Zustand, Größe 40 cm. Hase als Kinderrassel, Steiff,<br />

Knopf, Fahnenreste, um 1930, sitzend, verstellbar, Samt, orange,<br />

drehbarer Kopf, Zustand 2, mit Ohren, Größe 22 cm<br />

SEI


SPIELZEUG 115<br />

€ 1.800,-<br />

Dunkelbrauner Teddybär, Steiff,<br />

1920er-Jahre, Knopf im Ohr,<br />

Mohair, gegliedert, braune<br />

Glasaugen, Brummstimme,<br />

schwarz bestickte Nase, Pfoten<br />

und Sohlen aus Filz, mit Holzwolle<br />

gestopft, Gr. 50 cm NAG<br />

€ 2.400,-<br />

Teddybär, Steiff, späte 1920er-<br />

Jahre, Knopf in Ohr, Reste rote<br />

Fahne, Mohair, blond, gegliedert,<br />

braune Glasaugen, Reste<br />

einer schwarz bestickten Nase,<br />

schwarz bestickte Pfoten und<br />

Tatzen, Pfoten und Sohlen aus<br />

Filz, Größe 70 cm NAG<br />

€ 3.000,-<br />

„Wiwag“, Steiff, um 1925, Bär und Affe auf Wippe, Affe Filz mit Halskrause<br />

und Clownhut, Sitzhöhe 8 cm, Bär, mit Knopf, hellbraun,<br />

bewegliche Arme u. Beine, unberührter Zustand, Sitzhöhe 11 cm SEI<br />

€ 2.300,-<br />

„Peter’’-Bär, mit Brustschild<br />

„Ges. gesch. Nr. 895257“, apricotfarben,<br />

offener Mund, anmodellierte<br />

Zähne und Zunge,<br />

Lacknase, Augen sind beweglich,<br />

Filztatzen, unbespielter<br />

Zustand, Größe 43 cm SEI<br />

€ 3.000,-<br />

Teddy Baby, Steiff, mit Knopf,<br />

Fahne, Nr. „7340,2“ und Schild<br />

an orig. Halsband mit Glocke,<br />

US-Zone-Fahne, 1949-1953, Mohair<br />

dunkelbraun, hintermalte<br />

Glasaugen, off. Filzmaul, orig.<br />

Filzpfoten und -sohlen, Druckstimme,<br />

guter Zustand POE<br />

€ 3.300,-<br />

Zottelbär, Steiff, Werksmuster,<br />

1923, weißer Mohair, stehend,<br />

Artikelnummer „1322,01“, mit<br />

dem Anhänger des Steiff-<br />

Archivs, sehr guter Zustand,<br />

Größe 22 cm<br />

NAG<br />

€ 4.500,-<br />

Weißer Bär, Steiff, ca. 1920, mit<br />

Knopf, langgezogenes „F“, helle<br />

Nasenbestickung, Glasaugen,<br />

Tatzen guter Zustand, 75 cm SEI<br />

€ 5.000,-<br />

Polarbär, Steiff, 1939, weißer Seidenplüsch, stehend, mit Halsmechanik,<br />

Artikelnummer „1322 H“, mit dem Anhänger des Steiff-<br />

Archivs, unbespielt, Größe 22 cm<br />

NAG<br />

€ 2.900,-<br />

Affe als Feuerwehrmann, Steiff,<br />

mit „FF“-Knopf, um 1915,<br />

Mohair des Kopfes gespritzt,<br />

Filzjacke und Filzhose, genagelte<br />

Lederstiefel, lange, unterschiedlich<br />

geformte Beine,<br />

Ledergürtel, Orig.-Helm, minimaler<br />

Verlust an vereinzelten<br />

Stellen, Größe 48 cm SEI<br />

€ 3.000,-<br />

Teddybär, Steiff, 1926-1933,<br />

Knopf im Ohr, Reste einer roten<br />

Fahne, gegliedert, blonder Mohair,<br />

Mittelnaht am Kopf, braune<br />

Glasaugen, längs gestickte<br />

Nase, Brummstimme, Buckel,<br />

guter Zustand, Gr. 65 cm NAG<br />

ADR AUKTIONSHAUS AN DER RUHR | Mülheim, 24. März 2012<br />

DAN DANNENBERG | Berlin, 05./06. Dezember 2011<br />

DOR DOROTHEUM | Wien, 20. Dezember 2010<br />

LAK LANKES | Döhlau, 20.-23. Juli 2011<br />

LÖS LÖSCH | Worms, 02./03. März 2012<br />

MEH MEHLIS | Plauen, 17.-19. November 2011<br />

NAGNAGEL | Stuttgart, 26. Juni + 26. Oktober 2010 + 05. Juli 2011<br />

POE POESTGENS | Übach-Palenberg, 06./07. Mai 2011<br />

SEI SEIDEL | Ladenburg, 01./02. April 2011<br />

SHU SCHULER | Zürich, 12.-16. September + 12.-16. Dezember 2011<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 20.-22. Oktober 2011 + 01.-03. März 2012


116<br />

GEMÄLDE<br />

HISTORIA GEMÄLDE<br />

€ 147,-<br />

Kohlezeichnung „Trommler des<br />

badischen Leibgrenadierregiments<br />

109“, Wilhelm Emele<br />

(1830-1905), mit Deckweiß<br />

gehöht, links unten signiert<br />

und datiert September „1873“,<br />

Blattgröße 35 x 24 cm. Dazu<br />

Druck nach der Zeichnung<br />

„Fürst Lichtenstein zu Pferd“<br />

aus dem Jahr 1866 BLO<br />

€ 600,-<br />

„Fürst Otto von Bismarck“ signiert<br />

Walter Petersen (Burg an<br />

der Wupper 1862 -1950 Düsseldorf,<br />

Studium an der Düsseldorfer<br />

Kunstakademie, Landschaftsmaler,<br />

später Porträtmaler),<br />

Öl, Leinwand doubliert,<br />

gerahmt, Maße 147 x 99 cm LBE<br />

€ 500,-<br />

„Ankunft der preußischen Heerführer auf dem Schlachtfeld<br />

1870/1871“, signiert Schmidt, gefertigt um 1880, Öl auf Leinwand,<br />

stark ret., restauriert, Farbabplatzungen, im Original-Prachtstuckrahmen,<br />

Maße 60 x 85 cm<br />

KUK<br />

€ 600,-<br />

„Stelldichein in der Küche“,<br />

Heinrich Modersohn (1855 Lippstadt-1903<br />

Hohenhonnef, Genremaler<br />

der „Düsseldorfer<br />

Schule” studierte bei Eduard<br />

von Gebhardt), Öl auf Leinwand,<br />

signiert und bezeichnet<br />

„Ddorf“, 72 cm x 60 cm ADR<br />

€ 800,-<br />

„Porträt Carl Graf von Alten“,<br />

Conrad Freyberg (1842-1915<br />

Stettin, deutscher Bildhauer,<br />

Bildnis- und Militärmaler),<br />

Kommandeur der Garde du<br />

Corps, Öl/Leinwand, unten links<br />

signiert und datiert „1883”,<br />

verso ausführlich in alter<br />

Schrift Angaben zum Porträtierten,<br />

Maße 47 x 39 cm VZE<br />

€ 220,-<br />

Ölgemälde „Zietenhusar in Parade zu Pferd“, unsigniert, um 1910/<br />

1920, moderner gestuckter Goldrahmen, Maße 94 x 75 cm KUB<br />

€ 400,-<br />

„Offizier mit Pferd“, Hugo<br />

Ungewitter (1869-1944?), Gouache/Karton,<br />

im Tondo Brustbild<br />

eines Offiziers in reich<br />

betresster Uniform, hinter ihm<br />

sein Pferd, signiert und „1918“,<br />

Passepartout, ø 36 cm KAU<br />

€ 430,-<br />

Ölgemälde von „König Friedrich<br />

Wilhelm IV. von Preußen (1795<br />

Berlin-1861 Potsdam) in Uniform“,<br />

Deutscher Meister, Öl<br />

auf Leinwand, gerahmt, Maße<br />

37 x 36,7 cm VHA<br />

€ 1.200,-<br />

„Hussarenoffizier in rot-blauer Uniform auf einem Schimmel<br />

reitend“, Monogramm „J.M.” (eventuell T.M.), 19. Jahrhundert, Öl auf<br />

Holz, mehrfigurige Darstellung einer Kriegsszene, Craquelé/Risse,<br />

Maße 27 x 35 cm<br />

FRA


GEMÄLDE<br />

117<br />

€ 1.200,-<br />

„Husaren-Patrouille“ (vermutlich<br />

8. Husaren-Regiment), signiert<br />

Emil Hünten (1827 Paris-<br />

1902 Düsseldorf), Öl auf Leinwand,<br />

Goldrahmen, Maße 48 x<br />

40 cm KUB<br />

€ 1.700,-<br />

„Badische Dragoner“, Wilhelm<br />

Emelé (1830 Buchen-1905 Freiburg),<br />

Öl auf Karton, auf Leinwand<br />

aufgezogen, signiert,<br />

bez. „Karlsruhe 1875“, verso Etikett<br />

„Kunstwerkpaß 1943“,<br />

Maße 44 x 55 cm KAU<br />

€ 1.600,-<br />

„Gefangennahme deutscher Soldaten“, unsigniert, Sowjetunion,<br />

um 1944/1945, Öl auf Leinwand, im vergoldeten Rahmen, auf Keilrahmen,<br />

seitlich oben Etikett mit handschriftlicher Bezeichnung<br />

„Revnov“, Bildmaße 82 x 143,5 cm<br />

HHM<br />

€ 1.250,-<br />

Porträt von „Christian F. D. von<br />

Kraewel (Berlin 1776-1841) in<br />

einer Uniform als Leutnant der<br />

Garde-Artillerie“, mit Eisernem<br />

Kreuz 2. Klasse von 1813, im<br />

Hintergrund Geschütz und<br />

Monument, signiert „D. Herold“<br />

(Berliner Maler), Maße 70 x 80<br />

cm<br />

KUB<br />

€ 1.750,-<br />

„Standarten-Träger und Unteroffizier<br />

Kürassier-Regiment<br />

Kaiser Nikolaus I. von Russland<br />

(Brandenburgisches) Nr. 6“,<br />

Kopie nach Franz Krüger von C.<br />

Brockler, entstanden um 1835,<br />

Öl auf Leinwand, Goldrahmen,<br />

Maße 82,5 x 68,5 cm KUB<br />

€ 1.800,-<br />

„Drei Kameraden auf der Stube“, Karl Müller (1865 Hamburg - ermordet<br />

1942 Theresienstadt, Lithografie-Lehre, 1886-88 Ausbildung<br />

an der Königlich Sächsischen Kunstgewerbeschule Dresden bei<br />

Donadini und Prof. Hanke), wurde aufgrund seiner Sujets „Soldatenmüller“<br />

genannt, signiert und (18)95 datiert, Ortsbez.„Hamburg“, Öl<br />

auf Leinwand, Maße 52 x 67,5 cm<br />

ZEL<br />

€ 1.400,-<br />

Porträt „Leutnant 5. Ulanen-<br />

Regiment Preußen“, signiert<br />

„Simon Meister“ (1796-1844),<br />

entstanden um 1830, im<br />

Hintergrund Rheinlandschaft<br />

mit Burg, Goldrahmen, Maße<br />

58,5 x 69 cm KUB<br />

€ 2.300,-<br />

Brustbild „Prinz Carl“ (1801-<br />

1883, Bruder von Wilhelm I.),<br />

verso bezeichnet „Originalgemälde<br />

von Kagel Berlin 1876“,<br />

in der Regimentsinhaberuniform<br />

des Grenadier-Regiments<br />

12, auf Epauletten Marschallstäbe<br />

und Regimentsnummer,<br />

an der Uniform die großen<br />

Ordensdekorationen, Öl, Leinwand,<br />

Maße 46 x 56 cm HHM<br />

€ 2.500,-<br />

Ölgemälde „Auf dem Schlachtfeld“, unbekanter Künstler, entstanden<br />

im 19. Jahrhundert, Öl auf Leinwand, restauriert, gerahmt,<br />

Maße 97 x 130 cm<br />

SBL


118<br />

GEMÄLDE<br />

€ 3.600,-<br />

Porträt des „Michail Kleofas<br />

Oginski“ (1765 Guzuw-1833 Florenz,<br />

Senator des Russischen<br />

Kaiserreiches und Geheimrat),<br />

Künstler des 19. Jh., Öl auf Leinwand/Platte,<br />

90 x 64 cm ADR<br />

€ 4.200,-<br />

„In die Schlacht“, Georges Bertin<br />

Scott (genannt Scott de<br />

Plagnolles, 1873-1942) war offizieller<br />

Kriegsmaler der französischen<br />

Heeresleitung, Darstellung<br />

zweier Infanteristen, mit<br />

Sturmgepäck und umgehängter<br />

Trommel, 43 x 59 cm HHM<br />

€ 4.400,-<br />

Paar Schlachtengemälde „Szenen aus den Türkenkriegen“, Schlachtenmaler<br />

tätig Ende 17. Jh., Öl/Lwd., rest., doubliert, 80 x 157 cm STA<br />

€ 4.000,-<br />

„Kaiser Wilhelm II. zu Pferde“,<br />

Werner Schuch (1843 Hildesheim-1918<br />

Berlin), Darstellung<br />

des Kaisers hoch zu Ross in<br />

Kürassier-Uniform als Chef der<br />

Gardes du Corps an der Spitze<br />

des Regiments reitend, Öl/Leinwand,<br />

sign., 28,5 x 23,5 cm SHA<br />

€ 4.200,-<br />

„Soldatenweihnacht“, Carl<br />

Röchling (1855 Saarbrücken-<br />

1920 Berlin) Öl/Leinwand, signiert,<br />

rest. mit Hinterklebungen,<br />

Rahmen, 96 x 76 cm WEN<br />

€ 6.250,-<br />

Gemälde „Kaiser Franz Joseph I. von Österreich“, um 1855, Porträt des<br />

Kaisers in Uniform mit Ordensschmuck, Öl/Lwd., 76 x 59 cm DOR<br />

€ 3.750,-<br />

Bildnis „Kaiser Franz II.“ (später als Franz I. Kaiser von Österreich),<br />

Österreichische Schule, um 1800, Öl auf Leinwand, 68 x 59 cm DOR<br />

€ 6.500,-<br />

„Wilhelm II. als junger Kaiser“, Anton von Werner (1843 Frankfurt/O.-<br />

1915 Berlin), Öl/Malkarton, monogr. u. dat. „1889”, 45,3 x 34,2 cm SHA


GEMÄLDE 119<br />

€ 7.500,-<br />

Miniatur-Bildnis „Prinz Willem<br />

von Oranien-Nassau, Nassau<br />

und der Niederlande“ (1795-<br />

1865), Miniaturmalerei auf<br />

Elfenbein, signiert „A. Delatour<br />

1819“ (Brüssel 1780-1858, war<br />

Hofmaler König Wilhelms I.),<br />

Maße 65 x 80 mm HHM<br />

€ 7.600,-<br />

Miniaturbildnis „Zar Alexander<br />

II.“, signiert „Professor Rockstuhl<br />

1865“ (1798 Wilna-1877 St.<br />

Petersburg, war Miniaturist<br />

und Hofmaler unter Alexander<br />

I. und II. sowie Nikolaus I.),<br />

Gouache auf Elfenbein, Maße<br />

45 x 55 mm HHM<br />

€ 14.000,-<br />

„Zarin Katharina II. von Russland“, Umkreis Alexander Roslin (1718<br />

Malmö-1793 Paris), in Staatsrobe mit Hermelinmantel, umgelegter<br />

Collane des Andreasordens und Bruststern, nach Bildnis Katharina<br />

der Großen von Alexander Roslin von 1776/1777, Öl auf Leinwand,<br />

doubl., gerahmt, Maße 86,5 x 68,5 cm<br />

SHA<br />

€ 10.000,-<br />

Porträtgemälde Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) als Königshusar, signiert<br />

Emil Hünten (1827 Paris-1902 Düsseldorf, ab 1854 in Düsseldorf<br />

Schüler von Camphausen, ab 1878 Mitglied der Berliner Akademie)<br />

und datiert „1891“, Königshusaren Regiment No. 7 wurde 1815 errichtet,<br />

Standort war Bonn, Öl auf Leinwand (doubliert), originaler,<br />

stuckierter Holzrahmen, vergoldet, Maße 183 x 144 cm HHM<br />

€ 49.100,-<br />

„Flussüberquerung“, Fedor (Theodor) Baikoff zugeschrieben (1825<br />

St. Petersburg-1879 Tiflis), eine Episode aus dem Feldzug der<br />

russischen Armee von 1813-1814, kyrillisch monogrammiert, datiert<br />

„1844“, Öl auf Leinwand, ohne Rahmen, Maße 61,5 x 76,3 cm DOR<br />

ADR AUKTIONSHAUS AN DER RUHR | Mülheim, 16.04. + 19.11.2011<br />

BLO BLOSS | Merzhausen, 04.-06. Juni 2011<br />

DOR DOROTHEUM | Wien, 06. Juni + 11. Oktober 2011<br />

FRA FRANKE | Nürnberg, 09./10. September 2011<br />

HHM HERMANN HISTORICA | München, 05./06. Mai + 27. Okt. 2011<br />

KAU KAUPP | Schloss Sulzburg, 02. Juni + 10. Dezember 2011<br />

KUB KUBE | Schloss Sugenheim, 21. Mai + 22. Oktober 2011<br />

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 16. September 2011<br />

LBE L & B KUNSTAUKTIONEN ESSEN | Essen, 28./29. Oktober 2011<br />

SBL SCHEUBLEIN | München, 02. Dezember 2011<br />

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 01./02. Okt. + 03./04. Dez. 2011<br />

STA STAHL | Hamburg, 26. November 2011<br />

VHA VAN HAM | Köln, 19. Oktober 2011<br />

VZE VON ZENGEN | Bonn, 09./10. September 2011<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 01.-03. März 2012<br />

ZEL ZELLER | Lindau, 23./24. September 2011


120<br />

AUKTIONSHÄUSER<br />

Abromeit, Bremer Str. 121, 49191 Belm, Tel. 05406/881070, www.abromeit-auktionen.de<br />

@lino AG Auktionen, Robert-Bunsen-Str.8, 67098 Bad Dürkheim, Tel. 06322/959970,<br />

www.alino-auktionen.de<br />

Agon Sportmemorabilia, Frankfurter Str. 92a, 34121 Kassel, Tel. 0561/9279827,<br />

www.agon-online.de<br />

Ahrenshooper Kunstauktionen, Strandweg 1, 18347 Ahrenshoop, Tel. 038220/80304,<br />

www.ahrenshoop-kunstauktion.de<br />

Aldag, Ottensener Weg 10, 21614 Buxtehude, Tel. 04161/81005, www.auktionshaus-aldag.de<br />

Allgäuer <strong>Auktions</strong>haus, Königstr. 17, 87435 Kempten, Tel. 0831/5642530,<br />

www.allgaeuer-auktionshaus.de<br />

Altus, Kalckreuthstr. 4/5, 10777 Berlin, Tel. 030/2181818, www.altusauktionen.de<br />

Amberes, Terninckstraat 6-10, B-2000 Antwerpen, Tel. 0032/322/69969, www.amberes.be<br />

Antico Mondo Spielzeugauktionen, Sürther Hauptstr. 143, 50999 Köln,<br />

Tel. 02236/961894, www.anticomondo.de<br />

Antiquorum, 2, rue du Mont-Blanc, CH-1211 Genf, Tel. 0041/22/9092850, www.antiquorum.com<br />

Arnold, Bleichstr. 42, 60313 Frankfurt/M., Tel. 069/282779, www.auktionshaus-arnold.de<br />

Altenburg, Milastr. 4, 10437 Berlin, Tel. 030/69564433, www.altenburg-auktionen.de<br />

Auction Partners, Hauptstr. 301, 53639 Königswinter, Tel. 02223/28611, www.auctionpartners.de<br />

Auction Team Breker, Otto-Hahn-Str. 10, 50997 Köln, Tel. 02236/384340, www.breker.com<br />

<strong>Auktions</strong>galerie Am Hofgarten, Jean-Paul-Str. 18, 95420 Bayreuth, Tel. 0921/67447,<br />

www.rothenbuecher-auktionen.com<br />

<strong>Auktions</strong>- & Kunstgalerie am Baldeneysee, Brunnsiepen 1, 45259 Essen, Tel. 0201/466116,<br />

www.illgenauktionen.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus an der Ruhr, Delle 45, 45468 Mülheim, Tel. 0208/3059081,<br />

www.auktionshausanderruhr.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Bergstraße, Viernheimer Str. 46, 69469 Weinheim, Tel. 06201/845884,<br />

www.auktionshaus-bergstrasse.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus City Nord, Überseering 19, 22297 Hamburg, Tel. 040/24424240,<br />

www.auktionshaus-citynord.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Die Eiche, An der Untertrave 34, 23552 Lübeck, Tel. 0451/70749999,<br />

www. auktionshausdieeiche.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Gründerzeitmarkt Gutshaus Mahlsdorf, Hultschiner Damm 333, 12623 Berlin,<br />

Tel. 030/56594872, www. gruenderzeitmarkt-mahlsdorf.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Jena, Saalstr. 8a, 07743 Jena, Tel. 03641/229526, www.auktionshaus-jena.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Schwerin, Am Markt 13, 19055 Schwerin, Tel. 0385/7778930,<br />

www.auktionshaus-schwerin.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Wiesbaden, Nerostr. 41, 65183 Wiesbaden, Tel. 0611/1746842,<br />

www.auktionshaus-wiesbaden.de<br />

Aventinus <strong>Auktions</strong>haus, Von-Hazzi-Str. 7, 93326 Abensberg, Tel. 09443/905261,<br />

www.aventinus.militaria-auktionen.de<br />

Badisches <strong>Auktions</strong>haus, Zum Keitelberg 12, 69168 Wiesloch, Tel. 06222/386522,<br />

www.auktionskontor-wiesloch.de<br />

Badum, Karolinenstr. 11, 96049 Bamberg, Tel. 0951/5191492, www.badum.de<br />

Bamberger, Karolinenstr. 6, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/222120,<br />

www.auktionshaus-bamberger.de<br />

Bassenge, Erdener Str. 5a, 14193 Berlin, Tel. 030/89380290, www.bassenge.com<br />

Bayer, Rosengartenstr. 14, 78462 Konstanz, Tel. 07531/24451, www.auktionshaus-bayer.de<br />

BBA Auktionen Weiser, Postfach 710142, 60491 Frankfurt, Tel. 069/675148,<br />

www.stampmaster.de<br />

Behringer, Zirndorfer Str. 54, 90768 Fürth, Tel. 0911/777668,<br />

www.auktionshaus-behringer.de<br />

Bene Merenti, Emerholzweg 31, 70439 Stuttgart, Tel. 0711/76165844, www.benemerenti.de<br />

Bergmann, Möhrendorfer Str. 4, 91056 Erlangen, Tel. 09131/450666,<br />

www.auction-bergmann.de<br />

Berliner <strong>Auktions</strong>haus für Geschichte, Motzstr. 22, 10777 Berlin, Tel. 030/2119538,<br />

www.berliner-auktionshaus.com<br />

Bieberle, Jean-Burger-Str. 4, 39112 Magdeburg, Tel. 0391/1861847,<br />

www.auktionshausbieberle.de<br />

Blank, Friedrich-Ebert-Str. 2, 61118 Bad Vilbel, Tel. 06101/8211, www.auktionshaus-blank.de<br />

Bloomsbury, 24 Maddox Street, GB-W1S 1PP London, Tel. 0044/20/74959494,<br />

www.bloomsburyauctions.com<br />

Bloss, Am Rohrgraben 6, 79249 Merzhausen, Tel. 0761/408048, www. bloss-auktionen.de<br />

Bolland & Marotz, Fedelhören 19, 28203 Bremen, Tel. 0421/328282, www.bolland-marotz.de<br />

Boltz, Brandenburger Str. 36, 95448 Bayreuth, Tel. 0921/20616, www.bolz-auktionen.de<br />

Bongartz, Am Chorusberg 57, 52076 Aachen, Tel. 0241/69090, www.bongartz-auktionen.de<br />

Bonhams, Montpellier Street, GB-London SW 7, 1HH, Tel. 0044/171/3933900, www.bonhams.com<br />

Bouwman & Bouwman, Saturnusweg 6, NL-6971 GX Brummen, Tel.0031/575/560393,<br />

www.veilinghuis-bouwman.nl<br />

Breitschuh, Blasiistr. 21, 06484 Quedlinburg, Tel. 03946/3751, www.versteigerungshaus.de<br />

Brockmann, Schloßmühlstr. 31, 86415 Mering, Tel. 08233/4091, www.brockmann-auktionen.de<br />

Bruun Rasmussen, Bredgade 33, DK-1260 Kopenhagen, Tel. 0045/76/7080,<br />

www.bruun-rasmussen.dk<br />

Bukowskis, Box 1754, SW-11187 Stockholm, Tel. 0046/8/6140800, www.bukowskis.se<br />

Cahn, Malzgasse 23, CH-4052 Basel, Tel. 0041/61/2716755, www.cahn.ch<br />

Callies, Neuhäuser Str. 2, 72175 Dornhan,Tel. 07455/2234, www.auktionshaus-callies.de<br />

Campo & Campo, Grote Steenweg 19/21, B-2600 Antwerpen, Tel. 0032/3/21804777,<br />

www.campocampo.be<br />

Christie’s, 85 Old Brompton Road, GB-London SW 7 3 LD, Tel. 0044/171/3213120<br />

Christie’s Düsseldorf, Inselstr. 26, 40479 Düsseldorf, Tel. 0211/4915930, www.christies.com<br />

Christoph, Am Hofgarten 5, 53113 Bonn, Tel. 0228/2618280, www.antiquariat-christoph.de<br />

Cortrie, Mühlenkamp 43, 22303 Hamburg, Tel. 040/232907, www.cortrie.de<br />

Crott Dr., Friedrichsplatz 19, 68165 Mannheim, Tel. 0621/3288650, www.uhren-muser.de<br />

Dannenberg, Bismarckstr. 9, 12157 Berlin, Tel. 030/8216979, www.auktion-dannenberg.de<br />

Dawo, Kaiserstr. 133, 66133 Saarbrücken, Tel. 0681/812321, www.dawo.de<br />

Demessieur, Friedrich-Ebert-Str. 3, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/93655885, www.demessieur.de<br />

Deutsch, Dorotheergasse 13, A-1010 Wien, Tel. 0043/1/5122371, www.deuart.at<br />

Dezwaan, Keizersgracht 474, NL-EG Amsterdam, Tel. 0031/20/6220447,<br />

www.veilinggebouw-dezwaan.nl<br />

Dickhaut, Bredestraat 23a, NL-6211 HA Maastricht, Tel. 0031/43/3213095,<br />

www.veilingmaastricht.nl<br />

Dietrich, Holthauserstr. 32, 48727 Billerbeck, Tel. 02543/4086, www.auktionshaus-billerbeck.de<br />

Dietzel, Goethestr. 6, 10623 Berlin, Tel. 030/3130610, www.dietzelberlin.de<br />

Dobiaschofsky, Monbijoustr. 30, CH-3001 Bern, Tel. 0041/31/5601060, www.dobiaschofsky.com<br />

Döbele, Auguststr. 72, 10117 Berlin, Tel. 030/28095442, www.fine-art-doebele.de<br />

Döbritz, Braubachstr. 10-12, 60311 Frankfurt, Tel. 069/287733, www.doebritz.de<br />

Dorenbach, Holeestr. 6, CH-4054 Basel, Tel. 0041/61/4218718, www.dorenbach.ch<br />

Dorotheum, Dorotheergasse 17, A-1010 Wien, Tel. 0043/1/515600, www.dorotheum.com<br />

Dr. Buschmans, Zossener Str. 31, 10961 Berlin, Tel. 030/69001556,<br />

www.auktionshaus-kubusch.de<br />

Düsseldorfer <strong>Auktions</strong>haus Steinbüchel, Sternstr. 14, 40479 Düsseldorf,<br />

Tel. 0211/4931422, www.duesseldorfer-auktionshaus.de<br />

Eichelkraut, Lindenstr. 13, 14467 Potsdam, Tel. 0331/8709390,<br />

www. auktionshaus-eichelkraut.de<br />

Eckert & Nolde, Juri-Gagarin-Ring 155, 99084 Erfurt, Tel. 0361/2220350, www.eckert-nolde.de<br />

Elsen, Avenue de Tervuren 65, B-1040 Brüssel, Tel. 0032/2/7346356, www.elsen.be<br />

Engel, Friedrich-Ebert-Ring 12, 56068 Koblenz, Tel. 0261/9143751, www.auktionshaus-engel.de<br />

Eppli, Bärenstr. 6-8, 70173 Stuttgart, Tel. 0711/2369442 & Heilbronner Str. 9-13,<br />

70771 Leinfelden-Echterdingen, Tel. 0711/2209087, www.eppli.com<br />

Falk, Münstergasse 21, CH-8001 Zürich, Tel. 0041/44/4201833, www.falkbooks.ch<br />

Felzmann, Immermannstr. 51, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/550440, www.felzmann.de<br />

Fine Art, F.erdinand-Lassalle-Str. 22, 04109 Leipzig, Tel. 0341/94016733,<br />

www.auktionshaus-fine-art.de<br />

Fischer, Dr., Trappenseeschlößchen, 74074 Heilbronn, Tel. 07131/155570,<br />

www.auctions-fischer.de<br />

Fischer, Haldenstr. 19, CH-6006 Luzern, Tel. 0041/41/4181080, www.fischer.auktionen.ch<br />

Franke, Kalchreuther Str. 125, 90411 Nürnberg, Tel. 0911/5273720, www.auktionshaus-franke.de<br />

GAF, Pferdewiese 15, 65232 Taunusstein, Tel. 06128/970927, www.gaf.pfeiffer.de<br />

Galerie Moderne, Rue de Parnasse 3, B-1050 Brüssel, Tel. 0032/2/5115415,<br />

www.galeriemoderne.be<br />

Geble, Schützenstr. 15, 78315 Radolfzell, Tel. 07732/971197, www.auktionshaus-geble.de<br />

Geiter, Schießhausstr. 8, 97228 Rottendorf, Tel. 09302/980388, www.auktionshausgeiter.de<br />

Germann, Zeltweg 67, CH-8032 Zürich, Tel. 0041/44/2518358, www.germannauctions.com<br />

Glerum, Lekstraat 63, 1079 Amsterdam, Tel. 0031/20/3012950, www.glerum.nl<br />

Gorny & Mosch, Maximiliansplatz 20, 80333 München, Tel. 089/2422643-0,<br />

www.gmcoinart.de<br />

Gradl & Hinterland, Königstr. 33, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/9921480<br />

Günther, Bautzner Landstr. 7, 01324 Dresden, Tel. 0351/2640995, www.dresden-kunstauktion.de<br />

Haidl, Aribonenstr. 16, 81669 München, Tel. 089/6256782, www.histocard.info<br />

Hampel, Schellingstr. 44, 80799 München, Tel. 089/288040, www.hampel-auctions.com<br />

HannoVerum, Karmarschstr. 41, 30159 Hannover, Tel. 0511/45013763, www.hannoverum.com<br />

HanseatischersAutkionshaus, Ratzeburger Str. 54, 23843 Bad Oldesloe, Tel. 04531/81092,<br />

www.hanseatisches-auktionshaus.de<br />

Hargesheimer & Günther, Friedrich-Ebert-Str. 11, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/44022060,<br />

www.kunstauktionen-duesseldorf.de<br />

Hartung & Hartung, Karolinenplatz 5 a, 80333 München, Tel. 089/284034,<br />

www.hartung-hartung.com<br />

Hassfurther, Hohenstauffengasse 7, A-1013 Wien, Tel. 0043/1/5334174, www.hassfurther.at<br />

Hauff & Auvermann, Badensche Str. 29, 10715 Berlin, Tel. 030/214580400,<br />

www.hauff-und-auvermann.de<br />

Hauswedell & Nolte, Pöseldorfer Weg 1, 20148 Hamburg, Tel. 040/448366,<br />

www.hauswedell-nolte.de<br />

Heickmann, Paul-Gruner-Str. 68, 09120 Chemnitz, Tel. 0371/517204, www.heickmann-kg.de<br />

Henry’s, An der Fohlenweide 12-14, 67112 Mutterstadt, Tel. 06234/80110, www.henrys.de<br />

Herr, Friesenwall 35, 50672 Köln, Tel. 0221/254548, www.herr-auktionen.de<br />

Hermann Historica, Linprunstr. 16, 80335 München, Tel. 089/54726490,<br />

www.hermann-historica.com<br />

Het Kompas, Pepergaweg 142-144, NL-8395 PG Steggerda, Tel.0031/561/44187,<br />

www.het-kompas.nl<br />

Hildener <strong>Auktions</strong>haus, Klusenhof 12, 40723 Hilden, Tel. 02103/60200, www.ihr-auktionshaus.de<br />

Hille, Medinger Str. 18, 29549 Bad Bevensen, Tel. 05821/2474, www.kunsthaus-hille.de<br />

Hirsch, Promenadenplatz 10/11, 80333 München, Tel. 089/292150, www.coinhirsch.de<br />

Historia, Kalckreutherstr. 4/5, 10777 Berlin, Tel. 030/2181818, www.historia.de<br />

Homm, Fuchstanzstr. 14 + 33, 61440 Oberursel, Tel. 06171/2790467,<br />

www.auktionshaus-homm.de<br />

Hörrle, Kaiserstr. 70, 69115 Heidelberg, Tel. 06221/20914, www.oskarhoerrle-auktionen.de<br />

Horster <strong>Auktions</strong>haus, Schulstr. 1d, 25358 Horst, Tel. 04126/1010, www.horster-auktionshaus.de<br />

Horta, Hotel de Ventes Horta 70/74, B-1030 Brüssel, Tel. 0032/2/7416060, www.horta.be<br />

Hosane, Platinweg 14, 30823 Garbsen, Tel. 05131/477898, www.hosane.com<br />

Hümmer, Füll 4, 90403 Nürnberg, Tel. 0911/2405600, www.huemmer-auktionen.de<br />

Hüll, Dr. Berrenrather Str. 138, 50931 Köln, Tel. 0221/444026, www.auktion-huell.de<br />

HWPH, Ingelsberg 17b, 85604 Zorneding, Tel. 08106/246186, www.hwph.de


AUKTIONSHÄUSER 121<br />

Im Kinsky Kunst Auktionen GmbH, Palais Kinsky, Freyung 4, A-1010 Wien,<br />

Tel. 0043/1/5324200, www.imkinsky.com<br />

Ineichen, Badenerstr. 75, CH-8004 Zürich, Tel. 0041/44/2981144, www.auktionshaus-ineichen.ch<br />

Jäger, Luisenstr. 6, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611/304102, www.auktionshaus-jaeger.de<br />

Jentsch, Verler Str. 1A, 33332 Gütersloh, Tel. 05241/13168, www.auktionshausjentsch.de<br />

Jeschke & Van Vliet, Schützenstr. 39, 10117 Berlin, Tel. 030/22667700<br />

www.kunstauktionen-berlin.de<br />

Julia, Inc. 203 Route 201, Fairfield, ME 0937 USA, Tel. 001/207/4357125, www.juliaauctions.com<br />

Karbstein, Kurfürstenstr. 16, 40211 Düsseldorf, Tel. 0211/906161,<br />

www.auktionshaus-karbstein.com<br />

Karrenbauer, Obere Laube 46, 78462 Konstanz, Tel. 07531/27202, www.karrenbauer.de<br />

Karl & Faber, Amiraplatz 3, 80333 München, Tel. 089/221865, www.karlundfaber.de<br />

Kaupp, Schloss Sulzburg, Hauptstr. 62, 79295 Sulzburg, Tel. 07634/50380, www.kaupp.de<br />

Kastern, Hildesheimer Str. 7, 30169 Hannover, Tel. 0511/851085, www.kastern.de<br />

Kebbel, Deutenheim 65, 91484 Sugenheim, Tel. 09165/995087,<br />

www.kebbel-kunsthandel-auktionen.de<br />

Kegelmann, Postfach 700540, 60555 Frankfurt, Tel. 069/288461,<br />

www.kegelmann-antike-uhren.de<br />

Kempf, Semmelstr. 55, 97070 Würzburg, Tel. 0931/20793193, www.auktionshaus-kempf.de<br />

Kendzia, Sierichstr. 33, 22301 Hamburg, Tel. 040/2299767, www.auktion-kendzia.de<br />

Ketterer Kunst, Joseph-Wild-Str. 18, 81829 München, Tel. 089/552440<br />

Ketterer Kunst, Meßberg 1, 20095 Hamburg, Tel. 040/3749610, www.kettererkunst.de<br />

Keup, Haidplatz 7, 93047 Regensburg, Tel. 0941/51422, www.auktionshaus-keup.de<br />

Kiefer, Steubenstr. 36, 75172 Pforzheim, Tel. 07231/92320, www.kiefer.de<br />

Kieselbach, V. Szent Istvan Krt. 5, HU-1055 Budapest, Tel. 0036/1/269/3148, www.kieselbach.hu<br />

Klefisch, Ubierring 35, 50678 Köln, Tel. 0221/931213, www.klefisch.com<br />

Kleingärtner, Golster Str. 10, 29587 Natendorf, Tel. 05806/1326, www.kleingaertner.info<br />

Klittich-Pfankuch, Kleine Burg 12, 38001 Braunschweig, Tel. 0531/242880,<br />

www.klittich-pfankuch.de<br />

Klöter, Schloß Dätzingen, 71117 Grafenau, Tel. 07033/43484, www.kloeter-auktionen.de<br />

Köhler, Wilhelmstr. 48, 65183 Wiesbaden, Tel. 0611/39381, www.heinrich-koehler.de<br />

Koller, Hardturmstr. 102, CH-8031 Zürich, Tel. 0041/44/2730101, www.galeriekoller.ch<br />

Kornfeld Gallerie, Laupenstr. 41 CH-3008 Bern, Tel. 0041/31/3814673, www.kornfeld.ch<br />

Kranz, Rankestr. 5, 38102 Braunschweig, Tel. 0531/335730, wwwkunstauktionshaus-kranz.de<br />

Kube, Altes Schloß, 91484 Sugenheim, Tel. 09165/650, www.kube-auktionen.de<br />

Künker, Gutenbergstr. 23, 49076 Osnabrück, Tel. 0541/962020, www.kuenker.de<br />

Kunst & Kuriosa, Rischerstr. 3, 69123 Heidelberg, Tel. 06221/840840,<br />

www.kunst-und-kuriosa.de<br />

Kunstauktionshaus Chiemgau, Klosterstr. 6, 83278 Traunstein, Tel. 0861/9094748,<br />

www.kunstauktionshaus-chiemgau.com<br />

Kunstauktionshaus Leipzig, Gohliser Str. 19, 04155 Leipzig, Tel. 0341/590880,<br />

www.kunstauktionshaus-leipzig.de<br />

Landsberger Spielzeugauktionen, U.Winkler, Hofanger 11, 86859 Igling,<br />

Tel. 08248/968190, www.blechspielzeugauktion.de<br />

Landshuter Rüstkammer, Zweibrückenstr. 696, 84028 Landshut, Tel. 0871/4308739,<br />

www.landshuter-ruestkammer.de<br />

Lankes, Triftfeldstr. 1, 95182 Döhlau, 09286/95050, www.lankes-auktionen.de<br />

Lanz Numismatik, Maximiliansplatz 10, 80333 München, Tel. 089/299070, www.numislanz.de<br />

Lauritz, Große Elbstr. 268, 22767 Hamburg, Tel. 040/1888290, www.lauritz.com<br />

L & B Kunstauktionen Essen, Klarastr. 44, 45130 Essen, Tel. 0201/798439,<br />

www.kunstauktionen-lb.de<br />

Lehr, Sybelstr. 68, 10629 Berlin, Tel. 030/8818979, www.lehr-kunstauktionen.de<br />

Leininger <strong>Auktions</strong>haus, Mittelgasse 33, 67271 Neuleiningen, Tel. 06359/8970018,<br />

www.leininger-auktionshaus.de<br />

Leipziger Münzhandlung & Auktion, Nikolaistr. 25, 04109 Leipzig, Tel. 0341/124790,<br />

www.numismatik-online.de<br />

Lempertz, Neumarkt 3, 50667 Köln, Tel. 0221/9257290,<br />

Lempertz Berlin, Poststr. 22, 10178 Berlin, Tel. 030/27876080<br />

Lempertz Brüssel, Wolstraat 1, Rue aux Laines, B-1000 Brüssel, Tel. 0032/25140586,<br />

www.lempertz.com<br />

Leonhardt, Münsterstr. 50, 49477 Ibbenbühren, Tel. 05451/15550,<br />

www.leonhardt-auktionshaus.de<br />

Lippold, Ziegelstr.61, 06862 Roßlau, Tel. 034901/8101, www.lippold-auktionen.de<br />

Lorenz Dr. & Meyer, Löningstr. 15, 49661 Cloppenburg, Tel. 04471/7800, www.auktionclp.de<br />

Lösch, Weinbrennerstr. 20, 67551 Worms-Pfeddersheim, Tel. 06247/90460,<br />

www.auktionshaus-loesch.de<br />

Lüffe, Haßbergstr. 32, 96148 Baunach, Tel. 09544/950386, www.auktionshaus-lueffe.de<br />

Lukas, Altkehdingen 41, 21789 Wingst, Tel. 04777/691, www.antik-auktion.de<br />

Lux, Schloßstr. 5, 56068 Koblenz, Tel. 0261/36333 www.auktionshaus-lux.de<br />

MAK, Visstraat 25, NL-3311 KX Dordrecht, Tel. 0031/78/6133344, www.makveilingen.nl<br />

Manion’s, Hermann-Buck Weg 14, 22309 Hamburg, Tel. 040/57261919, www.manions.com<br />

Mars, Ludwigstr. 4, 97070 Würzburg, Tel. 0931/55658, www.kunstauktionshaus-mars.de<br />

Meerbuscher <strong>Auktions</strong>kunsthaus, Kanzlei 3, 40667 Meerbusch, Tel. 02132/5711,<br />

www.meerbuscher-kunstauktionshaus.com<br />

Mehlis, Hammerstr. 30, 08523 Plauen, Tel. 03741/221005, www.mehlis.eu<br />

Meixner, Lindwurmstr. 126a, 80337 München, Tel. 089/7250707, www.meixner.de<br />

Mette, Lehmweg 55, 20251 Hamburg, Tel. 040/46069256, www.auktionshaus-mette.de<br />

Merry Old England, Hauptstr. 36, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 08821/59909,<br />

www.caselton.de<br />

Metz, Friedrich-Ebert-Anlage 5, 69117 Heidelberg, Tel. 06221/23571, www.metz-auktion.de<br />

Mohrmann & Co., Bärenallee 43, 22041 Hamburg, Tel. 040/6894700,<br />

www.edgar-mohrmann.de<br />

Münzzentrum Rheinland, Wilhelmstr.27, 42697 Solingen, Tel. 0212/3821320,<br />

www.muenzzentrum.de<br />

Nagel, Neckarstr. 189-191, 70190 Stuttgart, Tel. 0711/649690, www.auction.de<br />

Nahues, Rüttenscheider Str. 188, 45131 Essen, Tel. 0201/4902430, www.nahues-auktionen.de<br />

Nauert, Schöffelstr. 10, A-3032 Eichgraben, Tel. 0043/2773/42689, www.nauert-auctions.com<br />

Neumeister, Barer Str. 37, 80799 München, Tel. 089/2317100, www.neumeister.com<br />

Neusser <strong>Auktions</strong>haus, Weingartstr. 37, 41464 Neuss, Tel. 02131/45329,<br />

www.neusser-auktionshaus.de<br />

Nitschareuth, Loebstedter Str. 50/H18, 07749 Jena, Tel. 03641/229526,<br />

www.auktionshaus-nitschareuth.de<br />

Notarishuis, Bakkerst. 19, NL-6811 EH Arnheim, Tel. 0031/26/4425900,<br />

www.notarishuis-arnheim.nl<br />

Nusser, Nordendstr. 46-48, 80801 München, Tel. 089/2782510, www.nusser-auktionen.de<br />

Oger & Semont, 22 Rue Drouot, F-75009 Paris, Tel. 0033/1/42469695,<br />

www.auction.fr/cp/oger-dumont/<br />

Ödamer, Gutshof Schloss Birkenfeld, Postfach, 97437 Hassfurt, Te. 09521/3255,<br />

www.insokura.de<br />

Omnia, Slochterst. 107, NL-9611 CN Hoogezand, Tel. 0031/598/392592,<br />

www.veilinghuis-omnia.nl<br />

Onder de Boompjes, Nieuwst.. 38, NL-2312 KC Leiden, Tel. 0031/71/5145832,<br />

www.onderdeboompjes.nl<br />

OWL, Am Bach 1a, 33602 Bielefeld, Tel. 0521/9864198, www.auktionshaus-owl.de<br />

Pastbuy.net, Oher Weg 30, 22969 Witzhave, Tel. 04104/960808, www.pastbuy.net<br />

Peege, Dreikönigstr. 43, 79102 Freiburg, Tel. 0761/75556, www.peege.de<br />

Peretz & Ball, Dudweiler Str. 9, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681/35697, www.auktionshausperetz.de<br />

Pforzheimer Kunstauktionshaus, Würmtalstr. 11b, 75181 Pforzheim, Tel. 07231/69343,<br />

www.pforzheimer-auktionen.de<br />

Phillips, de Pury & Co., Albermale Street 25-26, GB-W1S 4HX London,<br />

Tel. 0044/20/73184010, www.phillipsdepury.com<br />

Plückbaum, Hohe Str. 75, 53119 Bonn, Tel. 0228/633160, www.plueckbaum.de<br />

Poestgens, Kirchplatz 7, 52531 Übach-Palenberg, Tel. 02451/49209, www.poestgens.de<br />

Polgár Galéria & <strong>Auktions</strong>haus, Kossuth Lajos utca 3. & V. Vaci utca 11 b, HU-1053 Budapest,<br />

Tel. 0036/1/2674077, www.polgar-galeria.hu<br />

Prinz-Dunst, Schlüterstr. 16, 10625 Berlin, Tel. 030/3135965, www.auktionshaus-prinz-dunst.de<br />

Profila Ungarn, c/o S. Fodor, Postfach 260149, 80058 München, Tel. 089/220130 &<br />

Szentkiralyi u. 6, HU-1088 Budapest, Tel. 0036/1/4855060, www.profila.hu<br />

Quentin, Ranke Str. 24, 10789 Berlin, Tel. 030/21018372, www.quentinauktionen.de<br />

Quittenbaum, Theresienstr. 60, 80333 München, Tel. 089/273702125, www.quittenbaum.de<br />

Rahn, Am Salzhaus 2, 60311 Frankfurt, Tel. 069/9207070, www.photographica-auctionen.de<br />

Raith, Eichenring 6, 35424 Langgöns, Tel. 06403/8283, www.philasearch.com<br />

Rauch, Graben 15, A-1014 Wien, Tel.0043/1/5333312, www.hdrauch.com<br />

Regele, Grazer Str. 45, 70195 Stuttgart, Tel. 0711/691145, www.regeleversteigerungen.de<br />

Rehm, Provinostr. 50 1/2, 86153 Augsburg, Tel. 0821/551001, www.auktionshaus-rehm.de<br />

Reibnitz, Kolping Str. 8, 84347 Pfarrkirchen, Tel. 08561/910240, www.auktion-reibnitz.de<br />

Reiss & Sohn, Adelheidstr. 2. 61454 Königstein, Tel. 06174/92720, www.reiss-sohn.de<br />

Richter Dr. & Kafitz, Markusstr. 12 a/b, 96047 Bamberg, Tel. 0951/5099343,<br />

www.richter-kafitz.de<br />

Rieber, Rotebühlstr. 108, 70197 Stuttgart, Tel. 0711/6155663, www.auktionshaus-rieber.de<br />

Riesbeck, Hanns-Braun-Str. 35, 85375 Neufahrn, Tel. 08165/66574, www.kunstbuchauktion.de<br />

Rippon Boswell, Friedrichstr. 45, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611/334430,<br />

www.rippon-boswell-wiesbaden.de<br />

Ruef, Gabelsberger Str. 28, 80333 München, Tel. 089/524084, www.ruef-auktion.de<br />

Rusterholz, Heuberg 14, CH-4051 Basel, Tel. 0041/61/2632606, www.rusterholtz.ch<br />

Rütten, Nymphenburger Str. 133, 80636 München, Tel. 089/12715100, www.auktion-ruetten.de<br />

Satow, Sonnenstr. 8, 18239 Satow, Tel. 038295/70881, www.auktionshaus-satow.de<br />

Saure, Mülheimer Freiheit 94, 51063 Köln-Mülheim, Tel. 0221/6366337,<br />

www.auktionshaus-saure.de<br />

Scheublein, Widenmayerstr. 28, 80538 München, Tel. 089/23886890 www.artauktionen.com<br />

Schirra, Provinzialstr. 244, 66740 Saarlouis, Tel. 06831/42173, www.schirra-sls.de<br />

Schloss Ahlden, Große Straße 1, 29693 Ahlden, Tel. 05164/80100, www.schloss-ahlden.de<br />

Schloss Hagenburg, Schloßstr. 21, 31558 Hagenburg, Tel. 05033/7251,<br />

www.schlosshagenburg.de<br />

Schlosser, Karolinenstr. 11, 96049 Bamberg, Tel. 0951/208500,<br />

www.kunstauktionshaus-schlosser.de<br />

Schmidt, Bautzner Str. 6, 01099 Dresden, Tel. 0351/81198787, www.schmidt-auktionen.de<br />

Schmitt, Alte Jülicher Str. 232-234, 52353 Düren, Tel. 02421/880473, www.auktion-u-galerie.de<br />

Schmolt Autographen, Steinrath 10, 47807 Krefeld, Tel. 02151/931090, www.schmolt.de<br />

Schneider-Henn, Galeriestr. 2 b, 80539 München, Tel. 089/297199, www.schneider-henn.de<br />

Scholz, Zeughausstr. 10, 50667 Köln, Tel. 0221/9123322, www.scholz-auktionen.de<br />

Schorer, Gustav-Philipp-Str. 26, 86633 Neuburg, Tel. 08431/7286<br />

Schreyer <strong>Sammler</strong>dienst, Manfred von Richthofen Str. 19, 12101 Berlin, Tel. 030/7859251,<br />

www.sammlerdienst.de<br />

Schuler, Seestr. 341, CH-8038 Zürich, Tel. 0041/43/3997010, www.schulerauktionen.ch<br />

Schwab, Mannheimer Str. 32 a, 68309 Mannheim, Tel. 0174/7828683, www.schwab-auktionen.de<br />

Schwarzenbach, Merkurstr. 64, CH-8032 Zürich, Tel. 0041/43/2448900,<br />

www.schwarzenbach-auktion.ch


122<br />

AUKTIONSHÄUSER<br />

Sebök, Untere Königstr. 21, 96052 Bamberg, Tel. 0951/202593, www.seboek-auktionen.de<br />

Seidel, Lustgartenstr. 6, 68526 Ladenburg, Tel. 06203/13014, www.spielzeugauktion.de<br />

Seidel & Friedrich, Lustgartenstr. 6, 68526 Ladenburg, Tel. 06203/957777,<br />

www.autotechnikauktion.de<br />

Siebers Auktionen, Augsburger Str. 221, 70327 Stuttgart, Tel. 0711/3808481,<br />

www.siebers-auktionen.de<br />

Sieglin, Gewerbestr. 49, 79194 Gundelfingen, Tel. 0761/8815943, www.proart-kunsthandel.de<br />

Sigalas, Carl-Zeiss-Str. 3, 71157 Hildrizhausen, Tel. 07034/62725, www.sigalas.de<br />

Signens Kunstauktionen, Apostelnstr. 22, 50667 Köln, Tel. 0221/16899440, www.signens.com<br />

Soester <strong>Auktions</strong>haus, Jakobistr. 36-40, 59494 Soest, Tel. 02921/969470,<br />

www.soester-auktionshaus.de<br />

Solinger <strong>Auktions</strong>haus, Merscheider Str. 316, 42699 Solingen,Tel. 0212/331124,<br />

www.solinger-auktionshaus.de<br />

Sotheby’s (UK), 34-35 New Bond Street, London W1A 2AA, Tel. 0044/171/4938080<br />

Sotheby’s Köln, Tel. 0221/207170, Sotheby’s Frankfurt, Tel. 069/740787, Sotheby’s<br />

Hamburg, Tel. 040/444080, Sotheby’s München, Tel. 089/2913151, Sotheby’s Amsterdam,<br />

Tel. 0031/20/ 5502200, www.sothebys.com<br />

Spik, Kurfürstendamm 66, 10707 Berlin, Tel. 030/8836170, www.leo-spik.de<br />

St. Veiter Schloessl, Andritzer Reichsstr. 144-146, A-8046 Graz, Tel. 0043/316/693007,<br />

www.st.-veiter-schloessl.at/auktionen<br />

Stade , Rathausplatz 3, 79576 Weil am Rhein, Tel. 07621/78422, www.stade-auktionen.de<br />

Stahl, Graumannsweg 54, 22087 Hamburg, Tel. 040/343471, www.auktionshaus-stahl.de<br />

Stargardt, Xantener Str. 6, 10707 Berlin, Tel. 030/8822542, www.stargardt.de<br />

Stauffer Auktionen, Karlsstr. 34 & Königstr. 10, 72525 Münsingen, Tel. 07381/501007,<br />

www.stauffer-auktionen.de<br />

Stein (Bierkrug) Auction Company, P.O. Box 136, US-60078 Palantine/Illinois,<br />

Tel. 001/847/9915927, www.tsaco.com<br />

Steinbüchel, Sternstr. 14, 40479 Düsseldorf, Tel. 0211/4931422,<br />

www.duesseldorfer-auktionshaus.de<br />

Stuker, Alter Aargauerstalden 30, CH-3006 Bern, Tel. 0041/31/3508000, www.galeriestucker.ch<br />

Sturies, Blücherstr. 69, 40477 Düsseldorf, Tel. 0211/5141354, www.sturies.de<br />

Swann Galleries, 104 East 25th Street, New York, 10010. USA, Tel. 2122544710,<br />

www.swanngalleries.com<br />

Tajan, 37 rue des Mathurins, F-75008 Paris, Tel. 0033/1/53303080, www.tajan.com<br />

Teutoburger Münzauktionen, Brinkstr. 9, 33829 Borgholzhausen, Tel. 05425/930050<br />

www.teutoburger-muenzauktion.de<br />

Theilmann, Münchener Str. 5, 85276 Pfaffenhofen, Tel. 08441/788663,<br />

www.auktionshaus-theilmann.de<br />

Thies, Postfach 1931, 72609 Nürtingen, Tel. 07022/36666, Steingaustr. 18, 73230 Kircheim/Teck,<br />

www.andreas-thies.de<br />

Tön, Moosstr. 73, CH-8038 Zürich, Tel. 0041/1/4815508, www.poster-gallery.com<br />

Twent’s Veilinghuis, Weerseloseweg 355, NL-7522 Enschede, Tel.0031/53/4351488,<br />

www.twentsveilinghuis.nl<br />

Uccle Saint Job, Chaussee de Saint-Job 638, B-1180 Uccle, Tel. 0032/2/3729219,<br />

www.uccle-st-job.com<br />

Van Ham, Schönhauser Str. 10-16, 50968 Köln, Tel. 0221/9258620, www.van-ham.com<br />

Van Sabben Auctions Posters & Tiles, Appelsteeg 1 B, NL-1621 BD Hoorn,<br />

Tel. 0031/229/268203 www.vansabbenauctions.nl<br />

Van Stockum’s, Prinsegracht 15, NL-2512 EW Gravenhage, Tel. 0031/70/3649840,<br />

www.vanstockums-veilingen.nl<br />

Venator & Hanstein, Cäcilienstr. 48, 50667 Köln, Tel. 0221/2575419, www.venator-hanstein.de<br />

Venduhuis Utrecht, Pieterskerkhof 2, NL-3512 Utrecht, Tel. 0031/30/2310190,<br />

www.veiling-utrecht.nl<br />

Villa Berger, Meeranerstr. 13, 08371 Glauchau, Tel. 03763/4437780, www.villaberger.de<br />

Villa Grisebach, Fasanenstr. 25, 10719 Berlin, Tel. 030/8859150, www.villa-grisebach.de<br />

Vogler, Güterstr. 133, CH-4053 Basel, Tel. 0041/61/3614666, www.auktionen-vogler.ch<br />

Walldorf, Heinrich-Hertz-Str. 7, 69190 Walldorf, Tel. 06227/4043,<br />

www.auktionshaus-walldorf.de<br />

Waue, Oberbornstr. 3, 61381 Friedrichsdorf, Tel. 06172/79480, www.micky-waue.de<br />

Weidler, Albrecht-Dürer-Platz 8, 90403 Nürnberg, Tel. 0911/222525,<br />

www.auktionshausweidler.de<br />

Weigelt, Ebelingstr. 21, 30659 Hannover, Tel. 0511/628376, www.plakatauktion.de<br />

Weinheimer <strong>Auktions</strong>haus, Hohenzollern Str. 31, 75177 Pforzheim, Tel. 07231/4437443<br />

www.weinheimer-auktionshaus.de<br />

Wendl, August-Bebelstr. 4, 07407 Rudolstadt, Tel. 03672/424350, www.auktionshaus-wendl.de<br />

Wilbois, Buddenstr. 27, 48143 Münster, Tel. 0251/51356, www.wilbois-auktionshaus.de<br />

Winterberg, Hildastr. 12, 69115 Heidelberg, Tel. 06221/915990, www.kunstantiquariat.de<br />

Wrede, Postfach 14, 91333 Hemhofen, Tel. 09195/998991, www.auktionshaus-wrede.de<br />

Zadick, Nussdorfer Str. 39, 88662 Überlingen, Tel. 07551/7447, www.auktionshaus-zadick.de<br />

Zeige, Ballindamm 17,, 20095 Hamburg, Tel. 040/35713636, www.zeige.com<br />

Zeller, Bindergasse 7, 88131 Lindau, Tel. 08382/93020, www.zeller.de<br />

Zemanek-Münster Tribal Art, Hörleingasse 3-5, 97070 Würzburg, Tel. 0931/17721,<br />

www.tribal-art-auktion.de<br />

Von Zengen, Stiftsstr. 2-4, 53225 Bonn, Tel. 0228/461955, www.zengen.de<br />

Von Zezschwitz, Friedrichstr. 1a, 80801 München, Tel. 089/3898930, www.von-zezschwitz.de<br />

Zezula, Hlinky 142c, CZ-60300 Brno, Tel. 0042/543/215704, www.auction-house-zezula.com<br />

Zisska & Kistner, Unterer Anger 15, 80331 München, Tel. 089/263855, www.zisska.de<br />

Zofingen, Kloesterligasse 4, CH-4800 Zofingen, Tel. 0041/62/7516351,<br />

www.auktionshaus-zofingen.ch<br />

SAMMLER JOURNAL<br />

AUKTIONSSONDERHEFT<br />

ISSN 1863-0332<br />

VERLAG<br />

GEMI Verlags GmbH<br />

Pfaffenhofener Straße 3<br />

85293 Reichertshausen<br />

Tel. 08441 /4022-0<br />

Fax 08441 / 71846<br />

www.gemiverlag.de<br />

info@gemiverlag.de<br />

GESCHÄFTSFÜHRER<br />

Gerd Reddersen<br />

Rudolf Neumeier<br />

ASSISTENZ DER GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

Karin Teichmann<br />

CHEFREDAKTEUR<br />

Karl Ruisinger<br />

REDAKTEURE<br />

Nicola Fritzsch<br />

Anja Iwa<br />

Karin Probst<br />

Helene Stümpfle-Wolf<br />

Joscha Eberhardt<br />

LITHOS, SATZ, HERSTELLUNG<br />

Westner Medien GmbH<br />

(Anschrift siehe Verlag)<br />

ANZEIGEN<br />

Axel Rosenthal<br />

Hohenwarter Straße 86a<br />

85276 Pfaffenhofen<br />

Tel. 08441/805616<br />

Fax 08441/7974122<br />

VERTRIEB<br />

Gerd Reddersen<br />

ZEITSCHRIFTENHANDEL<br />

VU Verlagsunion KG<br />

ABOVERWALTUNG<br />

DataM-Services GmbH<br />

Postfach 91 61<br />

97091 Würzburg<br />

Tel: 0931/4170-178<br />

(Mo - Do 8-17, Fr 8-15 Uhr)<br />

Fax: 0931/4170-179<br />

services-abo@verlagsunion.de<br />

DRUCK<br />

Kössinger AG Schierling<br />

ERSCHEINUNGSWEISE<br />

zweimal jährlich<br />

NACHDRUCK<br />

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieserZeitschrift darf<br />

ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt<br />

oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die<br />

gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in<br />

elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf<br />

CD-ROM<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/08<br />

vom 01.11.2008


Treten Sie in Aktion auf den Artprice Auktionen! *<br />

*"Artprice acting as electronic auction broker as defined in the 'article 5 de la loi n° 2011-850 du 20 juillet 2011'"<br />

Treuhandservice in €, £ und $ verfügbar.<br />

WELTMARKTFÜHRER FÜR KUNSTMARKTINFORMATIONEN<br />

www.artprice.com | 00800 2780 0000 (Gebührenfrei) | Artprice.com auf Twitter | Artprice Firmenvideo: http://web.artprice.com/video | Arptrice ist geführt als SRD Long Only, Nyse<br />

Euronext Paris (PRC-ARTF) | Artprice Aktie - Beste französische Börsenleistung mit +521% Wertzuwachs über die letzten 12 gleitenden Monate.


S eit 1979<br />

a u k t i o n s h a u s<br />

Monatliche Auktionen<br />

Schmuck · <strong>Sammler</strong>uhren · Silber<br />

Porzellan · Kunst · Antiquitäten<br />

<strong>Sammler</strong>stücke · Antike Möbel<br />

Orientteppiche<br />

Ständiger Verkauf auf über 10.000 m 2<br />

Mo. – Fr. 9 – 19 Uhr<br />

Sa. 9 – 17 Uhr<br />

Kostenlosen Farbkatalog telefonisch<br />

anfordern oder www.henrys.de<br />

Henry's <strong>Auktions</strong>haus GmbH · An der Fohlenweide 10–14 · D-67112 Mutterstadt · Tel (0 62 34 ) 8011-0 · www.henrys.de