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Sammler Journal Auktions-Sonderheft (Vorschau)

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DAS AUKTIONS-SONDERHEFT<br />

Frühjahr 2013 | € 7,90<br />

Schweiz CHF 15,30 | Österreich € 7,90 | Be/Ne/Lux € 9,30<br />

SPECIAL BRUUN RASMUSSEN<br />

Porträt GEBLE / HISTORIA / RICHTER & KAFITZ / RUEF<br />

PREISE 38 SEITEN AUKTIONSERGEBNISSE<br />

4 197580 807900 01


Frühjahr 2013 | € 7,90<br />

Schweiz CHF 15,30 | Österreich € 7,90 | Be/Ne/Lux € 9,30<br />

INHALT 3<br />

DAS AUKTIONS-SONDERHEFT<br />

AUKTIONSNOTIZEN<br />

Vor- & Nachberichte<br />

4<br />

SPECIAL BRUUN RASMUSSEN<br />

Porträt GEBLE / HISTORIA / RICHTER & KAFITZ / RUEF<br />

PREISE 38 SEITEN AUKTIONSERGEBNISSE<br />

4 197580 807900 01<br />

SPECIAL<br />

Bruun Rasmussen<br />

34<br />

Titelfoto: Otto Mueller: Zwei Mädchen<br />

(Zwei Mädchenakte in Dreiviertelfigur),<br />

ca. 1924 (Villa Grisebach, Berlin,<br />

11/2012; Zuschlag 1.180.000 Euro) (Foto:<br />

Karen Bartsch, Berlin / Villa Grisebach,<br />

Berlin)<br />

PORTRÄTS 1, 2<br />

Ruef / Richter & Kafitz<br />

46<br />

AUKTIONSTERMINE 78<br />

INSERENTENVERZEICHNIS 81<br />

INDEX 120<br />

IMPRESSUM 122<br />

PORTRÄTS 3, 4<br />

Historia / Geble<br />

58<br />

KUNSTMARKT<br />

Analysen, Trends, Statistiken<br />

65<br />

AUKTIONSPREISE<br />

Ergebnisse auf 38 Seiten<br />

82


4<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Paar Bänke, Teak, Indien, 19. Jahrhundert, 102 x 165 cm (Ergebnis<br />

10.800 Euro (Limit 5.500 Euro). Zeller, Lindau, September 2012<br />

Eigen in der Form<br />

Zeller, Lindau<br />

In Champagnerlaune versetzt, erlebte das zahlreich erschienene<br />

Publikum der Septemberauktion 2012 beim Aufruf des<br />

Schmucks und der Juwelen neben einem charmanten Michael<br />

Zeller einige schöne Steigerungen. So geschehen bei einem<br />

exquisiten Smaragddiamantring (Limit 5.500 Euro), der auf<br />

über 7.700 Euro (inklusive Aufgeld) kletterte. Funkelnd ging es<br />

weiter mit Silber und da besonders mit einem umfangreichen<br />

Besteck im zeitlosen Augsburger Fadenmuster. Das Limit von<br />

5.000 Euro lockte zahlreiche Bieter in den Saal, den längsten<br />

Atem bewies an dieser Stelle aber ein Telefonbieter, der bereit<br />

war, mehr als das Doppelte des Ausrufpreises für dieses elegante<br />

Besteck zu bezahlen. Die Nachfrage nach exklusiven<br />

Jugendstillüstern und opulenten Parkdekorationen prägte den<br />

zweiten <strong>Auktions</strong>tag. Ein Paar indische Teakholzbänke präsentierte<br />

sich mit einer von zwei sich aufbäumenden Pferden<br />

flankierten Sitzfläche in einer außergewöhnlichen Form und<br />

wurde beim Limit von 5.500 Euro aber erst für 10.800 Euro verkauft.<br />

Sie ist kaum auf dem Markt zu haben und wurde deshalb<br />

von Uhrenliebhabern hoch gesteigert: die Horizontaltischuhr<br />

mit nur einem Zeiger und Stundenschlag sowie Wecker<br />

aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Ein Saalbieter setzte<br />

sich gegen mehrere Telefonbieter durch und ist für den Gegenwert<br />

von 9.590 Euro neuer Besitzer dieser Kostbarkeit. Beim<br />

Aufruf vom wahrhaft meisterlich erfassten Entenbild des<br />

berühmten Franz Gräßel kam Leben in den Saal. Standhaft war<br />

bei der nun folgenden Steigerung ein Telefonbieter, der das<br />

Gemälde für 14.100 Euro jetzt sein Eigen nennen darf.<br />

Greco, Oscar Kokoschka, Giacomo Manzù und Hans Purrmann<br />

mit den Motiven „L'arbre bleu et le coq rouge“,„Sitzende<br />

Frau“, „Stehende Frau“, „Gesicht“, „Der Tod“ und „Viso“ für<br />

den ehemaligen Direktor des Haus der Kunst Peter A. Ade<br />

bemalt wurden. Geschätzt waren sie einzeln auf 400 bis 800<br />

Euro. Auf Wunsch eines Kunden wurden sie zusammen aufgerufen<br />

und kosteten als Ensemble 9.000 Euro. Der Keramikteller<br />

„Banderilleros“ von Pablo Picasso von 1959 war einem<br />

Liebhaber dagegen 4.000 Euro wert. 8.500 Euro hatte der<br />

neue Besitzer des Lorenz Quaglio-Bildes „Bäuerliches Fest“<br />

aufzubringen. Bei den Altmeistergemälden überzeugte Jan<br />

Peeters Ölgemälde „Schiffe bei stürmischer See“ von 1668<br />

mit einem Zuschlagpreis von 6.300 Euro. Die „Heuernte bei<br />

Leutstetten“ von Eduard Schleich d. Ä. fand für 4.800 Euro<br />

Gefallen. Zum Aufruf kamen aber auch mannigfaltige Objekte<br />

aus dem Nachlass des Regisseurs, Kostüm- und Bühnenbildners<br />

Pet Halmen (Oper New York, Mailand, Hamburg,<br />

München,Wien etc.), der im Frühjahr 2012 verstorben ist. Halmen<br />

war ein großer Napoleon-Verehrer. So besaß er neben<br />

vielen anderen eine französische Kaminuhr mit einer stehenden<br />

Figur des Herrschers aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts,<br />

die dann bei 2.000 Euro zugeschlagen worden ist.<br />

Über vierzig Positionen Wedewood-Keramik kamen neben<br />

Daktyliotheken und Gipsnachgüssen von antiken Figuren<br />

und Büsten von Schinkel, Napoleon, Goethe und Schiller<br />

unter den Hammer (Zuschläge 750 Euro bis 2.000 Euro).<br />

TELEFON | 089/23886890<br />

INTERNET | www.artauktionen.com<br />

TELEFON | 08382/93020<br />

INTERNET | www.zeller.de<br />

Sammelleidenschaft<br />

Art & Auktionen Scheublein, München<br />

Art & Auktionen Scheublein hat mit einer Zuschlagsquote<br />

von 87 Prozent erfolgreich die 18. Auktion (September 2012)<br />

abgeschlossen. Highlight war eine abstrakte Komposition in<br />

Öl auf Leinwand von Karl Korab, die zu einem Preis von 12.000<br />

Euro nach Österreich ging. Aufsehen erregten sieben Nymphenburger<br />

Porzellanteller, die von Marc Chagall, Emilio<br />

Ein Teil der Objekte aus dem Nachlass des Regisseurs Pet Halmen,<br />

u. a. Voltaire, Gips (Zuschlag 1.500 Euro); Modell-Guillotine<br />

(Zuschlag 1.300 Euro); Modell des Flaminio-Obelisken (Zuschlag<br />

1.000 Euro); Korallenbäumchen (Zuschlag 900 Euro); Paar Kerzenleuchter<br />

nach Modell von Karl Friedrich Schinkel (Zuschlag 750<br />

Euro). Art & Auktionen Scheublein, München, September 2012


Wir schätzen Ihre Kunst ...<br />

... und bieten Ihnen die bestmögliche Plattform für die Einlieferung<br />

Ihrer hochwertigen Kunstobjekte, die wir zu Spitzenpreisen versteigern.<br />

Otto Dix, 1959<br />

Bedeutendes Glasfenster<br />

Erlös: 19.000 EUR<br />

Andries Benedetti, circa 1640<br />

Stillleben mit Früchten und Geschirr<br />

Erlös: 41.000 EUR<br />

Reinhold Nägele, 1931<br />

Einweihung des Kriegerbrunnens Esslingen<br />

Erlös: 36.000 EUR<br />

St. Petersburg, 1825-1855<br />

Großes Vasenpaar<br />

Erlös: 50.000 EUR<br />

217. Auktion<br />

Moderne & Zeitgenössische Kunst<br />

Auktion: Freitag, 17. Mai 2013<br />

218. Auktion<br />

Kunst & Antiquitäten<br />

Auktion: Samstag, 18. Mai 2013<br />

Vorbesichtigung: 12.5. - 17.5.2013<br />

DR. FISCHER<br />

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Aelteste Volkstedter<br />

Porzellanfabrik, Volkstedt, 1921<br />

Zwei bedeutende Jahreszeitenfiguren<br />

Erlös: 35.000 EUR


6<br />

Tierleben<br />

Kunst & Kuriosa, Heidelberg<br />

Andy Warhol, Einkaufstüte, Campbells Tomato soup, unsigniert<br />

(Zuschlag bei 950 Euro). September 2012, Henry’s, Mutterstadt<br />

Einkauf mit Andy<br />

Henry’s, Mutterstadt<br />

In der Ohne Limit-Auktion vom Mutterstädter Versteigerer<br />

Henry’s im September letzten Jahres gab es eine braune Einkaufstüte<br />

mit dem Campbells Tomato Soup-Motiv von Andy<br />

Warhol zu ersteigern. Unsigniert kostete die Warhol-Tasche<br />

950 Euro. In der Auktion mit alter und moderner Kunst überzeugte<br />

eine Ansicht von Karl Weysser, die sich ein Bieter erst<br />

bei 17.000 Euro sichern konnte. Das Ölgemälde zeigt malerisch<br />

gekonnt das Treiben auf einer Dorfstraße unterhalb<br />

einer Burg. Limitiert war das 50 x 40 cm kleine Bild auf 1.200<br />

Euro. Die große Meißen-Pendule, die in der Auktion Glas, Porzellan<br />

& Keramik angeboten war, ist erst in der zweiten Hälfte<br />

des 20. Jahrhunderts angefertigt worden. Ihr reich bemaltes<br />

Porzellangehäuse zieren nicht nur applizierte Blumen<br />

und Blätter, sondern vier vollplastische Putti, die als Allegorien<br />

auf die Jahreszeiten jeweils mit den Attributen für<br />

Frühling, Sommer, Herbst und Winter ausgestattet sind.<br />

Zugeschlagen wurde die Uhr bei 5.800 Euro. Ihr Limitpreis<br />

betrug 3.200 Euro. Ausschließlich mit Zeitmessern beschäftigte<br />

sich die Auktion <strong>Sammler</strong>uhren Ende September. Eine<br />

Herrenarmbanduhr von A. Lange & Söhne Ref. 102.002, deren<br />

Erhaltungszustand gut war, wurde über Limit bei 9.800 Euro<br />

zugeschlagen. Etwas günstiger kam die IWC Da Vinci mit<br />

ewigem Kalender, Referenz 3750. Sie kostete 8.500 Euro.<br />

TELEFON | 06234/80110<br />

INTERNET | www.henrys.de<br />

Netsuke, Spielender Hund mit Ball, Elfenbein, Japan 19. Jahrhundert<br />

(Zuschlag 1.200 Euro). Kunst & Kuriosa, Heidelberg, September 2012<br />

Eine große Asiatika-Sammlung und Tierkunst aus der fast<br />

fünfzigjährigen Geschichte der Heidelberger Galerie G<br />

kamen zur Jubiläumsauktion von Kunst & Kuriosa im September<br />

2012 zum Aufruf. Zur 250. Versteigerung des Hauses<br />

reiste sogar eine Gruppe aus China an, die sehr an der Asiatika-Offerte<br />

interessiert war. Zu deren Schätzen gehörte eine<br />

aus Edelkoralle geschnitzte Berglandschaft (Zuschlag 3.600<br />

Euro), eine Buddha-Figur aus Bronze (4.000 Euro) sowie viele<br />

Netsuke. Deren Aufrufe lösten regelmäßige Bieterschlachten<br />

aus. So wurden für die elfenbeinernen Darstellungen<br />

eines spielenden Hundes 1.200 Euro und die eines Mannes,<br />

der auf seinem Rücken einen Knaben trägt, 1.900 Euro geboten.<br />

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Tierkunst von<br />

Wilhelm Kuhnert, Manfred Schatz und Norbertine von<br />

Bresslern-Roth sowie viele weitere Objekte aus der Heidelberger<br />

Galerie G. Daran waren sowohl viele Stammkunden<br />

aus der Region, aber auch Galerien und Privatpersonen aus<br />

aller Welt interessiert. Bleistiftzeichnungen von Wilhelm<br />

Kuhnert wurden bei 1.000 bis 1.700 Euro zugeschlagen.<br />

Seine Ölgemälde kosteten 1.200 bis 7.600 Euro. Kuhnerts<br />

Aquarell „Gorilla“, das schon in Brehms Tierleben 1916 veröffentlicht<br />

war, lag bei 1.500 Euro. Als ein Höhepunkt war sein<br />

originaler Holzdruckstock angekündigt, der ein Löwenpaar<br />

beim Mahl zeigt, und der schließlich für 3.000 Euro versteigert<br />

wurde. Die großformatigen, hyperrealistischen Ölgemälde<br />

von Manfred Schatz, die sich vorwiegend mit Tierdarstellungen<br />

in spektakulären Landschaften beschäftigen,<br />

wurden zwischen 1.500 und 3.300 Euro zugeschlagen. Für<br />

die österreichische Malerin und Grafikerin Norbertine von<br />

Bresslern-Roth hatten sich im Vorfeld bereits viele Telefonbieter<br />

angekündigt. Weltweit gilt die Künstlerin als bedeutendste<br />

Tierdarstellerin der Gegenwart,<br />

was sich auch an den Preisen<br />

für ihre Aquarelle und Gouachen<br />

von bis zu 8.500 Euro<br />

ablesen ließ. Zur Offerte mit<br />

Alter und Neuer Kunst zählte<br />

das Aquarell „Kairo“ von Themistokles<br />

von Eckenbrecher<br />

(1.900 Euro). Die Venedigansicht<br />

von Konstantin<br />

Ivanovic Gorbatov von<br />

1925 rief reges Interesse<br />

bei den russischen<br />

Bietern hervor.<br />

Der Meistbietende<br />

bekam die<br />

Gouache schließlich<br />

für 6.100<br />

Euro.<br />

TELEFON |<br />

06221/6479594<br />

INTERNET |<br />

www.kunst-undkuriosa.de


Gunter Sachs: „Ibiza“<br />

Eine von 150 Positionen aus den<br />

Sparten Fotografie und Grafik<br />

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Russischer Kammerherren-Schlüssel<br />

Taschenuhr Girard & Co. Geneve<br />

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8<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Wertvolles auf Papier<br />

Karl & Faber, München<br />

Bastet, altägyptische Katzengöttin, Bronze, ptolemäische Epoche<br />

(Zuschlag 13.500 Euro). Schuler, Zürich, Dezember 2012<br />

Triumph der Göttinnen<br />

Schuler, Zürich<br />

Äußerst erfolgreich verlief für Schuler die September-Auktion.<br />

Arbeiten auf Papier und Gemälde wurden von den Anwesenden<br />

und den Telefonbietern hoch geschätzt.Besonders<br />

begehrt waren zwei Werke des deutschen Künstlers Otto<br />

Freundlich (1878-1943).Eine seiner Gouachen konnte für<br />

30.000 Schweizer Franken, seine Komposition in Tempera für<br />

60.000 Franken zugeschlagen werden. Für spontanen<br />

Applaus im Saal sorgte die Versteigerung eines weiteren<br />

Werks aus derselben Provenienz wie die Kompositionen von<br />

Freundlich: der „Triumph der Galatea“.Um das Ölgemälde lieferte<br />

man sich ein erbittertes Gefecht.Der Hammer fiel<br />

schließlich erst bei 170.000 Franken und erzielte somit mehr<br />

als das Zehnfache des oberen Schätzpreises.Es ist wahrscheinlich,<br />

dass es von der Hand eines deutschen Künstlers stammt,<br />

der Mitte des 17.Jahrhunderts in Italien tätig war.<br />

Sehr zufrieden zeigt sich Philippe Schuler auch mit dem<br />

Gesamtergebnis der Dezemberauktion.Besonders erfreulich<br />

war für das Zürcher Haus der Zuschlag für einen seltenen Solitaire-Ring<br />

mit einem Brillanten von 17.986 Karat, der für<br />

340.000 Franken einen neuen Besitzer fand. Den hoch spezialisierten<br />

Kundenkreis für Antiken begeistere die Bronzefigur<br />

der ägyptischen Katzengöttin Bastet.Die außergewöhnlich<br />

große Bronzestatuette aus der ptolemäischen Epoche ging<br />

deshalb auch nicht ganz überraschend für 13.500 Franken in<br />

den englischen Handel.Bei der Versteigerung eines Temperabildes<br />

der Madonna mit Kind eines umbrischen Meisters (um<br />

1505) kam es erwartungsgemäß zum Schlagabtausch zwischen<br />

mehreren Interessenten, der schließlich in einem spannenden<br />

Duell endete.Der Hammer fiel bei 43.000 Franken.<br />

TELEFON | +41(0)43/3997010<br />

INTERNET | www.schulerauktionen.ch<br />

Siebzig Prozent der Schätzpreise konnte die Herbstauktion<br />

Alte Meister und Kunst des 19. Jahrhunderts bei Karl & Faber im<br />

Oktober einspielen – ein mehr als guter Erfolg.Ein barocker<br />

Freskoentwurf des Augsburger Künstlers Johann Georg Dieffenbrunner<br />

in schwarzer und grauer Feder vervierfachte seine<br />

ursprüngliche Schätzung und wurde für 34.160 Euro weitergegeben.In<br />

einer frühen Kreidezeichnung hatte Hans Sebald<br />

Beham Kaiser Maximilian I.nach dem berühmten Ölgemälde<br />

Albrecht Dürers porträtiert, der Hammer fiel hier bei 15.000<br />

Euro.Im Bereich der Ölgemälde, der viele Zuschläge oberhalb<br />

der Schätzungen verzeichnete, erlangte eine impressionistische<br />

Freiluftszene rastender Zigeuner von Carl Spitzweg den<br />

seit langem höchsten Zuschlag für eines seiner Zigarrenkistenbilder<br />

(Ergebnis 48.800 Euro). Christian Friedrich Malis<br />

sommerliche Landschaftsaufnahme von der Chiemseer Fraueninsel<br />

wurde schließlich zum Überraschungserfolg: Gleich<br />

mehrere Telefonbieter fochten um das kleine Gemälde und als<br />

der Hammer bei 31.000 Euro fiel, hatte sich die ursprüngliche<br />

Schätzung von 2.300 Euro mehr als verzehnfacht. Abgerundet<br />

war das Angebot von einer Reihe hochwertiger Papierarbeiten<br />

des 19.Jahrhunderts, darunter eine späte, lavierte Kreidezeichnung<br />

des Nazareners Friedrich Overbeck, die mit zugeschlagenen<br />

15.500 Euro in eine amerikanische Sammlung<br />

wechseln wird.Wie oft bei Karl & Faber kamen gleich mehrere<br />

Arbeiten Johann Georg von Dillis zur Versteigerung: Die<br />

Eltern des Künstlers, festgehalten in Aquarell- und Gouachefarben,<br />

konnte sich ein Telefonbieter für seine Sammlung<br />

sichern (Ergebnis 11.590 Euro). Das bereits auf dem Katalogrücken<br />

abgebildete, frühe Aquarell eines Jägers mit seinen<br />

beiden Hunden ging schließlich – hart umkämpft – mit einem<br />

Ergebnis von 15.860 Euro an die wohl größte deutsche Sammlung<br />

für Papierarbeiten des 18.und 19.Jahrhunderts.<br />

TELEFON | 089/221865<br />

INTERNET | www.karlundfaber.de<br />

Friedrich Overbeck, Kreide (Zuschlag 15.500 Euro). Karl & Faber,<br />

München, Oktober 2012


10<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Aus fürstlichen<br />

Waffenkammern<br />

Hermann Historica, München<br />

Harnische aus der Sammlung Klingbeil waren vor der Versteigerung<br />

in der Residenz München ausgestellt. Hermann Historica,<br />

München, Oktober 2012<br />

The Art of Protection hieß die Versteigerung der Sammlung<br />

Karsten Klingbeil, die weltgrößte private Sammlung alter<br />

Waffen, deren erster Teil 2011 in Kooperation mit Pierre Bergé<br />

& Associés in Brüssel durchgeführt wurde und aus der weitere<br />

116 Positionen im Münchner Stammhaus von Hermann<br />

Historica zur Herbstauktion 2012 zum Aufruf kamen. Bieter<br />

aus aller Welt waren angereist und schon die Vorbesichtigung<br />

im würdigen Umfeld in der Münchner Residenz erwies<br />

sich als wahre touristische Attraktion. Daran anschließend<br />

wurden vor vollbesetztem Saal, als auch mit reger Beteiligung<br />

an den Telefonen und online ausgezeichnete Ergebnisse<br />

für die teils einmaligen Belegstücke der Kunstfertigkeit<br />

vergangener Rüstungs- und Waffenschmiede erzielt. Nach<br />

Einschätzung des Leiters des Departments Old Arms and<br />

Armour, Robert Weis, bewies sich erneut der anhaltende<br />

Trend zu hochqualitativen Stücken mit namhafter Provenienz.<br />

So erreichten gerade die Toplose wie Harnische aus<br />

fürstlichen Waffenkammern beachtliche Zuschläge. Der Preis<br />

für einen in originaler Vollständigkeit überaus seltenen norddeutschen<br />

Feldharnisch (um 1550-60) mit elegant geformtem<br />

geschlossenem Helm lag bei 150.000 Euro, ein eindrucksvoller<br />

Turnierharnisch, ausgestattet mit Verstärkungsplatten<br />

für den Einsatz im Wellschen Gestech, für den die Provenienz<br />

der Sammlung Rutherfurd Stuyvesant belegt ist,<br />

fand für 100.000 Euro einen neuen Besitzer. Nicht minder<br />

groß war das Interesse des internationalen Fachpublikums<br />

an raren Helmen und seltenen Rüstungsteilen. Die italienische<br />

Beckenhaube mit Visier aus dem frühen 15. Jahrhundert,<br />

eine so genannte Hundsgugel, ist ein Belegstück für einen<br />

äußerst seltenen Typus, von dem sich weltweit nur wenige<br />

Exemplare erhalten haben. Für seine Taxe von 40.000 Euro<br />

bereichert er nun eine neue Sammlung. Von namhafter, teils<br />

fürstlicher Provenienz, überzeugten die Waffen, darunter ein<br />

Rapier der Trabanten-Leibgarde der Fürsten von Sachsen aus<br />

dem frühen 17. Jahrhundert.Taxiert wurde es auf 18.000 Euro,<br />

verkauft mit 28.000 Euro. Ein Paar langer Luxus-Steinschlosspistolen<br />

mit Elfenbeinschäften wurde von Christoph Tressler<br />

in Lindau um 1670 gefertigt. Die kostbar dekorierten Waffen<br />

mit Läufen aus feuervergoldeter Bronze, Silberring, Silbereinlagen<br />

und Vollschäften aus Elfenbein belegen die Kunstfertigkeit<br />

der Büchsenmacher ihrer Zeit und mussten ihrem<br />

neuen Besitzer dann auch 60.500 Euro wert sein.<br />

Blankwaffen von der Antike bis zum 19. Jahrhundert, erlesene<br />

Kunstkammerobjekte, Memorabilien berühmter Persönlichkeiten<br />

sowie Belege russischer Historie dominierten die 65. Auktion<br />

mit rund 5.400 Sammlungsstücken des Spezial-<strong>Auktions</strong>hauses.<br />

Bereits vor der Versteigerung war die Steinschlossflinte<br />

aus Tula aus dem persönlichen Besitz der Zarin Elisabeth<br />

Petrovna (1709-62) in Fachkreisen ausgiebig diskutiert worden.<br />

Aufgerufen mit 60.000 Euro, fanden die Seltenheit, die belegbare<br />

Provenienz sowie die museale Bedeutung der mit Eisenschnitt<br />

versehenen, aufwändig gravierten und vergoldeten<br />

Waffe ihren Niederschlag in dem Ergebnis von 145.000 Euro.<br />

„Seit Jahren sind die Preise für hochqualitative ausgewählte<br />

Stücke aus Russland, besonders wenn sie aus alten Sammlungen<br />

neu auf den Markt gelangen, auf erfreulich hohem Niveau<br />

stabil“, resümiert Thomas Rief, Geschäftsführer und Miteigentümer<br />

der Hermann Historica den erfolgreichen Verlauf der<br />

Militaria-Auktion. So wundert auch nicht, dass ebenfalls für die<br />

russischen Orden Rekordpreise erzielt wurden. 63.000 Euro, bei<br />

einer Taxe von 7.000 Euro, war einem Bieter das Ordenskreuz 2.<br />

Klasse mit Krone des St. Anna-Ordens wert. Im Bereich des<br />

Jagdlichen und des Kunsthandwerks war wie in den vergangenen<br />

Jahren die Nachfrage des internationalen Publikums<br />

besonders nach Kunstkammerobjekten und historischen Jagdtrophäen<br />

ungebrochen. Mit einer goldenen, brillantenbesetzten<br />

Miniaturkassette aus dem 20. Jahrhundert kam eine exakte<br />

Kopie eines Eisenkästchens aus dem 17. Jahrhundert für<br />

15.600 Euro zur Versteigerung. Aus dem Reich der Mitte stach<br />

ein mit reicher Symbolik versehener Rhinozeroshornbecher<br />

aus dem 18. Jahrhundert ins Auge. Das sehr ansprechende Beispiel<br />

eines Lotusbouquet-Bechers ist vollständig in Form eines<br />

Gebindes aus Lotusblüten und Lotusblättern sowie Hirse und<br />

Pfeilkraut beschnitzt. Reinheit, Großzügigkeit und Überfluss in<br />

Zeiten der Not sind die in der Schnitzerei symbolisierten Werte.<br />

Die einmalige, karamell- bis bernsteinfarbene Arbeit wurde für<br />

24.000 Euro verkauft.<br />

TELEFON | 089/54726490<br />

INTERNET | www.hermann-historica.com


Jeden Freitag, 18:00 Uhr<br />

ONLINE AUKTIONEN<br />

auctionata.com/auktion


12<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

RDR, Ferdinand III, 1625-1657, 40 Dukaten 1629, Prag (Zuschlag<br />

360.000 Euro). Künker, Osnabrück, Oktober 2012<br />

Sextus Pompeius Magnus Pius, Römische Republik, Aureus (Ergebnis<br />

161.000 Euro). Gorny & Mosch, München, Oktober 2012<br />

Krönungsmünze<br />

Künker, Osnabrück<br />

Das <strong>Auktions</strong>jahr 2012 ging für die Firma Künker glänzend zu<br />

Ende: Ende Oktober wurde ein Gesamtzuschlag von 12,3 Millionen<br />

Euro erzielt – gut 76 Prozent mehr, als die Gesamttaxe<br />

für die vier vorgelegten Kataloge erwarten ließ. Den größten<br />

Anteil an dem <strong>Auktions</strong>erfolg hatte zweifelsohne der Katalog<br />

mit dem vierten und letzten Teil der Sammlung des Schweden<br />

Julius Hagander. Die 377 Nummern ließen die Taxen im<br />

Schnitt um über hundertzehn Prozent hinter sich und kamen<br />

auf rund 1,7 Millionen Euro. Gemessen an den Zuschlägen hat<br />

Christina den größten Zuspruch erfahren: Die Königin mit der<br />

scharf geschnittenen Nase und den großen Augen erzielte<br />

für ihre zehnfachen, nur in extrem wenigen Exemplaren<br />

bekannten Dukaten von 1644 und 1645 aus der Münzstätte<br />

Riga 110.000 und 120.000 Euro. Die Schätzungen waren von<br />

jeweils 30.000 Euro ausgegangen.<br />

Absoluter Höhepunkt der beiden Osnabrücker Tage war ein<br />

fast 140 Gramm schweres Goldstück zu 40 Dukaten, 1629 in<br />

Prag auf die böhmische Krönung von Ferdinand III geprägt<br />

und vermutlich einziges im Handel verbliebenes Exemplar.<br />

Im Katalog stand das vorzügliche Stück mit 150.000 Euro, der<br />

Hammer fiel erst bei 360.000 Euro. Künker hat von der<br />

umfangreichen Sammlung Vogel im Dezember 2011 und im<br />

Juni 2012 die ersten Teile aufgelöst, jetzt folgten mit Teil 3<br />

Goldraritäten und Teil 4 Hamburger Münzen und Medaillen.<br />

Darunter zwei Goldmedaillen im Gewicht von 7 Dukaten, die<br />

ein glückloser Aspirant auf das Amt des Stempelschneiders<br />

der Münze Hall privat anfertigte, um seinen potentiellen Arbeitgeber<br />

Erzherzog Karl zu beeindrucken. Das erste Stück,<br />

eine Nachahmung des ersten Guldiners stieg von 80.000 auf<br />

140.000 Euro, das zweite Beispiel, eine Nachprägung der berühmten<br />

Hochzeitmünze Maximilians mit Maria von Burgund,<br />

von 25.000 auf 180.000 Euro. Russland ist seit einigen<br />

Jahren ein starkes Sammelgebiet. Die Bandbreite der russischen<br />

Münzen und Medaillen reichte wieder von Kupfer über<br />

Silber bis Gold. Ein Rubel 1729 des Zaren Peter I., auf 1.500 Euro<br />

geschätzt, wurde für 16.000 Euro zugeschlagen. Sozusagen<br />

standesgemäß fiel das Ergebnis für ein 25-Rubel-Stück<br />

(2 1/2 Imperial) des letzten Zaren aus dem Jahr 1908 aus: Taxe<br />

80.000 Euro, Zuschlag 145.000 Euro.<br />

TELEFON | 0541/962020<br />

INTERNET | www.kuenker.de<br />

Aureus des Pompeius<br />

Gorny & Mosch, München<br />

Vom Goldstater des Königs Kroisos für 63.250 Euro bis zum<br />

Münzsatz der Volksrepublik China für 20.700 Euro war bei<br />

Gorny & Mosch im Oktober alles begehrt. Toppstück war ein<br />

Aureus des Pompeius für 161.000 Euro. Der Run auf bleibende<br />

Werte hat sich in den letzten Jahren ständig verstärkt. Auch<br />

die jüngste Auktion zeigte, dass derzeit besonders gerne in<br />

numismatische Kostbarkeiten investiert wird. Die Preise<br />

waren durchgängig hoch, ob bei den antiken oder den modernen<br />

Münzen, ob bei Spitzenobjekten im sechsstelligen<br />

Bereich oder bei normalen Prägungen für wenige Hundert<br />

Euro. Schönheit, das ist und bleibt das entscheidende Kriterium,<br />

nach dem <strong>Sammler</strong> griechische Münzen bewerten. Das<br />

war gut zu beobachten an zwei Stateren der Delphischen<br />

Amphiktionie, geprägt um 346. Während das erste, vorzügliche<br />

Stück mit feinster Patina von seiner Schätzung mit<br />

25.000 Euro auf 57.500 Euro (inkl. Aufgeld) kletterte, blieb das<br />

zweite, nicht so perfekte Stück bei seinem Ausruf von 9.200<br />

Euro hängen. Der Käufer wird sich gefreut haben. Er hat eine<br />

Rarität für einen mehr als günstigen Preis erhalten. Der Nahe<br />

und Ferne Osten findet immer mehr Interesse, so überrascht<br />

auch nicht das Ergebnis für eine unike Drachme des Bivasar,<br />

eines Herrschers der Afrighiden, der in Choresmien um 300<br />

bis 350 regierte. Das mit 1.600 Euro geschätzte Stück wurde<br />

für 10.925 Euro verkauft. Doch zu den richtig großen Überraschungen<br />

kam es erst bei den Römern. In herausragender<br />

Erhaltung bringt römisches Gold zur Zeit unglaubliche Resultate.<br />

So realisierte ein Porträt-Aureus des Sextus Pompeius<br />

statt der geschätzten 40.000 Euro 161.000 Euro und wurde so<br />

zum teuersten Stück. Die Sammlung Oberländer mit Elektronmünzen<br />

vom 1/192 Stater bis zum Stater war dann wieder<br />

etwas für die <strong>Sammler</strong>, die mit begrenzten Mitteln haushalten<br />

mussten. Obwohl auch da einige Kunden mehr ausgaben<br />

wie gedacht, so für einen frühen Elektronstater aus Milet. Die<br />

seltene Variante wechselte mit 8.050 Euro den Besitzer<br />

(Schätzung 1.500 Euro). Will man das Ergebnis der Antiken<br />

Münzen zusammenfassen, dann muss man betonen, dass<br />

gerade im lange vernachlässigten Mittelsegment wieder<br />

deutliche Zuwächse zu verzeichnen sind. Der Gesamtzuschlag<br />

lautete rund 740.000 Euro.<br />

TELEFON | 089/24226430<br />

INTERNET | www.gmcoinart.de


14<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Zarte Schönheiten<br />

Dr. Fischer, Heilbronn<br />

In der Glasauktion im Oktober machte Dr. Fischer mit seiner<br />

Offerte an Formglas einmal mehr deutlich, dass auch altes<br />

Glas immer noch gefragt ist. So erfüllte eine venezianische<br />

Fußschale (17./18. Jahrhundert) mit 7.600 Euro voll und ganz<br />

die Erwartungen (Aufrufpreis 6.000 Euro). Außerdem erfreute<br />

sich die Sparte des Farbglases regen Interesses, so dass<br />

kaum ein Stück zurückging. Einen Becher aus weißem Alabasterglas<br />

mit blauem Überfang aus Böhmen kaufte sich ein<br />

österreichischer <strong>Sammler</strong> für 3.200 Euro. Wie immer qualitätvoll<br />

und umfangreich war das Jugendstilglas. Eine Zierhenkelvase<br />

von Gallé mit im Schnitt ausgeführtem Dekor<br />

einer japanischen Landschaft wurde für 6.400 Euro verkauft.<br />

Dicht gefolgt von einer Schönheit aus Glas, meisterlich in zarten<br />

Grüntönen kombiniert mit roséfarbenen Klematisblüten<br />

gefertigt von Burgun, Schverer & Co.,<br />

die einem deutschen <strong>Sammler</strong><br />

15.200 Euro wert war. Auch Werke<br />

der Daum Frères erzielten mit<br />

10.000 Euro hohe Preise. Bei den<br />

Stängelgläsern stach ein Weinglas<br />

heraus, das in seiner Qualität und<br />

Seltenheit entsprechend einen Preis<br />

von knapp 7.000 Euro erreichte. Es<br />

wurde nach dem Entwurf von Otto<br />

Prutscher 1906 von Meyr's Neffe<br />

produziert. Der preisliche Höhepunkt<br />

war beim italienischen Glas<br />

zu finden: „Zanfirico“ von Dino Martens<br />

erlöste 21.000 Euro (Aufruf<br />

11.000 Euro). Seine Vase „Oriente“<br />

steigerte ein deutscher <strong>Sammler</strong><br />

für 8.300 Euro. Aus der Privatsammlung<br />

Klaus Mühlstroh versteigerte<br />

man in einem zweiten<br />

Teil Studioglas und Asiatika.<br />

Äußerst beliebt waren chinesische<br />

Rollbilder, die mit Zuschlägen im<br />

fünfstelligen Bereich bedacht<br />

wurden. Das enorme Interesse<br />

chinesischer Bieter ermöglichte<br />

immense Preissteigerungen.<br />

Den höchsten Zuschlag bekam<br />

Lu Yanshaos Tuschebild. Die<br />

Landschaft mit Wasserfällen<br />

von 1979 ließ einen europäischen<br />

<strong>Sammler</strong> zu 48.000<br />

Euro hinreißen.<br />

TELEFON | 07131/155570<br />

INTERNET |<br />

www.auctions-fischer.de<br />

Dino Martens, Vase „Zanfirico“, Aureliano Toso, Murano, um<br />

1957/58 (Erlös 21.000 Euro). Dr. Fischer, Heilbronn, Oktober 2012<br />

Peder Mork Mønsted (Grenaa 1859-1941 Fredensborg), Sommerliche<br />

Flusslandschaft, 1911 (Zuschlag 17.500 Euro). Soester <strong>Auktions</strong>haus,<br />

Oktober 2012<br />

Gemalte Natur<br />

Soester <strong>Auktions</strong>haus<br />

Im Herbst 2012 erzielte man im Soester <strong>Auktions</strong>haus mit der<br />

Versteigerung des Gemäldes „Sommerliche Flusslandschaft“<br />

des skandinavischen Künstlers Peder Mork Mønsted den Spitzenpreis<br />

der Auktion. Mønsted (Grenaa 1859-1941 Fredensborg)<br />

schuf in seinem Bild, das 1911 entstanden ist, eine naturalistische<br />

Atmosphäre, die dem Betrachter zeitweilig die Illusion<br />

gibt, er sehe aus dem Fenster auf eine tatsächlich existierende<br />

Landschaft. Zahlreiche Bieter an den Telefonen trieben<br />

den Preis in kürzester Zeit auf einen fünfstelligen Betrag. Der<br />

Hammer fiel schließlich bei 17.500 Euro. Es war das unangefochtene<br />

Highlight des Abends. Zwei Gemälde des italienischen<br />

Genremalers Jules Zermati (1880-1920) wurden bei<br />

1.800 Euro zugeschlagen, ein Blumenstillleben mit Pfingstrosen<br />

des Partenkirchners Carl Reiser (1877-1950) für 1.200 Euro<br />

sowie eine Darstellung tanzender Putten aus dem Jahr 1605<br />

von Francesco Albani (Bologna, 1578-1660) für 1.400 Euro.<br />

Erfreuliche Ergebnisse konnte man auch beim Porzellan verzeichnen.<br />

Ein Meißener Roter Drachen-Kaffeeservice fand für<br />

1.100 Euro einen neuen Besitzer. Die Meißener Figur eines Hufschmieds,<br />

die 1740/60 von Jochen Joachim Kaendler entworfen<br />

wurde, wurde mit 1.400 Euro verkauft. Sechs Kuchenteller<br />

der Königlichen Porzellanmanufaktur mit dem Motiv des<br />

Breslauer Stadtschlosses wurden bei 1.700 Euro zugeschlagen.<br />

Ein Kollier mit Brillantbesatz aus der Zeit der Belle Epoque<br />

brachte 1.800 Euro. Für 1.300 Euro kam ein antiker Entouragering<br />

mit einem fürstlichen Monogramm aus der Zeit um 1800<br />

unter den Hammer. Auf den Aufruf der Möbel und Uhren<br />

mussten sich alle Bieter am längsten gedulden. Das Warten<br />

hatte sich gelohnt. Besonders beliebt waren Stücke aus Frankreich.<br />

Eine imposante Boulle-Pendule im Louis XIV-Stil ging für<br />

2.200 Euro und eine Kommode Napoleon III aus geschwärztem<br />

Mahagoni ging für 3.400 Euro an neue Besitzer.<br />

TELEFON | 02921/969470<br />

INTERNET | www.soester-auktionshaus.de


AUKTIONSHAUS WEIDLER<br />

seit 1980<br />

Öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator<br />

Top-Adresse für alle Sammlungsgebiete<br />

seit 1970 im Antiquitätenhandel<br />

Reservistenkrug Torpedodivision<br />

Wilhelmshaven 1911/14<br />

Zuschlag: 1750,- €<br />

Albrecht-Dürer-Platz 8, 90403 Nürnberg<br />

Tel. 0911 - 22 25 25 oder 22 25 45, Fax 0911 - 24 38 51<br />

auktionshausweidler@t-online.de<br />

www.auktionshausweidler.de<br />

Jährlich in neun Auktionen<br />

ca. 25.000 Positionen auf insgesamt 1500 qm<br />

Zwei Häuser im Herzen der Nürnberger Altstadt:<br />

Schmuck von 1750 bis heute<br />

Taschen-/Armbanduhren versch. Marken<br />

Münzen Gold/Silber – Orden<br />

Gemälde/Grafiken 16.-20. Jh. – Porzellan<br />

(Meissen, KPM, Rosenthal u.a.)<br />

Bronzefiguren – Silberwaren – Fayencen<br />

Altes Spielzeug (Blechspielsachen,<br />

Eisenbahnen, Puppen/-stuben u.a.) – Möbel<br />

Ikonen – Zinn-/Kupferwaren<br />

Designobjekte – Pelze (Zobel/Nerz u.a.)<br />

Glas – Holzfiguren – Musikinstrumente<br />

Jugendstil-/ Art Déco-Waren<br />

Teppiche – seltene Bücher – Briefmarken<br />

und Postkarten – Fränkische Kunst<br />

Oldtimer/KFZ/Motorräder u.v.m.<br />

Creussener Krug mit Planetendekor bez.<br />

„Joann. Christfr. Sagittarius Superint.<br />

Generalis Altenburg Anno 1668”<br />

(Theologe, lebte 1617-1689)<br />

Zuschlag: 8500,- €<br />

Herrenarmbanduhr GLASHÜTTE „Senator Panorama”<br />

Gehäuse/ Schließe GG 18ct. mit Mondphase<br />

und Datumsanzeige, Zuschlag: 6700,- €<br />

Ölgemälde um 1700/18.Jh. „Südliche Tempelruine mit Personenstaffage”<br />

Zuschlag: 4000,- €<br />

Faksimile „Das Buch von Lindisfarne”<br />

Vorzugsausgabe mit viktorian. Prachteinband<br />

Zuschlag: 4000,- €<br />

Wir versteigern ganze Nachlässe, komplette Sammlungen und Einzelstücke.<br />

Insolvenzen/Pfandgutversteigerungen, Auktionen von Schloss- und Villeninhalten.<br />

Einlieferungen jederzeit erbeten. Umfangreiche Kundenkartei.<br />

Geschäftszeiten: Mo.-Fr. 9.00-18.00 Uhr, Sa. 10.00-13.00 Uhr<br />

kompletter Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen im Internet.<br />

Eigene Kundenparkplätze vorhanden. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!


16<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Schlangenarmreif<br />

Cahn, Basel<br />

Zum zweiten Mal wurde die traditionelle Herbstauktion des<br />

<strong>Auktions</strong>hauses Cahn mit Kunst der Antike im November 2012<br />

während der Basel Ancient Art Fair (BAAF) abgehalten. Wie im<br />

vorangegangenen Jahr reagierten die <strong>Sammler</strong> mit Enthusiasmus<br />

auf die Möglichkeit, ihre Einkaufstour an der BAAF mit<br />

einem Abstecher zum Basler <strong>Auktions</strong>haus zu vervollständigen.<br />

An den Nachmittagen wurden niedrigpreisige Lose und<br />

die Basler Sammlung Suter mit antikem Glas versteigert. Hier<br />

konnten vor allem <strong>Sammler</strong> mit kleinerem Budget sowie der<br />

Kunsthandel von den konservativen Aufrufpreisen profitieren.<br />

So zeigte sich, dass prächtige Kunstwerke wie eine erlesene,<br />

bernsteinfarbene Rippenschale des 1. Jahrhunderts n. Chr. (verkauft<br />

für 4.560 Franken) oder die über fünftausend Jahre alte<br />

ägyptische Schminkpalette (4.680 Franken) durchaus erschwinglich<br />

sind. Eine einmalige Gelegenheit bot sich in den<br />

Abendauktionen mit dem Aufruf einer monumentalen<br />

Amphora des Exekias, einer der größten Vasenmaler rund 500<br />

v. Chr. Die Vase ist seit dem 19. Jahrhundert bekannt und ist<br />

das Schwesterstück eines Paares, das in einer Versteigerung in<br />

den Zwanzigerjahren getrennt worden ist. Als sie für 110.000<br />

Franken zugeschlagen wurde, konnte der zufriedene Auktionator<br />

dem Saal verkünden, dass nun die Vasen wieder in derselben<br />

Sammlung vereint sein würden. Spitzenlos des Abends<br />

war der 295 Gramm schwere, ägyptische Schlangenarmreif<br />

aus Gold der Sammlung Kofler aus Luzern. An fünf Telefonen<br />

und im Saal heiß umworben, ging er nach hitzigem Gefecht<br />

unter Applaus für 156.000 Franken an eine Bieterin im Saal.<br />

Weitere Objekte der Begierde waren die korinthische Oinochoe<br />

aus Bronze mit fein graviertem Dekor, die für über das<br />

Schlangenarmreif, Ägypten, Gold, 295 g (Ergebnis 156.000 Franken/Aufruf<br />

25.000 Franken). Cahn, Basel, November 2012<br />

siebenfache des Aufrufes verkauft wurde (120.000 Franken)<br />

und die marmorne Venus Pudica, die den Aufruf verfünffachte<br />

(52.800 Franken). Das Titelstück, ein römischer Satyr mit<br />

Weinschlauch, wechselte die Hand für 120.000 Franken und<br />

das äußerst seltene, frühkykladische Idol in Gestalt eines sitzenden<br />

Hafenspielers fand für 144.000 Franken einen neuen<br />

Besitzer.<br />

TELEFON | +41(0)61/2716755<br />

INTERNET | www.cahn.ch<br />

Carl Friedrich Gauss<br />

Reiss & Sohn, Königstein<br />

Bei Reiss & Sohn wurde das teuerste Objekt der Herbstauktionen<br />

im Rahmen der Sonderauktion Ausgewählte Werke<br />

veräußert. 85.000 Euro lautete das Ergebnis für die sehr<br />

frühe Reisebeschreibung von Fracanzano da Montalboddo<br />

aus dem Jahr 1508. Auch die anderen Zuschläge konnten sich<br />

sehen lassen. Der prächtig kolorierte und vollständige Kanonteil<br />

aus einem Pariser Missale aus der Zeit um 1540 wurde<br />

über seiner Schätzung von 20.000 Euro bei 38.000 Euro<br />

zugeschlagen. Auf jeden Fall erwähnenswert ist der sehr<br />

gute Preis von 40.000 Euro für ein altkoloriertes Exemplar<br />

von N. de Nicolays „Les quatre premiers livres“, erschienen<br />

1567 in Lyon. Ein Sammelband mit drei bedeutenden astronomischen<br />

Werken von J. Kepler konnte seine Schätzung mit<br />

44.000 Euro mehr als vervierfachen. Die wichtige medizinische<br />

Schrift „Peripateticarum quaestionum“ von A. Cesalpino<br />

fand ebenfalls für 44.000 Euro einen neuen Besitzer (Taxe<br />

20.000 Euro). An die hohen Zuschläge konnte auch die Versteigerung<br />

von 105 wissenschaftlichen Schriften aus der<br />

Sammlung des berühmten Göttinger Mathematikers Carl<br />

Friedrich Gauss anknüpfen, wobei die Schätzpreissumme insgesamt<br />

mehr als verdoppelt wurde. Besonders gefragt waren<br />

Werke, die seine ausführlichen handschriftlichen Einträge<br />

enthielten, wie Pfaffs „Programma inaugurale“ mit einer seiner<br />

Zeichnungen (Zuschlag 28.000 Euro) und Prasses „Usus<br />

logarithmorum“ mit ausführlichen Berechnungen im Innendeckel<br />

(Zuschlag 32.000). Babbage, der Vater der modernen<br />

Computertechnik versah sein Werk „On the influence of<br />

signs“ mit einer handschriftlichen Widmung für Gauss, der<br />

Rekordzuschlag für dieses besondere Exemplar war 30.000<br />

Euro. Auch die zweite Sonderauktion China und Japan mit<br />

ausgewählten Reisewerken verlief überaus erfolgreich. Für<br />

60.000 Euro zugeschlagen wurde van Linschotens „Voyages<br />

into ye Easte & West Indies“ aus dem Jahr 1598. 50.000 Euro<br />

brachte ein Exemplar der ersten englischen Ausgabe der<br />

„Historie of the kingdome of China“ von González de Mendoza<br />

mit Besitzerstempel von Prof. Charles Ralph Boxer. Sowohl<br />

die erste vollständige englische Ausgabe wie auch die<br />

deutsche Erstausgabe von Du Haldes berühmter Chinabeschreibung<br />

konnten ihre Schätzpreise mit Zuschlägen von<br />

16.000 Euro und 14.000 Euro übertreffen.<br />

TELEFON | 06174/92720<br />

INTERNET | www.reiss-sohn.de


18<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Postmoderne<br />

Herr, Köln<br />

Gottfried Helnwein, Duck III, Acryl auf Leinwand, 2003/2004<br />

(Zuschlag 26.000 Euro). Karbstein, Düsseldorf, November 2012<br />

Berühmteste Ente<br />

der Welt<br />

Karbstein, Düsseldorf<br />

Mehrere Bieter am Telefon waren äußerst engagiert als in<br />

der Auktion von Karbstein Anfang November 2012 das Großformat<br />

„Duck III“ von Gottfried Helnwein aufgerufen wurde.<br />

Den Zuschlag erhielt schließlich ein Bieter aus Österreich,<br />

der die kühle Darstellung der Comic-Figur für 26.000 Euro<br />

ersteigerte. An einen rheinischen Saalbieter ging das weißliche<br />

Kissenbild von Gotthard Graubner, das der Künstler in<br />

den Siebzigerjahren verschenkt hatte. Dieses Geschenk kostete<br />

den neuen Besitzer nun 10.000 Euro. „Weiße Pferde“,<br />

ein Farbholzschnitt von Erich Heckel, überzeugte einen Interessenten<br />

aufgrund seines äußerst satten Farbauftrags<br />

und seiner frühen Datierung. Ein Bieter aus Ostdeutschland<br />

setzte sich mit 17.000 Euro durch. Ein rheinischer Privatsammler<br />

sicherte sich ein Gemälde von Carl Jutz d. Ä., das<br />

sich seit rund neunzig Jahren im Besitz eines sächsischen<br />

Privatsammlers befand. Für 11.000 Euro konnte er die Darstellung<br />

von Federvieh nahe eines Schlosses mit nach Hause<br />

nehmen. Ebenfalls großes Interesse an Malerei des 19. Jahrhunderts<br />

hatten einige russische Bieter. Sowohl eine arkadische<br />

Landschaft mit Pfau (5.000 Euro) als auch eine Venedigansicht<br />

von Alfred Pollentine (4.500 Euro) hängen<br />

zukünftig in Russland. Ein <strong>Sammler</strong> aus Westfahlen erfreute<br />

sich an einem typischen Motiv aus der bayerischen Landeshauptstadt.<br />

Mit 10.000 Euro knapp unter Schätzung<br />

bedachte er die vielfigurige Szene „Am Münchner Viktualienmarkt“<br />

von Willy Lucas. Die in mediterrane Farben<br />

getauchte italienische Küstenszenerie von Caspar Scheuren<br />

hingegen konnte ihre Schätzung bestätigen und ging für<br />

7.000 Euro in eine rheinische Privatsammlung.<br />

Ab 1977 entwickelten die Schweizer Architekten und Designer<br />

Robert und Trix Haussmann, die als führende Vertreter der<br />

Postmoderne gelten, die Serie der sogenannten Lehrstücke,<br />

eine Möbelreihe von neun Objekten, die ironisch und illusionistisch<br />

mit dem Wesen der Form spielen. Das Lehrstück I steht<br />

unter dem Motto „Möbel als Architekturzitat“ und umfasst<br />

den Brücken-Schreibtisch, die Mauer-Kommode, die Tempel-<br />

Tische oder den Säulen-Schrank. Ein Brückenschreib-Tisch von<br />

Trix und Robert Haussmann, Teil einer von der Firma Röthlisberger<br />

editierten und limitierten Objektkollektion, wurde im<br />

November bei Herr in Köln im Rahmen der Design-Offerte für<br />

17.000 Euro über Limit ersteigert. Er stammt aus dem Privatbesitz<br />

von Teo Jakob, Designer, Mitbegründer des Swiss Design<br />

und Gründer der Firma teo jakob. Die Einzelergebnisse beim<br />

Design waren sehr gut, wie auch die Rondella-Tischleuchte von<br />

Christian Dell mit 5.200 Euro oder das 1923 erschienene Bauhaus-Buch<br />

mit 3.600 Euro zeigen. Die Verkaufsquote lag bei<br />

beachtlichen 73 Prozent. Insgesamt wurden 64 Prozent aller<br />

Lose verkauft. Der höchste Zuschlag wurde für eine Papierarbeit<br />

von Sigmar Polke gewährt, die nach langem Bieten bei<br />

32.000 Euro endete. Zahlreiche internationale Bieter interessierten<br />

sich auch für die Fotografie „Miles Davis“ von Anton<br />

Corbijn, so dass erst bei 11.000 Euro (Limit 2.000 Euro) der<br />

Hammer fiel. Beachtlich waren die Zuschläge im Bereich Möbel<br />

und Einrichtungen: 4.200 Euro wurden für einen großen Jacques<br />

Gruber-Spiegel, 5.000 Euro für eine Henry van de Velde<br />

zugeschriebene Garderobe und je 4.600 Euro für zwei Art<br />

déco-Standleuchten bezahlt. Für eine kleine Lötz-Vase in<br />

Kobaltblau mit Fadendekor wurden 4.800 Euro gezahlt. Eine<br />

besonders gute Verkaufsquote hatte der Silbersektor. Ein dreiteiliges<br />

Service von Tetard Frères steigerte sich auf 4.600 Euro,<br />

eine Schale von Sigvard Bernadotte entwickelte sich von 750<br />

Euro auf 3.800 Euro. Ebenfalls beliebt waren Bestecke. Das<br />

Modell Cactus nach einem Entwurf von Gundorph Albertus für<br />

Georg Jensen kostete 5.400 Euro, ein Besteck von Gebhard<br />

Duve für Franz Bahner sogar 6.900 Euro.<br />

TELEFON | 0221/254548<br />

INTERNET | www.herr-auktionen.de<br />

TELEFON | 0211/906161<br />

INTERNET | www.auktionshaus-karbstein.de Lehrstück 1 (Zuschlag 17.000 Euro). Herr, Köln, November 2012


20<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Schmuckes Ei<br />

Eppli, Stuttgart<br />

Edward Cucuel (1875-1954), „Graue Stimmung“ (Zuschlag 48.000<br />

Euro). Kastern, Hannover, November/Dezember 2012<br />

Schönheit am Wasser<br />

Kastern, Hannover<br />

Keine graue Stimmung herrschte, als das gleichnamige Bild<br />

von Edward Cucuel in der Winterauktion von Kastern zugeschlagen<br />

wurde. 48.000 Euro wurden für die Darstellung<br />

der jungen Frau am Wasser bezahlt. Der erwartet höchste<br />

Zuschlag der Auktion. Doch auch das weitere Programm<br />

konnte sich sehen lassen. Ein Segler auf hoher See des norddeutschen<br />

Malers Poppe Folkerts erlöste 14.500 Euro. Ein großes<br />

Gemälde des russischen Künstlers Stephan de Labwes<br />

aus dem Jahr 1846 ging für 11.000 Euro an einen <strong>Sammler</strong>.<br />

Sergey Vinogradows Bäuerin in idyllischer Landschaft von<br />

1916 erzielte 10.000 Euro. Im Angebot mit zeitgenössischer<br />

Kunst machte Stephan Balkenhols Holzfigur einen Sprung<br />

nach oben. Der „Mann mit hellbraunem Hemd und brauner<br />

Hose“ stieg von 25.000 auf 42.000 Euro und ging an einen<br />

Saalbieter. Das monochrome, großformatige Gemälde von<br />

Klaus Jürgen-Fischer wurde bei 6.000 Euro zugeschlagen.<br />

Zehn handkolorierte Kaltnadelradierungen der Dalí-Serie<br />

„Hippies“ wurden für 7.000 Euro verkauft. Im Skulpturen-<br />

Angebot sorgte das große Paar Girandolen mit orientalischen<br />

Damen für sehr reges Interesse. Erst bei 18.500 Euro fiel der<br />

Hammer. Die „Ballschlägerin“ von Emil Cauer wechselte für<br />

4.000 Euro den Besitzer. Die „Frau mit zwei Hunden“ (Les Gardiens)<br />

von Georges Gori wurde für 5.000 Euro versteigert.<br />

Eine sehr gute Arbeit von Hugo Lederer ist der Tafelaufsatz<br />

„Kentauren“, der 3.400 Euro kostete. Über 11.000 Euro zahlte<br />

der neue Besitzer für das 133-teilige Service „Zauberflöte" von<br />

Rosenthal nach dem Entwurf von Björn Wiinblad.<br />

TELEFON | 0511/851085<br />

INTERNET | www.kastern.de<br />

Eine dreiteilige Ikonostase, die Szenen aus dem Leben Christi<br />

sowie eine Reihe von Propheten und Vorvätern zeigt, gehörte<br />

zu den begehrtesten Objekten der Eppli-Auktion im Dezember.<br />

Die aus Ikonen zusammengesetzte Wand einer orthodoxen<br />

Kirche ist im 19. Jahrhundert entstanden und erzielte nach<br />

engagiertem Bietergefecht 6.500 Euro (Ausruf 1.800 Euro).<br />

Beim Kunsthandwerk überzeugte ein Schmuck-Ei mit floralem<br />

Emaildekor, welches wohl im 19. Jahrhundert in Moskau gearbeitet<br />

wurde; der Preis steigerte sich auf 2.800 Euro (Ausruf<br />

780 Euro). Für ein umfangreiches Silberbesteck mit Dekor<br />

„Augsburger Faden“ wurden 2.600 Euro bewilligt. In der Historikasparte<br />

standen Orden im Zentrum des Interesses. Sie stammen<br />

aus dem Nachlass des Generalmajors Alfred Thomas<br />

(1882-1959), welcher der königlich sächsischen Armee gedient<br />

hatte. Zu seinen Auszeichnungen gehörten unter anderem das<br />

Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern<br />

mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen sowie der<br />

königliche Militär St. Heinrichs-Orden (Ritterkreuz). Als Konvolut<br />

mit weiteren Orden kamen sie zusammen auf 5.160 Euro.<br />

Auch das Angebot an Vintage-Mode fand guten Zuspruch,<br />

allen voran Mäntel der Stuttgarter Pelzdesignerin Brigitte<br />

Herm-Binder. Ein Nerzmantel aus dieser Kürschner-Werkstatt<br />

wurde bei 4.000 Euro zugeschlagen, ein Trenchcoat aus Seidenpopeline<br />

mit Zobelbesatz bei 3.600 Euro. Ein Modell der<br />

begehrten Kelly Bag von Hermès, in diesem Fall aus dunkelbraunem<br />

Kalbsleder und mit goldenen Beschlägen, brachte<br />

2.600 Euro. Bei der kleineren Spezialversteigerung von Luxusaccessoires<br />

waren neben Schmuck und Uhren bekannter Marken<br />

ebenfalls die Handtaschen die Stars. Eine Kelly Bag von<br />

Hermès aus schwarzem Strukturleder und mit<br />

silberfarbenen Beschlägen wurde bei<br />

5.300 Euro zugeschlagen; eine große<br />

Schultertasche von Louis Vuitton, die<br />

in der Werbekampagne mit Madonna<br />

zum Einsatz kam und zu einer<br />

limitierten Auflage gehörte,<br />

brachte 3.200 Euro. Allerdings<br />

überwogen die dreistelligen<br />

Preisbereiche, so dass sich viele<br />

Modefetischisten daran beteiligten.<br />

Vintage-Mode ist eine der<br />

jüngsten Sparten im klassischen<br />

<strong>Auktions</strong>geschäft und hat sich international<br />

längst etabliert. Sie übt auf<br />

jüngere Kunden eine große Anziehungskraft<br />

aus und hat Wachstumspotenzial.<br />

TELEFON | 0711/2369442<br />

INTERNET | www.eppli.com<br />

Schmuck-Ei mit floralem Emaildekor, Höhe ca. 17,5 cm, wohl 19.<br />

Jahrhundert, Moskau (Ergebnis 2.800 Euro/Ausruf 780 Euro).<br />

Eppli, Stuttgart, Dezember 2012


22<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Angst vor Mäusen<br />

Kaupp, Sulzburg<br />

Die Kunstbranche ist und bleibt eine Achterbahnfahrt – nirgends<br />

wird dies so deutlich wie bei den Ergebnissen der<br />

Dezemberauktion von Kaupp. Mit Wunderkammer-Objekten<br />

aus der Frühzeit des Buchdrucks, die man sonst nur in Museen<br />

bestaunen kann, bis hin zu Werken der Modernen Kunst:<br />

Kaupps Offerten deckten nahezu alle Bereiche der Sammelleidenschaft<br />

ab. Dass die Farblithografien des tschechischen<br />

Jugendstil-Stars Alphons Mucha explosiv von 300 Euro auf<br />

26.000 Euro hochgeboten wurden, kam für Kaupp nicht unerwartet.<br />

Auch bereits angebahnt hat sich für das Sulzburger<br />

Team das Bietgefecht um Franz Kafkas Brief an seinen Intimfreund<br />

Max Brod, in dem Kafka die Angst vor Mäusen im Stil<br />

seiner berühmten Kurzgeschichten beschreibt: „Das ging fast<br />

um die ganze Welt, die Berichte kamen aus Israel und der Türkei<br />

zu uns zurück“, so Kaupp. Entsprechend groß war die Nachfrage<br />

nach diesem Highlight, das schließlich für 96.000 Euro<br />

an den Berliner Kunstsammler Heiner Bastian ging, der den<br />

Brief zusammen mit weiteren Mäzenen für das deutsche Literaturarchiv<br />

in Marbach sicherte. Dass daneben noch viele weitere<br />

Autografen von Größen aus Literatur und Weltgeschichte<br />

versteigert wurden, beispielsweise Schiller und Hesse für<br />

jeweils bis zu 21.000 Euro, verblasst fast neben diesem Coup.<br />

Grund zur Freude für Kaupp, denn die Handschriften standen<br />

im Zentrum einer großen Sonderauktion rund um historisch<br />

bedeutende Bücher, Karten und Autografen, die mit einer<br />

Zuschlagssumme von über einer Million Euro höchst erfolgreich<br />

verlief. Ein deutsches Museum ersteigerte den wertvollen<br />

Wiegendruck „Der Sachsenspiegel“ von 1482 für 22.000 Euro,<br />

eine rare Bibel des legendären Druckers Anton Koberger stieg<br />

bis auf 65.000 Euro, eine Schedelsche Weltchronik auf 75.000<br />

Euro. Nicht, dass die zeitgenössischen Künstler diesmal weniger<br />

gut vertreten gewesen wären: Eduardo Chillidas Gemälde<br />

„Gravitation“ war heiß begehrt und wechselte für 80.000 Euro<br />

den Besitzer, Karel Appels großformatiges „The Kneeler“ wurde<br />

für 32.000 Euro versteigert.<br />

TELEFON | 07634/50380<br />

INTERNET | www.kaupp.de<br />

Franz Kafkas Brief an seinen Intimfreund Max Brod (Ergebnis<br />

96.000 Euro). Kaupp, Sulzburg, Dezember 2012<br />

Österreichische Stars<br />

Im Kinsky, Wien<br />

Knapp vier Millionen Euro<br />

betrug der Umsatz der<br />

Herbst-Auktionen im Kinsky,<br />

750.000 Euro fielen dabei auf<br />

die Sparte Jugendstil. Hohe<br />

Preise wurden für einen<br />

Anhänger von Kolo Moser<br />

(27.500 Euro) sowie für Teile<br />

eines Mokkaservices von<br />

Josef Hoffmann, das von<br />

20.000 Euro Taxe auf 77.500<br />

Euro schnellte, gezahlt. Ein<br />

Wiener Museum kaufte für<br />

27.500 Euro ein exzellent<br />

erhaltenes Kleid aus dem<br />

Modesalon Flöge. Erwartungsgemäß erreichten oder überboten<br />

die Skulpturen von George Minne ihre Taxen. Zwei Bronzefiguren,<br />

beide mit „Kniender Jüngling“ betitelt, erzielten wie<br />

schon andere Werke dieses Künstlers in vergangenen Auktionen<br />

im Kinsky mit Verkaufssummen von 68.750 Euro und<br />

56.250 Euro sehr gute Ergebnisse. Die zweite Hälfte des<br />

Abends war der klassischen Moderne gewidmet, die das höchste<br />

Ergebnis dieser mehrtägigen Auktion bot. Egon Schieles<br />

Mädchenporträt von Hilde Ziegler, das der Künstler nachweislich<br />

noch drei Wochen vor seinem Tod zeichnete und das sich<br />

seitdem in ihrem Familienbesitz befand, kam auf 275.000<br />

Euro. Eine weitere Zeichnung von Schiele, das Bildnis eines<br />

Mannes mit Schnurrbart, wechselte für 16.250 Euro den Besitzer.<br />

Über 1,2 Millionen Umsatz konnte man mit der Versteigerung<br />

von Alten Meistern und Gemälden des 19. Jahrhunderts<br />

machen. Den Höchstpreis bei den Altmeistern kam auf die Porträtgalerie<br />

des Steiermärkischen Adels, 1762 von Gennaro Basile<br />

ausgeführt und seit ihrer Entstehung in Schloss Hainfeld im<br />

Besitz der Freiherrn Hammer-Purgstall beheimatet. Das Konvolut<br />

der 58 Porträts wechselte bei 175.000 Euro den Besitzer,<br />

der sich damit gegen ein Gebot eines österreichischen<br />

Museums durchsetzte. Für Überraschungen sorgten die Bietergefechte<br />

um Gemälde des 19. Jahrhunderts. So fiel der<br />

Hammer bei Alfred Zoffs Bild der ligurischen Küste, geschätzt<br />

auf maximal 36.000 Euro, erst bei 41.000 Euro (Kaufpreis<br />

51.250 Euro). Ebenso verlief es mit Josef Willroiders Gemälde<br />

„Mittagskogel mit Türkenkopf“. Mit einem Schätzpreis von<br />

oberen 4.000 Euro übertraf der tatsächlich erzielte Verkaufspreis<br />

von 12.500 Euro die Erwartungen bei weitem. In die neue<br />

Saison im März 2013 startete man in Wien mit einer Auktion<br />

zeitgenössischer Kunst und erzielte die beachtliche Gesamtverkaufssumme<br />

von über einer Million Euro. Insgesamt 251<br />

hochwertige Objekte gelangten zur Versteigerung, darunter<br />

ein Gemälde von Maria Lassnig mit dem Titel „Der Rote Zorn“.<br />

Lassnig gilt gemeinsam mit Arnulf Rainer als Begründerin der<br />

informellen Malerei in Österreich. „Der Rote Zorn – Gebückte<br />

Figur“ entstand im Jahr 1984 und erzielte einen Verkaufspreis<br />

von € 137.500 Euro (unter Vorbehalt).<br />

TELEFON | +43(0)1/5324200<br />

INTERNET | www.imkinsky.com<br />

Maria Lassnig, „Der Rote Zorn“<br />

(Ergebnis 137.500 Euro). Im<br />

Kinsky, Wien, März 2013


Kunst & <strong>Auktions</strong>haus Eva Aldag<br />

Bruno Bruni<br />

(1935 - ?)<br />

Bronze,<br />

„La Onda -<br />

Die Welle”<br />

1992<br />

189. Kunstauktion – 25. Mai 2013 Beginn 11 Uhr<br />

Lovis Corinth (1858-1925) - Öl / Lw.,<br />

„Weiblicher Halbakt mit weißem Tuch”<br />

Paul Paeschke (1875-1943) - Öl / Lw., „Russischer Markt”<br />

Otto Modersohn (1865-1943), Öl / Lw.<br />

„Interieur mit Frau am Fenster”<br />

Peter Strang (1936)<br />

Manuf. Meissen<br />

„Jongleur”<br />

Benediktinerkreuz<br />

aus Gold / Emaille<br />

Armenien 19. Jhd.<br />

Aquamarin Anhänger (ca. 46,4ct.) mit<br />

Brillantbesatz (ca. 6,5ct.) - 750er Weißgold<br />

Zinaida Serebriakova (1884 - 1967) Attr.<br />

Pastell / Bütten<br />

„Geschwisterpaar”, 1930<br />

Wladimir Egorowitsch Makowski (1846-1920)<br />

Öl / Lw., „Bauernjunge mit Strohhut”, 1907<br />

Michel Clodion<br />

(Claude Michel)<br />

(1738-1814)<br />

Terrakotta-Gruppe<br />

Manuf. Sèvres<br />

(Frankreich)<br />

„Satyr, Bacchantin<br />

und Putto”<br />

Vorbesichtigung: 21.05. bis 24.05.2013 von 10 bis 18 Uhr sowie 2 Std. vor <strong>Auktions</strong>beginn<br />

Bebilderter Katalog kostenlos zum Download im Internet: www.auktionshaus-aldag.de<br />

Kunst & <strong>Auktions</strong>haus Eva Aldag • Ottensener Weg 10 • 21614 Buxtehude<br />

Tel. 04161/81005 • Fax 04161/86096 • E-Mail: kunst@auktionshaus-aldag.de • www.auktionshaus-aldag.de<br />

AUKTIONSHAUS<br />

PETER BAMBERGER<br />

90402 Nürnberg ❖ Karolinenstraße 6<br />

Telefon 0911 / 22 21 20 ❖ Telefax 0911 / 20 85 74<br />

98. Auktion<br />

Samstag ❖ 8. Juni 2013 ❖ 9 00 Uhr<br />

Vorbesichtigung: 3. bis 5. Juni 2013, 15 00 bis 20 00 Uhr<br />

Illustrierter Katalog auf Anfrage und ab ca. 27.5. unter<br />

www.auktionshaus-bamberger.de<br />

Ein Paar Engel, süddeutsch, 1.Viertel 17.Jh.<br />

Holz, geschnitzt und gefasst. 64 und 67 cm.<br />

Wilhelm Heinrich Herzog von Sachsen-Eisenach (1691 – 1741).<br />

Brustportrait im Harnisch auf ovaler, konkaver Kupfertafel,<br />

verso von alter Hand beschriftet „Heinrich Wilhelm H Z S E”.<br />

77 : 62 cm, vergoldeter Holzrahmen der Zeit.<br />

Aus dem großen Angebot an Fayencen, Nürnberg, Bayreuth u.a.<br />

Graphik, Gemälde,<br />

antiker und moderner Schmuck,<br />

Uhren, Silber, Fayence,<br />

Porzellan, Skulpturen,<br />

Antiquitäten.<br />

Karl Albrecht Kurfürst von Bayern, späterer Kaiser Karl VII<br />

(1742 – 1745). Halbportrait in Rüstung mit Brustharnisch und Mantel<br />

und dem Hausritterorden vom Heiligen Georg. Öl auf Leinwand, doubliert.<br />

79 : 59 cm. Rahmen der Zeit, Holz geschnitzt, gefasst und vergoldet, 18.Jh.


24<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Speaking with Hands<br />

Sotheby’s, New York<br />

Im Dezember konnte Sotheby’s in New York den höchsten jemals<br />

erzielten Preis für eine Privatsammlung mit Fotografien<br />

verzeichnen. Die Auktion A Show Of Hands: Photographs from<br />

The Collection of Henry Buhl brachte 12,3 Millionen Dollar und<br />

mehrere <strong>Auktions</strong>rekorde. Unerwartete Höchstpreise gab es<br />

für Herbert Bayer und László Moholy-Nagy, deren Arbeiten<br />

„Lonely Metropolitan“ (1935) und „Fotogramm“ jeweils für fast<br />

1,5 Millionen Dollar versteigert wurden. Geschätzt war Bayers<br />

surreales Bild auf 500.000 Euro. Auch Man Rays Rayografie<br />

„Hand, Lens, and Egg”, die auf 250.000 bis 350.000 Dollar<br />

taxiert war, schoss auf die Höchstmarke von 866.500 Dollar.<br />

Alfred Stieglitz’„Georgia O'Keeffe – Hands and Thimble” wurde<br />

für 770.500 Dollar verkauft. Die berühmte Buhl-Collection enthält<br />

nur Bilder, deren Thema die menschliche Hand ist, von Arbeiten<br />

aus dem frühen 19. Jahrhundert bis hin zu Meisterwerken<br />

der Fotokunst des 20. Jahrhunderts. Aufgebaut wurde die<br />

Sammlung in den vergangenen zwanzig Jahren vom Philanthropen<br />

Henry M. Buhl. 2004 wurde Speaking With Hands:<br />

Photographs from the Buhl Collection im Guggenheim<br />

Museum in New York gezeigt, und war seitdem weltweit in<br />

renommierten Häusern von Moskau bis Macau zu sehen.<br />

TELEFON | +1 212 606 7000<br />

INTERNET | www.sothebys.com<br />

Herbert Bayer, Lonely Metropolitan, 1932 (Ergebnis 1,5 Millionen<br />

Dollar). Sotheby’s, New York, Dezember 2012<br />

Kaiserliche Porzellanmanufaktur Sankt Petersburg, Porzellangemälde,<br />

1852, M. Krjukow Ja. Amelsinkov (Ergebnis 500.000 Euro).<br />

Van Ham, Köln, 2012<br />

Porzellanrekord<br />

Van Ham, Köln<br />

Einen internationalen Rekordpreis erzielte Van Ham 2012 mit<br />

der Versteigerung zweier Porzellangemälde aus der Kaiserlichen<br />

Porzellanmanufaktur Sankt Petersburg. Mit 500.000<br />

Euro war das außergewöhnliche Paar von 1852, das Genreszenen<br />

zeigt, gleichzeitig das teuerste Lot in der Geschichte des<br />

Hauses im Bereich des Europäischen Kunstgewerbes. Ein weiterer<br />

herausragender Zuschlag konnte für einen exquisiten<br />

Gueridon Directoire von Adam Weisweiler aus dem Inventar<br />

von Schloss Herrnsheim verzeichnet werden. Dem neuen<br />

Besitzer war er zu Recht einen Preis von 156.250 Euro wert.<br />

Auch beim Schmuck bestätigte Van Ham ein weiteres Mal<br />

deutlich seine Spitzenstellung auf dem deutschen <strong>Auktions</strong>markt<br />

mit einer Umsatzsteigerung von über sechzig Prozent.<br />

Mit dem Umsatz von fünf Millionen Euro der Abteilungen<br />

Europäisches Kunstgewerbe und Schmuck hat der Kölner Versteigerer<br />

innerhalb Deutschlands neue Maßstäbe gesetzt. Mit<br />

einem Gesamtumsatz von rund 24 Millionen Euro kann Van<br />

Ham das Vorjahresniveau in etwa halten und hohe Umsatzsteigerungen<br />

auch in den weiteren Abteilungen verzeichnen.<br />

Überzeugend in der Modernen Kunst waren vor allem die beiden<br />

Sturm-Künstler Rudolf Bauer und Johannes Molzahn<br />

(450.000 Euro und 146.000 Euro). Dass Molzahns „Parabel I“ in<br />

die Sammlung des Städel Museums in Frankfurt integriert<br />

wird, bestätigt die außergewöhnliche Position des Künstlers<br />

in seiner Zeit. Stark erweitert wurde das Engagement für Karl<br />

Hofer. Sein „Mädchen mit Triangel“ erzielte ein Ergebnis von<br />

170.000 Euro. Besonders begehrt waren auch die Zeitgenossen<br />

– die Grafik „Two Nudes“ von Roy Lichtenstein erzielte<br />

einen Preis von 128.000 Euro, eine monumentale Frank Stella-<br />

Plastik wurde für 213.500 Euro, Ed Ruschas „Cracks“ für 125.000<br />

Euro verkauft. Die Altmeister blieben zwar ohne spektakuläre<br />

Einzelzuschläge, dafür konnte man mit interessanten kunsthistorischen<br />

Entdeckungen aufwarten. Drei Gemälde von<br />

Johann Heinrich Tischbein waren der Forschung bislang unbekannt<br />

und fanden ihren Weg ins Stadtmuseum Kassel und ins<br />

Grassi-Museum für Musikinstrumente in Leipzig. Zum teuersten<br />

Lot der Fotografie wurde mit 66.250 Euro Laszlo Moholy-<br />

Nagys vierteilige Serie von Hilde Horn.<br />

TELEFON | 0221/9258620<br />

INTERNET | www.van-ham.com


Frühjahrs-Auktionen<br />

bei Boltz Bayreuth<br />

■ Auktion 634 01. Juni Farbkatalog 10,- €<br />

■ Religiöse Volkskunst<br />

Klosterarbeiten, Reliquien, Votivtafeln, Hinterglasbilder, Heiligenfiguren, Brokat-<br />

Messgewänder, Spitzen- und Andachtsbilder, Tischuhr in Form einer Kathedrale,<br />

Kruzifix mit Spindeluhr im Boden, Wachsstöcke, koptische Kreuze u.v.m.<br />

■ Auktion 635 01. Juni Farbkatalog 10,- €<br />

■ Papierantiquitäten – Bilderbücher – Bücher<br />

Zug- und Klappkarten, Billetts, Poesie- und Postkartenalben, Autogrammkarten,<br />

Liebig-Alben, Sammlung erotischer ex libris, Oblaten in größerer<br />

Anzahl u.v.m.<br />

■ Auktion 636 01. Juni Farbkatalog 7,- €<br />

■ Militaria<br />

Orden und Ehrenzeichen, WHW-Abzeichen, Elastolin- und Lineol-Soldaten,<br />

Fotos und Postkarten 1. u. 2 . Weltkrieg, div. Schulterstücke und 27 Ölbilder<br />

2. Weltkrieg u.v.m.<br />

■ Auktion 637 08. Juni Farbkatalog 10,- €<br />

■ Spielzeug und Puppen<br />

Aus Sammlungsauflösung 20 reich bestückte Puppenstuben und -küchen,<br />

größere Anzahl reizender Puppenstubenpüppchen, Miniaturpuppenwagen,<br />

Möbel und Herde, Puppen versch. Manufakturen, Zelluloid-Puppen, einiges<br />

an Blechspielzeug, Zootiere und Soldaten Lineol etc.<br />

■ Auktion 638 08. Juni Farbkatalog 10,- €<br />

■ Kunterbunt<br />

Antiquitäten aus verschiedenen Sammelgebieten: Schlüssel und Schlösser,<br />

Federbilder, Porzellanfiguren, Bügeleisen, Reklameschilder und Dosen, Elefanten,<br />

2 Bauernschränke, Rollzylinderbüro, sign. Netsuke, 1 Stuhl aus Originalbestuhlung<br />

des Festspielhauses Bayreuth von 1876 u.v.m.<br />

Waltraud Boltz Kunstauktionshaus KG<br />

95448 Bayreuth • Brandenburger Str. 36<br />

Telefon 0921 / 2 06 16 • Fax 1 26 14<br />

E-Mail: mail@boltz-auktionen.de • www.boltz-auktionen.de


26<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Exzellente Steigerung<br />

Ketterer Kunst, München<br />

Serge Poliakoff, „Composition<br />

abstraite“ (Ergebnis 524.600<br />

Euro). Ketterer Kunst, München,<br />

2012<br />

Dreißig Millionen Euro Gesamterlös<br />

lautet das Fazit für<br />

das Geschäftsjahr 2012 von<br />

Ketterer Kunst. „Damit haben<br />

wir alle Rekordjahre in unserer<br />

Firmengeschichte übertroffen,<br />

das bisher beste Jahr 2011<br />

sogar um eine Million Euro“, so<br />

Robert Ketterer. „Die herausragenden<br />

Ergebnisse zeigen<br />

deutlich, dass sich in Deutschland<br />

neben den großen internationalen<br />

Namen vor allem<br />

deutsche Kunst am besten<br />

verkauft“, fährt der Auktionator<br />

und Firmenchef fort. „Was mich besonders freut, ist der<br />

enorme Zuwachs an Neukunden. Im Durchschnitt war 2012<br />

jeder Dritte ein neuer Käufer, im Bereich Kunst des 15. bis 19.<br />

Jahrhunderts sogar jeder Zweite.“ Allein die Abteilungen<br />

Moderne Kunst & Nach 1945/Zeitgenössische Kunst, einschließlich<br />

der Sonderauktion Seitenwege der deutschen Avantgarde,<br />

spielten einen Erlös in Höhe von 25,5 Millionen Euro ein, über<br />

eine halbe Million mehr als im vergangenen Jahr. Exzellente<br />

Steigerungen erfuhren neben den Stars des Jahres auch andere<br />

Klassiker wie beispielsweise Werke von Ernst Ludwig Kirchner,<br />

Gerhard Richter und den Zero-Künstlern. Ganz oben auf<br />

der Liste standen deutsche Künstlernamen: Heinrich Campendonk<br />

(Toperlös 536.800 Euro für „Zwei Pferde“), Hermann Max<br />

Pechstein (341.600 Euro für „Die Quelle“), Erich Heckel und<br />

besonders Gabriele Münter (415.000 Euro für „Abend am See“<br />

und 378.200 Euro für „Kirche an der Ramsach) und Emil Nolde.<br />

Neben Klassikern aus deutschen Landen wie Georg Baselitz<br />

(330.000 Euro für „Kopf (Elke Profil)“), Karl Otto Götz, Ernst Wilhelm<br />

Nay und Emil Schumacher bestachen auch die großen<br />

internationalen Namen: Serge Poliakoff (524.000 Euro), Pierre<br />

Soulages (488.000 Euro) und der Pekinger Künstler und Wahlfranzose<br />

Zao Wou-Ki (512.400 Euro). Äußerst solide war das<br />

Ergebnis bei den Alten Meistern & Kunst des 19. Jahrhunderts,<br />

die rund 1,2 Millionen Euro umsetzten. Neben Arbeiten von<br />

Albrecht Dürer, Francisco de Goya, Adriaen van Ostade, Giovanni<br />

Battista Piranesi und Rembrandt Harmensz. van Rijn ist vor<br />

allem eine Handzeichnung von Jacques de Gheyn II zu nennen.<br />

Sie avancierte zum teuersten Werk des Jahres, nachdem das<br />

Studienblatt dank intensiver Recherchen noch rechtzeitig<br />

erfolgreich zugeschrieben werden konnte, kletterte es von der<br />

ursprünglichen Schätzung von 2.000 bis 3.000 Euro für eine<br />

ausgezeichnete, aber unbekannte Arbeit aus den Niederlanden<br />

bis auf bemerkenswerte 176.900 Euro. In der Kunst des<br />

19. Jahrhunderts glänzten neben Ferdinand Max Bredts herausragender<br />

„Muße der Odalisken“ (Aufruf 25.000 Euro, Erlös<br />

100.000 Euro) Arbeiten von Edward Theodore Compton, Hermann<br />

Corrodi, Henri-Edmond Cross, Franz von Defregger, Franz<br />

Kadlik, Adolph von Menzel, Carl Spitzweg und Franz von Stuck.<br />

TELEFON | 089/552440<br />

INTERNET | www.kettererkunst.de<br />

Tolle Bar<br />

Nusser, München<br />

Das Münchner <strong>Auktions</strong>haus<br />

Nusser kann auf ein Jahr mit<br />

einigen herausragenden Zuschlägen<br />

zurückblicken. Eines<br />

der Highlights 2012 war ein<br />

Barschrank des berühmten<br />

Mailänder Designers Piero<br />

Fornasetti, der in der zweiten<br />

Hälfte der Fünfzigerjahre in<br />

Zusammenarbeit mit seinem<br />

frühen Förderer Giò Ponti<br />

entstanden ist. Nicht nur die<br />

niedrige Auflage von weniger<br />

als 15 Exemplaren ließ einen<br />

Bieter am Telefon 50.000<br />

Euro dafür aufbringen, auch<br />

die Optik des Aufsatzschranks,<br />

der aus der Dekorserie<br />

Panoplie stammt, ist einnehmend. Äußerst zufrieden<br />

zeigte man sich auch für den Zuschlag für eine Figur des Herkules<br />

im Kampf mit der Hydra aus Weißmetall auf Marmorsockel,<br />

die für 23.000 Euro versteigert wurde. Für insgesamt<br />

85.600 Euro wurde russisches Porzellan, das wohl aus dem<br />

Besitz der Olga Nikolajewna, Tochter von Zar Nikolaus I. und<br />

Alexandra Feodorowna stammte, nach heftigen Gefechten an<br />

die Bieter gebracht. Das Porzellan wurde in der Kaiserlichen<br />

Porzellanmanufaktur St. Petersburg um 1840 gefertigt und<br />

war wohl Olgas Mitgift. Für Aufsehen sorgte ein Deckelhumpen<br />

mit der Darstellung von Peter dem Großen, der einer kleinen<br />

Silbersammlung angehörte. Dieser um 1750 vom Moskauer<br />

Andrej Iwanow gefertigte Humpen wurde nach regem Bietergefecht<br />

für 25.000 Euro versteigert. Aber auch die anderen<br />

Silberstücke aus dieser Sammlung waren von großem Interesse:<br />

ein Barockhumpen von Lucas Baum (Zuschlag 13.000 Euro),<br />

ein Besteck aus dem umfangreichen Tafelservice der Herzöge<br />

von Mecklenburg-Schwerin (17.000 Euro). Ein Deckelhumpen<br />

aus schwarzgrauem Serpentin, der Anfang des 17. Jahrhunderts<br />

im sächsischen Zöplitz gefertigt wurde, verbesserte seinen<br />

Rufpreis von 2.000 auf 3.800 Euro. Funkelndes wurde<br />

auch in Form von Schmuck gut abgesetzt. Ein Ring von Buccelatti<br />

2,10 Karat verdreifachte bei 13.000 Euro Zuschlag seinen<br />

Rufpreis. Frühe Taschenuhren wurden zwischen 3.500 und<br />

9.000 Euro weitergereicht. Zwei Skelett-Taschenuhren von<br />

Audemars Piguet von 1974 kosteten je 5.000 Euro. Ebenfalls<br />

groß nachgefragt war eine Gemäldesammlung aus süddeutschem<br />

Adelsbesitz. Die Darstellung der heiligen Dorothea mit<br />

Engel von Gaspard de Crayer erbrachte 17.000 Euro, Schlachtenszenen<br />

aus dem großen Türkenkrieg aus dem Umkreis des<br />

Künstlers Jan Wyck 15.000 Euro und ein Ölgemälde mit Episoden<br />

aus dem Leben von Gradlon Mur, gemalt von Frederik Ludwig<br />

Storch 10.500 Euro. Das in Zahlen umgerechnete Interesse<br />

an der Fotografie des letzten Zaren von Russland Nikolaus II.<br />

lautete 2.200 Euro.<br />

TELEFON | 089/2782510<br />

INTERNET | www.nusser-auktionen.de<br />

Piero Fornasetti, Barschrank<br />

„Panoplie", 2. Hälfte 1950er-<br />

Jahre (Zuschlag 50.000 Euro).<br />

Nusser, München, 2012


28<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Weltrekordpreise<br />

Dorotheum, Wien<br />

Anish Kapoor, Untitled, 2001<br />

(Ergebnis 754.800 Euro).<br />

Dorotheum, Wien, 2012<br />

Neuerlich ein Rekordjahr<br />

für das Dorotheum war mit<br />

einem prognostizierten Gesamtumsatz<br />

von rund 152<br />

Millionen Euro das Jahr<br />

2012, womit das größte<br />

<strong>Auktions</strong>haus Mitteleuropas<br />

auch die Vorjahre übertroffen<br />

hat. Hervorragend<br />

abgeschnitten hat vor<br />

allem die moderne und<br />

zeitgenössische Kunst. Den<br />

hohen Stellenwert in der<br />

österreichischen wie internationalen<br />

Käufergunst<br />

reflektierten Spitzenergebnisse wie die 754.800 Euro für<br />

die unbetitelte Wandarbeit von Anish Kapoor, 605.300 Euro<br />

für ein tanzendes Bild von Max Ernst sowie 582.300 Euro<br />

für einen „Concetto spaziale, Attese“ von Lucio Fontana.<br />

2012 war ebenfalls ein starkes Jahr in Wien für Altmeister.<br />

Unter den Spitzenreitern war Lorenzo Lippi. „Der Triumph<br />

Davids“ überstieg die Erwartungen bei 869.800 Euro. Für<br />

Melchior de Hondecoeters „Vogelkonzert“ kletterten die<br />

Gebote auf 711.300 Euro. Ein Weltrekord waren die 366.300<br />

Euro, die ein Kunstfreund für Bartolomeo Venetos „Bildnis<br />

des Kardinals Ippolito d’Este“ bewilligte. Canalettos London-Ansicht<br />

konnte erfolgreich privat verkauft werden.<br />

Rekorde gab es auch für österreichische Künstler. Für Werner<br />

Berg waren 219.900 Euro ein Weltrekordpreis. Egon<br />

Schieles Akt reüssierte bei hervorragenden 398.300 Euro.<br />

Spitzenbild der Kunst des 19. Jahrhunderts war Emil Jakob<br />

Schindlers „Blick auf Ragusa“. Mit 317.500 Euro ebenfalls<br />

ein Weltrekordpreis. Friedrich von Amerling war mit<br />

156.800 Euro erfolgreich. Der „Heiße Sommertag“ von Vasili<br />

Andreyevich Golynsky erreichte ebenfalls einen Weltrekordpreis<br />

von 146.700 Euro. Zwei Auktionen ließen aufhorchen.<br />

Fürstliche Ergebnisse lieferte die von Interieur Designer<br />

Philip Hohenlohe perfekt in Szene gesetzte Auktion<br />

Nachlass Fürst Kinsky. Ein großes Statement für österreichisches<br />

Design markierte die Premiere Austrian Design, bei<br />

der bedeutende Objekte der österreichischen Designgeschichte<br />

der 20er- bis 60er-Jahre versteigert wurden. Viele<br />

der angebotenen Objekte erzielten bis dato nie dagewesene<br />

Preise. Klassische Marken bei Armbanduhren sowie<br />

große Edelsteine waren in den Bereichen Uhren und Juwelen<br />

stark nachgefragt. Bei der Glas- und Porzellan-Auktion<br />

konnte ein Paar große repräsentative Vasen aus Frankreich<br />

für überraschende 95.460 Euro versteigert werden. Martin<br />

Böhm, geschäftsführender Gesellschafter des Dorotheum<br />

über das Erfolgsjahr 2012: „Das Interesse an Kunst ist weltweit<br />

gestiegen, der Kunstmarkt ist sehr stark. Unser Weg<br />

der Internationalisierung hat sich als richtig erwiesen und<br />

wir werden ihn auch weiterhin verfolgen.“<br />

TELEFON | +43(0)1/515600<br />

INTERNET | www.dorotheum.at<br />

Königlich<br />

Lempertz, Köln<br />

2012 war mit einem<br />

Spitzenergebnis von<br />

51 Millionen Euro<br />

eines der besten<br />

Jahre für Lempertz –<br />

ein Jahr, das neben<br />

zahlreichen Rekordpreisen<br />

von den bisher<br />

meisten siebenstelligen<br />

Zuschlägen<br />

geprägt war. 2012<br />

hat Lempertz zudem<br />

auch vier erfolgreiche<br />

Benefiz-Auktionen<br />

abgehalten:<br />

für Human Rights<br />

Watch im April, für<br />

die Deutsche AIDS-<br />

Stiftung im Mai,<br />

zugunsten MARTa<br />

Herford im November<br />

und für den NAK<br />

(Neuer Aachener<br />

Kunstverein) im Dezember. Im November hat das Kölner <strong>Auktions</strong>haus<br />

ein einstmals der Kirche San Pantaleone in Venedig<br />

gehörendes gotisches Kreuz des 14. Jahrhunderts dieser Gemeinde<br />

gestiftet. Das bedeutende venezianische Kreuz des<br />

Maestro della Croce di San Pantaleone ist damit an seinen<br />

Ursprungsort zurückgegeben worden; es wird nun wieder in<br />

„ritu und situ" sein. Nach der Vermittlung des gotischen Typars<br />

des Hamburger Stadtsiegels an die Hansestadt im Frühjahr<br />

war die Stiftung des Kreuzes die zweite bedeutende Rückführung,<br />

die Lempertz in diesem Jahr ermöglichen konnte. Der<br />

feierlichen Überreichung des Kreuzes an den Patriarch von Venedig<br />

in Anwesenheit des Erzbischofs von Köln vorausgegangen<br />

war die 1000. Auktion Alte Kunst und 19. Jahrhundert.<br />

Höhepunkt war Johann Königs (1586-1642) farbintensiv leuchtende<br />

Auferstehung Christi, eine Neuentdeckung, die nach heftigem<br />

Bietgefecht von 150.000 Euro bis auf den internationalen<br />

Rekordpreis von 878.000 Euro gesteigert wurde. Das vor<br />

der Auktion stark verschmutzte Bild wurde von Fachexperten<br />

zunächst nicht erkannt. Erst eine auf Drängen von Lempertz<br />

durchgeführte Reinigung führte zu der Entdeckung, dass mit<br />

dem Gemälde ein außergewöhnliches Meisterwerk vorlag.<br />

Lempertz insistierte und legte es erneut den Experten vor, die<br />

in dem Bild nun ein signiertes und datiertes Hauptwerk Johann<br />

Königs und ein bedeutendes Bild des Manierismus<br />

erkannten. Großes weltweites Interesse von <strong>Sammler</strong>n, Händlern<br />

und auch Museen führten zu einem erbitterten Bieterstreit.<br />

Sieger wurde schließlich deutscher Handel mit der Gewährung<br />

von 878.000 Euro: internationaler Rekordpreis für<br />

König. Das Bild befand sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts im<br />

Besitz einer Düsseldorfer Familie.<br />

TELEFON | 0221/9257290<br />

INTERNET | www.lempertz.com<br />

Johann König (1586-1642), Auferstehung<br />

Christi, Öl auf Kupfer, 61,5 x 46<br />

cm (Ergebnis 878.000 Euro). Lempertz,<br />

Köln, 2012


AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE 29<br />

Spitzenpreise<br />

Koller, Zürich<br />

Mit einem Umsatz von hundert Millionen Franken bleibt das<br />

Familienunternehmen auch 2012 das umsatzstärkste Schweizer<br />

<strong>Auktions</strong>haus sowie eines der größten <strong>Auktions</strong>häuser<br />

Europas. Möglich gemacht hat dieses Jahresergebnis auch ein<br />

hoher Anteil internationaler Käufer, wie Koller vermeldet:<br />

Über siebzig Prozent der versteigerten Objekte gingen nach<br />

Europa, den USA, Russland, England und in den Nahen Osten.<br />

Im Bereich Asiatika lag dieser Wert mit achtzig Prozent chinesischen<br />

Käufern höher, wohingegen Schweizer Kunst mehrheitlich<br />

in Schweizer Besitz überging. Das internationale<br />

Engagement von Koller mit Vertretungen rund um den Globus<br />

hat sich sicherlich auch im Bereich der Asiatika positiv<br />

ausgewirkt, wo ein Jahresumsatz von über zehn Millionen<br />

Franken erzielt wurde. Unter den zehn Top-Lots befindet sich<br />

eine für den Weltrekordpreis von 3,24 Millionen Franken an einen<br />

chinesischen Telefonbieter verkaufte Bronzefigur einer<br />

buddhistischen Pancaraksha-Göttin. Mit über fünfzig Millionen<br />

Franken steuerten die Gemäldeabteilungen etwa die<br />

Hälfte zum Jahresergebnis bei. Den höchsten Erlös und den<br />

Weltrekord für diesen Künstler erzielte mit 5,4 Millionen Franken<br />

ein Blumenstillleben des niederländischen Altmeisters<br />

Roelant Savery. Lange als Werk eines anonymen Meisters in<br />

einer Privatsammlung aufbewahrt und von den Experten von<br />

Koller als Frühwerk von Francisco de Goya entdeckt, fand das<br />

Gemälde „Lot und seine Töchter“ für ein Mehrfaches der<br />

Schätzung bei 2,7 Millionen Franken einen neuen Besitzer. Im<br />

Bereich der Modernen Kunst gehörten Salvador Dalí und Paul<br />

Signac zu den Top-Lots. Dalís „Paysage du Port Lligat avec anges<br />

familiers et pêcheurs“ verkaufte sich für 4,39 Millionen<br />

Franken an privat. Eines seiner kleineren Frühwerke erzielte<br />

2,03 Millionen Franken. Ähnliches bei Paul Signac: Sein kleineres<br />

Werk „Bateaux au mouillage à Locmalo“ kostete 1,83 Millionen<br />

Franken, sein Spätwerk „Les Andelys - Château Gaillard“<br />

ging für 4,16 Millionen in Privatbesitz. Bei der Schweizer Kunst<br />

wirkten sich neben ausgezeichneten Zuschlägen für Giovanni<br />

und Augusto Giacometti, Cuno Amiet und Félix Vallotton insbesondere<br />

drei Verkäufe von Albert Anker-Werken über der<br />

Paul Signac, „Château-Gaillard“, 1921 (Ergebnis 4,16 Millionen<br />

Franken). Koller, Zürich, 2012<br />

KPM-Terrine (Zuschlag 200 Euro), Theilmann, Pfaffenhofen, Frühjahr<br />

2013<br />

Millionen-Grenze auf das Jahresergebnis aus. Ferner konnten<br />

internationale Antiquitätensammler durch vier herausragende<br />

geschlossene Sammlungen angesprochen werden.<br />

TELEFON | +41(0)44/4456363<br />

INTERNET | www.koller.ch<br />

Porzellan & Leuchter<br />

Theilmann, Pfaffenhofen<br />

Erfreuliche Zuschläge meldete das Pfaffenhofener <strong>Auktions</strong>haus<br />

Theilmann für seine Frühjahrsauktionen 2013. So konnte<br />

ein kaiserlicher Marinedolch mit Portepee und Stoßleder aus<br />

der Zeit um 1900 für 2.800 Euro weit über den Limitpreis von<br />

800 Euro zugeschlagen werden. Ebenfalls eine sehr hohe Steigerung<br />

erfuhr ein Paar Leuchterengel aus dem 18. Jahrhundert.<br />

Der Limitpreis von 300 Euro wurde bis auf 1.400 Euro<br />

getrieben. Für ein Ölgemälde mit der Darstellung von Beduinen<br />

von Rahnarvardkar Anoush (1924-83), der an der Kunstakademie<br />

in Teheran studierte, ab 1963 in den USA und ab den<br />

Siebzigerjahren in München lebte, wurden 800 Euro gewährt.<br />

Eine große Auswahl gab es beim figürlichen Porzellan, vor<br />

allem an Tierfiguren unterschiedlicher Manufakturen. Von<br />

Rosenthal war ein Elefant für 300 Euro zu haben, ein Tiger der<br />

Manufaktur Hutschenreuther kostete 330 Euro ebenso wie<br />

eine Windhundgruppe. Aus Nymphenburg kam ein Hirsch für<br />

220 Euro. Die Sitzendorfer Porzellanmanufaktur fabrizierte<br />

eine Figurengruppe aus einem Mädchenpaar auf einer Wippe,<br />

das beim Limit von 160 Euro bei 390 Euro zugeschlagen<br />

wurde. Eine Terrine mit plastischer Blüten- und Blätterzier<br />

sowie polychromer Blumenmalerei und Goldstaffage wurde<br />

bei 200 Euro zugeschlagen. Schmuckliebhaber durften sich<br />

über ein Granat-Set aus Ohrhängern und Brosche in aufwändiger<br />

Ausführung freuen, das Ende des 19. Jahrhunderts entstanden<br />

ist. Es kostete 480 Euro. Für eine neapolitanische Krippenfigur<br />

aus Terracotta im schwarzen Samtkleid wurden 450<br />

Euro aufgebracht.<br />

TELEFON | 08441/788663<br />

INTERNET | www.auktionshaus-theilmann.de


30<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Schönes aus Italien<br />

Quittenbaum, München<br />

Mit Abstand das Highlight der Februar-Auktion von Quittenbaum<br />

war mit einem Zuschlag von 22.000 Euro die kubusförmige<br />

Vase „a fasce orizzontale“, die Fulvio Bianconi für<br />

Venini entwarf. Gleich mehrere <strong>Sammler</strong> interessierten sich<br />

rege für die maximal auf 9.000 Euro geschätzte Vase aus<br />

dem Jahr 1953. Die ebenfalls von Venini hergestellte Figur<br />

„Sirena e pesce“ aus weißer sogenannter pasta vitrea, die<br />

eine auf einem Fisch sitzende Sirene zeigt, wurde um 1930<br />

von Napoleone Martinuzzi entworfen. Sie wurde für 10.000<br />

Euro verkauft. Reges Interesse löste die um 1933 entworfene<br />

Vase „pulegoso“ von Napoleone Martinuzzi aus opakrotem<br />

Schaumglas aus. Unter den Bietern konnte sich am Schluss<br />

ein italienischer <strong>Sammler</strong> durchsetzen, die Vase wechselte<br />

für einen Zuschlag von 6.500 Euro den Besitzer. Archimede<br />

Segusos Vase „merletto“ in beidseitig abgeflachter Tropfenform<br />

und dem Dekor angepassten netzartigen Einschnürungen<br />

ging für 11.500 Euro an einen <strong>Sammler</strong> aus den USA. Flavio<br />

Polis elegante muschelförmige Vase „valva“ in beidseitig<br />

stark abgeflachter hochovalen Form, die auf 5.000 Euro<br />

taxiert war, wurde für 6.800 Euro einem Telefonbieter zugeschlagen.<br />

Auch in dieser Auktion waren die Arbeiten von Dino<br />

Martens gefragt. Für die hohe Oriente-Vase mit kugeligem<br />

Korpus, langgestrecktem, sich leicht weitendem Hals konnte<br />

ein Zuschlag von 6.500 Euro verbucht werden, eine Schale im<br />

Dino Martens, Oriente-Schale (Zuschlag 6.000 Euro). Quittenbaum,<br />

München, Februar 2013<br />

gleichen Dekor wurde für 6.000 verkauft. Unter dem vielfältigen<br />

Angebot von Ercole Barovier wurde die zylindrische<br />

Vase „intarsio“ mit aufgelegten Dreieckplättchen in Azurblau<br />

und Orangegelb bei hohen 7.300 Euro zugeschlagen.<br />

TELEFON | 089/273702125<br />

INTERNET | www.quittenbaum.de<br />

Aus China<br />

Felzmann, Düsseldorf<br />

Spannende Bietergefechte gab es bei der erfolgreichen Frühjahrsauktion<br />

im Hause Felzmann, waren doch <strong>Sammler</strong> und<br />

Händler aus der ganzen Welt im Saal und am Telefon in Düsseldorf<br />

zusammengekommen. Für Briefmarken aus China<br />

überschlugen sich die Gebote. Mehr als ein halbes Dutzend<br />

Bieter, davon fünf am Telefon, steigerten eine Sammlung<br />

Volksrepublik China auf ganze 44.000 Euro (Ausruf 25.000<br />

Euro). Auch Deutsche Post in China erzielte Spitzenergebnisse.<br />

Der 80 Pfg. Handstempelaufdruck auf ein Kabinett-<br />

Briefstück wurden für 3.900 Euro zugeschlagen. Ebenso<br />

begehrt war der Nachlass eines deutschen Postsekretärs in<br />

China. Mit 5.000 Euro wurden rund neunzig Belege bis 1914<br />

für das Fünffache ihres Ausrufs versteigert. Die für 250 Euro<br />

ausgerufene restliche Partie stieg auf satte 1.700 Euro. Eine<br />

hervorragende Brustschild-Sammlung wurde zum Limit von<br />

50.000 Euro versteigert. Ausgezeichnete Zuschläge erzielten<br />

auch Raritäten der Sowjetischen Besatzungszone wie 12 Pfg.<br />

Wiederaufbau mit seltener Zähnung, die bei 3.500 Euro ausgerufen<br />

wurde. Erst bei 4.800 Euro setzte sich der Bieter im<br />

Saal gegen ein Telefon durch. Der Verkehrsausstellungsblock<br />

1953 BRD im kompletten Minister-Motivbuch erzielte 8.000<br />

Euro. Aus dem umfangreichen Österreich-Angebot brachte<br />

nicht nur 10 S Dollfuß ungezähnt mit 4.200 Euro ein hervorragendes<br />

Ergebnis. Drei Farbvarianten dieser Marke als<br />

blockformatiger Probedruck, davon zwei nur die Fahne,<br />

erzielten 3.150 Euro. Auch 6,40 S Innsbruck übertrafen mit<br />

1.700 Euro ihren Ausruf um 500 Euro.<br />

Archimede Seguso, Vase „merletto“ (Zuschlag 11.500 Euro). Quittenbaum,<br />

München, Februar 2013<br />

TELEFON | 0211/550440<br />

INTERNET | www.felzmann.de


AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE 31<br />

Gesundheit,<br />

lebensgroß<br />

Wendl, Rudolstadt<br />

Zuschläge im fünfstelligen<br />

Bereich, eine rege Beteiligung<br />

im gut gefüllten <strong>Auktions</strong>saal,<br />

an den zahlreichen<br />

Telefonen und online<br />

sowie mehr als 4.300<br />

Kunstobjekte, darunter<br />

kostbare Preziosen,<br />

seltene Fundstücke,<br />

aber auch günstig limitierte<br />

Exponate, die<br />

versteigert wurden,<br />

ließen die Frühjahrsauktion<br />

im Rudolstädter<br />

Kunst-<strong>Auktions</strong>haus<br />

Martin<br />

Wendl zum Erfolg<br />

werden. Mit über<br />

siebzig Prozent Verkaufserfolg<br />

blickt<br />

man dort auf ein glänzendes<br />

<strong>Auktions</strong>ergebnis.<br />

Nicht nur optisch aus dem<br />

Angebot herausragend war<br />

eine lebensgroße Bronze<br />

der Hygieia, der Gesundheit.<br />

Eine bekannte Version von ihr<br />

findet sich am berühmten<br />

Trevi-Brunnen in Rom. In<br />

Rudolstadt wurde die mythologische<br />

Figur mit einem<br />

Limit von 6.500<br />

Euro aufgerufen, zugeschlagen<br />

wurde sie jedoch<br />

erst bei stolzen 28.000 Euro. Ein weiteres preisliches<br />

Highlight stellte eine äußerst große und fein bemalte chinesische<br />

Porzellanplatte dar (Limit 240 Euro), die bei 14.000<br />

Euro zugeschlagen wurde. Ein französisches Stundenbuch<br />

aus der Zeit um 1500 wurde von 7.500 auf 26.000 Euro<br />

gesteigert. Nicht minder erfolgreich war man mit der Versteigerung<br />

der 1628 verfassten „Cosmographia“ mit der<br />

„Beschreibung der gantzen Welt“ von Sebastian Münster<br />

(Limit 4.600 Euro, Zuschlag 8.000 Euro). In der Königskategorie<br />

Gemälde gab es spannende Bietschlachten, so etwa<br />

um die Ansicht eines provenzalischen Bauerngartens von<br />

Hugo Charlemont mit mehr als zwanzig gemeldeten Telefongeboten<br />

(Limit 900 Euro, Zuschlag 7.000 Euro), einer<br />

Straßburgansicht von L. Blumer (Limit 460 Euro, Zuschlag<br />

2.600) und eines von Alexander Koesters großen Entenbildern,<br />

das zum Limit von 24.000 Euro zugeschlagen wurde.<br />

TELEFON | 03672/424350<br />

INTERNET | www.auktionshaus-wendl.de<br />

Edelfrauen und<br />

Ahnenfiguren<br />

Siebers, Stuttgart<br />

Yves Siebers in Stuttgart<br />

schaut auf eine sehr erfolgreiche<br />

Frühjahrsauktion mit<br />

über zwei Drittel Zuschläge<br />

der insgesamt 3.100 Lose<br />

zurück. Beliebt waren asiatische<br />

Figuren und Porzellane,<br />

darunter besonders ein Paar<br />

chinesische Porzellanbilder<br />

mit Landschaftsmalerei und<br />

Schriftreihen, das für 6.000<br />

Euro zugeschlagen wurde.<br />

Die afrikanischen Figuren<br />

aus der Sammlung Harry<br />

Schwall wurden bis auf eine<br />

Ausnahme alle weitergereicht.<br />

Deutsche und internationale<br />

<strong>Sammler</strong> waren<br />

reichlich vertreten und steigerten<br />

eine männliche Ahnenfigur<br />

aus dem Kongo auf<br />

1.700 Euro, eine Nkisi Fetischfigur<br />

mit Eisennägeln<br />

3.000 Euro und eine weibliche,<br />

dem Stamm der Jukun<br />

zugeschriebene Ahnenfigur<br />

auf 6.500 Euro. Auch die<br />

Spielzeugofferte wurde gut<br />

angenommen. Das Märklin-Modell<br />

des Stuttgarter<br />

Weibliche Ahnenfigur, Nigeria,<br />

Stammeskunst der Jukun<br />

(Zuschlag 6.500 Euro) Siebers,<br />

Stuttgart, Februar/März 2013<br />

Hauptbahnhofs aus den Dreißigerjahren ersteigerte für<br />

3.300 Euro ein deutsches Museum. Eine Rauchfangküche, im<br />

19. Jahrhundert von Christian Häcker hergestellt, wurde auf<br />

1.200 Euro und somit das Vierfache des Limits gesteigert.<br />

Eine seltene, von Karl Wiedmann entworfene Ikora-Vase in<br />

der Ausführung der Württembergischen Metallwarenfabrik<br />

Geislingen Ende der Zwanzigerjahre konnte mit 1.000 Euro<br />

einem Stuttgarter Glassammler zugeschlagen werden. Die<br />

höchsten Zuschläge konnten bei der Versteigerung von<br />

Gemälden verzeichnet werden. Das Bildnis einer italienischen<br />

Edelfrau in zeittypischem reich besticktem Gewand<br />

und Perlschmuck von Lavinia Fontana (1552-1614) wurde bei<br />

24.000 Euro an einen Saalbieter abgegeben. Ein Paar bewegte<br />

Szenen aus der Commedia dell’arte in italienischer<br />

Palastarchitektur erstritt ein internationaler <strong>Sammler</strong> mit<br />

11.000 Euro. Oskar Mulleys Bild „Bewaldetes Seeufer“ aus<br />

den 1940er-Jahren kostete 3.000 Euro. Fast alle Objekte der<br />

Sparte Design wurden versteigert. Beste Preise wurden für<br />

Abb. l.: Reinhard Schnauder (Plauen 1856-1923 Dresden), Hygieia,<br />

Bronze, 166 cm (Zuschlag 28.000 Euro). Wendl, Rudolstadt, Februar/März<br />

2013


32<br />

AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE<br />

Alfred Altherr, Sideboard, Ausführung Behr, Stuttgart, 1957 (Zuschlag 3.300 Euro). Siebers, Stuttgart, Februar/März 2013<br />

Klassiker wie Harry Bertoias Diamond Chairs (1.100 Euro), Joe<br />

Colombos Elda (2.000 Euro) und Eames Lounge Chair mit<br />

Ottomane (3.000 Euro) erreicht. Das von der Firma Behr in<br />

Stuttgart 1957 nach einem Entwurf des Schweizer Architekten<br />

und Designers Alfred Altherr ausgeführte Sideboard<br />

konnte nach einem Gefecht zwischen zwanzig Bietern<br />

einem <strong>Sammler</strong> aus der Region für 3.300 Euro zuschlagen<br />

werden.<br />

TELEFON | 0711/3808481<br />

INTERNET | www. siebers-auktionen.de<br />

Heilige Familie aus<br />

Antwerpen<br />

Mehlis, Plauen<br />

Mit großem Erfolg führte Mehlis seine erste Auktion des Jahres<br />

durch. Unter den mehr als dreitausend Positionen gab es<br />

einige Highlights und unerwartete Zuschläge. Mit 19.000<br />

Euro wurde der <strong>Auktions</strong>titel, das kleinformatige Gemälde der<br />

Antwerpener Meister Jan Breughel d. J. und Pieter van Avont<br />

versteigert. Nach einem kurzen aber heftigen Bietgefecht am<br />

Telefon wechselte die religiöse Szene den Besitzer. Auch der<br />

Kampf um das informelle Bild von Max Ackermann wurde am<br />

Telefon entschieden. Der Zuschlag für die Komposition vor<br />

hellblauem Grund ging für 17.000 Euro an einen mehr als entspannten<br />

deutschen Bieter. Emotionaler ging es bei der Versteigerung<br />

der musealen Rokoko-Puppenstube zu, die mit<br />

einem Ergebnis von 14.000 Euro an einen Käufer im Saal ging.<br />

Internationale Resonanz löste vor allem die übergroße<br />

Amphorenvase der Berliner KPM aus – mehrere russische Bieter<br />

stritten sich um das traumhafte Stück, das am Ende bei<br />

11.000 Euro zugeschlagen werden konnte. Aber auch das Porträt<br />

der Zarin Elisabeth I. brachte die Gemüter in Aufruhr, denn<br />

das zaghaft mit 100 Euro limitierte Blatt erbrachte ein stattliches<br />

Ergebnis von 1.800 Euro. Das Wiener Herz hingegen ließ<br />

ein zartes Stengelglas von Otto Prutscher höher schlagen. Mit<br />

240 Euro niedrig limitiert, lockte es 15 Telefonbieter und zahl-<br />

reiche Schriftbieter an. Glücklicher Gewinner mit 7.500 Euro<br />

Minus in der Tasche war ein Wiener <strong>Sammler</strong>. Auch ein kleines<br />

Silberschälchen von Josef Hoffmann erfuhr eine beträchtliche<br />

Steigerung. Von den anfänglichen 3.000 Euro ging es rasant<br />

auf 10.500 Euro, die wiederum ein Telefongebot erzielte. Überraschende<br />

Steigerungen brachten auch einige Objekte bei<br />

den Uhren. Der Preiszuwachs bei der tadellos erhaltenen biedermeierlichen<br />

Standuhr, die von bescheidenen 600 Euro auf<br />

7.000 Euro kletterte, verwunderte nicht. Überraschend waren<br />

die 3.900 Euro, die für eine 600 Euro limitierte, in feinster<br />

Schnitzarbeit ausgeführte jagdliche Konsoluhr von 1870 aufgebracht<br />

wurden. Ebenfalls unverhoffte Steigerungen brachten<br />

ein Fotoalbum mit Aufnahmen eines Matrosen der kaiserlichen<br />

Marine, das von 120 Euro auf 2.200 Euro stieg, eine<br />

kecke Biegepuppe, die ganz unlimitiert in die Auktion startete<br />

und auf 900 Euro gehoben wurde, sowie das ebenfalls ohne<br />

Limit angebotene Bunzlauer Mokkakernstück des Jugendstil,<br />

das am Ende stolze 1.300 Euro kostete.<br />

TELEFON | 03741/221005<br />

INTERNET | www.mehlis.eu<br />

Jan Breughel, d. J. u. Pieter van Avont, Ruhe auf der Flucht mit Johannesknaben<br />

(Zuschlag 19.000 Euro) Mehlis, Plauen, Februar 2013


AUKTIONSNOTIZEN – NACHBERICHTE 33<br />

Weltrekord für<br />

Runges Tageszeiten<br />

Venator & Hanstein, Köln<br />

In der Frühjahrsauktion von Venator & Hanstein konnte<br />

Philipp Otto Runges Tageszeitenfolge – ein Hauptwerk der<br />

deutschen Romantik – im überaus seltenen ersten Druckzustand<br />

für 310.000 Euro verkauft werden (Schätzpreis<br />

40.000 Euro). Interessenten aus der ganzen Welt waren zur<br />

Vorbesichtigung angereist, um die großformatigen Kupferstiche<br />

zu besichtigen. Nach einem intensiven Bietgefecht<br />

erhielt ein Telefonbieter aus Übersee den Zuschlag. Zwei<br />

frühe Kupferstiche von Dürer erzielten Höchstpreise: Die<br />

Geburt Christi von 1504 erreichte 39.000 Euro (Schätzung<br />

6.000 Euro) und das Wappen mit dem Totenkopf von 1503<br />

kostet den Erwerber 48.000 Euro (Schätzung 20.000 Euro).<br />

Eine französische Bibelhandschrift aus dem 12. Jahrhundert<br />

steigerte sich auf 27.000 Euro und ein bedeutender, dreiseitiger<br />

Brief von Albert Einstein wurde für 70.000 Euro verkauft<br />

(Schätzung 5.000 Euro). Die übermalte Farbfotografie<br />

23. Sept. 2009 von Gerhard Richter, versteigert für die Initiative<br />

Kunst hilft geben e.V. , geht für 60.000 Euro ebenfalls<br />

ins Ausland. Erwartet wurden dafür 40.000 Euro. Insgesamt<br />

war die Frühjahrsauktion ein großer Erfolg. Der Gesamtumsatz<br />

übertrifft mit 110 Prozent die Schätzpreissumme.<br />

TELEFON | 0221/2575419<br />

INTERNET | www.venator-hanstein.de<br />

Philipp Otto Runge,Tageszeitenfolge, erster Druckzustand (Ergebnis<br />

310.000 Euro). Venator & Hanstein, Köln, März 2013<br />

Notiz<br />

Boubaker Fine Antiques startete mit erster<br />

Auktion im Winter<br />

Boubaker.de<br />

Zuschlag erhalten – über diese Mitteilung freuten sich am<br />

ersten Februarwochenende <strong>Sammler</strong> und Händler von Kunst<br />

und Antiquitäten bei boubaker.de, dem neuen <strong>Auktions</strong>haus<br />

für reine Online-Auktionen. „Ich bin sehr zufrieden mit dem<br />

Verlauf der ersten Auktion“, sagt Geschäftsführer und Gründer<br />

Amin Boubaker. Damit sei die Basis geschaffen für die<br />

weitere Entwicklung der <strong>Auktions</strong>plattform, auf der jede<br />

Woche hochwertige und ausgefallene Exponate angeboten<br />

werden. Erwartungsgemäß sind für die teuersten Stücke wie<br />

ein neogotischer Hochaltar mit einem Limit von 32.000 Euro<br />

und eine mehr als dreihundert Jahre alte Ikone (Limit 35.000<br />

Euro) keine Gebote eingegangen. Besonders in der Gunst<br />

standen Blankwaffen wie Säbel und Dolche und Asiatika,<br />

zum Beispiel zwei chinesische Ministerstühle der Qing-Dynastie<br />

(jeweils 250 Euro Höchstgebot). Bei 2.050 Euro fiel der<br />

Zuschlag für eine Reiseapotheke, die Anfang des 19. Jahrhunderts<br />

in England aus Mahagoni hergestellt wurde (Limit<br />

1.620 Euro). Boubaker Fine Antiques ist das einzige reine<br />

Online-<strong>Auktions</strong>haus für wöchentliche Versteigerungen.<br />

Maximale Transparenz ist die Philosophie von Amin Boubaker.<br />

Dazu gehören auch hoch aufgelöste Bilder der Exponate,<br />

die jedes Detail zeigen, klare Auf- und Abgeldregelungen,<br />

keine versteckten Gebühren, verständliche Geschäftsbedingungen<br />

und maximaler Schutz der Bieter und Einlieferer,<br />

zum Beispiel durch Expertenbewertung und Rücknahmegarantien.<br />

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u<br />

n<br />

Bruun<br />

Rasmussen<br />

Regina Voges<br />

TRADITION UND MODERNE<br />

Neuem darf man sich nicht verschließen,<br />

gute Traditionen müssen<br />

deshalb aber noch lange nicht aufgegeben<br />

werden. Das <strong>Auktions</strong>haus<br />

Bruun Rasmussen in Kopenhagen ist<br />

mit dieser Devise gut durch alle Zeiten<br />

gekommen. Es ist eines der ältesten<br />

Versteigerungshäuser Dänemarks<br />

und zählt heute zu den Top<br />

Ten in Westeuropa. Kunst und Sammelobjekte<br />

im Wert von 500 Millionen<br />

Kronen haben mit seiner Hilfe<br />

2012 den Besitzer gewechselt, über<br />

120 Mitarbeiter stehen auf der Gehaltsliste.<br />

Edvard Munch (1863-1944) von einer<br />

heiteren Seite: Die Szene auf der „Promenade<br />

des Anglais” malte der Norweger<br />

1891, nachdem er sich einige Zeit an<br />

der Côte d’Azur von einer Krankheit erholt<br />

hatte. Eine neue Lebenslust spricht<br />

aus diesem impressionistischen Gemälde,<br />

es hat wenig gemein mit jenen Sujets,<br />

die Munch berühmt machten: den<br />

Sterbenden, Gequälten und am Leben<br />

Leidenden. Das 63 x 105 Zentimeter große<br />

Gemälde wurde bei Bruun Rasmussen<br />

2006 für 6,9 Millionen Kronen (ca.<br />

925.000 Euro) verkauft<br />

Umgerechnet 37.500 Euro wurden im<br />

vergangenen Jahr bei Bruun Rasmussen<br />

für diesen Sessel von Frits Henningsen<br />

(1869-1965) bewilligt. Das Möbel trug<br />

noch seinen Original-Lederbezug, dessen<br />

wundervoller Patina der Käufer vermutlich<br />

erlegen ist<br />

Ein Möbel mit Geschichte wurde im<br />

letzten Jahr von Bruun-Rasmussen angeboten:<br />

Dieses barocke Münzkabinett<br />

mit Zinn-Einlagen gehörte einst dem<br />

Botaniker Johann Heinrich Burckhardts<br />

(1676-1738), der am fürstlichen Hof von<br />

Braunschweig-Wolfenbüttel lebte und<br />

wirkte. Dieses Exemplar ist eines von<br />

fünfen, die der Wissenschaftler besaß.<br />

Alle tragen sein Monogramm (210.000<br />

Kronen/28.000 Euro)


35<br />

Blick auf den Stammsitz des <strong>Auktions</strong>hauses<br />

Bruun Rasmussen in Kopenhagen.<br />

Rechts das Reiterstandbild von<br />

Christian X.<br />

Die eleganten Ausstellungsräume von<br />

Bruun Rasmussen befinden sich im historischen<br />

Zentrum von Kopenhagen<br />

Seit 2004 fährt man geschäftlich auf<br />

zwei Schienen: Täglich können Suchende<br />

aus aller Welt online Verbindung<br />

mit Bruun Rasmussen aufnehmen<br />

und ihre Gebote per Mausklick<br />

abgeben. 100.000 Objekte – zumeist<br />

aus dem Niedrigpreissektor – werden<br />

auf diese Weise jährlich an den<br />

Mann oder die Frau gebracht. Viermal<br />

im Jahr jedoch wird an eleganter<br />

Adresse im historischen Herzen der<br />

Hauptstadt der elfenbeinerne <strong>Auktions</strong>hammer<br />

nach alter Tradition<br />

geschwungen. Alles, was das <strong>Sammler</strong>herz<br />

begehrt, wird hier in ausgesuchter<br />

Qualität angeboten: Spitzengemälde<br />

aus allen Epochen, erlesene<br />

Antiquitäten und Silber, wertvoller<br />

Schmuck, seltene Weine, historische<br />

Bücher und Manuskripte. Auch<br />

wenn das Online-Geschäft inzwischen<br />

weitaus einträglicher ist als<br />

der althergebrachte Bietermodus,<br />

möchte Jesper Bruun Rasmussen auf<br />

die traditionellen Versteigerungen<br />

nie verzichten. „Das Internet ist eine<br />

fantastische Möglichkeit, Kunst von<br />

jedem Punkt der Welt aus zu kaufen<br />

und zu verkaufen, aber die Bieter<br />

lernen wir fast nie kennen", sagt der<br />

Chef des Hauses. Das Gespräch mit<br />

Kunstfreunden und <strong>Sammler</strong>n ist<br />

ihm wichtig. Die Besichtigungstage<br />

vor den traditionellen Auktionen bieten<br />

dazu regelmäßig Gelegenheit.<br />

Bruun Rasmussen überwacht persönlich<br />

die Gestaltung und Redaktion<br />

der aufwändigen Kataloge, er<br />

hält ein kritisches Auge auf das Arrangement<br />

der Objekte in den gediegenen<br />

Ausstellungsräumen. Es ist<br />

ihm ein Anliegen, dass das Publikum<br />

diese besondere Atmosphäre spürt<br />

und dass der Besuch von Vorbesichtigung<br />

und Auktion ein unvergessliches<br />

Erlebnis wird.<br />

Bruun Rasmussen ist ein Familienunternehmen<br />

– ja inzwischen so etwas<br />

wie eine <strong>Auktions</strong>dynastie. Arne<br />

Jesper Bruun Rasmussen ist seit über<br />

fünfzig Jahren im Kunstauktionsgeschäft<br />

Alexa Bruun Rasmussen ist Expertin für<br />

Silber und verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit<br />

Frederik Bruun Rasmussen ist Experte<br />

für moderne und zeitgenössische Kunst


36<br />

Häufig offeriert in den Auktionen von Bruun Rasmussen sind Werke von Asger Jorn<br />

(1914-1973). Der wichtigste Vertreter des Informel in Dänemark und Mitglied der<br />

Gruppe CoBrA wird von <strong>Sammler</strong>n sehr gesucht. „Tristesse Blanche”, laut Datierung<br />

auf der Rückseite 1958 entstanden, wurde 2006 bei Bruun Rasmussen zu einem<br />

Hammerpreis von 6,4 Millionen Kronen (ca. 850.000 Euro) verkauft<br />

Die Künstler der Gruppe CoBrA haben leichtes Spiel bei den internationalen Auktionen<br />

in Kopenhagen. Das gilt nicht nur für ihre Mitglieder aus Dänemark. Von dem<br />

Niederländer Karel Appel wurde 2006 die „Parade der Tiere" aus dem Jahr 1951 für<br />

2,2 Millionen Kronen (295.000 Euro) verkauft<br />

Bruun Rasmussen, der Vater des heutigen<br />

Chefs, gründete sie 1948. Mit<br />

einer Million ererbter dänischer Kronen<br />

konnte er den Firmensitz an der<br />

Bredgade erwerben. Das Handwerk<br />

des Kunstgeschäfts hatte er bei Winkel<br />

& Magnussen erlernt, einer<br />

renommierten Galerie, in der auch<br />

versteigert wurde. Als sich die jüdische<br />

Inhaberfamilie während der<br />

Nazizeit auf einer entlegenen Insel<br />

verstecken musste, führte Arne<br />

Bruun Rasmussen die Geschäfte<br />

weiter. Nach dem Krieg wurde ihm<br />

die Teilhaberschaft angeboten, doch<br />

die Konditionen behagten ihm nicht.<br />

So kam es, dass sich der große Kunstliebhaber<br />

auf eigene Füße stellte.<br />

Das <strong>Auktions</strong>haus wuchs kontinuierlich.<br />

Neben dem wirtschaftlichen<br />

Erfolg erfreute es sich bald auch<br />

einer außerordentlichen Reputation.<br />

Bruun Rasmussen wurde zu einer<br />

Institution im kulturellen Leben der<br />

Hauptstadt. Wenn heute der Staat<br />

wertvolle Kunstgüter zu Ausstellungen<br />

ins Ausland schickt, vertraut<br />

man auf den Rat seiner Experten,<br />

wenn es darum geht, die Versicherungswerte<br />

der Leihgaben zu ermitteln.<br />

Als Jesper Bruun Rasmussen 1961 mit<br />

18 Jahren in das Geschäft eintrat,<br />

zählte das <strong>Auktions</strong>haus nur etwa<br />

zehn Mitarbeiter. Der einzige Sohn<br />

des Firmengründers hatte eigentlich<br />

von einer Karriere als Möbeltischler<br />

oder Designer geträumt. Während<br />

eines Studienaufenthalts im englischen<br />

Cambridge entdeckte er seine<br />

Liebe zur Kunst und zur Kunstgeschichte.<br />

Ein weiteres Jahr verbrachte<br />

er in Frankreich, in Tours. Hier<br />

erweiterte er seine Sprachkenntnisse,<br />

stöberte aber auch bei jeder<br />

Gelegenheit auf den Flohmärkten<br />

und erstand von seinem Ersparten<br />

die ersten Kunstgegenstände: Silber,<br />

Porzellan und ein Gemälde, das der<br />

Sieneser Schule zugeordnet wurde.<br />

Sein Vater allerdings erkannte auf<br />

den ersten Blick: Der Junge hatte sich<br />

eine Fälschung eingehandelt. Seit<br />

frühester Jugend schwärmt Jesper


37<br />

Gesucht von <strong>Sammler</strong>n aus aller Welt<br />

sind die stillen Interieurs von Vilhelm<br />

Hammershøi. 2004 fand dieses Gemälde<br />

mit der Rückenansicht der Frau<br />

des Malers für 4,5 Millionen Kronen<br />

(470.000 Euro) einen neuen Besitzer<br />

C.W. Eckersberg war der bedeutendste<br />

Maler im Goldenen Zeitalter Dänemarks<br />

zu Beginn des 19. Jahrhunderts.<br />

Seine brillante Ansicht auf die Kirche<br />

Sankt Kosmas und Damian in Rom<br />

wurde im vergangenen Jahr vom Metropolitan<br />

Museum of Art in New York<br />

ersteigert – für 3,4 Millionen Kronen<br />

(450.000 Euro)<br />

Bruun Rasmussen für klassische<br />

Luxusautos. Den fast fünfzig Jahre<br />

alten Bentley seines Vaters fährt er<br />

noch immer. Für die Kopenhagener<br />

ist die bordeauxrote Limousine so<br />

etwas wie ein Erkennungszeichen.<br />

Auch das Reisen gehört zu seinen<br />

Leidenschaften. Er kennt alle bedeutenden<br />

Museen und Kollektionen<br />

der Welt, hat unzählige Mäzene,<br />

Museumsleute und <strong>Sammler</strong> kennengelernt.<br />

Unter ihnen hat ihn der<br />

französische Modeschöpfer Hubert<br />

de Givenchy am meisten beeindruckt.<br />

Auch wenn es zunächst nicht<br />

der Traumberuf für Jesper Bruun Rasmussen<br />

war, scheint ihm die Rolle<br />

des Kunstkenners und -händlers auf<br />

den Leib geschneidert. Der berühmte<br />

dänische Filmregisseur Henning<br />

Carlsen engagierte 1986 seinen gut<br />

aussehenden Landsmann für „Oviri"<br />

(deutscher Titel:„Die Augen des Wolfes"),<br />

ein Filmdrama über den Maler<br />

Paul Gauguin. An der Seite von Donald<br />

Sutherland und Max von Sydow<br />

war Jesper Bruun Rasmussen in einer<br />

Nebenrolle zu sehen – natürlich<br />

als Kunstauktionator.<br />

FAMILIENUNTERNEHMEN<br />

Seit 1985, nach dem Tod des Vaters,<br />

führt Jesper Bruun Rasmussen das<br />

Unternehmen. Inzwischen mischt<br />

schon die dritte Generation des Familienunternehmens<br />

mit. Die Kinder<br />

Frederik (geb. 1971) und Alexa (geb.<br />

1975) haben sich im Management<br />

unentbehrlich gemacht. Beide sammelten<br />

Erfahrungen in anderen <strong>Auktions</strong>häusern,<br />

unter anderem bei<br />

Christie’s, Tajan und Neumeister. Jeder<br />

hat seine Aufgaben und Schwerpunkte:<br />

Frederiks Interesse gilt der<br />

zeitgenössischen Kunst. Dänische<br />

Fernsehzuschauer kennen ihn als Experten<br />

der sehr populären Sendung<br />

„Hvad er det værd" (Was ist es<br />

wert?). Alexa hat mehrere Jahre in<br />

Kalifornien für verschiedene Antiquitätenhändler<br />

gearbeitet, hat an den<br />

bedeutenden Kunstmessen in New<br />

York, San Francisco und Los Angeles<br />

teilgenommen. Ihr Spezialgebiet ist<br />

Silber. In der Firma ist sie verantwortlich<br />

für die Öffentlichkeitsarbeit.<br />

Landesweit genießt sie als Dänemarks<br />

bislang einziger weiblicher<br />

Auktionator Bekanntheit. Während


38<br />

SPECIAL<br />

sich die Inhaber vieler Familienunternehmen<br />

um ihre Nachfolge sorgen<br />

müssen, hat Jesper Bruun Rasmussen<br />

also gleich zwei qualifizierte<br />

Kandidaten zur Auswahl. Wer einmal<br />

in seine Fußstapfen treten soll, hat er<br />

noch nicht festgelegt. „Ich werde<br />

immer gefragt, aber noch ist nichts<br />

entschieden", erklärt der Senior<br />

ebenso amüsiert wie geheimnisvoll.<br />

Auch die Möglichkeit einer Teilung<br />

will er nicht ausschließen. Für den<br />

71-Jährigen gibt es derzeit keinen<br />

Grund, das Ruder voll und ganz den<br />

Jüngeren zu überlassen: „Ich bin in<br />

der glücklichen Lage, dass mein Hobby<br />

auch mein Beruf ist."<br />

Wer mit Kunst zu tun hat, sollte auch<br />

sammeln, meint der Chef des Hauses.<br />

Er selbst hat in jungen Jahren<br />

eine Sammlung chinesischen Porzellans<br />

angelegt, die er später verkaufte,<br />

um sich japanischer Keramik zuzuwenden.<br />

„Sammeln ist der beste<br />

Weg, um etwas zu lernen", sagt Jesper<br />

Bruun Rasmussen. Seine besondere<br />

Vorliebe gilt der Porträtmalerei<br />

des 18. und 19. Jahrhunderts. Inzwischen<br />

sind allerdings die privaten<br />

Wohnräume gut bestückt, und wer<br />

täglich mit Kunst zu tun hat, für den<br />

werden die großen Aha-Erlebnisse<br />

rar: „Heute stellt sich seltener das<br />

Gefühl ein: Das musst du haben."<br />

EXPANSION<br />

Der Blick nach China: Chu Teh-Chun,<br />

1920 in der chinesischen Provinz Jiangsu<br />

geboren, kam 1955 nach Paris und<br />

nahm 1981 die französische Staatsbürgerschaft<br />

an. Seine „Komposition" aus<br />

1959 erzielte bei Bruun Rasmussen im<br />

Jahre 2004 einen Hammerpreis von<br />

1,65 Millionen Kronen (221.000 Euro)<br />

Die Kauffreude russischer <strong>Sammler</strong><br />

macht sich auch in Kopenhagen bemerkbar.<br />

Ihnen hatte Bruun Rasmussen<br />

im Jahre 2011 einen besonderen Leckerbissen<br />

zu bieten: eine Marktszene von<br />

Alexander Vladimirovich Makowsky<br />

(1869-1924). Für umgerechnet 135.000<br />

Euro fand das 1918 entstandene Gemälde<br />

einen Liebhaber<br />

Andy Warhol nahm 1985 Königin Margarethe<br />

II. von Dänemark in seinen Porträtzyklus<br />

„Regierende Königinnen" auf.<br />

2011 wurde es – mutmaßlich von einem<br />

Monarchisten – für 420.000 Kronen<br />

(56.000 Euro) ersteigert. Für den stolzen<br />

Preis gab’s auch ein wenig Diamantenstaub<br />

dazu<br />

Dieses Bild ersetzt manche Telenovela:<br />

Höchst dramatisch geht es zu auf dem<br />

Gemälde „Feuer in Staalstræde in<br />

Odense" von Erik Henningsen (1855-<br />

1930) zu. Für 13.600 Euro wurde es in<br />

der Februar-Auktion verkauft. Vorbesitzer<br />

war eine Feuerversicherung<br />

Jesper Bruun Rasmussen hat in den<br />

letzten Jahrzehnten durch stete Expansion<br />

das <strong>Auktions</strong>haus zu dem<br />

gemacht, was es heute ist: ein modernes,<br />

vielspartiges Unternehmen,<br />

das im internationalen Konzert Beachtung<br />

bei <strong>Sammler</strong>n und Kunstfreunden<br />

in aller Welt findet. Am<br />

wichtigsten sei es, den Markt genau<br />

zu kennen und Trends zu spüren,<br />

sagt er. Dabei hatte bereits sein Vater<br />

Arne eine ausgesprochen glückliche<br />

Hand, als er den Firmensitz 1947 erwarb.<br />

Heute unfassbar: Das Gebäude<br />

an der Bredgade (deutsch: Breite<br />

Straße) sollte nach dem Krieg im Zuge<br />

einer Stadtsanierung eigentlich<br />

abgerissen werden. Er erwarb es zu<br />

einem äußerst günstigen Preis. Das<br />

1794 im klassizistischen Stil errichtete<br />

Gebäude ist seither Herz und Renommierstück<br />

des Unternehmens.<br />

Zwischen den königlichen Schlössern<br />

Rosenborg und Amalienborg<br />

gelegen, ist es ein gesellschaftlicher<br />

Treffpunkt der kunstinteressierten<br />

Gesellschaft. In den eleganten Räumen<br />

wird die hochwertige Kunst<br />

ausgestellt und versteigert, quasi<br />

unter den Augen von Christian X.,<br />

denn der König scheint auf der gegenüberliegenden<br />

Straßenseite –<br />

hoch zu Ross in Bronze gegossen –


SPECIAL 39<br />

Multikulti im <strong>Auktions</strong>saal: Dieser<br />

mannshohe Kronleuchter (1,52 Meter Ø)<br />

aus der Sankt Petersburger Werkstatt<br />

des gebürtigen Franzosen Felix Chopin<br />

hat wahrscheinlich schon eine längere<br />

Reise hinter sich, bevor er 2010 bei<br />

Bruun Rasmussen angeboten und<br />

schließlich für 1,2 Millionen Kronen<br />

(160.000 Euro) zugeschlagen wurde. Er<br />

wurde im späten 19. Jahrhundert aus<br />

vergoldeter Bronze und japanischem<br />

Porzellan gearbeitet. Die Tatsache, dass<br />

ein vergleichbares Exemplar im Yusopow<br />

Palast in Sankt Petersburg zu finden<br />

ist, macht ihn nicht nur für russische<br />

Augen begehrenswert<br />

geradewegs Kurs auf den Showroom<br />

zu nehmen.<br />

Die Adresse hat obendrein eine<br />

kunstgeschichtlich interessante Vergangenheit:<br />

Im 19. Jahrhundert gehörte<br />

das dreistöckige Gebäude dem<br />

Reeder H.P. Prior, der die Schifffahrtslinie<br />

DFDS Seaways gründete. Prior<br />

baute seinem Sohn Lauritz, einem<br />

Bildhauer, im rückwärtigen Garten<br />

ein Atelier. Im Laufe der Zeit arbeiteten<br />

hier viele dänische Künstler,<br />

deren Werke heute bei Bruun Rasmussen<br />

immer wieder aufgerufen<br />

werden: Carl Bloch, P.S. Krøyer, Laurits<br />

Tuxen und Edvard Weie. 1999 wurde<br />

die Dependance Havnen im nordöstlichen<br />

Kopenhagener Stadtteil Østerbro<br />

eröffnet. Hier, in einem alten<br />

Hafen- und Gewerbegebiet, geht es<br />

vor allem um moderne Möbel, Design<br />

und Dekoratives. Die Objekte<br />

decken ein deutlich niedrigeres<br />

Preissegment ab als jene, die am<br />

Stammsitz offeriert werden. Entsprechend<br />

locker ist die Atmosphäre.<br />

Junge Leute, ganze Familien und<br />

erfahrene <strong>Sammler</strong> kommen nach<br />

dem Brunch am Wochenende gern<br />

vorbei, um Angebote zu prüfen, die<br />

später in der Online-Auktion zu haben<br />

sind. In Havnen ist auch die Verwaltung<br />

des <strong>Auktions</strong>hauses untergebracht.<br />

Ein paar Straßen weiter ist<br />

die Abteilung für Bücher und Manuskripte,<br />

Briefmarken, Postkarten,<br />

Münzen, Medaillen, Papiergeld und<br />

Weine zu finden. Sie wird von Thomas<br />

Høiland geleitet, dessen eigenes<br />

<strong>Auktions</strong>haus für Briefmarken und<br />

Münzen 2011 von Bruun Rasmussen<br />

übernommen wurde. Eine weitere<br />

Niederlassung unterhält das Versteigerungshaus<br />

in Aarhus, der zweitgrößten<br />

Stadt Dänemarks. Von hier<br />

aus werden auch die deutschen Kunden<br />

betreut. Im Ausland kümmern<br />

sich Repräsentanten in Frankreich,<br />

Spanien, Italien und den Vereinigten<br />

Staaten um die Akquise wertvoller<br />

Objekte.<br />

Auch für das dänische <strong>Auktions</strong>haus<br />

gewinnt der Handel mit China eine<br />

zunehmende Bedeutung. Das Interesse<br />

chinesischer <strong>Sammler</strong> an<br />

Kunstobjekten ihrer eigenen Kultur,<br />

aber auch an europäischer Kunst, an<br />

nordischem Design und vor allem an<br />

erlesenen alten Weinen wächst stetig.<br />

Bruun Rasmussen ist in Hongkong<br />

präsent, gibt Empfänge, hält<br />

Kontakt zu Kunsthändlern und ist<br />

auf den wichtigen Messen vertreten.<br />

Gemeinsam mit bekannten Unternehmen<br />

der Lifestyle-Branche wie<br />

Georg Jensen, Bang & Olufsen, Fritz<br />

Hansen startete das <strong>Auktions</strong>haus<br />

im letzten Jahr eine Art Kultur-Offensive<br />

im fernen Osten während der<br />

Mit Tapio Wirkkalas Vase „Kantarelli"<br />

bot Bruun Rasmussen im vorigen Jahr<br />

ein bedeutendes Stück skandinavischer<br />

Designgeschichte an. Der Finne hatte<br />

damit großes Aufsehen auf der Mailänder<br />

Triennale von 1951 erregt. Das von<br />

der Natur inspirierte Stück war einem<br />

Bieter 440.000 Kronen (59.000 Euro)<br />

wert<br />

Auch wenn im hohen Norden keine<br />

Rebstöcke gedeihen, wissen Skandinavier<br />

umso mehr gute Tropfen aus Frankreich<br />

zu schätzen. Ein Premier Cru Classé<br />

des Château Latour in Pauillac aus<br />

dem Jahre 1945 war im vergangenen<br />

Jahr erst für 23.400 Euro zu haben


40<br />

SPECIAL<br />

Seltene Vase in Fruchtform aus Axel Saltos<br />

„sprießender" Phase, 33 Zentimeter<br />

hoch (2012 verkauft für 500.000 Kronen<br />

(67.000 Euro)<br />

Monumentale Vase in schwarzer Olivinglasur<br />

von Axel Salto, verkauft in der<br />

letzten März-Auktion für umgerechnet<br />

160.000 Euro<br />

Messe „Business of Design Week" in<br />

Hongkong. Als besonderer Service<br />

für die chinesische Klientel werden<br />

in Kopenhagen erstandene Kunstobjekte<br />

kostenfrei zu ihren neuen<br />

Besitzern versandt.<br />

NORDISCHE MALEREI<br />

Bruun Rasmussen ist eine erste Adresse<br />

für <strong>Sammler</strong> der nordischen<br />

Malerei. Zahlreiche Höchstpreise<br />

wurden in den vergangenen Jahren<br />

auf diesem Gebiet erzielt. Eines<br />

der spektakulärsten Angebote war<br />

2006 „La Promenade des Anglais,<br />

Nice" von Edvard Munch (1863-<br />

1944). Der norwegische Maler zeigt<br />

die Strandpromenade von Nizza in<br />

gleißendem, südlichem Licht, skizzenhaft<br />

und in einer impressionistischen<br />

Auffassung. Es wird vermutet,<br />

dass er – zur Zeit der Entstehung<br />

1891 von einer längeren Krankheit<br />

genesend – seine neue Lebensfreude<br />

zum Ausdruck brachte. 6,9 Millionen<br />

dänische Kronen (etwa 930.000<br />

Euro) war das Gemälde im Jahre<br />

2006 einem Liebhaber wert. Er erwarb<br />

damit das heitere Zeugnis<br />

einer Lebensstation jenes Malers,<br />

der wenig später zum bedeutendsten<br />

Exponenten des Expressionismus<br />

wurde, indem er Krankheit, Tod<br />

und Seelenqual thematisierte.<br />

Gesucht von <strong>Sammler</strong>n in aller Welt<br />

sind die stillen, verhaltenen Interieurs<br />

von Vilhelm Hammershøi<br />

(1864-1916). Schon zu seinen Lebzeiten<br />

wurde er in Deutschland bewundert,<br />

in dem Berliner Kunsthändler<br />

Paul Cassirer fand er hierzulande<br />

seinen größten Förderer. Der<br />

Dichter Rainer Maria Rilke machte<br />

sich 1904 sogar eigens nach Kopenhagen<br />

auf, um ihn kennenzulernen.<br />

Wegen der zurückgenommenen<br />

Farbigkeit seiner Bilder wird er gern<br />

als „dänischer Vermeer" bezeichnet.<br />

Dem deutschen Publikum ist er<br />

nicht zuletzt durch eine große Ausstellung<br />

im vergangenen Jahr in<br />

München wieder nahe gekommen.<br />

Hammershøi, der sich der impres-<br />

sionistischen Strömung widersetzte<br />

und seinen Weg in der Beschaulichkeit<br />

seiner eigenen vier Wände fand,<br />

wurde in den 1990er-Jahren wiederentdeckt,<br />

nachdem er über Jahrzehnte<br />

beinahe in Vergessenheit geraten<br />

war. Bruun-Rasmussen konnte<br />

2004 eines seiner Meisterwerke anbieten,<br />

das einen Hammerpreis von<br />

3,5 Millionen Kronen (470.000 Euro)<br />

erzielte.<br />

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts<br />

erlebte Dänemark eine kulturelle<br />

Blüte, die Maler dieses „Goldenen<br />

Zeitalters" sind bis heute<br />

international gefragt. Ihr Exponent<br />

war Christoffer Wilhelm Eckersberg<br />

(1783-1853). Das Metropolitan Museum<br />

of Art in New York erwarb im<br />

November 2011 eines seiner Meisterwerke,<br />

eine von südlichem Licht<br />

durchflutete Ansicht der römischen<br />

Kirche Sankt Cosmas und Damian<br />

(3,4 Millionen Kronen/455.000 Euro).<br />

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts<br />

fanden die Künstler der Kolonie von<br />

Skagen überregionale Bedeutung.<br />

Nach dem Vorbild der französischen<br />

Freiluftmaler von Barbizon trafen<br />

sich Malerinnen und Maler aus<br />

Skandinavien in dem pittoresken<br />

Fischerort im Norden Jütlands während<br />

der Sommermonate. Holger<br />

Drachmann, Peder Severin und Marie<br />

Krøyer, Michael und Anna Ancher,<br />

Lauritz Tuxen zählten zu diesem<br />

Kreis. Ihre zumeist vom französischen<br />

Impressionismus beeinflussten<br />

Werke erzielen Preise im sechsstelligen<br />

Bereich. 2004 bewilligte ein<br />

<strong>Sammler</strong> für fünf flanierende Damen<br />

am Strand von Michael Ancher<br />

(1849-1927) 6,2 Millionen Kronen<br />

(830.000 Euro), eine andere reizende<br />

Strandszene von P.S. Krøyer (1851-<br />

1909) kam 2008 auf 2,4 Millionen<br />

Kronen (322.000 Euro).<br />

Unter den Malern der Moderne nehmen<br />

die dänischen Mitglieder der<br />

Künstlergruppe CoBrA eine herausragende<br />

Position ein. Schließlich<br />

steht die Silbe „Co" im Namen der<br />

1948 in Paris gegründeten Vereinigung<br />

für Copenhagen. Mit Asger


Gute Zeiten für Liebhaber antiker Möbel:<br />

Diese sechs Mahagoni-Stühle mit<br />

Messing-Intarsien sind ein wundervolles<br />

Beispiel des dänischen Empire. Sie<br />

gehörten zum Inventar des Landsitzes<br />

Rønninge Søgård auf der Insel Fünen.<br />

Trotz dieser erstklassigen Provenienz<br />

war das Set schon für umgerechnet<br />

2.400 Euro zu haben<br />

Möbel von Hans J. Wegner fehlen in<br />

kaum einer Design-Auktion. Dieser auf<br />

75.000 bis 100.000 Kronen geschätzte<br />

Sessel überraschte voriges Jahr mit einem<br />

Hammerpreis von 350.000 Kronen<br />

(47.000 Euro). Der Vorbesitzer hatte das<br />

gute Stück 1953 auf der Messe der Tischlergilde<br />

in Kopenhagen erworben<br />

Jorn (1914-1973) und Carl Henning Pedersen<br />

(1913-2007) zählen zwei dänische<br />

Maler zu den Gründungsmitgliedern.<br />

Zur dänischen Sektion gehörten<br />

auch die Malerin Else Alfelt<br />

(1910-1974), die Bildhauerin Sonja<br />

Ferlov Mancoba (1911-1984), ferner<br />

Henry Heerup (1907-1993), Egill Jacobsen<br />

(1910-1998). Einst Bürgerschreck,<br />

ist CoBrA heute ein Garant<br />

für <strong>Auktions</strong>erfolge. Dabei gibt es<br />

auch immer wieder erschwinglichere<br />

Grafik-Angebote in den Online-<br />

Auktionen. Für „Tristesse blanche",<br />

von Asger Jorn im Jahre 1958 in Öl<br />

gemalt, musste man 2006 allerdings<br />

6,4 Millionen Kronen (860.000 Euro)<br />

mitbringen – Landesrekord für den<br />

Künstler.<br />

DESIGN<br />

Neben der Nachkriegskunst ist es<br />

auch das Design dieser Ära, das für<br />

Schlagzeilen sorgt. Die Kataloge zu<br />

den viermal jährlich stattfindenden<br />

Spezialauktionen im Stammhaus lesen<br />

sich wie ein Who-is-Who des<br />

skandinavischen Designs. Für rare<br />

Originalstücke zahlen <strong>Sammler</strong> aus<br />

aller Welt inzwischen Spitzenpreise.<br />

Im vergangenen Jahr übertraf ein<br />

Sessel von Hans J. Wegner (1914-<br />

2007) alle Erwartungen, als er erst<br />

für 350.000 Kronen (47.000 Euro)<br />

zugeschlagen wurde. Schwan und<br />

Ameise von Arne Jacobsen, Lampen<br />

von Poul Henningsen, Sofas von Finn<br />

Juhl oder Børge Mogensen sind<br />

quasi gern gesehene Stammgäste<br />

bei Bruun Rasmussen. Es lohnt sich,<br />

Tycho Brahe (1546-1601) entdeckte 1572<br />

einen neuen Himmelskörper im Sternbild<br />

Kassiopeia, der ein Jahr später wieder<br />

verschwunden war. Seine Beobachtungen<br />

legte er seinem Werk „De Nova<br />

et nullius aevi memoria prius visa Stella"<br />

(Vom neuen und vorher nie gesehenen<br />

Stern) nieder. Brahe revolutionierte<br />

mit dieser Schrift die wissenschaftlichen<br />

Methoden der Astronomie. 2011 konnte<br />

Bruun Rsmussen eine der wenigen noch<br />

erhaltenen Erstausgaben aus dem Jahre<br />

1573 anbieten. Es stammte aus dem Tycho<br />

Brahe Planetarium in Kopenhagen<br />

und wurde für 4,1 Millionen Kronen verkauft<br />

(550.000 Euro)<br />

auch auf die in Deutschland weniger<br />

bekannten Namen dänischer<br />

Formgeber zu achten. Die Möbel von<br />

Ole Wanscher, einem Schüler von<br />

Kaare Klint, bestechen durch ihre<br />

klassische Eleganz. Kaj Gottlob<br />

(1887-1976) ist ein weiterer Kandidat,<br />

der Beachtung verdient. Der<br />

Designer und Architekt durfte den<br />

dänischen Expo-Pavillon 1925 in<br />

Paris ausstatten. Futuristisch muten<br />

mitunter die Arbeiten von Eskild<br />

und Ludvig Pontoppidan an.<br />

Unumstrittener Star des modernen<br />

Designs aus Dänemark ist Axel Salto<br />

(1889-1961). Die Arbeiten des Keramikers<br />

sind regelmäßig in den Auktionen<br />

von Bruun Rasmussen vertreten<br />

und erzielen bis zu sechsstellige<br />

Eurobeträge. Salto war eine bedeutende<br />

Persönlichkeit des dänischen


42<br />

FLORA DANICA<br />

Georg Christian Oeder, königlicher<br />

Professor und Direktor des Botanischen<br />

Gartens in Kopenhagen, begann<br />

1753 mit der Katalogisierung<br />

der heimischen Pflanzenwelt. 1761<br />

wurde das Resultat seiner Forschungen<br />

veröffentlicht: Der erste Teil einer<br />

Enzyklopädie mit dem lateinischen<br />

Namen „Flora Danica” erschien.<br />

112 Jahre sollte es dauern, bis<br />

das Werk komplett war. Mehrere Generationen<br />

von Zeichnern und Kupferstechern<br />

waren mit der Darstellung<br />

der Wild-, Wald- und Wiesenblumen<br />

beschäftigt. Die vollständige<br />

Ausgabe enthält 3240 Kupferstiche.<br />

Dem dänischen Kronprinzen<br />

und späteren König Frederik IV. war<br />

das Mammutprojekt eine Herzensangelegenheit.<br />

1790 gab er ein Tafelservice<br />

für hundert Personen in Auftrag,<br />

das mit den blühenden Schönheiten<br />

seines Landes dekoriert sein<br />

sollte. Es war als Geschenk für die<br />

russische Zarin Katharina II (1729-<br />

1796) gedacht. Der Auftrag war eine<br />

große Herausforderung für die 1775<br />

gegründete königliche Porzellanmanufaktur<br />

in Kopenhagen. Die künstlerische<br />

Umsetzung lag in den Händen<br />

des aus Nürnberg stammenden<br />

Malers Johann Christoffer Bayer<br />

(1738-1812) und seines Sohnes Johan<br />

Theodor (1782-1873). Erst 1803 konnte<br />

das Service, das wie die Enzyklopädie<br />

den Namen „Flora Danica"<br />

trug, ausgeliefert werden. Doch da<br />

war die als große Kunstsammlerin<br />

bekannte Zarin schon ein paar Jahre<br />

tot. Der dänische Hof behielt das<br />

1802 Teile umfassende Service. Bis<br />

heute wird davon bei festlichen Anlässen<br />

gespeist. Als 1863 Prinzessin<br />

Alexandra ins englische Königshaus<br />

einheiratete, orderten die Untertanen<br />

eine Replik des anmutigen Geschirrs,<br />

das sich heute im Museum<br />

von Schloss Windsor befindet. Seit<br />

rund 150 Jahren ist das royale Service<br />

im Programm der königlichen<br />

Manufaktur. Jeder kann es bestellen<br />

– vorausgesetzt es mangelt ihm<br />

nicht an Geld. Denn Flora Danica ist<br />

an Exklusivität kaum zu überbieten.<br />

Es gilt als das teuerste heute noch<br />

gefertigte Markenporzellan der<br />

Welt. Ausschließlich nach Auftrag<br />

wird es wie eh und je in zeitraubender<br />

Handarbeit hergestellt. Kunden<br />

können unter 900 Blumenmotiven<br />

wählen. 1378 Euro kostet dann<br />

beispielsweise ein Speiseteller von<br />

25 Zentimetern Durchmesser. Entschieden<br />

preiswerter kommen<br />

Acht Schokoladentassen mit Untertassen<br />

des Services „Flora Danica" von<br />

Royal Copenhagen (2.700 Euro/Februar<br />

2013)<br />

Das Prunkstück der exklusiven Flora-<br />

Danica-Serie von Royal Copenhagen ist<br />

die Eisglocke. Dieses Exemplar wurde<br />

2007 bei Bruun Rasmussen angeboten<br />

und zum Hammerpreis von 95.000 Kronen<br />

(ca. 12.000 Euro) verkauft. Wer das<br />

Teil heute bei der Manufaktur in Auftrag<br />

gibt, muss rund 30.000 Euro locker<br />

machen<br />

<strong>Sammler</strong> im Antiquitätenhandel an<br />

die begehrten Einzelstücke. Es kann<br />

lohnend sein, sich in den skandinavischen<br />

<strong>Auktions</strong>häusern umzusehen.<br />

Bruun Rasmussen verkaufte beispielsweise<br />

in seiner letzten Frühjahrsauktion<br />

acht Schokoladentassen<br />

samt Untertassen für 2.700<br />

Euro. Zehn Teller (26 Zentimeter<br />

Durchmesser) waren für 8.050 Euro<br />

zu haben. Selbst unter Berücksichtigung<br />

von Aufpreis und Mehrwertsteuer<br />

kommt der Käufer damit in<br />

der Regel weitaus billiger an sein<br />

Lieblingsstück als durch den Kauf<br />

fabrikneuer Teile.<br />

Kulturbetriebs vor und nach dem<br />

Zweiten Weltkrieg. Er schrieb Lyrik<br />

und Prosa, gab eine Zeitschrift („Klingen")<br />

heraus, illustrierte seine eigenen<br />

Bücher und regte öffentliche<br />

Debatten um die Weiterentwicklung<br />

der Kunst an. Aus seinem künstlerischen<br />

Nachlass ragt jedoch das keramische<br />

Werk heraus. Aus Steinzeug<br />

gearbeitet, zeigt es sich stark von der<br />

Natur beeinflusst. Über zwei Jahrzehnte<br />

arbeitete Salto mit der Manufaktur<br />

Royal Copenhagen zusammen.<br />

Seine <strong>Sammler</strong>gemeinde unterteilt<br />

das Oeuvre, das auf rund<br />

3.000 Stück geschätzt wird, in drei<br />

Kategorien: geriffelt – knospig –<br />

sprießend. Gesucht werden sie von<br />

Liebhabern aus aller Welt. In der internationalen<br />

März-Auktion hatten<br />

sie die Wahl unter 37 Werken. Viele<br />

von ihnen waren 1989 in der großen<br />

Retrospektive des Künstlers im Kopenhagener<br />

Museum für Kunst und<br />

Design ausgestellt. Bei einem Zuschlag<br />

von 1,2 Millionen Kronen<br />

(160.000 Euro) war eine 51 Zentimeter<br />

hohe Vase in schwarzer Olivinglasur<br />

der größte Hingucker der<br />

Auktion. Das Prunkstück gehört in


43<br />

Besonders als Marinemaler machte sich<br />

C.W. Eckersberg im dänischen goldenen<br />

Zeitalter einen Namen. Erstbesitzerin<br />

dieses kreisrunden Seestücks war Prinzessin<br />

Caroline Amalie, nach ihrem Tod<br />

war es dann Bestandteil mehrerer angesehener<br />

Sammlungen. „Eine Fahrt<br />

nach Charlottenlund. Das Dampfschiff<br />

‘Caledonia’ nähert sich einem Segelschiff"<br />

lautet der Titel des Gemäldes von<br />

42 Zentimetern Ø. Die vornehmen Ausflügler<br />

auf dem Segler sind in ihrer Fröhlichkeit<br />

beinahe fotorealistisch dargestellt.<br />

Das Gemälde gehörte zu den<br />

Höhepunkten der Februarauktion bei<br />

Bruun Rasmussen und erzielte einen<br />

Hammerpreis von 200.000 Euro<br />

die „knospige" Phase des Künstlers.<br />

300.000 Kronen (40.000 Euro) erzielte<br />

ein 38 Zentimeter hoher Januskopf.<br />

Für entschieden schmalere Brieftaschen<br />

bieten die in diesem Frühjahr<br />

erstmals annoncierten Interior-<br />

Auktionen viel Inspiration. Bruun<br />

Rasmussen lässt sie von bekannten<br />

Trendforschern kuratieren. Eine bunte<br />

Mischung, die dem aktuellen Bedürfnis<br />

nach einem zusammengewürfelten,<br />

aber stilvollen Wohnumfeld<br />

entspricht, kommt da zusammen:<br />

Kelims und Jagdtrophäen, ausrangierte<br />

Werkstatt- und Industriemöbel,<br />

Banksafes und hin und wieder<br />

ein antikes Möbel. Das Stöbern<br />

im Online-Katalog wird zu einem<br />

spannenden Spaziergang über einen<br />

virtuellen Flohmarkt.<br />

Info: www.bruun-rasmussen.dk – Ansprechpartner<br />

für deutsche Käufer und<br />

Einlieferer: Finn Meesenburg (Tel. 0045/<br />

88181233)<br />

Fotos: Bruun Rasmussen<br />

INTERVIEW: KASPER NIELSEN<br />

Welche Bedeutung hat der deutsche<br />

Markt für Bruun Rasmussen?<br />

In den Achtzigern und in den frühen<br />

Neunzigern war Deutschland für<br />

dänische <strong>Auktions</strong>häuser, Antiquitätenhändler<br />

und Kunsthändler ein<br />

großer Exportmarkt. Das änderte<br />

sich beinahe schlagartig nach der<br />

deutschen Wiedervereinigung, der<br />

sich ja auch eine Zeit wirtschaftlicher<br />

Schwäche anschloss. Es kam<br />

noch hinzu, dass sich der Markt<br />

gleichzeitig veränderte. Die Möbel<br />

des 19. Jahrhunderts, die wir bis zur<br />

Wiedervereinigung in großer Zahl<br />

nach Deutschland verkauft hatten,<br />

waren plötzlich nicht mehr gefragt.<br />

Heute befinden wir uns leider – was<br />

den deutschen Markt angeht – in einem<br />

Allzeit-Tief. Das gilt sowohl für<br />

Käufer als auch für Anbieter.<br />

Was kaufen die Deutschen, die dennoch<br />

ihren Weg zu Ihnen finden?<br />

Sie verlangen höchste Qualität, suchen<br />

Objekte, die man nicht alle<br />

Tage sieht: das fantastische Silberstück,<br />

ein herausragendes Möbel<br />

oder Gemälde.<br />

Kasper Nielsen (Jg. 1970) ist als Leiter der Abteilung Wertermittlung und Verkäufe für<br />

rund 80 Prozent des Angebots bei Bruun Rasmussen verantwortlich. Man trifft ihn<br />

vor allem in den Abteilungen Kunst und Antiquitäten, moderne Kunst und Design. Er<br />

reist viel durchs Land, um Schätzungen und Begutachtungen vorzunehmen. Dank<br />

zahlreicher Auftritte in Fernseh- und Radiosendern ist der Kunstliebhaber vielen seiner<br />

Landsleute bekannt. Man kann ihn auch live als Auktionator im Stammgeschäft<br />

an der Bredgade erleben. Nielsen würzt seine Versteigerungen gern mit fröhlichen<br />

Bemerkungen – und ist deshalb sehr beliebt beim Bieter-Publikum


44<br />

SPECIAL<br />

Das ist ja ein Phänomen, das man<br />

jetzt weltweit auf dem Kunstmarkt<br />

beobachtet.<br />

In der Tat. Diese Entwicklung setzte<br />

ein mit dem Interesse aus den so<br />

genannten Schwellenländern. Wir<br />

hatten ja zunächst eine starke Nachfrage<br />

aus Russland, und in den letzten<br />

fünf, sechs Jahren registrieren<br />

wir eine wachsende Zahl von Kunden<br />

in China. <strong>Sammler</strong> aus diesen<br />

Ländern suchen vor allem nach Objekten<br />

ihrer eigenen Kulturgeschichte,<br />

während sich die <strong>Sammler</strong> aus<br />

Deutschland vor allem für europäische<br />

Kunst interessieren. Allen gemeinsam<br />

ist der Wunsch nach wirklich<br />

exzellenter Qualität.<br />

Wie hat sich der Markt für Sie in den<br />

letzten Jahren entwickelt?<br />

Das 19. Jahrhundert ist ein schwieriger<br />

Markt geworden. Wenn wir noch<br />

einmal zehn, zwanzig Jahre zurückblicken,<br />

dann muss man sagen, dass<br />

gerade die dänischen Maler des 19.<br />

Jahrhunderts damals unser Hauptgeschäft<br />

ausmachten. Heute liegen<br />

unsere Verkäufe im Bereich der modernen<br />

und der zeitgenössischen<br />

Kunst um 40 bis 50 Prozent höher als<br />

im Bereich der alten Kunst. Das ist<br />

wohl auch eine Frage der Mode, des<br />

Zeitgeschmacks. Unsere neuen Kunden<br />

im Alter zwischen dreißig und<br />

vierzig sind mehr auf die zeitgenössische<br />

Kunst und das 20. Jahrhundert<br />

fixiert. Darunter leidet natürlich<br />

die alte Kunst, es sei denn, es handelt<br />

sich um herausragende Qualität. In<br />

dieser Hinsicht hat die dänische Malerei<br />

glücklicherweise einiges zu bieten:<br />

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts<br />

ist unser goldenes Zeitalter,<br />

die von fantastischen Malern<br />

wie Eckersberg bestimmt war. Ihre<br />

Werke sind weltweit gefragt, auch<br />

von Museen. Das gilt auch für die<br />

Künstler der berühmten Kolonie in<br />

Skagen, die sich dort in Nordjütland<br />

in den 1880er- und 90er-Jahren etablierte.<br />

Wer steht bei den modernen Malern<br />

im Mittelpunkt?<br />

Unter den modernen dänischen Malern<br />

ist zweifellos Asger Jorn am<br />

meisten gefragt. Besonders in den<br />

Jahren vor Ausbruch der Finanzkrise<br />

liefen für ihn die Verkäufe fantastisch.<br />

Sie erzielten sehr hohe Preise.<br />

2008 gab es dann einen Einbruch,<br />

von dem wir uns jetzt langsam wieder<br />

erholen. Aber auch auf dem Gebiet<br />

der modernen Kunst und der<br />

Zeitgenossen können wir beobachten,<br />

dass sich die Kunden sehr viel<br />

selektiver und kritischer verhalten<br />

als noch vor fünf, sechs Jahren.<br />

Auf welche zeitgenössischen Künstler<br />

aus Dänemark sollte man achten?<br />

Der stärkste Name ist augenblicklich<br />

Olafur Eliasson. Aber leider ist er kein<br />

Maler, sondern macht große Installationen,<br />

oft in Zusammenarbeit mit<br />

Architekten. Seine Werke lassen sich<br />

durch uns nicht verkaufen. Zwei weitere<br />

starke Vertreter sind Tal R – Rosenzweig<br />

– und Michael Kvium, deren<br />

Werke sehr häufig in unseren<br />

Auktionen vertreten sind. Allgemein<br />

kann man sagen, dass zeitgenössische<br />

Kunst aus Dänemark langsam<br />

Kasper Nielsen (links) leitet die Abteilung<br />

Schätzungen und Verkauf. Hier berät<br />

er einen Kunden<br />

aber sicher ihr internationales Publikum<br />

findet. Auf diesem Gebiet haben<br />

wir sehr große Erwartungen,<br />

denn wir sind überzeugt, dass die<br />

Nachfrage raketenartig ansteigen<br />

wird, sobald sich die wirtschaftlichen<br />

Rahmenbedingungen gebessert haben.<br />

Wir schätzen, dass das in den<br />

nächsten fünf, sechs Jahren der Fall<br />

sein wird.<br />

Sind Sie persönlich auch ein <strong>Sammler</strong>?<br />

Ich bin kein ausgesprochener Kunstsammler,<br />

aber ich sammle schöne<br />

Dinge: Bilder, Teppiche, Möbel, einfach<br />

alles, was mir gefällt und was<br />

ich mir leisten kann. Ich liebe Kunst<br />

und Design, das ist wohl ein Teil meiner<br />

Erbanlage. Wenn man dieses<br />

Gen in meinem Job nicht hätte, hätte<br />

man wohl ein Problem.<br />

Was würden Sie kaufen, wenn Sie<br />

lediglich 5.000 Euro zur Verfügung<br />

hätten?<br />

Ich würde mich bei den Möbeln des<br />

19. und des 18. Jahrhunderts umsehen.<br />

Hier befinden sich die Preise in<br />

einem Allzeittief, eigentlich eine<br />

Schande. Es gibt Stücke von höchster<br />

Qualität zu Preisen, die etwa ein<br />

Zehntel dessen ausmachen, was<br />

noch vor zehn oder fünfzehn Jahren<br />

gezahlt wurde.<br />

Welches Kunstwerk haben Sie zuletzt<br />

gekauft?<br />

Mein letzter Kauf war ein Aquarell<br />

von Michael Kvium.<br />

Haben Sie noch einen unerfüllten<br />

Traum?<br />

Nicht nur einen, sondern Tausende.<br />

Ich bin 42 Jahre alt und hoffe, dass<br />

ich noch vieles werde kaufen können.<br />

Ein absolutes Traumstück wäre<br />

eine große Keramik von Axel Salto.<br />

Ich mag den Künstler sehr, habe früher<br />

auch schon einige Stücke von<br />

ihm besessen, die ich dann verkauft<br />

habe. Jetzt sind die Preise für Stücke,<br />

die ich gern besäße, leider davongezogen.<br />

Sie liegen bei 50.000 Euro<br />

und das überschreitet mein Limit.


Ruef<br />

ALTEHRWÜRDIGES HAUS<br />

„Seit 1844 – nur eben in der Gabelsberger<br />

– trifft man die Alten und die<br />

Jungen bei Hugo Ruefs Versteigerungen“,<br />

so dichtete einst Eugen<br />

Roth anlässlich des 75. Geburtstages<br />

von Hugo Ruef sen. am 22. April<br />

1967. Unweit des Münchner Lenbachhauses,<br />

gleich beim Königsplatz<br />

und in Nachbarschaft der Pinakotheken<br />

wird seit vielen Generationen<br />

Alte und Moderne Kunst aus<br />

aller Welt versteigert.<br />

Mittlerweile in fünfter Generation<br />

geführt, geht die Geschichte des<br />

Münchener <strong>Auktions</strong>hauses Ruef<br />

bis in das Jahr 1844 zurück, als die<br />

Firma von C. Mathes in der Brienner<br />

Straße 7 in München gegründet<br />

worden ist. Zweiundzwanzig Jahre<br />

später, 1866 übernahm Max Ruef<br />

das Versteigerungshaus „an der<br />

Brienner Straße im Knorrschen<br />

Bräuhaus zu ebener Erde“. Dessen<br />

Sohn Eduard Ruef stand ab 1901 an<br />

der Spitze des Unternehmens. Er<br />

verlegte den Sitz des Hauses von der<br />

Brienner Straße in die nahe gelegene<br />

innerstädtische Prannerstraße.<br />

1933 gab Eduard Ruef die Firma<br />

an seinen Neffen Hugo Ruf weiter.<br />

Nach drei Jahren zog der frische<br />

Eigentümer aber schon in einen<br />

Neubau, und zwar in die Gabelsbergerstraße<br />

28 in die Nähe des<br />

Lenbachhauses. 1944 wurde dieser<br />

in einer Bombennacht völlig zerstört.<br />

In mühevoller Kleinarbeit<br />

baute Hugo Ruef sen. zusammen<br />

mit seinem Sohn Hugo jun. das<br />

Haus von 1946 bis 1951 in Etappen<br />

wieder auf.<br />

Lotte Laserstein, Sitzende im Cafehaus.<br />

Zuschlag 110.000 Euro (Auktion 28. Juni<br />

2012)<br />

Der Häufebecher aus vergoldetem Silber<br />

von Hans Pezolt, der 1578 Meister in<br />

Nürnberg wurde, ist im Juli 2010 bei<br />

142.000 Euro zugeschlagen worden.


PORTRÄT 47<br />

Mit 130.000 Euro markierte 2010 Franz Roubauds Gemälde „Ausritt“ den höchsten<br />

Zuschlag für ein Werk dieses Künstlers in einer deutschen Auktion.<br />

EXTRAVAGANTE MILLIONÄRIN<br />

Die erste erfolgreiche Versteigerung<br />

nach Kriegsende fand zwar schon<br />

1948 statt, aber erst 1955 sollte eine<br />

ganz besondere Auktion einen Höhepunkt<br />

in der Geschichte des Hauses<br />

markieren: Unter reger öffentlicher<br />

Beteiligung wurde damals das<br />

gesamte Inventar von Schloss Höhenried<br />

am Starnberger See versteigert.<br />

Das hatte sich die extravagante<br />

Millionärin Wilhelmina Busch (1884-<br />

1952) kurz vor Beginn des Zweiten<br />

Weltkriegs am Starnberger See errichten<br />

lassen.<br />

Busch kam aus der deutschstämmigen<br />

US-Brauereidynastie Anheuser-<br />

Busch und war eine der reichsten<br />

Frauen des Kaiserreichs. Mit dem<br />

Bau eines neubarocken Schlosses<br />

auf ihrem riesigen Parkgrundstück<br />

erfüllte sie sich einen Wunschtraum.<br />

Hier hielt sich die Tochter des Bierkö-<br />

nigs, die dreimal verheiratet war,<br />

weiße Pfauen als Symbol der Schönheit.<br />

Auf sechshundert Hektar Privatleben<br />

zierten ehemals zehntausend<br />

Rosen und Dahlien den Garten.<br />

Diener im Livree hüteten im Schloss<br />

ihre Schätze. Die Einrichtung von<br />

dreißig individuell und unterschiedlich<br />

eingerichteten Zimmern, in<br />

denen die Dollarkönigin ehemals die<br />

Großen der Welt empfing und rauschende<br />

Feste gab, wurde 1955, drei<br />

Jahre nach dem Tod der Millionärin,<br />

von Ruef versteigert. Der Schauplatz<br />

konnte für die Firma Ruef verlockender<br />

nicht sein: Vor unvergleichlich<br />

schöner Seekulisse an sonnenreichen<br />

Herbsttagen waren die Experten<br />

vor Ort untergebracht und konnten<br />

die stilvolle Atmosphäre genießen,<br />

wenn morgens der Kaffee von<br />

Bediensteten auf dem Silbertablett<br />

serviert wurde und abends nach<br />

erfolgreicher Versteigerung der See<br />

Die knienden Engel von Ignaz Günther wurden in der Auktion am 23. März 2006 mit<br />

330.000 Euro zugeschlagen. Ursprünglich gehörten sie wohl in die Klosterkirche<br />

St. Maximilian in München, nach deren Auflösung 1809 kamen sie in die Pfarr- und<br />

Wallfahrtskirche Ramersdorf und nach deren Neuausstattung 1872 in Privatbesitz.


48 PORTRÄT<br />

Simon de Vlieger (Rotterdam 1600-1653 Weesp), Strandansicht mit Fischern, im Hintergrund der Kirchturm von Scheveningen.<br />

Das Gemälde wurde 2009 bei 290.000 Euro zugeschlagen.<br />

zum Baden einlud. Nur ganze dreizehn<br />

Lose von tausenden gingen<br />

damals zurück.<br />

DER BLONDE HANS<br />

Auktionen weiterer berühmter Kollektionen<br />

folgten auf den Fuß. Darunter<br />

die Sammlungen Kühlmann,<br />

Dr. Veh, L. Reisinger und die vielgerühmte<br />

Versteigerung der Sammlung<br />

Henning Nilsson, in der für<br />

Rosenkränze Preise von über tausend<br />

Mark bezahlt wurden. Der Nachlass<br />

des „Blonden Hans“, wie Hans Albers<br />

genannt wird, ging bei Ruef ebenso<br />

über die <strong>Auktions</strong>bühne wie 1983 die<br />

Sammlung des bekannten Theaterregisseurs<br />

und Bühnenzauberers Max<br />

Reinhardt. Ein roter Lackflügel im<br />

japanischen Stil aus dessen Besitz<br />

wurde von einer eigens von Hugo<br />

Ruef engagierten Pianistin präsentiert,<br />

die darauf vorspielte. Auch<br />

heute ist es durchaus nichts Unge-<br />

wöhnliches, wenn sich eine Mitarbeiterin<br />

des Hauses kurzerhand an ein<br />

in der Auktion angebotenes Instrument<br />

wie einen Flügel begibt, um ein<br />

Stück vorzutragen. Doch zurück zur<br />

Geschichte des Hauses.<br />

HUGO RUEFS FACHWISSEN<br />

1974 übergab der nun 83-<br />

jährige<br />

Senior seinem<br />

Sohn<br />

Hugo, mit<br />

dem er schon<br />

nach Kriegsende<br />

das Geschäftsgebäude<br />

in der Gabelsbergerstraße<br />

wieder aufge-<br />

Nashornbecher, China, 18. Jahrhundert,<br />

Zuschlag 45.000 Euro (Auktion<br />

18. März 2011)<br />

baut hatte, die Firma. Fortan führte<br />

nun Hugo Ruef jun. die Geschicke<br />

des <strong>Auktions</strong>hauses, und das mit<br />

Erfolg. Er wurde mit dem Verdienstkreuz<br />

am Bande und dem Verdienstkreuz<br />

1. Klasse des Verdienstordens<br />

der Bundesrepublik Deutschland<br />

ausgezeichnet. Von 1967 bis 1992 leitete<br />

er ehrenamtlich erfolgreich die


PORTRÄT 49<br />

Münchner Kunst- und Antiquitätenmesse<br />

im Haus der Kunst und brachte<br />

eine der ältesten und traditionsreichen<br />

Kunstmessen in Deutschland<br />

zu kulturellem und wirtschaftlichem<br />

Ansehen. Hugo Ruef erlangte<br />

sein Wissen und sein Können sehr<br />

früh. Mehr oder weniger im <strong>Auktions</strong>haus<br />

aufwachsend, ist er schon<br />

als Kind dabei gewesen, wenn sein<br />

Vater Ware begutachtete, genauso<br />

wie danach, wenn er sie im Saal an<br />

den Mann brachte. Der Vater, für seinen<br />

Mutterwitz berühmt, ermöglichte<br />

so dem Sohn schon in jungen<br />

Jahren die für diesen Beruf entscheidende<br />

Schule des Sehens und<br />

Hörens. Hugo Ruef sagt heute: „Mit<br />

am meisten habe ich gelernt, wenn<br />

befreundete Kunsthändler zu Besuch<br />

gekommen sind und <strong>Auktions</strong>objekte<br />

begutachtet haben. Die hatten<br />

ein Fachwissen, wie man es heu-<br />

Künersberger Walzenkrug, Fayence,<br />

datiert 1774. Zuschlag 38.000 Euro<br />

(Auktion 25. September 2012)<br />

te kaum noch findet“. Viele Spitzenstücke<br />

wanderten durch seine Hände,<br />

und die Preise aus den Fünfzigerjahren,<br />

die sein Vater erzielt hatte,<br />

wurden unter seiner Führung mit<br />

Leichtigkeit getoppt. 1979 wurden<br />

für einen Oberrheinischen Barocksekretär<br />

165.000 Mark bezahlt, 1981<br />

fand ein Mainzer Schreibschrank bei<br />

310.000 Mark einen neuen Besitzer<br />

und 1980 konnte ein Privatsammler<br />

ein Gemälde von François Boucher<br />

bei einem Zuschlag von 230.000<br />

Mark sein Eigen nennen.<br />

Heerscharen von <strong>Sammler</strong>n und<br />

Kennern lockten in den Neunzigern<br />

die Sammlung des beliebten Volksschauspielers<br />

Walter Sedlmayr zu<br />

Ruef. Im Frühling 2006 erzielte man<br />

mit zwei Putten des Bildhauers Ignaz<br />

Günther den höchsten Zuschlag in<br />

der <strong>Auktions</strong>geschichte. Bei 330.000<br />

Euro ist erst der Bleistift gefallen –<br />

seit jeher wird bei Ruef kein Hammer<br />

sondern ein fingerdicker Zimmermannsbleistift<br />

benutzt. Zum preislichen<br />

Überflieger wurde auch eine<br />

Strandansicht des Malers Simon de<br />

Vlieger, die im Dezember 2009 mit<br />

einem Zuschlag von 290.000 Euro<br />

aus der Auktion ging.<br />

IN FÜNFTER GENERATION:<br />

ANDREAS RUEF<br />

Seit 1994 arbeitet der älteste Sohn<br />

Andreas Ruef im <strong>Auktions</strong>haus. Der<br />

öffentlich bestellte und vereidigte<br />

Versteigerer – dessen dritter Vorname<br />

Hugo auf Vater, Großvater und<br />

Urgroßvater verweist – ist bereits die<br />

fünfte Generation im Unternehmen.<br />

Sein zehn Jahre jüngerer Bruder<br />

Marinus ist ebenfalls seit einiger Zeit<br />

hilfskräftig im <strong>Auktions</strong>haus am<br />

Werk. Zusammen mit dem heutigen<br />

Senior Hugo Ruef leitet Andreas Ruef<br />

die Auktionen, die Sachgebiete haben<br />

sie sich aufgeteilt.<br />

Das Zusammenspiel von Vater und<br />

Sohn Ruef lässt sich wohl am besten<br />

mit folgender Episode beschreiben:<br />

Im Frühsommer 2008 begutachtete<br />

Andreas Ruef eine Bibliothek in<br />

Wächterfigur, Bronze, China, Ming, 17.<br />

Jahrhundert. Zuschlag 45.000 Euro (18.<br />

März 2011)<br />

einem kleinen Schloss. In nicht ungefährlicher,<br />

drei Meter Höhe auf<br />

der Bibliotheksleiter stehend machte<br />

er einen außergewöhnlichen<br />

Fund. Bei der Durchsicht der Bücher<br />

hielt er plötzlich eine wunderbare<br />

und seltene Handschrift in den Händen:<br />

Das sogenannte Wunderzeichenbuch<br />

aus dem dritten Viertel<br />

des 16. Jahrhunderts. Es stellt in feinsten<br />

Gouachemalereien bis in das<br />

Jahr 1552 Himmelserscheinungen,<br />

Blutwunder und andere wunderbare<br />

Ereignisse dar. Ruef, wieder festen<br />

Boden unter den Füßen, brachte die<br />

Handschrift zur Auktion.<br />

Sein Vater Hugo Ruef beherrschte<br />

das Pult, Andreas Ruef kümmerte<br />

sich um einen amerikanischen Bieter<br />

in der Telefonleitung. Dieser<br />

kapitulierte allerdings vor einem<br />

Saalbieter, der sich diese Trouvaille<br />

nicht nehmen lassen wollte. Hugo<br />

Ruefs Bleistift fiel für ihn bei


50<br />

PORTRÄT<br />

Von links nach rechts: Andreas M. Ruef (Junior), Hugo Ruef (Senior), Marinus Ruef<br />

SERIOSITÄT UND TRADITION<br />

102.000 Euro. Aber auch, wenn<br />

Andreas Ruef am <strong>Auktions</strong>pult steht,<br />

entgeht ihm buchstäblich nichts.<br />

Noch heute gilt ein Augenzwinkern<br />

als Gebot, das Abnehmen einer Brille,<br />

der diskret bewegte Stock, der<br />

galant erhobene Zeigefinger oder<br />

das leichte Kopfnicken, wenn Senior<br />

oder Junior mit einem harten Knall<br />

eines fingerdicken Bleistiftes ein<br />

Gebot besiegeln und den Zuschlag<br />

erteilen.<br />

Als eines der ältesten deutschen<br />

<strong>Auktions</strong>häuser schätzt man nicht<br />

nur Werte, sondern vor allem auch<br />

Klarlinigkeit und Integrität. Seriosität<br />

und Tradition sind die Eckpfeiler<br />

des alteingesessenen Münchener<br />

Versteigerers. Man kennt seine<br />

Das sogenannte Lanna´sche Kabinett, ein Kabinettschrank von Adam Eck (1604-1664, Eger) wurde im Oktober 2010 bei 110.000<br />

Euro zugeschlagen.


PORTRÄT 51<br />

Ein Blatt mit Gouachemalerei aus der Handschrift mit wunderbaren Ereignissen bis in<br />

das Jahr 1552, wie Himmelserscheinungen, Blutwunder, Wunderregen. Sie stammt aus<br />

dem Raum Nürnberg und Augsburg und ist im 3. Viertel des 16. Jahrhunderts entstanden.<br />

In der Juli-Auktion 2008 wurde die Handschrift bei 102.000 Euro zugeschlagen.<br />

Klientel und ist um sie bemüht. Es<br />

wird besichtigt, taxiert und unverbindlich<br />

beraten. Das Haus lebt von<br />

seinem exzellenten Ruf und der Tatsache,<br />

dass man die Qualität richtig<br />

einzuschätzen weiß, und – das ist<br />

wichtig – die Limite nennt. Man<br />

betreibt keine verschleierte Preispolitik,<br />

hat keine Eigenware und keine<br />

Scheinzuschläge. Man legt Wert auf<br />

Nachlässe und unberührter Ware,<br />

die das Geschäft beleben und freudig<br />

ankurbeln, so wie der Kabinettschrank<br />

von Adam Eck, der im Oktober<br />

2010 mit 110.000 Euro zugeschlagen<br />

worden ist. Im selben Jahr<br />

gelang es auch, ein Gemälde von<br />

Franz Roubaud anzubieten. Mit<br />

130.000 Euro erhielt es schließlich<br />

den höchsten Zuschlag für ein Werk<br />

dieses Künstlers in einer deutschen<br />

Auktion. Im Jahreszeitenverlauf werden<br />

bei mindestens vier Auktionen<br />

im Jahr – Sonder- und Spezialauktionen<br />

ausgenommen – teilweise weit<br />

über zweitausend Lose aufgerufen.<br />

Auf über tausend Quadratmetern<br />

Ausstellungsfläche und bestens betreut<br />

vom ausgewählten Mitarbeiterstab<br />

weiß Ruef seine Klientel aus<br />

Einlieferern als auch Käufern hinreichend<br />

verwöhnt. Rudolf C. King<br />

schreibt in seinem Buch über Münchener<br />

Markenunternehmer: „Andreas<br />

Ruef ist sich bewusst, dass mit<br />

dem Zuschlag sehr viel mehr passiert<br />

als ein sachenrechtlicher Übereignungsvertrag,<br />

bei dem das Eigentum<br />

an einem Gegenstand vom Verkäufer<br />

auf den Ersteigerer übergeht.<br />

Stattdessen weiß er, dass viele der<br />

bei ihm versteigerten Gegenstände<br />

seit langen Jahren, eventuell auch<br />

seit mehreren Generationen im<br />

Eigentum einer Familie standen, und<br />

dass die Entscheidung, diesen Gegenstand<br />

zur Auktion zu geben, sehr<br />

einschneidend sein kann. Vielleicht<br />

wird deshalb seit vielen Jahrzehnten<br />

bei Ruef ausschließlich ‘dezent’ mit<br />

einem Bleistift der Zuschlag erteilt<br />

und nicht mit einem Hammer.“ Die<br />

Philosophie des Hauses ist eindeutig.<br />

Mit klarer Linie, ruhig und von<br />

großer Sachkenntnis werden hier<br />

Kunden betreut und Nachlässe abgewickelt.<br />

Man hält langjährige Beziehungen<br />

zu privaten <strong>Sammler</strong>n im<br />

In- und Ausland und nicht selten<br />

werden für die internationale Klientel<br />

Hotelzimmer in der Nachbarschaft<br />

gebucht, damit bei fünf bis<br />

sechs Tagen Vorbesichtigung die<br />

Ware ausgiebig studiert und begutachtet<br />

werden kann. So gilt das Haus<br />

mit seiner bald 170-jährigen Firmengeschichte<br />

in der Branche als verlässlicher<br />

Partner für <strong>Sammler</strong>, Verkäufer<br />

und Käufer von Alter und Moderner<br />

Kunst. Eugen Roth beendete sein<br />

Gedicht mit den Zeilen: „Ich schließ<br />

als Gratulant mich an, natürlich mit<br />

dem ‘Höchstgebot’, als Mensch und<br />

<strong>Sammler</strong> Eugen Roth.“<br />

Innenansicht des <strong>Auktions</strong>hauses


Richter<br />

& & Kafitz<br />

HERZ UND VERSTAND<br />

Am idyllischen Ufer der Regnitz im<br />

Herzen der Weltkulturerbestadt<br />

Bamberg ist das <strong>Auktions</strong>- und<br />

Kunsthaus Richter & Kafitz beheimatet.<br />

Das im fünfzehnten Jahr agierende<br />

Haus ist seit zehn Jahren auf<br />

der Insel Bambergs angesiedelt. Es<br />

wird im Duett geführt von der promovierten<br />

Slavistin und Kunsthistorikerin<br />

Dr. Viviane Kafitz, die aus<br />

Mainz stammend über Stationen im<br />

Berliner Museumswesen und dem<br />

Wissenschaftsleben der Universität<br />

Bamberg ins brodelnde Kunstleben<br />

des <strong>Auktions</strong>handels gelangte, und<br />

ihrem Ehemann, dem habilitierten<br />

Historiker Dr. Heinz-Dietmar Richter,<br />

der nach zwölfjähriger Forschungsund<br />

Lehrtätigkeit an der Universität<br />

zusammen mit seiner großen Liebe<br />

Viviane das <strong>Auktions</strong>haus gründete,<br />

das sich seither der individuellen<br />

Zuwendung für Objekt und Mensch<br />

verschrieben hat.<br />

Professionalität und Menschlichkeit<br />

verkörpern das Selbstverständnis<br />

des in einer traditionsreichen ehemaligen<br />

Möbelmanufaktur angesiedelten<br />

Hauses im Zentrum Bambergs.<br />

Bewusst klein gehalten wird<br />

die personelle Besetzung des Teams,<br />

das außer den beiden Geschäftsführern<br />

aus der langjährigen Mitarbeiterin<br />

Petra Jung, den guten Geistern<br />

und Helfern der <strong>Auktions</strong>tage sowie<br />

der Mutter der Geschäftsführerin,<br />

Gesine Kafitz, besteht, die seit der<br />

ersten Auktion die Gäste am Empfang<br />

begrüßt. Das Markenzeichen<br />

von Richter & Kafitz ist der persönliche<br />

Umgang der beiden Geschäftsführer<br />

mit allen Vorgängen des Hauses,<br />

von der Begutachtung der<br />

Objekte bis zur Auszahlung der Einlieferer.<br />

Das arbeitsreiche Konzept<br />

gewährt die Nähe zum einzelnen<br />

Artefakt, zu dessen Besitzer und<br />

Blick auf Bamberg: Regnitzufer und<br />

Bamberger Dom


PORTRÄT 53<br />

Blick in die Räumlichkeiten<br />

auch dessen Käufer, ein Umstand,<br />

der den Beruf in den Augen des Führungsduos<br />

lebenswert macht.<br />

MARKTFRISCH VON PRIVAT<br />

Ein zweites Prinzip des Hauses ist die<br />

Marktfrische der <strong>Auktions</strong>objekte,<br />

eine in heutigen Tagen eher selten<br />

anzutreffende Prämisse, die eine<br />

aufwändige Akquise erfordert, aber<br />

dafür zu großer Nachfrage führt.<br />

Nicht allein über das Internet findet<br />

das Sortiment riesigen Zuspruch von<br />

Bieterseite, das Haus schätzt sich<br />

glücklich, die zweimal jährlich stattfindenden<br />

Auktionen vor vollem Saal<br />

abhalten zu können. Von weit her<br />

kommt das Publikum in die Bamberger<br />

Inselstadt, um zu bieten und das<br />

Flair der Auktion nicht zu verpassen.<br />

Das Konzept der Akquise aus privaten<br />

Sammlungen und Haushalten<br />

führt zu einem engen Kundenkon-<br />

takt, der das Herz des Unternehmens<br />

ausmacht.Trotz der nie ruhenden<br />

Betriebsamkeit bei Richter &<br />

Kafitz ist der Gang des Auktionators<br />

mit angereisten auswärtigen Einlieferern<br />

oder Käufern zur nahe gelegenen<br />

historischen Altstadt ebenso<br />

obligatorisch wie der Austausch mit<br />

Experten und Kunden vor dem im<br />

Winter flackernden Kamin des Hauses.<br />

Wobei hier nicht nur die Kunst<br />

im Fokus der Gespräche steht, hier<br />

werden neben alltäglichen Anekdoten<br />

schon mal Fußball- oder Auto-<br />

Themen oder auch philosophische<br />

Fragen in angeregter Runde im Stehen<br />

vor dem Kamin erörtert. Und<br />

ganz nebenbei werden auf Bambergs<br />

Insel Höchstpreise erzielt.<br />

BAMBERGS GIPFELSTÜRMER<br />

Seit einigen Jahren gelten Richter &<br />

Kafitz als gesuchte Adresse für<br />

Gemälde des Malers Oskar Mulley.<br />

Aus ganz Deutschland nehmen<br />

Besitzer von Gemälden des Malers<br />

Kontakt auf, um ihre Mulley-Werke<br />

bei Richter & Kafitz versteigern zu<br />

lassen. Fast traditionsgemäß enthält<br />

nahezu jede Auktion des Hauses<br />

ein Gemälde des Bergmalers.<br />

Hohe Zuschläge garantiert. Der Käuferkreis<br />

für die in Spachteltechnik<br />

ausgeführten Mulley-Bilder ist international.<br />

Als Dauergäste in den<br />

Auktionen finden sich aber auch<br />

Namen wie Erich Heckel (Ölgemälde,<br />

Aquarelle, Grafiken), Eugen<br />

Bracht, Alois Arnegger, Rudolf Sieck,<br />

Otto Pippel, Joseph Wopfner, Paul<br />

Mathias Padua, Otto Dill, Julius Seyler<br />

und weitere Künstler insbesondere<br />

aus der Münchner Schule. Der<br />

Erfolg kommt nicht von ungefähr.<br />

Dahinter steht ein permanentes,<br />

verantwortungsvolles Bemühen um<br />

die eingelieferten Objekte, gepaart<br />

mit professioneller Werbung in<br />

Internet und Presse sowie der Begeisterung<br />

für die Schatzsuche unter<br />

den Privateinlieferungen. Aufgrund<br />

der intensiven Beschäftigung der<br />

Geschäftsinhaber mit den ihnen


54 PORTRÄT<br />

anvertrauten Objekten konnte schon<br />

so mancher Schatz gehoben werden,<br />

so manches Gemälde einem Maler<br />

zugeordnet werden, der bis dahin<br />

nicht erkannt wurde. Für den Einlieferer<br />

zahlt sich die Akribie aus. Die<br />

Freude an der Forschung, die sorgfältige<br />

Prüfung der Ware führt dazu,<br />

dass sich der Einliefererkreis<br />

längst nicht mehr im regionalen<br />

Bereich bewegt. Aus Berlin, Düsseldorf,<br />

Frankfurt, London und anderen<br />

Metropolen findet die Kunst zu Richter<br />

& Kafitz in die Bamberger Inselstadt.<br />

IN VIELEN SPRACHEN<br />

Die Geschäftsinhaber vom <strong>Auktions</strong>haus<br />

Richter & Kafitz,der Historiker Dr.<br />

Heinz-Dietmar Richter und die Slavistin<br />

und Kunsthistorikerin Dr. Viviane Kafitz<br />

In mehreren Sprachen werden die<br />

zahlreichen Telefongebote am <strong>Auktions</strong>tag<br />

entgegengenommen. Besonders<br />

die russischen Bieter reagieren<br />

mit viel Gefühl und Herzlichkeit,<br />

wenn sie von Viviane Kafitz auf Russisch<br />

begrüßt werden. Die Sparte der<br />

russischen Kunst liegt Richter &<br />

Kafitz besonders am Herzen. Bereits<br />

in ihrer akademischen Tätigkeit an<br />

der Universität unterrichtete Viviane<br />

Kafitz in slavistischen Seminaren<br />

über russisches Kunsthandwerk und<br />

Ikonen. Im <strong>Auktions</strong>geschäft wird<br />

jedes russische Objekt, sei es Silber<br />

oder Porzellan mit größter Sorgfalt<br />

erforscht und mit viel Engagement<br />

angeboten. Schon einige russische<br />

Pretiosen erzielten erfreuliche Steigerungen.<br />

Genannt sei beispielhaft<br />

eine Porträttasse mit dem Bildnis<br />

von Zar Alexander I., die für 3.500 Euro<br />

zugeschlagen wurde.<br />

KURIOS, HEITER, NACHDENKLICH<br />

Porträttasse mit dem Bildnis Zar Alexanders<br />

I.,die für 3.500 Euro zugeschlagen<br />

wurde<br />

Ganz nach dem von J. G. Seume formulierten<br />

Satz „Solange der Geist in<br />

der Kunst lebt, ist er jung“ (Spaziergang<br />

nach Syrakus, Leipzig 1819, S. 115),<br />

haben sich Viviane Kafitz und Heinz<br />

Richter der Maxime verschrieben, die<br />

Arbeit als Beruf und gleichzeitig als<br />

Gestaltung des Lebensinhaltes zu verstehen.<br />

So finden in die <strong>Auktions</strong>kataloge<br />

regelmäßig auch Wortspiele oder


PORTRÄT 55<br />

Nach getaner Arbeit. Vorne: Heinz-Dietmar Richter und Viviane Kafitz<br />

Sinnhaftes und Heiteres eigener oder<br />

fremder Prägung Eingang, womit<br />

eine gewisse Leichtigkeit des Denkens<br />

in gleichem Maße gepflegt wird wie<br />

der Umstand, sich selbst nicht ganz so<br />

wichtig zu nehmen. Da wird ein nicht<br />

identifizierbarer Heiliger schon einmal<br />

als „St. Ignotus“ bezeichnet, ein<br />

nicht zusammenhängendes Konvolut<br />

von Zigarettenspitze, Flaschenverschluss,<br />

Serviettenring, Kaffeelöffel<br />

und Vorlegegabel als „Picknick-Set“<br />

deklariert. Für einzelne <strong>Auktions</strong>kataloge<br />

werden Motti gefunden wie<br />

etwa die Sentenz M. J. Friedländers<br />

„Der Kunstbesitz ist die einzige<br />

anständige und vom guten Geschmack<br />

erlaubte Art, Reichtum zu<br />

präsentieren“, eine Ansicht, die den<br />

Kunstkäufer animiere. Aus dem gut<br />

gefüllten Thesaurus der Anekdoten<br />

sei ein tragikomischer Dialog mit<br />

einem kenntnisreichen Kunstsammler<br />

zwischen Genie und Wahnsinn<br />

angeführt, der Viviane Kafitz und<br />

Heinz Richter detailreich anvertraute,<br />

jede Nacht schleiche sich seit Jahren<br />

sein Nachbar unbemerkt in sein Haus<br />

Ausstellungsraum


56 PORTRÄT<br />

Erich Heckel,Blick auf Bamberg<br />

und übermale sukzessive kleine Partien<br />

bedeutender Gemälde (die er tatsächlich<br />

besitzt), so dass beispielsweise<br />

braune Augen blau würden und<br />

ähnliche Änderungen und Schäden zu<br />

beklagen seien. Auf die vorsichtige<br />

Nachfrage, weshalb und mit welcher<br />

Zielsetzung der Nachbar denn wohl so<br />

handle, lautete aus tiefer Überzeugung<br />

die unvermittelte Antwort: „Na,<br />

der spinnt.“<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

Ganz nebenbei veranstalten die beiden<br />

Protagonisten eigene Ausstellungen<br />

mit ausgewählten Künstlern, so<br />

beispielsweise mit Gabriel Gruß,<br />

einem jungen Meisterschüler der<br />

Nürnberger Akademie, der mit seinen<br />

beeindruckenden Enkaustik-Gemälden<br />

reüssiert.<br />

Im Jahr 2012 begleitete das Haus<br />

maßgeblich die aufwändigen Vorbereitungen<br />

einer Ausstellung über den<br />

Spätimpressionisten Armin Reumann<br />

(1889-1952), einem Absolventen der<br />

Münchner Akademie, im Angermuseum<br />

in Erfurt. Der von der Kunstwelt<br />

im Renommée bisher vernachlässigte<br />

Künstler – von den Gräueln des<br />

Ersten Weltkrieges vor Verdun geprägt<br />

und von der Weigerung, Nazigrößen<br />

zu porträtieren, mit der Einberufung<br />

in den Zweiten Weltkrieg<br />

bestraft –, dem Siegfried Wichmann<br />

eine umfassende Monografie gewidmet<br />

hat, fand hier eine großartige<br />

Plattform.<br />

HIGHLIGHTS<br />

In der jüngsten Auktion am 23. Februar<br />

2013 konnte man erneut mit einem<br />

Oskar Mulley Gemälde einen stolzen<br />

Preis erzielen. Sein Bild „Berghof mit<br />

Brunnen“ wurde bei 37.000 Euro<br />

zugeschlagen. Ein Rarissimum erster<br />

Güte stellte ein kleines, aus dem Jahr<br />

1807 stammendes Porträt des Chr.<br />

Peter Wilhelm Beuth (Kleve 1781-1853<br />

Berlin) dar, eines engen Freundes Karl<br />

Friedrich Schinkels, das von fünfhundert<br />

Euro im Limit auf 1.200 Euro<br />

gehoben wurde. Auch in den vorangegangenen<br />

Auktionen verzeichneten<br />

Richter & Kafitz zahlreiche hocherfreuliche<br />

Ergebnisse. So wurde beispielsweise<br />

„Die Aristokratin“ von<br />

Otto Poertzel, eine Bronzefigur einer<br />

Dame mit zwei Windhunden an der


57<br />

Leine, bei 14.500 Euro zugeschlagen.<br />

Von achthundert Euro auf 18.000<br />

Euro wurde ein fein mit Amorette<br />

bemalter Ranftbecher des Wieners<br />

Anton Kothgasser gehoben. Eine<br />

Ansicht von Schloss St. Loretto am<br />

Wörthersee von der Hand des Marcus<br />

Pernhart (1824-1871) fand bei einem<br />

Limit von 6.000 Euro erst bei einem<br />

Preis von 34.000 Euro den Zuschlag.<br />

Doch es sind nicht nur die hohen<br />

Zuschläge, die die Bamberger Auktionatoren<br />

erfreuen: auch sonderbare<br />

Objekte, wie das Paar Gänsefüße, das<br />

zu Kerzenständern verarbeitet worden<br />

ist und für 360 Euro einen Liebhaber<br />

fand; oder eine postfrische chinesische<br />

Briefmarke aus dem Jahr des<br />

Affen 1980, die 900 Euro brachte; ein<br />

Konvolut von 28 großen Turmuhrenzeigern<br />

wechselte für 2.900 Euro den<br />

Besitzer.<br />

Zum Sortiment von Richter & Kafitz<br />

zählen regelmäßig Porzellanbildplatten,<br />

Creussener Apostelkrüge, barocke<br />

Skulpturen, Meißener Figuren,<br />

KPM-Service, Dali-Grafiken und noch<br />

viel, viel mehr.<br />

Oskar Mulley,Berghof mit Brunnen.<br />

Zwei dominant prägende Bergbauernhöfe<br />

im linken und rechten Bildfeld,<br />

getrennt durch einen Verbindungsgrat<br />

zu einer steil abfallenden Schlucht vor<br />

der dunklen Gebirgskulisse (Format 75 x<br />

125 cm,mit originalem Rahmen des<br />

Künstlers). Mit 14.000 Euro war das Bild<br />

in der Winterauktion am 23. Februar<br />

2013 limitiert,bei 37.000 Euro wurde es<br />

zugeschlagen<br />

Oskar Mulley,Bildstock im Hochgebirge<br />

(91 x 72 cm) im Originalrahmen,Zuschlag<br />

20.000 Euro,Februar 2011<br />

Oskar Mulley,Gehöft im Hochgebirge,<br />

ca. 86 x 161 cm,wurde im Januar 2012<br />

für 39.000 Euro zugeschlagen<br />

Oskar Mulley,Bergkirche,Kufstein,Öl<br />

auf Leinwand,94,5 x 140 cm,Zuschlag<br />

55.000 Euro,August 2011


isto<br />

ia Historia<br />

AM ANFANG WAR DAS MÖBEL<br />

„Erfolg hat nur, wer etwas tut, während<br />

er auf den Erfolg wartet“, sagte<br />

einst Thomas Edison und bezeichnet<br />

mit seinen Worten eine der Philosophien<br />

der beiden Inhaber des inmitten<br />

von Berlin gelegenen <strong>Auktions</strong>hauses<br />

Historia. Seit 2006 führen<br />

Christian Gründel und Vincent ten<br />

Vergert die Geschäfte von Historia.<br />

Der eine, Christian Gründel, ist<br />

gelernter Restaurator für Denkmalpflege<br />

und Malerei und hatte in den<br />

Neunzigerjahren eigene Werkstätten<br />

in Oldenburg und Bremen, in<br />

denen er Möbeloberflächen restaurierte<br />

und Auftragsarbeiten für<br />

diverse Museen, Händler und Privatkunden<br />

erfüllte. Parallel dazu stieg er<br />

ins <strong>Auktions</strong>geschäft ein, verkaufte<br />

schließlich 2002 die Werkstatt und<br />

absolvierte einen Lehrgang zum<br />

Sachverständigen. Der andere, Vincent<br />

ten Vergert, stammt aus dem<br />

holländischen Enschede und ist<br />

gelernter Kaufmann. Die Bindung<br />

zur Kunst und speziell zu Möbel kam<br />

über seinen Vater, der ein <strong>Auktions</strong>haus<br />

führte, in dem ten Vergert<br />

genauso wie in der angegliederten<br />

Werkstatt für Möbel mitarbeitete.<br />

Aber nicht nur die Liebe zur Kunst<br />

verbindet Gründel und ten Vergert,<br />

sondern auch ihr gemeinsames<br />

Hobby. Wann immer es der volle Terminkalender<br />

zulässt, suchen die beiden<br />

Ablenkung und Entspannung<br />

bei der Jagd.<br />

Die professionelle Schatzsuche gehört<br />

zu den Leidenschaften Christian<br />

Gründels. „Mit einem kleinen Team<br />

von Freunden konnte ich bislang goldene<br />

Taschenuhren, Schmuck, reichlich<br />

Tafelsilber und wertvolle Porzellane<br />

heben“, sagt Gründel. „Diesen<br />

Schatzsuch-Service bieten wir übri-<br />

Blick in die <strong>Auktions</strong>räume des von<br />

Christian Gründel und Vincent ten Vergert<br />

geführten Berliner <strong>Auktions</strong>hauses<br />

Historia während der Vorbesichtigung


PORTRÄT 59<br />

gens auch an. Er wird professionell<br />

an Land oder zu Wasser mit gutem<br />

Equipment durchgeführt“, betont<br />

Gründel. „Wir haben beispielsweise<br />

in einer der letzten Versteigerungen<br />

einige Serviceteile der KPM angeboten,<br />

die vom Alten Fritz bestellt und<br />

aus Dankbarkeit an einen Offizier<br />

verschenkt wurden. Gegen Ende des<br />

Zweiten Weltkriegs hatte man sie<br />

zum Schutz vergraben. Wir haben sie<br />

geborgen und konnten dafür in der<br />

Auktion einen sehr guten Erlös erzielen.“<br />

OHNE HIERARCHIEN<br />

Zum Historia-Team gehören derzeit<br />

sechs Angestellte, darunter Kunsthistoriker<br />

für die Abteilungen Gemälde,<br />

Porzellan, Glas, Silber und <strong>Sammler</strong>objekte.<br />

Die Abteilung Schmuck<br />

wird von einem freiberuflichen Fachmann<br />

betreut, während die Abteilungen<br />

Möbel, Teppiche und Uhren<br />

von den beiden Geschäftsführern<br />

bearbeitet werden. In fünf Auktionen<br />

jährlich werden jeweils zwischen<br />

2.500 und 3.000 Objekte<br />

angeboten und an nationale als<br />

auch an internationale Kunden verkauft.<br />

Das Betriebsklima im Auk-<br />

Porzellanleuchter aus der 96. Auktion.<br />

Zuschlag 17.360 Euro (inklusive Aufgeld )<br />

jedoch ab. Die Begründung, die der<br />

Einlieferer hörte: Die Möbel seien<br />

aus der „zweiten Zeit“. Diese sogenannte<br />

„zweite Zeit“ war dem Protagonisten<br />

bis dato gänzlich unbekannt,<br />

und so fuhr er wutentbrannt<br />

mit den letzten Litern Benzin im<br />

Tank nach Hause und prophezeite,<br />

dass er dann eben selbst ein <strong>Auktions</strong>haus<br />

gründen würde, um diese<br />

Möbel zu versteigern. Gesagt, getan<br />

– das <strong>Auktions</strong>haus Historia wurde<br />

gegründet, mit Sitz in Ganderkesee,<br />

unweit von Bremen. Der gelernte<br />

Restaurator Christian Gründel stieß<br />

auf das Haus, als er dort Möbel einlieferte,<br />

später übernahm er dort die<br />

Möbelabteilung. Das <strong>Auktions</strong>haus<br />

vergrößerte sich, der Kundenstamm<br />

wuchs. Im Jahr 2004 kam Vincent<br />

ten Vergert dazu, zwei Jahre später<br />

kauften Gründel und er das <strong>Auktions</strong>haus.<br />

„Mit neuen Ideen legten<br />

wir los, investierten viel in die<br />

Öffentlichkeitsarbeit. Es gab getionshaus<br />

ist familiär, Hierarchien<br />

gibt es nicht. Man legt großen Wert<br />

auf ein freundschaftliches Miteinander.<br />

Und damit das so bleibt, geht<br />

man zusammen auf jährliche Betriebsausflüge.<br />

Mit Kompetenz werden<br />

Einlieferer und Käufer beraten<br />

und verbindlich betreut. In einer<br />

Branche, die eine hohe Flexibilität,<br />

Belastbarkeit und ständige Einsatzbereitschaft<br />

fordert, ist ein gutes<br />

Team unerlässlich. Dazu Gründel:<br />

„Der reibungslose Ablauf<br />

des <strong>Auktions</strong>geschäftes ist<br />

nur durch dieses gut eingespielte<br />

Team möglich, in<br />

dem jeder seine Aufgaben<br />

kennt und diese selbständig<br />

und voller Fleiß bearbeitet.<br />

Dabei steht der Kunstgegenstand,<br />

die Antiquität<br />

im Mittelpunkt<br />

und nicht der damit zu<br />

erreichende Gewinn.“ Zum stetig<br />

wachsenden Kundenstamm gehören<br />

vorrangig Privatkunden. Die<br />

Firma wird ohne Verschuldung<br />

geführt und garantiert so eine seriöse<br />

treuhänderische Verwaltung von<br />

fremden Geldern. Die Anzahl der<br />

Offerten steigt stetig, wozu nicht<br />

unerheblich die gute Zusammenarbeit<br />

und Kooperationen mit anderen<br />

Häusern und Händlern beiträgt.<br />

VON ANFANG AN<br />

„Aus kleinem Anfang entspringen<br />

alle Dinge“ so Cicero, und dieser<br />

Anfang liegt bei Historia im Jahr<br />

1995, in dem das <strong>Auktions</strong>haus<br />

gegründet worden ist. Zugegeben,<br />

die Geschichte dahinter ist eher<br />

untypisch für eine Firmengründung,<br />

dafür ist sie umso interessanter:<br />

Mitte der Neunzigerjahre wollte ein<br />

<strong>Sammler</strong> Möbel aus einem polnischen<br />

Schloss bei einem großen<br />

<strong>Auktions</strong>haus versteigern lassen. Er<br />

schickte Fotos der Objekte und<br />

erhielt daraufhin Preisangaben und<br />

eine Zusage für die Einlieferung.<br />

Nach Begutachtung der Möbel vor<br />

Ort lehnte man die Versteigerung<br />

Hase, 102. Auktion. Zuschlag 6.900<br />

Euro (inklusive Aufgeld)


60<br />

PORTRÄT<br />

Geschäftsvergrößerungen boten. So<br />

konnten 2012 die Namensrechte<br />

und Kundendaten der <strong>Auktions</strong>häuser<br />

Prinz Dunst und Nymphenburg<br />

übernommen werden.<br />

BOLLAND & MAROTZ<br />

Die Inhaber von Historia in Berlin und Bolland & Marotz in Bremen, Christian Gründel<br />

(links) und Vincent ten Vergert (rechts)<br />

druckte und bebilderte Kataloge, die<br />

deutschlandweit verschickt wurden.<br />

Durch enorme Investitionen in die<br />

Kundenakquise konnten wir einen<br />

potentiellen überregionalen Stamm<br />

schaffen. Der Bau einer eigenen großen<br />

<strong>Auktions</strong>halle im Jahr 2003 bot<br />

zusätzlich ausreichend Platz für das<br />

wachsende Geschäft“ erinnert sich<br />

Vincent ten Vergert. Obwohl die<br />

<strong>Auktions</strong>tätigkeiten gut liefen, war<br />

doch klar zu erkennen, dass sich der<br />

Markt immer mehr ins Ausland verschob.<br />

Also investierten die beiden<br />

in Auftritte auf großen Messen in<br />

Russland und China, Polen und dem<br />

restlichen Osteuropa. Als sie 2007<br />

die Nachricht erhielten, dass der<br />

Inhaber des Berliner <strong>Auktions</strong>hauses<br />

Altus verstorben sei, nutzten sie<br />

die Chance und übernahmen das<br />

Haus in der Kalckreuthstraße. „In<br />

einer Nacht- und Nebelaktion fuhren<br />

wir nach Berlin, denn die Erben<br />

des verstorbenen Inhabers hatten<br />

bis Mitternacht zu entscheiden, ob<br />

sie das Erbe antreten würden oder<br />

nicht. Um 23 Uhr wurde ein Notar<br />

aus dem Bett geklingelt, der den<br />

Vertrag mit uns unterzeichnete“<br />

erzählt Christian Gründel. Mit dem<br />

neuen Standort im Stadtteil Schöneberg<br />

inmitten von Berlin – opti-<br />

mal mit dem Auto und den öffentlichen<br />

Verkehrsmitteln zu erreichen<br />

– können die beiden Auktionatoren<br />

nun noch mehr internationale Präsenz<br />

zeigen.<br />

EXPANSIV IN BERLIN<br />

Die erste Auktion der Historia-<br />

Zweigstelle in Berlin fand im November<br />

2007 statt. Es war eine Ohne<br />

Limit-Auktion mit Flohmarktniveau<br />

und schlechtem Umsatz. Wieder<br />

waren neue Ideen und die damit verbundenen<br />

Investitionen erforderlich.<br />

Die Geschäftsräume wurden renoviert<br />

und die Qualität des Angebots<br />

um einiges angehoben. Die Mühen<br />

lohnten sich, die folgenden Auktionen<br />

waren ansprechend und verliefen<br />

erfolgreich. Allerdings mussten<br />

Gründel und ten Vergert nun feststellen,<br />

dass man mit den insgesamt<br />

neun Katalogauktionen in Berlin und<br />

Ganderkesee die Grenzen der eigenen<br />

Kapazitäten überschritten hatte.<br />

So entschied man sich im Jahr<br />

2008 für die komplette Firmenverlegung<br />

nach Berlin unter Aufgabe der<br />

<strong>Auktions</strong>geschäfte in Ganderkesee.<br />

Dass dies eine gute Entscheidung<br />

war, belegen ihre <strong>Auktions</strong>erfolge,<br />

welche weiteren Spielraum für<br />

Im Juli 2012 übernahmen Christian<br />

Gründel und Vincent ten Vergert das<br />

renommierte Bremer <strong>Auktions</strong>haus<br />

Bolland & Marotz. Die erste Auktion<br />

unter der neuen Leitung fand im<br />

November 2012 statt und war ganz<br />

und gar erfolgreich. Die <strong>Auktions</strong>geschäfte<br />

werden auch nach der<br />

Übernahme in gewohnter Tradition<br />

fortgeführt. Das heißt, hochwertige<br />

Kunstgegenstände und Antiquitäten<br />

sind weiterhin das Kerngeschäft<br />

des Bremer <strong>Auktions</strong>hauses. Damit<br />

letztlich alles so bleibt, wie es ist,<br />

konnte man auch in Bremen mit<br />

frischen Ideen und einige Neuerungen<br />

eingreifen.<br />

Gründel und ten Vergert nutzen die<br />

vielen Vorteile, die die Formation<br />

aus Historia und Bolland & Marotz<br />

bietet. So können beispielsweise<br />

Bronze, 100. Auktion. Zuschlag 9.900<br />

Euro (inklusive Aufgeld)


PORTRÄT 61<br />

ausgewählte Warengruppen auf<br />

beide Häuser verteilt werden, was<br />

die Chancen auf bestmögliche<br />

Gebote erhöht. Für Sammlungsund<br />

Nachlassauflösungen kann mit<br />

dieser Vorgehensweise garantiert<br />

werden, dass alle Objekte für die<br />

Auktion angenommen und nicht<br />

nur die Sahnestückchen herausgepickt<br />

werden. „Wird bei Bolland &<br />

Marotz in Bremen der Schwerpunkt<br />

auf norddeutsche Kunst und Worpsweder<br />

Malerei sowie hochwertige<br />

Kunst- und Antiquitätenobjekte<br />

gelegt, kommen bei Historia in Berlin<br />

neben Qualitätvollem durchaus<br />

auch Gebrauchsgegenstände und<br />

Objekte von sogenannter durchschnittlicher<br />

Qualität zum Aufruf,<br />

wie zum Beispiel Porzellane, Kleinkunst<br />

und Möbel des 19. Jahrhunderts“<br />

beschreibt Christian Gründel<br />

die Aufteilung der Waren.<br />

SILBERSCHATZ<br />

Dass auch bei Historia hohe Zuschläge<br />

erreicht werden, stellt längst<br />

keine Seltenheit mehr dar. „Eine<br />

ältere Dame kam mit einem Gemälde<br />

und einer Meißenfigur zu uns“,<br />

schildert Vincent ten Vergert, „ein<br />

Meißen-Uhr, 113. Auktion Zuschlag<br />

17.360 Euro (inklusive Aufgeld)<br />

Händler bot ihr im Vorfeld dafür vierhundert<br />

Euro an. Wir nahmen die<br />

Waren in die Auktion und erzielten<br />

für beide Objekte einen Zuschlag<br />

von über 15.000 Euro. Als die alte<br />

Dame kam, um ihren Scheck abzuholen,<br />

musste sie von ihrer Tochter<br />

gestützt werden, da sie unter Freudentränen<br />

fast zusammenbrach.“<br />

Unerwartetes passiert aber auch bei<br />

den Besichtigungen vor Ort. Christian<br />

Gründel erzählt: „Ich war vor einigen<br />

Jahren zum Begutachtungstermin<br />

im brandenburgischen Raum<br />

bei einer Familie. In der Wohnung<br />

fand ich leider für den <strong>Auktions</strong>markt<br />

nichts Wertvolles vor. In einem<br />

kleinen Kellerraum entdeckte ich<br />

jedoch zufällig unzählige schwarz<br />

verfärbte und teilweise beschädigte<br />

Metallgegenstände.Wie sich herausstellte,<br />

handelte es sich dabei um Silber.<br />

Der verstorbene Opa hatte nach<br />

dem Krieg altes Silber und Ladenbestände<br />

aus den Trümmern geholt<br />

und gelagert. Selbst die Staatssicherheit<br />

der DDR wusste nichts von<br />

seinem Fundus. Die Familie hatte<br />

bereits vor gehabt, das „alte Metall“<br />

an einen Schrotthändler zu verkaufen.<br />

Es handelte sich um über fünfhundert<br />

Kilogramm gegossener<br />

Schachfiguren, Teller und Schalen,<br />

Bestecke sowie Tafelaufsätze aus<br />

dem 19. bis 20. Jahrhundert. Das Silber<br />

wurde in über drei Jahren von<br />

uns erfolgreich versteigert.“<br />

SANSSOUCI<br />

Internationales Aufsehen erregte<br />

Historia, als im Jahr 2010 zehn<br />

Gemälde, die seit 1945 als verschollen<br />

gegolten haben, aufgrund des<br />

Engagements des Berliner <strong>Auktions</strong>hauses<br />

in den Gemäldebestand der<br />

Bildergalerie von Schloss Sanssouci<br />

rückgeführt werden konnten. Es<br />

handelte sich dabei um einen Teil<br />

der Bilder aus dem umfassenden<br />

Gemäldebestand, der 1942 von der<br />

Preußischen Schlösserverwaltung<br />

zum Schutz nach Schloss Rheinsberg<br />

ausgelagert worden war. 1945 ist ein<br />

Vorbesichtigung<br />

Großteil davon in die Sowjetunion<br />

geschafft worden, einzelne Werke<br />

sind über verschlungene Wege in Privatbesitz<br />

gelangt: Nachdem die Rote<br />

Armee das Schloss mit den darin<br />

befindlichen Kunstwerken unter ihre<br />

Kontrolle gebracht hatte, ist auch die<br />

Gattin des damaligen Kastellans<br />

ihrer Wohnung im Schloss verwiesen<br />

worden. Sie hat zehn Gemälde in<br />

ihren Gewahrsam genommen, um<br />

diese vor den russischen Besatzern<br />

zu retten. Später hat sie die Bilder<br />

ihrer Schwester in Berlin übergeben.<br />

Die Erben wollten sich davon trennen<br />

und gaben sie Historia zur Auktion.<br />

Neben der Qualität der Bilder<br />

fielen dem <strong>Auktions</strong>haus sofort die<br />

Inventarnummern auf, und nach<br />

einigen Recherchen zeichnete sich<br />

die Herkunft der Gemälde ab. Das<br />

Bewusstsein, dass der Kunsthandel<br />

auch einem allgemeinen kulturellen<br />

Auftrag verpflichtet ist, veranlasste<br />

Gründel und ten Vergert, sich für<br />

eine Rückführung der Gemälde einzusetzen.<br />

Auf ihre Vermittlung erhielten<br />

schmerzlich vermisste Meisterwerke<br />

von Antoine Pesne, Jean<br />

Raoux und aus der Werkstatt von<br />

Peter Paul Rubens ihren Platz in der<br />

Bildergalerie von Sanssouci wieder.


eble<br />

Geble<br />

DISKRETION & VERTRAUENSBASIS<br />

Für den öffentlich bestellten und vereidigten<br />

Auktionator sind Diskretion,<br />

Kompetenz, vertrauensvolle und<br />

seriöse Abwicklung bei der Bearbeitung<br />

von <strong>Auktions</strong>ware – egal ob<br />

Einzelobjekt oder ganze Nachlässe –<br />

die Bausteine für eine erfolgreiche<br />

Tätigkeit im <strong>Auktions</strong>wesen. Diesen<br />

Grundsätzen folgt man seit beinahe<br />

dreißig Jahren im <strong>Auktions</strong>haus von<br />

Udo Geble. Gegründet wurde das<br />

Haus 1986 in Radolfzell am Bodensee,<br />

mit Nähe zur Schweiz, Frankreich<br />

und Österreich. Die Großstädte<br />

Stuttgart, Zürich und Freiburg sind<br />

nur rund eine Stunde Fahrtzeit entfernt.<br />

Auch die Anfahrt aus München<br />

lässt sich für eine der zuerst vier-,<br />

später dreimal im Jahr stattfindenden<br />

Auktionen mit Kunst- und Antiquitäten<br />

gut bewerkstelligen. Jeweils<br />

sechshundert bis tausend<br />

Objekte kommen dabei unter den<br />

Hammer. In den Achtzigerjahren war<br />

der Kreis der Interessenten vorrangig<br />

regional, nach und nach zog es Käufer<br />

aus dem gesamten deutschsprachigen<br />

Raum an den Bodensee. Seit<br />

der Etablierung des Internets gehen<br />

die Objekte aus Udo Gebles Angebot<br />

Alexander Koester, Fingerhut, Zuschlag 21.000 Euro<br />

Die Pendule mit der Personifizierung<br />

von „America“ erhielt den Zuschlag von<br />

23.000 Euro


europa- und weltweit an Liebhaber,<br />

<strong>Sammler</strong> und Museen – von den USA<br />

bis nach Japan.<br />

KLEIN, ABER OHO<br />

Mit drei Mitarbeitern und persönlichen<br />

Kontakten zu Einlieferern und<br />

Bietern rechnet man sich in Radolfzell<br />

zwar eher zu den kleineren <strong>Auktions</strong>häusern.<br />

Das bedeutet aber<br />

nicht, dass die Zuschläge nicht<br />

genauso hervorragend wie bei den<br />

Marktriesen ausfallen können. So<br />

wurde im Jahr 2010 mit 590.000<br />

Euro der Rekordzuschlag des Hauses<br />

erzielt. Er fiel auf ein unsigniertes<br />

Gemälde eines italienischen Caravaggisten<br />

aus dem siebzehnten<br />

Jahrhundert, das Kartenspieler zeigt.<br />

Aus Florenz, Paris und London waren<br />

Interessenten an den Bodensee<br />

gereist, die sich dann vor Ort mit<br />

vierzehn internationalen Bietern am<br />

Telefon messen mussten. Dies war<br />

aber nicht der einzige sechsstellige<br />

Betrag, den das <strong>Auktions</strong>haus verzeichnen<br />

konnte. Mit der Figur einer<br />

Brunnentänzerin<br />

in Bronze von Georg<br />

Kolbe erzielte man 135.000<br />

Euro, eine Jagdszene des Niederländers<br />

Paul Bril brachte ganze 108.000<br />

Euro. Zur Auktion, in der eine Militaria-Sammlung<br />

mit einem fast kompletten<br />

Waffenbestand im Zentrum<br />

stand, kam eigens das SWR Fernsehen<br />

angereist, um über die Versteigerung<br />

zu berichten. Anwesend<br />

waren <strong>Sammler</strong> aus ganz Europa, die<br />

auf das ein oder andere Objekt aus<br />

diesem Bestand mehr als nur ein<br />

Auge geworfen hatten.<br />

KUNST VOM BODENSEE<br />

Der Kunst vom Bodensee, insbesondere<br />

der des 20. Jahrhunderts<br />

widmet sich das Haus im Besonderen.<br />

Künstlern wie Otto Dix, Erich<br />

Heckel, Curth Georg Becker, Hugo<br />

Erfurth, Walter Herzger, Walter Kaesbach,<br />

Ferdinand Macketanz, Eugen<br />

Segewitz, Jean-Paul Schmitz, Rudolf<br />

Stuckert und Rose-Marie Stuckert-<br />

Schnorrenberg sowie Walter Waentig<br />

und vielen anderen diente die<br />

Bodensee-Halbinsel Höri, die sich<br />

zwischen Radolfzell und Stein am<br />

Rhein ausbreitet, mit ihrer Nähe zur<br />

Schweiz als Zufluchtsort während<br />

des Naziregimes.<br />

WAS DIE ZUKUNFT BRINGT<br />

Im Sommer dieses Jahres wird das<br />

<strong>Auktions</strong>team im Hause Geble kompetenten<br />

Zuwachs bekommen. Die<br />

Tochter des Inhabers, Florin Christin<br />

Georg Kolbe, Brunnentänzerin, Bronze,<br />

Zuschlag 135.000 Euro<br />

Auktionator Udo Geble am Flügel von<br />

Horst Jankowski


64 PORTRÄT<br />

Geble, ist Kunsthistorikerin und wird<br />

in das Unternehmen mit einsteigen,<br />

damit man den immer wachsenden<br />

Ansprüchen des internationalen<br />

<strong>Auktions</strong>wesens gerecht zu werden<br />

vermag. Aufgrund dieser personellen<br />

Verstärkung blickt man in Radolfzell<br />

optimistisch in die Zukunft und<br />

denkt dabei auch an die Realisierung<br />

von Online-Auktionen, um somit<br />

einen größeren und vor allen Dingen<br />

internationalen Kundenkreis anzusprechen<br />

zu können.<br />

Der Höchstzuschlag in der Auktion am<br />

30. Juni 2012 wurde für die Marmorskulptur<br />

von Adolfo Wildt gewährt, die<br />

der Künstler 1927 für den Wettbewerb<br />

zum Bebauungsplan der Stadt Mailand<br />

entworfen hatte. Gegen vorwiegend<br />

italienische Mitbieter setzte sich ein<br />

<strong>Sammler</strong> aus den Beneluxländern<br />

durch und bekam den Zuschlag bei<br />

68.000 Euro.<br />

590.000 Euro lautete der Rekordzuschlag des Hauses, der mit dem „Kartenspieler“ eines italienischen Caravaggisten erzielt wurde.


KUNSTMARKT 65<br />

TOP 50 AUKTIONSERGEBNISSE<br />

Rang Künstler Zuschlagspreis Kunstwerk Auktion<br />

1 MUNCH Edvard (1863-1944) $107.000.000 The scream (1895) 02 May 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

2 ROTHKO Mark (1903-1970) $77.500.000 Orange, Red, Yellow (1961) 08 May 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

3 ROTHKO Mark (1903-1970) $67.000.000 No. 1 (Royal Red And Blue) 13 Nov. 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

4 RAPHAEL (1483-1520) $42.675.600 Head of a Young Apostle 05 Dec. 2012 (Sotheby's LONDON)<br />

5 LI Keran (1907-1989) $40.396.040 Mountains in red (1964) 03 June 2012 (Poly International Auction Co.,Ltd, Beijing)<br />

6 BACON Francis (1909-1992) $40.000.000 Figure Writing Reflected In Mirror (1976) 09 May 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

7 LICHTENSTEIN Roy (1923-1997) $40.000.000 Sleeping Girl (1964) 09 May 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

8 MONET Claude (1840-1926) $39.000.000 Nymphéas (1905) 07 Nov. 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

9 WARHOL Andy (1928-1987) $39.000.000 Statue of Liberty (1962) 14 Nov. 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

10 PICASSO Pablo (1881-1973) $37.000.000 Nature Morte Aux Tulipes (1932) 8 Nov. 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

11 KLINE Franz (1910-1962) $36.000.000 Untitled (1957) 14 Nov. 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

12 POLLOCK Jackson (1912-1956) $36.000.000 Number 4 (1951) 13 Nov. 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

13 WARHOL Andy (1928-1987) $33.000.000 Double Elvis [Ferus Type] (1963) 09 May 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

14 MIRO Joan (1893-1983) $32.938.500 Peinture (Etoile Bleue) (1927) 19 June 2012 (Sotheby's LONDON)<br />

15 KLEIN Yves (1928-1962) $32.699.100 Le Rose du bleu (RE 22) (1960) 27 June 2012 (Christie's LONDON)<br />

16 KLEIN Yves (1928-1962) $32.500.000 FC1 (Fire Color 1) (1962) 08 May 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

17 CONSTABLE John (1776-1837) $31.356.000 The Lock 03 Jul. 2012 (Christie's LONDON)<br />

18 RICHTER Gerhard (1932-?) $30.445.600 Abstraktes Bild 12 Oct. 2012 (Sotheby's LONDON)<br />

19 KOONS Jeff (1955-?) $30.000.000 Tulips (1995-2004) 14 Nov. 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

20 BACON Francis (1909-1992) $29.999.100 Portrait of Henrietta Moraes (1963) 14 Feb. 2012 (Christie's LONDON)<br />

21 BACON Francis (1909-1992) $29.896.320 Study for Self-Portrait (1964) 27 June 2012 (Christie's LONDON)<br />

22 MOORE Henry (1898-1986) $26.841.300 Reclining Figure : Festival (1951) 07 Feb. 2012 (Christie's LONDON)<br />

23 BACON Francis (1909-1992) $26.500.000 Untitled (Pope) (c.1954) 13 Nov. 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

24 PICASSO Pablo (1881-1973) $26.000.000 Femme assise dans un fauteuil (1941) 02 May 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

25 LICHTENSTEIN Roy (1923-1997) $25.000.000 Nude with Red Shirt (1995) 14 Nov. 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

26 MIRO Joan (1893-1983) $23.683.500 Painting Poem (Le corps de ma brune puisque 07 Feb. 2012 (Christie's LONDON)<br />

je l'aime comme ma chatte h (1925)<br />

27 BASQUIAT Jean-Michel (1960-1988) $23.500.000 Untitled (1981) 14 Nov. 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

28 WARHOL Andy (1928-1987) $21.100.000 Marlon (1966) 14 Nov. 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

29 KANDINSKY Wassily (1866-1944) $20.500.000 Studie für Improvisation 8 (1909) 07 Nov. 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

30 POLLOCK Jackson (1912-1956) $20.500.000 Number 28 (1951) 08 May 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

31 NEWMAN Barnett (1905-1970) $20.000.000 Onement V (1952) 08 May 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

32 RICHTER Gerhard (1932-?) $19.400.000 Abstraktes Bild (798-3) (1993) 08 May 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

33 ROTHKO Mark (1903-1970) $19.000.000 Black Stripe (Orange, Gold and Black) (1957) 14 Nov. 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

34 BASQUIAT Jean-Michel (1960-1988) $17.906.650 Untitled (1981) 27 June 2012 (Christie's LONDON)<br />

35 RICHTER Gerhard (1932-?) $17.595.230 Struktur (2) (1989) 27 June 2012 (Christie's LONDON)<br />

36 KOONING de Willem (1904-1997) $17.500.000 Abstraction (c.1949) 13 Nov. 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

37 RICHTER Gerhard (1932-?) $17.200.000 Seestüeck (Leicht bewöelkt) (1969) 08 May 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

38 LI Keran (1907-1989) $17.108.911 Shaoshan-revolutionary sacred place of 12 May 2012 (China Guardian Auctions Co., Ltd., Beijing)<br />

chairman mao's former residence en 1974<br />

39 CÉZANNE Paul (1839-1906) $17.000.000 Joueur de cartes (1892/96) 01 May 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

40 MATISSE Henri (1869-1954) $17.000.000 Les pivoines (1907) 01 May 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

41 CALDER Alexander (1898-1976) $16.500.000 Lily of Force (1945) 08 May 2012 (Christie's NEW YORK NY)<br />

42 RICHTER Gerhard (1932-?) $15.500.000 Abstraktes Bild 13 Nov. 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

43 TWOMBLY Cy (1928-2011) $15.500.000 Untitled (New York City) (1970) 09 May 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

44 PICASSO Pablo (1881-1973) $15.300.000 Femme à la Fenêtre (Marie-Thérèse) (1936) 08 Nov. 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

45 RICHTER Gerhard (1932-?) $15.000.000 Abstraktes Bild (1992) 09 May 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

46 GRIS Juan (1887-1927) $14.525.880 Le livre (1915) 07 Feb. 2012 (Christie's LONDON)<br />

47 BASQUIAT Jean-Michel (1960-1988) $14.500.000 Untitled (1981) 10 May 2012 (Phillips de Pury & Company NEW YORK NY)<br />

48 DALI Salvador (1904-1989) $14.500.000 Printemps nécrophilique (1936) 02 May 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

49 WARHOL Andy (1928-1987) $14.500.000 Suicide 13 Nov. 2012 (Sotheby's NEW YORK NY)<br />

50 GOGH van Vincent (1853-1890) $14.210.100 Vue de l'asile et de la Chapelle de Saint Rémy (1889) 07 Feb. 2012 (Christie's LONDON)


66<br />

KUNSTMARKT<br />

Bilanz<br />

Die Konturen der bipolaren Welt zwischen China<br />

und dem Westen<br />

Die neue Geografie des Kunstmarktes feilt seit 2010 an ihren<br />

Konturen. In diesem Jahr setzte sich China zum ersten Mal<br />

als weltweit stärkster Markt in Hinsicht auf den <strong>Auktions</strong>verkauf<br />

von Kunstwerken durch. Ende des Jahres 2012 wirft<br />

sich China tatsächlich zum dritten Mal in Folge als wichtigster<br />

Markt weltweit auf, mit 41,3 Prozent der globalen Einnahmen.<br />

2012 wurden weltweit Kunstwerke im Wert von<br />

12,269 Mrd. Dollar verkauft, davon 5,068 Mrd. Dollar in China<br />

und 7,2 Mrd. Dollar im Rest der Welt.<br />

Die beiden Ost- und West-Pole des Kunstmarktes haben sich<br />

weder mit gleicher Geschwindigkeit noch auf gleichem Kulturboden<br />

oder auf gleichen Standards basierend entwickelt.<br />

Ersterer ist Jahrhunderte alt und wird von den beiden großen,<br />

multinationalen Unternehmen Christie's und Sotheby's<br />

getragen. Diese <strong>Auktions</strong>spezialisten seit dem 18. Jahrhundert<br />

entwickelten sich im Laufe der Zeit und passen sich<br />

ständig dem Marktwandel an. Sie kumulieren einen Jahresumsatz<br />

von 5,233 Mrd. Dollar für den Verkauf von Kunstwerken,<br />

mit Ausnahme der in Hongkong realisierten Umsätze,<br />

und stellen alleine bereits 42,65 Prozent des weltweiten<br />

Marktes dar (Hongkong ausgenommen). Der zweite, chinesische<br />

Markt erschütterte die westliche Allmächtigkeit dank<br />

des rasanten, explosionsartigen Wachstums der chinesischen<br />

Wirtschaft und einem ausgeprägten Geschmack der<br />

Einheimischen für Investitionen. Es handelt sich hierbei um<br />

einen von Poly International Auction getragenen, neuen<br />

Markt, der 2012 seinen 7. Jahrestag feierte und der trotz seines<br />

jungen Daseins das spektakulärste Wachstum eines<br />

<strong>Auktions</strong>hauses in China verzeichnete.Wir stellen zwar auch<br />

fest, dass zwischen dem Osten und dem Westen Brücken<br />

entstanden sind, und dass sich die Schöpfung, das Angebot<br />

und die Nachfrage in gewissen Punkten einig sind. Dennoch<br />

verschärft der Kunstmarkt die kulturellen Unterschiede, indem<br />

er den künstlerischen Geschmack der einen und der<br />

anderen widerspiegelt. Chinesische <strong>Sammler</strong> kaufen nicht<br />

zwangsläufig westliche Kunst, die zu sehr von ihrem kulturellen<br />

Kodex entfernt ist. Gleichzeitig kaufen westliche<br />

<strong>Sammler</strong> größtenteils Künstler, die ihre Sprache sprechen,<br />

darunter einige asiatische Künstler, die sich die Geschichte<br />

der westlichen Kunst zu eigen gemacht haben.<br />

Raffael: Head of a Young Apostle (Sotheby’s, London, 12/2012;<br />

Zuschlagpreis 32.648.000 Euro) (© Sotheby’s)<br />

Was kaufen die Chinesen?<br />

Chinesische <strong>Sammler</strong> begehren vor allem traditionelle Gemälde<br />

und Tuscharbeiten auf Papier. Die Rekordauktion 2012<br />

in China belegt dies und zeichnet den großen Meister der<br />

traditionellen, chinesischen Landschaft, Li Keran, aus. Bei seinem<br />

neuen Rekord, der am 3. Juni 2012 aufgestellt wurde,<br />

wurden über 40 Mio. Dollar für eine Tuschmalerei auf Papier<br />

mit dem Titel „Mountains in Red" (131 cm x 84 cm) erzielt, die<br />

Teil einer Reihe von sieben Werken ist, inspiriert von dem<br />

Gedicht „Qin-Yuan-Chun" von Mao Zedong. Mit einem solchen<br />

Rekord flirtet Li Keran mit den weltweiten Rekorden<br />

der Malerei. Denn diese Auktion ist mit einem der schönsten<br />

Rekorde des Jahrzehnts vergleichbar: dem des Kopf eines<br />

jungen Apostels, einem Werk von Raffael, dem großen italienischen<br />

Renaissance-Maler („Head of a Young Apostle"), für<br />

das am 5. Dezember 2012 bei Sotheby's London 42,675 Mio.<br />

Dollar erzielt wurden. Bei gleichem Medium, hier der Zeichnung,<br />

sind die großen Figuren der modernen chinesischen<br />

Kunst in China nunmehr genauso beliebt wie die Raritäten<br />

der alten westlichen Meister im Westen.<br />

Die Grundlagen<br />

Zhou Chunya: Stone series, 1999 (Christie’s, Hongkong, 11/2010;<br />

Zuschlagpreis 778.000 Euro) (© Christie’s Images Limited 2013)<br />

Die Kunst in China ist von der chinesischen Kultur geprägt.<br />

Die Gesellschaft Art Market Monitor of Artron teilt den chinesischen<br />

Kunstmarkt in zwei Unterkategorien auf: Die „traditionellen<br />

Gemälde und chinesischen Kalligrafien" und die<br />

„zeitgenössische Kunst und Malerei". Diese Unterteilung<br />

entspricht zwei relativ verschiedenen ästhetischen Konzep-


KUNSTMARKT<br />

67<br />

Jean-Michel Basquiat: Untitled, 1981 (Christie’s, New York, 11/2012;<br />

Zuschlagpreis 18.510.950 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn; © Christie’s<br />

Images Limited 2013)<br />

ten, einerseits traditionell, andererseits modern, bei denen<br />

die Käufer einen radikal unterschiedlichen Geschmack und<br />

eine radikal unterschiedliche Kultur aufweisen. Chinas eigene<br />

traditionelle Malerei und die Kalligrafie stellen das Herzstück<br />

des chinesischen Marktes dar (Umsatz 2012 in Höhe<br />

von 4,323 Mrd. Dollar oder 51,11 Prozent des Kunstmarktes in<br />

China) und gelten als bevorzugte Anlage der <strong>Sammler</strong>. Innerhalb<br />

von 20 Jahren erlebte dieses Segment eine Preisexplosion<br />

von 1995 bis 1996, eine zweite Spitze zwischen dem<br />

zweiten Halbjahr 2003 und dem Jahr 2005, einen Rückgang<br />

von 2006 bis 2008, und behauptete seit 2009 unbestreitbar<br />

seine Vorherrschaft auf dem chinesischen Kunstmarkt. Sein<br />

Marktanteil erreichte während seiner Blütezeit 2011 88,19<br />

Prozent. Die Meisterwerke wurden 2012 jedoch rar (insbesondere<br />

die alten Werke) und die Anzahl der erteilten Zuschläge<br />

in diesem Segment sank um 25,59 Prozent. Die Käufer<br />

zeigten sich besonders wählerisch bei der Qualität und<br />

der Herkunft der Werke (viele Probleme mit Fälschungen in<br />

China). Darüber hinaus sind sie bei überbewerteten Werken<br />

vorsichtiger geworden: Die Ansprüche werden größer.<br />

Die zeitgenössische Szene in China stellt drei verschiedene<br />

Nischen heraus: die realistische Malerei, die sogenannte<br />

„experimentelle" Tuschmalerei in China und die Avantgardisten.<br />

Die zeitgenössische chinesische Kunst tauchte in China<br />

Anfang des 20. Jahrhunderts auf, auf Betreiben aus dem<br />

Ausland zurückgekehrter chinesischer Künstler wie Xu Beihong,<br />

Wu Guanzhong und Chang Yu. Sie führten in China<br />

den akademischen Realismus und die Elemente des Modernismus<br />

des Anfangs des 20. Jahrhunderts ein. Mit der Öffnungs-<br />

und Reformpolitik der 1980er-Jahre gelangten auch<br />

die Postmoderne, die avantgardistische Denkweise sowie<br />

neue kreative Verfahren, darunter Performance-Kunst und<br />

Installationen, nach China. Zwischen diesen beiden Strömungen<br />

erscheint die realistische Malerei als eigene Kategorie<br />

des chinesischen Marktes: Die Bedeutung der Grundlagen<br />

bei der Gründung von Kunstschulen in China brachte<br />

einen traditionellen, akademischen, realistischen Stil zum<br />

Vorschein, der in China unzählige millionenschwere Anhänger<br />

zählt, wie auch die neuen Experimente rund um die<br />

Tuschmalerei. Unter den beliebtesten Künstlern in China finden<br />

sich auch alteingesessene Künstler des chinesischen<br />

Markts wie Yang Feiyun (traditionelle Malerei), Wang Yidong<br />

(traditionelle Malerei), Luo Zhongli (traditionelle Malerei),<br />

He Jiaying (Tuschmalerei) oder Ai Xuan (traditionelle Malerei).<br />

Die zeitgenössische Kunst litt 2012 unter einer Überbewertung<br />

und einem anschließenden Desinteresse. Sie verzeichnete<br />

2012 einen Umsatz von 746 Mio. Dollar in China,<br />

was einem Rückgang von 31 Prozent im Vergleich zu 2011<br />

entspricht. Das Angebot ist beträchtlich geschrumpft (1.258<br />

Lose weniger als 2011), wobei es besonders stark an prestigeträchtigen<br />

Werken mangelte. Darüber hinaus stumpfte<br />

der Enthusiasmus aus dem Ausland ab. Bei international gefragten<br />

Künstlern stellt man fest, dass die Käufer technische<br />

Werke den politischen vorziehen: Die Werke von Zhou Chunya,<br />

Zeng Fanzhi, Liu Xiaodong, Luo Zhongli oder Liu Wei<br />

waren gefragter als jene von Wang Guangyi, Fang Lidiao<br />

oder Yue Minjun. Die Verkaufserlöse für Werke von Fang Lidiao<br />

und Yue Minjun brachen beispielsweise um 60,23 Prozent<br />

respektive 76,21 Prozent ein. Im Gegensatz hierzu sprang der<br />

Gesamtumsatz von Zhou Chunya, dem Favoriten des Markts<br />

für zeitgenössische Malerei und Kunst im Jahr 2012, im Vergleich<br />

zu 2011 um 16,1 Prozent und sein Triptychon „Stone<br />

Series Yaan Shanglr" kam bei Council für über 4,1 Mio. Dollar<br />

unter den Hammer.<br />

Was kaufen westliche <strong>Sammler</strong>?<br />

Im Jahr 2012 wurden in China durch den Verkauf von Kunstwerken<br />

2012 5,068 Mrd. Dollar generiert und dies erweist<br />

sich als kolossales Ergebnis im Hinblick auf andere Festun-<br />

Die zeitgenössische Szene in China<br />

Franz Kline: Untitled, 1957 (Christie’s, New York, 11/2012; Zuschlagpreis<br />

28.357.200 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn; © Christie’s Images<br />

Limited 2013)


68<br />

KUNSTMARKT<br />

dieses außergewöhnlichen Werks mit kapitaler Bedeutung<br />

in der Geschichte der westlichen Kunst bevorzugten die<br />

<strong>Auktions</strong>häuser die großen amerikanischen Künstler, für die<br />

sich die Preise mühelos oberhalb von 10 Mio. Dollar bewegen,<br />

vor den Europäern. Die besten 20 amerikanischen<br />

Versteigerungen (alle in New York) ehren zu 60 Prozent<br />

amerikanische Künstler, darunter Mark Rothko, Andy Warhol<br />

und Jackson Pollock, mit mehreren Zuschlägen zwischen<br />

20,5 Mio. und 77,5 Mio. Dollar.<br />

Made in U.S.<br />

Die modernen, nachkriegszeitlichen und zeitgenössischen<br />

Signaturen sind die spekulativsten und die rentabelsten.<br />

Dies belegen die gewaltigen Preisunterschiede bei Jean-Michel<br />

Basquiat, dessen im Juni erzielter Rekord bereits im November<br />

wieder geschlagen wurde. Die Rangliste der amerikanischen<br />

Künstler nahm alleine 2012 nicht nur um zwei,<br />

sondern gleich drei Spitzen zu. Der erste Rekord wurde am<br />

10. Mai 2012 mit 14,5 Mio. Dollar verzeichnet („Untitled”, Phillips<br />

de Pury & Company New York). Einen Monat später<br />

kratzte ein zweiter Rekord an der Marke von 18 Mio. Dollar,<br />

eine umso beeindruckendere Leistung, da der Wert des glei-<br />

Franz Kline: Crow Dancer, 1958 (Christie’s, New York, 5/2005;<br />

Zuschlagpreis 4.428.900 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn; © Christie’s<br />

Images Limited 2013)<br />

gen des Kunstmarkts. Es stellt den <strong>Auktions</strong>erlös von zehn<br />

Jahren in Frankreich dar und übertrifft den der USA um 1,723<br />

Mrd. Dollar (27 Prozent des weltweiten Verkaufserlöses, 2.<br />

Marktplatz) sowie den Großbritanniens um 2,9 Mrd. Dollar<br />

(18 Prozent des Erlöses, 3. Marktplatz).<br />

Dennoch ist die Bilanz 2012 in Sachen Auktionen im Westen<br />

positiv: Die Anzahl der Käufer nimmt stetig zu und wird vielseitiger<br />

und treibt die Jahreseinnahmen der Fine Art-Verkäufe<br />

auf 7,2 Mrd. Dollar, was einem Anstieg von 5,5 Prozent<br />

im Vergleich zu 2011 entspricht. In diesem Sektor wurden<br />

über 315.000 Kunstwerke verkauft, d. h. 100.000 Lose mehr<br />

als 2007, dem prunkreichsten Jahr in der Geschichte des<br />

<strong>Auktions</strong>handels in Sachen Einnahmen (Umsatz von 8,71<br />

Mrd. Dollar ). Der Kunstmarkt explodierte im Laufe des Jahrzehnts,<br />

wobei der Umsatz 2012 einen Anstieg von 186 Prozent<br />

im Vergleich zu 2002 verzeichnete, bei 58 Prozent mehr<br />

verkauften Werken.<br />

Die Ikonen der westlichen Kunst<br />

Das Jahr 2012 erwies sich als das drittbeste Jahr in der Geschichte<br />

des westlichen <strong>Auktions</strong>marktes: Bester <strong>Auktions</strong>verkauf<br />

in der Geschichte von Sotheby's, bester Verkauf von<br />

Nachkriegs- und moderner Kunst, der dank Christie's jemals<br />

in Europa erzielt wurde, eine noch nie dagewesene Anzahl<br />

an Versteigerungen über 10 Mio. Dollar (2012 waren es 51),<br />

neue Rekorde für den amerikanischen Surrealismus und abstrakten<br />

Expressionismus, aber auch für einige lebende<br />

Künstler, die zu Multimillionären wurden ...<br />

In New York erzielte Sotheby's mit 107 Mio. Dollar für „Der<br />

Schrei" von Edvard Munch (2. Mai 2012) einen neuen, niemals<br />

zuvor bei einer Auktion erreichten Rekord. Mit Ausnahme<br />

Barnett Newman: Onement V, 1952 (Christie’s, New York, 5/2012;<br />

Zuschlagpreis 15.364.000 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn; © Christie’s<br />

Images Limited 2013)


KUNSTMARKT 69<br />

chen Werkes 2007 in New York noch 5 Mio. Dollar niedriger<br />

war. Das Jahr war für den Künstler jedoch noch nicht vorbei,<br />

da der Hammer am 14. November 2012 bei Christie's New<br />

York schließlich bei 23,5 Mio. Dollar fiel, für ein anderes Werk<br />

ohne Titel aus dem Jahr 1981.<br />

Das teuerste Gemälde 2012 der Nachkriegszeit trägt den Titel<br />

„Orange, Red, Yellow" von Mark Rothko und wurde für 77,5<br />

Mio. Dollar verkauft (8. Mai 2012, Christie's New York). Drei<br />

weitere Lichtgestalten des abstrakten amerikanischen Expressionismus<br />

grenzen sich deutlich ab: Franz Kline, mit drei<br />

Jackson Pollock: Number 4, 1951 (Sotheby’s, New York, 11/2012;<br />

Zuschlagpreis 28.306.800 Euro) (© VG Bild-Kunst, Bonn; © Sotheby’s<br />

2013)<br />

neuen Millionenrekorden für seine Gemälde bei den New<br />

Yorker Novemberauktionen, Jackson Pollock, der mit „Number<br />

4 (1951)", 13. November 2012, Sotheby's New York, problemlos<br />

36 Mio. Dollar erzielte, und Barnett Newman, der<br />

die Marke von 20 Mio. Dollar brach („Onement V”, 8. Mai,<br />

Christie's), im Vergleich zu einem Spitzenpreis von 4,6 Mio.<br />

Dollar im Jahr 2008 („Untitled", 1969, 13. Mai 2008, Christie's).<br />

Während der chinesische Kunstmarkt angesichts der<br />

in den vergangenen Jahren künstlich aufgeblasenen Preise<br />

zu einer Bereinigung neigt, setzt sich der Preisanstieg für die<br />

großen amerikanischen Künstler weiter fort, die die künstlerische<br />

Vorherrschaft der Vereinigten Staaten in der Mitte des<br />

20. Jahrhunderts stützten. Heute sind die abstrakten Expressionisten<br />

und die großen Namen der Pop Art manchmal teurer<br />

als Pablo Picasso.<br />

QUELLE | artprice.com<br />

TOP 50<br />

Künstler – <strong>Auktions</strong>umsatz<br />

Rang Künstler <strong>Auktions</strong>umsatz<br />

1 WARHOL Andy (1928-1987) $329.963.430<br />

2 ZHANG Daqian (1899-1983) $287.223.639<br />

3 PICASSO Pablo (1881-1973) $286.145.305<br />

4 QI Baishi (1864-1957) $270.195.309<br />

5 RICHTER Gerhard (1932) $262.806.424<br />

6 XU Beihong (1895-1953) $175.786.482<br />

7 LI Keran (1907-1989) $166.791.556<br />

8 ROTHKO Mark (1903-1970) $166.783.649<br />

9 BACON Francis (1909-1992) $153.089.002<br />

10 FU Baoshi (1904-1965) $152.071.133<br />

11 BASQUIAT Jean-Michel (1960-1988) $141.276.790<br />

12 MIRO Joan (1893-1983) $134.875.177<br />

13 CALDER Alexander (1898-1976) $128.551.918<br />

14 MUNCH Edvard (1863-1944) $120.850.295<br />

15 MONET Claude (1840-1926) $120.624.873<br />

16 LU Yanshao (1909-1993) $112.070.166<br />

17 LICHTENSTEIN Roy (1923-1997) $111.614.299<br />

18 KLEIN Yves (1928-1962) $109.833.734<br />

19 HUANG Zhou (1925-1997) $105.741.059<br />

20 HUANG Binhong (1865-1955) $83.008.711<br />

21 MOORE Henry (1898-1986) $79.696.580<br />

22 WU Changshuo (1844-1927) $77.103.453<br />

23 ZAO Wou-ki (1921) $69.430.555<br />

24 KOONING de Willem (1904-1997) $65.309.906<br />

25 FONTANA Lucio (1899-1968) $63.847.513<br />

26 WU Guanzhong (1919-2010) $62.189.654<br />

27 KLINE Franz (1910-1962) $61.758.588<br />

28 CHU Teh-Chun (1920) $60.061.037<br />

29 CHAGALL Marc (1887-1985) $59.656.189<br />

30 FAN Zeng (1938) $58.215.448<br />

31 TWOMBLY Cy (1928-2011) $58.185.689<br />

32 LIN Fengmian (1900-1991) $57.918.961<br />

33 POLLOCK Jackson (1912-1956) $56.613.343<br />

34 MAGRITTE René (1898-1967) $55.669.871<br />

35 HE Jiaying (1957) $46.739.267<br />

36 XIE Zhiliu (1910-1997) $43.410.056<br />

37 PAN Tianshou (1897-1971) $42.677.792<br />

38 RAPHAEL (1483-1520) $42.675.600<br />

39 KANDINSKY Wassily (1866-1944) $41.932.360<br />

40 QI Gong (1912-2005) $41.867.353<br />

41 ZHU Da (1626-1705) $40.933.543<br />

42 QIAN Songyan (1899-1985) $38.951.414<br />

43 KOONS Jeff (1955) $38.758.052<br />

44 DALI Salvador (1904-1989) $38.750.328<br />

45 GIACOMETTI Alberto (1901-1966) $38.624.791<br />

46 SIGNAC Paul (1863-1935) $38.536.057<br />

47 WU Hufan (1894-1968) $36.807.925<br />

48 MATISSE Henri (1869-1954) $36.718.121<br />

49 RENOIR Auguste (1841-1919) $35.821.154<br />

50 PU Ru (1896-1963) $34.138.338


70<br />

KUNSTMARKT<br />

Expressionismus<br />

Wind auf dem Kunstmarkt<br />

Der deutsche Expressionismus, der die Geschichte der deutschen<br />

und europäischen Kunst tief geprägt hat, erstreckt<br />

sich über mehrere künstlerische Bereiche. Vom Nazi-Regime<br />

als „degenerierte" Künstler betrachtet, analysierten seine<br />

Autoren Anfang des 20. Jahrhunderts die Realität, unter dem<br />

schonungslosesten und beängstigendsten Sichtwinkel, verfolgt<br />

von ihrer Epoche, aber auch von ihrer Subjektivität, und<br />

oft neugierig auf die Fortschritte der aufkeimenden Psychoanalyse.<br />

Unzählige Künstler durchliefen im Laufe ihrer Karriere eine<br />

sogenannte „expressionistische Periode", darunter auch<br />

Wassily Kandinsky, besser bekannt als offizieller Begründer<br />

der abstrakten Kunst. Neben Kandinsky finden sich unter<br />

den bekanntesten, mit dieser Sensibilität verbundenen<br />

Künstlern Namen wie Max Beckmann, Heinrich Campendonk,<br />

George Grosz, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke,<br />

Franz Marc, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Gabriele<br />

Münter, Otto Dix, Emil Nolde oder auch Otto Mueller. Zu der<br />

Zeit, als die meisten dieser Künstler noch in den Kinderschuhen<br />

steckten, wurde die erste Dramaturgie des Expressionismus<br />

bereits mit einem Schrei geboren, jenem Gemälde<br />

des Norwegers Edvard Munch aus dem Jahr 1893.<br />

Edward Munch, der Vorbote<br />

Otto Mueller: Zwei Mädchen (Zwei Mädchenakte in Dreiviertelfigur),<br />

ca. 1924 (Villa Grisebach, Berlin, 11/2012; Zuschlag 1.180.000<br />

Euro) (Foto: Karen Bartsch, Berlin / Villa Grisebach, Berlin)<br />

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts neben Van Gogh und<br />

James Ensor als Pionier der expressionistischen Bewegung<br />

gehandelt, ist er einer der bedeutendsten Protagonisten<br />

ihrer Entwicklung. Das Werk von Edvard Munch (1863-1944)<br />

beeinflusste die Kunst und faszinierte unaufhörlich. Als Maler<br />

der Seele und der Emotionen drängt er noch heute seine<br />

Revolution auf, indem er den Kunstmarkt und die Hierarchie<br />

der Genres erschüttert. 2012 gesellte sich Edvard Munch in<br />

der Tat zu den teuersten westlichen Künstlern des Jahres<br />

(auf Platz 9 mit einem Jahreserlös in den <strong>Auktions</strong>sälen von<br />

120,8 Mio. Dollar), dank des Verkaufs einer Zeichnung seines<br />

bekannten Schreis. Manchmal eilen Mythen den Werken voraus,<br />

wie auch im Fall der Venus von Milo, der Mona Lisa von<br />

Leonardo da Vinci oder des Schreis von Munch. Diese absoluten<br />

Meisterwerke, die aufgrund ihrer Bekanntheit und Geschichtsträchtigkeit<br />

Teil des kollektiven Unterbewusstseins<br />

sind, unterwerfen sich der Welt und lösen zwangsläufig<br />

Millionenauktionen in Rekordhöhe aus, wenn sie zur Versteigerung<br />

geboten werden. Sie sind das Rückenmark, bei dem<br />

es den wohlhabendsten Käufern der Welt nicht auf die eine<br />

oder andere Million Euro ankommt, wie es der neue Weltrekord<br />

für eine Auktion in Höhe von 107 Mio. Dollar (119,9 Mio.<br />

Dollar mit Aufpreis) beweist, der am 2. Mai 2012 für den<br />

Schrei erzielt wurde. Der westlichen Logik zum Trotz, nach<br />

Otto Mueller, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2002<br />

Emil Nolde, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2002


KUNSTMARKT<br />

71<br />

der Gemälde und Skulpturen durch eine Hierarchie der Genres<br />

Grafiken vorgezogen werden, beweist diese Pastell-Version,<br />

dass der symbolische und universelle Wert eines Werkes<br />

nicht auf einer Bewertung, sondern auf Leidenschaft beruht.<br />

Der eine Hammerschlag für dieses Bild entspricht den<br />

<strong>Auktions</strong>ergebnissen des Künstlers von 4 Jahren (Verkaufserlös:<br />

112 Mio. Dollar zwischen Anfang 2008 und Ende 2011).<br />

Die besten Auktionen des Expressionismus<br />

Die expressionistischen Künstler verzeichnen sehr unterschiedliche<br />

Jahresergebnisse, während die wichtigen Werke<br />

auf dem <strong>Auktions</strong>markt nunmehr selten zu finden sind.<br />

Wenn sich jedoch die Gelegenheit bietet, ein gut datiertes<br />

und gelungenes Werk (der 1910er- und 1920er-Jahre) zu ersteigern,<br />

fällt der Hammer in den <strong>Auktions</strong>häusern von London<br />

und New York für gewöhnlich oberhalb der Millionenmarke.<br />

Dies ist seltener der Fall in deutschen <strong>Auktions</strong>häusern,<br />

wo der Markt nicht so hochpreisig ist. Otto Mueller ist<br />

im Übrigen einer der drei einzigen Deutschen, die 2012 in<br />

Deutschland mit einer Auktion oberhalb der Millionenmarke<br />

beehrt wurden. Einer der berühmtesten Verkäufe 2012 ist<br />

dem Berliner <strong>Auktions</strong>haus Villa Grisebach zu verdanken,<br />

mit einem Erlös von 1,18 Mio. Euro für „Zwei Mädchen" (Zwei<br />

Mädchenakte in Dreiviertelfigur) (um ca. 1924), einer trivialen<br />

und melancholischen Szene, die typisch ist für die besten<br />

expressionistischen Motive. Dieses Gemälde belegte<br />

den dritten Platz auf dem Versteigerungspodium von<br />

Otto Mueller; die anderen beiden Rekorde wurden in<br />

London erzielt.<br />

Generell verdanken wir tatsächlich London, der Hauptstadt<br />

des europäischen Marktes, die schönsten Auktionen<br />

von Expressionisten. Dies gilt auch für Heinrich<br />

Campendonk, George Grosz, August Macke, Franz Marc,<br />

Karl Schmidt-Rottluff, Otto Dix und Emil Nolde, die allesamt<br />

mit Millionenrekorden beehrt wurden. Emil Nolde<br />

etablierte sich im Übrigen als rentabelster deutscher<br />

Künstler 2012 in Deutschland. Der deutsche Marktplatz<br />

wetteiferte selten so stark mit London in Bezug auf eine<br />

moderne, internationale Signatur. Diese beiden Marktplätze<br />

lagen gleichauf und sicherten sich jeweils über<br />

40 Prozent des <strong>Auktions</strong>umsatzes dieses Künstlers. Das<br />

beste <strong>Auktions</strong>ergebnis des Jahres für Nolde („Blumengarten,<br />

ohne Figur", verkauft für 1,8 Mio. Pfund) wurde<br />

mit 2,166 Mio. Euro in London erzielt, während das beste<br />

Ergebnis des Jahres in einem deutschen <strong>Auktions</strong>haus<br />

550.000 Euro betrug („Zwei bärtige Männer", 29.<br />

November 2012, Villa Grisebach). Dennoch generierte<br />

der Künstler bei Auktionen in Berlin, München, Hamburg<br />

und Köln 3,6 Mio. Euro. Emil Nolde erwies sich somit als<br />

Nummer eins der deutschen Vertreter, vor Gabriele<br />

Münter (2012: 2,43 Mio. Euro), Otto Dix (2,43 Mio. Euro),<br />

Karl Schmidt-Rottluff (1,9 Mio. Euro) und Otto Mueller<br />

(1,7 Mio. Euro). In Bezug auf den Luxusmarkt mit Werken<br />

über der Marke von 10 Mio. Euro stehen lediglich die<br />

Marktplätze London und New York in Konkurrenz zueinander:<br />

Eine der besten Auktionen des Jahrzehnts wurde<br />

auf der anderen Seite des Großen Teichs für ein Meisterwerk<br />

von Ernst Ludwig Kirchner abgeschlossen. Das besagte<br />

Werk mit dem Titel „Berliner Straßenszene/Bäume" (1913-<br />

1914) erzielte 34 Mio. Dollar (26,6 Mio. Euro), wobei der obere<br />

Schätzwert von Christie's bei „nur" 24 Mio. Dollar lag (ver-<br />

Otto Dix, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2002<br />

kauft am 8. November 2006). Versteigerungen in dieser Größenordnung<br />

sind selten, da das Angebot an qualitativen<br />

Werken rar und die Käufer anspruchsvoll sind. Jedes Jahr<br />

bleiben Dutzende Werke unverkauft, da es ihnen an expressionistischem<br />

Elan mangelt.<br />

QUELLE | artprice.com<br />

Ernst Ludwig Kirchner: Berliner Straßenszene/Bäume, 1913-1914<br />

(Christie’s, New York, 11/2006; Zuschlag 26.645.800 Euro) (© Christie’s<br />

Images Limited 2013)


72<br />

KUNSTMARKT<br />

Keith Haring<br />

… für alle<br />

Mit seiner zarten, aber vor Energie strotzenden Silhouette<br />

ist Keith Haring ein wahrhaftiger Meteor: Vorzeitig im Alter<br />

von lediglich 31 Jahren verstorben, hinterlässt er ein üppiges<br />

und heterogenes Werk: Arbeiten vor Ort, Gemälde, Grafiken,<br />

Skulpturen, einige Tausende Zeichnungen ... dieser herausragende<br />

Tausendsassa eröffnete 1986 sogar seinen eigenen<br />

Pop Shop im Stadtteil Soho, um dort Derivate zu verkaufen –<br />

sein Credo war, die Kunst zu demokratisieren und sie beliebt<br />

zu machen.<br />

Anfang der 80er-Jahre im East Village (New York) wurde Haring<br />

rasch von der alternativen Kultur eingenommen, die<br />

sich auf der Straße ausdrückte. Im Kielwasser von Jean-Michel<br />

Basquiat wählte er eine direkte und wilde Ausdrucksweise<br />

im Herzen des urbanen Gespinstes. Die U-Bahn wurde<br />

zu seinem wichtigsten Atelier. Er klebte schwarzes Papier<br />

auf die Werbetafeln und zeichnete darauf mit weißer Kreide<br />

sein bekanntestes Piktogramm, das berühmte Strahlenbaby<br />

(Radiant Baby), das zu seinem Markenzeichen wurde. In dem<br />

Bestreben, die größtmögliche Öffentlichkeit zu erreichen,<br />

Keith Haring: Untitled, 1982 (Christie’s, New York, 5/2007; Zuschlag<br />

1.841.500 Euro) (© Keith Haring Foundation; © Christie’s Images<br />

Limited 2013)<br />

Keith Haring: Sneeze (Via Picasso), 1984 (Christie’s, New York,<br />

5/2000; Zuschlag 43.886 Euro) (© Keith Haring Foundation; ©<br />

Christie’s Images Limited 2013)<br />

entwickelte Haring einen verschlüsselten und sofort wiedererkennbaren<br />

persönlichen Stil. Der synthetische, energische<br />

und rhythmische Haring-Style ernährt sich von Graffitis,<br />

Cartoons und Zeichentrickfilmen.<br />

Er wurde schnell zu<br />

einer der beliebtesten visuellen<br />

Sprachen des 20. Jahrhunderts.<br />

Zwischen 1980<br />

und 1985 schuf er Tausende<br />

von Bildern in den Straßen<br />

und U-Bahnen New Yorks.<br />

Bereits von einer Art Schaffensdrang<br />

erfasst und mit<br />

einem zügellosen Rhythmus<br />

fertigte er teilweise<br />

über 40 Zeichnungen an<br />

einem einzigen Tag an.<br />

Diese unglaublich dichte<br />

Produktion und seine unzähligen<br />

Reisen nach Europa,<br />

auf denen er vor Ort<br />

Fresken kreierte, führten<br />

zu einer großflächigen Verbreitung<br />

seines Werkes. De<br />

facto gibt es heute in Europa<br />

nahezu genauso viele<br />

gesammelte Werke wie in<br />

den USA (40 Prozent der<br />

Transaktionen erfolgen in<br />

den USA, 12,8 Prozent in<br />

Frankreich, 12,6 Prozent in<br />

Großbritannien, 10 Prozent<br />

in Deutschland, 4,9 Prozent<br />

in Belgien, 3 Prozent in Japan,<br />

in den Niederlanden<br />

und in Italien, usw.).


KUNSTMARKT<br />

73<br />

Ein beliebter Name bei <strong>Sammler</strong>n<br />

Sein Marktwert ist seit Beginn des neuen Millenniums geradezu<br />

explodiert. Zwischen 2005 und 2008 schoss sein Preisindex<br />

um nahezu 100 Prozent in die Höhe. Bei diesem Tempo<br />

war die Versuchung groß, die Werke in der Hoffnung eines<br />

verlockenden Gewinns wieder zur Auktion zu stellen. Führen<br />

wir beispielsweise den Wiederverkauf des Gemäldes „Sneeze<br />

(Via Picasso)" an: Nachdem es im Mai 2000 für 44.000<br />

Euro (40.000 Dollar) bei Christie's NY erworben wurde, wurde<br />

es im Oktober 2005 für 229.000 Euro (155.000 Pfund) bei<br />

Sotheby's London wieder verkauft. Aber das ist noch nicht<br />

alles: Der neue Besitzer brachte es über den Ärmelkanal, um<br />

es im Mai 2007 in Paris wieder zu verkaufen. Das <strong>Auktions</strong>haus<br />

Tajan setzte seine Schätzung zwischen 320.000 und Keith Haring: Anteil verkaufter Lose nach Preissegmenten, 2002-<br />

400.000 Euro an ... Harings Marktwert war zwischen diesen 2012<br />

beiden Veräußerungen zwar um 22 Prozent gestiegen, aber<br />

nicht um 40 Prozent, wie die Schätzung von Tajan signalisierte.<br />

Das Gemälde wurde herabgewürdigt, obwohl das<br />

Klima günstig für ein gutes Ergebnis war, da der Künstler<br />

eine Woche zuvor in New York seine Rekordauktion für ein<br />

nahezu 4 Meter großes Werk ohne Titel erzielt hatte. Letzteres,<br />

das am 17. Mai 2007 bei Christie's für 2,5 Mio. Dollar (1,84<br />

Mio. Euro) den Besitzer wechselte, verdoppelte somit seinen<br />

höchsten Schätzwert. Diese Auktion gilt bis heute als seine<br />

Rekordauktion.<br />

Die mit diesen großen Formaten erreichten Spitzen legen jedoch<br />

nicht nahe, dass Keith Haring bei seiner Hauptmission,<br />

die Kunst zu demokratisieren und allen sozialen Schichten<br />

zugänglich zu machen, versagt hat. Ganz im Gegenteil: Sein<br />

Werk hat sich vervielfältigt, wurde auf allen möglichen Medien<br />

verbreitet und zum Objekt von Derivaten. Die Preisspanne<br />

ist daher besonders groß: von einigen Dutzend Euro<br />

für nach seinem Tod hergestellte Kopien bis zu mehreren Keith Haring: Preisindex, Basis 100 im Jahr 2002<br />

hunderttausend Euro für die schönsten Werke der 80er-<br />

Jahre. Heute sind nahezu 55 Prozent der in den <strong>Auktions</strong>häusern<br />

zur Verfügung gestellten Lose für unter 5.000 Euro<br />

zu haben (im Gegensatz zu 33,6 Prozent der für zwischen<br />

5.000 und 50.000 Euro verkauften Werke und 11,5 Prozent<br />

der Werke über 50.000 Euro). Unter diesen erschwinglichen<br />

Werken können Liebhaber Originalwerke (kleine Filzstiftoder<br />

Tuschbilder) zwischen 500 und 5.000 Euro ergattern.<br />

Nehmen wir beispielsweise eine Filzstiftzeichnung aus dem<br />

Jahr 1989, zwar ohne Farbarbeit, jedoch gut gelungen, die<br />

am 6. Juni 2012 bei Van Ham Kunstauktionen in Köln angeboten<br />

wurde: Die Zeichnung wurde auf 3.500 Euro geschätzt.<br />

Hier kommt der Vorteil des derart dichten und beliebten<br />

Werkes eines großen Künstlers wie Keith Haring zur<br />

Geltung: Alle Kunstliebhaber, ungeachtet des Budgets, können<br />

sich einen der bedeutendsten Namen in der Kunst des<br />

20. Jahrhunderts leisten.<br />

QUELLE | artprice.com<br />

Keith Haring: Untitled, 1984/85 (Sotheby’s, New York, 3/2013; Zuschlag<br />

46.032 Euro) (© Keith Haring Foundation; © Sotheby’s)


74<br />

KUNSTMARKT<br />

Pierre Soulages<br />

Die Krönung<br />

Er feierte gerade seinen 93. Geburtstag, gilt als einer der<br />

größten lebenden Maler der französischen Szene und erweist<br />

sich de facto als teuerster lebender französischer<br />

Künstler auf dem Markt: Pierre Soulages deklassierte seinen<br />

bisherigen <strong>Auktions</strong>rekord bei der letzten Februarauktion in<br />

London um 1,38 Mio. Euro.<br />

Er widmet sich seinem Schaffen bereits seit mehr als 60<br />

Jahren. Sein unabhängiges und meditatives Werk setzte<br />

sich auf der ganzen Welt durch. 2001 war er der erste lebende<br />

Künstler, der für eine Ausstellung in die Eremitage in<br />

St. Petersburg und anschließend in die Tretjakow-Galerie in<br />

Moskau eingeladen wurde. 2014 ist die Eröffnung eines Pierre<br />

Soulages-Museums in Rodez geplant, an dem er sich aktiv<br />

beteiligt.<br />

Noir-lumière<br />

Soulages malte seine ersten abstrakten Gemälde im Jahr<br />

1946. 1979, auf Schwarz fixiert, ging er über die monochrome<br />

Vorgabe hinaus und betrat einen Raum der Fragen. Es besteht<br />

in der Tat keinerlei Morbidität bei der Auswahl der<br />

Farbe Schwarz, die er als Matrize bearbeitet, die das Licht<br />

einfängt und reflektiert. Soulages erfindet den Begriff „Outrenoir",<br />

erforscht die Farbe Schwarz auf der Suche nach dem<br />

Unbekannten und eröffnet mit jedem Gemälde einen neuen<br />

geistigen Raum. Seine großen Formate setzen sich majestätisch<br />

durch und projizieren ihre wechselnden Reflektionen<br />

in den Raum des Betrachters. Das Werk entschärft die Anekdote<br />

und lädt den Betrachter ein zur Einkehr in sich selbst<br />

und zur Öffnung gegenüber dem nicht Greifbaren. Befreit<br />

von der anekdotischen Dimension, besiegt das Werk die Zeit.<br />

Der Künstler profitiert von einer überragenden Begeisterung,<br />

die sich in einem Preisanstieg von nahezu 250 Prozent<br />

in den vergangenen 10 Jahren ausdrückt. Sein Wert hob seit<br />

2006 wahrhaftig ab, als der Meister bei einer Veräußerung<br />

in Paris durch Sotheby's 1,35 Mio. Dollar (1,06 Mio. Euro) erzielte.<br />

Laut Sotheby's rangen nicht weniger als 17 Bieter aus<br />

drei Kontinenten (Asien, Europa und Nordamerika) um dieses<br />

Gemälde. Das rhythmische Werk stammt aus dem Jahr<br />

Pierre Soulages, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2002<br />

Pierre Soulages: Peinture 202 x 156 cm, 27 mars, 1961 (Christie’s,<br />

London, 2/2013; Zuschlag 3.380.530 Euro) (© VG Bild-Kunst Bonn;<br />

© Christie’s Images Limited 2013)<br />

1959, jener Zeit, in der die Werke von Soulages unter anderem<br />

bereits in der Phillips Gallery in Washington, im Guggenheim-Museum<br />

und im MoMa in New York, in der Tate<br />

Gallery in London und im Musée National d'Art Moderne in<br />

Paris Einzug hielten. 20 Jahre zuvor hatte ein ähnliches Werk<br />

aus dem gleichen Jahr und mit den gleichen Abmessungen<br />

für unter 60.000 Euro (120.000 DM) bei Lempertz in Köln<br />

den Besitzer gewechselt. 2007 brach zum zweiten Mal ein<br />

historisches Werk von Soulages die Millionenmarke, gefolgt<br />

von einem dritten im Dezember 2008 (mit 1,31 Mio. Euro bei<br />

Perrin-Royère-Lajeunesse in Versailles und 1,3 Mio. Euro bei<br />

Sotheby's, Paris). 2011 beschleunigte sich der Markt, als ihm<br />

in Paris und London drei Millionenauktionen gelangen und<br />

er am 13. Februar 2013 mit „Peinture 202 x 156 cm, 27 mars<br />

1961" schließlich das Vierfache seines oberen Schätzwerts,<br />

nämlich 3,38 Mio. Euro, erzielte (verkauft bei Christie's London<br />

für 2,9 Mio. Pfund bei einem geschätzten Wert von<br />

500.000 - 700.000 Pfund, ehemalige Sammlung von Roger<br />

und Elisabeth Vailland).<br />

Der hochpreisige Markt von Soulages erwacht auch in New<br />

York aus dem Schlaf, mit einer ersten Versteigerung von über<br />

1 Mio. $ im vergangenen November („Peinture 116 x 89 cm, 22<br />

mai 1958", 1,17 Mio. $ oder 920.000 Euro, 12. November 2012,<br />

Bonhams New York). Die USA stellen heute weniger als 5<br />

Prozent seines Umsatzes dar, im Vergleich zu nahezu 65 Prozent<br />

in Frankreich. Ende der 80er-Jahre konnte man bei einigen<br />

Auktionen in New York Gemälde mit guten Abmessungen<br />

für unter 50.000 Dollar ersteigern, also zum halben<br />

Preis wie in Paris. Seitdem ebbte der Marktwert auf beiden<br />

Seiten des Atlantiks ab. Was würde geschehen, wenn die<br />

amerikanischen <strong>Sammler</strong> den Beitrag von Pierre Soulages


KUNSTMARKT<br />

75<br />

Pierre Soulages, Anteil verkaufter Lose nach Preissegment, 2002-<br />

2012<br />

Pierre Soulages: Peinture 116 x 89 cm, 22 mai, 1958 (Bonhams, New<br />

York, 11/2012; Zuschlag 920.556 Euro) (© VG Bild-Kunst Bonn; ©<br />

Courtesy of Bonhams)<br />

auf die gleiche Stufe stellen würden wie den von Franz Kline?<br />

Sie würden sich buchstäblich auf dieses Werk stürzen,<br />

dessen <strong>Auktions</strong>rekord gerade die Marke von 3 Mio. Euro<br />

knackte, während Klines Rekord, dessen Werk zusammen<br />

mit Soulages Werken malerische Resonanzen erzeugt, bereits<br />

die Marke von 28 Mio. Euro brach („Untitled (1957)”<br />

200,7 cm x 280,39 cm, 36 Mio. US-Dollar, Christie's New York,<br />

am 14. November 2012).<br />

wie seine Gemälde, allerdings viel erschwinglicher. Sie stellen<br />

nahezu 56 Prozent der Transaktionen dar, bei 4 Prozent<br />

des Verkaufserlöses. Der Rekord für eine Grafik des Künstlers<br />

kletterte bei einer Auktion von Calmels-Cohen in Paris am<br />

1. Juni 2005 auf 21.000 Euro. Das Blatt, ein Auszug mit einer<br />

Auflage von 100 Stück aus dem Jahr 1957 mit dem Titel „Eauforte<br />

n°8" sprengte dank einer guten Provenienz seine<br />

Schätzung von 1.500 Euro. Es war Teil der Sammlung von Jacqueline<br />

und Bernard Gheerbrant, großen Liebhabern von<br />

Werken auf Papier und Gründer der Bibliotheksgalerie La<br />

Hune in Paris. Der für „Eau-forte n°8" gezahlte Preis bleibt<br />

einmalig, da die Grafiken von Soulages gewöhnlich innerhalb<br />

einer mittleren Preisspanne von 1.500 bis 6.000 Euro<br />

den Besitzer wechseln. Im Dezember 2008 wurden ca. 30<br />

mehrfache Werke in Frankreich und Deutschland verbreitet,<br />

darunter ein Exemplar des berühmten Rekordhalters „Eauforte<br />

n°8". Die Aufgabe war dieses Mal nicht von einer günstigen<br />

Provenienz gesegnet, um einen historischen oder affektiven<br />

Gewinn erzielen zu können, und wurde am 1. Dezember<br />

bei Artcurial zu einem vernünftigeren Preis von<br />

2.600 Euro ersteigert.<br />

QUELLE | artprice.com<br />

Lautstarke Entrüstung über die Grafiken<br />

Neben den Leinwandgemälden sind auch drei andere von<br />

dem Künstler angewandte Techniken von Bedeutung: Die<br />

Tuschmalerei, die „Broux de noix" und die Grafiken. Wer sich<br />

Hoffnung auf ein Werk von Soulages macht, muss nunmehr<br />

zwischen 50.000 und 150.000 Euro ohne Aufpreis einplanen<br />

für eine Zeichnung, die in den 90er-Jahren noch zwischen<br />

10.000 und 50.000 Euro zu haben war.Was die Radierungen<br />

betrifft, so dürfen diese nicht als einfache Reproduktionen<br />

betrachtet werden. Der Künstler widmet den Radiertechniken<br />

ganz besondere Aufmerksamkeit und nutzt selbst das<br />

Korrosionsverfahren zu ästhetischen Zwecken. Seine Radierungen<br />

sind somit wahre Dialoge mit der Materie, ebenso<br />

Pierre Soulages: Eau-forte n°8, 1957 (Artcurial, Paris, 12/2008; Zuschlag<br />

2.600Euro) (© VG Bild-Kunst Bonn; © Artcurial)


76<br />

KUNSTMARKT<br />

Christo<br />

… verpackt die Welt<br />

Christo und Jeanne-Claude haben stets Geduld und Kampfeslust<br />

bewiesen, um an ihr Ziel zu gelangen. Ihre kolossalen<br />

Verpackungsprojekte erforderten oft jahrelange Verhandlungen<br />

mit den Behörden. Wie funktioniert der Markt für<br />

Künstler, die kurzlebige Werke kreieren?<br />

„Christo" ist der Künstlername des Paares Christo Wladimirow<br />

Jawaschew (geb. am 13. Juni 1935 in Gabrowo, Bulgarien)<br />

und Jeanne-Claude Denat de Guillebon (ebenfalls geboren<br />

am 13. Juni 1935 in Casablanca, Marokko, verstorben am 18.<br />

November 2009). Das Paar kam 1958 in Paris zusammen und<br />

ließ sich endgültig 1964 in New York nieder. Nach ihrer Einbürgerung<br />

realisierten Christo und Jeanne-Claude zahlreiche<br />

Projekte in ihrer Wahlheimat und kurzlebige Aktionen<br />

mit Bauwerken und an städtischen oder natürlichen Stätten<br />

(Verpackung des MOCA in Chicago 1968-1969, „Valley Curtain"<br />

in Colorado, 1970-1972, „Running Fence" in Kalifornien<br />

1972-1976, „Surrounded Islands" in Miami, 1980-1983 und<br />

„The Gates" im Central Park, New York, 1979-2005). Christo<br />

Wladimirow Jawaschew, mittlerweile 77 Jahre alt, arbeitet<br />

derzeit am ehrgeizigsten Projekt seiner Karriere, nicht in den<br />

Vereinigten Staaten, sondern in Abu Dhabi, und selbst wenn<br />

Jeanne-Claude nicht mehr körperlich an seiner Seite steht,<br />

um die Umsetzung zu erleben, so war sie über 30 Jahre an<br />

der Ausarbeitung dessen beteiligt, was die größte Skulptur<br />

der Welt sein wird.<br />

Die größte Skulptur der Welt<br />

Während 24 Jahre notwendig waren, um den Reichstag in<br />

Berlin zu verpacken, erforderte ihr größtes und einziges dauerhaftes<br />

Werk nahezu 40 Jahre Geduld. Es handelt sich um<br />

die Mastaba von Abu Dhabi, ein 1977 von dem Paar initiiertes<br />

Projekt, dessen Fertigstellung für 2015 angekündigt ist.<br />

Das Projekt, das während des Iran-Irak-Krieges 1980 aufgegeben<br />

und Anfang des neuen Jahrtausends wieder aufgenommen<br />

wurde und in das Ingenieure aus der ganzen Welt<br />

eingebunden waren, um jene zu finden, die in der Lage sind,<br />

dieses pharaonische Werk mit einer Höhe von 150 Metern<br />

(höher als die Pyramide von Gizeh) und einer Breite von 300<br />

Christo: Running Fence (Project for Sonoma County and Marin<br />

County, California), 1974 (Sotheby’s, London, 2/2013; Zuschlag<br />

26.228 Euro) (© Sotheby’s)<br />

Metern zu errichten, wird mit Hilfe von 410.000 Ölfässern<br />

gebaut, die mit einem gelb-roten Mosaikmuster in den Farben<br />

der Wüste und der Sonne neu bemalt wurden. Die Mastaba<br />

wird auf dem Gelände des Al Gharbia stehen, 150 Kilometer<br />

von Abu Dhabi entfernt, das seinen Wandel zu einer<br />

weltweiten Kulturhauptstadt fortsetzt. Wie bei den vorherigen<br />

Projekten von Christo und Jeanne-Claude wird auch die<br />

Mastaba, deren Baukosten sich in der Größenordnung um<br />

340 Mio. Dollar bewegen, dank unabhängiger Sponsoren<br />

und einer Selbstbeteiligung des Künstlers realisiert.<br />

Finanzierung von Werken und Kunstmarkt<br />

Man kauft die kurzlebigen Meisterwerke von Christo nicht.<br />

Hierbei handelt es sich um Erfahrungen, die es zu sehen und<br />

zu erleben gilt. In dieser Hinsicht ist der Künstler den Marktstandards<br />

entkommen und er verkauft zur Finanzierung seiner<br />

Projekte „Peripheriearbeiten" an dem Werk vor Ort. Die<br />

Selbstfinanzierung dieser Projekte erfolgt somit über den<br />

Direktverkauf einer Vielzahl von Entwurfszeichnungen, Bildern,<br />

Gemälden, Modellen und Grafiken an Museen, Gale-<br />

Christo, Preisindex, Basis 100 im Jahr 2002<br />

Christo, Anteil verkaufter Lose nach Preissegmenten, 2002-2012


KUNSTMARKT<br />

77<br />

Christo: The Gates (Project for<br />

Central Park, New York City),<br />

1996 (Christie’s, London, 2/<br />

2013; Zuschlag 127.677 Euro) (©<br />

Christie’s Images Limited 2013)<br />

mit Zeichnungen, Gemälden und Fotos. Der harte Kern<br />

besteht aus Grafiken (56 Prozent der Transaktionen), die<br />

bereits für einige Hundert Euro (für die einfachsten Werke)<br />

zu haben sind. Die mit Kollagen oder Fotografien verzierten<br />

Werke können bis über 10.000 Euro kosten (der Rekord liegt<br />

bei 44.750 Euro ohne Aufpreis für eine Farblithografie über<br />

rien und <strong>Sammler</strong>. Christo<br />

stößt demnach die üblichen<br />

wirtschaftlichen Regeln der<br />

zeitgenössischen Kunst beiseite,<br />

da sich die <strong>Sammler</strong><br />

und Investoren im Vorfeld<br />

verpflichten und sich finanziell<br />

an der Produktion des<br />

Werkes beteiligen. Diese<br />

Funktionsweise hat eine<br />

eher tugendhafte als negative<br />

Auswirkung, da die<br />

<strong>Sammler</strong> aus Überzeugung<br />

investieren und nicht zur<br />

Spekulation neigen.<br />

Parallel zu diesem Markt<br />

gelangen jährlich zwischen<br />

200 und 400 Werke auf den<br />

<strong>Auktions</strong>markt, darunter<br />

Verpackungen aus den<br />

1960er-Jahren, jener Zeit, in<br />

der sich das Paar dem Neuen<br />

Realismus annäherte,<br />

Christo:Wrapped Trees – Project for 267 Trees, Avenue des Champs<br />

Elysée and Rond-point des Champs Elysées in Paris, 1969 (Artcurial,<br />

Paris, 12/2012; Zuschlag 70.000 Euro) (© Artcurial)<br />

Christo: Pink Store Front, 1980 (Christie’s, New York, 7/2011;<br />

Zuschlag 2.474 Euro) (© Christie’s Images Limited 2013)<br />

100 Exemplare mit Kollage: „Pink Store Front", Project, verkauft<br />

am 19. September 2010 bei Est-Ouest Auctions in<br />

Tokio). Derzeit beläuft sich seine Rekordauktion auf 320.000<br />

Euro für ein typisches Werk aus der Periode des Neuen Realismus:<br />

„Bicyclette empaquetée sur une galerie de voiture",<br />

verkauft bei Sotheby's Paris am 12. Dezember 2007.<br />

Dank der Mastaba von Abu Dhabi entfaltet sich der zweite<br />

Markt von Christo in den Vereinigten Arabischen Emiraten.<br />

Sein erstes in Dubai verkauftes Werk war übrigens eine<br />

Zeichnung von 1979 der zukünftig größten Skulptur der<br />

Welt. Am 24. Mai 2006 erzielte das Werk „The Mastaba of<br />

Abu Dhabi" bei Christie's Dubai 38.000 Dollar (ca. 30.000<br />

Euro).<br />

QUELLE | artprice.com


78<br />

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Agon Sportsworld<br />

Tel. 0561/9279827<br />

www.agon-auktion.de<br />

Sportmemorabilia<br />

BREMEN<br />

11.05.<br />

<strong>Auktions</strong>haus Weser<br />

Tel. 0421/4585625<br />

www.auktionshaus-weser.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

31.05.-01.06.<br />

Roland Tel. 0421/351008<br />

www.roland-versteigerung.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

BUXTEHUDE<br />

25.05.<br />

Aldag Tel. 04161/81005<br />

www.auktionshaus-aldag.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

ERFURT<br />

16.05.<br />

Eckert & Nolde Tel. 0361/2220350<br />

www.eckert-nolde.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

ESSEN<br />

25.05.<br />

Nahues Tel. 0201-4902430<br />

www.nahues-auktionen.de<br />

Briefmarken<br />

FRANKFURT<br />

26.05.<br />

Rahn Tel. 06128/973904<br />

www.photographicaauctionen.de<br />

Photographica<br />

GARMISCH-PARTENKIRCHEN<br />

08.05.<br />

Merry Old England<br />

Tel. 08821/59909<br />

www.caselton.de<br />

Kunst, Antik und Krempl<br />

16.05.<br />

Merry Old England<br />

Tel. 08821/59909<br />

www.caselton.de<br />

Kunst, Antik und Varia<br />

HAMBURG<br />

11.05.<br />

Cortrie Tel. 040/234848<br />

www.cortrie.de<br />

Schmuck & Varia<br />

28.05.-29.05.<br />

Hauswedell & Nolte<br />

Tel. 040/4132100<br />

www.hauswedell-nolte.de<br />

Wertvolle Bücher, Autographen<br />

31.05.-01.06.<br />

Kendzia Tel. 040/2299767<br />

www.auktion-kendzia.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

HEIDELBERG<br />

11.05.<br />

Metz Tel. 06221/23571<br />

www.metz-auktion.de<br />

Porzellan<br />

16.05.-18.05.<br />

Kurpfälzische Münzhandlung<br />

Tel. 062 /448899<br />

www.kpm-mannheim.de<br />

Münzen, Papiergeld,Wertpapiere<br />

HEILBRONN<br />

17.05.<br />

Dr. Fischer Tel. 07131/155570<br />

www.auctions-fischer.de<br />

Moderne/Zeitgenössische Kunst<br />

www.auktionshaus-karbstein.com<br />

tel. 0211-90.61.61 • fax 0211-361.32.32<br />

Kurfürstenstr. 16 • 40211 Düsseldorf • … immer erreichbar<br />

Einlieferungen gesucht!<br />

Ladenburger<br />

Spielzeugauktion<br />

Einlieferungen gesucht!<br />

Puppen – Puppenstuben – Teddybären –<br />

Blechspielzeug – Eisenbahnen.<br />

Götz Ch. Seidel<br />

Lustgartenstr. 6<br />

68526 Ladenburg<br />

Tel. (0 62 03) 1 30 14


AUKTIONSTERMINE 79<br />

18.05.<br />

Dr. Fischer Tel. 07131/155570<br />

www.auctions-fischer.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Asiatika<br />

KÖLN<br />

10.05.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Kunstgewerbe<br />

11.05.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Alte Kunst<br />

11.05.<br />

Herr Tel. 0221/254548<br />

www.herr-auktionen.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

11.05.<br />

Bongartz Tel. 0221/69090<br />

www.bongartz-auktionen.de<br />

Musikinstrumente<br />

15.05.<br />

Dr. Hüll Tel. 0221/444026<br />

www.auktion-huell.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

16.05.<br />

Van Ham Tel. 0221/9258620<br />

www.van-ham.com<br />

Schmuck und Uhren<br />

17.05.<br />

Van Ham Tel. 0221/9258620<br />

www.van-ham.com<br />

Alte Kunst<br />

18.05.<br />

Van Ham Tel. 0221/9258620<br />

www.van-ham.com<br />

Europäisches Kunstgewerbe<br />

24.05.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Photographie<br />

24.05.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

25.05.<br />

Lempertz Tel. 0221/9257290<br />

www.lempertz.com<br />

Moderne Kunst u. a. Slg Rau<br />

25.05.<br />

Auction Team Breker<br />

Tel. 02236/384340<br />

www.breker.com<br />

Büro Antik, Alte Technik, Spielzeug<br />

KREFELD<br />

24.05.-25.05.<br />

Lankes Tel. 09286/95050<br />

www.lankes-auktionen.com<br />

Spielzeug<br />

LADENBURG<br />

10.05.-11.05.<br />

Seidel und Friedrich<br />

Tel. 06203-957777<br />

www.autotechnikauktion.de<br />

Automobilia<br />

LEIPZIG<br />

25.05.<br />

Galerie am Sachsenplatz<br />

Tel. 0341-9602276<br />

www.galerieamsachsenplatz.de<br />

Bildende Kunst<br />

MANNHEIM<br />

11.05.<br />

Dr. Crott Tel. 0621/3288650<br />

www.uhren-muser.de<br />

Uhren<br />

MÜNCHEN<br />

14.05.<br />

Nusser Tel. 089/2782510<br />

www.nusser-auktionen.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

14.05.<br />

Ketterer Tel. 089/552440<br />

www.kettererkunst.de<br />

Alte Meister & Kunst des 19. Jh.<br />

14.05.<br />

Quittenbaum Tel. 089/27370210<br />

www.quittenbaum.de<br />

Jugendstil, Art Deco und<br />

Klassische Moderne<br />

15.05.<br />

Neumeister Tel. 089/2317100<br />

www.neumeister.com<br />

Afrika<br />

15.05.<br />

Ketterer Tel. 089/552440<br />

www.kettererkunst.de<br />

Die Sammlung Harry Beyer<br />

17.05.<br />

Scheublein Tel. 089/23886890<br />

www.artauktionen.com<br />

Fundgrube<br />

27.05.-28.05.<br />

Ketterer Tel. 089/552440<br />

www.kettererkunst.de<br />

Bücher<br />

MÜNSTER<br />

11.05.<br />

zeitGenossen<br />

Tel. 0176/38129815<br />

Kunst, Antiquitäten und Design<br />

PLAUEN<br />

23.05.-25.05.<br />

Mehlis Tel. 03741/221005<br />

www.mehlis.eu<br />

Kunst, Antiquitäten und<br />

Historische Baustoffe<br />

REGENSBURG<br />

11.05.<br />

Keup Tel. 0941/51422<br />

www.auktionshaus-keup.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

RHEINE<br />

15.05.<br />

<strong>Auktions</strong>haus Rheine<br />

Tel. 05971/87111<br />

www.auktionshaus-rheine.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

STUTTGART<br />

08.05.<br />

Nagel Tel. 0711/649690<br />

www.auction.de<br />

Asiatische Kunst<br />

10.05.-11.05.<br />

Nagel Tel. 0711/649690<br />

www.auction.de<br />

Asiatische Kunst<br />

SUGENHEIM<br />

11.05.<br />

Kube Tel. 09165/1386<br />

www.kube-auktionen.de<br />

Alte Waffen, Orden, Militaria<br />

ÜBERLINGEN<br />

17.05.-18.05.<br />

Zadick Tel. 07551/7447<br />

www.auktionshaus-zadick.de<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

& Clearing-Auktion<br />

WALLDORF<br />

17.05.-18.05.<br />

<strong>Auktions</strong>haus Walldorf<br />

Tel. 06227/4043<br />

www.auktionshaus-walldorf.de<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

ohne Limit<br />

WIESBADEN<br />

24.05.<br />

Rippon Boswell Tel. 0611/372062<br />

www.rippon-boswellwiesbaden.de<br />

Europäisches Silber<br />

25.05.<br />

Rippon Boswell Tel. 0611/372062<br />

www.rippon-boswellwiesbaden.de<br />

<strong>Sammler</strong>teppiche<br />

WIESLOCH<br />

21.05.-22.05.<br />

Badisches <strong>Auktions</strong>haus<br />

Tel. 06222/386522<br />

www.badisches-auktionshaus.de<br />

Kunst, Antiquitäten, Spielzeug,<br />

Münzen und Briefmarken<br />

WÜRZBURG<br />

25.05.<br />

Zemanek-Münster Tel. 0931/17721<br />

www.tribal-art-auktion.de<br />

Tribal Art<br />

BELGIEN<br />

ANTWERPEN<br />

06.05.-08.05.<br />

Bernaerts Tel. 0032/3/2481921<br />

www.bernaerts.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

28.05.-29.05.<br />

Campo & Campo<br />

Tel. 0032/3/2184777<br />

www.campocampo.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

BRÜSSEL<br />

28.05.-29.05.<br />

Galerie Moderne<br />

Tel. 0032/2/5115415<br />

www.galeriemoderne.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

GENT<br />

28.05.-29.05.<br />

DVC Tel. 0032/3/2323664<br />

www.dvc.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

HASSELT<br />

27.05.-28.05.<br />

AEKO Tel. 0032/11/220408<br />

www.aeko-veiling.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

LOKEREN<br />

18.05.<br />

De Vuyst Tel. 0032/9/3485440<br />

www.de-vuyst.com<br />

Alte Meister, Moderne Kunst<br />

LÜTTICH<br />

15.05.<br />

Hotel de Ventes Mosan<br />

Tel. 0032/4/3449170<br />

www.hvm.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

Mittwoch 08. Mai 2013<br />

Donnerstag 16. Mai 2013<br />

Bitte beachten Sie unsere neue Anschrift:


80<br />

AUKTIONSTERMINE<br />

MONS<br />

12.05.-13.05.<br />

Mons Antic Tel. 0032/65/352742<br />

www.monsantic.com<br />

Kunst, Antiquitäten, Varia<br />

NAMUR<br />

12.05.-13.05.<br />

Rops Tel. 0032/81/744400<br />

www.rops.be<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

ENGLAND<br />

BONHAMS<br />

KNIGHTSBRIDGE<br />

Tel. 0044/207/3933900<br />

www.bonhams.com<br />

BONHAMS<br />

NEW BOND ST.<br />

Tel. 0044/207/4477447<br />

www.bonhams.com<br />

CHRISTIE’S SOUTH<br />

KENSINGTON<br />

Tel. 0044/20/77523121<br />

www.christies.com<br />

CHRISTIE’S KING STREET<br />

Tel. 0044/20/72936667<br />

www.christies.com<br />

PHILLIPS DE PURY<br />

Tel. 0044/207/73184010<br />

www.phillipsdepury.com<br />

SOTHEBY’S<br />

NEW BOND STREET<br />

Tel. 0044/20/72936667<br />

www.sothebys.com<br />

LONDON<br />

08.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

08.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Roy Davids Coll.<br />

08.05.<br />

Phillips de Pury<br />

Photographie<br />

13.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Asiatische Kunst<br />

13.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Netsuke A. Barbanson Coll.<br />

14.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Chinesische Kunst<br />

14.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Hanshan Tang Coll.<br />

15.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Schmuck<br />

„Angelo Allegro"”, Max Ernst (Entwurf), Egidio Constantini, Fucia<br />

degli Angeli, Venezia, 1966 (Erlös 11.500 Euro). Dr. Fischer, Heilbronn,<br />

Oktober 2012<br />

15.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Japanische Kunst<br />

15.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Photographie<br />

16.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Asiatische Kunst<br />

17.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Chinesische Kunst<br />

21.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Uhren<br />

22.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Musikinstrumente<br />

22.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Schmuck und Uhren<br />

22.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Lalique<br />

22.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

22.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Afrika Now<br />

23.05.<br />

Christie’s South Kensington<br />

Poster<br />

23.05.<br />

Christie’s King Street<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

29.05.<br />

Bonhams New Bond St.<br />

Brittische unbd Irische Kunst<br />

30.05.<br />

Bonhams Knightsbridge<br />

Miniaturen<br />

FRANKREICH<br />

PARIS<br />

20.05.<br />

Artcurial Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Mode<br />

21.05.<br />

Artcurial Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Design<br />

23.05.<br />

Christie’s Paris<br />

Tel. 0033/1/40768408<br />

www.christies.com<br />

Alain Braunstein Coll.<br />

23.05.<br />

Christie’s Paris<br />

Tel. 0033/1/40768408<br />

www.christies.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

28.05.<br />

Artcurial Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Art Deco<br />

28.05.<br />

Christie’s Paris<br />

Tel. 0033/1/40768408<br />

www.christies.com<br />

Impressionisten, Moderne Kunst<br />

28.05.<br />

Artcurial Tel. 0033/1/42992020<br />

www.artcurial.com<br />

Bücher und Manuskripte<br />

29.05.<br />

Christie’s Paris<br />

Tel. 0033/1/40768408<br />

www.christies.com<br />

Schmuck<br />

ITALIEN<br />

FLORENZ<br />

21.05.<br />

Pandolfini<br />

Tel. 0039/55/23408889<br />

www.pandolfini.it<br />

Silber, Schmuck und Uhren<br />

22.05.<br />

Pandolfini<br />

Tel. 0039/55/23408889<br />

www.pandolfini.it<br />

Drucke und Zeichnungen<br />

ROM<br />

07.05.-10.05.<br />

Babuino Tel. 0039/632283800<br />

www.astebabuino.it<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

28.05.-29.05.<br />

Babuino Tel. 0039/632283800<br />

www.astebabuino.it<br />

Moderne und Zeitgen. Kunst<br />

NIEDERLANDE<br />

AMSTERDAM<br />

29.05.<br />

Christie’s Amsterdam<br />

Tel. 0031/2/05755262<br />

www.christies.com<br />

Impressionisten, Moderne Kunst<br />

BRUMMEN<br />

11.05.<br />

Bouwman & Bouwman<br />

Tel. 0031/575/560393<br />

www.veilinghuisbouwman.com<br />

Spielzeug<br />

GRAVENHAGE<br />

08.05.<br />

Van Stockum’s<br />

Tel. 0031/70/3649840<br />

www.vanstockums-veilingen.nl<br />

Asiatika und Militaria


AUKTIONSTERMINE 81<br />

HILVERSUM<br />

13.05.<br />

Van Zadelhoff<br />

Tel. 0032/35/6247170<br />

www.vanzadelhoff.nl<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

MIDDELBURG<br />

28.05.-29.05.<br />

Zeeuws Veilinghuis<br />

Tel. 0031/118/650680<br />

www.zeeuwsveilinghuis.nl<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

UTRECHT<br />

19.05.<br />

Peerdeman Tel. 0031/30/2610485<br />

www.veilinghuispeerdeman.nl<br />

Kunst, Antiquitäten und Varia<br />

ÖSTERREICH<br />

LINZ<br />

15.05.-16.05.<br />

Dorotheum Linz<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Frühlingsauktion<br />

WIEN<br />

DOROTHEUM WIEN<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

08.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

www.dorotheum.com<br />

Briefmarken<br />

13.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Jugendstil und angewandte<br />

Kunst 20 Jh.<br />

13.05.<br />

Dorotheum Favoriten<br />

Schmuck<br />

14.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Design<br />

14.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Silber<br />

15.05.<br />

Dorotheum Favoriten<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

15.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Juwelen<br />

15.05.-16.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Moderne und Zeitgenössische<br />

Kunst<br />

17.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Armband- und Taschenuhren<br />

22.05.-23.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Münzen, Medaillen und<br />

Papiergeld<br />

24.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Orden und Auszeichnungen<br />

28.05.<br />

Dorotheum Wien<br />

Glas und Porzellan<br />

29.05.<br />

Dorotheum Wiens<br />

Autographen<br />

SCHWEDEN<br />

STOCKHOLM<br />

14.05.<br />

Bukowskis Tel. 0046/8/6140800<br />

www.bukowskis.com<br />

Zeitgenössische Kunst<br />

28.05.-31.05.<br />

Bukowskis Tel. 0046/8/6140800<br />

www.bukowskis.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

SCHWEIZ<br />

BERN<br />

14.05.-17.05.<br />

Stuker Tel. 0041/31/3520044<br />

www.galeriestuker.ch<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

15.05.-18.05.<br />

Dobiaschofsky<br />

Tel. 0041/31/5601060<br />

www.dobiaschofsky.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

GENF<br />

09.05.<br />

Sotheby’s Genf<br />

Tel. 0041/22/9084800<br />

www.sothebys.com<br />

Uhren<br />

12.05.<br />

Antiquorum<br />

Tel. 0041/22/9092850<br />

www.antiquorum.com<br />

Uhren<br />

14.05.<br />

Sotheby’s Genf<br />

Tel. 0041/22/9084800<br />

www.sothebys.com<br />

Schmuck<br />

ZÜRICH<br />

07.05.-08.05.<br />

Koller Tel. 0041/1/4456363<br />

www.galeriekoller.ch<br />

Asiatica<br />

25.05.<br />

Ineichen Tel. 0041/44/2981144<br />

www.auktionshaus-ineichen.ch<br />

Uhren und Schmuck<br />

TSCHECHIEN<br />

PRAG<br />

18.05.<br />

Dorotheum Prag<br />

Tel. 0043/1/51560200<br />

www.dorotheum.com<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

UNGARN<br />

BUDAPEST<br />

20.05.-21.05.<br />

Polgar Tel. 0036/1/2674077<br />

www.polgar-galeria.hu<br />

Kunst und Antiquitäten<br />

Anzeigenberatung:<br />

Axel Rosenthal<br />

Tel. 08441/805616<br />

INSERENTENVERZEICHNIS<br />

SAMMLER JOURNAL AUKTIONS-SONDERHEFT FRÜHJAHR 2013<br />

A<br />

Aldag 23<br />

artprice 27, 45<br />

Auctionata 11<br />

B<br />

Bamberger 23<br />

Boltz 25<br />

Breker<br />

U3<br />

F<br />

Fischer 5<br />

Franke 13<br />

H<br />

Henry’s<br />

U4<br />

I<br />

Ineichen 25<br />

K<br />

Karbstein 54<br />

L<br />

Lösch 21<br />

M<br />

Merry Old England 55<br />

Mehlis 17<br />

Metz 9<br />

P<br />

Peege 54<br />

R<br />

Rehm 25<br />

S<br />

Seidel 54<br />

Sigalas 54<br />

V<br />

Vogler 19<br />

W<br />

Weidler 15, 54<br />

Wendl 7<br />

Z<br />

Zeller<br />

U2<br />

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82<br />

SILBER<br />

SILBEROBJEKTE VOR 1800<br />

€ 480,-<br />

Zuckerschale, Wandung Pariser<br />

Garantiestempel, 1809, von<br />

Akanthusblättern gegliederter<br />

Korpus, kobaltblauer Glaseinsatz,<br />

Volutenhenkel, Haubendeckel,<br />

Höhe 28 cm PEE<br />

€ 480,-<br />

Kanne, um 1780/1790, punz.,<br />

„MM“, Tremulierstich, unles.<br />

Stadtmarke, ev. Augsburg, runder<br />

gekehlter Stand, godron.<br />

Schaft, ovoider Korpus, godron.,<br />

dynamisch geschweifter Scharnierdeckel,<br />

Henkel mit Holzisolierung,<br />

umlaufend punzierter<br />

Dekor, Höhe 20 cm, 470 g. FRA<br />

€ 500,-<br />

Becher, Augsburg, um 1700,<br />

Innenvergoldung, gepunzt mit<br />

Beschau- und Meistermarke<br />

sowie Tremolierstrich, auf der<br />

Wandung graviertes Monogramm,<br />

H 8 cm, ca. 81 g. LBE<br />

€ 600,-<br />

Silberner Schlangenhautbecher,<br />

Nürnberg, 2. H. 17. Jh.,<br />

Stadtmarke Meistermonogramm<br />

„TR“ (Thomas Ringler,<br />

Meister 1661) gepunzt, Tremolierstrich,<br />

H 8,5 cm, 127 g. WEN<br />

€ 500,-<br />

Teekanne, zweite Hälfte 18. Jahrhundert, Silber, vergoldet, auf vier<br />

ausgestellten Volutenfüßen, birnförmiger, gerippter Korpus, Knauf<br />

in Form einer Blüte, Schwanenhalsausguss, Boden Stadtmarke<br />

Perpignan, Archiv-Nummer „355“, Höhe 15 cm, 360 g.<br />

PEE<br />

€ 550,-<br />

Augsburger Senfgefäß, um<br />

1720, Meistermarke wohl „DW“,<br />

Silber mit Resten von Innenvergoldung,<br />

runder, gestuft gewölbter<br />

Fuß mit birnförmigem,<br />

mittig fassoniertem Korpus,<br />

gewölbter Scharnierdeckel, Höhe<br />

13,5 cm, ca. 190 g. FRA<br />

€ 750,-<br />

Becher, Alexej Wasiljew Plosow,<br />

Moskau, um 1757, Beschaumeister<br />

Igor Iwanow, getriebener,<br />

gravierter Korpus, reliefierter<br />

Roll- & Gitterwerkdekor, Kartuschen<br />

mit Hund und Laubbaum,<br />

Höhe 7,8 cm, 75 g. KAS<br />

€ 500,-<br />

Schale, wohl Michael Hueter, Augsburg, um 1700, drei plastische<br />

Engelsköpfchen als Handhaben, getriebener, ziselierter und punzierter<br />

Akanthuslaubdekor mit Bändern, Blumen und Muscheln,<br />

Marken „BZ, MZ: M:H“ (? Meister um 1684-1717), H 12 cm, 315 g. SBL<br />

€ 700,-<br />

Schokoladen- oder Mokkakännchen, Friedrich Reinhard Schrödel,<br />

Dresden, 1777, 12-lötiges Silber, getrieben und zaponiert, Holz, lasiert,<br />

Deckel gepunzt Halbmond, Krone, „925“, Ergänzung des 20. Jahrhunderts,<br />

Griff später ergänzt, Höhe 14,2 cm, ca. 235 g. SMD


SILBER 83<br />

€ 700,-<br />

Danziger Branntweinschälchen, Meistermarke Nathanael<br />

Schlaubitz (1690-1726), im Sechspass geschweift und gebaucht,<br />

getriebene Blüten, Teilvergoldung, Länge 12 cm, 70 g.<br />

ZEL<br />

€ 800,-<br />

Barocker Becher, Zombor, Österreich-Ungarn,<br />

gefertigt um<br />

1800, 812,5er-Silber, Rocaillenrelief,<br />

proflierter Mündungsrand,<br />

Höhe 8 cm, 64 g.<br />

KAS<br />

€ 900,-<br />

Messkelch des 18. Jh., punziert<br />

„IOL“ sowie Meistermarke „CK“,<br />

vergoldetes Silber, nach oben<br />

hin ausgestellte Kuppa auf<br />

einem polygonalen Stand mit<br />

zapfenförmigem Einsatz, Höhe<br />

21,5 cm, 400 g. KUK<br />

€ 800,-<br />

Zuckerdose, Potsdam, 18. Jh., Silber, Scharnierdeckel mit (späterer)<br />

Gravur (Monogr. AMR mit Grafenkrone),„A“ Meisterzeichen „Müller“<br />

(Joh. Bernhard oder Martin Friedr. Müller, nachweisbar 1737-<br />

1777/80), Gebrauchsspuren, Maße 7 x 13 x 9,5 cm, 405 g. ACN<br />

€ 850,-<br />

Würzburger Silberbecher des<br />

Meisters Guttenhöfer, Ende 18.<br />

Jh., Silber, getrieben, graviert,<br />

teil- und innenvergoldet, auf<br />

der Schauseite graviertes Wappen<br />

der Stadt Würzburg, verso<br />

Kartusche mit Monogramm<br />

und Widmung, H 14 cm KUK<br />

€ 920,-<br />

Fußbecher, Nürnberg, 17./18. Jh.,<br />

Meistermarke „KL“, Tremolierstrich,<br />

Silber, Reste von Vergoldung,<br />

3 Kugelfüße, Wandung<br />

mit reliefiertem Fischblasendekor,<br />

Höhe 10 cm, 107 g. ALL<br />

€ 950,-<br />

Kandisschale mit Löffelhalter, wohl Samuel Bardet, Geschaumeister<br />

1769-1800, Augsburg, 2. Hälfte 18. Jh., Silber, mittiger Baluster mit 2<br />

Ovalscheiben als Löffelhalter, Gebrauchsspuren, ca. 410 g. ACN<br />

€ 900,-<br />

Kaffeekanne und Sahnegießer, Gebrüder Schrödel, Dresden, 1786<br />

und 1788, 12-lötiges Silber, getrieben und gepunzt sowie Holz, ebonisiert,<br />

Kannen am Sockel monogrammiert „E.H.“, Stadtmarke, Meistermarke<br />

und Jahresbuchstaben „N“ & „N“, 448,5 g. & 155,5 g. SMD


84<br />

SILBER<br />

€ 1.050,-<br />

Paar Leuchter, wohl Norddeutsch, um 1750/1760, Silber, 2-tlg, trichterförmiger<br />

Fuß und balusterförmiger, durch Ringnodi gegliederter<br />

Schaft mit vier aufgelegten, stilisierten Blättern u. facettierter Tülle,<br />

Meisterzeichen „W“ im Kreis, Tremulierstab, H 20,5 cm, 577 g. HAG<br />

€ 1.200,-<br />

Zuckerdose mit Zuckerzange, Berlin, Meistermarke Schulz, um 1800,<br />

Tatzenfüße, rechteckiger, floral reliefierter Kopf, glatter Rand, Deckel<br />

mit Blattrelief an Scharnier, Maße 10 x 16 x 10 cm, 446 g. PEE<br />

€ 1.150,-<br />

Stövchen, Norden, 18. Jh., 800er-Silber, Meistermarke „IGW“ (Johann<br />

Georg Walter), godronierter Korpus, Banddekor, gehalten von drei<br />

Fabeltieren auf Kugelfüßen, Gebrauchsspuren, D 15 cm KAS<br />

€ 1.500,-<br />

Silberner Nürnberger Fußbecher,<br />

wohl 17. Jh,. Stadtmarke/<br />

Meistermonogramm „HC“ gepunzt,<br />

kleiner Römer mit reliefierten<br />

Blüten und Akanthusblattwerk,<br />

Fuß mit Lötstellen<br />

u. Defekten, H 8,5 cm WEN<br />

€ 1.500,-<br />

Fußbecher, wohl Holland, 17./18.<br />

Jh., Silber, auf Wandung ovale<br />

Kartuschen mit den Allegorien<br />

von Glaube, Liebe und Gerechtigkeit,<br />

umgeben von Frucht- u.<br />

Vogeldekor, H 12 cm, 128 g. KAU<br />

€ 1.200,-<br />

Kugelfußbecher, wohl Norwegen,<br />

datiert 1706 (möglicherweise<br />

Meister Friedrich Romanussen<br />

Möller, wird 1686 Meister),<br />

konischer Silberbecher mit<br />

Blütengravur und datiertem<br />

Monogramm „OKS: EID 1706“,<br />

auf drei Kugelfüßen, Becherhöhe<br />

8,5 cm, 140 g. WEN<br />

€ 1.200,-<br />

Paar Empireleuchter, wohl<br />

Augsburg, Ende 18. Jh./um<br />

1800, Silber 12 Lot (Stände gefüllt),<br />

glockenförmiger Stand<br />

auf quadratischer Plinthe, säulenförmiger<br />

Schaft, aufgesetzte<br />

Kerzenhalter in Kelchform,<br />

im Relief aufgesetztes Weinund<br />

Akanthusblattdekor, Tremolierstich,<br />

ungedeutete Meisterpunzen<br />

„GFG“ im Dreipass,<br />

„H“ unter Kreuz, H 26,5 cm SIE<br />

€ 1.500,-<br />

Tumbler aus der Zeit Friedrichs des Großen, Halbkugelform, im Boden<br />

Silbermünze mit russ. Doppeladler, Herrscherporträt 1756, Wandung<br />

mit beids. Kartuschen, darin Widmung „Berlin wurde von der<br />

russischen u. österreischen Armee eingenommen – d. 9. Octobr abmarschirt<br />

d. 12.Octobr 1760“ und „Friederich wird wohl Friederich bleiben<br />

– Wan den Helden zu vertreiben – sich die ganze Welt bestrebt,<br />

zittert Feinde trincket Freunde – Friederich lebt“, Maße 4 x 6 cm KAR


SILBER 85<br />

€ 1.550,-<br />

Mokkakanne, Nürnberg, 18. Jh, Silber punziert, Stadtmarke, Meister<br />

Georg Andreas Brenner (1748-1771), Meistermarke „GAB“, gebauchter<br />

Korpus geschweift godroniert, schwarz gebeizter Holzgriff, hochgewölbter<br />

godronierter Deckel mit Scharnier, Höhe 14,5 cm, 268 g. FRA<br />

€ 1.700,-<br />

Konsolleuchter, Augsburger<br />

Stadtmarke, 1789-1791, Meistermarke<br />

„FB“, mit Akanthusblattrelief<br />

dekorierter Standfuß,<br />

kannelierter Säulenschaft,<br />

mit umlaufender Blütengirlande<br />

dekorierte Tülle, Traufschale<br />

mit gezacktem Rand,<br />

Höhe 28 cm, 416 g. PEE<br />

€ 1.900,-<br />

Schlangenhautbecher, Augsburg,<br />

E. 17. Jh., Carl Schuch<br />

(Mstr. 1682), Silber, innen und<br />

außen vergoldet, Wandung mit<br />

feiner Schlangenhautpunzierung,<br />

durch Profilrillen abgesetzter,<br />

glatter Rand, 141 g. SOS<br />

€ 1.600,-<br />

Rokoko-Zuckerdose, Deutsch, 18. Jahrhundert, ovale Deckeldose mit<br />

Rocaillenreliefs und Monogramm-Gravuren „JTP“ und „AMP“, innen<br />

vergoldet, auf 4 krallenartigen Füßchen, Länge 14 cm, 261 g. WEN<br />

€ 1.800,-<br />

Deckelhumpen, London, 1771,<br />

Beschauzeichen, Stadtmarke,<br />

Jahresbuchstabe, Meistermonogr.<br />

„TW“ (Thomas Wynne,<br />

tätig seit 1754) gepunzt, innen<br />

vergoldet, H 19 cm, 712 g. WEN<br />

€ 2.000,-<br />

Girandole für drei Kerzen,<br />

Augsburger Stadtmarke, Buchstabe<br />

„E“ (1789-1791), Meistermarke<br />

„FB“, trompetenförmiger,<br />

mit Akanthusblattrelief<br />

dekorierter Sockel, kannelierter<br />

Säulenschaft, birnförmige Tülle,<br />

ausgestellter Rand, drei rocaillierte<br />

Arme, kannelierte Tüllen,<br />

blattförmige Traufschalen,<br />

Höhe 43 cm, 600 g. PEE<br />

€ 1.655,-<br />

Deckeldose, Basel, 1730-1758,<br />

Silber/Email, MM „LB“ (Lukas<br />

Biermann, 1679-1758), gewölbter<br />

Deckel mit eingelassenem<br />

Emailmedaillon, figürliche<br />

Szene mit Tafelrunde darstellend,<br />

Wandung graviert, Durchmesser<br />

€ 1.700,-<br />

Silberner Besamim-Turm,<br />

7,8 cm<br />

SHU Königsberg, wohl um 1800,<br />

Stadtmarke und Meistermonogramm<br />

„HL”/preußischer Steuerstempel<br />

„FW“ gepunzt, jüdischer Gewürzbehälter in Form eines<br />

partiell durchbrochen gearbeiteten Turmes mit 5 Fähnchen und<br />

1 beweglichen Tür zum Befüllen mit duftenden Gewürzen, Gesamthöhe<br />

32 cm, Gewicht 446 g.<br />

WEN<br />

€ 1.800,-<br />

Barock-Schauplatte, Meister Abraham Wirgman, Göteburg, um 1710,<br />

Darstellung der thronenden Hera in Begleitung eines Pfauen, Fahne<br />

umzogen von naturalist. Dekor, Maße 27 x 33,5 cm, ca. 280 g. SHA


86<br />

SILBER<br />

€ 2.200,-<br />

Paar Kerzenleuchter, Meistermarke Joan II. Rohr (1733-1783 Köln,) um<br />

1760, Silber 13-lötig, getrieben und gegossen, einflammig, über<br />

gewölbtem, passig geschweiftem Stand Balusterschaft mit reliefierten,<br />

gedrehten Zügen und Rocailledekor, Höhe 21 cm, 608 g. VZE<br />

€ 2.400,-<br />

Silberner Schlangenhautbecher,<br />

Hamburg, um 1660, Meistermarke<br />

(wohl Clauß Süßen<br />

II), leicht konischer Becher in<br />

Schlangenhaut-Optik mit vergoldetem<br />

Profilrand, innen vergoldet,<br />

Höhe 10 cm, 203 g. WEN<br />

€ 2.400,-<br />

Fußbecher mit Deckel, Magdeburg,<br />

um 1770/80, Mstr. Johann<br />

Christoph Berns (auch Behrens<br />

o. Behrend), um 1760/80, Silber,<br />

innen und außen vergoldet,<br />

Kuppa mit profiliertem Rand,<br />

unter dem Rand umlaufende<br />

Rocaillenborte, bekröntes Monogramm,<br />

H 15 cm, 207 g. SOS<br />

€ 2.200,-<br />

Paar Kerzenleuchter, wohl MZ „IGG“ im Herzschild, Stadtmarke<br />

Magdeburg, um 1720, Silber 12löt, gegossen und getrieben, vierpassiger,<br />

mehrfach gestufter Fuß mit geraden Zügen, vielfach profilierter<br />

Balusterschaft mit vasenförmiger Tülle, Höhe 15 cm, 393 g. VZE<br />

€ 2.500,-<br />

Kreuzreliquiar, Antwerpen, 17.<br />

Jh., Silber, gegossen und getrieben<br />

sowie graviert, Vortragekreuz<br />

abnehmbar, teilvergoldet,<br />

mit Kreuzreliquie, Höhe<br />

40,5 cm, Gewicht 1236 g. VZE<br />

€ 2.800,-<br />

Schokoladen-Kanne, Jean-Nicolas<br />

Boulanger, Paris, um 1800,<br />

950er-Silber, drei ausgestellte<br />

Beine, Korpus mit gekantetem<br />

ebonisiertem Griff, Meistermarke,<br />

Höhe 26,5 cm, 904 g. KAS<br />

€ 2.200,-<br />

Deckelbecher, Beschauzeichen<br />

wohl Reinhold Riel, Nürnberg,<br />

2.H. 17. Jh., Silber vergoldet, getriebenes<br />

und graviertes Blumendekor,<br />

Deckel (beschädigt),<br />

verzierter Knauf, Tremolierstrich,<br />

Höhe 13,5 cm, 135 g. ALL<br />

€ 2.400,-<br />

Becher mit dem Württembergischen<br />

Wappen, Augsburg,<br />

1690, teilvergoldeter Silberbecher<br />

auf schmalem Stand, MZ<br />

„Paul Solanier“ (Meister 1665,<br />

gest. 1724), 10,7 cm, 217 g. NAG<br />

€ 2.700,-<br />

Zwei Leuchter, bezeichnet „Augsburg 1781-1783“, MZ.„IBH“ (Jeremias<br />

Balthasar Heckenauer), bzw. „Augsburg 1765-1767“, MZ. „SII“, Leuchterhöhe<br />

20 cm, 480 g.<br />

RUE


SILBER 87<br />

€ 2.800,-<br />

Paar Tafelleuchter, Meistermarke Christian Drentwett (1729-1801),<br />

Augsburg 1761/1763, Silber, restauriert, Druckstellen, Leuchterhöhe<br />

20 cm, ca. 719 g. ARN<br />

€ 3.000,-<br />

George II Terrine mit Löwenfüßen, William Cripps, London, 1756/07,<br />

Silber, ovaler Korpus auf vier in plastisch gearbeiteten Löwenköpfen<br />

ansetzenden Tatzenfüßen, Schauseite ovale Kartusche, S-förmige<br />

Handhaben mit Vogelkopfdekor, Höhe 26 cm, ca. 2.573 g. VHA<br />

€ 2.800,-<br />

Ecuelle, Augsburg, um 1725/1729, Johann Christoph I Drentwett,<br />

runde, glatte Schale mit profiliertem Lippenrand mit zwei ornamental<br />

durchbrochenen Griffen, flach gewölbter, achtpassig profilierter<br />

Deckel mit geraden Zügen und drei Balusterknäufen als Füßchen,<br />

innen vergoldet, Durchmesser mit Griffen 22 cm, 446 g. NEU<br />

€ 3.100,-<br />

Deckelhumpen, Augsburg, um<br />

1687/1691, Paul Solanier, innen<br />

vergoldet, zylindrischer, leicht<br />

gebauchter Korpus, Standring,<br />

profilierter Lippenrand, Scharnierdeckel<br />

mit Kugelknauf,<br />

Marken „BZ“, MZ „PS“ (Meister<br />

1665-1724), Höhe 12 cm, 298<br />

Gramm<br />

SBL<br />

€ 3.200,-<br />

Deckelbecher, Augsburg, um<br />

1724/1728, Philipp Stenglin, innen<br />

vergoldet, Bandwerkdekor<br />

mit Blattornamenten und Gitterwerk<br />

auf punziertem Grund,<br />

gewölbter Stülpdeckel, Kugelknauf,<br />

hebräische Gravur auf<br />

Unterseite, Marken „BZ“, MZ<br />

„PS“ (Meister 1693-1744), Becherhöhe<br />

14 cm, 194 g. SBL<br />

€ 3.000,-<br />

Danziger Zuckerdose, um 1755, ovaler Korpus mit glatter Wandung<br />

über geschweiften, blattreliefierten Füßen, Rosenknauf, gest.<br />

„Stadtmarke, Jahresbuchstabe L, Meister Jakob Haase (wird Meister<br />

1730)“, Maße 13 x 15 x 11 cm, 440 g. SHA<br />

€ 3.300,-<br />

Paar Rokoko-Kaffeekannen,<br />

Augsburg, 1743/1745, passig<br />

geschweifte, birnförmige Gefäßkörper<br />

mit Klappdeckeln,<br />

Holzhenkel, Stadtmarken mit<br />

Jahresbuchstabe „F“, Tremolierstriche,<br />

MZ Johann Wagenknecht<br />

(Meister 1716, gest.<br />

1752), Höhe jeweils 21/25 cm,<br />

zus. ca. 915 g.<br />

NAG<br />

€ 3.320,-<br />

Teekanne, Zürich, um 1775, Meistermarke<br />

Hans Caspar Keller<br />

(Meister 1774), glatte, kugelige<br />

Form, Deckel mit hölzernem<br />

Pilzknauf, Henkel mit Holzgriff,<br />

Röhrenausguss, Gebrauchsspuren,<br />

Höhe 17 cm, ca. 550 g. SHU


88<br />

SILBER<br />

€ 3.500,-<br />

Teekanne, Bernhardus Hayens, Emden, 18. Jahrhundert, 800er-Silber,<br />

Meistermarke „BH“, Beschauzeichen mit „F“, mit Wappen, Gebrauchsspuren,<br />

Höhe 11 cm, 360 g.<br />

KAS<br />

€ 3.600,-<br />

Paar Barock-Kerzenleuchter, Bretagne, St.-Pol-de-Léon, Mitte 18.<br />

Jahrhundert, Silber, gegossen, gestufter, sechsseitiger Rundfuß, am<br />

Stand passig geschweift, gegliederter Balusterschaft und Tülle<br />

ebenfalls sechsfach facettiert, Höhe 22 cm, zus. ca. 1.115 g. NAG<br />

€ 3.560,-<br />

Münzbecher, Riga, 1764-1768,<br />

Meistermarke Friedrich Bernhard<br />

Albers, Silber, teilvergoldet,Wandung<br />

mit Rankenmotiven,<br />

Ornament umschließt vier<br />

Münzen, weitere Münze im<br />

Boden, Kartusche mit zwei<br />

Rocaillen und Initialen „N.B“<br />

und „H.D.K.“ sowie Jahreszahl<br />

1768, Unterseite Besitzerangaben<br />

„Nicolaus Belth Ad. 1770“,<br />

eingelassene Nachgüsse von<br />

Münzen, Gebrauchsspuren, H<br />

20 cm, ca. 590 g. SHU<br />

€ 4.270,-<br />

Münzdeckelbecher, BZ Altona,<br />

MZ Ludwig Wilhelm Petersen<br />

(1741-67), Silber, getrieben, gegossen<br />

und graviert, Reste Vergoldung,<br />

sechs preußische und<br />

Braunschweig-Lüneburgische<br />

Münzen und Medaillen, schauseitig<br />

dänische Münze des 17.<br />

Jh. Inschrift „IUSTUS IUDEX“<br />

und hebräischen Schriftzeichen<br />

für Jehova, Höhe 17 cm,<br />

Gewicht 268 g.<br />

LEM<br />

€ 3.700,-<br />

Paar Kerzenstöcke, Augsburg, 1731-33, Meistermarke Christian Drentwett<br />

I (Meister ab 1721), runder, mehrfach abgesetzter Fuß mit abgeschrägten,<br />

fassonierten Ecken, kantig gegliederter Balusterschaft<br />

mit vasenförmiger Tülle, Gebrauchsspuren, H 15 cm, ca. 460 g. SHU<br />

€ 3.600,-<br />

Barockpokal, Augsburg, um<br />

1620, MZ „TR“ – eventuell Theodor<br />

Riederer (Meister um 1611,<br />

gest. 1651) oder Tobias Riederer<br />

(Meister um 1615, gest. 1636),<br />

Silber, vergoldet, Tremolierstriche,<br />

Höhe 15,5 cm, 177 g. NAG<br />

€ 4.500,-<br />

Messkelch, Lüttich, 17. Jahrhundert,<br />

gegossen und getrieben,<br />

innen vergoldet, aus alten Teilen,<br />

Höhe 27 cm, 575 g. VZE<br />

€ 4.200,-<br />

Paar barocke Tafelleuchter, Augsburg, um 1745-47, Abraham I. Steber<br />

(Mstr. 1719-1759), Silber, runder, vielpassig geschweifter Fuß, Balusterschaft,<br />

vasenartige Tülle, geschweifte Faltenzüge, H 18,5 cm SOS


SILBER 89<br />

€ 4.550,-<br />

Becher, Augsburg 1777-1779, Meistermarke Caspar Xaver Stippeldey,<br />

Silber gedrückt, getrieben, gegossen, partiell vergoldet, Rocaillenornamentik,<br />

gravierte Wappen Kloster Rheinau und des Abts Bonaventura<br />

II. Lacher (1775-89), Datierung 1782, Höhe 11,5 cm, 200 g. ZOF<br />

€ 5.448,-<br />

Kelch mit Grotesken und Bandwerk,<br />

Georg Sibenbürger (1545-<br />

1617), Augsburg, Anfang 17. Jh.,<br />

Silber, tlw. vergoldet, Balusterschaft<br />

mit Muschelwerk, Kelchhöhe<br />

17 cm, 225 g. STA<br />

€ 5.500,-<br />

Ewig-Licht-Ampel, BZ „Augsburg“,<br />

1717-21, MZ „ICL“ (Johann<br />

Caspar Lutz wird Meister 1716),<br />

Muschelfriese, Vierpassfelder,<br />

Blatthenkel, mit Kettenaufhängung,<br />

Höhe 65 cm, 1.570 g. RUE<br />

€ 4.800,-<br />

Paar Empire-Girandolen mit Delphin-Dekor, Berlin, Ende 18. Jahrhundert,<br />

Silber, variierend gest., Stand gest. mit MZ „Müller F“ für die<br />

Silberschmiede „Gebr. Johann Bernhard und Martin Freidrich Müller<br />

und Söhne“, Stadtmarke mit „G” und Tremulierstrich, die Kerzenarme<br />

gest. „12“ lötig und undeutl. MZ, Höhe 40 cm<br />

STA<br />

€ 5.500,-<br />

Kugelfuß-Deckelbecher,Wolfgang Rößler, Nürnberg, um 1699, Silber,<br />

partiell vergoldet, drei ovale Reserven mit allegorischen Figuren,<br />

flankiert von Blütenranken, Höhe 15,5 cm, 166 g.<br />

KAU<br />

€ 4.800,-<br />

Prunkbecher, Gottfried Kittel,<br />

Ohlau, Schlesien, um 1700, Silber,<br />

getrieben, ziseliert, graviert<br />

und partiell vergoldet, Wandung<br />

alternierender Dekor aus<br />

Früchte- und Granatapfelrelief,<br />

Akanthusblättern und Blüten,<br />

Höhe 15 cm, 162 g. KAU<br />

€ 4.980,-<br />

Kaffeekanne, Zürich, um 1750,<br />

Meistermarke Hans Heinrich<br />

Locher I., Birnenform auf drei<br />

geschweiften Beinen, gewölbter<br />

Klappdeckel mit Blütenknauf,<br />

Holzhenkel, vertikale Faltenzüge,<br />

Wappen der Familie<br />

Stockalper, Höhe 27 cm SHU<br />

€ 5.625,-<br />

Tafelaufsatz, Wien, 1759, Silber, Nussholz, marketiert, mehrpassiger,<br />

flacher Aufsatz mit abgesetztem, barock geschwungenem Rand,<br />

Unterseite Holz mit linearer Marketerie, Wiener Beschauzeichen<br />

1759, unleserliche Meistermarke, Maße 44 x 34 cm IKY


90<br />

SILBER<br />

€ 5.790,-<br />

Deckelhumpen, Mitteleuropa, 17. Jahrhundert, Meistermarke „MR“,<br />

Silber, teilvergoldet, Scharnierdeckel mit plastischer Puttofigur,<br />

Henkel weibliche Herme und Rollwerk mit Daumenrast „Frauenfigur“<br />

mit zwei Fischschwänzen, Wandung drei Medaillons und<br />

gravierter, szenischer Darstellung umrahmt von je einem Sinnspruch,<br />

Gebrauchsspuren, Höhe 16,5 cm, ca. 470 g.<br />

SHU<br />

€ 6.438,-<br />

Prunkkanne aus dem ehemaligen<br />

Besitz König Georg V.,<br />

Frankreich, um 1800, Silber, MZ.<br />

„D“, Fuß verziert mit zwei Putten,<br />

Girlanden und Akanthusranken,<br />

Körper mit Kanneluren,<br />

Hals mit Akanthusblattwerk,<br />

Ranken und Neptun, Henkel in<br />

Form eines Delfins, Ausguss in<br />

Widderkopf, Besitzergravur,<br />

Höhe 30 cm, ca. 890 g. STA<br />

€ 7.000,-<br />

Kidduschbecher, Johann Friedrich<br />

Ehe, Nürnberg, gefertigt<br />

um 1790, Silber, gegossen,<br />

getrieben und graviert, Kuppa<br />

mit Floraldekor und hebräischen<br />

Buchstaben, Meistermarke,<br />

Beschauzeichen, Tremolierstich<br />

und Wardeinmarke<br />

„G“, Höhe 13 cm, 104 g. KAU<br />

€ 7.080,-<br />

Emmericher Teekännchen „Egoiste“, Johann Wilhelm Büssing, um<br />

1730, Silber, getrieben und gegossen, birnförmiger Korpus mit<br />

geraden Zügen, ohrenförmiger Holzhenkel, geschwungene Tülle mit<br />

Kläppchen, Balusterknauf, Höhe 9 cm, Gewicht 272 g. LEM<br />

€ 6.500,-<br />

Münchener Rahmen mit Gemälde, Silber, Metall, vegoldet, Holzkern,<br />

BZ. „München“, MZ „ICS“ (Johann Christoph Stainbacher), Gemälde<br />

„Hl. Josef mit Jesukind“, Süddeutscher Meister, 18. Jahrhundert,<br />

Öl/Kupfer, Rahmenumriss 56 x 34 cm<br />

RUE<br />

€ 8.270,-<br />

Teekännchen, Basel, um 1760, Meistermarke wohl Johann Ulrich III.<br />

Fechter, Silber getrieben und gegossen, innen vergoldet, Holzhenkel,<br />

Höhe 10,5 cm Gewicht 270 g.<br />

ZOF


SILBER 91<br />

€ 7.500,-<br />

Schokoladekanne, Augsburg, 1763-1765, Meistermarke „FCM“ (Franz<br />

Christoph Mederle, gest. 1765, Meister seit 1729), Silber, reich graviert<br />

u. ziseliert, Holzgriff, Wandung mit umlauf. Rankendekor u. 3 barock<br />

gestalteten Kartuschen mit Herrscherporträts, H 17 cm, 608 g. IKY<br />

€ 8.500,-<br />

Brautbecher, Augsburg, um<br />

1630, Hieronymus Imhof, Silber,<br />

neu vergoldet, beweglicher Becher<br />

(wohl ergänzt), Marken<br />

BZ, MZ „HI“ (Meister um 1620-<br />

1635), Tremolierstich, österreichische<br />

Repunzierungs- und<br />

Taxstempel aus der Zeit um<br />

1806-1824, Rest., erg., Höhe 17,8<br />

cm, 190 g.<br />

SBL<br />

€ 28.060,-<br />

Barockpokal, Johann I Schuch,<br />

Augsburg, 1689-1692, Silber,<br />

getrieben, gegossen und ziseliert,<br />

vergoldet, Fuß dekoriert<br />

mit gravierten konzentrischen<br />

Kreisen, Schaft an Ansatz und<br />

Abschluss mit geschnittenem<br />

Zierblattwerk, konische Kuppa<br />

mit profiliertem Lippenrand,<br />

Höhe 20 cm, 215 g. LEM<br />

€ 9.500,-<br />

Hochzeits-Deckelhumpen, Innenboden schwedische Münze, datiert<br />

„1707“, innen vergoldet, Stadtmarke, Jahresbuchstabe „Y“, Meister<br />

Erik Broberg, Wandung, später schwedisch bezeichnet und datiert<br />

„1865“, Deckel gravierte, testamentarische Darstellungen, eingelassene<br />

Medaille mit Hochzeitsszenen, H, 14,5 cm, ca. 1.250 g. SHA<br />

€ 11.000,-<br />

Deckelterrine auf Presentoir, Augsburger Stadtmarke, Meistermarke<br />

„IWD“ (Johann Wilhelm Dammann, geb. 1717, Meister 1748), mit orig.<br />

Schöpfkelle, Silber, getrieben u. gegossen, 26 x 36 cm, 2.888 g. PEE<br />

€ 10.400,-<br />

Barocker Deckelhumpen, Brünn/Österreich-Ungarn, Ende 17.<br />

Jahrhundert, Silber, MZ „PIW“, umlaufend Akanthusblattfries,<br />

zylindrischer, glatter Korpus mit getriebenen Akanthusblättern,<br />

Weintrauben und Blüten, Deckel getriebene Akanthus- und<br />

Weinranken, Höhe 16 cm, Geicht ca. 670 g.<br />

STA


92<br />

SILBER<br />

€ 12.500,-<br />

Schraubflasche, Gabriel I. Hartig, Augsburg, 1666-1669, Silber mit<br />

Teilvergoldung und Innenvergoldung, zylindrische, achtpassige<br />

Wandung auf flachem Boden, Schraubdeckel mit gegossenem<br />

Scharniergriff, Seiten graviertes Ornament mit Tulpenblüten, Höhe<br />

bei aufgestelltem Griff 23 cm, ca. 834 g.<br />

VHA<br />

€ 15.000,-<br />

Deckelhumpen, Großsteffelsdorf, um 1690/1700, Meister Stephanus<br />

Klein (erw. noch 1708 in Rosenau), Silber, gegossen, getrieben,<br />

montiert, innen ganz, außen teilvergoldet, Fußzone umlaufend<br />

Früchte- und Akanthusblattfries und Lorbeerkranz, Korpus mit<br />

Ummantelung aus durchbrochen gearbeiteten Früchtebouquets an<br />

Akanthusblättern, Höhe 19,5 cm, 1.225 g.<br />

SOS<br />

€ 15.000,-<br />

Zwei Tischleuchter mit dem Monogramm König Friedrichs II. von<br />

Preußen, Potsdam, Mitte 18. Jahrhundert, Silber, gegossen und<br />

getrieben, MZ „Müller“, (wohl Johan Jacob oder Christian Friedrich<br />

Müller), 245 g. & „F. W. Müller“, Höhe 14,7/15 cm, 252 g. NAG<br />

€ 24.000,-<br />

Deckelhumpen, Augsburg, um 1689, Wandung Akanthusblattranken,<br />

Porträtmedaillons antiker Persönlichkeiten, kyrillische<br />

Widmung „Ihre kaiserliche Hoheit Katharina Alexevna Alleinherrscherin<br />

von Rußland… Mai 1793“, innen vergoldet, Meister Adolf<br />

Gaap (Meister um 1664), H 18 cm, 865 g.<br />

SHA


SILBER 93<br />

€ 25.000,-<br />

Deckelhumpen, Moskauer Marke 1750, Meistermarke „I Sch“ (kyrill.)<br />

für Iwan Schagin (1749-1757) & „A I“ (kyrill.) Andrej Iwanow (geb.<br />

1729), Silber, getrieben, gegossen, graviert, partiell vergoldet,<br />

Wandung mit 3 Medaillons, bekrönte allegorische Figuren, Deckel<br />

Vignette Porträtbüste Peter der Große, H 23 cm, 1.440 g. NUS € 33.480,-<br />

Ungarischer Serpentin Deckelhumpen, Meisterzeichen „DA“, wohl<br />

Ende 16./Anfang 17. Jh., silber-vergoldete Montierung, Randzonen<br />

mit getriebenem, floralem Dekor, getriebene Maskarons und Vögel,<br />

Scharnierdeckel mit Knauf, Henkel, Höhe 17,5 cm, 1.019 g. DOR<br />

€ 30.000,-<br />

Münzdeckelhumpen, Gottlieb Menzel, Augsburg, 1736-37, Silber mit<br />

Teilvergoldung sowie Innenvergoldung, geschwungener Henkel, am<br />

unteren Ansatz mit weiblichem Maskaron, gravierte Bandelwerkornamentik,<br />

Medaillen beziehen sich vorw. auf Fürst Emanuel Lebrecht<br />

von Anhalt-Köthen (1671-1704) u. seine Familie, 4 der kleinen<br />

im gewölbtem Standring und Deckelrand eingelassenen Medaillen<br />

stammen aus einer Serie von 1730 (Medailleur Peter Paul Werner),<br />

Jeton von 1732 mit segnendem Christus, H 20,5 cm, ca. 1.956 g. VHA<br />

ACN AUKTIONSH. CITY NORD | Hamburg, 21./22.10.11 + 06./07.12.12<br />

ALL ALLGÄUER AUKTIONSHAUS | Kempten, 19.-21. April 2012<br />

ARN ARNOLD | Frankfurt, 19. November 2011<br />

DOR DOROTHEUM | Wien, 28. November 2012<br />

FRA FRANKE | Nürnberg, 03./04.06.11 + 09./10.11.12 + 18./19.01.13<br />

HAG HARGESHEIMER & GÜNTHER | Düsseldorf, 10. März 2012<br />

IKY IM KINSKY | Wien, 20. Juni 2012<br />

KAR KARRENBAUER | Konstanz, 05. Mai 2012<br />

KAS KASTERN | Hannover, 03.12.10 + 26.03.11 + 07.07. + 22.09.12<br />

KAU KAUPP | Schloss Sulzburg, 14.-16. Juni + 06.-08. Dezember 12<br />

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 16. Juni 2012<br />

LBE L & B KUNSTAUKTIONEN | Essen, 26./27. Oktober 2012<br />

LEM LEMPERTZ | Köln, 11. Mai 2012<br />

NAG NAGEL | Stuttgart, 15./16. Februar + 10./11. Oktober 2012<br />

NEU NEUMEISTER | München, 26. September 2012<br />

NUS NUSSER | München, 19. Juni 2012<br />

PEE PEEGE | Freiburg, 01.-03. Dezember 2011 + 21.-23. März 2012<br />

RUE RUEF | München, 12. Dezember 2011 + 16. März 2012<br />

€ 36.240,-<br />

Deutscher Deckelhumpen, wohl Ende 16. Jh., Silber, vergoldet, Wandung<br />

mit reliefierter figuraler Darstellung, Scharnierdeckel mit<br />

Maskarons u. Früchtedekor, Halbfigur-Henkel, H 21 cm, 1.142 g. DOR<br />

SBL SCHEUBLEIN | München, 02. Dez. 11 + 29. Juni + 30. Nov. 12<br />

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 03./04. Dezember 11 + 05. Mai 12<br />

SHU SCHULER | Zürich, 19.-23. März + 10.-13. September 2012<br />

SIE SIEBERS AUKTIONEN | Stuttgart, 24.-26. Oktober 2012<br />

SMD SCHMIDT | Dresden, 09. Juni 2012<br />

SOS SCHLOSSER | Bamberg, 30. Juni + 17. Dezember 2012<br />

STA STAHL | Hamburg, 17. Sept. 2011 + 21. April + 24. Nov. 2012<br />

VHA VAN HAM | Köln, 11. Mai + 15.-17. November 2012<br />

VZE VON ZENGEN | Bonn, 09./10. Sept. + 25./26. Nov. 11 + 10. Juni 12<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 01.-03.03. + 14.-16.06. + 18.-20.10.2012<br />

ZEL ZELLER | Lindau, 12.-14. Apri 2012<br />

ZOF ZOFINGEN | Zofingen, 07.-09. Juni 2012


94<br />

PORZELLAN<br />

FIGÜRLICHES PORZELLAN & KERAMIK<br />

€ 160,-<br />

Weiblicher Akt, Entwurf nach<br />

Suse Müller-Diefenbach, KPM,<br />

Berlin, 1.Hälfte 20.Jahrhundert,<br />

Weißporzellan, auf rechteckiger<br />

Plinthe knieender Akt mit<br />

Fisch, Höhe 26 cm ACN<br />

€ 240,-<br />

„Rosenmädchen“, Entwurf A.<br />

Caasmann, Kunstabteilung Rosenthal,<br />

Selb, 1914-1933, runder<br />

Sockel, dezent polychrom staffiert,<br />

Höhe 25 cm<br />

FRA<br />

€ 280,-<br />

„Sommerritt“, Junge auf Heuschrecke, Entwurf Albert Caasmann,<br />

1916, Ausführung Rosenthal, Modell „K 440“, Höhe 9 cm KEM<br />

€ 300,-<br />

Papagei, Entwurf von Theodor<br />

Kärner, Rosenthal, Bavaria,<br />

1930er-Jahre, stilisierter Astsockel,<br />

goldstaffiert, Modell-Nr.<br />

„210“, Höhe 22 cm FRA<br />

€ 250,-<br />

Porzellanfigur einer Krankenschwester<br />

in Rot-Kreuz-Tracht<br />

mit Auszeichnung an der Brust,<br />

Halbporträt, farbig gefasst, im<br />

Boden in Unterglasur „Limoges“<br />

und „J.T.“, H 17,3 cm HHM<br />

€ 310,-<br />

Zwei Spaniels, Entwurf Paul Walther von 1915, Meissen, 1.Viertel 20.<br />

Jahrhundert, farbig staffiert, mongrammiert, Höhe 11 cm DAN<br />

€ 270,-<br />

Rehgruppe, Entwurf Richard Langer, Meissen, 1924-1931, weiß<br />

staffiert, querovaler, gold-grün staffierter Sockel, feine Konturierung<br />

(ein Ohr fehlt), Maße 15,5 x 20 cm<br />

PEE<br />

€ 360,-<br />

Jahreszeiten-Figurine „Herbst”,<br />

Entwurf Johanna Meier-Michel,<br />

um 1914, Wiener Kunstkeramische<br />

Werkstätte, nach<br />

1914, polychrom staffierte Keramik,<br />

Höhe 24 cm<br />

ZEL<br />

€ 400,-<br />

Allegorie des Herbstes, Entwurf<br />

Ezio Ceccarelli, 1898, Ausführung<br />

Goldscheider, Wien, Steingutplastik,<br />

kaltbemalt und teilvergoldet,<br />

Modell-Nr.„1619/63/<br />

47“, Maße 48 x 52 x 30 cm KUK


PORZELLAN 95<br />

€ 400,-<br />

Eisbären, Entwurf Alfred Brumme,<br />

Ausführung Max Roesler,<br />

Darmstadt, monochrom weiß<br />

glasierte Figurine, H 23 cm ZEL<br />

€ 450,-<br />

Pierrot und Columbine, Emil<br />

Fischer, Budapest, um 1900, Keramik<br />

mit farbiger Glasurbemalung,<br />

mit Modellnummer<br />

„6397”, Höhe 17 cm SOS<br />

€ 500,-<br />

Liegender weiblicher Akt, Entwurf Paul Scheurich, KPM, Berlin,<br />

Weißporzellan, Zeptermarke, Höhe 23 cm<br />

LBE<br />

€ 420,-<br />

Kakadu, Entwurf Paul Walther,<br />

um 1920, Meissen, 1924-34, farbig<br />

gefasst, auf Blattwerk und<br />

sternenförmigem Sockel, Modell-Nr.„G<br />

297“, H 47 cm KUK<br />

€ 500,-<br />

„Fortuna“, Entwurf Ernst<br />

Wenck, Rosenthal, gebückter<br />

weiblicher Halbakt auf blauer<br />

Kugel stehend, polychr.Bemalung,<br />

goldstaffiert, H 30 cm FRA<br />

€ 530,-<br />

Tafelaufsatz „Amoretten“, Entwurf Hermann Leipold, Karlsruher<br />

Majolikamanufaktur, Anfang 20.Jh., crèmefarben glasierte Keramik,<br />

bunt staffiert, Modell-Nr.„1165“, Malerzeichen „WZ“, H 30 cm ZOF<br />

€ 500,-<br />

„Erwischt“, Entwurf Ferdinand Liebermann, 1919, Rosenthal, 1927,<br />

Knabe mit Trauben, von einem Hund verfolgt, auf Landschaftssockel,<br />

Unterglasurbemalung, Mod.-Nr. „K. 538“, Höhe 22,5 cm NEU<br />

€ 540,-<br />

Orientalin, Hutschenreuther,<br />

Selb, um 1925, partiell blau staffiert<br />

und teilweise vergoldet,<br />

Figurenhöhe 23 cm ZOF<br />

€ 550,-<br />

Wandmaske Frauenkopf mit<br />

Tulpe, Rudolf Knörlein, um 1933<br />

/34, Ausf.Goldscheider, Wien,<br />

1940er-Jahre, Modell-Nr.„6959<br />

6“, roter Scherben, polychrom<br />

staffiert Höhe 26,5 cm MEH


96<br />

PORZELLAN<br />

€ 550,-<br />

Weiblicher Halbakt mit Spiegel auf Antilope, Entwurf Gustav Oppel<br />

für Rosenthal, Selb, farbig gefasst, Maße 16 x 19 cm<br />

ALL<br />

€ 700,-<br />

„Pfefferfresser“, Entwurf Paul<br />

Walther für Meissen, 1910, Ausführung<br />

1949, Sockel mit Chip,<br />

Höhe 32,5 cm<br />

ARN<br />

€ 700,-<br />

Käuzchen, Entwurf Dorothea<br />

Kirchner-Moldenhauer (1884-<br />

1968), Cadinen, Böttger-Steinzeug,<br />

Ritzbeschriftung „St 28,<br />

Namenszug Kirchner-Moldenhauer“,<br />

Höhe 16 cm ZEL<br />

€ 550,-<br />

Eva und Adam, KPM, Berlin, auf<br />

dem Sockel bez.„Hubatsch“<br />

und datiert „23“, Modell-Nr.<br />

„12109“, Höhe 40 cm LBE<br />

€ 600,-<br />

Zwei spielende Bären, Entwurf<br />

Erich Hösel (Annaberg 1869-<br />

1951) für Meissen, um 1900,<br />

Figurenhöhe 18 cm ARN<br />

€ 700,-<br />

Mädchen mit Kalb, Entwurf Max Bochmann, Ausführung Meissen,<br />

um 1910/1920, auf Rechtecksockel mit Blütenstaffage, Präge-Nummer<br />

„115“ und „Y191“, Höhe 12 cm<br />

ACN<br />

€ 680,-<br />

Dame mit Laute, Karl Ens,<br />

Volkstedt, um 1925, auf quadratischem,<br />

getrepptem Sockel,<br />

kleiner Brandriss am linken<br />

Arm, Höhe 48 cm KEM<br />

€ 680,-<br />

Figur aus dem Hochzeitszug<br />

„Japanerin mit Mandoline“,<br />

Entwurf Adolf Amberg, KPM,<br />

Berlin, 1914, rest., polychrome<br />

Unter- und Aufglasurmalerei,<br />

Höhe 27,5 cm<br />

KEM<br />

€ 700,-<br />

Liegender Tiger, Entwurf Theodor Kärner, Rosenthal, Selb, 1930er-<br />

Jahre, naturalistische Darstellung des liegenden Tieres, Formnummer<br />

„284“, Länge 47 cm<br />

ACN


PORZELLAN 97<br />

€ 705,-<br />

Wandmaske, Karlsruher Majolikamanufaktur,<br />

1920er-Jahre,<br />

Keramikmaske mit mehrfarbiger,<br />

krakelierter Glasur, gemarkt,<br />

Höhe 19,5 cm ZOF<br />

€ 750,-<br />

Hockende Katze, Emile Gallé,<br />

Nancy, um 1885, Fayence, weiße<br />

und schwarze Zinnglasur, Glasaugen,<br />

Pfote sign., H 32 cm KUK<br />

€ 915,-<br />

Silberfasan, Entwurf Max Bochmann, Meissen, um 1924-1934, Unterglasurbemalung,<br />

Modellnummer „A 261“, Höhe 25,5 cm SHU<br />

€ 750,-<br />

Tafelaufsatz, Michael Powolny,Wiener Keramik, ca.1905-1912, grüner<br />

Sockel mit innerer Schalenvertiefung und zwei Mädchenfiguren als<br />

Karyatiden, über ihren Köpfen eine längsovale, blaue Schale<br />

tragend, Modell-Nummer „113 A“, Höhe 20 cm<br />

WEN<br />

€ 950,-<br />

Lauschender Faun, Entwurf<br />

Martin Wiegand, um 1910, Porzellan,<br />

fein craquelierte Glasur<br />

mit polychromer Aufglasurbemalung,<br />

Werkstattmarken mit<br />

Künstler-Bezeichnung bzw.Ligatur-Monogramm<br />

sowie<br />

Ortsangaben „München” und<br />

„Meissen”, Höhe 14,5 cm SHA<br />

€ 1.000,-<br />

Vase, Gebrüder Heubach, um<br />

1900, Seladonporzellan mit<br />

partieller Unterglasurbemalung,<br />

an der Mündung eine<br />

halbplastische Nixe, ein<br />

schwimmendes Kind an den<br />

Ohren ziehend, H 20 cm MEH<br />

€ 800,-<br />

Orientalin, Goldscheider, ab<br />

1896, heller Scherben, farbig<br />

gefasst, 1 Ohrring fehlt, Reliefmarke<br />

mit Zusatz „Reproduction<br />

reservée“, Modell-Nr.„927<br />

54 9“, Höhe 44,5 cm WEN<br />

€ 900,-<br />

Frauenkopf, Entwurf Rudolf<br />

Knörlein, Ausführung Adolf Prischel,<br />

1920-1926, Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, polychrome Bemalung,<br />

Modell-Nr.„6836“,<br />

Figurenhöhe 24 cm HER<br />

€ 1.000,-<br />

Bernhardiner, Entwurf Emmerich Oehler, 1906, Meissen, 1924-1934,<br />

glasiert, naturalistisch in braunen und grauen Aufglasurfarben<br />

staffiert, rechteckiger Sockel, Modell-Nummer „X117“, Prägeziffer<br />

„125“ sowie Malerzeichen „1“, Maße 18,5 x 14,8 x 5,4 cm SMD


98<br />

PORZELLAN<br />

€ 1.000,-<br />

Pierrot, Goldscheider, Wien, 1927, mit blütengeschmückter Mandoline,<br />

Majolika, bunt bemalt, Sockel signiert, Form-Nummer „5117“<br />

und legiertem Monogramm „AH XXVII“, Höhe 27 cm<br />

DAN<br />

€ 1.100,-<br />

Eva mit Einhorn, Hans Schwegerle, Juni 1909, Ausformung KPM, Berlin,<br />

Aug.1909, Porzellan mit Scharffeuerdekor, Vergoldung u.Staffierung<br />

in Braun, Rot, Silber u.Schwarz, Mod.-Nr.„9216“, H 25,5 cm LEM<br />

€ 1.000,-<br />

Bauernmädchen mit Hund,<br />

Entwurf Jakob Ungerer, um<br />

1902, Meissen, um 1905, auf<br />

Plinthe schreitende, von einem<br />

Hund begleitete junge Bäuerin,<br />

polychrome Aufglasurbemalung,<br />

Goldrand, H 24,5 cm SHA<br />

€ 1.000,-<br />

Liebespaar, Entwurf August<br />

Ringler, 1890, Meissen, bis 1924,<br />

1.Wahl, auf einem durchbrochen<br />

gearbeiteten Rocaillesockel<br />

stehender, sich zur Dame<br />

beugender Rokokoherr, farbund<br />

goldstaffiert, Modell-Nr.„O<br />

181“, Höhe 21,5 cm WEN<br />

€ 1.100,-<br />

Faun mit Krokodil auf ägyptischer<br />

Stelenruine, Entwurf Ferdinand<br />

Liebermann für Rosenthal,<br />

Ausführung um 1920,<br />

Mod.-Nr. „K394“, H 36 cm ARN<br />

€ 1.100,-<br />

Weiblicher Akt, Entwurf G.<br />

Schliepstein, 1.H.20.Jh., Rosenthal,<br />

Selb-Plössberg, Germany,<br />

dezent polychrom staffiert,<br />

Mod.-Nr. „783“, Höhe 34 cm FRA<br />

€ 1.200,-<br />

Zwei Grunzochsen „Yaks“, Entwurf Otto Pilz für Meissen, 1906-1923,<br />

glasiert, naturalistisch in polychromen Unterglasurfarben staffiert,<br />

Ritzsignatur „Pilz“, Modellnummer „X 141“ sowie weitere Beizeichen,<br />

Maße 18 x 37,5 x 19 cm<br />

SMD<br />

€ 1.200,-<br />

„Liebesfrühling“, Entwurf Richard<br />

Aigner, Roosenthal, um<br />

1920, Unterglasurbemalung,<br />

passig geschweifter Sockel,<br />

Mod.-Nr. „295/1“, H 26 cm SHA<br />

€ 1.200,-<br />

„Die Schlittschuhläufer“, Entwurf<br />

Alfred König (1871-1940),<br />

Meissen, um 1910, Modell-Nr.<br />

„Z196“, ein Schlittschuh fehlt,<br />

Maße 20 x 11 cm<br />

ZAD


PORZELLAN 99<br />

€ 1.250,-<br />

„Romeo“ (Stehender Knabe mit<br />

Kaktus), Entwurf Kurt Goebel,<br />

um 1936, Ausführung Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, farbig<br />

staffiert, Modell-Nummer<br />

„7656/4“, Höhe 39,5 cm DOR<br />

€ 1.400,-<br />

Mädchen mit Schaf, Entwurf<br />

Max Bochmann, 1908, Meissen,<br />

bis 1924, 1.Wahl, auf einem<br />

Rechtecksockel stehendes<br />

Mädchen sowie ein am Blumenstrauß<br />

knabberndes Schaf,<br />

Mod.Nr. „Z 134“, H 14,5 cm WEN<br />

€ 1.500,-<br />

„Das Hauskonzert“, Entwurf Joseph von Kramer, 1903, Meissen,<br />

Anfang 20.Jahrhundert, auf geschweiftem Rocaille-Sockel, gold und<br />

polychrom staffiert, Modell-Nummer „T 186“, Höhe 21,5 cm VZE<br />

€ 1.300,-<br />

Fischotter auf Felsen, Entwurf von Paul Walther, 1912, Meissen, 1924-<br />

1934, polychr.Unterglasurbemalung, Mod.-Nr.„C 246“, H 12 cm NUS<br />

€ 1.500,-<br />

Nach dem Bade, Robert Ockelmann<br />

für Meissen, um 1895,<br />

farbig bemalt, Gold staffiert,<br />

gekehlter Rundsockel mit reliefiertem<br />

Delphin-, Schilf- und<br />

Dreizackdekor, Modell- Nr.“ M<br />

193“, restaur., H 45 cm KUK<br />

€ 1.500,-<br />

Tschinellenspieler“ (Chinese),<br />

KPM, Berlin, Darstellung eines<br />

Becken spielenden Chinesen<br />

auf quadr.Sockel, Modell v.Friedrich<br />

Elias Meyer, H 40 cm ARN<br />

€ 1.350,-<br />

„Kleine Diebe und schlafendes Mädchen“, wohl Russland, Mitte 19.<br />

Jh., Porzellan, farbig gefasst, detailreich gearbeitet, unglasiert,<br />

Boden Pressnummer „15“ sowie braune Marke „H“, möglicherweise<br />

Manufaktur Gebrüder Novykh, Maße 17,5 x 18 x 12 cm HHM<br />

€ 1.600,-<br />

„Libellentanz“, Entwurf Claire<br />

Weiss, 1932, Ausführung Rosenthal,<br />

1933, Unterglasurbemalung<br />

in Blau, Grün und Brau,<br />

dezente Goldstaffage, Sockel<br />

bezeichnet, Modell-Nummer<br />

„K 1176“, Höhe 22,5 cm FIS<br />

€ 1.600,-<br />

Schwimmerin, Entwurf Gerhard<br />

Schliepstein, 1933/34, Rosenthal,<br />

1936, Inkarnat unglasiert,<br />

sparsame Staffage, Boden<br />

bezeichnet, Mod.-Nr. „783“, relief-grüne<br />

Stempelmarke FIS


100<br />

PORZELLAN<br />

€ 1.600,-<br />

Bajazzo, Entwurf Paul Scheurich,<br />

1919, Meissen, polychrom<br />

staffiert, Mod.-Nr. „73309“, weitere<br />

Nr.„198“, Jahreszeichen,<br />

Pinsel-Nr.„6“, Höhe 28 cm VZE<br />

€ 1.700,-<br />

„Till Eulenspiegel“, Modell Alexander<br />

Struck (1902-1990),<br />

Erstausformung 1941, Meissen,<br />

1974-1984, polychrom staffierte<br />

Figurine, Höhe 23,5 cm ZEL<br />

€ 1.800,-<br />

„Europa auf dem Stier“, Meissen, bis 1924, 1.Wahl.Mod.-Nr.„K 70”<br />

(Entw.unbekannt), auf ovalem, rocaillereliefiertem Sockel, farb- u.<br />

goldstaff., Stierhorn restaur., Teil der Girlande fehlt, H 23,5 cm WEN<br />

€ 1.750,-<br />

Pierrot mit Dame, Entwurf<br />

Josef Kostial (Wien 1886-1953),<br />

um 1919/20, Ausf.Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, staffiert, Mod.-<br />

Nr.„4951/63/8“, H 32,5 cm DOR<br />

€ 1.800,-<br />

Centaur mit jungem Bacchus,<br />

Entwurf Wilhelm Widemann,<br />

1912, KPM, Berlin, 1914-1918,<br />

staffiert in bunten Aufglasurfarben,<br />

Rechtecksockel, Kriegsmarke,<br />

Nr.„10180”, H 34 cm FIS<br />

€ 1.850,-<br />

Figur „Nocturno“, Entwurf Karl Nieschlag (1909-1975), um 1938,<br />

Ausführung Goldscheider, Wien, Keramik, farbig staffiert, verso<br />

bezeichnet, Modell-Nr.„8174/94/192“, Höhe 40,5 cm<br />

DOR<br />

€ 1.800,-<br />

Pierrot, Entwurf von Paul<br />

Scheurich, Meissen, 1920er-<br />

Jahre, Porzellan, weiß, farbige<br />

Aufglasurbemalung, Modell-<br />

Nummer „D 283 (geritzt), 152<br />

(Blindstempel)“, auf Rundsockel,<br />

Höhe 18 cm<br />

HER<br />

€ 1.900,-<br />

„Der Liebesgötterverkauf“, Entwurf<br />

Paul Helmig (1859 Niedermeisa<br />

- 1939 Meissen), Meissen,<br />

um 1900, auf Rocaillensockel<br />

stehende Frau im antiken Gewand,<br />

polychrome Staffage,<br />

Form-Nr.„Q 184“, H 24 cm ZEL<br />

€ 1.900,-<br />

Junges Mädchen mit Katze auf<br />

Bänkchen sitzend, Entwurf von<br />

Konrad Hentschel (1872 Cölln-<br />

1907 Meissen), Ausführung<br />

Meissen, Anfang 20.Jahrhundert,<br />

Porzellan farbig gefasst,<br />

mit Modell-Nummer „W121“,<br />

Press-Nummer „115“, Figurenhöhe<br />

11,5 cm<br />

ALL


PORZELLAN 101<br />

€ 2.000,-<br />

„Panther und Leopard kämpfend“, Modell Rudolf Löhner, 1913,<br />

Meissen, hellbraunes und schwarzes Unterglasurdekor, auf rundem<br />

Sockel, Nummer „C229“, Höhe 17 cm<br />

VHA<br />

€ 1.900,-<br />

Mädchen mit Puppenwagen, „Hentschelkind“, Entw.Konrad Hentschel,<br />

Meissen, um 1910, staffiert, Mod.-Nr. „W 124“, H 13,5 cm LBE<br />

€ 2.000,-<br />

„Frühlingslust“ (Akt auf Kentaur<br />

reitend), Friedrich Heuler<br />

(1889-1959), Hutschenreuther,<br />

Selb, um 1923/1939, farbig staffiert,<br />

Höhe 42,8 cm DOR<br />

€ 2.000,-<br />

„Badefigur“, Entwurf Paul<br />

Schley, 1912, KPM, Berlin, 1913,<br />

Porzellan, weiß, glasiert, Aufglasur<br />

in Blau, Grün und Braun<br />

mit Goldstaffage, Nr.„10151“ &<br />

„140/773, 63“, H 18,2 cm QUI<br />

€ 2.000,-<br />

Pierrot & Columbine, Goldscheider, Wien, um 1920, Feinsteinzeug,<br />

heller Scherben, zylindrische, hochgezogene Säule, mit stilisierten<br />

Blumenranken dekoriert, Plinthe bezeichnet „Lesca“, Säule mit Ritz-<br />

Nummer „3655, 3 57 und 16“, Höhe 61 cm<br />

HAG<br />

€ 2.000,-<br />

Frauenfigur mit Trauben und<br />

Vogel, Entw.Karl Klaus, Herst.<br />

Ernst Wahliss, Wien u.Turn-<br />

Teplitz, um 1908, sog.„Serapis“-<br />

Fayence, Steingutscherben, cremefarben<br />

engobiert, Schwarz,<br />

Rostrot, Violett u.Gelb, Nr.„ F<br />

1533, D 897, 1533“, 29,5 cm QUI<br />

€ 2.000,-<br />

Iltis mit Jungen, Entwurf Max<br />

Esser, datiert 1926, Meissen, 1.<br />

Wahl, Porzellan, weiß, am<br />

Sockel bezeichnet, Modell-Nr.<br />

„A 1131“, „Von 11 Urstücken Nr.<br />

3“, Höhe 39,5 cm NEU<br />

€ 2.000,-<br />

„Carmen“, Entwurf Karl Himmelstoß,<br />

1912, Rosenthal, Kunstabteilung<br />

Selb, um 1914, Porzellan,<br />

polychrome Unterglasurbemalung,<br />

Modell-Nr.„K138“,<br />

Figurenhöhe 39,8 cm HER<br />

€ 2.000,-<br />

„Venus“, Entwurf Paul Scheurich,<br />

1921, Meissen, um 1930,<br />

Standfigur auf quadrat.Baumstumpf,<br />

polychrom staffiert,<br />

Mod.-Nr. „A 1043“, H 35 cm VZE


102<br />

PORZELLAN<br />

€ 2.000,-<br />

Engel als Allegorie des Herbstes,<br />

Meissen, um 1870-1923, polychrome<br />

Bemalung, Goldstaffage,<br />

Modell-Nummer „K 190“,<br />

Gesamthöhe 35 cm NUS<br />

€ 2.200,-<br />

Dame mit Tauben, Meissen, um<br />

1900, polychrom bemalt, Goldstaffage,<br />

auf naturalistischer<br />

Felsenplinthe, Ritz-Nr.„T 63“,<br />

Press-Nr.„136“, H 24,5 cm HAG<br />

€ 2.100,-<br />

Elegante Dame mit Mohrenknaben, Entwurf Paul Scheurich,<br />

Meissen, polychrome Bemalung, Sockel Künstlersignet „Scheurich<br />

19.“, Form-Nr. „F 274“, im Zentrum „693“, darunter Germany gemalt<br />

„1938“, linker Zeigefinges des Knaben fehlt, Höhe 30 cm PEE<br />

€ 2.200,-<br />

Tänzerin, Entwurf Josef Lorenzl, Walter und Marcell Goldscheider,<br />

Wien, 2.Hälfte 1920er-Jahre, Keramik, heller Scherben, polychrome<br />

Bemalung, Modell-Nummer „T6 P 5963 50 4“, Höhe 32,3 cm HER<br />

€ 2.400,-<br />

Drei Figuren aus der „Sizilianischen Hirtenkapelle“, Entwurf Paul<br />

Börner für Meissen, 1924-1934, Mädchen mit Drehleier, Modell-<br />

Nummer „A 1104“, Querflötenspieler, Modell-Nummer „A 1107“ und<br />

Paukenschläger, Modell-Nummer „A 1108“, Drehleierspielerin mit<br />

Künstlermonogramm „EPB“, Höhe 25/30 cm<br />

NAG<br />

€ 2.196,-<br />

Römisches Mädchen, Entwurf<br />

Theodor Eichler, 1901, Meissen,<br />

junge Frau im antikisierenden<br />

Gewand, in der Hand eine Weiheschale,<br />

polychr.Bemalung,<br />

Goldstaffage, Erstausformung,<br />

Mod.-Nr. „T 103”, H 32 cm HEN<br />

€ 2.200,-<br />

Mädchen mit Strohhut, Entwurf<br />

von Alfred König, Ausführung<br />

Meissen, hergestellt um<br />

etwa 1905/1910, 1.Wahl, weiß,<br />

glasiert, farbig polychrom<br />

bemalt, Modell-Nummer<br />

„W125“, Figurenhöhe 21 cm KAS


PORZELLAN 103<br />

€ 2.300,-<br />

Adlerskulptur auf Sockel, Entwurf Max Esser (1885 Barth - 1945<br />

Berlin), Ausführung Porzellanmanufaktur Meissen, Skulptur und<br />

Sockel jeweils mit Schwertermarke, signiert „M.Esser“, eine<br />

Federspitze restauriert, Höhe 56 cm<br />

KEM<br />

€ 2.549,-<br />

Jahreszeitenfigur „Frühling“,<br />

Entwurf Johanna Meier-Michel,<br />

um 1912/1914, Ausführung<br />

WKKW, Keramik, farbig staffiert,<br />

am Rocksaum bezeichnet,<br />

Modell-Nummer „1143/283/5“,<br />

Höhe 31 cm<br />

DOR<br />

€ 2.730,-<br />

„Eulenspiegel“, Entwurf Josef<br />

Lorenzl, Goldscheider, Wien,<br />

hergestellt um 1930, polychrom<br />

staffierte Keramikfigur, Sockel<br />

mit Entwerfersignatur, Modellnummer<br />

„6004/15/4“, Figurenhöhe<br />

38,5 cm<br />

ZOF<br />

€ 2.375,-<br />

Tischlampe, Goldscheider,<br />

Wien, um 1900, Keramik, in beigen,<br />

braunen und goldenen<br />

Tönen staffiert, Darstellung<br />

einer jungen Frau mit nacktem<br />

Oberkörper und langem Rock<br />

unter einem Lorbeerbaum,<br />

restauriert, Modell-Nummer<br />

„2577/73/2“, Höhe 69 cm DOR<br />

€ 2.500,-<br />

„Pan“, Hubert Kovarik (1888<br />

Lundenburg - 1958 Prag) zugeschrieben,<br />

Ausführung Svitavka,<br />

Tschechien, hergestellt um<br />

1920, Keramik, heller Scherben,<br />

farbig glasiert, unterhalb Stempelmarke,<br />

Höhe 46 cm IKY<br />

€ 2.600,-<br />

Mädchenakt mit Holländerschuhen,<br />

Entwurf Joseph Cormier,<br />

Meissen, 1911, weiß glasiert,<br />

polychrom staffiert, Goldrand,<br />

1.Wahl, Modell-Nr.„A<br />

296“, Höhe 32 cm KAS<br />

€ 2.800,-<br />

Allegorie des Sommers aus der<br />

Jahreszeiten-Serie, Entwurf von<br />

Claire Weiss, Ausführung Rosenthal,<br />

1932, auf gestuftem<br />

Rundsockel stehende Modedame<br />

in erotischer Pose, naturalistisch<br />

bemalt, Modell-Nummer<br />

„1150“, Malersignatur<br />

„Schneider’”, Höhe 24,5 cm FIS


104<br />

PORZELLAN<br />

€ 2.900,-<br />

Stehender Silberfasan, Entwurf Theodor Kärner, Ausführung<br />

Nymphenburg, um 1914, weiß glasiert, poychrom staffiert, Rautenschild<br />

und Nummer „500 & 1“, Länge 70 cm<br />

KAS<br />

€ 3.000,-<br />

„Chronos“ (Saturn) als Personifikation der Zeit, Meissen, Mitte 18.<br />

Jahrhundert, Farb- und Goldstaffage, blaue Schwertermarke auf der<br />

Sockelrückseite, Rest., beschädigt, Höhe 37 cm<br />

NEU<br />

€ 2.900,-<br />

Ägyptische Tänzerin, Entwurf<br />

Rudolf Marcuse, 1925, Rosenthal,<br />

1929, Halbakt, naturalistische<br />

Aufglasurbemalung, auf<br />

rundem, profiliertem Sockel,<br />

Modell-Nr.„K757“, H 26 cm FIS<br />

€ 3.000,-<br />

Krug, wohl Vilmos Zsolnay<br />

(Marke unleserlich), Pécs, um<br />

1900, Keramik, farbig glasiert,<br />

mit Eosinglasur in Blau mit gelbem<br />

Pfauenaugendekor, Henkel<br />

in Form einer stehenden,<br />

unbekleideten Frau, die in den<br />

Krug schaut, Modell-Nr.„986<br />

c.“, Höhe 40,5 cm<br />

SBL<br />

€ 3.420,-<br />

Nymphenburger Pfau, Modell von Theodor Kärner, 1905, Ausformung<br />

vor 1910, gemalter naturalistischer Scharffeuerdekor,<br />

Boden Pressmarke Rautenschild, geritzte Nummer „171“ LEM<br />

€ 3.500,-<br />

Traubenbock, Entwurf Michael Powolny, Gmundner Keramische<br />

Werkstätten Schleiss, um 1935, ziegelroter Scherben, farbig glasiert,<br />

unterhalb eingeritztes Werkstattsignet, kleine fachgerechte<br />

Restaurierungen, Höhe 31 cm<br />

IKY


PORZELLAN 105<br />

€ 3.300,-<br />

Wandrelief, Moissey Kogan, 1920er-Jahre, Terrakotta, Relief mit<br />

sitzendem Frauenakt, Nase bestoßen, Maße 14,2 x 16,3 cm HER<br />

€ 4.200,-<br />

Lotosblume, Entwurf Karl Himmelstoß,<br />

um 1922, Ausführung<br />

Rosenthal, Unterglasurbemalung<br />

in dezenten Erdtönen,<br />

Sockel rückseitig mit Signatur,<br />

Modell-Nummer „K 620“, Figurenhöhe<br />

41 cm Literatur „E.Niecol,<br />

Rosenthal, Band 2, Abbildung<br />

3.0427“<br />

FIS<br />

€ 4.200,-<br />

„Der Frühling“, Entwurf von<br />

Gustav Oppel, Aelteste Volkstedter,<br />

FG-Marke, ab ca.1915,<br />

farb- und goldstaffiert, 1<br />

Schleifstrich, ohne Modell-<br />

Nummer, Höhe 67,5 cm WEN<br />

€ 3.800,-<br />

Elefantengruppe mit Elefantenführer, Entwurf Paul Walther, 1906,<br />

Meissen, 1906-1910, polychrome Unterglasurbemalung, Modell-<br />

Nummer „W 148“, Entwerfer-Monogramm, Höhe 27,5 cm SHA<br />

€ 4.000,-<br />

Kaminuhr mit Figurenpaar, Entwurf Gerhard Schliepstein, um 1924,<br />

Berlin, KPM, weiß und sparsam gold staffiert, auf rechteckigem<br />

geschweiftem Sockel, Lenzkirchener Uhrwerk, 14-Tagewerk mit<br />

Rechengang und Schlag auf Glocke, Höhe 37,5 cm<br />

VHA<br />

€ 4.814,-<br />

Soldat mit Krankenschwester, Entwurf von Theodor Eichler (1868-<br />

1946), um 1914/1918, Ausführung Meissen, farbig staffiert, Sockelrand<br />

mit geklebter Bruchstelle(Unterseite), eingeritzte Modell-<br />

Nummer„E 248“, Höhe 22 cm<br />

DOR


106<br />

PORZELLAN<br />

€ 5.200,-<br />

„Wasseridyll“, Entwurf Gustav Oppel (1891-1978), Aelteste Volkstedter<br />

Porzellanfabrik, Volkstedt, um 1920, Weißporzellan, glasiert KAS<br />

€ 6.710,-<br />

Harlekin und Columbine, Entwurf Paul Scheurich, Meissen, 1914,<br />

ovaler Sockel mit stilisierter floraler Ornamentik, Goldstaffage,<br />

Erstausformung, Modell-Nummer „D.287“, Höhe 27,5 cm HEN<br />

€ 5.500,-<br />

„Die drei Parzen“, Meissen, 1860-1900, fabig gefasst, auf profiliertem<br />

Sockel mit Relieffriesen in Gold, Sockel aus 2 Teilen zusammengesetzt,<br />

Modell-Nr.„33“, kleine Beschädigungen, Höhe 38 cm KUK<br />

€ 6.875,-<br />

Kartenlegerin, Entwurf Josef<br />

Lorenzl, um 1923, Goldscheider,<br />

Wien, Keramik, farbig staffiert,<br />

seitl.bezeichnet, Unterseite<br />

mit schwarzem Firmenstempel<br />

und Modell-Nummer „5266/7/<br />

13“, Höhe 32,5 cm DOR<br />

€ 8.125,-<br />

Hahn, Entwurf Paul Walther,<br />

1925, Ausführung Meissen,<br />

1924-1934, Porzellan, farbig und<br />

gold staffiert, auf ovalem<br />

Sockel, bezeichnet „PW” sowie<br />

„von 11 Urstücken Nr.6’“, Nr.<br />

„K231“, Höhe 40 cm VHA<br />

€ 9.000,-<br />

„Vöglein flieg”, Entwurf und Ausführung Hugo Meisel, 1922, monogr.<br />

„H.M.”, datiert (19)22, Pinselmarke Volkstedt/Rudolstadt, Aufglasurbemalung,<br />

verso Schleife bestoßen, Höhe 77 cm MEH


PORZELLAN 107<br />

€ 9.000,-<br />

„Fortuna“, Entwurf Heinrich<br />

Schwabe, Meissen, um 1883,<br />

farb- und goldstaffiert, Sockelrand,<br />

zwei Finger des Putto und<br />

1 kleine Stelle am Bauch restauriert,<br />

Pressziffer „110“, Malerzeichen<br />

„40“, Modell-Nummer „M<br />

188“, Höhe 62,5 cm WEN<br />

€ 13.000,-<br />

Rokokostil-Fayenceofen aus<br />

Schloss Nymphenburg in München,<br />

um 1890, beiger Scherben,<br />

weiße Craqueléeglasur,<br />

zweigeschossiger Korpus, Reliefdekor<br />

aus Rankenwerk,<br />

durchbrochen gearbeiteter, geschwungener<br />

Sockelbereich,<br />

zwei vollplastische Putti, Vorderfront<br />

mittig zwei Medaillons<br />

mit Schwan- und Wappenmotiv,<br />

darüber sich ein Maskaron<br />

erhebend, Bekrönung mit<br />

drei vollplastischen Putti, 232 x<br />

115 x 90 cm SIE<br />

€ 12.744,-<br />

Gruppe „Karussell“, Entwurf Kitty Rix, 1929, Ausführung Wiener<br />

Werkstätte, Keramik, bunt staffiert, restauriert, Hahn als plastische<br />

Bekrönung und 1 Girlande fehlen, Unterseite mit Ritzsignatur und<br />

großem „WW“-Monogramm, Höhe 25 cm<br />

DOR<br />

€ 15.000,-<br />

Adlerplastik, Entwurf von Arthur Storch, Ausführung Aelteste<br />

Volkstedter, gemalte FG-Marke, 1920er-Jahre, ohne Modell-Nr.,<br />

monogrammiert, Plastik eines auf einem Felssockel stehenden, mit<br />

seiner rechten Kralle auf einer Schlange stehenden Adlers, farbstaffiert,<br />

Höhe 63,5 cm<br />

WEN<br />

ACN AUKTIONSH.CITY NORD | Hamburg, 07./08.09. + 06./07.12.12<br />

ALL ALLGÄUER AUKTIONSHAUS | Kempten, 12.-14. Juli 2012<br />

ARN ARNOLD | Frankfurt, 02.Juni + 01.September 2012<br />

DAN DANNENBERG | Berlin, 15.Juni + 14./15.September 2012<br />

DOR DOROTHEUM | Wien, 08.März + 21 Mai 2012<br />

FIS FISCHER DR.| Heilbronn, 16.März 2012<br />

FRA FRANKE | Nürnberg, 27./28.04. + 10./11.08.12 + 18./19.01.13<br />

HAG HARGESHEIMER & GÜNTHER | Düsseldorf, 10.März 2012<br />

HEN HENRY’S | Mutterstadt, 25.August + 27.Oktober 2012<br />

HER HERR | Köln, 02.Juni + 24.November 2012<br />

HHM HERMANN HISTORICA | München, 27./28.April + 18./19.Okt.12<br />

IKY IM KINSKY | Wien, 21.Juni 2012<br />

KAS KASTERN | Hannover, 07.Juli + 01.Dezember 2012<br />

KEM KEMPF | Würzburg, 06.Oktober 2012 + 19.Januar 2013<br />

KUK KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 17.März + 16.Juni 2012<br />

LBE L & B KUNSTAUKTIONEN | Essen, 26./27. Oktober 2012<br />

LEM LEMPERTZ | Köln, 10.Mai 2012<br />

MEH MEHLIS | Plauen, 24.-26. Mai + 23.-25. August 2012<br />

NAG NAGEL | Stuttgart, 06.Juni 2012<br />

NEU NEUMEISTER | München, 26.September + 17.Oktober 2012<br />

NUS NUSSER | München, 16.Oktober + 11.Dezember 2012<br />

PEE PEEGE | Freiburg, 04.-06. Oktober 2012<br />

QUI QUITTENBAUM | München, 24.April 2012<br />

SBL SCHEUBLEIN | München, 29.Juni 2012<br />

SHA SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 05.Mai + 15.September 2012<br />

SHU SCHULER | Zürich, 19.-23. März 2012<br />

SIE SIEBERS AUKTIONEN | Stuttgart, 24.-26. Oktober 2012<br />

SMD SCHMIDT | Dresden, 09.Juni + 15.September 2012<br />

SOS SCHLOSSER | Bamberg, 30.Juni 2012<br />

VHA VAN HAM | Köln, 12.Mai + 15.-17.November 2012<br />

VZE VON ZENGEN | Bonn, 09.Juni + 01.Dezember 2012<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 14.-16. Juni + 18.-20. Oktober 2012<br />

ZAD ZADICK | Überlingen, 29.September 2012<br />

ZEL ZELLER | Lindau, 12.-14.April + 05.-07.Juli + 13.-15.Sept.2012<br />

ZOF ZOFINGEN | Zofingen, 07.-09.0 Juni + 30. November 2012


108<br />

SPIELZEUG<br />

PUPPEN<br />

€ 116,-<br />

Automat „Hasen-Reitschule“, Deutschland, um 1900, 2 Jungen und<br />

1 Mädchen auf einem Hasen reitend, Kurbelköpfe, Halsmarke „44.13“,<br />

Körper aus Holz, Masse u. Draht, Hasen beflockt, Musikwerk in Holzgehäuse,<br />

seitl. Kurbel u. Arretierknopf, 41,5 x 23,5 x 41,5 cm SHU<br />

€ 230,-<br />

Mädchen, gem.„1904 - 8, A e M,<br />

Made in Austria“. A. C. Anger“,<br />

um 1920, braune Schlafaugen<br />

ohne Lider, Zähnchen, braune<br />

Perücke, 11-tlg. Gliederkörper,<br />

lange Röhrenoberschenkel,<br />

Kleid mit Stickerei, 60 cm WEN<br />

€ 260,-<br />

Puppe, C. M. Bergmann, um<br />

1910, Kurbelkopf aus Biskuitporzellan,<br />

blaue Schlafaugen,<br />

modellierte Augenbrauen, off.<br />

Mund, Zähnchen, rotbraune<br />

Lockenperücke, 15-tlg. Gliederkörper,<br />

Hände neu, 59 cm WEN<br />

€ 140,-<br />

Sitzbabypuppe, Schildkröt, Rauenstein,<br />

1950er-Jahre, in Raute<br />

„57/64, Körper „63/64“, Celluloid,<br />

braune Glasaugen, Lederschuhe,<br />

Etikett, 63,5 cm GÜN<br />

€ 180,-<br />

Mädchen, Käthe Kruse, 1950er-<br />

Jahre, Stoffkörper, Kopf berieben,<br />

Spielspuren, 35 cm KEM<br />

€ 250,-<br />

Gliederpuppe, König & Wernicke, Waltershausen, gemarkt „122/51“,<br />

bemalter Kopf, Schiel- und Schlafaugen, Echthaarperücke, Stimme,<br />

bekleidet, bespielt, Größe ca. 50 cm<br />

DOR<br />

€ 150,-<br />

Babypuppe, Kämmer & Reinhardt,<br />

Zelluloidkopf, Masseglieder,<br />

Stoffkörper, braune flirty<br />

eyes-Schlafaugen, geöffneter<br />

Mund mit ursprünglich zwei<br />

Zähnen, bespielt, 45 cm SBL<br />

€ 200,-<br />

Puppe „Mein Lieblingsbaby“<br />

Kämmer & Reinhardt, Simon<br />

und Halbig, bez. „K(Stern)R,<br />

Simon & Halbig, 126, 36“, Biskuit-Kurbelkopf,<br />

Masse-Gliederkörper,<br />

offener Mund mit<br />

Zunge, blaue flirty eyes-Schlafaugen,<br />

Stimme, Gr. 39 cm, dazu<br />

Gürteltäschchen, Silber SBL<br />

€ 290,-<br />

Puppe „Klara“, Carl Knoll, Böhmen, um 1900, gem. „CK 701 3/0“, Kurbelkopf,<br />

blaue Schlafaugen, Zähnchen, blondgelockte Mohairperücke,<br />

11-tlg. Gliederkörper, Klebeetikett „Török Örök!“, 35 cm WEN


SPIELZEUG 109<br />

€ 300,-<br />

Mädchenpuppe, Simon & Halbig, K & R, Anfang 20. Jh., Biskuit-Kurbelkopf,<br />

braune Schlafaugen, off. Mund, durchst. Ohrläppchen, braune<br />

Echthaar-Perücke, Composé-Gliederkörper, bekleidet, 32 cm ZOF<br />

€ 330,-<br />

Brienzer-Spielpuppe, Anfang 20. Jahrhundert, geschnitzte Holzgliederpuppe,<br />

Kurbelkopf, bekleidet, bespielt, Höhe 28 cm ZOF<br />

€ 300,-<br />

Mädchen, wohl Kestner, um<br />

1890, blaue Paperweight-Augen,<br />

blonde Mohairperücke,<br />

Stoffkörper mit angenähten<br />

Schlenkergliedern, Unterarme<br />

aus Leder, Körper fleckig, Leder<br />

berieben, Größe 46 cm WEN<br />

€ 310,-<br />

Puppe, Armand Marseille, um<br />

1920, bez. „Armand Marseille<br />

Germany 990 A.10.M.“, Porzellankurbelkopf,<br />

Mund geöffnet,<br />

Gliederkompositionskörper aus<br />

Pappmaché (rissig, berieben),<br />

bespielt, Größe 51 cm ACN<br />

€ 330,-<br />

Puppe „Hilda“, J. D. Kestner, ab 1914, „made in Germany JDK 237 ges.<br />

gesch.“, fachgerecht restaurierter Kurbelkopf, braune Glasaugen,<br />

Zähnchen, blonde Mohairperücke, Haarriss vom linken Auge zur<br />

Stirn, 5-tlg. Sitzbabykörper aus Masse, ohne Stimme, 33 cm WEN<br />

€ 310,-<br />

Brustkopfmädchen, wohl Kling,<br />

feste braune Glasaugen, gemalter<br />

Wimpernkranz, geschl.<br />

Mund, Echthaarperücke, Körper<br />

aus Leder, Wachstuch mit gesplinteten<br />

Gliedern und Biskuitunterarmen,<br />

Gr. 38 cm WEN<br />

€ 320,-<br />

Französische Porzellanpuppe,<br />

gem. Jumeau, um 1890, Korkdeckel<br />

mit neuzeitlicher Mohairperücke,<br />

blaue, feststehende<br />

Paperweight-Augen, offen/geschl.<br />

Mund, durchst. Ohrlöcher,<br />

orig. Comp.-GGK, 55 cm DAN<br />

€ 350,-<br />

Puppe, gemarkt „192“, wohl<br />

Kämmer & Reinhardt, um 1900,<br />

braune Schlafaugen, Zähnchen,<br />

Ohrringe, blonde Echthaarperücke,<br />

13-tlg. sehr straff<br />

gespannter Gliederkörper, an<br />

den Händen etwas übermalt,<br />

alte Kleidung, dazu elegantes<br />

Perlentäschchen, 62 cm DAN<br />

€ 350,-<br />

Puppe, gem. „1348 Jutta, Simon<br />

& Halbig 10”, blaue Schlafaugen,<br />

offener Mund mit Zahnreihe<br />

oben, durchstochene<br />

Ohrlöcher, Mohairperücke, gut<br />

erhaltener Comp.-GGK, bekleidet,<br />

Größe 56 cm DAN


110<br />

SPIELZEUG<br />

€ 350,-<br />

Puppe als Dame, Würzburg, 20.<br />

Jh., auf marmoriertem Sockel<br />

stehende Dame im bestickten<br />

gelben Kleid, mit Perücke und<br />

Strohhut, nach der Mode des<br />

18. Jh., Kopf und Körper aus gefasstem<br />

Holz, 55,5 cm SOS<br />

€ 372,-<br />

Puppe, Simon & Halbig, Anfang<br />

20. Jh., Biskuit-Kurbelkopf,<br />

Schlafaugen, offener Mund,<br />

durchstochene Ohrläppchen,<br />

braune Echthaar-Perücke, Composé-Gliederkörper,<br />

55 cm ZOF<br />

€ 380,-<br />

Brustkopfpuppe, Kling, um<br />

1885, gemarkt „167 Glocke 8“,<br />

feste blaue Augen, gemalter<br />

Wimpernkranz, gefiederte Augenbrauen,<br />

Mund geschlossen,<br />

Mohairperücke mit starken<br />

Altersspuren, weißer Lederkörper,<br />

locker angenähte Arme u.<br />

gesplintete Beine mit Kniezwickel,<br />

bespielt, 50 cm WEN<br />

€ 380,-<br />

Mädchenpuppe, wohl Kestner,<br />

um 1910, „199 - 13 Germany“,<br />

Kurbelkopf, braune Schlafaugen,<br />

Zähnchen, braune Echthaarperücke,<br />

17-teiliger Gliederkörper<br />

mit kleinen Farbabplatzern,<br />

alte Bekleidung,<br />

Größe 64 cm<br />

WEN<br />

€ 360,-<br />

Mädchen, Bruno Schmidt, um 1910, Kurbelkopf aus Biskuitporzellan,<br />

blaue Schlafaugen mit Wimpern (wohl jünger ergänzt), offener<br />

Mund, Zähnchen, Zunge, blonde Echthaarperücke mit Zöpfen,15-tlg.<br />

Gliederkörper mit etwas zu klein ergänzten Armen, Gr. 54 cm WEN<br />

€ 380,-<br />

Mädchenpuppe, Bruno Schmidt,Waltershausen, um 1905, Porzellan-<br />

Kurbelkopf mit Schlafaugen und offenem Mund, Massekörper mit<br />

beweglichen Gliedmaßen, Größe 75 cm<br />

ZEL<br />

€ 375,-<br />

Puppe mit Porzellankopf, Kopfmarke<br />

„SH 1079 DEP“, blaue<br />

Schlaufaugen, Perücke, Gliederkörper,<br />

bekleidet, etw. bespielt,<br />

am Hinterkopf Riss, Hände<br />

andersfärbig, Größe 70 cm DOR<br />

€ 375,-<br />

Puppe „Hans”, gemarkt mit<br />

Schildkröte, Zelluloid, blaue<br />

Glasaugen, bekleidet, etwas<br />

bespielt, Größe 45 cm DOR<br />

€ 400,-<br />

Puppe, Simon & Halbig, bez. „1079 S. & H. Dep. 16 Germany“, Biskuitporzellan-Kurbelkopf,<br />

Masse-Kugelgelenkkörper, blaue Glasaugen<br />

(Schlafaugenmechanismus defekt), vier Zähne oben, 85 cm SBL


SPIELZEUG 111<br />

€ 420,-<br />

Puppe, gem. „Germany 136/5“,<br />

wohl J. D. Kestner, ab 1897, braune<br />

Schlafaugen, Zähnchen,<br />

aschblonde Mohairperücke, 15-<br />

teiliger Gliederkörper mit Klebeetikett<br />

„Made in Germany“,<br />

kaum bespielt, Gr. 43 cm WEN<br />

€ 450,-<br />

Französische Puppe, Porzellan-<br />

Kurbelkopf gemarkt „Petite<br />

Française“, Anker und „France“,<br />

blaue Schlafaugen, Perücke,<br />

bekleidet, 5-teiliger Massekörper<br />

mit Papa-Mama Stimme<br />

(funktioniert), Gr. 34 cm DOR<br />

€ 460,-<br />

Narrenpüppchen, über Stricke<br />

mit Schellen beweglich, fester<br />

Kopf aus Biskuitporzellan, feste<br />

Glasaugen, Mund geschlossen,<br />

rotblonde Mohairperücke, originalbekleideter<br />

Stoffkörper<br />

mit Unterarmen und Beinen<br />

aus Porzellan, Gr. 24 cm WEN<br />

€ 480,-<br />

Mädchen „Deutsches Kind“,<br />

Käthe Kruse, 1920er-/30er-Jahre,<br />

drehbarer Kopf, blonde Echthaarperücke,<br />

gemalte braune<br />

Augen mit Punktiris, Nesselbezug<br />

mit kleineren Löchlein,<br />

Füße bestempelt „Bad Kösen<br />

an der Saale“, nummeriert<br />

u.mit Bleistift bez., 52 cm HEN<br />

€ 420,-<br />

Puppe, Franz Schmidt & Co.,<br />

Georgenthal oder Swaine &<br />

Co., Hüttensteinach/Sonneberg,<br />

Anf. 20. Jh., bez. „S & C<br />

Germany 13“ Kurbelkopf mit<br />

geöffnetem Mund und oberen<br />

Zähnen, blaue Schlafaugen,<br />

Masse-/Holz-Gliederkörper (kl.<br />

Farbdefekte), Größe 72 cm ACN<br />

€ 450,-<br />

Puppe, Kämmer & Reinhardt,<br />

gem. „Simon & Halbig, K & R“<br />

Davidstern, um 1900, Biskuitporzellan-Kurbelkopf,<br />

blaue<br />

Schlafaugen, 4 Zähne, durchstochene<br />

Ohrläppchen, blonde<br />

Mohairperücke, Gliederkörper<br />

Holz/Masse, bespielt, Gummibänder<br />

ausgeleiert, 85 cm FRA<br />

€ 460,-<br />

„Peterle, Typ kleines deutsches Kind“, Käthe Kruse, VEB Puppenwerkstätten<br />

Bad Kösen, 1950-1962, mit rautenförmigem Pappanhänger<br />

der Puppenwerkstätten, Größe 35 cm<br />

WEN<br />

€ 450,-<br />

Mädchenpuppe, um 1900, Biskuitkopf, am Hals bez. „I 8/Made in<br />

Germany“, Glasaugen, offener Mund mit Zähnchen, Massekörper<br />

mit beweglichen Gliedmaßen, alte Kleidung, Größe 80 cm ZEL<br />

€ 460,-<br />

„Lieblingsbaby“, Kämmer & Reinhardt, um 1914, „K & R/Simon &<br />

Halbig/126/32“, Kurbelkopf aus Biskuitporzellan, braune Schlafaugen,<br />

offener Mund mit doppelter Zahnreihe, dunkelblonde Echthaarperücke,<br />

17-tlg. Toddlerkörper, orig. Federspannung, 38 cm WEN


112<br />

SPIELZEUG<br />

€ 480,-<br />

Puppe, Jumeau, um 1900, gem.<br />

„DEP“, braune Echthaarperücke,<br />

Biskuitporzellan- Kurbelkopf,<br />

Schlafaugen, vier Zähne,<br />

Masse-/Holzkörper mit Kurbelgelenken,<br />

orig. mit Kleidung,<br />

Zertifikat, Größe 48 cm FRA<br />

€ 500,-<br />

Porzellankopfpuppe, gemarkt<br />

„K (Stern) R, Simon & Halbig<br />

117n“ Kurbelkopf, blaue Schlafaugen,<br />

offener Mund mit Zähnen,<br />

Größe 64 cm NAG<br />

€ 500,-<br />

Käthe Kruse Puppe, Mischtyp,<br />

Kopf der Puppe I., 1930er-/40er<br />

Jahre, Körper mit Stempelung<br />

1946-48, Augen mit Punktiris,<br />

3 Hinterkopf-Nähte, schlanker<br />

Körper mit breiteren Hüften,<br />

Scheibengelenke, 1 Rumpfnaht,<br />

Brust und Gesäß angeschmutzt,<br />

bespielt, 44 cm HEN<br />

€ 550,-<br />

Porzellankopfpuppe, gemarkt<br />

„1039 Germany Simon & Halbig<br />

S & H 10 1/2“, bewegliche<br />

braune Augen, off. Mund mit<br />

Zähnen, Kurbelkopf, Kugelgelenkkörper<br />

aus Holz-Composition,<br />

Altersschäden, 55 cm NAG<br />

€ 500,-<br />

Charaktermädchen, König & Wernicke, um 1915, „K&W 1070“, Kurbelkopf<br />

mit Schlafaugen und offenem Mund, Echthaarperücke,<br />

minimale Schad- und Fehlstellen, Größe 54 cm<br />

SHU<br />

€ 550,-<br />

Puppe, wohl Deutschland, Anfang<br />

20. Jh., bez. „1907 13“, Kurbelkopf,<br />

oben Zähne, blaue<br />

Schlafaugen, Masse-/Holz-<br />

Gliederkörper, leicht bespielt,<br />

Größe 70,5 cm<br />

ACN<br />

€ 550,-<br />

Puppe, Heubach für Jumeau,<br />

gem. Nr. „1907/13“, Kurbelkopf,<br />

Glasaugen, vier Zähnchen, gemalte<br />

Brauen und Wimpern,<br />

Ohrlöcher, braune Perücke,<br />

Schädeldecke aus Kork, Massekörper<br />

und Glieder mit Kugelgelenken,<br />

Größe 75 cm VZE<br />

€ 500,-<br />

Mädchen Typ VIII, „Deutsches Kind“, Käthe Kruse, datiert „Feb. 91“,<br />

Kunststoffkopf mit gemalten blauen Augen und blonder Echthaarperücke<br />

mit Zöpfen, Stoffkörper mit Schaumstoff-Füllung, angenähte<br />

Arme, Beine mit Scheibengelenken, Orig.-Kleid, Gr. 47 cm WEN<br />

€ 550,-<br />

Puppe, Alfred Lanternier & Cie., Limoges, um 1915/20, bez. „Fabrication<br />

Française AL & Cie Limoges Cherie 7“, Kurbelkopf mit off. Mund<br />

u. oberen Zähnen, Masse-/Holz-Gliederkorpus (Defekte), 55 cm ACN


SPIELZEUG 113<br />

€ 550,-<br />

Geisha, Lenci, Filz, Orig.-Filz-<br />

Kimono, mit Blumenschmuck,<br />

kleine Filzfehler auf der Stirn,<br />

sonst gut, Größe 42 cm SEI<br />

€ 600,-<br />

Puppe, Armand Marseille, um<br />

1900/1910, offener Mund, 4<br />

Zähne, blaue Schlafaugen mit<br />

Wimpern, Masse-Kompositionsgliederkorpus,<br />

alte Kleidung,<br />

bespielt, Gr. 60 cm ACN<br />

€ 600,-<br />

Puppenjunge, Hersteller Käthe<br />

Kruse, restaurierter Zustand,<br />

Größe 44 cm<br />

ADR<br />

€ 650,-<br />

Puppe „I“, Käthe Kruse, 1920er-/<br />

30er-Jahre, naturalist. bemalter<br />

Nesselkopf mit 3 Hinterkopfnähten,<br />

Stoffkörper, lose angenähte<br />

Arme, Beine mit Scheibengelenken,<br />

Fußmarke Käthe<br />

Kruse „110387“, Gr. 44 cm PEE<br />

€ 580,-<br />

Miniaturkutsche mit drei Püppchen, Deutschland/Frankreich, um<br />

1900, Rädern aus Metallblech, rot lackiert, Anspannungsschere aus<br />

Holz, Pferd mit Fellbezug und Glasaugen, Hufe auf vier Rädchen,<br />

Puppen: Kurbelköpfe aus Biskuit-Porzellan, Glasaugen und offene<br />

Münder, Körper aus Masse, bespielt, Länge 64 cm<br />

SHU<br />

€ 660,-<br />

Puppe mit Gehmechanismus,<br />

Anfang 20. Jh., Biskuit-Kurbelkopf,<br />

„Germany 4 1/2“, blaue<br />

Schlafaugen, offener Mund,<br />

braune Perücke, Composé-Gliederkörper,<br />

Gehmechanismus<br />

mit Aufzugswerk über Schlüssel,<br />

bespielt, Größe 35 cm ZOF<br />

€ 660,-<br />

Puppe, Tête Jumeau, Anfang 20.<br />

Jh., Biskuit-Kurbelkopf „S.F.B.<br />

Paris – Tête Jumeau“, braune<br />

Schlafaugen, offener Mund,<br />

durchstochene Ohrläppchen,<br />

braune Echthaar-Perücke, Composé-Gliederkörper,<br />

partiell<br />

Holz, bespielt, Gr. 60 cm ZOF<br />

€ 700,-<br />

„Jockerle“, Puppe „I“, Käthe Kruse, 1920er-Jahre, Körper aus Leinen,<br />

gefüllt, abgespreizter Daumen, Kopf dezent polychrom bemalt,<br />

Hinterkopf mit drei Nähten sowie Seitennaht, Fußsohlen<br />

beschriftet, Größe 45 cm<br />

VZE<br />

€ 700,-<br />

Dreigesichterpuppe, wohl Simon & Halbig für Carl Bergner, Stempelmarke<br />

„C. B. (im Kreis)“, um 1900, Drehkopf auf dem Körper gelagert,<br />

lachend, schlafend, weinend, eingesetzte blaue Augen, Kopfscheitel,<br />

mit Holz-Messing-Drehknauf, Masse-Gelenkglieder, gestopfter<br />

Leinen-Holzkorpus, Altersspuren, Größe 32 cm FRA


114<br />

SPIELZEUG<br />

€ 750,-<br />

Puppe „I“, Käthe Kruse, 1920er-<br />

Jahre, 3 Hinterkopfnähte, 1 mittige<br />

Naht über den Ohren u. zur<br />

Stirn, festgenähter Kopf, gestopfter<br />

Nesselkörper mit 1 Rückennaht,<br />

Scheibengelenke u.<br />

breite Hüften, abgenähte Daumen,<br />

bespielt, Gr. 35,5 cm HEN<br />

€ 830,-<br />

Puppe in Samtkleid, 20. Jh., Biskuit-Kurbelkopf,<br />

„H.A. 10“ und<br />

Firmensujet, blaue Glasaugen,<br />

geschl. Mund, braune Zopffrisur,<br />

Composé-Gliederkörper,<br />

Finger defekt, Größe 58 cm ZOF<br />

€ 880,-<br />

„Träumerchen“, Käthe Kruse, Ende 1950er-Jahre, gefüllter, beschwerter<br />

Stoffkörper, Kopf polychrom staffiert, offen gemalte<br />

Augen, sogenannte „Lernpuppe“, Größe 52 cm<br />

VZE<br />

€ 813,-<br />

Ganzporzellanpuppe, unbekleidet,<br />

Gummi lose, Augen fehlen,<br />

dazu Reste einer kleinen Ganzporzellanpuppe,<br />

alles bespielt,<br />

Größe 18 und 5 cm DOR<br />

€ 900,-<br />

Puppe „I“, Käthe Kruse, um<br />

1920, gefüllter Leinenkörper,<br />

breite Hüften, Daumen einzeln<br />

abgenäht, Kopf dezent polychrom<br />

bemalt, mit drei Nähten<br />

sowie Seitennaht, Augen mit<br />

Strahleniris, bespielt, 42 cm VZE<br />

€ 900,-<br />

„Mein kleiner Liebling“, Kämmer<br />

& Reinhardt/Simon & Halbig,<br />

um 1914, blaue Schlaf-/ Schelmenaugen,<br />

Zähnchen, Zunge,<br />

Mohairperücke, 17-tlg. Toddlerkörper<br />

mit Gummihänden, Unterwäsche,<br />

Wachstuchschuhe,<br />

Orig.-Karton, Größe 52 cm WEN<br />

€ 900,-<br />

Hampelchen, wohl Glückskind,<br />

Typ „XII“, Käthe Kruse, von 1929,<br />

bemalter Stoffkopf mit drei<br />

Hinterkopfnähten und geknüpfter,<br />

blonder Echthaarperücke,<br />

Gesicht wohl übermalt<br />

(fachgerechte Ausführung),<br />

Strickkleidung, 45 cm WEN<br />

€ 830,-<br />

Mädchenpuppe, Deutschland, Anfang 20. Jahrhundert, Biskuit-Kurbelkopf,<br />

„16 1/2 J.D. K. 214“, braune Schlafaugen, offener Mund,<br />

Composé-Gliederkörper, bekleidet, bespielt, Größe 85 cm ZOF<br />

€ 900,-<br />

Puppe Typ „I“, Käthe-Kruse, 1910-30, Fuß gestempelt „85828“, Stoffkopf<br />

mit 3 Hinterkopfnähten und braunen Haaren, 5-tlg. Stoffkörper<br />

mit breiten Hüften, einzeln angenähte Daumen, Schlenkerarme,<br />

Beine mit Scheibengelenken, Altersspuren und Defekte, 43 cm WEN


SPIELZEUG 115<br />

€ 1.000,-<br />

Puppe als Bäuerin, wohl Steiff,<br />

um 1910, Stoffkörper, alt bekleidet,<br />

Altersspuren, Gr. 50 cm KAS<br />

€ 1.063,-<br />

Ganzporzellanpuppe, feststehende<br />

blaue Glasaugen, geschlossener<br />

Mund, Original-<br />

Mohairperücke, bekleidet, etwas<br />

bespielt, 1 Daumen fehlt,<br />

dazu kleine schwarze Ganzporzellanpuppe,<br />

Gr. 17 u. 4 cm DOR<br />

€ 1.150,-<br />

Kurbelautomat „Blumentanz“, wohl Zinner, Deutschland, um 1900,<br />

tapeziertes Holzgehäuse mit Musikwerk, Drehkurbel mit Porzellangriff,<br />

5 Püppchen von Schönau & Hoffmeister, Köpfe mit festen<br />

blauen Augen und offenen Mündern aus Biskuit-Porzellan, Holzkörper<br />

mit Drahtverbindungen, bespielt, Maße 42 x 27 x 25,5 cm SHU<br />

€ 1.010,-<br />

Puppe, Jumeau, Frankreich, um<br />

1885, Kurbelkopf mit blauen<br />

Paperweight-Augen u. geschl.<br />

Mund, Körper mit 8 Gelenken<br />

aus Masse, Mohairperücke, Bekleidung<br />

im alten Stil, Orig.-<br />

Schuhe, bespielt, 50 cm SHU<br />

€ 1.150,-<br />

Puppe „I“, Käthe Kruse, um<br />

1920, Stoffkörper, Füße restauriert,<br />

Kopf tlw. nachgemalt,<br />

Spiel- und Altersspuren KEM<br />

€ 1.250,-<br />

„Träumerchen“, Käthe Kruse,<br />

€ 1.200,-/330,-<br />

Puppe, Rabery Delphieu, Frankreich,<br />

gemarkt „2/0 RB“, Kurbelkopf,<br />

braune fest eingesetzte<br />

Magnesitkopf, gemalte, hellbraune<br />

Haare, geschlossene<br />

Augen mit einzeln gemalten<br />

Wimpern, Trikotkörper, Bauchnabel<br />

Glasaugen, franz. Gliederkörper,<br />

und Poloch, bespielt,<br />

Hände ausgebessert, ein Größe 48 cm<br />

DOR<br />

Fuß ergänzt, Echthaarperücke,<br />

Kleidung alt oder aus alten<br />

Stoffen genäht, Gr. 40 cm. Zieh-Automat, Biskuit-Porzellan-Brustblattkopf,<br />

anmodellierter Spitzhut, gemalte Augen, geschlossener<br />

Mund, Holz/Draht-Körper, sitzend auf Holzbrett, Gr. 25 cm SEI<br />

€ 1.100,-<br />

Käthe Kruse Puppe, wohl Puppe „I“, vor 1933, Stoffkörper, bewegl.<br />

Beine, breite Hüfte, angesetzter Kopf aus Stoff, überzogenes Modell.<br />

Gesichtsteil, Hinterkopf 3 Nähte, Vorderseite 2 Nähte, 43 cm KAR<br />

€ 1.188,-<br />

Käthe Kruse Puppe, Kopf mit drei Hinterkopfnähten, Strahleniris,<br />

Körper mit breiten Hüften und extra angenähten Daumen, Fußsohle<br />

signiert „Käthe Kruse 7496“, etwas bespielt, Größe 40 cm DOR


116<br />

SPIELZEUG<br />

€ 1.300,-<br />

Puppendame „Gibson Girl“,<br />

gem.„1159 S & H Dep 7“ und rot<br />

gestempelt „Wimpern gesetzl.<br />

geschützt“, Simon & Halbig, ab<br />

1894, braune Schlafaugen mit<br />

Mohairwimpern, off. Mund,<br />

Zähnchen, Mohairperücke mit<br />

Hochsteckfrisur im „Gibson-<br />

Girl“-Stil, 13-tlg. Backfischkörper,<br />

modell. Busen, schmale<br />

Taille, gestempelt „D.R. Patent<br />

No. 100279“, Gr. 48 cm WEN<br />

€ 1.400,-<br />

„Friedebald“, Käthe Kruse, Nr.<br />

„7454“ unter linkem Fuß mit<br />

undeutl. Käthe-Kruse Schriftzug,<br />

1930er-Jahre, Stoffkörper<br />

mit langer Naht, original Bekleidung<br />

mit Mantel, Lederschuhe,<br />

zus. ca. 15 Bekleidungsstücke,<br />

bespielt, Gr. 53 cm SIE<br />

€ 1.600,-<br />

Puppe Nr. „VII“, Käthe Kruse, 1920er-/30er-Jahre, bemalter Nesselkopf<br />

mit 3 Hinterkopf-Nähten, gemalte, blaue Augen, blonde Mohair-Perücke,<br />

Nesselstoff-Körper, breite Hüften, angenähte Daumen,<br />

stark bespielt, unfachmänn. repariert, Kleidung jünger, 44 cm SIE<br />

€ 1.400,-<br />

Porzellankopfpuppe, gemarkt<br />

„K(Stern)R, S & H 115/A 42“, Kurbelkopf,<br />

blaue, feststehende<br />

Augen, geschlossener Mund,<br />

Babykörper aus Holz-Composition,<br />

Altersschäden, 38 cm NAG<br />

€ 1.495,-<br />

Charaktermädchen, Jumeau,<br />

gem. Hals „704“, Frankreich, um<br />

1907, Kurbelkopf mit blauen<br />

Paperweightaugen, Körper mit<br />

10 Gelenken aus Masse, Echthaarperücke<br />

ergänzt, Bekleidung<br />

im alten Stil, 76 cm SHU<br />

€ 1.900,-<br />

Puppe Nr. „VIII“, Käthe Kruse, um 1935/40, Fußsohle mit Schriftzug<br />

und Nr. „20839“, blonde Echthaarperücke, 1 Hinterkopfnaht, gemalte<br />

blaue Augen, Nesselkörper, angenähte Arme, angescheibte Beine,<br />

Nähte in den Kniekehlen, alte Kleidung, guter Zustand, 52 cm SIE<br />

€ 1.400,-<br />

Puppe Typ „I“, Käthe Kruse, 1913-<br />

1933, Stoffkörper und -kopf mit<br />

drei Hinterkopfnähten, gemalte<br />

Haare, angenähte Daumen, orig.<br />

Kleidung, Alterssch., 43 cm NAG<br />

€ 1.800,-<br />

Puppe, Käthe Kruse, 1930er-/<br />

40er-Jahre, Körper mit breiten<br />

Hüften, je eine Knienaht mit<br />

zusätzlicher waagrechter Knienaht,<br />

Ellbogennähte, lose angenähte<br />

Arme, gemalte Augen<br />

mit Strahleniris, sehr schöne,<br />

feine Bemalung, Gr. 44 cm EPP<br />

€ 2.100,-/2100,-<br />

Mädchenpuppe Modell „VIII“, Käthe Kruse, um 1935, Fußmarke und<br />

Nr. „22739“, Originalkleidung mit Schuhen, im Originalkarton, Gr. 50<br />

cm. Knabenpuppe Modell „VIII“, Käthe Kruse, um 1935, Fußmarke u.<br />

Nr. „19060“?, Orig.-Kleidung mit Schuhen, Orig.-Karton, 50 cm ZEL


SPIELZEUG 117<br />

€ 2.155,-<br />

Automat „Musikant“, wohl Decamps,<br />

Paris, Ende. 19.Jh., Halsmarke<br />

„1300, Simon & Halbig, S<br />

H.“, dunkelblonde Mohairperücke,<br />

Hände aus Masse, Original-Kleidung<br />

aus Stoff und<br />

Samt, Holzgehäuse mit Musikwerk,<br />

bespielt, H 49 cm SHU<br />

€ 2.300,-<br />

Puppenautomat mit Tänzerin,<br />

Frankreich, Biskuit-Kurbelkopf,<br />

blaue fest eingesetzte Glasaugen,<br />

geschl. Mund, auf Biskuit-<br />

Brustblatt, Lederkörper, Porzellan-Arme,<br />

Uhrwerk intakt, Seide<br />

etwas verschlissen, sonst<br />

schöner Orig.-Zust., 44 cm SEI<br />

€ 2.700,-<br />

Trachtenpuppe, Simon & Halbig, bez.„ S&H III“, nach 1905, bemaltes<br />

Gesicht, braune Glasaugen, blonde Zopfperücke, Körper mit beweglichen<br />

Gliedern, Masse, original bekleidet, Größe 39 cm KAR<br />

€ 2.300,-<br />

„Du Mein“, Käthe Kruse, Stoffkopf,<br />

deutlich sichtbare Hinterkopfnaht,<br />

grüne gemalte Augen,<br />

Strahleniris, beschwert,<br />

Bauchnabel, Poloch, im Original-Karton,<br />

Größe 52 cm SEI<br />

€ 2.600,-<br />

Puppe Nr. „X“, Käthe Kruse, um<br />

1930, feingemalte hellbraune<br />

Haare, braune gemalte Augen,<br />

Nesselkopf, drehbar, Nesselkörper,<br />

orig. Bekleidung, Herstelleretikett,<br />

unbespielt, 35 cm SIE<br />

€ 2.800,-<br />

Puppe, gemarkt „K & R 117“,<br />

braune Schlafaugen, Augenmechanismus<br />

wurde später<br />

unschön eingesetzt, geschl.<br />

Mund, Kinngrübchen, Gliederkörper,<br />

1 Finger fehlt, alte Kleidung,<br />

alte Schuhe, stark verschlissen,<br />

alte Echthaarperücke,<br />

Größe 80 cm SEI<br />

€ 3.600,-<br />

Kestner-Puppe, gemarkt „15“,<br />

um 1885, für französischen<br />

Markt produziert, Kurbelkopf<br />

aus hellem Biskuitporzellan,<br />

feste Paperweight-Augen, geschl.<br />

Mund, schräger Kopfanschnitt,<br />

Mohairperücke, 15-tlg.<br />

Gliederkörper aus Masse, Kleid<br />

und Schuhe alt, 62 cm WEN<br />

€ 2.200,-<br />

Trachtenmädchen und Junge, bez. „K&B“ , um 1900, Zelluloid-Köpfe<br />

mit Brustplatte, bemaltes Gesicht und Perücke, Zelluloid-Arme, an<br />

beweglichem Balg, in Tracht aus Samt und Seide, Größe 30 cm KAR<br />

€ 3.170,-<br />

„Dame auf Fahrrad“, vermutlich „Vichy“, um 1890, Biskuitporzellan-<br />

Kopf, Typ „F.G.“, Glasaugen, Biskuithände und bewegliche Papiermaché-Beine,<br />

in Original-Radfahrerkleidung mit passendem Hut,<br />

Federwerkmotor, in Begleitung eines Hundes, der über eine Seitenstange<br />

auf kleinem Rad geführt wird, Höhe 25 cm<br />

ATB


118<br />

SPIELZEUG<br />

€ 3.700,-<br />

Modepuppe, Frankreich, Kurbelkopf, blaue, fest eingesetzte Glasaugen,<br />

geschl. Mund, durchst. Ohren, Gliederkörper, einzelnd abgenähte<br />

Finger, eingeknickte Beine, Kleidung und Perücke alt, 55 cm SEI<br />

€ 3.750,-<br />

Ziehspielzeug „Harlekin auf eine große Trommel gestützt“, wird<br />

gezogen, bewegt dabei die Beine auf und ab und die Trommel rollt,<br />

Originalzustand, Porzellankopf, Glasaugen, Höhe 40 cm DOR<br />

€ 3.900,-<br />

Charakterpuppe, gemarkt „Simon & Halbig 1448“, blaue Schlafaugen,<br />

geschl. Mund, durchst. Ohren, Echthaarperücke, Kopfrand beim<br />

Brennen ein wenig aufgeplatzt, davon kein Riss ausgehend, Gliederkörper,<br />

alte Kleidung, Unterkleidung und Schuhe, Größe 45 cm SEI<br />

€ 4.145,-<br />

Puppenautomat „Radfahrerin“, Frankreich, E. 19.Jh., ungemarkt,<br />

Jumeau-Kurbelkopf, Körper aus Holz, Stoff und Metall, Seidenkleid,<br />

Musikwerk u. Mechanik in Holzgehäuse, bespielt, Größe 40 cm SHU<br />

€ 4.700,-<br />

Puppe, gemarkt „Steiner/0“,<br />

fest eingesetzte blaue Paperweightaugen,<br />

geschlossener<br />

Mund, durchst. Ohren, feste<br />

Handgelenke, franz. Gliederkörper,<br />

alte Echthaarperücke,<br />

alte Unterkleidung, Kleidung<br />

und Schuhe, Größe 35 cm SEI<br />

€ 4.800,-<br />

Charakterjunge, Fritz Bierschenk,<br />

gemarkt „185/20, S.B.<br />

616“, ca. 1910, Biskuit-Kurbelkopf,<br />

blaue Intaglioaugen, off./<br />

geschl. Mund, oben Zähne, spitzes<br />

Kinn, Gliederkörper, Orig.-<br />

Mohairperücke, alte Kleidung,<br />

alte Schuhe, Größe 34 cm SEI


SPIELZEUG 119<br />

€ 5.800,-/ (SP) € 3900,-<br />

Googly „173/9“, Kestner, Toddlerkörper,<br />

blaue seitl. blickende<br />

Schlafaugen, geschl. Melonenmund,<br />

Orig.-Echthaarperücke,<br />

Kleidung alt oder aus alten<br />

Stoffen genäht, alte Schuhe<br />

und Strümpfe, Größe 47 cm.<br />

Googly, „DK Kestner, 221“, braune<br />

seitlich blickende Schlafaugen,<br />

Toddlerkörper, 28 cm SEI<br />

€ 7.380,-<br />

Puppenautomat „Lautespielender<br />

Clown“, Lambert, Paris, um<br />

1900, Kopf aus Papiermaché,<br />

gemalte Insekten auf Wangen<br />

und Kinn, braune Glasaugen, 2-<br />

farb. Perücke, Hände aus Biskuitporzellan,<br />

Laute mit Perlmuttintarsien,<br />

Stimmwirbel aus<br />

Bein, 1 Wirbel fehlt, Federwerk,<br />

Walzenspielwerk und Mechanik<br />

im Sockel, „LB“-Schlüssel<br />

und Starthebel, 58 cm ATB<br />

€ 17.748,-<br />

Musik-Puppenautomat „Der Drehorgelspieler“, Gustave Vichy, Paris,<br />

um 1880, Charakterkopf Biskuitporzellan, offener/geschl. Mund,<br />

gemalte Zähne, modell. Schnauzbart, Mimikfalten, Paperweight-<br />

Augen, schattierte Augenlider, gefiederte Augenbrauen, 61 cm ATB<br />

€ 9.500,-<br />

Käthe-Kruse-Puppe Typ „I H.“, 1929-1933, festgenähter Stoffkopf mit<br />

3 Hinterkopfnähten, bemaltes Gesicht mit starkem Farbauftrag,<br />

blonde Mohairperücke (laut Preisführer nur 1929 für I H. verwendet),<br />

Stoffkörper mit breiten Hüften, Hände mit angenähten Daumen,<br />

Hemdhöschen, rot-weiße Schürze, Wachstuchschuhe, 43 cm WEN<br />

ACN AUKTIONSH. CITY NORD | Hamburg, 21./22.10.11 + 06./07.12.12<br />

ADR AUKTIONSHAUS AN DER RUHR | Mülheim, 24. März 2012<br />

ATB AUCTION TEAM BREKER | Köln, 26. Mai 2012<br />

DAN DANNENBERG | Berlin, 05./06. Dezember 2011<br />

DOR DOROTHEUM | Salzburg, 12. Oktober 2012<br />

DOR DOROTHEUM | Wien, 20. Dezember 2010 + 22. Dezember 2011<br />

EPP EPPLI | Leinfelden-Echterdingen, 18. Februar 2012<br />

FRA FRANKE | Nürnberg, 10./11. August 2012 + 18./19. Januar 2013<br />

GÜN GÜNTHER | Dresden, 01. Oktober 2011<br />

HEN HENRY’S | Mutterstadt, 28. Januar 2012<br />

KAR KARRENBAUER | Konstanz, 05. Mai 2012<br />

KAS KASTERN | Hannover, 01. Dezember 2012<br />

KEM KEMPF | Würzburg, 24. März 2012<br />

NAG NAGEL | Stuttgart, 26. Juni + 08. Oktober 2010<br />

PEE PEEGE | Freiburg, 09.-11. Juni 2011<br />

SBL SCHEUBLEIN | München, 30. November 2012<br />

SEI SEIDEL | Ladenburg, 28./29. September + 07./08. Dezember 12<br />

€ 29.512,-<br />

„Das Affen-Photostudio“, Phalibois, Paris, um 1880, Affe als Photograph<br />

mit Daguerreotypie-Kamera, der sein weibl. Pendant ablichtet,<br />

Köpfe aus Papiermaché, geschnitzte Hände, bewegl. Augen und<br />

Mäuler, Münzeinwurf, Federwerk mit 14 Nockenscheiben u. Walzenspielwerk<br />

für 2 Melodien in Sockel (Spielwerk neu), 66 x 64 cm ATB<br />

SHU SCHULER | Zürich, 12.-16. September + 12.-16. Dezember 2011<br />

SHU SCHULER | Zürich, 19.-23. März + 10.-13. September 2012<br />

SIE SIEBERS AUKTIONEN | Stuttgart, 01./02. Juni 2012<br />

SOS SCHLOSSER | Bamberg, 30. Juni 2012<br />

VZE VON ZENGEN | Bonn, 25./26. November 2011<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 20.-22. Oktober 2011 + 01.-03. März 2012<br />

WEN WENDL | Rudolstadt, 14.-16. Juni + 18.-20. Oktober 2012<br />

ZEL ZELLER | Lindau, 23./24. Sept. 11 + 12.-14. April + 06.-08. Dez. 12<br />

ZOF ZOFINGEN | Zofingen, 07.-09. Juni + 30. November 2012


120<br />

AUKTIONSHÄUSER<br />

Abromeit, Bremer Str. 121, 49191 Belm, Tel. 05406/881070, www.abromeit-auktionen.de<br />

@lino AG Auktionen, Robert-Bunsen-Str.8, 67098 Bad Dürkheim, Tel. 06322/959970,<br />

www.alino-auktionen.de<br />

Agon Sportmemorabilia, Frankfurter Str. 92a, 34121 Kassel, Tel. 0561/9279827,<br />

www.agon-online.de<br />

Ahrenshooper Kunstauktionen, Strandweg 1, 18347 Ahrenshoop, Tel. 038220/80304,<br />

www.ahrenshoop-kunstauktion.de<br />

Aldag, Ottensener Weg 10, 21614 Buxtehude, Tel. 04161/81005, www.auktionshaus-aldag.de<br />

Allgäuer <strong>Auktions</strong>haus, Königstr. 17, 87435 Kempten, Tel. 0831/5642530,<br />

www.allgaeuer-auktionshaus.de<br />

Altus, Kalckreuthstr. 4/5, 10777 Berlin, Tel. 030/2181818, www.altusauktionen.de<br />

Amberes, Terninckstraat 6-10, B-2000 Antwerpen, Tel. 0032/322/69969, www.amberes.be<br />

Antico Mondo Spielzeugauktionen, Sürther Hauptstr. 143, 50999 Köln,<br />

Tel. 02236/961894, www.anticomondo.de<br />

Antiquorum, 2, rue du Mont-Blanc, CH-1211 Genf, Tel. 0041/22/9092850, www.antiquorum.com<br />

Arnold, Bleichstr. 42, 60313 Frankfurt/M., Tel. 069/282779, www.auktionshaus-arnold.de<br />

Altenburg, Milastr. 4, 10437 Berlin, Tel. 030/69564433, www.altenburg-auktionen.de<br />

Auction Partners, Hauptstr. 301, 53639 Königswinter, Tel. 02223/28611, www.auctionpartners.de<br />

Auction Team Breker, Otto-Hahn-Str. 10, 50997 Köln, Tel. 02236/384340, www.breker.com<br />

<strong>Auktions</strong>galerie Am Hofgarten, Jean-Paul-Str. 18, 95420 Bayreuth, Tel. 0921/67447,<br />

www.rothenbuecher-auktionen.com<br />

<strong>Auktions</strong>- & Kunstgalerie am Baldeneysee, Brunnsiepen 1, 45259 Essen, Tel. 0201/466116,<br />

www.illgenauktionen.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus an der Ruhr, Delle 45, 45468 Mülheim, Tel. 0208/3059081,<br />

www.auktionshausanderruhr.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Bergstraße, Viernheimer Str. 46, 69469 Weinheim, Tel. 06201/845884,<br />

www.auktionshaus-bergstrasse.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus City Nord, Überseering 19, 22297 Hamburg, Tel. 040/24424240,<br />

www.auktionshaus-citynord.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Die Eiche, An der Untertrave 34, 23552 Lübeck, Tel. 0451/70749999,<br />

www. auktionshausdieeiche.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Gründerzeitmarkt Gutshaus Mahlsdorf, Hultschiner Damm 333, 12623 Berlin,<br />

Tel. 030/56594872, www. gruenderzeitmarkt-mahlsdorf.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Jena, Saalstr. 8a, 07743 Jena, Tel. 03641/229526, www.auktionshaus-jena.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Schwerin, Am Markt 13, 19055 Schwerin, Tel. 0385/7778930,<br />

www.auktionshaus-schwerin.de<br />

<strong>Auktions</strong>haus Wiesbaden, Nerostr. 41, 65183 Wiesbaden, Tel. 0611/1746842,<br />

www.auktionshaus-wiesbaden.de<br />

Aventinus <strong>Auktions</strong>haus, Von-Hazzi-Str. 7, 93326 Abensberg, Tel. 09443/905261,<br />

www.aventinus.militaria-auktionen.de<br />

Badisches <strong>Auktions</strong>haus, Zum Keitelberg 12, 69168 Wiesloch, Tel. 06222/386522,<br />

www.auktionskontor-wiesloch.de<br />

Badum, Karolinenstr. 11, 96049 Bamberg, Tel. 0951/5191492, www.badum.de<br />

Bamberger, Karolinenstr. 6, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/222120,<br />

www.auktionshaus-bamberger.de<br />

Bassenge, Erdener Str. 5a, 14193 Berlin, Tel. 030/89380290, www.bassenge.com<br />

Bayer, Rosengartenstr. 14, 78462 Konstanz, Tel. 07531/24451, www.auktionshaus-bayer.de<br />

BBA Auktionen Weiser, Postfach 710142, 60491 Frankfurt, Tel. 069/675148,<br />

www.stampmaster.de<br />

Behringer, Zirndorfer Str. 54, 90768 Fürth, Tel. 0911/777668,<br />

www.auktionshaus-behringer.de<br />

Bene Merenti, Emerholzweg 31, 70439 Stuttgart, Tel. 0711/76165844, www.benemerenti.de<br />

Bergmann, Möhrendorfer Str. 4, 91056 Erlangen, Tel. 09131/450666,<br />

www.auction-bergmann.de<br />

Berliner <strong>Auktions</strong>haus für Geschichte, Motzstr. 22, 10777 Berlin, Tel. 030/2119538,<br />

www.berliner-auktionshaus.com<br />

Bieberle, Jean-Burger-Str. 4, 39112 Magdeburg, Tel. 0391/1861847,<br />

www.auktionshausbieberle.de<br />

Blank, Friedrich-Ebert-Str. 2, 61118 Bad Vilbel, Tel. 06101/8211, www.auktionshaus-blank.de<br />

Bloomsbury, 24 Maddox Street, GB-W1S 1PP London, Tel. 0044/20/74959494,<br />

www.bloomsburyauctions.com<br />

Bloss, Am Rohrgraben 6, 79249 Merzhausen, Tel. 0761/408048, www. bloss-auktionen.de<br />

Bolland & Marotz, Fedelhören 19, 28203 Bremen, Tel. 0421/328282, www.bolland-marotz.de<br />

Boltz, Brandenburger Str. 36, 95448 Bayreuth, Tel. 0921/20616, www.bolz-auktionen.de<br />

Bongartz, Am Chorusberg 57, 52076 Aachen, Tel. 0241/69090, www.bongartz-auktionen.de<br />

Bonhams, Montpellier Street, GB-London SW 7, 1HH, Tel. 0044/171/3933900, www.bonhams.com<br />

Bouwman & Bouwman, Saturnusweg 6, NL-6971 GX Brummen, Tel.0031/575/560393,<br />

www.veilinghuis-bouwman.nl<br />

Breitschuh, Blasiistr. 21, 06484 Quedlinburg, Tel. 03946/3751, www.versteigerungshaus.de<br />

Brockmann, Schloßmühlstr. 31, 86415 Mering, Tel. 08233/4091, www.brockmann-auktionen.de<br />

Bruun Rasmussen, Bredgade 33, DK-1260 Kopenhagen, Tel. 0045/76/7080,<br />

www.bruun-rasmussen.dk<br />

Bukowskis, Box 1754, SW-11187 Stockholm, Tel. 0046/8/6140800, www.bukowskis.se<br />

Cahn, Malzgasse 23, CH-4052 Basel, Tel. 0041/61/2716755, www.cahn.ch<br />

Callies, Neuhäuser Str. 2, 72175 Dornhan,Tel. 07455/2234, www.auktionshaus-callies.de<br />

Campo & Campo, Grote Steenweg 19/21, B-2600 Antwerpen, Tel. 0032/3/21804777,<br />

www.campocampo.be<br />

Christie’s, 85 Old Brompton Road, GB-London SW 7 3 LD, Tel. 0044/171/3213120<br />

Christie’s Düsseldorf, Inselstr. 26, 40479 Düsseldorf, Tel. 0211/4915930, www.christies.com<br />

Christoph, Am Hofgarten 5, 53113 Bonn, Tel. 0228/2618280, www.antiquariat-christoph.de<br />

Cortrie, Mühlenkamp 43, 22303 Hamburg, Tel. 040/232907, www.cortrie.de<br />

Crott Dr., Friedrichsplatz 19, 68165 Mannheim, Tel. 0621/3288650, www.uhren-muser.de<br />

Dannenberg, Bismarckstr. 9, 12157 Berlin, Tel. 030/8216979, www.auktion-dannenberg.de<br />

Dawo, Kaiserstr. 133, 66133 Saarbrücken, Tel. 0681/812321, www.dawo.de<br />

Demessieur, Friedrich-Ebert-Str. 3, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/93655885, www.demessieur.de<br />

Deutsch, Dorotheergasse 13, A-1010 Wien, Tel. 0043/1/5122371, www.deuart.at<br />

Dezwaan, Keizersgracht 474, NL-EG Amsterdam, Tel. 0031/20/6220447,<br />

www.veilinggebouw-dezwaan.nl<br />

Dickhaut, Bredestraat 23a, NL-6211 HA Maastricht, Tel. 0031/43/3213095,<br />

www.veilingmaastricht.nl<br />

Dietrich, Holthauserstr. 32, 48727 Billerbeck, Tel. 02543/4086, www.auktionshaus-billerbeck.de<br />

Dietzel, Goethestr. 6, 10623 Berlin, Tel. 030/3130610, www.dietzelberlin.de<br />

Dobiaschofsky, Monbijoustr. 30, CH-3001 Bern, Tel. 0041/31/5601060, www.dobiaschofsky.com<br />

Döbele, Auguststr. 72, 10117 Berlin, Tel. 030/28095442, www.fine-art-doebele.de<br />

Döbritz, Braubachstr. 10-12, 60311 Frankfurt, Tel. 069/287733, www.doebritz.de<br />

Dorenbach, Holeestr. 6, CH-4054 Basel, Tel. 0041/61/4218718, www.dorenbach.ch<br />

Dorotheum, Dorotheergasse 17, A-1010 Wien, Tel. 0043/1/515600, www.dorotheum.com<br />

Dr. Buschmans, Zossener Str. 31, 10961 Berlin, Tel. 030/69001556,<br />

www.auktionshaus-kubusch.de<br />

Düsseldorfer <strong>Auktions</strong>haus Steinbüchel, Sternstr. 14, 40479 Düsseldorf,<br />

Tel. 0211/4931422, www.duesseldorfer-auktionshaus.de<br />

Eichelkraut, Lindenstr. 13, 14467 Potsdam, Tel. 0331/8709390, www. auktionshaus-eichelkraut.de<br />

Eckert & Nolde, Juri-Gagarin-Ring 155, 99084 Erfurt, Tel. 0361/2220350, www.eckert-nolde.de<br />

Elsen, Avenue de Tervuren 65, B-1040 Brüssel, Tel. 0032/2/7346356, www.elsen.be<br />

Engel, Friedrich-Ebert-Ring 12, 56068 Koblenz, Tel. 0261/9143751, www.auktionshaus-engel.de<br />

Eppli, Bärenstr. 6-8, 70173 Stuttgart, Tel. 0711/2369442 & Heilbronner Str. 9-13,<br />

70771 Leinfelden-Echterdingen, Tel. 0711/2209087, www.eppli.com<br />

Falk, Münstergasse 21, CH-8001 Zürich, Tel. 0041/44/4201833, www.falkbooks.ch<br />

Felzmann, Immermannstr. 51, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/550440, www.felzmann.de<br />

Fine Art, F.erdinand-Lassalle-Str. 22, 04109 Leipzig, Tel. 0341/94016733,<br />

www.auktionshaus-fine-art.de<br />

Fischer, Dr., Trappenseeschlößchen, 74074 Heilbronn, Tel. 07131/155570,<br />

www.auctions-fischer.de<br />

Fischer, Haldenstr. 19, CH-6006 Luzern, Tel. 0041/41/4181080, www.fischer.auktionen.ch<br />

Franke, Kalchreuther Str. 125, 90411 Nürnberg, Tel. 0911/5273720, www.auktionshaus-franke.de<br />

GAF, Pferdewiese 15, 65232 Taunusstein, Tel. 06128/970927, www.gaf.pfeiffer.de<br />

Galerie Moderne, Rue de Parnasse 3, B-1050 Brüssel, Tel. 0032/2/5115415,<br />

www.galeriemoderne.be<br />

Geble, Schützenstr. 15, 78315 Radolfzell, Tel. 07732/971197, www.auktionshaus-geble.de<br />

Geiter, Schießhausstr. 8, 97228 Rottendorf, Tel. 09302/980388, www.auktionshausgeiter.de<br />

Germann, Zeltweg 67, CH-8032 Zürich, Tel. 0041/44/2518358, www.germannauctions.com<br />

Glerum, Lekstraat 63, 1079 Amsterdam, Tel. 0031/20/3012950, www.glerum.nl<br />

Gorny & Mosch, Maximiliansplatz 20, 80333 München, Tel. 089/2422643-0,<br />

www.gmcoinart.de<br />

Gradl & Hinterland, Königstr. 33, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/9921480<br />

Günther, Bautzner Landstr. 7, 01324 Dresden, Tel. 0351/2640995, www.dresden-kunstauktion.de<br />

Haidl, Aribonenstr. 16, 81669 München, Tel. 089/6256782, www.histocard.info<br />

Hampel, Schellingstr. 44, 80799 München, Tel. 089/288040, www.hampel-auctions.com<br />

HannoVerum, Karmarschstr. 41, 30159 Hannover, Tel. 0511/45013763, www.hannoverum.com<br />

HanseatischersAutkionshaus, Ratzeburger Str. 54, 23843 Bad Oldesloe, Tel. 04531/81092,<br />

www.hanseatisches-auktionshaus.de<br />

Hargesheimer & Günther, Friedrich-Ebert-Str. 11, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211/44022060,<br />

www.kunstauktionen-duesseldorf.de<br />

Hartung & Hartung, Karolinenplatz 5 a, 80333 München, Tel. 089/284034,<br />

www.hartung-hartung.com<br />

Hassfurther, Hohenstauffengasse 7, A-1013 Wien, Tel. 0043/1/5334174, www.hassfurther.at<br />

Hauff & Auvermann, Badensche Str. 29, 10715 Berlin, Tel. 030/214580400,<br />

www.hauff-und-auvermann.de<br />

Hauswedell & Nolte, Pöseldorfer Weg 1, 20148 Hamburg, Tel. 040/448366,<br />

www.hauswedell-nolte.de<br />

Heickmann, Paul-Gruner-Str. 68, 09120 Chemnitz, Tel. 0371/517204, www.heickmann-kg.de<br />

Henry’s, An der Fohlenweide 12-14, 67112 Mutterstadt, Tel. 06234/80110, www.henrys.de<br />

Herr, Friesenwall 35, 50672 Köln, Tel. 0221/254548, www.herr-auktionen.de<br />

Hermann Historica, Linprunstr. 16, 80335 München, Tel. 089/54726490,<br />

www.hermann-historica.com<br />

Het Kompas, Pepergaweg 142-144, NL-8395 PG Steggerda, Tel.0031/561/44187,<br />

www.het-kompas.nl<br />

Hildener <strong>Auktions</strong>haus, Klusenhof 12, 40723 Hilden, Tel. 02103/60200, www.ihr-auktionshaus.de<br />

Hille, Medinger Str. 18, 29549 Bad Bevensen, Tel. 05821/2474, www.kunsthaus-hille.de<br />

Hirsch, Promenadenplatz 10/11, 80333 München, Tel. 089/292150, www.coinhirsch.de<br />

Historia, Kalckreutherstr. 4/5, 10777 Berlin, Tel. 030/2181818, www.historia.de<br />

Hörrle, Kaiserstr. 70, 69115 Heidelberg, Tel. 06221/20914, www.oskarhoerrle-auktionen.de<br />

Horster <strong>Auktions</strong>haus, Schulstr. 1d, 25358 Horst, Tel. 04126/1010, www.horster-auktionshaus.de<br />

Horta, Hotel de Ventes Horta 70/74, B-1030 Brüssel, Tel. 0032/2/7416060, www.horta.be<br />

Hosane, Platinweg 14, 30823 Garbsen, Tel. 05131/477898, www.hosane.com<br />

Hümmer, Füll 4, 90403 Nürnberg, Tel. 0911/2405600, www.huemmer-auktionen.de<br />

Hüll, Dr. Berrenrather Str. 138, 50931 Köln, Tel. 0221/444026, www.auktion-huell.de<br />

HWPH, Ingelsberg 17b, 85604 Zorneding, Tel. 08106/246186, www.hwph.de<br />

Im Kinsky Kunst Auktionen GmbH, Palais Kinsky, Freyung 4, A-1010 Wien,<br />

Tel. 0043/1/5324200, www.imkinsky.com<br />

Ineichen, Badenerstr. 75, CH-8004 Zürich, Tel. 0041/44/2981144, www.auktionshaus-ineichen.ch


AUKTIONSHÄUSER 121<br />

Jäger, Luisenstr. 6, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611/304102, www.auktionshaus-jaeger.de<br />

Jentsch, Verler Str. 1A, 33332 Gütersloh, Tel. 05241/13168, www.auktionshausjentsch.de<br />

Jeschke & Van Vliet, Schützenstr. 39, 10117 Berlin, Tel. 030/22667700<br />

www.jvv-berlin.de<br />

Julia, Inc. 203 Route 201, Fairfield, ME 0937 USA, Tel. 001/207/4357125, www.juliaauctions.com<br />

Karbstein, Kurfürstenstr. 16, 40211 Düsseldorf, Tel. 0211/906161,<br />

www.auktionshaus-karbstein.com<br />

Karrenbauer, Obere Laube 46, 78462 Konstanz, Tel. 07531/27202, www.karrenbauer.de<br />

Karl & Faber, Amiraplatz 3, 80333 München, Tel. 089/221865, www.karlundfaber.de<br />

Kaupp, Schloss Sulzburg, Hauptstr. 62, 79295 Sulzburg, Tel. 07634/50380, www.kaupp.de<br />

Kastern, Hildesheimer Str. 7, 30169 Hannover, Tel. 0511/851085, www.kastern.de<br />

Kebbel, Deutenheim 65, 91484 Sugenheim, Tel. 09165/995087,<br />

www.kebbel-kunsthandel-auktionen.de<br />

Kegelmann, Postfach 700540, 60555 Frankfurt, Tel. 069/288461,<br />

www.kegelmann-antike-uhren.de<br />

Kempf, Semmelstr. 55, 97070 Würzburg, Tel. 0931/20793193, www.auktionshaus-kempf.de<br />

Kendzia, Sierichstr. 33, 22301 Hamburg, Tel. 040/2299767, www.auktion-kendzia.de<br />

Ketterer Kunst, Joseph-Wild-Str. 18, 81829 München, Tel. 089/552440<br />

Ketterer Kunst, Meßberg 1, 20095 Hamburg, Tel. 040/3749610, www.kettererkunst.de<br />

Keup, Haidplatz 7, 93047 Regensburg, Tel. 0941/51422, www.auktionshaus-keup.de<br />

Kiefer, Steubenstr. 36, 75172 Pforzheim, Tel. 07231/92320, www.kiefer.de<br />

Kieselbach, V. Szent Istvan Krt. 5, HU-1055 Budapest, Tel. 0036/1/269/3148, www.kieselbach.hu<br />

Klefisch, Ubierring 35, 50678 Köln, Tel. 0221/931213, www.klefisch.com<br />

Kleingärtner, Golster Str. 10, 29587 Natendorf, Tel. 05806/1326, www.kleingaertner.info<br />

Klittich-Pfankuch, Kleine Burg 12, 38001 Braunschweig, Tel. 0531/242880,<br />

www.klittich-pfankuch.de<br />

Klöter, Schloß Dätzingen, 71117 Grafenau, Tel. 07033/43484, www.kloeter-auktionen.de<br />

Köhler, Wilhelmstr. 48, 65183 Wiesbaden, Tel. 0611/39381, www.heinrich-koehler.de<br />

Koller, Hardturmstr. 102, CH-8031 Zürich, Tel. 0041/44/2730101, www.galeriekoller.ch<br />

Kornfeld Gallerie, Laupenstr. 41 CH-3008 Bern, Tel. 0041/31/3814673, www.kornfeld.ch<br />

Kranz, Rankestr. 5, 38102 Braunschweig, Tel. 0531/335730, wwwkunstauktionshaus-kranz.de<br />

Kube, Altes Schloß, 91484 Sugenheim, Tel. 09165/650, www.kube-auktionen.de<br />

Künker, Gutenbergstr. 23, 49076 Osnabrück, Tel. 0541/962020, www.kuenker.de<br />

Kunst & Kuriosa, Rischerstr. 3, 69123 Heidelberg, Tel. 06221/840840, www.kunst-und-kuriosa.de<br />

Kunstauktionshaus Chiemgau, Klosterstr. 6, 83278 Traunstein, Tel. 0861/9094748,<br />

www.kunstauktionshaus-chiemgau.com<br />

Kunstauktionshaus Leipzig, Gohliser Str. 19, 04155 Leipzig, Tel. 0341/590880,<br />

www.kunstauktionshaus-leipzig.de<br />

Landsberger Spielzeugauktionen, U.Winkler, Hofanger 11, 86859 Igling,<br />

Tel. 08248/968190, www.blechspielzeugauktion.de<br />

Landshuter Rüstkammer, Zweibrückenstr. 696, 84028 Landshut, Tel. 0871/4308739,<br />

www.landshuter-ruestkammer.de<br />

Lankes, Triftfeldstr. 1, 95182 Döhlau, 09286/95050, www.lankes-auktionen.de<br />

Lanz Numismatik, Maximiliansplatz 10, 80333 München, Tel. 089/299070, www.numislanz.de<br />

Lauritz, Große Elbstr. 268, 22767 Hamburg, Tel. 040/1888290, www.lauritz.com<br />

L & B Kunstauktionen Essen, Klarastr. 44, 45130 Essen, Tel. 0201/798439,<br />

www.kunstauktionen-lb.de<br />

Lehr, Sybelstr. 68, 10629 Berlin, Tel. 030/8818979, www.lehr-kunstauktionen.de<br />

Leininger <strong>Auktions</strong>haus, Mittelgasse 33, 67271 Neuleiningen, Tel. 06359/8970018,<br />

www.leininger-auktionshaus.de<br />

Leipziger Münzhandlung & Auktion, Nikolaistr. 25, 04109 Leipzig, Tel. 0341/124790,<br />

www.numismatik-online.de<br />

Lempertz, Neumarkt 3, 50667 Köln, Tel. 0221/9257290,<br />

Lempertz Berlin, Poststr. 22, 10178 Berlin, Tel. 030/27876080<br />

Lempertz Brüssel, Wolstraat 1, Rue aux Laines, B-1000 Brüssel, Tel. 0032/25140586,<br />

www.lempertz.com<br />

Leonhardt, Münsterstr. 50, 49477 Ibbenbühren, Tel. 05451/15550,<br />

www.leonhardt-auktionshaus.de<br />

Lippold, Ziegelstr.61, 06862 Roßlau, Tel. 034901/8101, www.lippold-auktionen.de<br />

Lorenz Dr. & Meyer, Löningstr. 15, 49661 Cloppenburg, Tel. 04471/7800, www.auktionclp.de<br />

Lösch, Weinbrennerstr. 20, 67551 Worms-Pfeddersheim, Tel. 06247/90460,<br />

www.auktionshaus-loesch.de<br />

Lüffe, Haßbergstr. 32, 96148 Baunach, Tel. 09544/950386, www.auktionshaus-lueffe.de<br />

Lukas, Altkehdingen 41, 21789 Wingst, Tel. 04777/691, www.antik-auktion.de<br />

Lux, Schloßstr. 5, 56068 Koblenz, Tel. 0261/36333 www.auktionshaus-lux.de<br />

MAK, Visstraat 25, NL-3311 KX Dordrecht, Tel. 0031/78/6133344, www.makveilingen.nl<br />

Manion’s, Hermann-Buck Weg 14, 22309 Hamburg, Tel. 040/57261919, www.manions.com<br />

Mars, Ludwigstr. 4, 97070 Würzburg, Tel. 0931/55658, www.kunstauktionshaus-mars.de<br />

Meerbuscher <strong>Auktions</strong>kunsthaus, Kanzlei 3, 40667 Meerbusch, Tel. 02132/5711,<br />

www.meerbuscher-kunstauktionshaus.com<br />

Mehlis, Hammerstr. 30, 08523 Plauen, Tel. 03741/221005, www.mehlis.eu<br />

Meixner, Lindwurmstr. 126a, 80337 München, Tel. 089/7250707, www.meixner.de<br />

Mette, Lehmweg 55, 20251 Hamburg, Tel. 040/46069256, www.auktionshaus-mette.de<br />

Merry Old England, Hauptstr. 36, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 08821/59909,<br />

www.caselton.de<br />

Metz, Friedrich-Ebert-Anlage 5, 69117 Heidelberg, Tel. 06221/23571, www.metz-auktion.de<br />

Mohrmann & Co., Bärenallee 43, 22041 Hamburg, Tel. 040/6894700,<br />

www.edgar-mohrmann.de<br />

Münzzentrum Rheinland, Wilhelmstr.27, 42697 Solingen, Tel. 0212/3821320,<br />

www.muenzzentrum.de<br />

Nagel, Neckarstr. 189-191, 70190 Stuttgart, Tel. 0711/649690, www.auction.de<br />

Nahues, Rüttenscheider Str. 188, 45131 Essen, Tel. 0201/4902430, www.nahues-auktionen.de<br />

Nauert, Schöffelstr. 10, A-3032 Eichgraben, Tel. 0043/2773/42689, www.nauert-auctions.com<br />

Neumeister, Barer Str. 37, 80799 München, Tel. 089/2317100, www.neumeister.com<br />

Neusser <strong>Auktions</strong>haus, Weingartstr. 37, 41464 Neuss, Tel. 02131/45329,<br />

www.neusser-auktionshaus.de<br />

Nitschareuth, Loebstedter Str. 50/H18, 07749 Jena, Tel. 03641/229526,<br />

www.auktionshaus-nitschareuth.de<br />

Notarishuis, Bakkerst. 19, NL-6811 EH Arnheim, Tel. 0031/26/4425900,<br />

www.notarishuis-arnheim.nl<br />

Nusser, Nordendstr. 46-48, 80801 München, Tel. 089/2782510, www.nusser-auktionen.de<br />

Oger & Semont, 22 Rue Drouot, F-75009 Paris, Tel. 0033/1/42469695,<br />

www.auction.fr/cp/oger-dumont/<br />

Ödamer, Gutshof Schloss Birkenfeld, Postfach, 97437 Hassfurt, Te. 09521/3255, www.insokura.de<br />

Omnia, Slochterst. 107, NL-9611 CN Hoogezand, Tel. 0031/598/392592,<br />

www.veilinghuis-omnia.nl<br />

Onder de Boompjes, Nieuwst.. 38, NL-2312 KC Leiden, Tel. 0031/71/5145832,<br />

www.onderdeboompjes.nl<br />

OWL, Am Bach 1a, 33602 Bielefeld, Tel. 0521/9864198, www.auktionshaus-owl.de<br />

Pastbuy.net, Oher Weg 30, 22969 Witzhave, Tel. 04104/960808, www.pastbuy.net<br />

Peege, Dreikönigstr. 43, 79102 Freiburg, Tel. 0761/75556, www.peege.de<br />

Peretz & Ball, Dudweiler Str. 9, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681/35697, www.auktionshausperetz.de<br />

Pforzheimer Kunstauktionshaus, Würmtalstr. 11b, 75181 Pforzheim, Tel. 07231/69343,<br />

www.pforzheimer-auktionen.de<br />

Phillips, de Pury & Co., Albermale Street 25-26, GB-W1S 4HX London,<br />

Tel. 0044/20/73184010, www.phillipsdepury.com<br />

Plückbaum, Hohe Str. 75, 53119 Bonn, Tel. 0228/633160, www.plueckbaum.de<br />

Poestgens, Kirchplatz 7, 52531 Übach-Palenberg, Tel. 02451/49209, www.poestgens.de<br />

Polgár Galéria & <strong>Auktions</strong>haus, Kossuth Lajos utca 3. & V. Vaci utca 11 b, HU-1053 Budapest,<br />

Tel. 0036/1/2674077, www.polgar-galeria.hu<br />

Prinz-Dunst, Schlüterstr. 16, 10625 Berlin, Tel. 030/3135965, www.auktionshaus-prinz-dunst.de<br />

Profila Ungarn, c/o S. Fodor, Postfach 260149, 80058 München, Tel. 089/220130 &<br />

Szentkiralyi u. 6, HU-1088 Budapest, Tel. 0036/1/4855060, www.profila.hu<br />

Quentin, Ranke Str. 24, 10789 Berlin, Tel. 030/21018372, www.quentinauktionen.de<br />

Quittenbaum, Theresienstr. 60, 80333 München, Tel. 089/273702125, www.quittenbaum.de<br />

Rahn, Am Salzhaus 2, 60311 Frankfurt, Tel. 069/9207070, www.photographica-auctionen.de<br />

Raith, Eichenring 6, 35424 Langgöns, Tel. 06403/8283, www.philasearch.com<br />

Rauch, Graben 15, A-1014 Wien, Tel.0043/1/5333312, www.hdrauch.com<br />

Regele, Grazer Str. 45, 70195 Stuttgart, Tel. 0711/691145, www.regeleversteigerungen.de<br />

Rehm, Provinostr. 50 1/2, 86153 Augsburg, Tel. 0821/551001, www.auktionshaus-rehm.de<br />

Reibnitz, Kolping Str. 8, 84347 Pfarrkirchen, Tel. 08561/910240, www.auktion-reibnitz.de<br />

Reiss & Sohn, Adelheidstr. 2. 61454 Königstein, Tel. 06174/92720, www.reiss-sohn.de<br />

Richter Dr. & Kafitz, Markusstr. 12 a/b, 96047 Bamberg, Tel. 0951/5099343,<br />

www.richter-kafitz.de<br />

Rieber, Rotebühlstr. 108, 70197 Stuttgart, Tel. 0711/6155663, www.auktionshaus-rieber.de<br />

Riesbeck, Hanns-Braun-Str. 35, 85375 Neufahrn, Tel. 08165/66574, www.kunstbuchauktion.de<br />

Rippon Boswell, Friedrichstr. 45, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611/334430,<br />

www.rippon-boswell-wiesbaden.de<br />

Ruef, Gabelsberger Str. 28, 80333 München, Tel. 089/524084, www.ruef-auktion.de<br />

Rusterholz, Heuberg 14, CH-4051 Basel, Tel. 0041/61/2632606, www.rusterholtz.ch<br />

Rütten, Nymphenburger Str. 133, 80636 München, Tel. 089/12715100, www.auktion-ruetten.de<br />

Satow, Sonnenstr. 8, 18239 Satow, Tel. 038295/70881, www.auktionshaus-satow.de<br />

Saure, Mülheimer Freiheit 94, 51063 Köln-Mülheim, Tel. 0221/6366337,<br />

www.auktionshaus-saure.de<br />

Scheublein, Widenmayerstr. 28, 80538 München, Tel. 089/23886890 www.artauktionen.com<br />

Schirra, Provinzialstr. 244, 66740 Saarlouis, Tel. 06831/42173, www.schirra-sls.de<br />

Schloss Ahlden, Große Straße 1, 29693 Ahlden, Tel. 05164/80100, www.schloss-ahlden.de<br />

Schloss Hagenburg, Schloßstr. 21, 31558 Hagenburg, Tel. 05033/7251,<br />

www.schlosshagenburg.de<br />

Schlosser, Karolinenstr. 11, 96049 Bamberg, Tel. 0951/208500,<br />

www.kunstauktionshaus-schlosser.de<br />

Schmidt, Bautzner Str. 6, 01099 Dresden, Tel. 0351/81198787, www.schmidt-auktionen.de<br />

Schmitt, Alte Jülicher Str. 232-234, 52353 Düren, Tel. 02421/880473, www.auktion-u-galerie.de<br />

Schmolt Autographen, Steinrath 10, 47807 Krefeld, Tel. 02151/931090, www.schmolt.de<br />

Schneider-Henn, Galeriestr. 2 b, 80539 München, Tel. 089/297199, www.schneider-henn.de<br />

Scholz, Zeughausstr. 10, 50667 Köln, Tel. 0221/9123322, www.scholz-auktionen.de<br />

Schorer, Gustav-Philipp-Str. 26, 86633 Neuburg, Tel. 08431/7286<br />

Schreyer <strong>Sammler</strong>dienst, Manfred von Richthofen Str. 19, 12101 Berlin, Tel. 030/7859251,<br />

www.sammlerdienst.de<br />

Schuler, Seestr. 341, CH-8038 Zürich, Tel. 0041/43/3997010, www.schulerauktionen.ch<br />

Schwab, Mannheimer Str. 32 a, 68309 Mannheim, Tel. 0174/7828683, www.schwab-auktionen.de<br />

Schwarzenbach, Merkurstr. 64, CH-8032 Zürich, Tel. 0041/43/2448900,<br />

www.schwarzenbach-auktion.ch<br />

Sebök, Untere Königstr. 21, 96052 Bamberg, Tel. 0951/202593, www.seboek-auktionen.de<br />

Seidel, Lustgartenstr. 6, 68526 Ladenburg, Tel. 06203/13014, www.spielzeugauktion.de<br />

Seidel & Friedrich, Lustgartenstr. 6, 68526 Ladenburg, Tel. 06203/957777,<br />

www.autotechnikauktion.de<br />

Siebers Auktionen, Augsburger Str. 221, 70327 Stuttgart, Tel. 0711/3808481,<br />

www.siebers-auktionen.de


122<br />

AUKTIONSHÄUSER<br />

Sieglin, Gewerbestr. 49, 79194 Gundelfingen, Tel. 0761/8815943, www.proart-kunsthandel.de<br />

Sigalas, Carl-Zeiss-Str. 3, 71157 Hildrizhausen, Tel. 07034/62725, www.sigalas.de<br />

Signens Kunstauktionen, Apostelnstr. 22, 50667 Köln, Tel. 0221/16899440, www.signens.com<br />

Soester <strong>Auktions</strong>haus, Jakobistr. 36-40, 59494 Soest, Tel. 02921/969470,<br />

www.soester-auktionshaus.de<br />

Solinger <strong>Auktions</strong>haus, Merscheider Str. 316, 42699 Solingen,Tel. 0212/331124,<br />

www.solinger-auktionshaus.de<br />

Sotheby’s (UK), 34-35 New Bond Street, London W1A 2AA, Tel. 0044/171/4938080<br />

Sotheby’s Köln, Tel. 0221/207170, Sotheby’s Frankfurt, Tel. 069/740787, Sotheby’s<br />

Hamburg, Tel. 040/444080, Sotheby’s München, Tel. 089/2913151, Sotheby’s Amsterdam,<br />

Tel. 0031/20/ 5502200, www.sothebys.com<br />

Spik, Kurfürstendamm 66, 10707 Berlin, Tel. 030/8836170, www.leo-spik.de<br />

St. Veiter Schloessl, Andritzer Reichsstr. 144-146, A-8046 Graz, Tel. 0043/316/693007,<br />

www.st.-veiter-schloessl.at/auktionen<br />

Stade , Rathausplatz 3, 79576 Weil am Rhein, Tel. 07621/78422, www.stade-auktionen.de<br />

Stahl, Graumannsweg 54, 22087 Hamburg, Tel. 040/343471, www.auktionshaus-stahl.de<br />

Stargardt, Xantener Str. 6, 10707 Berlin, Tel. 030/8822542, www.stargardt.de<br />

Stauffer Auktionen, Karlsstr. 34 & Königstr. 10, 72525 Münsingen, Tel. 07381/501007,<br />

www.stauffer-auktionen.de<br />

Stein (Bierkrug) Auction Company, P.O. Box 136, US-60078 Palantine/Illinois,<br />

Tel. 001/847/9915927, www.tsaco.com<br />

Steinbüchel, Sternstr. 14, 40479 Düsseldorf, Tel. 0211/4931422,<br />

www.duesseldorfer-auktionshaus.de<br />

Stuker, Alter Aargauerstalden 30, CH-3006 Bern, Tel. 0041/31/3508000, www.galeriestucker.ch<br />

Sturies, Blücherstr. 69, 40477 Düsseldorf, Tel. 0211/5141354, www.sturies.de<br />

Swann Galleries, 104 East 25th Street, New York, 10010. USA, Tel. 2122544710,<br />

www.swanngalleries.com<br />

Tajan, 37 rue des Mathurins, F-75008 Paris, Tel. 0033/1/53303080, www.tajan.com<br />

Teutoburger Münzauktionen, Brinkstr. 9, 33829 Borgholzhausen, Tel. 05425/930050<br />

www.teutoburger-muenzauktion.de<br />

Theilmann, Münchener Str. 5, 85276 Pfaffenhofen, Tel. 08441/788663,<br />

www.auktionshaus-theilmann.de<br />

Thies, Postfach 1931, 72609 Nürtingen, Tel. 07022/36666, Steingaustr. 18, 73230 Kircheim/Teck,<br />

www.andreas-thies.de<br />

Tön, Moosstr. 73, CH-8038 Zürich, Tel. 0041/1/4815508, www.poster-gallery.com<br />

Twent’s Veilinghuis, Weerseloseweg 355, NL-7522 Enschede, Tel.0031/53/4351488,<br />

www.twentsveilinghuis.nl<br />

Uccle Saint Job, Chaussee de Saint-Job 638, B-1180 Uccle, Tel. 0032/2/3729219,<br />

www.uccle-st-job.com<br />

Van Ham, Schönhauser Str. 10-16, 50968 Köln, Tel. 0221/9258620, www.van-ham.com<br />

Van Sabben Auctions Posters & Tiles, Appelsteeg 1 B, NL-1621 BD Hoorn,<br />

Tel. 0031/229/268203 www.vansabbenauctions.nl<br />

Van Stockum’s, Prinsegracht 15, NL-2512 EW Gravenhage, Tel. 0031/70/3649840,<br />

www.vanstockums-veilingen.nl<br />

Venator & Hanstein, Cäcilienstr. 48, 50667 Köln, Tel. 0221/2575419, www.venator-hanstein.de<br />

Venduhuis Utrecht, Pieterskerkhof 2, NL-3512 Utrecht, Tel. 0031/30/2310190,<br />

www.veiling-utrecht.nl<br />

Villa Berger, Meeranerstr. 13, 08371 Glauchau, Tel. 03763/4437780, www.villaberger.de<br />

Villa Grisebach, Fasanenstr. 25, 10719 Berlin, Tel. 030/8859150, www.villa-grisebach.de<br />

Vogler, Güterstr. 133, CH-4053 Basel, Tel. 0041/61/3614666, www.auktionen-vogler.ch<br />

Walldorf, Heinrich-Hertz-Str. 7, 69190 Walldorf, Tel. 06227/4043,<br />

www.auktionshaus-walldorf.de<br />

Waue, Oberbornstr. 3, 61381 Friedrichsdorf, Tel. 06172/79480, www.micky-waue.de<br />

Weidler, Albrecht-Dürer-Platz 8, 90403 Nürnberg, Tel. 0911/222525,<br />

www.auktionshausweidler.de<br />

Weigelt, Ebelingstr. 21, 30659 Hannover, Tel. 0511/628376, www.plakatauktion.de<br />

Weinheimer <strong>Auktions</strong>haus, Hohenzollern Str. 31, 75177 Pforzheim, Tel. 07231/4437443<br />

www.weinheimer-auktionshaus.de<br />

Wendl, August-Bebelstr. 4, 07407 Rudolstadt, Tel. 03672/424350, www.auktionshaus-wendl.de<br />

Wilbois, Buddenstr. 27, 48143 Münster, Tel. 0251/51356, www.wilbois-auktionshaus.de<br />

Winterberg, Hildastr. 12, 69115 Heidelberg, Tel. 06221/915990, www.kunstantiquariat.de<br />

Wrede, Postfach 14, 91333 Hemhofen, Tel. 09195/998991, www.auktionshaus-wrede.de<br />

Zadick, Nussdorfer Str. 39, 88662 Überlingen, Tel. 07551/7447, www.auktionshaus-zadick.de<br />

Zeige, Ballindamm 17,, 20095 Hamburg, Tel. 040/35713636, www.zeige.com<br />

Zeller, Bindergasse 7, 88131 Lindau, Tel. 08382/93020, www.zeller.de<br />

Zemanek-Münster Tribal Art, Hörleingasse 3-5, 97070 Würzburg, Tel. 0931/17721,<br />

www.tribal-art-auktion.de<br />

Von Zengen, Stiftsstr. 2-4, 53225 Bonn, Tel. 0228/461955, www.zengen.de<br />

Zezula, Hlinky 142c, CZ-60300 Brno, Tel. 0042/543/215704, www.auction-house-zezula.com<br />

Zisska & Kistner, Unterer Anger 15, 80331 München, Tel. 089/263855, www.zisska.de<br />

Zofingen, Kloesterligasse 4, CH-4800 Zofingen, Tel. 0041/62/7516351,<br />

www.auktionshaus-zofingen.ch<br />

SAMMLER JOURNAL<br />

AUKTIONSSONDERHEFT<br />

ISSN 1863-0332<br />

VERLAG<br />

GEMI Verlags GmbH<br />

Pfaffenhofener Straße 3<br />

85293 Reichertshausen<br />

Tel. 08441 /4022-0<br />

Fax 08441 / 71846<br />

www.gemiverlag.de<br />

info@gemiverlag.de<br />

GESCHÄFTSFÜHRER<br />

Gerd Reddersen<br />

Rudolf Neumeier<br />

ASSISTENZ DER GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

Karin Teichmann<br />

CHEFREDAKTEUR<br />

Karl Ruisinger<br />

REDAKTEURE<br />

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Helene Stümpfle-Wolf<br />

Joscha Eberhardt<br />

LITHOS, SATZ, HERSTELLUNG<br />

Westner Medien GmbH<br />

(Anschrift siehe Verlag)<br />

ANZEIGEN<br />

Axel Rosenthal<br />

Hohenwarter Straße 86a<br />

85276 Pfaffenhofen<br />

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VERTRIEB<br />

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(Mo - Do 8-17, Fr 8-15 Uhr)<br />

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DRUCK<br />

Kössinger AG Schierling<br />

ERSCHEINUNGSWEISE<br />

zweimal jährlich<br />

NACHDRUCK<br />

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieserZeitschrift darf<br />

ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt<br />

oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die<br />

gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in<br />

elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf<br />

CD-ROM<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/08<br />

vom 01.11.2008


Neue Einlieferung:<br />

Original »Apple 1«, 1976<br />

Legendäres erstes Modell, handgefertigt von<br />

Steve Jobs und Steve Wozniak. Eines der letzten<br />

6 funktionstüchtigen Exemplare der Welt. Von<br />

Steve Wozniak signiert und mit<br />

signierten Dokumenten von Steve Jobs.<br />

»Pascaline« (oder: »Arithmatique«) –<br />

(Schätzpreis: € 200.000 – 300.000)<br />

Original-Rechenmaschine von Blaise Pascal, 1652<br />

Legendäre erste mechanische Rechenmaschine der Welt des berühmten<br />

französischen Mathematikers und Philosophen. Nur 20 Exemplare<br />

wurden je gebaut, heute sind nur 9 Maschinen ausschließlich in Museen<br />

weltweit bekannt. – Ein Meilenstein der Rechenmaschinen-<br />

und Computer-Geschichte!<br />

(Schätzpreis: € 80.000 – 150.000) »Apple – Lisa 1«, 1982<br />

»Scelbi 8H«, 1973<br />

Erstes Heimcomputer-Kit der<br />

Welt, von Nat Wadsworth.<br />

Nur 3x weltweit bekannt.<br />

(Schätzpreis: € 15.000 – 20.000)<br />

»MITS Altair 8800«, 1975<br />

1. Minicomputer der Welt<br />

(Schätzpreis: € 3.000 – 5.000)<br />

Willkommen zu unserer 125. Spezial-Auktion!<br />

Nr. 1 in »Technischen Antiquitäten«:<br />

»Büro-Antik«<br />

»Wissenschaft & Technik«<br />

»Klassisches Spielzeug«<br />

25. Mai 2013<br />

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte ab Ende April<br />

unsere Website: www.Breker.com / New Highlights,<br />

sowie youtube.com: Auction Team Breker<br />

Voll-illustrierter 2-sprachiger (deutsch/englisch) FARB-Katalog: € 28,–<br />

Lieferung nur gegen Vorauskasse (Scheck, Bar oder Kreditkarten mit<br />

Sicherheitsnummer „CVV“ und Verfalldatum: Mastercard / Visa / AmEx)<br />

Original »James Watt Copying Machine«, 1780<br />

Der erste patentierte Kopier-Apparat der Welt!<br />

(Schätzpreis: € 3.000 – 5.000)<br />

Musik-Puppenautomat<br />

»Banjo-Spieler« von<br />

Gustave Vichy, um 1890<br />

(Schätzpreis: € 10.000 – 15.000)<br />

1. PC der Welt mit<br />

Mouse-Bedienung.<br />

Extrem selten!<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 15.000 – 30.000)<br />

Busicom 141-PF, 1971<br />

Mit sensationellem erstem 'Intel 4004'<br />

Mikroprozessor in weißer Keramikausführung<br />

mit Gold-Kappe. –<br />

Eine Riesen-Rarität!<br />

(Schätzpreis: € 8.000 – 12.000)<br />

»Enigma, 1944<br />

Legendäre deutsche Chiffriermaschine des 2.<br />

Weltkrieges. (Schätzpreis: € 15.000 – 25.000)<br />

»The Ford Typewriter«, 1895<br />

Riesen-Rarität!<br />

Puppen-Automat »Wasser pfeifen- (Schätzpreis: € 10.000 – 15.000)<br />

Raucher«von Lambert, um 1915<br />

Außergewöhnliche Rauch effekte. Original-Kleidung.<br />

(Schätzpreis: € 10.000 – 15.000)<br />

Seltene Bilderuhr von »Tharin à Paris«, um 1850<br />

109 x 85 cm. Multifunktionale Szenerie mit<br />

Zylinderspielwerk. Absoluter Top-Zustand.<br />

(Schätzpreis: 8.000 – 12.000)<br />

»The Telegraphone«, 1909<br />

1. Aufzeichnungs- und Wieder gabegerät<br />

der Welt für Magnetplatten. Hersteller:<br />

‚American Telegraphone Company,<br />

Wheeling, WV‘, die 1903 vom legendären<br />

Erfinder Valdemar Poulsen<br />

gegründet wurde. – Alle heutigen<br />

Musik-Puppenautomat Magnetaufnahmeverfahren – wie bei<br />

»Marchande de Masques« Festplatten, Magnetstreifen und Kreditkarten<br />

– sind auf Poulsen‘s Erfindung<br />

von Gustave Vichy, um 1890<br />

zurückzuführen. – Nur dieses eine<br />

In sehr gutem Original-Zustand.<br />

Gerät ist weltweit bekannt.<br />

(Schätzpreis: € 30.000 – 50.000) (Schätzpreis: € 15.000 – 25.000)<br />

Demonstrationsmodell einer Watt’schen<br />

Dampfmaschine von Eugène Bourdon,<br />

Paris, um 1850<br />

Schätzpreis: € 10.000 – 20.000)<br />

»The Crown Mod. 1«, 1888<br />

Frühe amerikanische Txpenradmaschine<br />

(Schätzpreis: € 9.000- 12.000)<br />

Original Grammophon »Buddha« von<br />

'Arton-Andia', um 1924<br />

Äußerst selten!<br />

(Schätzpreis: € 5.000 – 7.000)<br />

☛ Einlieferungen jederzeit willkommen!<br />

Französische Laternenuhr,<br />

datiert 1771<br />

Signiert: François Jannet<br />

(Schätzpreis: € 1.600 – 2.400)<br />

25 JAHRE<br />

AUCTION TEAM BREKER<br />

☛<br />

Großer Pfeifer-Automat<br />

von Phalibois, um 1905<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 10.000 – 15.000)<br />

Musik-Puppenautomat<br />

»Artist« von Michel<br />

Bertrand, 1982<br />

Mit 14 verschiedenen<br />

Bewegungsphasen!<br />

(Schätzpreis:<br />

€ 12.000 – 18.000)<br />

»Chordephon Modell 63«, um 1908<br />

Extrem selten!<br />

(Schätzpreis: € 10.000- 15.000)<br />

Frühe österreichische Flötenuhr, Anfg. 19. Jh.<br />

Mit 2 Holzwalzen von je 8 Melodien.<br />

(Schätzpreis: € 4.000 – 7.000)<br />

Die Spezialisten für »Technische Antiquitäten«<br />

AUCTION TEAM BREKER<br />

Postfach 50 11 19, 50971 Köln * Tel.: +49-2236-38 434-0 * Fax: +49-2236-38 43 430<br />

Otto-Hahn-Str. 10, 50997 Köln (Godorf) * e-mail: Auction@Breker.com<br />

Geschäftszeiten: Di – Fr 9 – 17 Uhr<br />

INTERNATIONALE REPRÄSENTANTEN IN:<br />

U.S.A., Frankreich, England, Japan, Australien & Neuseeland,<br />

China, Hongkong, Taiwan, Singapur, Russland<br />

Echtdampf-Lokomotive Spur II<br />

(Handy als Größenvergleich –<br />

Schätzpreis: € 2.000 – 3.000)<br />

AUCTION TEAM BREKER<br />

Straßenbahn-Dampf lokomotive<br />

Spurweite 20 cm!<br />

(Schätzpreis: € 1.500 – 2.200)<br />

Zahlreiche Miniatur-Jahrmarkt-<br />

Karussels und Riesenräder<br />

(Handy als Größenvergleich – Schätzpreis: € 800 – 1.200)<br />

Amerikanische Straßenkreuzer-<br />

Front »Buick Eight«, 1950<br />

(Schätzpreis: € 900 – 1.500)<br />

Kult-Motorroller<br />

»Rumi Scoiattolo«, 1953<br />

(Schätzpreis: € 4.000 – 5.000)<br />

Motorrad »Hiawatha«, um 1950<br />

Außerordentlich selten in Europa zu findendes<br />

66cc / 2-cyl.-Leichtmotorrad.<br />

(Schätzpreis: € 2.000 – 4.000)<br />

Spielzeug-Kutsche<br />

»Büchner«, um 1875<br />

(Schätzpreis: € 1.800 – 3.000)<br />

Miniaturmodell eines Pferdekarussells<br />

(Handy als Größenvergleich – Schätzpreis: € 800 – 1.200)


Über 100 Spezialauktionen<br />

mit Uhren, Schmuck, Kunst,<br />

Antiquitäten, Orientteppichen<br />

etc. im Jahr.<br />

Monatlich ca. 60.000<br />

kostenlose Farbkataloge.<br />

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Henry's <strong>Auktions</strong>haus GmbH · An der Fohlenweide 10–14 · 67112 Mutterstadt · Tel (0 62 34 ) 8011-0 · www.henrys.de