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PC Magazin mit Film DVD Windows Anti-Nerv-DVD (Vorschau)

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12<br />

<strong>DVD</strong><br />

2011<br />

So tricksen Sie den<br />

Bundes-Trojaner<br />

aus!<br />

Deutschland<br />

5 <br />

PRAXIS TECHNIK TESTS Österreich<br />

Österreich 5,80<br />

Schweiz sfr 9,80<br />

Belgien 5,80<br />

Luxemburg 5,80<br />

Niederlande 6,40<br />

Finnland 7,80<br />

Griechenland 7,70<br />

Italien 6,80<br />

Portugal (cont.) 6,80<br />

Slowakei 7,90<br />

Spanien 6,80<br />

Ungarn Ft 2.030,-<br />

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Mit diesen Power-Apps erhalten<br />

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<strong>Windows</strong><br />

<strong>Anti</strong>-<strong>Nerv</strong>-<strong>DVD</strong><br />

AUF<br />

<strong>DVD</strong><br />

Sie das beste <strong>Windows</strong> der Welt<br />

• Beseitigt nervige <strong>Windows</strong>-Schwachstellen<br />

• Ergänzt <strong>Windows</strong> um wichtige Funktionen<br />

S. 22<br />

Update 2012 für<br />

AUF<br />

<strong>DVD</strong><br />

VOLLVERSIONEN<br />

AUF <strong>DVD</strong><br />

• Bringt Ihren <strong>PC</strong> vollautomatisch auf den neuesten Stand<br />

• Lädt alle wichtigen Treiber, Updates & Service-Packs<br />

VOLLVERSION<br />

AUF <strong>DVD</strong><br />

<strong>Film</strong>e, Musik und<br />

Fotos ohne Mitwisser<br />

downloaden<br />

VOLLVERSION<br />

AUF <strong>DVD</strong><br />

Sicheres<br />

Homebanking auf<br />

Knopfdruck<br />

Test: Externe<br />

Festplatten S. 78<br />

Vorsicht: Viele USB-HDs<br />

langsamer als versprochen<br />

Passwort vergessen?<br />

So kommen Sie wieder rein!<br />

S. 40<br />

4 190443 005000<br />

S. 6<br />

1 2<br />

Internet-Zugang erforderlich


Samsung schenkt gewerblichen<br />

Endkunden pro gekauftem<br />

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Service<br />

EDITORIAL<br />

3<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Privates war<br />

gestern<br />

Gefundenes Fressen So ein Bundestrojaner ist eine großartige Steilvorlage:<br />

Für den Chaos Computer Club (CCC), der wieder einmal vorführen konnte,<br />

wie dilettantisch Politik und Behörden <strong>mit</strong> Computer- und Online-Themen<br />

umgehen. Für die FDP, die überraschend die Möglichkeit bekam, ihr politisches<br />

Image aufzupolieren. Und für die Computerfachpresse ist das Polizei-Tool ebenfalls<br />

ein gefundenes Fressen: Schließlich wollen wir vom <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> unsere Leser<br />

darüber aufklären, wie sie ihren <strong>PC</strong> am besten vor bösartiger Späh-Software<br />

schützen – egal woher sie auch kommen mag.<br />

<br />

<br />

Mach’ auf die Tür! Die Analyse des CCC offenbart nicht nur die politische<br />

Dimension des Aufregers um die staatliche Spionage-Software. Diese verstößt<br />

klar gegen bestehende Gesetze. Ein mindestens eben so großer Skandal<br />

ist, dass sich die Funktionen des Schnüffelprogramms von gut informierten<br />

Hackern „kapern“ und ausnutzen lassen. Der Bundestrojaner knackt die Tür<br />

zum digitalen Heim und lässt sie anschließend weithin sichtbar für Einbrecher<br />

offen stehen. Wie Sie sich gegen Abhörangriffe wehren, lesen Sie ab Seite 18.<br />

Sicherheits-Albtraum Facebook Der Bundestrojaner ist aus politischer<br />

Sicht ein Skandal. Viel wichtiger für den Einzelnen ist das Wissen um die<br />

alltäglichen Internet-Gefahren. Speziell von sozialen Netzen gehen wachsende<br />

Bedrohungen aus. Für die Sicherheitsfirma Kaspersky sind Facebook, Twitter<br />

und Co. schlicht ein Sicherheits-Albtraum. Facebook verzeichnet Hunderttausende<br />

von „Gefällt-mir“-Klicks pro Minute bei 800 Millionen Benutzern – das<br />

fordert böse Buben geradezu heraus. Selbst Ereignisse wie der Tod von Apple-<br />

Gründer Steve Jobs werden instrumentalisiert, um Facebook-Anwender in eine<br />

tückische Falle zu locken. Seien Sie also vor allem bei Social Media auf der<br />

Hut! Wie das geht, erfahren Sie im Beitrag „Falsche Freunde“ ab Seite 8.<br />

Viel Spaß beim Lesen!<br />

<br />

<br />

<br />

Wolfgang Koser<br />

Chefredakteur <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong><br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


4<br />

Ausgabe 12/2011<br />

INHALT<br />

AMD contra Intel<br />

[ 86 ] Günstige Notebooks <strong>mit</strong><br />

neuen AMD-Prozessoren gegen<br />

Mobilrechner <strong>mit</strong> Intel-CPU.<br />

Tests in dieser Ausgabe<br />

Der Weg<br />

zu Wolke<br />

7<br />

[ 22 ]<br />

Mit <strong>Windows</strong> 7 ist Microsoft ein großer<br />

Wurf gelungen, es ist schnell und sicher.<br />

In der Praxis zeigt sich allerdings, dass<br />

auch dieses <strong>Windows</strong> kleine Mängel<br />

aufweist. Wir zeigen, wie Sie nervige<br />

Lücken <strong>mit</strong> Zusatz-Tools schließen.<br />

SOFTWArE<br />

68 Linux-Betriebssystem<br />

Ubuntu 11.10<br />

69 Maxon Cinema 4D Studio R13<br />

70 Anonymisierung: JonDonym<br />

70 System-Tool Update Yeti<br />

70 TuneUp Utilities 2012<br />

73 Webdesign: web to date 8<br />

73 Ocster Backup Pro 7<br />

HArDWArE<br />

86 Test: Notebooks bis 550 Euro<br />

<strong>mit</strong> AMD LLano und Intel<br />

Sandy Bridge<br />

78 Externe Festplatten<br />

94 Notebook Asus G74SX-3DE<br />

94 Mini-<strong>PC</strong> Zotac ZBOX nano<br />

96 Apple iPhone 4S<br />

97 LG LSM-100 Smart Scan<br />

97 C-Pen 3.5<br />

97 Samsung SSD 830<br />

97 Technaxx Music Man<br />

104 Gigabit-Switches<br />

AKTUELL<br />

8 Viren und Trojaner bei Facebook<br />

Online-Kriminelle betrügen<br />

Anwender<br />

12 Glasfaser-Event in München<br />

12 Bandbreitenmessung<br />

12 Android App Market<br />

12 Illegales Online-Glücksspiel<br />

14 : Totgesagte<br />

leben länger<br />

14 Betrug auf dem digitalen<br />

Wohnungsmarkt<br />

15 <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Leser testen<br />

18 Weißwurscht-Trojaner<br />

Online-Durchsuchung<br />

SOFTWArE<br />

22 <strong>Windows</strong>-Schwachstellen<br />

erkennen und beheben<br />

Schließen Sie nervige Lücken <strong>mit</strong><br />

Zusatz-Tools<br />

30 Web.de beschleunigt<br />

30 Neue Versionen von Speed<br />

Commander und <strong>Anti</strong>-Malware<br />

31 Norman Security Suite geht in<br />

runde 9<br />

32 <strong>Windows</strong> 7 von Home auf Pro<br />

upgraden<br />

So gelingt der Umstieg<br />

40 Passwörter knacken<br />

44 One-Klick-Hoster im Vergleich<br />

50 Cloud-Dienste versus Freeware<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> testet, was die bessere<br />

Lösung ist<br />

54 Konten professionell verwalten<br />

Vollversion StarMoney Business 4.0<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


5<br />

[ 64 ] Internet killed<br />

the Radiostar<br />

Webradio liegt voll im Trend.<br />

Wir zeigen Ihnen, wie Sie in<br />

den Genuss des neuen Mediums<br />

kommen und welche Hard- und<br />

Software die richtige ist.<br />

[ 8 ] Falsche Freunde<br />

Online-Kriminelle beuten Unwissenheit und Neugier der Nutzer<br />

von Facebook, Twitter & Co. aus, um Trojaner zu verbreiten oder<br />

die Anwender zu betrügen. So schützen Sie sich.<br />

[ 78 ] Test: USB-Festplatten<br />

Schick sehen sie aus, die<br />

meisten USB-Festplatten. Aber<br />

taugen sie auch was? Wir<br />

haben 19 externe Massenspeicher<br />

getestet. USB 3.0 ist dabei<br />

die schnellste und beste Wahl.<br />

58 Videos digitalisieren<br />

So retten Sie Ihre Videoaufnahmen<br />

64 Der Siegeszug des Webradios<br />

Welches Webradio ist für Sie das<br />

richtige?<br />

68 Linux-Betriebssystem Ubuntu<br />

11.10<br />

74 Mindmapping <strong>mit</strong><br />

MindManager 8<br />

Mit Download-Link<br />

76 Free- und Shareware<br />

HARDWARE<br />

78 Externe Festplatten im Test<br />

USB 3.0 ist nicht gleich USB 3.0<br />

84 Canons Spiegelreflex-Kamera<br />

<strong>mit</strong> Überraschung<br />

84 Nvidia bringt zweite 3D-Brillen-<br />

Generation<br />

84 USB-Display von Toshiba<br />

85 Projektor <strong>mit</strong> quecksilberfreien<br />

Lichtquellen<br />

85 Preiswerter E-Book-Reader<br />

86 AMD contra Intel<br />

Test: Notebooks bis 550 Euro <strong>mit</strong><br />

AMD LLano und Intel Sandy Bridge<br />

92 Neuer AMD-Prozessor<br />

für schnelle Rechner<br />

96 Apple iPhone 4S<br />

IT PROFESSIONAL<br />

100 Power-Server<br />

Das kann der Redaktions-Server<br />

104 Gigabit-Switches im Stresstest<br />

110 Des BIOS neue Kleider<br />

UEFI – der BIOS-Nachfolger<br />

116 Effiziente Parallelisierung<br />

.Net-Programme beschleunigen<br />

126 Böser Port 80<br />

Firewall ohne Chance<br />

128 Profitipps Webtechnik<br />

130 Profitipps Betriebssysteme<br />

148 Spiele, Web-Tipps, Lese-Tipps<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

39 Mitmachen & gewinnen:<br />

<strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Umfrage<br />

129 Markt/Seminarführer<br />

148 <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


6<br />

<strong>DVD</strong><br />

hIghlIghts<br />

<strong>DVD</strong><br />

CD<br />

HigHligHt<br />

Cyberghost (1-Monats-Version)<br />

CyberGhost VPN ersetzt nach außen sichtbar<br />

die IP-Adresse, die der Nutzer bei der<br />

Einwahl ins Internet von seinem Provider<br />

bekommen hat, durch eine CyberGhost-<br />

VPN-IP-Adresse. Diese IP-Adresse teilt sich<br />

der Cyberghost-Anwender <strong>mit</strong> einer Anzahl<br />

von weiteren Nutzern. Dadurch ist gewährleistet,<br />

dass die CyberGhost-VPN-IP-Adresse<br />

nicht einem CyberGhost-VPN-User zu<br />

zuordnen ist. Die Edition von CyberGhost<br />

VPN bietet nach Registrierung (www.cyberghostvpn.com/pcmagazin) einen Monat den<br />

Classic Tarif (Zugriff auf Free Server und Premium-Server), eine Traffic-Flatrate L (Begrenzung<br />

der Geschwindigkeit auf höchstens 512 KBIT/s nach 20 GByte), 2 GByte Online Datensafe,<br />

Bandbreite li<strong>mit</strong>iert auf 6 MBIT/s. Auf jedem Computer ist nur ein Schlüssel aktivierbar. tr<br />

Betriebssystem: <strong>Windows</strong> XP, Vista, 7; Registrierung erforderlich; Sprache:<br />

<strong>DVD</strong> CD VollVersion<br />

Treiber-Studio 2011<br />

Treiber-Studio 2011 bietet Features wie<br />

die Analyse der Hardware inklusive Prozessor,<br />

Arbeitsspeicher, Mainboard,<br />

Chipsatz und BIOS, die Aktualisierung<br />

von Chipsatztreibern, die Berücksichtigung<br />

von OEM Treiberpaketen und die<br />

Forcierung von Herstellertreibern.<br />

Treiber-Updates<br />

werden nach Hersteller<br />

und Geräteklassen<br />

gruppiert im direkten<br />

Download<br />

zur Verfügung<br />

gestellt.<br />

Hinweis: Diese<br />

Software liegt<br />

als ISO-Datei vor.<br />

Vor einer Installation<br />

muss diese auf eine CD/<br />

<strong>DVD</strong> gebrannt oder <strong>mit</strong> einem<br />

entsprechenden Programm gemountet<br />

werden. Nach der Registrierung bekommen<br />

Sie 90 Tage lang aktuelle Treiber. tr<br />

Betriebssystem: <strong>Windows</strong> XP, Vista, 7;<br />

Registrierung erforderlich; Sprache:<br />

<strong>DVD</strong>/CD-Inhalt Im ÜberblICk<br />

<strong>DVD</strong>-hotlIne<br />

02 21 / 350 08 33<br />

Probleme <strong>mit</strong> der Installation<br />

von <strong>DVD</strong>-Software? Unsere<br />

<strong>DVD</strong>-Hotline hilft sofort!<br />

Mo. – Do. 15 - 18 Uhr &<br />

Fr. 13 – 16 Uhr<br />

<strong>DVD</strong> fehlt, ist zerkratzt oder<br />

nicht lesbar:<br />

www.pc-magazin.de/<br />

cdreklamationen<br />

<strong>DVD</strong>-Support-Forum unter<br />

www.pc-magazin.de/forum<br />

Die Hotline beantwortet nur<br />

Fragen zur <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong>-<strong>DVD</strong><br />

und -CD! Bei produktbezogenen<br />

Fragen zu den Programmen<br />

(z.B. Vollversionen)<br />

wenden Sie sich bitte direkt<br />

an den jeweiligen Hersteller<br />

bzw. Programmautor.<br />

e-books<br />

medien-infos Buch-<strong>Magazin</strong> Nr. 39 Bücher-Geschenktipp-Empfehlung für Weihnachten ● ●<br />

Reise-Inspirationen: Entdecken – erleben<br />

– genießen<br />

Business&IT 10/2011<br />

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Reisetipps für Qatar, Serbien und Hampi in Karnataka ● ●<br />

Thema: Social Media und die Gefahren dadurch für das<br />

Netzwerk<br />

1-abc.net File Finder 4.00 Suchprogramm für Dateien auf der Festplatte ● ●<br />

1-abc.net Personal Calendar 3 Kalenderprogramm <strong>mit</strong> sekundengenauer Termineingabe ● ●<br />

1-abc.net Surf Trail Washer 5.00 Vernichtet Spuren un<strong>mit</strong>telbar beim Surfen im Interent ● ●<br />

CyberGhost VPN 1 Monat kostenlos anonym surfen ● ●<br />

Deutschland spielt – Das Kreuzworträtsel Klassisches Rätsel <strong>mit</strong> digitaler Auswertung ●<br />

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<strong>DVD</strong><br />

●<br />

CD<br />

●<br />

Treiber-Studio 2011 Hardware analysieren und Treiber nachladen ●<br />

UpdateYeti Sucht für installierte Software nach Updates ● ●<br />

Bitte beachten Sie: Die <strong>DVD</strong>s können nur in <strong>PC</strong>-<strong>DVD</strong>-Laufwerken abgespielt werden; CD-ROM-Laufwerke sind dafür nicht geeignet. Der Kinofilm aus der<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


7<br />

<strong>DVD</strong> CD VollVersion <strong>DVD</strong> CD VollVersion <strong>DVD</strong> CD ToolpakeT<br />

1-abc.net File<br />

Finder 4.00<br />

Riesige Datenmengen<br />

werden<br />

absolut unstrukturiert<br />

und unsortiert<br />

auf Festplatten<br />

und anderen<br />

Medien abgelegt.<br />

Der 1-abc.net File<br />

Finder durchsucht<br />

einen oder<br />

mehrere Pfade (es können<br />

auch ganze Laufwerke sein) nach den<br />

Kriterien des Anwenders. Im Anschluss<br />

wird eine Ergebnisliste als *.txt-Datei gespeichert,<br />

da<strong>mit</strong> beim nächsten Mal die<br />

Dateien noch schneller wiedergefunden<br />

werden können.<br />

Verfeinern lässt sich die Suche durch Fokussierung<br />

auf die Dateierweiterung, das<br />

Datum des letzten Zugriffs, das Erstspeicherdatum,<br />

die letzten Änderung und<br />

dieDateigröße.<br />

tr<br />

Betriebssystem: <strong>Windows</strong> XP, Vista, 7;<br />

Registrierung erforderlich; Sprache:<br />

Xilisoft Audio<br />

Converter Pro<br />

Xilisoft Audio Converter Pro ist ein leistungsstarker<br />

professioneller Audio Konverter<br />

für Audio Konvertieren, Audio Extrahieren,<br />

Audio CDs Rippen und Erstellen.<br />

Das Programm konvertiert zwischen MP3,<br />

WMA, WAV, AAC, FLAC, OGG und APE hin<br />

und her. Aus Videos und HD-Videos <strong>mit</strong><br />

dem Format AVI, MPEG, WMV, MP4, FLV,<br />

MKV, H.264/MPEG-4 AVC, AVCHD extrahiert<br />

aus der Tonspur die Musik. CDs<br />

lassen sich rippen und in beliebte Audio-<br />

Fileformate konvertieren. Es lassen sich<br />

Audio-CDs brennen oder CDs <strong>mit</strong> MP3-<br />

oder WMA-Dateien.<br />

tr<br />

Betriebssystem: <strong>Windows</strong> XP, Vista, 7;<br />

Registrierung erforderlich; Sprache:<br />

Videos digitalisieren<br />

Digitalisieren Sie Ihre analogen Videobänder.<br />

Noch gibt es gebrauchte Videorekorder<br />

in passablem Zustand, für VHS<br />

sogar Neugeräte. Lesen Sie dazu unseren<br />

Workshop auf Seite 58. Er verrät Tricks<br />

und Technik zur optimalen digitalen Konservierung<br />

Ihres Bandarchivs. Auf der<br />

Heft-<strong>DVD</strong> finden Sie ein Toolpaket <strong>mit</strong> 12<br />

kostenlosen Tools zu Video-Schnitt, Konvertierung<br />

und Bearbeitung. tr<br />

<strong>DVD</strong><br />

CD<br />

Xilisoft Audio Converter Pro Audio-Dateien rippen, extrahieren und konvertieren ● ●<br />

Xilisoft YouTube to iPod<br />

Converter<br />

tool-pakete<br />

Konvertiert YouTube-Videos ins MP4-Format ● ●<br />

Cloud vs Freeware Freeware-Programme, die es <strong>mit</strong> Online-Diensten aufnehmen ●<br />

Datenretter Versucht, verlorengegangene Daten wieder herzustellen ●<br />

Fotos bearbeiten Foto-Tools zum Nachbearbeiten ●<br />

Free- und Shareware Free- und Shareware frisch ausgepackt ●<br />

Internet-Tools Internet-Tools frisch ausgepackt ● ●<br />

Internetradio-Paket Webradio enpfangen und aufnehmen ●<br />

System Essentials Grundausstattung für Ihren <strong>PC</strong> ●<br />

Videos digitalisieren Konverter-Software für Videos ●<br />

<strong>Windows</strong> nervt-Paket<br />

DemoVersIon<br />

Programme, da<strong>mit</strong> Sie sich nicht mehr über <strong>Windows</strong> ärgern<br />

müssen<br />

Premium-Ausgabe läuft auch in <strong>DVD</strong>-Playern. Achten Sie darauf, dass bei diesen die Firmware auf einem aktuellen Stand ist.<br />

●<br />

●<br />

Elizabeth I<br />

England im 16. Jahrhundert.<br />

Das Land befindet sich<br />

in einer ernsten Krise. Die<br />

Katholiken wollen Königin<br />

Elizabeth I. (Helen Mirren)<br />

vom Thron stürzen, der Rat<br />

drängt sie zu einer Vermählung,<br />

um die Thronfolge zu<br />

sichern und Rebellen verüben<br />

einen Mordanschlag<br />

auf sie. In<strong>mit</strong>ten dieser<br />

Konflikte wird ihre enge<br />

Beziehung zu ihrem Geliebten,<br />

dem Earl of Leicester<br />

(Jeremy Irons), auf die Probe<br />

gestellt.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


8<br />

Aktuell<br />

Sicherheit<br />

Viren und trojAner bei FACebook<br />

Falsche Freunde<br />

Online-Kriminelle beuten Vertrauen, Unwissenheit und Neugier der Nutzer von Facebook,<br />

Twitter & Co. aus, um Trojaner zu verbreiten oder die Anwender zu betrügen.<br />

Kaum war die Nachricht vom Tod des Apple-<br />

Gründers Steve Jobs um die Welt gegangen,<br />

machten sich auch schon Betrüger ans<br />

Werk. Fünfzig iPads würden sie angeblich zum<br />

Gedenken an den Computer-Pionier verschenken,<br />

behaupteten sie auf der Facebook-Seite<br />

R.I.P. Steve Jobs. Interessierte sollten sich bei<br />

einem SMS-Dienst anmelden, Kosten pro<br />

Nachricht: 1,42 Euro. Danach gab es statt<br />

des begehrten Tablets nur noch Spam.<br />

Bereits in den ersten acht Stunden nach<br />

Veröffentlichung der Seite haben laut Informationen<br />

der Sicherheitsfirma Panda<br />

Security über 20000 Nutzer auf den Win-<br />

Button geklickt. Der Trick ist kein Einzelfall.<br />

Als im Mai der Tod Osama bin Ladens<br />

über die Ticker der Nachrichtenagenturen<br />

lief, lockten Cyberkriminelle Face book-<br />

Anwender in eine tückische Falle: Sie verschickten<br />

eine Chat-Nachricht <strong>mit</strong> einem<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de<br />

angeblichen Video über die Tötung des Al-<br />

Kaida-Anführers. Das Video existierte nicht,<br />

aber als Link getarnt fand sich Schadcode im<br />

Chat. Besonders perfide: Die Mitteilung kam<br />

von einem guten Kontakt, war aber gefälscht.<br />

Denn die Malware las automatisch alle Freunde<br />

des betroffenen Facebook-Nutzers aus und<br />

schickte sich selbst per Chat weiter.<br />

von CAthrin Günzel<br />

Sicherheits-Albtraum<br />

„So viele Kriminelle nutzen soziale Netzwerke<br />

für sehr schlimme Dinge“, konstatierte Eugene<br />

Kaspersky, Gründer von Kaspersky Lab, bei<br />

einer Diskussion zu Sicherheitsbedrohungen<br />

im Oktober in New York. Und für Kasperskys<br />

Senior Security Researcher David Jacoby sind<br />

Social Media ein „Sicherheits-Albtraum“.<br />

Innerhalb einer Minute würden zum<br />

Beispiel 50 000 Links geteilt, 74 000<br />

Freunde zu Events eingeladen, 231 000<br />

Nachrichten gesendet und 382 000 Likes<br />

vergeben, so Jacoby auf einem Kaspersky<br />

Security Symposium im Herbst. Viele Experten<br />

gehen davon aus, dass über sozi-<br />

Nichts heilig: Betrüger haben eine<br />

Facebook-Seite <strong>mit</strong> einer angeblichen<br />

Verlosung von 50 iPads im Gedenken an<br />

Steve Jobs aufgesetzt. Quelle: Panda Security


9<br />

ale Netzwerke verbreitete Malware bereits die<br />

am schnellsten wachsende Internet-Gefahr<br />

ist – und dass Social Media zusehends zum<br />

Hauptverbreitungsweg für Schad-Software<br />

werden. So gaben 71 Prozent von beinahe<br />

2000 Befragten einer Erhebung von Sophos<br />

an, dass sie oder einer ihrer Kollegen Spam<br />

auf einer Social-Networking-Website erhalten<br />

habe. Laut Sophos hielten rund 81 Prozent Facebook<br />

für das risikoreichste Netzwerk. Allein<br />

die Zugangsdaten der mehr als 800 Millionen<br />

Facebook-Nutzer wären eine wertvolle Beute<br />

für Identitätsdiebe sowie Versender von Spam<br />

und Trojanischen Pferden.<br />

Da sind Computerwürmer wie KoobFace, über<br />

den sich bösartige Dateien verbreiten, oder<br />

der erstmalige Missbrauch der beliebten<br />

Kommunikationsplattform Twitter als Steuerzentrale<br />

für ein Botnetz Anfang des Jahres<br />

nur ein Vorgeschmack. Das Trojanische Pferd<br />

Nickspy zum Beispiel, das sich als Anwendung<br />

des sozialen Netzwerks Google+ tarnt,<br />

infiziert Smartphones, schneidet die Gespräche<br />

als Audio-Dateien <strong>mit</strong> und versendet sie.<br />

Das Vorgehen der Übeltäter in sozialen Netzwerken<br />

ähnelt sich: Sie tarnen sich als nette<br />

Frauen oder Männer auf der Suche nach Kontakten.<br />

Über Fake-Profile werden zum Beispiel<br />

Chatbeiträge automatisch generiert oder automatisiert<br />

Nachrichten sowie Pinnwandeinträge<br />

vermeintlicher Privatpersonen versendet.<br />

Diese locken zu Links auf Seiten, die Videos<br />

oder andere Dateien anbieten und heimlich<br />

Software installieren wollen. Oder der Klick<br />

auf den Link aktiviert zahlreiche, schnell<br />

hintereinander geschaltete Marketingseiten,<br />

über deren Pay-per-Click-Bezahlung die Betreffenden<br />

Geld verdienen.<br />

Ebenso sind Phishingsites beliebt, die das<br />

Design des sozialen Netzwerks kopieren und<br />

Zugangsdaten erbeuten wollen. Da<strong>mit</strong> werde<br />

in den Accounts nach Brauchbarem geschnüffelt<br />

oder unter falschem Namen Nachrichten-<br />

Spam verschickt.<br />

Abwehrkampf<br />

Die Betreiber sozialer Netzwerke bleiben angesichts<br />

des dreisten Treibens nicht untätig.<br />

Seit rund zwei Jahren vertritt der Solinger<br />

IT-Rechtsanwalt Christoph Strieder ein in<br />

Deutschland ansässiges Unternehmen, das<br />

nach eigenen Angaben das dritt- bis fünftgrößte<br />

soziale Netzwerk in der Bundesrepublik<br />

aufgebaut hat. Mit Abmahnungen und<br />

einstweiligen Verfügungen kämpft Strieder im<br />

Auftrag der Firma gegen die Verbreitung nerviger<br />

Spams und Schad-Software. „Um die 70<br />

Verfahren sind allein im laufenden Jahr über<br />

meinen Tisch gegangen. Die Anony<strong>mit</strong>ät, die<br />

sich solche Täter im Internet wünschen, gibt<br />

„Skepsis ist gefragt“<br />

Prof. Dr. Hannes Federrath, Leiter des Arbeitsbereichs<br />

Sicherheit in verteilten Systemen<br />

an der Universität Hamburg, über Schad-Software<br />

in sozialen Netzen und eine „Zwei-Browser-Strategie“<br />

für mehr Sicherheit<br />

<strong>PC</strong>M: Was macht soziale Netzwerke als Verbreitungsweg<br />

für Malware attraktiv?<br />

Federath: Das veränderte Nutzerverhalten. Viele<br />

Interaktionen, die früher getrennt stattfanden,<br />

konzentrieren sich nun auf eine Plattform. Doch<br />

soziale Netze wurden in erster Linie als Kommunikationsinstrumente<br />

entwickelt und nicht speziell<br />

für den Austausch von Dateien aller Art konzipiert.<br />

So<strong>mit</strong> lag nicht der Schutz vor bösen Dateien im<br />

Fokus, sondern die Möglichkeit,<br />

Verbindungen zwischen Gleichgesinnten<br />

herzustellen. Sicherheitsfunktionen<br />

einzubauen,<br />

wie sie zum Beispiel in gängigen<br />

Mail- und Webmailprogrammen<br />

existieren, kostet Zeit und<br />

Geld – aber die Betreiber lernen<br />

dazu.<br />

„Spezielle<br />

Add-ons sind<br />

in Wahrheit<br />

Schädlinge“<br />

Prof. Dr. Hannes Federrath<br />

<strong>PC</strong>M: Welche Art von Malware wird über soziale Netzwerke am häufigsten verbreitet?<br />

Federath: Da gibt es keine bestimmte Sorte. Für Täter interessant sind vor allem die gezielten<br />

Verbreitungsmöglichkeiten, welche soziale Netzwerke bieten. Über themenspezifische Gruppen<br />

lassen sich mundgerecht aufbereitete Informationen systematisch in Personenkreise streuen, die<br />

empfänglich für Schadprogramme sind – zum Beispiel ältere Menschen <strong>mit</strong> wenig Computerkompetenz.<br />

Die Hacker spielen <strong>mit</strong> dem Vertrauen, das vermeintlichen Freunden im sozialen Netzwerk<br />

entgegengebracht wird, und können da<strong>mit</strong> hohe Trefferquoten erreichen.<br />

<strong>PC</strong>M: Welche Tricks werden angewendet, um den Nutzern sozialer Netzwerke Schad-Software unterzujubeln?<br />

Federath: Sehr beliebt sind spezielle Add-ons für den Browser, die Aktionen im sozialen Netzwerk<br />

erleichtern sollen und in Wahrheit Schädlinge sind. Die Opfer werden gezielt angesprochen,<br />

diese Add-ons zu installieren. Der Täter kann anschließend alles ausspionieren, was sich im Browser<br />

abspielt. Je mehr Tätigkeiten also in den Browser wandern, desto mehr Informationen verrät<br />

dieser. Nach wie vor sehr erfolgreich ist die alte Masche, <strong>mit</strong> der Neugier der Leute zu spielen.<br />

Da wird zum Beispiel <strong>mit</strong> Videos gelockt und hinterlistig aufgefordert, in den Download eines<br />

Codecs einzuwilligen, der angeblich für die Darstellung des <strong>Film</strong>s nötig ist. Dahinter verbirgt sich<br />

dann die Malware und erfüllt die klassische Definition des trojanischen Pferdes. Besonders problematisch:<br />

Nach Installation einer solchen Software steht dem Hacker womöglich der gesamte<br />

Computer für weitere Angriffe offen.<br />

<strong>PC</strong>M: Wie kann man sich schützen?<br />

Federath: Zuallererst ist Skepsis gefragt. Wenn nach dem Klick auf einen Link Software installiert<br />

werden soll und man dies nicht zu 100 Prozent möchte, den Vorgang unbedingt abbrechen.<br />

Außerdem: aktuelle Betriebssysteme sowie einen sehr aktuellen Browser verwenden. Firefox ist<br />

eine gute Wahl. Allerdings hat jeder Browser immer wieder mal Lücken. Deshalb sollte man nicht<br />

zu viel gleichzeitig tun, vor allem, wenn kritische Anwendungen darunter sind – zum Beispiel<br />

<strong>mit</strong> mehreren geöffneten Fenstern surfen und zugleich Onlinebanking ausführen. Ich nutze zwei<br />

Browser. Für Sensibles und Vertrauliches verwende ich einen <strong>mit</strong> besonders strengen Sicherheitseinstellungen.<br />

Weil dann aber ein Großteil an Komfort verloren geht, dient ein Alltags-Browser,<br />

der mehr Funktionen zulässt, dem weniger sicherheitsrelevanten Surfen.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


10<br />

Aktuell<br />

Sicherheit<br />

Heidi Klum ist laut dem Security-Unternehmen<br />

McAfee die gefährlichste Prominente im Cyberspace,<br />

vor Cameron Diaz and Piers Morgan.<br />

Ihren Namen benutzen Cyberkriminelle besonders<br />

gern als Köder, um Nutzer auf Webseiten<br />

<strong>mit</strong> bösartigen Inhalten zu locken.<br />

es nicht.“ Vielfach handele es sich um kleine<br />

Betriebe, die ihren Sitz nicht hierzulande<br />

haben, oder um Einzelpersonen, die sich vor<br />

den kriminellen Karren spannen ließen: „Die<br />

meisten sind Anfang bis Mitte 20 und männlich.“<br />

Oft ist bei diesen Delinquenten finanziell<br />

nicht viel zu holen – doch zuallererst<br />

geht es um Abschreckung. Technische Maßnahmen<br />

werden ebenso ergriffen, um diese<br />

unerwünschten Mitglieder zu verwarnen, bei<br />

Widerholung auszusperren, Fake-Accounts zu<br />

schließen und das Geschäft <strong>mit</strong> trügerischen<br />

Links einzudämmen – doch gleicht dies einem<br />

Wettlauf, der immer wieder von Neuem<br />

starte.<br />

Das Winken <strong>mit</strong> der juristischen Keule wirkt<br />

manchmal mehr: „Allein eine Abmahnung <strong>mit</strong><br />

einem gängigen Streitwert von 75 000 Euro<br />

kostet den Betroffenen rund 800 Euro“, unterstreicht<br />

Strieder. In größeren Fällen können es<br />

durchaus 1600 Euro werden.<br />

Koobface: Kriminelle fordern<br />

beim vermeintlichen Video zur<br />

Installation einer aktuellen<br />

Adobe-Flash-Player-Version auf.<br />

Darin versteckt sich jedoch ein<br />

Trojaner.<br />

Quelle: Kaspersky Lab<br />

Immer auf der Hut<br />

„Soziale Netzwerke bieten viel Komfort. Trotzdem<br />

sprechen die Risiken dafür, zum Beispiel<br />

für vertrauliche E-Mails klassische E-Mailprogramme<br />

zu nutzen – zumindest bis sich das<br />

Sicherheitsniveau der Browser erhöht hat“,<br />

empfiehlt Professor Hannes Federrath von<br />

der Universität Hamburg (siehe Interview).<br />

Onliner sollten sich auch hinter Firewalls und<br />

<strong>mit</strong> Virenschutz nicht in Sicherheit wiegen:<br />

„Klassische Viren- und Schad-Softwarescanner<br />

bieten keinen ausreichenden Schutz, weil<br />

inzwischen vieles im Browser und auf den Servern<br />

des Anbieters passiert und nicht mehr im<br />

Betriebssystem des eigenen Rechners.“<br />

Beim Nachladen gefälschter Codecs helfe der<br />

lokale Virenschutz zwar nach wie vor, doch<br />

bei betrügerischen Browser-Add-ons oder<br />

Javascript-Attacken unter anderem <strong>mit</strong> dem<br />

Ziel, Benutzerkonten zu übernehmen, würden<br />

sie im Allgemeinen keinen Alarm schlagen.<br />

„In sozialen Netzen gehen ebenfalls Hacker<br />

auf Beutezug, die nach Einfallstoren in die<br />

Infrastruktur von Unternehmen suchen“, berichtet<br />

Federrath. Dabei nutzten diese vor allem<br />

Leichtgläubigkeit und Vertrauen. „Über<br />

entsprechende Interessenprofile suchen sie<br />

Kontakt zu Mitarbeitern und versuchen anschließend<br />

trickreich, Schad-Software auf deren<br />

Rechner zu bringen – vielleicht handelt es<br />

sich ja um ein Notebook, das der Betreffende<br />

sowohl zu Hause als auch in der Firma verwendet<br />

– und schon hätten die Hacker einen<br />

Fuß in der Tür.“ Um als Zielperson attraktiv<br />

zu werden, genüge es manchmal bereits, im<br />

Benutzerprofil Arbeitgeber und Funktion zu<br />

nennen oder in entsprechenden Gruppen aktiv<br />

zu sein. Wer in seinem privaten Profil über<br />

seinen Arbeitgeber schimpfe und Firmeninterna<br />

verrate, sei desgleichen ein interessanter<br />

Kandidat.<br />

Bei Kenntnis: Löschen<br />

„Solange der Nutzer nichts davon weiß, dass<br />

zum Beispiel über einen trügerischen Link auf<br />

seiner Facebook-Pinnwand Schad-Software<br />

verbreitet wird, muss er dafür auch nicht gerade<br />

stehen“, erklärt IT-Rechtsanwalt Christian<br />

Czirnich aus Zorneding bei München. „Sobald<br />

er aber Kenntnis davon erlangt, muss er sich<br />

um Schadensbegrenzung bemühen und den<br />

entsprechenden Link löschen.“ Jeder trägt Verantwortung,<br />

schädliche Umtriebe im Internet<br />

zu begrenzen: „Auch Privatpersonen sollten<br />

regelmäßig kontrollieren, was beispielsweise<br />

auf ihrer Pinnwand passiert. Einmal täglich<br />

neue Einträge zu prüfen, ist zumutbar, adäquat<br />

zur Rechtsprechung bei Gästebüchern<br />

auf Webseiten.“ Wer allerdings 50 bis 70 Einträge<br />

pro Stunde verzeichnet – wie Firmen<br />

oder Online-Zeitschriften – müsse schon öfter<br />

nachschauen.<br />

whs<br />

Sparsam <strong>mit</strong> Daten und klicks<br />

Absichern: Betriebssysteme, Browser<br />

und andere Programme immer auf dem<br />

neuesten Stand halten; Sicherheits-Software<br />

wie Virenschutz und Firewall einsetzen.<br />

App-kontrolle: Die zahlreichen Applikationen<br />

zum Beispiel in Facebook haben<br />

Zugriff auf das gesamte Profil. Am besten<br />

nur zeitweise zulassen.<br />

Nicht alles ausposaunen: Nur ausgewählte<br />

persönliche Daten gehören in die<br />

Öffentlichkeit, um es Identitätsdieben<br />

möglichst schwer zu machen. Datenschutzeinstellungen<br />

prüfen.<br />

Nicht jeder Freund ist freundlich: Auch<br />

Kriminelle suchen Kontakt.<br />

Auch starke Zugangsdaten sind nicht<br />

für ewig: Ein sicheres Passwort hat mindestens<br />

acht oder besser 15 Zeichen. Für<br />

verschiedene Internetanwendungen<br />

sollten verschiedene Passwörter genutzt<br />

sowie regelmäßig geändert werden.<br />

Bei Zweifel, nicht klicken: Selbst wenn<br />

Links vermeintlich von Freunden stammen,<br />

könnte Schad-Software dahinterstecken.<br />

Außerdem nie Programmcode<br />

aus einer Nachricht in die Adresszeile des<br />

Browsers kopieren.<br />

Schweigegelübde beim Passwort: Zugangsdaten<br />

gehören nicht in andere Hände<br />

– und auch Facebook & Co. schicken<br />

keine E-Mails, in denen sie die Preisgabe<br />

verlangen.<br />

Arbeitsplatz tabu: Vertrauliche Job-<br />

Informationen gehören nicht ins soziale<br />

Netzwerk.<br />

kein Geld überweisen: Bitten Freunde<br />

in einer angeblichen Notsituation um<br />

Geld oder andere Gefälligkeiten, könnte<br />

auch deren Account gehackt worden sein.<br />

Unbedingt außerhalb des Netzwerkes<br />

nachfragen, was dahintersteckt.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


12<br />

aktuell<br />

Glasfaser-event + Online-Glücksspiel<br />

■ Vom 14. bis 16. Februar 2012 findet in München<br />

die Fiber-to-the-Home-Konferenz 2012<br />

statt. Service und Finanzierung von Glasfasernetzen<br />

stehen beim weltgrößten Event<br />

der Glasfasertechnik im Mittelpunkt. Jeder<br />

Entwickler ist eingeladen, seine Ideen vorzustellen,<br />

wobei die beste FTTH-Anwendung<br />

am Schluss prämiert wird. Die Keynote hält<br />

der britische Zukunftsforscher, Investor und<br />

Berater Peter Cochrane. Fundiert und provokant<br />

vertritt er seine Thesen: „Klar ist doch,<br />

dass wir uns immer mehr in Richtung Smart<br />

Planet fortbewegen. Und Glasfaser wird bei<br />

der Bereitstellung der dafür nötigen Bandfiber-tO-the-hOme-kOnferenz<br />

Glasfaser-event in München<br />

breiten eine zentrale Rolle spielen. Es schafft<br />

die Grundlage für ein ganzes Bündel an Appliances,<br />

Geräten und neuen Industriezweigen,<br />

sowohl stationär als auch mobil.“<br />

Und Hartwig Tauber, Director General beim<br />

Veranstalter FTTH Council Europe, ist überzeugt:<br />

„Deutschland ist, was Glasfaser bis<br />

zum Haushalt betrifft, international weit abgeschlagen.<br />

Die weltgrößte FTTH Konferenz hier<br />

abzuhalten, sollte eine Dynamik generieren,<br />

die das Land wieder zurück auf die Überholspur<br />

bringt“. <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong> ist Medienpartner<br />

der Konferenz.<br />

whs<br />

[ www.ftthcouncil.eu/ftth-conference ]<br />

bandbreitenmessunG<br />

Machen Sie <strong>mit</strong>!<br />

■ Seit es das Internet gibt, arbeiten Ingenieure<br />

daran, die Übertragungsraten<br />

zu verbessern. Die gemeinnützige Organisation<br />

SamKnows geht noch einen<br />

Schritt weiter. Sie bittet Internetnutzer<br />

bei der Beschaffung von Daten <strong>mit</strong>zuhelfen,<br />

um die Breitband-Zugänge in Europa<br />

zu verbessern. Wer beitragen möchte,<br />

muss sich auf der Website registrieren.<br />

Dann kommt ein Gerät ins Haus, das an<br />

den heimischen Router gekoppelt wird<br />

und die exakte Übertragungsrate misst.<br />

Voraussetzung: Der Nutzer muss Kunde<br />

bei einem der führenden Internetanbieter<br />

seines Landes sein und einen Festnetzanschluss<br />

nutzen.<br />

ok<br />

[ www.samknows.eu ]<br />

Das weltgrößte Event zur Glasfasertechnik findet vom 14. bis 16. Februar 2012 in München statt:<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> ist Medienpartner der FTTH-Konferenz.<br />

Genaue Messungen der heimischen DSL-<br />

Bandbreite: kostenlos gegen Anmeldung.<br />

andrOid app market<br />

319 tausend<br />

■ Der Android Market ist voll auf Wachstumskurs.<br />

Im September wuchs das Angebot der<br />

Plattform um 42000 Apps auf über 319 000<br />

aktive Anwendungen. Die Marktforscher von<br />

Research2Guidance erstellen regelmäßig aktuelle<br />

Zahlen über den Android Market <strong>mit</strong><br />

dem Android-Blog Androidpit.de. Demnach<br />

wurden im September 42000 neue Apps aufgenommen.<br />

Die Marktforscher schätzen die<br />

Zahl der aktiven Apps für Ende September<br />

2011 auf 319 000.<br />

66 Prozent der angebotenen<br />

Apps<br />

sind frei, der Rest<br />

kostet im Schnitt<br />

2,31 Euro. ok<br />

[ https://market.<br />

android.com ]<br />

Der „Market“: Fundgrube<br />

für App-Jäger<br />

und -Sammler.<br />

illeGales Online-Glücksspiel<br />

Wohl doch keine Netzsperre<br />

■ Der neue Glücksspielstaatsvertrag wird<br />

wahrscheinlich keine Netzsperren gegen illegale<br />

Glücksspiele im Internet vorsehen.<br />

In Bezug auf die offene Frage der Netzsperren<br />

beim Online-Glückspiel erklärte der stellvertretende<br />

Regierungssprecher von Sachsen-<br />

Anhalt, Rainer Metke: „Es zeichnet sich ab,<br />

dass darauf verzichtet werden soll“.<br />

Ein Entwurf des Vertrags hatte ursprünglich<br />

die Möglichkeit vorgesehen, dass Internet-<br />

Provider gezwungen werden können, unerlaubte<br />

Angebote zu sperren.<br />

Unklar sei, ob es beim Staatsvertrag zu einer<br />

Einigung <strong>mit</strong> Schleswig-Holstein kommen<br />

werde, sagte Metke. Das Bundesland favorisiert<br />

eine weiterreichende Liberalisierung. Es<br />

hatte vor Kurzem im Alleingang den Markt für<br />

Sportwetten, Online-Casinos und Konsorten<br />

weitgehend freigegeben.<br />

Offen sei auch die Zahl der Konzessionen für<br />

Sportwettenanbieter und die Höhe der Konzessionsabgabe.<br />

Ursprünglich war geplant,<br />

die Zahl der Konzessionen auf sieben zu<br />

beschränken. Zudem soll für Wetten nur ein<br />

geringer Steuersatz gelten, im Gespräch sind<br />

nach Angaben der niedersächsischen Staatskanzlei<br />

fünf bis zehn Prozent. Derzeit zahlen<br />

staatliche Lotterien, die staatliche Sportwette<br />

Oddset und private Anbieter von Pferdewetten<br />

eine Abgabe von fast 17 Prozent. ok<br />

[ www.bzga.de ]<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


So günStig wie vom LKw.<br />

eiZo ev2315w für E249,– * .<br />

Erst haben sie <strong>mit</strong> dem Schneidbrenner unseren Webshop geknackt und alle EV2315W<br />

geklaut. Dann wurden die Einbrecher selbst verknackt.<br />

Die Verbrecherjagd hat sich gelohnt: Endlich stehen die 23-Zoll-Office-LCDs wieder<br />

in unserem Webshop zum Verkauf –<strong>mit</strong> all ihren High-End-Features wie dem hellen<br />

LED-Backlight, energiesparenden EcoView-Funktionen, Full-HD sowie<br />

der 5-Jahres-Garantie. Für die Hilfe bei der Tätersuche bedanken<br />

wir uns bei allen Kunden und Fans <strong>mit</strong> diesem Wie-vom-LKW-Preis.<br />

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14<br />

AKTUELL<br />

Büro-Software + Digitaler wohnungSmarkt<br />

Büro-Software<br />

OpenOffice: Totgesagte leben länger<br />

■ Die Apache Software Foundation (ASF) reagiert<br />

beschwichtigend auf Aussagen von<br />

ehemaligen Entwicklern, OpenOffice wäre<br />

tot: Das Gegenteil sei der Fall. Vier Monate ist<br />

es her, dass OpenOffice den Weg von Oracle<br />

zu Apache gegangen ist. Seit Anfang Oktober<br />

steht auf der Webseite von Team OpenOffice<br />

ein Spendenaufruf unter dem Titel OOo retten<br />

zu lesen. Verfasser sind vier Personen aus<br />

dem ehemaligen Entwicklerkreis des Vorgän-<br />

gers StarOffice. Aussagen wie „Nach dem<br />

Rückzug des Hauptsponsors Oracle steht OOo<br />

finanziell vor dem Nichts“ haben in der Open-<br />

Source-Community für allgemeine Ratlosigkeit<br />

und Sorge um das Projekt gesorgt.<br />

Zugvögel unter der Feder:<br />

OpenOffice war schon<br />

immer die führende<br />

Alternative zu kostenpflichtiger<br />

Büro-Software<br />

wie MS-Office. Nach der<br />

Übergabe der Software<br />

von Oracle tritt Apache<br />

ein schweres Erbe an, das<br />

<strong>mit</strong> hohen Erwartungen<br />

verknüpft ist.<br />

Apache gibt Kontra<br />

ASF widerspricht nun per Statement im eigenen<br />

Blog dem Eindruck, das Projekt sei<br />

gescheitert (https://blogs.apache.org/foun<br />

dation/entry/the_apache_software_founda<br />

tion_statement). Die Büro-Software sei auf<br />

gutem Wege und <strong>mit</strong> über 70 aktiven Mitarbeitern<br />

sei das Interesse am Projekt Open-<br />

Office zehnmal so groß wie bei anderen<br />

Apache-Unternehmungen. Derzeit würde<br />

hart an der Eingliederung der Büro-Software<br />

in den Apache Way gearbeitet, der <strong>mit</strong> seiner<br />

kollaborativen Software-Entwicklung<br />

schon viele Erfolge erzielen konnte. fb<br />

VorSicht, StuDenten!<br />

Betrug auf dem digitalen Wohnungsmarkt<br />

■ Im Internet-Wohnungsmarkt treiben sich<br />

immer mehr Betrüger herum, die <strong>mit</strong> falschen<br />

Inseraten Geld erbeuten wollen. Vor allem<br />

Studenten werden oft zum Ziel der Scammer.<br />

Das Wintersemester 2011/12 hat begonnen<br />

und Deutschlands Universitäten sind zum<br />

Bersten voll. Der Wohnungsmarkt ist durch<br />

den doppelten Zufluss an Schulabsolventen<br />

der auslaufenden G9- und der neuen G8-<br />

Jahrgänge ganz besonders überspannt. Internetportale<br />

sind dabei besonders beliebt, wo<br />

Benutzer massenhaft Privatinserate aufgeben<br />

und beantworten können. Betrüger nutzen<br />

die Not der Studenten aus und locken <strong>mit</strong><br />

Angeboten, die eigentlich zu schön sind, um<br />

wahr zu sein.<br />

Die Masche<br />

Die Masche ist immer dieselbe: Angebote wecken<br />

<strong>mit</strong> einem Schnäppchenpreis oder den<br />

Fotos attraktiver Mitbewohner das Interesse.<br />

Sobald das Opfer anbeißt, gibt der Betrüger<br />

vor, meist in englischer Sprache oder schlechtem<br />

Deutsch, sich aus verschiedensten Gründen<br />

im Ausland zu befinden. Nach getätigter<br />

Vorauszahlung würde der Wohnungsschlüssel<br />

per Post verschickt werden und sollte die<br />

Wohnung nicht gefallen, sei es natürlich kein<br />

Problem, das Geld zurückzuerstatten. Allerdings<br />

gibt es die Wohnung entweder nicht<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de<br />

oder der tatsächliche Eigentümer der Adresse<br />

weiß von nichts. Selbstverständlich sieht das<br />

Opfer sein Geld nie wieder und die Wohnung<br />

verschwindet alsbald aus dem Angebot der<br />

Webseite. Von außen fällt es leider schwer,<br />

diese Angebote zu erkennen. Die Betrüger kopieren<br />

meist echte Annoncen <strong>mit</strong> Bildern aus<br />

anderer Quelle.<br />

Wichtig ist, sich niemals auf Bargeldüberweisungen<br />

einzulassen, wie etwa über Western<br />

Union: Bei Betrügern ist diese Methode besonders<br />

beliebt, da keine Kontodaten notwendig<br />

sind. Die nötigen Personaldaten<br />

zur Abholung des Bargeldes werden<br />

schlichtweg gefälscht, sodass eine<br />

Rückverfolgung der Transaktion<br />

kaum mehr möglich ist.<br />

Anzeige erstatten<br />

Sollten Sie stutzig werden, speichern Sie den<br />

gesamten Mailverkehr <strong>mit</strong> dem Anbieter und<br />

machen Sie Screenshots vom Exposé der<br />

Wohnung im Internet. Das hilft im Fall der<br />

Fälle Ihrer Polizeidienststelle bei den Er<strong>mit</strong>tlungen,<br />

sobald Sie den Fall zur Anzeige bringen.<br />

Nutzen Sie auch die Beratungsseite der<br />

Polizei zur Prävention vor etlichen Formen des<br />

Betrugs.<br />

fb<br />

[ www.polizei-beratung.de ]


15<br />

JAN | FEB | mär | Apr | mAi | JuN | Jul | Aug | sEp | okt | Nov | DEz<br />

-Leser testen<br />

leser-langzeittest 2011<br />

SpracherkennungS-Software<br />

20 x Dragon naturallySpeaking<br />

■ Basierend auf einer weiter verbesserten Anwendungen weiter vereinfachen. Anwender<br />

Präzision, höherer Leistungsfähigkeit und<br />

können nun ihr Smartphone oder andere<br />

der neuen intuitiven Benutzeroberfläche der mobile Geräte <strong>mit</strong> Dragon nutzen und sind<br />

Version 11 bietet Dragon Naturally<br />

so beim Diktieren flexibler.<br />

Speaking 11.5 neue Funk-<br />

Die neue App Dragon Remote<br />

tionen, die das Erstellen von<br />

Microphone nutzt die Vorteile<br />

Dokumenten, Versenden von<br />

der <strong>mit</strong>tlerweile fast 200<br />

E-Mails, Surfen im Internet,<br />

Millionen im Einsatz befindlichen<br />

gemeinsames Nutzen von Inhalten<br />

iOS-Geräte und verwan-<br />

in sozialen Netzwerken<br />

delt diese in ein Funkmikrofon,<br />

sowie die Interaktion <strong>mit</strong> <strong>PC</strong>-<br />

<strong>mit</strong> dem sich ganz einfach<br />

Texte diktieren und <strong>PC</strong>-Anwendungen<br />

per Sprache steuern<br />

Das neue Dragon Naturally<br />

Speaking 11.5 kostet im Handel<br />

lassen.<br />

149 Euro. Testen Sie es bei uns<br />

Diese und zahlreiche weitere<br />

_06TSW_Symantec_<strong>PC</strong>M_12_11.pdf;S: völlig kostenlos! 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);14. Neuerungen Oct 2011 12:16:47 sind die High-<br />

teilnahmebedingungen<br />

Bewerben Sie sich als Dauertester<br />

auf www.pc-magazin.de/dauertest. Sie<br />

werden dort nach Ihrem Namen, einer<br />

E-Mail-Adresse und der Anschrift gefragt,<br />

an die das Testgerät geschickt<br />

werden soll. Die Kontaktdaten der Tester<br />

benötigen wir, um Missbrauch auszuschließen.<br />

Die Telefonnummer ist für<br />

eventuelle Rückfragen nötig – manchmal<br />

kommen beispielsweise E-Mails zurück,<br />

wenn das elek tronische Postfach<br />

überquillt. Aus allen Bewerbungen werden<br />

die Tester ausgelost. Sechs Monate<br />

geben Sie uns monatlich über ein Webformular<br />

ein Feedback über Ihre Erfahrungen.<br />

Nach Ablauf des Tests können<br />

alle Tester ihre Testprodukte ohne Zuzahlung<br />

behalten. Anmeldeschluss ist<br />

der 30. November 2011.<br />

lights des neuen Dragon NaturallySpeaking<br />

11.5, das Sie als Dauertester <strong>mit</strong> dem <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong><br />

kostenlos auf Herz und Nieren testen.<br />

Stefan Schasche<br />

Es sind nicht nur Daten. Es ist dein Leben.<br />

Deine Bilder, deine Musik, deine Kontakte, deine Passwörter, deine Kontodaten … dein ganzes Ich<br />

steckt in deinem Computer. Und weil das Bundeskriminalamt (BKA) im Jahr 2010 246.607 Fälle <strong>mit</strong><br />

dem „Tat<strong>mit</strong>tel Internet“ registriert hat und der Anteil des Computerbetrugs dabei um 8 Prozent<br />

gestiegen ist, ist eins ganz wichtig: dass du dich sicher schützt. Wie, erfährst du auf www.norton.de<br />

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18<br />

aKTUELL<br />

üBERWACHUNG<br />

Der Chaos Computer<br />

Club hat den ersten<br />

öffentlich gewordenen<br />

Bundestrojaner analysiert<br />

und kommt zu<br />

erschreckenden<br />

Ergebnissen: Das<br />

Polizei-Tool verstößt<br />

gegen das Gesetz und ist<br />

lasch programmiert.<br />

voN WoLf HosbacH<br />

onLinE-DUrcHsUcHUng<br />

Weißwurscht-Trojaner<br />

0zapfzis_file_execute. So witzelt es<br />

im Quellcode des Bayerntrojaners:<br />

„O’Zapft is1“, es ist angezapft, verkündet<br />

üblicherweise der Münchner Bürgermeister<br />

nach der Öffnung des ersten Fasses<br />

Oktoberfestbiers feierlich. Der treffliche<br />

Programmiererwitz findet sich allerdings<br />

nur in der Fassung des Chaos<br />

Computer Clubs aus Hamburg, deren<br />

Mitglieder die binäre Exe­Datei<br />

der Polizei dekompiliert und den<br />

Quellcode neu geschrieben haben<br />

(www.ccc.de/system/uploads/76/<br />

original/staatstrojaner-report23.<br />

pdf). Der Originalcode einer hessischen<br />

Firma aus dem Jahr 2008,<br />

die den Trojaner im Auftrag des<br />

Bayerischen Landeskriminalamts<br />

programmiert hat, enthielt solche<br />

Späße vermutlich nicht.<br />

Jedenfalls ist der erste Bundestrojaner,<br />

made in Bayern, jetzt da und hat<br />

abgesehen von ein paar Schwächen<br />

viele Befürchtungen der Sicherheitsexperten<br />

erfüllt. Denn kein <strong>Anti</strong>virenprogramm<br />

hat ihn gekannt. Auch ist es sehr<br />

zweifelhaft, ob er deren Heuristik ausgelöst<br />

hätte, die das Verhalten von Programmen<br />

beobachtet. Denn das Verhalten des Bayerntrojaners<br />

blieb erstmal relativ unauffällig,<br />

hier ein bisschen Lauschen, da ein bisschen<br />

Internet­Verkehr. Aber es fehlen Systemangriffe<br />

oder sonstige Versteckspiele, eher wirkt er<br />

wie ein biederes Remote­Access­Tool.<br />

Vielleicht hätte die Firewall Alarm geschlagen,<br />

wenn der Trojaner einen Server­Dienst startet.<br />

Aber ein Merkmal des Bundestrojaners ist,<br />

dass die Polizei ihn händisch auf den<br />

Rechner des Delinquenten spielt. Im<br />

konkreten Fall aus dem Frühjahr 2009<br />

hat der Zoll am Flughafen München das<br />

Tool bei einem international arbeitenden<br />

Drogenschmuggler installiert, unter<br />

dem Vorwand einer Routinekontrolle.<br />

Dabei haben die Beamten das Tool<br />

in die weißen Listen der Sicherheitsprogramme<br />

eingetragen.<br />

Schutzlose Bürger<br />

Es ist also davon auszugehen, dass<br />

die normale Sicherheitsumgebung auf<br />

einem <strong>PC</strong> erstmal keinen Schutz vor<br />

Das Steuer-Tool des Chaos Computer Clubs<br />

für den Bayerntrojaner hat vollen Zugriff<br />

auf den Rechner des Delinquenten.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


20<br />

aKTUELL<br />

üBERWACHUNG<br />

einem Bundestrojaner bietet. Der Anwender<br />

muss, wenn er sich bespitzelt fühlt, selbst<br />

Schutzmaßnahmen ergreifen (siehe Kasten).<br />

Bespitzeln darf die Polizei nur Bürger, die im<br />

Verdacht stehen, eine schwere Straftat zu begehen.<br />

Das ist zwar Auslegungssache, aber<br />

Filesharing oder Steuerhinterziehung zählen<br />

nicht dazu. Terrorismus, organisiertes Verbrechen,<br />

Kinderpornografie und Drogenschmuggel<br />

hingegen schon. So hat es das Bundesverfassungsgericht<br />

2008 entschieden. Und Fälle,<br />

die unter die Telefonüberwachung am <strong>PC</strong> fallen,<br />

müssen ganz eng begrenzt sein: Der Trojaner<br />

zu so genannten Quellen-TKÜ darf zwar<br />

Skype-Gespräche abhören und Screen shots<br />

vom Login machen, aber er darf nicht die<br />

Webcam einschalten. Das ist nur bei Gefahr<br />

für Leib und Leben erlaubt.<br />

Ohne Rechtsgrundlage<br />

Hier setzt aber nun die Kritik am Bayerntrojaner<br />

ein, denn die Fähigkeiten<br />

des Programms gingen deutlich<br />

über das Belauschen von<br />

Skype-Telefonaten hinaus: Der<br />

Trojaner konnte nämlich auf<br />

das Dateisystem zugreifen,<br />

dieses Manipulieren, die Webcam<br />

einschalten, das Mikrofon<br />

abhören und beliebige Funktionen<br />

nachladen. Auch das<br />

fortlaufende Anfertigen von Screenshots geht<br />

zu weit, das hat das Landgericht Landshut im<br />

Januar 2011 im oben erwähnten Fall entschieden:<br />

„Denn nach Auffassung der Kammer besteht<br />

für das Kopieren und Speichern der grafischen<br />

Bildschirminhalte, also der Fertigung<br />

So hat der Bundestrojaner keine Chance<br />

Kriminelle<br />

können der<br />

Polizei falsche<br />

Beweise unterschieben<br />

Der beste Schutz ist natürlich ein Live-<br />

System, das nicht von der Festplatte startet,<br />

sondern von einer <strong>DVD</strong>, die nicht<br />

manipuliert werden kann. Ein Linux wie<br />

Knoppix (www.knoppix.org) lässt grüßen.<br />

Ein im BIOS gesetztes Boot-Passwort<br />

erschwert den Zugriff durch die Polizei<br />

deutlich, denn mal schnell beim Zoll was<br />

unterjubeln, funktioniert da<strong>mit</strong> nicht.<br />

Die Er<strong>mit</strong>tler müssen die Festplatte ausbauen,<br />

in einem anderen Rechner starten<br />

und dann den Trojaner einbauen.<br />

Eine Festplattenverschlüsselung wie<br />

Bitlocker, die die Systempartition enthält,<br />

macht einen Zugriff unmöglich. Es<br />

gibt zwar einen Angriff auf Bitlocker,<br />

aber der findet bei gemountetem Volumen<br />

statt. Es müsste also ein Trojaner<br />

auf dem System sein, um den Trojaner zu<br />

installieren. Da beißt sich die Digikatz in<br />

den logischen Schwanz.<br />

Kleben Sie ein Pflaster vor die Webcam<br />

im Laptop und schalten Sie das Mikrofon<br />

am Headset <strong>mit</strong> dem physikalischen<br />

Schalter ab.<br />

Bevor Sie al-Qaida-Schwäbisch-Gmünd<br />

per Skype anrufen, löschen Sie die weißen<br />

Listen im <strong>Anti</strong>viren-Tool und in der<br />

Firewall.<br />

Wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt,<br />

spielen Sie ein älteres Image zurück,<br />

oder prüfen Sie die Festplatte <strong>mit</strong><br />

verschiedenen Online-Virescannern.<br />

Auch <strong>mit</strong> Wireshark können Sie auf verdächtigen<br />

Netzwerkverkehr stoßen.<br />

Inzwischen warnen die<br />

<strong>Anti</strong>virenprogramme<br />

vor dem Bayertrojaner,<br />

vor der Aufdeckung<br />

durch den CCC war das<br />

nicht der Fall.<br />

von Screenshots, keine Rechtsgrundlage, weil<br />

zum Zeitpunkt dieser Maßnahmen noch kein<br />

Telekommunikationsvorgang stattfindet.“ Die<br />

Hacker vom CCC haben ein Steuer-Tool für den<br />

Trojaner geschrieben, <strong>mit</strong> dem sie diese Funktionen<br />

ausprobieren konnten.<br />

Hinzu kommen programmiertechnische<br />

Schwächen: Der<br />

Trojaner verschlüsselt zwar<br />

die Kommunikation, empfängt<br />

seine Befehle aber unverschlüsselt.<br />

So kann jeder,<br />

der sich wie der CCC ein kleines<br />

Tool schreibt, den Trojaner<br />

im laufenden Betrieb für sich<br />

verwenden. Außerdem ist die<br />

Verschlüsselung zwar vom Algorithmus stark<br />

(AES), aber schwach implementiert. Denn<br />

der Schlüssel findet sich ungeschützt im Programm.<br />

Wer dieses wie der CCC dekompiliert,<br />

stößt unverblümt auf den Schlüssel und kann<br />

die Lauschaktion im konkreten Einsatz manipulieren.<br />

Jeder clevere Mafioso hätte Spaß<br />

daran, so seine Verfolger an der Nase herumzuführen.<br />

Da ein jedes Mal neu erzeugter<br />

Session-Key fehlt, kann ein Fremder sich <strong>mit</strong><br />

leichter Hand in eine Abhöraktion einklinken<br />

und zum Beispiel vorgetäuschte Beweise für<br />

eine Straftat über<strong>mit</strong>teln. Das Opfer könnte<br />

sich im Nachhinein kaum wehren. Auch die<br />

DLL, die die Programmfunktionen enthält, ist<br />

nicht geschützt, was dem CCC das Dekompilieren<br />

deutlich erleichtert hat.<br />

USA lauscht <strong>mit</strong><br />

Sehr fragwürdig ist auch die Anonymisierung<br />

des Datenverkehrs zwischen Polizei und Trojaner,<br />

denn sie erfolgt über mehrere Länder<br />

inklusive der USA. Der Rückkanal ist zwar wie<br />

oben gezeigt verschlüsselt, aber die Steuerbefehle<br />

eben nicht. So wäre es also theoretisch<br />

möglich, dass nicht nur der CCC sondern<br />

auch die CIA ein praktisches Steuer-Tool für<br />

den Bundestrojaner besitzt und selbst nach<br />

Gutdünken <strong>mit</strong>lauscht oder Fakten auf der<br />

Platte manipuliert.<br />

Dieser Bayerntrojaner ist wohl erledigt, insbesondere,<br />

da alle <strong>Anti</strong>viren-Tools ihn jetzt kennen.<br />

Aber die Line für Bundestrojaner scheint<br />

klar zu sein. Hoch technisiert wie Stuxnet ist<br />

eher Sache für den Geheimdienst. Der Bundestrojaner<br />

ist eher billig-unauffällig, leicht<br />

zu finden und wird beim manuellen Injizieren<br />

geschützt. Die <strong>Anti</strong>virenprogramme werden<br />

ihn nicht erkennen, da er zu unauffällig arbeite.<br />

Die Hersteller betonen zwar, dass sie nicht<br />

<strong>mit</strong> dem Staat kooperieren, aber bereits der<br />

Geheimdienst-Trojaner Stuxnet hat bewiesen,<br />

dass sich die Schutzmechanismen gezielt<br />

unterlaufen lassen. Gerade wenn die Staatsmacht<br />

physikalischen Zugriff auf den Rechner<br />

des Delinquenten hat.<br />

Die belauschen Bürger, darunter fallen auch<br />

immer viele falsch verdächtigte, können aber<br />

nur hoffen, dass der Staat sie künftig besser<br />

vor mangelhafter Programmierung schützt.<br />

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22<br />

software<br />

WINDOWS-SCHWACHSTELLEN<br />

schwachstellen von winDows beheben<br />

Der weg<br />

zu wolke<br />

7<br />

Mit <strong>Windows</strong> 7 ist Microsoft ein großer Wurf gelungen,<br />

es ist schneller und besser als die Vorgängerversionen<br />

des Betriebssystems. In der Praxis zeigt sich‚<br />

allerdings, dass auch dieses <strong>Windows</strong> Mängel aufweist.<br />

Viele Systemfunktionen werden lediglich grundlegend<br />

verfügbar gemacht. Schließen Sie die nervigen Lücken<br />

<strong>mit</strong> Zusatz-Tools.<br />

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<strong>Windows</strong> nervt<br />

23<br />

<strong>Windows</strong> 7 ist das leistungsfähigste und<br />

schnellste <strong>Windows</strong>-Betriebssystem,<br />

das es je gab. Dies ist die Aussage, die aus<br />

Redmond kommt und von den Hardware-<br />

Herstellern übernommen wird. Es zeigt sich<br />

<strong>mit</strong> einer attraktiven Benutzeroberfläche und<br />

bringt Systemfunktionen, die die Arbeit vereinfachen,<br />

Probleme beheben, das System<br />

aktualisieren und verbessern. <strong>Windows</strong> 7 ist<br />

ausgereifter und weniger fehleranfällig. Es hat<br />

aber weiterhin <strong>mit</strong> grundlegenden Problemen<br />

zu kämpfen.<br />

Die Systemregistrierung füllt sich auf Dauer<br />

<strong>mit</strong> unnötigem Ballast. Veraltete Systemtreiber<br />

hebeln auch heute noch die Stabilität des<br />

Systems aus. Fehlerhafte Systemänderungen,<br />

die Programme vornehmen, werden nicht erkannt<br />

und einhergehend da<strong>mit</strong> auch nicht behoben.<br />

Hilfestellungen in Problemfällen sind<br />

ernüchternd und frustrierend, und wichtige<br />

Funktionen, die im Online-Zeitalter und für<br />

aktuelle leistungsfähige Hardware sinnvoll<br />

wären, stehen nicht zur Verfügung. Viele Funktionen<br />

sind auf ein Minimum beschränkt und<br />

nur eingeschränkt nutzbar.<br />

Wichtige Systemeinstellungen sind verborgen<br />

und lassen sich häufig nicht komfortabel<br />

ändern. Andere Funktionen sind zeitaufwändig<br />

und speicherintensiv kodiert. Wichtige<br />

Funktionen zur effektiven Verwaltung von<br />

Programmen und Dateien fehlen. Der in Teilbereichen<br />

existierende Minimalismus eröffnet<br />

Drittherstellern ein weites Feld für Zusatz-<br />

Tools. Und auch Microsoft bietet kostenfreie<br />

Tools, um Lücken zu schließen.<br />

<strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong> zeigt Ihnen, was unter <strong>Windows</strong> 7<br />

nervt, und wie Sie <strong>mit</strong> Tools der Heft-<strong>DVD</strong> die<br />

Schwachstellen ausmerzen.<br />

Quo vadis?<br />

Jeder Anwender nutzt <strong>Windows</strong> 7, um Programme<br />

auszuführen und Dokumente zu verwalten.<br />

Der <strong>Windows</strong>-Desktop ist die Schaltzentrale.<br />

Darüber führen Sie Programme aus<br />

und bearbeiten Sie Dokumente. Der Desktop<br />

besteht aus Taskleiste, Startmenü und Desktop-Hintergrund.<br />

Er fungiert für Anwendungen<br />

und Verknüpfungen als Ablage.<br />

Mit dem <strong>Windows</strong> Explorer verwalten<br />

Sie Ordner und Dateien.<br />

Grundlegende Konfigurationen<br />

und Einstellungen legen Sie<br />

über die Systemsteuerung und<br />

Verwaltungswerkzeuge fest.<br />

Konfigurationseinstellungen<br />

verwalten Sie über die Systemregistrierung<br />

und gesonderte<br />

Datendateien. Jede <strong>Windows</strong>-<br />

Version führt neue Elemente ein und nimmt<br />

Änderungen an der Taskleiste, dem Startmenü,<br />

der Oberfläche und darauf platzierbaren<br />

Elementen und Minianwendungen vor.<br />

Innovative Neuerungen die nur äußerlich in<br />

Erscheinung treten (z.B. Multifunktionsleisten),<br />

verbergen häufig, dass unter der Schale<br />

wenig passiert ist. Andere Änderungen,<br />

Zusatz-Tools<br />

beheben<br />

Schwachstellen<br />

und Fehlfunktionen<br />

Das alternative<br />

Startmenü StartMenu7<br />

gibt sich auch<br />

bei einer hohen Anzahl<br />

von Einträgen<br />

aufgeräumt.<br />

wie eine nicht komfortabel konfigurierbare<br />

Benutzerkontensteuerung, treten negativ in<br />

Erscheinung. Der Anwender würde sich wünschen,<br />

dass neu eingeführte Elemente wahlweise<br />

aktivierbar oder auch im alten Zustand<br />

verwendbar sind.<br />

Einstellungen sollten nicht<br />

fest vorgegeben und verborgen,<br />

sondern zur komfortablen<br />

Bearbeitung <strong>mit</strong> entsprechender<br />

Hilfe angeboten<br />

werden. Denn nicht immer<br />

sind die von Microsoft bereitgestellten<br />

Funktionen die<br />

Funktionen, die sich auch der<br />

Anwender wünscht.<br />

Um Programme vereinfacht parallel zu verwalten,<br />

sollten mehrere parallel aktivierbare<br />

und umschaltbare Desktops bereitstehen.<br />

Die Funktionalität lässt sich über ein kleines<br />

Hilfsprogramm <strong>mit</strong> dem Namen Desktops<br />

nachrüsten, das Microsoft selbst kostenfrei<br />

verfügbar macht.<br />

Parallele Desktop-Verwaltung <strong>mit</strong> dem Microsoft-Tool Desktops.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


24<br />

software<br />

WINDOWS-SCHWACHSTELLEN<br />

Der Process Explorer<br />

zeigt, welche Objekte<br />

und Elemente von<br />

Prozessen genutzt und<br />

geöffnet werden.<br />

Programme verwalten und ausführen<br />

Programme werden in das Startmenü eingebunden<br />

und darüber ausgeführt. Alternativ legen<br />

Sie Verknüpfungen auf dem Desktop ab,<br />

über die Sie Programme oder Dokumente ausführen<br />

und öffnen. Das Startmenü bearbeiten<br />

Sie grundlegend über Drag & Drop-Operationen<br />

oder im Detail über das zugehörige<br />

Benutzerverzeichnis im <strong>Windows</strong> Explorer.<br />

Eine einheitliche Verwaltungsfunktion für<br />

das Startmenü steht nicht zur Verfügung. Und<br />

auch unterschiedliche Darstellungsvarianten<br />

werden für das Startmenü nicht angeboten.<br />

Wollen Sie das herkömmliche Startmenü ersetzen<br />

und für mehr Ordnung bei einer hohen<br />

Anzahl von Startmenüeinträgen sorgen, dann<br />

greifen Sie auf das Tool StartMenu7 <strong>mit</strong> Registerunterstützung<br />

zurück.<br />

Autoruns legt alle<br />

Informationen zu ausgeführten<br />

Programmen<br />

und Komponenten<br />

offen.<br />

Um das klassische Menü älterer <strong>Windows</strong>-<br />

Versionen zu reaktivieren, greifen Sie auf das<br />

Tool Tidy Start Menu zurück. <strong>Windows</strong> 7 bietet<br />

für den Programmstart eine Schnellstartleiste,<br />

die in die Taskleiste integriert ist und beliebige<br />

Verknüpfungen aufnimmt.<br />

Reicht der Platz hier nicht aus, greifen Sie auf<br />

alternative und zusätzlich frei auf dem Desktop<br />

platzierbare Symbolleisten zurück, wie<br />

RocketDock, Nexus oder auch ObjectDock.<br />

Alle zuvor genannten Symbolleisten lassen<br />

sich parallel einsetzen. In die Symbolleisten<br />

nehmen Sie Verwaltungs-Tools der jeweiligen<br />

Hersteller oder auch Verknüpfungen zu Dokumenten<br />

und Anwendungen für die Schnellanwahl<br />

auf.<br />

Die Symbolleisten orientieren sich an den<br />

Symbolleisten der Mac-OS-Betriebssysteme<br />

und lassen sich horizontal oder vertikal ausrichten.<br />

RocketDock und ObjectDock bieten<br />

integrierte Zoomfunktionen für angewählte<br />

Symbole und deren Beschriftungen an. Diese<br />

sorgen dafür, dass Sie die Symbolleisten<br />

selbst platzsparend einrichten.<br />

Autostart-Programme verwalten<br />

<strong>Windows</strong> führt beim Programmstart eine<br />

Vielzahl unterschiedlicher Programme aus.<br />

Einige der Programme werden über Konfigurationseinstellungen<br />

der Systemregistrierung,<br />

andere in Form von Diensten und weitere<br />

über die Autostart-Gruppe des Startmenüs<br />

geladen. Eine Übersicht der ausgeführten<br />

Anwendungen, Prozesse und Dienste erhalten<br />

Sie über den Task-Manager. Über den<br />

Task-Manager beenden Sie ausgewählte Programme,<br />

Prozesse oder auch Dienste. Die<br />

Informationen im Task-Manager beschränken<br />

sich auf das Nötigste und auch Hinweise zu<br />

den jeweiligen Programmverzeichnissen und<br />

geladenen Treibern und DLLs erhalten Sie<br />

nicht. Wollen Sie im Detail offenlegen, was<br />

automatisiert unter <strong>Windows</strong> ausgeführt wird,<br />

dann greifen Sie auf das Microsoft-Tool Autoruns<br />

zurück.<br />

Dieses legt erweiterte Informationen, wie geladene<br />

DLLs (Dynamic Link Libraries), Komponenten<br />

des <strong>Windows</strong> und Internet Explorers,<br />

Netzwerkanbieter, geladene Minianwendungen,<br />

vom Zeitplaner gesteuerte Aufgaben<br />

oder auch Gerätetreiber offen. Über die integrierte<br />

Online-Suchfunktion rufen Sie sich zu<br />

einzelnen Programmkomponenten weiterführende<br />

Informationen ab.<br />

Programme und Registry überwachen<br />

Ist eine Anwendung ausgeführt, erkennen Sie<br />

am Namen nur selten, welche Funktion sich<br />

dahinter verbirgt. Problematisch ist, wenn<br />

Anwendungen darauf verzichten, eine Funktionsbeschreibung<br />

zu verwalten und offenzulegen.<br />

Sie sehen nicht, welche Dateien eine Anwendung<br />

bearbeitet und welche Änderungen<br />

diese Anwendung an der Systemregistrierung<br />

vornimmt.<br />

Doch nicht jede unbekannte Anwendung ist in<br />

den Bereich Schad-Software einzuordnen. Um<br />

ObjectDock ist eine frei<br />

konfigurierbare Symbolleiste<br />

im Mac-OS-Stil.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


25<br />

Licht ins Dunkel zu bringen, nutzen Sie den<br />

Process Monitor sowie den Process Explorer<br />

von Microsoft. Der Process Monitor überwacht<br />

alle Dateisystem-, Systemregistrierungs-, Prozess-,<br />

Thread- und DLL-Aktivitäten in Echtzeit.<br />

Mit dem Process Explorer legen Sie die von<br />

Prozessen geöffneten Registrierungsschlüssel<br />

und Objekte, die nachgeladenen DLLs<br />

sowie deren Besitzer offen. Die Programme<br />

dienen der detaillierten Programmanalyse zur<br />

Laufzeit und erlauben es nachzuvollziehen,<br />

was unbekannte Anwendungen für Arbeiten<br />

verrichten.<br />

Anwendungen machen nur selten Angaben<br />

dazu, wo und welche Änderungen in der Registry<br />

vorgenommen werden. Und das nicht<br />

ohne Grund. Denn nicht selten werden auch<br />

Registrier- und Aktivierungsschlüssel über die<br />

Registry verwaltet.<br />

Mit RegFromApp steht ein Tool zur Verfügung,<br />

<strong>mit</strong> dem Sie zu bereits geladenen oder nachgeladenen<br />

Prozessen die Registrierungsaktivitäten<br />

überwachen. Das Tool ist in 32- und<br />

64-Bit-Varianten verfügbar. Sie verwenden<br />

die 32-Bit-Variante für das Überwachen von<br />

32-Bit- und die 64-Bit-Variante für das Überwachen<br />

von 64-Bit-Prozessen. Das Programm<br />

zeichnet die Schlüssel auf und kann diese in<br />

reg-Dateien sichern, die auf andere Rechner<br />

und deren Systemregistrierungen portierbar<br />

sind.<br />

Verschlüsselte Archivdateien erzeugen Sie <strong>mit</strong><br />

dem Archivierungsprogramm 7-Zip.<br />

Mit ShellExView verwalten und (de)aktivieren Sie Shell-Erweiterungen.<br />

Dateien und Ordner verwalten<br />

Mit dem <strong>Windows</strong>-Explorer verwalten Sie Ordner<br />

und Dateien. Unter <strong>Windows</strong> 7 wurde die<br />

klassische Explorer-Symbolleiste und -Statuszeile<br />

ebenso wie Dialoge, die im Rahmen von<br />

Dateioperationen eingesetzt werden, geändert.<br />

Wollen Sie wahlweise zum klassischen<br />

Startmenü und den alten <strong>Windows</strong>-Explorer-<br />

Funktionalitäten zurückkehren, greifen Sie<br />

auf das Open-Source-Projekt Classic Shell<br />

zurück. Dieses macht die älteren Programmfunktionen<br />

wieder verfügbar, ohne die funktionalen<br />

Neuerungen von <strong>Windows</strong> 7 außer<br />

Kraft zu setzen. Sie Wechseln beispielsweise<br />

per Tastaturbefehl jederzeit zwischen dem<br />

klassischen und dem neuen Startmenü.<br />

Der <strong>Windows</strong> Explorer bietet unterschiedliche<br />

Ansichten und neben einer strukturierten<br />

Ordneranzeige eine Detailansicht für den aktuell<br />

geöffneten Ordner. Eine <strong>Vorschau</strong>ansicht<br />

von Dokumenten ist wahlweise aktivierbar.<br />

Über den <strong>Windows</strong> Explorer legen Sie auch<br />

ZIP-Dateiarchive an oder greifen Sie auf den<br />

Inhalt von ZIP-Archiven zu. Alternative Archivformate<br />

(z.B. rar, gzip, 7z, arj) werden weder<br />

für das Entpacken noch das Verpacken angeboten.<br />

Archive lassen sich nicht per Kennwort<br />

schützen oder verschlüsseln und auch die<br />

Anlage selbstentpackender Archive wird nicht<br />

bereitgestellt. Um die zuvor genannten Lücken<br />

zu schließen, greifen Sie auf das Open-<br />

Source-Archivierungsprogramm 7-Zip zurück.<br />

Um Ordner oder Dateien zu verschieben, nutzen<br />

Sie die Drag & Drop-Funktionen des Explorers.<br />

Ein zeitgleicher Zugriff auf die Inhalte<br />

des Quell- und (!) Zielordners wird dabei nicht<br />

angeboten. Um dies zu erreichen, ist der <strong>Windows</strong><br />

Explorer in unterschiedlichen Instanzen<br />

zu öffnen. Alternativ greifen Sie auf das Tool<br />

QDir zurück, das die parallele Bearbeitung<br />

von vier Verzeichnissen und deren Inhalten<br />

erlaubt.<br />

Kontextmenübefehle des <strong>Windows</strong> Explorers<br />

werden über die Systemregistrierung verwaltet.<br />

Funktionale Erweiterungen werden über<br />

Shell Extensions (Shell-Erweiterungen) verfügbar<br />

gemacht. Darüber lassen sich neue Befehle<br />

für die Dateiverwaltung (z.B. laufwerksübergreifendes<br />

Verschieben von Dateien/<br />

Ordnern, erweiterte Dateiinformationen,<br />

Konvertierfunktionen, Dateikommentierung)<br />

bereitstellen.<br />

Wollen Sie den <strong>Windows</strong> Explorer über Kontextmenübefehle<br />

erweitern, stehen beispielsweise<br />

die FirmTools ShellExtension, das Shell<br />

Extension Pack, die Shell Tools oder aber die<br />

File Menue Tools zur Verfügung. Shell-Erweiterungen<br />

nehmen Änderungen an der System-<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


26<br />

software<br />

WINDOWS-SCHWACHSTELLEN<br />

fehlende funktionen nachrüsten<br />

Dateiattribute werden über das<br />

Kommando ATTRIB an der Eingabeaufforderung<br />

geändert. Einen Dialog zur<br />

komfortablen Änderung der Dateiattribute<br />

suchen Sie im <strong>Windows</strong> Explorer<br />

vergebens. Mit dem Attribute Changer<br />

rüsten Sie einen solchen Dialog aber<br />

nach.<br />

Er klinkt sich als Shell-Erweiterung in<br />

den <strong>Windows</strong> Explorer ein. Auch einen<br />

Dialog zur komfortablen Bearbeitung<br />

von Kontextmenüs steht in <strong>Windows</strong><br />

nicht zur Verfügung. Wollen Sie Kontextmenüs<br />

im Dialog bearbeiten, dann<br />

greifen Sie auf den Context Menu Editor<br />

zurück. Darüber definieren und<br />

entfernen Sie Anwendungs- und Internetverknüpfungen<br />

<strong>mit</strong>samt den zugeordneten<br />

Verknüpfungssymbolen im<br />

Dialog.<br />

registrierung vor. Um Shell-Erweiterungen<br />

gezielt zu verwalten und ohne den Registrierungseditor<br />

zu ändern und wahlweise zu (de)<br />

aktivieren, greifen Sie auf das Tool ShellEx-<br />

View zurück.<br />

Der <strong>Windows</strong> Explorer bietet eine einfache<br />

Funktion zur Serienumbenennung an. Einfluss<br />

auf die Namensvergabe haben Sie dabei<br />

allerdings nicht. Umbenannte Dateien erhalten<br />

denselben Hauptdateinamen erweitert<br />

um einen fortlaufenden numerischen Index.<br />

Mit dem Panda Batch File Renamer umgehen<br />

Sie diese Einschränkung und legen Sie die<br />

Kriterien für die Umbenennung frei fest. Sie<br />

bestimmen die zuzuweisenden Textinformationen,<br />

nehmen Einfluss auf Groß- und Kleinschrift,<br />

definieren reguläre Ausdrücke für die<br />

Umbenennung oder sorgen für das Entfernen<br />

bestimmter Zeichen.<br />

Der <strong>Windows</strong> Explorer bietet eine integrierte<br />

und indexbasierte Suchfunktion an, die nur<br />

selten durch Schnelligkeit glänzt und erhebliche<br />

Rechenleistung für die Indexerstellung<br />

benötigt. Suchen Sie dateibasiert anhand von<br />

Suchmasken, dann greifen Sie alternativ auf<br />

Ultra Search zurück. Das Tool sucht Dateien<br />

über die Dateizuordnungstabellen und zeichnet<br />

sich durch Schnelligkeit aus. Ergebnisse<br />

lassen sich in unterschiedliche Dateiformate<br />

exportieren (z.B. csv, html, rtf) und ausdrucken.<br />

Die Orion File<br />

Recovery restauriert<br />

gelöschte Dateien<br />

ohne Papierkorbfunktion<br />

und sorgt für ein<br />

sicheres Löschen.<br />

Sicher löschen und restaurieren<br />

Nur bei aktivem Papierkorb lassen sich versehentlich<br />

gelöschte Dateien unter <strong>Windows</strong><br />

wieder herstellen. Eine Wiederherstellungsfunktion<br />

für unzulässig gelöschte Dateien<br />

steht bei inaktivem Papierkorb nicht zur Verfügung.<br />

Auch wenn <strong>Windows</strong> ein Restaurieren<br />

nicht unterstützt, stellen Sie solche gelöschten<br />

Dateien wieder her. Zumindest solange,<br />

wie deren Daten nicht auf dem Festspeicher<br />

überschrieben wurden. Eine entsprechende<br />

Software ist <strong>mit</strong> Orion File Recovery Software<br />

verfügbar. Diese er<strong>mit</strong>telt Informationen zu<br />

den gelöschten Dateien und deren Standorten<br />

über die Dateizuordnungstabellen, listet<br />

gefundene Einträge zum Wiederherstellen auf<br />

und bietet diese anschließend zum Restaurieren<br />

an. Außerdem sorgen Sie <strong>mit</strong> dem Tool für<br />

ein sicheres Löschen und verhindern da<strong>mit</strong>,<br />

dass gelöschte Dateien wiederherstellbar<br />

sind.<br />

Je länger Sie <strong>mit</strong> <strong>Windows</strong> arbeiten, desto<br />

mehr Dateien fallen an, die das System und<br />

den Festspeicher belasten. Unnötige und<br />

mehrfach vorliegende Dateien – so genannte<br />

Duplikate – sind zu löschen. <strong>Windows</strong> stellt<br />

nur eingeschränkte Funktionen zur Dateibereinigung<br />

zur Verfügung.<br />

Das Datenträgerbereinigungsprogramm berücksichtigt<br />

beispielsweise heruntergeladene<br />

Programmdateien, temporäre Internetdateien,<br />

Offlinewebseiten, den Papierkorb,<br />

Abbilddateien, Berichtsdateien oder auch<br />

temporäre Dateien.<br />

Außerdem werden Wiederherstellungspunkte<br />

oder Volumeschattenkopien berücksichtigt.<br />

Duplikate werden nicht erkannt und auch die<br />

freie Konfiguration der zu löschenden Dateien<br />

anhand der Dateikürzel wird nicht angeboten.<br />

Duplikate finden und löschen Sie <strong>mit</strong> dem Duplicate<br />

Cleaner.<br />

Das Tool berücksichtigt nicht nur die Dateieigenschaften,<br />

sondern auch die Dateiinhalte.<br />

Mit dem Free Disc Cleaner erhalten Sie ein<br />

gesondertes Tool, über das Sie die zu löschenden<br />

Dateien anhand von Suchmasken<br />

frei definieren.<br />

Der Panda Batch File Renamer optimiert das Umbenennen von Dateien.<br />

System- und Programmkonfigurationen<br />

Konfigurationseinstellungen, COM-Komponenten,<br />

aber auch eingerichtete Anwendungen<br />

und Systemeinstellungen werden<br />

über die Registry verwaltet und bei Bedarf <strong>mit</strong><br />

dem Registrierungseditor bearbeitet. In der<br />

Systemregistrierung finden sich verborgene<br />

Systemeinstellungen, Verknüpfungen zwischen<br />

Anwendungen und Dateikürzeln und<br />

häufig unnötige Einstellungen bereits deinstallierter<br />

Anwendungen.<br />

Der File Association Fixer unterstützt Sie bei<br />

der Wiederherstellung wichtiger Dateiver-<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


Fujitsu empfiehlt <strong>Windows</strong>®7.<br />

FUJITSU LIFEBOOK <strong>mit</strong>sichtbar<br />

intelligenter Prozessorleistung<br />

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während der Anreise. Kein Warten auf den Admin, keine lästige Hotspot-Suche –<br />

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des LIFEBOOK P701 sicher, dass Sie sehr schnell weiterarbeiten können.<br />

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28<br />

software<br />

WINDOWS-SCHWACHSTELLEN<br />

knüpfungen und Anwendungen (z.B. jpg, scr,<br />

zip, vbs, txt) und stellt sicher, dass sich wichtige<br />

Dateiformate direkt per Doppelklick über<br />

den <strong>Windows</strong> Explorer zur Bearbeitung öffnen<br />

lassen.<br />

Mit FileTypesMan erhalten Sie ein gesondertes<br />

Tool, über das Sie Anwendungsverknüpfungen<br />

selbst verwalten und definieren.<br />

Mit dem Tool definieren Sie auch, welche Kontextmenübefehle<br />

für ausgewählte Dateiformate<br />

im <strong>Windows</strong> Explorer angeboten werden<br />

(z.B. Drucken, Öffnen, neue Dateianlage).<br />

Um unnötige Konfigurationseinstellungen der<br />

Systemregistrierung zu entfernen, nutzen Sie<br />

den Free Registry Cleaner. <strong>Windows</strong> selbst<br />

macht keine Funktion zum Aufräumen der<br />

Sys temregistrierung verfügbar.<br />

Der Free Registry Cleaner bereinigt ungültige<br />

und fehlerhafte Einstellungen aus der<br />

Systemregistrierung (z.B. deinstallierte Programmeinträge,<br />

ungültige COM-/OLE- und<br />

ActiveX-Komponenten). Alle Änderungen werden<br />

zuerst analysiert und erst nach entsprechender<br />

Bestätigung aus der<br />

Systemregistrierung entfernt.<br />

<strong>Windows</strong> verwaltet eingerichtete<br />

Programme im Verbund<br />

<strong>mit</strong> den jeweils zugehörigen<br />

Einrichtungsprogrammen über<br />

die Systemregistrierung und<br />

das zugehörige Systemsteuerungsmodul<br />

Programme und<br />

Funktionen.<br />

Lassen sich Programme nicht wie gewünscht<br />

deinstallieren oder erscheinen Programme<br />

auch nach der Deinstallation weiterhin als<br />

installiert, dann sollten Sie erneut auf Zusatz-<br />

Tools zurückgreifen. Programmdeinstallationen<br />

und erweiterte Funktionen für aktuell<br />

er<strong>mit</strong>telte Programminstallationen erhalten<br />

Die Tools der<br />

Heft-<strong>DVD</strong><br />

ersetzen Fehlfunktionen<br />

von <strong>Windows</strong> 7<br />

Verknüpfungen von Anwendungen <strong>mit</strong> Dateitypen definieren und bearbeiten Sie <strong>mit</strong> FileTypesMan.<br />

Sie zusammen <strong>mit</strong> Berichtsfunktionen über<br />

das Tool MyUninstaller.<br />

Rechte und Sicherheit<br />

Mit <strong>Windows</strong> 7 stehen viele Sicherheitsfunktionen<br />

bereit. Dazu zählen die Funktionen für<br />

die Verwaltung und Einrichtung der Benutzerkonten,<br />

zur Systemanmeldung, zur Definition<br />

von Freigaben in Netzwerkumgebungen<br />

sowie die Benutzerkontensteuerung<br />

(UAC – User<br />

Access Control). Viele der<br />

zugeordneten Sicherheitseinstellungen<br />

geben sich in der<br />

Praxis jedoch wenig flexibel<br />

oder sorgen häufig für das<br />

Einblenden von Dialogen, die<br />

sich nur aufwändig temporär<br />

abschalten lassen.<br />

Änderungen führen zu Sicherheitslücken, wo<strong>mit</strong><br />

das Fehlen erweiterter und komfortabler<br />

Konfigurationsdialoge erklärt wird. Dass das<br />

nicht sein muss, zeigen erneut erweiterte<br />

Tools, die sich dem Tweaking und der gezielten<br />

Sicherheitskonfiguration zuwenden. Mit dem<br />

Microsoft-Programm AutoLogon unterbinden<br />

Sie schnell und wahlweise die Systemanmeldung.<br />

Wollen Sie Anwendungen nicht nur als<br />

Administrator, sondern unter einem anderen<br />

Benutzer-Account ausführen, nutzen Sie das<br />

Microsoft-Tool ShellRunAs.<br />

Wichtig sind Tools, die sich gezielt der Verschlüsselung<br />

und Entschlüsselung von Daten<br />

und Dateien zuwenden, und da<strong>mit</strong> die sichere<br />

Verteilung von ausgewählten Dateien aber<br />

auch E-Mails unterstützen, wie die MEO Free<br />

Data Encryption Software.<br />

Außerdem fehlt eine Software, die eine Sicherung<br />

von Ordnern und Dateien auf CD/<br />

<strong>DVD</strong>- und oder Blu-ray-Sicherungsmedien unterstützt.<br />

Zwar legen Sie Audio-CDs über den<br />

<strong>Windows</strong> Media Player an, ein allgemeines,<br />

einfaches Datensicherungsprogramm für CD,<br />

<strong>DVD</strong>s oder Blu-rays suchen Sie unter <strong>Windows</strong><br />

jedoch vergebens. Als kostenfreier Ersatz<br />

empfehlen sich das Brennprogramm CD<br />

Burner XP.<br />

Netzwerk, Hardware<br />

und verborgene Einstellungen<br />

Mit USB Deview analysieren Sie USB-Schnitstellen<br />

detalliert. Systemeinstellungen, die<br />

bislang verborgen waren (z.B. zur Personalisierung,<br />

Butzerkontensteuerung, Systemleistung,<br />

Sicherheits- und Netzwerkeinstellungen;<br />

Internet-Explorer-Einstellungen),<br />

werden über den Ultimate <strong>Windows</strong> Tweaker<br />

und den Taskbar Thumbnail Tweaker Resizer<br />

(Taskbar-<strong>Vorschau</strong>-Größen) offen gelegt.<br />

Verborgene <strong>Windows</strong>-Tweaking-Einstellungen legt der Ultimate <strong>Windows</strong> Tweaker offen.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de<br />

Fazit: Tools schließen Lücken!<br />

Kein Betriebssystem ist so gut, dass es ohne<br />

Zusatz-Tools auskommt. Die Programme von<br />

Drittherstellern schließen Lücken und zeigen,<br />

welche Funktionen des Systems Schwachpunkte<br />

aufweisen und verbesserungswürdig<br />

sind. Erst <strong>Windows</strong> 8 wird zeigen, ob Microsoft<br />

Anregungen aufnimmt und Änderungen<br />

berücksichtigt. Bis dahin helfen die Tools von<br />

der Heft-<strong>DVD</strong>.<br />

tr


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30<br />

Software<br />

Web-Mailer + DateiManager + SicherheitS-tool<br />

e-Mail-DienSt<br />

web.de beschleunigt<br />

■ Der Web-Mailer Web.de hat eine komplett<br />

neue Oberfläche bekommen, die wesentlich<br />

aufgeräumter und moderner wirkt.<br />

Am oberen Rand finden sich nur noch vier<br />

Symbole für Start, Posteingang, Adressbuch<br />

und den Online-Speicher. Vorher gab es<br />

hier 20 Schaltflächen, und zwar Funktionen<br />

gemischt <strong>mit</strong> Werbeflächen (Otto, Bild…).<br />

Auch die Leiste links ist wesentlich klarer<br />

strukturiert und thematisch auf einer Ebene<br />

gegliedert. Die einzelnen Unterseiten, z.B.<br />

der Nachrichten-Editor, sind entschlackt und<br />

erinnern stark an ein stationäres E-Mail-Programm<br />

wie Outlook. Insgesamt beschleunigte<br />

Web.de den Seitenaufbau, verkürzte den<br />

Zugriff auf wichtige Funktionen und erhöhte<br />

das Speichervolumen auf 12 MByte. Wer die<br />

Toolbar einsetzt, bekommt sogar 500 MByte,<br />

die er auch behält, wenn er die Toolbar wieder<br />

deinstalliert. Das neue Web.de ist noch in der<br />

Beta-Phase, Interessenten, die ihren Account<br />

jetzt schon umstellen möchten, erledigen das<br />

über den unten stehenden Link. whs<br />

[ freemail.web.de/neu ]<br />

DateiManager<br />

Speedy<br />

Datenschieber<br />

■ Der beliebte Dateimanager für <strong>Windows</strong>,<br />

Speed Commander, ist in Version 14 er<br />

schienen. Wichtige Funktionen finden sich<br />

nun im Kontextmenü.<br />

Der zugehörige Online-<br />

Speicher bietet ein<br />

Gigabyte Volumen für<br />

Bilder und Dokumente.<br />

SicherheitS-tool<br />

Malware-Jäger<br />

■ Die neue Version 6.0 der <strong>Anti</strong>-Malware von<br />

Emsisoft geht deutlich schonender <strong>mit</strong> den<br />

Systemressourcen um, als die Vorgänger.<br />

Der Hersteller hat Scans um bis zu 450<br />

Prozent beschleunigte, behauptet er. Dazu<br />

setzt das Tool ein Advanced-Cashing-System<br />

ein, das übliche Dateien prüft, bevor<br />

eine Anwendung sie lädt. Verbessert hat<br />

der Hersteller ferner die Fehlalarmrate und<br />

die Erkennung von Root-Kits. Diese findet<br />

sowohl klassische, dateibasierte Rootkits<br />

wie TDL-3 und ZeroAccess als auch die immer<br />

häufiger auftretenden MBR-Infektoren<br />

wie TDL-4 und Sinowal.<br />

Die Kunden von Emsisoft benötigen <strong>mit</strong> Version<br />

6.0 keine Benutzerkonto mehr, sondern<br />

bekommen vom Hersteller einen einfachen<br />

Freischaltschlüssel. <strong>Anti</strong>-Malware setzt in-<br />

Aufgeräumt und gut<br />

strukturiert wirkt die<br />

neue Oberfläche von<br />

Web.de<br />

tern zwei Viren-Engines ein, um die Erkennung<br />

von Schädlingen zu optimieren. Die<br />

Vollversion kostet 40 Euro für ein Jahr, einen<br />

einfachen Schutz gibt es als Freeware. whs<br />

[ www.emsisoft.de ]<br />

Der Anwender ruft häufig benötigte Befehle<br />

wie das Komprimieren von Dateien nun <strong>mit</strong><br />

dem rechten Mausklick auf. Bei der Anzeige<br />

von Quelltexten aktiviert der Dateimanager<br />

ab sofort Syntax-High-Lighting. Bei<br />

HTML-Code als Beispiel rückt und färbt er<br />

die verschiedenen Abschnitte des Textes<br />

unterschiedlich ein. Ist Microsoft-Office<br />

installiert, so zeigt Speed Commander<br />

nun den Inhalt von Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien<br />

in der internen <strong>Vorschau</strong><br />

an. Beim mobilen Gebrauch des Tools vom<br />

USB-Stick aus gab es in der Vergangenheit<br />

Probleme beim Kopieren in ein geschütztes<br />

Systemverzeichnis hinein. Die neue Version<br />

beherrscht nun Aktionen, die eine Admin-<br />

Bestätigung benötigen.<br />

Außerdem schließt das Programm Registerkarten<br />

jetzt besonders schnell <strong>mit</strong> der<br />

<strong>mit</strong>tleren Maustaste. Er arbeitet <strong>mit</strong> der<br />

Zweifenstertechnik, unterstützt große Festplatten,<br />

bietet einen Zipper und einen FTP-<br />

Client.<br />

whs<br />

[ www.speedcommander.de ]<br />

Mit zwei internen Virensuchmaschinen schützt <strong>Anti</strong>-Malware vor Viren und Trojanern. Die neue<br />

Version verbessert die Erkennung von Root-Kits.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


software<br />

Sicherheit<br />

31<br />

SicherheitS-Software<br />

Norman security suite geht in runde 9<br />

Das norwegische<br />

Entwicklerhaus<br />

verspricht <strong>mit</strong><br />

Norman 9 Pro Extraschutz<br />

bei Geldgeschäften<br />

im Internet und bessere<br />

Wahrung der Privatsphäre<br />

seiner Nutzer.<br />

■ In der neunten Generation von Normans te Dateien startet die Security Suite in einer<br />

Sicherheits-Software gibt es viel Neues zu Oberfläche, die ein Betriebssystem emuliert,<br />

begutachten. Das <strong>Anti</strong>virus-Modul liest Hashwerte,<br />

worin die Malware agiert. Dadurch kann die<br />

die jeder Datei als eine Art Fingerab-<br />

Sicherheits-Software das Verhalten der Mal-<br />

druck zugrunde liegen, in eine Datenbank ware überprüfen, ohne dass das eigentliche<br />

ein. Die so identifizierten Dateien müssen System gefährdet ist.<br />

erst wieder gescannt werden, sobald sich die Desweiteren zeigt Norman 9 Perspektive, indem<br />

bereits jetzt Unterstützung für <strong>Windows</strong><br />

Hashwerte ändern. Das schont die Ressourcen<br />

und beschleunigt den Scan. Unbekann- 8 und das IPv6-Internetprotokoll<br />

_06S1L_CoolerMaster_<strong>PC</strong>M_12.eps;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);11. Oct 2011 08:28:00<br />

eingebaut<br />

ist. Zusätzlich bringt die Sicherheitsfirma<br />

zwei weitere Varianten<br />

von Norman 9 heraus. Der abgespeckte<br />

Basis-Schutz bietet nur<br />

<strong>Anti</strong>virus und <strong>Anti</strong>spyware, während<br />

die Pro-Version neben allen<br />

oben beschriebenen Funktionen<br />

noch <strong>mit</strong> den beiden folgenden<br />

Modulen aufwartet: Intrusion Guard<br />

schützt beim Online Banking und Shopping<br />

und die Privacy Tools ermöglichen ein<br />

effektives Löschen von Cookies und anderen<br />

persönlichen Informationen, indem sie siebenfach<br />

<strong>mit</strong> zufälligen Daten überschrieben<br />

werden. Die Lizenz für drei Rechner <strong>mit</strong> einem<br />

zwölfmonatigen Update-Recht ist im Fachhandel<br />

oder der Norman-Webseite verfügbar.<br />

Die normale Version kostet 59 Euro, die Basis-<br />

Variante 49 Euro und die Pro-Version 69 Euro.<br />

Personal Firewall, <strong>Anti</strong>spam, Parental Control,<br />

Intrusion Guard und Privacy Tools gibt es als<br />

einzelne Zusatzmodule für je 24,90 Euro zum<br />

Aufrüsten.<br />

fb<br />

[ www.norman.com/de ]<br />

Hyper EVO<br />

viel Wind und wenig Schall!<br />

Hyper 612S<br />

Hyper TX3 EVO<br />

Hyper 212 EVO<br />

Hyper 412S<br />

Prozessor-Sockel:<br />

LGA 2011/ LGA 1366/ LGA 1156/ LGA 1155<br />

FM1/ AM3+/ AM3/ AM2+/ AM2


32<br />

Software<br />

WindoWs<br />

windowS 7 von Home auf Pro uPgraden<br />

reißt die<br />

fenster auf<br />

Microsoft gestaltet den Umstieg von der Home-Premium-<br />

Version auf die Professional- oder Ultimate-Version dank<br />

Anytime Upgrade einfach. Warum der Hersteller die<br />

anschließend erforderliche Neuaktivierung allerdings auf<br />

geradezu triviale Weise umgehen lässt, bleibt sein<br />

Geheimnis.<br />

von Herbert KleinScH<strong>mit</strong>t<br />

Die Tastenkombination „<strong>Windows</strong>“ + „Pause“<br />

bestätigt einmal mehr, was man eigentlich<br />

ohnehin schon weiß: Auf dem eigenen<br />

Rechner läuft das Betriebssystem in der<br />

Version Home Premium. Höchstwahrscheinlich<br />

– denn dies ist die Variante, die auf den<br />

<strong>mit</strong> großem Abstand meisten Heim-<strong>PC</strong>s installiert<br />

ist. Die so genannte Starter Edition gibt es<br />

nur vorinstalliert in 32 Bit auf Netbooks, die<br />

Ultimate-Version am anderen Ende der Skala<br />

wird von vielen <strong>PC</strong>-Herstellern und -Händlern<br />

gar nicht angeboten. Bleibt also nur <strong>Windows</strong><br />

7 Professional, das in Unternehmen sowie in<br />

teureren Business-Rechnern und -Notebooks<br />

zum Einsatz kommt.<br />

Teurer sind die Geräte nicht nur deshalb, weil<br />

die Ausstattung in aller Regel besser und die<br />

Komponenten da<strong>mit</strong> teurer sind. Auch das<br />

Betriebssystem selbst kostet in dieser Ausführung<br />

deutlich mehr. Bei gleicher Hardware<br />

muss man <strong>mit</strong> Mehrkosten zwischen 50 und<br />

100 Euro rechnen. Das ist die Größenordnung,<br />

die Händler als Aufpreis für die Pro-Version<br />

von <strong>Windows</strong> 7 etwa in Rechnung stellen.<br />

Offizielles Anytime-Upgrade einfach,<br />

aber extrem teuer<br />

Noch deutlich teurer wird der Umstieg über<br />

den offiziellen Weg, das so genannte <strong>Windows</strong><br />

Anytime Upgrade. Hier sind für den<br />

Umstieg von Home Premium auf die Professional-Version<br />

180 Euro zu berappen – plus<br />

Versandkosten, wenn man sich für Lieferung<br />

auf <strong>DVD</strong> entscheidet.<br />

Dabei ist die Idee dieser ins Betriebssystem<br />

integrierten Funktion im Prinzip richtig und<br />

die Umsetzung gut gelöst: Entschließt sich<br />

ein Benutzer von <strong>Windows</strong> 7 Home Premium<br />

zum Umstieg auf Professional oder Ultimate,<br />

ist der Wechsel <strong>mit</strong> wenigen Mausklicks und<br />

in weniger als zehn Minuten erledigt. Insbesondere<br />

entfällt jegliche Neueinrichtung von<br />

System, Programmen und persönlichen Einstellungen.<br />

Alles läuft genau so wie zuvor, nur<br />

sind die neuen Funktionen hinzugekommen.<br />

Ob man die zusätzlichen Funktionen wie Domänen-Unterstützung,<br />

EFS-Verschlüsselung<br />

oder den integrierte XP-Modus in <strong>Windows</strong><br />

7 Professional benötigt, muss jeder Anwender<br />

für sich selbst entscheiden. Bei Ultimate<br />

kommen noch Sprachpakete, die Festplattenverschlüsselung<br />

BitLocker und BitLocker to<br />

go sowie das Booten von virtuellen Festplatten<br />

hinzu. Eine genaue Übersicht über alle<br />

Funktionen der einzelnen Editionen bietet Microsoft<br />

im Internet (windows.microsoft.com/<br />

de-DE/windows7/products/compare).<br />

Das Anytime Upgrade ist also ausgesprochen<br />

einfach: Ein Mausklick in der Übersicht<br />

<strong>mit</strong> den Basisfunktionen auf die Funktion<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


33<br />

„<strong>Windows</strong> Features <strong>mit</strong> einer neuen Edition<br />

von <strong>Windows</strong> 7 beziehen“, die Eingabe des<br />

Upgrade-Schlüssels im nächsten Schritt, ein<br />

paar Minuten warten und schließlich ein Neustart<br />

des Systems – das ist tatsächlich alles.<br />

Wer keinen Lizenz-Key für die höherwertigen<br />

Versionen hat, bekommt den Schlüssel zum<br />

Freischalten ebenfalls <strong>mit</strong> ein paar Klicks im<br />

angeschlossenen Microsoft Store. Für den<br />

Umstieg von Home Premium auf Professional<br />

sind die genannten 180 Euro fällig, für das<br />

Upgrade auf <strong>Windows</strong> 7 Ultimate nochmals<br />

10 Euro mehr. Wie dies – und zwar völlig legal<br />

– sehr viel preiswerter funktioniert, erklärt der<br />

Kasten Preiswerter zu <strong>Windows</strong> 7 Professional<br />

und Ultimate.<br />

Umstieg auf Professional gelingt<br />

auch ohne Lizenzschlüssel<br />

Angesichts dieser Preise kommt mancher<br />

Anwender sicher ins Grübeln und fragt sich,<br />

ob ein solcher Aufschlag gerechtfertigt ist.<br />

Schließlich gibt es bekannte Mittel und<br />

Wege, einen Rechner auch ohne offizielle<br />

Lizenz upzugraden. Das ist – der Hinweis ist<br />

fast überflüssig – selbstverständlich nicht<br />

erlaubt.<br />

Die Sache ist deshalb so erstaunlich, weil<br />

es der Hersteller selbst ist, der einen Lizenzschlüssel<br />

praktisch <strong>mit</strong>liefert – ganz offiziell<br />

der der <strong>Windows</strong> 7-<strong>DVD</strong>: Im Verzeichnis Sources<br />

listet Microsoft in der Datei product.ini<br />

die Seriennummern für sämtliche <strong>Windows</strong>-<br />

Varianten auf, von der einfachen Starter- bis<br />

zu den komplexen Server-Versionen. Die Einträge<br />

sind <strong>mit</strong> einem Doppelklick im Editor<br />

Über eine<br />

Preissuchmaschine<br />

findet<br />

man schnell<br />

günstige<br />

Angebote zu<br />

<strong>Windows</strong> 7<br />

Professional.<br />

sichtbar, der Produkt-Key der gewünschten<br />

Version lässt sich also per Copy and Paste in<br />

das Anytime Upgrade übertragen.<br />

Anwender, die das Upgrade auf die Professional-Version<br />

testen wollen, legen sich zuvor<br />

ein System-Image an. Dazu bieten sich die in<br />

<strong>Windows</strong> 7 integrierte Image-Funktion oder<br />

kostenlose Tools wie Easeus Todo Backup und<br />

Paragon Backup & Recovery 2011 Free an. Mit<br />

Preiswerter zu <strong>Windows</strong> 7 Professional und Ultimate<br />

Die offiziellen Preise von jeweils über<br />

300 Euro für die Vollversionen von <strong>Windows</strong><br />

7 Professional oder Ultimate brauchen<br />

Sie nun wirklich nicht zu bezahlen.<br />

Das gleiche gilt für die Upgrade-Versionen,<br />

die nur wenig billiger sind. Viel<br />

preiswerter erhalten Sie eine gültige Prooder<br />

Ultimate-Lizenz als eine der folgenden<br />

Varianten. Über eine Preissuchmaschine<br />

wie Idealo werden Sie schnell<br />

fündig.<br />

OEM und System Builder: Streng genommen<br />

ist noch zwischen OEM-Versionen<br />

(Original-Equipment-Manufacturer),<br />

die Microsoft ursprünglich an Hardware-<br />

Hersteller verkauft hat, und SB-Versionen<br />

(System Builder) zu unterscheiden.<br />

Doch in der Praxis werden nicht<br />

nur die Begriffe vermischt, es existieren<br />

auch keine praktischen Unterschiede<br />

für Endanwender.<br />

Neben den für den täglichen Gebrauch<br />

irrelevanten eingeschränkten Rechten<br />

beim Support, bei der Dokumentation<br />

oder beim Downgrade-Recht ist ein Detail<br />

aber wichtig: Beim Kauf gibt es nur einen<br />

Datenträger, man muss sich also anders<br />

als bei der Vollversion vorher für 32-Bit<br />

oder 64-Bit entscheiden. Allerdings lässt<br />

sich das Pendant über die Easytopia-Links<br />

(easytopia.de/windows-7-home-premi<br />

um-und-professional-direkt-downloadlinks)<br />

auch nachträglich direkt bei Microsoft<br />

herunterladen. Eine noch nicht aktivierte<br />

Seriennummer funktioniert sowohl<br />

für die 32-Bit- als auch für 64-Bit-Installation.<br />

Das gleiche gilt auch für ausländische<br />

Lizenz-Keys: Auch da<strong>mit</strong> lässt sich<br />

ein einheimisches <strong>Windows</strong> freischalten.<br />

<strong>Windows</strong> 7 Professional kostet als OEM ab<br />

etwa 60 Euro, als System Builder ab zirka<br />

100 Euro.<br />

Schulversionen: Noch etwas preiswerter<br />

(ab etwa 45 Euro) sind die Schulversionen<br />

von <strong>Windows</strong> 7 Professional, häufig<br />

auch als EDU-Versionen (für Education)<br />

bezeichnet. Diese können nicht nur von<br />

Schülern, sondern auch von Dozenten,<br />

Lehrern und Studenten erworben werden.<br />

Neben dem Berechtigungsnachweis in<br />

Form einer Bestätigung des Bildungsträgers<br />

liegt die Mindestbestellmenge häufig<br />

bei fünf Lizenzen.<br />

Fazit: Die hier aufgezeigten Versionen<br />

sind nicht nur deutlich billiger als die<br />

Originale bei Microsoft. Sie bieten darüber<br />

hinaus den Vorteil, dass Sie da<strong>mit</strong><br />

eine zweite Lizenz erwerben. Denn die<br />

ursprüngliche Version Home Premium<br />

dürfen Sie anderweitig weiternutzen.<br />

180 Euro kostet der<br />

Umstieg von Home<br />

Premium auf Professional<br />

offiziell bei<br />

Microsoft.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


34<br />

Software<br />

WindoWs<br />

Das Upgrade auf die<br />

Professional-Version<br />

ist einfach und rasch<br />

vollzogen.<br />

einer solchen Sicherung ist der spätere Downgrade<br />

schnell und zuverlässig möglich.<br />

Nach der Übernahme der Seriennummer<br />

klickt der Anwender im Anytime Upgrade wie<br />

gewohnt auf „Ich stimme zu“ und „Aktualisieren“.<br />

Der Rest läuft automatisch wie beim<br />

legalen Umstieg. Das gilt auch für den Fall,<br />

dass das Betriebssystem meckert, weil es keinen<br />

Wiederherstellungspunkt erstellen kann,<br />

wenn der Anwender die Systemwiederherstellung<br />

ausgeschaltet hat. Das Einschalten<br />

dieser Funktion ist aber zwingend erforderlich<br />

für den Umstieg. Offenbar traut Microsoft sich<br />

selbst nicht so recht, dass der Wechsel ohne<br />

Komplikationen funktioniert. Die Systemwiederherstellung<br />

ist über die Systemsteuerung<br />

schnell aktiviert und das Anytime Update<br />

erneut gestartet. Keine zehn Minuten später<br />

präsentiert sich <strong>Windows</strong> 7 in der neuen Version:<br />

„<strong>Windows</strong> 7 Professional – das Upgrade<br />

war erfolgreich, und der Computer kann verwendet<br />

werden“.<br />

<strong>Windows</strong>-Besitzer, die einen Rechner <strong>mit</strong> vorinstalliertem<br />

Betriebssystem und demnach<br />

keine Installations-<strong>DVD</strong> haben, finden die Lizenznummern<br />

aus der Product.ini-Datei auch<br />

direkt im Internet. Alternativ lässt sich eine<br />

ISO-Datei des Betriebssystems über die Easytopia-Webseite<br />

herunterladen (siehe Kasten).<br />

Dort gibt es sämtliche aktuellen <strong>Windows</strong>-Versionen<br />

zum Download, natürlich ohne Lizenzschlüssel,<br />

aber eben inklusive der genannten<br />

Datei.<br />

30 Tage <strong>Windows</strong> Pro<br />

testen ist legal…<br />

Nach dem Upgrade bleiben, ähnlich wie bei einer<br />

Neuinstallation von <strong>Windows</strong>, 30 Tage Zeit,<br />

in denen das Betriebssystem aktiviert werden<br />

muss. Das funktioniert selbstverständlich<br />

nicht <strong>mit</strong> dem Lizenzschlüssel von der Orginal-<br />

<strong>DVD</strong>. Wirklich schwierig ist es für die Hacker<br />

andererseits auch nicht, die Aktivierung zu<br />

umgehen und da<strong>mit</strong> <strong>Windows</strong> vorzuamchen,<br />

es habe alles seine Ordnung. Aus rechtlicher<br />

Sicht ist natürlich nichts in Ordnung.<br />

Technisch dagegen ist es ein Kinderspiel,<br />

die Aktivierung nach dem Upgrade auszuhebeln.<br />

Neben diversen Cracks, die es auf oft<br />

virenverseuchten Seiten im Internet gibt, reichen<br />

ein paar manuelle Befehle. Sobald der<br />

Dienst SPPBenachrichtigung in der Systemkonfiguration<br />

deaktiviert ist, lassen sich die<br />

drei Systemdateien slui.exe, sppsvc.exe und<br />

sppuinotify.dll im Ordner System32 löschen<br />

oder umbenennen. Was im laufenden Betriebssystem<br />

wegen der normalerweise eingeschränkten<br />

Rechte nur <strong>mit</strong> diversen Kniffen<br />

Selbst die Echtheitsprüfung von Microsoft liefert keinerlei Beanstandung trotz fehlender gültiger<br />

Lizenz.<br />

möglich ist, erledigen Hacker <strong>mit</strong> einer Linux-<br />

Boot-CD.<br />

<strong>Windows</strong> vergisst nun die Aktivierung und<br />

funktioniert inklusive sämtlicher Updates.<br />

Selbst <strong>Windows</strong> Genuine Advantage, Microsofts<br />

interne Echtheitsprüfung, lässt sich täuschen.<br />

Der Anwender bekommt alle Upgrades<br />

von Windwos-Update, auch die, die bei Raubkopien<br />

normalerweise gesperrt bleiben. Das<br />

ist etwa der neue Internet Explorer.<br />

Es bleibt daher das Rätsel des Herstellers, warum<br />

man dort auf der einen Seite einen solchen<br />

Aufwand um Zwangsregistrierung und<br />

Echtheitsprüfung macht, sich beides auf der<br />

anderen Seite <strong>mit</strong> geradezu trivialen Mitteln<br />

außer Kraft setzen lässt.<br />

… danach zurück zum alten System<br />

Weil die Verwendung einer nicht lizenzierten<br />

<strong>Windows</strong>-Kopie gegen geltendes Recht verstößt,<br />

bleiben im Wesentlichen zwei legale<br />

Wege: Entweder der Anwender kehrt zurück<br />

zur alten Home Premium. Der Downgrade ist<br />

dank des zuvor erstellten System-Images in<br />

wenigen Minuten vollzogen. Wer vom Zusatznutzen<br />

der Pro-Version überzeugt ist, kann<br />

eine gültige Professional- oder Ultimate-Lizenz<br />

kaufen.<br />

Das teure Anytime Upgrade im Microsoft Store<br />

verbietet sich wie oben geschildert jedoch<br />

von selbst. Denn woanders bekommt der Anwender<br />

einen gültigen Lizenzschlüssel sehr<br />

viel preiswerter (siehe Kasten „Preiswerter zu<br />

<strong>Windows</strong> 7 Professional und Ultimate). Technisch<br />

macht es übrigens keinen Unterschied,<br />

von wo er den Lizenz-Key bezieht. Jede gültige<br />

Seriennummer lässt sich im Anytime Upgrade<br />

eingeben, die Pro-Version läuft also in jedem<br />

Fall nach rund zehn Minuten <strong>mit</strong> der Ihnen<br />

vertrauten Umgebung. Nur ein Wechsel von<br />

der 32- auf die 64-Bit-Version ist auch hier<br />

nicht möglich. Dazu bedarf es wie übrigens<br />

immer einer kompletten Neuinstallation des<br />

Betriebssystems.<br />

whs<br />

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umfrage<br />

heftinhalt pc magazin<br />

39<br />

groSSe umfrage: HeftinHalt <strong>PC</strong> magazin<br />

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25 x ABBYY FineReader 11 Professional Edition<br />

Ein Muss für jedes Büro: Ob Bücher,<br />

Arbeitsblätter <strong>mit</strong> komplexen<br />

Layouts oder Tabellen – der neue<br />

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Texte in Original-Formatierung <strong>mit</strong><br />

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Mit der neuen Version 11<br />

können Anwender ihre Dokumente<br />

jetzt noch einfacher, sicherer<br />

und schneller einscannen und<br />

verarbeiten. Auch die schnelle Umwandlung<br />

von Dokumentenbildern<br />

wie Scans, Fotos und PDF-Dateien<br />

in bearbeitbare, durchsuchbare<br />

elektronische Dateiformate ist kein Problem. ABBYY FineReader erkennt<br />

Dokumente in insgesamt 189 Sprachen und bietet zahlreiche<br />

innovative Tools, u.a. spezielle Verarbeitungsmodi wie der neue<br />

Schwarzweiß-, ein verbesserter Schnell-Lesemodus und intuitive<br />

PDF-Umwandlungsoptionen beschleunigen die Verarbeitungsprozesse.<br />

ABBYY FineReader 11 bietet jetzt auch native Unterstützung<br />

von OpenOffice.orgTM Writer- sowie eine verbesserte flexible Benutzeroberfläche.<br />

Als Clou hat die neue Version auch eine neue<br />

Funktion zur E-Book-Erstellung sowie einen integrierten ABBYY<br />

Business Card Reader für <strong>Windows</strong>.<br />

je 129 Euro<br />

2 x Extensis Portfolio Studio<br />

Portfolio Studio von Extensis ist die einfach einzusetzende Server-<br />

Software, um Fotos und andere digitale Medien zu finden und einzusetzen.<br />

Das System steht über Web-, wie auch Desktop-Anwendungen<br />

für Mac und <strong>PC</strong> bereit und schließt AutoSync-Technologien<br />

ein. Dadurch werden Netzwerkordner fortlaufend überprüft und<br />

bieten Kreativen ein stets aktuelles Archiv, das jederzeit durchsucht<br />

werden kann. Der Ansatz erlaubt zudem die Synchronisation von<br />

Keywords und anderen Meta-Daten <strong>mit</strong> Lightroom und Programmen<br />

der Creative Suite.<br />

Portfolio Studio katalogisiert<br />

virtuell viele<br />

Dateiformate, darunter<br />

Bilder, Zeichnungen,<br />

Videos und PDFs.<br />

Selbst Nutzungsrechte,<br />

Urheberrechte und weitere<br />

Daten stehen <strong>mit</strong><br />

Portfolio Studio konsequent<br />

bereit, wobei<br />

Portfolio Studio bis zu<br />

drei gleichzeitige Zugriffe zulässt. Portfolio Studio eröffnet Kreativen<br />

die Möglichkeit, ihr Archiv auch ohne die Hilfe eines IT-Teams<br />

aufzubauen und da<strong>mit</strong> einen zentralen Zugriffsort für ihre Daten zu<br />

schaffen.<br />

je 1500 euro<br />

2 x My-Pad T60 (7-Zoll-Tablet <strong>mit</strong> Android 2.3)<br />

Mit Abmessungen von 19,7x12,6x1,38 Zentimetern ist das My-Pad<br />

T60 klein genug, um in die Jackentasche zu passen. Gleichzeitig bietet<br />

sein kapazitives 7-Zoll-Multitouch-Display <strong>mit</strong> 1024 x 600 Bildpunkten<br />

eine deutlich höhere Auflösung als gängige Smartphones.<br />

Das My-Pad nutzt als Betriebssystem Googles aktuelles An droid 2.3<br />

<strong>mit</strong> vollem Zugriff auf alle Google-Dienste und den Android Market.<br />

Da<strong>mit</strong> stehen auf dem My-Pad mehr als Hunderttausend unterschiedlichster<br />

Apps und Spiele zur Verfügung, viele davon gratis.<br />

Der acht GByte große Flash-Speicher des Tablets<br />

kann <strong>mit</strong>tels MicroSD einfach um bis<br />

zu 32 MByte erweitert werden. Mit seinem<br />

sparsamen 800-MHz-Freescale-ARM-Prozessor<br />

gibt das My-Pad auch 720p-HD-Videos<br />

flüssig wieder; das Tablet unterstützt<br />

zudem eine Vielzahl von Video- und Audio-<br />

Formaten. Das Mobilfunk-Modul im My-Pad<br />

unterstützt praktisch alle Frequenzbänder,<br />

die international für GSM und UMTS genutzt<br />

werden. Daher kann man nicht nur weltweit<br />

telefonieren, sondern auch auf Webseiten<br />

zugreifen oder über soziale Netzwerke wie<br />

Facebook oder Twitter kommunizieren.<br />

je 349 Euro<br />

3 x GoFlex Desk <strong>mit</strong> 2 TByte-Speicher<br />

Die neue GoFlex Desk 2 TB bietet Speicherplatz<br />

für mehr als 2000 <strong>Film</strong>e in High<br />

Definition (HD)-Qualität. Mit einer vorinstallierten<br />

Backup-Software ermöglicht das<br />

GoFlex Desk-Laufwerk die automatische<br />

und kontinuierliche Sicherung von Daten.<br />

Auch eine Verschlüsselungsfunktion ist<br />

bereits inbegriffen. Der beigefügte USB-<br />

3.0-Adapter kann bei <strong>PC</strong>s wie auch bei<br />

Macs eingesetzt werden, die über eine herkömmliche<br />

USB-2.0-Schnittstelle verfügen.<br />

je 82,90 Euro<br />

■ Wir würden gerne von Ihnen wissen, welche Inhalte Sie im<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> ausführlicher/weniger lesen wollen.<br />

Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns <strong>mit</strong> den hier abgebildeten,<br />

attraktiven Preisen, die wir unter Ausschluss des<br />

Rechtsweges unter allen Einsendern verlosen. Teilnahmeschluss<br />

ist der 01.12.2011. Den Fragebogen finden Sie unter<br />

www.pc-magazin.de/umfrage.<br />

Viel Glück dabei wünscht Ihnen Ihre <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Redaktion. pk<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


40<br />

Software<br />

Hacken<br />

PaSSwörter knacken<br />

Schlüsselloch<br />

Wer den Haustürschlüssel verloren hat, holt den Schlüsseldienst. Bei einem verlorenen<br />

Passwort ist das nicht so einfach. Aber professionelle Passwort-Cracker-Tools helfen beim<br />

Knacken der geschützten Dokumente.<br />

von wolf HoSbacH<br />

Jede Verschlüsselung kann gebrochen<br />

werden und wird irgendwann gebrochen.<br />

Es ist eine Frage der Zeit und des Aufwands.<br />

Wer also ein verschlüsseltes Dokument vor<br />

sich hat, und es nicht öffnen kann, muss nicht<br />

verzweifeln. Denn meist gibt es eine Möglichkeit,<br />

das Problem zu knacken. Das kann sehr<br />

nützlich sein, wenn beispielsweise jemand<br />

eine ältere Word-Datei öffnen möchte, deren<br />

Passwort er längst vergessen hat. Oder wenn<br />

es ihm mangels Zugangscode nicht mehr gelingt,<br />

sich in ein älteres <strong>Windows</strong>-Image einzuloggen.<br />

Und Firmen haben oft das Problem,<br />

dass ein längst entlassener Kollege codierte<br />

Excel-Tabellen hinterlassen hat.<br />

Vorsicht<br />

Die im Folgenden geschilderten techniken<br />

dürfen sie nur auf ihre eigenen Dokumente<br />

und Programme anwenden. Ein fremdes<br />

Dokument zu cracken, ist strafbar. Gleiches<br />

gilt für die beschriebenen tools: im Einsatz<br />

gegen Fremde sind sie illegal. Viele <strong>Anti</strong>-<br />

Virenprogramme blockieren diese tools<br />

sogar, weswegen wir sie auch nicht auf die<br />

heft-<strong>DVD</strong> genommen haben.<br />

Zum Knacken kommen folgende Verfahren<br />

infrage:<br />

• schwacher Algorithmus: Die Verschlüsselung<br />

selbst ist schwach, deswegen gibt es ein<br />

mathematisches Verfahren, das Passwort zu<br />

er<strong>mit</strong>teln beziehungsweise das Dokument zu<br />

entschlüsseln (ältere Office-Dokumente <strong>mit</strong><br />

RC4).<br />

• Fehlerhafte implementierung: Das Verfahren<br />

ist derzeit zwar sicher, aber eine real<br />

programmierte Komponente hat Schwächen,<br />

beispielsweise der Zufallszahlengenerator<br />

(aktuelle SSL-Java-Lücke).<br />

• seitenkanäle: Oft kommt der Angreifer auf<br />

Umwegen an den Code, indem er beispielsweise<br />

die Spannung am Prozessor misst und<br />

daran erkennt, was dieser gerade ausrechnet.<br />

Als Seitenkanal könnte man auch bezeichnen,<br />

Linux im Singel-User-Mode zu booten.<br />

• sniffen: Mit Tools wie Wireshark (www.<br />

wireshark.org) lassen sich Login-Daten aus<br />

dem Netzwerkverkehr belauschen.<br />

• social Engeneering: Professionelle Angreifer<br />

versuchen oft menschliche Schwächen im<br />

direkten Kontakt auszunutzen: „Hier ist Meier<br />

von der EDV. Geben Sie mir mal schnell Ihr<br />

Serverpasswort …“<br />

• Passwort neu setzen: Manchmal ist es nicht<br />

möglich, das blockierende Passwort herauszubekommen,<br />

aber der Cracker setzt einfach<br />

ein neues (alle <strong>Windows</strong>-Versionen).<br />

• schwachstelle Passwörter: Das komplette<br />

Verfahren ist immer nur so stark, wie das<br />

schwächste Glied. Wählt der Anwender hansi7,<br />

so nutzt ihm das sicherste AES nichts<br />

(siehe Kasten: Das sichere Passwort).<br />

• Brute Force: Wenn alles nichts hilft, muss<br />

der Hacker rohe Gewalt anwenden, indem er<br />

alle möglichen Passwörter durchprobiert. Bei<br />

schwachen Passwörtern (s.o.) ist das durchaus<br />

erfolgreich.<br />

office<br />

In vielen Fällen hat ein Anwender den Zugang<br />

zu einem Office-Dokument verloren. Meist<br />

sind es ältere Dokumente, die plötzlich wieder<br />

wichtig werden. Und hier kommt die gute<br />

Nachricht: Bis Office 2003 ist die Verschlüsselung<br />

schwach und <strong>mit</strong> heutigen Rechnern<br />

schnell zu brechen, denn es kommt ein kurzer<br />

RC4-Schlüssel <strong>mit</strong> 40bit zum Einsatz. Bei<br />

Office 2007/2010 (Format z.B.: .docx) hat<br />

Microsoft das Sicherheitskonzept hingegen<br />

deutlich verstärkt. Es verwendet AES, und das<br />

ist bislang unangreifbar. Hier hilft nur die Brute-Force-Attacke<br />

verbunden <strong>mit</strong> der Hoffnung,<br />

dass man nur sechs Zeichen verwendet hat.<br />

Es gibt eine Reihe von Tools, die sich Office<br />

vorknöpfen, ein Beispiel ist Passware Kit<br />

(www.lostpassword.com, 79 Euro). Diese<br />

versuchen, über verschiedenen Methoden an<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


41<br />

Je mehr ein Angreifer über ein Passwort weiß, desto leichter gelingt der<br />

Bruch. Tools wie Passware Recovery nutzen diese Verfahren.<br />

Der Office Password Breaker von Elcomsoft greift <strong>mit</strong> garantiertem Erfolg<br />

die schwache Verschlüsselung von MS Office bis Version 2003 an.<br />

das Geheimwort zu kommen, etwa über Wörterbuchangriffe.<br />

Die Tools liefern Wortlisten in<br />

verschiedenen Sprachen <strong>mit</strong> und probieren<br />

diese in allen Kombinationen durch. Weiß der<br />

Anwender noch bestimmte Strukturen seines<br />

Passworts (Länge, enthält Zahlen am Anfang,<br />

keine Umlaute…) so kann er die Attacke gezielt<br />

einschränken. Manche Tools verteilen<br />

die Attacke auf alle Prozessorkerne und die<br />

GPU der Grafikkarte. Bei kurzen Passwörtern<br />

kann diese Attacke gelingen, bei längeren<br />

und komplexeren ist die Aussicht auf Erfolg<br />

jedoch gering.<br />

Finaler, bei Dokumenten bis Office 2003, arbeitet<br />

Advanced Office Password Breaker 3.02<br />

von Elcomsoft (www.elcomsoft.de, 99 Euro).<br />

Es probiert einfach sämtliche RC4-Schlüssel<br />

durch, die es gibt. Es setzt also nicht beim<br />

Passwort an, sondern bei der schwachen Verschlüsselung<br />

selbst. Der Erfolg ist garantiert,<br />

das Dokument wird ohne Passwort decodiert,<br />

das dauert allerdings etwa einen Tag. Wer die<br />

Enterprise-Edition inklusive Rainbow-Tables<br />

(s.u.) für 399 Euro kauft, bekommt das Ergebnis<br />

in wenigen Sekunden.<br />

Word-2007/2010-Dokumente müssen aufwändig<br />

<strong>mit</strong> Brute Force geknackt werden, der<br />

Schutz hängt hier maßgeblich von der Qualität<br />

des Schlüssels ab. Cracker können den<br />

Vorgang beschleunigen, indem sie die Attakke<br />

nicht nur auf mehrere Prozessorkerne,<br />

sondern gleich auf mehrere Rechner<br />

verteilen. Auf dafür gibt es Tools,<br />

zum Beispiel Distributed Password Recovery<br />

von ElcomSoft, das bis zu 10 000<br />

Rechner bündelt und <strong>mit</strong> 599 Euro zu<br />

Buche schlägt. Ohne Erfolgsgarantie –<br />

ein sicheres Passwort auf diese Weise<br />

zu knacken, dauert Jahrhunderte.<br />

Die internen Passwörter, bei Excel zum<br />

Beispiel für einzelne Tabellen, sind<br />

hingegen schwach geschützt und <strong>mit</strong><br />

obigen Tools schnell zu öffnen. Access<br />

bildet innerhalb von Office einen Sonderfall,<br />

es ist bis Version 2003 in Sekunden knackbar.<br />

Cain (s.u.) ist hier eine gute Hilfe. Access<br />

2007/2010 ist wiederum stark verschlüsselt.<br />

Bei PDFs ergibt sich ein ähnliches Bild, nur<br />

sehr alte Dokumente (bis Acrobat 4) sind <strong>mit</strong><br />

RC4 40bit codiert und leicht zu knacken. Alle<br />

anderen verfügen über einen Schutz von mindestens<br />

128 bit (RC4 oder AES) und sind nicht<br />

trivial zu brechen. Auch hier hängt es von der<br />

Passwortstärke ab.<br />

<strong>Windows</strong><br />

Wer sich aus dem eigenen <strong>Windows</strong> ausgesperrt<br />

hat, ist alles andere als rettungslos<br />

verloren. Es gibt spezielle Boot-<strong>DVD</strong>s, die<br />

jedes (!) <strong>Windows</strong>-Passwort zurücksetzen.<br />

Ein einfach zu bedienendes Tool ist <strong>Windows</strong><br />

Kit von Passware für 39 Euro. Der Anwender<br />

erstellt da<strong>mit</strong> besagte Boot-<strong>DVD</strong>, wofür ein<br />

Original-<strong>Windows</strong>-Datenträger erforderlich<br />

ist. Mit dieser Boot-<strong>DVD</strong> löscht er dann lokale<br />

Admin-Accounts von NT, Win 2000, XP,<br />

Vista und Win7. Für 95 Euro lassen sich auch<br />

Anwenderpasswörter zurücksetzen und für<br />

295 Euro sogar die von Domain-Admins. Der<br />

Anwender bootet den Rechner über die <strong>DVD</strong>,<br />

wählt die <strong>Windows</strong>-Installation, sucht sich<br />

den gewünschten Benutzer aus und klickt<br />

auf Reset. Aber Achtung am Passwort hängt<br />

Das Passwort von jeder <strong>Windows</strong>-Installation lässt sich <strong>mit</strong><br />

einer speziellen Boot-<strong>DVD</strong> zurücksetzen. Hier Passware Kit.<br />

die EFS-Verschlüsselung von <strong>Windows</strong>. So codierte<br />

Daten sind nach einem Reset verloren,<br />

es sei denn, man setzt später das ursprüngliche<br />

Passwort wieder. Mit Bitlocker geschützte<br />

Partitionen lassen sich nicht angreifen.<br />

Anwender, die sich auf einer Linux-Konsole<br />

wohlfühlen, bekommen das Ganze <strong>mit</strong> chntpw<br />

auch kostenlos: pogostick.net/~pnh/ntpasswd.<br />

Linux<br />

Auch Linux schließt den vergesslichen Anwender<br />

nicht völlig aus, denn im so genannten<br />

Single User Mode gestartet, fragt es kein<br />

Passwort ab. Der Anwender findet sich in einer<br />

Root-Konsole wieder und kann <strong>mit</strong> dem<br />

Befehl passwd ein neues Passwort setzen.<br />

Bei lilo gibt der Anwender einfach linux single<br />

ein. Bei grub, kurz gesagt, lässt sich das<br />

gewünschte Betriebssystem <strong>mit</strong> e bearbeiten.<br />

Der Anwender fügt nun am Ende des Kernelaufrufs<br />

single ein und bootet dann <strong>mit</strong> b. Verhindern<br />

lässt sich dies <strong>mit</strong> einem Passwort<br />

für grub. Hier ist Vorsicht <strong>mit</strong> Sonderzeichen<br />

geboten, denn grub geht von einer amerikanischen<br />

Tastatur aus (Z=Y usw. )<br />

Weitere Cracks<br />

Eigentlich gibt es für alle Datenformate eigene<br />

Cracker-Tools, die markante Schwächen ausnutzen<br />

oder es einfach <strong>mit</strong> einem Brute-<br />

Force-Angriff versuchen. Sehr schön ist<br />

die Sammlung von Nirsoft (www.nirsoft.<br />

net/password_recovery_tools.html).<br />

Hier finden sich Attacken auf Outlook-<br />

PST (bis Version 2003) oder auf die in<br />

den Browsern IE, Firefox, Chrome und<br />

Opera gespeicherten Passwörter. Das<br />

Tool zeigt sie im Klartext an. Verhindern<br />

lässt sich das, indem der Anwender ein<br />

Master-Passwort setzt. Ein weiteres Tool<br />

zeigt die Sternchen in Eingabefeldern<br />

im Klartext an.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


42<br />

Software<br />

Hacken<br />

Brute-Force<br />

Wer ein gut gesichertes Passwort knacken<br />

will, kommt um eine Brute-Force-Attacke nicht<br />

herum. Hat man kein programmspezifisches<br />

Spezial-Tool dafür, benötigt man etwas Knowhow.<br />

Der Cracker muss zum Beispiel wissen,<br />

wo das Passwort liegt und wie es codiert<br />

ist: MD5 oder SHA-2? Je mehr er über das<br />

Passwort weiß, desto einfacher wird der Angriff.<br />

Tools wie Cain&Abel (C&A, www.oxid.it/<br />

cain.html) sind spezialisiert aufs Knacken von<br />

Hashes. Es bietet einen Wörterbuch-Angriff<br />

für Passwörter, die aus sprachlichen Begriffen<br />

bestehen. Das sind letztendlich die meisten<br />

(wie sChl77üsseL). Schließlich beschleunigt<br />

der Cracker die Suche <strong>mit</strong> Rainbow-Tables.<br />

Diese nehmen dem Rechner Arbeit ab, denn<br />

<strong>mit</strong> ihnen muss er nicht jedes Passwort erst<br />

erzeugen, sondern arbeitet einfach eine fertige<br />

Liste ab.<br />

Das ist schneller. C&A erzeugt Tables, das<br />

dauert Wochen (die Zeit, die man später beim<br />

Angriff spart), aber es gibt auch fertige zum<br />

Download im Internet: (www.freerainbow<br />

tables.com/de/tables). Zum Ausprobieren<br />

bietet C&A einen Hash-Generator, <strong>mit</strong> dem<br />

der Anwender Passwörter selbst codiert, um<br />

sie anschließend knacken zu lassen. C&A<br />

kann aber noch mehr: Es holt sich die <strong>Windows</strong>-Login-Hashes,<br />

belauscht diverse Onund<br />

Offline-Passwörter, auch die der Browser,<br />

und es fungiert als kompletter Netzwerk-Sniffer<br />

wie Wireshark. Außerdem arbeitet es im<br />

Fernzugriff: Cain lokal, Abel fern. Abel wird<br />

deswegen oft als Trojaner blockiert. Nicht zu<br />

unrecht.<br />

whs<br />

WebBrowserPassView von Nirsoft zeigt die Passwörter der Browser IE,<br />

Firefox, Opera und Chrome im Klartext an.<br />

Cain&Abel findet auf dem Rechner die <strong>Windows</strong>-Passwörter aller Anwender<br />

und bietet gleich Tools zum Brechen derselben.<br />

Das sichere Passwort<br />

Der Anwender sollte sich fragen: Wer<br />

ist mein Gegner? Ein Hacker auf der Suche<br />

nach dem schnellen Online-Geld wird<br />

eine Attacke nach wenigen Stunden abbrechen<br />

und sich ein neues Opfer suchen,<br />

davon gibt es genug. Der Konkurrent im<br />

Geschäftsleben wird hingegen hartnäckiger<br />

sein, um an Businesspläne oder<br />

Blaupausen zu kommen. Er lässt einen<br />

High-Speed-Rechner auch einen Monat<br />

laufen, um ein erbeutetes Dokument zu<br />

knacken. Als Staatsfeind bekommen Sie<br />

es vielleicht <strong>mit</strong> einem Rechenzentrum<br />

und bedrohlich viel Geduld zu tun.<br />

Länge<br />

Schlüssel <strong>mit</strong> acht wie auch immer gearteten<br />

Zeichen sind gegen Brute-Force-<br />

Attacken nicht sicher und <strong>mit</strong> einem modernen<br />

Multi-Core-Prozessor oder einer<br />

Grafikkarte <strong>mit</strong> GPU in Tagen zu knacken.<br />

Ein Rechnerverbund schafft es in Minuten.<br />

Besser sieht es <strong>mit</strong> 10 Zeichen aus<br />

und in den wirklich längerfristig sicheren<br />

Bereich kommt der Anwender ab 13 Zeichen,<br />

vorausgesetzt er verwendet den gesamten<br />

Zeichensatz inklusive Sonderzeichen<br />

und Ziffern.<br />

Passwörter auf Webdiensten dürfen kürzer<br />

sein, denn aufgrund der Rechnerverbindung<br />

dauert das Durchprobieren länger.<br />

Ferner erschweren die Dienste nach einigen<br />

Fehlversuchen die Passworteingabe,<br />

Die sichersten Passwörter basieren auf reinen<br />

Zufallszahlen. Gaijin.at bietet einen entsprechenden<br />

Service.<br />

indem sie beispielsweise Captcha-Bilder<br />

einbauen oder die Eingabe für ein paar<br />

Sekunden blockieren. Kritischer wird es,<br />

wenn ein Hacker den Server knackt und<br />

die gehashten Passwörter findet. Dann<br />

wird eine Brute-Force-Attacke wahrscheinlicher.<br />

Deswegen sollten Sie für<br />

jeden wichtigen Dienst unbedingt ein eigenes<br />

Passwort verwenden, denn hat ein<br />

Hacker einen Dienst geknackt, käme er<br />

<strong>mit</strong> diesem Passwort in all Ihre anderen<br />

Accounts. Außerdem sollten Sie wichtige<br />

Zugangscodes regelmäßig wechseln. Auch<br />

das erschwert eine Attacke erheblich.<br />

Unsicher<br />

Begriffe einer Sprache, auch in Kombinationen<br />

(MaUs45), sind Anfällig für Wörterbuchattacken.<br />

- Namen<br />

- Spitz- und Kosenamen<br />

- Nur Zahlen<br />

- Geburtstage<br />

- Tastenfolgen (qwertz)<br />

- Weiche Zeichenketten (1234abcde oder<br />

passwort)<br />

Sicher<br />

Nicht zu knacken sind lange Passwörter aus<br />

dem Zufallsgenerator (NDB9Mpv[AzOl),<br />

wie ihn manche Passwortmanager oder<br />

Webdienste bieten (z.B. www.gaijin.at/<br />

olspwgen.php). Die lassen sich natürlich<br />

nicht merken, sodass der Anwender sie<br />

sicher verwahren muss (etwa in einem<br />

Truecrypt-Container, www.truecrypt.org).<br />

Der Nachteil von Passwort-Diensten wie<br />

Lastpass ist wiederum; Hat ein Hacker<br />

diesen Account erobert, steht ihm Ihre<br />

gesamte Webwelt offen.<br />

Leichter zu merkende und fast so sichere<br />

Passwörter erzeugen Sie <strong>mit</strong> einem Trick:<br />

Suchen Sie einen Satz, den Sie wiederfinden,<br />

zum Beispiel aus Ihrem Lieblingsbuch:<br />

Mit Objekten zu arbeiten, bedeutet<br />

unweigerlich, sie anzulegen und zu löschen.<br />

Nehmen Sie nun die Anfangsbuchstaben:<br />

MOza,bu,sauzl. und ersetzen Sie einzelne<br />

Buchstaben durch Sonderzeichen und Ziffern.<br />

Heraus kommt: M0za,bu,&au2!. Das<br />

ist 14 Zeichen lang und nicht anders herzuleiten.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


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44<br />

Software<br />

Internet<br />

one-KlicK-HoSter iM VergleicH<br />

Massenbewegung<br />

Anwender, die große Dateien übertragen wollen, landen früher oder später bei einem der<br />

bekannten One-Klick-Filehoster. Wir haben vier Dienste unter die Lupe genommen und<br />

informieren Sie über deren Stärken und Schwächen.<br />

Bevor DSL Ende der 1990er-Jahre seinen<br />

Siegeszug angetreten hat, waren Anwender<br />

per Analogmodem und ISDN-Verbindung<br />

im Internet unterwegs. Jeder Nutzer, der diese<br />

Zeit <strong>mit</strong>erlebt hat, weiß aus eigener Erfahrung,<br />

dass die Dateiübertragung ein Geduldsspiel<br />

war. Selbst der Upload einer fünf MByte großen<br />

Datei zeigte sich als Abenteuer <strong>mit</strong> ungewissem<br />

Ausgang.<br />

Richtig viel geändert hat sich in den letzten<br />

Jahren nicht. Anwender sind heutzutage zwar<br />

<strong>mit</strong> bis zu 120 MBit/s im Internet unterwegs,<br />

gleichzeitig sind aber auch die Dateigrößen<br />

ins Uferlose gestiegen, sodass die Übertragung<br />

großer Datenmengen auch in Zeiten rasend<br />

schneller Internetzugänge, Flatrates und<br />

kostenlosem Webspeicherplatz eine nicht zu<br />

unterschätzende Herausforderung darstellt.<br />

Der Versand einer 100 MByte großen Datei<br />

per E-Mail kommt meist nicht in Frage. Die<br />

Datenübertragung per FTP macht in der Praxis<br />

auch keinen Sinn, da die Einrichtung eines<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de<br />

FTP-Servers auf dem eigenen Rechner alles<br />

andere als einfach ist. Und der Webspeicherplatz,<br />

auf dem die eigene Homepage gehostet<br />

wird, reicht in den seltensten Fällen aus. Am<br />

ehesten geeignet sind NAS-Systeme, also im<br />

heimischen Netzwerk eingebundene Festplatten,<br />

auf die auch aus dem Internet zugegriffen<br />

werden kann, und <strong>Windows</strong> Home Server.<br />

Solche Geräte kosten wiederum Geld, was sie<br />

für Anwender, die ab und an einmal große<br />

Datenmengen übertragen müssen, uninteressant<br />

machen.<br />

Die Lösung dieses Problems sind Filehoster.<br />

Einziger Sinn und Zweck von Anbietern<br />

wie Hotfile (www.hotfile.com), Megaupload<br />

(www.megaupload.com), Uploaded.to (www.<br />

uploaded.to) und natürlich Rapidshare (www.<br />

rapidshare.com) ist es, den Benutzern kostenlosen<br />

Speicherplatz zur Verfügung zu stellen.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> hat diese vier unter die Lupe genommen,<br />

um herauszufinden, wie einfach<br />

sich Dateien hoch- und runterladen lassen.<br />

von HanS Bär<br />

Kinderleichter Upload<br />

Keine Frage: Obwohl Filehoster oft von Raubkopierern<br />

zur Weitergabe illegaler Inhalte<br />

missbraucht werden, und sie so<strong>mit</strong> einen<br />

schlechten Ruf haben, stellen sie eine sehr<br />

große Hilfe dar. Ganz gleich, ob ein Anwender<br />

eine 50 MByte große Powerpoint-Präsentation,<br />

die er für den Job gestaltet hat, einem<br />

Kollegen bereitstellen will oder ob ein Nutzer<br />

einem Verwandten Hunderte Digifotos zukommen<br />

lassen möchte – Filehoster sind die<br />

erste Wahl.<br />

Das wichtigste Kriterium, das für diese Anbieter<br />

spricht, ist, dass die Nutzung der grundlegenden<br />

Funktionen – und dazu gehört auch<br />

der Upload von Dateien – kostenlos ist. Zwar<br />

gibt es auch Filehoster, die sich ihre Dienste<br />

bezahlen lassen, allerdings sind solche Anbieter<br />

nur für Anwender interessant, die den<br />

Service regelmäßig nutzen möchten.<br />

Aber auch die sehr einfache Handhabung ist<br />

eine wichtige Eigenschaft, die allen Anwen-


<strong>DVD</strong> CD Tool Jdownloader<br />

45<br />

Beispielhaft: Hotfile zeigt dem Anwender nach dem Upload einer Datei<br />

den Downloadlink an.<br />

Megaupload ist sehr einfach zu bedienen, dafür lässt die Datenübertragungsrate<br />

zu wünschen übrig.<br />

dern zugutekommt. Die Installation einer<br />

Zusatz-Software ist ebenso wenig nötig, wie<br />

die Einrichtung eines Benutzerkontos. Einzige<br />

Ausnahme stellt Rapidshare dar. Bei diesem<br />

Service ist eine Anmeldung seit Kurzem zwingend<br />

nötig.<br />

Wie im vorigen Abschnitt bereits angerissen,<br />

geht der Upload der eigenen Dateien im Handumdrehen<br />

vonstatten. Sie rufen die Webseite<br />

des One-Klick-Filehosters auf, kli cken auf den<br />

auf der Startseite untergebrachten Button,<br />

wählen die hochzuladende Datei aus und<br />

starten die Datenübertragung. Ist der Upload<br />

beendet, informiert Sie der Anbieter, unter<br />

welchem Link die hochgeladene Datei zu erreichen<br />

ist. Diesen Link geben Sie der Person,<br />

die die Datei herunterladen sollen.<br />

Wesentlich komplizierter gestaltet sich der<br />

Download der Dateien. Zum einen müssen<br />

Sie Wartezeiten in Kauf nehmen, zum anderen<br />

ist es erforderlich, einen Captcha-Code<br />

einzutippen. Dazu kommen Werbebanner,<br />

Download-Li<strong>mit</strong>s und gedrosselte Datenübertragungsraten.<br />

Der Grund für diese Einschränkungen<br />

ist klar: Die Anbieter wollen natürlich,<br />

dass sich die Nutzer für die kostenpflichtigen<br />

Premium-Varianten entscheiden.<br />

Hotfile<br />

Im Rahmen des kostenlosen Angebots können<br />

Anwender bis zu 2000 MByte große<br />

Dateien hochladen, die Einrichtung eines<br />

Benutzerkontos ist nicht erforderlich. Die<br />

Übertragungsgeschwindigkeit ist in Ordnung:<br />

Die von uns testweise upgeloadete<br />

100-MByte-Datei landete nach 95 Sekunden<br />

auf dem Server des Anbieters. Als Besonderheit<br />

erlaubt Hotfile den Upload so genannter<br />

Split-Archive. Hierbei handelt es sich um gepackte<br />

Dateien, die in mehrere Einzelarchive<br />

aufgeteilt wurden. Sehr gut ist, dass nach<br />

dem Upload nicht nur die URL der Datei angegeben<br />

wird. Auch bereits für die Nutzung<br />

in Foren und auf Webseiten vorbereitete Codezeilen<br />

sowie der Link, der zum Löschen der<br />

Datei benötigt wird, werden angezeigt.<br />

Das Herunterladen ist ebenso einfach. Der<br />

Nutzer klickt einfach den entsprechenden<br />

Link an, entscheidet sich für Normaler Download<br />

und muss dann eine bestimmte Zeit warten,<br />

bis die Datenübertragung initiiert wird.<br />

Im Test betrug die Download-Geschwindigkeit<br />

durchschnittlich 500 Kb/s. Schlecht: Nach<br />

dem Download einer Datei muss der Nutzer<br />

30 Minuten warten, bevor er wieder etwas<br />

herunterladen kann.<br />

Anwender, die gewillt sind, Geld auszugeben,<br />

entscheiden sich für eine von drei Premium-<br />

Mitgliedschaften. Ein Monat unbegrenzt laden<br />

kostet neun US-Dollar, für sechs Monate sind<br />

35 US-Dollar fällig und eine Jahres<strong>mit</strong>gliedschaft<br />

schlägt <strong>mit</strong> 55 US-Dollar zu Buche.<br />

Fazit: Zufrieden stellende Upload-Geschwindigkeit<br />

und Verzicht auf Werbung machen aus<br />

Alternative: Cloud-Angebote<br />

Apple, Microsoft, Telekom und zahlreiche<br />

andere Unternehmen schweben<br />

derzeit auf Wolke 7. Der Grund: Sie wollen<br />

Anwender davon überzeugen, ihre<br />

Daten nicht mehr lokal zu speichern,<br />

sondern in der Cloud abzulegen. Im Grunde<br />

genommen basieren diese Cloud-Varianten<br />

auf dem gleichen Grundprinzip<br />

wie die Angebote der One-Klick-Hoster:<br />

Der Nutzer erhält Online-Speicherplatz,<br />

auf den er seine Daten hochladen kann.<br />

Den Unterschied machen allerdings die<br />

Zusatzfunktionen aus. Einzelne Ordner<br />

lassen sich etwa als Netzlaufwerke im<br />

Hotfile einen ausgezeichneten One-Klick-Filehoster<br />

für Gelegenheitsnutzer.<br />

Megaupload<br />

Anwender, die sich nicht anmelden und kein<br />

Geld bezahlen wollen, können auf Megaupload<br />

bis zu 1 GByte große Dateien hochladen.<br />

Auf Wunsch sogar <strong>mit</strong>hilfe des Multi File<br />

Uploaders. Die Übertragungsgeschwindigkeit<br />

ließ im Test zu wünschen übrig: Der Upload<br />

der 100-MByte-Datei dauerte 210 Sekunden<br />

– mehr als doppelt so lange wie bei den drei<br />

anderen Anbietern. Der Link zur hochgeladenen<br />

Datei wird direkt nach dem Upload angezeigt,<br />

weitere Informationen gibt es nicht.<br />

Allerdings ist es möglich, vor dem Upload auf<br />

die Schaltfläche Erweitert zu klicken und die<br />

E-Mail-Adresse der Person, die den Link erhalten<br />

soll, einzugeben.<br />

Das Herunterladen einer Datei läuft nach dem<br />

bewährten Muster ab: 45 Sekunden warten,<br />

auf Standard-Download klicken und Download<br />

starten. Die Eingabe eines Captcha-<br />

<strong>Windows</strong>-Explorer einbinden, die online<br />

gespeicherten Daten lassen sich synchronisieren<br />

und der Zugriff auf die Cloud<br />

funktioniert nicht nur am <strong>PC</strong>. Auch <strong>mit</strong><br />

Smartphones, Tablets und entsprechend<br />

ausgestatteten TV-Geräten kann auf die<br />

eigene Cloud zugegriffen werden. Praktisch<br />

ist auch, dass sich die in der Cloud<br />

abgelegten Dateien problemlos freigegeben<br />

lassen, was den Download erleichtert.<br />

Die Dienste dürften soweit bekannt sein:<br />

Dropbox (www.dropbox.com), Skydrive<br />

(skydrive.live.com) oder das kostenpflichtige<br />

HiDrive (hidrive.strato.com).<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


46<br />

Software<br />

Internet<br />

Uploaded.to verzichtet auf überflüssigen Schnickschnack, was sich<br />

positiv auf die Bedienung auswirkt.<br />

Rapidshare gehört zu Recht zu den beliebtesten One-Klick-Filehostern,<br />

da sowohl Funktionsumfang als auch Datenübertragungsrate sehr gut sind.<br />

Codes ist nicht erforderlich, dafür muss der<br />

Anwender aber <strong>mit</strong> Werbebannern und Popup-Fenstern<br />

leben. Nichts auszusetzen gibt<br />

es an der DownloadGeschwindigkeit, die im<br />

Test durchschnittlich 650 Kb/s betrug.<br />

Die kostenpflichtigen Premium-Varianten des<br />

Services sind vielfältig. Wer nur einen Tag<br />

lang in den Genuss aller Funktionen kommen<br />

will, bezahlt 2,99 Euro, sechs Monate kosten<br />

19,99 Euro und für zwei Jahre will der Anbieter<br />

79,99 Euro. Krönung ist die lebenslange<br />

Platin-Mitgliedschaft für 199,99 Euro.<br />

Fazit: Anwender, die kein Problem <strong>mit</strong> Bannern<br />

und Pop-up-Fenstern haben, können den<br />

Service für gelegentliche Uploads nutzen.<br />

Rapidshare<br />

Rapidshare setzt eine kostenlose Anmeldung<br />

zwingend voraus. Das ist auch der einzige negative<br />

Aspekt dieses Anbieters. Ist das Benutzerkonto<br />

eingerichtet, genügt ein Klick, um<br />

den sehr übersichtlichen Dialog RapidShare<br />

File Uploader zu öffnen. Beispielhaft: Der Anwender<br />

kann mehrere Dateien zum Hochladen<br />

auswählen, die Elemente in benutzerdefinierten<br />

Ordnern ablegen und sogar Dateien von<br />

anderen Servern übertragen. Noch besser:<br />

Eine Größenbeschränkung für Dateien gibt es<br />

nicht. An der Upload-Geschwindigkeit gibt es<br />

nichts auszusetzen: Die 100-MByte-Testdatei<br />

landete nach 88 Sekunden auf dem Server<br />

des Anbieters. Die Verwaltung der hochgeladenen<br />

Dateien, unter anderem das Umbenennen<br />

und Löschen, erfolgt im Filemanager.<br />

Auch das Vorgehen beim Download unterscheidet<br />

sich von den anderen Anbietern. Sie<br />

tippen den entsprechenden Link in die Adresszeile<br />

des Browsers ein, klicken auf Download<br />

und laden die Datei <strong>mit</strong> durchschnittlich 4,5<br />

MByte/s herunter – ohne Werbung. Lediglich<br />

in Stoßzeiten erfolgt der Download zeitverzögert.<br />

Wem diese Funktionsvielfalt nicht ausreicht,<br />

entscheidet sich für RapidPro. Schon<br />

ab 9,90 Euro pro Monat kommt man in den<br />

Genuss der kompletten Funktionsvielfalt.<br />

Fazit: Kein Zweifel, Rapidshare ist auch in der<br />

kostenlosen Form der <strong>mit</strong> Abstand beste One-<br />

Klick-Filehoster. Allerdings ist der Service eher<br />

für Nutzer geeignet, die regelmäßig Dateien<br />

bereitstellen wollen.<br />

Uploaded.to<br />

Beispielhaft übersichtlich ist die Webseite<br />

von Uploaded.to, einem Service, bei dem Sie<br />

ohne Anmeldung bis zu 1000 MByte große<br />

Dateien uploaden können. Das Hochladen<br />

der 100-MByte-Testdatei dauerte 98 Sekunden,<br />

sodass Uploaded.to zu den schnelleren<br />

Anbietern gehört. Neben dem Link zur<br />

hochgeladenen Datei gibt Uploaded.to auch<br />

einen so genannten EditKey aus, der benötigt<br />

wird, um die Datei wieder vom Server zu<br />

löschen.<br />

Beim Download ist zu beachten, dass Sie innerhalb<br />

von 60 Minuten nur eine Datei herunterladen<br />

dürfen. Zudem müssen Sie vor<br />

dem Download eine gewisse Zeit warten. Wie<br />

lange, hängt davon ab, wie frequentiert die<br />

Server sind. Nicht zufriedenstellend ist die<br />

Download-Geschwindigkeit, die im Test niemals<br />

über 100 Kb/s lag. Im Gegenzug verzichtet<br />

der Anbieter aber auf Werbebanner und<br />

nervige Pop-up-Fenster.<br />

Wer mehr Speed will, kommt nicht um die<br />

kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft herum.<br />

Die Spanne der Abomodelle reicht von 48<br />

Stunden für 4,99 Euro über die 3-Monats-Mitgliedschaft<br />

für 19,99 Euro bis hin zum lebenslangen<br />

Abonnement für 199,99 Euro.<br />

Fazit: Wer Dateien schnell und unkompliziert<br />

hochladen will, ist bei Uploaded.to an der<br />

richtigen Adresse. Allerdings macht das Herunterladen<br />

aufgrund der langsamen Datenübertragungsrate<br />

keinen Spaß. whs<br />

Übersicht: one-Klick-filehoster<br />

Anbieter Hotfile Megaupload Rapidshare Uploaded.to<br />

Webseite www.hotfile.com www.megaupload.com www.rapidshare.com www.uploaded.to<br />

Anmeldung erforderlich –, optional –, optional ✔ –, optional<br />

Maximale Dateigröße 2000 MByte 1024 MByte unbegrenzt 1000 MByte<br />

Speicherdauer unbegrenzt unbegrenzt 30 Tage keine Angabe<br />

One-Click-Upload ✔ ✔ ✔ ✔<br />

FTP-Upload ✔ (Anmeldung erforderlich) – – –<br />

Eigener Downloadmanager Hotfile Tool Mega Manager RapidShare Manager –<br />

Upload-Geschwindigkeit sehr gut befriedigend sehr gut sehr gut<br />

Download-Geschwindigkeit befriedigend befriedigend sehr gut ungenügend<br />

Bedienung sehr einfach sehr einfach einfach sehr einfach<br />

Hilfe/FAQ befriedigend gut sehr gut nicht vorhanden<br />

Premium-Funktionen ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Kosten Premium-Funktionen ab 9 US-Dollar/Monat ab 2,99 Euro/Tag ab 9,90 Euro/Monat ab 4,99 Euro/48 Stunden<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


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und Dienstleistungen ausdrücklich genannt sind. Aus dem vorliegenden Dokument sind keine weiteren Garantieansprüche abzuleiten. HP haftet nichtfür technische bzw. redaktionelle Fehler oder fehlende Informationen. Intel, das Intel Logo,<br />

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anderen Ländern. Um die <strong>Windows</strong> 7 Software installieren und von ihren Vorteilen profitieren zu können, benötigt das System möglicherweise ein Upgrade und/oder eine separat gekaufte Hardware und/oder ein <strong>DVD</strong>-Laufwerk. Details finden<br />

Sie unter http://www.microsoft.com/windows/windows-7/ Weitere Informationen unter: hp.com


50<br />

SOFTWARE<br />

Cloud-dienste versus Freeware<br />

ClOud-löSungEn und FREEWARE-PROgRAmmE im vERglEiCH<br />

von wolkenlos<br />

bis bedeckt<br />

E-Mail-, Termin- und Kontaktmanagement, Textverarbeitung, Bildbearbeitung und Videoschnitt:<br />

Für beinahe jede Aufgabe gibt es kostenlose Online-Dienste. Sind die Cloud-Lösungen<br />

besser als lokal installierte Freeware? <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> hat den Test gemacht.<br />

von SvEn HäHlE<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


<strong>DVD</strong><br />

CD<br />

Toolpaket<br />

Cloud vs. Freeware<br />

51<br />

Kein Zweifel: E-Mail ist ein Online-Dienst. Doch lässt es sich im<br />

Browser besser mailen als <strong>mit</strong> einem lokal installierten E-Mail-<br />

Client? Ohne Diskussion: Videoschnitt braucht viel RAM, viel Festplattenspeicher,<br />

viel Rechenleistung – ein klassischer Fall für lokal installierte<br />

Software, meint man. Aber ist die immer nötig? Tut es vielleicht<br />

auch eine Cloud-Lösung? <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> hat zwölf kostenlose Web-Dienste<br />

<strong>mit</strong> Freeware verglichen, die für dieselbe Aufgabe gedacht ist. Wie<br />

gut uns Online- und Offline-Lösung gefallen haben, erkennen Sie auf<br />

einen Blick an den Wolkensymbolen in jedem Kasten: Je mehr Wolken,<br />

desto besser finden wir den Cloud-Dienst im Vergleich zur Freeware.<br />

Je weniger Wolken, umso besser der Eindruck der Freeware. Drei Wolken<br />

von sechs möglichen bedeuten: Cloud-Dienst und Freeware sind<br />

gleich gut.<br />

Generelle Vor- und Nachteile<br />

Unabhängig von der konkreten Anwendung gibt es einige Vor- und<br />

Nachteile für alle Cloud-Dienste und Offline-Programme. Naturgemäß<br />

haben die Online-Applikationen einen Vorsprung, wenn es um den Datenaustausch<br />

untereinander und <strong>mit</strong> anderen Web-Diensten geht. So<br />

arbeiten zum Beispiel Googles Web-Apps Mail, Kalender, Text & Tabellen<br />

usw. Hand in Hand. Der größte Nachteil der Web-Dienste ist ebenso<br />

zwangsläufig: Ohne Internet-Verbindung geht so gut wie gar nichts.<br />

Wenn überhaupt, sind die Cloud-Dienste offline nur eingeschränkt<br />

nutzbar. Da kann jede Freeware punkten – einmal installiert, arbeiten<br />

Sie <strong>mit</strong> lokaler Software unabhängig vom Netz. Die Aktualisierung der<br />

Programme geht aber auch nicht ohne. Gut: Bei Cloud-Diensten müssen<br />

Sie sich darum nicht kümmern.<br />

Häufige Kritik an der Cloud<br />

Größter Vorteil von lokal installierter Freeware ist, dass die Anwendungsdaten<br />

in der Regel sicher unter Kontrolle sind. Kritiker der Cloud<br />

haben Bedenken in Sachen Datenschutz und -sicherheit. Zwar setzen<br />

die Anbieter etablierter Web-Dienste effiziente Mechanismen ein, die<br />

Datenklau und -missbrauch verhindern sollen. Die Nutzer sind aber<br />

selbst verantwortlich, ihre sensiblen Daten ausreichend zu schützen.<br />

Unser Tipp: Wenn möglich, sollten Sie wichtige Daten vor dem Speichern<br />

im Netz zusätzlich verschlüsseln.<br />

pk<br />

Office ohne Microsoft<br />

Kategorie: Office<br />

Cloud: Zoho, www.zoho.com<br />

Freeware: Open Office, http://de.openoffice.org<br />

Open Office bietet eine Textverarbeitung (Writer), eine Tabellenkalkulation<br />

(Calc) und – analog zu PowerPoint – eine Präsentations-<br />

Software (Impress). Ferner sind ein Zeichenprogramm (Draw),<br />

ein Datenbank-Frontend (Base) sowie ein Formeleditor (Math)<br />

Bestandteil des Pakets. Funktionsumfang und Oberfläche der Anwendungen<br />

entsprechen in etwa MS Office 2003. Die aufgabenorientierten<br />

Befehle, die Microsoft übrigens auch in seinen kostenlosen<br />

Web Apps integriert hat (http://office.microsoft.com/<br />

de-de/web-apps/), fehlen in der Cloud-Lösung Zoho ebenfalls.<br />

Der Webdienst bildet nahezu den vollen Funktionsumfang eines<br />

Office-Pakets im Browser nach. Doch die Bedienung fordert von<br />

MS-Office-Anwendern Umdenken. Zudem gibt es hin und wieder<br />

Darstellungsprobleme. Zudem<br />

bietet Zoho kostenpflichtige<br />

Business-Tools wie CRM.<br />

FAZIT: Zwar liefert Zoho mehr<br />

Tools, als viele Nutzer von<br />

einem Office-Paket erwarten.<br />

Die leichtere Bedienung und<br />

die stärkere Orientierung an<br />

Zoho Writer: Skalieren Sie das<br />

Browser-Fenster, werden Menüs<br />

und Text teils unsichtbar.<br />

gewohnten Office-Strukturen<br />

lässt jedoch Open Office als<br />

Sieger aus dem Rennen gehen.<br />

Gut organisiert durchs Leben<br />

Kategorie: Wissensmanagement<br />

Cloud: Springpad, www.springpadit.com<br />

Freeware: TreePad Lite, www.treepad.com/treepadfreeware<br />

Wenn es ums Wissensmanagement geht, sind Online-Lösungen<br />

führend. Mit Springpad sammeln Sie Wissen aller Art: Notizen,<br />

Rezepte oder Einkaufslisten in vorgefertigte Formulare. Sie halten<br />

interessante Webseiten offline<br />

fest – <strong>mit</strong> wenigen Mausklicks.<br />

Springpad gibt es auch<br />

fürs Smartphone. Dagegen<br />

sehen herkömmliche Notizprogramme<br />

wie das kostenlose<br />

TreePad Lite richtig alt aus.<br />

FAZIT: Mit Springpad macht<br />

das Info-Sammeln richtig Spaß. Springpad: Dank dieser Online-<br />

TreePad Lite erinnert dagegen Anwendung vergessen Sie nie<br />

an ein <strong>Windows</strong>-Notepad. wieder zum Beispiel Rezepte.<br />

Gedanken und Ideen ordnen<br />

Kategorie: Mindmapping<br />

Cloud: MindMeister, www.mindmeister.com/de<br />

Freeware: FreeMind, http://freemind.sourceforge.net<br />

Mindmapping-Programme dienen dem Strukturieren der eigenen<br />

Gedanken und Ideen. Das lokal zu installierende FreeMind<br />

bietet einen vergleichbar großen<br />

Funktionsumfang wie die<br />

Cloud-Lösung MindMeister.<br />

Indes ist letztere weitaus ansprechender.<br />

Man merkt, dass<br />

Online-Anwendungen in kürzeren<br />

Abständen modernisiert<br />

werden als Offline-Freeware.<br />

FAZIT: Aufgrund der moderneren<br />

Optik und durchdachteren<br />

Bedienung favorisie-<br />

gibt’s auch als App für iPad<br />

MindMeister: Das Online-Tool<br />

ren wir die Cloud-Lösung. (Bild), iPhone und Android.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


52<br />

SOFTWARE<br />

Cloud-dienste versus Freeware<br />

(Un)komplizierter <strong>Film</strong>genuss<br />

Kategorie: Videoschnitt<br />

Cloud: VideoToolbox, www.videotoolbox.com<br />

Freeware: VideoSpin, www.videospin.com/de<br />

Videoschnitt im Webbrowser – geht das überhaupt? Es geht. Während<br />

unklar ist, wie es <strong>mit</strong> JayCut weitergeht, bleibt als vergleichbare<br />

Cloud-Lösung derzeit nur der Dienst VideoToolbox. Gut: Das<br />

fertige Video lässt sich in zahlreichen Formaten ausgeben. Dass<br />

sich Videos bis zu einer Dateigröße von 600 MByte online schneiden<br />

lassen sollen, ist jedoch reine Theorie. Naturgemäß braucht<br />

schon der Upload lange Zeit. Aber das Schneiden und Konvertieren<br />

eines großen Videos kann eine wahre Ewigkeit in Anspruch<br />

nehmen, wenn man nicht gerade<br />

eine Internet-Standleitung besitzt.<br />

Die Freeware VideoSpin aus dem<br />

Hause Pinnacle arbeitet hingegen<br />

flott und bietet alles, was engagierte<br />

Videofilmer zum Nachbearbeiten<br />

ihrer Aufnahmen brauchen.<br />

FAZIT: VideoSpin ist dem Cloud-Dienst VideoToolbox weit überlegen<br />

und für den Heimgebrauch eine gute Wahl. Wer Videoschnitt<br />

(semi)professionell betreiben will, braucht hingegen unbedingt<br />

eine Kauf-Software.<br />

Ordnung im Bilder-Chaos<br />

Kategorie: Fotoverwaltung<br />

Cloud: Flickr, www.flickr.com<br />

Freeware: Picasa, http://picasa.google.com<br />

Im Zeitalter der Digitalfotografie häufen sich schnell Tausende Bilder<br />

an. Wie bringt man Ordnung in die Fotosammlung? Und wie<br />

präsentiert man seine Aufnahmen im Web? Dafür gibt es zwei Lösungsansätze.<br />

Variante 1: Die Bildverwaltung soll offline auf dem<br />

<strong>PC</strong> stattfinden, und nur ab und zu sollen Bilder online präsentiert<br />

werden – dann ist die Freeware Picasa die richtige Wahl. Variante<br />

2: Der Schwerpunkt liegt auf dem Präsentieren von Aufnahmen<br />

im Web, und alle Fotos sollen auch gleich online verwaltet werden<br />

– dann ist der Online-Dienst Flickr besser geeignet. Jeder Flickr-<br />

Nutzer bekommt beliebig viel Speicher.<br />

Allerdings sind kostenlose Flickr-Accounts auf einen Bilder-Upload<br />

von 300 MByte pro Monat beschränkt. Für Hobby-Fotografen<br />

dürfte das genügen; Profis brauchen einen kostenpflichtigen Pro-<br />

Account, der unbeschränkte Uploads ermöglicht. Picasa verwaltet<br />

Bilder offline – der Speicherplatz<br />

wird also höchstens<br />

durch die Festplattengröße<br />

li<strong>mit</strong>iert. Picasa-Webalben<br />

sind aber auf ein GByte<br />

Speicher je Google-Account<br />

beschränkt.<br />

FAZIT: Flickr oder Picasa?<br />

Wir finden beide stark. Flickr<br />

punktet <strong>mit</strong> Community-<br />

Funktionen inklusive individueller<br />

Rechtevergabe.<br />

Für Picasa spricht die angenehmere<br />

Bedienung.<br />

Flickr: Die Einzelbildansicht zeigt<br />

Aufnahmeort, Kameramodell, Schlagwörter<br />

und vieles mehr.<br />

Bilder wie vom Fotografen<br />

Kategorie: Bildbearbeitung<br />

Cloud: Picnik, www.picnik.com<br />

Freeware: Gimp, www.gimp.org<br />

Wer seine Fotos online verwaltet, kann sie auch gleich im Browser<br />

bearbeiten. Flickr bindet dazu den Cloud-Dienst Picnik direkt ein.<br />

Er lässt sich aber auch unabhängig von der Online-Fotoverwaltung<br />

nutzen – <strong>mit</strong> oder ohne Registrierung. Hobby-Fotografen dürfte vor<br />

allem die große Auswahl an automatischen Bildeffekten gefallen,<br />

die sich <strong>mit</strong> einem Klick anwenden lassen. Um <strong>mit</strong> der bekannten<br />

Freeware Gimp die gleichen Effekte zu erzielen, sind oft Bildbearbeitungskenntnisse<br />

und mehrere Arbeitsschritte nötig. Detaillierte<br />

Einstellungen bis ins kleinste Detail sind <strong>mit</strong> Picnik aber<br />

unmöglich. Dafür bietet Picnik andere Vorteile: Bearbeitete Fotos<br />

können zum Beispiel ganz einfach als Papierabzüge bestellt oder<br />

in Soziale Netzwerke wie Facebook eingestellt werden.<br />

FAZIT: Gimp ist eher etwas<br />

für Leute, die gern alle Optionen<br />

selbst kontrollieren<br />

wollen. Wer hingegen<br />

schnell und einfach beeindruckende<br />

Ergebnisse erzielen<br />

will, sollte Picnik nutzen.<br />

Vom Gesamteindruck her<br />

hat uns die Cloud-Lösung<br />

mehr überzeugt, auch wenn<br />

sie kein Profi-Tool ist.<br />

Picnik: Mit dem Online-Tool lassen sich<br />

auch von Gelegenheitsanwendern im<br />

Nu beeindruckende Effekte erzielen.<br />

Keine Chance für Schädlinge<br />

Kategorie: Malware-Scanner<br />

Cloud: Bitdefender Online-Scanner, www.bitdefender.de/scan<br />

ner/online/free.html<br />

Freeware: Avira <strong>Anti</strong>Vir Personal, www.avira.com/de/avirafree-antivirus<br />

Eine lokal installierte Internet Security Suite gehört zur Grundausstattung<br />

jedes <strong>PC</strong>s. Webbasierte Malware-Scanner wie der<br />

Bitdefender Online-Scanner sind kein Ersatz, eher eine Ergänzung.<br />

Sie können z.B. gute Dienste leisten, wenn man an einem<br />

fremden Rechner ohne Internet<br />

Security Suite einen<br />

schnellen Malware-Check<br />

durchführen will. Die fehlende<br />

Möglichkeit, laufende<br />

Prozesse im Hintergrund<br />

zu überwachen, ist<br />

hingegen ein k.o.-Kriterium.<br />

Dem kostenlosen Avira<br />

<strong>Anti</strong>Vir Personal fehlen<br />

gegenüber der Premium-<br />

BitDefender: Die kostenlose Online- Variante (19,95 Euro) ein<br />

Virenprüfung ersetzt auf keinen Fall paar wichtige Funktionen,<br />

eine lokal installierte Security Suite. etwa der Phishing-Schutz<br />

sowie die Überprüfung<br />

von Webseiten und Downloads auf Malware-Befall.<br />

FAZIT: Avira <strong>Anti</strong>Vir Personal liegt gegenüber dem Bitdefender<br />

Online-Scanner klar vorn.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


53<br />

Nie mehr Termine verpassen<br />

Kategorie: Terminkalender<br />

Cloud: Google Kalender, http://calendar.google.com<br />

Freeware: Mozilla Lightning, www.mozilla.org/projects/calen<br />

dar/sunbird<br />

Mit Mozilla Lightning lässt sich der kostenlose E-Mail-Client<br />

Thunderbird um eine Aufgaben- und Terminverwaltung erweitern.<br />

Thunderbird wird so<br />

zum vollwertigen Outlook-<br />

Ersatz. Lightning 1.0 Beta<br />

5 ist die aktuelle, stabile<br />

Version für Thunderbird 5<br />

und 6 und ersetzt Mozilla<br />

Sunbird, eine eigenständige<br />

Terminverwaltung, die Lightning integriert Kalender und<br />

nicht mehr weiterentwickelt<br />

wird. Vom Funktions-<br />

Thunderbird.<br />

Aufgabenverwaltung in Mozilla<br />

umfang her lässt Lightning<br />

praktisch keine Wünsche offen. Kalender lassen sich lokal speichern<br />

oder auf verschiedene Weise übers Netz einbinden, etwa<br />

per CalDAV- oder FTP-Server. Und sogar eine Synchronisation <strong>mit</strong><br />

Google Kalender ist möglich, allerdings erst nach Installation des<br />

kostenlosen Zusatz-Tools Provider for Google Calendar.<br />

FAZIT: Google Kalender wie Mozilla Lightning bieten alle wichtigen<br />

Funktionen, um Termine und Aufgaben komfortabel zu verwalten.<br />

Eine Doppelnutzung bietet sich für Anwender an, die schon Thunderbird<br />

als E-Mail-Client verwenden.<br />

Sie haben Post!<br />

Kategorie: E-Mail-Client<br />

Cloud: Google Mail, http://mail.google.com<br />

Freeware: Mozilla Thunderbird, www.mozilla.org/de/thunder<br />

bird<br />

Braucht man heutzutage noch einen E-Mail-Client? Oder ist es<br />

nicht viel einfacher, die tägliche Post im Browser zu lesen und zu<br />

beantworten? Ein Vorteil von Google Mail und anderen Webmailern<br />

ist auf jeden Fall, dass man Post unabhängig vom aktuellen<br />

Aufenthaltsort bearbeiten kann – auch <strong>mit</strong> mobilen Geräten wie<br />

Smartphones oder Tablet-<strong>PC</strong>s. Naturgemäß entfällt der Download<br />

der E-Mails vom Server auf den <strong>PC</strong>, und es steht unbegrenzt viel<br />

Speicherplatz bereit. Alle Nachrichten sind bei Google Mail für<br />

alle Zeiten archiviert.<br />

Während es jedoch <strong>mit</strong><br />

Google Mail unmöglich ist,<br />

beliebige externe Accounts<br />

einzubinden, verwaltet Mozilla<br />

Thunderbird Mail-Konten<br />

jeder Art. Mehrere Mail-<br />

Signaturen, verschiedene<br />

Thunderbird: Geöffnete E-Mails<br />

erscheinen in Tabs, wie man sie aus<br />

modernen Webbrowsern kennt.<br />

Absender-Kennungen und<br />

andere Extras bietet Thunderbird<br />

ebenfalls – Google<br />

Mail nicht.<br />

FAZIT: Wer nur ein Google-Mail-Konto besitzt, braucht keinen<br />

lokalen E-Mail-Client. Für professionelle Arbeit <strong>mit</strong> mehreren Accounts<br />

ist Mozilla Thunderbird dem Web vorzuziehen.<br />

Auf dem richtigen Weg<br />

Kategorie: Finanzmanagement<br />

Cloud: Kontoblick, www.kontoblick.de<br />

Freeware: Aquamarin Haushaltsbuch, www.aquamarin.org<br />

Kontoblick bildet ein Haushaltsbuch online ab, bindet Konten bei<br />

verschiedenen Banken ein und liefert übersichtliche grafische<br />

Auswertungen. Für Sicherheit soll das HBCI-Verfahren beim<br />

Direkt abruf von Kontoauszügen sorgen. Es wird auch vom Aquamarin<br />

Haushaltsbuch genutzt. Von beiden Lösungen wird zudem<br />

das CSV-Format unterstützt.<br />

Zahlungsvorgänge<br />

sind <strong>mit</strong> beiden<br />

Anwendungen nicht<br />

Kontoblick: Diese Grafik zeigt die wichtigsten<br />

Funktionen der Umsatzübersicht.<br />

möglich.<br />

FAZIT: Kontoblick wirkt<br />

etwas moderner als<br />

Aquamarin Haushaltsbuch.<br />

Digitale Jukeboxen<br />

Kategorie: Music Player<br />

Cloud: LastFM, www.lastfm.de<br />

Freeware: Apple iTunes, www.apple.com/de/itunes<br />

iTunes ist eine Verwaltungs-Software für Musik <strong>mit</strong> integriertem<br />

Online-Shop, während LastFM Wunschmusik streamt. Beides sind<br />

komfortable Lösungen, um<br />

Musik digital zu genießen.<br />

Wer gelegentliche Unterhaltung<br />

sucht, kann <strong>mit</strong><br />

LastFM viel Freude haben.<br />

Wer die selben Lieblingstitel<br />

immer wieder hören<br />

will, nimmt iTunes.<br />

FAZIT: LastFM und iTunes<br />

sind gut und ergänzen sich<br />

auch hervorragend.<br />

Apple iTunes: Im iTunes Store gibt<br />

es neben Musik auch <strong>Film</strong>e, Anwendungen<br />

und Spiele zu kaufen.<br />

Website im Eigenbau<br />

Kategorie: WYSIWYG-Webeditor<br />

Cloud: Jimdo, http://de.jimdo.com<br />

Freeware: CoffeeCup Free HTML Editor, www.coffeecup.com/<br />

free-editor<br />

Der Webbaukasten Jimdo bietet unter anderem ein Blog- und<br />

ein Shopping-System, einfache Flash-Integration und Suchmaschinenoptimierung.<br />

Mit dem<br />

CoffeeCup Free HTML Editor<br />

lässt sich zwar all das auch realisieren,<br />

der Aufwand ist aber<br />

ungleich höher.<br />

FAZIT: CoffeeCup Free HTML<br />

Editor ist eine 1A-Freeware. Aber<br />

Jimdo: Mit wenigen Mausklicks<br />

lässt sich das Layout einer Webseite<br />

ändern.<br />

<strong>mit</strong> Jimdo lassen sich Websites<br />

viel schneller und einfacher auf<br />

die Beine stellen.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


54<br />

SOFTwaRe<br />

Finanz-soFtware<br />

PROFITIPPS<br />

Konten professionell verwalten<br />

Mit StarMoney Business 4.0 (Vollversion auf Heft-<strong>DVD</strong>) behalten<br />

Sie stets den Überblick über Ihre Einnahmen und Ausgaben.<br />

Zugleich optimieren Sie Ihre Zinsen, spüren Risiken und<br />

Einsparpotenziale auf und erleichtern sich die tägliche Arbeit.<br />

von DR. RalF T. GöllneR<br />

D ie Finanz-Software StarMoney Business 4.0 können Sie lokal,<br />

im Netzwerk oder als Client installieren. Wählen Sie die für Sie<br />

passende Form und folgen den weiteren Installationsschritten. In<br />

der Standardkonfiguration wird der Konverter für Fremddaten installiert.<br />

Mit ihm lassen sich bereits vorhandene Homebanking-<br />

Daten übernehmen. Möglich ist dies für S-Connect 2.0-4.3, S-Direkt<br />

Homebanking 1.0-2.1, EURO-Connect 1.0, SK-HomeBanking<br />

4.3, db dialog 3.1-3.4, ZV light 3.2x und ModernCash 3.2x. Datenbanken<br />

anderer StarMoney-Versionen können Sie ebenfalls<br />

importieren. Diese erkennen Sie an der Dateiendung sdy.<br />

Unter Kontenliste richten Sie alle Giro-, Kreditkarten- und Festgeldkonten,<br />

Wertpapierdepots und eBay-, Amazon-, PayPal- oder weitere<br />

Konten <strong>mit</strong> Hilfe der Assistenten ein. Nachdem Sie alle Konten<br />

online aktualisiert haben, können Sie sie verwenden und haben<br />

Ihre Finanzen auf der Übersichtsseite stets im Blick.<br />

StarMoney bietet Ihnen aber viel mehr, als nur die zentrale Aktualisierung<br />

mehrerer Konten und die Durchführung von Finanztransaktionen.<br />

Ausgefeilte Alarm-, Buchungs-, Archiv- und Auswertungsfunktionen,<br />

Liquiditätsvorschau, Automatisierung zahlreicher<br />

Transaktionen oder Analysen sind hilfreiche Instrumente. Zwar ist<br />

der anfängliche Konfigurationsaufwand hoch, später aber läuft<br />

vieles automatisch ab und spart Ihnen viel Arbeit. Zudem können<br />

Sie fast alle finanzrelevanten Informationen an einem Ort verwalten.<br />

So behalten Sie den Überblick, gleichen negative Salden schnell<br />

aus oder konzentrieren Ihre Geld<strong>mit</strong>tel auf dem Konto <strong>mit</strong> dem<br />

höchsten Zinssatz.<br />

Tipp 1<br />

Ausgabenkontrolle einführen<br />

Dank Ausgabenkontrolle und Liquiditätsvorschau sind Sie vor<br />

Überraschungen sicher und wissen: Kategorisieren Sie alle Einnahmen<br />

und vor allem Ausgaben und suchen Sie Ihre persönlichen<br />

Einsparpotenziale und Optimierungsmöglichkeiten.<br />

StarMoney bietet viele vordefinierte Kategorien. So erweitern Sie sie<br />

um eigene: Unter Extras/Kategorien/Neu fügen Sie Kategorien hinzu<br />

und definieren sie als Unterkategorie bestehender Kategorien.<br />

Legen Sie unter Extras und Regeln fest, wie StarMoney Buchungsvorgänge<br />

automatisch kategorisiert. Haben Sie in Ihren Konten bereits<br />

mehrere Umsätze, erstellen Sie die Regeln am besten anhand<br />

existierender Buchungen. Öffnen Sie den zu kategorisierenden Umsatz<br />

in der Detailansicht und wählen Sie Regel. Geben Sie der Regel<br />

einen eindeutigen Namen. Wählen Sie die Bedingungen, die für die<br />

Anwendung der Regel zutreffen müssen. Sie können die Regel auf<br />

ein Konto beschränken, indem Sie die Checkbox Kontoname aktivieren,<br />

sonst gilt sie für alle Konten.<br />

Wählen Sie Empfänger/Absender, werden alle Transaktionen <strong>mit</strong><br />

einem Partner erfasst. Dies bietet sich etwa für Strom- oder Gaslieferanten<br />

an, von denen Sie auch Rückzahlungen erwarten. Beachten<br />

Sie, dass die Bedingungen <strong>mit</strong> Und verknüpft sind.<br />

Aktivieren Sie Zuweisung zu Kategorie und wählen die passende<br />

aus. Sie können die Buchung auch splitten und Teilbeträge unterschiedlich<br />

zuordnen.<br />

Regelkonformer<br />

Überblick:<br />

Definieren Sie<br />

Regeln und<br />

kategorisieren<br />

Buchungsposten.<br />

Wenn Sie Liquiditätsvorschau wählen, den Start- und Endzeitpunkt<br />

sowie den Turnus des Geschäftsvorgangs angeben, kann StarMoney<br />

die Entwicklung Ihrer Finanzen anhand der regelmäßigen Einnahmen<br />

und Ausgaben prognostizieren. Je mehr Regeln Sie erstellen,<br />

desto genauer wird Ihre Liquiditätsprognose. Haben Sie anhand<br />

einzelner Buchungen Ihre Regeln erstellt, wechseln Sie ins Menü Extras/Regeln.<br />

Hier sind alle erstellten Regeln aufgelistet und können<br />

(de)aktiviert oder zugewiesen werden. Markieren Sie alle Regeln<br />

und wenden sie <strong>mit</strong> Anwenden auf alle Buchungsposten an.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


<strong>DVD</strong><br />

it Vollversion professional<br />

StarMoney<br />

CD<br />

Programmierung<br />

Business 4.0<br />

55<br />

Tipp 2<br />

Tipp 3<br />

Überblick bewahren<br />

Anhand der kategorisierten Buchungsposten können Sie unter<br />

Auswertung viele Berichte erstellen und <strong>mit</strong> Hilfe der Kategorien<br />

spezifizieren.<br />

Wählen Sie beispielsweise Ausgabenreport und Anpassen, legen<br />

den Berichtszeitraum, die zu berücksichtigenden Kategorien und einen<br />

Vergleichszeitraum fest und erstellen den Bericht. So analysieren<br />

Sie zum Beispiel die Entwicklung Ihrer Stromkosten über einen<br />

längeren Zeitraum, am besten auch in einer grafischen Ansicht.<br />

Mit den Berichten können Sie die StarMoney-Datenbank nach allen<br />

erforderlichen Kriterien abfragen und so Ihre Finanzen optimieren.<br />

Wollen Sie in die Zukunft blicken, wählen Sie Extras/Liquiditätsvorschau<br />

und legen den Zeitraum für die Prognose fest. Wählen Sie<br />

Anpassen, aktivieren alle zutreffenden Einstellungen und speichern<br />

sie. StarMoney rechnet Ihre Finanzentwicklung für den festgelegten<br />

Zeitraum hoch und bietet Ihnen Planungssicherheit. Je mehr gut<br />

durchdachte Regeln und Kategorien Sie definiert haben und je mehr<br />

Terminüberweisungen, Daueraufträge usw. Sie <strong>mit</strong> StarMoney verwalten,<br />

desto zuverlässiger funktioniert die <strong>Vorschau</strong>.<br />

Berichtswesen: Analysieren Sie <strong>mit</strong> Hilfe der zahlreichen Berichte ihre<br />

Kostenstruktur und optimieren ihr Ausgaben-Einnahmen-Verhältnis.<br />

Frühwarnsystem einrichten<br />

StarMoney hat auch ausgefeilte Alarmfunktionen <strong>mit</strong> an Bord,<br />

die Sie unter Extras/Alarme erstellen.<br />

Sie können sich z.B. warnen lassen, wenn ein Kontostand einen<br />

festgelegten Betrag unterschreitet.<br />

Zudem erinnert Sie StarMoney automatisch an anstehende Zahlungen,<br />

die Sie unter Einstellungen/Zahlungserinnerung festlegen.<br />

Ist diese Funktion aktiviert, kann StarMoney Sie selbst dann erinnern,<br />

wenn das Programm nicht geöffnet ist. Dies erfolgt durch ein<br />

Symbol im Systemtray.<br />

Alarmfunktion:<br />

StarMoney<br />

warnt Sie unter<br />

anderem, wenn<br />

ihr Konto einen<br />

bestimmten<br />

Betrag unterschritten<br />

hat.<br />

Tipp 4<br />

Tipp 5<br />

Erhalten Sie öfter Einzelrechnungen beispielsweise von Ihrer<br />

Versicherung, benutzen Sie die Bündelungsfunktion für Einzelrechnungen<br />

und sparen sich viel Arbeit.<br />

Im Menü Neu wählen Sie Überweisung, tragen Empfänger und<br />

Bankverbindung ein und klicken auf das Büroklammer-Symbol. Tragen<br />

Sie nun in der oberen<br />

Fensterhälfte die jeweiligen<br />

Verwendungszwecke, Rechnungsbeträge<br />

und gegebenenfalls<br />

Skonti ein und übernehmen<br />

die Einzelposten<br />

für den Überweisungsträger.<br />

StarMoney berechnet automatisch<br />

den Überweisungsbetrag<br />

abzüglich Skonto.<br />

Diese Zusammenfassung<br />

können Sie wie auch andere<br />

Überweisungen als Vorlage<br />

speichern und später zeitsparend<br />

erneut nutzen. pk<br />

Bündeln Sie notfalls Einzelrechnungen<br />

und lassen StarMoney<br />

für Sie das Skonto ausrechnen.<br />

Rechnungen archivieren<br />

Praktisch ist die Dokumentenverwaltung, <strong>mit</strong> deren Hilfe Sie<br />

elektronische Rechnungen sicher und nicht für jedermann zugänglich<br />

archivieren.<br />

Archivzentrale: Legen Sie Ordner für elektronische Rechnungen an und<br />

speichern diese in der verschlüsselten StarMoney-Datenbank.<br />

Unter Kontenliste und Konto neu richten Sie die Dokumentenverwaltung<br />

ein und legen <strong>mit</strong> Ordner neu Ordner für Ihre Dokumente nach<br />

Themen an, z.B. Auto oder eigene Rechnungen. In diese Ordner<br />

fügen Sie <strong>mit</strong> Hinterlegen gespeicherte Rechnungen von Ihrer Festplatte<br />

ein. Diese speichert die StarMoney-Datenbank verschlüsselt.<br />

Das Originaldokument können Sie von der Festplatte auf ein Sicherheitsmedium<br />

verbannen. So bewahren Sie Texte in den Formaten<br />

TXT, DOC, HTML, JPG oder PDF sicher und zentral auf.<br />

Die Dokumente können Sie einzelnen Buchungen zuordnen – hilfreich<br />

bei Steuererklärung oder Einnahmenkontrolle. Öffnen Sie das Girokonto<br />

und die Buchung, der Sie eine lokal gespeicherte Rechnung zuweisen<br />

wollen und öffnen die Details. Klicken Sie auf Hinterlegen, navigieren in<br />

den Ordner <strong>mit</strong> der Rechnung und fügen sie in die Datenbank ein.<br />

Einzelrechnungen bündeln<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


1&1 WEBHOSTING<br />

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58<br />

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Videos digitalisieren<br />

Videoaufnahmen von den Kindern, geliebte Fernsehshows <strong>mit</strong><br />

längst verblichenen Moderatoren oder Spielfilme,<br />

die es nicht mehr zu kaufen gibt – fast jeder hat sie im<br />

Haus. Analoge Videokassetten füllen Schränke und<br />

man will sich einfach nicht von ihnen trennen.<br />

Mit einigen Kniffen lassen sie sich leicht ins<br />

digitale Zeitalter retten.<br />

Von MichAEl hiEbEl<br />

AnAlogE VidEokASSEttEn EinlESEn<br />

Straße der<br />

Erinnerungen<br />

Jetzt ist die richtige Zeit, um analoge Videobänder<br />

zu digitalisieren. Noch gibt<br />

es gebrauchte Videorekorder in passablem<br />

Zustand, für VHS sogar Neugeräte. Das Angebot<br />

an Interfaces zur Digitalisierung ist<br />

groß. Warten Sie nicht, bis Magnetbänder<br />

infolge Alterungserscheinungen nicht mehr<br />

abspielbar sind. Unser Workshop verrät<br />

Tricks und Technik zur optimalen digitalen<br />

Konservierung Ihres Bandarchivs.<br />

1 Wahl des Videorekorders<br />

Sortieren Sie die Bänder vor und finden Sie<br />

heraus, welche Videosysteme zur Digitalisierung<br />

anstehen. Existiert der alte Videorekorder<br />

noch? Ein Abspielversuch lohnt sich,<br />

denn infolge hoher Fertigungstoleranzen<br />

der Consumergeräte liegt hier die Chance für<br />

die beste Wiedergabe. Bei VCR, Video2000,<br />

Betamax und Video8/Digital8 gibt es keine<br />

Neugeräte und nur noch wenig Ersatzteile.<br />

Kalkulieren Sie beim Gebrauchtkauf die Kosten<br />

für eine Reparatur <strong>mit</strong> ein. Bei VCR und<br />

Video 2000 sind oft mehrere Käufe nötig, um<br />

ein funktionstüchtiges Gerät zu ergattern.<br />

Bei VHS­Video sieht es besser aus. Ein gebrauchter<br />

S­VHS­Rekorder spielt nicht nur<br />

Standard­VHS Bänder ab, sondern hat vielfach<br />

noch TBC (Time Base Corrector) und Rauschunterdrückung<br />

eingebaut. Der S­VHS­Videoausgang<br />

liefert getrenntes Luminanz­ und Chroma­<br />

Signal. Das bringt bessere Bildqualität.<br />

Beliebt sind die früheren JVC­Serien 7000,<br />

8000 und 9000. Hier kann das „Dynamic<br />

Drum“­System durch eine Piezokristall­Mechanik<br />

die Videokopftrommel automatisch<br />

drehen und dabei dem Tracking des abzuspielenden<br />

Bandes anpassen. Das bringt<br />

gute Abspielqualität auch von Bändern aus<br />

dejusterten Maschinen.<br />

Gebrauchtgeräte enthalten allerdings ein Risiko.<br />

„Die Kopftrommel eines VHS-Rekorders<br />

hält zwischen 1000 und 2000 Betriebsstunwden.<br />

Dabei ist häufiger Bildsuchlauf ein<br />

regelrechter Kopftrommel-Killer“, sagt Georg<br />

PAL-Fernsehbild: Der<br />

Schärfeeindruck wird<br />

durch das Helligkeitssignal<br />

(auch Luminanz<br />

oder Y-Signal genannt)<br />

ver<strong>mit</strong>telt. Der dahinter<br />

liegende Farbträger<br />

(auch Chrominanz,<br />

Chroma oder C-Signal<br />

genannt) wird <strong>mit</strong><br />

wesentlich geringerer<br />

Auflösung übertragen.<br />

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<strong>DVD</strong><br />

CD<br />

Toolpaket<br />

Videos digitalisieren<br />

59<br />

Höhenleitner vom Video Club München e.V.,<br />

selbst Fernsehtechniker. Bei einer durchschnittlichen<br />

Abspieldauer von drei Stunden<br />

pro Band ist nach 400 Bändern das Gerät hinüber.<br />

Das ist schnell erreicht. Defekte Videoköpfe<br />

zeigen schlierige Farben und schwarze<br />

Bildausreißer an den hellen Stellen.<br />

Tipp: Derzeit sind noch zwei neu erhältliche<br />

VHS-<strong>DVD</strong>-Kombigeräte auf dem<br />

Markt, die Sie im Falle eines Neukaufs<br />

einer näheren Betrachtung unterziehen<br />

sollten: der Toshiba RDV50KF und der<br />

panasonic DMR-EZ49V. Beide haben TBC<br />

und Noise Reduction. Der Toshiba besitzt<br />

zudem einen hochwertigen Video-Komponenten-Ausgang.<br />

2 Computer-Hardware<br />

Mit einem kleinen Stick oder einer Box werden<br />

die analogen Videosignale digitalisiert<br />

und an den Rechner weitergeleitet. Geräte <strong>mit</strong><br />

Firewire-Anschluss wie der Canopus AVDC-110<br />

und der ADVC-300 (letzterer <strong>mit</strong> integriertem<br />

TBC, www.grassvalley.com) werden von allen<br />

Schnittprogrammen erkannt, die <strong>mit</strong> DV-Camcordern<br />

kommunizieren können. Sie wandeln<br />

das Video in den DV-Codec um, der sich dank<br />

seiner geringen Kompression unproblematisch<br />

weiterbearbeiten lässt.<br />

Wandler <strong>mit</strong> USB-Anschluss gibt es in zwei<br />

Ausführungen. Die Terratec-Geräte (www.<br />

terratec.de) G1 und der G3 sowie die Terratec-<br />

Grabster-Serie leiten ebenfalls ein DV-Signal<br />

an den Rechner weiter, das Umrechnen in<br />

andere Formate erfolgt in der <strong>mit</strong>gelieferten<br />

Magix-Software. Andere Hersteller verbauen<br />

einen Hardware-Encoder für MPEG2 oder<br />

H.264. Sie senden das hochreduzierte Signal<br />

in den <strong>PC</strong>.<br />

Elgato geht <strong>mit</strong> dem Stick Video Capture diesen<br />

Weg (www.elgato.com). Das reduziert<br />

enorm die Datenmengen auf der Festplatte<br />

und steigert die Geschwindigkeit, weil zeitaufwändiges<br />

Umkodieren entfällt. Allerdings<br />

sind Bildeingriffe wie Farbfilter und Vergrößerungen<br />

bei hochreduzierten Videodaten<br />

nicht mehr gut möglich.<br />

Anschlussfreudig<br />

Die Entscheidung zwischen schneller Performance<br />

oder optimalen Nachbearbeitungsmöglichkeiten<br />

muss also vor dem Kauf eines<br />

Digitalwandlers fallen, sofern Sie sich nicht für<br />

zwei unterschiedliche Geräte entschließen.<br />

Tipp: Wenn Sie Videos professionell nachbearbeiten<br />

wollen, digitalisieren Sie diese<br />

möglichst ohne Kompression.<br />

Wählen Sie immer den Videoausgang<br />

des Rekorders <strong>mit</strong> der bestmöglichen<br />

Qualität. Adapterkabel gibt es im Fachhandel.<br />

HF- (oder RF-) Ausgang: Ältere Videorekorder<br />

hatten oft nur einen Antennendurchschliff<br />

(RF = Radio Frequency, HF =<br />

Hochfrequenz), da<strong>mit</strong> der angeschlossene<br />

Fernseher die Videosignale per Antennenbuchse<br />

auf einem Sendekanal<br />

empfangen kann.<br />

Die Qualität ist für Digitalisierungen zu<br />

minderwertig.<br />

Chinch-Video-Buchse: Hier lässt sich<br />

das Composite-Videosignal (auch Videooder<br />

FBAS-Signal genannt) abgreifen.<br />

Luminanz und Chrominanz sind ineinander<br />

gemischt. Für den Ton gibt es extra<br />

Buchsen.<br />

DIN-Buchse (AV-Buchse): Die DIN-<br />

Buchse enthält Ein- und Ausgänge für<br />

Video und Audio. Sie ist bei sehr alten<br />

Geräten verbreitet.<br />

S-Video (Y/C-Signal = Luminanz/Chrominanz):<br />

Diese Hosiden-Buchse liefert<br />

Luminanz und Chrominanz auf zwei getrennten<br />

Kanälen und ist daher zum Digitalsieren<br />

bestens geeignet.<br />

Scart-Anschluss: Die Scartbuchse, auch<br />

Euro-AV oder Eur-Scart genannt, kann<br />

analoge Videosignale in Composite, S-Video<br />

und RGB übertragen und unterstützt<br />

zwei Audiokanäle. Es müssen aber nicht<br />

alle Signalkanäle belegt sein. Wenn der<br />

Rekorder nur Composite wiedergibt, bleiben<br />

die S-Video- und RGB-Ausgänge unbenutzt.<br />

Component (YUV): Bei diesem Anschluss<br />

werden auf drei Buchsen folgende<br />

Signale herausgeführt: das Luminanz-Signal<br />

sowie zwei Differenz-Signale „Blau<br />

– Y“ und „Rot – Y“. Die fehlende Grün-<br />

Farbe kann aus diesen Signalen nachträglich<br />

generiert werden. Der dreipolige<br />

Anschluss aus der Profi-Technik bringt<br />

beste Signaltrennung und eine vollwertige<br />

Übertragung des für die Schärfe zuständigen<br />

Luminanz-Signals.<br />

Analoge Steckverbindungen: Von links nach rechts: Antennendurchschliff, Videobuchse, DIN-<br />

AV-Buchse, S-Video, Scart- und Componenten-Ausgang<br />

Nur <strong>mit</strong> unkomprimiertem PAL lässt sich eine<br />

weitestgehend identische digitale Kopie des<br />

Bandes <strong>mit</strong> allen Reserven erstellen. Dabei<br />

enstehen große Datenmengen. Während der<br />

DV-Codec etwa 13 GByte Speicherplatz pro<br />

Stunde belegt, ist es beim Sendestandard DV-<br />

CPRO50 bereits das Doppelte. 8 Bit Unkomprimiert<br />

entsprechen etwa 70 GByte, 10 Bit<br />

unkomprimiert brauchen 93 GByte pro Stun-<br />

Anschlussbeispiel: Verwenden Sie soweit möglich<br />

den S-Video-Ausgang am Camcorder. Audio<br />

muss getrennt verkabelt werden.<br />

Die Pinnacle Studio Movie Box HD läuft über USB,<br />

arbeitet intern in DV/HDV-Codec. Die Ultimate<br />

Edition bietet umfangreiche Zusatzausstattung.<br />

Kabelbaum: Die Steckkarte Decklink Intensity<br />

Pro hat Ein- und Ausgänge für Composite,<br />

S-Video, Komponente und HDMI.<br />

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60<br />

software<br />

Videos digitalisieren<br />

de. Das setzt einen schnellen Rechner und<br />

eine entsprechende Digitalisier-Karte voraus.<br />

Hier bietet die Decklink Intensity Pro (www.<br />

nmav.de oder www.video2see.de) sehr viel<br />

für wenig Geld. Sie kann unkomprimiertes<br />

Video in SD und HD aufnehmen. Die Decklink-Treiber<br />

benötigen allerdings ein professionelles<br />

Schnittprogramm wie Adobe<br />

Premiere Pro, Sony Vegas und Apple Final<br />

Cut Pro.<br />

3 Materialsichtung<br />

Entstauben Sie die Kassetten äußerlich, falls<br />

nötig. Das schont Mechanik und Köpfe. Aber<br />

bitte nicht <strong>mit</strong> Pressluft – das zerreißt die dünnen<br />

Bänder sofort! Tuch oder Pinsel sind die<br />

bessere Wahl. Sichten und sortieren Sie dabei<br />

die Bänder. Viele Bänder wandern dabei<br />

möglicherweise undigitalisiert in den Müll.<br />

Für die Mehrzahl der Kauffilme und Fernsehsendungen<br />

entfällt eine Nachbearbeitung<br />

ohnehin. Hier könnte eine performante Digitalisierung<br />

eher wichtig sein. Kassetten <strong>mit</strong><br />

Erinnerungswert wie <strong>mit</strong> selbstgedrehten<br />

Consumer-Videosysteme: VCR, Video2000, Betamax, VHS-C, VHS, S-VHS und<br />

Video8 (von links nach rechts)<br />

Videokassetten-Parade<br />

VCR-System (Philips/Grundig), Bandbreite<br />

1/2 Zoll: 1971 eingeführt, konnte<br />

dieses Videosystem maximal etwa 65 Minuten<br />

auf einer koaxialen Kassette aufzeichnen.<br />

Ab 1977 kamen zwei Modifikationen<br />

hinzu: „VCR-Longplay“ gestattete bis zu 3<br />

Stunden Aufzeichnungszeit, „SVR“ (Super<br />

Video, von Grundig) bis zu 5 Stunden. Geräte<br />

für VCR, VCR-Longplay und SVR sind<br />

untereinander nicht kompatibel. Für jedes<br />

Aufzeichnungssystem muss der passende<br />

Rekorder verwendet werden. Kassetten wie<br />

Gerät sind mechanisch sehr aufwändig und<br />

deshalb reparaturanfällig. Brauchbare<br />

Video ausgänge sind meist nicht vorhanden,<br />

sondern nur ein Durchschliff des HF-Antennensignals.<br />

Der Schweizer Stefan Heimers<br />

bietet auf seiner Webseite www.heimers.ch<br />

eine Schaltung für die Nachrüstung eines<br />

S-Video-Ausganges an.<br />

Video2000 (Philips/Grundig), Bandbreite<br />

1/2 Zoll (eigentlich 1/4 Zoll): Dieses System<br />

<strong>mit</strong> einer beidseitig bespielbaren Kassette<br />

wurde 1979 auf der Funkausstellung<br />

als Nachfolger von VCR vorgestellt und<br />

konnte maximal 8 Stunden (in einer späteren<br />

„Longplay“-Version sogar 16 Stunden)<br />

pro Kassette aufnehmen. Es gab oft<br />

Kompatibilitätsprobleme <strong>mit</strong> Kassetten, die<br />

auf anderen Geräten aufgenommen waren.<br />

Auch die automatische Spurnachführung<br />

funktionierte nicht immer wie sie sollte.<br />

Auch bei Video2000 haben viele Geräte lediglich<br />

einen Durchschliff des Antennensignals.<br />

Allerdings gibt es Geräte <strong>mit</strong> einem<br />

6-poligen DIN-Videostecker (dem Vorläufer<br />

des Scart-Steckers). Die letzten Baureihen<br />

hatten sogar einen Scart-Anschluss.<br />

Video 8 (Sony), Bandbreite 8 mm: Die<br />

kleine Kassette schaffte ab 1985 die Möglichkeit,<br />

kleinere Camcorder zu bauen. Die Bildqualität<br />

von Video 8 wurde bald verbessert<br />

und gelangte als Hi8 auf den Markt. 1999<br />

kam dann Digital8, eine Videoaufzeichnung<br />

im DV-Codec auf analogen Hi8-Bändern. Die<br />

Bänder haben eine Länge bis zu 90 Minuten.<br />

Allerdings können einige Digital8-Camcorder,<br />

wie der Sony DCR-TRV480, die analogen Bänder<br />

abspielen und digital umsetzen. Dank<br />

internem TBC und Digital Noise Reduction<br />

werden die analogen Aufzeichnungen erheblich<br />

verbessert. Die Ausgabe erfolgt wie bei<br />

DV per FireWire-Kabel.<br />

Betamax (Sony), Bandbreite 1/2 Zoll: Das<br />

von Sony 1975 in den USA eingeführte<br />

Video format hatte damals eine revolutionäre<br />

Spieldauer von maximal 3,5 Stunden. Die geringe<br />

Bandgeschwindigkeit von 2,34 cm/sek<br />

lieferte nur eine <strong>mit</strong>telmäßige Tonqualität.<br />

Zur Verbesserung gab es Hifi-Stereoton wie<br />

auch <strong>PC</strong>M-modulierten Digitalton. Beides<br />

wurde in den Schrägspuren des Videosignals<br />

aufgezeichnet. Mitte der 80er Jahre wurde<br />

das Superbeta-Format vorgestellt, <strong>mit</strong> verbesserter<br />

Bildqualität und Abwärtskompatibilität<br />

zu den Standard-Betamax-Bändern.<br />

Die Geräte haben meist Ausgangsbuchsen in<br />

BNC und Chinch, was die Signalherausführung<br />

einfach macht. Zur Digitalisierung sind<br />

Geräte <strong>mit</strong> Hifi-/<strong>PC</strong>M-Ton vorzuziehen.<br />

VHS (JVC), Bandbreite 1/2 Zoll: Das ursprünglich<br />

1976 in Japan von der Firma JVC<br />

entwickelte Format wurde relativ schnell zum<br />

Marktführer. Eine verkleinerte VHS-C-Kassette<br />

wurde in Camcordern verwendet und konnte<br />

per Adapterkassette in den Heimgeräten<br />

verwendet werden. Modifikationen wie Extended<br />

Play (EP), Longplay und Super-Longplay<br />

verlängerten die ohnehin schon lange<br />

Aufzeichnungszeit auf über 10 Stunden. Spätere<br />

Modelle verfügten über Hifi-Ton in den<br />

Schrägspuren des Videosignals. Ab 1985 gab<br />

es so genannte VHS-HQ-Geräte <strong>mit</strong> etwas verbesserter<br />

Bildqualität, 1987 folgte S-VHS (SuperVHS)<br />

<strong>mit</strong> um 60% verbesserter Bildqualität<br />

und unreduzierter Speicherung des für<br />

die Schärfe zuständigen Luminanz-Signals.<br />

Auch bei S-VHS gab es eine kleine C-Kassette<br />

für Camcorder. Später gab es noch S-VHS-ET<br />

(nur von JVC) und digitale Versionen des Formats<br />

(D-VHS), die keine wesentliche Verbreitung<br />

fanden. Für das VHS-System gibt es<br />

nicht nur ein Angebot an Gebrauchtgeräten,<br />

sondern auch Neugeräte. Das macht die Digitalisierung<br />

sehr unproblematisch.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


61<br />

Familenaufnahmen verdienen nicht nur eine<br />

hochwertige Digitalisierung <strong>mit</strong> anschließender<br />

Nachbearbeitung. Sie sollten sie keinesfalls<br />

in den Müll werfen, sondern an einen<br />

eher kühlen und trockenen Ort stellen. Das<br />

Original ist nämlich immer das beste und billigste<br />

Backup. Ohnehin werden das nur sehr<br />

wenig Bänder sein.<br />

Tipp: Versehen Sie die Bänder <strong>mit</strong> einer<br />

fortlaufenden Nummer und benennen Sie<br />

die Videodateien identisch dazu. So können<br />

Sie ohne große Sucherei im Falle des<br />

Falles nachdigitalisieren.<br />

4 Vorbereitung<br />

Bevor es ans Einspielen geht, sollten Sie die<br />

Bänder einmal über die gesamte Bandlänge<br />

vor- und zurückspulen. Das lockert die Wickel.<br />

Tipp: Arbeiten Sie bei großen Bandmengen<br />

möglichst <strong>mit</strong> zwei Videorekordern:<br />

Ein älteres Gerät zum Umspulen und Sichten,<br />

ein neues zum Digitalisieren.<br />

Videorekorder für den Heimbetrieb sind nicht<br />

für wochenlangen Dauerlauf geeignet. Gönnen<br />

Sie dem Gerät nach einigen Stunden Pause.<br />

Daneben: Liegt der Wiedergabekopf nicht exakt<br />

auf der Videospur, werden Störstreifen und<br />

Farbausfälle sichtbar.<br />

5 Kein problem <strong>mit</strong> technischen<br />

problemen!<br />

Beim Digitalisieren werden Sie möglicherweise<br />

ab und zu auf unerwartete Dinge stoßen.<br />

Die häufigsten Probleme:<br />

Bandabrieb: Bei älteren Bändern wird der Kleber<br />

für die Magnetpartikel spröde. Der hohe<br />

Bandabrieb schmiert die Köpfe zu. Eine Reinigungskassette<br />

macht sie wieder flott, sollte<br />

allerdings behutsam eingesetzt werden, da<br />

sie die Kopftrommel nicht schont. Hilft das<br />

nicht, muss das Gerät in die Werkstatt. Bitte<br />

keinen Selbstversuch! Die kleinen Videoköpfe<br />

können sehr schnell zerstört werden.<br />

Störstreifen im Bild: Auslöser ist hier das Tracking,<br />

die „Verfolgung der Videospur“. Aktuelle<br />

Videorekorder haben eine Automatik, ältere<br />

Modelle oft einen Tracking-Regler. Dieser<br />

wird so eingestellt, dass der Störstreifen im<br />

Bildrand verschwindet. Lässt sich das nicht beheben,<br />

liegt eine Dejustage entweder des Aufnahme-<br />

oder des Wiedergaberekorders vor.<br />

Auch abgenutzte Bandführungsrollen können<br />

Auslöser für schechtes Tracking sein. Versuchen<br />

Sie das Abspielen der Bänder <strong>mit</strong> einem<br />

anderen Gerät.<br />

Sync-Aussetzer: „Mobile Camcorder für VHS-<br />

C und oft auch für Video-8 schafften selten<br />

einen guten Anschnitt: Oft reißt die Synchronspur<br />

zwischen zwei Szenen einfach für ein<br />

paar Felder ab. Das ist ein großes Problem“,<br />

sagt Joachim Gollwitzer vom Digitalisierdienst<br />

HD-<strong>Film</strong>transfer.<br />

Der Fernseher schluckt das und spielt trügerischerweise<br />

diese Übergänge einwandfrei ab.<br />

Beim Kopieren jedoch steigen viele Digitalisierer<br />

aus oder quittieren das <strong>mit</strong> einem erneuten<br />

Bildaufbau über mehrere Sekunden.<br />

Die einzige Lösung: TBC. Wenn der nicht hilft,<br />

bleibt nur noch das manuelle Herausschneiden<br />

der Störstellen.<br />

Mechanische Bandbeschädigungen: Blockiert<br />

das Band, ist entweder die Kassette<br />

mechanisch defekt oder wurde in einer zu<br />

heißen oder zu feuchten Umgebung gelagert.<br />

Jetzt klebt das Band aneinander. Alte Videorekorder<br />

haben manchmal defekte Bandführungsteile<br />

und kräuseln das Band am Rand<br />

auf. Beide Defekte sind leider irreparabel.<br />

Datenloch: Fehlende<br />

Signale an der Schnittstelle<br />

(unten) sorgen<br />

beim Digitalisieren für<br />

Probleme.<br />

Videosignale restaurieren<br />

Zur Stabilisierung beschädigter Bildsignale<br />

gibt es so genannte Kopierverstärker,<br />

auch Video-Li<strong>mit</strong>er oder Video-Prozessoren<br />

genannt. Sie werden<br />

einfach zwischen Videorekorder und<br />

Digitalisierungsinterface gesteckt. Die<br />

Geräte sind speziell für die Videorestauration<br />

gedacht und machen defekte<br />

Videosignale wieder normgerecht.<br />

Als kleiner Nebeneffekt<br />

verschwindet dabei der Macrovision-<br />

Kopierschutz, der ein Störsignal in der<br />

Austastlücke erzeugt.<br />

Die Macrovision-Störungen sind im<br />

Fernseher nicht zu sehen. Beim Kopieren<br />

entstehen aber laufende Schwankungen<br />

in Bildhelligkeit und Farbsättigung.<br />

Das sieht so aus, wie wenn das<br />

Videobild fortlaufend auf- und abgeblendet<br />

wird.<br />

Die Firma Vitecco (www.vitecco.de) hat<br />

dafür mehrere Geräte im Angebot, <strong>mit</strong><br />

denen sich zum Beispiel auch ein Versatz<br />

von Luma- und Chromasignal per<br />

Regler beheben lässt und die Audiospuren<br />

entrauschen lassen.<br />

Auch der ELRO Video Li<strong>mit</strong>er VL300<br />

(www.brelectronic.de) ist für Videorestaurationen<br />

sehr gut geeignet. Nur<br />

Alleskönner: Der<br />

TBC-Enhancer hat<br />

Vollbild-TBC, Luma-<br />

Chroma-Shift,<br />

Farbkorrektur<br />

und vieles<br />

mehr.<br />

Leider<br />

ist er nur<br />

noch gebraucht<br />

erhältlich.<br />

noch gebraucht erhältlich sind der<br />

TBC-Enhancer von Electronic Design<br />

sowie der VKD 7002 von ELV.<br />

Bei den Canopus-Interfaces ADVC-110<br />

und ADVC-300 lässt sich zur Erstellung<br />

von Kopien für den privaten Gebrauch<br />

der Macrovision-Kopierschutz durch<br />

eine vom Hersteller nicht dokumentierte<br />

Tastenkombination ausschalten.<br />

Doch finden sich die Informationen<br />

darüber auf US-Webseiten.<br />

AchTUNG: Die Umgehung des Kopierschutzes<br />

ist in Deutschland unzulässig.<br />

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62<br />

software<br />

Videos digitalisieren<br />

Bandwickel aus einer defekten Kassette können<br />

Sie <strong>mit</strong> etwas handwerklichem Geschick<br />

in eine neue Hülle umtopfen.<br />

Bandriss: Hat es ein Videoband in zwei Teile<br />

zerlegt, sollten diese auf keinen Fall <strong>mit</strong> Tesafilm<br />

oder ähnlichem wieder zusammengeklebt<br />

werden. „Der Klebstoff setzt den Videoköpfen<br />

sofort zu, eine Reinigung der filigranen Köpfe<br />

ist so gut wie unmöglich“, sagt Diplom-Restaurator<br />

Andreas Weisser, der sich <strong>mit</strong> seiner<br />

Firma Restaumedia auf die mechanische Wiederherstellung<br />

von Videobändern spezialisiert<br />

hat. Folgender Trick hilft: Kaufen Sie eine<br />

neue Videokassette, wickeln Sie das darin befindliche<br />

Band ab. Die leeren Wickel sollten<br />

Sie jeweils dazu verwenden, das Video band<br />

direkt am Wickelkern festzuklemmen und die<br />

beiden Teilstücke auf zwei Kassetten zu verteilen.<br />

Nun können Sie das Band zumindest<br />

noch einmal zum Digitalisieren abspielen.<br />

Lediglich um die Trennstelle herum fehlen ein<br />

paar Sekunden Video.<br />

Unschöne Farbränder: Die Beseitigung einer<br />

Lumuminanz-Chroma-Verschiebung ist recht<br />

einfach. Hat der Videorekorder eine Einstellung<br />

für das Y/C-Delay, so können Sie die Verschiebung<br />

rückgängig machen. Auch manche Kopierverstärker<br />

können das per Regler beheben, wie<br />

der TBC-Enhancer oder der Vitecco Profiko. Natürlich<br />

geht’s auch am <strong>PC</strong>, und zwar in der Open-<br />

Source-Software Avisynth <strong>mit</strong> ChromaShift.<br />

6 Videobearbeitung am <strong>PC</strong><br />

Nach dem Einlesen optimieren Sie die <strong>Film</strong>e<br />

im Computer. Dabei stoßen Sie immer wieder<br />

auf folgende Aufgaben:<br />

Bildränder entfernen: Videos zeigen im Fernseher<br />

einen kleineren Bildausschnitt als auf<br />

Computern oder digitalen Abspielgeräten. Im<br />

Fernseher wird der äußere Rand abgeschnitten,<br />

der <strong>PC</strong> zeigt das volle Bild. Bei analogen<br />

Videoformaten finden sich dort unschöne<br />

Dinge, wie der Störzeilen verursachende<br />

Kopfauslauf an der unteren Bildkante oder<br />

Randbereiche: PremierePro blendet zwei<br />

Rahmen auf das Videobild – der innere Rahmen<br />

steht für die Positionierung von <strong>Film</strong>titeln.<br />

Unschönes Doppel: Beim analogen Kopieren<br />

verschiebt sich das Chroma-Signal. Farbränder<br />

sind die Folge.<br />

schiefe Ränder rechts und links. Der äußere<br />

Bereich ist auf den Heimfernsehern unsichtbar.<br />

Eine Bildvergrößerung beseitigt die störenden<br />

Ränder. Sie macht aber das Bild auch<br />

geringfügig unschärfer, was jedoch bei kleinen<br />

Abspielformaten nicht ins Gewicht fällt.<br />

Bildrauschen entfernen: Der Rückgang der<br />

Bandmagnetisierung bei älteren Bändern<br />

schlägt sich in erhöhtem Bildrauschen, vor<br />

allem in den Farben nieder. Erste Hilfe bringt<br />

bei der Digitalisierung eine Reduktion der<br />

Farbsättigung. Dieser wird <strong>mit</strong> einer geringeren<br />

Auflösung als das Helligkeitssignal übertragen<br />

und ist anfälliger für Störungen. Da<strong>mit</strong><br />

wird das Bild etwas blasser, das Bildrauschen<br />

minimiert sich dabei ebenfalls.<br />

Wenn das nicht reicht, muss Software ran.<br />

Viele Bildverbesserungsfilter finden sich<br />

im sehr empfehlenswerten Open-Source-<br />

Projekt virtualdub (www.virtualdub.org)<br />

und sind kostenlos. Ein gutes und günstiges<br />

<strong>Anti</strong>-Rausch-Plug-in für fast alle Videobearbeitungsprogramme<br />

gibt es von Neat Video<br />

(www.neatvideo.com). Die besten Justagemöglichkeiten<br />

bietet der „Denoiser“ der Boris<br />

FX (www.nmav.de) . Man kann ihn so justieren,<br />

dass er beispielsweise nur auf die Schattenbereiche<br />

des Bldes angewendet wird. Dort<br />

ist das Bildrauschen am größten. In der neuen<br />

Version 8 der Boris Complete Continuum FX<br />

finden sich noch viele andere hervorragende<br />

Filter zur Videobearbeitung inklusive eines<br />

neu hinzugekommenen Deflickers. Leider ist<br />

die Sammlung nicht billig.<br />

Farbkorrektur: Hier lauert die größte Falle der<br />

Videowelt. Farbe und Kontrast von Videobildern<br />

wirken auf dem Computermonitor immer<br />

flau und matschig. Um Datenmengen zu sparen,<br />

werden sie nämlich so übertragen. Alle<br />

Fernsehgeräte haben Schaltungen eingebaut,<br />

welche die Farbigkeit und Kontrast nachträglich<br />

hochziehen. Der Computermonitor macht<br />

das nicht. Für wirklich gute Filterungen ist ein<br />

externer PAl-Monitor unentbehrlich, der an<br />

den Videoausgang der Digitalisierungskarte<br />

angeschlossen wird. Sonst wird die Farbkorrektur<br />

zum Fiasko.<br />

pk<br />

warum tBC?<br />

Bei kopierten Bändern zittert das<br />

Bildsignal oft und zeigt gebogene Linien.<br />

Hier hilft ein so genannter TBC<br />

(Timebase Corrector). Es gib ihn in<br />

zwei Versionen:<br />

1 Ein Vollbild-TBC speichert jeweils<br />

zwei Halbbilder des eingehenden<br />

Video signals und baut das Bild auf ein<br />

sauberes Sync-Signal wieder auf. Auch<br />

Bildzittern (Jitter) in der Vertikalen<br />

wird dadurch beseitigt.<br />

2 Der Line-TBC besserer VHS-Geräte<br />

korrigiert nicht das ganze Bild, sondern<br />

nur die Zeilensynchronisation,<br />

was sich aber durch sichtbar weniger<br />

Jitter bemerkbar macht.<br />

Viele TBCs haben eine digitale<br />

Rauschreduktion (DNR) eingebaut. Das<br />

hilft auch bei so genannten Dropouts<br />

oder Spatzern.<br />

Diese stellen sich entweder als weiße<br />

Störzeile oder als weißer Punkt in einer<br />

Fernsehzeile dar. Grund ist oft eine<br />

Störung durch Bandfehler oder Abrieb<br />

im schräg aufgezeichneten Videosignal.<br />

Hierbei werden die Störstellen<br />

durch die Bildinformation aus dem<br />

vorhergehenden Frame ausgetauscht.<br />

Optimal für die Digitalisierung sind<br />

deshalb Videorekorder <strong>mit</strong> eingebautem<br />

TBC. Es gibt aber auch externe<br />

Geräte. Bei Vollbild-TBCs wird das Video<br />

pro Durchlauf um ein Frame verzögert.<br />

Das sollte in der Nachbearbeitung<br />

durch Verschieben der Tonspur ausgeglichen<br />

werden.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


64<br />

software<br />

Musik aus deM internet<br />

Der siegeszug Der webraDios<br />

internet killed<br />

the radiostar<br />

Webradio liegt im Trend, keine Frage. Dennoch ärgern sich noch viele <strong>mit</strong> den wackeligen<br />

Antennen und rauschenden Signalen ihrer Analoggeräte herum. Das muss nicht sein, denn<br />

hier zeigen wir Ihnen, wie man in den Genuss des neuen Mediums kommt und welches<br />

Webradio für Sie das richtige ist.<br />

Als am 29. Oktober 1923 die erste deutsche<br />

Radioübertragung über den sprichwörtlichen<br />

Äther floss, konnte sich kaum<br />

jemand ausmalen, welch große kulturelle<br />

Bedeutung diese technische Entwicklung<br />

haben würde und selbst 88 Jahre später hat<br />

das gute alte Radio noch lange nicht ausgedient.<br />

Einer Infratest-Studie<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011<br />

vom Februar 2011 zufolge stieg die Zahl der<br />

deutschen Radiohörer in den letzten Jahren<br />

deutlich und kontinuierlich an. Dafür sorgen<br />

allen voran jüngere Altersgruppen durch den<br />

Empfang von Webradios: „45 Prozent der [14-<br />

bis 29-Jährigen] rufen über das Internet Radioprogramme<br />

ab“, besagt die Studie (Quelle:<br />

www.tns-infratest.com/presse/presseinformation.asp?prID=788).<br />

Beim derzeitigen Überfluss an Empfangsmöglichkeiten<br />

für Webradios fällt es vielen<br />

leider schwer, die richtige Lösung<br />

für die eigenen Bedürfnisse zu finden.<br />

Daher stellen wir für Sie verschiedenste<br />

Hard- und Software-Lösungen vor und vergleichen<br />

Funktionen, Aufwand und natürlich<br />

Preis, da<strong>mit</strong> Sie die beste Auswahl für<br />

sich treffen können.<br />

Ein neuer Dudelkasten gefällig?<br />

Der <strong>PC</strong> ist immer noch das führende Empfangsgerät<br />

für Webradios. Nirgends sonst hat<br />

der Benutzer in Sachen Hardware größere Freiheit.<br />

Als stationäres Empfangsgerät ist dieser<br />

aber wenig flexibel und nötigt dem Nutzer<br />

einige Geduld bei der Suche von Streaming-<br />

Angeboten ab (mehr dazu später unter „…und<br />

so kommt da Musik rein“).<br />

Im Gegensatz dazu sind Webradio-Endgeräte<br />

die zweifellos unkompliziertere Variante.<br />

Diese sind direkt auf den Empfang per<br />

Heimnetzwerk ausgelegt. Einfach per<br />

WLAN verbinden oder das Ethernet-<br />

Kabel anstecken und schon kann<br />

man anfangen zu hören. Abspiel-<br />

Software ist integriert, sodass<br />

sich der Benutzer nicht <strong>mit</strong> Installation<br />

oder Upgrades aufhalten<br />

muss. Senderlisten werden<br />

automatisch generiert und nach<br />

Herkunftsland oder Genre sortiert.<br />

von fabian bambusch<br />

Durchschnittliche Endgeräte bekommt man<br />

ab 60 Euro. Wer ein ansprechendes Display<br />

<strong>mit</strong> besserem Bedienkomfort, ein CD-Deck<br />

oder sattere Boxen integriert haben möchte,<br />

muss bis zu 300 Euro investieren (siehe<br />

Webradiotest in dieser Ausgabe).<br />

Eine mobilere Lösung bildet Webradio-Empfang<br />

über das Smartphone. Setzen Sie dieses<br />

in ein so genanntes Sounddock, kann die Musik<br />

nicht nur über darin eingebaute Lautsprecher<br />

abgespielt werden, das Dock lädt auch<br />

ihren Akku auf. Für iPhone und iPad ist diese<br />

Streaming-Hardware bereits im Überfluss vorhanden.<br />

Für Android hat bisher nur Philips<br />

entsprechende Modelle angekündigt (Philips<br />

Fidelio AS851 und AS111). Der Kostenpunkt für<br />

diese Geräteart kann sich vom winzigen Dock<br />

in Radiowecker-Größe für etwa 10 Euro bis hin<br />

zum Edelformat für bis zu 350 Euro belaufen.<br />

Eine WLAN-Anbindung oder Internet-Flatrate<br />

für das Handy ist beim Streaming allerdings<br />

Pflicht. Die übertragene Datenmenge treibt<br />

sonst Ihre Telefonrechnung schnell in unbequeme<br />

Höhen.<br />

Die Zukunft der Radio-Software: Ihr Last.fm-<br />

Musikprofil gibt neue Musikvorschläge


<strong>DVD</strong><br />

CD<br />

Toolpaket<br />

Internetradios<br />

65<br />

Wer andererseits weiterhin das alte Radio<br />

oder die Stereoanlage betreiben und auf<br />

Webradio dennoch nicht verzichten will, findet<br />

ebenfalls seine Lösung: Mit einem Bluetooth-Empfänger<br />

kann das Webradio etwa<br />

vom <strong>PC</strong> oder dem Smartphone auf das bereits<br />

vorhandene Endgerät übertragen werden. Der<br />

Anschluss durch Klinkenstecker ermöglicht<br />

flexiblen Wechsel auf andere Endgeräte. die<br />

Klangqualität ist gemäß Bluetooth durchaus<br />

gut und schlägt <strong>mit</strong> günstigen 8 bis 60 Euro<br />

zu Buche. Empfang und Reichweite (10 bis 20<br />

Meter) ist in allen Preisklassen vergleichbar,<br />

sodass Extras wie Senderfunktion, Schlummerschalter<br />

oder Ähnliches den höheren Preis<br />

nicht rechtfertigen. Greifen Sie zum Zweck der<br />

Webradioübertragung also ruhig nach günstiger<br />

Ware.<br />

Was ist Webradio?<br />

Der Vorteil gegenüber Funk oder Satellit<br />

liegt auf der Hand: Praktisch kann<br />

jeder Webradio-Betreiber unabhängig<br />

von seiner Lage gleichmäßig an eine<br />

weltweite Hörerschaft senden. Während<br />

herkömmliche Radios im Einzugsgebiet<br />

beliebig viele Menschen erreichen können,<br />

hängt die Zuhörerzahl im Internet<br />

von der vorhandenen Bandbreite ab. So<br />

überrascht es kaum, dass Webradios erst<br />

seit der Entwicklung von komprimierten<br />

Streaming-Formaten wie MP3, Ogg Vorbis<br />

oder Real Audio Ende der Neunziger<br />

Kein Abstellgleis für alte Apparate<br />

Auch ein FM-Trans<strong>mit</strong>ter kann als Ver<strong>mit</strong>tler<br />

zwischen Smartphone und Analog-Radio dienen.<br />

Autofahrer, die ohne AUX-Schnittstelle<br />

auskommen müssen, werden diesen hübschen<br />

Trick schon kennen: Mit Klinke wird<br />

der Trans<strong>mit</strong>ter am Handy angeschlossen<br />

und sendet den Stream als UKW-Signal aus,<br />

empfangbar von jedem Radioempfänger. Das<br />

wirkt auf den ersten Blick illegal. Da<strong>mit</strong> ist ja<br />

eine öffentliche Radiofrequenz durch einen<br />

Piratensender blockiert. Aufklärung schafft<br />

auf Anfrage die Bundesnetzagentur: Aus<br />

§55 des Telekommunikationsgesetzes geht<br />

hervor, dass innerhalb der Frequenzen 87,5<br />

bis 108 Mhz und angesichts der generellen<br />

Reichweite der Gebrauch von FM-Trans<strong>mit</strong>tern<br />

rechtlich unbedenklich ist. Mit 3 bis 70 Euro<br />

ist dies zwar die günstigste Variante; allerdings<br />

kann bei billigeren Modellen die Klangqualität<br />

stark zu wünschen übrig lassen.<br />

Unterschied: Mit dem Bluetooth-Empfänger<br />

können Sie mehrere Geräte im fliegenden<br />

Wechsel über Ihr Smartphone laufen lassen,<br />

während <strong>mit</strong> einem FM-Trans<strong>mit</strong>ter das<br />

Webradio-Signal von mehreren Empfängern<br />

gleichzeitig im selben Haus aufgenommen<br />

werden kann.<br />

…und so kommt da Musik rein<br />

So gut wie alle internationalen Sender - ob<br />

öffentlich-rechtlich oder kommerziel - bieten<br />

<strong>mit</strong>tlerweile Streams auf ihren Webpräsenzen<br />

an. Da finden sich Ihre regionalen Lieblingssender<br />

genauso wie Discomusik aus Honduras,<br />

Smooth Jazz aus Ungarn oder Gospelradio<br />

von den Fiji-Inseln. Alternativ gibt es auf Seiten<br />

wie www.shoutcast.com oder www.icecast.org<br />

nach Region, Genre, Beliebtheit etc.<br />

sortierte Linklisten zu Streams, die vor allem<br />

reine Webradios enthalten. Unter COOL93<br />

Fahrenheit, Schlagerhoelle oder Groovesalad<br />

laden sie auf Entdeckungsreise ein. Oft von<br />

Hobbyfunkern ins Leben gerufen, sind diese<br />

Server aber leider häufig überlastet, sodass<br />

Pufferzeiten schnell zur Qual werden können.<br />

Immerhin sind die Angebote aber durchwegs<br />

kostenlos, meist aber nicht werbefrei.<br />

Die Streams können <strong>mit</strong> gebräuchlicher Player-Software<br />

per Rechner abgespielt werden,<br />

Webradio-Apps für Smartphones machen<br />

aber zunehmend mobil. Darunter finden sich<br />

Prachtstücke, die die Serverlisten der Endgeräte<br />

in punkto Senderauswahl und Bedienfreundlichkeit<br />

sogar überflügeln. Wer bei<br />

diesem massiven Angebot seinen Geschmack<br />

nicht findet, dem ist nicht zu helfen. Eines davon<br />

ist TuneIn Radio, kostenlos für Android<br />

oder iPhone erhältlich.<br />

Manche Apps, wie A Online Radio, bieten<br />

aber nur Shoutcast an, während andere eine<br />

sehr begrenzte Zahl von Radiostationen haben,<br />

wie Absolute Radio. Sie sind aber durch<br />

die Bank kostenfrei <strong>mit</strong> vollem Funktionsumfang.<br />

Ein Umstieg auf kostenpflichtige Versionen<br />

nur um Werbebanner auszublenden, ist<br />

nicht nötig.<br />

Jahre vernünftig ihren Betrieb aufnehmen<br />

konnten.<br />

Das Streaming erfolgt über Streaming-<br />

Protokolle wie UDP, TCP oder auch HTTP –<br />

als Streaming-Client kann also schon ein<br />

erweiterter Browser dienen. Üblicherweise<br />

verwendet man dazu jedoch Software<br />

wie <strong>Windows</strong> Media Player, Apple Quicktime,<br />

VLC Player, etc. Im Laufe der Zeit<br />

entstanden so zigtausende internationale<br />

Stationen <strong>mit</strong> immer besserer Auswahl<br />

an Spartensendern und Extras, die das<br />

Radioerlebnis kontinuierlich bereichern.<br />

Webradio-Endgeräte<br />

bringen <strong>mit</strong><br />

nur wenigen Handgriffen<br />

das Wohnzimmer<br />

auf den neuesten Stand.<br />

Die Fusion von Smartphone und Sounddock ist<br />

leider vorwiegend auf Apple beschränkt.<br />

Webradio-Empfang über Bluetooth ist <strong>mit</strong><br />

diesen Empfängern kein Problem.<br />

Mit dem FM-Trans<strong>mit</strong>ter drehen Sie den Spieß<br />

um: Alle Radios im Umkreis hören Webradio<br />

über Ihre Frequenz.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


66<br />

software<br />

Musik aus deM internet<br />

Radio der nächsten Generation<br />

Doch auch das Webradio hat sich bereits<br />

weiterentwickelt. Mit erweiterten Diensten<br />

wie www.lastfm.de oder grooveshark.com<br />

lassen sich dynamische Radiostationen<br />

zu bestimmten Stichwörtern generieren.<br />

Ob ein Rolling-Stones-Radio, ein Hip-Hop-<br />

Radio oder ein Chillout-Radio, dabei ist der<br />

Fantasie keine Grenzen gesetzt. Der Service<br />

ist kostenlos und sogar werbefrei. Die<br />

Last.fm-iPhone-App ist ebenfalls kostenlos,<br />

während die entsprechende Android-<br />

Variante einen Premium-Account für 3 Euro<br />

im Monat erfordert. Die Grooveshark-Apps<br />

wurden wegen rechtlicher Bedenken aus<br />

den Android und Apple-Stores verbannt.<br />

(Ausführlicher Bericht in <strong>PC</strong>M 11/2011, auf<br />

dieser Heft-<strong>DVD</strong> nachzulesen).<br />

Fazit: Schlussendlich gibt es natürlich keine<br />

perfekte Universallösung für jedermann.<br />

Je nachdem in welchem Umfang Sie Ihr<br />

Webradio-Erlebnis selbst gestalten wollen,<br />

bieten Ihnen die oben vorgestellten Tipps<br />

eine kleine Übersicht. Sind Sie ein Bastler,<br />

der gerne die Feinheiten aller sich gebenden<br />

Möglichkeiten ausreizen will, dann stürzen<br />

Sie sich in den Apps-Markt.<br />

Oder sind Sie zufrieden, wenn <strong>mit</strong> einem<br />

Knopfdruck sofort alles funktioniert? Dann<br />

ist eher das Webradio-Endgerät Ihr Ding. In<br />

jedem Fall aber fällt hier<strong>mit</strong> nun der letzte Vorwand<br />

weg, sich dieser neuen Medienform zu<br />

verschließen. Ab ins nächste Hörzeitalter! fb<br />

alle webradio-Lösungen im Überblick<br />

Hardware Funktionen Preis<br />

<strong>PC</strong> freie Wahl der Software; kompatibel <strong>mit</strong> allen Geräten; leichte Aufrüstbarkeit<br />

sehr unflexibel, da stationär; lange Einarbeitungsdauer<br />

kostenfrei<br />

Webradio-<br />

Endgerät<br />

Sounddock<br />

Bluetooth-<br />

Empfänger<br />

FM-<br />

Trans<strong>mit</strong>ter<br />

sehr einfache Inbetriebnahme; integrierte Software <strong>mit</strong> großer Senderauswahl<br />

geschlossenes System<br />

Ladefunktion des Smartphones; Bluetooth-Funktionalität; freie Wahl der Software<br />

wenig Android-Unterstützung; hohes Datenvolumen<br />

Weiterverwendung des Analogradios; flexibel und mobil; freie Wahl der Software<br />

nur Bluetooth-Geräte kompatibel; hohes Datenvolumen<br />

Weiterverwendung des Analogradios; flexibel und mobil; freie Wahl der Software; kompatibel <strong>mit</strong> allen Geräten<br />

hohes Datenvolumen; teils schlechte Tonqualität<br />

Software Funktionen Preis<br />

Shoutcast,<br />

Icecast, etc.<br />

Webradio-<br />

Apps<br />

Last.fm/<br />

Grooveshark<br />

große Senderauswahl; kompatibel <strong>mit</strong> vielen Programmen<br />

wenige Regionalsender; hohe Ladezeiten<br />

sehr große Senderauswahl; sehr mobil<br />

hohes Datenvolumen<br />

dynamische Sendergenerierung; keine Werbung; Social Networking; am Musikprofil angepasste Musikvorschläge<br />

hohes Datenvolumen; keine Nachrichten- oder Sportübertragungen<br />

60 - 300 Euro<br />

10 - 350 Euro<br />

8 - 60 Euro<br />

3 - 70 Euro<br />

kostenfrei<br />

kostenfrei<br />

iOS - kostenfrei;<br />

Android 3 Euro/Monat<br />

webradios im Kurztest<br />

Pure One flow ■ Das Gerät ist ein schickes<br />

mobiles Webradio <strong>mit</strong> integriertem Digital<br />

(DAB+)- und UKW-Tuner. Für den Betrieb ohne<br />

Stromkabel benötigt man einen speziellen<br />

Akku für 50 Euro extra. Der Sound aus dem<br />

Mono-Lautsprecher klingt durchaus passabel.<br />

Eine Fernbedienung liegt nicht bei, die Steuerung<br />

erfolgt über Drehdruckknöpfe und Tas-<br />

ten. Gelungen ist Pures Radio-Dienst<br />

„The Lounge“. Schade: Pure verweigert<br />

WLAN-Verschlüsselung<br />

per Knopfdruck<br />

(WPS) und benötigt<br />

recht lange, um aus dem<br />

Standby zu starten.<br />

Medion E85006 ■ Das <strong>mit</strong> reichlich Anschlüssen<br />

und Zubehör ausgestattete Medion-Radio<br />

besitzt einen zusätzlichen UKW-Tuner und<br />

Stereo-Lautsprecher. Doch selbst <strong>mit</strong> dem<br />

integ rierten Equalizer ließ sich nur schwer die<br />

klangliche Mitte zwischen zu dumpf und zu<br />

scheppernd finden. Die Steuerung über die<br />

<strong>mit</strong>gelieferte, billig wirkende Fernbedienung<br />

funktionierte. Das Setup <strong>mit</strong> Assistenten<br />

bietet zur WLAN-Einbindung WPS an.<br />

An den USB-Port lassen<br />

sich externe Speicher<br />

anschließen, die <strong>mit</strong><br />

FAT(32) und nicht NTFS<br />

formatiert sein müssen.<br />

Philips NP3900 ■ Mit 299 Euro ist das Phillips<br />

NP3900 <strong>mit</strong> Abstand teuerste der hier<br />

vorgestellten Geräte. Dafür bietet es einen<br />

farbigen Touchscreen für Albumcovers bzw.<br />

Fotos. Vier integrierte Lautsprecher sorgen<br />

für erstaunlich guten Sound. Die Einbindung<br />

ins WLAN gelingt per WPS problemlos. Auch<br />

die umfangreiche Fernbedienung überzeugt.<br />

Das Phillips unterstützt neben MP3 und WMA<br />

auch FLAC- oder OGG-Dateien. Zur Wiedergabe<br />

eines Webradiosenders<br />

aus dem Standby<br />

benötigt das<br />

NP3900 nur vier<br />

Sekunden.<br />

testurteiL<br />

Pure One flow<br />

130 Euro www.pure.com/de<br />

Akku-Betrieb, The Lounge, DAB(+)-/UKW-Tuner,<br />

kein WPS, teurer Akku<br />

Wertung gut<br />

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Medion E85006 (MD 86185)<br />

98 Euro www.medion.com/de<br />

UKW-Tuner, WPS, USB-Port für ext. Speicher,<br />

schlechter Sound<br />

Wertung befriedigend<br />

testurteiL<br />

Philips NP3900<br />

299 Euro www.philips.de<br />

Farb-Touchscreen, WPS, einfache Bedienung,<br />

relativ teuer<br />

Wertung sehr gut<br />

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68<br />

Software<br />

TEST<br />

Neues LiNux-BetrieBssystem<br />

ubuntu 11.10<br />

Schöne Oberfläche ■ Mit Ubuntu 11.10<br />

(Codename Oneric Ocelot) steht die neueste<br />

Version der Linux-Edition von Canonical zur<br />

Verfügung. Die neue Version baut auf dem<br />

Linux Kernel 3.0.4 auf und unterstützt jetzt<br />

auch ARM-Prozessoren. Hauptsächlich haben<br />

die Entwickler in der neuen Edition die<br />

Oberfläche Unity aufgehübscht und Fehler<br />

behoben.<br />

Die Unity-Oberfläche steht in starker Kritik,<br />

da sie in der Vorgängerversion noch recht<br />

instabil war und wesentlich weniger Möglichkeiten<br />

bietet als andere Oberflächen wie<br />

Gnome 2. Hier sind in Ubuntu zwar einige<br />

Änderungen eingeflossen, allerdings macht<br />

die Oberfläche noch immer einen etwas<br />

unfertigen Eindruck. Der Ubuntu-Desktop<br />

Unity steht als 2D- und 3D beschleunigte<br />

Oberfläche zur Verfügung, davon abhängig<br />

was Hard- und Software hergeben. Neben<br />

Unity stehen in 11.10 auch Gnome 3.2, KDE<br />

4.7.1 und XFCE 4.8 zur Verfügung. Der Kernel<br />

enthält X.org 7.6, X-Server 11.10 und<br />

Mesa 7.11. Dadurch unterstützt Ubuntu 11.10<br />

auch kommende Chips von AMD und Intel.<br />

Zur Anzeige des Desktops arbeitet Unity<br />

jetzt <strong>mit</strong> LightDM. Dieser Desktop-Manager<br />

ist schlanker und schneller als GDM, den<br />

Ubuntu bis jetzt verwendet hat. Die Standard-E-Mail-Anwendung<br />

hast sich geändert.<br />

Ubuntu 11.10 arbeitet <strong>mit</strong> Thunderbird 7. 0.1.<br />

Anwender müssen das E-Mail-Programm<br />

komplett neu einrichten. Vorhandene E-<br />

Mails, Kontakte und auch Termine müssen<br />

manuell migriert werden, eine automatische<br />

Datenübernahme ist nicht dabei. Natürlich<br />

ist es problemlos möglich, das alte Standardprogramm<br />

Evolution nachträglich über<br />

das Internet zu installieren. Ebenfalls dabei<br />

ist Flash Player 11 als 64-Bit-Tool sowie Firefox<br />

7.0.1 und LibreOffice 3.4.3.<br />

Die Suchmöglichkeiten im Programmcenter<br />

sind deutlich verbessert. Dazu hat Canonical<br />

Filtermöglichkeiten und Kategorien integriert.<br />

Die Suchergebnisse zeigen auch Programme<br />

an, die sich nachträglich über Repositories<br />

installieren lassen. Außerdem lassen sich Musiktitel<br />

jetzt direkt im Dash anzeigen. Dazu verbindet<br />

die Oberfläche den Benutzer auch <strong>mit</strong><br />

dem Ubuntu Music Store.<br />

Das Software Center 5.0<br />

Das Software Center 5.0 bietet eine bessere<br />

Übersicht und wurde grafisch überarbeitet.<br />

Das Software Center 5.0<br />

in Ubuntu 11.10 dient<br />

zur Installation neuer<br />

Programme und löst die<br />

Paketverwaltung Synaptic<br />

der Vorgängerversionen<br />

ab.<br />

Mit dem Tool können auch Linux-Anfänger<br />

wesentlich einfacher neue Programme installieren.<br />

Die Oberfläche des Software Centers<br />

orientiert sich etwas an Apples App Store. Die<br />

Anwendungen lassen sich filtern und nach<br />

Beliebtheit und anderen Kriterien sortieren.<br />

Das Software Center löst die Paketverwaltung<br />

Synaptic der Ubuntu-Vorgänger-Editionen<br />

vollkommen ab.<br />

In der 64-Bit-Version von Ubuntu 11.10 können<br />

Sie über die bereits integrierte Multiarch-<br />

Technik problemlos auch 32-Bit-Programme<br />

betreiben und installieren. Viele weitere<br />

Neuerungen finden Sie direkt in den Release<br />

Notes (https://wiki.ubuntu.com/OneiricOce<br />

lot/ReleaseNotes).<br />

TESTURTEIL<br />

ubuntu 11.10<br />

kostenlos www.ubuntu.com<br />

Hardware: CPU mindestens 500 MHz, mindestens<br />

256 MByte RAM, 3D­fähige Grafikkarte für<br />

Unity 3D, 2 GByte freier Festplattenplatz<br />

Besonderheiten: selbstentwickelte Oberfläche<br />

(Unity), integrierter App­Store, Cloudspeicher<br />

5 GByte, moderne Oberfläche im Mac­Style,<br />

Assistenten für Parallelinstallation zu <strong>Windows</strong>,<br />

rege Community<br />

Wertung gut<br />

Das Dash (Debian-<br />

Almquist-Shell) und der<br />

Desktop von Ubuntu<br />

11.10 bieten gute<br />

Suchmöglichkeiten und<br />

Direktaufrufe.<br />

Private Cloud inklusive<br />

Ubuntu 11.10 verwendet zur Datensicherung<br />

das Backup-Tool Déjà Dup. Das Standardverzeichnis<br />

zur Sicherung ist das Ubuntu-<br />

One-Konto des Anwenders. Hierbei handelt<br />

es sich um 5 GByte kostenlosen Cloud-Speicherplatz<br />

für jeden Anwender. Auf den Speicherplatz<br />

lässt sich auch <strong>mit</strong> einem <strong>Windows</strong>-Client<br />

zugreifen. Das Tool kann Daten<br />

aber auch über das Internet sichern, oder<br />

auf Freigaben von <strong>Windows</strong>-Computern.<br />

Wer Systemeinstellungen ändern will, erledigt<br />

dies in Ubuntu in den meisten Fällen<br />

<strong>mit</strong> einem Klick. Hier orientieren sich die<br />

Entwickler ganz stark an Mac OS. Es gibt keine<br />

Schaltflächen für OK oder Übernehmen,<br />

sondern die Änderungen sind sofort aktiv.<br />

Fazit: Ubuntu 11.10 ist kein Quantensprung,<br />

aber durch die Verbesserungen<br />

und Fehlerbehebungen ein Pflichtupdate<br />

für Anwender der Vorgängerversion. Unity<br />

zeigt auch in der neuen Version einige<br />

Schwächen und die fehlende Migrationsmöglichkeit<br />

von Evolution zu Thunderbird<br />

ist nicht gerade ein Pluspunkt. Trotzdem<br />

ist Ubuntu 11.10 eine solide Linux-Distribution<br />

<strong>mit</strong> vielen interessanten Funktionen<br />

und Tools. Das Bedienkonzept überzeugt,<br />

<strong>mit</strong> dieser Linux-Distribution kommen<br />

auch <strong>Windows</strong>-Umsteiger schnell zurecht.<br />

thomas Joos/tr<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


69<br />

3D-Software<br />

Maxon Cinema 4D Studio r13<br />

Alles im Blick: Die Arbeitsoberfläche von C4D ist<br />

übersichtlich und weitgehend selbsterklärend.<br />

lung organischer Shader. Der Scripting Manager<br />

bietet eine komfortable Arbeitsumgebung für<br />

Programmierer. APIs für C++, Python, C.O.F.F.E.E.<br />

und Melange stehen zum Scripting zur Verfügung.<br />

Der Asset- und Szenenaustausch wurde<br />

um die Einbettung externer Referenzen erweitert<br />

und die Unterstützung von Adobe After Effects<br />

verbessert.<br />

Fazit: Cinema 4D R13 erfordert für ein 3D-Programm<br />

eine geringe Einarbeitungszeit und ist<br />

auch für geschickte Anfänger geeignet. Den<br />

Profi wird C4D im Bereich der Charakter-Animation<br />

immer noch nicht hundertprozentig<br />

überzeugen.<br />

Ruth Winkler/tr<br />

Charaktervoll ■ Mit deutlich verbessertem Der physikalische Renderer ist einfacher zu bedienen.<br />

Rendering und vielen neuen Werkzeugen für<br />

Zur Kantenglättung hat Maxon C4D neue<br />

das Modeling bietet Maxon sein 3D-Programm Möglichkeiten spendiert. Die Effekte zum Erzeugen<br />

Cinema 4D (C4D) in vier Versionen an. Die getestete<br />

von Tiefenschärfe (DOF) und Bewegungs-<br />

Studio-Version enthält das Malprogramm unschärfe (Motion Blur) wurden wesentlich verbessert.<br />

BodyPaint und wichtige Erweiterungen wie Hair<br />

Ebenfalls neu ist der Mesh-Deformer.<br />

für das Character Modeling. Zum Erzeugen teildurchsichtiger<br />

Da<strong>mit</strong> sind nun z.B. auch Käfigobjekte <strong>mit</strong> Lösurface<br />

Materialien steht das neue Subchern<br />

möglich. Die Charakter-Werkzeuge sind<br />

Scattering bereit. Dadurch gelingen etwa recht einfach und intuitiv zu bedienen. C4D baut<br />

fotorealistische Blätter im Gegenlicht leichter. jedoch Modelle ausschließlich aus Polygonen.<br />

Realistische Charaktere sind dadurch in C4D oft<br />

aufwändiger zu konstruieren als <strong>mit</strong> dem Nurbs-<br />

TESTURTEIL<br />

Modeling, das Mitbewerber wie Maya oder 3ds<br />

Maxon Cinema 4D r13<br />

anbieten. Neu sind die Möglichkeiten im Bildmanager.<br />

ab 789,00 Euro bis 3404,00 Euro<br />

Dabei überzeugt die Geschwindig-<br />

(Studio inkl. BodyPaint) www.maxon.net keit, in der die nachträglichen Veränderungen<br />

Betriebssysteme: <strong>Windows</strong> XP, Vista, 7; Mac OS dargestellt werden. Das Quickstart-Handbuch<br />

ab 10.5.8<br />

ist <strong>mit</strong> 136 Seiten nicht besonders umfangreich.<br />

Besonderheiten: ausgezeichnete Dokumentation;<br />

Auf der Herstellerseite findet sich kostenlos<br />

Animationsvorschau im Bildmanager eine ausführlichere Dokumentation. Hier gibt<br />

es auch erweiternde und hilfreiche Librarys wie<br />

Wertung gut<br />

eine Cheen-Shader-Bibliothek oder eine Samm-<br />

_06UJV_Brother_<strong>PC</strong>M_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);18. Oct 2011 06:59:20<br />

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❙ Fotodirektdruck<br />

❙ 8,3 cm LCD-Farbdisplay


70<br />

software<br />

TEST<br />

anonymisierUngs-service<br />

JonDonym<br />

Internet-Tarnkappe ■ Anwendern, die anonym<br />

im World Wide Web unterwegs sein wollen,<br />

stehen mehrere Möglichkeiten offen:<br />

Sie können über Proxy-Server surfen oder<br />

eine VPN-Verbindung verwenden. Hundertprozentige<br />

Sicherheit bieten diese jedoch<br />

nicht, wie die Zusammenarbeit von Hide My<br />

Ass und dem FBI gezeigt hat. Zudem ist oft<br />

ungewiss, welche Betreiber hinter solchen<br />

Servern stehen und was sie <strong>mit</strong> den Benutzerdaten<br />

anfangen. Nicht so bei JonDonym,<br />

einem deutschen Anonymisierungs-Service.<br />

Das Grundprinzip: Die Datenpakete aller<br />

Anwender, die den Service nutzen, werden<br />

über mehrere, von unabhängigen Organisationen<br />

betriebene Mix-Server geleitet und<br />

verschlüsselt. Zudem sind alle Nutzer <strong>mit</strong><br />

der gleichen IP-Adresse im Internet unterwegs,<br />

was die nachträgliche Zuordnung der<br />

system-tool<br />

Update yeti<br />

TESTURTEIL<br />

Update yeti<br />

kostenlos www.updateyeti.de<br />

Betriebssysteme: <strong>Windows</strong> ab XP<br />

Besonderheiten: kostenlos, einfache Bedienung,<br />

hält den <strong>PC</strong> up to date<br />

Wertung gut<br />

nachrichtigung, falls ein Update verfügbar ist.<br />

FAZIT: Wer seine installierten Programme und<br />

Treiber immer aktuell haben möchte, liegt bei<br />

UpdateYeti richtig. Dabei erfüllt bereits die<br />

kostenlose Version das gewünschte Ziel.<br />

thomas fischer/whs<br />

UpdateYeti untersucht die installierte Software<br />

auf dem <strong>PC</strong> und zeigt mögliche Aktualisierungen<br />

in einer Liste an.<br />

gesendeten und empfangenen Datenpakete<br />

nahezu unmöglich macht. Einzige Voraussetzung<br />

ist die Installation der Proxy-Software<br />

JonDo und die anschließende Konfiguration<br />

der Anwendungen, deren Datenpakete über<br />

den Proxy-Server geleitet werden sollen. Die<br />

Nutzung der grundlegenden Funktionen ist<br />

kostenlos.<br />

FAZIT: Aufgrund seiner grundlegenden Architektur<br />

ist JonDonym ein Service, der hält,<br />

was er verspricht: Anony<strong>mit</strong>ät im Internet.<br />

artur Hoffmann/whs<br />

TESTURTEIL<br />

JonDonym<br />

ab 5 Euro/Monat www.anonym-surfen.de<br />

Betriebssysteme: <strong>Windows</strong>, Mac OS X, Linux<br />

Besonderheiten: Nicht für File-Sharing und den<br />

Download von Raubkopien geeignet, kostenlose<br />

Basisversion<br />

Wertung gut<br />

Instandhaltung ■ UpdateYeti ist ein Tool, das<br />

auf den <strong>PC</strong> installierte Programme und Treiber<br />

auf ihre Aktualität prüft. Findet es eine<br />

aktuellere Version einer Software, erscheint<br />

dazu die entsprechende Information auf der<br />

Bedienoberfläche von UpdateYeti. Will der<br />

Anwender die aktuellere Version installieren,<br />

gelangt er per Mausklick auf die Webseite<br />

von Update Yeti und startet dort die Update-<br />

Prozedur. Die Oberfläche ist einfach gehalten.<br />

So lässt sich die Wahrung der Privatsphäre<br />

beispielsweise per Mausklick einstellen. Ein<br />

Symbol in der Farbe Grau, Grün oder Rot kennzeichnet<br />

den jeweiligen Status. Unterschieden<br />

wird dabei, ob Informationen der installierten<br />

Programme an den YetiServer gesendet und<br />

Updates vorgeschlagen werden sollen, ob nur<br />

Informationen oder ob keine Informationen<br />

gesendet werden sollen. Die Voreinstellung<br />

erlaubt das Senden und Vorschlagen von verfügbaren<br />

Updates. UpdateYeti gibt es als kostenlose<br />

und als kostenpflichtige Plus-Version.<br />

Letztere überwacht den <strong>PC</strong> quasi ständig im<br />

Hintergrund und liefert da<strong>mit</strong> sofort eine BetUning-Programm<br />

tuneUp Utilities 2012<br />

Stromspar-Tuning ■ TuneUp<br />

Utilities 2012 bringt neben<br />

den bewährten Tuning-Eigenschaften<br />

drei neue Funktionen:<br />

einen Stromsparmodus,<br />

ein Deaktivierungsmodus<br />

und eine verbesserte Oberfläche.<br />

Der Economy-Modus<br />

soll bei <strong>Windows</strong> gegenüber<br />

den <strong>Windows</strong>-Spareinstellungen<br />

bis zu 30 Prozent Strom<br />

sparen. Bei Notebooks erreicht<br />

das die Software unter<br />

anderem durch eine Reduzierung<br />

der CPU-Performance um<br />

50 Prozent und ein stärkeres Abdunkeln des<br />

Bildschirms. Das sind beides extreme Einstellungen,<br />

die ein Anwender, wenn überhaupt,<br />

nur auf Reisen ohne Steckdose akzeptiert.<br />

Interessant ist die Start-Stopp-Automatik des<br />

Moduls Deactivators, die die <strong>PC</strong>-Performance<br />

erhöht, indem es Programme deaktiviert,<br />

wenn der Anwender sie nicht nutzt. Die Software<br />

kostet 39,95 Euro, die 3-Platz-Version<br />

Wertung sehr gut<br />

59,95 Euro. Ein Update kostet<br />

24,95 Euro.<br />

FAZIT: Während der Strom-<br />

sparmodus<br />

wahrscheinlich<br />

weniger Anwender interessiert,<br />

ist TuneUp Utilities 2012<br />

<strong>mit</strong> den Grundfunktionen und<br />

dem Deaktivier-Modus von<br />

Programmen trotzdem sehr<br />

gut. Positiv sind auch die vielen<br />

Erklärungen.<br />

tr<br />

TESTURTEIL<br />

tuneUp Utilities 2012<br />

39,95 Euro www.tuneup.de<br />

Betriebssystem: Win XP, Vista, 7 (32- und 64-Bit)<br />

Besonderheiten: Energiespar-Modus, verbesserte<br />

Deaktivierungsfunktionen in den Bereichen<br />

Autostart und Diensten sowie installierten Programmen,<br />

Community-Bewertung von Programmen,<br />

einfache Bedienung<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


Das <strong>DVD</strong>-HigHligHt 12/11<br />

12/11<br />

The Virgin Queen<br />

Hugh Dancy Helen Mirren Jeremy Irons<br />

England im 16. Jahrhundert. Das Land befindet<br />

sich in einer ernsten Krise. Die Katholiken<br />

wollen Königin Elizabeth I. (Helen Mirren)<br />

vom Thron stürzen, der Rat drängt sie<br />

zu einer Vermählung, um die Thronfolge zu<br />

sichern und Rebellen verüben einen Mordanschlag<br />

auf sie.<br />

In<strong>mit</strong>ten dieser Konflikte wird ihre enge Beziehung<br />

zu ihrem Geliebten, dem Earl of Leicester<br />

(Jeremy Irons), auf die Probe gestellt.<br />

Auch die kriegerischen Auseinandersetzungen<br />

<strong>mit</strong> Spanien finden keine Ruhe, selbst in<br />

der Familie wird sie von ihrer Cousine, der<br />

Königin von Schottland, Mary Stuart (Barbara<br />

Flynn) hintergangen. Alles verschärft<br />

sich, als sie sich <strong>mit</strong> dem um einiges jüngeren<br />

Herzog von Essex (Hugh Dancy) einlässt,<br />

dem Stiefsohn ihres ehemaligen Geliebten...<br />

HBO FILMS präsentieren eine COMPANY PICTURES Produktion in Zusammenarbeit <strong>mit</strong> CHANNEL 4<br />

einen TOM HOOPER <strong>Film</strong> „ELIZABETH I“ HELEN MIRREN JEREMY IRONS HUGH DANCY PATRICK MALAHIDE TOBY JONES IAN MCDIARMID<br />

JEREMIE COVILLAULT ERICK DESHORS BARBARA FLYNN Kamera LARRY SMITH Schnitt BEVERLEY MILLS & MELANIE OLIVER Musik ROB LANE<br />

Ausführende Produzenten SUZAN HARRISON GEORGE FABER CHARLES PATTINSON © Company Pictures 2005<br />

tECHNisCHE DatEN<br />

Laufzeit: ca. 210 Minuten<br />

Bildformat: Widescreen 1,85:1<br />

Ton: Deutsch – Dolby Digital 2.0<br />

Regionalcode: 2 PAL<br />

Sie besiegte ihre stärksten Gegner<br />

und scheiterte am Leben<br />

Diese Produktion ist nur für private, nicht für kommerzielle Vorführungen freigegeben.<br />

Überspielung, Tausch oder Vervielfältigung, öffentliche Vorführung und Sendung, sonstige<br />

nicht genehmigte Nutzung oder deren Duldung sind strengstens untersagt und werden zivilund<br />

strafrechtlich verfolgt. © 2009 3L <strong>Film</strong> GmbH & Co. KG. Alle Rechte vorbehalten.<br />

<strong>DVD</strong>-Cover zum Heraustrennen


Welt-Neuheit: GPS-GSM-Tracker<br />

Wo ist mein Auto?<br />

Wo ist mein Wohnwagen?<br />

Wo ist mein Partner?*<br />

Wo ist mein<br />

Auto? Und wo um<br />

Himmels Willen ist<br />

MEINE FRAU * ?<br />

Wo ist mein Motorrad?<br />

Wo ist mein Hund?<br />

Schwallwassergeschützt<br />

Sendet Positionsdaten per SMS<br />

Quadband: Weltweit einsetzbar<br />

Keine Abo- /Servicegebühren<br />

* Personen-Tracking ist<br />

nur <strong>mit</strong> dem jeweiligen<br />

Einverständnis erlaubt.<br />

Endlich haben Sie alles unter Kontrolle<br />

Mit dem winzigen Hightech-Tracker behalten Sie alles im<br />

Blick, ohne dabei zu sein. Dank Positions-SMS <strong>mit</strong> Koordinaten<br />

und Internetlink für Google Maps wissen Sie auf wenige<br />

Meter genau,wo der Peilsender gerade ist.Einmalig in dieser<br />

Preisklasse: Ist kein GPS-Signal verfügbar,nutzt derWinzling<br />

das GSM-Netz zur Positionsbestimmung. Das funktioniert<br />

sogar in Gebäuden!<br />

Behütet Auto, Kind, Haustier & Hilfsbedürftige<br />

Der kleineWächter passt sogar auf Ihr Auto oderWertsachen<br />

auf.Dezent und zuverlässig:Über Geofencing bestimmen Sie einfach<br />

eine persönliche Sicherheitszone.Verlässt der GPS-Tracker<br />

den Bereich,erhalten Sie sofort eine SMS auf Ihr Handy.<br />

Wertvolle Hilfe auch fürs Transportgewerbe<br />

Ideal für Fuhrpark, Spedition oder Fahrradkuriere: Mit<br />

manuellen und zeitgesteuerten Positionsbestimmungen<br />

planen Sie effizient die Bewegungen Ihrer Fahrzeuge. Per<br />

Software lassen sich diese entsprechend<br />

auswerten und optimieren.<br />

Ultimative<br />

Akku-Laufzeit<br />

durch selbst<br />

definierbaren<br />

Sleep-Modus!<br />

Technische Daten im Überblick<br />

3 Peilsender <strong>mit</strong> Geofencing & SMS-Positionsmeldung<br />

3 Zeitgesteuerte und manuelle Positionsmeldungen<br />

3 Koordinaten via SMS <strong>mit</strong> Link für Google-Maps<br />

3 Bis zu mehrere Wochen Akku-Laufzeit<br />

3 Robustes, staub- und wetterfestes Gehäuse<br />

3 Sehr handliche Maße: 65 x 55 x 22 mm,leichte 56 g<br />

3 Persönliche Sicherheitszonen für Geofencing / eFencing<br />

3 Weltweit einsetzbar <strong>mit</strong> GPS und Quadband-Handynetz<br />

3 Geringe Betriebskosten durch normalen SMS-Dienst: Keine<br />

weiteren Abo- oder Servicegebühren<br />

Peilt über GPS & GSM-Netz<br />

Mikro & Lautsprecher (GT-280)<br />

statt 1<br />

f<br />

179,90<br />

f49, 90<br />

Mini-GPS-GSM-Tracker GT-170 <strong>mit</strong> SMS-Tracking<br />

Bestell-Nr. PX-3491–488 statt 1 u 179,90 f 49,90<br />

Gleich <strong>mit</strong>bestellen: Wasserfeste Schutztasche<br />

3 Wasserdicht bis 3 m.Mit Klett-Armband und Umhängekordel<br />

Bestell-Nr. PX-3497–488 statt 1 u 29,90 f 16,90<br />

GPS-GSM-Tracker GT-280 <strong>mit</strong> SMS-Tracking,<br />

SOS-Taste & passiver Handyfunktion<br />

Bestell-Nr. PX-3498–488 statt 1 u 189,90 f 69,90<br />

Virtueller Zaun<br />

GPS-Geofencing<br />

GPS- & Mobilfunkzellen-Ortung<br />

Doppelt sicher auch ohne GPS-Empfang<br />

Auswerten an <strong>PC</strong> & Handy<br />

Positionsdaten bequem bestimmen<br />

BestimmenSieeineSicherheitszone.Verlässt<br />

erdiesenBereich,sendetersoforteineSMS.<br />

SICHERHEITSZONE<br />

WURDE VERLASSEN<br />

47° 48’ N<br />

7° 38’ O<br />

GPS<br />

SATELLITEN<br />

GSM<br />

Handynetz<br />

Startklar<br />

für Ihre SIM<br />

EinmaliginderPreisklasse:IstkeinGPS-Signalverfügbar,<br />

dient das GSM-Handy-Netz zur Positionsbestimmung.<br />

POSITIONSDATEN<br />

47° 47’ N<br />

7° 36’ O<br />

Werten Sie die gesammelten Positionsmeldungen<br />

bequem per Software aus.<br />

1=ursprünglicheUVPdesLieferanten·Porto&Verpackung:InnerhalbDeutschlandsbeiBezahlungperBankeinzugu4,90,beiNachnahmeu6,90;abu150,–versandkostenfrei! · TelefonischeBestellannahme14Cent/Min.Mobilbis42Cent/Min.<br />

Persönliche Bestellannahme rund um die Uhr:20180/555 82<br />

www.pearl.de/pc12


mini <strong>PC</strong>Ie<br />

software<br />

TEST<br />

73<br />

Webdesign-softWare<br />

web to date 8<br />

Großer Webbaukasten ■ Mit der neuesten<br />

Version der beliebten Webdesign-Software<br />

aus dem Hause Data Becker ist praktisch jedermann<br />

in der Lage, einen Internetauftritt<br />

anzulegen. Der Anwender wählt aus <strong>mit</strong>tlerweile<br />

70 professionellen Design-Vorlagen,<br />

für die es insgesamt mehr als 2000 Layout-<br />

Variationen gibt. Dabei sucht er sich eine<br />

passende Kategorie für seine Website aus,<br />

etwa „Handwerk und Dienstleistung“. Die<br />

<strong>Vorschau</strong> der Website-Struktur zeigt alle enthaltenen<br />

Unterseiten; nach Belieben lassen<br />

sich vorgegebene Seiten löschen, umsortieren<br />

oder um weitere ergänzen. Die Angaben<br />

zum Website-Betreiber werden automatisch<br />

in Seiten wie das Impressum eingefügt. Sehr<br />

gut: Die generierte Website ist bereits <strong>mit</strong><br />

passenden Standardtexten, Bildelementen<br />

usw. gefüllt, die als Grundlage für eigene<br />

Die DuoFlex Serie für mini <strong>PC</strong>Ie<br />

Simply the best for Media Center.<br />

Mit der DuoFlex Serie können Sie alle DVB-S2, DVB-C oder DVB-T und<br />

CI Module (Common Interface) Module beliebig kombinieren.<br />

Bis zu 4Module/ 8Tuner sind über eine einzige mini <strong>PC</strong>Ie Bridge anschließbar!<br />

Duo Flex S2<br />

DuoFlex DVB S2 &<br />

1xOctopus mini <strong>PC</strong>Ie Bridge<br />

TESTURTEIL<br />

web to date 8<br />

199,95 Euro www.databecker.de<br />

Betriebssysteme: <strong>Windows</strong> 7/Vista/XP<br />

Besonderheiten: Einfaches CMS integriert;<br />

automatisches Erstellen mobiler Websites<br />

Wertung sehr gut<br />

Inhalte dienen. Neu in web to date 8 ist ein<br />

einfaches Content-Management-System. Das<br />

Absatzmodul „Text (editierbar)“ erzeugt Text,<br />

der im Browser bearbeitet werden kann, sofern<br />

entsprechende Zugriffsrechte bestehen.<br />

Da<strong>mit</strong> das funktioniert, werden PHP-fähiger<br />

Webspace und eine MySQL-Datenbank benötigt.<br />

Auch neu in der achten Version ist, dass<br />

der Designer automatisch mobile Versionen<br />

der Websites erzeugt. Im Test haben uns auch<br />

andere Neuheiten gefallen, etwa die Präsentation<br />

von Bildern als Mosaik oder 3D-Karusell<br />

sowie der frische Akkordeon-Effekt für Texte.<br />

Dagegen vermissten wir die Möglichkeit, HT-<br />

ML-Code zu bearbeiten. Als Webbaukasten<br />

konzipiert, gestattet<br />

web to date nur bedingt Eingriffe<br />

in sein internes System, für das<br />

die Beschreibungssprache CCML<br />

genutzt wird. Das Editieren des<br />

CCML-Codes ist zwar möglich,<br />

aber nicht im Programm selbst.<br />

FAZIT: Wer einen funktionsreichen<br />

Webbaukasten sucht,<br />

um ohne Programmieren<br />

Webauftritte zu erstellen, wird<br />

Webauftritte ohne Programmierung lassen sich <strong>mit</strong> web to web to date 8 mögen.<br />

_06T5B_DigitalDevices_<strong>PC</strong>M_12.pdf;S: date leicht erzeugen. 1;Format:(210.00 x 95.00 mm);13. Oct 2011 12:11:22 sven Hähle/whs<br />

Duo<br />

Flex C/T<br />

DuoFlex DVB-C/T Kombo &<br />

1xOctopus mini <strong>PC</strong>Ie Bridge<br />

Optionales<br />

CI Modul<br />

Größenvergleich<br />

weitere Informationen finden Sie unter www.digital-devices.de<br />

backup-programm<br />

ocster backup pro 7<br />

Backup einfach ■ Der Hersteller hat der neuen<br />

Version des Backup-Tools neben der verzeichnisbasierten<br />

Datensicherung erstmals<br />

eine Image-Komponente spendiert. Doch<br />

verglichen <strong>mit</strong> der Konkurrenz fehlt bei der<br />

Systemsicherung fast alles, was inzwischen<br />

Standard ist: angefangen vom echten Hot-<br />

Backup bis zum Notfalls-System auf Stick.<br />

Die Datensicherung dauert fast doppelt so<br />

lange wie bei vergleichbaren Programmen.<br />

Über die Schwächen können auch die einfache<br />

Bedienung und die gut funktionierende<br />

Datensicherung nicht hinwegtäuschen.<br />

FAZIT: Die Bezeichnung Pro suggeriert vielfältige<br />

Funktionen, die aber fehlen.<br />

Peter stelzel-Morawietz/whs<br />

TESTURTEIL<br />

ocster backup pro 7<br />

39,90 Euro www.ocster.de<br />

Betriebssysteme: Ab <strong>Windows</strong> XP<br />

Besonderheiten: Einfache Image-Funktion<br />

Wertung befriedigend<br />

Digital<br />

Devices<br />

Features der DuoFlex Serie:<br />

• Unicable® - einkabelfähig nach<br />

EN 50494, bis zu 8Tuner über ein<br />

Antennenkabel! (nur S2 Modelle)<br />

• MTD<br />

-mehrere Tuner teilen sich<br />

ein CI zur Entschlüsselung<br />

-<br />

ein Tuner unterstützt mehrere CI´s<br />

• CI Kaskadierung<br />

• Erweiterbares Modulsystem<br />

bis 8DVB-S2 oder C/T Tuner über<br />

einen <strong>PC</strong>Ie oder mini <strong>PC</strong>Ie Steckplatz<br />

• kleine Bauform<br />

(ultra Low Profil)<br />

•<strong>Windows</strong>®7 Media Center kom.<br />

• Green IT (Verbrauch nur<br />

ca. 3-5 Watt, modelabhängig)


74<br />

IT PROFeSSIOnal<br />

MindMapping Pläne strukturieren <strong>mit</strong> MindManager 8<br />

Kreatives Chaos kann charmant sein, ist aber in Projekten<br />

PROFITIPPS<br />

selten zielführend. Kreativität, umgesetzt in gut präsentierte<br />

Projektpläne und Strategien, ist ein Schlüssel zum geschäftlichen<br />

Erfolg. Dabei hilft die Vollversion MindManager 8, die Sie zum<br />

Download unter www.mindjet.com/mindmanager_win_8_pcmag<br />

nach einer Registrierung erhalten.<br />

von DR. RalF T. GöllneR<br />

Tipp 1<br />

Übersichtlichkeit schaffen<br />

Je mehr ich plane, desto härter trifft mich die Wirklichkeit. Dieses<br />

Friedrich Dürrenmatt zugeschriebene Zitat zielt unter anderem<br />

auf eine notwendige Klarheit der Gedanken. Diese ist in kreativen<br />

Berufen, projekt­ oder strategieorientierten Bereichen sowie bei<br />

Präsentationen nötig. Es gibt viele Methoden, sich selbst zu ordnen<br />

– eine der besten bietet Ihnen MindManager. Das Programm<br />

finden Sie in der Version 8 auf der Heft­<strong>DVD</strong> als Download­Link<br />

(Download­Phase endet am 31.1.2012). MindManager ist mehr<br />

als nur ein Programm für Brainstorming, sondern vor allem ein Projektmanagement­<br />

und Strategie­Tool. Es hilft, Ideen zu sammeln und<br />

zu sortieren, sie weiter zu entwickeln, Projektziele und Meilensteine<br />

<strong>mit</strong> festen Terminen zu definieren. So erhalten Sie transparente und<br />

strukturierte Prozesse, erkennen Chancen und Risiken im Projektdesign.<br />

Die visuellen Darstellungsmöglichkeiten komplexer Zusammenhänge<br />

reichen von der Reduktion auf das Wesentliche bis hin<br />

zu jedem Detail im Projektplan. Mit MindManager planen und prüfen<br />

Sie fortlaufend Projekte oder Prozessschritte und präsentieren sie in<br />

ansprechender und verständlicher Form, angepasst an den Wissensstand<br />

Ihrer Zuhörer. Weil komplexe Projekte viele Daten, Kalkulationen,<br />

Ansprechpartner oder Dokumente benötigen, verknüpfen Sie<br />

Aufgaben, Kontakte, Notizen oder Termine aus Outlook, Tabellen aus<br />

Excel oder Word­Dokumente direkt in den MindManager.<br />

Heben Sie von einander abhängige Projektschritte farblich hervor.<br />

Verbinden Sie diese zudem <strong>mit</strong> der Funktion Verbinden.<br />

Wählen Sie die Verbindungsform, die bei Ihrem Aufbau die logischen<br />

Abhängigkeiten gut darstellt. Für Ideensammlungen bietet sich an,<br />

das zentrale Thema in die Mitte zu stellen und daraus Gedankenaspekte<br />

und Nebenzweige abzuleiten. Achten Sie auf die Pfeilrichtung,<br />

um die Abhängigkeiten darzustellen. Diese Verbindungen<br />

sind nämlich nicht nur ein optisches Element, sondern definieren<br />

eine Beziehung zwischen den Elementen, die Sie für Aufgabenberechnungen<br />

verwenden können. Verschieben Sie <strong>mit</strong> der Maus die<br />

einzelnen Zweige so, dass sie übersichtlich sind, oder weisen Sie<br />

Ihrem Projekt eine der installierten Vorlagen zu. Den Link zur Vorlagengalerie<br />

von Mindjet finden Sie unter Aufgabenverwaltung/Learning<br />

Center.<br />

Abhängigkeiten der projektschritte, erledigte und begonnene<br />

Aufgaben lassen sich <strong>mit</strong> MindManager leicht hervorheben und <strong>mit</strong><br />

Anmerkungen festhalten.<br />

MindManager 2012 [ www.mindjet.com ]<br />

Die neueste Version 2012 bietet unter anderem:<br />

erweiterte und verbesserte Analyseansichten<br />

ortsunabhängige Teamarbeit in der Cloud <strong>mit</strong> Mindjet Connect<br />

Gantt-Diagramme<br />

Direktzugriff durch Markierungsindex<br />

erweiterte Brainstorming-Funktionen<br />

MindManager Version 8 + Mindjet 2012 Aktionsgutschein<br />

(www.mindjet.com/mindmanager_win_8_pcmag)<br />

Tipp 2<br />

Abfragen und Filter nutzen<br />

Verwenden Sie die vom MindManager angebotenen Symbole,<br />

wie Priorität, Aufgabenfortschritt, Entscheidung, Smiley usw.<br />

Sie erleichtern Abfragen.<br />

In der Registerkarte Start/Icon-Markierungen finden Sie die wichtigsten<br />

Symbole, weitere im Aufgabenbereich im Register Bibliothek.<br />

Diese Icons dienen nicht nur der Übersichtlichkeit, sondern<br />

sind eine Grundlage für Datenbankabfragen und Filter. Sie stehen<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


it professional<br />

Vollversion<br />

<strong>DVD</strong> CD<br />

Programmierung<br />

MindManager 8<br />

75<br />

für Kategorien, nach denen gefiltert werden kann. So kann es bei<br />

umfangreichen Projekten nötig sein, nur Zweige <strong>mit</strong> der höchsten<br />

Priorität und offene Entscheidungen anzuzeigen. Öffnen Sie hierzu<br />

in der Statusleiste Filter/Power-Filter und aktivieren Priorität1 und<br />

Entscheidung, um die Filterkriterien zu definieren. Wählen Sie Filter/Übereinstimmende<br />

Zweige anzeigen, blendet Mindmanger alle<br />

anderen Zweige aus.<br />

Nach dieser Methode können Sie auch Zweige auswählen, ohne sie<br />

einzeln markieren zu müssen. In der Registerkarte Start im Menü<br />

Auswählen/Power-Auswahl tragen Sie die Abfragekriterien ein, wählen<br />

Zweige danach aus. Sie können beispielsweise alle einheitlich<br />

formatieren oder in eine neue Map kopieren.<br />

Häufig wiederkehrende Filter oder Abfragen speichern Sie im selben<br />

Menü <strong>mit</strong> Gespeicherte Abfragen/Abfrage speichern. Dann stehen<br />

sie dort als abfragebasierte Auswahl sofort zur Verfügung.<br />

Tipp 4<br />

Termine kontrollieren<br />

Vermeiden Sie Terminüberschneidungen oder einen Verzug<br />

durch verpasste Termine. Fügen Sie einzelnen Projektschritten<br />

Termine und Erinnerungen hinzu.<br />

Diese werden in Microsoft Outlook integriert, so dass Sie dessen Erinnerungsfunktion<br />

nutzen können. Aktivieren Sie den betreffenden<br />

Zweig und fügen unter Einfügen/Neuer Termin den Zeitpunkt in den<br />

Outlook-Kalender ein. Die Daten werden auch in MindManager angezeigt.<br />

Wollen Sie die Termine und Erinnerungen nicht <strong>mit</strong> Outlook<br />

verwalten, benutzen Sie die Zweigerinnerung von MindManager.<br />

Aktivieren Sie den Zweig und wählen in der Registerkarte Einfügen<br />

den Menüpunkt Erinnerung/Zweigerinnerung hinzufügen. Unter<br />

Einfügen/Erinnerung/Zweigerinnerung organisieren finden Sie alle<br />

MindManager-Termine, also auch die in anderen Maps.<br />

Tipp 3<br />

Aufgaben automatisch<br />

verwalten<br />

in MindManager<br />

bewahren Sie den<br />

Überblick, wenn<br />

Sie nur die dringlichsten<br />

probleme<br />

anzeigen lassen.<br />

Mit MindManager können Sie von einander abhängige Aufgaben<br />

automatisch er<strong>mit</strong>teln und behalten den Überblick über den<br />

Zeitaufwand einzelner Arbeitsschritte. Dies funktioniert innerhalb<br />

eines Zweiges <strong>mit</strong> mindestens einem Unterzweig.<br />

Wählen Sie den Zweig und öffnen Sie Aufgabenverwaltung/Aufgabeninfo.<br />

Aktivieren Sie die Checkbox Aufgabeninfo bis hierhin aufrollen.<br />

Bestimmen Sie auch die Wochenarbeitstage, MindManager<br />

hat eine 5-Tage-Woche voreingestellt. Wenn Sie dies später ändern,<br />

kann es bei der Fortschreibung der Aufgaben zu Berechnungsfehlern<br />

kommen. Tragen Sie auch die benötigte Ressource ein, um<br />

nichts zu vergessen.<br />

Da die einzelnen Projektaufgaben nacheinander abgearbeitet werden<br />

müssen, besteht eine Abhängigkeit zwischen ihnen. Diese stellen<br />

Sie in der Registerkarte Einfügen <strong>mit</strong> Verbindung her, indem Sie den<br />

Hauptzweig <strong>mit</strong> dem ersten Element des Unterzweiges verbinden,<br />

also dem ersten Schritt der Gesamtaufgabe. Anschließend verbinden<br />

Sie den ersten Schritt <strong>mit</strong> dem zweiten, diesen <strong>mit</strong> dem dritten usw.<br />

Stellen Sie nun in der Aufgabenverwaltung für den Hauptzweig ein<br />

Startdatum ein und legen in chronologischer Folge die Dauer der<br />

Einzelaufgaben fest. MindManager berechnet automatisch die Gesamtdauer<br />

der Aufgabe. Dabei greift er auf den Kalender zurück und<br />

markiert überfällige oder gefährdete Teilaufgaben. Außer Wochenenden<br />

werden auch Feiertage berücksichtigt. So sehen Sie bereits<br />

im Hauptzweig, ob Sie Ihren Meilenstein erreichen oder nicht und<br />

können korrigierend eingreifen.<br />

Nichts vergessen oder versäumen. Nutzen Sie wahlweise die Terminund<br />

Erinnerungsfunktion des MindManager oder verwalten Sie alle<br />

Termine <strong>mit</strong> Outlook.<br />

Tipp 5<br />

Abhängigkeiten verfeinern<br />

Die Abhängigkeiten sind auf Ende-Anfang voreingestellt. Dies<br />

bedeutet, dass Aufgabe 1 fällig ist, also abgeschlossen sein<br />

muss, bevor Aufgabe 2 begonnen werden kann. Es kann aber<br />

sinnvoll sein, diese strikte Trennung aufzuheben und Arbeitsschritte<br />

überlappen zu lassen. Dies erreichen Sie durch eine Änderung<br />

des Abhängigkeitstyps.<br />

Aktivieren Sie das Abhängigkeitssymbol auf der Beziehungslinie<br />

und passen den Typ unter Aufgabenverwaltung/Aufgabeninfo an.<br />

Mit Anfang-Ende bestimmen Sie, dass Aufgabe 2 nicht beendet<br />

werden kann, bevor Aufgabe 1 begonnen wurde. Hier kann jedoch<br />

parallel gearbeitet werden. Mit Anfang-Anfang muss Aufgabe 2 entweder<br />

vor Aufgabe 1 oder zeitgleich starten, während Ende-Ende zur<br />

Folge hat, dass der Fälligkeitstermin von Aufgabe 2 identisch <strong>mit</strong><br />

dem von Aufgabe 1 ist oder später liegt.<br />

So können Sie ausgefeilte Beziehungen und Abhängigkeiten erstellen,<br />

Ihre Zeitpläne berechnen lassen und Abläufe optimieren.<br />

Zugleich erkennen Sie inhaltliche Wissenslücken, denn Sie müssen<br />

entscheiden können, wann welche Aufgabe in Abhängigkeit von anderen<br />

Aufgaben beginnen oder enden muss.<br />

pk<br />

Mit Abhängigkeitstypen können Sie Startzeitpunkte und Fälligkeiten<br />

inhaltlich aufeinander abstimmen und ihre Kenntnis der prozessschritte<br />

überprüfen.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


76<br />

SOFTWARE<br />

FREEWARE<br />

TOOLS<br />

AirPlay-Empfänger<br />

Aerodrom 1.0 macht<br />

den <strong>Windows</strong>-<strong>PC</strong> zum<br />

einen Empfänger für<br />

Apples AirPlay-Technik.<br />

So können Sie<br />

etwa auf dem iPhone<br />

oder iPad gespeicherte<br />

Fotos und Videos<br />

per WLAN auf dem großen Display<br />

des <strong>PC</strong>s abspielen. Auch Musik lässt<br />

sich auf diese Weise zum <strong>PC</strong> und einer<br />

da<strong>mit</strong> verbundenen HiFi-Anlage streamen,<br />

zudem kommt ein <strong>mit</strong> iTunes<br />

ausgestatteter <strong>PC</strong> oder Mac als Sender<br />

in Frage. Dazu wird die Software installiert<br />

und ein Identifikationsname<br />

vergeben, über den der AirPlay-Sender<br />

das Gerät im Netzwerk findet. <strong>Nerv</strong>ig:<br />

Die Testversion ist stark funktionsbeschränkt<br />

und ermöglicht kein Audiostreaming.<br />

Der Preis von 10 Euro für<br />

die Vollversion geht in Ordnung.<br />

Autor: FunkyFactory Development,<br />

9,99 Euro, Sprache:<br />

[ www.magnus.de/download/6109 ]<br />

Neuer VMware Player<br />

Möchten Sie Betriebssysteme und Software<br />

ohne Risiko testen, ist der VMware<br />

Player genau das Richtige für Sie.<br />

Mit der Freeware lassen sich auf Basis<br />

von VMware Workstation erstellte oder<br />

aus dem Virtual Appliance Marketplace<br />

kostenlos heruntergeladene virtuelle<br />

Maschinen ausführen. Die Version 4.0<br />

bringt eine Unterstützung für USB 3.0,<br />

Bluetooth und eine Reihe von HD-Geräten<br />

<strong>mit</strong>, die sich nun von Gastsystemen<br />

ansprechen lassen. Zudem kennt<br />

der Player ab sofort auch <strong>Windows</strong> 8<br />

und neuere Linux-Versionen. Kleiner<br />

Wermutstropfen: Der VMware Player<br />

4.0 setzt einen 64-Bit-fähigen Prozessor<br />

voraus.<br />

Autor: VMware, kostenlos<br />

Sprache: [ www.magnus.de/<br />

download/4051 ]<br />

KOSTENLOS AppCenter 2.1<br />

Schicke Launchpad-Adaption für <strong>Windows</strong><br />

Ein typisches Merkmal von<br />

iPhone und iPad sind die in<br />

Zeilen und Spalten angeordneten<br />

App-Icons. Seit Mac<br />

OS X 10.7 gibt es sie auch<br />

als Launchpad auf dem Mac.<br />

App Center ist ein Tool, das<br />

den Launchpad-Programmstarter<br />

in die <strong>Windows</strong>-Welt<br />

bringt. Es zeigt auf Knopfdruck<br />

eine Icon-Übersicht der<br />

installierten Programme auf<br />

einer einfarbigen Bildschirmfläche<br />

an. Wer viele Anwendungen<br />

installiert hat, kann<br />

<strong>mit</strong> dem AppCenter auch<br />

mehrere Icon-Seiten verwalten<br />

und zwischen ihnen<br />

hin- und herblättern. Natürlich<br />

lassen sich die Icons verschieben<br />

und zum Beispiel<br />

nach Anwendungszweck auf<br />

SHAREWARE Folder Lock 7.0.1<br />

Versteckt und verschlüsselt Datenordner<br />

den einzelnen Übersichtsseiten<br />

anordnen.<br />

Die AppCenter-Ansicht ähnelt<br />

in weiten Teilen dem Apple-<br />

Vorbild. Wie dort können Sie<br />

Die Software Folder Lock<br />

legt passwortgeschützte Verzeichnisse<br />

zur Aufbewahrung<br />

vertraulicher Dateien an. So<br />

behandelte Ordner sind<br />

ohne Kenntnis des richtigen<br />

Kennworts unsichtbar<br />

und lassen sich weder aus<br />

dem <strong>Windows</strong>-Explorer<br />

noch aus einem Eingabefenster<br />

heraus öffnen.<br />

Das Auf- und Zusperren<br />

beliebiger Verzeichnisse<br />

erledigen Sie in der Programmoberfläche<br />

von Folder<br />

Lock. Zur Sicherung der Daten<br />

stehen die Methoden Lock<br />

(nur verstecken), Scramble<br />

auch unter <strong>Windows</strong> Ordner<br />

in den Icon-Übersichtsseiten<br />

anlegen und darin Programme<br />

und Dateien platzieren.<br />

Letzteres ist vor allem dann<br />

sinnvoll, wenn Dokumente<br />

häufig benutzt werden. Nach<br />

der Installation stellen Sie<br />

sich die anzuzeigenden Programme<br />

aus einer Übersicht<br />

samt Suchfunktion zusammen.<br />

Der Aufruf des AppCenters<br />

erfolgt <strong>mit</strong> Tastenkürzeln,<br />

was in der Praxis deutlich<br />

schneller funktioniert als das<br />

Öffnen <strong>mit</strong> der Maus.<br />

Autor: M. Busemann/S. Scharmentke, kostenl., Sprache: [ www.magnus.de/download/6110 ]<br />

(<strong>mit</strong>tlerer Schutz) sowie eine<br />

256-Bit Blowfish-Verschlüsselung<br />

(maximaler Schutz) zur<br />

Auswahl. Zum Wegsperren<br />

vertraulicher Dokumente<br />

sollten Sie die Blowfish-<br />

Verschlüsselungsvariante<br />

wählen. Gut: Das<br />

Tool ist ohne vorherige<br />

Installation nutzbar und<br />

kann so beispielsweise<br />

auf USB-Sticks für einen<br />

sicheren Datentransport<br />

eingesetzt werden.<br />

Autor: Concept-Design, 38 Euro, Sprache: [ www.magnus.de/download/3069 ]<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


Mehr Downloads, Treiber &<br />

Tools täglich frisch unter<br />

[ www.pc-magazin.de ]<br />

77<br />

KOSTENLOS TeamDrive Free 2.4.146<br />

Cloud-Speicherdienst für Gruppen<br />

TeamDrive ermöglicht ein gemeinsames<br />

Arbeiten an Dokumenten<br />

und den Austausch<br />

von Dateien über das Internet.<br />

Dazu überwacht das<br />

Tool lokal gespeicherte<br />

Ordner und synchronisiert<br />

deren Inhalt über einen<br />

virtuellen Server <strong>mit</strong> den<br />

verknüpften Anwendern.<br />

Alle Dateien, die Sie in einen<br />

Gruppenordner legen,<br />

werden automatisch an die<br />

Mitglieder Ihres Teams verteilt.<br />

Dank Backup und Versionsverwaltung<br />

sind Sie auch<br />

dann vor Datenverlust geschützt,<br />

wenn ein Teilnehmer<br />

ein Dokument versehentlich<br />

beschädigt oder löscht.<br />

Der Online-Datenabgleich<br />

ist laut Hersteller <strong>mit</strong>tels<br />

256-AES-Algorithmus verschlüsselt.<br />

In der durch<br />

Werbung finanzierten<br />

Free-Version von Team-<br />

Drive stehen zwei GByte<br />

Online-Speicherplatz zur<br />

Verfügung.<br />

Autor: TeamDrive Systems, werbefinanziert, Sprache: [ www.magnus.de/download/5674 ]<br />

KOSTENLOS iReader 1.0.7<br />

Mehr Lesespaß in Firefox und Chrome<br />

Der Großteil aller Informationen<br />

im Web besteht immer<br />

noch aus Texten und Bildern.<br />

Da kommt die Firefox- und<br />

Chrome-Erweiterung iReader<br />

1.8 gerade recht. Mit deren<br />

Hilfe können Sie einzelne<br />

Seiten in einen Besser zu<br />

lesen-Modus schalten, bei<br />

dem alles, was nicht un<strong>mit</strong>telbar<br />

zum Hauptteil der Seite<br />

gehört, ausgeblendet wird.<br />

Außerdem optimiert iReader<br />

auch die Lesbarkeit der<br />

Schrift, Kontrastverhältnisse<br />

und einiges mehr. Die Extension<br />

rufen Sie im Browser-<br />

Autor: MhdHejazi, kostenlos, Sprache: [ www.magnus.de/download/6113 ]<br />

KOSTENLOS Click.to 0.9.3<br />

Fenster ein Symbol am Ende<br />

der URL-Zeile auf, das ein<br />

großes, halbtransparentes R<br />

zeigt. Möchten Sie die gerade<br />

geöffnete Seite in Ruhe lesen,<br />

dann klicken Sie dieses<br />

Symbol an. iReader bereitet<br />

die Seite neu auf und zeigt<br />

sie in einer Optik an, die der<br />

einer Buchseite ähnelt. Beim<br />

Bewegen des Mauszeigers<br />

erscheint die Steuerleiste des<br />

Add-ons.<br />

Zwischenablage als Dreh- und Angelpunkt<br />

Ein Video kann man nicht per Copy und Paste auf You-<br />

Tube laden. Um Text <strong>mit</strong> Google Translate zu übersetzen,<br />

muss man die Google-Website erst im Browser öffnen.<br />

Und wer gar Text in eine PDF-Datei speichern möchte,<br />

kann die Zwischenablage als Werkzeug ganz vergessen.<br />

Dank Click.to erledigen Sie solche Tätigkeiten künftig<br />

<strong>mit</strong> deutlich weniger Klicks.<br />

Markierte Texte, Grafiken, URLs, Dateipfade und vieles<br />

mehr werden von der Zwischenablage aus direkt weiterverarbeitet.<br />

Zum Beispiel lädt Click.to Bilder zu Twitter<br />

und Flickr, erstellt PDFs und recherchiert Adressen in<br />

Google Maps. Das Programm ist zu vielen anderen Tools<br />

und Webdiensten kompatibel. Und immer dient die Zwischenablage<br />

als Schnittstelle.<br />

Autor: Axonic, kostenlos, Sprache: [ www.magnus.de/download/6090 ]<br />

HTML-Quellcodebearbeitung<br />

Arachnophilia ist ein Klassiker unter<br />

den frei verfügbaren HTML-Editoren<br />

und wird nach langem Stillstand nun in<br />

der verbesserten Version 5.5.2657 angeboten.<br />

In einem reinen HTML-Webeditor<br />

arbeiten Sie ausschließlich am<br />

Quellcode Ihrer Seiten und kontrollieren<br />

die Ergebnisse im Browser. Die Stärken<br />

der Freeware sind die vielseitigen<br />

Anpassungsmöglichkeiten. Code kann<br />

durch farbliche Hervorhebung der Befehle<br />

und durch Strukturierung in eine<br />

übersichtliche Form gebracht werden.<br />

Autor: P. Lutus, Sprache: ,<br />

[ www.magnus.de/download/631 ]<br />

Office-Nachahmer<br />

Kingsoft Office Suite Free umfasst<br />

eine Textverarbeitung (Writer), Tabellenkalkulation<br />

(Spreadsheet) sowie die<br />

Präsentations-Software (Presentation).<br />

Die Anwendungen sind nicht nur kompatibel<br />

zu Microsoft Office, sondern<br />

orientieren sich auch in Sachen Bedienung<br />

und Optik sehr stark am Marktführer.<br />

Dabei bedarf das Kingsoft-Paket<br />

nur ein Zehntel des Speicherplatzes des<br />

Microsoft-Vorbilds. Wer die kostenlose<br />

Office Suite verwenden möchte, muss<br />

sich allerdings <strong>mit</strong> der englischsprachigen<br />

Bedienerführung und Rechtschreibprüfung<br />

anfreunden.<br />

Autor: Kingsoft, kostenlos<br />

Sprache: [ www.magnus.de/<br />

download/6112 ]<br />

Sicher surfen<br />

Der Comodo Dragon Internet Browser<br />

14.0.1 präsentiert sich als sicherer<br />

Browser und nutzt dazu die Chromium-<br />

Engine von Google Chrome. Er sorgt<br />

für einen umfassenden Schutz der<br />

Privatsphäre. So werden etwa Cookies,<br />

ungültige SSL-Zertifikate und verdächtige<br />

Scripts automatisch erkannt und<br />

blockiert. Zudem ist ein Phishing- und<br />

Malware-Schutz an Bord. Mit der Tastenkombination<br />

[Strg]+[Shift]+[Entf]<br />

löschen Sie in einem Rutsch alle Surf-<br />

Spuren. Auf Wunsch importiert der Einrichtungsassistent<br />

Verlauf, Favoriten<br />

und gespeicherte Passwörter aus Firefox,<br />

Internet Explorer oder Chrome.<br />

Autor: Commodo, kostenlos<br />

Sprache: [ www.magnus.de/<br />

download/5598]<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


78<br />

hardware<br />

externe festplatten<br />

externe Festplatten im test<br />

außen hui…<br />

… innen pfui? Schick sehen sie ja schon aus. Aber taugen sie auch was? <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> hat<br />

19 externe Festplatten unterschiedlichster Couleur getestet. USB 3.0 ist die schnellste und<br />

beste Wahl. Aber: Auch USB 3.0 ist nicht gleich USB 3.0.<br />

von oliver ketterer<br />

Zu den Urtrieben eines gestandenen Mitteleuropäers<br />

gehören der Jagdinstinkt<br />

und die Sammelleidenschaft. Früher jagten<br />

wir nach Wild und sammelten Beeren, heute<br />

sind es <strong>Film</strong>e, MP3s und Digitalfotos. Und<br />

dieser Urtrieb ist es, der unsere Festplatten<br />

– mögen sie ursprünglich noch so groß gewählt<br />

worden sein – zum Überlaufen bringt.<br />

Egal. Es gibt keinen Grund des Sammelns<br />

abzuschwören. Externe Festplatten gibt es<br />

in jedem Kaufhaus, sie sind billig und über<br />

USB einfach <strong>mit</strong> dem <strong>PC</strong> verbunden.<br />

Ein Problem gibt es aber: den Zeitdieb. Die zu<br />

bewältigenden Datenmengen werden immer<br />

größer. Man spricht heute nicht mehr von<br />

Megabytes, nein. Es sind mindestens Gigabytes<br />

oder gar Terrabytes, die von einem auf<br />

ein anderes Laufwerk bewegt oder gesichert<br />

werden wollen. Und wer das <strong>mit</strong> einer 10 Jahre<br />

alten Schnittstelle, wie USB 2.0, bewältigen<br />

will, der weiß, was warten heißt, Stunde um<br />

Stunde. Machen Sie nicht den Fehler und gucken<br />

Sie auf den Preis beim Kauf einer externen<br />

Festplatte. Geben Sie sich modern und<br />

zukunftsorientiert und werfen Sie einen Blick<br />

auf die besseren Schnittstellen.<br />

Auf die Knie, wir brauchen Speed!<br />

Der erste Schritt zur richtigen Platte ist der<br />

hinter den <strong>PC</strong> – man muss prüfen, welche<br />

Anschlüsse am Rechner vorhanden sind. Zur<br />

Not muss man eben auf die Knie und <strong>mit</strong> der<br />

Taschenlampe bewaffnet unter den Schreibtisch<br />

kriechen.<br />

Wer keine blau eingefärbten USB-3.0- und<br />

auch keine roten eSATA-Anschlüsse findet,<br />

wird nicht umhin kommen, zusätzlich eine<br />

Controller-Karte zu erwerben und in den <strong>PC</strong><br />

einzubauen. Das lohnt sich aber, zumal USB-<br />

3.0- und eSATA-Karten für unter 20 Euro im<br />

Versandhandel günstig zu bekommen sind<br />

und die Leistung deutlich verbessern. Wunder<br />

darf man aber nicht erwarten.<br />

Wunder muss man teuer bezahlen<br />

Laut Spezifikation erlaubt die USB-3.0-Schnittstelle,<br />

auch als „SuperSpeed“ bezeichnet,<br />

einen Datendurchsatz von 5 GBits/s, USB 2.0<br />

ist <strong>mit</strong> 480 MBit/s spezifiziert („HighSpeed“).<br />

Theoretisch wäre also USB 3.0 zehn Mal<br />

schneller als der ältere Standard. Das wird<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


79<br />

Testumgebung<br />

Glatt gelogen, unten: USB-3.0-HDD-Produkte,<br />

die vorgeben 10x schneller zu sein, als ihre<br />

USB-2.0-Pendents lügen. Richtig: 3 bis 4x<br />

schneller ist die richtige Aussage.<br />

aber in der Praxis nie erreicht und schon gar<br />

nicht <strong>mit</strong> mechanischen Festplatten – auch<br />

nicht <strong>mit</strong> zwei Platten, die im RAID-Verbund<br />

arbeiten. Sehr schnelle 3,5-Zoll-Festplatten<br />

erreichen Geschwindigkeiten von rund 170<br />

MByte/s beim Lesen von Daten – maximal. Ein<br />

Hersteller, der behauptet, dass seine mechanische<br />

externe Festplatte 10 Mal schneller ist<br />

als eine Festplatte <strong>mit</strong> USB-2.0-Anschluss, beruft<br />

sich also lediglich auf die USB-Spezifikation.<br />

Das Produkt in seiner Gesamtheit erzielt<br />

diese Geschwindigkeit nicht, denn die Platte<br />

selbst ist ein unüberwindlicher Falschenhals.<br />

Wollte man eine externe Festplatte, die tatsächlich<br />

die gesamte Bandbreite von USB<br />

3.0 ausschöpft, also an die 600 MByte/s, so<br />

müsste man auf jeden Fall eine Solid State<br />

Disk bemühen, die über einen internen SA-<br />

TA3-Controller angebunden ist und ihre Daten<br />

Prozessor: AMD Phenom II X6 1075T<br />

Mainboard: ASRock 890FX Deluxe3<br />

Grafikkarte: Nvidia GeForce GTS 250<br />

Speicher: 4x Corsair CM3X2048 1600C9DHX<br />

Systemplatte: SAMSUNG HD103UJ<br />

Als Plattform für externe Festplatten dient<br />

im <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Testlabor eine aktuelle<br />

Rechnerkonfigura tion, die garantiert, dass<br />

die Datenträger die volle Transferleistung<br />

entfalten können. Das ASRock Mainboard<br />

verfügt über einen eSATA- und zwei USB-<br />

3.0-Anschlüsse.<br />

auf den USB-3.0-Bus ausgibt. Und das würde<br />

den Preis einer externen Festplatte <strong>mit</strong> 1000<br />

GByte Speichergröße von rund 100 Euro auf<br />

wenigstens 1000 Euro katapultieren.<br />

Wenn Sie also Produkte finden, die Derartiges<br />

von sich behaupten, seien Sie skeptisch. Offenbar<br />

haben viele Firmen heute kein Problem<br />

da<strong>mit</strong>, ihre Produkte besser zu machen als sie<br />

sind. Andererseits verzichten sie auch gerne<br />

darauf, Informationen anzugeben, die wirklich<br />

hilfreich wären, die Leistung einer Festplatte<br />

auf dem Papier einschätzen zu können. Beispielsweise<br />

fehlen sehr häufig Angaben über<br />

den Festplattentyp. Wurde vielleicht noch<br />

eine alte IDE-Platte oder bereits eine schnellere<br />

SATA-Platte verbaut? Wie schnell dreht die<br />

Festplatte im Inneren des Gehäuses?<br />

Labortest und Kaufkriterien<br />

Im Rahmen unseres Standard-Labortests von<br />

Festplatten versuchen wir, die Daten auf der<br />

Festplatte auszulesen. Das ist aber nur dann<br />

möglich, wenn der Hersteller der externen<br />

Festplatte die Firmware nicht manipuliert<br />

hat. Wenn wir Daten erfolgreich auslesen<br />

konnten, dann geben wir beispielsweise<br />

die Umdrehungen pro Minute (RPM) in der<br />

Tabelle an. Festplatten <strong>mit</strong> einer höheren<br />

Umdrehungsgeschwindigkeit sind schneller,<br />

sie neigen aber im Betrieb auch zu einem<br />

Zwei USB-3.0-Platten im Vergleich: Die linke Festplatte ist deutlich schneller – Controller und<br />

interne Schnittstelle erlauben der HDD volle Entfaltung von Anfang an <strong>mit</strong> Leseraten über 150<br />

MByte/s. Rechts: interne Schnittstelle des Controller oder die HDD selbst begrenzen die Leserate.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


80<br />

hardware<br />

externe festplatten<br />

ext. Festplatten<br />

Hersteller<br />

1 2 2 4 4 4<br />

FanTec VerbaTim aDaTa FanTec iOmega<br />

One<br />

TecHnOlOgies<br />

Produkt aludISC 3.0<br />

2.0TB<br />

TeSTergeBNISSe<br />

aUF eINeN BLICk<br />

19 externe Festplatten<br />

von 75 bis<br />

170 euro<br />

dB-aLU3e Store 'n' Save Nobility Nh03 dB-aLU3 Prestige<br />

Versandpreis (ca.) 170 euro 85 euro 99 euro 109 euro 75 euro 89 euro<br />

Preis/gbyte 8,5 cent 8,5 cent 9,9 cent 5,5 cent 7,5 cent 8,9 cent<br />

internet [ www. ] one-technologies.com fantec.de verbatim-europe.com adata-group.com fantec.de iomega.com<br />

gesamtwertung<br />

[100max]<br />

[ 86 ]<br />

sehr gut<br />

[ 84 ]<br />

gut<br />

[ 84 ]<br />

gut<br />

[ 81 ]<br />

gut<br />

[ 81 ]<br />

gut<br />

Preis/leistung gut gut gut sehr gut gut gut<br />

Technische Merkmale<br />

Kapazität 2000/1863 GByte/GiB 1000/931,5 GByte/GiB 1000/931,5 GByte/GiB 2000/1863 GByte/GiB 1000/931,5 GByte/GiB 1000/930,8 GByte/GiB<br />

Schnittstellen USB 3.0 USB 3.0, eSATA USB 3.0 USB 3.0 USB 3.0 USB 3.0<br />

HDD-Bauform 3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll<br />

Umdrehungen/min. 7200 RPM 7200 RPM 5400 RPM Ausl. nicht mögl. 7200 RPM 7200 RPM<br />

Ein-/Aus-Schalter – ✔ ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Stromversorgung Ext. Netzteil Ext. Netzteil Ext. Netzteil Ext. Netzteil Ext. Netzteil Ext. Netzteil<br />

gemessene werte<br />

Min. Lesen [MByte/s] 79,4<br />

73,0<br />

73,3<br />

64,9<br />

66,1<br />

61,3<br />

Mitt. Lesen [MByte/s] 130,0<br />

113,1<br />

111,5<br />

106,0<br />

140,5<br />

108,4<br />

Max. Lesen [MByte/s] 167,7<br />

133,5<br />

137,4<br />

137,4<br />

112,6<br />

135,1<br />

Min. Schreiben [MByte/s] 79,1<br />

69,5<br />

73,9<br />

52,5<br />

65,8<br />

61,1<br />

Mitt. Schreiben [MByte/s] 125,6<br />

107,4<br />

109,0<br />

94,1<br />

109,4<br />

107,2<br />

Max. Schreiben [MByte/s] 148,0<br />

155,4<br />

149,1<br />

125,0<br />

128,8<br />

130,2<br />

Burst Transfer [MByte/s] 187,4<br />

130,6<br />

168,9<br />

167,8<br />

132,8<br />

152,2<br />

Mittlere Zugriffszeit 15,8 ms 13,9 ms 15,2 ms 16,1 ms 14,1 ms 14,1 ms<br />

Getestetes Interface USB 3.0 USB 3.0 USB 3.0 USB 3.0 USB 3.0 USB 3.0<br />

[ 81 ]<br />

gut<br />

externe und interne Schnittstellen im Überblick<br />

Schnittstelle Theoretische Max. Transfer Max. Maximale Geräte pro Kanal<br />

Bandbreite (ohne Overhead) Kabellänge<br />

USB 1.0 12 Mbit/s 1,5 MByte/s 3 m 127 (<strong>mit</strong> HUB)<br />

USB 2.0 480 Mbit/s 60 MByte/s 5 m 127 (<strong>mit</strong> HUB)<br />

USB 3.0 5000 Mbit/s 400 MByte/s 3 m 127 (<strong>mit</strong> HUB)<br />

FireWire 400 393 Mbit/s 49,13 MByte/s 4,5 m 63 (<strong>mit</strong> HUB)<br />

FireWire 800 786 Mbit/s 98,25 MByte/s 100 m 63 (<strong>mit</strong> HUB)<br />

eSATA 3000 Mbit/s 300 MByte/s 1 m 1 (15 <strong>mit</strong> Portmultiplizierer)<br />

SATA Rev. 1.0 1500 Mbit/s 150 MByte/s 1 m 1<br />

SATA Rev. 2.0 3000 Mbit/s 300 MByte/s 1 m 1 (15 <strong>mit</strong> Portmultiplizierer)<br />

SATA Rev. 3.0 6000 Mbit/s 600 MByte/s 1 m 1 (15 <strong>mit</strong> Portmultiplizierer)<br />

PATA 133 1064 Mbit/s 133,5 MByte/s 0,46 m 2<br />

höheren Geräuschpegel. Schnell drehende<br />

Festplatten im 3,5-Zoll-Format können sich<br />

in Vibrationen versetzten, die sich dann beispielsweise<br />

auch auf eine Tischplatte übertragen.<br />

Einige Hersteller, wie etwa Fantec oder<br />

Verbatim, beugen dem durch gummierte Füße<br />

oder Halterungen vor. Darauf sollte man beim<br />

Kauf achten. Ein wichtiges Kaufkriterium ist sicherlich<br />

die Schnittstelle. Wer beispielsweise<br />

eSATA in einem <strong>PC</strong> hat, an dem die Festplatte<br />

angeschlossen werden soll, der braucht auch<br />

ein Gerät <strong>mit</strong> dieser Schnittstelle. Allerdings<br />

kommen dieser Tage die ersten Festplatten<br />

auf den Markt, die schon über eSATA und das<br />

schnelle USB 3.0 verfügen – wir haben eine<br />

davon im Test, die Fantec Alu3e. Eine solche<br />

Kombi-Lösung hat den Vorteil, dass man für<br />

beide Welten gerüstet ist. Die 3,5-Zoll-Platten<br />

gibt es in Größen bis zu 3 Terabyte. Als mobile<br />

Begleiter sind sie aber weniger gut geeignet,<br />

nicht nur weil sie größer und schwerer sind als<br />

ihre 2,5-Zoll-Brüder, sondern auch weil man<br />

zusätzlich ein Netzteil <strong>mit</strong>nehmen muss.<br />

Die handlichen 2,5-Zoll-Festplatten sind in<br />

Größen bis zu einem Terabyte erhältlich und<br />

begnügen sich <strong>mit</strong> dem Strom, den sie über<br />

USB vom <strong>PC</strong> beziehen. USB 3.0 hat den Vorteil<br />

das Daten nicht nur sehr schnell, sondern<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


81<br />

7 7 7 10 11 12 13<br />

samsung buFFalO sHarkOOn VerbaTim One<br />

TecHnOlOgies<br />

Story Station<br />

3.0<br />

Drive Station<br />

Rapid-Case<br />

eSATA 1,5 TB<br />

Executive<br />

Speedwave<br />

Black<br />

aDaTa<br />

Superior SH14<br />

iOmega<br />

PrOFessiOnal<br />

Professional<br />

2TB<br />

89 euro 90 euro 87 euro 85 euro 90 euro 83 euro 105 euro<br />

4,5 cent 4,5 cent 5,8 cent 11,3 cent 14,1 cent 11,1 cent 5,3 cent<br />

samsunghdd.com buffalo-technology.com alternate.de verbatim.de one-technologies.com adata-group.com iomega.com<br />

[ 72 ]<br />

gut<br />

[ 72 ]<br />

gut<br />

[ 72 ]<br />

gut<br />

[ 71 ]<br />

gut<br />

[ 70 ]<br />

befriedigend<br />

[ 69 ]<br />

befriedigend<br />

[ 65 ]<br />

befriedigend<br />

sehr gut sehr gut sehr gut befriedigend befriedigend befriedigend sehr gut<br />

2000/1863 GByte/GiB 2000/1863 GByte/GiB 1500/1397 GByte/GiB 750/698 GByte/GiB 640/596,2 GByte/GiB 750/698 GByte/GiB 2000/1863 GByte/GiB<br />

USB 3.0 USB 3.0 eSATA, USB 2.0 USB 3.0 USB 3.0 USB 3.0 USB 2.0, eSATA<br />

3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll 2,5 Zoll 2,5 Zoll 2,5 Zoll 3,5 Zoll<br />

5400 RPM Ausl. nicht mögl. Ausl. nicht mögl. 5400 RPM 7200 RPM 5400 RPM 7200 RPM<br />

✔ – ✔ – – – ✔<br />

Ext. Netzteil Ext. Netzteil Ext. Netzteil USB USB USB Ext. Netzteil<br />

46,2<br />

39 39,0<br />

50,4<br />

66,1<br />

43,7<br />

46,5<br />

60,1<br />

84,2<br />

92,6<br />

113,4<br />

86,2<br />

89,4<br />

80,6<br />

81,2<br />

112,6<br />

127,2<br />

87,3<br />

108,7<br />

113,5<br />

109,1<br />

92,6<br />

48,9<br />

45,9<br />

50,6<br />

41,2 41,2 25,8 25,8<br />

47,7<br />

45,7<br />

84,3<br />

90,2<br />

85,9<br />

83,0<br />

93,1<br />

81,0<br />

80,6<br />

136,3<br />

123,4<br />

113,0<br />

105,7<br />

113,4<br />

107,9<br />

85,2<br />

172,8<br />

134,1<br />

153,6<br />

172,7<br />

156,6<br />

165,2<br />

91,1<br />

17,1 ms 16,9 ms 15,5 ms 16,3 ms 15,4 ms 17,9 ms 13,9 ms<br />

USB 3.0 USB 3.0 eSATA USB 3.0 USB 3.0 USB 3.0 eSATA<br />

auch im so genannten „Full-Duplex“ übertragen<br />

werden können, also gleichzeitig in beide<br />

Richtungen. Das erfordert mehr Kabelverbindungen.<br />

Wenn USB-3.0-Kabel zwei Stecker an<br />

einem Kabelende haben, so ist dies dafür da,<br />

um eine höhere Spannungsversorgung <strong>mit</strong><br />

bis zu 900mA zu gewährleisten. Bei USB 2.0<br />

werden maximal 500mA angelegt.<br />

gehen. Wer gerne auf Schnäppchenjagd geht,<br />

sollte sich die Produkte von Samsung mal<br />

näher ansehen. Die gesamte HDD-Sparte haben<br />

die Koreaner kürzlich an Hitachi verkauft.<br />

Restbestände an externen Festplatten findet<br />

man aber online noch bei diversen Hardware-<br />

Kistenschiebern zu Schleuderpreisen. Die Story<br />

Station 3.0 liefert ordentliche Leistung und<br />

Auffällige Testkandidaten<br />

Der Testsieger gefällt aufgrund der hohen Datentransferraten.<br />

Technisch hat One alles richtig<br />

gemacht. Die verbaute HDD ist wenigstens<br />

über ein schnelles SATA-2-Interface angebunden<br />

und erreicht da<strong>mit</strong> anfänglich Datenraten<br />

von über 150 MByte/s (vgl. Tabelle links). Allerdings<br />

hat uns die Verarbeitung des Gehäuses<br />

nicht gut gefallen. Die ganze Konstruktion<br />

ist lediglich <strong>mit</strong> einer Schiebehalterung zusammengehalten.<br />

Unterwegs kann das schief<br />

Die Anschlüsse der 3,5-Zoll-Platten: USB 3.0<br />

(unten links) ist immer blau und unterstützt<br />

auch USB-2.0-Stecker. Oben: eSATA, FireWire<br />

400, 800 und Mini-USB 2.0.<br />

Die Anschlüsse der 2,5-Zoll-Platten: Oben ist<br />

der USB-3.0-Connector. Ein Kabel liegt allen<br />

Platten bei und kann auch <strong>mit</strong> USB 2.0 verbunden<br />

werden. Unten: eSATA und Mini-USB 2.0.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


82<br />

hardware<br />

externe festplatten<br />

ext. Festplatten<br />

Hersteller<br />

14<br />

Verbatim<br />

14<br />

buffalo<br />

16<br />

SHarkoon<br />

17<br />

buffalo<br />

18<br />

Seagate<br />

19<br />

Verbatim<br />

Produkt Store 'n' Go Mini Station<br />

Plus<br />

rapid-Case 2,5" drivestation<br />

Combo4<br />

Free agent<br />

GoFlex desk<br />

Firewire&USB<br />

2.0 Combo<br />

TeSTerGeBniSSe<br />

aUF einen BliCk<br />

19 externe festplatten<br />

von 75 bis<br />

170 euro<br />

Versandpreis (ca.) 90 euro 107 euro 93 euro 120 euro 130 euro 130 euro<br />

Preis/gbyte 9 Cent 10,7 Cent 12,4 Cent 12 Cent 4,3 Cent 13 Cent<br />

internet [ www. ] verbatim.de buffalo-technology.com alternate.de buffalotech.com seagate.com verbatim.de<br />

gesamtwertung<br />

[100max]<br />

[ 59 ]<br />

befriedigend<br />

[ 59 ]<br />

befriedigend<br />

[ 57 ]<br />

befriedigend<br />

[ 49 ]<br />

ausreichend<br />

[ 40 ]<br />

mangelhaft<br />

[ 37 ]<br />

mangelhaft<br />

Preis/leistung befriedigend befriedigend befriedigend ausreichend gut ausreichend<br />

Technische Merkmale<br />

Kapazität GByte/GiB 1000/931 1000/931,5 750/698,6 1000/931,5 3000/2794,5 1000/931,5<br />

Schnittstellen USB 3.0 USB 3.0 USB 2.0, eSATA USB 2.0, eSATA,<br />

FireWire 400/800<br />

USB 2.0<br />

USB 2.0, FireWire<br />

400<br />

HDD-Bauform 2,5 Zoll 2,5 Zoll 2,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5 Zoll 3,5-Zoll<br />

Umdrehungen/min. 5200 RPM 5200 RPM 5400 RPM Ausl. nicht mögl. 7200 RPM Ausl. nicht mögl.<br />

Ein-/Aus-Schalter – – – ✔ – ✔<br />

Stromversorgung USB USB USB Ext. Netzteil Ext. Netzteil Ext. Netzteil<br />

Gemessene werte<br />

Min. Lesen [MByte/s] 44,3<br />

39,6 39,6 40 40,0 35 35,0 31,9 31,9 10,5 10,5<br />

Mitt. Lesen [MByte/s] 72,4<br />

68,2<br />

66,6<br />

35,6 35,6 35,8 35,8 33,3 33,3<br />

Max. Lesen [MByte/s] 93,1<br />

89,8<br />

90,2<br />

36,2 35,5 35,5 34,7 34,7<br />

Min. Schreiben [MByte/s] 43,2<br />

37,2 37,2 23,6 23,6 55,3<br />

9,9 9,9 18,3 18,3<br />

Mitt. Schreiben [MByte/s] 69,7<br />

62,9<br />

63,3<br />

61,8<br />

35,7 35,7 28,2<br />

Max. Schreiben [MByte/s] 89,6<br />

83,1<br />

86,1<br />

68,9<br />

36,4 36,4 28,6 28,6<br />

Burst Transfer [MByte/s] 142,5<br />

143,2<br />

91,6<br />

35,9 35,9 35,7 35,7 35,5 35,5<br />

Mittlere Zugriffszeit 18,9 ms 18,5 ms 17,2 ms 17,0 ms 12,8 ms 16,9 ms<br />

Getestetes Interface USB 3.0 USB 3.0 eSATA eSATA USB.2.0 USB 2.0<br />

ein sehr gut verarbeitetes Gehäuse zu einem<br />

sehr günstigen Preis. Im Lager der handlichen<br />

2,5-Zoll-Platten können wir besonders die<br />

Verbatim Executive für Laptop-Besitzer empfehlen.<br />

Die Transferraten sind angemessen,<br />

für eine 2,5-Zoll-HDD <strong>mit</strong> 5400 Umdrehungen<br />

pro Minute und sie hat eine praktische „One-<br />

Touch-Backup“-Funktion. Zwar kann das Buffalo<br />

Drivestation Combo 4 nicht gerade <strong>mit</strong><br />

Leistung überzeugen, wer aber auf FireWire<br />

800 und langen Kabeln (vgl. Tabelle Seite 80<br />

unten) angewiesen ist, findet im Combo 4 einen<br />

passenden Partner.<br />

+ -<br />

Die Superior SH14 von ADATA macht nicht<br />

nur optisch ein gute Figur. Das Gehäuse<br />

ist Spritzwasser gefeit und die weiche Plastikummantelung<br />

schützt gegen Stöße.<br />

Die AluDisk 3.0 von One Technologies<br />

wird lediglich von einem Schiebeschalter<br />

im Alugehäuse gehalten. Das scheint wenig<br />

sicher und ist für den Transport ungeeignet.<br />

Fazit<br />

Die Leistung von externen Festplatten ist nur<br />

dann besonders hoch, wenn schnelle Laufwerke<br />

und hochwertige Controller verbaut<br />

wurden. Spart ein Hersteller beispielsweise<br />

am internen SATA-Controller und verwendet<br />

einen nach Revision 1.0, dann kann die<br />

HDD noch so schnell sein, bei 150 MByte/s<br />

ist Schluss. Der größte Flaschenhals ist aber<br />

die Festplatte selbst. Wer Wert auf maximale<br />

Geschwindigkeit legt und USB 3.0 so weit als<br />

möglich ausreizen will, muss dafür auch tief<br />

in seinen Geldbeutel greifen. Qualität hat<br />

eben ihren Preis.<br />

ok<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


ANZEIGE<br />

Das Beste aus zwei Welten<br />

Samsung SyncMaster Hub-Monitore<br />

und<br />

So einfach und elegant wie komfortabel und innovativ:<br />

die neuen Hub-Monitore von Samsung <strong>mit</strong> integrierter<br />

Docking-Station.<br />

Abb.: Samsung SyncMaster C27A750X LED<br />

Wie praktisch und flexibel mobile<br />

Computer für die tägliche Arbeit<br />

auch sein mögen – oft wird einfach<br />

ein größerer Bildschirm und<br />

eine höhere Bildqualität benötigt, als ein<br />

mobiles Display zu liefern vermag. Und<br />

schon werden wieder mühsam Kabel gesucht,<br />

eingesteckt und verlegt. Die neuen<br />

Hub-Monitore von Samsung lösen jetzt<br />

dieses Problem auf eine einzigartig bequeme<br />

Art und verbinden die Mobilität eines<br />

Notebooks <strong>mit</strong> dem Bedienkomfort eines<br />

stationären Displays, wobei sie gleichzeitig<br />

die Rolle einer zentralen Docking-Station<br />

übernehmen.<br />

Vielseitige Verbindungen<br />

optimal vereinigt<br />

Alle Modelle der Hub-Monitor-Serie verfügen<br />

über vier USB-Ports (2x USB 2.0 und<br />

2xUSB 3.0), so dass am Fuß des Monitors<br />

Tablet-<strong>PC</strong>s, MP3-Player, Drucker, externe<br />

Speichermedien sowie Tastatur und Maus<br />

angeschlossen werden können. Komplettiert<br />

Samsung SyncMaster C27A750X LED C23A550U LED / C27A550U LED<br />

Bildschirmgröße 68,6 cm (27 Zoll) 58,4 cm (23 Zoll) / 68,6 cm (27 Zoll)<br />

Auflösung 1.920 x1.080 Pixel 1.920 x 1.080 Pixel<br />

Helligkeit 300 cd/m 2 250cd/m 2 / 300cd/m 2<br />

Kontrast Mega Contrast Mega Contrast<br />

Reaktionszeit 2 ms (G/G) 2ms (G/G)<br />

Betrachtungswinkel [h/v] 170°/160° 170°/160°<br />

Signaleingang analog/digital analog/digital<br />

Signalanschlüsse HDMI, 15pin D-Sub, USB (3.0) HDMI, 15pin D-Sub, USB (3.0)<br />

Besonderheiten<br />

Wireless-USB-Anbindung, USB Hub<br />

(1x Upstream, 4x Downstream), USB-Ladefunktion,<br />

Plug & Play-Konfiguration, Ethernet-<br />

Anschluss (RJ-45), höhenverstellbarer<br />

Zweigelenkfuß, Magic Angle-Funktion,<br />

Touch of Color Design<br />

Abb.: Samsung SyncMaster C27A750X LED<br />

werden die Funktionen durch einen Ethernet-Anschluss<br />

(RJ-45) für einfachen Zugang<br />

zum Internet und einen Audioausgang.<br />

Brillante Bilder blitzschnell<br />

übertragen<br />

Dank Wireless-USB-Technologie basierend<br />

auf dem Ultrabreitband-(UWB)-Standard<br />

können auch hochauflösende Bilder<br />

kabellos vom Notebook zum SyncMaster<br />

C27A750X LED übertragen werden – ganz<br />

USB Hub (1 x Upstream, 4x Downstream),<br />

USB-Ladefunktion, Plug & Play-Konfiguration,<br />

Ethernet-Anschluss (RJ-45), höhenverstellbarer<br />

Zweigelenkfuß, Magic Angle-Funktion,<br />

Touch of Color Design, Eco Saving-Funktion<br />

Abb.: Zweigelenkfuß <strong>mit</strong> Höhenverstellung und Neigefunktion<br />

ohne störende Verzögerungen. Sind Notebook<br />

und Display entsprechend konfiguriert,<br />

verbinden sich beide Geräte über den<br />

<strong>mit</strong>gelieferten Wireless-Dongle ganz automatisch,<br />

sobald sie sich im Aktionsradius<br />

befinden. Die Modelle C27A550U LED und<br />

C23A550U LED nutzen für die Kommunikation<br />

<strong>mit</strong> dem mobilen Computer eine<br />

kabelgebundene USB-3.0-Verbindung.<br />

Edles Design <strong>mit</strong> brillantem<br />

Full-HD-fähigen Display<br />

Elegant und ultraflach machen die Hub-<br />

Monitore <strong>mit</strong> ihrem stilvollen Touch of Color<br />

Design überall eine gute Figur und überzeugen<br />

<strong>mit</strong> großen, brillanten Full-HDfähigen<br />

Displays.<br />

Mehr Informationen finden Sie unter<br />

www.samsung.de<br />

UVP [inkl. MwSt.] 599,– Euro 399,– Euro / 499,– Euro


84<br />

hardware<br />

Kamera + 3D-Brille + USB-DiSplay<br />

Digitale Spiegelreflex-Kamera<br />

Canon eOS-1d X<br />

■ Doppelte Überraschung! 1. Die Canon EOS-<br />

1D X wird Ende März nächsten Jahres die<br />

Nachfolge der EOS-1Ds Mark III und der EOS-<br />

1D Mark IV antreten. 2. Der neue Spitzenreiter<br />

im Canon-System wird <strong>mit</strong> 18 Megapixel drei<br />

weniger haben als die abdankende EOS-1Ds<br />

Mark III. Ist da was schief gelaufen?<br />

Canon sucht <strong>mit</strong> der EOS-1D X offenbar die<br />

Symbiose aus den beiden, noch<br />

aktuellen, Topmodellen: die<br />

eine, Studio orientiert, <strong>mit</strong><br />

hoher Auflösung, die andere<br />

für Sportfotografen,<br />

kleinerem Sensor, aber<br />

dafür extrem schnell.<br />

Der neue 18-Megapixel-<br />

CMOS-Sensor im KB-Format<br />

(24 x 36 mm) wird von<br />

zwei ebenfalls neuen Digic-<br />

5+-Prozessoren befeuert.<br />

Deren Rechenleistung ermöglicht<br />

ein neues Autofokus-System<br />

<strong>mit</strong> 61 Messpunkten,<br />

darunter 41<br />

Kreuzsensoren und eine<br />

Geschwindigkeit von 12<br />

Bildern pro Sekunde bei<br />

voller Auflösung. Der Sensor<br />

arbeitet automatisch<br />

im ISO-Bereich von 100<br />

bis 51200 und kann manuell<br />

auf 50 bis 204 800<br />

ISO eingestellt werden.<br />

Das Bildrauschen sollen<br />

die Digic-Prozessoren<br />

deutlich minimieren.<br />

Videos zeichnet<br />

die EOS-1D X in<br />

Full-HD auf. Dabei<br />

bleiben alle Möglichkeiten<br />

zur manuellen<br />

Einstellung von Belichtung, Schärfe<br />

und Bildrate erhalten. Gestartet wird<br />

die Movie-Funktion über den neuen<br />

Live-View-Knopf. Die Aussteuerung des<br />

Tonsignals kann über den LCD-Monitor<br />

kontrolliert werden.<br />

Netzauge: Die EOS-1D X wird <strong>mit</strong> einer<br />

RJ-45-Buchse bestückt sein, die den direkten<br />

Zugriff der Kamera ins Netzwerk<br />

erlaubt.<br />

Das Gehäuse der EOS-1D X besteht aus einer<br />

hochwertigen Magnesiumlegierung und ist<br />

wetter- und stoßgeschützt. Ein optimierter<br />

Verschlussmechanismus sorgt für geringeren<br />

Verschleiß und ist laut Canon für rund 400000<br />

Verschlusszyklen ausgelegt.<br />

Über einen Preis des neuen Flaggschiffs<br />

möchte Canon noch nicht sprechen. Wir denken,<br />

dass der UVP wohl nicht unter 6500 Euro<br />

liegen dürfte.<br />

ok<br />

[ www.canon.de ]<br />

NviDia BriNgt eiNe zweite 3D-BrilleN-geNeratioN<br />

Lichtbeschleunigung<br />

■ Nvidia bringt eine zweite Generation von<br />

3D-Brillen auf den Markt. Zusammen <strong>mit</strong><br />

passenden Displays sorgen sie für hellere<br />

Bilder als die erste Ausgabe der Nvidia-<br />

Shutterbrillen. Ein Problem der bisherigen<br />

Shutterbrillen war, dass die Helligkeit des<br />

Monitorbildes durch das abwechselnde Verdunkeln<br />

der Brillengläser halbiert wurde.<br />

Die neue 3D-LightBoost-Technik minimiert<br />

zusammen <strong>mit</strong> passenden Displays diesen<br />

Effekt. Als erstes 3D-LightBoost-Gerät kommt<br />

der 27-Zoll-Monitor VG278H von Asus auf den<br />

Markt. Der Monitor Der Asus VG278H wird <strong>mit</strong><br />

einer 3D-Vision-2-Brille ausgeliefert wird voraussichtlich<br />

ab Ende Oktober 2011 im Handel<br />

sein. Weitere Monitore sollen von Acer<br />

und BenQ folgen. Daneben sind bereits einige<br />

Toshiba-Notebooks zu der neuen Nvidia-<br />

Technik kompatibel. Nvidia nennt hier das<br />

Satellite P770/P775, das Dynabook Satellite<br />

T572,das Dynabook T572 sowie das Qosmio<br />

X770/X775.<br />

Auch die Brillen selbst wurden weiterentwickelt,<br />

die Sichtfläche bei-<br />

spielsweise durch 20 Prozent größere Gläser<br />

erweitert. Laut Nvidia wurde durch weichere<br />

Materialien auch der Tragekomfort der 56<br />

Gramm leichten Shutterbrille verbessert, speziell<br />

im Zusammenspiel <strong>mit</strong> Gaming-Headsets.<br />

Den Preis für die 3D -Vision-2-Sets hat<br />

Nvidia noch nicht bekannt gegeben. kl<br />

[ www.nvidia.de/3dvision ]<br />

USB-DiSplay voN toShiBa<br />

Mobilmonitor<br />

■ Für Anwender, die auch unterwegs auf<br />

einen zweiten Monitor nicht verzichten<br />

wollen, hat Toshiba den Mobile USB Monitor<br />

entwickelt. Das USB-Kabel wird bei<br />

dem 780 Gramm leichten 14-Zöller nicht<br />

nur für die Übertragung des Videosignals,<br />

sondern auch für die Energieversorgung<br />

genutzt, ein Netzteil ist nicht notwendig.<br />

Das kompakte Zweit-Display liefert eine<br />

Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten.<br />

Der 16 Millimeter dünne USB-Monitor<br />

läuft unter <strong>Windows</strong> XP, Vista und 7. Er<br />

soll laut Toshiba 199 Euro kosten. kl<br />

[ www.toshiba.de ]<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


HaRdwaRE<br />

PRojektoR + e-Book-ReadeR<br />

85<br />

Der XJ-H1750 verfügt<br />

über USB- und<br />

WLAN-Anbindung.<br />

Wer darauf verzichten<br />

kann, bekommt<br />

das ansonsten<br />

identische Gerät<br />

200 Euro günstiger.<br />

Der XJ-H1700 kostet<br />

rund 1900 Euro.<br />

PRojektoR<br />

Casio Pro XJ-H1750<br />

■ Casio bringt zwei neue quecksilberfreie Laser-LED-Hybrid-Lichtquellenprojektoren<br />

auf<br />

den Markt. Durch den Einsatz von Laser-LED-<br />

Lampen kann man nicht nur auf schädliches<br />

Quecksilber verzichten. Diese Lampen haben<br />

den Vorteil einer deutlich längeren Lebensdauer.<br />

Gewöhnliche Quecksilberdampflampen<br />

reichen nicht länger als 4000 Stunden,<br />

Laser-LED-Lampen halten bis zu 20 000 Stunden,<br />

nach Angaben von Casio.<br />

Einen Nachteil gibt es bei der neuen Lampentechnologie<br />

aber: Die hohe Helligkeit wird<br />

nicht erreicht. Das scheint Casio <strong>mit</strong> den neuen<br />

Modellen XJ-H1750 und XJ-H170 aber nun<br />

e-Book-ReadeR<br />

TrekStor E-Book-Reader 3.0<br />

■ Er ist leichter, kompakter und schneller als<br />

sein Vorgänger – der neue E-Book-Reader von<br />

Trekstor. Trekstors Bücherspeicher zeigt alle<br />

gängigen E-Book-Formate an und kann Schriftgröße<br />

und Darstellung verändern. Eine neue<br />

Spalte <strong>mit</strong> Lesezeichen wurde hinzugefügt,<br />

um bereits gelesene Texte<br />

schnell wiederzufinden. Für<br />

Lesestoff sorgt der eigene<br />

Trekstor Media Store, der<br />

derzeit 56 000 Buchtitel und<br />

15 000 Hörbücher umfasst,<br />

so das Unternehmen. Diese<br />

können bequem via PayPal<br />

oder Kreditkarte erworben<br />

werden, so wie beim großen<br />

Konkurrenten Amazon.<br />

Im Gegensatz zum Kindle<br />

von Amazon arbeitet dieser<br />

Buchspeicher <strong>mit</strong> einem<br />

hintergrundbeleuchteten<br />

7-Zoll-Display. Das erlaubt<br />

zwar das Lesen bei völliger<br />

Dunkelheit, bei Sonnenlicht<br />

erschwert es aber das<br />

deutlich verbessert zu haben. Die Casio Pro<br />

Serie hat 4000 ANSI-Lumen, 500 mehr als<br />

die Vorgängermodelle. Außerdem verfügen<br />

die Projektoren über verschiedene Funktionen,<br />

die das direkte Schreiben, Scrollen und<br />

Zeichnen auf der Projektionsfläche möglich<br />

machen, auch ohne einen angeschlossenen<br />

<strong>PC</strong>. Die neuen Beamer sollen 3D-Bilder über<br />

HDMI darstellen können, arbeiten <strong>mit</strong> XGA-<br />

Auflösung (1024x768 Bildpunkte) und 16,7<br />

Mio. Farben. Der Casio XJ-H1750 ist ab sofort<br />

zum unverbindlichen Preis von 2099 Euro im<br />

Fachhandel erhältlich.<br />

rv/ok<br />

[ www.casio.com ]<br />

Lesen. Musik und Hörbücher lassen sich über<br />

den eingebauten MP3-Player <strong>mit</strong> Kopfhörer<br />

wiedergeben. An Speicherkapazität besitzt<br />

der E-Book-Reader einen 2 GByte großen internen<br />

Speicher, der <strong>mit</strong> einer bis zu 32 GByte<br />

großen MicroSD/-SDHC Speicherkarte<br />

erweitert werden<br />

kann. Die Akkulaufzeit beträgt<br />

laut Hersteller bis zu 30<br />

Stunden.<br />

Das Gerät misst 17,5 x 12,7 x<br />

1,3 cm und wiegt 275 Gramm.<br />

Es soll aufgrund eines eingebauten<br />

Lagesensors auch besonders<br />

gut für Linkshänder<br />

geeignet sein. Der Trekstor<br />

3.0 E-Book-Reader ist ab sofort<br />

bei Weltbild zum Preis von<br />

60 Euro inklusive Leseproben<br />

erhältlich.<br />

rv/ok<br />

[ www.trekstor.de ]<br />

Der E-Book-Reader 3.0 von<br />

Trekstor hat eine maximale<br />

Auflösung von 800x480 und<br />

ist <strong>mit</strong> 60 Euro nicht teuer.<br />

Flexibles<br />

Arbeiten<br />

<strong>mit</strong> Texten<br />

Steigern Sie Ihre Produktivität<br />

bei der Arbeit <strong>mit</strong> Dokumenten.<br />

Erstellen Sie schnell und<br />

einfach editierbare und durchsuchbare<br />

Dateien aus Scans,<br />

PDF-Dateien oder Digitalfotos<br />

<strong>mit</strong> ABBYY FineReader 11.<br />

Sparen Sie sich das<br />

mühevolle Abtippen!<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


86<br />

hardware<br />

günstige <strong>mit</strong>telklasse-notebooks<br />

Im test<br />

Acer Aspire 7750G-2334G50Mnkk € 549<br />

Asus K53TA-SX078V € 450<br />

Lenovo ThinkPad Edge E525 € 530<br />

Medion Akoya E7219 € 479<br />

Samsung 300E5A-S03 € 499<br />

Toshiba Satellite L755D-123 € 550<br />

notebooKs bIs 550 euro MIt aMd llano und Intel sandy brIdge<br />

aMd contra Intel<br />

Bei günstigen Allround-Notebooks, die auch bei Spielen nicht gleich schlapp machen, hat Intel<br />

Konkurrenz bekommen. Wir lassen 15,6- und 17,3-Zöller <strong>mit</strong> Intels Platzhirsch Sandy Bridge<br />

gegen Mobilrechner <strong>mit</strong> Prozessoren der A-Serie von AMD antreten.<br />

von Klaus länger<br />

Bei den Netbooks hat AMD <strong>mit</strong> den ers ten<br />

Fusion-Prozessoren den C- und E-Serie<br />

<strong>mit</strong> integrierter Grafik einen guten Start hingelegt.<br />

Nun will man dieses Manöver bei<br />

günstigen Mittelklasse-Notebooks wiederholen.<br />

Die Prozessoren der A-Serie, bisher<br />

bekannt unter dem Codenamen Llano, sollen<br />

AMD aus der bisherigen Statistenrolle<br />

befreien. Bei den Notebook-Herstellern<br />

kommen die neuen AMD-Prozessoren bereits<br />

gut an: Fast alle wichtigen Fabrikanten<br />

haben Mobilrechner <strong>mit</strong> A-Prozessoren<br />

ins Programm genommen. In diesem Vergleichstest<br />

sind die Geräte von Asus, Lenovo<br />

und Toshiba <strong>mit</strong> AMD-Prozessoren<br />

bestückt. Allerdings trifft der neue AMD-<br />

Prozessor <strong>mit</strong> Intels Sandy Bridge auf einen<br />

starken Gegner. Auf dem Intel-Core-Prozessor<br />

der zweiten Generation basieren die<br />

Notebooks von Acer, Medion und Samsung<br />

in unserem Testfeld. Der Preisbereich der<br />

sechs Notebooks der unteren Mittelklasse<br />

reicht dabei von 450 bis 550 Euro, belastet<br />

das Budget also nicht über Gebühr.<br />

APU statt CPU<br />

Wie schon bei den beiden bisherigen<br />

Fusion-Prozessoren<br />

wurden auch bei Llano die<br />

CPU-Kerne und eine Radeon-<br />

GPU auf einem Prozessor-Die<br />

vereint. Da die GPU immer öfter<br />

nicht nur für die Grafikdarstellung<br />

zum Einsatz kommt,<br />

sondern, vor allem bei Programmen<br />

aus dem Multimediabereich,<br />

auch Rechenarbeiten übernimmt,<br />

spricht AMD hier von einer APU (Accelerated<br />

Processing Unit). Beim CPU-Teil kommt eine<br />

Weiterentwicklung des bewährten K10-Kerns<br />

zum Einsatz. Über einen Level-3-Cache verfügt<br />

der neue AMD-Prozessor im Gegensatz zu<br />

Für 550 Euro<br />

bekommt man<br />

spieletaugliche<br />

Allround-<br />

Notebooks<br />

den Intel-Core-Prozessoren der Sandy-Bridge-<br />

Familie nicht. Als Speichertyp wird DDR3 unterstützt,<br />

bei Notebooks maximal DDR3-1600,<br />

Intel DDR3-1333.<br />

Um Energie zu sparen, beherrscht der neue<br />

Prozessor nun auch endlich<br />

Power Gating für individuelle<br />

Kerne, die GPU und der UVD.<br />

Intel-Prozessoren können das<br />

schon seit geraumer Zeit. Weiter<br />

entwickelt hat AMD auch<br />

die dynamische Übertaktungsfunktion<br />

Turbo Core, die jetzt<br />

auch die GPU <strong>mit</strong> einbezieht.<br />

Eine kurzzeitiges Überschreiten<br />

der TDP wie bei Intels Core i5 und Core i7<br />

unterstützt AMDs Llano nicht.<br />

AMD <strong>mit</strong> Doppelgrafik<br />

Die DirectX11-fähige Radeon-Grafik nimmt<br />

etwa ein Drittel der Die-Fläche eines Quad-<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


87<br />

Core-Llano ein, ein kleinerer Teil der Chips<br />

wird noch durch den Universal Video Decoder<br />

(UVD) belegt. Intels HD-Grafik in Sandy<br />

Bridge unterstützt dagegen nur DirectX10,<br />

DX11 kommt erst im kommenden Jahr <strong>mit</strong> Ivy<br />

Bridge.<br />

Die verschiedenen Varianten von AMDs A-<br />

Serie unterscheiden sich auch bei der integrierten<br />

Grafik. Beim A8 enthält sie 400<br />

Radeon-Cores, die GPU im A6 kann dagegen<br />

nur <strong>mit</strong> 320 Radeon Cores aufwarten. Der<br />

A4 muss schließlich <strong>mit</strong> 240 Grafikkernen<br />

auskommen. Aber selbst die kleinste integrierte<br />

Radeon-Grafik ist immer noch deutlich<br />

schneller als die GPU in den Sandy-Core-Prozessoren.<br />

Eine weitere Stärke der Llano-Plattform ist die<br />

Möglichkeit, die im Prozessor integrierte Grafik<br />

und einen zusätzliche AMD-GPU im CrossfireX-Modus<br />

gemeinsam zu nutzen, um so<br />

die 3D-Leistung zu steigern. Beim A4 funktioniert<br />

das allerdings nur <strong>mit</strong> den schwächeren<br />

Radeon-GPUs bis zum 6490M. Bei Notebooks<br />

<strong>mit</strong> Intel-Sandy-Bridge-Prozessor und zusätzlichem<br />

Grafikchip kann nur eine der Grafikeinheiten<br />

aktiv sein, falls ein Umschalten der<br />

Grafik überhaupt möglich ist.<br />

15,6 oder 17 Zoll<br />

Im Preisbereich zwischen 500 und 550 Euro<br />

werden sowohl Notebooks <strong>mit</strong> 15,6-Zoll-Display,<br />

als auch solche <strong>mit</strong> 17-Zoll-Panel angeboten.<br />

Unser Testfeld besteht daher auch aus<br />

vier 15,6-Zöllern und aus zwei 17-Zöllern. Die<br />

ersteren sind kompakter, können dafür aber<br />

nur <strong>mit</strong> einer Display-Auflösung von 1366 x<br />

768 Bildpunkten aufwarten. Die Panels der<br />

beiden größeren Geräte stellen dagegen 1600<br />

x 900 Bildpunkte dar, was für mehr Übersicht<br />

bei Tabellenkalkulation, Videoschnitt oder<br />

Bildbearbeitung sorgt. 17,3-Zoll-Displays <strong>mit</strong><br />

FullHD-Auflösung ist bei der von uns gewählten<br />

Preisgrenze dagegen nicht drin.<br />

Generell eignen sich die 17-Zöller daher eher<br />

als Desktop-Replacements. Für Unterwegs<br />

sind sie <strong>mit</strong> einem Gewicht von mehr als drei<br />

Kilogramm und einer Breite von bis zu 420<br />

Millimetern eingeschränkt geeignet. Auch bei<br />

der Akkulaufzeit kommen sie <strong>mit</strong> maximal vier<br />

Stunden beim Acer nicht an die kompakteren<br />

15,6-Zöller heran, die teilweise mehr als sechs<br />

Stunden abseits der Steckdose durchhalten<br />

und ein Kilogramm weniger auf die Waage<br />

bringen.<br />

Vier Gigabyte Hauptspeicher, ein <strong>DVD</strong>-Brenner<br />

als optisches Laufwerk, ein Cardreader<br />

und eine Webcam gehören bei allen Geräten<br />

zur Grundausstattung. Auch über eine HDMI-<br />

Buchse als zusätzlichen Display-Ausgang verfügen<br />

alle sechs Notebooks im Test. USB 3.0<br />

und Gigabit-LAN gehören dagegen noch nicht<br />

unbedingt zur Basisausstattung.<br />

Zieleinlauf<br />

Den ersten Platz in dem Wettkampf zwischen<br />

AMD- und Intel-Notebooks belegt das Acer<br />

Aspire 7750G <strong>mit</strong> Intel-Core-i3-Prozessor.<br />

Allerdings war daran auch der AMD-Grafikchip<br />

beteiligt. Allerdings ist der 17-Zöller ein<br />

Desktop-Replacement und nur bedingt für<br />

Unterwegs geeignet. Hier empfehlen sich das<br />

leichte Samsung 300E5A <strong>mit</strong> Intel-CPU und<br />

das Lenovo ThinkPad Edge E525 <strong>mit</strong> AMD A8.<br />

Beide bieten eine sehr gute Akkulaufzeit und<br />

matte Displays. Bei knappem Budget ist das<br />

Asus K53TA <strong>mit</strong> AMD A4 die beste Wahl. kl<br />

Benchmarks<br />

Acer Aspire 7750G<br />

Lenovo ThinkPad Edge E525<br />

Samsung 300E5A-S03<br />

<strong>PC</strong>Mark Vantage<br />

5905<br />

3323<br />

3918<br />

4646<br />

5291<br />

4038<br />

3DMark Vantage<br />

3994<br />

3094<br />

1772<br />

989<br />

2639<br />

3461<br />

HD-Tune 4.60<br />

78,0<br />

58,4<br />

53,9<br />

55,2<br />

68,5<br />

65,1<br />

Akkulaufzeit Volllast<br />

87<br />

138<br />

höher = besser<br />

Asus K53TA<br />

Medion Akoya E7219<br />

Toshiba Satellite L755D-123<br />

Punkte<br />

Punkte<br />

MByte/s.<br />

Min.<br />

AMDs Llano-Plattform im Überblick<br />

111<br />

68<br />

103<br />

88<br />

Akkulaufzeit MobileMark 2007<br />

Min.<br />

236<br />

332<br />

412<br />

215<br />

399<br />

279<br />

Die in den AMD-Prozessoren<br />

integrierte Grafikeinheit läuft<br />

zusammen <strong>mit</strong> einer externen<br />

ÁMD-Grafik im CrossfireX-<br />

Modus <strong>mit</strong> Loadbalancing.<br />

Bei der Rechenleistung haben auch die<br />

Notebooks <strong>mit</strong> AMD-Quad-Core-Prozessor<br />

keine Chance gegen die Intel-Dual-Core-<br />

Notebooks. Deutlich besser sieht es bei der<br />

3D-Performance aus.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


88<br />

hardware<br />

günstige <strong>mit</strong>telklasse-notebooks<br />

Acer Aspire 7750G<br />

core i3 im Großformat<br />

Mit 550 Euro ist das Acer Aspire 7750G<br />

<strong>mit</strong> Intel Core i3-2330M eines der<br />

kostspieligeren Notebooks in diesem Vergleichstest.<br />

Dafür ist es auch eines der beiden<br />

Notebooks <strong>mit</strong> 17,3-Zoll-Display im Test<br />

und verfügt da<strong>mit</strong> über eine Bildschirmauflösung<br />

von 1600 x 900 Pixeln, das Panel<br />

gehört zum spiegelnden Glare-Typ. Mit<br />

seiner Radeon-HD-6650M-GPU und zwei<br />

GByte Grafikspeicher nimmt das Aspire den<br />

Die Radeon-HD-6650M-Grafik beschert dem<br />

Acer Aspire die höchste 3D-Leistung im Test.<br />

Spitzenplatz bei der 3D-Performance ein.<br />

Im 3DMark Vantage erzielt es gute 3994<br />

Punkte. Das reicht auch bei einer höheren<br />

Auflösung für die meisten Spiele aus. Der<br />

Intel-Prozessor sorgt für eine gute Rechenleistung<br />

<strong>mit</strong> 5905 Zählern im <strong>PC</strong> Mark Vantage.<br />

Zudem kann das Aspire 7750G <strong>mit</strong> der<br />

schnellsten Festplatte im Testfeld aufwarten,<br />

die 50 GByte große WD-Platte kommt<br />

auf 78 MByte/s in unserem Benchmark.<br />

Schlechter sieht es dagegen bei der Akkulaufzeit<br />

aus: Ser 48840mWh-Energiespeicher<br />

war im Test unter MobileMark 2007<br />

bereits nach 236 Minuten erschöpft.<br />

Die Ausstattung entspricht <strong>mit</strong> Gigabit-LAN,<br />

WLAN-N und drei USB-Ports, einer davon für<br />

USB 3.0, dem Klassenstandard. Die Tastatur<br />

in Island-Bauform ist solide, das Touchpad<br />

allerdings etwas klein ausgefallen.<br />

Leider hat Acer die Festplatte des Aspire<br />

7750G nicht nur <strong>mit</strong> nützlichen Tools, sondern<br />

auch <strong>mit</strong> etlichen Testversionen von Programmen<br />

gefüllt, hier muss man nach dem Kauf<br />

erst einmal aufräumen.<br />

testURteil<br />

Aspire 7750G-2334G50Mnkk<br />

549 Euro www.acer.de<br />

Prozessor: Intel Core i3-2330M (2,2 GHz)<br />

RAM/Grafik: 4 GByte/AMD Radeon HD 6650M<br />

Laufwerke: 500 GByte HDD, <strong>DVD</strong>-Brenner<br />

Display: 17,3 Zoll (1600 x 900)<br />

Laufzeit (Volll./MobileMark): 87/236 Min.<br />

Wertung gut<br />

Fazit: Mit dem Testsieger Acer Aspire 7750G<br />

bekommt man ein günstiges, aber trotzdem<br />

schnelles Desktop-Replacement <strong>mit</strong> einer soliden<br />

Ausstattung. Ein Unterwegs-Notebook<br />

ist das 3,3 kg schwere Gerät <strong>mit</strong> 236 Minuten<br />

Akkulaufzeit allerdings nicht.<br />

kl<br />

AsUs K53T-sX078V<br />

Llano ohne crossfire<br />

Asus schickte uns das 15,6-Zoll-Notebook<br />

K53TA <strong>mit</strong> dem Dualcore-Prozessor<br />

A4, der kleinsten Llano-Variante, zum<br />

Test. Da<strong>mit</strong> muss man bei dem 450-Euro-<br />

Notebook auf den leistungsfördernden<br />

CrossfireX-Modus verzichten: Er ist <strong>mit</strong> der<br />

zusätzlich eingebauten Radeon HD 6650M<br />

nicht möglich. So kommt das Asus auf 3094<br />

Punkte im 3DMark Vantage, immer noch<br />

ausreichend für die meisten DX11-Spiele <strong>mit</strong><br />

niedrigen Qualitätseinstellungen. Bei der<br />

System- und Prozessorleistung markiert<br />

das Asus <strong>mit</strong> 3323 Punkten im <strong>PC</strong>Mark und<br />

1,13 Zählern beim Cinebench R11.5 zwar<br />

das Schlusslicht im Testfeld, ist <strong>mit</strong> seinem<br />

1,9 GHz A4-3300M für gängige Notebook-<br />

Anwendungen aber immer noch mehr als<br />

nur schnell genug, vor allem, wenn auch die<br />

GPU genutzt wird.<br />

Gespart hat Asus an der Festplatte, die<br />

Seagate-HDD bietet nur eine Kapazität von<br />

320 GByte und ist auch <strong>mit</strong> 58,4 MByte/s<br />

nicht besonders schnell. Dafür hält das Asus<br />

K53T im Akkubenchmark MobileMark 2007<br />

<strong>mit</strong> der integrierten Grafik immerhin 5,5 Stunden<br />

durch und gehört da<strong>mit</strong> zu den Langläufern<br />

im Test.<br />

Die Qualität des Gehäuses <strong>mit</strong> geriffelter Oberfläche,<br />

des Keyboards und des großen To<br />

uchpads lässt keine Wünsche offen, auch USB<br />

3.0 ist an Bord. Allerdings spiegelt das Glare-<br />

Display <strong>mit</strong> 1366er Auflösung sehr stark.<br />

Auf der linken Seite des Asus K53TA findet sich eine schnelle USB-3.0-Schnittstelle.<br />

Fazit: Wenn die CPU-Leistung nicht an erster<br />

Stelle steht, dann erhält man <strong>mit</strong> dem Asus<br />

K53T ein gut verarbeitetes und sehr günstiges<br />

Notebook <strong>mit</strong> guter 3D-Leistung und Akkulaufzeit.<br />

Das verdient den Preistipp! kl<br />

testURteil<br />

Asus K53TA-sX078V<br />

450 Euro www.asus.de<br />

Prozessor: AMD A4-3300M (1,9 GHz)<br />

RAM/Grafik: 4 GByte/AMD Radeon HD 6650M<br />

Laufwerke: 320 GByte HDD, <strong>DVD</strong>-Brenner<br />

Display: 15,6 Zoll (1366 x 768)<br />

Laufzeit (Volll./MobileMark): 138/332 Min.<br />

Wertung befriedigend<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


89<br />

Lenovo Thinkpad edge e525<br />

Thinkpad als grenzgänger<br />

Der Name ThinkPad ist traditionell für<br />

die Business-Notebooks von Lenovo<br />

reserviert. Das ThinkPad Edge E525 ist aber<br />

ein Gränzgänger zwischen den Welten. Auf<br />

der einen Seite ist er <strong>mit</strong> einem matten<br />

15,6-Zoll-Display ausgestattet und kann <strong>mit</strong><br />

dem typischen Trackpoint aufwarten. Auf<br />

der anderen Seite hat Lenovo dem Edge<br />

einen roten Display-Deckel spendiert und<br />

<strong>mit</strong> dem AMD A8-3500M den stärksten Lla-<br />

Für jeden Geschmack: Das Lenovo ThenkPad<br />

verfügt über Touchpad und Trackpoint.<br />

no-Prozessor <strong>mit</strong> einer flotten integrierten<br />

Grafik. Das Ergebnis von 1772 Punkten im<br />

3DMark Vantage zeigt, dass die Leistung<br />

der Radeon-Grafik im AMD A8 tatsächlich<br />

für anspruchsvollere Spiele hoch genug ist.<br />

Allerdings ordnet sich das Lenovo beim <strong>PC</strong>-<br />

Mark Vantage noch hinter dem Medion <strong>mit</strong><br />

dem Pentium B950 auf Sandy-Bridge-Basis<br />

ein, es kommt hier nur auf 3918 Zähler.<br />

Hier hat Lenovo auch durch den Verzicht<br />

auf schnelle DDR3-1600-Speichermodule<br />

Punkte verschenkt.<br />

Punkten kann das ThinkPad Edge bei der Festplattenkapazität:<br />

Lenovo hat dem Gerät eine<br />

750-GByte-HDD von Western Digital spendiert.<br />

Allerdings messen wir beim Datentransfer lediglich<br />

53,9 MByte/s. Auf USB 3.0 muss man<br />

beim ThinPad verzichten, da Lenovo die „kleine“<br />

Southbridge A60M einsetzt. Pluspunkte<br />

sind dagegen das sehr gute Keyboard und das<br />

solide Chassis <strong>mit</strong> Metallscharnieren für das<br />

matte Display <strong>mit</strong> 1366er-Auflösung. Sehr gut<br />

ist auch die Akkulaufzeit <strong>mit</strong> 412 Minuten im<br />

Mobile Mark 2007.<br />

TESTURTEIL<br />

Lenovo Thinkpad edge e525<br />

530 Euro www.lenovo.de<br />

Prozessor: AMD A8-3500M (1,5 GHz)<br />

RAM/Grafik: 4 GByte/AMD Radeon HD 6620G<br />

Laufwerke: 750 GByte HDD, <strong>DVD</strong>-Brenner<br />

Display: 15,6 Zoll (1366 x 768)<br />

Laufzeit (Volll./MobileMark): 111/412 Min.<br />

Wertung befriedigend<br />

Fazit: Mit dem ThinkPad Edge E525 von Lenovo<br />

bekommt man ein solides und kompaktes<br />

Notebook <strong>mit</strong> einer guten Akkulaufzeit. Mit<br />

der flotten Radeon-Grafik im A8-Prozessor<br />

eignet es sich nicht nur für Büro-, sondern<br />

auch für Heimanwender.<br />

kl<br />

Medion akoya e7219<br />

glanzstück <strong>mit</strong> Schwächen<br />

Gerade einmal 480 Euro wandern für<br />

das 17,3-Zoll-Notebook Akoya E7219<br />

von Medion über den Ladentisch. Dafür bekommt<br />

man ein Desktop-Replacement im<br />

Klavierlackgehäuse, einem matten Panel,<br />

das 1600 x 900 Pixel darstellt, einer geräumigen<br />

640-GByte-Festplatte und einem<br />

modernen Intel-Prozessor. Denn hinter der<br />

Bezeichnung Pentium B950 verbirgt sich<br />

eine Dual-Core-CPU aus der aktuellen Sandy-Bridge-Familie<br />

<strong>mit</strong> einer Taktfrequenz<br />

von 2,1 GHz. Von einem Core i3 unterscheidet<br />

sich der Pentium B950 durch den nur<br />

zwei MByte großen L3-Cache und durch<br />

eine langsamere integrierte Grafik. Bei der<br />

Systemleistung schlägt sich das Akoya <strong>mit</strong><br />

4646 Punkten im <strong>PC</strong>Mark Vantage besser<br />

als die AMD-Notebooks im Test. Für ernsthafte<br />

Spiele jenseits von Casual-Games eignet<br />

sich das Medion-Notebook <strong>mit</strong> gerade<br />

einmal 989 Punkten beim 3DMark Vantage<br />

allerdings nicht.<br />

Die weitere Ausstattung des günstigen<br />

17,3-Zöllers kann sich sehen lassen: Es verfügt<br />

über vier USB-Ports, zwei davon <strong>mit</strong> USB-3.0-<br />

Unterstützung und einem GBit-LAN-Controller.<br />

Weniger überzeugen können dagegen das<br />

etwas schwammige Keyboard und das kleine<br />

Touchpad <strong>mit</strong> schwergängigen Tasten. Bei der<br />

Akkulaufzeit bildet das Medion das Schlusslicht<br />

im Testfeld: Nach nur 215 Minuten im MobileMark<br />

ist der Energiespeicher erschöpft.<br />

Die Sensortasten über dem Keyboard steuern Multimediafunktionen und das WLAN-Modul.<br />

Fazit: Das Medion Akoya E7219 ist nur dann<br />

interessant, wenn man ein günstiges Desktop-<br />

Replacement sucht und auf die 3D-Leistung<br />

keinen Wert legt. Die Qualität von Keyboard<br />

und Touchpad könnte besser sein. au<br />

TESTURTEIL<br />

Medion akoya e7219<br />

479 Euro www.medion.de<br />

Prozessor: Intel Core i3-2330M (2,2 GHz)<br />

RAM/Grafik: 4 GByte/Intel HD<br />

Laufwerke: 640 GByte HDD, <strong>DVD</strong>-Brenner<br />

Display: 17,3 Zoll (1600 x 900)<br />

Laufzeit (Volll./MobileMark): 68/215 Min.<br />

Wertung befriedigend<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


90<br />

hardware<br />

günstige <strong>mit</strong>telklasse-notebooks<br />

SamSung 300E5a-S03<br />

Flottes Fliegengewicht<br />

Mit einem Gewicht von 2,3 Kilogramm<br />

ist das Samsung 300E5A das Leichtgewicht<br />

unter den Notebooks im Test. Zudem<br />

ist es für ein Notebook <strong>mit</strong> 15,6-Zoll-Display<br />

äußerst kompakt und <strong>mit</strong> mehr als 6,5 Stunden<br />

im MobileMark ein echter Dauerläufer.<br />

Angenehm für Unterwegs ist auch das matte<br />

Panel, das im Sonnenlicht besser lesbar ist,<br />

als Glare-Displays. Die Basis des schwarzsilbernen<br />

Samsung-Notebooks bildet ein In-<br />

Einer der Pluspunkte des Samsung 300E5A ist<br />

das sehr große Touchpad.<br />

tel Core i3-2330M <strong>mit</strong> 2,2 GHz Taktfrequenz,<br />

der für eine gute Systemleistung von 5291<br />

Zählern im <strong>PC</strong>Mark Vantage sorgt. Nur das<br />

Acer war hier schneller. Bei der 3D-Leistung<br />

ordnet sich das Samsung dagegen nur im<br />

Mittelfeld ein. Die Nvidia-GT-520MX-Grafik<br />

beschert dem Gerät einen 3DMark-Vantage-<br />

Wert von 2639 Punkten. Da<strong>mit</strong> ist der DX11-<br />

Chip aber immer noch schnell genug für<br />

das Gros der aktuellen 3D-Spiele. Mit der<br />

Optimus-Technik wird der Nvidia-Chip nur<br />

bei Spielen und 3D-Anwendungen aktiv, ansonsten<br />

nutzt das 3ooE5A die sparsamere,<br />

im Intel-Prozessor integierte Grafikeinheit.<br />

Vergleichsweise flott unterwegs ist das Samsung<br />

auch bei der Festplattenperformance:<br />

Wir messen für die 640 GByte große Samsung-<br />

Platte 68,5 MByte/s beim Lesezugriff.<br />

Eine USB-3.0-Schnittstelle hat Samsung dem<br />

Gerät leider nicht spendiert, dafür aber einen<br />

schnellen GBit-LAN-Anschluss. Weitere<br />

Pluspunkte sind das großflächige Touchpad<br />

und das angenehme Keyboard <strong>mit</strong> Chicklet-<br />

Tasten.<br />

testURteil<br />

Samsung 300E5a-S03<br />

499 Euro www.samsung.de<br />

Prozessor: Intel Core i3-2330M (2,2 GHz)<br />

RAM/Grafik: 4 GByte/Nvidia GeForce GT 520MX<br />

Laufwerke: 640 GByte HDD, <strong>DVD</strong>-Brenner<br />

Display: 15,6 Zoll (1366 x 768)<br />

Laufzeit (Volll./MobileMark): 103/399 Min.<br />

Wertung gut<br />

Fazit: Mit einer sehr guten Akkulaufzeit, den<br />

kompakten Abmessungen und dem niedrigen<br />

Gewicht ist das Samsung 300E5A der perfekte<br />

Reisebegleiter unter den Notebooks im Test.<br />

Auch die Rechenleistung überzeugt. kl<br />

ToShiba SaTElliTE l755D-123<br />

amD <strong>mit</strong> nachbrenner<br />

Das Toshiba Satellite L755D profitiert von<br />

dem CrossfireX-Modus der Llano-Plattform.<br />

Im Gespann <strong>mit</strong> der Radeon-Grafik im<br />

A6-3400M, die Doppelgrafik meldet sich als<br />

Radeon HD6540G2, beschert der zusätzliche<br />

Radeon-Chip dem Satellite die <strong>mit</strong><br />

3461 3DMark-Punkten zweitbeste 3D-Leistung<br />

unter den sechs Notebooks im Test.<br />

Bei der Systemperformance rangiert das<br />

Notebook <strong>mit</strong> seinem AMD-Quad-Core-Prozessor<br />

allerdings hinter den Mobilrechnern<br />

<strong>mit</strong> den Dual-Core-CPUs von Intel. Hier messen<br />

wir im <strong>PC</strong>Mark Vantage 4038 Punkte.<br />

Bei der Akkulaufzeit leidet das Toshiba-<br />

Notebook unter dem <strong>mit</strong> 46643mW relativ<br />

klein dimensionierten Akku, es kommt im<br />

MobileMark 2007 nur 279 Minuten weit, unter<br />

den 15,6-Zoll-Notebooks im Testfeld das<br />

schlechteste Ergebnis.<br />

In dem grau-glänzendem Kunststoffgehäuse<br />

des Satellite steckt eine Hitachi-Festplatte <strong>mit</strong><br />

500 GByte Fassungsvermögen, die im Benchmark<br />

HD-Tune 4.60 passable 65 MByte/s erzielt.<br />

USB 3.0 bietet das Toshiba-Gerät nicht,<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de<br />

dafür verfügt der linke USB-Port über eine Ladefunktion<br />

im Schlafmodus. Auch auf einen<br />

Gigabit-LAN-Anschluss muss man verzichten.<br />

Das Touchpad ist beim Satellite L775D nahtlos<br />

in die Gehäuseoberfläche integriert, die<br />

Begrenzung ist aber durch die angenehm<br />

aufgeraute Oberfläche spürbar. Das Keyboard<br />

<strong>mit</strong> seinen großflächigen Tasten macht einen<br />

soliden Eindruck. Das 15,6-Zoll-Display gehört<br />

zum Glare-Typ. Es stellt Farben brillant dar,<br />

spiegelt dafür aber erheblich.<br />

Fazit: Mit Glare-Display, flotter Grafik und<br />

auffälligem Gehäusedesign ist das Satellite<br />

L755D eher ein günstiges Entertainment-<br />

Notebook als ein Reisegerät. Dann stört auch<br />

die relativ kurze Akkulaufzeit nicht. kl<br />

testURteil<br />

Toshiba Satellite l755D<br />

550 Euro www.toshiba.de<br />

Prozessor: AMD A6-3400M (1,4 GHz)<br />

RAM/Grafik: 4 GByte/AMD Radeon HD 6540G2<br />

Laufwerke: 500 GByte HDD, <strong>DVD</strong>-Brenner<br />

Display: 15,6 Zoll (1366 x 768)<br />

Laufzeit (Volll./MobileMark): 88/279 Min.<br />

Wertung gut<br />

Der USB-Port auf der linken Seite des Toshiba Satellite bietet eine Ladefunktion.


Im Handel<br />

erhältlich!<br />

Das offizielle<br />

Add-On zum<br />

«Rollenspiel des Jahres!»<br />

«So muss ein Rollenspiel<br />

sein! Gratulation zum Genrethron!»<br />

«Dieses Jahr gehtder er RPG-Oscar ohne Zweifel<br />

an TwoWorlds 2.»<br />

Network<br />

Das Add-On "Pirates of theFlying Fortress" istauchzusammen <strong>mit</strong> dem<br />

TwoWorlds orlds II Hauptspiel und zahlreichen weiteren Extras ab dem<br />

18.10.2011 als<br />

Velve Game o the Yea Editio erhältlich.<br />

18.10.11<br />

TwoWorlds, TwoWorlds II, Reality Pump, Pirates of the Flying Fortress, TopWare, TopWare Interactive and their related logos are tradmarks and/or registered trademarks of TopWare Interactive AG. "2", "PlayStation", "PS3", "<br />

Entertainment Inc. Microsoft, Xbox, Xbox 360, Xbox LIVE, and the Xbox logos are trademarks of the Microsoft group of companies. All other marks are the property of their respective owners. All rights reserved.<br />

",and "À"are trademarks or registered trademarks of Sony Computer


92<br />

hardware<br />

vorstellung: AMD FX<br />

neuer aMd-Prozessor für schnelle rechner<br />

desktop-<br />

Bulldozer<br />

Der FX soll als erster Desktop-Prozessor auf Bulldozer-Basis<br />

an die glorreichen Tage des Athlon FX anknüpfen. Da<strong>mit</strong> hat<br />

sich AMD viel vorgenommen.<br />

Seit der Einführung von Intels Core-Architektue<br />

<strong>mit</strong> dem Core 2 Duo anno 2006<br />

bemüht sich AMD, wieder Anschluss bei der<br />

Prozessorleistung zu finden. Bislang ohne<br />

Erfolg. AMD-CPUs konnten nur über einen<br />

möglichst niedrigen Preis verkauft werden,<br />

das lukrative Geschäft bei höherpreisigen<br />

CPUs machte Intel. Noch schwieriger wurde<br />

es für AMD nach der Einführung der schnellen<br />

Sandy-Bridge-CPUs, gegen die auch<br />

AMDs Phenom-II-Prozessoren <strong>mit</strong> mehr Kernen<br />

aber alter Prozessorarchitektur keine<br />

Chance hatten. Das soll sich nun <strong>mit</strong> AMDs<br />

neuer Bulldozer-Architektur ändern.<br />

Kernverdoppelung<br />

Bei den Bulldozer-CPUs koppelt AMD jeweils<br />

zwei Integer-Einheiten <strong>mit</strong> einer Fließkomma-<br />

Unit. Das Frontend und der Level-2-Cache<br />

wird bei Bulldozer von beiden Integer-Units<br />

und der FPU gemeinsam genutzt. Da da<strong>mit</strong><br />

der traditionelle Begriff eines Prozessorkerns<br />

nicht wirklich passt, bezeichnet AMD diesen<br />

Verbund intern als Modul. Beim FX packt AMD<br />

vier Module auf ein Die, zählt aber acht Kerne,<br />

die auch im <strong>Windows</strong>-Taskmanager als einzelne<br />

Graphen aufgeführt werden.<br />

Den einzelnen Modulen ist jeweils ein 2 MByte<br />

großer Level-2-Cache zugeordnet, dazu kommen<br />

noch insgesamt 8 MByte Level-3-Cache,<br />

eine integrierte Northbridge, ein Dual-Channel-Speichercontroller<br />

für DDR3 sowie vier<br />

HyperTransport-Links. Das alles addiert sich<br />

zu etwa zwei Milliarden Transistoren, die trotz<br />

von Klaus länger<br />

32-Nanometer-Prozess eine Die-Fläche von<br />

315 mm² belegen. Zum Vergleich: Intels Sandy<br />

Bridge kommt <strong>mit</strong> 995 Millionen Transistoren<br />

und einer Fläche von 216 mm² aus.<br />

AMDs Bulldozer-Flotte<br />

AMD startet die FX-Serie zunächst <strong>mit</strong> drei<br />

Modellen, zwei Acht-Kernern und einem<br />

Hexacore-Prozessor. Später kommen noch<br />

Quad-Core-CPUs dazu. Beschränkungen für<br />

das Übertakten macht AMD dabei nicht. Die<br />

Preise für die neuen CPUs liegen zwischen 170<br />

und 245 Euro, sind also weiterhin moderat.<br />

Der „offene“ Intel Core i7-2600K <strong>mit</strong> vier Kernen<br />

und Hyperthreading kostet 270 Euro.<br />

Schnell nur bei Multithreading<br />

Erste Benchmarks zeigen, dass ein FX-8150<br />

<strong>mit</strong> einem Core i7-2600K nur bei modernen<br />

Applikationen <strong>mit</strong>halten kann, die für die optimale<br />

Nutzung aller acht Kerne des AMD-Prozessors<br />

optimiert sind. So transkodiert Handbrake<br />

auf dem FX einen 40-720p-minütigen<br />

<strong>Film</strong> in 14 Minuten für das iPhone, der Corei7<br />

benötigt für diese Aufgabe die selbe Zeit.<br />

Dagegen kommt der AMD-Prozessor beim<br />

<strong>PC</strong>Mark Vantage lediglich auf 9587 Punkte,<br />

der Core i7 war <strong>mit</strong> 12 809 Zählern deutlich<br />

schneller. Beim Cinebench R11.5 konnte der<br />

FX beim Rendering auf allen Kernen <strong>mit</strong> 6,00<br />

gegenüber 6,37 Punkten einigermaßen <strong>mit</strong>halten,<br />

beim Single-Core-Rendering kam er<br />

nur auf 1,03 Zähler, der Core i7 war hier <strong>mit</strong><br />

1,52 Punkten etwa 50 Prozent schneller. kl<br />

Als Basis für den FX, hier unser wassergekühlter<br />

8150, dienen AM3+-Platinen. Sie müssen<br />

nur für die 125 Watt TDP ausgelegt sein.<br />

Der AMD FX <strong>mit</strong> acht Kernen besteht aus rund<br />

zwei Milliarden Transistoren, mehr als doppelt<br />

so viel wie bei Intels Sandy Bridge.<br />

Ein Bulldozer-Modul besteht aus zwei Integer-<br />

Einheiten, von AMD als einzelne Kerne gezählt,<br />

und einer Fließkomma-Unit.<br />

aMd fX-Prozessoren beim launch<br />

Prozessortyp CPU-Basistakt CPU Turbo Core CPU Max Turbo TDP Cores L2-Cache L3-Cache DDR3-Takt Sockel<br />

FX-8150 3,6 GHz 3,9 GHz 4,2 GHz 125 Watt 8 8 MByte 8 MByte 1866 AM3+<br />

FX-8120 3,1 GHz 3,4 GHz 4,0 GHz 125 Watt 8 8 MByte 8 MByte 1866 AM3+<br />

FX-6100 3,3 GHz 3,6 GHz 3,9 GHz 95 Watt 6 6 MByte 8 MByte 1866 AM3+<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


NEU!<br />

Die neue Software von Haufe für<br />

professionelles Talentmanagement.<br />

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel sind derzeit starke Strömungen in der Personalarbeit. Hier sind Sie gefordert, Lösungen zu<br />

erarbeiten. Mit einem optimalen Bewerber- und Talentmanagement können Sie die richtigen Mitarbeiter gewinnen, produktiv einsetzen,<br />

weiterentwickeln und binden.<br />

Mit der modular aufgebauten Prozesslösung Haufe Talent Management erleichtern Sie das Zusammenspiel von Führungskräften,<br />

Mitarbeitern und HR. So sorgen Sie für Zufriedenheit und Motivation – denn zufriedene Mitarbeiter bilden erfolgreiche Unternehmen!<br />

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94<br />

hardware<br />

TEST<br />

GaminG-notebook <strong>mit</strong> 3D-Display<br />

asus G74sX-3De<br />

Stealthfighter ■ Das Design des G74SX-3DE<br />

ist laut Asus durch das der Tarnkappenjäger<br />

inspiriert, aber unauffällig ist das Gaming-<br />

Notebook aus der ROG-Reihe allein durch seine<br />

schiere Größe nicht. Der 17,3-Zöller bringt<br />

knapp vier Kilogramm auf die Waage. In das<br />

schwarze Kunststoffgehäuse hat Asus einiges<br />

an performanter Hardware gepackt: Als CPU<br />

dient der Intel i7-2630QM <strong>mit</strong> vier Kernen und<br />

2 GHz Basis- und 2,9 GHz Turbo-Taktfrequenz,<br />

für die Grafik sorgt eine Nvidia GeForce GTX<br />

560M <strong>mit</strong> 3 GByte GDDR5. Dazu kommen<br />

noch acht GByte Hauptspeicher und gleich<br />

zwei schnelle 750-GByte-Festplatten <strong>mit</strong> einer<br />

Transferrate von 93 MByte/s. Das Keyboard ist<br />

hintergrundbeleuchtet, auf Farbspielereien<br />

hat Asus aber verzichtet. Die von uns getestete<br />

Spitzenvariante des G74SX kann überdies<br />

<strong>mit</strong> einem matten FullHD-120-Hz-Display und<br />

einer Nvidia-3D-Brille aufwarten. Die 3D-Performance<br />

des G74SX ist zwar <strong>mit</strong> 9164 Punkten<br />

im 3DMark Vantage für ein Notebook sehr<br />

gut, im 3D-Modus muss man bei<br />

voller Auflösung trotzdem die Detailqualität<br />

bei anspruchsvolleren<br />

3D-Shootern reduzieren, um<br />

flüssig zu spielen. Daneben<br />

kann man das Gerät<br />

<strong>mit</strong> seinem Blu-ray-<br />

Combo-Drive auch für<br />

<strong>Film</strong>e in 3D nutzen. Die<br />

Systemleistung lässt <strong>mit</strong> 8337 Punkten<br />

im <strong>PC</strong>Mark Vantage keine Wünsche offen.<br />

Unter Last ist der 78000mWh-Akku nach 58<br />

Minuten erschöpft, im MobileMark nach 144<br />

Minuten. Aber ein Vier-Kilogramm-Bolide wie<br />

das G74SX-3DE ist auch eher transportabel,<br />

als wirklich mobil.<br />

Fazit: Anspruchsvolle Spieler werden an dem<br />

schnellen und komplett ausgestatteten 3D-<br />

Notebook ihre Freude haben. Hier fällt dann<br />

auch die relativ geringe Akkulaufzeit keine<br />

große Rolle. Allerdings ist das G74SX-3D <strong>mit</strong><br />

einem Preis von 1800 Euro auch sehr teuer. kl<br />

TESTURTEIL<br />

asus G74sX-3De<br />

1800 Euro www.asus.de<br />

Prozessor: Intel Core i7-2630QM (2,0 GHz)<br />

RAM/Grafik: 8 GByte/Nvidia GeForce GTX 560M<br />

Laufwerke: 2 x 750 GByte HDD, BD-Combo<br />

Display: 17,3 Zoll (1920 x 1080)<br />

Laufzeit (Volll./MobileMark): 58/144 Min.<br />

Wertung sehr gut<br />

Das Asus<br />

G74SX-3DE gehört<br />

zur raren<br />

Gattung der<br />

Notebooks <strong>mit</strong><br />

3D-Display.<br />

mini-pC<br />

Zotac ZboX nano<br />

Zur Fernbedienung gehört<br />

ein externer USB-Infrarot-<br />

Empfänger.<br />

Nanotechnologie ■ Ein Mikroskop braucht<br />

man noch nicht, um die ZBOX Nano AD10 Plus<br />

erkennen zu können, aber gemessen an anderen<br />

<strong>PC</strong>s ist der Nano <strong>mit</strong> einer Kantenlänge<br />

von 12,7 und einer Höhe von 4,5 Zentimetern<br />

wirklich winzig. Dabei ist die Leistung des<br />

Mini-Rechners nicht proportional zu seiner<br />

Größe. Denn <strong>mit</strong> dem E-350 kommt der stärkere<br />

der kleinen Fusion-Prozessoren von AMD<br />

zum Einsatz. Die integrierte Radeon-Grafik hat<br />

genügend Dampf für die flüssige Darstellung<br />

von FullHD-Videos und 3D-Casual-Games. Die<br />

Rechenleistung reicht <strong>mit</strong> 2076 Punkten im<br />

TESTURTEIL<br />

Zotac ZboX nano aD10 plus<br />

280 Euro www.zotac.de<br />

Prozessor: AMD E-350 (1,60 GHz)<br />

Chipsatz/RAM: AMD A40A50 /2 GByte<br />

Grafik: AMD Radeon HD 6310<br />

Festplatte: Samsung HM321HI (320 MByte)<br />

Abmessungen: 12,7 x 12,7 x 4,5 cm<br />

Wertung gut<br />

<strong>PC</strong>Mark Vantage aus, die Leistungsaufnahme<br />

liegt dabei bei 20 Watt. Das, und die <strong>mit</strong>gelieferte<br />

Fernbedienung, qualifizieren den Winzling<br />

auch zum Multimedia-Rechner. Der kleine<br />

<strong>PC</strong> kann auch am VESA-Mount eines Monitors<br />

oder TV-Geräts befestigt werden. Für den Zugriff<br />

auf eine NAS oder einen Home Server<br />

steht neben Gigabit-Ethernet auch WLAN-N<br />

zur Verfügung. Externe Festplatten lassen sich<br />

<strong>mit</strong>tels USB 3.0 und eSATA anschließen. Als<br />

Festplatte ist eine 320-GByte-HDD von Samsung<br />

eingebaut, der Abeitsspeicher ist <strong>mit</strong><br />

zwei GByte etwas knapp bemessen. Da bei<br />

dem 280-Euro-Rechner das Betriebssystem<br />

nicht zum Lieferumfang gehört, mussten wir<br />

erst ein <strong>Windows</strong> 7 für den Test aufspielen.<br />

Ein externes optisches Laufwerk oder einen<br />

vorbereiteten USB-Stick sollte man für eine erfolgreiche<br />

Installation unbedingt in einen der<br />

USB-2.0-Ports einstecken.<br />

Fazit: Als extrem kompakter Multimediaoder<br />

Office-Rechner macht die ZBOX Nano<br />

AD10 von Zotac ihre Sache sehr gut. kl<br />

Die ZBOX verfügt über eine Fülle an Schnittstellen,<br />

darunter auch USB 3.0 und eSATA.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


Home-Entertainment neu erleben!<br />

Jetzt im Handel!


96<br />

Hardware<br />

TEST<br />

smartphone<br />

apple iphone 4s<br />

Quasselstrippe ■ Dass das neue iPhone bis<br />

auf wenige Details genau so aussieht wie<br />

das alte, löste Enttäuschung bei den auf<br />

Neuerungen wartenden iPhone-Jüngern aus.<br />

Glaubt man allerdings dem Hersteller, so<br />

schickt sich das iPhone 4S dennoch an, ein<br />

Verkaufsschlager zu werden: In den ersten<br />

drei Tagen nach der Markteinführung will<br />

Apple bereits über vier Millionen Geräte verkauft<br />

haben. Was den Run auf das neue Kult-<br />

Phone ausgelöst haben mag, bleibt fraglich.<br />

Gleichwohl das iPhone 4S also keine neuen<br />

Design-Vorgaben macht, gibt es durchaus erwähnenswerte<br />

Neuerungen.<br />

Angetrieben wird das kultige Smartphone von<br />

einem A5-Dual-Core-Prozessor, dessen Leistung<br />

laut Hersteller doppelt so hoch ist wie<br />

beim iPhone 4. Der schnellere Prozessor zeigt<br />

sich tatsächlich deutlich im direkten Vergleich<br />

<strong>mit</strong> dem alten iPhone. Webseiten sind schneller<br />

aufgebaut und Apps rascher gestartet.<br />

Erfreulich beim neuen iPhone 4S ist zweifellos<br />

die bessere Kamera. Sie liefert 8 Megapixel<br />

große Bilder und Videoaufnahmen im HD-Format.<br />

Dank des leistungsfähigeren Prozessors<br />

ist die Kamera schneller startklar. Bessere<br />

Aufnahmen liefert sie auch, was sicher auch<br />

am neuen lichtstärkeren Sensor liegt. Außerdem<br />

lassen sich die Laustärke-Tasten als Auslöser<br />

für die Kamera nutzen. Und per Finger-<br />

Erwachsenen-Spielzeug oder technologischer<br />

Fortschritt? Die Sprachsteuerung „Siri“ macht<br />

Termine – falls sie verstanden hat.<br />

wischer gelangen Hobbyfotografen direkt von<br />

der Kamera-Funktion zur Fotogalerie.<br />

Möglicherweise ist es aber auch der<br />

Sprachsteuerung „Siri“ zu verdanken, dass<br />

sich Schlangen vor den Apple-Läden bildeten.<br />

Diese persönliche Assistentin gehorcht<br />

aufs Wort – relativ häufig jedenfalls<br />

– und trägt Termine ein, tippt Nachrichten<br />

und sorgt für Abwechslung bei staugenervten<br />

iPhone-Nutzern. Besonders intelligent sind<br />

die Gespräche zwar nicht, die sich <strong>mit</strong> Siri<br />

führen lassen; witzig und hilfreich sind sie<br />

aber allemal. So ist es problemlos möglich,<br />

ihr in einem ganz normalen Satz <strong>mit</strong>zuteilen,<br />

sie möge doch bitte eine Nachricht an die zu<br />

Hause wartende Ehefrau schicken, dass sich<br />

die Ankunft daheim verzögere. Auch Einträge<br />

im Terminkalender legt sie zuverlässig an. Sie<br />

prüft das Wetter oder Aktienkurse und startet<br />

Websuchen <strong>mit</strong> Google. Sie kann aber weder<br />

Apps starten noch herausfinden, wo sich die<br />

nächste geöffnete Pizzeria befindet. Letzteres<br />

scheitert daran, dass in den deutschen Wissensdatenbanken<br />

diese Informationen noch<br />

nicht hinterlegt sind.<br />

Ebenfalls neu ist das Betriebssystem iOS5,<br />

das laut Apple ganze 200 neue Funktionen<br />

aufweist. Ebenso auffallend wie praktisch<br />

ist dabei die Statusleiste, die für Android-<br />

Benutzer nichts wirklich Neues ist. Bei Apple<br />

heißt sie Mitteilungszentrale. Ob neue Mails<br />

eingetroffen sind oder Termine anstehen,<br />

lässt sich dort anzeigen. Und ähnlich wie<br />

bei Google oder Microsoft lassen sich über<br />

iCloud Dateien, Termine oder Bilder zwischen<br />

verschiedenen angemeldeten Geräten syn-<br />

chronisieren. Trotz des erneut imposanten<br />

Verkaufsstarts, gibt es aber einen echten Bug,<br />

wie einst beim iPhone 4. Damals kam kurz<br />

nach Verkaufsstart heraus, dass die Antenne,<br />

die im Außenrahmen eingebaut ist, durch<br />

Handberührung überbrückt wird und die Empfangsleistung<br />

erheblich verschlechtert. Die<br />

einfache Lösung: eine Gummiummantelung.<br />

Das iPhone 4S wird inzwischen ohne SIM-<br />

Lock verkauft. Steckt man aber eine bereits<br />

aktivierte SIM-Karte <strong>mit</strong> PIN-Schutz hinein,<br />

dann kommt es zu massiven Verbindungsabbrüchen,<br />

verzögertem SMS-Versand oder die<br />

Karte wird überhaupt nicht erkannt. Das Problem<br />

ist inzwischen derart ausgeufert, dass<br />

sich auch die Telekom genötigt sah zu handeln.<br />

In einer Servicenotiz wird empfohlen,<br />

die PIN-Abfrage zu deaktivieren. Toll.<br />

Fazit: Das iPhone 4S imponiert mächtig <strong>mit</strong><br />

technischen Highlights. Sollte Apple die SIM-<br />

Frage aber nicht lösen, ist das Phone nicht<br />

mehr als ein Gamepad. Margrit Lingner/ok<br />

TESTURTEIL<br />

apple iphone 4s<br />

629 Euro www.apple.com/de<br />

Display: Retina, 3,5“(8,89cm), 960x640 Pixel<br />

Prozessor: Dual-Core Apple A5 @ 800 MHz<br />

Kamera: 8 MPixel, Video: 1080x1920 Pixel<br />

Speicher: 16 GByte (629 Euro), 32 GByte (739<br />

Euro), 64 GByte (849 Euro), kein microSD-Slot<br />

Software: Apple iOS 5, iTunes<br />

Maße: 115,2x58,6x9,3mm, 140g<br />

Wertung gut<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


97<br />

MauS und Scanner<br />

LG LSM-100 Smart Scan<br />

Scan-Nager ■ Das ist ja ein Ding! Diese Maus<br />

versteht es, 198 Sprachen zu lesen. Um genau<br />

zu sein: einzulesen, als OCR-Text. Die Scannermaus<br />

wurde von LG so gestaltet, dass man<br />

Wertung gut<br />

TESTURTEIL<br />

LG LSM-100 McL 1uL OGe<br />

100 Euro www.lge.de<br />

Maus: 2 Tasten, Scrollrad, Lasersensor 1200dpi<br />

Scanauflösung: 320, 200 und 100 dpi<br />

Maximale Scangröße: DIN A3<br />

Anschluss/OS: USB 2.0/<strong>Windows</strong> XP, Vista, 7<br />

Besonderheit: OCR (198 Sprachen unterstützt)<br />

schnell <strong>mit</strong> ihr arbeiten kann. Links gibt es<br />

eine Taste für den Daumen, <strong>mit</strong> der man Scans<br />

startet und beendet. Sobald diese gedrückt<br />

wird, startet das LG Smart Scan Programm.<br />

Nach dem Scannen kann man Bilder oder<br />

Text bearbeiten bzw. zurechtschneiden. Praktisch:<br />

Die unteren Bedienknöpfe erlauben,<br />

Bilder oder Text in eine geöffnete Anwendung<br />

einzufügen. Sind mehrere offen, nimmt Smart<br />

Scan immer die zuletzt aktive. Erstaunlich gut<br />

funktioniert die Erfassung von Text als OCR.<br />

Die Software machte im Test nur wenige Erkennungsfehler.<br />

Größere Vorlagen und Bilder<br />

sind dagegen nicht so leicht einzuscannen<br />

– jedenfalls verglichen <strong>mit</strong> einem Auflagenscanner.<br />

Als Scannhilfe dient das Mauspad,<br />

man schiebt die Vorlage unter die Folie. Die<br />

automatische Anbindung an Facebook hat auf<br />

unserem System leider nicht funktioniert. Die<br />

Installation verlief aber völlig reibungslos.<br />

Fazit: Als voller A4-Scannerersatz taugt die<br />

LSM-100 wahrlich nicht. Für „Scan-Quickies“<br />

ist sie aber die coolste Erfindung seit Genius-<br />

Handscanner ausgestorben sind. ok<br />

SOLid State diSk<br />

Samsung SSd 830<br />

Mini-Riese ■ Diese SSD von Samsung<br />

ist <strong>mit</strong> 6,9 mm extrem flach, aber<br />

<strong>mit</strong> 512 GByte sehr groß. Der<br />

Speicherriese überzeugt vor<br />

allem durch schnelles<br />

Datenlesen, im Schnitt<br />

<strong>mit</strong> 334 MByte/s. Wer<br />

häufigt <strong>mit</strong> großen Dateien<br />

arbeitet, 4 MByte und mehr, kann<br />

<strong>mit</strong> Transferraten von über 450 MByte/s<br />

rechnen. Die Zugriffszeit liegt im Mittel bei<br />

13 Millisekunden.<br />

Fazit: Das 830 Modell <strong>mit</strong> 512 GByte ist verhältnismäßig<br />

günstig und als Systemplatte<br />

für Profi-Multimediasystem geeignet. ok<br />

TESTURTEIL<br />

Samsung MZ-7Pc512d/eu<br />

650 Euro www.samsungssd.com<br />

Kapazität: 512 GByte/476,9 GiB<br />

Interface: SATA 6Gb/s (max. 600 MByte/s)<br />

Lesen/Schreiben: durchsch. 334/243 MByte/s<br />

Lesen/Schreiben: maximal 500/405 MByte/s<br />

Wertung gut<br />

Scanner-Stift<br />

c-Pen 3.5<br />

textmarker ■ Wäre der C-Pen 3.5 gelb, könnte<br />

man ihn glatt <strong>mit</strong> einem Textmarker verwechseln.<br />

Der handliche Begleiter, er wiegt nur 34<br />

Gramm, ist konzipiert, um unterwegs Texte zu<br />

erfassen. Der C-Pen 3.5 wurde neben einem<br />

Mini-USB-Anschluss auch <strong>mit</strong> Bluetooth ausgerüstet.<br />

Da<strong>mit</strong> sollen Android-Smartphone-<br />

Besitzer in den Genuss kommen, Texte unterwegs<br />

direkt auf ihr Telefon transferieren zu<br />

können. Die App findet man im Markt unter<br />

„C-Pen core“. <strong>Windows</strong>-Mobile- und iPhone-<br />

Eigner haben derzeit noch das Nachsehen.<br />

Ist der C-Pen einmal über Bluetooth an Laptop<br />

TESTURTEIL<br />

c-Pen 3.5<br />

150 Euro www.cpen.com<br />

Scannen: Zeichen 5-22 Punkt, bis zu 15cm/s<br />

OCR-Engine: Abbyy Finereader 8.0<br />

Anschlüsse: Bluetooth, Mini-USB<br />

OS: <strong>Windows</strong> XP/Vista/7 und Android<br />

Wertung befriedigend<br />

oder Smartphone angebunden,<br />

ist die Texterfassung<br />

denkbar einfach:<br />

Stift aufsetzen, andrücken,<br />

rüberziehen.<br />

Der Text wird dann<br />

automatisch an<br />

der Cursor-Position<br />

der aktiven<br />

Textverarbeitung<br />

eingefügt.<br />

Leider ist die<br />

Erkennungsrate<br />

stark von<br />

der „Tagesform“<br />

des Stiftes abhängig. Man braucht eine ruhige<br />

Hand. Für längere Textpassagen oder<br />

ganze Seiten ist der C-Pen völlig ungeeignet.<br />

Text kann immer nur zeilenweise erfasst und<br />

auch nicht im Stift gespeichert werden.<br />

Fazit: Man muss schon ein notorisch-mobiler<br />

Texterfasser sein, um sich für den C-Pen zu<br />

erwärmen. Für 150 Euro bekommt man auch<br />

hervorragende Flachbettscanner. ok<br />

radiO-MP3-PLayer-BOx<br />

technaxx Music Man<br />

Stylisch ■ Was bekommt man heute noch für<br />

30 Euro? Stylische Alu-Boxen für unterwegs <strong>mit</strong><br />

MP3-Player, FM-Radio und Akku, der knapp<br />

zwei Stunden hält. Verzichten muss man auf<br />

ein Display und da<strong>mit</strong> auf Bedienkomfort, z.B<br />

ist die Songanwahl schlicht unmöglich.<br />

Aber: Der Music Man von Technaxx klingt erstaunlich<br />

gut – besser als jedes Smartphone<br />

und auch besser als die meisten Laptops.<br />

Fazit: Ein Display fehlt dem Music Man zwar,<br />

angesichts des Preises ist diese<br />

Musik-Box aber<br />

sehr zu empfehlen.<br />

ok<br />

TESTURTEIL<br />

technaxx Music Man Ma<br />

30 Euro www.technaxx.de<br />

Funktionen: FM-Radio, MP3-Player (USB-Stick)<br />

Lautsprecher: 2x4,5 cm, 4 Ohm, 2x3 RMS Watt<br />

Stromversorgung: USB, interner Akku (600mAh)<br />

Maße: 16 x 5 x 5 cm, 212 Gramm<br />

Wertung gut<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


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das eingebaute Inhaltsverzeichnis, Querverlinkungen auf den<br />

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jeder Seite. Drehen Sie die Ansicht einfach <strong>mit</strong> dem Finger und<br />

gehen Sie optisch ins Detail.


auf dem<br />

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Schauen Sie sich Screen<br />

shots, weitere Ansichten<br />

und die Details diverser<br />

Testgeräte wie unter der<br />

Lupe an.<br />

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100<br />

IT ProfessIonal<br />

RedaktionsseRveR<br />

MeHr leIsTung für den TesTlabor-server<br />

Power-server<br />

Themen wie Virtualisierung stellen hohe Anforderungen an einen Server. Am Beispiel der neuen<br />

Host-Maschine fürs <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Testlabor zeigen wir, wie eine leistungsstarke Server-Lösung<br />

für den professionellen Einsatz aussehen muss.<br />

von rudolf Höck<br />

Virtualisierung verlangt nach einer Menge<br />

Hauptspeicher, CPU-Leistung und Festplattenspeicher.<br />

Der Server, der im <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Testlabor<br />

jahrelang gute Dienste leistete,<br />

konnte nicht mehr sinnvoll aufgerüstet<br />

werden: Es fehlten eine 64-Bit-CPU für mehr<br />

Leistung und ein <strong>PC</strong>I-Express Bus für einen<br />

schnellen RAID-Controller. Deshalb wandten<br />

wir uns an einige Hardware-Hersteller<br />

<strong>mit</strong> der Bitte, uns leistungsstarke Hardware-<br />

Komponenten für einen zeitgemäßen Server<br />

zur Verfügung zu stellen. Als Betriebsystem<br />

sahen wir <strong>Windows</strong> Server 2008 R2 vor, das<br />

ohnehin nur noch in einer 64 Bit Variante<br />

zur Verfügung steht, um die Rollen Domänen-Kontroller<br />

und Dateiserver im Labornetzwerk<br />

vom alten Server zu übernehmen.<br />

Weitere Serverrollen und Funktionen sollen<br />

<strong>mit</strong>tels Hyper-V in virtuellen Maschinen installiert<br />

werden. Hier stehen vor allem Datenbank-<br />

und SharePoint Server im Fokus.<br />

Beim alten System befand sich das Festplattensystem<br />

in einer NAS, die per iSCSI über<br />

Gigabit-Ethernet an den Server angebunden<br />

war. Um mehr Performance zu erreichen,<br />

werden im neuen Server die Festplatten direkt<br />

über <strong>PC</strong>Ie-RAID-Controller angebunden.<br />

Die Festplatten werden in dieser Lösung daher<br />

<strong>mit</strong> in das Gehäuse eingebaut.<br />

Die Komponenten<br />

Die Basis für ein leistungsfähiges Server-System<br />

bilden natürlich die CPU und ein passendes<br />

Mainboard. Der Wunschprozessor für unseren<br />

speziellen Performance-Anforderungen<br />

war daher ein Intel-Xeon-Prozessor. Intel stellte<br />

uns sogar zwei Xeon X5672 einschließlich<br />

passender Kühler zur Verfügung, so dass wir<br />

bei ASUS wegen eines Dual-CPU-Serverboard<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


101<br />

anfragen durften. Mit dem Z8PE-D18 brachte<br />

uns ASUS dann einen Schritt näher ans Ziel.<br />

Die ersten Eckdaten unseres neuen Servers<br />

lauten daher: 8 Kerne/16 Threads, 3,2 GHz<br />

– 3,6 GHz (Turbo) Taktfrequenz, 12 MByte L3-<br />

Cache (On-Die), drei DDR3-Speicherkanäle.<br />

Kingston unterstützte uns <strong>mit</strong> sechs DDR3-<br />

Speichermodulen à 4 GByte und verhalf da<strong>mit</strong><br />

unserem Server zu adäquaten 24 GByte<br />

Hauptspeicher.<br />

Eine SSD als Boot-Laufwerk war die nächste<br />

Zutat. Von OZC erhielten wir eine Vertex 2 <strong>mit</strong><br />

120 GByte, deren Kapazität für eine reine Bootplatte<br />

vollkommen ausreichend ist – auch für<br />

<strong>Windows</strong> Server 2008 R2 64bit.<br />

Für die Rolle als Dateiserver ist natürlich<br />

auch Speicherplatz in Form von ein paar<br />

Festplatten erforderlich. Western Digital half<br />

uns hier <strong>mit</strong> 16 2-TByte-Festplatten vom Typ<br />

WD2003FYYS, die speziell für den Dauerbetrieb<br />

in Servern an RAID-Systemen ausgelegt<br />

sind. Im Laborbestand fanden<br />

sich glücklicherweise zwei<br />

<strong>PC</strong>Ie-RAID-Controller, ein ST<br />

EX8650 von Promise und ein<br />

9690SA-8I von 3ware<br />

(LSI), die jeweils<br />

Anschlüsse für<br />

acht interne Festplatten<br />

besitzen.<br />

Wir haben uns<br />

in beiden Fällen<br />

für den RAID-Level<br />

6 entschieden, da hier<br />

ohne Datenverlust zwei Festplatten gleichzeitig<br />

ausfallen dürfen. Daraus resultiert eine Gesamtfestplattenkapazität<br />

von ca. 22 TByte.<br />

Die Firma Chenbro lieferte uns ein Servergehäuse<br />

für die Rackmontage, welches 24 Festplatten<br />

Unterschlupf bieten kann und zudem<br />

<strong>mit</strong> zwei Netzteilen ausgestattet ist.<br />

Server-Zutaten<br />

CPU<br />

CPU-Kühler<br />

Mainboard<br />

RAM<br />

Bootfestplatte<br />

RAID-Controller 1<br />

RAID-Controller 2<br />

Gehäuse<br />

un<strong>mit</strong>telbar auf ein Problem: 3,5-Zoll-Festplatten<br />

füllen den Festplatteneinschub so ziemlich<br />

aus, die eingebauten Festplatten werden<br />

daher nicht mehr wirklich gut von kühler Luft<br />

umströmt. Wir stellten daher die Drehzahl der<br />

vier Gehäuselüfter auf Maximum, so sank die<br />

Temperatur der Festplatten auf einen guten<br />

Wert um 30 Grad Celsius. Ein solcher Server<br />

landet aber eh, gerade auch wegen der Lärmbelästigung,<br />

im klimatisierten Serverraum.<br />

Die OS-Installation<br />

Wie schon der alte Server soll auch der Neue<br />

als Domänencontroller, DHCP- und DNS-Server<br />

für das Labornetz dienen. Diese Rollen,<br />

sowie die Rollen Dateiserver und Hyper-V-<br />

Server, lassen sich problemlos auf der Boot-<br />

SSD unterbringen. Alle weiteren Server <strong>mit</strong><br />

dazugehörenden Rollen und Funktionen, wie<br />

z.B. Team Foundation Server, SQL oder Share-<br />

Point, werden wir in Hyper-V- oder VMware-<br />

Maschinen auf den RAIDs anlegen.<br />

zwei Intel Xeon X5672<br />

Intel SNK-P0038P<br />

ASUS Z8PE-D18<br />

sechs Module Kingston KVR1333D3D8R9SK3<br />

OCZ Vertex 2 120GByte<br />

Promise ST EX8650<br />

3ware (LSI) 9690SA-8I<br />

Chenbro RM41824 4 HE Rack-Servergehäuse<br />

Erste Erfahrungen<br />

Schon die subjektiv gefühlte Geschwindigkeit<br />

des neuen Servers überzeugte. Kopiervorgänge<br />

auf und zwischen den RAID-Volumes, bei<br />

Transferraten von gut über 400 MByte/s, belegten<br />

dies dann auch <strong>mit</strong> Zahlen. Die Zeiten<br />

für die Anmeldevorgänge an die Domäne und<br />

den Zugriff auf die Freigaben haben sich im<br />

Vergleich zum alten Server sehr deutlich verringert.<br />

Auch die Administration über Remote-<br />

Desktop macht wirklich Freude.<br />

Die Benchmarks<br />

Die Geschwindigkeit des neuen Servers bietet<br />

keinen Anlass zur Klage, ein paar Benchmarks<br />

konnten wir uns allerdings nicht verkneifen.<br />

Die Grafikleistung hat uns dabei nicht interessiert,<br />

so dass wir uns auf Festplatten- und<br />

Hauptspeicherdurchsatz konzentrierten. Die<br />

Festplattenperformance hatten wir ja schon Pi<br />

mal Daumen beim Datentransfer zum neuen<br />

Server und bei der Verteilung auf den beiden<br />

RAID-Volumes <strong>mit</strong> Werten über 400 Mbyte/s<br />

gesehen. Der ATTO-Disk-Benchmark v2.46 bestätigt<br />

diese Werte auch, wobei der Controller<br />

von Promise etwas flotter zu sein scheint. HD<br />

Tune Pro Version 4.60 liefert zwar einen schönen,<br />

glatten Kurvenverlauf, kommt allerdings<br />

beim sequenziellen Lesen nicht über 250<br />

Der Zusammenbau<br />

Nach einem kurzen Test der Hauptkomponenten<br />

als „fliegender Aufbau“ haben wir die<br />

schönen Sachen in das große, bastelfreundliche<br />

Gehäuse eingebaut. Für die SSD<br />

musste improvisiert werden, da in diesem<br />

Chenbro-Gehäuse eigentlich kein<br />

Einbauplatz vorgesehen ist. Es fanden<br />

sich an der Gehäuseseite ein paar<br />

passende Bohrungen. Beim ersten<br />

Testbetrieb stießen wir ziemlich<br />

Das Gruppenbild <strong>mit</strong> den<br />

hochwertigen Einzelteilen<br />

unseres neuen Laborservers: das<br />

Mainboard, der Hauptspeicher, die<br />

Festplatten, die CPUs, die SSD und<br />

die speziellen Serverkühler.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


102<br />

IT ProfessIonal<br />

RedaktionsseRveR<br />

Die Komponenten<br />

Die <strong>PC</strong>3-10600 ECC DDR3 Hauptspeichermodule,<br />

<strong>mit</strong> Fehlerkorrektur <strong>mit</strong>tels zusätzlichem<br />

Paritybit, von Kingston, die Vertex<br />

2 SSD von OCZ und die beiden Intel X5672<br />

Xeon CPUs im Detail.<br />

Einer der vier steckbaren Gehäuselüfter<br />

im Detail. In unserem Laborserver laufen<br />

diese <strong>mit</strong> maximaler Drehzahl, um die HDs<br />

zu kühlen.<br />

Hilfreich bei der Verkabelung sind die steckbaren<br />

Gehäuselüfter. Das Durchziehen von Kabeln vom<br />

Main board zu den Laufwerksschächten wird spürbar<br />

vereinfacht.<br />

Blick auf die Backplane der Festplatteneinschübe:<br />

Nicht jede Platte muss einzeln verkabelt werden, jeweils<br />

vier HDs hängen über ein Kabel am RAID-Controller.<br />

Der Blick von vorne in das Chenbro Servergehäuse<br />

zeigt gut die Querleiste <strong>mit</strong> den<br />

Klemmbügeln zur Stabilisierung der <strong>PC</strong>I /<br />

<strong>PC</strong>Ie Steckkarten.<br />

Das Chenbro Servergehäuse von hinten:<br />

Gut sichtbar die zwei Netzteile<br />

zur Redundanz der Stromversorgung.<br />

Ansonsten ist alles Standard, wie bei<br />

normalen <strong>PC</strong>s.<br />

Eine der zwei TByte-Festplatten<br />

von Western Digital im Festplatteneinschubgehäuse.<br />

Es bleibt nur<br />

ein kleiner Luftspalt bei 3,5-Zoll-<br />

Festplatten übrig.<br />

Die in Festplatteneinschüben verbauten<br />

Festplatten auf dem Weg in die Einschubschächte.<br />

Die Verkabelung der einzelnen<br />

HDs erfolgt gebündelt über die Rückenplatine<br />

des Einschubkastens.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de


103<br />

MByte/s hinaus. Zudem stürzte er bei den<br />

Tests „File Benchmark“ und „Random Access“<br />

ab. Möglicherweise hat HD Tune ein Problem<br />

<strong>mit</strong> dieser Rechnerklasse und 16 Hyper Threading<br />

Kernen. Besonders wichtig für Server ist<br />

außerdem der Durchsatz auf den Hauptspeicher<br />

und den Cache. Die <strong>mit</strong> AIDA64 er<strong>mit</strong>telten<br />

Werte für Hauptspeicher, L1-, L2- und<br />

L3-Cache ordnen unsere Konfiguration etwas<br />

unterhalb der aktuellen Core-i7-Prozessoren<br />

ein. Beeindrucken wirkt der Cinebench Release<br />

11.5 CPU Benchmark (Ergebnis 11,53),<br />

wenn 16 Quadrate beim Rendern gleichzeitig<br />

berechnet werden.<br />

Fazit<br />

Der neue Labor- und Redaktionsserver läuft<br />

nun seit mehr als zwei Monaten problemlos<br />

durch. In nächster Zeit werden wir uns<br />

verstärkt um das spannende Thema Virtualisierung<br />

kümmern. Faszinierend war beispielweise<br />

die testweise Installation von <strong>Windows</strong><br />

7 Ultimate in einer Hyper-V Virtual Machine:<br />

Eine derart schnelle Installation war uns bisher<br />

noch nicht untergekommen. Die Zeit für<br />

den Start von <strong>Windows</strong> 7 lag zudem im Bereich<br />

weniger Sekunden.<br />

rh<br />

Die Benchmark-Ergebnisse des ATTO Disk Benchmark v2.46 bestätigen<br />

den guten Datendurchsatz des RAID-Level-6 Volumes am Promise ST<br />

EX8650 Controller.<br />

Im Vergleich zeigte der 3Ware (LSI) 9690SA-8I Controller nicht ganz so<br />

gute Benchmark-Ergebnisse, ist allerdings immer noch locker schnell<br />

genug, um das 1GBit Labornetz zu 100% auszulasten.<br />

Die Ergebnisse von HD Tune Pro 4.60 sehen zwar recht sauber aus, allerdings<br />

sind die er<strong>mit</strong>telten Werte offensichtlich falsch. Bei anderen Tests<br />

stürzte HD Tune sogar einfach ab. Hier der Promise ST EX8650.<br />

Beim 3Ware (LSI) 9690SA-8I Controller das selbe Bild: Ein Durchschnittswert<br />

von 222 MByte/s widerspricht einfach den Ergebnissen der<br />

anderen _056AF_Weber_pcm_N_05.ps;S: Benchmarks, die von 1;Format:(90.00 uns genutzt werden. x 60.00 mm);02. Mar 2011 07:54:29<br />

Mit der<br />

AIDA64<br />

Diagnose-<br />

Software<br />

lassen sich<br />

einfach und<br />

schnell die<br />

Durchsatzwerte<br />

für<br />

Hauptspeicher,<br />

L1-,<br />

L2- und L3<br />

Cache für<br />

die Mainboard/CPU<br />

Kombination<br />

er<strong>mit</strong>teln.<br />

M75<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


104<br />

it professional<br />

GiGabit-SwitcheS<br />

VerkeHrsknoten<br />

Gigabit-switches<br />

im stresstest<br />

Switches sind das zentrale Element eines Netzwerks. Gigabit-Geräte für kleine Unternehmen<br />

Arztpraxen, Kanzleien oder Heimnetzwerke haben wir im Hinblick auf Stromverbrauch und<br />

Datendurchsatz getestet.<br />

Ohne Switch ist die kabelgebundene Vernetzung<br />

von <strong>PC</strong>s, Servern, Druckern und<br />

anderen Netzwerkgeräten nicht möglich. Ein<br />

guter Switch sollte eine möglichst geringe<br />

Stromaufnahme aufweisen und dabei dennoch<br />

einen hohen Datendurchsatz bringen.<br />

Dies wollten wir für die Klasse der kleinen<br />

Switches, <strong>mit</strong> fünf oder acht Ethernetports,<br />

im Preisbereich bis 50 Euro überprüfen. Ein<br />

Switch ist der intelligente Verwandte des<br />

Hubs. Dieser wurde aus Kostengründen noch<br />

vor einigen Jahren häufiger eingesetzt, heutzutage<br />

werden eigentlich nur noch Switches<br />

produziert. Intelligent bedeutet in diesem<br />

Fall, dass ein Switch „weiß“, welches Gerät an<br />

welchem Anschluss steckt und daher Pakete<br />

gezielt an die Ports sendet. Ein Hub repliziert<br />

Pakete einfach an alle Ports und verursacht<br />

deshalb unötig Netzwerkverkehr. Der maximale<br />

Durchsatz der Backplane wird von den Herstellern<br />

offensichtlich als Produkt der Anzahl<br />

Ports <strong>mit</strong> ein GBit mal zwei (wegen duplex)<br />

angegeben. Ein Achtport-Switch hat demnach<br />

einen Backplane-Durchsatz von 16 GBit.<br />

Mangels eines geeigneten Messequipments<br />

können wir diese Angabe nicht überprüfen,<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011 www.pc-magazin.de<br />

so haben wir uns auf den Durchsatz an den<br />

Ports konzentriert. In unsere Wertung ging die<br />

Stromaufnahme bei Leerlauf zu 10 % ein, da<br />

ein solcher Switch vermutlich 24 Stunden am<br />

Tag eingeschaltet bleibt, wenn man nicht sein<br />

ganzes Computer-Equipment z.B. über eine<br />

Steckerleiste <strong>mit</strong> Schalter komplett ausschaltet,<br />

wenn es nicht benötigt wird. Des Weiteren<br />

gingen die Stromaufnahme unter Last zu 10%,<br />

der maximale Server-Durchsatz <strong>mit</strong> einem Client,<br />

zwei Clients und drei Clients zu 50%, 10%<br />

und 10% ein. Die gerechte Durchsatzverteilung<br />

auf drei Clients zu 10%. Hier zeigten sich<br />

doch recht große Unterschiede, und einige<br />

Geräte verteilten ziemlich ungerecht, wobei<br />

der schnellste Rechner – <strong>mit</strong> offensichtlich<br />

guten Netzwerkinterface – fast immer die<br />

größten Brocken zugeteilt bekam.<br />

Die Stromaufnahme wurde <strong>mit</strong> unserem<br />

hochpräzisen Leistungsmessgerät Zimmer<br />

LMG 95 er<strong>mit</strong>telt.<br />

Die Probanden<br />

ASUS GX-D1081: Das Gerät <strong>mit</strong> acht GBit-<br />

Ports ummantelt seine innere Metallabschirmung<br />

<strong>mit</strong> weißem Kunststoff. Über ein kleines<br />

Von rudolf Höck<br />

Steckernetzteil wird 12 Volt Gleichspannung<br />

eingespeist. Der Stand auf vier Gummifüßen<br />

ist recht satt, so dass an der Rückseite eingesteckte<br />

Kabel das kleine Kistchen nicht so<br />

leicht zum Kippen bringen. Der mäßige Datendurchsatz<br />

und die recht ungerechte Datenverteilung<br />

bei drei Clients führen dazu, dass das<br />

Gerät, <strong>mit</strong> einem günstigen Straßenpreis von<br />

30 Euro, das Schlusslicht in der Punktwertung<br />

im Testfeld bildet.<br />

Cisco SG 100D-08: Durch seine quadratische<br />

Grundfläche liegt der kleine Switch von Cisco<br />

sehr satt auf dem Schreibtisch auf und kann<br />

auch nur schwer von eingesteckten Kabeln<br />

zu Kippen gebracht werden. Als Besonderheit<br />

besitzt die Gehäuseoberseite Einkerbungen<br />

in Form der Gummigerätefüße, um<br />

weitere Geräte aus dieser Gehäusereihe zu<br />

stapeln, sowie einen Schiebeschalter an der<br />

linken Gehäuseseite. Mit einer konstanten<br />

Stromaufnahme von drei Watt, aus einem<br />

kleinen Steckernetzteil, liefert das Gerät den<br />

besten Wert im Testfeld bei acht Ports. Der<br />

Datendurchsatz bei einem Client liegt beim<br />

Maximum des Testfelds, bricht allerdings bei<br />

mehreren Clients auf einen Wert im Mittel-


105<br />

Im Test<br />

Asus GX-D1081 € 30<br />

Cisco SG 100D-08 € 40<br />

D-Link DGS-1008D € 30<br />

Edimax ES-5800G € 25<br />

Netgear GS108E € 55<br />

Netgear GS110TP € 193<br />

Zyxel 105B € 21<br />

Zyxel 108B € 30<br />

Referenzgerät:<br />

D-Link DGS-1100-16 € 122<br />

Testumgebung<br />

feld ein. Bei der Durchsatzverteilung ist der<br />

Switch, <strong>mit</strong> einem durchaus günstigen Straßenpreis<br />

von 40 Euro, <strong>mit</strong>telmäßig gerecht.<br />

D-Link DGS-1008D: Das <strong>mit</strong> 30 Euro sehr<br />

preiswerte Acht-Port-Gerät liefert sowohl bei<br />

der Stromaufnahme als auch beim Datendurchsatz<br />

und der Verteilung recht gute Werte,<br />

kippt <strong>mit</strong> eingesteckten Kabeln allerdings<br />

recht leicht und verhindert <strong>mit</strong> seiner runden<br />

Gehäuseoberseite die Stapelbarkeit. Das weiße<br />

Kunststoffkästchen, <strong>mit</strong> offensichtlich inwändiger<br />

Abschirmung, wird auch hier <strong>mit</strong>tels<br />

Steckernetzteil <strong>mit</strong> Strom versorgt. Die guten<br />

technischen Daten machen diesen Switch<br />

zum Preis-Leistungs-Tipp im Testfeld.<br />

Edimax ES-5800G: Der kleine Switch der Firma<br />

Edimax <strong>mit</strong> acht Ports, bei 25 Euro Straßenpreis,<br />

präsentiert sich in einem weiß/grauem<br />

Kunststoffgehäuse. Zusammen <strong>mit</strong> seinem<br />

Steckernetzteil liegt das Gewicht bei nur 285<br />

Gramm, <strong>mit</strong> seinen technischen Daten muss<br />

er sich jedoch weiter hinten anstellen. Die<br />

Kippneigung ist auf Grund der schmalen Gehäuseform<br />

ziemlich hoch.<br />

Test<strong>PC</strong>1: Intel Core i7 (Server)<br />

Test<strong>PC</strong>2: Intel Q6600 (Client 1)<br />

Test<strong>PC</strong>3: Intel Q6600 (Client 2)<br />

Test<strong>PC</strong>3: Intel Core i7 Mobile (Client 3)<br />

Die Testumgebung bestand aus vier, nicht<br />

langsamen, Rechnern unter <strong>Windows</strong> 7. Auf<br />

dem Server lief der Serverprozess unserer<br />

Eigenentwicklung für die TCP-Durchsatzbestimmung<br />

<strong>PC</strong>MNetBench, auf den Clients<br />

jeweils ein Clientprozess von <strong>PC</strong>MNetBench.<br />

Netgear GS108E: Ein massives Metallgehäuse,<br />

Steckernetzteil <strong>mit</strong> Schalter im Kabel und<br />

Anschlüsse auf der Frontseite zeichnen den<br />

Switch von Netgear aus. Die Standfestigkeit<br />

ist auf Grund des großen Gewichts recht gut.<br />

Bei ordentlichem Durchsatz bei einem Client<br />

bricht der Switch allerdings bei mehreren Clients<br />

und der Verteilungsgerechtigkeit ein.<br />

Netgear GS110TP: Den hochwertigen, zudem<br />

managebaren, GS110TP <strong>mit</strong> acht PoE (Power<br />

over Ethernet) Ports erhielten wir von Netgear<br />

kurzfristig als Ersatz für ein defektes, anderes<br />

Modell. Interessanterweise erreichte das<br />

Gerät bei einem Client nicht den maximalen<br />

Durchsatz, brach dann aber bei mehreren<br />

Clients nicht so stark ein. Zudem verteilte der<br />

Switch ziemlich gleichmäßig auf die Clients.<br />

Die Messwerte haben wir <strong>mit</strong> den Defaulteinstellungen<br />

gewonnen und die Managebarkeit<br />

nicht berücksichtigt. Neben PoE bietet der<br />

Switch außerdem zwei Glasfaser GBit Ports,<br />

die sich ebenfalls auf der Frontseite befinden.<br />

Zyxel 105B: Der kleinste Switch im Testfeld<br />

<strong>mit</strong> fünf GBit Ports ist der Punktsieger. Die<br />

Server und Client unserer Eigenentwicklung <strong>PC</strong>MNetBench: Konfigurierbar ist der Start TCP Port,<br />

die Anzahl der Ports, die IP-Adressen von sich selbst und anderen Beteiligten, eine maximale<br />

Laufzeit, das Netzwerkinterface, Puffergrößen und Queuelängen sowie das Intervall der PerformanceCounter-Abfrage.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 12/2011


106<br />

it professional<br />

GiGabit-SwitcheS<br />

Gigabit-switches<br />

Hersteller<br />

1<br />

Zyxel<br />

2<br />

Netgear<br />

3<br />

D-liNk<br />

3<br />

CisCo<br />

Produkt Gs-105B Gs110tp DGs-1008D sG 100D-08<br />

testerGeBnisse<br />

auf einen Blick<br />

9 gigabit-switches<br />

von 21 bis 193 euro<br />

straßenpreis 21 euro 193 euro 30 euro 40 euro<br />

internet www.zyxel.de www.netgear.de www.dlink.de www.cisco.de<br />

gesamtwertung<br />

[ 100 max ]<br />

[ 90 ]<br />

sehr gut<br />

[ 85 ]<br />

gut<br />

[ 82 ]<br />

gut<br />

[ 82 ]<br />

gut<br />

technische Merkmale<br />

Ports/PoE-Ports 5/0 8/8 8/0 8/0<br />

Ports vorne/hinten hinten vorne hinten hinten<br />

Netzteil intern/extern extern extern extern extern<br />

Schalter – – – ✔<br />

Gewicht <strong>mit</strong> Netzteil 318 Gramm 1155 Gramm 336 Gramm 465 Gramm<br />

Messwerte<br />

Temperaturentwicklung (heißeste 29 °C 36 °C 30 °C 30 °C<br />

Stelle Gehäuseoberseite)<br />

Stromaufnahme (Leerlauf/Last) 1,8/2,2 Watt 6,3/6,4 Watt 3,2/3,2 Watt 3,0/3,0 Watt<br />

Maximaldurchsatz TCP vollduplex<br />

115,1/116,3 MByte/s 108,6/108,9 MByte/s 115,8/116,4 MByte/s 116,0/116,9 MByte/s<br />

(1 Client, send/receive)<br />

Maximaldurchsatz TCP vollduplex<br />

67,0/66,5 MByte/s 82,0/81,9 MByte/s 51,2/51,3 MByte/s 50,7/50,8 MByte/s<br />

(2 Clients, send/receive)<br />

Maximaldurchsatz TCP vollduplex<br />

55,3/55,4 MByte/s 67,3/67,5 MByte/s 51,0/51,4 MByte/s 46,6/46,3 MByte/s<br />

(3 Clients, send/receive)<br />

Durchsatzverteilung 11,3/10,8 MByte/s 24,5/23,8 MByte/s 15,1/15,4 MByte/s 11,8/11,4 MByte/s<br />

(Client 1, send/receive)<br />