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SFT – Spiele Filme Technik - Magazin Smart, sexy, stark! (Vorschau)

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<strong>Magazin</strong> | Computer | Handy | TV | Foto | Audio | Internet | www.spielefilmetechnik.de<br />

VR-Revolution?<br />

Erfahrungsbericht<br />

Oculus Rift: Tauchen Sie<br />

mit uns in die virtuelle<br />

Realität ein!<br />

Seite 54<br />

<strong>Spiele</strong> i <strong>Filme</strong> i <strong>Technik</strong><br />

Samsung Notepro 12<br />

Sony Xperia Z2 Tablet<br />

Toshiba Kira<br />

Seite 40<br />

180 TVs<br />

im Check<br />

Die Fernseher-Neuheiten<br />

2014 von Samsung, Philips,<br />

Sony, LG, Toshiba und<br />

Panasonic im Überblick<br />

TEST:<br />

Google<br />

Chromecast<br />

Für schlappe<br />

35 Euro<br />

verspricht<br />

Google<br />

smarte TV-<br />

Features<br />

zum Nachrüsten.<br />

Seite 38<br />

Samsung Galaxy S5<br />

HTC One (M8)<br />

<strong>Smart</strong>,<br />

Die neue<br />

Mobil-Klasse<br />

<strong>sexy</strong>, <strong>stark</strong>!<br />

Auf 18 Seiten: Die heißesten Frühjahrsneuheiten im <strong>SFT</strong>-Test!<br />

114. Ausgabe<br />

05/14 | Mai<br />

€ 3,50<br />

Erhältlich auch<br />

mit DVD für<br />

€ 4,99<br />

Deutschland € 3,50;<br />

Österreich € 3,90;<br />

Schweiz sfr 6,-;<br />

Belgien, Holland,<br />

Luxemburg € 4,20;<br />

Frankreich,<br />

Italien, Portugal,<br />

Spanien € 4,80,-<br />

Test: Kopfhörer-Verstärker<br />

Sound-Tuning für<br />

besseren Musikgenuss:<br />

Vier portable<br />

Verstärker im<br />

<strong>SFT</strong>-Hörtest<br />

Seite 46<br />

Seite 50 Seite 58<br />

Seite 50<br />

Test: Sony Alpha 5000<br />

DSLR-Bildqualität im<br />

Hosentaschenformat:<br />

Sonys Systemkamera<br />

für alle, die einfach<br />

bessere Bilder wollen


DVD-Inhalt<br />

Heft-DVD<br />

Threesome<br />

Erotik-Drama Eine Nacht in New York <strong>–</strong> intensives, <strong>stark</strong>es<br />

und intimes Generationen-Porträt über die Glitzerwelt.<br />

Über New York geht bereits die Sonne auf, als Großstadt-Lebemann John<br />

und seine beiden wunderschönen Begleiterinnen von einer wilden Nacht<br />

nach Hause kommen. John ist Opportunist, Lebenskünstler, ein Mann<br />

mit vielen Talenten. Er klaut eine Videokamera und beschließt, das Leben<br />

seiner beiden Mädchen zu dokumentieren. Sein Porträt der beiden wird<br />

zum Selbstfindungstrip. Emotionen, Eifersucht, Geheimnisse, aber<br />

auch Freundschaft und Liebe werden von der Kamera gnadenlos<br />

aufgedeckt. Es beginnt eine neue, ereignisreiche Nacht …<br />

Breathless<br />

Thriller Knochentrockene Dialoge in einem aberwitzigen<br />

Blutrausch <strong>–</strong> für „belastbare“ Fans eines rabenschwarzen Humors!<br />

Gina Gershon (Showgirls) und Kelli Giddish<br />

(Law & Order) steigen in die<br />

blutverschmierten Pumps von<br />

Kathleen Turners „Serial Mom“ und lehren als<br />

texanische Hausfrauen die Männer das Fürchten.<br />

Auf eine Leiche mehr oder weniger kommt<br />

es dabei nicht an. Hauptsache, die Frisur sitzt<br />

und die lackierten Nägel bleiben heil. Ausgestattet<br />

mit farblich abgestimmter Küchenschürze<br />

und Gummihandschuhen verlieren die<br />

Ladys bei der Leichenbeseitigung zunehmend<br />

alle Hemmungen. Schwarz, schwärzer,<br />

BREATHLESS!<br />

Die beschriebenen <strong>Filme</strong> finden Sie auf der mitgelieferten DVD<br />

der vorliegenden Ausgabe. Wenn Ihre Ausgabe keine Disc enthält,<br />

haben Sie sich für die günstigere <strong>Magazin</strong>-Variante entschieden.


THREESOME<br />

Eine Nacht<br />

in New York<br />

USA 2012 Darsteller: Keanu Reeves, Adelaide Clemens, Bojana Novakovic Regie: Mark Mann<br />

Laufzeit: ca. 95 Min. Bild: 16:9 (1,85:1) Ton: Dolby Digital 5.1<br />

Über New York geht bereits<br />

die Sonne auf, als<br />

Großstadt-Lebemann John<br />

und seine beiden wunderschönen<br />

Begleiterinnen<br />

von einer wilden Nacht<br />

nach Hause kommen. John<br />

ist Opportunist, Lebenskünstler,<br />

ein Mann mit<br />

vielen Talenten. Er klaut<br />

eine Videokamera und beschließt,<br />

das Leben seiner<br />

beiden Mädchen zu dokumentieren.<br />

Sein Porträt der<br />

beiden wird zum Selbstfindungstrip.<br />

Emotionen, Eifersucht,<br />

Geheimnisse,<br />

aber auch Freundschaft<br />

und Liebe werden von<br />

der Kamera gnadenlos aufgedeckt.<br />

Es beginnt<br />

eine neue, ereignisreiche<br />

Nacht …<br />

Gnadenloser Großstadttrip: Junges amerikanisches<br />

Kino, das an Andy Warhol erinnert<br />

Breathless<br />

© 2012 Ascot Elite & 2012 Tiberius Film. Alle Rechte vorbehalten.<br />

Threesome<br />

Immer ärger<br />

mit Dale!<br />

USA 2012 Darsteller: Val Kilmer, Ray Liotta, Gina Gershon Regie: Jesse Baget Laufzeit: ca.<br />

88 Min. Bild: 16:9 (2,35:1) Ton: Dolby Digital 5.1<br />

Gina Gershon (Showgirls) und<br />

Kelli Giddish (Law & Order) steigen<br />

in die blutverschmierten<br />

Pumps von Kathleen Turners<br />

„Serial Mom“ und lehren als<br />

texanische Hausfrauen die Männer<br />

das Fürchten. Auf eine Leiche<br />

mehr oder weniger kommt<br />

es dabei nicht an. Hauptsache,<br />

die Frisur sitzt und die lackierten<br />

Nägel bleiben heil. Schwarz,<br />

schwärzer, BREATHLESS!<br />

Schwarzhumoriger Redneck-Thriller & blutige<br />

Farce mit prominenter Besetzungsliste!<br />

Breathless<br />

<strong>Spiele</strong> i <strong>Filme</strong> i <strong>Technik</strong> 05/14<br />

05/14<br />

Diese <strong>Filme</strong> finden Sie auf der hier beigeklebten DVD der vorliegenden Ausgabe. Wenn Ihr Heft keine Disc enthält, haben Sie sich entweder für die günstigere <strong>Magazin</strong>-Variante<br />

entschieden oder der Datenträger ging eventuell verloren. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an Ihren Zeitschriftenhändler. Zur Archivierung in einer handelsüblichen<br />

DVD-Hülle schneiden Sie diese Seite bitte an der gestrichelten Linie aus oder laden Sie sich das Farb-PDF unter www.spielefilmetechnik.de zum Ausdrucken herunter.


Die besten Tracks der<br />

Games-Geschichte<br />

Unter anderem mit:<br />

Rob Hubbard<br />

Commando, The Last V8<br />

Martin Galway<br />

Wizball, Arkanoid,<br />

Green Beret u. a<br />

Chris Hülsbeck<br />

Giana Sisters, Turrican,<br />

Apydia u. a.<br />

Tommy Tallarico<br />

Earthworm Jim<br />

Sound Of Games<br />

Wings, Days of Dawn<br />

JETZT im iTunEs-sTorE DoWnLoADEn!<br />

Auch bei<br />

Amazon, Google<br />

play & Spotify<br />

erhältlich!<br />

LEIDENSCHAFT FÜR GAMES<br />

Hier finden Sie aktuelle Infos rund um das<br />

Thema 25 Jahre Computec Media:<br />

www.spielefilmetechnik.de/computec25<br />

<strong>Magazin</strong>e/e-PaPer bOOKazines<br />

Webseiten aPPs<br />

gaMes gaMing-server


Editorial<br />

Impressum<br />

Zeit für Helden<br />

Christian Müller <strong>–</strong> Chefredakteur<br />

<strong>SFT</strong> <strong>–</strong> <strong>Spiele</strong> <strong>Filme</strong> <strong>Technik</strong><br />

NEU!<br />

Das iPhone ist eins, Samsungs Galaxy<br />

Note auch und Gopros Actioncam<br />

trägt es sogar im Namen. Die Rede<br />

ist von Geräten, die wir intern gerne<br />

Hero-Products nennen. Sie haben sich über<br />

Jahre einen hervorragenden Ruf erarbeitet<br />

und die Neuauflagen werden von Fans<br />

sehnsüchtig erwartet. Je näher der<br />

Veröffentlichungs termin rückt, desto heißer<br />

geht es in der Gerüchteküche zu. Während<br />

die über Jahre geschulten Apple-Vorhersager<br />

mittlerweile eine schon spielverderbende<br />

Genauigkeit bei iPhone und iPad erzielt<br />

haben, hielten sich bis zur tatsächlichen<br />

Enthüllung vom Samsung Galaxy S5 (Test<br />

ab Seite 26) hartnäckige Gerüchte. Darunter<br />

die Annahme, das neue Flaggschiff könne<br />

mit einem biegsamen und in Ultra HD auflösenden<br />

Display kommen. Letzteres würde<br />

einer astronomischen Pixeldichte von über<br />

860 ppi gleichkommen. Was wäre das<br />

dann? Ein Adler- Retina-Display? Dazu würde<br />

das Gerücht um einen Iris-Scanner ja<br />

bestens passen. Hier zeigt sich deutlich,<br />

dass Hero-Products nicht nur Segen, sondern<br />

auch Fluch sind. Die unrealistisch hohen<br />

Erwartungen müssen quasi enttäuscht<br />

werden. Aber auch ohne UHD-Display ist<br />

Samsungs neues Flaggschiff ein Spitzenhandy.<br />

Messen muss es sich mit HTCs neuem<br />

Vorzeige-Androiden One (M8), das wir<br />

ab Seite 22 für Sie auf Herz und Nieren geprüft<br />

haben. Samsung stellt mit dem ersten<br />

Android-Tablet mit 12 Zoll sogar ein zweites<br />

Testhighlight (Samsung Galaxy Note Pro<br />

12.2, Seite 32) und tritt gegen Sonys Neuauflage<br />

vom Xperia Tablet an (Seite 34).<br />

Meinen persönlichen <strong>Technik</strong>-Helden finden<br />

Sie auf Seite 38. Googles Chromecast lässt<br />

mich endlich bequem Leihfilme aus der Onlinevideothek<br />

auf meinem Fernseher genießen.<br />

Apropos Fernseher: Ab Seite 40 zeigen<br />

wir Ihnen detailliert, welche neuen TVs dieses<br />

Jahr auf den Markt kommen, was sie<br />

kosten und was sie können. Über 180 Modelle<br />

der wichtigsten Hersteller haben es in<br />

unsere XXL-Übersicht geschafft. Ich wünsche<br />

Ihnen viel Spaß mit dieser Ausgabe.<br />

Christian Müller<br />

christian.mueller@sft-magazin.de<br />

WISSEN: Jetzt überall im Zeitschriftenhandel!<br />

iPhone für Fortgeschrittene <strong>–</strong><br />

Tipps, Tricks, Apps & Hacks<br />

Passend für alle iPhone-Modelle, mit vielen iOS-7-Schrittfür-Schritt-Anleitungen<br />

und aktuellen Tricks aus der Praxis,<br />

u. a. Jailbreak für iOS 6: Profi-Wissen auf 180 Seiten!<br />

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online bestellen!<br />

Ein Unternehmen der MARQUARD MEDIA INTERNATIONAL AG<br />

Verleger Jürg Marquard<br />

Verlag<br />

Geschäftsführer<br />

Computec Media GmbH<br />

Dr.-Mack-Straße 83, 90762 Fürth<br />

Telefon: +49 911 2872-100<br />

Telefax: +49 911 2872-200<br />

E-Mail: redaktion@sft-magazin.de<br />

www.spielefilmetechnik.de<br />

Rainer Rosenbusch,<br />

Ingo Griebl,<br />

Hans Ippisch<br />

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Christian Müller<br />

verantwortlich für den redaktionellen Inhalt<br />

Adresse siehe Verlagsanschrift<br />

Stellv. Chefredakteur Florian Weidhase<br />

Redaktion Dennis Christ, Frank Neupert-Paries, Patrick Schmid<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe Ahmet Iscitürk, Wolfgang Fischer, Thomas Raab,<br />

Tim Sünderhauf, Elke Eckert, Chris Knight, Rüdiger Sturm,<br />

Benedikt Plass-Fleßenkämper, Sebastian Weber<br />

Lektorat Claudia Brose (Ltg.), Birgit Bauer, Esther Marsch,<br />

Heidi Schmidt<br />

Layout Alexandra Böhm (Ltg.), Judith Mackowski, Sandra Wendorf<br />

Layoutkoordination Albert Kraus<br />

Fotografie Titel und Heft Thomas Riese <strong>–</strong> www.thomasriese.com, Oliver Karl,<br />

Joel Apolinario<br />

Digitale Bildbearbeitung: Albert Kraus<br />

DVD Jürgen Melzer (Ltg.), Alexander Wadenstorfer, Thomas<br />

Dziewiszek, Jasmin Sen, Michael Schraut, Daniel Kunoth<br />

Vertrieb, Abonnement Werner Spachmüller (Ltg.)<br />

Marketing Jeanette Haag<br />

Produktion Martin Closmann (Ltg.), Jörg Gleichmar<br />

www.spielefilmetechnik.de<br />

Entwicklung Markus Wollny (Ltg.), René Giering,<br />

Aykut Arik, Tobias Hartlehnert, Christian Zamora<br />

Webdesign Tony von Biedenfeld, Emanuel Popa<br />

Anzeigen<br />

CMS Media Services GmbH<br />

Dr.-Mack-Straße 83, 90762 Fürth<br />

Anzeigenleiter<br />

Gunnar Obermeier<br />

verantwortlich für den Anzeigenteil. Adresse siehe Verlagsanschrift<br />

Anzeigenberatung Print:<br />

Bernhard Nusser: Tel.: 0911-2872-254; bernhard.nusser@computec.de<br />

René Behme: Tel.: 0911-2872-152; rene.behme@computec.de<br />

Alto Mair: Tel.: 0911-2872-144; alto.mair@computec.de<br />

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Stresemannstraße 29<br />

22769 Hamburg<br />

Tel.: +49 (0) 40-46 85 67-0<br />

Fax. +49 (0) 40-46 85 67-39<br />

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Anzeigendisposition: anzeigen@computec.de<br />

Datenübertragung: via E-Mail: anzeigen@computec.de<br />

Es gelten die Mediadaten Nr. 27 vom 01.01.2014<br />

Abonnement<br />

Die Abwicklung (Rechnungsstellung, Zahlungsabwicklung und Versand) erfolgt über unser<br />

Partner unternehmen DPV Direct GmbH: Post-Adresse: Leserservice Computec, 20080 Hamburg, Deutschland<br />

Ansprechpartner für Reklamationen ist Ihr Computec-Team unter:<br />

Deutschland: E-Mail: computec@dpv.de, Tel.: 0911-99399098, Fax: 01805-8618002*<br />

Support: Montag 07:00<strong>–</strong>20:00 Uhr, Dienstag<strong>–</strong>Freitag 07:30<strong>–</strong>20:00 Uhr, Samstag 09:00<strong>–</strong>14:00 Uhr<br />

* (14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, max. 42 Cent/Min. aus dem dt. Mobilfunk)<br />

Österreich, Schweiz und weitere Länder: E-Mail: computec@dpv.de,<br />

Tel: +49-911-99399098, Fax: +49-1805-8618002<br />

Support: Montag 07:00<strong>–</strong>20:00 Uhr, Dienstag<strong>–</strong>Freitag 07:30<strong>–</strong>20:00 Uhr, Samstag 09:00<strong>–</strong>14:00 Uhr<br />

Online: http://abo.spielefilmetechnik.de<br />

Abonnementpreis für 12 Ausgaben:<br />

Inland: € 51,- Österreich: € 58,50 Schweiz/Ausland: € 63,-<br />

ISSN/Vertriebskennzeichen <strong>SFT</strong> <strong>–</strong> <strong>Spiele</strong> <strong>Filme</strong> <strong>Technik</strong> Nummer: B66580<br />

Vertrieb und Einzelverkauf: DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 20355 Hamburg,<br />

Internet: www.dpv.de<br />

Druck: Quad/Graphics Europe, 120 Pultuska Street, 07-200 Wyszków, Polen<br />

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Schreiben Sie unter Angabe des <strong>Magazin</strong>s, in dem die Anzeige erschienen ist, inkl. der Ausgabe und der<br />

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Einsendungen, Manuskripte und Programme:<br />

Mit der Einsendung von Manuskripten jeder Art gibt der Verfasser<br />

die Zustimmung zur Veröffentlichung in den von der Verlagsgruppe herausgegebenen<br />

Publikationen. Urheberrecht: Alle in <strong>SFT</strong> <strong>–</strong> <strong>Spiele</strong> <strong>Filme</strong> <strong>Technik</strong> veröffentlichten Beiträge bzw.<br />

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Deutschsprachige Titel: <strong>SFT</strong>, WIDESCREEN, PC GAMES, PC GAMES MMORE, PC GAMES HARDWARE,<br />

N-ZONE, GAMES & MORE, BUFFED, GAMES AKTUELL,<br />

PLAY 3, PLAYBLU, XBG GAMES<br />

Internationale Zeitschriften:<br />

Polen: COSMOPOLITAN, JOY, SHAPE, HOT, PLAYBOY, CKM, VOYAGE, HARPER’S BAZAAR<br />

Ungarn: JOY, SHAPE, ÉVA, IN STYLE, PLAYBOY, CKM, MEN’S HEALTH<br />

6 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Das Kult-magazin für gamer<br />

nur Digital für apple ipaD: Jetzt im app store mit gratis-leseprobe<br />

eDge De #266 <strong>–</strong> mai 2014<br />

Die jaGD nach klassiker-hiGhscores<br />

Die spiele-reDaktion von ubisoft<br />

interview: XboX-kreativchef ken lobb<br />

komplett interaktiv<br />

komplett in Deutsch<br />

nur für apple ipaD<br />

eDGe is the trademark of future publishing limited, a future plc<br />

group company, uk 2013. used under licence. all rights reserved.


Inhalt<br />

Die <strong>Technik</strong>-Newcomer...........20<br />

HTC One...................................22<br />

Samsung Galaxy S5................26<br />

Der High-End-Dreikampf........30<br />

Samsung Note Pro 12.2..........32<br />

Sony Xperia Z2 Tablet.............34<br />

Toshiba Kira.............................36<br />

Die <strong>Technik</strong>-Newcomer: Aktuelle Geräte für Handy-, Tablet- und PC-Fans 20<br />

Erfahrungsbericht: Oculus Rift<br />

54<br />

Test: Sony Alpha 5000 58 50<br />

Test: Kopfhörer-Verstärker<br />

Test: Google Chromecast 38<br />

Test: Asus Chromebox 53<br />

Aktuell<br />

12 Soundmöbel mit Teufel-<strong>Technik</strong><br />

13 First Look: Sony Xperia Z2<br />

14 Luxus-Kopfhörer von Ultrasone<br />

15 Amazon Fire TV<br />

16 Update für Windows-Phone-OS<br />

<strong>Technik</strong><br />

Mobile<br />

20 Titel Die <strong>Technik</strong>-Newcomer<br />

Fünf brandneue Geräte im Test<br />

22 Titel Test: HTC One<br />

Wir nehmen den aktuell schönsten Androiden<br />

unter die Lupe.<br />

26 Titel Test: Samsung Galaxy S5<br />

Erfüllt das neue Top-Modell die Erwartungen?<br />

30 Titel Test: Spitzenkampf der<br />

High-End-Phones<br />

Drei Flaggschiffe von HTC, Samsung und Sony<br />

im Vergleich<br />

32 Titel Test: Samsung Note Pro 12.2<br />

Das Riesen-Tablet im <strong>SFT</strong>-Check<br />

34 Titel Test: Sony Xperia Z2 Tablet<br />

Ist diese Flunder mit allen <strong>Technik</strong>-Wassern<br />

gewaschen?<br />

50 Titel Test: Kopfhörer-Verstärker<br />

Sound-Tuning für besseren Mobile-Klang<br />

60 <strong>Smart</strong>phone- & Tablet-Apps<br />

Hilfreiche Programme für Ihr Mobilgerät<br />

Pc-Hardware<br />

36 Titel Test: Toshiba Kira<br />

Das dürfen Sie von dem edlen Ultrabook<br />

erwarten.<br />

53 Test: Asus Chromebox<br />

Überzeugt der Mini-PC mit Celeron-Prozessor<br />

und Google Chrome OS?<br />

54 Titel Erfahrungsbericht: Oculus Rift<br />

Wir haben uns in die virtuelle Realität begeben.<br />

Home entertainment<br />

38 Titel Test: Google Chromecast<br />

Der pfiffige Streaming-Stick für das Wohnzimmer


Der große Fernseher-Überblick 40 72 Special: Die Serien-Highlights 2014<br />

Test: Spitzenkampf der High-End-Phones 30<br />

88 Test: Infamous: Second Son 82 Feature: Zensur in <strong>Spiele</strong>n<br />

40 Titel Der große TV-Überblick<br />

Knapp 200 Geräte der sechs wichtigsten<br />

Hersteller im Sortiments-Check<br />

Digital Foto & Video<br />

58 Titel Test: Sony Alpha 5000<br />

Was leistet die kompakte Systemkamera?<br />

technik<br />

62 Kurztests: <strong>Technik</strong>-Neuheiten<br />

testspiegel<br />

96 Die Besten im Tiefpreis-Check<br />

<strong>Filme</strong><br />

64 Kino: X-Men: Zukunft ist<br />

Vergangenheit<br />

Hugh Jackman reist als Wolverine durch die Zeit.<br />

66 Kino: Godzilla<br />

Das berühmteste Film-Monster ist zurück!<br />

69 Kino: 3 Days to Kill<br />

Kevin Costner wird als CIA-Agent und<br />

Babysitter doppelt gefordert.<br />

70 Kino-Highlights im Mai<br />

Weitere wichtige Kinofilme in der Kurzkritik<br />

72 Titel Special: Serien-<br />

Highlights 2014<br />

Auf diese Produktionen dürfen sich deutsche<br />

Serien-Fans freuen.<br />

76 Test: The Wolf of Wall Street<br />

Leonardo DiCaprio zwischen Millionen und FBI<br />

78 Test: 12 Years a Slave<br />

Oscarprämiertes Sklaverei-Drama von<br />

Steve McQueen<br />

79 Test: Das erstaunliche Leben<br />

des Walter Mitty<br />

Vom Tagträumer zum Abenteurer<br />

80 BD- & DVD-Neuheiten im Mai<br />

<strong>Spiele</strong><br />

82 Feature: Zensur in <strong>Spiele</strong>n<br />

Warum für <strong>Filme</strong> und Games unterschiedliche<br />

Regeln gelten.<br />

88 Test: Infamous: Second Son<br />

Superhelden-Spektakel für die Playstation 4<br />

90 Test: Metal Gear Solid 5:<br />

Ground Zeroes<br />

Die teuerste Demo der Welt oder ein<br />

gelungenes Prequel?<br />

92 <strong>Spiele</strong>-Neuheiten im Mai<br />

94 Test: <strong>Spiele</strong>-Apps<br />

Redaktions-Geheimtipps jenseits der Hitlisten<br />

Rubriken<br />

6 Editorial und Impressum<br />

10 Termine im Mai<br />

98 Die letzte Seite<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 9


Aktuell<br />

Terminkalender<br />

Termine im Mai<br />

02.05. DVD- und Blu-ray-Start | Das erstaunliche Leben des<br />

Walter Mitty <strong>–</strong> Der introvertierte Einzelgänger Walter Mitty (Ben<br />

Stiller) bedauert sein tristes Dasein und flüchtet sich ständig in<br />

spektakuläre Tagträume. Um nicht auch noch seinen Job als<br />

Fotoarchivar bei einem renommierten <strong>Magazin</strong> zu verlieren, muss<br />

er ein verschwundenes Negativ wiederbeschaffen. Während der<br />

Suche erlebt Walter allerhand Abenteuer, von denen er selbst in<br />

seiner Fantasie nie zu träumen gewagt hätte. (Seite 79)<br />

22.05. Kino-Start | X-Men: Zukunft ist Vergangenheit <strong>–</strong> In<br />

der Zukunft der X-Men werden Mutanten von riesigen Robotern<br />

gejagt. Um ihre Auslöschung zu verhindern, schicken Professor X<br />

(Patrick Steward) und Magneto (Ian McKellen) Wolverine in die<br />

Vergangenheit. Dort soll er die Bedrohung eindämmen und den<br />

Grundstein für eine friedliche Zukunft legen. (Seite 64)<br />

28.05. Die besten WM-Fernseher<br />

Mit dem Start der Weltmeisterschaft in Brasilien<br />

bricht in deutschen Wohnzimmern wieder das<br />

Fußballfieber aus. Wir testen, auf welchen neuen<br />

Fernsehern Sie am besten mitfiebern können.<br />

Natürlich dreht sich auch die <strong>Smart</strong>phone-Welt<br />

weiter. In der nächsten Ausgabe steht daher<br />

Sonys neues Flaggschiff-Phone Xperia Z2 auf<br />

dem Prüfstand. Für Gaming-Freunde testet <strong>SFT</strong><br />

zudem neue <strong>Spiele</strong>-Headsets für PC und Konsole.<br />

10 www.spielefilmetechnik.de 05/14<br />

08.05. Kino-Start | Bad Neighbors <strong>–</strong> Die frischgebackenen<br />

Eltern Mac (Seth Rogen) und Kelly (Rose Byrne) werden von<br />

einer zugezogenen, partywütigen Studentengruppe terrorisiert.<br />

Um die lieb gewonnene Vorort-Idylle wiederherzustellen,<br />

setzen sie alles daran, die Störenfriede so schnell wie möglich<br />

aus der Nachbarschaft zu vertreiben. Ein wahnwitziger und<br />

äußerst unterhaltsamer Kleinkrieg entbrennt. (Seite 70)<br />

15.05. Kino-Start | Godzilla <strong>–</strong> Das bekannteste<br />

Monster der Filmgeschichte ist zurück! Durch<br />

einen Atombomben-Test wecken Wissenschaftler<br />

die riesige Urzeit-Echse Godzilla und bringen<br />

damit die Existenz des gesamten Planeten in<br />

Gefahr. Breaking Bad-Star Bryan Cranston ist als<br />

Nuklear-Physiker mit von der Partie. (Seite 66)<br />

29.05. Kino-Start | Edge of Tomorrow <strong>–</strong> Major Bill Cage<br />

(Tom Cruise) wird ohne Vorwarnung gegen eine Alieninvasion<br />

in den Kampf geschickt. Bereits nach kurzer Zeit fällt er in<br />

der Schlacht, landet aber in einer mysteriösen Zeitschleife<br />

und muss das grausame Gefecht fortan immer wieder<br />

durchleben. Mit jedem neuen Anlauf lernt Cage allerdings<br />

dazu und die Chancen auf einen Sieg steigen.<br />

06/14<br />

Do 1<br />

Fr 2<br />

Sa 3<br />

So 4<br />

Mo 5<br />

Di 6<br />

Mi 7<br />

Do 8<br />

Fr 9<br />

Sa 10<br />

So 11<br />

Mo 12<br />

Di 13<br />

Mi 14<br />

Do 15<br />

Fr 16<br />

Sa 17<br />

So 18<br />

Mo 19<br />

Di 20<br />

Mi 21<br />

Do 22<br />

Fr 23<br />

Sa 24<br />

So 25<br />

Mo 26<br />

Di 27<br />

Mi 28<br />

Do 29<br />

Fr 30<br />

Sa 31<br />

08.05. DVD- und Blu-ray-Start | Fack ju Göhte <strong>–</strong> Auf der Suche nach seiner vergrabenen<br />

Diebesbeute muss der Ex-Häftling Zeki (Elyas M’Barek) feststellen, dass während<br />

seiner Haftstrafe über dem Versteck die neue Turnhalle einer Schule erbaut<br />

wurde. Kurzerhand bewirbt er sich als Aushilfslehrer, um irgendwie wieder an das<br />

Geld zu gelangen. Dabei machen ihm nicht nur die geheim zu haltenden Suchaktionen,<br />

sondern auch die ihm anvertraute Chaosklasse zu schaffen. (Seite 80)<br />

08.05. Eröffnung | Teufel Flagship Store Berlin <strong>–</strong> Am<br />

8. Mai öffnet der Audiohersteller Teufel die Pforten seines<br />

ersten, 160 Quadratmeter großen Flagship Stores im<br />

Berliner Bikini-Haus. Dort finden Klangbegeisterte nicht<br />

nur eine große Auswahl an Sound-Zubehör, sondern auch<br />

ein Vorführkino zum ausgiebigen Probehören.<br />

16.05. DVD- und Blu-ray-Start | 12 Years a Slave <strong>–</strong><br />

Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) lebt ein einfaches, aber<br />

glückliches Leben als freier schwarzer Bürger im Amerika<br />

des Jahres 1841. Eines Abends wird der unbescholtene<br />

junge Mann von zwei Unbekannten entführt, in die Sklaverei<br />

verkauft und muss fortan unter schrecklichen Bedingungen<br />

Schwerstarbeit verrichten. Das Drama wurde<br />

dieses Jahr mit drei Oscars ausgezeichnet. (Seite 78)<br />

29.05. Kino-Start | Maleficent <strong>–</strong> Die dunkle Fee <strong>–</strong> Als<br />

die Harmonie im Königreich der jungen Maleficent (Angelina<br />

Jolie) durch den Einmarsch einer feindlichen Armee<br />

bedroht wird, sinnt die dunkle Fee auf Rache. Die Handlung<br />

des fantasievoll gestalteten Dramas basiert auf Walt<br />

Disneys Märchen-Klassiker Dornröschen.<br />

30.05. DVD- und Blu-ray-Start | Nebraska <strong>–</strong> In einem<br />

Werbeschreiben wird dem dementen Rentner Woody Grant<br />

(Bruce Dern) ein Gewinn in Höhe von einer Million Dollar<br />

versprochen. Egal wie sehr ihm seine Mitmenschen zu<br />

erklären versuchen, dass es sich dabei um simple Bauernfängerei<br />

handelt, der alte Mann ist fest dazu entschlossen,<br />

sich im weit entfernten Nebraska den Gewinn abzuholen.<br />

27.05. <strong>Spiele</strong>-Neuerscheinung | Watch Dogs <strong>–</strong> PC,<br />

PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One <strong>–</strong> Mit sechsmonatiger<br />

Verspätung erscheint nun das lang erwartete<br />

Open-World-Spiel aus dem Hause Ubisoft. Der <strong>Spiele</strong>r<br />

kontrolliert die <strong>Technik</strong> einer gesamten Stadt und kann<br />

beispielsweise Ampeln oder Kameras hacken.<br />

30.05. DVD- und Blu-ray-Start | The Wolf of<br />

Wall Street <strong>–</strong> Wer hoch fliegt, fällt tief. So<br />

auch der erfolgreiche Börsenmakler Jordan<br />

Belford (Leonardo DiCaprio), dessen einst<br />

sorgenfreies Leben in New Yorks High Society<br />

zunehmend von Korruption und bundesstaatlichen<br />

Ermittlungen dominiert wird. (Seite 76)


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Peter Jackson setzt seine Saga<br />

von Mittelerde fort und präsentiert<br />

in Der Hobbit: Smaugs<br />

Einöde die Abenteuer von Bilbo<br />

Beutlin, der seine epische<br />

Mission fortführt: Zusammen<br />

mit Zauberer Gandalf und 13<br />

Zwergen unter der Führung von<br />

Thorin Eichenschild versucht<br />

er, das verlorene Zwergenreich<br />

Erebor zu befreien.<br />

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Der neue Abonnent war in den letzten 12 Monaten nicht Abonnent der <strong>SFT</strong>. Das Abo gilt für mindestens 12<br />

Ausgaben und kann danach jederzeit mit einer Frist von 3 Monaten zum Monatsende schriftlich gekündigt<br />

werden. Die Prämie geht erst nach Bezahlung der Rechnung zu. Das Abo-Angebot gilt nur für <strong>SFT</strong>.<br />

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Bequem per Bankeinzug (Prämienlieferzeit in D ca. 2-3 Wochen)<br />

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SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 20355 Hamburg,<br />

Gläubiger-Identifikationsnummer DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto<br />

mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb<br />

GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir separat mitgeteilt. Hinweis:<br />

Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten<br />

Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

1151485<br />

!


Aktuell<br />

Keine sichtbaren Boxen und trotzdem satter Sound:<br />

Das 3.1-System nebst Steuerzentrale ist hinter einer<br />

Klappe im schicken Sideboard versteckt.<br />

Teufel<br />

im Schrank<br />

Aktuell Die Möbelmanufaktur<br />

Hülsta bringt in Kooperation<br />

mit den Audioexperten von<br />

Teufel neue Soundmöbel für<br />

satten Kinosound.<br />

Hinter der mit Stoff bezogenen Klappe<br />

des Hülsta-Sideboards verbirgt sich<br />

teuflische Audiotechnik. Die 3.1-Konfiguration<br />

(zwei Frontsatelliten, Center und Subwoofer)<br />

lässt sich auf Wunsch zum vollwertigen<br />

Surroundsystem ausbauen. Die als Zubehör<br />

erhältlichen Rear-Speaker nehmen drahtlos<br />

Kontakt zur Zentrale auf. Neben etlichen analogen<br />

Schnittstellen bietet die Steuereinheit<br />

drei HDMI-Eingänge und ein integriertes Radio.<br />

Damit der Anschluss von Zuspielern und TV<br />

möglichst unkompliziert vonstattengeht, ist die<br />

Verstärkereinheit auf Schienen montiert und<br />

lässt sich bei Bedarf einfach hervorziehen. Für<br />

einen optimalen Klang sind die Lautsprecher<br />

speziell an das Möbel angepasst und der Subwoofer<br />

entkoppelt. Ob die beiden deutschen<br />

Firmen das erklärte Ziel ihrer Zusammenarbeit<br />

<strong>–</strong> perfekter Klang in einem perfekten Möbel <strong>–</strong><br />

erreicht haben, können Sie bei einem von 200<br />

Hülsta-Händlern selber beurteilen (Händlerliste<br />

auf www.teufel.de/huelsta). (fw)<br />

12 www.spielefilmetechnik.de 05/14


<strong>Magazin</strong> AKTUELL<br />

+++ informationshunger Laut einer im Auftrag von HTC durchgeführten Studie bringt<br />

die ständige Verfügbarkeit aktueller Nachrichten eine aufgeklärtere Gesellschaft mit sich.<br />

So fühlen sich 72 Prozent der 10.000 Befragten umfassender informiert, weil Nachrichten<br />

durch mobile News-Dienste stets verfügbar sind. +++ mobiler tv-himmel Ab sofort erhalten<br />

Sky-Kunden kostenlos zu ihrem Abo den mobilen Service Sky Go. Der Dienst ermöglicht<br />

es, das Programm des Bezahlsenders auf Mobilgeräte oder Konsolen zu streamen.<br />

Potente Gaming-Flunder<br />

Web: www.msi.com Preis (UVP): € 1.500<br />

Die meisten All-in-one-PCs sind hardwaretechnisch nur bedingt<br />

für grafisch anspruchsvolle <strong>Spiele</strong> gerüstet. Auf der Cebit 2013<br />

präsentierte MSI das erste Kompaktsystem, das aufgrund seiner<br />

<strong>stark</strong>en Ausstattung insbesondere die Gaming-Fans anspricht.<br />

Nun erweitert das Unternehmen sein spieletaugliches All-in-one-<br />

Angebot um das neue Modell AG240. Dieses fährt mit Intel-i7-Prozessor,<br />

acht Gigabyte Arbeitsspeicher und der leistungs<strong>stark</strong>en<br />

Nvidia Geforce GTX860M ein beachtliches Maß an Gaming-Power<br />

auf. Der ein Terabyte große Festplattenspeicher sowie das<br />

reflexions arme, 23,6 Zoll große Full-HD-Display mit augenschonender<br />

Anti-Flicker-<strong>Technik</strong> vervollständigen das schlanke PC-System.<br />

Trotz geballter <strong>Technik</strong> ist das Gehäuse des All-in-one-Rechners<br />

nur 3,3 Zentimeter dick und nimmt dementsprechend wenig<br />

Platz auf dem Schreibtisch weg. In Deutschland wird der MSI<br />

AG240 ab Juni für einen Preis von 1.500 Euro erhältlich sein.<br />

First Look: Sony Xperia Z2<br />

Web: www.sony.de Preis (UVP): € 680<br />

Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns noch Sonys neues Flaggschiff-<strong>Smart</strong>phone<br />

Xperia Z2. Wir haben den Nachfolger unseres ehemaligen Android-Spitzenreiters natürlich<br />

gleich ausprobiert und wollen Ihnen unsere ersten Eindrücke nicht vorenthalten.<br />

Äußerlich hat sich wenig getan, das Gehäuse ist minimal größer, da das Display von<br />

5 auf 5,2 Zoll gewachsen ist. Außerdem sind die seitlichen Streifen am Gerät jetzt<br />

silber und nicht länger schwarz. Selbstverständlich kommt auch beim Z2 wieder die<br />

Kombination aus Metallgehäuse und Mineralglasrückseite zum Einsatz, die sich sehr<br />

hochwertig anfühlt, aber auch ein nicht gerade geringes Gewicht von 164 Gramm auf<br />

die Waage bringt. Negativ aufgefallen sind uns die Rahmenkanten, die deutlich schärfer<br />

sind als noch beim Vorgänger. Genau wie alle Schwestermodelle ist das Z2 außerdem<br />

wieder vor Spritzwasser, Staub und Schmutz geschützt. Auch abseits des Displays<br />

wurde die Hardware etwas aufgebessert: Als CPU kommt beim Z2 wie beim One<br />

(M8) und Samsungs Galaxy S5 (Tests ab Seite 22) jetzt Qualcomms Snapdragon 801<br />

zum Einsatz (Taktung 2,3 GHz), die Akku-Kapazität ist von 3.000 auf 3.200 mAh gewachsen.<br />

Im Gegensatz zu den oben genannten Konkurrenten hat Sony auch den<br />

RAM seines neuen Flaggschiffs von zwei auf drei Gigabyte vergrößert. In pucto Bedienung<br />

gab es beim ersten Ausprobieren nichts zu meckern, die Nutzeroberfläche<br />

scrollt flüssig und auch beim <strong>Spiele</strong>n oder Browsen zeigte sich das Z2 jederzeit sehr<br />

performant. Ob das reicht, um unseren frischgebackenen neuen Android-König HTC<br />

One (M8) schon wieder vom Thron zu verdrängen, klären wir<br />

im großen Test in der nächsten <strong>SFT</strong>-Ausgabe.<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 13


AKTUELL<br />

<strong>Magazin</strong><br />

+++ Google is watching you Der Suchmaschinenkonzern will sich ein Patent für eine<br />

Kontaktlinse mit integrierter Kamera sichern. Ein beängstigendes Konzept, auch wenn die<br />

technische Umsetzung noch schwer vorstellbar ist. +++ Amazonfon Versandriese Amazon<br />

arbeitet angeblich an einem <strong>Smart</strong>phone mit sechs (!) integrierten Kameras. Bei vier davon<br />

handelt es sich um spezielle Infrarotkameras, die durchgehend die Augenbewegung des<br />

Nutzers verfolgen und dadurch einen speziellen 3D-Effekt auf dem Display erzeugen.<br />

Limitierter Luftikus<br />

Web: www.parrot.de Preis (UVP): € 350<br />

Pünktlich zur Schönwettersaison bietet Parrot den Quadrocopter A.R.<br />

Drone 2.0 im Bundle mit GPS-Modul an. Die zusätzlichen Positionsdaten<br />

sorgen nicht nur für eine noch stabiliere Fluglage, sondern ermöglichen<br />

auch coole neue Funktionen. So kann die Drohne automatisch zum<br />

Startpunkt zurückkehren und Flugziele lassen sich auf einer Satellitenkarte<br />

auswählen. A.R.-Drone-Veteranen können gar mit zusätzlicher<br />

Software ganze Flugrouten mit mehreren Wegpunkten planen. Fliegen<br />

ist aber nur der halbe Spaß. Wer zusätzlich einen USB-Speicher anschließt,<br />

kann bis zu zwei Stunden HD-Videomaterial der 720p-Kamera<br />

in der Nase der Drohne speichern. Das eröffnet ganz neue Perspektiven.<br />

Da das GPS-Modul auch als Blackbox fungiert, erleben Sie Ihre Flüge<br />

am Rechner in einer 3D-Ansicht nochmals. Durch das Bundle sparen<br />

Sie circa 50 Euro gegenüber den Einzelpreisen (Drohne + GPS-Modul).<br />

Exquisiter Edel-Sound<br />

Web: www.ultrasone.de<br />

Preis (UVP): € 3.500 (Edition 5), € 650 (IQ), € 1.300 (Edition 12)<br />

Auf der Hi-Fi-Fachmesse High End 2014 präsentiert<br />

Ultrasone seine aktuelle Generation hochqualitativer<br />

Manufaktur-Kopfhörer: Der edle, auf 555 Exemplare<br />

limitierte On-Ear Edition 5 schafft durch die neuartige<br />

S-Logic-Technologie ein besonders klares und<br />

wesentlich räumlicheres Hörerlebnis. Die dafür verwendeten<br />

40-Millimeter-Schallwandler werden in<br />

Handarbeit aus Titan gefertigt. Auch das Edel-Modell<br />

Edition 12 ist mit der neuen Sound-<strong>Technik</strong> ausgestattet<br />

und wird von den bayerischen Audio-Spezialisten<br />

ebenfalls handgefertigt. Fans von In-Ear-Ohrhörern<br />

kommen zudem mit dem IQ auf ihre Kosten.<br />

Das High-End-Modell basiert auf einem Hybrid-Treiberkonzept,<br />

das ein besonders breites Frequenzspektrum<br />

abdeckt. Zu sehen ist das hochpreisige<br />

Audio-Ensemble vom 15. bis 18. Mai auf der High<br />

End in München. Dort können Interessenten die<br />

hochwertigen Produkte am Stand von Ultrasone ausprobieren<br />

und mit eigener Musik Probe hören.<br />

Ultrasone hat mit der limitierten<br />

Edition 5 ein besonders edles<br />

Stück Audio-<strong>Technik</strong> im Sortiment.<br />

Interessierte können auf<br />

der Fachmesse High End<br />

Probe hören.<br />

14 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Top-AngeboTe FÜR<br />

Top-MAgAzine!<br />

Feuriges Fernsehen<br />

Web: www.amazon.de Preis (UVP): noch nicht bekannt<br />

Mediaplayer sind in! Nachdem Google mit Chromecast (Test ab Seite 38) eine kompakte<br />

und vor allem günstige Variante auf den Markt gebracht hat, legt Amazon mit<br />

seiner Set-Top-Box Fire TV jetzt nach. Die spendiert Ihrem Fernseher nicht nur smarte<br />

Features wie Apps, <strong>Spiele</strong> oder einen Browser, sondern bietet obendrein auch<br />

Zugriff auf viele große Streaming-Portale, allen voran natürlich Amazons Instant Video.<br />

Auch Fire TV kann wie Chromecast per <strong>Smart</strong>phone-App gesteuert werden, zusätzlich<br />

legt Amazon der TV-Box aber auch eine herkömmliche Fernbedienung bei. Noch ist<br />

Fire TV nicht offiziell für Europa und Deutschland angekündigt, man darf jedoch fest<br />

davon ausgehen, dass der Mediaplayer auch hierzulande im Laufe des Jahres erscheinen<br />

wird. In den USA beträgt der offizielle Verkaufspreis 99 Dollar, der wahrscheinliche<br />

Verkaufspreis in Deutschland dürfte dementsprechend bei 99 Euro liegen.<br />

Robuste Minicam<br />

Web: www.toshiba.de Preis (UVP): € 280<br />

Toshiba möchte mit seiner Camileo X-Sports<br />

Sportscam den Actioncam-Vorreiter Gopro<br />

unter Druck setzen. Zumindest auf dem Papier<br />

lesen sich die Daten des kompakten <strong>Filme</strong>machers<br />

sehr ordentlich, denn die Camileo<br />

macht dank 12-Megapixel-CMOS-Sensor<br />

Full-HD-Videos mit bis zu 60 FPS und speichert<br />

außerdem natürlich auch Fotos. Im Gegensatz<br />

zur Gopro hat die Toshiba auch ein Display,<br />

sodass Sie Ihre Aufnahmen direkt auf dem Gerät begutachten<br />

können und diese nicht erst auf Rechner,<br />

Tablet oder <strong>Smart</strong>phone kopieren müssen. Besonders lobenswert<br />

ist, dass Toshiba gleich eine große Menge an Zubehör<br />

mitliefert, darunter neben diversen Halterungen auch ein<br />

wasserdichtes Gehäuse (60 m) sowie eine Fernbedienung.<br />

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bevor sie im Handel erhältlich ist!<br />

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AKTUELL<br />

<strong>Magazin</strong><br />

Frische Fenster-Front<br />

Auf der diesjährigen Build-Entwicklerkonferenz präsentierte<br />

Microsoft die neue Version des <strong>Smart</strong>phone-Betriebssystems<br />

Windows Phone. Auf der<br />

Wunschliste vieler Nutzer stand sicherlich das neue<br />

Action Center, das bei Android und iOS längst gang<br />

und gäbe ist. Mit dem OS-Update sehen nun auch<br />

Windows-Phone-User ihre Benachrichtigungen in<br />

der Statusleiste. Auch optisch hat sich etwas getan:<br />

So kann man die Kacheln des Homescreens<br />

nun mit einem frei wählbaren Hintergrundbild unterlegen.<br />

Vieltipper freuen sich insbesondere über<br />

die neue Word-Flow-Tastatur. Diese beherrscht<br />

nun Wischeingaben, wie man sie bereits von einigen<br />

Keyboard-Apps wie Swype kennt. Mit der<br />

neuen <strong>Technik</strong> soll ein extrem hohes Schreibtempo<br />

möglich sein. Das Highlight unter den neuen<br />

Features ist für viele dennoch der neue<br />

Sprachassistent Cortana. Per Sprach- oder<br />

Text eingabe lassen sich beispielsweise Erinnerungen<br />

erstellen oder das Wetter abrufen. Mit<br />

der Zeit lernt die künstliche Intelligenz ihren<br />

Nutzer immer besser kennen und stellt persönlich<br />

zugeschnittene Informationen bereit.<br />

Windows Phone 8.1 erscheint im Sommer für<br />

alle Nutzer von Windows Phone 8. Auf den<br />

drei neuen Nokia-<strong>Smart</strong>phones Lumia 630, 635<br />

und 930 ist das Update bereits vorinstalliert.<br />

Der Homescreen kommt durch das neue Wallpaper-<br />

Feature in einem völlig neuen, frischen Look daher:<br />

Nutzer können ein eigenes Bild als Hintergrund wählen,<br />

das in einem schicken Mosaik-Muster dargestellt wird.<br />

Die LG Watch ähnelt äußerlich Sonys <strong>Smart</strong> Watch, setzt im Gegensatz<br />

zu dieser aber auf Android Wear. Der Optik nach dürfte die<br />

Bedienung hauptsächlich über das Display erfolgen, Hardware-Tasten<br />

waren auf den bisher veröffentlichten Bildern nicht zu sehen.<br />

Motorolas Moto 360 setzt auf ein klassisches rundes<br />

Design gepaart mit einer Hardware-Taste. Im Vergleich<br />

zu bisherigen <strong>Smart</strong>watches ist das endlich<br />

ein erfrischend neuer Ansatz.<br />

Robo-Uhren<br />

Web: www.android.de Preis: noch nicht bekannt<br />

Google hat mit Android Wear eine speziell<br />

auf <strong>Smart</strong>watches zugeschnittene<br />

Version seines Betriebssystems vorgestellt.<br />

Wie alle Wearable-Systeme legt<br />

auch Android Wear großen Wert auf<br />

Fitness und kann in Echtzeit Daten zu<br />

Geschwindigkeit und Bewegung verarbeiten,<br />

auch Sprach- und Mediensteuerung<br />

sowie der Empfang und das<br />

Anzeigen von Benachrichtigungen sind<br />

mit der Android-Variante möglich. Mit<br />

Motorola und LG haben zwei Hersteller<br />

erste Geräte mit Android Wear angekündigt,<br />

die beide noch im Laufe dieses<br />

Jahres erscheinen sollen. Besonders<br />

Motorolas Moto 360 gefällt uns<br />

optisch richtig gut und verspricht zumindest<br />

auf dem Papier einen neuen<br />

Ansatz im Vergleich zu bisherigen<br />

<strong>Smart</strong>watches.<br />

16 www.spielefilmetechnik.de 05/14


<strong>Magazin</strong> AKTUELL<br />

+++ Goodbye XP Am 8. April 2014 endete offiziell der<br />

Support für Windows XP. Das bedeutet, dass Microsoft<br />

künftig keine Updates mehr zur Verfügung stellen wird.<br />

Sollten Sie nach wie vor XP im Einsatz haben, raten wir<br />

dringend zu einem Wechsel auf eine neuere Windows-Version<br />

+++ Netflix is coming Der amerikanische Video-on-Demand-Anbieter<br />

Netflix soll im September endlich<br />

auch in Deutschland an den Start gehen.<br />

Allzeit einsatzbereit<br />

Web: www.autographer.com Preis (UVP): € 270<br />

Autographer ist eine spezielle Actioncam, die auf Wunsch Ihren gesamten<br />

Tagesablauf mitfilmen und -fotografieren kann. Im Inneren der<br />

kompakten Knipse arbeiten fünf Sensoren, die Licht, Bewegung, Ausrichtung,<br />

Farbe und Temperatur wahrnehmen und anhand der Auswertung<br />

dieser Daten den perfekten Moment fürs nächste Foto wählen.<br />

Die Aufnahme geschieht auf Wunsch komplett automatisch, natürlich<br />

können Sie aber auch manuell auslösen oder bestimmte Zeitintervalle<br />

(etwa für Timelapse) festlegen. Videos speichert die Cam in Full HD,<br />

Fotos mit einer Auflösung von 5 Megapixeln. Zusätzlich hat Autographer<br />

auch GPS zum Abspeichern von Ortsinformationen sowie ein<br />

Bluetooth-Modul zum Verbinden mit dem <strong>Smart</strong>phone an Bord. Seit<br />

Kurzem ist Autographer auch hierzulande erhältlich, der Preis liegt bei<br />

stolzen 270 Euro.<br />

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01/14 www.spielefilmetechnik.de 17


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lesen Sie, wie gut<br />

die Newcomer wirklich sind.<br />

Zwei brandneue Superandroiden <strong>–</strong><br />

Samsungs Galaxy S5 und HTCs One<br />

(M8) <strong>–</strong> erheben Anspruch auf den <strong>Smart</strong>phone-Thron.<br />

Dabei wollen die beiden Hersteller<br />

mit völlig unterschiedlichen Eigenschaften<br />

die Regentschaft sichern. Samsung setzt voll<br />

auf Fitness und spendiert dem S5 einen Pulsmesser.<br />

HTC schickt seinen Anwärter im soliden<br />

Alugewand in den Kampf. Wir haben unsere<br />

Entscheidung gefällt, das Duell ist jedoch<br />

denkbar knapp ausgegangen. Ab Seite 30 können<br />

Sie Punkt für Punkt nachvollziehen, wie wir<br />

zu unserem Eregbnis gekommen sind. Auf die<br />

<strong>Smart</strong>phone-Elite folgen zwei Tablet-Highlights.<br />

Während Sony mit dem Xperia Tablet Z2 eher<br />

Produktpflege betreibt, wagt sich Samsung mit<br />

dem ersten Note Pro auf neues Territorium. Mit<br />

großem 12,2-Zoll-Display und coolem Multitasking<br />

will das Samsung-Tablet ganz offensichtlich<br />

Notebook-Nutzer abwerben. Unser<br />

Test zeigt, ob der Tablet-Riese wirklich für<br />

Profi-Anwender geeignet ist. Für Sie muss es<br />

ein vollwertiger Rechner sein? Dann empfehlen<br />

wir den Blick auf eines der schönsten Ultrabooks,<br />

das in Alu gehüllte Kira von Toshiba mit<br />

Touchscreen. (fw)<br />

20 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Titelthema: Mobile Neuheiten im Test TECHNIK<br />

Fotos: Thomas Riese, Oliver Karl<br />

INHALT<br />

<strong>Smart</strong>phone HTC One (M8)................... 22<br />

<strong>Smart</strong>phone Samsung Galaxy S5.......... 26<br />

Wertungsvergleich <strong>Smart</strong>phones ........ 30<br />

Tablet Samsung Galaxy Note Pro 12.2... 32<br />

Tablet Sony Xperia Tablet Z2.................. 34<br />

Ultrabook Toshiba Kira-101................... 36<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 21


TECHNIK<br />

Titelthema: <strong>Smart</strong>phone HTC One<br />

Eins wie keins<br />

<strong>Smart</strong>phone Auch in diesem Jahr ist<br />

das One wieder das schönste Android-<strong>Smart</strong>phone<br />

auf dem Markt. Doch<br />

kann es auch abseits der hochwertigen<br />

Optik und Haptik überzeugen?<br />

Boom-Sound-Lautsprecher<br />

Obwohl die Boom-Sound-Lautsprecher des One (M8)<br />

keine Beats-Audio-Unterstützung mehr bieten, gefallen<br />

sie uns klanglich sogar noch einen Tick besser als beim<br />

Vorjahresmodell. Die Maximallautstärke wurde um ein<br />

ganzes Stück angehoben, sodass sich kleine Räume<br />

problemlos beschallen lassen. Die Klangqualität liegt<br />

locker auf dem Niveau von Einsteiger-Bluetooth-Speakern.<br />

Die zugehörige Musik-App bietet außerdem wie<br />

schon im letzten Jahr zahlreiche clevere Features,<br />

darunter neben Visualisierungen auch das automatische<br />

Herunterladen und Anzeigen von Songtexten.<br />

Während HTC sein erstes One-<br />

Modell im letzten Jahr lange<br />

unter Verschluss halten konnte<br />

und kaum Infos vorab durchsickern ließ,<br />

waren diesmal eigentlich alle Features und<br />

Ausstattungsmerkmale der neuen Version<br />

vorab bekannt. Das größte Rätsel war der<br />

Name, der entgegen einiger Gerüchte<br />

weder „the all new One“ noch „One 2“<br />

lautet, sondern wie bisher einfach nur<br />

One. Zur Differenzierung gegenüber dem<br />

Vorjahresmodell wird zusätzlich in Klammern<br />

die Produktbezeichnung M8 angegeben,<br />

während die alte Version ab sofort<br />

One (M7) heißt.<br />

Das schönste Android-<strong>Smart</strong>phone<br />

Genau wie das erste Modell setzt auch<br />

das neue One wieder auf ein hochwertiges<br />

Aluminiumgehäuse, das in diesem<br />

Jahr in den Farben Grau (Gunmetal<br />

Gray), Silber (Glacial Silver) und Gold<br />

(Amber Gold) erhältlich ist. In puncto<br />

Haptik gibt es kein anderes Android-<br />

Gerät, das dem neuen One das Wasser<br />

reichen kann. Lediglich Asus’ New Padfone<br />

A86 (ebenfalls Alu) sowie Sonys<br />

Xperia Z1 (Mineralglas) verwenden ähnlich<br />

hochwertige Materialien, fühlen sich<br />

aber nicht ganz so gut verarbeitet an wie<br />

HTCs Spitzenmodell. Das Design fällt<br />

beim M8 noch einen Tick runder aus als<br />

beim M7, denn dieses wies hier und da<br />

noch eine scharfe Kante oder minimale<br />

Spaltmaße auf, die beim aktuellen Modell<br />

der Vergangenheit angehören. Das ganze<br />

Gerät ist wie aus einem Guss, die minimalen<br />

Plastikstreifen auf der Rückseite,<br />

in die die Mobilfunkantennen eingearbeitet<br />

sind, verschmelzen nahtlos mit dem<br />

22 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Titelthema: <strong>Smart</strong>phone HTC One TECHNIK<br />

Design. Einige kleine Nachteile hat das<br />

hochwertige Metallgehäuse allerdings,<br />

denn zum einen können Sie den Akku<br />

nicht selbst wechseln, zum anderen ist<br />

das One (M8) mit 160 Gramm nicht gerade<br />

ein Leichtgewicht. Außerdem sind<br />

sowohl die Rückseite als auch der seitliche<br />

Rahmen sehr glatt, weshalb man das<br />

Gerät stets gut festhalten sollte. Apropos<br />

seitlicher Rahmen: Dort findet sich neben<br />

dem Einschub für die Nano-SIM in diesem<br />

Jahr endlich auch ein Micro-SD-Steckplatz,<br />

HTC hat sich die Kritik also zu Herzen<br />

genommen. Übrigens sind auch die<br />

tollen Boom-Sound-Stereolautsprecher<br />

wieder an Bord, alle Infos zu diesen finden<br />

Sie im Kasten auf der linken Seite.<br />

Hardware auf Top-Niveau<br />

Die inneren Werte des One (M8) stehen<br />

dem hochwertigen Gehäuse in nichts<br />

nach, HTC verbaut alles, was ein Flaggschiff-<strong>Smart</strong>phone<br />

braucht. Dazu gehört<br />

natürlich ein hochauflösendes Full-HD-<br />

Display, das beim neuen Modell 5 Zoll<br />

misst <strong>–</strong> und nicht länger 4,7 wie beim One<br />

(M7). Damit hat sich die Pixeldichte im Vergleich<br />

zum Vorgänger minimal verringert<br />

und liegt jetzt „nur“ noch bei 440 ppi statt<br />

468. Einzelne Bildpunkte können Sie mit<br />

bloßem Auge natürlich trotzdem nicht<br />

wahrnehmen. Tatsächlich wirkt der Bildschirm<br />

jederzeit gestochen scharf, kontrastreich<br />

und hat HTC-typisch einen<br />

äußerst guten Blickwinkel. Bei der<br />

Recheneinheit handelt es sich um die neueste<br />

Snapdragon-801-CPU (im Vorgänger<br />

lief noch ein Snapdragon 600). Bei unseren<br />

Benchmark-Tests lieferte der neue<br />

Qualcomm-Chip aber nur minimal bessere<br />

Ergebnisse als sein Vorgänger Snapdragon<br />

800, der in den meisten aktuellen<br />

High-End-Androiden steckt. Da aber auch<br />

der 800er schon rasend schnell arbeitete<br />

und genügend Leistung für egal welche<br />

Anwendung bot, gibt es am neuen Prozessor<br />

<strong>–</strong> mit Ausnahme der deutlich spürbaren<br />

Wärmeentwicklung unter Volllast <strong>–</strong><br />

nichts zu bemängeln. Abgerundet wird<br />

das Hardware-Paket von zwei Gigabyte<br />

RAM, 16 Gigabyte internem Speicher und<br />

einer Akkukapazität von 2.600 mAh. Während<br />

unseres Testzeitraums kamen wir mit<br />

einer Akkuladung locker durch den Tag, für<br />

intensive Nutzer steht außerdem ein Energiesparmodus<br />

bereit, der die Laufzeit<br />

Die Ultrapixel-Kamera<br />

1 Der größte Streitpunkt<br />

am neuen One<br />

(M8) bleibt die Kamera,<br />

die nach wie vor<br />

nur mit 4,1 Megapixeln<br />

auflöst. Das fällt<br />

beim Betrachten des<br />

Bilds in der Totalen (1)<br />

2<br />

kaum auf, denn hier<br />

wirkt das Foto noch<br />

scharf, farbenfroh<br />

und detailliert. Bei der<br />

Vergrößerung (2) hingenen<br />

wird schnell<br />

deutlich, dass aufgrund<br />

der niedrigen<br />

3<br />

Auflösung Details<br />

verschwimmen oder<br />

schlichtweg nicht<br />

vorhanden sind.<br />

Immerhin: In puncto<br />

Bildrauschen schlägt<br />

sich die Ultrapixel-<br />

Knipse des M8 hervorragend, denn selbst Fotos mit einer<br />

Empfindlichkeit von ISO 800 wiesen nur wenig Grießeln auf<br />

(3). Die Abbildung einer Lowlight-Aufnahme haben wir uns<br />

dagegen gespart, denn auf dieser war selbst auf Bildern,<br />

die mit dem Nacht- oder HDR-Modus geschossen wurden,<br />

das Motiv kaum noch zu erkennen. In diesem Bereich liefern<br />

die Handykameras anderer Hersteller (beispielsweise<br />

Nokia) deutlich bessere Ergebnisse.<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 23


TECHNIK<br />

Titelthema: <strong>Smart</strong>phone HTC One<br />

durch abschaltbare Optionen noch einmal<br />

verbessert. Für ganz kritische Situationen<br />

gibt es obendrein einen sogenannten<br />

Ultra-Power-Saving-Mode. Der reduziert<br />

die Telefonfunktionen auf ein Minimum<br />

(SMS, E-Mail, Anrufe) und schont die Batterie<br />

zusätzlich, sodass Ihnen auch fernab<br />

jeglicher Steckdosen nie der Saft ausgehen<br />

dürfte. Das mitgelieferte Ladegerät besitzt<br />

übrigens ein cleveres Schnelllade-Feature,<br />

dank dem es das One innerhalb von rund<br />

einer Stunde bis auf 80 Prozent Ladung auflädt.<br />

Sollten Sie also mal vergessen haben,<br />

Ihr Handy ans Stromnetz zu hängen, können<br />

Sie es so innerhalb kurzer Zeit auf genügend<br />

Ladung bringen, um in Verbindung mit dem<br />

Energiesparmodus trotzdem locker durch<br />

den Tag zu kommen.<br />

Ultrawenige Megapixel<br />

Schon beim Vormodell sorgte die Ultrapixel-<br />

Kamera für Diskussionen, die auch beim<br />

One (M8) wieder zum Einsatz kommt. Dabei<br />

handelt es sich um eine Kamera mit einer<br />

effektiven Auflösung von nur 4,1 Megapixeln.<br />

Da diesen Pixeln auf dem Sensor deutlich<br />

mehr Platz zur Verfügung steht als bei<br />

Dot-View-Case<br />

Die von HTC selbst hergestellte und angebotene Dot-View-Hülle schaut auf den ersten Blick sehr<br />

simpel aus, bietet aber ein cleveres Feature. Das Handy zeigt nämlich beim Doppeltipp auf das<br />

geschlossene Cover einen speziellen Lockscreen an, der neben der aktuellen Uhrzeit auch über<br />

Temperatur oder eingegangene Benachrichtigungen informiert. Bei eingehenden Anrufen müssen<br />

Sie das Cover nicht öffnen, zum Annehmen des Telefonats genügt es, wenn Sie Handy samt Hülle<br />

ans Ohr halten. Die Sprachwahl lässt sich ebenfalls ohne Öffnen des Covers starten, indem Sie<br />

einmalig mit dem Finger von oben nach unten streichen. Die schlechte Nachricht zum Schluss: Mit<br />

einem Preis von stolzen 40 Euro ist die Dot-View-Hülle nicht gerade günstig.<br />

höher auflösenden Knipsen, sollen sie mehr<br />

Licht aufnehmen können und für bessere<br />

Lowlight-Aufnahmen und weniger Bildrauschen<br />

sorgen. Zumindest Letzteres trifft zu,<br />

denn bis zu einer Empfindlichkeit von ISO<br />

800 waren unsere Testaufnahmen (Kasten<br />

auf Seite 23) ordentlich scharf, ein Grießeln<br />

war nicht zu erkennen. Von einer besseren<br />

Schwachlicht-Leistung kann dagegen nicht<br />

die Rede sein, denn egal ob wir den Nacht-,<br />

HDR- oder Automatikmodus probierten, auf<br />

unseren Lowlight-Fotos war vom Motiv<br />

kaum noch etwas zu erkennen. Dazu kommt<br />

die sehr geringe Auflösung, die besonders<br />

beim vergrößerten Betrachten auf dem PC<br />

deutlich wird, wo Details schnell unscharf<br />

werden oder gar nicht mehr zu erkennen<br />

sind. Da hilft es auch nicht, dass HTC seiner<br />

Kamera eine neue Zusatzlinse (Duo Camera)<br />

zur Seite stellt, bei der es sich quasi um eine<br />

Art Tiefensensor handelt. Mit diesem können<br />

Sie beim Bearbeiten der Bilder verschiedene<br />

Effekte einfügen oder auch den Fokuspunkt<br />

nachträglich verändern (Kasten unten<br />

links). Auch wenn das nette Features sind,<br />

müssen wir bezüglich der Ultrapixel-Kamera<br />

unsere Testaussage vom letzten Jahr<br />

wiederholen: Für gelegentliche Fotos,<br />

So cial-Media-Uploads und zum Betrachten<br />

auf dem <strong>Smart</strong>phone-Display reicht die<br />

Qualität locker aus. Menschen, die sehr viel<br />

mit dem Handy fotografieren und manche<br />

Aufnahmen vielleicht sogar drucken lassen<br />

wollen, werden mit der Ultrapixel-Knipse<br />

aber nicht glücklich werden. Ein interessantes<br />

Detail am Rande: Die Frontkamera löst<br />

mit üppigen fünf Megapixeln und damit<br />

effektiv höher als die Hauptkamera auf <strong>–</strong><br />

jedoch ohne die Ultrapixel-Technologie zu<br />

unterstützen.<br />

Clevere Bedienung, viele Features<br />

Features der Duo Camera<br />

Oben im Bild sehen Sie schon das wohl interessanteste Feature der Duo Camera, nämlich die sogenannte<br />

Ufocus-Funktion. Mit dieser dürfen Sie nach der Aufnahme eines Bildes nachträglich den Fokuspunkt per Fingertipp<br />

verändern, genau wie es beispielsweise die Lichtfeldkamera Lytro kann. Die zweite Linse ermöglicht<br />

aber auch noch einige weitere clevere Bearbeitungsoptionen, so können Sie zum Beispiel Bilder mit einem<br />

Tiefeneffekt versehen, Personen automatisch freistellen und in ein anderes Foto einfügen oder auch Aufnahmen<br />

mit hübschen Unschärfe-Effekten (Bokeh) erstellen. Die aus dem letzten Jahr bereits bekannte Zoe-Funktion<br />

ist ebenfalls wieder an Bord. Ist diese aktiviert, speichert das Handy statt eines Bilds einen kurzen Videoclip.<br />

Das erzeugt beim Betrachten der Galerie einen coolen Effekt und erinnert an die Live-Kacheln von Microsofts<br />

Windows-8-Betriebssystem. Auch neben der Fotolinse gibt es eine Veränderung: Das One (M8) hat ähnlich wie<br />

Apples iPhone 5S einen Dual-LED-Blitz, der beim Aufhellen der Fotos für natürlichere Hautfarben sorgt.<br />

HTC hat seine Sense-Oberfläche für sein<br />

neues Flaggschiff auf Version 6 aktualisiert<br />

und wieder allerlei neue Features eingebaut.<br />

Nach wie vor mit dabei ist Blinkfeed, eine<br />

personalisierbare News-Seite, die einen<br />

der Homescreens ersetzt. In der neuesten<br />

Ausgabe lässt diese sich nun deutlich<br />

stärker an die eigenen Wünschen anpassen<br />

als noch bei der Vorversion, sogar<br />

beliebige RSS-Feeds können fortan in die<br />

Newsliste integriert werden. Auf Wunsch<br />

lässt sich Blinkfeed mittlerweile aber<br />

auch komplett entfernen. Wer den<br />

Newsstream also nicht braucht, muss<br />

künftig nicht mehr auf einen zusätzlichen<br />

Homescreen verzichten. Ein sehr cleveres<br />

neues Feature sind die sogenannten<br />

24 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Titelthema: <strong>Smart</strong>phone HTC One TECHNIK<br />

Motion-Launch-Gesten. Mit diesen<br />

wecken Sie das Handy aus dem Standby-Modus,<br />

wobei das M8 sogar die Art<br />

der Geste erkennt: Ein Doppeltipp beispielsweise<br />

zeigt den Standard-Lockscreen,<br />

während ein Wischen von oben<br />

nach unten Sie direkt zur Sprachwahl<br />

bringt. Auch horizontale Fingerbewegungen<br />

werden erkannt. Noch hat jede dieser<br />

Gesten eine festgeschriebene Funktion<br />

(Launch auf Homescreen oder Blinkfeed),<br />

in der Zukunft sollen sich die<br />

Motion-Launch-Wischer laut HTC aber<br />

völlig frei konfigurieren lassen. Auch der<br />

vom One (M7) bekannte IR-Blaster ist<br />

wieder mit an Bord. Mit diesem kann das<br />

<strong>Smart</strong>phone als Universalfernbedienung<br />

für Ihr Heimkino fungieren. Die zugehörige<br />

Sense TV-App wurde außerdem<br />

gründlich überarbeitet und ist jetzt übersichtlicher<br />

und einfacher zu bedienen.<br />

Kaum Schwächen in der Praxis<br />

Im Alltagseinsatz schlägt sich das One<br />

(M8) nahezu perfekt. Besonders das<br />

praktische Aufwecken per Motion<br />

Launch sowie der stets aktuelle Blinkfeed<br />

haben uns sehr gut gefallen. Dazu kommt<br />

die überragende Performance, die Googles<br />

aktuelles Betriebssystem Kitkat<br />

(4.4.2) butterweich navigieren und scrollen<br />

lässt. <strong>Spiele</strong> liefen ohne jegliche Verzögerungen<br />

und auch nach längeren<br />

Zock-Sessions hatten wir stets noch<br />

genügend Akkuladung übrig. Die Boom-<br />

Sound-Lautsprecher reichen locker aus,<br />

um morgens im Bad mit gutem Klang<br />

Radio zu hören, außer Haus sollte man<br />

aber allein zum Wohle seiner Mitmenschen<br />

trotzdem lieber zu Ohrhörern greifen.<br />

Der einzige echte Schwachpunkt<br />

bleibt die Ultrapixel-Kamera. Bei dieser<br />

liegt es letztendlich im Auge des Betrachters,<br />

ob die Knipse für die persönlichen<br />

Bedürfnisse ausreicht oder nicht. Wenn<br />

Sie aber mit der niedrigen Foto-Auflösung<br />

leben können, ist das One (M8) das<br />

aktuell schönste, mit einer Hersteller-<br />

UVP von 680 Euro aber nicht gerade<br />

günstigste Android-<strong>Smart</strong>phone auf dem<br />

Markt. (ps)<br />

Features im Überblick<br />

Duo Camera<br />

Zweite Fotolinse, die Bildern einen Tiefeneffekt<br />

verleiht und unter anderem eine nachträgliche<br />

Fokus-Verschiebung erlaubt<br />

Ultrapixel-Technologie<br />

Durch großzügige Anordnung von nur 4,1 Megapixeln<br />

auf dem Kamerasensor können diese „Ultrapixel“<br />

mehr Licht aufnehmen. Die Folge ist geringeres<br />

Bildrauschen.<br />

Boom-Sound-Lautsprecher<br />

Speziell entwickelte Stereospeaker, die für sehr<br />

ordentlichen Klang sorgen<br />

Fitbit-App<br />

Eine Fitness-Tracker-App, die dank der integrierten<br />

Sensoren zum Beispiel Laufwege mitloggt und<br />

allerlei Statistiken ausrechnet, ganz ohne zusätzlich<br />

nötiges Zubehör<br />

Blinkfeed<br />

Ein Newsfeed, der auf Wunsch als Homescreen<br />

festgelegt werden kann. Die Inhalte lassen sich frei<br />

konfigurieren, auch RSS-Feeds, Kalender, Social<br />

Media und Co. können eingebunden werden.<br />

Motion Launch<br />

Durch Antippen oder Streichen über das Display<br />

lässt sich das One (M8) aus dem Stand-by wecken<br />

und startet direkt eine gewünschte Anwendung.<br />

IR-Blaster<br />

Dank eines integrierten Infrarot-Sensors kann das<br />

HTC-<strong>Smart</strong>phone als Universalfernbedienung fungieren.<br />

Die vorinstallierte Sense TV-App zeigt das aktuelle<br />

Programm und dient als Steuerungsanwendung.<br />

Fazit<br />

Während das One (M7) im letzten Jahr noch Begeisterungsstürme bei uns auslöste, fiel die Freude<br />

in diesem Jahr etwas gedämpfter aus. Das lag zum Großteil daran, dass beinahe alle Details über<br />

HTCs neues One-Modell bereits vorab durchgesickert waren und die Überraschungen deshalb komplett<br />

ausblieben. Ist das M8 deswegen ein schlechtes <strong>Smart</strong>phone? Mitnichten! Es ist eine konsequente<br />

Weiterentwicklung der Vorjahresversion und hat mit Motion Launch, dem überarbeiteten<br />

Blinkfeed, der verbesserten Sense TV-App sowie den noch einen Tick besser klingenden Boom-<br />

Sound-Lautsprechern sinnvolle Verbesserungen erhalten. Dazu kommt das notwendige Hardware-<br />

Update, bei dem in der neuen Version aber lediglich der schnellere Prozessor sowie die endlich<br />

integrierte Micro-SD-Schnittstelle hervorstechen. Das Display war auch beim Vormodell schon top<br />

und bot aufgrund der kleineren Diagonale sogar eine minimal höhere Pixeldichte. Besitzer der letzten<br />

Version müssen deshalb nicht zwingend upgraden, zumal auch Sense 6 sowie einige der Software-<br />

Features per Update auf das One (M7) kommen werden. Sollten Sie aber aktuell auf der Suche nach<br />

einem High-End-<strong>Smart</strong>phone sein und großen Wert auf Design und Verarbeitung legen, führt eigentlich<br />

kein Weg am One (M8) vorbei. Falls Sie hingegen ein ambitionierter Handyfotograf sind und sich<br />

schon im letzten Jahr nicht mit der Ultrapixel-Kamera anfreuden konnten, sollten Sie auch in diesem<br />

Jahr wieder einen Bogen um das neue HTC-Handy machen.<br />

Produktinfo HTC One (M8)<br />

Webseite www.htc.de<br />

Preis (UVP, Online) € 680, ab € 620<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

Mobilfunk<br />

5,0 Zoll (ca. 12,7 cm),<br />

1.080 x 1.920 Pixel (440 ppi),<br />

Super-LCD<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA), LTE<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 801,<br />

Quadcore, 4x 2,3 GHz<br />

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 4-„Ultrapixel“-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1.080p), 5-MP-Frontkamera für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 146,4 x 70,6 x 9,4 mm/160 g<br />

Betriebssystem Android 4.4.2 (Kitkat)<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

Bis zu 271 Stunden (Stand-by)/<br />

2.600 mAh<br />

Nano-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,<br />

WLAN, GPS, DLNA, MHL, Bluetooth (4.0), NFC<br />

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

34.534 Punkte (Antutu)<br />

17.627 Punkte (3D-Mark Unlimited)<br />

* Antutu nur für Android verfügbar. Referenzen: Asus New Padfone A86 mit<br />

35.470 (Antutu) und Sony Xperia Z1 Compact mit 19.430 (3D-Mark) Punkten.<br />

HTC One (M8)<br />

Hochwertige<br />

Haptik, tolles Design<br />

High-End-Performance<br />

Brillantes Display<br />

Boom-Sound-Speaker<br />

Auflösung der<br />

Ultrapixel-Kamera<br />

sehr gut<br />

Note 1,1<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 25


TECHNIK<br />

titelthema: <strong>Smart</strong>phone Samsung Galaxy S5<br />

Das Fitness-Phone<br />

<strong>Smart</strong>phone Samsungs<br />

neues Flaggschiff Galaxy<br />

S5 steht ganz im Zeichen<br />

des Sports. Hat das High-<br />

End-Handy auch abseits<br />

der Fitness-Features<br />

genug zu bieten, um<br />

erneut den Android-Thron<br />

erklimmen zu können?<br />

Fingerabdruck-Scanner<br />

Der Fingerprint-Reader des S5 funktioniert etwas<br />

anders als beim iPhone 5S. Es genügt nicht, nur den<br />

Finger aufzulegen, stattdessen müssen Sie immer in<br />

der gleichen Ausrichtung über den Sensor wischen.<br />

Das klappte im Test meistens gut, aber hauptsächlich<br />

dann, wenn wir penibel auf die Ausrichtung geachtet<br />

haben. Beim schnellen Aus-der-Hosentasche-Holenund-Aufwecken<br />

braucht man hingegen oft einige<br />

Anläufe, bis es klappt. Ein weiterer Kritikpunkt: Insgesamt<br />

dürfen Sie lediglich drei und nicht wie beim<br />

iPhone fünf Fingerabdrücke speichern.<br />

Die Gerüchte, dass Samsung in diesem<br />

Jahr erstmals ein Galaxy-Flaggschiff<br />

mit hochwertigem Alu-Gehäuse<br />

auf den Markt bringen würde, hielten<br />

sich lange und hartnäckig. Selbst zur offiziellen<br />

Ankündigung auf dem Unpacked-<br />

Event im Rahmen des Mobile World Congress<br />

in Barcelona glaubten viele Samsung-<br />

Fans noch, dass die Koreaner zumindest<br />

eine Alternativ-Variante mit haptisch hochwertiger<br />

Verpackung präsentieren würden.<br />

Kunststoff mal anders<br />

Dem war allerdings nicht so. Wie alle bisherigen<br />

Galaxy-Modelle hat auch das<br />

neue Flaggschiff S5 wieder ein Kunststoff-Gehäuse.<br />

Die Rückseite hat diesmal<br />

ein punktiertes Muster und fühlt sich<br />

lederartig an, erweist sich in der Praxis<br />

aber nur minimal griffiger als die glatten<br />

Plastikgehäuse bisheriger Ausgaben.<br />

Auch der Rahmen rund um das Gerät<br />

besteht trotz Metalloptik nach wie vor aus<br />

Kunststoff. Eine Besonderheit hat die<br />

Verpackung des S5 in diesem Jahr aber<br />

trotzdem zu bieten, denn genau wie bei<br />

Sonys Spitzenmodell Xperia Z1 ist das<br />

Gehäuse des Galaxy-<strong>Smart</strong>phones<br />

spritzwassergeschützt (IP67-Zertifizierung)<br />

und kann bis zu 30 Minuten in<br />

einem Meter Wassertiefe verbringen.<br />

Auch Sand und Staub stellen für das<br />

Samsung-Telefon keine Gefahren dar.<br />

Voll auf Fitness getrimmt<br />

Zusätzlich zum robusten Gehäuse spendiert<br />

Samsung seinem neuen Flaggschiff<br />

auch zwei weitere neue Hardware-Features,<br />

nämlich einen Fingerabdruck-Scanner<br />

sowie einen Pulsmesser. Beide stellen<br />

wir Ihnen jeweils in einem Kasten auf dieser<br />

Seite vor. Besonders der Pulsmesser<br />

unterstreicht Samsungs Positionierung<br />

des neuen Galaxy-<strong>Smart</strong>phones als Fitness-Accessoire<br />

deutlich. In Kombination<br />

mit der <strong>stark</strong> ausgebauten S-Health-App<br />

wird das S5 nämlich zum perfekten Helfer<br />

fürs tägliche Training, sei es im Fitnessstudio,<br />

beim Joggen oder beim heimischen<br />

Workout. Die Anwendung loggt dabei<br />

gelaufene Wege, kann in Verbindung mit<br />

der Gear-Fit-<strong>Smart</strong>watch (Seite 28) als<br />

Schrittzähler fungiern und errechnet<br />

anhand eingegebener und gemessener<br />

Daten allerlei Statistiken, allen voran<br />

natürlich den Kalorienverbrauch. Für Menschen,<br />

die viel Sport treiben und großen<br />

Wert auf Fitness legen, sind das allesamt<br />

sehr interessante Funktionen. Wenn Sie<br />

allerdings nur gelegentlich trainieren oder<br />

auch ein ungutes Gefühl dabei haben, Ihre<br />

Workout-Daten an Samsung zu übermitteln,<br />

fällt eines der hauptsächlichen Kaufargumente<br />

für das Galaxy S5 schon einmal<br />

weg.<br />

Hardware, die begeistert<br />

Genau wie HTCs One bietet auch das<br />

Galaxy S5 technisch alles, was ein High-<br />

End-<strong>Smart</strong>phone haben muss. Die CPU<br />

ist identisch zum HTC-Flaggschiff <strong>–</strong> auch<br />

das neue Samsung-<strong>Smart</strong>phone setzt auf<br />

Qualcomms Snapdragon 801. Obwohl die<br />

Recheneinheit im Galaxy S5 sogar noch<br />

einen Tick höher getaktet ist als beim One<br />

(M8), lieferten beide Geräte in den Bench-<br />

Pulsmesser<br />

Das zweite neue Feature des S5 ist der Pulsmesser, der sich unterhalb der Kameralinse befindet. Die<br />

Messung wird über die S-Health-App eingeleitet, die auch die Ergebnisse anschließend speichert und<br />

auswertet. Sie brauchen lediglich Ihren Finger auf den Sensor zu legen und einige Sekunden zu<br />

warten, bis die App das Resultat anzeigt. Die Handhabung ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig,<br />

da Sie gleichzeitig Ihren Finger richtig platzieren und auf dem Display die Anweisungen befolgen<br />

müssen. Die Messung selbst funktioniert nach ein paar Probeversuchen aber reibungslos, in puncto<br />

Genauigkeit kamen die Ergebnisse sehr nahe an unsere manuelle Pulsmessung heran.<br />

26 www.spielefilmetechnik.de 05/14


titelthema: <strong>Smart</strong>phone Samsung Galaxy S5 TECHNIK<br />

Die Rückseite<br />

Die Kunststoffschale des S5 lässt sich nach wie vor<br />

abnehmen, sodass Sie den darunter befindlichen Akku<br />

selbst tauschen können. Die Oberfläche hat ein Lochmuster<br />

und fühlt sich lederartig an, womit sie etwas<br />

rutschfester in der Hand liegt als glattes Plastik.<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 27


TECHNIK<br />

titelthema: <strong>Smart</strong>phone Samsung Galaxy S5<br />

Gear Fit<br />

mark-Tests nahezu identische Ergebnisse<br />

ab. Assistiert wird der Prozessor von zwei<br />

Gigabyte RAM. Samsung verzichtet also<br />

auf das vorab oftmals gemutmaßte dritte<br />

Gigabyte, das beispielsweise im Schwestermodell<br />

Galaxy Note 3 oder auch in den<br />

Note-Tablets zum Einsatz kommt. Das<br />

Display ist um 0,1 Zoll gewachsen und<br />

misst damit jetzt 5,1 Zoll in der Diagonale,<br />

im direkten Vergleich mit dem Vorgänger<br />

bemerkt man den Größenunterschied<br />

aber kaum. Die Auflösung liegt bei Full HD,<br />

was in Kombination mit der Diagonale<br />

einer Pixeldichte von 432 ppi entspricht.<br />

Wie bei allen seiner Flaggschiff-<strong>Smart</strong>phones<br />

verbaut Samsung auch beim S5<br />

wieder einen Super-AMOLED-Bildschirm,<br />

der besonders in puncto Farbwiedergabe<br />

und Helligkeit für eine brillante Darstellung<br />

sorgt. Der Blickwinkel ist ebenfalls top,<br />

wenn auch minimal schwächer als beim<br />

HTC-Konkurrenten. Wie dieser hat auch<br />

das S5 übrigens einen IR-Blaster an Bord<br />

und kann damit auch als Universalfernbedienung<br />

fürs Heimkino eingesetzt werden.<br />

Der Akku des S5 hat eine Kapazität von<br />

stolzen 2.800 mAh und lässt sich wie bei<br />

allen Samsung-Geräten problemlos austauschen.<br />

Im Test zeigte sich die Batterie<br />

sogar noch etwas ausdauernder als die<br />

des One (M8). Ein spezieller Energiesparmodus<br />

ist ebenfalls an Bord, der genau<br />

wie beim HTC-Modell die <strong>Smart</strong>phone-<br />

Funktionen auf ein Minimum reduziert.<br />

Zusätzlich schaltet das AMOLED-Display<br />

sogar auf Schwarz-Weiß um. In Kombination<br />

mit dem etwas größeren Akku hält das<br />

S5 im Notbetrieb sogar noch länger aus<br />

Neben dem Galaxy S5 schickte uns Samsung auch die Gear Fit, einen Hybriden aus <strong>Smart</strong>watch und Fitnessarmband.<br />

Da uns beide Testgeräte erst kurz vor Redaktionsschluss erreichten und es an den ersten<br />

Tagen obendrein Verbindungsprobleme zwischen Gear Fit und S5 gab, schildern wir Ihnen an dieser Stelle nur<br />

unsere ersten Erfahrungen. Den ausführlichen Test zur Gear Fit und zum neuen Gear-<strong>Smart</strong>watch-Modell gibt es<br />

dann in der nächsten <strong>SFT</strong>-Ausgabe 06/2014. Beim ersten Anfassen hinterlässt die Gear Fit einen zwiespältigen<br />

Eindruck, denn das große geschwungene Display ist wirklich beeindruckend, das Plastikarmband mit dem Steckverschluss<br />

wirkt für eine 200-Euro-<strong>Smart</strong>watch hingegen äußerst billig. Das Touch-Display der Fit reagiert jederzeit<br />

gut, die Bedienung geht absolut flüssig von der Hand. Aufgrund der Ausrichtung ist das Ablesen des Bildschirms<br />

aber nicht immer ganz einfach, da man den Arm quasi vertikal halten muss, um nicht schräg auf den kleinen<br />

AMOLED-Screen zu blicken. Alternativ lässt sich die Darstellung um 90 Grad drehen, das sieht aufgrund der langen<br />

schmalen Bauweise aber etwas merkwürdig aus. Auf der Uhr selbst läuft nicht Android, sondern Samsungs Tizen-<br />

OS, in der Praxis merkt man davon aber nur wenig. Genau wie das S5 ist auch die Uhr voll auf Fitness getrimmt<br />

und bietet dafür vorinstallierte Apps (Schrittzähler, Trainingshelfer etc.). Genau wie das <strong>Smart</strong>phone hat auch<br />

Gear Fit übrigens an der Unterseite einen Pulsmesser, der funktionierte im Test aber nur, wenn wir das<br />

Armband sehr eng eingestellt hatten, da die Haut den Sensor berühren muss. Alles in allem macht die Gear<br />

Fit bisher einen ordentlichen Eindruck, ob die Fitness-Uhr ihren hohen Verkaufspreis von 200 Euro rechtfertigen<br />

kann, wird erst der ausführliche Test klären.<br />

Samsungs Gear Fit ist ein<br />

Hybrid aus <strong>Smart</strong>watch<br />

und Fitnessarmband.<br />

Neben einem geschwungenen<br />

AMOLED-Display<br />

hat die Uhr auch einen<br />

Pulsmesser sowie allerlei<br />

Fitness-Apps an Bord.<br />

als das M8. Ein von Samsung vielbeworbenes<br />

Feature ist der sogenannte Download-Booster,<br />

der durch Kombination von<br />

LTE und WLAN (sofern beide Optionen<br />

verfügbar sind) einen sehr hohen Datendurchsatz<br />

ermöglicht. Leider ist die Funktion<br />

hierzulande aufgrund der nach wie vor<br />

sehr kleinen Datenvolumen nur bedingt<br />

nutzbar.<br />

Klasse Kamera<br />

Das echte Highlight des neuen Samsung-<br />

Flaggschiffs ist überraschenderweise die<br />

Kamera. Nicht dass die Koreaner bislang<br />

schlechte Handyknipsen gebaut hätten,<br />

aber unterm Strich bewegte sich die<br />

Bildqualität bisheriger Kameras maximal<br />

auf gutem Niveau, konnte mit den besten<br />

der Klasse wie Nokias Lumia-Geräten<br />

oder Sonys Xperia Z1 aber nicht mithalten.<br />

Das ist beim S5 anders, denn die<br />

Kamera löst nun nicht nur mit 16 Megapixeln<br />

auf, sondern filmt obendrein auch in<br />

UHD-Auflösung (30 FPS). Unsere Testaufnahmen<br />

bei Tageslicht waren enorm<br />

scharf und detailliert, boten natürliche<br />

Farben und einen für <strong>Smart</strong>phones eher<br />

untypisch hohen Dynamikumfang (Bilder<br />

im Kasten auf der rechten Seite). Trotz der<br />

hohen Sensorauflösung zeigen die Fotos<br />

auch bei steigender ISO-Empfindlichkeit<br />

noch angenehm wenig Rauschen. Der<br />

Lowlight-Test kam allerdings zum gleichen<br />

Ergebnis wie beim One (M8), denn auch<br />

beim S5 war auf den Testbildern das<br />

eigentliche Motiv kaum mehr erkennbar.<br />

Insgesamt gefällt uns die Fotoqualität des<br />

Samsung-<strong>Smart</strong>phones aber deutlich<br />

besser als die des HTC-Modells.<br />

Neues Touchwiz, modernerer Look<br />

Wie es sich für ein Flaggschiff gehört, läuft<br />

natürlich auch Samsungs Galaxy S5 auf<br />

der neuesten Android-Version Kitkat<br />

(4.4.2). Darüber legen die Koreaner wie<br />

gewohnt ihre hauseigene Touchwiz-<br />

Oberfläche, die in der aktuellen<br />

Ausgabe dank flacherer<br />

Icons etwas<br />

moderner wirkt. Die<br />

App-Logos und<br />

das Design sind<br />

aber nach wie vor<br />

sehr bunt, weshalb<br />

uns HTCs<br />

schlichtere Sense-Oberfläche<br />

deutlich besser<br />

28 www.spielefilmetechnik.de 05/14


titelthema: <strong>Smart</strong>phone Samsung Galaxy S5 TECHNIK<br />

Die 16-Megapixel-Kamera<br />

Bisher waren die Kameras von Samsungs Flaggschiff-<strong>Smart</strong>phones stets ordentlich, konnten mit<br />

der Handyknipsen-Elite aber nicht mithalten. Beim Galaxy S5 hat sich das wenigstens bei guten<br />

Lichtbedingungen drastisch verändert. Die 16-Megapixel-Kamera macht bei guten Verhältnissen<br />

richtig tolle und scharfe Bilder mit vielen Details (Abbildung rechts) und einem sehr hohen Dynamikumfang.<br />

Bei steigender ISO-Empfindlichkeit rauschen die Fotos zwar einen Tick mehr als bei HTCs<br />

Ultrapixel-Fotos, für eine so hohe Sensorauflösung ist das Grießeln aber erfreulich gering. Neben<br />

Fotos speichert das Galaxy S5 übrigens auch Videos in UHD-Auflösung <strong>–</strong> ein weiterer Vorteil gegenüber<br />

dem HTC-Modell. Lediglich bei Lowlight-Fotos sind beide Knipsen auf einem Niveau, ohne Blitz<br />

war auch bei unseren S5-Testfotos bei Schummerlicht kein Motiv mehr erkennbar.<br />

Features im Überblick<br />

Pulsmesser<br />

Neben der Kameralinse befindet sich ein Pulsmesser,<br />

der in Verbindung mit der S-Health-App Ihre<br />

Herzfrequenz loggt und speichert.<br />

IP67-zertifiziertes Gehäuse<br />

Das Galaxy S5 ist sowohl vor Spritzwasser als auch<br />

vor Staub, Sand und Schmutz geschützt. Mitnehmen<br />

in die Badewanne ist ebenfalls kein Problem.<br />

16-Megapixel-Kamera<br />

Die hochauflösende Knipse des Galaxy S5 macht bei<br />

Tageslicht richtig gute, extrem scharfe und detaillierte<br />

Fotos. Ein echtes Highlight!<br />

gefällt. Wenn Sie von Ihrem Homescreen<br />

einmal nach rechts wischen, landen Sie<br />

ein einer <strong>Magazin</strong>-Ansicht, die sowohl<br />

optisch als auch inhaltlich <strong>stark</strong> an HTCs<br />

Blinkfeed erinnert. Das Einstellungsmenü<br />

wurde ebenfalls erneuert, dort finden sich<br />

statt Listeneinträgen nun runde Icons für<br />

alle Optionen. Wirklich übersichtlicher ist<br />

das unserer Meinung nach aber nicht. In<br />

puncto Performance gibt es dagegen<br />

überhaupt nichts auszusetzen, die neue<br />

Touchwiz-Oberfläche scrollt schneller<br />

denn je und Apps starten und schließen<br />

blitzschnell. Apropos Apps: Samsung<br />

installiert wieder ein großes Portfolio an<br />

eigenen Programmen vor, darunter neben<br />

dem bereits erwähnten S-Health auch<br />

eine Steuerungsapp für den IR-Blaster<br />

(TV Remote), eine Kalender-Anwendung<br />

(S-Planner), den Sprachassistenten<br />

S-Voice sowie den hauseigenen App-<br />

Store Samsung Apps. (ps)<br />

S-Health-App<br />

Die App ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fitness-<br />

Aktivitäten. Sie steuert den Pulsmesser, loggt Laufwege<br />

sowie Kalorienverbrauch und gibt auf Wunsch<br />

auch Trainingstipps.<br />

Überarbeitete Touchwiz-Oberfläche<br />

Die Benutzeroberfläche wirkt einen Tick moderner<br />

und bietet ähnlich wie HTCs One (M8) einen Newsfeed.<br />

Im Einstellungsmenü finden sich statt Listenmenüs<br />

jetzt runde, farbcodierte Icons.<br />

Fingerabdruck-Scanner<br />

Im Homebutton ist ein Fingerabdruck-Scanner verbaut,<br />

mit dem Sie Ihr Handy entsperren und auch via<br />

Paypal bezahlen können.<br />

IR-Blaster<br />

Auch Samsungs Flaggschiff kann dank integriertem<br />

IR-Blaster als Universalfernbedienung fungieren. Die<br />

Koreaner installieren dafür eine TV Remote-App vor.<br />

Fazit<br />

Es ist ein mutiger Weg, den Samsung mit dem S5 einschlägt, denn durch den offensichtlichen Fitness-<br />

Ansatz könnten die Koreaner schon einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Käuferschaft abschrecken. Wer<br />

nämlich nicht regelmäßig trainiert oder hypochondrisch veranlagt ist, wird zwei der Highlight-Features<br />

(Pulsmesser, S-Health-App) wohl nur sehr selten benutzen. Dazu kommt der etwas störrisch reagierende<br />

Fingerabdruck-Scanner, den man auf lange Sicht wohl auch eher durch eine Muster- oder PIN-Entsperrung<br />

ersetzen wird. Auch in puncto Design haben sich viele Samsung-Fans endlich mal etwas Neues erhofft <strong>–</strong><br />

und wurden auch hier enttäuscht. Klar, die lederartige Rückseite fühlt sich einen Tick besser an als die<br />

bisherigen glatten Kunststoffgehäuse, an die Hochwertigkeit eines iPhones oder HTC One kommt man aber<br />

bei Weitem nicht heran. Was bleibt, ist ein technisch top ausgestattetes <strong>Smart</strong>phone mit sehr guter Performance,<br />

einem robusten und spritzwassergeschützten Gehäuse sowie einer richtig guten Kamera. Die ist<br />

in unseren Augen das echte Highlight am S5 und könnte für viele Menschen der entscheidende Grund sein,<br />

doch zu Samsungs Spitzenmodell zu greifen. Nach ausführlichem Testen hat in diesem Jahr aber HTCs<br />

One (M8) knapp die Nase vorn, das uns unterm Strich dank praktischer Features, der aufgeräumten<br />

Sense-Oberfläche und vor allem des hochwertigen Designs einen Tick besser gefällt. Auf der nächsten<br />

Doppelseite haben wir unsere Gründe ausführlich dargelegt und vergleichen beide Top-Modelle außerdem<br />

mit dem bisherigen Spitzenreiter Sony Xperia Z1.<br />

Produktinfo Samsung Galaxy S5<br />

Webseite www.samsung.de<br />

Preis (UVP, Online) € 700, ab € 620<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

Mobilfunk<br />

5,1 Zoll (ca. 12,7 cm),<br />

1.080 x 1.920 Pixel (432 ppi),<br />

Super-AMOLED Plus<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA), LTE<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 801,<br />

Quadcore, 4x 2,5 GHz<br />

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 16-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(UHD), Frontkamera für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 142 x 72 x 8,0 mm/144 g<br />

Betriebssystem Android 4.4.2 (Kitkat)<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

Bis zu 450 Stunden (Stand-by)/<br />

2.800 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,<br />

WLAN, GPS, DLNA, MHL, Bluetooth (4.0), NFC<br />

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

34.392 Punkte (Antutu)<br />

12.962 Punkte (3D-Mark Unlimited)<br />

* Antutu nur für Android verfügbar. Referenzen: Asus New Padfone A86 mit<br />

35.470 (Antutu) und Sony Xperia Z1 Compact mit 19.430 (3D-Mark) Punkten.<br />

Samsung galaxy s5<br />

Sehr gute Kamera<br />

Brillantes Super-<br />

AMOLED-Display<br />

Top Performance<br />

Spritzwassergeschütztes<br />

Gehäuse<br />

Haptik und Design<br />

sehr gut<br />

Note 1,2<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 29


TECHNIK<br />

Titelthema: Top-<strong>Smart</strong>phones im Vergleich<br />

Führungstrio<br />

Vergleich Auf dieser Doppelseite geben wir<br />

einen Überblick über die Stärken und<br />

Schwächen der drei Android-Topmodelle.<br />

Geht man allein nach der Bewertung, ist<br />

das HTC One (M8) das aktuell beste<br />

Android-<strong>Smart</strong>phone auf dem Markt. Je<br />

nachdem, auf welche Ausstattungsmerkmale<br />

Sie Wert legen, könnten aber auch Samsungs<br />

Galaxy S5 oder unser bisheriger Spitzenreiter<br />

Xperia Z1 das richtige <strong>Smart</strong>phone für Sie sein.<br />

Wir haben die drei Geräte ausführlich verglichen<br />

und zeigen Ihnen anhand der wichtigsten Beurteilungskriterien<br />

die Stärken und Schwächen der<br />

drei Super-<strong>Smart</strong>phones auf. So haben Sie<br />

im Blick, welches Handy Ihrer persönlichen<br />

Präferenz am nächsten kommt. (ps)<br />

Für alle, die …<br />

… großen Wert auf Haptik und<br />

Design legen.<br />

… gerne über die Handylautsprecher<br />

Musik hören.<br />

… ein schlichtes Menüdesign<br />

bevorzugen.<br />

… auf eine sehr hohe Fotoauflösung<br />

verzichten können.<br />

sehr gut<br />

Note 1,1<br />

Fazit<br />

In der Android-Elite geht es sehr eng zu, wie unser Vergleich<br />

zeigt. Schon in der nächsten Ausgabe werden wir übrigens<br />

Sonys Xperia Z2 testen, das den neuen Klassenprimus One<br />

(M8) direkt wieder von der Spitze der Bestenliste verdrängen<br />

möchte. Wundern Sie sich übrigens nicht über die geänderten<br />

Noten älterer Geräte, diese mussten wir aufgrund der<br />

neuen Flaggschiff-Generation ein wenig anpassen. Nichtsdestotrotz<br />

können Sie auch bei den älteren Modellen noch<br />

bedenkenlos zugreifen, zumal diese preislich deutlich attraktiver<br />

ausfallen als die neue Generation. In puncto Display und<br />

Leistung sind Unterschiede zu den beiden neuen Spitzenreitern<br />

in der Praxis kaum festzustellen.<br />

Display<br />

Haptik/<br />

Design<br />

Kamera<br />

HTC One (M8)<br />

Dass HTC tolle Displays bauen kann, haben die Taiwaner bereits beim letztjährigen One-Modell<br />

bewiesen. Auch der Bildschirm des neuen One (M8) glänzt mit überragender Schärfe und Helligkeit<br />

und bietet obendrein den besten Blickwinkel aller drei Geräte.<br />

Das haptisch beste Android-<strong>Smart</strong>phone kommt von HTC, denn das Aluminium-Gehäuse des One<br />

(M8) ist extrem hochwertig und perfekt verarbeitet. Das gesamte Gerät wirkt wie aus einem Guss<br />

und hat sich deshalb die Höchstpunktzahl redlich verdient.<br />

HTCs Ultrapixel-Kamera eignet sich gut für Facebook, Intstagram und Co., denn betrachtet man die<br />

Bilder in der Totalen, dann wirken sie ausreichend scharf und rauschen nur wenig. Aufgrund der sehr<br />

geringen Auflösung von nur 4,1 Megapixeln lassen sich die Fotos aber kaum vergrößern.<br />

<strong>SFT</strong>-Android-Charts<br />

Preis Note<br />

1. HTC One (M8) € 620 1,1<br />

2. Samsung Galaxy S5 € 620 1,2<br />

3. Sony Xperia Z1 € 430 1,3<br />

4. Asus New Padfone A86 € 450 1,3<br />

5. LG G2 € 350 1,3<br />

6. Sony Xperia Z1 Compact € 420 1,4<br />

7. Google Nexus 5 € 320 1,4<br />

8. Samsung Galaxy S4 € 320 1,5<br />

9. HTC One (M7) € 380 1,6<br />

10. Samsung Galaxy S4 Active € 360 1,6<br />

Leistung<br />

Software-<br />

Features<br />

Ausstattung<br />

&<br />

Extras<br />

Auch HTCs One (M8) hat die Snapdragon-801-CPU, allerdings mit minimal niedrigerer Taktung. Im<br />

Praxis einsatz merkt man jedoch keinerlei Unterschiede zum S5. Die Menü-Navigation ist ebenfalls<br />

jederzeit ruckelfrei, Apps starten blitzschnell und <strong>Spiele</strong> laufen absolut flüssig. Volle Punktzahl!<br />

Die Sense-Oberfläche ist schlicht, kommt gerade deswegen aber äußerst aufgeräumt daher. Blinkfeed<br />

gefällt uns dank frei integrierbarer Feeds jetzt deutlich besser als im letzten Jahr und kann durch die<br />

Integration in den Play Store zukünftig auch ohne neue Firmware-Version aktualisiert werden.<br />

HTCs One hat eine integrierte IR-Fernbedienung, auch die tollen Boom-Sound-Stereolautsprecher<br />

müssen lobend erwähnt werden. Sehr gut gefallen haben uns obendrein die Motion-Launch-Gesten<br />

zum Aufwecken aus dem Standby, außerdem gibt es endlich einen Micro-SD-Slot.<br />

Punkte 27<br />

30 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Titelthema: Top-<strong>Smart</strong>phones im Vergleich TECHNIK<br />

Für alle, die …<br />

… sportlich sehr aktiv sind.<br />

… ihr <strong>Smart</strong>phone öfter widrigen<br />

Bedingungen aussetzen.<br />

… häufig mit dem <strong>Smart</strong>phone<br />

fotografieren.<br />

… den Akku ihres <strong>Smart</strong>phones<br />

selbst tauschen können<br />

möchten.<br />

sehr gut<br />

Note 1,2<br />

Für alle, die …<br />

… ein günstigeres High-End-<br />

<strong>Smart</strong>phone suchen.<br />

… ein <strong>Smart</strong>phone brauchen,<br />

das im Alltag einiges wegstecken<br />

können muss.<br />

… lustige Kamera-Features<br />

wie VR-Effekte und Filter<br />

mögen.<br />

… eine schlichte Nutzeroberfläche<br />

ohne Schnickschnack<br />

bevorzugen.<br />

sehr gut<br />

Note 1,3<br />

Samsung Galaxy S5<br />

Die Super-AMOLED-Technologie lässt ihre Muskeln spielen und überzeugt auf ganzer Linie. Das<br />

Display des Galaxy S5 ist extrem scharf und bietet im direkten Vergleich die kräftigsten (wenn auch<br />

nicht immer natürlichsten) Farben. Volle Punktzahl.<br />

Sony Xperia Z1<br />

Auch das Xperia Z1 erreicht die volle Punktzahl, was es vor allem der X-Reality-Display-Engine zu<br />

verdanken hat. Die sorgt nämlich dafür, dass der Bildschirm des Z1 äußerst hell und kontrastreich ist<br />

und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar bleibt.<br />

Der Schwachpunkt von Samsungs Super-Handy. Zwar sorgt die leicht lederartige Rückseite für eine<br />

bessere Haptik als bei bisherigen Modellen, im Vergleich zu den beiden Konkurrenten sieht das S5 aber<br />

ziemlich alt aus. Das gilt auch für das Design, das wieder nahezu identisch zu den Vorgängern ausfällt.<br />

Das Mineralglas-Gehäuse von Sonys Xperia Z1 fühlt sich ebenfalls deutlich hochwertiger an als<br />

Samsungs Kunststoff-Hülle, wirkt aber nicht ganz so perfekt verarbeitet wie das Alu-Case des HTC-<br />

Modells. Wir vergeben vier Punkte.<br />

Die 16-Megapixel-Kamera des S5 macht hervorragende Fotos bei Tageslicht, die mit hoher Bildschärfe,<br />

untypisch gutem Dynamikumfang und angenehm wenig Bildrauschen glänzen. Auch wenn<br />

die Schummerlicht-Aufnahmen nicht überzeugen, gibt es knappe fünf Punkte.<br />

Sonys Kamera bietet mit 20,7 Megapixeln die höchste Auflösung, trotzdem gefielen uns die Aufnahmen<br />

nicht so gut wie beim Samsung-Modell. Die Fotos sind zwar sehr scharf, können in puncto<br />

Dynamik und Farbdarstellung aber nicht ganz mit der S5-Knipse mithalten.<br />

Der Snapdragon-801-Quadcore-Prozessor sorgt für überragende Leistung und dank zwei Gigabyte RAM<br />

geht dem S5 auch bei mehreren gleichzeitig ausgeführten Aufgaben nie die Luft aus. Menü-Ruckler<br />

oder lange Ladezeiten gibt es nirgends, sodass wir hier bedenkenlos die vollen fünf Punkte vergeben.<br />

Obwohl im Z1 der etwas ältere Snapdragon 800 arbeitet, gibt es auch hier leistungsmäßig keinerlei<br />

Beanstandungen. In den Benchmarks rangiert das Sony-<strong>Smart</strong>phone zwar etwas hinter den beiden<br />

neuen Konkurrenten, bei der Benutzung merkt man davon aber nichts. Fünf Punkte!<br />

Die Touchwiz-Oberfläche ist bunt wie eh und je, das kann man mögen oder auch nicht. Genau wie<br />

HTCs Sense hat das S5 jetzt auch einen Newsfeed, außerdem wurde das Icon-Design aufgefrischt. Weniger<br />

gefallen hat uns die neue Sortierung im Einstellungsmenü, die ziemlich unübersichtlich ausfällt.<br />

Sonys Benutzeroberfläche läuft im Vergleich zu früheren Versionen zwar deutlich flüssiger, bietet aber<br />

weniger Features als Touchwiz und Sense. Die Mini-Apps, die sich in frei verschiebbaren Fenstern<br />

starten lassen, sind zwar nett, für zukünftige Versionen wünschen wir uns aber mehr Funktionen.<br />

Samsungs Galaxy S5 ist das einzige High-End-Modell, bei dem sich der Akku tauschen lässt. Außerdem<br />

ist das Gehäuse wie beim Z1 spritzwassergeschützt. Aufgrund des etwas störrischen Fingerabdruck-<br />

Scanners und des vom Nutzen her fragwürdigen Pulsmessers reicht es nur für gute vier Punkte.<br />

Sony erlaubt beim Xperia Z1 zwar eine Speichererweiterung per Micro-SD, der Akku lässt sich aber<br />

wie beim HTC One (M8) nicht austauschen. Dafür ist das Xperia Z1 sowohl wasserdicht als auch<br />

gegen Staub und Schmutz geschützt und bekommt dafür gute vier Punkte.<br />

26 25<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 31


TECHNIK Titelthema: Tablet-PC Samsung Galaxy Note Pro 12.2<br />

Flexibler Riese<br />

Tablet-PC Mit seinem großen Schirm, der tollen<br />

Leistung und den Multitasking-Fähigkeiten macht<br />

das neue 12-Zoll-Tablet von Samsung<br />

ausgewachsenen Notebooks<br />

Konkurrenz.<br />

Samsung ist derzeit der einzige Hersteller,<br />

der einen 12-Zoll-Tablet-PC<br />

anbietet. Beim Galaxy Note Pro<br />

12.2 handelt es sich zudem noch um ein<br />

Gerät mit Android-Betriebssystem. Das ist<br />

insofern bemerkenswert, da Tablets jenseits<br />

von 10 Zoll bislang ausschließlich im<br />

Windows-8-Segment zu finden waren. Zu<br />

nennen wären in diesem Zusammenhang<br />

beispielsweise das Acer Iconia Tab W7<br />

oder Sonys Vaio Tab SVT1121A4EW, beide<br />

liegen in Sachen Sichtfläche mit 11,6<br />

Zoll aber immer noch unter dem Samsung-<br />

Tablet. Für unseren Test liegt uns die LTE-<br />

Variante (SM-905) des Galaxy Note Pro<br />

12.2 für einen stolzen Preis von knapp 900<br />

Euro vor. Parallel veröffentlichte Samsung<br />

auch eine 120 Euro günstigere, reine<br />

WLAN-Variante. Doch nicht nur durch die<br />

fehlende Mobilfunkunterstützung unterscheidet<br />

sich die preiswertere Version<br />

vom Premium-Modell. Während Letzterem<br />

ein Vierkernprozessor zur Verfügung steht,<br />

arbeitet die WLAN-Variante mit acht Prozessorkernen.<br />

Abgesehen davon sind die<br />

übrigen Ausstattungsmerkmale wie der<br />

üppig bemessene Arbeitsspeicher von<br />

drei Gigabyte oder das hochauflösende<br />

Display identisch. Aufgrund der ausgefeilten<br />

Stiftbedienung und der leistungsfähigen<br />

Multitasking-Möglichkeiten peilen<br />

beide Geräte dieselbe Zielgruppe an:<br />

anspruchsvolle beziehungsweise professionelle<br />

Nutzer.<br />

Edel, leicht und flach<br />

Wie üblich bei Samsung müssen Sie auch<br />

beim Note Pro 12.2 auf ein Metallgehäuse<br />

verzichten. An dem einwandfrei gearbei-<br />

Das WQXGA-Display (2.560<br />

x 1.600 Pixel) trumpft mit<br />

einer Sichtdiagonalen von<br />

über 30 Zentimetern auf<br />

und bietet Ihnen daher<br />

mehr Übersicht beim Arbeiten<br />

und Surfen. Außerdem<br />

kommt es natürlich den<br />

Multitasking-Fähigkeiten<br />

des Note Pro 12.2 sehr<br />

entgegen.<br />

teten Kunststoffmantel gibt es aber nichts<br />

auszusetzen, zumal er ja den Vorteil des<br />

geringeren Gewichts bietet. Für ein<br />

12-Zoll-Gerät noch angenehm portable<br />

735 Gramm bringt das Tablet auf die Waage.<br />

Zum Vergleich: Microsofts aktuelles<br />

Surface 2 Pro wiegt mit seinem Aluminiumgehäuse<br />

bei einer Größe von lediglich<br />

10,6 Zoll satte 900 Gramm. Auf der Rückseite<br />

finden wir die von Samsung gerne<br />

verwendete, schwarze Kunstlederoberfläche,<br />

die zwar etwas anfällig für unschöne<br />

Fingerspuren ist, aber rutschfesten Halt<br />

bietet. Anschlussseitig verbaut Samsung<br />

genau wie beim kleinen Bruder, dem<br />

Galaxy Note 3, eine Micro-USB-3.0-Buchse.<br />

Der Vorteil gegenüber einem herkömmlichen<br />

USB-Ports liegt in beschleunigten<br />

Lade- und Datenübertragungsvorgängen.<br />

Hinzu kommen ein<br />

SD-Kartenschacht sowie eine Infrarot-<br />

Schnittstelle.<br />

Scharf und schnell<br />

Dank der hohen Auflösung von 2.560 x<br />

1.600 Pixel brilliert das Display mit plastischen<br />

und gestochen scharfen Bildern.<br />

Selbst <strong>stark</strong> vergrößerte Texte sehen<br />

tadellos aus. Der Blickwinkel ist hervorragend,<br />

die Leuchtkraft hoch genug, um<br />

32 www.spielefilmetechnik.de 05/14


TITELTHEMA: Tablet-PC Samsung Galaxy Note Pro 12.2 TECHNIK<br />

Eine geniale Funktion ist<br />

Scrapbooker. Sie wählen<br />

das entsprechende Icon<br />

aus dem S-Pen-Menü.<br />

Anschließend können Sie<br />

während des Surfens interessante<br />

Artikel, Bilder,<br />

Videos etc. mit dem Stift<br />

einkreisen. Die Inhalte werden<br />

daraufhin automatisch<br />

und übersichtlich strukturiert<br />

im Scrapbook abgespeichert.<br />

So viel Multitasking gab es bisher noch auf keinem Android-Tablet: Bis<br />

zu fünf Anwendungen dürfen Sie gleichzeitig in frei positionier- und<br />

skalierbaren Fenstern ausführen. Hierzu rufen Sie rechts mit einem<br />

Wisch das Schnellstart-Panel auf und tippen auf die gewünschten Apps.<br />

Fazit<br />

Das neue Note bekommt den Spagat zwischen Mobilität und hoher Leistung, gepaart mit großer Sichtfläche, prima hin.<br />

Empfindliche Abstriche bei der Portabilität müssen abgesehen von den etwas sperrigen Ausmaßen nicht gemacht werden.<br />

Seine enorme Flexibilität hebt das Note Pro 12.2 von der Masse ab. Für effizienteres Arbeiten, sei es mit dem Finger oder<br />

dem Stylus-Stift, können mehr Inhalte gleichzeitig dargestellt werden, Videos und <strong>Spiele</strong> machen auf dem großen Screen<br />

natürlich noch mehr Spaß. Mit der LTE-Version sind Sie zudem überall online. Da sowohl Hardware- als auch -Software-<br />

Ausstattung sowie die allgemeine Funktionsweise keinen Anlass zur Kritik bieten, erhalten Sie mit dem Note Pro 12.2 ein<br />

Tablet, das selbst anspruchsvollste Tablet-User zufriedenstellen dürfte und somit dem hohen Preis gerecht wird.<br />

auch bei Tageslicht gute Sicht zu haben.<br />

Auf Toucheingaben reagiert das Panel<br />

zuverlässig und präzise <strong>–</strong> auch an den<br />

Rändern. Das ist besonders deshalb wichtig,<br />

weil Samsungs Touch-Wiz-Oberfläche<br />

ein praktisches, seitlich hereinwischbares<br />

Schnellstart-Panel bietet. Apropos: Wie<br />

wir es von Note-Geräten gewohnt sind,<br />

spendiert Samsung etliche auf die Stiftbedienung<br />

ausgerichtete Apps und Funktionen.<br />

Darunter S Note, Sketchbook for<br />

Galaxy und Scrapbook. Zur Leistung: Bis<br />

auf nur sporadisch auftretende Mikro-<br />

Ruckler bei der Menü-Navigation arbeitet<br />

das Tablet butterweich. Beim Multitasking<br />

mit der Maximalanzahl von fünf gleichzeitig<br />

geöffneten Apps reagiert das System<br />

nicht mehr ganz so flüssig, das Arbeiten<br />

wird davon aber nicht behindert. Wie sieht<br />

es mit Unterhaltung aus? Laut unseren<br />

Benchmarks gehört das Galaxy Note Pro<br />

12.2 sowohl in den Disziplinen Prozessorals<br />

auch Grafikleistung zu den schnellsten<br />

derzeit erhältlichen Androiden. Im Test<br />

liefen aufwendige 3D-Games wie Dead<br />

Trigger 2 absolut problemlos, beim Rennspiel<br />

Asphalt 8 kam es zu Rucklern. Das<br />

ist durchaus überraschend, an der Leistung<br />

sollte es eigentlich nicht liegen. Eine<br />

in jeder Hinsicht gute Figur macht das<br />

12-Zoll-Tablet bei der Akkulaufzeit. Bis zu<br />

neun Stunden ist ein sehr ordentlicher Wert,<br />

wenn man bedenkt, wie viel Display-Fläche<br />

beleuchtet werden muss. (fn)<br />

Produktinfo Samsung Galaxy Note Pro 12.2<br />

Webseite www.samsung.de<br />

Preis (UVP, Online) € 900, ab € 790 (LTE-Version)<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

Mobilfunk<br />

12,2 Zoll (ca. 30 cm),<br />

2.560 x 1.600 Pixel (247 ppi)<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA), LTE<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 800,<br />

Quadcore, 4x 2,3 GHz<br />

Interner Speicher 32 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 8-MP-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1080p), 2-MP-Frontkamera<br />

Ausmaße/Gewicht 296 x 204 x 7,9 mm/735 g<br />

Betriebssystem Android 4.4 (Kitkat)<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

Bis zu 9 Stunden (Dauerbetrieb)<br />

9.500 mAh<br />

Micro USB 3.0, Micro SIM,<br />

Kartenleser, Klinke (3,5 mm), WLAN,<br />

Bluetooth<br />

Netzteil, USB-Kabel, Stylus-Stift<br />

15.883 Punkte (3D-Mark Unlimited)<br />

1.450 Punkte (GFX Bench 3.0)<br />

*Neue Referenz: Sony Xperia Tablet Z2 mit 18.776 (3D-Mark Unlimited)<br />

und Samsung Galaxy Note Pro 12.2 mit 1.450 (GFX Bench 3.0) Punkten.<br />

Samsung Galaxy<br />

Note Pro 12.2 lte<br />

Echtes Multitasking<br />

Großes, hochauflösendes<br />

Display<br />

Klasse Stift-Bedienung<br />

und -Funktionen<br />

Hohe Performance<br />

Kein Metallgehäuse<br />

sehr gut<br />

Note 1,4<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 33


TECHNIK<br />

Titelthema: Tablet-PC Sony Xperia Z2 Tablet<br />

Sonys Bademeister<br />

Tablet-PC Ultradünn, wasserdicht und Top-Hardware? Auf dem Papier klingt das Xperia Z2 Tablet<br />

nach einem Flachrechner der Spitzenklasse. Doch kann es auch in der Praxis überzeugen?<br />

Wer ein wasserdichtes Tablet sucht,<br />

kommt um Sony kaum herum.<br />

Keiner der großen Konkurrenz-<br />

Hersteller hat derzeit einen aktuellen Flachmann<br />

im Angebot, bei dem man sich absolut<br />

keine Sorgen um umkippende Wassergläser<br />

und dergleichen machen muss. Das<br />

neue Xperia Z2 Tablet hat mit seinem<br />

äußerst kompakten Formfaktor und aktueller<br />

Hardware aber noch viel mehr zu bieten.<br />

Bereits beim Herausnehmen aus der<br />

Packung fällt auf, wie dünn und leicht die<br />

zweite Version des Sony-Tablets ist. Insbesondere<br />

das geringe Gewicht ist bemerkenswert,<br />

denn obwohl das Gerät im Vergleich<br />

zum Vorgänger in Sachen Leistung<br />

spürbar aufgestockt wurde, wiegt es mit nur<br />

439 Gramm doch fast 50 Gramm weniger<br />

und hat einen halben Millimeter an Dicke<br />

verloren. Damit unterbietet es selbst das<br />

bislang leichteste Tablet iPad Air um 30<br />

Gramm. Auch die Haptik ist durch die gummierte,<br />

griffige Rückseite und die abgerundeten<br />

Kanten angenehmer als beim Vorjahresmodell,<br />

hier störten uns noch die<br />

scharfen Gehäuseränder. Dank eingangs<br />

erwähntem Wasser- und Staubschutz nach<br />

IP55- und IP58-Norm sind Ausflüge ins Freibad<br />

oder an den Strand kein Problem. Auch<br />

im Freien muss man sich keine Gedanken<br />

um die Ablesbarkeit des Displays machen:<br />

Die Helligkeit und Schärfe sind super, selbst<br />

<strong>stark</strong> vergrößerte Schriften fransen nicht<br />

aus. Auch bei steileren Betrachtungswinkeln<br />

überzeugt der 10,1 Zoll große Full-HD-<br />

Schirm mit gleichbleibend stabiler Farbdarstellung.<br />

Ein bisschen Kritik müssen wir<br />

dennoch üben: Der gläserne Rand um das<br />

Display wirkt etwas großzügig bemessen<br />

und Retina-Auflösung statt 1080p hätte den<br />

tollen Eindruck des Bildschirms abgerundet.<br />

Fixe Hardware im dünnen Design<br />

Wie auch im kleinen <strong>Smart</strong>phone-Bruder<br />

Xperia Z2 werkelt unter dem Bildschirm ein<br />

schneller Snapdragon 801 mit vier Kernen<br />

und 2,3-Gigahertz-Taktung. Apps werden<br />

blitzschnell geöffnet und die <strong>Spiele</strong>-Performance<br />

ist stets flüssig. Bei vielen gleichzeitig<br />

geöffneten Anwendungen verhindert<br />

der drei Gigabyte große Arbeitsspeicher<br />

Ruckler und Framerate-Einbrüche. Der<br />

Akku ist mit einer Kapazität von 6.000 mAh<br />

zwar vergleichweise klein bemessen, dennoch<br />

kommt man in der Praxis auf eine<br />

gute Laufzeit von acht bis neun Stunden.<br />

Die 8-Megapixel-Rückkamera schießt bei<br />

gutem Licht scharfe Fotos, mit zunehmender<br />

Dunkelheit lässt die Qualität der Aufnahmen<br />

allerdings nach. Softwareseitig<br />

arbeitet das Xperia Z2 Tablet mit Android<br />

4.4.2 Kitkat und der altbewährten Sony-<br />

Oberfläche. Diese ist wie gewohnt simpel<br />

gehalten und bietet nette Features wie die<br />

zweigeteilte Benachrichtigungsleiste mit<br />

separat angeordneten Feldern für Statusmeldungen<br />

und Schnelleinstellungen. Das<br />

Xperia Z2 Tablet ist in einer Variante mit<br />

LTE und 16 Gigabyte internem Speicher für<br />

649 Euro erhältlich. Die WLAN-Varianten<br />

mit 16 oder 32 Gigabyte kosten 499 und<br />

549 Euro. In jedem Fall kann der Speicher<br />

per Micro-SD-Karte um bis zu 64 Gigabyte<br />

erweitert werden. (dc)<br />

34 www.spielefilmetechnik.de 05/14


TITELTHEMA: Tablet-PC Sony Xperia Z2 Tablet TECHNIK<br />

Mit einer Dicke von gerade einmal 6,4 Millimeter ist das Xperia Z2 Tablet einen halben Millimeter<br />

dünner als sein Vorgänger aus dem letzten Jahr. Zusammen mit seinem federleichten<br />

Gewicht von nur 439 Gramm trägt der Flachmann im Reisegepäck nicht dick auf.<br />

Der IP58-Standard macht das Gerät zur Wasserratte unter den Tablets. Die erste Ziffer der anerkannten<br />

Prüfnorm besagt, dass die Elektronik vor dem Eindringen von Staub geschützt ist. Die zweite Zahl<br />

zeigt die garantierte Wasserdichtigkeit bei einer Tiefe von bis zu 1,5 Metern und 30 Minuten Tauchzeit.<br />

Produktinfo<br />

Webseite<br />

Preis (UVP, Online)<br />

Sony Xperia Z2 Tablet<br />

www.sony.de<br />

€ 650, ab € 650 (LTE-Version)<br />

Fazit<br />

Das Sony Xperia Z2 Tablet schafft es, eine sehr kompakte und leichte Bauweise mit statt licher<br />

<strong>Technik</strong> zu verbinden. Zwar muss man kleine Kompromisse bei Display, Akkugröße und Kamera in<br />

Kauf nehmen, die große Mobilität rechtfertigt das aber allemal. Zumal sich an Verarbeitung und<br />

Performance des Flachmanns kein Makel finden lässt. Somit löst die Sony-Flunder das iPad Air als<br />

dünnstes und leichtestes Tablet ab. Wer großen Wert auf Mobilität sowie flotte <strong>Technik</strong> legt und sein<br />

Gerät bedenkenlos mit ins Freibad nehmen will, sollte beim Xperia Z2 Tablet zugreifen.<br />

Technische Daten<br />

Display 10,1 Zoll (25,7 cm), 16:9,<br />

1.920 x 1.080 Pixel (224 ppi)<br />

Mobilfunk GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA), LTE<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 801,<br />

Quadcore, 4x 2,3 GHz,<br />

3 GByte RAM Arbeitsspeicher<br />

Interner Speicher 16, 32 GByte (erweiterbar, je nach<br />

Ausstattung)<br />

Foto/Video 8,1-MP-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1080p), 2,2-MP-Frontkamera<br />

Ausmaße/Gewicht 266 x 172 x 6,4 mm/439 g<br />

Betriebssystem Android 4.4 (Kitkat)<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

Bis zu 9 Stunden (Dauer-Betrieb)<br />

6.000 mAh<br />

Micro USB, Micro SIM, Klinke (3,5<br />

mm), WLAN, Bluetooth 4.0, Infrarot<br />

Netzteil, USB-Kabel<br />

18.776 Punkte (3D Mark, Unlimited)<br />

1.189 Punkte (GFX Bench 3.0)<br />

Sony Xperia<br />

z2 tablet<br />

Extrem leicht und dünn<br />

Tolle Verarbeitung und<br />

Performance<br />

Wasser- und<br />

staubdicht<br />

Breite Gehäuseränder<br />

um das Display<br />

gut<br />

Note 1,5<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 35


TECHNIK<br />

TEST: Ultrabook Toshiba Kira-101<br />

Scharfe<br />

Flunder<br />

Ultrabook Mit dem Kira bringt Toshiba eines der ersten<br />

Ultrabook-Highlights des Jahres auf den Markt. Wir sagen,<br />

was Sie von dem Edel-Flachmann erwarten dürfen.<br />

Mit seiner schicken Aluminium-Optik<br />

macht das Kira nicht nur unterwegs,<br />

sondern auch zu Hause eine prima Figur.<br />

Toshiba Kira-101<br />

Schmucke Edel-Optik<br />

Tolles, knackscharfes<br />

Display<br />

Hohe Systemperformance<br />

Biegsames Display<br />

Lautheit unter Last<br />

GUT<br />

Note 1,6<br />

Klobige, schwere Laptops sind längst<br />

out. Wer auf schickes Design und<br />

hohe Mobilität Wert legt, entscheidet<br />

sich heutzutage für ein Ultrabook. Die<br />

gute Nachricht: An verfügbaren Modellen<br />

mangelt es nicht. Praktisch jeder etablierte<br />

Notebook-Hersteller von Asus bis<br />

To shiba hat aktuell mehrere verschiedene<br />

Geräte im Programm, die das von Intel<br />

vergebene Ultrabook-Siegel tragen und<br />

somit die hierfür erforderlichen Kriterien<br />

erfüllen. Im Einzelnen heißt das, sie sind in<br />

jedem Fall flacher, leichter und portabler<br />

als herkömmliche Notebooks, verfügen<br />

über eine lange Akkulaufzeit und arbeiten<br />

natürlich mit Intel-Prozessoren der aktuellen<br />

Core-i-Generation. In diesem Zusammenhang<br />

müssen wir das derzeit erfolgreichste<br />

Ultrabook nennen, das eigentlich<br />

keines ist: Apples Macbook Air wird offiziell<br />

nicht als solches bezeichnet, schlägt<br />

aber exakt in die gleiche Kerbe. In dieser<br />

Kategorie ist der Apfelklapprechner<br />

zudem der unangefochtene Spitzenreiter.<br />

Mit dem Kira von Toshiba bekommt es<br />

jetzt ernsthafte Konkurrenz und in der Disziplin<br />

Bildschirmauflösung schlägt das<br />

Gerät der Japaner den Klassenprimus<br />

schon mal. Während Apple sein Macbook<br />

Air mit Retina-Display erst (aller<br />

Vo raussicht nach noch in diesem Jahr) auf<br />

den Markt bringen muss, arbeitet das Kira<br />

bereits jetzt mit derselben hohen Auflösung.<br />

Damit gehört es neben dem Ativ<br />

Book 9 Plus 940X3G von Samsung zu den<br />

ersten Ultrabooks, die eine Bilderpracht<br />

jenseits von Full HD bieten.<br />

Ein echter Hingucker<br />

Die äußeren Qualitäten des Kira können<br />

auf ganzer Linie überzeugen. Das<br />

13,3-Zoll-Notebook kleidet ein edles, flaches<br />

Gehäuse aus gebürstetem Aluminium.<br />

An der Verarbeitung gibt es grundsätzlich<br />

nichts auszusetzen, das sehr<br />

36 www.spielefilmetechnik.de 05/14


TEST: Ultrabook Toshiba Kira-101<br />

TECHNIK<br />

Gute Verbindung<br />

Aufgrund der flachen, kompakten Bauweise von Ultrabooks lässt das Anschlussangebot bei<br />

vielen Modellen zu wünschen übrig <strong>–</strong> besonders was die Anzahl der praktischen USB-Buchsen<br />

angeht. Manche Geräte stellen lediglich eine bereit. Insofern sind die drei USB-Ports des<br />

Kira (einer auf der rechten Seite, zwei auf der linken Seite) durchaus bemerkenswert. Einer<br />

davon unterstützt die Sleep-and-Charge-Funktion. Das bedeutet, Sie können ein Mobilgerät<br />

laden, während sich das Kira im Ruhemodus befindet. Schön ist auch, dass Toshiba ausschließlich<br />

auf den aktuellen Highspeed-Standard 3.0 setzt. Des Weiteren finden wir auf der<br />

linken Seite einen HDMI-Ausgang für die Bildübertragung an einen externen Bildschirm <strong>–</strong> falls<br />

Sie über einen 4K-Fernseher verfügen auch in Ultra-HD-Qualität. Ein rechtsseitiger SD-Kartenleser<br />

rundet die für Ultrabook-Verhältnisse guten Anschlussmöglichkeiten ab.<br />

dünne Display macht aber einen fragilen<br />

Eindruck. Bereits mit leichtem Fingerdruck<br />

lässt es sich durchbiegen. Gut gefällt uns<br />

die für Vieltipper geeignete, beleuchtete<br />

Tastatur inklusive praktischer und natürlich<br />

auch stylisher Hintergrundbeleuchtung.<br />

Das großzügige, angenehm griffige<br />

Touchpad mit tadellos funktionierender<br />

Fingergestenunterstützung lädt außerdem<br />

zum Arbeiten ein. Für ein Ultrabook bietet<br />

das Kira außerdem ein durchaus als reichhaltig<br />

zu bezeichnendes Anschlussangebot<br />

(Näheres hierzu entnehmen Sie bitte<br />

oben stehendem Kasten). Als Zubehör<br />

legt Toshiba lediglich einen Stromadapter<br />

in den Karton. Beim vorinstallierten Windows<br />

handelt es sich um die businesstaugliche<br />

Version 8.1 Pro. Dazu gibt’s<br />

neben einer Reihe Toshiba-Tools eine<br />

Test-Version des neuen Office 365 Home<br />

Premium.<br />

Scharf und schnell<br />

Kommen wir zur Praxis: Nach dem dank<br />

Solid State Drive (256 Gigabyte) angenehm<br />

flinken Startvorgang fällt als Erstes<br />

das hervorragende Display ins Auge. Mit<br />

einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln<br />

bei einer Größe von 13,3 Zoll beträgt die<br />

Pixeldichte 221 ppi. Dadurch sehen Grafiken<br />

und Texte gestochen scharf aus,<br />

selbst bei extremer Vergrößerung sind bei<br />

Buchstaben keine hässlichen Treppchen<br />

zu erkennen. Eine Bildqualität fast wie<br />

gedruckt <strong>–</strong> sehr schön! Loben müssen wir<br />

weiterhin die tageslichttaugliche Leuchtkraft<br />

sowie die sehr gute Blickwinkelstabilität.<br />

Auch im Touch-Einsatz gibt sich das<br />

Panel keine Blöße: Alle Eingaben werden<br />

augenblicklich und präzise umgesetzt.<br />

Dass die Fingerbedienung auf dem Kira<br />

(bis auf die Tatsache, dass bei einem<br />

Notebook dabei der Arm in der Luft hängt)<br />

durchaus Spaß macht, liegt auch maßgeblich<br />

an der Performance, die wirklich<br />

exzellent ist. Durch Menüs wischen, Webseiten<br />

scrollen, zoomen etc. funktioniert<br />

butterweich und ohne erkennbare Ruckler.<br />

Das auf einem pfeilschnellen Core<br />

i7-4500U basierende System nebst<br />

4400-Intel-HD-Graphics und acht Gigabyte<br />

RAM punktet darüber hinaus mit<br />

einer schnellen Arbeitsweise ohne lästige<br />

Wartezeiten beispielsweise bei Programmstarts.<br />

Wem hin und wieder auch<br />

nach etwas Unterhaltung ist, dem bietet<br />

das Kira genügend Grafikpower, um Titel<br />

wie Portal 2 oder auch Diablo 3 problemlos<br />

darzustellen. Auch aufwendigere Titel<br />

aus dem Microsoft App Store wie das<br />

Rennspiel Asphalt 8 laufen absolut flüssig.<br />

Für Grafikschwergewichte à la Assassin’s<br />

Creed 4: Black Flag ist das Kira aber nicht<br />

geeignet.<br />

Hat jemand den Föhn angelassen?<br />

Bleiben wir noch kurz beim Gaming, also<br />

jener Anwendung, welche die Recheneinheit<br />

je nach Titel mehr oder weniger <strong>stark</strong><br />

beansprucht. Hier leistet sich das Kira eine<br />

echte Schwäche. Eine Runde in Asphalt 8<br />

gedreht und die Lüfter machen sich sehr<br />

deutlich bemerkbar. Und das auch noch<br />

auf hochfrequente und somit besonders<br />

lästige Art und Weise. Auch Minuten nach<br />

Beendigung des Spiels pfiff das Ultrabook<br />

immer noch auf dem gleichen Niveau vor<br />

sich hin. Für ein Notebook mit Premium-<br />

Anspruch wahrlich keine Zier. Das in<br />

Sachen Performance ähnlich gelagerte<br />

Macbook Air beispielsweise gibt bei Auslastung<br />

kaum einen Mucks von sich.<br />

Fazit: Fast der große Wurf<br />

Keine Frage: Das Kira ist eines der<br />

schönsten und wertigsten derzeit erhältlichen<br />

Ultrabooks. Bezogen auf die Leistung<br />

gehört es zu den Top-Geräten und<br />

bietet zudem eine Bildqualität wie kaum<br />

ein anderes. Auch die Akkulaufzeit von bis<br />

zu neun Stunden kann sich sehen lassen.<br />

Um die Vormachtstellung des Macbook<br />

Air zu gefährden, hat es aufgrund des<br />

nicht gerade stabil wirkenden Displays<br />

und der störenden Betriebsgeräusche<br />

aber nicht ganz gereicht. (fn)<br />

Produktinfo Toshiba Kira-101<br />

Webseite www.toshiba.de<br />

Preis (UVP, Online) € 1.650, ab € 1.650<br />

Technische Daten<br />

System<br />

Intel Core i7-4500U, 1,8 GHz,<br />

8 GByte RAM, Festplatte:<br />

256 GByte SSD<br />

Grafik Intel HD Graphics 4400<br />

Kamera<br />

Frontkamera 0,9 MP (720p)<br />

Display 13,3 Zoll, 2.560 x 1.440 Pixel, 221<br />

ppi, LED-Display, Multitouch, spiegelnd,<br />

Helligkeit: 300 cd/m²<br />

Akkulaufzeit,<br />

Kapazität<br />

Geräuschpegel<br />

Normal/Last*<br />

3D Mark 13<br />

Schnittstellen<br />

Betriebssystem<br />

Maße/Gewicht<br />

Bis zu 9 Std.,<br />

keine Angabe<br />

0,1/1,8 Sone<br />

23.795 Pkt. (Ice Storm Extreme),<br />

4.370 Pkt. (Cloudgate)<br />

3x USB 3.0, HDMI, SD-Kartenleser,<br />

Line-In/Out, WLAN 802.11ac,<br />

Bluetooth 4.0<br />

Windows 8.1 Pro 64 Bit<br />

316 x 207 x 9,5 mm/1,35 kg<br />

** 0,1 - 1,0 = kaum hörbar, 1,1 - 2,5 = hörbar,<br />

ab 2,6 = deutlich hörbar (störend)<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 37


TECHNIK<br />

TEST: Netzwerkplayer Google Chromecast<br />

So simpel, so gut: Chromecast kostet nur 35 Euro und<br />

wird einfach in einen HDMI-Anschluss am Fernseher<br />

gesteckt und per USB mit Strom versorgt. Die anschließende<br />

Einrichtung per App auf einem Android- oder iOS-<br />

Gerät ist in wenigen Sekunden erledigt.<br />

<strong>Smart</strong>-TV<br />

GUT<br />

Note 1,6<br />

für alle?<br />

Netzwerkplayer Endlich<br />

gibt es Googles TV-Stick<br />

auch in Deutschland. Wir<br />

sagen, was Sie zum<br />

Schnäppchenpreis von 35<br />

Euro erwarten dürfen <strong>–</strong><br />

und was nicht.<br />

Googles Chromecast sieht auf den<br />

ersten Blick wie ein zu groß geratener<br />

USB-Stick aus. Tatsächlich ist<br />

der vergoldete Anschluss ein HDMI-Stecker.<br />

Den benötigten Strom bezieht<br />

Chrome cast entweder über das enthaltene<br />

USB-Kabel nebst Netzteil oder direkt von<br />

einem USB-Anschluss am TV. An modernen<br />

Fernsehern kann es vorkommen, dass Chromecast<br />

beim direkten Anschluss eine<br />

benachbarte HDMI-Buchse verdeckt. Dieses<br />

Problem hat Google rechtzeitig erkannt und<br />

legt ein kurzes Adapterkabel mit schlankem<br />

HDMI-Anschluss mit ins Paket <strong>–</strong> vorbildlich!<br />

Was ist Chromecast?<br />

Der Stick schlägt die Brücke zwischen<br />

dem Fernseher und Ihrem <strong>Smart</strong>phone,<br />

Tablet oder Laptop. Chromecast muss<br />

zwingend mit einem drahtlosen Netzwerk<br />

verbunden werden, einen Netzwerkanschluss<br />

gibt es nicht. Auch muss das<br />

steuernde Gerät im gleichen Heimnetzwerk<br />

angemeldet sein. Die Einrichtung ist<br />

wirklich ein Kinderspiel und in wenigen<br />

Minuten erledigt. Wer schon ähnliche Produkte<br />

genutzt hat, erwartet nach der Installation<br />

ein Menü. Aber das gibt es ebenso<br />

wenig wie eine Fernbedienung. Alle<br />

Steuerbefehle kommen vom Mobilgerät<br />

oder Laptop.<br />

Nur so gut wie die Apps<br />

Surft man die von Chromecast angezeigte<br />

Seite an, findet man eine Handvoll Apps für<br />

den Streaming-Stick. Darunter neben den<br />

38 www.spielefilmetechnik.de 05/14


TEST: Netzwerkplayer Google Chromecast<br />

TECHNIK<br />

Der Konkurrent:<br />

Apple TV<br />

Apples Netzwerkplayer für knapp 100 Euro verfolgt ein<br />

ganz anderes Prinzip als Googles Chromecast und ist<br />

dadurch gleichzeitig besser und schlechter. Besser,<br />

weil die universelle Airplay-Funktion die Übertragung<br />

von Bildern, Videos und Musik von iOS-Geräten ermöglicht<br />

und alle Inhalte von iTunes ohne Zusatzsoftware<br />

im Netzwerk übertragen werden können. Geliehene<br />

<strong>Filme</strong> aus dem iTunes-Store werden auf dem<br />

internen Speicher von Apple TV gepuffert und laufen so<br />

in der Regel unterbrechungsfrei, selbst wenn die DSL-<br />

Bandbreite zwischenzeitlich einbricht. Schlechter, weil<br />

sich Apple TV <strong>–</strong> wen wundert es <strong>–</strong> nur mit iOS-Geräten<br />

und iTunes versteht. Watchever gibt es zwar auch auf<br />

dem Apple-Player, Maxdome hingegen nicht. Und bei<br />

Video-on-Demand-Diensten ist Airplay als universelle<br />

Übertragungsmöglichkeit oft deaktiviert (bei Google<br />

Play Movies und Maxdome ist es so).<br />

Auf den Schirm! Sofern eine App für Chromecast angepasst ist, werden<br />

Inhalte direkt auf dem Fernseher wiedergegeben. Neben den hauseigenen<br />

Diensten Youtube, Google Play Music und Google Play Movies sind<br />

auch die Apps der Video-on-Demand-Anbieter Maxdome und Watchever<br />

schon Chromecast-ready. Der Google-Stick ist übrigens nicht an Android<br />

gebunden, sondern funktioniert auch mit iOS einwandfrei.<br />

Apple TV ist auch ohne <strong>Smart</strong>phone<br />

oder Tablet nutzbar. Das<br />

winzige Kästchen (ca. 10 x 10 x<br />

2,5 cm) bietet unter anderem<br />

Zugang zu Watchever und dem<br />

umfangreichen Video-on-<br />

Demand-Angebot von iTunes.<br />

hauseigenen Diensten Youtube, Play<br />

Music und Play Movies auch die populären<br />

Video-on-Demand-Anbieter Watchever<br />

und Maxdome. Zudem wird hier auch<br />

die kostenpflichtige App Plex angepriesen,<br />

die laut Beschreibung „alle Ihre Medien<br />

verwaltet, sodass Sie sie überall erleben<br />

können“. Wir haben in den sauren<br />

Apfel gebissen und uns das Programm für<br />

knapp 4,50 Euro im App Store geladen<br />

(bei Google ist die Applikation knapp<br />

einen Euro günstiger). Wir hätten wohl<br />

vorher mal die Beschreibung genauer<br />

lesen sollen. Denn die App kann nicht <strong>–</strong><br />

wie wir erwartet haben <strong>–</strong> Bilder, Videos<br />

und Musik vom Mobilgerät streamen. Vielmehr<br />

muss man hierzu einen Server auf<br />

dem PC oder Mac einrichten. Erst wenn<br />

man auf eigene Faust den App Store oder<br />

Google Play durchforstet, findet man auch<br />

Tools, die Inhalte vom Handy übertragen.<br />

Die Auswahl im Play Store ist größer als<br />

bei Apples App Store. Immerhin konnten<br />

wir im Test mit der App Photo Cast (iOS,<br />

gratis) unsere Fotos auf dem Fernseher<br />

anschauen, Pixo cast (iOS, 1,79 Euro) versteht<br />

sich auf Videos und Fotos. Im Google-Lager<br />

können wir die Media-Allzweckwaffe<br />

Localcast (Android, gratis, werbefreie<br />

Version ab 1 Euro) empfehlen, die<br />

sowohl Videos und Fotos als auch Musik<br />

überträgt. Noch ist Chromecast jung, weitere<br />

Apps werden mit Sicherheit folgen.<br />

Wir halten es sogar für wahrscheinlich,<br />

dass Chromecast in zukünftigen Android-<br />

Versionen ins Betriebssystem übernommen<br />

wird und dann ähnlich wie Apples<br />

Airplay funktioniert. Schade finden wir,<br />

dass Google keine vollständige Übersicht<br />

aller Apps bietet. (fw)<br />

Fazit<br />

Googles Konzept hinter Chromecast ist durchaus<br />

clever. Der Stick ist eigentlich nur eine Audio- und<br />

Video-Schnittstelle, auf die Handy-Programme<br />

zugreifen. In der Praxis heißt das für den Nutzer<br />

jedoch, dass er für verschiedene Anwendungen<br />

auch verschiedene Apps öffnen muss <strong>–</strong> es gibt kein<br />

übersichtliches Menü oder wenigstens ein Programm,<br />

das viele Funktionen bündelt. Wer ohnehin<br />

Medien über Google bezieht (<strong>Filme</strong>, Musik), viel<br />

Youtube schaut oder einen der beiden bereits unterstützten<br />

Video-on-Demand-Dienste (Watchever,<br />

Maxdome) nutzt, bekommt mit Chromecast eine<br />

ausgesprochen günstige und unkomplizierte Möglichkeit,<br />

Inhalte auf den großen Bildschirm zu beamen.<br />

Und wir sind uns sicher, dass der Funktionsumfang<br />

durch viele neue Apps stetig steigen wird.<br />

Für 35 Euro macht man absolut nichts falsch.<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 39


TECHNIK<br />

Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht<br />

PANASONIC, Seite 43<br />

SONY, Seite 47<br />

SAMSUNG, Seite 42<br />

Die große<br />

Feature<br />

Knapp 200<br />

brandaktuelle<br />

Fernseher der sechs<br />

wichtigsten Hersteller<br />

finden Sie in<br />

unserem großen<br />

Sortiments-Check.<br />

Die Fußball-WM steht vor der Tür. Rechtzeitig<br />

bringen die Fernseher-Hersteller ihre Neuheiten<br />

in den Handel. Dabei verfolgt jeder<br />

eine etwas andere Strategie. Wer soll bei knapp 200<br />

Modellen den Überblick behalten? Keine leichte<br />

Aufgabe. Aber wir helfen Ihnen und machen Sie auf<br />

den folgenden Seiten zum Markt-Insider.<br />

Namen entziffern<br />

Manchmal will man glauben, die Hersteller wollen<br />

mit unüberschaubaren Produktpaletten und kryptischen<br />

Typenbezeichnungen den Kunden verwirren.<br />

Selbst wenn man die Nomenklatur einmal verstanden<br />

hat, muss man gut aufpassen. Manchmal<br />

unterscheiden sich zwei Geräte nur in einer Zahl<br />

oder einem Buchstaben. Besonders große Verwechslungsgefahr<br />

besteht zwischen alten und neuen<br />

Geräten. Auch hier unterscheidet sich der schon<br />

über ein Jahr alte Fernseher nur durch eine Ziffer in<br />

der oft zehnstelligen Produktbezeichnung. Damit<br />

Sie den perfekten Durchblick haben, finden Sie auf<br />

den folgenden Seiten zu jedem Hersteller eine<br />

detaillierte Anleitung zur jeweiligen Namensgebung.<br />

So gewappnet, kann Ihnen keiner eine alte<br />

Glotze als brandneues Modell verkaufen.<br />

Darf es etwas mehr sein?<br />

Die wenigsten Händler, noch nicht einmal die großen<br />

Elektronikketten, führen alle TV-Modelle. Ein<br />

fairer Vergleich ist somit gar nicht möglich. Gerade<br />

im unteren und mittleren Preissegment<br />

bekommen Sie häufig für ein paar Euro mehr ein<br />

besseres Gerät des gleichen Herstellers. Das<br />

funktioniert natürlich auch andersherum. Wer auf<br />

ein Feature verzichten kann, greift eine Serie niedriger<br />

zu und spart bares Geld. (fw)<br />

40 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht TECHNIK<br />

LG, Seite 45<br />

PHILIPS, Seite 44<br />

TOSHIBA, Seite 46<br />

ULTRA-HD-<br />

ÜBERSICHT,<br />

ab Seite 48<br />

TV-Übersicht<br />

Sortiment mit System<br />

Von klein bis groß und günstig bis teuer <strong>–</strong> mit unseren Sortimentsgrafiken<br />

bekommen Sie alle wichtigen Infos auf einen Blick.<br />

Alle TV-Hersteller arbeiten mit Modell-Reihen. Alle Fernseher einer Reihe sind<br />

bis auf Ausnahmen technisch identisch und unterscheiden sich nur in Bildschirmgröße<br />

und natürlich beim Preis. Damit Sie schnell den für Sie interessantesten<br />

Fernseher finden, können Sie in unseren Grafiken nach Preis oder<br />

Größe suchen. Wenn Ihr Maximalbudget feststeht, schauen Sie nur unterhalb<br />

der entsprechenden Preis-Linie. Beispiel: Sie wollen sich einen neuen<br />

Samsung-Fernseher kaufen und nicht mehr als 1.000 Euro ausgeben. Genau<br />

auf Ihrer Budgetgrenze liegen gleich vier Modelle. Im zweiten Schritt sollten<br />

Sie die technischen Daten vergleichen. Reicht Ihnen ein Einstiegsmodell der<br />

Serie H5570? Dann kriegen Sie einen 50-Zöller für 1.000 Euro (50H5570). Der<br />

gleich teure Fernseher der H6600-Serie ist nur 40 Zoll groß (40H6600), bietet<br />

aber deutlich mehr <strong>Technik</strong>, unter anderem 3D, 400 Hz und Doppeltuner.<br />

Farben:<br />

Punkte, Linien,<br />

Serienbezeichnung<br />

und Textfarbe<br />

sind innerhalb<br />

einer Serie<br />

immer gleich.<br />

Die Farben<br />

dienen der Orientierung<br />

und<br />

haben keine<br />

durchgängige<br />

Bedeutung.<br />

Linien: Alle Modelle (Punkte)<br />

einer Serie sind mit Linien<br />

verbunden. Diese dienen zunächst<br />

der Übersicht, machen<br />

aber auch auf den ersten Blick<br />

deutlich, wie <strong>stark</strong> der Preis<br />

zur nächstgrößeren Diagonale<br />

steigt. Je steiler die Linie,<br />

desto höher der Preis pro Zoll.<br />

Punkte: Jedes TV-Modell ist mit einem<br />

farbigen Punkt im Schnittpunkt<br />

von Bildschirmgröße und Preis im<br />

Koordinatensystem eingetragen.<br />

Technische Daten: Zu jeder<br />

Serie finden Sie einen Kasten<br />

mit den wichtigsten technischen<br />

Daten. Für den schnellen Durchblick<br />

haben wir Änderungen<br />

gegenüber der nächstniedrigeren<br />

Serie farblich hervorgehoben.<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 41


TECHNIK<br />

Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht<br />

Preis<br />

in Euro<br />

5.000<br />

4.900<br />

4.800<br />

4.700<br />

4.600<br />

4.500<br />

4.400<br />

4.300<br />

4.200<br />

4.100<br />

4.000<br />

3.900<br />

3.800<br />

3.700<br />

3.600<br />

3.500<br />

3.400<br />

3.300<br />

3.200<br />

3.100<br />

3.000<br />

2.900<br />

2.800<br />

2.700<br />

2.600<br />

2.500<br />

2.400<br />

2.300<br />

2.200<br />

2.100<br />

2.000<br />

1.900<br />

1.800<br />

1.700<br />

1.600<br />

1.500<br />

1.400<br />

1.300<br />

1.200<br />

1.100<br />

1.000<br />

900<br />

800<br />

700<br />

600<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

100<br />

0<br />

H6600 Bild: Full<br />

HD, LED-LCD, 3D<br />

(aktiv, 2 Brillen<br />

enthalten), 400<br />

Hz (CMR*) Ton:<br />

2x 10 Watt (RMS)<br />

Empfang: 2x DVB-<br />

T/-C/-S, 2x CI+<br />

Anschlüsse: 4x<br />

HDMI (ARC), 3x USB,<br />

LAN/WLAN, Bluetooth<br />

Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer,<br />

<strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser<br />

und Skype<br />

(Kamera optional),<br />

USB-Aufnahme<br />

Besonderheiten:<br />

Zweitfernbedienung<br />

mit Zeigerfunktion<br />

enthalten<br />

H5070 Bild: Full HD, LED-LCD, 100 Hz (CMR*) Ton: 2x 10 Watt<br />

(RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 2x HDMI, 1x USB<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer Besonderheiten: keine<br />

32 39 40 42 46 48 50 55 60 65 70 75<br />

42 www.spielefilmetechnik.de 05/14<br />

Flach oder krumm?<br />

H7090: Bild: Full HD,<br />

LED-LCD, Micro Dimming<br />

Pro, 3D (aktiv, 2 Brillen<br />

enthalten), 40 Zoll: 600<br />

Hz (CMR*), 46/55/60 Zoll:<br />

800 Hz (CMR*) Ton: 2x<br />

10 Watt (RMS) Empfang:<br />

2x DVB-T/-C/-S, 2x CI+<br />

Anschlüsse: 4x HDMI<br />

(ARC), 3x USB, LAN/WLAN,<br />

Bluetooth Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV<br />

inkl. Webbrowser und Skype<br />

(Kamera optional), USB-<br />

Aufnahme Besonderheiten:<br />

Zweitfernbedienung mit<br />

Zeigerfunktion enthalten,<br />

Zweiteilung des Bildschirms<br />

(z. B. TV und eine App<br />

gleichzeitig anzeigen)<br />

1.500<br />

H8090: Bild: Curved Full HD, LED-<br />

LCD, Micro Dimming Ultimate, 3D<br />

(aktiv, 2 Brillen enthalten), 1.000<br />

Hz (CMR*) Ton: 40 Watt (RMS)<br />

Empfang: 2x DVB-T/-C/-S, 2x CI+<br />

Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 3x USB,<br />

LAN/WLAN, Bluetooth Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl.<br />

Webbrowser und Skype (Kamera<br />

optional), USB-Aufnahme Besonderheiten:<br />

Zweitfernbedienung mit<br />

Zeigerfunktion enthalten, Zweiteilung<br />

des Bildschirms (z. B. TV und eine App<br />

gleichzeitig anzeigen)<br />

H5570<br />

H5070<br />

H6410<br />

2.500<br />

2.000<br />

1.000<br />

500<br />

H6600<br />

H7090<br />

H6270<br />

H8090<br />

UE bezeichnet LED-<br />

LCD-Fernseher. 3500<br />

4.000<br />

3.000<br />

H6270: Bild: Full HD, LED-LCD, 3D (aktiv, keine Brillen enthalten),<br />

200 Hz (CMR*) Ton: 2x 10 Watt (RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S,<br />

CI+ Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 3x USB, LAN/WLAN, Bluetooth<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser und<br />

Skype (Kamera optional), USB-Aufnahme<br />

H5570: Bild: Full HD, LED-LCD, 100 Hz (CMR*) Ton: 2x 10 Watt<br />

(RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 3x HDMI (ARC),<br />

2x USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl.<br />

Webbrowser und Skype (Kamera optional), USB-Aufnahme<br />

* CMR steht für Clear Motion Rate,<br />

Hertzangaben sind nur bei Geräten<br />

eines Herstellers vergleichbar.<br />

H6470<br />

75 Zoll, 5 .000 Euro<br />

Samsung Als erster Hersteller bringt Samsung gebogene LCD-TVs auf den deutschen Markt.<br />

Curved war das Schlagwort der CES<br />

und auf nahezu jedem Stand gab<br />

es Fernseher mit gebogenem Display<br />

zu sehen. Samsung belässt es nicht<br />

bei Prototypen und bringt sowohl in Full HD<br />

als auch UHD (ab Seite 48) High-End-LCD-<br />

Fernseher mit gebogenem Display. Dass<br />

dieser neue Formfaktor nicht jeden<br />

Geschmack trifft, hat Samsung ebenfalls<br />

erkannt und lässt dem Kunden die Wahl. Im<br />

Full-HD-Sortiment bleibt die H7090-Serie<br />

flach, während die nahezu identisch ausgestatteten<br />

Geräte der H8090-Reihe mit<br />

gebogenem Display daherkommen. Das<br />

übrige Full-HD-Angebot der Koreaner ist in<br />

diesem Jahr erfreulich klar strukturiert. Einziger<br />

Preis-Ausreißer ist die in Weiß gehaltene<br />

Serie H6410, bei der Sie als Kunde für<br />

das Design mehr hinlegen müssen als für<br />

technisch bessere Geräte.<br />

Modellbezeichnung lesen:<br />

UE48H8090<br />

Bildschirmgrösse<br />

in Zoll<br />

Serienkennung: Je höher die erste Ziffer<br />

der vierstelligen Zahl, desto hochwertiger das<br />

Gerät. Die folgenden Zahlen dienen zur Unterscheidung<br />

verschiedener Ausstattungs- und<br />

Designmerkmale.<br />

Modelljahr:<br />

H = 2014,<br />

F = 2013<br />

Ultra-HD-Fernseher<br />

tragen nach<br />

dem H noch ein U<br />

im Namen.<br />

H6410/6470 Beide Modellreihen<br />

sind technisch identisch,<br />

unterscheiden sich jedoch in Farbe<br />

(6410: Weiß, 6470: Schwarz), Fußdesign<br />

(6410: starre Füße außen,<br />

6470: schwenkbarer Kreuzfuß),<br />

Größen (6410: 32, 40, 48 und 55<br />

Zoll; 6470: zusätzlich in 65 und 75<br />

Zoll) und Preisen (weiße Modelle<br />

sind teurer).<br />

Bild: Full HD, LED-LCD, 3D (aktiv,<br />

ab 40 Zoll: 2 Brillen enthalten), 400<br />

Hz (CMR*) Ton: 2x 10 Watt (RMS)<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse:<br />

4x HDMI (ARC), 3x USB,<br />

LAN/WLAN, Bluetooth Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl.<br />

Webbrowser und Skype (Kamera<br />

optional), USB-Aufnahme Besonderheiten:<br />

Zweitfernbedienung<br />

mit Zeigerfunktion enthalten<br />

Bildschirmgröße in Zoll


Preis<br />

in Euro<br />

5.000<br />

4.900<br />

4.800<br />

4.700<br />

4.600<br />

4.500<br />

4.400<br />

4.300<br />

4.200<br />

4.100<br />

4.000<br />

3.900<br />

3.800<br />

3.700<br />

3.600<br />

3.500<br />

3.400<br />

3.300<br />

3.200<br />

3.100<br />

3.000<br />

2.900<br />

2.800<br />

2.700<br />

2.600<br />

2.500<br />

2.400<br />

2.300<br />

2.200<br />

2.100<br />

2.000<br />

1.900<br />

1.800<br />

1.700<br />

1.600<br />

1.500<br />

1.400<br />

1.300<br />

1.200<br />

1.100<br />

1.000<br />

900<br />

800<br />

700<br />

600<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

100<br />

0<br />

Schon im vergangenen Jahr hat<br />

Panasonic mit Doppeltunern konsequent<br />

auf Empfangstechnik gesetzt.<br />

Auch 2014 können entsprechend ausgestattete<br />

Fernseher (ab ASW754) völlig flexibel<br />

mit zwei TV-Signalen jonglieren. Sie<br />

können ein Programm anschauen (auch<br />

zeitversetzt), während ein anderes aufgenommen<br />

wird, oder zwei Programme<br />

gleichzeitig aufnehmen oder <strong>–</strong> und das ist<br />

ein echtes Highlight <strong>–</strong> einen Sender schauen<br />

und das Signal des anderen Tuners an<br />

ein <strong>Smart</strong>phone oder Tablet streamen. Neu<br />

1.500<br />

ASW604W<br />

AW404 Bild: Full HD (32 Zoll: HD-ready), LED-LCD, 100 Hz<br />

(blb*), First** Ton: 2x 10 Watt (RMS), 32 Zoll: 2x 5 Watt (RMS)<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 2x HDMI (ARC), 1x<br />

USB Funktionen: USB-Mediaplayer Besonderheiten: keine<br />

ASW754: Bild: Full HD, LED-<br />

LCD, 3D (passiv, 2 Brillen enthalten),<br />

1.200 Hz (bls*), IPS-Panel<br />

(ab 42 Zoll), Reference**<br />

Ton: 2x 10 Watt (RMS) Empfang:<br />

2x DVB-T/-C/-S, Sat-IP, 2x CI+<br />

Anschlüsse: 3x HDMI (ARC),<br />

3x USB (davon 1 USB 3.0),<br />

SD-Kartenleser, LAN/WLAN<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer,<br />

<strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser<br />

2.500<br />

und<br />

Skype (Kamera optional), USB-<br />

Aufnahme Besonderheiten:<br />

Sprachsteuerung, TV-Übertragung<br />

an mobile Geräte (TV<br />

Anywhere), Zweitfernbedienung<br />

Touchpad-Remote enthalten,<br />

Empfehlungen (my Stream)<br />

AW404<br />

ASW504<br />

Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht<br />

Voll auf Empfang<br />

Panasonic Das kann (noch) kein anderer: Panasonic-TVs unterstützen Sat-IP.<br />

Modellbezeichnung lesen:<br />

TX-42ASW604W<br />

TX ist die Produktkennung für Panasonic-TVs.<br />

Bildschirmgrösse<br />

in Zoll<br />

Modelljahr:<br />

A = 2014<br />

Ausstattung: Steht<br />

hier ein S, handelt es sich<br />

um einen <strong>Smart</strong>-TV, ein X<br />

steht für Fernseher mit<br />

Ultra-HD-Auflösung.<br />

Serienkennung:<br />

Je<br />

höher die dreistellige<br />

Zahl, desto<br />

besser das Gerät.<br />

Das nachgestellte W kennzeichnet Fernseher mit weißem Gehäuse.<br />

in diesem Jahr ist der in vielen Serien integrierte<br />

Sat-IP-Empfang. Zusammen mit<br />

einem sogenannten Sat-IP-Server (ab ca.<br />

200 Euro) lassen sich die Signale einer<br />

Satellitenanlage in das heimische Netzwerk<br />

einspeisen und von entsprechend ausgestatteten<br />

Endgeräten empfangen. Der entscheidene<br />

Vorteil: Sie können auch in Räumen<br />

ohne Antennendose waschechtes<br />

Satellitenfernsehen genießen <strong>–</strong> und zwar<br />

nicht nur auf Fernsehern, sondern auch auf<br />

PCs, <strong>Smart</strong>phones und Tablets. Ebenfalls<br />

neu ist die Funktion „TV Anywhere“, mit der<br />

32 39 42 47 50 55 60 65 70 75<br />

2.000<br />

ASW754<br />

1.000<br />

500<br />

3.000<br />

2.500<br />

Sie ein Tunersignal nicht nur im Heimnetzwerk,<br />

sondern überall auf der Welt über das<br />

Internet auf einem <strong>Smart</strong>phone oder Tablet<br />

schauen können <strong>–</strong> angeblich sogar im<br />

Mobilfunknetz. Wie gut das in der Praxis<br />

funktioniert, wird unser Test in der kommenden<br />

Ausgabe zeigen. 2014 markiert bei<br />

Panasonic auch das Ende der Plasma-TV-<br />

Ära. Die Produktion wurde zwar bereits<br />

eingestellt, Vorjahresmodelle der Spitzenserien<br />

VTW60 und ZT60 sind aber auch<br />

in diesem Jahr für Plasma-Fans noch<br />

erhältlich.<br />

ASW654<br />

ASW654 Bild: Full HD,<br />

LED-LCD, 3D (passiv, 2<br />

Brillen enthalten), 1.200 Hz<br />

(bls*), IPS-Panel (ab 42 Zoll),<br />

Prime** Ton: 2x 10 Watt (RMS)<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, Sat-IP<br />

, CI+ Anschlüsse: 3x HDMI<br />

(ARC), 2x USB, SD-Kartenleser ,<br />

LAN/WLAN Funktionen: USB-<br />

Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl.<br />

Webbrowser und Skype (Kamera<br />

optional), USB-Aufnahme<br />

Besonderheiten: Sprachsteuerung,<br />

TV-Übertragung an<br />

mobile Geräte (TV Anywhere),<br />

Zweitfernbedienung Touchpad-<br />

Remote enthalten, Empfehlungen<br />

(my Stream)<br />

ASW604W: Bild: Full HD, LED-LCD, 100 Hz (blb*), Next** Ton: 2x 10 Watt (RMS),<br />

32 Zoll: 2x 5 Watt (RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S, kein Sat-IP , CI+ Anschlüsse:<br />

3x HDMI (ARC), 2x USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV<br />

inkl. Webbrowser und Skype (Kamera optional), USB-Aufnahme Besonderheiten:<br />

Sprachsteuerung, Empfehlungen (my Stream), weißes Gehäuse<br />

ASW504: Bild: Full HD (32 Zoll: HD-ready), LED-LCD, 100 Hz (blb*),<br />

Next** Ton: 2x 10 Watt (RMS), 32 Zoll: 2x 5 Watt (RMS) Empfang: DVB-<br />

T/-C/-S, Sat-IP , CI+ Anschlüsse: 2x HDMI (ARC), 1x USB, LAN/WLAN<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser und Skype<br />

(Kamera optional), USB-Aufnahme Besonderheiten: keine<br />

* blb steht für Backlight Blinking, bls für<br />

Backlight Scanning, Hertzangaben sind nur<br />

bei Geräten eines Herstellers vergleichbar.<br />

** Panasonic teilt Geräte in vier Qualitätsstufen<br />

von First (Einsteiger) über Next und Prime<br />

bis zu Reference (Oberklasse) ein.<br />

TECHNIK<br />

Bildschirmgröße in Zoll<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 43


TECHNIK<br />

Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht<br />

Preis<br />

in Euro<br />

5.000<br />

4.900<br />

4.800<br />

4.700<br />

4.600<br />

4.500<br />

4.400<br />

4.300<br />

4.200<br />

4.100<br />

4.000<br />

3.900<br />

3.800<br />

3.700<br />

3.600<br />

3.500<br />

3.400<br />

3.300<br />

3.200<br />

3.100<br />

3.000<br />

2.900<br />

2.800<br />

2.700<br />

2.600<br />

2.500<br />

2.400<br />

2.300<br />

2.200<br />

2.100<br />

2.000<br />

1.900<br />

1.800<br />

1.700<br />

1.600<br />

1.500<br />

1.400<br />

1.300<br />

1.200<br />

1.100<br />

1.000<br />

900<br />

800<br />

700<br />

600<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

100<br />

0<br />

PFK6719: Bild: Full HD,<br />

LED-LCD, 3D (aktiv, 2<br />

Brillen enthalten), 400<br />

Hz (PMR*), Pixel Precise<br />

HD** Ton: 20 Watt (RMS)<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S,<br />

CI+ Anschlüsse: 3x<br />

HDMI (ARC), 2x USB,<br />

LAN/WLAN Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer,<br />

<strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser<br />

und Skype (Kamera<br />

optional), USB-Aufnahme<br />

Besonderheiten:<br />

2-seitiges Ambilight<br />

1.000<br />

32 40 42<br />

47 48 50 55 65<br />

44 www.spielefilmetechnik.de 05/14<br />

Zehn Jahre Ambilight<br />

Philips Der Lichtkranz um den Fernseher feiert runden Geburtstag.<br />

Bis heute ist die Umgebungsbeleuchtung<br />

Ambilight einzigartig <strong>–</strong> wer auf<br />

das farbige Lichtspiel steht, kommt<br />

an Philips nicht vorbei. Zum runden<br />

Geburtstag wurde die Funktion weiter verbessert<br />

und arbeitet ab sofort auch ohne<br />

<strong>Smart</strong>phone-App mit Hue-Lampen zusammen.<br />

Für die Fußball-WM haben sich die<br />

Entwickler zusätzlich ein lustiges Feature<br />

ausgedacht: Bei Torjubel projiziert Ambilight<br />

die Nationalfarben des vorher eingestellten<br />

Teams an die Wand. Die wichtigste<br />

Neuerung im Philips-Lager ist in diesem<br />

Jahr das Android-Betriebssystem in den<br />

High-End-Modellen. Wir konnten uns die<br />

<strong>Smart</strong>-TV-Plattform bereits anschauen und<br />

sie auch ausprobieren. Android läuft auf<br />

PFS8109/8159/8209 Bild: Full HD, LED-LCD, Micro Dimming Pro, 3D (aktiv,<br />

2 Brillen enthalten), 800 Hz (PMR*), Perfect Pixel HD** Ton: 30 Watt (RMS)<br />

Empfang: 2x DVB-T/-C/-S, 2x CI+ Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 3x USB, LAN/<br />

WLAN Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV (Android) inkl. Webbrowser<br />

und Skype (Kamera integriert), USB-Aufnahme Besonderheiten: 4-seitiges<br />

Ambilight, Fernbedienung mit Tastatur, Zeigefunktion und Mikrofon<br />

PFK7109: Bild: Full HD, LED-<br />

LCD, Micro Dimming Pro, 3D<br />

(passiv, 4 Brillen enthalten),<br />

600 Hz (PMR*), Pixel Precise<br />

HD** Ton: 20 Watt (RMS)<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+<br />

Anschlüsse: 4x HDMI (ARC),<br />

2x USB, LAN/WLAN Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer,<br />

<strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser<br />

und Skype (Kamera optional),<br />

USB-Aufnahme Besonderheiten:<br />

2-seitiges Ambilight,<br />

Fernbedienung mit Tastatur<br />

PFK6719<br />

500<br />

PFK4109: Bild: Full HD, LED-LCD, 100 Hz (PMR*),<br />

Digital Crystal Clear** Ton: 5 Watt (RMS) Empfang:<br />

DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 2x HDMI (ARC), 1x USB<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer Besonderheiten: keine<br />

den Fernsehern angenehm flott und bietet<br />

eine tolle Auswahl an Apps <strong>–</strong> da kommt<br />

kein „normaler“ <strong>Smart</strong>-TV mit. Natürlich<br />

gibt es Einschränkungen, da sich Apps mit<br />

der Zeigerfernbedienung steuern lassen<br />

müssen. Laut Philips zeigt der Play Store<br />

auf den Fernsehern nur entsprechende<br />

Apps an. Sogar Game-Controller werden<br />

unterstützt, was für neuen Casual-Gaming-<br />

Spaß am Fernseher sorgen dürfte. Ebenfalls<br />

neu ab den 8000er-Modellen sind<br />

Tuner in Doppelausführung.<br />

PFK4509<br />

PFK4109<br />

3.000<br />

2.500<br />

2.000<br />

1.500<br />

PFK7109<br />

PFK6609<br />

PFK6409<br />

PFK5509<br />

Tuner: Der dritte<br />

Buchstabe zeigt die<br />

Tuner-Konfiguration.<br />

K = Triple-Tuner, S<br />

= Triple-Tuner mit<br />

DVB-T2 (in<br />

Deutschland 3500 nicht<br />

relevant).<br />

PFS8109/PFS8159/PFS8209<br />

PFK4509: Bild: Full HD,<br />

LED-LCD, 200 Hz (PMR*),<br />

Pixel Plus HD** Ton: 20<br />

Watt (RMS) Empfang:<br />

DVB-T/-C/-S, CI+<br />

Anschlüsse: 2x HDMI<br />

(ARC), 2x USB, LAN/<br />

WLAN-ready Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer,<br />

<strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser<br />

und Skype (Kamera<br />

optional), USB-Aufnahme<br />

Besonderheiten: keine<br />

Modellbezeichnung lesen:<br />

48PFS8109<br />

Bildschirmgrösse<br />

in Zoll<br />

4000<br />

Auflösung: F=Full<br />

HD, U=UHD<br />

PFK7509/PFS7559: Bild: Full HD, 3D (passiv, 4 Brillen enthalten,<br />

65 Zoll: aktiv, 2 Brillen), LED-LCD, Micro Dimming Pro, 800 Hz<br />

(PMR*), Pixel Precise HD** Ton: 20 Watt (RMS) + 50 Watt Subwoofer<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 4x HDMI (ARC),<br />

2x USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV<br />

inkl. Webbrowser und Skype (Kamera optional), USB-Aufnahme<br />

Besonderheiten: 3-seitiges Ambilight, Fernbedienung mit Tastatur<br />

und Zeigefunktion, kabelloser Subwoofer im Lieferumfang<br />

PFK7509/PFK7559<br />

Modelljahr:<br />

9 = 2014, 8 = 2013<br />

Serienkennung: Je höher die erste<br />

Zahl, desto hochwertiger das Gerät<br />

(derzeit von 4000 bis 8000, 9000<br />

folgt in der zweiten Jahreshälfte). Die<br />

zweite und dritte Ziffer in der vierstelligen<br />

Zahl dienen zur weiteren<br />

Unterscheidung innerhalb einer Serie<br />

(Ausstattung, Vertriebskanäle).<br />

PFK6609: Bild: Full HD, LED-LCD, 3D (aktiv, 2 Brillen<br />

enthalten), 400 Hz (PMR*), Pixel Precise HD** Ton: 20<br />

Watt (RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse:<br />

3x HDMI (ARC), 2x USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-<br />

Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser und Skype<br />

(Kamera optional), USB-Aufnahme Besonderheiten:<br />

2-seitiges Ambilight, später auch in 65 Zoll erhältlich<br />

(Preis zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt)<br />

PFK6409: Bild: Full HD, LED-LCD, 3D (aktiv, 2 Brillen enthalten),<br />

400 Hz (PMR*), Pixel Precise HD** Ton: 20 Watt<br />

(RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 3x HDMI<br />

(ARC), 2x USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-Mediaplayer,<br />

<strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser und Skype (Kamera optional),<br />

USB-Aufnahme Besonderheiten: keine<br />

PFK5509: Bild: Full HD, LED-LCD, 200 Hz (PMR*),<br />

Pixel Plus HD** Ton: 20 Watt (RMS) Empfang:<br />

DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 2x HDMI (ARC), 2x<br />

USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-Mediaplayer,<br />

<strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser und Skype (Kamera<br />

optional), USB-Aufnahme Besonderheiten: keine<br />

* PMR steht für Perfect Motion Rate, Hertzangaben sind<br />

nur bei Geräten eines Herstellers vergleichbar.<br />

** Philips teilt Geräte in vier Bildqualitätsstufen von Digital<br />

Crystal Clear (Einsteiger) über Pixel Plus HD und Pixel<br />

Precise HD bis zu Perfect Pixel HD (Oberklasse) ein.<br />

Bildschirmgröße in Zoll


Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht TECHNIK<br />

Preis<br />

in Euro<br />

5.000<br />

4.900<br />

4.800<br />

4.700<br />

<strong>Smart</strong> mit Web OS<br />

4.600<br />

4.500<br />

LG Neben Philips setzt auch LG auf ein Betriebssystem aus der Handy-Welt.<br />

4.400<br />

4.300 Erinnern Sie sich noch an Palm OS? der LG-TV-Oberklasse zurück. Wir sind sind viele Geräte trotz technischer Unterschiede<br />

gleich teuer. Oder würden Sie<br />

4.200<br />

Dem PDA-Pionier war trotz des seinerzeit<br />

wirklich genialen Betriebssys-<br />

Fernseher schlägt. Bei der Vorstellung auf einen HD-ready-32-Zöller (32LB550V)<br />

gespannt, wie sich das System auf dem<br />

4.100<br />

4.000<br />

tems kein Erfolg in der harten <strong>Smart</strong>phone- der CES im Januar hinterließ es bei uns<br />

Welt beschieden. Auch HP konnte kein<br />

einem Full-HD-Gerät (32LB561V) zum gleichen<br />

Preis vorziehen? Wir auch nicht.<br />

aufgrund der hohen Arbeitsgeschwindigkeit<br />

einen ausgesprochen guten Eindruck.<br />

3.900<br />

Kapital aus dem System schlagen. Jetzt<br />

3.800 kehrt die mittlerweile zu Web OS umbenannte<br />

Die untere Hälfte des LG-Sortiments von<br />

LB650V<br />

3.700<br />

3.600<br />

3.500 Plattform als <strong>Smart</strong>-TV-Unterbau in<br />

Modellbezeichnung lesen:<br />

2014 gibt einige Rätsel auf. Tatsächlich<br />

3.500<br />

3.400<br />

LB870V Bild: Full HD, 3D (passiv,<br />

3.300<br />

2 Brillen enthalten), LED-LCD,<br />

55LB650V<br />

Local Dimming, 1.000 Hz (MCI*)<br />

3.200<br />

Ton: 2x 15 Watt (RMS) + 2x 10<br />

Bildschirmgrösse<br />

in Zoll desto besser das Gerät.<br />

Serienkennung: Je höher die Zahl,<br />

Watt (Subwoofer) Empfang:<br />

3.100<br />

DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse:<br />

TYP Ein L steht für LED-LCD, steht hier ein U, handelt es sich<br />

4x HDMI (ARC), 3x USB, LAN/<br />

3.000<br />

um einen Ultra-HD-Fernseher<br />

WLAN Funktionen: USB-<br />

Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV (Web-OS)<br />

2.900<br />

Der nachgestellte Buchstabe ist bei UHD- und Full-HD-Geräten<br />

inkl. Webbrowser und Skype (Kamera<br />

integriert), USB-Aufnahme<br />

ein V, bei HD-ready-Fernsehern steht hier ein U.<br />

2.800<br />

Besonderheiten: Magic Remote<br />

LB630V Bild: Full HD, kein<br />

Modelljahr: Vorjahresgeräte hießen hießen LA, 2014 folgt<br />

3D, LED-LCD, 500 Hz (MCI*)<br />

2.700<br />

enthalten, Soundbar im Fuß<br />

auf die Displaytyp-Kennung ein B.<br />

Ton: 2x 10 Watt (RMS)<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+<br />

2.600<br />

LB870V<br />

Anschlüsse: 3x HDMI (ARC),<br />

2.500<br />

3x USB, LAN/WLAN Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-<br />

2.500<br />

2.400<br />

TV (Web-OS) inkl. Webbrowser<br />

LB730V Bild: Full HD, 3D (passiv, 2 Brillen enthalten), LED-LCD,<br />

und Skype (Kamera optional),<br />

800 Hz (MCI*) Ton: 2x 12 Watt (RMS) + Flachmembran-Subwoofer<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 3x HDMI (ARC),<br />

2.300<br />

USB-Aufnahme Besonderheiten:<br />

Magic-Remote-ready<br />

3x USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV<br />

2.200<br />

(Web-OS) inkl. Webbrowser und Skype (Kamera optional), USB-<br />

2.100<br />

Aufnahme Besonderheiten: Magic Remote enthalten<br />

2.000<br />

2.000<br />

LB620V Bild: Full HD, 3D (passiv, 2 Brillen enthalten), LED-<br />

LCD, 100 Hz (MCI*) Ton: 2x 10 Watt (RMS) Empfang: DVB-T/-<br />

C/-S, CI+ Anschlüsse: 2x HDMI (ARC), 1x USB Funktionen:<br />

1.900<br />

LB670V Bild: Full HD, 3D (passiv, 2 Brillen enthalten),<br />

USB-Mediaplayer, kein <strong>Smart</strong>-TV, keine USB-Aufnahme<br />

LED-LCD, 700 Hz (MCI*) Ton: 2x 12 Watt (RMS) + Subwoofer<br />

Besonderheiten: 3D-Einstiegsgerät ohne <strong>Smart</strong>-TV<br />

1.800<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 3x HDMI (ARC), 3x<br />

1.700<br />

USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV<br />

(Web-OS) inkl. Webbrowser und Skype (Kamera optional),<br />

LB730V<br />

LB580V<br />

USB-Aufnahme Besonderheiten: Magic Remote enthalten<br />

LB580V Bild: Full HD,<br />

1.600<br />

LB561V<br />

LED-LCD, 100 Hz (MCI*),<br />

60 Zoll: 400 Hz (MCI*)<br />

1.500<br />

1.500<br />

LB650V Bild: Full HD, 3D<br />

LB670V<br />

Ton: 2x 10 Watt (RMS)<br />

1.400 (passiv, 2 Brillen enthalten),<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S,<br />

LED-LCD, 500 Hz (MCI*),<br />

CI+ Anschlüsse: 3x<br />

1.300 70 Zoll: 1.000 Hz (MCI*)<br />

HDMI (ARC), 3x USB, LAN/<br />

Ton: 2x 10 Watt (RMS)<br />

WLAN Funktionen: USB-<br />

1.200 Empfang: DVB-T/-C/-S,<br />

Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV<br />

CI+ Anschlüsse: 3x HDMI<br />

(Netcast) inkl. Webbrowser<br />

1.100 (ARC), 3x USB, LAN/WLAN<br />

LB620V<br />

und Skype (Kamera optional),<br />

USB-Aufnahme<br />

LB630V<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer,<br />

<strong>Smart</strong>-TV (Web-OS)<br />

Besonderheiten: Magic-<br />

1.000<br />

1.000<br />

Remote-ready<br />

900<br />

inkl. Webbrowser und Skype<br />

(Kamera optional), USB-<br />

800 Aufnahme Besonderheiten:<br />

LB570V<br />

Magic-Remote-ready<br />

LB570V Bild: Full HD, LED-LCD, 100 Hz (MCI*)<br />

700<br />

Ton: 2x 10 Watt (RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+<br />

LB550V<br />

Anschlüsse: 3x HDMI (ARC), 3x USB, LAN, WLAN-ready<br />

600<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV (Netcast)<br />

500<br />

500<br />

inkl. Webbrowser und Skype (Kamera optional), USB-<br />

Aufnahme Besonderheiten: Magic-Remote-ready<br />

400<br />

LB561V Bild: Full HD, LED-LCD, 100 Hz (MCI*),<br />

300<br />

LB550V Bild: Full HD (32 Zoll: HD-ready),<br />

60 Zoll: 400 Hz (MCI*) Ton: 2x 10 Watt (RMS)<br />

LED-LCD, 100 Hz (MCI*) Ton: 2x 5 Watt (RMS)<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 2x<br />

200<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse:<br />

HDMI (ARC), 1x USB Funktionen: USB-Mediaplayer<br />

Besonderheiten: keine<br />

Hertzangaben sind nur bei Geräten<br />

* MCI steht für Motion Clarity Index,<br />

2x HDMI (ARC), 1x USB Funktionen: USB-<br />

100<br />

Mediaplayer Besonderheiten: keine<br />

eines Herstellers vergleichbar.<br />

0<br />

32 39 42 47 49 50 55 60 65 70 75<br />

Bildschirmgröße in Zoll<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 45


TECHNIK<br />

Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht<br />

Preis<br />

in Euro<br />

5.000<br />

4.900<br />

4.800<br />

4.700<br />

4.600<br />

4.500<br />

4.400<br />

4.300<br />

4.200<br />

4.100<br />

4.000<br />

3.900<br />

3.800<br />

3.700<br />

3.600<br />

3.500<br />

3.400<br />

3.300<br />

3.200<br />

3.100<br />

3.000<br />

2.900<br />

2.800<br />

2.700<br />

2.600<br />

2.500<br />

2.400<br />

2.300<br />

2.200<br />

2.100<br />

2.000<br />

1.900<br />

1.800<br />

1.700<br />

1.600<br />

1.500<br />

1.400<br />

1.300<br />

1.200<br />

1.100<br />

1.000<br />

900<br />

800<br />

700<br />

600<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

100<br />

0<br />

W3443DG<br />

46 www.spielefilmetechnik.de 05/14<br />

W3443DG Bild: HD-ready, LED-LCD, 100 Hz<br />

(AMR+*) Ton: 2x 6 Watt (RMS) Empfang: DVB-T/-<br />

C/-S, CI+ Anschlüsse: 2x HDMI, 1x USB Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer Besonderheiten: keine<br />

Full-HD-Highlight<br />

Toshiba M7-Serie mit direkter LED-Hintergrundbeleuchtung für mehr Kontraste<br />

Mit nur vier Serien fällt das Toshiba-<br />

Sortiment in dieser Übersicht am<br />

kleinsten aus. Im Gegensatz zu<br />

anderen Herstellern hat Toshiba aber noch<br />

nicht alle Geräte vorgestellt <strong>–</strong> im Laufe des<br />

Jahres wird sich das Angebot noch vergrößern.<br />

Aus dem gleichen Grund fehlt Toshiba<br />

in unserer UHD-Übersicht ab Seite 48<br />

<strong>–</strong> einen neuen Fernseher mit Ultra-HD-<br />

Auflösung will man erst zur IFA im September<br />

vorstellen. Wir finden das nicht weiter<br />

schlimm, schließlich ist bisher noch kein<br />

UHD-Filmmaterial in Sicht. Das klare Highlight<br />

in diesem Jahr ist die Full-HD-Serie<br />

M7. Toshiba verbaut hier nämlich eine<br />

direkte LED-Hintergrundbeleuchtung mit<br />

lokaler Helligkeitssteuerung. Zudem soll<br />

das Pro LED 700 getaufte Panel eine circa<br />

Modellbezeichnung lesen:<br />

55L7463DG<br />

Bildschirmgrösse in Zoll Modelljahr: 4 = 2014.<br />

Steht hier eine 3, handelt<br />

DG ist die Modellkennung für es sich um ein Vorjahresgerät.<br />

Deutschland, Österreich und Schweiz.<br />

Serienkennung: W = Einsteiger-Klasse mit HD-ready-Bildschirm,<br />

L = LED-LCD, M = Modelle für den Fachhandel. Je höher die erste<br />

Ziffer der vierstelligen Zahl, desto hochwertiger das Gerät. Die dritte<br />

Ziffer kennzeichnet die Tuner-Variante: 6/4 = Triple-Tuner (DVB-T/-<br />

C/-S), 3 = Doppel-Tuner (DVB-T/-C). Die letzte Zahl ist ein Farb-<br />

Code: 3 = Schwarz, 4 = Weiß.<br />

L5443DG Bild: Full HD, LED-LCD, 3D (aktiv, keine Brillen<br />

enthalten), 400 Hz (AMR+*) Ton: 2x 8 Watt (RMS) Empfang:<br />

DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 3x HDMI, 1x USB, LAN/WLAN<br />

1.000 1000 1.000<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser und<br />

Skype (Kamera optional), USB-Aufnahme Besonderheiten: keine<br />

L5443DG<br />

L3443DG<br />

L3443DG Bild: Full HD, LED-LCD, 200<br />

Hz (AMR+*) Ton: 2x 6 Watt (RMS), ab<br />

40 Zoll: 2x 8 Watt (RMS) Empfang:<br />

DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 500 3x HDMI<br />

(32 Zoll: 2x HDMI), 1x USB, LAN/WLAN<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV<br />

inkl. Webbrowser und Skype (Kamera<br />

optional) Besonderheiten: keine<br />

32 40 42 47 48 55<br />

500<br />

1.500<br />

2.500<br />

2.000<br />

M7463DG<br />

70 Prozent höhere Spitzenhelligkeit leisten<br />

als vergleichbare Bildschirme. Hohe Lichtleistung<br />

gepaart mit präzisem Local Dimming<br />

ist somit das Beste, was man für die<br />

Bildqualität tun kann. Wir konnten uns den<br />

M7 bereits auf einer Präsentation anschauen<br />

und waren sehr positiv von der Helligkeit<br />

und den sehr hohen Kontrasten überrascht.<br />

Auch in der Klangabteilung liefert<br />

der M7 mehr als üblich. Die verbauten<br />

Labyrinth-Lautsprecher liefern hörbar mehr<br />

Bass <strong>–</strong> eine willkommene Abwechslung in<br />

der klanglich ansonsten so flachen TV-<br />

Welt. Zudem verspricht Toshiba mit der<br />

sogenannten Sound-Separation-Funktion<br />

die Möglichkeit, gezielt den Klang zu verändern,<br />

um beispielsweise Dialoge hervorzuheben<br />

oder beim Fußball den Kommentator<br />

leiser zu drehen. Als letzte wichtige<br />

Neuerung wäre noch Mediaguide Replay<br />

zu nennen. Diese smarte Zusatzfunktion<br />

analysiert Ihr Sehverhalten. Auf Grundlage<br />

dieser Daten werden nicht wie von anderen<br />

Herstellern schon bekannt nur Empfehlungen<br />

generiert, sondern ausgewählte Sendungen<br />

direkt auf eine angeschlossene<br />

USB-Festplatte aufgezeichnet. Wenn Sie<br />

also jeden Sonntag den Tatort schauen,<br />

sollte Mediaguide Replay automatisch die<br />

nächsten Folgen aufzeichnen. Clever! Die<br />

wohl größte Überraschung war für uns der<br />

Preis der üppig ausgestatteten M7-Serie.<br />

Der 47-Zöller kostet knapp 1.000 Euro und<br />

auch die 1.500 Euro für den 55-Zöller sind<br />

ausgesprochen fair. Wir erwarten ein Testgerät<br />

der M7-Serie zur nächsten Ausgabe.<br />

M7443DG Bild: Full HD, LED-<br />

LCD, Local Dimming, 3D (passiv,<br />

4 Brillen enthalten), 1.500 Hz<br />

(AMR+*) Ton: 2x 15 Watt (RMS)<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+<br />

Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 2x<br />

USB, LAN/WLAN Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl.<br />

Webbrowser und Skype (Kamera<br />

optional), USB-Aufnahme Besonderheiten:<br />

Pro-LED-700-Display<br />

mit besonders hoher Leuchtkraft,<br />

Mediaguide Replay<br />

* AMR+ steht für Active Motion Rate Plus,<br />

Hertzangaben sind nur bei Geräten eines<br />

Herstellers vergleichbar.<br />

Bildschirmgröße in Zoll


Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht TECHNIK<br />

Preis<br />

in Euro<br />

5.000<br />

4.900<br />

4.800<br />

4.700<br />

Mehr Bild & Ton<br />

4.600<br />

4.500 Sony Ein übersichtliches, aber einzigartiges Sortiment<br />

4.400<br />

4.300 Mit nur fünf Serien im Full-HD- eindruck hinterlassen <strong>–</strong> wie sich die<br />

4.200<br />

Bereich ist das Sony-Sortiment neuen Panels in der Praxis schlagen,<br />

2014 angenehm übersichtlich und kann jedoch erst ein Test zeigen. In<br />

4.100<br />

zudem konsequent. Schon ab der zweitniedrigsten<br />

puncto Klang geht Sony ebenfalls<br />

4.000<br />

Serie (W605) verbaut Sony vier eigene Wege. Um Platz für volumi-<br />

4000<br />

3.900<br />

3.800<br />

3.700<br />

HDMI-Eingänge und die leistungs<strong>stark</strong>e<br />

Bildverarbeitung X-Reality Pro. 3D-Fernsehern<br />

liegen immer zwei Brillen bei und<br />

nösere Lautsprecher zu schaffen,<br />

mussten die Fernseher (W855,<br />

W955 und die UHD-Serie X9005)<br />

<strong>Smart</strong>-TVs ohne WLAN gibt es bei Sony zunehmen. Statt jedoch wie früher<br />

3.600<br />

auch nicht. Technisch besonders interessant<br />

wird es <strong>–</strong> wie nicht anders zu erwarten dickeres Chassis zu bauen, hat Noch mehr Sound gefällig? Für alle 2014er-Modelle<br />

einfach ein auf der ganzen Fläche<br />

3.500<br />

3.400<br />

ab der Serie W605 bietet Sony einen aktiven kabellosen<br />

Subwoofer als Zubehör an.<br />

<strong>–</strong> in der Oberliga. Hier kommt eine im Vergleich<br />

zum Vorjahr laut Sony deutlich ver-<br />

Keilform (siehe links) entschieden.<br />

Sony sich für die ansprechende<br />

3.300<br />

3.200 besserte Variante des Triluminos-Displays<br />

Diese bringt einen weiteren Vorteil:<br />

3.100<br />

W955B Bild: Full HD, 3D (passiv, 2 Brillen enthalten),<br />

LED-LCD, 400 Hz (MXR*), X-Reality Pro**<br />

mit erweitertem Farbraum zum Einsatz.<br />

Durch den nach unten verlagerten<br />

Zudem soll das Display besonders kontrastreich<br />

sein, Sony nennt dies X-tended<br />

Modelle mit sehr kleinen Stand-<br />

(ARC), 3x USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-<br />

Schwerpunkt kommen diese<br />

Ton: 20 Watt (RMS), 65 Zoll: 30 Watt (RMS)<br />

3.000<br />

Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 4x HDMI<br />

2.900<br />

Dynamic Range. Die von uns bereits<br />

füßen aus und lassen sich so trotz<br />

Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser und Skype<br />

(Kamera integriert), USB-Aufnahme Besonderheiten:<br />

kabelloser Subwoofer separat erhältlich,<br />

2.800 begutachteten Vorserienmodelle haben<br />

der größeren Gehäuse tiefe näher<br />

Triluminos-Display, Xtended Dynamic Range,<br />

2.700 einen ausgesprochen guten Bild-<br />

an der Wand platzieren.<br />

<strong>Smart</strong>-Touch-Fernbedienung enthalten, Keildesign<br />

2.600<br />

2.500<br />

2.500<br />

2.400<br />

Modellbezeichnung lesen:<br />

W955B<br />

2.300<br />

W805B/W855B Bild: Full HD,<br />

KD-50W805B<br />

2.200<br />

3D (42 Zoll: passiv, 50/55 Zoll:<br />

aktiv <strong>–</strong> bei allen Modellen 2 Brillen<br />

2.100<br />

KD: Produkt kennung für Sony-TVs Bildschirmgrösse in Zoll<br />

enthalten), LED-LCD, 42 Zoll: 200<br />

Hz (MXR*), ab 50 Zoll: 400 Hz<br />

2.000<br />

Serienkennung: Je weiter Modelljahr: Bei Sony ist<br />

2.000<br />

(MXR*), X-Reality Pro** Ton: 16<br />

hinten der Buchstabe im Alphabet<br />

und je höher die folgende groß, unterscheiden sich<br />

W805B/W855B<br />

die Verwechslungsgefahr<br />

Watt (RMS), ab 55 Zoll: 20 Watt<br />

1.900<br />

(RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S,<br />

Zahl, desto besser das Gerät. doch Geräte aus diesem und<br />

CI+ Anschlüsse: 4x HDMI (ARC),<br />

1.800<br />

Bei UHD-Geräten ist der Buchstabe<br />

ein X und die Zahl vier- den nachgestellten Buchsta-<br />

2x USB, LAN/WLAN Funktionen:<br />

dem letzen Jahr nur durch<br />

USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl.<br />

1.700<br />

und nicht dreistellig.<br />

ben (2014=B).<br />

Webbrowser und Skype (Kamera<br />

1.600<br />

optional), USB-Aufnahme<br />

Besonderheiten: kabelloser<br />

1.500<br />

1.500<br />

Subwoofer separat erhältlich,<br />

W705B/W706B Bild: Full HD, LED-LCD, 200 Hz<br />

<strong>Smart</strong>-Touch-Fernbedienung<br />

1.400<br />

(MXR*), X-Reality Pro** Ton: 32 Zoll: 10 Watt (RMS),<br />

separat erhältlich. 60W855B im<br />

40 Zoll: 16 Watt (RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+<br />

Keildesign, Preis vom 55W805B zu<br />

1.300<br />

Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 2x USB, LAN/WLAN<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser<br />

Redaktionsschluss nicht bekannt<br />

1.200<br />

und Skype (Kamera optional), USB-Aufnahme<br />

Besonderheiten: kabelloser Subwoofer separat erhältlich,<br />

<strong>Smart</strong>-Touch-Fernbedienung separat erhältlich.<br />

1.100<br />

Die Serien unterscheiden sich in der Gehäusefarbe<br />

W605B Bild: Full HD, LED-LCD, 200 Hz (MXR*), X-Reality<br />

1.000<br />

(W705B: Schwarz, W706B: Silber)<br />

Pro** Ton: 16 Watt (RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+<br />

Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 2x USB, LAN/WLAN Funktionen:<br />

1.000<br />

900<br />

USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser und<br />

Skype (Kamera optional), USB-Aufnahme Besonderheiten:<br />

800<br />

700<br />

600<br />

W705B/W706B<br />

W605B<br />

kabelloser Subwoofer separat erhältlich, später auch in 60<br />

Zoll erhältlich, Preis zu Redaktionsschluss nicht bekannt<br />

500<br />

500<br />

* MXR steht für Motionflow XR,<br />

400<br />

R435B/R485B<br />

Hertzangaben sind nur bei<br />

Geräten eines Herstellers vergleichbar.<br />

300<br />

R435B/R485B Bild: Full HD (32 Zoll: HD-ready), LED-LCD, 100 Hz (MXR*),<br />

** Sony gibt die Bildverarbeitungselektronik<br />

an. In allen<br />

Clear Resolution Enhancer** Ton: 32 Zoll: 10 Watt (RMS), 40 Zoll: 16 Watt<br />

200<br />

(RMS) Empfang: DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 2x HDMI (ARC), 1x USB<br />

Modellen jenseits der Einstiegsklasse<br />

ist dies X-Reality Pro.<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer Besonderheiten: keine<br />

100<br />

0<br />

32 40 42 48 50 55 60 65 75<br />

Bildschirmgröße in Zoll<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 47


TECHNIK<br />

Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht<br />

UHD-Fernseher<br />

im Überblick<br />

Feature TV-Geräte mit der<br />

vierfachen Auflösung von Full<br />

HD gibt es heute schon zu<br />

kaufen. Wir haben die brandneuen<br />

Modelle für Sie unter<br />

die Lupe genommen.<br />

Wir werden nicht müde zu betonen,<br />

dass der Vorteil von Ultra HD nicht<br />

die höhere Schärfe, sondern vor<br />

allem der kürzere Sichtabstand ist. Kurz: Sie<br />

können bei UHD den Abstand halbieren oder<br />

die TV-Diagonale im Vergleich zu Ihrem jetzigen<br />

Full-HD-Fernseher verdoppeln. Unter diesem<br />

Aspekt wundern uns die vielen Modelle mit<br />

Diagonalen unter 50 Zoll durchaus. Als grobe<br />

Faustregel sollten Sie nur etwas weiter als eine<br />

Diagonale von einem UHD entfernt sitzen, um<br />

einen spürbaren Vorteil der <strong>Technik</strong> zu genießen.<br />

Bei einem 50 Zöller (1,27 m Diagonale)<br />

empfehlen wir 1,5, maximal jedoch 2 Meter. Wir<br />

sind der Meinung: Wenn schon UHD, dann bitte<br />

groß! Alles unter 55 Zoll ist allenfalls was für<br />

sehr beengte Verhältnisse. (fw)<br />

48 www.spielefilmetechnik.de 05/14<br />

UHD-Check: HDMI 2.0, HDCP 2.2 und HEVC<br />

Die neue Auflösung bringt auch neue Anforderungen mit sich. Wir erklären die drei <strong>Technik</strong>en<br />

und sagen, warum sie so wichtig sind.<br />

UHD erinnert uns <strong>stark</strong> an den Beginn der HD-Ära. Auch damals gab es schon Fernseher mit der<br />

neuen Auflösung zu kaufen, bevor es entsprechende <strong>Filme</strong> oder TV-Sender gab. Die Inhalte für<br />

UHD-Fernseher liegen irgendwo hinter dem Horizont. Es gibt noch keine UHD-Blu-ray oder einen<br />

UHD-Streaming-Service. In noch weiterer Ferne liegen TV-Übertragungen in Ultra HD. Wer sich<br />

schon heute für einen UHD-Fernseher entscheidet, muss jedoch auf die drei Hs achten, die wir<br />

Ihnen hier erläutern.<br />

HDMI 2.0<br />

Die 2.0-Version der HDMI-Schnittstelle ermöglicht die Übertragung von UHD-Inhalten mit 60 Bildern<br />

pro Sekunde. „Normale“ HDMI-Buchsen schaffen zwar auch die volle UHD-Auflösung, lassen<br />

aber maximal 30 Bilder in der Sekunde durch <strong>–</strong> zu wenig für 3D-Inhalte, <strong>Spiele</strong> und TV-Signale.<br />

HDCP 2.2<br />

Die Abkürzung steht für High-bandwidth Digital Content Protection. Hierbei handelt es sich um<br />

einen digitalen Kopierschutz, der schon heute in allen HD-Fernsehern und Zuspielern arbeitet. Da<br />

die bisherigen Versionen des Kopierschutzes geknackt sind und Hollywood nach wie vor die Raubkopierer<br />

fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, muss die neue Version 2.2 her. Wir gehen davon<br />

aus, dass alle UHD-Inhalte auf diesen Kopierschutz bestehen werden. Hat ein Fernseher kein HDCP<br />

2.2 an Bord, kann es passieren, dass kein UHD-Bild einer externen Quelle angezeigt wird.<br />

HEVC<br />

Videos in der vierfachen Full-HD-Auflösung sind auch viermal so groß. Um die Datenlast zu<br />

reduzieren, kommt ein neuer Kompressionsstandard namens HEVC <strong>–</strong> High Efficiency Video<br />

Codec <strong>–</strong> zum Einsatz. Im Prinzip ist HEVC der Nachfolger von der aktuell verwendeten H.264-<br />

Komprimierung, soll aber doppelt so effektiv sein. Sprich: Die Datenmenge soll im Vergleich<br />

zu H.264 nochmals um bis zu 50 Prozent abnehmen. UHD-<strong>Filme</strong> wären dann nicht mehr<br />

viermal, sondern nur noch zweimal so groß wie Full-HD-Videos.


Preis<br />

in Euro<br />

9.800<br />

9.600<br />

9.400<br />

9.200<br />

9.000<br />

9.000<br />

8.800<br />

8.600<br />

8.400<br />

8.200<br />

8.000<br />

7.800<br />

7.600<br />

7.400<br />

7.200<br />

7.000<br />

6.800<br />

6.600<br />

6.400<br />

6.200<br />

6.000<br />

5.800<br />

5.600<br />

5.400<br />

5.200<br />

5.000<br />

4.800<br />

4.600<br />

4.400<br />

4.200<br />

4.000<br />

3.800<br />

3.600<br />

3.400<br />

3.200<br />

3.000<br />

2.800<br />

2.600<br />

2.400<br />

2.200<br />

2.000<br />

1.800<br />

1.600<br />

1.400<br />

1.200<br />

1.000<br />

800<br />

600<br />

400<br />

200<br />

0<br />

Start in die TV-Zukunft<br />

Die Fernseher-Hersteller sind bereit! Wir freuen uns auf die neue <strong>Technik</strong><br />

und hoffen, dass Hollywood in die Gänge kommt und uns endlich<br />

<strong>Filme</strong> in Ultra HD anbietet. Alle hier aufgeführten Fernseher skalieren<br />

„normale“ Inhalte zwar auf UHD, können mangels Inhalten ihre wahre<br />

Stärke aber noch nicht ausspielen. Wir bleiben dabei: Wer sich für UHD<br />

interessiert, sollte sich noch etwas gedulden.<br />

Samsung HU6900<br />

40 42 48 49 50 55 58 60 65 75 78<br />

Bildschirmgröße in Zoll<br />

Sony X9005B Bild: Ultra HD, LED-LCD, 3D (aktiv, 2 Brillen<br />

enthalten), 800 Hz (MXR), 4K X-Reality Pro<br />

Ton: 2x 12,5 Watt + 2x 20 Watt Subwoofer (RMS) Empfang: 2x<br />

DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 2x USB, LAN/<br />

WLAN Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser<br />

und Skype (Kamera integriert), USB-Aufnahme UHD-Check:<br />

HDMI 2.0, HDCP 2.2, HEVC Besonderheiten: kabelloser Subwoofer<br />

separat erhältlich, Triluminos-Display, Xtended Dynamic<br />

Range, <strong>Smart</strong>-Touch-Fernbedienung enthalten, Keildesign<br />

Samsung HU6900 Bild:<br />

Ultra HD, LED-LCD, 200 Hz<br />

(CMR) Ton: 20 Watt (RMS)<br />

Empfang: 2x DVB-T/-C/-S,<br />

CI+ Anschlüsse: 4x HDMI<br />

(ARC), 3x USB, LAN/WLAN,<br />

Bluetooth Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV<br />

inkl. Webbrowser und<br />

Skype (Kamera optional),<br />

USB-Aufnahme UHD-Check:<br />

HDMI 2.0, HDCP 2.2, HEVC<br />

Besonderheiten: Zweitfernbedienung<br />

mit Zeigerfunktion<br />

enthalten, Vierteilung des<br />

Bildschirms (Apps und TV-<br />

Bild gleichzeitig anzeigen)<br />

Samsung HU7590: Bild: Ultra HD, LED-LCD, Micro Dimming Pro ,<br />

3D (aktiv, 2 Brillen enthalten), 1.000 Hz (CMR) Ton: 40 Watt (RMS)<br />

Empfang: 2x DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 3x<br />

USB, LAN/WLAN, Bluetooth Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-<br />

TV inkl. Webbrowser und Skype (Kamera optional), USB-Aufnahme<br />

UHD-Check: HDMI 2.0, HDCP 2.2, HEVC Besonderheiten:<br />

Zweitfernbedienung mit Zeigerfunktion enthalten, Vierteilung des<br />

Bildschirms (Apps und TV-Bild gleichzeitig anzeigen)<br />

Philips 55PUS8809<br />

LG UB850V<br />

Philips PUS7809<br />

Philips PUS7809: Bild: Ultra HD, LED-LCD, Local Dimming<br />

Pro, 3D (passiv, 4 Brillen enthalten), 600 Hz (PMR), Pixel<br />

Precise Ultra HD Ton: 25 Watt (RMS) Empfang: DVB-T/-<br />

C/-S, CI+ Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 3x USB, LAN/WLAN<br />

Funktionen: USB-Media player, <strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser<br />

und Skype (Kamera optional), USB-Aufnahme UHD-Check:<br />

HDMI 2.0, HDCP 2.2, HEVC Besonderheiten: 2-seitiges<br />

Ambilight, Fernbedienung mit Tastatur<br />

Feature: Die große TV-Hersteller-Übersicht<br />

6.000<br />

3.000<br />

3.000<br />

2.000<br />

1.000<br />

Samsung HU8590: Bild: Curved Ultra HD, LED-LCD,<br />

Micro Dimming Ultimate, 3D (aktiv, 2 Brillen enthalten),<br />

1.200 Hz (CMR*) Ton: 2x 15 Watt + 2x 15 Watt<br />

Subwoofer (RMS) Empfang: 2x DVB-T/-C/-S, 2x CI+<br />

Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 3x USB, LAN/WLAN,<br />

Bluetooth Funktionen: USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV<br />

inkl. Webbrowser und Skype (Kamera integriert), USB-<br />

Aufnahme UHD-Check: HDMI 2.0, HDCP 2.2, HEVC<br />

Besonderheiten: Zweitfernbedienung mit Zeigerfunktion<br />

enthalten, Zweiteilung des Bildschirms (z. B. TV und<br />

eine App gleichzeitig anzeigen)<br />

8.000<br />

7.000<br />

Panasonic AXW804<br />

Sony X9005B<br />

4.000<br />

LG UB850V Bild: Ultra HD,<br />

LED-LCD, IPS-Panel, 3D (passiv, 2<br />

Brillen enthalten), 1.000 Hz (MCI),<br />

Ton: 2x 10 Watt (RMS) Empfang:<br />

DVB-T/-C/-S, CI+ Anschlüsse:<br />

4x HDMI (ARC), 3x USB (davon 1x<br />

USB 3.0), LAN/WLAN Funktionen:<br />

USB-Mediaplayer, <strong>Smart</strong>-TV (Web-<br />

OS) inkl. Webbrowser und Skype<br />

(Kamera optional), USB-Aufnahme<br />

UHD-Check: HDMI 2.0, HDCP 2.2,<br />

HEVC Besonderheiten: Magic-<br />

Remote enthalten<br />

Samsung HU8590<br />

Samsung HU7590<br />

Panasonic AXW804: Bild: Ultra<br />

HD, LED-LCD, Local Dimming Pro,<br />

3D (aktiv, 2 Brillen enthalten), 2.000<br />

Hz (bls), Reference Ton: 2x 4 Watt<br />

+ 10 Watt Subwoofer (RMS) Empfang:<br />

2x DVB-T/-C/-S, Sat-IP, 2x<br />

CI+ Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 1x<br />

Display Port, 3x USB (davon 1 USB<br />

3.0), SD-Kartenleser, LAN/WLAN<br />

Funktionen: USB-Mediaplayer,<br />

<strong>Smart</strong>-TV inkl. Webbrowser und<br />

Skype (Kamera integriert), USB-<br />

Aufnahme UHD-Check: HDMI 2.0,<br />

HDCP 2.2, HEVC Besonderheiten:<br />

Sprachsteuerung, TV-Übertragung<br />

an mobile Geräte (TV anywhere),<br />

Zweitfernbedienung Touchpad-<br />

Remote enthalten, Empfehlungen<br />

(my Stream)<br />

Philips 55PUS8809: Bild: Ultra HD, LED-LCD, Local Dimming<br />

Pro, 3D (aktiv, 2 Brillen enthalten), 1.000 Hz (PMR),<br />

Perfect Pixel Ultra HD Ton: 25 Watt (RMS) Empfang: 2x<br />

DVB-T/-C/-S, 2x CI+ Anschlüsse: 4x HDMI (ARC), 3x<br />

USB, LAN/WLAN Funktionen: USB-Media player, <strong>Smart</strong>-<br />

TV inkl. Webbrowser und Skype (Kamera integriert),<br />

USB-Aufnahme UHD-Check: HDMI 2.0, HDCP 2.2, HEVC<br />

Besonderheiten: 3-seitiges Ambilight, Fernbedienung mit<br />

Tastatur, Zeigerfunktion und Mikrofon<br />

TECHNIK<br />

75<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 49


TECHNIK<br />

TEST: Kopfhörerverstärker<br />

Feuer für die Phones<br />

Kopfhörerverstärker So klingen Handy und Tablet im Kopfhörer-Einsatz noch besser!<br />

<strong>SFT</strong> testet vier mobile und zwei stationäre Soundtuning-Lösungen für Musikfans.<br />

50 www.spielefilmetechnik.de 05/14<br />

Wie gut oder schlecht Ihre Kopfhörer<br />

klingen, seien es nun In-,<br />

Over- oder On-Ears, hängt nicht<br />

alleine von den Geräten selbst ab. Freilich<br />

spielt deren Qualität eine Rolle, deshalb<br />

tun Sie auch gut daran, wenn Sie beispielsweise<br />

das zu Ihrem <strong>Smart</strong>phone<br />

oder MP3-Player mitgelieferte Modell<br />

durch ein höherwertiges ersetzen. Allerdings<br />

beeinflusst auch die Wiedergabequelle<br />

selbst den Klang in nicht zu unterschätzendem<br />

Maße. Und dabei zeigt sich,<br />

dass insbesondere die in Tablets und<br />

<strong>Smart</strong>phones verbauten Soundchips oftmals<br />

nur eine mäßige Leistung bringen.<br />

Gleiches gilt übrigens auch für die meisten<br />

Notebooks und Desktop-Rechner. Das hat<br />

zur Folge, dass das Hörvergnügen von<br />

ohnehin nur durchschnittlichen Kopfhörern<br />

noch weiter geschmälert wird und<br />

sich hochwertige Geräte nicht richtig entfalten<br />

können. Kopfhörerverstärker schaffen<br />

Abhilfe. Aber was tun diese Kästen<br />

genau? Sie heben die einzelnen Frequenzbereiche<br />

<strong>–</strong> also Höhen, Mitten und Tiefen<br />

<strong>–</strong> an und sorgen so für einen definierteren,<br />

kräftigeren Sound. Die Amps werden<br />

dabei zwischen Abspielgerät und Kopfhörer<br />

geschaltet. Mobile Varianten erhalten<br />

das Signal in der Regel über einen Aux-<br />

Eingang mittels eines 3,5-Millimeter-Klinken-Kabels,<br />

während stationäre Alternativen<br />

mehrere analoge sowie digitale<br />

Anschlussmöglichkeiten (zum Teil auch<br />

USB) bieten. Die portablen Kraftpakete<br />

verfügen natürlich über einen eingebauten<br />

Akku, der fast immer via USB am Rechner<br />

geladen wird. In beiden Kategorien wird<br />

der Kopfhörerverstärker zur Schnittstelle<br />

für Ihre Ohrhörer und gleichzeitig zur<br />

Schaltzentrale für Lautstärke und Klangregulierung.<br />

In unserem Test haben wir die<br />

Kandidaten jeweils mit einem Günstigbeziehungsweise<br />

Top-Over-Ear ausprobiert.<br />

Bei den mobilen Verstärkern kamen<br />

zusätzlich noch je zwei entsprechende<br />

In-Ears zum Einsatz. (fn)


TEST: Kopfhörerverstärker TECHNIK<br />

Fiio<br />

Mont Blanc E12<br />

Web: www.fiio-shop.de<br />

Preis (UVP, Online): € 145, ab € 140<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,4<br />

Ausmaße und Gewicht des Mont Blanc E12<br />

erinnern an ein <strong>Smart</strong>phone. Das Aluminium-<br />

Gehäuse sowie die wenigen Bedienelemente<br />

sind tadellos verarbeitet. Um an den Schalter<br />

zum Ändern des Verstärkerpegels zu kommen,<br />

benötigen Sie einen spitzen Gegenstand.<br />

Gut, so können Sie den E12 nicht versehentlich<br />

in den leistungs<strong>stark</strong>en 16-db-<br />

Modus versetzen und damit eventuell Ihre<br />

Ohren schädigen. Alle Frequenzen bildet der<br />

E12 sauber und detailliert ab, die Bässe<br />

kommen präzise und harmonisch. MIt dieser<br />

Leistung muss sich der E12 auch vor deutlich<br />

teureren Geräten nicht verstecken.<br />

Schicke Optik<br />

Robuste Verarbeitung<br />

Akkulaufzeit bis zu zwölf Stunden<br />

Klares, ausdefiniertes Klangbild<br />

05/2014<br />

Testsieger<br />

Beyerdynamic A 200 p<br />

Web: www.beyerdynamic.de Preis (UVP, Online): € 300, ab € 300<br />

Der mit Abstand teuerste mobile Kopfhörerverstärker im<br />

Feld kostet so viel wie ein Premium-Kopfhörer. Dafür bietet<br />

Ihnen das lediglich 55 x 55 x 13 Millimeter kleine und<br />

nur 51 Gramm schwere Kästchen Sound-Tuning, das seinesgleichen<br />

sucht. Im Gegensatz zu den anderen Modellen<br />

dockt der A 200 p nicht analog per Mini-Klinke, sondern<br />

über die USB- beziehungsweise Lightning-Buchse<br />

Ihres <strong>Smart</strong>phones oder Tablets an. Dadurch wird der interne Soundchip des Mobilgerätes<br />

umgangen, die Tonerzeugung erfolgt direkt über die hochwertigen Klangprozessoren<br />

der kleinen Wunderkiste. Die Lautstärke- und Wiedergabesteuerung erfolgt ausschließlich<br />

über das A 200 p. Das Ergebnis ist beeindruckend: Satter, glasklarer und<br />

voller Sound, der teure Kopfhörer erst richtig zur Geltung bringt und Günstig-Phones<br />

deutlich aufwertet <strong>–</strong> und das kabellos bis zu 11 Stunden. Achtung: Es werden nur iOS-<br />

Geräte neueren Datums und eine Handvoll aktueller Androiden unterstützt (eine Liste<br />

mit kompatiblen Modellen finden Sie auf der Hersteller-Webseite).<br />

Sehr leicht, und portabel Sehr gute Verarbeitung<br />

Spitzenklang Nur bestimmte Mobilgeräte werden unterstützt<br />

Befriedigend<br />

Note 2,6<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,3<br />

Avinity USB DAC Mobile<br />

Web: www.avinity-cable.com<br />

Preis (UVP, Online): € 150, ab € 150<br />

Hama HA202<br />

Web: www.hama.de<br />

Preis (UVP, Online): € 40, ab € 40<br />

Streichholzschachtelgroß und gerade mal rund 30 Gramm leicht,<br />

eignet sich der HA202 aus dem Hause Hama perfekt für ein unauffälliges<br />

Mitführen in der Jacken-, Hosen- und sogar Hemdtasche.<br />

Wem es nicht zu nerdig ist, der kann den H202 dank des an der<br />

Rückseite angebrachten Clips auch am Gürtel tragen. In puncto<br />

Ausstattung müssen Sie kaum Kompromisse eingehen: Es gibt<br />

Lautstärketasten, je einen Audio-Ein- und -Ausgang, eine Micro-<br />

USB-Ladebuchse sowie einen Equalizer-Umschalter. Bei ausgeschaltetem<br />

EQ tönt das Plastikkästchen sehr neutral und hebt lediglich<br />

die Lautstärke an. Von den drei Klangvoreinstellungen ist<br />

lediglich die letzte zu gebrauchen, da sie Bässe und Höhen maßvoll<br />

herausarbeitet und dem Sound eine modernere, kernigere<br />

Note verleiht. An den Detailreichtum der teureren Rivalen kommt<br />

der Mini-Amp aber nicht ran. Bei voller Ladung versorgt der integrierte<br />

Akku den HA202 etwa acht Stunden lang mit Strom.<br />

Sehr leicht und kompakt Gute Ausgangsleistung<br />

Billig wirkendes Plastikgehäuse<br />

Schwächen bei der Detailzeichnung<br />

Dank seiner flachen Bauweise, den abgerundeten Kanten<br />

sowie der verspiegelten Front sieht der Testkandidat von<br />

Avinity auf den ersten Blick aus wie ein Handy. Das von einem<br />

stabilen Metallgehäuse ummantelte Gerät passt problemlos<br />

in die Handfläche und wiegt angenehme 102 Gramm.<br />

Geladen wird der Avinity wie die Konkurrenten über einen<br />

Micro-USB-Anschluss, der Akku liefert bis zu 14 Stunden<br />

lang Strom. Des Weiteren finden wir zwei Kopfhörerausgänge<br />

für gemeinsames Musikhören, beispielsweise mit Ihrem<br />

Partner. Gesteuert wird der mobile Verstärker über die wertigen<br />

Seitentasten. Als einziges Gerät im Testfeld besitzt der<br />

USB DAC Mobile ein Display. Bei den vielen Einstellmöglichkeiten<br />

ist dies auch sinnvoll. So können<br />

Sie beispielsweise die Bässe und<br />

Höhen regulieren, einen Sleep-Timer<br />

einschalten oder den Grad der Verstärkung<br />

wählen (von 0 db bis 12 db).<br />

Der Avinity produziert einen sauberen,<br />

kräftigen Klang, der sich im<br />

Hoch-, Tiefton- und im Lautstärkebereich<br />

flexibel anpassen lässt.<br />

Schickes Design<br />

Sehr gute Austattung<br />

Lange Akkulaufzeit<br />

Höhen etwas zurückhaltend<br />

GUT<br />

Note 1,6<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 51


TECHNIK<br />

TEST: Kopfhörerverstärker<br />

Stationäre Alternativen<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,4<br />

Asus Xonar Essence One USB DAC<br />

Web: www.asus.de Preis (UVP, Online): € 410, ab € 400 (Muses-Edit.: ab € 700)<br />

Asus’ Xonar Essence One ist ein echtes Multitalent. Bei USB-<br />

Anschluss an einen Computer kann der schicke Klangkasten<br />

zur externen Soundkarte umfunktioniert werden, dank zweier<br />

digitaler Eingänge (koaxial, optisch) lässt sich der Xonar auch<br />

problemlos mit einer Heimkino-Anlage verbinden. Wer möchte,<br />

kann über die Stereo-Cinch- beziehungsweise XLR-Ausgänge<br />

auch ein aktives Lautsprecher-System anschließen und<br />

das Xonar als kompakten Vorverstärker in ein Wohnzimmer-<br />

Hi-Fi-Setup integrieren. Doch hier endet die Flexibilität noch<br />

nicht: Echte Klangtüftler mit dickem Geldbeutel entscheiden<br />

sich für die 300 Euro teurere „Muses Edition“. Muses sind<br />

Mini-Amps in Chip-Größe, die auf der Hauptplatine sitzen und<br />

für Klanganpassungen vom Nutzer frei positioniert werden<br />

können. Aber auch ohne Muses klingt das Gerät fulminant:<br />

souverän, detailfreudig und bass<strong>stark</strong> <strong>–</strong> Hi-Fi-Genuss pur!<br />

Flexibel einsetzbar Edles Metallgehäsue<br />

Sehr wertige Bedienelemente Hervorragender Klang<br />

05/2014<br />

Testsieger<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,2<br />

Nuforce HA-200<br />

Web: www.nuforce.com Preis (UVP, Online): € 350, ab € 350<br />

Etwas günstiger und in puncto Ausstattung reduzierter, aber ähnlich<br />

leistungsfähig präsentiert sich der HA-200 von Nuforce. Auch<br />

hier wird die empfindliche Audio-<strong>Technik</strong> von einem sehr solide<br />

anmutenden Aluminium-Gehäuse geschützt. Das Design wirkt<br />

dezent und angenehm aufgeräumt. Auf der Vorderseite befindet<br />

sich für den Kopfhörer-Anschluss sowohl eine 6,3-Millimeter-<br />

Klinken- als auch von einer Klappe verdeckt eine hochwertige<br />

XLR-Buchse. Rückwärtig stehen ein XLR- und ein Stereo-Cinch-<br />

Eingang bereit. Entsprechende Kabel legt der Hersteller nicht mit<br />

in den Karton. Ein passendes XLR-Adapter-Kabel, um beispielsweise<br />

den Audio-Ausgang Ihres Handys, Tablets oder Rechners<br />

mit dem HA-200 zu verbinden, gibt’s unter anderem von Hama<br />

für 11 Euro. Im Hörcheck lieferte der HA-200 eine sehr überzeugende<br />

Performance ab. Besonders beeindruckt hat uns, wie viel<br />

Bass der silbrige Kraftprotz selbst aus eher dünn abgemischtem<br />

Songmaterial herausholt. Das schafft selbst der beste Kopfhörer<br />

nicht! Ebenfalls sehr schön: Auch bei hohen Lautstärken kommt<br />

es weder zu Brummen noch zu störenden Verzerrungen.<br />

Exzellente Verarbeitung Angenehm aufgeräumtes Design<br />

Sauberer Klang Klasse Bass-Performance<br />

Mobile Kopfhörerverstärker<br />

05/2014<br />

Testsieger<br />

Stationäre Kopfhörerverstärker<br />

05/2014<br />

Testsieger<br />

Produktinfo A 200 p Mont Blanc E12 USB DAC Mobile HA202 Xonar Essence One HA-200<br />

Hersteller Beyerdynamic Fiio Avinity Hama Asus Nuforce<br />

Webseite www.beyerdynamic.de www.fiio-shop.de www.avinity-cable.com www.hama.de www.asus.de www.nuforce.com<br />

Preis (UVP, Online) € 300, ab € 300 € 145, ab € 140 € 150, ab € 150 € 40, ab € 40 € 410, ab € 400 € 350, ab € 350<br />

Technische Daten<br />

Frequenz 20 bis 20.000 Hz 20 bis 20.000 Hz 10 bis 100.000 Hz Keine Angabe 10 bis 48.000 Hz 20 bis 20.000 Hz<br />

Eingänge Digital (Micro-USB) 3,5-mm-Klinke 3,5-mm-Klinke, 3,5-mm-Klinke Optisch, kokaxial, USB Stereo-Cinch, XLR<br />

Ausgänge 3,5-mm-Klinke 3,5-mm-Klinke 2x 3,5-mm-Klinke 3,5-mm-Klinke Stereo-Cinch, 2x XLR, XLR, 6,3-mm-Klinke<br />

6,3-mm-Klinke<br />

Akkulaufzeit 11 Stunden 12 Stunden 14 Stunden 8 Stunden <strong>–</strong> <strong>–</strong><br />

Besonderheiten USB-Anschluss (fungiert als<br />

externe Soundkarte)<br />

Bass-Boost per Schalter Beleuchtetes Display, Sleep-<br />

Timer, Equalizer<br />

Equalizer, Gürtelclip USB-Anschluss (fungiert als<br />

externe Soundkarte)<br />

Keine<br />

Lieferumfang<br />

USB-, Micro-USB-, Lightning-<br />

Kabel, Leder-Etui<br />

USB-Ladekabel, 3,5-mm-<br />

Klinkenkabel<br />

USB-Ladekabel, 3,5-mm-<br />

Klinkenkabel<br />

USB-Ladekabel, 3,5-mm-<br />

Klinkenkabel<br />

Stromkabel, USB-Kabel,<br />

Adapter<br />

Stromkabel<br />

Maße/Gewicht 55 x 55 x 13 mm/51 g 124 x 65 x 14 mm/160 g 55 x 96 x 15 mm/102 g 37 x 54 x 28 mm/31 g 261 x 230 x 60 mm/3,2 kg 250 x 218 x 49 mm/2,3 kg<br />

Testurteil SEHR GUT 1,3 SEHR GUT 1,4 GUT 1,6 BEFRiedigend 2,6 SEHR GUT 1,2 SEHR GUT 1,4<br />

Fazit<br />

Egal ob Sie nun einen Kopfhörerverstärker für unterwegs oder für den<br />

stationären Einsatz suchen, alle Testkandidaten machen den Klang<br />

Ihrer Ohrhörer kräftiger und durchsetzungsfähiger. Letzteres ist besonders dann willkommen,<br />

wenn Sie es mit lauten Umgebungsgeräuschen zu tun haben. Neben der<br />

Verstärkung spielt es natürlich auch eine Rolle, inwieweit es zu kosmetischen Verbesserungen<br />

des Sounds kommt. Im Mobilbereich ist diesbezüglich der ultraportable<br />

und gleichzeitig sehr leistungs<strong>stark</strong>e A 200 p derzeit erste Wahl. Aber auch die nur<br />

halb so teuren Konkurrenten von Avinity und Fiio leisten gute Arbeit. Von Günstig-<br />

Modellen dürfen Sie außer der Verstärkung klangtechnisch keine Wunder erwarten,<br />

wie das Hama-Modell zeigt. Im stationären Segment gibt es zwar noch um ein Vielfaches<br />

teurere Geräte als die beiden hier vorgestellten Modelle, für den Hausgebrauch<br />

ist die dargebotene Performance aber mehr als ausreichend.<br />

52 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Test: Mini-Desktop-PC Asus Chromebox<br />

TEchnik<br />

Insgesamt verfügt die Chromebox über einen<br />

LAN-Anschluss, vier USB-3.0-Buchsen (jeweils<br />

zwei an Vorder- und Rückseite), einen HDMI-<br />

Ausgang und einen Display-Port sowie<br />

einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Bluetooth<br />

4.0 und WLAN sind auch<br />

mit an Bord.<br />

Mit den Multimedia-Tasten des mitgelieferten<br />

Bluetooth-Keyboards lässt sich<br />

Chrome OS noch einfacher und<br />

komfortabler bedienen.<br />

Quadratisch, praktisch, gut?<br />

Mini-Desktop-PC Nach dem Chrome-OS-Vorreiter Samsung bringt auch Asus seine erste Chrome -<br />

box auf den Markt. Wir haben die preiswerte Celeron-Variante des Mini-PCs einem Test unterzogen.<br />

Mini-PCs nehmen im Gegensatz zu<br />

ihren großen Desktop-Brüdern<br />

kaum Platz auf oder unter dem<br />

Schreibtisch weg <strong>–</strong> ideal für Menschen, die<br />

lediglich einen Rechner für einfache Aufgaben<br />

wie Surfen oder Office-Arbeit suchen<br />

und dabei so wenig Platz wie möglich<br />

opfern wollen. Nun bringt Asus eine kompakte<br />

Nettop-Variante auf den Markt, die<br />

mit Googles Chrome OS läuft und in drei<br />

Varianten sowohl für Privat- als auch Businesskunden<br />

die passende Ausstattung<br />

bietet. Auf die Vor- und Nachteile des verchromten<br />

Betriebssystems sind wir in<br />

unserem Chromebook-Feature bereits<br />

ausführlich eingegangen (siehe <strong>SFT</strong>-Ausgabe<br />

02/14). Wir fassen für Sie noch einmal<br />

kurz zusammen: Den Fokus legt Google<br />

auf Einsteigerfreundlichkeit, ständige<br />

Bereitschaft durch kurze Bootzeiten und<br />

Cloud-Anbindung. Den Kern bildet der<br />

Chrome-Browser, in dem alle Anwendungen<br />

ausgeführt werden. Das ressourcenfreundliche<br />

System versteht sich auch mit<br />

schwächerer PC-Hardware bestens und ist<br />

insbesondere für Surfen und Schreibarbeiten<br />

in der Cloud gedacht. Die drei Varianten<br />

der Asus Chromebox unterscheiden sich<br />

insbesondere im verbauten Prozessor und<br />

der Grafikeinheit: Für 249 Euro ist die Celeron-Variante<br />

für die meisten Privatanwender<br />

vollkommen ausreichend. Wer etwas<br />

mehr Rechenpower und 4K-Wiedergabe<br />

nutzen möchte, greift zum Core-i3. Dieser<br />

hätte für einen Aufpreis von 180 Euro allerdings<br />

immerhin etwas mehr Arbeitsspeicher<br />

oder Festplattenkapazität spendiert<br />

bekommen können. Knapp 1.000 Euro<br />

werden für das Business-Setup fällig. Hier<br />

sind neben der Core-i7-Chromebox noch<br />

eine separate HD-Webcam, eine externe<br />

Mikrofon/Lautsprecher-Kombination und<br />

eine RF-Fernbedienung im Paket.<br />

Tolle Performance trotz Spar-Hardware<br />

Die Celeron-Chromebox ist hardwaretechnisch<br />

identisch mit den meisten Chromebooks<br />

und durch den Preis von 250 Euro<br />

die für Privatanwender wohl attraktivste<br />

Ausführung. Bluetooth-Tastatur und -Maus<br />

werden auch in der Einsteiger-Variante mitgeliefert.<br />

Auch eine Halterung ist dabei,<br />

dank der sich das ordentlich verarbeitete<br />

Plastikkästchen äußerst platzsparend an<br />

die Rückseite eines Monitors mit VESA-<br />

Standard montieren lässt. Im Test macht<br />

der Mini-PC trotz der spärlichen <strong>Technik</strong><br />

eine tolle Figur: Weder beim Surfen noch<br />

während Browser-<strong>Spiele</strong>n oder 1080p-<br />

Videowiedergabe konnten wir Ruckler feststellen.<br />

Zum Office- und Internet-Gebrauch<br />

reicht die preiswerte Celeron-Variante völlig,<br />

wer auf 4K-Wiedergabe nicht verzichten<br />

kann, muss den Aufpreis für die Corei3-Box<br />

in Kauf nehmen. (dc)<br />

Produktinfo Asus Chromebox M076U<br />

Webseite www.asus.com<br />

Preis (UVP, Online) € 250 (verfügbar ab Mai 2014)<br />

Technische Daten<br />

System<br />

Grafik<br />

Stromverbrauch<br />

(Normalbetrieb/Last)<br />

Geräuschpegel<br />

Normal/Last *<br />

Systemleistung<br />

Intel Celeron 2955U (1,4 GHz),<br />

2 GByte RAM Arbeitsspeicher,<br />

Festplatte: 16 GByte SSD<br />

Intel Graphics HD<br />

ca. 9 Watt/ca. 16 Watt<br />

0,1/0,2 Sone<br />

Browsermark: 4.496 Punkte<br />

Schnittstellen HDMI, Display-Port, 4 x USB 3.0,<br />

Bluetooth 4.0, Klinke (3,5 mm), WLAN,<br />

LAN, SD-Kartenleser, Kensington Lock<br />

Betriebssystem Google Chrome OS<br />

Maße/Gewicht 12,4 x 12,4 x 4,2 cm/0,6 kg<br />

* 0,1<strong>–</strong>1,0 = kaum hörbar, 1,1<strong>–</strong>2,5 = hörbar,<br />

ab 2,6 = deutlich hörbar (störend)<br />

Asus Chromebox<br />

Äußerst kompakt<br />

Super Performance<br />

In drei Varianten<br />

verfügbar<br />

Die Core-Versionen<br />

könnten besser<br />

ausgestattet sein.<br />

sehr gut<br />

Note 1,3<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 53


TECHNIK<br />

Erfahrungsbericht: Oculus Rift<br />

Virtuelle<br />

Welten<br />

Erfahrungsbericht Wir haben die<br />

erste Entwicklerversion von Oculus<br />

Rift intensiv getestet und verraten<br />

Ihnen, ob sich ein Trip in die virtuelle<br />

Realität bereits heute lohnt.<br />

Mit seinen eingenommenen 2,4 Millionen<br />

Dollar zählt das Oculus Rift<br />

noch heute zu den erfolgreichsten<br />

Kickstarter-Kampagnen überhaupt.<br />

Die Virtual-Reality-Brille weckte bereits im<br />

Jahr 2012 das Interesse vieler Unterstützer,<br />

trotzdem gibt es bis heute keine finale<br />

Verkaufsversion, sondern lediglich sogenannte<br />

Developer-Kits, die auf der offiziellen<br />

Seite für einen Preis von 350 Dollar<br />

erworben werden können. Ein solches<br />

haben wir uns zum Testen besorgt und<br />

wollen Ihnen auf den den folgenden Seiten<br />

unsere Erfahrungen in der virtuellen Realität<br />

näherbringen.<br />

Einrichtung und Inhalte<br />

Das erste Developer-Kit besteht aus den<br />

oben abgebildeten Komponenten, nämlich<br />

der Brille selbst sowie einer Receiver-<br />

Box, die sowohl per USB als auch per<br />

HDMI oder DVI mit dem Rechner verbunden<br />

werden muss. Anschließend wird das<br />

Oculus Rift vom PC als zweiter Monitor<br />

erkannt, auf den Sie einfach den Desktop-<br />

Inhalt spiegeln. Es gibt mittlerweile zahlreiche<br />

Anwendungen, die mit Oculus Rift<br />

kompatibel sind, darunter finden sich<br />

neben bekannten <strong>Spiele</strong>n wie Half-Life 2,<br />

Team Fortress 2 oder dem überraschend<br />

beliebten Euro Truck Simulator 2 auch viele<br />

Tech-Demos.<br />

Los geht der Höllenritt<br />

Wir beginnen unseren Trip in die virtuelle<br />

Realität mit eben einer solchen Demo<br />

namens Rift Coaster. Dabei handelt es<br />

Oculus Gaming<br />

sich um eine animierte Achterbahnfahrt<br />

durch eine Burg, die uns ein Rift-erfahrener<br />

Kollege ans Herz gelegt hat. Nach<br />

dem Start der Anwendung erscheint auf<br />

dem PC-Monitor auch schon die mittelalterlich<br />

anmutende Umgebung <strong>–</strong> allerdings<br />

leicht verzerrt und aufgeteilt auf zwei Ovale.<br />

Das verstehen wir als klares Zeichen,<br />

Bereits in der Beschreibung der Kickstarter-Kampagne war klar, Rift soll insbesondere im <strong>Spiele</strong>-<br />

Bereich für Furore sorgen. Dort wurde die VR-Brille mit großer Begeisterung aufgenommen und<br />

nicht nur viele Hobby-Entwickler, sondern auch zahlreiche große Hersteller haben bereits Rift-<br />

Updates für bekannte <strong>Spiele</strong> veröffentlicht. Neben Indie-Titeln wie AaaaAAaaAAAaaAAAAaAAAAA!!!<br />

for the Awesome oder Surgeon Simulator 2013 gibt es mittlerweile auch namhafte Titel mit<br />

Oculus-Unterstützung, darunter Half-Life 2, Team Fortress 2, EVE Valkyrie (Bild unten) oder die<br />

kommenden Space-Sims Elite:<br />

Dangerous sowie Star Citizen.<br />

Viele weitere Entwickler haben<br />

bereits ihr Interesse an der VR-<br />

Technologie geäußert, sodass<br />

zum finalen Launch des Rift<br />

(wann auch immer dieser stattfinden<br />

wird), bereits eine breite<br />

Palette an unterstützten Titeln<br />

vorhanden sein dürfte.<br />

54 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Erfahrungsbericht: Oculus Rift<br />

TECHNIK<br />

Facebook-Übernahme und (mögliche) Folgen<br />

Stolze zwei Milliarden Dollar legte Facebook für die Übernahme<br />

von Oculus VR Inc. hin und das obwohl der US-<br />

Hersteller noch nicht einmal ein fertiges Produkt auf den<br />

Markt gebracht hat. Diese frühe Akquisition unterstreicht<br />

das Potenzial der VR-Brille, das wohl auch Facebook-CEO<br />

Mark Zuckerberg erkannt hat. Von ihm hängt auch ab,<br />

welchen Weg die Entwicklung von Oculus Rift künftig nehmen wird. Stellt Facebook lediglich zusätzlich finanzielle<br />

Mittel bereit, dürfte das aus Kundensicht nur positive Effekte mitbringen. Will man die VR-Brille jedoch auf Social<br />

Media trimmen, dürfte sich lediglich ein sehr kleiner Teil der potenziellen Käufer damit anfreunden können. Eine<br />

direkte Folge aus der Übernahme gab es schon jetzt, denn Minecraft-Erfinder Markus Persson ließ verlauten, dass<br />

er den geplanten Rift-Support für seine Klötzchen-Simulation gestrichen hat.<br />

Entwickler-Legende John D. Carmack schloss sich Ende<br />

2013 Oculus VR als CTO (Chief Technology Officer) an.<br />

Die Receiver-Box ist fest mit der Brille verknüpft und<br />

wird per USB und HDMI mit dem Rechner verbunden.<br />

An der Oberseite befinden sich eine Einstelltaste und<br />

Knöpfe zum Regeln des Kontrasts.<br />

erstmals die Rift-Brille aufzusetzen. Dank<br />

eines dreifachen Gurtes, der sich per<br />

Klettverschluss verstellen lässt, sitzt das<br />

Rift relativ fest auf dem Kopf, das Gewicht<br />

ist spürbar, keine Testperson empfand es<br />

als störend. Doch nun zum Rift Coaster:<br />

Tatsächlich erscheint die Umgebung beim<br />

Blick durch die VR-Brille mit enormer<br />

räumlicher Tiefe und uns stockt erst einmal<br />

der Atem, als wir uns aus dem vermeintlich<br />

fahrenden Achterbahnwagen<br />

heraus dank Head-Tracking in alle Richtungen<br />

umblicken können. Obwohl die<br />

Grafik bei der ersten Entwicklerversion<br />

des Rift mit einer Auflösung von 640 x 800<br />

Pixeln je Auge ziemlich grob ausfällt, fühlt<br />

man sich sofort in die virtuelle Welt hineingezogen<br />

und spürt <strong>–</strong> wie bei einer echten<br />

Achterbahn <strong>–</strong> ein gewisses Kribbeln,<br />

Auch wenn die virtuelle Realität nach viel<br />

Spaß klingt, mehr als rund zehn Minuten<br />

am Stück hielt es keine der Testpersonen<br />

mit Oculus Rift aus, egal welche Anwendung<br />

gerade lief. Das große Problem der<br />

ersten Entwicklerversion ist die sogenannte<br />

„Motion Sickness“ oder Kinetose. Dabei<br />

handelt es sich um Symptome wie Kopfschmerzen,<br />

Schwindel und Übelkeit, die<br />

durch Täuschung des Gehirns hervorgerufen<br />

werden. Anders gesagt: Der Kopf<br />

denkt, man fährt Achterbahn, der Körper<br />

spürt aber keine Bewegungen oder anderweitiges<br />

Feedback (Ruckeln, Fahrtwind)<br />

und diese widersprüchlichen Informatiowenn<br />

der Wagen einen steilen Abhang<br />

hinuntersaust. Je nach Person fiel die<br />

Erfahrung bei unseren Testfahrerinnen<br />

und -fahrern in der Redaktion völlig unterschiedlich<br />

aus, von „Ja, ist ganz nett“, bis<br />

hin zu lautem Kreischen und tatsächlicher<br />

Übelkeit war wirklich alles dabei <strong>–</strong> und<br />

das, obwohl der Rift Coaster in puncto<br />

Streckenführung eine relativ harmlose<br />

Achterbahnfahrt simuliert. Den Adrenalinjunkies<br />

unter uns war das natürlich nicht<br />

genug, weswegen wir neben dem Rift<br />

Coaster auch noch einen Freefall-Tower-<br />

Simulator (nicht so spannend) und den<br />

sogenannten Templecoaster ausprobierten.<br />

Letzterer hatte es mit seinen Loopings,<br />

Kurven und steilen Abfahrten richtig<br />

in sich, sodass die meisten Probanden<br />

noch während der Fahrt die Brille wegen<br />

spürbarer körperlicher Beschwerden<br />

absetzen mussten.<br />

Is’ mir schlecht …<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 55


TECHNIK<br />

Erfahrungsbericht: Oculus Rift<br />

nen können körperliche Beschwerden verursachen.<br />

3D-<strong>Filme</strong> oder First-Person-<br />

Videospiele rufen bei manchen Personen<br />

übrigens die gleichen Symptome hervor.<br />

Beim ersten Developer-Kit von Oculus Rift<br />

wird die Motion Sickness außerdem verstärkt<br />

durch einen <strong>stark</strong>en Blur-Effekt bei<br />

schnellen Kopfbewegungen, der bei der im<br />

Sommer erscheinenden zweiten Version<br />

deutlich reduziert wurde. Die weiteren Features<br />

von Dev-Kit 2 haben wir im Kasten<br />

rechts zusammengefasst. Doch nun<br />

zurück zum ersten Rift: Nach all den Tech-<br />

Demos war es jetzt an der Zeit, auch mal<br />

ein Spiel zu testen, denn schließlich soll die<br />

Brille inbesondere im Gaming-Bereich<br />

ihren Einsatz finden.<br />

Lasst die <strong>Spiele</strong> beginnen!<br />

Wie eingangs bereits erwähnt, gibt es mittlerweile<br />

zahlreiche namhafte Titel, die Oculus<br />

Rift unterstützen. Unseren ersten<br />

Gaming-Versuch unternahmen wir gleich<br />

mit einem echten Klassiker, nämlich Half-<br />

Life 2. Bereits die Eröffnungssequenz entlockt<br />

uns ein lautes „Wow!“, denn als wir mit<br />

Gordon Freeman aus dem Zug aussteigen,<br />

fühlen wir uns sofort, als wären wir Teil der<br />

Spielwelt. Auch wenn die Kombination aus<br />

manuellem Umsehen per Kopfbewegung<br />

gepaart mit Mouselook etwas gewöhnungsbedürftig<br />

ist, fühlt es sich so an, als würde<br />

man sich wirklich durch City 17 bewegen.<br />

Schwierig wird es hingegen bei schnellen<br />

Passagen und Schießereien, denn durch die<br />

ruckartigen Bewegungen sorgt der <strong>stark</strong>e<br />

Motion-Blur-Effekt sehr schnell für Übelkeit,<br />

Meint:<br />

Das meistverwendete Wort beim Beschreiben der ersten Entwicklerversion von Oculus<br />

Rift lautet „Potenzial“. Das Eintauchen in die virtuelle Realität ist zwar schon heute<br />

sehr beeindruckend, doch wie es sich für einen guten Betatest gehört, leidet die<br />

aktuelle Ausgabe der Brille an allerlei Kinderkrankheiten. Das größte Problem ist sicherlich<br />

die ausführlich beschriebene Motion Sickness, die eine längerfristige Nutzung<br />

von Oculus Rift momentan quasi unmöglich macht <strong>–</strong> es sei denn, Sie haben<br />

einen wirklich guten Magen oder sind gegen den Effekt immun. Zusätzlich sorgt auch<br />

die sehr grobe Auflösung der aktuellen Rift-Ausgabe für einige Ernüchterung, denn<br />

640 x 800 Pixel (je Auge) sind für heutige Verhältnisse absolut nicht mehr zeitgemäß.<br />

Diese beiden großen Probleme sollen aber schon mit der zweiten Entwicklerversion<br />

der Vergangenheit angehören und wir können es schon jetzt kaum erwarten, das<br />

Nachfolgemodell auszuprobieren. Trotz des großen Potenzials fällt eine Zukunftsprognose<br />

gegenwärtig schwer, denn durch die Facebook-Übernahme könnte das Rift einen<br />

Weg einschlagen, für den es ursprünglich nicht vorgesehen war. So verlockend<br />

VR-Social-Media (in welcher Form auch immer) vielleicht für manche Menschen klingen<br />

mag, der eigentliche Haupteinsatzort von Oculus Rift war im Gaming-Bereich und<br />

wir hoffen, dass die <strong>Spiele</strong> auch in Zukunft im Vordergrund stehen werden.<br />

Coming soon: Developer-Kit 2<br />

Die zweite Entwicklerversion (Bild unten) wird nicht nur technisch<br />

deutlich verbessert sein, sondern enthält zusätzlich eine<br />

Kamera. Die erfasst per Infrarot-<br />

LEDs auch die Bewegung des<br />

Kop fes im Raum. Dadurch können<br />

Sie deutlich näher an Objekte<br />

heran und das räumliche<br />

Gefühl wird noch einen Tick<br />

besser. Die wichtigsten Fortschritte<br />

dürften aber die höhere<br />

Auflösung (960 x 1.080 Pixel je<br />

Auge) sowie deutlich reduziertes<br />

Motion Blur durch eine speziell<br />

dafür entwickelte „Low-persistence“-Technologie sein. Das obere Bild stammt aus der Kickstarter-Kampagne<br />

und zeigt, wie eine finale Verkaufsversion von Oculus Rift aussehen könnte. Wann<br />

diese genau erhältlich sein wird, ist gegenwärtig aber noch nicht bekannt.<br />

sodass längeres <strong>Spiele</strong>n am Stück für uns<br />

grundsätzlich nicht möglich war. Ein richtig<br />

cooles Erlebnis bietet auch der Euro Truck<br />

Simulator 2, insbesondere dann, wenn man<br />

noch einen zusätzlichen Lenkrad-Controller<br />

besitzt. Das Fahren im Truck fühlt sich dann<br />

nämlich äußerst realistisch an und wir haben<br />

so manchen Unfall gebaut, weil wir statt auf<br />

die Straße lieber aus dem Seitenfenster<br />

geblickt haben. Trotzdem fehlt natürlich<br />

auch beim virtuellen Autofahren das körperliche<br />

Feedback, sodass wir auch hier nach<br />

einiger Zeit mit Motion Sickness zu kämpfen<br />

hatten. Außerdem stört die niedrige Auflösung,<br />

denn man kann einige wichtige Elemente<br />

wie das GPS oder auch den Tacho<br />

nur äußerst schwer<br />

ablesen. Als dritten und<br />

letzten Titel testeten wir<br />

noch den Surgeon<br />

Simulator 2013, eine<br />

abgedrehte Operations-Simulation.<br />

Der<br />

Produktinfo Oculus Rift (Developer Kit 1) Oculus Rift (Developer Kit 2)<br />

Webseite www.oculusvr.com www.oculusvr.com<br />

Preis (Dev-Kits) $ 350 (ca. € 250) $ 350 (ca. € 250) (erhältlich ab Juli)<br />

Technische Daten<br />

Auflösung<br />

(Gesamt/Pro Auge)<br />

Sichtfeld<br />

1.280 x 800 Pixel (16:10)/<br />

640 x 800 Pixel (4:5)<br />

1.920 x 1.080 Pixel (16:9)/<br />

960 x 1.080 Pixel (4:5)<br />

110 Grad diagonal, 90 Grad horizontal 110 Grad diagonal, 90 Grad horizontal<br />

Schnittstellen DVI/HDMI, USB DVI/HDMI, USB<br />

Abtastfrequenz 1.000 Hz 1.000 Hz<br />

Sonstiges<br />

Lieferumfang<br />

Clou daran ist, dass man in Verbindung mit<br />

Razers Motion-Steuerung Hydra im Surgeon<br />

Simulator zusätzlich seine Hände bewegen<br />

kann, was der virtuellen Realität noch<br />

einmal eine ganz neue Komponente verleiht.<br />

Da die OP-Simulation aber von Haus aus<br />

eine relativ schwammige Steuerung hat, fiel<br />

es uns auch mit Rift ziemlich schwer, die<br />

Bewegungen unserer virtuellen Hände richtig<br />

zu koordinieren. Außerdem wies die<br />

Beta-Version leider noch einige Bugs auf.<br />

Nichtsdestotrotz zeigte die zusätzliche<br />

Razer-Steuerung aber noch einmal riesiges<br />

Zusatzpotenzial auf, das <strong>–</strong> richtig eingesetzt<br />

<strong>–</strong> die VR-Erfahrung deutlich verbessert. Wir<br />

freuen uns schon jetzt darauf, die Titel mit<br />

der zweiten Entwicklerversion des Rift auszuprobieren,<br />

denn in höherer Auflösung und<br />

mit weniger Motion Sickness dürfte sich das<br />

Erlebnis drastisch verändern. Dennoch<br />

müssen wir abschließend festhalten, dass<br />

auch der erste Ausflug in die Rift-Welt<br />

bereits äußerst faszinierend war. (ps)<br />

3-Achsen-Gyrometer, Beschleunigungssensor,<br />

Magnetometer<br />

Oculus Rift-Brille, Receiver-Box,<br />

HDMI-Kabel, USB-Kabel, HDMIto-DVI-Adapter,<br />

Speziallinsen für<br />

Fehlsichtige<br />

3-Achsen-Gyrometer, Beschleunigungssensor,<br />

Magnetometer,<br />

Infrarot-Kamera<br />

Oculus Rift-Brille, Infrarot-Kamera,<br />

HDMI-Kabel, USB-Kabel, HDMIto-DVI-Adapter,<br />

Speziallinsen für<br />

Fehlsichtige<br />

56 www.spielefilmetechnik.de 05/14


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TECHNIK TEST: Systemkamera Sony Alpha 5000<br />

Kleiner Künstler<br />

Systemkamera Trotz ihrer kompakten Ausmaße hat Sonys neue Systemkamera einiges<br />

unter der Haube. Kann die spiegellose Knipse auch bei der Bildqualität glänzen?<br />

Die Alpha 5000<br />

ist äußerst kompakt<br />

und lässt<br />

sich problemlos<br />

mit einer Hand<br />

halten.<br />

Mit Ausmaßen von gerade einmal<br />

110 x 63 x 36 Millimetern kommt<br />

Sonys neues Alpha-Modell<br />

äußerst kompakt daher und passt mit<br />

einem Pancake-Objektiv locker in jede<br />

Hosentasche. Ohne Linse bringt die<br />

Mini-Knipse auch gerade einmal 270<br />

Gramm auf die Waage, was sie zur perfekten<br />

Immer-dabei-Kamera macht. Das<br />

Gehäuse der Alpha 5000 besteht komplett<br />

aus Kunststoff, fühlt sich dank der<br />

leicht angerauten Oberfläche aber<br />

durchaus hochwertig an. An der rechten<br />

Seite befindet sich außerdem eine gummierte<br />

Griffwölbung, mit der Sie die Systemkamera<br />

selbst beim einhändigen<br />

Fotografieren jederzeit sicher in der<br />

Hand halten. Das rückseitige Display<br />

löst mit eher mittelmäßigen 460.000<br />

Bildpunkten auf und ist leider nicht<br />

berührungsempflindlich. Immerhin lässt<br />

es sich aber um 180 Grad nach oben<br />

klappen, sodass Sie auch bei Selbstporträts<br />

stets das Motiv im Blick haben.<br />

Neben dem Display gibt es außerdem<br />

einige Einstelltasten, mit denen Sie<br />

bequem durch die gut strukturierten<br />

Menüs navigieren und die wichtigsten<br />

Aufnahmeeinstellungen anpassen können.<br />

Auch an einen ausklappbaren Blitz<br />

hat Sony gedacht, dafür müssen Sie<br />

jedoch auf einen Zubehörschuh verzichten.<br />

Überzeugendes Innenleben<br />

Neben der kompakten Optik und angenehmen<br />

Haptik überzeugt die Alpha 5000<br />

auch in puncto innerer Ausstattung. Allen<br />

voran der APS-C-Sensor mit 20-Megapixel-Auflösung<br />

kann sich für die Gehäusegröße<br />

wirklich sehen lassen. Zusätzlich<br />

verbaut Sony auch einen NFC-Chip zum<br />

einfachen Pairing mit dem <strong>Smart</strong>phone<br />

sowie ein integriertes WLAN-Modul. Dank<br />

diesem können Sie nicht nur Ihre aufge-<br />

58 www.spielefilmetechnik.de 05/14


TEST: Systemkamera Sony Alpha 5000 TECHNIK<br />

Das Display kann<br />

um 180 Grad nach<br />

oben geklappt<br />

werden, sodass<br />

dem perfekten<br />

Selfie nichts im<br />

Weg steht.<br />

Ohne Objektiv ist die<br />

Alpha 5000 äußerst flach<br />

und passt locker in die<br />

Hosentasche.<br />

nommenen Bilder drahtlos mit verbundenen<br />

Geräten teilen, sondern mithilfe der<br />

Play Memories Mobile-App (für iOS und<br />

Android erhältlich) sogar die Kamera fernsteuern.<br />

In der Praxis funktionierte das<br />

relativ gut, allerdings können Sie auf dem<br />

Mobilgerät weder manuell fokussieren<br />

noch Aufnahmeeinstellungen ändern,<br />

lediglich die Belichtung lässt sich anpassen.<br />

Bleibt also zu hoffen, dass Sony die<br />

App zukünftig noch mit weiteren Features<br />

verbessert. Zumindest das Verbinden mit<br />

dem <strong>Smart</strong>phone funktioniert aber einwandfrei:<br />

Bei der Kopplung mithilfe von<br />

NFC waren beide Geräte innerhalb weniger<br />

Sekunden verbunden.<br />

Flotter Fokus, hübsche Fotos<br />

Die vier Tasten<br />

des Einstellrades<br />

bieten<br />

Schnellzugriff<br />

auf wichtige<br />

Funktionen,<br />

können aber<br />

auch frei belegt<br />

werden.<br />

Wir haben die Alpha 5000 mit dem beiliegenden<br />

Kit-Objektiv (16-50mm) getestet<br />

und mit diesem ließ sich die kompakte<br />

Systemkamera auch im Fotoeinsatz<br />

nicht viel zuschulden kommen. Bei guten<br />

Lichtverhältnissen arbeitet der Autofokus<br />

äußerst schnell und zuverlässig. Lediglich<br />

im Makro-Modus und bei schlechterer<br />

Beleuchtung braucht es hin und wieder<br />

ein paar Anläufe, bis das gewünschte<br />

Motiv scharf gestellt ist. Die Aufnahmen<br />

selbst überzeugen mit sehr hoher Schärfe<br />

und vielen Details, die sogar mit steigender<br />

ISO-Empfindlichkeit lange erhalten<br />

bleiben. Erst ab ISO 1.200 beginnen<br />

Fotos leicht zu grießeln und einige Feinheiten<br />

zu verschwimmen, bis 6.400 sind<br />

die Bilder aber durchaus noch zur Weiterbearbeitung<br />

verwendbar. Bei der Maximaleinstellung<br />

von ISO 12.800 macht<br />

sich dann <strong>stark</strong>es Bildrauschen breit,<br />

wenn auch nicht so schlimm wie bei<br />

manch anderen Einsteiger-Systemkameras.<br />

Der Dynamikumfang ist nicht ganz so<br />

überzeugend wie die Bildschärfe, denn<br />

die Fotos der Alpha 5000 bieten zwar<br />

ordentliche, aber keineswegs überragende<br />

Kontraste, was aber auch am Kit-<br />

Objektiv liegen könnte. Lichtstärkere Linsen<br />

würden in diesem Bereich wahrscheinlich<br />

bessere Ergebnisse liefern.<br />

Etwas enttäuschend ist auch die Serienbildfunktion,<br />

die lediglich rund drei Bilder<br />

pro Sekunde schafft, hier bieten andere<br />

spiegellose Knipsen deutlich mehr.<br />

Auch für Hobbyfilmer geeignet<br />

Neben Fotos nimmt die Alpha selbstverständlich<br />

auch Videos auf, und zwar in<br />

Full HD mit maximal 25 Vollbildern pro<br />

Sekunde. Eine höhere Framerate wäre<br />

zwar wünschenswert gewesen, die Qualität<br />

der Videoaufnahmen macht dieses<br />

Manko aber wieder wett. Der Autofokus<br />

arbeitet selbst bei schwankender<br />

Beleuchtung schnell und zuverlässig<br />

und die Videos fallen ebenso scharf und<br />

detailreich aus wie Fotos. Mit ihren eingebauten<br />

Mikros nimmt die Alpha 5000<br />

außerdem Stereoton auf, der durchaus<br />

ordentlich klingt. Unterm Strich ist die<br />

kompakte Sony-Kamera ein wirklich<br />

gutes Allround-Paket und dürfte insbesondere<br />

für Systemkamera- und DSLR-<br />

Einsteiger sehr interessant sein. Mit<br />

einem aktuellen Internetpreis von rund<br />

420 Euro ist sie zwar nicht ganz billig,<br />

immerhin bekommen Sie dafür aber<br />

neben der Kamera auch gleich ein<br />

ordentliches 16-55-mm-Kit-Objektiv mitgeliefert.<br />

(ps)<br />

Produktinfo Sony Alpha 5000<br />

Webseite www.sony.de<br />

Preis (UVP, Online) € 750, ab € 420 (inkl. Kit-Objektiv)<br />

Technische Daten<br />

Foto-/<br />

Videoauflösung<br />

Objektiv-Bajonett<br />

Display<br />

20 Megapixel/<br />

1.920 x 1.080 Pixel (25 Fps)<br />

Sony E-Bajonett<br />

7,6 cm (3 Zoll), ca. 480 x 230 Pixel<br />

(460.000 Bildpunkte*)<br />

Belichtung Programm-, Zeit-,<br />

Blendenautomatik, manuell<br />

Schnittstellen Micro-USB, A/V-Out, Mini-HDMI<br />

Speicher/intern SDXC/-<br />

Maße/Gewicht 110 x 63 x 36 mm/269 g<br />

* Herstellerangabe 1 Pixel = 3 Bildpunkte<br />

Sony Alpha 5000<br />

Kompakte Ausmaße<br />

WLAN, NFC<br />

Hohe Bildschärfe,<br />

viele Details<br />

Gute Videoaufnahmen <br />

Durchschnittlicher<br />

Dynamikumfang<br />

gut<br />

Note 1,6<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 59


TECHNIK<br />

TEST: <strong>Smart</strong>phone- und Tablet-Apps<br />

App-Highlights im Mai<br />

Test Praktisch, nützlich oder einfach nur cool <strong>–</strong> die besten Apps für alle Systeme<br />

System<br />

Dienstprogramm<br />

Cover Lock Screen (beta) Living Earth<br />

System Android • ANBIETER Apps & Zerts, Inc. • Preis Gratis System iOS • ANBIETER Radiant Labs • Preis € 2,69<br />

Sie sind genervt von<br />

Ihrem Standard-Lockscreen<br />

und wünschen<br />

sich mehr Features?<br />

Dann könnte Cover die<br />

perfekte Alternative für<br />

Sie sein. Der clevere<br />

Sperrbildschirm erkennt<br />

anhand bekannter<br />

WLAN-Netze, ob<br />

Sie sich gerade zu<br />

Hause, im Büro oder<br />

unterwegs aufhalten.<br />

Für jeden dieser Orte<br />

speichert Cover die<br />

meistverwendeten<br />

Apps und zeigt diese direkt auf dem Lockscreen an. Per Wischgeste<br />

nach rechts von einem der App-Icons aus starten Sie die Anwendung<br />

direkt. Alternativ können Sie Ihren Finger auch nur einige Zentimeter<br />

weit bewegen, um kurz einen Blick in die App zu werfen. So sehen<br />

Sie zum Beispiel, wer Ihnen gerade eine neue Mail oder SMS geschickt<br />

hat, ohne das Handy zu entsperren. Offiziell befindet sich<br />

Cover aktuell in der Betaphase, der Funktionsumfang soll in Zukunft<br />

noch deutlich erweitert werden. Übrigens finden nicht nur wir Cover<br />

toll, denn niemand Geringerer als Twitter hat das kleine Unternehmen<br />

hinter dem Lockscreen kurz vor Redaktionsschluss<br />

aufgekauft. (ps)<br />

sehr gut<br />

Note 1,3<br />

Ein Wecker mit Wetteranzeige ist ja nun wirklich nichts Neues. Living<br />

Earth geht aber einen großen Schritt weiter und zeigt Ihnen das<br />

Weltwetter an. Nicht als schnöde Städteliste, sondern als eingefärbter<br />

Globus. Sie haben die Qual der Wahl, ob die Weltkugel die aktuelle<br />

Wolkenlage, Temperaturen, Wind oder Luftfeuchtigkeit darstellen<br />

soll. Ganz stilecht sieht man auch, wo auf unserem Planeten<br />

gerade die Sonne scheint. Schön: Auf der dunklen Hälfte der Erde<br />

sind die Lichter von Städten zu sehen. Living Earth ist aber nicht nur<br />

ausgesprochen hübsch, sondern auch praktisch. Auf Wunsch werden<br />

Datum, Uhrzeit und Wetter für den aktuellen (oder jeden anderen)<br />

Ort angezeigt, ein Fingertipp auf die Wetterdaten öffnet die<br />

5-Tage-Vorhersage.<br />

Auf Wunsch<br />

wird die aktuelle<br />

Temperatur am<br />

App-Icon angezeigt.<br />

Ein einstellbarer<br />

Wecker nebst<br />

Musik-Funktion ist<br />

ebenfalls an Bord.<br />

Käme jetzt noch ein<br />

Einschlaftimer hinzu,<br />

wären wir<br />

wunschlos glücklich.<br />

(fw)<br />

gut<br />

Note 1,6<br />

Sport<br />

Forza Soccer<br />

System Android, iOS • ANBIETER Footballaddicts • Preis Gratis<br />

Forza Soccer (ehemals Live Score Addicts) ist eine Ergebnis-App<br />

für alle Fußballfans. Die kostenlose, werbefinanzierte<br />

Anwendung zeigt Resultate aus sehr vielen Ligen<br />

auf der ganzen Welt und präsentiert<br />

obendrein Aufstellungen,<br />

Live-Tabellen, <strong>Spiele</strong>r-Statistiken<br />

und vieles<br />

mehr. Selbstverständlich<br />

können Sie sich per Push-Benachrichtigungen<br />

über die<br />

wichtigsten <strong>Spiele</strong>reignisse<br />

Ihrer Lieblingsmannschaft informieren<br />

lassen. Besonders<br />

gut gefallen hat uns das sehr<br />

übersichtliche Design. (ps)<br />

sehr gut<br />

Note 1,4<br />

BILDBEARBEITung<br />

Brushstroke<br />

System iOS • ANBIETER Code Organa • Preis € 0,89<br />

Brushstroke gehört zu jenen Apps, die Ihre Fotos mittels<br />

Effekten und Filtern wie handgefertigte Kunstwerke aussehen<br />

lassen. Kaum eine andere App macht dies aber so gut<br />

wie Brushstroke: Die einzelnen<br />

Stile wie Pastell, Kreide oder<br />

Ölfarben sehen absolut authentisch<br />

aus. Denkbar einfach<br />

gestaltet sich die Handhabung:<br />

Sie knipsen oder<br />

importieren ein Bild, entscheiden<br />

sich für Leinwand-Art und<br />

Effekt und passen die Farbpalette<br />

an. Auf Wunsch können<br />

Sie Ihr Werk auch noch signieren.<br />

(fn)<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,2<br />

Bildbearbeitung<br />

Facetune<br />

System iOS • ANBIETER Lightricks Ltd. • Preis € 1,79<br />

Facetune bietet eine breite Palette an diversen Bearbeitungswerkzeugen,<br />

mit denen sich Porträts schnell aufhübschen<br />

lassen und zudem einen professionellen Touch<br />

bekommen. So ist es beispiels<br />

weise möglich, Hautunreinheiten<br />

zu kaschieren oder<br />

einen Bereich des Gesichts<br />

durch gezielte Belichtung hevorzuheben.<br />

Selbst komplexe<br />

Bearbeitungen wie das Ändern<br />

der Nasenform gehen<br />

einfach von der Hand und geben<br />

Ihnen das Gefühl, mit professioneller<br />

Fotosoftware zu<br />

arbeiten. (dc)<br />

Sehr Gut<br />

Note 1,2<br />

60 www.spielefilmetechnik.de 05/14


ALLE PREMIUM-<br />

BOOKAZINES<br />

IM ÜBERBLIcK<br />

NEU<br />

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das iPad in der<br />

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<strong>Technik</strong><br />

Kurztests<br />

Kurztests<br />

Vermischtes An dieser Stelle nehmen wir für Sie regelmäßig<br />

interessante Produktneuheiten des<br />

Monats unter die Lupe.<br />

Über die App nimmt das <strong>Smart</strong><br />

Plane schnell Kontakt mit Apple -<br />

Geräten auf (ab iPhone 4s und<br />

iPad der dritten Generation). Eine<br />

Anwendung für Android-Geräte<br />

gibt es allerdings nicht.<br />

Mobile-Gadget<br />

Toby Rich <strong>Smart</strong> Plane<br />

Webseite: www.smartplane.net<br />

Preis (UVP, Internet): € 70, ab € 70<br />

Nach diversen Quadrocopter-Varianten ist nun<br />

auch das erste smartphonegesteuerte Flugzeug<br />

erhältlich. Der clevere Luftikus wird per<br />

Bluetooth über die kostenlose App auf iPhone<br />

oder iPad gesteuert: Über einen Schieberegler<br />

regelt man die Flughöhe, durch Neigen des<br />

<strong>Smart</strong>phones lenkt man nach links und rechts.<br />

Insgesamt ist die Steuerung allerdings recht<br />

ungenau, kontrolliertes und stabiles Geradeausfliegen<br />

ist eine echte Herausforderung. Im<br />

Test konnten wir das <strong>Smart</strong> Plane kaum länger<br />

als zehn Sekunden in der Luft halten, bis eine<br />

Wand oder der Boden zu nah kam. Immerhin<br />

hält die leichte Styropor-Konstruktion auch härteren<br />

Bruchlandungen stand.<br />

Stabile Bauweise<br />

Einfache Kopplung mit der App<br />

Schwer zu steuern<br />

Nicht mit Android kompatibel<br />

befriedigend Note 2,6<br />

Kopfhörer<br />

Creative Aurvana Platinum<br />

Webseite: www.creative.com Preis (UVP, Internet): € 300, ab € 300<br />

Mit dem Aurvana Platinum hat Creative erstmals neben seinen Gaming-Headsets einen waschechten<br />

Hi-Fi-Kopfhörer im Programm. Der On-Ear präsentiert sich in einem gediegenen Design, aufgrund<br />

tadelloser Verarbeitung sowie hochwertiger Materialien wie Leder und Aluminium punktet<br />

er mit edler Haptik und Optik. Alternativ zum Kabelbetrieb können Sie den Aurvana Platinum<br />

dank Bluetooth-Unterstützung inklusive NFC auch strippenlos nutzen (Akkulaufzeit bis zu 15<br />

Stunden). Insgesamt drei unterschiedliche Geräuschunterdrückungs-Modi sollen Umgebungsgeräusche<br />

wie Flugzeug- oder Verkehrslärm herausfiltern. Sie aktivieren diese Funktion über<br />

eine Taste an der rechten Hörmuschel. Nervig: Die entsprechende Taste ist bei aufgesetztem<br />

Kopfhörer genauso wie die Knöpfe zur Lautstärke-Steuerung praktisch nicht zu ertasten. Zum<br />

Lieferumfang gehört ein verhedderungsfreies Flachkabel, eine Transporttasche sowie ein<br />

Flugzeug-Adapter. Das Noise-Cancelling funktioniert zuverlässig, ohne den Klang zu verfälschen.<br />

Soundtechnisch können wir dem Aurvana ein voluminöses und dynamisches<br />

Klangbild attestieren. Die Bässe tragen allerdings etwas zu dick auf, weshalb das eine<br />

oder andere Klangdetail flöten geht. Wenn Sie in erster Linie moderne, krachige Beats<br />

bevorzugen und sich kaum klassische oder akustische Musik in Ihrer Playlist befindet,<br />

machen Sie mit dem Aurvana Platinum aber nichts falsch.<br />

GUT Note 1,7<br />

Hochwertige Verarbeitung, hoher Tragekomfort<br />

Gute Ausstattung<br />

Kräftiger, dynamischer Klang<br />

Zu dominanter Bass<br />

62 www.spielefilmetechnik.de 05/14


<strong>Smart</strong>phone-Zubehör<br />

Jawbone Up 24<br />

Webseite: www.jawbone.com Preis (UVP, Internet): € 150, ab € 150<br />

Die zweite Auflage vom Activity-Tracker von Jawbone beherrscht nun<br />

endlich die drahtlose Kommunikation mit dem <strong>Smart</strong>phone per Bluetooth<br />

4.0. Das Armband ist <strong>–</strong> wie sein Vorgänger <strong>–</strong> bequem zu tragen,<br />

misst erfreulich präzise Schritte, bietet eine praktische Stoppuhr-Funktion<br />

und einen Schlafphasenwecker, der den Träger bis zu 30 Minuten<br />

vor der Zeit mit sanfter Vibration weckt. Der Bluetooth-Funk verkürzt<br />

die Akkulaufzeit von zehn auf immer noch sehr praxistaugliche sieben<br />

Tage. Warum die App beim Schließen jedoch die Funkverbindung nicht<br />

kappt, ist uns schleierhaft <strong>–</strong> wir hoffen auf ein Software-Update.<br />

Kurztests TEchnik<br />

Top-AngeboTe<br />

FÜR Top-MAgAzine!<br />

Präziser Schrittzähler<br />

Schlafphasenwecker<br />

Stoppuhr zur Aufzeichnung von Aktivitäten<br />

Bluetooth-Verbindung bleibt aktiv, wenn die App geschlossen wird<br />

sehr gut Note 1,3<br />

Mobile-Akku<br />

PNY Power Pack Digital 2600<br />

Webseite: www.pny.com Preis (UVP, Internet): € 20, ab € 20<br />

Der kleine Energiespender ist kaum größer als ein Textmarker<br />

und in ein äußerst schickes Aluminiumkleid<br />

gehüllt. Dieses ist zwar sehr stabil, wird bei längeren<br />

Ladesitzungen allerdings auch recht warm. Zudem<br />

fallen an der Unterseite scharfe Kanten auf. Mit einer<br />

Kapazität von 2.600 mAh fasst das Power Pack genug<br />

Energie, um den Akku eines <strong>Smart</strong>phones einmal komplett<br />

aufzufrischen. Dank des gut ablesbaren Digitaldisplays<br />

hat man die verbleibende Ladung stets genau<br />

im Blick. Zum Aufladen von Akku und Mobilgerät ist<br />

ein Micro-USB-Kabel beigelegt. Für den Gebrauch mit<br />

einem iPhone muss man allerdings auf die eigene<br />

Ladestrippe mit Lightning-Anschluss zurückgreifen.<br />

Für Tablet-Nutzer hat der Hersteller zwei Versionen mit<br />

5.200 und 7.800 mAh Kapazität sowie jeweils zwei<br />

Ladebuchsen mit einer Leistung von 2,1 statt <strong>–</strong> wie<br />

beim <strong>Smart</strong>phone-Akku <strong>–</strong> ein Ampere im Angebot.<br />

Schicke und stabile Aluminium-Hülle<br />

Praktische Digitalanzeige<br />

Sehr portabel<br />

Wärmeentwicklung und scharfe Kanten<br />

gut Note 1,5<br />

» Keine Versandkosten!<br />

» Die neue Ausgabe lesen, noch<br />

bevor sie im Handel erhältlich ist!<br />

» Kein Heft verpassen!<br />

QR-Code scannen<br />

und hinsurfen!<br />

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im Zeitschriftenhandel<br />

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04/14 www.spielefilmetechnik.de 63


<strong>Filme</strong><br />

Alt trifft jung: Regisseur<br />

Bryan Singer vereint ehemaligen<br />

und neuen Cast<br />

gemeinsam vor der Kamera.<br />

64 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Kino-vorschau: X-Men <strong>–</strong> Zukunft ist Vergangenheit FILME<br />

X-Men<br />

Zukunft ist<br />

Vergangenheit<br />

Der junge Professor Xavier (J. McAvoy, l.) mag seinem alten Ich (P. Stewart, r.) nicht glauben.<br />

Action Ein neuer X-Men-Film, der ganz anders als seine Vorgänger zu werden verspricht.<br />

Die Welt befindet sich im Kriegszustand!<br />

Mutanten wie die Männer um<br />

Professor Xavier werden von der<br />

Regierung gejagt, gefangen, gefoltert und<br />

hingerichtet. So beginnt der neue Film der<br />

Marvel-Reihe um die X-Men: Ein militaristischer<br />

Überwachungsstaat hat allen Andersartigen<br />

den Krieg erklärt. Um die Mutanten<br />

zu bekämpfen, wurde eigens eine Roboter-<br />

Armee, die sogenannten Sentinels erschaffen,<br />

gegen deren übermenschliche Kräfte<br />

selbst Superhelden nicht ankommen. Eine<br />

Armee, die speziell dafür geschaffen wurde,<br />

Hat eigene Pläne: der junge Erik Lehnsherr (M. Fassbender)<br />

Mutanten zu töten! Keiner der X-Men ist<br />

mehr sicher! So etwas hat sich selbst ein<br />

Magneto in seinen schlimmsten Träumen<br />

nicht ausmalen können. So werden aus<br />

Feinden plötzlich Verbündete, als es zum<br />

Überleben für die X-Men nur noch eine<br />

Chance gibt: Logan alias Wolverine muss zu<br />

einem Schlüsselmoment in den Siebzigerjahren<br />

zurückreisen, in dem die Entstehung<br />

dieser dystopischen Welt noch abwendbar<br />

ist ... Zukunft ist Vergangenheit versteht<br />

sich einerseits als Fortsetzung zu dem<br />

Reboot X-Men: Erste Entscheidung (2011),<br />

Kooperiert jetzt: der alte Magneto (I. McKellen)<br />

steht aber auch in einer Linie mit der „normalen“<br />

Timeline der alten X-Men-Trilogie.<br />

Beide Welten werden nun in einer weltumspannenden<br />

Apokalypse zusammengefasst,<br />

wenn die jungen Professor X, Magneto,<br />

Mystique & Co. auf ihre alten Ichs<br />

treffen. Das führt zu einem Zusammenprall<br />

zweier unterschiedlicher visueller Stile und<br />

das unterscheidet das neue Actionabenteuer<br />

von den anderen X-Men-<strong>Filme</strong>n, die<br />

wir bisher gesehen haben. Die Regie bei<br />

Zukunft ist Vergangenheit übernahm wieder<br />

Bryan Singer, der die Reihe im Jahr<br />

2000 mit X-Men etablierte. Erste Filmausschnitte<br />

zeigen: Die alte Trilogie war noch<br />

weitaus gefälliger im Bezug darauf, das<br />

Publikum an diese Welt und ihre Figuren zu<br />

gewöhnen, als Singers neuester und<br />

zugleich wohl dunkelster, intensivster und<br />

erwachsenster Teil dieses Marvel-Franchises,<br />

in dem sich Science-Fiction-Elemente<br />

mit denen des Superheldenfilms vermischen<br />

und die Jetztzeit auf den Look der<br />

Siebzigerjahre trifft. Und nicht zuletzt steigt<br />

die Dramatik: Denn für die X-Men geht es<br />

endgültig ums Ganze! (eb)<br />

Originaltitel<br />

X-Men: Days of Future Past<br />

Vergleichbar Mit<br />

X-Men: Erste Entscheidung,<br />

The Dark Knight Rises, Wolverine<br />

<strong>–</strong> Weg des Kriegers<br />

Darsteller<br />

James McAvoy, Michael Fassbender,<br />

Patrick Stewart, Ian<br />

McKellen, Jennifer Lawrence,<br />

Hugh Jackman, Ellen Page,<br />

Nicholas Hoult, Peter Dinklage<br />

Regie<br />

Bryan Singer<br />

Produktion<br />

USA, 2014<br />

Laufzeit FSK<br />

N. n. b. N. n. b.<br />

Webseite<br />

http://www.xmen-zukunftistvergangenheit.de/<br />

Kinostart<br />

22. Mai<br />

Härter, größer, epischer <strong>–</strong><br />

und vor allem mit faszinierender<br />

Zeitreise! Wenn die<br />

alten Haudegen im brutalen<br />

Kampf ums Überleben<br />

auf die junge Garde treffen,<br />

dürften X-Men-Fans<br />

entzückt sein.<br />

Die junge Mystique (J. Lawrence) kämpft nur für Magneto. Wolverine (H. Jackman, r.) reist durch die Zeit zu Professor X. Beast (N. Hoult) will die Zukunft retten.<br />

Prognose:<br />

exzellent<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 65


FILME<br />

Kino-<strong>Vorschau</strong>: Godzilla<br />

Godzilla<br />

Action/Science-Fiction Noch ein Monster-<br />

Film? Ja, aber Regisseur Gareth Edwards<br />

wollte Godzilla mehr als nur neu verfilmen.<br />

66 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Kino-<strong>Vorschau</strong>: Godzilla FILME<br />

Mega-Monster: Godzilla trampelt alles platt, was ihm im Weg steht.<br />

Was ist größer als ein Hochhaus,<br />

grün wie eine Echse und trötet wie<br />

ein Elefant? Die Antwort kennt<br />

unter Filmfans jeder: Godzilla das Mega-<br />

Monster. 1954 tauchte die japanische Riesenechse<br />

erstmals auf der Leinwand auf und<br />

gehört heute zu den ikonischsten Kreaturen<br />

der Filmgeschichte. 1998 wagte sich Roland<br />

Emmerich dann an ein erstes Remake, das<br />

bei Fans und Publikum mit äußerst gemischten<br />

Gefühlen aufgenommen wurde. Ähnlich<br />

skeptisch fielen die Reaktionen aus, als<br />

bekannt wurde, dass Hollywood erneut einen<br />

Godzilla-Neustart wagen würde. Für die<br />

Regie wurde Gareth Edwards verpflichtet,<br />

der vor vier Jahren mit Monsters eine eindrucksvolle<br />

filmische Visitenkarte hinterließ.<br />

Die Kreatur aus der Vergangenheit<br />

Die Spannung war daher groß, was Edwards<br />

aus dem Stoff machte, der vor allem in Japan<br />

Kultstatus genießt. In einem kleinen,<br />

unscheinbaren Kino im Herzen Hamburgs<br />

treffen wir den <strong>Filme</strong>macher, der an diesem<br />

Tag zum ersten Mal überhaupt erste, längere<br />

Szenen aus Godzilla der Öffentlichkeit präsentiert.<br />

Rund 20 Minuten bekommen wir zu<br />

Gesicht und bereits bei dieser Momentaufnahme<br />

wird deutlich, dass das Remake wohl<br />

mehr als ein weiteres, spektakuläres Monster-Action-Feuerwerk<br />

wird. „Ich habe mir<br />

schon bei Monsters sehr viel Mühe gegeben,<br />

dem Film eine Seele und Emotionen zu verleihen“,<br />

erzählt uns Edwards anschließend.<br />

„Ich denke, wenn sich jemand jetzt Godzilla<br />

ansieht und dabei nicht irgendwelche Emotionen<br />

verspürt oder an irgendeinem Punkt<br />

den Tränen nah ist, dann habe ich versagt.“<br />

Schon dem japanischen Original lag eine<br />

ernste Geschichte zugrunde: Die amerikanischen<br />

Bombenangriffe auf Tokio am 9. März<br />

1945 lösten den größten Städtebrand der<br />

Menschheitsgeschichte aus, mit mehr Toten,<br />

als man es jemals zuvor erlebt hat. Später<br />

taten die Atombomben auf Hiroshima und<br />

Nagasaki ihr Übriges: Die ehemals stolze<br />

Vater und Sohn: Wissenschaftler<br />

Joe Brody (B. Cranston, links) und<br />

dessen Sohn Ford (A. Taylor-Johnson)<br />

decken eine Verschwörung<br />

ungeheuren Ausmaßes auf.<br />

Militärnation Japan, die zuvor noch nie einen<br />

Krieg verloren hatte und deren arrogante Elite<br />

sich selbst als die Herren der Schöpfung<br />

betrachtete, wurde in nur wenigen Monaten<br />

sozusagen in die Steinzeit zurückgeworfen.<br />

So ist es kein Wunder, dass die Künstler der<br />

Nachkriegsgeneration einer neuen Botschaft<br />

Ausdruck verliehen. Die <strong>Filme</strong> dieser Zeit sind<br />

grotesk, voller Wut und Schmerz, aber auch<br />

Die Welt hält den Atem an: Der Fortbestand<br />

der Menschheit steht auf dem Spiel.<br />

Originaltitel<br />

Godzilla<br />

Vergleichbar Mit<br />

Cloverfield; Pacific Rim;<br />

Godzilla (1954)<br />

Darsteller<br />

Bryan Cranston, Elizabeth<br />

Olsen, Aaron Taylor-Johnson<br />

Regie<br />

Gareth Edwards<br />

Produktion<br />

USA 2014<br />

Laufzeit FSK<br />

N. n. b. N. n. b.<br />

Webseite<br />

www.godzillamovie.com/<br />

Kinostart<br />

15. Mai<br />

„Die Generation Star Wars ist an der Macht!“<br />

Mit Monsters machte Gareth Edwards vor vier Jahren eindrucksvoll auf sich aufmerksam. Nun hauchte er einem der ikonischsten Monster<br />

der Filmgeschichte neues Leben ein: Godzilla. Wir sprachen exklusiv mit dem Regisseur bei der Weltpremiere erster Filmszenen.<br />

Wie sind Sie nach Monsters an dieses Projekt<br />

gekommen?<br />

Gareth Edwards: Ich hatte mit Monsters wirklich Glück.<br />

Er sorgte dafür, dass ich auf dem Radar von Hollywood auftauchte.<br />

Aus diesem Grund bin ich von buchstäblich Hunderten<br />

Menschen binnen zwei Wochen eingeladen worden,<br />

das war wirklich eine total verrückte Sache. Eines dieser<br />

Meetings hatte ich mit Legendary Pictures, die die Rechte<br />

an Godzilla besitzen … und das Treffen dort lief wirklich gut.<br />

Sechs Monate vergingen und eines Tages bekam ich plötzlich<br />

eine E-Mail von meinem Agenten, der meinte: „Ruf sofort<br />

diese Nummer an! Jetzt!“ Also habe ich dort angerufen und<br />

ich wurde gefragt, ob ich gerade sitze. Man sagte mir, dass<br />

Legendary gerne wissen würde, ob ich Interesse hätte, bei<br />

Godzilla Regie zu führen. Und ich dachte nur: „Fuck!“.<br />

Und jetzt wurde der Fan zum Regisseur …<br />

G. E.: Ja! Das ist ein echtes Hollywood-Ding. Bei jedem<br />

Meeting, zu dem man geht, haben die Leute diese ganzen<br />

Monster-Figuren wie Godzilla, X -Men oder Iron Man in ihren<br />

Büros stehen. Diese Begeisterung ist wohl auch der Grund,<br />

wie wir alle dort überhaupt hingelangen konnten. Es fühlt<br />

sich an, als ob die Generation „Star Wars“ an der Macht<br />

ist, und ich denke, dadurch ist auch diese große<br />

Wiederbelebungswelle des Genres ins Rollen<br />

gekommen. Diese großen Sommerfilme von<br />

damals, die vor der Revolution der visuellen<br />

Effekte ins Kino kamen, als ich noch ein<br />

Kind war <strong>–</strong> da gab es einen richtigen<br />

Schwall guter Science-Fiction- und<br />

Fantasy-<strong>Filme</strong>. Mittlerweile machen<br />

Weiter geht’s auf der nächsten Seite


FILME Kino-<strong>Vorschau</strong>: Godzilla<br />

Militärs und Forscher<br />

stehen<br />

scheinbar vor<br />

einem Rätsel:<br />

Woher stammt<br />

Godzilla?<br />

Admiral Stenz (D.<br />

Strathairn, li.)<br />

könnte die Antwort<br />

liefern.<br />

Die Riesenechse hinterlässt eine<br />

Spur der Verwüstung.<br />

Die ersten Ausschnitte des<br />

Films deuten auf einen<br />

düsteren, aber auch tiefgründigen<br />

Action-Sci-Fi-<br />

Thriller hin. Die Effekte<br />

wirken bombastisch, die<br />

Darsteller sind hochkarätig.<br />

Prognose:<br />

Sehr gut<br />

mit einer <strong>stark</strong>en Aussage <strong>–</strong> gegen den Krieg<br />

und die Arroganz der Menschheit. Einer, der<br />

sich diesen Themen widmete, war der <strong>Filme</strong>macher<br />

Ishiro Honda. Seine Karriere begann<br />

als Regieassistent von Akira Kurosawa (Die<br />

sieben Samurai). Als Regisseur drehte er<br />

Antikriegsfilme, dann wandte er sich der<br />

Science-Fiction zu. Inspirieren ließ er sich<br />

von dem charmanten Monsterfilm Panik in<br />

New York (1953), der nicht zuletzt aufgrund<br />

der hervorragenden Effekte von Ray Harryhausen<br />

auch in Japan ein Hit war. Honda<br />

erschuf sein eigenes Monster: Godzilla.<br />

Menschen, Monster, Sensationen<br />

Die Inspiration zum erneuten Remake<br />

stammt ebenfalls aus dem Godzilla-Film von<br />

1954. „Es gibt tief in diesem Film diesen<br />

gewissen Subtext einer Metapher bezüglich<br />

des Atom-Zeitalters“, so Edwards. „Das wollten<br />

wir auch in unserem Film nicht aus den<br />

Augen verlieren. Das nukleare Thema ist<br />

genau das Element, das in unserem Film am<br />

häufigsten auftaucht, wenn es um Mensch<br />

gegen die Natur geht. Und Godzilla ist im<br />

Grunde die physische Verkörperung.“<br />

Der Urgewalt gegenüber steht im Zentrum<br />

des Films der Ex-Soldat Ford Brody, gespielt<br />

von Aaron Taylor-Johnson. Als Kind lebte er<br />

mit seiner Familie in Japan, als sich eine Tragödie<br />

ereignete, die von außen wie eine<br />

Naturkatastrophe aussah. Über die Jahre<br />

wurde Fords Vater, ein Nuklearforscher,<br />

regelrecht besessen davon, die Wahrheit<br />

über das Ereignis herauszufinden, bei dem<br />

auch seine Frau (gespielt von Juliette<br />

Bi noche) ums Leben kam. Das Verhältnis zu<br />

seinem Sohn litt sehr darunter, doch nun<br />

scheinen sich die Ereignisse von damals zu<br />

wiederholen und Ford schlägt sich auf die<br />

Seite seines Vaters, um endlich die Wahrheit<br />

herauszufinden, die von Behörden und Politik<br />

jahrelang unter Verschluss gehalten wurde.<br />

„Ford und sein Vater haben sich auseinanderentwickelt“,<br />

ergänzt Gareth Edwards,<br />

nachdem das Licht im Kinosaal wieder<br />

angeht. „Zu Beginn unseres Films sind sie<br />

wieder vereint und werden in diese Art von<br />

Verschwörung mit hineingezogen. Das<br />

ereignet sich alles in der ersten Hälfte des<br />

Films und in der zweiten Hälfte wird es dann<br />

actiongeladener.“<br />

Mehr als nur Spektakel<br />

Starke Charaktere und eine tiefgründige<br />

Story lagen Edwards neben Action und<br />

Effekten sehr am Herzen. Auch der erste<br />

Godzilla-Film wirkt heute noch überraschend<br />

düster und nachdenklich, mit einer<br />

emotionalen Kraft, die man dem Genre<br />

eigentlich nicht immer zutrauen würde.<br />

Edwards scheint mit seinem Remake etwas<br />

Ähnliches gelungen zu sein. (tr, eb)<br />

immer mehr Leute in meinem oder unserem Alter<br />

<strong>Filme</strong> und sind verantwortlich für die Studios.<br />

Mit Monsters haben Sie einen eher ruhigen<br />

Independent-Film gedreht und mit Godzilla kam<br />

jetzt ein waschechter Big-Budget-Creature-<br />

Blockbuster auf Sie zu. Lastete diesbezüglich<br />

höherer Druck auf Ihnen?<br />

G. E.: Es war schon eine Menge Druck, einen Low-<br />

Budget-Film zu drehen. Denn ich hatte das Gefühl,<br />

dass das meine einzige Chance war, einen Film zu<br />

machen. Ich habe versucht, das Beste daraus zu<br />

machen und als Resultat bot sich mir dann die Gelegenheit<br />

mit Godzilla. Mit Geld wird vieles einfacher,<br />

ohne wird es weit schwieriger. Es ist aber mit Abstand<br />

immer das Schwierigste zu versuchen, eine gute<br />

Geschichte zu erzählen.<br />

War es ein großes Problem, der Kreatur <strong>stark</strong>e<br />

Charaktere entgegenzusetzen?<br />

G. E.: Oh, ja. Godzilla interagiert auch nicht unbedingt<br />

mit anderen Charakteren. Deshalb braucht man<br />

eine menschliche Story mit Herz. An dieser Stelle<br />

wollten wir einen Mittelweg finden. Wir haben versucht<br />

herauszufinden, welche Art von Charakter sich<br />

natürlicherweise in solchen Situationen, die wir im<br />

Film beschreiben, befinden würde. Was ich nicht<br />

machen wollte, war so eine Zufallskiste: zur falschen<br />

Zeit am falschen Ort, aber später der Held. Damit<br />

habe ich bereits schlechte Erfahrungen gemacht und<br />

ich wollte hier keine Klischees aufwärmen.<br />

Auf der anderen Seite gab es bereits Gerüchte,<br />

dass es in Ihrem Film nicht nur eine Kreatur<br />

geben wird …<br />

G. E.: [Lacht] Schon sehr früh muss man diesbezüglich<br />

eine Entscheidung treffen: Wird Godzilla<br />

gegen jemand anderen kämpfen oder wird er<br />

alleine sein? Und wir alle hatten das Gefühl, dass<br />

es sich nicht um Godzilla handeln würde, wenn<br />

die Kreatur nicht an irgendeinem Punkt des Films<br />

auf etwas Ebenbürtiges prallen würde. So weit<br />

möchte ich in die Materie hineingehen, alles<br />

andere halten wir für heute noch geheim.<br />

Nach Cloverfield oder Pacific Rim fragt man<br />

sich natürlich, was der neue Godzilla-Film dem<br />

Genre noch hinzufügen kann?<br />

G. E.: Stellen wir uns einmal vor, es würden tatsächlich<br />

riesige Monster existieren, dann wäre dieser<br />

Umstand genauso real wie beispielsweise der Zweite<br />

Weltkrieg. Und es gibt Abermillionen <strong>Filme</strong> über<br />

den Zweiten Weltkrieg. Ich denke, das Monster-<br />

Genre ist noch nicht annähernd an seinen Grenzen<br />

angelangt. Ich mag die Idee, dass sich unser Film<br />

anders anfühlt, denn er fügt vielem eine neue Note<br />

hinzu. Es war ein wirklich tückischer Job, aber ich bin<br />

sehr zufrieden mit dem Ergebnis.<br />

Interview: Thomas Raab<br />

68 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Kino-<strong>Vorschau</strong>: 3 Days to Kill FILME<br />

Originaltitel<br />

3 Days to Kill<br />

Vergleichbar Mit<br />

Crank, From Paris With Love,<br />

Brügge sehen ... und sterben?<br />

Darsteller<br />

Kevin Costner, Connie Nielsen,<br />

Hailee Steinfeld, Amber Heard,<br />

Marc Andréoni<br />

Regie<br />

McG<br />

Produktion<br />

USA, F, 2014<br />

Laufzeit FSK<br />

117 Min. N. n. b.<br />

Webseite<br />

3daystokill.tumblr.com<br />

Kinostart<br />

8. Mai<br />

3 Days to Kill<br />

Actionthriller Kevin Costner kränkelt, ballert und albert<br />

sich als CIA-Killer und Babysitter in einem durch Paris.<br />

Mal gnadenlos (großes Bild), mal<br />

liebevoll im Kreise von Frau und<br />

Tochter (kleines Bild): CIA-Veteran<br />

Ethan Renner (K. Costner, links).<br />

Es ist gefühlte zehn Jahre her, dass<br />

Kevin Costner eine coole Hauptrolle<br />

hatte. Der französische Adrenalin-<br />

König Luc Besson (Léon <strong>–</strong> der Profi, Transporter)<br />

und der US-Action-Virtuose McG<br />

(3 Engel für Charlie), die seit 2010 gemeinsam<br />

an der Serie Nikita arbeiten, taten sich<br />

nun als Produzent/Drehbuchautor und<br />

Regisseur zusammen, um Costner einen<br />

toughen Part auf den Leib zu schneidern.<br />

Costners Ethan Renner ist eine Mischung<br />

aus seinem Butch Haynes aus Perfect World<br />

(ebenso smart, aber mit sichtlich mehr Falten)<br />

und Jason Stathams Part in Crank. Als<br />

CIA-Mann fürs Grobe legt Renner keine<br />

Skrupel an den Tag, wenn es gilt, anderen<br />

den Schalldämpfer an den Kopf zu halten.<br />

Doch der alte Haudegen hat ein Problem: Er<br />

ist todkrank. Als er sich zum Sterben nach<br />

Paris zu seiner Ex-Frau und der ihm entfremdeten<br />

Tochter zurückziehen will, bekommt er<br />

ein ebenso verlockendes wie unmoralisches<br />

Angebot: Der Veteran soll für CIA-Agentin<br />

Vivi (als Femme fatale reichlich überzeichnet:<br />

Amber Heard) innerhalb von drei Tagen einen<br />

deutschen Waffenhändler namens „Der<br />

Der todkranke Renner<br />

geht über Leichen, um<br />

die heilsame Superdroge<br />

zu bekommen.<br />

Wolf“ zur Strecke bringen. Im Gegenzug<br />

erhält er eine experimentelle Droge, die ihn<br />

heilen könnte. Doch es gibt einen Haken: Die<br />

Arznei führt ihn immer dann ins Delirium,<br />

wenn es im Job gerade brisant wird. Und<br />

dann wäre da noch Renners pubertierendes<br />

Töchterchen, mit dem er in Mamas Abwesenheit<br />

besagte drei Tage in Paris totschlagen<br />

soll (so der zweideutige Filmtitel). Was<br />

folgt, ist ein wilder Mix aus Power-Action,<br />

kurz aufflammender Brutalität, absurder<br />

Komik und ruhigen Vater-Tochter-Szenen.<br />

Bei kleinen Gags <strong>–</strong> zum Beispiel ein in gewissen<br />

gnadenlosen Situationen völlig unpassender<br />

Handy-Klingelton oder Renners Problem<br />

mit einer Hausbesetzer-Familie <strong>–</strong> dringt<br />

der Stil von Luc Besson aus allen Poren.<br />

Wäre da nicht Kevin Costner, könnte man<br />

das Ganze als überzogen-burleske Action-<br />

Achterbahnfahrt abtun. Doch ob Costner<br />

wild durch die Gegend ballert, mitleidslos<br />

einen kriminellen Autovermieter vermöbelt<br />

oder seiner Teenagertochter das Radfahren<br />

beibringt <strong>–</strong> der Charme des Altstars greift.<br />

Das Ergebnis: kein Meisterwerk, aber ein<br />

ungemein unterhaltsamer Thriller. (ts)<br />

CIA-Agentin und blonder<br />

Vamp Vivi (A. Heard)<br />

hält bei Renner die<br />

Zügel straff.<br />

Hurra! Kevin Costner endlich<br />

mal wieder als coole<br />

Sau! Ein Actionthriller mit<br />

Witz, Tempo und einer<br />

Portion Brutalität, der sich<br />

zwar nicht innovativ zeigt,<br />

aber einen gelungenen<br />

Kinoabend verspricht.<br />

Testurteil:<br />

gut<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 69


FILME Kino-<strong>Vorschau</strong>: Kino-Highlights im Mai<br />

ab 8. Mai<br />

Kino-Highlights im Mai<br />

<strong>Vorschau</strong> Weitere wichtige Kinofilme in der <strong>SFT</strong>-Kurzkritik<br />

ab 1. Mai<br />

Die Schöne und das Biest<br />

Als ein Kaufmann im Jahre 1810 im Garten eines<br />

scheinbar verlassenen Prachtschlosses eine<br />

Rose pflückt, erklärt ihm eine plötzlich auftauchende<br />

fürchterliche Kreatur, dass er sein Leben<br />

verwirkt habe. Nachdem die jüngste Tochter des<br />

Händlers davon erfährt, begibt sie sich als Pfand<br />

in die Hände des Biests. Die französische Neuadaption<br />

des berühmten Volksmärchens unter<br />

der Regie von Christophe Gans (Pakt der Wölfe)<br />

bietet eine wahre Flut an prächtigen Bildern und<br />

paart gekonnt Kitsch mit Action und Humor.<br />

Testurteil: gut<br />

ab 8. Mai<br />

Labor Day<br />

Sommer 1987: Der ausgebrochene Sträfling<br />

Frank (Josh Brolin) nötigt auf der Flucht eine vereinsamte,<br />

alleinerziehende Mutter (Kate Winslet)<br />

und ihren 13-jährigen Sohn, ihm Zuflucht in ihrem<br />

Haus zu gewähren. Die Angst vor Frank wandelt<br />

sich allmählich in die vor der Polizei, als sich der<br />

Gesuchte in den folgenden Tagen als guter Hausmann,<br />

Vater-Ersatz und Liebhaber erweist. Ein<br />

emotionales Liebesdrama über drei einsame<br />

Herzen: berührend und exzellent gespielt.<br />

Testurteil: gut<br />

Bad Neighbors<br />

Als im Haus neben ihnen eine partygeile<br />

Studentenverbindung einzieht, gerät das<br />

Leben eines jungen, möchtegern-coolen<br />

Paares aus den Fugen. Bald heißt es für<br />

beide Parteien: die oder wir! Eine abgedrehte,<br />

zunehmend eskalierende Chaoskomödie<br />

mit Seth Rogen, Zac Efron und<br />

Rose Byrne vom Regisseur von Männertrip<br />

und Nie wieder Sex mit der Ex.<br />

Prognose: fetzig<br />

ab 8. Mai<br />

Zulu<br />

Der bedächtige Leiter der Mordkommission von<br />

Kapstadt (Forest Whitaker) und sein impulsiver<br />

weißer Kollege (Orlando Bloom) folgen der Spur<br />

eines ermordeten Upper-Class-Girlies in die Drogen-<br />

und Bandenkriminalität. Ein schonungsloser<br />

Blick in das gewalthaltige Milieu südafrikanischer<br />

Townships: Etwas oberflächlich und nicht ohne<br />

Gut-Böse-Klischees, aber solide inszeniert und<br />

mit ungewöhnlich tougher Performance von<br />

Bloom als abgewrackter Trinker und Weiberheld.<br />

Testurteil: gut<br />

ab 15. Mai<br />

Stereo<br />

Als Erik (Jürgen Vogel) samt neuer Liebe und deren<br />

Tochter aufs Land zieht, taucht wie aus dem<br />

Nichts der mysteriöse Henry (Moritz Bleibtreu)<br />

auf. Und während sich Erik zunehmend in<br />

Wahnvorstellungen verstrickt, tritt auch noch ein<br />

Gangsterboss auf den Plan … Stilisierter Thriller<br />

an der Grenze zwischen Schein und Sein, der<br />

sich recht plakativ an US-Vorbildern orientiert.<br />

Testurteil: befriedigend<br />

ab 22. Mai<br />

Urlaubsreif<br />

Nach Eine Hochzeit zum Verlieben und 50 erste<br />

Dates die dritte, ähnlich überdrehte Klamotte von<br />

Adam Sandler und Drew Barrymore: Nach ihrem<br />

ersten Date wollen die alleinerziehenden Jim und<br />

Lauren Abstand voneinander nehmen. Doch dann<br />

begegnen sie sich samt Kids im Afrikaurlaub wieder<br />

<strong>–</strong> und erleben gemeinsam absurde Abenteuer.<br />

Prognose: überkandidelt<br />

70 www.spielefilmetechnik.de 05/14


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FILME Special: Die kommenden Serien-Highlights<br />

Frische Ware<br />

Die kommenden Serien-Highlights<br />

Special <strong>SFT</strong> schaut für Sie über den großen Teich und stellt Ihnen die heißesten Serien vor, die in den<br />

USA erst vor Kurzem angelaufen sind oder noch in diesem Jahr die TV-Landschaft bereichern werden.<br />

Das Jahr 2014 ist noch nicht sehr alt,<br />

trotzdem lohnt es sich schon, einmal<br />

etwas nach vorne in die TV-Zukunft zu<br />

schauen. Denn gerade im Serienbereich zeigte<br />

sich in den vergangenen Jahren und vor allem<br />

in den letzten Monaten, dass die Produktionen<br />

immer aufwendiger und die beteiligten Schauspieler,<br />

Drehbuchautoren und Regisseure<br />

immer hochkarätiger werden. Inzwischen laufen<br />

Serien sogar immer mehr den großen Kino-<br />

Blockbustern Rang und Namen ab.<br />

Über die ganz frischen und neuen Produktionen<br />

der kommenden Monate ist mal mehr, mal weniger<br />

bekannt. Einige sind in den USA schon angelaufen,<br />

einige stehen in den Startlöchern und es<br />

rollt schon die ganz große Marketingkampagne,<br />

für einige existiert erst ein Trailer, andere bestehen<br />

bisher fast nur aus einer Kurzbeschreibung, die<br />

noch viel Spielraum für Interpretationen lässt.<br />

Mancher Neuling am Serien-Himmel verspricht<br />

ein inhaltlich wie optisch komplexer Genuss zu<br />

werden, doch auch das eine oder andere Standard-Projekt<br />

ist in unserem Ausblick vertreten.<br />

Bei vielen Projekten ist unsere Hoffnung auf perfektes<br />

und spannendes Entertainment groß, bei<br />

anderen Serien weniger. Dominion beispielsweise<br />

hat klar unter dem Eindruck von Defiance zu<br />

leiden. Halle Berrys Extant und auch The Black<br />

Box starten in der unliebsamen Mid-Season im<br />

Frühsommer, kein gutes Zeichen. Die Undercover-Geschichte<br />

Legends mit Sean Bean muss<br />

erst noch unter Beweis stellen, was wirklich in<br />

ihr steckt. Eigentlich sollte ja Brendan Fraser die<br />

Hauptrolle übernehmen, stieg dann aber wegen<br />

kreativer Differenzen aus <strong>–</strong> klare Startschwierigkeiten.<br />

The Red Road über einen Kleinstadtsheriff<br />

oder Hieroglyph, angesiedelt im alten<br />

Ägypten, lassen noch nicht wirklich Rückschlüsse<br />

auf Inhalt und Qualität zu. Unsere Empfehlungen,<br />

welche Serien Sie auf jeden Fall im Auge<br />

behalten sollten, finden Sie auf den folgenden<br />

Seiten. (js, sr, tr)<br />

72 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Special: Die kommenden Serien-Highlights FILME<br />

24 <strong>–</strong> Live another Day<br />

Vor über zehn Jahren revolutionierte das Erfolgsformat 24 mit seinem Echtzeit-Prinzip die<br />

Serienwelt. In der Sendung entsprachen 24 Stunden im Leben des Anti-Terror-Agenten<br />

Jack Bauer 24 Episoden auf dem Bildschirm. Nach acht Staffeln war jedoch Schluss. Nun<br />

kehrt die Kultsendung als Miniserie ins Fernsehen zurück, allerdings nicht mit 24, sondern<br />

lediglich mit zwölf weiteren Folgen, die jedoch wiederum eine Zeitspanne von 24<br />

Stunden abdecken sollen. Die Handlung der Miniserie ist vier Jahre nach den Ereignissen<br />

der letzten Staffel angesiedelt. Hauptcharakter Jack Bauer befindet sich diesmal in London<br />

und muss dort vor lokalen CIA-Vertretern fliehen. In den USA wird 24 <strong>–</strong> Live another<br />

Day ab 5. Mai 2014 ausgestrahlt. Für Deutschland steht noch kein Starttermin fest.<br />

The White Queen<br />

Liebe und Verführung, Täuschung und Verrat, Tod und<br />

Mord <strong>–</strong> das sind nur einige der Themen, die im Zentrum<br />

von The White Queen stehen. Die Serie adaptiert Philippa<br />

Gregorys Bestellerromanreihe The Cousin’s War und<br />

erzählt die Geschichte zweier rivalisierender Adelshäuser,<br />

die sich im Jahr 1464 einen erbitterten Kampf um den englischen<br />

Thron liefern. Darin sind drei besonders engagierte<br />

Frauen involviert: Elizabeth Woodville, Margaret Beaufort<br />

und Anne Neville. The White Queen soll zu Pfingsten bei<br />

Sixx laufen und ist als UK-Version auf DVD erhältlich.<br />

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.<br />

Die auf den Marvel-Comics basierende US-Serie Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. handelt von einer<br />

geheimen militärischen Spionage- und Polizeieinheit, die sich unter der Leitung von Nick Fury weitestgehend<br />

mit übernatürlichen Bedrohungen befasst und zu diesem Zweck ein Team zusammenstellt,<br />

das aus Agenten mit verschiedenen Fähigkeiten besteht. Das Drehbuch des Serienpilots<br />

stammt aus der Feder von Joss Whedon, seinem Bruder Jed Whedon und dessen Ehefrau Maurissa<br />

Tancharoen. Das Sci-Fi-Abenteuer wird von Marvel Television, den ABC Studios sowie Mutant<br />

Enemy für den US-Sender ABC produziert und auf diesem seit September 2013 ausgestrahlt. Hierzulande<br />

liegen die Ausstrahlungsrechte bei der Mediengruppe RTL Deutschland, die die Serie seit<br />

dem 31. Januar 2014 auf dem Pay-TV-Sender RTL Crime zeigt. Alternativ können die Folgen jedoch<br />

auch per Pay-per-View über Sky select oder im Original über iTunes abgerufen werden.<br />

Masters of Sex<br />

Die US-amerikanische Serie basiert auf Thomas Maiers Biografie Masters<br />

of Sex und dreht sich um das Forscherduo William Masters und<br />

Virginia Johnson in den 1950er-Jahren, das sich mit dem menschlichen<br />

Sexualverhalten auseinandersetzt. Mit ihren Untersuchungen<br />

ecken die beiden in der Bevölkerung jedoch <strong>stark</strong> an, weshalb es<br />

sich auch recht schwierig gestaltet, überhaupt Versuchspaare zu<br />

finden. Als geschiedene Frau und Mutter weiß Virginia Johnson<br />

allerdings, welche Strippen es zu ziehen gilt, um die potenziellen<br />

Kandidaten willig zu machen. Neben der Arbeit von Masters<br />

und Johnson steht auch die private Beziehung der<br />

beiden im Fokus der Serie. Die erste Staffel von<br />

Masters of Sex umfasst zwölf Folgen und feierte im<br />

September 2013 Premiere. Bereits nach Ausstrahlung<br />

der vierten Episode wurde eine zweite<br />

Staffel bestellt. Hierzulande zeigte der<br />

Pay-TV-Sender Sky Atlantic die Serie<br />

zwischen Dezember 2013 und<br />

Februar 2014. Ab 27. Mai ist Masters<br />

of Sex auch auf DVD, Blu-ray<br />

und als VoD-Version erhältlich.<br />

Mob City<br />

Los Angeles in den 1940er-Jahren: Die Stadt wird von Unheil,<br />

Kriminalität und zwielichtigen Gestalten beherrscht. Gangsterboss<br />

Mickey Cohan hat die Bewohner fest in der Hand und gilt<br />

als mächtigster Mann der Metropole. Die wenigen nicht korrupten<br />

Ermittler des LAPDs versuchen, der Tyrannei ein Ende zu<br />

setzen. Sechs Folgen der Serie Mob City wurden bisher produziert<br />

und laufen seit vergangenem Dezember auf dem Pay-TV-<br />

Sender TNT Serie. Ob und wann eine Ausstrahlung im deutschen<br />

Free-TV vorgesehen ist,<br />

ist bisher noch unbekannt.<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 73


FILME Special: Die kommenden Serien-Highlights<br />

Banshee<br />

Im Zentrum der US-Serie steht der ehemalige<br />

Betrüger Lucas Hood, der nach<br />

seiner Entlassung aus dem Gefängnis<br />

die Seiten wechselt und in die Rolle<br />

eines ermordeten Sheriffs schlüpft. Von<br />

geltenden Regeln und Gesetzen will der<br />

selbst ernannte Ordnungshüter jedoch<br />

trotzdem nichts wissen. Der Pay-TV-<br />

Sender Sky Atlantic zeigt ab 17. April<br />

die zweite Season der Actionserie. Die<br />

Vorgängerstaffel ist in Deutschland<br />

bereits seit Januar auf DVD und Blu-ray<br />

erhältlich. Eine dritte Staffel befindet<br />

sich gerade in Produktion.<br />

Copper<br />

Nachdem er aufseiten der Nordstaaten im amerikanischen<br />

Bürgerkrieg gekämpft hat, kehrt Kevin Corcoran<br />

nach New York in den Polizeidienst zurück. Dort<br />

erfährt er, dass während seiner Abwesenheit seine<br />

kleine Tochter ermordet wurde und seine Frau unterdessen<br />

spurlos verschwunden ist. Gemeinsam mit<br />

seinen ebenfalls vom Schicksal geplagten Kollegen<br />

sorgt er in seiner alten und neuen Heimat für Gerechtigkeit<br />

und versucht nebenbei auch seinen persönlichen<br />

Fall zu lösen. Trotz seiner Trauer steht Corcoran<br />

dabei zwischen zwei Frauen. Die erste Staffel der<br />

Serie Copper lief hierzulande zwischen März und Mai<br />

2013 auf dem Pay-TV-Sender Sky Atlantic. Wann die<br />

13 Folgen der zweiten Staffel über deutsche Bildschirme<br />

flimmern werden, ist ungewiss. Der Heimkinostart<br />

für Staffel 1 ist für Juni angekündigt.<br />

Under the Dome<br />

Kürzlich starteten seitens des US-Senders CBS die Dreharbeiten<br />

an der zweiten Staffel von Under The Dome. Horror-<br />

Spezialist Stephen King lieferte mit Die Arena nicht nur die<br />

Buchvorlage für die Mystery-Serie, sondern arbeitete auch<br />

selbst am Skript mit. Sogar Steven Spielberg hat als ausführender<br />

Produzent seine Finger im Spiel. Die Serie handelt<br />

von einer Kleinstadt in Neuengland, die aus unerklärlichen<br />

Gründen plötzlich durch eine transparente Kuppel vom Rest<br />

der Welt abgeschnitten wird. Vergangenen Sommer konnte<br />

Under The Dome in den USA eine höchst erfolgreiche TV-<br />

Premiere feiern <strong>–</strong> allein die Pilotfolge wurde von über 20 Millionen<br />

Zuschauern verfolgt. Die deutsche Erstausstrahlung<br />

via Pro Sieben folgte dann wenige Wochen später im September.<br />

Die US-Zuschauer dürfen sich nun auf eine baldige<br />

Fortsetzung Ende Juni 2014 mit Staffel 2 freuen. Bleibt zu<br />

hoffen, dass Pro Sieben auch wieder zeitnah die deutsche<br />

Ausstrahlung übernimmt. Staffel 1 soll bei uns zudem am 8.<br />

Mai als DVD, Blu-ray und VoD in den Handel kommen.<br />

74 www.spielefilmetechnik.de 05/14<br />

Ray Donovan<br />

Beim US-Sender Showtime startete die Serie mit<br />

Liev Schreiber erfolgreicher als andere Kritikerlieblinge<br />

wie Homeland oder Dexter. Ray Donovan<br />

dreht sich um den gleichnamigen professionellen<br />

Konfliktlöser, der vor allem von den Reichen und<br />

Schönen in Los Angeles gebucht wird, um sich um<br />

deren Probleme zu kümmern. Doch plötzlich wird<br />

Donovans eigenes Leben kompliziert, als sein Vater<br />

aus dem Gefängnis entlassen wird und seinem<br />

Sohn Rache schwört. Die erste Staffel der Erfolgsserie<br />

läuft seit Februar auf dem Bezahlsender Fox.<br />

Zwölf weitere Folgen hat Showtime aufgrund der<br />

überzeugenden Einschaltquoten bereits bestellt.<br />

From Dusk till Dawn<br />

Nach seinem Kultfilm From Dusk Till Dawn mit George<br />

Clooney und Quentin Tarantino in den Hauptrollen feierte<br />

Regisseur Robert Rodriguez kürzlich die Premiere<br />

seiner gleichnamigen TV-Serie. Diese wird von<br />

Bankräuber Seth Gecko und seinem gewalttätigen<br />

Bruder Richie handeln, die nach einem Banküberfall<br />

von einigen wütenden Gesetzeshütern gejagt werden.<br />

Als sie sich deshalb nach Mexiko absetzen wollen,<br />

nehmen sie einen ehemaligen Pastor und dessen<br />

Familie als Geisel, um in deren Wohnwagen über die<br />

Grenze zu kommen. Ihr Ziel: ein Strip Club. Doch dieser<br />

beherbergt einige mysteriöse Wesen. Am 11. März<br />

2014 startete die Vampir-Serie, die zehn Episoden<br />

umfassen wird, auf dem US-Sender El Rey Network.


Kommende Serien-Highlights<br />

FILME<br />

True Detective<br />

In der neuen achtteiligen und hochkarätig besetzten Miniserie<br />

spielen Matthew McConaughey und Woody Harrelson zwei sehr<br />

gegensätzliche Ermittler, die im Hinterland des US-Bundesstaats<br />

Louisiana gemeinsam einen sadistischen Serienkiller<br />

jagen, der dort bereits seit 17 Jahren sein Unwesen treibt. Im<br />

Jahre 1995 wurde der Fall schon einmal wegen mangelnder<br />

Beweislage zu den Akten gelegt, bevor er im Jahre 2012 von<br />

den beiden Ermittlern wieder neu aufgerollt wird. True Detective<br />

ist als Anthologieserie angelegt, was bedeutet, dass in weiteren<br />

Staffeln neue Darsteller, neue Handlungs orte und eine neue<br />

Geschichte vorgestellt werden. Die US-Ausstrahlung der ersten<br />

Staffel begann am 12. Januar 2014 auf HBO. Hierzulande ist die<br />

Premiere für den 17. April 2014 auf Sky Atlantic HD geplant.<br />

Vegas<br />

Als die <strong>Spiele</strong>rstadt Las<br />

Vegas Anfang der 1960er<br />

vor ihrem Aufstieg zur Glitzermetropole<br />

steht, bringt<br />

der Aufschwung auch<br />

Gangster und Korruption in<br />

die Gegend. Rancher Ralph<br />

Lamb wird zum Sheriff des<br />

County ernannt und will<br />

Chicago-Mobster Vincent<br />

Savino, der die Stadt unter<br />

die Kontrolle der Mafia<br />

bringen soll, in die Schranken<br />

weisen. Der Pilot der<br />

Krimiserie über den Aufstieg der Casino-Hauptstadt von Autor Nicholas<br />

Pileggi (Good Fellas) und mit Hollywoodstar Dennis Quaid als<br />

Cowboy-Sheriff wurde von keinem Geringeren als Starregisseur<br />

James Mangold inszeniert. Seit dem 6. März 2014 zeigt Fox-HD Vegas<br />

auch im deutschen Fernsehen.<br />

Weitere Highlights<br />

Gotham<br />

Die vom US-Sender Fox produzierte<br />

Serie um die Herkunft<br />

von Bruce Waye alias Superheld<br />

Batman soll bereits im<br />

Herbst dieses Jahres starten.<br />

Helix<br />

Die Sci-Fi-Thriller-Serie wird in<br />

den USA seit Januar 2014 auf<br />

Syfy ausgestrahlt. Im deutschen<br />

Pay-TV soll sie dort ab<br />

dem 10. April 2014 starten.<br />

Orphan Black<br />

Hierzulande hat der Sender<br />

ZDFneo die Ausstrahlung beider<br />

Staffeln der kanadischen<br />

Sci-Fi-Serie für Frühjahr und<br />

Herbst 2014 angekündigt.<br />

Resurrection<br />

Die Mystery-Serie, die auf<br />

dem Roman The Returned<br />

von Jason Mott basiert, feierte<br />

am 9. März 2014 auf ABC<br />

ihre Premiere in den USA.<br />

Rosemary’s Baby<br />

Im 4-teiligen Serien-Format<br />

übernimmt Zoe Sal dana die<br />

Rolle der werdenden Mutter<br />

Rosemary. Der Sendestart ist<br />

noch für dieses Jahr geplant.<br />

Salem<br />

Die von den Hexenprozessen<br />

im 17. Jh. handelnde Mystery-Serie<br />

feiert im April 2014<br />

ihre US-Premiere. Hierzulande<br />

ist der Starttermin noch offen.<br />

The Americans<br />

Die für mehrere Preise nominierte und mit<br />

einem TCA-Award ausgezeichnete US-amerikanische<br />

Serie spielt in den 1980er-Jahren und<br />

handelt von den beiden sowjetischen KGB-<br />

Spionen Elizabeth und Philip Jennings, die sich<br />

in einer Vorstadt von Washington D.C. als<br />

glücklich verheiratetes amerikanisches Ehepaar<br />

ausgeben. Nicht einmal ihre eigenen Kinder<br />

wissen von ihrer Spionagetätigkeit. Die<br />

Situation wird jedoch immer brenzliger, als sich<br />

ihr Nachbar als FBI-Agent entpuppt und Philip<br />

zunehmend Gefallen am Leben in den USA findet<br />

und anfängt, seine Aufgabe infrage zu stellen.<br />

Die erste Staffel der Drama-Serie wurde ab<br />

dem 30. Januar 2013 auf dem US-Sender FX ausgestrahlt, Staffel zwei läuft dort seit Ende<br />

Februar 2014. Ihre Deutschlandpremiere feierten The Americans am 5. Februar 2014 auf<br />

Pro Sieben Maxx. Der Heimkinostart ist für den 18. Juli angekündigt.<br />

The Strain<br />

Vor einigen Monaten kündigte der mexikanische<br />

Regisseur Guillermo Del Toro mit The Strain die<br />

Adaption seiner zusammen mit Chuck Hogan<br />

verfassten gleichnamigen dreiteiligen Buchreihe<br />

an: Die spannende Geschichte, die von einer verheerenden<br />

und sich rasend schnell von New York<br />

über die ganze Welt ausbreitenden Vampir-Seuche<br />

erzählt, soll in Form einer Serie produziert<br />

werden. Präsentiert wird das Ganze angeblich<br />

mittels klassischer Found-Footage-Aufnahmen.<br />

Die erste Staffel der Horror-Serie wurde bereits<br />

vom US-Sender FX Network bestellt und<br />

soll insgesamt 13 Episoden umfassen. Mit<br />

an Bord sind Darsteller wie Corey Stoll,<br />

John Hurt und Sean Astin. Seine Premiere<br />

soll The Strain dann vo raussichtlich im<br />

Juni 2014 feiern. Da Del Toro bereits für<br />

herausragende Werke wie Pans Labyrinth,<br />

Hellboy und Pacific Rim verantwortlich<br />

zeichnete, darf durchaus ein bahnbrechendes<br />

Serien-Format erwartet werden.<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 75


FiLME Blu-Ray-/DVD-Test: The Wolf of Wall Street<br />

05/2014<br />

Kauftipp<br />

Originaltitel<br />

The Wolf of Wall Street<br />

Vergleichbar Mit<br />

Wall Street; High Speed Money<br />

Darsteller<br />

Leonardo DiCaprio, Jonah Hill,<br />

Matthew McConaughey,<br />

margot Robbie, Kyle Chandler<br />

Regie<br />

Martin Scorsese<br />

Produktion<br />

USA 2014<br />

Bildformat<br />

2,40:1 (16:9)<br />

Tonformat<br />

BD: DTS 5.1 (D, SPA); DTS 5.1 HD (E)<br />

DVD: DD 5.1 (D, E, SPA)<br />

Laufzeit FSK<br />

BD: 180 Min. Ab 16<br />

DVD: 172 Min. Ab 16<br />

Webseite<br />

www.thewolfofwallstreetde.<br />

tumblr.com/<br />

Preis<br />

BD: € 18 (1 Disc)<br />

DVD: € 15 (1 Disc)<br />

Im Handel<br />

30. Mai<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

DiCaprio in Bestform<br />

Amüsant und atemberaubend<br />

Großes Kino, ein<br />

typischer Scorsese<br />

Grandioses Ensemble<br />

Lang, aber nie langweilig<br />

Sehr gut<br />

Note 1,2<br />

The Wolf<br />

of Wall Street<br />

Komödie/Thriller/Drama Ein Trip durch die Extreme des American Way of Life.<br />

Es hätte wohl keinen besseren Autoren<br />

als Terence Winter geben können, um<br />

die wahre Geschichte von Aufstieg<br />

und Fall eines millionenschweren Börsenmaklers<br />

in Drehbuchform zu bringen.<br />

Geschult an den Sopranos und gefeiert für<br />

seine Kreation Boardwalk Empire breitet er<br />

ein pralles Sittengemälde voller Dekadenz,<br />

Sex und Exzess aus. Bereits im Titel klingen<br />

Assoziationen an Wall Street an. Nur dass<br />

jetzt der ambitionierte Held und der durchtriebene<br />

Geldhai ein und dieselbe Person<br />

sind: In den späten 80ern versuchte der<br />

Buchhaltersohn Jordan Belfort (L. DiCaprio),<br />

brav seinen Weg als Aktienhändler zu<br />

machen. Doch nach einem Börsencrash<br />

baute er mit zwielichtigen Methoden und<br />

dem Charisma eines Popstars eines der<br />

größten Broker-Unternehmen der USA auf<br />

<strong>–</strong> ein Erfolg, den er hemmungslos auskostete,<br />

bis er Ende der 90er unter anderem<br />

wegen Betrugs verurteilt wurde.<br />

Autor Winter bietet zwar nicht die dramaturgische<br />

Spannung seines großen Vorbilds<br />

Wall Street, doch dafür wunderbare Kabinettstückchen<br />

und Szenen, die lawinenartig<br />

Jordan Belfort (L. DiCaprio, 3. v. li.) weiß nicht, wohin mit seiner Kohle.<br />

eskalieren <strong>–</strong> von einem kleinen Vorfall, der<br />

sich bis zu einem Finale von absurder Dimension<br />

steigert. Martin Scorsese, der zum fünften<br />

Mal mit DiCaprio zusammenarbeitete,<br />

schuf aus Winters Vorlage eine virtuose Tour<br />

de Force. Ähnlich draufgängerisch ohne<br />

Rücksicht auf Verluste stürzte sich auch Leonardo<br />

DiCaprio <strong>–</strong> unterstützt von einem herrlichen<br />

Ensemble <strong>–</strong> in die Titelrolle. Zu hohen<br />

Oscar-Ehren kam DiCaprio mit seiner grandiosen<br />

Darstellerleistung aber wieder nicht,<br />

Geld macht geil: Exklusive Partys, Größenwahn und Drogenexzesse!<br />

Jordans rechte Hand Donnie Azoff (J. Hill).<br />

obwohl er die vielleicht beste Leistung seiner<br />

Karriere ablieferte. Perfekter Hollywood-<br />

Hochglanz und subversiv zugleich <strong>–</strong> ein wirkliches<br />

Vergnügen, das man sich im Heimkino<br />

keinesfalls entgehen lassen sollte. Die DVD-<br />

Ausgabe kommt zwar ohne Bonusmaterial in<br />

den Handel, auf Blu-ray warten aber drei<br />

Featurettes. Diese beschäftigen sich unter<br />

anderem mit Scorseses Herangehensweise<br />

an die wahre Geschichte Belforts und dessen<br />

Leben. (tr, rs)<br />

76 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Blu-Ray-/DVD-Test: The Wolf of Wall Street FILME<br />

„Wir gingen jeden Tag an unsere Grenzen.“<br />

Das halbe Dutzend ist bald voll: Leonardo DiCaprio lieferte unter der Regie von Martin Scorsese erneut eine darstellerische<br />

Glanzleistung ab. Bei den Oscars ging der Mime zwar erneut leer aus, aber dafür macht DiCaprio auch keine <strong>Filme</strong>. Wir sprachen<br />

mit ihm über seine Rolle, Scorsese und das Besondere an Wolf of Wall Street.<br />

Leonardo, was hat Sie an Jordan Belfort<br />

am meisten gereizt?<br />

Leonardo DiCaprio: Er war so unerschrocken<br />

ehrlich. Belfort schaut in eine Zeit seines<br />

Lebens zurück, in der er jeder Verführung nachging<br />

und von Habgier angetrieben wurde. Wenn<br />

du nach einer Figur suchst, die du spielen möchtest,<br />

besonders eine, die die abgründigere Seite<br />

des Menschen beleuchtet, dann willst du etwas,<br />

was aufrichtig erscheint. Für meine Ausarbeitung<br />

spielte er eine wesentliche Rolle. Ich konnte den<br />

wahren Belfort recherchieren und habe viel Zeit<br />

mit ihm verbracht. Ich wollte einen Film machen,<br />

der fast wie eine moderne Version des Zerfalls des<br />

Römischen Reiches wirkt. Und was wäre eine bessere<br />

Kulisse als die Wall Street?<br />

Welche Herausforderungen haben sich<br />

Ihnen während der Dreharbeiten gestellt?<br />

L. D.: Dies war ein Film, bei dem wir uns nicht<br />

zurückhalten wollten. Wir haben versucht, jeden<br />

Tag bis an unsere Grenzen zu gehen. Es wurde<br />

sehr viel improvisiert und ich denke, thematisch<br />

gesehen ist dies kein Film, zu dem die Leute normalerweise<br />

ins Kino strömen, da es um die Wall<br />

Street geht. Martin Scorsese hat ausdrücklich<br />

gesagt: „Lass uns eine Satire machen, lass uns<br />

eine schwarze Komödie machen. Um den Spaß<br />

und die Verführung zu verstehen, die diese Leute<br />

immer weiter angetrieben haben, sollten wir mit<br />

ihnen auf diese Reise gehen.“ Mit dieser Herangehensweise<br />

war alles ganz leicht, wir versuchten,<br />

diese Menschen exakt darzustellen. Und ich denke,<br />

das haben wir geschafft.<br />

Warum war Martin Scorsese der perfekte<br />

Regisseur für diesen Film?<br />

L. D.: Es gibt nicht viele, die die verschiedenen<br />

Aspekte des Menschen so gut erfassen können<br />

wie Martin. Das liegt daran, dass er nicht an spe-<br />

zifische Handlungsmuster gebunden ist. Wenn du<br />

für ihn spielst, dann sucht er etwas in deiner Performance,<br />

innerhalb deiner Darstellung dieser<br />

Figuren, die letztendlich die Thematik des Films<br />

beeinflussen; deine Performance wird so zum<br />

Film. Wir als Schauspieler, wir versuchen unsere<br />

Grenzen so weit wie möglich zu überschreiten,<br />

aber manchmal spielen wir Szenen, die nicht die<br />

Handlung vorantreiben, aber letztendlich den Film<br />

an sich beeinflussen. Ich wusste, dass kein anderer<br />

diese Figuren so darstellen könnte wie er.<br />

Warum war Jonah Hill der perfekte Schauspieler<br />

für die Rolle des Donnie Azoff?<br />

L. D.: Ich habe Jonah Hill recht früh im Produktionsprozess<br />

getroffen. Ich kannte ihn schon seit<br />

Jahren, aber er kam zu mir und sagte: „Ich verstehe,<br />

was diese Leute sind, ich hab sie getroffen <strong>–</strong><br />

ich kenne Menschen wie sie, die von Habgier<br />

angetrieben werden.“ Er verstand, dass wir mit<br />

Hilfe dieser Figuren Missstände aus unserer eigenen<br />

Gesellschaft darstellen, und er hat gesagt: „Es<br />

gibt niemanden, der diesen Kerl so gut auf die<br />

Leinwand bringen kann wie ich, ich bin der richtige<br />

für diese Rolle.“ Was er dann jeden Tag am Set<br />

ablieferte, war sehr erstaunlich; er ist einer der<br />

besten Improvisationsschauspieler, mit denen ich<br />

je zusammengearbeitet habe.<br />

Erzählen Sie uns von dem Humor im Film?<br />

L. D.: Martin hat schon sehr früh gesagt, dass die<br />

Thematik, mit der wir uns beschäftigen, eine sehr<br />

ernste sei. Aber lass uns nicht die Zerstörung<br />

betrachten, die sie hinter sich lassen, lass uns<br />

einen Blick darauf werfen, wie berauschend dieser<br />

Art von Lebensstil sein kann; lass uns auch die<br />

Freude daran zeigen <strong>–</strong> lass uns zeigen, wie viel<br />

Spaß diese Leute hatten und warum sie verleitet<br />

wurden, in diese Richtung zu gehen. Das war wirklich<br />

der Ansatz des Humors, der diesen Film zu<br />

dem gemacht hat, was er ist. Ich denke nicht, dass<br />

man sehen möchten, wie Leute so viele Personen<br />

ausnutzen, ohne deren Geisteshaltung zu verstehen.<br />

Und das geschieht durch Humor.<br />

Was wird den Zuschauern an diesem Film<br />

am meisten gefallen?<br />

L. D.: Wir haben nie versucht, uns für diese Typen<br />

zu entschuldigen. Wenn die Zuschauer das ein<br />

wenig reflektieren können und es damit vergleichen,<br />

was heute in der Welt vor sich geht, wird<br />

ihnen unser Film gefallen. Ich sehe die Einstellung,<br />

die die Leute in diesem Film haben, im direkten<br />

Zusammenhang mit all dem, was in der heutigen<br />

Welt verkehrt läuft <strong>–</strong> es ist diese Art von Einstellung,<br />

die alles zerstört.<br />

Interview: Simon Lebek<br />

Der Meister und seine Schauspieler: Martin Scorsese gibt letzte Anweisungen für eine Szene.


FILMe Blu-ray-/DVD-Test: 12 Years a Slave<br />

Originaltitel<br />

12 Years a Slave<br />

Vergleichbar Mit<br />

Amistad, Roots<br />

Darsteller<br />

Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender,<br />

Benedict Cumberbatch,<br />

Paul Dano, Paul Giamatti,<br />

Lupita Nyong’o, Sarah Paulson,<br />

Brad Pitt, Alfre Woodard<br />

Regie<br />

Steve McQueen<br />

Produktion<br />

USA 2013<br />

Bildformat<br />

2,40:1 (16:9)<br />

Tonformat<br />

BD: DTS 5.1 HD (D, E)<br />

DVD: DD 5.1 (D, E)<br />

Laufzeit FSK<br />

BD: 135 Min Ab 12<br />

DVD: 130 Min Ab 12<br />

Webseite<br />

www.12yearsaslave.de<br />

Preis<br />

BD: € 18 (1 Disc)<br />

DVD: € 15 (1 Disc)<br />

Im Handel<br />

16. Mai<br />

Widerstand zwecklos.<br />

Solomon Northup<br />

(C. Ejiofor) wird<br />

vom Sklavenhändler<br />

Freeman (P. Giamatti)<br />

verkauft.<br />

Nach Django Unchained, Lincoln und<br />

Der Butler behandelt nun auch der<br />

Film 12 Years a Slave das im Kino lange<br />

verschmähte Thema Sklaverei. Während<br />

Tarantino jedoch in der Popkultur wütete, entwirft<br />

Ausnahmeregisseur Steve McQueen<br />

(Shame) ein aufwühlendes Drama nach der<br />

Autobiografie des echten Sklaven Solomon<br />

Northup (brillant gespielt von Chiwetel Ejiofor).<br />

Dieser lebt 1841 glücklich als freier Violinist in<br />

New York, bis er eines Abends nach einem<br />

Auftritt von zwei fremden Männern entführt<br />

und in die Sklaverei gezwungen wird. Im<br />

Süden arbeitet der Entrechtete dann zunächst<br />

für den gemäßigten Plantagenbesitzer Ford<br />

(Benedict Cumberbatch), der zwar Solomons<br />

außergewöhnliche Talente zu seinem Vorteil<br />

nutzt, ihm dafür aber auch einige Freiheiten<br />

gewährt. Nach einiger Zeit wird der Sklave<br />

allerdings an einen neuen Master, den brutalen<br />

Edwin Epps (Michael Fassbender), verkauft.<br />

Fortan ringt Solomon unter schlimmsten Qua-<br />

12 Years<br />

a Slave<br />

Noch ahnt Geigenspieler<br />

Solomon<br />

Northup<br />

nicht, was die<br />

Herren in seiner<br />

Gesellschaft im<br />

Schilde führen.<br />

Drama Steve McQueen erzählt die aufwühlende Geschichte des Sklaven Solomon Northup.<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Sehr authentisch<br />

Höchst eindringliche<br />

Plansequenzen<br />

Brillante Darsteller<br />

Bemüht sentimental<br />

Szenen teils extrem<br />

roh und grausam<br />

Sehr gut<br />

Note 1,2<br />

Master Epps (M. Fassbender) treibt mit seinen<br />

Bediensteten sadistische Spielchen.<br />

len ums Überleben <strong>–</strong> und seine Menschlichkeit.<br />

Schon bald wird dem verzweifelten Mann<br />

bewusst, dass er zu besonderen Mitteln greifen<br />

muss, um seine Familie jemals wieder in<br />

die Arme schließen zu können.<br />

Eine zwölfjährige Passion als ungeschönter<br />

Sozialhorror: Lange Einstellungen zeigen heftige<br />

Folterszenen und Erniedrigungen durch<br />

den von Michael Fassbender nuancenreich<br />

gespielten Sadisten, während in der resignierten<br />

Sklaven-Gemeinschaft jeder für sich allein<br />

kämpft. Der unsentimentale und differenzierte<br />

Erzählton ist dem Regisseur hoch anzurechnen,<br />

wenngleich er bereits beim Dreh seines<br />

Dramas <strong>–</strong> trotz aller Härte <strong>–</strong> etwas offensichtlich<br />

in Richtung Oscar geschielt hat. Zu Recht.<br />

Ganze drei Academy Awards konnte der<br />

intensive Streifen bei der diesjährigen Verleihung<br />

einheimsen, unter anderem auch den in<br />

der Kategorie „Bester Film.“ (ch/sr)<br />

Auch die junge Sklavin Patsey (L. Nyong’o) wird nachts vom<br />

brutalen Mr. Epps gepeinigt und sogar vergewaltigt.<br />

78 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Blu-Ray-/DVD-Test: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty FilmE<br />

Walter (B. Stiller) läuft die Zeit davon, um seinen Job zu retten.<br />

Originaltitel<br />

The Secret Life of Walter Mitty<br />

Das erstaunliche Leben<br />

des Walter Mitty<br />

Drama/Komödie Ein Tagträumer auf Reisen: Ein fantasievoller und herzerwärmender Trip<br />

Pleiten, Pech und Pannen bestimmen<br />

das eintönige Leben des Walter<br />

Mitty. An einem besonders<br />

schlechten Tag erfährt er, dass es künftig<br />

keine Printausgabe des LIFE-<strong>Magazin</strong>s,<br />

bei dem er schon ewig als Fotoarchivar<br />

arbeitet, mehr geben wird. Und zu allem<br />

Überfluss ist auch noch das Bild von<br />

Starfotograf Sean O’Connell verschwunden,<br />

das das letzte Cover schmücken<br />

soll. Um seinen Job zu retten, bleibt dem<br />

schüchternen Angestellten nur eine<br />

Wahl: Er muss O’Connell, der telefonisch<br />

nicht erreichbar ist, in Grönland aufspüren.<br />

Moralisch unterstützt wird er bei<br />

dieser Wahnsinnsaktion ausgerechnet<br />

von seiner Kollegin Cheryl, in die der Tagträumer<br />

heimlich verliebt ist …<br />

Ernstere <strong>Filme</strong> von eigentlichen Klamauk-Königen<br />

sind in der Regel immer<br />

etwas Besonderes. Jim Carrey stellte<br />

das mit Die Truman Show unter Beweis,<br />

Adam Sandler zeigte seine nachdenkliche<br />

Seite in Reign Over Me. Ben Stiller<br />

wagte sich bereits mit Greenberg (2010)<br />

auf eine ernstere Schiene und begeistert<br />

Die Frau seiner Träume: Kollegin Cheryl (K .Wiig)<br />

Das Ziel seiner Reise: Walter in Grönland.<br />

Der Mann seiner Suche: Fotograf Sean (S. Penn)<br />

nun mit Walter Mitty. Stillers fünfte Kinoregie,<br />

bei der er auch gleich die Hauptrolle<br />

übernahm, ist eine sehr freie Adaption<br />

einer Kurzgeschichte von 1939, die<br />

schon 1947 als Filmvorlage für eine<br />

Danny-Kaye-Komödie diente. Der faszinierend-fantastische<br />

Selbstfindungstrip<br />

bezieht seinen Reiz insbesondere aus<br />

einer originellen Bildsprache, schönen<br />

Running Gags und jeder Menge skurriler<br />

Typen. Hin und wieder wirkt der Streifen<br />

zwar recht konstruiert und spart auch<br />

nicht mit Kitsch und Pathos. Letztlich<br />

kostete ihn das aber nur die Berücksichtigung<br />

bei den Oscars. Ansonsten entführt<br />

Walter sein Publikum auf einen<br />

knapp zweistündigen, fantastischen<br />

Trip, an dessen Ende eine ganz wunderbare<br />

Auflösung wartet. Daneben gefällt<br />

die Blu-ray mit einer Vielzahl an Boni,<br />

die es zusammen auf über eine Stunde<br />

Laufzeit bringen. Dazu gehören unter<br />

anderem entfallene, erweiterte und<br />

alternative Szenen, aber auch amüsante<br />

Einbllicke hinter die Kulissen der Produktion.<br />

(tr, ee)<br />

Vergleichbar Mit<br />

Big Fish; Forrest Gump<br />

Darsteller<br />

Ben Stiller, Kristen Wiig, Shirley<br />

MacLaine, Adam Scott,<br />

Kathryn Hahn, Sean Penn<br />

Regie<br />

Ben Stiller<br />

Produktion<br />

USA 2013<br />

Bildformat<br />

2,40:1 (16:9)<br />

Tonformat<br />

BD: DTS 5.1 (D, F); DTS 7.1 HD (E)<br />

DVD: DD 5.1 (D, E, F)<br />

Laufzeit FSK<br />

BD: 114 Min Ab 6<br />

DVD: 110 Min Ab 6<br />

Webseite<br />

www.waltermitty-derfilm.de<br />

Preis<br />

BD: € 15 (1Disc)<br />

DVD: € 13 (1 Disc)<br />

Im Handel<br />

2. Mai<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Stiller in Topform<br />

Eine fantastische und<br />

opulente Bildsprache<br />

Wunderschöne Story<br />

Stellenweise kitschig<br />

Zum Teil konstruiert<br />

und zu manipulativ<br />

sehr gut<br />

Note 1,4<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 79


<strong>Filme</strong> Testübersicht: Mai 2014<br />

Blu-rays und DVDs im Mai<br />

So hatte sich Gauner Zeki Müller (Elyas M’Barek) sein neues Leben als Lehrer nicht<br />

vorgestellt: Statt Respekt gibt es von den Schülern nur Spott und üble Streiche.<br />

Fack Ju Göthe<br />

Komödie<br />

Weil ausgerechnet über seinem verbuddelten<br />

Diebesgut die neue Turnhalle der<br />

Goethe-Gesamtschule gebaut wurde,<br />

nimmt Kleinganove Zeki Müller kurzerhand<br />

eine Stelle als Aushilfslehrer an, um<br />

sich unbemerkten Zugang zum Schulgelände<br />

zu verschaffen. Doch der neue Job<br />

wird für Zeki schnell zum absoluten Albtraum.<br />

Erst wird ihm die gefürchtete Horrorklasse<br />

10 b zugewiesen, dann geht ihm<br />

auch noch die überkorrekte Referendarin<br />

Lisi auf die Nerven. Zeki muss sich entscheiden:<br />

alles hinschmeißen und die<br />

Kohle vergessen oder hart durchgreifen<br />

und die Schüler in den Griff kriegen. Mit<br />

ungewohnten Lehrmethoden und einer<br />

großen Portion Coolness mausert sich<br />

der Ex-Häftling schließlich zum beliebtesten<br />

Lehrer der Schule <strong>–</strong> und obendrein zu<br />

einem besseren Menschen. Völlig zu<br />

Recht entwickelte sich Fack Ju Göhte im<br />

vergangenen Jahr zum totalen Publikumsliebling,<br />

der schnell sogar große<br />

Blockbuster in den Kinocharts weit hinter<br />

sich ließ. Völlig unverblümt und meist ein<br />

wenig überspitzt nimmt die Komödie die<br />

Zustände deutscher Klassenzimmer aufs<br />

Korn und schreckt dabei auch vor frechsten<br />

Sprüchen und groben Unverschämtheiten<br />

nicht zurück. Elyas M’Barek in<br />

Bestform und seine ebenso glänzenden<br />

jugendlichen Mitstreiter runden das klischeebehaftete<br />

Gagfeuerwerk schließlich<br />

zu einem hemmungslosen, aber ebenso<br />

warmherzigen Kinospaß ab. (sr)<br />

Anbieter Paramount • Im Handel 8. Mai • Preis Blu-ray ca. € 18 (1 BD), DVD ca. € 15 (1 DVD)<br />

Länge 118 Min. (Blu-ray), 113 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 12, DVD ab 12<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Die Problem-Teenager Chantal (Jella Haase) und Zeynep (Gizem Emre) haben Spaß daran,<br />

den unerfahrenen Möchtegern-Lehrer Zeki zu piesacken <strong>–</strong> bis der schließlich zurückschlägt.<br />

Note<br />

Sehr gut 1,4<br />

Machete Kills <strong>–</strong> Collector’s Edition<br />

Diana<br />

Drama<br />

Als sie im August 1997 verstarb, trauerten Millionen<br />

Menschen. Oliver Hirschbiegels Biopic über Prinzessin<br />

Diana zeigt nun, wie sie nach ihrer Trennung<br />

von Thronfolger Charles die letzten zwei Jahre vor<br />

ihrem Unfalltod gelebt haben soll. Im Mittelpunkt<br />

der ziemlich rührseligen Geschichte steht ihre<br />

On-off-Beziehung zu dem pakistanischen Herzchirurgen<br />

Hasnat Khan, der <strong>–</strong> glaubt man dem Film <strong>–</strong><br />

die Liebe ihres Lebens war. So entstand eine nette,<br />

phasenweise auch berührende Liebesgeschichte,<br />

die aber viel zu eindimensional ausfiel, um die Realität<br />

und Dianas ambivalenten Charakter widerspiegeln<br />

zu können. Als Boni warten einige Interviews<br />

mit Cast & Crew. (ee, tr)<br />

Anbieter Concorde • Im Handel 22. Mai • Preis Blu-ray ca. € 16 (1 BD), DVD ca. € 15 (1 DVD)<br />

Länge 113 Min. (Blu-ray), 108 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 0, DVD ab 0<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Action<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Nachdem seine schöne Freundin Sartana vorzeitig<br />

das Zeitliche segnen musste, nimmt der klingenschwingende<br />

Rächer Machete einen Auftrag vom<br />

US-Präsidenten höchstpersönlich an. Für die Regierung<br />

soll das Narbengesicht dem verrückten<br />

Kartellboss Mendez den Garaus machen. Der will<br />

nämlich Washington mit einer Rakete in die Luft<br />

sprengen. Furchtlos wie immer stellt Machete sich<br />

der gefährlichen Herausforderung und nimmt den<br />

Kampf gegen Mendez und seine Truppe auf. Auch<br />

im zweiten Teil der kultigen Trash-Hommage treffen<br />

wieder heiße Kurven, scharfe Klingen, coole<br />

Typen und absurde Handlungstwists aufeinander.<br />

Vor allem für Fans ein absolutes Muss! (sr)<br />

Anbieter Universum • Im Handel 23. Mai • Preis Blu-ray ca. € 20 (1 BD), DVD ca. € 17 (1 DVD)<br />

Länge 107 Min. (Blu-ray), 103 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 16, DVD ab 16<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Testurteil<br />

Note<br />

gut 1,6<br />

Machete (Danny Trejo) is back! Nach dem Mord an seiner geliebten Sartana (Jessica<br />

Alba) gibt es für den grimmigen Mexikaner kein Halten mehr <strong>–</strong> er will bitterböse Rache.<br />

Note<br />

Befriedigend 2,9<br />

80 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Testübersicht: Mai 2014 <strong>Filme</strong><br />

Testübersicht <strong>SFT</strong> präsentiert die Highlights unter den Blu-ray- und DVD-Veröffentlichungen.<br />

Buddy<br />

Komödie/Fantasy<br />

Spaßig und romantisch: Bully muss als Schutzengel<br />

einem besonders beratungsresistenten Schützling<br />

auf die Sprünge helfen. Michael Bully Herbig hatte<br />

die Idee zu Buddy schon einige Jahre im Kopf. Als<br />

er den Schutzengel dann zum Leben erweckte, verpasste<br />

er ihm noch eine Macke: Buddy ist neu im<br />

Job und deshalb unterlaufen ihm gelegentliche<br />

Schnitzer. Und so wird er von Eddie, seinem ersten<br />

Schützling, rasch entdeckt und enttarnt. Bully geht<br />

mit seinem neuesten Werk auf Nummer sicher: Er<br />

mixt gekonnt Witziges mit Rührendem und peppt<br />

das Ganze noch mit Gesangseinlagen auf. Dass dieses<br />

Konzept funktioniert, weiß man spätestens seit<br />

Kinofilmen wie Männerherzen. (ee, tr)<br />

Anbieter Warner • Im Handel 30. Mai • Preis Blu-ray ca. € 20 (1 BD), DVD ca. € 15 (1 DVD)<br />

Länge 95 Min. (Blu-ray), 90 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 6, DVD ab 6<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Note<br />

gut 2,1<br />

I, Frankenstein 3D<br />

Vor 200 Jahren erschuf Dr. Frankenstein seine Kreatur,<br />

die noch immer auf Erden wandelt. Als Dämonenjäger<br />

soll er die entscheidende Rolle in einem Krieg<br />

gegen das Böse spielen. Die Macher von Underworld<br />

schufen eine unterhaltsame Frankenstein-Variation,<br />

die mit düsteren Kreaturen, tollen Effekten und einem<br />

fantastischen Bill Nighy als Dämonenprinz punktet.<br />

Da bleibt Aaron Eckhart in der Hauptrolle fast ein<br />

bisschen blass. Zu ernst nehmen oder gar eine tiefgründige<br />

Story erwarten sollte man aber nicht. Die<br />

Blu-ray hat zudem noch eine ganze Ladung Extras<br />

zu bieten. Unter anderem warten auf der Scheibe<br />

Making-of, Interviews, B-Roll-Material und ein Featurette<br />

über die Erschaffung der Monster. (tr)<br />

Action/Horror/Fantasy<br />

Anbieter Splendid • Im Handel 30. Mai • Preis 3D-Blu-ray ca. € 20 (1 BD), Blu-ray ca. € 17 (1 BD), DVD<br />

ca. € 15 (1 DVD) Länge 93 Min. (Blu-ray), 89 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 16, DVD ab 16<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Note<br />

gut 2,3<br />

Frankensteins Kreatur (A. Eckart), die sich nun Adam nennt, wird in eine finstere Auseinandersetzung<br />

zwischen Gut und Böse hineingezogen, die die Welt bedroht.<br />

Getaway<br />

Action<br />

Man nehme eine Prise Drive, vermische das Ganze<br />

mit Fast and Furious- und Need for Speed-Elementen<br />

und peppe das Ganze mit handgemachten<br />

Effekten, einer dröhnenden Soundkulisse und moderner<br />

Schnell-Schnitt-Optik auf: Fertig ist der<br />

Vollgas-Action-Streifen. Inhaltlich bleibt es übersichtlich:<br />

Die Ehefrau des Ex-Rennfahrers Magna<br />

wird entführt. Der PS-Junkie erhält die Anweisung,<br />

einen 850 PS <strong>stark</strong>en Boliden zu stehlen und auf<br />

einen brutalen Crashkurs zu gehen, um sie zu retten.<br />

Die Action von Getaway kann sich wirklich<br />

sehen lassen, allerdings hätten dem filmischen<br />

Vehikel noch ein wenig Humor und storytechnische<br />

Nuancen gutgetan. (tr)<br />

Anbieter Universum • Im Handel Erhältlich • Preis Blu-ray ca. € 16 (1 BD), DVD ca. € 13 (1 DVD)<br />

Länge 90 Min. (Blu-ray), 86 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 12, DVD ab 12<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Note<br />

gut 2,2<br />

Das „Leihen“ eines Rennwagens stellt für Magna (E. Hawke) kein allzu großes Problem<br />

dar. Allerdings hat er die Besitzerin des Wagens (S. Gomez) fortan auch an der Backe.<br />

Ganz weit hinten<br />

Drama<br />

Es gibt viele Coming-of-Age-<strong>Filme</strong>, in denen ein verschlossener<br />

Außenseiter-Teenager die Hauptrolle<br />

spielt. Auch Ganz weit hinten gehört diesem Genre<br />

an. Entscheidend sind aber häufig die Details, die den<br />

Unterschied machen: Setting, Musik und vor allem<br />

Darsteller besitzen in diesem Fall einen ganz besonderen<br />

Charme, der für herzergreifende, aber auch<br />

viele komische Moment sorgt. Der 14-jährige Duncan<br />

muss mit seiner Mutter und deren neuem Lover (herrlich<br />

fies und unsympathisch: Steve Carrell) die Sommerferien<br />

an der Küste verbringen. Dort trifft er auf<br />

Owen, der in einem Vergnügungspark arbeitet und<br />

dem Außenseiter zu einem neuen Leben verhilft. Solide<br />

Extras runden den Heimkino-Auftritt ab. (tr)<br />

Anbieter Fox • Im Handel Erhältlich • Preis Blu-ray ca. € 15 (1 BD), DVD ca. € 13 (1 DVD)<br />

Länge 104 Min. (Blu-ray), 100 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 0, DVD ab 0<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Note<br />

gut 1,6<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 81


SPIELE<br />

<strong>Spiele</strong><br />

Feature: Zensur<br />

Quentin Tarantinos oscarprämierter Blockbuster Inglourious Basterds (rechts im Bild) ist mit<br />

mehreren Millionen Euro deutscher Filmfördergelder realisiert worden. Der Film aus dem<br />

Jahr 2009 ist ab 16 Jahren freigegeben und strotzt nur so vor Hakenkreuzen. Hingegen<br />

reichte bei Ubisofts Rollenspiel-Satire South Park: Der Stab der Wahrheit ein einziges<br />

übersehenes verfassungsfeindliches Symbol für eine aufwendige Rückrufaktion.<br />

Der Haken<br />

mit dem Kreuz<br />

Feature Was in Spielfilmen toleriert wird, ist bei Computerspielen ein<br />

absolutes No-Go. Wie kommt es zu dieser Ungleichbehandlung?<br />

In keinem anderen demokratischen Land<br />

der Welt herrschen strengere Regeln beim<br />

<strong>Spiele</strong>verkauf als in Deutschland. Neben<br />

den international gängigen Auflagen für die<br />

Darstellung von Gewalt, Sex und Drogenkonsum<br />

müssen <strong>Spiele</strong>publisher hierzulande<br />

peinlichst darauf achten, dass keine verfassungsfeindlichen<br />

Symbole wie etwa<br />

Hakenkreuze in ihren Titeln vorkommen.<br />

Dass die öffentliche Darstellung von NS-<br />

Symbolen in der Bundesrepublik verboten<br />

ist und gar strafrechtlich verfolgt wird, hat<br />

82 www.spielefilmetechnik.de 05/14<br />

aufgrund der deutschen Geschichte berechtigte<br />

und nachvollziehbare Gründe und sollte<br />

<strong>–</strong> um es von vornherein klarzustellen <strong>–</strong><br />

unserer Meinung nach auch nicht erlaubt<br />

sein, falls sie auch nur im Geringsten zur<br />

Verbreitung von rechtsradikalem Gedankengut<br />

beiträgt.<br />

Laut Paragraph 86 des deutschen Strafgesetzbuches<br />

wird die öffentliche Darstellung<br />

von verfassungsfeindlichen Symbolen <strong>–</strong><br />

oder von Symbolen mit großer Ähnlichkeit<br />

<strong>–</strong> mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei<br />

Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet,<br />

es sei denn, das betroffene Werk trägt zur<br />

Förderung von Kunst und Wissenschaft bei<br />

oder dient der politischen Aufklärung im Sinne<br />

der Verfassung. Diese Ausnahmeregelung<br />

wird in der sogenannten Sozialadäquanzklausel<br />

festgehalten und erlaubt<br />

etwa Lehrbüchern oder Dokumentarfilmen<br />

die Verwendung von NS-Symbolen.<br />

Für eine gewisse Verwirrung sorgt aber,<br />

dass offenbar auch in reinen Unterhaltungsfilmen<br />

wie Indiana Jones und der letzte<br />

Kreuzzug oder Inglourious Basterds Hakenkreuze<br />

vorkommen dürfen, während die<br />

Verwendung von NS-Symbolen in Computerspielen<br />

bis heute untersagt ist. Dieser<br />

Ungleichstellung wollen wir auf den Grund<br />

gehen und anhand von Beispielen verdeutlichen,<br />

mit welchen Schwierigkeiten<br />

die <strong>Spiele</strong>branche in Deutschland zu<br />

kämpfen hat.<br />

Ein Teufelskreis<br />

Für die Ausnahme bei <strong>Filme</strong>n sorgt die in der<br />

Klausel enthaltene Regelung über die Förderung<br />

der Kunst und der Wissenschaft.<br />

Denn vor einem Gericht konnten die Filmvertreiber<br />

in Deutschland des Öfteren den<br />

künstlerischen oder den bildenden Aspekt<br />

ihrer Werke nachweisen und so die <strong>Filme</strong><br />

ohne Zensur in die Kinos bringen. Auch die<br />

Fotos: shutterstock.com / BEELDPHOTO / Kekyalyaynen / Universal Pictures / Montage: PC Games


Feature: Zensur SPIELE<br />

Interview mit Uwe Engelhard<br />

South Park: Der Stab der Wahrheit erschien nicht wie<br />

geplant am 6. März in Deutschland. Ubisoft musste<br />

den Release kurzfristig verschieben. Der Grund:<br />

Offenbar wurde bei der Zensur des von Obsidian<br />

Entertainment entwickelten Rollenspiels ein Hakenkreuz<br />

übersehen und nicht entsprechend entfernt.<br />

<strong>Spiele</strong> mit NS-Symbolen erhalten in Deutschland in<br />

der Regel keine USK-Kennzeichnung und dürfen<br />

somit nicht verkauft werden. Bei Unterhaltungsfilmen<br />

wie Indiana Jones oder Inglourious Basterds ist das<br />

anders. Die erhalten eine Kennzeichnung und dürfen<br />

in Kino und TV gezeigt werden. Wie kommt es zu dieser<br />

Ungleichbehandlung? Diese Frage richteten wir<br />

an die Oberste Landesjugendbehörde (OLJB). Für das<br />

Interview stand uns Uwe Engelhard, Ständiger Vertreter<br />

der Obersten Landesjugendbehörden bei der USK,<br />

Rede und Antwort.<br />

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle<br />

(USK) versagt in der Regel die Kennzeichnung<br />

von Videospielen aufgrund von<br />

sogenannten NS-Symbolen, während<br />

Unterhaltungsfilme wie Indiana Jones oder<br />

Inglourious Basterds eine Kennzeichnung<br />

bekommen. Wie kommt es zu dieser<br />

Ungleichbehandlung?<br />

ENGELHARD: „Videospiele und <strong>Filme</strong> haben<br />

viele Gemeinsamkeiten, aber auch wesentliche<br />

Unterschiede. Beide sind audiovisuelle Medien,<br />

doch im Gegensatz zum Film sind Videospiele<br />

interaktiv. Ein <strong>Spiele</strong>r ist also nicht nur Rezipient<br />

eines feststehenden Inhalts, sondern kann als<br />

Akteur in die Handlung eingreifen, die Spielwelt<br />

gestalten und so neue Bedeutungszusammenhänge<br />

konstruieren.<br />

Kurz: <strong>Spiele</strong> sind keine <strong>Filme</strong>! Deshalb ist es auch<br />

legitim, wenn <strong>Spiele</strong> und <strong>Filme</strong> in bestimmten<br />

Punkten unterschiedlich behandelt werden.“<br />

„Schon jetzt werden in den Prüfungen<br />

künstlerische Aspekte beachtet. “<br />

Uwe Engelhard, Ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden (USK)<br />

Am 24. Januar 2014 gab die Unterhaltungssoftware<br />

Selbstkontrolle in einer<br />

Pressemeldung bekannt, dass die Leitkriterien<br />

der USK nun den Kunstaspekt von<br />

<strong>Spiele</strong>n würdigen. Wird diese Änderung der<br />

Kriterien dazu führen, dass Videospiele mit<br />

verfassungsfeindlichen Symbolen in<br />

Zukunft in einzelnen Fällen eine USK-Kennzeichnung<br />

bekommen?<br />

ENGELHARD: „Die USK-Leitkriterien wurden<br />

nun <strong>–</strong> verkürzt gesagt <strong>–</strong> dahingehend konkretisiert,<br />

dass Computerspiele Kunst sein können.<br />

Für die Prüfpraxis ist das nichts Neues.<br />

Schon jetzt werden in den Prüfungen künstlerische<br />

Aspekte in <strong>Spiele</strong>n beachtet, wie zum<br />

Beispiel die audiovisuelle Gestaltung, dramaturgische<br />

Elemente oder die Charakterdarstellung.<br />

Wenn es um die Darstellung von Kennzeichen<br />

verfassungswidriger Organisationen<br />

geht, liegt der Fall aber ganz anders. Denn laut<br />

Gesetz ist die Verwendung solcher Kennzeichen<br />

grundsätzlich strafbar. Ausnahmen sind<br />

nur in sehr engen Grenzen zulässig <strong>–</strong> unter<br />

anderem, wenn diese der „Kunst dienen“. Und<br />

hier sagt die derzeitige Rechtsprechung eindeutig,<br />

dass in Computerspielen keine Kennzeichen<br />

verfassungswidriger Organisationen<br />

gezeigt werden dürfen. Deshalb besteht kein<br />

Handlungsspielraum für die Änderung der bisherigen<br />

Verwaltungspraxis. Eine Neubewertung<br />

wäre nur dann möglich, wenn die Gerichte<br />

anders entscheiden würden und dabei<br />

klarstellen, dass und gegebenenfalls unter welchen<br />

Bedingungen Kennzeichen verfassungswidriger<br />

Organisationen in digitalen <strong>Spiele</strong>n<br />

nicht strafbar sind.“<br />

Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft<br />

(FSK), das Pendant zur Unterhaltungssoftware<br />

Selbstkontrolle (USK), vergibt Alterskennzeichnungen<br />

für <strong>Filme</strong> mit Hakenkreuzen, während es<br />

bei der USK gang und gäbe ist, dass <strong>Spiele</strong> mit<br />

verfassungsfeindlichen Symbolen keine Kennzeichnung<br />

bekommen.<br />

Dadurch, dass die USK <strong>Spiele</strong>n mit Hakenkreuzen<br />

die Kennzeichnung verweigert, ergibt sich ein<br />

Teufelskreis für die <strong>Spiele</strong>publi sher in Deutschland:<br />

Die Hersteller können <strong>–</strong> oder wollen <strong>–</strong> es aus<br />

wirtschaftlichen Gründen gar nicht zu einer<br />

Gerichtsverhandlung kommen lassen, da sie<br />

ohne ein USK-Siegel ihr Produkt in Deutschland<br />

nicht im Handel anbieten können. Ein Spiel ohne<br />

USK-Kennzeichnung kann zudem von der Bundesprüfstelle<br />

für jugendgefährdende Medien<br />

(BPjM) indiziert werden <strong>–</strong> das Werk darf dann<br />

weder öffentlich verkauft noch darf Werbung für<br />

das Produkt gemacht werden. Zudem ist nach<br />

einer möglichen USK-Kennzeichnung nur die erste<br />

Hürde für einen Publisher bewältigt, denn die<br />

USK ist kein Gericht und so könnte die Staatsanwaltschaft<br />

ein Verbot und die Beschlagnahmung<br />

eines Titels auch nach der Veröffentlichung mit<br />

USK-Alterskennzeichnung anfordern.<br />

Es kann Monate oder gar Jahre dauern, bis ein<br />

Gerichtsurteil gesprochen ist und die Wahrscheinlichkeit,<br />

dass ein <strong>Spiele</strong>hersteller den<br />

künstlerischen Aspekt seines Titels vor einem<br />

Richter beweisen kann, ist nicht gerade riesig.<br />

Man merkt: Ein Publisher mit wirtschaftlichen<br />

Interessen und Erfahrung wird es tunlichst vermeiden,<br />

in Deutschland ein Spiel mit Hakenkreuzen<br />

herauszubringen. Im Interview mit dem<br />

Anwalt Stephan Mathé äußert sich der Experte<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 83


SPIELE Feature: Zensur<br />

Rechtsanwalt Stephan Mathé (40) ist Fachanwalt für<br />

gewerblichen Rechtsschutz (Urheber-, Marken- und<br />

Wettbewerbsrecht), Lehrbeauftragter für Medienrecht<br />

und Partner der Hamburger Medien- und Wirtschaftskanzlei<br />

„Rode + Mathé Rechtsanwälte“. Er vertritt<br />

führende Videospielentwickler und Publisher u.a. in<br />

Alterseinstufungs- und Jugendschutzverfahren. Vor<br />

seiner Tätigkeit als Anwalt war Mathé als Lokalisierungs-<br />

und Produktmanager für den Publisher Eidos<br />

tätig und betreute <strong>Spiele</strong> wie F1 World Grand Prix,<br />

Commandos und Resident Evil. Während seiner juristischen<br />

Ausbildung arbeitete er für die Bundesprüfstelle<br />

für jugendgefährdende Medien (BPjM).<br />

Interview mit STEPHAN MathÉ<br />

Die Verwendung von verfassungsfeindlichen<br />

Symbolen ist in Deutschland verboten.<br />

Eine Ausnahme bietet die sogenannte Sozialadäquanzklausel<br />

in § 86 Abs. 3 des Strafgesetzbuches.<br />

Diese Klausel erlaubt die Verwendung<br />

von verfassungsfeindlichen Symbolen,<br />

wenn es der Förderung von Kunst und Wissenschaft<br />

oder der politischen Aufklärung im<br />

Sinne der Verfassung dient. Warum kann die<br />

Filmindustrie von dieser Klausel seit Jahren<br />

Gebrauch machen und Unterhaltungsfilme<br />

wie Inglourious Basterds in Deutschland mit<br />

Hakenkreuzen herausbringen, während die<br />

<strong>Spiele</strong>industrie immer noch bei verfassungsfeindlichen<br />

Symbolen zur Zensurschere greifen<br />

muss?<br />

Mathé: Da diese Thematik sehr sensibel ist,<br />

möchte ich eingehend eines klarstellen: Persönlich<br />

verabscheue ich rechtsradikales Gedankengut<br />

aufs Tiefste. Wenn es also erwiesen wäre,<br />

dass die Verwendung von Nazi-Symbolen, insbesondere<br />

des Hakenkreuzes, in den Medien nachweislich<br />

dazu beiträgt, dass eine derartige Gesinnung<br />

in irgendeiner Weise gefördert wird, dann<br />

sollten wir alle entschieden dafür eintreten, dass<br />

sämtliche Hakenkreuze sofort aus allen deutschen<br />

Medien verschwinden <strong>–</strong> egal ob Kino, TV,<br />

Buch oder Videospiel. Dies scheint aber offensichtlich<br />

nicht der Fall zu sein, da Hakenkreuze<br />

nach wie vor in den Medien zu sehen sind. Die<br />

Frage, um die es hier geht, ist also in der Tat,<br />

warum Medien wie TV und Kino solche Symbole<br />

zeigen dürfen, wohingegen Videospiele dies nicht<br />

dürfen. Die Argumentation, die man in diesem<br />

Zusammenhang immer wieder hört, ist, dass<br />

Medien wie TV und Kino viel tiefgehender und<br />

dadurch auch viel eher in der Lage sind, die NS-<br />

Thematik kritisch zu beleuchten, wohingegen<br />

Computer- und Videospiele eben schlicht Unterhaltungsspiele<br />

seien und man mithin mit einem<br />

solch sensiblen Thema nicht während einer spielerischen<br />

Betätigung vernünftig umgehen könne.<br />

Hinzu kommt, dass man einen Film nur als passiver<br />

Betrachter verfolgt, der entsprechend die<br />

dargebotenen Inhalte kritisch bewerten kann,<br />

während man als <strong>Spiele</strong>r interaktiv beteiligt ist,<br />

was ein Hinterfragen der erlebten Inhalte<br />

erschweren kann. Diese Argumentation mag<br />

auch durchaus zutreffen, wenn man <strong>Filme</strong> wie<br />

Schindlers Liste vergleicht mit linear aufgebauten<br />

Ego-Shootern. Eine derart klare Grenzziehung ist<br />

heute aber in den meisten Fällen kaum mehr<br />

möglich. So gibt es auf der einen Seite reine<br />

Unterhaltungsfilme wie Indiana Jones oder eben<br />

auch Inglourious Basterds, die keinerlei kritische<br />

oder besonders künstlerische Behandlung der<br />

NS-Thematik aufweisen. Auf der anderen Seite<br />

sind Computer- und Videospiele heutzutage oftmals<br />

schon so künstlerisch und tiefgehend, dass<br />

sie sehr wohl auch sozialkritische Themen glaubhaft<br />

behandeln können. Aus diesem Grund ist<br />

eine pauschale Ungleichbehandlung dieser Medien<br />

schlicht ungerecht und geht an der heutigen<br />

Medienrealität vorbei.<br />

Ändert die Aufnahme des <strong>Spiele</strong>-Entwicklerverbands<br />

G.A.M.E. in den Deutschen<br />

Kulturrat irgendetwas an dieser Sachlage?<br />

Hat ein Computerspiel durch die Aufnahme<br />

höhere Chancen, vor Gericht als Kunst angesehen<br />

zu werden?<br />

Mathé: „Ich persönlich habe noch nie viel von<br />

der oftmals von Branchenvertretern geäußerten<br />

Forderung gehalten, Computer- und Videospiele<br />

als ‚Kulturgut anzuerkennen‘. Kultur ist nichts,<br />

was formell von irgendeiner Instanz angenommen<br />

werden muss oder kann. Kultur entwickelt sich<br />

vielmehr eigenständig durch uns alle, die wir<br />

Medien gestalten und nutzen. Daher sind aus<br />

meiner Sicht Computer- und Videospiele<br />

schon lange Teil unserer Kultur. Dass der<br />

für gewerblichen Rechtsschutz ebenfalls so,<br />

dass er es zurzeit keinem Mandanten anraten<br />

würde, Hakenkreuze in einem Computerspiel<br />

zu belassen.<br />

Ebenso einleuchtend ist, dass kaum ein Hersteller<br />

Interesse daran hegt, eine Lanze für<br />

die Darstellung von Hakenkreuzen zu brechen.<br />

Zum einen vermissen die wenigsten<br />

<strong>Spiele</strong>r die verfassungsfeindlichen Symbole<br />

als solches, viel mehr missfällt den meisten<br />

Gamern einfach die Tatsache, dass ein Titel<br />

überhaupt zensiert wird. Zum anderen wäre<br />

es wohl kaum ein guter Werbeslogan, wenn<br />

ein bunter Aufkleber mit „Jetzt auch mit<br />

Hakenkreuzen!“ eine <strong>Spiele</strong>verpackung<br />

schmücken würde. Daher versuchen Publisher<br />

lieber, ein Spiel „komplett uncut“ auf<br />

den Markt zu bringen. Das ist übrigens in<br />

ihren Augen oft bereits dann der Fall, wenn<br />

lediglich die NS-Symbole aus einem Titel<br />

entfernt wurden, während etwa übermäßig<br />

brutale Szenen nicht zensiert wurden.<br />

Positive Tendenzen<br />

Aus diesen Gründen kam es in den letzten<br />

Jahren zu keiner Gerichtsverhandlung, die<br />

für einen Präzedenzfall hätte sorgen können.<br />

Ob sich die Lage seit dem letztem verhandelten<br />

Fall aus dem Jahr 1994 verändert hat,<br />

bei dem es um einen Ego-Shooter mit Nazis<br />

als Feinden ging, der beschlagnahmt wurde,<br />

lässt sich schwer sagen.<br />

Es gibt Tendenzen, die dafür sprechen, dass<br />

Computerspiele heute als Kulturgut gelten<br />

und somit einzelne Titel vor einem Gericht<br />

als Kunst angesehen werden könnten. Zum<br />

Beispiel wurde der GAME Bundesverband<br />

2008 in den Deutschen Kulturrat aufgenommen<br />

und die USK hat am 24. Januar 2014<br />

bekanntgegeben, dass sie ab sofort auch<br />

den künstlerischen Aspekt von Computerspielen<br />

bei der Vergabe der Kennzeichnungen<br />

würdigen werde. Doch weder der Deutsche<br />

Kulturrat noch die USK sind legislative<br />

oder juristische Entscheidungsträger und<br />

somit könnte eine Änderung der Sachlage in<br />

der Causa Hakenkreuze erst dann stattfinden,<br />

wenn ein Publisher mit einer entsprechenden<br />

Klage vor Gericht zieht.<br />

Wie erwähnt, kann dieser Weg für große,<br />

internationale Publisher so gut wie ausgeschlossen<br />

werden. Was die kleineren Hersteller<br />

angeht, gibt es mit Reality Twist tatsächlich<br />

eine Firma in Deutschland, die unter<br />

84 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Feature: Zensur SPIELE<br />

G.A.M.E.-Verband in den Kulturrat aufgenommen<br />

wird, ist daher nur die logische Konsequenz<br />

und nicht etwa die Voraussetzung. Eine der<br />

Ursachen dafür, dass klassische Medien wie<br />

Kino und TV noch immer anders behandelt werden<br />

als Computer- und Videospiele ist aber<br />

natürlich, dass Erstere seit Jahrzehnten in der<br />

Gesellschaft etabliert sind, wohingegen Letztere<br />

von einem gewissen Teil der Bevölkerung noch<br />

Und dann werden auch die staatlichen Institutionen<br />

<strong>Spiele</strong> anders bewerten.“<br />

Wie drastisch sind die Konsequenzen für<br />

einen Publisher, der ein pädagogisch wertvolles<br />

Spiel mit Hakenkreuzen in Deutschland<br />

veröffentlicht? Würden Sie einem Mandanten<br />

dazu raten, vor Gericht zu gehen und auf die<br />

Sozialadäquanzklausel zu setzen, oder eher,<br />

natürlich erhebliche Risiken, sodass ich als<br />

Anwalt dem Mandanten raten würde, auf die Verwendung<br />

derartiger Symbole zu verzichten. Hinzu<br />

kommt, dass bei der Veröffentlichung von<br />

Computer- und Videospielen auch immer der<br />

Zeitfaktor eine große Rolle spielt.<br />

Es nützt dem Publisher also wenig, wenn er ein<br />

langes Gerichtsverfahren durchläuft und am Ende<br />

Recht bekommt, weil dann das Spiel schon<br />

„Ich als Anwalt würde dem Mandaten dazu raten,<br />

auf die Verwendung von NS-Symbolen zu verzichten.“<br />

Stephan Mathé, Rechtsanwalt<br />

immer mit Skepsis und Abwehr betrachtet werden<br />

<strong>–</strong> wobei dieser Teil insbesondere in den<br />

letzten Jahren durch Family-Entertainment-Konzepte<br />

wie Singstar, Wii etc. deutlich geschrumpft<br />

sein dürfte.<br />

Dennoch müssen hier noch immer Ressentiments<br />

überwunden werden, wie es seinerzeit<br />

auch die Medien Kino und TV tun mussten. Auch<br />

damals war der Aufschrei groß. Diesen Kampf<br />

müssen Computer- und Videospiele erst noch<br />

gewinnen. Hier mag die Aufnahme eines Verbandes<br />

in den Kulturrat sicher nicht schaden.<br />

Viel wichtiger ist jedoch, dass alle <strong>Spiele</strong>r den<br />

Spaß am <strong>Spiele</strong>n nicht verlieren, auch selbstkritisch<br />

mit ihrem Medium umgehen, sich offen der<br />

Diskussion mit Andersdenkenden stellen und<br />

diesen einfach mal zeigen, wie viel Spaß ein<br />

gutes Game machen kann. Dann kommt die<br />

gesellschaftliche Akzeptanz von ganz allein, und<br />

ehrlich gesagt ist sie für mich schon fast erreicht.<br />

die verfassungsfeindlichen Symbole aus einem<br />

pädagogisch wertvollen Spiel zu entfernen?<br />

Mathé: „Die möglichen Konsequenzen hängen<br />

natürlich vom konkreten Einzelfall ab. Das kann<br />

damit beginnen, dass die Unterhaltungssoftware<br />

Selbstkontrolle (USK) die Kennzeichnung aufgrund<br />

enthaltener NS-Symbole versagt. Wird das<br />

Spiel dennoch veröffentlicht, droht eine Indizierung<br />

durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende<br />

Medien (BPjM). Dann könnte das Spiel<br />

nicht mehr über die üblichen Verkaufskanäle wie<br />

stationärer Handel oder Internetversand verkauft<br />

werden und wäre damit faktisch tot, da ein Publisher<br />

ohne diese Vertriebskanäle keinen hinreichenden<br />

Umsatz erzielen kann und das Produkt<br />

in der Regel vom Markt nimmt. Im schlimmsten<br />

Fall droht ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes<br />

gegen besagten § 86 Strafgesetzbuch, welcher<br />

mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe<br />

geahndet werden kann. Dies alles sind<br />

längst veraltet sein kann. Dies führt dazu, dass in<br />

der Praxis ein solcher Fall kaum vom Publisher<br />

durchgekämpft würde. Man muss sich am Ende<br />

einfach fragen, ob sich der Aufwand lohnt. Diese<br />

Frage können vor allem die <strong>Spiele</strong>r beantworten.<br />

Ich kann manchmal den Unmut der Fangemeinde<br />

gegenüber den Publishern nicht ganz nachvollziehen,<br />

wenn aus einem aktuellen Spiel derartige<br />

Symbole entfernt wurden. Mir persönlich ist es<br />

herzlich egal, ob beispielsweise auf den Kampfflugzeugen<br />

echte Hakenkreuze zu sehen sind<br />

oder nur Fantasiezeichen. Viel wichtiger ist mir,<br />

ob das Spiel insgesamt gut gemacht ist und vor<br />

allem Spaß bringt. So richtig es ist, für eine<br />

Gleichberechtigung von Computer- und Videospielen<br />

im Vergleich zu anderen Medien zu<br />

kämpfen, sollte man sich doch auch fragen, wie<br />

wichtig einem im Einzelfall die ‚historische Korrektheit‘<br />

eines Spiels im Sinne korrekt wiedergegebener<br />

Hakenkreuze tatsächlich ist.“<br />

Umständen für den ersten Präzedenzfall sorgen könnte.<br />

Mehr hierzu lesen Sie im Interview mit Sebastian Grünwald<br />

auf Seite 87.<br />

Aus der Geschichte lernen<br />

Auf Nummer sicher:<br />

Damit keine Hakenkreuze in Wolfenstein: The New Order<br />

auftauchen, lässt Bethesda zwei unterschiedliche Versionen<br />

direkt bei Machine Games entwickeln.<br />

Wegen der hohen Kosten und des möglichen<br />

Imageschadens verwundert es<br />

nicht, dass Publisher wie Ubisoft (South Park:<br />

Der Stab der Wahrheit) oder Bethesda (Wolfenstein:<br />

The New Order) heute sehr penibel bei der Entfernung<br />

der Hakenkreuze für die deutschen Versionen vorgehen.<br />

Bethesda lässt zum Beispiel schon von Anfang<br />

an zwei unterschiedliche Versionen von Wolfenstein: The<br />

New Order bei Machine Games entwickeln. Eine internationale<br />

Fassung enthält Hakenkreuze, während die Version<br />

für Deutschland und Österreich schon in der Entwicklungsphase<br />

gänzlich ohne verfassungswidrige Symbole<br />

erstellt wird. Dieses Vorgehen ist zwar aufwendig,<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 85


SPIELE Feature: Zensur<br />

Der Ego-Shooter Wolfenstein aus dem<br />

Jahr 2009 enthielt versehentlich ein verfassungsfeindliches<br />

Symbol. Activision<br />

zog die betroffene Version sofort zurück.<br />

Die Auslieferung<br />

von South Park:<br />

Der Stab der Wahrheit<br />

musste in<br />

Deutschland und<br />

Österreich<br />

zunächst gestoppt<br />

werden, da ein<br />

verfassungswidriges<br />

Symbol übersehen<br />

wurde.<br />

In der deutschen USK-Version von Call of Duty:<br />

World at War fehlte ein Mehrspielermodus, in dem<br />

man gegen Nazi-Zombies kämpfen musste.<br />

Im Handbuch der CE von Silent Hunter 5<br />

wurde ein verfassungsfeindliches Symbol<br />

übersehen. Folge: Ubisoft zog die<br />

Sammleredition zurück.<br />

Auf der Verpackung von The Se cret<br />

Weapons of the Luftwaffe war ein<br />

kleines Hakenkreuz zu sehen.<br />

Im pädagogischen Adventure Generation<br />

Zero geht es um das Nachkriegsdeutschland.<br />

Der Entwickler möchte ungerne auf die Darstellung<br />

von Hakenkreuzen verzichten, da<br />

das Szenario sonst nicht authentisch wäre.<br />

aber Beispiele aus jüngster Vergangenheit<br />

haben gezeigt, dass bereits der kleinste<br />

Fehler zu massiven Problemen für einen<br />

Publisher führen kann.<br />

So hatte zum Beispiel Ubisoft 2010 im<br />

Handbuch der Collector’s Edition der<br />

U-Boot-Simulation Silent Hunter 5 ein<br />

Hakenkreuz übersehen und musste den Titel<br />

in Deutschland und Österreich zurückrufen.<br />

Der französische Publisher wurde zudem<br />

mit South Park: Der Stab der Wahrheit zu<br />

einem Wiederholungstäter. Die Verantwortlichen<br />

hatten ein Kennzeichen einer verfassungswidrigen<br />

Organisation in der deutschen<br />

Fassung versehentlich nicht entfernt<br />

und so wurde die Auslieferung vorerst<br />

gestoppt. Ein ähnliches Schicksal ereilte<br />

auch Activisions Wolfenstein von 2009. Der<br />

Publisher hatte für die deutsche Version vermeintlich<br />

alle Hakenkreuze aus dem Spiel<br />

entfernt und auch eine USK-Freigabe erhalten.<br />

Jedoch hatten die Zuständigen ein NS-<br />

Symbol auf einem Plakat im Krankenhaus-<br />

Level des Spiels übersehen, also hat Activision<br />

den Titel sofort vom Markt genommen,<br />

um schwerwiegenden Konsequenzen aus<br />

dem Wege zu gehen.<br />

Ganz so professionell ging es übrigens in<br />

den frühen 90er-Jahren in der <strong>Spiele</strong>branche<br />

nicht immer zu, wie eine Anekdote von Boris<br />

Schneider-Johne verdeutlicht. Schneider-<br />

Johne, der heute im Marketing für die Windows-Sparte<br />

von Microsoft tätig ist, arbeitete<br />

damals für Softgold. Das Unternehmen<br />

vertrieb in Deutschland die <strong>Spiele</strong> von<br />

Lucasarts und hatte unter anderem das<br />

Adventure Indiana Jones and the Last<br />

Crusade und die Flugsimulation Secret<br />

Weapons of the Luftwaffe im Sortiment. Bei<br />

Indiana Jones and the Last Crusade entfernte<br />

Boris Schneider-Johne erfolgreich alle<br />

Hakenkreuze mit dem Malprogramm Deluxe<br />

Paint. Bei Secret Weapons of the Luftwaffe<br />

hatte Softgold sich sogar rechtlich so weit<br />

abgesichert, dass in der Anleitung des<br />

Spiels zeitgeschichtliche Fotos ohne Retusche<br />

dargestellt werden durften, da es sich<br />

um historische Dokumente handelte. Was<br />

die Verantwortlichen bei Softgold aber übersehen<br />

hatten, war ein winziges Hakenkreuz<br />

auf der <strong>Spiele</strong>verpackung. Um den Titel<br />

trotzdem auf den Markt zu bringen, mussten<br />

die Mitarbeiter von Softgold kurzerhand zum<br />

schwarzen Edding greifen und auf den ersten<br />

paar Tausend gedruckten Exemplaren<br />

die NS-Symbole übermalen.<br />

Dass die <strong>Spiele</strong>industrie und auch die <strong>Spiele</strong><br />

als solches erwachsener geworden sind<br />

als es noch in den 90ern der Fall war, wird<br />

kaum jemand bestreiten. Tiefgründige Titel<br />

wie etwa Braid (2008) oder Papers, Please<br />

(2013) mit einer Botschaft auf der sogenannten<br />

Metaebene haben in unseren<br />

Augen demonstriert, dass <strong>Spiele</strong> tatsächlich<br />

eine Kunstform sind. Ob sich deshalb die<br />

Sachlage bei der Darstellung von Hakenkreuzen<br />

in Computerspielen in nächster Zeit<br />

verändern wird, wagen wir aber zu bezweifeln.<br />

Für uns als <strong>Spiele</strong>tester macht es tatsächlich<br />

für die Spielspaßbewertung auch<br />

wenig Unterschied, ob in einem Titel nun<br />

verfassungsfeindliche Symbole zu sehen<br />

sind oder nicht. Was jedoch mehr als wünschenswert<br />

wäre, ist die Gleichstellung von<br />

Unterhaltungsfilmen und Computerspielen.<br />

Da <strong>Filme</strong> als Medium längst etabliert sind<br />

und <strong>Spiele</strong> derweilen noch immer mit vielen<br />

Vorurteilen zu kämpfen haben, wird es sehr<br />

wahrscheinlich noch viele Jahre dauern, bis<br />

für beide die gleichen Regeln gelten. Wir<br />

sind aber aufgrund der jüngeren Geschichte<br />

guter Dinge, dass es irgendwann so weit<br />

sein wird. Denn auch <strong>Filme</strong> mussten sich in<br />

der Entstehungszeit des Mediums durchkämpfen,<br />

um die gleichen Rechte zu<br />

bekommen wie etwa die Literatur oder die<br />

bildende Kunst. (ms)<br />

86 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Feature: Zensur SPIELE<br />

Interview mit sebastian Grünwald<br />

müssen ja am Ende alle Partner des Projekts<br />

mittragen.<br />

Vor vier Jahren habt ihr das Thema<br />

„Hakenkreuze in Computerspielen“ auf Bundesebene<br />

angestoßen. Hat eure Initiative<br />

etwas bewirkt?<br />

Grünwald: Durchaus. Unter anderem haben<br />

wir das Spiel bei der ersten sogenannten „Politiker-LAN“<br />

im Deutschen Bundestag vorgestellt.<br />

Auch das Echo von anderen Publishern und Entwicklern<br />

hinter vorgehaltener Hand war enorm.<br />

Eigentlich warten alle nur darauf, dass endlich<br />

jemand mal diesen Präzedenzfall anstößt und die<br />

Sache ein für alle Mal klärt.<br />

Sebastian Grünwald ist Creative Director bei Reality<br />

Twist. Das Münchner Entwicklerstudio arbeitet zurzeit<br />

mit Generation Zero an einem pädagogischen Adventure,<br />

das im Nachkriegsdeutschland angesiedelt ist.<br />

Bereits im Jahr 2010 stieß Reality Twist das Thema<br />

Hakenkreuze in Computerspielen auf Bundesebene an<br />

und konnte den Bundestagsabgeordneten Jimmy<br />

Schulz (FDP) davon überzeugen, sich mit dem Thema<br />

zu beschäftigen.<br />

eng mit der Darstellung der Symbolik zusammen.<br />

Natürlich kann man Hakenkreuze im Spiel auch<br />

durch ein anderes Symbol substituieren. Das wird<br />

allerdings zum einen unserem Anspruch nicht<br />

gerecht, ein dokumentarisches Spiel zu schaffen,<br />

das sich auf reale Geschehnisse und Fakten<br />

beruft, und zum anderen würde doch ohnehin<br />

jeder <strong>Spiele</strong>r begreifen, um welche Symbole es<br />

eigentlich geht. Kurz: Man kann das Spiel schon<br />

veröffentlichen, es wäre nur nicht mehr die gleiche<br />

Geschichte und vielleicht sogar noch viel<br />

eher ein Zeugnis dafür, dass wir in der Aufarbeitung<br />

unserer eigenen Vergangenheit durch sinnlose<br />

Verbote behindert werden.<br />

Würdet ihr nötigenfalls auch vor Gericht<br />

gehen, damit ihr Hakenkreuze in Generation<br />

Zero darstellen dürft und dadurch nicht eine<br />

Straftat begeht?<br />

Die sogenannte Sozialadäquanzklausel<br />

bietet eine Ausnahme des §86 Abs. 3 des<br />

Strafgesetzbuches, wodurch die Darstellung<br />

von nationalsozialistischen Symbolen erlaubt<br />

ist, wenn es der Förderung von Kunst und<br />

Wissenschaft oder der politischen Aufklärung<br />

im Sinne der Verfassung dient. Woran liegt es,<br />

dass bis heute noch kein einziger <strong>Spiele</strong>-Publisher<br />

in Deutschland Gebrauch von der Klausel<br />

gemacht hat, obwohl Videospiele heute in<br />

Deutschland als Kunst betrachtet werden?<br />

Grünwald: Das hat in erster Linie einfach nur<br />

mit Angst zu tun. Ich denke, es muss erst mal das<br />

erste richtige Spiel kommen, an dem die Sozialadäquanzklausel<br />

durchdekliniert und eine Entscheidung<br />

für <strong>Spiele</strong> getroffen werden kann. Ein<br />

Ego-Shooter eignet sich da natürlich vor Gericht<br />

im Sinne der politischen Aufklärung weniger als<br />

ein dokumentarisches Adventure.<br />

Wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit<br />

ein, dass für Generation Zero durch die<br />

„Eigentlich warten alle nur darauf, dass jemand mal diesen<br />

Präzedenzfall anstößt und die Sache ein für alle Mal klärt.“<br />

Sebastian Grünwald, Creative Director bei Reality Twist<br />

Ihr arbeitet mit Generation Zero an<br />

einem pädagogischen Adventure-Spiel, welches<br />

Deutschland unmittelbar nach der Kapitulation<br />

der Nationalsozialisten thematisiert.<br />

Für dieses Spiel wäre es aus Gründen der<br />

Authentizität naheliegend, dass etwa Hakenkreuze<br />

im Spiel vorkommen. Nun verbietet<br />

das deutsche Gesetz grundsätzlich die Darstellung<br />

verfassungsfeindlicher Symbole.<br />

Könnte euer Spiel auch ohne die Darstellung<br />

von Hakenkreuzen auskommen?<br />

Grünwald: Natürlich könnten wir unsere<br />

Geschichte auch beschneiden und auf die Darstellung<br />

von Hakenkreuzen verzichten. Für mich<br />

persönlich wäre diese Zensur allerdings ziemlich<br />

schade, denn gerade das Thema der Entnazifizierung,<br />

das wir behandeln wollen, hängt auch<br />

Grünwald: Darüber haben wir uns noch<br />

keine konkreten Gedanken gemacht. Aktuell<br />

sind wir sehr viel mit anderen Projekten<br />

beschäftigt, sodass das Thema „Hakenkreuze“<br />

etwas ruht. Ich glaube aber, dass die<br />

rechtliche Sachlage eigentlich relativ klar ist<br />

und wir in unserem Fall keine Straftat begehen<br />

würden. Ich persönlich würde es darauf<br />

ankommen lassen, aber die Entscheidung<br />

Sozialadäquanzklausel die Darstellung von<br />

nationalsozialistischen Symbolen erlaubt<br />

wäre?<br />

Grünwald: Ich persönlich schätze sie sehr<br />

hoch ein. Würde sie verboten, dann möchte ich<br />

erst mal die Begründung sehen, warum unser<br />

Spiel nicht der politischen Aufklärung dienen sollte.<br />

Das würde nämlich dann wieder an der hart<br />

erkämpften Kulturgutdebatte rütteln.“<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 87


SPIELE<br />

TEST: xxx<br />

Infamous<br />

Second Son<br />

Action Wir haben das Superhelden-Spektakel durchgespielt<br />

und liefern Ihnen alle Infos zum wichtigsten<br />

PS4-Spiel dieses Halbjahres.<br />

Genre<br />

Action<br />

System (Preis)<br />

PS4 (€ 60)<br />

<strong>Spiele</strong>r<br />

1<br />

Vergleichbar Mit<br />

Saints Row 4<br />

Studio<br />

Sucker Punch<br />

Anbieter<br />

Sony Computer Entertainment<br />

Sprache FSK<br />

Deutsch Ab 16<br />

Webseite<br />

www.suckerpunch.com<br />

Im Handel<br />

Erhältlich<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Gewalt<br />

●●●<br />

Große, frei erkundbare<br />

<strong>Spiele</strong>welt<br />

Spaßige Superkräfte<br />

Klasse Gameplay<br />

Fantastische Action<br />

Story wirkt anfangs<br />

etwas aufgesetzt<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,4<br />

Entwickler Sucker Punch<br />

schlägt mit dem dritten<br />

Teil der Infamous-Reihe<br />

inhaltlich ein völlig neues Kapitel<br />

auf. So spielen Sie nicht mehr den glücklosen<br />

Fahrradkurier Cole MacGrath, der<br />

aufgrund einer Strahlenexplosion zu<br />

einem Elektroblitze verschießenden<br />

Superhelden mutierte. Der Held von<br />

Second Son hört auf den Namen Delsin.<br />

Ein jugendlicher Rebell, der zumindest zu<br />

Beginn des Spiels noch reichlich unreif<br />

und naiv wirkt. Das kann er sich zu diesem<br />

Zeitpunkt auch durchaus erlauben, denn<br />

sein Leben auf dem Land zusammen mit<br />

seinem älteren Bruder Reggie verläuft<br />

doch sehr unspektakulär.<br />

Bis zu diesem einen Tag, der alles veränderte:<br />

Delsin wird Zeuge eines Unfalls auf<br />

der Haupttrasse von Seattle, bei dem ein<br />

Gefangenentransporter verunglückt. Als<br />

Delsin einen Überlebenden aus dem<br />

Wrack ziehen will, absorbiert er die Superkräfte<br />

des Häftlings. Kurz darauf taucht<br />

auch das DUP auf, eine Regierungsorganisation,<br />

die nach den Ereignissen von<br />

Infamous 2 sieben Jahre zuvor gegründet<br />

wurde. Ihr Ziel: Menschen mit Superkräften,<br />

sogenannte Conduits, in einen speziellen<br />

Knast verfrachten. Der Anführerin<br />

des DUP, Brooke (selber ein Conduit),<br />

gefällt es dabei gar nicht, dass dieser<br />

dahergelaufene Tunichtgut plötzlich mit<br />

so einer Macht ausgestattet ist, lässt ihn<br />

aber seltsamerweise laufen. Dafür greift<br />

sie gezielt die Ureinwohner der Stadt an,<br />

bei denen es sich um Mitglieder des Akomisch-Stamms<br />

handelt. Und genau dem<br />

versucht Delsin im Verlauf von Second<br />

Son entgegenzuwirken: Er will das in<br />

Seattle ansässige DUP aufhalten und seinen<br />

Stamm retten. Wirkt die Hintergrundgeschichte<br />

auf den ersten Blick noch<br />

etwas konstruiert, fügt sie sich im Spiel<br />

wirklich gut zusammen und wird auch in<br />

einem ansprechenden Tempo erzählt.<br />

Warum das DUP jedoch so handelt, wem<br />

Delsin in Seattle begegnet und wie das<br />

Ganze letztendlich ausgeht <strong>–</strong> das verraten<br />

wir an dieser Stelle natürlich nicht.<br />

Zwischen Gut und Böse<br />

Bei alledem ist natürlich die Prämisse<br />

interessant, dass Sie den noch etwas<br />

kindlichen Hauptcharakter dabei begleiten,<br />

wie er erwachsen wird und Dinge<br />

wie Verantwortungsbewusstsein und<br />

Moral erlernt <strong>–</strong> zumindest wenn Sie dem<br />

guten Karma-Pfad folgen. Wie in den<br />

Vorgängern auch lässt sich die Story auf<br />

zwei völlig unterschiedliche Arten beenden.<br />

Statt ein selbstloser Streiter für das<br />

Recht zu werden, können Sie sich auch<br />

völlig unmoralisch verhalten, indem Sie<br />

morden, prügeln und ausschließlich<br />

eigennützig handeln. Dieses Karma-System<br />

zieht sich durch das ganze Spiel,<br />

Story-Missionen verzweigen sich in gute<br />

und böse Varianten, Sie haben die Wahl,<br />

Nebenfiguren auszuliefern oder ihnen zu<br />

helfen, Sie können im Tutorial sogar Ihren<br />

Stamm hintergehen, um die eigene Haut<br />

zu retten. Gleichzeitig haben Sie auch bei<br />

den vielen kleinen Nebenaufgaben die<br />

Möglichkeit, gut oder böse in Erscheinung<br />

zu treten.<br />

Wo also ordnet sich Infamous: Second<br />

Son schlussendlich ein? Es ist sicherlich<br />

nicht die Revolution geworden, die sich<br />

manch ein Fan erhofft hatte. Es ist eher<br />

eine natürliche Weiterentwicklung dessen,<br />

wofür Infamous 1 und 2 den Grundstein<br />

gelegt haben. Wir finden das völlig okay,<br />

denn schließlich waren bereits die Vorgänger<br />

sehr gute Open-World-Titel und<br />

Second Son ist in fast allen Belangen besser.<br />

Es sollte nur niemand erwarten, dass<br />

Sucker Punch mit seinem neuesten Werk<br />

Wege beschreitet, die das Genre umkrempeln.<br />

Wer diesen Fehler nicht macht,<br />

erhält mit dem neuesten Second Son gute<br />

10 bis 30 Stunden fantastisch inszenierte<br />

Action, ausgefeilte Gameplay-Mechanik<br />

und eine spannend erzählte Geschichte.<br />

Nicht mehr, aber auch auf keinen Fall<br />

weniger. (sl/fn)<br />

88 www.spielefilmetechnik.de 05/14


TEST: Infamous: Second Son<br />

SPIELE<br />

Die Macht ist mit Ihnen! Superkräfte in Second Son<br />

Insgesamt vier Superkraft-Arten schalten Sie im Verlauf des Spiels frei (eine fünfte kommt mit dem kostenlosen DLC „Paper Trail“ hinzu). Wir stellen Ihnen<br />

die unterschiedlichen Fähigkeiten und die dazu passenden Quellen vor.<br />

Rauch-Attacke | Rauch-Quelle<br />

Die Rauchkräfte erhalten Sie gleich zu<br />

Beginn des Spiels. Wobei Rauch natürlich<br />

auch Feuer beinhaltet. Von allen Kräften<br />

Delsins haben die normalen Rauchfähigkeiten<br />

die größte Zerstörungskraft: Gut getimte<br />

„Granaten“ machen eine DUP-Station relativ<br />

schnell dem Erdboden gleich und mit der<br />

Spezialattacke, mit der Sie sich in die Luft<br />

katapultieren und dann zu Boden krachen,<br />

vernichten Sie ganze Gegneransammlungen.<br />

Auch schön: Spezielle Rauchgeschosse<br />

lassen Feinde husten <strong>–</strong> dann können Sie<br />

sie ganz gemütlich und in Ruhe erledigen.<br />

Praktisch ist, dass Sie neben Schornsteinen<br />

auch brennende Fahrzeuge als Kraftquelle<br />

nutzen können. Marke Eigenbau quasi.<br />

Neon-Attacke | Neon-Quelle<br />

Die Neon-Kräfte sind sicherlich die optisch<br />

beeindruckendsten in Delsins Arsenal. Vor<br />

allem die Spezialattacke für gesammeltes<br />

Karma taucht Ihren Bildschirm in ein buntes<br />

Wirrwarr aus Farben <strong>–</strong> nachts kommt das<br />

Ganze noch einmal besser zur Geltung. Neon-<br />

Kräfte eignen sich bestens zur Gegnerkontrolle.<br />

Sie können nicht nur Feinde mithilfe<br />

von Neongranaten verlangsamen, sondern sie<br />

durch gezielte Neon-Schüsse auch oftmals<br />

mit nur einer Aktion außer Gefecht setzen.<br />

Zielen Sie auf die Beine, fesseln Sie die Feinde,<br />

zielen Sie auf den Kopf, richten Sie sie hin<br />

<strong>–</strong> logisch, dass es in diesem Fall auch gute<br />

bzw. böse Karmapunkte hagelt. Als Kraftquelle<br />

dienen Neon-Schilder in der Spielwelt.<br />

Video-Attacke | Video-Quelle<br />

Als die Videokräfte das erste Mal im Spiel<br />

vorkamen, entlockten sie uns ein lang<br />

gezogenes „Ähhh, waaas?“. Insofern wollen<br />

wir Ihnen auch gar nicht so viel über<br />

diese Gabe erzählen und wie sie im Spiel in<br />

Erscheinung tritt. Nur so viel: Für Nahkampfattacken<br />

steht Delsin unter anderem<br />

ein digitales Schwert zur Verfügung! Überhaupt<br />

ist digital ein gutes Stichwort, denn<br />

„Video“ trifft es nur halb. Für diese Kraft<br />

bedienen Sie sich nämlich zahlreicher<br />

lebendig gewordener Digital-Inhalte. Dementsprechend<br />

zapfen Sie als Quelle auch<br />

Bildschirme aller Art an, von der kleinen<br />

Werbetafel bis hin zu großen Videowürfeln.<br />

Beton-Attacke | Beton-Quelle<br />

Die Beton-Kraft ist das letzte Paket an Superhelden-Fähigkeiten,<br />

das Sie im Spiel erhalten.<br />

Erst sehr spät (und damit meinen wir<br />

wirklich spät!) dürfen Sie mit Gesteinsbrocken<br />

um sich schleudern, als wären Sie Obelix<br />

höchstpersönlich. Die Betonkräfte bringen<br />

dabei übrigens gleich zwei Besonderheiten<br />

mit sich: Erstens gibt es keine Superattacke,<br />

die Sie mit Karma-Aktionen auffüllen können.<br />

Zweitens können Sie die Beton-Energie<br />

nicht wie bei den anderen Superkräften an<br />

natürlichen Quellen wieder aufladen. Stattdessen<br />

müssen Sie DUP-Soldaten besiegen,<br />

die ebenfalls über Beton-Fähigkeiten verfügen<br />

(keine Angst, davon gibt es genug) und<br />

dann die besiegten Gegner „aussaugen“.<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 89


SPIELE TEST: Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes<br />

C4 + LKW + Fernzünder = großer<br />

Spaß. Werden Sie dennoch entdeckt,<br />

können Sie den entsprechenden<br />

Wachmann in einer automatischen<br />

Zeitlupe noch im letzten Moment<br />

ausschalten (unten links).<br />

Genre<br />

Action<br />

System (Preis)<br />

PS4 (€ 25), Xbox One (€ 27),<br />

PS3 (€ 27), Xbox 360 (€ 27)<br />

<strong>Spiele</strong>r<br />

1<br />

Vergleichbar Mit<br />

Hitman Absolution<br />

Studio<br />

Kojima Productions<br />

Anbieter<br />

Konami<br />

Sprache FSK<br />

Englisch Ab 18<br />

Webseite<br />

www.metalgearsolid.com<br />

Im Handel<br />

Erhältlich<br />

Metal Gear Solid 5:<br />

Ground Zeroes<br />

Action Für die einen ist es<br />

eine Offenbarung, für die<br />

anderen die teuerste Demo<br />

der Welt: Wir haben das Prequel<br />

zu Metal Gear Solid:<br />

The Phantom Pain getestet.<br />

Über das neueste Werk des streitbaren<br />

Entwicklergenies Hideo<br />

Kojima wurde im Vorfeld wild diskutiert.<br />

Wir konnten die Stealth-Simulation<br />

nun in ihrer fertigen Fassung mehrfach<br />

durchspielen <strong>–</strong> und sagen Ihnen,<br />

was Sache ist. Eine kurze Story-Lehrminute<br />

für alle Serienneulinge: Ground<br />

Zeroes erzählt die Vorgeschichte zum<br />

wohl 2015 erscheinenden The Phantom<br />

Pain und zeigt, wie Snake alias Big Boss<br />

zwei wichtige Informanten aus feindlicher<br />

Gefangenschaft befreit <strong>–</strong> zumindest<br />

in der Hauptmission. Dazu reist der Protagonist<br />

in ein Militärlager namens Camp<br />

Omega, das voller cooler Details steckt<br />

und obendrein grandios gut aussieht.<br />

Die Hauptstory nimmt beim ersten<br />

Durchlauf allerdings nur knapp zwei<br />

Stunden in Anspruch, man kann sie aber<br />

mit etwas Übung sogar in unter 15 Minuten<br />

absolvieren. Das klingt nun nach<br />

herzlich wenig Umfang für knapp 30<br />

Euro <strong>–</strong> allerdings täuscht der Eindruck:<br />

Denn zum einen sollte (und will) man<br />

Ground Zeroes mehrmals durchspielen<br />

und zum anderen enthält das Spiel noch<br />

fünf Bonusmissionen, die jeweils wiederum<br />

knapp 30 Minuten andauern.<br />

Herrliche Heimlichtuerei<br />

Egal ob man nun die eingangs erwähnten<br />

Gefangenen befreit, von einem Helikopter<br />

aus einen Kollegen beschützt<br />

oder eine Flak in die Luft sprengt: Der<br />

grundsätzliche Spielablauf bleibt immer<br />

gleich. Während andere Helden mit<br />

wehenden Fahnen gen Feind stürmen,<br />

90 www.spielefilmetechnik.de 05/14


TEST: Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes <strong>Spiele</strong><br />

Wer die Gefangenen per<br />

Heli aus der Basis bringt,<br />

wird mit Boni in The<br />

Phantom Pain belohnt.<br />

Gegner müssen zuerst per Fernglas<br />

markiert werden (unten), damit sie auf<br />

der Ingame-Karte erscheinen.<br />

geht Snake subtiler vor. Metal Gear Solid<br />

bleibt eine Schleich-Simulation, und<br />

zwar eine richtig gute. Im Gegensatz zu<br />

den teils störrischen Vorgängerteilen<br />

steuert sich Ground Zeroes modern,<br />

tadellos und eingängig <strong>–</strong> wie ein typischer<br />

Third-Person-Shooter eben. Einzig<br />

die Doppelbelegung einiger Tasten<br />

stört dezent: So passiert es schon mal,<br />

dass man die Waffe eines schlummernden<br />

Wachmanns einsammelt statt (wie<br />

geplant) den Bösewicht zu schultern und<br />

wegzutragen.<br />

Ich geb Gas, ich will Spaß!<br />

War man in den bisherigen Serienteilen<br />

stets zu Fuß unterwegs, kann man nun<br />

auch Fahrzeuge steuern: Ob Panzer,<br />

Jeep oder Lastwagen <strong>–</strong> wie in einem<br />

GTA darf Snake alle Vehikel einfach so<br />

stibitzen. Überhaupt ist das Camp Omega<br />

ein wahrer Spielplatz für Experimentierfreudige:<br />

Ständig entdeckt man ein<br />

neues Detail, einen neuen Weg oder ein<br />

neues <strong>Spiele</strong>lement. Generell ist es den<br />

Entwicklern exzellent gelungen, eine<br />

offene Spielwelt mit durchchoreografierten<br />

Elementen zu verquicken. Ein kleiner<br />

Makel ist unterdessen das automatische<br />

Checkpoint-System, denn teilweise wirken<br />

die Rücksetzpunkte sehr willkürlich<br />

gewählt. Umso schöner, dass die KI der<br />

Wachmänner extrem gut gelungen ist,<br />

denn die reagieren stets nachvollziehbar<br />

und manchmal auch überraschend.<br />

Dabei spielt der virtuelle Funkverkehr<br />

eine wichtige Rolle: Denn statt irgendwelche<br />

Sichtkegel einzublenden, informiert<br />

Sie das Spiel durch Dialoge und<br />

Sounds über den jeweiligen Alarmzustand<br />

der Gegner. Passend dazu<br />

erscheinen Widersacher auch nur dann<br />

auf der Ingame-Karte, wenn sie zuvor<br />

durchs Fernglas ausgespäht wurden.<br />

Technisch spielt Metal Gear Solid:<br />

Ground Zeroes in der absoluten Oberklasse<br />

mit. Dank der Konami-eigenen<br />

Fox Engine sehen sowohl die Charaktere<br />

als auch die Kulissen erstaunlich realistisch,<br />

die Beleuchtung sogar absolut<br />

brillant aus. Dabei wird wohltuend auf<br />

übertriebene Effekthaschereien verzichtet.<br />

In Sachen Sound gehen die Meinungen<br />

sicherlich auseinander: Solid Snake<br />

wird erstmals von Kiefer Sutherland<br />

gesprochen. Das klingt zwar klasse,<br />

aber man muss als TV-Kenner ständig<br />

an die Serie 24 denken, wenn der Held<br />

abgekämpft herumgrummelt. Dafür sind<br />

die Musik und die Geräusche absolut<br />

stimmig. (ps/tk)<br />

Snake kann sich von hinten an seine Gegner heranschleichen, diese dann<br />

bedrohen und sie fast schon pazifistisch zur Aufgabe zwingen.<br />

Nicht die<br />

feine Art:<br />

Wer wild in<br />

der Gegend<br />

herumballert,<br />

sorgt<br />

für einen<br />

gegnerischen<br />

Massenauflauf.<br />

Erstmals<br />

dürfen Sie<br />

als Snake<br />

in Ground<br />

Zeroes<br />

auch Autos,<br />

Trucks und<br />

andere<br />

Vehikel<br />

steuern.<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Gewalt<br />

●●●<br />

Grafik (PS4, Xbox One)<br />

Eingängige Steuerung<br />

Viel zu entdecken<br />

Tolle Soundkulisse<br />

Kurzes Prequel, Nachfolger<br />

erst 2015<br />

gut<br />

Note 1,5<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 91


<strong>Spiele</strong> Testübersicht: Mai 2014<br />

<strong>Spiele</strong>-Highlights im Mai<br />

Jede Klasse (im Bild: Barbar) hat eine neue aktive sowie mehrere neue passive Fähigkeiten<br />

erhalten. Dazu wurde der Maximallevel von 60 auf 70 erhöht.<br />

Diablo 3: Reaper of Souls<br />

action<br />

Diablo 3: Reaper of Souls bringt endlich<br />

Nachschub für alle Sammelwütigen.<br />

Das lang erwartete Add-on zum beliebten<br />

Hack&Slay-Vorzeigetitel bringt nicht<br />

nur ein komplett neues Story-Kapitel<br />

und mit dem Kreuzritter eine sechste<br />

Klasse, sondern erweitert das Spiel<br />

auch um zahlreiche weitere Features.<br />

Darunter finden sich unter anderem ein<br />

überarbeitetes Loot-System und neue<br />

Crafting-NPCs. Für ordentlich Langzeitmotivation<br />

sorgt der neue Abenteuermodus,<br />

bei dem alle Wegpunkte von<br />

vornherein freigeschaltet sind und die<br />

Spielwelt somit frei begehbar ist. Einen<br />

besonderen Anreiz des Abenteuermodus<br />

stellen die sogenannten Nephalem-Portale<br />

dar. Dabei handelt es sich<br />

um völlig zufällig generierte Dungeons,<br />

die neben hartnäckigen Bossgegnern<br />

auch wertvolle Beute versprechen. Alle<br />

bestehenden Klassen erhalten eine<br />

neue aktive und mehrere passive Fertigkeiten,<br />

die zusätzlichen Anreiz bieten,<br />

den neuen Maximallevel von 70 zu<br />

erreichen. Auch wenn der neue fünfte<br />

Akt innerhalb von vier bis fünf Stunden<br />

durchgespielt ist und das neue Level-Cap<br />

ebenfalls schnell erreicht ist,<br />

lohnt sich Reaper of Souls vor allem<br />

aufgrund des Abenteuermodus und der<br />

neuen Klasse für alle Diablo- und<br />

Hack&Slay-Fans. (ps)<br />

System PC, PS4<br />

Anbieter Blizzard Entertainment • Im Handel PC erhältlich, PS4 später • Preis € 30 • USK ab 16<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Gewalt<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Note<br />

sehr gut 1,4<br />

Goat Simulator<br />

Sie wollten schon immer mal als Ziege durch eine<br />

offene Spielwelt rennen und alles kurz und klein hauen?<br />

Nein? Doch! Der nur als Download erhältliche<br />

Goat Simulator lässt diesen „Menschheitstraum“<br />

nämlich Wirklichkeit werden und Sie als meckernder<br />

Vierbeiner eine Kleinstadt terrorisieren. Warum die<br />

Ziege so einen Groll auf die Bewohner hegt, wird<br />

nicht geklärt, auch eine Story oder feste Missionsziele<br />

gibt es nicht. Der Spielablauf besteht tatsächlich<br />

nur aus sinnloser Zerstörung, für die Sie <strong>–</strong> ähnlich<br />

Simulation wie bei Sportsimulationen à la Tony Hawk <strong>–</strong> Punkte<br />

erhalten, wenn Sie möglichst viel Chaos in möglichst<br />

kurzer Zeit anrichten. Dank Mod-Support dürfte das<br />

abgedrehte Spiel in Zukunft deutlich erweitert werden,<br />

auch in der Grundversion macht die Zerstörungsorgie<br />

auf vier Beinen aber schon viel Spaß. (ps)<br />

System PC<br />

Anbieter Coffee Stain Studios • Als Download Erhältlich • Preis € 10 • USK keine Angabe<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Gewalt<br />

●●●<br />

Age of Wonders 3<br />

Testurteil<br />

Note<br />

gut 2,3<br />

Rundenstrategie-Fans dürfte die Age of Wonders-Serie<br />

geläufig sein, auch wenn das Erscheinen<br />

des letzten Titels (Shadow Magic) bereits elf<br />

Jahre zurückliegt. Der dritte Teil steht erneut für<br />

knallharte Strategie, besonders die hervorragende<br />

Gegner-KI stellt Sie in den aufwendigen Fantasy-Schlachten<br />

immer wieder vor knifflige Aufgaben.<br />

Auch das Drumherum stimmt bei Age of Wonders<br />

3, denn die Gefechte sind stimmungsvoll in<br />

Szene gesetzt, die Schlachtfelder äußerst abwechslungsreich.<br />

Die sechs verschiedenen Rassen<br />

und <strong>Spiele</strong>rklassen spielen sich sehr unterschiedlich,<br />

was obendrein ordentlich Langzeitmotivation<br />

verspricht. Sie mögen <strong>Spiele</strong> wie Heroes of Might<br />

and Magic oder Battle Worlds: Kronos? Dann dürfen<br />

Sie bedenkenlos zugreifen. (ps)<br />

Action<br />

System PC<br />

Anbieter Eurovideo Medien GmbH • Im Handel Erhältlich • Preis € 35 • USK ab 12<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Gewalt<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Note<br />

Sehr gut 1,4<br />

Reaper of Souls führt mit dem Kreuzritter außerdem eine neue Klasse ein, die sowohl<br />

mächtige Nahkampffähigkeiten als auch verschiedene Zauber besitzt.<br />

Die Schlachten sind aufwendig animiert, die Gegner-Ki ist äußerst fordernd. Nur mit reiflicher<br />

Überlegung und der richtigen Taktik können Sie die Gefechte für sich entscheiden.<br />

92 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Testübersicht: Mai 2014<br />

<strong>Spiele</strong><br />

Testübersicht Hier informieren wir Sie über die wichtigsten Neu erscheinungen für alle Systeme.<br />

Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney<br />

In Professor Layton vs. Phoenix Wright lässt Nintendo<br />

zwei seiner beliebtesten <strong>Spiele</strong>serien in einem<br />

Titel verschmelzen. Herausgekommen ist ein tolles<br />

Abenteuer, bei dem der Meisterdetektiv Layton und<br />

der Anwalt und Hobby-Schnüffler Wright samt ihrer<br />

jeweiligen Begleiter in der mysteriösen Stadt Labyrinthia<br />

landen. Dort gilt es, die junge Sophie de Narrateur<br />

vor einer Verurteilung zu bewahren, was die<br />

beiden Protagonisten im Stile ihrer jeweiligen <strong>Spiele</strong>serien<br />

bewerkstelligen müssen. Anders ausgedrückt:<br />

Als Layton und Luke lösen Sie hauptsächlich<br />

abenteuer<br />

Rätsel und durchstöbern die Stadt, während Phoenix<br />

und Maya im Gerichtssaal Zeugen verhören. Das<br />

Ergebnis ist nicht nur ein spannendes, sondern dank<br />

der unterschiedlichen <strong>Spiele</strong>lemente auch äußerst<br />

abwechslungsreiches Abenteuer. (ps)<br />

System Nintendo 3DS<br />

Anbieter Nintendo • Im Handel Erhältlich • Preis € 35 • USK ab 6<br />

Action<br />

●●●<br />

Insurgency<br />

Genau wie der beliebte Taktik-Shooter Counter-Strike<br />

war Insurgency ursprünglich eine Modifikation<br />

für Valves Source-Engine und schon anno<br />

2007 für seine taktischen Feuergefechte bekannt<br />

und beliebt. Die jetzt erschienene Vollversion setzt<br />

ebenfalls auf gnadenlose Schießereien, bei denen<br />

bereits der kleinste Fehler zum Bildschirmtod führen<br />

kann. Im Gegensatz zu modernen Shootern wie<br />

Call of Duty oder Battlefield gibt es bei Insurgency<br />

kein XP- oder Unlock-System, sondern festgelegte<br />

Klassen und ein Kaufmenü für Ausrüstung. Auch<br />

auf ein Fadenkreuz müssen Sie verzichten, genau<br />

zielen lässt sich lediglich über Kimme und Korn.<br />

Grafisch kann Insurgency nicht mit aktuellen Titeln<br />

mithalten, dafür begeistern die sehr originalgetreuen<br />

Waffensounds. (ps)<br />

shooter<br />

System PC<br />

Anbieter New World Interactive • Als Download Erhältlich • Preis € 14 • USK ab 18<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Gewalt<br />

●●●<br />

Gewalt<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Testurteil<br />

Note<br />

sehr gut 1,4<br />

Kein Einspruch! Phoenix Wright und Professor Layton ergänzen sich hervorragend. Die<br />

Verschmelzung der beiden <strong>Spiele</strong>serien ist ein Highlight für Nintendos 3DS.<br />

Note<br />

gut 2,1<br />

Der Blitzballspieler Tidus (links) ist der Protagonist von Final Fantasy X. Der knurrige<br />

Auron (rechts) ist eine Art Mentor der jungen Hauptfigur.<br />

Final Fantasy X/X-2 HD Remaster<br />

Rollenspiel<br />

Final Fantasy X gilt als einer der besten<br />

Titel der Serie überhaupt <strong>–</strong> und das will<br />

bei mittlerweile 15 erschienenen Teilen<br />

schon etwas heißen. Das ursprünglich für<br />

die Playstation 2 veröffentlichte Rollenspiel<br />

wurde jetzt für PS3 und Playstation<br />

Vita in HD neu aufgelegt, zusätzlich befindet<br />

sich auch gleich die Fortsetzung<br />

System PS3, Playstation Vita<br />

Anbieter Square Enix • Im Handel Erhältlich • Preis ab € 35 • USK ab 12<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Gewalt<br />

●●●<br />

Final Fantasy X-2 mit im <strong>Spiele</strong>paket (bei<br />

der Vita-Variante leider nur als Downloadcode).<br />

Die Story dreht sich um den Protagonisten<br />

Tidus, der zusammen mit der<br />

schönen Yuna und einer Gruppe Helden<br />

in den Kampf gegen das Monster Sin<br />

zieht, um die karibisch anmutende Fantasywelt<br />

Spira zu retten. Auch zwölf Jahre<br />

nach der ursprünglichen Veröffentlichung<br />

sorgen die tolle Sprachausgabe<br />

und die teils epischen Videosequenzen<br />

noch für ein fantastisches <strong>Spiele</strong>rlebnis,<br />

die Umsetzung ins HD-Zeitalter hat<br />

Square Enix mit Ausnahme einiger Hintergründe<br />

sehr ordentlich gemeistert.<br />

Dank des riesigen Umfangs sind Sie mit<br />

dem Durchspielen beider Titel locker um<br />

die 100 Stunden beschäftigt, wenn Sie<br />

alle Charaktere entwickeln und alle Fähigkeiten<br />

auf dem sogenannten Sphärenbrett<br />

freischalten möchten, sogar noch<br />

deutlich länger. Sollten Sie FFX noch<br />

nicht gespielt haben und Rollenspiele<br />

mögen, ist die HD-Version eigentlich ein<br />

Pflichtkauf. Doch auch Veteranen dürfte<br />

ein erneutes Durchspielen in hoher Auflösung<br />

viel Spaß bereiten. (ps)<br />

Testurteil<br />

Oftmals müssen Sie in den rundenbasierten Kämpfen auch riesige Feinde bezwingen.<br />

Dabei gilt es, die Fähigkeiten Ihrer Heldengruppe gezielt einzusetzen.<br />

Note<br />

sehr gut 1,2<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 93


SPIELE TEST: <strong>Spiele</strong>-Apps<br />

System<br />

iOS (nur iPad), PC<br />

<strong>Spiele</strong>r<br />

1<br />

Vergleichbar Mit<br />

-<br />

Studio<br />

Subset Games<br />

preis<br />

E 8,99<br />

Sprache<br />

Englisch<br />

Altersempfehlung<br />

ab 9 Jahren<br />

Webseite<br />

www.ftlgame.com<br />

FTL: Faster Than Light<br />

Strategie Der Indie-Titel FTL zeigt, wie man ein PC-Spiel perfekt fürs Tablet umsetzt.<br />

Trotz einfacher Grafik bietet FTL unglaublich spannende Weltraumgefechte.<br />

Feuer im Schiff und ein lädierter Antrieb <strong>–</strong> jetzt wird’s richtig brenzlig.<br />

05/2014<br />

Kauftipp<br />

FTL: Faster than light<br />

Spannende<br />

Weltraumgefechte<br />

Großartiger Chip-<br />

Tune-Soundtrack<br />

Langzeitmotivation<br />

Perfekte Steuerung<br />

Nur auf Englisch<br />

spielbar<br />

sehr gut<br />

Note 1,1<br />

Nichts ahnend landen wir an einem<br />

interstellaren Wegpunkt, als bereits<br />

die erste Rakete eines Weltraumpiraten<br />

im Rumpf unseres Schiffes<br />

einschlägt. Wenige Sekunden später steht<br />

das Cockpit in Flammen und in purer Verzweiflung<br />

leiten wir die Energie der Waffen<br />

auf die Schilde um. Unsere letzte Chance<br />

ist auszuhalten, bis der FTL-Antrieb aufgeladen<br />

ist, der uns einen Sprung in den<br />

Hyperraum und damit die Flucht vor dem<br />

übermächtigen Kontrahenten erlaubt. Die<br />

beschriebene Szene stammt nicht etwa<br />

aus einer Star Trek-Episode, sondern aus<br />

dem Spiel FTL: Faster Than Light des klei-<br />

nen Indie-Studios Subset Games. Der<br />

Titel wurde einst auf Kickstarter finanziert<br />

und erschien bereits anno 2012 für den<br />

PC, wo er seinerzeit sehr gute Kritiken<br />

einfahren konnte. Trotz seiner simplen<br />

Grafik bietet FTL ein sehr intensives <strong>Spiele</strong>rlebnis<br />

und verspricht dank Erkundung,<br />

Schiffentwicklung und tonnenweise freischaltbarer<br />

Objekte eine enorm hohe<br />

Langzeitmotivation. Seien Sie aber gewarnt,<br />

denn FTL ist unter der Fassade ein<br />

knallhartes Spiel, bei dem selbst kleine<br />

Fehler schnell zum Ableben des geliebten<br />

eigenen Raumschiffs führen können. Neulingen<br />

empfehlen wir deshalb, die ersten<br />

Versuche im Easy-Modus zu starten. Die<br />

Umsetzung für Apples iPad ist den Herstellern<br />

absolut perfekt gelungen, das<br />

Interface wurde komplett überarbeitet<br />

und lässt sich intuitiv und auch in hektischen<br />

Situationen komfortabel steuern.<br />

Dazu kommt, dass die iPad-Version auch<br />

alle Inhalte der kürzlich veröffentlichten<br />

Advanced Edition bietet, die FTL um neue<br />

Schiffe, Aliens, Waffen und Technologien<br />

erweitert hat. Auch wenn der Preis von<br />

neun Euro nicht gerade günstig erscheint,<br />

die Langzeitmotivation, gepaart mit nicht<br />

vorhandenen In-App-Käufen, ist das Geld<br />

locker Wert. (ps)<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Mi-Clos Studio<br />

PREIS<br />

€ 3,59<br />

Altersempfehlung<br />

ab 12 Jahren<br />

abenteuer<br />

Out There<br />

Out There verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie FTL, spielt<br />

sich aber doch ganz anders. Sie befinden sich auf einem<br />

Raumschiff alleine im Weltraum und müssen zu einem weit<br />

entfernten Ziel reisen. Unterwegs gilt es, Planeten zu erforschen,<br />

Rohstoffe zu sammeln und aus diesen neue Technologien<br />

zu bauen. Während bei FTL vor allem Kämpfe im<br />

Vordergrund stehen, ist Out There eine gelungene Mischung<br />

aus spannender Erkundung<br />

und knallhartem Ressourcenmanagement.<br />

(ps)<br />

Spielspassnote<br />

sehr gut 1,4<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Ustwo<br />

PREIS<br />

€ 3,59<br />

Altersempfehlung<br />

ab 4 Jahren<br />

abenteuer<br />

Monument Valley<br />

Ihr Ziel in Monument Valley ist,<br />

die Prinzessin Ida durch skurrile<br />

und an Gemälde des Malers<br />

M. C. Escher erinnernde<br />

Levels zu steuern. Dabei manipulieren<br />

Sie per Fingertippen<br />

und -wischen ganze Abschnitte,<br />

um den Weg für die Pixelprinzessin<br />

frei zu machen.<br />

Auch wenn die Spielzeit mit<br />

rund zwei Stunden extrem<br />

kurz ausfällt, lohnt sich der Trip<br />

durch die surreale Welt dank<br />

toller Atmosphäre, perfekter<br />

Steuerung und schöner Musik<br />

wirklich für jedermann. (ps)<br />

Spielspassnote<br />

sehr gut 1,2<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Minority Media Inc.<br />

PREIS<br />

€ 1,79<br />

Altersempfehlung<br />

ab 4 Jahren<br />

puzzle<br />

Loco Motors<br />

Loco Motors ist im Endeffekt eine komplexere Variante von<br />

Rovios Bad Piggies. Ihre Aufgabe besteht darin, sich aus<br />

vorgegebenen Teilen ein Automobil zu basteln, mit dem Sie<br />

bestimmte Parcours meistern müssen. Die Form des Wagens<br />

dürfen Sie bei Loco Motors freihändig zeichnen, anschließend<br />

montieren Sie Motoren, Räder und Co. per Fingertipp<br />

an Ihrem Gefährt. Zum Launch war der Titel noch<br />

etwas verbugt, dank einiger<br />

Patches läuft die App aber<br />

mittlerweile problemlos. (ps)<br />

Spielspassnote<br />

gut 1,6<br />

94 www.spielefilmetechnik.de 05/14


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Widerrufsrecht: Die Bestellung kann ich innerhalb der folgenden 14 Tagen ohne<br />

Begründung beim COMPUTEC-Kunden-Service, 20080 Hamburg, in Textform<br />

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widerrufen. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung.<br />

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Kontoinhaber:<br />

SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 20355<br />

Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem<br />

Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der DPV Deutscher<br />

Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir separat<br />

mitgeteilt. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung<br />

des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

!


Testspiegel Mai 2014<br />

Die beste<strong>Technik</strong><br />

Bestenliste Die beste <strong>Technik</strong> aus Home Entertainment, Mobile,<br />

Digital Foto & Video und PC-Hardware: Hier finden Sie die aktuellen<br />

Internet-Tiefstpreise zu den von <strong>SFT</strong> getesteten Top-Geräten aus<br />

allen wichtigen Produktkategorien, jeden Monat neu recherchiert.¹<br />

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kompaktklasse Bis € 200<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Nikon Coolpix S9400 € 140 04/13 1,6<br />

Sony Cyber-shot WX200 € 170 04/13 1,7<br />

Canon Ixus 140 € 110 09/13 2,1<br />

Nikon Coolpix S5200 € 100 09/13 2,2<br />

Samsung WB250F € 110 09/13 2,3<br />

Sony Cyber-shot WX80 € 110 09/13 2,3<br />

Panasonic Lumix SZ9 € 120 09/13 2,4<br />

Casio Exilim EX-ZR400 € 180 09/13 2,4<br />

kompaktklasse BIS € 300<br />

Produkt Preis (internet) test in note<br />

Canon Powershot S110 € 220 12/12 1,2<br />

Samsung EX2F € 210 12/12 1,3<br />

Fujifilm XF1 € 220 12/12 1,3<br />

Olympus Stylus XZ-2 € 280 12/12 1,3<br />

Olympus SZ-31MR € 220 06/12 1,6<br />

Nikon Coolpix AW110 € 220 05/13 1,7<br />

kompaktklasse Über € 300<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Sony Cyber-shot RX100 € 400 09/12 1,1<br />

Fujifilm X100S € 1.170 10/13 1,2<br />

Sony RX1 € 2.240 03/13 1,2<br />

Fujifilm X-S1 € 390 06/12 1,3<br />

Canon Powershot G1 X € 480 05/12 1,3<br />

SystemKameras<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Fujifilm X-Pro1 € 1.200 06/12 1,1<br />

Fujifilm X-E1 € 710 02/13 1,2<br />

Panasonic Lumix GH3 € 1.270 02/13 1,2<br />

Sony NEX-5T € 470 01/14 1,2<br />

Sony NEX-6 € 510 03/13 1,3<br />

Pentax K-01 € 360 06/12 1,3<br />

Olympus PEN Lite E-PL5 € 400 02/13 1,4<br />

Sony NEX-5R € 490 01/13 1,4<br />

Sony NEX-3N € 330 06/13 1,5<br />

Olympus PEN Mini E-PM2 € 370 02/13 1,5<br />

Neu: Sony Alpha 5000 € 430 05/14 1,6<br />

Home Entertainment<br />

Soundbars<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Teufel Cinebar 11 € 400 (UVP)² 01/14 1,3<br />

Yamaha YPS-1400 € 310 01/14 1,4<br />

Sony HT-CT260H € 220 01/14 1,6<br />

JBL Cinema SB200 € 180 01/14 1,7<br />

Samsung HW-F551 € 230 01/14 1,8<br />

soundDecks<br />

Produkt Preis (internet) test in note<br />

Bose Solo TV Sound System € 350 01/14 1,4<br />

Technisat Audiomaster BT € 450 (UVP)² 01/14 1,8<br />

Panasonic SC-HTE80 € 190 01/14 1,9<br />

Philips Soundstage HTL4110B € 190 01/14 2,1<br />

Hi-fi-Kopfhörer Home Entertainment<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Bose QC3 € 290 03/14 1,3<br />

AKG 545 € 200 03/14 1,4<br />

Parrot Zik € 280 12/13 1,4<br />

Bose AE2W € 210 07/13 1,4<br />

Sennheiser Momentum On-Ear € 140 03/14 1,4<br />

JBL Synchros S700 € 320 03/14 1,6<br />

Monster DNA € 110 03/14 1,6<br />

Harman-Kardon Soho € 160 03/14 1,7<br />

Sony MDR-10RBT € 160 03/14 2,0<br />

Philips Fidelio M1 € 110 03/14 2,1<br />

E-Book-REader<br />

Mobile<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Pocketbook Touch Lux € 110 12/13 1,2<br />

Amazon Kindle Paperwhite € 100 12/13 1,3<br />

Sony Reader PRS-T3 € 90 12/13 1,4<br />

Kobo Aura HD € 160 12/13 1,4<br />

Tolino Shine € 100 12/13 1,5<br />

Amazon Kindle € 50 (UVP)² 12/13 1,6<br />

Kobo Touch € 70 12/13 1,7<br />

Ohrhörer<br />

Home Entertainment<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Ulrasone Pyco € 170 04/14 1,3<br />

Bowers & Wilkins C5 € 150 04/14 1,4<br />

Ultrasone Tio € 350 05/13 1,4<br />

Beyerdynamic DX 160 iE € 100 04/14 1,5<br />

Bose SIE2 Sport Headphones € 100 04/14 1,5<br />

Razer Adaro € 80 04/14 1,8<br />

Monster iSport Strive € 50 04/14 1,9<br />

Philips Fidelio S1 € 70 04/14 2,0<br />

flachbildfernseher home entertainment<br />

bis 42 zoll<br />

Produkt art Preis (internet) test in note<br />

Philips 42PFL6007K LED-LCD € 750 12/12 1,6<br />

Philips 40PFL5007K LED-LCD € 680 07/12 1,7<br />

Toshiba 40L7363DG LED-LCD € 410 09/13 1,7<br />

Panasonic TX-39ASW504 LED-LCD € 540 04/14 2,4<br />

LG 42LM660S LED-LCD € 890 12/12 2,5<br />

Ab 46 zoll<br />

Produkt art Preis (Internet) test in note<br />

Samsung KE55S9C OLED € 8.000 11/13 1,1<br />

Panasonic TX-L55WTW60 LED-LCD € 2.100 08/13 1,2<br />

Philips 46PFL8008S LED-LCD € 1.300 07/13 1,2<br />

Philips 55PDL8908S LED-LCD € 1.720 08/13 1,3<br />

Samsung UE46F7090 LED-LCD € 1.100 07/13 1,3<br />

Philips Elevation 60PFL8708S LED-LCD € 2.300 10/13 1,4<br />

Panasonic TX-P55VT60 Plasma € 1.500 08/13 1,4<br />

Samsung UE46F6500 LED-LCD € 630 09/13 1,6<br />

Toshiba 50L7363DG LED-LCD € 610 09/13 1,7<br />

Panasonic TX-L47ETW60 LED-LCD € 800 09/13 1,7<br />

Sharp LC-70LE857E LED-LCD € 4.300 01/14 1,8<br />

Kompakte Knipse<br />

Obwohl die Olympus PEN E-PL5 den<br />

Zusatz „Lite“ im Namen trägt, kann<br />

sich ihre Ausstattung durchaus sehen<br />

lassen: 16-Megapixel-Sensor, Full-HD-<br />

Videoaufnahme, acht Serienbilder pro<br />

Sekunde sowie ein drei Zoll großes<br />

Touch-Display sind mit an Bord. Der<br />

um 180 Grad schwenkbare Bildschirm<br />

bietet zwar nur eine mittelmäßige Auflösung<br />

von 460.000 Bildpunkten, dank der<br />

farbenfrohen Foto darstellung und des<br />

guten Blickwinkels kann man darüber<br />

aber hinwegsehen. Auch die Qualität der<br />

Aufnahmen überzeugt mit tollen Farben<br />

sowie gutem Dynamikumfang und Feinzeichnung.<br />

Für einen Preis von mittlerweile<br />

nur noch 400 Euro ist die kompakte<br />

Knipse somit ein tolles Schnäppchen.<br />

Internet-mediaPlayeR<br />

home ent.<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Pearl Meteorit MMB-525.SAT € 100 (UVP)² 07/13 1,4<br />

Western Digital WD TV Life Wifi € 80 04/14 1,6<br />

A.C. Ryan Playon! HD3 3D € 170 04/14 1,8<br />

Fantec 3DS4600 € 130 04/14 1,9<br />

Videoweb Videoweb TV € 110 03/12 1,9<br />

Asus O!Play Mini Plus € 80 04/14 2,1<br />

blu-ray-player<br />

home entertainment<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

LG BP620 € 110 06/12 1,3<br />

Philips BDP7700 € 270 07/12 1,3<br />

Philips BDP9700 € 490 05/13 1,4<br />

Panasonic DMP-BD77 € 70 06/12 1,5<br />

mp3-player<br />

mobile<br />

Produkt sPeicher Preis (internet) test in note<br />

Apple iPod Touch 5G 32/64 GB € 250 12/12 1,4<br />

Samsung Galaxy S Wifi 5.0 8 GB € 200 07/12 1,6<br />

Apple iPod Nano (7. Gen.) 16 GB € 130 12/12 1,6<br />

Sony NWZ-Z1050 16/32 GB € 250 07/12 1,7<br />

¹ Stand: 14.04.2014; ² Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, kein Onlinevertrieb<br />

96 www.spielefilmetechnik.de 05/14


Mai 2014<br />

Testspiegel<br />

<strong>Smart</strong>phones<br />

mobile<br />

Android<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Neu: HTC One (M8) € 620 05/14 1,1<br />

Neu: Samsung Galaxy S5 € 620 05/14 1,2<br />

Sony Xperia Z1 € 430 11/13 1,3<br />

Asus The New Padfone A86 € 450 03/14 1,3<br />

LG G2 € 350 11/13 1,3<br />

Sony Xperia Z1 Compact € 420 04/14 1,4<br />

Google Nexus 5 € 320 01/14 1,4<br />

Samsung Galaxy S4 € 320 06/13 1,5<br />

HTC One (M7) € 380 04/13 1,6<br />

Samsung Galaxy S4 Active € 360 10/13 1,6<br />

LG Optimus G Pro € 390 10/13 1,7<br />

Sony Xperia Z € 250 03/13 1,8<br />

Samsung Galaxy S3 € 210 07/12 2,0<br />

Huawei Ascend P6 € 240 10/13 2,1<br />

Yota Yotaphone € 480 02/14 2,1<br />

Huawei Ascend P2 € 250 07/13 2,2<br />

Motorola Moto G € 160 01/14 2,2<br />

Windows Phone 8<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Nokia Lumia 1520 € 470 04/14 1,4<br />

Nokia Lumia 1020 € 400 11/13 1,5<br />

Nokia Lumia 925 € 290 10/13 1,5<br />

Nokia Lumia 920 € 270 12/12 1,6<br />

Samsung Ativ S € 240 03/13 1,6<br />

Phablets (<strong>Smart</strong>phones ab 5,5 Zoll DisplaygröSSe)<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Samsung Galaxy Note 3 € 430 11/13 1,1<br />

Sony Xperia Z Ultra € 350 10/13 1,3<br />

Acer Liquid S2 € 370 03/14 1,4<br />

LG G Flex € 400 03/14 1,5<br />

HTC One Max € 480 12/13 1,5<br />

ZTE Grand Memo € 200 03/14 1,6<br />

Huawei Ascend Mate € 240 06/13 1,6<br />

Wiko Darkside € 250 01/14 2,1<br />

Blackberry<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Blackberry Z10 € 210 04/13 1,5<br />

Blackberry Q10 € 310 10/13 1,8<br />

iOs<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Apple iPhone 5S € 540 11/13 1,1<br />

Apple iPhone 5C € 440 11/13 1,5<br />

Apple iPhone 4S € 300 11/11 1,6<br />

Apple iPhone 4 € 300 02/11 2,3<br />

drahtlos-SoundsystemE home ent.<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Bowers & Wilkins A7 € 700 05/13 1,1<br />

Bose Soundlink Air € 280 02/14 1,2<br />

Teufel iTeufel Air € 350 05/12 1,2<br />

Logitech UE Boom € 200 12/13 1,3<br />

Bowers & Wilkins Z2 € 330 06/13 1,3<br />

Philips Fidelio AW 5000 € 200 10/12 1,3<br />

Libratone Loop € 400 02/14 1,5<br />

Geneva Model S Wireless DAB+ € 400 11/13 1,5<br />

Samsung DA-F60 € 120 09/13 1,5<br />

Harman-Kardon Aura € 350 02/14 1,6<br />

Raikko Evolution € 60 12/13 1,6<br />

Jawbone Mini Jambox € 130 12/13 1,6<br />

Simple-Audio Go € 110 03/14 1,7<br />

Pure Contour i1 Air € 250 02/14 1,8<br />

Pure Jongo S3 € 150 12/13 1,9<br />

JBL Pulse € 180 12/13 1,9<br />

LG CM3430G € 180 02/14 2,1<br />

Wer sich vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft<br />

am 12. Juni noch mit einem neuen<br />

Fernseher ausstatten will, kann mit dem Toshiba<br />

50L7363DG ein echtes Schnäppchen schießen:<br />

Der 3D-fähige 50-Zoll-TV kostet aktuell<br />

nur noch rund 600 Euro. Auch sein um 10 Zoll<br />

kleinerer Bruder ist mit einem Internet-Preis von<br />

All-in-one-pcs<br />

Mit Akku<br />

PC-Hardware<br />

Produkt Preis (internet) test in note<br />

Dell XPS 18 € 940 11/13 1,6<br />

Lenovo Idea Centre Horizon € 1.470 11/13 1,8<br />

Asus Transformer AiO P1801 € 1.000 11/13 1,9<br />

Sony Vaio Tab 20 € 1.200 (UVP)² 11/13 2,4<br />

ohne Akku<br />

Produkt Preis (internet) test in note<br />

Apple 27" iMac € 2.700 11/13 1,2<br />

Dell XPS One 27 € 1.690 11/13 1,4<br />

MSI AG2712A € 2.000 11/13 1,7<br />

Toshiba Qosmio PX30t-A112 € 1.540 11/12 2,2<br />

Tablet-PCs<br />

mobile<br />

7-Zoll-Klasse<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Apple iPad Mini mit Retina-Display € 330 01/14 1,2<br />

Google Nexus 7 (2013) € 210 10/13 1,3<br />

LG G Pad 8.3 € 240 01/14 1,4<br />

Amazon Kindle Fire HDX 8.9 € 380 02/14 1,4<br />

Samsung Galaxy Note 8.0 € 230 06/13 1,7<br />

Samsung Galaxy Tab 3 8.0 € 170 10/13 1,8<br />

Dell Venue 8 Pro € 250 03/14 1,9<br />

Asus Memo Pad HD 7 € 120 10/13 2,0<br />

Acer Iconia W4 € 290 03/14 2,1<br />

Apple iPad Mini € 260 10/13 2,2<br />

Archos 79 Xenon € 200 03/14 2,3<br />

Acer Iconia B1-720 € 100 03/14 2,4<br />

10-Zoll-Klasse<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Apple iPad Air € 430 12/13 1,1<br />

Samsung Galaxy Note 10.1 (2014 Ed.) € 430 01/14 1,3<br />

Neu: Samsung Galaxy Note Pro 12.2 € 720 05/14 1,4<br />

Asus Transformer Pad TF701T € 420 03/14 1,4<br />

Google Nexus 10 € 300 10/13 1,4<br />

Neu: Sony Xperia Z2 Tablet € 650 05/14 1,5<br />

Sony Xperia Tablet Z € 330 07/13 1,5<br />

Microsoft Surface Pro 2 € 890 02/14 1,7<br />

Fujitsu Stylistic M532 € 240 10/13 1,7<br />

Asus Memo Pad FHD10 € 270 10/13 1,8<br />

Asus Transformer Book T100TA-C1-GR € 430 03/14 1,9<br />

Samsung Ativ Tab 3 € 500 03/14 2,0<br />

Microsoft Surface 2 € 430 02/14 2,2<br />

Blaupunkt Endeavour 1010 € 180 03/14 2,3<br />

Apple iPad 2 € 280 04/12 2,4<br />

Gespart wie ein<br />

Weltmeister!<br />

400 Euro mittlerweile sehr preiswert zu bekommen.<br />

In Sachen Bildqualität punkten die günstigen<br />

LED-Fernseher mit natürlichen Farben und<br />

guter Detailzeichnung. Unser Test in Ausgabe<br />

09/13 kritisierte noch die träge reagierenden<br />

Bedienmenüs. Durch ein Software-Update wurde<br />

dieses Problem aber mittlerweile behoben.<br />

lc-monitore<br />

pc-hardware<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

LG M2550D € 280 06/11 1,4<br />

Philips 242G € 320 12/13 1,6<br />

Philips Gioco 278G4DHSD € 300 02/13 1,7<br />

PC-Lautsprechersysteme home ent.<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Teufel Concept E 450 € 500 (UVP)² 11/13 1,2<br />

Yamaha YPX-500 € 90 09/13 1,3<br />

Audyssey Media Speakers € 150 04/12 1,3<br />

Teufel Concept E € 450 04/14 1,4<br />

Audioengine 5+ € 400 02/13 1,4<br />

Teufel PC Bamster € 100 09/13 1,4<br />

Gaming-Mäuse<br />

pc-hardware<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Roccat Kone+ € 60 09/11 1,2<br />

Roccat Pyra € 40 06/10 1,2<br />

Logitech G602 € 60 02/14 1,5<br />

Roccat Kone Pure € 60 04/13 1,5<br />

Viel Display für wenig Geld<br />

Das ZTE Grand Memo überzeugt mit robuster Haptik<br />

und einer griffigen Kunststoffrückseite. Obwohl<br />

der Quadcore-Prozessor mit<br />

1,5 Gigahertz im Vergleich<br />

zur Konkurrenz niedriger<br />

getaktet ist, zeigt sich das<br />

LTE-fähige Phablet beim<br />

Starten von Apps sowie im<br />

<strong>Spiele</strong>einsatz äußerst performant<br />

und auch aufwendige<br />

Titel wie Asphalt 8 laufen<br />

ruckelfrei. Das 5,7 Zoll große<br />

Display löst zwar nur in<br />

720p auf, für den Preis von<br />

lediglich 200 Euro lässt sich<br />

dieses Manko aber absolut<br />

verschmerzen.<br />

notebooks<br />

pc-hardware<br />

Ultrabooks<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Apple Macbook Air 13" (2013) € 1.170 08/13 1,1<br />

Asus Zenbook UX32VD € 1.030 08/12 1,5<br />

Neu: Toshiba Kira € 1.500 05/14 1,6<br />

HP Envy X2 € 730 03/13 1,6<br />

Acer Aspire S3-391 € 850 08/12 1,6<br />

Dell XPS 12 € 1.100 09/13 1,6<br />

Hewlett-Packard Spectre XT € 850 09/12 1,7<br />

Samsung Ativ <strong>Smart</strong> PC € 400 01/13 1,8<br />

Lenovo Idea Pad U330 Touch € 680 09/13 1,9<br />

Sony Vaio Duo 11 € 850 01/13 1,9<br />

Über 15 Zoll<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Apple Macbook Pro Retina € 1.320 08/12 1,2<br />

Acer Timeline U M5-581TG € 950 09/12 1,5<br />

Gaming-Notebooks<br />

Produkt Preis (Internet) test in note<br />

Asus N56VZ € 1.170 02/13 1,4<br />

Dell Inspiron 17R Special Edition € 1.000 02/13 1,6<br />

MSI XGT70H-80M4811B € 1.900 08/13 1,7<br />

Asus G750JX-T4052H € 1.600 08/13 1,8<br />

05/14 www.spielefilmetechnik.de 97


Zuletzt Mai 2014<br />

<strong>Technik</strong> InfoBits<br />

Bei Anruf Duft<br />

Gagagadget Mit dem Handy-Sprühkopf Scentee sorgt Ihr <strong>Smart</strong>phone<br />

zukünftig bei jeder Benachrichtigung für dicke Luft.<br />

Ein <strong>Smart</strong>phone kann zwar klingeln, vibrieren<br />

und blinken, Sie wünschen sich aber<br />

schon immer, dass Ihr Mobilgerät nahezu<br />

all Ihre Sinne anspricht? Kein Problem, mit dem<br />

Scentee kommen zukünftig bei jeder Benachrichtigung<br />

auch die Geruchsnerven voll auf ihre<br />

Kosten. Der kleine Sprühkopf muss nur mit einer<br />

entsprechenden Aromakapsel versehen und in<br />

den Kopfhöreranschluss des Handys gesteckt<br />

werden. Anschließend können Sie in der kostenlosen<br />

Android- oder iOS-App (mindestens iOS7<br />

oder Android 4.0 erforderlich) verschiedene Ereignisse<br />

programmieren, um beispielsweise zusammen<br />

mit dem morgendlichen Wecker automatisch<br />

auch einen Kaffeeduft versprühen zu<br />

lassen. Wenn die Freundin eine SMS schreibt,<br />

soll es ab sofort nach Rosen duften? Kein Problem!<br />

Einfach die entsprechende Rosen-Kapsel<br />

einlegen, eine kurze Einstellung in der App vornehmen<br />

und die nächste Nachricht der Angebeteten<br />

wird mit dem lieblichen Duft untermalt. Auf<br />

Wunsch kann der kleine Stinker aber auch als<br />

automatischer Lufterfrischer in Intervallen sprühen<br />

oder manuell bedient werden.<br />

Geruchsfernsehen auf Umwegen<br />

Der in Japan ansässige Hersteller Chat Perf hat<br />