Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2013 - Philosophische ...

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Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2013 - Philosophische ...

VORWORT

Sehr geehrte an der Geschlechterforschung Interessierte, in der Geschlechterforschung Lehrende, liebe Freundinnen

und Freunde des IZfG,

Das IZfG gibt in diesem Semester nach einer längeren Pause wieder ein Vorlesungs- und Veranstaltungsverzeichnis

heraus. Es verzeichnet darin nicht nur das Lehrangebot der Universität Greifswald im Bereich der Geschlechterstudien,

sondern auch die vom IZfG und dessen engagierten Mitgliedern allein oder in Kooperation organisierten

Veranstaltungen. Dadurch entsteht ein komprimierter Überblick über viele Gender-Aktivitäten innerhalb der nächsten

Monate in und um die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald. Zudem findet sich ein Ausblick auf die Sibylla-Schwarz-

Tagung und die Ringvorlesung des IZfG im Wintersemester 2013 / 2014. Und es gibt weitere hilfreiche Informationen

für Studierende, Lehrende und die interessierte Öffentlichkeit.

So ergeht eine herzliche Einladung an alle, die unsere wohlsortierte und mittlerweile sehr umfangreiche

interdisziplinäre Spezialbibliothek zu den Gender Studies nutzen wollen oder sich für ein Praktikum am IZfG

interessieren. Weitere Informationen hierzu und zu allen anderen Angelegenheiten können auch per E-Mail

(izentrum@uni-greifswald.de) oder telefonisch (03834 86 - 3191) erfragt werden. Darüber hinaus können Sie / könnt Ihr,

wie immer, unserer Webpage (http://www.izfg.uni-greifswald.de) aufsuchen oder uns bei Facebook

(https://www.facebook.com/IZFG.Greifswald) besuchen!

Ein erfolgreiches Semester wünschen Ihnen der Vorstand und die Mitarbeiterinnen de


Philosophische Fakultät

INSTITUT FÜR ANGLISTIK UND AMERIKANISTIK

The British Novel: 1970s to today (Seminar: Lit.)

Di 14 – 16, 4002041 Conny Loder, 2 SWS ab 3. Sem., Steinbeckerstr. 15, R 24

In this seminar we will explore several acclaimed and prize-winning novels from the 1970s to today. P. Fitzgerald’s

Offshore vividly portrays boat people, elaborating on what literary theory calls the space of liminality: Fitzgerald’s

characters belong neither on land, nor on sea; they are set in a space of in-between, physically as much as

psychologically. A similar in-between space is rendered by A. Carter’s Passion of New Eve, a post-feminist novel, set in

a future dystopian New York in which concepts of gender, sexual difference and identity are explored. Nearly 30 years

later, A. Smith’s Girl Meets Boy explores the concept of gender from a different perspective when she reinterprets the

myth of Iphis and Iante. Three novels from the 1990s, A. S. Byatt’s Possession, G. Swift’s Last Orders and S. Fry’s

Making History deal with topics of an outgoing century. These experimental novels range from a bizarre detective story,

to a potpourri of interior monologues and the utopian/dystopian answer to the question: what if Hitler had never been

born?

Students are requested to have read at least four of the six novels to be discussed in the seminar by the beginning of

the semester.

Maximum participants: 25

George Eliot: Middlemarch (Seminar: Lit.)

Do 16 – 18 / Do 18 – 21 (not every week), 4002049 James Fanning, 2 SWS ab 3. Sem., Steinbeckerstr. 15, R

34 / R 34

George Eliot’s Middlemarch is often regarded as the pinnacle of realism among English novels, the only one which can

really compare with the great works of Tolstoy and Balzac. Virginia Woolf called it “one of the few English novels

written for grown-up people”. We shall study various aspects of it including the question of realism, plot structure,

narrative technique and ideology, including, of course, gender issues.

Students are recommended to buy the Norton Critical Edition of Middlemarch, which contains useful footnotes as well

as a generous selection of secondary literature and background material. The Cambridge Companion to George Eliot, ed.

G. Levine, CUP 2001 provides useful background; further secondary literature will be recommended in the seminar. You

are expected to have read at least the first two ‘books’ of Middlemarch (out of eight) before the beginning of the

semester.

Maximum participants: 30

Introduction to the USA (Vorlesung)

Fr 10 – 12, 4002010 Anette Brauer, 2 SWS ab 3. Sem., Steinbeckerstr. 15, HS 1

This basic course will first discuss key historical events that led to the formation of the U.S.A., then focus on the major

developments in the 18th to 20th centuries that shaped American society. In the second half, the lecture will offer a

concise look at selected aspects of contemporary American culture and society such as politics, media, education,

religion, and issues connected with immigration, ethnicity and gender. A new course handout will be made available at

the beginning of the semester.

The course is also part of the B.A. General Studies module “Introduction to Great Britain and the USA” (3 LP)


INSTITUT FÜR DEUTSCHE PHILOLOGIE

Grundkurs B: Literaturtheorie: Jakobson - Genette - Derrida - Butler (Seminar) 4-stündig

Mo 18 – 20 / Di 16 – 18, 4004058 Peter Pohl, Rubenowstr. 3, R 1.05 / Wollweberstr. 1, HS

In Fortsetzung des GK A kommt es in diesem vierstündigen Kurs zur Vertiefung literaturtheoretischer Kenntnisse. Der

Grundkurs B setzt sich mit wichtigen Studien des Strukturalismus und Poststrukturalismus auseinander, die er in Gänze

liest und diskutiert. Alle Theorietexte liegen in Kopie vor. Literarische Texte unterschiedlicher Gattungen und Epochen,

an denen die Erkenntniserträge literaturtheoretischen Vorgehens thematisiert und dabei Grenzen und Ergänzungen des

Vorgehens methodenreflexiv diskutiert werden, müssen z.T. erworben werden. Ziel ist es, aus dem Nachvollzug, der

Diskussion und der Anwendung der Theorien eigene Erkenntnisinteressen zu entwickeln und eigene Arbeiten zu

erstellen. Das individuelle Vorgehen – Stichwort: Hausarbeit – wird im letzten Drittel des Seminars in Kurzreferaten

vorgestellt und im Plenum besprochen.

Soziolinguistik – Interaktion von Sprache und Gesellschaft (Seminar)

Di 10 – 12, 4004052 Jana Kiesendahl, Rubenowstr. 3, R 1.05

Die Soziolinguistik gilt als eine der Hauptdisziplinen der angewandten Sprachwissenschaft. Sie untersucht den

Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Faktoren und Sprache. So stehen beispielsweise der Einfluss von Faktoren

wie Alter, Geschlecht, soziale Rolle oder Bildung auf Sprache und Sprachgebrauch im Fokus. Wir werden im Seminar

einerseits soziolinguistische Grundbegriffe und methodische Ansätze klären und diskutieren und andererseits am

Beispiel von Fachsprachen, Männer- und Frauensprache, Jugendsprache u.a. fragen, in welcher Weise soziale

Differenzierungen das lexikalisch-semantische, das syntaktische System und funktionale Unterscheidungen von

Sprache beeinflussen. Eine regelmäßige Anwesenheit und die Übernahme von Referaten werden ebenso vorausgesetzt

wie die gründliche Lektüre der bereitgestellten Literatur.

Dabei geht es einerseits um die Stellung von Phraseologismen im sprachlichen System, um ihre Klassifikation und

Terminologie aber auch um Themen wie: Historisch-etymologische Aspekte; regionale oder sprachübergreifende

Differenzen und Gemeinsamkeiten; Phraseologismen als Problem der Übersetzungswissenschaft; Phraseologie und

Stilistik; Einfluss von Fach- und Sondersprachen (Militär, Sport, Musik, Bibel u. a.) auf die Phraseologie; Bilder und

Vergleiche im Phraseologismus; Rollen- oder Geschlechterklischees in Redensarten oder Sprichwörtern;

Phraseologismen als Objekt der Volkskunde, der Literaturwissenschaft; Sprichwörter - Antisprichwörter;

Phraseologismen in der Werbung; neue Phraseologismen in der Jugend- und Szenesprache; Phraseologismen im

Wörterbuch u. a. Die Könnensziele des Seminars sollen auch durch Referate der Teilnehmer erreicht werden. LV in

russischer Sprache.

Literatur: wird zu Beginn des Semesters im HIS bekannt gegeben.

Paris und Vienna – ein mittelniederdeutscher Raum (Hauptseminar)

Do 14 – 16, 4004069 Karin Cieslik, Rubenowstr. 3, R 1.05

Gegenstand des Seminars ist ein mittelniederdeutscher Prosaroman, dessen stofflicher Kern im Spätmittelalter und in

der Frühen Neuzeit europaweit verbreitet war. Er erzählt die Geschichte von der unverbrüchlichen Liebe Paris' und

Viennas, die alle Widerstände (Standesunterschiede, Trennung) überwindet und schließlich zur Erfüllung gelangt. Die

mittelneuhochdeutsche Version wurde 1488 interessanterweise in der Antwerpener (mnl.) Offizin des Gheraert Leeu

gedruckt.

Es wird darum gehen, den Text in stofflicher, gattungsgeschichtlicher und mediengeschichtlicher Hinsicht in der

mittelnieder-deutschen Literatur zu verorten, Zusammenhänge zum Fahd. Prosaroman herzustellen sowie ausgewählte

Aspekte des Romans (Geschlechterkonstruktionen, Umgang mit kultureller / religiöser Fremdheit etc.) zu besprechen.

Die Textgrundlage wird zu Beginn des Semesters bereitgestellt.


Gelegenheitsdichtung: Sibylla Schwarz (Seminar)

Do 10 – 12, 4004021 Monika Schneikart, Rubenowstr. 3, R 2.10

Ein Großteil der Dichtung der Greifswalder Barockpoetin Sibylle Schwarz, einer frühen Opitzianerin, ist in drei

Gegenstandbereiche der germanistischen Barockforschung zu verorten: in der Sonettdichtung, in der Schäferdichtung,

beides europäisch gepflegte Gattungen, sowie in der Gelegenheitsdichtung. Im Seminar wollen wir uns mit der Breite

des dichterischen und poetologischen Profils von Schwarz beschäftigen. Für bestimmte Texte ist es nötig, nach den

kulturgeschichtlichen Entstehungskontexten zu recherchieren, Kenntnisse in der regionalen Quellenrecherche sind

deshalb erwünscht bzw. müssten angeeignet werden.

Das Seminar dient der Vorbereitung eines studentischen Kolloquiums, das im Umfeld der wissenschaftlichen Tagung zu

Sibylle Schwarz vom 10. - 12. Oktober in Greifswald stattfinden wird. Kolloquiumsbeiträge können von an

Forschungsfragen Interessierten gezielt und systematisch vorbereitet werden, die hiermit herzlich zur Teilnahme

eingeladen sind.

Teilnahmebedingungen: Interesse für die regionale Kulturgeschichte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und

Barockdichtung, intensive textanalytische Arbeit.

Die Gedichte sind nur in einer Reprintausgabe zugänglich:

Helmut W. Ziefle (Hg.): Sibylle Schwarz: Deutsche Poetische Gedichte. Faksimiledruck nach der Ausgabe von 1650. Bern

/ Frankfurt am Main / Las Vegas 1980. (digitalisiert auf der Internetseite der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel).

„Corpus delicti – Einführung in die Gender Studies“

Julia Diekämper (Universität Bremen – Schwerpunkt: Kulturwissenschaft),

Robert-Blum-Str. 13

Einführungsveranstaltung: 05.04. 14-16 1. Block 19.04. 14-20 & 20.04.

10-18

2. Block 24.05. 14-20 & 25.05. 10-16

Frankreich votierte 2013 unter anderem dafür, homosexuellen Paaren das Recht einzuräumen, Kinder zu adoptieren. Ob

sie auch die sogenannte künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen dürfen, soll allerdings erst zu einem späteren

Zeitpunkt verhandelt werden. Die auf die Entscheidung folgenden Diskussionen deuten darauf, dass in kaum einem

Bereich des menschlichen Lebens die Frage von Geschlecht eine so entscheidende Rolle spielt, wie im Kontext der

Fortpflanzung. Die durch den Einsatz von Reproduktionsmedizin mögliche Trennung von Sexualität und Fortpflanzung

eröffnet dabei in ihrer Folge ganz neue Fragen für die Wahrnehmung von Geschlecht.

Im Zentrum des Blockseminars steht daher das Verhältnis von Wissen, Wissenschaft und Geschlecht bzw.

Geschlechternormen. An den Grenzlinien zwischen Natur und Kultur vollziehen wir gemeinsam den Wandel der

Wissensordnung und die Verschiebung der symbolischen Geschlechterordnungen nach. Biologisierung und

Naturalisierung im Blick, suchen wir nach Aushandlungsorten im Wahrheitsspiel und stoßen dabei auf Begriffe von

Performanz und Performativität. Ausgehend von der kulturellen Wahrnehmung von Geschlecht fragen wir uns, welchen

Beitrag die gender studies zur Lösung gesellschaftlich virulenter Probleme – z.B. was die rechtliche Situation

intersexuell Geborener betrifft - liefern können.

Leistungsanforderungen:

• Regelmäßige Teilnahme

• Vorbereitende gründliche Lektüre der Seminartexte

• Übernahme von Seminarverantwortlichkeit

• Schriftliche Überlegungen zu im Seminar aufgeworfenen Fragen.

Einschreibung: über LSF


INSTITUT FÜR ERZIEHUNGSWISSENSCHAFTEN

Gendergerechtes Handeln im schulischen Alltag (Seminar)

Do 10 – 12, 4005048 Martina Winkelmann, Franz-Mehring-Str. 47, R 314

Schule soll ermöglichen, dass Lehrkräfte Jungen und Mädchen gleichermaßen gerecht werden können.

Geschlechterrollentypische Zuschreibungen und Erwartungen schränken Entwicklungsspielräume für Jungen wie

Mädchen allerdings ein. Beispielsweise werden Mathematik / Physik sowie Sprachen als Geschlechterdomänen

gehandelt und an soziale Kompetenz oder Verständnis für die MINTfächer unterschiedlichen Erwartungen geknüpft.

Um dem begegnen zu können, brauchen Lehrkräfte Genderkompetenz. Schule muss Stereotypen entgegenwirken, den

Unterricht individualisieren und Geschlechtergerechtigkeit als Handlungsmaxime verstetigen.

Einschreibung: ab 15.03.2013 über LSF (bevorzugt für das 2. Modul)

Literatur:

Budde, J.: Geschlechtergerechtigkeit in der Schule: eine Studie zu Chancen, Blockaden und Perspektiven einer gendersensiblen

Schulkultur. Weinheim 2008.

Jähnert, G. (Hg.): Gender und Schule: Konstruktionsprozesse im schulischen Alltag, Zentrum für Transdisziplinäre

Geschlechterstudien, Berlin 2011. (online abrufbar http://www.gender.hu-berlin.de/forschung/publikationen/genderbulletins/texte-37/bulletin-texte-37)

Stürzer, M.: Geschlechterverhältnisse in der Schule. Opladen 2003.

Westphal, M.: Gender lernen? Genderkompetenzen für Schülerinnen und Schüler. Opladen 2012.

INSTITUT FÜR SKANDINAVISTIK

Hauptseminar: Genderlinguistik (Hauptseminar)

Fr 8 – 10, 4009304 Christer Lindqvist, 2 st, Hans-Fallada-Str. 20, R 1

In diesem Hauptseminar wird der Frage kritisch nachgegangen, wie sich das natürliche/biologische und das soziale

Geschlecht sowohl auf das Sprachsystem als auch auf die Kommunikation auswirken. Welche sprachkritischen

Positionen können eingenommen werden? Sind Reformen in den skandinavischen Sprachen möglich/erwünscht?

Welche Unterschiede bestehen zum Deutschen? Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, wissenschaftliche Texte in

Englisch und in den drei festlandskandinavischen Sprachen zu lesen.

Master: Modul „Varietäten der skandinavischen Sprachen“ (zusammen mit dem Seminar „Para- und nonverbale

Aspekte der Kommunikation“)

Lehramt (2001): Seminar im Hauptstudium

INSTITUT FÜR SLAWISTIK

Славянская фразеология как часть европейской фразеологии (Seminar)

Di 8 – 10, 4014538 Harry Walter, Domstr. 9 / 10, R 21

In natürlichen Sprachen finden sich oberhalb der Einzelwortebene sprachliche Einheiten, die sich durch Polylexikalität

einerseits und eine gewisse Festigkeit der Fügung andererseits auszeichnen. Diese Einheiten, welche die Funktion von

Wörtern, Satzgliedern oder Sätzen haben können, werden häufig mit Termini wie: feste Wendung, Idiom, Redensart,

Idiomatismus, Phraseologismus, geflügeltes Wort, Floskel, Gemeinplatz, Sprichwort, Wellerismus usw. bedacht. Die LV

soll einen Einblick in die slawische Phraseologie im weiteren Sinne (mit Einschluss der Parömiolgie =

Sprichwörterkunde) im Kreise anderer europäischer Sprachen bieten.


Zwischen Tradition und Moderne: Identitätskonstruktionen mit Hilfe von Geschichte,

Kultur und Medien in Russland im 20. und 21. Jahrhundert (Seminar)

Di 10 – 12, 4014572 Ute Scholz, Rubenowstr. 1, Audimax III

Im Zuge der seit 1991 eingeleiteten Transformationsprozesse ist es in Russland zu gewaltigen Umwälzungen

gekommen, die die Frage nach einer neuen nationalen Identität aufgeworfen haben. Im Bemühen Leerstellen zu füllen,

die dadurch im System der Werte entstanden sind, bedienten sich Staat und Gesellschaft bei ihren Versuchen,

nationale Identität neu zu konstruieren, in zunehmendem Maße der Symbolpolitik. Im Seminar sollen deshalb Symbole

und historische Figuren in den Mittelpunkt rücken, die in der zeitgenössischen Geschichtsschreibung und in Kunst und

Kultur, nicht zuletzt mit Unterstützung neuer Medien, präsentiert und neu- oder umgedeutet werden. Es ist beabsichtigt,

die Funktion einzelner im Spannungsfeld von Tradition und Moderne angesiedelter Konstrukte in zeitgenössischen

Diskursen aufzuspüren sowie politische, religiöse und soziale Absichten aufzuzeigen, die mit ihrer Verwendung

verbunden sind.

Bedingungen für den Erwerb eines qualifizierten Leistungsnachweises in Übereinstimmung mit der jeweiligen

Prüfungsordnung: Referat und Hausarbeit; Referat und Klausur; Referat und mündliche Prüfung oder Referat und

adäquate Präsentation.

Literatur:

Torke, H.-J.: Lexikon der Geschichte Russlands. München 1985.

Torke, H.-J.: Historisches Lexikon der Sowjetunion 1917 / 22 bis 1991. München 1993.

De Keghel, I.: Die Rekonstruktion der vorsowjetischen Geschichte. Identitätsdiskurse im neuen Russland. Hamburg

2006.

Assmann, A., Harth, D. (Hg.): Mnemosyne: Formen und Funktionen der kulturellen Erinnerung. Frankfurt / M. 1991.

Universitätsmedizin

INSTITUT FÜR GESCHICHTE DER MEDIZIN

Ärztliche Selbstfindung und patientenorientierte Kasuistik. Medizinethische Fragen in

ihrer historisch-kulturellen, ethnisch-religiösen und anthropologisch-personalen

Dimension (Seminar)

09. April 2013, 17 Uhr Erstbesprechung, Hartmut Bettin, Julia Radtke, 42 st, wöchentlich April – Juni 2013

(Wahlfach im Zweiten Abschnitt des Studiums der Medizin – in Begutachtung zur Einführung als

obligatorisches Wahlfach), SR Institut für Geschichte der Medizin

Die Studierenden sollen befähigt werden, ihr Denken und Handeln als zukünftige Ärztinnen und Ärzte kritisch und

verantwortungsbewusst zu reflektieren. Dafür sollen sie:

• sensibilisiert werden für die historischen und kulturellen Dimensionen ärztlichen Handelns

• das ärztliche Selbstverständnis als historisch und gesellschaftlich geprägt erkennen

• sich der Grenzen wissenschaftlicher Prinzipien (z.B. Objektivität oder Wertfreiheit) bewusst werden

• „Gesundheit“ und „Krankheit“/„Kranksein“ (illness / disease) als Prozesse verstehen und als komplexe, nicht

nur naturwissenschaftliche Begriffe betrachten

• für die subjektive Perspektive sowie die Erfahrungen von Kranken und Angehörigen aus unterschiedlichen

sozialen und kulturellen Zusammenhängen empfänglicher gemacht werden

• die Unterscheidung von sex (Geschlecht als biologische Entität) und gender (Geschlecht als kulturelle

Kategorie) und deren Bedeutung für die Medizin kennen Spezielle Lernziele des Wahlfaches u.a.:

• die Kommunikationsfähigkeit in Bezug auf das Arzt-Patienten-Verhältnis zu verbessern (patientenorientiert,

gendersensibel)

Anmeldung: zu den oben aufgeführten Veranstaltungen bis spätestens 04.04.2013 im Sekretariat der Einrichtung (03834

86-5781)

Anmerkungen: Die konkreten Termine zur regelmäßigen Durchführung der Veranstaltung werden in der Erstbesprechung

abgestimmt.

Prüfungsleistung: Seminarreferate, Essays


Theologische Fakultät

Gottesfurcht und Verführungskunst: Das Buch Judit (Seminar)

Do 12 – 14, 1003122 Christfried Böttrich, Am Rubenowplatz 2 / 3, SR

Als das judäische Bergstädtchen Betulia von einer assyrischen Übermacht belagert wird, greift Judit zu einer List: Sie

läuft in das Lager der Feinde über, betört den Feldherrn Holofernes mit ihrer Schönheit und schlägt ihm dann, als er von

Wein und Liebe trunken ist, den Kopf ab. Erotik, List und Tyrannenmord - das sind die Elemente, aus denen diese kleine,

fiktive Geschichtserzählung ihren besonderen Reiz bezieht. Unter den sogenannten Alttestamentlichen Apokryphen

erlebte sie eine beachtliche Rezeptionsgeschichte - und hat bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. In der Übung

soll der Text des Buches kursorisch gelesen und in ausgewählten Abschnitten diskutiert werden.

Modul: Aufbaumodul „Texte und Themen der neutestamentlichen Wissenschaft“ (MT, P) [2 LP] Aufbaumodul „Biblische

Wissenschaften“ (LA)

Voraussetzungen: Graecum von Vorteil

Literatur: Eine Themen- und Literaturliste wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben.

Ausblick

WINTERSEMESTER 2013 / 14

Ringvorlesung WS 2013 / 14 – »(Re)Turn to the Classics: Grundlagentexte der Geschlechterforschung –

wiedergelesen«

Voraussichtlich Mi 16 – 18

Mit der Vorstellung und Diskussion klassischer Aufsätze und Monographien der Gender Studies verfolgt die

Ringvorlesung des IZFG im Wintersemester 2013 / 14 ein doppeltes Ziel: Zum einen sollen inzwischen kanonisch

gewordene und zum Teil ins Alltagswissen übergegangene Thesen aus verschiedenen Wissensfeldern der Frauen- und

Geschlechterforschung in ihrem jeweiligen Entstehungszusammenhang präsentiert werden. Auf diese Weise gibt die

Ringvorlesung vor allem für EinsteigerInnen und Studierende einen historischen Überblick über die Entwicklung der

Geschlechterforschung seit der zweiten Frauenbewegung. Zum anderen soll mit der Betonung der Relektüre ein

aktueller oder aktualisierender Blick auf die in ihrem Klassikerstatus womöglich auch einseitig kanonisierten Positionen

geworfen werden. Was lässt sich aus der Rückkehr zu den klassischen Texten gewinnen?

SIBYLLA SCHWARZ TAGUNG

Internationale Tagung

»Überschreitungen / Überschreibungen: Zum Werk von Sibylla Schwarz (1621-1638)«

09. – 12. Oktober 2013 am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg

Die Greifswalder Autorin Sibylla Schwarz, die 1638 mit nur 17 Jahren starb, hat ein für ihr junges Alter erstaunlich

umfangreiches und vielfältiges literarisches Werk hinterlassen, das in den USA und den romanischen Ländern zum

Kanon der deutschsprachigen Barockliteratur gehört. Auch in Deutschland finden sich vereinzelte Gedichte in

Anthologien und Sammlungen, doch obwohl ihre Dichtungen eine der ersten und wichtigsten ‚Aneignungen‘ der

Opitzschen Dichtungsreform darstellen und von einer großen Vertrautheit mit dem antiken und neuzeitlichen

Bildungskanons zeugen, ist sie außerhalb von Spezialistenkreisen praktisch unbekannt.


Dies will die geplante Tagung ändern, indem sie nach den Überschreitungen und Überschreibungen im Werk von Sibylla

Schwarz fragt und so die Spannung zwischen der beeindruckenden poetischen Virtuosität der Dichtungen und den

brisanten sozialen, politischen und biografischen Entstehungsbedingungen aufgreift. Vor dem Hintergrund einer

kulturwissenschaftlich profilierten Forschung diskutieren namhafte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den

USA, Italien, Deutschland und Polen am Beispiel ihrer Texte Transformationen literarischer und kultureller Einflüsse,

paratextuelle und textuelle Strategien weiblicher Autorschaft, die Poetisierung von Affekte sowie die Topik und

Semantik literarischer Räume in der Frühen Neuzeit. Gemeinsamer Fluchtpunkt der verschiedenen Perspektiven ist die

europäische Literatur der Frühen Neuzeit, in deren Bezügen die Dichtungen von Schwarz stehen.

Leitung: Prof. Dr. Hania Siebenpfeiffer

Organisation: Prof. Dr. Hania Siebenpfeiffer / Dr. Monika Schneikart

Veranstaltungen

Managing Diversity am Arbeitsplatz

Workshop: 13. Juni 2013, 16 – 19 / 14. Juni 2013, 10 – 15

Robert-Blum-Str. 13

Im Zuge von Globalisierung, Migration, demographischen Wandel und neuen Arbeitsmodellen wird der bewusste,

gestaltende Umgang mit Vielfalt, das Managing Diversity, am Arbeitsplatz immer bedeutsamer. Was hat Diversity mit

der eigenen Person und mit struktureller sowie institutioneller Diskriminierung zu tun? Wie lässt sich Managing

Diversity in unterschiedlichen Berufsfeldern praktisch umsetzen? Und welche Möglichkeiten bietet ein kritischreflexiver

Umgang mit Heterogenität, um Diskriminierung zu vermeiden? An welche Grenzen stößt er?

In dem zweitätigen Workshop werden sowohl theoretisches Wissen zu den Themen Diversity und (Anti-)Diskriminierung

im Beruf als auch konkrete „Selbsterfahrungen“ in Form von Einzel- und Gruppenübungen verbunden. Hierbei stehen die

(Selbst-)Reflexionen der eigenen Wahrnehmung sowie der persönlichen Vorurteile und Stereotype im Mittelpunkt. Der

Workshop richtet sich an Studierende aller Fachbereiche, die sich für ihren eigenen Umgang mit Vielfalt interessieren

und ihre Diversity-Kompetenzen erweitern möchten.

Die Leitung des Workshops übernimmt M.A. Claudia Czycholl. Sie studierte Kulturwissenschaft, Romanistik und

Soziologie und absolvierte mehrere Praktika im In- und Ausland in verschiedenen kulturellen Institutionen sowie an der

Universität von Salamanca. Derzeit promoviert sie an der Universität Bremen zu dem Thema Bilder des Fremden. Fremdund

Selbstbilder von „GastarbeiterInnen“ in den 1960er und 1970er Jahren in der BRD. Sie ist überdies

Projektmitarbeiterin an der Arbeitstelle Chancengleichheit. Zudem arbeitet sie als freiberufliche Referentin für

Managing Diversity, Antidiskriminierung und transkulturelle Kompetenz.

Anmeldung: Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 20 begrenzt, die Plätze werden in der Reihenfolge der eingegangenen

Anmeldungen vergeben. Um dabei zu sein, melden Sie sich bitte bis zum 06. Juni 2013 formlos per E-Mail

(izentrum@uni-greifswald.de) an.


“genderARTs”

Vortrag: 27. Juni 2013, Workshop: 28. Juni 2013

Initial der längerfristig angelegten Reihe "genderARTs" wird ein Workshop mit einem einleitenden, öffentlichen Vortrag

im Sommersemester 2013 sein. Der Workshop verfolgt einen kunstpädagogischen Schwerpunkt und befasst sich näher

mit Geschlechtsidentitäten, vor allem mit deren Konstruktion in der Kunst. Gerade in der heutigen Zeit wird man mit

vielfältigen Formen von (Geschlechts-)Identitäten konfrontiert, zum Beispiel in den Medien, in der Werbung, aber auch

in der Kunst. Der Workshop untersucht verschiedene künstlerische Strategien im Umgang mit Körper, Geschlecht,

Identität und Selbstinszenierungsformen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler und versucht, diese Thematik für

den Kunstunterricht zu erschließen und mögliche Einbindungsformen in den Unterricht, theoretisch wie praktisch, zu

erarbeiten. Der Vortrag wird sich mit der Identitätsentwicklung unter Fokussierung des Genderaspekts im Verlauf der

Kunstgeschichte befassen und dabei vor allem künstlerische Strategien und Themenbewältigung innerhalb der

zeitgenössischen Kunst untersuchen. Der Workshop wird sich im Anschluss daran vor allem auf die

Vermittlungssituationen für den Kunstunterricht hinsichtlich des Themas konzentrieren.

Die Leitung des Workshops einschließlich des öffentlichen Vortrages wird Prof. Dr. paed. habil. Marie-Luise Lange

übernehmen.

Anmeldung: 10.06.2013 – 21.06.2013 an genderARTs@googlemail.com (mit der Angabe des Studienganges, der

Semesterzahl und einer kurzen Motivationsaussage)

TeilnehmerInnen: 15, vornehmlich Lehramtsstudierende mit dem Studienfach Kunst und Gestaltung

Auszeichnungen

UNIVERSITÄTSPREIS

Das Rektorat und die Gleichstellungskommission des Senats der Universität Greifswald vergeben seit 2006 jährlich den

Universitätspreis für eine wissenschaftliche Arbeit, die die Geschlechtsperspektive in besonderer Weise berücksichtigt.

Der Preis ist mit 300 Euro dotiert. Eingereicht werden können alle aktuellen wissenschaftlichen Abschlussarbeiten

sowie Promotionsarbeiten aus den Fakultäten der Universität Greifswald einschließlich der Universitätsmedizin. Nähere

Angaben zu Termine und Fristen entnehmen Sie bitte der offiziellen Homepage der Universität.

Büro der Gleichstellungsbeauftragten der Universität

Robert-Blum-Str. 13, 17487 Greifswald,

Tel. 03834 86 - 3491 / -3608

Telefax 03834 86 - 3492

gleichstellungsbeauftragte@uni-greifswald.de

LYDIA – STUDIENPREIS

Die Theologische Fakultät schreibt einen Preis aus, der für Haus-, Examens- oder Diplomarbeiten mit besonderer

Berücksichtigung der Genderperspektive verliehen wird. Ziel dieser Ausschreibung ist es, zur Beschäftigung mit Fragen

der Genderforschung in allen Bereichen der Theologischen Wissenschaft anzuregen.

Dabei können sowohl Themen, die aus Lehrveranstaltungen erwachsen, als auch frei gewählte Themen Gegenstand der

eingereichten Arbeiten sein. Die eingereichten Arbeiten haben folgende Bedingungen zu erfüllen:

• Die Autorin bzw. der Autor ist an der Uni Greifswald immatrikuliert, bzw. nimmt an einer Lehrveranstaltung

im Rahmen der Kooperation mit der Rostocker Fakultät teil.

• Eine Betreuerin bzw. ein Betreuer der Theologische Fakultät der Uni Greifswald muss die Arbeit

angenommen haben.

• Thema, Methodik und Sprache der Arbeit greifen die Ansätze der Genderforschung auf.

• Durch ihre Bewertung muss die Arbeit als überdurchschnittliche Leistung des jeweiligen Faches

ausgewiesen sein.


Einsendeschluss: 15. September 2013

Das Preiskomitee wird durch vier Personen gebildet: Dekanin bzw. Dekan, Studiendekanin bzw. Studiendekan, die

Gleichstellungsbeauftragte der Theologischen Fakultät, ein Mitglied des FSR. Wenn die eingereichten Arbeiten den

beschriebenen Bedingungen nicht entsprechen, besteht die Freiheit, den Preis nicht zu vergeben.

Der Preis besteht aus einem Büchergutschein über 250 Euro. Die Verleihung des Preises, die durch eine Urkunde

dokumentiert wird, erfolgt bei der nächsten Semestereröffnungsveranstaltung.

BIBLIOTHEK

Die Bibliothek des IZfG umfasst mehr als 2000 Bände Fachliteratur zur interdisziplinären Geschlechterforschung.

Die Schwerpunkte unserer Bibliothek liegen in den Bereichen Gendertheorie, Feministische Theorie, Philosophie,

Psychologie, Literaturwissenschaft, Komparatistik, Kulturwissenschaft, Körpergeschichte, Medienwissenschaft,

Soziologie und Geschichte; ergänzt durch zahlreiche Monographien und Sammelbände zu genderbezogenen Themen

aus den Gebieten Theologie, Pädagogik, Politik, Musik, Kunst, Naturwissenschaften und Medizin. Die Bibliothek ist

eine Präsenzbibliothek mit Möglichkeit zur Wochenendausleihe. Sie bietet mehrere Arbeitsplätze zum ungestörten

Forschen.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10 - 14 Uhr

PRAKTIKUM AM IZFG

Das IZfG bietet Studierenden die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren und bei verschiedenen Projekten des

Zentrums mitzuarbeiten.

Das Praktikum kann sowohl semesterbegleitend als auch in der semesterfreien Zeit stattfinden. Von den zukünftigen

Praktikanten und Praktikantinnen werden kommunikative Fähigkeiten, soziale Kompetenz, Selbstständigkeit und

Kenntnisse gängiger Office-Software erwartet. Darüber hinaus sind Grundkenntnisse im Bereich der

Geschlechterforschung erwünscht. Interessierte Studierende können sich mit den üblichen Unterlagen in elektronischer

Form beim Vorstand des IZfG um eine Praktikumsstelle bewerben.

E-Mail: izentrum@uni-greifswald.de

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