VERITAS - Das Genussmagazin / Ausgabe 12-2014

oberkircher

2014

Steillagen

Das Genussmagazin

Ausgabe

Jahr12

Titelthema

Traumsommer

10 Dinge für den perfekten Sommer

Fritz Keller

Über Wein und Fußball

Über Stock und Stein

Monika Wurth sitzt fest im Sattel

Das KUNDENMAGAZIN DER OBERKIRCHER WINZER

Wein trinkt Wasser

Die Kolumne von

Wasser- und Weinfee

Marissa Echtle

veritas-genuss.de


Zum Anbeißen: Spätburgundertrauben


VORWORT

Liebe Weinfreundin, lieber Weinfreund!

Wer erinnert sich noch an „Asterix bei den

Olympischen Spielen“? Bei diesem Abenteuer

werden die lebenslustigen Gallier mit den Essgewohnheiten

von Spitzensportlern aus Sparta

konfrontiert. Wer den Diskus weit werfen wollte, musste

„Olivenkerne und fettes Fleisch“ mampfen. Heute weiß man,

was Athleten stark macht – und wie es zubereitet wird. Auch

ein Heilbutt mit Aprikose-Chili-Thymian-Kruste gibt Kraft!

Wie es sich gut leben lässt, ohne den Gesundheitsaspekt zu

vernachlässigen, kann man bei Holger Stromberg nachlesen

und nachkochen. „Es ist eine Freude und ein Genuss, ja sogar

ein Hochgenuss“, tönt der Chefkoch der deutschen Nationalelf.

Hochgenuss und Sport begegnet uns in der zwölften Ausgabe

der VERITAS von und auf allen Seiten. Wir lesen über die Gemeinsamkeiten

eines Rotweins und der deutschen Nationalelf.

Autor ist kein geringerer als Fritz Walters Patensohn, SC-

Freiburg-Präsident Fritz Keller. Wir treffen Monika Wurth in

den Reben und lassen uns anstecken von ihrem Aktivismus

auf dem Rad und auf dem Sattel und mit dem Wein. „Wir sind

hier wirklich verwöhnt“, sagt sie. Keine Spur von Langeweile

oder gar Überdruss. Warum auch? Die Region ist spannend und

wer es nicht glauben will, muss nur weiterblättern und wird

sie von ihren schönsten Seiten entdecken. Zehn tolle Tipps haben

wir für Sie gesammelt. Eine ebenso große Freude war die

Visite bei Chefkoch Jean-Luc Ohlmann in Oppenau. Der gebürtige

Elsässer ist nicht nur Feuer und Flamme für gutes Essen,

sondern auch für den passenden Wein. Als weit gereister Küchenchef

konnte er beim Rebensaft aus dem Vollen schöpfen

und italienische, spanische und französische Tropfen anbieten.

Aber wie man auf seiner Karte lesen kann, bleibt er nicht nur

der badischen Küche, sondern auch den badischen Gewächsen

treu. Warum? Die Antwort auf diese Frage darf man sich gerne

auf der Zunge zergehen lassen. Die Heimat ist schön und sie

schmeckt auch so. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen

genussvollen Traumsommer.

Herzlichst

Ihr VERITAS-Team

Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, finden YUPANQUI-

Artdirektorin Jule Stiefelhagen und Monika Wurth von der Oberkircher

Winzer eG.

INHALT

In Wahrheit schön Seite ...................6

Titelgeschichte Seite ................8

Wein und Fußball Seite ................12

Leibspeise Seite ................14

Freizeit – fest im Sattel Seite ................16

Wein-ABC Seite ...............18

Kolumne ... von Wasser- & Weinfee Marissa Echtle Seite ................19

Weinbekenntnisse Seite ...............20

Gewinnspiel Seite ................21

Termine & Kalender Seite ...............22

Titelbild: Jigal Fichtner – herrfichtner.de

IMPRESSUM:

Herausgeber: Oberkircher Winzer eG I Postanschrift Redaktion: YUPANQUI, Hauptstraße 57, 77652 Offenburg

Chefredakteur (V.i.S.d.P.): Rafael Yupanqui I Redaktion: Pascal Cames I Artdirektion: Jule Stiefelhagen I Fotos: Jigal Fichtner

Produktion: YUPANQUI GmbH, Offenburg

Anzeigenleitung: Martin Benz

Druck: Kehler Druck GmbH & Co. KG, Weststraße 26, 77694 Kehl

Bei dieser Ausgabe haben mitgewirkt: Markus Ell, Martin Benz, Rafael Yupanqui, Jule Stiefelhagen, Isabell Müller,

Pascal Cames, Jigal Fichtner I Veritas im Abo: Heftbestellung: 0 78 02 / 9 25 80

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Genussvoll

Erholen!

Auf ins Grüne! Für ein Picknick braucht es Baguette,

Trauben und andere Delikatessen, dazu

ein gutes Wasser und natürlich einen spritzigen

Weißwein. Das ist aber nur die Hälfte vom Genuss.

Isabell Coan von den Oberkircher Winzern weiß,

wo’s schön ist. Auf ihrer Tour durch die Weinberge

genießt sie Fahrtwind, Sonne und Musik.

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In Wahrheit schön

»Unser Wein

bleibt kalt«

Weinkühler für Riesling & Co.

Kaltes Bier und ein gut gekühlter Wein

sind im Sommer ein Muss. Wer weit weg

vom Schuss in den Bergen oder irgendwo

am Strand seinen Riesling genießen will,

braucht etwas, das den Wein kühl hält.

Nur ist ein Eisschrank zu schwer und eine

Kühlbox zu sperrig. Was tun? Tatsächlich

gibt es Flaschenkühler, die leicht an

Gewicht und im Handling sind. Das ideale

Lightprodukt also. Am Vorabend in den

Kühlschrank gelegt, hält ein Tjiller Bierund

Weinkühler neun Stunden kühl. Kalt

erwischt schmeckt doppelt gut.

Tjiller Bier- & Weinkühler, 8,95 Euro,

erhältlich über MegaGadgets,

www.megagadgets.de

»Kleine Kerne,

große Wirkung«

Traubenkernöl

Wer die Ortenau mit der

Toskana vergleicht, liegt

nicht so falsch. Hier

wie dort gibt es Wein

und feinste Öle. Statt

aus Olivenkernen wird

es aus Traubenkernen

gepresst. Natürlich kalt,

wie sich das gehört.

Dank gesättigter und

ungesättigter Fettsäuren sowie Linolsäure findet man es in der

Küche und als Basis für Handcremes und Lippenbalsam. Mit

Aromen von Zitrone, Orange oder Zitronenverbene veredelt,

wird aus dem grün-goldenen Öl ein Massageöl, dessen wunderbare

Wirkung buchstäblich unter die Haut geht.

Erhältlich über Ölmühle Walz, Oberkirch,

www.oelmuehle-walz.de

»Sein Spieltag

bleibt heiß«

Kochbuch für Sportler

Morgens Müsli mampfen, immer

Vollkornprodukte essen, Özil, Müller

und Schweinsteiger sind auch nicht

zu beneiden. Dass gesunde Ernährung

Spaß macht und schmeckt, ist für den

Koch der deutschen Nationalelf Holger

Stromberg Ehrensache. Da die 23

Kicker auch 23 Lieblingsessen haben,

ist Vielfalt programmiert. Der Autor

spielt zudem einen glänzenden Doppelpass

zwischen Fachwissen über

Kohlenhydrate und Co. und den Lieblingsgerichten der Profis.

„Özils Lieblingsessen Nummer 2 ist Griespudding ‚Spieltag‘.“

Holger Stromberg: Das Kochbuch der Nationalmannschaft,

Edel Verlag, 176 Seiten, 17,95 Euro

»Spritzig

und leicht«

Gold für Oberkircher Sommerweine

Alles zu seiner Zeit, heißt es. Richtig, auch

Weine haben Jahreszeiten, wie die von

der Sonne verwöhnten Frühlings- und

Sommerweine zeigen. Die müssen passen,

heiter sein, spritzig, leicht, beschwingt,

ausgewogen. So fanden es auch die Tester

des Badischen Weinbauverbands und prämierten

unsere trockenen 2013er Rivaner

und den 2013er Blanc de Noir jeweils mit

Gold. Schon zuvor wurden sie auf der Badischen

Gebietsweinprämierung mit Gold

ausgezeichnet. Erfolg kann so leicht sein!

2013er Rivaner trocken, 4,30 Euro und

2013er Spätburgunder Blanc de Noir

trocken, 5,20 Euro

6


In Wahrheit schön

»Fest der Sinne 2014 – rund um den Wein«

Kaiserwetter und die Qual der Wahl

Wenn die Oberkircher Winzer feiern, dann natürlich richtig

und nicht alleine. So war es auch am Sonntag, den 1. Juni,

beim alljährlichen „Fest der Sinne“, wo Tausende bei Kaiserwetter

den Weg nach Oberkirch fanden. Getreu dem Motto

stand der Sinn natürlich nach Genuss. Die Voraussetzungen

konnten nicht besser sein, das Renchtal war von der Sonne

verwöhnt. Es wurde großartig aufgetischt: Badische Küche,

Kuchen, so weit das Auge reicht, heiß begehrter Flammkuchen,

direkt aus dem Holzofen. Dazu Musik vom Feinsten, live

von der Kappelrodecker Band Chris Schmiederer & Friends.

Diese groovten als Einstimmung zur WM Latin und Bossa

Nova. Wer es kühler mochte, „floh“ in den offenen Weinkeller,

wo nicht nur die Schatzkammer der Oberkircher Winzer

wartete, sondern auch die Experten für Wein und Genuss. Geschäftsführer

Markus Ell, Kellermeister Martin Bäuerle und

Winzerinnen und Winzer sorgten für angeregte Gespräche

rund um den Wein. Wer lieber probieren statt studieren wollte,

durfte das. 40 Weine waren im Ausschank, so hatte man

die Qual der Wahl der Oberkircher Erfolgsgeschichte in Wein

vor sich. Mit Barrique oder ohne? Das war auch die große

Frage beim Genuss-Seminar „Schinken & Wein“ mit Quali-

tätsmanager Frank Männle und Schinkenexpertin Gertrud

Gutmann, die den kulinarischen Doppelpass spielten. Das

hatte Biss, zerging auf der Zunge und beflügelte den Geist.

Am Ende des Tages war man voll des Lobes über Weine und

Blumenarrangements („ein Gedicht“) und hatte die Gläser

leer. „Nächstes Jahr wieder!“

WELTWEIT WEIN

Joseph Leopold von Auenbrugger (1722–1809) gilt als der Erfinder der Perkussion, also des Erkennens von Krankheiten durch Brustkorbabklopfen.

Inspiriert wurde der Mediziner durch das Abklopfen von Weinfässern, je heller der Klang, desto leerer das Fass.

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Titelgeschichte

Traumsommer

Dieser Sommer wird heiss

8


Der Abend schwitzt und die heißesten Tage stehen

noch bevor. Manche warten sehnsüchtig auf den späten

Nachmittag („Kein Bier vor vier!“), andere träumen

gar von Island, dort soll es nicht so heiß sein. Affenhitze

und tropische Nächte, ja, das ist toll! Das ganze Frühjahr wurde

darauf hingefiebert. Endlich hält das Wetter, was es verspricht.

Es ist die Zeit für kurze Hemden und kurze Röcke, schnelle

Entscheidungen („Heute Abend grillen?“) und lange Abende,

Sternschnuppen zählen, aber keine Kalorien, ganz großes Sommerkino,

ganz laute Sommerfestivals, ganz viel Sommerschorle

und Hugo, Eiswürfel in Rotwein und andere Sünden, kalte

Suppen und heiße Tipps fürs beste T-Bone-Steak in der Region,

für Sommerhits („Happy“) und Klassiker („Holiday“) und für

567 Seiten „Erwartung“ von Adler-Olsen, für die man das ganze

Jahr über keine Zeit gefunden hat. Und es kommt die Zeit

für Dinge, für die noch nicht Saison war. Sonnenbrillen, Kapitänsmützen,

Hawaii-Hemden … Sommer 2014 das ist kühle

Sommerfrische im Wald, auf Wiesen und unter Wasserfällen.

Sommer 2014, das sind die Füße im eiskalten Gebirgsbach und

das Bad in der Menge beim Public Viewing und in Straßburg.

Was tut man nicht alles für ein Eis? Sommer 2014 ist die Zeit,

um Neues zu entdecken, zumal dann, wenn es direkt vor der

Haustür liegt. Dieser Sommer gehört jedem, sogar wenn es regnet,

lässt sich das Beste daraus machen. Wetten, dass diesen

Sommer nicht nur Regen-, sondern auch andere gute Tropfen

willkommen sind? Die heißesten Tage stehen noch bevor …

Damit Sie diese gebührend genießen können, haben wir

Ihnen zehn Tipps für einen schönen Sommer zusammengestellt.

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Titelgeschichte

10 Dinge, die den Sommer

Focaccina mit Eis

2 .

Kalt erwischt! In der Rue Mercière

hat man nicht nur den schönsten

Blick aufs Straßburger Münster,

sondern auch das beste Eis

der Stadt. Bei Amorino

steckt es raffiniert in einer

italienischen Brioche.

So was von dolce!

www.amorino.com

1 .

Segway-Tour durch die Reben

Und los geht’s! Segway verleiht zwar nicht Flügel, aber ein königliches

Fahrgefühl mit fantastischen Aussichten ins Rheintal und

auf eine zünftige Weinprobe. Das Fahren ist kinderleicht, da kommt

man gut drauf. www.renchtal-tourismus.de

Big in

Baden-Baden

3 .

Sommerausstellung. Kühle

Architektur, aufregende Kunst.

Zum Zehnjährigen präsentiert

die Sammlung Frieder Burda

ihre Highlights. Und das im

ganz großen Stil, auch in der

Staatlichen Kunsthalle nebenan.

Ab 12. Juli 2014.

www.museum-frieder-burda.de

5 .

4 .

Nostalgische Radfahrt

Ohne Shimano! Die Nostalgiewelle rollt auf

Drahteseln an. Wenn am 16. August in Oppenau

die 3. Ibacher Nostalgiefahrt stattfindet, ist der

Spaß garantiert. Angesteuert werden Stüble,

Hof und Hütte. www.nostalgie-radfahren.de

Edelfrauengrab-

Wasserfälle

Von Fall zu Fall! Wo der Wildbach rauscht, sind die Wasserfälle nicht

weit. Oberhalb von Ottenhöfen im Gottschlägtal stürzen sich gleich

sieben Kaskaden, die Edelfrauengrab-Wasserfälle, bergab.

www.ottenhoefen-tourismus.de

10


zum Traumsommer machen!

6 .

Cabriofahrt an den Mummelsee

Stilvoll ausfahren! Toll: Im Cabrio über Deutschlands schönste Panoramastraße

fahren und am Mummelsee einen Stopp mit Schwarzwälder

Kirschtorte einlegen. Die Schwarzwaldhochstraße hat Stil.

www.schwarzwaldhochstrasse.de

7 .

Public Viewing

in Achern

Tooooooooooooor! Der zwölfte Mann jubelt nicht nur

in Salvador, Fortaleza und Recife, sondern auch in der

Heimat. Im Rosengarten in Achern ist man live dabei,

wenn Deutschland spielt. www.achern-aktiv.de

8 .

Vom Feinsten!

Einkehren auf der Renchtalhütte.

Wer Premium wandert, soll auch Premium

essen. Die Renchtalhütte glänzt mit badischen

und elsässischen Spezialitäten. Durchgehend

warme Küche! Mit Streichelzoo.

www.renchtalhuette.de

9 .

Wandern & grillen

Der abwechslungsreiche Wiesensteig

(Wilde Rench, Liegebänke, Schnapsbrunnen)

findet sein Ende am Grillplatz Weiherplatz.

Grillen nur mit Anmeldung

(Telefon: 0 78 06 / 9 10 83 oder

01 75 / 7 21 15 96, Hr. Bächle)

www.wiesensteigwandern.de

10 .

Europa-Park

Höher, schneller, weiter! Dass Europas größter

Freizeitpark auch diesen Sommer wieder

auf dem Programm steht, ist ausgemachte

Sache. Wo sonst gibt es so viel zu erleben?

Und vor allem so schnell?

www.europapark.de

11


We n &

Grosse Spiele hier wie dort

Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Fussball

und Wein? SC-Freiburg-Präsident Fritz Keller

(Schwarzer Adler, Oberbergen) und Weinbaumanager

Frank Männle (Oberkircher Winzer)

schicken den Leser mit ihren literarischen

Steilpässen in die Tiefe des Raums, wo sich Fussball

und Wein begegnen und die grossen Spiele

am Gaumen und auf dem Fussballplatz gemacht

werden.

Fritz Keller

W e n n

Fußball-

Deutschland ein Wein wäre, dann

ein tiefgründiger, mineralischer

Rotwein, der noch nicht ausgereift

ist, einen Tick zu wild. Dass

dieser Wein Leidenschaft hat und

ein Vollblut ist, sieht man ihm an.

Dass er hält, was er verspricht,

riecht man, schmeckt man. Bei

diesem Wein trifft solide Kraft

auf feine Säure, die dem Wein

ähnlich viel Struktur gibt wie ein

Lahm der Abwehr. Er ist noch jugendlich

frisch, knackig und geht

offensiv ran, und dank der Spielfreude

auf Zunge und Gaumen ist

ein großer Spaßfaktor immer gegeben.

Wie unsere junge Elf gibt

dieser Wein alles.

2011 Spätburgunder „S“,

32 Euro

Wenn

die Schweizer

„Nati“ ein Wein wäre, dann

ein internationaler, so wie Ottmar

Hitzfelds Elf, der immerhin drei

SC-Spieler angehören. Chardonnay

gilt zwar als genügsam und

mitunter langweilig, aber Überraschungen

sind immer dann drin,

wenn Lage und Kellermeister

einen Doppelpass spielen. Dann

kommen die aromatischen Bälle

an und geschmeidig werden die

Tore gemacht. Für ein zweites

Glas, eine zweite Flasche ist diese

Bassgeige immer gut. Wäre dieser

Wein eine Fußball-Elf, dann

könnten es die Schweizer auch in

Runde zwei schaffen.

2013 Oberbergener

Bassgeige Chardonnay

VDP. Erste Lage, 12 Euro

12


Fußball

Und siehe da: Laut Fritz Keller gibt es einen

Wein, der den Geist der deutschen Elf verkörpert,

und einen, der das Potenzial der Schweizer

Mannschaft hat. Der exlibero und SC-Freiburg-

Nordtribünen-Fan Frank Männle entdeckt

Riesling im Spiel der brasilianischen Seleção

und Grauburgunder-Qualitäten in der Squadra

Azzurra. Aber lesen Sie selbst!

Frank Männle

Wenn

Brasiliens

Seleção ein Wein

wäre, dann von einer großen

Traube und nach einem Himmelskörper

benannt. Schließlich

will der fünffache Weltmeister

wieder die Sterne vom Himmel

holen. Hier fällt mir nur König

Riesling ein, der hier als Sekt

„Silberstern“ auftritt. Das passt

zur Feierlaune dieser wunderbaren

Fußballnation, die von der

Kunst und der Athletik lebt und

spritzig das Spiel macht. Eine

weitere Gemeinsamkeit ist der

Druck. In der Flasche werden um

die 6 bar gemessen, während im

Stadion der Druck auf Dante und

Co. unvorstellbar groß ist.

Wenn bel-

la Italia ein

Wein wäre, dann ein

gastronomi-

scher,

wie man es

v o m

Grauburgunder erwartet.

Ein Pinot Grigio hat alles, was die

Squadra Azzurra verkörpert. Da

ist eine solide Struktur, auf dem

Fußballplatz wäre das eine sehr

kompakte Abwehr, von der mit

landestypischer Eleganz auf dem

Gaumen groß aufgespielt wird.

Man ahnt die aromatische Torgefährlichkeit

schon im Bouquet

(Zitronen, Honig), aber zur großen

Klasse läuft der Wein durch seinen

Mitspieler – das Essen! – auf.

Wenn man nicht aufpasst, endet

das Ganze in einem (Spiel-)Rausch.

„Silberstern“, Rieslingsekt

trocken, 8,60 Euro

Grauer Burgunder

Spätlese trocken, 7,60 Euro

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LEIBSPEISE

Text: Pascal Cames Foto: Jigal Fichtner

14


Grüne Welle für die F sche

Jean-Luc und Eugenie Ohlmann kochen im

Rebstock Oppenau traditionell gut badisch

Jean-Luc Ohlmann ist das, was man landläufig als „gut drauf“

bezeichnet. Natürlich muss der Koch vom Rebstock jeden Tag

die Ärmel hochkrempeln und für Urlaub bleibt nur das Spätjahr

und dann auch nur zwei Wochen, aber seinen Humor

lässt er sich nicht nehmen. „Fünf Leute im Wechsel und ich

immer“, erklärt er verschmitzt seine Rolle am Herd. Viel Arbeit

schreckt ihn also nicht, vielmehr schmeckt sie ihm, was

natürlich naheliegt, ist er doch mit Leib und Seele Chefkoch.

Auf den Geschmack gebracht hat ihn seine Mama. „Die hat

mich geerdet“, sagt der gebürtige Elsässer aus der Nähe von

Hagenau. Zwar waren die Ohlmanns Handwerker, aber es

waren Muttis Kochkünste, die ihn zum Beruf verführten. Alles

war frisch und das Repertoire groß. Mamas Rouladen,

panierte Koteletts und Sürkrüt garni schmeckten einfach

wunderbar. In Rekordzeit von nur zwei Jahren lernte er Koch

in einem gutbürgerlichen Restaurant in Brumath und wechselte,

17 Jahre jung, für eine Saison in ein französisches Restaurant

nach Bonn. Danach stand die Schweiz auf dem Plan, elf Jahre

kochte er bei deutschsprachigen Eidgenossen und im Tessin.

Er lernte nicht nur Schwyzerdütsch und Italienisch, sondern

auch italienisches Essen in seiner ganzen Vielfalt schätzen.

„Mehr als Pasta und Pizza“, lacht er. Auch die Frau seines Lebens

lernte er in der Schweiz auf 1.850 Höhenmetern kennen

– und sie stammt aus Oppenau.

Die gelernte Restaurantfachfrau Eugenie Braun-Ohlmann ist

eine herzliche Frau, deren Hingabe der Speisekarte, dem Service

und den Blumen gilt. Wenn „das Blümchen“ aus der Gärtnerei

kommt, geht ihr genauso das Herz auf wie im eigenen

Garten. Dort hinter dem lauschigen Gartenhäuschen sprießen

sogar Kräuter. „Meine Frau hat mir eine Ecke übrig gelassen“,

lacht Jean-Luc Ohlmann über sein Gärtlein mit Rosmarin, Salbei

und Petersilie. Bärlauch, den er sehr schätzt, kommt dagegen

frisch gepflückt aus dem Schwarzwald.

Den würzigen „Waldknoblauch“ nimmt er gerne für seine mediterrane

Fischplatte, weil sie dem zarten Fisch ein bisschen

Pepp gibt. Das Gericht würde auch mit nur einer Fischsorte

funktionieren, erklärt er, aber da Vielfalt und Geschmackserlebnisse

Programm sind, müssen es mehrere Fische auf dem

Teller sein. Zu Zander, Lachs und Forellen gibt es mit Spaghetti

ein lässiges Ciao aus Italien und über allem lacht Badens Sonne

in Gestalt eines süffigen Weißweins aus der Heimat. Für

die leichte, sommerliche Fischküche wählt er selbstverständlich

einen Oberkircher Blanc de Noir, einen Sommerwein

aus der roten Pinot-Traube. Passend dazu ist die Ausrichtung

des Restaurants, das bis ins 19. Jahrhundert zurückgeht. Ohlmanns

badische Klassiker Filettöpfle, Rumpsteak Hofmeister

und Variationen von der Forelle konkurrieren saisonal mit

Topinamburgerichten, Spargel und aktuell Bärlauch. Da man

Bärlauch mahlen, mixen und mit einem Schuss Öl auch prima

frisch halten kann, schwimmt der Fisch lange auf der grünen

Welle. Der Fisch will es so, die Gäste auch. Fein!

ZUTATEN (4 PERSONEN):

Pesto: 40 g Bärlauch, 40 g Pinienkerne geröstet, 40 g Parmesan,

50 ml Olivenöl Fischfilets: 200 g Zander, 200 g Lachs,

200 g Forelle, 4 Garnelen, Salz, Pfeffer und Kräuter zum

Garnieren, Spaghetti

ZUBEREITUNG:

Geröstete Pinienkerne, Bärlauch, Parmesan und Olivenöl im

Mixer ein paar Minuten mixen. Fischfilets portionsgerecht

schneiden, würzen, in Olivenöl braten und warm halten. Spaghetti

al dente kochen, drapieren und mit Fisch, Kräutern und

Pesto anrichten.

Weinempfehlung:

Oberkircher Blanc de Noir

Rebstock, Straßburger Straße 13,

77728 Oppenau, Telefon 0 78 04 / 7 28,

www.rebstock-oppenau.de

Gebratene

Fisch-Variation

mit Spaghetti an

Bärlauchpesto

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Freizeit

Ob Wein,

Bike oder

Pferd,

Monika Wurth

sitzt überall

fest im

Sattel

Text: Pascal Cames Fotos: Jigal Fichtner

16


Früher Pferde

flüstern, heute Weine

besprechen!

Wie ein helles Band windet sich der Feldweg

von Nußbach kommend durch Wiesen,

Obstanlagen und Weinberge. An

einer Stelle springen Ziegen, an einer

anderen picken Truthühner. Die Rheinebene

liegt im Dunst, aber das Straßburger Münster ist gut zu

erkennen. Würde man vom Festplatz Am Münsterblick weiter

hinaufgehen, hätte man bald die St. Wendelin

Kapelle erreicht, wo alljährlich im Oktober eine

Reiterprozession stattfindet, und die Brandstetter

Kapelle, mit Blick in mehrere Täler. Der Geigerskopfturm

ist nicht weit, aber dorthin geht es steil

durch den Wald.

Monika Wurth hält Am Münsterblick und tätschelt

den Hals ihrer temperamentvollen Schimmelstute

Contella. Die Weinanlage ringsum kennt sie so gut

wie die ganze Gegend. „Die gehörten meinem Vater“,

sagt sie. Die Wurths waren Landwirte, hatten Obst, Gemüse,

Wein – und Pferde, zu denen es Monika Wurth

zog. Aber die Mama hatte Angst und wollte sie von den

Ställen fernhalten. Monika Wurth sprang trotzdem in

den Sattel und ritt sogar Springturniere. Reit-Profi wollte

sie aber nicht werden. Sie ging zur Post, kümmerte

sich um ihre Familie und nutzte die Zeit für ihre vielen

Hobbys, Ausritte auf den Geigerskopfturm, mit Freundinnen

abenteuerliches Wanderreiten, Reitturniere, wie das des

Nußbacher Reit- und Fahrvereins Mitte August, und natürlich

Fußball und Radeln. „Die Monika ist ein Allround-Talent“,

heißt es im Dorf, jeder kennt und mag sie. Sie ist Fan vom SC

Freiburg und Borussia Dortmund, wo sie auch schon in der

Südtribüne war, natürlich mit Gänsehaut. Auch beim SC war

sie schon oft, strampelt die 86 Kilometer in den Breisgau, egal

in welcher Liga der SC spielt. Dann legt sie regelmäßig einen

Zwischenstopp in einem Biergarten in Riegel ein. „Da kennt

man mich schon“, lacht sie. „Für die Männer ein kühles Blondes,

für mich einen Sekt.“

Ihrem Hobby Radfahren verdankt sie auch eine kurze Begegnung

mit Jürgen Klopp im Schweizer Trainingslager der

Borussia. Als sie nach

den 140 Kilometern auf

dem Rad Kloppo um

die Ecke radeln sah,

bekam sie einen Adrenalinschub.

„Da muss

ich hinterher!“ Sie holte

ihn ein und plauderte ein

bisschen mit ihm von Sattel

zu Sattel. Ein anderes

Mal traf sie SC-Präsident

Fritz Keller in Oberbergen.

Das erzählt sie mit

großem Stolz. Was ist ihr

wichtiger, Fußball, Radfahren

oder Reiten?

Die Antwort kommt so

schnell wie ein Schuss von Lewandowski: Wein! Vor

acht Jahren bewarb sie sich um eine Stelle als Weinprobensprecherin,

machte danach den Weinguide und wurde Natur-

und Landschaftsführerin. Sie ist sehr glücklich, besucht

mit Gästen Weinkeller und Winzer, wandert mit ihnen durch

Wald und Wiesen, unternimmt Planwagenfahrten, bespricht

Weinproben und steht Rede und Antwort. „Manche wollen

mein Wissen testen“, lacht sie, was sie gut findet. Sie weiß,

wovon sie spricht, kennt die Reben von klein auf und wurde

vom Kellerteam der Oberkircher Winzer bestens vorbereitet.

Als Spätburgunder-Fan ist sie am richtigen Platz. „Unsere Weine

schmecken mir am besten“, lacht sie. Und dann wiehert

schon der Gaul und weiter geht’s bergauf, bergauf.

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WEIN-ABC

Wein einlagern kann Spaß

machen und hat viele

gute Gründe. Manche

schenken ihren Kindern

Wein aus dem Geburtsjahr,

andere sind in einen Wein geradezu

vernarrt und gönnen den guten Tropfen

ihren Kindern oder Enkeln. Auch Besitzerstolz

spielt eine Rolle, denn ein gut gefüllter

Weinkeller gibt auch was her. Allerdings

lässt sich nicht jeder Wein fünf, zehn

oder gar noch mehr Jahre bunkern. Mancher

Wein hat nach ein, zwei Jahren seinen

Zenit überschritten. Der junge Rivaner ist

nach zwei Jahren Keller ein Aroma-Greis,

Winzersekt und Champagner ist plötzlich

ohne Pepp und der ehemals schöne Rote

kommt braun und entkräftet aus der Flasche.

War der Wein schlecht?

Nein, es ist nur so, dass die Zahl der lagerfähigen

Weine begrenzt ist. Hierbei handelt

es sich vor allem um edelsüße Weißweine

und um Rotweine mit vielen Tanninen. Bei

den meisten anderen Weinen ist langes

Lagerung

Lagerung

Lagerung

Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und

70 Prozent gilt als optimal. Warum? Zu trockene

Luft macht den Korken porös und

zu viel Feuchtigkeit lässt ihn schimmeln.

Als Raumtemperatur sind 10 bis 16 Grad

Celsius ideal, vor allen anderen Faktoren

beschleunigen warme Temperaturen von

über 20 Grad die Alterung deutlich. Ein

permanenter Wechsel zwischen kühl und

warm ist ebenso schädlich, jahreszeitliche

Temperaturschwankungen dagegen sind

unproblematisch. Auch hier gilt: Ruhe hilft

der Reifung.

Eine ähnliche Sensibilität zeigt der Rebensaft

für Gerüche. Eine Weinflasche ist zwar

durch den Korken dicht, aber nicht absolut

verschlossen. Zwischen Glas und Korken

findet sich immer noch genug Platz, um

kleinste Mengen Luft hindurchzulassen,

was die Reifung fördert. Sind Riesling und

Spätburgunder aber im Heizkeller oder im

Gemüselager gestapelt, bleiben die üblen

Gerüche (Heizöl, Zwiebeln, Kohl …) nicht

außen vor. Was hilft? Ein sauberer, echter

Keller (unterirdisch!) oder ein Weinkühlschrank

sind ein Muss für teure Lagerweine.

Mit etwas Arbeit kann man sich auch

Lagern grottenfalsch, weil die Weine nicht

die Eigenschaften mitbringen und dann,

statt zu reifen, leider nur altern. Aber auch

wenn es sich nicht um einen Château Mouton-Rothschild

handelt, braucht ein Wein

einen vernünftigen Lagerraum, der für ein

paar Monate oder manchmal ein paar Jahre

ein sicherer Hafen ist, bevor er dann seine

letzte Reise zum Genuss antritt. Was jedem

Wein guttut sind Dunkelheit, kühle Temperaturen,

moderate Luftfeuchtigkeit und

keine ständigen Erschütterungen. Wein

braucht Ruhe, vor allem in den ersten Monaten

nach der Abfüllung, wo jeder gute

Tropfen tatsächlich noch ein paar Wochen

oder Monate auf der Flasche braucht, bis er

wirklich gut ist.

im eigentlich zu warmen Neubaukeller ein

kühles und nicht allzu trockenes Plätzchen

für seinen Wein schaffen. Nach neuesten

Untersuchungen spielt es übrigens keine

große Rolle, ob man die Flasche stellt oder

legt, Faktoren wie Dunkelheit und Temperatur

sind entscheidender.

WEIN-ABC von:

Frank Männle – Qualitätsmanager Weinbau

Oberkircher Winzer

Ein Muss für Wein ist Dunkelheit, denn

Licht zersetzt den Wein ähnlich wie man

das von anderen Lebensmitteln kennt.

Farbige Flaschen bieten hier schon einmal

einen ersten Schutz vor den UV-Strahlen.

MESSAGE IN A BOTTLE


Wein

Die Kolumne

der Wasser- und

Weinfee von

Schwarzwald-Sprudel

Marissa Echtle

trinkt

Wasser

Steillagen

Liebe Leserinnen und Leser,

o du schönes Baden, du bringst mich ganz schön ins Schwitzen. Nicht nur weil man hier „von der Sonne verwöhnt“

wird, sondern weil es, von der Rheinebene abgesehen, überall so steil ist. Ob nun auf Hornisgrinde, Moos oder Hohes

Horn, überall geht es stramm den „Buckel“ hoch. Mountainbiker und Wanderer, Forstleute und Winzer können

ein Lied davon singen. Was den einen Muskelkater beschert und den anderen Wanderlust, hat seine Ursachen im

großen Beben vor Millionen Jahren. Die bis dato sauber übereinanderliegenden Gesteinsschichten wurden gehörig

durcheinander gewirbelt. Jetzt haben wir hier eine bunte Mischung aus Buntsandstein, Gneis und Granit.

Das finden wir auch in unserem Mineralwasser. Wie es der Name schon sagt, hat es Mineralien. Wie sie da reinkommen,

ist eine lange Geschichte und die beginnt meist im Westen – von da kommt unser Wetter – mit großen

Regenwolken, die im Schwarzwald runterkommen. Viele Tropfen werden von den Blättern abgefangen,

einige gleich von Farnen und Moos vernascht, aber das meiste sickert in den Boden und verschwindet.

Wir haben das recherchiert und es passiert Folgendes: Das Wasser rinnt im Schneckentempo durch

die Gesteinsschichten. Es wird gleichzeitig gereinigt und mit Mineralien angereichert. Ein paar

Spurenelemente Granit hier, ein paar Spurenelemente Gneis dort. So geht das 60 Jahre lange.

Man stelle sich das vor, wie weit man in 60 Jahren gehen könnte? Einmal um die Erde?

Hier sind es nur ein paar Hundert Meter vom Eintritt bis zur Quelle Schwarzwald-

Sprudel. Aber halt, nicht überall, wo es steil ist, ist Schwarzwald, sondern auch Vorbergzone.

Das sind die hellgrünen Hügel vor dem dunkelgrünen Schwarzwald. Und hier haben

wir die Rebe. Die würde am liebsten auf weicher Erde wachsen und fette Trauben

produzieren. Winzer wissen aber, dass ein steiniger Boden und eine steile Lage für den Wein

genau das Richtige sind. Dann kriegt die Rebe so richtig die Sonne ab und braucht darum Wasser,

Wasser, Wasser. Also muss sie ihre Wurzeln tief in Mutter Erde graben. Was sie in zehn Metern und mehr

unter der Erde findet, ist ein mit Mineralien angereichertes Wasser. Guter Stoff! Wir drücken ein Auge zu

und sagen, ist schon recht so, Wasser ist für alle da. Wir freuen uns, dass der Wein auch Spurenelemente von

Buntsandstein, Gneis und Granit hat und nicht nur fruchtig, sondern auch mineralisch schmeckt. Bei einem guten

Tropfen sinnieren wir dann darüber, wo der Stein des Anstoßes für den Gaumen größer ist. Im Wasser oder

im Wein? Genuss kann wirklich steil gehen.

Liebe Grüße

Eure

19


WEINBEKENNTNISSE

international

»... weil es ein Genuss für die Sinne ist!«

Nichts als Wahrheiten: VERITAS-Leser erzählen voller Liebe oder Hass,

was ihnen am Wein gefällt oder was nicht.

Name: Anthony Hughes – Alter: 35 – Leibspeise:

Thunfisch-Ceviche mit Salsa Criolla, Palmherzen

und einem Tequila-Ingwer-Koriander-Dressing –

Wohnort: Sydney – Beruf: Sänger/Künstler –

Wenn ich ein Glas zu viel getrunken habe:

Signierte ich einmal meine Gitarre für den Besitzer

der Bar. So durfte ich noch bleiben und bekam weiterhin

Drinks serviert, obwohl schon geschlossen

war. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, wie

ich nach Hause kam. Ooops …!!!!

Name: Covadonga Lombardero – Alter: 40+

Leibspeise: Alle, wenn der passende Wein

vorhanden ist – Wohnort: Luzern (geb. in Bilbao)

– Beruf: Geschäftsführerin von einer

Truppe liebenswerter Menschen – Wenn ich

ein Glas zu viel getrunken habe: Dann spreche

ich ohne Punkt und Komma oder denke

über alles Mögliche nach.

Name: Jacky Wagner – Alter: 42 – Leibspeise:

Bouchée à la Reine und Cordon bleu – Wohnort:

Kehl – Beruf: Lagerist – Wenn ich ein Glas zu

viel getrunken habe: Sage ich oft Dinge, die

meist zur Erheiterung unserer Gäste, aber selten

zur Erheiterung meiner Frau beitragen ...

Ich trinke Wein, weil ... er hervorragend

schmeckt, das Leben schöner

macht und mich zum Lachen bringt!

Ich trinke Wein, weil ... es ein Genuss

für die Sinne ist ... und es ist gesund!

Ich trinke Wein, weil ... er mir schmeckt,

er zu einem guten Essen gehört und weil

es eine schöne Geste ist, mit guten Freunden

eine gute Flasche zu teilen.

Name: Sigi Karli – Alter: 55 – Leibspeise:

Alles Feine und Frische aus der Region –

Wohnort: Luzern – Beruf: Manager Personal –

Wenn ich ein Glas zu viel getrunken habe:

Ich trinke nie ein Glas zu viel.

Name: Isabell Coan – Alter: 44 – Leibspeise:

„cucina italiana“ – Wohnort: Gengenbach –

Beruf: Betriebswirt VWA – Wenn ich ein Glas

zu viel getrunken habe: Fällt mir das Italienischsprechen

leichter :-)

Name: Charlotta Törnell – Alter: 32 – Leibspeise:

Jede Art von Pasta mit viel Parmesan – Wohnort:

Stockholm – Beruf: Marketing – Wenn ich ein

Glas zu viel getrunken habe: Rede ich zu viel

und sehe verdammt gut aus :-)

Ich trinke Wein, weil ... zu einem

feinen Essen ein schmackhafter edler

Tropfen gehört, denn Bier, na ja, das

passt für mich definitiv nicht. Ich als

Schweizerin trinke nur Weine von den

angrenzenden Ländern oder aus der

Schweiz.

Ich trinke Wein, weil ... Il vino scioglie la

lingua ed apre i cuori ... (Der Wein löst die

Zunge und öffnet die Herzen.)

Ich trinke Wein, weil ... es wunderbar

ist und man immer etwas Neues

entdeckt.

20


»TRINKEN & GEWINNEN«

Übernachtung und Geniessermenü

für zwei Personen

Gewinnen Sie eine Übernachtung für zwei Personen mit 3-Gänge-Genießermenü im

Wirtshaus und Landhotel Gaisbacher Hof in Oberkirch

FRAGE:

„Gold?“

Welche Weine der Oberkircher Winzer wurden mit Gold prämiert?

Zu gewinnen gibt es eine Übernachtung für zwei Personen mit

3-Gänge-Genießermenü.

Und so geht’s: Einfach die Antwort auf unsere Facebook-Pinnwand

(www.facebook.com/oberkircherwinzereG) posten oder eine

E-Mail an info@oberkircher-winzer.de senden. Viel Glück!

MITMACHEN BIS

30.9.2014

Alternativ können Sie uns den Lösungssatz auch auf einer Postkarte an folgende Adresse senden: Oberkircher Winzer eG,

Renchener Straße 42, 77704 Oberkirch. Nur ausreichend frankierte Einsendungen mit vollständiger Absenderadresse

nehmen an der Verlosung teil.

Einsendeschluss ist der 30. 9. 2014. Teilnehmen kann jeder mit Ausnahme der Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen und deren

Angehörigen. Eine Barauszahlung des Gewinnes und der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt.

Gewinner des letzten Gewinnspiels: Klaus Albrecht, Frankfurt

NÜTZLICHES WEINWISSEN

»Weinwissen für Small Talker«

Weinkenner im Schnelldurchgang, Teil 12. Wie begegnen Sie den selbst ernannten Weinexperten, die überall nerven? Sie kontern

mit präzisen und provokativen Wahrheiten, die jede Weinlüge entlarven. Hier kommt Ihr Stoff über Alkohol, Lagerfähigkeit,

Champagner und Klima.

Wahrheit Nr. 21

„Weinprobe immer ausspucken“

Professionelle Weintester leisten auf Weinverkostungen und

Weinmessen Schwerstarbeit. Sie müssen probieren, probieren,

probieren, weil sie sich nicht auf Hörensagen verlassen

können. Manchmal werden bis über 100 Weine verkostet. Es

gibt Stimmen, die sagen, dass bei 40 Weinen Oberkante Unterlippe

ist, andere sehen die Grenze des Erträglichen bei 30. Im

Grunde ist es egal, ob nun 100, 40 oder 30. Das kann man nicht

schlucken, wenn man einen klaren Verstand und Gaumen

behalten will. Wenn man aber eine überschaubare Zahl von

Weinen (eine einstellige!) vor sich hat, sieht die Sache wieder

ganz anders aus. Dann eröffnet sich die Chance, einen Wein

ganz kennenzulernen, und wenn er interessant schmeckt, ist

auch zweimal schlucken d’accord.

Wahrheit Nr. 22

„Weinkritiker haben immer recht“

In Weltgegenden, wo kein Wein wächst, gibt es auch keine

„gewachsene“ Weinkultur. Man weiß nicht, welcher Wein zum

Steak passt und welcher zur Suppe. Was man nicht weiß, muss

man lernen oder man hat jemanden Vertrauenswürdigen an

der Hand, der sich auskennt. Einen Experten. Beim Wein sind

das die Weinkritiker, die mit Punkten und Noten hantieren

und Tipps geben. Was aber, wenn diese Experten Weine nicht

kennen oder auch mal danebenliegen? Ganz sicher kommt das

vor, denn wo Menschen sind, passieren Fehler. Was hilft? Den

eigenen Gaumen schulen, neugierig sein, probieren und noch

mal probieren. Wie sagte es doch die Weinkoryphäe Paula

Bosch: „Es gibt keine Abkürzung auf dem Weg zur Erleuchtung.“

Es gibt steinigere Wege als diesen …

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TERMINE & KALENDER

Termine

Thema Datum Ort

Oberkircher

Weinfest

5. – 8. September 2014 Oberkirch

Weinfest im

Schlosspark

20. / 21. September 2014

Schloss

Unterweikertshofen

Ortenauer Weinfest 26. – 29. September 2014 Offenburg

Die Welt der Käse ist ebenso vielfältig wie die der

Weine. Nur: Welche Weine passen zu welchen

Käsesorten, damit die Kombination die einzigartigen

Aromen entfaltet?Frank Männle, Qualitätsmanager

der Oberkircher Winzer eG, und Ulrich

Hölscher, langjähriger Leiter der Käsetheke des

Scheck-in Centers in Achern, zeigen Ihnen eindrucksvoll,

wie hervorragend Wein und Käse sich

zu einem besonderen Geschmackserlebnis verbinden.

Anmeldung unter Telefon 0 78 02 / 9 25 80

oder info@oberkircher-winzer.de

Kalender

2014

Kulinarische Weinwanderung

„Von der

Höll ins Paradies“

Genuss-Seminar

„Wein & Käse“

28. September 2014 Oberkirch

6. November 2014 Oberkircher Winzer eG

Musik & Kunst Datum Ort

LaBrassBanda –

Eine bayrische Revue

Samstag,

19. Juli 2014

Schlossplatz,

Emmendingen

Judith Holofernes

Donnerstag,

24. Juli 2014

ZMF, Freiburg

Roger Siffer

Samstag,

26. Juli 2014

Bürgerpark, Offenburg

James Blunt

Bryan Adams

Sonntag,

3. August 2014

Palais de la Musique,

Straßburg

Wie viele Herzen hat Edelstimme

James Blunt mit „You’re beautiful“

(2003) schon gebrochen? Man weiß es

nicht, aber es werden wohl Millionen

sein. Sein Konzert in Colmar könnte

bald ausverkauft sein; macht nichts,

am 18. Oktober spielt er „Moon Landing“

in Freiburg.

James Blunt

DJ Shantel „Viva Diaspora“

Dienstag,

12. August 2014

Freitag,

19. September 2014

Messe, Colmar

Jazzhaus Freiburg

22


12. Juli

2014

Start: 17:00 Uhr am Weiherplatz

Kosten: p.P. 25,00 Euro

Info & Anmeldung

Tourist-Information

Wilhelmstraße 2

77740 Bad Peterstal-Griesbach

Fon +49(0)780691000

info@bad-peterstal-griesbach.info

www.bad-peterstal-griesbach.de

Kulinarische

Vollmondwanderung

Es war, als hätt‘ der Himmel die Erde still geküsst...

Wandern Sie mit uns den Premiumweg Wiesensteig im

Zauber der untergehenden Sonne und genießen Sie

unter funkelndem Sternenzelt im Schein des Vollmondes

leckere Köstlichkeiten aus der Region.

www.bad-peterstal-griesbach.de


RENCHTAL TOURISMUS GMBH

Bahnhofstraße 16 | 77704 Oberkirch

Tel. 0 78 02 82 - 600 | www.renchtal-tourismus.de

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