Debatte um »Gute Arbeit - IG BCE - HALLE-MAGDEBURG

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Debatte um »Gute Arbeit - IG BCE - HALLE-MAGDEBURG

Newsletter für Mitglieder der IG BCE des Bezirks Halle-Magdeburg

Editorial

Erhard

Koppitz

Bezirksleiter

Gute Arbeit und soziale

Sicherheit sind die Erwartungen

von vielen Menschen

im Lande.

»Hauptsache einen Job

und einigermaßen Geld«,

sagte mir jemand. Reicht

das, fragte ich und legte

nach. Gute Arbeit ist vor

allem sichere und unbefristete

Arbeit. Zudem

sollte sie familienfreundlich,

kreativ und mitgestaltend

sein. Ebenso müssen

die Gesundheit und die

Bildung eine wichtige Rolle

spielen. »Von welchem

Stern ich komme«, fragte

er verwundert. Seine Geschichte

war kurz. »Leiharbeit,

arbeitslos, Leiharbeit

und wieder auf die Straße.

So sieht’s aus im Land«,

und er winkte ab.

Es ist kein Einzelschicksal.

Viele müssen diesen

harten Weg beschreiten

und sind frustriert über die

Gesellschaft, Gott und die

Welt. Auch für die Gewerkschaften

hatte der Kumpel

von nebenan kein Gehör.

Und doch sind sie es, die

die notwendige Kraft, aber

auch die Macht haben zu

verändern und zu gestalten

für die Menschen Im

Land. Deshalb spielt die

Mitgliedschaft eine so große

Rolle. In diesem Sinne.

Euer Erhard Koppitz

Ausgabe: 2/2011

DAS IST DAS MINDESTE!

Wenn Arbeit nicht nur beschäftigt,

sondern auch zufrieden macht.

Zielitz

1. Mai 2011

Über 1000 Teilnehmer kamen zur

Mai-Feier in die Museumsscheune

nach Wolmirstedt. Klaus Krüger,

Betriebsratsvorsitzender des

Kaliwerkes hielt die Mai-Rede.

Halle

Im Streitgespräch zum Thema

»Faire Löhne und Gute Arbeit«

(v. r. n. l.: Prof. Gesine Schwan;

Erhard Koppitz, IG BCE; Anne

Sailer, Moderatorin des MDR;

C. Schaar, IHK; T. Keindorf,

HWK; A. Kapper-Leibe,

IG Metall)

Naumburg

Eine schnelle Realisierung des

für Sachsen-Anhalt vorgesehenen

Tariftreue- und Vergabegesetzes

forderte DGB-Chef Udo

Gebhardt auf der zentralen Mai-

Veranstaltung in Naumburg.

Sangerhausen

»Menschen müssen von ihrer

Arbeit leben können«, so eine

Forderung der von über 300

Menschen besuchten Mai-Kundgebung

in Sangerhausen.

(Bildmitte: Willy Benne, OrtsgruppenvorsitzenderSangerhausen)

Hettstedt

Um das Thema »Gute Arbeit«

debattierten über 150 Menschen

u. a. mit den neugewählten

Mitgliedern des Landtages

am 1. Mai im Gartenlokal Weidensol

in Hettstedt.

Experten klären

Recht & Gesetz

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse

Seite 2

Aktuelles aus dem Bezirk

Wir gestalten mit

OG Stendal: Tarifabschluss

u. a . Seite 3

Wir stellen vor

Brennpunkt

Debatte um »Gute Arbeit«

Seite 4

Aktuelles aus dem Bezirk

Politik & Gesundheit

Impressionen der 5. Gesundheitskonferenz

Seite 5

Verschiedenes

Meinung & Unterhaltung

Standpunkt, Personelles,

Preisrätsel u.a. Seite 6

1


Wolfgang

Berndt

Gewerkschaftssekretär

Unser Ansprechpartner

in Sachen Recht

im Bezirk Halle-Magdeburg

� 03 45-2 91 69-21

Weitere Informationen

zu prekären Arbeitsverhältnissen

können abgerufen

werden unter www.igbce.

de oder im Bezirk Halle-

Magdeburg, Abt. Recht,

Tel.: 0345 29169-0 bzw.

für Betriebsräte in den

Broschüren »IG BCE BR-

Stichworte 02 – Prekäre

Beschäftigungsverhältnisse«

oder »Achtung! Unsichere

Arbeit – Ratgeber

Leiharbeit« vom DGB.

Rechtsgrundlage:

Teilzeit- und Befristungsgesetz

(Auszüge abrufbar

über den Bezirk Halle-

Magdeburg, Abt. Recht

möglich)

Experten klären

Recht & Gesetz

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse

Definition:

Das Wort prekär stammt von zwei lateinischen

Begriffen ab: Einerseits vom Wort »Precarius«,

was ´bedenklich, peinlich, unangenehm,

unsicher, heikel oder schwierig´ bedeutet und

andererseits vom Begriff »prekäre«, der ´um

etwas Bitten müssen´, ´etwas durch Bitten verlangen´,

bedeutet.

Diese beiden lateinischen Begriffe umschreiben

die Situation derer, die im Rahmen eines

prekären Beschäftigungsverhältnis sind, zutreffend.

Zum einen ist die Zukunft der eigenen

Arbeit unsicher und nicht bzw. nur schwer absehbar,

zum anderen fehlen oft echte Rechtsansprüche,

um den Fortbestand des Beschäftigungsverhältnisses

zu sichern.

Unter prekäre Arbeitsverhältnisse fallen Leiharbeitnehmer,

befristete Beschäftigte, Scheinselbständige,

Praktikanten und geringfügig

Beschäftigte.

Ausgangslage:

Der Anteil der Beschäftigten ohne ein reguläres

Arbeitsverhältnis ist in den letzten Jahren stark

gestiegen. Betroffen von prekären Arbeitsverhältnissen

können Menschen unabhängig

von ihren Bildungsabschlüssen sein. Allein in

Sachsen-Anhalt sind 65.000 Menschen befristet

tätig, auch in unseren Branchen und Betrieben.

Worauf müssen Arbeitnehmer bei Befristungen

unbedingt achten?

n Liegt eine Befristung mit und ohne

Sachgrund vor?

Beispiel ohne Sachgrund: für die Dauer von

13 Monaten wird befristet nach dem Teilzeitbeschäftigungsgesetz

(TzBfG) eingestellt

mit Sachgrund: das Arbeitsverhältnis ist befristet

für die Dauer des z. Z. erkrankten Mitarbeiters,

es endet mit der Rückkehr des Mitarbeiters

n Ist der Arbeitsvertrag schriftlich formuliert?

Bei nur mündlicher Vereinbarung ist ein

Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit zu-

stande gekommen. Dies gilt auch bei jeder

mündlichen Veränderung, z. B. Verkürzung

oder Verlängerung des Arbeitsverhältnisses.

§ 16, Satz 1 TzBfG

n Ist der Arbeitsvertrag vor dem tatsächlichen

Arbeitsbeginn abgeschlossen?

Der Arbeitvertrag muss vor dem tatsächlichen

Arbeitsbeginn abgeschlossen werden.

Auch hier gilt die schriftliche Vereinbarung. § 14,

Abs. 4 TzBvG

Ist der Arbeitsvertrag zunächst nur mündlich abgeschlossen

und zwar vor dem tatsächlichen Arbeitsbeginn,

ist ebenfalls ein auf unbestimmte Zeit

abgeschlossenes Arbeitsverhältnis vereinbart.

n Wie verhält es sich bei einer Verlängerung

des befristeten Arbeitsverhältnisses?

Auch eine Verlängerung des Arbeitsverhältnisses

muss vor Ablauf des davor vereinbarten

befristeten Endes schriftlich erfolgen.

Unzulässig ist, die Verlängerung nach Ablauf

der Befristung zu vereinbaren.

Unwirksame Arbeitsverhältnisse

In der Praxis sind viele befristete Arbeitsverträge

unwirksam. Einige Gründe wurden

bereits genannt. Trotz oftmals unwirksamer

Verträge verzichten die betroffenen Arbeitnehmer

oft darauf, ihre Rechte wahrzunehmen,

weil sie sich weitere (rechtswidrige)

Anschlussverträge erhoffen und ihre Weiterbeschäftigung

nicht aufs Spiel setzen

möchten.

Möglichkeit der Klage

Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis

unwirksam befristet wurde, kann durch das

Arbeitsgericht feststellen lassen, dass das

Arbeitsverhältnis aufgrund der Befristung

nicht endet. Dieses Verfahren wird auch

Entfristungsklage genannt. Für eine solche

Klage besteht eine Klagefrist von 3 Wochen

nach Ende des Arbeitsverhältnisses.

Ausgabe: 2/2011 2


IG BCE-Jugend mit

tausenden von Hallensern

gegen Rechts

Unter dem Motto »Zukunft

durch Arbeit – Fremdarbeiter

stoppen!« versuchten

Neonazis der so

genannten Freien Kräfte,

am 1. Mai in Halle einmal

mehr ihre menschenverachtende

Propaganda

auf die Straße zu tragen.

Mit einem »Tag der

offenen Tür« lud die IG

BCE-Jugend in Halle die

Bevölkerung ein, friedlich

auf der geplanten Route

der Neonazis zu verweilen.

Gemeinsam mit Passanten

gestalteten die Jugendlichen

ein Transparent

»Hände für Toleranz« in

bunten Farben und zeigen

damit klar, dass sie nichts

von dem rechten Gedankengut

hält.

Solidaritätsbekundung

Über 1000 Beschäftigte

der Chemieindustrie

zeigten sich solidarisch

mit den gekündigten

Magdeburger Druckern.

»Leiharbeiter sollen diese

ersetzen«, sagte Thomas

Laskowski, Betriebsratsvorsitzender

anlässlich der

Tarifaktion der chemischen

Industrie am 9. April in

Magdeburg.

Aktuelles aus dem Bezirk

Wir gestalten mit

Ortsgruppe Stendal

von Uwe Schulz

Vorsitzender der Ortsgruppe Stendal und Beschäftigter bei der Zellstoff Stendal GmbH

Tarifabschluss im Zellstoffwerk –

Angleichung an den Flächentarifvertrag Papier Ost

Die Ortsgruppe Stendal hat in der letzten Zeit

einen sehr guten Mitgliederzuwachs zu verzeichnen.

Dies ist besonders einer hervorragenden

Vorort-Arbeit

der IG BCE in den Betrieben

zu verdanken.

Die Tarifarbeit, Mitgliederversammlungensowie

der Warnstreik im

Zellstoffwerk wurden

durch die Ortsgruppe

stets begleitet und

teilweise durch eigene

Mittel finanziert.

Dies hat zu engen Kontakten, vielen Gesprächen

und Diskussionen sowie einem Zusammenwachsen

der Ortsgruppe mit den Kollegen

vor Ort geführt.

Mit Feuer für den Angleichungsprozess

Zur Einstimmung auf die vermutlich sehr

schwierigen Verhandlungen bei Delipapier

wurde am Samstag, den

7. Mai das Tariffeuer entzündet.

Auch Mitarbeiter

der Zellstoff Stendal GmbH

zeigten sich solidarisch

mit ihren Kollegen von Delipapier

und wollen somit

die Verhandlungen unterstützen.

Das funktioniert

gut. Denn ebenso waren

im März die Beschäftigten

der Delipapier GmbH beim

Warnstreik vor dem Zellstoffwerk

in Stendal mit

dabei.

»Wir hoffen auf eine Angleichung an den

Flächentarif Papier Ost. Zukünftig soll kei-

Nach dem erfolgreichem Tarifabschluss bei

der Zellstoff Stendal GmbH möchten wir dort

eine Vertrauensleutewahl durchführen, um

die Gewerkschaftsarbeit

auch in Zukunft

effektiv weiter zu führen.

Die Ortsgruppe Stendal

drückt nun den

Kollegen bei der Delipapier

GmbH ganz

fest die Daumen für

die Umsetzung ihrer

Tarifforderungen und

wird genau wie im Zellstoffwerk alles in ihrer

Macht stehende unternehmen, auch dort eine

Tarifbindung zu erreichen.

ner mehr darauf angewiesen sein, noch zum

Amt zu laufen und HARTZ IV zu beantragen«,

erklärt die Betriebsratsvorsitzende

von Delipapier,

Kerstin Klieckmann. Erhard

Koppitz, Bezirksleiter der

IG BCE Halle-Magdeburg

und Verhandlungsführer

machte klar, dass es am

Tage der Aufnahme der Tarifverhandlungen

zunächst

darum geht, ob die Arbeitgeber

grundsätzlich bereit

sind, die Tarifverhandlungen

in punkto Angleichung

an den Flächentarifvertrag

Papier Ost zu führen. Die

Tarifverhandlungen beginnen am 6. Juni in

Arneburg.

Ausgabe: 2/2011 Der Pfeil Newsletter für Mitglieder der IG BCE des Bezirks Halle-Magdeburg

3


Wir stellen vor

Brennpunkt

Debatte um »Gute Arbeit« in Zeiten

des demografischen Wandels

Ein Spitzenthema mit den Spitzen der Politik. Sie waren alle gekommen: der stellvertretende

Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn, die Fraktionschefs der im

Landtag vertretenen Parteien, der Landesparteichef der GRÜNEN, die Vorsitzenden des

CDA und der AfA sowie der DGB-Chef Sachsen-Anhalts.

Ein beherrschendes Thema am Abend des 10. Mai in der Händelhalle war die

Arbeit und zwar »Gute Arbeit«, kommentiert von Francesco Grioli, Vorstandssekretär

der IG BCE.

Über eine Stunde stellten sich die Politiker und Arbeitnehmervertreter den gezogenen

Fragen aus dem Publikum. Dabei ging es um Leiharbeit, Abwanderung, Übernahme

der Azubis nach der Ausbildung, Mindestlohn, Rente 67. Kurz: wie attraktiv

sind die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen – was ist zu tun – was kann die

Politik leisten?

In der Sache waren sich alle einig. Die Stärkung des Wirtschaftsstandortes ist eng

verbunden mit der Attraktivität der Arbeitsbedingungen. Auf dem Weg zum Ziel

wurde Klartext gesprochen und die Unterschiede des Herangehens von Opposition

und Regierung sichtbar.

Koppitz: »Wir werden weiter die Diskussion und Lösungen mit der Politik suchen,

um gemeinsam das Land und die Arbeitsbedingungen mitzugestalten.«

Am zweiten Tag stand der Erfahrungsaustausch zu ausgewählten Themenkreisen

im Mittelpunkt der TeilnehmerInnen. »Gute Praxis« aus den Unternehmen SOEX

TSG & TRG mbH, InfraLeuna Gruppe, Heraeus Quarzglas GmbH & Co. KG und

Mitsubishi HiTec Paper Europe zeigte, wie mit den Herausforderungen umgegangen

wird. Grundtenor war: Arbeit wird sich ändern, die Unternehmen werden zunehmend

um Fachkräfte konkurrieren. Erfolgreich und wettbewerbsfähig werden

nur die Betriebe sein, die ein kreatives Personalmanagement fördern. »Work-Life-

Balance« – Ausgeglichenheit und Zufriedenheit können nur über Anerkennung,

Wertschätzung und Teilhabe an der Gestaltung der Arbeits- und Rahmenbedingungen

gefördert werden.

Arbeitsgruppenphase zum Thema »Vereinbarkeit

von Familie und Beruf«: Referentin Elke

Lüer (links im Bild), Betriebsratsvorsitzende

der SOEX GmbH mit Betriebsräten

Egbert Biermann (2. von links), Mitglied des

geschäftsführenden Hauptvorstandes der

IG BCE im Gespräch mit Helmut Krodel

3. von links), Geschäftsführer der Qualifizierungsförderwerk

Chemie GmbH und Bernd

Wolter (1. von links) vom Arbeitgeberverband

Nordostchemie

vorn im Bild, sitzend: Jens Bullerjahn, stellv.

Ministerpräsident und Finanzminister des

Landes Sachsen-Anhalt und Francesco Grioli,

Vorstandssekretär der IG BCE

Podium, v. l. n. r.: Peter Rotter (CDU,

CDA-Landesvorsitzender), André Schröder

(CDU-Fraktionsvorsitzender), Andreas

Steppuhn (SPD, AfA-Landesvorsitzender),

Rüdiger Erben (stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender),

Erhard Koppitz (Bezirksleiter

IG BCE Halle-Magdeburg), Udo Gebhardt

(DGB-Landesvorsitzender), Wulf Gallert

(Fraktionsvorsitzender DIE LINKE), Christoph

Erdmenger (Landesvorsitzender BÜNDNIS

90/DIE GRÜNEN), Moderator Theo M. Lies

(stehend)

Ausgabe: 2/2011 4


Aktuelles aus dem Bezirk

Politik & Gesundheit

Impressionen der 5. Gesundheitskonferenz

des Bezirkes Halle-Magdeburg der IG BCE

Die Preisträger des Gesundheitspreises

der vergangenen Jahre informieren in

Arbeitsgruppen über die Gesundheitsvor-

und -fürsorge in ihren Betrieben.

v. l. n. r.: Frank Rüttger (EVH GmbH),

Hans-Jürgen Kühnel (SWM GmbH),

Claudia Morgan (SWM GmbH),

Petra Assmann (MIDEWA mbH) und

Diana Kreft (MIDEWA mbH)

Unsere tatkräftigen Unterstützer der AOK

v. l. n. r.: Elke Horn, Christiane Krüger, Jörg Engel,

Kerstin Wegner, Christel Grande, Katja Rittel

Nachdenkliches

Das Ergebnis halten die Teilnehmer hier in die Luft: so viel Zeit bleibt ihnen noch, die

sie stressfrei und gesund gestalten können.

Beispiel: Mann, 56 Jahre alt; Durchschnittsalter der Männer: 76 Jahre

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 120

1. Schnitt

Zum Nachgestalten: Man nehme ein Maßband (gibt es in jedem Möbelgeschäft)

und schneide von der linken Seite sein aktuelles Lebensalter ab. Dann schneidet

man – je nach dem, ob man Frau oder Mann ist – von der rechten Seite das Durchschnittsalter

ab (Frauen: 82 Jahre, Männer: 76 Jahre). Das übrig gebliebene Stück

ist der noch verbleibende Lebensabschnitt.

Die 6. Gesundheitskonferenz findet im Jahr 2012

wieder mit Preisvergabe statt.

»Gesundheitsmanagement funktioniert nur, wenn sich die Führungskräfte

auch dahinter klemmen.« Diana Kreft, Assistentin des Geschäftsführers, MIDEWA mbH

»Für Gesundheit Geld zur Verfügung zu stellen, rechnet sich aus, denn dadurch

verändert sich auch der demografische Wandel ein Stückchen.«

Frank Rüttger, Personalleiter Energieversorgung Halle GmbH

»Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!«

Hans-Jürgen Kühnel, Personalleiter Städtische Werke Magdeburg GmbH

Kommentare:

»Für mich ist die Konferenz eine Bestätigung meiner Arbeit hinsichtlich des

Gesundheitsmanagements gewesen. Es ist daher wichtig zu sehen, wie die

Preisträger ihre Konzepte entwickelt und durchgesetzt haben.«

Bärbel Koch, Betriebsratsvorsitzende Solvay Chemicals GmbH in Bernburg

»Ich nehme neue Ansätze und Ideen mit. Der Austausch ist immer sehr

wichtig.« Gerd Pfeifer, Betriebsratsvorsitzender der WEPA GmbH in Leuna

»Man muss das Rad nicht zweimal erfinden. Die Preisträger gehen mit gutem

Beispiel voran. Hiervon können viele Betriebe profitieren.«

Danny Mertens, Gewerkschaftssekretär der IG BCE Halle-Magdeburg

»Es war erschreckend zu hören, wie manche Unternehmensleitungen Veränderungsprozesse

abblocken.«

Gerald Büchner, Betriebsratsvorsitzender der MIDEWA mbH in Merseburg

»Es ist schon viel bewegt worden, aber wir haben auch noch viel vor uns.«

Sylke Teichfuß, stellvertretende Bezirksleiterin IG BCE Halle-Magdeburg

verbleibender Lebens abschnitt

2. Schnitt

Ausgabe: 2/2011 5

Der Pfeil Newsletter für Mitglieder der IG BCE des Bezirks Halle-Magdeburg


Standpunkt

Christoph

Erdmenger

Fraktionsvorsitzernder

von

Bündnis 90/

Die Grünen

Mit der Leiharbeit wird

Lohndumping in großem

Maße betrieben. Der

Kündigungsschutz wird

umgangen und die Beschäftigten

werden zum

Spielball der wirtschaftlichen

Interessen der

Unternehmen.

Wir wollen »gleichen

Lohn für gleiche Arbeit«

und zusätzlich einen

Flexibilitätsbonus von

zehn Prozent für die

Leiharbeitsbeschäftigten.

Zudem wollen wir einen

Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche.

Dieser

soll auch dann gelten,

wenn die Löhne in der

Stammbelegschaft des

Einsatzbetriebes noch

niedriger sind.

Nur so kann die Leiharbeit

zurück gedrängt

werden und reguläre

Beschäftigung entstehen.

Christoph Erdmenger

ist wirtschaftspolitischer

Sprecher der Landtagsfraktion

BÜNDNIS 90/

DIE GRÜNEN. Zuvor hat

er im Umweltbundesamt

und in einem Beratungsunternehmen

gearbeitet,

wo er Mitglied der Unternehmensleitung

war

und die Gründung eines

Betriebsrats initiiert hat.

Er ist Mitglied bei Ver.di.

Verschiedenes

Meinung & Unterhaltung

Preisrätsel

Die rot gekennzeichneten Buchstaben ergeben in der richtigen Reihenfolge

das Lösungswort. Alle Antworten findet ihr in dem aktuellen Newsletter.

➊ Wo debattierten 150 Menschen mit den neugewählten Mitgliedern

des Landtages am 1. Mai?

➋ Von welchem lateinischen Wort stammt der Begriff »prekär«?

➌ Welche Ortsgruppe hat einen sehr guten Mitgliederzuwachs?

➍ In welchem Betrieb ist Elke Lüer Betriebsratsvorsitzende?

Lösungswort:

10 4

5 6 9 2

3 7

8 1

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Die richtige Lösung sendet

ihr bitte an:

n IG BCE

Bezirk Halle-Magdeburg

DER PFEIL – Preisrätsel

Merseburger Straße 46

06110 Halle

n Einsendeschluss:

1. Juli 2011

Frauenpower! – OG Gräfenhainichen

n Zu gewinnen gibt es:

1 BOSCH Heißgetränke-

Automat TASSIMO

1 Digitalkamera

Canon IXUS 105

1 Turmventilator

Honeywell HO-5500RE

n Gewinner der letzten Ausgabe:

Ute Wallbraun aus Bernburg, Hartmut Grube aus Wolfen und

Marcel Schreiter aus Bernburg

von links nach rechts:

Christa Miertsch, Johanna Hellwig,

Walburga Schöley, Elfriede Klebba,

Sybille Fuß, Ute Schlinsog, Sandra

Homann (nicht im Bild: Ina Rudnyk)

Die Mitglieder der Ortsgruppe Gräfenhainichen haben am 16. März

einen neuen Vorstand gewählt.

Wir wünschen der neuen Vorsitzenden Sandra Homann sowie ihrem

Frauen-Team gutes Gelingen und viel Freude bei der Ortsgruppenarbeit.

Hinweis

Bereits zum 6. Mal findet

das Fußballturnier des Bezirkes

Halle-Magdeburg statt.

In diesem Jahr kicken die

Mannschaften am 25. Juni

2011 in Sandersdorf.

Bei Interesse bitte umgehend

beim Bezirk melden.

Impressum

Herausgeber:

Industriegewerkschaft

Bergbau, Chemie, Energie

Bezirk Halle-Magdeburg

Merseburger Straße 46

06110 Halle

Tel. 03 45-2 91 69-0

Fax 03 45-2 91 69-30

E-Mail:

Verantwortlich:

Erhard Koppitz, Bezirksleiter

Redaktion:

Erhard Koppitz

Heike Platzer

Gestaltung:


Kathrin Kleidon M.A.


Bildnachweis:

S. 1: (Koppitz) © Gisela Saray, (Sangerhausen)+(Naumburg)

© DGB, (andere) © IG BCE

S. 2: o. l. (Paragr.) © Cmon-Fotolia.com, o. r.

(Justicia) © Hans-Joachim Gross-Fotolia.com,

(Berndt) © Gisela Saray, (Mann) © Michael

Brown-Fotolia.com

S. 3: alle © IG BCE

S. 4: (Politisches Forum) © Michael Cintula

S. 5: o. l. (Maßband-Foto) © Doc RaBe-Fotolia.

com, andere © IG BCE

S. 6: o. l. (Pult) © Aleksandar Radovanovic-Fotolia.

com, o. r. (Brief) © Feng Yu-Fotolia.com, o. m.

(Rätsel) © Ewe Degiampietro-Fotolia.com, (Erdmenger)

© Christoph Erdmenger, (OG Gräfenhainichen)

© Christa Miertsch

S. 1–6 (Hintergr.-Mohnblume) © Kathrin Kleidon

Nächste Ausgabe:

Oktober 2011

Ausgabe: 2/2011 Der Pfeil Newsletter für Mitglieder der IG BCE des Bezirks Halle-Magdeburg

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