Das Stadtmagazin für Vechta & umzu

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Dezember-Januar l Nr. 11 l GRATIS

Das Stadtmagazin für Vechta & umzu

Foto: Fotowerk Vechta

Vereinsleben Vechtaer Köpfe Geschichte

Die Museumsfamilie Swantje Wördemann

Meyers Mühle


Das

besondere

Geschenk

zum

Fest!

Nordseehotel Kröger ∙ Hauptstraße 38 ∙ Langeoog ∙ Telefon: 04972 686-0 ∙ info@nordseehotel-kroeger.de ∙ www.nordseehotel-kroeger.de

Kultur in Vechta.

Jetzt schon an Weihnachten denken!

Foto: Stefan Maria Rother

Mi.

Foto: Christian Rating

07.01.15 | 20 Uhr

GlasBlasSing Quintett

»Männer, Flaschen, Sensationen!«

Metropol-Theater Vechta

Eintritt: 22,50 €

So.

18.01. | 17 Uhr

Don Kosaken Chor

Serge Jaroff

St. Laurentiuskirche Langförden

Eintritt: 19,00 €, Abendkasse: 21,00 €

So.

25.01.15 | 20 Uhr

Jörg Knör

Vip, Vip Hurra! Der Jahresrückblick!

Metropol-Theater Vechta

Eintritt: 22,00 €, Abendkasse 26,00 €

Karten erhalten Sie im Rathaus der Stadt Vechta, Burgstraße 6, Tel. 04441/886-405

sowie im Internet unter www.vechta.de. Dort finden Sie auch weitere Informationen

zu diesen Veranstaltungen.


Editorial | Inhalt

3

4 Martina Klocke

6 Vechtaer Köpfe Swantje Wördemann

9 Kleiner Kaufrausch

12 Museum im Zeughaus

15 Barbaramarkt

16 Karneval in Vechta

20 150 Jahre Meyers Mühle

22 Rezept von Thomas Meyer

Foto: Martina Rönnau

24 Thommes Nentwig

26 Buchtipps zum Fest

Moin Vechta

ein Modell, ein Bäcker, Mittelalterfreunde und Adventsdeko –

VECHTAerleben heißt Vielfalt erleben. Mit einem bunten Cocktail

aus Geschichten und Wissenswertem wünschen wir Ihnen

eine schöne Adventszeit und verabschieden uns in die Weihnachtsferien.

28 Kulturtipps

30 Kinotipps

31 Rechtstipp aus der Praxis

33 Tiertipp aus der Praxis

34 Vorschau/Impressum

Weil bald Weihnachten ist, haben wir ein besonderes Geschenk

für unsere Leser: Der Vechtaer Künstler Thommes Nentwig hat uns

ein »Gewinnerbild« geschenkt, das unter unseren Lesern verlost

wird. »Alles wird gut« ist der Titel des von ihm gemalten Ölbildes.

Teilnehmen kann jeder, der bis zum 22. Dezember an die Email-

Adresse kunst-gegen-kinderkrebs@gmx.de schreibt, was bei ihm

persönlich im neuen Jahr 2015 alles wieder gut wird. Wem das

Glück hold ist, den informiert der Künstler persönlich am Heiligen

Abend über den Gewinn. Viel Glück!

Nun wünsche ich viel Spaß beim Schmökern!

Ihre Daniela Wilke


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Oh, du schöne

Dekozeit!


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5

Weihnachtszeit – Dekozeit!

Da greifen selbst Puristen

zu glänzenden Kugeln und

verwandeln ihr Zuhause in

ein gemütliches Winterwunderland,

in dem es viel zu

entdecken gibt.


6 VEchtaer Köpfe

Von Vechta direkt in die Modelwelt

Blonde Haare, dunkel Augenbrauen, braune Augen und riesige Sommersprossen – das passt erst

einmal nicht zusammen. Swantje Wördemann beschreibt ihr Aussehen selbst als eine »komische Mischung«.

Aber genau mit dieser ausgefallenen Mixtur hat sie Erfolg. Die 18-jährige Vechtaerin ist

Model und startet gerade richtig durch.

Text Wiebke Brüggemann Fotos Fotowerk Vechta (1), Yasin Üstün (2), Felix Krüger (3)

Start ins Modelleben

Angefangen hat alles vor zwei Jahren.

Swantje bewarb sich bei einer Agentur,

die auch H&M-Models vertritt. Denn

da wollte sie hin – in den H&M-Katalog

des schwedischen Erfolgslabels. Als die

Agentur sich kurze Zeit später meldete

und sie kennenlernen wollte, war sie total

überrascht. Mit einem so schnellen Erfolg

hatte sie selbst am wenigsten gerechnet.

Schnell musste sie allerdings erkennen,

dass sie den Anforderungen nicht standhalten

konnte. Die Agentur wollte, dass sie

immer mehr abnimmt. »Erst habe ich mich

dem strengen Mode-Diktat gebeugt. Ich

wollte doch neue Jobs bekommen. Aber

so konnte es nicht weitergehen. So dünn

zu sein, war echt ungesund.« Schließlich

zog ihre Mutter die Reißleine und holte

sie zurück nach Vechta. Swantje blieb ein

Jahr lang zu Hause, futterte sich wieder

gesund und machte ihre Fachhochschulreife.

»Das ist eine gute Grundlage für

später. Denn im Modelbusiness kann man

oft schon mit 26 in Rente gehen. Für die

Zeit danach muss ich einen Plan haben.«

GroSSe Marken reiSSen sich um Sie

Heute hat sie eine neue Agentur, mit der

sie gerne zusammenarbeitet. Obwohl sie

1,80 m groß und dabei sehr schlank ist, ist

sie für die großen Laufstege immer noch

zu »dick«. Dafür ist ihr Typ bei Werbeanzeigen

und Frauenmagazinen sehr beliebt.

Sie zierte sogar schon das Cover vom Live-

Magazin, das deutschlandweit verkauft


Vechtaer Köpfe

7

wird. »Das ist schon cool, wenn man ein

Foto von sich selbst im Kiosk in den Regalen

sieht.«

Aber ihr Lieblingsjob war bislang eine

große Kampagne für das Taschen-Label

Liebeskind. Bei dem Casting hätte sie nie

gedacht, dass sie den Auftrag bekommt.

Aber Liebeskind wollte sie. Es folgte ein riesiges

Shooting mit einem bekannten Fotografen.

Damit aber nicht genug – seitdem

ist sie das Gesicht der Marke und durfte

mit zu großen Events wie der Modemesse

»Premium« in Berlin.

Schattenseiten

Das Business kann aber auch sehr hart

sein. Das musste Swantje am eigenen

Leib erfahren. Denn für viele Kunden ist

das schlanke Persönchen immer noch zu

kräftig. »Man wird sehr aufs Äußere reduziert«,

erzählt das Nachwuchsmodel. Da

ist es nicht immer leicht, selbstbewusst in

die Kamera zu lächeln und sich selbst zu

mögen. Sie selbst vergleicht das Geschäft

mit einem Bumerang. Wenn sie selbst positiv

eingestellt sei, würden auch die Kunden

und Fotografen gut mit ihr umgehen.

Bisher sei sie immer gut mit ihrer Freundlichkeit

gefahren. Nur so könne man den

hohen Druck und oft sehr lange Arbeitszeiten

aushalten. »Meiner Erfahrung nach

wird man dann nicht wie ein lebendiger

Kleiderständer behandelt«, erklärt sie ihre

Arbeitsmoral. Natürlich gehört es zu dem

Beruf rund um die Uhr gut auszusehen.

»Da überlegt man schon mal, ob man sich

ein Eis gönnen darf.« Allerdings wehrt sie

sich dagegen, wie ein Hungerhaken auszusehen.

Dünnsein hat für sie Grenzen. Für

den Beruf krampfhaft abnehmen möchte

sie nie wieder. Stattdessen achtet sie auf

eine ausgewogene, gesunde Ernährung.

Anders als vielen anderen fällt ihr das

besonders leicht. Vor allem, wenn sie bei

ihren Eltern zu Besuch in Vechta ist. Die leben

nämlich streng vegan. Swantje selbst

ist seit frühster Kindheit überzeugte Vegetarierin.

»Damit spart man sich schon viele

Kalorien.« Am schwierigsten kann sie aber

mit dem Neid umgehen, den vor allem

viele Gleichaltrige ihr entgegen bringen.

»Es ist nun einmal mein Job, gut auszusehen.

Dafür werde ich bezahlt. Deshalb bin

ich lange noch nicht eingebildet.«

Die Mischung macht´s

Doch die Strapazen lohnen sich. Ihr Erfolg

bestätigt, dass es all die Mühe wert ist. Die

Liste der Marken, für die Swantje schon vor

der Kamera stand, kann sich sehen lassen:

S.Oliver, Tom Tailor, die Modekette New

Yorker, Mustang Jeans und Liebeskind

wollten sie schon als Model für ihre Mode

haben. Was den Kunden so an ihr gefällt?

»Vor allem meine Sommersprossen. Die

sehen wie Nutella-Flecken aus. Andere

Mädchen haben viel kleinere Sommersprossen,

aber meine sind richtig groß.

Und trotzdem habe ich keine roten Haare,

sondern blonde!« Die Mischung macht´s

halt.

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Das sympathische Team: Von links Sonja Harting,

Silke Fischer, Natali Ajeti und Nadine Engelmann

Szenhaario by Natali

»Ein Traum wird wahr«- das ist das Motto,

das auf Friseurmeisterin Natali Ajeti zutrifft.

Nach langjähriger Erfahrung und diversen

Weiterbildungen hat sie ihren Traum der

Selbstständigkeit zur Realität werden lassen.

Ausgebildet wurde Natali in einem Salon

in Goldenstedt, in dem sie lange Jahre

arbeitete und in dem sie im Jahr 2005 ihren

Friseurmeister gemacht hat. Anschließend

wechselte sie in einen Salon nach Vechta

und hat während dieser Zeit den Schritt in

die Selbstständigkeit geplant. Nach drei

monatiger Bauphase konnte sie schließlich

ihren eigenen Friseursalon »Szenhaario by

Natali« in der Oyther Straße 10 in Vechta

eröffnen.

Modern, stilvoll und freundlich lassen sich

die Räumlichkeiten am besten beschreiben.

Im Salon werden Damen, Herren und

auch Kinder persönlich und typgerecht

von den geschulten Friseurinnen beraten.

An sieben Spiegeltischen und drei Waschplätzen

zählen neben dem üblichen Waschen,

Schneiden, Färben und Stylen vor

allem Hochsteckfrisuren zum Schwerpunkt

von Natali und ihrem erfahrenen Team. Ein

besonderes Highlight für Kunden mit lockiger

Haarpracht ist die Dauerglättung, die

nicht auf chemischer Basis durchgeführt

wird, sondern mit einem pflegenden Keratin-

Programm, das durch Wärme in die

Haare gearbeitet wird.

Natali ist der Ansicht, dass nur gesundes

Haar schönes Haar ist und so garantiert sie

und ihr Team nicht nur professionelles Styling,

sondern auch die beste Pflege für Ihr

Haar.

Öffnungszeiten

dienstags, mittwochs und freitags

von 8:00 bis 18:00 Uhr

donnerstags von 8:00 bis 19:00 Uhr

samstags von 8:00 bis 14:00 Uhr

Termine nach Voranmeldung

Inhaberin Natali Ajeti

Szenhaario by Natali

Oyther Straße 10

Telefon 04441/1597888


Design-Markt

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Mi-Ma-Maja

Blue Sky Sun High

Kleiner

K aufrausch

Sie suchen ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk,

das sonst keiner hat?

Etwas absolut Einzigartiges? Mit viel Liebe

handgefertigte Kleidung für Kinder?

Oder einfach eine Kleinigkeit für sich

selbst? Dann ist der »Kleine Kaufrausch«

– erster Designmarkt in Vechta – ein absolutes

muss.

Dabei reicht das Angebot beim »Kleinen

Kaufrausch« von Schmuck, Taschen und

Accessoires bis hin zu Babysachen und

Kleidung. Rund 25 Aussteller werden am

14. Dezember von 9.30 Uhr bis 19.00 Uhr

auf dem Platz vorm Stierbräu in Vechta

in einem Festzelt ihre mit Liebe gefertigten

Produkte anbieten. Dabei kommt der

Gaumen auch nicht zu kurz: Kaffeespezialitäten,

Pizza, Glühwein, Bier, Brezel aus

dem Stierbräu, Prosecco und Weine aus

der Weinstube Jakob werden den Besuchern

angeboten.

Der Eintritt ist frei.

Süßstoff

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Kinderkommunion –

Ein ganz besonderer Tag

»Natürlich ist bei diesem Fest der religiöse

Aspekt wichtiger als die Kleidung! Aber

festliche Kleider und Anzüge gehören genauso

dazu, wie der angemessene festliche

Rahmen und ein gutes Essen«, so Antonius

Schröer von Schröer Kids & Teens in

Vechta, Cloppenburg und Emstek, der Nr. 1

bei Kids- und Teens-Kleidung im Oldenburger

Münsterland.

Am 21. November startet der Verkauf der

Kommunionmode bei Schröer in Vechta

und Cloppenburg.

Enno, Luis, Pea, Jule und Coco – alles

Kommunionkinder – haben bei Schröer

die neuen Kleider und Anzüge anprobiert

und waren begeistert. Denn auch bei der

Kommunionmode gibt es modische Trends.

Bei den Kleidern bleibt es beim klassischen

Weiß. Sie sind eher schlicht mit ausgefallenen

Schnitten und besonderen Stoffqualitäten.

Verschiedene zarte Details setzen

besondere Akzente: Luftige Organzablüten,

schmale Borten, dezente Strass-Applikationen

oder Perlenverzierungen sind

in diesem Jahr besonders angesagt. Die

Kommunionkleider gibt es auch in schmaler

und auch weiter geschnittenen Version.

Passende Accessoires vervollständigen das

Gesamtbild. Individueller Haarschmuck

setzt jedem Outfit sprichwörtlich die Krone

auf. Selbstverständlich erhält man bei

Schröer Kids & Teens auch die geeigneten

Strumpfhosen und Söckchen sowie feine,

weiße Unterwäsche.

Jungen tragen zumeist einen klassischen

Anzug mit schmaler Schnittführung, angelehnt

an die derzeitige Herrenmode.

Dunkle Farben wie Marine, Schwarz oder

Anthrazit geben den Ton an. Besonders

wird das Outfit dann durch das Hemd in

kräftigen Farben mit farblich abgestimmter

Krawatte.

Doch auch Geschwisterkinder können sich

für diesen besonderen Tag in Schale werfen.

Zauberhafte Kleider, wie Pauline eines

trägt, gehören ebenso zum vielfältigen Sortiment

bei Schröer Kids & Teens in Vechta

und Cloppenburg.

Fotos Fotowerk Vechta


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Cloppenburg · Emstek · Vechta


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Museum im Zeughaus

Von Nonnenfürzen

bis Kettenstich

Während die meisten Menschen am ersten Novemberwochenende die letzten kräftigen Strahlen der

Herbstsonne bei Spaziergängen genossen, wurde im Museum im Zeughaus in Vechta kräftig gewerkelt:

In Deutschlands ersten Zentrum für experimentelles Mittelalter standen Workshops zur Handwerkskunst

der alten Rittersleut auf dem Programm.

Text & Fotos: Petra Hellmann

chon beim Betreten des historischen

Gemäuers fühlt sich der Besucher

zurückversetzt in eine andere Zeit. Es duftet

nach offenem Feuer und das rhythmische

Kling-Klong auf Eisen treffender Hammer

erfüllt die Luft. Acht Männer sind in der

Schmiede in ihre Arbeit vertieft. Einer von

ihnen ist Maximilian Petry aus Augustfehn.

Der 23-jährige Motorradmechaniker nimmt

zum ersten Mal an einem Schmiedekurs teil

und will einen selbst hergestellten Schürhaken

für den Kamin am Abend mit nach

Hause nehmen. Immer wieder hält er eine

Eisenstange ins Feuer, stößt die glühende

Stange mit der Spitze nach unten kräftig

auf den Amboss. Angeleitet wird er dabei

von Ralf Meyer. Der Hamburger ist Hobbyschmied

und seit rund fünf Jahren in der

Kursleitung aktiv. Auch Wolfgang Groß ist

ein Wiederholungstäter: »Am Schmiedekurs

nehme ich zum dritten Mal teil. Ich

habe auch schon eine Armbrust gebaut,

Lederschuhe genäht, am Met- und Bärenfanglehrgang

teilgenommen und Körbe

geflochten.« Er wird auch in diesem Jahr

von seiner Ehefrau begleitet, die im oberen

Stockwerk mit filigranen Stichen ein

Gewand verschönert: »Wir kommen immer

unheimlich gern, da wir uns hier sehr wohl

fühlen.«

Auch Silke Schäfer ist von der Organisation

der Workshops begeistert: »Das ist wie ein

Rundum-Sorglospaket.« Die Kursleiterin hat

auch schon Kaligraphie oder mittelalterliches

Tanzen unterrichtet: »Ich bin vor zehn

Jahren als Teilnehmerin in dem Stickkurs

angefangen. Als die damalige Leiterin aufhörte,

habe ich den Kurs vor acht Jahren

übernommen,« erklärt die Duisburgerin.

Wie für die anderen vier Damen des Kurses

ist für sie die Beschäftigung mit dem Mittelalter

ein reines Hobby: »Unser Alltagsleben

ist ganz anders. Da tragen wir weder

wallende Gewandungen noch kochen wir

über dem offenen Feuer.« Die Wochenen-


Museum im Zeughaus

13

den in Vechta sind wie kleine Auszeiten:

»Kein Handy, kein Fernseher oder Computer

– einfach herrlich.« Die Errungenschaften

der Neuzeit wissen alle sehr wohl

zu schätzen: »Gerade wenn man sich mit

dem Leben im Mittelalter beschäftigt, wird

einem bewusst, wie gut es uns heute geht.«

Doch an den beiden Kurstagen lassen sie

sich gerne auf das einfache Leben ein, sind

stolz, etwas selbst geschaffen zu haben. So

wie die Kölnerin Sabine Windmüller, die

den Ausschnitt eines Gewandes mit einer

feine Stickerei verziert hat: »Wir arbeiten mit

Stichen, wie dem Kettenstich, die auch früher

verwendet wurden.«

Die gleiche Sorgfalt ist bei den Bogenbauern

gefragt. Während sie am ersten

Tag ihren persönlichen Langbogen unter

Anleitung des Bremer Fechtmeisters und

Langbogenbauers Ralf Gutzeit mit Ziehklinge,

Ziehmesser, Feile und Raspel in

Form gebracht haben, widmen sich die

insgesamt sieben Teilnehmer der Herstellung

der Pfeile. Hier müht sich auch der

16-jährige Vechtaer Schüler Tobias Rusch

damit ab, zur Befestigung der Befiederung

gewachstes Garn in gleichmäßigen Abständen

um den Schaft des späteren Pfeils

zu wickeln.

Viel Zeit bis zum Mittagessen hat er nicht

mehr. Denn schon seit Stunden köcheln

über dem offenen Feuer im Backhaus hinter

dem Museum diverse Köstlichkeiten:

»Die Rezepte stammen zumeist aus historischen

Kochbüchern,« erklärt Malin Ulbrich.

Sie hat ein besonderes Faible für Gerichte

mit lustigen Namen, die natürlich auch gut

schmecken müssen: »Heute gibt es zum

Beispiel >Nonnenfürze


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Barbaramarkt

15

15

5 . B a r b a r a m a r k t

Der mittelalterliche Wintermarkt in Vechta mit Museumslichterfest in Kooperation mit dem Förderverein

»Mittelalterzentrum Vechta e.V.«, dem Gymnasium Antonianum und der Martin-Luther-

Schule.

Text//Fotos Museum im Zeughaus

Die heute überall beliebten Weihnachtsmärkte

gehen auf das Mittelalter zurück: In

Ulm lässt sich für 1383 ein Markt in der Adventszeit

nachweisen. Der berühmte »Striezelmarkt«

in Dresden wird 1434 erstmals

urkundlich erwähnt, der »Lebzeltermarkt«

(Lebkuchenmarkt) in Augsburg 1498.

Historisch ist in Vechta im Mittelalter kein

Weihnachtsmarkt nachzuweisen, wohl

aber die Anfänge der Vechtaer Märkte um

1298. Deshalb veranstaltet das Museum im

Zeughaus in Zusammenarbeit mit dem Förderverein

»Mittelalterzentrum Vechta e.V.«

einen mittelalterlichen »Wintermarkt« der

am Samstag, den 6. Dezember von 13.00

bis 20.00 Uhr, am Sonntag, den 7. Dezember

vom 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist.

Die Heilige Barbara

Als Namenspatronin wurde bewusst die Heilige

Barbara ( 3. Jahrhundert n.Chr.) gewählt.

Sie zählt zu den Vierzehn Nothelfern, und ihr

Verhalten im Angesicht von Verfolgung und

Tod gilt als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit

im Glauben. Darauf weist ihre Darstellung

mit ihrem Attribut hin, dem Turm der

Standhaftigkeit. Sie wird gegen Gewitter,

Feuergefahr, Fieber, Pest und plötzlichen

Tod angerufen. Barbara ist unter anderem

Schutzpatronin der Glöckner, Glockengießer,

Schmiede, Maurer, Steinmetze, Zimmerleute,

Dachdecker, Architekten, Artilleristen,

Feuerwehrleute, Totengräber, Hutmacher,

der Mädchen und der Gefangenen.

Fellhändler, Messermacher,

Kramer und co.

Die Händler und Handwerker mit ihren Ständen

auf dem Wintermarkt stehen also unter

einem besonderen Schutz, wenn sie ihre

unterschiedlichen Waren anbieten. Beim

Kramer findet man fast alles, der Fellhändler

aus dem hohen Norden preist die besondere

Qualität seiner Felle an, der Laternenmacher

das schöne Licht, die Glasperlenmacherin

ihren Schmuck, der Waffenhändler

und Messermacher die Härte der Klingen,

der Bäcker die Frische seines Brotes, die

Kräuterfrau die Heilkraft ihrer Pflanzen.

Barbarazweige

Darüber hinaus gibt das Brauchtum, das mit

der Heiligen Barbara verbunden, ist viele

Anknüpfungspunkte an die Advents- und

Weihnachtszeit. Nach einer alten Tradition

schneidet man am Barbaratag Zweige von

einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum,

einem Apfelbaum) oder einer Forsythie

und stellt ihn in Wasser. Diese Barbarazweige

sollen bis zum Heiligen Abend blühen

und in der kalten und düsteren Winterzeit ein

wenig Licht in die Wohnung bringen. Außerdem

sollen die Barbarazweige Vorläufer unseres

heutigen Weihnachtsbaumes sein.

Mehr Infos: www.museum-zeughaus.de


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Karneval in Vechta

Vechta Helau!

Am 11.11. übernahmen der gebürtiger Kölner Frank I. Ademes und

Frau Christine I. das Vechtaer Rathaus. Bürgermeister Helmut Gels

überreichte ihnen kampflos den Rathausschlüssel. Er gratulierte außerdem

dem Vechtaer Carnvalsclub zum 55-jährigen Bestehen. Aus

diesem Anlass waren Gründungsmitglieder wie etwa der erste Präsident

Jan Willem Hempelmann und Büttenredner Franz-Josef Langhorst,

besser bekannt als »Holzwurm«, anwesend.

Das Prinzenpaar hat sich Jana Bröker als Hofdame und Lukas Lüberding

als Hofnarr ausgesucht. Holger Moye und Matthias Surmann

sind die Adjudanten. »Frohsinn, Spaß und Freude für alle« ist das Motto

der Regierungszeit von Frank I. und Christine I. Unterstützt wird das

neue Prinzenpaar vom Jugendprinzenpaar Julius I. Adam und Carla

I. Oevermann.

Ein besonders emotionaler Moment war die Verabschiedung von

Tanzmariechen Marie-Luise Nigrin. Tanzlehrerin Sabine Michalowski-Brock

verabschiedete ihren Schützling unter Tränen. Zahlreiche

Wunderkerzen krönten diesen schönen Moment, der sogleich vom

Feueralarm unterbrochen wurde. Die Carnevalisten nahmen es

selbstverständlich mit Humor. Im Anschluss wurden Sabine Michalowski-Brock

und Kerstin Tinnemeyer vom Bund Deutscher Karneval

ausgezeichnet. Präsident Bernd Tepe überreichte den beiden den

Treueorden in Gold für ihre Verdienste um die Vechtaer Tanzgarden.

Die Ehrengilde stellt zum Abschluss ihr neues Mitglied Johannes

Cromme vor. Der Apotheker ist nun als »Pillendreher« für die Wehwehchen

der Gildebrüder zuständig, scherzte Martin Kühling in seiner

Laudatio.


Karneval in Vechta

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20 Meyers Mühle

15 0 Jahre Me yers Mühle

Schwarzbrot und Meyers Mühle – das sind Begriffe, die in Vechta einfach zusammengehören. Doch

das dunkle Vollkornbrot aus Roggenschrot ist längst nicht der einzige Klassiker, den die Traditionsbäckerei

an der Bremer Straße im Programm hat. Schon längst sind auch der Butterkuchen und die

knusprigen Spekulatius kein Geheimtipp mehr.

Text Petra Hellmann Fotos Fotowerk Vechta

»Wir backen nach eigenen überlieferten Rezepten mit ausgesuchten

Zutaten wie belebtem Wasser (Grander), Luisenhaller Salz

und reinem Mehl,« glaubt Bäckermeister Thomas Meyer einen der

Gründe für den anhaltenden Erfolg der Backwaren zu kennen. Da

zudem grundsätzlich auf fertige Backmischungen und Konservierungsstoffe

verzichtet aber mit reinem Schrot und Korn im historischen

holzbefeuerten Steinofen gebacken würde, sei der unverwechselbare

Geschmack garantiert. Und das mittlerweile in der

fünften Generation: »Ich bin quasi in der Backstube aufgewachsen,

habe zugeschaut, geholfen und auch das ein oder andere


Meyers Mühle

21

Meyers Mühle an der Wegegabelung Oyther Straße. Schon 1630 ist

hier auf schwedischen Karten eine Mühle verzeichnet. 1658 kaufte

der sagenumwobene Rittmeister Sprengepiel den Platz. Der jetzige

Bau stammt aus dem Jahr 1822. Anton Meyer wurde 1858 alleiniger

Inhaber. 1923 wurde auf Dampfmaschine umgestellt, Flügel und Galerie

abgenommen. Der Rumpf wurde nach 1930 mit Zinkblech und

nach 1950 mit Aluminiumplatten verkleidet.

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Mal genascht,« erzählt der 38-jährige mit einem Lächeln. Wenn

es ihm bei seinem Onkel Anton, genannt Theo, zu langweilig oder

anstrengend wurde, lief er auf die andere Straßenseite zu seinem

Vater in die Mühle: »Wir waren ein echter Familienbetrieb. Mein

Vater war der Müller und mein Onkel der Bäcker.«

Schon mit 21 Jahren übernahm er nach Bäckerlehre und Meisterprüfung

die Leitung in der Backstube, in der er seit einem Jahr

von einer - wie er selbst sagt - »tüchtigen« Konditorin unterstützt

wird. Dennoch sind seine Arbeitstage lang: »14 Stunden sind keine

Seltenheit.« Zumal die sich beständig umfangreicher werdenden

gesetzlichen Vorgaben zur Dokumentationspflicht viel Zeit in Anspruch

nehmen: »Zeit, die ich lieber in der Backstube verbringen

würde, um neue Rezepte auszuprobieren.«

Jetzt zur Weihnachtszeit steht aber vor allem Traditionelles auf dem

Programm: Mehlbolzen und Spekulatius werden neben Spritzgebäck

und Co. in kleinen Einheiten regelmäßig frisch hergestellt.

»Für den Verkauf sind meine Mutter und zwei Mitarbeiterinnen verantwortlich

– und meine Mutter erledigt auch noch die Büroarbeiten

für mich.«

Vom 1.12. bis 24.12.2014


22

Meyer Mühle

Spekulatius

ZUTATEN

1 kg Zucker

1 kg Butter/Margarine

10 g Hirschhornsalz (ABC-Trieb)

Prise Salz

2 kg Mehl

Spekulatiusgewürz

1

2

3

Rezept von Thomas Meyer

Zucker, Butter, Hirschhornsalz

und Salz mischen und kneten.

Dann Mehl und Spekulatiusgewürz

(Menge je nach Sorte

10 - 100 g) dazu, jetzt nur

noch ganz kurz zu einem Teig

kneten

Einen Tag ruhen lassen ist von

Vorteil

Dann ausrollen, ausstechen

und bei ca. 200 Grad ungefähr

15 min. backen.

TIPP: Der fertige Keks

schmeckt besser, wenn er

mindestens 2 Tage ruhen

kann.

Spekulatius-Tiramisu

ZUTATEN

200 g TK-Himbeeren

1 Pk. Vanillezucker

500 g Magerquark

75 g Puderzucker

1 Msp. gemahlener Zimt

500 g Mascarpone

3 El Orangensaft

1 Tl fein abgeriebene Bio-Orangenschale

16 Spekulatius-Kekse

1 Tl gemahlener Zimt

2 Tl Kakaopulver

1

2

200 g TK Himbeeren und 1 Pk. Vanillezucker mischen.

500 g Magerquark, 75 g Puderzucker und 1

Msp. gemahlenen Zimt mit den Quirlen des Handrührers

5 Min. sehr cremig rühren. 500 g Mascarpone,

3 El Orangensaft und 1 Tl fein abgeriebene Bio

Orangenschale vorsichtig unterrühren.

Eine Form mit 6–8 Spekulatius Keksen auslegen.

Die Hälfte der Quarkcreme daraufstreichen.

Himbeeren darauf verteilen. Mit weiteren 6–8 Spekulatius

Keksen belegen. Übrige Creme darauf

verteilen. Mind. 5 Std. (am besten über Nacht)

kalt stellen. Dann mit einer Mischung aus 1 Tl gemahlenem

Zimt und 2 Tl Kakaopulver bestäuben.


Der Heilige Nikolaus

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Adventliche Spurensuche

Es ist mal wieder so weit – das Jahr neigt sich dem Ende zu und der Advent mit seinem warmen

Kerzenschein steht herrlich duftend vor der Tür. Traditionen und Bräuche machen sich breit, die

Jahrzehnte lang gepflegt, auch heute nichts von ihrem Zauber verloren haben. Weltweites Ansehen

genießt vor allem in diesen Wochen der heilige Nikolaus.

Text Petra Hellmann

Der griechische Bischof

Er gilt als der Popstar unter den Heiligen

und als Helfer in fast allen Lebenslagen: St.

Nikolaus. Als griechischer Bischof von Myra

lebte er in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts

in Kleinasien. Sein Wirken hat zu vielfältigen

Legendenbildungen beigetragen

und ist auch in der Bibel dokumentiert. So

soll der bekannte Brauch der Befragung

der Kinder durch den Nikolaus, ob sie denn

auch brav gewesen seien, in dem Gleichnis

über die »anvertrauten Talente« (Mt 25, 14-

23) seinen Ursprung haben. Auch das Befüllen

von Schuhen oder Strümpfen in der

Nacht zum 6. Dezember wird auf den Heiligen

zurückgeführt: Diese Tradition basiert

auf der Legende von den drei Jungfrauen,

die der Nikolaus des nächtens beschenkte.

Traditionell im Gewand eines katholischen

Bischofs dargestellt, trägt er zumeist ein rotweißes

oder gold-weißes Gewand. Immer

dabei sind Mitra, Krummstab und ein langer

Bischofsmantel. Die rot-weiße Kleidung

wurde in der Darstellung des Weihnachtsmanns

übernommen. Auch bekannt als

Santa Claus ist er die heute weltweit dominierende

Rezeption des Heiligen Nikolaus.

Er trat seinen Siegeszug um den Erdball

schon Anfang des letzten Jahrhunderts an.

Von 1931 bis 1966 zierte sein Bildnis die Werbefeldzüge

des Coca–Cola–Konzerns.

Wo der Nikolaus wohnt

Wer bei der höchst wichtigen Frage: »Wo

wohnt denn eigentlich der Nikolaus?« mangels

Fantasie oder unzureichender geographischer

Kenntnisse ins Grübeln gerät,

findet hier die passende Antwort samt postalischer

Adresse. Der heilige Mann wohnt

– eigentlich logisch – in 49681 Nikolausdorf.

Gesehen hat ihn dort zwar außer am Nikolaustag

am 6. Dezember noch niemand.

Nachweislich hat er in dem 1000–Seelendorf

im Landkreis Cloppenburg aber sein

Büro, in dem fleißige Helfer und Helferinnen

seit mehr als 45 Jahren zur Weihnachtszeit

unzählige Briefe von Kindern aus aller Herren

Länder in seinem Namen beantworten.

Das ist einer Initiative des ehemaligen

Schulleiters Johann Kabella zu verdanken,

der 1965 gemeinsam mit vielen Freiwilligen

das »Nikolausbüro« gründete. Viele kleine

und große Kinderwünsche, Sorgen und Fragen

stehen in den Briefen, die seitdem alljährlich

in Nikolausdorf ankommen.

Namenspatron des Dorfes ist allerdings

nicht der heilige Nikolaus von Myra, sondern

Erbherzog Nikolaus Friedrich Wilhelm

von Oldenburg. Er bekannte sich 1961 bei

der 60–Jahrfeier der Bauernschaft als Pate

aller Nikolausdorfer und begrüßte sie humorvoll

als seine »Patenkinder«.

Winter-Wellness

Unsere Wohlfühl-Highlights

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mit wohltuender Rückenmassage und Solarium

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24 Interview

Kleiner Jahresrückblick –

groSSer Blick nach vorn

Interview mit dem Weltrekordkünstler Thommes Nentwig

VECHTAerLEBEN: Thommes, du bist ja von

der Aktion »HelfersHerzen« mit dem »dm-

Preis für Engagement 2014« ausgezeichnet

worden. Glückwunsch dazu! Was hast du

mit den 1000,-€ Preisgeld gemacht?

Thommes Nentwig: Die sind zu einhundert

Prozent in mein aktuelles Projekt »EveryDayART

– Kunst gegen Kinderkrebs &

mehr« geflossen!

VECHTAerLEBEN: In unserer letzten Ausgabe

hast du uns ja schon ein bisschen von

deinem Charity-Projekt erzählt. Was ist bisher

passiert?

Thommes Nentwig: Es hat sich viel getan.

Unser Team hat persönliche Kontakte zu

betroffen Familien aufgenommen, und es

stehen noch für dieses Jahr kreative Aktionstermine

mit den erkrankten Kindern

an. Die Familien sind sehr dankbar, dass

es solche Aktionen gibt. Denn hier können

die Kinder mal auf andere Gedanken

kommen und kreativ die Seele baumeln

lassen, um neue Kraft zu tanken. Um das finanzieren

zu können, haben wir im Vorfeld

bereits 72 meiner Kunstwerke – Weltrekordabschnitte,

als erschwingliche Spendenwerke

über »Kunst hilft Jugend e.V.« veräußert.

Dafür war mein tolles Team unter

anderem in Worpswede, Osnabrück und

auf dem Thomasmarkt in Vechta präsent.

VECHTAerLEBEN: Was unterscheidet euch

von anderen Initiativen oder Vereinen die

Spenden gegen Kinderkrebs sammeln?

Thommes Nentwig: Der riesengroße Unterschied

ist, dass jemand ein Kunstwerk

von mir erwirbt und gleichzeitig die Aktion

»EveryDayART – Kunst gegen Kinderkrebs

& mehr« unterstützt. Damit finanzieren wir

alles. Darüber hinaus setze ich die kreativen

Erlebnistage mit den kranken Kindern

und deren Freunde und Familie persönlich

um – das verschafft 100 Prozent Transparenz

und wirklich ALLE haben einen bunten

Mehrwert! Damit bewegt meine Kunst

dreifach – mich beim Malen, den neuen

Kunstwerkbesitzer beim Betrachten und

für die betroffene Familie schafft es farbenfreudige,

in Erinnerung bleibende Momente!

VECHTAerLEBEN: Was sind zeitnah für weitere

Aktionen geplant?

Thommes Nentwig: Wir haben Ende November

Ralf Riesselmann und Jens Wiethaup

mit »Comedy im Wohnzimmer« für


Interview 25

Family & Friends im Atelier. Im Dezember

gibt es ein kreatives Workshopwochenende

»Leder bearbeiten und sich vernetzen«

mit Conny Sandvoß, die zum Abschluss

noch ein Märchen erzählen wird. Hierzu

werden zehn Vertreter von Elterninitiativen

aus dem Kinderkrebsbereich zum gemütlichen

Austausch eingeladen. Dann werde

ich mit Pat Elsie eine Charity-RASTA-Kunstaktion

während eines Basketballspiels am

13. Dezember im RASTA Dome durchführen,

wo 79 (Gründerjahr) limitierte Kunstdrucke

von allen Spielern signiert werden,

um anschließend für je 25,-€ an die Fans

zu gehen – so wie zuvor 25 Original RASTA-

Kunstwerke an Sponsoren gingen. Alles

um das Projekt zu unterstützen. Langfristig

steht auch immer noch der regionale

Spielfilmdreh auf der Agenda und wir haben

noch unendlich viele weitere Dinge

vor!

VECHTAerLEBEN: »EveryDayART« – heißt als

Bezeichnung »Kunst gegen Kinderkrebs &

mehr« – wofür steht das »mehr«?

Thommes Nentwig: Relativ schnell war

klar, dass wir bei Krebs nicht die Grenze

ziehen wollen. Dafür gibt es leider viel zu

viele oft todbringende Kinderkrankheiten

oder welche, die zumindest sehr ungewiss

sind. Wie beispielsweise die kleine Katharina

aus Hessen mit ihrem seltenen Gendefekt

oder der kleine Jannik aus Vechta,

der an einer nicht diagnostizierbaren Muskelschwäche

leidet. Wie könnten wir sie

ausgrenzen? Wir sind überregional und

unser Herz entscheidet! Zudem wird es ab

nächstes Jahr auch kreative Schulungen

für Elterninitiativen geben.

VECHTAerLEBEN: Du hast so viele Jugend-

Kunst-Projekte dieses Jahr gemacht, wie

findest du die Zeit zukünftig für »EveryDayART«?

Thommes Nentwig: Das stimmt, da waren

Projekte in Schulen von Vechta, über

Damme bis hin zu Salzgitter, Familienseminare

in Stapelfeld und Ferienfreizeiten

im Gulfhaus und auf der Insel Föhr, ein

echter Projekt-Marathon 2014. Doch ich

setze zukünftig noch mehr auf Vernetzung

und das der Kampf gegen Kinderkrebs &

mehr sich zukünftig wie ein roter Faden

durch meine künstlerische Arbeit zieht.

Beispielsweise werde ich in dem pädagogisch-therapeutischen

Wohnheim »Haus

Regenbogen« in Oldenburg, zwar wie die

letzten Jahre zuvor, auch 2015 wieder zwei

Kunstprojektwochen für die körperlich und

geistig beeinträchtigten Bewohner anbieten,

jedoch wird ein Teil der Projektgruppe

zusätzlich externe, an Krebs erkrankte Kinder

und Jugendliche sein. Sozusagen der

neue Weg der Inklusion von schwerwiegenden

Kinderkrankheiten.

VECHTAerLEBEN: Drei Feen-Wünsche für

die Zukunft deines Projektes?

Thommes Nentwig: 1. Das wir auch zukünftig

ganz viele Bilder und Kunstaktionen an

Förderer und Sponsoren bringen, damit

unsere Aktion sich weiter finanziert.

2. Das wir viele Vernetzungen und kunterbunte

Momente schaffen können, damit

Kinderaugen leuchten und wir hier und da

auch mal zur Genesung einer Kinderseele

beitragen dürfen.

3. Das niemand sich scheut mit uns Kontakt

aufzunehmen, egal ob selbst betroffen

oder um zu helfen! Wir sind dankbar

über jeden der sich unter kunst-gegenkinderkrebs@gmx.de

meldet oder sich

auf meinem Blog im Internet umschaut,

unter www.EveryDayART.de


26

Buchtipps

Buchtipps

zum Fest

Berichte aus dem Christstollen

– Jan Weiler

Ausgewichtelt –

Paula Havaste

Ein Weihnachstroman

Showdown zur Weihnachtszeit

Spätestens wenn der Adventskalender

hängt, läuft der Countdown:

Weihnachten droht mit allen Konsequenzen

für Figur und Nervenkostüm.

Da muss man als Glühweinhasser

auf den Weihnachtsmarkt und als

Nikolaus in die Schule. Da verwandeln

sich Kinder in Wunschmonster

und Ehefrauen in backende Nervenbündel. Und natürlich wird das

Fest nicht stiller, wenn auch noch der italienische Schwiegervater zu

Besuch kommt, um als Hexe verkleidet die Kinder zu bescheren...

In diesem Jahr hat der Weihnachtsmann besonders

viel zu tun. Geschenke über Geschenke müssen für die

Kinder in aller Welt eingepackt werden. Da engagiert

er kurzerhand einen arbeitslosen Wichtel. Bald schließen

sich dem kleinen Helfer weitere an. Die Unterstützung

kann der Weihnachtsmann gut gebrauchen,

denn ihm wird der »Stein der Stärke"« gestohlen, ein

Geschenk der Polarlichter ...

Ein zauberhafter und liebevoll illustrierter Weihnachtsroman

für die ganze Familie.

In 17 Geschichten, von Sankt Martin bis Karneval, lässt Jan Weiler die

Weihnachtszeit lebendig werden. Ein Heidenspaß!

Ein Geschenk von Bob – James Bowen

Ein Wintermärchen mit dem Streuner

Morgen, Kinder, wird's nichts geben! –

Erich Kästner

Eine schöne Bescherung mit Erich

Kästner

Keine Sorge: Erich Kästner liebte

Weihnachten, für ihn war Heiligabend

»der schönste Abend eines

Kinderjahres«. Christbaum, Tannenduft

und Gänsebraten gehörten

zum alljährlichen Ritual. Aber Kästner

wäre nicht Kästner, wenn in diesen

Geschichten und Gedichten rund

um die weihnachtliche Zeit der satirische

Biss fehlte. Wieder hat Sylvia

List kenntnisreich diese »mehr oder

weniger« weihnachtliche Auswahl getroffen; Cornelia von Seidlein hat

sie pfiffig illustriert. Entstanden ist ein ganz besonderes Geschenkbuch

voller Wärme und Witz -ohne falsches Lametta.

Der Winter 2010 ist ungewöhnlich hart in England. Im

Dezember gibt es heftige Blizzards, selbst in London

liegt Schnee und es ist bitter kalt– schlechte Voraussetzungen

für einen Straßenmusiker! Schon bald wird

das Geld knapp. Während die Londoner hektisch und

spürbar in Feierstimmung

durch die

vor weihnachtlich

erleuchtete Innenstadt

hasten, ringt

James um seine

Einkünfte, um wenigstens

Strom und

Gas zu bezahlen.

Ganz zu schweigen

von Weihnachten,

das er eigentlich

noch nie mochte. Er

ist der Verzweiflung

nahe, doch wie

so oft wird Bob ihn

überraschen…


Buchtipps

27

Heute dichter Schneefall –

Karoline Adler

Die schönsten Wintergeschichten

Wenn die Abende wieder länger werden,

wenn der Winterwind an den Fenstern rüttelt,

wenn das Kaminfeuer prasselt und der

Tee von innen wärmt - dann sehnt man sich

nach Sofa, Decke und einem guten Buch.

Mit dabei sind hochkarätige Autoren wie

Dora Heldt, Martin Suter, T. C. Boyle, Ulrike

Rylance, Jan Weiler und andere.

Heilig über Nacht – Björn Berenz

Jonas reicht’s, und er will sich in den Tod

stürzen. Doch statt sein Leben zu beenden,

rettet er aus Versehen das des Landstreichers

Jupp. In der folgenden Nacht

entdeckt Jonas Unglaubliches: Über

seinem Kopf prangt ein Heiligenschein!

Plötzlich wird Jonas überall als Held gefeiert,

die Mädels laufen ihm nach, das

Fernsehen will ihn. Doch so reizvoll das zunächst

ist – irgendwann sehnt er sich wieder

nach seinem ganz normalen Leben.

Nur: Wie zur Hölle wird man eigentlich einen

Heiligenschein los?

Karlotta voll verschneit! – Claire Singer

Der Winter hat durchaus auch sein Gutes, findet Karlotta: Denn

auch wenn es gar nicht mehr aufhört zu schneien, bedeutet das

zumindest, dass die neue italienische Freundin ihres Papas zu Besuch

kommt – und mit ihr ihr gut aussehender Neffe Giulio! Mit dem

italienischen Märchenprinzen ab ins Schneetreiben, davon träumt

Karlotta, wenn schon ihr Freund Paul kaum Zeit hat. Aber der süße

Italiener taucht genauso schnell im Flockenwirrwarr unter wie Paul

in seiner Schulmeisterschaft. Zum Glück gibt es die geheimnisvollen

Zettelbotschaften, die Karlotta aus der Misere helfen sollen. Doch

Zettelflut und Schneeflocken treiben ihr eigenes Spiel mit ihr, sodass

es am Ende doch anders kommt als gedacht.


28 Veranstaltungen

Kulturtipps

Konzert

21. November 2014

Beggars Banquet

Einlass: 20:00 Uhr · Beginn: 21:00 Uhr

Abendkasse: 10 €, Gulfhaus

Vortrag

25. November 2014

2. Jubiläums - Vortrag

Zum 450. Geburtstag Shakespeares

in Kooperation mit den Kulturwissenschaften

der Universität Vechta

19:30 Uhr, Zeughaus, Eintritt: 3,- Euro

Konzert

28. November 2014

The Hamburg Bluesband –

feat. Maggie Bell & Miller Anderson

Einlass: 20:00 Uhr · Beginn: 21:00 Uhr

Vorverkauf: 18 € Abendkasse: 24 €

Gulfhaus

Ausstellung

28. November 2014

Eröffnung der Winterausstellung

Not macht erfinderisch - Spielzeug aus Entwicklungsländern

eine Ausstellung von Hans Schmidt

20:00 Uhr, Zeughaus, Museumseintritt

Konzert

29. November 2014

Rocknacht der Kreismusikschule

Einlass: 19:30 Uhr · Beginn: 20:00 Uhr

Vorverkauf: 4 € Abendkasse: 6 €, Gulfhaus

Tango - Café

30. November 2014

Highlight Tango-Café mit Kaffee & Kuchen Tango Argentino

mit »Tango Marena« Lohne, Gertrud Arlinghaus

15.00 – 18.00 Uhr , Zeughaus, Eintritt 7,- Euro

Vortrag

1. Dezember 2014

Verfügbarkeit fossiler Rohstoffe –Erdöl

19:00 Uhr, Uni Vechta, Hörsaal Q 105

Vortrag

2. Dezember 2014

3. Jubiläums-Vortrag zum 450. Geburtstag Shakespeares

in Kooperation mit den Kulturwissenschaften

der Universität Vechta

19:30 Uhr, Museum im Zeughaus

Konzert

6. Dezember 2014

Dreierpack zum Nikolausrock: Hammerschmidt,

The Sixties Radio & Dürfen die das

Einlass: 20:00 Uhr · Beginn: 21:00 Uhr

Abendkasse: 6 €, Gulfhaus

Winterm ark t

6. Dezember & 7. Dezember 2014

5. Barbaramarkt

Der mittelalterliche Wintermarkt in Vechta

mit Museumslicherfest,

Eintritt frei

6,12. 13:00 – 20:00 Uhr

7.12. 11:00 – 18:00 Uhr

Museum im Zeughaus

Kinderm ärchen

7. Dezember 2014

Petersson kriegt Weihnachtsbesuch

Weihnachtsmärchen für Kinder

14:00 und 17:00 Uhr, Metropol-Theater

Konzert

23. Dezember 2014

Tommy Schneller & Band

Einlass: 20:00 Uhr · Beginn: 21:00 Uhr

Abendkasse: 16 €, Gulfhaus

Festival

30. Dezember 2014

Öfters Mal Laut

Einlass: 20:00 Uhr · Beginn: 21:00 Uhr

Abendkasse: 5 €, Gulfhaus

Konzert

9. Januar 2015

The Path of Genesis –Tribute to Genesis

Einlass: 20:00 Uhr · Beginn: 21:00 Uhr

Abendkasse: 15 €, Gulfhaus

The ater

16. Januar 2015

Improvisationstheater »Wat ihr wollt« – zum zweiten

Mal im Gulfhaus

Einlass: 20:00 Uhr · Abendkasse: 9 €, Gulfhaus

Konzert

31. Januar 2015

6. Irischer Abend – mit Ten Pints After

Einlass: 20:00 Uhr · Beginn; 21:00 Uhr

Abendkasse: 8 €, Gulfhaus


Rathausnews

29

Die neue Internetseite sowie eine

Smartphone-App für Vechta stellten

jetzt Herbert Fischer, Bürgermeister

Helmut Gels und Stefan Meyer (v.l.)

vor.

Foto: Stadt Vechta

Kommunikation immer wichtiger

Stadt Vechta stellt neue Internetpräsenz und »Smartphone-App« vor

Die Stadt Vechta hat jetzt ihre technisch,

grafisch, und inhaltlich neu entwickelte

Internetpräsenz sowie eine Smartphone

App vorgestellt, die auf dem städtischen

Facebookprofil basiert. »Wir haben die

Bedeutung des Internets für die inhaltliche

Kommunikation nach außen bereits

vor Jahren erkannt. So waren wir 1997 die

erste Kommune im Oldenburger Münsterland

mit einer eigenen Internetpräsenz«

erläutert Vechtas Bürgermeister Helmut

Gels. Seit dem informiert die Internetpräsenz

die Bürgerinnen und Bürger sowie

Besucher und Gäste der Stadt gleichsam

über all das, was in der Kreis- und Universitätsstadt

passiert oder

für die Nutzer wichtig ist. »Im Verlauf der

Jahre hat die Beachtung unserer Internetpräsenz

kontinuierlich zugenommen.

Haben 1997 noch 8.000 Benutzer pro Jahr

auf www.vechta.de zugegriffen, so erreichen

wir heute in Spitzenzeiten fast die

doppelte Benutzeranzahl, also gut 16.000

in einem Monat« so Gels weiter. Nunmehr

wurde die Präsenz vom städtischen Büro

für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter

Mitwirkung der Agentur »Bitter und Partner«

sowie dem Unternehmen »IT NGO«

aus Visbek vollständig überarbeitet. Nicht

nur graphisch stellt sich die Internetpräsenz

ab sofort neu dar, auch neue Funktionen

wurden eingebaut. So findet der

interessierte Nutzer neben einer

neuen Navigation auch eine

Bildergalerie zu wichtigen städtischen

Ereignissen vor. Zudem

wurde die Möglichkeit geschaffen,

Inhalte mit Freunden auf

Facebook, Twitter oder Google+

zu teilen. Eingebunden

wurden auch Videoclips des

städtischen YouTube-Kanals

»Vechta.TV«, der seit diesem

Sommer über große Veranstaltungen

in Vechta wie stars@

ndr2, dem Stoppelmarkt oder

die Burgmannentage berichtet. Überhaupt

ist die Stadt Vechta in den sozialen Medien

sehr aktiv und wird aktuell vom Social

Media Benchmarking und Ranking Dienst

»Pluragraph« im Bereich Verwaltung auf

Platz 397 von insgesamt 2.261 registrierten

Organisationen geführt. Vechta liegt damit

noch vor Bundesländern wie Sachsen oder

Thüringen. Als nächste Stadt aus der Region

folgt Lohne auf Platz 611. »Kommunikation

mit dem Bürger auf unterschiedlichen

Ebenen wird immer wichtiger, vor allem

unter Einbeziehung der sozialen Medien.

Zudem nutzen die Menschen immer öfter

das Smartphone um sich im Internet zu informieren.

Deshalb haben wir neben der

neuen Internetpräsenz jetzt auch eine kostenlose

App erstellt, die auf unserem Facebookprofil

basiert« so Herbert Fischer, Leiter

des Büros für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

bei der Stadt Vechta. »Die App verbindet

Inhalte aus dem städtischen Facebook

Profil mit Inhalten der neuen Internetpräsenz

und bietet sogar die Möglichkeit, über

eine Verlinkung mit dem Ticketshop der

Stadt Vechta, Karten für Veranstaltungen

in Vechta zu kaufen« ergänzt Stefan Meyer,

Mitarbeiter des Büros. Die Internetseite

der Stadt Vechta ist unter www.vechta.de

erreichbar.


30

Kinotipps | Anzeige

Kinotipps

Die tribute von Panem – Mockingjay

– 20. November

Katniss erwacht nach dem zweiten Hunger-Games-Turnier im Schiff der Rebellen.

Da District 12 von der Regierung zerstört wurde, wird sie im unterirdischen

District 13 versteckt. Sie erfährt, dass der District 13 entgegen der

offiziellen Geschichtsschreibung noch immer existiert und jetzt die Anführer

der Revolution stellt.

Auch wenn Kattnis zögert, sich der Truppe anzuschließen, erkennt sie, dass

sie kaum andere Möglichkeiten hat. Die Rebellen wollen Katniss’ Popularität

für ihre Zwecke ausnutzen und sie zum ‘Mockingjay’

aufbauen, dem Propagandaidol

der Opposition gegen das Capitol.

Gleichzeitig wird Peeta der nicht

aus der Arena gerettet werden

konnte, von der Regierung gefangen

gehalten. Er wird gezwungen,

sich vor Kameras von Katniss und den

Rebellen loszusagen und einen Waffenstillstand

zu fordern.

Bibi & tina- voll verhext

– 25. Dezember

Es gibt Grund zum Unmut auf Schloss Falkenstein:

Bei den Vorbereitungen zu einem

Kostümfest wird eingebrochen. Der Dieb

stiehlt nicht nur all die wertvollen Gemälde,

sondern auch noch Graf Falkos heißgeliebte

Monokelsammlung! Auf dem Martinshof

macht sich derweil Besorgnis breit, denn obwohl

die Feriensaison angefangen hat, gibt

es bis jetzt keinen einzigen Gast. Jetzt ist es

an Bibi und Tina, den Dieb zu fassen und sich

nebenbei etwas einfallen zu lassen, wie man

dem Ferienhof doch noch Gäste bescheren

kann. Ob Bibis Hexerei da hilft? Doch zu allem

Überfluss tauchen auch noch die »Schmülls«

in der Gegend auf, eine chaotische Rowdie-

Familie, deren Kinder den Martinshof unsicher

machen. Nur der ältere, geheimnisvolle Tarik

scheint anders zu sein – und es ausgerechnet

Bibi angetan zu haben...

Der Hobbit – Die Schlacht

der Fünf Heere – 10. Dezember

Nach der Rückeroberung ihrer Heimat wurde

nun eine finstere Macht entfesselt. Die

Bewohner von Seestadt (aka Laketown)

schweben in großer Gefahr und sind bald

auf Hilfe angewiesen. Thorin zeigt sich jedoch

angesichts des wiedergewonnenen

Schatzes uneinsichtig und verweigert seine

Unterstützung. Bilbo versucht verzweifelt,

ihn zur Vernunft zu bringen. Derweil steht

eine weitere Bedrohung bevor, denn Sauron

hat eine gewaltige Armee Orks entsandt.

Die verfeindeten Parteien müssen

nun entscheiden, wie es weitergeht: Kämpfen

Zwerge, Elben und Menschen nun Seite

an Seite, um die Orks zu besiegen oder

wollen sie die Zukunft von Mittelerde aufs

Spiel setzen, indem sie weitermachen wie

bisher?


Kultur

31

Jahre srückblick 2 014

Jörg Knör im Metropol-Theater Vechta

Foto: Christian Rating

Der Bambi-Preisträger Jörg Knör präsentiert am Sonntag, den 25.

Januar 2015 um 20.00 Uhr sein Programm »Vip Vip Hurra! Der Jahresrückblick

2014« im Metropol-Theater Vechta. Dort verwandelt sich

die Theaterbühne in ein TV-Studio mit typischer »Late-Night«-Kulisse.

Und dann passiert das, wovon Frauke Ludowig und Markus Lanz nur

träumen können: Alle prominenten Wunschgäste haben zugesagt.

Die öffnen auch in Knörs »Society-Magazin« selbst die Türchen, an

die auch die härtesten Klatsch-Reporter vergeblich klopfen. Denn

Jörg Knör ist der Promiflüsterer! Keiner kommt den Stars so nah wie

er! Alles was 2014 in Fernsehen, Kino und Presse Wellen geschlagen

hat, erleben Sie noch einmal in Knörs preisgekrönten Parodien – live

on Stage. Ob roter Teppich oder Kanzleramt, von überall kommen

die Themen. Dabei bleibt Jörg Knör seinem in Deutschland einzigartigen

Mix an Talenten treu: Er parodiert, lästert und belustigt. Karten

für den Abend mit Jörg Knör gibt es ab sofort bei der Stadt Vechta,

Tel. 04441/886-405, bei der Buchhandlung Vatterodt, dem Reisebüro

Wilmering, bei der Oldenburgischen Volkszeitung, dem Sonntagsblatt

Vechta und bei der Tourist-Information Nordkreis Vechta, bei

Piano Hartz und im Reisecenter alltours in Lohne sowie beim Reisebüro

Abeling in Diepholz und online unter www.vechta.de. Der Eintritt

beträgt 22,00 Euro.

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RECHTSTIPP AUS DER PRAXIS

Fahrverbot für Feuerwehrmann?

Ein Feuerwehrmann fuhr während einer

Privatfahrt mit seinem Motorrad innerhalb

geschlossener Ortschaft 41km/h zu schnell.

Hierfür erhielt er ein Bußgeld in Höhe von

160 € , drei Punkte in Flensburg sowie ein

einmonatiges Fahrverbot. Gegen den Bußgeldbescheid

legte er rechtzeitig Einspruch

ein. Das zuständige Amtsgericht bestätigte

jedoch den Bußgeldbescheid.

Die vom Betroffenen eingelegte Rechtsbeschwerde

beim Oberlandesgericht Düsseldorf

AZ: IV – 2 Ss (OWi) 118/07 – (OWi)

50/07 III hatte teilweise Erfolg. Insbesondere

hat das OLG Düsseldorf gerügt, dass

das Amtsgericht bei dem Fahrverbot nicht

bestimmte Fahrzeugarten herausgenommen

haben. Nach Ansicht des OLG hätte

berücksichtigt werden müssen, dass es sich

bei dem Betroffenen um einen hauptberuflichen

Feuerwehrmann gehandelt hat,

und ihm soweit die Möglichkeit hätte eingeräumt

werden müssen Einsatzfahrzeuge

zu fahren. Ein entsprechender Denkzetteleffekt,

werde auch so erreicht, zumal der

Verstoß auch während einer Privatfahrt

passiert sei.


32 6 Aphasie-Zentrum

Kultur

»ArM- »Männer, uND Flaschen, HANDLABOr« Sensationen!«

Neue Das »GlasBlasSing Therapieform Quintett“« im Aphasie- im Metropol und Theater Seniorenzentrum

Vechta

Die Bewegungsfähigkeit von Arm und

selten entspringt dieser Liaison Sensationelles - erst recht, wenn es

Als eine von wenigen deutschen Einrichtungen

bietet das Aphasie- und Senioren-

mit Wohlklang und Taktgefühl zu tun haben soll. Es sei denn, man

Hand ist einzigartig und komplex. Ohne

spricht von den Männern des GlasBlasSing Quintetts. Im neuen,

Arm- und Handfunktion sind Leben und zentrum damit eine neue und besondere

nach »Liedgut auf Leergut« und »Keine Macht den Dosen« dritten

Bühnenprogramm, dürfen Flaschen sämtlicher Bauart wieder

Arbeiten massiv eingeschränkt. Nach rehabilitationsmöglichkeit für Menschen

Hirnverletzungen (z.B. einem Schlaganfall)

mit neurologischen und

das

orthopädischen

sein, was sie am liebsten sind – die großen Klangkünstler des

kommt es häufig auch zu Bewegungs-

Einschränkungen. täglichen Lebens. Erneut wird den großen Melodien der Welt klim-

einschränkungen (Lähmungen, Kontrakturen)

Besonderheiten der Therapieformen:

pernd, klappend, ploppend oder auf der grünen 0,33L-Longneck

des Armes sowie im Bereich der

Finger und der Hand.

• Individuelle Ausrichtung geblasen der Behandlung

in den Bereichen phon«, der Grob- »Wasserspender-Bassdrum« und

oder die »Cokecaster-Fla-

zu Leibe gerückt. Dazu erklingen »Jägermeister-Xylo-

Neben der klassischen ergotherapeutischen

Feinmotorik schengitarre«.

Einzeltherapie bietet das Aphasie-

und Seniorenzentrum seit März 2014 mit

dem »Arm- und Handlabor« eine neue

Therapieform an. Das »Arm- und Handlabor«



Computer gestütztes Training durch

Geschicklichkeitsspiele Karten für den unterhaltsamen Abend mit dem »GlasBlasSing

Quintett« gibt es ab sofort bei der Stadt Vechta, Tel. 04441/886-

Training von Kraft, Koordination, Beweglichkeit,

Ausdauer und Schnel-

405, bei der Buchhandlung Vatterodt, dem Reisebüro Wilmering,

ist ein computergestützter BehandligkeitFoto:

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bei der Oldenburgischen Volkszeitung, dem Sonntagsblatt Vechta

und bei der Tourist-Information Nordkreis Vechta, bei Piano Hartz

lungsansatz zur optimalen Ergänzung der • Gezielte Übungen durch Simulation Für weitere Informationen kontaktieren

Das »GlasBlasSing Quintett« präsentiert am Mittwoch, den 7. Januar

2015 um 20.00 Uhr im Metropol-Theater Vechta ihr neues Pro-

in Diepholz und online unter www.vechta.de. Der Eintritt beträgt

und im Reisecenter alltours in Lohne sowie beim Reisebüro Abeling

bisherigen Hand- und Armtherapie.

von Alltagssituationen

Sie uns: Ansprechpartnerin Jacqueline

Durch das »Arm- und Handlabor« können • Erhöhte Motivation durch sofortiges Ludewigt, Josef-Bergmann Straße 1,

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Neues aus dem Rathaus

33

Foto: Stadt Vechta

Baby- und Kindertagebuch

Vechtas Bürgermeister Helmut Gels (l.) präsentierte

jetzt gemeinsam mit den Mitarbeitern

des Familienbüros der Stadt Vechta,

Andreas Schlärmann und Ralf Schillmöller

(r.) das neue Baby- und Kindertagebuch.

Dieses hat die Stadtverwaltung jetzt in Zusammenarbeit

mit dem Unternehmen Market

GmbH aufgelegt. Es wird allen jungen

Müttern aus Vechta beim Besuch des Familienbüros

kostenlos überreicht. Mit diesem

Buch erhalten Eltern ein Geschenk und einen

Ratgeber, der über die Jahre hinweg

genutzt werden kann und eine dauerhafte

Erinnerung an die ersten sechs Lebensjahre

des Kindes ist.

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TIERTIPP AUS DER PRAXIS

GEfahr im Gras auch im Herbst

Der Sommer

ist vorbei,

Zecken und

H e r b s t g r a s -

milben gibt es

kaum noch,

und viele Besitzer

hören

auf, ihren Tieren

Zeckenschut

z m it tel

aufzutragen.

Leider wird dabei oft vergessen, dass die

Zeckenschutzmittel auch gegen Flöhe

wirksam sind. Und Herbstzeit ist Igelzeit!

Sobald im Herbst die ersten Igel auf den

Feldern auftauchen, ist die Gefahr von

einer Übertragung von Flöhen auf unsere

Haustiere sehr groß. Nicht

selten zeigen die Hunde

und Katzen dann deutliche

Juckreizsymptome,

ohne dass Sie als Besitzer

an Flohbefall denken.

Flöhe befinden sich nur

die wenigste Zeit auf dem

Tier, um dort Blut zu saugen.

Die meiste Zeit legen

sie ihre Eier in der Umgebung

ab, vorzugsweise in

Ritzen von Boden und Möbel. Die Eier bleiben

viele Monate infektiös, und neue Flohlarven

können ständig aus ihnen schlüpfen.

Wird ein Flohbefall zu spät erkannt, ist bereits

die gesamte Umgebung infiziert.

Flöhe sind Überträger des Bandwurms.

Dieser gefährdet nicht nur Ihren Hund/Katze,

sondern kann auch auf Sie übertragen

werden. Bei Hunden/Katzen, die an einer

Flohspeichelallergie leiden, können schon

einzelne Flohbisse zu einer allergischen

Hautreaktion führen. Daher ist es wichtig,

schnellstmöglich ein geeignetes Medikament

aufzutragen, damit der Kreislauf unterbrochen

wird.

Zum Schutz vor Flöhen stehen Ihnen verschieden

Mittel zur Verfügung, die Sie in

unserer Praxis bekommen.

Barbara

Stuckert-Spiegel

Kleintierpraxis Füchtel

Von-Elmendorff-Str. 24

49377 Vechta

Tel. 0 44 41 - 44 66

Fax 0 44 41 - 8519 50

Unterstützt:

„Impftag

für Afrika“

- Augenheilkunde

- Gynäkologie

- Chirurgie

- Röntgen- und

Ultraschall-

Diagnostik

NEU


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Vorschau

Vorschau Februar/März 2015

Die nächste VECHTAERLEBEN erscheint um den 31. Januar/Redaktionsschluss ist der 16. Januar

Impressum

Herausgeberin:

Daniela Wilke

Berliner Str. 23

49377 Vechta

Fon: 0 44 41 / 85 79 214

info@vechtaerleben.de

Druck:

Druck- und Verlagshaus Fromm,

Osnabrück

Weitere Mitwirkende:

Petra Hellmann, Fritz Brüggemann,

Jana Schreiner, Thommes Nentwig

Fotos:

fotolia, Stadt Vechta, Petra Hellmann,

Fotowerk Vechta, Daniela Wilke,

Carneval Vechta

Erscheinungsweise:

Alle zwei Monate

Verteilung:

Kostenlose Abgabe in Geschäften, öffentlichen

Einrichtungen, Arztpraxen, Autohäusern,

Kino, Gastronomie, Universität und vielen

weiteren mehr. Selbstverständlich auf Wunsch

auch per Post nach Hause.

Hochtied ...!

Urheber- und Verlagsrecht:

Das Magazin und alle in ihm enthaltenen

Beiträge und Abbildungen sind urheberechtlich

geschützt. Mit Annahme des Manuskripts

gehen das Recht zur Veröffentlichung sowie

die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe

von Nachdruckrechten, zur elektronischen

Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung

von Sonderdrucken, Fotokopien und Mikrokopien

an den Verlag über. Jede Verwertung

außerhalb der durch das Urheberrechtsgesetz

festgelegten Grenzen ist ohne Zustimmung des

Verlags unzulässig. In der unaufgeforderten

Zusendung von Beiträgen und Informationen

an den Verlag liegt das jederzeit widerrufliche

Einverständnis, die zugesandten Beiträge bzw.

Informationen in Datenbanken einzustellen,

die vom Verlag, von kooperierenden Verlagen

und kooperierenden Dritten geführt werden.

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