Gartenparadies für Kinder [1,05 MB] - Natur im Garten

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Gartenparadies für Kinder [1,05 MB] - Natur im Garten

THEMA

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EIN PARADIES FÜR KINDER (Seite 5)

INHALT

Natur ist wahres Abenteuer (Seite 5) r Phantasie und

Kreativität fördern (Seite 6) r „Moderne Kindheit“ (Seite 8)

GÄRTEN, WIE KINDER SIE MÖGEN (Seite 10)

Ein Naturschauspiel zum Beobachten und „Be-greifen“

(Seite 10) y „Wilde Gäste“ – Anlocken und Beobachten y

Blühende Wiesen y Artenvielfalt im „wilden Eck“ y Der

Teich im Garten – was brauchst du „Meer“ r Action

für Groß und Klein (Seite 18) y Natur- und Kräuterrasen

– Die blühende, robuste Alternative y Wildstrauchhecken

– Hecken zum Verstecken y Kletterbaum y

Baumschaukel y Seiledschungel y Bewegungsbaustelle

y Asttrampolin y Sand, Kies und Lehm – Hier ist

schmutzig machen und erlaubt y Hügel – rauf und

runter! r Der Schlemmergarten zum Naschen (Seite 32)

y Naschhecken und Naschinseln y Obst direkt vom

Baum y Der kinderleichte Gemüsegarten y Topfgärten

– Der Kräutergarten im Blumenkisterl r Von den

eigenen vier Wänden (Seite 39) y Weidenhaus und

Weidentunnel y Igluförmiges Weidenhaus

DER KOMPOSTHAUFEN: DAS HERZ JEDES GARTENS (Seite 41)

Was schmeckt Wurm & Co?(Seite 42) r „Da ist der

Wurm drin“ – „Erdfresser“ unter Tag (Seite 43)

DIE HILFREICHEN FLEISSIGEN NÜTZLINGE (Seite 45)

Nützlinge und Schädlinge (Seite 45) r Der Hausgarten

als Nützlingshotel (Seite 47) r Das *****Nützlingshotel:

ein selbstgebautes Quartier für fleißige Helfer (Seite 49)

r Die heimlichen Helfer im Garten (Seite 51) o

Schwebfliege y Igel y Laufkäfer y Marienkäfer y

Ohrwurm y Schlupfwespen y Florfliege

„KINDER SIND SPIELENDE MENSCHEN“ (Seite 54)

IMPRESSUM: Herausgeber und Verleger: Umweltbüro Niederösterreich, A-3109 St. Pölten,

Postfach 28; Redaktion: Thomas Uibel; Texte: Gartentelefon NÖ (Sabina Achtig,

Elisabeth Koppensteiner, Stefan Strobelberger und Christina Wundrak);

Grafische Konzeption und Realisation: grafik zuckerstätter; Titelfoto: Corbis Stock

Market; Fotos: ”die umweltberatung“, R. Hoedt, Archiv Zuckerstätter, NÖ

Naturgarten-Ratgeber, „Das NÖ-Gartentelefon“, www.photos.com; Druck: express

druck, St. Pölten. Gedruckt auf Recyclingpapier. Februar 2004.


VORWORT

Unter dem Motto „Hand in Hand“ wird heuer

in Niederösterreich das „Jahr der Familie“

begangen. Dieses besondere Jahr ist für unsere

landesweite Aktion „Natur im Garten“ ein

willkommener Anlass jenes Thema aufzugreifen.

So haben wir den „Garten für Kinder – ein

Paradies für groß und klein“ zum Jahresschwerpunkt

gewählt.

Es ist uns ein Anliegen, dass sich Familien mit

ihren Kindern in unserem Bundesland wohlfühlen.

Ein kindgerecht und naturnah gestalteter Garten

kann einen Teil dieses Wohlbefindens ausfüllen.

Mit dem Erfahren von Natur kann die menschliche

Entwicklung unserer Kinder einträglicher

gedeihen. Spielend „leben lernen“, vom Entdecken

über das Wachsen lassen bis hin zum Behüten der

Natur. Blumen wollen näher betrachtet werden,

der Duft der Wiesen oder das Lauschen unzähliger

Tiere im Garten. Viele solcher Kindheitserlebnisse

prägen unser Leben bis heute.

Wir haben als Erwachsene die Aufgabe, diese

herrlichen Erfahrungen auch unseren Kindern zu

ermöglichen. Mit dieser Broschüre möchten wir

Sie dabei unterstützen und Ihnen einige

Anregungen für die Anlage eines kindgerechten

Naturgartens mitgeben. Wir hoffen, dass Sie mit

Hilfe dieser Tipps, Hand in Hand mit Ihrem

Nachwuchs, viel Freude haben.

Landeshauptmann Dr.Erwin Pröll

Landesrat Mag.Wolfgang Sobotka

THEMA

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THEMA

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VORWORT

Bevor Sie weiterlesen, schließen Sie die Augen,

machen Sie es sich gemütlich und denken Sie

zurück an Ihre Kindheit! Was haben Sie gerne

gespielt, welche Spiele haben Ihnen damals am

meisten Freude gemacht?

Verstecken, Indianer, 1,2,3 – abgepasst, im

Gatsch Kuchen backen und dann verkaufen,

Dämme aufstauen, auf Bäume klettern, ein

Baumhaus bauen, Katzengold waschen, Schatz

suchen, Tempel hüpfen, Puppen spazieren fahren,

Pfeiferl schnitzen, Stelzen gehen …

Und ein paar Jahre später, am Lagerfeuer mit

Freundinnen und Freunden singen und feiern, der

erste Kuss in der verschwiegenen Laube oder im

alten Baumhaus, in der Sommerwiese liegen, in

die Wolken schauen und von der Zukunft

träumen …

All das kann wunderbar in eigenem Garten

verwirklicht werden und tut noch dazu der Seele

jedes großen und kleinen Kindes gut. Aus diesem

Grund haben wir viele Tipps für einen Spiel- und

Erlebnisgarten zusammengetragen und wünschen

eine tolle Umsetzung.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen bzw.

Dir gerne zur Verfügung!

Ihr/Dein Gartentelefon-Team

Elisabeth

Koppensteiner

Christina

Wundrak

Stefan

Strobelberger

DI Sabina

Achtig


EIN PARADIES

FÜR KINDER

NATUR IST

WAHRES ABENTEUER

Die Natur ist als Erlebnis- und Entdeckungsraum

für Kinder durch nichts ersetzbar.

Natürliche Freiräume sind für die motorische,

kognitive und psychosoziale Entwicklung von

Kindern und Jugendlichen eine wichtige

Voraussetzung.

Über die Bewegung und die eigenen Erfahrungen

entwickelt der Mensch seine Identität. Hautnahes

Erleben von Natur prägt den Menschen

und seine Beziehung zur Umwelt.

Die wertvollen Grünräume für Kinder werden

jedoch immer knapper. Was liegt näher, als das

Abenteuer Natur im eigenen Garten zu belassen

oder zu schaffen.

Naturnah gestaltete Gärten mit kleinen Hügeln

und Nischen sowie Bäumen und Buschwerk

sind wertvolle Erfahrungsräume für Kinder: Hier

können die Kids toben, spielen, sich verstecken,

klettern, rennen, graben, sich Abenteuer

ausdenken oder einfach einander treffen.

THEMA

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EIN PARADIES FÜR KINDER

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FANTASIE UND

KREATIVITÄT FÖRDERN

Sich im Spiel mit der belebten und unbelebten

Natur auseinander zu setzen gehört zu den

Grundbedürfnissen des Kindes wie Essen,

Schlafen, Liebe und Zuneigung.

Daher sollen naturnahe Gärten zum Beispiel

mit Hügeln, Erdwällen, Strauchgängen und

einem Asttrampolin den Kindern ermöglichen,

sich vielfältig zu bewegen: hüpfen, hinaufsteigen,

hinunterspringen, klettern, balancieren

usw. Naturmaterialien wie Wasser, Sand, Kies,

Erde, Äste, Holz, Laub, Tannenzapfen,

Kastanien und Blumen fordern zum kreativen

Spiel auf und regen zum Beobachten, Lernen

und Begreifen an.

Außerdem bieten von Kinderhand angelegte

Blumen- und Gemüsebeete die Möglichkeit, mit

dem elementaren Material Erde spielerisch

umgehen zu lernen.

Die verschiedenen

Formen und

Beschaffenheiten

der Gegenstände

wirken zugleich

anregend und auch

ausgleichend auf

Körper und Geist.

Was haben wir

Erwachsene früher

in unserer Kindheit

am liebsten gespielt?

Verstecken,

Geländespiele, … –

wir haben Dämme

aufgestaut, sind

auf Bäume

geklettert, haben


am Lagerfeuer Erdäpfel gebraten. Fast alle Spiele

fanden draußen statt, in der unmittelbaren

Umgebung, im Heuschuppen, im Garten usw.

Somit war es früher fast selbstverständlich, diese

Bedürfnisse befriedigen zu können, was heute oft

nur schwer möglich ist.

Kinder müssen ihr Leben begreifen, befühlen,

beriechen, betasten und belauschen. Naturnahe

Grünräume regen Kinder an, Spiele zu erfinden,

zu experimentieren, selbst etwas zu bauen.

Findet die Natur ihren Platz im eigenen Garten,

so wird sie als wertvoll und erhaltenswert

erkannt. Das Erlebnis „Garten“ bietet

Möglichkeiten für das aktive Mitgestalten im

Kreislauf der Natur. Ein Natur-Kreislauf im

Kleinen kann von Kindern im Garten miterlebt

werden und sie erfahren, wie leicht zerstörbar ein

Naturraum ist. Die Auseinandersetzung mit

natürlichen Materialien, die Erfahrung von

Anstrengung und Mühe führt zur Stärkung des

Selbstbewusstseins. Dabei ist der Vorgang der

Herstellung oft viel wichtiger als das Produkt.

Ein Kind lernt, stolz zu sein auf die eigene

Leistung.

EIN PARADIES FÜR KINDER

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EIN PARADIES FÜR KINDER

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„MODERNE KINDHEIT“

Immer mehr Kinder werden zu „Stubenhockern“.

Der zunehmende Trend zu Computer oder Fernseher

nimmt den Kindern die Möglichkeit zu

eigenen authentischen Erfahrungen. Im Fernsehen

erleben sie Erfahrungen aus „zweiter“

Hand. Fehleinschätzungen der Wirklichkeit und

falsche Selbsteinschätzung sind die Folge. Die

Sinne verkümmern bei der intensiven Beschäftigung

mit virtuellen Welten.

Gut entwickelte Sinne sind jedoch lebensnotwendig

für die gesunde Entwicklung.

Außerdem geht uns ohne das richtige

Wahrnehmen unserer Umwelt die Beziehung

zu dieser verloren.

Kinder, Beruf und Haushalt unter einen Hut

zu bringen erfordert von Eltern oft ein Zeitmanagement,

bei dem für Kinder nur wenig Zeit

übrig bleibt. Ruhe, Gelassenheit und eine

Atmosphäre, in der das freie Spiel für das Kind

möglich ist, kommen zu kurz oder verschwinden

ganz. Es gibt keinen wirklichen Ersatz für diese

Möglichkeit, eigene Erfahrungen über die soziale

und natürliche Umwelt zu sammeln. Viele Kinder

können ihren Bewegungsdrang nicht regelmäßig

ausleben und nur selten draußen in der Natur

spielen.


Naturnahe Gärten sind eine pädagogische

Antwort auf das von Auto, Fernsehen und

Computer geprägte Leben unserer Zeit .

Dr. Alex Oberholzer

„Aber bei uns ist dies sicher nicht nötig“,

werden Sie sagen, „liegt doch der Wald so nah

und fast allen Kindern steht ein Garten zur

Verfügung.“ Die Erfahrung lehrt, dass Eltern

mit den Kindern kaum in den Wald gehen und

dass die meisten Gärten konventionell gestaltet

sind und den Kindern nur selten ermöglichen,

zu bauen und zu graben, mit Blättern, herumliegenden

Ästen und Brettern zu spielen.

Beobachtungen zeigen, dass naturnahe Kinder-

Gärten und Schul-Gärten Aggressionen unter

Kindern und Jugendlichen fast ganz zum

Verschwinden bringen.

Gerade beim Spiel mit Naturmaterialien

entwickelt das Kind Fertigkeiten und

Fähigkeiten, die im späteren Berufs- und

Familienleben gefordert werden: Beharrungsvermögen,

Beobachtungsfähigkeit,

Eigeninitiative, Vorstellungsvermögen,

Kreativität, Sozialkompetenz usw. Das Kind

wird eine eigenständige Persönlichkeit.

EIN PARADIES FÜR KINDER

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GÄRTEN, WIE

KINDER SIE MÖGEN

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EIN NATURSCHAUSPIEL ZUM

BEOBACHTEN & „BE-GREIFEN“

Naturnahe Inseln im Garten bieten mit ihrer

Vielfalt an einheimischen Pflanzen, kleinräumigen

Strukturen und Nischen das perfekte

Paradies für Insekten, Vögel und andere Tiere.

Schmetterlinge tänzeln im warmen Sommerwind,

der schwere süße Duft von Wiesenblumen lockt

hungrige Insekten an. Tief im Blätterdickicht

versteckt, jagen Laufkäfer nach Nacktschnecken.

So oder ganz ähnlich präsentiert sich der ideale

Naturgarten. Dieses Naturschauspiel zu

beobachten macht Spaß – und es kann auch

buchstäblich begriffen werden.

Jene Gärten, die aus kurz geschorenen

Rasenflächen und spärlicher Bepflanzung

bestehen (meist exotische Stauden, Sträucher und

hochgezüchtete Gartensorten), sind wenig

interessant und daher kaum besiedelt. Diese

„ausgeräumten“ Gärten bieten keinen

Lebensraum, denn viele Zuchtsorten können


weder Nektar noch Pollen oder Früchte ausbilden

und stellen daher keine Nahrungsgrundlage dar.

Exotische Pflanzen haben nur für sehr wenige

einheimische Tiere einen Nutzen.

Abwechslungsreiche Naturgartenlandschaften

dagegen schenken mit ihrem reichen

Nahrungsangebot vielen Tieren Lebensraum und

belohnen mit einer großen Artenvielfalt.

Spiele für Kids

Die große Schatzsuche

Bei diesem Spiel geht es darum, Gegenstände

aus der Natur zu finden. Jeder

bekommt ein helles Tuch (z.B. Geschirrtuch).

Lege deine gefundenen Sachen darauf.

Vorschläge zur großen Suche: Suche etwas:

Rundes, Glattes, Eckiges, Raues, Schweres,

Schönes, Struppiges, Glitschiges, Essbares,

Scharfes, Flauschiges, Duftendes, vollkommen

Gerades, das dich an dich erinnert,

womit man Musik machen kann; sowie: einen

Dorn, ein Blatt eines Baumes, Kühles, eine

Feder, ein vom Mensch hinterlassenes Stück

Abfall, drei verschiedene Samen

Legt die Fundstücke der Reihe nach auf. Jetzt

könnt ihr sie besichtigen, vergleichen, nach

Unterschieden suchen und erraten, woher sie

stammen …

GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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„WILDE GÄSTE“ – ANLOCKEN UND BEOBACHTEN

In einem Naturgarten lassen sich auf wenigen

Quadratmetern einige Dutzend Wildpflanzenarten

und damit viele hundert Tierarten ansiedeln.

Eine Blumenwiese kann zum Beispiel 30 bis 50

verschiedene Pflanzenarten beheimaten.

Die Hecke bietet ca. 25 verschiedenen Straucharten,

der Wildblumensaum ca. 25 Pflanzenarten

Platz. Die einheimischen Pflanzen sind ihrerseits

für eine Vielzahl von Tieren Lebensraum und

auch Nahrungsgrundlage. An der großblütigen

Königskerze laben sich ca. 90 verschiedene

Insektenarten, am Beifuss sogar ca. 180.

Nicht nur die einheimische Tierwelt profitiert von

solchen Naturinseln, sondern auch jedes Kind,

das gern zwischen bunten Wiesenblumen nach

Schmetterlingen und Käfern Ausschau hält.

Junge ForscherInnen können an solchen Plätzen

beobachten und staunen, immer wieder kann

Neues entdeckt werden.

Spiele für Kids

Mit der Lupe unterwegs

Suche dir ein Stück „Natur im Garten“ (z.B.

Wildblumenwiese oder „wildes Eck"), das dir

gefällt, und grenze es mit einer Schnur ab.

Nimm dir nun eine Lupe, kauere dich wie ein

Käfer auf den Boden und erforsche

so seinen Wohnort.

Welche Tiere entdeckst du?

Die Fantasie der MitspielerInnen

kann mit Fragen

angeregt werden: „Wer sind

seine nächsten Nachbarn?“,

„Sind sie freundlich?“ …


BLÜHENDE WIESEN

Ein Wildblumenstrauß aus weißen Margariten

und Schafgarben, lila Glockenblumen und

Storchschnabel, gelbem Hahnenfuß und blauen

Kornblumen macht sich in jeder Blumenvase gut.

Die bunt durchmischten Farbtupfer sind eine

wahre Spielwiese für große und kleine Kinder.

So eine bunte Wiese ist weniger zum Austoben

geeignet, aber bietet eine abwechslungsreiche

Erlebniswelt. Hier können unzählige Tiere

beobachtet werden: Käfer, Schmetterlinge,

Heuschrecken, Marienkäfer und Co können zu

richtigen Spielgefährten werden und sich mit

der Fantasiewelt aus Elfen und Blütenfeen

verschmelzen.

Eine Blumenwiese muss nicht gleich die

gesamte Rasenfläche einnehmen. Einzelne

Blumenwiesen-Inseln oder weniger betretene

Flächen um Obstbäume reichen vollkommen

aus, um einen artenreichen Lebens- und

Erlebnisraum zu schaffen.

GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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Spiele für Kids

Wahre Natur-Puppen

Aus Zweigen, Blättern und Blüten lassen sich

die schönsten Blumenpuppen basteln. Ein

edles Blumenkleid oder ein Blätterrock – die

geeignete Kleidung für die Puppe lässt sich

am besten in einer Blumewiese finden. Hier

können dann auch die Blumenpuppen mit

den Grashüpfern um die Wette springen oder

mit den Schmetterlingen die süßesten Blüten

anfliegen.

Die Farbpalette

Auch die Farbenvielfalt einer Blumenwiese

lädt zum Spielen ein – gestalte doch deine

eigene Farbpalette! Welche Farben findest du

im Frühling und welche kommen am

häufigsten vor? Und wie schaut es mit den

Farben ein paar Monate später aus? Du lernst

dann die Farbenwelt der Pflanzen übers

ganze Jahr kennen.


ARTENVIELFALT IM „WILDEN ECK“

Ein „wildes Eck“ soll nach dem Anlegen sich

selbst überlassen werden.

Es kann aus verschiedensten Elementen

bestehen: Totholzhaufen, morscher Baumstamm,

Laubhaufen, Steinhaufen, Brennnessel.

Am ungestörten „wilden Eck“ können sich

langfristig Wildkräuter ansiedeln.

Sollte das Ansiedeln zu lange dauern,

können Wildkräuter auch gesetzt werden,

z.B. Johanniskraut, Eisenkraut usw.

Ein Holunderstrauch ist eine markante

Ergänzung für das „wilde Eck“. In diesem

unberührten Naturbiotop finden sich bald

verschiedenste Garten-Nützlinge ein wie Igel,

Blindschleichen, Eidechsen und Erdkröten.

Sie alle sind zum Beispiel effiziente

Nacktschneckenverzehrer.

Das „wilde Eck“ wird viele Insekten und

Schmetterlinge begeistern. Die Raupen des

Tagpfauenauges leben vor allem auf Brennnesseln

sowie auf Hopfen und Brombeere. Brennnesseln

bieten den Schmetterlingen nur an einem

sonnigen Platz Lebensraum, da diese trockenwarmes

Klima zur Eiablage benötigen.

Der Admiral legt seine Eier auf Brennnessel und

Kratzdistel, die Raupe des Kleinen Fuchs

bevorzugt frisch sprießende Brennesseln, mähen

Sie daher bitte erst Mitte bis Ende Juni.

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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Spiele für Kids

„Mini-Nationalpark“

Beobachte die natürliche Besiedelung des

„wilden Ecks“ mit Vögeln, anderen Tieren

und Pflanzen. Du kannst hier das ganze Jahr

über mit allen Sinnen erleben, wie sich

dieser kleine Nationalpark entwickelt. Die

Veränderungen schreibst du in ein Tagebuch

und kannst somit die Entwicklung ganz

genau verfolgen. Über diese Naturbeobachtungen

kannst du auch Geschichten

schreiben und/oder Bilder malen. Dieses

kleine Stück Natur wird dir vielleicht ans Herz

wachsen und du wirst dich dafür

verantwortlich fühlen.

DER TEICH IM GARTEN – WAS BRAUCHST DU „MEER"

Wasser ist ein Anziehungspunkt im Garten. Die

üppige Vegetation eines Teiches bildet gemeinsam

mit der spiegelnden Wasserfläche ein aufregendes

Spiel an Farben und Strukturen. Ein schattiges

Plätzchen neben dem Wasser ist ideal zum

Ausruhen, Lesen und Entspannen. Der Schatten

ist aber auch für den Teich selbst nützlich.

Zu viel Sonneneinstrahlung wärmt das Wasser zu

stark auf (einheimische Unterwasserpflanzen

stellen ab 26 °C Wassertemperatur ihr Wachstum

ein). Außerdem wird durch das intensive

Sonnenlicht das Algenwachstum gefördert. Ein

Gartenteich sollte daher nur ca. ein Drittel bis

maximal die

Hälfte des

Tages der

vollen Sonne

ausgesetzt

sein.


Ein Naturschwimmteich ist das ideale Gewässer

für das sommerliche Plantsch-Vergnügen. Das

Wasser wird nicht mit Chemikalien (Chlor)

versetzt und ist daher besonders hautfreundlich.

Ein Gartenteich lockt an heißen Sommertagen

auch die Jugend zurück in den Garten.

Unterwasser-Expedition

Spiele für Kids

Unter der Wasseroberfläche spielt sich’s ab!

Mit Taucherbrille, Wasserkübel und Lupe geht

es in die Unterwasserwelten. Zwischen Seerosen,

Wasserlinsen, Laichkraut und Froschlöffel

schwimmt und kriecht so allerlei herum:

Gelbrandkäfer schießen durch das Wasser,

Posthornschnecken schaben an Blättern, die

unersättlichen Libellenlarven sind auf Beutesuche,

Rückenschwimmer zucken herum und

Kaulquappen präsentieren sich in allen Variationen:

ohne, mit zwei oder vier Beinchen.

Wer die Wassertiere genauer betrachten will,

kann vorsichtig auf „Beutefang“ gehen, um

kein Tier zu verletzen oder Pflanzen zu

zerrupfen! Und wichtig: Die „Beute“ sofort in

den Wasserkübel geben und nach der

Erforschung wieder in die Wasserfreiheit des

Teiches entlassen.

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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ACTION FÜR

GROSS UND KLEIN

NATUR- UND KRÄUTERRASEN –

DIE BLÜHENDE, ROBUSTE ALTERNATIVE

Auf dem Rasen wollen Kinder rennen, Seil

springen oder Ball spielen. Hier können sie sich

austoben und hinfallen, ohne sich ernsthaft weh

zu tun.

Es muss aber nicht unbedingt ein Zierrasen sein,

der nur durch wiederkehrendes Rasenmähen,

Gießen und Düngen als grüner Teppich erhalten

werden kann. Der Natur- oder Kräuterrasen

bietet eine sinnvolle naturnahe und arbeitssparende

Alternative.

Er enthält neben Gräsern die verschiedensten

trittfesten Kräuter wie Gänseblümchen, Gundelrebe,

Braunelle, Wegerich und Kriechender

Günsel. Durch diese Mischung wird erreicht, dass

der Kräuterrasen nicht gedüngt, wenig bewässert

und nur selten gemäht werden muss.

Der Kräuterrasen kann angesät werden, er kann

sich aber auch von einzelnen Kräuter-Inseln

ausbreiten.

Spiele für Kids

Versteinern

Ein Spiel für fünf oder mehr SpielerInnen.

Ein Kind ist der Versteinerer. Dieser versucht

auf einer vereinbarten Fläche dich und deine


Spiele für Kids

Freunde durch Handschläge zu „versteinern“.

Wirst du erwischt, musst du starr stehen

bleiben, du kannst jedoch von den anderen

Kindern durch Handschlag mit dem Spruch

„Ich erlöse dich!“ befreit werden. Sind alle

„versteinert“, hat der „Versteinerer“ gewonnen

und ein anderes Kind übernimmt die Rolle.

Ballfangen

Dieses Spiel kannst du zu zweit spielen. Stell

dich mit einem Mitspieler/einer Mitspielerin in

einer Entfernung auf, bei der ihr den Ball

noch leicht fangen könnt. Jetzt könnt ihr

locker hin- und herspielen. Fällt der Ball

runter oder fängt ihn einer von euch nicht,

muss derjenige für den nächsten Wurf auf

einem Bein stehen. Wenn er das fehlerlos

schafft, darf das Bein wieder auf den Boden

gestellt werden. Wenn du wieder einen Fehler

machst, kommt Strafverstärkung, z.B. im

Knien oder Sitzen oder gar mit der linken

Hand spielen … –

ihr könnt beliebig viele Strafstufen erfinden.

Wenn du fehlerlos fängst, wird dir die Strafe

um jeweils eine Stufe erlassen. Versucht,

möglichst oft den Ball hin und her zu werfen!

GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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Der Kräuterrasen bietet für die Kinder ein

spannendes Betätigungsfeld. Neben den

interessanten Insekten zum Beobachten bringt

er auch wahre kulinarische Leckerbissen hervor.

Frische Gänseblümchen können z.B. für Salat

oder als schmackhafte Dekoration auf dem Brot

verwendet werden.

Spiele für Kids

Klotz am Bein

Mit einem „Klotz am Bein“ zu laufen ist

bekanntlich nicht gerade leicht, mit zwei

Klötzen kannst du allerdings recht viel Spaß

haben! Befestige an den Dosen Halteschnüre,

die ungefähr bis zur Mitte des Oberschenkels

reichen. Nun kannst du mit anderen

„KlötzenträgerInnen“ um die Wette laufen

oder bestimmte Strecken alleine überwinden

und bewältigen.


Spiele für Kids

Tempelhüpfen

Ritze den Tempel (eine beliebige Abfolge

von Einzel- und Doppelfeldern) in den

Staub oder zeichne ihn mit Kreide auf die

Straße. Nun hüpfst du in einem vor dem

Spiel vereinbarten Muster (bei einem Feld

mit einem Fuß, bei zwei Feldern mit beiden

Füßen reinspringen). Bei der ersten Runde

überquerst du den Tempel laut Muster, bei

der zweiten Runde wirfst du auf das erste

Feld einen Stein, bei der dritten Runde auf

das zweite Feld usw. Das Feld, in dem der

Stein liegt, muss übersprungen werden.

Springst du daneben, gibst du bei nur

einem Feld den zweiten Fuß runter oder

triffst du mit dem Stein das vorgesehene

Feld nicht, musst du wieder von vorne

beginnen.

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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WILDSTRAUCHHECKEN – HECKEN ZUM VERSTECKEN

Kinder lieben Hecken. Die grünen Höhlen bieten

Platz für kleine und große Abenteuer und liefern

die vielfältigsten Spielmaterialien in Form von

Ästen, Blättern und Früchten.

Wildstrauchhecken eignen sich auch besonders

gut zur räumlichen Gestaltung des Gartens.

Die Artenvielfalt ist groß und durch richtige

Planung können vielfältige und interessante

Räume geschaffen werden. Eine Wildstrauchhecke

bietet das ganze Jahr über ein

spannendes Umfeld – sei es durch die Blüte oder

den umfassenden Fruchtschmuck.

Bei der Gestaltung sollte darauf geachtet werden,

dass die Sträucher Platz brauchen, um sich gut

zu entwickeln, also nicht enger als 1 bis 1,5m

gesetzt werden sollen.

Erst durch eine zweireihige Pflanzung der

Sträucher können sich geräumige Spielhöhlen

bilden. Die Hecken werden dadurch dichter,

vielfältiger und auch wertvoller für viele

Insekten- und Vogelarten.


Spiele für Kids

Verstecken

und Entdecken

Innerhalb eines gekennzeichneten Bereiches

werden Gegenstände ausgelegt (versteckt),

die in der Natur nicht vorkommen

(Luftballons, Zündholzschachteln, Löffel, Heft,

Schuh, …), und unterschiedlich intensive

Farben haben. Nun gehe evtl. mit deinen

FreundInnen los und versuche, so viele

Gegenstände wie möglich zu finden. Vergesst

aber nicht, danach wieder alles einzusammeln.

Verzauberte Strauch-Höhlen

In den dichten Strauch-Höhlen werden viele

Geschichten wahr! Hier lassen sich in der

Hexenküche die wunderbarsten Zaubergerichte

kochen. Oder fliege in der

Enterprise-Kiste durchs Blätteruniversum.

Oder verteidige deine Zweige-Burg.

Die Strauch-Höhle ist immer Schauplatz der

schönsten Kinder-Fantasien.

Räuber und Gendarm

Ein Spiel, welches aus einer Zeit stammt, als

Kinderhorden noch unbesorgt in der Gegend

streunen durften. Bildet

zwei Gruppen, die

„Räuber“ verstecken

sich (auch auf Bäumen),

die „Gendarmen“

suchen.

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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KLETTERBAUM

Einer der Lieblingsspielorte von Kindern im

Garten ist sicher der Kletterbaum.

Der ideale Kletterbaum hat tief am Stamm

angesetzte Äste, die weit ausladend sind. So

beschaffene Bäume sind vom Boden her leicht

zu erreichen. Die meisten Obstbäume sind

gut zum Klettern geeignet (z.B. Apfel-, Nussund

jüngere Kirschbäume).

Andere gut geeignete Kletterbäume bzw.

Sträucher sind Hainbuche, Rotbuche, Birke,

Haselnuss, Ahorn und die Rotblühende Kastanie.

Leicht brüchige Baum- und Straucharten sollten

eher vermieden werden (einige Weidenarten,

Robinie). Die Äste des Kletterbaumes sollten

regelmäßig auf ihre Festigkeit kontrolliert

werden.

Auch am Boden liegende Baumstämme mit

dicken, stumpfen Ästen laden zum Spielen ein.

Ob Raufklettern, Runterspringen, Balancieren,

drauf sitzen oder sich verstecken – hier können

die Kinder ihren Fantasien freien Lauf lassen. Bei

der Auswahl des Stammes sollten Sie darauf

achten, dass keine spitzen Äste oder Zweige

wegstehen. Außerdem sollte sich der Stamm nicht

wegrollen lassen. Deshalb kann er eventuell ein

wenig in einer Mulde versenkt werden.

Neben dem großen

Nutzen für die Kinder

ist der Baumstamm

auch ein schönes

Gestaltungselement für

den Naturgarten – und

wenn er morsch wird,

eine Wohnmöglichkeit

für viele Insekten.


BAUMSCHAUKEL

Eine spannende, sinnvolle Alternative zu herkömmlichen

Schaukelgerüsten sind an einem

dicken, weit ausladenden Ast angebrachte

Schaukeln oder Kletterseile. Um den Ast vor

Beschädigungen durch die Seile zu schützen,

sollte eine Gummimanschette angebracht werden.

Wichtig ist es, Ast, Seil und Knoten regelmäßig

auf Schwachstellen zu kontrollieren.

Vor und hinter der Schaukel ist ein größerer,

freier Bereich unbedingt notwendig, weil damit

gerechnet werden muss, dass Kinder im Schwung

von der Schaukel springen.

Auch eine Hängematte, zwischen zwei Bäumen

aufgehängt, ist für Kinder und Erwachsene

gleichermaßen ein beliebter Anziehungspunkt

im Garten.

SEILEDSCHUNGEL

Ein Seil zum Stehen und

Gehen und darüber eines zum

Festhalten werden waagrecht

von Baum zu Baum gespannt. Besonders

spannend ist es für die Kinder, wenn die Seile in

unterschiedlichen Höhen gespannt werden. Die

Stehseile sollten jedoch nicht mehr als einen

Meter über dem Boden angebracht werden, weil

der Boden gerade im Wurzelbereich der Bäume

sehr hart sein kann.

Um die Bäume nicht zu beschädigen, ist es

sinnvoll, die Seile regelmäßig an anderen Stellen

des Baumes anzubringen. Dadurch bleibt der

Seiledschungel natürlich auch immer interessant.

Durch das Schwingen der Seile sind Kinder jeder

Altersgruppe in ihrer Balance und Geschicklichkeit

viel stärker gefordert als auf starren

Klettergerüsten.

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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BEWEGUNGSBAUSTELLE

Für ein Spielparadies ist

bewegliches Material

unerlässlich. Bretter,

Balken, Äste, Baumscheiben,

Ziegel,

Autoreifen, Getränkekisten,

stabile Kunststoffrohre

und vieles mehr werden von den Kindern in

Kletterlandschaften, Wippen, Balancierwege,

Brücken und vielerlei mehr verwandelt.

Es werden immer neue Spiele erfunden und die

Kinder verweilen oft stundenlang dabei.

Erwachsene haben oftmals Mühe, sich mit dem

Anblick des „beweglichen Materials“ als

Spielzeug anzufreunden. Daher ist es sinnvoll,

den Spielbereich durch Sträucher zu schützen.

Kinder lernen beim Bauen Folgen und Gefahren

besser abzuschätzen, sie gewinnen

Selbstsicherheit und Vertrauen in ihr eigenes

Handeln.

Spiele für Kids

Ringewerfen-Spiel

Du kennst sicher das „Hufeisenwerfen-Spiel“

von Jahrmärkten und Festen. Du kannst dies

ganz leicht selber machen: Schlage einen

Stock in die Erde. Markiere in einer bestimmten

Entfernung mit einer Linie, von wo

geworfen werden darf. Die Ringe werden aus

einem alten Gartenschlauch, durch den ein

Draht gezogen wird, angefertigt.


ASTTRAMPOLIN

In eine Grube (ca. 0,5–1m

tief und ca. 1,5m lang und 1

m breit) wird dornenloser Strauchschnitt

gegeben. Die dicken Enden sollten möglichst

unten zum Liegen kommen, die dünnen Äste

obenauf. In den oberen Schichten sollte der

Strauchschnitt länger sein als die Grube. Das

federt beim Springen hervorragend, kann leicht

mit frischem Astschnitt erneuert werden und das

alte Material wird einfach kompostiert.

SAND, KIES UND LEHM –

HIER IST SCHMUTZIGMACHEN ERLAUBT

Kinder sind schöpferisch. Sand, Kies, Steine,

Lehm und Wasser – und der Fantasie sind keine

Grenzen mehr gesetzt. Kanäle, Tunnel, Höhlen

und Burgen werden von den kleinen BaumeisterInnen

gebaut, verändert und wieder

zerstört. Hier ist das Kinder-Reich, wo (fast)

alles erlaubt ist. Dass die Kleidung dabei

schmutzig wird, ist selbstverständlich. Daher

an warmen Tagen am besten gleich nur

in Badehose oder nackt spielen lassen. In der

Dusche sind die Zeugnisse eines erlebnisreichen

Sandspieltages schnell weggeschwemmt.

An heißen Sonnentagen ist eine Beschattung des

Spielbereiches wichtig. Benachbarte Bäume oder

zum Beispiel ein Sonnensegel können wertvolle

Schattenspender sein.

GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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DER SANDPLATZ – EIN „MUSS“ & LEICHT SELBST GEMACHT

Für Kinder sind abgegrenzte Sandkisten meist zu

klein. Sie werden bald uninteressant. Größere

Sandmulden von 10 bis 20m2 werden dagegen

auch noch von Volksschulkindern genutzt.

Wenn die Sandmulde in einer bestehenden Wiese

angelegt wird, werden zuerst die Rasenziegel

vorsichtig ausgestochen. Diese werden später

stockwerkartig rund um die Mulde als Abgrenzung

aufgeschichtet. Die obersten Rasenziegel

wachsen wieder an und ergeben einen guten

Sitzplatz. Als Einfassung können auch Rundhölzer,

Baumstämme oder abgerundete Steine

verwendet werden. Diese Abgrenzung kann

gleichzeitig auch zum Balancieren oder als

Sitzplatz verwendet werden.

Anschließend wird eine Grube von ca. 70cm

Tiefe ausgehoben. In den unteren Bereich wird

eine ca. 20 bis 50cm starke Schicht Kies eingefüllt.

Durch diese Kies-Schicht sickert das Wasser

schneller ab. Nun ungewaschenen lehmigen Sand

einfüllen. Durch den Lehmanteil lässt sich der

Sand gut formen. Unterschiedlich große

Kieselsteine ergänzen das Spielmaterial ideal.

Gelegentlich muss der Spielsand ergänzt und

erneuert werden. Problematisch kann Katzenund

Hundekot sein. Zum Schutz davor kann

die Sandanlage abgedeckt werden. Bewährt hat

sich Straßenbau-Vlies. Dieses wird, an einem

Balken befestigt, über die Anlage gerollt. Es

kann auch sehr leicht von den Kindern selbst

entfernt werden.

KIES

Auch so genannte Kiesmulden sind für die Kinder

sehr interessant. Die Kiesmulde ist gleich zu

bauen wie die Sandmulde. Anstatt des Sandes


wird „Kies ab Wand“ eingefüllt. Dieser Kies ist

der preisgünstigste und hat den großen Vorteil,

dass Steine in den verschiedensten Größen

enthalten sind und auch ein geringer Lehm- und

Sandanteil vorkommt. Bei gewaschenem und

gesiebtem Kies sind alle Steine gleich groß und

die Kinder spielen kaum damit.

Sinnvoll ist es, die Kiesmulde direkt an den

Sandbereich anzuschließen. So wird ein kreatives

Spiel im Sand ermöglicht.

LEHM

Lehm kann besonders gut geknetet werden.

Mit dem Lehmteig können die verschiedensten

Formen geschaffen werden – und mit ein wenig

Wasser entsteht ein richtig schöner „Gatsch“,

der Blasen wirft und beim Kneten quatscht.

Für eine richtige Lehmgrube ist ein Wasserhahn

in der Nähe wichtig – oder die Erreichbarkeit mit

dem Gartenschlauch. Eine etwa 2m2 große

Grube wird einen halben Meter tief ausgehoben

und mit stark lehmhaltiger Erde aufgefüllt.

Einfacher ist ein Erdloch oder eine „Matschgrube“.

An einer geeigneten Stelle im Garten

dürfen die Kids ihr eigenes Erdloch graben. Hier

wird dann stundenlang ins Spiel vertieft gebuddelt.

Dabei werden auch viele „Schätze“

entdeckt: Schöne Steine, glitschige Regenwürmer,

ein geheimnisvoller Maulwurfgang …

GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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Spiele für Kids

Murmelspiel

Jede/r Murmelwerferin/werfer hat mehrere

Kugeln. Du musst versuchen, zwei Murmeln

gleichzeitig in eine Grube zu werfen. Fallen

beide oder auch nur eine neben das Loch,

musst du als Pfand eine Murmel in die Grube

zahlen. Landen beide Murmeln im Loch, dann

darfst du dir alle Murmeln, die im Loch

liegen, nehmen. Es ist ganz einfach Pech,

wenn noch keine Murmeln im Loch sind oder

wenn das Loch vom SpielerInnen vor dir leer

geräumt worden ist. Anstatt Kugeln

können vor dem Spiel auch

schöne, möglichst gleich

große Steine gesammelt

werden.

HÜGEL – RAUF UND RUNTER!

Ein Hügel ist für Kinder unwiderstehlich: Sie

müssen einfach raufklettern und runterrutschen

oder -springen.

Eine Hügellandschaft bietet nicht nur den

Kindern diesen Anreiz, sondern macht auch den

Garten besonders reizvoll: Er bringt der Ebene

die dritte Dimension, gliedert den Raum und

macht ihn spannend.

Aushubmaterial ist nach dem Hausbau meist zur

Genüge vorhanden. Wer einen bestehenden

Garten hügelig machen will, kann auch in die

Tiefe gehen. Entweder ist schon ein Teich geplant

oder es kann eine vertiefte Sitzecke entstehen,

die, vom Hügel oder von Sträuchern geschützt,

ein idealer Platz zum Entspannen ist.

Eine Höhe von 1 bis 1,5m ist für Kinder genügend

Anreiz, ihren Bewegungsdrang auszutoben.


Ab 2m Höhe wir der Hügel zum richtigen

„Mount Everest“. Bleibt ein Streifen des Hügels

unbepflanzt, dann ergibt das mit ein wenig

Wasser im Sommer eine hervorragende

Rutschbahn

Buchtipp: „Gärten für Kinder“ (Alex Oberholzer,

Lore Lässer. Ulmer Verlag,1995) Die praxiserfahrenen

Autoren geben ihre Erfahrungen in

handfesten Anleitungen zur Planung, Anlage und

Pflege von Gärten für Kinder wieder.

Spiele für Kids

Blinde Raupe

Einige Kinder bilden eine Raupe, indem sie

sich mit verbunden Augen an den Hüften des

vorderen Kindes halten. Nur der Raupenkopf

sieht und bewegt „seinen Körper“ jetzt

langsam über das Gelände. Besonders

bergauf und bergab ist das sehr spannend

und voll überraschender Eindrücke!

Ochs' am Berg

Der ausgewählte „Ochse“ stellt sich auf den

Hügel (geht auch in der Wiese vor einem

Baum) mit dem Rücken zu allen anderen

Kindern, die etwa 20m entfernt warten. Der

Ochs' muss langsam und laut sagen „Ochs'

am Berg“, ehe er sich umdreht, damit die

anderen Kinder Zeit haben, währenddessen

auf ihn zuzulaufen. Wenn der Ochs' sich

umdreht, müssen alle still stehen. Wer sich

noch bewegt hat,

muss zum Ausgangspunkt

zurück.

Wer den Ochs'

zuerst erreicht

hat, darf ihn

erlösen.

GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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DER SCHLEMMERGARTEN

ZUM NASCHEN

NASCHHECKEN UND NASCHINSELN

Naschen aus dem Garten ist für Kinder ein ganz

besonderes Erlebnis. Beim Vorbeigehen rasch eine

sonnengereifte Himbeere genießen ist nicht nur

gesund, sondern gehört einfach zum „Kind sein“

dazu.

Die Naschhecke kann aus den verschiedensten

Straucharten bestehen, zum Beispiel Himbeere,

Brombeere (evtl. stachellose Sorten wählen),

Ribisel, Haselnuss …

Natürlich finden auch Wildobstarten wie Schlehe,

Holunder, Mispel und Kornelkirsche ihren Platz.

Roh schmecken sie zwar bitter, aber die Früchte

können zu Marmeladen oder Säften verarbeitet

werden. Außerdem sind diese Früchte beliebte

Spielmaterialien in der Puppenküche.

Mit diesen Gehölzen können im Garten auch

einzelne Inseln gepflanzt werden. Das schafft

Abwechslung und auch in kleineren Gärten muss

so auf diesen Genuss nicht verzichtet werden.

Gehören Kleinkinder zu den GartengenießerInnen,

dann lieber in den Naschhecken und

-inseln keine ungenießbaren Pflanzen setzen.

Krabbelkinder stecken alles in den Mund und

können noch nicht zwischen Eßbarem und

Ungebießbarem unterscheiden. Sind die Kinder

alt genug, ist es jedoch langfristig sicherer, ihnen

den Unterschied beizubringen, als alle giftigen

Pflanzen von ihnen fern zu halten.


OBST DIREKT VOM BAUM

Die gschmackigen Früchte der Obstbäume

laden zum gesunden Naschen ein. Ob frisch

vom Baum oder als Lagerobst aus dem Keller:

Obst hat beinahe das ganze Jahr über Saison.

Weil es von den Kindern am liebsten frisch

gepflückt gegessen wird, ist der Verzicht auf

chemische Pflanzenschutzmittel und

mineralische Düngemittel selbstverständlich.

Obstbäume mit einer Stammhöhe von ca. 60 bis

80cm (sog. Buschbäume) eignen sich besonders

gut für Kinder. Hier können die Blüte, der

Fruchtansatz und die Insekten besonders gut

beobachtet werden. Natürlich können

Buschbäume wegen ihrer geringen Höhe gut

von den Kindern beerntet werden.

Beim Gärtnern können die Kinder mit den

Kultursorten und ihren Vorfahren aus der

Wildnis vertraut gemacht werden, da es auf

maximale Ernteerfolge ja nicht ankommt. Sie

lernen vorausschauendes Handeln und Denken.

GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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Spiele für Kids

Dein persönlicher Apfel

Klebe aus Papier an ein kleines Äpfelchen,

das einmal rote Wangen bekommen soll,

den Anfangsbuchstaben deines Vornamens.

Die Sonnenstrahlen erreichen diese Stelle

nicht mehr und sie bleibt gelb oder grün!

Alt und neu

Ein spannendes Projekt ist zum Beispiel das

gleichzeitige Anpflanzen von modernen

Obstsorten und den wilden Verwandten

(z.B. Hauszwetschke – wilde Schlehe, Apfel –

Holzapfel, Birne – Holzbirne, Edelkirsche –

Vogelkirsche). Der Vergleich von Größe,

Aussehen und Geschmack der Früchte ist

sehr spannend und aufschlussreich.

Kirschkern- oder Bohnen-Wettspucken

Du hast das sicher schon oft gemacht. Wie

wärs mit einem Wettbewerb? Sucht einen

Standort für die SpielerInnen, legt ein etwa

10m langes Maßband im Garten aus – und

schon kann es losgehen! Wer von euch am

weitesten den Kern spuckt, hat gewonnen.

Aber eigentlich gewinnen bei diesem Spiel

alle, denn Kirschen schmecken hervorragend.


DER KINDERLEICHTE GEMÜSEGARTEN

Frisch im Garten geerntet schmeckt es am besten

– und wenn die stolze Ernte noch dazu vom

eigenen Kinderbeet stammt, ist der Genuss um

einiges größer. Vom Samen bis zur Ernte lernen

die Kinder ein ganzes Gartenjahr kennen.

Das Kinderbeet sollte in unmittelbarer Nähe

vom Gemüsegarten angelegt werden, damit die

Kinder an der Gartenarbeit teilnehmen und sich

die wichtigsten Handgriffe abschauen können.

Pflegeleichte und robuste Gemüsepflanzen sind

Radieschen, Karotten, Erbsen, Paradeiser

(besonders gerne haben die Kids Cocktailtomaten),

Kohlrabi, Zuckermais und

Sonnenblumen.

Bei den Karotten können sich die Kinder in

Geduld üben: Lange zwei bis drei Wochen

braucht es, bis die Samen keimen. Bei

vorgekeimten Erbsen freuen sich die Kinder

schon bald auf die rasch erscheinenden

Keimblätter. Paradeiser müssen vorsichtig

angebunden werden.

Die Monatserdbeere kann das Gemüsebeet

umranden und liefert ständig eine süße

Verführung.

Eine Vogelscheuche bzw. eine Menschenscheuche

kann lustige Erlebnisse bringen.

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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Spiele für Kids

Die schnellste Bohne

Holzpflöcke in die Erde setzen, daneben

werden pro Kind zwei bis drei Bohnen

gesetzt, bewässert und beobachtet: Welche

Bohne wächst als erste so hoch wie der

Pflock? Die Bedeutung des Lichtes für die

Pflanzen zeigt man besonders deutlich, wenn

ein Topf Bohnen ein paar Tage ins Dunkle

gestellt wird, ein anderer Topf aber im Licht

verbleibt. Wie sind die Unterschiede und wie

schnell erholen sich die Bohnen aus dem

Dunklen wieder, wenn sie erneut ins Licht

gestellt werden?

Das Sonnenblumenmaßband

Jedes Kind kann eine Sonnenblume im Topf

vorziehen, die dann ins Freie gepflanzt wird.

Regelmäßig wird gemessen, wie viel sie

gewachsen ist. Wann hat sie das Kind an

Größe überflügelt? An jede Sonnenblume wird

ein Schild mit dem Namen des Kindes

gehängt.


Spiele für Kids

Kresse-Smiley

Kresse kann dem Kinderbeet lustige Formen

geben. Kresse keimt schnell und braucht

wenig Platz. Dicht ausgestreut können mit

den Kressesamen der Name des Kinderbeet-

Betreuers/Betreuerin oder schöne Formen wie

eine Sonne oder ein Smiley gezeichnet

werden. Innerhalb von wenigen Tagen ist die

Kresse gekeimt und die Formen werden

sichtbar.

Das Jahreszeitenkrokodil

Ein Hügelbeet wird in der Form eines Krokodils

(es eignen sich natürlich auch andere

Tiere!) angelegt und mit Gemüse und Kräutern

bepflanzt. Je nach Jahreszeit wechseln die

Farben auf diesem Jahreszeitenkrokodil und

die fantasievollsten Namen können gefunden

werden, wie „Feuerkrokodil“, „grünes

Krokodil“, im Sommer bei fehlender Pflege

„wild gewordenes Krokodil“, im Winter

„Erdkrokodil“ usw.

GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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TOPFGÄRTEN – DER KRÄUTERGARTEN IM BLUMENKISTERL

Ein kleiner Kräutergarten bietet vielfältige

Möglichkeiten zum Natur-Erleben durch Riechen,

Fühlen oder Schmecken. Viel Spaß macht

Kindern z.B. das Spiel „Was riecht denn da?“.

Dabei versuchen die Kinder mit verbundenen

Augen die ihnen bekannten Kräuter am Geruch

wieder zu erkennen und zu benennen, ein Spiel,

bei dem alle Beteiligten meist mit Begeisterung

dabei sind und das zur Entwicklung des

kindlichen Wahrnehmungsvermögens beiträgt.

Schon kleine Holzkisten oder kleine Beete

genügen für erste Erfahrungen mit dem

Wachstum von Kulturpflanzen.


VON DEN EIGENEN

VIER WÄNDEN

Wenn Kinder sich Hütten und Häuschen bauen,

sind sie in ihrem Element. Sie schaffen sich ihre

Lebens- und Spielräume. Wenn diese Hütten ein

Hauch von Unfertigkeit und Wandelbarkeit

umgibt, ist es gut, denn Kinder verändern,

gestalten selber, er-leben und be-greifen. In den

mit Eifer und Hingabe gebauten Hütten sind sie

zu Hause – in ihren „eigenen vier Wänden“.

Diese vier Wände können ganz unterschiedlich

aussehen: ein Weidenhaus, eine Höhle in den

Büschen, ein Weidentippi, ein Baumhaus, eine

große Schachtel, in die Tür und Fenster

geschnitten werden, oder ein Haus aus Decken.

WEIDENHAUS UND WEIDENTUNNEL

Am besten für Weidenbauwerke sind die Ruten

der verschiedensten Strauchweidenarten geeignet

(z.B. Purpur-, Mandel- oder Korbweide).

Besonders interessant durch ihre Farben sind

die Dotter- und Weißweiden.

Die Weidenruten werden am besten in der Zeit

von Oktober bis März geschnitten. Wenn keine

optimale Lagermöglichkeit für die geschnittenen

Ruten vorhanden ist (z.B. kühler, feuchter Keller)

ist es sinnvoll, das Material erst kurz vor dem

Bau des Weidenhauses zu schneiden.

Die beste Zeit zur

Pflanzung von Weidenruten

sind Oktober und

November sowie März

und April. Geeignete

Weiden sind die Korbweide

(Salix viminalis)

und die Salweide (Salix

caprea). Bei trockenen

Standorten eignet sich

auch der Liguster und

die Haselnuss.

GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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GÄRTEN, WIE SIE KINDER MÖGEN

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IGLUFÖRMIGES WEIDENHAUS

Für ein Weidenhaus mit einem Durchmesser von

2,5m werden für das Grundgerüst ca. 30 stärkere

Weidenruten mit einer Länge von 3 bis 4m und

einer Stärke von etwa 5cm benötigt. Zusätzlich

sollten noch Steckhölzer verwendet werden. Diese

sind ca. 30cm lang und werden zu zwei Drittel in

den Boden eingegraben. Die Steckhölzer bewurzeln

sehr gut und werden rasch grün. Zum

Verflechten der Wände werden dünnere Weidenruten

verwendet (1–2cm stark) die Länge kann

ca 1 bis 2m betragen.

So wirds gemacht:

Den kreisförmigen Pflanzgraben ca. 50 bis 70cm

tief spatenbreit ausheben – für vereinzelte Ruten

mit einem Spitzeisen Pflanzlöcher vorbereiten.

Mit den längeren Ruten das Grundgerüst bauen.

Die Äste mit dem dicken Enden in den Graben

stecken, anschließend oben zusammenbinden.

Die Steckhölzer ebenfalls in den Pflanzgraben

stecken und anschließend den Graben zuschütten

und die Ruten gut festtreten.

Nun werden mit den kürzeren, dünneren Ruten

die Wände verflochten (Eingang und Fenster

nicht vergessen). Dies dient der Stabilität und

wird auch nicht

begrünt.

Viele weitere „alte

Spiele“ für draußen

und drinnen gibt es

um € 2,50 in

der Broschüre

„Alte Spiele neu

entdeckt“ bei „die

umweltberatung“

NÖ, 02742/71 829


DER

KOMPOSTHAUFEN

DAS HERZ JEDES GARTENS

Wer im Herbst öfter im Wald spazieren geht,

sieht, wie sich am Boden langsam eine Schicht

Laub aufhäuft, die im darauf folgenden Jahr

meistens kaum mehr zu sehen ist.

In dieser Laubschicht am Boden sind viele kleine

krabbelnde, hüpfende und kriechende Tiere zu

entdecken. Zum Beispiel weiße Springschwänze,

Asseln und Würmer. Diese Tiere und noch viel

kleinere, mit freiem Auge nicht erkennbare,

zerkleinern langsam das Laub und produzieren

daraus die herrlich duftende Walderde.

Den gleichen Vorgang und die gleichen Tiere

kann man auch in einem Komposthaufen

beobachten. Auf einen Komposthaufen werden

außer dem Laub auch noch abgemähtes Gras

und die Bioabfälle aus der Küche geworfen.

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DER KOMPOSTHAUFEN

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WAS SCHMECKT

WURM & CO?

Die eigentliche Arbeit im Komposthaufen leisten

Milliarden von Helfern unter Tage: von den

winzigen Mikroorganismen bis zu den schon mit

dem Auge erkennbaren Kleinlebewesen. Eine

Handvoll gesunder Boden enthält mehr

Lebewesen, als Menschen den ganzen Erdball

bevölkern!

Die Kompostlebewesen zersetzen nicht nur die

Biomasse und bauen wertvolle Humuskrümel auf,

sondern sie sind auch die Gesundheitspolizei im

Komposthaufen. Sie töten krankheitsverursachende

Pilze und Bakterien im Komposthaufen

ab und versetzen die Komposterde mit

pflanzenstärkenden, krankheitsabwehrenden

Stoffen. Die gleichen Leistungen bringen auch die

Kompostwürmer, die wohl jeder schon einmal in

einem Komposthaufen entdeckt hat.

Wenn die Kompostierung richtig abläuft und die

Kompostlebewesen unter guten Bedingungen

arbeiten können, entsteht Komposterde sehr

schnell: Nach ca. einem halben bis einem Jahr ist

sie fertig. Die Komposterde kommt dann als

wertvoller Dünger auf die Beete. Damit kann zum

Beispiel das Kinderbeet bestens für die

heranwachsenden Pflanzen gedüngt werden.

„Bodendedektive“

Eine Schaufel mit halbfertigem Kompost auf

ein weißes Packpapier oder weißes Tuch

geben und sich vorsichtig auf die Suche nach

den unglaublich vielen Kompostbewohnern

machen. Mit Flaschen- und Becherlupen

können diese genau betrachtet werden.


„DA IST DER WURM DRIN” –

„ERDFRESSER” UNTER TAG

Der Regenwurm eignet sich besonders gut als

Forschungsobjekt für Kinder. Er ist der

unterirdische Helfer aller GärtnerInnen. Er

lockert die Erde und sorgt für eine gute Durchlüftung

des Bodens. Besonders beliebt ist er bei

den GärtnerInnen, weil er Erde und Pflanzenreste

frisst und verdaut. Bei der Verdauung werden

Erde und Pflanzenreste fest zusammengekittet.

Dabei entsteht Regenwurmkot. Für die

GärtnerInnen ist dieser sehr wichtig, weil der

Kot viele Nährstoffe enthält, die die Pflanzen

zum Wachsen brauchen.

Zur richtigen Kompostierung finden Sie

imNaturgarten-Ratgeber wertvolle Tipps

und Anleitungen.

Sie erhalten diesen beim

Gartentelefon 02742/74333.

DER KOMPOSTHAUFEN

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DER KOMPOSTHAUFEN

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Spiele für Kids

Das Regenwurmhaus

In ein großes Einmachglas füllt man

abwechselnd Schichten von genügend

feuchter Erde und Sand. Ganz obendrauf

kommt eine Schicht welkes Laub oder

Grasschnitt. Dann werden ein paar Regenwürmer

hineingesetzt, die vorher im Garten

gesammelt wurden. Verschlossen wird das

Glas mit luftdurchlässiger Gaze, die mit

einem Gummi befestigt wird.

Das Glas wird an einem kühlen Platz

aufgestellt und mit einem dunklen Tuch

bedeckt. Regenwürmer mögen kein Licht!

Von Zeit zu Zeit muss für Pflanzennachschub

gesorgt werden, die Erde ist immer gut

feucht zu halten. Aber nicht mit Wasser

überschütten, sondern vorsichtig befeuchten,

sonst ertränkt man die Würmer!

Nach einigen Wochen sind an der Glaswand

die Wohnröhren zu entdecken und die Kinder

können sehen, wie die Würmer nach und

nach die Pflanzenreste in die Erde

hineinziehen und alle Schichten allmählich

durchmischen.


DIE HILFREICHEN

FLEISSIGEN

NÜTZLINGE

NÜTZLINGE

UND SCHÄDLINGE

In der Natur herrscht ein biologisches Gleichgewicht

zwischen Raub- und Beutetieren. Es

kann keine Tierart überhand nehmen, da sich

sofort die natürlichen Gegenspieler – die

Nützlinge – entwickeln.

Die intelligente Lösung ist, sich das biologische

Gleichgewicht aus der Natur auch für den Garten

zu Nutze zu machen. Zahlreiche natürliche

Strukturen schaffen darin den Lebensraum für

Nützlinge.

Das bedeutet gleichfalls, auf den Einsatz von

chemischen Pflanzenschutzmitteln zu verzichten,

um die Nützlinge zu schonen.

Im Hausgarten garantiert eine große Vielfalt an

Kultur- und Wildpflanzen (sog. Mischkulturen)

und der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzund

Düngemittel ein funktionierendes biologisches

Gleichgewicht. Der Garten bleibt für

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DIE HILFREICHEN FLEISSIGEN NÜTZLINGE

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den Menschen ein gesunder Aufenthaltsort und

das geerntete Obst bzw. Gemüse trägt außerdem

noch zur gesunden Ernährung bei.

Spiele für Kids

„Das große Fressen“

im Glas (nur für „Mutige“!): Blätter mit

Blattläusen besiedelt in ein Glas geben und

Marienkäferlarven oder Blattlauslöwen

hineinsetzen. Das „große Fressen“ zu

beobachten (am Besten eine Lupe

verwenden!), ist ein faszinierendes

Schauspiel.

Marienkäferlarven oder Blattlauslöwen

(Florfliegenlarven) können im Garten

gesammelt werden oder bei der

Fa. Biohelp

Kapleigasse 16

1110 Wien

Tel.: 01/7699769

gekauft werden.


DER HAUSGARTEN

ALS NÜTZLINGSHOTEL

Naturnahe, vielfältige Lebensräume im Garten,

die zur Vermehrung der Nützlinge beitragen, sind

zum Beispiel Wildstrauchhecken, Feucht- und

Trockenstandorte, verschiedene Wiesengesellschaften,

alterndes Holz, Steinhaufen und

ungestörte, wild bewachsene Flächen.

Um im Garten Nützlinge anzusiedeln, kann man

Holz- und Reisighaufen anlegen, Trockensteinmauern

errichten, Wildstrauchgruppen pflanzen

oder auch eine Wildblumenwiese aussäen.

Diese natürlichen Nützlingshotels sind das

„El Dorado“ für alle kleinen und großen NaturforscherInnen.

Mit Lupe, Fernglas, einem Blatt

Papier und Malstift oder gar mit einer Fotokamera

ausgestattet, kann die Forschungsreise

beginnen:

Die Haufen haben es in sich! Holzhaufen aus

Baum- und Heckenschnittmaterial oder

Lesesteinhaufen dienen vielen Nützlingen als

Versteck oder als Brutplatz. Singvögel, Erdkröten,

Zauneidechsen, Igel, Mauswiesel,

Laufkäfer und Spinnen suchen diese Orte gerne

auf. Sie können diese

Haufen auch zum

Beispiel mit einer wilden

Clematis oder mit

Geißbart überwachsen

lassen.

Das Leben im Totholz:

Baumstümpfe und totes

Holz sollte man, wenn

möglich, im Garten

belassen. Viele Tiere

finden hier zu jeder

Jahreszeit Arbeit und

Unterkunft. In den

vorgebohrten Gängen

finden Wildbienen Nist-

DIE HILFREICHEN FLEISSIGEN NÜTZLINGE

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DIE HILFREICHEN FLEISSIGEN NÜTZLINGE

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plätze. Höhlenbewohner wie Eulen, Baumläufer,

Kleiber, Fledermäuse oder Steinkäuze suchen in

Baumhöhlen den in der Natur immer rarer

werdenden geeigneten Unterschlupf.

Die Trockensteinmauer: Sie ist nicht nur ein

wunderschönes Gestaltungselement, sondern wird

auch von vielen Tieren besucht oder bewohnt

(z.B. Weberknechte, Spinnen, Grabwespen,

Reptilien).

Steinhaufen in der Sonne bieten Eidechsen,

Spitzmäusen, Hummeln, Kröten und

verschiedenen Käferarten Unterschlupf.

Gutes nicht verbrennen: Gras- und Laubhaufen,

Holzreste und dergleichen sollen keinesfalls

verbrannt werden. Eine Vielzahl an Nützlingen

wird vom Feuer vernichtet. Die Igel sind oft noch

in der Winterstarre und können nicht davonlaufen.

Sie müssen dann ebenso ersticken wie die

Weinbergschnecken, deren Gehäuse aus der Erde

schauen. Wenn im Frühjahr vielerorts die

Feldraine angezündet werden, sterben mit ihnen

auch viele andere Tierarten.

Bei „die umweltberatung“ kann die kostenlose

Broschüre „Natur-Nische Hausgarten“ bestellt

werden, die ein attraktiver Leitfaden zum

biologischen Pflanzenschutz und zur Förderung

von Nützlingen ist.


DAS *****NÜTZLINGSHOTEL

EIN SELBST GEBAUTES QUARTIER FÜR FLEISSIGE HELFER

Es ist aus Platzgründen nicht in jedem Garten

möglich, alle wichtigen Lebensräume für

Nützlinge zu schaffen. Eine gute Unterstützung

bilden selbst gebaute Unterkünfte.

Insektennisthilfen (z.B. für Schlupfwespen,

Schwebfliegen, Ohrwürmer, Hummeln) sind zum

Beispiel ganz einfach selbst hergestellt.

HOTEL INSEKTENPARADIES

Das Insektennistholz besteht aus einem

Hartholzklotz, ca. 10cm dick, mit verschiedenen

großen und langen Löchern (Durchmesser

2–10mm), die leicht schräg nach oben gebohrt

werden.

Jede Woche können die Kinder kontrollieren, wie

viele Löcher schon von Insekten verklebt und

verschlossen wurden. Vielleicht entdecken sie

sogar einen Nützling im Nistholz.

Auch die Löcher von Hohlblockziegeln werden

von Insekten gerne als Nistplatz angenommen.

DIE HILFREICHEN FLEISSIGEN NÜTZLINGE

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DIE HILFREICHEN FLEISSIGEN NÜTZLINGE

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BÜNDEL-PENSION

Strohhalme und Bambusröhren bilden gebündelt

Brutröhren. Die Röhrchen müssen dazu ca.

10cm lang und an einer Seite geschlossen sein.

Außerdem kann auch gebündeltes Totholz

angebracht werden.

BLUMENTOPF-HERBERGE

Ein Blumentopf, mit Holzwolle oder Stroh gefüllt,

wird zur Besiedelung mit Ohrwürmern unter

Sträuchern oder in der Wiese aufgestellt und

dann verkehrt am Baum mit Astanschluss

aufgehängt .

Ein mit Heu gefüllter und umgekehrt eingegrabener

Blumentopf wird von Hummeln gern

besucht.

Zum richtigen *****Nützlingshotel werden die

Nützlingsunterkünfte, wenn die einzelnen

kleineren Unterkünfte in einem Holzrahmen

zusammengestellt werden.


DIE HEIMLICHEN

HELFER IM GARTEN

Die Nützlinge in unseren Gärten sind oft nicht

leicht zu erkennen. Viele sind nachtaktiv, wie etwa

Igel und Ohrwürmer, andere leben unter der Erde

oder in gut gesicherten Verstecken. Manche

Nützlinge sind auch wenig bekannt, weil sie sehr

unscheinbar aussehen, wie die Schlupfwespe oder

die Florfliege. In der Folge stellen sich die

häufigsten Gartennützlinge den Kindern vor:

SCHWEBFLIEGE

Ich sehe aus wie eine Miniwespe,

habe aber keine

Wespentaille. Für Menschen

bin ich gar nicht gefährlich,

aber meine Kinder sind

leidenschaftliche Blattlausfresser! Ich bin auch

ein berühmter Flugkünstler: Ich kann in der Luft

ruhig stehen und schaue, wo ich am Besten meine

Eier ablegen kann. Aus meinen Eiern schlüpft die

Larve und saugt bis zu 900 Blattläuse innerhalb

weniger Tage aus. Wie allen anderen Nützlingen

auch tun mir giftige Spritzmittel nicht gut.

IGEL

Ich glaube, mich kennt jedes Kind. Ich bin sehr,

sehr nützlich bei der Schädlingsbekämpfung.

Meine Speisekarte besteht aus Käfern, Schnecken,

Engerlingen, Würmern, Erdraupen und anderen

wirbellosen Tieren. Ich bin in der Nacht aktiv,

wenn andere schlafen.

Zum Leben brauche ich eine abwechslungsreiche

Landschaft und Gärten mit Hecken, Wiesen und

Baumgruppen, die nicht

durch giftige Spritzmittel

verseucht sind.

DIE HILFREICHEN FLEISSIGEN NÜTZLINGE

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DIE HILFREICHEN FLEISSIGEN NÜTZLINGE

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LAUFKÄFER

Ich bin ziemlich groß – bis zu

4cm – also nicht zu übersehen.

Ich fresse Larven, Raupen,

Schnecken, Drahtwürmer,

Engerlinge, Schadinsekten und

ihre Puppen sowie schädliche Käfer, wie zum

Beispiel den Kartoffelkäfer. Und ich fresse viel

davon: pro Tag bis zum Dreifachen meines

eigenen Körpergewichtes!

Als Unterschlupf brauche ich feuchte und

schattige Plätzchen: Laub- und Holzhaufen,

Steinhaufen, Wildsträucherhecken.

MARIENKÄFER

Wer kennt mich nicht? Ich bin

der Marienkäfer, der

bekannteste Blattlausvertilger.

Als Larve habe ich 800

Blattläuse verzehrt, als Käfer

fresse ich jetzt 150 pro Tag!!!

Auch Spinnmilben, Schildläuse

und den Mehltaupilz fresse ich.

Zum Leben brauche ich ein gutes Winterquartier,

zum Beispiel naturnahe Hecken, Gras und

Staudenbüscheln, Steinhaufen, Asthaufen oder

auch den Schuppen hinterm Bauernhaus.

OHRWURM

Ich fresse alles, am liebsten

aber Blattläuse, Blutläuse,

Spinnmilben, Insekteneier und

andere kleine Insekten. Aktiv

bin ich in der Nacht, da fresse

ich bis zu 120 Blattläuse.

Manchmal knabbere ich auch


gerne beschädigte Früchte, junge Blätter und

Knospen an. Tagsüber verstecke ich mich in

Mauerritzen und Spalten. Im Herbst oder

Frühjahr legen unsere Weibchen bis zu 100 Eier

in selbst gegrabene Erdröhren. Wir überwintern

auch in Erdverstecken.

SCHLUPFWESPEN

Wir sind ganz gefinkelte

Nützlinge. Unsere Weibchen

legen die Eier mit einem

„Legebohrer“ in den

Körper von Schadinsekten,

wie zum Beispiel Schmetterlingsraupen,

Blattwespen,

Fliegen- und Käferlarven. Unsere schlüpfenden

Larven fressen dann die „Wirtstiere“ auf.

Wir erwachsenen Tiere leben von Blütennektar

und Honigtau.

FLORFLIEGE

Als erwachsene Fliege bin ich lieblich, zartgrünlich

und habe goldglänzende Augen. In der

Dämmerung fliege ich von Blüte zu Blüte und

nasche Nektar und Honigtau. Als Larve aber bin

ich ein Räuber, fresse pro Tag bis zu 50 Blattläuse

und in einer Stunde bis zu 50 Spinnmilben.

DIE HILFREICHEN FLEISSIGEN NÜTZLINGE

53


„KINDER

SIND SPIELDENDE

MENSCHEN“

54

Spielen gehört zum Erwachsen werden dazu – und

viele Erwachsene haben das Spielen nie verlernt.

Ist ein Garten „be“-spielbar durch Sträucher und

Bäume, Blumenwiesen, Sandmulden und Nischen

zum Verstecken, dann ist ausgelassenes,

fröhliches und langanhaltendes Spielen für

Kinder (und mit ihnen!) möglich.

Die wichtigste Zutat für kreatives Kinderspiel im

eigenen Grün ist eine Portion Toleranz von den

Erwachsenen, denn nur so können die Kinder

ihre eigenen Stärken und Grenzen austesten und

kennen lernen.

Eine Gelassenheit gegenüber Spontanvegetation

und und urchdringlichen „Gstetten“, die für die

Kids zu geheimnisvollen Plätzen werden, gehört

ebenfalls dazu.


In einem Naturgarten bedeutet das Zulassen aber

auch, einen spielerischen, sanften Umgang mit

der Natur zu leben: Ein kreatives Farbenspiel in

den Blumenbeeten mit einheimischen Wildstauden,

vielfältige Kompositionen in der

Wildstrauchhecke, das fürsorgliche Bereitstellen

von Lebensräumen und Basteln von Unterkünften

für Nützlinge – der Mensch bringt

spielerisch sein Leben im Einklang mit der Natur

zum Ausdruck.

Mit einer reizvollen, abwechslungsreichen und

mitreißenden Umgebung, fördern wir die

Kreativität, Experimentierlust, Beobachtungsgabe

und schlussendlich auch das Selbstvertrauen.

Wir locken unsere Kids hinaus ans Licht, ins

Grün, an das Lebendige.

Damit wächst ein Lebensschatz an eigenen

Erfahrungen heran, aus dem ein Leben lang

geschöpft werden kann.

KINDER SIND SPIELENDE MENSCHEN

55


56

D AS Ö STERREICHISCHE U MWE

www.umweltzeichen.at

Mit dem Umweltzeichen gekennzeichnete

Produkte bieten Hobbygärtnern und

Gartenliebhaberinnen die Sicherheit, dass die

entsprechenden Gartenprodukte hohen

Gesundheits- und Umweltstandards entsprechen.

Gartenfreunde geben mit dieser Kaufentscheidung

aber nicht nur umweltfreundlichen

Produkten den Vorrang, sondern beweisen damit

auch ihr Gespür für Qualität.

Das Österreichische Umweltzeichen stellt

umfassende Anforderungen an

• Qualität, Gebrauchstauglichkeit

• Mensch (Gesundheit, Sicherheit)

• Umwelt (minimierte Emissionen)

• Produkt plus Verpackung,

Information, Service

• Gesamter Lebenszyklus

(Rohstoff bis Entsorgung)

Träger des Umweltzeichens ist das Lebensministerium

(Bundesministerium für Land- und

Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft)

Umweltzeichenrichtlinien im Gartenbereich gibt

es derzeit in den 6 Produktgruppen:

• Holzspielgeräte und Gartenmöbel für

Außenbereich

• Kompostierbare Blumenarrangements und

Kränze

• Torffreie Kultursubstrate, Bodenhilfsstoffe,

organische Dünger und Komposte

• Pflanzenpflege- und

Pflanzenschutzprodukte

• Motorbetriebene Gartengeräte

• Sägekettenöle auf Pflanzenölbasis


LTZEICHEN

Vor allem im

Bereich der

torffreien Blumenund

Gartenerden

gibt es derzeit schon

zahlreiche verschiedene

Naturerden, welche unterschiedlichen

Anforderungen für z.B. Aussaat und

Anzucht oder Balkonblumen gerecht werden.

Vorteile von Erden mit dem Umweltzeichen:

• hohe, geprüfte Qualität

• gute Pflanzenverträglichkeit

• Förderung natürlicher Stoffkreisläufe

• Artenschutz durch Torfverzicht

Achten Sie beim Kauf von Blumen- und

Gartenerden vor allem darauf, dass diese keinen

Torf enthalten. Moore zählen zu den

gefährdetsten Lebensräumen Europas mit einer

hochspezialisierten Tier- und Pflanzenwelt. Sie

beherbergen z.B. verschiedenste Orchideen,

Libellen und den fleischfressenden Sonnentau.

Mit dem Torfabbau werden die noch intakten

Moorlandschaften für immer zerstört.

AUF GEHT´S!

ACHTEN SIE BEIM NÄCHSTEN EINKAUF AUF

UMWELTZEICHEN & "NATUR IM GARTEN"-AUSZEICHNUNG.

Denn nur eine erhöhte Nachfrage nach

umweltschonenden und gesundheitsverträglichen

Produkten führt zu einer Ökologisierung des

Gartenmarktes und damit einem reichhaltigeren

Angebot an umweltschonenden

Produktalternativen.

lebensministerium.at

57


W OZU WARTEN – AUF IN DEN

M IT DER NÖ-NA TURGARTENA

DIE GARTENBERATUNG. VOR ORT.

Sie möchten Ihren Garten

umgestalten? Sie haben

Probleme mit Schädlingen?

Rufen Sie einfach das Gartentelefon!

Wir kommen gerne.

Unkostenbeitrag: EUR 20,–

Informationen über die Aktion „Natur im

Garten“ sowie zahlreiche Tipps zum naturnahen

Gärtnern finden Sie im Internet unter

http://www.naturimgarten.at

Landesrat

Wolfgang

Sobotka

UNSERE PARTNERBETRIEBE.

Niederösterreichische

Gartenbaubetriebe

unterstützen die Aktion

Natur im Garten“ durch

ein umfangreiches

Angebot standortgerechter

Pflanzen und geeigneter

Bedarfsartikel.

Alle Adressen

erfahren Sie beim

Gartentelefon.


G ARTEN!

KTION.

DER NÖ NATURGARTEN-RATGEBER.

Ausgabe für Ausgabe informiert Sie der

Ratgeber zu unterschiedlichen, interessanten

Themen rund um den Garten und dessen

naturnahe Gestaltung und Pflege. Einfach

beim Gartentelefon anrufen und anfordern!

Mit der Erstlieferung erhalten Sie die

Sammelmappe mit allen bisher erschienenen

Ratgebern ins Haus. Neuerscheinungen

werden Ihnen in der Folge laufend zugesandt.

Für Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher

ist der Naturgarten-Ratgeber

samt Zusendung kostenlos.

Nicht in Niederösterreich Ansässige erhalten

den Ratgeber gegen den einmaligen Erlag von

EUR 20,– (inkl. EUR 5,– Versandspesen).


DAS GARTENTELEFON

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Bewirtschaftung und Pflege

Ihres Naturgartens erhalten

Sie am Gartentelefon.

Unter 02742/74333

heben wir für Sie täglich

ab. Sie erreichen uns per

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oder via E-Mail unter

gartentelefon@umweltberatung.at.

GARTENTELEFON

täglich unter

Tel. 02742/74333,

Fax 02742/74333-733

Auskunft erhalten Sie auch jeden

Mittwoch in Ihrer regionalen

Umweltberatungsstelle:

Mostviertel (Amstetten)

Tel.: 07472/61486

Mostviertel (Pöchlarn)

Tel.: 02757/8520

NÖ Mitte (St. Pölten)

Tel.: 02742/74341

NÖ Süd (Wr. Neustadt)

Tel.: 02622/26950

NÖ Süd (Mödling)

Tel.: 02236/860664

Waldviertel (Zwettl)

Tel.: 02822/53769

Weinviertel (Hollabrunn)

Tel.: 02952/4344

Weinviertel (Orth/Donau)

Tel.: 02212/29490

Weinviertel (Zisterdorf)

Tel.: 02532/81581

Für Sie auf Draht –

und immer einen

guten Rat parat:

Das Gartentelefon.

Erste Hilfe für alle

Naturgärtnerinnen

und -gärtner in

Niederösterreich.

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