GB 2010 - Kehrichtverwertung Zürcher Oberland

kezo.ch

GB 2010 - Kehrichtverwertung Zürcher Oberland

Kehrichtverwertung Zürcher Oberland

Geschäftsbericht 2010


Kennzahlen

-2402

Finanzen

nettoerlöse in 1 000 CHF

2010 43 673

2009

45 060

2008

45 929

Cashflow in 1 000 CHF

2010 5 288

2009

9 518

2008

15 940

Rücklagen in 1 000 CHF

2010

-243 2009

2008

6 466

Fremdkapital in 1 000 CHF

2010 8 000

2009

16 000

2008

16 000

Annahmen

Abfallmengen in Tonnen

2010 191 218

2009

200 617

2008

190 921

davon als Klärschlamm in Tonnen

2010 19 689

2009

20 509

2008

22 344

Verwertung

Stromproduktion in MWh

2010 113 113

2009

116 704

2008

114 516

Stromabgabe in MWh

2010 89 089

2009

91 427

2008

90 121

Fernwärmeabgabe in MWh

2010 21 530

2009

20 785

2008

20 481

Abwärme in MWH

2010 19 224

2009 5 438

FE-Schrott aus Schlacke In tonnen

2010 2 664

2009

2 921

2008

2 968

Deponierung

Schlacke in Tonnen

2010 38 040

2009

2008

39 532

39 543

abgelagerte Reststoffe in Tonnen

2010 4 207

2009

4 216

2008

5 203

2 Geschäftsbericht 2010


Geschäftsbericht 2010

2 Vorwort des Zweckverbandspräsidenten 3 Vorwort des Geschäftsführers 4 Organe/Mitarbeitende

5 Zweckverband 6 Kehrichtentwicklung 11 Projekte 2010 18 Ziele 2011 19 Sammeldienst 20 Sonderabfallstelle

20 Personal 21 Information 22 Finanzen 24 Statistiken


Das Jahr 2010 – Motivation durch Anerkennung

«Wir freuen uns darüber, dass dieser gemeinsame

Erfolg nicht unerkannt geblieben

ist. Wichtige Zeichen der Anerkennung bestätigen

uns, weiterhin mit Zuversicht, aber

auch mit einer Portion Risikofreude die

Zukunft in Angriff zu nehmen.»

Ein Lob der Normalität

Wer über das Zeitgeschehen schreibt, läuft oft Gefahr,

nur über die neuen und sensationellen Nachrichten

– seien es erfolgreiche oder unerfreuliche – zu

berichten. Damit bleibt der «courant normal» unerwähnt,

und er geht leicht vergessen. So versuche ich,

die Proportionen zu wahren, um darauf hinzuweisen,

was in den Augen der Aussenstehenden einer

komplexen Kehrichtverwertungsanlage tagaus

tagein zu jedermanns Zufriedenheit erfolgt. Sei dies

die stets gereinigte Anlieferungszone, die freundliche

Bedienung im Waaghaus, die kundengerechte

Beratung bei der Entgegennahme von Sonderabfall,

die korrekte Rechnungsstellung, die optimale Zuweisung

des Abfalls an die Bunkertore, die richtige

Durchmischung mit dem Bunkerkran, die laufende

Überwachung des Verbrennungsprozesses, die

bestmögliche Ausnutzung der Energieströme, die

stete Weiterentwicklung des Betriebsleitsystems,

der Unterhalt der mechanischen und elektrischen

Anlage, der günstige Einkauf von Betriebsmitteln,

der gezielte Verkauf der Energie und Wertstoffe, die

kontinuierliche Überwachung der Deponie, die

langfristig geplanten Unterhalts- und Renovationsarbeiten,

die Weiterbildung unserer Mitarbeitenden,

die Instruktion von Schülerinnen und Schülern, die

engagierte Führung unzähliger Besucherinnen

und Besucher, die korrekte Verbuchung aller Geschäftsvorfälle,

die konstruktive Mitarbeit in Fachgruppen,

und und und … All unseren Mitarbeitenden, die

diesen anspruchsvollen Betrieb sicherstellen,

sei Dank.

Ein Lob der Verbundenheit

Wer sich nur auf die eigenen Stärken und Leistungen

besinnt, überschätzt sich. So ist ein Grossunternehmen

wie unsere KEZO nur im engen Zusammenspiel

mit unserer unternehmerischen Aussenwelt

möglich. Die Vielzahl an kommunalen und privaten

Kunden, die vielfältigen Unternehmen – seien es

Ingenieure, Maschinenbauer oder IT-Spezialisten –,

der Know-how-Austausch mit vielen Kehrichtverwertungsanlagen

in nah und fern, die Zusamenarbeit

mit den Behörden unserer Standortgemeinde

Hinwil, die – leider – wiederholten Einsätze

von Feuerwehr und weiteren Sicherheitsdiensten,

die kritisch-konstruktive Zusammenarbeit mit

unseren Revisionsstellen, das grosse Interesse

und Engagement seitens unserer Delegierten, die konsequente

Überwachung durch staatliche Aufsichtsinstanzen,

aber auch deren Unterstützung,

die wohlwollende Berichterstattung in den

Medien, und und und … Was wäre unser Unternehmen,

wenn es nicht gelänge, mit allen unseren

Partnern so eng zusammenzuarbeiten All Ihnen

sei Dank.

Das Resultat aus Normalität und Verbundenheit

Wir dürfen stolz sein auf das gemeinsam Erreichte:

nicht nur auf die Bewältigung des Entsorgungsauftrages,

sondern auch auf die Resultate in der optimalen

Verwertung des angelieferten «Abfalles».

So finden wir immer wieder die Kraft, Arbeitsprozesse

zu hinterfragen, technische Komponenten

zu optimieren oder durch bessere zu ersetzen, neue

und verfeinerte Verfahren in der Wertstoffrückgewinnung

zu suchen, die Auswirkungen auf unsere

Umwelt zu minimieren und – last but not least –

ein nachhaltig gutes Geschäftsergebnis zu

erwirtschaften.

Wir freuen uns darüber, dass dieser gemeinsame

Erfolg nicht unerkannt geblieben ist. Wichtige

Zeichen der Anerkennung bestätigen uns, weiterhin

mit Zuversicht, aber auch mit einer Portion Risikofreude

die Zukunft in Angriff zu nehmen. Wir

werden aber auch lernen müssen, dass dieser

Weg mit Rückschlägen verbunden sein kann. Damit

lautet unsere Grundeinstellung – um es einmal

in einer anderen Landessprache auszudrücken –

«Reculer pour mieux sauter»

Dr. Ueli Büchi

Präsident des Zweckverbandes

4 Geschäftsbericht 2010


Ein schwieriges Jahr

Das Jahr 2010 war ein schwieriges Jahr

Der tödliche Arbeitsunfall eines Mitarbeiters eines

beauftragten Malerbetriebes im Juli in der KEZO

hat uns aufgezeigt, dass der Verlust eines Menschen

den betrieblichen Erfolg, aber auch Innovationen

und nachhaltiges Wirken zur Nebensächlichkeit macht.

Die Betroffenheit aller war gross. Der Grossbrand,

der im April unsere Lagerhalle völlig zerstörte und

Anwohner gefährdete, machte ein Grossaufgebot

der Feuerwehr nötig. Einmal mehr mussten wir zur

Kenntnis nehmen, dass trotz aufwändiger Qualitätskontrollen

der Abfallanlieferungen, die Ursachen

eines Brandes nicht vollständig vermieden werden

können.

Erneut konnten wir Projekte abschliessen, welche

national und international auf grosses Interesse

stiessen. Die ZURICH Versicherung ehrte unsere

Projekte «Nutzung von Abwärme für eine nachhaltige

Gemüseproduktion» mit dem ersten und die

«Feinschlackensortieranlage» mit dem Sonderpreis

ihres Klimapreises. Mit dem Watt d’Or zeichnet

das Bundesamt für Energie seit 2007 Projekte

mit besonderer Ausstrahlungskraft für den Energiebereich

aus. Siegerprojekte sollen nicht nur innovativ,

sondern auch verblüffend und mutig sein

und zum Nachmachen motivieren. Und vor allem

sollen sie einen ganz besonderen Beitrag zur Energiezukunft

der Schweiz leisten. Entsprechend

freuten wir uns im Dezember über die Verleihung

des Watt d’Or 2011 in der Kategorie Energietechnologien

für unser Gewächshausprojekt.

verbessern. Diese innovativen Projekte motivieren

uns auch bei der Erfüllung unserer Kernaufgabe,

der nachhaltigen thermischen Verwertung

von Abfällen. Wir schätzen uns glücklich, dass unsere

zukunftsorientierte Arbeitsweise von unserem

Verwaltungsrat, unseren Delegierten und auch unserer

Aufsichtsbehörde mitgetragen werden.

Mein Dank gilt meinen Mitarbeitenden und allen,

die uns in diesem Jahr tatkräftig in guten, aber auch

schwierigen Zeiten unterstützt haben.

Daniel Böni

Geschäftsführer

Diese innovativen Projekte motivieren uns

auch bei der Erfüllung unserer Kernaufgabe:

der nachhaltigen thermischen Verwertung

von Abfällen.

Es sind nicht die Auszeichnungen, die uns immer

wieder zu neuen und innovativen Ansätzen motivieren.

Es sind unsere Mitarbeiter, die konstruktiven

Diskussionen, die gemeinsame Analyse von Problemen

und unser ungebrochener Antrieb, die Umweltleistung

unserer Anlage und unserer Industrie weiter zu

Geschäftsbericht 2010

5


Organe/Mitarbeitende

DELEGI ERT EN V ER S A M M LU NG

R PK

V erwa lt u ng sr at

Ge s ch ä f t sf ü h ru ng

Böni Daniel

Sicher h ei t sbe au f t r agt er

Keller Armin

V erwa lt u ng

M at er i a l l ogi st ik

R auchga sr ein igu ng

V er Br en n u ng

S on der a bfa l l

Böni Daniel

Oberhänsli Armin

Dep on i e

Hunsperger Jakob

I n sta n dh a lt u ng

Trachsel Adrian

Stierli Rolf

Elek t r i s che I H

M ech a n i s che I H

Produ k t ion

W erk di en st

Filli Edy

Eicher Manfred

Oberli Werner

Tresch Walter

S a m m el di en st

Ruoss Beatrice

I n for m at ion

Schroffenegger Peter

Be sucherw e sen

Wunderli Myriam

F i na n z en

Sek r eta r i at

Wicki Yvonne

Per s ona lw e sen

Hofmann B.

Au szu bi l den de

Bruno Francesca

Zollinger Jessica

Büchi René

Brask Benny

Isler Erhard

Lang Andreas

Raymann Christine

Wider Bruno

Aeppli Hansjürg

Graf Heinz

Leopold Christian

Rüegg Franz

Haldimann René

Saide Maurice

Burri Hansruedi

Miras Albino

Schellenberg

Peter (ZAR)

Schmucki Andreas

Schneider Markus

Heiniger Reto

Nitsche Simon

S ch ich t f ü h r er

Keller Armin

Kohler Hans

Muggli Willi

Rancetti Peter

Trumpa Roger

M a s ch i n i st en

Birduman Hüseyin

Bosshart Bruno

Halbheer Ueli

Helbling Ernst

Inderbitzin Alfred

Leu Rolf

Lott Christian

Manten Gerd

Reichen Martin

Rodius Dörk

Rüefli Erwin

Vontobel Stefan

Wettstein Mark

Guerra Antonio

Wanner Armin

6 Geschäftsbericht 2010


Zweckverband

Kyburg

Delegiertenversammlung

A ath al-Seegräben Hefti Katharina

Bä retsw il Marzorati Elisabeth

Bauma Stäheli Ursula

Bubikon Angele Käthy

Dürnten Jäggi Peter

Egg Bolliger Tobias, Menzi-Schmid This

Erlenbach Menzi Jens

Fehraltorf Schweizer Walter

Fischenth al Isler Peter

Gossau Bosshard Heinz, Gisler Andrea

Greifensee Keller Seitz Monika

Grüningen Hirzel Reinhard

Herrliberg Frei Ernst

Hinwil Baumann Susanne, Benedetti Hans

Hittnau Egli Bernhard

Hombrechtikon Appoloni Peter, Günter Reto

Illnau-Effretikon Binder Max,

Gonser Sascha, Müller Ueli

Küsnacht Dr. Fritschi Gerhard, Ernst Markus

Ky burg Nieth Rolf

M ännedorf Eberli Rolf, Halder Daniela

M aur Fürst Rolf, Senn Felix

Meilen Hodel Beat, Pellegrini Hanna

Mönch altorf Riedener Hanspeter

Oetwil a m See Müller-Tobler Barbara

Pfä ffikon Fuhrer Fredy, Gubler Stefan

Ra ppersw il -Jona Aebischer Rudolf,

Bruhin Brigitte, Lacher Josef, Würmli Rahel

Russikon Aeschlimann Hans

Rüti Kaufeld Ester, Weidinger Peter

Stä fa Salvisberg Beat, Traber Ursula

Sternenberg Waldvogel Monika

Uetikon a m See Schucan Christian

Uster Dr. Gartmann Felix, Kunz Andreas,

Rysler Peter, Dr. Wunderli Jean Marc

Volketsw il Ayark Karin, Letter Roger

Pinto Jean-Philippe

Wald Diggelmanns Beat, Wettstein Martin

W eisslingen Conzett Andrea

W etzikon Beyeler Hanspeter, Kuster Bernhard,

Schäppi Esther, Waser Heidi

Zollikon Fellmann Urs, Weber Daniel

Zumikon Eberhard Jürg

Zollikon Maur

Zumikon

Erlenbach

Küsnacht

Illnau-Effretikon

Greifensee

Herrliberg

Volketswil

Egg

Uster

Fehraltorf

Mönchaltorf

Weisslingen

Russikon

Pfäffikon

Meilen

Grüningen

Oetwil

Hombrechtikon

Bubikon

Uetikon

Männedorf

Stäfa

Seegräben

Gossau

Wetzikon

Hittnau

Bauma

Bäretswil

Hinwil

Dürnten

Rüti

Rapperswil-Jona

Sternenberg

Fischenthal

Wald

Gemeinde ohne KEZO-Sa mmeldienst

Gemeinde mit KEZO-Sa mmeldienst

Rechnungsprüfungskommission

Präsident Gemperli Hans-Paul

Vize-Präsident Kübler Ruedi

Aktua r Schärer Thomas

Mitglieder Marconi Rubini, Wespi Philipp

Verwaltungsrat

Präsident Dr. Büchi Ueli

Vize-Präsidentin Rickenbacher Esther

Mitglieder Dietschweiler Hans,

Domeisen Walter, Fischer Urs J., Keller Martin,

Krebs Stefan, Meier Horst, Rüegg Matthias

Geschäftsbericht 2010

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Kehrichtentwicklung

Abfallanlieferungen – höher als erwartet

Die Rückgang der Abfallmengen um

knapp 5 % fiel wesentlich kleiner aus als

erwartet. Dank Mehrmengen von belastetem

Holz und RESH (der Begriff RESH

bezeichnet die bei Auto-Schredderanlagen

anfallenden brennbaren Abfälle (RE

für Reststoffe und SH für shredder) konnte

die Menge von angenommenen Abfällen

auf über 190 000 Tonnen gehalten werden.

Der Rückgang beim Siedlungsabfall um

8.5 % ist auf den Wegfall der temporären

Übernahme des Siedlungsabfalls ausserhalb

der KEZO-Region zurück zu führen.

Die Annahme der Sonderabfälle entwickelte

sich erfreulich. Das ambitiöse Budget

konnte beim RESH um fast 20 % übertroffen

werden. Neben einem guten Heizwert

hat es im RESH ca. 5 % feine Metallteile,

die wir in unserer Feinschlackenaufbereitung

separieren und dem Recycling zuführen.

Der Marktabfall stagnierte bei

rund 61 000 Tonnen.

Die Verträge mit den süddeutschen Abfalllieferanten

wurden nicht mehr verlängert.

Deutschland hat in den letzten fünf Jahren

zu viel Abfallverwertungskapazität aufgebaut.

Bereits spricht man von massiven

Überkapazitäten in Deutschland, und die

Verwertungspreise sind stark unter Druck

geraten. In Zukunft werden wir wohl

keinen Abfall mehr aus Deutschland thermisch

verwerten.

Die Klärschlammmenge reduzierte sich

leicht um 4 %, was auf ein besseres Entwässern

des Klärschlamms in den Kläranlagen

zurückzuführen ist.

Der Anteil des zugewiesenen Abfalls reduzierte

sich in diesem Jahr von 61.1 % auf

56.5 %.

Abfallarten in Tonnen

Sonderabfall

2010 14 946

6 943

4 333

Abfall ausland

6 836

2009 15 798

2008 15 783

Klärschlamm

2010 19 689

2009 20 509

2008

22 345

Marktkehricht

2010

2009

2008

Siedlungsabfall

2010

2009

2008

61 347

61 010

58 295

88 214

96 358

90 169

Technische Pannen auf viel zu hohem

Niveau

In diesem Jahr wurden an den Ofenlinien

1 und 2 grosse, geplante Revisionen und

Umbauten durchgeführt. Diese Revisionen

wurden in den abfallarmen Monaten

durchgeführt, so dass keine Stillstände

wegen Kehrichtmangel verzeichnet

werden mussten. Die Revisionen wurden

oft wegen des Kehrichtmangels nur in

Tagarbeit ausgeführt, was die Revisionszeiten

massiv verlängerte.

Im Jahr 2010 wurden folgende Betriebskennzahlen

erreicht (Basis 8 760 Stunden)

2010 2009

Stillstände 0 % % 4.5 %

Revisionen 14.8 % 9.7 %

Pannen 1.6 % 0.3 %

Verfügbarkeit 83.6 % 85.5 %

Die technischen Pannen führten zu nicht

akzeptablen Betriebsausfällen von 1.5 %,

wobei eine externe Störung vom Netz im

Juli zu einem Totalausfall aller Verbrennungslinien

führte. Analysen haben gezeigt,

8 Geschäftsbericht 2010


dass Massnahmen für diese sehr selten

vorkommenden externen Störungen übers

Netz unverhältnismässig hohe Kosten

verursachen. Mit dem Netzbetreiber wurden

jedoch die Abläufe für zukünftige

Störungen besser definiert und koordiniert.

Trotz diesen ungeplanten Anlagestillständen

war die Entsorgungssicherheit zu

keinem Zeitpunkt gefährdet, und es

mussten keine Kunden abgewiesen werden.

Urban mining

Separierte Nichteisenmetallstücke

aus

der Feinstschlacke der

Partikelgrösse

0.2 - 0.7 mm.

Schlacke

Mit der Umstellung der Ofenlinie 3 auf

Trockenaustrag wird jetzt rund 50 %

der Schlacke trocken ausgetragen. Die Qualitätszahlen:

Organischer Anteil (TOC),

Glühverlust und Eluatwerte konnten dadurch

nochmals signifikant verbessert

werden. Aus den 38 040 Tonnen Schlacke

konnten vor Ort über 2 187 Tonnen Eisen

und 80 Tonnen kleine Nichteisenmetalle

entfernt und dem Recycling zugeführt

werden. Auf der Deponie Chrüzlen wurden

in einem zweiten Aufbereitungsschritt

nochmals 477 Tonnen Eisen, sowie 276

Tonnen Aluminium separiert. Damit reduzierte

sich der Anteil Schlacke, der auf

einer Reaktordeponie abgelagert werden

muss, weiter auf noch 18.6 %.

Mit nur 6.9 kg Salz in Form von Streusalz und Sole

pro Tonne Abfall wurde der Tiefstwert aus dem Jahr

2009 nochmals deutlich unterschritten.

Der Salzgehalt im Abfall auf neuem

Minimalwert

Mit nur 6.9 kg Salz in Form von Streusalz

und Sole pro Tonne Abfall wurde der Tiefstwert

aus dem Jahr 2009 nochmals deutlich

unterschritten. Die Reduktion des Salzgehaltes

im Abfallmix trotz stark erhöhtem Anteil

RESH bestätigt unsere internen

Analysen, dass der Chlorgehalt im RESH

gegenüber früheren Messung abgenommen

haben muss. Die Reduktion des Salzgehaltes

führte auch dazu, dass der spezifische

Natronlaugenverbrauch um 12 % pro Tonne

Abfall reduziert werden konnte. Neben

tieferen Betriebskosten werden auch die mit

den Rauchgasen in Kontakt stehenden Anlageteile

weniger durch Korrosion belastet.

Deponie

Sämtliche Reststoffe aus der Rauchgasreinigung

werden zur Zeit in Deutschland

in der Untertagedeponie abgelagert. Wir hoffen,

dass unsere Filterasche ab Mitte

nächsten Jahres in der KVA Emmenspitz

aufbereitet werden kann und man dadurch

bedeutende Mengen an Zink in den Stoffkreislauf

zurückführen kann. In unserer

eigenen Deponie Wissenbüel wurden auch

in diesem Jahr keine Reststoffe eingebaut.

Tiefere Stromproduktionn

Die Stromproduktion lag mit 113 Mio. kWh

rund 3 % unterhalb des Vorjahreswertes.

Die Reduktion der Stromproduktion wird

auf die reduzierte Menge an verbranntem

Abfall, einer leichten Reduktion des Energieinhalts

im Abfall und eines erhöhten

Dampfverbrauchs in der Rauchgasreingung

zurückgeführt.

Erfreulich ist die Tatsache, dass der elektrische

Eigenverbrauch mit 0.124 MWh

pro Tonne Abfall auf einen neuen Tiefstwert

gesunken ist. Dies ist auf einen reduzierten

Stromverbrauch der Ventilatoren der

Luftkondensatoren (LUKO) zurück zu

führen. Dank der verwerteten Abwärme

im Gewächhaus mussten diese weniger

arbeiten und verbrauchten deshalb weniger

Strom.

Geschäftsbericht 2010

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Rückstände der Kehrichtmengen in Tonnen

verbrannte Kehrichtmenge

2010 194 303

2009 197 977

2008 194 640

Deponie

Schlacke (inkl. FE und NE)

2010

2009

2008

38 040

39 532

39 543

Reststoffe

2010 4 207

2009 4 216

2008 5 203

Total Deponie

2010

2009

2008

42 274

43 748

44 746

Verwertung

KVA-Schrott

2010 2 664

2009 2 921

2008 2 968

Aluminium

2010 356

2009 448

2008 360

Leichteisen

2010

2009

2008

385

349

329

Salz und Sole (100 %)

2010 1 332

2009 1 554

2008 1 796

Grubengut

2010 164

2009 135

2008 135

Total Verwertung

2010 4 901

2009

5 407

2008

5 588

89.1 Mio. kWh Strom wurden ins Netz der

EKZ abgegeben, 2.6 % weniger als im

Vorjahr. Der durchschnittliche Ertrag pro

kWh von 0.089 CHF/kWh veränderte sich

gegenüber dem Vorjahr nicht. Wiederum

wurde unsere Prognosenzuverlässigkeit

für die Stromabgabe von unserem Stromabnehmer

ALPIQ als sehr gut bezeichnet.

Eine schnelle und zuverlässige Information

ist für eine gute Prognosengenauigkeit

unerlässlich. Die Zusammenarbeit mit

unserem Energieabnehmer ALPIQ erwies

sich auch im zweiten gemeinsamen Jahr

als sehr partnerschaftlich.

Höherer Fernwärmeabsatz

Mit 21 530 MWh konnte rund 3.6 % mehr

Fernwärme abgesetzt werden. Die Steigerung

ist auf neu angeschlossene Kunden

sowie auf den frühen Wintereinbruch

zurück zu führen. Das erneute Anziehen

der Ölpreise führte zu einem mittleren

Ertrag von CHF 70.0 pro MWh, rund 29 %

mehr als im Jahr 2009.

10 Geschäftsbericht 2010


Noch mehr Abwärme für das Gewächshaus

Mit der Abgabe von 19 224 MWh Abwärme an

das Gewächshaus wurden unsere Erwartungen

bei weitem übertroffen. Im ersten

regulären Jahr des Betriebes vermochte die

Wärmeauskoppelung sowie das Abwärmenetz

voll zu überzeugen. Optimierungsbedarf

besteht noch bei der Wasserqualität

des Zirkulationswassers, da der eingebaute

Feststofffilter noch zu oft gereinigt werden

muss.

Abfallqualität

Die Anzahl Stichproben zur Qualitätskontrolle

wurden in diesem Jahr massiv

erhöht. In diesem Jahr haben wir fast doppelt

so viele Stichproben durchgeführt,

wie es von unserer Betriebsbewilligung

verlangt wird. In den durchgeführten

488 Stichproben mussten 21 Lieferanten

wegen kleinen und 11 Lieferanten wegen

groben Verletzungen gegen unsere

Annahmerichtlinien verwarnt werden. Bei

einem Lieferanten wurde ein Anlieferungsverbot

ausgesprochen und dessen

Qualitätssicherung vor Ort überprüft.

Nach umfangreichen Prozessanpassungen

wurde das Anlieferverbot wieder aufgehoben.

Der Brand in unserer Lagerhalle, verursacht

durch fahrlässig eingeschleppten gefährlichen

Abfall, zeigte uns einmal

mehr, dass trotz grossem Kontrollaufwand

Brände nicht vollumfänglich verhindert

werden können.

Geschäftsbericht 2010

11


Es sind nicht die Auszeichnungen,

die uns immer wieder zu neuen und

innovativen Ansätzen motivieren.

Es sind unsere Mitarbeiter, die konstruktiven

Diskussionen, die gemeinsame

Analyse von Problemen und unser ungebrochener

Antrieb, die Umweltleistung

unserer Anlage und unserer Industrie

weiter zu verbessern.


Projekte / Ereignisse 2010

Umbau der Ofenlinie 3 auf Trockenaustrag

Im Januar erfolgte während der Ofenrevision

der Umbau der Ofenlinie 3 von Nass- auf

Trockenschlackenaustrag. Die Planung und

der Umbau der Anlage erfolgte durch die

Firma STAG, Maienfeld. Gleichzeitig wurde

Mit dem Umbau der Ofenlinie 3 auf Trockenaustrag

wird jetzt 50 % der anfallenden Schlacke trocken

ausgetragen und damit auch 50 % der Feinschlacke

in der KEZO selbst aufbereitet.

TROCKENSCHLACKEN-

AUSTRAG

Der Umbau der

Ofenlinie 3 von

Nass- auf Trockenschlackenaustrag

erfolgte problemlos.

Austausch der Kranschienen

Nach nur 9 Jahren Betrieb mussten die

Schienen des Kehrichtkrans wegen übermässiger

Abrasion ausgewechselt werden. Die

Materialabstimmung zwischen Schienen

und Laufrädern war nicht optimal gewählt

worden. Die Revisionen an der Ofenlinie 1

und 3 waren Vorausetzung, um die Kranschienen

im Betrieb auszuwechseln. Der

Schienenaustausch stellte grosse Anforderungen

an die Kranfahrer, Bunkermanagement

und zum Teil auch an unsere

Kunden, denen nur jeweils ein Bunker

zum Abladen zur Verfügung gestellt werden

konnte.

auch die Verbrennungsluftversorgung

ersetzt. Mit der besseren Primärluftvorwärmung

und Luftmengenkontrolle über frequenzgesteuerte

Ventilatoren wurde der

Verbrennungsprozess analog zur Ofenlinie

2 weiter verbessert. Mit dem Umbau der

Ofenlinie 3 auf Trockenaustrag wird jetzt

50 % der anfallenden Schlacke trocken

ausgetragen und damit auch 50 % der Feinschlacke

in der KEZO selbst aufbereitet.

Der Umbau und der Betrieb der neuen Anlage

verliefen problemlos.

UMBAU Ofenlinie 2

Der Ofen 2 wurde

umfassend erneuert

und optimiert. Die

Verfügbarkeit der

Ofenlinie konnte damit

verbessert werden.

Umbau der Ofenlinie 2

Mit dem Umbau der Ofenlinie 2 im

November erfolgte der Abschluss der seit

Grossreparatur an der Ofenlinie 1

Die jährlich durchgeführten Rohrwanddickenmessungen

an den Paneelen zeigten

nach einer Betriebszeit von 15 Jahren, dass

diese an verschiedenen Stellen grossflächig

ausgewechselt werden müssen, um die

Verfügbarkeit der Ofenlinie 1 zu garantieren.

Die abfallarme Zeit im Februar/März

wurde genutzt, um während sechs Wochen

diese umfangreiche und mehrere Millionen

teure Revision durchzuführen. Gleichzeitig

erfolgte die Revision der Turbine 1 mit

dem Ersatz der Steuerung.

Jahren grössten Revisions- und Umbautätigkeiten

in der KEZO. Der Umbau der

Ofenlinie 2 umfasste einen neuen Aschenaustrag

am Kessel, eine optimierte Geometrie

im Leerzug, zusätzliche Kühlung des

Feuerfestmaterials nach dem Beschicker,

gekladdete Seitenwände im Feuerraum,

sowie den Ersatz von verschiedenen schadhaften

Teilen. Ziel dieses Umbaus war

eine Standzeitverlängerung der Ofenlinie,

Geschäftsbericht 2010

13


Das Gewächshaus mit der

Abwärmeauskopplung entwickelte

sich zum Besuchsmagneten

für die KEZO.


um die Anzahl An- bzw. Abfahrzyklen pro

Jahr wegen Reinigungsarbeiten zu reduzieren.

Hallenbrand am 09.04.2010

Am Freitagnachmittag gegen 16:30 Uhr

brach in der Lagerhalle für Sperrgut

der KEZO ein Feuer aus, welches sich

innert kürzester Zeit zu einem Vollbrand

entwickelte. Aufgrund der extremen

Windverhältnisse konnte die sofort angerückte

Feuerwehr die starke Rauchentwicklung

nicht verhindern, so dass die

Kantonsstrasse zwischen Wetzikon

und Hinwil sowie die Einkaufszentren

in der unmittelbaren Nachbarschaft

geschlossen bzw. evakuiert werden mussten.

Dem Grossaufgebot der Feuerwehr

gelang es, das Feuer gegen 23:00 Uhr unter

Kontrolle zu bringen.

Glücklicherweise entstand kein Personenschaden.

An der Halle entstand ein

Totalschaden und an eingelagerten Gerätschaften

der KEZO teilweise erheblicher

Sachschaden.

Obwohl die Halle videoüberwacht war,

gelang es der Polizei nicht, den Verursacher

des Brandes zu ermitteln. Das Verfahren

wurde in der Zwischenzeit

eingestellt.

Infolge des Hallenbrandes und der damit

stark beeinträchtigten Situation bei

der Annahme von Gewerbe- und Industrieabfall

wurde kurzfristig eine provisorische

Handabladestelle im Bereich des

Bunkervorplatzes 2 eingerichtet.

Im Juni konnte dann mit einer Notüberdachung

und einer dafür notwendigen

Infrastruktur eine Annahmestelle für

Sperrgut in Betrieb genommen werden.

Abwärme für das Gewächshaus

Nachdem die Abwärmeauskoppelung für

das Gewächshaus im letzten Jahr in Betrieb

genommen wurde, stand in diesem

Jahr die Optimierung der Anlage im Fokus.

Mit dem Ziel, unseren Luftkondensator

weiter zu entlasten, wurde mit den

Gebrüder Meier die Wärmesteuerung des

Lagerhalle in Brand

Wegen der starken

Rauchentwicklung

musste die Kantonsstrasse

zwischen

Wetzikon und Hinwil

für mehrere Stunden

gesperrt werden.

Ausgebrannte

Lagerhalle

Der Brand zerstörte die

Lagerhalle und die

eingelagerten Geräte.

Es entstand grosser

Sachschaden.

WATT D’OR

Neujahrsapéro und

Verleihung des

Watt d’Or 2011 vom

6. Januar 2011 in Bern

(v.l.n.r. Markus Meier,

Daniel Böni,

Bundesrätin Doris

Leuthard, Fritz Meier).

Gewächshauses nochmals völlig umgebaut.

Mit einer Energieeinsparung bei den

LUKO-Ventilatoren von über 100 kW und

einer erfolgreichen Gemüseernte 2010 kann

die durchgeführte Modifikation als sehr

erfolgreich bezeichnet werden.

Weiterer Optimierungsbedarf besteht noch

bei der Qualität des umgewälzten Warmwassers.

Die Schmutzfilter müssen noch zu

oft gewechselt werden. Mit einer pH-Erhöhung

und einer besseren Überwachung

der Wasserqualität soll dieser Mangel noch

behoben werden.

Im April wurde dem Projekt «nachhaltige

Gemüseproduktion mit Abwärme» von

der ZURICH Versicherung der mit CHF 25 000

dotierte Klimapreis verliehen. Ende

Dezember folgte dann mit dem Watt d’Or in

der Kategorie Energietechnologien wohl

einer der begehrtesten Energiepreise in der

Schweiz. Das Gewächshaus mit der Abwärmeauskopplung

entwickelte sich zum

Besuchsmagneten für die KEZO.

Inbetriebnahme des Dampfabsorbers

Der nötig gewordene Ersatz unserer dezentralen

und elektrisch betriebenen

Kühlgeräte eröffnete uns die Perspektive,

in Zukunft den Stromverbrauch in den

warmen Sommermonaten weiter zu reduzieren.

Mit der Inbetriebnahme des Dampfabsorbers

und eines Kühlwassernetzes

wurde dieses Energiereduktionspotential

umgesetzt. Der Dampfabsorber hat einen

wesentlich besseren Wirkungsgrad als ein

elektrisch betriebenes Kühlgerät. Dazu

kommt, dass bei den elektrisch betriebenen

Geschäftsbericht 2010

15


Nach der Inbetriebnahme der NE-Aufbereitungsanlage

musste festgestellt werden,

dass die Anlage unseren Anforderungen an

einen «staubfreien» Betrieb sowie an die

hohe Produktqualität noch nicht gerecht

wurde. In einer sehr intensiven Optimierungsphase

unter der Führung des ZAR-

Entwicklungsteams und dem Anlagenhersteller

wurde die Anlage umfassend und

erfolgreich umgebaut.


Kühlgeräten der dazu benötigte Strom mit

einem relativ schlechten Wirkungsgrad

mittels Dampfturbine erzeugt werden muss.

Da der Kühlbedarf der KEZO in den

Sommermonaten sehr gross ist, werden

wir unsere Stromabgabe aufgrund eines

reduzierten Stromeigenverbrauchs erhöhen

können.

Ersatz der Rauchgasreinigungsanlage

Im Mai konnten die sehr detaillierten

Ausschreibungsunterlagen für die neue

Trocken-Rauchgasreinigungsanlage

nach dem Bicarbonatverfahren an interessierte

Anbieter abgegeben werden. Im

Juni erfolgte die Besichtigung der örtlichen

Verhältnisse in der KEZO. Im Juli trafen

vier Angebote termingerecht in der

KEZO ein. Die Unterschiede in der angebotenen

Technik, aber auch in den Preisen

waren sehr gross. Die Angebotspräsentationen

erfolgten im November, und am

2. Dezember entschied der Verwaltungsrat

eine Zweitmeinung vor dem definitiven

Entscheid einzuholen. Damit wird die

Auftragsvergabe im Februar 2011 erfolgen.

Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage

für N icht

E isen

-Metalle

Die schwierige Vermarktung der NE-Metalle

hat uns aufgezeigt, dass eine weitere

Aufbereitung der NE-Metalle in eine aluminium-

und eine kupferreiche NE-Edelfraktion

nötig ist, um den Stoffkreislauf

effizienter schliessen zu können und die

Wertschöpfung aus den Nichteisenmetallen

zu verbessern. Mit einem, vom Verwaltungsrat

bewilligten Kredit wurde die

Aufbereitungsanlage für NE-Metalle im

März in Betrieb genommen. Nach der

Inbetriebnahme der NE-Aufbereitungsanlage

musste festgestellt werden, dass die

Anlage unseren Anforderungen an einen

«staubfreien» Betrieb sowie an die hohe

Produktqualität noch nicht gerecht wurde.

In einer sehr intensiven Optimierungsphase

unter der Führung des ZAR-Entwicklungsteams

und dem Anlagenhersteller

wurde die Anlage umfassend und erfolgreich

umgebaut. Einmal mehr zeigte sich,

dass die gute Performance einer Anlage

massgebend von kleinen Details bestimmt

wird. Die Anlage produziert heute vier

NE-Aufbereitungsanlage

Mit der neu installierten

NE-Aufbereitungsanlage

produzieren wir

Wertstoffe von ausgezeichneter

Qualität, die

direkt an die Schmelzwerke

verkauft werden

können.

AluminiumBarren

Das aufbereitete

Aluminium wird im

Technikum der Firma

Alu-Rheinfelden zu den

ersten Barren gegossen.

Die chemische Analyse

zeigt einen

Aluminiumgehalt von

über 95 %.

Hobby-Schmelzer

am Werk

Peter Schellenberg

und Daniel Böni

giessen kleine Erinnerungsbarren

für den

technischen Beirat

des ZAR.

verschiedene Metallfraktionen:

Aluminium in der Partikelgrösse

0.7 - 3.0 mm und 3.0 - 5.0 mm sowie zwei NE-

Edelfraktionen in den gleichen Partikelgrössen.

Analysen der Aluminium-

Fraktion in verschiedenen Schmelzwerken

zeigten einen Aluminiumgehalt von

über 95 %. Der verbleibende Anteil von

rund 2 % Kupfer und rund 1 % Zink

in dieser Fraktion stören den Aluminiumschmelzprozess

nicht, werden aber

nicht vergütet. Bereits wurden die ersten

25 Tonnen beider Aluminiumfraktionen

an ein Schmelzwerk in Italien verkauft.

Der Aluminiumgehalt in der NE-Edelfraktion

konnte durch die Anlagenoptimierung

auf ein Minium gesenkt werden, so

dass der Kupfergehalt über die wichtige

Grenze von 60 % gesteigert werden konnte.

Weiter gehen wir heute davon aus, dass der

Anteil an Edelmetallen (Gold, Silber, Palladium,

etc.) in der feinen Fraktion wesentlich

höher ist, als in der groben Fraktion.

Aus diesem Grunde müssen diese zwei

Fraktionen auch separat verkauft werden.

Die Grobfraktion geht in das Kupferschmelzwerk,

die Feinfraktion wird im Edelmetallschmelzwerk

aufbereitet. Die

beiden Fraktionen werden jedoch erst zur

weiteren Aufbereitung abgegeben, wenn

je 25 Tonnen den entsprechenden Schmelzwerken

zur Verfügung gestellt werden

können. Bei den stark steigenden Edelmetallpreisen

lässt es sich gut warten. Metalle,

die aus der Schlacke separiert und in

den Stoffkreislauf zurück geführt werden

können, verursachen im Gegensatz zur

Metallgewinnung aus den Erzen kaum eine

Umwelt- und CO 2

-Belastung. Mit jedem

Kilogramm Aluminium, das wir aus der

Schlacke separieren, wird gegenüber

der Aluminiumproduktion aus dem Bauxit

rund 12 kg CO 2

eingespart.

Geschäftsbericht 2010

17


Als wir in ersten Versuchen die Feinschlacke

nach Wertstoffen der Fraktion 0.7 - 5.0 mm

durchsuchten, haben wir alle daran gezweifelt,

dass wir diese Wertstoffe bereits drei

Jahre später professionell in guter Qualität

und grosser Menge aufbereiten können.


Prinzip NE Aufbereitung

nE - abscheider 1

absaugung

nE - abscheider 2

Empfangssilo

Sieb

filter 2

Vorlagesilo

fein

Vorlagesilo

grob

zyklon

Trenntisch

Trenntisch

al

Cu Cu al

Feinstschlacke, das grosse

Wertstoffpotential

Als wir in ersten Versuchen die Feinschlacke

nach Wertstoffen der Fraktion 0.7 - 5.0 mm

durchsuchten, haben wir alle daran gezweifelt,

dass wir diese Wertstoffe bereits

drei Jahre später professionell in guter

Qualität und grosser Menge aufbereiten

können. Dieser Erfolg motiviert uns, auf

dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen

und die Schlacke < 0.7 mm als weitere

Wertstoffquelle unter die Lupe zu nehmen.

Basierend auf unserem Ansatz des «THERMO-

RECYCLING» sind wir davon überzeugt,

dass der thermische Aufschluss die Edelmetalle,

welche als feinste Beschichtung

auf verschiedensten Trägermaterialen

vorliegen, als kleine Kugeln in der Feinstschlacke

wieder zu finden sind. Gemäss

dem Einsatzzweck der Edelmetallbeschichtungen

sind wir der Meinung, dass die

grösste Edelmetalldichte in der Schlacke

im Partikelgrössenbereich von 0.1-1.5 mm

zu finden ist. Die trockene mechanische

Separierung von Nichteisenmetallen aus

der Schlacke im Partikelbereich kleiner

0.7 mm ist weiterhin eine anspruchsvolle

Herausforderung. Die separierten Nichteisenmetalle

in diesem Grössenbereich sind

nicht mehr von Auge erkennbar. Die

Qualität dieser Metallfraktion kann nur mit

einer guten Lupe beurteilt werden.

Geschäftsbericht 2010

19


Ziele 2011

Kehrichtmenge

Nach dem Wegfall der KVA Josefstrasse aus

der kantonalen Abfallplanung und des

Neubaus einer Linie in der KVA Winterthur

wird unsere Verwertungskapazität im

Jahr 2011 voll ausgelastet sein. Oberstes

Ziel muss es daher sein, die Anzahl

nicht geplanter Stillstände auf ein Minimum

zu reduzieren.

Zusammenfassung der Zielgrössen

Ziel 2011 Ist 2010 Ziel 2010

Anteil Revisionen in % 8.0 14.8 12.0

Anteil Pannen in % 1.0 1.6 0.5

Anteil Stillstandzeiten in % 0.0 0.0 5.0

Verfügbarkeit % 91.0 83.5 82.5

Betriebsaufwand in CHF/t

(KVA und Verwaltung) 133 169 173

Cash-Flow in Mio CHF 11.0 5.3 3.7

Bau einer Feinstschlackenaufbereitung

Parallel zur bestehenden Feinschlackenaufbereitung

planen wir unter der Federführung

des ZAR den Aufbau einer

Schlackenaufbereitung für die Schlackenfraktion

von 0.2 - 0.5 mm. Mit dieser

sehr anspruchsvollen Entwicklung wollen

wir das grosse Potential an Edelmetallen

(Gewürzmetallen) in der Schlacke erschliessen.

Ersatz der Rauchgasreinigung

In den Jahren 2011 und 2012 soll die bestehende

Rauchgasreinigung vollständig

ersetzt werden. Dieser Ersatz während

dem laufenden Betrieb wird für alle Beteiligten

eine grosse Herausforderung.

Umbau der Ofenlinie 1 auf Trockenaustrag

Nach dem Umbau der Ofenlinien 2 und 3

soll im Winter 2011/12 auch die Ofenlinie 1

auf Schlackentrockenaustrag umgebaut

werden. Der Umbau der Ofenlinie 1 auf Trockenschlackenaustrag

ist die Voraussetzung,

dass eine Aufbereitungsanlage für

trockene Grobschlacke in der KEZO gebaut

werden kann.

Bau einer Grobschlackenaufbereitung

Unter der Federführung des ZAR soll

gleichzeitig mit dem Umbau der Ofenlinie

1 auf Trockenschlackenaustrag eine

Aufbereitungsanlage für die Grobschlacke

gebaut werden. Damit kann auch der

verbleibende Anteil der Grobschlacke von

70% aufbereitet und deren Metalle dem

Recycling zugeführt werden.

20 Geschäftsbericht 2010


Sammeldienst

Leichter, aber konstanter Anstieg der

Sammelmengen

Mit 23 232 Tonnen konnte 0.8 % mehr

Hauskehricht eingesammelt werden. Das

Plus beim Gewerbekehricht betrug 2.2 %

bzw. es wurden 11 043 Tonnen Gewerbekehricht

eingesammelt. Mit 13 046 Tonnen

eingesammeltem Grüngut wurde die Vorjahresmenge

um 1.2 % übertroffen.

Aber auch die Kartonsammlung konnte

eine Zunahme der Sammelmenge von

1.4 % melden. 1 170 Tonnen Karton wurden

damit ins Kartonrecycling zurückgeführt.

Abfallarten in Tonnen pro Jahr

Karton

1 170

1 154

1 219

Gewerbekehricht

2010

2009

2008

Grünabfälle

2010

2009

2008

Hauskehricht

2010

2009

2008

11 043

10 807

10 886

13 046

12 895

11 281

Sammelkosten Hauskehricht in CHF pro Jahr

2010 74.3

2009

2008

79.67

2007

78.68

2006

76.55

2005

74.74

23 232

23 040

22 759

83.7

Sammelkosten wieder auf tiefem Niveau

Erfreulich entwickelten sich die Sammelkosten.

Mit totalen Sammelkosten von

CHF 74.32 pro Tonne wurde ein neues Kostenminimum

für das doch sehr weit verzweigte

Sammelgebiet der KEZO erreicht.

Durch den Wegfall von einmaligen Kosten,

besseren Wartungsverträgen für die

Fahrzeuge und die Umstellung der

Mehrwertsteuerabrechnung von der Pauschalbesteuerung

auf die effektive Abrechnung

konnten Kosten eingespart

werden. Wiederum wurden Schulungen

für das Personal durchgeführt. Mit

dem Ziel, die Qualität und auch die Sicherheit

beim Einsammeln von Kehricht zu

verbessern.

Geschäftsbericht 2010

21


Sonderabfallstelle

Personal

Sonderabfallstelle – mit weniger

Sonderabfällen

Durch den Wegfall von Grosskunden reduzierte

sich die Menge angenommener

Sonderabfälle um 22 % auf 169 Tonnen.

Durch den Sonderaufwand für die

während dem Jahreswechsel 2010/2011

eingeführte Soft- und Hardware schloss

die Sonderabfallstelle mit einem kleinen

Verlust ab, der problemlos durch Rückstellungen

gedeckt werden konnte. Die

stundenweise Zusammenarbeit mit externen

Entsorgungsspezialisten in der KEZO

hat sich auch in diesem Jahr sehr gut bewährt

und soll fortgesetzt werden.

Sonderabfälle in Tonnen pro Jahr

2010 169

2009

2008

2007

2006

2005

186

217

230

221

264

Personalentwicklung

Erfolgreich wurde ein Motivationsworkshop

mit unserem langjährigen Personalcoach

Werner Brunner durchgeführt.

Der Workshop fand grossen Anklang, so

dass dieser im Jahr 2011 wiederholt wird.

Herr Stefan Vontobel absolvierte die Ausbildung

zum Heizwerkführer Fachrichtung

KHKW mit viel Engagement und Lernwille

und schloss diese auch erfolgreich ab.

Arbeitssicherheit

Innerhalb der KEZO wurde der dritte Kurs

in lebensrettenden Sofortmassnahmen

durchgeführt, wobei auch der Ernstfall innerhalb

der KEZO geprobt wurde. Die

Mitarbeitenden wurden dadurch einmal

mehr auf die Wichtigkeit der Arbeitssicherheit

aufmerksam gemacht. Zur Minderung

der Unfallgefahr und zum Schutz

der Gesundheit am Arbeitsplatz werden

wieder verschiedene Investitionen getätigt.

KEZO-Fit

Die Aktivität «Fahren und Helfen» wurde

wieder mit grossem Erfolg durchgeführt.

Mit grossem Einsatz waren unsere Mitarbeitenden

auch dieses Jahr für einen guten

Zweck unterwegs. Wir freuen uns über das

Interesse und danken allen Teilnehmenden

für ihren Sportsgeist.

Personelles

Herr Willi Schuler, unser langjähriger

Betriebsleiter, liess sich frühzeitig pensionieren.

An dieser Stelle danken wir ihm

herzlich für seine wertvolle Mitarbeit.

22 Geschäftsbericht 2010


Information

Wir freuen uns, mit Herrn Adrian Trachsel

(Betriebsleiter), Herrn Fabian Di Lorenzo

(Leiter Verfahrenstechnik Zentrum für

nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung),

Frau Christine Raymann (Platzwartin),

Herrn Reto Heiniger (Lernender Mechapraktiker),

Frau Jessica Zollinger (Lernende

Kauffrau), Herrn Simon Nitsche (Lernender

Produktionsmechaniker) neue und

engagierte Teammitglieder gefunden zu

haben.

Frau Myriam Wunderli hat im Februar die

Verantwortung für das Besucherwesen der

KEZO übernommen.

Weiter wurde Daniel Böni in den Vorstand

des VBSA (Verein Betriebsleiter Schweizerischer

Abfallanlagen) gewählt.

Folgende Jubiläen konnten wir feiern:

10 Jahre Alfred Inderbitzin

Maurice Saide

Willi Schuler

15 Jahre Edy Filli

30 Jahre Christian Leopold

Internet

Durchschnittlich 68 mal pro Tag, oder

25 000 mal pro Jahr, wurde die Webseite

www.kezo.ch besucht. Wiederum eine

Steigerung von 13 % gegenüber dem letzten

Jahr. Die meist besuchten Seiten sind

«Preisliste», «Öffnungszeiten» und «Ansprechpersonen»,

aber auch Informationen

über den «Trockenaustrag von Kehrichtschlacke»

wurden oft angewählt.

Abfallunterricht

Der Abfallunterricht ist auch in seinem

26. Jahr seines Bestehens immer noch sehr

beliebt.

In der KEZO-Region wurde 705 Schulklassen

ein Abfallunterricht angeboten.

572 davon (81%) haben das Angebot genutzt

und einen Besuch von einer KEZO-

Lehrkraft erhalten. Der Abfallunterricht

ist für die Klassenlehrkräfte freiwillig.

Im Kindergarten und in der Unterstufe

melden sich praktisch alle Klassen an

(96 % bzw. 94 %), etwas weniger in den

höheren Klassen (Mittelstufe: 68 % bzw.

Oberstufe: 66 %). Durch diese Besuche

wurden etwa 12 000 Schülerinnen und

Schüler erreicht.

Zwecks Professionalisierung des Abfallunterrichts

wurde das Lehrteam im Sommer

von 30 auf 24 Personen reduziert.

Jede neue Lehrkraft macht wenigstens

25 Besuche im Jahr anstelle von bisher 15.

KEZO-Führungen

Die KEZO beschäftigt sich nicht nur mit

technischen Aspekten der Abfallbehandlung.

Es ist ihr ein grosses Anliegen, in der

Bevölkerung das Bewusstsein für einen

schonenden Umgang mit Ressourcen und

für eine fachgerechte Beseitigung von

Abfällen zu fördern. Beim Besuch in der

KEZO werden ökologische Anliegen,

Verantwortung für unsere Umwelt und

Eigenverantwortung ebenso thematisiert

wie das ökosoziale Problem Littering

oder die Balance zwischen Umweltanliegen

und Wirtschaftlichkeit.

Geschäftsbericht 2010

23


Finanzen

Anzahl Besucher pro Jahr

2010

2009

2008

2007

2006

2005

Im Jahr 2010 besichtigten insgesamt 2 481

Personen die Kehrichtverwertungsanlage

Hinwil. Vertreten waren alle Alterskategorien,

Interessengruppen und Ausbildungsgrade:

2. Klässler, die mit staunenden

Augen und offenem Mund durch die Anlage

gehen, ebenso wie hoch spezialisierte

Besuchergruppen aus Architektur, Industrie

und Technik. Neben vielen Besuchern

aus der Region durften wir auch Fachleute

aus fernen Ländern empfangen, u.a. ein

Expertenteam aus China und eine bundesrätliche

Delegation mit Gästen aus der

Türkei.

Um der Bevölkerung das Thema Abfall,

Abfallbeseitigung und Recycling näher zu

bringen hat im Spätherbst eine öffentliche,

auch Einzelpersonen offen stehende,

Führung stattgefunden. Das Echo darauf

war gross, weshalb auch im 2011 – in

Zusammenarbeit mit der Gemeinde Volketswil

– wiederum «öffentliche Führungen»

angeboten werden.

Auf spezielles Interesse gestossen sind

die Zusatzführungen durch das Gewächshaus

der Gebrüder Meier, welches mit

KEZO-Abwärme beheizt wird, und vor

allem auch der neu entwickelte Trockenschlackenaustrag.

Wertstoffe, Urban

Mining, Life-Cycle aller Produkte sind in

der KEZO nicht nur Schlagworte, sondern

Realität!

2 481

3 347

3 592

3 269

3 056

2 926

Budgetvorgaben übertroffen

Dank Mehrmengen, einem besseren Abfallmix

und leicht höheren Energieerträgen

gelang es, den budgetierten Verlust von

über CHF 6.4 Millionen auf CHF 2.4 Millionen

zu reduzieren. Der Verlust resultierte

aus den geplanten, sehr intensiven Unterhaltsarbeiten

im Berichtsjahr, welche

auf Grund des erwarteten Abfallaufkommens

im Jahr 2011 nicht etappiert werden

konnten. Erfreulich entwickelten sich

die spezifischen Erträge (Erträge pro Tonne

Abfall), welche sich gegenüber dem

Markttrend um 1.6 % auf CHF 196 pro Tonne

gegenüber dem Vorjahr verbesserten.

Spezifische Gesamterträge in CHF pro Tonne

Gesamterträge

2010 196

2009

193

2008

201

Abfälle

2010 141

2009

144

2008

158

Energie

2010 50

2009

47

2008 40

Diverses

2010 5

2009 2

2008 3

24 Geschäftsbericht 2010


Kosten erneut stark gestiegen

Der spezifische Gesamtaufwand pro Tonne

Abfall erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr

um 8.8 % auf CHF 210 pro Tonne. Die

Mehrkosten sind fast ausschliesslich auf

die Grossrevisionen an der Ofenlinie 1,

der Dampfturbine 1 und der Ofenlinie 2

zurück zu führen. Daher rechnen wir

für das nächste Jahr wieder mit bedeutend

weniger Gesamtaufwand. Der Anstieg

der spezifischen Personalkosten um 12.1 %

von CHF 33 auf 37 pro Tonne Abfall

wird durch die Reduktion der verbrannten

Abfallmenge und der Abrechnung der

Personalkosten des ZAR verursacht. Die

Personalkosten des ZAR werden jedoch

dem ZAR weiter verrechnet. Trotz höheren

Entsorgungspreisen bei der Elektrofilterasche

und dem Schlamm aus der Abwasseraufbereitung

konnten die Entsorgungskos ten

auf Grund erhöhter Mengen an Trockenschlacke

um 5.6 % reduziert werden. Die

tiefen Abschreibungen reduzierten die

Kapitalkosten um 19.6 %.

Starker Rückgang des Cashflow

Die grossen Unterhaltsprojekte belasteten

den Cashflow stark. Mit rund CHF 5.6 Millionen

reduzierte sich dieser um 44.6 %.

Unter Berücksichtigung der einmaligen,

sehr hohen Unterhaltkosten zwingt uns

das Cash-Flow Niveau aber nicht zu speziellen

Massnahmen.

Fremdverschuldung

Im Berichtsjahr konnte ein weiterer Bankkredit

von CHF 8 Millionen aus den erarbeiteten

Mitteln zurück bezahlt werden.

Das verzinsliche Fremdkapital beträgt

noch CHF 8 Millionen.

Spezifische Aufwände in CHF pro Tonne

Gesamtaufwand

2010 210

2009

193

2008

168

Kapital

2010 41

2009

2008

51

53

Personal

2010 37

2009

2008

33

33

Betrieb

2010 98

2009

73

2008

55

Entsorgung

2010 34

2009 36

2008 27

Cashflow-Entwicklung in 1 000 CHF

2010 5 288

2009

9 518

2008

15 940

2007

2006

2005

13 983

13 856

13 649

Verzinsliches Fremdkapital in 1 000 CHF

2010 8 000

2009

2008

16 000

16 000

2007

27 500

2006

45 500

2005

58 000

Geschäftsbericht 2010

25


Statistiken

31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006

Finanzen Nettoerlöse 1 000 CHF 43 673 45 060 45 929 43 701 43 896

Veränderung % -3.1 -1.9 5.1 -0.4 8.8

Cashflow 1 000 CHF 5 288 9 518 15 940 13 983 13 856

Veränderung % -44.4 -40.3 14.0 0.9 1.5

Rücklagen 1 000 CHF -2 402 -243 6 466 1 327 5 411

Veränderung % - 387.3 -74.5 -5.1

Abschreibungen 1 000 CHF 7 690 9 900 9 818 12 657 8 445

Veränderung % -22.3 0.8 -22.1 49.3 6.3

Sachanlagen 1 000 CHF 39 691 46 354 54 929 62 452 72 620

Verzinsliches Fremdkapital 1 000 CHF 8 000 16 000 16 000 27 500 45 500

Bestand Rücklagen 1 000 CHF 41 219 43 807 44 050xx 37 584 36 257

Personalaufwand CHF / t 37 33 33 33 33

Veränderung % 12.1 0.0 0.0 0.0 -5.7

Betriebsaufwand CHF / t 98 73 55 67 66

Veränderung % 34.2 32.7 -17.9 1.5 34.7

Entsorgungsaufwand CHF / t 34 36 27 22 20

Veränderung % -5.6 33.3 22.7 10.0 -9.1

Kapitalaufwand CHF / t 41 51 53 72 50

Veränderung % -19.6 -3.8 -26.4 44.0 -7.4

Gesamtaufwand CHF / t 210 193 168 194 169

Veränderung % 8.8 14.9 -13.4 14.8 5.6

Erträge Abfallentsorgung CHF / t 141 144 158 153 149

Veränderung % -2.1 -8.9 3.3 2.7 3.5

Erträge Energie CHF / t 50 47 40 36 37

Veränderung % 6.4 17.5 11.1 -2.7 5.7

Erträge Diverses CHF / t 5 2 3 3 3

Veränderung % 150.0 -33.3 0.0 0.0 50.0

Gesamterträge CHF / t 196 193 201 192 189

Veränderung % 1.6 -4.0 4.7 1.6 3.8

Abfallannahme

Abfallannahme Abfallmengen (Annahme) t 191 218 200 617 190 921 189 694 187 352

Veränderung % -4.7 5.1 0.6 1.3 5.3

Abfallmengen (verbrannt) t 194 303 197 977 194 640 185 904 188 247

Veränderung % -1.9 1.7 4.7 -1.2 5.5

davon Klärschlamm (Annahme) t 19 689 20 509 22 344 21 112 16 349

Veränderung % -4.0 -8.2 5.8 29.1 14.8

Sonderabfälle (KEZO) t 169 217 230 186 221

Veränderung % -22.1 -5.4 23.4 -15.8 -16.3

26 Geschäftsbericht 2010


31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006

Verwertung Stromproduktion MWh 113 113 116 704 114 516 113 449 115 653

Veränderung % -3.1 1.9 0.9 -1.9 2.1

Stromproduktion pro Tonne MWh/t 0.582 0.589 0.588 0.610 0.614

Veränderung % -1.2 0.2 -3.6 -0.7 -3.2

Stromabgabe MWh 89 089 91 427 90 121 88 871 91 182

Veränderung % -2.6 1.4 1.4 -2.5 8.4

Stromabgabe pro Tonne MWh/t 0.459 0.462 0.463 0.478 0.484

Veränderung % -0.7 -0.3 -3.1 -1.3 2.7

Stromeigenverbrauch pro Tonne MWh/t 0.124 0.128 0.125 0.132 0.130

Veränderung % -3.1 1.9 -5.2 1.7 -20.4

Fernwärmeproduktion MWh 21 530 20 785 20 481 19 436 21 631

Veränderung % 3.6 1.5 5.4 -10.1 6.7

Abwärmeverkauf in MWh MWh 19 224 5 438

Veränderung % 253.5

FE-Schrott aus Schlacke t 2 664 2 921 2 968 2 178 2 427

Anteil FE-Schrott in Schlacke % 7.0 7.4 7.5 5.9 6.3

NE aus Schlacke t 356 448 360 384 325

Anteil NE in Schlacke % 0.9 1.1 0.9 1.0 0.8

Leichteisen t 385 349 329 390 377

Anteil am Abfall % 0.20 0.17 0.17 0.21 0.20

Salz und Sole (100 %) t 1 332 1 554 1 796 1 972 1 937

Salz und Sole (100 %) pro t Abfall kg/t 6.9 7.8 9.2 10.6 10.3

Deponie Schlacke t 38 040 39 532 39 543 36 916 38 690

Anteil am Abfall % 19.6 20.0 20.3 19.9 20.6

Glühverluste Schlacke % 1.1 1.1 1.2 1.1 1.0

abgelagerte Reststoffe t 4 207 4 216 5 203 6 385 7 232

Anteil am Abfall % 2.2 2.1 2.7 3.4 3.8

Betrieb Anteil Revisionen % 14.8 9.7 9.5 11.8 10.5

Anteil Stillstände % 0 4.5 4.0 3.5 0.0

Anteil Pannen % 1.6 0.3 1.7 0.3 2.3

Verfügbarkeit aller Ofenlinien % 83.6 85.5 84.8 84.4 87.2

Heizwert MWh/t 3.32 3.36 3.42 3.49 3.45

Veränderung % -1.2 -1.8 -2.0 1.2 -2.0

Anzahl Mitarbeitende KEZO - 47.2 47.2 47.2 46.0 47.0

Anzahl Mitarbeitende ZAR 3

Auszubildende - 4 1.0 1.0 2.0 1.0

Sammeldienst Sammelkosten Hauskehricht CHF/t 74.32 83.7 79.7 78.7 76.6

Veränderung % -11.2 5.1 1.3 2.8 2.4

Hauskehricht t 23 232 23 040 22 759 22 655 22 319

Veränderung % 0.8 1.2 0.5 1.5 2.2

Gewerbekehricht t 11 043 10 807 10 886 10 682 10 375

Veränderung % 2.2 -0.7 1.9 3.0 1.4

Grünabfälle t 13 046 12 895 11 281 10 755 10 037

Veränderung % 1.2 14.3 4.9 7.2 0.0

Karton t 1 170 1 154 1 219 1 270 1 242

Veränderung % 1.4 -5.3 -4.0 2.3 -0.9

Geschäftsbericht 2010

27


Hauskehricht pro Gemeinde in Tonnen

2010 2009 2008 2007

Ohne Gewerbekehricht

Bäretswil 717 689 646 656

Bauma 594 597 586 565

Bubikon 762 798 779 763

Dürnten 790 798 794 778

Egg 1191 1 187 1 182 1 174

Erlenbach 902 879 868 877

Fehraltorf 810 745 705 701

Fischenthal 350 330 310 304

Gossau 1254 1 231 1 202 1 157

Grüningen 407 382 362 369

Herrliberg 817 787 775 797

Hittnau 479 466 470 454

Hombrechtikon 1079 1 041 1 025 1 022

Illnau-Effretikon 2043 1 986 1 978 1 957

Küsnacht 2354 2 348 2 390 2 361

Kyburg 52 53 - -

Maur 1430 1 407 1 401 1 401

Meilen 2142 2 170 2 139 2 147

Mönchaltorf 495 474 464 467

Oetwil am See 530 517 526 501

Pfäffikon 1475 1 443 1 494 1 424

Rapperswil-Jona 3387 3 395 3 323 3 421

Rüti 1554 1 608 1 620 1 593

Stäfa 1998 2 000 1 955 1 915

Sternenberg 45 44 42 42

Uster 5232 5 062 5 202 4 981

Volketswil 2364 2 368 2 372 2 353

Wald 1399 1 385 1 347 1 377

Weisslingen 465 455 437 434

Wetzikon 3320 3 300 3 274 3 304

Zollikon 2054 2 047 2 049 2 080

Inkl. Gewerbekehricht

Greifensee 932 985 1 037 969

Hinwil 2 302 2 480 2 714 2 783

Kyburg - - 71 71

Männedorf 1 485 1 624 1 606 1 549

Russikon 634 644 612 599

Seegräben 243 248 234 238

Uetikon am See 977 986 974 964

Zumikon 979 946 975 966

Total 50 042 49 889 49 939 49 511

28 Geschäftsbericht 2010


Hauskehricht pro Einwohner in Kilogramm

2010 2009 2008 2007

Ohne Gewerbekehricht

Bäretswil 151 151 145 148

Bauma 136 138 135 131

Bubikon 115 122 123 123

Dürnten 117 123 122 121

Egg 148 147 148 148

Erlenbach 173 164 169 173

Fehraltorf 137 137 132 133

Fischenthal 154 144 140 141

Gossau 130 128 128 124

Grüningen 127 126 121 125

Herrliberg 135 131 130 137

Hittnau 138 138 141 139

Hombrechtikon 133 130 127 128

Illnau-Effretikon 130 129 127 127

Küsnacht 176 174 183 179

Kyburg 125 134 - -

Maur 150 152 152 152

Meilen 174 178 174 180

Mönchaltorf 142 137 135 141

Oetwil am See 122 118 121 116

Pfäffikon 136 135 143 139

Rapperswil-Jona 127 130 129 135

Rüti 129 135 136 135

Stäfa 141 143 141 142

Sternenberg 123 123 119 123

Uster 160 158 163 159

Volketswil 138 140 146 148

Wald 153 151 147 150

Weisslingen 147 144 140 140

Wetzikon 151 152 157 162

Zollikon 170 169 169 174

Durchschnitt 145 145 146 147

Inkl. Gewerbekehricht

Greifensee 185 199 216 194

Hinwil 221 244 274 282

Kyburg - - 177 179

Männedorf 141 158 159 157

Russikon 154 159 155 150

Seegräben 187 188 190 193

Uetikon am See 162 165 174 177

Zumikon 194 189 199 194

Durchschnitt 178 190 201 200

Geschäftsbericht 2010

29


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