tiere - Tierschutzverein Wuppertal eV

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tiere - Tierschutzverein Wuppertal eV

Tierschutzverein Wuppertal e.V. · Zur Waldkampfbahn 42 · 42327 Wuppertal · www.tierschutzverein-wuppertal.de Tierschutz


TIERSCHUTZVEREIN

Gegründet 1862

Wuppertal e.V.

18. Jahrgang

Heft 50 · Frühjahr 2012

in Wuppertal

Aus dem

Vergnügen im SchneeNest

gefallen?


4 Verschenken Sie Ihr Herz

Erstmalig bietet der Tierschutzverein Patenschaften

an. Zeigen auch Sie Herz für unsere Sorgentiere!

Ständige Rubriken

17 Anmeldevordruck

20 SERVICE: Adressen und Rufnummern

2

von relevanten Tierschutzorganisationen,

Tierpensionen und Tierärzten;

Öffnungszeiten im Tierheim Wuppertal, Anfahrt,

Vorstand des Tierschutzvereins WuppertaL e.V.

22 TIERVERMITTLUNG: Tiere suche ein Zuhause

24 LESERFORUM: »Ehemalige« berichten

37 NEWSTICKER: Kurznachrichten aus der Tierwelt

38 SCHAUFENSTER: Rezept · Impressum · Vorschau

TITEL: Nur in Ausnahmefällen

bedürfen Jungvögel der Hilfe des

Menschen; Foto: Jens Bredehorn, pixelio

Foto: Deutscher Tierschutzbund

Foto: Klaus Lange

Themen im Frühjahr 2012

AKTUELL

4 Verschenken Sie Ihr Herz: Tierpatenschaften

HUNDELEBEN

6 Hund und Baby - das geht!

SAMTPFOTENREPORT

8 Hygiene beachten

9 Sanfte Nachhilfe - die Katzenklappe

VOGELWELT

10 Aus dem Nest gefallen?

11 Hilfe für entflogene Vögel

GESUNDHEIT

12 Bei den Ohren die Augen offen halten

13 Mit dem Kaninchen zum Tierarzt

HAUSMITTEILUNGEN

14 Mehr Platz für unsere Tiere

15 Nur Haut und Knochen

Nicht beachtet, nicht gepflegt

16 Tierqual bleibt wohl unbestraft

Meldungen aus unserem Tierheim

17 DANKESCHÖN: Tolle Spenden-Aktionen

19 RÜCKBLICK: Offener Sonntag war ein Erfolg

Treffen wir unsere Haustiere im Jenseits wieder?

TIERSCHUTZ & POLITIK

27 Das Spektakel geht weiter

28 So landen Käfigqualeier auf unseren Tellern

29 Tiere als Massenware

30 Tierleid zum Osterfest - Unterschriftenaktion

32 Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand

Jagdreisen stehen hoch im Kurs

MAGAZIN

33 Tierische Frühjahrsdiät

34 Tiere des Jahres 2012

36 Osterhasen sind keine Kaninchen

Osterfeuer: Gefahr für Tiere

TIERKINDER

39 Wühlen, buddeln, hamstern...

INHALT

30 Tierleid zum Osterfest

Männchen machen, hoppeln und über saftige Wiesen rennen -

von wegen... Millionen von Mastkaninchen, die in diesen Tagen

wieder über die Ladentheke gehen, um als „Festbraten“ zu

dienen, haben ein kurzes, erbärmliches Leben in qualvoller Enge

hinter sich.


EIN WORT VORWEG

2012 Das Jahr der

runden Geburtstage

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

was Sie gerade hier vor sich liegen

haben, ist die 50. Ausgabe unserer Zeitschrift

„Tierschutz in Wuppertal“, und

wie immer haben wir uns bemüht, Sie mit

interessanten und zeitnahen Artikeln und

Nachrichten zu informieren, anzuregen

und zu unterhalten. Daran wird sich auch

in den nächsten 50 Ausgaben nichts

ändern: sie werden modern, informativ

und lesenswert bleiben, um Ihr Verständnis,

Ihr Mitgefühl und Ihre Hilfsbereitschaft

für bedrohte und vernachlässigte

50

Tiere wachzuhalten und zu fördern. Wir

brauchen zu jeder Zeit Ihre Unterstützung,

um unseren vielfältigen Aufgaben

gerecht zu werden.

Gern möchte ich Sie über ein weiteres

„Jubiläum“ unterrichten: Unser Tierschutzverein

feiert das 35-jährige Bestehen

seines Tierheims an der Waldkampfbahn,

welches mittlerweile ein Begriff für

die meisten Wuppertaler sein dürfte. Als

wir damals notgedrungen in einigen Stallgebäuden

des Landwirts Willi Henning

die ersten bescheidenen Anläufe zur

unmittelbar praktischen Tierhilfe machten,

war noch nicht abzusehen, wie not-

wendig sich im Laufe der Jahre die Existenz

eines Tierheims erweisen sollte und

wie gewaltig sich die Anforderungen an

ein solches verändern würden. Es war ein

Glücksfall, dass wir nach relativ kurzer

Zeit das Tierheim in seiner jetzigen Form

errichten konnten.

35

Möglich machte das die Hinterlassen-

schaft einer langjährigen Tierfreundin, an

die wir heute noch mit großer Dankbarkeit

zurückdenken. Dass wir diese Einrichtung

aber trotz vieler Widrigkeiten 35

Jahre erhalten konnten, haben wir auch

Ihnen, liebe Tierfreundinnen und -freunde

und den von Ihnen geleisteten Beiträgen

und Spenden zu danken. Ich bitte Sie sehr

herzlich auch um Ihre weitere Unterstützung

für den Erhalt aber auch für die vielen

notwendigen Veränderungen in unserem

Tierheim, über die ich an anderer

Stelle berichten werde.

35 Jahre erfolgreiche Arbeit sind eigentlich

feiernswert. Wenn wir dennoch

davon absehen, so hat das seinen ganz

besonderen Grund: wir können das Ereignis

noch „toppen“! In diesem Jahr wird der

Wuppertaler Tierschutzverein - einer der

ältesten Tierschutzvereine in Deutschland

überhaupt - 150 Jahre alt und das ist nun

wahrlich ein Grund, gemeinsam mit

Freunden ein angemessenes Fest zu feiern.

Deshalb bitte ich Sie, den Termin - 15.

September 2012 - schon jetzt in Ihrem

Kalender zu vermerken, denn selbstverständlich

möchten wir auch Sie dabei

haben. Mehr dazu sowie eine entsprechende

Einladung werden wir Ihnen in den

nächsten Ausgaben Ihres Tierschutzmagazins

zukommen lassen.

Zu unserer Freude haben bereits der

Präsident des Deutschen Tierschutzbundes,

Herr Thomas Schröder, und sein Vorgänger

und jetziger Ehrenpräsident, Herr

Wolfgang Apel, ihre Teilnahme zugesagt

und auch weitere

150

interessante Gäste. Wir

versprechen Ihnen eine bunte und fröhliche

Veranstaltung!

Darauf freut sich

Ihre

Marlis Tempel

Foto: W. Ausländer

3


Verschenken Sie

Ihr Herz als Pate

oder Patin

I n

unserem Tierheim logieren viele Tiere, die schon sehr lange auf ein neues

Zuhause warten. Sie werden wahrscheinlich länger bei uns bleiben oder gar

nicht mehr vermittelt werden können. Wie gerne würden auch sie ihr Herz an einen

lieben Menschen verschenken. Doch niemand möchte sie aufnehmen. Die Gründe

hierfür sind unterschiedlich: Es sind Hunde, die Verhaltensauffälligkeiten zeigen oder

einfach die falsche Rasse oder das falsche Aussehen haben. Auch für einige Samtpfoten,

die wild, krank oder behindert sind, ist das Tierheim ein Zuhause für immer.

Bei älteren ist es die Angst der Halter vor einem baldigen Verlust; bei kranken

Tieren schrecken eine zeitintensive Pflege und die Kosten für eine tierärztliche

Betreuung, für regelmäßige Medikamente und ein spezielles Futter leider mögliche

Interessenten ab. Dabei brauchen gerade unsere Sorgentiere besondere Aufmerksamkeit.

Sie sehnen sich nach Streicheleinheiten und sozialen Kontakten.

4

Tierheimhund Poldi ist der Senior an der

Waldkampfbahn. Der betagte Dackelmix kam schon

Anfang 2011 zu uns, da sein Besitzer ins Pflegeheim

musste. Alle Versuche, ihn in eine ruhige Familie zu

vermitteln, wo er einen schönen Lebensabend hätte

verbringen können, sind gescheitert. So verbringt

der noch recht muntere Geselle wie viele andere

Oldies seine letzten Jährchen im Tierheim.

für ein Tier

im Tierheim

Wuppertal

Zeigen Sie Herz: Eine wertvolle Unterstützung

für unsere Tiere ist die Übernahme einer Tierpatenschaft,

die wir Ihnen ab sofort anbieten

möchten. Sie als Tierfreund/Tierfreundin leisten dadurch

einen sehr persönlichen Beitrag für das Wohlergehen des

Tieres, für eine angemessene Unterbringung, Futter und

medizinische Versorgung.

Sie können Ihr Patentier während der Öffnungszeiten

oder nach Absprache mit unseren Tierpflegern besuchen,

es beschmusen und streicheln, ggf. mit ihm spazieren

gehen.

Für einen Hund oder eine Katze in unserem Tierheim

können Sie eine Patenschaft schon zu einem Betrag von

monatlich 10 Euro übernehmen. Eine Patenschaft für

Kleintiere ist ab 5 Euro monatlich möglich.

Die Dauer der Patenschaft ist auf ein Jahr begrenzt.

Es bedarf keiner Kündigung. Wir freuen uns natürlich

sehr, wenn Sie darüber hinaus ein Herz für unsere Tiere

zeigen und die Patenschaft fortführen.

Auch für ein Kleintier,

zum Beispiel für eines

unserer süßen

Kaninchen, kann eine

Patenschaft ab 5 Euro

monatlich übernommen

werden.


Mit der monatlichen Zahlung können

Sie für ein Jahr die Patenschaft

für ein Tierheimtier übernehmen.

Bitte bezahlen Sie mindestens

5,- Euro für ein Kaninchen,

ein Nagetier oder einen Vogel

10,- Euro für eine Katze

10,- Euro für einen Hund

I n unserem Tierheim möchten wir künftig

die Namen unserer Paten - wenn diese es

wünschen! - öffentlich aushängen. Einmal

im Jahr laden wir die Paten zu einem gemütlichen

Patentreffen ins Tierheim ein, um sie zu informieren,

den persönlichen Kontakt zu halten und um unsere

Vierbeiner vorzustellen.

Tierpatenschaften können selbstverständlich auch

von Schulklassen, Bürogemeinschaften, Unternehmen

etc. übernommen werden. Wir sind dankar für jede

Unterstützung!

A ls Pate erhalten Sie eine persönlich auf Sie

ausgestellte Urkunde mit dem Foto Ihres

Patentieres. Sollte Ihr Patentier vermittelt werden,

benachrichtigen wir Sie selbstverständlich und Sie können

entscheiden, ob Sie die Patenschaft für anderes Tier übernehmen

möchten.

Wenn Sie eine Patenschaft generell für einen Hund oder

eine Katze übernehmen, erhalten Sie natürlich ebenfalls eine

persönliche Patenschaftsurkunde mit einem Beispielfoto aus

unserem Tierheim.

B itte scheuen Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Aufgrund unseres sehr stark frequentierten

Telefonservices beantworten wir Ihre Fragen bevorzugt auch

per e-mail - tiere42@aol.com - und schicken Ihnen gerne

den entsprechenden Patenschaftsvertrag zu, aus dem nochmal

alles Notwendige und Wissenswerte über eine Tierpatenschaft

hervorgeht.

Übrigens: Tierpatenschaften sind auch ganz besondere

Geschenke. Von Menschen für Menschen mit

Die sieben Jahre alte Schmusekatze Jule ist sehr

scheu und zurückhaltend und möchte Kinder und

andere Tiere nicht gerne um sich haben.

Die Wohnungskatze benötigt aufgrund einer Nierenerkrankung

ständig eine entsprechende Diät.

5


HUNDELEBEN

Mit dem Nachwuchs kommt viel Glück und Freude ins

Haus, aber zugleich steigt auch die Sorge um das

geliebte Kind. Die Gedanken der Eltern kreisen hauptsächlich

um das Wohlergehen des Säuglings. Aber was geschieht nun mit

dem Vierbeiner - bevor das Baby geboren wurde, spielte schließlich

der Hund die Hauptrolle und nun soll sich das schlagartig

von heute auf morgen ändern? Viele Mütter haben Bedenken, dass

sich ihr Kind durch zu engen Kontakt mit dem Hund Infektionen

einfangen könnte. Oder noch schlimmer, dass der Hund in

einem Eifersuchtsanfall eine ernsthafte Gefahr für das Kind darstellt.

Aber ist es wirklich so dramatisch?

Tierpsychologe Alexander Külzer hat schon des Öfteren Erfahrung

mit verhaltensauffälligen Hunden gemacht, die sich erst

an die neue Situation gewöhnen mussten. Seine wertvollen Tipps

verhindern, dass sich der Vierbeiner aufgrund des Babys vernachlässigt

fühlt. Külzer rät zum Beispiel werdenden Müttern, bereits

in der Schwangerschaft erste Vorkehrungen zu treffen, um den

Hund an das neue Familienmitglied zu gewöhnen. Indem Sie

einer Puppe viel Aufmerksamkeit schenken, kann sich der Hund

schon mal daran gewöhnen, dass er nicht mehr die Hauptrolle

spielt. Aber bitte vergessen Sie nicht, ihm dabei trotzdem viele

6

Muss der Hund gehen, wenn sich

zweibeiniger Nachwuchs einstellt?

Auf gar keinen Fall!

HUND UND BABY -

Streicheleinheiten zu schenken. So begreift er, dass die Welt nicht

untergeht und seine Besitzer ihn dennoch lieb haben - auch wenn

der neue Winzling viel Zeit und Beachtung benötigt.

Endlich ist es soweit, das Baby ist geboren. Bringen Sie dem

Hund eine volle Windel oder einen benutzten Strampelanzug

des Säuglings aus dem Krankenhaus mit, damit er sich frühzeitig

an den Geruch gewöhnt. Schenken Sie Ihrem Vierbeiner in Verbindung

mit dem Schnuppern ein Leckerli und viel Aufmerksamkeit.

Denn auf diese Weise verbindet er den Geruch des Kindes

mit etwas Positivem und fühlt sich nicht einsam und vergessen,

rät die dreifache Mutter und zweifache Hundebesitzerin Dr.

Claudia Ludwig.

Die WDR-Moderatorin der Sendung „Tiere suchen ein

Zuhause“ warnt, dass es ein großer Fehler sei, ein Tier aufgrund

von Familienzuwachs zu vernachlässigen. Ihrer Ansicht nach gibt

es keinen Grund für eine Schwangere, einem Haustier weniger

Beachtung zu schenken oder es wegzugeben. Ausgenommen, es

gibt schwerwiegende Gründe, wie zum Beispiel ein ungewöhnlich

bissiges Tier oder eine gefährliche Allergie gegen Hundehaare.

Treffen diese Fälle nicht zu, ist ein tierisches Familienmitglied

eine Bereicherung und keine Belastung.

Foto: IVH


- DAS GEHT!

Aus hygienischer Sicht ist der Kontakt mit einem

Hund für das Baby völlig unbedenklich, solange der

Hund entwurmt und geimpft ist. Ob es nun unhygienischer

ist, wenn Kinder mit dem Hund schmusen oder den

Griff des Einkaufwagens ablecken - wie ich es neulich im

Supermarkt mit leichtem Ekelgefühl beobachten konnte

- ist fraglich. Auf jeden Fall ist das kindliche Immunsystem

an die Bakterien des Hundes gewöhnt, nicht aber an

so genannte fremde Bazillen auf Einkaufswägen, Böden

etc., beruhigt Dr. Ludwig.

Wenn das Kind älter wird und zu krabbeln

beginnt, ist es wichtig, ihm beizubringen, dass

der Hund ein Lebewesen mit Gefühlen und einer Seele

ist. Es muss von Anfang an klar sein, dass „am Hundeschweif

zerren“ verboten ist und man auch nicht auf dem

Tier reiten kann, da es sonst Schmerzen hat. Das Kind

muss Respekt vor dem Hund haben und ihn zugleich als

Freund betrachten.

Werden alle diese Punkte beachtet, dann ist der

Hund eine große Bereicherung für die ganze

Familie. Der Vierbeiner sorgt nämlich für viel Bewegung

an der frischen Luft und trägt zur guten Laune

bei.

Quelle: hallohund.de

buchtipp:

Welpen und Kinder

Kleine Hunde und

kleine Kinder sind

eine tolle Kombination

- wenn man

es richtig anfängt

und mit Sachverstand

herangeht.

In diesem Ratgeber

für Eltern

berichten die

Autorinnen Pia

Silvani und Lynn

Eckhardt aus

ihrem reichen Erfahrungsschatz in Sachen Hunde

und Kinder und informieren, was zu beachten ist,

damit alle Beteiligten gesund und glücklich bleiben.

Was ist wichtig, wenn ein Kind in einen

Haushalt mit Hunden geboren wird oder wenn ein

Hund für die Kinder angeschafft werden soll. Hier

erfahren Sie alles Wissenswerte.

Kynos-Verlag, 19,90 Euro

Fotos: Internet/Collage: S. Höh

7


8

SAMTPFOTENREPORT

Foto: IVH

Leider hört man immer wieder von

Familien, die Nachwuchs erwarten und

daraufhin ihre Katze mit der Begründung

abgeben, dass diese ein Gesundheitsrisiko

für schwangere Frauen und die ungeborenen

Babys darstellen. Hintergrund für solche

Befürchtungen bildet die Infektionskrankheit

Toxoplasmose, die von Katzen auf den Menschen übertragbar

ist. Findet während der Schwangerschaft eine

Erstinfektion mit dieser Krankheit statt, kann dieses zu Schäden

an dem noch nicht vollständig entwickelten Embryo führen. Dieses

ist natürlich eine erschreckende Vorstellung, man sollte sich

aber zunächst umfassend mit der Thematik auseinander setzten,

bevor man in Hysterie verfällt.

Wie erwähnt, besteht das Risiko nur im Falle einer Erstinfektion.

Toxoplasmose kann auch - und das ist der Hauptinfektionsherd

- durch den Verzehr von rohem oder nicht ausreichend

erhitzten Fleisch erworben werden. Die Infektion sowie die

Erkrankung verläuft zumeist vom Menschen unbemerkt und hat

auch keine gesundheitlichen Folgen. So kann es dementsprechend

sein, dass Frauen, die eine Schwangerschaft planen, bereits einmal

an Toxoplasmose erkrankt waren, ohne dieses bemerkt zu haben.

Um dieses herauszufinden, kann man einen Bluttest durchführen

lassen. Zeigt dieser bereits an, das schon einmal eine Infektion

vorlag, besteht keine Gefahr, dass eine Ansteckung ausgehend

von einer Katze das ungeborene Baby im Mutterleib schädigen

kann.

Schwangere und Katzen:

HYGIENE BEACHTEN

Und wenn das Baby erstmal da ist, sollten Sie der

neugierigen Samtpfote die Gelegenheit geben, den

kleinen „Revier-Eindringling“ kennen zu lernen.

Legen Sie Baby und Katze auf eine Decke, damit sie

sich „auf Augenhöhe” befinden und ausgiebig

„beschnuppern” können. Natürlich achten Sie auch

hier auf Hygiene. Gegenseitiges „Abschlecken“ dürfte

der Katze kaum gefallen. Lassen Sie die beiden nie

unbeaufsichtigt.

Lag bisher keine Infektion vor, kann und

muss man allerdings Vorsichtsmaßnahmen

einleiten. Dazu gehört die tägliche Reinigung

des Katzenklos, da sich Toxoplasmen

über den Kot und den Urin der Tiere verbreiten.

Dieses sollte möglichst nicht von

der Schwangeren selbst, sondern von einer

anderen Person erledigt werden. Ist dieses nicht möglich, sollte

die Schwangere Handschuhe bei der Reinigung tragen. Da sich

die Toxoplasmen allerdings erst nach zwei Tagen in der Katzentoilette

entwickeln, ist bereits mit dieser täglichen Reinigung das

größte Risikopotenzial ausgeschaltet. Bei Hauskatzen minimiert

sich das Risiko zudem noch einmal, da sie in der Regel kein rohes

Fleisch verzehren, bei dem sie sich selbst mit Toxoplasmose

anstecken könnten.

Hygienische Maßnahmen wie Händewaschen etc. sollten dennoch

von der werdenden Mutter eingehalten werden. Auch sollte

man sich nicht von der Katze das Gesicht ablecken lassen; Maßnahmen,

die ohnehin eingehalten werden sollten.

Schwangere müssen dementsprechend also nicht ihre Haustiere

meiden. Ein hygienischer Umgang mit den Tieren genügt.

Vorsicht ist allerdings bei freilaufenden unbekannten Katzen

geboten, bei dem Verzehr von rohem Fleisch sowie bei der Gartenarbeit.

Auch dort kann man mit Katzenkot in Berührung

kommen, sodass das Tragen von Handschuhen erforderlich ist.

Tiere-online.de


SANFTE NACHHILFE:

So klappt es mit der Katzenklappe

Raus in den Garten, rein ins Haus, wieder raus, wieder rein

und dann das Ganze noch mal von vorn - wer von seiner Samtpfote

nicht dauernd als Türöffner beschäftigt werden will, spendiert

ihr eine Katzenklappe. Mancher Haustiger allerdings ignoriert

sein neues Tor zur Welt und fordert weiterhin von seinem

Menschen Portiersdienste ein. „Nur nicht verzagen“, rät Brigitte

Eilert-Overbeck, Autorin zahlreicher Tierratgeber. „Manche Katzen

brauchen etwas länger, bevor sie Neuerungen akzeptieren und

manchen muss man sie buchstäblich schmackhaft machen. Aber

mit ein wenig Geduld und sanfter Nachhilfe klappt es schon mit

der Klappe.“ Die Expertin empfiehlt, sich gleich nach dem Klappeneinbau

Zeit zu nehmen für ein kleines Trainingsprogramm.

Und so könnten die einzelnen Schritte aussehen:

c Von draußen die Katze mit einem Federwedel oder ähnlichem

Katzenspielzeug locken. Großes Lob, wenn sie durch die

Klappe kommt, eventuell auch mit Leckerbissen belohnen.

c Falls das Tier partout nicht „durch die Wand“ gehen will,

die Klappe zunächst hochbinden. Katze locken und belohnen,

wenn sie den Durchgang benutzt

c Jeden Tag die Klappe ein bisschen mehr herunterlassen.

Belohnung, wenn sie durch die halb geöffnete Klappe kommt.

So langsam bekommt sie ein Gespür dafür, dass die „Wand“

nachgibt und sie jederzeit hindurchgehen kann.

c Alternativ und am besten zu zweit zu bewerkstelligen:

Einer hält die Klappe hoch, der andere wartet mit Spielzeug

oder Futterbelohnung auf der anderen Seite. Mit der Zeit die

Klappe immer mehr absenken. Ist die Katze mit den Vorderpfoten

durch, die Klappe vorsichtig loslassen. Begeisterung zeigen.

Geplagte „Türöffner“ müssen keine langen Trainingszeiten

befürchten: Die meisten Katzen haben innerhalb weniger Tage

den Bogen mit der Klappe raus. Quelle: IVH

Foto: Archiv

•HUND

•KATZE



VOGEL

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»Ich glaube, das ist nicht

der richtige Platz für

die neue Katzenklappe ...«

9


Lediglich Jungvögel von „Nesthockern”,

die tatsächlich noch ins Nest gehören

und ohne Hilfe kaum eine Überlebenschance

hätten, sollten von Fachleuten versorgt

werden, wenn sie zum Beispiel noch

nackt und vollkommen hilflos sind, wie in

den ersten Tagen nach dem Schlüpfen.

Man unterscheidet

zwischen Nestflüchtern

und Nesthockern

In den meisten Fällen handelt es sich

keineswegs um „verlassene“ Jungvögel,

sondern um junge „Nestflüchter“. Das

heißt, die Jungvögel verlassen ihr Nest,

bevor sie fliegen können. Das erste Daunengefieder

ist zu diesem Zeitpunkt

bereits gut entwickelt. Zu den „Nestflüchtern“

gehören zum Beispiel Enten, Gänse,

Schwäne, Wat- und Hühnervögel .

Die Brut verteilt sich in der Regel

über das ganze Gelände. So können nur

einzelne Tiere, und nicht die gesamte Brut

auf einmal, von natürlichen Feinden entdeckt

werden. Durch Lock- und Bettelrufe

stehen die Jungvögel mit ihren Eltern in

Verbindung und sie werden auch noch

gefüttert.

Ältere Jungvögel von sog. „Nesthockern“

- dazu gehören die meisten heimi-

10

VOGELWELT

Immer wieder erhalten wir im Wuppertaler

Tierheim Anrufe von besorgten

Tierfreunden, die im Garten oder

beim Spaziergang scheinbar hilflose

Jungvögel gefunden haben und nun

befürchten, dass die Tiere aus dem

Nest gefallen sind. Manche dieser

Vögel werden auch direkt im Tierheim

abgegeben, wo sie selbstverständlich

gepflegt und gefüttert werden.

Dennoch bedeutet für einige der

Eingesammelten das Wegnehmen von

ihrem angestammten Platz, dass sie trotz

aller erdenklichen Hilfe nicht überleben

werden.

Aus dem Nest gefallen?

schen Singvogelarten, wie Drosseln, Finken

und Meisen sowie auch Rabenvögel,

Eulen und Greifvögel -, die als „Ästlinge“

auf einem Ast oder an anderen geschützten

Orten sitzen und auf die Eltern warten,

besitzen ebenfalls schon ein Federkleid,

sind aber noch flugunfähig. Auch sie benötigen

keine Hilfe!

Bitte Jungvögel nicht mit

nach Hause nehmen!

Wer einen jungen Vogel findet, sollte

ihn am Besten ganz in Ruhe lassen. Nur

wenn es notwendig erscheint, weil das Tier

beispielsweise direkt am Rand einer befahrenen

Straße sitzt, sollte man es an einen

möglichst nahe gelegenen, geschützten

Ort umsetzen.

Wer einen Vogel umgesetzt hat,

braucht keine Angst zu haben, dass dieser

von den Altvögeln verstoßen würde. Im

Gegensatz zu vielen Säugetieren haben

Vögel einen schlechten Geruchssinn. Sie

stören sich nicht an menschlichem

Geruch. Die Jungvögel werden von den

Eltern wieder aufgenommen und versorgt.

Junge Vögel, die mit nach Hause

genommen werden, haben meist schlechtere

Überlebenschancen als in der Natur.

Vielfach scheitert eine Aufzucht schon an

Foto: R.B., pixelio.de

der notwendigen Kenntnis, welche Nahrung

dem Jungvogel gegeben werden soll.

Die Aufzucht von Jungvögeln verlangt

darüber hinaus die volle zeitliche Aufmerksamkeit

der Pflegeeltern. Junge

Kohlmeisen, Buchfinken oder Amseln

beispielsweise wollen alle zehn bis 15

Minuten gefüttert werden.

Wir empfehlen deshalb, Jungvögel

wirklich nur in den begründeten Ausnahmefällen

mitzunehmen und dann natürlich

ins Tierheim zu bringen, wo man

ihnen entsprechend fachkundig helfen

kann.

Übrigens: Dem Bundesnaturschutzgesetz

zufolge dürfen Jungvögel überhaupt

nur dann vorübergehend aufgenommen

werden, wenn sie verletzt, krank oder tatsächlich

hilflos sind. Die Tiere sind

schnellst möglich wieder frei zu lassen,

sobald sie in der Natur allein überleben

können.

Red./Quelle: Deutscher Tierschutzbund


Foto: Archiv

Was ist zu tun, wenn bei minus zehn

Grad der Schmetterlingsfink,

Nymphensittich oder das Rosenköpfchen

durch einen Spalt des gekippten Fensters

entflogen ist? Guter Rat ist da teuer. Die

Vögel sind Zimmertemperatur gewohnt

und finden sich plötzlich in einer völlig

fremden, ihnen unbekannten Welt wieder.

Aber auch wenn er nur 50 Meter entfernt

auf einem Ast oder Dach sitzt, dürfte es

nicht einfach werden, ihn einzufangen.

Geben Sie „Vermisstenmeldungen“ an die

Tierheime und Zoofachgeschäfte in Ihrer

Nähe sowie ggf. an die örtliche Presse.

Auch Hinweise an Masten und Bäumen in

der Umgebung kann zu Hinweisen oder

einem Finder führen.

Hat der entflogene Vogel einen Partner,

kann es hilfreich sein, das zurückgebliebenen

Männchen oder Weibchen in

Hilfe für

entflogene Ziervögel

Plötzlich ist es passiert: Der Vogel ist durch den Türspalt

oder eine gekipptes Fenster entwischt. Das ist nicht nur für

uns Menschen ein Schock, sondern auch für den Entflogenen,

der auf einmal eine ganz andere Welt vor Augen hat.

Ist das Unglück geschehen, hilft dem Halter nur schnelles

Handeln. Aber auch wenn Sie einen entflogenen Vogel finden,

sollten Sie unbedingt einige Dinge beachten.

einem Käfig auf den Balkon oder die Terrasse

zu stellen. Die Rufe des Partners locken

das entflogene Tier oftmals an. Ist das

der Fall, sollten Sie den „Lockvogel“ ins

Zimmer tragen. Sehr wahrscheinlich wird

Ihnen der Heimkehrer dabei folgen. Meistens

geht das Entfliegen jedoch nicht so

glücklich aus und die Vögel finden sich

orientierungslos im Gezweig hoher Bäume

wieder. Befinden sie sich noch in der Nähe

der Wohnung, kann es, ähnlich wie oben,

zum Einfangen des Vermissten kommen -

manchmal kommt das Tier nach dem

Rufen sogar auf den Finger seiner Bezugsperson.

Neben verletzten heimischen Vögeln

wird zuweilen ein erschöpfter Ziervogel

auf der Straße oder im Garten gefunden.

Wenn Sie nicht wissen, welcher Art

er ist und welches Futter er braucht, brin-

gen Sie ihn ins Tierheim.

Haben Sie Erfahrung mit Vögeln oder

selbst welche, liegt vielleicht schon Futter

für ihn bereit. In jedem Fall sollte der

Findling nicht zum eigenen Vogel sondern

in einen eigenen Käfig, denn der Gefundene

könnte Viren, Bakterien oder Milben

von draußen mitgebracht haben. Schlagen

Sie Zettel mit „Gefunden“ und Ihrer Telefonnummer

an Bäume oder Masten der

Umgebung an.

Doch Vorsicht! Machen Sie darauf

keine Angaben zum Vogel, denn außer

dem Besitzer könnten sich auch Geschäftemacher

melden, die auf einen wertvollen

Vogel zum Verkaufen spekulieren.

Quelle: Ein Herz für Tiere

11


12

GESUNDHEIT

Der Hörsinn ist bei Hund und Katze

sehr gut entwickelt, vorausgesetzt

die Ohren sind gesund. Bis zu 20

Prozent aller Hunde und bis zu sieben

Prozent der Katzen leiden jedoch unter

der Otitis externa, einer Entzündung des

äußeren Gehörgangs, landläufig als

Ohrenzwang bekannt. Ständiges Kopfschütteln

oder Kratzen am Ohr sind erste

Hinweise auf eine Otitis. Auch lassen sich

braune Beläge in der Ohrmuschel des

Tiers mit bloßem Auge erkennen.

Spätestens dann sollte man den Tierarzt

aufsuchen. Es ist wichtig, eine Ohrentzündung

so früh wie möglich zu diagnostizieren.

Entsprechende Behandlungen

greifen dann sehr schnell und man

schützt das Tier vor unnötigen Schmerzen.

Die OHREN im AUGE behalten

Parasiten, meistens Milben, Allergien

oder Fremdkörper sind die häufigsten

Auslöser einer Ohrentzündung. Ist die

natürliche Immunabwehr eines entzündeten

Ohres erst einmal gestört, können sich

Bakterien, Pilze oder Hefen ungehemmt

vermehren. Unbehandelt kann die Entzündung

im schlimmsten Fall auf das

Mittel- oder Innenohr übergreifen.

Besonders häufig betroffen sind Tiere

mit einer starken Behaarung des Gehörgangs,

bei Hunden beispielsweise der

Pudel (links), bei Katzen die Abessinierkatze

(rechts). Auch Hunde mit einer

Ohrstellung, die das Ansammeln von

Ohrenschmalz begünstigt, leiden häufiger

unter Entzündungen. Tierhalter sollten

die Ohren von Hund und Katze regelmäßig

kontrollieren. Zur Ohrreinigung dürfen

ausschließlich geeignete Ohrreiniger-

Lösungen eingesetzt werden. Wattestäbchen

haben im Ohr von Hund

und Katze nichts verloren! Entzündete

Ohren muss der Tierarzt

behandeln. Nur er kann

die Entzündungsursache

diagnostizieren und anschließend

geeignete

Therapiemaßnahmen

einleiten.

Der Tierhalter

kann diese im Normalfall

zu Hause

weiterführen und

zwar so lange, bis

der Tierarzt eine

Abschlussuntersuchung

durchgeführt

hat und die

Behandlung für

Wattestäbchen haben

im Ohr von Hund und

Katze nichts verloren!

beendet erklärt. Ansonsten können Bakterien

und Milben überleben, sich erneut

vermehren und nach rascher Zeit wieder

eine Entzündung hervorrufen.

Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

Fotos: wikimedia.de


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KANINCHEN zum

Tierarzt

TIERÄRZTLICHE PRAXIS

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Dr. med. vet. Michael Schmidt

- Fachtierarzt für Tierernährung und Diätetik -

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42115 Wuppertal

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Sprechzeiten:

Mo. bis Sa. 9.30 - 11. 30 Uhr

Mo. bis Fr. 15.30 - 18.00 Uhr

und nach Vereinbarung

Foto: Höh

Digitales Röntgen

Ultraschall incl. Herzultraschall

Videoendoskopie:

Magen-Darm-, Lungen-, Nasen- und Rachenspiegelungen

Knochen- und Gelenkchirurgie

Auch ein Kaninchen kann einmal krank werden und muss

zum Tierarzt. Für den sicheren und hygienischen Transport

dorthin empfehlen wir, den kleinen Nager in einer Box aus

Plastik zu transportieren; das ist praktischer und hygienischer, als

es im Weidenkorb oder in einem Kaninchenkäfig mit Einstreu

und sicherer, als es auf dem Arm zu tragen. Einstreu sollte man

ohnehin zu Hause lassen und stattdessen ein Handtuch in die

Transportbox legen. Dies kann man ggf. während der Untersuchung

als Unterlage für den oft glatten Behandlungstisch benutzen.

So hat das Kaninchen genügend Halt und läßt sich geduldiger

und ohne Stress untersuchen.

Bringen Sie Ihr Kaninchen niemals nüchtern zu einer Untersuchung

oder Operation, denn für die kleinen Hoppler ist eine

regelmäßige Darmbewegung lebenswichtig (sie fressen bis zu 80mal

am Tag). Kranke Tiere sollte man für einige Zeit getrennt

von ihren Artgenossen halten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Peinliche Hygiene ist sehr wichtig: Die Einstreu sollte

bei dem kleinen Patienten häufiger gewechselt werden, Käfig

und Zubehör kann man mit Desinfektionsmitteln desinfizieren.

Auch im Haus gehaltene Tiere sollten regelmäßig geimpft

werden, da sie sich zum Beispiel durch Mückenstiche mit Krankheiten

infizieren können. Besonders bei Darmproblemen, für die

die meisten Nager extrem anfällig sind, sollte man schon bei den

ersten Krankheitssymptomen den Tierarzt aufsuchen, denn bei

geschwächten Tieren kann es am nächsten Tag schon zu spät sein.

13


Mitte Februar konnten wir endlich

unsere bisherige Büroetage räumen

und mit Sack und Pack ins

renovierte Nebenhaus umziehen. Was

häuft sich doch im Laufe von 35 Jahren

auch in einem Büro alles an! Gelegenheit,

endlich einmal richtig „auszumisten“ und

sich von unnützem Ballast zu befreien!?

Gut und schön, aber da gibt es ja Vorschriften,

was und wie lange man etwas

aufbewahren muss - also dies und jenes

bleibt, weil es bleiben muss. Aber die

Mappe mit Kinderbriefen und -Zeichnungen?

Ach nein, die sind doch so niedlich,

die kann man doch nicht wegwerfen!

Und die alten Zeitungsberichte und die

vielen Fotos unserer tierischen Heimbewohner

- die müssen wir doch nicht aufheben,

oder? Ooch, schade eigentlich! Die

Überbleibsel von unseren Sommer- und

anderen Festen, die können wir doch

sicher irgendwann mal wieder brauchen,

die müssen wir doch behalten?!

Fazit: Die Wegwerfaktion hielt sich in

Grenzen. Weil die neuen Räume etwas

kleiner sind, werden wir uns für die nächsten

35 Jahre halt arrangieren müssen!

14

HAUSMITTEILUNGEN

Warum das Ganze?

Warum wir umgezogen sind? Um

Platz zu machen für die dringend erforderliche

Isolier- und Krankenstation. Besonders

im vergangenen Jahr mussten wir

leidvoll erfahren, dass es unumgänglich

ist, alle Neuzugänge an Katzen und Kleintieren

vorerst streng zu isolieren, bis sicher

ist, dass keine Erkrankungen vorliegen

und Ansteckungen ausgeschlossen werden

können.

Die Geschäftstelle zieht

ins Nebenhaus und macht

Platz für die dringend

notwendige Isolierstation

Mehr PLATZ für unsere TIERE

Das haben wir selbstverständlich im Rahmen

der Möglichkeiten bisher auch versucht,

hatten aber aus Mangel an geeigneten

Räumlichkeiten nur unzulänglichen

Erfolg.

Leider wurden wir mehrmals von Katzenschnupfen

heimgesucht, einer Krankheit,

die sich harmlos anhört, aber vielfach

ein tödliches Ende nehmen kann. Neben

allem Pflegeaufwand auch eine starke psychische

Belastung für unsere Mitarbeiter.

Die vorgesehene neue Krankenstation

wird über den Hintereingang des Tierheims

und damit ohne Berührung der vorhandenen

Katzenstuben zu erreichen sein.

Wir erhoffen damit natürlich in erster

Linie die Vermeidung von Epedemien in

unserem Tierheim, aber auch die Reduzierung

der Kosten für Arzt und Medikamente.

An dieser Stelle möchte ich generell

einmal auf die Schwierigkeiten unserer

Mitarbeiter mit der Krankenpflege hinweisen.

Haben Sie schon einmal versucht,

Ihrer Katze Augentropfen zu verabreichen,

Ohren zu reinigen, Wunden zu versorgen?

Dann werden Sie wissen, wie schwierig es

ist, das ohne weitere Hilfe zu schaffen,

daneben noch mehrmals täglich Erbrochenes

und andere Exkremente zu beseitigen,

Medizin zu verabreichen und tröstend und

beruhigend zu streicheln. Wenn sich diese

Pflegeerfordernisse dann noch auf viele

Katzen und mehrere Räume erstrecken,

dann haben wir zwangsläufig ein personelles

Problem. M.T.

Einige kritische Aussagen lassen uns befürchten,

dass unsere Leistungen in den Augen

mancher Mitbürger lediglich auf die Annahme

und Weitergabe von Tieren beschränkt werden.

Speziell für diese, aber auch für andere

Interessierte, nachstehend unser Leistungskatalog,

aus dem die täglichen Aufgaben unserer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausschließlich

im Tierheim (beispiehaft!) hervorgehen.

Neben der so oft wie eben möglichen

Zuwendung und den Streicheleinheiten für die

einzelnen Tiere: Fütterung unserer Tiere 2 x täglich;

Tierarztbegleitung und Visite, Pflege erkrankter

Tiere (Medikamentengabe, Säubern

von Wunden, Augen, Nase), Transport operationsbedürftiger

Tiere zum Tierarzt und zurück.

Reinigung aller Tierunterkünfte (z.B. Katzenstuben,

Fundräume, Krankenstube, Nagerunterkünfte,

Exotenraum, Voliere, Hundestall

mehrmals täglich), der Futternäpfe und der

Katzentoiletten; Reinigung aller Innen- und

Nebengebäude, Küche, Toiletten, Außengehege,

Ausläufe, Höfe, Fahrzeuge; Waschen

und Trocknen der zahlreich anfallenden Decken,

Handtücher, Kissen; Müllentsorgung.

Verbringen der Hunde in verschiedene Boxen

und Ausläufe im Rotationsverfahren; Ausführen

der Hunde, wobei uns dankenswerter

Weise unsere ehrenamtlichen Dogrunner behilflich

sind! Desinfektion von Räumen und Tierkäfigen;

Erstellung und Aktualisierung von

Dokumentationen, Krankenblättern etc. des

Tierbestandes; Einkauf von Frischfutter (Obst,

Salat p.p.).

Tiervermittlungen, Interessentengespräche,

Beratungen; Vor- und Nachkontrolle bei anstehender

oder erfolgter Vermittlung. Abholung

und Aufnahme von Fundtieren von Privat, Polizei

und Ordnungsamt zu jeder Zeit; Fahrten zu

Wuppertaler Tierärzten (Abholung von toten

Tieren); Nächtlicher Bereitschaftsdienst von

18.00 Uhr bis 8.00 Uhr.

Freiwillige Aufgaben ohne vertragliche Bindung

an die Stadt Wuppertal: Einsätze mit

dem Veterinär- und Ordnungsamt bei Wohnungsräumungen

und Messie“-tierhaltungen;

Aufnahme beschlagnahmter Tiere und Notfalltiere

auf Veranlassung des Ordnungsamtes

oder anderer städtischer Ämter bis 31. März

2012.

Büroarbeiten, Schriftwechsel, Nachforschungen,

Meldungen/Anfragen bei Tasso

und Haustierregister, Telefondienst (ca. 40 bis

60 Gespräche täglich mit den unterschiedlichsten

Anliegen).

Reinigung der Taubentürme, Versorgung

und Pflege der Tauben, und und und...

M.T.


Tierquälerei I

NUR HAUT UND KNOCHEN

Es klingt etwas makaber, aber eine Dogge hatte großes Glück,

dass ihre Besitzerin in eine Drogenklinik eingewiesen wurde!

Das hat dem Tier das Leben gerettet. Man kann sich nicht vorstellen,

in welchem Zustand sich die Dogge befand, als sie zu

uns kam. Völlig abgemagert, man konnte wirklich jeden Knochen

zählen! Wir waren den Tränen nahe.

Was uns aber noch mehr erschütterte, war die Tatsache,

dass das Tier kaum stehen konnte. Es besitzt keinerlei Muskulatur

und scheint noch nie im Leben eine größere Strecke gelaufen

zu sein, wahrscheinlich nur zur Entleerung bis vor die Haustür!

Wir versuchen derzeit, auch mit Hilfe unserer Tierärztin,

durch Kräftigungsmittel, mehrmals tägliche Futtergaben und

sehr viel Zuwendung und Streicheleinheiten das bedauernswerte

Tier zu stabilisieren. Um die Muskeln wieder aufzubauen, haben

wir mit anfangs fünf, mittlerweile schon 20 Minuten Gehtraining

begonnen. Wir hoffen sehr, in diesem so lange vernachlässigten

und gequälten Tier wieder etwas Lebensfreude zu

wecken. Es wird aber noch eine Weile dauern.

Tierquälerei II

Ein Meerschweinchen sollte bei uns abgegeben werden. Weil

wir aber schon seit längerer Zeit wegen absoluter Überfüllung

keine Abgabetiere annehmen können, haben wir auch

dieses Tier schweren Herzens ablehnen müssen. Bedauernd

haben wir den kleinen Kerl noch einmal angesehen und

gestreichelt und mussten dabei entdecken, dass das Tier nicht

Ein uralter, träge und müde scheinender Dackel wurde als

Fundtier zu uns gebracht und es erstaunte und erheiterte uns

etwas, dass ein so betagtes Tier mit einer Schleppleine versehen

war. Die Erklärung kam beim ersten Spaziergang mit den anderen

Tierheimhunden: „Opa“ reckte und streckte sich kurz, düste

ab wie eine Rakete und war in nullkommanix absoluter Anführer

der „Meute“! Siehste, man sollte die Alten nicht unterschätzen

(sagt eine Alte)!

Der schnelle Flitzer verbringt nunmehr seinen ansonsten

gemächlichen Lebensabend bei seiner Finderin, die ihn - nachdem

sich kein Besitzer meldete - erfreulicherweise behalten

wollte.

NICHT BEACHTET - NICHT GEPFLEGT

Meerschweinchen

ohne

Chance

nur unter einem

hühnereigroßen

Fetttumor (unser Foto links) litt, sondern auch unter bereits zur

Spirale eingerollten Krallen (rechts). Dieses arme Wesen hatte

vermutlich kaum Bewegungsraum und wurde von seinem Besitzer

weder gepflegt noch beachtet. Eine rechtzeitige tierärztliche

Behandlung hätte das Leben des Meerschweinchens vermutlich

erhalten; so musste der Nager leider eingeschläfert werden.

Leider kein Einzelfall. Warum schafft man sich eigentlich Tiere

an, wenn man keine Verantwortung für ihre Bedürfnisse, ihre

Leiden übernehmen will?

15


Sicher erinnern Sie sich noch an die

umfangreiche Berichterstattung in der

örtlichen Presse und auch im Fernsehen

im Zusammenhang mit der am Heiligen

Abend von der Polizei erschossenen Katze.

Selten hat ein Vorfall solch einen Sturm

der Empörung und des Entsetzens ausgelöst.

Mit uns haben viele Wuppertaler Tierfreunde,

der Deutsche Tierschutzbund e.V.

und auch einige auswärtige Tierschutzorganisationen

die strafrechtliche Verfolgung

der beteiligten Polizeibeamten beantragt.

Der Tierschutzverein hat zusätzlich

zur Dienstaufsichtsbeschwerde eine Fachaufsichtsbeschwerde

und Petition beim

Innenministerium des Landes NRW eingereicht.

Ein Tierfreund, Mitglied unseres Vereins,

berichtete mir, dass er persönlich auf

einer Polizeiwache eine Strafanzeige

erstattet habe und ihm zuvor von dem aufnehmenden

Polizeibeamten bedeutet wor-

Einen Riesenschreck bekamen unsere

Mitarbeiter, als eine blutüberströmte Frau

mit einer blutenden Katze auf dem Arm

Hilfe suchend im Tierheim erschien. Beide

standen unter Schock! Wie sich herausstellte,

musste die Passantin mit ansehen,

wie die Katze angefahren und durch die

Luft geschleudert wurde. Der Autofahrer

setzte die Fahrt fort, ohne sich um das verletzte

Tier zu kümmern. Wir möchten uns

bei der Tierfreundin herzlich bedanken,

die ohne Rücksicht auf ihre Kleidung und

ihre Autositze das blutende Tier in ihre

Obhut nahm. Das hätte nicht jeder

gemacht! Die unmittelbar erfolgte Untersuchung

zeigte unter anderem einen Kieferbruch,

der sofort operiert wurde. Nach

einigen Tagen in unserer Krankenstation

konnte die Katze in ihr Zuhause, das wir

an Hand ihres Chips ermitteln konnten,

zurück. Das zeigt wie wichtig es ist, sein

Tier chipen und registrieren zu lassen.

16

TIERQUAL bleibt wohl

UNBESTRAFT

den sei, „die Anzeige sei nicht mehr notwendig,

das hätten bereits andere vor ihm

getan“. Auf die Einlassung, er wolle aber

eine eigene Anzeige machen, wurde er

gefragt, ob er sich darüber klar sei, selber

wegen übler Nachrede und Verleumdung

angezeigt zu werden, falls sich die Unrechtmäßigkeit

der Vorwürfe gegen die

Polizei herausstellen sollte. Unser Mitglied

hat sich hiervon nicht beeindrucken

lassen und geäußert, „dieser Maßnahme

mit Gelassenheit entgegen zu sehen“. Der

Eindruck, dass man ihn einschüchtern

wollte, hat die Einstellung unseres Tierfreundes

der Polizei gegenüber nicht

unbedingt positiv beeinflusst.

Gern hätten wir Ihnen in dieser Ausgabe

unseres Magazins wenigstens einen

vorläufigen Bericht über den Stand der

Ermittlungen erteilt. Leider ist uns bis auf

die Eingangsbestätigung unserer Eingaben

und des Aktenzeichens, unter welchem

die Angelegenheit bearbeitet wird,

nichts bekannt geworden.

Auch unsere Bemühungen, herauszufinden,

wo sich die Katze bis zu ihrem Tod

aufgehalten und wer sie in den Müllsack

gesteckt hat, sind vergeblich geblieben.

Um hierzu möglicherweise sachdienliche

Hinweise zu erhalten, hatten wir eine

Belohnung in Höhe von 2.500 Euro ausgesetzt;

gemeldet hat sich niemand. Es ist

wohl kaum damit zu rechnen, dass das

Schicksal der armen Katze jemals aufgeklärt

wird. D.A.

In zwei verschiedenen öffentlichen

Altkleidercontainern wurden fünf kleine,

knuffige Kaninchen gefunden. Gerade

noch rechtzeitig, um vor dem Ersticken,

Verhungern oder Erfrieren gerettet werden

zu können. (Diese Behälter werden immer

erst geleert, wenn sie voll sind, und das

dauert oft seht lange!) Wer macht so

etwas? Wer bringt so etwas übers Herz?

Wir begreifen das nicht.

Fotos: E.M. Scheugenpflug

Ein total verfilzter Fundterrier

wurde vermutlich ausgesetzt, denn ein

Besitzer hat sich nicht gemeldet. Der

arme Kerl erlitt durch die dichte Verfilzung

erhebliche Schmerzen und musste

total kahl geschoren werden. Unter dem

Fell hatten sich bereits Ekzeme gebildet.

Inzwischen sieht der Süße wieder aus wie

ein Hund und hat bei Familie Engel in

Eschweiler ein schönes Zuhause gefunden

(und geschrieben hat er uns auch schon;

mehr dazu in unserer nächsten Ausgabe).

Ein verantwortungsvoller Mensch

macht sich die Mühe, ein gefundenes Tier

zu uns ins Tierheim zu bringen. Und was

tut der von uns benachrichtigte Besitzer?

Anstatt sich zu freuen und den ehrlichen

Finder zu loben, meckert er darüber, dass

er extra ins Tierheim kommen musste,

obgleich der Finder das Tier doch sofort

bei ihm hätte abgeben können... - Wie

wär’s denn - anstatt zu meckern - mit

„Dankeschön, lieber Finder“?

Zu unserem Erstaunen bewegte sich

ein fremder Husky in unserem Hof, obwohl

das Tierheim geschlossen war. Wie

sich herausstellte, hatten unbekannte Tierbesitzer

das hintere Tor zu unserem

Grundstück gewaltsam so weit aufgedrückt,

dass der Hund durch diese Lücke

hinein „geschoben“ werden konnte. Auf

solch’ „liebevolle“ Weise kann man sich

von einem Lebensgefährten trennen...!


AUFNAHMEANTRAG Einzugsermächtigung

Ich beantrage hiermit

die Aufnahme in den

Tierschutzverein Wuppertal e.V. *

Meinen Jahresbeitrag setze ich

fest auf _____ Euro (mindestens 15 Euro)

Name

Vorname

Straße / Nr.

PLZ / Ort

Telefon e-mail

geb. am

Das Ehepaar Petra und Gunnar Kohleick,

Besitzer des Traditionsrestaurants Landhaus Ewich,

Wuppertal-Dönberg, überzeugt seit vielen Jahren nicht nur

durch eine hervorragende Gastronomie sondern auch durch

sein soziales Engagement. Ende des vergangenen Jahres

startete man eine tolle Aktion zugunsten des Wuppertaler

Tierheims. Die wunderschönen, natürlich unbenutzten Gläser

ihres ehemaligen Restaurants Old Woodhouse (vorher: Norwegisches

Holzhaus) wurden für den guten Zweck verkauft;

dazu gab es einen „verrückten Dönberg-Aufkleber“.

Der Erlös von 318 Euro wurde auf 500 Euro aufgestockt.

Wir bedanken uns sehr herzlich für diese gelungene

Aktion, liebe Familie Kohleick. Ihre Spende hilft uns bei den

derzeitigen Umbaumaßnahmen, zum Beispiel bei der Einrichtung

unserer neuen Isolierstation für ankommende Tiere.

Herr Jürgen Kämper aus Wuppertal hat anlässlich seines

51. Geburtstages anstelle von Geschenken um Spenden

für unser Tierheim gebeten. Sage und schreibe

1.002 Euro wurden von den engagierten Gratulanten

gespendet. Ihnen allen und natürlich Herrn Kämper

sei sehr herzlich gedankt! !

Ich bin bereits Mitglied,

möchte aber künftig am

Einzugsverfahren teilnehmen. *

Mitgliedsnummer

_____________________________________

Bitte buchen Sie den genannten Jahresbeitrag von meinem Konto ab.

Dafür erteile ich dem Tierschutzverein Wuppertal e.V. eine Einzugsermächtigung,

die ich jederzeit widerrufen kann. Wenn mein Konto nicht ausreichend gedeckt

ist, ist mein Geldinstitut nicht verpflichtet, den Betrag einzulösen.

Geldinstitut

Kontonummer

Bankleitzahl

Datum / Unterschrift ** Datum / Unterschrift **

* Zutreffendes bitte ankreuzen · ** Bei Minderjährigen ist die Unterschrift des Erziehungsberechtigten erforderlich.

Klasse 3a mit Lehrerin Frau Bergmann

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3b

der Gemeinschaftsgrundschule Küllenhahn haben uns eine

besondere Freude gemacht. Der Erlös ihres Martinsbasars in der

Schule, auf dem viel Selbstgebasteltes verkauft wurde, erbrachte

die stolze Summe von 230 Euro, die sie unseren Tieren zur

Verfügung stellten. Dafür im Namen unserer vierbeinigen und

gefiederten Gäste ganz herzlichen Dank!

Zuvor hatten wir die Freude, die engagierten Jungs und

Mädels bei einer Führung durchs Tierheim kennenzulernen.

Sie bestätigten uns, dass es ihnen „sehr viel Spaß gemacht“ habe

und bedankten sich ihrerseits für die „engagierte und liebenswerte

Führung!“ Gern geschehen! Kommt bald wieder!

Klasse 3b mit Lehrerin Frau Sydow

� � � � � � � � � �

� � � � � � � �

Die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes werden eingehalten. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar.

Unsere Bankverbindung: Stadtsparkasse Wuppertal · Kto.-Nr. 622 258 · BLZ 330 500 00

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Ö

5.000

Hundekuchen und Katzenleckerlis

Im wahrsten Sinne „hohen” Besuch erhielten wir im Dezember

von der Katze Streifi und dem Hund Flecki, bekannt aus dem

Logo der Fachmarktkette Fressnapf. Die beiden waren unterwegs

zu 20 Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes. In Gestalt der

knapp drei Meter großen Stoffpuppen stehen die Maskottchen für

Anteilnahme und Fürsorge für die Tierheimtiere. 20 Mal also

machten Streifi und Flecki auf ihrer Tour durch Deutschland Station

und verteilen weihnachtliche Gaben - insgesamt 5.000 Hundekuchen

und Katzenleckerlis. Die Leckereien für die Vierbeiner

haben die Mitarbeiter von Fressnapf selber gebacken. Zusätzlich

spendete der Fressnapf palettenweise Tiernahrung und -zubehör.

Wie alle anderen Heime hat auch das Tierheim Wuppertal,

die erste Station auf der Weihnachtstour der beiden Fressnapf-

Maskottchen, mehr als eine Tonne Futter erhalten. Das sind rund

6.000 Mahlzeiten für hungrige Mäuler. Wir bedankten uns im

Namen unserer vierbeinigen und gefiederten Mitbewohner sehr

herzlich bei Fressnapf! Das war ein tolles Weihnachtsgeschenk!

N ✂

Gruppenbild mit Flecki und Streifi:

Von links: Tierheimleiterin Eva-Maria Scheugenpflug, Fressnapf-Unternehmenssprecher

Achim Schütz und die Tierheim-Mitarbeiter Klaus Dunker,

Rita Hein, Ulrike Lange, Manuela Zülch und Regina Winkel.

ANTWORT

Tierschutzverein Wuppertal e.V.

Zur Waldkampfbahn 42

42327 Wuppertal

KUCHEN

FÜR DEN

GUTEN

ZWECK

Die stolze Summe

von 300 Euro

hatten die Tierfreundinnen

Bettina Machhein

und Christin

Stimm (Foto oben,

v. l.) für unsere

Tiere gesammelt.

Sie hatten im Kollegenkreisselbstgebackenen

Kuchen

verkauft und uns

den Erlös im Rahmen

des Offenen

Sonntags in einem

hübschen Sparschweinüberreicht.

Darüber

freuten sich Vorstandsmitglied

Claudia Berlinghof

(3. v. l.) und Vorsitzende

Marlis Tempel

(vorne) ebenso

wie Tierheimleiterin

Eva Maria

Scheugenpflug

(Foto unten).

Platz für Ihre Fragen

und Anregungen:


Der Offene Sonntag am 3. Advent war ein voller Erfolg. So

zahlreich wie nie zuvor waren Tierfreundinnen und Tierfreunde

zu uns gekommen, um sich über unsere Einrichtung

und vor allem über unsere tierischen Mitbewohner zu informieren.

Im weihnachtlich geschmückten Sälchen ließen sich viele

Kaffee und selbstgebackenen Kuchen schmecken und kauften

hübsche Präsente für ihre Lieben daheim. Unser besonderer

Dank gilt allen, die zu unserem Adventsbasar Selbstgemachtes

beisteuerten sowie den fleißigen Bäckerinnen (und Bäckern?),

mit deren Hilfe wir unsere Gäste auch kulinarisch verwöhnen

konnten.

RÜCKBLICK

OFFENER SONNTAG

war ein

voller Erfolg

12 €

... und 5€ für

unseren Tierschutzverein!

Erstmals in diesem Jahr waren Zwei- und Vierbeiner zu

einem abendlichen Fackellauf in den nahen Wald eingeladen.

Mehr als 50 Tierfreunde - Hundeführer und Fackelträger -

waren von diesem schönen Angebot begeistert; über 20 Vierbeiner,

Tierheimhunde mit ihren Dogrunnern, Ehemalige und

Gäste, maschierten gerne mit und hatten viel Spaß miteinander.

Im Anschluss an den dreiviertelstündigen Spaziergang stärkten

sich Herrchen und Frauchen auf Einladung des Tierschutzvereins

bei einem Glühwein im Hof des Wuppertaler Tierheims.

Weitere Fotos finden Sie auf der Fotostrecke unserer Homepage

unter www.tierschutzverein-wuppertal.de

Man kennt ihn als Pferdepsychologe, Sänger zu Pferd

oder als Intendant der Süddeutschen Karl May-

Festspiele. In seinem neuen Buch behandelt Fred Rai ein

Thema, das jedem Tierfreund am Herzen liegt. »Wiedersehen

im Paradies« beschäftigt sich mit der Frage, ob wir unsere

Haustiere im Jenseits wieder treffen. Einiges spricht dafür.

Wunderschöne Tierfotos und bewegende, tatsächlich erlebte Geschichten über die

Seelenverbundenheit zwischen Mensch und Tier sollen den Lesern Hoffnung schenken.

Das Werk wurde in der einschlägigen Presse positiv rezensiert und hat schon viele Leserinnen

und Leser gewonnen, die es „ehrlich und direkt“, als „stilistisch ausgesprochen

emotional gehalten“ und „bewegend“ empfinden.

Wir möchten allen Tierfreunden das Werk ans Herz legen und bieten es in unserem

Tierheim für 12 Euro zum Kauf an. Dem Autor, übrigens ein engagierter Tierschützer

und Inhaber der Silbernen Verdienstmedaille des Deutschen Tierschutzbundes, danken

wir sehr herzlich dafür, dass er dem Tierschutzverein Wuppertal e.V. pro verkauftem

Exemplar eine Spende von 5 Euro zukommen lässt! Sie erwerben also nicht nur ein interessantes

Buch, sondern tun damit etwas Gutes für unsere Tiere im Tierheim Wuppertal.

Fotos: Höh

Treffen wir unsere Haustiere

im „Jenseits“ wieder?

Fred Rai sucht nach Antworten

19


SERVICE

TIERNATURHEILPRAKTIK Telefon

Sabine Bergmann, Wuppertal 70 63 37

Anke Süper, Wuppertal 25 72 31 77

Klaus Dörre, Gevelsberg 0 23 32 / 142 44

TIERPSYCHOLOGIE Telefon

Reiner Hagen, Wuppertal 70 63 37

TIERPENSIONEN Telefon

HUNDE UND KATZEN

Oberlaaker Hof,

Hattingen 0 20 52 / 96 20 00

Tierpension Griethe,

Mettmann 0 21 04 / 73 314

Tierpension Deterding,

Hattingen-Elfringhausen 0 20 52 / 54 94

NUR HUNDE

Hundepension „Zu Fuchswinkel“,

Wuppertal 73 55 00

Hundepension Wuppertal

Familie Schüler 60 18 68

NUR KATZEN

Birgit Hoffmann, Wuppertal 2 46 19 40

Frau Reuter, Sprockhövel 0 23 24 / 7 29 19

KLEINTIERE

Aquarianertreff, Wuppertal 8 11 12

POLIZEI Telefon

Notruf 110

Polizei Wpt., Rsd., Slg. 284-0

Bahnpolizei Wuppertal 75 91 80

Polizei Haan 0 21 29 / 9 3280

Polizei Wülfrath 0 20 58 / 92 000

Polizei Ennepetal 0 23 33 / 91 660

STADTVERWALTUNG Telefon

Bergisches Veterinär- und

Lebensmittelüberwachungsamt

Dorper Str. 26,

42651 Solingen 02 12 / 290-2581+2582

Station Natur und Umwelt

Cronenberger Str. 375 a,

42349 Wuppertal 563 62 91

Fax 563 80 71 · Schulservice 563 74 48

Greifvogelstation

Ch. Buschmann 60 61 59 o.01715520178

W. Bösefeldt 44 83 67 o. 0172 9665327

R. Darak 0170 349 39 53

M. Stolz 69 57 237 o. 0173 9518 63

Wochenende & Feiertage 73 51 36

20

DIE RICHTIGE RUFNUMMER STETS ZUR HAND

VEREINE & VERBÄNDE in Wuppertal

Igelschutz-Interessengemeinschaft e.V.

Tel. 60 34 03, Fax-Abruf 26 53 173, Igelhotline 0 18 05 / 55 59 551 (12 Cent pro Minute)

Katzenschutzbund e.V. Wuppertal, Anke Stein, Tel. 75 35 04

Pfotentisch Wuppertal e.V., Angelika Thomsen, Tel. 25 35 098

Verein Wuppertaler Hundefreunde e.V. (VWH),

Joachim Möller, Tel. 66 78 60 · Ehrenvorsitzender: Hansjürgen Arlt, Tel. 40 32 40

Über Ansprechpartner, Adressen und Telefonnummern der Hundevereine in Wuppertal

informieren wir Sie gerne in unserer Geschäftsstelle. Interessenten können auch eine

vollständige Adressenliste bei uns anfordern oder von unserer Homepage unter

www.tierschutzverein-wuppertal.de herunterladen.

TIERBESTATTUNG in Wuppertal und Umgebung

Tierbestattung NRW

Nickolmann, Bahnstr. 23, 42327 Wuppertal, Tel. 75 82 060, 24-Std.-Service 0170 / 31 20 958

Tierfriedhof Wolkenreise

Martin Hassel, Kreftingstr. 1, 45549 Sprockhövel, Tel. 0 23 24 / 59 47 64

Verein für Tierbestattung Solingen e.V.

Burger Landstraße 204, 42659 Solingen, Tel. 02 12 - 180 90 50

VEREINE & VERBÄNDE national

Deutscher Tierschutzbund e.V.

(mit Zentralstelle für Tätowierungsnummern und Haustierregister),

Baumschulallee 15, 53115 Bonn, Tel. 02 28 / 60 49 60

Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen e.V.

Vinckestr. 91, 44623 Herne, Tel. 0 23 23 / 91 14 17

TASSO-Tierregistrierung

24-Stunden-Notruf-Hotline: 0 61 90 / 93 73 00

Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Landsbergerstr. 103, 80339 München, Tel. 089 / 35 99 349

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands · »BUND«

Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin, Tel. 030 / 275 86 4-0

Bundesverband der Tierversuchsgegner · »Menschen für Tierrechte e.V.«

Roermonder Str. 4a, 52072 Aachen, Tel. 02 41 / 15 72 14

Bundesverband Tierschutz e.V.

Essenberger Str. 125, 47443 Moers, Tel. 0 28 41 / 2 52 44

Komitee gegen den Vogelmord e.V.

Auf dem Dransdorfer Berg 98, 53121 Bonn, Tel. 02 28 / 66 52 80

Naturschutzbund Deutschland · »NABU« · Landesgeschäftsstelle NRW

Merowingerstr. 88, 40225 Düsseldorf-Bilk, Tel. 0211 / 15 92 51-0

»PROVIEH« · Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.

Küterstr. 7-9, 24103 Kiel, Tel. 04 31 / 24 82 80

Verband für das Deutsche Hundewesen · »VDH«

Westfalendamm 174, 44141 Dortmund, Tel. 02 31/ 565 00-0

VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

Dorotheenstr. 48, 22301 Hamburg

World Wide Fund For Nature Deutschland · »WWF«

Rebstöcker Str. 55, 60326 Frankfurt, Tel. 069 / 79 14 40


TIERÄRZTE IN WUPPERTAL und außerhalb:

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Mit dem Auto

� Über die A 46: Ausfahrt Wuppertal-Vohwinkel.

Aus Düsseldorf kommend,

biegen Sie unmittelbar nach der

Autobahnausfahrt nach rechts, aus

Hagen kommend nach links ab. Sie

fahren, dem Lauf der Schwebebahn

folgend, über die Sonnbornerstraße, die in die Kaiserstraße mündet.

� Kurz nach der Endstation der Schwebebahn fahren Sie rechts über die

Straße Zur Langen Brücke, kreuzen die Gruitener Straße, fahren weiter

geradeaus auf der Straße Vohwinkeler Feld bis zum Ende und biegen rechts

in die Waldkampfbahn ein.

� Nach ca. 100 Metern finden Sie auf der linken Seite den zu unserem

Tierheim gehörenden Parkplatz.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

� Sie erreichen uns mit der Bundesbahn (S-Bahn) oder mit der Schwebebahn,

Haltestelle Bruch. Ab dort fahren Sie bitte weiter mit der Buslinie 631, Haltestelle

Tierheim.

BESUCHSZEIT

� Besuchszeit im Tierheim an der Waldkampfbahn ist Dienstag bis Samstag

von 15 bis 18 Uhr. Montags sowie an Sonn- und Feiertagen bleibt unser

Tierheim geschlossen. Unsere Hunde werden bis 16.30 Uhr ausgeführt und

können ab dann den Interessenten vorgestellt werden.

TELEFONSERVICE · 02 02 / 73 51 36

� Das Telefon ist werktäglich von 9 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 18 Uhr

besetzt. Außerhalb dieser Zeit nimmt ein Anrufbeantworter Ihre Wünsche und

Meldungen entgegen. Er informiert auch über den tierärztlichen Nodienst.

Während der Vermittlungszeiten kann es zu Engpässen kommen und auch dann

ist der Anrufbeantworter eingeschaltet; bitte beachten Sie die Telefonansage!

42349 Wuppertal, Tel. 47 30 02

Uwe Merschjohann

Erbschloerstr. 57

42369 Wuppertal, Tel. 46 33 33

Dr. Stephanie Nickolmann

Ehrenhainstr. 124

42329 Wuppertal, Tel. 75 81 887

Dr. Anja Rosengarten

In der Krim 84

42369 Wuppertal, Tel. 747 59 60

Dr. Michael Schmidt

Katernberger Str. 96

42115 Wuppertal, Tel. 31 32 13

Frank Tillwix

Sophienstr. 5

42103 Wuppertal, Tel. 30 24 43

Achim Wellershoff

Westkotter Str. 109

42277 Wuppertal, Tel. 50 82 50

Kleintierpraxis Altes Postamt

Christina Scherer

Bahnstr. 5, 42781 Haan,

Tel. 0 21 04 / 8 08 94 14

Tierklinik Neandertal GbR

Dr. med. vet. Marcus Hess

Dr. med. vet. Peter Engelhardt

Trills 66 a,

40699 Erkrath-Hochdahl

Tel. 0 21 04 / 3 30 83

Der Tierärztliche Notdienst

in Wuppertal ist zu erreichen

unter der Rufnummer 79 99 490.

Auskünfte über die jeweils

notdiensthabenden Tierärzte

gibt es auch online unter

www.tierarzt-wuppertal.de

VORSTAND

DES TIERSCHUTZVEREINS WUPPERTAL E.V.

Ehrenvorsitzender: Werner Draudt

Kriegerheimstraße 27, 42115 Wuppertal

Geschäftsführender Vorstand:

Vorsitzende: Marlis Tempel

Ascheweg 18, 42369 Wuppertal, Tel. 75 29 61

Schatzmeisterin: Gabriele Füngers

Dohlenweg 14, 42115 Wuppertal, Tel. 71 01 01

Erweiterter Vorstand:

Stellv. Vorsitzende: Claudia Berlinghof

Mollenkotten 246a, 42279 Wuppertal, Tel. 4 60 06 73

Stellv. Schatzmeister: Stefan-Marc Rehm

Kipdorf 36 , 42103 Wuppertal, Tel. 24 54 0-0

Schriftführerin: Deana Ausländer

Kleistplatz 11, 42109 Wuppertal, Tel. 75 28 16

Stellv. Schriftführerin: Susanne Höh

Jägerhofstr. 13, 42119 Wuppertal, Tel. 42 06 74

Kassenprüfer:

Alfred Knoll, Horst Wimmershoff

TIERHEIM-TEAM:

Eva-Maria Scheugenpflug (Verwalterin);

Regina Winkel, Klaus Dunker, Rita-Angelina Hein,

Sebastian Dietrich; Judith Fandrich, Ulrike Lange,

Ingrid Stegmaier, Manuel Zülch; Lars Hahmel, Adam

Musilak; Jutta Eisenblätter, Ulrich Lienenklaus, Friedhelm

Schnöring, Cornelia Smolka, Manuela Vöpel, Horst

Wimmershoff; Sebastian Quadflieg (Auszubildender)

TIERHEIM-ÄRZTIN:

Christina Scherer, Tel. 0 21 04 / 8 08 94 14

21


22

TIERVERMITTLUNG


02 02 / 73 51 36

LUCY OSKAR

Katzendame LUCY ist fünf Jahre alt und möchte gerne in der

Wohnung gehalten werden, wo liebe Menschen sie verwöhnen.

Hunde und andere Katzen sollten nicht dazu gehören. Das verschmuste

Mädchen hat seine Menschen gerne ganz für sich alleine.

Leider hat das Herzchen ein kleines Handicap. Sie kann nicht

alleine bleiben. Stress und Wehmut führen dazu, dass sie

dann unsauber wird. Wir vermitteln sie gerne in eine

tolerante Familie, wo immer jemand zu Hause ist.

Die zurückhaltende BIANCA wurde im Dezember

2011 aus einer Messie-Wohnung beschlagnahmt.

Die grau-getigerte Katzendame ist sehr scheu, zurückhaltend

und ängstlich. Es erfordert viel Geduld, damit

sie uns Menschen wieder vertrauen kann. Wir vermitteln

sie gerne an ein katzenerfahrenes, kinderloses Paar oder in

einen ruhigen Singlehaushalt, wo man ihr viel Aufmerksamkeit und

Verständnis entgegenbringt. Bianca wäre auch als Zweitkatze geeignet,

da sie sich recht gut mit ihren Artgenossen versteht.

Unsere

Katzen und

Kater sind kastriert,

geimpft, entfloht,

entwurmt,

und gechipt!

Sorgentiere suchen ein

Zuhause

Unser OSKAR ist ein stattliches Mannsbild, wunderschön getigert,

recht kräftig und dabei sehr anhänglich und total verschmust.

Der liebe Kater wurde Mitte Januar ausgesetzt und wartet nun auf ein

neues Zuhause. Mit Kindern versteht sich der Kerl sehr gut. Als Zweikatze

ist Oskar allerdings nicht geeignet; er ist gerne der „Herr

im Haus“. Noch lieber erkundet der passionierte Freigänger

seine Umgebung.

CHARLY ist etwa vier bis fünf Jahre alt und ein

gemütlicher Stubentiger. Der kastrierte Abgabekater

ist ein sehr scheues und zurückhaltendes Bürschchen.

Wir vermitteln ihn gerne an ein älteres Paar, das sich

seinen neuen Mitbewohner mit viel Liebe und vor allem

Zeit widmen kann, denn Charly ist ein ängstlicher Typ und

kann leider nicht alleine zu Hause bleiben. Schön wäre es, wenn er

sich sein neues Heim mit einem Artgenossen teilen könnte, an dem er

sich auch etwas orientieren kann.

BIANCA CHARLY


ROCKO

Unfassbar: der neunjährige Wolfsspitz

ROCKO wurde in der Wohnung zurückgelassen,

als seine Menschen mit unbekanntem

Ziel verzogen. Wir wissen nicht, was der

arme Kerl schon alles hat durchmachen

müssen, aber er braucht unbedingt einen

erfahrenen Partner an seiner Seite, der ihn

mit Liebe, aber auch mit der nötigen

Konsequenz zu führen weiß. Kinder, andere

Rüden und Katzen sollten auf keinen Fall

in der Familie sein. Der intelligente und

gelehrige Knabe liebt ausgiebige Spaziergänge.

Wenn er sich an seinen Menschen

gewöhnt hat, ist er sehr verschmust und

anhänglich und wird ihm ein treuer und

zuverlässiger Begleiter sein.

Die erst eineinhalb Jahre junge, bildhübsche Rottweiler-Hündin

LADY möchte noch eine Menge lernen.

Sie wartet dringend auf ein schönes Zuhause bei

hundeerfahrenen Menschen. Mit Rüden verträgt sich

die charmante Lady recht gut. Lady ist eine liebe,

anhängliche Hündin, der es nur noch an richtigem

Sozialverhalten und Vertrauen fehlt. Kleine Hunde und

Katzen sind so gar nicht ihr Ding. Auch Kinder sollten

auf keinen Fall zur Familie gehören! Lady ist etwas futterneidisch

und sehnt sich vor allem nach Sicherheit in

Die älteren Hundedamen ILSE und

PAULA wurden zu uns gebracht, da ihr

Besitzer verstorben ist. Beide Yorki-Mädels

sind sehr ruhig, lieb und anhänglich. Sie

gehorchen gut, mögen Kinder und bleiben

auch alleine zu Hause. Ilse hat eine leichte

Sehschwäche, die aber im Umgang mit ihr

kaum auffallend ist und die die kleine Hündin

wohl auch nicht im Geringsten stört. Paula

benötigt aufgrund ihres Alters Medikamente,

über die wir Interessenten gerne informieren.

Pflegepartnerschaft für Ilse & Paula

Wir möchten diese beiden Hündinnen

möglichst bald in ein neues Zuhause vermitteln,

wo sie ihren Lebensabend mit regelmäßigen

Spaziergängen und vielen Streicheleinheiten

genießen dürfen, natürlich nur zusammen,

um ihnen eine weitere Trennung von

dem gewohnten Partner zu ersparen. Die

unkomplizierten, treuen Herzchen haben dies

wahrlich verdient.

Interessenten bieten wir daher die Möglichkeit

an, die Hündinnen in eine Pflegepartnerschaft

zu übernehmen. Das heißt: Der Tierschutzverein

Wuppertal e.V. übernimmt die

PAULA

Kosten für Versicherung und Hundesteuer

sowie anfallende Arztkosten. Nur für das Futter Ihrer neuen Mitbewohnerinnen, die selbstverständlich

zuvor ärztlich untersucht wurden und mit einem Mikrochip gekennzeichnet sind,

müssen Sie selbst aufkommen. Bitte geben Sie Ilse und Paula diese Chance und ein warmes

Plätzchen im Alter. Wir weisen daraufhin, dass es sich hierbei um eine individuelle Ausnahmeregelung

handelt! Ansonsten sind Pflegepartnerschaften nur bei der Vermittlung von

„Anlagehunden“ möglich! In einem persönlichen Gespräch geben wir Ihnen gerne weitere

Auskünfte!

LADY

ILSE

einem vertrauensvollen Umfeld, nach einem führungsstarken Partner und vielen

tollen Aufgaben. Der Besuch einer Hundeschule ist anzuraten. Die junge, lernbegierige

Hundedame hat diese Chance wirklich verdient.

Für die Anlagehündin bieten wir selbstverständlich auch eine Pflegepartnerschaft

an (sh. Paula und Ilse) und zwar für ein halbes Jahr. Für die - auch vorübergehende

- Haltung von Anlagehunden ist ein Sachkundenachweis erforderlich.

Der Antrag ist beim Bergischen Veterinäramt zu stellen. Auch dafür werden die

Kosten übernommen. Nach Ablauf der Pflegezeit könnte Ihr Schützling dann

gegen eine Schutzgebühr in Ihren Besitz übergehen. Sollten Sie sich wider Erwarten

überfordert fühlen und/oder keinen Kontakt zu dem Tier aufbauen können,

haben Sie die Möglichkeit, den Pflegevertrag vorzeitig zu kündigen. Sie gehen

also kein Risiko ein, wenn Sie unserer Lady ein neues Zuhause geben möchten.

Fotos: Höh

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LESERFORUM

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Herrchen, Frauchen und »Ehemalige« berichten!

Den besonderen JOKER gezogen

Liebes Tierheim-Team,

ich wollte mich ja noch mal bei

euch gemeldet haben! Zuerst wollte

ich mich bedanken, dass ihr diese

tollen neuen Leute für mich gefunden

habt. Seit Ende November

wohne ich nun bei meiner neuen

Familie und fühle mich katerwohl!

Ich heiße jetzt Joker (Herrchen und

Frauchen wollten keinen typischen

„Schnee-Namen“ für mich und ich

habe schließlich den „Süß-Sei-

Joker“ gezogen, damit sie mich

trotz meiner Futtermittel-Allergie

adoptieren).

Hier ist es wirklich super. Ich

habe viele tolle Schlafplätze, die

natürlich nicht die sind, die meine

Familie für mich ausgesucht hat.

Ich habe eine bessere Auswahl

getroffen: Schreibtisch, Schmink-

Kommode, Küchenstühle, die Badewanne

und natürlich die Couch.

Jeden Tag bekomme ich mein

super leckeres Futter. Leider bekomme ich nur eine Dose am Tag,

obwohl ich mehrfach am Tag gurrend zum Napf renne, um auf

mich aufmerksam zu machen. Frauchen sagt, dass meine Leibärztin

gesagt hat, ich soll nicht zu viel fressen, sonst würde ich zu

Glücklich:

Unsere „Ehemalige“,

die süße Hündin

Cindy, und ihre neuen

Spielgefährtinnen,

die Töchter der

Familie Westermann.

dick… Pff - was weiß die schon!

Aber alles andere bekomme ich

sofort, wenn ich danach verlange,

egal, was meine Leute gerade

machen, wenn ich gestreichelt werden

will, springe ich einfach auf den

Schoß und miaue. Das klappt

immer! Die beiden sagen, ich sei so

süß, dass ich einfach alles machen

kann. Es ist hier aber schon ein

Geben und Nehmen, so ist das

nicht! Herrchen und Frauchen zuliebe

habe ich mir gemerkt, dass ich in

der Küche nicht auf den Tisch und

auf die Arbeitsplatte springen darf

(das mache ich jetzt nur noch, wenn

keiner guckt, haha).

Ab und zu spiele ich mit den beiden,

damit sie auch mal beschäftigt

sind. Am liebsten spiele ich Fangen

oder kämpfe mit meinem Ball. Ihr

seht, mein neues Zuhause ist das

Beste, was mir passieren konnte!

Hier ziehe ich nicht mehr aus! Ich hoffe meine alten Kumpels finden

auch bald ein so schönes neues Zuhause!

Viele liebe Grüße, Joker

Caroline Schmidt per e-mail

Vor etwa drei Jahren kam „unser“ Jacko in seine neue

Familie. Seitdem sind Herrchen und Frauchen, die Familie

Machhein, auch engagierte „Gassigänger“ für unsere

Tierheimhunde. Und vor allem: „Jacko ist immer dabei.

Er bereichert unser Leben auf eine Art, die wir nicht mehr

missen

möchten.

Er ist ein

wichtiges

Mitglied

unserer

Familie

geworden.

Wir geben

ihn nicht

mehr her!“


Eine Empfehlung für das Tierheim Wuppertal

Wir haben im Jahr 2006 nach unserem

ersten Hund Ausschau gehalten. In

etlichen Tierheimen haben wir uns umgesehen,

sind jedoch nirgendwo so ehrlich

informiert und beraten worden wie hier.

Damals wählten wir einen bereits neunjährigen

Berner-Sennen/Labrador-Rüden

aus. Uns wurde offen gesagt, dass wir

wahrscheinlich nicht so sehr viele Jahre

mit ihm verbringen würden, entsprechend

der Rasse und dem Alter. Dennoch entschieden

wir - d.h. unser Kinder und wir -

uns, ihn dennoch zu uns zu holen und ihm

einen schönen Lebensabend zu ermöglichen.

Er war uns dann - entgegen aller

Erwartungen - sage und schreibe fünf

Jahre lang ein toller und liebevoller Kumpel,

mit dem wir eine wunderschöne Zeit

verlebten. Leider starb er jetzt im hohen

Alter von 14 Jahren.

Wir entschieden uns jedoch, schnell

einem weiteren „Gebrauchthund” ein

Zuhause zu geben. Diesmal steuerten wir -

unserer äußerst positiven Erfahrung wegen

- direkt den Tierschutzverein Wuppertal

an. Wieder wurden wir bestens beraten,

genauestens informiert - und sind fündig

geworden. Der Neuankömmling ist toll,

so ganz anders als unser alter Kumpel und

hat bislang keine erkennbare „psychische

Macke“, ist eine liebe, wilde Hummel.

Wir haben viel Freude an und mit dem

neuen Familienmitglied, und wir bekommen

viel Liebe zurück.

Gute Beratung -

ehrliche Informationen

Unser Eindruck 2006 und auch heute:

Die Hunde dort fühlen sich wohl, haben

Vertrauen zu den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,

kehren nach Spaziergängen

mit interessierten Besuchern im nahen,

kleinen Wäldchen wirklich gerne wieder

ins Heim zurück und begrüßen alle freudig.

Gute Beratung, vollständige und ehrliche

Informationen halfen uns damals wie

heute, uns für die richtigen vierbeinigen

Kumpel zu entscheiden - zum Wohle von

Tier und Mensch.

Aufgrund dieser Erfahrungen sprechen

wir selbst im engsten Freundes- und

Bekanntenkreis die Empfehlung für dieses

Tierheim aus, sobald wir einen Wunsch

nach einem Haustier vernehmen. Wir hoffen,

dass der Brief veröffentlicht wird,

zumindest online gestellt wird, da wir

hörten, dass Sie - aus unserer Sicht ungerechtfertigter

Weise - mit Kritik in den

Medien zu kämpfen haben.

Viele Grüße

Jörn Sälzer mit Familie und Máire

Jörn Sälzer per e-amil

Máire

Ein „ganz Lieber und Süßer”

ist der rot-weiße Kater Lui.

Er ist seit Herbst 2011 bei

Familie Pötter zu Hause, die

ihn sehr liebt: „Er darf raus,

so oft er will und es scheint ihm

sehr gut zu gehen.”

(Abm.d.R.: ...wie die

hübschen Fotos beweisen.

Vielen Dank dafür!)

25


26

JUDY verzaubert ihr Frauchen

Hallo an alle,

nach zwei erlebnisreichen Tagen wollte ich nun doch einen

kleinen Zwischenbericht abgeben. Judy (ihren Namen habe ich

einfach beibehalten, da er mir gut gefällt) hat sich sehr schnell

super bei mir eingelebt. Nach Ankunft verkroch sie sich für etwa

eine halbe Stunde in meinem Badezimmer hinter der Toilette,

kam dann aber von alleine recht schnell raus, womit ich weniger

gerechnet hatte. Sie ist super verschmust, beknabbert mich liebevoll

und folgt mir besonders abends auf Schritt und Tritt. In der

Transportbox, die sie beim Abholen überhaupt nicht mochte,

schläft sie ab und zu. Ich hab das Türchen einfach herausgenommen

und die Box in meinem Wohnzimmer mit ihrem Lieblingshandtuch

‘drin aufgestellt, damit sie sich d’ran gewöhnt und

damit auch Angenehmes verbindet. Sobald sie morgens merkt,

dass ich wach bin, kommt sie zu mir ins Bett, kuschelt sich fest

an mich und schnurrt, was das Zeug hält. Sie fühlt sich pudelwohl

hier und verzaubert mich am laufenden Band.

Vielen Dank für alles und liebe Grüße von Judy und Sabrina

Luding. Sabrina Luding per e-mail

Süße GLÜCKSKATZE erkundet ihre neue Welt...

Hallo liebes Tierheim-Team,

ein wenig länger als zwei Monate ist es her, dass wir unsere

Paula bei Ihnen abgeholt haben. Sie erinnern sich, das war die

kleine ganz scheue Glückskatze im Freigänger-Gehege. Den

ersten Tag hat die Ärmste zusammengekauert unter unserer Toilette

gesessen, danach erstmal nur unterm Bett. Raus kam sie

dann mal abends und ist mit platt gedrücktem Körper und langem

Hals durch die Wohnung geschlichen.

Mittlerweile hat sie sich eingewöhnt, sie spielt mit uns, hält

sich in unserer Nähe auf, manchmal kuschelt sie sich auch an

Vielen Dank für das kleine MONSTER!

Hallo liebes Tierschutzverein-Team!

Ich wollte mich schon längst mal gemeldet haben. Ich habe

im August 2008 einen, noch relativ kleinen, schwarzen Kater von

euch mitgenommen, meinen Johnny. Ich wollte euch nur sagen,

dass es ihm bei mir, so habe ich den Eindruck, sehr gut geht. Er

kann raus durch die Gärten streifen und darf abends dann auf

unserem Schoß oder auch im Bettchen schön entspannen und

schlafen.

Johnny ist echt eine Traumkatze, er ist lieb und lustig, redet

viel und macht nichts kaputt! - Vielen Dank für dieses kleine

Monster! Ina Steffens per e-mail

einen von uns, wenn wir ruhig auf der Couch sitzen. Sie ist aber

immer noch sehr schreckhaft und anfassen lässt sie sich auch noch

nicht, aber das wird bestimmt auch irgendwann... Außerdem

schläft sie gern an den unmöglichsten Orten und ein kleiner

Fresssack ist sie auch (natürlich isst Madame längst nicht mehr

alles, was man ihr anbietet).

Letzte Woche war sie zum ersten Mal draußen, allerdings hält

sie sich nur auf der Terrasse auf und beobachtet alles ganz genau,

weiter traut sie sich anscheinend noch nicht. Wir sind froh, dass

wir uns für die Süße entschieden haben.

Nicole Langewellpott per e-mail


Nicht selten erkranken Wildtiere im Zirkus schwer,

verkümmern seelisch, leiden an Verhaltensstörungen.

Es ist eine Blamage. Eigentlich wollten

wir an dieser Stelle darüber

berichten, dass es nun auch in

Deutschland endlich ein Verbot für Wildtiere

im Zirkus gibt. Eigentlich...

Denn entgegen den haltlosen Argumenten

und düsteren Prophezeihungen

der Zirkus-Lobby - allen voran der

Münchner Zirkus Krone, der über seine

Chefin Christel Sembach-Krone verlauten

ließ: „Zirkus ohne (Wild-)Tiere ist wie

Fußball ohne Tore.“ (dpa, 21.11.2011) -

beschloss der Bundesrat Ende November

2011 mit breiter Mehrheit, die Bundesregierung

aufzufordern, ein Wildtierverbot

für Zirkusse zu erlassen.

Und das nicht zum ersten mal: Schon

2003 hatte die Länderkammer einstimmig

dafür votiert, die Haltung bestimmter

Wildtierarten im fahrenden Unternehmen

zu verbieten, da man den hohen Ansprüche

der Tiere dort nicht gerecht werden

könne.

Nun also ein zweiter Versuch, ein neuer

Beschluss: Zumindest Elefanten, Großbären,

Giraffen, Nashörner, Flusspferde und

Primaten sollten nach dem Willen des

Bundesrats vor dem Mitführen in mobilen

Zirkussen geschützt werden. Diese Liste

war zwar unvollständig, aber immerhin

ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Wie alle Tierschutzorganisationen

begrüßte es die „Initiative für ein Wildtierverbot

in Zirkussen“, dass „Fakten

geschaffen wurden, an denen die Bundesregierung

so schnell nicht vorbei kommt.“

Auch aus juristischer Sicht stehe dem Verbot

„nichts im Wege, denn es geht lediglich

darum, die Ausübung eines nicht

anerkannten Berufs ein wenig einzu-

schränken, um das im Grundgesetz

verankerte Staatsziel

Tierschutz zu stärken.“

(27.11.11)

Dies sei ein „eindeutiger Auftrag

an Ministerin Ilse Aigner

und ihr Ministerium, endlich

tätig zu werden“, unterstrich

der Deutsche Tierschutzbund.

„Endlich ist ein Ende der Tierqual

für diese Wildtierarten in

Zirkussen abzusehen. Versuche

der Zirkuslobby mit fadenscheinigen

Argumenten einem Verbot noch zu entgehen,

sind damit gescheitert“ freute sich

Präsident Thomas Schröder.

Denkste! Mitte Dezember 2011 lehnten

die Koalitionsfraktionen CDU/CSU

und FDP im Bundestag in erster Lesung

den SPD-Antrag für ein Wildtierverbot in

Zirkussen ab! Ein tierschutzpolitischer

Schlingerkurs sondergleichen - gegen die

Parteifreunde in den Ländern und offenbar

gegen Bundesministerin Ilse Aigner, die

im Februar letzten Jahres im Rahmen

ihres Tierschutzpakets angekündigt hatte,

ein entsprechendes Verbot zu erlassen.

War’s gar nicht so gemeint? Hatte sie die

Rechnung ohne die Fraktionskollegen gemacht?

Die Tierquälerei geht jedenfalls

weiter.

TIERSCHUTZ & POLITIK

DAS SPEKTAKEL

GEHT WEITER

Thomas Schröder: „Dieses plumpe

politische Spielchen geht auf Kosten der

Wildtiere, die jetzt in den Zirkussen leiden.

Das Thema wird auf die lange Bank

geschoben, das ist inakzeptabel. Damit

soll offenbar im Interesse der Zirkusunternehmen

Zeit gewonnen werden. Wir

erwarten in den nächsten Lesungen zum

Wildtierverbot endlich ein Bekenntnis

zum Tierschutz von der Bundesregierung“.

Die Darlegungen der Zirkuslobby

(u.a. dass der Zirkus mit seinen „vielen

schönen Tieren“ ein „Teil der Kultur Europas“

sei, so Frau Sembach-Krone) werden

von einem Großteil der deutschen Bürgerinnen

und Bürger keinesfalls unterstützt,

stellt der Deutsche Tierschutzbund klar.

Im Gegenteil: Sie begrüßen ein Verbot!

Politisch wird der Druck auf die Bundesregierung

größer: Nach dem Beschluss

des Bundesrats folgte Bremen diesem Beispiel.

Die Bremer Bürgerschaft beschloss

ein Gesetz, das den Auftritt von Wildtieren

im Zirkus zumindest „auf öffentlichen

Plätzen“ zukünftig untersagt. Eine begrüßenswerte

kommunale Offensive, der man

viele, viele Nachahmer wünscht - auch in

Wuppertal!

sh

Bereits in diesem Jahr sind nach Meldungen der Tierschutzorganisation

VIER PFOTEN „zwei gesundheitlich schwer angeschlagene

Zirkuselefanten verstorben“ (ptext.de, 16.2.2012)

Fotos: soylent.network.de

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So landen KÄFIGQUALEIER

auf Umwegen doch auf unseren Tellern

Was bei uns seit zwei Jahren

verboten ist, gilt seit

Anfang des Jahres auch für den

Rest der EU: Legehennen dürfen

nicht mehr in einfachen

Käfigen gehalten werden. Zwölf

Jahre hatten die Staaten Zeit,

sich auf die Umstellung vorzubereiten.

Doch nach vier Wochen

ist die Bilanz erschütternd:

Immer noch werden europaweit

Millionen Hennen illegal in den

Käfigen gehalten - ein Offenbarungseid

der Politik.

Medienrecherchen zufolge haben es die

Regierungen von 15 Mitgliedsländern

nicht geschafft, die EU-Richtlinie umzusetzen,

darunter große Eierproduzenten

wie Frankreich, Italien, Spanien, Belgien

und Polen (sh. Grafik). Sie produzieren

weiterhin illegale Käfigeier.

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Grafik: Bayerischer Rundfunk

Mehr als 47 Millionen Legehennen

leben nach offiziellen Angaben der EU

noch in diesen quälerischen Käfigen.

Allein in Polen habe ein Drittel der Eierproduzenten

noch nicht umgerüstet und

es sei erlaubt, dass die rechtswidrig produzierten

Käfigeier bis Juli immer noch in

Wuppertal-Elberfeld · Friedrich-Ebert-Str. 382

www.auto-unfall-moeldgen.de

Telefon: 02 02 · 71 15 16

Foto: Wikipedia

der polnischen Industrie verarbeitet werden

dürfen. Das verstößt eindeutig gegen

EU-Recht.

Der Deutsche Tierschutzbund erneuert

seine Forderung nach einem Importstopp

für illegal produzierte Eier sowie einer

generellen Kennzeichnungspflicht für alle

Fertigprodukte, die Ei enthalten. Thomas

Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes,

ist entsetzt über das

„umfassende Versagen der EU-Politik bei

der Umsetzung des Käfigverbots in den

Mitgliedsstaaten.“ Es beweise den Schulterschluss

mit der Agrarindustrie auf

Kosten der Tiere: „Deshalb brauchen wir

einen nationalen Aktionsplan, der einen

Importstopp für Eier aus der verbotenen

Haltung sowie eine Kennzeichnungspflicht

für alle Ei-Produkte zwingend vorschreibt“,

fordert Schröder. „Sonst landen

diese Käfigqualeier auf Umwegen doch

auf unseren Tellern“.

Nachdem der Handel bei den sogenannten

Schaleneiern die Käfigeier fast

vollständig ausgelistet, weil die Verbraucher

sie glücklicher Weise nicht mehr wollen,

werden für Produkte wie beispielweise

Nudeln, Majonaise oder Backwaren immer

noch Eier aus illegalen Batteriekäfigen

verwendet. Diese Eier werden meist nicht

gekennzeichnet, weil sie direkt in „Ei-

Aufschlagwerken“ verarbeitet werden.

Fast 40 Prozent aller produzierten Eier

geht so in die Verarbeitung. Und sind sie

erst einmal aufgeschlagen, ist ein Herkunftsnachweis

fast unmöglich.

sh, Quellen: Deutscher Tierschutzbund,

ZDF (24.1.12) , BR(27.1.12)

Großer Erfolg

für den

Tierschutz!

Mehr als eine Millionen Unterschriften

sind bei der europaweiten

Kampagne „8hours“ gegen qualvolle

Tiertransporte zusammengekommen.

Damit wurde das angestrebte Ziel

erreicht, um die Forderung nach einer

maximalen Transportdauer von acht

Stunden zu stärken. Wir haben diese

Kampagne sowohl in diesem Magazin

als auch auf unserer Website

nachhaltig unterstützt. Auch Ihre

Unterschrift, liebe Leserinnen und

Leser, hat zu diesem Erfolg beigetragen.

Dafür danken wir Ihnen herzlich!


TIERE

als

MASSENWARE

Auf den Milchpackungen das idyllische Bild einer Kuh, die

noch im Besitz ihrer Hörner ist, vermittelt das Gefühl

einer heilen Welt. Ohne schlechtes Gewissen darf und soll

konsumiert werden. Der Besuch im Supermarkt verführt uns,

denn eine gigantische Auswahl an Fleisch, Fisch, Wurstwaren,

Käse, Joghurts, Eiern und vieles mehr wartet nur darauf, dass wir

zugreifen. Und das reicht nicht: Alles muss zu jeder Zeit verfügbar

sein, sonst ist der Kunde schnell unzufrieden. Das hat natürlich

Auswirkungen auf die Zucht, die Haltung und das Töten von

Millionen Tieren.

Männliche Hühner überleben den ersten Tag nicht. Sobald sie

schlüpfen, landen sie automatisch auf einem Fließband. In Sekunden

werden sie aussortiert, getötet und landen auf dem Müll.

Weibliche Rinder werden so lange als „Milchmaschinen“ missbraucht,

bis sie zu wenig Milch geben. Als Dank landen sie im

Schlachthof. Die Kälbchen werden sofort nach der Geburt von

ihren Müttern getrennt, was bei beiden Tieren große Verzweiflung

hervorruft. Während des Verladens auf den Transporter, das

heißt auf dem Weg in den Schlachthof, sehen die meisten Mastschweine

zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt Tageslicht.

Die Liste nimmt kein Ende: qualvolle Tierversuche, Missbrauch

von Tieren zur Unterhaltung wie zum Beispiel in Zirkussen

oder Delphinarien, erdrückende Enge in den Fischfarmen,

Tiere, die oft lebendig für die Pelzproduktion gehäutet werden,

Qualzüchtungen von Hunden und Katzen und so weiter. Für den

„Hersteller“ zählt meist nur der Profit, für den Konsumenten der

Endpreis.

Weltweit hungern Menschen, die Preise für Reis, Mais oder

Soja explodieren. Dennoch werden etwa 75 Prozent aller Anbaupflanzen

für die so genannten Nutztiere verwendet. Das verursacht

die Zerstörung von Böden und Wäldern. Die Massentierhaltung

verursacht erhebliche Umweltprobleme: Durch die extre-

me Monokultur sterben viele andere Arten aus. Die Schadstoffe

der Gülle gelangen in das Grundwasser. Die Subventionspolitik

der reichen Länder unterstützt die Verarmung in anderen Ländern

und trägt massiv zur legalen Tierquälerei bei.

Viele Tiere müssen in absolut artwidriger Weise dahinvegetieren,

oft sind sie der rohen Gewalt des Menschen ausgeliefert,

werden vollgepumpt mit Medikamenten und am Ende ihrer Tage

erleben sie noch panische Todesangst. Das Wissen, dass diese

Ängste im „misshandelten“ Fleisch gespeichert sind, sollte zumindest

gesundheitsbewusste Menschen aufschrecken lassen.

Dieser Umgang mit den Tieren ist nicht vertretbar, denn sie

empfinden Schmerzen, Ängste, haben Gefühle und leben zum

Teil in einem sozialen Gefüge. Sie sind unsere Mitgeschöpfe und

hängen genauso am Leben wie wir. Für einen kurzen Gaumenkitzel

lassen wir es zu, dass Tiere lebenslang gequält werden und

riskieren Erkrankungen, die eindeutig auf zu viel Fleischkonsum

zurückzuführen sind. Viele Menschen wollen die Tatsachen nicht

sehen und ihren gewohnten Essenstil nicht mal überdenken. Den

Satz ,Ich esse kaum Fleisch’ höre ich dermaßen oft, dass ich mich

schon frage, warum Millionen Tiere so leben und sterben müssen.

Wenn es ums Geschäft geht, dann versinkt jede Moral im

Boden, denn Massentierbetriebe berechnen genau, wie dicht am

Tode sie die Tiere halten können, ohne sie umzubringen: wie

rasant man ihr Wachstum beschleunigen, wie eng man sie

„packen“ kann, wie viel oder wie wenig sie fressen, wie krank sie

sein können, ohne zu sterben.

Eine Antwort auf all das Elend kann in der Umstellung des

eigenen Konsumverhaltens liegen, denn damit treffen wir täglich

Entscheidungen.

Christine Messner,

veröffentlicht im Internet-Auftritt von OEW

(Organisation für eine solidarische Welt)

29

Fotos: soylent.network.de


Männchen machen, hoppeln

und über saftige Wiesen rennen -

so stellt man sich das Leben eines

glücklichen Kaninchens vor...

Doch für die rund 30 Millionen

Kaninchen, die allein in Deutschland jährlich

verzehrt werden, sieht die Realität

anders aus. Sie werden in engen Drahtkäfigen

gehalten. Selbst verbindliche „Mindestanforderungen“

an eine verhaltensgerechte

Unterbringung von Kaninchen gibt

es trotz jahrelanger Proteste und Resulutionen

bis heute nicht. Die Politik schiebt

dieses Thema einfach weg.

Vor allem jetzt, in der Osterzeit, ist

Kaninchenbraten als „Festessen“ beliebt.

Was viele Verbraucher nicht wissen (wollen?):

das Leben der Kaninchen ist ein erbärmliches.

Ihre Haltung ist mit der von

Legehennen in Käfigbatterien vergleichbar:

in Drahtgitterkäfigen eingepfercht

sind sie aller artgerechten Verhaltensweisen

beraubt. Die eintönigen, oft in mehreren

Etagen übereinander gestapelten Käfige

bieten keinerlei Rückzugsmöglichkeiten.

„Hoppeln“ oder sich „Männchen

machend“ aufzurichten, ist den bewegungsfreudigen

Tieren nicht möglich. Die

grausamen Folgen: Pfotengeschwüre,

Gelenksprobleme und Skelettdeformationen

sowie Verhaltensstörungen wie Gitternagen

und endloses Kreisen um die

eigene Achse.

Vier bis sechs Tiere vegetieren in

einem solchen Drahtverlies dahin und

werden noch dazu als „Wurfmaschinen“

missbraucht. Rendite ist alles! Die sprichwörtliche

Vermehrungsrate der Kaninchen

30

T I E R L E I D zum Osterfest

Millionen Kaninchen leiden in katastrophaler Käfighaltung Fotos: Deutscher Tierschutzbund

ausnutzend, werden die weiblichen Tiere

(Zibben) unmittelbar nach der Geburt

erneut gedeckt, so dass sie alle vier bis

sechs Wochen Junge „produzieren“.

Der hohe Reproduktionsrhythmus

belastet die Tiere enorm. Die Folge ist eine

hohe Todesrate. Die Tiere leben einzeln in

Käfigen mit Wurfkisten. Da sich die

Zibbe nie von ihren Jungen zurückziehen

kann, wird die normale Mutter-Kind-

Beziehung gestört. Im Extremfall fressen

die Mütter ihre eigenen Jungen auf. Während

der Tragezeit leiden die einzeln

gehaltenen Zibben unter Einsamkeit und

Langeweile.

Um das Mastgewicht schneller zu

erreichen, erhalten die Tiere vorwiegend

nährstoffreiches Trockenfutter, das in Pellets

gepresst ist. Dies führt zu massiven

Verdauungsstörungen und Magen-Darm-

Erkrankungen, den häufigsten Todesursachen

bei Kaninchen.

Es geht auch anders!

Kaninchen sind sozial lebende Tiere,

die gerne in selbstgebauten Höhlen in

Familiengruppen von zwei bis fünf Zibben

und einem Bock leben. Gemeinsames

Ruhen, soziale Körperpflege, Springen,

Laufen und häufige Nahrungsaufnahme

bestimmen den Tagesrhythmus. Unter

natürlichen Bedingungen nehmen Kaninchen

mit 60 bis 90 Mahlzeiten pro Tag

vorwiegend ballaststoffreiche Nahrung

wie z.B. Heu, Gras, Stroh zu sich.

Artgerechte Kaninchenhaltung, das heißt:

r Gruppenhaltung im Stall mit Weideauslauf

für mehrere Zibben und einen

Bock und eine Besatzdichte, die den Tieren

viel Bewegung und zusammenhängende

Hoppelsprünge ermöglicht,

r eine eingestreute und strukturierte

Umgebung mit Fress-, Ruhe- und Aufenthaltsbereich,

Unterschlupf und Rückzugsmöglichkeiten;

für Zibben und die

Jungen zusätzlich ein Nestbereich mit

Nestboxen und Nestmaterial und einem

speziellen Jungenbereich,

r artgerechtes Futter mit Heu, Grünfutter,

Obst und Gemüse, und auch etwas

zum Benagen wie Äste, Rindenstücke etc.

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser,

trotz alledem nicht ganz auf Fleisch verzichten

wollen, bitte fragen Sie im Handel

gezielt nach Produkten von artgerecht

gehaltenen Kaninchen. Fragen Sie auch

zum Beispiel bei ökologisch wirtschaftenden

Betrieben in Ihrer Nähe, ob dort Kaninchen

artgerecht gehalten werden und

überzeugen Sie sich davon. Kaufen Sie nur

Fleisch von Kaninchen, die artgerecht und

mit Auslauf gehalten werden.

Auf der sicheren Seite stehen Sie,

wenn Sie ganz auf Fleisch verzichten!

Bitte helfen Sie uns und sammeln Sie

Unterschriften für eine artgerechte Kaninchenhaltung.

Wir haben uns mit dieser

Bitte schon einmal an Sie gewandt. Leider

hat die Politik bisher keine Notwendigkeit

gesehen, dem grundgesetzlich verankerten

Schutz der Tiere Rechnung zu tragen.

Aber wir geben nicht auf! Sie hoffentlich

auch nicht!

sh/ Quelle: Deutscher Tierschutzbund



Für eine verhaltensgerechte Unterbringung von Kaninchen!

Das Leben von Mastkaninchen hat mit der Idylle von glücklich

hoppelnden Tieren, wie man sie sich gerne vorstellt, nichts zu

tun. Das Leben von Mastkaninchen ist erbärmlich und grausam.

Etwa 30 Millionen der süßen Hoppelmänner werden jährlich

alleine in Deutschland verzehrt. Wir fordern gesetzliche

Regelungen für die Haltungsbedingungen von Mast- und

Zuchtkaninchen, die „mindestens“ den Ansprüchen und dem

artgemäßen Verhalten der Tiere Rechnung trägt.

Name, Vorname Straße PLZ/Ort Unterschrift

Bitte senden Sie

mir weitere

Informationen *)

*) Bei Interesse bitte ankreuzen

Wir bitten Sie, die ausgefüllte Unterschriftenliste an uns zurückzusenden:

Tierschutzverein Wuppertal e.V. · Zur Waldkampfbahn 42 · 42327 Wuppertal

Die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes werden beachtet. Danke für Ihre Unterstützung!

31


Dass NRW- Landwirtschaftsminister Johannes Remmel

die Anforderungen für die Ausbildung der Jagdhunde

verschärfen, die brutale und gefährliche Fallenjagd

(Foto oben) verbieten und das Jagdgesetz ändern will

(wir berichteten), das hat die Jäger auf den Plan

gebracht. Sie befürchten das Aus für viele Jagden, was

für sie erhebliche finanzielle Einbußen zur Folge hätte...

32

Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier

DURCH JÄGERHAND

Über 40 Tote durch Jäger und Jägerwaffen

zählte die „Initiative zur Abschaffung

der Jagd“ in den letzten 12 Monaten

und das ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

„Offizielle Statistiken“, so die Organisation,

gibt es dazu nicht.“ Denn wer

weiß schon, dass hunderte Menschen in

den letzten zehn Jahren allein in Deutschland

durch Jäger und Jägerwaffen starben?

Wie sehr das Töten von Tieren als Freizeitspaß

favorisiert wird, machte die

Messe „Jagd und Hund“ Ende Januar in

Dortmund deutlich. Zwar gibt sie sich

harmlos als „Einkaufs- und Erlebnisparadies

für Tier- und Naturfreunde“, doch

gehe es dabei „in erster Linie um das Töten

von Tieren“ kritisiert der Deutsche Tierschutzbund.

„Jagdreisen ermöglichen den

Abschuss von Tieren weltweit. Vom

Braunbären in Sibirien bis zum Löwen in

Südafrika ist alles dabei: Jagdtrophäen

ohne ökologischen Sinn.“

Bislang können deutsche Jäger vollkommen

unbehelligt Trophäenjagden auf

aussterbende Arten buchen“, berichtet die

Tierschutzorganisation Pro Wildlife vom

Messebesuch: „Auf Fotowänden sieht man

feixende Männer. Sie knien hinter frisch

Aber: „Jäger zählen nur die Zahl der

Wildtiere, die sie erschießen.“ Und

die ist schier unfassbar: Alle sechs Sekunden

stirbt ein Tier durch Jägerhand.

In vielen Fällen ist es ein

äußerst qualvoller Tod: Viele Jäger

geben zu, dass etwa die Hälfte der

Tiere nicht sofort tot ist. Angeschossen

fliehen Rehe und Wildschweine

unter großen Schmerzen, mit heraushängenden

Eingeweiden oder zertrümmerten

Knochen - bis der Jagdhund

Stunden oder Tage später bei

der »Nachsuche« die Blutspur findet...

Füchse werden im Bau ausgeräuchert

oder vom Jagdhund aus dem Bau vor die

Flinte des Jägers getrieben, Jungfüchse

werden mit dem Knüppel erschlagen. In

Fallen leiden viele Tiere stunden- und

tagelang grausame Qualen. Und das alles

nur, weil eine Minderheit von 0,4 Prozent

der Bevölkerung Hobbyjäger ist. Wann

endlich wird die Politik reagieren?

erlegten Braunbären, denen das Blut

aus dem Mund trieft; mit stolzgeschwellter

Brust lassen sie sich zwischen

den Stoßzähnen eines Elefanten

ablichten oder hieven einen

toten Leoparden in die Luft; lebensecht

ist der erlegte Löwe auf einen

Sandhügel drapiert, um auch im Tod noch

imposant zu wirken. Je seltener die Art

und je größer Hörner, Felle und Stoßzähne

der getöteten Tiere, umso höher der Preis

für den Abschuss und umso höher der Statusgewinn

für den Erleger.“

Schnäppchen gibt es auch: ein „Pavianabschuss

in Südafrika“ zum Beispiel ist

für 50 Euro zu haben. „Exclusivere Abschüsse“

von Wildtieren sind den Freizeitjägern

einige Tausend Euro wert. Selbst -

oder sollte man sagen: natürlich! - für den

stark gefährdeten Eisbären kann man die

Lizenz zum Töten buchen.

Die BILD am SONNTAG berichtete

in ihrer Ausgabe vom 5. Februar 2012

unter der Überschrift „Töten all inklusive“

über das perverse Geschäft deutscher Reiseveranstalter

mit der Jagd auf geschützte

Tiere (ein Auszug):

Jagd bedeutet nicht zuletzt eine erhebliche

Störung des natürlichen Gleichgewichts

der Öko-Systeme. Sie kann zur

Ausdünnung oder Ausrottung von Tierarten

führen. Wissenschaftliche Studien

belegen die Selbstregulierungsfähigkeit

der Natur.

Auch die Erfahrungen in großen europäischen

Nationalparks zeigen: Es geht

Natur und Tieren ohne Jagd viel besser!

Die Auffassung, dass sich die richtige

Wilddichte ganz von selbst einstellt, vertritt

beispielsweise der renommierte Biologe

Prof. Dr. Josef Reichholf von der Zoologischen

Staatssammlung München, der

an beiden Münchner Universitäten lehrte:

»Die richtige Wilddichte könnte sich

ganz von selbst einstellen, wenn die Tiere,

wie zum Beispiel das Reh, nicht durch

Bejagung und Wildfütterung in den Wald

hineingedrängt würden.«

Quellen: abschaffung-der-jagd.de, Süddeutsche Zeitung

JAGDREISEN

stehen bei deutschen Jägern hoch im Kurs

„Der Mann in der Trachtenjacke weiß, was

er am liebsten abschießen möchte. Um ihn herum

ist es laut, ein Bläserquintett beginnt mit dem

Konzert. Aber er ist sich sicher. »Den da, den

will ich.« Er zeigt auf einen Löwen in einem

Hochglanzprospekt. Seine Augen strahlen. »Den

sollen Sie bekommen«, sagt der Verkäufer und

lacht. Wieder ein Kunde mehr.“

Für ein paar läppische Tausend Euro

gibt es Transfer, Unterkunft und Verpflegung

dazu sowie eine „fast 100-prozentige

Abschussgarantie!“ - man gönnt sich

ja sonst nichts....

Der Deutsche Tierschutzbund, der

anlässlich der Messe seine Forderung nach

einer grundlegenden Novellierung des

deutschen Jagdrechts bekräftigt, weiß:

„Jagdreisen stehen auch bei deutschen

Jägern noch hoch im Kurs. (...) Dass sich

gerade die deutsche Jägerschaft dennoch

gerne als Naturliebhaber und Artenschützer

inszeniert, erscheint angesichts solcher

Praktiken zynisch.“

sh / Quellen: Deutscher Tierschutzbund,

Pro Wildlife, BILD am SONNTAG, 5.2.212


MAGAZIN


Hallo wach! Jetzt stehen die Winterschläfer

im Tierreich allmählich wieder

auf. Igel, Eidechsen und Erdkröte verlassen

ihre Schlafstätten, während alle Bilche

(Foto 1) wie die Haselmaus, der Gartenund

Siebenschläfer erst im April aufstehen.

Das Murmeltier (Foto 2) als ausdauerndster

Langschläfer kommt erst im Mai

nach sieben langen Monaten wieder hervorgekrochen.

Die meisten Winterschläfer

haben quasi „im Traum“ jede Menge

Gewicht verloren. „Denn wer schläft, der

futtert nicht!“, sagt Eva Goris von der

Deutschen Wildtier Stiftung. „Doch im

Tierreich muss der Gewichtsverlust im

Frühjahr relativ schnell wieder ausgeglichen

werden.“ Wer jetzt nicht kräftig

zulegt, riskiert Gesundheit und vielleicht

sogar sein Leben.

Igel (Foto 3) verlieren im Schlaf bis zu

30 Prozent ihres Körpergewichtes. Erst

wenn die Temperaturen mehrere Tage


Tierische

Frühjahrs-Diät heißt


Futtern,

futtern,

futtern!

über zehn Grad liegen, wachen sie auf. Am

Anfang stehen sie recht wackelig auf den

Beinchen, denn sie müssen ihre Körpertemperatur

von vier auf 40 Grad hochfahren,

Herz- und Atemfrequenz erhöhen.

„Dafür haben Igel ein spezielles braunes

Fett auf dem Rücken, das sie verbrennen,

um die Körpertemperatur anzuheizen“,

sagt Eva Goris. „Um richtig wach zu werden,

braucht der Igel zwischen 40 Minuten

und eine Stunde.“ Dann geht er sofort

auf Nahrungssuche.

Auch Fledermäuse zittern sich durch

eine verstärkte Muskelarbeit warm. Dann

gehen sie nachts sofort auf Insekten-Jagd,

denn nach dem Winterschlaf ist der Hunger

groß. Erdkröten und Grasfrösche erwachen

jetzt aus ihrer Kältestarre. Sie haben

unter Laubhügeln und in Mauselöchern

überwintert. Liegt die Temperatur mehre-


Fotos - 1: D. Schwarz, schoepfung.de, 2: Petra Kess, pixelio.de, 3: Erika Hartmann, pixelio.de, 4 : Archiv

re Tage über fünf Grad, wandern sie in

ihrer Laichgewässer.

Hummeln (Foto 4) wachen schon auf,

wenn die Temperatur ein paar Tage bei

fünf Grad liegt. Sie „brummen“ sich

warm, bewegen die Flügel so schnell, dass

dabei genug Wärmeenergie entsteht. Bei

Hummeln sind jetzt nur die Königinnen

unterwegs, die nach dem Winterschlaf

einen neuen Staat gründen wollen. Bienen

müssen mit ihrem ersten Ausflug noch

warten, bis das Thermometer auf zehn

Grad geklettert ist.

Quelle: Deutsche Wildtierstiftung

33


Von den rund 3.700 heimischen Schmetterlingsarten zählen

nur etwa 190 Arten zu den Tagfaltern, der überwiegende

Teil sind Nachtfalter. Einer der größten und farbenprächtigsten

ist das Kleine Nachtpfauenauge (1), der Schmetterling des

Jahres 2012. Die Flügel der Männchen sind kontrastreich orange,

weiß, schwarz und meist auch rosa gefärbt. Die Weibchen sind

unauffälliger, aber mit einer Spannweite von über acht Zentimetern

deutlich größer als die Männchen. Seinen Namen verdankt

der Falter den ausgeprägten augenähnlichen Flecken auf den Flügeln,

die zur Abschreckung von Feinden dienen. Das Kleine

Nachtpfauenauge ist in Mittel- und Nordeuropa (noch) weit verbreitet.

Als Folge der Industrialisierung der Landwirtschaft aber

ist der Bestand in einigen Regionen Deutschlands stark zurückgegangen.

Dort steht es auf der Vorwarnliste gefährdeter Tiere.

Bei den Tieren 2012 ist die Große Höhlenspinne (2) der große

Abräumer. Sie ist zur Spinne, europäischen Spinne und zum

Höhlentier des Jahres gewählt worden. Die zur Familie der Kieferspinnen

gehörende Höhlenbewohnerin lebt in frostfreien Naturhöhlen,

Bergwerkstollen und Felsenkellern und webt dort

kleine Netze mit 20 bis 30 Zentimeter Durchmesser. Während

sie an der Wand hängt gehören Asseln, Käfer und Tausenfüßler zu

ihrer Beute. Ihre besonderen Merkmale sind ein stark glänzender,

rötlich-brauner Panzer.

Internationales Tier des Jahres 2012 ist die Fledermaus (3). Sie

wurde gewählt, da sie wie kaum ein anderes Tier Vorurteilen

ausgesetzt ist und wohl auch, damit die Menschen sie besser kennen

lernen. Also - Schluss mit der Gerüchteküche: Fledermäuse

sind mit Mäusen nicht verwandt. Fledermäuse sind keine Vögel,

sondern zusammen mit den Flughunden die einzigen fliegenden

Säugetiere. Fledermäuse trinken kein Menschenblut, wohl aber

ein paar Tropfen Tierblut in kleinen Mengen.

34


jahrestie

Den Hirschkäfer (4) kennt jeder, leider häufig nur dem

Namen nach. Mit ihm wurde eine Art zum Insekt des Jahres

2012 gewählt, die in Deutschland sehr selten geworden ist.

Mit bis zu neun Zentimeter sind Hirschkäfer die größten und

auffälligsten Käfer in Mitteleuropa. Die Männchen haben kleine

„Geweihe“, das sind drei Zentimeter lange Oberkieferwerkzeuge,

mit denen sie die Rinde von morschen Bäumen aufbeißen, um

sich vom schmackhaften Baumsaft zu ernähren. Vor allem aber

werden sie bei Rivalenkämpfen und zum Festhalten der Weibchen

während der Paarung gebraucht. Der Hirschkäfer gilt als

„stark gefährdet“, weil viele Wälder von Totholz befreit werden,

dieses aber den nötigen Lebensraum für die Larven des Hirschkäfers

bietet.

Seit Millionen von Jahren leben Neunaugen (5) in unseren

Gewässern. Dabei handelt es sich bei den „neun Augen“ nur

um ein Auge, eine Nasenöffnung und sieben Kiemenöffnungen

auf jeder Seite. Der Fisch fällt weiter auf durch seine schuppenlose

Haut und einen kreisförmigen Saugmund, Experten nennen

ihn „Rundmaul“. Verbaute Gewässer und Verschmutzung allerdings

machen ihm das Leben schwer. Um darauf aufmerksam zu

machen, wurde das Neunauge zum Fisch des Jahres 2012 gewählt.

➄ ➅


iere 2012

Die Erdkröte (6) steht wie keine zweite Amphibienart für den

Naturschutz an deutschen Straßen. Denn der Lurch 2012 ist

geradezu ein Sinnbild für den Konflikt Natur - Verkehr geworden.

Jedes Frühjahr sterben Hunderttausende von ihnen auf der

Wanderung zu ihren Laichgewässern. Erstaunlich ist, dass die

Erdkröte dennoch zu unseren häufigsten Amphibienarten zählt

und fast flächendeckend verbreitet ist.

Ihren Namen hat die Schlanke Bernsteinschnecke (7), Weichtier

des Jahres, ihrer Färbung und der Durchsichtigkeit ihres

Gehäuses zu verdanken. Ihr Gehäuse ist bis zu 20 Millimeter

groß, lang gestreckt und hat nur etwa drei Windungen. Sie lebt

in feuchten oder nassen Gebieten, in Sümpfen, Mooren oder an

Gewässerufern und ist in fast ganz Europa und in Nordafrika zu

finden. Auf diese Besonderheiten will man durch ihre Wahl hinzuweisen.

Und auch darauf, dass sie, obwohl zahlreich vorhanden,

eigentlich noch gar nicht richtig erforscht ist.

Mit dem Deutschen Sperber (8) wurde 2012 eine

besonders bedrohte Nutztierrasse gewählt. Von dieser

Hühnerrasse gab es im Jahre 2009 nur noch etwa 500 Exemplare.

Um 1900 wurde diese gesperberte, mittelschwere und leistungsstarke

Hühnerrasse von dem Duisburger Züchter Otto

➆ ➇

➂ ➃

Trieloff gezüchtet. Die lebhaften, recht zutraulichen Tiere sind

gute Futtersucher, brauchen aber reichlich Auslauf. Mit bis zu

170 weißschaligen Eiern pro Jahr wird die Legeleistung der Doppelnutzungsrasse

gelobt. Beheimatet sind die Deutschen Sperber

sowohl im Rheinland als auch in Thüringen. Neben den Wildtieren

und Wildpflanzen ist der Verlust der Vielfalt auch in der

Landwirtschaft eingezogen. Weltweit stirbt alle zwei Wochen

eine Nutztierrasse aus. Zur Erhaltung dieser agilen und freundlichen

Hühnerrasse sind intensive Bemühungen erforderlich.

Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild hat sich für die

Gämse (9) als Wildtier des Jahres 2012 entschieden. Die

Kletterprofis sind in den Alpen weit verbreitet. Oberhalb der

Baumgrenze fühlen sie sich am wohlsten. Wenn die Gämse zu

sehr gestört wird, flüchtet sie in die unzugänglichsten Gebiete.

Die Weibchen leben mit ihren Jungtieren in Herden, die Böcke

sind eher Einzelgänger und suchen erst im Spätsommer eine

Herde auf. Gämsen ernähren sich von Alpensträuchern, Gras und

Kräutern, im Winter auch von Moos und Flechten. Der sich ständig

ausbreitende Tourismus und die Verkleinerung ihres Lebensraumes

setzen den Tieren gewaltig zu, weniger die Jagd, wie vermutet,

obwohl man die vielfältige Verwertung der Tiere gerne

nutzt. Doch da die flinken Paarhufer keinen steilen Grat und

keine felsigen Gegenden scheuen, ist die Jagd allerdings mühsam

und oft gefährlich. Vielmehr sind es die widrigen Umweltbedingungen,

insbesondere im hochalpinen Winter, die zur Folge

haben, dass viele Jungtiere nicht überleben.

sh

Fotos: BUND (1), wikimedia (2, 3, 6, 9),

Gerd Pfaff, pixelio (4), VDSF (5), Mollusca (7), GEH (8)


35


Foto: Peashooter, pixelio

Wer sich Abbildungen unseres

Osterhasen genau anschaut und

ihn mit seinem lebenden Vorbild

vergleicht, erkennt sofort: der Osterhase

ist ein Feldhase und kein Kaninchen!

Will sagen: Kaninchen und Feldhase sind

nur weitläufig verwandt und recht einfach

zu unterscheiden. Andreas Kinser von der

Deutschen Wildtierstiftung: „Feldhasen

sind viel größer und schwerer als Kanin-

Vielerorts wird der Brauch des Osterfeuers

gepflegt. Dass aber die bereits

vor Wochen und Monaten aufgeschichteten

Reisighaufen vielen Kleintieren

als Unterschlupf oder Wohnquartier

dienen, wird oft übersehen. Auch Vogelarten

nutzen gerne diese künstlich angelegten

Holzhaufen als scheinbar sichere

Brutstätte. Das Feuer kann für sie alle zur

tödlichen Falle werden. Wird es entzündet,

gibt es für die Tiere keine Möglichkeit

den Flammen zu entkommen. Erfolglos

werden sie versuchen, im Inneren des

Reisighaufens Schutz zu finden.

OSTERFEUER:

sterhasen

sind keine Kaninchen

chen. Ausgewachsene Exemplare wiegen

bis zu fünf Kilo - ein Kaninchen

bringt durchschnittlich nur 1,5 Kilo

auf die Waage. Die langen Löffel fallen

beim Hasen sofort auf, Kaninchen

müssen mit wesentlich kürzeren

Ohren leben. Feldhasen haben

obendrein lange Hinterbeine und sind

damit über lange Strecken sehr gute

Sprinter, Kaninchen flitzen dagegen mit

ihren wesentlich kürzeren Beinen möglichst

schnell ins Gebüsch.“

Von Geburt an sind die Unterschiede

zwischen Feldhase (Lepus europaeus) und

Kaninchen (Oryctogalus cuninculus) unübersehbar.

Kaninchen kommen nackt

und blind in einer Erdhöhle auf die Welt.

Der Hasennachwuchs wird hingegen oberirdisch

geboren und hat schon bei der

Geburt ein Fell. Hasenjunge können sofort

sehen und laufen. Außerdem: „Feldhasen

sind Einzelgänger, Kaninchen hingegen

lieben das Leben in Kolonien“, sagt

Andreas Kinser.

Der Feldhase ist der Spitzensportler

auf dem Acker! Er kann drei Meter weit

Wer die Reisighaufen an Ort und Stelle

belässt, schafft ganzjährige Lebensräume

für die heimische Tierwelt. Dies ist insbesondere

dort von Bedeutung, wo der

natürliche Lebensraum der Tiere durch die

Ausweitung der bebauten Flächen reduziert

wurde. Diejenigen, die nicht auf die

„Tradition“ verzichten möchten,

sollten verschiedene Vorkehrungen

zum Schutz der Tiere

treffen: Wichtig ist es, das

Brennmaterial erst kurz

vor dem Entzünden anzuhäufen.

Sollte dies

und zwei Meter hoch springen. Berühmt

sind seine abrupten Richtungswechsel: Er

schlägt einen Haken und verwirrt so seine

Verfolger. Wegen seiner langen Hinterbeine

erreicht der Feldhase Spitzengeschwindigkeiten

von bis zu 80 Kilometern

pro Stunde. Kaninchen hingegen suchen

bei Gefahr nach Möglichkeit sofort ein

Versteck auf - ihr gedrungener Körper eignet

sich auf der Flucht nicht für lange

Laufstrecken.

Von Eiern und Hasen

Rund um den Osterhasen gibt es viele

Mythen und Legenden. Die alten Griechen

glaubten, dass der Hase der Liebesgöttin

Aphrodite heilig war. Im antiken Rom

verbot ein Papst den Verzehr von Hasenfleisch

- es sollte die sexuelle Lust beflügeln.

Für die Tradition mit den Eiern gibt

es mehrere Erklärungen. Eine Geschichte

besagt, dass im Mittelalter an Gründonnerstag

alle Schulden beglichen werden

mussten - die Zahlung konnte auch in

Eiern und Hasen erfolgen.

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung

nicht möglich sein, müssen die Holzstöße

unbedingt sorgfältig und vorsichtig

umgeschichtet werden, bevor sie in Brand

gesteckt werden. Dadurch erhalten Tiere,

die dort Unterschlupf gefunden haben, die

Möglichkeit zur Flucht.

Natürlich darf das Osterfeuer nicht

dazu dienen, Sondermüll, Reifen oder

Plastik zu entsorgen; durch das Verbrennen

entstehen giftige Dämpfe, die

extrem gefährlich sind - für Tiere und

Menschen gleichermaßen! Aus Tierschutzsicht

sollte man ganz auf diesen

Brauch verzichten. red.

GEFAHR FÜR TIERE


NEWS

TICKER


��Barometer des

Lebens zeigt tierische Not

Fast 4.000 bekannte Tierarten sind

vom Aussterben bedroht, zeigt die aktuelle

Rote Liste. Zwar können Naturschützer

auch Erfolge verbuchen - doch viele Lebewesen

steuern auf ihr Ende zu. Und von

manchen muss sich die Welt für immer

verabschieden.

Die Zahl der bekannten vom Aussterben

bedrohten Arten hat sich binnen eines

Jahres um gut 300 auf 3.879 erhöht. Die

Weltnaturschutzunion (IUCN) hat in

ihrer veröffentlichten Neubewertung der

Roten Liste allerdings auch weit mehr

Tiere und Pflanzen erfasst als noch 2010 -

mit rund 61.900 Arten. Jedes vierte Säugetier

ist der Liste zufolge gefährdet, stark

gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

Schlimm sei die Situation etwa bei den

Nashörnern. Auch bei den Reptilien herrsche

Alarmstufe 1. Quelle: dpa

�Veggietag -

nichts für Liberale?

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere

Mitwelt hatte unlängst alle Bundestagsabgeordneten

befragt, ob sie sich für

die Einführung eines vegetarischen Wochentags

(Veggietag) im eigenen Hause

aussprechen. Die eingegangenen Antworten

waren recht unterschiedlich. Die gute

Nachricht vorweg: Letztlich überwogen

die Zusagen.

Treibende Kraft beim Thema ist die

Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

„Weniger Fleisch zu essen ist gesund, gut

für Umwelt und Klima und verringert

tierquälerische Massentierhaltung. Deshalb

setzen wir Grüne uns für die Einführung

eines Veggie-Days im Bundestag

ein.“ Dem schlossen sich LINKE und SPD

weitgehend an. „Ein vegetarischer Wochentag

ist ein gutes Symbol für einen bewussteren

Umgang mit Fleisch“, bekräftigte

die SPD. Auch der Umweltobmann

der CDU/CSU-Bundestagsfraktion will

einen „vegetarischen Wochentag in den

Kantinen des Deutschen Bundestags unterstützen.“

Damit sprach er allerdings

nur wenigen Parteifreunden aus dem Herzen.

Geschlossen gegen die Einführung

eines Veggietages scheint die FDP zu sein.

Sie begründet dies mit der „Sicherung von

Arbeitsplätzen in der Fleischproduktion...“

Quelle: Albert-Schweitzer-Stiftung

��TASSO-Maskottchen

Die Tiernotruf-Organisation TASSO

hat ein Maskottchen. Fast 10.000 Tierfreunde

haben abgestimmt, wie das

TASSO-Maskottchen auszusehen hat. Eine

Internet-Abstimmung entschied dann

über den Sieger. Und hier das Maskottchen,

das die meisten Stimmen bekommen

hat:

��Wolf vom Auto

gehetzt und überfahren

Der Naturschutzbund Deutschland

(NABU), der International Fund for Animal

Welfare (IFAW) und der Freundeskreis

freilebender Wölfe e.V. haben wegen

eines in der Lausitz überfahrenen Wolfes

Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Besonders die Todesumstände des Wolfes,

so der NABU, seien erschreckend:

„Die Spuren legen den Verdacht nahe,

dass der Wolf bewusst von einem Auto

gehetzt und anschließend überfahren

wurde. Bei der näheren Untersuchung des

Unfallortes durch Wildbiologen des sächsischen

Wolfsmanagements zeigte sich ein

ungewohntes Bild: Auf dem Waldweg

war eine lange, hochflüchtige Fährte, die

an der Stelle endet, an der der Wolf überfahren

wurde. Der Wegabschnitt ist an

beiden Seiten gezäunt, wodurch der etwa

acht Monate alte weibliche Welpe keine

Möglichkeit zur Flucht hatte. Sollte sich

der Verdacht auf diese perfide Tierquälerei

mit anschließender Tötung bestätigen,

muss die Bestrafung gewährleisten, dass

diese Einzeltat keinen Nachahmer findet.“

Quelle: NABU

��Großbritannien lockert

Einreisebestimmungen

Innerhalb der Europäischen Union ist

das Reisen mit Hunden und Katzen seit

Anfang 2012 leichter. Am 1. Januar 2012

sind für die Einreise von Haustieren nach

Großbritannien vereinfachte Einreisebestimmungen

in Kraft getreten. Nach den

dann geltenden Änderungen der Haustier-

Reiseverkehrsregelung (Pet Travel Scheme)

können Hunde und Katzen, die mit

einem Mikrochip gekennzeichnet sind

sowie über eine gültige Tollwutimpfung

und einen EU-Heimtierausweis verfügen,

nun auch nach Großbritannien einreisen.

Der bislang vorgeschriebene Tollwut-

Antikörpertest und die Zeckenbehandlung

entfallen nach den neuen Regelungen.

Somit verkürzt sich die Wartezeit

zwischen Tollwutimpfung und Einreise

von vorher bis zu sieben Monaten auf 21

Tage nach der Tollwutimpfung.

Quelle: TASSO e.V.

��Letzte Klappe für Charly

Im Januar startete im ZDF die letzte

Staffel der Serie „Unser Charly“, in der seit

1995 mindestens ein Dutzend junger

Schimpansen zum Einsatz kamen. Tierschutzorganisationen

kämpfen seit vielen

Jahren dafür, dass die Serie endlich vom

Bildschirm verschwindet, denn für die

Tiere ist der Einsatz in der Unterhaltungsindustrie

oft mit einem Leben unter grauenhaften

Bedingungen und einer von

Gewalt geprägten Dressur verbunden (wir

berichteten). Tiere im Showgeschäft - ein

Vergnügen ist das höchstens für einige

uneinsichtige Zuschauer.

red.

37


SCHAUFENSTER

Mal was Süßes:

Zubereitung

1. Himbeeren auftauen lassen. Gelatine in

reichlich kaltem Wasser einweichen.

Himbeeren und Puderzucker pürieren und durch

ein Sieb streichen. Himbeerpüree und Joghurt

verrühren. 2 El Orangensaft erwärmen, ausgedrückte

Gelatine darin auflösen. Unter die

Himbeercreme rühren und kalt stellen.

2. Wenn die Creme fest zu werden beginnt,

350 ml Sahne steif schlagen und unterheben.

Die Biskuitböden mit je 2 El Orangensaft

38

Zutaten für

ca. zwölf Stücke

Ostertorte mit

TIERSCHUTZ IN WUPPERTAL

HERAUSGEBER & ANZEIGENVERWALTUNG:

Tierschutzverein Wuppertal e.V.

Eigentümer des Wuppertaler Tierheims

Zur Waldkampfbahn 42 · 42327 Wuppertal

Telefon 02 02 / 73 51 36

Telefax 02 02 / 73 57 68

www.tierschutzverein-wuppertal.de

tiere42@aol.com

BANKVERBINDUNGEN:

Stadtsparkasse Wuppertal

Konto-Nr. 622 258 · BLZ 330 500 00

Deutsche Bank AG Wuppertal

Konto-Nr. 955/4056 · BLZ 330 700 90

300 g Tiefkühl-Himbeeren

8 Blätter weiße Gelatine

50 g Puderzucker

500 g Himbeerjoghurt

8 El Orangensaft

Himbeeren

beträufeln und je 2 El Konfitüre bestreichen.

Um einen Boden einen Ring setzen und etwa

1/3 der Creme darauf streichen. Den zweiten

Boden und den dritten Boden ebenfalls mit je

1/3 der Creme bestreichen. Die Torte vier

Stunden kalt stellen.

3. Die Torte aus dem Ring lösen. Restliche Sahne

steif schlagen und den Rand damit bestreichen.

Die Torte mit klein gehackten Pistazien bestreuen

und mit Marzipanhasen oder -eiern garnieren.

500 ml Schlagsahne

1 Wiener Boden (3 Schichten, 400 g)

6 El Himbeerkonfitüre

6 El gehackte Pistazien

Marzipan-Hasen zum Garnieren

Quelle: Internet

REDAKTION:

Marlis Tempel (M.T.) · verantwortlich

Deana Ausländer (D.A.), Susanne Höh (sh)

KONZEPTION, GRAFIK, LAYOUT:

Susanne Höh

Jägerhofstraße 13 · 42119 Wuppertal

Telefon 02 02 / 42 06 74 · Telefax 02 02 / 24 25 181

susanne.hoeh@t-online.de

DRUCK:

WAZ-Druck

Theodor-Heuss-Straße 77 · 47167 Duisburg-Neumühl

Telefon 02 03 / 9 94 87-0 · Telefax 02 03 / 9 94 87-5

www.waz-druck.de · info@waz-druck.de

VORSCHAU

Unsere Sommerausgabe

erscheint im Juni 2012.

Folgende Themen haben wir

vorgesehen:

HUNDELEBEN

• Summer in the city

Hunde leiden unter der Hitze

MAGAZIN

• Abgefahren

Marder im Motorraum

• Frettchenalltag

Hege, Pflege & Gesundheit

TIERSCHUTZ UND POLITIK

• Augenwischerei

Machen Tierversuche unsere

Medikamente wirklich sicherer?

Die mit Signum oder Urhebervermerk gekennzeichneten

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers

wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Leserbriefe,

Fotos und sonstige Medien wird keine Haftung übernommen.

Die Redaktion behält sich vor, Beiträge zu kürzen und/oder zu

überarbeiten. Der Nachdruck von Textbeiträgen und Fotos

bedarf der Genehmigung des Herausgebers.

Das Magazin erscheint vierteljährlich;

der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Der Umwelt zuliebe wird unser Magazin

auf chlorfrei-gebleichtem Papier gedruckt.


Dass der Goldhamster zur Familie

der „Wühler gehört, wird jedem

klar sein, der schon einmal mit solch'

einem niedlichen Nager zusammengelebt

hat.

Sein Heimatland ist Syrien, wo er

in freier Natur noch heute lebt.

Er hat ursprünglich oben ein goldbraunes

und unten ein weißes Fell.

Er hat dunkle Knopfaugen und runde

Ohren, einen kleinen Schwanz und

ist etwa 15 Zentimeter groß. Leider

werden Goldhamster nur etwa zwei bis

vier Jahre alt. Sind sie großem Stress ausgesetzt,

kann sich ihre Lebenszeit noch verkürzen.

Goldhamster sind Einzelgänger. Jeder Halter sollte

akzeptieren, dass sein kleiner Freund nicht gerne mit

anderen Artgenossen in einem Käfig gehalten werden

möchte. Dass gilt auch für Böckchen

und Weibchen! Ihre Zucht sollte man

nur erfahrenen Züchtern überlassen!

Goldhamster sind sehr fruchtbar und

vermehren sich auch in Gefangenschaft

rasch. Alle vier bis sechs Tage

ist das Weibchen paarungsbereit.

Kurz vor der Geburt, etwa 16 bis 19

Tage nach der Paarung, zieht sich das

trächtige Weibchen in das sorgfältig ausgepolsterte Nest

zurück. Sie bringt sechs bis acht winzige Junge zur Welt,

nackt und blind. Ohne das Ablecken der Mutter können

die Neugeborenen nicht überleben. Es dient dazu, dass

die Durchblutung in Gang kommt.

Die kleinen Hamsterkinder verlassen nach ungefähr

zwölf Tagen ihr Nest. Ihre Augen öffnen sie aber erst

ein bis zwei Tage später. Im Alter von drei Wochen

Fotos: Klaus Lange (2), Ralf Zierold, pixelio.de;

T IERKINDER

werden sie von der Mutter

entwöhnt. Unter natürlichen Bedingungen

gehen sie jetzt eigene Wege.

In Gefangenschaft geboren,

brauchen die Winzlinge nun

schnell ein neues Zuhause. Und zwar

in einem möglichst großen, gut eingestreuten

Käfig, wo die „Wühler“

alles erkunden, viel kratzen, nagen

und buddeln und Gänge anlegen

können. Lautstark bearbeiten

Goldhamster alle Ecken ihres Käfigs.

Das machen die Süßen am liebsten nachts...

Wichtig ist, dass Hamster ein vielfältiges Futter

bekommen. Hamster, die als Haustiere gehalten

werden, erhalten mit Gemüse (Gurken, Paprika, Möhren),

Getreide und Kräutern (Gänseblümchen, Petersilie und

Löwenzahn) ein vitaminreiches Futter. Besonders lecker

finden sie Haselnüsse, Sonnenblumen-

und Kürbiskerne, Äpfel,

Erdbeeren und Bananen. All' dieses

aber sollte in Maßen verfüttert

werden - auch Hamster müssen auf

ihre Figur achten.

Ihre Instinkte, die ihnen aus ihrem

Leben in Freiheit noch angeboren

sind, kommen bei der Futtersuche zum Tragen. Im Käfig

gibt es zwar keine „schlechten Zeiten“ wie in der Natur.

Doch Goldhamster horten alles Essen, was ihnen in den

Käfig gelegt wird. Lustig zu beobachten, wie sie in ihren

Backentaschen große Mengen an Nahrung ins

„Versteck“ tragen. Sie „hamstern“ gerne. Wir Menschen

haben das von ihnen abgeguckt.


Allen Tierfreunden wünschen wir von Herzen

Frohe Ostern

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