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Artikel über neue Bespannungstechnologien aus der APR 7-8/2010

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SPECIALTrocknung, Klima, EnergieeinsparungClub of Rome-Mitglied Franz Ra<strong>der</strong>macher zum Thema „Welt mit Zukunft“Huyck.Wangner will sich in Zukunft verstärkt mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, und dies war einer <strong>der</strong> Gründe, bei einer Kundenveranstaltungauf <strong>der</strong> Zellcheming Prof. Dr. Dr. Franz Josef Ra<strong>der</strong>macher, Mitglied des Club of Rome und Kuratoriumsvorsitzen<strong>der</strong> <strong>der</strong> StiftungGlobal Marshall Plan, einzuladen. Er sprach unter an<strong>der</strong>em über sein <strong>neue</strong>s Buch „Welt mit Zukunft – Überleben im 21. Jahrhun<strong>der</strong>t“, das dieTeilnehmer erhielten.Ra<strong>der</strong>macher hat an <strong>der</strong> TH Aachen in Mathematik promoviert und zwei Jahre später auch in Wirtschaftswissenschaften an <strong>der</strong> UniversitätKarlsruhe. Seine Habilitation erfolgte ebenfalls in Mathematik 1982 in Aachen. Obwohl <strong>der</strong> Redner verspätet eintraf und einige auf das Essenwarten mussten, dürfte es wenige Zuhörer im gesamten Raum gegeben haben, die bei Ra<strong>der</strong>machers Vortrag nicht eine Stunde lang an seinenLippen klebten und dabei das Essen und alles An<strong>der</strong>e vergaßen. Selten habe ich einen Vortrag erlebt, <strong>der</strong> mit einfachen Worten kompliziertesteDinge so klar darlegte. Wer einen theoretischen Beitrag eines Mathematikers erwartete, sah sich deutlich getäuscht.Die vielfältigen Themen von Ra<strong>der</strong>macher sollen hier nur gestreift werden, sie gehen von <strong>der</strong> Wertschöpfung <strong>aus</strong> Kooperation und Zusammenarbeitüber scheinbar einfache Überlegungen, die gleichwohl schockierten, so z. B. diese: Im Jahr 2009 gab es Credit Default Swaps, also<strong>aus</strong> einer Kreditvergabe abgeleitete Versicherungen im Wert von 60.000 Mrd. US-$. Dies entspricht <strong>der</strong> vierfachen Summe <strong>der</strong> gesamtenWertschöpfung (Bruttoinlandsprodukt) aller Län<strong>der</strong> <strong>der</strong> Welt. Die Banken verlangten für diese Versicherungen, die den Ausfall <strong>der</strong> versichertenKredite absicherten, 2% Gebühr und mussten dafür lediglich 1% Kapital, also 600 Mrd. US-$, hinterlegen. Mithin konnten die beteiligtenKreditinstitute <strong>aus</strong> diesem Geschäft einen Reingewinn von 1200 Mrd. US-$ schöpfen. Verteilt man diesen auf z. B. 120.000 beteiligte Führungskräfte,so erhält jede Person alleine dadurch einen Jahresbonus von ca. 10 Mio. US-$. Den beiligten äußerst intelligenten Händlern undBanken gelang es, Geld zu schöpfen, und diese Summen ohne viele Mühe unter sich zu verteilen. Nebenbei bemerkt war es so, dass keinerwusste, dass es die kaum vorstellbare Summe von 60.000 Mrd. US-$ an Credit Default überhaupt gab.Ra<strong>der</strong>macher nahm sich viel Zeit, um über Wohlstands- und Armutsfragen als zentrale Probleme zukünftiger Generationen zu reden. Dabeikam er zu dem Schluss, dass unsere zentralen Probleme keine technischen sind, es gibt genug Innovation und technischen Fortschritt, son<strong>der</strong>ngesellschaftliche. Der Mensch habe keine Konsumbremse, und die Probleme lösen sich auch nicht von alleine o<strong>der</strong> von oben. Heute müssendrei Milliarden Menschen mit weniger als 2 US-$ pro Tag zurechtkommen. Vielfach sehe er auch, dass wir als Menschen den Planet plün<strong>der</strong>nund danach noch „tolle“ Erklärungen hierfür abliefern. Sein Buch kann ich jedem Leser nur wärmstens empfehlen. G.B.Entwicklung<strong>der</strong> BlattbildungseigenschaftenverschiedenerSiebeinteressierten Kunden auch mit entsprechendenSoftwareprodukten deseigenen H<strong>aus</strong>es vor.Restrukturierung im MutterkonzernXeriumStruktur des hydrophilen Garns in den<strong>neue</strong>n PressfilzenNachdem die Muttergesellschaft Xeriumim Jahr 2009 einen Verlust von112 Mio. US-$ <strong>aus</strong>weisen musste,und die Umsätze um 138 Mio. US-$auf 500 Mio. US-$ fielen, ging XeriumAnfang des Jahres unter Chapter11 und konnte erfolgreich Schuldenverschiedener Banken und an<strong>der</strong>erInstitute in Eigenkapital umwandeln.Auf diese Art und Weise beschafftesich Xerium in den ersten fünf Monaten140 Mio. US-$ <strong>neue</strong>s Eigenkapital,außerdem erfolgte ein Aktiensplit.Dabei verän<strong>der</strong>te sich dieStruktur des Verwaltungsrates deutlich,<strong>der</strong> Vorstand blieb weitgehendunverän<strong>der</strong>t.Xerium setzt verstärkt auf nachhaltigeProdukte und möchte dieEntwicklungszeiten noch stärker verkürzen.So sollen bis zum Jahr 2012insgesamt 60% <strong>der</strong> Verkäufe mit Produktenerzielt werden, die nicht älterals fünf Jahre sind.Im laufenden Jahr geht es Huyck.Wangner und Xerium deutlich besser.Ein Drittel seiner Umsätze erzieltedas Unternehmen mit <strong>der</strong> Beschichtungvon Rollen, zwei Drittel mitFilzen und Sieben. Im vergangenenJahr war die Ertragslage in Europabesser als in den USA. Die Auslastungliegt zurzeit bei 100% unddie Lieferzeiten für Bespannungenzwischen zehn und 14 Wochen. ImNotfall können, so Kerschhofer, diemeisten Produkte auch schnellergeliefert werden. Im laufenden Jahrsollen sowohl im Werk Gloggnitz wieauch in Reutlingen ca. 7 Mio. Eurofür verschiedene Maßnahmen investiertwerden.Das bisherige VorstandsmitgliedPeter Williamson, <strong>der</strong> unter an<strong>der</strong>emfür Huyck.Wangner verantwortlichwar, verließ das Unternehmen imersten Quartal <strong>2010</strong> überraschend.Offensichtlich wurde sein Vertragnicht verlängert. Sein Nachfolgerist <strong>der</strong> in den USA arbeitende DavePretty. ♦〉Magazin 07-08/<strong>2010</strong> 32www.a-p-r.de

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