Download NÄHER dran, Nr. 28 / Juni 2010 - Leipzig Tourismus und ...

alt.connewitz.de

Download NÄHER dran, Nr. 28 / Juni 2010 - Leipzig Tourismus und ...

II/2010

Nr. 28/Juni – August 2010 >> Zeitschrift für Kultur, Tourismus und Wirtschaft in Leipzig und Mitteldeutschland

Download unter: www.naeherdran-leipzig.de

NÄHER

>dran

top aktuell Kultur, Tourismus, Wirtschaft +++ Brauhaus an der Thomaskirche +++ titelthema 50 Jahre Leipziger Opernhaus +++ 20 Jahre

Leipziger Lachmesse +++ Kabaretts, RevueTheater und Varieté +++ Leipziger Jubiläumsreigen +++ 20 Jahre euro scene Leipzig +++ Festivals

und Feste +++ hinter den Kulissen Körperwelten +++ boulevard +++ Mein Leipzig lob ich mir: Pablo Sprungala

Leipziger Jubiläumsreigen

Foto: Dirk Brzoska (www.maneda.de) · Frisuren und Make Up: Anna Oberholz

Location: Schwanenteich vor dem Leipziger Opernhaus

titelthema > Seite 11

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010


Mendelssohn-Festtage

Leipzig

FELIX

macht glücklich!

19. August bis 10. September 2010

„Mendelssohn und Schumann“

gewandhaus.de

2 0341.1270-280


Leipzig feiert vielfach

Leipzig hat so viele interessante

Festivals und Jubiläen zu

bieten. Das ist beneidenswert!“

Diese Aussage höre ich immer

häufiger von Kollegen aus anderen

Städten. Tatsache ist, dass

kaum eine andere deutsche

Stadt in ihrer langen Geschichte

eine derartige Anziehungskraft

auf kluge Köpfe ausgeübt hat,

wie Leipzig. Deshalb nimmt die

Stadt bei den anstehenden

Jubiläen eine besondere Rolle

ein. Hochkarätige Anlässe, auf

die wir auch in „NÄHER dran

ausführlich eingegangen sind,

gab es bereits 2009, z. B. der

200. Geburtstag von Felix

Mendelssohn Bartholdy, das

Jubiläum 20 Jahre Friedliche

Revolution oder 600 Jahre Universität

Leipzig.

Auch wenn das Jahr 2009 mit

einem Gästerekord endete, ist

das kein Grund, dass wir uns

nun zurücklehnen. Schon Johann

Wolfgang Goethe wusste:

„Das Tun interessiert, das Ge-

tane nicht.“ Deshalb richten wir

unseren Blick in die Zukunft und

stellen Ihnen in unserer aktuellen

Ausgabe interessante Jubiläen

der Jahre 2010–2017 vor.

Der Jubiläumsreigen reicht vom

200. Geburtstag Robert Schumanns

bis hin zu „500 Jahre

Reformation 2017“. Auch wenn

bis 2017 noch Jahre vergehen,

im Rahmen der „Lutherdekade“

finden bereits jetzt viele touristische

Aktivitäten statt. Mit den

Jubiläen besitzt Leipzig die

große Chance, Potentiale zu

bündeln und neue Angebote zu

entwickeln. Soeben erschienen

deshalb zwei Prospekte, die von

der LTM GmbH in enger Zusammenarbeit

mit den Leipziger

Kabaretts/Varieté sowie den

Veranstaltern der jährlich im

Herbst stattfindenden Festivals

entwickelt wurden.

Dass Leipzig nicht nur anlässlich

von Jubiläen feiert, davon können

Sie sich in dieser Ausgabe

ebenfalls überzeugen. Ob Wave

Gotik Treffen, Bachfest oder

Weihnachtsmarkt – knapp 100

Festivals und Feste finden jährlich

in Leipzig statt und sorgen

für Besucherströme aus dem In-

und Ausland. Hier hält es Leipzig

mit dem griechischen Philosophen

Demokrit: „Ein Leben

ohne Feste ist wie ein langer

Weg ohne Gasthäuser.“

Ich wünsche Ihnen eine anregende

Lektüre.

Ihr Volker Bremer

Die Prospekte sind neu erschienen und in der Tourist-Information Leipzig

sowie in über 100 Einrichtungen in der Region erhältlich.

vorwort

Das Redaktionsteam stellt Ihnen Leipziger Feste, Festivals und Jubiläen vor, denn

„Ein Haus ohne Geselligkeit ist wie eine Blume ohne Duft.“ (Sigismund von Radecki)

Inhalt

NÄHER dran

Kultur, Tourismus, Wirtschaft aus Leipzig und Mitteldeutschland

Ausgabe Nr. 28 (Juni – August 2010)

top aktuell Seite 4

· Kultur, Tourismus, Gastronomie, Wirtschaft

· Ägyptisches Museum zeigt einzigartige Ausstellung Seite 5

· Brauerei an der Thomaskirche Seite 9

literaturtipps Seite 10

das titelthema Seite 11

· Leipziger Jubiläumsreigen

Happy birthday, Oper Leipzig!

· Gibt`s da was zu lachen? – 20 Jahre Lachmesse

· Kabaretts, RevueTheater und Varieté

leipziger festivals und feste Seite 23

· 20 Jahre euro-scene Leipzig

vorgestellt Seite 32

· Leute in Leipzig

hinter den kulissen Seite 33

· KÖRPERWELTEN – Eine Herzenssache

meinungen – ansichten Seite 34

leipzig in superlativen Seite 35

· Folge 29

im fokus Seite 36

· Leipziger Ortsteile: Lindenthal

boulevard Seite 37

· Mein Leipzig lob´ ich mir … – Pablo Sprungala

· Das LTM-Porträt – 5 Fragen an Cornelia Lach

impressum Seite 38

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

3


top aktuell

Saison: Mai bis Oktober

Top aktuell – Kultur

Auslandskorrespondenten

weilten in Leipzig

Eine große Medienresonanz resultierte

aus einer exklusiven

Füh rung, die Neo Rauch am

16.4.2010 durch die Ausstellung

„Neo Rauch.Begleiter“ für 30

Auslandskorrespondenten ermög

lich te. Diese weilten auf

Einladung der LTM GmbH in

Leipzig. Auch Petra Hedorfer

(Vorstandsvorsitzende der DZT)

und Leipzigs Oberbürgermeister

Burkhard Jung ließen es sich

nicht nehmen, die Gäste persönlich

zu begrüßen und die einzigartige

Ausstellung zu besuchen.

Mit über 60.000 Besuchern ist

sie bereits jetzt die erfolgreichste

Ausstellung im 2004 eröffneten

Museumsneubau und wird noch

bis zum 15.8.2010 gezeigt.

www.mdbk.de

Feste, Festivals und Jubiläen

Innerhalb unseres Titelthemas

finden Sie ab Seite 11 eine

umfangreiche Übersicht von

Veranstaltungen, die ein Jubiläum

begehen bzw. jährlich zehntausende

Gäste begeistern.

Eine ausführliche Übersicht der

wichtigsten Veranstaltungen

2010/11 findet man unter

www.ltm-leipzig.de/veranstaltungen

und www.leipzig-im.de.

AMAZONIEN ist Publikumsmagnet

Am 29.5.2010 konnte das

Asisi Panometer Leipzig den

500.000sten Besucher begrüßen.

Das macht „AMAZO-

NIEN“ zur erfolgreichsten Panoramaausstellung

des Künstlers

Yadegar Asisi.

Besonders beeindruckend: Im

ersten Ausstellungsjahr waren

mehr Besucher in „AMAZO-

NIEN“ als deutsche Touristen in

Brasilien.

www.asisi.de

Paket Wildwasser–Rafting

– 2½-stündiger Wildwasserspaß für Jedermann

inkl. Einweisung, Neoprenkleidung und

Sicherheitsausrüstung

– unvergessliches Freizeitvergnügen bei jedem

Wetter für Jung und Alt (Kinder ab 12 Jahren)

– bis zu 10 Abfahrten auf Europas modernster

Wildwasseranlage

Wild, Wilder …

Wildwasser-Rafting

im Kanupark Markkleeberg

Telefon: 03 42 97–14 12 91

Informationen und Buchungen unter:

www.kanupark-markkleeberg.com

4 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

(v.l.:) Hans-Werner Schmidt, Burkhard Jung, Neo Rauch, Volker Bremer

und Petra Hedorfer im Museum der bildenden Künste Leipzig

Leipziger Passagenfest

„Schaulust“ lenkt am 3.9.2010

die Aufmerksamkeit auf die Einzigartigkeit

der Leipziger Passagen

und Höfe. Das neu entwickelte

Passagenfest verbindet

Historie und Architektur mit

Theater, Musik, Malerei, Fotografie,

Mode sowie einem Mitternachtsshopping.

Regionale

Künstler unterhalten mit Aktionen,

Ausstellungen und Programmen

ihr Publikum in einem

unverwechselbaren Ambiente.

Die Passagen setzen als Schaufenster

für Leipzig urban Gewachsenes

gegen künstliche

Erlebniswelten.

Action am Wasser

Vom 20. bis 22.8.2010 findet

das 10. Leipziger Wasserfest

statt. Neben vielen Aktionen

können sich die Besucher über

die Entwicklung der Leipziger

Gewässer- und Seenlandschaft

informieren. Die Verbindung

vom Cospudener See mit dem

künftigen Stadthafen ermöglicht

die erste bootsgängige Durchfahrt

zwischen Leipzig und dem

Neuseenland. Dieser sogenannte

Kurs 1 ist das erste Teilstück

der geplanten Gewässerverbindung

bis zum Zwenkauer See

und wird am 20.8.2010 als „Tag

Blau“ eröffnet.

www.wasserfest-leipzig.de

Blütenmond

Musiker, Sänger und Chöre,

klingende Bäume, Tänzer und

Schauspieler erschließen am

12.9.2010 einige Lieblingsplätze

von Robert Schumann in Leipzig,

Stationen seines Lebens und

die Landschaft. Eine geführte

Radtour verbindet die Orte miteinander.

Aktionen für Kinder

und eine abendliche Tanzthea-

Sachsens tourdersinne

ter-Aufführung runden das Programm

ab.

www.notenspur-leipzig.de/

bluetenmond

Erlebnisausstellung

Ist das, was wir sehen, hören,

fühlen, riechen und schmecken,

wirklich immer wahr? Diese und

weitere spannende Fragen zum

Thema Wahrnehmung und Täuschung

stehen vom 21.9. bis

3.10.2010 im Mittelpunkt der

Erlebnisausstellung „Sachsens

tourdersinne 2010“ im Mediengarten

in der Mediacity Leipzig.

Die 25 vorgestellten Exponate

sind Teil der Wanderausstellung

des interaktiven Erlebnismuseums

„turmdersinne“ in Nürnberg.

www.bildung-ja-bitte.de

Ausflug nach Güldengossa

Sachsens Reichtum an historischen

Bauwerken ist die

3,5-stündige Tour „Wiederentdeckung

der Herrenhäuser um

Leipzig“ auf der Spur. Sie führt

u. a. zum Torhaus Dölitz und

zum Schloss Güldengossa.

Tel.: +49 (0)341 7104-230

www.leipzig-erleben.com


Ägyptisches Museum

zeigt einzigartige Ausstellung

Seit 25.6.2010 präsentiert das

Ägyptische Museum der Universität

Leipzig im Krochhochhaus

die älteste ägyptologische Lehrschausammlung

einer deutschen

Universität. Auf 500 qm

Ausstellungsfläche werden äußerst

seltene und wertvolle Exponate

aus fünf Jahrtausenden

gezeigt. Der Freistaat Sachsen

investierte 5,7 Mio. Euro. Laut

Kustodin Dr. Friederike Seyfried

wurden dadurch „rund 6.000

Objekte ihrem langjährigen

Schattendasein entrissen“. Im

Interim waren seit 2007 nur 300

Exponate zu sehen.

Einen einmaligen Fundkomplex

können die Besucher im ehemaligen

„Direktorenzimmer“

be wundern. Hier wird das gesamte

Grabensemble des Priesters

Herischef-hotep (um 1970

v. Chr.) präsentiert. „Aus dieser

Zeit gibt es nicht viel Vergleichbares“,

so Seyfried. Im 2. Obergeschoss

befindet sich ein

Modell vom Pyramiden- und

Tempelkomplex des Pharao Sahure

(um 2496 – 2483 v. Chr.).

Der benachbarte Totenkultraum

beherbergt einige in ihrer Wicklung

und Verzierung komplett

erhaltene Mumien.

Die Sammlung des Ägyptischen

Museums beruht im Wesentlichen

auf Funden von Georg

Steindorff, der 1893 – 1934 den

seit 1870 bestehenden Lehrstuhl

Sarg des Priesters Herischef-hotep

(um 1970 v.Chr.)

für Ägyptologie der Universität

Leipzig inne hatte. Die Steingefäße

frühdynastischer Zeit (um

2940 – 2134 v. Chr.) aus Abusir,

die Königsplastiken des Alten

Reiches (um 2640 – 2134 v.Chr.)

vom Pyramidenfeld von Giza

und die nubische Kleinkunst aus

dem 2. Jt. v.Chr. gehören zu den

besten ihrer Art in den europäischen

Museen.

Außergewöhnlich ist nicht nur

die Sammlung, sondern auch

der Ausstellungsort. Das Krochhochhaus

wurde 1927/28 nach

Entwürfen von German Bestelmeyer

für das Bankhaus

Kroch errichtet. Der elfgeschossige

Stahlbetonbau war das erste

Hochhaus in Leipzig. Die

ehe malige Schalterhalle des

Bank hauses stellt ein bedeutendes

Interieur des Art déco

dar.

Georg Steindorff

Der 1861 in Dessau geborene

Ägyptologe reiste 1899 als

erster Altertumswissenschaftler

durch die Westwüste in die

Oase Siwa. Er identifizierte dort

den Tempel von Aghurmi als

den berühmten Orakeltempel,

in dem Alexander der Große als

ägyptischer Herrscher bestätigt

wurde. 1912/14 und 1930/31

leitete Steindorff die Ausgrabungen

in Aniba. Von seinen

Reisen brachte er viele bedeutende

Fundobjekte mit, von denen

Leipzig erhebliche Anteile

zugesprochen bekam. 1935

emi grierte der jüdische Wissenschaftler

nach Amerika und

starb 1951 in Hollywood.

Andreas Schmidt

Wichtige Kontakte:

Ägyptisches Museum

der Universität Leipzig

Goethestraße 2, 04109 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 9737010

www.uni-leipzig.de/~egypt/

Öffnungszeiten

Di-Sa: 13 – 17 Uhr

So und Feiertag: 10 – 13 Uhr

top aktuell

Das Ägyptische Museum präsentiert seine Ausstellung

in den Räumen des ehemaligen Bankhauses Kroch.

Auf rund 500 qm, verteilt auf zwei Etagen, kann man

etwa 6.000 Objekte aus fünf Jahrtausenden bewundern.

Schumanns Welt

9.–19. September 2010

Neunte Schumann-Festwoche

Konzerte | Lesungen | Spaziergänge | Film

Programminformationen: www.schumann-verein.de

Kartenbestellungen: www.ticketgalerie.de | Tel: 0341.141414

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

5


top aktuell

Top aktuell – Tourismus

Tourist-Information zieht um

Im August 2010 erfolgt der

Umzug der Tourist-Information

von der Richard-Wagner-Straße

in das neuerbaute Katharinum

(Katharinenstraße 8). Die Telefonnummern

ändern sich nicht.

Ein Zufall: Vor kurzem errechnete

das Leibniz-Institut für Länderkunde,

dass die Tourist-Information

in Leipzigs neuer

Mitte liegt und der sogenannte

Flächen-Schwerpunkt ist. Die

exakten Koordinaten lauten:

51° 20’31,19‘‘ Nord, 12°

22’35,73‘‘ Ost. Wenn man dort

eine Nadel hineinstechen würde,

wäre das Stadtgebiet auf ihr

ausbalanciert.

HURACAN ist gestartet

Endlich hat BELANTIS eine richtig

große Achterbahn! Seit

26.6.2010 ist die hochmoderne

Mega-Attraktion „HURACAN“

in Betrieb. Als nationales Novum

zeichnet sie sich durch die erstmalige

Kombination aus einem

senkrechten Anstieg auf 32 m,

dem anschließenden freien Fall

aus dieser Höhe und insgesamt

fünf Überschlägen aus. Das absolute

Highlight ist der senkrechte

Liftturm, von dem man

im freien Fall in die Tiefe rauscht.

Mit einer Neigung von 95 Grad

zählt die BELANTIS-Achterbahn

zu den Top Ten der steilsten

Achterbahnen weltweit. In

pfeilschnellen Einzelwagen erleben

die Fahrgäste in rund

90 Sekunden eine Spitzen geschwindigkeit

von 85 km/h.

www.belantis.de

Gedenktafel zu Ehren Seumes

Aus Anlass seines 200. Todestages

ehrte Leipzig den Schriftsteller

Johann Gottfried Seume

am 3.6.2010 mit einem Festakt

und einer Gedenktafel am

Markt 6. Hier wohnte Seume

Eine Herzenssache.

6 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

von 1787 bis 1788. Er studierte

an der Universität Leipzig. Sein

Reisebericht „Spaziergang nach

Syrakus“ machte ihn berühmt.

www.seume-gesellschaft.de

Historismus und Jugendstil

Leipzig verfügt über einen

Bestand an Gründerzeithäusern

wie keine zweite deutsche Stadt.

Grund genug für Kulturstiftung

Leipzig, Passage Verlag und

LTM GmbH, den Architek turstadtplan

„Historismus und

Jugendstil – Leipziger Architektur

1871– 1918“ zu veröffentlichen.

Er ist für 4,95 Euro erhältlich

(siehe „Literaturtipps“ S. 10).

www.ltm-leipzig.de/shop

Taufe der „Lipsko“ in Brünn

Die seit 1973 bestehende

Städte partnerschaft zwischen

Leipzig und Brünn ist sehr intensiv.

Deshalb sticht Leipzig seit

Wichtige Kontakte:

HURACAN:

Steiler als Senkrecht

GRASSI Museum für

Angewandte Kunst

Johannisplatz 5 – 11, 04103

Tel.: +49 (0)341 2229-100

www.grassimuseum.de

Die frisch getaufte „Lipsko“ auf dem Brünner Stausee

8.5.2010 in Brünn mit einem eigenen

Ausflugsboot in See. Vor

tausenden Gästen wurde am

Brünner Stausee die Schifffahrtsaison

mit der Taufe eines

Bootes auf den Namen „Lipsko“

eröffnet. Während der Fahrt

können sich jeweils bis zu 200

Gäste ein Bild von Leipzigs

Sehenswürdigkeiten machen,

denn im Innenraum lädt die

LTM GmbH mit einer großformatigen

Bildergalerie zu einem

Leipzig-Besuch ein.

www.ltm-leipzig.de

Neue Faltpläne

Leipzig-Werbung

auf dem Deck der „Lipsko“

Der Mitteldeutsche Verkehrs verbund

hat auch 2010 wieder die

praktischen Faltpläne Wanderlust,

Fahrrad und Stadtbummel

mit Touren im Verbundgebiet

neu herausgebracht. Alle Pläne

beinhalten detailliertes Kartenma

terial und liefern Ver bindungen

und Fahrzeiten für den

Nahverkehr. Die Pläne gibt es

kostenfrei in der Tourist-

Information sowie beim MDV.

www.mdv.de


GONDWANALAND

Am 4.6.2010 wurde eine weitere

Bauetappe der Tropenerlebniswelt

GONDWANALAND

bewältigt. Das letzte Folienkissen

wurde an der futuristisch

wirkenden Dachkonstruktion

montiert. Die Leichtigkeit der

Folienkissen ermöglichte es den

Bauplanern, die 18.000 qm

große Dachfläche mit nur 2.500

Tonnen Stahl zu stützen.

Inzwischen begannen die Innenausbauten

der 16.500 qm

fassenden Erlebniswelt. Hier

wird später die Urzeit lebendig.

Es entstehen Flüsse, Schluchten

und Berge. Nach der Eingewöhnung

der Tiere öffnet die Erlebniswelt

2011.

www.zoo-leipzig.de

Leipzig auf dem RDA

Vom 27. bis 29.7.2010 findet in

Köln Europas größter Workshop

für Busreiseveranstalter statt.

Gemeinsam mit Asisi Panometer,

Bach-Archiv Leipzig,

BELANTIS und Zoo Leipzig präsentiert

die LTM GmbH am

Phönix-Tour-Nord

Auf dieser neuen Tour erfahren

die Gäste alles über Bernstein

aus heimischem Bergbau. Die

Villa am Bernsteinsee, Marina

und Strände, Pegelturm und die

nahe Dübener Heide locken

tausende Gäste in die Goitzsche,

die weltweit größte künstliche

Seenlandschaft.

Mai-Regio Tour bietet diese

5-stündige Tour jeden 3. Samstag

ab Leipzig an.

Tel.: 034206 55991

www.rundum-leipzig.de

Leipzig-Stand neue Reiseangebote.

Am 28.7. findet um 14.30

Uhr ein Pressegespräch zum

Thema „Leipzig – Höhepunkte

2010 – 2011“ statt, an dem Nikolaus

Job (BELANTIS), Dr. Jörg

Junhold (Zoo Leipzig) und Volker

Bremer (LTM GmbH) teilnehmen.

Sachsens Staatsminister

„tauft“ Notenspur-Zug

Die Realisierung des einzigartigen

Wegeleitsystems „Leipziger

Notenspur“ soll im Sommer

2011 erfolgen. Einen

wichtigen Impuls erhielt das

Projekt durch eine Kooperation

mit der Mitteldeutschen Regiobahn,

die im Großraum Leipzig

auf acht Strecken unterwegs ist.

Durch Sven Morlok, den sächsischen

Staatsminister für Wirtschaft,

Arbeit und Verkehr,

wurde am 14.5.2010 ein Zug

der Mitteldeutschen Regiobahn

auf den Namen „Leipziger Notenspur“

getauft. Dieser ist im

Design der Leipziger Notenspur

gestaltet und informiert die

Fahrgäste unter dem Motto

Leipziger Notenspur – die Musikstadt

erfahren“. Sven Morlok:

„Die Zugpartnerschaft ist

ein sehr gutes Beispiel für die

Kooperation zwischen Wirtschaft

und Kultur.“

Im Zug werden überraschende

Aktionen mit Musikern immer

wieder die Neugierde der Fahrgäste

wecken. „Gemeinsam haben

wir einen Plan erarbeitet,

um die Fahrgäste auf bedeutende

Veranstaltungen und Jubiläen

aufmerksam zu machen“,

erläuterte Prof. Werner Schneider,

Leiter der Notenspur-Initiative,

das Vorhaben. „Natürlich

erhoffen wir uns auch, dass die

Realisierung der Leipziger Notenspur

anhand von Spenden

beschleunigt wird.“

www.notenspur-leipzig.de

Pyro Games 2010

Am 18.9.2010 gibt es auf der

Festwiese in Leipzig beste

Unterhaltung, denn ausgewählte

Pyro Designer bringen den

Abendhimmel zum Leuchten

und bieten ein einzigartiges

Feuerwerkerlebnis.

www.pyrogames.de

top aktuell

Volker Bremer, Andreas Trillmich, Prof. Werner Schneider und Sven Morlok

stoßen im Hauptbahnhof Leipzig auf die erfolgte Zugtaufe an.

Bernhard Moosbauer (Moosbauer & Huennerkopf. Kommunikationsdesign)

gestaltet den „Leipziger Notenspur“-Zug.

Clara und Robert Schumann am 8. Juni auf Geburtstagstour –

Orchester und Chöre des MDR beteiligen sich zum 200. Geburtstag

des Komponisten mit einer Aktion im Notenspur-Zug.

Die Fahrgäste der Mitteldeutschen Regiobahn sind „NÄHER dran“ an Leipzig,

denn die Zeitschrift der LTM GmbH wird als Leselektüre angeboten.

Pension

CityAppartements

AppartementHotel

SchlafGut

Leipzig

Ganz nah dran!

...mitten in der Stadt preiswert übernachten

+49 341 2110-900 • www.schlafgut-leipzig.de

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

7


top aktuell

Top aktuell –

Kongresse und Tagungen

„New York Times“ würdigt

Leipzig

Unter dem Titel „Next Stop:

Arts Thrive in Leipzig, Bach’s

Back yard“ (auf Deutsch etwa

„Nächster Halt: Die Künste florieren

in Leipzig, Bachs Revier“)

veröffentlichte die New York

Times am 4.7.2010 bereits zum

2. Mal in diesem Jahr einen

Beitrag über Leipzig. Nach der

vielbeachteten Top-Platzierung

Leipzigs im Januar in der Liste

der 31 weltweit spannendsten

Reiseziele 2010, berichtet die

Autorin nun ausführlich über

Leipzigs Musik- und Kunstszene.

Inspiriert von einem Besuch im

Mai während der alternativen

Musikmesse (Pop Up, konstatiert

sie: „Leipzig nennt sich

nicht umsonst Musikstadt“.

Neben der klassischen Musiktradition

wird vor allem die alter-

native Musik- und zeitgenössische

Kunstszene der Stadt gewürdigt.

Grandhotel bereichert Leipzig

Das Steigenberger Grandhotel

Handelshof in Leipzig eröffnet

im April 2011 mit 177 Zimmern

und Suiten, sieben Tagungsräumen

und einem Fitness- und

Wellnessbereich. Es verbindet

hinter historischen Mauern gekonnt

Geschichte mit modernem

Design. „Wir sind stolz, mit

dem Handelshof ein wahres

Juwel gefunden zu haben, das

perfekt zu unserer Hotelgruppe

passt“, sagt Arco Buijs, Vorstands

sprecher der Steigenberger

Hotels AG.

www.steigenbergerhotelgroup.com

Hôtel de Pologne wird saniert

Die Leipziger Stadtbau AG begann

mit der Sanierung des legendären

Hôtel de Pologne

Messen und Veranstaltungen 2010 (Auszug)

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

02.09. – 04.09.2010 homeCare Leipzig

Nationale Kongressmesse für vernetzte und intersektorale

Patientenversorgung

www.homecare-leipzig.de

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

03.09. – 05.09.2010 LE GOURMET

DER TREFFPUNKT FÜR GENIESSER

www.gourmet-leipzig.de

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

01.10. – 03.10.2010 modell-hobby-spiel

Ausstellung für Modellbau, Modelleisenbahn, kreatives Gestalten und Spiel

www.modell-hobby-spiel.de

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

25.10. – 27.10.2010 euregia

Standort- und Regionalentwicklung in Europa – Fachmesse und Kongress

www.euregia-leipzig.de

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

17.11. – 21.11.2010 Touristik & Caravaning International Leipzig (Gastveranstaltung)

www.touristikundcaravaning.de

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

18.11. – 20.11.2010 denkmal

Europäische Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung

www.denkmal-leipzig.de

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

19.11. – 21.11.2010 abgefahren – die Messe rund ums Rad 2010 (Gastveranstaltung)

www.fahrradmesse-leipzig.de

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Änderungen vorbehalten

Tel.: 0341 678-0 · www.leipziger-messe.de

8 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

(Hainstraße 16/18). In dem

1848/49 errichteten und 1890

umgestalteten Gebäude mit drei

prunkvollen Ballsälen sind bis

2011 die Wiederaufnahme des

Hotelbetriebs mit 100 Zimmern

sowie zeitgemäße Einzelhandelsflächen

geplant. Mit dem restaurierten

Großen Ballsaal wird

das Objekt wieder eine der ersten

Adressen für Festlichkeiten

sein. Der Saal steht bereits ab

Oktober 2010 für Ver an staltungen

bis zu 500 Besuchern zur

Verfügung. www.stadtbau.com

Kreatives Hotelkonzept

Am 29.4.2010 schloss das pentahotel

(Großer Brockhaus 3) mit

einer Eröffnungsfeier den Umbau

ab. Eine Attraktion ist die

pentalounge, welche Bar, Restaurant,

Lobby und wohnlicher

Anziehungspunkt zugleich ist.

Die Designer-Zimmer wurden

vom Stararchitekten Matteo

Thun gestaltet und bieten Betten

mit Flauschkomfort und Luxusmatratzen.

www.pentahotels.com

Leipzig jubelt über Gästerekord

Nach dem Rekordjahr 2009 ist

Leipzig erfolgreich in das Jahr

2010 gestartet und verzeichnet

einen außergewöhnlich hohen

Zuwachs an Touristen. Rund

314.000 Gäste übernachteten

von Januar bis April 2010 mindestens

eine Nacht in Leipzig,

was einem Zuwachs von 9,5

Prozent entspricht.

Erfolgreiche Medienarbeit

Der Gästerekord ist laut LTM-

Geschäftsführer Volker Bremer

kein Zufall: „Ein wichtiger Bestandteil

unserer Kommuni kationsstrategie

ist es, nationale

und internationale Medien ver-

Musterzimmer im Steigenberger Grandhotel Handelshof in Leipzig

Wird zurzeit restauriert: der Große

Ballsaal im Hôtel de Pologne

treter nach Leipzig einzuladen

und ihnen redaktionell interessante

Themen und Programme

zu präsentieren. 2010 betreute

die LTM GmbH bisher rund 130

Journalisten aus 17 Ländern persönlich

in Leipzig. Neue Impulse

für den wichtigsten internationalen

Quellmarkt, die USA,

bringt die 55. Jahrestagung des

Berufsverbandes nordamerikanischer

Reisejournalisten (SATW),

die vom 8. bis 13.10.2010 in

Sachsen stattfindet. Dann werden

rund 500 amerikanische

Top-Journalisten Leipzig und

Dresden erkunden.

Incentives in Leipzig

Ob ein Mittelalter-Abend im

Ratskeller, eine Trabi-Erlebnistour

oder eine Zoo-Rallye – die LTM

GmbH bietet viele originelle

Incentive-Angebote an. Wer für

seine Mitarbeiter, Vereins mitglieder

oder Tagungsteilnehmer

etwas Außergewöhnliches in

Leip zig erleben möchte, wird

hier fündig.

Tel.: +49 (0)341 7104-240

www.incentive-leipzig.de


Kristin Sander berichtet in jeder

Ausgabe über Neuigkeiten aus

Leipzigs Gastronomieszene und

stellt deren Macher vor.

Top aktuell –

Gastronomie

Heute: Brauerei

an der Thomas kirche

Von den über 65.000 Gästen,

die das „Bachfest Leipzig“ im

Juni 2010 besucht haben, ist jeder

Besucher mindestens einmal

an der „Brauerei an der Thomaskirche“

vorbeigekommen.

Denn seit zwölf Jahren befindet

sich das Restaurant im Herzen

von Leipzig. Wer vom Marktplatz

zur Thomaskirche eilt, den

führt der Weg dort entlang. So

international wie die Bachfestbesucher

sind, so international

präsentiert sich auch die „Brauer

ei an der Thomas kirche“.

Geschäftsführer Giuseppe Alvaro

empfängt mich herzlich

und erklärt mir, dass neben

sächsischen und bayrischen

Spe zialitäten vor allem italienische

Speisen auf der Karte zu

finden sind. Pizza, Eis und

Nudeln werden hier von Hand

gemacht. Wöchentlich gibt es

eine wechselnde Karte mit sai-

Frisch hergestellte Pasta

Stimmungsvoller Blick

auf die Thomaskirche

sonalen Spezialitäten. Das zuvorkommende

Personal spricht

neben Deutsch auch Französisch,

Griechisch, Italienisch,

Russisch und natürlich Englisch.

Ins ge samt verfügt die Lokalität

über einen Freisitz mit 280

Plätzen. Im Innern finden 250

Gäste Platz. Wer sich vom hektischen

Stadtleben mal kurz entspannen

will, kann sich auch an

die Bar setzen und ein hausgebrautes

Bier genießen. Denn eine

Be sonderheit des Hauses ist

die Brauerei im Keller. Braumeister

Frank Petzecker zapft

für mich ein kühles Pils. Bei dem

feinherben Bier handelt es sich

um ein naturbelassenes Produkt,

das nach dem deutschen Reinheitsgebot

gebraut und unfiltriert

ausgeschenkt wird. Es gelangt

hier direkt vom Ausschank

im Bierkeller zum Zapfhahn.

Dadurch behält das Bier seine

Frische und ist reich an Vi taminen,

Eiweiß und Mineralstoffen.

Während einer interessanten

Führung erklärt mir

Frank Petzecker, dass hier im

Jahr bis zu 16 verschiedene

Sorten Bier gebraut werden.

Die gastfreundliche Mentalität

der Italiener erkennt man daran,

dass sie auch in Stresssituationen

für ihre Gäste da sind. Dies erlebte

ich an diesem Abend live.

Obwohl der Freisitz vollbesetzt

war, fanden Giuseppe und sein

Team ausreichend Zeit, um mir

auf meine Fragen zu antworten.

Damit ich mich von der Qualität

des Essens selbst überzeugen

konnte, wurden Pasta, Salat und

Eisbein mit Sauerkraut zubereitet.

Ich durfte alles probieren. Es

schmeckte hervorragend!

top aktuell

Kristin wird vom Team der „Brauerei an der Thomaskirche“ kulinarisch ver -

wöhnt (v.l.): Giuseppe Alvaro (Geschäftsführer), Marcello Serio (Restaurantleiter),

Frank Petzecker (Brauer) und Hansjörg Richter (PR-Berater)

Während ein Straßenmusikant

mit seinem Akkordeon kurzzeitig

die Gäste nervte, überraschte

mich ein Kellner des Restaurants

mit einem Gesangsstück aus

„Don Giovanni“. Der Abend

war perfekt! Das Team verabschiedete

mich, als wäre ich seit

Jahren Stammgast, so wie Hansjörg

Richter, der das Restaurant

sein „zweites Wohn zimmer“

nennt. Willkommen in der

Familie!

www.brauerei-thomaskirche.de

Führung durch die Brauerei

+++ Gastronomie-Notizen +++

Café Waldi

Nachdem die „Ständige Vertretung“

schloss, eröffnete im

Mai 2010 am Peterssteinweg 10

das „Café Waldi“, das durch einen

aufregend trashigen De komix

besticht. Omas Wohnzimmerinterieur

trifft Moderne.

Die Mahlzeiten werden täglich

mit frischen Zutaten zubereitet.

Ess Bar

Umgeben vom historischen

Bau ensemble des Städtischen

Kaufhauses, kann man sich seit

Juni 2010 am Neumarkt unter

Palmen entspannen. In der „Ess

Bar“ wird mediterrane Küche

angeboten. Täglich gibt es von

18 bis 19 Uhr eine Afterwork-

Stunde mit Getränken zu günstigen

Preisen. Zusätzlich sorgt

ein DJ für musikalische Untermalung.

Über Gastronomie-Neuigkeiten

freut sich Kristin Sander:

kristin-naeherdran@gmx.de

Verliebt in Leipzig

Wer dieses Reiseangebot bucht,

genießt romantische Momente.

So können sich Verliebte bei

einem Candle Light Dinner im

„Weinstock“ näher kommen, bei

der „Mondscheintour“ über

die stimmungsvoll beleuchteten

Sehens würdigkeiten staunen und

zum Abschluss einen unvergesslichen

Blick vom City-Hochhaus

auf das Lichtermeer genießen.

Zusätzlich zu den erwähnten

Leistungen sind im Preis ab 125

Euro (pro Person im DZ) zwei

Hotelübernachtungen (inkl. Frühstück)

enthalten.

Tel.: +49 (0)341 7104-275

www.ltm-leipzig.de/reiseangebote

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

9


literaturtipps

Literaturtipps

Leipziger Land – Kulturlandschaften

Sachsens

Matthias Donath, Edition Leipzig,

1. Aufl. 2010, 205 S., 186

Abb., 29,90 Euro

Mit dem Leipziger Neuseenland

und weitläufigen Waldgebieten

wie der Dübener und Dahlener

Heide bietet das Leipziger

Land abwechslungsreiche Landschaften.

Diese, sowie die dort

lebenden Menschen werden im

Buch an beispielhaften Orten

Das Völki ist unser

Wahrzeichen - nicht

nur für Touristen ein

absolutes Highlight.

Volker Bremer Geschäftsführer Leipzig

Tourismus und Marketing GmbH

und aus dem Blickwinkel markanter

Persönlichkeiten aus verschiedenen

Jahrhunderten dargestellt.

Lexikon Buchstadt Leipzig

Von den Anfängen bis zum

Jahr 1990

Helmut Bähring, Kurt Rüddiger,

Tauchaer Verlag, 1. Aufl. 2008,

287 S., 24,80 Euro

Das von mehr als 100 Fachkundigen

erarbeitete Lexikon

gibt in über 850 Artikeln Informationen

über die Anfänge und

die Entwicklung des Leip ziger

Platzes bis zum Jahr 1990 wieder.

Es enthält Beiträge über Verlagswesen,

Buch handel, Bib liothekswesen

sowie das Wirken

verdienstvoller Persön lich keiten.

Stille Winkel in Leipzig

Matthias Gretzschel, Ellert &

Richter Verlag, 1. Aufl. 2009,

128 S., 25 Abb., 12,95 Euro

Dieses Buch führt zu berühmten,

aber auch weniger bekannten

Sehenswürdigkeiten.

Es werden z. B. der Mendelssohn-Garten

sowie kleine landschaftliche

Höhepunkte wie der

Schwanenteich oder der Fockeberg

vorgestellt. Das Buch führt

zu stillen Winkeln in und um

Leipzig, erzählt deren Geschichten

und lädt dazu ein,

10 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Leipzig auf eine außergewöhnliche

Weise kennenzulernen.

Handbuch Leipziger Religionen

Interkulturelles Forum e. V.,

1. Aufl. 2009, 310 S., 240 Abb.,

16,90 Euro

Das Buch enthält eine umfassende

Darstellung der Religionen

in Leipzig, angefangen

von den großen christlichen

Kirchen über Gemeinschaften

mit einer langen Geschichte bis

hin zu kleinen Glaubensgemeinschaften.

Insgesamt 72 verschiedene

Religionen und spirituelle

Gemeinschaften werden

porträtiert.

Historismus und Jugendstil –

Architekturstadtplan Leipzig

Wolfgang Hocquél, Kulturstiftung

Leipzig, LTM GmbH,

Passage-Verlag, 1. Aufl. 2010,

Faltplan, 85 Abb., 4,95 Euro

Erstmalig präsentiert ein Stadtplan

zusammenhängend die

schönsten Gebäude Leipzigs

aus der Zeit von 1871 bis 1918.

Es werden 82 Häuser und

Gebäudeensembles dargestellt,

kurz beschrieben und im Stadtplan

gekennzeichnet. Da runter

sind auch Gebäude wie das

ehemalige Elektrizitätswerk

oder das Haus Bodenstein.

Weitere Informationen zum

Thema Architektur in Leipzig

finden Interessenten auch im

„Architekturführer Leipzig“ von

Wolfgang Hocquél und auf der

DVD „ArchitekTouren Leipzig

von Klaus Linscheid, die ebenfalls

beide im Passage Verlag erschienen

sind.

Lessing nachgereist

Sylke Kaufmann, Marion Kutter,

Anne Hasselbach, Lessing-Museum

Kamenz, 1. Aufl. 2009,

242 S., 277 Abb., 29 Euro

Der Bildband enthält 19 Orte,

die für den Lebensweg Gotthold

Ephraim Lessings von Bedeutung

waren. Dabei wird der

Bogen von den wichtigsten

Zentren der Aufklärung Leipzig,

Berlin und Hamburg bis hin zu

Wien, Amsterdam und Rom gespannt.

Die zahlreichen Texte,

Zitate und Fotos belegen, dass

in vielen Städten noch heute

Spuren des Dichters zu finden

sind.

Wahre Geschichten um Robert

Schumann

Gunter Hempel, Irene Hempel,

Tauchaer Verlag, 1.Aufl. 2010,

80 S., 17 Abb., 9,95 Euro

Anlässlich des 200. Geburtstags

von Robert Schumann berichten

die Autoren von den ermutigenden

Geschehnissen auf

Schumanns Weg zum bedeutendsten

Meister der deutschen

Romantik, aber auch von bedrückenden

gesundheitlichen

Problemen.


Leipziger Jubiläumsreigen

Leipzig verfügt nicht nur über

eine herausragende Ver gangenheit

als Kultur-, Medien- und

Handelsstadt; seine Bürgerschaft

steht auch heute Neuem außerordentlich

offen und interessiert

gegenüber. Vom klassischen Repertoire

bis hin zum Avantgarde-Festival

kann man hier alles

genießen.

Gleich eine ganze Reihe von

Jubiläen lassen 2010 das Herz

der Kulturstadt Leipzig noch

schneller schlagen. Ein halbes

Jahrhundert liegt es zurück, seit

unser in markanter 50er-Jahre-

Architektur errichtetes Opernhaus

am 9.10.1960 seiner Bestimmung

übergeben wurde.

Richard Wagners „Meistersinger

von Nürnberg“ erklang zur festlichen

Eröffnung des Hauses,

und das Werk des großen musischen

Sohns unserer Stadt wird

am 9. Oktober 2010 erneut

Premiere feiern. Ein Opern festtag

und eine mit interessanten

Premieren vollgepackte Spielzeit

schließen sich an. Es war übrigens

auch ein 9. Oktober, an

dem Leipzig mit der Friedlichen

Revolution 1989 Geschichte

schrieb. Mit dem „Lichtfest“

werden wir in diesem Jahr wieder

an die dramatischen Ereignisse

und den Mut der Leipziger

erinnern.

Eindrucksvoll klassisch kommen

die Mendelssohn-Festtage 2010

daher. In ihrem Mittelpunkt

steht Mendelssohns Komponisten

kollege und Freund Robert

Schumann, dessen 200. Geburtstag

die Musikwelt in die-

sem Jahr feiert. Wussten Sie,

dass Leipzig nach Zwickau der

Ort ist, an dem Schumann die

meiste Zeit gelebt hat? Grund

genug, ihn 2010 in Leipzig besonders

zu würdigen. Ein

Höhepunkt der Feierlichkeiten

ist die Schumann-Festwoche

„Schumanns Welt“.

Theater und Tanz aus dem alten

und neuen Europa offeriert

die euro-scene Leipzig in diesem

Jahr zum 20. Mal. Unter

dem Motto „Spurensuche“ begibt

sie sich auf die Reise sowohl

zu einem Resümee der eigenen

Entwicklung als auch zur

Weichenstellung für die Zukunft.

Das Publikum darf sich

auf ein unvermindert aufregendes

und kreatives Festival

freuen.

Ihr Start bei tropischen Temperaturen

im Sommer 1991

war verhalten, aber die engagierten

Organisatoren vertrauten

ihrem Konzept und der

Erfolg gab ihnen recht. In den

zwanzig Jahren ihres Bestehens

hat es die Lachmesse unter den

Humor- und Satirefestivals bis

unter die ganz Großen geschafft.

Rund 30.000 Besucher

pro Jahr sprechen ebenso dafür,

wie das Renommee des

jährlich verliehenen „Leipziger

Löwenzahn“, der auf einer

Stufe mit dem Deutschen

Klein kunstpreis steht.

Leipzigs Kulturlandschaft lebt

von ihrer unverwechselbaren

Vielfalt, dem hohen künstlerischen

Anspruch, der unglaublichen

Kreativität ihrer Akteure

und der offenen, kritisch-konstruktiven

Atmosphäre der

Leipziger Gesellschaft. Daraus

erwächst ein Repertoire, das

dem Kulturinteressierten nur

ein Problem bereitet: Er hat die

Qual der Wahl ... Sie halten das

für übertrieben? Kommen Sie

nach Leipzig und überzeugen

Sie sich selbst!

Ihr Burkhard Jung

(Oberbürgermeister)

Fototermin

Die Innengestaltung des Leipziger

Opernhauses gilt als herausragendes

Beispiel der Ar chitektur

der 1950er Jahre. Deshalb

kam uns die Idee, die Thematik

„Jubiläumsreigen“ mit Detailaufnahmen

der Oper zu verknüpfen.

Das Titelfoto entstand

am Schwanenteich hinter der

Oper. Hier posierten wir gern

mit den Jubi läums pros pekten

von Oper, Lach messe und euroscene

Leipzig. Wer genau auf

das Titelbild schaut, entdeckt

sogar eine Taube – das Symbol

des Festi vals DOK Leipzig. Dass

diese durch das Bild flog, war jedoch

ein passender Zufall.

titelthema

In der 1785 im englischen Stil angelegten Schwanenteich-Anlage

kann man sich sehr gut entspannen.

Edel: das Foyer des Opernhauses

In der Intendantenloge erläutert uns Dirk Brzoska den Ablauf des Fototermins.

Vor dem Fotoshooting (v.l.): Marie Murche, Jana Dietz, Jenny Schönherr (LTM

GmbH) sowie Dirk Brzoska (Fotograf), Dr. Christine Villinger (Oper Leipzig, Leiterin

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Anna Oberholz (Frisuren und Make Up)

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 11


titelthema

Freundlich und locker wirkt das Rangfoyer,

das durch mosaizierte Rundsäulen in zwei Hälften geteilt wird.

Blick auf die Intendantenloge, die man auch als normaler Besucher buchen kann.

Die eleganten Haupt- und Parketttreppen mit den Messinghandläufen und

dem weinroten Teppich sind typisch für die Zeit der 1950er Jahre.

12 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Happy birthday, Oper Leipzig!

Die Oper Leipzig steht in der

Tradition von mittlerweile 315

Jahren Opernpflege in Leipzig.

Was 1693 mit der Eröffnung des

Opernhauses am Brühl, u. a. mit

Georg Philipp Telemann als

Komponist und Dirigent begann,

wurde 1766 noch dadurch gesteigert,

dass die Oper und die

Musiker des damaligen „Großen

Concerts“, das seit 1781 als „Gewand

haus orches ter“ firmiert,

nach weisbar erstmals bei einer

Musik theater produktion kooperierten.

Bis heute spielt das

Gewandhaus orchester bei jeder

Vorstellung im Opernhaus. Im

selben Jahr, 1781, war auch das

„Komödien haus“, das später als

„Altes Theater“ bezeichnet wurde,

eingeweiht worden. Für

ein gutes Jahrhundert war es

Schauplatz bedeutender deutscher

Opern tradition. Werke wie

Lortzings „Zar und Zimmermann“

(22.12.1837) und „Der

Wild schütz“ (31.12.1842) so -

wie Schu manns einzige Oper

„Genoveva“ (25.6.1850) kamen

so an der Leipziger Oper zur

Uraufführung.

1868 eröffnete das Neue Theater

am Augustusplatz, das für

Oper und Schauspiel genutzt

wurde. Neben Werken von

Mozart, Weber und Gluck bildet

die Pflege des Wagner-Repertoires

seither einen besonderen

Schwerpunkt. Erstmals außerhalb

des Bayreuther Festspiel

hauses wurde 1878 Richard

Wagners „Ring“-Tetralogie in

Leipzig aufgeführt. Heraus ragende

Dirigenten bis 1890 waren

Artur Seidl, Arthur Nikisch

und Gustav Mahler. In den 20er

Jahren des 19. Jh. öffnete sich

die Oper Leipzig für zeitgenössische

Werke. Von den vielen

wichtigen Erst- und Urauf führungen

ist u. a. Brecht / Weills

„Aufstieg und Fall der Stadt

Mahagonny“ (1930) zu nennen.

Nach der Zerstörung des Neuen

Theaters im Dezember 1943

wurde 1956 – 1960 an gleicher

Stelle das heutige Opernhaus

errichtet, bei dem die spätklassizistischen

Formen des Vorgängerbaues

andeutungsweise

wieder aufgenommen wurden.

Den Planungsauftrag erhielt

Kunz Nierade. Er schuf den ersten

Theaterneubau der DDR,

der am 9.10.1960 mit den

„Meistersingern von Nürnberg“

(Regie: Joachim Herz) eröffnet

wurde. In den Folgejahren prägten

u.a. bedeutsame Wagner-

Aufführungen, wie der berühmt

gewordene „Ring des Nibelungen“

in der Inszenierung von

Joachim Herz sowie die Wiederbelebung

vernachlässigter Werke

den Spielplan. 1990 übernahm

Udo Zimmermann die

Opernintendanz und verlieh der

Oper einen spektakulären Aufschwung.

1991 trat Uwe Scholz

seine Position als Ballettdirektor

und Chefchoreograph an und

entwickelte das Leipziger Ballett

zu einer der ersten Compagnien

in Deutschland. Mit der Intendanz

von Henri Maier (2001–

2007) gelangten erstmals u. a.

Werke von Berlioz auf den

Spielplan. Insgesamt brachte die

Oper Leipzig seit 1960 über ein

Dutzend Uraufführungen heraus

sowie eine Reihe von

Deutschen Erstaufführungen.

Die Foyerbereiche des Opernhauses

wurden 2007 umfangreich

nach den Vorgaben des

Denkmalschutzes saniert. Das

Opernhaus verfügt seitdem

über 1.250 Sitzplätze.

Heute steht mit Alexander von

Maravić als kommissarischem

Intendanten und Geschäftsführenden

Direktor, Ulf Schirmer

als Generalmusikdirektor und

Peter Konwitschny als Chefregisseur

sowie Mario Schröder

ab der Spielzeit 2010 / 11 ein

Team an der Spitze des Hauses,

das sich lebendiges Musiktheater,

Ballett und Tanz mit

Konzentration auf den Inhalt

der Werke auf die Fahnen ge-


schrieben hat. Eine gute Tra dition

führen sie fort – die Vielfalt

des Repertoires. So stehen weiterhin

auch unbekanntere

Werke, wie derzeit ein Zyklus

mit vier Opern Glucks, „Alkestis“,

„Iphigenie in Aulis“

(2010/11), „Iphigenie auf

Tauris“ (2011/12) und „Armida“

(2012/13) genauso auf

dem Spielplan wie zeitgenössische

Musiktheaterwerke wie

die Trilogie aus drei Opern

Schön bergs, „Von heute auf

morgen“, „Die glückliche Hand“

und „Erwartung“ oder auch

Luigi Nonos „Unter der gro ßen

Sonne von Liebe beladen“

sowie Dessau und Brechts

Anti kriegsoratorium „Deutsches

Mi serere“. Für die Spielzeit

2011/12 ist auch eine Uraufführung

fest geplant. Doch

noch einer Tradition fühlt sich

die Oper Leipzig verpflichtet –

der Pflege des Werkes von

Richard Wagner. Neben „Tristan

und Isolde“, „Parsifal“ und

„Rienzi“ im Repertoire sowie

„Das Rheingold“, mit dem die

Oper Leipzig unlängst den

Beginn eines zunächst konzertanten

„Ring“-Zyklus überaus

erfolgreich begann, wird sie sich

nun anlässlich des 50. Jahrestages

der Eröffnung des Opernhauses

dem Werk widmen,

mit dem das Opernhaus am

9.10.1960 eingeweiht wurde –

Wagners „Meistersingern von

Nürnberg“. Die Ins ze nie rung

liegt in den Händen von Jochen

Biganzoli. Es dirigiert Axel Kober,

GMD der Deutschen Oper

am Rhein Düsseldorf/Duisburg.

Zwei weltbekannte deutsche

Bariton-Sänger sind hierfür verpflichtet:

Die Rolle des Hans

Sachs wird von Wolfgang Bre ndel,

die Rolle des Beck messer

von Dietrich Hen schel gesungen.

Als Walther von Stolzing

wird Wagner-Tenor Stefan

Vinke, Mitglied des Sän ge r ensembles

der Oper Leip zig, debütieren.

Das 50. Jubiläum feiert die Oper

Leipzig darüber hinaus mit

einem Festtag am 10.10.2010.

Dabei werden Zeitzeugen von

einst in einem MDR Figaro

Operncafé Rede und Antwort

stehen. Mit einem musikalischen

Programm feiert die Oper

Leipzig darüber hinaus ihr

Opernhaus. Zudem wird das

neue Buch über die 50-jährige

Geschichte des Hauses, das die

Oper Leipzig zusammen mit

dem Theater der Zeit-Verlag

herausgibt, vorgestellt. Ulf

Schirmer wird schließlich mit

einem Jubiläumskonzert die facettenreiche

Geschichte des

Hauses am 7.11. musikalisch

Revue passieren lassen. Und mit

Wagners „Die Walküre“ wird er

auch die Saison 2010/11 beenden,

um damit den zweiten Teil

des „Ring“-Zyklus konzertant

darbieten zu können. Bis 2013,

dem 200. Geburtstag Richard

Wagners, wird dann der komplette

„Ring des Nibelungen“

konzertant aufgeführt sein. Die

Festwoche im Mai 2013 sieht

derzeit den „Ring ohne Worte“

im Gewandhaus, sowie „Das

Rheingold“ konzertant, eine

Vorstellung von „Die Meistersinger

von Nürnberg“, von

„Rienzi“ und von „Siegfried“

in konzertanter Form in der

Oper vor.

titelthema

Festlich erstrahlt am Abend das Opernhaus auf dem Augustusplatz

Richard Wagner und Leipzig

Das Gruppenangebot beinhaltet

2 Übernachtungen in ei nem First-

Class-Hotel, einen 2-stündigen

Wagner-Stadt rundgang, ein Mittag-

oder Abendessen als 3-Gang-

Menü, einen Gästeführer für eine

2-stündige Stadtrundfahrt und die

Ver mittlung von Eintrittskarten

für die Oper Leipzig. Preis: ab

126 Euro (pro Person im DZ bei

mindestens 20 Teilnehmern).

Tel.: +49 (0)341/7104-275

www.ltm-leipzig.de/reiseangebote

Der trapezförmige Zuschauerraum ist einrangig konzipiert. Die Wände wurden

mit Riegelahorn verkleidet und – um eine bessere Akustik zu erzielen – gefaltet.

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 13


titelthema

strstr. Josephstr. Josephst Josephst Josephst Josephstr.

Amüsieren leicht gemacht

Leipzig hat bundesweit die

höchste Kabarettdichte pro

Kopf. Schon zu DDR-Zeiten waren

Kabarett-Theater wie die

„academixer“, die „Leipziger

Pfeffermühle“ oder die „Leipziger

Funzel“ ein Garant für kritische

Politsatire. Mit bissigem

Humor und treffsicheren Poin-

Leipzig

kleine Kunst ganz groß

Wer seinen Leipzig-Aufenthalt

mit einem vergnüglichen

Abend verbinden möchte,

kann diese Reise buchen. Sie

enthält 2 Hotel übernachtungen

mit Frühstück sowie

die Eintrittskarte für den

Besuch eines Kabaretts oder

Varietés. Preis: ab 119 Euro

(pro Person im DZ).

Tel.: +49 (0)341 7104-275

www.ltm-leipzig.de/

reiseangebote

Leutzscher

Alleenbücke

Motodrom

Wasserstr. WWW

Anger- Anger- Anger- Anger- Anger- Anger- Anger- Anger- Anger- Anger- Anger- straße straß straß straß straß straß straß straß straß straß straß

Erich-Köhn-Str. öhn-Str öhn-Str öhn-Str öhn-Str.. öhn-Str öhn-Str öhn-Str öhn-Str öhn-Str öhn-Str

MarktMMarktarkt Siemeringstraße

Siem Siem Siemeringstraße eringstraße eringstraße

W.-Heinze- WWWW.-H .-H .-Heinzeeinzeeinzeeinze- Str.

Henricistraße

Roßmarkt- straße

Birkenstraße

Birkenstraße

Birkenstraße

Birkenstraße

Birkenstraße

Birkenstraße

Birkenstraße

Goetzstr. Goetzst Goetzst Goetzst Goetzst

Weißenf.- WWeiß Weiß WWeiß Weißen en en enf.f.f.- Straße SStraß traß traßeee traßtraß Industrie- Industrie Industrie Industrie-

Drei-

lindenstr lindenstr lindenstr. lindenstr.

Weißenfelser

WWWeißenfelser

Weißenfelser

WWeißenfelser

WWeißenfelser

Weißenfelser

eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser eißenfelser

straße

Landauer- Landauer-

Brücke

Luppenst Luppenst Luppenst Luppenst Luppenstr.

R.-Sack- R.-S R.-Sac ack- k- k- k- k- k- k- k- k- k- k- k- k- St St Str. St St St St St St St St St St Str. r.

Amalienstr. Amalienstr Amalienstr..

Schmiedestr.

Sc Schmiedestr hmiedestr...

Eduardstraße

Kuhturm-

Zschochersche he he he he he he he he he he he Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße

Lauchst. Lauc Lauchst. hst. Str. SStr tr tr.

Cottaweg

Cottaweg Cottaweg eg

Erich- hh-

Erich-Köhn-Str. öhn-Str öhn-Str öhn-Str.

E.-Zeigner-Allee

E.-Zeigner-Allee

E.-Zeigner-Allee

E.-Zeigner-Allee

E.-Zeigner-Allee

E.-Zeigner-Allee

E.-Zeigner-Allee

Kleinmesse Kleinmesse Kleinmesse Kleinmesse

str. str.

str. str str str str str str str str str..

E.-Mey- E.-Mey- E.-Mey- E.-Mey- E.-Mey- E.-Mey- E.-Mey-

Forst- Fo Forstrst- Straße Straße Straße Straße Straße Straße

Cottaweg CCottaweg ottaweg ottaweg

Str. St Str.

Gleisstraße GGleisstraße leisstraße leisstraße

Alte Alte Alte straße straße

Zeigner- ZZeigner- eigner- eigner- eigner- eigner- eigner- eigner- eigner- eigner- Allee AA

AA

llee llee llee llee llee llee

Cottaweg

Nonnen- Nonnen- Nonnen- Nonnen- Nonnen- straße straße straße straße straße

Holbeinstraße sttraaßßßee

Brockhausstr. tr..

str.str str str.

Kolbe- Ko Kolbelbelbe- str.

Könneritz- önneritz-

Z e n t r a l s t a d i o n

Elsterbecken

Robert-

Koch-

Platz

Zentralstadion

Am AA

ten wurde der Arbeiter- und

Bauern staat hinterfragt. Das Publikum

musste zwischen den

Zeilen lesen. Um die Zensur zu

umgehen, mussten die Ka barettisten

mit Andeutungen und

Wortwitz arbeiten. Diese reiche

Kabarett tradition setzt sich bis

heute fort. Neben Politsatire stehen

auch literarisch-musikalische

Abende, Burlesque-Shows

und Klein kunst-Vorstellungen

auf dem Programm.

Um aufzuzeigen, welche touristischen

Potentiale Leipzigs Kabarett-

und Varietészene bietet,

lud die LTM GmbH am

27.1.2010 zum „151. Tourismusfrühstück“

ein. Thema:

„Kabarett, Comedy und Kleinkunst

– welche Entwicklung

vollzieht Leipzig?“ Hier entstand

die Idee, gemeinsame Ver marktungs

möglichkeiten zu entwickeln.

Seit Juli 2010 ist ein

Prospekt mit dem Titel „Leipzig

Naumburger Str.

0 200 m 300 m 600 m 800 m

1 km

Volksgarten ten

14 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Eitingonstr.

Festwiese

Klingerweg

Eintingon

M.-

Sportforum

Am Sportforum

Luz-Long- Weg

Elsterwehr

Ferdinand-

Goyastr.

Planck- Str.

H Tram

Am Mückenschlößchen

Altenheim

Mückenschlößchen

Christianstr.

Elsterflutbett

Elstermühlgraben

Wettiner ettiner ettiner Straße Straße Straße

Arena

Leipzig

Livia- Livia- LiviaLivia- Feuerbachstraße hstraße hstraße hstraße hstraße hstraße hstraße hstraße hstraße hstraße hstraße hstraße

Friedrich- Friedric Friedric Friedric Friedric Ebert-Straße

Marschner-

Wald- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- ld- straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße

Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- Frege- straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße straße

Mainzer Str.

Cobl.-Str.

Moschelesstraße

Anton-Bruckner-Allee

Hinrichsenstraße

W.-Schwabe-

Aachener Straße

Davidstraße

Sebastian- Bach- Straße

Max- Reger-Allee

Straße

Louise-Otto-

Peters-Platz

Tschaikowski- haikowskihaikowskihaikowskihaikowski- straße

Gustav-Adolf-

Hillerstraße

Hauptmannstr.

straße

Johannaparkweg

Rosental

Zöllnerweg

Funkenburg- Funkenburg-

Funkenburg-

Funkenburg-

Funkenburg-

Funkenburg-

Funkenburg- straße

C.-M.-v.

Weber-Str.

Schreberstraße

Große

Leibniz- Leibniz- Leibniz- Leibniz- Leibniz-

Lessing-

Alexanderstr.

Mendelssohnstr.

Diskutierten beim 151. Tourismusfrühstück über die Kabarettstadt Leipzig (v.l.):

Matthias Bremke, Rüdiger Pusch, Klaus Kitzing, Susanne Kucharski-Huniat,

Volker Bremer und Meigl Hoffmann

Thomas Köhn (LTM GmbH, 5. v.l.) leitete die Kabarett-Arbeitsgruppe und

koordinierte die Herstellung des Prospekts „Leipzig – kleine Kunst ganz groß“

– kleine Kunst ganz groß“ erhältlich.

Einen wichtigen Satz gab der

Leipziger Künstler Clemens-

Peter Wachenschwanz zum Ab-

straße

Wiese

Emil-

Straße

Färberstr. Färberstr Färberstr Färberstr Färberstr Färberstr

Hinrichsenstr.

Thoma-

Max-

Gustav- Mahler- Str.

sius-

Beethoven-

Kongresshalle

KKongresshalle

ongresshalle

H Tram

Zoologischer Zoo

Garten

Fuchs-

Rosental- Rosent Rosent Rosental Rosent Rosent Rosent Rosent Rosent Rosent Rosental

Jacob- straße

Naun-

straße

Beckm.-Str.

dörfchen

Elster-straße

Richard-Strauss-

Ric Ric Ric Ric

Platz

eerrwweegg

Greinerweg

Gottsched-

Friedrich- Ebert- Straße

Edvard-Grieg-Allee

Lassalle- Straße

Ferdinand- FFerdinand- Rhode-

str.

Kolonnadenstr.

Paul-Gerhardt-Weg

Karl-Tauchnitz-

Karl-

Schwägrichenstraße henstraße henstraße

Reichelstr.

Mozartstr.

Lortz ingstr.

gasse

Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt- Humboldt-

Straße

Apels Garten

Zentralstraße

Zimmerstr.

Rudolphstr.

Manet- str.

Wilh.- Seyfferth-Str.

Wächterstraße

Wä Wä Wächterstraße hterstraße hterstraße hterstraße hterstraße hterstraße hterstraße hterstraße

Grassi- Grassi- Grassi- straße straße straße

Haydn-

straße straße straße straße

Bosestr.

Simsonstraße

Str.

Lampe- straße

str.

str.

Paul- Paul- Paulhumann-Str.Paul-R.-Schumann-Str.Paul-

Str.

Goerdelerring

Pfaffendorfer Str.

ring

Martin- Luther-

Parthen-

Uferstr.

straße

Ratsfreischul- str.

Markgrafen-

Lotterstr.

Fleischergasse

Kl. Fleischerg.

Gr.

Dimitroffstraße

Münzgasse

Löhrsteg

Klosterg.

Tho mas- Thomasg.

kirchhof

Ditt- Ditt- Ditt- Ditt- Ditt- rich- ric ric ric rich- h- h- h- h- h- h- h- h- h- h- h- ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring ring

Burgstr.

H.-Licht-

Str.

M.-Luther- Ring

Str. des 17. Juni

Gruner-Str. Gruner-Str Gruner-Str Gruner-Str Gruner-Str Gruner-Str Gruner-Str.. Gruner-Str

Löhrstraße

Hainstraße

Barfußgäßchen he he he he henn

Ring

Nordbrücke

Keilstraße ilstraße ilstraße

Richard-Wagner-Str.

Schloßg.

str.

Peterssteinweg

Nord- Nord- Nord- straße straße straße

Löhrs Carré

Sporerg.

K.-Liebknecht- K.-Liebknec Straße

Petersstraße etersstraße etersstraße

Katharinenstraße

Katharinenstraße

Katharinenstraße

Katharinenstraße

Katharinenstraße

Katharinenstraße

Hohe Straße

schluss des 151. Tourismus frühstücks

allen Teilnehmern mit auf

den Weg: „Wenn die Hof narren

aufgeben, ist die Nation ganz

am Ende.“

www.leipzig.de/tourismusfruehstueck

W.-Liebknecht-

W.-Liebknec

Platz

str.Haupt-

H Tram HBF bahnhof

Lortzingstr.

Westseite

Naturkunde- H Tram

1

Ev.-

H Tram Tr Tram

am Feuerbachstr. F 2 3 museumPackhof-

Pac Packhof Pac khof

reformiertestr.

st r.

Kirche Kirc Kirche he

H Tram

Willy-

H Tram

Tröndlinring

Tröndlinrin öndlinring

Goerdelerring

Hauptbahnhof

LVB Infopoint

R.-Wagner- Höfe am Brühl

Brandt-

Kulturwerkstatt

(in Planung/Bau)

Platz

Platz

H Tram

IHK

Brühl

l.

H Tram

Mitte

Winter-

tten- tenten-gartenstr. 6

Leibnizstr.

Feuer-

HHL

wache 1 Matthäi-

MDBK

kirchhof

1 Mühligstr. Mühligst

Schulmuseum

2 Hahnemannstr.

Wald-

BStU + Museum

Lindenau

H Tram

3 Rabener Str.

in der Runden Ecke

Waldplatz

4 Henricistr.

Poniatowski-

Skala

Hochschule für

platzplan

Musik und Theater 1

H Tram

1

5 Kutschbachweg

6 Demmeringstr.

AOK

2

Heinrich-

Gottschedstr.

H Tram

Heine-Park

Central-

Markt Alte

ch-

Sportforum Universität

theater Handelsbörse

Altes

Fakultät für

Oper

Rathaus

Specks

6

WirtschaftsNikisch-

Hof

6

wiss.

3

5 Strbf. Anger-

Zeppelin-

platz

Theater

brücke

Schreberbad

Auerbachs

H Tram

Brücke

Lindenauer

Thomas- H Tram

Keller

ZeitgeschichtThomas-

Thomas- Thomas homas- H Tram

K Keller KKeller

K eller

Zeitgesc

4

liches lic liches hes Forum

H Tram

kirc kirche

he

Markt

Universitäts-

H Tram

Westplatz West-

Campus-

KleingartenSeminar-

H Tram

Palmengarten

Augustus-

Lindenauer

anlageplatz

Lurgenst.-

Universität Leipzig

Bach- Apothekengebäude

Paulinum

Markt

Dr. Schreber

AugustusDoro-

Steg

Archiv museum

Leibniz Forum

Markt

platz

Fakultät Sportwissenschaften

Messehof-

Augustusplatz

platz

Musikalische

Musikalisc Musikalische he

passage

Komödie

theen

Mensa

(in B BBau)

Kabarett-Spielstätten

Komödie K

Richard-

O.-Schill- Str.

am

Wagner-Hain

platz

Neues Augusteum,

Ägyptisches

Park

Galerie

Zschochersche Zsc Zschoc hoc hochersc hersche he Str. Str Str.

Kunstmuseum

Museum

1 Kabarett »academixer«

3

MDR Gewand-

der Sparkasse

Hörsaal- Hörsaal- Hörsaal- Hörsaal-

City haus

1 Kösner Straße

Petersgebäude

1 Kösner ösner Straße

H Tram

Hochhaus

Kupfergasse 2

bogen

2 Kindstraße

Palmen-

Hallenbad

wehr

Marschnerstr.

2

4

3 Felsenkellerstr.

Burg-

2 Kabarett Leipziger 4 Pfeffermühle

3 Fe Felsenkellerstr

lsenkellerstr

lsenkellerstr.

Stadthaus

Moritzbastei

1

Altenheim 4 Lionstraße

platz

Altenheim 4 Lionstraße

Gottschedstraße 2

5 Aurelienstraße

Musikschule

2 1 5 Aurelienstraße

hule

Mendelssohn-

5

Haus

6 Erdmannstraße

Lutherkirche

(ab Ende 2010 Katharinenstraße 17)

Neues

3

Rathaus

3 K.- Kabarett-Theater Leipziger Johanna-

W.-Leuschner-Platz

Universität Leipzig L LLeipzig

Funzel

eipzig

H Tram

2 Alter Amtshof

H Tram

Heine- Felsen- Felsen- Felsen- Felsen-

Roß-

Fakultät

Klinger-

3 Schreber- Neues Rathaus

Platz

Nikolaistraße keller 6-10 fürErziehungs- H Tram

H Tr Tram

am

wissenschaften

wissensc wissenschaften haften

brückeparkgäßchen

4 Kabarett-Theater Sanftwut

W.-Leuschner-

Neuapostolische

Wächterstr.

Schaubühne

Sc Schaubühne haubühne

Neuapostolisc

Roßplatz

Felsenkeller Fe Felsenkelle Fe Felsenkelle lsenkelle lsenkeller lsenkelle

H Tram

Platz

Lindenfels

Kirche Kirc Kirche he

Sporthalle

Grimmaische Straße 2-4

Fritz-v. Nonnenmühl-

Harck-

H Tram

H Tram

5 Leipziger Central Kabarett

gasse

Galerie für

Anlage

Zeitgen. Kunst Amerik.

6 Nonnenstr. Nonnenstr Clara-Zetkin-Park

Konsulat

Markt 9

6

Polizei- Bibl.

Plagwitzer-Brücke

4 Simson- Simson- Simson- direktio direktion

Bundesver B BBundesverw.

undesver undesverw. w.w.-- platz plat

Zetkin-

HGB B gericht Landgericht

RevueTheater / Varieté

Schubertplatz

HMT

4

Fakultät Biowiss., ow owiss.

Pharmazie

Könneritz- Könneritz- KKönneritz-

önneritzönneritz- Albertpark

Bibl.

Anatomie

6 RevueTheater Am Palmengarten

Bibl.

Mendelssohn-

& Psychologie

H Tram

Brücke Clara-

Ulepark hologi hologie

H Tram

Brüc

ufer

Anatom. Inst.

Elsterpassage

Elsterpass lsterpass lsterpassag Jahnallee ag age 52

Polizei

Zentrum f. HNO & Augen-

H Tram

7 Krystallpalast König-

Zahnmedizin klinik

Operatives

König- König- K önigönig- Varieté

Operatives

Johann-

Bayrischer Pl.

Elisabeth-

Holbeinstr.

Sachsen- Park

Elisabeth-

Holbeinstr Holbeinstr. Holbeinstr

Brahmsplatz

Floß-

Peterskirche Schletter-

Universitätsklinikum

sitätsklinikum

Magazingasse H Tram

Brücke Brüc Brücke ke 4

H Tram

Brüc Brücke

Brücke

platz

Zentrum

platz

Bayrischer

Zentrum für

Hohe Str. / LVB

Gesundheitssport

Platz

Nonnen-

Leipzigg

Brücke

Parkbühne

Portikus

Med. Klinik

Bayer. Bhf

H Tram

4

5 7

Hautklinik und Innere Medizin Medizi Medizin Medizi

Rotes Haus

Med. Klinik II

SStr tr..

Lützner Lützner Lützner

Straße Straße

Jahnallee

Karl-Heine- Karl-Heine- Straße Straße

straße straße

E s

El Ell

tteeeermüh

ls

g

müüh üühh üh üüh ühh

llg ll üü r hlll

lg llg lg llg

Käthe- Kollwitz- Straße

Jahnallee

HH

Ranstädter Steinweg

K.-Kollwitz-Str.

uuccc ccc

FFFuu

straße straße straße straße straße straße straße straße straße

Seyfferth-S Seyfferth-S Seyfferth-S SS

eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S eyfferth-S

SSiimm SSSii

R.-Sc R.-Sc R.-Schumann-St humann-St humann-St humann-St humann-St humann-St humann-St humann-St humann-St humann-St

Dittrich-

str.

Harkort- HarkortHarkort- Harkort-

TTT

T

straße straße straße straße

Böttcherg.

Salzg.

Naschmarkt

Mädler- Mädler

Passage

E.-Schnel- ch ch ch chnelneller-Str ler-Str ler-Str. ler-Str.

Härtelstraße

H Tram

W.-Liebknecht-Pl.

Gerberbrücke

Gerberstraße

Markthallenstr.

Emilienstraße

Schletterstraße

Am Hall.

straße

Reichs-

Preußerg.

Kupferg. upferg. upferg. upferg. upferg.

Neu- NNNeeu- u- u- u-

markt mmmaarkt rkt rkt

Tor

Schuhm.-g.

Gewandg.

Magazing. Magazing

Peterseterseterseterskirchh.hh. hh.

Brüderstr.

Erich-Weinert-Str.

Kurt-Schumacher- Straße

straßeNikolai- NNNikolai ikolai ikolai

eenn

Emilienstr.

Emiliie en

B.-Göring-Str.

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

B.-Göring-St

straße

Güter- straße

Nikolai- Nikolai- Nikolai- Nikolai- Nikolai- Nikolai-

kirchhof

Grimmaische Str.

Universitäts-

Schil- hil- hil- hil- hil- hil- hil- hil- hil- lerst lerst lerst lerst lerst lerst lerst lerst lerstr.

Windmühlenstraße

Windmühlenstraße

indmühlenstraße

indmühlenstraße

indmühlenstraße

indmühlenstraße

indmühlenstraße

EEEmmiiillliiii

Leplaystr.

Brüder-

Grünewaldstr.

Grü

Berliner

R.-Wagner-Straße

Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing. Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing Magazing

straße

Brühl

Ritterstr. Ritterstr Ritterstr Ritterstr Ritterstr Ritterstr

Ritterstr. Ritterstr Ritterstr.

straße straße straße straße straße straße straße straße

Jablonowskistr.

Jablonowskistr

Jablonowskistr

Jablonowskistr

Jablonowskistr

Jablonowskistr

Preußenseite

1 Webergasse

Turner-

Goethe- straße

str.

platz

Auguste- An d.

Schmidt-Str.

Verfassungslinde

Seeburg- straße

Stern- warten- arten- str. str.

Bauhofstr. auhofstr.

Liebig-

Georgi-

ring

Glockenstr. lo lo lo lock ck ck ck ck

Brüd erstraße

Paul-List-Str.

W.-gartenstr.

Littstraße

Johannisgasse

Goldschmidtstr.

1

Nürnberger Nürnberger Nürnberger Nürnberger Nürnberger Nürnberger Nürnberger Straße Straße Straße Straße Straße Straße Straße

Grimm.

Steinweg

Friedrichstraße

FFFried ried ried

Sachsenseite

Querstraße

Talstraße TTalstraße Talstraße T

str.

2010©www.atelier-kirchhof.de

Schütze

Czerm


Gibt’s da was zu lachen? –

20 Jahre Leipziger Lachmesse

Arnulf Eichhorn

Bald gibt es wieder Lachkultur

vom Feinsten auf Leipzigs kleinen

Bühnen. Dann wird den

Mächtigen des Landes und uns

selbst der satirische Spiegel vorgehalten

und das in konzentrierter

Form. Die Kabarett hochburg

lädt zur Lachmesse, zum

größten internationalen Kabarett-

und Kleinkunstfestival

Deutschlands. Vom 14. bis

24.10.2010 wird Leipzig zum

Knotenpunkt für Humor und

Satire. In zwölf Gastspielhäusern

treten ca. 190 Künstler in knapp

100 Veranstaltungen auf.

20 Jahre ist es nun schon her, als

die erste Lachmesse im Sommer

1991 bei tropischen Temperaturen

startete. „Um nach der

Wende Defizite in diesem

Bereich auszugleichen“, sagt

Leipzig – Kabaretthochburg

Deutschlands

Willkommen zur 20. Lachmesse!

Christa Schwarz, Gästeführerin

und Grün dungsmitglied

des Lachmesse e. V.,

präsentiert während dieses

2-stündigen Rundgangs humorvoll-ernsthaft

Ge schichte

und Gegenwart dieser Kleinkunst.

Kabarett „zum Anfassen”

– ob beim Plausch mit

Kabarettisten oder in den

urigen Kabarettkneipen bei

einem zünftigen „Lachmesse-

Cock tail”. Preis: 90 Euro exkl.

Getränk (max. 25 Personen).

Tel.: +49 (0)341 7104-230

www.leipzig-erleben.com

Mitbegründer und Chef Arnulf

Eichhorn. Um eine Plattform zu

schaffen zum Kennenlernen, für

geistigen Austausch und Diskussionen.

Auch wenn es keine

Messe mit Verkaufs bestreben

im klassischen Sinn ist, so sei

es doch eine Schau, eine Art

„Leistungsschau“. Daraus entstand

die Bezeichnung Lachmesse.

Idee und Konzept entwickelten

der damalige Direktor

der „Leipziger Pfeffermühle“,

Rainer Otto, der Gründer der

„academixer“, Jürgen Hart und

eben Arnulf Eichhorn, Kulturmanager.

Man wollte qualitatives

Kabarett und sehr gute

Comedy in seiner stilistischen

Vielfalt zeigen. Besonderes

Anliegen war dabei die Parität

zwischen ost- und westdeutschen

Künstlern. Das sei einmalig,

erklärt Arnulf Eichhorn, denn

bei anderen Festivals in den „alten“

Ländern würden bestenfalls

ein bis zwei Ostkünstler als

Feigenblatt eingeladen. Sein

Büro ist das Dach des Lach -

messe e. V., hier wird koordiniert

und abgestimmt. Die Ver antwortung

liegt allerdings bei den

Spiel stätten selbst und das sind

die Kabaretts Leipziger Pfeffermühle,

academixer, Leipziger

Funzel, das Kabarett-Theater-

SanftWut, das Leipziger Central

Kabarett, die Kunsthalle der

Spar kasse, das Werk II, die

Moritz bastei, das Krystallpalast

Varieté, das Centraltheater und

die Oper.

Zur Eröffnungsveranstaltung der

Lachmesse erhält am 14.10.2010

im academixer-Keller das Düsseldorfer

Kom(m)ödchen den

be gehrten Kleinkunst preis „Leipziger

Löwenzahn“ für das beste

Programm der Lach messe 2009.

Dort wird es auch sein, wo traditionell

im Künstler club in heimeliger

Atmosphäre bis in die

Morgenstunden angeregt geplaudert

wird. Höhepunkt und

Kult ist die Jürgen-Hart-Satirematinee

in der Oper, wo sich

Leipziger Künstler mit auswärtigen

Gästen zu einem aktuellen

Thema zu einer großen Session

treffen. Neben den Leipziger

Ensembles haben viele herausragende

Gast-Künstler für den

2010er Jubiläums-Lachmessejahr

gang zugesagt: Georg

Schramm, Bruno Jonas, Jürgen

Becker, Leo Bassi (Spa), Ohne

Rolf (CH), Wilfried Schmickler,

Horst Schroth, Schwarze Grütze,

Tom Pauls, Uwe Steimle, Katrin

Weber, Bernd-Lutz Lange ...

Man darf sich also wieder auf

namhafte Akteure zum 20.

Geburtstag dieses Kulturevents

freuen. Und da Humor die

Fähigkeit ist, an den Auswüchsen

der menschlichen Natur Gefallen

zu finden, wie W.S. Maugham

einmal notierte, scheint diese

Art Kleinkunst wohl zeitlos.

Janet Schönfeld

Wichtige Kontakte:

Lachmesse e.V. Leipzig

c/o Arnulf Eichhorn

Denkmalsblick 13

04277 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 8780570

www.lachmesse.de

titelthema

Werden mit dem „Leipziger Löwenzahn“ ausgezeichnet:

Düsseldorfer Kom(m)ödchen – Heiko Seidel, Maike Kühl, Christian Ehring

Janet Schönfeld und Marie Murche recherchieren im academixer-Keller

Kabaretts,

RevueTheater, Varieté

Anlässlich des Jubiläums „20

Jahre Lachmesse“ begab sich

Janet Schönfeld – unterstützt

von Marie Murche und Tanja

Reichmann – auf die Spuren der

Kabarettszene. Sie befragte deren

Macher – wobei oft kein

Auge trocken blieb – und stellt

auf den folgenden Seiten die

einzelnen Einrichtungen vor.

Der Leipziger Journalist und

Fotograf Bernd Görne fotografierte

während der Auf führungen

und musste während

seiner Bühnenpositionen öfter

für einen Spaß herhalten.

Jenny präsentiert den

Jubiläumsprospekt der „Lachmesse“

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 15


titelthema

Bei der Vorpremiere von „Erwischt“ gab es viel Beifall.

Ab 18 Uhr hat die zur Spielstätte gehörende Gaststätte geöffnet.

Insider nennen diese ganz einfach „Mixer“.

EHRLICH GESAGT

ZU SCHÖN

UM WIEDER ABZUREISEN

Leipzig war schon immer Impulsgeber. Klar, dass ein solch

inspirierender Ort nicht minder kreative Hotelkonzepte wie

das pentahotel anzieht.

Angefangen bei der pentalounge, die Bar, Restaurant,

Rezeption, Lobby und wohnlicher Anziehungspunkt zugleich ist

bis hin zu den gestylten DesignerRooms vom Stararchitekten

Matteo Thun. Betten mit Flauschkomfort und Luxusmatrazen,

dazu Entertainment mit FlatTV, Sky Fußball und Sky Film

und die penta-@-Box.

leipzig

Großer Brockhaus 3

04103 Leipzig

T 03 41.1292-0

F 03 41.1292-800

www.pentahotels.com

16 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

I_näher dran_RZ.indd 1 07.06.10 18:43

Kabarett „academixer“

Klaus Kitzing: „Im Kabarett

begegnen uns auch die großen

Probleme auf Augenhöhe

– weil wir über sie lachen

können.“

Auf dem Foto hinter dem

Stammtisch des „academixer“-

Kellers kann man es noch erkennen:

eine große Empfangshalle

unter dem Dresdner Hof, im Stil

des Art Déco. Hier hockten zu

Messezeiten die Dolmetscher,

hier wurde getagt, diktiert und

getippt, hier gab es ein Postamt

und eine Bar – eine unterirdische

Service-Oase im Messegetümmel,

während oben im

Ausstellungspalast über Farben

und Lacke gefachsimpelt wurde.

Nun durchströmt Bühnenluft die

Gemäuer. Als Studentenkabarett

der Universität Leipzig 1966 gegründet,

tourten die „academixer“

mangels eigener Spielstätte

zunächst durch die Lande. Dann

zogen sie 1980 hier in den Keller

des Dresdner Hofes ein und bieten

eine bezaubernde Mischung

aus Nostalgie und Kleinkunst.

Das beginnt schon im Treppenhaus:

lebensgroße metaphorische

Gipsfiguren in grotesk-

frivolen Posen geleiten den

Be sucher hinab. Ich sitze in anheimelnder

Atmosphäre mit

Klaus Kitzing inmitten von

Accessoires, Fotos und Bildern

der Kabarettisten. Der sympathische

Geschäftsführer wirkt

so, als gehöre er zum Ensemble,

als stünde er mit auf der Bühne.

Nein, lacht er, er sei eher ein

Mann der Zahlen. Und während

wir plaudern, wird nebenan geprobt,

u.a. für das neue Programm

„Erwischt“: Da gaukeln

sich die Nachbarn in einer

Wohnsiedlung gegenseitig Urlaub

vor und harren hinter heruntergelassenen

Rollläden die

Tage aus, da zanken sich

Pseudo-Schöngeist Westerwelle

und Wolle Schäuble über intellektuelle

Fußfesseln. Und Angela

weiß von nichts.

Dass die Krise zu Korrosionsschäden

im Europahaus führt

und wie galant erheiternd das

trotz (oder wegen) seiner Tragik

sein kann, davon darf ich mich

am Abend selbst überzeugen.

Auf originalem Bauhaus-Gestühl

sitzend (entworfen von Marcel

Breuer) erlebe ich ein wundervoll

komisches Programm. Lebhaft

inszeniert von Carolin

Fischer, Anke Geißler, Ralf Bärwolff

und Thomas Martin, musikalisch

begleitet von Enrico

Wirth (Klavier) und Christoph

Schenker (Cello).

Die academixer sind experimentierfreudig.

Bei ihnen gibt es kein

verdauungsförderndes Dinkelsüppchen

– die geschmackliche

Exkursion geht durch die politische

Landschaft. Nachgespült

werden kann mit Flüssigem oder

Festem in der zur Spielstätte gehörenden

Kneipe, ohne Schankschlussandrohung,

open end.

Genre: aktuell-politisches Kaba

rett, satirisches Theater,

sächsische Mundart pro gra mme,

literarisch-musikalisches

Kabarett

Plätze: 250 im Saal

Ensemble: Stamm-Ensemble

6 sowie Musiker 4

Gastronomie: 70 Plätze + 45

Plätze im Gesellschaftszimmer,

täglich ab 18 Uhr

Sommerkabarett: vier Programme

vom 12.7. bis 28.8.

im Innenhof des Paulaner-

Palais

Veranstaltungen: ca. 450 pro

Jahr, ca. 10 Programme

Wichtige Kontakte:

Kabarett „academixer“

Kupfergasse 2

04109 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 21787878

www.academixer.com


Kabarett Leipziger Pfeffermühle

Dieter Richter: „Von zwei

gleich gescheiten Menschen

wird derjenige den weiteren

Horizont haben, der mehr

Herz hat. Mit anderen Worten:

Wärme dehnt aus!“

Das traditionsreichste Kabarett

Sachsens will in den Untergrund.

Umzug unter die Erde, zentraler,

ruhiger und etwas größer. Die

Leipziger Pfeffermühle soll endlich

ein „süßes kleines Theater“

werden, so der Traum von

Geschäftsführer Dieter Richter.

Keine behelfsmäßige Übergangslösung

mehr, sondern ein eigenes

Haus inmitten der Stadt. Ein

Herzenswunsch, so übersprudelnd

lebhaft plaudert Richter

von den neuen Räumlichkeiten.

Er zückt Pläne und seine Augen

leuchten, als er vom zukünftigen

Mühlen-Zuhause in Kret schmanns

Hof erzählt: „Hier werden

die Zuschauer wie in einem

richtigen Theater sitzen.“

Argwöhnisch von der Stasi beäugt,

gründete sich das Ensemble

1954 als „politisch-satirisches

Kabarett der Stadt Leipzig“. Die

Zensur ist nun weg, über politische

und gesellschaftliche Miseren

wird jedoch noch immer

eloquent humort, mit brillantem

Wortwitz. Der sich mit dem legendären

Mann´schen Exil-Kabarett

ähnelnde Name war damals

Zufall. Ab 1961 saßen die

Pfeffermüller im Bose-Haus am

Thomaskirchhof. 2007 erfolgte

dann der Umzug, da das im

Bosehaus befindliche Bach-Museum

erweitert wurde. Mit dem

Interim waren die Pfeffer müller

nicht lange glücklich.

Ich steige mit Dieter Richter

durch die unterirdische Baustelle

im Kretschmanns Hof. Noch ist

es eine Herausforderung an die

(weibliche) Phantasie, sich hier

zwischen Schutt und Durchbrüchen

einen edlen gemütlichen

Saal vorzustellen. Doch

der Mühlen-Geschäftsführer

hilft, erklärt wo Bühne, Bar und

Garderobe sein werden, alles behindertengerecht.

Spätestens im

Januar 2011 erfolgt die Eröffnung.

Die alten Möbel werden

nicht mitgenommen. Und

neue Theatersessel wird es geben.

Mit denen soll der Umbau

finanziell unterstützt werden.

Durch Stuhlpatenschaften für

Liebhaber der Kleinkunst: „Für

1.000 Euro Spende gibt es u.a.

eine Freikarte für jede Pfeffermühlen-Premiere“,

erklärt Dieter

Richter. Im Rang befindet sich

dann noch eine kleinere zweite

Bühne für Lesungen oder Jazz-

Abende. Und, vielleicht klappt es

auch wieder mit einem Sommerkabarett

im Innenhof des Nachbarhauses.

Noch aber purzeln die satirischen

Verse in der Gottschedstraße. Im

neuen Programm brodeln politische

Gerichte als Haute Cuisine

fürs Hirn („Frust oder Keule“).

Übrigens: mit jährlich über 160

Tourneevorstellungen ist die

Pfeffermühle das reisefreudigste

Ensemblekabarett der Welt.

Genre: politisch-satirisches Ka -

barett, Sonderprogramme

Plätze: 157 in der Gott schedstraße,

ca. 180 in Kretschmanns

Hof

Ensemble: 2 x 6 (inkl. Musiker

und Techniker)

Gastronomie: scharfer Teller

mit Pfefferwurst, Pfefferbrötchen

und Pfeffer spreewaldgurke

– in Kretschmanns

Hof ist ganztägige Gastronomie

geplant

Veranstaltungen: ca. 500 pro

Jahr (inkl. Gastspiele)

Wichtige Kontakte:

Kabarett Leipziger Pfeffermühle

Gottschedstraße 1, 04109 Leipzig

Ab Januar 2011:

Katharinenstr. 17, 04109 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 9603196

www.kabarett-leipzigerpfeffermuehle.de

titelthema

Kretschmanns Hof wird das neue Domizil des Kabaretts Leipziger Pfeffermühle

Seit 1954 bietet das Kabarett aktuelle und hochbrisante Politpointen

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 17


titelthema

Thorsten Wolf in seinem Element – das Publikum amüsiert sich köstlich

In der Funzelkneipe kann man sich auf das Programm einstimmen

oder anschließend noch einen „Absacker“ zu sich nehmen

18 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Kabarett-Theater

Leipziger Funzel

Thorsten Wolf: „Geist ist Geil!

Und zum Lachen muss man

bei uns in den Keller gehen.“

Gott sprach: „Es werde Licht.“

Doch er fand den Schalter nicht.

Eine Funzel sollte helfen, um in

so manch zerebrales Dickicht unter

der Schädeldecke hineinleuchten

zu können. Das gelingt

der scharfzüngigen Equipe hinreißend.

Mit feingeistigem Witz

entlarven sie die Mätzchen der

Mächtigen. Hat man ausgelacht,

darf man so einiges zum Weiterdenken

mit nach Hause nehmen.

Das Ensemble um den charismatischen

Direktor Thorsten Wolf,

bekannt als Tierpfleger Conny

Weidner aus der erfolgreichen

ARD-Serie „Tierärztin Dr. Mertens“,

trainiert unter der Erde die

Lachmuskeln des Publikums. Als

„Die Büro klammern“ des Baumaschinen

kombinats haben sie

1976 angefangen, nannten sich

drei Jahre später „Baufunzel“

und humoren seit 1990 unter

dem Namen „Kabarett-Theater

Leipziger Funzel“ – nicht nur

über aktuelle politische Peinlichkeiten.

Auch der erfindungsreiche

Ossi (alias Thorsten Wolf)

hat das Wort: Der erklärt als

sächselnde „Zugobe“ in braunem

Trainings anzug und mit

Original-Ein kaufsnetz Schritt für

Schritt, wie man in Dittmeyerlosen

Zeiten aus sechs Kuba-

Orangen acht Liter O-Saft kredenzen

konnte. Kultig ist Bernd

Herolds Parodie auf den Mann,

der nur aus Büchern besteht –

Marcel Reich-Ranicki. Mit kratziger

Stimme und rollendem „r“

liest er als Literaturpapst aus

dem schwarz-gelben Koalitionsbuch.

Dazu fährt Sabine Kühne-

Londa als strenge und überfor-

derte Chaos lehrerin mit rechtsradikalen

Jugendlichen in den

Streichelzoo und Katherina Brey

erzieht als blaublusige Domina

ihr Publi kum. Aber das Ensemble

hat noch viel mehr im Repertoire:

Lachtherapie aus dem Reichstag

als Antwort auf die Gesund heitsreform

(„Deutschland peinlich

Vaterland – Eine bundesweite

Lachparade“) oder „Lachen bis

der Arzt kommt“, ein Mix aus

sechs derzeit laufenden Funzel-

Pro grammen. Beim neuen Programm

„Hört, wie es humort“

wird zum Angriff aufs Zwerchfell

geblasen, ein Witzeabend mit

Couplets, Chansons und Sketchen.

Und Pianist Helge Nitzschke

feuert dazu virtuos die musikalischen

Lachsalven ins Publikum.

Kultur und Kneipe ist hier im

Keller urig miteinander verbandelt.

So ähnlich wie vor über 100

Jahren in den Künstlerkneipen

der Pariser Bohémiens. Dort war

das cabaret als bunt gemischte

Speiseplatte so eng mit den

Lokalen verbunden, dass man

diese schließlich genauso nannte.

Also keine Stuhlreihen, sondern

ein lockeres Ambiente und

kulinarischer und geistiger Genuss

in einem. In der Gewölbekneipe

kann sich täglich ab 18

Uhr auf das Programm eingestimmt

werden.

Genre: politisch-satirisches Kaba

rett, Literatur- und Hu morprogramme

Plätze: 154 Plätze im Saal,

Gewölbetheaterkneipe mit 80

Plätzen

Gastronomie: deftige Kneipen

kost, individuelle Menüfolgen,

Kalt-Warm-Buffets für

Gesellschaften

Ensemble: 5 Personen

Sommerkabarett: Marché im

Gründergarten (Zoo) vom 16.

bis 25.7.2010 (450 Plätze)

Wichtige Kontakte:

Kabarett-Theater

Leipziger Funzel

Nikolaistraße 6–10, 04109 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 9603232

www.leipziger-funzel.de


Kabarett-Theater SanftWut

Uta Serwuschok: „Lächeln

kann Finsternis zerstreuen.“

Über Moni und mir schwebt

ein blauer Keramikengel. Ein frivol-zynischer

Himmelsbote, mit

Glubschaugen und Trompetenohren,

aus denen viel zu große

Glühbirnen leuchten. Er passt

hierher, ins sanftWütige Kneipchen

namens Treppe D. Wir sind

umzingelt von frechen Figuren,

auch gemalt an den Wänden

und auf den Tischen. Alles Werke

des Künstlers Frieder Heinze.

Eine entzückende Liasion zwischen

Kneipe und Kunst, ganz so

wie es sich Schänken- und

Fettbemmen-Chef Dirk Payer

gewünscht hat. Der nämlich versucht

mit seinen eloquent

verpackten Schmalz broten allabendlich

die Gäste zum Biertrinken

zu animieren. Und die

Moni, das ist das Alter Ego von

Uta Serwuschok. Aber sie mag

es, wenn die Leute sie Moni nennen.

Sie ist die Dame des dreigestirnigen

Stamm-Ensem bles, die

quirlige Powerfrau neben Ingolf

Serwuschok (Ge schäfts führer)

und Thomas Störel.

Vor 20 Jahren gegründet, sitzt

das Kabarett-Theater seit 1997

in der Mädler-Passage im ersten

Stock, gleich am zentralen

Kuppelbau, inmitten von italienischer

Eleganz und geschäftigem

Treiben. „Die Musikalischen“

unter den Leipziger

Kabaretts werden sie genannt.

Hier entfleucht Frohsinn auch

den Instrumenten. Und von denen

gibt es reichlich auf der

Bühne: Klavier, Akkordeon,

Flöte, Trompete, Gitarre, Tuba

und Dudelsack.

Für mich gab es am Abend

„Briefkästen weinen nicht“ mit

Bekenntnissen zum alltäglichen

Leben, mit Gesang und mit einer

zauberhaft parodierten Choreographie.

Ich lerne von „Bauerwogger“

Manni den nützlichen

Einsatz von „Wogging“stöcken

und denke über die Idee einer

osteuropäischen Altenpflegerin

nach, ältere Menschen in einen

Streichelzoo zu geben. Dazwischen

schwingt sich Moni gazellengleich

hin und wieder aufs

Klavier, es erklingen Dixi-Land

und Franz Schuberts Opus 1, der

Erlkönig. Die SanftWütigen haben

eine Schwäche für die wunderlichen

Allüren des Lebens.

Hoher Unterhaltswert mit Lachgarantie.

In der Pause kann man

sich liquiden Nach schub besorgen

oder einen Blick auf Andy

Kolls Fotoausstellung werfen.

Natürlich geben sich Manni

(Thomas Störel) und Moni wieder

ein Stelldichein: Sie trainieren

für den Grand Prix und sinnieren

über die Zukunft ihrer nichtsnutzigen

Tochter Isabelle. Übrigens,

im wahren Leben feiern die beiden

dieses Jahr Bühnen silberhochzeit.

Seit 1985 stehen sie

gemeinsam auf dem Brettl. Nach

der Vorstellung kann entspannt

geplaudert werden, mit den

Protagonisten oder ohne. Wer

diese Art Kleinkunst seinem

Kinder- oder Hundesegen näher

bringen will, kann das gern tun.

SanftWut ist familienfreundlich -

bis 12 Jahre ist der Eintritt frei

(Hunde lebenslang).

Genre: politisch-gesellschaftliches

Kabarett, hochmusikalisch

Plätze: bis 160 – variabel durch

flexible Bühne

Ensemble: 3

Gastronomie: „Treppe D“,

Satire-Päck´l (rustikales Büfett

mit Wurst- und Käseplatte, inkl.

Eintrittskarte)

Kartenverkauf: Mo 12– 16 Uhr,

Di – Sa 12 – 19 Uhr

Wichtige Kontakte:

Kabarett–Theater SanftWut

Grimmaische Str. 2– 4,

04109 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 9612346

post@kabarett-theater-sanftwut.de

www.kabarett-theater-sanftwut.de

titelthema

Manni (Thomas Störel) erläutert den nützlichen Einsatz von „Wogging“stöcken

Kabarettkneipchen „Treppe D“: der Tresen besteht aus

700 handgefertigten Keramikkacheln von Frieder Heinze

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 19


titelthema

Gemütliche Atmosphäre im Leipziger Central Kabarett

Der Saal glänzt im Schick der Roaring Twenties –

ein elegantes Ambiente im Swingstil

20 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

ommer-Kabarett-MB98x133-pfad.indd 1 01.06.2010 20:06:42 Uhr

Leipziger Central Kabarett

Meigl Hoffmann: „Wer erwachsen

wird und trotzdem

ein Kind bleibt, ist ein

Mensch.“

Ein heiterer Morgen in Leipzig.

Die Gastronomiemeile „Drallewatsch“

erwacht langsam: Vereinzelt

huschen Kellner vorbei,

entketten Stühle und schieben

ihre Aufsteller übers Kopf steinpflaster.

Hier und da sitzt ein zerknautschtes

Gesicht hinter einer

Zeitung beim Frühstück. Aus diesem

nonchalanten Treiben im

noch leblosen Barfußgässchen

fliegt mir ein schelmisches

Grinsen entgegen.

Es gehört zu Meigl Hoffmann

vom Leipziger Central Kabarett.

Wir bestellen uns ein Scheelchen

Heeßen. Der Centralisten-Chef

de Pointe mit dem strubbeligen

Haarschopf plaudert bestens

aufgelegt und ausschweifend

gestikulierend los. Es vergehen

keine drei Sätze, da wird aus

Meigl mal eben Rolli Euling-

Masalsky, der mir als Taxifahrer

im feinsten sächsisch die Nöte

der Welt erklärt. Und natürlich

schießt er zwischen meine Fragen

noch ein paar Otto Reutter–

Couplets, u. a. die Glanz nummer

„Blusenkauf“. Ohne zu atmen

braust er durch alle acht Strophen

und wirkt dabei wie eine

Reinkarnation des genialischen

Berliner Humoris ten. Nicht nur

optisch, diese Ähnlichkeit. Er

haucht seine Pointen ebenso gelenkig

in die Luft wie das Original.

Nach diesem parenthetischen

Ausflug zum „König der Kleinkunst“

landet Meigl Hoffmann

wieder im Barfußgässchen und

erzählt vom Hier und Jetzt. Er lebe

auch sein kindliches Herz in

den Figuren aus. Wo sonst könne

man als Schäuble über die Bühne

rollen, Ulbricht mimen oder mit

preußischer Pickelhaube das

sächsische Wesen durchleuchten.

Seit einem Jahr gibt es das

Central Kabarett direkt über dem

Restaurant „Barfusz“. Das Lachgespann

um Meigl Hoffmann

und Kompagnon Karsten Wolf

bietet damit ein farbenfreudiges

Programm in der Kabarettszene.

„Eine Art Stadtkabarett“ war das

Ziel, ein einheitliches Ganzes von

Programm und Gastronomie.

Neben Politsatire und sächsischer

Mundart gibt es auch Kaffeeklatsch

mit Leipzigs Burlesque-

Truppe „Lipsi-Lillies“, musikalische

Aufführungen von neckisch-schlüpfrig

bis selbstironisch-vergnüglich.

Am Abend erhasche ich einen

Einblick in die Tiefen der sächsischen

Seele. Meigl Hoffmann,

Griseldis Wenner und Karsten

Wolf (am Klavier) erkunden mit

den liebenswürdigen Miniaturen

von Hans Reimann den „gemeinen“

Sachsen. Reimann – der

Mann hinter dem Pfeiffer mit 3 f

– hatte vor knapp 100 Jahren

schon mit der ganzen Welt verzückt

über den Sachsen gespöttelt.

Und in einem selbstironischen

Programm amüsieren sich

nun die Centralisten mit ihrem

Publikum: von himmlisch sächsischem

Nonsens über große

Namen wie Brockhaus, Baedecker

bis hin zu Karl May. Dass

sich Sächsisch und Ernst ausschließen

wird hier jedem fremdstämmigen

Besucher schnell klar.

Genre: Politsatire, satirisches

Theater, sächsische Mundart,

musikalische Aufführungen

Plätze: 150

Ensemble: 6 ständige Künstler

Gastronomie: im Kabarettsaal

oder im Restaurant „Barfusz“

(auch als Kabarett-Menü)

Kartenverkauf: Mo – Fr 12– 18

Uhr, Abendkasse ab 18 Uhr

Wichtige Kontakte:

Leipziger Central Kabarett

Markt 9, 04109 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 52903052

www.centralkabarett.de


Krystallpalast Varieté Leipzig

Rüdiger Pusch: „Jeder, der

sich die Fähigkeit erhält,

Schönes zu entdecken, wird

nie alt werden.“ (Franz Kafka)

Anfang des 20. Jh. – eine Zeit in

der wir noch das Sofa verließen

zum Staunen und Amüsieren.

Noch nicht anästhesiert vom

täglichen Fernsehprogramm.

Denn das gab es noch nicht.

Genauso wenig wie Radio und

Kino. Es war die große Zeit des

Unterhaltungstheaters. Leben de

Akteure wie Kraftmenschen,

Zauberer, Löwenbändiger, Tänzer

innen und Akrobaten auf

richtigen Bühnen. Die Zeit des

Varietés: künstlerische Vielfalt

einheitlich verpackt und zugänglich

nicht nur für die Bourgeoisie.

Durch erschwingliche Eintrittspreise

konnten sich die Menschen

scharenweise niveauvolles

Amüsement gönnen und taten

es auch. Im damaligen Krystallpalast-Komplex

in Leip zig fanden

15.000 Gäste Platz: Wintergarten,

Ausstellungssäle, Salons,

Gesellschaftsräume auf mehreren

Etagen, eine Zirkus halle mit

3.000 Plätzen, Leipzigs größtes

Restaurant, in dem jeden Abend

mehr als 1.000 Gäste lukullisch

versorgt wurden. Hier schlürfte

der wunderbare Clown Grock in

seiner viel zu großen Schlabberhose

über die Bühne, hier verdiente

sich Otto Reutter seine

ersten Gagen, hier tanzte und

sang sich Josephine Baker in die

Herzen der Zuschauer.

Heute ist alles viel kleiner, viel

intimer. Doch noch immer ein

Theater für die Sinne – für alle

Sinne, auch schmecken und riechen

ist ausdrücklich erwünscht.

Weltklasse-Artistik verpackt in

einen künstlerischen Rahmen.

Aktuell begleitet Stewardess

und Lockenwickler-Lady Lilli

(alias Guido Klode) die Passagiere

durch die Hitze der Nacht.

Und ihre Crew serviert ein gehaltvolles

Programm: Sandmalerei,

elfengleicher Tanz auf

dem Schlappseil, anmutige

Equilibristik, russische Lebensart

und das Spiel zwischen den

Geschlechtern wundervoll gehüllt

in Quick Change Magie,

geschmeidige Vertikalseilartistik,

rasante Diabolo-Jonglage, Musik

und Tanz. Ein Potpourri aus

bezaubernden Szenen zwischen

Leichtigkeit, Kraft und Dynamik,

zwischen Sinnlichkeit und Leiden

schaft, und mit komödiantischen

Ingredienzien. Auf politisches

Kabarett wird ganz verzichtet.

Überhaupt steht das

Spiel mit der Sprache nicht im

Vordergrund, was diese Art

Bühnenprogramm auch für internationale

Gäste interessant

macht. Auch burlesque Elemente

werden nicht zu sehen

sein. „Die Erotik wird durch die

Kostüme und den Tanz transportiert“,

sagt Geschäftsführer

Rüdiger Pusch. Das Krystallpalast

Varieté ist ein Verzehrtheater.

Gaumen freuden während der

Vorstellung sind gewollt. Ansonsten

darf im angeschlossenenFeinschmecker-Restaurant

geschlemmt werden.

„Varieté – das ist der kleine, etwas

jüngere, dekadente Bruder

des Circus, der in der Großstadt

lebt und ein bisschen frech ist“,

sagte einst Roncalli-Gründer

Bernhard Paul. Und damit hat er

Recht.

Genre: Varieté

Plätze: 180 im Saal, 100 im

Restaurant, 40 im Salon

Gastronomie: gehobene Gastronomie

täglich an bespielten

Tagen ab 18 Uhr, maßgeschneiderte

Events für bis zu

250 Personen

Vorstellungen: i.d.R. Mi bis So

Wichtige Kontakte:

Krystallpalast Varieté Leipzig

Magazingasse 4, 04109 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 140660

www.krystallpalastvariete.de

Aufführung im Krystallpalast Varieté

Wird für Firmenevents gern genutzt: der Lichthof

So haben Sie Leipzig

noch nie gesehen!

Die Videobustour.

Die VideoBustour ist die einzige Stadtrundfahrt, bei der Sie

die Geschichte der Stadt nicht nur hören, sondern auch sehen.

An den originalen Schauplätzen machen Videos, Bilder und

Ton auf Monitoren im Bus erfahrbar, wie Leipzig gestern war,

heute ist und morgen sein wird. Kommen Sie mit unseren

Guides auf eine einzigartige Zeitreise durch Leipzig!

Tel.: 0341 902 902 89

www.videobustour.de

titelthema

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 21


titelthema

Am

Unterhaltsames Sommerprogramm: „FreiKörperKultur Deluxe“

Veranstaltungssaal im RevueTheater Am Palmengarten

revuetheater

Jahnallee 52 / Ecke Erich-Köhn-Straße,

04177 Leipzig (alte Gastankstelle

zwischen Kleinmesse und Angerbrücke)

reservierung@palmengarten-leipzig.de

www.palmengarten-leipzig.de …

und in allen Vorverkaufsstellen (auch online)!

Haltestelle Angerbrücke:

Straßenbahnlinien 3, 7, 8, 13, 15

Nightliner N1, N2, N3, N5

kostenfreie Parkmöglichkeiten auf eigenem

Grundstück (Einfahrt Erich-Köhn-Straße)

an der Kleinmesse und im Cottaweg

Y

0341 – 22 55 172

22 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

RevueTheater Am Palmengarten

Matthias Bremke: „Niveauvolle

Entspannung ist die

Würze der Arbeit.“

Spanisches Gitarrenspiel bei Bratwurstduft

unter dem Dach riesiger

Ahornbäume. Sommer liche

Einstimmung auf das Pro gramm

„FreiKörperKultur De luxe“ im

Palmengarten Varieté. Mit der

Sonne fallen die Hüllen. Zeit für

Kathy Leen und Bert Callenbach

sich Fragen zur textillosen

Freizeitgestaltung zu stellen: Ein

Stück (fehlender) Stoff und die

Gemüter trudeln auf dem schmalen

Grat zwischen moralischer

Entrüstung, nackter Verzückung

und Beleidigung des Auges. Der

Anblick bloßgelegter Tatsachen

bietet auch in unserem abgeklärten

namenlosen Jahr zehnt noch

ein paar Portionen Gesprächsstoff.

Global betrachtet kann ein

Stück Stoff zu wenig schon mal

direkt ins Gefängnis führen. Und

hier, im Land der unbekümmerten

Nackedeis, begutachtet

der geneigte Spanner mit dem

Fernglas gewisse Trend wenden

an den bunten Natur zuständen,

Stichwort: Kahlrasur.

Originell und mit vielen Kostüm-

und Rollenwechseln parodieren

Leen und Callenbach nicht nur

nudistische Kuriositäten, auch

klischeehafte Charaktere wie ein

prolliger Bayer, die künstlich

schöne 90-60-90-Nixe und maulende

Rentner finden mit einem

Zwinkern ihren Platz im Programm.

Pianist Jan Mareck gibt

das bockige Söhnchen, an dem

die Überzeugungen seiner naturalistisch

durch die Welt hüpfenden

Eltern scheitern. Und

Uli Singer mimt den kastagnettenschwenkenden

spanischen

Schön ling, zwischen einem virtuosen

Gitarrenspiel – links- und

rechtshändig. Ein angenehm luftiger

Swing fliegt an diesem

Abend durch das RevueTheater,

mit viel Musik und originellen

Texten.

Palmen gibt es hier übrigens

nicht mehr. Das Gebäude war

früher Tankstelle und danach

Versuchsanstalt für jedes gastechnisch

betriebene Backrohr.

Aus dem Prüflabor wurde Anfang

der 1990er Jahre ein Reifenhandel.

Im Sommer 2007 erwarb

der jetzige Inhaber Matthias

Bremke das inzwischen verwaiste

Gelände und zauberte

daraus eine Kleinkunstbühne.

Zwischen den tropischen Gewächsen

mit dem typischen

Blattschopf konnte man aber

noch bis vor 70 Jahren wandeln.

Auf dem Terrain direkt gegenüber

dem heutigen RevueTheater

gab es einen Park mit Tropenhalle,

Wasserfall und Grotten, mit

Teepavillons und musikalischen

Amüsements. Wer mag, kann

sich gern durch den ehemaligen

Palmengarten führen lassen.

Geschickt wetterfest platziert hat

Matthias Bremke das noch junge

Brettl. Flexibel und ohne großen

Aufwand kann je nach Himmelslaune

zwischen drinnen und

draußen gewechselt werden –

die Bühne bleibt dieselbe. Und

einiges ist noch in Planung, wie

zum Beispiel ein multifunktionaler

Veranstaltungssaal, der

Aus bau der Galerie oder die

Erweiterung der Gastronomie.

Genre: Musiktheater, Kabarett,

Revue-Theater, Artistik, Bur lesque

Plätze: draußen 250, drinnen 150

Gastronomie: reichhaltiges á la

carte-Angebot, Grillvariationen

im Außenbereich

Ensemble: kein festes Ensemble

Veranstaltungen: ca. 60 verschiedene

Arten von Programmen,

ca. 300 VA/Jahr

Wichtige Kontakte:

RevueTheater Am Palmengarten

Jahnallee 52, 04177 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 2255172

www.palmengarten-leipzig.de


Leipziger Jubiläumsreigen –

Weitere Höhepunkte 2010–2013

Kaum eine andere deutsche

Stadt hat in ihrer langen Geschichte

eine derartige Anziehungs

kraft auf kluge Köpfe ausgeübt

wie Leipzig. Deshalb

nimmt die Stadt bei den anstehenden

Jubiläen eine besondere

Rolle ein. Neben den bereits

vorgestellten Jubiläen gibt es

weitere hochkarätige Anlässe.

Hier eine Auswahl:

200. Geburtstag

von Robert Schumann

Am 8.6.2010 jährte sich zum

200. Mal der Geburtstag Robert

Schumanns. Anlässlich des Jubiläumsjahres

hat der Robert-und-

Clara-Schumann-Verein ein üppiges

Veranstaltungs pro gramm

organisiert. Vom 9. bis 19.9.2010

findet die Schumann-Fest woche

statt. An authentischen Spielstätten

erklingen Werke von

Robert und Clara Schumann.

www.schumann-verein.de

20 Jahre „Theater Titanick“

Das 1990 in Leipzig gegründete

Theater Titanick steht für spektakuläres

Open Air Theater und

verbindet die Traditionen europäischen

Volkstheaters mit modernen

Ausdrucksformen. Atmo

s phärische Live-Musik, phantasievolle

Licht- und Was sereffekte

und eine perfekte

Pyro technik sorgen für unvergessliche

Augenblicke. Tourneen

führten die Truppe in 23 Länder.

Am Abend des 24.9.2010 wird

es auf der Alten Messe einen

spektakulären Auftritt zum 20-

jährigen Jubiläum geben.

www.titanick.de

Mahler-Festival 2011

Vom 17. bis 29.5.2011 wird

Leip zig zur Hauptstadt der

Mahler-Würdigung. Mit dem

Internationalen Mahler-Festival

2011 erinnert das Gewandhaus

an den 100. Todestag des Komponisten,

der mehrere Jahre in

Leipzig wirkte. An elf aufeinanderfolgenden

Tagen werden von

internationalen Spitzen orchestern

sämtliche Sinfonien Mahlers

gespielt.

www.gewandhaus-leipzig.de

THOMANA 2012

Im Jahr 2012 blicken Thomaskirche,

Thomanerchor und

Thomas schule auf ihr 800-jähriges

Bestehen zurück. Mit ihrer

reichen Tradition hat die

THOMANA – die Trias von

Kirche, Chor und Schule – über

Jahrhunderte das städtische

Leben geprägt und prägt es

auch heute. Höhepunkte im

Jubi läumsjahr sind die Festwochen

„800 Jahre Thomaner-

Zu den Highlights des „Theater Titanicks“ zählt

die Produktion „Götterfunken“, die den Jahreswechsel 2000 in Leipzig für

100.000 Menschen zu einem unvergesslichen Erlebnis machte.

leipziger feste und festivals

Clara Schumann (alias Ulrike Richter) musiziert im Schumann-Haus und bietet

Führungen durch die ehemaligen Wohnräume von Clara und Robert Schumann an.

chor“ (19.–25.3.), „800 Jahre

Thomas schule“ (17.–23.9.) und

„800 Jahre Thomaskirche“

(31.10.– 4.11.2012).

www.thomana2012.de

Doppeljubiläum 2013: 200

Jahre Völkerschlacht und 100

Jahre Völkerschlachtdenkmal

Im Oktober 1813 standen sich

bei der „Völkerschlacht bei

Leipzig“ über eine halbe Million

Soldaten Europas gegenüber,

von denen 120.000 ihr Leben

verloren. Als Mahnmal wurde

1913 das Völkerschlachtdenkmal

als monumentalstes Denkmal

Europas eingeweiht. Mit vielen

Aktivitäten wird an das Doppeljubiläum

2013 erinnert. So zeigt

z. B. das Stadt ge schichtliche

Mu seum Leipzig vom 4.9.2013

bis 5.1.2014 eine Ausstellung

mit nationalem Anspruch.

www.stadtgeschichtliches-museumleipzig.de

200. Geburtstag von Richard

Wagner

In Leipzig wurde Richard

Wagner am 22.5.1813 am Brühl

geboren. Deshalb wird der

200. Geburtstag in seiner Geburtsstadt

auch würdig gefeiert.

Bereits jetzt kann man sich auf

die Spuren Wagners begeben,

z. B. anhand thematischer Stadtrundgänge

und des Stadtplans

„Wege zu Wagner“.

www.wagner-verband-leipzig.de

www.wagner-leipzig.de

Aber auch nach 2013 wird es in

Leipzig nicht langweilg, denn es

stehen weitere wichtige Jubiläen

an, z. B. 25 Jahre Friedliche Revo

lution (2014), 1.000 Jahre

Ersterwähnung der Stadt Leipzig

als Burg urbs Libzi durch Thietmar

von Merseburg (2015) und

850 Jahre Verleihung Stadtrecht

und Marktprivileg durch Markgraf

Otto von Meißen (2015).

��������� ��������� �������� �������� ������� �������

���� ���� ������������ ����������� ���� ��������

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 23


leipziger feste und festivals

euro-scene Leipzig

auf Spurensuche

Die euro-scene Leipzig findet

vom 2. bis 7.11.2010 zum

20. Mal statt. Das Festival zeitgenössischen

europäischen

Theaters zeigt 12 Gastspiele

aus 10 Ländern in 25 Vorstellungen

und 9 Spiel stätten.

Dazu gehören Tanz- und

Sprechtheater ebenso wie

Performances und zwei Stücke

für Kinder. Das Festival steht in

seinem Jubiläumsjahr unter

dem Motto „Spuren suche“.

„Damit begibt es sich auf die

Reise sowohl zu einem

Resümee der eigenen Ent wicklung

seit seiner Gründung

1991 in der abenteuerlichen

Nachwendezeit als auch zur

Weichenstellung für die Zukunft“,

so Festivaldirektorin

Ann-Elisabeth Wolff. Die

Gastspiele zeigen eigenwillige,

starke Handschriften wichtiger

Regisseure und Choreografen

aus ganz Europa. Auch bisher

unbekannte Compagnien werden

vorgestellt und mehrere

Deutschlandpremieren zu sehen

sein. Zu den bedeutendsten

Choreografen Europas

gehören Alain Platel aus

Belgien und Angelin Preljocaj

aus Frankreich. Ein Wieder-

Prospekt: „Leipziger

Herbstfestivals“

sehen gibt es auch mit dem italienischen

Ausnahme re gis seur

Romeo Castellucci. An lässlich

des Jubiläumsjahrs werden drei

Stücke, die zu den Highlights

des europäischen Theaters der

letzten Jahre gehören, endlich

in Leipzig zu sehen sein:

„Sonja“ von Alvis Hermanis

aus Riga, „Twee stemmen“

von Johan Simons mit Jeroen

Willems, einem der besten

Schauspieler der Nieder lande,

und „Savitrí“, ein Schattentheater

für Kinder des Divadlo

Líšeň aus Brno. Zu dem alljährlich

wichtigen Schwer punkt

Osteuropa gehören erstmals

ein Stück aus dem Kosovo von

Bekim Lumi sowie eine Performance

von Ivo Dimchev aus

Sofia.

Besonderheiten des Programms

sind eine „Lange

Nacht des Tanzes“, in der

neue Choreografien ehemaliger

Preisträger des Wett bewerbs

„Das beste deutsche

Tanzsolo“ gezeigt werden,

und die Uraufführung von

„Prophezeiung 20/11“, ein

Instinkttheater von Philipp J.

Neumann aus Leipzig.

Leipzig und

die Herbstfestivals

Dieses Arrangement für In -

di vidualreisende beinhaltet

2 Hotelübernachtungen mit

Früh stück, ein Kaffeetrinken

im ältesten Kaffeehaus

Deutsch lands „Coffe Baum“,

die Teil nahme an einem

Stadt rund gang und die Vermittlung

einer Eintritts karte

für die euro-scene Leipzig

bzw. einer anderen im

Prospekt „Leip ziger Herbstfestivals“

vorgestellten Festivals.

Preise: ab 99 Euro (pro

Person im DZ).

Tel.: +49 (0)341 7104-275

www.ltm-leipzig.de/

reiseangebote

24 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Anlässlich des Jubiläumsjahres

sprach André Stallmann mit

Festivaldirektorin Ann-Elisabeth

Wolff:

Wie kam es zur Gründung der

euro-scene Leipzig?

Den entscheidenden Anteil bei

der Gründung hatte Matthias

Renner. Er erarbeitete das

Konzept und war maßgeblich

bei Planung und Durchführung

des ersten Festivals 1991 beteiligt.

Viele Verbände wurden

nach der Wende in den Westen

überführt, so auch der Theaterverband.

Herr Renner wollte

aber das Festival in Sachsen halten

und wandte sich an die Stadt

Dresden. Dort lehnte man das

Konzept ab und Leipzig bekam

seine Chance. Der Kontakt zu

Herrn Renner kam zufällig zu

Stande. Ich arbeitete zu DDR-

Zeiten 14 Jahre als Lektorin. Das

Kulturamt vermittelte mich an

Herrn Renner und so wurde ich

seine Assistentin. 1993 war ich

dann das erste Mal allein für das

Festival verantwortlich. Nach

dem Tod von Herrn Renner, drei

Wochen vor Beginn des Festivals,

musste ich plötzlich allein

und ohne Erfahrung die

Direktion übernehmen. Das war

einer der schwersten, aber auch

prägendsten Momente der letzten

20 Jahre.

Das Neue Theater Riga zeigt am 4./5.11.2010

das Stück „Sonja“ von Tatjana Tolstaja

Wie hat sich das Festival künstlerisch

und auch wirtschaftlich

entwickelt?

Es war essentiell, dass uns die

Stadt Leipzig und der Freistaat

Sachsen stets unterstützt haben.

Das Schauspielhaus ist von

Anfang an dabei gewesen. Die

Schaubühne kam später hinzu,

dann die Oper. Traditionell gab

es immer feststehende, aber

auch wechselnde und neue

Aufführungsorte. Der Fokus

liegt wie 1991 klar auf den

Elementen Tanz und Theater,

auch Performances und Spartenüberschreitungen.

Des weiteren werden keine

Klassiker aufgeführt, sondern

stets innovative und zeitgenössische

Kunst. Die dritte Konstante:

Wir sind ein europäisches

Festival und laden alle

Regionen Europas ein. Besonders

Gastspiele aus Osteuropa

sind ein Markenzeichen

für die euro-scene. Das vierte

Merkmal war stets die Mischung

zwischen zwei bis drei weltbekannten

Gruppen und Neuentdeckungen.

Sie verstehen sich als europäisches

Festival. Meinen Sie damit

den Aspekt der Inter nationalität

oder eine Begrenzung

nach außen?

Beides! Da wir ein begrenztes

Budget haben, ist es sehr schwer,

mit Künstlern aus Asien oder

Amerika zu arbeiten. Doch vor

allem: Der kulturelle Reichtum

der verschiedenen Regionen

Europas ist sehr groß, da gibt es

noch viel Unbekanntes zu entdecken.

Auch schränkt die kurze

Festivaldauer ein. Sechs Tage

sind für Leipzig genau richtig, da

kann man einen „Festivaltaumel“

schaffen, doch man

muss sich auch konzentrieren


können. Zwei Wochen wären

zuviel – und auch nicht bezahlbar.

Wie steht es um die Finanzierung?

Die Stadt Leipzig ist ein sehr zuverlässiger

Unterstützer. Mit

dem Freistaat Sachsen gab es

hingegen oft harte Kämpfe.

Neben diesen beiden ist das

BMW Werk Leipzig ein wichtiger

Partner. Seit Gründung des

Werks in Leipzig unterstützt

BMW die euro-scene als Hauptsponsor.

Für das Jubiläum 2010

konnten wir einige weitere

Partner, z. B. die Sparkasse Leipzig,

gewinnen. Über die Jahre

habe ich Netzwerke verschiedenster

Art aufgebaut. Es ist eine

ständige Grad wan derung,

denn die bekannteren Compagnien

muss man ca. zwei

Jahre vor dem Gastspiel verpflichten,

wenn der Etat noch

überhaupt nicht klar ist.

Wie positioniert sich das Festival

im internationalen Vergleich?

Wir stehen im Mittelfeld – und

das ist auch gut so. Die großen

Festivals zeigen – bedingt auch

durch (zu) viel Geld – „Mainstream“

und „Hochglanz produktionen“,

und die kleinen haben

wir längst überholt. Die

ganz berühmten Festivals finden

– bis auf Avignon – in Metro-

polen wie Brüssel und Wien

statt. Wir sind in Europa schon

sehr bekannt und versuchen,

durch gute Öffentlich keitsarbeit

weiter aufzuholen.

Welche Visionen haben Sie?

Das Festival ist erfolgreich, da

muss man bei Änderungen eher

aufpassen. Doch natürlich wird

es neue Schwerpunkte und

Akzente geben. Und die Idee

der Eigenproduktionen reizt natürlich.

Wir werden sie für

Mitteldeutschland weiter ausbauen.

Was ist Ihre persönliche Leidenschaft?

Sobald der Vorhang aufgeht, bin

ich in meinem Element. Da spielt

es keine Rolle, um welche Form

der künstlerischen Darbietung

es sich handelt. Ich spüre bei jeder

Aufführung noch das gleiche

Kribbeln wir vor 20 bzw. 45

Jahren (Theaterkind). Ganz

wichtig bleibt: Der Humor sollte

nicht verloren gehen!

Vielen Dank für das Gespräch!

Wichtige Kontakte:

euro-scene Leipzig

Gottschedstraße 16

04109 Leipzig

Tel.: +49 (341) 9800284

www.euro-scene.de

leipziger feste und festivals

euro-scene Leipzig: Das Theaterstück „La menzogna“ (Die Lüge) der

Compagnie Pippo Delbono (Modena) hat am 5.11.2010 um 19.30 Uhr

in der Peterskirche Deutschlandpremiere.

Lisa Bassenge begeisterte während der „33. Leipziger Jazztage“ das Publikum

Leipziger Herbstfestivals

Die Kulturlandschaft Leipzigs ist

einzigartig! Das zeigt sich besonders

im Herbst, wenn ein

Festival-Highlight das nächste

jagt. Kunstschaffende aus der

ganzen Welt zieht es dann nach

Leipzig, um hier ihre neuesten

Werke, Kreationen und Programme

zu präsentieren. In diesem

Herbst feiern die LACH-

MESSE und die euro-scene

Leipzig ihr 20-jähriges Jubiläum.

Die Leipziger Jazztage blicken

auf noch mehr Tradition zurück:

Bereits zum 34. Mal holt das in-

ternationale Festival renommierte

Musiker in die Stadt, die

ihre Zuhörer vom 4.9. bis

3.10.2010 mit innovativen Jazzspielarten

begeistern. Designfans

finden hingegen bei den

Designers’ Open und der Grassimesse,

was ihr Herz begehrt.

Weitere Höhe punkte sind das

Foto grafie festival F/Stop, das

mit aktueller zeitgenössischer

Foto grafie begeistert, und das

größte deutsche sowie eines der

weltweit führenden Festivals für

künstlerischen Dokumentar-und

Ani ma tionsfilm – DOK Leipzig.

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 25


Feste und Festivals

Auch ohne Jubiläum verstehen es die Leipziger, sich das ganze

Jahr kulturell weiterzubilden und gemeinsam mit ihren Gästen zu

feiern. Wir haben Ihnen auf den folgenden Seiten eine Auswahl

der touristisch gefragtesten Veranstaltungen zusammengestellt,

die jährlich in Leipzig stattfinden.

Montagskonzerte am

Bachdenkmal

05.07.– 30.08.2010

04.07.– 29.08.2011

Auch im 32. Jahr gibt es bei freiem

Eintritt ein Sommer programm von

Bach bis Blues mit mitteldeutschen und

in ternationalen Solisten, Grup pen und

Sinfonie orchestern. Die Konzerte finden

im Juli und August an jedem

Montag jeweils 19 Uhr statt.

www.bachkonzerte.eu

26 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Sommer/Herbst

16.– 25.07.2010

15.– 24.04.2011

Leipziger Hörspielsommer

Deutschlands größtes Festival für

Hörspielfreunde findet im Clara-

Zetkin-Park statt.

www.hoerspielsommer.de

24.07.2010

02.07.2011

Wahl der Gosekönigin

Die Gosekönigin wird jährlich im

Biergarten der Gosenschenke

„Ohne Bedenken“ gewählt.

www.gosenschenke.de

20.-22.8.2010

August 2011

Highfield Festival

Das Festival bietet Rock bis Pop

am Störmthaler See in Großpösna.

www.highfield.de

21.08.2010

August 2011

Gewandhaustag

Die Gewandhausmusiker spielen

kostenlos an zahlreichen Orten der

Innenstadt. www.gewandhaus.de

27.– 29.08.2010

August 2011

Wikingerspektakel in Leipzig

Am Cospudener See begeistern die

SAXONIA International

Balloon Fiesta

29.07.– 01.08.2010,

28.07.– 31.07.2011

Europas faszinierendstes und populärstes

Ballon-Event findet am Leipziger

Silbersee in Lößnig statt. Die

Balloon Fiesta bietet ein exklusives

Programm für Schau lustige, Abenteurer

und Genießer. Hier kann man

sich von der Atmosphäre rund um die

Giganten der Lüfte verzaubern lassen.

www.balloonfiesta.de

Wikinger mit einer einzigartigen

Show.

www.wikinger-spektakel.de

28.08.2010

August 2011

Bessere Zeiten Festival

Die Besucher erleben alternative

Musik auf der Festwiese.

www.bessere-zeiten-festival.org

09.– 19.09.2010

10.– 18.09.2011

Schumann-Festwoche

An authentischen Spielstätten erklingen

Werke von Robert und

Clara Schumann.

www.schumann-verein.de

20.09.– 03.10.2010

19.09.– 03.10.2011

Interkulturelle Wochen

Zwei Wochen lang wird ein vielfältiges

Programm geboten.

www.leipzig.de

23.09.– 03.10.2010

Sept./Okt. 2011

F/Stop

Internationales Fotografiefestival

Es präsentiert Zeitgenössische

Foto grafie in künstlerischer Umsetzung.

www.f-stop-leipzig.de


Mendelssohn-Festtage

19.08.– 10.09.2010

02.– 24.09.2011

Felix Mendelssohn Bartholdy – Gewandhauskapellmeister,

Grün der der

Leipziger Musik hoch schule und

Komponist – zählt zu den berühmtesten

Persönlich keiten, die in

Leipzig gelebt und gewirkt haben.

Ihm zu Ehren veranstaltet das Gewandhaus

mit seinen Partnern seit

1997 die Mendelssohn-Fest tage.

www.gewandhaus.de

Leipziger Wasserfest

20.– 22.08.2010, 19.– 21.08.2011

Es zeigt mit zahlreichen interaktiven Aktionen wie Bootsparade, Wasser olympiade,

Gladiatorenpaddeln, Entenrennen sowie vielen Partys was an und auf den Gewässern

Leipzigs möglich ist. Mit 250.000 Gästen ist das Wasserfest eines der bedeutendsten

Flächenfeste Mittel deutschlands. www.wasserfest-leipzig.de

Classic Open

06.– 15.08.2010

August 2011

Die Leipziger „Classic Open“ gehören

zum Sommer in der City. Neben

Live-Auftritten können die Besucher

unter freiem Himmel auf einer großen

Video wand Musikmitschnitte

berühmter Konzerte von Klassik,

Jazz und Rock erleben. Das überregionale

Kulturereignis wird von Leipziger

Gastronomen kulinarisch begleitet.

www.leipzig.de/classic-open

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 27


Tag der Friedlichen Revo lution

Leipzig 9. Oktober

1989

09.10.2010/09.10.2011

Unter dem Motto „Herbst `89 –

Aufbruch zur Demokratie‘‘ erinnert die

Stadt an dieses Datum. Im Zentrum

der Veranstaltungen stehen das

Friedensgebet, das Demokratieforum

und das Lichtfest, das im Jubiläumsjahr

2009 von über 150.000 Teilnehmern

besucht wurde.

www.leipzig.de/herbst89

28 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Herbst / Winter

23.09.– 03.10.2010, 09.– 18.09.2011

Leipziger Jazztage

An 10 Spielstätten werden über 90

Musiker einem breitem Publikum

präsentiert. Es gibt auch zwei kostenlose

Konzerte in der Reihe Jazz

für Kinder.

www.jazzclub-leipzig.de

01.– 24.10.2010

Herbstkleinmesse

Die Kleinmesse lockt auf dem

Cottaweg mit vielen Attraktionen

und Fahrgeschäften.

www.leipziger-kleinmesse.net

14.– 24.10.2010

13.– 23.10.2011

Lachmesse – Europäisches Humor-

und Satire-Festival

Sie ist Deutschlands größtes internationales

Kabarett- und Kleinkunst

festival.

www.lachmesse.de

18.– 25.10.2010

18.– 25.10.2011

DOK Leipzig – Internationales

Leipziger Festival für Dokumentar-

und Animationsfilm

Als Plattform für Filme aus aller

Welt präsentiert das Festival internationale

Filmemacher mit ihren

jüngsten und besten Filmen.

www.dok-leipzig.de

Jahrestag der Völkerschlacht

bei Leipzig 1813

15.– 17.10.2010, 21.– 23.10.2011

Umrahmt von vielen publikumswirksamen

Veranstaltungen versammeln sich Tra ditionsvereine

aus ganz Europa in Leipzig,

um der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 zu

gedenken. Die ehemaligen Schlachtfelder

verwandeln sich dann zu einem Ereignisort

internationaler Trag weite.

www.leipzig1813.com

02.– 07.11.2010, 08.– 13.11.2011

euro-scene Leipzig

Jährlich werden etwa 15 Gastspiele

mit 25 Vorstellungen in den

Spielstätten von Schauspiel, Oper

und freier Szene präsentiert.

www.euro-scene.de

06.03.2011

Leipziger Karnevalsumzug am

„Rosensonntag“

Der Umzug der Narren führt wieder

durch die Innenstadt und endet

mit einem Bühnenprogramm

und der Verleihung der „Goldenen

Rose‘‘.

www.leipziger-karneval.de

29.– 31.12.2010/2011

Große Concerte zum Jahreswechsel

Am 31.12.1918 begründete

Arthur Nikisch im Krystallpalast vor

2.800 Zuhörern mit der IX. Sinfonie

von Ludwig van Beethoven die

Tradition der Leipziger Silvesterkonzerte.

www.gewandhaus.de

31.12.2010/2011

Silvestermotette mit

dem Thomanerchor

In der Silvestermotette kann man

das neue Jahr besinnlich begrüßen.

www.thomanerchor.de


Leipziger Weihnachtsmarkt

23.11.– 22.12.2010, 22.11.– 22.12.2011

Der Leipziger Weihnachtsmarkt ist der zweitälteste in Deutschland. Aufgrund seines

einzigartigen Angebotes und der Erlebnisdichte in der fußgängerfreundlichen Innenstadt

hat er sich einen legendären Ruf erworben. Eine Attraktion ist der weltgrößte

freistehende Adventskalender. www.leipzig.de/weihnachtsmarkt/

Designers‘ Open –

Festival für Design

29.– 31.10.2010

28.– 30.10.2011

Die Designers‘ Open sind ein Marktplatz

frischer Ideen und ein Ort für

spannende Begegnungen mit der nationalen

und internationalen Designszene.

www.designersopen.de

GRASSIMESSE

29.– 31.10.2010

28.– 30.10.2011

Sie findet im GRASSI Museum für

Angewandte Kunst statt. Rund 100

jurierte Künstler, Kunsthandwerker,

Designer und Fachhochschulen präsentieren

und verkaufen aktuelle

Arbeiten. www.grassimuseum.de

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 29


Wave-Gotik-Treffen

10.-13.06.2011

Es ist mit über 20.000 Besuchern das weltweit größte Treffen der sogenannten

„Gothic-Szene“. In Konzerten, deren Spektrum von alternativ bis klassisch reicht,

kann man über 200 Künstler erleben. Abgerundet wird das Festival von einem originellen

Programm, in dem auch eine Jungfrauen-Versteigerung im Heidnischen

Dorf nicht fehlen darf. www.wave-gotik-treffen.de

Leipziger Buchmesse und Literaturfestival

Leipzig liest“

17.-20.03.2011

Die Buchmesse ist mit über 2.000

Ausstellern und über 150.000 Besuchern

das Bücher-Festival schlechthin

und ein Kulturereignis für die ganze

Familie. In ihrem Rahmen findet

Leipzig liest“ – das weltweit größte

Lesefestival – statt. Über 1.800

Lesungen ziehen Literaturfreunde in

den Bann.

www.leipziger-buchmesse.de

www.leipzig-liest.de

30 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Frühling / Sommer

26.03.2011

Honky Tonk

Bei Live-Musik kann man in vielen

verschiedenen Locations in nur einer

Nacht feiern. www.honky-tonk.de

20.– 25.04.2011

Historische Leipziger Ostermesse

Vor dem Alten Rathaus findet ein

mittelalterliches Markttreiben statt.

www.heureka-leipzig.de

27.– 29.04.2011

Kurzsuechtig – Das Leipziger Kurzfilmfestival

Es präsentiert in der Schaubühne

Lindenfels Kurzfilme der Kategorien

Animation, Dokumentation und

Fiktion. www.kurzsuechtig.de

30.04.2011

Leipzig. Courage zeigen.

Bekannte Künstler treten bei diesem

Konzert auf und zeigen Courage gegen

Rassismus und Gewalt.

www.leipzig-courage-zeigen.de

Mai 2011

Leipzig (Pop Up

Sie ist eine beliebte Messe mit

Diskussionsforen und einem Musikfestival

zum Thema Popkultur.

www.werk-2.de

15.–22.05.2011

Wagner-Festtage-Leipzig

Zu Ehren Richard Wagners wird ein

breites Spektrum an Veranstaltungen

geboten.

www.wagner-festtage.com

17.– 19.06.2011

Leipziger Bierbörse

Etwa 100.000 Besucher pilgern

jährlich auf das Biergartenareal am

Völkerschlachtdenkmal.

www.bierboerse.com

18.– 26.06.2011

a cappella – Festival für Vokalmusik

Es präsentieren sich internationale

Größen und Nachwuchskünstler

der Vokalmusik.

www.a-cappella-festival.de

26.06.– 03.07.2011

Schalom. Jüdische Woche in Leipzig

Hier kann man jüdische Kultur in

Vergangenheit und Gegenwart erleben.

www.leipzig.de

02.– 09.07.2011

Christopher Street Day

Zahlreiche Initiativen engagieren

sich mit dem Ziel, Vorurteile gegenüber

Homosexuellen abzubauen.

www.csd-leipzig.de

11.– 17.07.2011

International Choral Festival

Musikfreunde können Chöre aus

der ganzen Welt genießen.

www.leipzigchoralfestival.com


Nachtschicht.

Leipziger Museumsnacht

07.05.2011

Über 50 Museen und Sammlungen

haben bis 1.00 Uhr nachts geöffnet.

Die Museumsnacht wird ergänzt

durch Konzerte, Theater auf führungen,

Kabarett, Spielshows und anderes

mehr. www.nachtschicht-leipzig.de

Bachfest Leipzig

10.– 19.06.2011

Veranstaltungsvorschau

Eine ausführliche Übersicht der wichtigsten

Veranstaltungen 2010/2011 findet man unter

www.ltm-leipzig.de/veranstaltungen

Höhepunkt der Würdigung Johann Sebastian Bachs ist das alljährliche Bachfest. An au-

thentischen Wirkungsstätten können Besucher renommierte Interpreten in über 100

Veranstaltungen die Musik Bachs sowie seiner Zeitgenossen erleben. Großer Beliebtheit

erfreut sich das Open Air-Festival „BACHmosphäre“. www.bach-leipzig.de

Leipziger Stadtfest

02.-05.06.2011

Es gehört mit seinen über 300.000

Besuchern zu den beliebtesten Festen

in Deutschland. Die Besucher erwartet

in der Innenstadt ein Live-Programm

mit vielen musikalischen

Höhe punkten sowie ein Gaumenschmaus

von Leipzigs Top Gastronomen.

www.leipzigerstadtfest.de

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 31


vorgestellt

Ein „Rauch“ für das

Bildermuseum

Der Bestand des Museums

der bildenden Künste wurde

durch ein spektakuläres Gemälde

bereichert. Ga lerist

Gerd Harry Lybke (Eigen +

Art) übergab kürzlich das

Neo-Rauch-Ge mälde „Unter

Feuer“ an Mu seums direk tor

Dr. Hans-Werner Schmidt (l.)

mit den Worten: „Neo Rauch

wünscht sich, dass nach der

großen Retrospektive in Leipzig etwas an diesem Ort zurückbleibt.

Der Künstler lebt und arbeitet in Leipzig. Er hat sich ganz bewusst

entschieden, in seiner Heimat zu bleiben. Also sollte in dieser Stadt

auch die größte Auswahl seiner Werke zu finden sein.“ Die

Ausstellung „Neo Rauch. Begleiter“ kann noch bis 15.8.2010 betrachtet

werden. www.mdbk.de

Neuer Präsident des

Deutschen Museumsbundes

Auf eine Amtszeit von vier

Jahren wurde am 5.5.2010

Dr. Volker Rodekamp, Leiter

des Stadtgeschichtlichen Museums

Leipzig zum Präsi denten

des Deutschen Museumsbundes

gewählt. Das Ziel

des studierten Volkskundlers

ist es, noch nachdrücklicher

an der öffentlichen Wahrnehmung

der Museen zu

arbeiten und die musealen

Netzwerke zu stärken. Das gilt auch für Leipzig: „Unser Anspruch

ist es, das Stadtgeschichtliche Museum zu einem Magneten der

Leipziger Kulturlandschaft zu entwickeln, dessen Anziehungskraft

weit über die Stadtgrenzen hinaus von Leipziger Kultur und Bürgerstolz

berichtet.“ www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

Der Sommer-Sektcocktail 2010

kommt aus Leipzig

Am 17.5.2010 fand der 11.

Sommer-Sektcocktail-Cup in

Trier statt. Der 25-jährige Bar-

Meister Jens Gauch aus Leipzig

ging mit seinem Cocktail „Strickland“

als Sieger hervor. Bewertet

wurden Technik, Geschmack

und Aussehen. Jens Gauch arbeitet

als Barkeeper im „Barfusz“

im Barfußgässchen und ist der derzeit jüngste Bar-Meister Leipzigs.

Die Inspiration für den Namen „Strickland“ bekam er durch seine

Mutter, die ihre Strickbilder in einer Galerie ausstellte und ihren

Sohn bat, einen Begrüßungscocktail zu kreieren. „Strickland“: 0,5 cl

Monin Sirup Crème Brûllée, 1,0 cl Rantcho 100 Zitrone, 2 cl Toschi

Fragoli Walderdbeerlikör, auffüllen mit Bernard-Massard Sekt

„Riesling Brut“-Flaschengärung, Garnitur: Zitronengras und rote

Johannisbeere. www.barfusz.de

32 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

„Paris, Texas“ am Centraltheater

Die bekannte Schauspielerin Heike

Makatsch kann man in Leipzig im

Centraltheater bewundern. Sie folgte

dem Ruf von Intendant Sebastian

Hartmann und spielt in der Bühnenadaption

des Films „Paris, Texas“

mit. Dort übernahm sie die Rolle der

Jane, die in Wim Wenders gleichnamigen

Kinofilm Nastassja Kinski

spielte. Der Welterfolg erzählt mit

theatralischen Mitteln von verletzten

Menschen, deren Sehn suchtsort ein

Kaff namens Paris in Texas ist. Die

Premiere des Bühnen stücks fand am

8.5.2010 statt. Sebastian Hartmann: „Uns hat nicht interessiert, eine

buchstäblich ausgezeichnete Filmschauspielerin ins Theater zu

holen. Uns interessiert, eine ausgezeichnete Schauspielerin für das

Theater zu entdecken.“ www.schauspiel-leipzig.de

Engagierter Präsident geht

in den Ruhestand

Beim 155. Tourismus frühstück

der LTM GmbH am

26.5.2010 war Walter

Chris tian Steinbach (r.),

Präsident der Landes direktion

Leip zig, ganz in seinem

Element. Er diskutierte zum

Thema „Mittel deutschland:

zentrale Region – gefragte

Destination?“ und gab einen Rückblick auf die Entwicklung der vergangenen

Jahre. Niemand von den ca. 150 Gästen hatte das Gefühl,

dass es sein letzter öffentlicher Auftritt war, so engagiert diskutierte

er. Als dienstältester Präsident einer deutschen Mittelbehörde ging

er im Juni in den Ruhestand. „Unter Ihrer Amtszeit hat sich das

Leipziger Neuseenland zu einer touristischen Attraktion entwickelt“,

dankte LTM-Geschäftsführer Volker Bremer für die hervorragende

Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Mendelssohn-Preis wurde

verliehen

Vor ausverkauftem Haus nahmen

die Schauspielerin Iris

Berben und Starpianist Lang

Lang am 12.6.2010 im Gewand

haus zu Leipzig den Internationalen

Mendels sohn-Preis

2010 entgegen. Iris Berben

wurde für ihr gesellschaftliches

Engagement ausgezeichnet.

Lang Lang erhielt den Preis für sein musikalisches Schaffen. „Ich bin

beeindruckt, dass ich mich heute in diese Riege eindrucksvoller

Menschen einreihen darf, die bereits mit dem Mendelssohn-Preis

geehrt wurden“, sagte Iris Berben vor knapp 2.000 Gästen im Saal.

Und weiter: „Felix Mendelssohn Bartholdy hat mit seiner Tätigkeit

und seinem sozialen Engagement die richtigen Antworten auf viele

Fragen gegeben. Lassen Sie uns viele Fragen stellen und die richtigen

Antworten finden.“ www.mendelssohn-preis.de


KÖRPERWELTEN – Eine Herzenssache

(bis 12. September in Leipzig)

Der schwarze Hut ist sein

Markenzeichen. Seit Gunther

von Hagens 1977 am Anatomischen

Institut der Universität

Heidelberg das Verfahren

der Plastination erfand

und seit 1996 unter dem Titel

„KÖRPERWELTEN“ öffentliche

Ausstellungen plastinierter

Körper zeigt, kennt man ihn in

der ganzen Welt.

Der Anatom wurde 1945 in Alt

Skalden bei Poznan als Gunther

Gerhard Liebchen geboren. Den

heutigen Namen übernahm er

von seiner ersten Ehefrau.

Bislang haben über 30 Mio.

Menschen weltweit die KÖR-

PERWELTEN-Aus stel lungen besucht.

Während Besucher wie

die Tennisspielerin Steffi Graf

schwärmen: „Nun kann ich meinen

Körper endlich besser verstehen!

Gratulation für eine sensationelle

Ausstellung!“, werden

viele Menschen schon beim

Gedanken an das Aus stellungskonzept

von Ekelgefühlen geschüttelt.

Dass die Ausstellung „KÖR PER-

WELTEN – Eine Herzensache“

vom 4.6. bis 12.9.2010 in Leipzig

gezeigt wird, erfuhr unser Team

kurz vor Redaktionsschluss. Die

Zeit drängte. Ich wollte keine

Presseinformation abschreiben,

sondern mir selbst ein Bild von

dem außergewöhnlichen Wissen

schaftler machen. Mit Unterstützung

der PR-Managerin

Anja Kricheldorf knüpfte ich den

Kontakt zu Gunther von Hagens,

Reiseangebot

KÖRPERWELTEN

Dieses Reiseangebot ist ab

99 Euro (pro Person im DZ)

bei der LTM GmbH buchbar

und beinhaltet 2 Übernachtungen

(inkl. Frühstück)

in einem LTM-Partnerhotel

sowie den Eintritt für den Besuch

der Ausstellung „KÖR-

PER WEL TEN“.

Buchungs-Hotline:

+49 (0)341-7104-275.

der mich Ende Mai im Plastinarium

in Guben (bei Cottbus)

empfing. Die Nacht zuvor las ich

in seiner Biografie „Der Grenzgänger“

und überlegte mir viele

Fragen. Bei meiner Ankunft in

Guben fiel mir sofort das große

Backsteingebäude mit dem

Schriftzug PLASTINARIUM ins

Auge. Gunther von Hagens begrüßte

mich sehr zuvorkommend

und führte mich in sein

Anatomisches Kompetenz zentrum.

Hier arbeiten über 200

Mitarbeiter. Die Besucher können

live erleben, wie Plastinations-Exponate

entstehen.

Während von Hagens ins

Schwärmen geriet, fragte ich

ihn, was ihn im Leben besonders

geprägt hat. Hier holte er weit

aus und berichtete mir mit eher

schüchterner Stimme, dass er

durch viele Ereignisse in seinem

Leben geprägt wurde. Im thüringischen

Greiz aufgewachsen,

musste er in der DDR mit 23

Jahren aus politischen Gründen

eine zweijährige Haftstrafe verbüßen

und wurde durch die

westdeutsche Regierung freigekauft.

1977 erfand er das Verfahren

zur Konservierung anatomischer

Präparate mittels reaktiver

Kunststoffe. Im Jahr

1992 heiratete von Hagens die

Ärztin Dr. Angelina Whalley, die

die KÖRPERWELTEN Ausstellungen

konzipiert.

Als ich von Hagens abschließend

um ein gemeinsames Foto

bat, blitzte ihm der Schalk aus

den Augen. Während ich in die

Kamera schaute, fühlte ich, wie

er mir seine Hand reichte. Doch

– oh Schreck – es war nicht

seine Hand, sondern ein plastinierter

Arm. Wir lachten gemeinsam.

Einen Lausbub hatte

ich nicht erwartet.

Zur Eröffnung der „KÖRPER-

WELTEN“ am 3.6.2010 im

Kohlrabizirkus Leipzig begegneten

wir uns wieder. Schon das

Ausstellungsgelände ist eine

Attraktion. Beim Kohlrabizirkus

handelt es sich um eine ehemalige

Großmarkthalle, die 1929

erbaut wurde und deren

Kuppeln mit einer Spannweite

von 75 m damals die größten

der Welt waren. Hier werden bis

zum 12.9.2010 mehr als 200

Präparate gezeigt. Das größte

Besucherinteresse lösen natürlich

die Ganzkörperplastinate

aus: ein Gitarrist in Aktion, zwei

Männer bei einem Kopfballduell

oder der auf den Plakaten in der

Stadt zu sehende Wellenreiter.

Am Ende des Rundgangs verabschiedete

sich von Hagens persönlich

bei den Gästen. Ich

fragte ihn nach seiner Meinung

zu Leipzig. Er antwortete spontan:

„Eine wundervolle Stadt!

Den KÖRPERWELTEN stand

man hier von Anfang an offen

gegenüber.“

hinter den kulissen

Gunther von Hagens war beim Gespräch mit Marie Murche zu Scherzen aufgelegt

Außergewöhnliche Ausstellungskulisse: Kohlrabizirkus Leipzig

Der Schachspieler Der Gitarrist

Wenn es diese Ausstellung

schafft, dass viele Menschen

anschließend herzgesünder und

bewusster leben, wurde viel erreicht.

Marie Murche

Wichtige Kontakte:

KÖRPERWELTEN –

Eine Herzenssache

Kohlrabizirkus

An den Tierkliniken 42

04103 Leipzig

www.koerperwelten.com

Öffnungszeiten:

So-Mi: 9.00–19.30 Uhr

Do-Sa: 9–21 Uhr

Tagesticket: 15 Euro

Audio-Guide: 3,50 Euro

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 33


meinungen – ansichten

Im Rahmen unseres Titelthemas

begaben wir uns mit der 27.

Ausgabe auf eine „Spritztour

durch Sachsen“ und widmeten

uns der sächsischen Automobil

geschichte. Erfreulicherweise

griffen wieder viele Leser

zu Telefon, Stift oder Tastatur

und teilten uns ihre Meinung

mit bzw. gaben Anregungen.

Gern veröffentlichen wir eine

Auswahl der Zuschriften.

Meinungen – Ansichten

„Immer lesen wir vergnüglich

NÄHER dran‘, die Nummer 27

aber mit besonderem Vergnügen,

da laut Seite 15 der erste

‚Gebrauchtwagentyp‘ mit

Kunststoffkarosse 1955 der P70

gewesen sein soll. Da gab es

aber schon gebrauchte Lloyd-

‚Leukoplastbomber‘ ab 1950

und andere Gebrauchtwagen.

Für Puristen war der Lloyd

natürlich ‚Gemischtbauweise‘:

Sperr holz mit Kunststoff überzug.

Egal, man hätte wohl

besser ‚Gebrauchswagentyp‘

schrei ben sollen. So war‘s vergnüglich

zu lesen, dass nun

auch der Gebrauchtwagen

praktisch eine Chursächsische

Erfindung sei ... Ansonsten:

Weiter so!“

Pressebüro, H. Diestel,

Würselen

„Gerade ist die Nr. 27 von

NÄHER dran‘ auf meinen Tisch

geflattert. Ein informatives Heft,

das noch dazu kurzweilig ist.“

Cathrin Neu feldt, Leipzig

„Mit schöner Regelmäßigkeit

erhalte ich Ihre Zeitschrift. Was

mir darin noch fehlt, sind

Konzepte, wie z. B. ein Incentive

in Leipzig aussehen könnte. Die

bisher dargestellten Einzelmaßnahmen

sind zwar toll als

Maßnahme an sich, allerdings

fehlt dem ortsunkundigen Leser

die Möglichkeit Verbindungen

zwischen z. B. Museen, Autowerken,

Lokalitäten u.s.w. herzustellen,

wenn er einen In centive

oder eine Tagung plant.“

VPV Lebensversicherungs-AG,

Horst Bernhauer, Stuttgart

(Anm. d. Red.: siehe Beitrag S. 8)

„Gratulation! Ihrem Team ist

ein erstklassiges Heft gelungen.

Hoffen wir, dass es letztlich

auch der Be kanntheit der Stadt

Leipzig als Auto mobil standort

34

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

„Inhalte werden schnell vergessen. Doch der emotionelle Eindruck guten Designs bleibt stabil.“

(Wolfgang Beinert)

förderlich ist. Ein doch sehr

schönes Beispiel für die intensivierte

Beziehung zwischen der

Stadt Leipzig und unserem

Haus.“

Porsche Leipzig GmbH,

Thomas Lenck, Leipzig

„Der Stadtteil-Artikel ist wie

immer sehr lesenswert. Aber er

hat diesmal einen kleinen

Haken, denn Reudnitz-Thonberg

ist gar kein Stadtteil, sondern

ein Ortsteil. Und das

kommt so: In Leipzig wird das

Gebiet ehemals selbständiger

Gemeinden nach ihrer Ein gemeindung

als Stadtteil mit dem

alten Gemeindenamen bezeichnet.

Der Begriff Stadtteil ist also

eine historische Kate gorie. Die

administrative Gliede rung der

Stadt (seit 1992) teilt zehn

Stadtbezirke in 63 Ortsteile, die

zum Teil mit den Stadtteilen

übereinstimmen, aber auch solche

zusammenfassen (z. B.

Dölitz-Dösen) oder zerteilen

(Gohlis) oder Namen benutzen,

die im obigen Sinne keine

Stadtteile sind (z. B. Marienbrunn).

In unserem Falle sind also

Reudnitz und Thonberg jeweils

ein Stadtteil, Reudnitz-

Thonberg aber ein Ortsteil.

Kompliziert, nicht wahr? Die

Stadtteile und die Ortsteile finden

Sie in der Wikipedia unter

‚Liste der Stadtteile‘ bzw. ‚Liste

der Ortsteile‘.“

Dr. Martin Geisler, Leipzig

„Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken

haben einen belächelnswerten Anfang.“ (Albert Camus)


Leipzig besitzt einzigartige

Attraktionen, von denen selbst

Einheimische sagen: „Das habe

ich nicht gewusst!“ Wir tragen

dazu bei, dieses Wissensdefizit

abzubauen und veröffentlichen

seit 2003 in jeder Ausgabe zehn

Superlative.

Alle bisher veröffentlichten 290

Beiträge finden Sie unter www.

naeherdran-leipzig.de (Serien).

Leipzig in Superlativen –

Folge 29

1. Älteste städtische Schule

Am Nikolaikirchhof befindet sich

die Alte Nikolaischule. Die 1511

gegründete Schule war die erste

städtische Schule in Deutschland.

Zu ihren berühmten Schülern

zählen Gottfried Wilhelm Leibniz,

Johann Gottfried Seume

und Richard Wagner.

2. Leipziger baute WM-Stadion

in Südafrika

Der in Leipzig geborene In genieur

Alf Oschatz leitete den

Bau des Moses Mabhida Stadions

in Durban, in dem die

deutsche Nationalmannschaft

am 13.6.2010 ihr Fußball-WM-

Auftaktspiel gegen Australien

4:0 gewann. Das 300 Mio.

Euro-Projekt gilt als schönstes

Stadion Südafrikas und bietet

Platz für 70.000 Zuschauer.

Schumann-Denkmal

hinter der Moritzbastei

In Leipzig leben glückliche Mieter

3. Weltmeister im Moonbuggy

Rennen

Am 10.4.2010 gewann zum ersten

Mal in der Geschichte der

NASA auf einem Nachwuchs-

Konstruktionswettbewerb ein

ausländisches Team. Die Bestzeit

des gesamten Moonbuggy

Rennens fuhr das Team des

International Space Education

Institutes aus Leipzig (3:37).

Das in der Raketenstadt Huntsville

seit vier Jahren als „Team

Germany“ bekannte Kon struktionsteam

überraschte mit zahlreichen

technischen Innovationen.

4. Weltweit erstes Denkmal

für Robert Schumann

Am 8.4.1875 wurde im Leipziger

Promenadenring das erste

Denkmal für Robert Schumann

aufgestellt. Der Gesamtent w u r f

des vierseitigen Obelisken

stammt von Bruno Leopold

Grimm. Das Bildnismedaillon

schuf Heinrich Natter.

5. Wohnqualität europaweit

Spitze

Nach einer von der EU-

Kommission in Auftrag gegebenen

Studie in 75 Städten, die

am 7.6.2010 veröffentlicht wurde,

verfügt Leipzig im europäischen

Vergleich über das beste

Wohnungsangebot. Von 500

befragten Leipzigern sind 72

Prozent der Meinung, dass

Wohnqualität und Preis – um

die 5 Euro pro qm – stimmen.

Damit ist Leipzig Europameister

im Wohlfühlklima.

6. Größte Feuerwehrmesse

Vom 7. bis 12.6.2010 fand in

Leipzig im Rahmen des 28.

Deutschen Feuerwehrtags die

Messe INTERSCHUTZ statt. Es

ist die weltweit größte Fachmesse

für Rettung, Brand-/

Katastrophenschutz und Sicherheit.

Mehr als 1.350 Aussteller

aus 46 Nationen präsentierten

ihre Produkte. Über 125.000

Menschen besuchten die

INTERSCHUTZ.

7. Erstes Hotel ohne Personal

Am Augustusplatz eröffnete im

Januar 2010 das deutschlandweit

erste Hotel ohne Personal.

In den „Vasano Suiten“ befinden

sich 18 luxuriös eingerichtete

Suiten zwischen 30 und 55

qm. Die Gäste checken über einen

Automaten im Ein gangsbereich

ein. Bei Fragen kann

man über eine Videoleitung

Kontakt zu einer Helpline aufnehmen.

8. Erster Lehrstuhl für Deutsch

als Fremdsprache

Dieser wurde 1968 am Herder-

Institut der Universität Leipzig

eingerichtet. Dadurch sollten

nicht nur ausländische Studenten

auf ein Fachstudium in

der damaligen DDR vorbereitet,

sondern auch Dozenten für ihre

Arbeit an ausländischen Hochschulen

ausgebildet werden.

leipzig in superlativen

Das „Team Germany“ wurde Weltmeister im Moonbuggy Rennen

Das 1993 neu gegründete

Herder-Institut an der Philo logischen

Fakultät der Universität

(Beethovenstraße 15) bietet

heute „Deutsch als Fremdsprache“

als Bachelor-, Master-

und Magister studien gang an.

9. Nabel der Physikerwelt

Die Physiker Werner Heisenberg

und Robert Döpel legten mit

ihrer Arbeit in Leipzig den

Grundstein für den Bau eines

Uranreaktors. Mit dem Bau der

Uranmaschine 1939/40 wollten

die Physiker nachweisen, dass

man Kernspaltung in Form einer

Kettenreaktion nutzen kann.

Schließlich gelang Döpel im

April 1942 die erste im Labor

nachgewiesene Kettenreaktion.

Durch die Arbeit der beiden

Physiker wurde Leipzig damals

ein Zentrum der theoretischen

Physik in Deutschland.

10. Größtes Passierflugzeug

der Welt

Nach dem größten Flugzeug der

Welt, der AN-225 (im Juni

2008), war am 1.6.2010 auch

das größte Passagierflugzeug

auf dem Flughafen Leipzig/

Halle zu Gast: der Airbus A380.

Er ist seit dem 19.5.2010 im

Besitz der Lufthansa und bietet

526 Passagieren Platz.

Recherchiert von Andreas Schmidt

Das größte Passagierflugzeug der Welt landet

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 35


im fokus

Jedes Viertel hat seinen besonderen

Charme und einzigartigen

Charakter. In jeder

Aus gabe stellen wir aus tou ristischer

Sicht einen Leip ziger

Ortsteil vor.

Leipziger Ortsteile – Folge 22:

Lindenthal

Der am nördlichsten gelegene

Ortsteil Lindenthal besteht aus

den Stadtteilen Lindenthal und

Breitenfeld, die 7 bis 8 km von

Leipzigs Stadtzentrum entfernt

sind. Beide Stadtteile haben

ihre agrarwirtschaftliche Struktur

weitestgehend bewahrt.

Zur Vorgeschichte

In der zweiten Hälfte des 12. Jh.

gründeten die Slawen das Straßendorf

Breitenfeld und das

Straßenangerdorf Lindenthal.

Um 1270 wurde „Breitenuelt“

und um 1350 „Lindenthal“ das

erste Mal erwähnt. Nach dem

Ende der Herrschaft von Friedrich

Blancke werden Lindenthal

und das „neue Rittergut“

Breitenfeld vom alten Stammgut

Wahren getrennt. Breitenfeld ist

um 1612 eines der größten

Dörfer im Leipziger Raum. Hier

wurden im Dreißigjährigen Krieg

zwei bedeutende Schlachten geschlagen.

In der Schlacht bei Breitenfeld

traf vom 7.9. bis 17.9.1631

der kaiserliche Feldherr Tilly

mit 40.000 Mann auf das

Das 1893 in Lindenthal errichtete

Herren haus kann heute auch

für Hochzeiten gemietet werden

schwedisch-sächsische Heer, das

47.000 Mann stark war und von

Gustav Adolf von Schweden angeführt

wurde. Diesem gelang

es, das vorher nie besiegte kaiserliche

Heer zu zerschlagen.

Tilly floh mit 600 Getreuen nach

Halle. Gustav Adolf erwarb sich

mit diesem Sieg den Ruf als

Retter des deutschen Pro tes tantismus.

In der zweiten Schlacht bei

Breitenfeld rieb der schwedische

Feldherr Lennart Torstensson

die kaiserliche Armee am

23.10.1642 fast völlig auf. Als

Folge der Schlacht wurden

Leipzig und Sachsen von den

Schweden besetzt.

Auch während der Völkerschlacht

bei Leipzig 1813 waren

Breitenfeld und Lindenthal in

Kampfhandlungen eingebunden

und wurden von preußischen

und russischen Truppen erobert.

1911 wurde in Lindenthal der

erste zivil genutzte Flugplatz in

Sachsen eröffnet, wo auch eine

Flugschule angesiedelt war. Die

Deutschen Flugzeugwerke besaßen

dort drei Flugzeughallen,

die bis zum Ersten Weltkrieg

zum Flugzeugbau genutzt wurden.

Eine Radtour

Wir beginnen unsere Tour in

Breitenfeld auf der Gustav-

Adolf-Allee. Vorbei an den

„Backprofis“ und kurz vor der

Ausschilderung für das Tierheim

in Breitenfeld geht es rechts in

den kleinen Ort. Wir folgen der

Ausschilderung für das Gustav-

36 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Adolf-Denkmal und gelangen

rechts auf die Straße Parkring,

wo wir geradewegs auf einen

Feldweg kommen. Nach 100 m

erreichen wir das Gustav-Adolf-

Denkmal. Es wurde 1831 zum

200. Jahrestag der Schlacht errichtet.

Inmitten einer wunderschönen

Parkanlage befindet sich das

Hotel „Breitenfelder Hof“ sowie

eine reizende Villa, die 1893 als

Herrenhaus errichtet wurde und

heute als Tagungs- und Bankettzentrum

genutzt wird. Entlang

der Lindenallee gelangen

wir zurück auf die Gustav-Adolf-

Straße. Die Lindenthaler Hauptstraße

wird durch kleine Gehöfte

geprägt und führt uns nach

Lindenthal. Hier ragt die Gustav-

Adolf-Kirche empor. Dass diese

schon vor 1400 entstand, beweist

der romanische Taufstein.

Hinter der Kirche befindet sich

das 1926 eingeweihte Weltkriegsdenkmal.

Entlang der

Haupt straße gelangen wir geradewegs

zum ökologischen Freibad,

dass 1998 als erstes seiner

Art eröffnete und mit dem angrenzenden

Restaurant „Poseidon“

auch zum kulinarischen

Verweilen einlädt. Im Zentrum

von Lindenthal befindet sich das

Lindenthal: die markante

Windmühle wurde 1892 erbaut

Gustav Adolf feiert seinen Sieg nach der Schlacht bei Breitenfeld 1631

ehemalige Lindenthaler Rathaus,

heute Gemeindeamt, das nach

den Plänen von Fritz Riemann

entstand.

Wer am Ende der Radtour die

Natur genießen möchte, radelt

auf der „Straße zum Wald“ geradewegs

zum angrenzenden

„Tannenwald“, der tatsächlich

ein Laubwald ist.

Marie Murche

Wichtige Kontakte:

Pro Leipzig e. V.

Waldstr. 19, 04105

Tel.: 0341/9801894

www.proleipzig.eu

Bürgerverein Breitenfeld e.V.

www.bv-breitenfeld.de

Gustav-Adolf-Kirche


„Mein Leipzig lob‘

ich mir ...“

Pablo Sprungala

Jamina Jahnel im Gespräch mit

Pablo Sprungala

Locker, lässig und sehr freundlich

begrüßt mich ein junger

Mann mit schwarzen Locken

und hipper Sonnenbrille vor

dem Café Telegraph (Dittrichring

18). Pablo Sprungala ist 28

Jahre alt, Neu-Leipziger und seit

September 2008 mit dem SOKO

Leipzig Team unterwegs durch

alle Viertel der Stadt. Schon

nach wenigen Worten war die

erste Anspannung verflogen

und wir plauderten entspannt

über seine Rolle als Vincent

Becker, einen hochmotivierten

Kommissaranwärter mit Witz,

Charme und einem phänomenalen

Gedächtnis. „Ich habe

mich riesig gefreut, als ich die

Zusage bekommen habe“, erzählte

er mir. Es war ein langwieriges

Casting, da die Rolle

selbst vorher noch nicht feststand.

„Die Umstände gaben

mir aber auch die Freiheit, meine

eigenen Gedanken und meine

Persönlichkeit mit einzubringen.“

Doch eigentlich wollte

Pablo Sprungala – wie sein Vater

es ist – nie Schauspieler werden.

Als er dann aber als 19-Jähriger

in Aachen, die Stadt in der er

aufgewachsen und zur Schule

gegangen ist, in einem Jugendclub

erste Erfahrungen sammelte,

packte ihn das Fieber. „Wir

waren über 40 Jugendliche, die

von professionellen Schauspielern

an den Beruf herangeführt

wurden.“ Mit großem

Ehrgeiz bewarb er sich dann an

mehreren Schauspielschulen. In

München, seiner Geburtsstadt,

hat es dann geklappt. Schon

während seiner 4-jährigen Ausbildung

wurde ihm klar, dass die

große Bühne nicht alles ist.

„Mich faszinierte mehr das

Kleine, vor der Kamera – und ich

hatte einfach Lust darauf.“ Und

genau das spürt man, wenn

man ihm aufmerksam zuhört

und dabei das Funkeln in seinen

Augen sieht. „Dennoch, ich liebe

das Theater und ich werde

auch wieder spielen, wenn sich

eine Möglichkeit ergibt.“

Momentan ist er aber viel beschäftigt

im SOKO-Team und

hat die Stadt dabei richtig lieben

gelernt. „Eigentlich kannte ich

Leipzig vorher nur von Erzählungen.

Als ich dann ankam,

war ich sehr positiv überrascht.“

So berichtet er von abwechslungsreichen

Drehorten in der

Innenstadt, den schmucken

Gründerzeit-Villen und den

Fabrikgeländen in Plagwitz mit

ihrer reizvollen Industrie architektur.

„Einfach ein Traum zum

Drehen! Man könnte noch so

viel mehr zeigen ...“, berichtet er

begeistert. Zum Ausgleich geht

er dann gern mal ins Theater

und verfolgt die Inszenierungen

der Kollegen oder sucht sich

sportliche Ablenkung beim

Joggen im Rosental. Die Vielfalt

und Abwechslung, die die Stadt

bietet, haben ihm das „Ankommen“

erleichtert. Ein großer

Traum wäre natürlich ein Kinofilm

und viel Zeit, um etwas zu

entwickeln und künstlerisch arbeiten

zu können. „Ich bin erst

am Anfang meiner Schau spiellaufbahn

und noch lange nicht

am Ende des Lernprozesses. Da

wird noch viel passieren.“

Wir dürfen also gespannt sein,

was uns noch erwartet …

10 Jahre SOKO Leipzig

Die SOKO Leipzig feiert 2010

ihr 10-jähriges Jubi läum. Grund

genug, ein neues Studio einzurichten.

Die UFA spendierte der

erfolgreichen ZDF-Serie in der

Inselstraße 22 komplett neue

Räume.

Pablo Sprungala und Jamina Jahnel trafen sich im Café Restaurant „Telegraph“.

Dieser macht seinem Namen alle Ehre, denn hier is(s)t man informiert.

5 Fragen an ...

Cornelia Lach

Cornelia Lach arbeitet seit

Februar 2010 in der Ab teilung

Incoming der LTM

GmbH

boulevard

Zurzeit drehen Marco Girnth, Melanie Marschke, Pablo Sprungala, Andreas Schmidt-

Schaller die 195. Folge von SOKO Leipzig mit dem Titel: „Jan im Gefängnis“

1) Wo in Leipzig gefällt es Ihnen am besten?

Im Sommer bin ich sehr gern am Schladitzer See. Auch die grünen

Radwege in und um Leipzig sind mein Favorit. Mit Freunden treffe ich

mich am liebsten in der Innenstadt.

2) Wie entspannen Sie sich nach der Arbeit?

An sonnigen Tagen entspannt mich schon der Heimweg mit dem

Fahrrad. Ansonsten gehe ich zum Ausgleich gerne schwimmen.

3) Wie heißt Ihr Lieblingsfilm?

„Vanilla Sky“ mit Tom Cruise! Aber noch lieber schaue ich meine

Lieblingsserien „LOST“ und „Grey‘s Anatomy“.

4) Was essen Sie am liebsten?

Farfalle-Nudeln mit gebratenen Garnelen und Pesto Rosso

5) Welcher Leitspruch drückt Ihre Lebensphilosophie aus?

„Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück.“ (indisches

Sprichwort)

NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010 37


das redaktionsteam

Unter verantwortlicher Leitung von Andreas Schmidt (Leiter Öffentlichkeitsarbeit/PR-Tourismus)

haben an der Redaktion der vorliegenden Ausgabe mitgewirkt:

Jana Dietz (20)

Ausbildung internationales Eventmanagement

an der Euro päischen

Wirtschafts- und Sprachakademie

in Leipzig, Hobbys:

Kunst, Ballett

Janet Schönfeld (30)

Studium Journalismus am Institut

für Lernsysteme Hamburg,

Hobbys: Fremdsprachen, Guate

mala

impressum

>> NÄHER dran ist die Tourismus-Zeitschrift und das Sprachrohr

der LTM GmbH. Sie ist als Einzelausgabe ohne besonderes Entgelt

erhältlich. Download: www.naeherdran-leipzig.de

>> Herausgeber:

Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Volker Bremer (Geschäftsführer)

Augustusplatz 9, 04109 Leipzig

Tourist-Information:

Richard-Wagner-Str. 1, 04109 Leipzig

Telefon +49 (0)341 7104-265

Info@ltm-leipzig.de

www.leipzig.de, www.ltm-leipzig.de

Eine Gesellschaft des Leipzig Tourist Service e.V.

Vorstandsvorsitzender: Burkhard Jung

(Oberbürgermeister der Stadt Leipzig)

>> Redaktion, Anzeigenverwaltung, Vertrieb

Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Andreas Schmidt (verantwortlich)

Telefon +49 (0)341 7104-310

Fax +49 (0)341 7104-301

Presse@ltm-leipzig.de

www.naeherdran-leipzig.de

Marie Murche (20)

Ausbildung zur internationalen

Touristikassistentin an der Akademie

für berufliche Bildung in

Dresden, Hobbys: Handball,

Spanisch

Jenny Schönherr (25)

Studium Kulturwissenschaften

und Kommunikations- und Medienwissenschaften

an der Universität

Leipzig, Hobbys: Kunstausstellungen,

französische Filme

38 NÄHER>dran Nr. 28/Juni 2010 – August 2010

Tanja Reichmann (20)

Ausbildung internationales Eventmanagement

an der Euro päischen

Wirtschafts- und Sprachakademie

in Leipzig, Hobby:

Schwimmen (Wasserwacht)

André Stallmann (25)

Studium Geschichte und Kommunikations-

und Medien wissenschaften

an der Universität

Leipzig, Hobbys: Fußball, alternative

Musik (Metalcore)

>> Auflage und Versand

Die Auflage beträgt 20.000 Exemplare, die an personalisierte

Adressen versandt werden bzw. als Leseexemplar in Arztpraxen,

Kliniken und Kanzleien ausliegen. Einzelexemplare sind in der

Tourist-Information erhältlich. Zusätzlich erfolgt der Versand der

Zeitschrift als E-Mail-Depesche an ca. 280.000 Multiplikatoren.

Redaktionsteam dieser Ausgabe: Jana Dietz, Anne Pientka,

Marie Murche, Tanja Reichmann, Andreas Schmidt, Janet Schönfeld,

Jenny Schönherr und André Stallmann. Namentlich gezeichnete

Beiträge geben die Meinung des Autors, nicht zwangsläufig

die Meinung der LTM GmbH wieder. Für die in der

Zeitschrift aufgeführten Veranstaltungstermine übernimmt die

LTM GmbH keine Gewähr.

>> Konzept, Grafik, Layout

Redaktionsteam unter Leitung von Mike Thalheim, simons &

schreiber WA GmbH im Stelzenhaus, Weißenfelser Straße 65,

04229 Leipzig, agentur@simons-schreiber.de

>> Fotonachweis

S. 14 Am Palmengarten, S. 15 Tina Brosien, Titelseite, S. 3 (3 Motive),

S. 11 (3 Motive), S. 12 (3 Motive), S. 13, S. 15, S. 23, S. 26,

S. 27, S. 28 (2 Motive), S. 29, S. 31, S. 34 (2 Motive), S. 35, S. 38

(3 Motive) Dirk Brzoska, S. 23 Sven Döring, S. 14 (Karte), S. 4,

S. 24 Stéfanie Felix, S. 25 Jean Louis Fernandez, S. 35 Flug -

Ausblick 29. Ausgabe

Anfang des Jahres hatte der

Bundesverband der Deutschen

Luft- und Raumfahrtindustrie

die Ausrichtung der Inter nationalen

Luft- und Raum fahrt -

aus stellung (ILA) neu ausgeschrieben.

Beim Standort-Poker

landete Leip zig zwar „nur“ auf

Platz zwei, aber nicht nur

für Wolf gang Tie fensee, ehemaliger

Bundes ver kehrs minister

und heu tiger Bun des tags ab geord

neter, steht fest, dass „die

Bewerbung Leipzigs der Berlin-

Brandenburger Be wer bung um

Längen überlegen“ war. Der

einzige Grund gegen Leipzig

„waren bestehen de vertragliche

Ver pflichtungen gegenüber

Berlin/Branden burg.“

Wir werden wir uns in der nächsten

NÄHER dran“-Ausgabe

mit der Entwicklung der Luftfahrt

im Raum Leipzig/Halle

beschäftigen, Freizeitangebote

vor stellen und Ihnen Leipzig aus

der Luft zeigen. Sie dürfen gespannt

sein!

Schnappschuss

des Quartals

Hoffentlich kommt der Fotograf bald

mit bequemen Schuhen zurück .

hafen Leipzig/Halle, S. 15, S. 16, S. 18 (3 Motive), S. 19 (2 Mo tive)

Bernd Görne, S. 35 Ralf Heckel, S. 15 Harald Hoffmann, S. 37 Nicole

Hoffmann, S. 14 Kabarett academixer, S. 14 Ka ba rett-The ater

Leipziger Funzel, S. 14 Kabarett-Theater SanftWut, S. 36 (Grafik)

Gaby Kirchhof, S. 24 Martin Klindtworth, S. 38 (2 Motive) Susann

Kracht, S. 33 Anja Kricheldorf, S. 7, S. 21 (2 Motive) Krys tall palast

Varieté, S. 14, S. 20 (2 Motive) Leipziger Central Kabarett, S. 30

Leipziger Messe GmbH, S. 14 Leipziger Pfeffer mühle, S. 7 Katja

Lochner, S. 24 Gints Malderis/Riga, S. 27 Gert Mothes, S. 29 Frank-

Heinrich Müller, S. 7, S. 14, S. 16, S. 17, S. 19, S. 20, S. 21, S. 32,

S. 36 (2 Motive), S. 37 Marie Murche, S. 29 Mu seum für An gewandte

Kunst, S. 4 Sabine Mutschke, S. 25 Steffen Pohle, S. 8, S. 17

PUNCTUM/Bertram Kober, S. 7, S. 8, S. 22, S. 32 Tanja Reichmann,

S. 32 Franz Richter, S. 6 (2 Motive) Mirko Schimmel schmidt, S. 4,

S. 5 (3 Motive), S. 7, S. 9 (5 Mo tive), S. 11 (2 Mo tive), S. 13, S. 16,

S. 22, S. 27, S. 30, S. 31 (2 Motive), S. 33, S. 35, S. 37 (2 Motive),

S. 38 Andreas Schmidt, S. 7 (2 Motive), S. 14 Anett Schmidtke,

S. 36 Jenny Schönherr, S. 32 Siebbi, S. 26 Sky Marke ting, S. 32

Stadt geschichtliches Mu seum Leipzig, S. 33 (2 Motive) André Stallmann,

S. 6, S. 32 Westend, S. 36 Wikimedia Commons

>> Lieferbedingungen

NÄHER dran erscheint 4 x jährlich (März, Juni, September,

De zember) und ist als Einzelausgabe ohne besonderes Entgelt

erhältlich. Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe ist September

2010.


grassi

22. April – 12. September 2010

TEA & COFFEE

PIAZZA & TOWERS

ALESSI: Architektur für den Tisch

GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Johannisplatz 5–11 · 04103 Leipzig · www.grassimuseum.de


LEIPZIGER

BILDER

WELTEN

Ein- und Ausblicke im Asisi

Panometer und im Museum der

bildenden Künste Leipzig

1 TICKET

2 EINRICHTUNGEN

15 EURO Gerrit

van Honthorst, Musizierende Gesellschaft (Ausschnitt); Maximilian Speck von Sternburg Stiftung

Das Ticket ist in beiden Einrichtungen

erhältlich und beinhaltet neben dem Eintritt für

Sammlungen und Wechselausstellungen:

FÜHRUNG ODER AUDIO GUIDE IM MDBK

sowie FÜHRUNG ODER FERNGLASAUSLEIHE

IM ASISI PANOMETER.

Mehr Informationen:

MUSEUM DER BILDENDEN KÜNSTE LEIPZIG

Katharinenstraße 10

04109 Leipzig

T 0341.21 69 90

www.mdbk.de

ASISI PANOMETER LEIPZIG

Richard-Lehmann-Straße 114

04275 Leipzig

T 0341.355 53 40

www.asisi.de

Das Asisi Panometer Leipzig und das MdbK

können an unterschiedlichen Tagen besucht

werden. Gültig bis Ende 2010.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine