Magazin der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

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Magazin der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

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BRENNPUNKT

Magazin der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

Elternzeit

KHS Rhein-Westerwald 56410 Montabaur

PVST Deutsche Post AG Entgelt bezahlt, G61657

3. Jhg. 4. Ausgabe

13. Dezember 2005 3 3,-

Zum

Jahreswechsel

Erholungsurlaub

+ Kündigungsschutz

während der Elternzeit

Anrechnung

Berufsschuluntericht

Mustertexte


Seite 2 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Inhalt 4/2005

� Zum Jahreswechsel

� Elternzeit und

3

Erholungsurlaub 4-5

� Anrechnung des

Berufsschulunterichts 6

� Steuern und Abgaben 7

� Arbeits- und Sozialrecht 8

� Empfang

des Handwerks 10-11

� Neuregelung

Entgeltfortzahlung +

Riester-Rente 13

� Internet über WLAN 15

� Aus den Innungen

� Fahrt zur

16

Handwerksmesse 17

� Handwerksmarketing +

Rahmenvertrag

Lexware 18

� Reiseangebot

Namibia 20-21

� Verrechnung

Lehrlingslohn 22

� Online

Ausschreibung 23

� Mustertexte 29-31

� Lehrlingstest 34

� Mietrecht 36

� Duale Oberschule 37

� Vertrags- und Baurecht 38

Erscheinungstermine 2006

BRENNPUNKT

Erscheinungstermine: Anzeigenschluss:

7./8. März 17. Februar

6./7. Juni 17. Mai

5./6. September 15. August

5./6. Dezember 15. November

Brennpunkt Handwerk im Internet:

www.handwerk-rww.de

3. Jahresempfang der Kreishandwerkerschaft

Rhein-Westerwald

Der Vorsitzende Kreishandwerksmeister Kurt Krautscheid bei seiner Festansprache.

Der Einladung zum diesjährigen Jahresempfang

der Kreishandwerkerschaft

Rhein-Westerwald in die Stadthalle

Ransbach-Baumbach folgten

fast 300 Gäste aus Handwerk, Wirtschaft,

Politik, Kommunen und Schulen.

Neben den Gedankenaustausch

und interessanten Gesprächen zwischen

den Gästen stand die Ehrung

der Sieger und Prüfungsbesten der

Innungen im Mittelpunkt des Empfangs.

Stolz konnte der Vorsitzende

Kreishandwerksmeister Kurt Krautscheid

vermelden, dass aus dem

Bezirk ein erster und ein zweiter Bundessieger

zur Ehrung anstehen.

Im festlichen Rahmen eröffnete Dirk

Schmidt, Kreishandwerksmeister

Westerwald, die Veranstaltung, die

zum dritten Mal stattfand. "Gott schütze

das ehrbare Handwerk." Mit diesem

traditionellen Handwerksgruß hieß

Schmidt die Gäste, darunter die Landtagsabgeordneten

Ulla Schmidt,

Angela Schneider-Forst und Harald

Schweitzer, sowie zahlreiche Verbandsbürgermeister

und Repräsentanten

handwerksnaher Organisationen,

Schulen und Verbände willkom-

men. Ganz besonders begrüßte er die

erfolgreichen Prüflinge mit deren Eltern

und Vertretern der Ausbildungsbetriebe.

Der Westerwälder Landrat Peter-Paul

Weinert fasste die Grüße der anwesenden

Kommunalpolitiker zusammen und

wand sich besonders an die Prüflinge:

"Eine Gesellschaft kann nicht existieren

ohne Eliten, sie sind wie die Lokomotive,

die den Zug zieht." Weinert

dankte allen Betrieben, die junge Menschen

ausbilden und ihnen das Gefühl

geben, gebraucht zu werden. Mit den

neuesten Zahlen zur allgemeinen wirtschaftlichen

Lage ermunterte er die

Gäste. So sei beispielsweise der

Westerwaldkreis beim Konjunkturindex

immerhin vom zehnten auf den

dritten Platz im Bezirk Koblenz hochgestiegen.

Positiver Ehrgeiz muss sein,

wenn es weiter gehen soll, erklärte

Weinert weiter. Die heutige Auszeichnung

sei für die Jugendlichen ein gutes

Fundament für den weiteren Weg.

Fleiß, Anpacken, nach neuen Zielen

schauen, bei den Besten sein zu wollen,

dass müsse man anstreben.

(Fortsetzung auf Seite 10)


Zum Jahreswechsel

Das alte Jahr liegt nun bald hinter uns. Für viele selbstständige Handwerker war es erneut kein

leichtes Jahr. Zwar hat sich der Abwärtstrend etwas abgeschwächt. Für eine Entwarnung ist es

jedoch noch zu früh. Nach wie vor kämpfen viele Betriebe mit der wirtschaftlichen Situation.

Doch nicht nur Insolvenzen und Beschäftigtenabbau zeichnen das Bild des Handwerks. Viele

Betriebe haben die letzten Jahre genutzt, um sich auf die veränderten Marktbedingungen einzustellen.

Sie ernten heute schon die Früchte. Im Bereich der Innungen und der Kreishandwerkerschaft

gibt es auch im vierten Jahr nach der Fusion noch viele neue Ideen und unternehmerischen

Elan. Darauf können Sie in Ihren Betrieben und wir in der Handwerksorganisation weiter aufbauen.

Mut machen erste Ansätze der neuen Regierung. Der Koalitionsvertrag ist allenfalls eine Eröffnungsbilanz.

In vielen Punkten ist er offen formuliert und wir werden auf die Einhaltung der Zusagen

drängen müssen und dort Nachforderungen einfordern, wo die Zusagen nicht genügen. Ob

und in welchem Umfang die geplanten Maßnahmen jedoch umgesetzt werden und welche Wirkung

sie zeigen, bleibt abzuwarten.

Wie auch in der Vergangenheit haben wir Handwerker den notwendigen Optimismus, der uns trotz

aller politischen und wirtschaftlichen Widrigkeiten zum verlässlichen Partner in der Gesellschaft

macht. Daher gilt in diesem Jahr unser besonderer Dank allen, die sich entschlossen haben, Jugendliche

auszubilden. Jeder Ausbildungsplatz ist eine Investition in unsere Zukunft. Und wer investiert,

ist optimistisch. In wenigen Jahren werden wir Lehrlinge und Facharbeiter suchen. Deshalb verbinden

wir diese Grüße mit dem Appell, auch im kommenden Jahr bei den Ausbildungsanstrengungen

nicht nachzulassen.

Allen Innungsmitgliedern, deren Familien- und Betriebsangehörigen sowie unseren Geschäftsfreunden

wünschen wir ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr

2006.

Kurt Krautscheid

Vorsitzender Kreishandwerksmeister

Friedhelm Adorf

Kreishandwerksmeister

Daniela Kretschmann

Raumausstatter-Innung RWW

Hubert Quirmbach

Bäcker-Innung WW

Hiltrud Enkelmann

Bekleidungs- u.

Schuhmacher-Innung RWW

Rainer Jung

Kfz-Innung WW

Dirk Hüttenbrauck

Kälte- und Klimatechniker-

Innung RLP

Peter Kremer

Schornsteinfeger-Innung MT

Hans-Peter Vierschilling

Maler- und

Lackierer-Innung AK

Eckard Kleppel

Fleischer-Innung WW

Dipl.-Ing. Jürgen Mertgen

Baugewerks-Innung RWW

Friedrich Heidrich

Tischler-Innung AK

Hilde Mallm

Friseur-Innung WW

Kurt Hof

Maler- und

Lackierer-Innung WW

Udo Runkel

Geschäftsführer

Burkhard Löcherbach

Dachdecker-Innung AK

Wilhelm Schumacher

Bäcker-Innung AK

Bernd Becker

Maler- und

Lackierer-Innung NR

Rudolf Röser

Kfz-Innung NR

Uwe Heuser

Sanitär Heizung

Klima-Innung RWW

Heidi Thelen-Krämer

Friseur-Innung NR

Hartmut Räß

Metallhandwerker-

Innung AK

Friedhelm Adorf

Kfz-Innung AK

Kurt Krautscheid

Dachdecker-Innung NR

Hans-Lothar Müller

Dachdecker-Innung WW

Pia Hillen

Fleischer-Innung NR

Elke Müller

Friseur-Innung AK

Siegfried Schmidt

Tischler-Innung WW

Erwin Haubrich

Hauptgeschäftsführer

Dirk Schmidt

Kreishandwerksmeister

Franz-Josef Schmidt

Elektrotechniker-Innung NR

Christoph Hebgen

Elektro-Innung WW

Roland Giefer

Töpfer- und Keramiker

Innung RLP

Norbert Dinter

Tischler-Innung NR

Wolfgang Held

Metallhandwerker-Innung

Rhein-Lahn-WW

Peter Müller

Steinmetz-Innung WW

Franz Beissel

Uhrmacher-Innung

Rhein-Ahr-WW

Hans-Jörg Wirths

Fleischer-Innung AK

Wolfgang Hild

Elektro-Innung AK

Horst Stöbbauer

Bäcker-Innung NR

Volker Höhn

Zimmerer-Innung RWW

Frank Jonas

Informationstechniker-Innung

RLP Nord


Seite 4 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Ab dem 01.01.2001 gilt das Gesetz

zum Erziehungsgeld und Elternzeit

BErzGG (Bundeserziehungsgeldgesetz).

Es hat grundlegende Neuerungen

gegenüber der früheren Rechtslage

gebracht. Nach der neuen Regelung

haben Mutter bzw. Vater je Kind

das Recht, 3 Jahre Elternzeit zu nehmen.

Diese "Elternzeit" von insgesamt

3 Jahren (36 Monaten) je Kind, kann

in bis zu 2 Zeitabschnitten zwischen

Mutter und Vater gestückelt werden

und von der Geburt bis zum 3.

Geburtstag des Kindes für gemeinsame

oder getrennte Elternzeit

genutzt werden.

Das einmal gewählte Elternzeitmodell

ist verbindlich. Der Mutterschutz nach

der Geburt (8 Wochen, bei einer Frühgeburt

12 Wochen) wird auf die

Höchstgrenze von 36 Monaten angerechnet.

Mit Zustimmung des Arbeitgebers

können bis zu 12 der 36 Monate

auch in die Zeit vom 3. bis 8.

Geburtstag des Kindes gelegt werden.

Wechselt der Elternzeitnehmer

während der Elternzeit den Arbeitgeber,

so kann der Rest der Elternzeit

beim neuen Arbeitgeber geltend

gemacht werden. Wie auch beim alten

Arbeitgeber genießt er dort wieder

besonderen Kündigungsschutz.

Elternzeit und Erholungsurlaub

Soll die Elternzeit direkt nach der

Geburt oder dem Mutterschutzurlaub

angetreten werden, muss dem

Betrieb spätestens 6 Wochen vorher

schriftlich Mitteilung gemacht werden.

Wird er zu einem späteren Zeitpunkt

begonnen, spätestens 8 Wochen vorher.

Der Arbeitnehmer muss dabei

exakt erklären, wann und wie lange er

in den nächsten 2 Jahren Elternzeit in

Anspruch nimmt.

Während der Elternzeit darf jeder

Elternteil bis zu 30 Stunden Teilzeitarbeit

leisten. Beabsichtigt ein

Elternteil eine Teilzeitbeschäftigung

zwischen 15 und 30 Stunden aufzunehmen,

hat er beim Arbeitgeber

einen entsprechenden Antrag zu stellen.

In Betrieben bis zu 15 Beschäftigten

(ohne Lehrlinge) besteht kein

Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit, es

sei denn, der Arbeitnehmer hat schon

vor der Geburt des Kindes ein Teilzeitarbeitsverhältnis.

In Betrieben ab 16 Beschäftigten

(ohne Lehrlinge) haben Arbeitnehmer,

die länger als 6 Monate im Betrieb

sind, Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit.

Bei der Berechnung der Betriebsgröße

zählen Teilzeitkräfte als Vollarbeitskraft

(nicht anteilig). Voraussetzung

ist, dass dies 8 Wochen vorher

dem Arbeitgeber schriftlich mitgeteilt

wird und keine dringenden betrieblichen

Gründe entgegenstehen.

Was versteht man

unter betrieblichen Gründen?

Betriebliche Gründe liegen insbesondere

dann vor, wenn die Verringerung

der Arbeitszeit die Organisation,

den Arbeitsablauf oder

die Sicherheit im Betrieb wesentlich

beeinträchtigt oder unverhältnismäßige

Kosten verursacht. Der

Gesetzgeber kann hierzu wegen

der Vielgestaltigkeit der in den einzelnen

Betrieben denkbaren Sachverhalte

nur einen Rahmen vorgeben.

Zu den betrieblichen Gründen

gehören aber eindeutig erhebliche

Beeinträchtigungen der Organisation,

des Arbeitsablaufes so z.B.

das Fehlen einer Ersatzkraft, der

Sicherheit im Betrieb oder auch

unverhältnismäßig hohe Kosten.

Der Elternzeitnehmer ist weiter berechtigt,

zweimal eine Verringerung

der Arbeitszeit zu beanspruchen. Ist

der Arbeitgeber damit nicht einverstanden,

muss er diesen Antrag innerhalb

von 4 Wochen schriftlich ableh-

nen. Dagegen kann der Elternzeitnehmer

vor dem Arbeitsgericht klagen.

Soll Teilzeitarbeit bei einem anderen

Unternehmen erfolgen, bedarf dies

der Zustimmung des bisherigen

Arbeitgebers.

Wird während der Elternzeit ein weiteres

Kind geboren, kann von den

Eltern die Elternzeit nicht mit dem Hinweis

auf neue Mutterschutz- oder

Elternzeitansprüche vorzeitig beendet

werden. Ein Teil des Anspruchs geht

verloren. Allerdings kann die Elternzeit

mit Einverständnis des Arbeitgebers

verkürzt werden.

Änderungen

ab Juni 2001

Am 16.06.2001 sind wichtige Neuerungen

in Kraft getreten. Danach sind

Zeiten, in denen eine Schwangere

oder Mutter wegen eines Beschäftigungsverbotes

oder während der

Mutterschutzfrist nicht arbeitete, als

Beschäftigungszeit anzusehen. Diese

Fehlzeiten sind also bei der Berechnung

des Jahresurlaubs mit anzurechnen.

Auch erhalten die schwangeren

Mitarbeiterinnen einen

Anspruch auf Urlaubsübertragung.

Wurde vor der Geburt nicht der

gesamte Resturlaub genommen, so

kann er auf das Jahr übertragen werden,

in dem die Mutterschutzfrist

endet. Ist dies nicht möglich, kann der

Resturlaub auch auf das folgende

Urlaubsjahr übertragen werden. Eine

Urlaubsabgeltung kommt nicht in

Betracht. Der jährliche Erholungsurlaub

kann aber für jeden vollen Kalendermonat,

für den der Arbeitnehmer

Elternzeit nimmt, um ein Zwölftel

gekürzt werden. Einzelheiten zum

Urlaub sind § 17 BErzGG zu entnehmen.

Einen Antrag auf Elternzeit finden

Sie im hinteren Teil.

Durch Nutzung der Elternzeit können

vor allem kleinere Betriebe vor erhebliche

personelle Probleme gestellt

werden. Es bietet sich als möglicher

Ausweg eine Teilzeitbeschäftigung

von bis zu 30 Stunden pro Woche an.

So kann in den Fällen, in denen weder

auf eine Ersatzkraft zurückgegriffen

oder eine befristete Neueinstellung

möglich ist, eine Lösung für den

Betrieb gefunden werden.

Als Ergänzung zum bestehenden

Arbeitsvertrag sollten Sie mit der

Elternzeit eine Vereinbarung über die


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 5

wöchentliche Arbeitszeit und deren

Verteilung treffen. Falls möglich, kann

auch schon eine Vereinbarung über

den Umfang der Arbeitszeit nach

Beendigung der Elternzeit getroffen

werden. Wegen der Ausweitung der

Wochenarbeitszeit auf max. 30 Stunden

und der damit verbundenen

höheren Entlohnung sowie Überschreitung

der Freigrenze, reduziert

sich möglicherweise der Erziehungsgeldanspruch

des Elternzeitnehmers

oder er entfällt ganz.

Kündigung und Kündigungsschutz

während

der Elternzeit

Kündigung durch den Arbeitgeber

Eine Kündigung ist während der

Schwangerschaft und bis zum Ablauf

von vier Monaten nach der Entbindung

unzulässig, wenn dem Arbeitgeber

zum Zeitpunkt der Kündigung

die Schwangerschaft bekannt ist oder

er innerhalb von zwei Wochen nach

Ausspruch der Kündigung von seiner

Mitarbeiterin darüber informiert wird.

Versäumt die Arbeitnehmerin die

Zwei-Wochen-Frist unverschuldet,

behält sie den Kündigungsschutz,

wenn sie die Mitteilung der Schwangerschaft

an den Arbeitgeber unverzüglich

nachholt. Wer Elternzeit in

Anspruch nimmt, ist nicht nur für die

Zeit der Elternzeit (max. 3 Jahre), sondern

bereits ab Antragstellung,

höchstens jedoch 6 Wochen vor

Beginn der Elternzeit, geschützt.

Wichtig: Der Kündigungsschutz

ist zwingend und das Kündigungsverbot

absolut. Es ist deshalb

auch eine außerordentliche

Kündigung aus wichtigem Grund

unzulässig. Wird trotzdem eine

Kündigung egal aus welchem

Grund ausgesprochen, ist diese

unwirksam.

Das Mutterschutzgesetz sieht zwar

die Möglichkeit der Kündigung in

besonderen Fällen und nach Genehmigung

der zuständigen Aufsichtsbehörde

(nach Bundesländern unterschiedlich)

vor, dem Autor sind aber

nur ganz wenige Fälle bekannt, in

denen außergewöhnliche Umstände

die Kündigung nach vorheriger

Zustimmung ermöglichten. Vereinbarungen

mit einer Arbeitnehmerin, die

eine Umgehung der besonderen Kündigungsschutzbestimmungen

zum

Inhalt haben, sind ungültig.

Kündigung durch

die Arbeitnehmerin

In der Praxis ist häufig festzustellen,

dass eine Arbeitnehmerin entgegen

ihren vorherigen Aussagen nach der

Geburt des Kindes die Arbeit nicht

wieder aufnehmen will. Besonders

häufig sind die Fälle, in denen von

einem Vollzeit auf ein Teilzeitarbeitsverhältnis

gewechselt werden

soll.

Die Arbeitnehmerin kann während der

Schutzfrist unter Einhaltung einer Frist

von drei Monaten zum Ende der

Elternzeit kündigen. Auch kann sie

während der Schwangerschaft und

acht Wochen bei Früh und Mehrlingsgeburten

12 Wochen nach der

Entbindung das Arbeitsverhältnis zum

Ende der Schutzfrist kündigen. Kündigungsfristen

brauchen dabei nicht

eingehalten zu werden. Unter Einhaltung

einer Kündigungszeit von einem

Monat kann die Arbeitnehmerin ferner

das Arbeitsverhältnis zum Ende

des Mutterschaftsurlaubs kündigen.

Andere Kündigungsfristen sind in diesem

Fall je nach tariflicher oder einzelarbeitsvertraglicher

Vereinbarung

möglich. Kündigt eine schwangere

Mitarbeiterin oder tritt die Beendigung

des Arbeitsverhältnisses durch einen

Aufhebungsvertrag ein, muss der

Arbeitgeber sofort die Aufsichtsbehörde

unterrichten.

Eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses

durch einen Aufhebungsvertrag

im gemeinsamen Einvernehmen

ist möglich. Auf die besonderen Informationspflichten

des Arbeitgebers vor

Abschluss der Vereinbarung ist hinzuweisen,

Einzelheiten dazu finden

Sie in der letzten Ausgabe von Brennpunkt

Handwerk (3/2005).

Was gilt bei:

Befristeten Arbeitsverhältnissen

Ein von Anfang an befristetes Arbeitsverhältnis

endet grundsätzlich mit

Zeitablauf, auch während der Elternzeit.

Lehrlingen

Die Elternzeit wird auf die Berufsbildungszeiten

nicht angerechnet. Die

Ausbildungszeit verlängert sich also

grundsätzlich entsprechend. Es

besteht jedoch die Möglichkeit, die

Berufsbildung zu verkürzen, wenn

auch ohne Verlängerung das Ausbildungsziel

erreicht werden kann

Sonstigen

Anspruchsberechtigten

Auch Personen, die Kinder in Vollzeitpflege

(§ 33 SGB VIII) oder in

Adoptionspflege (§ 1744 BGB) aufgenommen

haben, haben Anspruch

auf Elternzeit. Bei ihnen besteht der

dreijährige Anspruch auf Elternzeit

nicht ab der Geburt des Kindes, sondern

ab der Aufnahme bei der berechtigten

Person, längstens jedoch bis

zur Vollendung des achten Lebensjahres

des Kindes.

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Haftungsausschluss: Die in diesem

Magazin abgedruckten Artikel, Formulare

und Empfehlungen sind mit

Sorgfalt recherchiert. Sie erheben

aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Verfallzeit von Gesetzen

und Verordnungen wird immer kürzer.

Sie werden deshalb verstehen,

dass keine Haftung für die inhaltliche

Richtigkeit übernommen werden

kann. Sollten Sie bei der Anwendung

Zweifel an der Gültigkeit haben oder

benötigen Sie Unterstützung bei der

Formulierung von Ergänzungen, wenden

Sie sich bitte an die Geschäftsstelle

der Kreishandwerkerschaft.


Seite 6 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Impressum

Impressum

Anrechnung des Berufsschulunterichts

auf die wöchentliche Ausbildungszeit

Die Anrechnung von Berufsschulzeiten

auf die wöchentliche Ausbildungszeit

stellt sich für alle Beteiligten

immer wieder problematisch dar.

Anhand einiger Beispiele wollen wir

Ihnen Hilfestellung geben.

Die Freistellung für die Teilnahme am

Berufsschulunterricht ist für alle Auszubildenden

im §7 BBiG geregelt. Zu

beachten ist, dass zwischen minderjährigen

und volljährigen Auszubildenden

zu unterscheiden ist.

Die Anrechnung der Berufsschulzeiten

auf die wöchentliche Ausbildungszeit

ist für unter 18-jährige Auszubildende

im Jugendarbeitsschutzgesetz

in § 9 geregelt. Für erwachsene

Auszubildende fehlt seit 1997

(Änderung des JArbSchG) eine gesetz-

„Brennpunkt Handwerk“ - Magazin der Kreishandwerkerschaft

erscheint mind. 4 x jährlich.

Satz, Druck, Vertrieb: Wittich Verlage KG,

Rheinstraße 41; 56203 Höhr-Grenzhausen

Telefon 02624/911- 0, Fax: 02624/911-195;

Verantwortlich für den überregionalen Teil:

Rhein-Westerwald e.G.;

Andreas Brobeck, Geschäftsführer

Verantwortlich für den regionalen Teil:

KHS Ahrweiler: KHM Peter Gieraths;

Ausgabe A: Auflage: 650 Exemplare

KHS Limburg – Weilburg: GF Stefan Lassmann,

Ausgabe B: Auflage: 1.150 Exemplare

KHS Rhein-Westerwald: HGF Erwin Haubrich,

Ausgabe C: Auflage 2.450 Exemplare

KHS Mainz-Bingen; RA Tobias Schuhmacher

Ausgabe D: Auflage 1.300 Exemplare

KHS Birkenfeld: GF Stephan Emrich

Ausgabe E: Auflage 500 Exemplare

Den Mitgliedsbetrieben der Innungen wird das Magazin

kostenfrei zur Verfügung gestellt; die Kosten sind

im Innungsbeitrag enthalten. Im Einzelbezug 3,— e

/Stück zzgl. Versandkosten.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und

Zeichnungen übernimmt der Herausgeber sowie die

beteiligten Kreishandwerkerschaften keine Haftung; sie

werden nicht zurückgeschickt. Mit der Annahme eines

Manuskriptes gehen sämtliche Verlagsrechte und alle

Rechte zur ausschließlichen Veröffentlichung und Verbreitung

auf den Herausgeber über. Für die mit Namen

oder Signatur gezeichneten Beiträge übernehmen Herausgeber

und Redaktion keine Haftung. Der Herausgeber

sowie die beteiligten Kreishandwerkerschaften

sind für Inhalte, Formulierungen, Richtigkeit und verfolgten

Zielen von bezahlten Anzeigen Dritter nicht verantwortlich.

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Für Anzeigenveröffentlichungen und Fremdbeilagen

gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen

und die z. Zt. gültige Anzeigenpreisliste. Der Herausgeber

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zu veröffentlichen. Nachdruck und Übersetzung, auch

auszugsweise, sowie Vervielfältigungen jeglicher Art

und Technik bedürfen der vorherigen schriftlichen

Genehmigung des Herausgebers. Bei Nichtbelieferung

ohne Verschulden des Herausgebers oder infolge höherer

Gewalt, Unruhen, Störung des Arbeitsfriedens etc.,

bestehen keine Ansprüche gegen Herausgeber und

beteiligte Kreishandwerkerschaften.

Herausgeber, Anzeigenverwaltung und Redaktionsanschrift:

Rhein-Westerwald e.G., Bismarckstr. 7,

57518 Betzdorf;

Telefon 02741/9341- 0 Fax: 02741/934129

liche Anrechnungsregelung. Daher gab

vor allem die Regelung für über 18jährige

immer wieder Anlass, zu allerlei

unterschiedlichen Varianten der

Anrechnung. 2004 hatte über dieses

Thema das Bundesarbeitsgericht zu

urteilen:

Auf Grund der gegebenen Gesetzeslage

kamen die Arbeitsrichter zu dem

Schluss, dass sowohl für über als auch

für unter 18-jährige die Unterrichtszeit

einschließlich der Pausen und der Wegstrecken

zwischen Betrieb und Schule

oder umgekehrt auf die wöchentliche

Ausbildungszeit anzurechnen sind.

Dabei gilt für unter 18-jährige weiterhin:

Der Berufsschultag, der mindestens

sechs Unterrichtseinheiten hat

(also mindestens 6 x 45 Minuten), ist

mit 8 Stunden auf die wöchentliche

Ausbildungszeit anzurechnen. Für unter

18-jährige wird der zweite Berufsschultag

und für über 18-jährige werden

beide Berufsschultage mit der

tatsächlich in der Schule verbrachten

Zeit einschließlich der Pausen angerechnet.

Kommt der Auszubildende

direkt von der Berufsschule zum Ausbildungsplatz

oder geht der Auszubildende

direkt vom Betrieb in die Schule,

zählen diese Wegstrecken ebenfalls

mit zur wöchentlichen Ausbildungszeit.

Nicht zur Ausbildungszeit zählen

Wegstrecken zwischen zu Hause und

Schule oder Betrieb und zu Hause.

Allgemein gilt für die Berechnung der

Berufsschulzeiten auf die wöchentliche

Ausbildungszeit für:

-> Unter 18-jährige über 18-jährige


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 7

Wollen Sie am Jahreswechsel

Geld verlieren?

Auch an diesem Jahreswechsel werden

am 31.12.2005 wieder Forderungen

in Milliardenhöhe verjähren. Das

muss nicht sein. Deshalb: Rechtzeitig

zum Jahresende alle Außenstände auf

mögliche Verjährung überprüfen. Säumige

Schuldner profitieren häufig

davon, dass Gläubiger ihre Ansprüche

nicht geltend machen, so dass

diese schließlich verjähren. Denn: Nach

Ablauf der Verjährungsfrist kann sich

der Schuldner auf die Verjährung berufen

und die Zahlung verweigern. Eine

gerichtliche Durchsetzung seines Zahlungsanspruchs

ist dem Gläubiger

dann nicht mehr möglich, obwohl sein

Anspruch durch die Verjährung nicht

erlischt. Der Schuldner kann den Anspruch

aber nur noch freiwillig erfüllen,

was er in der Regel nicht mehr tut.

Bitte beachten: Alle Forderungen die

aus dem Jahre 2002 stammen, verjähren

mit Ablauf des 31.12.05. Entgegen

der landläufigen Meinung

kann der Ablauf der Verjährungsfrist

weder durch einfache Mahnungen

noch durch Mahnungen per Einschreiben

gehemmt werden. Hierzu

bedarf es der Erhebung einer entsprechenden

Klage oder des Antrages

auf Erlass eines Mahnbescheides.

Die Verjährung beginnt mit Ablauf des

Jahres, in dem der Anspruch entstanden

ist. Die Verjährung einer Forderung

tritt nicht ein, wenn sie unterbrochen

ist. Wer die Verjährung wirkungsvoll

unterbrechen will, ist am

besten mit dem Antrag und der Zustellung

eines gerichtlichen Mahnbescheides

beraten. Bitte denken Sie

aber an die Feiertage und eventuell

längere Postlaufzeiten während der

Feiertage und dem Jahreswechsel. Soll

ein Mahnbescheid Rechtskraft erwirken,

muss er spätestens am

31.12.2005 beim Mahngericht eingegangen

sein. Auch die Einreichung

einer Klage unterbricht den Lauf der

Verjährung. Bitte beachten Sie, dass

eine Mahnung von Ihnen die Verjährung

nicht unterbricht.

Erbschaftssteuer

Wenn ein Unternehmer innerhalb von

fünf Jahren seinen geerbten Betrieb

aufgibt, fällt die Steuerbefreiung nach

dem Erbschaftssteuergesetz in jedem

Fall weg. Der Bundesfinanzhof hat dies

in einem Fall entschieden, in dem ein

Minderheitsgesellschafter die Betriebs-

Steuern, Abgaben und Finanzen

aufgabe nicht verhindern konnte und

dazu sogar noch Geld zuführen musste

(BFH, II R 39/03).

Lohnsteuer: Haftung des

Gesellschaftergeschäftsführers

Die Haftung des Gesellschaftergeschäftsführers

einer GmbH wegen

nicht abgeführter Lohnsteuer greift

unabhängig von der Höhe seiner Beteilung,

auch wenn diese unter 50% liegt

und auch dann, wenn die Löhne aus

den eigenen privaten Mitteln des

Geschäftsführers unmittelbar an die

Arbeitnehmer bezahlt werden.

Gutscheine ohne Verfallsdatum

Geschäfte, die Geschenkgutscheine,

die zuvor bereits bezahlt wurden, nur

bis zu einem bestimmten Datum einlösen,

handeln nicht rechtens. So

urteilte das Landgericht (LG) München

unter dem Aktenzeichen 70 2109/95.

Egal, welche Frist oder Gültigkeit auf

die Scheine gedruckt ist, es gibt kein

Verfallsdatum. Kunden, die einen

Geschenkgutschein besitzen, können

diesen somit theoretisch auch noch

nach Jahren einlösen.

Beiträge zur

Berufsgenossenschaft absetzbar

Unternehmer können ihren Beitrag zur

Berufsgenossenschaft von der Steuer

abziehen. Das betrifft die Beiträge

für die Mitarbeiter ebenso wie für die

Unternehmer. Dies gilt auch, wenn sich

der Unternehmer mit einer höheren

Versicherungssumme als der Mindestversicherungssumme

abgesichert

hat. In allen Fällen handelt es sich um

Betriebsausgaben. Die Beiträge für im

Unternehmen tätige Ehepartner können

ebenfalls abgezogen werden, sind

aber als Sonderausgaben zu deklarieren.

Sprechen Sie hierzu mit Ihrem

Steuerberater.

Abgrenzung Zahlungsunfähigkeit

– Zahlungsstockung

Der Bundesgerichtshof hat entschieden,

wann ein Unternehmen zahlungsunfähig

ist und Insolvenz anmelden

muss und wann nur eine - vorübergehende

- Zahlungsstockung vorliegt,

die noch keinen Insolvenzgrund

darstellt. Eine bloße Zahlungsstockung

ist anzunehmen, wenn der Zeitraum

nicht überschritten wird, den eine

kreditwürdige Person benötigt, um sich

die benötigten Mittel zu leihen. Dafür

erscheinen drei Wochen erforderlich,

aber auch ausreichend. Beträgt eine

innerhalb von drei Wochen nicht zu

beseitigende Liquiditätslücke des

Schuldners weniger als 10 Prozent seiner

fälligen Gesamtverbindlichkeiten,

ist regelmäßig von Zahlungsfähigkeit

auszugehen, es sei denn, es ist bereits

absehbar, dass die Lücke demnächst

mehr als 10 Prozent erreichen wird.

Beträgt die Liquiditätslücke des

Schuldners 10 Prozent oder mehr, ist

regelmäßig von Zahlungsunfähigkeit

auszugehen, sofern nicht ausnahmsweise

mit an Sicherheit grenzender

Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist,

dass die Liquiditätslücke demnächst

vollständig oder fast vollständig beseitigt

werden wird und den Gläubigern

ein Zuwarten nach den besonderen

Umständen des Einzelfalls zuzumuten

ist. (BGH, 24.5.2005, IX ZR 123/04)

Leasing von Berufskleidung

...kann sich lohnen. Beim Kauf von

Berufskleidung sind lediglich die reinen

Kaufkosten als betriebliche Ausgaben

steuerlich absetzbar. Beim Leasing

fließen Folgekosten wie Pflege,

Reparaturen und Lieferung komplett

in fest kalkulierbare, monatliche Raten

ein. Somit ist der gesamte Aufwand,

den Sie als Arbeitgeber für Berufskleidung

tragen, erfasst und steuermindernd

absetzbar.

Verzugszinssätze, Stand 1.12.05

Zinsberechnung nach § 16 Nr. 5 VOB/B

Fassung 2000:

• alle Verbrauchergruppen 5% über

Spitzenrefinanzierungsfacilität

ab Datum SRF Satz Verzugszinsen

06.06.03 3,0 % 8,0 %

Zinsberechnung nach §16 Nr.5 VOB/B

Fassung 2002, bzw. §§ 247, 288 BGB für:

• (Privat-) Verbraucher 5% über Basiszins

• Unternehmen 8% über Basiszins

ab Datum Basissatz Verzugszinsen

01.07.05 1,17% 6,17% Verbr.

9,17% Untern.

Der Basiszinssatz kann sich am 1.1.

und 1.7. eines Jahres ändern!

Nehmen Sie Bankkredite in Anspruch, kann

gegen Vorlage einer Bankbestätigung auch

ein höherer Verzugszins berechnet werden.

Link auf den Zinsrechner:

www.basiszinssatz.info

www.marketinghandwerk.de


Seite 8 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Kein Anspruch auf finanziellen

Ausgleich für Urlaub

Ein Arbeitnehmer hat keinen Anspruch

auf finanzielle Abgeltung seines nicht

genommenen Urlaubs des Vorjahres,

den er wegen einer Erkrankung nicht

antreten konnte. (§ 7 BUrlaG). Zudem

kann ein Ausgleichsanspruch nicht auf

Zahlung eines Geldbetrages gerichtet

werden, sondern nur mit einer Befreiung

von der Arbeitspflicht erfüllt werden.

(AG FFM, 13.07.2004 - 5 Ca

3046/04)

Rauer Ton ist noch kein Mobbing

Nicht jede scharf formulierte Kritik des

Chefs ist gleich Mobbing. Allein

geschmacklose Äußerungen und Kritik

an der Arbeit rechtfertigen noch keinen

Mobbing-Vorwurf. Erforderlich für

den Sachverhalt des Mobbings sei

eine „...fortgesetzte, aufeinander aufbauende

und ineinander übergreifende,

der Anfeindung, Schikane oder

Diskriminierung dienende Verhaltensweise,

die in ihrer Gesamtheit das allgemeine

Persönlichkeitsrecht, die Ehre

oder die Gesundheit des Betroffenen

verletzen.“ (LAG München, Urteil vom

07.09.05, Az.: 15 O 25369/04)

Befristeter Arbeitsvertrag

Wird ein Arbeitnehmer in einem Betrieb

befristet eingestellt, so hat der Arbeitgeber

nicht schon bei Beginn des

Beschäftigungsverhältnisses die

Pflicht, ihn vorsorglich darauf hinzuweisen,

dass er die Arbeitsagentur

rechtzeitig über das Ende seiner Tätigkeit

zu informieren hat. (LAG Düsseldorf,

4 Sa 1919/04)

Chef haftet nicht für fehlenden

Arbeitsagenturhinweis

Melden sich Arbeitnehmer verspätet

arbeitslos, können sie dafür nicht ihren

Arbeitgeber verantwortlich machen.

Auch wenn Firmen ihre Mitarbeiter

nicht über die Meldepflicht bei den

Arbeitsagenturen informieren, müssen

sie dennoch keinen Schadensersatz

zahlen, stellte jüngst das Bundesar-

Arbeits- und Sozialrecht

beitsgericht in Erfurt fest. Die im

Gesetz festgeschriebene Informationspflicht

diene nicht dem Schutz des

Vermögens des Arbeitnehmers. Sie

bezweckt viel mehr eine bessere

Zusammenarbeit von Arbeitgebern,

Arbeitnehmern und Arbeitsagenturen.

(BAG, 29.09.05, Az.: 8 AZR 571/04)

Bitte beachten: Ungeachtet dieses

Urteils sind Sie nach dem Sozialgesetzbuch

verpflichtet, Ihren Mitarbeiter

über die Meldepflicht beim

Arbeitsamt aufzuklären. Daher sollte

in keiner Kündigung der Hinweis

auf die umgehende Meldepflicht

fehlen. Im Einzelfall kann auch wieder

anders entschieden werden.

Achtung:

Bei unberechtigter Kündigung

ist der Lohn nachzuzahlen

Spricht ein Arbeitgeber eine unberechtigte

Kündigung aus, dann muss

er dem Betroffenen grundsätzlich den

vollen Lohn nachzahlen. Das gilt insbesondere,

wenn der Arbeitgeber dem

Mitarbeiter verboten hat, weiter für ihn

tätig zu sein. Der Mitarbeiter hat dann

das Recht, zu Hause zu bleiben und

dennoch den vollen Lohn einzufordern.

(LAG RLP, 04.05.05, Az.: 9 Sa 1026/04

Falsche Anschrift

schützt nicht vor Kündigung

Arbeitnehmer können sich nicht auf

die verspätete Postzustellung einer

Kündigung berufen, wenn sie die Verzögerung

selber zu verantworten

haben. Arbeitnehmer müssen sich so

behandeln lassen, als habe der Arbeitgeber

die entsprechenden Fristen

gewahrt. Nach einem Urteil des BAG

gelte dies zumindest dann, wenn der

Arbeitgeber alles Erforderliche und ihm

Zumutbare getan habe, damit eine

Kündigung den Adressaten erreichen

konnte. Im Streitfall war dem Arbeitgeber

während der gesamten Dauer

des Arbeitsverhältnisses die richtige

Anschrift des gekündigten Mitarbeiters

nicht bekannt. Der Arbeitnehmer

hatte dem Unternehmen wiederholt

die Adresse einer Wohnung gegeben,

aus der er schon vor Beginn des

Arbeitsverhältnisses ausgezogen war.

Das Gericht sah in diesem Fall die Voraussetzungen

einer „treuwidrigen

Zugangsvereitelung” als erfüllt an. Die

Kündigung sei fristgemäß erfolgt.

(BAG, 22.09.05, Az.: 2 AZR 366/04)

Kundenabwerbung

Ein Beschäftigter, der vor dem Ausscheiden

aus einem Arbeitsverhältnis

unter Verwendung des Adressenmaterials

seines Arbeitgebers ein Verabschiedungsschreiben

an die bislang

von ihm betreuten und ihm dabei

durch ein Vertrauensverhältnis verbundenen

Kunden richtet, handelt

wettbewerbswidrig, wenn er direkt

oder indirekt (hier u.a. durch Angabe

seiner privaten Adresse und Telefonnummer)

auf seine zukünftige Tätigkeit

als Wettbewerber oder für einen

Wettbewerber hinweist. (BAG, Az.: I

ZR 303/I)

Qualm erlaubt

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer

keinen Anspruch darauf, dass an seinem

Arbeitsplatz auch außerhalb seiner

Arbeitszeit nicht geraucht wird.

(LAG Berlin, 6 Sa 2585/04)

Kündigungsschutz

- Eltern gehen vor

Mitarbeiter mit Kindern sind bei Kündigungen

besonders schutzbedürftig.

Nach derzeitiger Meinung bestehe für

Eltern regelmäßig eine besondere

soziale Schutzbedürftigkeit, hinter die

andere soziale Aspekte, wie etwa das

Lebensalter des Arbeitnehmers oder

die Dauer seiner Betriebszugehörigkeit,

zurücktreten müssten. Das

Gericht gab mit seinem Urteil der Kündigungsschutzklage

einer Mutter statt

und hielt dem Arbeitgeber vor, seine

Sozialauswahl falsch gewichtet zu

haben. So nahmen die Richter insbesondere

daran Anstoß, dass ein Kind

etwa genau so bewertet wurde wie

zwei Jahre Betriebszugehörigkeit. Das

Gericht räumte zwar ein, dass das

BAG in der Vergangenheit ein solches

Punktesystem gebilligt habe. In der

heutigen Zeit sei es jedoch mit Blick

auf die „katastrophalen Geburtenraten”

nicht mehr zu verantworten. (AG

Lgh, 08.02.05, Az.: 8 Ca 2824/04)

Man sieht: auch Entscheidungen

eines BAG haben nur eine

beschränkte „Haltbarkeit“. Schon

morgen kann der gleiche Fall ganz

anders abgeurteilt werden.


Seite 10 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Frank Sander, Vorstandsvorsitzender

der KSK Westerwald, dankte für die

Einladung der Sparkassen, auch im

Namen der KSK Altenkirchen und der

SK Neuwied: " Unsere Anwesenheit

zeigt die enge Verbundenheit zum

Handwerk. Die Sparkassen kennen die

Ziele und Wünsche. Diese Nähe

erlaubt es uns, nicht nur nach Aktenlage

zu entscheiden, wenn es um Investitionen

oder Ausbildungsplätze geht."

Sander überreichte Hauptgeschäftsführer

Erwin Haubrich aus Anlass seines

25-jährigen Dienstjubiläums ein

Präsent: "Sie haben sich um das

Handwerk sehr verdient gemacht“,

stellte Sander unter dem Beifall der

Gäste fest.

Der Vorsitzende Kreishandwerksmeister

Kurt Krautscheid, Neustadt/Wied,

zeigte sich erfreut über die gute Resonanz

des nunmehr dritten Jahresempfangs.

„Vielleicht können wir bald

schon von einer traditionellen Veranstaltung

sprechen“, freute sich Krautscheid.

Er lobte die jungen Handwerkskollegen

und –kolleginnen und

ermunterte sie, sich nach den Tugenden

des Handwerks wie Zuverlässigkeit,

Fleiß, Pünktlichkeit und Pioniergeist

zu richten. Zugleich forderte er

sie auf, sich weiterzubilden und sich

nicht auf den Staat zu verlassen, denn

gut ausgebildete Fachkräfte seien das

A und O der Gesellschaft.

Krautscheid ging in seiner Ansprache

auch auf die aktuelle Lage ein. Das

Handwerk sei einem ständigen Wandel

unterzogen. Die „Geiz-ist-geil“ –

Manie hätte sich in vielen Köpfen verankert

und schlage immer seltsamere

Blüten. Das auch in diesem Jahr erneut

gesunkene Realeinkommen der Verbraucher

habe nicht nur den privaten

Konsum geschwächt, sondern auch

den Preisdruck weiter verschärft. Ich-

AG’ler und Wettbewerber aus den osteuropäischen

Ländern machten den

seriösen Handwerkern das Leben noch

schwerer. Dabei solle jeder der Aufträge

vergibt daran denken, dass nur

die Betriebe „vor Ort“ Arbeits- und

Ausbildungsstellen bereitstellen.

Erfreut zeigte sich Krautscheid über

die Zahl der Lehrstellen in diesem Jahr.

Trotz schwierigster wirtschaftlicher

Rahmenbedingungen sei es gelungen,

die Anzahl der Lehrlinge im Bezirk der

Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

auf dem Niveau des Vorjahres zu

halten. Ausdrücklich dankte er den

Betrieben für ihr Engagement und die

Bereitschaft einzelner, auch über den

eigenen Bedarf hinaus auszubilden.

Diese hohe Ausbildungsbereitschaft

müsse, so Krautscheid, auch in den

kommenden Jahren wegen hoher

Schulentlassjahrgänge noch beibehalten

werden.

Allen Gästen gab Krautscheid mit auf

den Weg, sich aktiv in die Politik einzubinden.

Jeder könne dadurch seinen

Unmut an richtiger Stelle äußern

und mithelfen, das die Politik die notwendigen

Änderungen einleite.

Hauptgeschäftsführer Erwin Haubrich

moderierte die anschließenden Ehrung

der vielen Prüflinge. Dabei war die

schon große Bühne der Stadthalle fast

zu klein. Haubrich stellte die Leistungen

der Prüflinge in den einzelnen

Wettbewerben auf Kammer-, Landesund

Bundesebene vor. So stiegen die

Sieger auf Kammerebene in den Landeswettbewerb

und schließlich in den

Bundeswettbewerb auf. Die Bilanz der

Jugendlichen aus dem gesamten

Bezirk der Kreishandwerkerschaft

Rhein-Westerwald könne sich sehen

lassen. Unter den Ausgezeichneten

befindet sich mit dem Sattler Nicolei

Paravicini (Obersteinebach), Aus-bildungsbetrieb

Christoph Rieser (Obersteinebach)

ein erster und mit Feinwerkmechaniker

Viktor Penner (Giershofen),

Ausbildungsbetrieb Egon Reuth

(Großmaischeid) ein zweiter Bundes-

sieger. Aber auch die Leistung der

anderen Prüflinge war hervorragend.

Auffallend, dass in einigen der „sogenannten“

Männerberufe die jungen

Frauen ihre männlichen Kollegen

schlecht aussehen ließen. Als Dank

und Anerkennung für ihre herausragende

Leistung erhielten die geehrten

Prüflinge ein Geld- und ein Buchgeschenk

von Innung und Kreishandwerkerschaft.

Die komplette Siegerund

Ehrenliste ist auf der gegenüberliegenden

Seite abgedruckt.

Friedhelm Adorf, Kreishandwerksmeister

Altenkirchen, war es vorbehalten

das Schlusswort zu sprechen. Die Ausbildung

bezeichnete er als Grundstock

für das wahre berufliche Leben und

stellte fest, dass „die Ansprüche an

jeden, vom Chef bis zum jüngsten Mitarbeiter,

heute ungleich höher sind als

sie es einmal waren“. Er riet den Gesellen

und Gesellinnen, es nicht bei der

guten Grundausbildung zu belassen.

„Die Zukunft liegt vor euren Füssen.

Denkt daran, auch heute noch hat

Handwerk goldenen Boden, wenn ihr

selbstbewusst zum gelernten Beruf

steht und euch ständig weiterbildet“,

zog Adorf sein Resümee. Ganz besonders

dankte Adorf der Gruppe „Vocal

Heroes“, die nun schon zum zweiten

Mal einem Jahresempfang den musikalischen

Rahmen gegeben hatte

sowie Horst Schuster, Mitarbeiter der

Kreishandwerkerschaft, für die Moderation.

Zum Abschluss lud Adorf für

den Jahresempfang im November

2006 wieder in den Kreis Altenkirchen

ein.

Gestärkt durch einen leckeren Imbiß,

setzten sich interessante Gespräche

und ein intensiver Gedankenaustausch

bis in den frühen Abend fort.


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 11

Deutsche Meister 2005

zugleich Landessieger RLP,

Kammersieger HwK Koblenz

und innungsbester Prüfling

Raumausstatter-Innung

Rhein-Westerwald

1. Bundessieger

Sattler Nicolai Paravincini,

Obersteinebach

(Christoph Rieser, Obersteinebach)

Metallhandwerker-Innung

Rhein-Lahn-Westerwald

2. Bundessieger

Feinwerkmechaniker

Viktor Penner, Giershofen

(Egon Reuth GmbH, Großmaischeid)

Landessieger RLP 2005

zugleich Kammersieger HwK Koblenz

und innungsbester Prüfling

Bäcker-Innung Altenkirchen

Bäckereifachverkäuferin

Olga Richert, Etzbach

(Dirk Müllers Backstube, Wissen)

Informationstechniker-Innung

Rheinland-Pfalz Nord

Informationselektroniker

Fachrichtung Bürosystemtechnik

Christian Freund, Melzbach

(Grigull Bürowelt, Neuwied)

Metallhandwerker-Innung

Altenkirchen

Metallbauer Sebastian Cappi,

Weitefeld (Stahlverarbeitung

Weitefeld GmbH, Weitefeld)

Steinmetz-Innung Westerwald

Steinmetz Matthias Bell, Eitelborn

(Thomas Gerling, Höhr-Grenzhausen)

Zimmerer-Innung Rhein-Westerwald

Zimmerer Jan Paul Fandler, Caan

(Bernd Engel, Maxsain)

Landessieger RLP 2005

zugleich Kammersieger HwK Koblenz

Informationstechniker-Innung

Rheinland-Pfalz Nord

Informationselektroniker Fachrichtung:

Geräte- und Systemtechnik Ingo Petri,

Burbach-Lippe (Achim Opfer, Hof)

Metallhandwerker-Innung

Altenkirchen

Metallbauer Fachrichtung:

Konstruktionstechnik Heiko Klein, Erblingen

(Strahltec Wirths GmbH, Hamm)

Metallhandwerker-Innnung

Rhein-Lahn-Westerwald

Mechatroniker Benjamin Antwerber,

Flammersfeld (Heinen GmbH, Neustadt)

Kammersieger 2005

HwK Koblenz

zugleich innungsbester Prüfling

Fleischer-Innung Neuwied

Fleischereifachverkäuferin Katharina

Kaul, Anhausen (Pia Hillen, Neuwied)

Kammersieger 2005

HwK Koblenz

Elektro-Innung Altenkirchen

Elektroinstallateur

Patrick Seeger, Stürzelbach

(Elektro Conze GmbH, Wissen)

Kraftfahrzeug-Innung Neuwied

Automobilkaufmann

Sven Mürtz, Neuwied

(Autohaus Mürtz GmbH, Neuwied)

Steinmetz-Innung Westerwald

Steinmetzin Antonia Wagner,

Marienheide (Thomas Gerling,

Höhr-Grenzhausen)

Innungsbeste Prüflinge

Bäcker-Innung Altenkirchen

Bäcker Benjamin Romroth,Birkenbeul

(Klaus-Josef Acher, Betzdorf)

Bäcker-Innung Neuwied

Bäckereifachverkäuferin

Nina Bermel, Neuwied

(Geisen GmbH, Neuwied)

Bäcker-Innung Westerwald

Bäckereifachverkäuferin Olga Janzen,

Rehe (Heiko Reeh, Rehe)

Bäcker-Innung Westerwald

Bäckerin Nailja Zeh, Montabaur

(Werner Burggraf GmbH, Staudt)

Baugewerks-Innung

Rhein-Westerwald

Maurer Lukas Schmidt, Wallmerod

(Berthold Hannappel & Söhne GmbH,

Bilkheim)

Bekleidungs- und Schuhmacher-

Innung Rhein-Westerwald

Damenschneiderin Sonja Richter,

Wilnsdorf (Berufsbildende Schule

Betzdorf-Kirchen)

Dachdecker-Innung Altenkirchen

Dachdecker Hendrik Zöller,

Niedefischbach (Uwe Grossert, Kirchen)

Dachdecker-Innung Neuwied

Dachdecker Maximilian Schmuck,

Bonefeld (Horst Rheinhard GmbH,

Oberhonnefeld)

Dachdecker-Innung Westerwald

Dachdecker Cem Aykac, Siershahn

(Theo Fetz, Welschneudorf)

Elektro-Innung Altenkirchen

Elektroinstallateur Stefan-Peter Weiler,

Daaden (Tanja Schmidt, Wallmenroth)

Elektro-Innung Neuwied

Elektroinstallateur Johannes Peter,

Michelbach (Hans-Peter Fritsch, Hanroth)

Elektro-Innung Westerwald

Elektroinstallateur

Dominik Herold, Maxsain (Albert Pulte

GmbH & Co. KG, Montabaur)

Fleischer-Innung Altenkirchen

Fleischer Fachrichtung Verkauf

Evgenij Görlitz, Mammelzen

(Hermes GmbH, Hamm)

Fleischer-Innung Westerwald

Fleischereifachverkäuferin

Öznur Altun, Höhr-Grenzhausen

(Rewe-Supermarkt, Höhr-Grenzh.)

Fleischer-Innung Westerwald

Fleischerin Regine Pitton, Rennerod

(Karl Heinz Pitton, Rennerod)

Friseur-Innung Altenkirchen

Friseurin Helena Dilger, Altenkirchen

(Elke Müller, Wissen)

Friseur-Innung Neuwied

Friseurin Katja Paffhausen, Neuwied

(Christoph u. Petra Witteriede,

Neuwied)

Friseur-Innung Westerwald

Friseurin Thi-Thuy-Ngoc Riedel,

Ransbach-Baumbach (HBH Hair and

Beauty-House GmbH, Wallmerod)

Innung für Kälteund

Klimatechnik RLP

Kälteanlagenbauer Jens Häßner,

Epgert (Gärtner GmbH, Mülheim - Kärlich)

Kraftfahrzeug-Innung Westerwald

Kfz.-Mechaniker

Manuel Thielecke, Arzbach

(Reinhold Efferz GmbH, Neuhäusel)

Kraftfahrzeug-Innung Altenkirchen

Kfz.-Mechaniker

Christian Lichtenthäler, Neunkirchen

(Roth GmbH, Daaden)

Kraftfahrzeug-Innung Neuwied

Kfz.-Mechaniker

Hendrik Lehnert, Straßenhaus

(Hans K. Schmitt, Oberhonnefeld)

Maler- und Lackierer-Innung Neuwied

Maler und Lackierer Christian

Reidick, Erpel (Pitsch GmbH, Erpel)

Maler- und Lackierer-Innung

Westerwald

Maler- und Lackiererin Annika Mohn,

Mündersbach (Frank Krämer, Borod)

Metallhandwerker- Innung

Rhein-Lahn-Westerwald

Werkzeugmacher Patrick Ecker, Meinborn

(Egon Reuth GmbH, Großmaischeid)

Metallhandwerker-Innung

Rhein-Lahn-Westerwald

Metallbau – Konstruktionstechniker

Marc-Florian Matern, Miehlen

(Michael Schrobiltgen, Miehlen)

Metallhandwerker-Innung

Rhein-Lahn-Westerwald

Technischer Zeichner Benjamin Müller,

Bad Marienberg (Fahrzeugbau Kempf

GmbH, Bad Marienberg)

Metallhandwerker-Innung

Rhein-Lahn-Westerwald

Maschinenbaumechaniker

Florian Nitschke, Nister

(Wezek GmbH, Steinebach)

Sanitär-Heizung-Klima Technik-

Innung Rhein-Westerwald

Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

Johannes Schochow, Kescheid

(Dirk Lichtenthäler, Kescheid)

Tischler-Innung Altenkirchen

Tischlerin Ina Pick, Helmenzen

(Klaus Schneider, Flammersfeld)

Tischler-Innung Neuwied

Tischler Emanuel Sommer, Leutesdorf

(Gregor Sommer, Breitscheid)

Tischler-Innung Westerwald

Tischler

Bastian Euteneuer, Höchstenbach

(Gerd Schumann GmbH, Altenkirchen)

Töpfer- und Keramiker-Innung

Rheinland-Pfalz

Keramikerin Nelly Thiessen, Hilgert

(Hans-Werner Schmidt, Oberdreis)

Stand (18.11.2005)


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 13

Wichtige Information! Neue Regelung

zur Entgeltfortzahlungsversicherung

Zum Jahreswechsel wird es voraussichtlich

eine weitere gravierende

Rechtsänderung geben. Die Regelungen

zur Entgeltfortzahlungsversicherung

im Lohnfortzahlungsgesetz sollen

durch das Aufwendungsausgleichsgesetz

abgelöst werden.

Hintergrund: Nach einem Beschluss

des Bundesverfassungsgerichts ist die

Beschränkung der Entgeltfortzahlungsversicherung

auf Betriebe mit

maximal 30 Arbeitnehmern bei den

Kosten für Mutterschaft (Zuschuss

zum Mutterschaftsgeld, Entgeltzahlung

während eines Beschäftigungsverbots),

also die sogenannte U2, nicht

mit dem Grundgesetz vereinbar

(Beschluss vom 18. November 2003 -

Aktenzeichen 1 BvR 302/96). Dem

Gesetzgeber räumte das Gericht Zeit

bis Ende 2005 ein, um eine neue, verfassungskonforme

Regelung zu schaffen.

Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung

sieht folgende wesentliche Änderungen

ab 01.01.2006 vor: Die Versicherung

für die Erstattung der Mutterschaftsaufwendungen

wird auf alle

Unternehmen, unabhängig von der

Zahl der Arbeitnehmer ausgeweitet.

Zugleich werden die Ausnahmen für

bestimmte öffentliche Arbeitgeber

abgeschafft, sodass künftig auch diese

die Beiträge zur U2 zu zahlen haben.

Die U1 (Versicherung für die Entgeltfortzahlung

im Krankheitsfall) wird auf

Angestellte ausgedehnt (bisher galt sie

nur für gewerbliche Arbeitnehmer und

Auszubildende). Einmalig gezahltes

Entgelt ist nicht mehr beitragspflichtig

in der Entgeltfortzahlungsversicherung.

Künftig führen alle Krankenkassen

diese Versicherung durch. Der Gesetzentwurf

muss noch durch (den neuen)

Bundestag und den Bundesrat

beschlossen werden, ein Inkrafttreten

der neuen Regelungen ist aber sehr

wahrscheinlich. Deshalb informieren

wir Sie schon jetzt über die geplanten

Änderungen, damit insbesondere die

größeren Unternehmen, die bisher von

der Entgeltfortzahlungsversicherung

nicht betroffen waren, die zusätzlichen

Kosten bei der Planung berücksichtigen

können. Über Detailfragen informieren

wir Sie, wenn die neuen

Bestimmungen verabschiedet sind.

"Riester-Rente" wird 2006 für Männer teurer

Sie sind selbständiger Handwerksmeister

und Ihre Ehefrau haben Sie im

Betrieb angestellt? Dann ist dieser Tipp

Geld für Sie wert:

Männer müssen ab 2006 für die staatlich

geförderte "Riester-Rente" tiefer

in die Tasche greifen. Nur wenn

"Mann" die entsprechende „Riester-

Rente“ noch 2005 vereinbart, sichert

er sich den derzeitigen Beitragsvorteil.

Und das für die gesamte Laufzeit des

Vertrages. Warum diese Verteuerung?

Versicherungsgesellschaften sind ab

2006 gesetzlich verpflichtet, für diese

Vorsorgevariante ausschließlich sogenannte

Unisex-Produkte anzubieten.

Im Klartext: Männer und Frauen

erhalten für den gleichen Beitrag eine

gleich hohe Rente. Bisher wurden die

Beiträge geschlechtsspezifisch kalkuliert,

was bei allen anderen privaten

Rentenversicherungen weiterhin der

Fall ist. Für Männer, die durchschnittlich

eine kürzere Lebenserwartung

haben als Frauen, somit ihre Rente statistisch

gesehen nicht so lange beziehen,

ist diese Neuerung ein schlechtes

Geschäft. Denn sie bezahlen die

"Gleichbehandlung" mit einer geringeren

Rente bei unverändertem Beitrag.

Also, Männer: Nicht mehr warten,

sondern noch 2005 starten. Günstiger

ist die "Neue Rente"/"Neue

Rente Invest" über das Versorgungswerk

der Kreishandwerkerschaft nicht

zu haben. Zumal der Staat den

tatsächlichen Eigenbeitrag durch

"satte" Grund- und Kinderzulagen fördert.

Der Schritt sollte umso leichter

fallen, weil für dieses Produkt jetzt ver-

besserte Bedingungen gelten: So hat

der Kunde bei Rentenbeginn das

Recht, sich bis zu 30 Prozent des

gesparten Kapitals auszahlen zu lassen.

Auch ist der bürokratische Aufwand

geringer als früher. Anders als

in den Vorjahren, müssen Zulagen

nicht immer wieder neu beantragt werden.

Ab 2005 gestellte Anträge gelten

als Dauerzulageanträge.

Um diese Zulagen jederzeit in voller

Höhe ausschöpfen zu können, sollte

der Vertrag einschließlich der angebotenen

"Zulagendynamik" vereinbart

Die „Riestertreppe“

Die „Riestertreppe“ macht

deutlich, wie sich Beiträge

und Zulagen für die geförderte

Rente (Neue Rente/

Neue Rente Invvest) entwickeln.

Vor dem Start 2002

bis zur letzten Stufe im

Jahre 2008. Um die staatliche

Förderung komplett

ausschöpfen zu können, ist

der jeweilige Höchstbetrag

zu entrichten. Also: Entweder

der entsprechende Prozentsatz

vom jährlichen

Bruttoeinkommen des Vorjahres

oder der Maximalbeitrag.

Da die Zulagen auf

die Beiträge angerechnet

werden,

kann es sein, dass

der Kunde mit

einem äußerst nied-

2002/03

Jahresbeitrag: 1%

- max. 525 e

Grundzulage: 38 e

Zulage pro Kind: 46 e

2004/05

Jahresbeitrag: 2%

- max. 1.050 e

Grundzulage: 76 e

Zulage pro Kind: 92 e

werden. So steigen Leistungen, Beiträge

sowie Förderbeträge kontinuierlich

an, wie es die so genannte "Riestertreppe"

vorsieht.

Nicht neu, aber gut zu wissen ist, dass

die "Neue Rente"/"Neue Rente Invest"

auch bei Arbeitslosigkeit nicht aufgebraucht

werden muss „ weil "Hartz IV

- sicher". Das Schattendasein dieser

"Riesterprodukte" sollte damit ein

Ende haben. Denn eines ist klar:

Zusatzversorgung fürs Alter ist ein

Muss.

rigen Eigenbeitrag wegkommt. Bei geringem

Einkommen und hoher Förderung –

z.B. Grundzulage plus Kinderzulagen –

könnte die staatliche Förderung den Beitrag

für die Rente sogar übersteigen. In

diesen Fällen wird allerdings ein jährlicher

Sockelbeitrag von 60 e fällig.

2006/07

Jahresbeitrag: 3%

- max. 1.575 e

Grundzulage: 114 e

Zulage

pro Kind: 138 e

ab 2008

Jahresbeitrag: 4%

- max. 2.100 e

Grundzulage: 154 e

Zulage

pro Kind: 185 e

*vom Vorjahres-

Bruttoeinkommen

Grafik: SIGNAL IDUNA


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 15

Handwerk mobil: Internet über WLAN sicher nutzen

Internet unterwegs: Drahtlose lokale

Netze, kurz WLAN (Wireless Local Area

Networks) erleichtern die mobile Kommunikation:

Mit ihnen lassen sich unterwegs

unkompliziert E-mails lesen oder

Daten aus dem Firmennetz bearbeiten.

Mit dem Laptop und WLAN ausgestattet

lassen sich bequem Daten mit Kunden

oder Kollegen austauschen oder

Aufträge und Info-Materialen übermitteln.

Drahtlose Internet-Zugänge sogenannte

Hotspots auf Messen, Flughäfen,

Hotels und mittlerweile auch in vielen

Cafe´s unterstützen Reisende dabei,

schnell und problemlos ins Internet zu

gelangen. Die Vorteile dieser mobilen

Kommunikation lassen sich aber nur

effektiv nutzen, wenn die Sicherheit mitbedacht

wird. Zwar bemühen sich die

Anbieter der Hotspots um einen reibungslosen

Zugang, für einen sicheren

Weg ins Internet muss aber jeder Einzelne

seinen Beitrag leisten.

WLAN sicher nutzen:

Hotspot-Checkliste

Folgende Tipps betreffen die Einstellungen,

die Sie an Ihrem Computer vornehmen

sollten bzw. die Punkte auf die

Sie Ihr Systemhaus ansprechen sollten:

☛ Die meisten Betriebssysteme wie

Windows 2000 oder Linux erlauben es,

Benutzern unterschiedliche Rechte

zuzuweisen. Wenn Sie Hotspots nutzen,

melden Sie sich nicht als Benutzer

mit den Rechten eines Administrators

Seit dem 01.07.05 haben sich einige

Änderungen beim Kreislaufwirtschaft-

/Abfallgesetz (KrW-/AbfG) ergeben.

Eine Folge des „Gesetzes zur Umsetzung

von Vorschlägen zu Bürokratieabbau

und Deregulierung aus den

Regionen“ vom 21.06.05. Dieses

Gesetz hat auch Auswirkungen für

Handwerksbetriebe, aber statt zu verkomplizieren,

wurden diesmal tatsächlich

Bereiche vereinfacht. Insbesondere

wurden Erleichterungen bei der

Abfallbilanzierung und der Erstellung

von Abfallwirtschaftskonzepten für

Abfallerzeuger geschaffen.

Bisher mussten Abfallerzeuger, die

mehr als 2.000 kg besonders überwachungsbedürftige

Abfälle oder

2.000 t überwachungsbedürftige Abfälle

erzeugten, Abfallwirtschaftskonzepte

(§ 19 KrW-/AbfG) und Abfallbilanzen

(§20 KrW-/AbfG) erstellen. Hierzu sind

sie seit dem 01.07.2005 nicht mehr

verpflichtet.

an. Der Administrator besitzt im Gegensatz

zu einem normalen Benutzer

zusätzliche Rechte, die bei einem unerlaubten

Zugriff auf den Laptop größere

Schäden ermöglichen. Nutzen Sie ein

Benutzerkonto mit eingeschränktem

Zugriff.

☛ Deaktivieren Sie in jedem Fall die

Datei- und Verzeichnisfreigabe für Netzwerke.

Ansonsten haben andere Rechner

im WLAN-Funkbereich die Möglichkeit

zum Zugriff auf Ihre Festplatte

und andere Datenträger.

☛ Sind Sie auf die Freigabe bestimmter

Dateien oder Verzeichnisse angewiesen,

so achten Sie darauf, dass z.B.

nicht die gesamte Festplatte oder alle

Verzeichnisse eines USB-Sticks freigegeben

werden. Die freigegebenen Dateien

und Verzeichnisse sollten Sie mit

einem sicheren Passwort schützen.

Schalten Sie die Anzeige freigegebener

Verzeichnisse ab, damit diese für

Außenstehende nicht sichtbar sind.

☛ Für die Internetverbindung wird nur

das TCP/IP-Protokoll benötigt. Lassen

Sie weitere, nicht benötigte Netzwerk-

Protokolle von Ihrem Administrator

deaktivieren.

☛ Beachten Sie die üblichen Sicherheitsvorkehrungen

beim Internet- und

E-mail-Zugriff, insbesondere die möglichst

restriktive Konfiguration Ihres

Bürokratieabbau im Abfallbereich

Als besonders überwachungsbedürftige

Abfälle gelten: Ölverschmutzte

Betriebsmittel, Öl-/Benzinabscheiderinhalte,

Farben, Lösemittel, Chemikalien,

u.ä. und überwachungsbedürftige

Abfälle sind zum Beispiel: Altreifen,

wässrige Farb- und Lackabfälle, allgemeine

Abfälle ohne gefährliche

Bestandteile. Da waren 2.000 kg bei

einem KFZ-Fachbetrieb mit einem

Ölabscheider mit einem Volumen von

3 cbm schnell erreicht, aber auch

ölverschmutzte Betriebsmittel, Brems-

/ Kühlflüssigkeit, Farb– und Lackabfälle

summierten sich innerhalb eines

Jahres schnell über dem genannten

Grenzwert. Von der Abfallwirtschaftkonzept-

und Bilanzpflicht nicht befreit

bleiben: – Kommunen zur Information

der Öffentlichkeit – Von öffentlichrechtlichen

Entsorgungsträgern mit der

Entsorgung beauftragte Dritte – Abfallerzeuger,

die Abfälle in eigenen Anlagen

entsorgen (Selbstentsorger)

Webbrowsers, Mail-Clients und

Betriebssystems. Das Ausführen aktiver

Inhalte (ActiveX, JavaScript) ist -

sofern bei der Hotspot-Nutzung möglich

- zu deaktivieren, ebenso das Speichern

von Formulardaten und Kennwörtern

durch den Browser. Fehlermeldungen

wegen ungültiger SSL-Zertifikate

sollten unbedingt beachtet und

daraufhin die Verbindung beendet werden.

☛ Achten Sie darauf, dass Ihre Software

(insbesondere Webbrowser, Mail-

Client und Betriebssystem) immer mit

den aktuellen Sicherheitsupdates der

Hersteller ausgestattet ist.

☛ Deaktivieren Sie die WLAN-Komponenten

stets, wenn Sie mit Ihrem

Rechner keinen WLAN-Zugriff mehr

benötigen, um keine unnötigen Angriffsmöglichkeiten

auf Ihr System zu eröffnen.

Ein Verzeichnis öffentlicher Hotspots

finden Sie unter: www.portel.de/

hotspot (www.mittelstand-sicher-iminternet.de)

Unabhängig davon sind aber durch alle

Abfallerzeuger die Nachweisbücher entsprechend

der Nachweisverordnung

weiterzuführen! Und auch Entsorgungsfachbetriebe

müssen weiterhin

das Betriebstagebuch nach § 5 EfbV

führen.

Bei Rückfragen und weiterreichenden

Informationen stehen Ihnen die Fachberater

der REMONDIS Industrie Service

GmbH & Co. KG, unter der Tel.

Nr. 02632/ 42041 gerne zur Verfügung.


Wir begrüßen unsere neuen

Innungsmitglieder in einer

starken Gemeinschaft!

Baugewerks-Innung RWW

Glässer Massivbau GmbH, Meudt

Bekleidungs- und

Schuhmacher-Innung RWW

Arno Klaus Metzler, Hilgert

Elektro-Innung AK

EBS – Elektrotechnik GmbH, Kirchen

Elektro-Innung NR

Neumatec e. K.,

Inh. Werner Neumann, Roßbach

ELKOM GmbH, Neuwied

Elektro-Innung WW

Kurt Decker, Montabaur

Jung Elektrotechnik GmbH,

Westerburg

Irma und Patric Schuhen, Atzelgift

Fleischer-Innung AK

Christel Schmidt u. Rudolf Bleeser,

Katzwinkel

Fleischer-Innung NR

Heike M. Fürste-Carnemolla,

Neuwied

J. Menzenbach Fleischwaren und

Tiefkühlkost GmbH & Co. KG,

Kurtscheid

Friseur-Innung NR

Susanne Günster-Furtwengler,

Neuwied

Innung für Kälteund

Klimatechnik RLP

Josef Burghuber GmbH,

Zweibrücken

Tischler-Innung NR

Eric Schaaf, Großmaischeid

Tischler-Innung WW

Maik Leyendecker, Hattert

Zimmerer-Innung RWW

Rüdiger Vohl, Maxsain

Kfz.-Innung NR

Autohaus Mürtz GmbH & Co. KG,

Neuwied

Bierbaum GmbH, Neuwied

Kfz.-Innung WW

Jerome Breitenstein, Rennerod

Frank Engels, Deesen

Horst Fellenberg, Meudt

Handycap Spezialumbauten

Kfz.-Meisterbetrieb e. K., Inh. Bernd

Puderbach, Ransbach-Baumbach

Andreas Vohl, Hattert

Maler- u. Lackierer-Innung AK

Michael Grünebach, Herdorf

Marcus Jung, Niederfischbach

Horst Klein, Birken-Honigsessen

Metall-Innung RLWW

Sascha Schwaderlapp, Niedersayn

Udo Schöffler, Herold

Produktvorstellung:

Sicherheitsschuhe mit Heizung

Unser Rahmenvertragspartner engelbert

strauss, entwickelte einen Winter-

Sicherheitsschuh der Klasse S3 mit

integriertem Heizsystem.

Die Sicherheitsschuhe „Thermic“ –

exklusiv bei engelbert strauss – halten

Ihre Füße während des gesamten

Arbeitstages angenehm warm. Wie bei

einer Heizung wird die Wärme gleichmäßig

an den Fuß abgegeben. 3 verschiedene

Wärme-Stufen ermöglichen

die individuelle Einstellung der Temperatur.

Die Akkupacks, die sich einfach

an den Winterstiefeln befestigen

lassen, versorgen das Schuhheizungs-

System mit der benötigten Energie.

Der Käufer hat die Wahl zwischen Batterie-

oder Akkubetrieb. Gesunde

Wärme: Durch das patentierte ic

Impulse Control System erzeugen

Therm-ic-Schuhheizungen nicht nur

angenehm wohlige sondern auch

gesunde Wärme. Sie regen auch

gleichzeitig die Blutzirkulation auf

natürliche Weise an. Berufsgruppen,

die überwiegend im Freien arbeiten,

profitieren besonders von dieser Entwicklung.

Die Idee stammt ursprünglich

aus dem Wintersportbereich. Für

eine bis zu 50 % bessere Wärmeisolierung

und 80 % besseren Feuchtigkeitstransport

als herkömmliches

Fleecematerial sorgt das Mali-Velours-

Innenfutter. Wärmekomfort mit

Sicherheit: Natürlich wird bei allem

Wärmekomfort die Sicherheit und das

Tragegefühl nicht außer Acht gelassen.

„Thermic“ ist ein Sicherheitsschuh

der Klasse S3, d. h. Stahlkappe, Stahlsohle,

hitzebeständig bis 140 ° C, öl-,

benzin-, säureresistent, antistatisch.

Weitere Informationen hierzu finden

Sie im Katalog von engelbert

strauss. Diesen können Sie unter

der Telefonnummer 0180/5776175

anfordern. Denken Sie daran bei

Ihrer Bestellung die Rahmenvertragsnummer

–8900- anzugeben.

Sie sparen dadurch weitere 3%

zuzgl. evtl. Skonto. Wo Sie die

Nummer eintragen steht im folgenden

Artikel.

Wollen Sie beim Bezug von Berufsbekleidung

Arbeitsschutz und Handwerksbedarf richtig sparen?

Wenn ja, nutzen Sie das Angebot der Rhein-Westerwald e.G. Durch ein Rahmenabkommen

mit dem Handwerksausrüster Engelbert Strauss erhalten Innungsmitglieder

bei jedem Einkauf 3% Nachlass zusätzlich zum eventuell gewährten

Skonto. Dies ist umso erfreulicher, da Strauss ansonsten außer Skonto keine

Rabatte gewährt.

Die günstige Einkaufsmöglichkeit bei Strauss kann durch Angabe der Bestell-

Nummer – 8900 – genutzt werden. Auch wenn Sie bereits Kunde sind, können

Sie problemlos die günstigen Rahmenkonditionen nutzen, indem Sie diese Nummer

angeben. Einen Katalog der Firma Strauss haben Sie mit der letzten Ausgabe

unseres Magazins „Brennpunkt Handwerk“ erhalten. Dort war die Nummer auf

dem Bestellformular bereits eingedruckt. Sollten Sie weitere Kataloge benötigen,

erhalten Sie diese von Engelbert Strauss unter der Telefonnummer 0180/5776175;

zudem finden sie das aktuelle Angebot im Internet unter www.engelbert-strauss.de.

Bitte beachten Sie, dass die Bestellnummer – 8900 – auch für zukünftige Kataloge

und Bestellungen gilt. Sollten Sie ein neutrales Bestellformular benutzen, tragen

Sie die Bestell-Nummer bitte wie auf dem Bild unten gezeigt ein. Haben Sie

noch Fragen, dann wenden Sie sich an Andreas Brobeck oder einen anderen Mitarbeiter

der Geschäftsstelle. (Telefon 02602/1005-0)


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 17

58. Internationale

Handwerksmesse München

Die 58. Internationale Handwerksmesse in München findet in der Zeit vom 16. bis

21. März 2006 statt. Die Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

führt wieder eine Gruppenfahrt durch vom

Die Fahrt in einem modernen Reisebus

beginnt am Donnerstag, 16.

März, 7.oo Uhr in Neuwied. Zusteigemöglichkeiten

bestehen in Willroth,

am ICE Bahnhof Montabaur. Am

frühen Nachmittag erreichen wir

München; somit bleibt auch am Anreisetag

genügend Zeit für eine erste

Stadterkundung.

Unser Hotel “Stachus” ist zentral gelegen

und bietet einen guten Ausgangspunkt

für den Aufenthalt. Im

günstigen Reisepreis von 220, e p. P.

(zzgl. MwSt) sind folgende Leistungen

enthalten: Die Fahrtkosten, ein

hier abtrennen und per Post oder Fax einsenden

16. bis 19 März 2006.

Mittagessen (ohne Getränk) auf der

Hinfahrt und drei Übernachtungen mit

Frühstück im Doppelzimmer. Wenn

Sie ein Einzelzimmer wünschen, bitten

wir um frühzeitige Reservierung,

da nur wenige Einzelzimmer zur Verfügung

stehen. EZ-Zuschlag 75, e p.

P. (zzgl. MwSt).

Für den Messebesuch steht ausreichend

Zeit zur Verfügung. Daneben

bestehen Möglichkeiten zur Besichtigung

der Münchner Sehenswürdigkeiten

wie z. B. dem Olympiagelände,

das Deutsche Museum, Theaterbesuche,

Stadtbummel usw. Zurück

Mit freundlichen Grüßen

Kurt Krautscheid Udo Runkel

Vors. Kreishandwerksmeister Geschäftsführer

geht es am Sonntag um 14.oo Uhr ab

dem Hotel “Stachus”.

Die genauen Abfahrtszeiten und Haltepunkte

werden Ihnen rechtzeitig

bekannt gegeben.

Es stehen nur eine begrenzte Anzahl

Plätze zur Verfügung. Wir bitten deshalb

bei Interesse um kurzfristige

Anmeldung. Diese berücksichtigen

wir in der Reihenfolge ihres Eingangs.

Ihr Vertragspartner ist die Rhein-

Westerwald e.G., Betzdorf. Haben Sie

Fragen? Informationen erhalten Sie

bei GF Udo Runkel Tel. 02631/ 94640.

Anmeldung zur 58. I.H.M. Einsenden per Post oder Fax an: 0 26 31/94 64 11

Hiermit melde(n) ich/wir ............ Personen verbindlich an.

Der Betrag in Höhe von (220,- e/p.P ggf. + EZ-Zuschlag von 75,- e p.P. zzgl. MwSt) soll nach Rechnungsstellung

abgebucht werden von meinem/unserem

Konto Nr. _______________________ bei Kreditinstitut___________________________ BLZ__________________ .

Ort, Datum

Unterschrift

An die

Kreishandwerkerschaft RWW

Langendorfer Straße 91

56564 Neuwied

Absenderanschrift/Stempel:

Name der einzelnen Teilnehmer:

1. Frau/Herr

2. Frau/Herr

3. Frau/Herr

4. Frau/Herr


Seite 18 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Machen Sie 2006 zu Ihrem Jahr!

Mit wirkungsvollem Marketing und pfiffiger Öffentlichkeitsarbeit

Über die heilsame Wirkung von gezieltem

Marketing fürs Handwerk ist in der

letzten Zeit viel geredet worden. Viel

passiert ist aber nicht. Dass etwas

getan werden muss, um langfristig die

Überlebensfähigkeit des Betriebes zu

sichern, ist den meisten Handwerkern

schon klar. Nur was? Fakt ist, dass das

Handwerk in Zukunft mehr denn je

unter Wettbewerbsdruck stehen wird.

Märkte und Kunden haben sich geändert.

Der Kunde wird immer anspruchsvoller

und ist durch die Medien, besonders

durch das Internet besser informiert

denn je. Um in diesem veränderten

Markt bestehen zu können, ist ein

wirkungsvolles Marketing in Kombination

mit gezielter PR dringend notwendig.

Denn was nützt es Ihnen, wenn Sie

auf Ihrem Gebiet einsame Spitze sind,

aber der viel schlechtere Kollege sich

geschickter in Ihrer Zielgruppe präsentiert?

Kennt Sie heute schon jeder, der

von Ihren Produkten oder Dienstleistungen

profitieren könnte? „Tue Gutes

und sprich darüber“, lautet eine alte

Weisheit der PR-Arbeit. Und das sollten

Sie im nächsten Jahr ausführlich

tun! Nutzen Sie die letzten Wochen des

Jahres und planen Sie Ihre Kommunikation

für das Jahr 2006. Dafür sollten

Sie Ihr Unternehmen, aber auch Ihre

Wettbewerber, kritisch untersuchen.

Rahmenvertrag mit Lexware

bringt Innungsmitgliedern 20% Rabatt

Lexware: wirksames Mittel gegen Bürokratie

Jetzt ist es amtlich: Die kleinsten

Unternehmen leiden am stärksten

unter den staatlich verordneten Aufgaben,

bestätigt nun die Bürokratiekostenstudie

des Bonner Instituts für

Mittelstandsforschung. An der Spitze

der Bürokratie-Hitliste stehen Zwangsaufgaben

im Zusammenhang mit den

Vorschriften zur Sozialversicherung.

Erschwerend kommen die häufigen

Änderungen von Gesetzen, deren

geringe Verständlichkeit

und

die Komplexität

der Regelungen

hinzu. Ab 01.

Januar 2006

kommt nun der

elektronische

Versand der Versicherungsmeldungen

und Bei-

Allein dadurch, dass Sie sich mit dem

Thema auseinandersetzen, können Sie

nur gewinnen. Finden Sie Antworten

z.B. auf folgende Fragen:

• Welche Ihrer Werbemaßnahmen

haben in diesem Jahr gut funktioniert,

welche weniger? Haben Sie überhaupt

was gemacht?

• Auf welchen Veranstaltungen, bei

welchen Sonderaktionen haben Sie

sich präsentiert? Und hat dann die

Presse darüber berichtet?

• Wie hat sich der Wettbewerb präsentiert,

welche Sonderaktionen konnten

Sie beobachten? Gibt es neue

Konkurrenz oder hat wieder wer aufgeben

müssen?

• Was hat sich generell am Markt verändert,

gibt es neue Trends?

• Haben sich Ihre Kunden anders verhalten

als sonst, vielleicht mehr oder

andere Dinge nachgefragt als früher?

Überhaupt: Wie genau kennen Sie Ihre

Kunden?

• Sind Ihre Preise noch marktgerecht?

Wann haben Sie das letzte Mal eine

Nachkalkulation gemacht?

Nehmen Sie sich auch ein bisschen

Zeit und überlegen Sie in Ruhe, wie

Sie sich nach Außen darstellen und

welche Punkte vielleicht verbesserungsfähig

wären. Als was sieht Sie

tragsnachweise zum Tragen. Mit Software

aus dem Hause Lexware ist die

Buchhaltung immer topaktuell und der

Unternehmer braucht sich nicht um

die permanenten Änderungen zu kümmern.

Die Rhein-Westerwald e.G. hat für

die Innungsmitglieder unserer

Kreishandwerkerschaft ein Rahmenabkommen

mit dem Finanzsoftware–Hersteller

Lexware geschlossen.

Das Freiburger Unternehmen

ist vor allem für seine

anwenderfreundlichen und preisgünstigen

Standardprodukte bekannt.

Das Rahmenabkommen

sieht vor, dass Mitgliedsunternehmen

unserer Kreishandwerkerschaft

auf die Finanz- und Lohnbuchhaltungssoftware

aus dem

Hause Lexware einen Rabatt von

der Kunde oder anders gefragt: Wie

möchten Sie wahrgenommen werden?

Haben Sie ein aussagekräftiges Logo,

das dafür sorgt, dass Ihre Firmenfahrzeuge,

Baustellenschilder oder Anzeigen

sofort ins Auge fallen? Sind Ihre

Mitarbeiter auf Baustellen aufgrund

ihrer bedruckten Arbeitskleidung sofort

zu erkennen?

Die Möglichkeiten, sich positiv vom

Wettbewerb abzuheben, sind unendlich

und können hier gar nicht abschließend

aufgeführt werden. Nicht

alles macht Sinn für jede Branche und

jeden Geldbeutel. Trotzdem sollten Sie

keine Scheu haben und damit beginnen.

Und zwar nicht als einmalige Aktion,

sondern planvoll und kontinuierlich.

Und damit langfristig Ihre Existenz

sichern. Denn die Zeiten, in denen der

Handwerker entspannt, und lediglich

mit einem Eintrag in den gelben Seiten

„bewaffnet“ auf seine Kunden warten

konnte, sind vorbei. Fangen Sie an

– jetzt!

Fragen zum Einsatz von wirkungsvollem

Marketing im Handwerk, beantwortet

Ihnen Frauke Krummeich,

(Krummeich Kommunikation) unter

02626/926525 und Andreas Brobeck,

(Rhein-Westerwald e.G.), unter

02602/100514.

bis zu 20% erhalten. Als weiteres

Bonbon stellt Lexware allen Mitgliedsunternehmen

auf Anfrage

Lernsoftware zum Thema Finanzund

Lohnbuchhaltung kostenlos

zur Verfügung.

Denn nicht jeder, der selbstständig ist,

hat automatisch ein Buchhalterzertifikat.

Anhand des interaktiven Lernprogramms

lernen Sie die Grundlagen der Finanzbuchhaltung

und Lohn- und Gehaltsabrechnung

kennen und können anschließend

Ihre eigene Buchhaltung organisieren.

Weitere Informationen zum Rahmenabkommen

sowie zur kostenlosen

Lernsoftware erhalten Sie von Frau Monika

Ott, Tel.: 01805 / 398018 oder per

Mail: Monika.Ott@hlsc.de. Fragen zum

Rahmenvertrag beantwortet Ihnen Andreas

Brobeck, Rhein-Westerwald e.G.,

unter 02602/100514.


Die Wüste Namib, die Namibia seinen

Namen gab, ist eine Wüste wie sie im

Buche steht: staubtrocken, fast ohne

Vegetation und brennend heiß. Bis an

den Horizont reihen sich die Dünen im

Namib Naukluft Nationalpark aneinander,

deren Farbe von dunklem

Braun über leuchtendes Rot bis zu sattem

Gelb wechselt. Am berühmten

Wüstenpunkt Sossusvlei türmen sie

sich bis zu 350 Metern hoch. Nur ab

und an zieht eine einsame Antilope ihre

Spur, duckt sich ein uralter Kameldornbaum

vor der gnadenlos sengenden

Sonne. Autofahrer sind ohne Allrad

verloren und ziehen eine kilometerlange

Staubfahne hinter sich her.

Sogar die einstmals reichste Stadt Afrikas,

Kolmankop, konnte sich nicht

gegen die Wüste wehren. In der verlassenen

Diamantenstadt steht der

Sand meterhoch in den Häusern. Verwehte

Läden, Theater und Schulen

sind zur Touristenattraktion geworden.

Reisetermin:

23.09. bis 03.10.2006

Reisepreis:

ab h 1.899,- p. P. im DZ

Veranstalter:

mundo-Reisen

in Verbindung mit

Rhein-Westerwald eG

Änderungen vorbehalten, es

gelten die AGB’s und Reisebedingungen

von mundo-Reisen

Namibia

Wunderbare Natur & Kultur

mit deutscher Geschichte

mit der Kreishandwerkerschaft

Rhein-Westerwald vom

23. September bis 3. Oktober 2006

Ihr Reiseprogramm...

1. Tag: Deutschland – Windhoek

Gegen Abend startet Ihr Flug nach Namibia.

2. Tag: Windhoek – Khomas-Hochland – Sossusvlei

Heute fahren Sie über den Remhoogtepass und

durch das wunderschöne Khomas-Hochland Richtung

Süden. Entlang des Namib Naukluft Parks

erreichen Sie anschließend die Sossusvlei-Lodge.

Übernachtung in der Lodge.

3. Tag: Sossusvlei – Sesriem-Canyon – Sossusvlel

In den kühlen Morgenstunden starten Sie Ihren Ausflug

zum Sossusviel, einer riesigen Lehmbodensenke,

die von den höchsten Dünen der Welt

umringt ist. Mit etwas Glück können Sie hier Antilopen,

Springböcke und Strauße sehen. Während

des Licht- und Schattenspiels des Snnenaufgangs

stellt dieser Teil der Erde einen außergewöhnlich

schönen und eindrucksvollen Platz dar. Das Frühstück

nehmen Sie als Picknick inmitten der höchsten

Sanddünen der Welt ein. Nach einer kurzen

Fahrt durch die Dünen besuchen Sie den Sesriem

Canyon, wo der Tsauchabfluss über Millionen von

Jahren eine tiefe Schlucht in den Sand-, Kies- und

Konglomeratschichten des Namib Randes gegraben

hat. Übernachtung in der Lodge.

4. Tag: Sossusvlei – Swakopmund

Nach dem Frühstück geht es zurück durch das

Khomas-Hochland und entlang der Namib-Wüste

nach Swakopmund. Unterwegs erleben Sie die

bizarre Mondlandschaft, ein zerrissenes, fast vegetationsloses

Felstal des Swakop-Flusses, welches

durch Erosion entstanden ist. Weiterhin sehen Sie

die einzigartige Welwitschia Mirabilis, deren

Hauptverbreitungsgebiet ein relativ schmaler Streifen

entlang der Namib Wüste bis nach Südangola

ist. Diese Pflanze kann bis zu 2000 Jahren alt

werden und kommt allein mit der Nebelfeuchtigkeit

aus. Die Straße führt immer weiter bergab

und erreicht in den beliebten Bade- und Ferienort.

Übernachtung im Hotel Hansa.

5. Tag: Swakopmund – Walvis Bay – Namib Wüste

– Swakopmund

Sie haben am Vormittag die Gelegenheit an einem

fakultativen Bootsausflug in der Hafenstadt Walfisch

Bucht teilzunehmen. Sie wird mit mehreren

kleinen Booten durchgeführt und von Ihrem Rei-

seleiter begleitet. Auf dem Boot werden Sekt und

frische Austern gereicht. Abfahrt vom Hotel ist ca.

gegen 8:30 Uhr und Rückkehr ca. gegen 12:30.

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Übernachtung

im Hotel.

6. Tag: Swakopmund – Henties Bay – Twyfelfonte

Heute verlassen Sie Swakopmund und fahren an

der Küste entlang, über Wlotzkasbaken und Henties

Bay zu den Robbenkolonien beim Kreuzkap.

Hier leben 80 000 bis 150 000 Pelzrobben, auch

Seelöwe oder Ohrenrobbe genannt. Kreuzkap ist

auch von historischem Interesse, denn hier betrat

Diego Cao im Jahre 1486 als erster Europäer namischen

Boden und errichtete im Namen Portugals

ein 2 m hohes Steinkreuz. Das Originalkreuz befindet

sich heute in einem Berliner Museum. Danach

geht die Reise in den Nordwesten Namibias, in

das Damaraland. Ihre Route führt via Uis, an dem

Brandberg Massiv vorbei nach Twyfelfontein.

Übernachtung in der Twyfelfontein Lodge o.ä..

7. Tag: Twyfelfontein – Etoscha Nationalpark

Heute geht die Fahrt in das Wildparadies Namibias,

den Etoscha Nationalpark. Der Park wurde

1907 von Gouverneur von Lindequist als Nationalpark

proklamiert und bedeckt heute ein Gebiet

von 22 270 Quadratkilometern. Der Blickfang des

Parks ist die Etoscha Pfanne, eine salzverkrustete

Fläche, die 129 km lang und 104 km breit ist.

Gleich nach der Ankunft im Park unternehmen Sie

Ihre erste Pirschfahrt. Unterwegs zur Etoscha Pfanne

besuchen Sie den Versteinerten Wald, wo Sie

die etwa 200 Millionen Jahre alten Überreste von

Baumstämmen vorfinden. Übernachtung in der

Okaukuejo Lodge o.ä..

8. Tag: Etoscha Nationalpark

Den ganzen Tag über unternehmen Sie Wildbeobachtungsfahrten

im Park in Ihrem Reisebus, der

mit Schiebefenstern ausgestattet ist und besuchen

verschiedene Wasserstellen. Im Etoscha

Nationalpark findet man große Herden an Wildarten,

die einzigartig für das südliche Afrika sind,

wie beispielsweise verschiedene Antilopenarten,

Giraffen, Zebras und mit etwas Glück auch Löwen

und Nashörner. Auch für den Vogelfreund bietet

sich hier die Gelegenheit, eine Vielzahl von Vogelarten

zu beobachten. Kurz vor Sonnenuntergang

verlassen Sie den Park durch das Von-Lindequist-


Tor an der Ostgrenze und fahren zu der nahegelegenen

Mokuti Lodge. Übernachtung.

9. Tag: Etoscha Nationalpark – Otjikotosee –

Tsumeb – Otjiwarongo

Am Vormittag unternehmen Sie weitere Pirschfahrten

im Park und verlassen dann den Etoscha

Nationalpark in südliche Richtung. Kurz vor Tsumeb

machen Sie einen Abstecher zum mysteriösen

Otjikotosee. Der kreisrunde See entstand, als

die Decke einer riesigen Dolomithöhle einstürzte.

Der Otjikotosee formt, zusammen mit dem nahegelegenen

Guinassee, Teil eines großen unterirdischen

Wassersystems, das bis heute noch nicht

voll erforscht ist. Im ersten Weltkrieg versenkten

hier die deutschen Truppen ihre schweren Waffen

und Transportfahrzeuge, ehe sie sich ergaben. In

der Minenstadt Tsumeb werden Sie das Museum

besuchen, wo Sie Wissenswertes über die interessante

Geschichte des Ortes und seiner Umgebung

erfahren können. Ihre Reise geht weiter über

den landschaftlich sehr schönen Otavi-Tsumeb-

Pass und das kleine Städtchen Otjiwarongo, das

Mittelpunkt eines der landwirtschaftlich reichsten

und fruchtbarsten Gebiete Namibias ist. Übernachtung

in der Otjibamba Lodge o.ä..

10. Tag: Otjiwarongo – Khomas-Hochland – Windhoek

– Deutschland

Im kleinen Städtchen Okahandja besuchen Sie

den beliebten Markt der Kavango Holzschnitzer.

Vielleicht möchten Sie hier ein handgeschnitztes

Souvenir erstehen? Auf der reizvollen Strecke

durch das Herzland der Farmen lassen Sie die

schroffen Berge des Khomas-Hochlands sowie

die steilen Vorberge des Otjihavera-Gebirges hinter

sich und passieren die Eros-Berge. Schließlich

erreichen Sie wieder Windhoek, den Ausgangspunkt

Ihrer Reise. Rückflug nach Deutschland.

11.Tag: Ankunft in Deutschland

Am Vormittag erreichen Sie wieder den Flughafen

Frankfurt/Main.

VERLÄNGERUNG KAPSTADT:

10.Tag: Windhoek – Kapstadt

Frühstück. Dann erfolgt der Transfer zum internationalen

Flughafen von Windhoek, rechtzeitig

Unser Sonderpreis für Mitglieder:

Einzelzimmer-Zuschlag e 325,-

zum Check-In für Ihren Weiterflug nach Kapstadt.

Nach Ankunft Transfer zu Ihrem Hotel. Abendessen

und Übernachtung.

11. Tag: Kapstadt / Stadtrundfahrt

Frühstück im Hotel. Den Morgen haben Sie zur

freien Verfügung, um sich zu entspannen. Am

Nachmittag startet Ihre Stadtrundfahrt, bei der Sie

die Schönheiten der Stadt kennen lernen. Bei

gutem Wetter fahren Sie mit der Seilbahn auf den

Tafelberg, von wo aus Sie den atemberaubenden

Blick über das Kap genießen können. Anschließend

erwartet Sie mit dem Sonnenuntergang,

den Sie mit einem kleinen Cocktail auf dem Signal

Hill beobachten, ein ganz besonderer Augenblick.

Abendessen und Übernachtung in Kapstadt.

Erstes Ziel ist die Shopping- und Flaniermeile Victoria

& Alfred Waterfront in der Tafelbucht: Vom

ältesten Teil der Hafenanlagen mit seinen liebevoll

restaurierten Gebäuden und Restaurants

genießen Sie die Aussicht auf den Tafelberg, den

Sie sowohl mit der Seilbahn, als auch per pedes

erklimmen können. Der Panoramablick von oben

ist unschlagbar. Von der Waterfront aus starten

Boote zum Alcatraz Südafrikas, der Gefängnisinsel.

Kapstadt vom Wasser

12. Tag: Kapstadt / Ganztagesausflug in die

Weinanbaugebiete

Nach dem Frühstück fahren Sie in das Weinanbaugebiet

Südafrikas. Überzeugen Sie sich bei

einer Weinprobe selbst vom hohen Qualitätsstandard

südafrikanischer Weine. In den historischen

Orten Paarl und Franschoek, sowie im Zentrum

des Weinlandes, dem Provinzstädtchen Stellenbosch,

können Sie die noch ursprüngliche niederländische

Lebensart genießen. Mittagessen

unterwegs. Übernachtung in Kapstadt.

Winelands: Fest für Auge und Gaumen

15 Kilometer südlich von Kapstadts City, in dem

exklusiven Vorort Constantia, beginnt das Weinland

Südafrika. Die Constantia Wine Route verbindet

die ältesten Weingüter Südafrikas. Sie liegen

in malerischer Landschaft und besitzen zum

g 1.899,-

VORAB BUCHBAR:

• Mahlzeitenpaket (8x Frühstück, 6x Mittagessen) p.P. e 109,–

• Reiserücktrittskostenversicherung p.P. e 39,–

• Verlängerung Kapstadt:

4 Nächte im 4-Sterne Hotel inkl. Frühstück p.P. e 279,–

Einzelzimmerzuschlag p.P. e 149,–

Ausflugspaket p.P. e 159,–

IM PREIS EINGESCHLOSSEN:

• Linienflug mit Air Namibia (oder vergleichbare Fluggesellschaft) von Frankfurt/Main

nach Windhoek und zurück

• Empfangs-Cocktail mit Informationen über Land & Leute am Ankunftstag in der Lodge

• 8 Übernachtungen in Hotels der einfachen bis gehobenen Mittelklasse im Doppelzimmer

mit Bad/Dusche und WC

• Transfers im klimatisierten Reisebus gemäß Ausschreibung

• Alle gemäß dem Programm anfallenden Eintrittsgelder

• Alle Flughafensteuern und -gebühren

• Ausführliche Reiseunterlagen inkl. Reiseführer

• Reisepreis-Sicherungsschein

• Örtliche Deutsch sprechende Reiseleitung

• Infoabend

Anmeldung über: Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

Langendorfer Straße 91 · 56564 Neuwied

Telefon 0 26 31/94 64-0 · Telefax 0 26 31/94 64 11

Teil uralte, herrliche kapholländische Häuser. Die

meisten bieten Wein-Verkostungen und Kellerführungen

an und haben erstklassige Restaurants

Das Weingut Zevenwacht

Top-Adressen: Groot Constantia, das älteste Weingut

Südafrikas, Buitenverwachting, Klein Constantia

und Constantia Uitsig. Hier werden vor

allem die Rebsorten Shiraz, Cabernet Sauvignon,

Pinotage (eine südafrikanische Kreuzung aus Pinot

Noir und Cinsaut), Riesling und Chardonnay angebaut.

13. Tag: Kapstadt / Ganztagesausflug Kap der

guten Hoffnung

Frühstück. Die Panoramafahrt führt Sie von Kapstadt

an der Westküste der Halbinsel entlang, ehe

Sie das „Kap der guten Hoffnung“ erreichen. Hier

haben Sie eine ausgezeichnete Sicht über das

Meer und die Kap – Halbinsel. Sie fahren weiter

nach Simon’s Town, dem Schulungsort der Kriegesmarine

mit seinen historischen Bauten. Danach

geht die Fahrt zurück nach Kapstadt, wo Sie noch

den Botanischen Garten besuchen. Am Abend

genießen Sie in einem typisch südafrikanischen

Lokal an der berühmten Waterfront in Kapstadt

die Spezialitäten des Landes. Übernachtung im

Hotel.

14. Tag: Rückflug nach Deutschland

Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen von

Kapstadt und Rückflug nach Deutschland.

16. Tag: Ankunft in Deutschland

Heute landen Sie wieder in Deutschland.

GUT ZU WISSEN...

Hotels:

Bei den Unterkünften handelt es sich

um landestypische Hotels und Lodges

der Mittelklasse. Teilweise sind die Lodges

einfach aber zweckmäßig ausgestattet.

Andere hingegen verfügen über

eine sehr komfortable Einrichtung.

Gemeinsam ist ihnen allen der typisch

namibische Stil und die Freundlichkeit

des Personals.

Klimatabelle:

Folgende durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen

werden in den

genannten Monaten erfahrungsgemäß

erreicht.

Ziel Sep. Okt. Nov.

Windhoek 25°C 29°C 29°C

Einreisevorschriften:

Deutsche Staatsbürger benötigen zur

Einreise nach Namibia einen noch min.

6 Monate über den Rückreisetermin

hinaus gültigen Reisepass.

Gesundheitsvorsorge:

Es sind keine Impfungen für Namibia

vorgeschrieben. Das Land verfügt über

eine ausreichende medizinische Infrastruktur.

Bitte befragen Sie Ihren Hausarzt,

welche Impfungen/Prophylaxen er

für diese Reise empfiehlt.


Seite 22 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Haftung bei

schlampigem Umgang mit Daten

Der fahrlässige Umgang mit Unternehmensdaten

kann zukünftig teuer

werden. Nach einem veröffentlichten

Urteil des Oberlandesgerichtes Hamm

wurde einem Betrieb 14.000 Euro

Schadenersatz verweigert, weil es bei

der Datensicherung im eigenen Unternehmen

nur unzureichend vorgegangen

ist.

Der Betrieb hatte einen Computer-

Reparaturdienst beauftragt, nach dem

Grund für eine Fehlermeldung zu

suchen. Dabei war der Server abgestürzt

und so Daten gelöscht worden.

Da der Betrieb seine Daten noch nicht

einmal monatlich gesichert hatte,

waren Teile der Daten unwiederbringlich

verloren. Nach Ansicht des

Gerichts hätte die Sicherung täglich

erfolgen müssen, die Vollsicherung

mindestens einmal wöchentlich. Das

Verhalten des IT-Verantwortlichen

bezeichnete das Gericht als "blauäugig"

und lehnte deshalb Schadenersatzansprüche

gegen den Reparaturdienst

ab (OLG Hamm, AZ 13 U

133/03).

Das Gericht hat mit diesem Urteil einen

Präzedenzfall geschaffen: Entspricht

die IT-Sicherheit im Unternehmen nicht

dem Stand der Technik, kann den IT-

Verantwortlichen eine Mitschuld am

Schaden zugesprochen werden. Auch

in anderen Fällen haben Gerichte

bereits gegen betroffene Unternehmen

entschieden. Dabei war nicht nur die

mangelhafte Datensicherung wie im

Fall Thema der Verhandlung, sondern

auch die grob fahrlässige Weiterverbreitung

von Viren und Würmern. Denn

wer sich nicht um Virenschutz kümmert,

kann haftbar gemacht werden.

Für den IT-Verantwortlichen in einem

Unternehmen kann ein solches Verhalten

gravierende Folgen haben. Nach

dem Gesetz haftet er gegenüber seinem

Unternehmen wegen einer positiven

Verletzung des Arbeitsvertrages.

Dieses Verhalten kann eine Abmahnung,

im wiederholten Falle sogar die

Kündigung nach sich ziehen. Auf der

sicheren Seite steht nur derjenige, der

mit der Unternehmensleitung Sicherheitsrichtlinien

aufstellt, die konkrete

Handlungsanweisungen vorsehen. Wer

keine Ressourcen zur Sicherung der

Firmendaten hat und hiermit einen

Dienstleister beauftragt, sollte auch

hier eindeutige vertragliche Regelungen

mit Haftungszuweisungen treffen.

Verhindern Sie Schadensfälle, bevor

es zum Schlimmsten kommt:

• Spielen Sie regelmäßig alle Sicherheitsupdates

für Browser, Betriebssystem

und andere Software ein,

• schützen Sie sich gegen Viren,

• organisieren Sie eine regelmäßige

Datensicherung.

(Stefan Gehrke; www. mcert.de).

Verrechnungen von

Leistungen eines Lehrlings

Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, stehen

bei der Gestaltung ihrer Rechnungen

oftmals vor der Frage, welche Stundenverrechnungssätze

zu berücksichtigen

sind, wenn die Auszubildenden

„produktiv” eingesetzt werden. Eine

generelle Regelung gibt es nicht, sodas

es oft zu Meinungsverschiedenheiten,

ja sogar zu gerichtlichen Auseinandersetzungen

kommen kann.

Bei Betrieben mit mehreren Dutzend

Beschäftigten ist es oftmals üblich, die

Kosten für die Lehrlinge in den Gemeinkosten

der Facharbeiter unterzubringen.

Die Kosten, die durch den Einsatz

der Auszubildenden entstandenen sind,

werden so nicht gesondert ausgewiesen.

Bei kleineren Betrieben dagegen

werden diese Kosten direkt verrechnet.

Nach einem (zwischenzeitlich aufgehobenen)

Erlass des Bundesministeriums

für Wirtschaft und Finanzen aus

dem Jahr 1972, konnten bei öffentlichen

Aufträgen folgende Grundbeträge

des jeweiligen Facharbeiter- bzw.

Gesellenlohnes angesetzt werden:

1. Lehrjahr: 45 %;

2. Lehrjahr: 55 %;

3. Lehrjahr: 65 %

Dies war offensichtlich sehr praxisnah;

daher ist diese Verrechnung von weiten

Teilen der Handwerkerschaft auch

gegenüber privaten Auftraggebern

übernommen worden und findet heute

noch seine Anwendung.


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 23

Suchen Sie Aufträge?

Online fischen und den dicken Fang machen!

Es ist wie beim Angeln: Alle fischen

nach dem großen Auftrag. Um Ihrem

„Anglerglück“ auf die Sprünge zu

helfen, stellen wir Ihnen als eine

Form der elektronischen Ausschreibung

das ausschreibungs-abc

vor. Das Ausschreibungs-abc ist die

bundesweite Plattform für Ausschreibungen

der Landesausschreibungsblätter

und Staatsanzeiger in

Zusammenarbeit mit dem Bundesausschreibungsblatt.

Es sind ständig

etwa 7.000 aktuelle Ausschreibungen

zur Recherche verfügbar.

Die Möglichkeit besteht, eines oder

mehrere Verlagsangebote zu abonnieren.

Teilweise stehen auch Vergabeunterlagen

zum download zur

Verfügung.

Wer bei Ausschreibungen in Zukunft

im Rennen bleiben möchte, muss sich

mit der elektronischen Vergabe

beschäftigen. Denn die Privatwirtschaft

verlagert immer größere Teile

ihrer Beschaffung ins Internet. Und

öffentliche Stellen müssen laut EU-

Plan bis 2010 die Auftragsvergabe von

Papier komplett auf Internet umstellen.

Höchste Zeit für Handwerksbetriebe,

sich auf die Online-Vergabe einzustellen.

Die Europäische Union forciert

die Umstellung des Vergabeverfahrens

von Papier auf digitale Daten.

Ab Februar 2006 müssen die Kommunen,

Länder und staatlichen Stellen

der Mitgliedsstaaten beginnen,

öffentliche Aufträge elektronisch zu

vergeben. Ab 2010 schließlich soll die

elektronische Vergabe oder E-Vergabe

die Regel sein.

Das Angebot

Handwerksbetriebe kommen durch die

Recherche im Ausschreibungs-abc

schneller an die Information über

öffentliche Aufträge und haben mehr

Zeit für das Bearbeiten der Angebote.

Auf der Plattform www.ausschreibungs-abc

sind die öffentlichen

Bekanntmachungen nach VOB, VOL

und VOF aus allen 16 Bundesländern

eingestellt. Die Handwerker können

wählen, ob sie nur eine Region, mehrere

Regionen oder das Gesamtangebot

nutzen wollen. Im Gesamtangebot

sind auch die deutschsprachigen Ausschreibungen

aus der Datenbank der

Europäischen Union enthalten. Da in

den Medien der beteiligten Ausschreibungsdienstleister(Staatsanzeiger

und Ausschreibungsverlage) in

der Regel die Originärveröffentlichung

stattfindet,

sind die Abgabetermine

der Vergabestelleoptimal

auf den Einstellungstermin

im Ausschreibungs-abcabgestimmt.

In anderen

Medien wird

zum Teil erheblich

später veröffentlicht,

was die

Bewerbungsfrist

für Bietinteressentenentsprechend

verkürzt.

Die Bekanntmachungstexte

sind für Handwerker auf

verschiedene Arten zugänglich. Eine

Variante: der Betrieb hinterlegt ein

Suchprofil und bekommt die zutreffenden

Texte per E-Mail oder Fax am

Erscheinungstag zugeschickt. In einer

anderen Variante kann aber auch aktiv

einmal oder mehrmals die Woche

recherchiert werden. Dazu können bis

zu 10 verschiedene Suchprofile fest

hinterlegt werden. Die Ordnung nach

Schlagworten nach dem Waren- und

Dienstleistungscode der EU ermöglicht

es dabei, die Suchmaske sehr

zielgenau einzustellen – z. B. auf einzelne

Bundesländer oder PLZ-Bereiche.

Jährlich werden weit über

100.000 Gewerke/Leistungen und

damit konkrete Auftragschancen im

Ausschreibungs-abc veröffentlicht.

Nach Einsicht in den Bekanntmachungstext

können in vielen Fällen

auch die Vergabeunterlagen am Bildschirm

abgerufen werden. Damit bietet

die Plattform einen besonderen

Service, da vor dem Bestellvorgang

die Vergabeunterlagen im Lesemodus

ohne Mehrkosten eingesehen werden

können. Überflüssige Bestellungen

gehören so weitgehend der Vergangenheit

an. Die Vergabeunterlagen

werden anschließend zu einem um

mindestens 50% reduzierten Preis herunter

geladen. Dazu steht das Softwarewerkzeug

abc-cockpit auf der

Plattform zum installieren beim Bietinteressenten

bereit. Mit abc-cockpit

kann das Angebot am Bildschirm

bearbeitet werden, sofern die Vergabestelle

bearbeitbare Dateien bereitgestellt

hat.

Ein integriertes Ausfüllprogramm für

das Leistungsverzeichnis der VOB-

Ausschreibungen erleichtert die Arbeit

für Handwerker die keine eigene Kalkulationssoftware

haben. Die Angebotsabgabe

kann entweder herkömmlich

in Papierform oder, falls die

Vergabestelle dies zugelassen hat,

auch elektronisch erfolgen. Die elektronische

Angebotsabgabe ist für den

Handwerker sehr schnell und kostengünstig.

Allerdings benötigt er dazu

noch ein Kartenlesegerät und eine Signaturkarte

für die qualifizierte elektronische

Signatur. In stark zunehmender

Zahl stehen die Vergabeunterlagen

elektronisch im Ausschreibungsabc

bereit.

Weitere Informationen: ausschreibungs-abc-GmbH;

Breitscheidstraße

69; 70176 Stuttgart; Tel: 0711/

66601-491; Fax: 0711/66601-86

Auszug aus den Vorteilen die das

Ausschreibungs-abc für den Handwerker

bietet:

1. Er hat kostenlose Einsicht in das

Leistungsverzeichnis. 2. Ihm bieten

sich über 100.000 Auftragschancen

für Handwerk und Dienstleistung im

öffentlichen Bereich. 3. Er erzielt

schnelle Rechercheergebnisse bei

über 90 % Zeitersparnis gegenüber

der herkömmlichen Suche in den

Papierausgaben. 4. Im Ausschreibungs-abc

finden sich nur originär von

den Vergabestellen veröffentlichte

Bekanntmachungen. Weitere Vorteile

finden Sie im Internet unter www.ausschreibungs-abc.de


Seite 24 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Preisänderung beim Pauschalpreisvertrag

Pauschalverträge sind häufig Gegenstand

von gerichtlichen Auseinandersetzungen.

Der Auftraggeber beruft

sich in der Regel darauf, dass der Preis

unverändert sei, egal, welche Leistung

der Auftragnehmer dafür erbringt. Der

Auftragnehmer seinerseits möchte,

wenn unvorhergesehene oder zusätzliche

Leistungen erforderlich werden,

hierfür eine gesonderte Vergütung.

Die Rechtsprechung unterscheidet

zwei Preistypen. Der sog. Detailpauschalpreisvertrag

und der Globalpauschalpreisvertrag.

Während beim

Detailpauschalpreisvertrag der pauschalierten

Preisbildung ein detailliertes

Leistungsverzeichnis zugrunde

liegt, wird beim Globalpauschalpreisvertrag

die Leistung in der Regel nur

auf der Grundlage einer funktionalen

Leistungsbeschreibung beschrieben.

Hier geht der Auftragnehmer das Risiko

ein, nicht kalkulierte Leistungen

erbringen zu müssen.

Das OLG Düsseldorf hatte einen Pauschalpreisvertrag

zu prüfen, bei dem

der Bauvertrag ein detailliertes Leistungsverzeichnis

enthielt. Der Auftraggeber

verlangte nachträglich die

Ausführung zusätzlicher Leistungen.

Diese waren im Leistungsverzeichnis

nicht enthalten. Die vom AN gestellte

Nachtragsforderung lehnte der AG

unter Verweis auf den Pauschalpreis

ab. Des Weiteren behauptete er, die

Leistungen seien ohnehin im Leistungsverzeichnis

enthalten, ohne dies

allerdings näher darzulegen.

Das Gericht hat deutlich klargestellt,

dass durch den Pauschalpreis nur die

Leistungen abgegolten sind, die durch

Auslegung der vertraglichen Leistungsbeschreibung

geschuldet sind.

Später geforderte Zusatzarbeiten werden

vom Pauschalpreis nicht erfasst.

Der Auftraggeber muss sie gesondert

vergüten. Wenn bei einem Pauschalpreis

die geschuldete Leistung durch

ein Leistungsverzeichnis näher

bestimmt wird, kommt es für die

Abgrenzung zwischen den vertraglich

geschuldeten und den zusätzlichen Leistungen

darauf an, ob die zusätzliche

Leistung in der Leistungsbeschreibung

bereits enthalten ist. Nur dann, wenn

das Leistungsziel (funktional) im Vordergrund

steht und es den Parteien

nicht auf die Beschreibung der einzelnen

Leistungen ankommt, der Leistungsumfang

also pauschaliert wurde,

findet eine Anpassung des Pauschalpreises

nicht statt. Auch beim Pauschalpreisvertrag

ist also entscheidend,

welche Vereinbarungen der Preisbil-

dung zugrunde liegen. Der Auftragnehmer

schuldet nur das, was in der

Leistungsbeschreibung angegeben ist.

Ergeben sich später Änderungen, auch

wenn diese nur geringfügig sind, lösen

diese einen zusätzlichen Preisanpassungsanspruch

aus. (OLG Düsseldorf,

09.12.2003, 23 U 220/02) - RA Stefanie

Theis, Mainz theis@theis heukro dt

bauer de

Impressum auf

privaten Websites

Auch auf privaten Websites muss das

Impressum deutlich sichtbar sein.

Sonst drohe ein Rechtsstreit, so die in

München erscheinende Zeitschrift «PC

Professionell» (Ausgabe 03/2005). Zum

Beispiel sollte das Impressum von jeder

einzelnen Seite her aufrufbar sein.

Außerdem sollte der entsprechende

Link nicht nur mit «Kontakt», sondern

mit «Impressum» gekennzeichnet sein.

Zu den notwendigen Angaben im

Impressum einer privaten Website zählt

laut dem Magazin der Name des Inhabers

der Website sowie dessen

Wohnanschrift. Bei juristischen Personen,

zum Beispiel einer GmbH oder

einer AG, müssen demnach auch die

so genannten Vertretungsberechtigten,

das Handelsregister, bei dem das

Unternehmen eingetragen ist sowie die

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

angegeben werden.


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 25

EQJ – Sonderprogramm Türöffner zur Lehre im Handwerk

Das Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung

Jugendlicher ist Teil des

Paktes für Ausbildung. Mit diesem Programm

soll Jugendlichen bis 25 Jahren,

die ohne Ausbildungsplatz geblieben sind,

eine Perspektive geboten werden. In diesen

Fällen werden ausbildungsvorbereitende

Praktika mit einer Dauer von 6 bis

12 Monaten durch einen Zuschuss von

192 Euro zum (Netto-) Unterhalt des Praktikanten

gefördert. Auch werden die entsprechendenGesamtsozialversicherungsbeiträge

bis zur Höhe von 102 Euro

übernommen. Gleiches gilt auch generell

für Jugendliche, die noch nicht in vollem

Maße über die erforderliche Ausbildungsbefähigung

verfügen.

Das Sonderprogramm Einstiegsqualifizierung

Jugendlicher bietet verschiedene

Vorteile:

• Betriebe können potentiellen Nachwuchs

kennen lernen und jenseits des

Schulzeugnisses auswählen

• Es entstehen Einstiegsmöglichkeiten

für Betriebe, die bisher nicht ausgebildet

haben

• Für die Tätigkeitsbereiche des Praktikanten

bestehen flexible Gestaltungsmöglichkeiten

• Es bieten sich Chancen für benachteiligte

Jugendliche und die Möglichkeiten

des Imagegewinns für das Unternehmen

Voraussetzung für die Förderung ist der

Abschluss eines Praktikumvertrages

zwischen dem Arbeitgeber und dem

Jugendlichen sowie die Beantragung bei

der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit.

Eine Kopie dieses Antrages ist bei der

Handwerkskammer vorzulegen.

Die Lerninhalte und Tätigkeiten während

der EQJ-Zeit sind eng an die Ausbildungsberufe

geknüpft. Die Handwerksorganisation

hat zur praktischen Durchführung

bisher mehr als 60 Qualifizierungsbausteine

entwickelt. Diese sollen

den nahtlosen Übergang vom Praktikum

in eine Ausbildung gewährleisten. Im Einzelfall

kann auf Antrag des Betriebes die

Dauer der EQJ auf die anschließende Ausbildung

angerechnet werden.

Am Ende der Einstiegsqualifizierung stellt

der Betrieb dem Praktikanten ein Zertifikat

über die erworbenen Qualifikationen

aus, das von den Kammern anerkannt

wird. So wird eine Aufwertung des Praktikums

und vor allem eine Verkürzung

späterer Ausbildungszeiten durch

Anrechnung des Praktikums um bis zu

6 Monate angestrebt.

Das Sonderprogramm Einstiegsqualifizierung

Jugendlicher endet am

31.12.2007. Förderungen werden letztmalig

am 31.12.2006 bewilligt.

Die Laufzeit des Qualifizierungsvertrages

kann zwischen sechs und zwölf Monaten

betragen.

249 EQJ-Verträge wurden seit der Einführung

dieses Programmes im Oktober

vergangenen Jahres bei der HwK Koblenz

registriert. Und das Programm hat sich in

der Praxis bewährt. Dies zeigt die deutlich

geringe Abbruchquote, die bei 16,8

Prozent liegt. 172 junge Leute haben

inzwischen die EQJ beendet. Für 95 von

ihnen hat sich diese Zeit in jeder Hinsicht

gelohnt – sie wurden im Anschluss an das

Praktikum in ein Lehrverhältnis übernommen.

Einige sind noch unentschlossen,

andere möchten im Anschluss eine

schulische Laufbahn einschlagen, manch

einer meint nach der EQJ, für diesen Beruf

doch nicht geeignet zu sein und strebt

eine andere Ausbildung an.

Informationen zu EQJ bei der Handwerkskammer

Koblenz, Tel.: 0261/398-

323, email: aubira@hwk-koblenz.de

So verliert der Winter seine Schrecken – Tips Ihrer KFZ-Innung

Die richtige Vorbereitung für mehr Verkehrssicherheit im Winter

Schnee- oder eisbedeckte Straßen

gehören für viele Autofahrer immer noch

zu den Schreckensvisionen eines langen

und harten Winters. Hinzu kommen

plötzlicher Schneebruch auf bewaldeten

Straßen sowie Schneeverwehungen

auf freien Strecken, die selbst „winterfeste“

Vielfahrer vor Probleme stellen.

Ein winterlicher Autofahrertag kann aber

auch weniger dramatisch beginnen. Wer

morgens aus dem Haus kommt und sein

Auto unter einer dicken Schneehaube

oder Eisschicht wieder findet, benötigt

bereits jetzt ein Minimum an Hilfsmitteln,

um sorglos starten zu können. So

gehören Handschuhe, ein stabiler Eiskratzer,

ein Handfeger, Enteisungsspray

für Scheiben und Türschlösser, Überbrückungskabel,

Abschleppseil - oder

besser noch Abschleppstange - sowie

Frostschutz für die Scheibenwaschanlage

ins Auto bzw. die Manteltasche. Bei

Fahrten ins Gebirge oder besonders

schneereiche Regionen sind Schneeketten

oftmals die letzte Rettung, manchmal

sogar zwingend vorgeschrieben. Leider

ist es auch heute noch keine Selbstverständlichkeit,

dass spätestens Ende

Oktober Winterreifen mit mindestens vier

Millimetern Profiltiefe aufgezogen werden,

der Frostschutz im Kühlwasser-

kreislauf sowie in der Waschanlage überprüft

und die Beleuchtung auf einwandfreie

Funktion gecheckt werden. Wer auf

Nummer Sicher gehen will, findet im Kfz-

Meisterbetrieb den kompetenten

Ansprechpartner für die richtige Winterausrüstung.

Nachdem Türen, Lampen und Blinker

sowie die Scheiben rundum vom Schnee

oder Eis befreit sind, kann es losgehen.

Aber aufgepasst: Niemals versuchen,

die kalten Scheiben auch bei hartnäckigster

Vereisung mit heißem Wasser

aufzutauen. Ein Bruch des Glases

wäre aufgrund der extremen Temperaturunterschiede

die unausweichliche

Folge. Auch die Umluftschaltung der Heizung

zur schnelleren Innenraumerwärmung

sollte nur ganz kurz zum Einsatz

kommen. Ansonsten beschlagen die

Scheiben schnell von innen. Während

der ersten Meter nach dem Start bei freier

Strecke unbedingt eine Bremsprobe

machen, um die Haftung der Reifen zu

überprüfen. Anschließend die Fahrweise

den winterlichen Straßenverhältnissen

anpassen. Dies bedeutet:

• Erhöhung des Sicherheitsabstands

zum Vordermann, um rechtzeitig und mit

Gefühl bremsen zu können.

– Anzeige –

• Abruptes Bremsen oder Lenken vermeiden,

um nicht ins Schleudern zu

geraten.

• Vorausschauend fahren, um wechselnde

Straßenbeläge zu erkennen.

• Vorsicht auf Brücken, Hochebenen und

Waldschneisen.

Achtung: Allradantrieb und elektronische

Fahrhilfen verkürzen auf keinen

Fall den Bremsweg.


Angebot für betriebliche

Fortbildungen und Veranstaltungen

Sie sind ein Handwerksbetrieb,

der Räume sucht, in denen Sie

ungestört mit Ihren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern eine

Fortbildung oder Tagung durchführen

können? Sie suchen für

Ihren Verein Räumlichkeiten für

Veranstaltungen?

Wir haben die Lösung!

Das Forstliche Bildungszentrum

Rheinland-Pfalz (FBZ) steht neben

Kunden aus den Landesforsten allen

Handwerkern, Unternehmen, Vereinen

und interessierten Bürgern als

Seminar- und Veranstaltungshaus

offen. Wir bieten Ihnen eine räumliche

und technische Ausstattung, die

eine zeitgemäße Fortbildung gewähr-

Internetsurfen

mit VR-Web DSL

bis 500 MB kostenlos.

Bis 500 MB surfen Sie jeden Monat

kostenlos und das bei Download-

Geschwindigkeiten von 1024 Kbit/s,

2048 Kbit/s und 6016 Kbit/s. Es sind

lediglich die monatlichen VR-Web DSL

Anschlussgebühren zu bezahlen. Wer

tatsächlich mehr als 500 MB surft, wird

in der günstigen Flatrate eingestuft:

Surfen so viel man will für 9,90 EUR.

Während des Aktionszeitraums bis

31.12.2005 erhalten Neuanmelder ein

kostenloses DSL-Modem, außerdem

fällt keine Einrichtungsgebühr an.

Zusammen mit einem großen Paket

an Zusatzleistungen, wie z.B. 10 E-

Mailadressen, eine eigene Homepage

und sicherer Schutz vor Viren und

Spam, als zusätzlichen Anreiz. Die VR-

Web DSL Anschlussgebühr beträgt je

nach DSL-Geschwindigkeit ab 16,90

EUR monatlich. Weitere Informationen

in allen Geschäftsstellen der Westerwald

Bank oder besuchen Sie uns im

Internet unter www.westerwaldbank.de.

leistet. Hierzu gehören Seminar-,

Gruppen- und Werkräume für

Gruppengrößen zwischen 4 und 55

Teilnehmenden, ausgestattet mit

allen Moderationsmedien wie Pinnwand,

Flipchart, Overhead und Beamer.

Wir bieten moderne Seminarräume,

Ruhe zum Arbeiten und Entspannen.

Eine gute Küche, die vom

Frühstück bis zum Abendessen zur

Verfügung steht und Ihre Wünsche

vom Tagungsgetränk bis zum Menü

berücksichtigen kann, ergänzt unser

Angebot.

21 Zimmer (42 Betten) mit Dusche

und WC warten auf Sie, ein Zimmer

ist behindertengerecht ausgestattet.

Eigener Parkplatz ist vorhanden.

Die zu Fuß durch den schönen Burggarten

erreichbare Innenstadt von

Hachenburg lädt Sie ein, den Seminartag

ausklingen zu lassen. Auf

Wunsch bieten wir Ihnen als Beiprogramm

fachkundige Führungen in

unseren Wäldern an.

Geld zurück mit der RZ-Card

Am 28. Januar 2006 startet die Rhein-

Zeitung mit ihren Heimatausgaben ein

neues Projekt: Die RZ-Card. Diese

Kundenkarte ist eine echte Geldzurück-Karte.

Mehr als 850 Geschäfte

und Dienstleister haben sich schon

jetzt bereit erklärt, die Karte zu akzeptieren

und den Zeitungs-Abonnenten

Preisnachlässe zu gewähren.

Bestehende Kunden halten, neue Kunden

gewinnen – das ist die Basis für

stetigen Geschäftserfolg. Mit seinem

großen und innovativen Kundenbindungsprogramm

spricht der Mittelrhein-Verlag

sowohl die Geschäftsleute

der Region zwischen Bonn und

Mainz, Betzdorf und Idar-Oberstein an,

Morgen

Meister!

www.morgen-meister.de

Wenn Sie das Forstliche Bildungszentrum

für Ihre Fortbildung, Ihre

Tagung oder sonstige Veranstaltung

nutzen wollen, unterbreiten wir Ihnen

gerne ein Angebot!

Struktur- und

Genehmigungsdirektion Süd

- Forstliches Bildungszentrum

Rheinland-Pfalz

In der Burgbitz 4

57627 Hachenburg

Ihr Ansprechpartner:

Alfred Zimmer

(Alfred.Zimmer@wald-rlp.de)

Tel.: 02662 / 9547 - 0

Besuchen Sie auch:

www.wald-rlp.de

als auch deren Kunden. Die Karte wird

vor, während und nach der Einführung

im gesamten nördlichen Rheinland-

Pfalz bei 680.000 Lesern massiv

beworben – auch im Internet auf einer

eigenen Homepage.

Als Kooperationspartner haben Handwerker

und andere Dienstleister erhebliche

Chancen, neue Kunden zu gewinnen

und ihre Umsätze zu steigern.

Haben Sie Interesse mit Ihrem

Geschäft Akzeptanzstelle der RZ-Card

zu werden? Wie es funktioniert erfahren

Sie hier: Das Projektteam informiert

Sie gern: Telefon 0261/892-308, 892-

487 oder 892-514.


Antrag auf Elternzeit

Bitte diesem Antrag Geburtsurkunde und Bewilligungsbescheid über Erziehungsgeld beifügen.

Absender:_________________________________________________________________________Abt./Pers.Nr.:__________

An (Arbeitgeberanschrift):

_____________________________________________________________________________________________________________

Anmeldung zur Elternzeit

Entbindungstag meines Kindes war der:____________________ Ich bin krankenversichert bei der:__________________

Es handelt sich um eine Mehrlings- oder Frühgeburt: ● Nein* ● Ja*

Es ist geplant, die Elternzeit zwischen den Eltern aufzuteilen:

Wenn ja, Arbeitgeber des anderen Elternteils (Firmenname, Anschrift):

● Nein* ● Ja*

_________________________________________________________________________________________________________

Es ist geplant, einen Teil der Elternzeit (max. 12 Monate)

in die Zeit vom 3. bis 8. Geburtstag zu legen: ● Nein* ● Ja*

Da die vom Gesetz geforderten Voraussetzungen erfüllt sind, melde ich hiermit meine Elternzeit an:

vom_______________________bis_______________________und vom_______________________bis_______________________

Der andere Elternteil wird Elternzeit machen:

vom_______________________bis_______________________und vom_______________________bis_______________________

Ich beabsichtige, während der Elternzeit

bis zu 30 Stunden wöchentlich zu arbeiten: ● Nein* ● Ja*

Wenn ja, konkret möchte ich_______Stunden wöchentlich arbeiten. Ich bitte um Rücksprache zur Klärung der Details.

Mir ist bekannt, dass sich mein Erholungsurlaub für jeden vollen Elternzeitmonat um 1/12 reduziert und dass bei Überschreitung

der Freigrenze der Erziehungsgeldanspruch möglicherweise entfällt oder vermindert wird.

_______________________________________________________ _______________________________________________________

Ort, Datum Unterschrift Arbeitnehmer(in)

* Zutreffendes ist markiert

Füllt die Personalabteilung aus:

Berechnung des Resturlaubs:

Jahresurlaub für_____________=______________Arbeitstage ./.______________/12 gemäß § 17 BErzGG =_____________Tage


Anforderungsschreiben Forderungsübergang

nach § 6 Entgeltfortzahlungsgesetz

Eine Situation, wie sie jeden Tag passieren

kann: Ein Mitarbeiter Ihres Unternehmens

wird anlässlich eines Verkehrsunfalls,

ohne sein Verschulden, verletzt

und ist für mehrere Tage bzw.

Wochen arbeitsunfähig.

In diesem Fall hat der Mitarbeiter

gegenüber seinem Arbeitgeber auch

dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung,

wenn ein Dritter die Arbeitsunfähigkeit

verursacht hat. Es kommt dabei

nicht darauf an, ob dies während oder

außerhalb der Arbeitszeit geschieht.

Kann Ihr Mitarbeiter von einem Dritten

wegen des Verdienstausfalles infolge der

Arbeitsunfähigkeit Schadenersatz verlangen,

so geht dieser Anspruch insoweit

auf den Arbeitgeber über, als dieser

seinem Mitarbeiter tatsächlich auch

Arbeitsentgelt fortgezahlt hat. Dies wird

als Forderungsübergang bezeichnet.

Geltendmachung

des Anspruchs

Der Arbeitgeber muss den auf ihn übergegangenen

Schadenersatzanspruch

gegenüber dem Schädiger grundsätzlich

selbst geltend machen. Nimmt er

am Ausgleichskassenverfahren teil, so

wird die Krankenkasse die Erstattung

nur gewähren, wenn der Arbeitgeber den

auf ihn übergegangenen Anspruch bis

zur anteiligen Höhe des Erstattungsbetrages

an die Krankenkasse abtritt.

Nicht zu ersetzende Aufwendungen

Grundsätzlich gilt: Erstattungsfähig sind

nur solche Aufwendungen des Arbeitgebers,

die direkt dem Erwerb des

Arbeitnehmers zuzurechnen sind. Folgende

Aufwendungen können somit

nicht als anteilig zu ersetzend berücksichtigt

werden:

• Aufwendungen für eine Ersatzkraft

Gemeinkosten oder Verwaltungskostenzuschläge

• Haftpflichtversicherung, Mehrwertsteuer

• Beiträge zur Berufsorganisation

• Beiträge zur Lohnausgleichskasse

Unter diesem Text ist ein Musterbrief

abgedruckt, auf dem die einzelnen Positionen

zum Umfang des Erstattungsanspruchs

aufgeführt sind.

Pflichten des Arbeitnehmers

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem

Arbeitgeber unverzüglich die zur Geltendmachung

eines Schadenersatzanspruches

notwendigen Angaben zu

machen. Er hat den Schadenverursacher

zu nennen sowie evtl. Zeugen, polizeiliches

Aktenzeichen u. ä.

Forderungsübergang gem. § 6 Entgeltfortzahlungsgesetz

An: ____________________________________________________________________________________(Anschrift Schadenverursacher)

hier: Unfall am: ____________________

Sehr geehrte ________________________________________________

hiermit zeige ich Ihnen an, dass Herr/Frau__________________________________ bei mir/uns beschäftigt ist. Aufgrund des

von Ihnen verursachten Schadens ist Herr/Frau___________________________________ für den Zeitraum von

_______________ bis_______________ arbeitsunfähig erkrankt. Nach §1 Entgeltfortzahlungsgesetz sind wir zur Fortzahlung

der Bezüge für diesen Zeitraum verpflichtet. Gem. § 6 Entgeltfortzahlungsgesetz geht insoweit der Anspruch auf Verdienstausfall

des Geschädigten gesetzlich auf uns über.

Wir machen den nachfolgend näher spezifizierten Betrag geltend:

1. Bruttoarbeitsentgelt

a. Grundlohn (regelmäßige Arbeitszeit x Stundenlohn x Krankentage) _______________

b. Zuschläge für Mehr , Nacht , Sonn oder Feiertagsarbeit und Überstunden _______________

(Berechnung allerdings nur dann, wenn die Zuschläge auch bei

Arbeitsunfähigkeit zu zahlen gewesen wären)

2. anteilige Feiertagsentlohnung _______________

3. anteiliges Urlaubsentgelt und zusätzliches Urlaubsgeld _______________

(in der Bauwirtschaft Sozialaufwand für Urlaubsvergütung)

4. anteiliges tarifliches Weihnachtsgeld/13. Monatseinkommen o. a. _______________

5. anteilige Vermögenswirksame Leistungen _______________

6. Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung _______________

Unterliegt Ihr Unternehmen den Tarifverträgen des Bau-, Dachdecker- oder Malerhandwerks,

dann können Sie zusätzlich folgende Forderungen geltend machen:

7. Sozialkassenbeitrag Urlaubskasse _______________

8. Sozialkassenbeitrag Lohnausgleichskasse _______________

9. Sozialkassenbeitrag - Zusatzversorgungskasse _______________

Gesamtbetrag_______________

Ich/Wir bitte(n) um Überweisung des Betrages bis zum __________________ (Datum eintragen.)

Mit freundlichen Grüßen


Einsatz von Fremdfirmen bzw. Leiharbeitnehmern

Im Rahmen des Einsatzes betriebsfremder Personen im Unternehmen muss unterschieden werden, ob diese als Leiharbeiter,

also in den eigenen Personalstamm und in eigene Betriebsabläufe integriert, oder räumlich und organisatorisch

getrennt als Werkvertragsunternehmer tätig werden. Der Einsatz betriebsfremder Personen im Unternehmen erfordert

klare Regelungen in Bezug auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Der Auftraggeber hat die Verpflichtung, je

nachdem ob Leiharbeiter oder Werkvertragsnehmer im Betrieb tätig werden, selbst geeignete Maßnahmen zu veranlassen

oder zumindest zu überprüfen, ob bei Werkvertragsnehmern Regelungen existieren und umgesetzt werden. Wichtig

ist, dass alle auf dem Betriebsgelände tätigen Personen unter gleichen Arbeitsschutzrahmenbedingungen arbeiten

können. Die folgende Auflistung ermöglicht einen einfachen Überblick.

Ansprechpartner für Rückfragen ist der Autor dieses Textes: Dipl.-Ing. Werner Dörr; Fleischerei-BG, Abt. Prävention,

Tel.: 0173/3033881; E-mail: werner.doerr@fleischerei-bg.de oder Ihre Kreishandwerkerschaft .

Vertragsart Werkvertrag Zeitarbeit (Arbeitnehmerüberlassung )

Vertrag Erstellen eines Produktes, eines Werkes

oder einer Dienstleistung

Vertragsführung Fremdfirma in eigener Verantwortung mit

eigenen Mitarbeitern, Verantwortung für

das Arbeitsergebnis liegt ausschließlich

bei der Fremdfirma.

Beschäftigungsstatus Keine Eingliederung in die Arbeitsprozesse

des Auftraggebers räumliche und organisatorische

Trennung Auftraggeber ist

gegenüber dem Arbeitnehmer nicht weisungsbefugt

Reklamation nur an den Vorgesetzten

der Fremdfirma.

Unterweisung Obliegt Fremdfirma in eigener Verantwortung

Kontrolle, ob Regelungen getroffen

sind, durch Auftraggeber.

Ärztl. Überwachung, Vorsorge Obliegt Fremdfirma in eigener Verantwortung

Auftraggeber weist auf Besonderheiten

hin.

Persönliche Schutzausrüstung ( PSA) Fremdfirma muss geeigneten PSA zur Verfügung

stellen. Festlegung im Vertrag Kontrolle

durch Koordinator.

Erste Hilfe Ersthelfer werden von Fremdfirma gestellt(

Regelung im Vertrag) Überprüfung durch

Auftraggeber.

Sicherheitstechnische und

arbeitsmedizinische Betreuung

Fremdfirma gewährleistet beides. Berücksichtigung

im Vertrag, Überprüfung durch

Auftraggeber

Schnittstellen Bestellung eines Koordinators durch Auftraggeber,

sobald gegenseitige Gefährdung/

Beeinträchtigung vorhanden ist,

Information an Fremdfirma.

Überlassen von geeigneten Arbeitnehmern

auf Zeit ( nur mit Erlaubnis zulässig

AÜG)

Verantwortung für das Arbeitsergebnis

liegt beim Entleiher, nicht beim Verleiher.

Eingliederung des Leiharbeiters in die

Arbeitsprozesse des Entleihers. Weisungsrecht

gegenüber dem Leiharbeitnehmer.

Einsatz nur nach Absprache mit

Verleiher.

Entleiher hat die gleichen Verpflichtungen

wie bei eigenen Beschäftigten ( Erstunterweisung,

Unterweisung bei Änderung

der Verhältnisse bzw. Fehlverhalten).

Entleiher prüft vor Annahme der Tätigkeit,

ob erforderliche Untersuchungen durchgeführt

sind erforderlichenfalls Veranlassung

durch Verleiher.

Absprache bezüglich Auswahl und Bereitstellung

zwischen Verleiher und Entleiher

keine Zweiklassengesellschaft. Entleiher

trägt Verantwortung für die Benutzung.

Berücksichtigung der Leiharbeiter bei der

Anzahl der Ersthelfer. Informationen über

Erste Hilfe an Leiharbeiter.

Berücksichtigung der Leiharbeiter bei der

Berechnung der Einsatzzeiten von

Betriebsrat und Fachkraft für Arbeitssicherheit

durch Entleiher

Benennung einer verantwortlichen Person,

die Weisungen erteilt. Information an

Leiharbeiter, gemeinsame Arbeitsplatzgestaltung.


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 35

Meldeverfahren zur Sozialversicherung

ab 01. Januar 2006 nur noch elektronisch

Ab 1. Januar 2006 dürfen die Krankenkassen

Meldungen und Beitragsnachweise

auf Papierformularen oder

Datenträgern per Gesetz nicht mehr

annehmen. Stellen Sie deshalb so

schnell wie möglich auf das elektronische

Meldeverfahren um.

Meldungen und Beitragsnachweise

sind dann nur noch durch gesicherte

und verschlüsselte Datenübertragung,

also durch ein Entgeltabrechnungsprogramm

per Datenfernübertragung

oder per E-Mail sowie durch elektronische

Ausfüllhilfen, zu übermitteln.

Wer noch kein Entgeltabrechnungsprogramm

besitzt und sich zum Kauf

einer solchen Software entscheidet,

sollte darauf achten, dass das Programm

von der Informationstechnischen

Service-Stelle der gesetzlichen

Krankenversicherung, kurz ITSG,

geprüft ist. Eine Übersicht aller geprüf-

ten Entgeltabrechnungsprogramme ist

im Internet unter www.gkv-ag.de zu

finden. Eine kostengünstige Alternative

bietet die maschinelle Datenübertragung

mit Hilfe einer EDV-gestützten

Ausfüllhilfe. Um den Einstieg in das

maschinelle Meldeverfahren zu erleichtern,

bieten die gesetzlichen Krankenkassen

die kostenlose Ausfüllhilfe sv.net

an. Die Anwendung steht in den Varianten

sv.net/classic (Software für PC-

Installation) und sv.net/online (Internetbasierte

Online-Anwendung) zur Verfügung.

Allerdings ist zu beachten,

dass diese Ausfüllhilfen kein Ersatz

für klassische Entgeltabrechnungsprogramme

sind. Es werden weder

Entgelte noch Sozialversicherungs- und

Steueranteile errechnet. Umfangreiche

Informationen zum Thema sind in einem

speziellen Internet-Angebot zusammengefasst.

Hier finden sich neben der

Darstellung der gesetzlichen Grundlagen

und Vereinbarungen zum Datenaustausch

auch Informationen und

Bezugsmöglichkeiten für die Ausfüllhilfen

sv.net/classic und sv.net/online.

www.datenaustausch.de

Informationen werden auch von den

Krankenkassen direkt bereitgestellt.

So z.B. durch die AOK unter

www.aok-business.de/ unter Service

/ Formulare / oder dem Suchbegriff

„sv-net“ und Firmenkunden der IKK

finden den Zugang zu sv.net/online

unter www.ikk.de.sv.net/classic.

Die Software für PC-Installation, können

Arbeitgeber kostenfrei bei der

zentralen Vertriebsstelle ITSG GmbH

im Internet unter www.itsg.de oder

schriftlich bei: ITSG GmbH, Postfach

50 01 52, 63094 Rodgau, Telefax:

0 61 06/85 26 30 bestellen.

25 Jahre im Dienste des Handwerks

Am 01.10.2005 blickte Hauptgeschäftsführer

Erwin Haubrich auf eine

25-jährige Dienstzeit bei der Kreishandwerkerschaft

zurück. Nach einer

Ausbildung zum Industriekaufmann

schloss Erwin Haubrich am 31.03.1974

einen Studiengang als staatlich geprüfter

Betriebswirt an der Wirtschaftsfachschule

Köln ab. Während seines

beruflichen Werdegangs war er im Verwaltungs-

und Organisationswesen,

im Verkauf, im Einkauf und im Export

in einer Reihe namhafter Westerwälder

Unternehmen tätig.

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung

der Kreishandwerkerschaft

des Westerwaldkreises wurde er zum

01. Oktober 1980 als Nachfolger des

damaligen Geschäftsführers Willi Kunoth

eingestellt. Nach Genehmigung

der Einstellung durch die HwK Koblenz

nahm Erwin Haubrich seine Arbeit auf

und reformierte die Geschäftsstelle

und den Organisationsablauf in

wesentlichen Teilen.

Zuerst stand die Fusion der restlichen

Ober- und Unterwesterwälder Innungen

im Zuge der Verwaltungsreform

an. Die Gründung des Versorgungswerkes,

die Herausgabe des ersten

Handwerkerverzeichnisses, Einrichtung

einer Rechtsberatungsstelle mit

Mahn- und Inkassoabteilung sowie die

Anschaffung der ersten EDV-Anlage

Der Vors. Kreishandwerksmeister Kurt Krautscheid überreichte die Ehrenurkunde

der Handwerkskammer Koblenz. Im Bild: (v. l.) Die Kreishandwerksmeister

Kurt Krautscheid, Dirk Schmidt, HGF Erwin Haubrich, Ehefrau Cornelia

Haubrich sowie Friedhelm Adorf

waren weitere Schwerpunkte. Die

räumlichen Verhältnisse in der

Geschäftsstelle Montabaur wurden

durch Renovierung des Altbaus verbessert

und im Jahr 1989 wurde die

Raumnot durch Bezug eines Anbaus

beseitigt. Im Laufe der Jahre kam der

Anschluss der Westerwälder Innungen

an die Innungskrankenkasse Koblenz,

der Ausbau der betriebswirtschaftlichen

Beratung und die erste Internetpräsentation

dazu. 1997 wurde Erwin

Haubrich zum Hauptgeschäftsführer

ernannt. Mit der Fusion der Kreishandwerkerschaft

und einiger Innungen

im Jahr 2001 wurde der Tätig-

keitsbereich von Erwin Haubrich auch

auf die fusionierten Kreise Altenkirchen,

Neuwied und Westerwald übertragen.

Als Vertreter des Handwerks

ist Haubrich Mitglied im Verwaltungsausschuss

der Arbeitsagentur Montabaur

sowie Vorstandsmitglied der

Arbeitsgemeinschaft Kreishandwerkerschaften

Rheinland-Pfalz.

In einer kleinen Feierstunde ehrte der

Vorstand der Kreishandwerkerschaft

den Jubilar. „Erwin Haubrich hat sich

um das Handwerk verdient gemacht“

stellte der Vorsitzende Kreishandwerksmeister

Kurt Krautscheid

gemeinsam mit seinen Kollegen fest.


Seite 36 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Nach dem Ende eines Mietverhältnisses

bekommt der Vermieter die vermietete

Wohnung oftmals seit langer

Zeit erstmals wieder zu Gesicht. Bei

der Wohnungsübergabe muss er dann

nicht selten feststellen, dass die Wohnung

beschädigt wurde, Einbauten

nicht entfernt oder die vereinbarten

Schönheitsreparaturen schlecht oder

gar nicht vom Mieter ausgeführt wurden.

Wenn sich der Vermieter dann

länger als sechs Monate nach Rückgabe

der Wohnung mit der Durchsetzung

seiner Ansprüche gegenüber

dem ehemaligen Mieter Zeit lässt, drohen

ihm unwiederbringliche finanzielle

Verluste!

Die Rückgabe der Wohnung

Der Mieter ist verpflichtet, die Wohnung

dem Vermieter im vertragsgemäßen

Zustand zurückzugeben.

Dies bedeutet, dass bspw. etwaige

Mietereinbauten wieder zu entfernen

sind, Schäden aus der Mietzeit spätestens

jetzt beseitigt werden müssen

und die regelmäßig übernommenen

Schönheitsreparaturen vom Mieter

auszuführen sind. Übrigens müssen

sämtliche Arbeiten entgegen einer

weit verbreiteten Meinung noch

innerhalb der Mietzeit ausgeführt

Vermieter müssen sich

nach dem Mietende sputen, oder:

Warum Herumtrödeln manchmal bares Geld kostet

werden. Die Rückgabe der Wohnung

erfolgt anschließend durch Schlüsselübergabe

an den Vermieter.

Muss der Vermieter eine nicht

renovierte Wohnung annehmen?

Es kommt nicht darauf an, in welchem

Zustand sich die Wohnung bei Rückgabe

tatsächlich befindet, da rechtlich

gesehen auch die Rückgabe einer

stark renovierungsbedürftigen Wohnung

eine Rückgabe darstellt. Vermieter

sollten daher in jedem Fall die

Schlüssel vom Mieter bei Übergabe

der Wohnung annehmen, um nicht in

„Annahmeverzug” zu geraten. Gleichzeitig

sollte der Mieter dann zur Schadenbeseitigung

oder Durchführung der

Schönheitsreparaturen aufgefordert

werden und dem Mieter zu diesem

Zweck ein Schlüssel überlassen werden.

Verweigert der Mieter hingegen

ausdrücklich und ernsthaft jede weitere

Arbeit, so braucht der Vermieter

ihn natürlich nicht weiter aufzufordern.

Die Verweigerung der Arbeiten sollte

sich der Vermieter in dem Rückgabeprotokoll

der Wohnung am besten

schriftlich bestätigen lassen.

Achtung : kurze Verjährungsfrist !

Das Gesetz sieht in § 548 Abs. 1 BGB

eine nur sechsmonatige Verjährungs-

frist für Ansprüche wegen Verschlechterung

oder Veränderung der

Wohnung vor. Der Vermieter muss

daher so schnell wie möglich die Voraussetzungen

für eine Durchsetzung

seiner Ansprüche vor Gericht schaffen.

Hierzu sollten rechtzeitig (!)

Kostenvoranschläge eingeholt und

auch daran gedacht werden, sich die

neue Adresse des ausgezogenen Mieters

zu beschaffen, damit eine Klage

zugestellt werden kann, die die Verjährung

dann hemmt. Ganz wichtig ist

für den Vermieter zu beachten, dass

die Verjährungsfrist bereits an dem Tag

der Rückgabe der Wohnung - also

regelmäßig mit Schlüsselrückgabe zu

laufen beginnt, wie der Bundesgerichtshof

nunmehr entschieden hat

(BGH, Urteil v.19.01.2005, VIZI ZR

114/04). Im Zweifelsfall sollte der Vermieter

rechtzeitig einen Anwalt einschalten,

um unwiederbringliche

Rechtsnachteile zu vermeiden.

(Markus Brümann)

Dr. Jur. Lothar Feuerpfeil – Markus

Brümann – Rechtsanwälte und Steuerberater

- In der Pützgewann 6

(Nähe Brauhaus) – 56218 Mühlheim-

Kärlich, Tel. 02630/94460

Sonderfahrt für Innungsmitglieder der

Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

Die Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald organisiert jedes

Jahr Reisen zu den unterschiedlichsten Zielen. Ein Highlight

2006 ist die Reise zu den Passionsspiele 2006 in St. Margarethen.

Diese Passionsspiele sind etwas ganz Besonderes. Sie

finden nur alle 5 Jahre statt, daher sind die Karten, verständlicherweise,

heiß begehrt!

Es ist uns gelungen, Karten für die Passionsspiele zu reservieren.

Erleben Sie mit uns im Römersteinbruch diese einmalige

Aufführung. Neben den Spielen bieten wir auch ein überaus

interessantes Rahmenprogramm an, u. a. einen Tagesausflug

nach Wien.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Ausführliche Informationen

erhalten Sie über die Geschäftsstelle Neuwied der KHS

Rhein-Westerwald, Tel.: 02631/94640, Fax: 02631/946411.

Ihr Ansprechpartner für diese Reise ist Herr Runkel.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher bitten wir um kurzfristige

Anmeldung. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge

ihres Eingangs berücksichtigt. Vertragspartner ist die Rhein-

Westerwald e.G. Betzdorf.


Brennpunkt Handwerk 4/2005 Rhein-Westerwald Seite 37

Die Duale Oberschule -

Vom Modellversuch zur Regelschule

Duale Oberschule - Eine neue Schule?

Ja und nein!

Nein, weil es sie bereits seit Jahren

gibt. So umfasst die Ausbildung - in

Betzdorf, Hachenburg, Kirchen,

Linz, Montabaur, Nastätten und

Neuwied -die beiden Bildungsgänge

der Haupt- und Realschule. Sie vergibt

in zwei getrennten, jedoch durchlässig

organisierten Profilstufen die traditionellen

Abschlüsse des Hauptschulabschlusses

und der mittleren

Reife. Besonders qualifizierten

Schüler/innen wird in der Berufsschule

die Möglichkeit eröffnet, schneller

die Fachhochschulreife zu erreichen.

Ja, weil sie jetzt Regelschule wird. Hier

werden allgemeine Bildung, praxisorientiertes

Lernen sowie Berufsorientierung

neu miteinander verknüpft und

konsequent auf die Duale Ausbildung

vorbereitet. Das bisherige, bewährte

Konzept wird weitestgehend weitergeführt.

Nach der Entscheidung der Kultusministerin

Doris Ahnen werden die Dualen

Oberschulen (DOS) im Laufe des

Schuljahres 2005/06 zu Regelschulen.

Die Ministerin begründete diese Entscheidung

damit, dass DOS mit ihrem

eigenständigen Profil der systematischen

Berufswahlvorbereitung in enger

Kooperation mit den Berufsbildenden

Schulen besondere Akzente setze.

Die DOS bereitet weniger auf akademische

als vielmehr auf praxisorientierte

Berufe in Handwerk, Industrie

und Verwaltung vor. Ihre Schüler/innen

sehen ihre Chance hauptsächlich in

einer beruflichen Ausbildung, halten

sich aber die Möglichkeit für weiter

führende Bildungsabschlüsse offen.

Neben der Allgemeinbildung, die auch

an anderen Schulen vermittelt wird,

wird in der DOS eine gezielte Berufsvorbereitung

betrieben durch zwei

Betriebspraktika in den Klassenstufen

8 und 9, Berufsfindungstage und

Betriebserkundungen. Eine intensive

Zusammenarbeit mit der berufsbildenden

Schule ist fester Bestandteil

einer systematischen Vorbereitung auf

die individuelle Berufsentscheidung an

jeder Dualen Oberschule

Die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen

wie Team- und Kommunikationsfähigkeit,Verantwortungssowie

Lern- und Leistungsbereitschaft

erfolgt durch fest eingerichtete Trai-

ningseinheiten ab Klassenstufe 5. Jede

Schülerin und jeder Schüler erhält

neben dem klassischen Zeugnis zum

Ende jedes Schulhalbjahres eine Verbalbeurteilung,

die sich auf Schlüsselqualifikationen

bezieht. Diese

zusätzliche Art der Beurteilung ist bei

Eltern und Betrieben sehr beliebt, weil

sie die Stärken und Schwächen der

Schülerinnen und Schüler treffender

wiedergibt als Zeugnisnoten allein.

Die wissenschaftliche Begleitung des

Modellversuchs "Duale Oberschule"

kommt zu folgendem Ergebnis:

"Die Duale Oberschule hat sich in

Rheinland-Pfalz zu einem leistungsfähigen

Bildungsangebot der Sekundarstufe

I entwickelt. Es gilt, das Profil

der Dualen Oberschule bezüglich

ihrer Art individueller Förderung, dem

Konzept ganzheitlichen Lernens und

Am 9.11.2005 fand in der DOS Montabaur ein Gespräch mit Herrn Ministerialrat

Karl Dangelmayer, Kultusministerium RLP, statt. Zusammen mit

Vertretern ausbildender Betriebe und der Schulleitung diskutierte HGF Haubrich

(2. v.l.) den Entwicklungsstand und Perspektive der Dualen Oberschulen.

In dem neuen Fach "Praxis in der

Schule", dem Leitfach der DOS, werden

praktisches und theoretisches Lernen

miteinander vernetzt. Ab Klassenstufe

6 findet der Unterricht in diesem

Fach in Form berufsbezogener

Projekte statt. Den Schüler/innen der

DOS werden besonders gute Kenntnisse

im Umgang mit dem Computer

bescheinigt. Dies ist auf die intensive

Informationstechnische Grundbildung

und den überdurchschnittlich häufigen

Gebrauch des Computers im allgemeinen

Unterricht zurückzuführen.

einer in enger Abstimmung mit der

berufsbildenden Schule und der ausbildenden

Wirtschaft entwickelten

systematischen Berufsorientierung zu

sichern und konsequent weiterzuführen."

Die Kreishandwerkerschaft RWW

unterstützt die Dualen Oberschulen in

ihrem Bezirk. Wer sich über die Angebote

und Leistungen eingehend

informieren will, wende sich bitte an

die Schulleiter der eingangs aufgeführten

Dualen Oberschulen.

Hier klicken und sparen:

www.handwerk-rww.de/vorteile

Geldwerte Vorteile der Innungsmitgliedschaft


Seite 38 Rhein-Westerwald Brennpunkt Handwerk 4/2005

Bedeutung von unterschriebenen

Stundenlohnzetteln

Wenn die Werkleistung erbracht ist,

und der Werklohn gefordert wird, kann

sich der Auftragnehmer hinsichtlich

der in Ansatz zu bringenden Massen

nicht einfach auf die vom Auftraggeber

unterschriebenen Stundenlohnzettel

verlassen. Diese haben nur die

Wirkung eines deklaratorischen Anerkenntnisses.

Hiermit steht dem Auftraggeber

der Beweis offen, dass

Arbeiten überhaupt nicht ausgeführt

wurden, nicht mit dem abgerechneten

Zeitaufwand, bzw. das sie mit diesem

Aufwand nicht notwendig waren. Der

Unternehmer ist beim Stundenlohnvertrag

verpflichtet, auch auf eine wirtschaftliche

Betriebsführung zu achten.

Dies stellt eine vertragliche Nebenpflicht

dar, deren Verletzung eine

Schadensersatzpflicht auslösen kann.

Im zu verhandelnden Fall hatte der Auftraggeber

bewiesen, dass die abgerechneten

Arbeiten in dem abgerechneten

Umfang jedenfalls nicht erforderlich

waren. Der Unternehmer konnte

nur das abrechnen, was bei wirtschaftlicher

Handhabung an Kosten

angefallen war. (OG Bamberg vom

28.1.2004 - 3 U 65/00)

VOB – Abnahme ist Abnahme

Ein Auftraggeber unterzeichnete ein

förmliches Abnahmeprotokoll, in dem

eine Reihe von Mängeln aufgeführt

war, die er sich ausdrücklich vorbehielt.

Auch in diesem Fall liegt rechtstechnisch

eine Abnahme vor mit allen

rechtlichen Folgen. Durch die Unterzeichnung

des Protokolls hat der Auftraggeber

das Werk als im wesentlichen

vertragsgerecht abgenommen.

Art und Umfang der Mängel sind dabei

nicht erheblich. (OG Brandenburg,

20.03.2003, Az. 12 U 14/02)

Fälligkeit des Werklohns

Wurde bei einem Auftrag die VOB vereinbart

und hat der Auftraggeber nicht

binnen zwei Monaten nach Zugang der

Schlussrechnung Einwendungen

gegen deren Prüfbarkeit erhoben, wird

der Werklohn auch dann fällig, wenn

die Rechnung objektiv nicht prüfbar

ist. Diese Auffassung hat der Bundesgerichtshof

im Urteil vom 23.9.2004 -

VII ZR 173/03 - vertreten.

Das Erfordernis einer prüfbaren

Rechnung dient nämlich dem Interesse

beider Parteien und hat den

Zweck, das Verfahren über die

Abrechnung zu vereinfachen und zu

Vertrags- und Baurecht

beschleunigen. Mit diesem Zweck

ist es nicht vereinbar, wenn der Auftraggeber

den Einwand der fehlenden

Prüfbarkeit erst nach längerer

Zeit erhebt. Versäumt der Auftraggeber

die Frist, findet nur noch die

Prüfung statt, ob die Forderung

berechtigt ist. Sie muss schlüssig

dargelegt werden und eine ausreichende

Grundlage für eine Schätzung

durch das Gericht ergeben.

Fehlendes Schiedsgutachten

macht Klage unzulässig!

Vereinbaren die Parteien eines Bauvertrages,

dass bei Meinungsverschiedenheiten

über das Vorliegen von

Mängeln ein Sachverständiger die

erforderlichen Feststellungen mit bindender

Wirkung treffen soll, liegt eine

Schiedsgutachtervereinbarung vor.

Wendet der Auftraggeber im Vergütungsprozess

des Auftragnehmers

Mängel ein, ohne dass das vereinbarte

Schiedsgutachterverfahren durchlaufen

wurde, ist die Klage als derzeit

unzulässig abzuweisen. (KG, Berlin,

24.09.2004 - 7 U 228/03)

Rücktritt vom Kaufvertrag

Ein Rücktritt vom Kaufvertrag erfordert

stets eine Ablehnungsandrohung mit

Fristsetzung. Das Oberlandesgericht

Celle hatte sich mit der bislang höchstrichterlich

ungeklärten Frage zu befassen,

ob ein Käufer, der zunächst auf

Erfüllung des Vertrags gepocht hatte,

ohne weitere Fristsetzung vom Vertrag

zurücktreten könne. Im vorliegenden

Fall setzte ein Käufer seinem säumigen

Vertragspartner eine Frist zur Vertragserfüllung

mit dem Bemerken, er

werde nach Fristablauf keinen weiteren

Tag zögern und sofort Klage auf

Erfüllung des Kaufvertrages erheben.

Ferner kündigte er Schadensersatzansprüche,

insbesondere wegen der nicht

rechtzeitigen Vertragserfüllung an.

Als der Verkäufer seinen vertraglichen

Verpflichtungen wiederum nicht nachkam,

entschloss sich der Käufer kurzerhand,

doch vom Vertrag zurückzutreten.

Das Gericht war der Auffassung,

dass das Verlangen der Vertragserfüllung

zunächst zum Wegfall seiner

Rechte auf Rücktritt und Schadensausgleich

führe. Leistet der Schuldner

auf das Erfüllungsverlangen hin nicht,

so muss der Gläubiger (hier der Käufer)

die tatsächlichen Voraussetzungen

für die Begründung eines Rücktrittsrechts

und eines neuen Schadenser-

satzanspruches grundsätzlich durch

eine weitere, mit einer neuerlichen Fristsetzung

verbundenen Aufforderung zur

Leistung schaffen. (PR OLG Celle)

Begründen unterschriebene

Stundenlohnzettel eine

Stundenlohnabrede?

1. Aus dem Vorliegen von ständig vom

Auftraggeber unterzeichneten Stundenlohnzetteln

kann im Einzelfall bei

entsprechender Würdigung der

Gesamtumstände auf das Vorliegen

einer Stundenlohnvereinbarung geschlossen

werden. 2. Zahlt der Auftraggeber

Abschlagsrechnungen, in

denen exakt Stundenzahl und Stundensatz

angegeben sind, in voller

Höhe, kann auch darin ein Anerkenntnis

einer entsprechenden Vertragsabrede

gesehen werden (OG Düsseldorf,

10.09.2004 - 22 U 15/04 - www.ibronline.de)

Pfusch bei Schwarzarbeit:

Kein Anspruch

auf Beseitigung der Mängel

Wer einen Auftrag an einen Handwerker

schwarz vergibt und anschließend

nicht mit der Leistung zufrieden ist, hat

weder einen Anspruch auf Mängelbeseitigung

noch auf Rückzahlung des

Arbeitslohns. Der so genannte Werkvertrag,

der mit dem Ziel der Steuerverkürzung

abgeschlossen worden sei,

sei sittenwidrig und nichtig, entschied

das OLG Saarbrücken. Für die Beseitigung

der Mängel fehle daher die vertragliche

Grundlage. Der Auftraggeber

könne dem Handwerker aber auch

keine ungerechtfertigte Bereicherung

vorhalten, da er sich selbst nicht gesetzestreu

verhalten habe. (OLG Saarbrücken,

1 U 298/99-56)

VOB/C sind AGB

Die DIN-Normen in der VOB/C sind als

allgemeine Geschäftsbedingungen einzustufen.

Wenn Wortlaut und Sinn der

dort enthaltenen Regelungen nicht zu

einem eindeutigen Ergebnis führen,

dann sind sie nach objektiven Maßstäben

auszulegen. Die Auslegung hat

dann so zu erfolgen, wie sie die an diesen

Geschäften beteiligten Verkehrskreise

verstehen.

(BGH, 17.06.2004, Ar Vll ZR 75/03, IBR

2004, S 487)

Morgen Meister!

www.morgen-meister.de


Arbeitgeberseminare

der IKK Südwest-Plus

Änderungen zum Jahreswechsel werden vorgestellt

Auch in diesem Jahr bietet die IKK

Südwest-Plus wieder ihre kostenfreien

Arbeitgeberseminare an. Die Seminare

finden ab 29. November 2005 an

verschiedenen Orten in Rheinland-

Pfalz statt.

Bereits seit mehreren Jahren informiert

die IKK Südwest-Plus ihre Arbeitgeber

zum Jahreswechsel über Änderungen

und Neuerungen im Gesundheitswesen

und in der Sozialversicherung.

Nach der Bundestagswahl wird derzeit

weiterhin intensiv über die Zukunft

des deutschen Gesundheitswesens

diskutiert. Die mit der Gesundheitsreform

2004 verbundene Erwartung

nach einem Absinken der Beiträge auf

breiter Front hat sich nicht erfüllt. Im

Gegenteil: Viele Kassen stellen bereits

aufgrund der starken Ausgabenentwicklung

in diesem Jahr, insbesondere

im Arzneimittelbereich, Beitragssatzerhöhungen

zum Jahresende in

Aussicht.

Die IKK Südwest-Plus hat dagegen

das erste Halbjahr 2005 mit einem

Überschuss der Einnahmen in Höhe

von 2,5 Millionen Euro abgeschlossen

und ihren Beitragssatz zum 01. Juli

2005 von 14,5 % auf 13,3 % gesenkt.

Damit setzt die IKK ihre seit Jahren

seriöse und solide Finanzpolitik fort

und ist eine der wenigen gesetzlichen

Krankenkassen im Bundesgebiet, die

schuldenfrei ist.

Neben diesen aktuellen politischen

Themen informiert die IKK Unternehmen

in ihren Arbeitgeberseminaren

auch über die weiteren Änderungen in

der Sozialversicherung zum Jahresende.

So tritt zum 01. Januar 2006 mit dem

Gesetz zur Vereinfachung der Verwaltungsverfahren

im Sozialrecht eine

Änderung des Meldeverfahrens in

Kraft. Nach dem Willen des Gesetzgebers

können dann Meldungen und

Beitragsnachweise nur noch auf elek-

– Anzeige –

tronischem Wege übermittelt werden.

Ändern wird sich auch die Fälligkeit

der Sozialversicherungsbeiträge.

Waren die Beiträge bislang zum 15.

eines jeden Monats fällig, so müssen

sie künftig bereits am drittletzten Bankarbeitstag

des laufenden Monats entrichtet

werden.

„Mit unseren Seminaren zum Jahreswechsel

möchten wir Arbeitgeber und

Steuerberater optimal auf die praktische

Umsetzung der Änderungen in

der Sozialversicherung vorbereiten“,

so Roland Spengler, Leiter Marketing

der IKK Südwest-Plus.

Eine Terminübersicht und Anmeldeformulare

können angefordert werden

bei Beate Bingenheimer, Telefon: 0 61

31/28 22-179.

Alle Termine können zudem unter

www.ikk.de abgerufen werden. Dort

sind auch Anmeldungen für die Seminare

möglich.

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