Geschäftsbericht der Euram Bank Wien 2012/2013

eurambank

Damit Werte wachsen.


Gedankenwechsel.

Woher kommt Innovation, wenn nicht vom Denken?

Woher kommt Produktivität, wenn nicht vom Nachdenken,

Vordenken, Miteinanderdenken, Andersdenken, Querdenken?

Deshalb lieben wir den Gedankenwechsel.

Gemeinsam, über das Spezialistentum des Einzelnen hinaus.

Mit Partnern und Kunden, achtsam für deren Bedürfnisse und Ideen.

In vielen Ländern, die Schranken der Kulturen überschreitend.

Und immer wieder: über die Grenzen des schon Gedachten.


Inspiration.

Unsere Dienstleistungen leben von Kontinuität, Seriosität

und Stabilität. Andererseits von Wissen, geistiger Beweglichkeit

und Schöpferkraft. Die Inspiration dazu holen wir

uns tatsächlich von überall: Wir schöpfen aus technischen

Entwicklungen, aus der Analyse von Strukturen und

Abläufen in Unternehmen – aus dem Leben und den

Bedürfnissen der Menschen. Und manchmal ist es eben ein

Bild, ein einzelner Satz, ein Wort eines Kunden oder eine

Gedichtzeile, die den entscheidenden Impuls für eine neue

Idee liefern.

schtzngrmm

schtzngrmm

t-t-t-t

t-t-t-t

grrrmmmmm

t-t-t-t

s---------c---------h

tzngrmm

tzngrmm

schtzngrmm ist eines der ersten so genannten „Sprechgedichte“ des österreichischen Lyrikers Ernst Jandl.

Als das Gedicht 1957 erschien, löste es – wie andere Veröffentlichungen Jandls auch – einen Eklat aus.

Unter anderem hieß es, Ernst Jandl sei ein „Verderber der Jugend“. Heute, über zehn Jahre nach seinem

Tod, ist er ein gefeierter Poet.

Quellenvermerk: Ernst Jandl, poetische Werke, hrsg. von Klaus Siblewski

© 1997 Luchterhand Literaturverlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH


Kreativität.

Was für ein Wort: oft gebraucht, oft missbraucht,

meist missverstanden und immer für Interpretationen

gut. Wir meinen damit Innovationen in allen

unseren Geschäftsbereichen. Sie sind notwendig,

weil sich die Welt schneller verändert als je zuvor.

Sie müssen tragfähig sein, weil die Komplexität der

Welt höher ist als je zuvor. Sie müssen zielgerichtet

sein, weil sie unseren Kunden umfassenden Nutzen

bringen sollen. Und das tun sie.

tzngrmm

grrrmmmmm

schtzn

schtzn

t-t-t-t

t-t-t-t

schtzngrmm

schtzngrmm

tssssssssssssss


Vertrauen.

Vertrauen ist eine Folge guter Erfahrungen. Es entsteht

im zeitlichen Ablauf nach vertrauensbildenden Handlungen

– zum Beispiel guter Leistungen oder transparenter

und offener Kommunikation. Manchmal gibt es Vertrauen

auch als Vorschuss – ohne bereits gemachte Erfahrungen.

Da setzt jemand Vertrauen in einen, ohne zu wissen, ob es

gerechtfertigt ist und unabhängig davon, ob man es tatsächlich

verdient oder nicht. Die essentielle Frage ist aber,

ob man den Vertrauensvorschuss in der Folge – durch seine

Handlungen – unbedingt verdienen will. Das ist eine Frage

der Haltung. Und das ist die Haltung unserer Bank.

grrt

grrrrrt

grrrrrrrrrt

scht

scht

t-t-t-t-t-t-t-t-t-t

scht

tzngrmm

tzngrmm


Fokussierung.

Die Entwicklungen der internationalen Finanzwelt in der

jüngsten Vergangenheit haben uns sehr nachdenklich gemacht.

Wie auch immer man dazu im Allgemeinen stehen

mag, für uns lautete die Konsequenz, uns auf unsere Kernbereiche

zu konzentrieren. Seriöses Private Banking und

solides Asset Management bilden mit den Card Payment

Services die Säulen unseres Geschäftes. Die Basis dafür

ist – neben stabilen ideellen Werten, absoluter Kundenorientierung

und hoher Innovationskraft – eine sehr gesunde

Ausstattung mit Eigenkapital. So gehen wir mit Freude in

die Zukunft – und mit dem Bewusstsein, sie aus uns selbst

heraus erfolgreich gestalten zu können.

t-t-t-t-t-t-t-t-t-t

scht

scht

scht

scht

scht

grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

t-tt


Geschäftsbericht 2012/2013

European American Investment Bank AG


Vorwort des Vorsitzenden des Vorstands

Die Finanzbranche kann sich seit der Finanzkrise

keiner großen Beliebtheit erfreuen,

sie muss darum kämpfen, das Vertrauen

der Menschen wiederzugewinnen. Die

Frage, warum es einer Katastrophe wie im

Jahr 2008 bedurfte, um alle zum Nachdenken

zu zwingen, klingt noch nach.

Vieles ist bereits in Bewegung gekommen.

Neue Rahmenbedingungen, die den Finanzsektor

in engere Bahnen führen, wurden

geschaffen. Das Geschäftsmodell der Banken

wird viel stärker hinterfragt, es wird

vermehrt über das Risiko gesprochen und

es gibt eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft.

Zudem bauen die Banken Kapital

auf und die Liquidität wird konservativer

gesteuert.

Wir haben uns im Geschäftsjahr 2012/2013

diesen Herausforderungen gestellt und vieles

bereits umgesetzt. Wir haben den Beteiligungsbereich

mit Erfolg umgestaltet, haben

das Kerngeschäft forciert und haben

wichtige Zukunftsprojekte vorangebracht –

zudem können wir auf eine hervorragende

Eigenkapitalausstattung verweisen.

Vertrauen lässt sich nicht beschwören, denn

eine Beschwörung erzeugt Misstrauen. Vertrauen

ist die Regel, nicht die Ausnahme.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, „Bankgeschäfte“

wieder verständlich zu machen –

wir leisten Tag für Tag unseren Beitrag dazu.

Wann immer Sie Fragen haben, wenden Sie

sich bitte an uns – wir werden für Ihre Anliegen

immer ein offenes Ohr haben.

Manfred Huber

Vorsitzender des Vorstands

September 2013


Organe

| 4

Aufsichtsrat

Adolf Walter Höllmer

– Vorsitzender

Dr. Erik Max Michael Obermayer

– Stellvertreter des Vorsitzenden

Dkfm. Senta Penner

Manfred Huber

Vorstand

Manfred Huber

Johannes Langer

Josef Leckel

Johannes Langer

Josef Leckel


Lagebericht

| 8

1. Geschäftsverlauf und

wirtschaftliche Lage

Geschäftsmodell

Die European American Investment Bank

Aktiengesellschaft („Euram Bank“) ist ein

österreichisches Kreditinstitut, spezialisiert

auf Private Banking, Asset Management und

Card Payment Services. Unsere Kunden sind

überwiegend internationale vermögende

Privatpersonen und Unternehmer, aber auch

etablierte institutionelle Investoren. Unsere

hochqualifizierten Mitarbeiter(-innen) stammen

aus sechs verschiedenen Nationen und

spiegeln die weltoffene Unternehmenskultur

der Euram Bank wider.

Die Euram Bank ist zu 100 % in Privatbesitz.

Die Mehrheit an der Bank wird über

die Euram Holding AG von Führungskräften

und Familienmitgliedern gemeinsam mit

Finanzinvestoren gehalten, ein Umstand,

der ein hohes Maß an Kontinuität und Engagement

für das Unternehmen und seine

Kunden bewirkt.

Viktor Popovic, der seit 2002 Corporate Finance,

Card Payment Services und Beteiligungen

aufgebaut hatte, hat sich entschieden,

seine Funktion als Vorstands vorsitz

ender per 30. April 2013 zurückzulegen.

Manfred Huber, verantwortlich für

die Bereiche Asset Management und Private

Banking, wurde vom Aufsichtsrat

zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Jose f Leckel ist seit 15. April 2013

Mitglied des Vorstandes. Er verfügt über

fast 30 Jahre Erfahrung in leitenden Positionen

im Banken- und Finanzsektor und

hat mehrere Institute und Niederlassungen

von Grund auf aufgebaut, die erforderlichen

regulatorischen und operationellen

Prozesse implementiert und Produkt Management

und Customer Service Fachbereiche

erfolgreich etabliert. Josef Leckel ist

neu verantwortlich für die Bereiche Card

Payment Services, Alternative Investments

und EDP. Johann es Langer ist weiterhin

als Chief Financial Officer tätig.

Geschäftsverlauf

Die rezessive Entwicklung im Euroraum,

die sich im letzten Jahresviertel noch deutlich

verstärkt hatte, hat sich im ersten

Quartal 2013 merklich abgeschwächt. Die

internationalen Finanzmärkte wurden seit

Ende März 2013 maßgeblich von wechselnden

Konjunktursignalen und – eng damit


verbunden – sich ändernden Erwartungen

bezüglich des künftigen geldpolitischen

Kurses jenseits des Atlantiks geprägt. Darüber

hinaus haben wichtige Notenbanken

ihre ohnehin expansive Geldpolitik noch

weiter gelockert, das Eurosystem senkte

beispielsweise den Leitzins. Die Lockerungsmaßnahmen

führten zunächst weltweit

zu Renditeverlusten bei lang laufenden

Anleihen. Im Mai begannen dann aber

die Zinsen vor dem Hintergrund positiv

aufgenommener Wirtschaftsdaten weltweit

zu steigen. Zudem verfestigte sich in

der Folge die Erwartung, dass die US Geldpolitik,

möglicherweise schneller als bislang

angenommen, gestrafft werden könnte.

Gegen Ende des zweiten Quartals 2013

trug jedoch aber die Bekräftigung der US-

Notenbank Federal Reserve, auf absehbare

Zeit akkommodierend zu bleiben, zur Eindämmung

und teilweisen Umkehr des Zinsanstiegs

bei.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen

wurden dank der Erfahrung und des Engagements

unserer Mitarbeiter und einer sehr

guten Performance in allen Anlagestrategien

das Vertrauen und die Erwartungen

unserer Kunden nicht enttäuscht. Unsere

risikobewusste Verwaltung der uns anvertrauten

Vermögen, unsere Kompetenz und

die langjährige Erfahrung in der Beratung

unserer Kunden in Vermögens- und Veranlagungsfragen

hat sich in einem sich strukturell

veränderten Umfeld überaus bewährt.

Der Bereich Private Banking wurde nach

dem Ausscheiden eines Kundenbetreuer-

Teams stark belastet, unser verbliebenes

Private Banking Team konnte auch diese

Situation mit hohem Eifer und mit großer

Unterstützung aller Mitarbeiter großartig

meistern. Der Bereich Asset Management

konnte sich über die Auszeichnung des von

ihm gemanagten „Europportunity Bond

Fonds“ als bester Rentenfonds (fünf Sterne)

durch die „FWW Fundstars“, einer unabhängigen

international renommierten Fondsanalysegesellschaft,

erfreuen. Der Bereich

Card Payment Services entwickelte sich

nach einer erfolgreichen internen Umstrukturierung

im Jahr 2010 weiterhin äußerst

profitabel. Ein mit lokalen Partnern entwickeltes

Projekt konnte erfolgreich an ein österreichisches

Finanzinstitut weitervermittelt

werden.

Der Beteiligungsbereich wurde grundlegend

restrukturiert. Im Geschäftsjahr 2012/2013

wurde zudem der geplante Verkauf des


| 10

53,5 % Anteils an der WhiteConcierge Limited

erfolgreich abgeschlossen. Die Euram

Bank Asia Limited, an der die Euram Bank

mit 51 % beteiligt ist, hat sich im zweiten

Halbjahr 2012 aus Dubai zurückgezogen.

Am 30. Juli 2012 hat die Euram Bank einen

Antrag zur freiwilligen Rückgabe der Konzession

der Euram Bank Asia Limited bei der

Dubai Financial Services Agency (DFSA)

eingebracht, dem per 31. Oktober 2012 entsprochen

wurde, worauf die stille Liquidation

eingeleitet wurde. Drei von der Euram

Bank gehaltene Beteiligungen (Euram Invest

Holdings I GmbH, Euram Invest Holdings

II GmbH und Euram Invest Holdings

Vier GmbH) befinden sich in Liquidation, da

die in diesen Gesellschaften gehaltenen Beteiligungen

aufgelöst oder verkauft wurden.

Die Bilanzsumme betrug zum 30. Juni 2013

EUR 182,7 Mio, ein Rückgang von 51,5 %

im Vergleich zum Vorjahr (30. 6. 2012:

EUR 376,9 Mio). Die Forderungen an Kunden

sind gegenüber dem Vorjahr um 68,9 %

auf EUR 76,1 Mio (30. 6. 2012: EUR 244,5 Mio)

gesunken, die Verbindlichkeiten gegenüber

Kunden sind ebenfalls um 57,3 % auf

EUR 149,9 Mio (30. 6. 2012: EUR 351,3 Mio)

gesunken. Diese Rückgänge sind Folge der

2011 beschlossenen Beendigung eines Geschäfsmodells,

das in Zusammenarbeit mit

der Euram Bank Asia Limited durchgeführt

worden war. Dieses Geschäftsmodell unterstützte

indische Unternehmen bei der Emmission

von Global Depositary Receipts an

der Luxemburger Börse. Auf Grund der zugrunde

liegenden Struktur (100 % Besicherung

von Ausleihungen durch Einlagen und

Wertpapiere) hatte der Wegfall dieses Geschäftsmodells

vor allem Auswirkungen auf

die Bilanzsumme. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr

2012/2013 GDR Transaktionen

im Wert von USD 202 Mio rückgeführt.

Die operative Leistung der Euram Bank war

im Geschäftsjahr 2012/2013 beachtlich.

Die Betriebserträge lagen mit EUR 13,7 Mio

marginal unter dem Vorjahreswert

(30. 6. 2012: EUR 13,9 Mio). Der Rückgang

im Nettozinsertrag – dieser ist von

EUR 3,5 Mio (30. 6. 2012) auf EUR 1,8 Mio

stark gesunken – bedingt durch das niedrige

Zinsniveau und durch die Beendigung

des zuvor erwähnten Geschäftsmodells –

wurde durch den Verkauf des 53,5 % Anteils

an der WhiteConcierge Limited mehr

als aufgewogen. Die Betriebsaufwendungen

betrugen EUR 10,7 Mio (30. 6. 2012:

EUR 11 Mio), das Betriebsergebnis stieg

auf EUR 3 Mio (30. 6. 2012: EUR 2,8 Mio).


| 12

Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen

auf Forderungen und aus Rückstellungen

für Eventualverbindlichkeiten und

für Kreditrisiken betrugen EUR 178,7 Tsd

(per 30. 6. 2012 wurden Wertberichtigungen

auf Forderungen in Höhe von EUR

440,2 Tsd ausgewiesen), Wertberichtigungen

auf Wertpapiere sowie auf Beteiligungen

und Anteile an verbundenen Unternehmen

betrugen EUR 34,8 Tsd (30. 6. 2012:

EUR 912,4 Tsd).

Somit konnte ein sehr beachtliches Ergebnis

der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

in Höhe von EUR 3,1 Mio (30. 6. 2012:

EUR 1,5 Mio) erzielt werden.

Finanzielle und nichtfinanzielle

Leistungsindikatoren

Die Eigenkapitalausstattung der Euram

Bank ist weiterhin ausgezeichnet. Die anrechenbaren

Eigenmittel gem. § 23 BWG

beliefen sich auf EUR 15,2 Mio (30. 6. 2012:

EUR 15,2 Mio) und lagen weit über den erforderlichen

Eigenmitteln von EUR 5,4 Mio

(30. 6. 2012: EUR 6,1 Mio). Die Eigenmittelquote

betrug 37 % und liegt damit deutlich

über der gesetzlichen Mindesthöhe

(30. 6. 2012: 30,6 %). Die ausgewiesenen

Eigenmittel bestehen zu 100 % aus hartem

Kernkapital. Die Cost/Income Ratio betrug

78,2 % gegenüber 79,7 % im Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 konnte ein Bilanz

gewinn von EUR 3,4 Mio erzielt werden.

Die Euram Bank wird nach erfolgter Beschlussfassung

in der Hauptversammlung im

Oktober 2013 voraussichtlich eine Dividende

in Höhe von EUR 3,3 Mio – das entspricht

21,8 % auf das Kapital von EUR 15.261 Mio

– an ihre Eigentümer ausschütten.

Ereignisse von besonderer

Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

zum 30. Juni 2013

Nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2013

sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung

für die Bank eingetreten, die zu

einer anderen Darstellung der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage geführt hätten.


2. Voraussichtliche Entwicklung

und Risiken

Aussichten für 2013/2014

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 erwarten

wir im Bereich Private Banking weitere Stabilisation

und in weiterer Folge Wachstumsimpulse

und damit verbundenes Ertragswachstum.

Im Bereich Asset Management

sollte die hervorragende Performance unserer

Fonds zu stärkeren Volumenszuflüssen

führen. Im Bereich Card Payment Services

befinden sich vielversprechende neue Projekte

in der Abschlussphase. Gemeinsam mit

unseren Partnern werden derzeit weitere

Projekte im Bereich des kartengestützten

Zahlungsverkehrs entwickelt.

Wesentliche Risiken und

Ungewissheiten

Eine Verfügung des Securities and Exchange

Board of India (SEBI) vom 22. September

2011, in der der Euram Bank Verstöße gegen

die Verhaltensregeln der indischen Börse

als FII Lizenznehmer vorgeworfen werden,

ist weiterhin aufrecht. Die Euram Bank

arbeitet weiterhin mit allen involvierten

Behörden zusammen und drängt auf eine

rasche Aufklärung.

Ein indisches Unternehmen hat gegen die

Euram Bank im Februar 2012 eine Feststellungsklage

beim Handelsgericht Wien

eingebracht. Zwischen dem indischen Unternehmen

und der Euram Bank herrscht

Streit darüber, ob ein Pfandvertrag vom

März 2010 zwischen dem indischen Unternehmen

und der Euram Bank echt ist und

ob daher die Euram Bank auf Grund dieses

Pfandvertrages berechtigt ist, ein verpfändetes

Guthaben des indischen Unternehmens

auf deren bei der Euram Bank geführtem

Konto zu verwenden, um ein

Darlehen der Euram Bank an einen Kreditnehmer

zu besichern. Die Euram Bank beruft

sich auf diesen Pfandvertrag und verweigert

dem indischen Unternehmen eine

Überweisung ihres Guthabens auf andere

Konten des indischen Unternehmens. Die

Euram Bank hat von einem allgemein beeideten

und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen

für Handschriftenuntersuchung


| 14

ein Gutachten eingeholt, um zu klären, ob

die Unterschrift auf dem Pfandvertrag

zwischen dem indischen Unternehmen

und der Euram Bank eine echte Fertigung

des vom indischen Unternehmen dafür

Bevollmächtigten darstellt oder ob es sich

um eine Fälschung handelt, wie vom indischen

Unternehmen behauptet. Der Sachverständige

kam zu dem Schluss, dass die

fragliche Unterschrift auf dem Pfandvertrag

zwischen dem indischen Unternehmen

und der Euram Bank eine echte Fertigung

des vom indischen Unternehmen dafür Bevollmächtigten

und keine Fälschung darstellt.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden

in dieser Causa zwei mündliche Verhandlungen

durchgeführt – die Behandlung der

zentralen Prozessbehauptung des indischen

Unternehmens, die „Abklärung der Unechtheit

der Pfandvertrages“ hat bisher nicht

stattgefunden. Die Euram Bank geht auf

Grund des oben angeführten Gutachtens

davon aus, dass das Gerichtsverfahren

zugunsten der Euram Bank entschieden

werden wird.

Die Euram Bank hat am 2. 1. 2013 Kenntnis

erlangt, dass ein amerikanischer Staatsbürger

im August 2011 eine „Schadensersatzklage“

gegen die Euram Bank vor dem

Bezirksgericht der Vereinigten Staaten

für den Bezirk North Carolina Mitte eingebracht

hat. Der Kläger behauptet, dass er

sich im Dezember 2002 an einer, von der

Euram Bank geplanten, beworbenen und

vermarkteten Transaktion beteiligt hat. Der

Internal Revenue Service (IRS) erkannte

anlässlich einer Prüfung der Einkommenssteuererklärung

des Klägers die steuerliche

Anrechnung eines Verlustes ab. Die Euram

Bank hat alle Behauptungen und Vorwürfe

des Klägers widerlegt und entschieden zurückgewiesen

und dem Bezirksgericht

North Carolina Mitte über eine beauftragte

US Kanzlei alle relevanten Unterlagen, die

beweisen, dass die Euram Bank zu keiner

Zeit solche Transaktionen geplant, beworben

oder vermarktet hat, zur Verfügung

gestellt. Die Euram Bank stuft das Risiko,

finanziell tatsächlich in Anspruch genommen

zu werden als unwahrscheinlich ein.

Die Euram Bank hat daher im Jahresabschluss

30. Juni 2013 keine Rückstellung

für Prozessrisiken gebildet.

3. Risikoberichterstattung

Die Euram Bank wendet für die Berechnung

des Kreditrisikos den Standardansatz

gemäß § 22a BWG an. Die Vergabe


von Krediten erfolgt im Rahmen bestehender

Kundenbeziehungen und unter vollständiger

Besicherung, entweder durch

Bareinlagen oder durch im Depot bei der

Euram Bank gehaltene Wertpapiere unter

Berücksichtigung der entsprechenden (konservativen)

Belehnungsgrenzen. Eigene Veranlagungen

in derivative Finanzinstrumente

werden nicht durchgeführt.

Die Euram Bank betreibt weiters keinen

Wertpapierhandel auf eigene Rechnung. Die

im Umlaufvermögen gehaltenen Wertpapiere

dienen ausschließlich dem Wiederverkauf

an Kunden und nicht der Nutzung

kurzfristiger Preis- und Zinsschwankungen.

Das Liquiditätsrisiko ist durch weitgehende

Fristenkongruenz begrenzt. Kundeneinlagen

sind überwiegend fristenkonform –

bzw. täglich fällige Gelder bis maximal einer

Woche – bei einer ausgewählten Gruppe

von Drittbanken veranlagt. Die Steuerung

der Zinsänderungsrisiken erfolgt auf Basis

der Empfehlungen des Asset-/Liability Management-Komitees

(ALCO), das Vorgaben

hinsichtlich des Aktiv-Passiv Managements

trifft. Die Ergebnisse werden in einem monatlichen

Meeting diskutiert und die getroffenen

Annahmen überprüft. Die Überprüfung

der Werthaltigkeit der Sicherheiten

bei vergebenen Lombardkrediten erfolgt

automatisch auf täglicher Basis.

Das operationelle Risiko stellt auf Grund der

geografischen Ausrichtung der Euram

Bank das größte Risiko dar. Das Geldwäscherisiko

wird durch den Einsatz einer

analytischen Anti-Geldwäsche-, Compliance-

und Risikolösung begrenzt. Der Einsatz

dieser AML-Lösung erlaubt die Erkennung

von ungewöhnlichen, unerwarteten

und verdächtigen Kunden-Merkmalen und

Transaktionen und alarmiert bei aussagekräftigen

Verdachtsmomenten automatisch

den Compliance Officer. Zusätzlich zur Identifikation

von Verdachtsmomenten unterstützt

diese AML-Lösung die Investigation,

Weiterverarbeitung und Dokumentation von

identifizierten Fällen. Zudem wird jeder Arbeitsschritt

lückenlos und revisionskonform

dokumentiert und kann jederzeit mittels Reports

überprüft und nachvollzogen werden.

Zur Begrenzung des Rechtsrisikos pflegt die

Euram Bank eine intensive Zusammenarbeit

mit einer namhaften Rechtsanwaltskanzlei

und bedient sich deren Expertise im Zusammenhang

mit der Einführung neuer Produkte,

Transaktionen und Geschäftsfelder.


| 16

Im operationellen Risikomanagement werden

die Richtlinien für die Identifizierung,

Bewertung und Überwachung jährlich

aktuali siert, das tägliche Risikomanagement

wurde bei den Geschäfts- und Administrationsbereichen

verankert. Dieses Business-

Partnership-Modell führt zu einer engen

Kontrolle und zu einem verstärkten internen

Bewusstsein für operationelle Risiken.

Für die Berechnung des operationellen Risikos

wird der Basisindikatoransatz gemäß

§ 22j BWG i.V.m. § 182 SolvaV angewendet.

Den Anforderungen aus der Säule II/Basel II

entsprechend wurden Maßnahmen bezüglich

„ICAAP“ getroffen. Die Euram Bank

erstellt eine Risikostrategie, welche jährlich

aktualisiert wird. Die Risikotragfähigkeitsanalyse

vergleicht – wie in der Risikostrategie

vorgesehen – die vorhandenen Deckungsmassen

mit den vorhandenen Risiken.

Diese Analyse wird quartalsmäßig erstellt

und im Risikobericht dem Vorstand sowie

dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht.

Wien, am 6. September 2013

Der Vorstand

Manfred Huber

Johannes Langer

Josef Leckel


Bilanz zum 30. 6. 2013

| 18

AKTIVA 30. 6. 2013 30. 6. 2012

EUR EUR TSD EUR

1. Kassenbestand und Guthaben

bei Zentralnotenbanken 41.270.246,84 37.750

2. Forderungen an Kreditinstitute 54.886.937,36 46.896

a) täglich fällig 50.299.046,18 23.198

b) sonstige Forderungen 4.587.891,18 23.699

3. Forderungen an Kunden 76.068.063,54 244.546

4. Aktien und andere nicht

festverzinsliche Wertpapiere 4.724.581,03 9.909

5. Beteiligungen 1.938.207,00 33.523

6. Anteile an verbundenen Unternehmen 972.609,63 1.007

7. Immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens 56.604,43 57

8. Sachanlagen 182.090,35 196

darunter Grundstücke und Bauten, die vom

Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit

genutzt werden (EUR 0,00)

9. Sonstige Vermögensgegenstände 2.276.534,63 2.556

10. Rechnungsabgrenzungsposten 361.841,20 454

182.737.716,01 376.894

11. Auslandsaktiva 100.090.441,18 292.763


PASSIVA 30. 6. 2013 30. 6. 2012

EUR EUR TSD EUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 7.247.470,83 3.073

a) täglich fällig 2.622,11 73

b) mit vereinbarter Laufzeit

oder Kündigungsfrist 7.244.848,72 3.000

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 149.934.606,71 351.301

a) Sonstige Verbindlichkeiten

aa) täglich fällig 124.806.928,62 323.253

bb) mit vereinbarter Laufzeit

oder Kündigungsfrist 25.127.678,09 28.048

3. Verbriefte Verbindlichkeiten 1.531.520,45 1.905

4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.059.794,53 2.321

5. Rechnungsabgrenzungsposten 125.604,85 140

6. Rückstellungen 3.250.078,93 2.526

a) Rückstellungen für Abfertigung 174.466,04 254

b) Steuerrückstellungen 0,00 275

c) Sonstige Rückstellungen 3.075.612,89 1.997

7. Gezeichnetes Kapital 10.045.712,61 10.046

8. Kapitalrücklagen 1.920.350,77 1.887

a) gebundene 1.886.813,16 1.887

b) nicht gebundene 33.537,61 0

9. Gewinnrücklagen 2.634.904,17 2.635

a) andere Rücklagen 2.634.904,17 2.635

10. Haftrücklage gemäß § 23 Abs 6 BWG 660.500,00 660

11. Bilanzgewinn 3.327.172,16 401

182.737.716,01 376.894

1. Eventualverbindlichkeiten 3.376.387,83 3.968

2. Kreditrisiken 2.516.231,01 2.581

3. Anrechenbare Eigenmittel

gemäß § 23 Abs 14 BWG 15.204.863,12 15.171

4. Erforderliche Eigenmittel

gemäß § 22 Abs 1 BWG 5.428.248,00 6.148

5. Auslandspassiva 151.253.387,43 346.777


Gewinn- und Verlustrechnung für 2012/2013

| 20

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 30. 6. 2013 30. 6. 2012

EUR EUR TSD EUR

1. Zinsen und ähnliche Erträge 2.631.758,66 5.435,4

aus festverzinslichen Wertpapieren (EUR 0,00)

2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -848.856,45 -1.980,0

I. NETTOZINSERTRAG 1.782.902,21 3.455,4

3. Erträge aus Wertpapieren und

Beteiligungen 139.895,98 94,3

4. Provisionserträge 48.427.972,38 17.331,2

5. Provisionsaufwendungen -43.178.945,63 -9.874,4

6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften -136.836,42 -123,8

7. Sonstige betriebliche Erträge 6.634.253,31 2.988,5

II. BETRIEBSERTRÄGE 13.669.241,83 13.871,3

8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand -6.041.976,54 -5.038,9

aa) Löhne und Gehälter -5.234.812,67 -4.120,6

bb) Aufwand für gesetzlich

vorgeschriebene soziale Abgaben

und vom Entgelt abhängige

Abgaben und Pflichtbeiträge -675.343,36 -651,7

cc) Sonstiger Sozialaufwand -45.039,91 -52,9

dd) Aufwendungen für Altersvorsorge -120.566,99 -109,1

ee) Aufwendungen für Abfertigungen

und Leistungen an betriebliche

Mitarbeitervorsorgekassen 33.786,39 -104,6

b) Sonstige Verwaltungsaufwendungen

(Sachaufwand) -4.135.476,72 -5.612,3

-10.177.453,26 -10.651,2


GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 30. 6. 2013 30. 6. 2012

EUR TSD EUR

9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten

7. und 8. enthaltenen Vermögensgegenstände -136.008,97 -154,9

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -377.690,90 -242,5

III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -10.691.153,13 -11.048,6

IV. BETRIEBSERGEBNIS 2.978.088,70 2.822,7

11. Saldo aus Zuführungen/Auflösungen von

Wertberichtigungen auf Forderungen 178.692,06 -440,2

12. Saldo aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere,

die wie Finanzanlagen bewertet sind,

sowie auf Beteiligungen und Anteile

an verbundenen Unternehmen -34.878,58 -912,4

V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 3.121.902,18 1.470,1

13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 204.714,63 -541,8

VI. JAHRESÜBERSCHUSS 3.326.616,81 928,4

14. Rücklagenbewertung 0,00 -536,0

VII. JAHRESGEWINN 3.326.616,81 392,4

15. Gewinnvortrag 555,35 8,2

VIII. BILANZGEWINN 3.327.172,16 400,6


Anhang

| 24

des Jahresabschlusses der European American

Investment Bank Aktiengesellschaft

(„Euram Bank“) zum 30. Juni 2013.

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2013

wurde nach den Vorschriften des Rechnungslegungsgesetzes

unter Beachtung der

Sondervorschriften des Bankwesengesetzes

aufgestellt.

1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE UND

ANGABEN ZUR BILANZIERUNG

UND BEWERTUNG

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2013

wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer

Buchführung sowie unter

Beachtung der Generalnorm, ein möglichst

getreues Bild der Vermögens-, der Finanzund

der Ertragslage des Unternehmens zu

vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses

wird der Grundsatz der Bilanzkontinuität

eingehalten.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände

und Schulden wird der Grundsatz

der Einzelbewertung beachtet und eine

Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Grundsatz der Vorsicht wird insofern

entsprochen, als nur die am Stichtag verwirklichten

Gewinne ausgewiesen und alle

erkennbaren Risiken und drohende Verluste

bilanzmäßig erfasst werden.

Nach den Bestimmungen des § 9 KStG zur

Gruppenbesteuerung besteht zum 30. 6. 2013

eine Unternehmensgruppe aus der Euram

Holding Aktiengesellschaft als Gruppenträger

und der Euram Bank als Gruppenmitglied.

Die Steuerumlagevereinbarungen sehen

die Belastungsmethode vor.

Die Bank gehört dem Sektor der Aktienbanken

an.

Rückwirkend mit Stichtag 30. Juni 2012

wurde die Euram Beteiligungverwaltung

GmbH (als übertragende Gesellschaft) mit

der Euram Bank (als übernehmende Gesellschaft)

verschmolzen („Abwärts-Verschmelzung“

unter Fortführung der Buchwerte gemäß

§ 202 Abs 2 Z 1 UGB). Die Bewilligung

der Österreichischen Finanzmarktaufsicht

für die Verschmelzung erfolgte im Mai 2013.

Die Euram Holding Aktiengesellschaft ist

nunmehr 100%iger Eigentümer der Euram

Bank. Die Vorjahresbeträge wurden nicht

angepasst daher sind die Vorjahreszahlen

nicht vergleichbar.


Fremdwährungsbeträge

Fremdwährungsbeträge werden gemäß § 58

Abs. 1 BWG zu den am Stichtag festgesetzten

Mittelkursen umgerechnet.

Finanzinstrumente im Bankbuch

Im Bankbuch werden Anteile an Hedgefonds

sowie zwei kreditbesicherte Anleihen

(„Collateralized Loan Obligation“) in Höhe

von EUR 2,1 Mio (30. 6. 2012: EUR 3,3 Mio)

gehalten.

Hedgefonds-Anteile

1794 Commodore

Overseas Fonds EUR 519 Tsd

CFS I EUR 942 Tsd

Sharpe Futures Fund EUR 682 Tsd

Kreditbesicherte Anleihen

Whitebark Pine I Ltd. EUR 3 Tsd

Canal Point I Ltd. EUR 39 Tsd

Risken im Ausleihungsbereich

Ausleihungen an Kunden betragen EUR

76,1 Mio (30. 6. 2012: EUR 244,5 Mio),

Ausleihungen mit einem Volumen von EUR

23,9 Mio (30. 6. 2012: EUR 215,0 Mio) sind

durch Einlagen, die restlichen Ausleihungen

sind größtenteils durch Hypotheken,

Einlagen und/oder Wertpapiere besichert.

Ausleihungen

durch Einlagen besichert EUR 23,9 Mio

durch Hypotheken,

Einlagen und Wertpapiere

besichert EUR 52,1 Mio

unbesichert EUR 0,1 Mio

Anteile an verbundenen

Unternehmen

Die Euram Bank ist zu 100 % an der Euram

Invest Holdings I GmbH in Liquidation

mit Sitz in Wien, Österreich, an der

Euram Invest Holdings II GmbH in Liquidation

mit Sitz in Wien, Österreich, an

der Euram Invest Holdings 3 GmbH mit

Sitz in München, Deutschland, an der

Euram Invest Holdings Vier GmbH in Liquidation

mit Sitz in Wien, Österreich (Geschäftszweig

der GmbHs: Verwaltung von

Beteiligungen), und zu 51 % an der Euram

Bank Asia Limited in Liquidation mit Sitz

in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, beteiligt.

Die Anteile an der Euram Bank Asia

Limited in Liquidation wurden im Geschäftsjahr

2012/2013 auf EUR 537,5 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 569,4 Tsd) wertberichtigt.


| 26

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden wie

schon im Geschäftsjahr 2011/2012 keine

Dividenden an die Euram Bank ausgeschüttet.

Gemäß § 238 Ziffer 2 UGB stellt

sich das Eigenkapital und das Ergebnis des

letzten Geschäftsjahres der verbundenen

Unternehmen wie folgt dar:

(in Tsd EUR) Anteil am Ergebnis

Kapital Kapital letztes GJ

Euram Invest Holdings I GmbH

in Liquidation 196,3 100 % ­3,0

Euram Invest Holdings II GmbH

in Liquidation 103,6 100 % ­3,0

Euram Invest Holdings 3 GmbH 266,2 100 % ­48,2

Euram Invest Holdings Vier GmbH

in Liquidation 47,5 100 % ­8,1

Euram Bank Asia Ltd.

in Liquidation 1.053,8 51 % ­348,0


Beteiligungen

In dieser Position werden neben der Beteiligung

an der Einlagensicherung der Banken

und Bankiers GmbH, Wien, treuhändig

gehaltene Anteile an drei (30. 6. 2012: fünf)

Unternehmungen in Höhe von EUR 1,9 Mio

(30. 6. 2012: EUR 33,5 Mio) ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 sind die Treuhandbeteiligungen

an der E.S.B.C., a.s.

(EUR 3,1 Mio) und an der Invecture Group,

S.A. DE C.V. (EUR 28,5 Mio) abgegangen.

Sachanlagen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens

sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs-

bzw. Herstellungskosten abzüglich

der planmäßigen Abschreibung. Die geringfügigen

Wirtschaftsgüter werden im

Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige

Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen

Abschreibung zugrunde gelegt:

Firmen Kfz

Büroeinrichtung

Einbauten

Büromaschinen

Software

Hardware

8 Jahre

5 Jahre

5 Jahre

5 Jahre

5 Jahre

5 Jahre

Abfertigungsverpflichtungen

Die Rückstellung für Abfertigungen wird

nach finanzmathematischen Grundsätzen

unter Verwendung des Zinssatzes von 4 %

und auf Basis eines kalkulatorischen Pensionsalters

von 60 Jahren bei Frauen bzw.

65 Jahren bei Männern ermittelt. Ein Fluktuationsabschlag

wird nicht ermittelt.

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten enthalten

gegebene, durch Wertpapiere oder bar besicherte,

Finanzierungsgarantien in Höhe

von EUR 0,2 Mio (30. 6. 2012: EUR 0,3 Mio),

eine unbesichert gegebene Finanzierungsgarantie

in Höhe von EUR 0,6 Mio (30. 6. 2012:

EUR 0,6 Mio) sowie Garantien gegenüber

Kreditkarteninstituten für die an Euram

Bank Kunden gewährte Ausnutzungsrahmen

in Höhe von EUR 2,6 Mio (30. 6. 2012:

EUR 3,0 Mio).

Kreditrisken

Diese Position enthält den Betrag von nicht

ausgenutzten Kreditrahmen EUR 2,5 Mio

(30. 6. 2012: EUR 2,6 Mio).


| 28

Treuhandforderungen

Treuhandforderungen sind in den folgenden

Positionen enthalten:

--

Forderungen an Kunden:

EUR 5,6 Mio (30. 6. 2012: EUR 5,6 Mio)

--

Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere:

EUR 1,0 Mio (30. 6. 2012: EUR 1,2 Mio)

--

Beteiligungen:

EUR 1,9 Mio (30. 6. 2012: EUR 33,5 Mio)

Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften

Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften

sind in den folgenden Positionen enthalten:

--

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden:

EUR 7,5 Mio (30. 6. 2012: EUR 39,1 Mio)

--

Verbriefte Verbindlichkeiten:

EUR 1,0 Mio (30. 6. 2012: EUR 1,2 Mio)

2. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

A. Darstellung der Fristigkeiten

Die Gliederung der nicht täglich fälligen

Forderungen und Verbindlichkeiten an Kreditinstitute

und an Kunden nach Restlaufzeiten

stellt sich folgendermaßen dar:

Forderungen an Kreditinstitute

bis 3 Monate EUR 4.588 Tsd

mehr als 3 Monate

bis 1 Jahr EUR 0 Tsd

mehr als 1 Jahr

bis 5 Jahre EUR 0 Tsd

über 5 Jahre EUR 0 Tsd

Forderungen an Kunden

bis 3 Monate EUR 760 Tsd

mehr als 3 Monate

bis 1 Jahr

EUR 29.568 Tsd

mehr als 1 Jahr

bis 5 Jahre

EUR 10.824 Tsd

über 5 Jahre EUR 6.687 Tsd

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten

bis 3 Monate EUR 7.245 Tsd

mehr als 3 Monate

bis 1 Jahr EUR 0 Tsd

mehr als 1 Jahr

bis 5 Jahre EUR 0 Tsd

über 5 Jahre EUR 0 Tsd

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

bis 3 Monate EUR 327 Tsd

mehr als 3 Monate

bis 1 Jahr

EUR 18.571 Tsd

mehr als 1 Jahr

bis 5 Jahre EUR 6.230 Tsd

über 5 Jahre EUR 0 Tsd


B. Wertpapiere

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine

festverzinslichen Wertpapiere gehalten.

C. Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere

Diese Position enthält dem Anlagevermögen

gewidmete Investmentfondsanteile in Höhe

von EUR 1,8 Mio (30. 6. 2012: EUR 1,8 Mio).

Im Umlaufvermögen werden Hedgefonds

Anteile in Höhe von EUR 1,6 Mio

(30. 6. 2012: EUR 2,3 Mio), zwei kreditbesicherte

Anleihen („Collateralized Loan

Obligation“) in Höhe von EUR 0,1 Mio

(30. 6. 2012: EUR 0,3 Mio) sowie Anteile

am „1794 Commodore Overseas Fonds“ in

Höhe von EUR 0,5 Mio (30. 6. 2012: EUR

0,7 Mio) ausgewiesen. Ebenfalls enthalten

sind Investmentfondsanteile der Euram

Publikumfonds in Höhe von EUR 0,5 Mio

(30. 6. 2012: EUR 4,4 Mio), eine selbstbegebene

Anleihe in Höhe von EUR 70 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 250 Tsd) sowie ein

selbstbegebenes Zertifikat in Höhe von

EUR 122 Tsd (30. 6. 2012: EUR 53 Tsd).

Weiters werden Anteile an der „Petrocapital

Resources PLC“ in Höhe von EUR 10

(30. 6. 2012: EUR 10) sowie eine Anleihe

der A-Tec Industries AG in Höhe von EUR 10

(30. 6. 2012: EUR 0) gehalten.

Anlagevermögen

Europportunity Bond

EUR 1.845 Tsd

Umlaufvermögen

CFS I EUR 942 Tsd

Sharpe Futures Fund EUR 682 Tsd

Whitebark Pine I Ltd. EUR 3 Tsd

Canal Point I Ltd. EUR 39 Tsd

1794 Commodore

Overseas Fonds EUR 519 Tsd

Europportunity Bond EUR 290 Tsd

USD Convergence Bond EUR 205 Tsd

Advantage Stock EUR 8 Tsd

Euram CLO Note I EUR 70 Tsd

Euram Commodore

Index Zertifikat

Euro Protected 2 EUR 122 Tsd

5,75 A-Tec Industries EUR 0,01 Tsd

Petrocapital Resources

PLC EUR 0,01 Tsd

Sämtliche Positionen des Anlage- und Umlaufvermögens

sind nicht börsennotiert.

Die Börsennotiz der „Petrocapital Recources

PLC“ wurde im Jahr 2010 eingestellt.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde kein

Wertpapierhandelsbuch gehalten.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde eine Aktie

(„Petrocapital Resources PLC“) gehalten.


| 30

D. Anlagevermögen

Der Anlagespiegel ist als gesonderte Aufstellung

des Anhangs dargestellt.

E. Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände enthalten

neben Körperschaftssteuer-, Umsatzsteuerund

Kapitalertragssteuerforderungen aus

Vorauszahlungen an das Finanzamt für

Körperschaften in Höhe von EUR 23 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 241,0 Tsd), eine valutabedingte

schwebende Rückzahlung in Höhe

von EUR 0,7 Mio (30. 6. 2012: EUR 0,5 Mio),

in Rechnung gestellte Provisionen aus der

Vermögensverwaltung von Fonds in Höhe

von EUR 0,3 Mio (30. 6. 2012: EUR 0,5 Mio),

offene Forderungen in Höhe von EUR 1,0

Mio (30. 6. 2012: EUR 185 Tsd) sowie eine

Immobilie, deren langfristiges Halten nicht

geplant ist in Höhe von EUR 250 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 250 Tsd).

F. Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Position enthält neben laufenden Gehaltszahlungen

in Höhe von EUR 102,7 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 130,9 Tsd), vorausbezahlte

Versicherungsprämien, Informations- und

Wartungskosten in Höhe von EUR 234,6 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 242,5 Tsd). Vorausbezahlte

Mieten betragen EUR 11,5 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 11,7 Tsd), sonstige Vorauszahlungen

betragen EUR 13,0 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 68,8 Tsd).

G. Verbriefte Verbindlichkeiten

Diese Position weist selbstbegebene Anleihen

sowie ein selbstbegebenes Zertifikat

aus.

Euram CLO Note I EUR 76 Tsd

CFS Alternative

Investment Note I EUR 942 Tsd

Euram Commodore

Index Zertifikat

Euro Protected 2 EUR 513 Tsd

H. Sonstige Verbindlichkeiten

Bereits erhaltene, jedoch noch nicht bezahlte

Rechnungen das Geschäftsjahr 2012/2013

betreffend betragen EUR 0,3 Mio (30. 6. 2012:

EUR 0,4 Mio), Verbindlichkeiten gegenüber

einem Datenerfassungsunternehmen – deren

Ertragsanteil aus dem ATM-Geschäft –

betragen EUR 1,7 Mio (30. 6. 2012: EUR 1,4

Mio), Verbindlichkeiten aus der Steuerumlage

gegenüber einem verbundenen Unternehmen

betragen EUR 5,5 Tsd (30. 6. 2012:

EUR 0,5 Mio).


I. Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Position enthält im Wesentlichen bereits

vereinnahmte, aber dem Geschäftsjahr

2013/2014 zugeordnete Provisionen in Höhe

von EUR 0,1 Mio (30. 6. 2012: EUR 0,1 Mio).

J. Eigenkapital

1.) Das Grundkapital in Höhe von EUR

10.045,7 Tsd ist in 270.000 Stückaktien,

von denen jede am Grundkapital im gleichen

Umfang beteiligt ist, eingeteilt.

2.) Das Eigenkapital setzt sich wie folgt

zusammen:

Gezeichnetes Kapital EUR 10.045,7 Tsd

(Gebundene) Kapitalrücklage

EUR 1.920,4 Tsd

Gewinnrücklage EUR 2.634,9 Tsd

Haftrücklage gemäß

§ 23 Abs 6 BWG EUR 660,5 Tsd

3.) Der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr

2012/2013 beträgt EUR 3.327,2 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 400,6 Tsd).

K. Mindesteigenmittelerfordernis

Die Euram Bank verwendet zur Ermittlung

des Mindesteigenmittelerfordernis folgende

Ansätze:

Kreditrisiko: Standardansatz

Operationelles Risiko: Basisindikatoren ­

ansatz

Das Mindesteigenmittelerfordernis für

das Kreditrisiko beträgt EUR 3.295 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 3.967 Tsd).

Der Betrag von 8 % der gewichteten Forderungsbeträge

für jede Forderungsklasse

gemäß § 22a Abs. 4 BWG beträgt:

Forderungen an Zentralstaaten

oder Zentralbanken EUR 0 Tsd

Forderungen an regionale

Gebietskörperschaften EUR 0 Tsd

Forderungen an Institute EUR 774 Tsd

Forderungen an

Unternehmen

EUR 1.458 Tsd

Retail Forderungen EUR 164 Tsd

Durch Immobilien

besicherte Forderungen EUR 0 Tsd

Forderungen in Form

von Investmentfondsanteilen

EUR 114 Tsd

Sonstige Posten EUR 785 Tsd


| 32

Das Mindesteigenmittelerfordernis für das

Fremdwährungsrisiko beträgt EUR 0 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 0 Tsd).

Das Mindesteigenmittelerfordernis für das

Operationelle Risiko beträgt EUR 2.133 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 2.181 Tsd).

L. Ergänzende Angaben

1.) Gesamtbetrag der Aktiva und Passiva

in Fremdwährung:

Aktiva

in fremder Währung EUR 90,9 Mio

Passiva

in fremder Währung EUR 90,4 Mio

2.) Im Geschäftsjahr 2012/2013 hatte die

Euram Bank keine Verfügungsbeschränkung

für Vermögensgegenstände (30. 6. 2012:

EUR 3,6 Mio).

3.) Die Forderungen an verbundene Unternehmen

betragen EUR 4,4 Mio (30. 6. 2012:

EUR 6,5 Mio).

5.) Die sonstigen Rückstellungen in Höhe

von EUR 3 Mio (30. 6. 2012: EUR 2 Mio)

enthalten Rückstellungen für Boni, noch

nicht in Anspruch genommene Urlaube,

Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten,

sowie für sonstige Aufwendungen.

6.) Die Verpflichtungen aus der Nutzung

von in der Bilanz nicht ausgewiesenen

Sachanlagen betragen aus heutiger Sicht

für das nächste Jahr EUR 402,2 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 389,6 Tsd), für die folgenden

fünf Jahre ca. EUR 2 Mio und betreffen

vorwiegend die Mietaufwendungen

für die Nutzung der Büroräumlichkeiten.

7.) Das Gesamtvolumen der am Bilanzstichtag

noch nicht abgewickelten Devisentermingeschäfte

setzt sich wie folgt zusammen:

Kaufkontrakte

Verkaufkontrakte

30. 6. 2013 30. 6. 2012

EUR 0,5 Mio EUR 0,4 Mio

EUR 0,5 Mio EUR 0,4 Mio

4.) Die Verpflichtungen gegenüber verbundenen

Unternehmen betragen EUR 0,9 Mio

(30. 6. 2012: EUR 0,5 Mio).


| 34

3. ERLÄUTERUNG ZUR GEWINN-

UND VERLUSTRECHNUNG

Unter Verweis auf § 242 (1) UGB unterbleibt

die Aufgliederung der Erträge nach

geographischen Märkten gemäß § 64 (1)

Z 9 BWG.

Unter Verweis auf § 237 UGB stellt sich die

Aufgliederung der sonstigen betrieb lichen

Erträge und sonstigen betrieb lichen Aufwendungen

gemäß § 64 (1) Z 12 BWG wie

folgt dar:

--

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten

neben weiterverrechneten Kosten

in Höhe von EUR 1,8 Mio (30. 6. 2012:

EUR 1,0 Mio) den Verkaufsertrag eines

Vermögengegenstandes („WhiteConcierge

Limited“) in Höhe von EUR 4,6 Mio. Auflösungen

von Rückstellungen das Geschäftsjahr

2011/2012 betreffend betragen

EUR 6,3 Tsd (30. 6. 2012: EUR 0,2 Mio),

eine Umsatzsteuergutschrift beträgt

EUR 0,2 Mio (30. 6. 2012: EUR 0,2 Mio).

--

Die im Geschäftsjahr 2012/2013 ausgewiesenen

sonstigen betrieblichen Aufwendungen

in Höhe von EUR 377,6 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 242,0 Tsd) betreffen im

Wesentlichen Aufwendungen für externe

Berater sowie für Abschöpfungszinsen.

Es wurden keine Wertberichtigungen auf

Forderungen durchgeführt (30. 6. 2012:

EUR 440 Tsd).

Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen

auf Forderungen und aus

Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten

und für Kreditrisiken betragen im

Geschäftsjahr 2012/2013 EUR 178,7 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 0,0 Tsd).

Wertberichtigungen auf Wertpapiere sowie

auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen

Unternehmen betragen EUR 34,8 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 0,9 Mio) und betreffen

hauptsächlich die Wertberichtigung der

Euram Bank Asia Limited in Liquidation

(EUR 31,9 Tsd) sowie die Wertberichtigung

der Euram Invest Holdings II GmbH in Liquidation

(EUR 2,9 Tsd).

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung

unter Einbeziehung der Steuerumlagen ausgewiesenen

„Steuern vom Einkommen und

Ertrag“ in Höhe von EUR +204,7 Tsd

(30. 6. 2012: EUR -0,5 Mio) belasten das „Ergebnis

der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“

im Umfang von +6.6 % (30. 6. 2012: -35,7 %).

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine

Rücklagen dotiert (30. 6. 2012: EUR 536 Tsd).


4. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

1.) Im Geschäftsjahr 2012/2013 waren

durchschnittlich 32 (30. 6. 2012: 36) Angestellte

beschäftigt.

2.) Die Aufwendungen für Abfertigung

und Pensionen betragen im Geschäftsjahr

2012/2013 für leitende Angestellte EUR

156,3 Tsd (30. 6. 2012: EUR 156,0 Tsd) und

für andere Arbeitnehmer EUR 97,5 Tsd

(30. 6. 2012: EUR 98,0 Tsd). Weiters wurden

EUR 120,6 Tsd (30. 6. 2012: EUR 109,0 Tsd)

an Beiträgen an die betriebliche Pensionsvorsorgekasse

bezahlt.

3.) Die Gesamtbezüge von vier (30. 6. 2012:

drei) Vorstandsmitgliedern, die für ihre

Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 gewährt

wurden, betragen EUR 1,9 Mio

(30. 6. 2012: EUR 1,3 Mio), die an die Mitglieder

des Aufsichtsrats gewährten Gelder

im Geschäftsjahr 2012/2013 betragen EUR

0,1 Mio (30. 6. 2012: EUR 0,1 Mio).

4.) Im Geschäftsjahr 2012/2013 waren

zwei Kredite in Höhe von EUR 144,4 Tsd

an leitende Angestellte (30. 6. 2012: EUR 150,0

Tsd) vergeben.

5.) Der Vorstand der Gesellschaft setzte sich

während des Geschäftsjahres 2012/2013 wie

folgt zusammen:

Viktor Popovic (bis 30. 4. 2013)

Manfred Huber

Johannes Langer

Josef Leckel (seit 15. 4. 2013)

6.) Der gewählte Aufsichtsrat setzte sich

während des Geschäftsjahres 2012/2013

wie folgt zusammen:

Dr. Erik Max Michael Obermayer

– Vorsitzender (bis 28. 11. 2012)

– Stellvertreter des Vorsitzenden (seit

29. 11. 2012)

Adolf Walter Höllmer

– Stellvertreter des Vorsitzenden

(bis 28. 11. 2012)

– Vorsitzender (seit 29. 11. 2012)

Dkfm. Senta Penner

7.) Die Euram Bank ist in einen Konzernabschluss

einbezogen. Das Unternehmen,

das den Konzernabschluss erstellt, lautet

wie folgt:

Euram Holding Aktiengesellschaft

Wallnerstraße 4

1010 Wien


| 36

5. ERGÄNZENDE ANGABEN

Um den Offenlegungsverpflichtungen gemäß § 26 BWG der Gesellschaft nachzukommen

wird darauf hingewiesen, dass die Veröffentlichung auf der Website der Euram Bank

(www.eurambank.com) unter „Euram Bank / Publikationen und Offenlegungen“ ersichtlich

ist.

Wien, am 6. September 2013

Der Vorstand

Manfred Huber

Johannes Langer

Josef Leckel


Bestätigungsvermerk

| 40

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss

der European American Investment

Bank Aktiengesellschaft, Wien, für das

Geschäftsjahr vom 1. Juli 2012 bis zum

30. Juni 2013 unter Einbeziehung der

Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss

umfasst die Bilanz zum 30. Juni

2013, die Gewinn- und Verlustrechnung

für das am 30. Juni 2013 endende Geschäftsjahr

sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen

Vertreter für den Jahresabschluss

und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft

sind für die Buchführung sowie für die

Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich,

der ein möglichst getreues

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Gesellschaft in Übereinstimmung

mit den österreichischen unternehmensrechtlichen

Vorschriften vermittelt. Diese

Verantwortung beinhaltet: Gestaltung,

Umsetzung und Aufrechterhaltung eines

internen Kontrollsystems, soweit dieses für

die Aufstellung des Jahresabschlusses und

die Vermittlung eines möglichst getreuen

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Gesellschaft von Bedeutung

ist, damit dieser frei von wesentlichen

Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund

von beabsichtigten oder unbeabsichtigten

Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden;

die Vornahme von Schätzungen,

die unter Berücksichtigung der

gegebenen Rahmenbedingungen angemessen

erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

und Beschreibung von

Art und Umfang der gesetzlichen

Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe

eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss

auf der Grundlage unserer


Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter

Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen

Vorschriften und Grundsätze

ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt.

Diese Grundsätze erfordern, dass

wir die Standesregeln einhalten und die

Prüfung so planen und durchführen, dass

wir uns mit hinreichender Sicherheit ein

Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss

frei von wesentlichen Fehldarstellungen

ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung

von Prüfungshandlungen zur Erlangung

von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der

Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen

liegt im pflichtgemäßen

Ermessen des Abschlussprüfers unter

Berücksichtigung seiner Einschätzung des

Risikos eines Auftretens wesentlicher

Fehldarstellungen, sei es auf Grund von

beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern.

Bei der Vor nahme dieser Risikoeinschätzung

berücksichtigt der Abschluss­

prüfer das interne Kontrollsystem, soweit

es für die Aufstellung des Jahresabschlusses

und die Vermittlung eines möglichst

getreuen Bildes der Vermögens , Finanzund

Ertragslage der Gesellschaft von

Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung

der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen

festzulegen, nicht jedoch

um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit

der internen Kontrollen der Gesellschaft

abzugeben. Die Prüfung umfasst

ferner die Beurteilung der Angemessenheit

der angewandten Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden und der von den

gesetzlichen Vertretern vorgenommenen

wesentlichen Schätzungen sowie eine

Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende

und geeignete Prüfungsnachweise

erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine

hinreichend sichere Grundlage für unser

Prüfungsurteil darstellt.


| 42

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen

geführt. Auf Grund der bei der Prüfung

gewonnenen Erkenntnisse entspricht

der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung

den gesetzlichen Vorschriften und

vermittelt ein möglichst getreues Bild der

Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft

zum 30. Juni 2013 sowie der Ertragslage

der Gesellschaft für das Geschäftsjahr

vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013

in Übereinstimmung mit den österreichischen

Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen

Vorschriften darauf zu prüfen, ob er

mit dem Jahresabschluss in Einklang steht

und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht

nicht eine falsche Vorstellung von der

Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk

hat auch eine Aussage darüber

zu enthalten, ob der Lagebericht mit

dem Jahresabschluss in Einklang steht.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung

in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, am 6. September 2013

Ernst & Young

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Andrea Stippl e.h.

Wirtschaftsprüferin

Mag. Ernst Schönhuber e.h.

Wirtschaftsprüfer


Euram Bank AG

Palais Esterházy

Wallnerstraße 4

1010 Wien

Tel. +43 1 512 38 80 0

Fax +43 1 512 38 80 888

office@eurambank.com

www.eurambank.com

Konzeption, Gestaltung und Produktion

die3 Agentur für Werbung und Kommunikation GmbH

Fotos

Michael Stelzhammer, Kurth Keinrath, Shutterstock

Druck

Vorarlberger Verlagsanstalt


Euram Bank AG

Palais Esterházy

Wallnerstraße 4

1010 Wien

Tel. +43 1 512 38 80 0

Fax +43 1 512 38 80 888

office@eurambank.com

www.eurambank.com

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine