Jahresbericht 2006 Historisches Museum Bern - Bernisches ...

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Jahresbericht 2006 Historisches Museum Bern - Bernisches ...

Historisches Museum Bern

Musée Historique de Berne

Jahresbericht 2006


Inhalt

Editorial

3 Strahlendes Wetter und Wolken am Horizont

Resonanz

4 Statistik

Ausstellungen und Events

6 Ausstellung «Albert Einstein (1879 – 1955)» verlängert

7 Erlebnispark Physik wiedereröffnet

Neupräsentation Weltliches Silber

8 Mülinen-Kabinett

9 Donationen und Partnerschaften

Konservierung und Erschliessung

10 Abteilung Archäologie

Abteilung Ethnographie

11 Historische Abteilung

Münzkabinett

Publikationen

12 Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen Museum

13 Schriften des Bernischen Historischen Museums

14 Bibliographie

15 Schenkungen

16 Staatsempfang

Gebäude

17 Erweiterungsbau Kubus/Titan

Ausbau 3. Obergeschoss

Fluchttreppe im Ostflügel

«Der Berner Silberschatz»: Die Neupräsentation des weltlichen Silbers

18 Stiftungsträger/Baukommission Kubus/Titan

20 Personal

Jahresrechnung 2006

22 Kommentar und Statistik

24 Bilanz

26 Erfolgsrechnung

Stiftung Schloss Oberhofen

28 Direktion und Personal

Statistik

Konstanz im Betrieb, Wechsel in der Belegschaft

Optische und akustische Schlossveredelung

29 Strukturelle und bauliche Neuplanungen

Jahresrechnung 2006

Verein zur Förderung des

Bernischen Historischen Museums

32 Vorstand

Mitgliederbestand

Die 105. Hauptversammlung

33 Veranstaltungen

34 Publikationsreihen des Bernischen Historischen

Museums


Editorial

Strahlendes Wetter und Wolken am Horizont

Die Verlängerung der Einstein-Ausstellung, phänomenale Besucherzahlen

und ein Geschäftserfolg von gut einer halben Million

Franken brachten uns abermals ein «Schönwetter-Jahr».

Mit dem Spatenstich für den KUBUS begann der lang ersehnte

Erweiterungbau. Die Museumsarbeit war aber auch geprägt

von Rahmensetzungen, die für die Zukunft keinen leichten

Gang verheissen.

In 16 Monaten 350 000 Eintritte für Einstein

Nach dem furiosen Start der Einstein-Ausstellung 2005 lag es

nahe, sie auch im Folgejahr 2006 zu zeigen. Da eine Einsprache

den Baubeginn des Neubaus verzögerte, konnte auch der Erlebnispark

Physik eine zweite Sommersaison betrieben werden.

Dies bescherte dem Museum besuchermässig und finanziell

einen grossen Erfolg. Der Zustrom hielt an, nach 16 Monaten

Laufzeit konnten 350 000 Eintritte registriert werden –

einmalig für ein kulturhistorisches Museum in der Schweiz.

Ort und Qualität der Ausstellung veranlassten den Gesamt-Bundesrat,

den Staatsempfang für den österreichischen

Bundespräsidenten Heinz Fischer im Historischen Museum

mit Ansprachen zur Beziehung zwischen Sigmund Freud und

Albert Einstein sowie mit einer Ausstellungsführung beginnen

zu lassen.

Einstein-Dauerausstellung oder/und Bern im 20. Jahrhundert?

Aufgrund des grossen internationalen Zuspruchs schien es aus

unternehmerischer Sicht ratsam, die Einstein-Ausstellung als

Dauerausstellung weiterzuführen. Mit der Zielsetzung unseres

Museums war das Ansinnen insofern vereinbar, als die Präsentation

die Weltgeschichte während Einsteins Leben im 19. und

20. Jahrhundert hervorragend widerspiegelt.

Andererseits hatte in den Räumen der Einstein-Ausstellung

ursprünglich die Einrichtung der Dauerausstellung zur

Berner Geschichte im 20. Jahrhundert folgen sollen. Konnte

man Einstein als Ersatz dafür stehen lassen? Oder sollte man

auf das Zugpferd Einstein und die attraktive Ausstellung verzichten?

– Nach langem Ringen übernahm die Aufsichtskommission

den Kompromiss-Vorschlag der Direktion: Mit den

Erträgen aus Einstein sollte das Dach des Ostflügels ausgebaut

werden und dort eine Dauer-Ausstellung zu Bern im 20.Jahrhundert

entstehen.

Nun meldete sich die Gebäudeversicherung mit der Auflage,

einen Fluchtweg einzubauen. Wollte man die Ausstellung zu

Berns Weg in die Moderne 2007 eröffnen, musste das Museum

zwei grosse Baustellen mit ad hoc-Planung und sehr unsicherer

Finanzierung angehen: den Ausbau des Dachgeschosses und den

Durchbruch der Fluchttreppe durch drei Geschosse im Ostflügel.

Berner Silberschatz und Mülinen-Kabinett

Neben dem Betrieb der Einstein-Ausstellung und der Vorbereitung

der Ausstellung zum 19./20. Jahrhundert wurden der Berner

Silberschatz und das Mülinen-Kabinett eingerichtet. Das

Silber konnte dank grosszügiger Unterstützung der Zünfte und

Gesellschaften neu präsentiert werden. Das Mülinen-Kabinett

umfasst eine ausserordentliche Familienstiftung. Beide Präsentationen

sind auf kleiner Fläche umfangreich an Objektdichte

und Inhalt, was die Gestaltung vor hohe Anforderungen stellte.

Die Ausstellungen sind im besten Sinn als gelungene Kabinett-

Stücke zu verstehen.

Viel Arbeit hinter den Kulissen

Künftige Ausstellungen sind in Vorbereitung. Ein Hauptziel der

kommenden Jahre ist, die Depots im KUBUS zu beziehen und

den Sammlungsbestand effizienter zu verwalten. Im schwer

zugänglichen «Keramik-Depot» des Westflügels ist die Lüftungszentrale

für das erste Obergeschoss geplant. Dazu mussten

wir riesige Bestände an Keramik, Metallwaren, Skulpturen

und Kleinobjekten in das Aussendepot Burgdorf überführen.

Alles wurde fotografiert, mit IT erfasst und geordnet. Die

Platzierung der Objekte in den Depots des KUBUS ist damit

vorbereitet.

Zur Verwaltung der Bestände wurde mit FileMaker eine

neue, benutzerfreundliche Datenbank-Anwendung programmiert

(DB06). Auf der bisherigen Datenstruktur aufbauend,

erlaubt sie effizienteres Arbeiten und die Administration von

Wechselausstellungen.

Gefangen im eigenen Erfolg

Eine der bisher grössten Herausforderungen war die Neuverhandlung

des Subventionsvertrags mit der Regionalen Kulturkonferenz.

Das aufwändige Verfahren zielte auf die Quantifizierung

der vom Museum zu erbringenden Leistungen. Der

aussergewöhnliche Einstein-Erfolg scheint die Erwartung zu

schüren, Aussergewöhnliches sei als Normalleistung dauerhaft

zu erbringen. Ob das Geforderte mit den bereitgestellten

Ressourcen erfüllbar ist, wird sich zeigen.

Peter Jezler, Direktor

JAHRESBERICHT 2006 3


Resonanz

Statistik

Besucherzahlen

Dauerausstellungen 11 000

Sonderausstellung «Albert Einstein»/Erlebnispark 173 000

Total 184 000

Museumsnacht 11 000

Total 195 000

Führungen

Steinzeit, Kelten, Römer 27

Kunst aus Asien und Ozeanien 9

Altägypten 1

Vom Frühmittelalter bis zum Ancien Régime 73

Der Berner Silberschatz 31

Indianer – Amerika von Nord bis Süd 8

Total (ohne Einstein) 149

davon öffentliche Führungen 49

Sonderausstellung zu Albert Einstein (bis 31. 12. 2005)

Privat gebuchte Führungen 1 425

Öffentliche Führungen (dt) 347

Total 1 772

Angemeldete Schulklassen ohne Führung 237

Ausgeliehene Audioguides (bis 15. 10. 2006) 22 395

Damit hat etwa jeder 8. Besucher von diesem

Angebot Gebrauch gemacht.

4 HISTORISCHES MUSEUM BERN

65 000

55 000

1984

56 000

46 000

1986

46 000

45 000

1988

40 000

71 000 Gold der Helvetier

1990

55 000

52 000

1992

49 000

41 000

1994

52 000

67 000 Walk on the wilde side

1996

45 000

48 000

1998

54 000

80 000 Bildersturm/Edle Wirkung

2000

56 000 Edle Wirkung/Steinzeit/Asien

84 000 Steinzeit/Asien/Krieg und Frieden/Mittelalter-Spektakel

2002

59 000 Erlebniswelt Museum

187 000 «Albert Einstein»/Erlebnispark/Energiespektakel

195 000 «Albert Einstein»/Erlebnispark

2004

2006


Laurie Anderson und Lou Reed bei Einstein

Am 2. Mai 2006 gastierte die bekannte New Yorker Performance-Künstlerin

und Musikerin Laurie Anderson erstmals in

Bern. «The End of the Moon» hiess ihre Solo-Show, mit der sie

im Rahmen von taktlos bern in der Dampfzentrale zu Gast war.

Zusammen mit Lebenspartner und Musiker Lou Reed

(«Walk on the wild side») besuchte sie am Vortag ihres Auftritts

die Einstein-Ausstellung im Historischen Museum Bern. Als

«artist in residence» der NASA mit dem Weltraum vertraut,

gefielen Anderson besonders die anschaulichen Erläuterungen

zur Kosmologie. Aber auch für die Verbindung von Einsteins

Biographie mit der Weltgeschichte zeigte das Künstlerpaar

grosses Interesse.

Besuch aus China bei Einstein

Am 2. September 2006 besuchte die Vize-Bildungsministerin

der Volksrepublik China, Frau Qidi Wu, das Historische

Museum. Von der Einstein-Ausstellung, die sie eingehend und

mit grossem Interesse besichtigte, zeigte sie sich sehr beeindruckt.

Besuch aus der Blindenschule Zollikofen

Bereits am 9. Dezember 2005 hatten 5 Schülerinnen der Blindenschule

Zollikofen mit ihrer Lehrerin Christine Kurth

die Einstein-Ausstellung besucht. Dank einer Auswahl von in

Braille-Schrift übersetzten Texten aus der Ausstellung konnten

die Schülerinnen sich, neben der Führung, selber Informationen

zu Einsteins Leben und seiner Zeit erarbeiten und einander

vortragen. Ein Bild von Einsteins Aussehen gewannen sie

anhand einer Büste: Amüsiert ertasteten sie seine charakteristische

Haarfülle.

JAHRESBERICHT 2006 5

Foto: Christine Kurth


Ausstellungen und Events

Schlangen vor der Kasse, Gepäckberge in der Eingangshalle:

die letzten Tage der Einstein-Sonderausstellung

6 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Ausstellung «Albert Einstein (1879–1955)» –

Verlängerung bis 15. Oktober 2006

Die 2005 eröffnete Sonderausstellung «Albert Einstein 1879 –

1955» war auch nach ihrer Verlängerung im Jahr 2006 ein Publikumsmagnet.

Bis Mitte Oktober konnten insgesamt 350 000

Besucher aus allen Kontinenten begrüsst werden. Damit zählt

diese Ausstellung zu den erfolgreichsten kulturgeschichtlichen

Ausstellungen der Schweiz.

Der ausgesprochene Erfolg hat die Direktion in Abstimmung

mit der Aufsichtskommission bewogen, die Einstein-

Schau in eine Dauerausstellung umzuwandeln. Ab Februar

2007 soll sie in verdichteter Form und unter dem neuen Namen

«Einstein Museum im Historischen Museum» permanent

gezeigt werden.

Weite Teile der Ausstellung können dabei erhalten bleiben,

so die Einführung in Einsteins Persönlichkeit und der Spiegelsaal

im Treppenaufgang zum zweiten Stock, eine Hauptattraktion

der Schau. Bestehen bleibt ebenfalls der biographischzeitgeschichtliche

Ausstellungsteil im zweiten Obergeschoss. Er

wird erweitert um zentrale Stationen aus der Physikgeschichte.

Diese werden so integriert, dass sie sich in den chronologischen

Erzählfluss fügen. Anlässlich des Österreichischen Staatsbesuchs

im September 2006 wurde der historische Ausstellungsteil

bereits mit einer Sequenz ergänzt. Sie präsentiert Einsteins

berühmten, vom Völkerbund initiierten und publizierten

Briefwechsel mit Sigmund Freud zur Frage «Warum Krieg?»

Für die zukünftige Dauerausstellung werden die ausgeliehenen

Originaldokumente faksimiliert und an ihre Besitzer

zurückgegeben; die übrigen Leihgaben konnten zum grössten

Teil in Dauerleihgaben umgewandelt werden. Darüber hinaus

wurde die Einstein-Sammlung durch einige bedeutende

Ankäufe ergänzt. Dazu gehören die Heiratsurkunde von Albert

Einstein und seiner ersten Frau Mileva, verschiedene zum Teil

signierte Originalfotografien, ein von Einsteins Mutter handgesticktes

Tischtuch, die Erstdrucke von Albert Einsteins Arbeiten

aus dem Annus mirabilis 1905 sowie seine in Bern verfasste Dissertation

und schliesslich eine holländische und eine deutsche

Erstausgabe des Briefwechsels zwischen Einstein und Freud.

Somit kann auch die zukünftige Dauerausstellung zum überwiegenden

Teil mit Originalobjekten bestückt werden.


Erlebnispark Physik wiedereröffnet

Mit der Verlängerung der Ausstellung wurde zu Ostern 2006

auch der Physikpark wieder eröffnet. Erfindungen und Entdeckungen

aus 10 000 Jahren Menschheitsgeschichte, zum Teil

nach historischen Vorlagen nachgebaut, wurden hier präsentiert

– eine Zeitreise von der Steinzeit bis zu Einsteins

Wunderjahr 1905 und ein Bildungserlebnis für Familien und

Schulklassen. Erweitert wurde der bereits 2005 gezeigte Park

durch zwei Stationen: Auf einem eigens dafür gebauten Schienenstück

konnte – wie zur Pionierzeit des Schienenbaus in der

Neuen Welt – eine Draisine in Fahrt gebracht werden. Im

gemeinsam mit dem Sensorium Rüttihubelbad eingerichteten

Optiklabor wurde zudem eine neue Camera Obskura eingebaut.

Für die Betreuung der Besucher und der Einrichtungen

standen wieder die Animatorinnen und Animatoren im Einsatz.

Mit Umsicht, Einsatzfreude und Freundlichkeit hat das

erfahrene Team auch in diesem Jahr wesentlich zum Gelingen

des Museumssommers im Park beigetragen.

Urheberschaft Ausstellung und Park s. Jahresbericht 2005, S. 6

Engagiert und begeisterungsfähig: Mitglieder des Animatorenteams

auf der Draisine

Neupräsentation Weltliches Silbergeschirr

Das Historische Museum besitzt einen ungewöhnlich reichen

Bestand an frühneuzeitlichem Prunksilber. Zum grossen Teil

handelt es sich um Deposita der Zünfte, Gesellschaften und der

Burgergemeinde. Ein geringerer Teil ist über Schenkungen und

Ankäufe ins Eigentum des Museums gelangt. Dieser «Silberschatz«

konnte mit einem erheblichen finanziellen Beitrag der

Zünfte als neue Dauerausstellung präsentiert werden. Das

Kabinett wurde durch Umnutzung der bisherigen Büros von

Buchhaltung und Museumspädagogik gewonnen. Es fügt sich

sinnvoll an die Ausstellung der Burgerstube an.

Das Ausstellungskonzept von Thomas Richter gliedert den

Bestand in frühe Werke, in den Brauch des Schenkens und

Gedenkens, in figürliche Trinkgefässe, in die Vielfalt der Formen

und in einen Ausblick auf die Rehfuss-Werkstätte. Als

prachtvoller Höhepunkt ist auf vier Stufen in einer Grossvitrine

ein Schaubüffet aufgebaut. Eine interaktive Projektion

erschliesst die einzelnen Gefässe mit Text und Bilddetails. Auch

Bildquellen zu Schaubüffets sind abrufbar. Sie erläutern, wie in

Festbanketten der frühen Neuzeit gleich mehrere Sinne angesprochen

werden: der Gaumen durch die Speisen, das Ohr

durch die Musik und das Auge durch die Kostbarkeiten auf

dem Schaubüffet.

Konzept und Projektleitung: Thomas Richter; Ausstellungsarchitektur:

Raphael Barbier; Animation: Peter Jezler; Realisation: Ausstellungsteam

BHM.

JAHRESBERICHT 2006 7


Ausstellungen und Events

Mülinen-Kabinett

Frédéric von Mülinen hat als letzter Spross seines Geschlechts

die Mülinen-Stiftung dem Historischen Museum Bern und der

Burgerbibliothek Bern vermacht, unter der Bedingung, dass

im Museum eine Mülinen-Ausstellung während mindestens

15 Jahren in einem eigenem Raum präsentiert wird. Das Stiftungsgut

besteht aus einem sehr bedeutenden Bestand an

Urkunden, Akten und Druckschriften, sowie aus Porträts, Grafiken

und Sachgütern mit Erinnerungswert. Herausragende

Objekte sind der silberne Mülinenbecher um 1415, die Allianz-

Scheibe Caspar und Verena von Mülinen, oder das Porträt des

Schultheissen Albrecht von Mülinen von Anton Graff. Die

Familie des Donators stellte auch einen namhaften Geldbetrag

für die Ausstellungsgestaltung zur Verfügung.

Das Ausstellungskonzept entstand in enger Zusammenarbeit

zwischen Frédéric von Mülinen und Peter Jezler, unter Beizug

von Peter Niederhäuser, einem ausgewiesenen Kenner der

Adelsgeschichte im Gebiet der heutigen Schweiz. Ihrem Sammlungsbestand

entsprechend bietet die Mülinen-Ausstellung

einerseits eine Urkundenlehre, andererseits eine chronologisch

erzählte Familiengeschichte. Anhand der Mitglieder eines

Adelsgeschlechts lässt sich exemplarisch der historische Wandel

verfolgen und das Handeln der Einzelnen in Zeiten der Beständigkeit

wie des Umbruchs (Reformation, Ende des Ancien

Régime, Kampf um Frauenrechte) betrachten.

8 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Das Mülinen-Kabinett ist angrenzend an die Burgerstube in

den beiden ehemaligen Direktionsbüros untergebracht. Die

bestehende Täfelung aus den 1920er Jahren wurde möglichst

geschont und mit einer Holzverkleidung überdeckt. Die Exponate

werden mit mehreren, teils interaktiven Animationen

ergänzt. Angesichts des beschränkten Raums und der grossen

Breite der Exponate war die Gestaltung der Ausstellung eine

der bisher anspruchsvollsten Aufgaben.

Projektleitung: Peter Jezler; Konzept: Frédéric von Mülinen/Peter

Jezler/Peter Niederhäuser; Ausstellungsarchitektur: Raphael Barbier;

Produktion: Ausstellungsteam BHM.


Donationen und Partnerschaften

Sonderausstellung «Albert Einstein (1879–1955)»

Die Verlängerung der Sonderausstellung bis zum 15. Oktober

2006 haben nicht nur die Leihgeber mit ihrem grosszügigen

Einverständnis für die Verlängerungsdauer, sondern auch

Hauptpartner und Partner der Ausstellung unterstützt. Wir

danken allen Leihgebern und Partnern für ihr Verständnis und

ihr grosses Engagement.

Hauptpartner

– SWISSLOS/Lotteriefonds Kanton Bern

– BKW FMB Energie AG

Berner Kantonalbank BEKB/BCBE

– Compagnie des Montres Longines Francillon SA

– FACTS, Das Schweizer Nachrichtenmagazin

Transportpartner

– BERNMOBIL

Partner

– APG

– SRG SSR idée suisse

– Bundesamt für Energie BFE

– GLAS FÄH AG

– Löwen-Garage AG Bern; Konzessionär Peugeot

– Time Magazin

– Kulturagenda

Gönner

– Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika

– Ciments Vigier SA, Péry

– Data Quest AG, Bern

– Frutiger AG, Thun und Uetendorf

– Kantonal-Bernischer Baumeisterverband

– Privat, Muri bei Bern

– Schweizerische Israelitische Emanzipations-Stiftung, Basel

– Valiant Bank

– Wilesco und Firma Marcel Csuka, Zürich

– Wirtschaftsförderung Kanton Bern, Bern

– Wolffkran Schweiz AG, Dällikon

Dauerausstellungen

Zwei neue Kabinette konnten dank grosszügiger Unterstützung

als Dauerausstellungen im Museum eingerichtet werden.

«Der Berner Silberschatz» (seit 4. April 2006)

Bernische Zünfte, Gesellschaften und burgerliche Vereinigungen

«Von Mülinen-Kabinett – Eine Adelsgeschichte durch acht Jahrhunderte»

(seit 15. Dezember 2006)

– Familienstiftung «Familienarchiv von Mülinen«

Diverse Projekte und Publikationen

Für die Zuwendungen, die wir im Jahr 2006 erhalten haben,

bedanken wir uns bei allen Geldgebern. Beiträge, welche erst im

kommenden Jahr umgesetzt werden, verdanken wir bei deren

Realisierung.

Druckkostenbeitrag an das Glanzlicht «Römische Mosaiken»:

– USM Haller

Druckkostenbeitrag an die Schrift des BHM

«Tu seras le festin des vers»

– Burgergemeinde Bern, Eglise française réformée de Berne,

Familie von Bonstetten

Druckkostenbeitrag an die Schrift des BHM

«Berner Totentänze»

– Christoph Mörgeli

JAHRESBERICHT 2006 9


Konservierung und Erschliessung

Abteilung Archäologie

Objektbetreuung im Depot und Konservierungsarbeiten erforderten

auch dieses Jahr einen grossen Anteil unserer Aufmerksamkeit.

Alte und zum Teil auch ungeeignete Verpackungs- und

Unterlagenmaterialien mussten systematisch durch moderne

Produkte ersetzt werden. Nachdem im Museum selber kein

Konservierungsatelier mehr zur Verfügung steht, konnte mit

dem Archäologischen Dienst des Kantons eine entsprechende

Übereinkunft getroffen werden. In einem Pilotprojekt wurden

den dortigen Fachleuten bereits Einzelstücke und eine ganze

Serie von Altfunden aus Eisen zur Konservierung anvertraut.

Viele der zum Teil schon vor hundert Jahren aus dem Boden

gekommenen Objekte benötigen dringend eine Nachbehandlung.

In Hinblick auf eine für das Jahr 2009 im KUBUS/TITAN

geplante Ausstellung über die «Kunst der Kelten» wurde eine

Partnerschaft mit dem Landesmuseum Württemberg in Stuttgart

vereinbart. Die Ausstellung soll an beiden Orten gezeigt

werden. Erste Kontaktnahmen und Leihanfragen bei mehreren

grossen Museen in Europa sind sehr erfolgreich verlaufen. Die

Konzeptphase für die Ausstellung und ein Begleitbuch ist angelaufen.

Das vom Museum initiierte Nationalfondsprojekt «Das

keltische Gräberfeld von Münsingen-Rain: Verwandtschaftsanalyse

und Rekonstruktion der sozialen Strukturen innerhalb

einer ‘Elite’» wurde termingerecht abgeschlossen und gleich zur

Drucklegung gebracht.

In der zweiten Jahreshälfte ging Käthy Bühler in Pension.

Während ihrer fast vierzig Jahre als Sekretärin der Abteilung

hat sie viele und tiefgreifende Veränderungen miterlebt. Ihre

Sorgfalt und hartnäckige Stetigkeit kam nicht nur der Neuaufstellung

des Depots und der Organisation der Fotokartei zugute.

Ihr verdanken wir auch die Übertragung des gesamten Katalogs

Ur- und Frühgeschichte mit fast 66 000 Nummern in eine

EDV-Datei. Ihrer Nachfolgerin Jolanda Studer gelang ein nahtloser

Übergang. Für Depotarbeiten und Führungen in der Ausstellung

waren besorgt: Ursula Kilchör-Schweizer, Rahel Rauscher,

Regine Stapfer, Tamara Tännler, Anna Barbara Widmer.

Vierzig Anfragen von Fachleuten aus dem In- und Ausland

waren mit Recherchen bzw. mit Besuchen im Depot verbunden.

Insgesamt konnte 25 Gesuchen um Ausleihe oder Verlängerung

stattgegeben werden; wichtige Leihgaben gingen an die

Ausstellung über die «Himmelscheibe von Nebra» nach Mannheim

und Basel.

10 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Abteilung Ethnographie

Im Hinblick auf den Ausbau des 3. Obergeschosses für die Dauerausstellung

19./20. Jahrhundert musste zu Beginn des Jahres

2006 entschieden werden, die gut besuchte Dauerausstellung

«Indianer – Amerika von Nord bis Süd« im Laufe des Sommers

2006 zu schliessen. Von der Ethnographie wurde rasch eine

Lösung gefunden mit dem Vorschlag, die Ausstellung im

Zwischenstock EG-Ost zu zeigen. Dort wird zwar nur noch die

Hälfte der ursprünglichen Ausstellungsfläche zur Verfügung

stehen, von Vorteil ist aber die Nähe zu den übrigen aussereuropäischen

Teilen.

Ab April kam Ursula Mollet als Sekretärin zur Abteilung,

sodass die Sekretariatsarbeiten nach einem mehrmonatigen

Unterbruch wieder vormittags ausgeführt werden. Nach eineinhalb

Jahren in der Aussenstation an der Anshelmstrasse

konnte die Abteilung in den Museumshof in die freiwerdende

Seminar- bzw. AD-Baracke zurückkommen. Damit wurde auch

die vorübergehend in Schachteln eingelagerte Bibliothek wieder

aufgestellt.

Der Mutterschaftsurlaub von Françoise Linder ermöglichte

der jungen Ethnologin Séverine Curiger ein Praktikum in

der zweiten Jahreshälfte.

Zwei Holzpferde, die durch das Hochwasser im Depot

in Thun vom August 2005 stark gelitten haben, wurden durch

ein Restauratorenteam aus Berlin wiederhergestellt. Sie sind für

die Einrichtung im Orientalischen Saal vorgesehen, der zugleich

Veranstaltungsraum bleiben wird.

Die Erschliessung und Einzelbilderfassung der Bestände

der historisch-ethnographischen Photographien konnte intensiv

weitergeführt werden. Sie ermöglicht nun eine Präsentation

von 35 Photographien in der Ausstellung «Kunst aus Asien und

Ozeanien». Ausgewählt wurden sie aus einem Bestand von über

300 Glasplattennegativen, die von der Niederländischen Expedition

nach Mittel-Borneo in den Jahren 1893/94 stammen und

dem Museum von Johann Büttikofer zugekommen sind, der

die Expedition als Naturwissenschaftler begleitet hat. Die Bilder

dieses frühen Kontakts im Landesinnern sind von eindrücklicher

Aussagekraft; die Arbeiten am ganzen Bestand werden

diese wichtigen Zeugnisse zugänglich machen.

Auch konnte die Erschliessung der orientalischen Werke

auf Papier weitergeführt werden. Diesmal wurden 124 Kalligraphien

der arabisch-iranischen Kulturen bearbeitet, die auch

publiziert werden.

Die Ankäufe beschränkten sich auf ein Objekt aus Afrika;

als Leihgaben wurden 18 Objekte an Museen in der Schweiz

ausgeliehen.


Historische Abteilung

Das Jahr begann mit einem Umzug und endete mitten in einem

Umzug. Für die künftige Dauerausstellung 19./20. Jh. wurden

Anfang des Jahres die Depots im Estrich Ost geräumt. Wegen

des im März 2007 geplanten Einbaus eines Klimablocks im

1. Zwischengeschoss West begann im November der Umzug des

Keramikdepots.

Im Sommer wurde in Zusammenarbeit mit Tino Zagermann,

Restaurator, eine Prioritätenliste für die Restaurierung

der vom Hochwasser betroffenen Objekte erstellt. Restauriert

wurden aus diesem Bestand u. a.: das Pedoskop um 1930 und

eine Computer-Anlage von 1974. Neben diesen Objekten wurden

einige Einstein-Schriften und einzelne Silberpokale restauriert.

Letztere wurden von Thomas Richter, Konservator für das

Kunsthandwerk, ausgewählt, der mit seinem Weggang im Juli

eine beträchtliche fachliche Lücke hinterlassen hat.

Ankäufe wurden im Hinblick auf das Ausstellungsprogramm

getätigt. Die Einstein-Sammlung wurde beträchtlich

erweitert, u. a. durch die Annalen der Physik mit den Einsteinschen

Publikationen von 1905, die Tischdecke aus dem Elternhaus

von Albert Einstein und den Eheschein von Albert Einstein

und Mileva Maric. Für die 2008 geplante Haller-Ausstellung

wurde u. a. Hallers Werk über die Alpenflora, die

«Enumeratio», Göttingen 1741, erstanden. Eine Premiere war

der Kauf eines Autos, ein um 1938 in Biel hergestellter Chevrolet,

für die Ausstellung «Jungfrau, Hofer und Ragusa – Berns

Weg in die Moderne», die ab Mai 2007 gezeigt wird.

«Einstein» war wegen Verlängerung und geplanter Dauerausstellung

erneut ein Schwerpunkt beim Leihverkehr. Unter

den 23 behandelten Leihgesuchen waren hochkarätige Objekte,

u. a. wurde der Rückenschild eines Chormantels mit dem Wappen

des Grafen von Romont und Prinzen von Savoyen nach

Turin ausgeliehen; das Altartuch des Otto von Grandson war in

Genf; in der Ausstellung über Kaiser Sigismund und das Haus

Luxemburg wurden in Budapest und Luxemburg die Wandbespannung

aus dem Dominikanerkloster in Bern mit dem Wappen

des Kaisers und unsere Kopie seines Porträts aus dem 18. Jh.

gezeigt.

Mitte Dezember wurde die Kabinett-Ausstellung zur Familie

von Mülinen eröffnet, welche die exemplarische Geschichte

der Adelsfamilie darstellt und damit die Schenkung von Mülinen

der Öffentlichkeit zugänglich macht. Für die Auswahl der

mittelalterlichen Urkunden wurde der Historiker Peter Niederhäuser

beigezogen.

Münzkabinett

Im Berichtsjahr konnten im Gegensatz zu den vorangegangen

Jahren erstmals wieder mehrere bedeutende Objekte für die

Münzsammlung angekauft werden. Das wichtigste und zugleich

wertvollste Stück überhaupt, das in den letzten zehn Jahren

in die Sammlung des Münzkabinetts aufgenommen wurde,

ist der so genannte Hochzeitsguldiner von Maximilian I. von

Österreich. Dieser liess das Schaustück zur Erinnerung an seine

Hochzeit mit Maria von Burgund prägen, jedoch erst nach dem

Tod seiner zweiten Gemahlin Maria Bianca Sforza im Jahr 1511,

also rund 34 Jahre nach der Hochzeit mit Maria. Das Stück wird

die für 2008 geplante Ausstellung «Karl der Kühne« bereichern.

Im Hinblick auf die 2007 zu eröffnende Ausstellung «Jungfrau,

Hofer und Ragusa – Berns Weg in die Moderne» konnten

mehrere Banknoten angekauft werden, zu denen der Maler Ferdinand

Hodler Entwürfe beigesteuert hat. Diese Noten werden

im «Pionierfries« der Bernischen Innovationen des 20. Jahrhunderts

ihren Platz finden. Der übrige Zuwachs der Sammlung

beschränkte sich auf ein paar wenige Geschenke wie etwa

die jährlichen Belegsexemplare der schweizerischen Münzprägung,

die jeweils von der swissmint zur Verfügung gestellt

werden.

Neben der Mitarbeit bei Ausstellungen sowie zahlreichen

Führungen in der Einstein-Ausstellung und zur Berner

Geschichte musste der Betrieb des Münzkabinetts aufrechterhalten

werden. Dazu gehörte die Betreuung von etwa 70 Besuchern,

die Beantwortung von 37 teilweise aufwendigen Anfragen

und die Ergänzung der Bibliothek.

Dank der Mithilfe der Praktikantin Susanna Truninger

und des Praktikanten Nicolas Glättli konnte das elektronische

Inventar beträchtlich wachsen. Letzterer hat 300 Münzen aus

Haldenstein und Reichenau inventarisiert und rund 1350 Münzen

der Römischen Republik digital fotografiert.

An Leihgaben ist im Berichtsjahr nur eine einzige für das

Münzkabinett Winterthur zu verzeichnen, die dafür nicht

weniger als 67 Stücke des Frühen und Hohen Mittelalters

umfasste.

An einem Vortrag beim Numismatischen Verein Zürich

konnte der Schreibende einem interessierten Publikum den

Schatzfund von Neunkirch SH mit einem bedeutenden Anteil

an Berner Münzen vorstellen.

JAHRESBERICHT 2006 11


Publikationen

Glanzlichter aus dem

Bernischen Historischen Museum 16

12 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Der Berner Silberschatz.

Trinkgeschirre und Ehrengaben

aus Renaissance und Barock

Thomas Richter

Der Berner Silberschatz im Historischen

Museum Bern ist an Umfang und Qualität

eine Sammlung von europäischem Rang.

Eine besondere Stellung nehmen die Dauerleihgaben

aus dem Silberschatz der Bernischen

Zünfte, Gesellschaften und burgerlichen

Vereinigungen ein. Es sind Pokale

und figürliche Trinkgefässe, von denen einige

noch heute bei den festlichen Anlässen der

Gesellschaft in Gebrauch sind.

Prunkvolle Ehrengeschirre stellten einst

die anspruchvollsten Aufgaben für Gold-

und Silberschmiede dar. Häufig geben bedeutende

Ereignisse im politischen, gesellschaftlichen

und wirtschaftlichen Leben

Anlass zu ihrer Entstehung.

19 herausragende Werke der Silberschmiedekunst

aus dem Historischen

Museum Bern erinnern an wichtige Momente

in der Geschichte der Stadt und beleuchten

die Tafelkultur in der Blütezeit der

europäischen Gold- und Silberschmiedekunst

im 16. und 17. Jahrhundert.

Glanzlichter aus dem

Bernischen Historischen Museum 17

Römische Mosaiken.

Wohnen und Baden in der Antike

Sabine Bolliger Schreyer

Die Mosaikkunst entstand in der Antike und

hat bis heute nichts von ihrer Faszination

eingebüsst. Die Technik, einzelne Steinchen

zu einem Bild zu setzen, erlebte ihre Hochblüte

im griechischen Hellenismus und

wurde später von den Römern übernommen.

Repräsentative Wohnräume und luxuriöse

Bäder wurden mit bunten Bildmosaiken

ausgestattet. Mit der Expansion der Römer

verbreitete sich auch ihre Lebensart. So

hielten die Mosaiken Einzug in die Wohnkultur

der eroberten Länder, zu denen auch

das Gebiet der heutigen Schweiz gehörte.

Aus der Sammlung des Bernischen

Historischen Museums werden 23 ausgewählte

Objekte zum Thema vorgestellt. Sie

vermitteln einen Einblick in die gehobene

Wohnkultur und das Badewesen aus der

Zeit, als die Schweiz Provinz des römischen

Reiches war.

Glanzlichter aus dem

Bernischen Historischen Museum 18

Entfesselte Elemente.

Katastrophenbewältigung und Solidarität

im Lauf der Zeit

Quirinus Reichen

Während Jahrhunderten wurden

Katastrophen als Strafe Gottes verstanden;

den Opfern beizustehen war Christenpflicht.

Seit der Aufklärung bemühen sich die

Menschen um naturwissenschaftliche

Erklärungen, üben sich in Schadensvermeidung

und -begrenzung und sehen sich

mit Versicherungen vor.

Aus Anlass ihres 200-Jahr-Jubiläums

hat die Gebäudeversicherung des Kantons

Bern GVB das Historische Museum Bern

in dankenswerter Weise mit einem namhaften

Beitrag bedacht. Gemeinsam legen

die beiden Institutionen diese Publikation

vor. 24 Kapitel, beginnend im 14. Jahrhundert,

erzählen von Grossbränden, Bergstürzen,

Überschwemmungen und anderen Schadensfällen

sowie von ihrer Bekämpfung, von

Prävention und von solidarischer Hilfe bei

der Bewältigung der Folgen.

Die Gründung der Berner Brandversicherung,

der heutigen GVB, auf das Jahr 1807

ist eine epochale Leistung, ein Zeugnis von

Einsicht, Solidarität und Verantwortung. Sie

steht am Anfang der grossen Institutionen,

die die moderne Gesellschaftsentwicklung

prägten.


Schriften des

Bernischen Historischen Museums Vol. 6 A

«Tu seras le festin des vers».

La Danse macabre de Niklaus Manuel

Deutsch à Berne, d’après les copies

à la gouache d’Albrecht Kauw (1649)

Johannes Tripps

Niklaus Manuel peignit la Danse macabre

entre 1516 et 1519. Elle couvrait près de 80

mètres du mur d’enceinte du cimetière laïque

de l’ancien couvent des Dominicains de Berne

(aujourd’hui l’Eglise française de Berne).

En 21 scènes, la mort y dansait avec chacun des

rangs de la société. Ce cycle fut victime, en

1660, de l’élargissement de la Zeughausgasse.

Mais il en subsiste une reproduction sous

forme de 24 copies à la gouache, précédemment

exécutées par le peintre Albrecht Kauw,

en 1649.

Le but de ce livre est de permettre au

lecteur de plonger son regard dans ce fascinant

«kaléidoscope«, où se reflète l’histoire

de la société, de l’économie, des costumes,

des coutumes et d l’art de cette époque. Des

membres de familles bernoises influentes

de l’époque offrirent chacune de ces scènes.

Derrière certaines représentations se cachent

parfois des raisons émouvantes liées au

destin personnel du donateur.

Schriften des

Bernischen Historischen Museums 7

Berner Totentänze. Makabres aus Bern

vom Mittelalter bis in die Gegenwart

Christoph Mörgeli, Uli Wunderlich

Bern und die Berner haben mehr makabre

Kunst zu bieten als den Totentanz, den

Niklaus Manuel Deutsch zwischen 1516 und

1519 an die Friedhofsmauer des Predigerklosters

malte. Schon damals waren handelnde

und sprechende Tote aus Sagen und

Heiligenlegenden bekannt. Rasch wurden

sie nicht nur in Kirchen und auf Bildern

zur privaten Andacht dargestellt, sondern

traten als Figuren in Drucken, Liedern und

Dramen auf.

Bis heute reisst diese Tradition im

Bernbiet nicht ab: Bekannte Künstler wie

Cuno Amiet, Ferdinand Hodler, Paul Klee und

Ernst Kreidolf haben sich mit dem Thema

beschäftigt. In neuerer Zeit schufen Friedrich

Dürrenmatt, Bernhard Luginbühl, Meret

Oppenheim, Ted Scapa, Jean-Frédéric Schnyder

oder Rémy Zaugg Totentänze.

Sicherlich schlummern – auch nach

Erscheinen dieses Buchs – noch viele makabre

Kunstwerke im Verborgenen.

Schriften des

Bernischen Historischen Museums 8

Gefässkeramik und Hafnerei

in der Frühen Neuzeit im Kanton Bern.

Adriano Boschetti-Maradi

Neuzeitliche Gefässkeramik gehört zu

den häufigsten archäologischen Funden und

zählt zum Grundstock vieler kulturhistorischer

und volkskundlicher Sammlungen.

Besonders Geschirr aus Langnau, Heimberg,

Blankenburg und Bäriswil im Kanton

Bern erfreut sich seit über 100 Jahren

grosser Beliebtheit.

Erstmals wird nicht nur anhand erhaltener

Gefässe, sondern auch mit Bodenfunden

und Schriftquellen die Entwicklung

der Berner Gefässkeramik und ihrer Produktion

vom 16. bis ins 18. Jahrhundert

beschrieben. Das Buch berührt verschiedene

kunsthistorisch-archäologische, volkskundliche

und wirtschaftshistorische Themen.

Nach der Beschreibung der Herstellungstechnik

folgt die Ordnung der Gefässe

anhand von Fundkomplexen nach Formtypen

und Warenarten. Schriftquellen beleuchten

die Organisation des Handwerks

und liefern Hinweise auf den Handel.

Eine Sonderrolle spielen die Stadtberner Fayencemanufakturen

und das blühende

Töpferdorf Heimberg.

JAHRESBERICHT 2006 13


Bibliographie

Bolliger Schreyer, Sabine, mit Fotografien von Yvonne Hurni

und Stefan Rebsamen: Römische Mosaiken. Wohnen und

Baden in der Antike. Glanzlichter aus dem Bernischen

Historischen Museum 17. Bern 2006.

Müller, Felix: Sakrale Untiefen. Die Spuren vorgeschichtlichen

Kultes in Gewässern. In: A. Hafner, U. Niffeler und U. Ruoff

(Hrsg.) Die neue Sicht. Unterwasserarchäologie und Geschichtsbild.

Akten des 2. Internationalen Kongresses für

Unterwasserarchäologie. Rüschlikon bei Zürich, 21.–24.

Oktober 2004. Antiqua 40, 2006, S. 110 – 121.

Psota, Thomas: Die Ethnographische Sammlung in Bern – Einblick

in Sammlung und Ausstellungen. In: A4 Magazin für

Aussereuropäische Kunst und Kultur 02/2006, S. 52 – 55.

Reichen, Quirinus: Das Malereiprogramm von Humbert Mareschet

in der Berner Burgerstube. In: Berns mächtige Zeit.

Bern 2006, S. 141.

Reichen, Quirinus: Entfesselte Elemente. Katastrophenbewältigung

und Solidarität im Lauf der Zeit. Glanzlichter aus

dem Bernischen Historischen Museum 18. Bern 2006.

Richter, Thomas, mit Fotografien von Yvonne Hurni: Der Berner

Silberschatz. Trinkgeschirre und Ehrengaben aus Renaissance

und Barock. Glanzlichter aus dem Bernischen

Historischen Museum 16. Bern 2006.

14 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Schmutz, Daniel: Tiroler Geld im Schweizer Beutel: Der Einfluss

der Tiroler Münzen auf den Geldumlauf westlich des

Arlbergs im Spätmittelalter. In: Mitteilungen der Österreichischen

Numismatischen Gesellschaft 46, 2006, S. 63 – 80.

Schweizer, Simon und Tino Zagermann: Nach dem Hochwasser.

Was mit dem Sammlungsgut geschah. In: KGS (Kulturgüterschutz),

PBC, PCP Forum, 8/2006. Thema Hochwasser.

Hrsg. Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS,

S. 43 –47.

Tripps, Johannes: «Tu seras le festin des vers». La Danse macabre

de Niklaus Manuel Deutsch à Berne, d’après les copies

à la gouache d’Albrecht Kauw (1649). Avec une contribution

de Manuel Kehrli. Schriften des Bernischen Historischen

Museums, Vol. 6 A. Bern 2006.


Schenkungen

Im Jahre 2006 durfte das Museum die folgenden Schenkungen

entgegennehmen und in die Sammlungen integrieren. Den

nachfolgend erwähnten Institutionen und Personen sei dafür

herzlich gedankt.

Andress, Ursula, Rom: handsigniertes Fotoporträt von Ursula

Andress in der Rolle als Bond-Girl, Repro von 1962, signiert

2005

Bernhardt, Jürg, Bern: Fotokameras, Laborgeräte und Requisiten

aus dem Fotoatelier Bernhardt in Huttwil, 1. H. 20. Jh.

Bieri, Thomas, Bern: Migros Einkaufswagen-Jeton, um 2005

Chapuis, Bruno, Münchenbuchsee: Zündholzbrieflein mit Darstellung

der Zündholzfabriken von Kandergrund und Nyon,

um 1930

Chervet, Fritz, Bern: Boxhandschuhe, 1972

Ducmane, Kristine, Riga: Lettland, 1 Lats, 2005

Dyson, Freeman, Princeton (New Jersey), USA: Notenständer

von Albert Einstein, um 1930

Erne, Erwin und Lorenz, Bern: Karabiner mit Bajonett, Modell

31 der Schweizer Armee

Frank, Martin, Zürich: «ter fögi ische souhung», Zürich 1979,

broschiert, handsigniert vom Autor Martin Frank

Haller, Max, Bern: Flugblätter der Jugendbewegung vom Sommer

1980

Hornusserstube Rüegsauschachen: Gruppenfotos des Hornusservereins

Burgdorf, um 1912

Käser, David, Grosshöchstetten: Fibel in Schreibschrift, Bern

1916. «Gesangbuch» für die Grundschule, Bern 1928

Kooistra, Sylvia, Bern: Teilstück des Bärenfrieses vom ehemaligen

oberen Tor in Bern, 18. Jh.; Souvenir aus «Grindelwald»

um 1910

Loo-von Wild, Helene, Steffisburg: Wissenschaftliche Geräte

aus dem Besitz der Familie Wild, A. 19. Jh., u. a: Fernrohr

mit Stativ, Mikroskop und Stereoskop

Kornfeld, Eberhard W., Bolligen: Belichtungsmesser «Sekonic/Microleader»,

um 1960

Kurz, Susanna und Verena, Bern: Leiterwagen, 1. H. 20. Jh., vorgesehen

als Transportmittel für eine allfällige Flucht im

2. Weltkrieg

Langheld, Christian, Rüfenacht: Banknoten zum Verbrennen

bei Beerdigungen, China, 20. Jh.

Lüthi, Thomas, Linden: Motorrad-Helm «SHOEI» von Tomas

Lüthi, Weltmeister in der 125er Kubik-Klasse, mit Autogramm,

2005

Maeder Marsili, Irène, Bern: Verlobungsringe der Eltern der

Donatorin aus dem Jahr 1942 und Puderdose mit emaillierten

Szenen aus Krieg und Zivilleben im 2. WK «Vogue

Vanity», British Made

Masshardt-Mäder, Marietta, Bern: Seidenstickerei mit aufgesticktem

Gedicht von Yue Xian, China, Ende 19. Jh.

Menchini, Barbara, Gümligen: drei seidene Frauenkleider, um

1900

Meyer, Jürg, Bern: Holzspielzeug, um 1935

Münzkabinett der Stadt Winterthur: Jeton «Faustina Augusta»,

um 2006

Musée monétaire cantonal, Lausanne: Jeton «100 Jahre Palais

de Rumine», 2006

Ramseier, Margrith, Bern: Bwami-Kopfbedeckung, Ritualobjekt

der Lega, Kongo, 20. Jh.

Rosenast, Josef, Thun: Prototyp des Robidog, 1980

Rytz-Beetschen, Eva, Lenk: u. a. Souvenir-Stickerei der Weltausstellung

1862 in London; Weihnachtsbrief 1940 von

General Guisan an seine Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten

in Orginalcouvert; 11 hölzerne Spielzeugsoldaten in

feldgrauer Uniform, 2. WK

Schulthess, Dori, Schwarzenburg: Zither, um 1900; Uniform

Ordonanz 1852, Kaput Ordonanz 1898 und feldgraue Uniformjacke

eines Oberst-Leutnant aus dem 1. WK

Schwerdtel, Eberhardt, Hinterkappelen: Quarzlampe, um 1925

Swissmint, Bern: Belegexemplare der Münzprägung, 2006

Valiant Bank, Bern: Valiant-Kultur-Fünfliber (Jeton), 2006

Vatter, Claire und Thomas, Bern: Einkaufstasche und Prospekt

aus dem Bio-Supermarkt «Vatter», 1992

Wanderarchiv, Neuenegg: Ovomaltinebüchse 1904

Wohnwagenklub Bern, aufgelöst 2004: zwei Fahnen des Wohnwagenklubs

Bern, 1960

Deposita:

Bundesamt für Kultur, Bern: zwei Revolutionsgardisten der

napoleonischen Armee, Puppen mit Wachsgesichtern, Anfang

19. Jh.

JAHRESBERICHT 2006 15


Staatsempfang

7. September 2006:

Staatsempfang im Historischen Museum

Am 7. und 8. September 2006 weilten Seine Exzellenz Herr

Dr. Heinz Fischer, Bundespräsident der Republik Österreich,

und Frau Margit Fischer auf Staatsbesuch in der Schweiz.

Den Auftakt des Besuchs bildete der Staatsempfang, zu dem der

Gesamt-Bundesrat die Gäste und Delegationen beider Länder

ins Historische Museum Bern gebeten hatte. Nach den offiziellen

Ansprachen im Orientalischen Saal, bei denen auch die

Beziehung zwischen Sigmund Freud und Albert Einstein zur

Sprache kam, wurden die Gäste in zwei Gruppen durch die

Einstein-Ausstellung geführt.

16 HISTORISCHES MUSEUM BERN


Gebäude

Stadtschreiberin Irène Maeder Marsili, Mitglied der Aufsichtskommission,

löst den Spatenstich zum Neubau aus.

Am gelungenen Spatenstich erfreuen sich Irène Maeder Marsili,

Peter Jezler, Mario Annoni, Präsident der Aufsichtskommission und

alt Staatsarchivar Karl Wälchli, ehem. Vizepräsident der AK.

Erweiterungsbau Kubus/Titan

Mitte Oktober 2006 fand der Spatenstich für den Erweiterungsbau

Kubus/Titan statt. Er wird im Südosten des Grundstücks

gebaut werden, teilweise direkt an das bestehende Museumsgebäude.

Vor dem eigentlichen Aushub mussten eine grössere

Holzbaracke beseitigt, die Bäume und Sträucher gerodet und

der Zaun entlang der Helvetiastrasse abgebaut und für eine

künftige Verwendung eingelagert werden.

Das Abtragen der Humusschicht in Begleitung des Archäologischen

Dienstes des Kantons Bern brachte keine archäologischen

Funde hervor. In der Folge konnte daher rasch mit dem

eigentlichen Aushub und mit der aufwendigen Baugrubensicherung

begonnen werden.

Im Herbst 2008 soll der Wechselausstellungssaal bezugsbereit

sein und Mitte Oktober mit einer ersten Sonderausstellung

zu Albrecht von Haller eröffnet werden.

Ausbau 3. OG

Der Estrich im 3. Obergeschoss des Ostflügels wurde zu Ausstellungsräumen

ausgebaut und mit einem Übergang zum

Mitteltrakt verbunden. Die neuen Räume werden Anfang 2008

mit der Dauerausstellung zum 19./20. Jahrhundert «Jungfrau,

Hofer und Ragusa – Berns Weg in die Moderne» belegt werden.

Fluchttreppe im Ostflügel

Im südöstlichen Knie des Ostflügels wurde eine Fluchttreppe

eingebaut. Verbunden sind nun das 3. Obergeschoss mit dem

Erdgeschoss. Für die Entfluchtung des unter dem Erdgeschoss

liegenden Zwischengeschosses ist ein Ausgang Richtung Norden,

für diejenige des Untergeschosses ein solcher via Wechselausstellungssaal

des Erweiterungsbaus Kubus/Titan geplant.

JAHRESBERICHT 2006 17


Stiftungsträger / Baukommission Kubus/Titan

Stiftungsträger

Kanton Bern

Stadt Bern/Regionale Kulturkonferenz RKK Bern

Burgergemeinde Bern

Den Stiftungsträgern danken wir für ihren Einsatz und ihre

Unterstützung zum Wohle unseres Hauses und unserer Arbeit.

Aufsichtskommission/Stiftungsrat

Wegen der Menge der zu behandelnden Geschäfte trat die

Kommission nebst den vier ordentlichen weitere drei Male zu

ausserordentlichen Sitzungen zusammen.

Zur Vorbereitung der Kommissionsgeschäfte tagte der Verwaltungsausschuss

an vier ordentlichen und einer ausserordentlichen

Sitzung. Er besteht aus dem Präsidenten Mario

Annoni, Regierungspräsident (ab 1. Juni 2006 alt Regierungsrat)

und Präsident der Kulturstiftung Pro Helvetia, der Stadtschreiberin

Irène Maeder Marsili (Vizepräsidentin), Beatrice

Stadelmann, der Vorsteherin Kulturförderung dt. des Kantonalen

Amtes für Kultur (bis Ende April 2006), Jacqueline Strauss

als deren Amtsnachfolgerin (ab 1. November 2006) und Georg

von Erlach, Mitglied des Grossen Burgerrats.

Das langjährige Mitglied in Verwaltungsausschuss und

Kommission, Beatrice Stadelmann, trat per Ende April 2006

aus den Gremien aus. Mit grossem Bedauern und herzlichem

Dank für ihr ausserordentliches Engagement wurde sie von

Kommission und Stiftungsrat verabschiedet.

Der Finanzausschuss tagte zur Vorbereitung der finanziellen

Geschäfte vier Mal.

Zur Vorbereitung der Oberhofener Geschäfte trat der Ausschuss

ein Mal zusammen. Die Mitglieder des Ausschusses sind

der kantonale Denkmalpfleger Jürg Schweizer, die Stadtschreiberin

Irène Maeder Marsili, die Vorsteherin der Kulturförderung dt.

Beatrice Stadelmann resp. Jacqueline Strauss, Georg von Erlach

und der Gemeindepräsident von Oberhofen, Manfred Ammann.

18 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Mitglieder Aufsichtkommission/Stiftungsrat

Präsident

Mario Annoni, Regierungspräsident (ab 1. Juni 2006

alt Regierungsrat) und Präsident der Kulturstiftung

Pro Helvetia

Vizepräsidentin

Irène Maeder Marsili, Stadtschreiberin

Vom Regierungsrat des Kantons Bern gewählt

Mario Annoni, Regierungspräsident

(ab 1. Juni 2006 alt Regierungsrat)

Beatrice Stadelmann, Vorsteherin Kulturförderung dt.

(bis Ende April 2006)

Jacqueline Strauss, Vorsteherin Kulturförderung dt.

(ab 1. November 2006)

Werner E. Stöckli, Prof. Dr. phil., Direktor Institut für

Ur- und Frühgeschichte und Archäologie

der Römischen Provinzen, Universität Bern

Vom Gemeinderat der Stadt Bern gewählt

Edith Olibet, Gemeinderätin

Irène Maeder Marsili, Stadtschreiberin

Vom Burgerrat der Stadt Bern gewählt

Franz von Graffenried, Fürsprecher, Burgergemeindepräsident

Hans Georg Brunner, Fürsprecher

Georg von Erlach, Mitglied des Grossen Burgerrats

Peter Martig, Dr. phil., Staatsarchivar

Christophe von Werdt, Dr. phil., Leiter Schweizerische

Osteuropabibliothek

Von der Regionalen Kulturkonferenz RKK Bern gewählt

Paul Nyffeler, Bankdirektor

Mitglied mit beratender Stimme BHM,

ordentliches Mitglied SSO

Jürg Schweizer, Dr. phil., kantonaler Denkmalpfleger

Mitglied für Traktanden Oberhofen

Manfred Ammann, Gemeindepräsident Oberhofen


Verwaltungsausschuss

Mario Annoni

Irène Maeder Marsili

Beatrice Stadelmann (bis Ende April 2006)

Jacqueline Strauss (ab 1. November 2006)

Georg von Erlach

Finanzausschuss

Edith Olibet

Franz von Graffenried

Paul Nyffeler

Mitglieder Baukommission Kubus/Titan

Ueli Laedrach, Präsident, dipl. Architekt ETH BSA SIA SWB

Erwin Maurer, Projektleiter, dipl. Architekt ETH

Irène Maeder Marsili, Stadtschreiberin

Jürg Schweizer, Dr. phil., kant. Denkmalpfleger

Peter Martig, Dr. phil., Staatsarchivar

Emil Erne, Dr. phil., Stadtarchivar

Claude Marbach,:mlzd architekten, Planung, Architekt HTL

(nicht stimmberechtigt)

Bernhard Anliker, Schori Anliker Jäggi Architekten,

Bauleitung, Architekt HTL (nicht stimmberechtigt)

Daniel Schori, Schori Anliker Jäggi Architekten, Bauleitung,

Architekt HTL (nicht stimmberechtigt)

JAHRESBERICHT 2006 19


Personal

Direktion

Peter Jezler, lic. phil., Direktor/Leiter Historische Abteilung

Felix Müller, Prof. Dr. phil., stv. Direktor/Abteilungsleiter

Archäologie/Konservator

Gabriele Keck, lic. phil., Vizedirektorin/Leiterin Dienstleistungen

und Zentrale Dienste/Konservatorin Mittelalter

Stephan Schärer, lic. iur., Verwaltungsleiter, Leiter Betrieb

Thomas Psota, Dr. phil., Abteilungsleiter Ethnographie/

Konservator

Marianne Berchtold, lic. phil., Geschäftsleiterin

Historische Abteilung/Konservatorin 19./20. Jh.

Ursula Leckebusch-Mäder, lic. phil., Sponsoring

(bis 31. 8. 2006)

Suzanne Mennel, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit

Elke Wurster, lic. phil., Öffentlichkeitsarbeit Einstein 05

(bis 31. 5. 2006)

Franziska Zürcher Mindrup, lic. phil., Leiterin Besucherservice

Daniela Zbinden Meyer, Direktionsassistentin

Vera Heuberger-Küffer, lic. phil., Konservatorin Schloss

Oberhofen

Stab

Daniela Zbinden Meyer, Direktionsassistentin

Anne Schmidt Wolz, Dr. phil., Wissenschaftliche Direktionsassistentin

Ursula Leckebusch-Mäder, lic. phil., Sponsoring

(bis 31. 8. 2006)

Suzanne Mennel, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit

Elke Wurster, lic. phil., Öffentlichkeitsarbeit Einstein 05

(bis 31. 5. 2006)

Elke Jezler-Hübner, lic. phil., Wissenschaftliche Redaktion

und Texte

Simon Schweizer, lic. phil., Depotverwaltung und Logistik

Regula Wyss, lic. phil., Koordinatorin Datenmanagement

(ab 1. 5. 2006)

Urs Reinhard, EDV und BMS Administrator

Gunaratnam Surenthiran, Betreuung Audio-, Video-,

IT-Infrastruktur

20 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Verwaltung

Stephan Schärer, lic. iur., Verwaltungsleiter, Leiter Betrieb

Barbara Hirsig, Personalassistentin

Christine Pulfer-Reuteler, Buchhalterin

Esther Zaugg, Sachbearbeiterin Verwaltung

Historische Abteilung

Peter Jezler, lic. phil., Direktor/Leiter Historische Abteilung

Marianne Berchtold, lic. phil., Geschäftsleiterin Historische

Abteilung/Konservatorin 19./20. Jh.

Gabriele Keck, lic. phil., Vizedirektorin/Leiterin Dienstleistungen

und Zentrale Dienste/Konservatorin Mittelalter

Quirinus Reichen, lic. phil., Konservator Frühe Neuzeit,

Waffen

Thomas Richter, Dr. phil. MA, Konservator Kunstgewerbe und

Gemälde (bis 30. 9. 2006)

Jacqueline Minder, Abteilungssekretärin

Regula Wyss, Sekretariat/Assistenz Einstein 05

(Funktionswechsel 30. 4. 2006)

Flora Tarelli, Praktikum Abteilungssekretärin (ab 16. 10. 2006)

Alexandra Vlachos, Praktikum Projektentwicklung,

Projektassistenz (ab 16. 10. 2006)

Münzkabinett

Daniel Schmutz, lic. phil., Konservator für Numismatik

Abteilung Archäologie

Felix Müller, Prof. Dr. phil., stv. Direktor/Abteilungsleiter/

Konservator

Sabine Bolliger Schreyer, lic. phil., Konservatorin

Jasmin Gehrig, lic. phil., wissenschaftliche Assistentin

(bis 31. 8. 2006)

Käthy Bühler, Abteilungssekretärin (bis 31. 10. 2006)

Jolanda Studer, Abteilungssekretärin (ab 15. 9. 2006)

Abteilung Ethnographie

Thomas Psota, Dr. phil., Abteilungsleiter/Konservator

Françoise Linder, lic. phil., wissenschaftliche Assistentin

Isa Loeffel, Hilfsassistentin

Ursula Mollet, Abteilungssekretärin (ab 1. 4. 2006)


Dienstleistungen/Besucherservice

Gabriele Keck, lic. phil., Vizedirektorin/Leiterin Dienstleistungen

und Zentrale Dienste/Konservatorin Mittelalter

Franziska Zürcher Mindrup, lic. phil., Leiterin Besucherservice

Regula Luginbühl Wirz, lic. phil., Koordination Museumspädagogik

(Funktionswechsel 31. 12. 2006)

Erika Preuss, Museumsshop

Rosmarie Ammon, Shop/Loge/Telefon

Heidi Baumann, Shop/Loge/Telefon

Susanne Qualig-Zbinden, Shop/Loge/Telefon

Renate Wist-Werthmüller, Shop/Loge/Telefon

Jurij Galperin, Aufsicht

Mohamed Laiaida, Aufsicht

Annalise Lingg-Schwab, Aufsicht/int. Postdienst

Monika Mischler-Burkhalter, Aufsicht/int. Postdienst

Dieter Ettrich, Unterhalt Abt. Physik, Ansprechperson

Besucher (bis 15. 10. 2006)

Maria Janke, Unterhalt Abt. Physik, Ansprechperson Besucher

(bis 30. 4. 2006)

Zentrale Dienste

Gabriele Keck, lic. phil., Vizedirektorin/Leiterin Dienstleistungen

und Zentrale Dienste/Konservatorin Mittelalter

Yvonne Hurni, Fotografin/Fotodienst

Karen Christie Lanz, Atelier Textilien

Susanne Stadler, Konservierung/Restaurierung

Urs Wüthrich, Schreiner, Bauleiter

Stephan Bigler, Schreiner

Bruno Lüthi, Schreiner

Andreas Bach, Chef Erlebnispark

Betriebsservice/Betriebstechnik

Stephan Schärer, lic. iur., Verwaltungsleiter, Leiter Betrieb

Thomas Bieri, Betriebstechniker/Metallbauer

Martin Dubach, Betriebstechniker/Elektromonteur

Rudolf Wegmüller, Betriebstechniker/Schreiner

Heidi Tschanz, stv. Betriebstechnikerin/Leiterin Reinigung

Lütfiye Kürekci, Mitarbeiterin Reinigung

Jitka Michna, Mitarbeiterin Reinigung

Am 31. März 2006 verstarb Meggie Piller-Bütikofer, Buchhalterin des

BHM von 1984 bis 2005. Wir gedenken Ihrer mit herzlichem Dank.

JAHRESBERICHT 2006 21


Jahresrechnung 2006

Kommentar und Statistik

Das Geschäftsjahr 2006 schliesst mit einem Gewinn/Überschuss

von rund CHF 207 500 ab. Der Gewinnvortrag beträgt nach

Verbuchung des Gewinns/Überschusses rund CHF 268 500.

Die Sonderausstellung zu Albert Einsteins Leben und

Werk, die bis Mitte Oktober 2006 geöffnet war, brachte zusammen

mit dem Erlebnispark Physik gegenüber dem Vorjahr zwar

leicht geringere (– 3.4 %), aber dennoch erneut über den

Erwartungen liegende Eintrittseinnahmen von CHF 2 445 000

(2005: 2 531000; 2004: 345 400). Die durchschnittlichen Eintrittseinnahmen

pro BesucherIn (195 000) betrugen damit

rund CHF 12.53 (2005, Sonderausstellung Einstein: CHF 13.55;

2004, Themenwochen: CHF 5.85).

Im Gegensatz zur Entwicklung bei den Dienstleistungen

(Führungen, Fremdanlässe etc.), die mit CHF 314 000 leicht

unter dem Vorjahr lagen (–18 %), stiegen die Shop-Verkäufe im

Vergleich zum Vorjahr um 17 % auf CHF 720 000. Pro Besucher

und Besucherin betrugen sie durchschnittlich CHF 3.70 (2005:

CHF 3.30; 2004: CHF 4.95).

Der Selbstfinanzierungsgrad betrug im Berichtsjahr 32.7 %

(2005: 27.7 %; 2004: 8.1%); der Subventionsvertrag 2004 –2007

fordert durchschnittlich 3 % des Betriebsaufwandes.

22 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Selbst generierte Erträge

(Eintritte, Dienstleistungen, Verkäufe)

103 300

95 000

110 400

98 800

92 000

206 300

187 300

195 700

210 900

150 300

197 900

418 300

233 600

243 900

413 200

1087 700

968 400

1 655 246

769 682

3 528 849

3 478 811

1986

1988

1990

1992

1994

1996

1998

2000

2002

2004

2006


Finanzierung 2006

Kanton Bern, ordentlicher Beitrag 2 020 000.00

Kanton Bern, Zusatzbeitrag 114 000.00

Stadt Bern, ordentlicher Beitrag 1 326 000.00

Stadt Bern, Zusatzbeitrag 101 500.00

Burgergemeinde Bern, ordentlicher Beitrag 2 020 000.00

Burgergemeinde Bern, Zusatzbeitrag 114 000.00

Regionale Kulturkonferenz 667 000.00

Lotteriefonds 200 000.00

Fondsentnahmen 115 000.00

Versicherungsleistungen aus Überflutung

Depot Thun 387 129.35

Eigenfinanzierung 3 964 856.24

Total Finanzierung 11 029 485.59

davon Eigenfinanzierung 2006

Eintritte 2 444 921.25

Shop 719 924.90

Dienstleistungen 313 965.61

Unterstützungsbeiträge, Sponsoring 368 011.80

übrige 118 032.68

Total Eigenfinanzierung 3 964 856.24

Eigenfinanzierung 35,9 %

Versicherung 3,5 %

Fondsentnahmen 1 %

Lotteriefonds 1,8 %

RKK 6 %

Eintritte 61,7 %

Shop 18,2 %

Dienstleistungen 7,9 %

Unterstützungsbeiträge, Sponsoring 9,3 %

Übrige 3 %

Kanton Bern 18,3 %

Kanton Bern,

Zusatzbeitrag 1 %

Stadt Bern 12 %

Stadt Bern,

Zusatzbeitrag 0,9 %

Burgergemeinde 18,3 %

Burgergemeinde,

Zusatzbeitrag 1 %

JAHRESBERICHT 2006 23


Jahresrechnung 2006

Bilanz per 31. Dezember 2006 (vor Erfolgsverbuchung)

Aktiven Rechnung 2006 Rechnung 2005

Kasse 27 774.58 73 747.45

Banken, Post 871 604.70 537 843.03

Banken Kubus/Titan 8 567 271.92 1 658 338.25

Debitoren 14 787.38 154 580.16

Debitoren Kubus/Titan 2 254.58 998.25

Aktive Rechnungsabgrenzungen 195 511.75 250 019.61

Vorräte 208 000.00 210 000.00

Total Umlaufvermögen 9 887 204.91 2 885 526.75

Einrichtungen 441 000.00 542 200.00

Immobilien 1 026 539.60 481 900.00

Ausstellungen 218 072.26 642 000.00

Total Anlagevermögen 1 685 611.86 1 666 100.00

Total Aktiven 11 572 816.77 4 551 626.75

24 HISTORISCHES MUSEUM BERN


Passiven Rechnung 2006 Rechnung 2005

Kreditoren 530 907.60 563 277.02

Kreditoren Kubus/Titan 20 769.10 70 833.00

Festgeld Stadt Bern 0 1 000 000.00

Passive Rechnungsabgrenzungen 1 018 411.24 338 001.00

Passive Rechnungsabgrenzungen Kubus/Titan 0 2 993.45

Hypotheken 350 000.00 400 000.00

Rückstellungen 335 451.50 330 000.00

Rückstellungen Kubus/Titan 8 548 757.40 1 585 510.05

Total Fremdkapital 10 804 296.84 4 290 614.52

Reserve Betrieb 200 000.00 200 000.00

Reserve Projekte 300 000.00 0.00

Gewinnvortrag 61 012.23 54 740.23

Gewinn/Verlust (–) 207 507.70 6 272.00

Total Eigenkapital 768 519.93 261 012.23

Total Passiven 11 572 816.77 4 551 626.75

Gewinn-/Verlustvortrag (–) nach Erfolgsverbuchung 268 519.93 61 012.23

Fondsvermögen per 31. Dezember 2006

Rechnung 2006 Anteil % Rechnung 2005

Unantastbares bzw. nicht liquides Vermögen

(Sachanlagen) 486 520.00 84,6 486 520.00

Verfügbares Vermögen (gemäss Reglement) 88 461.92 15,4 73 281.95

Fondsvermögen total 574 981.92 100,0 559 801.95

JAHRESBERICHT 2006 25


Jahresrechnung 2006

Erfolgsrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2006

Aufwand Rechnung 2006 Anteil % Rechnung 2005

Löhne/Gehälter 4 790 542.42 45,5 4 602 563.18

Sozialversicherungsbeiträge 630 953.36 6,0 613 485.44

Übrige Personalkosten 26 065.15 0,2 55 911.60

Unterhalt Gebäude – 3 793.90 0,0 124 412.16

Unterhalt technische Anlagen 242 440.45 2,3 396 763.20

Informatik 327 793.99 3,1 342 202.39

allg. Verwaltungs-/Betriebsaufwand 503 434.93 4,8 647 439.76

Werkstoffe/Verbrauchsmaterial 205 064.49 1,9 359 463.50

Anschaffung Mobilien/Einrichtungen/Immobilien 638 228.31 6,1 295 691.54

Leistungen Dritter (ohne EDV) 1 087 765.66 10,3 2 572 071.63

Mieten/Einrichtungen Depots 809 544.76 7,7 718 490.49

Versicherungen/Steuern/Gebühren 171 568.08 1,6 188 472.82

Finanzaufwand 20 047.55 0,2 23 607.65

Ankäufe Sammlung/Bibliothek 149 192.04 1,4 123 554.14

Einkauf Handelswaren 198 185.23 1,9 282 788.93

Marketing/PR/Kommunikation 527 981.37 5,0 1 086 133.33

Publikationen 0.00 0,0 7 350.78

Abschreibungen 183 300.00 1,7 108 600.00

Rückstellungen 0.00 0,0 160 000.00

Ausserordentlicher Aufwand 11 664.00 0,1 32 479.40

Bestandeskorrekturen 2 000.00 0,0 0.00

Total Aufwand 10 521 977.89 100,0 12 741 481.94

26 HISTORISCHES MUSEUM BERN


Ertrag Rechnung 2006 Anteil % Rechnung 2005

Eintritte 2 444 921.25 22,2 2 530 861.70

Dienstleistungen 313 965.61 2,8 383 355.72

Verkäufe 719 924.90 6,5 614 631.41

Versicherungsleistungen 399 257.35 3,6 1 010 333.56

Finanzerträge 1 428.18 0,0 3 048.95

Immobilienerträge 100 958.90 0,9 47 894.55

Nebenerlöse 3 517.60 0,0 21 548.60

Beiträge Finanzierungsträger 6 033 000.00 54,7 6 033 000.00

Unterstützungsbeiträge, Sponsoring 897 511.80 8,1 1 888 079.45

Fondsentnahmen 115 000.00 1,0 215 000.00

Total Ertrag 11 029 485.59 100,0 12 747 753.94

Ergebnis 1: Gewinn/Verlust (–)

vor Rückstellungen Projekte; ohne Kubus/Titan 507 507.70 6 272.00

Bildung Reserve Projekte 300 000.00 0.00

Ergebnis 2: Gewinn, Verlust (–) ohne Kubus/Titan 207 507.70 6 272.00

Aufwand Kubus/Titan (Erweiterungsbau)

Projektierungs-/Baukosten 378 167.50 697 332.35

Finanzaufwand 26.70 30.85

Bildung Rückstellungen 4 928 247.35 1 304 329.70

Total Aufwand Kubus/Titan 5 306 441.55 2 001 692.90

Ertrag Kubus/Titan

Beiträge KreditgeberInnen 5 300 000.00 2 000 000.00

Finanzertrag 6 441.55 1 692.90

Auflösung Rückstellungen 0 0

Total Ertrag Kubus/Titan 5 306 441.55 2 001 692.90

Ergebnis 3: Gewinn, Verlust (–) inkl. Kubus/Titan 207 507.70 6 272.00

JAHRESBERICHT 2006 27


Stiftung Schloss Oberhofen

Direktion und Personal

Peter Jezler, lic. phil., Direktor

Vera Heuberger, lic. phil., Konservatorin

Rudolf Holzer, Schlosswart (bis 28. 2. 2006)

Greti Holzer, Schlosswart-Stellvertreterin (bis 28. 2. 2006)

Andreas Kähr, Schlosswart (ab 1. 3. 2006)

Christine Ramstein, Schlosswartin (ab 1. 3. 2006)

Werner Kropf, Obergärtner (bis 31. 8. 2006)

Sonja Zimmermann, Leitende Gärtnerin (ab 15. 9. 2006)

Agnes Werren, Gärtnerin (bis 31. 8. 2006)

Maya Nüssli, Gärtnerin (ab 1. 9. 2006)

Daniel Burri, Hilfsgärtner

Markus Laemlé, Gärtner (Teilzeit)

Statistik

2006 2005 2004

Eintritte total 11 973 10 271 11 631

(+16 %) (– 11,7 %) (+6.6 %)

Führungen 55 56 47

Hauptversammlung Förderverein 1 1 1

Anlässe /Apéros im Park, auf

Schlossterrasse und im Speisesaal 20 13 12

Kapellenbenutzung für Trauungen

und Taufen 7 9 9

Schlosskonzerte 2 2 2

Kinoaufführungen im Schlosshof 5 4 Ruhejahr

(geplant: 6) ( geplant: 6)

Konstanz im Betrieb, Wechsel in der Belegschaft

Die Saison wurde am 14. Mai ein weiteres Mal ohne Vernissage

eröffnet, brachte sie doch die letzte Verlängerungsperiode für

die Porzellanausstellung. Erfreulicherweise bleiben die während

5 Jahren in Oberhofen ausgestellten Objekte vorläufig

noch im Schloss und können weiterhin für Interessierte in

einem Schaudepot zugänglich gemacht werden.

Den knappen finanziellen Verhältnissen kam zugute, dass

Park wie Schloss von unangenehmen Überraschungen verschont

blieben. Notwendig waren lediglich einige sanierende

bauliche Massnahmen und ein durchgreifender Herbstschnitt

im Park. Als besonders wertvoll erwies sich wiederum die verlässliche

Unterstützung der 12 ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen

bei den Parkschliessungen.

28 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Für das Schlosswartehepaar Rudolf und Greti Holzer, das während

27 Jahren für einen reibungslosen Schlossbetrieb, für

zufriedene Besucher und für eine sorgfältige Betreuung des

Museumsbereiches gesorgt hatte, war der Ruhestand gekommen.

Ihre Nachfolge traten Andreas Kähr und Christine Ramstein

an, welche die Schlosswartstelle teilen.

Als weitere leitende Kraft hat auch der Obergärtner Werner

Kropf nach gut 20 Jahren engagierter Parkbetreuung den

Betrieb verlassen. Mit Erfolg hatte er sich stets um die Werterhaltung

des historischen Gutes bemüht. Er wurde abgelöst

von der Gärtnerin Sonja Zimmermann, die bereits 1998 – 2001

im Oberhofner Gärtnerteam beschäftigt war.

Optische und akustische Schlossveredelung

Wer gewohnt war, seine Eintrittskarte an der Kasse unter dem

Torbogen zu lösen, musste überrascht feststellen, dass das alte

Kassenhäuschen verschwunden ist und sich der Torbogendurchgang

nun in repräsentativer Grosszügigkeit zeigt – ganz

wie es einem der schönsten Schlösser der Schweiz gebührt.

Die Kasse ist neu in den Eingangsbereich des Schlossmuseums

transferiert worden. Den Schlossbesuchern scheint diese

edlere Lösung, die ebenfalls eine nun frei zugängliche Garderobe

im Schlosseingangsbereich beinhaltet, zu gefallen. Besonders

erfreulich ist, dass die Neuplatzierung der Kasse im Schloss-

Shop eine Reduzierung des Personals erlaubte.

Abschied vom alten Kassenhäuschen im Torbogen


Und wer das Schloss betreten hatte, wurde von Flöten-, Klarinetten-,

Cello- oder Geigenklängen empfangen. Musikstudenten

von der Hochschule der Künste in Bern vermittelten den

historischen Räumen mit ihrem Spiel eine ganz neue Atmosphäre.

Wie im Gästebuch nachzulesen ist, vermochte diese

Musik das Besuchserlebnis deutlich zu intensivieren.

Die musizierenden Studenten und Studentinnen erfüllten

zudem eine weitere Funktion: in regelmässigem Turnus wirkten

sie als Aufsichten. Als interessantes Projekt soll dieser Einsatz

von musizierenden Aufsichten auch in der kommenden

Saison weitergeführt werden.

Strukturelle und bauliche Neuplanungen

Seit der Stiftungsgründung ist Schloss Oberhofen betrieblich

eng mit dem Historischen Museum Bern verknüpft. Da sich

die Gemeinde Oberhofen 2002 den Betriebsträgern (Burgergemeinde

Bern und Kanton Bern) anschloss und damit das lokale

Engagement verstärkte, wurde die Idee einer strukturellen

Trennung von BHM und SSO geäussert. So beschloss die Aufsichtskommission

Ende Saison 2006, eine entsprechende Projektplanung

ins Auge zu fassen.

Nachdem 1999 der Dependenzentrakt einer Hausschwammsanierung

unterzogen worden war, standen die ehemaligen

Schlossremisen und Stallungen leer. Die Bauhülle dieser

Gebäudegruppe ist zudem renovationsbedürftig. In Anbetracht

dieser Situation wurde im Spätherbst 2006 entschieden, eine

denkmalpflegerische Sanierung dieser Gebäudegruppe möglichst

umgehend anzugehen. Diese Renovations arbeiten sollen

zudem die Gelegenheit bieten, die Infrastruktur des Museumsbetriebes

zu verbessern.

Damit wurden nach einer ruhigen und geglückten Saison

zwei grosse Projekte lanciert, die dem Schloss eine neue

Jugendlichkeit und damit Charme und Anziehungskraft vermitteln

können.

Jahresrechnung 2006

Kommentar

Das Geschäftsjahr 2006 schliesst mit einem Gewinn/Überschuss

von rund CHF 49 500 ab. Der Gewinnvortrag beträgt nach Verbuchung

des Gewinns/Überschusses rund CHF 309 700.

Die Einnahmen aus Eintritten konnten mit gesamthaft

CHF 48 200 gegenüber dem Vorjahr um knapp 4 % gesteigert

werden. Die durchschnittlichen Eintrittseinnahmen pro BesucherIn

fielen mit CHF 4.00 jedoch etwas tiefer aus als in den

Vorjahren (2005: CHF 4.50; 2004: CHF 4.35).

Die Erträge aus Dienstleistungen (u. a. Führungen, Fremdanlässe)

lagen mit CHF 25 200 um CHF 1600tiefer als im Vorjahr

(– 6 %). So auch die Shop-Verkäufe, die im Vergleich zum

Vorjahr um 7.5 % auf CHF 8 900 abnahmen; pro Besucher

demnach CHF 0.74 (2005: CHF 0.93) betrugen.

Der Selbstfinanzierungsgrad betrug im Berichtsjahr 12.0 %

(2005: 11.0 %).

Aufsichtsdienst mit Musik: Studierende der Hochschule der Künste

in Bern bringen die Schlossräume zum Klingen.

JAHRESBERICHT 2006 29


Stiftung Schloss Oberhofen

Bilanz per 31. Dezember 2006 (vor Erfolgsverbuchung)

Aktiven Rechnung 2006 Rechnung 2005

Kasse 1 302.00 842.05

Postcheck, Banken 380 942.45 361 091.10

Debitoren 1 259.67 1 186.30

Aktive Rechnungsabgrenzungen 1 509.50 26 000.00

Total Umlaufvermögen 385 013.62 389 119.45

Anteilscheine 25.00 0.00

Total Anlagevermögen 25.00 0.00

Total Aktiven 385 038.62 389 119.45

Passiven

Kreditoren 14 669.45 47 943.80

Passive Rechnungsabgrenzungen 713.70 1 036.70

Rücklagen 60 000.00 80 000.00

Total Fremdkapital 75 383.15 128 980.50

Gewinnvortrag 260 138.95 256 688.26

Gewinn/Verlust (–) 49 516.52 3 450.69

Total Eigenkapital 309 655.47 260 138.95

Total Passiven 385 038.62 389 119.45

Gewinn-/Verlustvortrag (–) nach Erfolgsverbuchung 309 655.47 260 138.95

30 HISTORISCHES MUSEUM BERN


Erfolgsrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2006

Aufwand Rechnung 2006 Anteil % Rechnung 2005

Lohnkosten 458 547.00 66,8 460 405.10

Sozialversicherungsbeiträge (ohne BVG) 32 786.70 4,8 31 003.50

Pensionskasse/BVG 22 613.00 3,3 23 781.20

Übrige Personalkosten 10 510.85 1,6 6 374.20

Gebäude-/Parkunterhalt 10 930.65 1,6 15 439.50

Unterhalt technische Anlagen 16 261.85 2,4 15 558.20

EDV und Anschaffung Mobilien 24 388.35 3,6 7 741.16

Verbrauchsmaterial 13 276.18 1,9 21 521.90

Mieten 308.80

Ankäufe/Bibliothek 533.55 0,1 143.85

Handelswaren/Shop

Versicherungen, Steuern, Gebühren und

3 850.30 0,5 6 008.30

Finanzaufwand 23 596.75 3,4 21 522.30

Marketing, PR, Kommunikation 14 084.55 2,0 13 225.75

Allg. Verwaltungs- und Betriebsaufwand 48 308.90 7,0 40 609.50

Leistungen Dritter 6 552.45 1,0 46 021.45

a. o. Aufwand 222.45 0,0 40 000.05

Total Aufwand 686 772.33 100,0 749 355.96

Ertrag

Eintritte 48 196.15 6,5 46 397.80

Dienstleistungen 25 187.05 3,4 26 789.80

Verkäufe 8 902.70 1,2 9 624.60

Versicherungsleistungen 785.00 0,1 1 037.00

Finanzertrag 1 599.30 0,2 1 657.40

Immobilienerträge 37 912.65 5,2 48 619.05

Beiträge FinanzträgerInnen 465 000.00 63,2 465 000.00

Unterstützungsbeiträge 128 681.00 17,5 152 681.00

Auflösung Rückstellungen 20 000.00 2,7 1 000.00

a.o. Ertrag 25.00 0,0 0.00

Total Ertrag 736 288.85 100,0 752 806.65

Gewinn/Verlust (–) 49 516.52 3 450.69

JAHRESBERICHT 2006 31


Verein zur Förderung des Bernischen Historischen Museums

Vorstand

Präsident: Dr. Peter Martig

Vizepräsidentin: lic. phil. Annelies Hüssy

Kassierin: lic. phil. Kalinka Huber

Sekretär: Direktor Peter Jezler (von Amtes wegen)

Claudine Ammann-Buri

Mario Annoni (Regierungspräsident, von Amtes wegen

im Vorstand / ab 1.6.2006 alt Regierungsrat)

lic. phil. écon. Ulrich von Bonstetten

Benno von Wattenwyl

Dr. phil. Christophe von Werdt

Notar Daniel Brunner

Mitgliederbestand und Mutationen

Im Berichtsjahr verlor der Verein folgende Mitglieder durch

den Tod:

Agathon Aerni, Bern; Liselotte Berger, Bern; Aline Campana,

Bern; Hans Gugger, Ittigen; Alfred Haldemann, Bern; Christa

Im Hof, Bern; Max Beat Ludwig, Bern; Lydia Meichle, Bern;

Hans Rudolf Moser, Ostermundigen; Hans Peyer, Ittigen; Meggie

Piller, Bern; Suzanne Römer, Bern; Susanne Schneeberger,

Rüfenacht; Maria von Gross, Bern; Elsbeth Lisa von May, Bern;

Albert Wander, Bern; Kurt Wasserfallen, Bern; Melchior Windlin,

Bern.

In diesem Jahr sind 52 Mitglieder aus dem Verein ausgetreten.

Demgegenüber konnten 18 Neueintritte verzeichnen werden.

Auf Jahresende zählte der Verein:

Einzelmitglieder 690

Mitglieder aus Ehepaarmitgliedschaften 379 758

Kollektivmitglieder 48

Gönner 27

Mitglieder aufgrund der bis 1984 geltenden

einmaligen Beiträge 41

Ehrenmitglieder 4

Frei-Mitglieder 2

Familien-Mitglieder 1 4

Insgesamt 1 571

32 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Die 105. Hauptversammlung

Am 24. Juni 2006 fand die 105. Hauptversammlung im Klösterli

von Oberhofen und anschliessend im Schloss statt.

Der Präsident begrüsste die rund 100 anwesenden Mitglieder

und Gäste, besonders den ehemaligen Präsident des Fördervereins,

Th. von Erlach, weiter Dr. H. Krähenbühl, Dr. H.

von Fischer, P. Ritschard und R. Frutiger, M. Amman und

E. Thoma.

Trakt. 1, Protokoll

Die Versammlung genehmigte die Traktandenliste und verabschiedete

einstimmig das Protokoll der Hauptversammlung

vom 25. Juni 2005.

Trakt. 2, Jahresbericht und Jahresrechnung 2005

Die Versammlung nahm den Bericht zur Tätigkeit des Vereins

im Jahr 2005 zur Kenntnis.

Die Betriebsrechnung wurde mit einem Ausgabenüberschuss

von CHF 68 933.10 abgeschlossen.

Das Vermögen per 31. 12. 2005 betrug CHF. 312 445.07. Die

Rechnung wurde durch Frau Marianne Brunner und Herrn

François von May revidiert.

Die Versammlung genehmigte bei einer Enthaltung die

Jahresrechnung 2005 und erteilte dem Vorstand Décharge.

Trakt. 5, Bericht über die Tätigkeiten und Vorhaben von Museum

und Schloss Oberhofen

Direktor Peter Jezler begann seine Ausführungen mit einem

Dank für den hohen Beitrag von CHF 250 000.–, den der Verein

dem Museum für den Kauf neuer Vitrinen (inkl. Klima-Vitrinen)

zukommen lassen wird.

In der Stiftung Schloss Oberhofen ging nach langen Jahren der

Dienst der Familie Holzer zu Ende, und an ihre Stelle traten

Frau Chr. Ramstein und Herr A. Kähr. Für den Garten sorgt

neu Frau S. Zimmermann. Neu war auch, dass im Schloss Studierende

der Musikhochschule als Aufsichten arbeiteten und

gleichzeitig auch musizierten.

Dank einer Leistungsvereinbarung mit dem Lotteriefonds

konnte der bauliche Unterhalt gesichert werden. Geplant sind

eine Gaststätte, ein neuer Empfang und ein Museumsshop in

den Stallungen. Peter Jezler dankte dem Team für seinen Einsatz

zu Gunsten des Schlosses.


Im Historischen Museum Bern erfolgte im Oktober 2006 der

Spatenstich zum Erweiterungsbau. Im Herbst 2008 soll der

KUBUS bezugsbereit sein. Die Einstein-Ausstellung konnte

nebst 60 –70 % ausserkantonalen Besucherinnen und Besuchern

auch viele internationale Gäste verzeichnen. Der Erlebnispark

Physik, welcher ein neuartiges museumspädagogisches Angebot

umsetzte, bot ausserdem vielen jungen Leuten Arbeit. Der Eigenfinanzierungsgrad

der Ausstellung war erfreulich hoch.

Infolge der Überschwemmungen in Thun konnte ein neues

Depot in Burgdorf bezogen werden, welches wichtige Kriterien

der Konservierung voll und ganz erfüllt.

Peter Jezler präsentierte zum Schluss einen Ausblick: Im Winter

2006 wird das von Mülinen-Kabinett eröffnet. Ab Februar 2007

ist die Einstein-Ausstellung wieder zu sehen und im Mai folgt

die Sonderausstellung «Jungfrau, Hofer und Ragusa – Berns

Weg in die Moderne». Im Jahr 2008 sind Sonderausstellungen

zu Karl dem Kühnen und Albrecht von Haller geplant. Danach

folgen «Kunst der Kelten» und eine Ausstellung zu James Cook

und John Webber sowie eine Ausstellung zum Thema der

Numismatik.

Der Direktor schloss seine Ausführungen mit einem

erneuten Dank für die Vitrinen und bat um Unterstützung für

die anstehenden Verträge mit der regionalen Kulturkonferenz

RKK.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Hauptversammlung

begaben sich die Gäste ins Schloss Oberhofen zum gewohnten

Zvieri. Dieses wurde von Klängen der Musikstudentinnen

begleitet. Zu hören waren Kinga Kiraly (Flöte), Teresa Hackel

(Blockflöte) und Paulina Izewska (Geige), welche während der

Saison als Aufsichten im Schloss tätig waren.

Veranstaltungen

Jahresausflug

Am 20. August 2006 führte die Reise ins Val de Travers und

nach Frankreich.

Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, die Asphaltminen

von La Presta/Travers, welche heute als Museum zugänglich

sind, zu besuchen. Als Alternative konnte auch die Séchoir

à absinthe in Boveresse gewählt werden. Der Nachmittag war

für das Château de Joux reserviert. Die Ursprünge der auf

einem mächtigen Felssporn südlich von Pontarlier gelegenen

Vauban-Festung reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück.

Vereinsreisen

Die Vereinsreisen 2006 hatten die Villen und Gärten um Florenz

und Lucca zum Thema. Ihrer grossen Beliebtheit wegen

waren auch diese Reisen innert kürzester Zeit ausgebucht.

Die Reiseleitung teilten sich diesmal Benno von Wattenwyl,

Vorstandsmitglied des Fördervereins, und Prof. Dr. Johannes

Tripps aus Florenz. Die Gruppe wohnte im Zentrum der Stadt

Lucca und machte mit dem Bus Tagesausflüge in verschiedenste

Gärten der Umgebung und des Umlandes von Florenz. Unter

anderem gehörten dazu die Boboli-Gärten und der Giardino

dei Tarocchi von Niki de Saint Phalle. Auch der Besuch der

Steinbrüche von Carrara stand auf dem Programm.

Ausstellungen, Führungen und Vorträge

Die Mitglieder wurden im Jahr 2006 zu den folgenden

Veranstaltungen eingeladen:

11. und 12. Mai: Führungen durch die neue Kabinett-

Ausstellung «Der Berner Silberschatz»

27. Mai – 3. Juni: Erste Vereinsreise in die Toscana

17. – 24. Juni: Zweite Vereinsreise in die Toscana

24. Juni: Hauptversammlung in Oberhofen

20. August: Jahresausflug

16. September: Tag der offenen Tür im neuen Depot Burgdorf

Rund 130 Mitglieder profitierten vom Angebot der Führungen

durch den «Berner Silberschatz» mit Apéro. An beiden Tagen

wurden von 15 bis 18 Uhr alle 30 Minuten Führungen angeboten.

Für den Förderverein öffnete das neue Depot Burgdorf seine

Türen. Im Museum fanden Vorträge über die Überschwemmungen

in Thun vor einem Jahr statt; ein Shuttle brachte die

Mitglieder nach Burgdorf zur Depotbesichtigung. Am Anlass

nahmen ca. 100 Interessierte teil.

JAHRESBERICHT 2006 33


Publikationsreihen des Bernischen Historischen Museums

Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen Museum

1 Felix Müller: Das keltische Schatzkästlein. Schmuck als

Zier und Zeichen. Bern/Zürich 1999 (vergriffen).

2 Vera Heuberger, mit Beiträgen von Anne Wanner-JeanRichard

und Manuel Kehrli (Text), Stefan Rebsamen (Bild):

Bilderwelt des Himmelbetts. Gestickte Bettbordüren der

Spätrenaissance. Bern/Zürich 2000.

3 Quirinus Reichen und Karen Christie: Das Schnittmusterbuch

von Salomon Erb. «Livre des Chefs d’Oeuvre de la

Maistrise des Tailleurs de Berne, 1730». Bern/Zürich 2000.

4 Anna Rapp Buri und Monica Stucky-Schürer (Text),

Stefan Rebsamen (Bild): Leben und Tod des heiligen

Vinzenz. Vier Chorbehänge von 1515 aus dem Berner

Münster. Bern/Zürich 2000.

5 Daniel Schmutz und Martin Lory, mit Fotografien von

Stefan Rebsamen: Geld – Preise – Löhne. Ein Streifzug

durch die Berner Wirtschaftsgeschichte. Bern/Zürich

2001.

6 Annemarie Stauffer, mit Fotografien von Stefan Rebsamen:

Himmel und Hölle in Gold und Seide. Der «Goldene

Ornat» des Aymon de Montfalcon aus der Kathedrale

von Lausanne. Bern/Zürich 2001.

Annemarie Stauffer, avec des photographies de Stefan

Rebsamen: D’or et de soie ou les voies du salut. Les ornements

sacerdotaux d’Aymon de Montfalcon, évêque de

Lausanne (Reflets des collections du Musée d’Histoire de

Berne). Berne/Zurich 2001.

7 Thomas Psota, mit Fotografien von Stefan Rebsamen:

Grabschätze aus Altägypten. Gaben für die Reise ins Jenseits.

Bern/Zürich 2001.

8 Geneviève Lüscher, mit Fotografien von Stefan Rebsamen:

Die Hydria von Grächwil. Ein griechisches Prunkgefäss

aus Tarent. Bern/Zürich 2001.

9 Annemarie Kaufmann-Heinimann, mit Fotografien von

Stefan Rebsamen: Dea Artio, die Bärengöttin von Muri.

Römische Bronzestatuetten aus einem ländlichen Heiligtum.

Bern/Zürich 2002.

10 Thomas Psota: Samsara und Nirvana. Sakrale Skulpturen

aus Indien und Südostasien. Bern/Zürich 2002.

34 HISTORISCHES MUSEUM BERN

11 Peter Jezler/Peter Martig, mit Katalogbeiträgen von Barbara

Studer, Nicolas Barras, Vinzenz Bartlome, Peter

Hurni, Quirinus Reichen, Daniel Schmutz: Von Krieg

und Frieden. Bern und die Eidgenossen bis 1800.

Bern/Zürich 2003.

11a Peter Jezler/Peter Martig, avec des contributions de Barbara

Studer, Nicolas Barras, Vinzenz Bartlome, Peter

Hurni, Quirinus Reichen, Daniel Schmutz: Guerre et

paix. Berne et les Confédérés jusqu’en 1800 (Reflets des

collections du Musée historique de Berne). Berne/Zurich

2003.

12 Andreina d’Agliano/Elke Jezler-Hübner, mit einem Beitrag

von Vera Heuberger: Edles Gedeck. Frühes Meissener

Porzellan aus der Sammlung Kocher. Bern/Zürich 2003.

13 Sabine Bolliger Schreyer, mit Fotografien von Stefan Rebsamen:

Pfahlbau und Uferdorf. Leben in der Steinzeit

und Bronzezeit. Bern/Zürich 2004.

14 Thomas Psota und Susanne Christina Jost, mit Fotografien

von Stefan Rebsamen: Indianer und Europäer.

Begegnungen in der Neuen Welt. Bern/Zürich 2004.

15 Thomas Richter, mit Fotografien von Yvonne Hurni:

Wunderkammer. Kunst, Natur und Wissenschaft in

Renaissance und Barock. Bern/Zürich 2005.

16 Thomas Richter, mit Fotografien von Yvonne Hurni: Der

Berner Silberschatz. Trinkgeschirre und Ehrengaben aus

Renaissance und Barock. Bern/Zürich 2006.

17 Sabine Bolliger Schreyer: Römische Mosaiken. Wohnen

und Baden in der Antike. Bern/Zürich 2006.

18 Quirinus Reichen: Entfesselte Elemente. Katastrophenbewältigung

und Solidarität im Lauf der Zeit. Bern/Zürich

2006.


Schriften des Bernischen Historischen Museums

1 Balázs Kapossy und Tünde Maradi: Freiheit, Einheit und

Staatsgewalt auf Münzen und Medaillen. Sammlung Herman

Gyllenhaal. Bern 1998.

2 Felix Müller (Hrsg.): Münsingen-Rain, ein Markstein der

keltischen Archäologie. Funde, Befunde und Methoden

im Vergleich. Akten Internationales Kolloquium «Das

keltische Gräberfeld von Münsingen-Rain 1906 –1996»,

Münsingen/Bern, 9.– 12. Oktober 1996. Bern 1998.

3 Brigitte Bachmann-Geiser: Europäische Musikinstrumente

im Bernischen Historischen Museum. Die Sammlung

als Spiegel bernischer Musikkultur. Unter Mitarbeit

von Werner Aeschbacher, Karl Burri, Alain Girard, Jörg

Gobeli, Hans Gugger, Raymond Meylan, François Seydoux,

Beat Wolf. Fotografie: Stefan Rebsamen. Bern 2001.

4 René Wyss, Toni Rey, Felix Müller: Gewässerfunde aus

Port und Umgebung. Katalog der latène- und römerzeitlichen

Funde aus der Zihl. Unter Mitarbeit von Simone

Benguerel, Isabelle Dohme, Ursula Kilchör und Adrian

N. Lanzrein. Bern 2002.

5 Martin A. Guggisberg (Hrsg.): Die Hydria von Grächwil.

Zur Funktion und Rezeption mediterraner Importe in

Mitteleuropa im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. Akten

Internationales Kolloquium anlässlich des 150. Jahrestages

der Entdeckung der Hydria von Grächwil, organisiert

durch das Institut für Archäologie des Mittelmeerraumes

der Universität Bern, 12.–13.Oktober 2001. Bern

2004.

6 Johannes Tripps: «Den Würmern wirst Du Wildbret

sein». Der Berner Totentanz des Niklaus Manuel Deutsch

in den Aquarellkopien von Albrecht Kauw (1649). Bern

2005.

6a Johannes Tripps: «Tu seras le festin des vers». La Danse

macabre de Niklaus Manuel Deutsch à Berne, d’apres les

copies à la gouache d’Albrecht Kauw (1649). Bern 2006.

7 Christoph Mörgeli, Uli Wunderlich: Berner Totentänze.

Makabres aus Bern vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Bern 2006.

8 Adriano Boschetti-Maradi: Gefässkeramik und Hafnerei

in der Frühen Neuzeit im Kanton Bern. Bern 2006.

Foto: Alexander Weber, Bern

«Einstein’s letzte Tage» auch im Restaurant

Ambassador in der Nachbarschaft des Museums

© Bernisches Historisches Museum, Bern 2008

Gestaltung: Bernet & Schönenberger, Zürich

Druck: Ediprim, Biel


Historisches Museum Bern Helvetiaplatz 5, CH-3000 Bern 6

Telefon +41 31 350 77 11, Fax +41 31 350 77 99, Anmeldung für Führungen: Telefon +41 31 350 77 33

E-Mail info@bhm.ch, Internet www.bhm.ch

Stiftung Schloss Oberhofen Postfach 26, CH-3653 Oberhofen am Thunersee

Telefon +41 33 243 12 35 und +41 33 243 12 55, Fax +41 33 243 35 61

Verein zur Förderung des Bernischen Historischen Museums

c/o Historisches Museum Bern, Helvetiaplatz 5, CH-3000 Bern 6

Telefon +41 31 350 77 11, Fax +41 31 350 77 99

Das Bernische Historische Museum ist eine Stiftung.

Stiftungsträger sind Kanton, Stadt und Burgergemeinde Bern,

unterstützt von der Regionalen Kulturkonferenz RKK Bern.

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