Jahresbericht 2007 Historisches Museum Bern - Bern, Historisches ...

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Jahresbericht 2007 Historisches Museum Bern - Bern, Historisches ...

Historisches Museum Bern

Musée Historique de Berne

Jahresbericht 2007


Inhalt

Editorial

3 Viel Pioniergeist, aber kein einfaches Jahr

Resonanz

4 Statistik

Ausstellungen und Events

6 «Jungfrau, Hofer und Ragusa – Berns Weg

in die Moderne»

7 Erlebnispark Physik

«Einstein Museum im Historischen Museum Bern»

8 Donationen, Partnerschaften und Schenkungen

Konservierung und Erschliessung

10 Abteilung Archäologie

Abteilung Ethnographie

11 Historische Abteilung

Münzkabinett

Publikationen

12 Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen Museum

«Berner Pioniergeist»: Das Buch zur Ausstellung

13 Bibliographie

Gebäude

14 Erweiterungsbau Kubus/Titan

Klimatisierung 1. Obergeschoss

«Jungfrau, Hofer und Ragusa – Berns Weg in die Moderne»:

Die 1930er Jahre

15 Stiftungsträger/Baukommission Kubus/Titan

16 Personal

Jahresrechnung 2007

18 Kommentar und Statistik

20 Bilanz und Erfolgsrechnung

Stiftung Schloss Oberhofen

24 Direktion und Personal

Statistik

Aufbruch zu neuen Ufern

Neue Wechselausstellung «Berner Keramik für Stadt

und Land»

Neue Gesichter in der Belegschaft

25 Sanierungsprojekt und Verselbständigung:

Zwischen Initialzündung und Realisierungsphase

Neue Zusammenarbeit: Verankerung in der Region

Jahresrechnung 2007

Verein zur Förderung des

Bernischen Historischen Museums

28 Vorstand

Mitgliederbestand

Die 106. Hauptversammlung

29 Veranstaltungen


Editorial

Viel Pioniergeist, aber kein einfaches Jahr

Das Jahr war geprägt vom Bestreben, beiden grossen Wünschen

Rechnung zu tragen, nämlich die Einstein-Ausstellung in komprimierter

Form zu erhalten und eine Ausstellung zu Bern und

dem 19. und 20. Jahrhundert zu zeigen. Die Strategie war klar,

aber was die Erwartung der Einnahmen anging, riskant.

1. Einstein wurde in komprimierter Form im zweiten Obergeschoss

als Dauerausstellung eröffnet. Als Zugpferd soll die

Biografie im Kontext grosser historischer Ereignisse des 19. und

20. Jahrhunderts dem Museum Renommee, einen bleibenden

Zustrom an Touristen und entsprechende Eintrittseinnahmen

bringen.

2. Damit Einstein im zweiten Obergeschoss bleiben kann, musste

für die Dauerausstellung zu Bern im 20. Jahrhundert der Dachstock

des Ostflügels ausgebaut werden. Zusätzlich wurde eine

Fluchttreppe nötig, welche im Ostflügel vom Dach- bis ins Erdgeschoss

führt, d. h. durch die Einstein-Ausstellung, den piano

nobile hinab bis in die Ausstellung Asien-Ozeanien.

3. Um der neuen Ausstellung zu Bern im 20. Jahrhundert genügend

Raum und Publikum zu verschaffen, wurde sie zunächst

im ersten Obergeschoss gezeigt. Sie erhielt den Titel: «Jungfrau,

Hofer und Ragusa – Berns Weg in die Moderne». Die Eintrittseinnahmen

sollten helfen, die Produktionskosten zu decken.

Ab 2008 soll die Ausstellung im ehemaligen Indianer-Kabinett

im dritten Obergeschoss mit dem angrenzenden, ausgebauten

Dachstock aufgebaut werden. Die Indianer-Sammlung kommt

ihrerseits in das Zwischengeschoss über der Ozeanien-Ausstellung

im Ostflügel.

4. Vor der Einrichtung von «Berns Weg in die Moderne» musste

im ersten Obergeschoss die neue Klima-Anlage eingebaut werden.

Sie ist Voraussetzung dafür, dass 2008 hier die Ausstellung

«Karl der Kühne» mit ihren hochkarätigen Leihgaben stattfinden

kann.

5. Weil in den vergangenen beiden Jahren der Erlebnispark

Physik so erfolgreich war, wurde er noch einmal in Betrieb genommen,

ergänzt um Attraktionen, die zur Ausstellung «Berns

Weg in die Moderne» passten.

6. Das Konzept und die Vorbereitungen zu «Berns Weg in die

Moderne» stiessen auf viel Interesse. Es wäre schade gewesen,

wenn die Inhalte nicht auch in Buchform zugänglich gemacht

worden wären. Am besten in einer deutschen, französischen

und englischen Ausgabe. Bern sollte damit für die Euro 08 ein

unterhaltsames Handbuch für Journalisten und Gäste erhalten

und sich von seiner modernen Seite präsentieren können.

Unter all diesen grossen Aufgaben wurde 2007 zum bisher

schwierigsten Jahr meiner Amtszeit. Die Einnahmen blieben

unter den Erwartungen. Nur mit grossen Sparanstrengungen

und einem immensen Einsatz der Mitarbeitenden war es möglich,

alle Aufgaben zu erfüllen. Ein grosser Teil des mit Einstein

erwirtschafteten Erfolgs floss in das Projekt «19./20. Jahrhundert».

Wenn die Bilanz immer noch einen Gewinn ausweist,

so dank erheblichen Aktivierungen, die in den nächsten Jahren

abgeschrieben werden müssen. Die Arbeit unter solchem Druck

hat Narben hinterlassen.

Positiv lässt sich sagen, dass die Ausstellung «Jungfrau, Hofer

und Ragusa – Berns Weg in die Moderne» unter jenen, die sie

besucht haben, sehr viel positives Echo ausgelöst hat. Bern hat

damit als einziger Ort der Schweiz eine kohärente Ausstellung

zu jüngsten Vergangenheit. Das grosse Werk der Dauerausstellung,

die von der Steinzeit bis zur Gegenwart reicht, hat seinen

Abschluss gefunden. Und Einstein bringt dem Museum als

permanente Präsentation tatsächlich einen soliden Sockel an

Eintrittseinnahmen. Ganz abgesehen davon, dass die Ausstellung

im Ruf steht, unter die besten ihrer Art zu gehören.

Für die Zukunft ist zu bedenken, dass unser Museum teure

Projekte nur dann mit hohem Eigenfinanzierungsgrad angehen

darf, wenn die Ausstellung auf ein internationales Publikum

ausgerichtet ist. Solche Projektideen sind genügend vorhanden,

ohne dass jeweils der Bernbezug aufgegeben werden

müsste. Projekte jedoch, welche sich ganz auf unseren Kanton

konzentrieren, können wir uns angesichts des kleinen Einzugsgebiets

nur dann leisten, wenn sie extern und ausreichend

finanziert sind.

Ein weiteres Problem, welches intern und institutionell zu

beheben bleibt, ist die Schwerfälligkeit der Steuerung durch

mehrere Aufsichtsorgane. Glücklicherweise sind die Probleme

erkannt. Die Aufsichtskommission hat einen Prozess zur Reorganisation

in die Wege geleitet.

Peter Jezler, Direktor

JAHRESBERICHT 2007 3


Resonanz

Statistik

Besucherzahlen

Sammlungsausstellungen 10 430

Sonderausstellung «Berns Weg in die Moderne»/

Erlebnispark und Einstein Museum* 56 708

Total 67 138

Museumsnacht 7 750

Total 74 888

Führungen Sammlungen

Steinzeit, Kelten, Römer 41

Kunst aus Asien und Ozeanien 15

Altägypten 5

Vom Frühmittelalter bis zum Ancien Régime 69

Der Berner Silberschatz 3

Von Mülinen-Kabinett 12

Total 145

davon öffentliche Führungen 52

Führungen Einstein Museum 157

Ausleihen Audioguides 1 024

Sonderausstellung «Berns Weg in die Moderne»

(1. Mai 2007 bis 6. Januar 2008)

Privat gebuchte Führungen 234

Öffentliche Führungen 70

Total 304

Angemeldete Schulklassen ohne Führung 106

davon im Erlebnispark 29

* Die Sonderausstellung und das Einstein Museum

wurden nicht gesondert erfasst.

4 HISTORISCHES MUSEUM BERN

65 000

55 000

1984

56 000

46 000

1986

46 000

45 000

1988

40 000

71 000 Gold der Helvetier

1990

55 000

52 000

1992

49 000

41 000

1994

52 000

67 000 Walk on the wilde side

1996

45 000

48 000

1998

54 000

80 000 Bildersturm/Edle Wirkung

2000

56 000 Edle Wirkung/Steinzeit/Asien

84 000 Steinzeit/Asien/Krieg und Frieden/Mittelalter-Spektakel

2002

59 000 Erlebniswelt Museum

187 000 «Albert Einstein»/Erlebnispark/Energiespektakel

2004

195 000 «Albert Einstein»/Erlebnispark

75 000 «Berns Weg in die Moderne»/Erlebnispark und Einstein Museum

2006


Audioguide Einstein Museum

Der Audioguide wurde an die neue Ausstellungspräsentation

angepasst. Er liegt nun in neun Sprachen vor, welche in folgender

Verteilung genutzt wurden:

Deutsch 42 %

Russisch 1 %

Hebräisch 1 %

Japanisch 3 %

Chinesisch 4 %

Englisch 20 %

Französisch 13 %

Italienisch 8 %

Spanisch 8 %

Vernissage «Jungfrau, Hofer und Ragusa –

Berns Weg in die Moderne»

Am 1. Mai 2007 im Kultur-Casino Bern: die beiden Musiker

Hanery Amman (links) und Polo Hofer im Gespräch mit Kurt

Aeschbacher (Mitte)

JAHRESBERICHT 2007 5


Ausstellungen und Events

Spurensuche in der eigenen Vergangenheit: die 50er und 60er Jahre Berns Weg ins 19. Jahrhundert: Joseph Reinharts Porträtzyklus verkörpert

die zukünftigen Bürger der Schweiz.

Ausstellung «Jungfrau, Hofer und Ragusa –

Berns Weg in die Moderne»

Am 1. Mai 2007 wurde die Sonderausstellung zur Geschichte

Berns im 19. und 20. Jahrhundert im ersten Obergeschoss des

Museums eröffnet. Dort ist sie bis zum 6. Januar 2008 zu sehen.

Anschliessend wird sie in komprimierter Form als Dauerausstellung

in den extra dafür ausgebauten Dachstuhl des

Museums überführt. Mit dieser Ausstellung ist ein wichtiger

Auftrag des Museums erfüllt: Nun können die Museumsbesucher

die Berner Geschichte von der Ur- und Frühgeschichte bis

zum Ende des 20. Jahrhunderts verfolgen.

«Berns Weg in die Moderne» beginnt mit einem Überblick

über die Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert. Schlaglichtartig

werden anhand von Originalobjekten und Animationen

die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zur modernen

Schweiz vorgestellt. Vor diesem Hintergrund betritt der Besucher

dann die Räume, die die Geschichte des 20. Jahrhunderts

in den Blick nehmen. Hier begegnet er Jahr für Jahr einer,

manchmal auch zwei oder drei Pioniertaten, die in Bern oder

von Bernerinnen und Bernern vollbracht wurden: Helene

von Mülinen und die Gründung des Bundes Schweizerischer

Frauenvereine im Jahr 1900, die von Robert Grimm 1915 in

Zimmerwald organisierte Sozialistenkonferenz, der Anfang der

Kleintheaterbewegung, der Bau des ersten Berner Atomkraftwerks,

die Einrichtung des Fixerstüblis und vieles mehr werden

vorgestellt.

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts, in dem innerhalb

weniger Generationen sich so vieles so schnell verändert hat,

auf diese Weise zu erzählen, schien uns eine interessante und

kurzweilige Art, die riesige Stoffmenge zu bündeln. Zwei Überlegungen

haben uns vor allem an diesem Konzept überzeugt:

Zum ersten wird die Geschichte des 20. Jahrhundert so nicht als

Aneinanderreihung von Krisen, Verwerfungen und Katastro-

6 HISTORISCHES MUSEUM BERN

phen aufgefasst. Vielmehr werden Menschen vorgestellt, die

Lösungen für die Probleme und Schwierigkeiten ihrer Zeit

suchten. Nicht alle Ideen setzten sich durch, einige davon

erwiesen sich als Irrweg, andere als janusköpfig. Zum zweiten

wird Geschichte so nicht als Abfolge anonymer Strukturen und

Prozesse aufgefasst, sondern als von Menschen gestaltet. Dass

wir dabei Geschichte nicht als Ergebnis heroischer Taten

bedeutender Persönlichkeiten präsentieren, sondern Visionärinnen

und Visionäre aus allen Gesellschaftsschichten vorstellen,

versteht sich von selbst. Strukturgeschichtliche Ausstellungssegmente

etwa zur Geschichte der Industrialisierung, des

Antisemitismus und zum Zweiten Weltkrieg ergänzen die ‹Pioniergeschichte›.

Für die Ausstellung wurden einige Objekte neu angekauft,

anderes wurde uns geschenkt, sodass die Sammlung eine schöne

Erweiterung erfuhr. Zu den Neuerwerbungen gehören unter

anderem eine erste Ovomaltinebüchse, signierte Porträtfotografien

vom ersten Bond-Girl Ursula Andress, die Boxhandschuhe

von Fritz Chervet, eine Kunstmappe von Christo, eine

Sammlung wichtiger Schweizer Plakate und der Prototyp des

Robidog.

Die über 130 Errungenschaften und Ereignisse sind im

Buch «Berner Pioniergeist» ausführlich dargestellt. Das Begleitbuch

zur Ausstellung erschien in einer Auflage von 8000 Stück

in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch. Die Wirtschaftsförderung

des Kantons Bern sowie die Berner Kantonalbank

BEKB unterstützten die Publikation in dankenswerter

Weise durch die Subskription von je 1000 Exemplaren.

Leitung und Konzept: Peter Jezler/Anne Schmidt

mit Unterstützung von Marianne Berchtold;

Szenografie: Raphaël Barbier; Realisation: Ausstellungsteam BHM.


Welcher der jungen Astronauten auf dem Mond bringt

das Sonnenwindsegel als Erster ins Ziel?

Erlebnispark Physik

Vom 15. Juni bis 14. Oktober 2007 war der Physikpark in erweiterter

Form wieder geöffnet. Die Stationen reichten nun von

der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert: Eine Hauptattraktion war

die neue Installation «Mondspaziergang». Kinder durften in

einen nachgearbeiteten Astronautenanzug steigen. Die Simulation

ermöglichte, durch Gewichtsreduktion auf ein Sechstel des

Körpergewichts zu erfahren, wie sich ein Astronaut auf dem

Mond bewegt. Neu war auch die Radfahrt auf zwei originalgetreu

nachgebauten Hochrädern, und für die Kleinen gab es ein

Kinderkarussell aus dem Jahr 1890.

«Einstein Museum im Historischen Museum Bern»

Noch vor der Eröffnung der Sonderausstellung zur Berner

Geschichte wurde am 1. Februar 2007 das «Einstein Museum

im Historischen Museum Bern» eingeweiht. Im zweiten Stock

wird der wenig veränderte historisch-biografische Teil der Ausstellung

über Einstein gezeigt. Wichtige physikgeschichtliche

Segmente sowie physikalische und kosmologische Erläuterungen

ergänzen die Schau. Der Audioguide wurde angepasst, um

eine russische und eine chinesische Version ergänzt und liegt

damit in 9 Sprachen vor.

In den Medien wurde die Eröffnung des weltweit ersten

Einstein-Museums mit Interesse aufgenommen. Die Einstein-

Präsentation ist nach wie vor ein starker Anziehungspunkt für

ein internationales Publikum, insbesondere auch aus Übersee.

JAHRESBERICHT 2007 7


Donationen, Partnerschaften und Schenkungen

Donationen und Partnerschaften

Auch in diesem Jahr erfuhr das Bernische Historische Museum

grosszügige Unterstützung von Institutionen, Firmen und privaten

Gönnern. Allen sei dafür sehr herzlich gedankt.

«Jungfrau, Hofer und Ragusa –

Berns Weg in die Moderne»

Für die Sonderausstellung erhielten wir wichtige finanzielle

Unterstützung. Grosszügige Sachspenden für die Vernissage

entlasteten das Budget und erlaubten den Gästen, Produkte zu

geniessen, die in der Ausstellung als «Pioniertaten» vertreten

sind. Auch für die Publikation des Begleitbuches zur Ausstellung

«Berner Pioniergeist» erhielten wir erfreuliche finanzielle

Beiträge. Wir danken allen Hauptpartnern und Hauptpartnerinnen,

Partnern und Partnerinnen, Gönnern und Gönnerinnen

von ganzem Herzen für Ihr Engagement und die gute

Zusammenarbeit.

Hauptpartner

Gebäudeversicherung des Kantons Bern

SRG SSR idée suisse

Verein Euro 08

Partner

BERNMOBIL

Löwen-Garage AG Bern, Konzessionär Peugeot

BLS AG

Gönner und Sachsponsoren

Wander AG

Chocolats Camille Bloch SA

Kraft Foods Schweiz AG

Kambly SA

Emmi Fondue AG

Nestlé SA

Dorfkäserei Rüderswil

Hasler Stiftung

Burgergemeinde Bern

Private Gönner und Gönnerinnen

Danken möchten wir auch all jenen Gönnerinnen und Gönnern,

die dem Museum grosszügige Beiträge zur freien Verfügung

gespendet haben. Weitere diesjährige Beiträge für Ausstellungen

und Publikationen, welche erst in den kommenden

Jahren umgesetzt werden, verdanken wir mit Realisierung der

jeweiligen Projekte.

8 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Schenkungen

Im Jahr 2007 durfte das Museum die folgenden Schenkungen

entgegennehmen und in die Sammlungen integrieren.

Den nachfolgend erwähnten Institutionen und Personen

sei dafür herzlich gedankt.

Bach, Andreas, Bern: Deutschland, Kaiserreich, Banknote

1000 Mark, 1910

Bern, Alpines Museum: Leporello zum Winzerfest von Vevey,

«Album Officiel», 1889

Bern, Burgergemeinde, Domänenverwaltung: Polstergarnitur

mit Sofa und zwei Sesseln, um 1905; Ohrensessel, E. 19.Jh.

Bern, Gesellschaft zu Zimmerleuten: Medaille der Gesellschaft

zu Zimmerleuten, 1965

Bern, Organisations-Komitee der Euro 08 Bern: Fussball,

Promotionsball der «EURO 2008/AUSTRIA-SWITZER-

LAND»

Bern, Städtische Schuldirektion: Relief-Modell, Darstellung

der Stadt Bern, 17. Jh., Arbeit eines Lehrers, um 1920

Bern, Stadtkanzlei: Sechs Plakate zur Image-Kampagne

«Bärnfan» der Stadt Bern, 2006

Bern, Bernische Stiftung für angewandte Kunst und

Gestaltung: 12 Textilien aus Asien und ein Tapa aus

Ozeanien

Bern, Stiftung Contact, Kontrollierte Drogenabgabe Stadt

und Region Bern: Gutachten zur rechtlichen Zulässigkeit

von «Fixerräumen», verfasst von Dr. iur. Hans Schultz,

Bern 1986

Bern, Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün: Sieben

Platten des Noppenbodens aus der Bahnhofunterführung,

1974

Bern, Studentenverbindung Zähringia: Fahne «UNIVERSITAS

BERNENSIS» zum 50. Geburtstag der Universität Bern,

gestiftet von den Professorengattinnen, 1884

Bern, Staatsarchiv: Bericht der Besonderen Untersuchungskommission

BUK des Grossen Rates zur Untersuchung

der Vorwürfe des Revisors Rudolf Hafner, Bern 1985

Bern, Verein Berner Tanztage: Programm und Postkarte

der Tanztage 1987


Bietenhart, Sophia, Bern: Berner Werktagstracht, um 1939

Bolliger Schreyer, Sabine, Bern: 3 Banknoten des Königreichs

Niederlande, 1966–1973

Bundi, Stephan, Grafiker, Bern: Sechs Plakate des Donators

von 1980 bis 2004

China Council for the Promotion of International Trade:

Medaille auf die Olympischen Spiele in Beijing 2008, 2007

Christen, Christa, Herrenschwanden: Mädchenmieder, um

1900

Della Casa, Franz, Dr. med., Burgdorf: Programme und

Pressemitteilungen zur Dokumentation der Sängerin Lisa

della Casa, 2. H. 20. Jh.

Dohna, Wilhelm zu, Muri b. Bern: Ansicht des Städtchens

«Dohna» in Sachsen, Radierung, 1. H. 19. Jh.

Fankhauser, André, Niederried b. Kallnach: Nähmaschine

Pfaff, um 1910, 1970 während der Dreharbeiten zu

Kurt Frühs Film «Dällebach Kari» in Bern in der Aare

versenkt

Frank-Steiner, Vincent C., Basel: Deutschland, Bundesrepublik,

Albert-Einstein-Gedenkmünze zu 10 Euro, 2005

Gribi, Ulrich, Büren a. d. Aare: Schachtelkäsepackung Tell,

um 1950; bestickte Männer-Samtmütze, E. 19. Jh.

Höchner, Kurt, Bern: «Die Wahrheit über die französische

Fremdenlegion», Heft aus der Reihe der Schweizerischen

Jugendzeitschrift SJW, um 1955

Karnusian, Elisabeth, Moosseedorf: Klingelanlage aus

dem Pfarrhaus von Gstaad, um 1920

Kettiger, Elisabeth, Colombier NE: Jubiläumsschrift

«Précis de l’Histoire de la Réformation …», Bern 1828

Kukal, Karel und Anja: Kopfhörer «Float electrostat», um 1980

Leuenberg, Martin, Zollikofen: Röntgenröhre mit Zubehör,

um 1920; Fotolabor in Holzkasten, um 1920; sieben

elektrische Versuchsgeräte, um 1890

Lüthi, Béatrice, Bern: Feuereimer aus Leder, 1771

Martin, Jürg, Bern: Flipperkasten, um 1890

Moser-Vaucher, Emilio und Giselle, Bern: 22 Fächer, Ende 17. Jh.

bis Anfang 20. Jh.

Müller, Jörg-Bertrand, Bern: Plakat von Donald Brun

«Natürlich mit Persil gewaschen», 1951; Plakat von H. Falk

«Elsie/Attenhofer/Dienstag 9. Oktober 1951, 20.00 Uhr/

Schauspielhaus Zürich»

Müller-Gauch, Rosa und Peter, Bern: Halterung aus

Schmiedeisen für Talglicht, 17. Jh.

Naylor, A., Prof. und Mrs., Norwich/Norfolk GB:

Zwei Calcedon-Spannringe, Zentralasien

Neeser, Roland, Wohlen b. Bern: u. a. Musiktruhe «Nordmende»,

um 1964; Farbfernseher «Beovision», um 1990;

Möbel und Lampen, um 1890 bis um 1970; geblümtes

Teeservice, Langenthal, um 1925; Kaffee- und Teeservice

«BAVARIA» mit Goldrand, um 1965

Niggli-Luder, Simone, Münsingen: Turnschuhe, Kompass,

Startnummer 143 und Karte für den Lauf an der

Weltmeisterschaft für Orientierungslauf rund um

die Stadt Toyota, Japan, 2005

Qian Tang, Muttenz: 6 Banknoten der Bundesrepublik

Jugoslawien, 1992 – 1994

Reber, Werner, Bern: Babylonstein mit Keilinschrift,

Fundort Hillah

Rytz-Beetschen, Eva und Hansjörg, Bern: Kindergeige,

um 1900

Schudel, Verena, Bern: Wandkästlein mit Spiegel, Laubsägearbeit,

um 1910

Stucki AG, Graber Armin, Bern: Abbauhammer, Schweden,

um 1965

Swissmint, Bern: 2 Gedenkmedaillen 100 Jahre Eidgenössische

Münzstätte, 2006

Tardent, Emanuel, Langenthal: Verschiedene Bleiröhrchen

für elektrische Leitungen, aus einem Haus in Langenthal

mit Baujahr 1931

Tobler, Konrad, Bern: politische Schriften, Plakate,

Flugblätter und Protestkleber aus der Zeit nach 1968

Züri West, Bern: Schallplatte mit dem Song «I schänke

dr mis Härz», 10. Mai 1994

JAHRESBERICHT 2007 9


Konservierung und Erschliessung

Abteilung Archäologie

Zum überwiegenden Teil war die Abteilung Archäologie mit

museumsüblichen Verpflichtungen ausgelastet, die von der

Öffentlichkeit weniger wahrgenommen werden: Objektbetreuung,

Auskunftserteilung und Leihverkehr. Besonders die Leihanfragen

aus dem Ausland haben sich in letzter Zeit vermehrt,

und ihre formale Abwicklung ist komplizierter geworden.

Eine grosse Herausforderung ist die Konservierung der

organischen wie der anorganischen Fundgegenstände, und sie

wird es auch in der Zukunft bleiben. Am meisten Sorgen bereiten

die Eisenobjekte aus den alten Grabungen des letzten und

vorletzten Jahrhunderts. Eine Versuchsserie wurde mit der

Abteilung Restaurierung des Archäologischen Dienstes des

Kantons Bern in Angriff genommen und im Verlauf des Jahres

weitergeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt im Berichtsjahr betraf die Vorbereitungen

der für 2009 geplanten Ausstellung über die

«Kunst der Kelten». Leihanfragen und Mittelbeschaffung waren

verbunden mit zahlreichen persönlichen Vorsprachen. Bedeutende

Leihgaben sind bereits zugesagt.

In den Depots sind Lagerung und Verpackung der Fundobjekte

nicht mehr zeitgemäss und müssen verbessert werden.

Die geeigneten Materialien wurden evaluiert und die Arbeiten

begonnen. – An den neu ausgestellten Mosaiken in Münsingen

sind Schäden aufgetreten, die beobachtet und dokumentiert

worden sind. Die Ursache wird mit den zuständigen Gemeindebehören

und entsprechenden Fachleuten abgeklärt. – Die

gemeinsam mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte und

Archäologie der Römischen Provinzen geführte Bibliothek

wurde um 105 Einheiten erweitert. – Der Berner Zirkel für Urund

Frühgeschichte erfreut sich einer stetig wachsenden Zuhörerschaft.

An die Abteilung gelangten rund 300 Anfragen von Externen,

wovon 50 von Fachpersonen aus dem In- und Ausland mit

Recherchearbeiten oder Depotbesuchen verbunden waren.

Führungen in den Ausstellungen und Arbeiten im Depot

betreuten Salome Rubin, Ursula Schweizer, Regine Stapfer,

Tamara Tännler und Anna Barbara Widmer. Jonas Heller leistete

einen zweimonatigen Zivildiensteinsatz. – 29 Leihanfragen

aus dem In- und Ausland wurden positiv beantwortet (betrifft

rund 500 Objekte). Dadurch konnten Ausstellungen u. a. in

Orléans, Turin, Bozen und Prag bestückt werden.

10 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Abteilung Ethnographie

Der Orientalische Saal wird sowohl für Veranstaltungen als

auch als Ausstellungsraum für Objekte aus der Orientalischen

Sammlung genutzt. Das Ausstellungskonzept muss sich deshalb

auf konservatorisch geeignete Exponate beschränken und

auf Textilien und kostbare Buchmalereien verzichten. Die

Geschichte des Islam und die in der materiellen Kultur ablesbare

Ausbreitung dieser Religion bilden die inhaltliche Grundstruktur

der Ausstellung. In vier Wandvitrinen, die noch zur

ursprünglichen Ausstattung des Saals aus den 1920er Jahre

gehören, und in acht weiteren, freistehenden Vitrinen wird die

tiefgreifende Kulturveränderung von den Ursprüngen des

Islam auf der arabischen Halbinsel über Nordafrika und Zentralasien

bis zu den Moghulreichen Nordindiens gezeigt.

Bedeutend ist der Einfluss auf Kunst und Wissenschaften des

Abendlandes. In öffentlichen Führungen werden diese Aspekte

durch eine Studentin der Islamwissenschaften erläutert, was

beim Publikum regelmässig Anklang findet.

Im September wurde der Abteilungsleiter an einem Kongress

der EuroSEAS’07 auf ein Ausstellungsprojekt mit dem

Titel «James Cook und die Entdeckung der Südsee» aufmerksam,

welches aufgrund der Sammlung von Objekten von James

Cook’s dritter Reise auch die Ethnographische Abteilung unseres

Museums betrifft. Im Oktober konnte an einem Treffen mit

der KAH Kunst- und Ausstellungshalle der BRD, Bonn, eine

Zusammenarbeit für dieses Vorhaben geplant werden.

Gegen Ende Jahr traf in Zusammenarbeit mit dem Institut

für Islamwissenschaften der Universität Bern eine Delegation

des Institute of Oriental Studies Almaty aus Kasachstan bei uns

ein. Der Besuch konzentrierte sich auf Sammlungen um Henri

Moser, der zwischen 1860 und 1890 viermal Zentralasien

besucht hatte. Von diesen Reisen sind nebst Dokumenten und

historischen Photographien auch Objekte in die Ethnographische

Sammlung des Museums gelangt, darunter etliche aus

Kasachstan. Das Institut in Almaty wird eine Publikation mit

dem Titel «Henri Moser and the History of Kasachstan» verfassen.

Mit Almaty, der Universität Bern und dem Historischen

Museum Bern als Herausgeber wird die Schrift 2009 zum 175-

Jahr-Jubiläum der Universität Bern erscheinen.

Dank Schenkungen von insgesamt 17 Objekten konnte

auch 2007 ein bescheidener Sammlungszuwachs erreicht werden.

Die Ausleihen waren mit 15 Objekten zahlenmässig

geringer als in früheren Jahren. Bemerkenswert ist die Ausleihe

unseres altägyptischen Sargensembles aus Theben, das im

Württembergischen Landesmuseum Stuttgart als eines der

Hauptstücke gezeigt wurde und auf dem Plakat der Ausstellung

abgebildet ist.


Historische Abteilung

Zu Beginn des Jahres 2007 übernahm Daniel Schmutz die

Administrative Leitung der Abteilung. Regula Luginbühl Wirz

ist als Nachfolgerin von Thomas Richter zukünftig für die

Mehrzahl der kunsthandwerklichen Objekte verantwortlich.

Das Sekretariat der Abteilung betreut nach dem Ausscheiden

von Jacqueline Minder neu Flora Tarelli.

Im Hinblick auf bestehende und geplante Ausstellungen

konnten Objekte erworben werden, so eine Zuckerdose aus

dem Haushalt der Eltern von Albert Einstein, das Archivmaterial

des Projekts Archimob mit Interviews zur Zeit des Zweiten

Weltkriegs in der Schweiz, eine Kleinbronze des Reiterstandbildes

des Bartolomeo Colleoni von Verrocchio und eine Kopie

des berühmten Gemäldes von Rembrandt «Die Anatomie des

Dr. Tulp». Unter den zahlreichen Geschenken, die die Abteilung

im Berichtsjahr entgegennehmen konnte, sind erwähnenswert

eine Sammlung von rund 22 historischen Fächern

und Teile eines mittelständischen Stadtberner Haushalts aus

der ersten Hälfte des 20. Jhs.

An Ausstellungen im In- und Ausland konnten 23 Ausleihen

gewährt werden. Der Leopardenbecher von Wilhelm III.

und das Porträt Ludwig XIV. wurden in einer Ausstellung zur

Diplomatie im Schweizerischen Landesmuseum Zürich gezeigt;

ein seltenes Rechaud aus der Porzellanmanufaktur Nymphenburg

ging an die Musées Royaux d’Art et d’Histoire in Brüssel,

und Kändlers «Türke, auf einem Rhinozeros reitend» aus Meissen

war im J. P. Getty-Museum in Los Angeles zu Gast. Ausserdem

wurde der Aufriss zum Nordturm der Westfassade des

Strassburger Münsters nach einer Restaurierung und Neurahmung

im Musée de l’Oeuvre Notre-Dame Strasbourg und im

Palais des Beaux-Arts in Brüssel gezeigt.

Ins Berichtsjahr fielen mehrere Umzüge; die Verlagerung

von rund 7000 Objekten des Keramikdepots ins neue Aussendepot

in Burgdorf wurde abgeschlossen. Das Depot im Von-

Roll-Areal musste aufgelöst werden, und das Lapidarium

wurde in ein neues Depot in Bern-Brünnen verschoben. Die

Umzüge waren mit grossem Aufwand verbunden, erlaubten

aber auch die eingehende Dokumentation sowie teilweise Neuordnung

und bessere Lagerung der Gegenstände.

Im Rahmen der Aufarbeitung der Schäden des Hochwassers

von 2005 wurden zahlreiche Objekte restauriert; eine Prioritätenliste

für das weitere Vorgehen wurde erstellt, anhand

derer die Arbeiten der nächsten Jahre besser zu planen sind.

Münzkabinett

Für die Betreuung der Münzsammlung stand 2007 etwas weniger

Zeit als früher zur Verfügung, da der Leiter des Münzkabinetts

mit der administrativen Leitung der Historischen

Abteilung eine zusätzliche anspruchsvolle Aufgabe übernahm.

Trotzdem wurden besonders im Bereich des Inventars kontinuierliche

Fortschritte erzielt. Dank dem Einsatz des Praktikanten

Nouri Rifqui und der Praktikantin Olga Breda konnte die

Anzahl der mit einem digitalen Foto versehenen Datensätze auf

über 27 000 erhöht werden. Auch bei der Betreuung der Bibliothek

des Münzkabinetts leisteten beide wertvolle Dienste.

Das Münzkabinett beteiligte sich an der Ausstellung «Jungfrau,

Hofer und Ragusa – Berns Weg in die Moderne» mit mehreren

Banknoten und Münzen. Für den Katalog zur Ausstellung

«Karl der Kühne» verfasste der Schreibende einen Beitrag,

der die Medaillen des Giovanni Candida für den burgundischen

Hof vor dem Hintergrund der Ausbreitung dieser neuen

Kunstgattung beleuchtet. Leider sind im Münzkabinett die

Medaillen der Renaissance nur schlecht vertreten. Umso erfreulicher

ist, dass im Hinblick auf diese Ausstellung zwei wichtige

italienische Renaissance-Medaillen angekauft werden konnten.

Als erste Medaille im Sinn der Kunstgeschichte gilt jene mit

dem Bildnis des zweitletzten byzantinischen Kaisers Johannes

VIII. Paläologos. Der italienische Maler und Medailleur Pisanello

schuf dieses Schlüsselwerk 1438/39 anlässlich des Besuchs

des Kaisers am Konzil von Ferrara/Florenz. Eine schöne Ergänzung

zu dieser Erwerbung ist die Medaille des Florentiner

Medailleurs Niccolò Fiorentino auf Nonina Strozzi von 1489.

Sie zeigt, dass diese neue Kunstgattung sich nicht auf die Darstellung

von Fürsten beschränkt, sondern dass sich bald auch

das gehobene Bürgertum in Erz verewigen liess.

Zu den Alltagsarbeiten gehörten die Betreuung der rund

60 Personen, die das Münzkabinett besuchten, und die Beantwortung

von rund 35 teilweise umfangreichen Anfragen. Insgesamt

konnte drei Leihgesuchen stattgegeben werden. Der Kontakt

zum numismatischen Nachwuchs wurde gepflegt, indem

Studierenden der Universität Zürich anlässlich einer Exkursion

im Rahmen eines numismatischen Kolloquiums orientalische

Münzen vorgeführt wurden, die einen Schwerpunkt der Berner

Sammlung bilden. Die jüngsten Münzbegeisterten konnten an

der Museumsnacht eigenhändig eine römische Münze prägen.

JAHRESBERICHT 2007 11


Publikationen

Glanzlichter aus dem

Bernischen Historischen Museum 19

12 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Geschirr für Stadt und Land.

Berner Töpferei seit dem 16. Jahrhundert

Adriano Boschetti-Maradi

Frisch und lebendig bemalt, vermag

alte Berner Keramik bis heute zu faszinieren.

Geschirr aus Langnau, Bäriswil, Heimberg

oder Blankenburg zeugt von der Hochblüte

des Töpferhandwerkes im 18.Jahrhundert.

Fayencemanufakturen vor den Toren

der Stadt Bern produzierten Tafelgeschirr

für gehobene Ansprüche.

Dahinter steht sehr viel handwerkliches

und künstlerisches Geschick. Manch

prächtiges Stück wurde nicht etwa am Tisch

verwendet, sondern zierte die Stubenwand

reicher Bauern. Trotzdem konnten die Hafner

mehr schlecht als recht von ihrer Arbeit

leben und scheiterten schliesslich an billiger

Importware.

Aus der Sammlung des Bernischen Historischen

Museums werden 23 ausgewählte

Objekte vorgestellt – neben Tafelgeschirr

auch Vorratsgefässe, Teekannen, Butterfässer,

Wandbrunnen, Rasierbecken, Sparbüchsen

oder Tintengeschirr. Jedes erzählt mit

einer Widmung oder Bildern eine Geschichte

über das Handwerk der Hafner oder über

den Alltag derjenigen Menschen, für die das

Gefäss bestimmt war.

Das Buch zur Ausstellung

Berner Pioniergeist/L’Esprit pionniers bernois/

Bern’s pioneering Spirit

Begleitbuch zur Ausstellung «Jungfrau,

Hofer und Ragusa» vom 1.Mai 2007 bis

6. Januar 2008 im Historischen Museum Bern.

Mit Beiträgen von Marianne Berchtold,

Alex Gertschen, Bernhard Giger, Peter Jezler,

Elke Jezler-Hübner, Beat Kappeler, Thomas

Psota, Quirinus Reichen, Anne Schmidt,

Daniel Schmutz, Roger Seiler, Konrad Tobler,

Alexandra Vlachos, Alexander Weber und

Christophe von Werdt. Erschienen auf Deutsch,

Französisch und Englisch. Bern 2007.

Bern ist der Kanton der Weltmarken:

Vom unverkennbaren Design der Toblerone

über den Nescafé zum ersten Antidepressivum

haben Menschen in Stadt und Kanton

Bern Lösungen zur Verbesserung des

Alltags gefunden. Welche zündende Idee,

was für Zufälle, welche Persönlichkeiten

stehen hinter diesen Marken?

Über 130 bemerkenswerte Pioniertaten

führen durch die jüngste Vergangenheit.

Allen gemeinsam ist, dass sie mit Bern

zu tun haben – und dass sie über Bern

hinaus wirken. Die Beispiele geben Einblick

in alle Lebensbereiche: Politik und Sport,

Technik und Wissenschaft, Verkehr und Energie,

Kunst, Kultur und humanitäres Engagement.

Das Kaleidoskop der Einzelleistungen

bietet ein überraschend exaktes Abbild vom

Verlauf der Geschichte im 20. Jahrhundert.


Bibliographie

Berner Pioniergeist. Mit Beiträgen von Marianne Berchtold,

Alex Gertschen, Bernhard Giger, Peter Jezler, Elke Jezler-

Hübner, Beat Kappeler, Thomas Psota, Quirinus Reichen,

Anne Schmidt, Daniel Schmutz, Roger Seiler, Konrad Tobler,

Alexandra Vlachos, Alexander Weber und Christophe

von Werdt. Erschienen auf Deutsch, Französisch und Englisch.

Bern 2007.

Boschetti-Maradi, Adriano, mit Fotografien von Yvonne Hurni:

Geschirr für Stadt und Land. Berner Töpferei seit dem

16. Jahrhundert. In: Glanzlichter aus dem Bernischen Historischen

Museum 19. Bern/Zürich 2007.

Jezler-Hübner, Elke: Neue Kabinett-Ausstellung: Eine Adelsgeschichte

durch acht Jahrhunderte. Historisches Museum

Bern. In: Podium, Berner Kulturjournal 1/2007, S. 7.

Jezler-Hübner, Elke: Nashorn auf Reisen. Historisches Museum

Bern. In: Podium, Berner Kulturjournal 4/2007, S. 7.

Marti, Susan: In der Tasche, an der Wand und auf dem Altar.

Gebrauchssituationen von Gregorsmessen in Frauenklöstern.

In: Andreas Gormans/Thomas Lentes (Hrsg.):

Das Bild der Erscheinung. Die Gregorsmesse im Mittelalter

(kultBild. Visualität und Religion in der Vormoderne 3).

Berlin 2007, S. 347 – 372.

Hamburger, Jeffrey F., Carola Jäggi, Susan Marti und Hedwig

Röckelein (Hrsg.): Frauen – Kloster – Kunst. Neue Forschungen

zur Kulturgeschichte des Mittelalters. Turnhout/New

York 2007.

Müller, Felix: Beutegut, Opfergaben und Trophäen bei den

antiken Kelten. In: Helmut Birkhan (Hrsg.): Kelten-Einfälle

an der Donau. Akten des Vierten Symposiums deutschsprachiger

Keltologinnen und Keltologen. Philologische –

Historische – Archäologische Evidenzen. Linz/Donau,

17.–21. Juni 2005. Wien 2007, S. 361 – 378.

Alt, Kurt W., Peter Jud, Felix Müller, N. Nicklisch, A. Uerpmann

und W. Fach: Biologische Verwandtschaft und soziale

Struktur im latènezeitlichen Gräberfeld von Münsingen-

Rain. Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums

52, 2005 (2006), S. 157 – 210.

Müller, Felix: Mutter Helvetia und ihre Kelten. In: NIKE, Nationale

Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung. 22. Jg.,

Bern 2007, Bulletin 4. S. 4–9.

Müller, Felix: Die Waffenfunde bei den Zihlbrücken. In: La

Tène. Die Untersuchung – Die Fragen – Die Antworten.

Die Publikation zum Stand der Forschung und ihrer

Geschichte. Museum Schwab Biel in Zusammenarbeit mit

dem Landesmuseum Zürich. Biel 2007, S. 97 – 101.

Müller, Felix: Les dépôts en milieu humide dans la région des

Trois-Lacs (Suisse): Un bilan de l’information disponible.

In: P. Barral, A. Daubigney, C. Dunning, G. Kaenel und M.-

J. Roulière-Lambert (Hrsg.): L’âge du Fer dans l’arc jurassien

et ses marges. Dépôts, lieux sacrés et territorialité à

l’âge du Fer. Actes du XXIXe colloque international de

l’AFEAF; Bienne, 5–8mai 2005. Besançon 2006, S. 347 – 355.

Reichen, Quirinus: Entfesselte Elemente. Katastrophenbewältigung

und Solidarität im Lauf der Zeit. Glanzlichter aus

dem Bernischen Historischen Museum 18. Bern 2006.

Schweizer, Simon und Tino Zagermann: Nach dem Hochwasser.

Was mit dem Sammlungsgut geschah. In: KGS (Kulturgüterschutz),

PBC, PCP Forum, 8/2006. Thema Hochwasser.

Hrsg. Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS, S. 43–47.

Wyss, Regula: Pfarrer als Vermittler ökonomischen Wissens?

Die Rolle der Pfarrer in der Oekonomischen Gesellschaft

Bern im 18. Jahrhundert. Nordhausen 2007.

Wyss, Regula: Berühmter Mediziner im abgelegenen Bergwerk.

In: UniPress. Forschung und Wissenschaft an der Universität

Bern, Ausgabe zu «Albrecht von Haller» vom Dezember

2007.

JAHRESBERICHT 2007 13


Gebäude

Die Depotgeschosse liegen unter dem Ausstellungssaal im Boden.

Erweiterungsbau Kubus/Titan

Nachdem im Herbst 2006 die Baustelle vorbereitet worden

war, konnte dank der milden Witterung während des ganzen

Winters an der Baugrube gearbeitet werden. Die Aushubarbeiten

waren begleitet von Arbeiten an der Kanalisation, ersten

Stahlbetonarbeiten, sowie Sondierungen und Detailplanungen

im Zusammenhang mit dem Anschluss an das bestehende

Museumsgebäude. Bis zum Jahresende 2007 waren die Depotgeschosse

im Rohbau erstellt und der Wechselausstellungssaal

gedeckt.

Einbau Klimaanlage im 1. Obergeschoss

Im Hinblick auf die für das Jahr 2008 geplante Sonderausstellung

«Karl der Kühne (1433–1477)» wurde im 1. Obergeschoss

des Altbaus eine Klimaanlage eingebaut.

14 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Der zukünftige Wechselausstellungssaal

Fotos: Alexander Gempeler, Bern


Stiftungsträger/Baukommission Kubus/Titan

Stiftungsträger

Kanton Bern

Stadt Bern/Regionale Kulturkonferenz RKK Bern

Burgergemeinde Bern

Wir danken den Stiftungsträgern für ihr Engagement und ihre

Unterstützung zum Wohle unseres Hauses und unserer Arbeit.

Aufsichtskommission/Stiftungsrat

Zur Behandlung der laufenden und ausserordentlichen Geschäfte

trat die Kommission nebst den vier ordentlichen weitere

drei Male zu ausserordentlichen Sitzungen zusammen.

Zur Vorbereitung der Kommissionsgeschäfte tagte der

Verwaltungsausschuss an vier ordentlichen und einer ausserordentlichen

Sitzung. Er besteht aus dem Präsidenten Mario

Annoni, a.Regierungsrat und Präsident der Kulturstiftung Pro

Helvetia, der Stadtschreiberin Irène Maeder Marsili (Vizepräsidentin),

Jacqueline Strauss, der Vorsteherin Kulturförderung

dt. des Kantonalen Amtes für Kultur, und Georg von Erlach,

Mitglied des Grossen Burgerrats.

Der Finanzausschuss tagte zur Vorbereitung der finanziellen

Geschäfte viermal.

Der Ausschuss zur Vorbereitung der Verselbständigung

von Schloss Oberhofen trat achtmal zusammen.

Mitglieder Aufsichtkommission/Stiftungsrat

Präsident

Mario Annoni, a.Regierungsrat und Präsident

der Kulturstiftung Pro Helvetia

Vizepräsidentin

Irène Maeder Marsili, Stadtschreiberin

Vom Regierungsrat des Kantons Bern gewählt

Mario Annoni, a.Regierungsrat

Jacqueline Strauss, Vorsteherin Kulturförderung dt.

Werner E. Stöckli, Prof. Dr. phil., Direktor Institut

für Ur- und Frühgeschichte, Universität Bern

Vom Gemeinderat der Stadt Bern gewählt

Edith Olibet, Gemeinderätin

Irène Maeder Marsili, Stadtschreiberin

Vom Burgerrat der Stadt Bern gewählt

Franz von Graffenried, Fürsprecher, Burgergemeindepräsident

Hans Georg Brunner, Fürsprecher

Georg von Erlach, Mitglied des Grossen Burgerrats

Peter Martig, Dr. phil., Staatsarchivar

Christophe von Werdt, Dr. phil., Leiter Schweizerische

Osteuropabibliothek

Von der Regionalen Kulturkonferenz RKK Bern gewählt

Paul Nyffeler, Bankdirektor

Mitglied mit beratender Stimme BHM, ordentliches Mitglied SSO

Jürg Schweizer, Dr. phil., kantonaler Denkmalpfleger

Mitglied für Traktanden Oberhofen

Manfred Ammann, Gemeindepräsident Oberhofen

Verwaltungsausschuss

Mario Annoni

Irène Maeder Marsili

Jacqueline Strauss

Georg von Erlach

Finanzausschuss

Edith Olibet

Franz von Graffenried

Paul Nyffeler

Ausschuss Verselbständigung Oberhofen

Jürg Schweizer, Dr. phil., kantonaler Denkmalpfleger

Irène Maeder Marsili

Jacqueline Strauss

Georg von Erlach

Manfred Ammann, Gemeindepräsident Oberhofen

Mitglieder Baukommission Kubus/Titan

Ueli Laedrach, Präsident, dipl. Architekt ETH BSA SIA SWB

Erwin Maurer, Projektleiter, dipl. Architekt ETH

Irène Maeder Marsili, Stadtschreiberin

Jürg Schweizer, Dr. phil., kant. Denkmalpfleger

Peter Martig, Dr. phil., Staatsarchivar

Emil Erne, Dr. phil., Stadtarchivar

Claude Marbach, :mlzd architekten, Planung, Architekt HTL

(nicht stimmberechtigt)

Bernhard Anliker, Schori Anliker Jäggi Architekten,

Bauleitung, Architekt HTL (nicht stimmberechtigt)

Daniel Schori, Schori Anliker Jäggi Architekten, Bauleitung,

Architekt HTL (nicht stimmberechtigt)

JAHRESBERICHT 2007 15


Personal

Direktion

Peter Jezler, lic. phil., Direktor/Leiter Historische Abteilung

Felix Müller, Prof. Dr. phil., stv. Direktor/Abteilungsleiter

Archäologie/Konservator

Gabriele Keck, lic. phil., Vizedirektorin/Leiterin Dienstleistungen

und Zentrale Dienste/Konservatorin Mittelalter

Ursula Iff, Verwaltungsleiterin/Leiterin Betrieb

(Eintritt 1. 12. 2007)

Stephan Schärer, lic. iur., Verwaltungsleiter/Leiter Betrieb

(Austritt 30. 9. 2007)

Thomas Psota, Dr. phil., Abteilungsleiter

Ethnographie/Konservator

Daniel Schmutz, lic. phil., Geschäftsleiter Historische

Abteilung/Konservator für Numismatik

Marianne Berchtold, lic. phil., Konservatorin 19./20. Jh.

Vera Heuberger-Küffer, lic. phil., Konservatorin

Schloss Oberhofen

Franziska Zürcher Mindrup, lic. phil., Leiterin Besucherservice

Suzanne Mennel, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit

Daniela Zbinden Meyer, Direktionsassistentin

Stab

Daniela Zbinden Meyer, Direktionsassistentin

Anne Schmidt Wolz, Dr. phil., Wissenschaftliche Direktionsassistentin

Raphaël Barbier, lic.phil., Szenograph (Eintritt 1. 7. 2007)

Elke Jezler-Hübner, lic. phil., Wissenschaftliche Redaktion und

Texte

Simon Schweizer, lic. phil., Depotverwaltung und Logistik

Regula Wyss, lic. phil., Koordinatorin Datenmanagement

(bis 31. 5. 2007, Funktionswechsel)

Suzanne Mennel, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit

Frida Wechsler, Koordinatorin für Sponsoring

(Eintritt 15. 1. 2007)

Urs Reinhard, EDV und BMS Administrator

Gunaratnam Surenthiran, Betreuung Audio-, Video-,

IT-Infrastruktur (Austritt 31. 3. 2007)

16 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Verwaltung

Stephan Schärer, lic. iur., Verwaltungsleiter/Leiter Betrieb

(Austritt 30. 9. 2007)

Ursula Iff, Verwaltungsleiterin/Leiterin Betrieb

(Eintritt 1. 12. 2007)

Barbara Hirsig, Personalassistentin

Christine Pulfer-Reuteler, Buchhalterin

Esther Zaugg, Sachbearbeiterin Verwaltung

Historische Abteilung

Peter Jezler, lic. phil., Direktor/Leiter Historische Abteilung

Marianne Berchtold, lic. phil., Konservatorin 19./20. Jh.

Gabriele Keck, lic. phil., Vizedirektorin/Leiterin Dienstleistungen

und Zentrale Dienste/Konservatorin Mittelalter

Susan Marti, Dr. phil., Co-Kuratorin Sonderausstellung

«Karl der Kühne»

Quirinus Reichen, lic. phil., Konservator Frühe Neuzeit,

Waffen

Regula Luginbühl Wirz, lic. phil., Konservatorin Kunsthandwerk

(ab 1. 4. 2007, Funktionswechsel)

Regula Wyss, lic. phil., Projektassistentin Sonderausstellung

«Albrecht von Haller» (ab 1. 6. 2007, Funktionswechsel)

Simona Sala, Praktikum Museologie (Eintritt 1. 7. 2007)

Sophia Sladek-Thompson, Praktikum Museologie

(Eintritt 1. 6. 2007)

Flora Tarelli, Praktikum Abteilungssekretärin

Alexandra Vlachos, Praktikum Projektentwicklung/

Projektassistenz

Münzkabinett

Daniel Schmutz, lic. phil., Geschäftsleiter Historische

Abteilung/Konservator für Numismatik

Abteilung Archäologie

Felix Müller, Prof. Dr. phil., stv. Direktor/Abteilungsleiter/

Konservator

Sabine Bolliger Schreyer, lic. phil., Konservatorin

Jolanda Studer, Abteilungssekretärin

Abteilung Ethnographie

Thomas Psota, Dr. phil., Abteilungsleiter/Konservator

Françoise Linder, lic. phil., wissenschaftliche Assistentin

Ursula Mollet, Abteilungssekretärin


Dienstleistungen/Besucherservice

Gabriele Keck, lic. phil., Vizedirektorin/Leiterin Dienstleistungen

und Zentrale Dienste/Konservatorin Mittelalter

Franziska Zürcher Mindrup, lic. phil., Leiterin Besucherservice

Erika Preuss, Museumsshop

Rosmarie Ammon, Shop/Loge/Telefon

Heidi Baumann, Shop/Loge/Telefon

Susanne Qualig-Zbinden, Shop/Loge/Telefon

Renate Wist-Werthmüller, Shop/Loge/Telefon

Claudio Bernet, Aufsicht

Roberto Donati, Aufsicht

Barbara Egli, Aufsicht

Jurij Galperin, Aufsicht (Austritt 30. 6. 2007)

Christian Grünig, Aufsicht

Gertrud Grünig, Aufsicht

Mohamed Laiaida, Aufsicht

Annalise Lingg-Schwab, Aufsicht/int. Postdienst

Monika Mischler-Burkhalter, Aufsicht/int. Postdienst

(Austritt 31. 7. 2007)

Jiri Neustupny, Aufsicht

Robyn Schuhmacher, Aufsicht

Niklaus Steiner, Aufsicht

Linda Triet, Aufsicht (Austritt 31. 10. 2007)

Uta Weingart, Aufsicht

Niklaus Wenger, Aufsicht

Erika Winzeler, Aufsicht

Zentrale Dienste

Gabriele Keck, lic. phil., Vizedirektorin/Leiterin Dienstleistungen

und Zentrale Dienste/Konservatorin Mittelalter

Yvonne Hurni, Fotografin/Fotodienst

Christine Moor, Assistentin Fotodienst/Archivierung/Aufsicht

Karen Christie Lanz, Restaurierung/Konservierung Textilien

Susanne Stadler, Restaurierung/Konservierung

(ohne Textilien)

Tino Zagermann, Restaurierung/Konservierung techn.

Geräte (Depot Gümligen)

Urs Wüthrich, Leitung Schreinerei, Bauleitung

Stephan Bigler, Schreiner

Bruno Lüthi, Schreiner

Andreas Bach, Chef Erlebnispark

Betriebsservice/Betriebstechnik

Stephan Schärer, lic. iur., Verwaltungsleiter/Leiter Betrieb

(Austritt 30. 9. 2007)

Ursula Iff, Verwaltungsleiterin/Leiterin Betrieb

(Eintritt 1. 12. 2007)

Thomas Bieri, Betriebstechniker/Metallbauer

Martin Dubach, Betriebstechniker/Elektromonteur

Rudolf Wegmüller, Betriebstechniker/Schreiner

Heidi Tschanz, stv. Betriebstechnikerin/Leiterin Reinigung

Lütfiye Kürekci, Mitarbeiterin Reinigung

Flore Markaj, Mitarbeiterin Reinigung (Eintritt 15. 9. 2007)

Jitka Michna, Mitarbeiterin Reinigung

Lea Bobst, Praktikum Facility-Management

(Eintritt 15. 9. 2007)

JAHRESBERICHT 2007 17


Jahresrechnung 2007

Kommentar und Statistik

Das Geschäftsjahr 2007 schliesst mit einem Verlust von CHF

78 723.04 ab. Der Gewinnvortrag beträgt nach Verbuchung des

Jahresverlustes CHF 189 796.89.

Nach der erfolgreichen Sonderausstellung «Albert Einstein

(1879 –1955)» ist im Jahr 2007 das Einstein Museum eröffnet

worden. Vom 1. Mai 2007 bis zum 6. Januar 2008 wurde die

Sonderausstellung «Jungfrau, Hofer und Ragusa – Berns Weg

in die Moderne» gezeigt. Der Eintritt ins Museum berechtigte

auch zum Besuch dieser Sonderausstellung. Mit insgesamt

74 800 Besuchern wurden Eintrittseinnahmen von CHF 654 000

erzielt. Diese liegen 6 % unter dem Budgetwert und auch

unter den Werten der beiden Vorjahre (2006: 2 445 000; 2005:

2 531 000; 2004: CH 345 400). Die durchschnittlichen Eintrittseinnahmen

pro Besucher betrugen rund CHF 8.74 (2006: CHF

12.53).

Bei den Dienstleistungen (Führungen, Reisen, Fremdanlässe,

etc., 2007: CHF 127 600; 2006: CHF 314 000) und bei den

Shop-Verkäufen (2007: CHF 350 600; 2006: CHF 720 000)

resultierten aufgrund tieferer Besucherzahlen entsprechende

Ertragsminderungen. Pro Besucher betrugen die Shop-Verkäufe

aber doch durchschnittlich CHF 4.69 (2006: CHF 3.70; 2005:

CHF 3.30).

Im Jahr 2007 wurden diverse bauliche Massnahmen durchgeführt.

In Vorbereitung für die Sonderausstellung Karl der

Kühne erfolgte der Einbau einer Klimaanlage im 1. Stock

(1. Etappe). An den Gesamtkosten von CHF 1 036 000 beteiligten

sich die drei Finanzträgerinnen jeweils mit CHF 250 000,

der verbleibende Betrag von CHF 286 000 wurde durch das

Museum finanziert. In der gleichen Zeit wurde der 3. Stock im

Hinblick auf die Einrichtung der Dauerausstellung 19./20. Jahrhundert

im Jahr 2008 ausgebaut. Im Rahmen des Brandschutzkonzeptes

wurde im Flügel Ost eine Fluchttreppe installiert.

Die Finanzierung erfolgt mit ausserordentlichen Beiträgen der

drei Finanzträgerinnen.

Der Selbstfinanzierungsgrad betrug im Berichtsjahr 12.0 %

(2006: 32.7 %; 2005: 27.7 %; 2004: 8.1 %); der Subventionsvertrag

2004 –2007 fordert durchschnittlich 3 % des Betriebsaufwandes.

18 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Selbst generierte Erträge

(Eintritte, Dienstleistungen, Verkäufe)

103 300

95 000

110 400

98 800

92 000

206 300

187 300

195 700

210 900

150 300

197 900

418 300

233 600

243 900

413 200

1087 700

968 400

1 655 246

769 682

3 528 849

3 478 811

1 132 253

1986

1988

1990

1992

1994

1996

1998

2000

2002

2004

2006


Finanzierung 2007

Kanton Bern, ordentlicher Beitrag 2 020 000

Kanton Bern, Zusatzbeitrag 250 000

Stadt Bern, ordentlicher Beitrag 1 326 000

Stadt Bern, Zusatzbeitrag 250 000

Burgergemeinde Bern, ordentlicher Beitrag 2 020 000

Burgergemeinde Bern, Zusatzbeitrag 250 000

Regionale Kulturkonferenz 667 000

Lotteriefonds 235 000

Fondsentnahmen/Rückstellungen 465 720

Versicherungsleistungen aus Überflutung

Depot Thun 368 814

Eigenfinanzierung 1 515 586

Total Finanzierung 9 368 120

davon Eigenfinanzierung 2007

Eintritte 653 969

Shop 350 640

Dienstleistungen 127 644

Unterstützungsbeiträge, Sponsoring 310 852

übrige 72 481

Total Eigenfinanzierung 1 515 586

Eigenfinanzierung 16,2 %

Versicherung 3,9 %

Fondsentnahme

5,0 %

Lotteriefonds 2,5 %

RKK 7,1 %

Burgergemeinde

Zusatzbeitrag 2,7 %

Burgergemeinde 21,6 %

Eintritte 43,1 %

Shop 23,1 %

Dienstleistungen 8,4 %

Unterstützungsbeiträge, Sponsoring

20,5 %

Übrige 4,8 %

Kanton Bern 21,6 %

Kanton Bern

Zusatzbeitrag 2,7 %

Stadt Bern 14,2 %

Stadt Bern

Zusatzbeitrag 2,7 %

JAHRESBERICHT 2007 19


Jahresrechnung 2007

Bilanz per 31. Dezember 2007 (vor Erfolgsverbuchung)

Aktiven Rechnung 2007 Rechnung 2006

Kasse 54 323.73 27 774.58

Banken, Post 231 156.98 871 604.70

Banken Kubus/Titan 10 491 455.86 8 567 271.92

Debitoren 36 962.30 14 787.38

Debitoren VST Kubus/Titan 25 049.99 2 254.58

Aktive Rechnungsabgrenzungen 241 470.85 195 511.75

Vorräte 234 300.00 208 000.00

Total Umlaufvermögen 11 314 719.71 9 887 204.91

Einrichtungen 501 100.00 441 000.00

Immobilien 2 002 659.60 1 026 539.60

Ausstellungen 566 613.01 218 072.26

Total Anlagevermögen 3 070 372.61 1 685 611.86

Total Aktiven 14 385 092.32 11 572 816.77

20 HISTORISCHES MUSEUM BERN


Passiven Rechnung 2007 Rechnung 2006

Kreditoren 609 508.32 530 907.60

Kreditoren Kubus/Titan 1 731 126.21 20 769.10

Festgeld Stadt Bern 2 000 000.00 0

Passive Rechnungsabgrenzungen 94 479.86 1 018 411.24

Passive Rechnungsabgrenzungen Kubus/Titan 0 0

Hypotheken 350 000.00 350 000.00

Rückstellungen 395 141.35 335 451.50

Rückstellungen Kubus/Titan 8 785 379.64 8 548 757.40

Total Fremdkapital 13 965 635.38 10 804 296.84

Reserve Betrieb 200 000.00 200 000.00

Reserve Projekte 29 660.05 300 000.00

Gewinnvortrag 268 519.93 61 012.23

Gewinn/Verlust (–) – 78 723.04 207 507.70

Total Eigenkapital 419 456.94 768 519.93

Total Passiven 14 385 092.32 11 572 816.77

Gewinn-/Verlustvortrag (–) nach Erfolgsverbuchung 189 796.89 268 519.93

Fondsvermögen per 31. Dezember 2007

Rechnung 2007 Anteil % Rechnung 2006

Unantastbares bzw. nicht liquides Vermögen

(Sachanlagen) 486 520.00 89,0 486 520.00

Verfügbares Vermögen (gemäss Reglement) 59 827.35 11,0 88 461.92

Fondsvermögen total 546 347.35 100,0 574 981.92

JAHRESBERICHT 2007 21


Jahresrechnung 2007

Erfolgsrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2007

Aufwand Rechnung 2007 Anteil % Rechnung 2006

Löhne/Gehälter 4 215 978.65 44,6 4 790 542.42

Sozialversicherungsbeiträge 580 485.00 6,1 630 953.36

Übrige Personalkosten 153 800.00 1,6 26 065.15

Unterhalt Gebäude – 109 926.29 –1,2 –3 793.90

Unterhalt technische Anlagen 227 825.10 2,4 242 440.45

Informatik 200 938.96 2,1 327 793.99

allg. Verwaltungs-/Betriebsaufwand 474 087.19 5,0 503 434.93

Werkstoffe/Verbrauchsmaterial 167 601.32 1,8 205 064.49

Anschaffung Mobilien/Einrichtungen/Immobilien – 210 309.68 –2,2 638 228.31

Leistungen Dritter (ohne EDV) 1 832 746.76 19,4 1 087 765.66

Mieten/Einrichtungen Depots 578 382.55 6,1 809 544.76

Versicherungen/Steuern/Gebühren 132 572.20 1,4 171 568.08

Finanzaufwand 34 890.86 0,4 20 047.55

Ankäufe Sammlung/Bibliothek 310 245.70 3,3 149 192.04

Einkauf Handelswaren 112 326.15 1,2 198 185.23

Marketing/PR/Kommunikation 516 292.80 5,5 527 981.37

Publikationen 0.00 0,0 0.00

Abschreibungen 220 100.00 2,3 183 300.00

Rückstellungen 0.00 0,0 0.00

Ausserordentlicher Aufwand 5 446.15 0,1 11 664.00

Bestandeskorrekturen – 26 300.00 –0,3 2 000.00

Total Aufwand 9 417 183.42 100,0 10 521 977.89

22 HISTORISCHES MUSEUM BERN


Ertrag Rechnung 2007 Anteil % Rechnung 2006

Eintritte 653 969.15 7,0 2 444 921.25

Dienstleistungen 127 644.34 1,4 313 965.61

Verkäufe 350 639.55 3,7 719 924.90

Versicherungsleistungen 376 537.63 4,0 399 257.35

Finanzerträge 1 197.42 0,0 1 428.18

Immobilienerträge 42 058.65 0,5 100 958.90

Nebenerlöse 28 221.49 0,3 3 517.60

Beiträge Finanzierungsträger 6 033 000.00 64,4 6 033 000.00

Unterstützungsbeiträge, Sponsoring 545 852.20 6,0 897 511.80

Ausserordentliche Beiträge der TrägerInnen 750 000.00 7,8

Fondsentnahmen 159 000.00 1,7 115 000.00

Auflösung Rückstellungen Projekte 300 000.00 3,2

Total Ertrag 9 368 120.43 100,0 11 029 485.59

Ergebnis 1: Gewinn, Verlust (–) vor Rückstellungen

Projekte; ohne Kubus/Titan – 49 062.99 507 507.70

Auflösung und Neubildung Reserve Projekte 29 660.05 300 000.00

Ergebnis 2: Gewinn, Verlust (–) ohne Kubus/Titan – 78 723.04 207 507.70

Aufwand Kubus/Titan (Erweiterungsbau)

Projektierungs-/Baukosten 8 034 914.91 378 167.50

Finanzaufwand (Spesen) 34.00 26.70

Bildung Rückstellungen 236 622.24 4 928 247.35

Total Aufwand Kubus/Titan 8 271 571.15 5 306 441.55

Ertrag Kubus/Titan

Beiträge KreditgeberInnen 8 200 000.00 5 300 000.00

Finanzertrag 71 571.15 6 441.55

Total Ertrag Kubus/Titan 8 271 571.15 5 306 441.55

Ergebnis 3: Gewinn, Verlust (–) inkl. Kubus/Titan – 78 723.04 207 507.70

JAHRESBERICHT 2007 23


Stiftung Schloss Oberhofen

Direktion und Belegschaft

Peter Jezler, lic. phil., Direktor

Vera Heuberger, lic. phil., Konservatorin

Nicole Zimmermann, Administrative Assistentin (ab 1. 3. 2007)

Andreas Kähr, Schlosswart (bis 31. 3. 2007)

Christine Ramstein, Schlosswartin (bis 31. 3. 2007)

Andreas Brönnimann, Schlosswart (ab 1. 3. 2007)

Patrick Rindisbacher, Schlosswart (ab 1. 3. 2007)

Sonja Zimmermann, Leitende Gärtnerin

Maya Nüssli, Gärtnerin

Daniel Burri, Hilfsgärtner

Markus Laemlé, Gärtner (Teilzeitanstellung)

Statistik

2007 2006 2005

Eintritte total 15 117 11 973 10 271

(+ 20.8%) (+ 16 %) (– 11,7 %)

Führungen 53 55 56

Hauptversammlung Förderverein 1 1 1

Anlässe/Apéros im Park,

auf Schlossterrasse + in Speisesaal 23 20 13

Trauungen und Taufen (Kapellen-

und Gartensaalbenutzung) 8 7 9

Schlosskonzerte 2 2 2

Kinoaufführungen im Schlosshof 6 5 4

(geplant: 6) (geplant: 6)

Workshop 1

Zur Planung von Sanierung und Verselbständigung der SSO

wurde ein Ausschuss gebildet:

Manfred Ammann, Vorsitz und Vertreter der Gemeinde

Oberhofen

Georg von Erlach, Mitglied der Aufsichtskomission

Irène Maeder Marsili, Mitglied der Aufsichtskomission

Jürg Schweizer, Mitglied der Aufsichtskomission,

Kant. Denkmalpfleger

Jacqueline Strauss, Mitglied der Aufsichtskomission

Peter Jezler, Direktor BHM

Stephan Schärer/Ursula Iff (ab 1. 12. 2007), Verwaltungsleiter

BHM

Vera Heuberger, Konservatorin Schloss Oberhofen

Nicole Zimmermann (Admin. Assist. Schloss Oberhofen),

Protokoll

24 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Aufbruch zu neuen Ufern

Nachdem der Betrieb während mehreren Jahren finanziell auf

Sparflamme gehalten werden musste und keine neuen Wechselausstellungen

angeboten werden konnten, zeigten sich 2007

gleich mehrere Silberstreifen am Horizont: Die Saison startete

mit einer Keramikausstellung, Wechsel und Erweiterung der

Belegschaft gab dem Betrieb frische Schubkraft und dank einer

Finanzspritze aus dem Lotteriefonds können die längst fälligen

Sanierungsarbeiten im Dependenzentrakt und im Schlosspark

angegangen werden. Damit werden endlich auch Verbesserungen

im Infrastrukturbereich realisierbar.

Neue Wechselausstellung

«Berner Keramik für Stadt und Land»

Anstoss gab die wissenschaftliche Publikation von Adriano

Boschetti-Maradi «Gefässkeramik und Hafnerei in der Frühen

Neuzeit im Kanton Bern». Die Ausstellung, für die die Mitarbeit

des Autors gewonnen werden konnte, zeigt Keramik des

18. Jahrhunderts aus der umfangreichen Sammlung des Bernischen

Historischen Museums. Ergänzt wurde sie mit einigen

hervorragenden Stücken aus dem Landesmuseum, dem Schlossmuseum

Burgdorf, dem Archäologischen Dienst des Kantons

sowie aus der Schule für Gestaltung. Die Vernissage am 12. Mai

2007 bereicherte eine Demonstration der ortsansässigen Töpferin

Christine Soltermann an der Töpferscheibe.

Zwar musste das frühe Meissener Porzellan aus der Sammlung

Kocher der Keramik weichen, doch fand sich Raum

im Schloss für einen weiteren Verbleib. Deshalb war es möglich,

einer an einem Porzellankongress in Bern teilnehmenden

Gruppe von Japanerinnen die Stücke im Depot zugänglich zu

machen und die Gäste zugleich in die Materie der Berner Keramik

einzuführen.

Neue Gesichter in der Belegschaft

Wer Schloss und Park während der Sommersaison vom 13. Mai

bis 14.Oktober 2007 besuchte, wurde während des Schlossrundganges

sporadisch von musikalischen Klängen begleitet. Während

einer dritten Saison betätigten sich sieben junge Musikerinnen

und Musiker aus der Hochschule der Künste in Bern

als musizierende Aufsichten. Als besonders stimmungsvoll

erwies sich dabei der Einsatz einer ägyptischen Laute, deren

Klänge die historischen Räume verzauberten.

Nach einem Jahr Einsatz entschieden sich die beiden

Schlosswarte A. Kähr und Ch. Ramstein, wiederum zu ihren

freiberuflichen Tätigkeiten zurückzukehren. An ihre Stelle

traten Andreas Brönnimann und Patrick Rindisbacher, die mit

ihren Familien nun beide auf dem Schlossgelände wohnen.


Vorweihnächtlicher Geschichtenabend mit Lorenz Pauli

im Schlosspark von Oberhofen

Die Schaffung einer 40-Prozentstelle für eine administrative

Assistentin entlastete die Konservatorin und brachte zugleich,

z. B. im Marketingbereich, frische Impulse. Dank wesentlicher

Unterstützung durch das bewährte Gärtnerteam und die

14 ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen bei den Parkschliessungen

verlief das Betriebsjahr nicht nur störungsfrei, sondern

auch – dank angestiegener Besucherzahl – erfolgreich.

Sanierungsprojekt und Verselbständigung:

Zwischen Initialzündung und Realisierungsphase

Bereits Ende 2006 stand fest, dass eine dringend notwendige

Dependenzensanierung rasch angepackt werden müsse. Der

vom Kantonalen Denkmalpfleger formulierte Vortrag an den

Regierungsrat führte zur Bewilligung eines Lotteriefondsbeitrages

von CHF 3 326 000.– durch den Grossen Rat. Mit den

Architekten H. Häberli (Bau) und D. Bosshard (Park) wurden

Bauverträge abgeschlossen und das Baugesuch wurde eingereicht.

Ebenso wurde beschlossen, dass die Stiftung Schloss Oberhofen

vom Historischen Museum Bern gelöst und in die Unabhängigkeit

entlassen werden sollte. Beide Vorhaben konnten

dank effizienter Arbeit des Ausschusses der AK von BHM und

SSO kräftig vorangetrieben werden. Im Hinblick auf die Verselbständigung

wurden die Stiftungsstatuten bereinigt und

eingereicht, und mit Regierungsrat/Ständerat W. Luginbühl

wurde ein hervorragender und motivierter Stiftungsratspräsident

gewonnen.

Neue Zusammenarbeit: Verankerung in der Region

Mit der Einsicht, dass Zusammenarbeit Synergien nutzen

lässt, entschieden sich die drei grossen Thunerseeschlösser

Thun, Spiez und Oberhofen, z. T. auch zusammen mit Schloss

Hünegg, im Marketingbereich vermehrt gemeinsam aufzutreten

und zudem über weitere Gruppen-Projekte nachzudenken.

Von einer weiteren Seite kam dem Schloss in erfreulicher

Weise Unterstützung zu: Der neu gegründete Kultur-Club in

Oberhofen zeigte nicht nur Interesse, beim ehrenamtlichen

Parkhelferdienst mitzuwirken, sondern ermöglichte auch einen

vorweihnächtlichen Geschichtenabend im Park mit anschliessender

kleiner Verpflegung im Schlossbereich. Lorenz Pauli

begeisterte Jung und Alt mit seinen witzigen Geschichten und

seinem lebendigen Vortrag.

Ganz offensichtlich erfährt das altehrwürdige Schloss

innerlich und äusserlich eine Verjüngung. Dies sind ausgezeichnete

Voraussetzungen für den Gang in die Selbständigkeit.

Jahresrechnung 2007

Kommentar

Das Geschäftsjahr 2007 schliesst mit einem Verlust von rund

CHF 67 900.00 ab. Der Gewinnvortrag beträgt nach Verbuchung

des Jahresverlustes rund CHF 241 700.00. Der Verlust

resultiert primär aus dem nicht geplanten Ersatz der

Heizung (CHF 33 000.00) und Rückstellung Personalkosten

(CHF 19 000.00).

Die Einnahmen aus Eintritten konnten mit gesamthaft

CHF 50 800.00 gegenüber dem Vorjahr erneut um 5.4 % gesteigert

werden. Die durchschnittlichen Eintrittseinnahmen pro

BesucherIn (15 100) fielen mit CHF 3.40 jedoch etwas tiefer aus

als in den Vorjahren (2006: CHF 4.00; 2005: CHF 4.50; 2004:

CHF 4.35).

Die Erträge aus Dienstleistungen (u. a. Führungen, Fremdanlässe)

lagen mit CHF 47 700.00 um CHF 22 500.00 höher als

im Vorjahr (+ 89.4 %). So auch die Shop-Verkäufe, die im Vergleich

zum Vorjahr um 33 % auf CHF 11 800.00 zunahmen; pro

Besucher demnach CHF 0.78 (2006: CHF 0.74; 2005: CHF 0.93)

betrugen.

Der Selbstfinanzierungsgrad betrug im Berichtsjahr 13.0 %

(2006: 12 %; 2005: 11.0 %).

JAHRESBERICHT 2007 25


Stiftung Schloss Oberhofen

Bilanz per 31. Dezember 2007 (vor Erfolgsverbuchung)

Aktiven Rechnung 2007 Rechnung 2006

Kasse 1 005.85 1 302.00

Postcheck, Banken 252 810.77 380 942.45

Debitoren 551.71 1 259.67

Aktive Rechnungsabgrenzungen 108 072.70 1 509.50

Total Umlaufvermögen 362 441.03 385 013.62

Anteilscheine 25.00 25.00

Total Anlagevermögen 25.00 25.00

Total Aktiven 362 466.03 385 038.62

Passiven

Kreditoren 41 285.30 14 669.45

Passive Rechnungsabgrenzungen 0 713.70

Rücklagen 79 435.00 60 000.00

Total Fremdkapital 120 720.30 75 383.15

Gewinnvortrag 309 655.47 260 138.95

Gewinn/Verlust (–) – 67 909.74 49 516.52

Total Eigenkapital 241 745.73 309 655.47

Total Passiven 362 466.03 385 038.62

Gewinn-/Verlustvortrag 241 745.73 309 655.47

26 HISTORISCHES MUSEUM BERN


Erfolgsrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2007

Aufwand Rechnung 2007 Anteil % Rechnung 2006

Lohnkosten 504 280.75 57,9 458 547.00

Sozialversicherungsbeiträge (ohne BVG) 37 097.85 4,3 32 786.70

Pensionskasse/BVG 31 150.75 3,6 22 613.00

Übrige Personalkosten 20 322.40 2,3 10 510.85

Gebäude-/Parkunterhalt 16 704.90 1,9 10 930.65

Gebäude-/Parkunterhalt Lotteriefonds 132 901.35 15,3

Unterhalt technische Anlagen

EDV und

4 009.30 0,5 16 261.85

Anschaffungen Mobilien/Geräte+Techn. Anlagen 20 637.85 2,4 24 388.35

Verbrauchsmaterial 2 197.34 0,3 13 276.18

Mieten 0.00 0,0 308.80

Ankäufe/Bibliothek 593.65 0,1 533.55

Handelswaren/Shop

Versicherungen, Steuern, Gebühren und

15 226.85 1,7 3 850.30

Finanzaufwand 5 258.90 0,6 23 596.75

Marketing, PR, Kommunikation 26 539.05 3,0 14 084.55

Allg. Verwaltungs- und Betriebsaufwand 37 441.45 4,3 48 308.90

Leistungen Dritter 15 907.20 1,8 6 552.45

a.o. Aufwand – 0.10 0,0 222.45

Total Aufwand 870 269.49 100,0 686 772.33

Ertrag

Eintritte 50 809.90 6,3 48 196.15

Dienstleistungen 47 702.55 5,9 25 187.05

Verkäufe 11 842.20 1,5 8 902.70

Versicherungsleistungen 3 648.00 0,5 785.00

Finanzertrag 1 622.55 0,2 1 599.30

Immobilienerträge 43 099.55 5,4 37 912.65

Beiträge FinanzträgerInnen 305 000.00 38,0 465 000.00

Unterstützungsbeiträge 338 635.00 42,2 128 681.00

Auflösung Rückstellungen 0.00 0,0 20 000.00

a.o. Ertrag 0.00 0,0 25.00

Total Ertrag 802 359.75 100,0 736 288.85

Gewinn/Verlust (–) – 67 909.74 49 516.52

JAHRESBERICHT 2007 27


Verein zur Förderung des Bernischen Historischen Museums

Vorstand

Präsident: Dr. Peter Martig

Vizepräsidentin: lic. phil. Annelies Hüssy

Kassierin: lic. phil. Kalinka Huber

Sekretär: lic. phil. Peter Jezler (von Amtes wegen)

Claudine Ammann-Buri

Mario Annoni (bis 31. 5. 07 Regierungsrat, von Amtes wegen im

Vorstand/ab 1. 6. 07 a.Regierungsrat)

Lic. phil. écon. Ulrich von Bonstetten

Benno von Wattenwyl

Dr. phil. Christophe von Werdt

Notar Daniel Brunner

Mitgliederbestand und Mutationen

Im Berichtsjahr verlor der Verein folgende Mitglieder durch

den Tod:

Andreas Bachmann, Rüfenacht; François De Quervain,

Spiegel; Inge Dreyer, Hindelbank; Ulrich Chr., Haldi, Bern;

Rolf Immenhauser, Bern (gest. 2006); Madeleine Lindt, Muri;

Eva Merz, Bern; Rosmarie Nydegger, Bern; Rudolf Ramseyer,

Rubigen; Lisa Schirach, Bern; Res Schmid, Wimmis; Dr. Jean

Wander, Muri.

Im Jahr 2007 konnte der Verein 29 Neueintritte verzeichnen.

Dem standen 72 Austritte gegenüber. Auf Jahresende setzte sich

der Mitgliederbestand wie folgt zusammen:

Einzelmitglieder 664

Mitglieder aus Ehepaarmitgliedschaften 365 730

Kollektivmitglieder 44

Gönner 26

Mitglieder aufgrund der bis 1984 geltenden

einmaligen Beiträge 41

Ehrenmitglieder 4

Frei-Mitglieder 2

Familien-Mitglieder 1 4

Insgesamt 1 516

28 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Die 106. Hauptversammlung

Die 106. Hauptversammlung fand am 16. Juni 2007 wie gewohnt

im Klösterli von Oberhofen und anschliessend im

Schloss statt. Der Präsident begrüsste die rund 120 anwesenden

Mitglieder und Gäste, im Besonderen den Gemeindepräsidenten

von Oberhofen, Herrn M. Ammann.

Trakt. 1, Protokoll

Die Versammlung genehmigte die Traktandenliste, verdankte

und verabschiedete einstimmig das Protokoll der Hauptversammlung

vom 24. Juni 2006.

Trakt. 2, Jahresbericht und Jahresrechnung 2006

Der Präsident ermunterte alle, für den Verein zu werben, da der

Mitgliederbestand zurück gegangen ist. Anschliessend liess er

das vergangene Jahr und die Aktivitäten des Vereins Revue passieren.

Die Betriebsrechnung wurde mit einem Ausgabenüberschuss

von CHF. 48 300.20 abgeschlossen. Das Vermögen per

31. 12. 2006 betrug CHF. 360 745.27. Die Rechnung wurde durch

Frau Marianne Bauer und Herrn François von May revidiert.

Die Versammlung genehmigte die Jahresrechnung 2006 einstimmig

und erteilte dem Vorstand Décharge.

Trakt. 4, Bericht über die Tätigkeiten und Vorhaben von Museum

und Stiftung Schloss Oberhofen durch Direktor Peter Jezler

Der Direktor sprach zuerst zur Stiftung Schloss Oberhofen: Er

berichtete über die Trennung von Schloss Oberhofen und dem

Bernischen Historischen Museum, welche auf 2008 vorgesehen

ist. Damit verbunden sind eine neue Verwaltung und Verantwortung.

Das Sammlungsgut bleibe aber weiterhin bestehen.

Zum Bernischen Historischen Museum hielt Peter Jezler

zuerst einen Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre. Man

hatte viel erreicht: es war gelungen, die Besucherzahlen um

über 75 % zu steigern. Der rote Faden durchs ganze Haus sei

nun mit der Ausstellung zur Berner Geschichte erfüllt. Ausserdem

konnten 9 alte Depots aufgelöst und eine grosse Zahl von

Objekten neu zugeordnet werden. Es wurden 19 Glanzlichter, 8

Publikationen und 5 Ausstellungskataloge veröffentlicht.

Für das Jahr 2008 berichtete der Direktor von der Ausstellung

über Karl den Kühnen, welche herausragende Kunstwerke

der burgundischen Hofkultur zeigen und kostbare Leihgaben

aus den bedeutendsten Sammlungen der Welt vereinen wird.

Für die Eröffnung des Kubus wird eine Ausstellung über

Albrecht von Haller vorbereitet. Die Arbeiten an der Keltenausstellung

seien ebenfalls schon angelaufen. Der Direktor

schloss seine Ausführungen mit einem erneuten Dank für die

Vitrinen.


Nach Ende des offiziellen Teils spazierten die Gäste ins Museum,

wo auf der Terrasse der Zvieri serviert wurde. Ausserdem

konnte die Sonderausstellung «Geschirr für Stadt und Land –

Berner Keramik im 18. Jahrhundert» bewundert werden.

Veranstaltungen

Jahresausflug

Dieses Jahr fand der Jahresausflug am Sonntag 2. September

statt und führte die etwas über 100 Teilnehmenden in den

Nachbarkanton Aargau. Die Gruppe besuchte die beiden

Schlösser Wildegg und Lenzburg. Am Morgen widmete man

sich der Domäne der Familie Effinger von Wildegg, und am

Nachmittag erfreute man sich im Historischen Museum auf der

Lenzburg an der Ausstellung «Heisse Eisen».

Vereinsreisen

Unter kundiger Leitung von Benno von Wattenwyl führte die

Reise heuer ins Piemont, wo die Teilnehmenden zwei Nächte in

Turin und fünf Nächte in Alba verbrachten. In der Hauptstadt

des ehemaligen Königreichs Sardinien-Piemont beschäftigten

sich die Gruppen mit dem Städtebaulichen und besuchten das

Jagdschlösschen Stupinigi und den Wallfahrtsort San Michele.

Von Alba aus, der «Hauptstadt» des Weins und der weissen

Trüffel, gab es Ausflüge in das Hügelland des Monferrato mit

seinen 42 romanischen Kirchen, ins Weingebiet der Langhe, in

die mittelalterliche markgräfliche Residenzstadt Soluzzo oder

zu einem kulturellen Leckerbissen auf 1600 Metern in den

Westalpen. Wie jedes Jahr sind rund 50 begeisterte Teilnehmer

zurückgekehrt.

Ausstellungen, Führungen und Vorträge

25. und 26. Januar: Vortrag und Ausstellungsbesichtigung

des von Mülinen-Kabinetts

10. und 11. Mai: Führungen durch die Sonderausstellung

«Jungfrau, Hofer und Ragusa – Berns Weg in die Moderne»

5.–12. Mai: Erste Vereinsreise nach Turin und ins Piemont

19.–26. Mai: Zweite Vereinsreise nach Turin und ins Piemont

16. Juni: Hauptversammlung in Oberhofen

2. September: Jahresausflug

An den Veranstaltungen vom 25. und 26. Januar konnten die

Vereinsmitglieder den Ausführungen von Peter Jezler und Peter

Niederhäuser über die Familiengeschichte von Mülinen lauschen

und anschliessend die kleine aber feine Kabinettausstellung

besichtigen oder einen Apéro einnehmen. Gesamthaft

haben über 230 Personen das Angebot genutzt.

Die Sonderausstellung «Jungfrau, Hofer und Ragusa –

Berns Weg in die Moderne» hat an den beiden Tagen im

Mai rund 270 Mitglieder ins Museum gelockt. Bei kundiger

Führung durch Konservatorinnen und Konservatoren des

Museums lernten sie die Pioniertaten des Kantons Bern kennen

und hatten danach Gelegenheit, sich beim Apéro zu erfrischen.

JAHRESBERICHT 2007 29


35 °C im Sommer, –10 °C im Winter: eines der Alt-Depots im Estrich

des BHM…

30 HISTORISCHES MUSEUM BERN

Foto: Adrian Moser, Bern


… und langersehnte Ordnung, hier im neuen Aussendepot Burgdorf.

© Bernisches Historisches Museum, Bern 2008

Gestaltung: Bernet & Schönenberger, Zürich

Druck: Ediprim, Biel


Historisches Museum Bern Helvetiaplatz 5, CH-3000 Bern 6

Telefon +41 31 350 77 11, Fax +41 31 350 77 99, Anmeldung für Führungen: Telefon +41 31 350 77 33

E-Mail info@bhm.ch, Internet www.bhm.ch

Stiftung Schloss Oberhofen Postfach 26, CH-3653 Oberhofen am Thunersee

Telefon +41 33 243 12 35 und +41 33 243 12 55, Fax +41 33 243 35 61

Verein zur Förderung des Bernischen Historischen Museums

c/o Historisches Museum Bern, Helvetiaplatz 5, CH-3000 Bern 6

Telefon +41 31 350 77 11, Fax +41 31 350 77 99

Das Bernische Historische Museum ist eine Stiftung.

Stiftungsträger sind Kanton, Stadt und Burgergemeinde Bern,

unterstützt von der Regionalen Kulturkonferenz RKK Bern.

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