MITTEN IM KIEZ

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MITTEN IM LEBEN –

MITTEN IM KIEZ


Liebe Bürgerinnen und Bürger

in Schöneberg und Neu-Tempelhof,

am 18. September 2016 kandidiere ich als Ihre Direktkandidatin bei

der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Ich möchte Ihre starke

Stimme im Abgeordnetenhaus sein und mich um Ihre Anliegen

vor Ort und im Parlament kümmern.

Der Wahlkreis ist mein Lebensmittelpunkt. Meine vier Kinder sind

im Herzen Schönebergs in die Kita und in die Schule gegangen. Hier

mache ich seit vielen Jahren ehrenamtlich Politik und engagiere

mich für lebenswerte Kieze sowie ein faires und soziales Miteinander.

Diese Arbeit möchte ich im Abgeordnetenhaus fortsetzen. In ganz

Berlin und in unseren Kiezen wird in den nächsten Jahren die Zahl

der Einwohner wachsen. Ich möchte diese Entwicklung gestalten:

Alle Berlinerinnen und Berliner sollen profitieren.

Dazu gehören gute Kitas und Schulen, bezahlbare Mieten, eine

funktionierende Verwaltung und der Erhalt sozialer Einrichtungen.

Weitere Anliegen sind mir eine gezielte Wirtschaftsförderung und

die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.

Dabei wünsche ich mir eine Politik mit Augenmaß, die die verschiedenen Bedürfnisse und Lebensentwürfe

der Menschen hier respektiert.

Sie können mich in den nächsten Wochen an einem der vielen SPD-Infostände treffen, mich anrufen oder

mir einfach eine E-Mail schreiben. Ich freue mich auf ein Kennenlernen und stehe Ihnen sehr gerne Rede und

Antwort!

Herzliche Grüße

So erreichen Sie mich: E-Mail: mail@anett-seltz.de · Internet: www.anett-seltz.de · Mobil: 0176.578 304 22

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Von Tür zu Tür

Jetzt im Wahlkampf mache ich im gesamten Wahlkreis so genannte Tür-zu-Tür-Besuche. Ich möchte, dass Sie

sich persönlich ein Bild von mir als Direktkandidatin machen können. Mittlerweile war ich in verschiedenen

Straßen unterwegs. Es zeigt sich, dass jede Nachbarschaft im Kiez ihr spezifisches Anliegen hat.

So habe ich zum Beispiel in der Erdmannstraße viel über die Verkehrssituation in der Hauptstraße diskutiert.

Ein sicherer Übergang von der Helm- zur Vorbergstraße ist weiterhin ein wichtiges Ziel. Am Bäumerplan

steht die Parksituation ganz oben auf der Agenda. Durch das beliebte St. Josef-Krankenhaus sind die schmalen

Straßen im Umfeld und der Gehweg am Bäumerplan häufig zugeparkt. Einige Anwohnerinnen und Anwohner

versuchen sogar, ihre Autofahrten mit dem Schichtwechsel im Krankenhaus zu synchronisieren, um einen

Stellplatz zu bekommen.

Die Hausbesuche geben mir also die Chance, unsere Kieze noch besser kennenzulernen. Ich freue mich, wenn

Sie mir für ein kurzes Gespräch die Tür öffnen. Brauchen wir mehr Zeit, vereinbaren wir einen Termin.

2 Anett Seltz | MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ


Freiwilliges Engagement muss nach oben

auf die politische Tagesordnung!

Freiwillig, unentgeltlich und gemeinwohlorientiert

– das ist bürgerschaftliches

Engagement. Weit über ein

Drittel der Berlinerinnen und Berliner

engagieren sich.

Sie sind in Vereinen und Blaulichtorganisationen

aktiv, begleiten Schwerstkranke

im Hospiz auf ihrem letzten

Weg, sind Lesepaten an Schulen oder

helfen in der Nachbarschaft. Auch

Schülerinnen und Schüler mischen

kräftig mit.

Ohne das bürgerschaftliche Engagement

wäre das Land kollabiert, als Tausende von

Flüchtlingen nach Berlin kamen und Versorgung,

Unterkunft und Kleidung brauchten – und die Berlinerinnen

und Berliner halfen!

Die Engagementvielfalt ist riesengroß, jede und jeder

findet seinen Platz. Das stärkt unsere Demokratie

und den Zusammenhalt. Engagement sichert in

einem hohen Maße gesellschaftliche Teilhabe. Freiwilliges

Engagement muss folglich gefördert werden,

wo es geht.

Denn es gibt auch Probleme. Viele Vereine finden keinen

Nachwuchs mehr für die Vorstände. Die auf dem

Arbeitsmarkt geforderte Flexibilität lässt sich nicht

mit gutem Engagement verbinden. Das hat zur Folge,

dass sich mehr Menschen eher projektbezogen als

kontinuierlich engagieren.

„Bürgerschaftliches

Engagement

stärkt unsere

Demokratie

und den

Zusammenhalt.“

Engagement vor Ort

Engagierte brauchen verlässliche Rahmenbedingungen.

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg

gibt es im Rathaus ein

Ehrenamtsbüro mit sehr kompetenten

Mitarbeiterinnen. Sehr wichtig sind

auch Weiterbildungsangebote wie

zum Beispiel in der bezirklichen

Flüchtlingsarbeit. Als Anerkennung

gibt es für Engagierte die Ehrenamtskarte

mit zahlreichen Vergünstigungen

– u. a. auf verschiedene Eintrittspreise.

Politische Unterstützung

Auf Bundesebene setzt sich die SPD für eine Deutsche

Engagementstiftung ein. Durch sie sollen Projekte

nachhaltig gefördert und so auf aktuelle

gesellschafts- und engagementpolitisch relevante

Themen reagiert werden. Ziel ist es auch, die sektorenübergreifende

Kooperation zwischen Staat,

Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu verbessern. Leider

wurde dieses Vorhaben durch den Koalitionspartner

auf Eis gelegt.

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Mehr Informationen zum Ehrenamtsbüro

im Rathaus Tempelhof-Schöneberg:

www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/

politik-und-verwaltung/ehrenamtsbuero/

Telefon: 90277-6050 / 90277-6051 / 90277-6046

E-Mail: Ehrenamtsbuero@ba-ts.berlin.de

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Die SPD schwingt den Besen

Neben aller politischen Arbeit engagieren sich die Mitglieder der SPD

Schöneberg mit dem Besen in der Hand.

Traditionell befreien wir die Rote Insel vom Unrat. Dabei schließen

wir uns mit der BSR-Initiative „Kehrenbürger“ zusammen. Außerdem

gibt es immer tatkräftige Unterstützung aus der Nachbarschaft.

Besonders die Insel-Kinder sind mit großem Eifer dabei. Ein weiterer

Schwerpunkt ist der Cheruskerpark. Hier liegen meist Unmengen an

Kronkorken und Kippen, obwohl es viele Mülleimer gibt. Dieses Jahr

haben wir uns auch um die Grünfläche am Innsbrucker Platz gekümmert.

Es ist schade, dass der ursprünglich schön angelegte Platz so

verkommt. Nach der Wahl würde ich hier gerne eine Initiative mit der

Nachbarschaft starten.

MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ | Anett Seltz 3


Unser

Programm:

Berlin

Für die Kleinsten

das Beste

Unter dieses Motto

hat die Berliner SPD

ihr Regierungsprogramm

für die Jahre

2016 – 2021 gestellt.

„Selbstbewusst und

sensibel, ruppig und

gastfreundlich, Weltstadt

und Kiez, Sehnsuchtsort

und Zuhause

– Berlin ist alles

auf einmal. Diese Mischung

macht unsere

Stadt so besonders

und fasziniert Menschen

aus aller Welt.“

So leitet der Regierende

Bürgermeister

und Spitzenkandidat

der Berliner SPD

Michael Müller die

auf knapp 80 Seiten

zusammengefassten

politischen Ziele für

unsere Stadt in seinem

Vorwort ein.

Unser Programm:

Berlin

Das Programm erhalten

Sie in gedruckter

Form an allen unseren

Infoständen oder

als PDF zum Download

unter: www.

spd.berlin/wahl2016/

das-wahlprogramm

Auch eine Zusammenfassung

in Leichter

Sprache steht gedruckt

wie digital zur

Verfügung.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass es

immer ein großer Schritt war, eines meiner

Kinder in die Kita einzugewöhnen.

Und natürlich war es für mich wichtig,

dass sie dort gut und sicher betreut und

später gefördert wurden. Es war ein großes

Glück, dass die Kita, die nur ein paar

Häuser entfernt war, genau das bieten

konnte.

Ohne Vertrauen in die Kita oder zur

Tagesmutter kann kein Elternteil den

Nachwuchs in eine Betreuung geben. Besonders

dann nicht, wenn das Kind noch

sehr klein ist und dort über mehrere

Stunden bleibt. Vieles hängt von den

Menschen ab, die dort arbeiten und den

Rahmenbedingungen. Hier sind in Berlin

wichtige Entscheidungen getroffen worden.

In den letzten 10 Jahren haben sich die

Rahmenbedingungen in Berlin kontinuierlich

verbessert. Allein in den letzten

fünf Jahren wurden 20.000 zusätzliche

Kitaplätze geschaffen. Bis 2018 kommen

14.000 weitere hinzu. Für jedes Kind in

Berlin soll es einen Kitaplatz geben und

da die Zahl der Einwohner wächst, muss

es auch mehr Plätze in Kitas geben.

Genau dafür hat die SPD gesorgt.

Der Platz alleine reicht aber nicht aus. Er

muss auch so ausgestattet sein, dass die

Foto: Adobe Stock · Gorilla

Kinder gut betreut und vor allem auch

gefördert werden können. Schon seit längerem

haben wir in Berlin den Anspruch,

dass unsere Kitas Bildungseinrichtungen

sind. Sie sorgen zum Beispiel dafür,

dass alle Kinder bis zur Beginn der Schulpflicht

die deutsche Sprache beherrschen.

Darum gab es ab 2010 eine schrittweise

Verbesserung der Personalausstattung

für die Kinder, die älter als drei Jahre sind.

Ganz aktuell wurde entschieden, das Betreuungsverhältnis

– also die Zahl der

Kinder je Erzieher bzw. Erzieherin – bei

den unter 3-jährigen Kindern zu verbessern.

Bis zu 50 Millionen Euro zusätzlich

stellt das Land pro Jahr dafür zur Verfügung.

In Berlin werden auf Betreiben der SPD

bis 2018 die Kitagebühren vollständig

abgeschafft. Das ist deutschlandweit

einmalig und entlastet die Eltern! Schon

seit einiger Zeit sind die letzten drei Jahre

vor der Schule kostenfrei. Zum 1. August

2016 erfolgte die Abschaffung der Gebühren

für das vierte Jahr vor der Einschulung.

Wir sind stolz darauf, alle

finanziellen Hürden zu beseitigen und

gute Betreuung und Bildung in der Kita

für alle Kinder zu ermöglichen.

Meine Kinder sind mittlerweile groß. Alle

vier erinnern sich immer noch mit Freude

an ihre Kita-Zeit.

4 Anett Seltz | MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ


Das A und O:

gute Schulen im Kiez

Der 10. September ist dieses Jahr für

viele Hundert Kinder in Schöneberg

und Tempelhof ein besonderer Tag: Es

ist der Tag ihrer Einschulung.

Voller Stolz werden sie ihre Schule betreten,

den Ort, der für sie in den

nächsten Jahren so wichtig sein wird.

Hier werden sie lesen, schreiben und

rechnen lernen. Hier beginnt ihr

persönlicher Bildungsweg. Und hier

werden die Weichen für das weitere

Lernen gestellt.

Auf die Grundschulen kommt es in

besonderer Weise an, gerade weil alle

Kinder eine echte Chance auf gute

Bildung bekommen sollen. Das ist mir

ein Herzensanliegen.

Kurze Wege

für kurze Beine

„Auf die

Grundschulen

kommt es in

besonderer

Weise an,

weil alle

Kinder eine

echte Chance

auf gute Bildung

bekommen

sollen.“

len in Schöneberg und Tempelhof.

Damit der Bedarf zukünftig gedeckt

werden kann, wurde gleichzeitig die

Zahl der Studienplätze mit Lehramtsoption

erhöht.

Mehr Chancen durch

das Bonus-Programm

Schulen, die sich um viele Kinder aus

Elternhäusern mit relativ geringem

Einkommen kümmern, werden zusätzlich

unterstützt. Dazu hat die SPD

das so genannte Bonus-Programm auf

den Weg gebracht. Mit bis zu 100.000

Euro pro Jahr können sich die Schulen

zusätzliche pädagogische Angebote

organisieren.

Viele Grundschulen in Schöneberg und Tempelhof

nutzen dieses Programm. Sie eröffnen ihren Schülerinnen

und Schülern jetzt noch bessere Chancen. Das

ist für mich der Maßstab für gute Bildungspolitik.

In Schöneberg und Tempelhof gibt es zahlreiche

gute Grundschulen, die großes Vertrauen bei Eltern

und Schülern genießen. Trotzdem müssen die Grundschulen

weiter gestärkt und unterstützt werden.

Kinder brauchen Platz. Die Einzugsbereiche müssen

folglich so gestaltet werden, dass es in einzelnen

Schulen nicht zu eng wird.

Angesichts der steigenden Zahl von Schülerinnen

und Schülern in unseren Kiezen ist das eine große

Herausforderung. Die SPD setzt sich dafür ein, dass

es auch künftig für alle Kinder eine nahegelegene

Grundschule gibt. Es muss das Prinzip gelten: Kurze

Wege für kurze Beine.

Mehr Lehrerinnen und Lehrer

an den Schulen

Eine gute Schule kann es aber natürlich nur dann

geben, wenn es auch genug gute Lehrerinnen und

Lehrer gibt. Gerade in den Grundschulen muss der

Unterrichtsausfall verhindert werden.

Auf Initiative von Bildungssenatorin Sandra Scheeres

und der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus können

2.000 Lehrerinnen und Lehrer zum neuen Schuljahr

eingestellt werden. Davon profitieren auch die Schu-

Foto: Colourbox

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Mehr Informationen zu den bildungspolitischen

Zielen der Berliner SPD für die nächsten fünf Jahre

finden Sie hier:

www.spd.berlin/themen/bildung

MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ | Anett Seltz 5


Ort der

Vielfalt

Mit seinem Regenbogenkiez

rund um

den Nollendorfplatz

ist Schöneberg ein lebendiger

Ort der Vielfalt

– und damit Impulsgeber

für eine

Gesellschaft, in der

alle leben und lieben

können, wie es das

Herz begehrt: ob lesbisch,

schwul, hetero,

bi-, trans-, intersexuell

oder als Transgender.

Auch für diese

Offenheit liebe ich

Schöneberg.

Hier lebten seit jeher

Menschen, die sich

für Anerkennung und

für gleiche Rechte

einsetzten – und viele

tun dies auch heute.

Zum Beispiel die Mitglieder

des gemeinnützigen

Vereins

Queer Walk of Fame

e.V.: Sie haben sich

zum Ziel gesetzt, dieses

Engagement angemessen

zu würdigen.

Mit einem Denkmal

im öffentlichen

Raum wollen sie ein

sichtbares Zeichen

setzen: für die Community

und für die

queere Geschichte

insgesamt. Dies unterstütze

ich von

ganzem Herzen. Wie

wichtig das ist, zeigt

die Tatsache, dass

Menschen auch heutzutage

noch wegen

ihrer sexuellen Orientierung

diskriminiert,

beleidigt oder körperlich

verletzt werden.

Kontakt:

mail@qwof-berlin.de

Gleichstellung –

eine Frage der Gerechtigkeit

Der geschäftsführende Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Berlin

Laut Grundgesetz sind Frauen und

Männer gleichberechtigt, im Alltag

sieht es oft ganz anders aus. Gleichstellung

ist eine grundsätzliche Frage der

Gerechtigkeit. In diesem Sinne engagiere

ich mich seit einigen Jahren als

stellvertretende Landesvorsitzende der

Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer

Frauen (ASF).

Beim Thema Gleichstellung dürfen wir,

Wahlen hin oder her, nicht locker lassen.

Hier drei Beispiele:

Gleiche Entlohnung

für gleichwertige Arbeit

Frauen und Männer bekommen für

gleichwertige Arbeit nicht den gleichen

Lohn. Die Entgeltlücke liegt bei rund 22

Prozent. Während in der Berliner Verwaltung

und in den landeseigenen Unternehmen

der so genannte Entgelt-

Gleichheits-Check angewandt werden

kann, gibt es im Bereich der Privatwirtschaft

noch großen Handlungsbedarf.

Hilfe für Alleinerziehende

Mit über 100.000 so genannten Einelternfamilien

ist Berlin die Hauptstadt der

Alleinerziehenden – 90 Prozent davon

sind Frauen. Alleinerziehende sind für

mich die Heldinnen bzw. Helden des

Alltags. Der tägliche Spagat zwischen

Kindererziehung, Haushalt, Arbeit etc.

lässt viele auf dem Sofa abends erschöpft

einschlafen. Hinzu kommen

häufig Existenzängste; viele Alleinerziehende

beziehen Hartz IV.

Sie brauchen uneingeschränkte Unterstützung

wie zum Beispiel durch flexible

Arbeitszeitmodelle, eine gute Kinderbetreuung

und den Aufbau regionaler

Netzwerke. Hier zeigt sich auch, wie

wichtig die Berliner Familienzentren

sind.

Frauen haben

ein Recht auf Schutz

Für viele Frauen (und Kinder!) gehört

Gewalt zum Alltag. Im Jahr 2014 wurden

in Berlin insgesamt 15.254 Fälle

häuslicher Gewalt bei der Polizei registriert.

Darüber gibt es eine hohe Dunkelziffer.

In Berlin steht bereits ein breites Hilfesystem

bei häuslicher Gewalt zur Verfügung.

Vorhandene Versorgungslücken

müssen geschlossen werden. So braucht

es auch eine ausreichende Zahl von barrierefreien

Angeboten. Positiv ist, dass

die Finanzierung der Gewaltschutzambulanz

in der Charité deutlich erhöht

wurde. Opfer von häuslichen und sexuellen

Übergriffen können ihre Verletzung

dokumentieren lassen, ohne gleich Anzeige

erstatten zu müssen. Hier sollte ein

24-Stunden-Angebot angestrebt werden.

6 Anett Seltz | MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ


Arbeiten und Leben

im Kiez

Stark,

sozial,

vielfältig.

Mit dieser selbstbewussten

Beschreibung

blickt die SPD

Tempelhof-Schöneberg

auf fünf erfolgreiche

Jahre politischer

Arbeit zurück.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Valentin Akdemir

Bezahlbarer Wohnraum, eine gute Infrastruktur

und Arbeiten – diese drei

Dinge tragen im Höchstmaß dazu bei,

dass unsere Kieze lebenswert sind. Unsere

Bezirksbürgermeisterin Angelika

Schöttler hat in den letzten Jahren die

Entwicklung von Unternehmensnetzwerken

durch eine konsequente bezirkliche

Wirtschaftsförderung vorangebracht.

Das Unternehmensnetzwerk Südkreuz

e.V. hat sich zu einem attraktiven Innovations-

und Wirtschaftsstandort entwickelt.

Sein Gebiet liegt zwischen der

Schöneberger Linse, dem Bahnhof Südkreuz

und der Bessemerstraße. Beim

Netzwerk kooperieren die Unterneh-

men zum Beispiel in den Bereichen Weiterbildung

und Werbung.

Valentin Akdemir ist mit seinem Unternehmen

adressdruck.de seit zwei Jahren

im Bezirk zu Hause. Sein Unternehmen

ist auf personalisierte Druckerzeugnisse

spezialisiert. Er entwickelte seinen

Betrieb vom Subunternehmen zu

einem Full-Service-Dienstleister mit

zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ich habe mich sehr gefreut, dass

ich zum Tag der offenen Tür eingeladen

wurde und mir die Arbeitsabläufe

Schritt für Schritt erklärt wurden. Das

Unternehmensnetzwerk leistet einen

großen Beitrag zur Stabilisierung des

Stadtquartiers.

Die SPD möchte auch

nach der Wahl am

18. September die

gestaltende Kraft im

Bezirk sein und hat

ihre Ziele in einem

Wahlprogramm zusammengefasst.

Das Programm steht

als PDF zum Download

zur Verfügung:

www.spd-tempelhofschoeneberg.de

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Einladung zum „AbendbRot”

Was gibt es Schöneres, als abends zusammen zu essen und den Tag

Revue passieren zu lassen? Ab Oktober bietet die SPD Schöneberg

wieder für alle Interessierten am ersten Donnerstag im Monat von

17.30 bis 18.30 Uhr ein gemeinsames Abendbrot an.

Wir sprechen über die aktuelle politische Lage im Bezirk und im Land

oder auch gerne über das Alltägliche – ganz wie es sich ergibt. Alle

sind herzlich eingeladen! Wir freuen uns auch sehr über Kinder!

Wo? Kreisbüro der SPD Tempelhof-Schöneberg, Hauptstraße 100,

10827 Berlin · Kostenbeitrag? 2,00 Euro pro Person, Kinder essen umsonst.

Wenn Sie eine persönliche Einladung bekommen möchten,

schicken Sie mir bitte eine E-Mail an mail@anett-seltz.de

MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ | Anett Seltz 7


Neubau entlastet

den Mietwohnungsmarkt

2005 sahen Wohnungsanzeigen ganz

anders aus. Wohnungen gab es mehr

als genug. Vielfach wurden noch Baumarkt-Gutscheine

versprochen, wenn

sich bloß ein Mieter fände. In den letzten

Jahren dann kamen jährlich 40-

50.000 Menschen zusätzlich nach

Berlin. Dabei sind die Flüchtlinge

nicht mitgezählt. Die noch 2009 bei

100.000 Wohnungen liegende Leerstandsreserve

ist längst aufgebraucht.

Vor allem bei Neuvermietungen werden

zurzeit Mieten verlangt, die sich

viele Haushalte nicht leisten können,

und mancher sorgt sich, ob das Geld

bald noch für die Wohnung reichen

wird, in der man selber wohnt.

Der Bund und der Senat haben einiges unternommen,

um den Mietenanstieg zu bremsen und gerade

die Bezieher kleiner Einkommen und Renten zu

schützen. Im Bund wurde das Wohngeld durch

Ministerin Barbara Hendricks (SPD) erhöht und

Justizminister Heiko Maas (SPD) brachte die Mietpreisbremse

auf den Weg.

Der Senat hat die Mietpreisbremse schnellstmöglich

übernommen und eine Bundesratsinitiative zu deren

notweniger Verbesserung gestartet.

Für Sozialmieter gibt es Zuschüsse, wenn die Miete

über 30 % des Haushaltseinkommens liegt. Bei den

städtischen Wohnungsbaugesellschaften wurden

„Auch

Menschen

mit kleinem

Geldbeutel

müssen in

ihrem Kiez

bleiben

können.“

die Mieten gedeckelt und mehr als die

Hälfte der städtischen Wohnungen

werden nur noch an WBS-Berechtigte

neu vermietet.

Die Baulandausweisung wurde beschleunigt,

städtische Grundstücke

werden gegen Mietpreiszusagen verbilligt

an städtische Gesellschaften

und Genossenschaften vergeben.

Auch der Bezirk hat das ihm Mögliche

getan. Allein in Schöneberg wurden

vier Milieuschutzgebiete ausgewiesen,

in denen Luxusmodernisierungen

und Umwandlungen von Miet- in

Eigentumswohnungen nun deutlich

schwieriger sind.

So wichtig und so richtig alle diese Maßnahmen

sind, letztendlich helfen sie nur Zeit zu gewinnen,

bis durch Neubau die Zahl der Wohnungen wieder

mit dem Zuzug Schritt halten kann. Mit der Verdreifachung

der Wohnungsbauförderung und dem

Neubauprogramm der städtischen Gesellschaften,

53.000 Wohnungen bis 2025, ist der Senat auf dem

richtigen Weg.

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Mehr Informationen zu den wohnungsmarktpolitischen

Zielen der Berliner SPD für die nächsten

fünf Jahre finden Sie hier:

www.spd.berlin/themen/wohnen

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Wohnungsbau am Mühlenberg

Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs und einem anschließenden

Gutachterverfahrens wurde ein Entwurf zur baulichen Verdichtung

am Mühlenberg präsentiert, der niemanden recht glücklich

macht. Drei Häuser mit acht bzw. zwölf Geschossen sollen zwischen

die Häuser des Quartiers gebaut werden. Dabei entsteht allerdings

eine geringere Zahl an Wohnung als ursprünglich anvisiert.

Auch die Anwohnerschaft hat trotz zweier Informationsabende sehr

viele ungeklärte Fragen. In einem Kiez-Gespräch und einem folgenden

Workshop haben wir diese sortiert und sind aktuell den Antworten

auf der Spur. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass

durch eine Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe eine Position entwickelt

wird, mit der alle Beteiligten leben können.

8 Anett Seltz | MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ


Wohnen für alle

auf der Schöneberger Linse

Für drei große Baufelder zwischen dem

S-Bahnhof Schöneberg und dem Bahnhof

Südkreuz, der so genannten Schöneberger

Linse, laufen die planerischen

Vorbereitungen für eine Wohnbebauung.

Das meint zum einen den ehemaligen

Bewag-Standort zwischen Gotenstraße

und dem BSR-Recyclinghof und zum

anderen einen breiten Geländestreifen

zwischen Tempelhofer Weg und Sachsendamm.

Das spannendste Projekt dürfte das

große Baufeld 2/3 sein, das gegenüber

dem Bahnhof Südkreuz liegt: bekannt

als Standort des Hüpfburgenparadieses

oder des Weihnachtsbaumverkaufs.

Neben Wohn- und Geschäftshäusern

an der Hedwig-Dohm-Straße

soll ein Drittel des Geländes von der

städtischen Degewo mit Wohnungen

bebaut werden.

Baurecht mit sozialem

Schwerpunkt

Ein weiteres Drittel der Grundstücksfläche

ist im Rahmen von Konzeptverfahren

ausgeschrieben worden. Genossenschaften,

Baugruppen und soziale

Träger konnten sich bewerben, um mit

Die „Schöneberger Linse“ war im Juli 2016 einer

der Stopps während der Fahrrad-Kieztour durch

den Wahlkreis

einem Konzept für billigen Wohnraum

oder bedarfsgerechten Wohnungs-,

Betreuungs- und Beratungsangeboten

für benachteiligte Bevölkerungsgruppen,

Grundstücke verbilligt zu erwerben.

Zusammen werden auf dem Gebiet

der „Linse“ mehr als 1.000 neue Wohnungen

entstehen, darunter rund 100,

die für Studentinnen und Studenten

errichtet werden.

Hauptstraße:

Belebung

und

Bebauung

Das vertraute Postamt

62 wird den

Kiezbewohnerinnen

und -bewohnern erhalten

bleiben. Der

denkmalgeschützte

Komplex wird saniert.

Kultur, Gewerund

Gastronomie

ziehen ein.

Die Baulücke an der

Hauptstraße zwischen

Akazien- und

Albertstraße wird

mit dem Bau von

Mietwohnungen geschlossen.

Architektonisch

sollen dabei

die beiden Altbauten

rechts und links davon

aufgegriffen werden.

An der Belziger

Straße entstehen Eigentumswohnungen.

Die Garagenanlage

der Post wird ertüchtigt

und bietet dann

rund 100 Parkplätze.

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Grün- und Radverbindungen

In den vergangenen Jahren sind entlang der S-Bahngräben von S1

und S2 hervorragende neue Verbindungen geschaffen worden, die

vor allem dem Radverkehr zwischen Potsdamer Platz und Insulaner

nützen. Es bleiben aber einige Ärgernisse und Lücken.

Die Radverkehrsführung rund um den Bahnhof Südkreuz wird gerade

neu geplant, die Querung der Yorckstraße ist Teil des Bebauungsplans

für die nördliche Bautzener Straße.

Es bleibt vor allem die unpraktische Lösung im Bereich der Monumentenbrücke.

Der zweimalige Seitenwechsel auf der Brücke, um zur

Kolonnenstraße zu gelangen, ist zwar vorschriftsmäßig aber nicht

erfolgversprechend. Ein Zweirichtungsverkehr für Radfahrer (Modell

Bülowstraße) wäre sinnvoller gewesen.

MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ | Anett Seltz 9


Treffpunkt Kohlenhandlung: Neuer

Geschichtsort am Rande der Roten Insel

1943, Torgauer Straße − namhafte

Widerstandskämpfer treffen sich

in der kleinen Holzbaracke der

Kohlenhandlung „Bruno Meyer

Nachfahren“. Julius Leber ist Teilhaber

der Firma. Diskutiert werden

Möglichkeiten, um das

NS-Regime zu stürzen. Leber

nimmt Verbindung zum Kreisauer

Kreis auf, zu dem unter anderem

Helmuth James von Moltke, Peter

York von Wartburg und die Sozialdemokraten

Carlo Mierendorff

und Adolf Reichwein gehören.

Kontakt zu Claus Graf Schenk von

Stauffenberg hatte er bereits

1940 geknüpft.

Zwei Wochen vor dem gescheiterten

Attentat vom 20. Juli 1944 auf

Adolf Hitler wird Julius Leber in

der Torgauer Straße verhaftet. Vermutlich

wurden er und Reichwein

von einem Spitzel der Gestapo

verraten, als sie im Juni 1944 ein

Gespräch mit anderen Widerständlern

führten. Am 20. Oktober

findet ein Schauprozess vor

dem Volksgerichtshof im Kammergericht

am Kleistpark gegen

Leber, Reichwein, Hermann Maaß

und Gustav Dahrendorf statt.

Reichwein und Maaß werden

noch am selben Tag in Plötzensee

hingerichtet, Leber Anfang 1945.

Dahrendorf wird zu sieben Jahren

Zuchthaus verurteilt und rät Julius

Lebers Frau, Annedore, nach dem

Krieg dazu, in die Politik zu gehen.

Im Oktober 1946 wird Annedore

Leber für die SPD in die erste

Stadtverordnetenversammlung

Berlins gewählt und hält 1948

eine ihrer wichtigsten Reden:

einen Appell an die Vereinten Nationen

zur Unterstützung der

Stadt während der Blockade. Parallel

zu ihrer politischen Arbeit

führt sie die Kohlenhandlung in

der Torgauer Straße weiter und

gründet darin den Mosaik Verlag,

in dem Schriften zum Widerstand

gegen den Nationalsozialismus

verlegt werden. 1968 stirbt Annedore

Leber.

Lebendiger Ort

der Erinnerung

Der „Arbeitskreis Lern- und Gedenkort

Annedore und Julius

Leber“ hat es sich seit 2012 zur

Aufgabe gemacht, den letzten verbliebenen

Gebäudeteil und das

ehemalige Grundstück der Kohlenhandlung

zu erhalten und in

den neuen Park an der Torgauer

Straße zu integrieren. Diese Ausdauer

wurde jetzt belohnt: Ende

Juli wurde der notwendige Nutzungsvertrag

zwischen dem Bezirk

Tempelhof-Schöneberg und

dem Stadtteilverein Schöneberg

e.V. geschlossen, der gemeinsam

mit dem Arbeitskreis und der Berliner

Geschichtswerkstatt dieses

wertvolle Projekt organisieren

wird.

So soll das – momentan noch von

Unkraut umgebene und graffitibesprühte

– kleine Häuschen kein

reines Museum werden, sondern

ein interaktiver Gedenkort, den

Schulklassen und andere Gruppen

zu Unterrichtszwecken und für

kulturelle Veranstaltungen und

Seminare nutzen können. Geplant

ist ein Ort, an dem Formen des

Widerstandes nachempfunden

werden können und der zeigt, wie

sich Menschen aktiv für Demokratie

und Meinungsfreiheit eingesetzt

haben.

Martina Sommerfeld

..................................................................

Infos: www.gedenkort-leber.de

Fotografische Verbindung von

Vergangenheit und Gegenwart

Der Fotograf Bertolt Prächt ist einer der Unterstützer der Initiative

zum Erhalt der ehemaligen Kohlenhandlung von Annedore und Julius

Leber in der Torgauer Straße auf der Schöneberger Roten Insel. Er

würdigt den Einsatz für Demokratie und den Widerstand gegen den

Nationalsozialismus des Ehepaars Leber auf besondere Weise.

Dazu greift Prächt ein Bild des

Paares auf: Beide sitzen aneinander

zugewandt auf einer Bank.

Nach dieser Vorlage lässt er seinerseits

Anwohner und Unterstützer

des Projektes auf einer Bank vor

der Kohlenhandlung Platz nehmen.

So schlägt er einen Bogen

von der Vergangenheit zur Gegenwart

und unterstreicht die historische

Bedeutung des Ortes.

Infos: www.bertolt-prächt.de

Auch Bezirksbürgermeisterin Angelika

Schöttler und Anett Seltz haben sich am

Fotoprojekt von Bertolt Prächt beteiligt.

10 Anett Seltz | MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ


Der Wahlkreis 2

im Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Schöneberger Süden und Neu-Tempelhof

Kufsteiner Str.

Meraner Straße

Bayerischer Platz

Innsbrucker Str.

Freiherr-vom-Stein-Str.

Fritz-Elsas-Str.

Erfurter Str.

Hauptstraße

Grunewaldstraße

Salzburger Str.

Eisackstr

Martin-Luther-Str.

Rathaus Schöneberg

Innsbrucker Str.

Martin-Luther-Str.

Innsbrucker Platz

Hauptstraße

Kärntener Str

Apostel-Paulus-Str.

Wartburgstr.

Dominicusstr.

Eisenacher Straße

Ebersstraße

Belziger Straße

Hauptstraße

Grunewaldstraße

Akazienstraße

Feurigstraße

Ebersstraße

Schöneberg

Sachsendamm

Cheruskerstr.

Hauptstraße

Gotenstr. Gotenstr.

Torgauer

Tempelhofer Weg

Kleistpark

Crellestraße

Leberstr.

Gustav-Müller-Str.

Str.

Julius-Leber-Brücke

Naumannstr.

Kolonnenstr.

Monumentenstr.

Wilhelm-Kabus-Str.

Südkreuz

Yorckstraße

Großgörschenstr.

General-Pape-Str.

Gontermannstr.

Dudenstr.

Löwenhardtdamm

Bäumerplan

Boelckestraße

Rubensstraße

Vorarlberger Damm

Sachsendamm

Werner-Voß-Damm

© SPD Schöneberg

Vorarlberger Damm

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Am 18. September

Erststimme: Anett Seltz

Das Kreuz auf dem weißen Stimmzettel ist Ihre Stimme für eine Kandidatin /einen Kandidaten aus Ihrem

Wahlkreis, die/der direkt in das Abgeordnetenhaus einziehen soll. HIER BITTE ICH SIE UM IHRE ERSTSTIMME!

MITTEN IM LEBEN - MITTEN IM KIEZ | Anett Seltz 11


U

Geboren am 2. Januar 1967 in Hamburg

Verheiratet, vier Kinder:

drei Mädchen und ein Junge

Ausbildung zur Kauffrau im Textileinzelhandel,

Studium Deutscher Literatur,

Linguistik und Neuerer Geschichte

Seit 2005 Büroleiterin und wissenschaftliche

Mitarbeiterin beim Abgeordneten Willi Brase

(MdB) im Deutschen Bundestag

Nebenberufliche Tätigkeit als freie Journalistin

V.i.S.d.P.: Anett Seltz · SPD Tempelhof-Schöneberg · Hauptstr. 100 · 10827 Berlin • Umschlagfoto: Joachim Gern

Liebstes Hobby: unseren Kleingarten pflegen

www.anett-seltz.de

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