region braunschweig - Braunschweiger Zeitungsverlag

braunschweiger.zeitungsverlag.de

region braunschweig - Braunschweiger Zeitungsverlag

März 2008

Standort

Wirtschaft und Menschen in der region

region braunschweig

reaktionen aus der Wirtschaft und Politik auf ein heiß diskutiertes thema

THEMEN

Vom fleischer zum Marketing-fachmann

„zukunft des automobils mit prägen“ – interview

mit tu Präsident Prof. Jürgen hesselbach

ein Produkt des Braunschweiger zeitungsverlages · schutzgebühr 4,50 euro

DAS MAGAZIN FÜR BRAUNSCHWEIG · GIFHORN · HELMSTEDT · PEINE · SALZGITTER · WOLFENBÜTTEL · WOLFSBURG


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EDITORIAL

Andreas Günther Foto: Jörg Scheibe

kONTAkTDATEN

Titelfotos: Rausch, Volkswagen, creativ collection Verlag,

BZ-Archiv (Helge Landmann, Horst Körner)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dass die Region zwischen Harz und Heide

mit ihren Städten und Gemeinden an

Attraktivität zunimmt, das stellen wir bei

unseren Recherchen zu den Themen für

dieses Magazin immer wieder fest. Die Potenziale

sind groß, ausbaufähig und können

noch konsequenter genutzt werden.

Die Thesen von Braunschweigs Oberbürgermeister

Dr. Gert Hoffmann bezüglich

einer gemeinsamen „Region

Braunschweig“ mit einem zentralen Regionalparlament

scheinen da genau den Nerv

zu treffen.

Das Jahr „Stadt der Wissenschaft 2007“

hat wichtige Impulse gegeben und Signale

gesetzt. Das neue Haus der Wissenschaft

soll zu einem wissenschaftlichen Forum

werden. Auf dem Gelände der Forschungsanstalt

für Landwirtschaft (FAL) sollen seit

Anfang diesen Jahres drei neue Institute die

Ressortforschung im Auftrag des Bundes

weiter optimieren, und im Bereich des ForschungsflughafensBraunschweig/Wolfsburg

wird seit Jahren Spitzenforschung

betrieben.

Die wissenschaftliche Vernetzung

scheint der politischen und wirtschaftlichen

IMPRESSUM

voranzuschreiten – auch wenn hier noch einiges

im Fluss ist. Ein wichtiger Schritt ist

das Niedersächsische Forschungszentrum

für Fahrzeugtechnik (NFF), an dem sich das

Land Niedersachsen, die TU Braunschweig

und die Volkswagen AG beteiligen.

Auch touristisch hat die Region vieles

zu bieten. Vor allem haben auch die Städte

in der Region die Notwendigkeit erkannt,

offensivere Eigenwerbung zu betreiben.

In Braunschweig will der Arbeitsausschuss

Tourismus (ATB) insbesondere den Wochenend-Tourismus

ankurbeln.

Dass manche Träume frühzeitig in Erfüllung

gehen können, zeigt das Beispiel

von Ex-Devil-Geschäftsführer Karsten

Hartmann, der sich bereits im „zarten“ Alter

von 40 Jahren weitestgehend aus dem

operativen Geschäft seines IT-Unternehmens

zurückgezogen hat.

Wir bieten Ihnen mit der zweiten Ausgabe

dieses Magazins eine vom Layout und

der Papierqualität verbesserte Auflage und

freuen uns auf Ihr Feedback!

Fragen, Wünsche, Anregungen zum „Standort“? – Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung.

telefon (0531) 39 00 454 · telefax (0531) 39 00 412 · e-Mail: standort@bzv.de

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Gesamtleitung Andreas Günther Herausgeber Braunschweiger Zeitungsverlag, GmbH & Co. KG,

Hamburger Str. 277, 38114 Braunschweig, Telefon: (0531) 39 00-0 Geschäftsführung Peter Imberg,

Dr. Martin Jaschke Redaktion Jessica Schwarz (verantwortlich), Stefanie Druschke

Beiträge Ralf Krimse, Bernhard Mecke, Holger Neddermeier, regiopress, Objektleitung Daniela Hardt

Anzeigen Andreas Günther (verantwortlich) Vertrieb Braunschweiger Zeitungsverlag

Druck WAZ-Druck GmbH & Co. KG, Theodor-Heuss-Straße 77, 47167 Duisburg Auflage ca. 10.000 Exemplare

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INHALT

MARkT AkTUELL

Zahl der Kleinstbetriebe steigt – Verschiebung

der Strukturen erkennbar

Meldungen

Termine März bis Juni 2008

Rechtstipp – Rechtliche Aspekte des Internetgeschäftsverkehrs

Steuertipp – Verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten

TITELSTORY

Region Braunschweig – Handlungsfähigkeit stärken

FOkUSSIERT

Nordzucker packt die Rübe in den Tank

Container-Terminal noch effektiver

TU-Präsident: „Die Zukunft des Automobils mit prägen“

TU Clausthal erobert Spitzenposition

FAL wird von Thünen-Institut

Zur Person

Neuer Beton erfunden

„Privatier“ mit 40 Jahren

Engagement für Gehörlose

City–Galerie in Peine

Vermarktung einer Schnapsidee

Marketingstrategien für die

Kunden von morgen

Einkaufszentrum im Herzen

von Lebenstedt

Ein Klassiker wird 125

Meldungen

Tourismus-Offensive

VERMISCHTES

Erfolgsfaktoren im Mittelstand

Meldungen

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standort | März 2008

seite 20

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Aufwärtstrend im Handwerk: Der Wunsch nach

Selbstständigkeit ist nach wie vor ungebrochen.

Foto: dpa/lbn

Foto: dpa

Bei den zulassungsfreien

Berufen gibt es einen

klaren Trend zum

Ein-Mann-Betrieb

Zahl der Kleinstbetriebe

steigt – Verschiebung der

strukturen erkennbar

Der Wunsch, sich selbstständig zu machen, ist im Handwerk ungebrochen.

Insgesamt 8.927 Betriebe gehörten am 31. Dezember 2007 zur Handwerkskammer

Braunschweig. Das sind 470 mehr als im Jahr 2006.

Der größte Teil der Betriebe gehört unverändert

dem Vollhandwerk an. Die zulassungsfreien

und handwerksähnlichen Berufe

holen aber auf. Mit 4.925 Betrieben steht

das Vollhandwerk an der Spitze. Diese Zahl

stieg gegenüber 2006 um 49. Die größten

Zuwächse gab es dabei mit 21 Betrieben bei

den Friseuren. Wesentlich stärker gestiegen

ist die Zahl bei den zulassungsfreien Handwerken,

in denen kein Meisterbrief oder

eine gleichwertige Qualifikation nötig ist:

Hier wuchs der Bestand gegenüber 2006 um

268 auf 1.772 Betriebe. Zuwächse gab es bei

den handwerksähnlichen Betrieben: Hier

stieg die Zahl um 126 auf 2.203; rund die

Hälfte der neu eingetragenen Betriebe entfällt

dabei auf den Einbau von genormten

Fertigteilen.

Erhöht hat sich die Anzahl der Betriebe in

allen Kreisen und kreisfreien Städten, wobei

es die größten Zuwächse in Braunschweig

gab. Hier stieg die Betriebszahl um 194 von

2.469 auf 2.663. 131 dieser Unternehmen

stammen aus den zulassungsfreien Handwerken;

nur zehn waren vollhandwerkliche

Betriebe.

Bemerkenswert ist die Zahl der Betriebe,

die von Personen aus den EU-Beitrittsländern

geführt werden. Bei den Berufen, bei

denen keine Qualifikation zur Betriebsgründung

mehr nötig ist, machen sie rund 21

Prozent aus. Zum Vergleich: Von den knapp

5.000 vollhandwerklichen Unternehmen

werden nur neun von einem Esten, Polen

oder Tschechen geführt.

Die steigenden Betriebszahlen sehen auf

den ersten Blick erfreulich aus, doch zeigen

sie deutlich eine Verschiebung in der Struktur

der Handwerksbetriebe. 44,5 Prozent der

Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer

Braunschweig sind mittlerweile Betriebe

ohne Meisterpflicht. „Die neu entstandenen

Unternehmen sind überwiegend sehr klein.

Insbesondere in den seit 2004 zulassungsfreien

Berufen gibt es einen klaren Trend

zum Ein-Mann-Betrieb ohne Mitarbeiter

und ohne Lehrlinge“, sagte Kammerhauptgeschäftsführer

Otto Schlieckmann. „Das

ist eine Entwicklung, auf die wir natürlich

auch mit unserem Beratungs- und Dienstleistungsangebot

reagieren müssen.“


MELDUNGEN

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standort | März 2008 | MARkT AkTUELL

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Rainer Bethmann-Voß (rechts) ist der Nachfolger

von Peter J. Damrath. Foto: BZ-Archiv/Dr. Petra Sandhagen

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(H)=Vertragshändler, (A)=Vertragswerkstatt mit Neuwagenagentur, (V)=Verkaufsstelle

Führungswechsel bei der wVs

Rainer Bethmann-Voß hat den Posten

als Geschäftsführer der Wirtschafts-

Vereinigung Salzgitter (WVS) von Peter J.

Damrath übernommen. Damit ist die von

seinem Vorgänger angestrebte Verjüngung

von Vorstand und Beirat abgeschlossen.

Der 42-jährige gebürtige Hamburger

Bethmann-Voß ist überzeugt, in Salzgitter

einiges bewegen zu können. Er wolle die

Stadt für Unternehmen auch überregional

interessant machen und den WVS stärken:

Von einst 500 Mitgliedern sind heute

nur noch 82 übrig. Außerdem will er ein

Netzwerk mit Firmen in Braunschweig,

Wolfenbüttel und Wolfsburg aufbauen.

� 6.000,-

100 Jahre

gebäudereinigung holl

Die Gebäudereinigung Holl feiert

im April ihr 100-jähriges Bestehen. Geschäftsführer

Thomas Holl setzt die Familientradition

auf Meisterniveau fort.

Ausgezeichnet als zertifiziertes Mitglied

des Qualitätsverbundes der Gebäudedienste

garantiert Holl geprüfte Qualität.

Er reinigt Neubauten, bietet Top-

Cleaning-Service für sanitäre Anlagen,

trifft Maßnahmen zur Taubenabwehr,

reinigt und pflegt Lichtwerbeanlagen,

shampooniert Teppiche und Teppichböden,

beseitigt Brand- und Ölschäden

sowie Wandschmierereien und Geruchsbelästigungen

und säubert Gärten und

Freiflächen.

Texte: Bernhard Mecke

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• sehr wartungsarm

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• auch als HDi 120 und HDi 160 erhältlich

CITROËN

NICHTS BEWEGT SIE WIE EIN CITROËN

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TERMINE 25. MäRZ BIS JUNI 2008

Foto: UpperCut Images

Foto: Noel Hendrickson

Foto: Stewart Cohen

Foto: maxpress

25.3.2008, 18 Uhr

Kämmer Informationszentrum,

Platz am Ritterbrunnen 1

Info-Veranstaltung zur

berufsbegleitenden Weiterbildung zum/

zur Geprüften/r Personalkaufmann/-

frau mit und ohne Ausbilderschein IHK

27.3.2008, 18 Uhr

Kämmer Informationszentrum,

Platz am Ritterbrunnen 1

Info-Veranstaltung zur berufsbe-

gleitenden Weiterbildung zum/zur

Fachwirt/in im Büromanagement IHK

1.4.2008, 18 Uhr

inlingua Braunschweig,

Waisenhausdamm 12

Kurs: „Professional Introduction to

Business English“, dienstags und

donnerstags

1.4.2008, 19.40 Uhr

inlingua Braunschweig,

Waisenhausdamm 12

Kurs: „Business Correspondence“,

jeweils dienstags

3.4.2008, 9 – 16.30 Uhr

IHK Braunschweig, 180 €

Finanz- und Rechnungswesen

Die Einnahmen-/Überschussrechnung

als vereinfachte Form der Buchführung

und Gewinnermittlung

7.4.2008, 18 Uhr

Kreisarchiv Peine, 18 Uhr

Vortrag: Nur Ackerbau und Viehzucht?

Niedersachsens langer Weg in die

Industrialisierung

7.4.2008, 19.40 Uhr

inlingua Braunschweig,

Waisenhausdamm 12

Kurs: „Fremdsprachenkorrespondent

Englisch berufsbegleitend“, montags

und mittwochs

7.–11.4.2008, jeweils 9–16 Uhr

IHK Braunschweig, 460 €

Lehrgänge Wirtschaft

8.4.2008, 13–17 Uhr

Region Braunschweig e.V.

Beratungstag Existenzgründung/

Existenzsicherung

Veranstaltungsort: GründerVilla,

Rebenring 33

9./10.4.2008, 9–16 Uhr

IHK Braunschweig, 290 €

Einkauf und Absatzwirtschaft

Systematische Neukundengewinnung

12.4.2008, 10–13 Uhr

Oskar-Kämmer-Schule,

Heinrich-Büssing-Ring 41 a,

Braunschweig

Tag der offenen Tür

14.4.2008, 18 Uhr

inlingua Braunschweig,

Waisenhausdamm 12

Kurs „Commercial English“,

jeweils montags

16.4.2008, 18 Uhr

Unternehmertreff in Salzgitter

Technologie- und Gründerzentrum,

Windmühlenbergstraße,

in Salzgitter-Bad

16.4.2008, 18 Uhr

inlingua Braunschweig,

Waisenhausdamm 12

Kurs „Finance“, jeweils mittwochs

17.4.2008, 9–16 Uhr

IHK Braunschweig, 180 €

Büroorganisation/Sekretariat

21.4.2008, 19.40 Uhr

inlingua Braunschweig,

Waisenhausdamm 12

Kurs „Human Resources“

jeweils montags


TERMINE 25. MäRZ BIS JUNI 2008

24.4.2008

Girls’ Day 2008

Am 24. April 2008 findet der achte

bundesweite „Girls’ Day – Mädchen

Zukunftstag“ statt. Auch das Berufsbildungszentrum

in Braunschweig und

das Steinmetzzentrum in Königslutter

werden sich wieder an dem Mädchen-

Zukunftstag beteiligen. Anmeldungen

nehmen die Bildungszentren ab sofort

entgegen.

24.4.2008, 18 Uhr

Braunschweig Zukunft GmbH

Informations- und Begegnungsabend:

„Was jeder Gründer vom

Arbeitsschutz wissen muss“,

Referent: Dr. Eckart Baum,

Sicherheitstechnische und

Arbeitsmedizinische Dienste

Veranstaltungsort: Rollei Zentr

um für Existenzgründer RZE,

Salzdahlumer Str. 196

6./7.5.2008, 9–17 Uhr

IHK Braunschweig, 290 €

Persönlichkeitsbildung/

Führungsverhalten

14./15.5.2008, 9–16 Uhr

IHK Braunschweig, 300 €

Persönlichkeitsbildung/

Führungsverhalten

17.5.2008, 10–13 Uhr

Oskar-Kämmer-Schule,

Heinrich-Büssing-Ring 41 a,

Braunschweig

Informationstag

22.5.2008, 14–18 Uhr

Braunschweig Zukunft GmbH/

Nord/LB

Mobile Gründungsberatung

28./29.5.2008, 9–16 Uhr

IHK Braunschweig, 290 €

Grundstücks- und Wohnungswirtschaft

29.5.2008, 18 Uhr

Kämmer Informationszentrum,

Platz am Ritterbrunnen 1

Info-Veranstaltung zur berufsbegleitenden

Weiterbildung zum/zur

Fachberater/in für

Finanzdienstleistungen IHK

3.6.2008, 18 Uhr

Kämmer Informationszentrum,

Platz am Ritterbrunnen 1

Info-Veranstaltung zur berufsbegleitenden

Weiterbildung zum/zur

Industriefachwirt/in IHK

15.6.2008, 10–13 Uhr

Oskar-Kämmer-Schule,

Heinrich-Büssing-Ring 41 a,

Braunschweig, Informationstag

standort | März 2008 | MARkT AkTUELL

Foto: VHS Hannover

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08

DER AkTUELLE RECHTSTIPP

rechtliche aspekte des

internetgeschäftsverkehrs

Lars Twelmeier Rechtsanwalt

MELDUNGEN

gemeinsames gewerbegebiet?

Salzgitter braucht Platz für neue

Gewerbeansiedlungen. Daher sicherte

sich die Stadt nun das Vorkaufsrecht

für Grundstücke in dem Winkel zwischen

Stichkanal und Landstraße 615 in

Üfingen. Dort und in Geitelde soll ein

interkommunales Gewerbegebiet für

Salzgitter und Braunschweig entstehen.

Zunächst sollen jedoch die bestehenden

Gewerbegebiete vermarktet werden.

neues heizkraftwerk?

BS-Energy will an der Hamburger

Straße ein neues Heizkraftwerk zur

Strom- und Wärmeerzeugung bauen.

Ein entsprechender Antrag wurde beim

Land gestellt. Bis 2010 sollen 70 Millionen

Euro investiert werden. Die Genehmigung

steht noch aus, gleichwohl

werden bereits erste Angebote eingeholt.

Bernhard Mecke

Foto: BS-Energy

Immer mehr Unternehmen sind über

das Internet geschäftlich tätig, entweder

durch eine Internetpräsentation als digitale

Visitenkarte, oder es werden direkt online

Waren über einen Internetshop angeboten.

Hierbei müssen unbedingt die vielfältigen

rechtlichen Bestimmungen beachtet werden.

Nach dem Telemediengesetz müssen

bereits für eine einfache Firmenpräsenz

folgende Pflichtangaben enthalten sein:

Name und Anschrift des Anbieters, Aufsichtsbehörden

und behördliche Zulassung,

Handelsregisternummer, Umsatzsteuer-ID,

Wirtschafts-ID, berufsspezifische Angaben,

Angaben zum inhaltlich Verantwortlichen

und bei Kapitalgesellschaften ggf. Angaben

zu Abwicklung bzw. Liquidation. Verstöße

hiergegen stellen nach dem Bundesgerichtshof

bereits Wettbewerbsverstöße

dar. Zudem handelt es sich um Ordnungswidrigkeiten,

die Geldbußen von bis zu

50.000 € nach sich ziehen können.

Hierneben müssen die datenschutzrechtlichen

Bestimmungen beachtet werden.

Sofern ein Shop bereitgehalten wird, muss

insbesondere eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung

(an den richtigen Positionen)

vorhanden sein. Ferner sind abmahnsichere

AGB unerlässlich, die vor allem die Besonderheiten

des Fernabsatzes berücksichtigen

müssen. Auch weitere Bestimmungen wie

die BGB-Informationspflichtenverordnung,

die Preisangabenverordnung sowie

generell die Vorschriften des Wettbewerbsrechts

müssen beachtet werden. Wettbewerbsverstöße

ziehen grundsätzlich kostenintensive

Abmahnverfahren und ggf.

anschließende Klageverfahren auf Unterlassung

(diesbezüglich ist bei Eilbedürftigkeit

sogar eine einstweilige Verfügung möglich),

Auskunft und Schadensersatz nach

sich.

Schließlich ist dringend vor der

„copy&paste-Vorgehensweise“ zu warnen,

d.h. oft wird beim Aufbau einer neuen Internetpräsenz

aus Gründen der Kostenersparnis

auf anderen Webseiten geistiges Eigentum

kopiert, seien es Fotos, Graphiken,

Texte oder Ähnliches. Der Rechteinhaber

kann gegen solche Verstöße vorgehen. Der

Anbieter haftet hierfür grundsätzlich selber,

auch wenn die Homepage durch eine Web-

Agentur betreut wird. Neben Urheberrechtsverletzungen

kommt es oft zu Kennzeichen-

oder Markenrechtsverletzungen.

Daher ist bereits Vorsicht bei der Auswahl

eines Domainnamens bzw. des Namens,

unter dem im Internet geschäftliche Aktivitäten

entfaltet werden, geboten – zu entsprechenden

Recherchen wird ausdrücklich

geraten. Auch bei der Internetwerbung,

etwa über Metatags oder Google-Adwords,

sollte gewährleistet werden, dass nicht mit

geschützten Bezeichnungen Dritter geworben

wird.

Lars Twelmeier, LLM

– Spezialist für Internetrecht –

jurawerk Rechtsanwälte Twelmeier & Eisele

Partnerschaftsgesellschaft

Kanzlei im ARTmax,

Frankfurter Straße 2, 38122 Braunschweig,

Tel. (0531) 225 14 48, www.jurawerk.de


DER AkTUELLE STEUERTIPP

Verbesserte abschreibungsmöglichkeiten

für unternehmen

Mit dem Unternehmenssteuerreformgesetz

2008 wurde die bisherige Ansparabschreibung

des § 7g EStG durch einen In-

vestitionsabzug ersetzt. Die Neuregelung

hat bereits für den Jahresabschluss 2007

aktuelle Bedeutung, weil der Investitionsabzug

für alle nach dem 17.08.2007 endenden

Wirtschaftsjahre Anwendung findet.

Begünstigt sind nunmehr nicht nur neue

abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des

Anlagevermögens, sondern auch gebrauchte

Wirtschaftsgüter. Der Investitionsabzug

kann bis zu 40 Prozent der voraussichtlichenAnschaffungskosten/Herstellungskosten

außerbilanziell gewinnmindernd

bis zu einem Höchstbetrag von 200.000 €

(bisher 154.000 €) geltend gemacht werden.

Dies entspricht einem Investitionsvolumen

von 500.000 €.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme

des Investitionsabzugsbetrages ist ein

Betriebsvermögen von nicht mehr als

235.000 € (bisher 204.517 €), bei Betrieben

der Land- und Forstwirtschaft von einem

Wirtschaftswert von nicht mehr als 125.000

€, und für alle Betriebe, die ihren Gewinn

nach § 4 Abs. 3 EStG als Überschuss der

Einnahmen über die Ausgaben ermitteln,

von einem Gewinn von nicht mehr als

100.000 €.

Darüber hinaus muss die Nutzung des

begünstigten Wirtschaftsgutes voraussichtlich

bis mindestens zum Ende des dem

Wirtschaftsjahr der Investition folgenden

Wirtschaftsjahres im inländischen Betrieb

zu wenigstens 90 Prozent betrieblich genutzt

werden.

Der Investitionszeitraum wurde von bisher

zwei auf nunmehr drei Jahre erhöht. Die

bisherigen Sonderregelungen für Existenzgründer

wurden aufgegeben.

Im Wirtschaftsjahr der Vornahme der begünstigten

Investition ist der Investitionsab-

zugsbetrag außerbilanziell hinzuzurechnen

und kann darüber hinaus zur Kompensation

bilanziell von den Anschaffungskosten/

Herstellungskosten des investierten Wirtschaftsguts

abgesetzt werden.

Neben dem Investitionsabzug kann auch

eine Sonderabschreibung in Höhe von 20

Prozent der Anschaffungskosten/Herstellungskosten

im Zeitpunkt der Investition

auf nunmehr gebrauchte Wirtschaftsgüter

vorgenommen werden. Bisher war die Inanspruchnahme

der Sonderabschreibung

gem. § 7g EStG davon abhängig, dass zuvor

eine Ansparabschreibung vorgenommen

worden war. Diese Koppelung zwischen Investitionsabzug

und Sonderabschreibung ist

nunmehr mit dem Unternehmenssteuerreformgesetz

2008 entfallen. Die neuen Vorschriften

über die Sonderabschreibungen

gelten für alle Wirtschaftsgüter, die ab dem

01.01.2008 angeschafft oder hergestellt werden.

Die Kombination aus dem 40-prozentigen

Abzug des Investitionsabzugsbetrages

gem. § 7g Abs. 2 EStG n.F. und der Sonderabschreibung

nach § 7g Abs. 5 EStG

n.F. ermöglichen einen ergebnismindernden

Gesamtabschreibungsbetrag, der in vielen

Fällen die Summe aus der bisherigen degressiven

Abschreibung und Sonderabschreibung

nach § 7g EStG a.F. übersteigen.

Dipl.-Kfm. Jens Düe

Wirtschaftsberater, Steuerberater,

ECON Treuhand GmbH Braunschweig

Frankfurter Straße 4, 38122 Braunschweig

Tel.: (0531) 801 96 00, www.econ-gruppe.de

standort | März 2008 | MARkT AkTUELL

Jens Düe Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

MELDUNGEN

umsatzsteigerung

Die Mast-Jägermeister AG konnte

im vergangenen Jahr ihren Umsatz um

sechs Prozent steigern und kann so vermutlich

ihren neunten Platz im weltweiten

Ranking der Spirituosenhersteller

behaupten. Nachdem der Kräuterlikör

bereits auf 80 Märkten der Welt vertreten

ist, wird derzeit eine Strategie für

den asiatischen Markt erarbeitet.

Velpker Messe am 19./20. april

Die Wirtschafts- und Verbraucherausstellung

„Velpker Messe“ findet am 19.

und 20. April auf dem Schützenplatz

statt. Mehr als 70 lokale Betriebe stellen

sich und ihre Produkte oder Dienstleistungen

vor. Samstag von 11 bis 18

Uhr sowie Sonntag von 10 bis 18 Uhr

erwartet die Besucher darüber hinaus

ein buntes Unterhaltungsprogramm. So

tritt Popstar Fabrizio auf, dazu gibt es

eine Tombola, Planwagenfahrten, Jazz-

Dance, Modenschauen und vieles mehr.

Bernhard Mecke, Foto: BZ-Archiv/Oliver Bauer

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BraunschWeig – einflussreiche und Mächtige

handelsMetroPole iM Mittelalter, heute Mit

salzgitter und WolfsBurg eines Von neun

oBerzentren in niedersachsen. und in zuKunft?

region braunschweig

handlungsfähigkeit stärken

Viel Beachtung haben jüngst die Thesen von Braunschweigs Oberbürgermeister

Dr. Gert Hoffmann (CDU), eine „Region Braunschweig“ einzurichten,

gefunden. In seinen Vorschlägen plädiert Hoffman dafür, die fünf Landkreise

sowie die drei kreisfreien Städte in der Region zusammenzuschließen.

Die Meinungen über solch eine Art von „Gebietsreform“ gehen auseinander.

Skepsis und Ablehnung auf der einen Seite stehen lobende Worte und

Zustimmung auf der anderen Seite gegenüber.

„Der Großraum Braunschweig ist aufgrund

seiner historischen Gegebenheiten völlig

zersplittert und nicht handlungsfähig“, ist

Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert

Hoffmann überzeugt. Mit seinen Vorschlägen

will er eine Diskussion in Gang bringen und

die Region im nationalen und internationalen

Wettbewerb stärken. Die Skeptiker kom-

Foto: Jörg Dannheim

men vor allem aus Hannover. Allen voran

Niedersachsens Ministerpräsident Christian

Wulff, der sagte: „Es wird keine von oben

verordnete Gebiets- und Verwaltungsreform

geben. Wir haben kleine Landkreise, die sehr

erfolgreich sind. Wenn von unten neue Formen

der Zusammenarbeit entstehen, begleiten

wir das aber mit großem Interesse.“


Auf der anderen Seite gibt es breite

Zustimmung auch aus der Wirtschaft. Sie

kommt aus Wolfsburg, den Landkreisen

Wolfenbüttel und Goslar sowie vor allem

von Verbänden und Institutionen. Der

Steuerzahlerbund lobte die „Courage“ des

Braunschweiger Oberbürgermeisters. Eine

Kreisreform sei in Niedersachsen überfällig,

erklärte der Verbandsgeschäftsführer Bernhard

Zentgraf. Der Bund der Steuerzahler

hatte 2006 bereits einen Vorschlag für neue

Kommunalstrukturen vorgelegt.

HOFFMANN-THESEN

> Landkreise werden aufgelöst (es gibt

keinen Kreissitz, keinen Landrat und

keine Kreistage mehr).

> Die Städte und Gemeinden bleiben

erhalten.

> Die Räte in den Großstädten soll es

auch weiterhin geben. Es werden aber

von den städtischen Verwaltungen

Aufgaben an die Regionsverwaltung

(zum Beispiel Nahverkehr,

Berufsschulen, Sozialhilfe) abgegeben.

> Es entsteht ein Regionalparlament wie

ein großer Kreistag. Es gibt einen

Regionspräsidenten.

> Anders als in der Region Hannover gibt

es keine dominierende Stadt. In der

Region Hannover hat die Stadt mehr als

50 Prozent Abstimmungsrecht in der

Regionsversammlung. In der Region

Braunschweig käme die Stadt Braunschweig

auf knapp 25 Prozent.

> Es gibt eine geschlossene politische und

wirtschaftliche Region (zum Beispiel

eine Industrie- und Handelskammer,

eine Sparkasse, einen Gerichtsbezirk).

standort | März 2008 | TITELSTORY

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reaktionen auf hoffmanns Vorstoß

aus wirtschaft und Politik:

René Budries, Unternehmer aus Salzgitter:

„Mit der sinnvollen Bündelung von

Strukturen in unserer Region verbinde ich

spontan weniger Bürokratie und die einmalige

Chance zur Reduzierung von Doppel-

und Dreifacharbeit. Mir ist es recht,

wenn aus vielen Einzelteilen zukünftig ein

schlagkräftiges Ganzes entsteht. Das nenne

ich Sparen auf hohem Niveau. Als Inhaber

eines Handwerksbetriebes ist es für mich

1 Prof. Klaus Lompe, emeritierter

Politikwissenschaftler der TU Braunschweig.

Foto: Holger Neddermeier

2 Elmar Löhner, Seeliger Verlag Wolfenbüttel

Foto: Bernhard Mecke

3 Okan Bakanay, Vorstandssprecher der

Braunschweiger Wirtschaftsjunioren

Foto: Susanne Hübner

4 René Budries, Unternehmer aus Salzgitter

Foto: Dennis Bartz

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Wichtig bei Tagungen sind die Inhalte, nicht die Organisation. Mit unserer

Tagungspauschale können sie sich ganz auf Ihren Erfolg konzentrieren. Den

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11

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12

TITELSTORY | März 2008 | standort

1

wichtig, dass sich die Qualität der Zusammenarbeit

mit Behörden und Verwaltung

langfristig nicht verschlechtert. Ziel muss es

sein, geordnete und strukturierte Abläufe zu

gewährleisten. Sollte Herr Hoffmann in dieser

Hinsicht Tipps aus der Sicht eines Praktikers

wünschen, bin ich jederzeit zu einem

Gespräch bereit.“

Okan Bakanay, Vorstandssprecher der

Braunschweiger Wirtschaftsjunioren:

„Grundsätzlich kann ich die Thesen von

Dr. Hoffmann nur unterstützen. Eine Bündelung

der Kräfte ist wichtig für die Region

und wirkt sicher belebend auf die Wirtschaft.

Allerdings darf man nicht den Kontakt zur

Basis verlieren.“

„Der Flickenteppich muss beseitigt werden“,

sagt Unternehmer Tobias Hoffmann (Maschinen-

und Apparatebau GmbH) aus Lengede.

„Ich bin noch etwas skeptisch“, sagt Elmar

Löhner vom Seeliger Verlag in Wolfenbüttel

zu den Regions-Plänen. „Kosten und Nutzen

müssen hier genau abgewägt werden.“

Zwar sieht auch Löhner einen Abbau von

1 Wolfsburger Wahrzeichen: Die Autostadt. Seit ihrer

Eröffnung im Jahr 2000 hat sie sich zu einem der

stärksten Magneten für den Tourismus entwickelt.

Foto: Autostadt

2 Die Burg Dankwarderode: Nach einem Großbrand

wurde das Bauwerk im neuromanischen Stil

errichtet. Foto:BZ-Archiv/Flentje

3 Der „Goslar Warrior“: Hinter der Kaiserpfalz steht

die Skulptur des Künstlers Henry Moore. Foto: oh

Bürokratien, eine Bündelung von Zuständigkeiten

und einen gemeinsamen Auftritt

der Region grundsätzlich positiv, doch: „Was

unser Unternehmen konkret davon haben

soll, erschließt sich mir noch nicht. Und das

Beispiel der Region Hannover zeigt doch,

dass eine Zusammenlegung der Verwaltung

nicht automatisch Kosteneinsparungen

mit sich bringt.“ Gleichwohl stehe er dem

Ansinnen von Braunschweigs Oberbürgermeister

aufgeschlossen gegenüber.

Wolfgang Niemsch, Vorstandsvorsitzender des

regionalen Arbeitgeberverbandes, erklärt:

„Die Pläne machen Sinn. Braunschweig

könnte sich alleine behaupten, ob das alle

Kreise in der Region schaffen könnten, ist

fraglich. Kleinkariertes ist überholt.“

Peter-Jürgen Schneider, Personalvorstand

Salzgitter AG:

„Eine geringere Zahl der Kreise würde

Kommunen und Region stärken. Ein Großkreis

scheint mir aber nicht durchsetzbar.“

Ulrich Lehmann-Grube, Vorstandsvorsitzender

BS-Energy:

„Ich finde die Idee sehr gut. Mehr Effizienz

– das stärkt die Region und ist für die

Unternehmen gut.“

Sehr zielführend nennt Wolf-Michael

Schmid, Präsident der Industrie- und Handelskammer,

die Ausführungen Hoffmanns: „Ich

glaube, die Landkreise profitieren.“

„So lange einige noch glauben, sie kämen

allein besser voran, so lange werden wir die

Frage leider nur theoretisch diskutieren.

Ich bin dankbar, dass das Thema endlich

in dieser sorgfältig vorbereiteten Form aufgegriffen

wird“, erklärt Martin Kleemeyer,

2 3

Geschäftsführer des Großraumverbandes

Braunschweig.

Prof. Dr. Klaus Lompe, emeritierter

Politikwissenschaftler der TU Braunschweig:

„Diese Diskussion ist für mich nichts

Neues. Ich habe mich in meinen Forschungsarbeiten

schon seit Jahren mit dem Thema

Regionalisierung auseinandergesetzt. Es

geht nicht um eine Superkommune Braunschweig,

sondern um die Frage der adäquaten

Organisation der Steuerungsprozesse in

der Region Südostniedersachsen. Gerade im

Zeitalter der Globalisierung vollzieht sich

ein Wettbewerb zwischen ganzen Regionen,

also dem Raum zwischen Land und Kommunen,

national und international und nicht

zwischen Kommunen und Kreisen. Viele

Aufgaben und Herausforderungen überschreiten

mittlerweile die Handlungsfähigkeit

einzelner Kommunen. Vieles spricht dafür,

dass unser Region eine neue Verfasstheit,

eine Regionsverfassung, benötigt. Vor allem,

um handlungs- und wettbewerbsfähiger zu

werden. Die Region Hannover und vor allem

auch Stuttgart sind da vorbildhaft. “

Holger Neddermeier,

O-Ton Budries: Dennis Bartz,

O-Ton Löhner: Bernhard Mecke

INFO

> Die Region Braunschweig: Mit 5.079

Quadratkilometern ist sie doppelt so

groß wie das Saarland. Von Nord nach

Süd sind 130 Kilometer zurückzulegen.

1,2 Millionen Menschen wohnen in

den drei kreisfreien Städten und fünf

Kreisen, fast so viel wie in München.

Höchster Punkt ist der Wurmberg im

Harz mit 971 Metern über null. Größte

Arbeitgeber sind Volkswagen und

die Salzgitter AG. Rund 29 Milliarden

Euro werden in der Region jährlich

erwirtschaftet (Bruttowertschöpfung

2003).


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Keine Frage: Dass die Freunde

amerikanischer Fahrzeuge bei der

Braunschweiger Chrysler & Jeep Niederlassung

in der Fabrikstraße 3 genau

richtig sind, versteht sich ja praktisch

von selbst. Doch das Unternehmen bietet

weit mehr als die neuesten Modelle

von Chrysler, Jeep, Dodge oder Smart,

wie Centerleiter Michael Albrecht betont:

„Wir helfen nicht nur bei Fahrzeugen

unserer Marken – wir sind für

alle da. Viele Autofahrer wissen leider

noch gar nicht, was wir alles für sie tun

können.“

Das soll sich jetzt aber ändern, denn

was das Unternehmen leisten kann,

zeigt sich schon beim breiten Angebot

an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen:

Gerade bei Letzteren sind auch Fremdfabrikate

zu finden, denn die Niederlassung

will sich eben gerade nicht nur auf

ihre Stamm-Marken festlegen lassen,

sondern kompetenter Ansprechpartner

bei allen Problemen rund ums Automobil

– und zwar unabhängig vom Hersteller

– sein, natürlich auch in Sachen

Finanzierung. „Auch sonst bieten wir

teilweise unglaublich günstige Konditionen“,

erläutert Michael Albrecht. „Wir

liegen mit unseren Preisen bei Jahreswagen

der Marken Chrysler, Dodge, Jeep,

Smart, Audi und VW zum Teil bis zu 29

Prozent unter dem Listenpreis.“

Auch in der mit modernster Technologie

ausgestatteten Werkstatt geht es

längst nicht nur um die „eigenen“ Fahrzeuge.

Die hochqualifizierten Mitarbeiter

kümmern sich bestens um Fahrzeuge

sämtlicher Hersteller. Einen echten

Trend hat man hier längst erkannt: Wer

seinen Wagen zum Beispiel angesichts

ständig steigender Spritpreise auf den

standort | dezember 2007 | ENGAGIERT

„wir sind für alle da“

Chrysler & Jeep Niederlassung

bietet Service für alle Fabrikate

Betrieb mit kostengünstigem Autogas

umstellen möchte, kann sich dabei ganz

auf die Spezialisten von Chrysler & Jeep

verlassen.

Die Kundenzufriedenheit ist dabei

natürlich immer oberstes Gebot, sowohl

was die ausgeführten Arbeiten

selbst als auch den Preis angeht. Auf

Wunsch bietet die Niederlassung ihren

Kunden auch einen praktischen Hol-

und Bringservice – selbstverständlich

kostenlos. Service wird hier halt noch

großgeschrieben! Und das gilt ausdrücklich

nicht nur in der Werkstatt, sondern

auch beim Drumherum: So bietet das

Unternehmen gleich eine ganze Palette

an Originalteilen und passendem Zubehör

an.

Interessierte sollten sich am besten

selbst ein Bild von der Leistungsfähigkeit

der Chrysler & Jeep Niederlassung

machen. Der Service ist von Montag

bis Freitag von 8 bis 18 Uhr zu erreichen,

im Verkauf sind die Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 9 bis 18

Uhr sowie samstags von 9 bis 14 Uhr.

Nähere Informationen gibt es unter der

Rufnummer 0531/801160 oder unter

www.braunschweig.chrysler.de im

Internet.

Michael Albrecht

Centerleiter Chrysler & Jeep

Niederlassung Braunschweig

Chrysler & Jeep. Vertriebsgesellschaft GmbH

Niederlassung Braunschweig

Fabrikstraße 3

38122 Braunschweig

Telefon: +49 531 801160

Telefax: +49 531 8011620

13


14

Mit alternativem Treibstoff kann die

Abhängigkeit vom Erdöl verringert werden,

meint Dr. Albrecht Schaper, Chemiker und

konzern setzt auf nachwachsende Rohstoffe – Anlage zur

Produktion von Bioethanol in Betrieb genommen

Das Zeitalter des Erdöls nähert sich

seinem Ende. Es ist absehbar, dass die

Vorräte schon in wenigen Jahrzehnten

zur Neige gehen. Daher rücken nachwachsende

Rohstoffe immer mehr in den

Fokus. Die fuel 21, eine 100-prozentige

Tochtergesellschaft der Braunschweiger

Nordzucker AG, hat Ende 2007 in Klein

Wanzleben bei Magdeburg ihre erste Bioethanol-Anlage

in Betrieb genommen.

„Die rund einjährige Bauphase ist beendet,

die Anlage läuft“, vermeldete Dr.

Albrecht Schaper (45), Vertriebsmanager

der fuel 21, zufrieden. Stück für Stück

werde die Kapazität nun ausgeweitet, so

der Chemiker. Unter Volllast soll das Werk

rund 400 Kubikmeter Bioethanol pro Produktionstag

ausstoßen. Auf das Jahr gerechnet

werden dann 130.000 Kubikmeter

alternatiVer treiBstoff – nordzucKer

tochter fuel 21 setzt auf Bioethanol

nordzucker packt die rübe in den Tank

Vertriebsmanager der fuel 21. Fotos: Nordzucker

des alternativen Treibstoffs die Anlage

verlassen, um schließlich an den Zapfsäulen

der Tankstellen zu landen, wo Autofahrer

das Benzin-Bioethanol-Gemisch

in ihre Fahrzeuge füllen. In Deutschland

liegt der Ethanol-Anteil derzeit bei rund

zwei bis drei Prozent. Erst seitdem öffentlich

gerätselt wird, ob der Kraftstoff bei

älteren Fahrzeugen Schäden verursachen

kann, ist das Thema auch am Stammtisch

angekommen.

bioethanol:

Lösung für die Zukunft?

Auch wenn das Thema noch nicht

ausdiskutiert ist – eines ist klar: Der Energiehunger

der Welt wird weiter steigen

und die Erdölvorräte schon in wenigen

Jahrzehnten aufgebraucht sein. Bevor sie


1

2

1 Sieht aus wie eine Erdölraffinerie, ist aber keine: In Klein Wanzleben bei

Magdeburg fährt die Nordzucker-Tochter fuel 21 derzeit ihre erste Prduktionsanlage

für Bioethanol Stück für Stück hoch. Bei Volllast soll sie täglich 400

Kubikmeter des Agrar-Alkohols produzieren. Foto: Nordzucker

2 Die Anlage in Klein Wanzleben wurde zügig hochgezogen. Vom ersten Spatenstich

bis zum Anfahren der Produktion verging nur wenig mehr als ein Jahr. Foto: Nordzucker

endgültig erschöpft sind, müssen Wissenschaftler

und Techniker eine Lösung

gefunden haben. Bioethanol könnte eine

sein. Auf jeden Fall könnte der pflanzliche

Treibstoff rohstoffarmen Ländern

wie Deutschland schon jetzt dabei helfen,

von fossilen Brennstoffen unabhängiger

zu werden.

Das ursprüngliche Ziel, die Abhängigkeit

vom Öl zu verringern, trete in der

aktuellen Diskussion jedoch gerade in

den Hintergrund, meint Dr. Schaper. Der

Umweltgedanke dominiere derzeit die

Thematik. In einigen Regionen der Erde,

speziell in den ärmeren Ländern, räumte

er ein, gebe es auch tatsächlich Probleme

mit den nachwachsenden Rohstoffen.

Und das nicht nur wegen der explodierenden

Preise für Lebensmittel. Bilder

von zerstörten Regenwäldern, die brandgerodet

wurden, um auf ihnen Zuckerrohr

anzubauen mit dem Ziel, Bioethanol

zu produzieren, haben sich nachhaltig in

den Köpfen festgesetzt und auch hierzulande

Kritiker auf den Plan gerufen.

In Deutschland und den anderen Industriestaaten

Europas sei die Lage jedoch

eine völlig andere, erklärt Schaper. Hier

seien in den vergangenen Jahren riesige

Anbauflächen stillgelegt worden, um die

Zuckerproduktion zu drosseln. Wenn

nun ein Teil dieser Äcker wieder genutzt

werden könne, da zusätzliche Rüben für

die Herstellung von Bioethanol benötigt

würden, dann nütze das nicht zuletzt auch

den Landwirten selbst. Mit der Nordzucker

AG schlossen 3.200 Bauern in ganz

Norddeutschland einen Vertrag über zu-

sätzliche Rübenlieferungen für die Erzeugung

von Bioethanol.

Zuckerfabrik in schladen

liefert Zwischenprodukte

Aber nicht nur die im Bereich Magdeburg

beheimateten Landwirte liefern

direkt nach Klein Wanzleben, wo neben

der Bioethanol-Anlage die modernste

Zuckerfabrik des Konzerns steht. Dort

wird das aus der Rübe herausgeholt, was

als Grundstoff für die Erzeugung des alternativen

Energieträgers benötigt wird:

Roh- und Dicksaft. Das können natürlich

auch die Zuckerfabriken in Schladen und

Nordstemmen. Dementsprechend liefern

Bauern, die ihren Acker in der Nähe dieser

beiden Orte haben, ihre Rüben auch dort

auf dem kürzesten Wege an, wo dann die

für die Herstellung von Bioethanol erforderlichen

Zwischenprodukte gewonnen

werden.

Für den Einstieg in das zukunftsträchtige

Geschäftsfeld „Energie aus nachwachsenden

Rohstoffen“ hat der zweitgrößte

deutsche Zuckerhersteller tief in die

Tasche gegriffen. Mit rund 70 Millionen

Euro sorgte der Konzern für die nötigen

technischen Voraussetzungen, wobei der

Löwenanteil der Investitionen natürlich

in den Umbau der Zuckerfabrik in Klein

Wanzleben und den Bau der vom Land

Sachsen-Anhalt geförderten Bioethanol-

Anlage floss. Eine willkommene Anschubfinanzierung:

„Doch rechnen“, so machte

Vertriebsmanager Dr. Schaper deutlich,

„muss sich solch eine Anlage im laufenden

Betrieb auch ohne Fördermittel.“

Ralf Kirmse

standort | März 2008 | FOkUSSIERT

MELDUNGEN

wissenschaftspreis für

gesundheitsökonomie

Anlässlich des Neujahrsempfangs

des BKK-Landesverbandes wurden die

Studenten Oliver Damm und Constantin

von Reitzenstein mit dem Wissen-

schaftspreis für Gesundheitsökonomie

ausgezeichnet und dürfen sich über ein

Preisgeld von 7.500 Euro freuen. Studierende

waren aufgerufen, ihre Abschlussarbeiten

mit Themen zur Effizienzsteigerung

im Gesundheitswesen

einzureichen.

Übernahme

Das Autohaus Hoevel aus Hildesheim,

das auch in Salzgitter und Peine

Filialen hat, wurde vom Braunschweiger

Unternehmen Block am Ring übernommen.

Das Unternehmen war in

wirtschaftliche Schieflage geraten durch

Essener Kunden, der dem Autohaus

rund 4 Millionen Euro Schaden eingebracht

hatte

wob-ag auf gutem weg

Positiv fiel der Rückblick der Wolfsburg

AG auf das vergangene Geschäftsjahr

aus: 1.400 neue Arbeitsplätze wurden

geschaffen. Der Vorstand gibt sich

optimistisch, diesen Trend fortsetzen

zu können. So erhoffen sich alle Beteiligten

von der VW-Produktoffensive

in diesem Jahr weitere positive Effekte

auf die Zuliefererindustrie. Bereits jetzt

sei die Nachfrage nach Beratungen zur

Unternehmensgründung hoch. Impulse

soll auch die Erweiterung der Fachhochschule

setzen.

Bernhard Mecke,

Fotos: BZ-Archiv: Afet Cavus (oben), Helge Landmann (unten)

15


16

FOkUSSIERT | März 2008 | standort

Der Container-Terminal des Braunschweiger

Hafens von Westen gesehen. Foto: Holger Neddermeier

container-Terminal noch effektiver

Der Ausbau der

Dienstleistungsangebote im

Hafen stärkt Braunschweig

als Wirtschaftsstandort.

Der Braunschweiger Hafen wurde für sechs Millionen Euro erweitert – eine weitere

Stärkung des Wirtschaftsstandortes als wichtiges Bindeglied im Linienverkehr der

Binnenschifffahrt. Der Container-Terminal ist für die Zukunft gerüstet.

Der Güterverkehr zwischen Braunschweig,

Hamburg und Hannover über den

Elbe-Seitenkanal und den Mittellandkanal

steigt seit 1999 stetig in seiner Bedeutung.

Die Schaffung flexibler Transportketten

und neue umweltfreundlichere Vernetzungen

von Verkehren über Schiene, Straße

und Wasser ist ein von der Bundesregierung

gefördertes Programm. Ziel ist es, Spediteuren

wirtschaftlich attraktive Lösungen

im kombinierten Verkehr unter Integration

von Binnenschiffen anbieten zu können.

Der Braunschweiger Hafen ist dabei ein

wichtiges Bindeglied im Linienverkehr der

Binnen-Schifffahrt. Dieser Tatsache wurde

jetzt erneut Rechnung getragen.

Im Januar ist auf dem Gelände des

Braunschweiger Hafens ein zweiter Container-Terminal,

eine Sechs-Millionen-Euro-

Investition, offiziell in Betrieb genommen

worden. Der bestehende Terminal wurde

auf 30.000 Quadratmeter erweitert. Dazu

kamen neue Gleisanbindungen und eine

zweite Containerbrücke, die auch die kommende

Generation größerer Binnenschiffe

abfertigen kann. Die neue Containerbrücke

kann eine Last von bis zu 50 Tonnen transportieren.

Eine Binnenkahn-Ladung von 96 Containern

kann innerhalb von zwei Stunden

gelöscht werden. Starke Zuwächse bei den

Containerumschlägen im Braunschweiger

Hafen hatte die Erweiterung erforderlich

gemacht. Diese Ausbaustufe ist nicht die

erste. Nach der Eröffnung der Anlage 2001

ist vor gut zwei Jahren die Umschlagfläche

auf 25.000 Quadratmeter erweitert und die

Kaimauer auf 250 Meter verlängert worden.

Wirtschaftsdezernent Joachim Roth sprach

von einer Investition in den Ausbau des

Dienstleistungsangebots des Hafens und

einer Stärkung der Bedeutung des Wirtschaftsstandortes

Braunschweig.

.

Holger Neddermeier


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Zahlungsverkehr grenzenlos

Zahlungssystem sePa vereinfacht

Seit dem 28. Januar 2008 hat in

Europa der einheitliche europäische

Zahlungsraum, kurz SEPA (Single Euro

Payments Area), Einzug gehalten. Damit

werden bei Inland- und Auslandszahlungen

Bankkontonummern (IBAN)

und Bankleitzahlen (BIC) erforderlich.

Das klingt erst einmal aufwändig, für wen

rechnet sich SEPA?

Jens Wilhem: Schon jetzt profitieren

in erster Linie Firmen, die grenzüberschreitend

Geschäfte abwickeln, von dem

neuen Zahlungssystem. Überweisungen

sollen zukünftig nur noch maximal drei

Tage dauern, statt bisher bis zu sechs Tagen.

Durch die zusätzliche Verpflichtung

der Banken zur Gutschrift von Beträgen

innerhalb bestimmter Fristen lassen sich

Zahlungseingänge zukünftig besser planen.

Das spart Kosten. Die eigenen IBAN

und BIC können übrigens einfach bei der

Hausbank nachgefragt werden.

Welche Länder zählen zum SEPA-Raum?

JW: Insgesamt sind 31 Länder diesem

Abkommen beigetreten. Zusätzlich zu den

27 EU-Staaten haben sich auch die EWR-

Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen

sowie die Schweiz angeschlossen.

Kann in jeder Währung überwiesen werden?

JW: SEPA ist die Plattform für alle

Euro-Zahlungen. Wenn der Empfänger

jedoch z. B. nur Schweizer Franken akzeptiert,

muss dies weiterhin mit der herkömmlichen

Auslandsüberweisung erfolgen.

Das bedeutet, der Kunde hat im Moment noch

die freie Wahl, welches Verfahren er wählt?

JW: Ja, bei den Überweisungsverfahren

besteht noch für mehrere Jahre die

Wahlfreiheit. Die SEPA-Verfahren laufen

parallel zu den bereits bestehenden Zahlungssystemen.

Welche konkreten Neuerungen sind mit der

Einführung von SEPA verbunden?

JW: Es wird neue Wege des bargeldlosen

Bezahlens innerhalb des Binnenmarktes

geben. Mit der neuen Euro-

Überweisung bieten wir unseren Kunden

die Möglichkeit, innerhalb Deutschlands,

in andere EU-/EWR-Staaten und sogar

in die Schweiz Eurobeträge überweisen zu

können. Hierzu muss der Kunde IBAN

und BIC angeben.

Nach der Einführung der Euro-Überweisungen,

wie sehen die nächsten Schritte aus?

JW: Das neue europaweite SEPA-Lastschriftverfahren

wird voraussichtlich in

vollem Umfang ab November 2009 von

den Kunden genutzt werden können. Die

Volksbank BraWo ist bereit für die neuen

Standards, bis dahin sind jedoch noch

die rechtlichen Rahmenbedingungen zu

realisieren. Die genossenschaftlichen

Zahlungskarten, die VR-BankCard (Debitkarte)

und die genossenschaftlichen

Kreditkarten (MasterCard, VISA) erfüllen

bereits heute die Anforderungen für

SEPA. Ich gehe davon aus, dass langfristig

die SEPA-Überweisung und -Lastschrift

die bisher gültigen nationalen Verfahren

ablösen werden. Innerhalb des so genannten

SEPA-Raumes wird es dann keinen

Unterschied mehr zwischen Inlands- und

grenzüberschreitenden Zahlungen geben.

Lohnt sich dieses Verfahren nur für große

Unternehmen?

JW: Nein, auch kleinere Unternehmen

oder Privatkunden profitieren von SEPA.

So müssen beispielsweise inländische

BANkENTIPP

Jens Wilhelm (38) seit 1988 Volksbank eG

Braunschweig Wolfsburg, seit 2007 Leiter

Auslandskundengeschäft/Firmenkundenservice

und ausländische Zahlungen nicht mehr

getrennt verarbeitet werden. Das neue

Lastschriftverfahren bietet zusätzliche

Vorteile: Durch die Einführung eines

konkreten Fälligkeitsdatums lassen sich

Zahlungsströme und die Liquidität besser

steuern. Für den Privatkunden ist es zukünftig

egal, ob er die Miete seiner Ferienwohnung

nach Bad Harzburg oder nach

Mailand überweist.

Verändern sich die Gebühren für die Kunden?

JW: Aktuell gehen wir davon aus, dass

sich die Kosten sogar reduzieren, da die

Verfahren verschlankt und die Gebühren

für den Auslandseinsatz sinken werden.

Wenn Fragen auftauchen, an wen wendet sich der

Kunde am besten?

JW: Die Berater der Volksbank stehen

immer mit Rat und Tat zu Seite. Einfach

kurz anrufen.

Ina von Janowski,

Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg

Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, 38434 Wolfsburg, Tel. 0180 269 910 66 (6 ct pro Anruf aus dem dt. Festnetz, ggf. andere Tarife im Mobilfunk)

www.volksbank-brawo.de

17


18

1 Die Technische Universität Braunschweig

wird ihre fahrzeugtechnische Forschung neu

ausrichten und weiter ausbauen.

Fotoquelle: Okerlandarchiv

2 Das Forschungsprogramm wird auf drei

zukunftsträchtige Themen ausgerichtet und

in fächerübergreifenden Teams bearbeitet.

Fotoquelle: Okerlandarchiv

hesselbach: „Die Zukunft

des automobils mit prägen“

Prof. Jürgen Hesselbach

Foto: Holger Neddermeier

Kontakt:

Technische Universität Braunschweig

Pockelsstr. 14, 38106 Braunschweig

Tel. (0531) 391 41 12

1 2

Holger Neddermeier im Gespräch mit dem TU-Präsidenten

Professor Jürgen Hesselbach:

„Mit diesem Projekt tragen wir dazu bei,

dass sich die Region Braunschweig/Wolfsburg

langfristig als internationaler Spitzenstandort

in der Fahrzeugtechnik etablieren

wird“, sagte der Vorstandsvorsitzende der

Volkswagen AG, Professor Dr. Martin

Winterkorn, anlässlich der Unterzeichnung

des Gründungsvertrages für das Niedersächsische

Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik

(NFF) im vergangenen Dezember.

Winterkorn begrüßte ausdrücklich

den „Schulterschluss zwischen Wirtschaft

und Wissenschaft“.

Mit dem neuen Forschungszentrum soll

noch in diesem Jahr eine Kooperationsplattform

für die gemeinsame Forschung

von Industrie und Wissenschaft entstehen.

Dazu wird die Technische Universität

Braunschweig ihre fahrzeugtechnische Forschung

neu ausrichten und ausbauen. Als

Standorte des Zentrums wurden der Forschungsflughafen

Braunschweig und der

Mobile Life Campus in Wolfsburg festgelegt.

Das Kostenvolumen beträgt rund 40

Millionen Euro.

Das Forschungsprogramm wird sich

künftig auf drei zukunftsträchtige Themen:

„Das emissionsarme Fahrzeug“, „Flexible

Fahrzeugkonzepte“ sowie „Das intelligente

Fahrzeug“ ausrichten. Die Projekte werden

in fächerübergreifenden Forscherteams be-

arbeitet. Die TU Braunschweig bildet mit

zehn Professuren den Kern des NFF.

Herr Professor Hesselbach, was bedeutet die

Gründung des Niedersächsischen Forschungszentrums

Fahrzeugtechnik (NFF) für die Technische

Universität, die Stadt Braunschweig und die

Region?

Die Einrichtung des NFF ist ein Meilenstein

für die Entwicklung und die Forschung

in der Region und bedeutet die Erhöhung

der Attraktivität der Technischen

Universität für Studierende – insbesondere

der Ingenieurstudiengänge. Hier brauchen

wir qualifizierten Nachwuchs. Zudem ist

das NFF ein wichtiger Beitrag zur Schwerpunktbildung

und bedeutet eine wichtige

Institutionalisierung der Beziehungen zur

Volkswagen AG.

Wie hoch ist das Investitionsvolumen – Wer trägt

in welcher Höhe die Kosten?

Die Gesamtkosten werden sich auf

rund 40 Millionen Euro belaufen. Davon

wird das Land Niedersachsen den Löwenanteil

in Höhe von 21 Millionen tragen, die

für den Neubau des Forschungszentrums

in Braunschweig verwendet werden. Den

anderen Teil werden die TU Braunschweig

und die Volkswagen AG übernehmen. Er

umfasst die Investition in neue Ausstattung

(TU Braunschweig) und die Bereitstellung


und den Betrieb des Wolfsburger Standortes

des NFF auf dem Mobile Life Campus im

Gebäude der Auto-Uni. Es gibt aber auch

von Seiten weiterer Industriepartner ein

starkes Interesse an einer Beteiligung am

NFF, verbunden mit der Ansiedlung in der

Nähe.

Wer soll die Leitung des NFF übernehmen? Wie

werden diesbezüglich die Kompetenzen festgelegt?

Die Leitung des Zentrums wird zunächst

ein Gründungsvorstand übernehmen, der

sich aus Vertretern der beteiligten Partner

zusammensetzen wird. Es wird auch einen

Vorsitzenden geben, der aller Voraussicht

nach nicht von der TU kommt.

Worin sehen Sie den Schwerpunkt in der Arbeit

des NFF? Wird das intelligente Auto der Zukunft

in Braunschweig entwickelt und in Wolfsburg

gebaut?

Da gibt es mehrere Themenschwerpunkte.

Behandelt werden die Bereiche Fahrsicher-

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Mobilität, Wissen und Umwelt bilden

die Leitthemen der Strukturentwicklung in

der Region Braunschweig. In sechs Wachstumsfeldern

liegen die Stärken der Region:

Im Fahrzeugbau, der Umwelttechnik, bei

Materialien/Maschinenbau, im Tourismus,

bei Finanzdienstleistungen und der Verkehrssicherungs-

und -leittechnik bestehen

heit und Komfort, die Energieeffizienz und

Umweltverträglichkeit sowie die möglichst

kostengünstige Produktion. Also die Entwicklung

des effizienten Autos der Zukunft –

in Zusammenarbeit mit den entsprechenden

Fachbereichen der Volkswagen AG.

Wo sehen Sie, durch diesen Schritt, künftig die

Forschungsregion im internationalen Vergleich?

Wie schon gesagt, das NFF soll in Verbindung

mit der bis 2009 zu gründenden

Niedersächsischen Technischen Hochschule

(NTH) ein wichtiger Bestandteil eines für

Deutschland signifikanten Hochschul-Standortes

sein. Hier muss die Zukunft des Automobils

entscheidend mitgeprägt werden.

Welche Auswirkungen hat das auch für den

Wirtschaftsstandort BS und die Region?

Diese positive Entwicklung wird sicher

auch für die regionale Wirtschaft belebend

wirken. Wenn wir noch mehr zu einer Verkehrskompetenzregion

werden, dann wirkt

sehr gute Voraussetzungen,

Beschäftigung zu sichern

und zusätzliche Arbeitsplätze

zu schaffen. Hierzu befinden

sich bei der projekt Region

Braunschweig GmbH rund

20 Projekte in der Umsetzung.

Was bedeutet Strukturentwicklung?

Die 2007 ausgegründete

Carlectra GmbH

mit Sitz in Gifhorn verfolgt

z.B. das Ziel, Kompetenzen

ihres Netzwerkes aus rund

60 Partnern der Fahrzeugelektronik gezielt

zu vermarkten. Dieser Bereich gilt

als Wachstumsbranche der Zukunft. Folge

einer konzentrierten Vermarktung sind gemeinsame

Projekte sowie das Entwickeln

neuer Produkte oder Dienstleistungen. So

kann zusätzliche Wertschöpfung entstehen.

Durch dauerhafte Zusammenarbeit der

standort | März 2008 | FOkUSSIERT

das auch anziehend auf die Wirtschaft und

Unternehmensansiedlungen rund um den

Forschungsflughafen. Zudem rechnen wir

mit etwa 13 zusätzlichen Lehrstühlen.

Was für Verbesserungen bzw. Neuentwicklungen

im Automobil-Bereich sind möglich?

Mobilität ist eines der zentralen Themen

der Zukunft. Hier wird sich einiges tun – gerade

auch in Bezug auf die Frage der alternativen

Antriebskonzepte und umweltverträglichen

Energieträger. Diesbezüglich besteht

absoluter Handlungsbedarf.

Wie sieht der Zeitplan für die Umsetzung des

NFF aus?

Ich hoffe, dass die Gründungsphase bald

beendet ist und zügig mit den Baumaßnahmen

begonnen werden kann. Das ist

auch eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit.

Deshalb erwarte ich von der Landesregierung,

dass sie ihre vor der Wahl gemachten

Zusagen schnellstmöglich einlöst.

projekt region braunschweig gmbh:

regionale Kooperation für wachstum

Mehr als 2.500 Partner aus Unternehmen, Institutionen, Forschungseinrichtungen

und Politik arbeiten im Netzwerk der projekt Region

Braunschweig GmbH aktiv mit. Eine kleine Auswahl ihrer Projekte

und Partner präsentierte die Gesellschaft am 13. Februar 2008 im

Brunnentheater Bad Helmstedt ihren Gästen.

Weitere Informationen: www.projekt-region-braunschweig.de

Partner werden bestehende Arbeitsplätze

ausgelastet oder neue Mitarbeiter benötigt.

Wie wichtig regionale Kooperation für

Wachstum und Beschäftigung ist, zeigt

die Beschäftigungsstatistik für die Region.

Demnach sind von 2000 bis 2006 rund

19.200 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze

abgebaut worden. Seit 2007 ist

eine konjunkturelle Erholung auf dem Arbeitsmarkt

sichtbar. Es bleibt aber festzuhalten,

dass nicht jede Person, die aus der

Arbeitslosenstatistik verschwindet, in der

Beschäftigungsstatistik wieder auftaucht.

Die Entwicklung von Wirtschaftsstrukturen

ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft

der Arbeit in der Region. Die projekt

Region Braunschweig GmbH stellt sich mit

ihren Partnern dieser Aufgabe.

19


20

Tu clausthal erobert spitzenposition

in der gunst künftiger ingenieure

1 Klein, aber fein: Das Absolventenbarometer

bestätigte den guten Ruf der vergleichsweise

kleinen Hochschule im Oberharz. Foto: TU Clausthal

2 Auf den Praxisbezug der Ausbildung wird bei den

angehenden Ingenieuren besonders großer Wert

gelegt: In diesem Punkt landete die TU Clausthal

an vorderster Stelle. Foto: Sabota/TU Clausthal

Kontakt:

Christian Ernst

Pressereferent, TU Clausthal

Adolph-Roemer-Straße 2a, 38678 Clausthal-Zellerfeld

Tel. (05323) 72 39 04, Fax (05323) 72 39 05

christian.ernst@tu-clausthal.de

Informationswissenschaften teilen sich Platz eins mit der Uni Potsdam

2

Die Technische Universität (TU)

Clausthal genießt unter Studierenden hohes

Ansehen. Bestätigt wird dies durch das von

dem Berliner Institut trendence erstellte Absolventenbarometer

2007. Dabei belegt die

Hochschule im Bereich der Ingenieurwissenschaften

unangefochten Rang eins. Auch

die Informationswissenschaften in Clausthal

nehmen eine Spitzenposition ein: Sie teilen

sich den ersten Platz mit der Uni Potsdam.

Bei den Ingenieurwissenschaften liegt die

TU Clausthal bei vier von insgesamt zehn

Bewertungskriterien ganz vorn. Nicht zu

toppen ist sie bei der Betreuung durch Dozenten

und Professoren, bei der Lehrstoffvermittlung,

der Beratung sowie beim Praxisbezug

der Ausbildung. Die Qualität der

Beratung und der Service der Hochschule

ragen bei den Informationswissenschaften

heraus.

national und international

glänzender ruf

„Das gute Ergebnis der TU Clausthal

freut uns natürlich“, erklärt Vizepräsidentin

Dr. Ines Schwarz. Es bestätige den national

wie international glänzenden Ruf der

Hochschule. Freude auch im Studienzentrum:

Das hervorragende Abschneiden im

Service- und Beratungsbereich sei Ansporn

für das Team, die Spitzenposition zu vertei-

digen, blickte Dezernatsleiter Herbert Stiller

bereits wieder nach vorn.

Das zum mittlerweile neunten Mal erstellte

Absolventenbarometer gehört zu den

größten Rankings seiner Art. Rund 20.000

Studierende aus mehr als 100 Hochschulen

beteiligten sich an der jüngsten Studie. Im

Rahmen der Untersuchung, deren Einzelergebnisse

jetzt veröffentlicht wurden, befragte

trendence zwischen März und Juni

letzten Jahres angehende Akademiker. Für

ein Studium im Oberharz sprechen laut

Umfrage vor allem drei Gründe: das spezielle

Angebot an Studienfächern, die ausgewogene

Größe der Lehrveranstaltungen

und der gute akademische Ruf der Hochschule.

Künftige akademikergeneration

auf dem Prüfstand

Hauptziel des Rankings ist es, die Berufsund

Lebenspläne der künftigen Akademiker-Generation

zu erfassen. Dazu gehört

im Übrigen auch die Wahrnehmung von

Arbeitgebern. Im Bereich der Ingenieurwissenschaften

führt dabei die BMW Group

die Liste der Top-Arbeitgeber an. Unter den

angehenden Informationswissenschaftlern

ist das Software-Unternehmen SAP das Ziel

Nummer eins.

Ralf Kirmse

1


„Mir gefällt’s gut hier in Clausthal“, sagt

Pierre Jürschik. Der 23-Jährige studiert

Wirtschaftsingenieurwesen im 6. Semester

und er hat es nicht bereut, sich für Clausthal

als Studienort entschieden zu haben. Dabei

war es eher Zufall, dass er im Oberharz

landete. Jürschik, der aus der Nähe von

Potsdam stammt, wollte unbedingt noch

im Sommer mit dem Studium anfangen

und nicht bis zum Beginn des Wintersemesters

warten. Aber das ist nicht an allen

Unis und in allen Studiengängen möglich.

In Clausthal war es kein Problem und so

zögerte Jürschik nicht lange, packte seine

Sachen und zog in den Oberharz, den er bis

dato nur von einer Klassenfahrt kannte.

Das Studium sei zwar hart und die Anforderungen

hoch, dafür seien aber auch

die Chancen, nach dem Abschluss einen

Arbeitsplatz zu bekommen, überdurchschnittlich

gut – nicht zuletzt, weil die TU

Clausthal einen hervorragenden Ruf genieße.

Abgesehen von dem landauf, landab

beklagten Ingenieurmangel in Deutschland,

der Absolventen beste berufliche Perspektiven

verheißt, ist es auch das Studienfach

selbst, das Jürschik gute Aussichten verschafft.

Denn das Wirtschaftsingenieurwesen

kombiniert die Fächer Maschinenbau

und Betriebswirtschaft miteinander.

„auch das Partyleben

ist gar nicht so schlecht!“

Der 23-Jährige, der noch mitten im

Hauptstudium steht, kann aus eigener Erfahrung

die Ergebnisse der Untersuchung

bestätigen. Die Nähe zu den Professoren sei

ein großer Vorteil. Hier könne der Student

zum Beispiel damit rechnen, dass er binnen

eines Tages eine Antwort auf eine E-Mail

bekomme. In vielen anderen Unis dagegen

müssten Studenten mitunter ein halbes Jahr

auf einen Gesprächstermin beim „Prof.“

warten – undenkbar in Clausthal. Top,

meint Jürschik, sei auch die Studienberatung.

Dort bekomme der Student selbst auf

die kniffligsten Sachfragen eine Antwort.

In puncto Praxisbezug sieht der angehende

Wirtschaftsingenieur einen großen Vorteil

in der engen Zusammenarbeit der TU mit

den Unternehmen. So vergäben die Firmen

zahlreiche Forschungsaufträge an die Hochschule,

bei deren Bearbeitung die Studenten

bereits Teilaufgaben übernehmen könnten.

Die Lernbedingungen sind also gut, aber

sonst? „Auch das Partyleben ist gar nicht so

schlecht, wie es oft dargestellt wird“, räumt

der angehende Wirtschaftsingenieur mit

einem beliebten Vorurteil auf.

Ralf Kirmse

standort | März 2008 | FOkUSSIERT

eher zufällig im oberharz gelandet

Student Pierre Jürschik ist mit seiner Entscheidung für die TU Clausthal sehr zufrieden

Studiert im sechsten Semester

Wirtschaftsingenieurwesen: Pierre Jürschik. Foto: Privat

Die Nähe zu den

Professoren ist an der TU

Clausthal ein großer Vorteil.

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22

FaL wird von Thünen-institut

Prof. Carsten Thoroe Foto: Holger Neddermeier

Kontakt:

Dr. Michael Welling – Johann Heinrich von

Thünen-Institut, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig,

Fon: (0531) 596 1016, pressestelle@vti.bund.de

Jahresbudget:

60 Millionen Euro plus

projektbezogene Gelder

Die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), seit 60 Jahren in Braunschweig-Völkenrode

angesiedelt, hat mit Wirkung vom 1. Januar eine neue Struktur

erhalten. Der größte Teil der Forschungseinrichtung firmiert jetzt als Johann

Heinrich von Thünen-Institut. Das neue Institut ist Teil der Ressortforschung des

Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Die Forschungseinrichtung am westlichen

Stadtrand von Braunschweig greift

auf einen Jahrzehnte alten Erfahrungsschatz

zurück und nennt sich jetzt Johann

Heinrich von Thünen-Institut (vTI), Bundesforschungsinstitut

für Ländliche Räume,

Wald und Fischerei mit Hauptsitz in Braunschweig.

Namensgeber von Thünen (1783

–1850) war Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler.

Er begründete die landwirtschaftliche

Betriebslehre in Deutschland und formulierte

Grundprinzipien für eine optimale

Forstwirtschaft.

„Ziel unserer Arbeit ist die nachhaltige

Weiterentwicklung der Landwirtschaft, der

Forst- und Holzwirtschaft sowie der Fischerei“,

erklärt der Gründungspräsident

Professor Dr. Carsten Thoroe, der als kommissarischer

Präsident eingesetzt wurde.

„Dabei werden ökonomische, ökologische

und technologische Aspekte mit einbezogen.“

Das von Thünen-Institut ist aus drei

renommierten Bundesforschungsanstalten

des Bundesministeriums für Ernährung,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

(BMELV) hervorgegangen: der Bundesforschungsanstalt

für Fischerei, der Bundesforschungsanstalt

für Forst- und Holzwirtschaft

und großen Teilen der Bundesforschungsanstalt

für Landwirtschaft.

exzellente Forschung

und Politikberatung

„Durch die organisatorische Zusammenfassung

der Einzelinstitute im Thünen-Institut

und die Bündelung der Kompetenzen

kann die Qualität der Forschung

eine neue Dimension erreichen“, ist Thoroe

überzeugt. Das Forschungsinstitut mit

dem Status einer Bundesoberbehörde soll

wissenschaftliche Entscheidungshilfen für

die Politik der Bundesregierung erarbeiten,

deutsche Interessen in internationalen Gremien

vertreten und zur Sicherung der natür-

lichen Lebensgrundlagen beitragen.

„Ein weiteres Ziel der Umstrukturierung

ist es, die Ressortforschung auf geänderte

Schwerpunkte auszurichten und so

fortzuentwickeln, dass sie mit den vorhandenen

Ressourcen auch künftig exzellente

Forschung und Politikberatung betreiben

kann“, betont Thoroe. So werde sich das Institut

unter anderem mit dem Klimawandel

und der biologischen Vielfalt, der effizienten

Nutzung nachwachsender Rohstoffe, den

Lebensbedingungen im ländlichen Raum

sowie dem Ökolandbau befassen. Auch die

biologische Überwachung der Nutzfischbestände

des Meeres und deren nachhaltige

Bewirtschaftung werde ein wichtiger

Schwerpunkt sein.

Mehr eigenständigkeit

und Verantwortung

Dabei kann das von Thünen-Institut

über ein Jahresbudget von etwa 60 Millionen

Euro plus projektbezogene Gelder

verfügen. „Das bedeutet einerseits mehr Eigenständigkeit,

aber auch mehr Verantwortung“,

so Thoroe. Einer Verantwortung, der

man sich aber gerne stellen will.

Das Johann Heinrich von Thünen-Institut

ist mit rund 580 festen Stellen ausgestattet,

darunter 190 für Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftler. Das vTI verfügt über

15 Fachinstitute, von denen sich sechs am

Hauptstandort Braunschweig befinden. Andere

Institute sind in Hamburg, Großhansdorf,

Eberswalde, Trenthorst und Rostock

angesiedelt.

„Durch die Umstrukturierung wird es im

administrativen Bereich Veränderungen und

möglicherweise Stelleneinsparungen geben.

Für den wissenschaftlichen und auch den

IT-Bereich sehe ich aber Bedarf an weiteren

Mitarbeitern“, sagt der promovierte Landwirt

Thoroe.

Holger Neddermeier


ZUR PERSON

generaldirektor

nimmt auszeit

Der „Hotelmanager des Jahres 2007“

gönnt sich eine kreative Pause. Thomas

Wurzinger, bisher Generaldirektor des

Hotels Ritz-Carlton in Wolfsburg, wird

die Stadt nach zweieinhalb Jahren wieder

verlassen. Der Österreicher blickt

auf eine erfolgreiche Tätigkeit zurück,

führte etwa die Nobelherberge in der

Autostadt zum Titel „Hotel des Jahres

2008“. Zudem war es Wurzinger gelungen,

die beste Wirtschaftsbilanz des

Hotels seit der Eröffnung vor siebeneinhalb

Jahren vorzulegen. Nachfolger

des scheidenden Generaldirektors wird

Lothar Quarz. Der 41-Jährige hat schon

viel Erfahrung gesammelt und gehört

als Regionalverkaufs- und Marketingdirektor

seit 2004 zur Führungsriege des

Berliner Ritz-Carlton.

Bernhard Mecke

Lothar Quarz. Foto: BZ-Archiv / Friese

Thomas Wurzinger. Foto: BZ-Archiv/Lars Landmann

neuer Fachberater

berufsorientierung

Norbert Haase ist neuer Fachberater Berufsorientierung

bei der Landesschulbehörde

Braunschweig. Der 51-Jährige übernahm

das Amt von Rainer Münzer. Haase ist Mathematiklehrer

und zurzeit kommissarischer

Konrektor der Elm-Asse-Schule in Schöppenstedt.

Als Fachberater für Berufsorientierung

bildet er die Schnittstelle zwischen

Wirtschaft und Schule.

So bewertet er Angebote, die Schülern

bei der Berufsorientierung helfen sollen,

und bietet ausgewählte Projekte Schulen

und Schülern an. Zeitlich hat sich „der

Neue“ einiges vorgenommen – ganze sechs

Unterrichtsstunden ist er von seinen Aufgaben

als Lehrer freigestellt, um sich der

neuen Tätigkeit zu widmen. Dabei handelt

es sich laut Vorgänger Münzer um einen

„Fulltime-Job“.

Haase peilt eine engere Verzahnung zwischen

den Schulen und der Carl-Gotthard-

Langhans-Schule (CGLS) an. Die Leitstelle

der CGLS koordiniert Projekte zwischen

der CGLS und den Schulen. Schüler sollen

so rechtzeitig auf die praktischen Tätigkeiten

standort | März 2008 | FOkUSSIERT

Rainer Münzer (links) übergibt seine Tätigkeit als Fachberater für Berufsorientierung bei der

Landesschulbehörde an Norbert Haase. Foto: BZ-Archiv/Peißker

vorbereitet werden, die sie auch im späteren

Berufsleben erwarten. Schon Achtklässler

sollen sich über verschiedene Berufsbilder

informieren und feststellen, wo ihre Stärken

liegen und welcher Job zu ihnen passt.

Der Vorgänger wies aber gleich auf gewisse

Schwierigkeiten hin: Kostenpflichtige

Angebote sowie Veranstaltungen am Nachmittag

oder Wochenende würden bislang

kaum genutzt.

Münzer beklagt, dass sich viele Schüler

gar nicht erst bewerben würden. Im vergangenen

Jahr hätten nur 30 Prozent aller

Realschüler im Landkreis Wolfenbüttel einen

Ausbildungsplatz übernommen. Die

Gründe seien Frust darüber, dass selbst bessere

Schüler nicht ohne Weiteres einen Ausbildungsplatz

bekämen, oder das Ziel, einen

höheren Abschluss zu machen.

Haase hofft auf die Unterstützung des

Unternehmerverbunds in Schöppenstedt:

Dessen erster Vorsitzender Jens Mahrenholz

habe bereits signalisiert, Praktikumsplätze in

Schöppenstedter Betrieben zu organisieren.

Bernhard Mecke

23


24

„unternehmen ist

besser als unterlassen“

Dr. Günzel Graf von der Schulenburg hat einen neuen Beton erfunden

Dr. Günzel Graf von der Schulenburg entwickelte

einen neuartigen Softbeton, der zu 60 Prozent aus

Luft besteht. Fotos: regio press

Der Fachmann staunt,

der Laie wundert sich

Der Dung dampft kräftig in der Kühle

des frühen Morgens. Ein stattlicher Misthaufen

auf dem Hof des Rittergutes in

Nordsteimke verweist auf eine Passion des

Hausherrn: Dr. Günzel Graf von der Schulenburg

ist seit jeher begeisterter Reiter und

Fahrsportler, also aktiv mit Pferd und Wagen.

So gar nicht passen will der Misthaufen

zur neuesten Leidenschaft des 74-Jährigen:

Der promovierte Land- und Volkswirt

bringt derzeit eine Art Superbeton auf den

Markt.

In der Tat ist der Gutsherr sattelfest

auf vielen Gebieten. Da wären erstmal die

Land- und Forstwirtschaft, immerhin finanzielle

Grundlage der Familie seit langer

Zeit. „Aber ich habe nebenher immer auch

andere Dinge gemacht“, betont er, der 1934

auf Schloss Wolfsburg geboren wurde, wo

die von der Schulenburgs bis 1942 lebten.

Selbstverständlich kennt er sich aus in historischen

Zusammenhängen. Schließlich

war es ein direkter Vorfahr, der einst die militärische

Ausbildung von Friedrich II. als

Erzieher begleitete. Erst 2003 fand Günzel

einen entsprechenden Briefverkehr von

Friedrich dem Großen an seinen Ur-Ur-Ur-

Großvater, nach dem er lange gesucht hat.

„Die Papiere waren eingemauert.“

Auch geschäftlich wurde er oft fündig.

Von der Imprägnierung hölzerner Bahnschwellen

über die Ausstattung von Zahntechnikern

bis hin zur Oberflächentechnik

in Edelstahl reichen die Erfolge des 74-

Jährigen. „Wir sind ein Technologiezentrum“,

sagt er fest und meint sich und seine

Weggefährten. Das klingt ein bisschen

unbescheiden, wirkt aber nachvollziehbar.

In einem Alter, das die meisten Deutschen

im Ruhestand an sich vorüberziehen lassen,

hat er sich seine Neugierde bewahrt.

„Mein Leben lang habe ich Herausfor-

derungen gesucht – und gewerblich gefunden.“

Dr. Günzel Graf von der Schulenburg

will immer noch etwas bewegen und

kann sich dauerhaft begeistern für Dinge,

die ihm neue Aspekte versprechen. Sein

Motto: „Unternehmen ist besser als unterlassen.“

Nun also Beton. Seit dreieinhalb Jahren

beschäftigt sich sein Team mit der für ihn

neuen Materie. An der Spitze der Entwicklung

steht ein ausgewiesener Experte: Hans

Wörner, der schon sämtliche Teststrecken

für Volkswagen mitgebaut hat. Sein jüngster

Wurf ist das, was Schulenburg gern als

„Softbeton“ bezeichnet. „Unser Material

besteht zu 60 Prozent aus Luft, das macht

es so elastisch und Schall schluckend“,

schwärmt er. Neben Zement und Wasser

gehöre ein „porisierendes Additiv“ hinein.

Kein Kies oder Sand! „Auf diese Weise ist

der Beton sogar noch feuerfest.“

Überhaupt hätten erste Tests ergeben,

dass der Beton auf dem Markt ohne Beispiel

ist. Super eben. Bei Airbus in Bremen

habe man ein kontaminiertes Moor versiegelt.

„Unser Softbeton braucht keine Dehnungsfuge

und kann schwimmen.“ Das

verringere die Menge an Aushub und den

Neueintrag des Unterbaus. „Wir gießen nur

hin.“ Der Beton sei nicht nur feuer-, sondern

gar laserfest. „Laserkabinen für Audi

haben wir in der Entwicklung.“

Es gab auch Misserfolge auf dem Weg

zum perfekten Produkt. Zum Beispiel musste

erst die richtige Pumpe für den neuartigen

Beton gefunden werden. „Wir haben

im Wald so manchen Weg in eine Teststrecke

verwandelt.“ Doch diese Probleme

sind Vergangenheit. „Jetzt sehen wir Licht

am Ende des Tunnels.“ Anfang Januar eröffnete

Niedersachsens Minister für Wirtschaft,

Arbeit und Verkehr eine 700 Meter


lange Erprobungsstrecke der landeseigenen

Kleinbahn auf der Nordseeinsel Borkum.

Unter den Schienen liegt erstmals Porenleichtbeton

aus Nordsteimke. Volkswagen

hat schon seit zwei Jahren eine 1.100 Meter

lange Strecke des Poren-Leichtbetons auf

seinem Versuchsgelände. „Da liegen 20 Zentimeter

unseres Betons direkt auf gewachsenem

Boden“, schwärmt Schulenburg.

Und die Verwendungsmöglichkeiten gehen

noch weiter. Durch die Beimischung

von Polypropylenfasern als ungewöhnliche

Bewehrung ist der Beton sehr fest, durch

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die eingearbeitete Luft aber auch sehr wärmedämmend.

„Gerade mit Letzterem ist

er maßgeschneidert als Stein für den Hausbau.“

Das Material wird in der Produktion

mit Klaviersaiten geschnitten. „Jedes Format

ist möglich – zu unschlagbar günstigen

Kosten.“

Der Fachmann staunt, der Laie wundert

sich. Vor allem ist von einer Produktion

nichts zu sehen im beschaulichen Nordsteimke,

wo nur gelegentlich jemand unaufgeregt

ein Pferd über den Gutshof führt.

„Stimmt“, sagt der Hausherr, „wir fertigen

schokolade aus den

Biki Khurana ist fast ständig unterwegs.

Mehr als 300.000 Kilometer pro Jahr ist

der Rausch-Generalmanager auf Reisen.

Sein Ziel: die besten Edel-Kakao-Plantagen

der Welt in Venezuela und Ekuador,

auf Papua-Neuguinea und Madagaskar,

um nur einige zu nennen.

Dort, dicht am Äquator und weit entfernt

von allen Touristenzentren, sucht und

findet er Edel-Kakao für die Schokoladen

von Rausch. Den besten Edel-Kakao, den

man kaufen kann.

Jürgen Rausch, in vierter Generation

Inhaber des Traditionsunternehmens,

setzt seit Langem ausschließlich auf diesen

kostbaren Naturstoff: „Kein anderer Kakao

ist so reich an Aromen und gleichzeitig

so mild wie Edel-Kakao“, beschreibt er.

Allerdings ist auch kein anderer Kakao

so selten. Nur fünf

Prozent der Kakaoernten

sind Edel-Kakaos. Entsprechend

hoch ist die weltweite Nachfrage, und sie

steigt Jahr für Jahr.

Jürgen Rausch ist die direkte Zusammenarbeit

mit den Plantagen besonders

wichtig. „Beim Edel-Kakao ist es wie beim

Wein“, sagt er, „Sie können die Herkunft

des Edel-Kakaos erschmecken!“ Edel-Kakao

von der Vulkaninsel Tobago schmeckt

ein wenig nussig, einer von der Nachbarinsel

Trinidad, nur wenige Kilometer entfernt,

schmeckt leicht fruchtig. „Und genau

deshalb“, so Jürgen Rausch, „machen

wir unsere Rausch Plantagenschokolade.“

Diese edelste aller edlen Schokoladen

aus Peine besteht Sorte für Sorte nur aus

dem Edel-Kakao einer einzigen Plantage,

standort | März 2008 | FOkUSSIERT

Das Rittergut in Nordsteimke: Hier entwickelte der

erfinderische Land- und Volkswirt Dr. Günzel Graf von der

Schulenburg unter anderem den neuen Beton. Foto: regio press

im ehemaligen Schweinestall nur Muster,

wenn wir etwas Neues ausprobieren.“ Für

die Masse sind Schulenburg und seine Mitstreiter

jetzt auf der Suche nach Partnern,

die durchaus den weltweiten Markt vor Augen

haben dürfen. „Unseren Beton kann

man überall produzieren.“ Denn mit dem

neuen Material sei sozusagen ein Ideal erreicht:

„Es ist ein Hightech-Produkt, das in

Lowtech-Produktion entsteht.“

besten edel-Kakaos Man kann die Herkunft des Edel-Kakaos erschmecken. Fotos: Rausch

regio press

deren Namen sie trägt. „Nouméa“, „Tembadoro“,

„Puerto Cabello“, „Amacado“

– man meint schon beim Zuhören, den

zarten Schmelz der Schokoladen schmecken

zu können.

Damit die Aromen jeder einzelnen Plantage

zum Ausdruck kommen, wird jede

Rausch Plantagenschokolade nach dem

Reinheitsgebot des Hauses hergestellt. Das

bedeutet, sie enthält nur Edel-Kakao, echten

Rohrzucker für die notwendige Süße

und, bei den Vollmilchsorten, Vollmilchpulver.

„Mehr braucht man nicht für den

reinen Schokoladengenuss“, beschreibt

Jürgen Rausch.

Willy Ochse

Rausch Schokoladen GmbH, Wilhelm-Rausch-Straße 4, 31228 Peine, Tel. (05171) 99 01-0, E-Mail: info@rausch-schokolade.de, www.rausch-schokolade.de

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Karsten Hartmann Foto: Holger Neddermeier

Kontakt:

Jörg Rosenkranz

Devil Computer Vertriebs GmbH

Kocherstraße 2, 38120 Braunschweig

Tel. (0531) 215 400, Fax (0531) 215 409 99

info@devil.de

kURZPROFIL

Mit der bundesweiten EDV-Distribution

ist die Braunschweiger DEVIL

Computer Vertriebs GmbH Partner von

rund 150 international renommierten

IT-Herstellern und -Lieferanten. Zum

Kundenstamm zählen über 7.000 Fach-

und Systemhändler. Das Unternehmen

erwirtschaftet mit aktuell 214 Mitarbeitern

einen Jahresumsatz von über 321

Millionen Euro und zählt zu den Top-

5-Großhändlern am deutschen IT-Absatzmarkt.

Das Portfolio umfasst stark

nachgefragte Hardware- und Peripherieartikel

rund um den PC in kontinuierlicher

Verfügbarkeit zu stundenaktuellen,

attraktiven Preisen. Seit Juli 2006

agiert DEVIL als selbstständiges Unternehmen

unter dem Dach der niederländischen

Tulip Computers NV.

„Privatier“ mit 40 Jahren

Der DEVIL-Gründer karsten Hartmann gibt Verantwortung in andere Hände

Es ist eine Erfolgsgeschichte, wie man

sie selten erlebt. Und wenn, dann am

ehesten in der IT- und Computerbranche.

So geschehen beim Braunschweiger Unternehmen

DEVIL – EDV Distribution. Eine

Firma, die in wenigen Jahren nach ihrer

Gründung 1994 Jahr für Jahr enorme Gewinnsteigerungen

zu verzeichnen hat. Der

aktuelle Jahresumsatz liegt bei über 320

Millionen Euro. Mitbegründer und Geschäftsführer

Karsten Hartmann hat sich

Ende des vergangenen Jahres dazu entschlossen,

künftig entschieden kürzer zu

treten.

Wenige Tage nach dem 17. Dezember,

dem 40. Geburtstag des Unternehmers, gab

dieser bekannt, dass Freund und Mitgründer

Axel Grotjahn zusammen mit Carsten

Schmelzer die Geschäfte führen werde.

Eine Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft

stand vor Redaktionsschluss

unmittelbar bevor. „Eine AG bietet

als Rechtsform mehr Flexibilität, um neue

Investoren zu gewinnen“, erklärte Grotjahn.

Zusätzliches Eigenkapital ermögliche,

durch weitere Investitionen, das dynamische

Wachstum des Unternehmens zu

beschleunigen. Ein Börsengang ist nach

Angaben der Geschäftsführung eine mittelfristige

Option. „Wir werden unsere erfolgreiche

Strategie in der IT-Distribution

konsequent fortsetzen, auf weitere Geschäftsfelder

und neue Sortimentsbereiche

mit einer europäischen Ausrichtung ausdehnen“,

erklärt Grojahn.

Zwar will Karsten Hartmann künftig

mehr das Leben genießen – in der Aktiengesellschaft

wird der „Privatier“ allerdings

dem Aufsichtsrat angehören. Holger Neddermeier

sprach mit dem gebürtigen Braunschweiger:

Herr Hartmann, Sie haben zum Jahreswechsel

die Verantwortung bei DEVIL in andere

Hände gegeben. Was war der Grund für den

„Vorruhestand“?

Naja, ganz so ist es ja nicht. Ich stehe ja

weiterhin beratend zur Seite. Aber ich will

künftig weniger arbeiten und bin froh, dass

ich das lästige operative Geschäft abgeben

konnte. Ich werde mich künftig im strategischen

Bereich mehr einbringen. Aber ich

will wieder mehr Zeit für mich, meine

Freundin und meine Hobbys haben.

Kann man sich so einfach vom Berufsalltag in

verantwortlicher Position lösen?

Das ist allerdings nicht so einfach. Als

Geschäftsführer eines Unternehmens ist

man fast rund um die Uhr im „Dienst“.

Man schleppt da eine Menge Ballast und

ungelöste Probleme mit sich rum. Ein immerwährender

Prozess, an dem man doch

sehr ordentlich zu tragen hat. Bis jetzt bin

ich noch nicht ganz angekommen – muss

mich noch weiter runterfahren.

Die „Legende“ besagt, dass Sie schon als

Jugendlicher das Ziel hatten, nicht bis ins hohe

Rentenalter zu arbeiten. Was ist daran?

Ja, das stimmt. Im Alter von etwa 16

Jahren habe ich als unbedarfter Mensch zu

meinen Eltern gesagt, arbeiten finde ich ja

eigentlich doof. Aber ich hatte auch immer

ein gewisses Anspruchsdenken, mehr als

100 Prozent Einsatz zu bringen. Und diese

Triebfeder hat mich immer angetrieben.

Ich habe gesagt, Haus und Pool muss es

sein, und eigentlich möchte ich auch mit 40

nicht mehr arbeiten müssen. Planbar ist das

alles natürlich nicht.

Hat die Übernahme durch „Tulip“ (2006) und

die Einschränkung der Handlungsfreiheit damit

zu tun?

Sagen wir mal so, eine Übernahme bedeutet

immer Einschränkungen. Das hat

sicher auch eine gewisse Rolle gespielt. Ich

musste mich schon daran gewöhnen, auch

anderen Interessen gerecht zu werden als

meinen eigenen.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?

Die Zusammenarbeit war und ist sehr

freundschaftlich.


Wie sehen Sie Ihre Rolle in Bezug auf die Firma?

Sie hat letztendlich diese zeitlich eher begrenzte

Aufsichtsrats- und Beraterfunktion.

Sicher werde ich dem Unternehmen weiterhin

mit Rat und Tat und meinem Wissen

zur Seite stehen. Es gibt ein neues verantwortliches

Team, das seine Sache sicher sehr

gut machen wird. Von daher will ich mich

eigentlich nicht so viel einmischen.

Was spricht für die geplante Umwandlung von

DEVIL in eine AG?

Man kann sich dadurch noch besser auf

dem hart umkämpften Deutschen IT-Markt

aufstellen und weitere Gelder für neue,

wichtige Investitionen generieren. Für weiteres

Wachstum. Das waren die Einflüsse

und die Initiative des neuen Eigentümers –

Tulip, die ich aber begrüße und unterstütze.

Wie soll der Expansionskurs aussehen?

Ich sehe da weiter ein ordentliches

Wachstumspotenzial in allen Bereichen. Mit

weit über 200 Mitarbeitern ist man ja ein

großer Arbeitgeber. Auch hier sehe ich noch

viel Potenzial.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren? Wird Karsten

Hartmann noch einmal unternehmerisch tätig?

Ich denke, man sollte nie nie sagen. Wenn

sich da noch einmal was ergibt, eine echte

Herausforderung, will ich das nicht ausschließen.

Ein eigenes Label wäre eine hochinteressante

Sache.

www.steinkultur.de

standort | März 2008 | FOkUSSIERT

1 2

1 Eine Erfolgsgeschichte, wie sie im Buche steht: Seit seiner

Gründung im Jahr 1994 kann das Braunschweiger Unternehmen

DEVIL-EDV Distribution jährlich eine enorme Gewinnsteigerung

verzeichnen.

2 Durch die Umwandlung in eine AG wird sich das Unternehmen

DEVIL-EDV Distribution noch besser auf dem deutschen IT-

Markt etablieren können. Fotos: Devil Computer Vertriebs GmbH

Pflastersysteme öko-Pflaster Fertig-Garagen Design-Möbel

27

Breite Straße 38|38159 Bettmar

Telefon 05302 8030-0|Fax 8030-22


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1 Bereits vor einigen Jahren begann der erste

Hörgeschädigte seine Ausbildung in der R.

Sindermann Präzisions GmbH.

2 Für ihr vorbildhaftes Engagement für Hörgeschädigte

wurde die R. Sindermann Präzisions

GmbH bereits mehrfach ausgezeichnet.

3 Die ausgelobten Preisgelder wurden weiter in

die Gehörlosen-Arbeitsplätze investiert.

4 Benachteiligte junge Menschen bekommen

bei der R. Sindermann Präzisions GmbH ihre

Chance auf einen Ausbildungsplatz.

Fotos: R. Sindermann Präzisions GmbH

1

benachteiligten

eine chance geben

R. Sindermann Präzisions GmbH engagiert sich für Gehörlose

Viele Jugendliche kennen das: Der Schulabschluss

ist geschafft, doch jetzt kommt

erst das eigentliche Problem – einen geeigneten

Ausbildungsplatz zu finden. Als

besonders problematisch erweist sich die

Stellensuche oft für Schwerbehinderte. Hier

setzt die Braunschweiger R. Sindermann

Präzisions GmbH an; das Unternehmen beschäftigt

fünf Hörgeschädigte, ein weiterer

absolviert derzeit ein Praktikum. Dies würdigte

die Firma Deichmann im vergangenen

Herbst mit dem von ihr ausgeschriebenen

niedersächsischen Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit.

Beim Bundesausscheid

schaffte es der Metall verarbeitende Betrieb

auf Platz 3.

Bereits vor Jahren hatte ein erster Hörgeschädigter

seinen Arbeitsvertrag bei Sindermann

unterschrieben, dann ging es recht

schnell, erklärt Qualitätsmanager Bernd

Maßmann: „Wir haben das damals einfach

mal versucht. Anfangs gab es natürlich noch

Probleme mit der Verständigung, im Notfall

mussten wir schriftlich kommunizieren,

doch das gab sich bald.“ Viele Gehörlose

kennen sich untereinander, es sprach sich

rasch herum, dass die Firma auch Gehörlose

einstellt, die Bewerbungen häuften sich.

Die guten Erfahrungen öffneten weiteren

Bewerbern die Tür, heute sind schon fünf

eingestellt. Mittlerweile gibt es sogar Überlegungen,

künftig Ausbildungsplätze gezielt

für Hörgeschädigte zu schaffen.

„Hier werden alle gleich behandelt und

haben die gleichen Chancen“, versichert

Maßmann. Das fängt bei der Bezahlung an

und reicht über Fortbildungsmaßnahmen

bis zu betrieblichen Aufstiegsmöglichkeiten.“

Das Engagement zahlt sich aus und

die Ehrung auf Landes- und Bundesebene

bedeutet Maßmann viel: „Die Anerkennung

ist das Wichtigste.“ Die ausgelobten Preisgelder

seien bereits in eine Weihnachtsfeier

für alle 45 Beschäftigten und die Erweiterung

der Gehörlosen-Arbeitsplätze reinvestiert

worden.

Doch Firma Sindermann hilft auch anderen

Benachteiligten, etwa Jugendlichen mit

Lernschwierigkeiten oder solchen, die schon

mehrere Ausbildungen abgebrochen haben

und relativ alt sind. „Gerade bei den Jungs

gibt es häufig Spätzünder, die oft erst mit

20 Jahren einsehen, dass eine Ausbildung

wichtig ist. Die haben in anderen Unternehmen

keine guten Chancen“, so Maßmann.

Momentan werde ein Jugendlicher Praktikant

auf seine Eignung für eine Ausbildung

getestet und hat laut Maßmann gute Aussichten:

„Bisher läuft alles gut.“

Bernhard Mecke

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city-galerie in Peine

Im Frühjahr 2009 soll sie eröffnet werden: Die City-Galerie in Peine. Die

Bauarbeiten sind bereits im Gange, und das Spielwarengeschäft von Ludwig knolle

wird abgerissen – nach mehr als 100 Jahren. 1907 hatte der Großvater knolles das

Geschäft eröffnet

Der Enkel verkaufte seinen Standort

und wird als einer der 16 Mieter in der neuen

Galerie vertreten sein. „Als Kind war

der Laden mein Abenteuerspielplatz. Aber

die Räumlichkeiten sind nicht mehr zeitgemäß“,

erläutert der Geschäftsmann den

Schachzug.

Die Geschäfte der Galerie werden zwischen

40 und 1.600 Quadratmeter umfassen.

Die City-Galerie basiert auf einer

Bruttogeschossfläche (BGF) von rund

8.500 Quadratmetern. „Die BGF beinhaltet

Flächen für Rolltreppen, Fluchtwege, Treppenhäusern

etc.“, erklärt Thomas Roehr

von der Hanseatischen Betreuungs- und

Beteiligungsgesellschaft (HBB), dem Investor.

Die vermietbare Fläche beträgt noch

6.700 Quadratmeter. Abzüglich der Räume

für Lager oder Büro bleibt eine reine Verkaufsfläche

von 5.700 Quadratmetern.

Die HBB aus Lübeck hat mit Projekten

dieser Größenordnung einige Erfahrung

und baute unter anderem das Hansecenter

in Rostock auf 60.000 Quadratmetern.

Rund 25 Millionen Euro soll das Projekt in

Peine kosten.

Der ursprüngliche Plan sah – nach Abriss

des Knolle-Hauses – eine Galerie mit

trichterförmigem Haupteingang an der

Glockenstraße und mit Durchgang zur

Bahnhofstraße vor. Nun soll der Haupteingang

an der Bahnhofstraße liegen. Die

Hauptlaufrichtung der potenziellen Einkäufer

gab den Ausschlag für die veränderte

Platzierung der Zugänge.

Einige der Ladengeschäfte im Erdgeschoss

sollen mit „dezentralen Eingängen“

zudem direkt begehbar sein. Peines Stadtbaurat

Hans-Jürgen Tarrey: „Dadurch wird

die Integration in die Innenstadt verstärkt.“

Tarrey betont darüber hinaus, dass die Galerie

nicht mit dem ECE-Center in Braunschweig

zu vergleichen sei: „Sie ergänzt nur

das Innenstadtangebot und genügt sich

nicht selbst.“

Tarrey sieht das Projekt durchweg positiv:

„Dadurch, dass Knolle Mieter wird,

wird die Tradition fortgesetzt. Ich erwarte

einen Impuls für den Einzelhandel und eine

städtebauliche Verbesserung.“

In Anlehnung an den Baustil Anton van

Nordens, des bedeutendsten Peiner Architekten

in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts,

soll die Galerie verklinkert werden.

Einige Wohnhäuser und Stadtvillen

tragen bereits van Nordens Handschrift.

Der Stil des Architekten soll im Sinne eines

einheitlichen Stadtbildes Maßstab für die

Zukunft sein.

Und Ludwig Knolles Spielwarengeschäft

bleibt ein gewichtiger Teil des Stadtbildes –

auch wenn nach dem Abriss der Immobilie

bei manchem Peiner noch etwas Wehmut

mitschwingt.

regio press

standort | März 2008 | FOkUSSIERT

1 Mit Hochdruck wird gehen die Bauarbeiten in der

Peiner Fußgängerzone voran – im Frühjahr 2009

soll die City-Galerie im Herzen der Stadt eröffnet

werden.

2 Die Kosten für das rund 8.500 Quadratmeter große

Einkaufszentrum werden sich auf etwa 25 Millio-

nen Euro belaufen. Fotos: regio press

29

1

2


30

FOkUSSIERT | März 2008 | standort

Schmeckt, ist praktisch und kommt

super an: Die würzige Wurst des findigen

Wolfenbüttelers kann einfach über den

Glasrand gehängt werden. Foto: regio press

Vom Fleischer zum

Marketing-Fachmann:

Lars Düe und die Vermarktung einer Schnapsidee

Bis vor drei Jahren war die Wolfenbütteler

Fleischerei Düe ein Betrieb wie viele

andere seiner Art. Meister Lars Düe führte

die 1975 gegründete Fleischprodukte Düe

GmbH an der Wolfenbütteler Fußgängerzone

in zweiter Generation. Doch dann bekam

die Sache einen Knick.

Keinen ernsthaften Knick allerdings, der

wirtschaftliche Konsequenzen für die Firma

gehabt hätte – obwohl: Wirtschaftliche

Konsequenzen sind seit den jüngsten Entwicklungen

nicht mehr auszuschließen. Die

von Lars Düe entwickelte „Henkelwurst“

erfreut sich zunehmender Beliebtheit in der

gesamten Republik.

Die Idee entstand beim Bier, das Düe

mit einem Freund trank – beide vermissten

einen herzhaften Happen dazu.

Eine Schnapsidee also? Fest steht, dass der

Fleischermeister 2005 begann, eine kleine

Wurst zu produzieren, die aufgrund ihres

abgeknickten Endes an einem Bierglas hängen

kann. Als es schließlich gelungen war,

meldete der Wolfenbütteler das Produkt

umgehend beim Patentamt an.

Dann ging er ans Austüfteln des richtigen

Geschmacks. Am Ende stand eine

Wurst, die erst gereift und dann über Buchenholz

geräuchert wird – ähnlich einer

Cabanossi. „Sie schmeckt besonders würzig


– passend zum Bier.“ Erste Versuche mit

Teilnehmern an Betriebsführungen bei Düe

verliefen überaus positiv: „Die Leute waren

begeistert.“

Bevor Düe jedoch zur Eroberung des

Marktes schreiten konnte, mussten Kleinigkeiten

geklärt werden. Er ließ ein Logo entwerfen,

eine Homepage (Henkelwurst.de)

und schließlich die Papier-Banderole, wie

bei Zigarren. „Das ist ein Qualitätsmerkmal,

aber auch ein Hygienefaktor: Irgendwo

muss der Wirt die Wurst ja anfassen.“ Geliefert

wird sie übrigens luftdicht verpackt, um

das Aroma zu wahren.

Nachdem alle Vorarbeiten recht Zeit

raubend abgeschlossen waren, startete Düe

2007 seine Produktoffensive. Im Mittelpunkt

stehen kleine Tischreiter für Kneipen,

auf deren Vorderseite junge Frauen im

Dirndl die Henkelwurst bewerben. Auf der

Rückseite ist eine kurzweilige Gebrauchsanleitung

zu lesen.

Dirndl ist übrigens ein interessantes

Stichwort. Beim Oktoberfest 2007 schickte

Düe zwei junge Frauen mit Bauchläden über

die Münchner Wiesn. Sie boten die Wurst

aus dem Korb heraus feil und kamen damit

prächtig an: „An 16 Tagen haben wir 12.000

Henkelwürste zum Preis von 2,50 Euro verkauft“,

berichtet der Fleischermeister. In

seinem Laden verkauft er sie für einen Euro.

„Der Mehrpreis ist logisch: Erstmal waren

die Würste in München größer, angepasst

an die Maß Bier. Außerdem muss man den

Zuschlag für das Oktoberfest einrechnen –

es ist nicht billig, dort etwas verkaufen zu

dürfen.“

Gleichwohl zeigte sich bei den 16 Tagen

in Bayern ein weiterer großer Vorteil der

Wolfenbütteler Erfindung: ihre Handlichkeit.

„Man braucht weder Teller noch Serviette.“

Parallel dazu verstärkte Düe sein Marketing.

Die ungewöhnliche Idee weckte das Interesse

der Medien, und innerhalb kürzester

Zeit musste er Interviews geben für Presse,

Funk und Fernsehen – erst nur mit deutschen

Journalisten, doch mittlerweile wissen

auch die Einwohner Polens, Brasiliens

und der USA Bescheid über Würste made

in Wolfenbüttel. Der Begriff Henkelwurst

geht um die Welt.

standort | März 2008 | FOkUSSIERT

Oktoberfest München, Grüne Woche

Berlin, Internorga Hamburg – das Interesse

wächst und schlägt sich auch in Bestellungen

über die Internetseite nieder. „Rein

technisch könnten wir 10.000 Stück pro

Woche produzieren“, sagt Düe, der jeden

Auftrag frisch herstellt und zehn Mitarbeiter

hat (von den Aushilfskräften auf seiner

„Dirndl-Liste“ mal ganz abgesehen). „Von

der Produktionsauslastung sind wir aber

noch weit entfernt.“ Gleichwohl freut er

sich über erste Stammkunden wie die Ostseeresidenz

Heringsdorf. „Die haben innerhalb

von sieben Tagen schon das zweite

100er-Paket bestellt.“

So soll es weitergehen. „Marketing macht

mir Spaß“, sagt Düe. „Ich wollte schon immer

mehr machen als nur Wurst produzieren.“

Jetzt gibt er der Wurst also ein Gesicht.

„Wir haben noch jede Menge Ideen.“ Beispielsweise

sei ein Henkelwurst-Comic angedacht.

Und auch andere Würste befinden

sich in Planung. „Für Hefe-Weizenbiere machen

wir bald eine schlanke, zitronige. Und

für Jägermeister stelle ich mir eine kurze vor,

mit Chili.“

Expansionsideen gibt es auch schon im

Hause Düe. „Wenn es richtig läuft, werde

ich eine Produktionshalle bauen im Gewerbegebiet

West.“ Dann geht es in Wolfenbüttel

wirklich um die Wurst.

regio press

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32 32

Stefanie Henkel, Marketingleiterin bei Knollis.

Foto: regio press

Die Geburtstagskiste – eine clevere

Geschäftsidee setzt sich durch

Geburtstag. Das ist für jedes Kind der

schönste Tag im Jahr. Einmal im Mittelpunkt

stehen, Freunde und Familie um sich

scharen und – nicht zuletzt: reichlich beschenkt

werden. Doch was, wenn man sich

seit fast einem Jahr die neue Ritterburg gewünscht

hat und stattdessen von Oma einen

Metallbaukasten bekommt? Bei aller Liebe

für die Verwandten: Die Enttäuschung lässt

sich kaum verbergen.

Nicht selten liegen Gratulanten auch

richtig – allerdings gleich mehrere mit der

gleichen Idee. „Kinder haben immer genaue

Vorstellungen und sind heute verwöhnt“,

1 Kea-Kathrin Lehr, zuständig für das Marketing der

Gifhorner Spielwarenhandlung Schütte, vor den

Geschenkboxen.

2 So schön – so bunt: Die Geschenkboxen

3 Davon träumen Kinder – eine Kiste randvoll mit

Geschenkideen:

4 In dem Piratenschiff bei Knollis in den

Schloss-Arkaden in Braunschweig sind die

Kisten untergebracht

Fotos: regio press

Marketingstrategien für

die Kunden von morgen

1

unterstreicht Kea-Kathrin Lehr, die für

das Marketing bei der Spielwarenhandlung

Schütte in Gifhorn zuständig ist.

Bei Schütte, wie auch bei Knollis in den

Braunschweiger Schloss-Arkaden, soll ein

besonderer Service Abhilfe schaffen und

für rundum glückliche Kinder sorgen: Geburtstagsboxen.

Deren Prinzip ist schnell erklärt: Die Kinder

durchqueren mit ihren Eltern den Laden

und picken sich alles, was ihnen gefällt,

raus aus dem Sortiment und verstauen es in

einem Korb. „Wie im Schlaraffenland“, vergleicht

Lehr. Anschließend werden die Arti-

2


kel für die Kinder unter ihrem Namen zurückgelegt.

Besagte Verwandte und Freunde

können nun auf diese Artikel zurückgreifen

und liegen beim Kauf garantiert richtig mit

dem Geschenk.

Schütte setzt dabei ganz auf die familiäre

Atmosphäre in Gifhorn. „Die Fluktuation

hält sich auch bei unseren Angestellten in

Grenzen. Die Kunden kennen unser Personal

über Jahre“, erklärt Lehr, „und wir

kennen unsere Kunden. Manche waren als

Kinder schon hier und kommen heute mit

ihren Enkeln. Hier machen alle Gebrauch

von den Geburtstagsboxen“, weiß Stefanie

Geiseler und verdeutlicht, dass sich die Aktion

in Gifhorn schnell herumgesprochen hat.

Ihr Sohn Jonas-Matti (5 Jahre) durchforstet

währenddessen die Regale und hat bereits

ein Puzzle mit einem Bild des berühmten

Eisbären Knut gefunden.

In Braunschweig bei Knollis muss sich

die Aktion erst noch etablieren. Geschäftsführer

Ludwig Knolle, der bei seiner Spielwarenhandlung

in Peine bereits ein Piratenschiff

mit Stauraum für Geburtstagsboxen

schuf, versucht nun, den Trend auch in der

Nachbarstadt zu verbreiten.

Sein Geschäft in Peine wird zugunsten

der neuen City-Galerie abgerissen, doch das

Piratenschiff findet sich auch bei Knollis in

Braunschweig wieder. Nicht wie in Peine mit

Platz für rund 300 Boxen, aber immerhin

mit 70. „Wir haben daneben noch weitere

Regale reserviert“, schildert Stefanie Henkel,

die Marketingleiterin bei Knollis.

Dass die Kapazität noch nicht annähernd

erschöpft ist, liegt auch an den gebur-

3 4

tenschwachen Monaten. „Mitte und Ende

des Jahres sind die meisten Boxen belegt“,

beobachtete Lehr. Bei Schütte wurde dafür

eigens ein Geburtstagsboxen-Center gebaut.

Über eine Treppe kommt man in einen Keller,

wo die bunten Boxen mit Namensschildern

eingerichtet sind. Insgesamt verfügt

Schütte über knapp 300 Boxen auf 80 Quadratmetern.

Jahr für Jahr steigt die Zahl der

eingerichteten Boxen. Insgesamt waren es

im vergangenen Jahr 4.400 Stück. „Wir können

das aber sicher noch weiter ausbauen“,

meint Lehr.

Zukunftsplanung

„Ich vergeude keine Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, es könnte keines da sein.“

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben sich entschlossen, etwas für sich zu tun.

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standort | März 2008 | FOkUSSIERT

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33


34 34

FOkUSSIERT | März 2008 | standort

Clever: Mit kostenlosen Einladungskarten und Dankeschön-Geschenken

wird die Bindung zu den jungen Kunden weiter gefestigt. Foto: regio press

Ein schöner Service, keine Frage. Doch

was steckt noch dahinter? „Natürlich wollen

wir damit die Kunden von morgen werben“,

erklären Lehr und Henkel einstimmig. Bei

Schütte wird die Tradition fortgesetzt, um

dafür zu sorgen, dass es für Kinder von heute

auch später keine Frage ist, wo sie morgen

für ihre eigenen Kinder Geschenke kaufen.

Bei Knollis muss sich diese Tradition erst

noch entwickeln.

Ansonsten ähneln sich die Aktionen der

beiden Spielwarenhandlungen. Die Namen

der Kinder werden in eine Kartei aufgenommen

und mindestens einmal im Jahr

angeschrieben. Natürlich dann, wenn ihr

Geburtstag vor der Tür steht. Darüber hinaus

gibt es jedoch Sonderveranstaltungen

und Wettbewerbe, wozu die Kinder ebenfalls

Einladungen erhalten. „Sie wollen unterhalten

werden – und genau das bieten

wir“, erzählt Lehr.

Rund um den Geburtstag bieten Schütte

und Knollis ebenfalls einen Service. Die

Kinder erhalten kostenlose Einladungskarten

und ein Dankeschön-Geschenk dafür,

dass sie ihre Boxen bei der jeweiligen Handlung

eingerichtet haben. Schütte verleiht darüber

hinaus das Equipment für Themenpartys

mit Kostümen und Dekoration.

Nachteil der Geburtstagsboxen ist, dass

gewisse Artikel für zwei bis drei Wochen

vor dem Geburtstag des Kindes zurückgelegt

werden und damit nicht zum Verkauf

stehen. Dennoch lohnt sich das Geschäft.

„Die Eltern achten darauf, dass sich ihr

Kind nicht allzu teure Artikel wünscht. Die

Geschenke sollen ja auch selten mehr als 15

Euro kosten“, relativiert die Verkaufsleiterin

von Knollis.

Und so scheint sich das Prinzip mit den

Geburtstagsboxen auch als äußerst lukratives

Geschäft für die Spielwarenhandlungen

zu entpuppen. Was bei den Geschenkboxen

ausgeblendet wird, sind Kreativität bei der

Geschenkauswahl sowie die Überraschung.

Hauptsache, das Kind bekommt, was es will

und sich ausgesucht hat. Der Erfolg gibt

den Spielwarenhändlern recht.

regio press


einkaufszentrum

im herzen von Lebenstedt

Das City-Carrée soll am 12. Juni eröffnet werden – Ladenflächen sind zum großen

Teil bereits vermietet

Der Großteil der Ladenflächen im City-

Carrée in Salzgitter-Lebenstedt ist bereits

vergeben. „Wir sind gut mit der Vermietung

vorangekommen“, teilte die Conduct Immobilien-

und Verwaltungs-GmbH in Salzgitter

mit. Die Eröffnung des im Herzen von Lebenstedt

gelegenen Einkaufzentrums ist für

den 12. Juni geplant.

Nach Angaben der Conduct, die vom Strabag-Konzern

als Bauherr und Projektentwickler

mit der regionalen Vermarktung der

Einkaufsflächen beauftragt wurde, sind nur

noch sieben Areale in der Größenordnung

zwischen 37 bis 297 Quadratmetern frei. Fast

ein Drittel der zu vermietenden Gesamtfläche

von 20.000 Quadratmetern wird Kaufland

in Anspruch nehmen. Die SB-Markt-

Kette bietet auf rund 6.200 Quadratmetern

ihre Produktpalette feil.

breites angebot für besucher

Weitere Mieter sind der Penny-Markt,

die Drogerie-Kette dm, die Telekom und

der Elektronikhandel Komet. Auch aus der

Schuh- und Bekleidungsbranche haben schon

mehrere Firmen Ladenflächen angemietet. Es

werden allerdings auch noch Anbieter aus den

Segmenten Herrenmode sowie hochwertige

Damen- und Herrenschuhmode gesucht. Die

Textildiscounter Kik, NKD und Ernsting‘s

Family, die Modekette Bonita, Jeans-Fritz und

der Schuhmarkt K+K haben sich schon Areale

gesichert. Außerdem werden eine Bank

und eine Apotheke ins City-Carrée einziehen.

Geplant ist auch ein gastronomisches

Angebot. Gesucht werden laut Conduct noch

Mieter aus den Branchen Floristik, Reinigung

und Textilpflege, Buchhandel und Papeterie,

Schuhreparatur und Schlüsseldienst sowie ein

Optiker.

angebunden an die

Lebenstedter city

Das neue innerstädtische Einkaufszentrum

entsteht auf dem Grundstück des ehemaligen,

komplett abgerissenen Apollo-Centers.

Sämtliche Verkaufsflächen befinden sich im

Erdgeschoss. Parkplatzsorgen werden die Besucher

kaum haben, denn im Untergeschoss

sind Stellplätze für 595 Autos vorgesehen.

Von dort aus sind die Einkaufsbereiche entweder

über das Treppenhaus oder bequemer

über Rolltreppen und eine Aufzugsanlage

zu erreichen. Der Haupteingang liegt direkt

an der Albert-Schweitzer-Straße, nur wenige

Schritte von der Lebenstedter City entfernt.

Ralf Kirmse

Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren,

denn schon im Juni soll das Einkaufszentrum

City-Carrée im Herzen von Salzgitter-Lebenstedt

eröffnet werden. Foto: Dennis Bartz

Kontakt:

City-Carrée

Conduct Immobilien- und Verwaltungs-GmbH

Geschäftsführer: Eduard Hoffmann

Bocholter Straße 30, 38226 Salzgitter

Tel. (05341) 443 99

35


36

125 Jahre ist das jetzt her: So sah einst das

„Gesicht“ des Diercke Weltatlas aus.

Fotos: Diercke

Face-Lift für

einen klassiker

ewig junger Klassiker wird 125

Diercke Weltatlas begleitete schon Generationen von Schülern

Wer kennt ihn nicht? Wohl

jeder Schüler hat schon einmal

seine Nase in ihn hineingesteckt,

unter seiner

Last gestöhnt oder mit seiner

Hilfe die weite Welt erkundet.

Kaum eine Erdkundestunde,

in der man ihn nicht

zurate zog, ob nun das Thema

Bodenerosion oder Bevölkerungsentwicklung

auf

dem Stundenplan stand. Die

Rede ist vom Diercke Weltatlas.

Dieses Standardwerk aus

deutschen Klassenzimmern

feiert in diesem Jahr seinen

125. Geburtstag und wurde zu diesem feierlichen

Anlass gründlich überarbeitet.

Ganze Generationen von Schülern haben

sich mithilfe des Kartenwerks ein erstes Bild

von der Welt gemacht. Mancher kann sich

sogar völlig in das Kartenwerk versenken

und sich stundenlang den Fjorden Norwegens,

Afrikas Westküste oder der Antarktis

hingeben. Denn eines ist klar: Die Karten

und Abbildungen, die sicher vielfach das

Fernweh schürten, erschienen den meisten

Schülern als willkommene Abwechslung zu

mathematischen Formeln oder englischer

Grammatik.

1883 erschien der „Schul-Atlas über alle

Teile der Erde. Zum geographischen Unterricht

in höheren Lehranstalten“ erstmals –

und hat seitdem unzählige Schüler begleitet.

Im Vorwort der Erstausgabe hieß es seinerzeit:

„Maßgebend bei der Bearbeitung des

Atlas waren die drei allseitig anerkannten

Forderungen, dass die Karten richtig,

schön und zweckmäßig sein müssen.“ Vom

Grundsatz her hat sich an dieser Maßgabe

bis heute nichts geändert. So wurden für die

Neuauflage sämtliche Karten nach neuesten

Erkenntnissen überarbeitet und ergänzt –

mehr als 200 Personen und Institutionen

waren beteiligt. Über ein Drittel der Karten

erscheint erstmals.

Der Änderungsbedarf ist hoch, schließlich

legt der Diercke auch stets Zeugnis davon

ab, was die Menschen zum Zeitpunkt der

Veröffentlichung bewegte – und das ändert

sich eben. Ob der Urlaubsort des Kaisers,

ob deutsche Kolonien oder der Grenzverlauf

nach der Wiedervereinigung – Aktualität

war und ist Trumpf. Einen Schwerpunkt

der neuen Ausgabe bildet das Thema „Welt

im Wandel“. Karten zur Globalisierung,

zum Landschafts- und Klimawandel oder

zum demografischen Wandel zeigen Tendenzen

auf und lassen den interessierten

Leser einen Blick in die (wahrscheinliche)

Zukunft werfen. Aktuelle Ereignisse finden

dabei ebenfalls Eingang in den Atlas – die

Wirtschaftslage ebenso wie der verheerende

Tsunami in Südostasien Weihnachten 2004.

Auch technische Entwicklungen machen

natürlich vor dem Diercke nicht Halt.

So können Nutzer heute via Internet auf

viele Zusatzfunktionen zurückgreifen und

erhalten beispielsweise Zugang zu Hintergrundtexten,

Arbeitsblättern oder interaktiver

Lernsoftware. Und einen ganz entscheidenden

Vorteil bietet der neue Diercke

noch: Durch die Entwicklung eines speziellen

Papiers ist es gelungen, das Gewicht

des Werkes zu reduzieren – die Schüler werden

es ganz sicher danken ...

Bernhard Mecke


MELDUNGEN

150 Jahre ilseder hütte

Anlässlich des 150. Geburtstages der Ilseder

Hütte stehen Ilsede und Peine dieses

Jahr ganz im Zeichen der Stahl-Produktion.

Die „Stahl-Zeit“ genannte Veranstaltungsreihe

läuft vom 17. Mai bis 6. September.

Sponsoren sichern das eingeplante 300.000-

Euro-Budget, die Salzgitter AG trägt die

Kosten der Abschlussveranstaltung vom 4.

bis 6. September auf dem Hüttengelände in

Groß Ilsede.

Den Auftakt bildet am 17. Mai ein Festakt

in der Gebläsehalle auf dem Hüttengelände,

anschließend bringt ein historischer

Zug die Gäste nach Peine. Hier geht es auf

dem Marktplatz mit Musik und Leckereien

rund. Auf dem Hüttengelände, im Kreismuseum

oder im S-Treff in Peine wechseln

sich in der Folge nahezu täglich interessante

Veranstaltungen ab. Symbolisch werden 150

Stahl-Stelen aufgestellt – gefertigt von der

Peiner Träger GmbH.

Feldschlösschen-bionade

beim Discounter

Es bedarf einer speziellen Zertifizierung,

um das aktuelle „In-Getränk“ BIONADE

herstellen beziehungsweise nachahmen zu

dürfen. Liegt dieses Biosiegel vor, ist der

Weg frei für die offensive Vermarktung.

„BIO-Erfrischungsgetränk Original“ weist

das Etikett der Flasche im Supermarkt

aus. Im Auftrag des Mutterkonzerns, der

Holsten-Brauerei, produziert die Braunschweiger

Feldschlösschen-Brauerei seit

einigen Monaten ganz legal das beliebte Erfrischungsgetränk,

das es jetzt nicht nur im

Bio-Laden, sondern auch im Discounter zu

kaufen gibt.

Das Vorbild BIONADE kommt aus

der kleinen Privatbrauerei Peter mit Sitz in

Ostheim vor der Rhön und ist in den vergangenen

Jahren vom Nischenprodukt zum

Kultgetränk avanciert. 70 Millionen Flaschen

wurden im vergangenen Jahr abgesetzt.

Hatte das Unternehmen anfangs versucht,

die Kopien mit einstweiliger Verfügung zu

stoppen, kam es letztendlich zu einer gütlichen

Einigung mit Holsten/Carlsberg.

Holger Neddermeier

einzigartig in Deutschland

Seit Dezember bietet Wolfsburg seinen

Bürgern und Gästen etwas Einmaliges: das

Designer Outlet Wolfsburg (DOW). Es ist

das einzige seiner Art in einer deutschen

Innenstadt. In dem 10.000 Quadratmeter

großen Einkaufszentrum finden 50 Geschäfte

Platz, die Haushaltsartikel, Bekleidung

oder Schuhe bieten. Auf jährlich 1,5

Millionen Besucher hoffen die Betreiber,

50 Millionen Euro wurden investiert, 350

Mitarbeiter werden hier beschäftigt. Damit

will sich die Stadt auch gegenüber Braunschweig

positionieren, wo die Schloss-

Arkaden um Besucher oder besser Käufer

werben.

Investor Hans Dopke von Outlet Centers

International (OCI) hat noch Großes

in Wolfsburg vor: So ist geplant, die Ver-

Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH

standort | März 2008 | FOkUSSIERT

Designer Outlet Wolfsburg (DOW).

Foto: BZ-Archiv/Helge Landmann

kaufsfläche auf 20.000 Quadratmeter glatt

zu verdoppeln, eine Kaufoption auf das

Nachbargrundstück besteht bereits. Noch

liegen die Pläne in der Schublade, sollen

jedoch schon in diesem Jahr konkretisiert

werden.

Bernhard Mecke

Salzgitter,

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37


38

braunschweig startet

Tourismus-offensive

Der Ende des vergangenen Jahres gegründete Arbeitsausschuss

Tourismus Braunschweig (ATB) soll die Stadt künftig offensiver in

touristischen Belangen überregional darstellen.

Kontakt:

Ansprechpartner zum Thema ATB:

Edgar Wernhardt, Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Vor der Burg 1, 38100 Braunschweig

Tel. (05 31) 47 0 20 52, Fax (05 31) 47 0 44 45

E-Mail: edgar.wernhardt@braunschweig.de

Sehr provokant brachte es der Vorsitzende

des Tourismus-Ausschusses Jost Smeulders

auf den Punkt: „Die Stadt hat vieles

zu bieten, nur weiß das so gut wie keiner.“

In der Tat hatte Braunschweig im bundesweiten

Vergleich lange Zeit das Image einer

grauen Maus. Es fehlte ein klares Profil in

Bezug auf die Außendarstellung. Der Ausschuss

will künftig mit der Stadtmarketing

GmbH und dem Arbeitsausschuss Innenstadt

(AAI) gemeinsam für die Stärken der

Stadt Heinrichs des Löwen werben. Smeulders

und seine Mitstreiter, ein Zusammenschlusses

aus Vertretern des Gastgewerbes,

der Tagungswirtschaft und der Gastronomie,

setzen auf die Vernetzung und Bündelung

der Kräfte.

„stadt kränkelt am

wochenendgeschäft“ aTb

Vorsitzender Joost smeulders

Zwar sind die Übernachtungszahlen innerhalb

der Woche durch viele Geschäfts-

Das ehemalige Freizeit- und Bildungszentrum

im Bürgerpark soll zu einem Hotel der

gehobenen Kategorie ausgebaut werden.

Foto: Holger Neddermeier

und Messekunden in den vergangenen

Jahren recht positiv gewesen, doch an Wochenenden

herrschte öfter mal gähnende

Leere in der Innenstadt, den Hotels und

Pensionen. „Die Stadt kränkelt eindeutig am

Wochenendgeschäft“, so Smeulders. Dieses

zu beleben, ist eine der wichtigsten Herausforderungen,

denen sich der ATB stellen

möchte.

Die Ziele haben die Ausschuss-Mitglieder

klar definiert: „Vitalität, Lebensqualität

und Anziehungskraft der Welfenstadt

wahren, stärken und nach außen profilieren,

Angebote für Besucher der Bereiche Städte

und Kultur-Tourismus, Geschäfts- und Tagungstourismus

sowie den Tagestourismus

zielgerichtet entwickeln und deren präzise

Vermarktung fördern“, heißt es in einem

gemeinsamen Credo.

„wir müssen unser Tafelsilber

aufpolieren“ Friederike

harlfinger (aTb)

Auch die stellvertretende Vorsitzende

Friederike Harlfinger ist überzeugt davon,

dass gemeinsame Anstrengungen das Geschäft

beleben werden. „Wir müssen unser

Tafelsilber aufpolieren. Wer einmal Braunschweig

und seine vielen Sehenswürdigkeiten

gesehen hat, der kommt auch gerne

öfter wieder zurück“, weiß die Hotel-Eigentümerin

aus der eigenen Praxis.

„Ich wage den euphorischen Ausblick,

dass sich die Bekanntheit Braunschweigs

langfristig kontinuierlich steigern lässt,

messbar an den Übernachtungs- und Besucherzahlen“,

zeigt sich Mövenpick-Direktor

Smeulders optimistisch.

Die Traditionsinseln der Stadt mit Burgplatz,

Schloss oder Altstadtmarkt müssten

noch stärker hervorgehoben werden. Zu

touristischen Zugpferden sollen neben dem

Weihnachtsmarkt auch Ausstellungen und


Großveranstaltungen, wie zum Beispiel das

„Burgplatz-Open-Air“ und die „Löwen-

Classics“, werden.

interesse an

braunschweig spürbar

Gemeinsam mit der Marketingexpertise

des Stadtmarketings soll in den Quellmärkten

Hamburg, Nordrhein-Westfalen und

Berlin mit verschiedenen Maßnahmen positioniert

werden. Dazu werde man sich

künftig auf wichtigen Messen noch stärker

präsentieren. “Wir sind mit dem Ergebnis

unseres Messebesuchs in Hamburg sehr

zufrieden und konnten unsere Kontakte

zu Individualreisenden und Busreiseunternehmern

weiter ausbauen und pflegen“, so

Wir drucken für Sie ...

Broschüren

Plakate

Flyer/Folder

Bücher

Magazine

seit 50 Jahren

... in Wolfsburg

1 2

Edgar Wernhardt, Teamkoordinator Tourist

& Convention der Braunschweig Stadtmarketing

GmbH. Man habe deutlich das Interesse

der Busunternehmer an Fahrten nach

Braunschweig spüren können, so Wernhardt.

Derzeit gehören dem ATB 15 Mitglieder

an. Das ergibt eine Anschubfinanzierung

von rund 20.000 Euro. Die Mitgliederzahl

solle sich aber schnell deutlich steigern, um

wichtige Investitionen tätigen zu können.

arbeitsausschuss Tourismus

braunschweig e.V.

Dem Verein gehören Vertreter der Hotellerie,

Gastronomie und des Arbeitsausschusses

Innenstadt e.V. (AAI) an. Das

Druckvorstufe

Offsetdruck

Digitaldruck

Weiterverarbeitung

Logistik

NIEDERSACHSEN

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standort | März 2008 | FOkUSSIERT

1 Edgar Wernhardt, Joost Smeulders, Silke

Ney, Carius Novak, Gerold Leppa, Friederike

Harlfinger, Wieslaw Puzia, Karsten Ziaja.

Foto: Holger Neddermeier

2 Joost Smeulders, Vorsitzender ATB.

Foto: Holger Neddermeier

Stadtmarketing betreut den ATB im Rahmen

der Geschäftsbesorgung. Dem Vorstand

gehören Joost Smeulders (Erster

Vorsitzender, Hotel Mövenpick), Friederike

Harlfinger (stellvertretende Vorsitzende, Hotel

Fürstenhof), Stefanie Jüptner (Mercure

Hotel Atrium), Silke Ney (penta hotel), Dr.

Bettina Rothärmel (Braunschweiger Zeitung),

Karsten Ziaja, (Ringhotel Deutsches

Haus), Wieslaw Puzia (City Hotel und

Stadtpalais), Carius Nowak (DEHOGA

Stadtverband Braunschweig e.V.) sowie

Philipp Schröder (Arbeitsausschuss Innenstadt

Braunschweig e.V.) an.

Holger Neddermeier

Poststraße 44·38440 Wolfsburg

Tel. 0 53 61 /29 89-0

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Neuer Vorstand der Wirtschaftsjunioren Braunschweig 2008 (v.l.n.r) : Die stellv. Sprecher Ingo Meier (Bankhaus C.L. Seeliger) und

Tobias Friedrich (lola planet audio consulting), Schatzmeister Oliver Struß (Tischlerei Struß GmbH), Schriftführer Richard Borek jun.

(Richard Borek GmbH & Co. KG), Pressesprecher René Weidig (Dr. Appelhagen und Partner) sowie der neue Vorsitzende und Sprecher Okan

Bakanay (HSH Nordbank AG). Foto: S. Hübner

erfolgsfaktoren im Mittelstand

AUFNAHME

> Die Aufnahmevoraussetzungen bei den

Wirtschaftsjunioren: Unternehmer,

Führungs- und Führungsnachwuchskräfte

in einem der IHK zugehörigen

Betrieb, noch nicht 40 Jahre alt und bereit

zur aktiven Mitarbeit.

> Informationen gibt es unter

www.wj-braunschweig.de oder auch

telefonisch bei der Industrie- und

Handelskammer Braunschweig.

Ansprechpartner ist Berndt von Conradi,

Tel: 0531/4715-248.

Mit über 10.000 Mitgliedern sind die

Wirtschaftsjunioren (WJ) der größte deutsche

Verband junger Unternehmer und

Führungskräfte aus allen Bereichen der

Wirtschaft im Alter bis zu vierzig Jahren.

Organisiert sind sie in elf Landesverbänden

und 210 Kreisen mit einer Wirtschaftskraft

von mehr als 120 Milliarden

Euro Umsatz. Auf Bundes-, Landes- und

Kreisebene besteht eine enge Verbindung

zu den Industrie- und Handelskammern

und dem DIHK. Die Wirtschaftsjunioren

Braunschweig zählen aktuell 62 Mitglieder,

41 Fördermitglieder und 7 Senatoren und

sehen sich als die Stimme der jungen Wirtschaft

in der Region. „Unser Ziel ist die

langfristige Sicherung der wirtschaftlichen

Grundlagen. Wir wollen die Zukunft un-

seres Landes gestalten und Verantwortung

übernehmen“, erklärt der neue Sprecher

Okan Bakanay.

Mit dem diesjährigen Jahresprogramm

unter dem Motto „Erfolgsfaktoren im Mittelstand“

wollen die Wirtschaftsjunioren

den Mittelstand dafür sensibilisieren, was

den erfolgreichen von einem weniger erfolgreichen

Mittelständler unterscheidet.

Dazu soll das aktuelle Jahresprogramm mit

verschiedenen Aktionen und Gesprächen

beitragen. „Ich wünsche mir einen regen

und nachhaltigen Gedankenaustausch, denn

der Mittelstand bildet im Hinblick auf Beschäftigung,

Investitionen und technischen

Fortschritt das „Rückgrat der deutschen

Wirtschaft“, so Bakanay.

Holger Neddermeier


MELDUNGEN

neuer wirtschaftsförderer

Ilsede hat einen neuen Wirtschaftsförderer:

Wolfram Gnädig. Bürgermeister

Wilfried Brandes stellte den 50-Jährigen

vor, der das Amt bis Ende 2011 übernimmt.

Schwerpunkte seiner Arbeit werden die Ansiedlung

neuer Firmen auf dem Hüttengelände

und im Gewerbegebiet Peiner Feld

in Groß Ilsede sein. Gnädig will zunächst

Stärken und Schwächen der Gemeinde ausloten,

um gezielt Image und Marketing zu

verbessern. Dabei will sich Gnädig bewusst

von anderen Gemeinden abgrenzen, etwa

durch die gezielte Ansprache von Firmen

aus dem Bereich erneuerbare Energien.

Auch der Bürgermeister hilft: So plant er

einen Stammtisch für Ilseder Firmen und

externe Wirtschaftsexperten. Außerdem will

er das Erscheinungsbild des Groß Ilseder

Marktplatzes „parkähnlich“ gestalten, um

das Image der Gemeinde zu verbessern.

steinecke

Bäckermeister Erich Steinecke erhielt

jetzt aus der Hand von Obermeister Hans

Förstermann seinen Ehrenmeisterbrief. Der

87-Jährige feiert sein 60-jähriges Meisterjubiläum.

1945 eröffnete Steinecke seine eigene

Bäckerei in Groß Sisbeck, 1951 folgte der

heutige Standort Mariental.

hilfe für existenzgründer

Tipps für Existenzgründer bietet Joachim

Roth, Wirtschaftsdezernent und Geschäftsführer

der städtischen Fördergesellschaft

Braunschweig Zukunft GmbH, die

beim Weg in die Selbstständigkeit helfen

will. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur

Geldquellen bei Bund und Ländern sowie

Banken und EU, sondern auch die ergänzenden

städtischen Angebote. Angesichts

der Vielzahl der Fördermöglichkeiten empfiehlt

Roth Gründungswilligen Beratungsgespräche.

Ob Hightech Gründerfonds,

KfW-Startgeld, Niedersachsenkredit, Unterstützung

der Agentur für Arbeit bei Gründung

aus der Arbeitslosigkeit sowie Gründerfonds

der Stadt Braunschweig – Roth

bietet Hilfe im Förder-Dschungel.

Führungswechsel bei neoman

Wechsel an der Spitze des Salzgitteraner

Busbauers Neoman: Der bisherige

Geschäftsführer Joachim Dürr wechselt in

die Münchner MAN-Zentrale. Die Führung

in Salzgitter übernehmen Lars Wrebo

und Sabine Drzisga, die bislang dem

Vorstand der Nutzfahrzeugsparte angehörten.

Der Konzern fasst das Bus- und

das Lkw-Geschäft zusammen. Bereits im

Februar wurde Neoman organisatorisch in

die MAN-Nutzfahrzeugsparte integriert

– dies soll die Salzgitteraner Tochter im

schwächelnden Busgeschäft stärken.

neuer center-Manager

in den schloss-arkaden

Erst Wolfsburg – jetzt Braunschweig.

Jan Tangerding (41) ist seit dem 1. Januar

2008 der neue Center-Manager der Schloss-

Arkaden. Der Westphale führte bereits vier

Jahre das Wolfsburger ECE-Einkaufszentrum

„City Galerie“. Nun übernimmt er

wolfgang bunjes

Die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung

und Liegenschaften (GLL) in

Wolfsburg hat einen neuen Leiter. Wolfgang

Bunjes, der in Ruhestand geht, gibt

den Staffelstab an Dieter Stündl weiter,

bislang stellvertretender Leiter der GLL

Hameln. Doch damit nicht genug, denn

auch der Behördensitz wird ein neuer: An

standort | März 2008 | VERMISCHTES

Joachim Dürr, Geschäftsführer Neoman. Foto: MAN

die Nachfolge von Jens Preißler, der die

Leitung der Schloss-Arkaden abgibt. Eines

der Ziele des neuen Center-Managers ist

es, die Schloss-Arkaden als sympathischen

Treffpunkt zu etablieren.

Wolfgang Bunjes (links) hat sich in den Ruhestand verabschiedet und die Leitung der Behörde für Geo-

information, Landentwicklung und Liegenschaften an Dieter Stündl (rechts) abgegeben. Foto: BZ-Archiv/Helmke

der Siegfried-Ehlers-Straße 2 bezieht die

GLL neue Räumlichkeiten in den oberen

Stockwerken. Stündl sieht die Herausforderungen

der neuen Aufgabe vor allem

in neuer Technik und der Sicherung der

Standorte im Raum Wolfsburg.

Texte: Bernhard Mecke

41


42

MELDUNGEN

Rundum zufrieden mit dem Verlauf des

Abends waren:

1 Wolfram Bäse-Jöbkes vom

Schimmel-Auswahlcentrum

2 Claudia Kayser, zuständig für die

Öffentlichkeitsarbeit der Volksbank BraWo

3 Frank Luem, Leiter des Porsche-Zentrums

4 Heinz-Joachim Westphal, (Gebietsdirektor der

Volksbank Braunschweig Wolfsburg).

Rundum zufrieden mit dem Verlauf des Abends Über 300 Gäste kamen

zur achten Afterwork-Lounge. Fotos: Scheibe

Neujahrsempfang in der Burg Dankwarderode:

Landesbischof Friedrich Weber, Teuku Darmawan,

Generalkonsul der Republik Indonesien,

VW-Vorstandsvorsitzender Prof. Martin Winterkorn

und Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann mit

seiner Frau Doris. Foto: BZ-Archiv/Flentje

1

2 3 4

Porsche und Piano

Der große Andrang war eine Erfolgsbestätigung

für das Konzept: Mehr als 300 Gäste

kamen zur achten Afterworklounge der

Volksbank BraWo und des Schimmel-Auswahlcentrums,

die gemeinsam mit immer

neuen Gastgebern zum konstruktiven Feierabendplausch

laden. Diesmal war Frank

Luem vom Porsche Zentrum Braunschweig

braunschweig und Vw

gehören zusammen“

Vor 70 Jahren begann mit dem Bau des

Vorwerks in Braunschweig die VW-Geschichte,

anlässlich des Neujahrsempfangs

von Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann

wurde die enge Verbindung zwischen

Stadt und Konzern erneut demonstriert.

Schließlich war als Festredner der VW-Vorstandsvorsitzende

Professor Martin Winterkorn

eingeladen. Und gleich neun Mitglieder

des Konzern- und Markenvorstands

sowie von VW-Töchtern waren an diesem

der Hausherr – ausdrücklicher Wunsch des

gebürtigen Schwaben waren Spezialitäten

aus dem „Ländle“, so dass Andreas Göthe

als fester Catering-Partner der Veranstaltung

sich kulinarisch auf fremdes Territorium

wagte. Den Gästen hat´s gemundet, ebenso

wie die Pianomusik von Jan-Heie Erchinger

(Jazzkantine). Viele nutzten die Gelegenheit,

mal ganz unverbindlich im Porsche Cabrio

Probe zu sitzen. Unter den Gästen: Dr. Joachim

Gulich, Stefan Wachtel, Peter Wichmann,

Armin Gruner und Carsten Wurm,

Klaus Gattermann, Antje Speitel, Konrad

Kloster und Kathrin Schaper, Thomas Mehner,

Marco Fantoni, Christian Schultz, Dietrich

Fürst, Melanie Römermann, Robert

Glogowski, Jens Richwien, Matthias Lanzer,

Dr. Volker Eckert, Sabine Stegner, Dr.

Bernd Schierwater, Christian Wirthsmann,

Kilian Hefele, Gero Wolter..

Abend ebenfalls Gäste der Stadt. Der Oberbürgermeister

wies denn auch auf 2008 als

Jubiläumsjahr für die Stadt und VW hin.

„Braunschweig und VW, das gehört einfach

zusammen“, betonte Winterkorn in seiner

Festrede. Braunschweig sei eines der weltweit

führenden Werke für Fahrwerkskomponenten

und beherberge die VW-Bank. Diese

Erfolgsgeschichte werde VW fortsetzen.

Bernhard Mecke


1 Reitmeister Karsten Huck

2 400 Gäste kamen zum Reiter Forum in die

Mercedes-Benz Niederlassung Braunschweig

3 Freuten sich über den großen Zuspruch

(v.l.): Bettina Wieneke, Direktorin der Niederlassung

Braunschweig, Karsten Huck und

Matthias Henning, Veranstalter Reiter Forum.

Fotos: Mercedes-Benz Niederlassung Braunschweig

Mit Pferdestärken

kennt man sich hier aus

Landrat Gerhard Kilian begrüßt die zahlreich

erschienenen Gäste im Helmstedter Brunnentheater.

Foto: BZ-Archiv/Flentje

1

Pferde-Profis gaben Tipps

Zum Reiter Forum hatte die Mercedes-

Benz Niederlassung Braunschweig geladen

– und 400 Gäste kamen. Wohl vor allem,

um den Vorträgen von Reitmeister Karsten

Huck und Mannschaftsolympiasiegerin Heike

Kemmer zu lauschen. Huck referierte zu

den Themen Springtraining und Gymnastizierung,

Kemmer gab Tipps für das tägliche

Training und den richtigen Umgang mit den

Vierbeinern. Ob die Veranstaltung im nächsten

Jahr wiederholt wird, ist noch offen.

Bernhard Mecke

brunnentheater

500 Gäste aus Wirtschaft und Politik

konnte die projekt-Region Braunschweig

GmbH im Helmstedter Brunnentheater

begrüßen, als sie jetzt zur Vorstellung des

Netzwerks regionaler Akteure bat, das seit

der Gründung vor drei Jahren entstanden ist.

2.500 Unternehmen und Institutionen gehören

dem Netzwerk mittlerweile an. Die projekt-Region

GmbH wurde als Partnerschaft

von privater und öffentlicher Hand mit dem

Ziel gegründet, die Wirtschaftsstrukturent-

standort | März 2008 | VERMISCHTES

wicklung im Großraum Braunschweig voranzubringen

und so Arbeitsplätze zu schaffen.

Auf einem „Marktplatz der Projekte“

konnten sich Gäste informieren; Firmen,

Bildungseinrichtungen und Gebietskörperschaften

waren mit Ansprechpartnern vor

Ort. Neun Existenzgründer aus der Region

wurden von Joachim Werren, Staatssekretär

im niedersächsischen Wirtschaftsministerium,

für ihre Geschäftsideen ausgezeichnet.

Bernhard Mecke

2

43

3


44

MELDUNGEN

1 Niederlassungsleiterin Bettina Wieneke gibt

den Startschuss für die neue LKW-Werkstatt

2 Im Dezember vergangenen Jahres wurde die

neue LKW-Werkstatt der Mercedes-Benz

Niederlassung Braunschweig eröffnet.

3 Die 20 neuen Werkstatt-Arbeitsplätze bieten

optimale Bedingungen für die Mercedes-Benz

Mitarbeiter.

Fotos: Mercedes-Benz Niederlassung Braunschweig

Höchste Standards

im Umweltschutz

1 2 3

neue LKw-werkstatt

bei Mercedes

Nach rund neunmonatiger Bauzeit hat

die Mercedes-Benz-Niederlassung in Braunschweig

im Dezember eine neue Lkw-Werkstatt

in Betrieb genommen. Die Werkstatt

auf einer Fläche von über 1.700 Quadratmetern

gilt als die bislang modernste und längste

der Daimler AG und bietet nach Firmenangaben

an den 20 Werkstatt-Arbeitsplätzen

optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter.

Zudem vereine die „abwasserfreie“

Werkstatt modernste Technik und höchste

Standards im Umweltschutz. „Wir sind

stolz, einen Mercedes-Benz Servicebetrieb

unseren Kunden anbieten zu können, der in

Europa neue Maßstäbe setzt“, erklärte Niederlassungsleiterin

Bettina Wieneke.

Die Lkw-Gruben verfügen über modernste

Hebetechnik und Ölabsaugung und

sind mit entsprechenden Füllstationen versorgt.

Dabei sind die beiden neuen Sechs-

Stempel-Truckliftanlagen einzigartig im

autohaus am

Drömling ausgezeichnet

Jedes Jahr zeichnet die Gebrauchtwagen-

Organisation von Peugeot Deutschland Vertragspartner

aus, die im Gebrauchtwagen-

Segment Besonderes leisten. Die Kriterien

für die Auszeichnung reichen von der Gewährung

einer 100.000-Kilometer-Garantie

bis zu flexiblen Finanzierungs- oder Leasingangeboten.

Nach einer Überprüfung darf

Die Gebrauchtwagen-Organisation von Peugeot Deutschland

zeichnete in diesem Jahr das Autohaus am Drömling für seine

besonderen Leistungen aus. Foto:Spotlight

Daimler-Konzern und haben eine Gesamthebekraftleistung

von 90 Tonnen pro Anlage.

Die Anlage wird vollelektronisch gesteuert,

und jeder einzelne Stempel kann nach

Achsmaßen des jeweiligen Lkw programmiert

werden und die richtige Hebeposition

ansteuern. Eine Truckliftanlage kann sowohl

drei Sattelzugmaschinen oder einen kompletten

Zug und eine Sattelzugmaschine als

auch Fahrzeuge mit Überlänge anheben.

„Was diese Werkstatt auszeichnet, sind

die klare Struktur, die Helligkeit, die Übersicht

sowie die kurzen Laufwege. Modernste

Werkstatttechnik und optimierte Abläufe ermöglichen

einen optimalen Werkstatt-Faktor,

der die Funktionalität des Werkstattbereichs

bewertet“, so Martin Boisserée, Serviceleiter

und Bauprojektverantwortlicher.

Holger Neddermeier

sich das Autohaus am Drömling in Wolfsburg

jetzt über das Siegel „Qualitäts-Gebrauchtwagen“

freuen. Das Autohaus bestand nicht

nur den Test, sondern erreichte dabei die

höchstmögliche Punktzahl. Kundenorientierung

und Qualitätssicherung stünden für

das Unternehmen im Vordergrund, betont

Geschäftsführer Peter Eisenhauer.


Jung-unternehmer

Beim Geschäftsideen-Wettbewerb „promotion

student“ des Innovations-Campus

der Wolfsburg AG in Kooperation mit der

Lehrveranstaltung „Talente-Coaching-Entrepreneurship“

stellten die zwölf teilnehmenden

Teams jetzt ihre Ideen vor. „Wie

werde ich ein erfolgreicher Jung-Unternehmer?“,

war die Zielvorgabe. Vom Fitnessstudio

speziell für Kinder und Jugendliche

reichten die Einfälle der Schüler und Studenten

über einen elektronischen Reiseführer

bis zu einem innovativen Lernsystem für

Vokabeln.

PLaYoFF ist jetzt TuLiP inn

Das ehemalige PlayOff Hotel Braunschweig

heißt seit dem 1. Februar TULIP

INN. Das Angebot: Hallentennis, Squash,

Badminton, Saunen, Solarien, Kegelbahnen,

dazu ein modernisierter Fitnessclub. „Mit

177 Zimmern, Tagungsräumen für bis zu

350 Personen und einem nicht alltäglichen

Gastronomieangebot gehören wir zu den

größten Hotels in und um Braunschweig.

Golden Tulip sehen wir dabei als idealen

Kooperationspartner“, so die Direktoren

des Hauses, Prodromos Hatzifotiou und

Christian Lüdeking. Mit dem einzigartigen

Gastronomieangebot sieht man sich gut

aufgestellt. Das „Dschijngis“ mongolish

barbeque (teils mit Känguru und Krokodil)

sowie die american sportsbar „Pitch“ sollen

Abwechslung bieten.

clevere geschäftsideen

überzeugten

Ehme de Riese hat bereits zum zweiten

Mal den Sprung unter die Top 100 der deutschen

Optiker geschafft. Der Wolfsburger

Unternehmer nahm seine Urkunde anlässlich

einer Gala im Grandhotel auf dem Petersberg

bei Bonn von Fernsehmoderatorin

Birgit Schrowange entgegen. De Rieses Geschäft

punktete mit seiner Ladengestaltung,

der Kunden- und Marktorientierung sowie

der Personal- und Unternehmensführung.

Bernhard Mecke

ie gehören zu den weltweit 20 besten konzerneigenen Auszubildenden:

Mark Helm (links) und Helge Meier. Foto: BZ-Archiv/Bernward Comes

Vw-azubis an der weltspitze

Helge Meier (25) und Mark Helm (22)

haben ihre Ausbildung bei Volkswagen erfolgreich

absolviert. Sogar so erfolgreich,

dass sie zu den weltweit 20 besten konzerneigenen

Absolventen gehören. Meier lernte

standort | März 2008 | VERMISCHTES

Für beispielhafte Kundenzufriedenheit wurde der Gifhorner Mazda-Vertragshändler

Rudloff & Kussmann jetzt ausgezeichnet. Foto: Tospann

auszeichnung für

rudloff & Kussmann

Freude beim Gifhorner Mazda-Vertragshändler

Rudloff & Kussmann: Der

Betrieb wurde nachträglich für 2006 mit

einem Preis des Mazda-Präsidenten für

„Exzellenz in Kundenzufriedenheit“ aus-

Speditionskaufmann und studiert nebenbei

an der Verwaltungs-Wirtschafts-Akademie

(VWA) in Braunschweig. Helm machte eine

Ausbildung zum Industrieelektroniker.

gezeichnet. Jährlich befragt Mazda Kunden

der bundesweit rund 850 Vertragshändler

und vergibt auf dieser Grundlage den Preis

an die besten 20 Betriebe.

45

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VERMISCHTES | März 2008 | standort

MELDUNGEN

1 Viel Prominenz beim 2. Neujahrsempfang

der Salzgitter Zeitung: Bundesumweltminister

Sigmar Gabriel, SPD-Generalsekretär

Hubertus Heil, Elisabeth Heister-Neumann,

niedersächsische Justizministerin, Salzgitters

Oberbürgermeister Frank Klingebiel, Luitgard

Heissenberg, Leiterin der Lokalredaktion

Salzgitter, Joachim Grzescik, Regionalleiter

der Braunschweigischen Landessparkasse,

und Henrik Stehlik, Olympiadritter in Athen

im Trampolinturnen. Foto: BZ-Archiv/Peter Sierigk

2 Professor Dr. Know treibt seine Späße mit

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Foto: BZ-Archiv/Peter Sierigk

ihK empfang

1000 Gäste kamen zum Neujahrsempfang

der IHK Braunschweig in die Volkswagenhalle.

Prominentester Gast war Landesvater

Christian Wulff. Dieser hielt sich

nicht mit Lob zurück: Die Region Braunschweig

sei in vielen Feldern technologisch

führend – dies sei mit der Auszeichnung

Zaubertricks

Der zweite Neujahrsempfang der Salzgitter-Zeitung

und der Braunschweigischen

Landessparkasse/Nord-LB unter dem

Motto „Salzgitter bildet“ lockte 100 prominente

Gäste in die Kundenhalle der Bank in

Lebenstedt. Die unterhielten sich bei Zau-

Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer

in der VW-Halle: IHK-Präsident Wolf-Michael Schmid,

Ministerpräsident Christian Wulff, IHK-Geschäftsführer

Bernd Meier und BS-Energy-Vorstandschef Ulrich

Lehmann-Grube. Foto: BZ-Archiv/Peter Sierigk

„Stadt der Wissenschaft“ auch überall in

Deutschland angekommen. Die Stärken der

Region – Flugzeug, Automobil und Stahl –

seien sogar weltbekannt. Wulff appellierte,

nicht nur die Zentren, sondern auch das

Umland zu stärken.

Bernhard Mecke

1 2

bertricks, einem Glücksrad für den guten

Zweck und kulinarischen Köstlichkeiten

bestens. Musikalisch sorgte die aus Gustedt

stammende Jazz-Musikerin Ulita Knaus für

Abwechslung.

Bernhard Mecke


empfang mit hindernissen

Mehr als 500 Gäste waren zum Jahresauftakt

von Braunschweiger Zeitung, Neuer

Braunschweiger, Mövenpick und Feldschlößchen

in den Malersaal des Staatstheaters gekommen.

Der Neujahrs-Empfang stand im

Zeichen des Sports und des Abschieds des

Geschäftsführers Rainer Hlubek. Durchaus

wörtlich zu nehmen war das Motto: „Mit

Schwung ins Sportjahr“. Am Eingang zum

Malersaal des Staatstheaters wurden Hürden

gestellt, die die Gäste vor die Wahl stellten:

Sportsgeist beweisen und springend die

Hindernisse überwinden oder – möglichst

unbeobachtet – drumherum schlängeln. Bis

in die Nachmittagsstunden nutzten die Gäste

die Chance zu anregenden Gesprächen

- musikalisch aufgelockert von der Braunschweiger

Band „Cigar“ (Fritz Köster, Dirk

Wachsmuth und Lutz Sauerbier). Wer sich

schlussendlich doch verabschiedete ging jedoch

nicht, ohne eine Spende an die Aktion

der Braunschweiger Zeitung „Das goldene

Herz“: 5000 Euro kamen so beim Empfang

zusammen.

neujahrstreffen in helmstedt

Prall gefüllt war der Schützensaal beim

Neujahrstreffen der Helmstedter Ortsgruppe

der Industriegewerkschaft Bergbau,

Chemie, Energie (IG BCE). Festrednerin

war Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.

Arbeitnehmer müssten am Unternehmenserfolg

teilhaben, forderte die Ministerin.

sparsamer empfang

Bewusst sparsam kam der Neujahrsempfang

der Stadt Gifhorn daher: Dank

leerer Kassen gab es weder Musik noch einen

Imbiss für die 180 Gäste. Dennoch gab

es Grund zur Freude, etwa den bewilligten

EU-Zuschuss zum neuen Hallenbad. Bürgermeister

Manfred Birth erwartet „ganz

besondere Impulse“, auch vom neuen

medizinischen Zentrum, dem Neubau des

Krankenhauses sowie der Erweiterung des

Christinenstifts.

Bernhard Mecke

Für den scheidenden Geschäftsführer Rainer

Hlubek (2.v.l.) gab es eine Sonderausgabe -

überreicht von den Kollegen Peter Imberg (links)

und Dr. Martin Jaschke. Rechts: Joachim Kopatzki,

Mitglied der Geschäftsleitung der WAZ-Medien-

gruppe. Foto: Bz-Archiv/Flentje

Dichtes aber geselliges Gedränge herrschte beim

Neujahrsempfang. Foto: Bz-Archiv/Flentje

Foto: BZ-Archiv/Ziehres

Foto: BZ-Archiv/Kleinert

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