Liebe Kinder - St. Walburga

st.walburga.de

Liebe Kinder - St. Walburga

Kath. Kirchengemeinde

St. Walburga Overath

1/2007


Liebe Leserinnen

und Leser,

Was hat eigentlich unserer Titelbild mit Pfingsten zu tun?

Das Feuer steht natürlich für die Kraft des Heiligen Geistes.

Aber die zerborstene Glühbirne? Fehlt uns fortan

die Erleuchtung?

In der Tat, die Glühbirne soll abgeschafft werden, wegen

des Klimas. Energiesparlampen sollen uns retten. O

Gott, vielleicht sollten wir mal lieber unsere eigene Birne

einschalten:

Erleuchte uns, Heiliger Geist,

erleuchte unseren Verstand,

dass wir die Zeichen der Zeit erkennen,

erleuchte unser Herz,

dass wir sie uns “zu Herzen” nehmen,

erleuchte unsere Wege,

dass wir sie tatvoll beschreiten.

Wie es mit der Glühbirne wirklich bestellt ist, lesen Sie

auf Seite 34.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein erleuchtetes

Pfingstfest.

IHRE REDAKTION

Titelbild:

Mit freundlicher Genehmigung von Peter Wienerroither

http://homepage.univie.ac.at/Peter.Wienerroither/pwfogx/

20060909-009.htm

.


Sakramente

Erstkommunion ............................... 10

Firmung ........................................... 12

Firmwochenende............................. 13

Entscheiden und Vertrauen............. 14

Gemeindeleben

Unser neuer Pastor ......................... 16

Termine ........................................... 18

Alles hat seine Zeit .......................... 18

Gemeindereise Malta ...................... 19

Küster, Danke! ............................... 20

Exerzitien im Alltag .......................... 22

Jubelkommunion............................. 23

Gruß von Pater Todo....................... 24

Energie für die Gemeindearbeit ...... 25

Neue Wing in neue Schläuche........ 26

Pilgerweg, neue Erkenntnisse......... 28

Forum

Zukunft der Kirche........................... 30

Den Wandel gestalten..................... 32

Wir sind Klima.................................. 34

Wir haben einen neuen

Pastor!

Küster gesucht!

Wir sind Klima

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

auf einen Blick

Jugend

Fußball und Flambeau .....................36

Passahmahl .....................................37

Konzert Junger Chor........................38

Gruppen & Vereine

Kath. Frauengemeinschaft...............40

Kolpingsfamilie.................................42

Kirchenchor......................................43

Junger Chor .....................................44

Kinder, Teenies, Kirchenmäuse.......44

Stadtbücherei St. Walburga .............46

Rubriken

Pfingstgruß ........................................4

Kindertagesstätte ...............................6

Zur Person..........................................9

Ökumene, Ev. Kirche .......................48

Kinderseite .......................................50

Kultur................................................52

Unterhaltung ....................................56

Leserbriefe .......................................58

In eigener Sache ..............................59

Familienbuch....................................60

Zum Dienst bereit.............................63

Seite 16

Seite 20

Seite 34

3


4

Pfingstgruß

Liebe Pfarrangehörige

von St. Walburga,

Pfingsten – ist das nicht ein Fremdwort?

Das Wort kommt aus dem Griechischen

in unsere Sprache. Doch

nicht nur der Name, sondern auch das

Hochfest, das dieser Name bezeichnet,

ist vielen Menschen fremd geworden.

Pfingsten kommt als „verlängertes

Wochenende“ vielen entgegen.

Schließlich fällt es in eine besonders

schöne Jahreszeit. Es reizt daher zu

Kurzreisen oder Ausflügen. Dagegen

ist nichts zu sagen. Aber Pfingsten –

das ist mehr.

Pfingsten – dazu fällt mir nichts ein,

so gaben manche auf der Straße an,

als sie von einem Reporter angesprochen

wurden. Uns Christen fällt zumindest

ein, dass Pfingsten etwas mit der

Sendung des Heiligen Geistes zu tun

hat.

Über das Ereignis von Pfingsten berichtet

die Apostelgeschichte:

Die im Abendmahlssaal versammelten

Jünger werden von der Kraft

des Gottesgeistes ergriffen. „Da kam

plötzlich vom Himmel her ein Brausen,

wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt...

. Und es erschienen ihnen Zungen

wie von Feuer, die sich verteilten;

auf jede von ihnen ließ sich eine nie-

der. Alle wurden mit dem Heiligen

Geist erfüllt...“ Der Heilige Geist bewegte

die Apostel zu mutigem Bekenntnis

der Heilstaten Christi und seiner

Auferstehung. Und er bewegte die

Herzen derer, die ihnen zuhörten. An

diesem Tag ließen sich 3.000 Menschen

taufen.

Pfingsten kann daher auch als Geburtsfest

der Kirche bezeichnet werden.

In Taufe und Firmung haben auch wir

den Geist Gottes empfangen. Weil

Gott den Geist seines Sohnes in unser

Herz sandte, vermögen wir als Christen

zu leben. Keiner kann sagen:

Jesus ist der Herr, wenn er nicht aus

dem Heiligen Geist redet. Ohne ihn

gäbe es keine Verkündigung, kein Gebet,

keine Liturgie. All das geschieht in

der Kraft des Heiligen Geistes. Durch

ihn wird Kirche zum Ort der Begegnung

mit dem lebendigen Gott.

Pfingsten – das ist nicht nur ein Ereignis

von damals, das ist auch heute.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

ein frohes Pfingstfest.

BURKHARD MÖLLER

Pfarrverweser

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Sende aus

deinen Geist,

Pfingstgruß

und

das Antlitz

der Erde

wird neu.

Ps 104, 30

5


6

Kindertagesstätte

Familienzentrum

im Seelsorgebereich

Overath/Vilkerath/Marialinden

Das Erzbistum Köln hat im Sommer

2006 die Initiative des Landes aufgegriffen

und verfolgt in einem eigenen

Projekt die Einrichtung von Katholischen

Familienzentren. Das Vorhaben

des Landes kommt dem pastoralen

Ziel von einem Netzwerk für Familien

im Seelsorgebereich sehr nahe. In

einem auf drei Jahre angelegten Gesamtprojekt

soll in jedem Seelsorgebereich

ein Katholisches Familienzentrum

entstehen. Für unseren Seelsorgebereich

ist folgendes vorgesehen:

• Die Kath. Tagesstätte St. Walburga

wird Schwerpunkteinrichtung

• die Kath. Tagesstätte Maria Heimsuchung/Marialinden

(ist Projektstandort

im Landespilotprojekt)

und die Kath. Tagesstätte Maria

Hilf/Vilkerath bilden ein Netzwerk

und werden in Verbindung mit weiteren

Einrichtungen und Diensten

familienunterstützend tätig.

Dies beinhaltet :

• Eine konzeptionelle Sprachförderung,

• Unterstützung bei der Vermittlung

von Tagespflege,

• Vernetzung mit Angeboten aus

dem Bereich Eltern- bzw. Familienbildung,

• Vernetzung der verschiedenen Beratungsdienste,

Stärkung der Eltern- und Familienpastoral

der Pfarrgemeinden,

• Vernetzung mit anderen Feldern

der Gemeindepastoral im Seelsorgebereich,

• Pastorales Handeln in den Tagesstätten.

Die Tagesstätten behalten ihr bestimmtes

Profil und ihre Selbstständigkeit,

entwickeln aber abgestimmte Angebote,

die allen Familien im Seelsorgebereich

offen stehen.

KARL-HEINZ JEDLIZKE

Gemeindereferent

Weitere Informationen unter

www.katholische-familienzentren.de

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Neues aus der

Kita St. Walburga

Hurra, endlich sind

wir Bib-fit!

25 Rabenkinder (Vorschulkinder) der

Kita St. Walburga nahmen im März

2007 an der Aktion

Ich bin Bib-fit - der Bibliotheksführerschein

für Kindergartenkinder

in Zusammenarbeit mit der katholischen

Bücherei St. Walburga teil.

Die Aktion wendete sich an Kinder im

letzten Kindergartenjahr. Schon bevor

die Kinder in die Schule kommen, sollen

sie den Spaß am Vorlesen und

Lesen und am Aufenthalt in der Bücherei

erfahren können.

Die Rabenkinder in der Stadtbücherei St. Walburga

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Kindertagesstätte

Dazu lud die Bücherei die Vorschulkinder

des Kindergartens zu vier Terminen

in die Bücherei ein und führte

folgende Veranstaltungen durch:

1. Aussuchen und Ausleihen von interessanten

Büchern

Ziel: Die Kinder lernen einen wesentlichen

Ablauf in der Bücherei kennen:

das selbstständige Aussuchen und

das Ausleihen.

2. Vorlesen, Zuhören, Ausmalen

Ziel: Beim Vorlesen von tollen, interessanten

Büchern lernen Kinder Zuhören

und Konzentration. Sie beschäftigen

sich längere Zeit mit einem bestimmten

Buch. Durch das anschließende

Ausmalen von Vorlagen aus

dem vorgelesenen Buch üben sie ihre

Feinmotorik und ihr Erinnerungsvermögen.

7


Kindertagesstätte

3. Erzählen und Wissen

Ziel: Die Kinder lernen, sich auszudrücken,

Fragen zu stellen. Sie erfahren,

dass sie mit Hilfe von Büchern

Antworten auf ihre Wissens-Fragen

erhalten.

4. Büchereiführung - "Was gibt es, wo

steht es?"

Ziel: Kennenlernen der Ordnung der

Bücherei, Einblick in die Vielfalt der

Buchgruppen und Kennenlernen der

gesamten Medienaufstellung.

Zum Abschluss wurde jedem Kind

durch einen "Bibliotheksführerschein"

bestätigt, dass es die Bücherei kennen

gelernt hat und sie selbstständig

nutzen kann.

Dieser Bibliotheksführerschein wurde

im Rahmen eines kleinen Biblio-

8

theksfestes überreicht, zu dem auch

die Eltern eingeladen waren.

Alle Kinder waren ganz stolz auf ihre

Urkunde und sangen als Abschluss

auch ganz begeistert ihr Bibliothek-

Lied!

Für die tolle Zusammenarbeit und die

Durchführung dieser Aktion, möchten

wir uns ganz herzlich bei Herrn Welsch

und seinen Mitarbeiterinnen bedanken.

Es hat riesigen Spaß gemacht

und wir kommen bestimmt öfter wieder,

um uns ein schönes und interessantes

Buch auszuleihen.

Wir wünschen allen ein frohes Pfingstfest.

Ihr Kita Team St. Walburga

Die Rabenkinder beim Bibliotheksfest der Stadtbücherei St. Walburga

SUSANNE BODEN

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Hallo Besucher der

Familienmesse

Wir, das Team Familienkreis, möchten

uns hier an dieser Stelle einmal vorstellen.

In der Regel treffen wir uns 2 Wochen

vor der nächsten Familienmesse. Im

gemütlichen Kreis arbeiten wir Vorschläge

passend zum Evangelium der

nächsten Messe durch. Es stehen uns

viele Möglichkeiten zur Verfügung,

den Gottesdienst anschaulich mit

Dias, Bildern, Materialien zu gestalten.

Dabei binden wir so oft wie möglich

viele Kinder in die Gestaltung der Gottesdienste

mit ein. Auch werden wir

vom Kinderchor (Mäuse, Kinder, Teenies)

kräftig unterstützt. Es macht den

Kindern sichtlich Spaß, was uns in

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Zur Person

unserer Arbeit immer wieder bestärkt.

Aus diesem Grund möchten wir auch

in der Zukunft viele neue kreative

Ideen und Gedanken für unsere Kinder

in den Gottesdienst einfließen lassen.

Das Team Familienkreis mit

Susanne Wester,

Ursula Schomisch,

Annette Laudenberg,

Bärbel Trefz,

Birgit Oeken,

Ruth Peuckmann-Sammek und

Karl-Heinz Jedlitzke

Wer einmal reinschnuppern, Ideen

oder Anregungen geben möchte, hier

die Ansprechpartner:

Karl-Heinz Jedlitzke, Annette Laudenberg

(02206/80942) und Susanne Wester

(02206/6540).

Viele Kinder sind im

Familiengottesdienst

aktiv eingebunden

9


10

Sakramente

Bei strahlendem Sonnenschein gingen

am Weißen Sonntag 38 Kinder

aus unserer Gemeinde zur 1. hl. Kommunion.

In der siebenmonatigen Vorbereitungszeit

haben sich die Kinder

mit sich selbst, der Gemeinschaft und

ihrem Glauben an Gott auseinandergesetzt.

Sie haben versucht zu verste-

Ich bin der Weinstock,

ihr seid die Reben …

hen, was Jesus damit meint: „Ich bin

der Weinstock, ihr seid die Reben,

Frucht sollt ihr bringen. In der von

Kaplan Cieslak gefeierten Messe haben

sie gezeigt, dass sie auf dem

Weg sind, dauerhaft Freunde und

Freundinnen von Jesus zu werden.

BETTINA DEPPE

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Wanderung der

Kommunionkinder

von Overath nach

Vilkerath

Am Freitag, den 27.10.2006 sind wir

Kommunionkinder von Overath nach

Vilkerath gewandert. Um 15:00 Uhr

trafen wir uns alle am Walburga Haus

und gingen gegen 15:10 Uhr los. Zuerst

liefen wir die Hauptstraße durch

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Sakramente

Overath entlang und bogen dann in

einen Waldweg ein, der zum Teil ziemlich

matschig war! Unterwegs hatten

wir alle viel Spaß, waren jedoch auch

froh, als wir Vilkerath von weitem ganz

überblicken konnten. Um 16:45 Uhr

erreichten wir das Pfarrhaus, wo es für

alle Saft und Kuchen gab. Gegen 17

Uhr gingen wir in die Vilkerather Kirche

und sangen mit unserem Kirchenmusiker

Herrn Schürkämper unsere Kommunionlieder.

Es war ein wirklich

schöner Nachmittag.

LEON BECKER

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Sakramente

Am 5. Juni wird Weihbischof Dr. Heiner

Koch ca. 70 Jugendlichen aus

unseren Gemeinden das Sakrament

der Firmung spenden. In selbstgewählten

Projektgruppen, in Jugendmessen

und auf Firmwochenenden

haben sie sich auf ihre Firmung vorbereitet.

Ein Schwerpunkt waren die gemeinsamen

Wochenenden im Walburga

Haus. Unter dem Thema:

Gottes Geist stärkt und richtet auf,

trafen sich jeweils 30 Jugendliche an

einem Freitag/Samstag zu Gespräch,

kreativem Tun, Singen, Beten, gemeinsamem

Mahl und gemeinsamer

Feier.

Das Wort Firmung kommt vom lat.

firmare und bedeutet festigen, bestärken.

Firmvorbereitung möchte Jugendliche

motivieren, ihren Glauben

zu erneuern, und umgekehrt, sich vom

Geist Gottes festigen und bestärken

zu lassen. Diese Bestärkung gilt für

den persönlichen Lebensweg. Sie gilt

aber auch für den Auftrag, nach dem

Vorbild Jesu in der Kirche und Gesellschaft

verantwortungsvoll mit den jeweiligen

Fähigkeiten und Begabungen

als Christ mitzuwirken. Wer aus

dem Geist Jesu lebt, wird andere

aufrichten und bestärken.

12

Der Geist Jesu

stärkt und richtet auf

Lk 13, 10 – 17

Oftmals ist für

Dr. Heiner

junge wie auch

Koch

für erwachsene

Menschen der Begriff Heiliger Geist

nicht so recht fassbar. In einer Heilungsgeschichte

aus dem Evangelium

wird Gottes Geist besonders spürbar.

Durch Zuwendung und Handauflegung

Jesu erfährt eine schwerkranke

Frau tatsächlich Aufrichtung, Stärkung,

Festigung und Heilung (Lk 13,

10 – 17).

Mit Körper, Geist und Seele wurde

diese Geschichte bearbeitet, erlebt

und erfahren. So haben dann auch die

Jugendlichen zum Ausdruck gebracht

was es heute bedeuten kann,

• wenn Menschen Jesus begegnen

und seine Zuwendung finden,

• wenn der Geist Gottes Menschen

wieder aufrichtet und bestärkt,

• wenn der Geist Gottes durch Zuwendung

am Menschen heilsam

wirkt,

• aus dem Geist Jesu zu handeln.

andere aufzurichten und zu bestärken.

KARL- HEINZ JEDLITZKE

Gemeindereferent.

Weitere Informationen unter

www.st-walburga.de/firmung2007

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Svenja aus der Projektgruppe

Firmzeitung schildert ihre Eindrücke

vom

1. Firmwochenende

Freitag, 26.01.2007. Schon beim Betreten

des Wallihauses schlug mir eine

super Stimmung entgegen. Der

Raum, in dem sich die Firmlinge der

Hörspielgruppe und der Projektgruppen

Wandern mit Bibel und Rucksack

und Malen auf hellem Hintergrund

zum gemeinsamen Abendes-

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Sakramente

sen versammelt hatten, war erfüllt von

fröhlichem Stimmengewirr. Bei Kerzenschein

saßen die Firmlinge und

ihre Betreuer in gemütlicher Runde

und freuten sich schon auf den weiteren

Verlauf des Abends. Der einzig

umstrittene Punkt war an diesem

Abend die Frage, ob es nicht noch

schöner wäre, wenn alle Firmlinge zusammen

im Wallihaus übernachten

würden. Doch alles in allem waren

sich alle Firmlinge und Betreuer einig:

Die Stimmung ist toll. Das Wochenende

wird bestimmt super!

SVENJA CONRADY

Gute Stimmung am 1. Firmwochenende mit den drei Projektgruppen “Hörspiel”,

“Wandern mit Bibel und Rucksack” und “Malen auf hellem Hintergrund”

13


Sakramente

Jede Kultur, Religion und Gesellschaft

feiert den Übergang vom

Kindsein in ein aufrechtes Leben

als Erwachsener. Was für das Judentum

die Bar Mizwa ist, stellt die Firmung

im Christentum dar: Ein weiterer

Schritt Richtung Erwachsenwerden.

Wie die meisten anderen Religionen

bietet das Christentum viele Muster,

Riten und Bräuche, die die Weitergabe

von Werten an die jüngeren Generationen

sichern und strukturieren.

Ein Schritt in Richtung Eigenverantwortung

wird in Deutschland schon

allein durch die Rechtslage eingeleitet.

Mit 18 kann man Gebrauch machen

von seinem Stimmrecht, darf Auto fahren

und Alkohol trinken. Nun wird vorausgesetzt,

dass man die Folgen seines

Handelns absehen kann.

Dass man jetzt auch in seinem

Glauben einen entschiedenen Schritt

in die eine oder in die andere Richtung

tun muss, ist einfach nur natürlich.

Denn in der Taufe wird einem jede

Entscheidung komplett, zur Erstkommunion

zum größten Teil abgenommen.

Ein „mündiges“ Urteil kann es

(wenn überhaupt) erst jetzt geben.

Erst vor kurzem habe ich noch in der

Erstkommunion das Gebet unserer

„KoKi´s“ gehört.

14

Entscheiden und Vertrauen

„In diesem kleinen Stück Brot

kommst du zu mir.

Ich kann das nicht verstehen;

aber ich brauche das auch nicht.“

Auch heute begreifen wir so vieles

nicht. Aber heute sind wir alt genug zu

entscheiden, wie wichtig es uns ist zu

verstehen. Ich meine: Es ist nichts

Falsches daran, seinen Glauben zu

hinterfragen. Aber irgendwann kommt

man an einen Punkt, an dem es einfach

nur noch Vertrauen braucht.

Was das Ganze jetzt mit Erwachsenwerden

zu tun hat? So wie man im

Leben erst als Erwachsener die Lebenserfahrung

besitzt abzuwägen und

zu urteilen, so kann man auch erst

jetzt wirklich glauben und vertrauen.

Wo Vertrauen anfängt, hört Entscheidung

und Hinterfragung keineswegs

auf. Denn wer blind ist, glaubt nicht,

der irrt.

Schließlich sind Entscheidungen

und die Verantwortung die Werte, die

uns Eltern und Gesellschaft ein Leben

lang vermittelt haben sollten. In unseren

Firmprojekten wurden wir auf unsere

Entscheidung zu Firmung vorbereitet.

Wir konnten uns ein Bild davon

machen, wie weit wir jetzt schon glauben

und vertrauen und lernten uns

selbst zum Teil neu kennen.

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Weder die Firmprojekte noch die gemeinsamen

Wochenenden im Walburga Haus

waren langweilig. Denn es galt: Nicht zuhören,

selber machen! Und genau das

unterschied den Firmunterricht von der

Vorbereitung auf die Erstkommunion. Er

war wesentlich selbstständiger und ging

auch auf unsere Interessen ein. Wer sich

beim Malen besser ausdrücken kann, der

malte. Wer sich eher aufs Schauspielern

oder Fotografieren verstand, tat eben

dies. Dass das Ganze wesentlich mehr

Arbeit auf Seiten von Karl-Heinz und den

Begleitern der einzelnen Gruppen bedurfte,

hat sich also gelohnt.

Ich freue mich schon auf meine Firmung.

Und ich weiß auch, dass die anderen

Firmlinge und ich uns, auch nach der

Firmung, keineswegs aus den Augen verlieren

werden. Spätestens nächstes Jahr

wollen wir uns an einem Wochenende

wieder sehen.

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

TOBIAS HÖLLER

15


16

Gemeindeleben

Unser neuer Pastor

stellt sich vor

Liebe Gemeinde,

liebe Overather!

In der Personalkonferenz hat unser

Kardinal entschieden, dass ich ab

dem 1. August 2007 Pfarrer in Ihrem

und für Ihren Seelsorgebereich werde.

Mit diesen Zeilen möchte ich mich

gerne vorstellen. Mehr folgt dann in

persönlichen Gesprächen.

Mein Name ist Martin Wierling. Geboren

wurde ich 1971 in Düsseldorf-

Gerresheim. Hier ging ich zur Schule,

machte das Abitur und studierte dann

in Bonn und Freiburg i. Br. Kath. Theologie.

Nach dem Studium war ich

Praktikant, Diakon und Kaplan in Ausbildung

in Bergheim an der Erft

(Oberaußem und Büsdorf). Meine

Priesterweihe war am 19.6.1998. Die

erste 4-jährige Kaplansstelle war dann

in Eitorf, die zweite Stelle in Neuss-

Norf und Rosellen. Hier bin ich nun die

letzten Wochen und Monate meiner

Kaplanszeit tätig und bereite mich nun

auf den Wechsel ins Pfarramt vor.

Schwerpunkte hier in Neuss-Norf

und Rosellen sind Teile der Kinderund

Jugendarbeit (Kinderbibeltag, sowie

die Begleitung unserer 200 Ministrantinnen

und Ministranten), die

einen großen Teil unserer Jugendarbeit

ausmachen. Einen kleinen Eindruck

von mir und meiner Arbeit können

Sie sich verschaffen unter:

www.kirche-norf-rosellen.de und

www.norfer-messdiener.de

Ich bin also nun rund 35 Jahre alt,

habe einen jüngeren Bruder, der in

Dortmund wohnt. Meine Eltern wohnen

in Düsseldorf-Gerresheim, wo ich

in meiner Heimatgemeinde großgeworden

bin und dort bereits Lektorenund

Ministrantenarbeit wahrgenommen

habe.

Meine Hobbies sind mein PC, das

Internet und alles, was mit der modernen

Kommunikation zusammenhängt.

Die weitere Besetzung des Pastoralteams

steht momentan noch nicht

ganz fest. Das Team besteht für den

Seelsorgebereich aus drei Personen:

einem Pfarrer, einem Subsidiar (Wer

das sein wird, steht wie gesagt noch

nicht fest.) und dem Gemeindereferenten

Herrn Jedlitzke.

In diesen Tagen (in denen dieser

Artikel entsteht) formuliere ich ein An-

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


schreiben an die Mitglieder aller Gremien

im Seelsorgebereich. Ich würde

nämlich gerne noch vor den Sommerferien

einladen zu einem ersten Treffen

miteinander. Hier soll im Vordergrund

stehen das Sich-Kennenlernen

und „Beschnuppern“ - vielleicht auch

schon, dass es gelingt, das eine oder

andere Gesicht mit einem Namen und

einer Aufgabe zu verbinden.

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Gemeindeleben

Ich freue mich auf eine lebendige Gemeindearbeit

und auf ein gutes Miteinander

im Seelsorgebereich - dass es

uns gelingt, unseren Glauben zu leben.

Wir freuen uns auf unseren neuen Pastor

und heißen ihn von dieser Stelle aus

ganz herzlich willkommen.

Wir wünschen ihm, dass er sich

in unserem Seelsorgebereich

und in unserer Stadt wohlfühlt und

dass wir in lebendiger, guter Gemeinschaft

zusammen unser Christsein gestalten können.

Für die Pfarrgemeinde

DIE REDAKTION

Ihr

MARTIN WIERLING

Kaplan

Für die Zeit der Vakanz bis zum August, vom 1. - 31. Juli, wird ein Priester

aus Nigeria, Rev. Fr. Ambrose Chineme Agu bei uns Dienst tun.

Vom 1. - 31. August ist uns ein weiterer Priester aus Nigeria zugesagt.

In der Zeit der Vakanz ist in pastoralen Fragen für uns zuständig:

Dechant Gereon Bonnacker

Friedensweg 1, Overath-Untereschbach

St. Maria Himmelfahrt

Tel. 02204-73502

Fax 02204-75507

E-mail: stmariae@freenet.de

17


Gemeindeleben

Datum Uhr Veranstaltung

25. – 28. Mai. Pfingstzeltlager

5. Juni 18.00 Firmung mit Weihbischof Dr. Koch

7. Juni 9.30 Festhochamt, anschl. Fronleichnamsprozession

16. Juni 18.30 Vorabendmesse mit Verabschiedung von Kaplan

Cieslak

17. Juni Ewiges Gebet

22. Juni – 6. Juli Kinderfahrt nach Midlaren, Niederlande

23. Juli. – 5.Aug. Jugendfahrt nach Calpe, Spanien

1. - 3. Juli Vertretung durch Priester aus Nigeria,

Rev. Fr. Ambrose Chineme Agu

1. August Kaplan Martin Wierling neuer Pfarrer

in unserem Seelsorgebereich

12. August 15.00 Einführung von Pfarrer Möller in

St. Severinus in Kommern

25./26. August Pfarrfest

Alles hat seine Zeit,

aber die drängt.

Die Zeit möge mir verzeihen, wenn ich

sie bezichtige, zur Unzeit Zeit geworden

zu sein. Doch ist das der Grund, weshalb

wir immer hinter der Zeit herlaufen,

nur einige von uns sind ihrer Zeit voraus.

Niemand ist gleichzeitig.

Ich gehe mit der Zeit, doch die Zeit

ist vor mir. Ich bin genau in der Zeit,

doch die Zeit ist hinter mir. Ich fühle

mich von der Zeit verfolgt und verfolge

die Zeit, die mir voraus ist. Die Zeit bleibt

nicht stehen. Ich stehe immer unter Zeitdruck.

Ich bin vorzeitig, nachzeitig, frühzeitig,

aber nie rechtzeitig.

Die Zeit beeilt sich. Will sie sich

selbst einholen? Die Zeit vergeht nicht.

Will sie sich überholen? Die Zeit ist exakt.

Sie ist Zeit zur rechten Zeit. Die Zeit

18

hat sich verspätet. Sie läuft hinter der

Zeit her und versucht wieder zeitgleich

zu werden.

Die Zeit ist mir voraus. Ich bin nicht

zeitig genug aufgestanden. Zur rechten

Zeit kam die Zeit zu mir, gleichzeitig war

ich bei ihr. Wir waren beizeiten zusammen.

Ich las die Zeitung zum Zeitvertreib,

sie saß eine Zeitlang dabei. Dann

hatten wir beide keine Zeit mehr. Wir

fuhren schnell weg, denn wir wollten Zeit

gewinnen. Solange wir leben, können

wir Zeit gewinnen. Erst im Tod verlieren

wir die Zeit.

Laufen. Der Zeit nachlaufen und sich

dabei nicht verlaufen. Die Zeit läuft

durch, das Sieb hält alles andere zurück.

Die Monate eignen sich besonders

zum Zählen. Aber nur bis zwölf. Dann

muß man wieder von vorne anfangen.

CONRAD M. SIEGERS

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Gemeindeleben

19


20

Sie kommen sonntags zur Kirche

... die Türe ist schon offen, die Kerzen

angezündet, das Messbuch

und die Messgewänder liegen bereit,

Sie konnten schon Neues im

Schaukasten lesen ....

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Richard Fuchsius,

Johannes Häger,

Hans Hehs und

Karl Hoederath

sind seit Jahren unsere „Wächter“ (lat.

custos=Wächter). Ein eingespieltes

Team, das die Schlüsselgewalt an St.

Walburga innehat und das für uns die

Lichter angehen lässt!

Die Küster sind das A & O, sie kümmern

sich von A-Z, von Auf- bis Zuschließen,

von Alarmanlage bis Ziborium,

um Beerdigungen, Glockengeläut,

Hochzeiten, Kerzen, Messgewänder

und und und ...

Die Wahrnehmung dieser vielfältigen

Küsteraufgaben in einem Team aus

mehreren Küstern hat sich bewährt.

So ist die Arbeit auf mehrere Schultern

verteilt, Interessenschwerpunkte können

berücksichtigt und Vertretungen

innerhalb des Teams abgesprochen

werden.

Nachdem das Erzbischöfliche Generalvikariat

vor Jahren den Küster- vom

Organistendienst getrennt hat und der

pekuniäre Lohn im Rahmen von

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Gemeindeleben

Küster · custos · Wächter · Küster · custos · Wächter

Wie soll dat nur wigger jon?

„Zukunft heute“ auf ein Taschengeld

reduziert wurde, müssen wir für eine

Lösung, wie wir sie aktuell (noch) vorfinden,

sehr dankbar sein!

Aber wie soll dat nur wigger jon,

da unser Küster-Team aus Alters- und

Gesundheitsgründen seinen Dienst

nicht mehr im bisherigen Umfang versehen

kann? Sie brauchen kurzfristig

Unterstützung und Nachfolger. Die

Einarbeitung neuer „Wächter“ ist aufs

Dringendste erforderlich.

Gesucht sind

• Männer und Frauen

• Ehepaare

• Freundeskreise

• eine “Rentnerband”

• Gruppen und Gruppierungen

Trauen Sie sich und sprechen Sie mit

Mitgliedern des Kirchenvorstands

oder den Mitarbeiterinnen des Pfarrbüros.

Gelingt es nicht, Verstärkung zu finden,

stehen wir kurzum vor einer dunklen,

schlimmer noch, vor einer verschlossenen

Kirche!

FRIEDRICH KENNTEMICH

21


Gemeindeleben

Vom 2. bis 30. November .2006

begaben sich 22 Männer und

Frauen auf einen begleiteten

geistlichen Übungsweg, um Gottes

Kraft mitten im alltäglichen Leben zu

entdecken und neue Kraft und neuen

Geschmack am Leben und Glauben

zu finden. Es war eine geistlich gefüllte

geschenkte Zeit, für die Teilnehmer

als auch für uns Geistliche Begleiter.

Ich überlege, im nächsten Jahr

wieder Exerzitien im Alltag in unserem

Pfarrverband anzubieten.

Positive Erfahrungen von Teilnehmern

ermutigen mich zu diesem

Schritt. Hier einige geäußerte Meinungen

:

In der Stille fand ich Ruhe zum Denken.

Ich erlebte, dass die Maßstäbe

sich zurechtrücken. Nur Weniges erweist

sich als wirklich wichtig. Dieses

Wichtige aber erfordert unsere Zuwendung

und Zeit. Stille ist nicht vor allem

eine Alternative, sondern Bedingung

für aktives Leben.

22

Exerzitien im

Alltag

Es war für mich eine Zeit für bewusstes

Innhalten und Innewerden in Stille, Gebet

und Meditation. Dabei erfuhr ich

eine tiefere Beziehung zu Christus, die

heilende Wirkung für Seele und Leib.

Das tiefere Erfassen der Geheimnisse

des liebenden Gottes stärkt meinen

Glauben und gibt Zuversicht.

Im Gebet entdeckte ich immer mehr

und neu die Spuren, die Gott in meinem

Leben hinterlassen hat, und ich

sehe dann deutlicher, wohin und wozu

er uns in nächster Zeit ruft und einlädt.

Ich habe – begeleitet durch Impulse,

durch Einzel- und Gruppengespräche

sowie Zeiten der Stille eine große innere

Ruhe erfahren, die mich zu meiner

Mitte, unter den Blick Gottes zurückgeführt

hat.

In diesen Tagen ist mir bewusst geworden,

wie wichtig solche Exerzitien

für die innere Neuordnung und vertiefte

Zuordnung des Menschen auf

Gott hin sind.

Vielleicht haben auch Sie beim Lesen

dieser Zeilen „Geschmack“ gefunden

und nehmen nächstes Jahr teil. Ich

würde mich sehr freuen.

Ihr

KARL- HEINZ JEDLITZKE

Gemeindereferent.

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Viel zu erzählen gab

es wieder bei der diesjährigenJubelkommunion.

25, 50, 60, 65,

70, 75 und sogar 80

Jahre liegt die Erstkommunion

der Jubilare

zurück. Wie immer

hatte Frau Heider (Bild

unten, rechts) alles

bestens organisiert.

Danke!

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

23


Gemeindeleben

Gruß von

Pater Todo Logworo

Im August 2003 war Pater Todo Romeo

Logworo zu Gast in unseren Pfarreien

Maria Hilf und St. Walburga. Er

hat Pfarrer Zöller in seiner Urlaubszeit

vertreten. Die Familien Klima und Sülz

stehen seitdem in Kontakt mit Pater

Todo.

Der Nachrichtenaustausch via E-

Mail war über mehrere Monate gestört;

Briefe, die er uns gesendet hat,

haben uns nicht erreicht. Wir haben

jetzt eine aktuelle Nachricht empfangen.

Hier ist ein Auszug aus Pater

Todos Ostergruß vom 6.4.2007:

Sehr geehrter Karl Suelz und Familie,

ich sende Ostergruesse!

Es scheint, dass meine Briefe nicht

bei Ihnen angekommen sind. Jetzt

weiss ich, dass die Briefe ihre Post

nicht erreichen. Ich hatte ihnen meine

Weihnachts- und Neujahresgruss per

Post geschickt.. Anfang Februar hatte

ich geschrieben um Sie Einiges zu

fragen.

Mit geht es gut. Ich arbeite am

Priesterseminar. Nach den Osterferien

beginnen wir die Semesterpruefungen.

Am Ende Mai werde ich nach

Rom fahren. Ich habe dort ein Kurzstudium

von 2 Wochen bei der Universität

Urbania.

Darf ich bitte bei ihnen und der

Pfarrgemeinde Overath bleiben fuer

vielleicht drei Wochen von Mitte Juni

bis erste oder zweite Woche Juli? Ich

glaube, es ist fuer die naechste Zeit

die einzige Moeglichkeit, nach Europa

24

zu kommen. Ich moechte Sie besuchen

und Sie und die Pfarrgemeinde

um eine Hilfe bitten.

Ich wuensche Ihnen und der Pfarrgemeinde

Gottes reichen Segen!

Pater Todo Logworo

Gemeinsam mit Familie Klima bemühen

wir uns, den Besuch von Pater

Todo in Overath zu ermöglichen. Neben

den persönlichen Kontakten ist

der Besuch in Deutschland wichtig,

um seine Beinprothese überprüfen

und reparieren zu lassen.

Der Besuch ist in diesem Jahr dadurch

erschwert, dass wir in Folge des

Wechsels von Kaplan Cieslak und

Pfarrer Möller voraussichtlich im Juli

einen Gastpriester aus Nigeria und im

August einen Priester aus Indien bei

uns haben werden…

Uns ist noch nicht klar, wie wir

Pater Todo zusätzlich betreuen können.

Ich hoffe, dass sich weitere Gemeindemitglieder

finden, die uns in

diesem Anliegen aktiv unterstützen.

Wir hoffen und beten, dass die

politischen Verhältnisse im Sudan zunehmend

stabiler werden und dass

die UNO sich für den Schutz der Zivilbevölkerung

einsetzt.

KARL SÜLZ

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Gemeindeleben

Energie für die

Gemeindearbeit

Die Gemeindearbeit in unserer Kirchengemeinde

erfordert Energie, nicht nur in Form

von Einsatz, Begeisterung und Engagement,

nein, ganz profan auch messbar in

kWh, der physikalischen Einheit von Energie

und Messgrundlage für die monatliche

Strom- und Gasrechnung.

Betrachten wir einmal das nebenstehende

Bild mit den Leuchten im Kirchenschiff:

In der neuen Kirche pendeln 18

Leuchter mit 3 normalen Glühbirnen zu je

100 W. Dies macht für die Dauer eines

Gottesdienstes von einer Stunde ca. 6

kWh, wenn man die Leuchten in der alten

Kirche mitzählt. Bei im Mittel nur einer

Stunde Brenndauer am Tag benötigen die

Pendelleuchten ca. 2200 kWh im Jahr, entsprechend

ca. 350 Euro/Jahr. Leider lassen

sich diese Glühbirnen heute noch

nicht gegen Energiesparlampen austauschen.

Selbst die kleinsten erhältlichen

Lampen sind noch ein wenig zu groß und

falls sie passen würden, wäre die Kirche

nur noch halb so hell.

Und wie hell strahlt das Walburga Haus?

Der Strombedarf im Walburga Haus ist ca.

siebenfach höher. Betrachtet man zusätzlich

den Heizungsbedarf des Walburga

Hauses von ca. 100.000 kWh, so erkennt

man, wo sich das größte Einsparpotential

an Energie in unserer Gemeinde befindet.

Aber bitte nur an Gas und Strom, nicht an

Engagement.

WERNER NIGGEMANN

25


Gemeindeleben

26

Här, Do häß injelode

und viele, viele sind gekommen.

Bis auf den letzten Platz besetzt war

die Overather Pfarrkirche, um mit den

Prinzenpaaren von Overath und Marialinden

samt Gefolge Gottesdienst

zu feiern. Pater Bonifatius aus Wahlscheid,

der die hl. Messe zelebrierte,

bedauerte, dass die Overather von

“soweit weg” jemanden engagieren

mussten, freute sich aber, dass er

ohne Einreisevisum ins “Zentrum des

Karnevals” vordringen konnte. Erstaunlich

auch, dass mit Claus Schürkämper

ein Musiker aus dem karneva-

listischen Ausland hier die Orgel spielen

dürfe.

In seiner Predigt in waschechtem

Kölsch las er den Overathern dann in

Reimform die Leviten. Neben Glaubensfragen,

Tagespolitik, Kindererziehung

sprach er auch ein deutliches

Wort in Blick auf einen neuen Pfarrer

(s. Kasten). Für seine tiefsinnigen, humorvollen

und treffenden Worte erhielt

er langanhaltenden Applaus.

Musikalisch mitgestaltet haben die

Veedelsjunge, die Köbesse und das

Tambourcorps “Edelweiß” und natürlich

Claus Schürkämper, der die althergebrachten

Kirchenlieder in echten

Kölschen Tön erklingen ließ.

Der ganze Hofstaat von Overath und Marialinden mit Pater Bonifatius und Diakon

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Am Schluss gab es noch einen Orden

für Monika Malczewski, die sich über

ihre pfarrsekretärlichen Pflichten hinaus

mit viel Engagement für die Organisation

dieses Gottesdienstes eingesetzt

hatte.

ECKEHARD ZIPPER

Ordensverleihung an Monika Malczewski

durch den Overather Prinzen Helmut I.

Auszug aus der Predigt von Pater Bonifatius

zum neuen Pastor

Mr hürt et wick, op weiter Flur, ze Ovveroth bruchense ne neue Pastur.

Drömm - doht op osse Herrjott hüre, wat dä höck im Evanjelijum deeht liere.

Bei Chreste is et Brauch der Bräuche: Neue Wing kütt in neue Schläusche.

Lott de Verjangenheit zoröck, un luurt, watt Neues bei üsch kütt.

Fröher kunnt mr bei dä Pasture, selver ne Kandidat usluure.

Doch einfach wohr dat och domohls nät, bei dr janze Aahspröch, die mr hätt.

Dä wohr ze jruuß, an dä ze kleijn, un wenn dää sink, sink dä allein.

Dä hätt en Stimm, dat es vrbodde, als hätt eijner en de Bleschemmer jetrodde.

Dä kann nit prädije un dä is net schön. Un dä fink em Kirschevorstand nie de

rischtije Tön.

Dä eehn es ze rösisch, dä andere ze stief, dä es ze pro- und dä ze konservativ.

Doch de Zick, die hätt jedrieht sisch höck, Pastur witt nit mieh selver usjesöök.

Do moß mr nemme, wer do kütt, wer vom Kardinal he aahnjerück.

Denn die Pastürsch, dat es net klasse, sind eine aussterbende Rasse.

Denn fröher wohr dat einfach nur: eine Jemeinde on ehne Pastur.

Dat es vorbei, bei uns jedenfalls; höck häßde 3, 4, 5 am Hals.

Für Ovveroth, Vilkerath on Maria Linde, mösse mir he bahl jet finde.

Doch ehnes sei üsch janz jeweß: wie schwirisch dat ze Ovveroth och eß.

Kütt ne neue Pastur zo üsch ent Land: Nemmt en op - met Hätz on Hand.

An jedem Minsche kammer sisch rieve. Ävver Minsche mösse Minsche blieve.

En Ovveroth, bedenkt et nur, jillt dat och für de Här Pastur.

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Fortsetzung S. 29 �

27


Gemeindeleben

Neue Erkenntnisse

zum Pilgerweg von

Overath nach Marialinden

Nun gehen wir – die Kolpingsfamilie

Overath – nun schon fast 20 Jahre am

Karfreitagmorgen die sieben Fußfälle

hinauf nach Marialinden. In diesem

Jahr hat uns Herr Pöttgen – er verfasste

die Broschüre Die sieben Fußfälle

von Overath nach Marialinden 1741

– begleitet und uns erklärt, dass der

Pilgerweg eigentlich an der Overather

Kirche beginnt und nicht an, sondern

in der Marialindener Kirche vor der

Piéta endet. Leider war die Marialinde-

28

ner Kirche für uns frühe Pilger noch

geschlossen. Vor der trauernden Muttergottes

mit dem Leichnam Christi im

Schoß werden wir dann hoffentlich im

nächsten Jahr das Marienlied „Christi

Mutter stand in Schmerzen“ singen.

Bisher haben wir es am Kreuz an der

Burg nach dem „Engel des Herrn“

gesungen.

Bei der Vorbereitung des Kreuzweges

hatte ich die Bilder von den sehr

verwitterten Reliefs in den Fußfällen

mit Absicht in das Gebetsheft aufgenommen.

Ich wollte anregen, darüber

nachzudenken, ob nicht an eine Renovierung

zu denken sei. Von Herrn

Pöttgen bekamen wir interessante Anstöße

zu dieser Frage. Er erzählte uns,

dass die Stifter vor 250 Jahren nie

daran gedacht hätten, dass der

Kreuzweg 250 Jahre hält und dass

heute noch daran gebetet wird. Die

verwitterten Reliefs in den Stationen

weisen durch ihre Vergänglichkeit

auch auf unsere Vergänglichkeit hin.

Und dieser Gedanke ist doch bei einem

Kreuzweggebet ganz wesentlich.

Interessant ist auch: Anlass für die

Errichtung der Fußfälle war vermutlich

eine Epidemie mit vielen Toten am

Anfang des Jahres 1740. Die Familiennamen

der damaligen Stifter, wie

z.B. Wermelskirchen, Schwamborn

oder Spanier, sind in unserer Gegend

heute noch geläufig.

Pietà aus dem 16. Jh.

in der Marialindener Kirche

WERNER REUTER

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Gemeindeleben

Der Kreuzweg lebt!

Ein Unbekannter gestaltete die

zweite Station neu.

Die Broschüre von Jörg Pöttgen zu den sieben Fußfällen finden Sie unter

www.st-walburga.de/historie/fussfaelle/

� Fortsetzung von S. 27

Kann och nit alles blieve, wie et wohr, doch eijnes, dat eß sonneklor.

Dat witt en Himmel jrußjeschrivve: Ze Ovveroth sinn se treu jeblivve.

Treu ossem Herrjott, treu däm Jlauben; dä loßt ihr üsch vun kinnem rauben.

Treu och Maria immerdar, treu och de hellije Walburja.

Treu och däm hillije Sakrament, wenn Chrestus kütt on sisch uns schenk.

Loßt och die, die drusse stonn erein, - dem katholisch, dat heeß: alljemein.

Luurt all no vörren, enen neue Zick, dann es de Fredde och net wick.

On Zank on Streit, dat sei üsch fäähn: Sit doch esu joot, un hat üsch jäähn.

Drum: sit och fromm, on sit net dumm; jläuvt annet Evanjelijum.

Dat künnt ihr jläuve - unjeloore: Chrestus hätt üsch noch nie bedroore.

Hahlt üsch an dr Brauch der Bräusche:

Neue Wing moß en neue Schläusche.

Auszug aus der Predigt von Pater Bonifatius, Pfarrvikar im Seelsorgebereich Lohmar

29


Forum

30

Zukunft der Kirche

Gesprächsrunde mit Dr. Christine Hober

Die Kolpingsfamilie hatte eingeladen.

Die Referentin, Frau Dr. theol.

Christine Hober, Mutter zweier Kinder,

lebt in Bad Godesberg und erlebt

z.Z. wie wir eine vakante Pfarrgemeinde,

ohne Pfarrer, aber auch

ohne Kaplan und ohne Gemeindereferent.

Da sind wir ja noch richtig

glücklich dran!

Bevor man sich mit der Zukunft der

Kirche befasst, sollte man den momentanen

Zustand analysieren. Hierzu

zitierte Frau Hober die sogenannte

Sinus-Milieustudie, die die deutsche

Bischofskonferenz in Auftrag gegeben

hatte – gemäß der Aufforderung durch

das 2. Vatikanische Konzil, “die Bedürfnisse

der Gläubigen in den sozialen

Umständen, in denen sie leben,

richtig kennenzulernen.”

Die Situation

Das Ergebnis dieser Studie, die Anfang

2005 nach einigem Zögern veröffentlicht

wurde, war erschreckend,

dramatisch, ernüchternd, provokativ.

Kernaussage der Studie ist, dass die

Kirche mit ihren jetzigen Strategien nur

noch einen kleinen Teil der Katholiken

in Deutschland erreicht, vorwiegend

die Älteren in den “Milieubereichen”

der Konservativen, der Traditionsverwurzelten

und der Bürgerlichen Mitte

sowie teilweise der Postmateriellen,

dass sie ihren Einfluss auf die Mehrheit

der Katholiken aber verloren hat.

In den anderen Milieus wie den Etablierten,

Konsummaterialisten, Hedonisten,

den modernen Reformern und

Experimentalisten sowie der kleinen

Gruppe der DDR-Nostalgischen ist

Kirche kaum oder gar nicht mehr präsent

und wird nicht wahrgenommen.

Soweit die Studie.

Zum Zustand der Kirche gehört

auch, dass Bistümer pleite sind, dass

Kirchen geschlossen werden, dass

eklatant Priester und Laienseelsorger

fehlen. In einer Generation wird sich

die Zahl der Priester halbiert haben.

Wie konnte es soweit kommen?

Wesentlicher Grund ist die zunehmende

Säkularisierung der Gesellschaft.

Ein Drittel aller Bundesbürger

ist bereits ohne jede Konfession, ein

weiteres Drittel empfindet sich zumindest

noch als religiös. Aber auch bei

dem restlichen Drittel ist die fortschrei-

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


tende Säkularisierung spürbar. Für jeden

dritten Katholiken hat der Gottesdienst

keine Bedeutung mehr. Es werden

nur die Angebote angenommen,

die zum eigenen Lebensentwurf passen.

Bei den unter 40-jährigen bekennt

sich nur noch eine Minderheit zu

den Grundaussagen des Glaubensbekenntnisses.

Diese Erfahrung

wurde bei unseren Firmlingen in St.

Walburga bestätigt. Man glaubt noch

irgendwie an ein höheres Wesen, eine

höhere Instanz, aber ein persönlicher

Gott, Auferstehung, ewiges Leben:

Fehlanzeige.

Schuld an dieser Entwicklung hat

auch der Schwund an religiös geprägten

Elternhäusern. Das Kind taufen

lassen? Es soll sich selbst entscheiden,

wenn es groß ist. Aber wofür soll

es sich dann entscheiden, wenn es

Gauben nicht mehr kennengelernt hat.

Diese Praxis hat natürlich einen

enormen Mitgliederschwund zur Folge

– und damit auch einen Rückgang der

Kirchensteuereinnahmen.

Gesprächsrunde

Frau Christine Hober verteilte Fragen

an die Teilnehmer, die gemeinsam

diskutiert wurden. Kann Kirche noch

“Heimat” im bisherigen Sinne sein,

kann Kirche noch allen alles anbieten,

kann sie sich noch leisten, Fernstehende

anzusprechen, kann sie noch

flächendeckend arbeiten oder muss

sie sich auf Schwerpunkte beschränken?

Wann wird der Zölibat aufgehoben,

wann die Frau zum Priesteramt

zugelassen? Erst, wenn “die Karre zu

tief im Dreck steckt”?

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Forum

Wo gibt es noch charismatische Persönlichkeiten,

die wie einst Pater Leppich

die Menschen mobilisierten? Wie

präsentiert sich Kirche selbst in der

Öffentlichkeit, in den Medien. Spüren

die Menschen etwas von der

“befreienden Botschaft Christi”? Ist in

der Kirche noch das Zeichen der heilenden

Liebe Gottes sichtbar? Oder

müssen wir hier sensibler werden.

Sind wir bereit und fähig, liebgewordene

zeitbedingte Kirchlichkeit sterben

zu lassen?

Resumée und Prognose

Wir müssen Abschied nehmen von

der flächendeckenden Kirche, uns besinnen

auf das “pilgernde” Gottesvolk.

Darin liegt eine große Herausforderung,

aber auch Chance.

Es werden profilierte Mittelpunktgemeinden

entstehen für Jugendliche,

für Senioren, für bestimmte Zielgrupen,

als Orte besonderer Spiritualität.

Mobilität ist gefragt. Das birgt natürlich

auch die Gefahr einer höheren Erwartungshaltung.

Wenn ich da schon hinfahre,

kann ich auch etwas erwarten!

Es wird eine Beziehungskirche entstehen

mit charismatischen Gesprächsgruppen,

mit Raum für den

Austausch von Glaubenserfahrungen,

mit Einbindung Kirchenferner aus dem

persönlichen Umfeld. Wir werden eine

offenere, ehrliche Kirche werden müssen.

Fazit

Die Gesellschaft ändert sich nicht, wir

müssen uns ändern.

ECKEHARD ZIPPER

www.erzbistum-koeln.de/seelsorgebereiche/ oder www.milieus-kirche.de/

31


Forum

Den Wandel gestalten

Die Kooperation in den Seelsorgebereichen

mit Blick auf das Jahr 2011

Auf seiner Sondersitzung am

23.3.07 befasste sich der Priesterrat

mit den Herausforderungen in der

Pfarrseelsorge. Anlass und Grundlage

waren die Erfahrungen, die das

vor sieben Jahren gestartete Projekt

„Kooperation im Seelsorgebereich“

inzwischen ergeben hat, sowie die

statistischen Personalprognosen für

das nächste Jahrzehnt. Bereits bei

seinen letzten Beratungen im Herbst

2006 hatte der Priesterrat angeregt,

die Kooperation mit Blick auf die

sich ständig verändernde pastorale

und personelle Situation neu zu bedenken.

Erzbischof Joachim Kardinal Meisner

betonte vor dem Priesterrat, dass

er großen Wert auf eine offene Diskussion

und sachlichen Rat in den zur

Entscheidung anstehenden Fragen

lege. Schließlich müsse sich in der

Kirche jede Organisationsstruktur vor

allem an ihre Effektivität für Seelsorge

und Glaubensverkündigung messen

lassen. Genau diese optimale Struktur

gelte es zu finden.

Eine Prognose zur Entwicklung der

Priesterzahlen im Erzbistum Köln gab

Monsignore Dr. Stefan Heße, der

32

Overather Pfarrverband “An Agger und Naaf”

nicht zukunftsfähig?

Leiter der Hauptabteilung Seelsorgepersonal.

Demnach wird die Zahl der

Priester des Erzbistums Köln von aktuell

rund 570 auf knapp 490 im Jahr

2010 und etwa 400 im Jahr 2020 zurückgehen.

Von diesen wird etwa die

Hälfte als leitende Pfarrer zur Verfügung

stehen; andere Priester werden

als Pfarrvikare oder Kapläne eingesetzt,

wieder anderen wird die Seelsorge

etwa in Krankenhäusern, in Gefängnissen

oder in der Jugendseelsorge

anvertraut. Auch das steigende

Durchschnittsalter des Klerus spiele

bei der Personal- und Einsatzplanung

eine entscheidende Rolle, erklärte

Monsignore Dr. Heße.

Prälat Hans-Josef Radermacher, der

Leiter der zuständigen Hauptabteilung

Seelsorgebereiche im Generalvikariat,

stellte die derzeitige Situation dar. Danach

ist die Pfarrseelsorge im Erzbistum

Köln in 221 Seelsorgebereichen

organisiert. 30 davon bestehen

aus komplett miteinander fusionierten

Pfarrgemeinden, 31 aus so genannten

Pfarreiengemeinschaften mit einem

gemeinsamen Pfarrgemeinderat. 160

Seelsorgebereiche kooperieren in einem

so genannten Pfarrverband, der

lockersten der drei Kooperationsvari-

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


anten. Diese drei Modelle entsprächen

den seinerzeit im Kooperationsprojekt

vorgestellten Wahlmöglichkeiten, so

Prälat Radermacher.

Insbesondere die personellen Rahmenbedingungen

erforderten eine intensivere

Zusammenarbeit in den

Seelsorgebereichen. Vor diesem Hintergrund

erweise sich die lockerere

Kooperation auf der Basis des

„Pfarrverbands“ als nicht zukunftsfähig.

Fusionen oder Pfarreiengemeinschaften

verblieben zukünftig

die realistischen Alternativen.

Gegenüber dem Presseamt erinnerte

Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp

an die positiven Erfahrungen

mit dem Projekt „Zukunft heute“, bei

dem es gelungen sei, durch ausgewogene,

aber akzentuierte Maßnahmen

die materielle Basis für die Zukunft der

Seelsorge im Erzbistum Köln zu sichern.

Der ausgeglichene Haushalt

2007 sei der beste Beweis für den

Erfolg dieser Anstrengungen. Schon

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Forum

bei den Bistumsfinanzen habe man

die Entwicklung nicht einfach tatenlos

abwarten dürfen. Umso mehr komme

es jetzt auch bei den Herausforderungen

in der Seelsorge darauf an, nach

sachlicher Analyse die notwendigen

Entscheidungen klug zu fällen und gemeinsam

zu tragen.

Nach intensiven und mit großem Ernst

geführten Beratungen votierte der

Priesterrat deutlich dafür, der Erzbischof

möge die Wahlfreiheit zwischen

Fusion und Pfarreiengemeinschaft belassen.

Nach dem Priesterrat wird Kardinal

Meisner mit dem Diözesanrat

und dem Diözesanpastoralrat in einen

Austausch über dieses Thema treten.

Unabhängig davon begrüßte der Erzbischof

die bereits begonnenen Prozesse,

die eine Fusion zum Ziel haben.

PRESSEMITTEILUNG DES PRIESTERRATS

www.erzbistum-koeln.de/modules/

news/news_0633.html?uri=/aktuelles.html

Bisher waren im Erzbistum Köln folgende drei Kooperationsmodelle

in einem Seelsorgebereich (SB) möglich:

• Alle Pfarreien eines SB vereinigen sich zu einer Kirchengemeinde mit einem

Pfarrgemeinderat (PGR) und einem Kirchenvorstand (KV).

• Alle Pfarreien eines SB bilden einen Pfarrgemeinderat und einen Kirchengemeindeverband

bei mehreren KV’s.

• Alle Pfarreien eines SB haben eigene PGR’s und KV’s. Kooperation über

Pfarrverbandskonferenz (aus den einzelnen PGR’s) und Kirchengemeindeverband

(aus den einzelnen KV’s).

Dies entspricht unserem Pfarrverband “An Agger und Naaf” mit der

Abweichung, dass St. Walburga und Maria Hilf einen gemeinsamen

PGR gebildet haben.

33


Forum

Immer auf die

Kleinen! Diesmal

muss die

Glühbirne als

Feigenblatt herhalten.

Ist sie

doch aber auch

eine wahre Energieverschwenderin.

Nur etwa 5% der

eingesetzten Energie werden in Licht

umgewandelt, der Rest in Wärme. O

Schande, weg mit ihr!

Dass die Beleuchtung nur einen

winzigen Bruchteil von 1-2% 1) des Gesamtenergieverbrauchs

eines Haushalts

ausmacht, wird bei dem Ruf

nach Abschaffung geflissentlich vergessen.

Ist es doch auch so leicht, auf

die Glühbirne zu verzichten, tut gar

nicht weh, und man zeigt, dass man

etwas für die Umwelt tut.

Eines Feigenblatts haben sich ja

schon Adam und Eva im Paradies

bedient, aber es hat ihnen nichts

genützt, sie mussten raus aus dem

schönen Garten Eden.

Auch unser Klima kann durch die

Energiesparlampe nicht gerettet werden.

Da müssen andere Geschütze

her. Angesichts der Horrorszenarien

infolge des Klimawandels müsste eigentlich

ein Aufschrei, ein “Ruck”

durch die Christenheit gehen. Haben

wir doch schließlich von Gott den Auftrag,

den Garten Eden zu bebauen

und zu erhalten (Gen1,15). Aber in

unseren Köpfen ist wohl nur hängengeblieben:

Macht euch die Erde untertan

(Gen1,28)! Vielleicht kann es ja

34

Wir sind Klima ...

... oder ist es die gute alte Glühbirne?

auch der Heilige Geist richten: Seht,

ich mache alles neu (Ps 104,30)!

Aber frommes Beten nützt da nicht,

es sei denn, wir bitten um Einsicht und

Änderungsbereitschaft. Aber die Natur

lässt sich nicht gesundbeten. Gott verstößt

nicht gegen seine eigenen Naturgesetze,

da hilft kein Jammern und

Lamentieren. Bewahrung der Schöpfung

fängt bei jedem persönlich an.

Die folgende Graphik will Einsicht

in die Zusammenhänge und Gewichtungen

geben. Und mit der Rechentabelle

lässt sich leicht ermitteln, ob wir

zu den Sparsamen oder zu den Verschwendern

gehören.

kg CO 2 pro Jahr

4500

4000

3500

3000

2500

2000

1500

1000

500

0

ECKEHARD ZIPPER

CO 2-Emission pro Person

im Bundesdurchschnitt

Auto 12000 km/Jahr bei 2 Insassen

1 Hin/Rück-Flug nach New York

3 x 60 Watt-Glühbirnen mit 4 h Brenndauer/Tag im Jahr

zum Vergleich


Berechnen Sie Ihre persönliche CO 2-Bilanz

Tragen Sie die entsprechenden jährlichen Verbrauchsgrößen bzw. Entfernungen

Ihres Haushalts in die 2. Spalte ein. Multiplizieren Sie diesen Wert mit dem Faktor

aus Spalte 3 (und ggffs. der Personenzahl) und schreiben Sie das Ergebnis in

Spalte 4. Die Summe der einzelnen Werte in Spalte 4 ergibt die CO2-Emission

ihres Haushalts. Geteilt durch die Personenanzahl des Haushalts erhalten sie

Ihre persönliche CO 2-Bilanz. 1,2)

Zur Orientierung:

Durchschnittliche CO 2-Emission eines Deutschen: ca. 10 400 Kg pro Jahr

Amerikaners: ca. 20 000 Kg pro Jahr

Inders: ca. 900 Kg pro Jahr

CO 2-Quelle Verbrauch

bzw. Fahrleistung

im Jahr

Umrechenfaktor CO 2-

Emission

in Kg/Jahr

1 2 3 4

Heizöl in Liter/Jahr x 2.60

Erdgas in m³/Jahr x 2.00

Strom (dt. Energiemix)

in kWh/Jahr

x 0.60

PKW-Benzin in Liter/Jahr x 2.40

oder gefahrene km/Jahr (bei einem

Verbrauch von 8 l / 100 km)

x 0.19

PKW-Diesel in Liter/Jahr x 2.60

oder gefahrene km/Jahr (bei ei-

x 0.18

nem Verbrauch von 7 l / 100 km)

Bus-/Bahnfahrt in km/Jahr x 0.05

x Personenzahl

Flug-Gesamtstrecke in km/Jahr x 0.34 3)

Ernährung

- einfach, vegetarisch, regional

- durchschnittlich, Mischkost

- exclusiv, fleischbetont

Konsum

- sparsam

- durchschnittlich

- großzügig

600

1700

3000

1500

2000

3000

x Personenzahl

x Personenzahl

x Personenzahl

Verbrauch der Allgemeinheit 1000 x Personenzahl

Summe pro Haushalt im Jahr — —

Persönliche CO2-Emission pro Wert aus voriger /Personenzahl

Jahr

1) www.prima-klima-weltweit.de

2) www.co2-rechner.bayern.de

Zeile, Spalte 4

3) Der Wert gilt durchschnittlich für Kurz- und Langstreckenflüge bei unterschiedlichen Auslastungen.

Der Grundwert wurde mit dem Faktor 2 multipliziert, um die mit dem Flug verknüpften weiteren

CO2-Belastungen (u.a. aus dem Betrieb der Flughäfen und der Fluggesellschaften) und die erheblichen

Klimabelastungen aus Wasserdampf- bzw. Stickoxidemissionen zu berücksichtigen.


36

Jugend

Fußball

und Flambeau

Haben Sie sich schon mal Gedanken

darüber gemacht, was ein Messdiener

alles gelernt haben muss, bevor er am

Altar steht und dienen darf? Wüssten

Sie, wann genau die Flambeaus zum

Evangelium geholt werden müssen?

Oder in welcher Reihenfolge der Altar

gedeckt wird? Wüssten Sie, wann und

wie dem Priester die Hände gewaschen

werden? Oder wie man sich so

zum Auszug aufstellt, dass es nicht

wie ein riesiges Chaos aussieht?

All diese wichtigen Dinge haben

die neuen Messdiener im Laufe des

letzten Jahres gelernt und geübt, indem

sie sich jede Woche mit ihren

Leitern zum ‚Training’ in der Kirche

getroffen haben.

Dass das Üben erfolgreich war,

haben die Kinder seit ihrer Einführung

in den Dienst nun schon in vielen Messen

bewiesen. Da unsere Gruppe in

dieser Zeit schon so fest zusammengewachsen

ist, treffen wir uns auch

nach der Ausbildung noch alle zwei

In der Sakristei ist plötzlich ein Streit unter den

Ministranten ausgebrochen. “Du bist ein Kamel!”

faucht Ludwig. “Du bist ein noch viel

größeres”, gibt Anna zurück. “Jetzt reicht’s

aber”, mischt sich der Kaplan ein, “ihr habt

wohl ganz vergessen, dass ich auch noch im

Raum bin!”

aus www.norfer-messdiener.de/witze.htm,

der Messdiener-Homepage der Heimatpfarrei

unseres neuen Pastors!

Wochen zum Fußball spielen, Pizza

essen, Malen und Spielen oder um die

neue Ausgabe der Messdienerpläne

einzutüten.

Die Idee einer solchen Messdienergruppe

wurde von Kaplan Cieslak

ins Leben gerufen und bewährt sich

nun schon im zweiten Jahrgang als

sehr erfolgreich. Es wird der Gruppenzusammenhalt

gestärkt und wir verbinden

unseren Dienst am Altar mit

fröhlichen Gruppenstunden, sodass

wir hoffentlich noch lange als Messdienergruppe

zusammen bleiben werden.

Auch in diesem Jahr wird es

nach der Erstkommunion wieder

eine solche Messdienergruppe geben

und wir hoffen, dass sich erneut

viele Kinder für diesen Dienst melden


Natürlich werden wir auch traditionsgemäß

im nächsten Jahr wieder eine

Messdienerfahrt anbieten, doch da wir

noch in der Planung sind, können

Wünsche, Ideen und Anregungen

gerne bei Christoph und Theresa eingereicht

werden …

THERESA METT

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Installation der Küster an Karfreitag in der alten Kirche

Passahmahl

der Jugend

Schon traditionell feierte die Jugend

den Einstieg in die intensiven Tage vor

dem Osterfest mit dem Passahmahl

und dem anschließenden Nachtgebet

am Abend des Gründonnerstag. Die

Beteiligung war, wie schon in den Vorjahren,

gut; die Stimmung war noch

besser.

In besinnlicher Atmosphäre konnte

sich jeder wieder eine Vorstellung davon

machen, wie sich das gemeinsame

Essen der Jünger mit Jesus

Christus angefühlt haben mag und

ihre jüdischen Rituale nachvollziehen.

Während der “Auszug der Israeliten

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Jugend

aus Ägypten” gelesen wurde, ließ man

sich ungesäuerte Brote (Fladenbrot),

Bitterkraut (Chicoreesalat), Fruchtmus

und das Lamm, das ausnahmsweise

geflügelt war, schmecken. Dazu füllte

sich das Weinglas mindestens viermal.

Es blieb auch viel Zeit und Ruhe für

kleine Gespräche mit dem Nebenmann,

was besonders schön war.

Anschließend zog die „Jüngergruppe“

gut gelaunt und eingestimmt in die

alte Kirche, wo unterbrochen und begleitet

von Taizé-Gesängen, jeder die

Gelegenheit hatte, kurze Auszüge aus

Psalmen zu lesen und dabei den ganz

eigenen Charakter dieser alten Gebetsform

zu entdecken.

SARAH HOEDERATH

37


Der Junge Chor hat

Besuch gehabt ...

… vom Mädchenchor

des Mainzer Doms

Eigentlich hatten wir schon die schicken

Kutten erwartet, dem besonderen

Anlass entsprechend eben. Stattdessen

trugen die Mädchen vom Mainzer

Dom ihr „Auswärtstrikot“, als sie am

Sonntag, den 25. März um kurz vor 18

Uhr endlich zum lange geplanten Auftritt

„JCO meets Mainzer Domchormädels“

aufliefen. Das Auswärtstrikot –

bestehend aus grünem Pulli mit entsprechendem

Aufdruck, kombiniert

mit einer schwarzen Hose, machte

aber, bei der Fülle von 45 Mädchen,

auch schon großen Eindruck. Zusammen

mit einer netten Begleitdame für

alle erdenklichen Fälle und einem stilvoll

gekleideten Herrn mit absolut un-

38

Gemeinsamer Auftritt von Jungem

Chor und Mainzer Domchormädels

erschütterlicher Frisur, der

sich als Domkantor Karsten

Storck entpuppte, zogen

sie, so diszipliniert geordnet

wie selten bei 9-17 jährigen

beobachtet, in die Walburgakirche

ein, was mindestens

ebenso beeindruckend

wie das Outfit war.

Entsprechend stieg natürlich

die Aufregung bei

uns, dem Jungen Chor, die

wir, ganz in Schwarz mit roten Schals,

was dem aufmerksamen Beobachter

schon vom Auftritt im Advent bekannt

ist, die Bänke in der alten Kirche besetzt

hatten, um das Schauspiel zu

verfolgen. Manche von unseren Mainzer

Gästen hatten für das Ganze nur

ein verstohlenes Gähnen, sei es aus

Routine oder aus Müdigkeit, denn wenig

Schlaf während der Konzertfahrten

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


gehört bei diesem Profichorunternehmen

sicher auch einfach dazu.

Schließlich war die Mannschaft erst

am Abend vorher gegen 23 Uhr mit

dem Bus in Overath angekommen

und dann auf Gastfamilien verteilt worden.

Dort, weit entfernt von den wachsamen

Blicken Karsten Storcks, ließen

sie zum Glück deutlich durchblicken,

dass unter dem hübschen Dresscode

ganz gewöhnliche Mädels stecken,

die je nach entsprechendem Alter, mal

scharf darauf waren, möglichst lange

wach zu bleiben oder mit den männlichen

Mitgliedern des Jungenchores

eine kleine „Flirtoffensive“ starteten,

natürlich geschickt getarnt hinter

Gastgeschenken, mit Augenaufschlag

überreicht.

Wie der Aufmarsch in der Kirche

uns schon vermuten ließ, hatte Karsten

Storck „seine Mädels“ beim fol-

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Jugend

genden Auftritt also jederzeit fest im

Griff. Die Darbietung war sehr gut,

schön anzuhören und absolut formvollendet,

so dass wir in unseren Bänken

gebannt zuschauten und einen

kleinen Eindruck davon bekamen, was

es bedeuten mag, einen Profichor zu

leiten, aber auch, Mitglied eines solchen

Chores zu sein.

Direkt anschließend stand auch leider

schon die Abreise unserer Gäste bevor.

Wir mussten uns schon fast beeilen,

um zum Walburgahaus zu kommen,

wo der Bus der Mainzer Mädchenkantorei

schon in den Startlöchern

stand, um ihnen zu Winken und

so eine gute Heimreise zu wünschen.

SARAH HOEDERATH

39


40

Gruppen & Vereine

Elisabeth von Thüringen

(1207 – 1231)

Elisabeth war Königstochter und thüringische

Landgräfin, aber das höfische

Leben bedeutete ihr nichts. Vielmehr

wollte sie wie ihr Vorbild Franziskus

von Assisi leben:

Arm und für die Menschen da.

Im Jahr 2007 feiern wir den 800. Geburtstag

der großen Heiligen. Ein willkommenerAnlass,

ihr kurzes

Leben hier ein

wenig vorzustellen:

Kath. Frauengemeinschaft

• 1207 kommt

Elisabeth als

Königstochter

in Ungarn zur

Welt.

• 1208 wurde

sie mit dem elfjährigenLudwig,

Sohn des

Landgrafen

Hermann von

Thüringen, verlobt

und auf

der Wartburg

erzogen.

• 1221 heiratet sie vierzehnjährig Ludwig

den IV. und bringt drei Kinder zur

Welt.

• 1227 stirbt Elisabeths Ehemann

während eines Kreuzzuges. Sie wird

ihres Witwengutes beraubt und von

der Wartburg vertrieben.

• Elisabeths Beichtvater Konrad von

Marburg gelingt es, der Witwe eine

Abfindung in Form von Geld und Gütern

in Marburg zu verschaffen.

• 1228 gründet sie damit in Marburg

ein Hospital, das sie nach ihrem Vorbild

Franziskus von Assisi benennt.

• 1231 stirbt Elisabeth, entkräftet von

ihrem Einsatz für Arme, Kranke und

Aussätzige und wird in Marburg beigesetzt.

• 1235 spricht sie Papst Gregor IX.

heilig.

Die kfd Overath lädt anlässlich dieses

Jubiläums zu einem Glaubensgespräch

ein, und zwar

am

Mittwoch, dem 24. Oktober 2007,

um 17 Uhr ins Walburga Haus

Thema

Elisabeth von Thüringen

Referentin ist

Frau Dr. Hedwig Lamberty-Zielinski

von der Frauenseelsorge

im Erzbistum Köln

Kosten entstehen keine.

Elisabeth-Fenster (Detail) in der St. Bonifatiuskirche in Gotha

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Vorankündigung:

Dienstag, 03. Juli Fußwallfahrt nach Marialinden

Beginn 8:30 Uhr ab Park-and-ride-Platz Overath

Mittwoch, 12. September Ausflug der Frauengemeinschaft

Tagestour

Mittwoch, 26. September Sternwallfahrt nach Altenberg

nachmittags

Mittwoch, 24. Oktober Glaubensgespräch zum Thema

„Elisabeth von Thüringen“- siehe oben.

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Gruppen & Vereine

Ansprechpartnerin für die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) ist unsere

Vorsitzende, Frau Marianne Löffelsender, Tel. 02206 / 4761.

ANNELY THÜTT

Schriftführerin

Ein Dankeschön-Nachmittag für unsere Mitarbeiterinnen (Bezirksfrauen) fand im

Freilichtmuseum in Lindlar statt. Der originelle Memphis-Bus brachte sie dorthin,

was gleichzeitig mit einer Spende verbunden war für die Humanitäre Hilfe

Overath.

41


Gruppen & Vereine

Weiter auf dem Weg

nach Santiago de

Compostela

Am Sonntag, dem 16.9.07, ist es wieder

soweit, wir starten zur 5. Etappe

auf dem Jakobusweg. Wir beginnen

etwa dort, wo die letzte Wanderung

endete, in der Nähe von Prüm, in der

Schönecker Schweiz. Von hier aus

führt ein wildromantischer Weg zu unserem

Endziel nach Waxweiler.

42

Kolpingsfamilie

Wege

der Jakobspilger

im Rheinland

Der Ort Waxweiler ist für die Entstehung

der Echternacher Springprozession

von großer Bedeutung: Der Legende

nach kam der hl. Willibrord

(657 – 739) auf einer Missionsreise

nach Waxweiler, um dort das Evangelium

zu verkünden. Die Einwohner

führten aber während der Predigt

heidnische Tänze auf und ließen trotz

Ermahnung nicht davon ab. Da rief

Willibrord schließlich voller Zorn: „so

springet und tanzet denn ohne Unterlass,

wenn ihr von den Werken des

Teufels nicht lassen wollt.“ Und

tatsächlich konnten die Tänzer von

diesem Moment an nicht mehr aufhören

zu tanzen. Erst als sie Besserung

gelobten, befreite sie Willibrord von

diesem Tanzzwang, legte ihnen aber

als Buße auf, nach Echternach zu wallfahren

und dort „mit heiliger Andacht“

zu springen und zu tanzen. Seit dieser

Zeit findet alljährlich am Pfingstmontag

eine große Bußprozession nach

Echternach statt, wo am Pfingstdienstag

dann die tanzende Prozession

stets durch die Waxweiler Springergruppe

eröffnet wird.

Da wir in diesem Jahr nur einen

Bus für 35 Personen bekommen

konnten, empfiehlt sich eine möglichst

frühzeitige Anmeldung bei Ludwig

Schebiella (Tel. 82145) oder Karl-

Heinz Willems (Tel. 7152).

LUDWIG SCHEBIELLA

KARL-HEINZ WILLEMS

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Kirchenchor St. Walburga

Neues vom

Kirchenchor St. Walburga

Wir suchen:

• begeisterte Sänger und Sängerinnen,

insbesondere Männerstimmen


Wir bieten:

• aktive, fröhliche Sänger und

Sängerinnen zwischen 18 und 81

Jahren unter der Leitung unseres

jungen und dynamischen Kirchenmusikers,

Claus Schürkämper

• klassische bis moderne neuzeitliche

Kirchenmusik in einer

wöchentlichen Probe

• viel Spaß, geselliges Beisammensein,

Wandern, Grillen u.a. …

Interessiert? Wir proben mittwochs

um 20 Uhr im Walburga Haus. Wenn

Sie weitere Informationen möchten,

wenden Sie sich an die

Chorsprecherin Frau Silvia Dunkel,

Tel.: 02206/8901

oder an unseren

Chorleiter Claus Schürkämper,

Tel.: 02206/940367.

Wär’ doch schön, wenn Sie in Zukunft

mit dabei wären…

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Gruppen & Vereine

Rückblick 2006 –

Ausblick 2007

Mit der Gestaltung der Festmesse am

1. Weihnachtsfeiertag und der Jahresabschlussmesse

ging das Jahr 2006

auch für den Kirchenchor zu Ende.

Wer allerdings dachte, jetzt gäbe

es erst einmal eine kleine „Verschnaufpause“,

hatte sich gründlich

geirrt, denn schon ging es mit Riesenschritten

auf Ostern zu.

Vorher gab es allerdings im Februar

noch eine Premiere anderer Art

in Form einer gut gelungenen Karnevalsfeier.

Ein Probensamstag am 10. März

diente dann dazu, sich nochmals intensiver

mit der „Missa brevis in G“

KV-Nr.: 49 von W. A. Mozart zu befassen,

die für Ostern auf dem Programm

stand. Wenn auch anstrengend, so

haben die Proben dafür allen Chormitgliedern

doch sehr viel Spaß gemacht.

Nach der musikalischen Gestaltung

der Karfreitagsandacht war es

dann auch am Ostermontag endlich

soweit: Mit Solisten und Streichquartett

wurde die Mozartmesse von uns

aufgeführt. Wie schön, dabei gewesen

zu sein – wie schade, dass es vorbei

ist.

Nun werden wir vor den Sommerferien

nochmals am Pfingstsonntag zu

hören sein und bei der Verabschiedung

unseres Kaplans Zbigniew Cieslak.


43


Gruppen & Vereine

Anfang September freuen wir uns auf

unseren 2-tägigen Chorausflug nach

Bad Honnef. Und dann beginnt auch

schon wieder die Vorbereitung für

Weihnachten.

Unsere Kirchenchor-Mitglieder

Förderverein

für Kirchenmusik

St. Walburga Overath

Sowohl im vergangenen, als auch in

diesem Jahr kann der Förderverein für

Kirchenmusik an unserer Pfarrgemeinde

auf vielfältige Aktivitäten zurückblicken.

Nach der Unterstützung des Adventskonzertes

des Jungen Chores

mit Solistenquartett und Streicherensemble,

übernahm der Förderverein

die Kosten für das gemeinsame Kon-

44

Na, Lust bekommen mitzutun? Dann

kommen Sie doch einfach zu unseren

Proben und machen mit. Wir freuen

uns auf Sie!!!

BIRGIT OEKEN

BARBARA SCHNEIDERS

zert des Jungen Chores mit der Mädchenkantorei

des Mainzer Domes. Am

Ostermontag führte der Kirchenchor

im Rahmen des Hochamtes eine

Messe von W.A. Mozart für Chor, Orchester

und Solisten auf. Diese Kosten

wurden ebenfalls vom Förderverein

gedeckt.

Um den Förderverein zu unterstützen

und auch in Zukunft Kirchenmusik

auf hohem Niveau anbieten zu können,

gibt es in diesem Jahr einige

Aktivitäten, die ausschließlich zu Gunsten

des Vereins stattfinden. So wird

im Advent der Junge Chor ein Gospelkonzert

und unser Kantor Claus

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Schürkämper ein Orgelkonzert geben.

Wenn auch Sie die vielfältigen musikalischen

Angebote in unserer Kirchengemeinde

unterstützen möchten – treten

Sie dem Förderverein für Kirchenmusik

bei, damit weiterhin auf dem

gewohnten Niveau gearbeitet werden

kann. Gerade in der heutigen Zeit der

leeren Kassen ist eine finanzielle Unterstützung

der Kirchenmusik für eine

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Gruppen & Vereine

Pfarrgemeinde durch einen Förderverein

unverzichtbar.

Allen Mitgliedern und Spendern

des Vereins sei an dieser Stelle ein

herzliches Dankeschön gesagt, da sie

mit ihrer Mitgliedschaft zu einem guten

musikalischen Gelingen in unserer

Gemeinde beigetragen haben.

Für den Vorstand

SILVIA DUNKEL

Kinder- und Teeniechor und die Kirchenmäuse

Kinder- und Teeniechor St. Walburga

Junger Chor St. Walburga

Unsere Proben sind jeden Dienstag

um 20 Uhr im Walburga Haus.

Über unser letztes Chorkonzert mit

Kirchenmäuse

Kinder ab 6 Jahren

Donnerstag

15.00 – 15.30 Uhr

im Walburga Haus

den Mainzer Dommädels könnt ihr

euch auf Seite 38 informieren.

Kinderchor

3. – 6. Klasse

Donnerstag

15.45 – 16.30 Uhr

im Walburga Haus

Teeniechor

6. – 9. Klasse

Donnerstag,

16.45 – 17.45 Uhr

im Walburga Haus

45


Gruppen & Vereine

46

Stadtbücherei St. Walburga

Stadtbücherei

St. Walburga

am Steinhofplatz

Sind Sie dabei?

Zu diesem Jubiläum gilt der Dank

vieler tausend Freunde und Nutzer

den Entscheidungsträgern der Kirchengemeinde

St. Walburga, der

Stadt Overath und des Kreises, die

sich immer wieder stark für die Stadtbücherei

gemacht haben. Und vor allem

den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, Spendern

und Sponsoren, die sie mit am

Leben erhalten.

In Zeiten leerer öffentlicher Kassen ist

die Stadtbücherei mehr denn je auf

diese freiwillige Hilfsbereitschaft angewiesen,

um mehr in ihren Erhalt und

qualitativen Ausbau investieren zu

können. Gerade zum bevorstehenden

Jubiläum gibt es viele

„Baustellen“: von der frischeren Innengestaltung

und einer zweckmäßigeren

Einrichtung über moderne Deko-

Elemente und Arbeitstechniken bis zur

Hilfe bei Konfektionierungs-Arbeiten

oder Werbedruckwerken. Gefragt sind

Rat und Tat, eine aktive Mitwirkung bei

den Jubiläums-Aktivitäten, die Sachspende

ebenso wie die Finanzspritze.

Auch jeder neu gewonnene Nutzer der

Stadtbücherei leistet natürlich einen

wertvollen finanziellen Beitrag.

Wenn Sie sich jetzt engagieren möchten,

geben Sie uns bitte ein Zeichen.

Persönlich, per Telefon, Brief und E-

Mail oder am besten gleich mit der

ausgefüllten Fax-Rücksendung nebenan.

Dafür vielen Dank im voraus!

Stadtbücherei St. WalburgaSteinhofplatz – 51491 Overath

Ihre Ansprechpartner: Dipl.-Bibl. Manfred Welsch, Melina Stuckmann

Tel.: 02206 / 5757 – Fax: 02206 / 869712

Internet: www.buecherei-overath.de

E-Mail: info@buecherei-overath.de

Bankverbindung: VR-Bank Bergisch Gladbach-

Overath-Rösrath eG

BLZ 37069582 – Kto.-Nr. 1031015

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

„Wir sind dabei!“

Zum 25-jährigen Jubiläum der Stadtbücherei St. Walburga in Overath möchte

ich mich gerne einbringen.

� Ich möchte Ihnen gerne meine Kompetenz, meine fachliche und persönliche

Hilfe und / oder eine Sachleistung anbieten. Bitte sprechen Sie mich darauf

an, was ich am besten für Sie tun kann.

� Ich werde mit einer finanziellen Spende meinen Beitrag leisten (bei Überweisungen

bitte Stichwort Stadtbücherei St. Walburga angeben).

� Ich interessiere mich für die Mitgliedschaft in einem neu zu gründenden Förderverein

für die Stadtbücherei St. Walburga.

� Ich möchte die Bücherei selbst nutzen und durch die jährlichen Benutzungsgebühren

mitfördern. Meinen Personalausweis und die ausgefüllte Anmeldekarte

bringe ich zur Erstanmeldung mit.

� Ich habe noch andere Neukunden geworben. Bitte bereiten Sie die Anmeldungen

mit folgenden Namen vor:

Name, Anschrift

Datum Unterschrift

47


48

Ökumene · Ev. Kirche

Die Ökumene hat in diesem Jahr für

unsere Region einen besonderen

Höhepunkt: Der evangelische Kirchentag

vom 06.-10. Juni in Köln.

Nachdem ursprünglich Overath zu

weit weg vom Geschehen zu sein

schien und deshalb bis ins Bergische

auch keine Unterstützungsanfragen

durchdrangen, besann man sich von

Seiten der Organisation dann doch

anders. Aufgrund fehlender Übernachtungsmöglichkeiten

zählt jetzt

Overath doch zum engeren Kölner

Umland.

In der letzten Sitzung des Overather

Ökumenekreises kamen wir mit der

evangelischen Gemeinde überein, die

Engpässe in Bezug auf die Unterbringung

der Teilnehmer des Kirchenta-

ges gemeinsam angehen zu wollen.

Über einen Aufruf im „Dabei“, Übernachtungsmöglichkeiten

zur Verfügung

zu stellen, machten wir auf die

Notlage aufmerksam – bis Ostern war

erst ein Drittel der nötigen Unterbringungen

gesichert.

Jetzt, wo ihnen der neue Pfarrbrief

vorliegt, steht der Kirchentag kurz bevor

und die Vorbereitungen sind abgeschlossen.

Wir hoffen gemeinsam,

dass jetzt viele Christen die Bergische

Gastfreundschaft genießen können.

Einen großen Raum im Kirchentagsprogramm

nimmt im „hillije Kölle“

die Ökumene ein. Neben vielen Aktionen

und Veranstaltungen wird von der

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

(ACK) in Köln und dem Ökume-

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


neausschuss im Rheinisch Bergischen

Kreis, zu dem auch unsere Gemeinde

Vertreter entsendet, ein besonderes

Programm im Kölner Domforum

unter dem Motto „Denn Einheit

braucht Begegnung“ angeboten. Am

Freitag, dem 8. Juni, kommt es zur

Neuauflage des ökumenischen Brückenweges,

der in diesem Jahr als Station

zur 3. Europäischen Versammlung

durchgeführt wird, die im Herbst

in Hermannstadt (Rumänien) stattfindet.

Eine besondere Einladung ergeht

an St. Walburga von der Overather

evangelischen Gemeinde:

Ökumenische

Bibel- und Glaubensgespräche

Seit Sommer 2006 treffen sich einmal

im Monat Frauen und Männer beider

christlichen Konfessionen zu Bibelund

Glaubensgesprächen. Die Bibel

nimmt an diesen Abenden eine wichtige

Stellung ein. Denn sie ist die Wurzel

für unseren Glauben an Jesus

Christus und unsere Hoffnung auf den

Gott der Liebe. Die Bibel - das Alte

und das Neue Testament - beinhalten

viele Geschichten und Texte, in denen

Menschen eine wichtige Grunderfahrung

mit Gott machen: Sie/Er ist für

uns da und lasst uns nicht im Stich.

Das motiviert, sich mit dem Inhalt der

Bibel näher auseinander zu setzen.

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Ökumene

Beim Abend der Begegnung, der am

Mittwoch, den 6. Juni ab 18:30 Uhr

nach der Eröffnung auf der Rheinuferstraße

stattfindet, wird die evangelische

Gemeinde auf einem Stand kulinarische

Genüsse aus dem Bergischen

anbieten. Alle sind herzlich eingeladen

vorbeizuschauen.

Ein Besuch oder eine Teilnahme

wird sich auf jeden Fall lohnen. Kurzentschlossene

können sich über das

Programm auf der Homepage des Kirchentages

unter www.kirchentag.net

informieren.

BERND KARRASCH

Die ökumenische Bandbreite wird dabei

als Reichtum und Chance erfahren.

Wir freuen uns über jeden neuen

Teilnehmer!

KARL- HEINZ JEDLITZKE

Gem. Referent

Letztes Treffen

vor den Sommerferien:

Donnerstag, den 24. Mai,

20.00 Uhr

Evangelisches Gemeindezentrum

Overath

Zu Ökumene siehe auch Leserbrief Seite 58!

49


50

Kinderseite

Liebe Kinder,

im Jahr 2022 wird die Beleuchtung in

unserer Kirche von einem Windrad auf

dem Kirchturm mit Strom versorgt. Um

möglichst viel überschüssigen Strom

verkaufen zu können, ist eine Sparschaltung

installiert, die nur so viele

Leuchten einschaltet, wie Gläubige in

der Kirche sind. Legt die Schalter so,

dass ALLE Leuchten mit Strom versorgt

werden, dann zeigen die Buchstaben

an der richtigen Schalterstellung

an, was wir uns alle zu Pfingsten

wünschen. Lest von oben nach unten

und von links nach rechts.

Dieses Rätsel ist in einer Zeichensprache

geschrieben, die Elektriker

WERNER NIGGEMANN

S

E

H

R

L

A

I

E

U

F

O

C

H

A

verwenden. Strom fließt nur, wenn die

Leitung geschlossen ist:

In diesem Beispiel muss der Schalter

auf A gelegt werden.

+

-

Kreuzen sich zwei Leitungen, so fließt

Strom nur, wenn die Leitungen mit

einem Punkt verbunden sind:

Einen Hinweis zur Lösung findet ihr auf

Seite 2, die Lösung unter

www.st-walburga.de/pinnwand

T

J

U

P

N

I

G

A

B

Wir schalten das Licht ein!

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Kinder bringen

Farbe in die Kirche

Kinderseite

15 Kinder im Alter von 6 Jahren der Villa Regenbogen

in Neuhonrath haben sich mit zwei Erzieherinnen und

einer Mutter mit dem Bus zur Chagall-Ausstellung in

der Pfarrkirche St. Walburga aufgemacht.

Die Kinder waren von den Bildern und den dazugehörigen

Bibelgeschichten sehr angetan und wussten

sehr bald, welches Bild sie selbst nachmalen wollten.

Moses mit den Gesetzestafeln war ein beliebtes Motiv.

Luis entschied sich spontan, den Künstler Chagall

nach einem Schwarzweißfoto zu malen.

Die Erfahrungen mit Leinwand und Acrylfarben bereiteten

den Kindern viel Freude. Chagall ist für sie zu

einem großen Vorbild geworden. Sie erzählen von ihm

wie von einem großen Freund.

Aussagen der Kinder

Paul: „Ich wusste gar nicht, dass man so etwas einfach

kann.“

Luis: „Weißt du, warum ich so etwas kann? Beim Schulfest

habe ich einen Maler beobachtet.“

MARIANNE KENNTEMICH

Diese Bilder wurden nach dem Besuch der Ausstellung

von den Kindern des Kindergartens Villa Regenbogen

gemalt, natürlich in Farbe! (s. auch S. 55)


KKultur

Fantastische Klänge durchzogen die

alte Kirche, mal leise wie der Windhauch,

mal sphärisch träumerisch,

mal kräftig wie der Donner. Die

Gruppe Villmow³, Vater Michael Villmow

mit Tochter Annika und Sohn

Frederic zauberten mit Saxophon, Klavier

und Percussion eine passende

Einstimmung in die Bilderwelt Marc

Chagalls, wie Pfarrer Burkhard Möller

in seiner Begrüßung feststellte.

Marc Chagall ist noch immer populär

und faszinierend. Und so waren

viele gekommen, um die 43 Farblithographien

der Verve-Bibel in Augenschein

zu nehmen. “Verve”- Bibel deshalb,

weil diese Illustrationen zur Bibel

als Sonderheft der Zeitschrift Verve (=

Schwung, Brillianz, Virtuosität) in Paris

52

Bilder zur Bibel

erschienen ist, wie Kunsthistorikeren

Anke Blieschies in ihrer Einführung

erläuterte.

Die Eröffnung der Ausstellung war

nur der Auftakt zu einer Reihe von

Veranstaltungen und Führungen, um

den Maler und sein Werk intensiver

kennenzulernen. Und so nutzten

Schulen, Kindergärten und Gruppierungen

die Möglichkeit, unter fachkundiger

Leitung in die Bilderwelt Chagalls

einzutauchen. Sogar die Wandergruppe

“Flöcke Fööss” aus Refrath

hatte sich zu den Chagall-Bildern eingefunden.

An drei Abenden wurde der Bibelzyklus

thematisch vertieft. Der Alttestamentler

Prof. Dr. Heinz Josef

Fabry verglich seine Tätigkeit als Exe-

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


get mit der des Malers

Chagall: Beiden geht

es darum, die Botschaft

der Bibel zu begreifen

und zu vermitteln.

Und da die Bibel

an alle Menschen gerichtet

ist, muss ihre

Vermittlung einfach

sein. Für den Juden

Chagall war die Bibel

Lebensmitte. Und so

fließt alles in seine Bilder

mit ein: Die Tiere

seiner ländlichen Kindheit,

die Sinnbilder des

Judentums, die Schönheit seiner geliebten

Frau Bella (in den Gestalten

der Engel), die tiefgründige Symbolik

des alten Testaments (z.B. der Esel),

die klare Zuordnung der Farben. Eine

lebensbesingende Botschaft der

Schöpfung Gottes, die nicht abgeschlossen

ist, sondern andauert ge-

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Die Gruppe Villmo³ mit Michael, Annika und Frederic

Villmo (www.jjonrw.de/menschen_villmov.htm)

mäß dem Auftrag “Wachset und vermehret

euch” (Symbole der Fruchtbarkeit

wie Kuh oder Brautpaar).

Dr. Gunther Fleischer, ebenfalls

Alttestamentler, ging der Frage nach,

wie das alttestamentliche Bilderverbot

entstanden ist und wie der biblische

Bildergebrauch zu deuten ist. Bilder

Nach dem Kindergottesdienst

führt Anke Blieschiess

Kinder

durch die Ausstellung

53


Kultur

im AT waren Skulpturen, bei Stadtvölkern,

wie den Kanaäern mit festen

Häusern und Tempeln sinnvoll, für ein

Nomadenvolk wie die Israeliten aber

völlig unpraktisch und daher nicht gebräuchlich.

Ihr “Bild” von Gott war Moses.

Erst als er länger abwesend war,

schufen sie sich das “Goldene Kalb”,

auf dass Gott zuverlässig und immer

da sei. Aber damit wurde Gott instrumentalisiert,

durch Riten und Kult für

die eigenen Zwecke verpflichtet, das

Wort Gottes durch das Bild verstellt.

Und schließlich ist Gott als Schöpfer

mit menschlichen Bildern nicht zu

fassen. Sein Bild ist der Mensch, als

sein Abbild erschuf er ihn.

So zeigen auch die Bilder Chagalls

nicht Gott, sondern

den Menschen, verweisen

durch ihn auf

Gott. Dort, wo der

Mensch böse ist,

sich abkapselt, kann

Gott nicht eindringen,

plastisch dargestellt

in der geschlossenen

Komposition

bei Kains Brudermord.

Aber wie dann

von Gott sprechen,

von dem es kein Bild

gibt? Muss ich dann

nicht schweigen?

Von Gott sprechen

geschieht durch

seine wirkliche Ge-

54

Weiße Kreuzigung

von Chagall

genwart in Symbolen, im brennenden

Dornbusch bei Moses, in der Stimme

feinen Schweigens bei Elias, in der

Sonne bei Chagall. Das Wortbild Gottes

ist sein Name, Jaweh. Im Bild der

Vertreibung aus dem Paradies noch

bewusst falsch geschrieben, da die

Menschen den Namen da ja noch

nicht wussten.

Einen ganz persönlichen, individuellen,

herzlichen Zugang zu Chagall

vermittelt Pfarrer Karl-Ulrich Büscher

seinen zahlreichen Zuhören. Chagalls

Bilder kann man nicht mit akademischen

Interpretationsmustern erfassen.

“Schaut selber, was ihr seht”, hat

Chagall den Betrachter aufgefordert.

Und so entdeckt jeder eine andere

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Wirklichkeit in den Bildern, der Verzweifelte,

der Trauernde, der Liebende.

Chagalls Bilder zeigen das Leben

in seiner ganzen Fülle. Er trennt

nicht zwischen Gott da oben und der

Welt hier unten, wie zur Entstehungszeit

der Bilder die “Offenbarungstheologie“

lehrte, nicht zwischen hier und

gestern. Die Welt mit ihren Träumen,

Visionen, Gedanken, Himmel und

Erde, das alles gehört zusammen.

Kinder malen Chagall

Kinder der Pfarrgemeinde, Klassen der

Grundschule Overath, die Katholische Kindertagesstätte

St.Walburga und der Kindergarten

Villa Regenbogen haben die

Chagall-Ausstellung in unserer Kirche besucht.

Kinder sind gute Beobachter und

entdecken viel, was den Erwachsenen entgeht.

Die Kinder des Kindergartens Villa Regenbogen

haben Bilder aus der Ausstellung

verblüffend gut nachgemalt (siehe Kinderseite

51).

Wenn Kinder Kunst erleben,

• erkennen sie, dass auch hier nur

die Übung den Meister macht und

dass Kunst als Handwerk zu verstehen

ist,

• erfahren sie, dass in der Ruhe die

Kraft liegt und dass die Kunst Stille

und Konzentration braucht, um

schöpferisch zu gedeihen,

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Kultur

An Hand des (nicht zur Ausstellung

gehörenden) Bildes “Weiße Kreuzigung”

spannte Pfarrer Büscher den

Bogen über Passion und Karfreitag zu

Ostern, wo inmitten aller Not und aller

Grausamkeiten der Zeit in der Lichtbahn

um das Kreuz gleichsam Gottes

Arm erlösend in unsere Welt eingreift.

ECKEHARD ZIPPER

Kopie ...

... und Original

• schärfen sie den Blick, Wesentliches

wahrzunehmen,

• erleben sie, dass dies eine Gabe

ist und dass in jedem Kind ein

kleiner Künstler steckt.

MARIANNE KENNTEMICH

55


56

Unterhaltung

Fastenzeit - Nachlese

Eben war´s noch lustig im Karneval

und dann – Fastenzeit! Das ist

schon hart.

Wir Katholiken und Evangelen in

Mischehe müssen uns zu allem Überfluss

daran halten, wobei Überfluss

hier nicht im Sinne reichhaltiger Mahlzeiten

zu verstehen ist, trotz voller Regale,

Kühlschränke, pausenloser

Kochsendungen und Teufel in Gestalt

hübscher Menschen, die uns zum

Konsum ihrer Produkte verführen wollen

(Iss dich schlank, siehe unten!).

Nun, da müssen wir durch und wozu

haben wir unsere Phantasie, die

schon Mönchen im Mittelalter half, die

Fastenzeit erträglicher zu überstehen.

Ein Mitglied des Pfarrgemeinderates

nimmt sechs Wochen keinen

Zucker im Tee, Wahnsinn. Er muss ja

wissen, ob dieses Minimalfasten

Iss dich schlank mit der

Wunder-Diät-Suppe

schon wohlwollend registriert wird in

der göttlichen Personalakte. Sicher

gibt es ein Punktesystem dort oben, 5

Punkte für ein Klümpchen Zucker, 20

Punkte für ein Bier und 50 Punkte für

einen autofreien Tag. So kommt man

mit Verzicht auf Auto und Handy (die

armen jungen Menschen) locker auf

die fürs jüngste Gericht notwendige

Punktzahl und kann trotzdem lecker

essen.

Ebenfalls beliebt ist das Anstattfasten,

z.B. alkoholfreies Bier anstatt

Kölsch. Aber das gilt bestimmt nicht,

ist doch der Unterschied gering.

Beim Timesharingfasten werden

Feste, wie Geburtstage, ausgeklammert.

Alleine um einen Gastgeber

nicht zu beleidigen, muss man sich

schon an der Bewältigung des Buffets

beteiligen.

Na denn, guten Appetit

HORST DAHLMEYER

Kaspar, der war kerngesund,

Der Ein dicker Bub und kugelrund,

Er hatte Backen rot und frisch,

Nur Suppe aß er nie bei Tisch.

Doch einmal schrie er, sonderbar:

“Ich will auch Suppe, ist das klar?

Nur meine Suppe esse ich,

Ja, außer Suppe ess’ ich nichts!”

Am nächsten Tag, ja sieh nur her,

Da war er schon viel magerer,

Doch als die Suppe kam herein,

Da fing er wieder an zu schrein:

“Nur meine Suppe esse ich,

Ja, außer Suppe ess’ ich nichts!”

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Am dritten Tag, o weh und ach,

Wie ist der Kaspar dünn und schwach!

Doch als die Suppe kam herein,

Da fing er wieder an zu schrein:

“Nur meine Suppe esse ich,

Ja, außer Suppe ess’ ich nichts!”

Am vierten Tage endlich gar

Der Kaspar wie ein Fädchen war.

Er wog vielleicht ein halbes Lot –

Und war am fünften Tage tot.

Frei nach Dr. Heinrich Hoffmann

ECKEHARD ZIPPER

Unsere Jugend ist besser als ihr

Ruf, z.B. wenn es um den Einkauf

geht; da werden nicht irgendwelche

Discounter gewählt, sondern nach

ethischen Gesichtspunkten ausgesuchte

Lieferanten, ja, sogar Gott persönlich

– wenn es denn sein muss.

Oder war es vielleicht die Frauengemeinschaft,

die diesen Karton für Gottes

Würfeleis bestellt hatte? Wer im-

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Unterhaltung

Die Moral von der Geschicht’:

Die Suppen-Schlankheits-Wunder-Diät

rechtzeitig beenden!

Gott würfelt nicht ...

... oder irrte Albert Einstein?

mer auch diese Verpackung im Walburga

Haus zurückgelassen hat, er

zeugt von verantwortungsvollem Einkaufsverhalten.

Und noch eins ist bemerkenswert

an dieser Lieferung: Auch wenn der

große Einstein gesagt hat, “Gott würfelt

nicht”, will der Schöpfer des Universums

auf das Glücksspiel wohl

doch nicht ganz verzichten. Aber nur

so zum Spaß, bis die Eiswürfel geschmolzen

sind. Nicht nur ein schöpfender,

erhabener und allmächtiger

Gott, sondern auch ein menschlicher,

liebenswerter Gott! Der dem Menschen

die Fähigkeit zum Spielen geschenkt

hat und auch selbst gerne

mal die Würfel fallen läßt. Aber nur so

zum Spaß, wie gesagt.

ECKEHARD ZIPPER

57


Leserbriefe

Betr.: „Das lassen wir uns nicht gefallen“

im Rhein-Sieg-Anzeiger vom

4. April 2007 und „Tradition auch

aus der Antike“ Rhein-Sieg-

Anzeiger vom 7./8. April 2007

Im wahrsten Sinne des Wortes bin ich

begeistert von der Idee, dass die

evangelische Kirchengemeinde und

die katholische Pfarrgemeinde in

Lohmar die in Ihrer Zeitung beschriebene

Form für die diesjährige Osternachtfeier

entwickelt hatten. Hier hätten

katholische und evangelische

Christen in Einheit die Auferstehungsfeier

begonnen und in Vielfalt fortgesetzt,

um sich danach wieder zum

gemeinsamen Frühstück zu treffen.

Fantastisch fand ich, dass die Lohmarer

Protestanten ihre Kirche den Katholiken

für die Eucharistiefeier zur

Verfügung stellen und sie selbst ins

Gemeindehaus gehen wollten.

Man hat das Gefühl, dass durch

die Not der Katholiken in Lohmar – sie

können zur Zeit ihre Kirche nicht nutzen

– der Heilige Geist gewirkt hat.

Es wäre wünschenswert, dass Liturgiewissenschaftler

der nahegelegenen

Philosophisch-Theologischen

Hochschule der Steyler Missionare in

St. Augustin bzw. der Katholisch-

Theologischen Fakultät der Universität

Bonn dieses aus den örtlichen Notwendigkeiten

entwickelte Modell theologisch

untermauert der kirchlichen

Behörde in Köln nahe bringen würden.

Die Begründung „Die Heilige

Messe ist ein einziger Kultakt, der

nicht in seine Einzelteile zerlegt werden

kann.“ von Herrn Raimund Lüls-

58

dorff, Leiter der Stabsstelle Glaubensfragen

und Ökumene, kann ich in diesem

konkreten Fall nicht nachvollziehen.

Genauso hat mich die Stellungnahme

von Kreisdechant Robert

Kreuzberg erstaunt. Sein Argument,

die Osternachtliturgie dürfe nicht aufgeteilt

und abgetrennt werden, sticht

nicht. Die Osternachtliturgie ist immer

aufgeteilt und insbesondere die Lichtfeier

abgetrennt, da das Osterfeuer

nun mal draußen und nicht in der Kirche

abgebrannt werden kann. Wahrscheinlich

kennt Kreisdechant Kreuzberg

auch nicht die Gegebenheiten in

Lohmar: Das evangelische Gemeindezentrum

besitzt einen wunderschönen

Innenhof, aus dem die evangelischen

und katholischen Christen nach

einem Wortgottesdienst und der Lichtfeier

jeweils ganz organisch mit ihren

Osterkerzen, die am gleichen Feuer

entzündet worden wären – was wäre

das für eine Symbolik – in ihre liturgischen

Räume hätten gehen können.

Die Stellungnahme eines gut katholischen

älteren Gesprächspartners

war: Immer von Einheit reden, aber

dann das verbieten – das kann nicht

sein.

Da ich in einer konfessionsverbindenden

Ehe lebe, würde es mich sehr

freuen, bald an einer solchen Osternachtfeier

teilzunehmen. Ich würde mit

meiner Frau gemeinsam am Osterfeuer

die Botschaft vom leeren Grab –

dem zentralen Geheimnis des christlichen

Glaubens – feiern. Danach

könnte jeder in seine Kirche gehen

und wir würden uns zum Frühstück

wieder treffen.

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Ich habe in der Ökumene gelernt,

dass es viel Gemeinsames gibt, aber

auch sehr Wichtiges, was unterschiedlich

ist und wahrscheinlich auch unter-

schiedlich bleiben muss, da wir Menschen

ja auch verschieden sind: Einheit

in Vielfalt!

In eigener Sache

WERNER REUTER

Unser Pfarrbrief ist kostenlos,

aber nicht kostenfrei!

Kostenfrei sind zwar alle Arbeiten am Pfarrbrief einschließlich der Druckvorlage

auf CD, da dies alles ehrenamtlich erledigt wird, ebenso wie auch die

Verteilung der Pfarrbriefe, aber die Druckkosten selbst müssen weiterhin

aufgebracht werden. Da hierfür der Zuschuss der Pfarrgemeinde wegen der

Sparmaßnahmen im Rahmen von “Zukunft heute” nicht ausreicht, sind wir

auch weiterhin auf Ihre großzügigen Spenden angewiesen. Herzlichen

Dank!

VR-Bank Overath, Kto-Nr. 1031040, BLZ 37062600,

Stichwort “Pfarrbrief St. Walburga”, Spendenquittung auf Wunsch.

Herausgeber: Kath. Kirchengemeinde St. Walburga , Overath

www.st-walburga.de, E-mail: Redaktion@st-walburga.de

Verantwortlich für den Inhalt: PGR-Öffentlichkeitsausschuss

Auflage: 2200 Stück

Redaktion Sarah Hoederath, Friedrich Kenntemich, Werner Malczewski, Dr. Werner

Niggemann, Eckehard Zipper

Fotos: S. Boden, Ch. Dahmen, F. Kenntemich, B. Möller, W. Niggemann, W.

Reuter, E. Zipper, Familienmesskreis, Firmgruppe Bilder und Symbole,

kfd, Kirchenchor, www.pfarrbrief-service.de, Peter Wienerroither

Satz und graphische Gestaltung: Eckehard Zipper

Anschrift: E. Zipper, Schlehenweg 21, 51491 Overath, Telefon 6316

Zipper@netcologne.de

Herstellung: Druckservice Höller, Tel. 02206/8875 oder 02202/2994913

59


60

Familienbuch

Unsere Täuflinge

Künstler, Noah Joel Blum,Marc Leon

Reimann, Lea Tenten, Leon

Schneider, Marlon Kreiser, Jarmila Julie

Spinath, Gianna Marie Dlugos, Jana

Thelen, Louis Zimmermann, Celine Nele

Löffelsender, Rosina Marie Franken, Fabian

1. November 2006 bis 30. April 2007

Herzlichen Glückwunsch

zum Geburtstag

Schneider, Maria 96 Hemmerling, Anna 90

Knitter, Johannes 95 Kippels, Ida 89

Odenthal, Helene 94 Rövenstrunk, Margaretha 89

Krause, Helmut 94 Türk, Gertrud 88

Fellner, Eleonore 93 Macha, Helene 87

Moritz, Anna 93 Bollig, Kurt 87

Pletschen, Heinrich 93 Faenger, Manfred 87

Fischer, Elisabeth 92 Lippes, Paula 87

Bach, Gertrud 92 Grützenbach, Maria 87

Michels, Josef 91 Lünebach, Katharina 87

Clever, Gertrud 90 Strauch, Elisabeth 87

Wester, Anna 90 Heimann, Werra 87

Schumann, Anna 90 Ley, Katharina 87

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


St. Walburga Overath, Pfingsten 2007

Familienbuch

Schwamborn, Peter 87 Kirsch, Gertrud 83

Franken, Agnes 86 Friederichs, Gertrud 82

Kippels, Josef 86 Linder, Anna 82

Brenner, Peter 86 Heider, Josef 82

Gehlhaus, Anna-Maria 86 Haag, Johann 82

Grützenbach, Margarete 86 Weber, Irmgard 82

Müller, Anna 86 Fischer, Josef 82

Gückel, Walter 85 Aretz, Anneliese 82

Sack, Magdalena 85 Büscher, Maria 82

Maur, Sibilla 85 Schriefer, Elisabeth 82

Kümmeler, Hildegard 85 Schermuly, Vinzenz 82

Heider, Gertrud 85 Tomala, Katarina 82

Kraus, Johann 85 Miebach, Peter 82

von Glahn, Anneliese 85 Wiora, Josef 82

Büscher, Christine 85 Alt, Maria 81

Rüben, Franz 84 Naporra, Maria 81

Bürling, Theresia 84 Rottländer, Johann 81

Deussen, Ruth 84 Rottländer, Johannes 81

Scherr, Hans 84 Heller, Helene 81

Blatt, Klara 84 König, Gertrud 81

Affentranger, Hans 84 Krömeke, Wilhelm 81

Pack, Margarete 84 Heider, Margarete 81

Reinhold, Gertrud 84 Wester, Rosa 81

Engels, Josef 83 Schwärzli, Rosa 81

Laudenberg, Gottfried, Dr. 83 Supe, Christine 81

Wollny, Friedrich 83 Langlois, Rose-Marie 80

Schmidt, Helene 83 Ziemann, Rudolf 80

Graw, Gertrud 83 Kihm-Tiedemann, Malwine 80

Wrede, Anna Elisabeth 83 Glucs, Ingeborg 80

61


Familienbuch

Ahlers, Ludger 80 Sputh, Renate 80

Teusch, Philipp 80 Breuer, Wilhelm 80

Meiger, Johannes 80 Aumüller, Gertrud 80

Höck, Katharina 80 Höck, Luzia 80

Wester, Anton 80 Dominicus, Hannelore 80

Wenn Sie die Veröffentlichung Ihres Geburtstages nicht wünschen, bitte kurze

Mitteilung – möglichst schriftlich – ans Pfarrbüro.

Laabs, Hans 86 Steup, Jürgen 70

Friedrichsmeier, geb. Breuer, 86 Kurth, geb. Cornelißen, 73

Brunhilde

Wilhelmine

Eschbach, Josef 78 Supe, Manfred 79

Miebach, geb. Lindenbach,

Luise

95 Mitzschke, Andreas 23

Höck, Wilhelm 85 Hoederath, Rudolf 67

Franken, geb. Hoffstadt,

Elisabeth

87 Weber, geb. Lang, Käthe 79

Cremer, Walter Wilhelm 72 Barenborg, Ludwig 76

Voss, Reiner 73 Fischer, geb. Neufeind, Gertrud 91

Felder, Hubert 78 Schulz, Christina 36

Neuhaus, geb. Rinscheid, Maria 82 Remmel, geb. Broich, Lioba 56

62

1. November 2006 bis 30. April 2007

Wir trauern

um unsere Toten

1. November 2006 bis 30. April 2007

St. Walburga Overath, Pfingsten 2007


Zum Dienst bereit

Pfarrteam:

Pfarrer Martin Wierling (ab 1.8.2007) .....................................................................

Pfarrverweser Pfarrer Burkhard Möller, Marialinden ...................................... 2233

Kaplan Zbigniew Cieslak............................................................................ 866952

Zuständiger Dechant Gereon Bonnacker ......................................... 02204-73502

Gemeindereferent Karl-Heinz Jedlitzke ..................................................... 910072

Diakon i.R. Heinz Wust................................................................................... 1712

Kirchenmusiker Claus Schürkämper ......................................................... 865245

Sakristei......................................................................................................... 2044

Pfarrsekretärin: Annerose Waltenspiel, Monika Malczewski ........................ 2262

Kirchenvorstand:

1. Vorsitzender Pfarrverweser Burkhard Möller.......................................... 865072

2. Vorsitzender Heribert Haag.................................................................... 911125

Pfarrgemeinderat:

Vorsitzender Karl Sülz .................................................................................... 8902

Stellvertreterin Luise Schumacher................................................................ 81603

Kath. Kindertagesstätte:

Leiterin Susanne Boden.........................................7.15 - 16.30 Uhr ........ 9116-83

Walburga Haus: ..................................................................................... 9116-84

Herr Holefelder ............................................................................................... 1260

Pfarrbüro Overath:...........................................................Fax 911686, Tel 2262

E-mail ...............................................................St.Walburga.Overath@t-online.de

Internet ................................................................ www.st-walburga.de/pfarrbuero

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag .. 9 – 11 Uhr

Donnerstag........................................ 15 – 18 Uhr

Pfarrbüro Vilkerath:................................................................................... 1476

E-mail ...................................................................Maria.Hilf.Vilkerath@t-online.de

Öffnungszeiten: Dienstag ............................................ 16 – 18 Uhr .....................

Stadtbücherei St. Walburga: ......................................... Fax 869712, Tel 5757

E-mail: ..........................................................................stb-walburga@t-online.de

Internet: ....www.st-walburga.de/stadtbuecherei oder www.buecherei-overath.de

Öffnungszeiten: Montag, Freitag ................................. 15 – 19 Uhr

Dienstag, Donnerstag .. 10 – 12 Uhr, 15 – 18 Uhr

Mittwoch ............................................ 15 – 18 Uhr

Evangelische Kirchengemeinde (gemeindebuero.overath@ekir.de):

Pfarrer Karl-Ulrich Büscher..........................................................................910598

Jugendleiterin Marion Hornig......................................................................858733

Küsterin Ilona Bockheim .............................................................................858732

Gemeindebüro (Frau Oltersdorf) ....................................................................3466

Gemeindepädagoge Reinhard Egel-Völp.......................................................8962

Die Adressen finden Sie auch unter www.st-walburga.de/Kontakte


Wir brauchen einen neuen Frühling,

einen Frühling des Geistes, einen Frühling des Herzens.

Wir sind vom Wohlstand übersättigt und betäubt.

Wir müssen aufstehen.

Mit einem neuen Geist und einem neuen Herzen.

Steh auf aus der Nacht deiner Mutlosigkeit

und deiner Lebensmüdigkeit zu einem neuen Morgen

voller Sonne, voller Vögel und Blumen.

Wach auf aus dem Winterschlaf

deines lustlosen Daseins zu einem neuen Frühling.

Steh auf! Gott hat Auferstehung

in jedes Blatt eines jeden Baumes geschrieben.

Also sicherlich auch in dein armes Menschenherz.

PHIL BOSMANS

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