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Pfarrbrief 02-2018

TERMINE 2 Wie stehe ich

TERMINE 2 Wie stehe ich da? Irgendwo in Oberbayern wird es wohl gewesen sein: Ich entdeckte an der Kirchenmauer das schön gestaltete Grabmal eines Herzogs. Neben dem Namen und den Lebensdaten fand sich darauf in Stein gemeißelt eine Liste mit seinen Titeln, Orden und Auszeichnungen; eine lange Liste in tadellosem Latein. Darunter stand ganz schlicht: „Nunc pulvis“ – „Nun ist das alles Staub“. Die mit dem Aschermittwoch und dem Ascheritus beginnende Fastenzeit möchte uns ins Gedächtnis rufen, dass wir Menschen – wie alles andere auch – der Vergänglichkeit unterworfen sind; auch wenn wir anders leben. Aber trotz aller Optimierung und Beschleunigung des Zeitlichen, werden wir der Vergänglichkeit nicht davonlaufen können. Wir sind als Menschen unterwegs in der Zeit; aber diese Zeit hat einen Anfang und ein Ende. Die österliche Bußzeit möchte uns fragen: Wie stehe ich da? Nicht vor mir oder vor den andern, sondern vor Gott? Kann ich mit meinem Leben vor ihm bestehen? Wie würde ich vor meinen Herrn und Schöpfer hintreten, wenn heute der Tag und die Stunde wären, die niemand von uns kennt?

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn! Die kommenden 40 Tage laden uns ein, einen gesunden Abstand zu gewinnen zu all jenen vermeintlichen Schätzen unseres Lebens, die uns vereinnahmen, uns Zeit und Achtsamkeit rauben, und die am Ende doch zu Staub zerfallen. Nutzen wir nicht nur die vor uns liegende Fastenzeit, sondern unsere ganze Erdenzeit dafür, uns Schätze im Himmel zu sammeln: Kostbarkeiten, von denen wir auch im ewigen Leben etwas haben, ja, die uns das Tor des Himmels erst aufschließen und uns vor Gott reich sein lassen. „Beten: miteinander - füreinander“. Unter dieser Überschrift steht der Hausgottesdienst zur österlichen Bußzeit, welchen das Bischöfliche Seelsorgeamt herausgegeben hat. Ich möchte Ihnen diesen Hausgottesdienst sehr ans Herz legen; beten Sie zusammen mit Ihrer Familie oder im Bekanntenkreis am vorgeschlagenen Montag oder an einem anderen Tag in der Fastenzeit. Er liegt rechtzeitig an den Schriftenständen auf. Auch das Glockengeläut der Pfarrkirchen wird wieder auf den Hausgottesdienst aufmerksam machen. Beten: miteinander - füreinander … das ist eine wichtige Aufgabe der christlichen Gemeinde. Seien wir einander im Gebet verbunden! Das heißt zum einen: Treten wir im Gebet als Gemeinschaft vor Gott und vertrauen ihm unsere Anliegen an. Zum anderen: Nehmen wir unsere Mitmenschen buchstäblich ins Gebet. Schenken Sie Ihren Kindern und Enkeln, Ihren Eltern und Ehepartnern, ihren Priestern das Gebet. Mich macht es froh zu wissen: Da ist jemand, der für mich betet, der im Dasein vor Gott an mich denkt. Der Pfarrer sollte der „erste Beter“ der Pfarrei sein. Ich habe nicht die Illusion, dass mir das immer gelingt; aber ich bete gerne für Sie. Seien wir einander im Gebet verbunden: miteinander und füreinander! Ihr Pfarrer Jürgen Josef Eckl

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