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Wild Wings Ausgabe 22 2017

Wild Wings Ausgabe 22 2017

2 I Sonderausgabe

2 I Sonderausgabe »Werden es schaffen« Er muss es wissen. Wie es sich anfühlt, in den Playoffs zu stehen. Als dies den Wild Wings vor 22 Jahren zum letzten Mal in der DEL gelang, stand Schwenningen Torhüter-Legende Matthias Hoppe auf dem Eis. In dieser Saison geht es davon aus, dass die Mannschaft diese lange Durststrecke beendet. »Von Anfang an hatte ich gesagt, dass es für die Wild Wings einzig und allein um das Erreichen der ersten Playoff-Runde geht. Die zwischenzeitliche Platzierung mit Rang fünf oder sechs hat nicht der Wahrheit entsprochen, weil sie meist mehr Spiele ausgetragen haben. Dies hat sich nun relativiert, der Vorsprung ist aufgebraucht. Dennoch bin ich mir sicher, dass sie am Ende zumindest Platz zehn und damit die Endrunde erreichen werden. Dafür gibt es mehrere Gründe. Da Schwenningen in den drei verbleibenden Spielen ausschließlich gegen direkte Konkurrenten antreten muss, lastet der Druck auf allen Mannschaften gleichermaßen. Die Wild Wings haben in dieser Saison jedoch bereits mehrfach gezeigt, dass sie damit umgehen können und sie werden ihm auch diesmal standhalten. Sie sind sich der Situation bewusst und werden diese meistern. Zum anderen sehr ich es als Vorteil an, dass kein Spieler für die Nationalmannschaft nominiert wurde. So können sie sich regenerieren, den Kopf frei bekommen und auch die Verletzten kehren dann hoffentlich zurück. Andere Teams hingegen müssen Akteure abstellen, die bei den Olympischen Spielen weitere Begegnungen zu bestreiten haben, dabei Gefahr von Blessuren laufen und darüber hinaus mit der Zeitverschiebung klar kommen müssen. Klar ist jedoch, dass die Wild Wings in allen Begegnungen von der ersten Sekunde an hellwach sein müssen und möglichst in Führung gehen sollten. Dann sind meiner Meinung nach die noch erforderlichen ein oder zwei Siege durchaus drin. Unabhängig von den Ergebnissen der anderen Teams. In dieser ersten Playoff-Runde spielt das Heimrecht nur eine untergeordnete Rolle. Oft genug hat Schwenningen in der Fremde bewiesen, dass auch hier Siege zu holen sind. Ist diese erreicht und kann sie vielleicht sogar überstanden werden, ist viel Euphorie sogar noch mehr drin« Matthias Hoppe.

Sonderausgabe I 3 »Eine echte Einheit« Ohne ihn gäbe es wahrscheinlich kein Profi-Eishockey in Schwenningen. Als Obmann brachte Dr. Hermann Benzing den Stein ins Rollen, viele Jahre lang bekleidete er dieses Amt. Und auch heute noch ist der inzwischen 84-Jährige regelmäßig bei den Spielen im Stadion. Die wichtigste Frage vorweg, Herr Dr. Benzing: warum schaffen die Wild Wings den Einzug in die Playoffs? Dr. Hermann Benzig: Das ist eine ganz einfache Sache und liegt an mehreren Dingen. Zum einen haben wir einen Trainer in Schwenningen, der die Mannschaft erreicht und die Sprache der Spieler spricht. Das Team ist eine echte Einheit, die es braucht um erfolgreich zu sein. Und Pat Cortina hat die Fähigkeit die Menschen miteinander zu verbinden. Uns zeichnet auch aus, dass wir keine großen Stars innerhalb der Mannschaft haben – brauchen wir auch ehrlich gesagt nicht. Das passt einfach zu unserer Mentalität in Schwenningen. Die Mannschaft verkörpert prinzipiell das, was man hier gerne sieht: Einsatzwillen und Kampfgeist, gepaart mit Bodenständigkeit und einem guten Miteinander. Es stehen ja nur noch drei Spiele auf dem Programm und die Liga ist spannend wie nie zuvor. Was könnte für Schwenningen jetzt den Unterschied aus machen, um möglichst viele Mannschaften hinter sich zu lassen? Dr. Hermann Benzing. Dr. Hermann Benzig: Die Fans können einen großen Unterschied machen und der entscheidende Vorteil sein. Außerdem haben wir noch zwei Heimspiele. Und da erhoffe ich mir natürlich zwei ausverkaufte Partien. Wir haben nicht nur ein gutes Kollektiv auf dem Eis, sondern haben auch Einzelspieler in unseren Reihen, die den Unterschied ausmachen können. Natürlich muss vieles zusammenpassen, aber ich glaube dass es sich diese Mannschaft verdient hätte, in die Playoffs zu kommen.