Sachwert Magazin 3/2018

sachwertmagazin

STRATEGISCH ZUM ERFOLG: Deutsche Finance Group
RONALD STÖFERLE: Kryptowährung
DIRK MÜLLER & GERALD HÖRHAN: Investment heute
MARC FRIEDRICH & MATTHIAS WEIK: Euro am Ende

Nr. 03 l 2018 www.sachwert-magazin.de

EDELMETALLE ROHSTOFFE IMMOBILIEN BETEILIGUNGEN RARITÄTEN WISSEN

EUR 3,90

Thomas Oliver

Müller

03

Deutsche

Finance Group

4 192358 003904

STRATEGISCH

ZUM ERFOLG

RONALD STÖFERLE

Kryptowährung

DIRK MÜLLER &

GERALD HÖRHAN

Investment heute

MARC FRIEDRICH &

MATTHIAS WEIK

Euro am Ende

Bilder: Friedrich & Weik, Stöferle, Investment Punk Akademie, Müller, Müller


neu

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Inhalt

Bilder: Privat

12

Ronald Stöferle: Kryptowährungen

sind eine ernsthafte Konkurrenz

16

Matthias Weik und Marc Friedrich:

In 5 Jahren ist der Euro am Ende

Inhalt 03/2018

5 Editorial Editorial von Julien Backhaus

Investment

6 Erfolgsstrategie der Dt. Finance Group

10 Dirk Müller & Gerald Hörhan:

So investiert man in turbulenten Zeiten

12 Ronald Stöferle Goldreport

Geldpolitik

14 Invest 2018: Finanzmärkte flexibel

16 Marc Friedrich & Matthias Weik:

In fünf Jahren Aus für den Euro

24 Andreas Kroll:

Rhenium, für alle reicht es nicht

26 Thomas Hennings:

Mehrwerte durch Sachwerte

Immobilien

28 Helge Norbert Ziegler: Die neue

EU-Datenschutzverordnung ist da

30 Ferienimmobilien kaufen

Wissen

20 Dr. Dr. Zitelmann: Macht Geld glücklich?

Impressum

Sachwert Magazin ISSN 2197-1587

Redaktion

Waffensener Dorfstraße 54, 27356 Rotenburg

Tel: (0 42 68) 9 53 04-91, Fax: 9 53 04-92

E-Mail: redaktion@sachwert-magazin.de

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Julien Backhaus

Redakteurin und Satz Martina Schäfer

Expertenbeirat Thomas Hennings

E-Mail: info@backhausverlag.de

Verlag Backhaus Verlag

Herausgeber, Verleger Julien D. Backhaus

Bremer Straße 24, D-31608 Marklohe

Waffensener Dorfstraße 54, 27356 Rotenburg

Telefon (0 42 68) 9 53 04-91

E-Mail: info@backhausverlag.de

Druck

BerlinDruck GmbH + Co KG

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28832 Achim

Telefon: (04 21) 4 38 71-0

Telefax: (04 21) 4 38 71-33

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SACHWERT MAGAZIN 3/2018 3


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Editorial

Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem

inneren Wert zurück. Null.

Voltaire, 1694 - 1778

Julien Backhaus

Verleger

Editorial

Liebe Leser,

Wie schafft man es eigentlich, fast unbemerkt und zurückhaltend ein Milliarden-Portfolio

aufzubauen? Das haben wir Thomas Oliver Müller von der Deutsche

Finance Group gefragt, denn er hat genau das getan. Er sitzt mit den ganz

großen Institutionen dieser Welt am Tisch und platziert Millionenbeträge. Mittlerweile

hat das Unternehmen über eine Milliarde Euro im Management. Gerade

erst hat die Welt große Augen gemacht, als das Unternehmen zusammen

mit Partnern mitten in der Weltmetropole London das „Olympia“ kaufte. Auch

bei Privatinvestoren machte das Eindruck. Denn die Deutsche Finance Group

könnte sich auf seinen institutionellen Erfolgen ausruhen. Trotzdem verfolgt

das Unternehmen auch eine Strategie mit Privatinvestoren.

Wie wird man überhaupt Privatinvestor? Das haben wir Dirk Müller und Investmentpunk

Gerald Hörhan gefragt – die sollten es wissen. Als wohl bekanntester

Börsenexperte weiß Dirk Müller, wie der Hase an den Märkten läuft.

Ständig ist er auf der Welt unterwegs und schaut hinter die Kulissen – oft

mit erstaunlichen Erkenntnissen, die in seine Investmentstrategie einfließen.

Gerald Hörhan ist zwar auch als Investmentbanker reich geworden, hat sich

dann jedoch auf die Welt der Immobilien konzentriert. Der Multimillionär zeigt

Privatinvestoren, wie sie mit Immobilien ein Vermögen aufbauen.

Trends an den Märkten kann man folgen oder nicht. Ein interessantes Paar

sind Edelmetalle und Kryptowährungen. Unterschiedlicher könnte es nicht sein,

aber sie stehen in einer Beziehung zueinander. Welche das ist, hat Experte Ronald-Peter

Stöferle bei Wirtschaft TV verraten.

Bild: Wilkens

Intelligente Strategien

für Ihre sichere Zukunft

Sachwert

schlägt

Geldwert!

In der Historie haben nur die Anleger ihr Vermögen

sichern können, die nicht in bedrucktes

wertloses Papier investiert haben, sondern in

Sachwerte, die nach bestimmten Ereignissen immer

noch einen inneren bzw. einen Tauschwert

aufweisen konnten. Unsere Konzentration liegt

ausschließlich in der Konvertierung von Papier- /

Giralgeld in physische Sachwertlösungen, die Sie

schadlos durch die Finanz- und Wirtschaftskrise

manövrieren lassen.

Leistungen

Makroökonomische Aufklärung über das Finanz- & Geldsystem

Vermögenssicherung durch physische Sachwerte

Erbschafts- und Schenkungssteuerlösungen

Vermögenstransfer in die nächste Generation

Internationale Stiftungskonzepte

Ebenfalls bei Wirtschaft TV haben die Ökonomen Marc Friedrich und Matthias

Weik erklärt, warum sie das Aus für den Euro in bereits fünf Jahren erwarten.

Sie sind der Ansicht, die Munition der Notenbanken – Geld, Geld, Geld, neigt

sich langsam dem Ende zu.

Aber macht Geld überhaupt glücklich? Ein Millionär verrät, warum Geld der

Schlüssel ist. Dr. Dr. Rainer Zitelmann hat viele Bücher zum Thema geschrieben

und forscht seit vielen Jahren auf dem Gebiet des Reichtums und der Vermögensbildung.

Ein spannender Exkurs in die Welt der Menschen, die es bereits

geschafft haben.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen des Sachwert Magazins.

Herzlichst, Ihr

Julien Backhaus,

Verleger

Rockwinkeler Landstraße 5

28355 Bremen

Telefon (0421) 36 49 75 22

info@sachwertcenter-bremen.de

www.sachwertcenter-bremen.de

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 5


Investment

Thomas Oliver Müller,

Vorstandsvorsitzender

der Deutsche Finance

Group:

»Unsere Strategie ist die

der Einzigartigkeit«

Strategisch

zum Erfolg

6

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Investment

Die Strategie der Einzigartigkeit besteht darin,

anders zu sein und bewusst eine Kombination

von Dienstleistungen und Produkten zu wählen,

die für den Kunden einen einzigartigen Mix aus

Werten erzeugt.

Bild: privat

Herr Müller, die Deutsche Finance

Group hat sich in den letzten Jahren

zu einem der Marktführer im Bereich

alternative Investments entwickelt.

Im institutionellen Geschäft melden

Sie eine Erfolgsmeldung nach der

anderen. Können Sie uns etwas über

Ihre Strategie erzählen?

In den vergangenen zwei Jahrzehnten

wurde im Bereich Strategie gelehrt, sich

auf eine eindeutige vergleichbare Marktposition

festzulegen - einst Kernstück

jeder Geschäftsstrategie.

Heute ist diese Lehre etwas

in die Jahre gekommen und

wird mit Hinweis auf die dynamischen

Märkte und den

technischen Fortschritt oft

als zu statisch abgelehnt. Der

neuen Managementlehre zufolge

können Mitbewerber

jede Marktposition schnell

kopieren und jeder Wettbewerbsvorteil

kann daher allenfalls für eine kurze Zeit

gehalten werden. Die Deutsche Finance

Group verfolgt seit ihrer Gründung nicht

die Strategie der „Vergleichbarkeit“ sondern

grundsätzlich die der „Einzigartigkeit“.

Des Weiteren verstehen wir uns als

Deutsche Finance Group eher als erfolgreiche

Unternehmensplattform und nicht

als Unternehmen im klassischen Sinne.

»Wir verstehen uns eher als

erfolgreiche Unternehmensplattform

und nicht als Unternehmen im

klassischen Sinne“

Können Sie bitte genauer erklären,

was genau Sie unter den Strategien

der Vergleichbarkeit und Einzigartigkeit

verstehen?

Bei einer Strategie der Vergleichbarkeit

analysieren Sie Mitbewerber nach deren

Stärken und Schwächen und erarbeiten

sich daraus eine eigene Unternehmens-strategie.

Dabei liegt der Fokus

darauf, die Schwächen zu neutralisieren

und die Stärken noch besser zu machen.

Der Vorteil ist, dass Sie sich dann in einem

bekannten Marktumfeld bewegen oder

ein Produkt anbieten, welches bereits

viele Kunden gekauft haben. Dadurch

ersparen Sie sich viel Zeit im Bereich Positionierung

und Marketing. Nachteil ist,

dass es nur wenigen Unternehmen gelungen

ist, sich aufgrund vergleichbarer

Dienstleistungen oder Produkten über

längere Zeit erfolgreich im Wettbewerb

durchzusetzen, weil der nächste Mitbewerber

das Gleiche mit ihnen machen

kann.

Die Strategie der Einzigartigkeit besteht

darin, anders zu sein und bewusst eine

Kombination von Dienstleistungen und

Produkten zu wählen, die für den Kunden

einen einzigartigen Mix aus Werten

erzeugt. Bei Gründung der Deutsche Finance

Group war uns klar, dass wir keinen

„normalen“ Immobilienfonds auflegen

oder uns in Assetklassen bewegen,

in denen es bereits Marktführer gab.

Unsere strategische Positionierung war

es, uns von vornherein auf institutionelle

Private Market-Investments in den Assetklassen

Immobilie, Private Equity Real

Estate und Infrastruktur zu konzentrieren

und privaten, professionellen und institutionellen

Investoren exklusiven Zugang

zu internationalen Märkten und deren

Investment-Opportunitäten zu bieten.

Die Betonung liegt dabei auf „institutionell“

und „international“ und darauf,

dass die verschiedenen Investorengruppen

„gemeinsam“ und „diversifiziert“

investieren.

Wie erklären Sie aus strategischer

Sicht den Begriff „Unternehmensplattform?“

In den letzten Jahren wollten uns die

Medien oft als „Emissionshaus“ positionieren.

Hintergrund dafür ist verständlicherweise

wieder der Gedanke der Vergleichbarkeit.

Wir verstehen uns jedoch

nicht als Emissionshaus, sondern eher

als Investmentgesellschaft und Finanzkonzern

mit einer „All in one-Strategie“

für private, professionelle und institutionelle

Investoren. Wir vereinen dabei

alle wesentlichen Geschäftsbereiche wie

Marketresearch, Strategieberatung, Anlageberatung,

Anlagevermittlung, Produktkonzeption,

Asset Management,

Fund Management, Vertriebskoordination

und Anlegerverwaltung im Konzern.

Diese Strategie schafft die Basis für Kompetenz,

schnelle strategische Entscheidungen

und Anpassungen an Marktveränderungen.

Voraussetzung

für diese breit diversifizierte

Unternehmensstrategie

sind aber hervorragende

Persönlichkeiten mit Fach-,

Persönlichkeits- und Sozialkompetenz.

Die Deutsche

Finance Group wird innerhalb

von Vorstandschaft und

Geschäftsführung von Personen

geführt, die mit Sicherheit auch

mit eigenen Unternehmen erfolgreich

sein würden. Mein Partner und Vorstandskollege

Dr. Sven Neubauer trifft es

mit seiner Aussage „Wir sind eine Plattform

für ehrgeizige Unternehmer.“ auf

den Punkt, was sich auch in der Tatsache

widerspiegelt, dass alle Geschäftsführer

am Konzern beteiligt sind.

Herr Müller, im Geschäftsjahr 2017 hat

die Deutsche Finance Group 681 Mio.

Euro platziert. Wieviel Kapital ist von

privaten, professionellen und institutionellen

Investoren und welche

Fonds haben Sie im Privatkundengeschäft

platziert?

Wir konnten bei professionellen und institutionellen

Investoren 575 Mio. Euro

und bei Privatanlegern 106 Mio. Euro

platzieren und somit den Gesamtumsatz

im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um

rund 289 % steigern. Wir haben 2017

den Immobilienfonds PRIVATE Fund 1

mit 100 Mio. Euro ausplatziert – geplant

waren 30 Mio. Euro. Der Fonds hatte

eine Mindestbeteiligungssumme in Höhe

von 5.000 Euro und eine Laufzeit von

6 Jahren. Des Weiteren haben wir den

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 7


Investment

Olympia London

Exhibition Centre

PRIVATE Fund 11 platziert. Bei der Investitionsstrategie

des „PRIVATE Fund 11“

steht neben der Auswahl der börsenunabhängigen

Assetklasse Infrastruktur mit

Chancen auf attraktive Renditen die Risikominimierung

des Gesamtportfolios

im Fokus. Investitionen sollen in verschiedenen

Ländern, Regionen und Sektoren

breit diversifiziert in den Bereichen „Ökonomische

Infrastruktur“ und „Soziale Infrastruktur“

erfolgen.

Sie hatten 2017 aus dem institutionellen

Geschäftsbereich sehr

Positives zu berichten.

Der institutionelle Geschäftsbereich

ist mit 575 Mio. Euro sehr stark

gewachsen. Renommierte institutionelle

Investoren wie zum Beispiel die

WWK Versicherung haben uns als Asset

Manager mit dem Aufbau und der Betreuung

eines international ausgerichteten

Immobilienportfolios mandatiert.

Auch der Auftakt unserer neuen Reihe

von institutionellen Club Deals und Joint

Ventures für institutionelle Investoren

war sehr erfolgreich. Gemeinsam mit

unserem Tochterunternehmen Deutsche

Finance International in London, der

Bayerischen Versorgungskammer (BVK)

und der Versicherungskammer Bayern

(VKB) haben wir das „Olympia London

Exhibition Centre“ erworben und in ein

institutionelles Mandat überführt. Dieser

Investmentdeal hat in der institutionellen

Finanzindustrie für Aufsehen gesorgt und

uns als Deutsche Finance Group auch

im Bereich „Direktinvestments“ extrem

stark positioniert. Unser Tochterunternehmen

Deutsche Finance International

in London ist übrigens ein Musterbeispiel

zum Thema „Unternehmensplattform“.

»Für unsere Investitionsstrategie

haben wir bisher neun internationale

Auszeichnungen erhalten.«

Welche Unternehmensziele verfolgen

Sie für 2018?

Im Geschäftsbereich Asset Management

betreuen wir derzeit sechs institutionelle

Mandate, zehn professionelle Mandate

und zwölf Dachfonds mit mehr als

22.000 Privatinvestoren. Die Assets under

Management betragen über 1,150 Milliarden

Euro. Für unsere Investitionsstrategie

haben wir bisher neun internationale

Auszeichnungen erhalten. Die Deutsche

Finance Asset Management ist fokussiert

auf „Private Market Investments“

und verfügt über ein einzigartiges internationales

Netzwerk zu institutionellen

Produktanbietern, lokalen Managern

und institutionellen Investoren aus den

Segmenten Immobilien, Private Equity

Real Estate und Infrastruktur. Im zweiten

Quartal 2018 wechselt ein Team von

einem renommierten Finanzkonzern und

Asset Manager zur Deutsche Finance

Group. Mit diesem Team werden wir eine

neue Asset Management-Gesellschaft

im Konzern – die Deutsche Finance

Securities - mit dem Fokus „liquide“

Kapitalanlage implementieren. Dieses

Team verfügt über einen einzigartigen

Track Record bei internationalen Investitionen

in gelistete Immobiliengesellschaften.

Unsere Strategie mit dieser

neuen Gesellschaft ist es, durch innovative

Finanzstrategien und fokussierte

Asset Management-Beratung Privatanlegern,

professionellen Anlegern und institutionellen

Investoren einen exklusiven

Zugang zu international gelisteten Immobilienwerten

zu bieten. Unser Ziel ist es,

ab 2018 unseren Investoren ein breites

Spektrum an Asset Management-Leistungen

in den Bereichen „Privat Market“ und

„Listed Market“ zu bieten.

Bilder: Dt. Finance Group

8

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Investment

Im Geschäftsbereich Anlageberatung und

-Vermittlung werden wir unser Finanzdienstleistungsinstitut

weiter im Markt

positionieren. Wir bieten Marktteilnehmern

aus der Finanzbranche, die ihren

Handlungsrahmen im Kapitalanlagebereich

gegenüber ihren Kunden – ohne

eine eigene Zulassung nach § 34f GewO

oder BaFin-Zulassung beantragen zu müssen

– erweitern wollen, eine interessante

Zusammenarbeit. Im Zentrum stehen

dabei ausschließlich die Produkte und

Dienstleistungen der Deutsche Finance

Group. Wir bieten unseren Vertriebspartnern

über unser Haftungsdach eine uneingeschränkte

Haftungssicherheit bei der

Anlagevermittlung im Privatkundengeschäft.

Im zweiten Halbjahr 2018 werden

wir über unser Institut ein neues Produkt

im Markt etablieren. Dabei handelt es sich

um ein Zinsprodukt, das über eine neu

gegründete Gesellschaft – die Deutsche

Finance Income GmbH – emittiert wird.

Das Produkt wird ausschließlich über die

angebundenen Partner angeboten und

steht dem freien Vertriebsmarkt nicht zur

Verfügung.

Auf welche Investoren werden Sie sich

in Zukunft konzentrieren? Ihr Wachstum

im institutionellen Geschäftsbereich

wirft die

Frage auf, ob

Sie in Zukunft

so aktiv im

Privatkundengeschäft

bleiben?

Die Frage höre

ich immer öfter

und die Antwort

darauf ist ein klares Ja. Wir sind seit Beginn

an auf das Privatkundengeschäft ausgerichtet

und platzieren erfolgreich unsere

»Das Privatkundengeschäft

bleibt auch in der Zukunft ein

wichtiger und sehr geschätzter

Geschäftsbereich bei der

Deutsche Finance Group.«

Produkte über externe Finanzdienstleister.

Darunter sind mittlerweile gewachsene

Partnerschaften mit gegenseitigem Respekt

und Vertrauen entstanden, wofür

wir sehr dankbar sind. Das Privatkundengeschäft

bleibt auch in der Zukunft

ein wichtiger und sehr geschätzter Geschäftsbereich

bei der Deutsche Finance

Group. Die Basis unserer Unternehmensstrategie

bildet

die „Nicht-Vergleichbarkeit“

im

Markt, alles „all

in one“ anzubieten

und – wie im

Asset Management

– auch als

Unternehmen

breit diversifiziert

zu agieren, was mit Sicherheit auch für

den Erfolg der Deutsche Finance Group

steht.

Firmensitz der

Deutsche Finance Group

in München

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 9


Investment

Börse und Immobilien:

Investment mit sieben Siegeln?

In zwei Tagen fit fürs Investieren in turbulenten Zeiten

ist das ehrgeizige Programm des Intensiv-Seminars

von Dirk Müller und Gerald B. Hörhan im Juni.

Hier ein kleiner Vorgeschmack.

hende Mieten, Verwaltungsstress.

Warum scheitern so viele?

Wie bei jedem Investment fehlt den

meisten Menschen das Wissen, die Bereitschaft

zu arbeiten und Geduld. Wer

sich nicht auskennt, wird gerupft wie

ein Huhn. Jedes Investment erfordert Beschäftigung

(Immobilien etwas mehr als

andere) um ertragreich zu sein, und die

Früchte der Arbeit sieht man in der Regel

erst nach fünf bis zehn Jahren.

Wie lange dauert es tatsächlich, ein

kundiger Immobilieninvestor zu werden?

Kommt darauf an, wieviel Zeit man investiert.

Ich erkläre meinen Fans immer,

dass sie 50 bis 100 Wohnungen besichtigen

sollen, bevor sie eine kaufen. Ebenso

muss man die Stadt und die Region

kennen, in der man investiert. Wenn

man entsprechend Effort investiert, dann

kann man nach ein bis zwei Jahren schon

ein guter Immoinvestor werden.

Herr Hörhan, jede Ära hat seine Investmenttrends.

Derzeit scheinen es

Immobilien zu sein. Sind Immobilien

das Allheilmittel für den Vermögensaufbau?

Immobilien sind eine langfristig ertragreiche,

inflationsgeschützte und steuerlich

effiziente Asset-Klasse. Ebenso kann man

Immobilien, im Gegensatz zu Wertpapieren,

günstig fremdfinanzieren. Allerdings

befinden wir uns derzeit in der Nähe des

Höhepunkts der Preisentwicklung, daher

muss man beim Einkauf vorsichtig sein

und sich auskennen.

Allheilmittel sind Immobilien nicht, allerdings

sind sie sicherlich ein wesentlicher

Teil des langfristigen Vermögensaufbaus.

Bei vielen Anlegern wird aus dem Immobilien-Traum

ein Albtraum. Hohe

nachträgliche Investitionen, ausste-

Kommt es auch auf den Menschentypus

an? Sollten nur diejenigen Investoren

werden, die das Zeug dazu

haben?

Ich bin überzeugt, dass die meisten Menschen

investieren lernen können. Wohnungen

zu kaufen ist keine Hexerei und erfordert

keinen Oxford Abschluss, genauso

wie das Aufsetzen von ETF-Ansparplänen.

Es erfordert nur Zeit, Erfahrung und Arbeit.

Allerdings: Um Immobilienspekulant

zu werden, als Immobilienentwickler oder

Händler, muss man schon das Zeug dafür

haben, vor allem stahlharte Nerven, denn

in diesem Bereich sind die Risiken wie die

Gewinnchancen sehr hoch.

Bilder: Investmentpunk Akademie, Müller

10

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Investment

Herr Müller, die Deutschen sind Börsenmuffel.

Wo wir bei Versicherungen

Weltmeister sind, bilden wir

bei Aktien das Schlusslicht. Lassen

sich diese Mentalitäten einfach nicht

vereinbaren?

Ich denke, dass sich das durchaus vereinbaren

lässt. Viele Deutsche legen mehr

wert auf Sicherheit als die meisten Bürger

anderer Länder. Das ist nun einmal so

und es ist auch nichts, was man beklagen

muss. Allerdings verbinden viele Menschen

die Börse automatisch mit hohem

Risiko und Spekulation. Das ist aber nur

zum Teil richtig. Die Börse besteht aus

zwei Elementen. Der kurzfristigen und

durchaus riskanten Spekulation einerseits

und dem langfristigen, stabilen Investment

andererseits. Sie bietet somit für

jeden Charakter das passende Angebot.

Man muss die beiden Welten nur strikt

voneinander trennen. Wer das schnelle

Spiel der Kurse ausnutzen möchte, der

muss ganz andere Regeln befolgen als

jener, der langfristig und seriös investieren

möchte. Beides ist kein Hexenwerk,

aber dennoch sollte man die jeweils wichtigsten

Grundregeln kennen. Wer nicht

zumindest langfristig in Aktien investiert,

macht einen großen Fehler.

Wer kurzfristig spekulieren

will, der muss permanent am

Markt sein und muss einen

großen Teil seiner Zeit darauf

verwenden. Das ist etwas für

spielaffine Menschen, die

daran Spaß haben und auch

gerne mal ins Casino gehen

oder Fußballwetten platzieren. Das ist

absolut legitim, kann Spaß und Gewinn

bringen, aber eben auch Verlust und

Stress. Der langfristige Investor kann das

tägliche Geschrei weitgehend ignorieren.

Er darf sich darum gar nicht scheren. Er

muss nur die wirtschaftliche Entwicklung

„seiner“ Unternehmen immer mal wieder

im Blick haben. Das ist ein sehr überschaubarer

Aufwand, den jeder einfach und bequem

schafft. Wem auch das zu viel ist,

der kann diese Arbeit auch von Profis für

sich erledigen lassen. Das Wissen um die

Zusammenhänge hilft auch da ungemein

die richtigen Experten zu finden.

Das Seminar wird am 16. und 17. Juni ab 10 Uhr in

München stattfinden.

Mehr Informationen und Tickets unter:

https://www.investmentpunk.academy/events/14

Was sind die neuen großen Trends an

der Börse? Und muss ich da mitspielen?

Die Megatrends sind aktuell natürlich

alle Themen, die mit Digitalisierung und

Automatisierung zu tun haben. Ob das

Onlineshopping, elektronisches Bezahlen,

selbstfahrende Autos oder künstliche Intelligenz

ist. Es macht absolut Sinn, sich

bei solchen langjährigen Trends früh an

den künftigen Gewinnern zu beteiligen.

Wie man diese identifiziert, werden wir

ebenfalls in München erläutern.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr

Hörhan und Herr Müller.

Wie finde ich die richtigen Titel? Ist

das auch eine Sache der eigenen Präferenzen?

Auch hier gilt es zu unterscheiden, ob

ich kurzfristig spekulieren oder langfristig

investieren möchte. Für den kurzfristigen

Spekulanten spielt die Kenntnis

des Unternehmens kaum eine Rolle. Für

ihn sind nur die kurzen, schnellen Kursbewegungen

wichtig, die meist gar nichts

mit der wirtschaftlichen Entwicklung zu

tun haben. Die Unternehmensdetails

müssen ihn kaum interessieren. Für den

langfristigen Investor ist es genau andersherum.

Er darf sich überhaupt nicht

um die kurzfristigen Verrücktheiten der

Börse kümmern. Für ihn zählt einzig und

allein die aktuelle Stärke und die künftige

wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens.

Hier muss man die Analyse gar

nicht auf die Spitze treiben. Es genügt oft,

sich mit wenigen logisch nachvollziehbaren

Kriterien die besten Unternehmen

herauszusuchen. Nicht versuchen, gescheiterte

Unternehmen zu erwischen, in

der Hoffnung, dass sie sich wieder erholen,

sondern die besten und stärksten zu

identifizieren und dann gezielt und über

viele Jahre dort zu investieren.

Mit Börse verbinden wir Newsticker,

Ad-hoc-Meldungen und wildes Geschrei.

Wie sehr muss ich täglich auf

dem Laufenden bleiben, um an der

Börse erfolgreich zu sein?

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 11


Investment

Goldreport:

Kryptowährungen sind

ernsthafte Konkurrenz

Ronald-Peter Stöferle erläutert seinen Goldreport und sagt

Kryptowährungen spannende Zeiten voraus

Als Autor der „In Gold

we Trust“ Reports ist

Ronald-Peter Stöferle

der Ansprechpartner

für die internationale

Finanzwirtschaft.

Er ist Partner der

Incrementum AG und

dort für Research und

Portfolio Management

zuständig.

www.incrementum.li

Herr Stöferle, im Mai kam Ihr neuer

Goldreport heraus. Zinsen sind ja Ihr

Lieblingsthema. Wie sieht es dieses

Jahr aus?

Die Gemengelage bei Gold ist spannend.

Viele waren enttäuscht, dass sich der

Goldpreis nicht fulminanter entwickelt

hat. Dennoch gab es im letzten Jahr auf

Dollarbasis ein Plus von 13 Prozent, auf

Eurobasis ein zartes Minus von 1 Prozent.

Es ist erfreulich, dass sich der Goldpreis

trotz massiven Gegenwindes sehr schön

entwickelt. Mit Gegenwind meine ich,

dass einerseits die Aktienmärkte nach

wie vor auf Rallyekurs sind, wenngleich

es in den letzten Wochen schon erste

Warnschüsse gab. Die Immobilienmärkte

laufen nach wie vor sehr gut. Wir sehen,

dass die Zinserwartungen steigen und

die amerikanische Notenbank ihre Bilanz

zurückfährt, also Quantitative Tightening

und damit die Rückführung des Quantitative

Easing, betreibt. Diesen Faktor, der

massive Auswirkung auf die Asset-Märkte

hat, beschreiben wir auch ausführlich im

Goldreport. Daneben beobachten wir,

dass das Vertrauen in die Politik und die

Notenbanken wieder zurückkehrt. Also

insofern ist das kein sehr positives Umfeld

für den Goldpreis. Nichtsdestotrotz

befindet sich Gold seit 2016 in einem

zarten Aufwärtstrend. Wenn sich der Gegenwind

in Rückenwind wandelt, sprich,

wenn Rezessionssorgen aufkommen, die

Wall an den Aktienmärkten nachhaltig

ansteigt, wenn die Federal Reserve Bank

früher oder später eine Kehrtwende

macht, dann schlägt die Stunde für den

Goldpreis und er nimmt Momentum auf.

Bild: Stöferle, WTV

12

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Die Top

5

Investment

»Wir befinden uns ganz

klar in der Nullzinsfalle.« Bestseller

der

Wirtschafts-

aus dem

FinanzBuch Verlag

Welches Thema ist im zweiten Halbjahr

für die Privatanleger besonders

wichtig?

Finanzielle Repression ist nach wie vor ein

ganz wesentlicher Punkt. Auch wenn die

große Zinswende oft proklamiert wird,

sehe ich sie nicht kommen, weil das erreichte

Schuldenniveau höhere Zinsen

einfach nicht zulässt.

Wir befinden uns

ganz klar in der Nullzinsfalle.

Das Thema Kryptowährungen

bleibt

sehr spannend, laut

dem quartalsweise von meinem Kollegen

verfassten Report. Man sollte meinen,

Kryptowährungen und Gold seien Widersacher.

Ich sehe sie eher als natürliche Konkurrenz

und sehr positiv. Es gibt mittlerweile

zahlreiche Applikationen, in denen Gold

mit der Blockchain kombiniert wird. Da

gibt es sehr spannende Projekte, die vielleicht

auch der jüngeren Generation den

Goldkauf schmackhafter machen wird.

Auf der anderen Seite wird die Volatilität

an den Aktienmärkten weiter steigen und

damit die Sorglosigkeit, die wir an den Finanzmärkten

beobachten, dem Ende zuführen.

Es wird turbulenter werden, aber

wie heißt es: „Ohne Vola keine Kola“-

insofern lässt sich die Volatilität auch als

Chance sehen.

Vola ist wohl auch der zweite Vorname

der Kryptowährungen. Haben

»Ohne Vola keine Kola« -

insofern lässt sich

die Volatilität auch als

Chance sehen.

Sie sich als Analyst da schon Erwartungen?

Kryptowährungen sind ein unglaublich

emotional aufgeladenes Thema. Bei Gold

gibt es die Goldfans, die Goldbugs und

die Goldhasser. Bei Krypto ist es noch

extremer. Speziell die, die nicht dabei gewesen

sind, hassen Kryptowährungen,

aber ich sehe das im

Sinne von Friedrich

August von Heyek,

der zu konkurrierenden

Währungen

geschrieben hat. Ich

glaube, der Markt

wird sich früher oder später entscheiden

ob er Bitcoin mehr traut als beispielsweise

Fiatwährungen wie dem Dollar oder

Euro. Letztes Jahr war das Jahr, in dem

die Regulatoren, die Politiker, die Notenbanker,

erstmals mitbekommen haben,

dass das eine ernsthafte Konkurrenz für

das etablierte Geldsystem ist. Insofern

wundern mich auch die zahlreichen Verbote

und Regulierungen nicht unbedingt.

Die im Moment stattfindende schöpferische

Zerstörung wird weitergehen. Viele

der Kryptowährungen, die auf den Markt

geschwemmt wurden, sind in den nächsten

Jahren wertlos. Aber einige werden

da herausstechen und interessante Investmentmöglichkeiten

bieten. Dort ist unser

Job zu analysieren, wo es sich lohnt, zu

investieren.

Vielen Dank Herr Stöferle

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das komplette

Interview von

Ronald-Peter

Stöferle.

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 13

präsentiert von:

&


Geldpolitik

Auf der Invest 2018 waren einige interessante Gäste zu erleben.

Zum Thema „Deutschland in der Demografiefalle - Rente

ade?“ diskutierten Dr. Reiner Klingholz (Berlin-Institut für Bevölkerung

und Entwicklung), Prof. Michael Hüther (Institut der

deutschen Wirtschaft Köln), Hans Jörg Naumer (Allianz Global

Investors) und Vanessa Niemann (Die Jungen Unternehmer).

Invest 2018: Finanzmarkt

zeigt sich flexibel

Gute Noten von Besuchern und Ausstellern: Die Stuttgarter Invest

kann ihre Position als Leitmesse und Kongress weiter festigen

Bilder: Messe Stuttgart

Die 19. Ausgabe der größten deutschen

Branchenplattform für Finanzen

und Geldanlage, die Stuttgarter Invest,

ist erneut mit guten Zahlen zu Ende

gegangen. Über 12.000 institutionelle

und private Anleger besuchten vom

13. bis 14. April 2018 die Leitmesse,

auf der 144 Unternehmen die gesamte

Bandbreite der Finanzprodukte präsentierten.

Die über 300 Veranstaltungen

des begleitenden Kongresses boten

zudem Gelegenheit, sich in Expertenvorträgen

und prominent besetzten

Diskussionsrunden umfassend zu informieren:

Neun von zehn Besuchern nahmen

dieses einzigartige Angebot wahr.

»Wir sind sehr zufrieden

mit dem Verlauf der

Invest, insbesondere mit

der Anlegerstruktur. Unter

den Besuchern waren viele

jüngere Leute. Die Frequenz

an unserem Stand war gut,

und es fand ein schöner

Austausch statt.«

Aussteller Marcus Landau,

Sprecher der Geschäftsführung, DZ Bank

Privatanleger suchen Orientierung

„Insgesamt konnte die Invest ihre Position

als Leitmesse nochmals ausbauen“,

sagte Andreas Wiesinger, Mitglied der

Geschäftsleitung der Messe Stuttgart.

„Die Besucher waren zum Teil sehr gut

informiert und freuten sich über das

stimmige Gesamtkonzept aus Produktpräsentation

und Informationsveranstaltung.

Der drohende Handelskrieg

zwischen den USA und China, antizyklisches

Strategiedenken und die ausbleibende

Zinswende bewirken, dass

die Anleger heute verstärkt individuelle

Anlagemöglichkeiten nachfragen.“

Beim Mitveranstalter, der Börse Stutt-

14

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Geldpolitik

gart, teilt man diese Einschätzung: „Angesichts

anhaltender Niedrigzinsen und

relativ ruhigen Indexbewegungen suchen

viele Privatanleger nach Orientierung“,

so Dr. Michael Völter, Vorstandsvorsitzender

der Vereinigung Baden-Württembergische

Wertpapierbörse e.V. „Der

gestiegene Informationsbedarf spiegelte

sich auch am Stand der Börse Stuttgart

wider. In diesem Jahr nutzten besonders

viele Besucher die Gelegenheit zu Gesprächen

mit unseren Börsenexperten. Zudem

konnten sich Anleger auf der Invest ein

»Wir sind erneut sehr

zufrieden mit unserem

Messeauftritt, denn hier

treffen wir ein Publikum,

das sich für Windenergie

interessiert – nicht nur

Privat anleger, sondern

auch Investoren. In den

zehn Jahren, in denen wir

diese Messe besuchen,

konnten wir uns über

eine stetig wachsende

Nachfrage an unserem

Angebot freuen.«

Aussteller Florian Stahl, Geschäftsführer,

STAHL Windenergie

umfassendes Bild zum Trendthema Kryptowährungen

machen und alle wichtigen

deutschen Finanzblogger persönlich treffen.“

Überregionale Bedeutung wächst

Das von den Veranstaltern skizzierte Anlageklima

ist möglicherweise Grund für

das wachsende Einzugsgebiet der Invest:

Rund ein Viertel der Besucher nahmen einen

Anfahrtsweg zwischen 100 und 300

Kilometern in Kauf, mehr als jeder Zehnte

reiste aus über 300 Kilometern Entfernung

an. Bei den Herkunfts-Bundesländern

steht Baden-Württemberg an der

Spitze, gefolgt von Bayern mit deutlichen

Zuwächsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Gut gemischtes, hochwertiges Publikum

Die Invest lockte ein breit gefächertes Publikum

an: Trader und Vermögensberater

waren ebenso vertreten wie Wertpapierhändler,

Bankberater, Analysten oder

Vermögensverwalter. Mit einem guten

Viertel stellten Fachbesucher einen konstant

hohen Anteil. Durchaus erfreulich

sei auch der steigende Zuspruch von Studenten,

Auszubildenden und Schülern,

kommentierte Andreas Wiesinger. „Stichwort:

Finanzbildung und Altersvorsorge.

Das Durchschnittsalter der Besucher lag

diesmal bei knapp 42 Jahren und konnte

somit nochmals gesenkt werden.“ Angeboten

wie dem “Frauen & Finanzen Special“

ist es geschuldet, dass die Invest nicht

nur jünger, sondern auch immer weiblicher

wird – die Anzahl der weiblichen

Besucher konnte verdoppelt werden.

Gute Anlagestimmung, zufriedene

Aussteller

Als ebenso vielschichtig wie das Publikum

erwies sich das Angebotsinteresse, das auf

ein zunehmend flexibles, multioptionales

Anlageverhalten hinweist. Ganz hoch im

Kurs steht zwar weiterhin die klassische

Aktie, doch konnten Fonds/ETFs mit fast

zehnprozentigen Zuwachsraten deutlich

aufholen. Auch Derivate, Futures/Optionen

und „grüne“ Anlagemöglichkeiten

erleben derzeit einen Aufschwung. Einer

repräsentativen Besucherbefragung

plante jeder zehnte Besucher ein Anlagevolumen

zwischen 100.000 und 250.000

Euro, jeder Vierte bis 10.000 Euro.

Entsprechend zufrieden zeigten sich die

Aussteller: „Ich ziehe ein positives Messe-Resümee“,

sagte Heiko Geiger, Head

of Public Distribution Europe bei Vontobel.

„Die Qualität der Gespräche war gut,

die Leute waren interessiert und stellten

viele Fragen – und zwar die richtigen

Fragen! Ich denke, dass es wichtig war,

hier präsent zu sein und Flagge zu zeigen.

Daneben schätze ich die Invest als

Branchentreff.“ Auch die „Messe in der

Messe“ Grünes Geld 2018 wurde von den

Machern als Erfolg bewertet. „Wir sind

sehr zufrieden mit dem Besucheraufkommen

und dem Interesse an nachhaltigen

Geldanlagen, welches deutlich gestiegen

ist“, meinte Tobias Karsten, Geschäftsführer

von ECOeventmanagement. „Das

Bewusstsein verändert sich langsam, aber

merklich. Die Anleger haben erkannt,

dass sie eine Wahl haben, und entscheiden

sich gezielt. Das war hier auf der Messe

deutlich spürbar.“

Publikum vergibt eine „Zwei“

Insgesamt rechnen nahezu alle befragten

Besucher mit einer künftigen Bedeutungszunahme

oder einer gleichbleibend hohen

Bedeutung der Invest für die Finanzwirtschaft.

Fast drei Viertel gaben an, auch die

nächste Invest besuchen zu wollen, vier

Fünftel würden die Messe weiterempfehlen.

Mit einer Durchschnittsnote von 2,1

fiel das Publikumsurteil ebenso gut aus

wie im Vorjahr.

Die nächste Invest findet vom 5. – 6. April

2019 auf dem Gelände der Messe Stuttgart

statt.

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 15


Geldpolitik

In fünf Jahren

kommt das Aus

für den Euro

Marc Friedrich und Matthias

Weik erklären, warum Sie

jetzt handeln sollten.

Sehen Sie bei

Wirtschaft TV

das komplette

Interview von

Marc Friedrich und

Matthias Weik.

Herr Weik, Herr Friedrich, in Ihrem

aktuellen Newsletter schreiben Sie

etwas sehr Provokantes, nämlich, in

5 Jahren ist der Euro Geschichte. Erklären

Sie uns das.

Einfach alle Währungsunionen in der

Geschichte der Menschheit sind ausnahmslos

gescheitert und der Euro ist

definitiv keine Ausnahme. Das sehen

wir an den verzweifelten Versuchen der

Notenbanken, das Konstrukt des Währungsexperiments

Euro künstlich am

Leben zu erhalten. Da wäre die historischen

Nullzins-Phase, wir Bürger werden

schleichend enteignet, Aufkaufprogramme

mit aktuell schon 2,2 Billionen

Euro Volumen und jetzt auch noch sowohl

die Europäische Einlagensicherung

als auch die Vergemeinschaftung der

Schulden - all diese Warnsignale zeigen

deutlich, dass wir im Endspiel sind. Die

Munition der Notenbanken geht langsam

zur Neige. Aus diesem Grunde haben

wir jetzt erstmal öffentlich gesagt,

dass wir bis Ende 2023 das Ende der Gemeinschaftswährung

erwarten.

16

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Geldpolitik

»Eigentlich sollte der Bürger

auf die Straße gehen und sagen,

jetzt reicht es endlich!«

Wie sehen Sie die aktuelle Entwicklung

in der EU, gerade in Ungarn?

Wir hatten ja jetzt erstmal die Wahl in

Italien, bei der Euro- und EU-skeptische

Parteien die Mehrheit erreicht haben.

Jetzt wurde auch in Ungarn Herr Orban

im Amt bestätigt. Auch hier haben die

EU-Gegner die absolute Mehrheit erreicht.

Es gibt einen Wandel in Europa.

Das mit Ungarn können wir noch stemmen,

aber wenn sich der Wind in Italien

dreht und das Land aus der EU und aus

der Währungsunion austreten möchte,

haben wir ein Riesenproblem. Dann war

es das mit dem Euro. Italien geht es definitiv

nicht besser. Das Land an der Adria

ist der klare Verlierer unter dem Euro.

Wir sehen keinerlei wirtschaftlichen

Aufschwung, der eine Änderung der

Stimmung im Land rechtfertigen würde.

Abgesehen davon schwappt auch die

Flüchtlingskrise immer mehr nach Italien

und das Land hat massive Probleme.

Wie sehen Sie denn die Haftungsunion?

Machen die Bürger das mit?

Werden sie das schlucken?

Sie werden vor vollendete Tatsachen

gestellt. Macron möchte es

und es geht mal wieder um die

Rettung Europas unserer Wertegemeinschaft.

Dafür wirbt

auch Frau Merkel mit ernster

Miene vor laufender Kamera.

Wir müssen an einem

Strang ziehen, den Euro

retten, denn ohne Euro gibt

es Europa nicht. In Salamitaktik

wird man uns das weis machen.

Der Bürger wird in Angst gehalten und

es wird natürlich wieder funktionieren.

Aber eigentlich sollte der Bürger auf die

Straße gehen und sagen, jetzt reicht es

endlich! Wir werden tagtäglich enteignet.

Das Inkrafttreten der europäischen

Einlagensicherung ist der Zeitpunkt, zu

dem man spätestens das Geld vom Konto

nehmen sollte, denn dann lässt sich

der Countdown

zählen, wann die

erste Bank in Südeuropa

umkippt

und vor allem die

deutschen Sparer

dafür blechen

müssen.

»Die Munition der

Notenbanken geht

langsam zur Neige.«

Herr Draghi geht in Rente. Was erwarten

Sie?

Nichts Positives. Ob Jens Weidmann

wirklich kommt, wird

sich herausstellen.

Ändern wird sich

nichts. Die Südeuropäer

haben mittlerweile

die Mehrheit

und

werden

Entscheidungen

durchdrücken,

die uns

wehtun

werden. Wir werden keine markanten

Zinserhöhungen in Europa sehen, denn

nehmen wir mal an, wir hätten einen

Zinssatz von fünf Prozent, wie sollte sich

Griechenland, Portugal oder auch Italien

an den Märkten refinanzieren? Wir

bräuchten für Deutschland eigentlich

einen solchen Zinssatz, aber wir sehen

keine Änderung am Markt.

Sie haben mal ein

sehr erfolgreiches

Buch geschrieben,

„Der Crash ist die

Lösung“. Sind sie da

heute näher dran

oder weit davon

entfernt?

Viel, viel näher! Es wird die Lösung sein,

weil kein Politiker sich hinstellen wird

um zu sagen, „okay, das mit dem Euro

war eine blöde Idee“, oder „wir müssen

das zurückfahren“ oder „wir haben Fehler

begangen“. Die werden uns erst davon

berichten, wenn es zu spät ist. Erst

wenn das Auto vor die Wand gefahren

ist, werden wir das mitbekommen. Dann

wird man natürlich versuchen den Schaden

zu begrenzen. Aber noch ist Zeit,

dass der Privatbürger, der Investor, sein

Vermögen in Sicherheit bringt und sich

darauf vorbereitet. Das Zeitfenster wird

aber nicht größer, sondern eher kleiner.

Man sollte jetzt die Weichen stellen.

Vielen Dank Herr Weik und Herr

Friedrich.

Bild: WTV, Depositphotos/stocksnapper

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 17


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SACHWERT MAGAZIN 3/2018


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Warum Paraguay?

Paraguay erlebt seit Jahren einen anhaltenden

Wirtschaftsboom. Dieser ist vor

allem auf eine starke Agrarwirtschaft

zurückzuführen. Paraguay ist inzwischen

einer der größten Exporteure von Weizen,

Soja, Mais, Rindfleisch

und eben Orangen. Das

im Herzen Südamerikas

gelegene Land gehört

zu den politisch und

wirtschaftlich stabilsten

Ländern Latein-Amerikas.

Die Gesellschaft

ist ländlich geprägt,

die Kriminalitätsrate ist niedrig, die Landeswährung

stabil und die Grundbücher

sicher. Nicht zuletzt deshalb ist das Land

seit Jahren beliebtes Investitionsziel von

Europäern aus dem deutschsprachigen

Raum sowie Italien und Spanien. Dabei

setzen die Investoren vor allem auf landwirtschaftliche

Projekte.

Gutes Umweltgewissen

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zu den sichersten und verlässlichsten

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erwerben Landparzellen, die im

Grundbuch auf den Namen des

jeweiligen Käufers eingetragen

werden.

Nur will nicht jeder Investor

direkt nach Paraguay reisen,

um sich dort mit der

Verpachtung des Ackerstücks

herumzuschlagen,

geschweige denn auswandern,

um dieses Land persönlich

zu bestellen. Diese

Angelegenheiten nimmt die

AgriTerra KG ihren Kunden ab.

Sie verwaltet das Land, kümmert

sich um die Bepflanzung mit Zitrusbäumen

und die Vermarktung der

Ernte. So kommt zum Landbesitz ein

auf 25 Jahre angelegtes, passives Einkommen

zustande. Daher wird dieses Angebot

auch verstärkt zur Sicherung oder

Aufbesserung der Rente herangezogen.

Gutes Umweltgewissen

Meldungen von biozidresistent genetisch

maßgeschneiderten Monokulturen

und weltweit anhaltendem Bienensterben

ließen in der Vergangenheit einige

Zweifel an der Umweltverträglichkeit

südamerikanischer

Agrarinvestments

aufkommen

und führten zu einem

Rückzug von umweltbewussten

Investoren.

AgriTerra versteht sein

als Gegenprojekt solcher

Investments und hat sich explizit

zum Ziel gesetzt, die Orangenplantagen

so umweltverträglich wie möglich zu

bewirtschaften. Dazu gehört auch, dass

verstärkt Bienen auf den Plantagen angesiedelt

wurden. Im Gegenzug sorgen die

Insekten für eine außerordentlich gute

Bestäubungsrate der Obstblüten und daraus

resultierend einen hervorragenden

Ernteertrag. Um die fleißigen Bestäuberinnen

nicht zu gefährden, setzt AgriTerra

auf natürliche Schädlingsbekämpfung,

vor allem in Form von Prävention und der

Abwehr von Schädlingen. Insektizide werden

deshalb nur moderat und planmäßig

im kleinstmöglichen Umfang eingesetzt.

Hohe Erträge im lukrativen, sicheren

Agrarsektor, jedoch mit gutem Umweltgewissen

generieren –

die Strategie der Agri

Terra geht auf. Bereits

2016 konnten

sich viele ausländische

Besucher

von der Naturverträglichkeit

der

Orangenplantage

in Paraguay

überzeugen.

Wann kommen

Sie Ihr Stück

Paradies besuchen?

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 19


Wissen

Bild: Depositphotos/Sarkis Seysian, Cover: FBV

Macht Geld

glücklich?

20

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Wissen

Gekürzter Auszug aus dem Buch „Reich werden und bleiben“

von Dr. Dr. Rainer Zitelmann

Am Thema „Geld“ scheiden sich die Geister.

„Geld macht nicht glücklich“ oder

„Geld verdirbt den Charakter“ - solche

und ähnliche Sprichwörter kennt jeder.

Dichter, Sänger und Philosophen haben

immer wieder Aphorismen geprägt, die

den Wert des Geldes relativieren und das

Streben nach Reichtum verurteilen. „Genug

zu haben ist Glück, mehr als genug

zu haben ist unheilvoll. Das gilt von allen

Dingen, aber besonders vom Geld“, sagte

der chinesische Philosoph Lao-tse. Der

Sänger Bob Dylan fragte: „Was bedeutet

Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn

er zwischen Aufstehen und Schlafengehen

das tut, was ihm gefällt.“ Und Albert

Einstein meinte: „Das Geld zieht nur den

Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich

zum Missbrauch.“

Schon bei den antiken Philosophen fanden

sich häufig kritische Äußerungen

über den Reichtum. Platon fragte in seiner

Politeia: „Steht es mit dem Unterschied

von Reichtum und Tugend nicht so, dass

die gleichsam auf die Schalen einer Waage

gelegt sind, von denen die eine steigt,

während die andere sinkt?“

Auf der anderen Seite gab es immer auch

Dichter und Philosophen, die das ganz anders

sahen. „Ein gesunder Mensch ohne

Geld ist halb krank“ – dieser Satz stammt

von Johann Wolfgang von Goethe. Und

der niederländische Philosoph Benedictus

de Spinoza brachte seine Skepsis gegenüber

den Menschen zum Ausdruck, die

allzu einseitig vom Missbrauch des Geldes

und den Lastern der Reichen sprechen:

„Der Arme, der gern reich sein möchte,

redet unaufhörlich vom Missbrauch des

Geldes und den Lastern der Reichen, wodurch

er aber nichts anderes erzielt, als

dass er sich ärgert und anderen zeigt, wie

er nicht bloß über seine eigene Armut,

sondern auch über der anderen Reichtum

Unmut hegt.“

Die deutsche Dichterin Gertrude Stein

meinte: „Ich war reich und ich war arm.

Es ist besser, reich zu sein.“ Und der

Schriftsteller Oscar Wilde, der es stets

liebte, durch übertriebene Aussagen

Widerspruch zu provozieren und Wahrheiten

ans Tageslicht zu bringen, schrieb:

„Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei

das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt

bin, weiß ich: Es stimmt.“

Macht Geld unglücklich, oder macht eher

der Mangel an Geld unglücklich? Bei jeder

Ehescheidung spielt der Streit um das

Geld eine zentrale Rolle, aber Wissenschaftler

fanden heraus, dass Geld auch

ein Hauptstreitpunkt in Beziehungen ist.

Lauren Papp von der University of Wisconsin

ließ 100 Paare mit Kindern über zwei

Wochen hinweg ein Tagebuch führen.

Darin sollten Männer und Frauen getrennt

voneinander notieren, welche Streitthemen

im Laufe eines Tages auftauchten,

wie lange die jeweilige Auseinandersetzung

dauerte und woran sie sich entzündete.

Ergebnis: Die Paare stritten über

kein Thema so zäh und ausdauernd wie

über Geld. Die Mehrzahl

der Paare empfand den

Streit um das Geld als

bedrohlich für die gemeinsame

Zukunft. Bei

keinem anderen Konfliktthema

fiel es den

Eheleuten so schwer,

eine Lösung zu finden.

Der Wirtschaftspsychologe

Erich Kirchler von

der Universität Wien

ging der Frage nach,

worüber sich Ehepaare

unterhalten und worüber

sie streiten. Dazu

ließ er 40 Paare ein Jahr

lang Tagebuch führen.

Wirtschaftliche Themen

waren die konfliktträchtigsten

von allen.

Die Paare stritten immer

wieder darüber, für

»Ich war

reich und

ich war

arm. Es ist

besser,

reich zu

sein.«

Gertrude Stein

welche Dinge wie viel Geld ausgegeben

werden solle.

Machen Sie selbst einmal ein Experiment:

Schreiben Sie einen Monat lang auf, worüber

Sie sich Sorgen machen. Das können

alle Bereiche sein: der Beruf, die Gesundheit,

die Kindererziehung, die Finanzen,

die Partnerschaft, das Körpergewicht

usw. Nach einem Monat werten Sie aus:

Wie viele dieser Probleme wären nicht

aufgetreten, wenn Sie Geld im Überfluss

hätten? Sie werden sehen, dass es eine

ganze Reihe von Sorgen gab, die Sie nicht

gehabt hätten, wenn Sie genug Geld hätten.

Sie werden aber auch sehen, dass es

viele Sorgen gibt, die Sie auch mit genügend

Geld gehabt hätten. Bei diesen Sorgen

schreiben Sie bitte auf, ob sie leichter

zu ertragen gewesen wären oder ob die

damit verbundenen Schwierigkeiten besser

hätten gelöst werden können, wenn

Sie deutlich mehr Geld besäßen.

Der gesunde Menschenverstand sagt,

dass die meisten Menschen lieber mehr

als weniger Geld haben, und zwar schon

deshalb, weil man mit mehr Geld aus

einer größeren Fülle von Gütern und

Dienstleistungen auswählen kann. Mit

einem höheren Einkommen kann man

Dinge auf der Hitliste erreichen, die weiter

oben stehen und die bisher nicht erreicht

werden konnten, weil man sie nicht

bezahlen konnte. Beobachten wir nicht,

dass Menschen sehr viel dafür tun, um ihr

Einkommen zu steigern? Gewerkschaften

rufen Streiks aus, Rentner gehen auf die

Straße, Manager aller Hierarchiestufen arbeiten

bis zum Umfallen, Arbeiter stehen

stundenlang am Fließband

und die Köche bei

McDonalds braten für

sieben Euro fünfzig acht

Stunden am Stück Hamburger.

Alles nur, um an

Geld zu kommen.

„Je höher das Einkommen“,

so die Ergebnisse

der modernen

Forschung, „umso zufriedener

die Menschen.

Erstaunlich dabei war,

dass sich auch für Einkommen

jenseits von

120.000 Dollar pro Jahr

dieser positive Zusammenhang

noch nachweisen

ließ. Es gibt keinen

Sättigungspunkt,

zusätzliches Einkommen

verschafft überall mehr

Zufriedenheit.“ Die Forschungen

zeigten sogar, dass der gleiche

prozentuale Einkommenszuwachs bei höheren

Einkommen einen stärkeren Effekt

auf die Lebenszufriedenheit hat als bei

niedrigerem Einkommen.

Natürlich gibt es zahlreiche Lebensumstände,

die nicht direkt etwas mit Geld

zu tun haben. Arme wie reiche Menschen

werden krank, arme wie reiche Menschen

haben Beziehungsprobleme

oder werden von

ihrem Partner verlassen.

Das interessante

Ergebnis der

wissenschaftlichen

Glücksforschung

lautet jedoch: „Es

zeigt sich, dass

arme Menschen

erheblich stärker

unter negativen

Lebensumständen wie beispielsweise einer

Krankheit, einer Scheidung oder Einsamkeit

leiden als reichere.“ Das ist ein

ganz besonders wichtiger Befund, weil er

zeigt, dass das Einkommen beziehungsweise

Vermögen auch Ausstrahlung auf

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 21


Wissen

Bild: Privat

»Das Geld zieht nur

den Eigennutz an

und verführt stets

unwiderstehlich

zum Missbrauch.«

Albert Einstein

andere Lebensbereiche hat.

Die meisten Menschen wissen, dass es

besser ist, mehr Geld zu haben als weniger

Geld zu haben. Zwar behaupten sie

oft etwas anderes, um sich selbst über

den Zustand finanziellen Mangels hinwegzutrösten.

Aber dennoch spielen jeden

Monat 20 Millionen Deutsche Lotto.

Vielleicht wissen sie sogar, dass die Wahrscheinlichkeit,

6 Richtige zu tippen, nur

bei 1:15 Mio. liegt, aber dennoch machen

sie jede Woche ihre Kreuze – und sagen

dann vielleicht doch später bei einer Diskussion

am Stammtisch: „Geld ist nicht

wichtig“ oder „Geld macht nicht glücklich“.

Kein vernünftiger Mensch wird behaupten,

Geld allein mache glücklich. Sie haben

schon in der Einleitung zu diesem

Buch viele Beispiele von Menschen gelesen,

die beispielsweise im Lotto gewonnen

oder auf andere Weise schnell zu

Geld gekommen sind – und es schon bald

wieder verloren haben. Hat Geld diese

Menschen unglücklich gemacht? Vordergründig

gesehen mag dies so erscheinen,

denn hätten sie das Geld nicht gewonnen,

wäre ihnen der spätere Leidensweg

mit einer hohen Verschuldung, der nicht

selten in der Privatinsolvenz endete, erspart

geblieben.

Entscheidend ist in der Tat nicht, wie viel

Geld Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt

haben, sondern wie Sie damit umgehen.

Haben Sie gelernt, das Geld zu erhalten

und zu vermehren? Nur dann kann Geld

Dr. Dr. Rainer

Zitelmann ist ein

erfolgreicher Immobilieninvestor

und

mehrfacher Buchautor.

dazu beitragen,

dass Sie zufriedener

oder glücklicher im

Leben sind.

Deshalb ist es eine

gefährliche Illusion,

wenn Menschen

glauben, ihre Probleme

– zumindest

die finanziellen –

seien gelöst, wenn

sie auf einmal zu

viel Geld kämen,

etwa durch eine

Erbschaft, durch

eine reiche Heirat

oder auch durch einen Lottogewinn.

Vieles spricht eher dafür, dass ihre Probleme

dann erst beginnen. Aber das liegt

natürlich nicht am Geld, sondern an den

Menschen, die nicht gelernt haben, wie

man es klug verwendet, um es zu erhalten

und zu vermehren.

Wenn viele Menschen pauschal sagen,

„Geld ist nicht wichtig“ oder sogar „Geld

macht unglücklich“, dann ist das Motiv

offensichtlich: Da sie kein Geld haben,

wollen sie sich selbst trösten. Aber die

allermeisten Menschen werden doch der

Aussage zustimmen, dass Freiheit glücklich

macht. Dass „Freiheit“ etwas eindeutig

Positives, Erstrebenswertes ist, wird

von sehr viel weniger Menschen bestritten

als die Ansicht, dass Geld etwas Positives

und Erstrebenswertes sei.

Wer richtig mit Geld umgeht, wer es versteht,

es zu erhalten und vermehren, der

ist jedoch zugleich auch freier als derjenige,

der unter Geldmangel leidet: Er muss

sich keine Sorgen um seinen Arbeitsplatz

machen, er kann dort leben, wo er

möchte, er kann dorthin reisen, wohin er

möchte, und er kann auch seine eigene

Meinung freier äußern als derjenige, der

finanziell abhängig und unfrei ist.

„Geld ist der Schlüssel zur Freiheit“, sagte

die französische Modeschöpferin Coco

Chanel, die aus eigener Kraft zu großem

Reichtum gekommen ist. Für sie war das

Geld ein „Symbol für Unabhängigkeit“.

Das ist richtig, jedoch nur unter bestimmen

Voraussetzungen. Wer „Reichtum“

nur mit „sehr hohem Einkommen“ verbindet,

aber sein Geld jeden Monat mit

vollen Händen ausgibt, der ist nicht frei.

Denn er macht sich selbst abhängig von

einem sehr hohen Lebensstandard, und

er wird stets von der Sorge geplagt, wie

es ihm denn geht, wenn seine Einkommensquellen

versiegen. Vieles spricht

dafür, dass jene Menschen, die vor allem

deshalb nach Reichtum streben, um Luxusgüter

zu konsumieren und sich einen

sehr aufwendigen Lebensstil leisten zu

können, nicht glücklich damit werden.

Das belegt eindrucksvoll eine Studie des

amerikanischen Wissenschaftlers Thomas

J. Stanley. Er befragte mehrere Hundert

amerikanische Vermögende, die alle zwischen

1946 und 1964 geboren waren

und alle mit einem ähnlich hohen Gehalt

gestartet waren. Eine der Fragen, die diesen

Personen gestellt wurde, lautete, wie

zufrieden sie insgesamt mit ihrem Leben

seien. Sie konnten auf einer Skala von eins

bis fünf ihre Zufriedenheit ausdrücken.

Im Median verdiente die Gruppe der Unzufriedenen

203.000 Dollar, die Gruppe

der Zufriedenen verdiente 307.000 Dollar.

Das war jedoch nicht der entscheidende

Unterschied. Der größte Unterschied bei

beiden Gruppen bestand darin, wie viel

Vermögen sie in den vergangenen 30

Jahren aufgebaut hatten. Die Gruppe der

sehr zufriedenen Reichen hatte ein Vermögen

von 1,38 Mio. Dollar aufgebaut,

die Gruppe der Unzufriedenen hatte in

der gleichen Zeit nur ein Vermögen von

304.000 Dollar angespart. Die Unzufriedenen

besaßen 1,5-mal so viel, wie sie

verdienten, die Zufriedenen 4,5-mal so

viel. Die Häuser, in denen beide Gruppen

lebten, waren ungefähr gleich viel wert

(798.000 bzw. 785.000 Dollar). Der Unterschied

lag darin, dass die eine Gruppe

eher konsumorientiert war und das

verdiente Geld ausgegeben hatte, um

sich einen sehr hohen Lebensstandard

zu leisten. Die andere Gruppe war sparsamer

– sie verband mit Reichtum nicht

den Erwerb teurer Konsumgüter, sondern

die finanzielle Unabhängigkeit.

Sie sehen also, dass es sich lohnt, sich

ausgiebiger mit der Frage zu befassen, ob

»Geld ist

der Schlüssel

zur Freiheit«

Coco Chanel

und unter welchen Voraussetzungen Geld

zum Lebensglück beiträgt. Und Sie haben

gesehen, dass die Antwort darauf sehr

differenziert ausfällt, weil sie vor allem

davon abhängt, ob derjenige, der nach

Reichtum strebt, damit in erster Linie ein

Luxusleben oder vor allem die finanzielle

Unabhängigkeit und Sicherheit verbindet.

22

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Investment

Rhenium: Für alle

reicht es nicht!

Ob Flugzeugtriebwerk oder Thermoelemente - nichts

geht ohne das weiße Metall

Bild/Grafiken: Kroll

Im April dieses Jahres trafen sich Rohstoffproduzenten und -händler aus aller

Welt zu einer Konferenz in Toronto. Der auf Technologiemetalle spezialisierte

Finanzmarktanalyst und Geschäftsführer einer Metallhandelsgesellschaft,

Andreas Kroll, erläutert in einem kurzen Interview die wichtigste Erkenntnis

dieses Treffens. Das Technologiemetall Rhenium wird knapp!

Herr Kroll, Rohstoffe waren in 2018

bisher die lukrativste Anlageform für

Investoren, weit auch vor Aktien. Wer

sind denn die größten Gewinner unter

den Technologiemetallen?

Ganz vorne in der Preisentwicklung in

diesem Jahr liegen Germanium mit 22 %,

Indium mit 28 % und Gallium mit 33 %.

Das sind schon ordentliche Zahlen, aber

da geht noch was. Wir stehen erst am

Anfang einer wohl jahrelangen Hausse.

Wir kommen bei den Preisen von einem

sehr niedrigen Niveau und Rohstoffe sind

im Verhältnis zu Aktien extrem unterbewertet.

Rohstoffe sind in 2018 die bisher beste Anlageklasse

Bereits in zwei bis drei Jahren

könnte die Nachfrage bei insgesamt

über 100 Tonnen jährlich

liegen. Dieser Verbrauch ist mit

vorhandener Lagerware nicht

zu decken.

Was sind derzeit die Preistreiber bei

den Technologiemetallen?

Da gibt es mehrere Faktoren zu nennen:

Die Nachfrage zieht auf Grund des robusten

weltweiten Wirtschaftswachstums

deutlich an und das Angebot wurde deutlich

reduziert.

China, der größte Produzent bei diesen

Rohstoffen, hat die „schmutzigsten“ Hersteller

mit der Einführung höherer Umweltstandards

vom Markt genommen.

Aber auch die niedrigen Preise der vergangenen

Jahre führte vermehrt zu Pleiten

unter den Produzenten.

Nun gibt es ein Gap gegenüber Angebot

und Nachfrage. Alleine beim Gallium

schätzt man es auf fünf Tonnen pro

Monat. Das klingt nicht nach sehr viel,

aber bei einer Weltjahresproduktion von

überhaupt nur ca. 315 Tonnen entspricht

dieser Gap auf das Jahr gerechnet knapp

20 %.

Weitere Preistreiber sind der schwache

Dollar und natürlich der stark angestiegene

Ölpreis, der die Produktion der Metalle

erheblich verteuert.

Nun gibt es nicht wenige Analysten,

die innerhalb der nächsten zwei Jahre

eine Rezession vorhersagen. Werden

Technologiemetalle dann nicht

zu einer Belastung im Depot der

Investoren?

Die Rezessionsängste sind sicherlich

nicht ganz unbegründet. Wir erleben

zumindest in den USA einen doch recht

deutlichen Zinsanstieg. Sollte sich dieser

Trend fortsetzen, ist sicherlich mit einem

steilen Anstieg bei den Unternehmenspleiten

zu rechnen. Auch Handelskriege

dürften Fahrt aus der dynamischen Wirtschaftsentwicklung

nehmen. Die sehe

ich aber nicht als real an. Die Gefahr

geht für mich rein von der Zinsentwicklung

aus. Erfolgt diese zu rasant nach

oben und ist nicht mehr durch die FED

einzufangen, wird es gelinde gesagt

sehr ungemütlich. Aber den Investoren

sei gesagt: Technologiemetalle sind in

diesem Umfeld mit einer der stabilsten

Anlage objekte.

24

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Investment

Das müssen Sie uns näher erklären.

In einer Rezession verlieren die meisten

Assetklassen an Wert. Die Märkte die bereits

heute sehr teuer sind, natürlich am

meisten. Und das sind eben alle anderen

Märkte außer dem der Rohstoffe. Aktien,

Anleihen und Immobilien, alles Sektoren,

die nahe historischen Hochs notieren.

Rohstoffe notieren nahe an historischen

Tiefs. Darüber hinaus hat die nächste Krise

das Potential alle anderen in den Schatten

zu stellen. Dann wird es wichtig sein,

echte, unverschuldete Substanz im Depot

zu haben. Aber was beschließen Regierungen

in einem Szenario wie diesem

mit als Erstes? Infrastrukturprogramme,

wie dem Breitbandausbau, Investitionen

in Zukunftstechnologien usw. Es wird

deutliche staatliche Zuschüsse für den

Kauf von Automobilen geben, wie zuletzt

2009 in Deutschland während der letzten

Krise. Diesmal allerdings für Elektro- und

Hybridautos. Die Welt braucht Technologiemetalle.

Kommen wir zu dem Metall Rhenium.

Eines der seltensten Elemente über

das Sie hier schon in früheren Ausgaben

berichtet hatten und für das

Sie die neuesten Zahlen aus Toronto

erhalten haben. Wie ist hier die Entwicklung

bisher verlaufen und was ist

in Zukunft zu erwarten?

Rhenium teilt mit Silber scheinbar ein

Schicksal. Die Mehrheit der Analysten

erwartet seit Jahren hier einen großen

Preisausbruch nach oben, aber er kommt

nicht.

Unter den Technologiemetallen gibt es

nur einige wenige, die vom Trendwechsel

noch gar nicht profitieren konnten.

Rhenium gehört dazu. Erst ging es zehn

Jahre mit den Preisen bergab und seit

einem Jahr sehen wir auf Dollarbasis eine

Nulllinie auf niedrigem Niveau. Es passiert

nichts, obwohl ja die Produktionskosten

alleine auf Grund der gestiegenen Energiepreise

schon deutlich angezogen sein

müssten. Diese wurden aber an die Verbraucher

bisher nicht weitergereicht. Der

Kostendruck ging alleine zu Lasten der

Hersteller und deren Margen. Da hatte ich

anderes erwartet und war dementsprechend

gespannt auf die neuesten Zahlen,

die in Toronto vorgestellt wurden.

Andreas Kroll,

Rohstoff-Experte von

Noble Elements

auf den Markt bringen. Insgesamt beträgt

das Angebot also um die 80 Tonnen.

Betrachten wir nun die Nachfrage: Der

größte Bedarf kommt aus der Flugzeugindustrie

und hier steigt die Nachfrage rasant

an, da für die Turbinen der neuesten

Generation mehr Rhenium verbraucht

wird als bei früheren Modellen. Bereits in

zwei bis drei Jahren könnte die Nachfrage

bei insgesamt über 100 Tonnen jährlich

liegen. Dieser Verbrauch ist mit vorhandener

Lagerware nicht zu decken. Ich

bleibe bei meiner Position diesem Element

gegenüber: Es ist derzeit, bezogen auf

den Preis, vielleicht das unterbewertetste

Metall überhaupt. Echte Knappheit droht

und mit Preissprüngen muss jederzeit gerechnet

werden.

Wie kann man in Rhenium investieren?

Nur physisch bei einem Händler Ihres Vertrauens.

Aber Achtung, beim Kauf kann

man auch viel falsch machen. Man sollte

im besten Fall komplette Chargen kaufen,

da gibt es gute Rabatte und der Wiederverkauf

an die Industrie ist unproblematisch.

Fragen Sie Ihren Händler, ob er auch

die nötigen Industriekontakte hat und beachten

Sie die teilweise erheblichen Unterschiede

bei den Lagerkosten.

Was können Investoren machen, die

nicht das nötige Kleingeld haben um

ganze Chargen aufzukaufen?

Die sollten darauf achten, dass ihr Händler

mit einem entsprechenden Lagerkonzept

die Ansprüche der Industrie erfüllen und

intern die Chargen zusammenhalten. Es

gibt aber mittlerweile auch Produktanbieter,

die monatliche Kaufbeträge akzeptieren.

Oft schon ab 50 Euro.

Vielen Dank für das Interview.

Anmerkung der Redaktion: Zwei Tage

nach dem Interview ist der Rheniumpreis

international um 16 % gestiegen!

Kurz zu den Fakten. Die Primärproduktion

bei Rhenium beträgt etwa 52 Tonnen pro

Jahr. Aus Rückflüssen und Recycling stehen

weitere 22 Tonnen jährlich zur Verfügung.

Die Firma Codelco wird zukünftig

etwa sechs bis sieben Tonnen zusätzlich

Rohstoffe sind gegenüber Aktien weiterhin unterbewertet - Kaufsignal für Rohstoffe!

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 25


Investment

Sachwerte

Mehrwerte durch

Sachwerte

Sinnvoll und nachhaltig anlegen,

Thomas Hennings erklärt wie.

sadf

Der Anlagemarkt wirkt augenscheinlich

aktuell wirrer denn je für Kunden und

auch für Berater. Die Finanzwelt dreht

sich unaufhörlich in rasender Geschwindigkeit,

zum Teil abstruse Gesetzesänderungen

beinhalten immer wieder

neue Herausforderungen für große Finanzhäuser

als aber auch für kleine Finanzberatungsunternehmen.

Dem Verbraucherschutz

sei Dank, das ist m.E.

überwiegend Humbug vom feinsten. Die

Hochfinanz verspielte sich, die kleinen

Erdenbürger müssen es „ausbaden“.

Aufgeben? Den großen Institutionen

vielleicht das gesamte Kundenklientel

der Republik überlassen, damit hier

überwiegend unrentable Massenprodukte

weiter verkauft werden? Nein, es

gibt sie noch, die Menschen, die mit offenen

Augen und Ohren, sowie mit entsprechender

Qualität ausgestattet, den

Kunden helfen Altersarmut zu vermeiden,

sowie Vermögen aufzubauen und

vor allem sinnvoll zu sichern. Grundsätzlich

unterscheiden wir in Deutschland

drei Anlegertypen. Es gibt die „Privatanleger“,

die vermögenden Anleger

(die sog. „ semiprofessioneller Anleger“)

und die institutionellen Anleger.

Die Privatanleger sparen mit kleineren

Anlagebeiträgen ab z.B. 2.500 Euro

oder monatlichen Sparbeiträgen ab 50,-

Euro hauptsächlich in sog. Standardbzw.

Massenprodukte. Das sind z.B.

die unrentablen Riester Renten, private

Rentenversicherungen oder auch Kapi-

Bild: Depositphotos/ rrraum, scanrail, Hennings: privat

26

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Investment

Sachwerte

Bild: Depositphotos/ Wall Street_AndreaA.

tallebensversicherungen, Bausparverträge,

Banksparpläne u.v.m.! Rendite,

Inflation, Besteuerungsthemen werden

selten bis gar nicht diskutiert oder nachgefragt.

Das schmälert die Ergebnisse

dieser Anleger auch nochmal enorm

nach unten. Vermögende Anleger, z.B.

ab ca. 250.000 Euro Anlagevolumen

und monatlichen Sparraten ab 1.000 €

aufwärts erhalten i.d.R. spezielle Anlageprodukte

(Rabatte, Vergünstigen on

Top) von Finanzhäusern. Institutionelle

Anleger, das sind hauptsachlich Banken,

großen Pensions- und Unterstützungskassen,

Versicherungen und Stiftungen.

Diese investieren ab z.B. erst ab 5 Mio.

Euro aufwärts. Diese Institutionen erhalten

maßgefertigte Produkte unter Ausschluss

der Öffentlichkeit. Interessanterweise

sind diese Institutionen oftmals

Initiatoren oder „Produktentwickler“

der o.g. Standard- bzw. Massenprodukte

für Privatanleger und müssen

schon deshalb ein Mehrfaches der dort

gezahlten Rendite erwirtschaften. Worin

liegt der hauptsächliche Unterschied der

drei Anlegergruppen, was die Inhalte

der Produktlösungen anbelangt? Richtig,

die Masse wird mit sog. Geldwerten

regelrecht „abgespeist“ und muss ich

nach Berücksichtigung von Kaufkraftverlusten

sogar mit Minusrenditen

zufrieden geben. Nominale, nicht garantierte

(obwohl suggeriert durch Banken

und Versicherungen), Minizinsen

erfreuen sich bei der Masse der uninformierten

Verbraucher immer noch an

Beliebtheit. Man kennt die alternativen

zu wenig,…noch. Die vermögenden

und institutionellen Anleger investieren

im Gegensatz zu den Privatanlegern in

gescheite Sachwertlösungen wie Immobilien,

Grundstücke, Logistik,

Infrastruktur,

Rohstoffe,

Aktien,

Edelmetalle

u.ä.

Diese

werden intern entsprechend auch gestreut,

so das Schwankungen oder ggfls.

auch Ausfälle mehr als kompensiert werden.

Auch wird hier fast immer direkt in

den Wirtschaftskreislauf investiert und

nicht indirekt. Man partizipiert direkt an

der breiten Wertschöpfungskette. Diese

Anlegerklientel ist nicht unbedingt intelligenter

im Bereich der Geld- und Kapitalanlagen

als andere. Nein, aber die

Klientel nimmt sich Zeit für die Anlagenund

Assetklassenauswahl. Sie denkt

über den Tellerrand hinaus und lässt sich

nicht von Banken/Versicherungsbroschüren

oder „stumpfsinnigen“ Werbeinformationen

beeinflussen. Auch Anleger

mit geringeren Vermögenswerten

können die Anlagelösungen der vermögenden

und institutionellen Investoren

oftmals sehr gut nachbilden. Man muss

sich aber 1.) um seine Geld und Kapitalanlagen

auch kümmern und 2.) sich

die richtigen Informationen einholen 3.)

den gesunden Menschenverstand einschalten!

Mache es wie die „Großen“.

Kopiere mit Verstand und Hingabe, da

es sich um Dein eigenes Vermögen handelt.

Vermögen aufbauen, dann Werte

sichern und je nach Größenordnung

auch Vermögenswerte auf die nächste

Generation (Kinder, Enkel etc.) sinnvoll

und auch nachhaltig übertragen. Diese

Möglichkeiten sind ausnahmslos nur

mit überproportionalen Anteilen von

Sachwerten möglich. Das ist es, was die

vermögenden und institutionellen Anleger

von der Masse der „Mainstreamkunden“

unterscheidet, Mehrwerte durch

Sachwerte.

asdf

Thomas Hennings ist Experte ist Sach-

für

Sachwertlösungen Experte und und Inhaber Makroökonomie.

vom Sachwert-Center

Er ist Inhaber des

Sachwert-Center Bremen Bremen.

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 27


Immobilien

Die neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung

Eine Schlangengrube für Immobilienmakler,

WEG- und Miethausverwalter

Bilder: Depostiphotos/ IgorVetushko

Am 25.05.2018 tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung

(DSGVO)

europa weit in Kraft – und zwar für alle

Unternehmer, gleich welcher Branche

oder Größe!

Durften sich kürzlich Immobilienmakler

über die Erleichterungen bei der Identifizierung

ihrer Vertragspartner nach dem

Geldwäschegesetz freuen, so wird sie die

DSGVO schockieren. Schlimmer konnte

es nicht mehr kommen. Die neuen

datenschutzrechtlichen Bestimmungen

haben gravierenden Auswirkungen den

beruflichen Alltag. Sie kann zu Recht als

„Schlangengrube“ bezeichnet werden.

Man kann nämlich nur alles falsch machen,

wenn man die missachtet.

Es wird Sie wenig trösten, dass große Organisationen

wie Banken, Versicherungen

oder Ärztekammern sich schon seit Monaten,

wenn nicht sogar schon seit Jahren,

auf die Integrierung der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung

(DSGVO) und

ihre Abläufe vorbereiten. Das verschlingt

Millionen!

Zum Glück sind die von Immobilienunternehmern

zu verarbeitenden und

damit auch gespeicherten Daten bei

weitem nicht so umfangreich. Dies

entbindet sie aber keineswegs von der

Pflicht, die DSGVO zu kennen, ihre Formulare,

ihre Webseite sowie ihre innere

Organisation anzupassen. Nach der

Umstellung auf eine gesetzeskonforme

Erhebung und Speicherung der Daten

sowie die Aktualisierung der Formulare

und Webseiten wird in den Immobilienunternehmen

der größte personelle wie

auch finanzielle Aufwand in der Implementierung

des Datenschutzes und die

Anpassung der betrieblichen Abläufe

bestehen.

Obwohl oder gerade weil viele Bürger

recht freizügig mit ihren persönlichen

Daten umgehen, will der Gesetzgeber

sie und ihre Daten besser schützen. Nur

dem Bürger selbst soll es vorbehalten

sein, darüber zu entscheiden, ob und

welche seiner persönlichen Daten er

freigibt.

Die Regierenden haben sich mächtig ins

Zeug gelegt, um dem Bürger den größtmöglichen

Schutz zukommen zu lassen.

Eindrucksvoll belegt dies der Umfang

der Verordnung des Europäischen Parlaments.

Sie allein umfasst 260 Seiten!

Der GDD-Ratgeber zum Datenschutz im

Unternehmen 229 Seiten, der über das

Verhalten bei Datenpannen 88 Seiten und

das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)

nochmal 38 Seiten. Insgesamt sind es

gut und gerne mehr als 500 Seiten, die

man zu studieren hat, will man einen

Gesamtüberblick über die neuen gesetzlichen

Bestimmungen erhalten.

Der Gesetzgeber verlangt, dass „Geldbußen

in jedem Einzelfall wirksam, verhältnismäßig

und abschreckend sind!“ In der Tat

ist es erschreckend, wie hoch die Geldbußen

sein können. Nach dem Bundesdatenschutzgesetz

(BDSG) können Verstöße von

50.000 bis 300.000 €, nach der DSGVO

sogar mit bis zu 20 Millionen geahndet

werden. Es ist daher dringend anzuraten,

sich mit den ab 25.05.2018 gültigen Datenschutzbestimmungen

zu beschäftigen.

In dem soeben erschienen Buch

„Anforderungen an den Datenschutz

in Immobilienunternehmen“ wird das

Wesentliche aus Sicht des Immobilienunternehmers

zusammengefasst. Der

BVFI hat sich als Berufsverband finanziell

an der Erstellung des Buches beteiligt,

so dass es allen, ob Mitglied oder nicht,

kostenlos zur Verfügung gestellt werden

kann. Es wird lediglich eine Versandkostenpauschale

von 6,95 € erhoben. Das

Buch kann hier bestellt werden:

www.immobilienfachverlag.de/

sonderausgabe

Helge Ziegler

ist Dipl. Wirtschaftsjurist

(FH) und Präsident des

BVFI - Bundesverband für

die Immobilienwirtschaft

Bild: Ziegler

28

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Neue Immobilien-Anleihe

an Börse München

Sachwert Capital Management GmbH stellt neues Produkt mit

weiterentwickeltem Anlegerschutz vor.

Investment

Etwas Geduld mussten die Anleger aufbringen:

seit 20.04.2018 kann nun investiert

werden. Damit hat der Initiator

Sachwert Capital Management GmbH

aus Bayreuth Wort gehalten, als er eine

Fortsetzung der bewährten Anlagestrategie

mit Wohnimmobilien im Herbst

ankündigte. Das German Real Estate ETP

(ISIN: DE000A19XLE6) strebt eine jährliche

Rendite von 5,00% bis 7,00% an,

was mit den erzielten 6,75% p.a. im Vorgängerprodukt

auch erreicht wurde. Die

Emittentin der Immobilien-Anleihe ist eine

unabhängige Gesellschaft, die ausschließlich

für die Verwaltung des German Real

Estate ETP tätig ist. Die Verwahrung der

Anteile erfolgt in

Deutschland. Mit dem

Bankhaus Neelmeyer

AG in Bremen wurde

eine der ältesten und

renommiertesten Privatbanken

Deutschlands

als Zahlstelle

und depotführendes

Institut ausgewählt.

Das neue Produkt ist eine deutliche

Weiter entwicklung in puncto Ausgestaltung

und Anlegerschutz. Die Immobilien-Anleihe,

die nach deutschem Recht

begeben wurde, erfüllt die neuesten

Transparenzkriterien. Neu ist auch, dass

anders als beim Vorgängerprodukt eine

Investitionsbeispiel

in Magdeburg

„Das German Real Estate ETP

ist die Weiterführung unserer

bewährten Strategie nach

neuesten Transparenzkriterien.

Durch qualitätätsorientierte

Investitionen wird eine Rendite

von 5% bis 7% angestrebt.“

Matthias Schmidt, Geschäftsführer der

Sachwert Capital Management GmbH

jährliche Ausschüttung von mindestens

drei Prozent erfolgen muss. Erfolgsabhängig

kann diese bis zu 10% betragen. Das

German Real Estate ETP ist an der Börse

München gelistet. Zwischen 09:00 Uhr

und 17:30 Uhr stellt die Emittentin verbindliche

Kurse, zu denen gekauft und

verkauft werden kann. Darüber hinaus

haben Anleger jetzt auch die Möglichkeit

ihre Anteile unter Einhaltung einer Frist zu

kündigen, so dass die Anteile mit 100 %

Kurswert zurückgezahlt werden können.

Des Weiteren werden die Anlegergelder

ähnlich wie ein Fonds (Sondervermögen)

verwaltet. Das Management darf nur immobilienorientiert

gemäß Wertpapierprospekt

investieren.

Anders als die Immobilienfonds

großer Anbieter,

die ihre hohen

Liquiditätszuflüsse de

facto nur in Groß-,

Gewerbe- und Spezialimmobilien

unterbringen

können, investiert

das German Real

Estate ETP in marktgängige Wohnimmobilien.

Ein Privileg von Spezialisten wie die

Sachwert Capital Management GmbH,

denn Wohnimmobilien-Portfolios bieten

erfahrungsgemäß eine höhere Stabilität

und Konjunkturunabhängigkeit. Das Management

setzt auf Nachhaltigkeit, Qualität

und Substanz.

Im Fokus stehen

Städte ab 20.000

Einwohnern in den

deutschen Metropolregionen

und

Mittelzentren. Großstädte

z.B. Berlin,

Hamburg, Frankfurt,

Köln, München und

Stuttgart werden dagegen

gemieden.

Zielgruppe der

Immo bilien-Anleihe

sind Privatanleger sowie

langfristig orientierte

Anleger wie

Stiftungen und Pensionseinrichtungen.

Investitionsbeispiel

in Dresden

Das Management strebt weiterhin eine

breite Streuung an, um auch in Zukunft

keine Abhängigkeiten von Großanlegern

einzugehen. Die Mindestanlage beträgt

1.000 € - der Anlage betrag muss durch

10 teilbar sein. Als Anleihe können Orders

nur betragsmäßig in Euro erteilt werden.

Der Kurs wird in Prozent ausgewiesen

(Prozentnotiz). Ausführliche Informationen

bietet die Emittentin auf ihrer

Internetseite an, auf der auch Wertpapierprospekt

und Zeichnungsschein heruntergeladen

werden können. Der einfachste

Weg für einen Kauf ist aber die

Order bei der eigenen depotführenden

Bank. Innerhalb der Handelszeiten werden

die Orders von einem Kursmakler an

der Börse München ausgeführt.

Name

Typ

WKN/

ISIN

Handel

www.gre-etp.de

German Real Estate ETP

Immobilien-Anleihe nach

deutschem Recht

A19 XLE /

DE000A19XLE6

Börse München

Bilder: Sachwert Capital Management GmbH

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 29


Immobilien

Ferienimmobilien kaufen

Was Sie beim Kauf im In- und Ausland

beachten sollten

Von Martina Schäfer

Bild: Depositphotos/Goodluz

Sommer, Sonne, Urlaubszeit, mal raus

aus dem Alltagstrott, neue Erfahrungen

sammeln. Dazu gehört für viele auch, zu

verreisen. Etwa 58 Prozent der Bundesbürger,

nämlich 54,1 Millionen, verreisten

laut der von der Stiftung für Zukunftsfragen

erstellten „Tourismusanalyse 2017“

für mindestens fünf Tage. Im Durchschnitt

dauerte eine Urlaubsreise 13 Tage. 1200

Euro pro Person ließen sich die Reisenden

den Jahreshaupturlaub kosten. Aufgrund

der politischen Geschehnisse in den letzten

Jahren ging der Trend bei den deutschen

Urlaubern dazu, eher im europäischen

Ausland oder im deutschsprachigen Raum

Erholung zu suchen. 33 Prozent erholten

sich innerhalb der deutschen Grenzen,

neun Prozent urlaubten in Bayern, siebeneinhalb

Prozent genossen die Reize Mecklenburg-Vorpommerns.

Jeden siebten

Deutschen zog es nach Spanien, danach

folgten Italien und Österreich als beliebteste

EU-Urlaubsländer. Daneben reisten

13,1 Prozent in ferne Länder wie China,

die Karibik, Sri Lanka oder die Malediven.

Die Prognosen für 2018 sehen ähnlich aus

mit Aussichten auf leichte Zuwächse.

Doch egal ob das Ziel Nordseeinsel,

Großstadt, Alpendorf oder Mittelmeerküste

heißt, wer nicht zu Hause logiert,

braucht eine Unterkunft in der Fremde.

So nächtigten laut Statista im letzten Jahr

48 Prozent der Urlauber in Hotels und

Gasthöfen, 25 Prozent mieteten sich eine

Ferienwohnung oder ein Ferienhaus und

sechs Prozent campten. Hier wird es für

Investoren interessant. Warum nicht in

Ferienimmobilien investieren, wenn doch

über 13 Millionen Deutsche als Bleibe für

Urlaubszeit eine Wohnung oder ein Ferienhaus

bevorzugen?

Was muss ich beim Kauf beachten?

Keinesfalls sollten Sie sich in urlaubsentspannter

Begeisterung am Ferienort von

einem Makler ansprechen lassen. Es gilt,

wie für alle Immobilien, den Kauf kühl

zu überlegen und durchzurechnen. Beziehen

Sie neben den landesüblichen

Erwerbsnebenkosten großzügig Renovierungskosten,

Ausstattung, Objektpflege,

30

SACHWERT MAGAZIN 3/2018


Immobilien

Das eigene Ferienhaus -

ein Zuhause in der Fremde.

Juwelier • Gold • Leihhaus • Moneyservice

eventuell eine professionelle Vermittlungsagentur

für Feriengäste, sowie mangelnde

Mietauslastung und Mietausfälle

in Ihre Gesamtrechnung mit ein. Stellen

Sie die Finanzierung sicher, bevor Sie den

Kaufvertrag unterschreiben.

Lage und Erreichbarkeit sind Trumpf

Auch für eine Ferienimmobilie gilt es, die

Lage unter die Lupe zu nehmen. Unverbaubar

schöne Aussicht, Strandnähe,

Natur und attraktive Freizeitangebote im

Umfeld machen nicht alles aus. Sie sollten

sich auch fragen, wie gut die Verkehrsanbindung

ist und ob Sie eine Immobilie,

die recht weit von Ihrem Wohnort gelegen

ist, auch aufwandsarm pflegen und

verwalten können. Das gilt insbesondere

dann, wenn Sie die Immobilie nicht

nur zur Eigennutzung, sondern auch zur

Fremdvermietung anschaffen möchten.

Wenn Sie nicht vorhaben,

Ihren Geldbeutel

durch Fremdvermietung

finanziell zu entlasten,

müssen nur Sie selbst

in die Lage verliebt sein,

und sei das Häuschen

nur über einen stundenlangen

Fußmarsch durch

abgelegene Bergtäler

erreichbar. Für eine gute

Auslastung mit Fremdnutzern

ist jedoch eine

attraktive Strandlage

in einer bekannten Urlaubsregion oder

Skipistennähe sowie gut ausgebaute Verkehrswege

ein Muss. Natürlich wird sich

das im Kaufpreis bemerkbar machen, allerdings

auch in der Auslastung und den

ansetzbaren Mietpreisen.

Wenn Sie vorhaben, die Immobilie als

Alterswohnsitz zu erwerben, sollten Sie

beim Kauf bedenken, dass ein per Holzofen

beheiztes Blockhaus in Norwegen

oder ein am Ballermann in Mallorca gelegenes

Appartement den Fähigkeiten und

Bedürfnissen im Seniorenalter vielleicht

nicht gerecht wird.

Wollen Sie nur ein Grundstück erwerben,

um Ihr Traumhäuschen darauf zu bauen,

Auch wenn Sie sich

in einen Urlaubsort

verliebt haben,

sollten Sie den Kauf

von Ferien immobilien

kühl und um fassend

kalkulieren.

beachten Sie die örtlichen Küstenschutzzonen,

eventuell vorhandenes Wegerecht,

Bebauungsgrenzen oder Erbrecht. Bauen

Sie hier, oder erwerben Sie in gutem Glauben

eine dort illegal gebaute Immobilie,

droht Ihnen der staatliche Abriss, teils

ohne Vorwarnung.

Im Ausland läuft manches anders

Apropos Ausland: dort steht der Immobilienkauf

teils auf einer sehr anderen

rechtlichen Grundlage als in Deutschland.

Deshalb ist ein neutraler Übersetzer

unabdingbar, wenn Sie selbst in der

Landessprache nicht verhandlungssicher

sind und dazu zur Kaufabwicklung

ein deutschsprachiger Rechtsanwalt. In

manchen Ländern sind Ausländer nicht

berechtigt, überhaupt Immobilien zu erwerben.

In anderen Ländern, wie Spanien,

gilt schon eine mündliche Zusage als

rechtlich bindender Vertrag.

In der Türkei bedarf

es dazu immerhin

eines formlosen Schriftstücks.

Egal wo, bestehen

Sie auf einen vom

Notar beurkundeten,

schriftlichen Verkauf.

Auch ob die Wohnung

als Ferienwohnung genutzt

und vermietet

werden darf, bedarf in

einigen Ländern einer

offiziellen Widmung.

Kniffelig wird es in Griechenland bei den

Grundstücksgrenzen, da durch das teils

fehlende Kataster keine echte Rechtssicherheit

besteht. In Kroatien wiederrum

gehören Immobilien zum Teil ganzen Familienclans,

deren Oberhaupt dem Verkauf

zustimmen muss, mit ungesicherter

Verbindlichkeit für die Zukunft.

Insgesamt ist der Kauf einer Ferienimmobilie

innerhalb Deutschlands mit weniger

Aufwand und mehr Sicherheit verbunden,

als wenn Sie im Ausland kaufen. Mit

vertrauenswürdigen Vermittlern lässt sich

dort trotzdem ein gutes Geschäft machen,

wenn Sie den zusätzlichen Aufwand und

Herausforderungen nicht scheuen.

SACHWERT MAGAZIN 3/2018 31

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