Franz Xaver Gebel: Doppelquintett op. 28 | Carl Schuberth: Oktett op. 23

deutscheskulturforum

Ersteinspielung auf CD durch das Hoffmeister-Quartett mit Patrick Sepec und Solisten des Wrocław Baroque-Orchestra. Erschienen im Mai 2018

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© Sabine Wild


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World Premiere Recording

F. X. Gebel & C. Schuberth

Streicherkammermusik

in großer Besetzung

aus Moskau und St. Petersburg

Streicherkammermusik in großer Besetzung

hat in Russland eine gewisse Tradition.

Oktette haben Nikolaj Afanasjew

(1860er Jahre), Reinhold Glière (1903)

und Dmitrij Schostakowitsch (1920er

Jahre) geschrieben, wobei sie sich auf

die deutsche Tradition seit Louis Spohrs

Doppelquartetten (1824-1826) und Felix

Mendelssohn-Bartholdys genialem Oktett

op. 20 (1825) bezogen. Von der Musikgeschichte

vergessen wurden die beiden

Werke, die auf dieser Compact-Disc wieder

erklingen, und die beide in Russland

entstanden. Franz Xaver Gebel (1787–

1843) schrieb sein Doppelquintett in seinen

letzten Lebensjahren in Moskau. Das

Streichoktett von Carl Schuberth (1811–

1863) entstand wenig später, ebenfalls in

den 1840er Jahren in St. Petersburg, wo

Schuberth als Violoncello-Virtuose und

Dirigent wirkte.

Franz Xaver Gebel wurde 1787 in Fürstenau

(poln. Milin) bei Breslau geboren und

erhielt seine musikalische Ausbildung wie

viele seiner schlesischen Landsleute in

Wien. Als seine Lehrer werden der Abbé

Vogler und Johann Georg Albrechtsberger

genannt. Nach verschiedenen Tätigkeiten

als Kapellmeister in Wien, Pest, Hermannstadt

(Sibiu) und Lemberg gelangte er

schließlich 1817 nach Moskau, wo er für

den Rest seines Lebens blieb und als Privatlehrer

Klavier- und Kompositionsunterricht

gab. Zu seinen berühmten Schülern zählten

neben jungen Philosophen und Literaten

wie Nikolaj Stankewitsch und Nikolaj

Ogarjow auch Persönlichkeiten, die für

das spätere Musikleben in Moskau von

großer Bedeutung waren: Der Schriftsteller

und Musikkritiker Nikolaj Melgunow und

der Pianist Alexander Villoing, der ab

1837 als Lehrer des jungen Anton Rubinstein

wirkte und als Begründer der russischen

Pianistenschule gelten kann. Von

Gebels Moskauer Kompositionen wurden

in seinen letzten Lebensjahren sieben

Streichquintette und ein Streichquartett in

Moskau gedruckt. Außerdem erschien

auch eine Kompositionslehre aus seiner Feder

in russischer Übersetzung – das erste

Lehrbuch der musikalischen Komposition

in russischer Sprache! Eine umfassende

Würdigung der Verdienste Gebels um die

Moskauer Musikkultur finden wir in dem

Nachruf eines anonymen Moskauer Korrespondenten

in der Leipziger Allgemeinen

musikalischen Zeitung vom 23. Juni 1843.

Über den „beliebten und geachteten Componisten

und Clavierspieler“ heißt es hier:

Gebel ist aus Breslau gebürtig, hat hier

[d.i. in Moskau] seit 35 Jahren gelebt und

rastlos für den bessern Musikgeschmack

gewirkt. Als Clavierspieler und Theoretiker

gab er in den besten Häusern Unterricht

zu 10 Rubel die Stunde und war als Meister

seiner Kunst hochgeschätzt. Er lebte, wie

jeder wahre Künstler, mehr für den Himmel

als für die Erde. Das Geld war ihm nicht

sein Gott. Wenn ihn ein poetischer Gedanke

überraschte, da vergass er oft

wochenlang zu unterrichten; er setzte sich

an seinen Schreibtisch, um seine Gedanken

zu Papier zu bringen […]. Vor einem

erlesenen Kreise von Kunstkennern und

Kunstliebhabern gab er früher, auf Subskription,

in den Wintermonaten einen

Cyclus von seinen, auch andrer Meister,

Arbeiten: Quartette und Quintette, und gewährte

auf diese Weise dem andächtigen

Hörer manchen schönen Genuss, indem er

dadurch den Sinn für das wahrhaft

Schöne aufregte. Die Theilnehmer dieser

Soiréen erinnern sich dieser angenehmen

Stunden mit Vergnügen.“

An Gebels erwähnten Kammermusikabenden

„auf Subskription“ (also mit verkauften

Eintrittskarten), die als die ersten öffentlichen

Kammerkonzerte in Moskau gelten

dürften, erklangen anspruchsvolle Werke

u.a. von Ludwig van Beethoven, aber

auch Quartette und Quintette von Gebel

selbst. Die Gebelschen Kompositionen

machten offenbar großen Eindruck auf

seine Zeitgenossen. Fast zwanzig Jahr

nach Gebels Tod erschienen im Jahr 1862

im Leipziger Verlag von Julius Schuberth

noch das Streichquintett Nr. 8 sowie das

Doppelquintett op. 28. Gebel hatte als

Schöpfer von acht Streichquintetten die

instrumentalen Möglichkeiten dieser besonderen

Kammerbesetzung mit zwei

Violoncelli bereits umfassend erforscht. In

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World Premiere Recording

F. X. Gebel & C. Schuberth

seinem Opus 28 nutzt er die verdoppelte

Besetzung zu sehr ausdifferenzierten

Klangeffekten, indem er die zehn zur Verfügung

stehenden Stimmen in den vielfältigsten

Kombinationen einsetzt. Bei aller Intimität

der kammer¬musikalischen Faktur

ergeben instrumentatorische Kunstgriffe

wie Pizzicato-Stellen, Tremoli sowie monumentale

Unisono-Passagen bisweilen fast

orchestrale Effekte. Melodisch einfallsreich

ist bereits der erste Satz mit seinen kontrastierenden

Themen und einem effektvollen

eingeschobenen Choral der vier Celli. Der

lyrische langsame Satz stellt zarte Kantilenen

der Violoncelli gespenstischen Episoden

und gesanglichen Passagen des Tutti

gegenüber. Das ruppige Scherzo wird

durch ein wunderschönes Mittelstück unterbrochen,

in dem wiederum die vier Celli

eine tragende Rolle spielen. Das nahezu

sinfonische Finale beginnt in einer rezitativischen

Introduktion, und es schließt sich

ein dramatisches Allegro an, dessen

stürmisches Moll-Thema einem lyrischen

pizzicato-begleiteten Dur-Motiv gegenübergestellt

ist und schließlich in einer rauschenden

Koda endet.

Carl Schuberth wurde 1811 in Magdeburg

geboren und machte eine glänzende

Karriere als Virtuose auf dem Violoncello.

Seine Biografie ist recht ausführlich in dem

Musikalischen Hand-Conversations-Lexicon

seines älteren Bruders, Julius Schuberth,

beschrieben, der in seinem Verlag auch

eine Reihe von Kompositionen Carls veröffentlichte.

Dem biografischen Artikel entnehmen

wir, dass Carl Schuberth sich

nach ausgedehnten Konzertreisen durch

ganz Europa Anfang der 1840er Jahre in

St. Petersburg niederließ und dort „Musikdirector

der Universität war, die kaiserliche

Hofkapelle als Dirigent leitete, und

zugleich als Music-Inspector der kaiserlichen

Hoftheater-Anstalt fungirte.“ Er starb

während eines Erholungsurlaubs im Jahre

1863 in Zürich. Ob Schuberth in Russland

noch dem Moskauer Kollegen Franz Xaver

Gebel begegnet war, ist nicht bekannt.

Wir können jedoch davon ausgehen, dass

Schuberth die Kompositionen des älteren

Moskauer Kollegen kannte, sowohl die

gedruckten als auch weitere in Abschriften

verbreitete Werke. Vielleicht war es Carl

Schuberth, der Gebels Achtes Quintett

op. 27 und das Doppelquintett op. 28

nach Deutschland mitnahm und seinem

Bruder Julius für dessen Verlag empfahl.

Carl Schuberths Oktett op. 23 wurde

1848 im Verlag Julius Schuberth in Leipzig

gedruckt. Das viersätzige Werk beginnt

mit einem ausgedehnten Allegro in leuchtendem

E-Dur. Von besonderem Charme ist

der Andante überschriebene zweite Satz

in A-Dur mit seinen liedhaften Violoncello-

Kantilenen. Das Scherzo ist ein schwungvoller

Ländler mit einem gefühlvollen

Mittelteil, in dem ein Wiener Volkston

angeschlagen wird. Das abschließende

Rondo ist Allegro furioso überschrieben

und fordert in zweimal gesteigertem

Tempo den acht Streichern große technische

Virtuosität ab, bis es in einer Stretta

prestissimo endet.

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World Premiere Recording

F. X. Gebel & C. Schuberth

Large-scale string chamber music

from Moscow and St Petersburg

There is a certain tradition of large-scale

string chamber music in Russia. Octets

were written by Nikolai Afanasjev (in the

1860s), Reinhold Glière (1903) and

Dmitri Shostakovich (1920s), which drew

on the German tradition dating back to

the Double Quartets by Louis Spohr

(1824-1826) and Felix Mendelssohn

Bartholdy’s inspired Octet op. 20 (1825).

The two works on this compact disc, both

originating in Russia, had been forgotten

by musical history but can now be heard

again. Franz Xaver Gebel (1787-1843)

wrote his Double Quintet during the last

years of his life in Moscow. The String

Octet by Carl Schuberth (1811-1863)

was written some time later, in the 1840s

in St Petersburg, where Schuberth was

active as a cello virtuoso and conductor.

Franz Xaver Gebel was born in Fürstenau

(Milin) near Breslau (Wrocław) in 1787

and received his musical education in

Vienna, as did many of his Silesian peers.

His list of teachers included Abbé Vogler

and Johann Georg Albrechtsberger. In

Vienna, Gebel was engaged at first as the

director of music at the Theater in Leopoldstadt

and published some compositions.

After working as a director of music in

Vienna, Pest, Hermannstadt (Sibiu), and

Lemberg (now Lviv in Western Ukraine),

he ended up in Moscow in 1817, where

he spent the rest of his life and gave private

lessons for piano and composition.

Some of his famous students included

young philosophers and literati like Nikolai

Stankevich and Nikolai Ogaryov, and

other individuals who were significant for

the later musical culture in Moscow: The

author and music critic Nikolai Melgunow

and the pianist Alexander Villoing, who

was engaged as a teacher to the young

Anton Rubinstein from 1837 and can be

considered the founder of the Russian

school for pianists. Of the pieces Gebel

composed in Moscow, seven string quintets

and one string quartet were printed in

his last years in Moscow. Also a Russian

translation of his composition studies was

published – this was the first textbook on

musical composition in Russian! We can

find considerable appreciation of Gebel’s

merits for the Moscow musical culture in

the obituary by the anonymous Muscovite

correspondent in the Leipzig Allgemeine

musikalische Zeitung from June 23, 1843.

The “adored and respected composer and

pianist” was eulogized there as follows:

Gebel was born in Breslau and lived

here [in Moscow] for 35 years, in ceaseless

dedication to improving musical

tastes. As a pianist and theorist, he taught

for 10 rubles an hour in the best homes

and was highly esteemed as a master of

his art. He lived - as every true artist - more

for heaven than for earth. He did not

worship money. If a poetic thought surprised

him, he often forgot for weeks to

give his lessons and sat at his desk putting

his thoughts onto paper […]. Earlier, a

select circle of art connoisseurs and art

lovers, who purchased season tickets

during the winter, were treated to a cycle

including Gebel’s own work and that of

other masters. These performances were

composed of quartet and quintets and

moved audiences into rapt awe by transporting

them with truly beautiful pieces.

Participants in these soirées look back on

those occasions with great pleasure.”

Subscribers to Gebel’s evenings of chamber

music had purchased tickets to what

was probably the first public chamber

concerts in Moscow, where they heard

sophisticated pieces by Ludwig van Beethoven,

and also quartets and quintets by

Gebel himself. Gebel’s compositions

apparently made quite an impression on

his contemporaries. Almost 20 years after

Gebel’s death, the String Quintet No. 8

and the Double Quintet Op. 28 were

published at the Julius Schuberth publishing

house in Leipzig in 1862. Having

produced eight string quintets, Gebel had

already extensively explored the possibility

of extending this particular chamber combination

with two cellos. In his Opus 28

he used this doubled line-up for clearly

differentiated sound effects, in which he

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World Premiere Recording

F. X. Gebel & C. Schuberth

made use of the ten available voice-lines

in a wide variety of combinations. With all

the intimacy available in chamber music

structures, almost symphonic orchestral

effects can be produced through such instrumental

devices as pizzicato sections,

tremoli, and monumental passages in unison.

The opening movement demonstrates

musical inventiveness right from the start

with its contrasting themes and an effectively

interpolated chorale on the four

cellos. This extended slow movement is

almost in the form of an operatic scene:

the lyrical arioso of the violins is interrupted

by a hymn on the cellos and violas.

Dramatic, occasionally ghost-like interventions

and instrumental recitatives indicate

a stimulating development between the

numerous voices that are involved, which

finally returns to the uniting theme of the

arioso song. The energetic and somewhat

rough Scherzo is interrupted by a beautiful

hymn-like central section in D major, in

which the four cellos again play a key

role. The Finale begins with a recitativelike

introduction, in which the first cello

engages as it were in a conversation with

the other instruments in the ensemble. It is

followed by a dramatic Allegro, where a

stormy minor theme is juxtaposed with a

lyrical major motif with pizzicato accompaniment.

The development is interrupted

several times by a chorale-like episode,

following a plaintive recitative over a ghostly

tremolo bass-line. The double quintet finally

comes to an end in a rousing apotheosis.

Carl Schuberth was born in Magdeburg in

1811 and had a glittering career as a virtuoso

cellist. His biography is extensively

described in the Musikalisches Conversations-Lexicon

of his older brother, Julius

Schuberth, whose publishing house also

published a series of Carl’s compositions.

From the biographical article we learn that

after extensive concert tours throughout the

whole of Europe, Carl Schuberth settled in

St Petersburg at the beginning of the 1840s

where he “was Music Director at the University,

led the imperial court orchestra as its

conductor and served at the same time as

music inspector of the imperial court theatre.”

He died in Zurich in 1863 whilst on rest

leave. Whether Schuberth ever met his

Moscow colleague Franz Xaver Gebel whilst

he was in Russia is not known. But we can

be sure that Schuberth would have known

the compositions of his older Moscow

colleague, both the works that were in print

as well as others that were distributed in

manuscript. It may even have been Carl

Schuberth who took Gebel’s Eighth Quintet

op.27 and the Double Quintet op.28 with him

to Germany and recommended it to his brother

Julius for printing by his publishing house.

Carl Schuberth’s Octet op.23 was printed

in Leipzig by Julius Schuberth’s publishing

house in 1848. The four movement work

begins with an extended Allegro in a bright

E major. The second movement in A major

headed Andante is particularly charming

with its song-like cello cantilena. The

Scherzo is a jolly rustic Ländler with a

lyrical central section, the slow waltz-tempo

of which is reminiscent of the atmosphere in

a Viennese Coffee House. The festively

boisterous Rondo of the Finale has the

heading Allegro furioso and demands great

technical virtuosity of the eight instrumentalists

playing at double speed, culminating

in a prestissimo closing stretta.

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F. X. Gebel & C. Schuberth

Das Hoffmeister-Quartett wurde im Jahr

2002 mit dem Ziel gegründet, die Streichquartette

der Klassik und Frühromantik in

ihrer kaum erschlossenen Vielfalt wiederzuentdecken

und im Klang ihrer Zeit aufzuführen.

Benannt nach Franz Anton Hoffmeister,

dem Zeitgenossen, Freund und

Kollegen von Mozart und Haydn, nimmt

das Ensemble neben berühmten Werken

Haydns, Mozarts und Beethovens immer

auch Streichquartette der zahlreichen

weniger bekannten Meister ihrer Zeit in

seine Programme auf. In der Profil Edition

Günter Hänssler erschien die vielbeachtete

Gesamtaufnahme der zwölf Streichquartette

des St. Petersburger „genialen Sonderlings“

Anton Ferdinand Titz sowie die

Aufnahmen der beiden Streichquartette

und des Achten Streichquintetts von Franz

Xaver Gebel. Beteiligt war das Hoffmeister-Quartett

auch bei der CD-Einspielung

der Kammermusik E.T.A. Hoffmanns

für die Profil-Edition.

Am ersten Pult des Hoffmeister-Quartetts

wechseln sich die in Hannover ansässigen

Geiger Ulla Bundies und Christoph

Heidemann ab, aus Berlin kommen die

Bratschistin Aino Hildebrand und der Cellist

Martin Seemann. Sie alle musizieren

auch in renommierten deutschen Ensembles

wie Cantus Cölln, Akademie für Alte

Musik Berlin, Concerto Brandenburg, Concerto

Köln, Lautten Compagney und Musica

Alta Ripa. Konzertreisen führten das

Hoffmeister-Quartett bisher nach Belgien

und in die Niederlande, nach Polen, Russland

und in die Ukraine sowie nach Japan.

In der Aufnahme des Doppelquintetts von

Franz Xaver Gebel wird das Hoffmeister-

Quartett durch Patrick Sepec am zweiten

Violoncello verstärkt. Patrick Sepec

erhielt seine Violoncello-Ausbildung an der

Baseler Musikhochschule sowie an der

Schola Cantorum Basiliensis. Er arbeitet

regelmäßig mit international renommierten

Ensembles mit dem Barockcello als auch

mit der Gambe.

Hoffmeister Quartet & Patrick Sepec

© Sabine Wild

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F. X. Gebel & C. Schuberth

The Hoffmeister Quartet was founded in

2002 with the goal of rediscovering string

quartets from the Classic and Early Romantic

periods in their nearly untapped

complexity and of performing this music

as it would have sounded at the time it

was written. Named for Franz Anton Hoffmeister

– the contemporary, friend, and

colleague of Mozart and Haydn – the ensemble

always also includes string quartets

in its programs from numerous and

less well known masters of their time next

to famous pieces by Haydn, Mozart, and

Beethoven. The Profil Edition Günter

Hänssler showcased the highly acclaimed

complete recordings of the 12 string

quartets by the ingenious eccentric from

St. Petersburg, Anton Ferdinand Titz and

recently the recording of both string

quartets and the Eighth String Quintet from

Franz Xaver Gebel. The Hoffmeister

Quartet also participated in the CD recordings

of the chamber music by E.T.A.

Hoffmann for the Profil Edition.

Ulla Bundies and Christoph Heidemann,

who both live in Hanover, alternate as the

first violinist of the Hoffmeister Quartet.

The violist Aino Hildebrand and the cellist

Martin Seemann both come from Berlin.

They all also play in prestigious German

ensembles, like the Akademie für Alte

Musik Berlin, Cantus Cölln, Concerto

Brandenburg, Concerto Köln, Lautten

Compagney, and Musica Alta Ripa. Concert

tours have taken the Hoffmeister

Quartet to Belgium, the Netherlands,

Poland, Russia, the Ukraine, and Japan.

In the recording of the String Quintet from

Franz Xaver Gebel, the Hoffmeister Quartet

is supported by Patrick Sepec on

second violoncello. Patrick Sepec received

his cello training at the Basel Music

College and also at the Schola Cantorum

Basiliensis. He works regularly with internationally

renowned ensembles, both on

the baroque cello and also on the viola da

gamba.

Das Wrocław Baroque Orchestra wurde

im Jahr 2006 gegründet und ist fester

Bestandteil des Nationalen Forums für

Musik Breslau/Wrocław (NFM), einer der

bedeutendsten Musikinstitutionen Polens.

Das Repertoire umfasst Werke der Instrumentalmusik

ebenso wie große Oratorien,

von der Barockzeit bis zur Romantik.

Künstlerischer Leiter des Orchesters ist seit

seiner Gründung der namhafte Violoncellist

Jarosław Thiel. Das Solistenensemble,

das von den Konzertmeistern des

Orchesters gebildet wird, tritt in verschiedenen

Besetzungen auf und hat bereits

zahlreiche Meisterwerke des 19. Jahrhunderts

auf historischen Instrumenten interpretiert.

Das Nationale Forum der Musik

(NFM) in Wrocław ist ein sehr

modernes Konzerthaus, das

über vier Säle mit hervorragender Akustik

verfügt, darunter der Hauptkonzertsaal für

1800 Zuschauer. Das NFM ist zugleich

eine moderne Kultureinrichtung, die sich

zum Ziel setzt, sowohl die Bewohner als

auch die Besucher von Wrocław zur akti-

ven Teilnahme an dessen lebendigen Kulturleben

anzuspornen. Zurzeit initiiert das

NFM acht internationale Ereignisse (wie

das Internationale Festival Wratislavia

Cantans), zu denen jedes Jahr angesehene

Musiker und Ensembles aus Polen

und der ganzen Welt eingeladen werden.

Das Gebäude selbst wird zum Raum für

Begegnungen von Vertretern unterschiedlicher

Künste. Das NFM koordiniert folgende

elf Künstlerensembles: das NFM Symphonieorchester,

das NFM Leopoldinum-

Kammerorchester, das Barockorchester

Wrocław, den NFM Chor, den NFM

Jugendchor, das Lutosławski Quartet, das

LutosAir Quintet, das NFM Ensemble, das

NFM Streichtrio Leopoldinum, das Polish

Cello Quartet und das Wrocław Baroque

Ensemble. Die Musikproduktionen des

Nationalen Forums der Musik bieten jedes

Jahr neue CDs in verschiedenen Stilrichtungen.

Das NFM engagiert sich darüber

hinaus in vielfältigen Bildungsmaßnahmen.

Andrzej Kosendiak, einer der Begründer

des Nationalen Forums der Musik, ist derzeit

sein Direktor.

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World Premiere Recording

F. X. Gebel & C. Schuberth

© Łukasz Rajchert

Wrocław Baroque Orchestra

The Wrocław Baroque Orchestra was

founded in 2006 and is a permanent

component of the National Forum for

Music in Breslau/Wrocław (NFM), one of

the most significant music institutions in

Poland. Its repertoire includes instrumental

works as well as large-scale oratorios,

from the baroque to the romantic period.

The artistic director of the orchestra ever

since its foundation has been the

renowned cellist Jaroslav Thiel. The

ensemble of soloists, made up of the lead

players of the orchestra, appear in various

combinations and have already performed

numerous masterworks of the 19th

century on historical instruments.

The National Forum of Music in

Wrocław is a state-of-the-art concert

venue, including, among

others, four concert halls, with the main

hall seating 1800 people. The four auditoriums

can boast of excellent acoustics. The

NFM is also a progressive performing arts

organisation whose aim is to propagate

active participation in cultural life among

Wrocław citizens and visitors to the city.

The intensive educational and promotional

activities have resulted in eight festivals

being presented by the NFM (including

the Andrzej Markowski International Festival

Wratis-lavia Cantans), each year

hosting the most outstanding Polish and

international artists. The venue itself has

become a meeting place for various

artistic genres, not only musical. The NFM

is home to 11 resident ensembles: NFM

Wrocław Philharmonic, NFM Leopoldinum

Orchestra, Wrocław Baroque Orchestra,

NFM Choir, NFM Boys’ Choir,

Lutosławski Quartet, LutosAir Quintet,

NFM Ensemble, NFM Leopoldinum String

Trio, Polish Cello Quartet, and Wrocław

Baroque Ensemble. The National Forum of

Music’s recording catalogue continues to

grow, and each year sees the release of

several new CDs with versatile repertoire.

A gamut of educational activities is

addressed to all age groups. Andrzej

Kosendiak, now serving as NFM Director,

is one of the founding fathers of the NFM.

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© Joanna Stoga


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Recording: 2017, Andreaskirche Berlin-Wannsee

Cooperation Deutschlandfunk Kultur & Deutsches Kulturforum östliches Europa

Producer: Stefan Lang, Klaus Harer

Recording producer and digital editing: Uwe Walter, Dipl. Tonmeister VDT

Programme Notes: Klaus Harer

Translation: Sheila Brain

Cover Foto: Sabine Wild, Berlin

Graphic arts: Birgit Fauseweh

Profil

Edition

Günter

Hänssler

2017 by

and

2018 by Profil Medien GmbH

info@haensslerprofil.de, www.haensslerprofil.de

Manufactured in Austria

PH17071

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