Jahresbericht 2018

deutscheskulturforum

Überblick über die Aktivitäten des Deutschen Kulturforums östliches Europa, Potsdam, im Kalenderjahr 2018

JAHRES-

BERICHT

2018


Zwischen Trauer und Triumph................................................................................................................................. 3

Das Schicksalsjahr 1918 als ambivalenter Gedenkanlass

Der unbequeme Hans von Held............................................................................................................................... 5

Buch und Ausstellung über einen aufgeklärten Staatsdiener zwischen Preußen und Polen

»Das menschliche Erleben der Geschehnisse«...................................................................................................... 6

Indiviualisierte Geschichte in der Ausstellung Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie

Georg Dehio-Buchpreis 2018................................................................................................................................... 8

Die Auszeichnung ging an Miljenko Jergović, Brigitte Döbert, Alvydas Šlepikas und Markus Roduner

Eine Einladung zur Spurensuche..............................................................................................................................10

Die Wanderausstellung Im Fluss der Zeit. Jüdisches Leben an der Oder

Erkundungen in Lemberg/Lwiw................................................................................................................................12

Barbara Thériault berichtete als Stadtschreiberin aus der westukrainischen Metropole

Über Grenzen gehen .................................................................................................................................................14

Die 3. Literaturtage an der Neiße reagierten auf aktuelle Debatten

Aus Liebe zur Meisterschaft......................................................................................................................................15

Ein Themenabend in Prag würdigte Max Brod als Vermittler und Entdecker

Festivalfieber hoch drei.............................................................................................................................................16

Das Kulturforum bei filmPOLSKA, auf dem Jüdisches Filmfestival und beim FilmFestival Cottbus

Schwaben an der Donau............................................................................................................................................18

Neuerscheinung zu einem wichtigen Kapitel europäischer Wanderungsgeschichte

Bücher als Schlüssel zur Welt....................................................................................................................................19

Messeauftritte in Leipzig, Frankfurt am Main, Wien und Breslau/Wrocław

Achtung, Kanalarbeiten!...........................................................................................................................................20

Auftritte des Kulturforums in den Sozialen Medien und auf Internetplattformen

Programm und Verlag 2018......................................................................................................................................21


Zwischen Trauer und Triumph

Das Schicksalsjahr 1918 als ambivalenter Gedenkanlass

Als wir im Gedenkjahr 2018 nach den

Folgen des Ersten Weltkriegs fragten,

tat sich ein großer Spannungsbogen

auf. Wir haben als Kulturforum stets

das gesamte östliche (Mittel-)Europa im

Blick – ist es da möglich, sich zwischen

Trauer und Triumph zu entscheiden?

Zweifelsfrei spielt beides ins Gedenken

hinein, und so wollten wir diese Problematik

auch in unseren Angeboten zum

Ausdruck bringen. Es ging dabei um die

vor hundert Jahren neu gegründeten

Nationalstaaten genauso wie um den

Zerfall der scheinbar festgefügten Ordnung

der alten Imperien, um Identitätsfindung

genauso wie um den Entzug

von Identitätsgrundlagen, um Friedensverträge

wie um nationale Propaganda.

Die seinerzeit neu entstehenden nationalen

Ikonografien, ob zur Glorifizierung

der eigenen Nation

oder zum Beweinen ihres

Schicksals, bieten für

diese Fragen vielfältige

Illustrationsmöglichkeiten.

Bei unseren Vorträgen,

Podiumsgesprächen,

Filmvorführungen und Ausstellungsbeteiligungen

aber

merkten wir, dass es nach vier Jahren

der Auseinandersetzung mit dem Ersten

Weltkrieg auch eine gewisse Ermüdung

des Interesses gab – und dass es noch

ganz andere Gedenkanlässe gibt, die

heute die Menschen bewegen, zumal

sich immer wieder herausstellte, dass

die Ergebnisse des Jahres 1918 den Keim

für einen großen Teil des Unglücks des

20. Jahrhunderts in sich trugen.

Auf offizieller und großer Bühne

war das Augenmerk auf das Europäische

Kulturerbejahr 2018 gerichtet.

Dabei stellten auch wir einen Teil unserer

Aktivitäten, die sich ja grundsätzlich

mit einem heute gemeinschaftlichen

Erbe befassen, unter das von der

Europäischen Kommission ausgerufene

schaurig-schöne Motto »Sharing Heritage«.

Dazu gehörten etwa unsere

Ausstellungen zur Backsteingotik

Hinrich Brunsbergs,

zum jüdischen Leben

an der Oder und zur

deutsch-böhmischjüdischen

Familie

Schalek sowie die Erzählwerkstätten

mit Schülern im

südöstlichen Europa.

»Triumph« auf dem Titelblatt unseres Jahresthemenprogramms.

Die um 1918 herausgegebene

Postkarte nach einem Gemälde von Josef

Koči zeigt allegorisch das Erwachen der slowakischen

Nation: In slowakische Hirtentrachten

gekleidete Männer haben eine göttliche

Erscheinung, im Hintergrund ist der Dreiberg

mit Patriarchenkreuz zu sehen, der auch das

Staatswappen der Slowakei schmückt.

© Herder-Institut, Marburg, Bildarchiv

3


Neben bewährten Formaten wie einem Stadtschreiberstipendium, der Dehio-Preisverleihung,

dem Journal Blickwechsel oder den Görlitzer Literaturtagen und der Fortführung

eines knappen Dutzends Ausstellungen sind für das Jahr 2018 vier neue Bücher,

eine Audio-CD, drei Filme und drei neue Wanderausstellungen als besondere Höhepunkte

zu nennen. Im Hintergrund liefen intensive Vorbereitungen für eine Erneuerung

unserer Internetpräsenz und weitere Maßnahmen zum Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit

– über die Ergebnisse wird im kommenden Jahresheft zu berichten sein.

Harald Roth

»Zwischen Trauer und Triumph« hieß eine vom Adalbert Stifter Verein und vom Institut für deutsche

Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) veranstaltete Konferenz zum Jahr 1918 in der mitteleuropäischen

Literatur, die auch unserem Jahresthema den Namen lieh. Zwei Themenabende in Kooperation

mit dem Kulturforum widmeten sich ebenfalls diesem Bereich. Das Foto entstand bei der Münchener

Veranstaltung am 27. November 2018 und zeigt Dr. Florian Kührer-Wielach, Dr. Olivia Spiridon,

Prof. Dr. Pieter M. Judson, Prof. Dr. Dr. Michael Rössner und Dr. Peter Becher (v. l. n. r.) im Gespräch.

© IKGS

»Trauer« auf der Rückseite der 2018er Ausgabe

des Journals Blickwechsel: Das Plakat stammt

aus dem Ungarn der Zwischenkriegszeit. Der

Text war aus einem 1920 ausgerufenen Wettbewerb

hervorgegangen, der dazu aufforderte,

das Lebensgefühl der Ungarn nach der Teilung

des Landes infolge des Vertrags von Trianon in

einem Gebet auszudrücken: »Ich glaube an den

einen Gott, ich glaube an die eine Heimat, ich

glaube an Gottes ewige Wahrheit, ich glaube an

Ungarns Auferstehung. Amen.«

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Der unbequeme Hans von Held

Buch und Ausstellung über einen aufgeklärten Staatsdiener zwischen Preußen und Polen

Das Porträt wurde im

Oktober 1801 erstellt,

kurz bevor Hans von

Held seine Festungshaft

antreten musste. Punktierstich

von Friedrich

Wilhelm Bollinger,

© Privatarchiv Anna

Joisten

Der Beamte und politische Schriftsteller

Hans von Held (1764–1842) zählte

zu den bekanntesten Persönlichkeiten

der Spätaufklärung in

Preußen. Aufsehen erregte er

vor allem mit seinen Anklagen

gegen die preußische

Staatsverwaltung Ende des

18. Jahrhunderts und seiner

öffentlichen Kritik am preußischen

Vorgehen nach den

Teilungen Polens.

Der in Schlesien geborene

Hans von Held war zunächst als

Sekretär der niederschlesischen

Akzise- und Zolldirektion in Glogau/

Głogów und Küstrin/Kostrzyn tätig.

1793 wurde er nach Posen/Poznań

versetzt. Als Zollrat der neuen Provinz

Südpreußen war er mit der Korruption

unter hohen Beamten, der

Bereicherung des Adels und Ausbeutung

der Bevölkerung konfrontiert.

Von der Gedankenwelt der Aufklärung

beeinflusst und von der Französischen

Revolution beflügelt, machte

er die Missstände in einem Werk publik,

das als Schwarzes Buch bekannt

wurde.

Die deutsch- und polnischsprachige Wanderausstellung

Wortgewalten. Hans von Held – Ein aufgeklärter Staatsdiener

zwischen Preußen und Polen mit gleichnamigem Begleitbuch

vermittelt anhand der Lebensgeschichte Hans von Helds

ein lebendiges Bild der Geschichte Ostmitteleuropas in den

Jahrzehnten um 1800. Neben dem Wirken Hans von Helds

wird auch das konfliktreiche Verhältnis zwischen Preußen und

Polen-Litauen sowie die Entwicklung in den neuen preußischen

Provinzen dargestellt.

Die Wanderausstellung wurde von Anna Joisten und

Prof. Dr. Joachim Bahlcke vom Historischen Institut der Universität

Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum

erarbeitet.

Claudia Tutsch

Bahlcke, Joachim;

Joisten, Anna (Hg.)

Wortgewalten. Hans von

Held – Ein aufgeklärter

Staatsdiener zwischen

Preußen und Polen

Mit zahlr. farb. u. S.-W.-Abb. u.

Übersichtskarten

417 S, geb., € 19,80,

ISBN 978-3-936168-81-5

5


»Das menschliche Erleben der Geschehnisse«

Indiviualisierte Geschichte in der Ausstellung Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie

Lisa Fittko ermahnte ihren Cousin Fritz Schalek, er solle mit seinen

Erinnerungen nicht geizen, denn »das menschliche Erleben

der Geschehnisse« bestimme das Handeln – und »so ist

Geschichtsschreibung voller Trugschlüsse, wenn die, die dabei

waren, schweigen.« Diesem Ansatz folgend, will eine mit dem

Autor Ralf Pasch verwirklichte Wanderausstellung über fünf

Persönlichkeiten der deutsch-tschechisch-jüdischen Familie

Schalek die dunklen Kapitel des 20. Jahrhunderts über deren

Individualisierung konkret und emotional ansprechend vermitteln.

Vorgestellt werden Alice Schalek (1874–1956), k. u. k. Kriegsberichterstatterin

im Ersten Weltkrieg, Robert Schalek (1877–

1963), Vorsitzender Richter im ersten Prozess gegen den Hellseher

Erik Jan Hanussen, Malva Schalek (1882–1944), wichtige

künstlerische Zeugin des Ghettos Theresienstadt, die Fluchthelferin

Lisa Fittko (1909–2005) und Fritz Schalek (1913–2006),

kommunistischer Widerstandskämpfer und Emigrant in der

von den Nationalsozialisten besetzten Tschechoslowakei, Dissident

und Aktivist der deutschen Minderheit in der kommunistischen

ČSSR. Die Biografien werden durch Comic-Panels

ergänzt, die Interaktionen zwischen den Familienmitgliedern

zeigen. Jeder Biografie ist ein Banner mit dem entsprechenden

historischen Kontext zugeordnet.

Zur Ausstellung wurde ein neunminütiger Begleitfilm

erstellt, der anhand von historischen Bilddokumenten prä-

Erstpräsentation in Deutschland im Kulturrathaus Dresden

am 6. November 2018, © Peter R. Fischer

6


Der Filmstill aus Die Schaleks – zwischen den Fronten | Schalekovi. Mezi frontami zeigt Porträts von Malva Schalek: Fritz Schalek,

ein Selbstbildnis der Künstlerin und Robert Schalek (v. l. n. r.). Die Kurzdokumentation zur Ausstellung erstellten das Kulturforum

und Ralf Pasch gemeinsam mit der Produktionsfirma Die Kulturingenieure in einer deutschen und einer tschechischen Version.

gende Ereignisse aus den Biografien präsentiert. Er ist an den

Ausstellungsorten und auf dem YouTube-Kanal des Kulturforums

zu sehen.

Parallel in Tschechien und Deutschland wurde die zweisprachige

Ausstellung im Rahmen der Tschechisch-Deutschen

Kulturtage zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert: im

Kulturrathaus Dresden und im Stadtmuseum in Aussig/Ústí

nad Labem, wo das Projekt mit Ralf Paschs Sichtung des Nachlasses

von Fritz und Robert Schalek im Collegium Bohemicum

seinen Anfang genommen hatte.

Tanja Krombach

7


Georg Dehio-Buchpreis 2018

Die Auszeichnung ging an Miljenko Jergović, Brigitte Döbert, Alvydas Šlepikas und Markus Roduner

Die international zusammengesetzte

Jury wählte in ihrer Sitzung im April

2018 einstimmig den Schriftsteller Miljenko

Jergović für sein erzählerisches

Werk zum Hauptpreisträger. Außerdem

beschloss die Jury, die Übersetzerin

Brigitte Döbert, die Jergovićs erzählende

Prosa aus dem Kroatischen ins

Deutsche übersetzt, ebenfalls auszuzeichnen.

Auch bei der Entscheidung

für den Träger des Förderpreises war die

Entscheidung einstimmig und fiel auf

den litauischen Autor Alvydas Šlepikas

für seinen Roman Mein Name ist Marytė.

Zusammen mit dem Autor wurde auch

der Übersetzer des Romans in Deutsche,

Markus Roduner, ausgezeichnet.

Bereits vor der Preisverleihung fand

im Literaturhaus Berlin eine gemeinsame

Lesung beider Autoren statt. Der

V. l. n. r.: MinDgt. i. R. Winfried Smaczny, Alvydas Šlepikas,

Markus Roduner, Miljenko Jergović, Dr. Günter Winands,

Dr. Harald Roth. Dr. Brigitte Döbert fehlte krankheitsbedingt.

Alle Bilder auf dieser Doppelseite: Anke Illing, Berlin

Journalist Jörg Plath führte ein gehaltvolles

Gespräch mit den anwesenden

Preisträgern und stimmte das Publikum

sehr sachkundig auf die Lesung

der Autoren und Übersetzer aus den

prämierten Texten ein.

Die feierliche Preisverleihung fand

im Festsaal der Berliner Rathauses statt.

Nach der Begrüßung durch Harald Roth

als Direktor des Kulturforums und einer

Ansprache von Günter Winands als Vertreter

der Beauftragten der Bundesregierung

für Kultur und Medien hielt die

Berliner Journalistin Doris Akrap ihre

Laudatio auf Miljenko Jergović. Gemeinsam

mit dem Vorstandsvorsitzenden

des Kulturforums, Winfried Smaczny,

überreichten sie die Urkunden. Die Laudatio

auf Alvydas Šlepikas hielt der Historiker

Christopher Spatz. Die Preisträger

bedankten sich bei den Laudatoren

und bei der Jury für die ehrenvolle Auszeichnung.

Für passende musikalische

Umrahmung sorgte die Pianistin Maja

Matijanec mit kurzen, eindrucksvollen

Klavierwerken des kroatischen Komponisten

Boris Papandopulo.

Klaus Harer

8


1

Das Kulturforum vergibt jeden Herbst in jährlichem

Wechsel den von der Beauftragten der Bundesregierung

für Kultur und Medien ausgelobten Georg Dehio-

Kulturpreis sowie den Georg Dehio-Buchpreis. Der

Georg Dehio-Buchpreis wird Autorinnen und Autoren

verliehen, die Themen der gemeinsamen Kultur und

Geschichte der Deutschen und ihrer östlichen Nachbarn

in ihrem literarischen, wissenschaftlichen oder

publizistischen Werk aufgreifen, auf hohem Niveau

reflektieren und breiten Kreisen anschaulich vermitteln.

Er ist aufgeteilt in einen Hauptpreis und einen Förderpreis.

Der Hauptpreis würdigt ein publizistisches

oder literarisches Gesamt- und Lebenswerk, der Förderpreis

eine herausragende innovative Publikation.

2

1 Markus Roduner (links) und Alvydas Šlepikas

bedanken sich für die Auszeichnung.

2 Miljenko Jergović erhält von Dr. Günter

Winands den Hauptpreis des Georg Dehio-

Buchpreises 2018.

3 Großen Anklang bei den zahlreich erschienenen

Gästen der Preisverleihung fand auch das

musikalische Rahmenprogramm der Pianistin

Maja Matijanec.

3

9


Eine Einladung zur Spurensuche

Die Wanderausstellung Im Fluss der Zeit. Jüdisches Leben an der Oder

Die Landschaft an der Oder mit ihren

wechselnden herrschaftlichen und nationalen

Zugehörigkeiten war über Jahrhunderte

ein Begegnungsraum. Hier

kreuzten sich auch die deutsch-jüdische

und die polnisch-jüdische Kultur.

Erst der Nationalismus, gepaart

mit dem Antisemitismus, und schließlich

der Nationalsozialismus zerstörten

diese kulturelle Vielfalt. Nach dem

Zweiten Weltkrieg, als die Oder in weiten

Abschnitten zur deutsch-polnischen

Grenze und die deutsche Bevölkerung

vertrieben wurde, fanden Polen hier

eine neue Heimat. Kurze Zeit schien

es, dass in Niederschlesien und Pommern

jüdisches Leben heimisch werden

könnte. Mehrere Zehntausend polnisch-jüdische

Holocaustüberlebende

siedelten sich hier an, doch die meisten

wanderten bis Ende der 1960er Jahre

wieder aus. Die jahrhundertelange

Anwesenheit von Juden fiel dem Vergessen

anheim, viele ihrer Spuren wurden

verwischt.

Seit 1989 ist das jüdische Leben in

Polen wieder sichtbar. Seine Zentren

im Oderraum sind heute neben Breslau/Wrocław

und Stettin/Szczecin

Sorau/Żary, Liegnitz/Legnica und Reichenbach/Dzierżoniów.

Darüber hinaus

macht eine Vielzahl an privaten

und kommunalen Initiativen, Vereinen

und Kulturinstitutionen auf das jüdische

Erbe aufmerksam, nicht selten in

deutsch-polnischen Kooperationen.

Im Fluss der Zeit. Jüdisches Leben an

der Oder, eine Wanderausstellung des

Kulturforums, widmet sich auf zwanzig

Tafeln Momenten der jüdischen

Geschichte beiderseits der Oder von

ihren Anfängen bis heute. Sie will zum

Nachdenken und zum Gespräch zwischen

den ehemaligen und heutigen

Bewohnern der Region anregen.

Zugleich ist sie eine Einladung zur Neuentdeckung

des deutsch-polnisch-jüdischen

Kulturerbes dieser Landschaft.

Die Ausstellung wurde 2016 und 2017

erarbeitet, wandert seit Mitte 2018 entlang

der deutsch-polnischen Grenze

und war bisher in Breslau/Wrocław, Berlin,

Landsberg an der Warthe/Gorzów

Wielkopolski, Greifswald und Stettin/

Szczecin zu sehen. Weitere Stationen

sind in Planung. Zur Ausstellung ist ein

zweisprachiger Katalog erschienen.

Magdalena Gebala

Der 1930 in Stettin/Szczecin geborene Manfred Heymann, eigentlich Manfred Hajmann, war einer der

im Februar 1940 aus der pommerschen Hafenstadt ins Generalgouvernement deportierten Juden.

Er überlebte die Inhaftierung im Ghetto Bełżyce und im Konzentrationslager Flossenbürg sowie den

Todesmarsch nach Dachau. Das Foto zeigt den Jungen im Jahr 1945 und sollte ihm helfen, seine Familie

zu finden. © United States Holocaust Memorial Museum Washington

10


Ausstellungseröffnung in der Synagoge

zum Weißen Storch in Breslau/Wrocław,

Juni 2018, Führung mit den beiden

Kuratorinnen Dr. Magdalena Abraham-

Diefenbach (links) und Dr. Magdalena

Gebala (unten). Fotos: Adam Czerneńko

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Erkundungen in Lemberg/Lwiw

Barbara Thériault berichtete als Stadtschreiberin aus der westukrainischen Metropole

Das Stadtschreiberstipendium des Kulturforums war im Jahr

2018 erstmals in einer Stadt außerhalb der Europäischen Union

angesiedelt, nämlich in der westukrainischen Metropole Lemberg/Lwiw.

Bereits im Dezember 2017 beriet eine Jury, in der

sowohl die Stadt Lwiw als auch die Ukrainische Botschaft vertreten

war, über die zahlreichen Bewerbungen und entschied

sich schließlich einstimmig für die kanadische Journalistin

und Soziologin Barbara Thériault. Das Stipendium war – wie

in den vergangenen Jahren – von der Beauftragten der Bundesregierung

für Kultur und Medien dotiert und wurde vom

Kulturforum in Zusammenarbeit mit dem Büro der UNESCO-

Literaturstadt Lwiw durchgeführt.

Bereits am 7. März 2018 stellte sich Barbara Thériault in einer

Veranstaltung in der Botschaft der Ukraine in Berlin vor. Hier

Viele Türen standen ihr offen: Barbara Thériault

in Lemberg/Lwiw, © Uwe Fleischer

konnten einige Kontakte geknüpft werden, die sich für den

nachfolgenden Aufenthalt in Lemberg als hilfreich erwiesen.

Ihren viermonatigen Aufenthalt in Lemberg trat Barbara

Thériault Anfang Mai 2018 an. Die Lemberger Partner hatten

eine günstig gelegene Wohnung in der Altstadt gefunden, die

ein bequemer Ausgangspunkt für die Erkundungen der Stadtschreiberin

werden sollte. In den darauffolgenden Monaten

berichtete sie in einem deutsch geschriebenen Internet-Tagebuch

über ihre Erlebnisse und Beobachtungen in der Stadt.

Der Blog, der auch von der Thüringer Allgemeinen Zeitung veröffentlicht

wurde, erschien parallel in einer ukrainischen Fassung.

Er ist – wie alle Stadtschreiberblogs des Kulturforums

– dauerhaft im Internet nachzulesen. Während ihres Aufenthaltes

nahm die Stadtschreiberin an einer Reihe von öffentlichen

Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt teil,

etwa in der Urban Biblioteka und im Kulturzentrum Suputnyk,

einem ehemaligen Kino im Stadtteil Lewandiwka. Ein besonderes

Erlebnis, das auch im Blog seinen Niederschlag fand,

war die Teilnahme am Vierten Deutsch-Ukrainischen Schriftstellertreffen

im September 2018 in Mariupol.

Vom 7. bis zum 12. Juli besuchte eine Schülergruppe des

Babelsberger Filmgymnasiums die Stadtschreiberin in Lemberg

und drehte einen 50-minütigen Dokumentarfilm unter

dem Titel Die Stadt mit den vielen Namen – Lemberg, Lwów,

Львів. Die Filmpremiere im voll besetzten Kinosaal des Medien-

Campus Babelsberg am 19. November, zu der auch Barbara

Thériault aus Montreal angereist war, wurde der lebendige

Abschluss eines für alle Beteiligten eindrucksvollen Projekts.

Klaus Harer

12


Filmteam und Protagonistin am Tag der Premiere:

Lorenz Reimann, Barbara Thériault, Helin Schwarz

und Greta Wegener (v. l. n. r.), © Manfred Thomas

Das jugendliche Filmteam aus Babelsberg beim

Dreh mit Barbara Thériault: Lorenz Reimann

(Kamera), Helin Schwarz (Ton) und Greta Wegener

(Redaktion). © Constanze Beyer

Der Film Die Stadt mit den vielen Namen –

Lemberg, Lwów, Львів kann auf dem YouTube-

Kanal des Kulturforums abgerufen werden

– wie alle seit 2015 gedrehten Stadtschreiberfilme

von bfg film productions, der Schülerfirma

des Babelsberger Filmgymnasiums.

: Stadtschreiberblog von Barbara Thériault:

https://stadtschreiberin-lemberg.blogspot.com

: Überblick über alle Stadtschreiberblogs des Kulturforums:

http://bit.ly/alle_stadtschreiber

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Über Grenzen gehen

Die 3. Literaturtage an der Neiße reagierten auf aktuelle Debatten

Das Festival »Literaturtage an der Neiße« ist ein deutsch-polnisches

Projekt, das seit 2014 in Kooperation zwischen der Görlitzer

Kulturservicegesellschaft, der Kulturreferentin für Schlesien

und dem Kulturforum in Görlitz und Zgorzelec im Zweijahrestakt

realisiert wird. Das Ziel der Literaturtage ist es zum

einen, einem breiten Publikum die neuesten Literaturtrends

aus Deutschland und Polen jenseits des Mainstreams vorzustellen,

und zum anderen, durch das Medium Literatur die

Bewohner beider Grenzstädte für die aktuellen gesellschaftspolitischen

und kulturellen Entwicklungen des Nachbarlandes

zu sensibilisieren. Mit Crossing Borderlands, dem Motto

für die 2018er Ausgabe der Literaturtage, reagierten wir auf

die gesellschaftspolitischen Debatten der letzten Jahre: Kein

Thema schien darin aktueller, brisanter und virulenter als das

Thema Grenze. Für ein in einer europäischen Grenzstadt stattfindendes

internationales Literaturfest erschien es uns naheliegend,

diese Entwicklung aufzugreifen und zu diskutieren

– auch im Hinblick auf die von Migrationsbewegungen unterschiedlichster

Art geprägte Geschichte und Gegenwart von

Görlitz-Zgorzelec. Zum Gespräch über Grenzüberschreitungen

im Schreiben, über biografische Erfahrungen mit Grenzen

und den Umgang mit dem aktuellen Diskurs über dieses

Thema wurden neben Schriftstellerinnen und Schriftstellern

aus Deutschland und Polen erstmalig auch Autorinnen und

Autoren aus Ländern außerhalb Europas eingeladen. An den

Veranstaltungen der Literaturtage nahmen mehr als 900 Menschen

aus Polen und Deutschland mit und ohne Einwanderungsgeschichte

teil. Die nächste Edition der Literaturtage ist

für April 2020 geplant.

Magdalena Gebala

Podiumsgespräch in der

Görlitzer Synagoge zum

Thema Sharing Europe –

Wie viele Grenzen verträgt

Europa?, v. l. n. r.: Najem

Wali, Olga Tokarczuk,

Uwe-Karsten Heye und

Moderatorin Dr. Weronika

Priesmeyer-Tkocz

© Axel Lange

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Aus Liebe zur Meisterschaft

Ein Themenabend in Prag würdigte Max Brod als Vermittler und Entdecker

Nicht nur als Freund und Herausgeber Frank Kafkas hat der

Prager deutsche Schriftsteller und Publizist Max Brod Literaturgeschichte

geschrieben, ebenso groß sind seine Verdienste

als Förderer, Kulturvermittler und Entdecker. Selbst aus einer

alteingesessenen jüdischen Familie stammend, fragte er bei

der Beurteilung eines Werkes nicht nach Sprache, religiösem

Bekenntnis oder Nation des Urhebers, sondern nach künstlerischer

Meisterschaft. Mit dem Brückenschlag zwischen deutscher

und tschechischer Literatur-, Musik- und Theaterszene

lehnte er sich gegen den herrschenden Zeitgeist auf. 1939 verließ

Brod Prag in Richtung Palästina, bis zu seinem Tod im Jahr

1968 lebte er in Tel Aviv.

Zu Ehren seines 50. Todestages lud das Kulturforum zusammen

mit dem Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren

(Pražský literární dům autorů německého jazyka) und dem Kulturreferenten

für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter

Verein zu einem musikalisch-literarischen Abend in Max Brods

Geburtsstadt Prag ein. Den tschechischen Part der Lesung

aus Brods Werken übernahm die bekannte Schauspielerin

Vilma Cibulková, auf Deutsch unterstützt von ihrem Berliner

Kollegen Peter Tabatt. Einige Texte hatte Barbora Šrámková,

die Programmleiterin des Literaturhauses, für diesen Abend

übersetzt. Dazu erklangen Werke des mährischen Komponisten

Leoš Janáček, dessen Bedeutung für die moderne Musik

Max Brod früh erkannt hat. So entspann sich im Verlauf des

Abends nicht nur ein Wechselspiel zwischen zwei Sprachen,

sondern auch zwischen verschiedenen Genres: Die Mischung

aus Festvortrag, Konzert und Dichterlesung hätte – so lässt

sich spekulieren – auch den Geschmack des Jubilars getroffen.

Vera Schneider

Der prächtige Barocksaal der Smíchover Villa Portheimka konnte die vielen

Interessierten kaum fassen. Auch Lukáš Herold, Stadtrat von Prag 5, und der

deutsche Botschafter Christoph Israng waren der Einladung von Literaturhausdirektor

David Stecher gefolgt.

Beim wohlverdienten Schlussapplaus: Vilma Cibulková, Peter Tabatt,

Prof. Dr. Steffen Höhne, der den Festvortrag bestritt, Jana Kubanková

und Martin Hybler (v. l. n. r.). © Prager Literaturhaus

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Festivalfieber hoch drei

Das Kulturforum bei filmPOLSKA, auf dem Jüdisches Filmfestival und beim FilmFestival Cottbus

Neue Zielgruppen erreichen, Filme sichten, Kontakte knüpfen:

Filmfestivals sind aus der Arbeit des Kulturforums nicht

mehr wegzudenken. 2018 waren wir erstmals auf drei cineastischen

Höhepunkten vertreten. Im Rahmen der 13. Ausgabe

von filmPOLSKA, der renommierten polnischen Filmschau in

Berlin, zeigte das Kino Krokodil zwei Filme zu Oberschlesien:

Das stark nationalgefärbte, Deutsche und Polen in schwarzweißes

Licht tauchende Kasimierz-Kutz-Drama Das Losungswort

von 1983, das nach dem Überfall Deutschlands auf Polen

im September 1939 in Kattowitz/Katowice spielt, bedurfte der

einleitenden Einbettung in die Entstehungszeit und einiger

Ausführungen zur Thematik, während Kornel Miglus‘ Road-

Movie Am Ende des Reiches von 1990 über einen Ausflug dreier

(west-)deutscher Mädchen in eine oberschlesische Kleinstadt

auch ohne detaillierte Hintergrundinformationen sehr gut

beim Publikum ankam.

Eine eigene Filmpremiere konnte das Kulturforum beim

Jüdischen Filmfestival Berlin und Brandenburg, 2018 zum

24. Mal von seiner unermüdlichen Gründerin Nicola Galliner

organisiert, feiern: Der Kurzfilm Die Schaleks – zwischen

den Fronten, der anhand von fünf Porträts einer deutschjüdisch-tschechischen

Familie hundert Jahre mitteleuropäische

Geschichte beleuchtet und die Wanderausstellung zum

gleichen Thema begleitet, lief als Vorfilm bei einer vom Kul-

Sektion Regio: Silesia beim 28. FilmFestival Cottbus: Publikum in der Kammerbühne

für das Doppelprogramm aus Agfa 1939: Podróż w czasy wojny |

Agfa 1939: Meine Reise in den Krieg (Michał Wnuk, PL 2015) und Józio, chodż do

domu | Józio, komm nach Hause (Marcin Chłopaś, PL 2016)

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turforum initiierten dreiteiligen Reihe »Besondere Biografien«

aus Böhmen und dem Baltikum im Berliner Kino fsk am Oranienplatz.

»No Fake Jews« – das Motto des Jüdischen Filmfestivals –

spielte auf das verbreitete Phänomen der Fake News an, das

auch Thema des deutsch-polnisch-tschechischen Jugendworkshops

beim 28. FilmFestival Cottbus war. Dazu wurden drei

kurze Mockumentaries der tschechischen Regisseurin Adéla

Babanová gezeigt. Sie handeln unter anderem vom angeblichen

Plan der tschechischen Regierung Mitte der 1970er Jahre,

der tschechoslowakischen Republik durch einen Tunnel zur

Adria einen Zugang zum Meer zu verschaffen. Die über dreißig

Schüler konnten außerdem zwischen elf Filmen innerhalb der

vom Kulturforum mitkonzipierten Sektion Regio: Silesia wählen.

Mit dieser Reihe zur Industrie- und Regionalgeschichte

Oberschlesiens setzten wir unsere inzwischen seit drei Jahren

bewährte Zusammenarbeit mit dem international anerkannten

Festival des osteuropäischen Films fort.

Ariane Afsari

Schon fast zu einem eigenen Filmfest des Kulturforums hat sich die von

Dr. Ingeborg Szöllosi kuratierte Reihe von Filmen aus und über Siebenbürgen

entwickelt, die 2019 verändert und erweitert zum zweiten Mal im Bundesplatzkino

Berlin läuft.

Filmgespräch nach dem Oberschlesien-Filmabend im Kino Krokodil:

Dr. Vasco Kretschmann, damals Kulturreferent für Oberschlesien am Oberschlesischen

Landesmuseum Ratingen, Bernd Buder, Programmdirektor

des FilmFestival Cottbus, Dr. Vera Schneider vom Kulturforum und Kornel

Miglus, Regisseur und Leiter von filmPOLSKA (v. l. n. r.), © Katarzyna Mazur/

filmPOLSKA

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Schwaben an der Donau

Neuerscheinung zu einem wichtigen Kapitel europäischer Wanderungsgeschichte

»Endlich gibt es eine kompakte Darstellung der Geschichte

aller Donauschwaben von der Ansiedlung bis in die Gegenwart«,

freute sich Christian Glass vom Donauschwäbischen

Zentralmuseum in Ulm (DZM). Die reich bebilderte, mit zahlreichen

Registern und Karten versehene Buchpublikation

Donauschwaben. Deutsche Siedler in Südosteuropa ist im Oktober

2018 im Verlag des Kulturforums erschienen. Ein Handbuch,

das die aktuelle Forschung miteinbezieht und trotzdem gut zu

lesen ist! Auf 371 Seiten fassen die Historiker Gerhard Seewann

und Michael Portmann ein wichtiges Kapitel europäischer

Wanderungsgeschichte zusammen. Von deutschen Donauhäfen

aus fuhren im 18. Jahrhundert regelmäßig Schiffe flussabwärts

– mit Menschen, die sich im Königreich Ungarn eine

bessere Zukunft versprachen. Die Einwanderer nannte man

unabhängig von ihrer Herkunft »Schwaben«. Nach 1918 gehörten

diese nun »Donauschwaben« genannten Gruppen drei

verschiedenen Staaten an. Ab 1944 verloren Hunderttausende

durch Flucht, Vertreibung und Deportation ihr Zuhause, Tausende

ihr Leben. Ein Großteil fand in Süddeutschland Zuflucht.

Die Verbliebenen bilden heute aktive deutsche Minderheiten

in ihren Heimatstaaten.

Das Buch wurde 2018 erstmals auf der Messe Buch Wien

vorgestellt, danach in Ulm und München.

Ingeborg Szöllösi

Michael Portmann und Gerhard Seewann im Gespräch mit Christian Glass,

Direktor des DZM, auf der Buch Wien

Gerhard Seewann,

Michael Portmann

Donauschwaben

Deutsche Siedler

in Südosteuropa

Mit zahlr. farb. u. S.-W.-Abb.,

Karten u. ausführl. Registern

371 S., geb., € 19,80

ISBN 978-3-936168-72-3


Bücher als Schlüssel zur Welt

Messeauftritte in Leipzig, Frankfurt am Main, Wien und Breslau/Wrocław

Nicht nur mit Standpräsentationen,

sondern auch mit Programmbeiträgen

nahm das Kulturforum wieder an

wichtigen internationalen Buchmessen

teil. Das Gastland Rumänien in Leipzig

bot Gelegenheit zur Präsentation einer

Fotoausstellung von Marc Schroeder

über in der Nachkriegszeit nach Russland

deportierte Rumäniendeutsche.

Außerdem beteiligte sich das Kulturforum

an zwei Podien, u. a. mit Carmen-

Francesca Banciu, Claudiu M. Florian, Iris

Wolff und Jan Koneffke.

Im jährlichen »Weltempfang. Zentrum

für Politik, Literatur und Übersetzung«

der Frankfurter Buchmesse und

des Auswärtigen Amtes veranstaltete

das Kulturforum ein Podiumsgespräch

über den Umgang mit dem gemeinsamen

Kulturerbe in Kaliningrad. Der SPIE-

GEL-Journalist Christian Neef befragte

dazu die Kaliningrader Kulturaktivistin

Anna Karpenko und die Autorin Ulla

Lachauer.

Die vom Kulturforum verlegten Titel

stießen auch bei der Buch Wien auf

reges Interesse, besonders die Neuerscheinung

über die Donauschwaben

mit einer öffentlichen Erstpräsentation

durch die Autoren. Am Stand nahmen

viele Schulklassen am Glücksradspiel

teil und konnten so ihr Wissen zu Regionen

im östlichen Europa erweitern.

In Breslau/Wrocław zeigte das Kulturforum

seine polnischen und deutschen

Publikationen gemeinsam mit

dem Schlesischen Museum zu Görlitz.

Dabei kam es wie auch bei den anderen

Messeauftritten zu interessanten

Gesprächen mit Autorinnen und Kooperationspartnern,

so mit dem Direktor

des Stadtmuseums und einem Vertreter

der OP ENHEIM-Stiftung.

Tanja Krombach

Treffpunkt der Generationen am Stand des Kulturforums

und seiner Partnereinrichtungen auf

der Leipziger Buchmesse 2018

19


Achtung, Kanalarbeiten!

Auftritte des Kulturforums in den Sozialen Medien und auf Internetplattformen

Das Klischee von der glamourösen Pressereferentin, die mit

Journalisten Kaffee trinkt oder zum Redaktionsbesuch beim

örtlichen Fernsehsender vorbeischaut, ist längst Geschichte –

es sei denn, sie verfügt über einen Stab von Assistenten. Heute

erfolgt die Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit in erster

Linie vom PC oder vom

mobilen Endgerät aus. Die

in Spitzenzeiten täglich verschickten

Pressemitteilungen

und die umfangreiche

Website des Kulturforums

als »klassische« Formen der

digitalen PR sind dabei nur

eine Seite der Medaille. Seit

2018 präsentieren wir uns

in drei Sozialen Medien:

Zur Facebook-Seite und zum YouTube-Kanal gesellt sich nun

auch ein Instagram-Auftritt. Aus Kapazitätsgründen legen wir

dabei den Schwerpunkt auf die Facebook-Seite, die mit zwei

bis drei sorgfältig redigierten Postings wöchentlich gepflegt

wird. Dazu kommen die regionalen Veranstaltungskalender,

die Publikationsplattform Yumpu und themengebundene

Portale wie die Website von Sharing Heritage, die anlässlich

des Kulturerbejahrs 2018 initiiert wurde. Unsere Digital Natives,

meist Praktikantinnen und Praktikanten, sind in diesen

Belangen gefragte Experten. Manchmal verkünden sie auch

Hiobsbotschaften – etwa, dass die Karawane der umworbenen

jugendlichen Zielgruppe weitergezogen ist und das eben

noch angesagte Netzwerk gerade aus der Mode kommt. Langweilig

wird es also nicht, und Kaffee kann man ja auch vor

dem Rechner trinken.

Vera Schneider

Seit Herbst 2018 hat die facebook-Seite des Kulturforums mit über

2 000 Abonnenten die höchsten Nutzerzahlen unter den nach § 96 Bundesvertriebenengesetz

vom Bund geförderten Institutionen.

Im Hintergrund: Screenshot vom Intro der Plattform sharingheritage.de,

das Projekte in ganz Europa vorstellt. Das markierte Puzzleteil ist ein Eintrag

des Kulturforums zur Ausstellung Innovation und Tradition. Hinrich

Brunsberg und die spätgotische Backsteinarchitektur in Pommern und der

Mark Brandenburg.

20


1 2 3

Programm und

Verlag 2018

Thementage und Veranstaltungsreihen

Literaturtage an der Neiße: Görlitz, Zgorzelec (April, Foto 1, © Axel

Lange)

Backstein im Nordosten. Mittelalterliche Architektur in Estland und

Lettland: Brandenburg an der Havel (Juni, Foto 2)

Multikulturelle Slowakei. Buchpräsentation und Film: Literarischer

Reiseführer Pressburg/Bratislava und Sprechen Sie Karpatendeutsch?:

Erfurt, Leipzig (September)

»Auswanderung ohne Einwanderung«. Die Deportation der polnischen

Juden aus dem Deutschen Reich 1938: Berlin (November)

Aus Liebe zur Meisterschaft: Max Brod als Vermittler und Entdecker.

Ein musikalisch-literarischer Themenabend zum 50. Todestag

des Prager deutschen Autors: Prag (November)

Zwischen Trauer und Triumph. Der Untergang des Habsburgerreichs

1918 im Spiegel der Literatur: Wien, München (November)

»… wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen

soll.« Die Kurische Nehrung – einstige Grenzregion zwischen

Deutschland und Litauen: Lüneburg (November)

Deutsch-tschechische Familiengeschichten: Alena Mornštajnová,

Hana. Berlin (November)

Podiumsdiskussionen und Vorträge

Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder: Potsdam (Januar,

Februar), Greifswald (Februar), Kulturzug Breslau/Wrocław–Berlin

(Juni), Berlin (Juni, Oktober)

Ein Nationalstaat mit vielen Nationalitäten – Polens Grenz- und

Minderheitenpolitik 1918–1939: Berlin (Februar)

Die Kaukasuspolitik des Deutschen Reiches 1918 und die Kaukasusdeutschen:

Berlin (März)

Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie. Fünf Biografien

erzählen hundert Jahre Geschichte: München (März), Augsburg

(Mai)

Der andere Blick. Rumänien in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur:

Leipzig (März)

Entgrenzung – Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg

und Kaukasien: Fürstenwalde (März)

Bessarabien 1918. Eine historische Region in Südosteuropa am

Ende des Ersten Weltkriegs: Berlin (April)

Polen – ein Spielball der Großmächte? Probleme der Bewertung

einer europäischen Frage in der Übergangszeit 1770–1830:

Potsdam (Mai)

»Zur Sprache bringen, was nicht verschwiegen bleiben kann«.

Hans von Held – ein unbequemer Staatsdiener in Preußens

Osten: Potsdam (Mai)

Die Entwicklung der Presselandschaft in Posen/Poznań im 18. und

19. Jahrhundert im Spannungsfeld der politischen Umwälzungen

in Europa: Potsdam (Juni)

Aus der Geschichte lernen. Lesung und Gespräch mit Michael

Wieck: Lüneburg (September)

Neue Grenzen – neue Gräben. Polen nach dem Weltkrieg und sein

brisantes Minderheitenproblem: Potsdam (September)

Kant in Kaliningrad. Gemeinsames Kulturerbe in Zeiten russischeuropäischer

Konfrontation: Frankfurt am Main (Oktober, Foto 3)

Zwischen Posen und Poznań. Zur Geschichte einer »Stadt dazwischen«:

Potsdam (Oktober)

Reformation und nationale Wiedergeburt in der Slowakei:

Meißen (Oktober)

21


4 5 6

Die Tschechoslowakei in der Zwischenkriegszeit. Ein demokratischer

Nationalitätenstaat im Spannungsfeld zwischen Selbstbehauptung

und äußeren Revisionsansprüchen:

Potsdam (Oktober)

Von Königsberg nach Kaliningrad. Ein russisch-deutsches

Gespräch zum 100. Geburtstag des Dichters Johannes Bobrowski:

Berlin (Oktober)

Wannen-Poesie im Damenbad. Humor in Franzensbad-Texten

von Marie von Ebner-Eschenbach und Jan Neruda: Franzensbad/

Františkovy Lázně (November)

Galizien 1918 – zwischen Kakanien und Chaos: Berlin (November)

Das Kriegsende 1918 und seine Folgen im südöstlichen

Europa: Potsdam (November)

Plötzlich Minderheit! Ethnischer Bekenntniszwang und Indifferenz

nach 1918: Berlin (Dezember)

Fragiler Frieden. Das östliche Europa nach 1918:

Potsdam (Dezember)

Netzwerke der Moderne. Adolf Rading und Hans Scharoun an der

Breslauer Kunstakademie: Berlin (Dezember)

Die Dobrudschadeutschen und der Erste Weltkrieg – zwischen

Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung: Berlin (Dezember)

Lesungen und Buchvorstellungen

Renata SakoHoess, Literarischer Reiseführer Pressburg/Bratislava:

Berlin (Februar, Foto 4), Bernried am Starnberger See (März),

München (Juli), Regensburg (November)

Seelenruhig. Vom Aufwachsen in einer Minderheit. Lesung mit den

Autoren Claudiu M. Florian und Florjan Lipuš: Leipzig (März)

Das rote Akkordeon. Über Balthasar Waitz’ neuen Roman:

Budapest (April)

Arne Franke, Das schlesische Elysium. Burgen, Schlösser, Herrenhäuser

und Parks im Hirschberger Tal: Erftstadt (September)

Ein Abend mit Herta Müller. Lesung und Gespräch mit der

Literaturnobelpreisträgerin von 2009: Detmold (Oktober)

Peter Oliver Loew, Literarischer Reiseführer Danzig:

Dresden (Oktober)

Schlesische Erfahrungswelten – Lesung und Gespräch mit

Matthias Nawrat: Berlin (Oktober)

Gerhard Seewann, Michael Portmann, Donauschwaben: Wien, Ulm

(November), München (Dezember)

Andersstadt und Hünenkronen. Buchpräsentation und Lesung mit

Paula Schneider: Kronstadt/Braşov (November)

Das Oppenheim-Haus. Ein Bürgerhaus erzählt Breslauer Stadtgeschichte.

Buchvorstellung: Breslau/Wrocław (Dezember)

Russlanddeutsche Literatur. Lesung und Gespräch mit Eleonora

Hummel und Artur Böpple: Berlin (Dezember)

Film und Musik

Wunden – Erzählungen aus Transsilvanien. Filmvorführung und

Gespräch: Berlin (Januar)

Hinter sieben Burgen. Filmvorführung und Gespräch:

Berlin (Februar)

Gherdeal. Filmvorführung und Gespräch: Berlin (März)

Sprechen Sie Karpatendeutsch? Filmvorführung und

Gespräch: Bernried am Starnberger See (März), Wien (Mai)

Leaving Transylvania – Ein Siebenbürger Abschied. Filmvorführung

und Gespräch: Berlin (April)

Schlesien, Śląsk – eine filmische Entdeckung. Filmabend:

Berlin (Mai)

22


7 8 9

Ein Dorf erwacht. Filmvorführung und Gespräch: Berlin (Mai)

Filmreihe »Deutsch-jüdische Biografien aus Böhmen und dem

Baltikum« beim 24. Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg:

Berlin (Juni)

Romantische Raritäten. Konzert und CD-Präsentation:

Berlin (August), Nordwestuckermark (September, Foto 5)

Wiederkehr. Ein Film von Volker Koepp zum 100. Geburtstag von

Johannes Bobrowski. Vorführung und Gespräch: Berlin (Oktober)

Sektion Regio: Silesia beim 28. FilmFestival Cottbus. 14 Filmvorführungen,

teils mit Gesprächen: Cottbus (November, Foto 6)

Eine Perle in der Krone. Filmvorführung und Vortrag:

Potsdam (November)

Lemberg – Lwów – Львів, die Stadt mit den vielen Namen.

Eine Filmreportage mit Stadtschreiberin Barbara Thériault:

Potsdam (November)

Hunger in Waldenburg. DVD-Premiere: Potsdam (Dezember)

Wir sind Juden aus Breslau. Filmvorführung: Breslau/Wrocław

(Dezember)

Messen, Events und Exkursionen

Geschichtsmesse: Suhl (Januar)

Leipziger Buchmesse (März)

Potsdamer Europafest: Potsdam (Mai, Foto 7)

Pompeji an der Oder: Küstrin/Kostrzyn und die Neumark entdecken.

Das Kulturforum auf dem Potsdamer Tag der Wissenschaften:

Potsdam (Mai, Foto 8)

Auf den Spuren der Donauschwaben. Studienreise nach Ungarn,

Serbien und Rumänien: ab/bis Wien (Juli, August)

Kulturfestival der deutschen Minderheit in Breslau: Breslau/

Wrocław (September)

Frankfurter Buchmesse (Oktober)

Buch Wien (November, Foto 9)

Breslauer Buchmesse/Wrocławskie Targi Dobrych Książek

(Dezember)

Ausstellungen

Was bewegte das östliche Europa nach 1918?: Potsdam (ganzjährig)

Reformation im östlichen Europa – Siebenbürgen: 10 Orte in

Siebenbürgen (ganzjährig), Debrecen (März), Pirna (April–Juni)

»Meisterhaft wie selten einer …«. Die Gärten Peter Joseph Lennés

zwischen Schlesien und Pommern: Frankfurt (Oder)/Słubice

(Januar–März), Düsseldorf (April–Mai), Ratingen (Juli–Oktober),

Jarocin (Oktober – Januar 2019)

Reformation im östlichen Europa – Slowakei/Oberungarn: Bad Homburg

(Januar–Februar), Debrecen (März), Pressburg/Bratislava (Mai)

Reformation im östlichen Europa – Die böhmischen Länder:

15 Orte in Tschechien (Februar–Dezember, Foto 10: Hermannstädtel/Heřmanův

Městec), Augsburg (Mai), Speinshart (Mai–Juli), Altdorf

(Juni–Juli)

»Immer war diese Hoffnung …«. Ehemalige Russlanddeportierte

erinnern sich: Leipzig (März)

Entgrenzung – Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg

und Kaukasien: Odessa (März–April), Nürnberg (Mai)

Innovation und Tradition. Hinrich Brunsberg und die spätgotische

Backsteinarchitektur in Pommern und der Mark Brandenburg:

Berlin (März–April), Marburg/Lahn (Mai–Juli), Doberlug-Kirchhain

(September–Januar 2019)

23


10 11 12

Reformation im östlichen Europa – Überblick: Debrecen (März),

Siegen (Oktober), Iserlohn (November), Großenhain (Oktober–

November)

Wolfskinder. Verlassen zwischen Ostpreußen und Litauen:

Ellingen (April–September)

Wortgewalten – Hans von Held. Ein aufgeklärter Staatsdiener zwischen

Preußen und Polen: Caputh (Mai–Juli), Neiße/Nysa (November),

Breslau/Wrocław (Dezember–Januar 2019)

Struktur und Architektur. Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens:

Düsseldorf (Mai–Juli)

Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder: Breslau/Wrocław

(Juni–August), Berlin (September–November), Landsberg a. d.

Warthe/Gorzów Wielkopolski (November–Februar 2019)

Reformation im östlichen Europa – Überblick (englisch):

Schäßburg/Sighişoara (Juni–Dezember)

Wissenschaftslandschaft Siebenbürgen: Gundelsheim (Juli)

Brandenburg und Siebenbürgen: Karlsburg/Alba Iulia (September)

Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie. Fünf Biografien

erzählen hundert Jahre Geschichte: Aussig/Ústí n. L. (Oktober–

November), Dresden (November–Januar 2019)

Aus der Werkstatt des Krieges: Hermannstadt/Sibiu (November)

Wissenschaftsstandorte in Potsdam – damals und heute:

Potsdam (seit November)

Kulturelle Bildung für Kinder, Jugendliche und

junge Erwachsene

Sagen und Märchen aus meiner Region. Erzähl- und Schreibworkshops:

Laibach/Ljubljana (März), Zagreb, Kischinew/Chișinău

(April)

Lenau und Anastasius Grün – Vermittler zwischen zwei Kulturen:

Fünfkirchen/Pécs (April)

Avantgarde im Dienste des Nationalismus? Brünn – weiße Stadt

der Moderne. Zeichenexkursion: Brünn/Brno (Mai, Foto 11 ,

© Jesper Hake)

Fortbildungsseminar für Vertreter deutscher Minderheiten:

Potsdam (Juni)

Vom Traum zur Wirklichkeit. Internationales deutschsprachiges

Studententheatertreffen: Klausenburg/Cluj (Oktober)

Deutschsprachige Medien im östlichen Europa. Workshop für

Studierende: Berlin, Potsdam (Oktober)

Deutsch-polnisch-tschechische Schülerbegegnung:

Filmgespräche und Workshops beim 28. FilmFestival Cottbus,

Sektion Filmbildung (November)

Schüler für Schüler. Geschichten mit Biss: Nauen, Bad Freienwalde,

Müncheberg, Folkenberg, Cottbus (November)

V. Bohdan-Osadchuk-School: Wohnwitz/Wojnowice (November)

Glück auf! Gašpar im Hauerland. Puppentheater für deutschsprachige

und deutschlernende Schüler/innen in der Slowakei:

Kesmark/Kežmarok, Einsiedel an der Göllnitz/Mníšek nad Hnilcom,

Kaschau/Košice, Kremnitz/Kremnica, Deutsch Proben/Nitrianske

Pravno, Pressburg/Bratislava (Dezember, Foto 12 )

Georg Dehio-Kulturpreis

Georg Dehio-Buchpreis 2018. Lesung der Preisträger und

Gespräch: Berlin (Oktober)

Georg Dehio-Buchpreis 2018. Preisverleihung: Berlin (Oktober)

24


Neuerscheinungen und Übersetzungen

Joachim Bahlcke, Anna Joisten (Hg.), Wortgewalten. Hans von Held.

Ein aufgeklärter Staatsdiener zwischen Preußen und Polen.

Mit zahlr. farb. u. S.-W.-Abb. u. umfangr. Registern, 417 S., € 19,80,

ISBN 978-3-936168-81-5 (Januar)

Blickwechsel. Journal für deutsche Kultur und Geschichte im östlichen

Europa. Ausgabe 6: Zwischen Trauer und Triumph. Das Jahr

1918 und seine Folgen im östlichen Europa, 60 S., Schutzgeb. € 2,50,

ISSN 2195-9439 (März)

Anna Grusková, Jozef Tancer, Sprechen Sie Karpatendeutsch?,

Dokumentarfilm, Slowakisch mit dt. UT, Deutsch und div. Dialekte,

71 Min. (April)

Franz Xaver Gebel, Doppelquintett op. 28 und Carl Schuberth,

Oktett op. 23. Ersteinspielung auf CD durch das Hoffmeister-Quartett

mit Patrick Sepec und Solisten des Wrocław Baroque-Orchestra.

Mit deutsch-englischem Booklet, 62:49 Min., Kooperation mit

Profil-Edition Günter Hänssler, Best.-Nr. PH 17071, € 15 (April)

Reformation im östlichen Europa – Die böhmischen Länder.

Begleitbroschüre zur Ausstellung, Ausgabe in Deutsch und

Tschechisch (Mai)

Ralf Pasch, Tanja Krombach, Die Kulturingenieure, Die Schaleks.

Zwischen den Fronten, Begleitfilm zur Ausstellung Die Schaleks –

eine mitteleuropäische Familie. Fünf Biografien erzählen hundert

Jahre Geschichte. 9 Min., auf YouTube zugänglich, Versionen in

Deutsch und Tschechisch (Juni, Oktober)

Hunger in Waldenburg. DVD-Anthologie, 143 Min., € 14,90, Kooperation

mit dem Filmmuseum Potsdam, absolut MEDIEN und der

arte Edition, ISBN: 978-3-8488-3013-8 (Juli)

Reformation im östlichen Europa – Siebenbürgen. Begleitbroschüre

zur Ausstellung, Ausgabe in Ungarisch (Juli)

Arne Franke, Das schlesische Elysium. 4., aktual. u. erw. Aufl., mit

zahlr. farb. u. S.-W.-Abb., Glossar, Kurzbiogr., ausführl. Registern u.

zweispr. Karten. 282 S., € 19,80, ISBN 978-3-936168-78-5 (August)

Peter Oliver Loew, Literarischer Reiseführer Danzig. 2., aktual. u.

erw. Aufl. Mit zahlr. farb. u. S.-W.-Abb., Kurzbiogr., Zeittafel, ausführl.

Registern u. zweispr. Karten. 408 S., Integralbroschur m.

Lesebändchen, € 19,80, ISBN 978-3-936168-79-2 (Oktober)

Gerhard Seewann, Michael Portmann, Donauschwaben. Deutsche

Siedler in Südosteuropa. Mit zahlr. farb. u. S.-W.-Abb., Karten u. ausführl.

Registern, 371 S., € 19,80, ISBN 978-3-936168-72-3 (Oktober)

Paula Schneider, Andersstadt und Hünenkronen. Orașul altfel şi

Corona uriașilor: Einblicke der Stadtschreiberin von Kronstadt

2017. Deutsch-rumänische Ausgabe, Übersetzung ins Rumänische:

Antonia Binder, Kooperation mit Aldus Verlag Kronstadt, 167 S.,

ISBN 978-606-984-0146 (November)

Lisa Höhenleitner, Das Oppenheim-Haus. Ein Bürgerhaus erzählt

Breslauer Geschichte, Deutsche und polnische Ausgabe, Kooperation

mit der Stiftung OP ENHEIM, mit zahlr. farb. Abb., 92 S., € 15,80,

ISBN 978-3-89923-398-8 (deutsche Ausgabe), ISBN 978-3-89923-

401-5 (polnische Ausgabe) (Dezember)

25


Team des Kulturforums

Saskia Aberle, Assistenz Direktion, Veranstaltungsorganisation

Ariane Afsari, Arbeitsbereiche Verlag und Kulturelle Bildung

Susanna Becker, Assistenz Verlag, Elektronische Medien

Bruno Dietrich, Bundesfreiwilligendienst (ab 1. September 2018)

Dr. Magdalena Gebala, Arbeitsbereich Polen

Dr. Klaus Harer, Arbeitsbereiche Musik und Osteuropa

Frauke Kraft, Verwaltungsleiterin

Tanja Krombach, Stellvertretende Direktorin, Leitung Verlag,

Arbeitsbereich Tschechien und Slowakei

Dr. Harald Roth, Direktor

Dr. Vera Schneider, Arbeitsbereiche Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit, Verlag und Elektronische Medien

Ute Schwabe, Sachbearbeiterin (bis 31. August 2018)

Hana Kathrin Stockhausen, Grafik, Design

Dr. Ingeborg Szöllösi, Arbeitsbereich Südosteuropa

Dr. Claudia Tutsch, Arbeitsbereiche Kunstgeschichte und Baltikum

Ilona Wäsch, Sachbearbeiterin Verwaltung/Buchhaltung

André Werner, Redaktionsleitung Website

Das Team des Kulturforums

Vorstand

MinDgt. i. R. Winfried Smaczny, Berlin, Vorstandsvorsitzender

Prof. Dr. Katrin Boeckh, Regensburg

MinDir. i. R. Hans-Heinrich v. Knobloch, Berlin

Kuratorium

Stefan Schmitt-Hüttebräuker, Referatsleiter bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Vorsitz)

Prof. Oliver Günther, Ph. D., Präsident der Universität Potsdam

Jadwiga Janukowicz, III. Botschaftssekretärin der Botschaft der Republik Polen in Berlin

Merit Kopli, Vertreter der Botschaft der Republik Estland

Karin Melzer, Vertreterin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Dr. Joachim Mähnert, Direktor des Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, Vertreter der Mitgliederversammlung im Kuratorium

Prof. Dr. Matthias Weber, Direktor des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa

26


Mitglieder

Deutsche Gesellschaft e. V., Berlin: Dr. Andreas H. Apelt, Bevollmächtigter des Vorstandes der D. G. e. V.

Institut für deutsche Kultur und Geschichte in Südosteuropa, München:

Dr. Florian Kührer-Wielach, Direktor

Institut für deutsche Musikkultur im östlichen Europa: Prof. Dr. Klaus W. Niemöller, Vorsitzender

Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam: Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Direktor

Nordost-Institut – Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V., Lüneburg:

Prof. Dr. Joachim Tauber, Direktor

Ostpreußisches Landesmuseum, Lüneburg: Dr. Joachim Mähnert, Direktor

Pommersches Landesmuseum, Greifswald: Dr. Uwe Schröder, Direktor

Schlesisches Museum zu Görlitz: Dr. Markus Bauer, Direktor

Stiftung Martin Opitz Bibliothek, Herne: Dr. Hans-Jakob Tebarth, Direktor

Universität Potsdam: Prof. Oliver Günther, Ph. D., Präsident

Universität Potsdam, Philosophische Fakultät, Historisches Institut: Prof. Dr. Matthias Asche

Alle Angaben auf dieser Doppelseite entsprechen dem Stand vom 1. Januar 2019.

Impressum

Herausgeber: Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V.

Berliner Straße 135, Haus K1

14467 Potsdam

www.kulturforum.info

deutsches@kulturforum.info

© 2019. Alle Rechte vorbehalten.

V. i. S. d. P.: Dr. Harald Roth

Abbildungen und Bildrechte: Wenn nicht anders in der Bildunterschrift angegeben,

stammen die Bilder vom Deutschen Kulturforum östliches Europa.

Reihengestaltung: Hana Kathrin Stockhausen

Gestaltung und Satz dieser Ausgabe: Ania Dejewska, Potsdam

Redaktion: Dr. Vera Schneider

Redaktionsassistenz: Kristina Frenzel

Druck und Bindung: FLYERALARM Würzburg

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Gefördert von

Deutsches Kulturforum östliches Europa

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Tel. +49(0)331/20098-0

Fax +49(0)331/20098-50

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www.kulturforum.info

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