2011 - Katholisches Bildungswerk - Graz-Seckau - Katholische ...

bildung.graz.seckau.at

2011 - Katholisches Bildungswerk - Graz-Seckau - Katholische ...

J A H R E S B E R I C H T

Katholisches Bildungswerk


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Impressum

Medieninhaber und Herausgeber: Katholisches Bildungswerk der Diözese Graz-Seckau

Redaktion: Ute Paulweber, Mag. a Waltraud Hamah Said, Ulrike Brantner, Gaby Bäckenberger,

Astrid Fink-Gradl, Mag. a Martina Platter, Waltraud Adam, Michaela Schwinger

Für den Inhalt verantwortlich: Ute Paulweber

Layout: Franz Pietro / DigiCorner

Titelbilder: KBW

Druck: REHA Druck

A-8010 Graz • Bischofplatz 4 • Tel. 0316/8041-345 • kbw@graz-seckau.at

homepage: http://bildung.graz-seckau.at


Vorwort

KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Liebe Leserinnen und Leser!

Der Jahresbericht des Katholischen Bildungswerkes in der Steiermark weist auch

heuer wieder eine sehr erfreuliche Bilanz auf. In mehr als 240 steirischen Pfarren

und Gemeinden fanden 1292 Bildungsveranstaltungen statt, an denen mehr als

35.000 Menschen teilnahmen.

Im Sinne des europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit danken wir an dieser

Stelle all jenen Personen, die hinter diesen beeindruckenden Zahlen stehen. Besonders

allen ehrenamtlichen BildungswerkleiterInnen und Eltern-Kind-GruppenleiterInnen,

die sich vor Ort für die katholische Erwachsenenbildung und das Christsein

in unserer Gesellschaft engagieren. Die örtlichen Bildungsverantwortlichen sind als

„Bildungsnahversorger“ das Kernstück der Bildung vor Ort. Sie erkunden den lokalen

Bildungsbedarf, spüren die Bildungsinteressen auf und wissen, was gerade „Thema“

in der Region ist. Außerdem können sie auch neue Angebote der Erwachsenenbildung

bekannt machen.

Ein wesentlicher Bereich unserer Arbeit als Kompetenzzentrum für Aus- und Weiterbildung

ist die Weiterqualifizierung der ehrenamtlichen Mitarbeitenden und der

ReferentInnen. Im Bildungsbereich sind vielfältige Kompetenzen gefordert, eine

Veranstaltung gehört gut geplant, beworben, moderiert aber auch evaluiert. Ständiger

Austausch, Supervision und Weiterbildung sind fixe Bestandteile der Professionalisierung

von Ehrenamtlichen und ReferentInnen.

Unsere Arbeit wird erst durch die Zuwendung ausreichender finanzieller Mittel ermöglicht.

Hier danken wir besonders der Diözese Graz-Seckau, die einen Teil der

Kirchenbeiträge dafür zur Verfügung stellt, sowie unseren Subventionsgebern und

unserem Sponsoringpartner, die auf der letzten Seite angeführt sind. Danken möchten

wir auch den vielen Referenten und Referentinnen, die zur katholischen Erwachsenenbildung

stehen, sich trotz bescheidener Honorarsätze immer wieder auf neue

Themen einlassen und bereit sind, auch lange Fahrstrecken auf sich zu nehmen, um

die ganze Steiermark mit Bildung zu versorgen.

Wir hoffen, mit diesem Jahresbericht einen Einblick in die Vielfalt der Angebote und

Leistungen des Katholischen Bildungswerkes in der Steiermark geben zu können

und wünschen allen in der katholischen Erwachsenenbildung Tätigen viel Freude für

ihre weitere Arbeit.

Prof. Dr. Ernst Lasnik

Vorsitzender

Katholisches Bildungswerk

Ute Paulweber

Geschäftsführerin

Katholisches Bildungswerk

J A H R E S B E R I C H T

� Vorsitzender

Katholisches Bildungswerk

Prof. Dr. Ernst Lasnik

� Geschäftsführerin

Katholisches Bildungswerk

Ute Paulweber

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Vorwort

Mag. Erich Hohl �

Generalsekretär der

Katholischen Aktion

Steiermark

Bildung als Nahrungsmittel für die Seele

„Mit seinen Veranstaltungen und Initiativen lädt das Katholische

Bildungswerk zur Begegnung mit der Kirche, zum Gespräch

über den Glauben und zur Gestaltung des Lebens aus

dem Glauben ein. Es erfüllt damit einen spezifischen Dienst

des Apostolats und entfaltet diesen in ständigem Austausch

mit allen Einrichtungen der pfarrlichen und überpfarrlichen

Seelsorge und katholischen Bildungsarbeit.“ Dieser kurze

Abschnitt aus dem Leitbild des Katholischen Bildungswerkes

macht deutlich, welche Zielsetzung diese flächendeckend

wirkende Einrichtung der Katholischen Aktion Steiermark verfolgt.

Bildung hat in der Geschichte der katholischen Kirche immer

schon eine wesentliche Rolle gespielt. Der Zugang und die

Möglichkeit zu Bildung und Weiterbildung ist ein Menschenrecht.

In unseren Breiten gibt es mannigfache Bildungsangebote,

was sehr zu begrüßen ist. Als staatlich anerkannte

Einrichtung der Erwachsenenbildung verschreibt sich das Katholische

Bildungswerk einem breiten Bildungsansatz: Es ist

vom Selbstverständnis her bestrebt, „Wertorientierungen und

Hilfen anzubieten, die zum Gelingen des täglichen Lebens

beitragen können“. Bildung kann durchaus als Nahrungsmittel

für die Seele verstanden werden. Selbstverständlich stellt

die Glaubensbildung einen wichtigen Schwerpunkt dar. Dabei

geht es u.a. darum, Formen und Wege zu finden, um „unpeinlich“

über Gott und die Welt nachdenken und reden zu

können.

In der Steiermark gelingt es dem KBW sehr gut, als professioneller

Bildungsnahversorger in den Pfarren und Gemeinden

mit bewährten sowie mit neuen innovativen Projekten und

Ideen qualitätsvolle Bildungsangebote mit steigender TeilnehmerInnenzahl

durchzuführen. Dafür gebührt dem hauptamtlichen

Team des KBW zusammen mit den auf allen Ebenen

ehrenamtlich engagierten Verantwortlichen großer Dank und

aufrichtige Anerkennung.

Mag. Erich Hohl

Generalsekretär der Kath. Aktion


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Wir sind für SIE da

Dem hauptamtlichen Team

gehörten 2011 an:

Geschäftsführerin: Ute Paulweber

Regionalbetreuung: Gaby Bäckenberger

Mag. a Waltraud Hamah Said

Elternbildung: Ulrike Brantner

Mag. a Martina Platter

Sekretariat: Michaela Schwinger

Projektassistenz: Waltraud Adam

SeniorInnenbildung: Astrid Fink-Gradl

Zivildienst: Lukas Muskatelz bis Juli 2011

Thomas Draxl ab Oktober 2011

Unsere Leistungen

� Entwicklung von Veranstaltungsangeboten

� Veranstaltungsorganisation

� Vermittlung von ReferentInnen

� Entwicklung von Modellprojekten

� Aus- und Weiterbildung für ReferentInnen und

ehren amtliche MitarbeiterInnen

� Vernetzungsarbeit mit politischen, sozialen,

konfessionellen und bildungsrelevanten Gruppen

� Betreuung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen

in den Pfarren

� Aufbau und Betreuung von Katholischen

Bildungs werkgruppen und Eltern-Kind-Gruppen;

Qualitätssicherung

� Abwicklung von Subventionen

„Das Katholische

Bildungswerk sieht sich als

Bildungsnahversorger und

Kompetenzzentrum für

Aus- und Weiter bildung.


> Ute Paulweber,

Geschäftsführerin KBW

J A H R E S B E R I C H T

� v.l.n.r. Martina Platter,

Ulrike Brantner, Gaby

Bäckenberger, Astrid

Fink-Gradl, Ute Paulweber,

Michaela Schwinger,

Waltraud Adam, Waltraud

Hamah Said, Thomas Draxl

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KBW-Team

Ehrenamtlicher Vorstand �

ab September 2011 mit

Geschäftsführerin Ute Paulweber

(nicht im Bild: Heike Steyer, Erich Hohl)

Ehrenamtlicher Vorstand

Alle drei Jahre muss laut Vereinsstatut im Katholischen

Bildungs werk ein neuer Vorstand gewählt werden. Im September

2011 trat ein neuer Vorstand seine Tätigkeit an. Wir danken

allen ausgeschiedenen ehemaligen Vorstandsmitgliedern für

ihre Unterstützung.

Vorstand bis September 2011

Vorsitzender: Prof. Dr. Ernst Lasnik

stv. Vorsitzender: Dipl. Ing. Franz Riebenbauer

Geistlicher Assistent: KR Engelbert Buc

Prof. Mag. Johann Absenger

PA MMag. Christoph Kainradl

Dr. in Elisabeth Pernkopf

Beate Reiß, DSA

Dr. in Christine Reiter-Haas

Dr. Christian Wessely

Mag. Erich Hohl

Vorstand ab September 2011

Vorsitzender: Prof. Dr. Ernst Lasnik

stv. Vorsitzender: Dipl. Ing. Franz Riebenbauer

Geistlicher Assistent: Pater Mag. Gerwig Romirer OSB (ab Feb. 2012)

Schriftführerin: Mag. a Barbara Haber

Kassierin: Dr. in Elisabeth Pernkopf

Weitere Mitglieder:

Dr. in Christine Reiter-Haas

Mag. Herbert Kohlmaier

Mag. a Katrin Windischbacher

Mag. a Heike Steyer

Mag. Karl Mittlinger

Dipl. PA Andrea Schalk

PA Walter Schreiber

Mag. Erich Hohl


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Euopäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit –

Ehrungen

Im Jahr des Ehrenamtes 2011 wurde unser Vorsitzender, der

dieses Amt seit 1997 ausübt, Prof. Mag. et. Dr. phil. Ernst Lasnik,

von Land und Bund geehrt:

Am 3. Oktober erhielt er die Auszeichnung für sein Lebenswerk

in der Aula der Alten Universität aus den Händen von

Landeshauptmann Franz Voves und Landeshauptmann- Stellvertreter

Hermann Schützenhöfer. Am 15. November wurde

Prof. Lasnik von der Bundesministerin für Unterricht, Kunst

und Kultur, Dr. in Claudia Schmied, mit dem Bundesehrenzeichen

für Erwachsenenbildung ausgezeichnet.

Seitens des Landes wurde in der Kategorie „Ehrenamtlichkeit

in den Einsatzorganisationen“ Frau Dr. in Trautgundis Kaiba

(Referentin für das Katholische Bildungswerk) für den Aufbau

der Hospizeinrichtung in der Steiermark mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Den BildungswerkleiterInnen Karl und Waltraud

Klampfer aus Eibiswald, sowie Frau Wilfriede Schäfer aus Graz/

Don Bosco wurde eine Ehrenurkunde für ihre langjährige ehrenamtliche

Tätigkeit überreicht.

Botschafterin im Jahr der

Freiwilligen tätigkeit

Am 16. Februar 2011 wurde in der Alten Residenz Salzburg das

Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit eröffnet. 31 BotschafterInnen

wurden nominiert, unter ihnen Hannelore Wippel

(ehrenamtliche Projektmitarbeiterin von Technik in Kürze)

vom Katholischen Bildungswerk Steiermark:

Meine ehrenamtliche Tätigkeit ist manchmal herausfordernd

und auch anstrengend ...

... weil der Einsatz Überzeugungskraft und Ausdauer erfordert,

um die Angesprochenen von der Bedeutung eines Themas zu

überzeugen. Anstrengend ist bisweilen vor allem auch die

Terminkoordinierung.

Ich engagiere mich dennoch gerne, ...

... weil ich von der Notwendigkeit meiner Tätigkeit überzeugt

bin und mich über positive Rückmeldungen freuen darf. SeniorInnen

sind dankbar für die Möglichkeit, sich an Computer

und Co weiterbilden zu können. Ich erfahre in meiner Arbeit

wertvolle Unterstützung durch das Katholische Bildungswerk

und kann durch mein Engagement zu einem lebensnahen

Bild von Kirche beitragen. Persönlich profitiere ich durch neue

Kontakte sowie durch neue Sichtweisen und Erfahrungen im

Umgang mit den unterschiedlichsten Personenkreisen.

„Ich bin sehr überrascht,

denn ich habe

bis zuletzt nichts

von dieser Auszeich-


nung gewusst,

> freut sich der

Histo riker Ernst

Lasnik, der im Rahmen

des Wettbewerbs „ZukunftsgemeindeSteiermark“

für sein ehrenamtliches

Engagement

ausgezeichnet wurde.

„Ehrenamt ist

eine Chance mitzugestalten,

unterstützend

tätig zu sein und sich


einzumischen.

> Hannelore Wippel

J A H R E S B E R I C H T

� Prof. Dr. Ernst Lasnik,

Bundesministerin Dr. Schmied,

Foto: © BMUKK

� vorne von links: Waltraud und

Karl Klampfer, Prof. Dr. Ernst

Lasnik, Dr.in Trautgundis

Kaiba, Wilfriede Schäfer

� Hannelore Wippel,

Botschafterin

des EJF 2011

7


8

Daten & Fakten

1400

1200

1000

800

600

400

200

0

560

539

632

Katholisches Bildungswerk

ZAHLEN – DATEN – FAKTEN

Die wichtigsten Träger der Bildungsarbeit sind die Katholischen

Bildungswerke und Eltern-Kind-Gruppen vor Ort. 325

Personen sind ehrenamtlich als BildungswerkleiterIn bzw. als

BildungsansprechpartnerIn tätig, 175 Eltern-Kind-Gruppen

bereichern das Leben in den Pfarren und Gemeinden.

1292 Veranstaltungen mit 19.024 Unterrichtseinheiten (eine Unterrichtseinheit

dauert 45 Minuten) wurden in der gesamten

Steiermark durchgeführt, 35.880 Personen nahmen an den

Bildungsangeboten teil.

Anzahl der Veranstaltungen

2009-2010-2011

Veranstaltungen 2009 2010 2011

Kurz- und Einzelveranstaltungen

(bis 4 Unterrichtseinheiten)

Seminare

(über 4 Unterrichtseinheiten)

582 599 586

2009 2010 2011

560 539 632

582 599 586

Sonderveranstaltungen 71 78 74

Veranstaltungen Gesamtsumme 1213 1216 1292

Veranstaltungen 2009-2010-2011

71 78 74

1213 1216

Einzeleinheiten Seminare Sonderveranst. Gesamt

1292


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Anzahl der TeilnehmerInnen

2009-2010-2011

40000

35000

30000

25000

20000

15000

10000

5000

2008 2009 2010

34.453 33.320

2009 2010 2011

Anzahl der TeilnehmerInnen 2011

Kurzveranstaltung

35.880

Seminare

Sonderveranstaltung

Summe

Familie, Ehe, Partnerschaft 4.051 7.222 0 11.273

Musisch-kulturelle Bildung 2.814 102 5.766 8.682

Glaube und Weltanschauung 6.572 1.453 137 8.162

Persönlichkeit Kommunikation 3.681 209 67 3.957

Gesellschaft und Politik 2.279 87 0 2.366

Sonstiges 554 330 0 884

MitarbeiterInnenbildung 163 393 0 556

Summe 20.114 9.796 5.970 35.880

Themenbereiche 2011

Kurzveranstaltungen

Seminare

Sonderveranstaltungen

Gesamt

Familie, Ehe, Partnerschaft 243 519 0 762

Glaube und Weltanschauung 146 36 2 184

Persönlichkeit Kommunikation 116 6 2 124

Musisch-kulturelle Bildung 48 2 70 120

Gesellschaft und Politik 58 1 0 59

MitarbeiterInnenbildung 11 20 0 31

Sonstiges 10 2 0 12

Total 632 586 74 1.292

J A H R E S B E R I C H T

9


10

Daten & Fakten

Dekanat

Kurz- & Einzelveranstaltungen

1 – 4 AE

Kurse / Seminare

Veranstaltungen nach

Dekanaten im Jahr 2011

Sonderver-

anstaltungen

Gesamtsumme

2011

Gesamtsumme

2010

Gesamtsumme

2009

Admont 17 7 0 24 27 17

Birkfeld 8 10 0 18 14 18

Bruck an der Mur 21 14 4 39 45 33

Deutschlandsberg 23 27 5 55 54 49

Feldbach 18 27 0 45 43 71

Gleisdorf 18 45 0 63 73 62

Graz 203 130 32 365 311 326

Graz-Land 57 72 9 138 132 110

Hartberg 12 13 1 26 35 35

Judenburg 32 16 5 53 44 41

Knittelfeld 17 16 0 33 20 28

Leibnitz 20 34 2 56 70 45

Leoben 47 39 4 90 74 69

Murau 21 6 8 35 37 45

Mürztal 20 12 1 33 34 32

Oberes Ennstal 23 23 0 46 38 34

Radkersburg 9 24 2 35 31 24

Rein 12 20 0 32 23 34

Voitsberg 10 23 0 33 47 51

Vorau 3 1 0 4 8 8

Waltersdorf 15 8 1 24 23 46

Weiz 26 19 0 45 31 32

ÖSTERREICH - - - - 2 3

Summe 632 586 74 1.292 1.216 1.213


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Bildungswerke vor Ort –

runde.bildung 2011

An 11 verschiedenen Orten in der Steiermark haben sich im

März und April 2011 wieder BildungswerkleiterInnen und AnsprechpartnerInnen

für den Bildungsbereich aus jeweils mehreren

Pfarren getroffen, um sich auszutauschen und neue Informationen

zu erhalten. Im Mittelpunkt bei diesen Regionaltreffen

stand der neu erschienene ReferentInnenkatalog, der

als Buchungsunterlage bis 2013 dient. Die TeilnehmerInnen

hatten an diesen Abenden Gelegenheit, im Katalog vorgestellte

ReferentInnen mit ihren Themen persönlich kennen zu

lernen. Eine Jause – vorbereitet von den örtlichen BildungswerkleiterInnen

– sorgte für ein gemütliches Ausklingen der

Treffen.

KBW-Schwerpunktreihe 2011

„Nachhaltig leben – Zukunft gestalten“

„Allen Menschen sollen jene Bildungschancen eröffnet

werden, die für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft

und eine positive Veränderung der Gesellschaft erforderlich

sind“.

(Forderung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

2005–2015).

Die jährlich stattfindende Schwerpunktreihe stand 2011 unter

dem Motto „Nachhaltigkeit“.

2300 Personen nahmen bei 77 Veranstaltungen steiermarkweit

die Möglichkeit wahr, mit 35 fachkompetenten ReferentInnen

zu lernen, zu diskutieren und Handlungsmöglichkeiten kennen

zu lernen.

Kooperationspartner der Schwerpunktreihe 2011 waren Einrichtungen

der Diözese und des Landes Steiermark, der Tourismusverband

Naturpark Pöllauer Tal und der Verein Steirischer

AbfallberaterInnen.

Die Schwerpunktreihe im November 2012 wird sich mit dem

2. Vatikanischen Konzil und dessen Bedeutung für heute beschäftigen.

„Es ist gut, dass wir

so viele Hilfestellungen

bekommen – Herz-


lichen Dank!

> Teilnehmer am

Regionaltreffen

St. Georgen ob Murau

„Danke für die Organisation

dieser Veranstaltung

mit einem

profilierten Referenten.

Ohne das Katholische

Bildungswerk kämen

wir wohl kaum zu solch

besonderen Abenden

– humorvoll, hochinteressant,

kurzweilig –


einfach großartig!

> Teilnehmerin an

Veranstaltung in Pöls

J A H R E S B E R I C H T

� BWL und ReferentInnen

beim Treffen in Kraubath

� Nach getaner Arbeit in

St. Georgen ob Murau

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Veranstaltungen

Dr. in Boglarka Hadinger �

TeilnehmerInnen in �

angeregtem Austausch

„ Ich gratuliere euch

zu der exzellenten Info

über die durch euch vermittelten

Themen und


ReferentInnen.

> Bildungswerkleiter

„ Eine Tagung,

bei der es um das

Wesentliche im


Leben ging.

> Teilnehmerin

Neuer ReferenInnenkatalog

der Katholischen Aktion –

programm.planung

Die örtlichen Bildungsverantwortlichen sind das Kernstück der

Bildung vor Ort, sie erkunden den lokalen Bildungsbedarf. Sie

spüren die lokalen Bildungsinteressen auf, wissen, was gerade

„Thema“ im Ort ist und können auch neue Angebote der Erwachsenenbildung

bekannt machen.

Als Unterstützung für ihre Tätigkeit ist im März 2011 „programm.

planung“ – die neue Ausgabe des ReferentInnenkataloges der

Katholischen Aktion, gültig wieder für drei Jahre, erschienen.

Darin enthalten ist eine große Vielfalt an Vortrags- und Seminarangeboten

von schon bekannten, aber auch von vielen

neuen ReferentInnen. Veranstalter in den Pfarren können aus

263 Themenangeboten von 120 ReferentInnen sowie aus den

Standardangeboten der Teilorganisationen der Katholischen

Aktion wählen.

Studientag „Nachhaltig leben –

Zukunft gestalten“

Mit dem Studientag am 12. November im Collegium Josefinum

in Leoben startete das Katholische Bildungswerk seine

Schwerpunktreihe 2011, die dem Thema „Nachhaltig leben –

Zukunft gestalten“ gewidmet war.

Mehr tun, als man tun muss – „Alles Gute auf der Welt geschieht

nur, wenn einer mehr tut, als er tun muss.“ Ausgehend

von diesem Zitat des SOS-Kinderdorf-Gründers Hermann

Gmeiner zeigte die Hauptreferentin am Studientag,

Dr. in Boglarka Hadinger, die Quellen auf, die den Menschen

die Kraft geben, sich zu engagieren, schwierige Situationen

zu meistern und Zukunft zu gestalten. „Der Mensch muss innerlich

aufgerichtet sein“, betonte die Leiterin des Instituts für

Logotherapie und Existenzanalyse Tübingen/Wien.

Diese positive Haltung sei in jedem Menschen grundgelegt und

werde durch positive Beziehungen und die Erfahrung, dass man

etwas kann oder schafft, bestärkt beziehungsweise wieder hergestellt.

Manchmal brauche es auch Ermutigung, was einfach

bedeute, den anderen oder auch sich selbst nicht ständig zu

entmutigen. Als nachhaltigste Kraftquelle nannte die Referentin

den Sinn, der stärker sei als Spott oder Misserfolg und auch

in schwierigen Lebenslagen eine neue Dimension eröffne.

In vier Themenforen setzten sich die Teilnehmenden am

Nachmittag aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Thema

„Nachhaltigkeit“ auseinander:

� Vom Wachsen und Reifen, Nachhaltigkeit in der

Erziehung – mit Boglarka Hadinger

� Über Ökologie und Lebensstil – mit Hemma Opis-Pieber

� Kann Kaufen retten? – mit Hans Putzer

� Nachhaltig Spaß haben, miteinander spielen und lachen –

Improworkshop mit Ulrike Brantner.


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Visionen 2011 – Regionale Vortragsreihe

Dekanat Oberes Ennstal –

Steirisches Salzkammergut

Im Dekanat Oberes Ennstal – Steir. Salzkammergut fand zum

siebenten Mal die Herbst-Bildungsreihe Visionen statt. Die

Vorträge mit Diskussionseinladung standen unter dem Thema

„Alles ist Wandel“.

Den Auftakt machte Mag. a Ingrid Peyrer in Öblarn. Sie sprach

über „Mystik – die Erfahrung der Gegenwart Gottes als Erneuerungskraft

für denEinzelnen und die Kirche“.

Mag. a Birgit Lesjak-Ladstätter setzte sich in Bad Aussee mit

dem Wandel der Geschlechterrollen auseinander. Auf Basis

christlicher Quellen versuchte sie Orientierungshilfen für tragfähige

Beziehungsmodelle aufzuzeigen.

In Gröbming stellte der Vizerektor der Kirchl. Päd. Hochschule

in Graz, Dr. Markus Ladstätter, die „Jenseitsvorstellungen in

den großen Weltreligionen“ vor. Der religionswissenschaftliche

Vortrag beleuchtete die Bandbreite der Perspektiven

zwischen „Wiedergeburt“ und „ewigem Leben“.

Dechant Dr. Peter Schleicher behandelte in Stainach das zentralste

katholische Geheimnis „Die Eucharistische Wandlung“.

In einer sehr verständlichen Weise brachte er den interessierten

Anwesenden die Entwicklung der Eucharistiefeier näher.

DI Martin Gruber gab in Irdning in Positiv- und Negativbeispielen

einen Einblick in die verschiedenen landwirtschaftlichen

Produktions- und Erzeugungsverfahren.

Mag. a Waltraud Schaffer brachte in Mößna die Teilnehmenden

zum Nachdenken, wie sie in kleinen und großen Dingen des

Alltags „gute Entscheidungen“ treffen können.

Der spannende und hoch aktuelle Vortrag „Sahara – Der Islam

und unsere Zukunft“ von DI Ingo Bleckmann in Bad Mitterndorf

– er war 2003 in der Sahara von muslimischen Fundamentalisten

entführt worden – entstand aus vielen Dialogen

mit seinen Entführern und umfangreichen Recherchen.

Insgesamt kamen 230 Interessierte zur Visionenreihe – ein

Erfolg des dekanatlichen Bildungsteams mit Mag. a Birgit Lesjak-Ladstätter,

Mag. a Ingrid Peyrer und Diakon PA Wolfgang

Griesebner in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk.

Zwei Vorträge aus dem Angebot der Schwerpunktreihe

des Katholischen Bildungswerkes wurden in die Visionenreihe

integriert.

J A H R E S B E R I C H T

� Referent DI Ingo Bleckmann

mit Gattin und Pfarrer

Dr. Michael Unger in Bad Mitterndorf

� DI Martin Gruber beim

Vortrag in Irdning

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glauben.bildung

Hubert Gaisbauer �

Aktiv Glauben – Aktiv Leben

Seminarreihe für Menschen der Generation 55+

Für Menschen im dritten Lebensabschnitt wurde dieses neue

Angebot entwickelt, das sich einerseits als Orientierungshilfe

für spirituell Suchende versteht und andererseits zur Horizonterweiterung

aktiver KatholikInnen beitragen will.

Die Seminarreihe Aktiv Glauben – Aktiv Leben beschäftigt sich

in vier bis fünf Einzeleinheiten mit alten Menschen in der Bibel,

mit traditionellen und modernen Gebetsformen, Bibeltexten,

Liedern und Heiligen. Auch die Auseinandersetzung

mit den sensiblen Themen Tod und Jenseitshoffnung ist Inhalt

der Seminarreihe sowie auch eine kunst- und kulturhistorisch

interessante Exkursion.

Folgende Module können zu einer Serie zusammengestellt

werden:

� „Weisheit, Spiritualität und Glaube –

Alte Menschen in der Bibel“

� „Alte Texte – neue Formen“

� „Alte Bilder – neu betrachtet“

� „Heilige – Menschen von gestern für Leute von heute“

� „Und die Hoffnung stirbt zuletzt –

Totenkult und Jenseitshoffnung“

Die erste Pilotserie wurde mit Beginn am 28. Oktober in Stanz

im Mürztal durchgeführt, weitere Serien sind in Planung.

Ruhig und froh lebe ich weiter –

Älter werden mit Johannes XXIII.

Buchpräsentation am 6. Dezember 2011

Hubert Gaisbauer ist Erfinder der Reihe „Menschenbilder“

und war langjähriger Leiter der Hauptabteilung Religion im

ORF-Radio Ö1. Bei der Präsentation seines Buches „Ruhig und

froh lebe ich weiter“ ließ er Papst Johannes XXIII. mit Texten

aus Briefen und Tagebüchern zum Thema „Älterwerden“ zu

Wort kommen.

Dass der Autor ein gefragtes Thema berührte, war u.a. daraus

ersichtlich, dass zum Zeitpunkt der Präsentation im vollen Barocksaal

des Grazer Priesterseminars das Buch vergriffen war,

obwohl es erst kurz davor herausgekommen war.

Aus den geistlichen Tagebüchern des Papstes und aus Briefen

an seine vielen Verwandten wird ein Mensch erkennbar,

der, in heiterer Gelassenheit und im Glauben tief verankert,

sich selbst gering achtet und alle Aufmerksamkeit dem Willen

Gottes und dem Heil seiner Mitmenschen widmet: Tag für Tag

und Jahr für Jahr, ganz bewusst dem Sterben als Schritt in die

Vollendung entgegen sehend.

Hubert Gaisbauer, Ruhig und froh lebe ich weiter.

Älter werden mit Johannes XXIII.

Dom-Verlag Wien 2011 (ISBN 978-3-85351-234-0), 256 Seiten


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Basisinfo Christentum

Um genaue Informationen über Geschichte, zentrale Inhalte,

Botschaft und Praxis des Christentums zu bekommen, haben

im Jahr 2011 167 Personen in 9 Pfarren die Möglichkeit genutzt,

an einem Modul der Basisinfo Christentum teilzunehmen.

Ziel ist es, sowohl ChristInnen als auch Nicht- oder Andersglaubende

anzusprechen.

Die TeilnehmerInnen erwartete eine strukturierte Darstellung

der Inhalte und ein zeitlich definierter Rahmen für Fragen

und Diskussion.

Für einen nicht getauften, sich der christlichen Lehre zugehörig

fühlenden Teilnehmer etwa war die Vielfalt der Meinungen

in den Diskussionen, sowie die Tiefe und Allgemeingültigkeit

der christlichen Wahrheitsfindung bewegend und die Spannung

zur vorhandenen gelebten Realität spürbar – eine

Herausforderung, die Mut und Demut braucht.

Abenteuer Glaube – Vier Abende mit dem Ziel,

den Glauben in der Familie erlebbar zu machen

Im Herbst 2010 starteten in der Pfarre, initiiert vom Kath.

Bildungswerk, vier sehr interessante Abende zu den Themen

Rituale, Feste, Weihnachten und Ostern. Als kompetente

Referentin für die vier Abende, verteilt über das Schuljahr

2010/2011, fungierte Frau Karin Potzinger. In einer sehr angenehmen,

offenen und ungezwungenen Atmosphäre trafen

sich ein Dutzend Mütter und zwei Väter im Jugendraum der

Pfarre. Wir durften mit alltagstauglichen Möglichkeiten, verschiedensten

Methoden und faszinierenden Materialien erleben,

wie man Kindern und Erwachsenen den Glauben auf

einfache Weise nahebringen kann. Neben den Inhalten gab

es auch immer genügend Zeit für den Austausch von persönlichen

Erfahrungen, Gesprächen sowie für Humor und fröhliches

Lachen. „Ohne Feste kann der Mensch nicht leben, er

braucht etwas, worauf er sich freuen kann!“ Der Pfarre Ilz ist

es gelungen Frau Karin Potzinger im Herbst noch einmal für

diese Abende nach Ilz zu holen. Uns bleibt nur mehr zu sagen:

„Diese Vortragsreihe ist etwas worauf man sich freuen kann!“

Lydia Pfeifer und Susanne Riffel – Pfarre Ilz

„Wie uns der Inhalt

des Seminars trotz seiner

Intensität und Komplexität

dennoch sehr einfach

und verständlich näher

gebracht wurde, fand


ich einfach genial.

> Teilnehmer an Modul I

„Inhaltliche Kompetenz,

Empathie sowie Methoden-

und Materialienvielfalt,

eingebettet in eine

ansprechende Atmosphäre

von Freundlichkeit, Aufrichtigkeit

– wertgeschätzt

durch Verstandes- und

Herzensbildung – gewürzt

mit einer ausgeglichenen

Portion von sachlicher Seriosität

und entspannendem

Humor. Diese Abende

sind ein Gewinn für alle

Teilnehmenden und deren

familiäres Umfeld!


> Peter Baumann, Pastoralassistent

im Pfarrverband

Großwilfersdorf/

Hainersdorf/Ilz/Ottendorf

J A H R E S B E R I C H T

� Abenteuer Glaube in Ilz

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Veranstaltungen

Dir. Andreas Gutenthaler �

und Mag. Erich Hohl ins

Gespräch vertieft

Kanonikus Mag. Christian Leibnitz �

und Dechant Thomas Mörtl beim

Studium der KBW-Infos

„ Das Treffen war für

mich so anregend, dass

ich immer dabei sein


möchte/werde.

> Teilnehmerin

„ Für uns war der Besuch

bei euch eine große Bereicherung,

sowohl wegen des

inhaltlichen Austausches

und der Anregungen als

auch wegen des herzlichen

Empfanges und der freund-


lichen Aufnahme.

> Eva Six

Vernetzungstreffen der Katholischen

Bildungswerke Österreichs

Vom 7.- 9. Juni 2011 trafen sich MitarbeiterInnen der Katholischen

Bildungswerke aus acht Bundesländern im Haus der

Frauen in St. Johann bei Herberstein.

Neben Austausch, Überlegungen zu Kooperationen, Präsentation

und Diskussion von relevanten Erwachsenenbildungsthemen

und Zukunftstrends stand vor allem die Auseinandersetzung

mit dem Thema „Intergenerationelle Bildung“ im Mittelpunkt.

Einen wichtigen Grund für intergenerationelles Lernen beschreibt

der Referent Prof. Dr. Franz Kolland folgendermaßen:

„Intergenerationelles Lernen richtet sich gegen jenes Altersbild,

das den alten Menschen als ‚unflexibel, starrsinnig und

lerneingeschränkt‘ darstellt. Robert Butler (1975) hat diese,

die Älteren ausgrenzende und benachteiligende Haltung als

‚Ageism‘ bezeichnet. Intergenerationelles Lernen verfolgt aus

dieser Perspektive das Ziel, Einstellungen bzw. altersrelevante

Stereotypen zu ändern.“

Als Vorbereitung zum Europäischen Jahr des aktiven Alterns

setzten sich die Bildungswerke mit unterschiedlichen Projektmöglichkeiten

zum Thema auseinander.

Salzburg meets Graz

Mozart versus Rosegger

Im April 2011 bekam die Diözesanstelle des Bildungswerkes

„besonderen“ Besuch. Das gesamte Team vom KBW Salzburg

nahm sein 65-Jahr-Jubiläum zum Anlass, andere KBWs

zu besuchen und so in einen fachlichen und persönlichen

Austausch zu treten. Nach einer Einstimmung mit Flötenmusik

von Mozart, einem Text von Peter Rosegger und einer

Präsentation über das KBW Graz durch die Geschäftsführerin,

widmeten wir uns der persönlichen Kontaktaufnahme beim

gemeinsamen Suppenessen. Anschließend wurde die Möglichkeit

genutzt, sich in Kleingruppen in den jeweiligen Bereichen

auszutauschen und so auf „beiden Seiten“ zu neuen

Erkenntnissen zu kommen.

KBW Informationen bei der Pfarrer-, Kaplans-

und PastoralassistenInnenwoche

Bei der Weiterbildungswoche für die steirischen Pfarrer

(September), Kapläne und PastoralassistentInnen (Oktober)

im Kongress- und Tagungszentrum Schloss Seggau stellte

sich am jeweiligen Diözesantag das Katholische Bildungswerk

wieder mit aktuellen Themen ein. Die Teilnehmenden

nutzten die Möglichkeit zur persönlichen Kontaktaufnahme

und zur Einholung von Informationen über die Angebote des

Katholischen Bildungswerkes.


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Integration was ist das

Das Katholische Bildungswerk, die Diözesansportgemeinschaft,

das Afro-Asiatische Institut und der Verein Zebra haben

am 6. April 2011 in Graz zu einer Diskussionsveranstaltung

eingeladen, die auf enormes Interesse stieß.

Dass Menschen aus vielen Ländern in die Steiermark zuwandern

und auch bleiben ist eine Tatsache. Doch wie kann die

Integration dieser Menschen funktionieren? Für Integrationslandesrätin

Dr. in Bettina Vollath ist diese Frage „eine der wichtigsten

Zukunftsfragen für das Land“. Bei der Veranstaltung

im Grazer THT Krone Center unterstrich Landesrätin Vollath die

Verpflichtung der Regierung, Integration zu ermöglichen und

Menschen damit die Chance zu geben, sich zugehörig fühlen

zu können. Eine „Charta des Zusammenlebens“, unterschrieben

von der Landesregierung und vom Landtag, definiert Haltungen

für einen gelungenen Umgang mit Vielfalt.

Hauptreferent August Gächter vom Zentrum für soziale Innovation

in Wien sieht die Diskussionen um Integration als Zeichen

dafür, „dass Politik und Gesellschaft endlich aufgewacht

sind“. Trotzdem seien sie in dieser Frage noch kaum handlungsfähig,

weil die damit Befassten nicht einmal definieren

könnten, was mit Integration gemeint sei. Mit der primitiven

Aufforderung: „Integriere dich!“ werde die eigene Ratlosigkeit

auf einzelne Menschen abgeschoben, kritisierte Gächter.

Die wichtigste Integrationsleistung der Gesellschaft und Politik

sei, Diskriminierung, die meist ein Merkmal fokussiert – Herkunftsland,

Religion, Sprache etc. – zu unterbinden. Denn mit

Integration sei im Wesentlichen der Aufstieg in die Mittelschicht

gemeint. Dass dieser Aufstieg aber durch Diskriminierung am

Wohnungsmarkt, Arbeitsmarkt, im Bildungsbereich etc. verhindert

werde, erläuterte Gächter an Hand einiger Beispiele.

Der Leitgedanke beider Vortragenden war die Vision von

einem Zustand in der Gesellschaft, wo man „ohne Angst verschieden

sein kann“ (Adorno).

Campusgespräche

In Kooperation mit der Caritas wurden auch 2011 wieder 7

Campusgespräche durchgeführt. Bei Vorträgen und Diskussionen

tauschen dabei ExpertInnen und Interessierte Ihre Erfahrungen

zu aktuellen Themen im Bereich Integration und

Migration aus und erhalten fundiertes Fachwissen.

Die Themen 2011

• Der Menschenrechtsbericht der Stadt Graz

• Wir sind Verfassung! … und jetzt? Die UN-Kinderrechtskonvention

und ihre Geltung in Österreich

• Hungerkriege

• Tagung: Muslimische Mädchen und Sport

• Gesundheitsverhalten von MigrantInnen

• Rot Weiß Rot Card und andere Neuerungen im Zuwanderungsrecht

• Integration junger MuslimInnen in und durch Sport in Österreich

J A H R E S B E R I C H T

� Landesrätin Dr.in Bettina Vollath

� Alexandra Stocker und Klaus

Starl vom ETC Graz im Gespräch

mit Moderator Wolfgang Rajakovics

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18

eltern.bildung

Elternbildung

Abenteuer ELTERN.SEIN –

Elternbildung in der Steiermark

2008 2009 2010 2011 2008 2009 2010 2011

Anzahl TeilnehmerInnen

Einzeleinheiten 123 131 140 162 2.453 3.021 2.700 2.279

Seminare & Serien 54 114 134 108 984 1.453 1.877 1.418

Eltern-Kind-Gruppen 140 165 165 175 4.578 4.858 4.946 4.987

Abenteuer ELTERN.SEIN �

Gebuchte Seminare 2008 2009 2010 2011

Geburtsvorbereitung

8 Einheiten / 2 Stunden

Kleinkindseminar

4 Einheiten zu je 2 Stunden

Schulseminar

4 Einheiten zu je 2 Stunden

Pubertätsseminar

3 Einheiten zu je 2 Stunden

Großelternseminar

4 Einheiten zu je 2 Stunden

Serien 3-8 Einheiten zu je zwei Stunden

individuell zusammengestellt

Meistgebuchte Einzelveranstaltungen

zwischen 10 und 24 Buchungen

1. Grenzen setzen (k)ein Problem

2. Aufregend weiblich, typisch männlich

3. Ich will das nicht – Trotzalter

4. Wenn es zwischen den Geschwistern kracht

5. Wut in meinem Bauch

6. Gemeinsam glauben – religiöser Alltag mit Kindern

7. Pubertät oder die Kunst einen Kaktus zu umarmen

4 13 16 18

16 18 9 10

3 5 10 6

4 17 11 6

2 3 8 8

25 43 80 60

54 99 134 108


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Jubiläen in den EKI Gruppen –

ein Grund zum Feiern

In vielen Pfarren gibt es bereits seit 10 Jahren regelmäßige

Treffen für Kinder und Mütter, wo viel gelacht und gespielt

wird und Eltern die Zeit haben, miteinander zu reden und sich

auszutauschen. Diesen Gruppen wird nun seit 2011 von den

Regionalverantwortlichen eine Urkunde und ein KBW-Regenschirm

überreicht. Der Schirm des Katholischen Bildungswerkes

soll symbolisieren, dass unter einem Schirm viele Platz

haben, so wie in der EKI-Gruppe. Jeder findet innerhalb der

Gruppe seinen Platz und die Förderung von wesentlichen Lebenskompetenzen

wie Selbstvertrauen, Gefühle wahrnehmen,

Grenzen erkennen, passiert automatisch. Zugleich schützt uns

die Gruppe vor negativen Faktoren von außen, wie Einsamkeit,

Problemen und Leistungsdruck. Wir hoffen noch vielen EKI-

Gruppen im nächsten Jahr zu ihrem Jubiläum gratulieren zu

können.

Folgende Gruppen feierten 2011 ihr 10-Jahres-Jubiläum, einige

mit einem rauschenden Fest und andere im Rahmen ihrer

EKI-Gruppenstunde: Bad Mitterndorf, Eibiswald, Eisenerz,

Feldbach, Fernitz, Gratkorn, Heiligenkreuz am Waasen, Knittelfeld,

Kumberg.

Neue Angebotsbroschüre

„Ist meins – Streit in der Sandkiste“, „Lesetiger und Plaudertasche“

oder „Von Pickeln, Krach und Türeknallen“ – das sind nur

einige Titel der Angebotsbroschüre für OrganisatorInnen von

Elternbildungsveranstaltungen, die 2011 neu aufgelegt wurde.

In der Broschüre gibt es viele neue, aber auch bewährte Bildungsveranstaltungen

rund um das Thema „Abenteuer EL-

TERN.SEIN“. Die neuen Angebote umfassen die aktuellen

Themen Gesundheit, Nachhaltigkeit, Intergenerativität sowie

Sprach- und Leseförderung. Für die Neuentwicklung haben

sich einige Referentinnen in Arbeitsgruppen zu den verschiedenen

Themen getroffen und gemeinsam die neuen Angebote

entwickelt. Dafür nochmals ein ganz großes Dankeschön.

„Ein besonderes

Dankeschön gilt den

„Zwergerln“ und deren

Muttis, die schon so viele

Jahre die Gruppenstunden

besuchen. Danke

für Euer Kommen, denn

ohne Euch gäbe es kein


„Zwergerltreffen!“

> Leiterinnen der EKI

Gruppe St. Georgen

an der Stiefing

„Das neue Programm

ist toll!


> Nikola Aufinger,

EKIZ Alpha Nova

J A H R E S B E R I C H T

� 10 Jahre EKI Knittelfeld

19


20

seniorInnen.bildung

5 Jahre LIMA in Lieboch �

LIMA im Seniorenzentrum Rottenmann �

„Wir freuen uns

schon auf weitere Jahre


LIMA-Training

> eine Teilnehmerin

„… für mich war es

eine Bereicherung …


> Teilnehmerin aus dem

Seniorenzentrum

Rottenmann

LIMA – Lebensqualität im Alter

LIMA – Lebensqualität im Alter – ist ein Trainingsprogramm für

Menschen ab 55 Jahren, um Gedächtnis, Beweglichkeit und

Alltagskompetenzen zu trainieren und sich mit Sinnfragen

auseinanderzusetzen.

Im Jahr 2011 wurden neben 35 LIMA-Seminaren auch 32 Informationsveranstaltungen

und 20 Praxiseinheiten von Ausbildungsabsolventinnen

durchgeführt, bei denen die TeilnehmerInnen

Einblick in Inhalte und Arbeitsweise eines LIMA-

Seminares mit den Bereichen Gedächtnistraining, Bewegung,

Alltagskompetenzen und Lebenssinn erhielten.

Viele LIMA-Gruppen treffen sich über viele Jahre hinweg, jene

in Frohnleiten z.B. schon seit 7 Jahren. In Lieboch feierten die

eifrigen Teilnehmerinnen mit ihrer Leiterin 5 Jahre LIMA und

freuten sich über die Gratulation seitens des KBW und des

Bürgermeisters.

LIMA in Betreutem Wohnen und Seniorenwohnheimen

Im Zeitraum Jänner bis Juni 2011 wurden erstmals LIMA-Seminare

als Pilotprojekte des Katholischen Bildungswerkes in

Kooperation mit der Caritas Steiermark durchgeführt. Eine

Arbeitsgruppe formulierte im Vorfeld Richtlinien und einen

Themenkatalog für die Durchführung der Pilotseminare und

traf sich abschließend zum Erfahrungsaustausch und zur Reflexion.

Die Seminare waren ein Angebot für BewohnerInnen verschiedener

Wohnformen in Fernitz, Gleinstätten, Rottenmann

und Preding. Insgesamt haben 38 Frauen und 9 Männer teilgenommen.

Sehr positiv wurde eine Öffnung nach außen

aufgenommen, die auch Personen aus der Umgebung die

Teilnahme am Seminar ermöglichte.

Die Erfahrungen der LIMA-Trainerinnen zeigten, dass Übungen

in hohem Ausmaß auf die Teilnehmenden abzustimmen sind,

auch Bewegung ist meist nur eingeschränkt möglich. Inhaltlich

konnten alle geplanten LIMA-Einheiten ohne nennenswerte

Änderungen durchgeführt werden. Alle Seminare wurden

dokumentiert und evaluiert. Die Auswertung ergab eine

sehr hohe Zufriedenheit bei den TeilnehmerInnen und den

Wunsch nach einer Weiterführung des Trainings.

LIMA 2011 Anzahl TeilnehmerInnen (m/w)

Schnupperangebote

(inkl. 20 Praxiseinheiten von

Ausbildungsteilnehmerinnen)

52 697 (82/615)

Seminare 35 407 (17/390)


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Eine Erfolgsgeschichte: TIK –

Technik in Kürze

Mit Herbst des Jahres 2008 startete das Projekt mit den ersten

Pilotveranstaltungen in Graz. Nach den ersten Erfolgen haben

wir das Projekt 2009 ausgeweitet und in verschiedenen

Orten und Regionen der Steiermark angeboten. Im Sommer

2009 bekamen wir den Markenschutz und im Herbst 2009

wurde das Projekt vom Ministerium als „Best Practice-Modell“

ausgezeichnet. Im Jänner 2010 dehnten wir die Evaluierung

auch auf die Rückmeldung seitens der TrainerInnen und der

SchülerInnen aus, außerdem kamen einige neue Veranstaltungsorte

hinzu. Im Jahr 2011 konnten auch in drei obersteirischen

Regionen TIK-Seminare durchgeführt werden, einige

neue Veranstaltungsorte wurden gefunden. Auf Wunsch der

KursteilnehmerInnen wird nun zusätzlich das neue Modul 5

Intensiv – EDV und Internet für Fortgeschrittene angeboten.

Es soll die bisherigen Lernerfahrungen festigen und erweitern

und offen gebliebene Fragen beantworten. So kann nicht nur

Gelerntes wiederholt, sondern auch noch Neues gefragt und

angewendet werden

Erfahrungsbericht zu TIK-Modul 3 – „Digitale Fotografie“

Digitalkameras ermöglichen zwar, eine Menge Fotos zu machen

und unbrauchbare Fotos sofort löschen zu können. Doch

wie beherrsche ich diese moderne Fototechnik, damit ich

auch zu verwertbaren Bildern komme? Mit dieser Frage habe

ich mich beim TIK-Kurs „Digitale Fotografie“ angemeldet. Nun

hieß es also für geladene Akkus sorgen, Digitalkamera mitnehmen

und los ging‘s in die Grazer Ortweinschule.

Es war ein besonderes Erlebnis, wie kompetent wir TeilnehmerInnen

von den SchülerInnen der Grazer Ortweinschule

unter der Leitung von Herrn Orthacker und Herrn Koller in die

Welt der Digitalen Fotografie eingeführt wurden.

Mit viel Geduld wurden uns in Einzelbetreuung die vielen

technischen Möglichkeiten für den Gebrauch einer Digitalkamera

erklärt und praxisorientiert geübt. Die vielen und verständlich

gebrachten Informationen gaben eine ungeheure

Motivation, durch weiteres Üben das Gezeigte im Alltag privat

zu nutzen. Ich danke daher der Organisation des Katholischen

Bildungswerkes sowie den KursbetreuerInnen der Ortweinschule

herzlich.

Teilnehmer am TIK Modul

„Die Arbeit mit den

Senioren war sehr lustig

und es hat mich gefreut,

selber einmal die Lehrper-


son sein zu dürfen.

> Schüler, Krieglach

J A H R E S B E R I C H T

� Computerkurs in Eibiswald

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22

seniorInnen.bildung

Kochen in St. Martin �

Meine, deine, unsere Lebenswelt

Das Katholische Bildungswerk Steiermark leistet mit seinem

Projekt „meine + deine = unsere Lebenswelt“ einen Beitrag,

damit das Zusammenspiel der Generationen gelingen kann.

Das Pilotprojekt wird in Kooperation mit dem Diözesanmuseum

Graz in der landwirtschaftlichen Fachschule St. Martin

veranstaltet.

In vier Modulen zu unterschiedlichen Themen des Lebensalltags

sollen die Lebenswelten von Menschen der Generation

50+ und Jugendlichen vorurteilsfrei bearbeitet werden, sodass

aus dem reichen Erfahrungsschatz der Generationen profitiert

werden kann.

Der Dialog zwischen den Generationen und der gegenseitige

Respekt sollen gestärkt werden. Die wechselseitige Anerkennung

der Lebenswelten und der Erfahrungsaustausch sollen

als Grundlage dienen, um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten.

Das intergenerative Projekt des Katholischen Bildungswerkes

in Kooperation mit dem Diözesanmuseum startete mit dem 1.

Modul am 10. Oktober 2011 zum Themenbereich „Heilige und

ihre Namenstage- mein/dein Name und seine Bedeutung“.

Das Modul unter der Referentenleitung von Mag. Heimo Kaindl

fand im Diözesanmuseum Graz statt.

Die SchülerInnen der Fachschule St. Martin und die SeniorInnen

gingen der Bedeutung ihres persönlichen Namens

sowie der Frage ihrer persönlichen Namensgebung und der

Unterschiedlichkeit in der Handhabung von Namen in verschiedenen

Kulturkreisen nach.

Das Modul 2 fand am 14. November 2011 in der Fachschule St.

Martin statt. Die Referentin Dr. Eleonore Steinbauer verschrieb

sich ganz der Thematik des Essens.

„Essen gestern, Essen heute – Festtagsessen, Fastenzeit und

was dahinter steckt“.

Einig waren sich alle, dass Essen und Trinken lebenserhaltend

und lebensnotwendig sind. Das Zitat „Beim Essen kommen

die Leute zusammen“ bewahrheite sich, als die Jugendlichen

und die „ältere Generation“ gemeinsam in der Küche der

Fachschule St. Martin ihr Essen zubereiteten.

Das Modul 3 fand am 12. Dezember im Diözesanmuseum Graz

statt. Das Referentenduo Dr. Kurt Zisler und Mag. Hemma

Opis-Pieber arbeiteten mit den Jugendlichen und SeniorInnen

zur Thematik: „Macht euch die Erde untertan -Schöpfungsverantwortung

für dich und mich“.

Es zeigte sich, dass das Thema beiden Seiten der Teilnehmenden

ein Anliegen ist und auf großes Interesse stößt. Erwartet

wurde das gemeinsame Ziehen an einem Strang, denn

nur wenn wir alle bereit sind etwas zu ändern, wird etwas geschehen.

Das letzte Modul wird im Jänner unter dem Motto

„In Beziehung leben – Freundschaft, Partnerschaft und Ehe“

stehen.

Mag. Karin Weninger-Stößl


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Dialog zwischen den Generationen

In einem anderen Setting als bei vergleichbaren Veranstaltungen

in der Vergangenheit – nur ein Zeitzeuge erzählt von

seinen persönlichen Erinnerungen an die Kriegszeit, bringt

sie in einen historischen Zusammenhang und regt damit eine

Diskussion an – habe ich bei den Hauptschülern des 4. Jahrganges

der Hauptschule der Ursulinen nicht nur unerwartet

große Aufmerksamkeit erreicht, sondern viele durchaus interessierte

differenzierte Fragen zu beantworten gehabt.

Insbesondere das mitgebrachte Anschauungsmaterial – ein

nationalsozialistisch gefärbtes Lesebuch der 1. Klasse Volksschule

– erreichte es, dass die SchülerInnen deutlich die damalige

Tendenz erkannten, alle Lebensbereiche einer totalitären

Weltanschauung zu unterwerfen und die Freiheit des

Einzelnen von Kindheit an zu unterdrücken.

Die Veranstaltung hat sicherlich zur politischen Bildung einerseits

und zum Verständnis des Lebenshintergrundes von

Menschen der älteren Generation anderseits wesentlich beigetragen.

Eine Fortsetzung dieser Dialogreihe zwischen den Generationen

– solange es noch Zeugen jener Zeit gibt – wurde von

den anwesenden PädagogInnen dringend gewünscht und

sollte das zeitgeschichtliche Verständnis der heranwachsenden

Generation deutlich verstärken.

Dr. Wilfried Melichar, Organisator und Referent

J A H R E S B E R I C H T

23


24

KLE

Kirchenführung mit �

Prof. Gollowitsch, Sept. 2011

KLE – Katholische LehrerInnen- und

ErzieherInnengemeinschaft

Ein Rückblick auf das Jahr 2011

Schluss- und Höhepunkt des Jahres 2010 war für uns das Jubiläumsfest „65 Jahre

Katholische Lehrer- und Erziehergemeinschaft“ am 11. Dezember im Grazer Augustinum.

Im Heft 1 /2011 unserer Zeitschrift Begegnungen haben wir das Fest

ausführlich dokumentiert (Seite 2- 27). In diesem viermal jährlich erscheinenden

Periodikum berichten wir auch über die meisten anderen Veranstaltungen, die wir

im abgelaufenen Jahr 2011 unseren Mitgliedern geboten haben. Das waren nicht

wenige. Gertrud Zwicker hat für gut zwei Dutzend Sportbegeisterte wieder eine

Schiwoche in Leisach bei Lienz organisiert, wobei an den Abenden stets auch

ein ernstes oder heiteres Programm angeboten wird. Glaubensbezogene Veranstaltungen

gab es zur Fastenzeit in Stift Rein mit Pater Maximilian Geier, im Advent

mit Helmut Schlacher in der Grazer Salvator-Pfarre. Auch Kirchenführungen

könnte man dazurechnen, da es dabei nicht nur um alte oder moderne christliche

Architektur geht, sondern auch um die Frage, ob bzw. wie Glaubensinhalte in der

Ausgestaltung des oder der Innenräume künstlerisch umgesetzt werden und ob

das heutigen Ansprüchen genügt. Solche Kirchenführungen gab es 2011 in der neu

renovierten Münzgrabenkirche und in Hohenrain bei Graz. Dazu gehören auch in

einem weiteren Sinn die Kunst- und Kulturfahrten mit Prof. Manfred Gollowitsch,

an denen im Schnitt rund 50 Personen oder mehr teilnehmen. Die Frühjahrsfahrt

führte in die südliche Ost- und Weststeiermark, die Herbstexkursion ins Palten-

und Liesingtal. Es liegt in der Natur der Sache oder besser gesagt, es hängt mit der

jahrhundertealten christlichen Tradition dieses Landes zusammen, dass sakrale

Kunst dabei im Mittelpunkt stand, von der Romanik bis zur Moderne.

Ging es bei diesen Busfahrten um (kunst)historische und z. T. auch um theologische

Frage-stellungen (ausführliche Handouts erhalten alle Teilnehmer jeweils

zu Beginn), standen bei unserer Fahrt zum Faschingsumzug nach Pettau/Ptuj

volkskundliche Aspekte im Vorder-grund: Das „Winteraustreiben“, wie es auch heute

noch (oder wieder, aus touristischen Grün-den) in Form eines langen Umzugs

mit Masken, Trachten etc. in dieser ehemals österreich-ischen Stadt gepflegt wird.

Zwei ganz gegensätzliche Vorträge, die beide großen Anklang fanden, seien hier

noch erwähnt: Im März sprach G. Hofmann-Wellenhof, der bekannte Kolumnist der

Kleinen Zeitung, über „Familie und Schule“, im November Frau Dr. Kaiba zum Thema

„Patientenverfügung“.

Unser Ehrenvorsitzender, Hofrat Karl Haas, leitete wiederum drei Bildungsfahrten.

Bulgarien, Südtirol und das Baltikum waren diesmal die Ziele. Alle drei Reisen

erlebten dankbare Teilnehmer. Eine Besonderheit dieser Fahrten soll hier hervorgehoben

werden, da sie von vergleichbaren Veranstaltern (Urania, Historischer

Verein) nicht geboten wird. Jeder Teil-nehmer erhält bei einem im Herbst veranstalteten

Fahrtentreffen ein Reisetagebuch, das mit einer Fülle von Farbfotos und

Tagebuchnotizen der Mitreisenden die Erinnerung an das Gesehene und Erlebte

wach halten kann.

Ende des Sommers gab’s dann noch die Wanderwoche mit Gertrud Zwicker, diesmal

ins Rax-Gebiet, und als besonderen, publikumswirksamen Höhepunkt die Familiensingwoche

in Schloss Seggauberg, die wieder Reinhold Haring mit seinen

Mitstreitern veranstaltet hat.

Auch im nun schon angelaufenen Jahr wollen wir unseren Mitgliedern und Freunden

Kultur und Bildung in froher Gemeinschaft bieten und laden herzlich dazu ein.

Dr. Wolfgang J. Pietsch


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Abschluss Ausbildungslehrgang für

ReferentInnen in der Elternbildung

12 neue Elternbildnerinnen erhielten in einer Feierstunde in

Schloss Seggau nach eineinhalbjähriger Ausbildung die Abschlusszertifikate.

Sie werden nun Mütter und Väter nach den

Richtlinien der Marke Katholische Elternbildung „Mit Achtung

und Respekt kompetente Eltern“ im Bemühen um eine bestmögliche

Erziehung und Förderung ihrer Kinder unterstützen.

Die Ausbildung ist zertifiziert nach dem Gütesiegel des Bundesministeriums

für Wirtschaft, Familie und Jugend. „Auch

wenn wir als Erwachsene viel von unseren Kindern lernen,“

wie KA-Präsident Hans Putzer in seiner Gratulation an die

frischgebackenen Referentinnen betonte, „ist es doch hilfreich,

bei Unsicherheiten und Fragen kompetente Unterstützung

zu finden.“

Die Teilnehmerinnen haben in den eineinhalb Jahren intensiv

zu verschiedenen Themen gearbeitet: Grundlagen der Erwachsenenbildung,

Didaktik und Methodik der Elternbildung,

Entwicklungspsychologie, Erziehungsstile und Erziehungsziele,

elterliche Kompetenz, Gruppenprozesse, Ethik, Werte,

Religion, Familie und soziokulturelles Umfeld, Sexualität, Aggression

und Ängste bei Kindern und Jugendlichen, Medien-

und Konsumerziehung und Zeitmanagement.

Start – Neuer Lehrgang für LeiterInnen

von Eltern-Kind-Gruppen

Über 175 Eltern-Kind-Gruppen, die vom Katholischen Bildungswerk

betreut werden, gibt es zwischen Radkersburg und

Bad Aussee. Die Gruppen in den Pfarren und Gemeinden sind

Orte religiöser Bildung, sie schaffen für Eltern Räume der Begegnung

und des Austausches und tragen zur Förderung der

Kinder bei. Die regelmäßigen Treffen bieten eine gute Gelegenheit,

Kontakte zu schließen und sich über die Herausforderungen

des Elternseins auszutauschen. Verantwortlich für

die Treffen sind Eltern-Kind-GruppenleiterInnen. Der neue

Lehrgang für LeiterInnen von Eltern-Kind-Gruppen hat im

September im Bildungshaus Mariatrost begonnen. Die Teilnehmerinnen

haben bereits drei Module und auch die spielpädagogischen

Tage im Haus der Frauen voll Begeisterung

absolviert. Die Themen im Lehrgang reichen von Kommunikation,

Gruppenleitung, Gesprächsleitung, Konfliktlösung,

Entwicklungspsychologie über kreative Stundengestaltung bis

hin zu Öffentlichkeitsarbeit und Finanzen.

Der Lehrgang schließt im April 2012 mit einem Zertifikat des

Forums für Katholische Erwachsenenbildung und einem Zertifikat

mit dem Gütesiegel des Bundesministeriums für Wirtschaft,

Familie und Jugend ab.

„Ich finde

die Ausbildung

sehr

offen und

inhaltlich

breit gefächert.

Ohne

Druck wird

gearbeitet.

Ich habe die

Zeit hier genossen

und

sie mir als Geschenk gemacht.

Auch persönlich

merkte ich eine enorme

Festigung und die Reflexionen

haben mich zu

meiner Person geführt,

hinter der ich stehe. Ich

glaube auch wirklich,

diese nun besser ‚rüberzubringen‘.

Ich danke

allen, es hat mir einen

Riesenspaß gemacht und

ich freue mich auf unsere

Weiterbildungen.


> eine Teilnehmerin

„Alle ReferentInnen sind

menschlich und fachlich

einfach erstklassig!!! “

> eine Teilnehmerin

J A H R E S B E R I C H T

� Ausbildungsteilnehmerinnen

bei der Zertifikatsverleihung

� Modul 1, Geschichten

erzählen in der EKI Gruppe

25


26

Aus-/Weiterbildung

Referentin Thesi Schwab �

LIMA-Ausbildung 2011

„Der Tag war für mich

schwungvoll, stressfrei,

motivierend, praxisorientiert

und lebensnah.


> eine Teilnehmerin

„Es war eine qualifizierte

Ausbildung mit

sehr gut vorbereiteten

ReferentInnen.


> eine Ausbildungsteilnehmerin

EKI-Studientag 2011 in Weizberg

Lebens- und Glaubenserziehung sind nicht zu trennen

Zum ersten Mal wurde der EKI Studientag außerhalb von Graz

durchgeführt. Die Organisation vor Ort übernahm eine der EKI

Regionalverantwortlichen. 45 Leiterinnen von Eltern-Kind-

Gruppen erlebten einen informativen, praxisorientierten und

fröhlichen Tag und nahmen aus dem Vortrag zum Thema „Auf

Christus schauen – mit Kindern leben und glauben“ und aus

den Workshops viele praktische Anregungen für die Umsetzung

in der Gruppe oder in der Familie mit nach Hause. Theresia

Schwab zeigte in ihrem Impulsvortrag auf, dass Lebens-

und Glaubenserziehung nicht zu trennen sind. Spirituelle

Erziehung beginne mit Achtsamkeit für das Kind, wenn Eltern

dem Kind vermitteln: „Du bist wertvoll und einzigartig, du bist

gewollt, du wirst von uns angenommen und wir sorgen für

dich.“ In Workshops zu speziellen Fachbereichen konnten die

Teilnehmerinnen vielerlei Anregungen und neue Erkenntnisse

sammeln bzw. ihre Erfahrungen und ihr Wissen erweitern. Ob

es um die Stärkung der emotionalen Intelligenz des Kindes

(Leitung: Theresia Schwab) ging, um die Feier der Osterzeit

(Leitung: Karin Potzinger) oder um das Erlernen neuer Sang-

und Klanggeschichten, Fingerspiele usw. (Leitung: Katarina

Pachatz) – alle waren mit Begeisterung bei der Sache. Dieser

Tag konnte nur so gut gelingen, da viele helfende Hände, allen

voran Marianne Wiener als „Hausherrin“ der Pfarre und

auch alle anderen Regionalbetreuerinnen, das KBW so tatkräftig

unterstützt haben. So konnten wir uns über zahlreiche

positive Rückmeldungen freuen.

LIMA-Ausbildungslehrgang 2011

abgeschlossen

Von Oktober 2010 bis November 2011 ließen sich 19 Frauen

aus verschiedenen Regionen der Steiermark zu LIMA-Referentinnen

ausbilden. Am 19. November wurden ihnen in

der Salvatorpfarre in Graz im Rahmen einer Feierstunde die

Zertifikate überreicht. Der Generalsekretär der Katholischen

Aktion, Mag. Erich Hohl, würdigte in seinen Grußworten die

Leistungen und das Engagement der Ausbildungsteilnehmerinnen.

Als Gäste konnte die Geschäftsführerin des Katholischen

Bildungswerkes, Ute Paulweber, den Hausherrn P.

Franz Exiller, Mag. Johann Karner aus der Pfarre Lieboch, Br.

Mag. Christoph Strojny aus der Pfarre Leibnitz und Mag. a Katrin

Windischbacher als Vertreterin des KBW-Vorstands begrüßen.


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

PilgerInnen sicher ans Ziel begleiten –

Ausbildung zum/zur Pilgerbegleiter/in

18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am Ausbildungslehrgang

2011 zur Pilgerbegleitung teilgenommen und ihn erfolgreich

abgeschlossen. Im Grazer Augustinum konnten sie

im Oktober im Rahmen einer Feierstunde die Zertifikate entgegennehmen

– gut geschult im wegtechnischen, organisatorischen

und liturgischen Bereich. Generalvikar Dr. Heinrich

Schnuderl würdigte das Engagement der neuen PilgerbegleiterInnen,

die damit auch eine wichtige seelsorgliche Aufgabe

erfüllen.

Dieser Lehrgang, durchgeführt vom Katholischen Bildungswerk

der Diözese in Kooperation mit dem Pastoralamt, war

der erste im Rahmen des EU-geförderten Projektes PILGRI-

MAGE EUROPE SI-AT. Ziel des Projektes ist die Schaffung einer

grenzüberschreitenden, mitteleuropäischen Pilgerregion

durch Vernetzung bestehender und neuer Initiativen in den

Projektregionen Österreich und Slowenien.

LAbg. Barbara Riener ortete bei den AbsolventInnen Kompetenzen

„im Sinne von begleiten, einfühlen können, unaufdringlich

da sein, einstellen auf mein Gegenüber und bei

jedem Mitgehenden Ressourcen erschließen zu können.“ Der

Lehrgang habe ihnen „einiges abverlangt“, dankte der Generalsekretär

der Katholischen Aktion, Mag. Erich Hohl, den Teilnehmenden

für ihr Engagement. Gut qualifiziert können sie

nun Pilgergruppen sicher an ihr Ziel geleiten.

Weiterbildungstag für zertifizierte

PilgerbegleiterInnen

Am 7. Mai 2011 fand der erste Weiterbildungstag für zertifizierte

PilgerbegleiterInnen statt. Von den 38 TeilnehmerInnen

an den Ausbildungslehrgängen 2009 und 2010 trafen sich an

diesem Tag 21 im Bildungshaus Schloss St. Martin in Graz.

Referent Toni Wintersteller sprach über das „Pilgern als individuelle,

gesellschaftliche und europäische Chance“.

Im Rahmen der Workshops „Woher und Wohin – Festigung

der Kenntnisse in der Orientierung“ (Pfarrer Andreas

Lechner) und „Biblische Schritte“ (Thomas Bäckenberger)

konnten die im Rahmen der Ausbildung erworbenen Kenntnisse

aufgefrischt bzw. erweitert werden.

Im Rahmen der Austauschrunde kam deutlich zum Ausdruck,

dass die qualitativ hochwertige Ausbildung eine große Hilfe

für die Planung und Durchführung von Pilgerwanderungen

und Wallfahrten ist. Die meisten der TeilnehmerInnen haben

schon geführte Pilgerwanderungen angeboten bzw. sind bei

der Planung und Vorbereitung. Neben den „klassischen Pfarrwallfahrten“

gibt es auch Angebote wie Nachtwallfahrten, Pilgerwege

für Touristen, Wallfahrten für Kinder, Pilgerwege für

aus der Kirche Ausgetretene, für Drogensüchtige usw.

„Alle ReferentInnen

waren

äußerst kompetent.

Die Inhalte und die

zu erbringenden

Arbeiten waren zwar

sehr fordernd, aber

sehr lehrreich.“

> ein Teilnehmer

am Lehrgang 2011

„So ein gemeinsamer

Tag gibt Kraft, Mut

und neue Ideen.“

> eine Teilnehmerin am

Weiterbildungstag

J A H R E S B E R I C H T

� Die Ausbildungsgruppe kurz

vor Ptujska Gora, dem Ziel der

gemeinsamen Pilgerwanderung

� Generalvikar Dr. Heinrich

Schnuderl überreicht Peter Gamperl

aus Hartberg das Zertifikat

� TeilnehmerInnen am

Weiterbildungstag

27


28

Aus-/Weiterbildung

Die TeilnehmerInnen an der �

Sommerwoche mit Toni Wimmer

Natur als Kraftquell �

spannende Blindverkostung �

mit Schwung in den Tag �

„Danke allen für

die wunderschöne

Woche. Es ist eine

Kraftquelle für die

nächste Zeit.


> eine Teilnehmerin

„Sing & Swing war

sehr interessant - die

Referentin hat es sehr

gut gemacht, mir hat

es gut gefallen, die

Zeit ist so schnell vergangen.

Alle waren

so bemüht, ein großes

Lob und Dankeschön

an den Grillmeister

und alle, die eifrig

mitgearbeitet und

fürs leibliche Wohl

gesorgt haben.


> LIMA Referentin

Sommerwoche für ReferentInnen –

„Lehren-Leiten-Lernen“

Die Sommerwoche war als Woche der Selbsterfahrung und

Weiterbildung für ReferentInnen in der Elternbildung, LIMA-

TrainerInnen und ReferentInnen aus anderen Teilorganisationen

der KA ausgeschrieben. Im Bildungs- und Erholungszentrums

Haus der Frauen beschäftigten sich von 3. bis 8. August

die ReferentInnen mit ihrer Leitungskompetenz anhand

der Themen Bildung, Lehren, Leiten, Lernen, Führen, Beruf,

Berufung, Arbeit, Regeln, Mythen, Religion, Mütter, Väter,

Großeltern, Weisheit, Vergnügen u.a.…

Die Leitung der Woche lag in den Händen von Toni Wimmer,

MSc, der die TeilnehmerInnen behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen

und Fachwissen durch die Woche begleitete.

Der Mix aus kreativen Methoden der Gestaltpädagogik und

Systemischen Pädagogik, biographischer Lebensweltanalyse,

Szene, Rekonstruktions- und Aufstellungsarbeit, ergänzt

durch Spiele, Bewegung und Zeit für sich selbst in der Natur,

ließ die Woche für alle zu einem Erlebnis werden.

Jahresabschlusstreffen der ELBI-

und LIMA- ReferentInnen

Es war ein schwungvoller Nachmittag mit guter Laune, viel

Musik und gutem Essen. Im Workshop „Sing und Swing“ mit

Mag. a Katarina Pachatz ging es „heiß“ her: Ob beim steirischen

Jodler, bei geistlichen Liedern oder bei Hits von Abba und Udo

Jürgens – unter den Referentinnen wurden wahre Singtalente

entdeckt.

„Mmh so schmeckt´s!“ lautete die Devise des zweiten Workshops

mit Marlene Rottensteiner. Die Referentinnen durften

bei einer Blindverkostung ihre Geschmacksnerven testen und

mussten feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, verschiedene

Zutaten nur am Geschmack zu erkennen. Gemeinsam

wurde auch ein kleines Gericht zubereitet: Der Couscoussalat

wurde dann gleich beim abschließenden Grillen genüsslich

verzehrt – danke an Reinhold Rieser und seine beiden Töchter,

die uns so köstlich versorgt haben.

Kompetent gestalten – leiten – motivieren

Lehrgang für ehrenamtlich tätige Menschen

in der Diözese

Ehrenamtlich Mitarbeitende sind unverzichtbar und lebensnotwendig

für die Kirche. Mit Freude mitzugestalten bedeutet

aber manchmal, an die eigenen Grenzen zu stoßen und

gesellschaftlich-medialer Gegenwind kann demotivieren.

Die Katholische Kirche hat das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit

zum Anlass genommen, Ehrenamtlichen in

der Kirche einen Weiterbildungslehrgang zu ermöglichen,


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

um Herausforderungen selbstsicher anzunehmen, eigene Fähigkeiten

weiterzuentwickeln und Neues mit Freude zu entdecken.

Der Lehrgang greift theologische und gesellschaftlich relevante

Themen auf und bietet eine zeitgemäße Methodenvielfalt.

Die Teilnehmenden haben außerdem die Möglichkeit,

sich mit dem Wirtschaftsdirektor der Diözese, dem Pastoralamtsleiter

und den Führungskräften der Katholischen Kirche

auszutauschen.

19 Ehrenamtliche haben sich 2011 mit den Themen christliche

Ethik, Sinus-Milieus und Diversität auseinandergesetzt, Kommunikations-

und Argumentationstraining sowie Öffentlichkeitsarbeit

sind die Themen 2012 des mit 8 ECTS bewerteten

Lehrgangs.

Präsentieren, moderieren, referieren –

Weiterbildung für ReferentInnen der

Katholischen Aktion

Bereits zum zweiten Mal wurde die Weiterbildung „Präsentieren,

moderieren, referieren“ für die ReferentInnen der Katholischen

Aktion angeboten. Peter Possert-Jaroschka, erfahrener

Kommunikationstrainer und Moderator, hat in den zwei Tagen

mit fünfzehn begeisterten TeilnehmerInnen viele Inhalte und

praktische Tipps mit Hilfe von Videoanalyse erarbeitet. Redegewandtheit,

sicheres Auftreten und Präsentationsgeschick,

Know-how moderner Präsentationstechniken, der Einsatz

verschiedener Moderationsmethoden und die Selbstüberprüfung

des eigenen Redeverhaltens waren die Inhalte der

Weiterbildung. Aufgrund des großen Erfolges wird 2012 eine

Fortsetzung angeboten.

Fragen & Antworten rund um die Steuer –

Weiterbildung für ReferentInnen der

Katholischen Aktion

Viele ReferentInnen sind entweder selbstständig erwerbstätig,

nebenberuflich oder ehrenamtlich tätig. Die Palette reicht

dabei von freien DienstnehmerInnen, über Neue Selbstständige

(kein Gewerbeschein nötig) bis hin zu den klassischen

Gewerbetreibenden. Jede Vortragende/jeder Vortragende

muss sich selbst um die Regelung ihrer/ seiner steuerlichen

Angelegenheiten kümmern. Für die ReferentInnen stellen

sich dabei einige wichtige Fragen: Welche steuerlichen Folgen

hat meine Tätigkeit in der Erwachsenenbildung? Ab wann

muss ich Einkommensteuer bezahlen? Was kann ich absetzen?

Solche und ähnliche Fragen wurden bei der Weiterbildung

im Mai mit der Steuerberaterin Karin Böhm von der

Steuerberatungskanzlei Böhm und Böhm beantwortet. Und

es war beeindruckend, wie schwungvoll und lebendig Karin

Böhm das gefürchtete „trockene“ Thema gebracht hat.

„Es ist gut, den

Horizont zu erweitern.

“ > ein Teilnehmeri

„Ich habe für mich

persönlich und für

meine Arbeit sehr viel

mitgenommen.“

> ein Teilnehmer

„informativ und

lustig – Danke“

> eine Teilnehmerin

J A H R E S B E R I C H T

� Es ist nicht immer so

einfach, wie es aussieht

� Peter Possert im Kreis

der TeilnehmerInnen

� Steuerberaterin Karin Böhm

29


TeilnehmerInnen an der �

Brüsselreise mit EU-Parlamentariern

30

Aus-/Weiterbildung

Weiterbildung Diversität und

Angebotsentwicklung

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ Unter diesem Zitat von

Martin Buber stand der Vormittag zum Thema „Diversität“ mit

Mag. a Waltraud Hamah Said.

Mit vielen spannenden Inputs, praktischen Methoden und

Spielen hat die Referentin das Thema Migration, Integration

und gesellschaftliche Vielfalt dargestellt. In gesellschaftlichen

und politischen Diskussionen werden Menschen vielfach nur

als MerkmalsträgerInnen dargestellt (türkische Herkunft, homosexueller

Tänzer, Kopftuchträgerin), die Angst machen. Für

ein angstfreies, konstruktives Zusammenleben, das auch Spaß

und Freude macht, ist das Wahrnehmen der Mitmenschen in

ihrer individuellen Vielfalt und mit ihren je eigenen Anliegen

jedoch Voraussetzung.Für die ReferentInnen ging es darum,

sich mit gesellschaftlicher Vielfalt auseinanderzusetzen, die

eigenen „Bilder im Kopf“ zu reflektieren und Diskriminierung

als System zu verstehen.

Am Nachmittag haben die ReferentInnen erste Ideen zu neuen

Elternbildungsangeboten zu den Themen Nachhaltigkeit,

Gesundheit, Lese- und Sprachförderung und Intergenerativität

entwickelt.

Das Evangelium in die Sprache

der Politik übersetzen

Studienexkursion der Katholischen Bildungswerke Wien,

St. Pölten, Graz-Seckau und Eisenstadt nach Brüssel

17 TeilnehmerInnen besuchten vom 12.- 15. Oktober 2011 die

Institutionen der Europäischen Union in Brüssel.

Das bestimmende Thema bei den Besuchen in der Kommission

und im Parlament war die griechische Finanzkrise, „bei

der es sich keinesfalls um eine Euro-Krise handelt“, wie Europaparlamentarier

Othmar Karas bei einem Gespräch betonte.

Weitere Programmpunkte waren Besuche und Gespräche in

der Ständigen Österreichischen Vertretung sowie in der Vertretung

des Landes Niederösterreich. ORF-Korrespondent

Raimund Löw berichtete über seine Tätigkeit und die Möglichkeiten

der Medienberichterstattung über die Europäische

Union in Österreich.

Den Abschluss der Studienreise bildete ein Besuch bei der

„Kommission der Europäischen Bischofskonferenzen der Europäischen

Gemeinschaft“ (COMECE). Pressesprecherin Johanna

Touzel gab Einblicke in ihre Arbeit, deren Aufgabe und Ziel es

ist, „das Evangelium in die Sprache der Politik zu übersetzen“.


Vorwort KBW-Team Daten & Fakten Veranstaltungen Aus-/Weiterbildung 2011

Kooperationen

Wir danken unseren KooperationspartnerInnen

für die erfolg reiche Zusammenarbeit!

AK Steiermark Gemeinden Pastoralamt

Amt für Öffentlichkeitsarbeit

der Diözese

Haus der Frauen Personalentwicklung

Bildungshaus Mariatrost Hospiz Pro Oriente

Bundesministerium

für Arbeit, Soziales und

Konsumentenschutz

Bundesministerium für Wirtschaft,

Familie und Jugend

Bundesministerium für Unterricht

und Kunst

Bildungsnetzwerk Steiermark

Caritas

Diözesanmuseum

Elternberatungstellen

des Landes Steiermark

Junge Kirche Projekt Alleinerziehende

Kirchliche Pädagogische Hochschule

der Diözese Graz-Seckau

Rainbows Steiermark

Katholische Hochschuljugend Styria Vitalis

Katholische Aktion –

Arbeitskreis Nachhaltigkeit

Katholische Aktion –

Familienreferat

Kindergärten, Schulen,

Elternvereine

Land Steiermark – Abteilung 3

Wissenschaft und Forschung

Eltern-Kind-Zentren Landesverband der Elternvereine

Elternschule & kleine Schule

des Herzens Mariazellerland

Evangelisches Bildungswerk

Forum für Katholische Erwachsenenbildung

Österreichs

Gehörlosenverband der

steirischen Gehörlosenvereine

Land Steiermark – Abteilung 6

Bildung, Familie, Frauen, Jugend

Land Steiermark – FA19D

Abfall- und Stoffflusswirtschaft

Land Steiermark –

Lebensressort

Tagesmütter Steiermark

Teilorganisationen der

Katholischen Aktion

Theologische Fakultät

Verein ISI

Verein Steirischer

AbfallberaterInnen

Frauengesundheitszentrum

Projekt MIA

Welthaus

Werkstatt:Kommunikation

Naturpark Pöllauer Tal ...

J A H R E S B E R I C H T

31


Danke

allen Kirchenbeitragszahlern!

Sie ermöglichen die Vielfalt kirchlicher Angebote.

Tel. 0316/8031, www.katholische-kirche-steiermark.at

Wir danken unserem Sponsor der Elternbildung

Wir danken unseren Fördergebern

Wir sind zertifiziert durch

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