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03 | 2018

STEINBRÜCHE IM WANDEL DER ZEIT


GUBER NATURSTEINE AG | GRÜNECKWEG 3 | CH-6055 ALPNACH

T 041 672 71 00 | F 041 672 71 09 | INFO@GUBER.CH | WWW.GUBER.CH

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Inhalt

Editorial

STEINBRÜCHE IM WANDEL DER ZEIT

4 Im Steinbruch-Museum

8 Der Eigenwillige aus dem Sarganserland

11 Begehrtes Exportprodukt

12 Der Elegante im Leopardenkleid

16 Steinproduzenten unter Druck

PORTRAIT

22 «Oft kamen wir mit Liefern kaum nach»

QZ-WETTBEWERB 2017

26 Reduzierte Form mit inhaltlicher Vielfalt

VARIA / BRANCHEN-INFO

28 Präsidentenwechsel bei «Handwerk in der

Denkmalpflege»

29 «Steine Berns» kommt gut an

29 In Peccia wird jetzt gebaut

29 Art Engiadina: 24. Internationales Bildhauer-

Symposium

30 Frauenfelder Bildhauer-Woche

30 Stone+tec 2018 – Treffpunkt der Stein-

Branche

30 Corrigendum: Geschäftsleitungsmitglieder

VSBS

LIEBE LESERIN

LIEBER LESER

In den 1890er-Jahren waren auf Schweizer Boden

mehr als 700 Steinbrüche in Betrieb. Dies war der

Höhepunkt der einheimischen Naturstein-Industrie.

Auf seiner aktuellsten Liste vom April 2018 verzeichnet

der Naturstein-Verband

Schweiz gerade noch

75 aktive Steinbrüche. Das

20. Jahrhundert erlebte

tiefgreifendste Veränderungen

in der Baukultur. Im

21. Jahrhundert leben wir

in einer globalisierten Welt, in der es billiger geworden

ist, Stein aus weit entfernten Ländern zu importieren

als im eigenen Land abzubauen. Beide Tendenzen

haben die Nachfrage nach einheimischem

Naturstein nicht gerade befördert.

Wie wurde damals, Ende des 19. Jahrhunderts, in

einem erfolgreichen schweizerischen Steinbruch gearbeitet?

Wie kam es zum Niedergang? Und wie ist die

Lage heute? Wie können kleine Steinbrüche überleben?

Mit welchen Schwierigkeiten haben grosse zu

kämpfen? Wie sehen die Zukunftsperspektiven aus?

Diesen Fragen versuchen wir in der vorliegenden Ausgabe

von «Kunst und Stein» nachzugehen – exemplarisch,

anhand von ausgewählten Vertretern jeder Kategorie.

TITELBILD

Der Steinbruch Röt oberhalb von Gansingen (AG)

ist schweizweit der einzige Steinbruch, in dem

heute noch Schilfsandstein abgebaut wird (siehe

Beitrag Seiten 12-13).

Foto: Sören Steiner

Falls Sie nach dieser Einleitung ein Heft voll düsterer

Untergangs-Szenarien erwarten: Lesen Sie mal unbekümmert

drauflos und lassen Sie sich überraschen.

Franziska Mitterecker, Redaktorin «Kunst und Stein»

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3


Steinbrüche im Wandel der Zeit

IM STEINBRUCH-MUSEUM

DER BAU DER GOTTHARD-BAHNLINIE FÜHRTE ENDE DES 19. JAHRHUNDERTS IM OBEREN

REUSSTAL ZUR INBETRIEBNAHME ZAHLREICHER GRANITSTEINBRÜCHE. IHRE GROSSE ZEIT

IST LÄNGST VORBEI. IM FREILICHTMUSEUM STEINBRUCH ANTONINI IN WASSEN WIRD DIE

ERINNERUNG LEBENDIG GEHALTEN. EINE ZEITREISE IN DIE VERGANGENHEIT.

Franziska Mitterecker

Oben: Arbeiter im Granit-

Steinbruch Antonini. Im

Hintergrund die Kirche von

Wassen. (Bild: zvg)

1

Ein bekannter früher Urner

Speckstein-Steinbruch ist

der jenige von Hospental; er

ist bereits im 16. Jahrhundert

bezeugt.

Wer über den Gotthard will, kommt unweigerlich

an Wassen vorbei. Seit Jahrhunderten wird die

kleine Urner Gemeinde geprägt durch die Lage

an der Gotthardroute, welche im Hochmittelalter

kontinuierlich an Bedeutung gewonnen hatte und

bald zur Hauptachse im Nord-Süd-Verkehr über

die Alpen geworden war. Sei es als Säumer, sei es

als Händler, Handwerker oder Hufschmied, sei es

als Gastwirt in einer der Raststätten an der Transitstrasse:

In irgendeiner Weise hatte ein Grossteil

der Bevölkerung nicht nur in Wassen, sondern im

ganzen oberen Reusstal beinahe seit Menschengedenken

vom Durchgangsverkehr gelebt.

Auch Steinhauer und Steinmetze. Die Gewinnung

und Verarbeitung von Naturstein kann als

älteste Industrie in Uri bezeichnet werden: Für den

Unterhalt des Saumwegs wurden Steinplatten in

grosser Zahl benötigt, die lokalen Steinvorkommen

wurden als Baumaterial für Brücken und

Wegkapellen, Kirchen und Gebäude genutzt. Der

früheste systematisch in Steinbrüchen abgebaute

Stein war allerdings kein Baustein im eigentlichen

Sinne und hatte auch mit der Transitroute nichts

zu tun: Speckstein wurde, wie in vielen anderen

Alpentälern ebenfalls, jahrhundertelang in erster

Linie für die Herstellung von Öfen verwendet. 1

BLÜTEZEIT DER URNER GRANITSTEINBRÜCHE

Im Jahr 1872 erfolgten die ersten Sprengungen für

den Bau des Gotthardtunnels. Dies war der Startschuss

zu einer Entwicklung, die der Naturstein-Industrie

im oberen Reusstal innert kürzester Zeit

einen enormen Aufschwung bescherte. Für den Bau

von Eisenbahnbrücken, Stützmauern und Tunnelportalen

wurden Unmengen von Steinquadern benötigt.

Der Gotthard-Granit – hart, wetterbeständig,

beinahe unverwüstlich und von vorzüglicher

Qualität – eignete sich hierfür hervorragend, ent-

4 03/18


Steinbrüche im Wandel der Zeit

sprechend gross war die Nachfrage. In Gurtnellen,

Wassen und Göschenen wurden zahlreiche Steinbrüche

in Betrieb genommen. Heerscharen von

Arbeitern, die meisten von ihnen aus Norditalien,

strömten ins Tal und fanden in den Steinbrüchen

als Steinhauer, Steinmetze und Handlanger Anstellung.

Die Granit-Industrie florierte.

Kaum noch etwas erinnert heute an den damaligen

Boom. Fast alle aus dieser Zeit stammenden

Steinbrüche sind seit Jahrzehnten stillgelegt und

von Vegetation überwachsen. Einer der letzten,

die schliessen mussten, war der unmittelbar oberhalb

des Bahnhofs von Wassen im Rieswald gelegene

Steinbruch Antonini: 1973 wurde auch hier

der Betrieb endgültig eingestellt.

Der Initiative und dem unermüdlichen Einsatz

einer Einzelperson ist es zu verdanken, dass dem

alten Steinbruch-Gelände vor wenigen Jahren neues

Leben eingehaucht wurde. Der gebürtige Wassner

Heinz Baumann hatte sich schon längere Zeit

mit der Idee eines Freilichtmuseums getragen. Der

Steinbruch im Rieswald bot sich hierfür besonders

an: Der offizielle Gotthard-Wanderweg führt mitten

hindurch. Gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen

und Helfern legte Heinz Baumann überwachsene

Wege frei, besserte Maschinen, Waggons und Geräte

aus, trug Werkzeuge zusammen und richtete im

ehemaligen Kompressorenraum, der zugleich als

Büro, Werkzeuglager und Pausenraum des Steinbruchs

fungiert hatte, ein Museum ein. Im Sommer

2012 war es schliesslich so weit: Das Freilichtmuseum

Steinbruch Antonini feierte Eröffnung.

ZU BESUCH IM STEINBRUCH-MUSEUM

Zur Führung durch das Steinbruch-Museum empfängt

Heinz Baumann persönlich. Wir steigen beim

Bahnhof Wassen ein paar Stufen hoch und finden

uns zurückversetzt in eine andere Zeit. Kran und

Brechanlage (s. Bilder) sowie vom Alter gezeichnete

Waggons sind das erste, worauf vom Bahnhof

her kommende Besucherinnen und Besucher stossen.

«Wir haben die Geräte und Waggons instand

gestellt und schliesslich einige Teile verschweisst,

um sie kindersicher zu machen», erläutert Heinz

Baumann. Wir folgen den Schienen und gelangen

zur Feuerstelle, neben der auf grossen Informationstafeln,

Resultate ungezählter Stunden Recherche-Arbeit,

Episoden aus der Geschichte des

Steinbruchs nachzulesen sind.

Eine Tafel gibt beispielsweise Auskunft über die

harten Arbeitsbedingungen im Steinbruch. «Die

Steinmetze arbeiteten von Montag bis Freitag 12

Stunden und am Samstag 10 Stunden im Akkord»,

heisst es hier. «Es konnte gut sein, dass ein Steinmetz

zwei Wochen lang eine Steinsäule behauen

hatte und diese dann kurz vor der Vollendung zerbrach.

Was für den Pechvogel hiess, dass er zwei

Wochen umsonst gearbeitet hatte. Im Stundenlohn

bezahlt wurden einzig die Handlanger – sie

erhielten 1930 zwischen 25 und 30 Rappen. Anders

gesagt: Um 1 Kilogramm Käse kaufen zu können,

arbeiteten die Handwerker zwei ganze Tage.»

Oben: In der Brechanlage

wurde Schotter hergestellt.

Die Brechanlage kam erst in

der Spätzeit des Steinbruchs

hinzu.

Fotos: Jens Steiner

Links: Verladekran. Die zugehauenen

Steine wur den

in kleinen Waggons auf

Schienen zum un mittelbar

oberhalb der Geleise

stehenden Kran transportiert

und direkt auf

Bahnwaggons (bzw. vor

der Zeit der Eisenbahn auf

bereitstehende Fuhrwerke)

verladen. Der Kran wurde

erst in den 1960er-Jahren

motorisiert. Im Hintergrund

zu sehen das Dach, welches

die Brechanlage schützte.

03/18

5


Steinbrüche im Wandel der Zeit

DAS MUSEUM IM MUSEUM:

DER EHEMALIGE KOMPRESSORENRAUM

Ein kleines Wunder ist das Museum im ehemaligen

Kompressorenraum (Bilder links). Man tritt

ein – und staunt. Nicht nur über die Exponate:

die beiden beeindruckenden Kompressoren, die

Originalwerkzeuge, die alten Fotos und Dokumente

an den Wänden. Man staunt auch über

den Empfang, der einem in diesem äusserlich unscheinbaren

Kabäuschen bereitet wird: Der sorgfältig

instandgesetzte Innenraum beherbergt

eine hochprofessionell und mit viel Liebe zum

Detail arrangierte Ausstellung. Bebilderte Informationstafeln

geben ausführlich und anschaulich

Auskunft über die Geschichte der Wassner

Granit-Industrie. Man mag den Raum gar nicht

mehr verlassen (und würde gerne manche Kuratorinnen

und Kuratoren grosser Museen zwecks

Anschauungsunterricht in diese kleine Hütte im

Wald schicken).

2

Mit Freiheitskämpfern hatte

Kissling bereits Erfahrung:

1895 war das von ihm

geschaffene Telldenkmal in

Altdorf eingeweiht worden.

A propos Tell: Schillers «Wilhelm

Tell» war von José Rizal,

der längere Zeit in Deutschland

gelebt hatte und 22

Sprachen gesprochen haben

soll, ins Tagalog, eine

der philippinischen Landessprachen,

übersetzt worden.

Gearbeitet wurde bis weit ins 20. Jahrhundert hinein

in traditioneller Handarbeit. Im ersten Schritt wurden

Granitblöcke – rund drei Tonnen schwere Brocken

– mit Schwarzpulver aus dem Fels gesprengt.

Einige dieser Brocken liegen noch immer unter der

Felswand, aus der sie einst kamen, inzwischen perfekt

getarnt durch Moos- und Flechtenbewuchs. «Gesprengt

wurde nur ein- bis zweimal jährlich», erklärt

Heinz Baumann. «Im Steinbruch selber gab es keine

dafür ausgebildeten Leute. Deshalb wurde jeweils

ein externer Sprengmeister hinzugezogen.»

Mithilfe eines Handkrans wurden die herausgesprengten

Blöcke zum Bearbeitungsplatz verfrachtet

und dort mittels Spaltkeilen, sogenannten Bonjots,

in kleinere Werkstücke aufgespalten. Dies war

ein anspruchsvolles Verfahren: «Da der Urner Granit

[…] keine eindeutig sichtbare Struktur aufweist, war

das Setzen der Bonjot-Keile Spezialistenarbeit»,

liest man auf einer weiteren Tafel. «Nur ein geschultes

Auge sah auf Anhieb, wo ein Keil gesetzt werden

musste, damit der Stein am richtigen Ort spaltete.»

Mit Fäustel und Spitzeisen wurden die Blöcke noch

an Ort zu fertigen Werkstücken verarbeitet. Maschinelle

Unterstützung erhielten die Steinmetze

erst spät: «Die ersten Maschinen – Spaltgeräte mit

Kompressorantrieb – gab es in den Urner Steinbrüchen

erst nach dem Zweiten Weltkrieg».

WASSNER GRANIT IN DER WELT

Auf einer kleinen Wiese, dem früheren Bearbeitungsplatz,

ist eine Reihe von Kolonnensteinen, Beispiele

für im Steinbruch hergestellte Produkte, aufgestellt

– und, etwas unerwartet, auf einem Sockel die Büste

eines Mannes von nicht gerade urschweizerisch zu

nennendem Aussehen. Heinz Baumann erklärt, was

es damit auf sich hat. Doch zunächst noch einmal

zurück in die Geschichte des Steinbruchs.

Die Nachfrage nach Gotthard-Granit hielt auch

nach Vollendung der Eisenbahnlinie an. Der Stein

wurde für seine hervorragende Qualität weit herum

geschätzt; zugleich ermöglichte der Anschluss an

die Bahnlinie den Transport über weite Distanzen.

Beispielsweise nach Basel: Für den Neubau

der Mittleren Rheinbrücke lieferte der Steinbruch

Antonini zu Beginn des 20. Jahrhunderts insgesamt

7700 m 3 Granitquader. Wassner Granit wurde

auch in Bern an illustrer Stelle verbaut: Im Parlamentsgebäude

und im Bundeshaus Ost stammen

einige Treppen sowie Balkondeckplatten aus dem

Steinbruch Antonini. Urner Granit findet man in der

ganzen Schweiz aber auch in gewöhnlichen Gebäuden,

Staumauern, Randsteinen von Strassen,

Brunnen und Kunstobjekten, wenn sich die Steine

auch in vielen Fällen nicht mehr ganz bis zum Herkunfts-Steinbruch

zurückverfolgen lassen.

Zu besonderem Ruhm gelangte der Wassner

Granit durch den philippinischen Nationalhelden

José Rizal. Oder etwas konkreter: Durch den

Schweizer Bildhauer Richard Kissling, welcher im

Jahr 1911 mit der Ausführung eines Denkmals für

den 1896 hingerichteten Freiheitskämpfer Rizal

beauftragt wurde. 2 Kissling schuf eine in Bronze

gegossene Figurengruppe, angeordnet um einen

Obelisken auf einem mehrere Meter hohen Podest.

Obelisk und Podest: in den Wassner Granitsteinbrüchen

gebrochen und zugehauen.

Die grosse Verehrung, die José Rizal auf den Philippinen

bis zum heutigen Tag entgegengebracht

wird, manifestiert sich im Steinbruch-Museum

Antonini. Während die Eröffnung des Museums in

der Schweiz keine grossen Wellen geschlagen hatte,

war sie in Manila sehr wohl registriert worden.

Und so kam es, dass ein Andenken an José Rizal –

weitgereister und hochgebildeter Arzt, Philosoph,

6

03/18


Steinbrüche im Wandel der Zeit

Schriftsteller und Pazifist – nun auch auf der kleinen

Lichtung im Rieswald zu finden ist: Die Büste wurde

eigens für das Museum hergestellt und diesem im

Jahr 2015 übergeben. Seither macht eine philippinische

Delegation alljährlich die lange Reise um den

halben Erdball, um vor dem Denkmal einen Kranz

niederzulegen.

NIEDERGANG UND ENDE DER URNER

GRANITSTEINBRÜCHE

Der Niedergang der Urner Granitsteinbrüche in

der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte

verschiedene Gründe. Viele Steinbrüche waren

unergiebig und schnell ausgebeutet, so dass der

Standort häufig gewechselt werden musste, was

zwangsläufig zu hohen Infrastruktur- und Transportkosten

führte. Die Nachfrage nach Naturstein

im Allgemeinen sank, je mehr sich Beton in beinahe

allen Bau-Bereichen durchsetzte. Zudem erwuchs

dem Gotthard-Granit in Gestalt von Tessiner Gneis

eine Konkurrenz, gegen die er auch auf dem Naturstein-Markt

nicht bestehen konnte. Ein Steinbruch

nach dem anderen musste den Betrieb einstellen.

1973 wurde der Antonini-Steinbruch im Rieswald

an die SBB verkauft, die heute noch Grundbesitzerin

ist. Nachfahrin der alten Firma Antonini,

die einst mehrere Steinbrüche betrieben hatte, ist

die heutige Antonini Graniti SA mit Sitz in Castione.

DER STEINIGE WEG ZUM STEINBRUCH-

MUSEUM

Der Steinbruch hatte Heinz Baumann bereits als

Kind fasziniert. «Wie die Arbeiter jeweils am Abend

ins Dorf zurückkamen, verschwitzt und müde von

der harten Arbeit – dieser Anblick hat sich mir eingeprägt»,

erzählt er. Einer dieser Arbeiter war sein

Grossonkel, der Bruder seiner Grossmutter. Beide

waren als Kinder mit ihrem Vater von Bergamo nach

Wassen gekommen. Der Vater fand Arbeit beim Bau

der Gotthard-Bahn. Die Familie blieb. Die Familiennamen

vieler Wassener legen heute noch klangvolles

Zeugnis ab für ihre ursprüngliche Herkunft. Nicht

zuletzt war auch Steinbruch-Inhaber Michele Antonini

aus der Lombardei in die Schweiz gekommen.

Heinz Baumanns Projekt eines Freilichtmuseums

im stillgelegten Steinbruch stiess nicht überall

auf Enthusiasmus. Während die SBB als Grundeigentümerin

die Idee von Beginn an vorbehaltlos

unterstützte und zum Teil auch als Geldgeberin

figurierte – die Feuerstelle etwa wurde von ihr

finanziert –, war das Interesse in Wassen selber

mässig. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer kamen

häufig von auswärts angereist, zum Teil von

weither; viele von ihnen waren dem Steinbruch wie

Heinz Baumann persönlich verbunden: Ihre Väter

oder Grossväter hatten bei Antonini gearbeitet.

Wie viele Besucherinnen und Besucher das Freilichtmuseum

verzeichne, sei schwierig abzuschätzen,

meint Heinz Baumann. Das Gelände ist ganzjährig

offen zugänglich (der Kompressorenraum von

Mai-November), ausserhalb der Ortschaft gelegen

und kaum einsehbar. Er selber macht jährlich 15-20

Führungen für Gruppen. Gratis für Schulklassen, Touristengruppen

bezahlen einen bescheidenen Preis.

Erst ein kleiner Teil des ehemaligen Steinbruch-Geländes

konnte bisher freigelegt werden.

Heinz Baumann hat noch viele Ideen für sein Museum.

Darunter auch Nutzungsprojekte. Eines davon

werden wir Ihnen in «Kunst und Stein» 05/2018

vorstellen. In der Zwischenzeit: Machen Sie einen

Ausflug nach Wassen und besuchen Sie den alten

Steinbruch im Rieswald. Es lohnt sich.

Der vorliegende Beitrag basiert zum grössten Teil auf den Informationstafeln

des Steinbruch-Museums bzw. auf Aussagen

Heinz Baumanns. Wir bedanken uns herzlich für die Führung

und das freundliche Zurverfügungstellen der historischen Fotos.

Links: Im Herbst 1912 wurden

die in Paris gegossenen

Figuren für das Rizal-Denkmal

nach Wassen transportiert;

das Denkmal wurde

auf dem Bahnhofplatz

probeweise aufgebaut, ehe

es sich auf den Weg nach

Manila machte, wo es im

Jahr 1913 im Rizal-Park

errichtet und eingeweiht

wurde. (Bild: zvg)

Heinz Baumann, Initiant

des Freilichtmuseums Steinbruch

Antonini. Langjähriger

Mitinhaber der Kommunikationsagentur

Baumann

& Fryberg AG in Altdorf, seit

einem Jahr pensioniert,

wohnhaft in Altdorf.

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Steinbrüche im Wandel der Zeit

DER EIGENWILLIGE AUS

DEM SARGANSERLAND

EIN STEIN FÜR INDIVIDUALISTEN IST DER VERRUCANO, DEN DIE MELSER FAMILIE ACKER-

MANN NUN SCHON IN DER SECHSTEN GENERATION ABBAUT. EIN BESUCH IM KLEINEN,

ABER FEINEN STEINBRUCH TIERGARTEN.

Jens Steiner

Oben: Einer der älteren Teile

des Steinbruchs Tiergarten,

in dem Ackermanns

Vorfahren nach traditionellem

Sprengverfahren

arbeiteten.

Fotos: Sören Steiner

Weit reicht die Geschichte des Steinabbaus in

Mels zurück. Bereits in der Römerzeit wurden

am Hügel Chastels Mühlsteine gewonnen (siehe

Beitrag Seite 11), und seit nunmehr 164 Jahren

betreibt das Fami lien unternehmen Ackermann

den Steinbruch Tiergarten. Die Firma ist heute

hauptsächlich im Bau tätig, nur eine bis zwei

Personen arbeiten im Steinbruch. Jahrelang war

dessen Zukunft ungewiss, seit einiger Zeit aber

zieht das Geschäft mit dem Verrucano wieder an.

Andreas Ackermann, seit 2011 Geschäftsführer,

führt das auf eine wiedererstarkte Wertschätzung

des Schweizer Natursteins zurück. Aus ökologischen

Gründen sei man heute eher bereit, den

höheren Preis zu bezahlen. Die teils unmensch-

lichen Bedingungen in asiatischen Steinbrüchen

hätten die Rückbesinnung auf den Schweizer Naturstein

zusätzlich gefördert. Zum Aufschwung

im Tiergarten beigetragen habe auch eine sanfte

Modernisierung des Betriebs. Für die erwünschte

hundertprozentige Besetzung des Steinbruchs

reicht es allerdings noch nicht ganz.

KONTINUITÄT STATT WACHSTUM

Da das Baugeschäft Ackermanns hauptsächliches

Standbein ist, hat er mit dem Steinbruch

keinen Druck. Er freut sich über das vermehrte

Interesse am Verrucano, will aber nicht um jeden

Preis wachsen. Lieber möchte er auf einem

Niveau bleiben, das es erlaubt, den Steinbruch

8 03/18


Steinbrüche im Wandel der Zeit

noch eine oder zwei Generationen weiterzubetreiben.

Die rechtlichen Grundlagen dazu werden

zur Zeit geschaffen.

In einem kleinen Steinbruch wird in der Regel

mehr «von Hand» gearbeitet als auf einem

gros sen. So ist es auch im Tiergarten in Mels.

Wie in den meisten Steinbrüchen kommen hier

bei der Blockgewinnung Diamantseilsägen zum

Einsatz. Allerdings verwendet Ackermann die

eher wenig benutzten Tauchrollen, da ihm für

eine horizontale Bohrung zu wenig Platz zur

Verfügung steht (Bild oben).

Auf dem beschränkten Raum ist viel Fingerspitzengefühl

gefragt, dazu kommt, dass der

eigen willige Melser Verrucano immer wieder

Überraschungen bereitet. Für die Verarbeitung

zu Werkstücken stehen in der Werkhalle nebenan

Seilsägen und eine Tischfräse zur Verfügung.

Diese sind etwas in die Jahre gekommen.

Andreas Ackermann hätte nichts dagegen, sie

durch neue zu ersetzen, aber dafür fehlen vorläufig

die Mittel.

VERRUCANO ALS PLATTEN ODER FELSEN

Ackermann bietet den sehr witterungsbeständigen

Verrucano als Platten oder in Felsform an.

Erstere gespalten oder gesägt und gestockt, verwendbar

als Bodenplatten für Garten oder Küche,

Tische, Mauersteine oder Stellriemen. Der

Felsen wiederum lässt sich unter anderem zu

Brunnen, Cheminées, Mauersteinen oder Blockstufen

verarbeiten und ist selbstverständlich

auch für Grabmäler und Skulpturen verwendbar.

Die Struktur reicht von sehr fein (grobsandig)

bis grob (Konglomerat). Der Stein sei härter als

viele meinen, sagt Ackermann, doch er fände

auch unter Steinbildhauern seine Liebhaber. Gerade

wegen seiner immer wieder andersartigen

Struktur. Tatsächlich finden sich in Ackermanns

Steinlager viele Individuen mit grauen und grünen

Einschlüssen aufgrund der Reduktion von

Eisenverbindungen oder Mustern, die von der

brekziösen Verkittung herrühren.

SPIELERISCHE WERBUNG FÜR DEN STEIN

Mit verschiedenen Ideen versucht Ackermann,

seinen Stein bekannter zu machen. So begegnete

er kürzlich dem Leiter der sozialen Dienste

des Kantons Graubünden, der in geschützten

Werkstätten Artikel aus Naturstein herstellen

lässt. Dies brachte Ackermann auf eine ganz

besondere Idee, und so kam es, dass Ackermann

heute Sackmesser verkauft, die aus Verrucano

gefertigt sind. Auch Glasuntersetzer, Servierplättli

oder aus Platten geschraubte Brunnen

und Pflanztröge sind im Angebot.

Kreativität und Optimismus sind in Mels also

reichlich vorhanden. Andreas Ackermann ist zufrieden

mit dem, was er in den letzten Jahren

erreicht hat, und blickt den anstehenden Herausforderungen

gelassen entgegen. Doch wenn

er erzählt, wie ein neuer Kunde kürzlich in sein

Steinlager kam und sofort in Begeisterung ausbrach,

spürt man, wie sehr sich Ackermann über

jeden zusätzlichen «Anhänger« seines Verrucano

freut.

Links: Blockgewinnung

mittels Tauchrollen: Man

bohrt erst zwei vertikale

Löcher, senkt danach je eine

Tauchrolle in diese hinab

und sägt schliesslich von

oben allmählich in die Tiefe.

Rechts: Ackermanns vielfältiges

Steinlager mit Platten

sowie grösseren Werkstücken.

Andreas Ackermann, Steinbruch

Tiergarten, Mels SG,

ackermann-steinbruch.ch

03/18

9


Baerlocher_Anzeigenserie_188x128mm.qxd 04.02.2011 16:07 Uhr Seite 3

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Steinbrüche im Wandel der Zeit

Foto: Sören Steiner

BEGEHRTES EXPORTPRODUKT

SEIT URZEITEN WURDEN AM MELSER CHASTELSHÜGEL MÜHLSTEINE GEBROCHEN. ANFANG

DES 20. JAHRHUNDERTS BRACH DIE VORMALS BLÜHENDE INDUSTRIE EIN. Jens Steiner

Vor dem Zeitalter der Eisenbahn wurde Naturstein

in der Regel lokal verwendet. Nur für besonders

begehrte Produkte wurden längere Transportdistanzen

in Kauf genommen. Zu diesen Produkten

gehörten Mühlsteine. Es gab nicht viele Gesteine,

die sich hierfür eigneten. In der Schweiz waren

dies vor allem die Muschelkalke des Broye-Bezirks

und des östlichen Jura. Früh erkannte man

auch die Eignung des mit sehr harten Quarzit-Einsprengseln

gespickten Verrucano aus Mels.

Die ältesten durch Funde nachgewiesenen Handmühlen

aus Melser Stein stammen aus der Jungstein

zeit. Auch in der Römerzeit wurden Mühlstei ne

aus Melser Verrucano geschlagen, wie verschiedene

Funde belegen. Meist wurden sie allerdings aus

Findlingen hergestellt. Erst seit dem 9. Jahrhundert

sind im Sarganserland Mühlen urkundlich erwähnt,

und es ist wahrscheinlich, dass damals in der Gegend

auch Mühlsteine gebrochen wurden.

MASSENPRODUKTE FÜR DEN WELTMARKT

Ab dem 17. Jahrhundert waren die Melser Mühlsteinpro

duzenten zunftartig organisiert, und in der

ers ten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm die Produktion

von Mühlsteinen auf dem Chastelshügel

industrielle Ausmasse an. Sie wurden nicht nur in

Getreidemühlen, sondern auch für Frucht-, Gips-,

Zement- und Glasurmühlen eingesetzt. Man zeichnete

den Stein mit einem Zirkel auf dem Fels ein und

schrotete ihn mit dem Zweispitz, dann spaltete man

ihn ab. Dieser letzte Arbeitsschritt war heikel und

erforderte Fingerspitzengefühl und starke Nerven:

Jeder zweite Stein ging dabei in die Brüche.

Die Melser Mühlsteine wurden bereits vor dem

Anschluss ans Eisenbahnnetz ins Ausland exportiert,

so beispielsweise nach Preussen und Ungarn. Ende

des 19. Jahrhunderts gelangten Mühlsteine aus Mels

dann sogar bis nach Afrika. Anton Zimmermann, der

letzte Steinmetz von Chastels, schilderte das Prozedere

rückblickend wie folgt: «Man rüstete jedesmal

zwei Eisenbahnwagen zu je 15 Tonnen zur Steinabnahme.

Es musste schöne Ware sein, aufrechtes

Korn. Die Mühlsteine standen im Steinbruch. Aus

der nahen Seez holte der Meister Wasser und wusch

die Steine ab ... Was den Herren passte, kauften sie,

das andere liessen sie stehen. War die Steinabnahme

vorbei, ging man in den Schlüssel. Die Meister, die

das Geld entgegennahmen, gingen mit. Gleichentags

wurde alles in Goldmark ausbezahlt. ... Wenn

ein solcher Herr kam, bezahlte er den Arbeitern ein

grosses Fass Bier, die Firma dazu Käs und Brot. Das

Fass wurde im Steinbruch geleert.»

Anfang des 20. Jahrhundert begann der Niedergang

der einheimischen Mühlsteinproduktion,

im März 1915 fuhr der letzte Eisenbahnwagen mit

Mühlsteinen aus Mels.

Der ehemalige Mühlsteinbruch

auf dem Chastelshügel

befindet sich mitten

im Wald. Das Gelände mit

seinen zahlreichen halb

herausgehauenen Steinen

wirkt, als wäre es mitten in

der Arbeit verlassen worden.

Quellen:

Infotafeln am Melser Geoweg.

Schweizerische Geotechnische

Kommission (Hg.): Die

mineralischen Rohstoffe der

Schweiz, Zürich 1997.

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Steinbrüche im Wandel der Zeit

Fotos: Sören Steiner

DER ELEGANTE IM

LEOPARDENKLEID

SEIT GENERATIONEN BAUT DIE FAMILIE OBRIST IM AARGAUISCHEN OBERHOFEN DEN AUF-

FÄLLIG GEMUSTERTEN SCHILFSANDSTEIN AB. ZUM START DER NEUEN SAISON HABEN WIR

DEM BETRIEB EINEN BESUCH ABGESTATTET.

Jens Steiner

Oben: Gestrichelt, schraffiert

oder leopardenmässig

gefleckt ‒ der Schilfsandstein

ist meist sehr lebendig

gemustert.

Unscheinbar ist die offene Stelle in der Landschaft,

junge Bäume und Gebüsch umwuchern das Gelände,

als ob es einer Tarnung bedürfe. Die Rede

ist vom Steinbruch Röt oberhalb von Gansingen

im aargauischen Mettauertal. Der einzige in der

Schweiz, in dem noch heute Schilfsandstein ‒ hier

auch Röt genannt ‒ gebrochen wird.

Brechen ist hier für einmal ein sehr passendes

Wort. Der fein- bis mittelkörnige Stein wird buchstäblich

aus dem Berg herausgeschlagen, sprich:

erst wird mit Luftdruck abgebohrt ‒ alle zehn Zentimeter

ein Loch ‒, dann mit dem Keil abgetrieben.

Die Anwendung einer Diamantseilsäge verbietet

sich hier, weil das Gelände bereits sehr feucht ist

und nicht noch mehr Wasser erträgt. Ausserdem

ist der Stein bereits an vielen Stellen gespalten,

was das Sägen ohnehin erschweren würde.

André Obrist betreibt den Steinbruch Röt in

vierter oder vielleicht auch fünfter Generation.

So genau wisse man das nicht, sagt er mit einem

Schmunzeln. Jedenfalls sei die Tradition sehr

alt, und es reiche auch noch mindestens für zwei

oder drei weitere Generationen. Im Gegensatz zu

anderen Steinbruchbetreibern besitzt Obrist das

Gelände. Auflagen zu erfüllen hat er trotzdem,

da er seit einigen Jahren eine Abbaubewilligung

braucht.

KUNSTWERKE DER NATUR

Aufgrund der genannten Spaltungen und immer

wieder auftretender Kalkablagerungen entsteht

viel Ausschussware. Es gelte nach Sektionen zu

suchen, die ganze Blöcke hergeben, was nicht

ganz einfach sei, so Obrist. Die Kalkab lagerungen

12 03/18


Steinbrüche im Wandel der Zeit

sind allerdings nicht ganz nutzlos. Regelmässig

stösst Obrist auf besonders geformte Stücke,

die fast immer ihre Liebhaber finden. Viel seltener

und deshalb ganz besondere Geschenke

sind Versteinerungen. Von ihnen hat der Stein

seinen Namen bekommen. Allerdings ist es nicht

Schilf, sondern Schachtelhalm aus der Zeit, als

der Stein entstanden ist, vor rund 220 Millionen

Jahren. Die schönsten Versteinerungen behält

Obrist für sich selber, auch wenn ihm schon

mehrere tausend Franken für ein Stück geboten

wurden.

Auch das Material, das zu Werkstücken gesägt

wird, kommt zuweilen in ganz besonderen Varianten

vor. Grundsätzlich bietet Obrist den Stein in

den zwei Varianten rot und gelb an. Doch manchmal

ist er zusätzlich kreuz und quer schraffiert,

manchmal wirkt er wie mit feinem Pinsel betupft,

und gelegentlich erinnert die Musterung an ein

Leopardenfell.

Auf die Frage, wie sich der Geschäftsgang in den

letzten Jahren entwickelt habe, antwortet Obrist

ohne Zögern. Sehr gut, vor allem im Bereich Gartenbau,

wo Naturstein gross im Kommen sei, aber

auch bei den Öfen. Der Schilfsandstein eignet sich

ganz besonders für Öfen, die für Obrist einen beträchtlichen

Teil des Geschäfts ausmachen. Nur in

den Achtzigerjahren sei es noch besser gelaufen,

aber dann kam der Dämpfer aufgrund von neuen

Feinstaubvorschriften.

Obrist hat einen Mitarbeiter, seine Frau übernimmt

die administrativen Arbeiten. Für den Sommer

könnte er locker einen zusätzlichen Mitarbei-

ter einstellen, aber im Winter muss der Steinbruch

ruhen, was zu längerer Unterbeschäftigung führen

würde.

VIELFÄLTIGES ANGEBOT

Zur Verarbeitung des Steins stehen in der Werkhalle

eine Fräse und eine Diamantgattersäge bereit.

Auch modernste Maschinen ändern nichts an der

alten Tatsache, dass Steinverarbeitung ein langsames

Geschäft ist, denkt man, während Obrists

Gattersäge sich mühselig durch den Stein arbeitet.

Knapp 30 Zentimeter schafft sie pro Stunde. Was

den einen frustriert, fasziniert den anderen immer

wieder von Neuem.

Zusätzlich zum Röt hat Obrist auch eine ausgewählte

Palette von anderen Steinen im Angebot.

Darunter Schiefer und Basalt aus Italien, Mainsandsein

und Leistädter Sandstein. Neben dem

Steinbruch, dem Steinhandel und dem Ofenbau,

bei dem eng mit Hafnern zusammengearbeitet

wird, führt Obrist auch Steinmetzarbeiten bei

Sanierungen aus, vor allem Fenster- und Türeinfassungen

sowie Wandverkleidungen. Eine weitere

Spezialität sind Brunnen. Obrist hält permanent

Ausschau nach Brunnen, die entsorgt

werden sollen. Er übernimmt und saniert sie und

kann sie so zu guten Preisen neu anbieten. Auf

diese Weise hat er in jüngster Zeit Dorfbrunnen

in Kilchberg und Sachseln installiert.

Viel Geschäftigkeit also im idyllischen Mettauertal.

Man freut sich darüber und staunt, dass all

dies jenem unscheinbaren, perfekt getarnten Gelände

ob Gansingen zu verdanken ist.

Links: Eine der komplettesten

und schönsten Versteinerungen

von Schachtelhalm

aus dem Steinbruch

Röt.

Rechts: Je weicher der Stein,

desto enger aneinander

müssen die Löcher gebohrt

werden, bevor es ans Spalten

geht.

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03/18

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Steinbrüche im Wandel der Zeit

STEINPRODUZENTEN

UNTER DRUCK

IN DER SCHWEIZ GIBT ES IMMER WENIGER STEINBRÜCHE FÜR FESTGESTEINE. «KUNST

UND STEIN» HAT SICH IN SIEBEN BETRIEBEN MIT JE SECHS GLEICHLAUTENDEN FRAGEN

NACH DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN SITUATION UND DEN ZUKUNFTSPERSPEKTI-

VEN DER BRANCHE ERKUNDIGT.

Umfrage: Robert Stadler

Hans-Jakob Bärlocher,

Bärlocher Steinbruch Steinhauerei

AG, Staad SG

WIE BEURTEILEN SIE GENERELL DIE GEGEN-

WÄRTIGE WIRTSCHAFTLICHE LAGE IN DEN

SCHWEIZERISCHEN STEINBRUCHBETRIEBEN?

Hans-Jakob Bärlocher: Die meisten Betriebe

sind zurzeit gut ausgelastet. Aber es gibt Unterschiede.

Natursteine unterliegen bekanntlich

gewissen Trends von Farben und Strukturen. Momentan

sind die dunkleren, einheitlichen Texturen

«in». Auch gibt es Steine, die durch namhafte

Architekten verwendet werden und dadurch auf

dem Markt gut eingeführt sind, beispielsweise

der Valser Quarzit.

Christian Kuster: Wir erachten die allgemeine Situation

grundsätzlich als gut. In der Schweiz wird

noch immer sehr viel gebaut. Allerdings gibt es

regional grössere Unterschiede. Im Raume Zürich/

Zürichsee, wo unser Unternehmen hauptsächlich

tätig ist, dürfen wir diesbezüglich sehr zufrieden

sein, dies vor allem im Neubaubereich. Im Renovationsbereich

ist dagegen nicht so viel los.

Thomas Meier: Die Nachfrage nach Natursteinen

hat in den letzten 20 Jahren zugenommen. Importe

aus dem europäischen Raum sind stark im

Vormarsch und machen vor allem Steinbrüchen

16 03/18


Bollinger Sandsteinbruch Brand der Müller

Natursteinwerke AG, Neuhaus. Der Abbau

von bis zu 25 Tonnen schweren Blöcken erfolgt

in bis zu 60 Meter tiefen Schächten.

Fotos: Werkbilder (10) und Robert Stadler (3)

Steinbrüche im Wandel der Zeit

Sorgen, die vorwiegend für den Strassenbau tätig

sind. Der Import aus dem asiatischen Raum ist

dagegen in jüngster Zeit rückläufig; Grund dafür

sind hauptsächlich Probleme und Vorbehalte bezüglich

der dortigen Arbeitsbedingungen und der

langen Transportdistanzen.

Andreas Müller: Für die Gesamtbranche kann ich

nicht sprechen, da ich die Situation in anderen Steinbrüchen

zu wenig gut kenne. Bei uns selber stelle

ich aber einen harten Kampf um jeden Auftrag fest.

Giovanni Polti: Trotz mancher Schwierigkeiten

scheint mir die Situation gar nicht so schlecht

zu sein. Viele klagen, aber eigentlich geht es den

meisten relativ gut.

Christian Thomann: Heute wird leider massiv

zu viel importiert, sodass durch die absehbare

weitere Schrumpfung der schweizerischen Steinbruchbetriebe

die Preise unserer einheimischen

Steine noch weiter steigen werden. Zumindest für

Renovationen wird es in der Schweiz aber auch in

Zukunft immer Steinbrüche brauchen.

Claudio Toscano: Schweizer Steine liegen grundsätzlich

im Trend. Die öffentliche Hand wie auch

Private schätzen regionale Natursteine. Jedoch

entscheidet nicht nur die Regionalität, sondern

auch der Preis.

WO GIBT ES PROBLEME? WO DRÜCKT DER

SCHUH AM MEISTEN?

Bärlocher: Problematisch sind vor allem das hohe

Schweizer Kostenniveau und parallel dazu die Importe

aus Billiglohnländern. Die Kunden vergleichen

die Preise und haben oft wenig Verständnis

für unsere Situation. Ich weiss nicht, wie lange wir

noch zu 100 Prozent in der Schweiz produzieren

können. Ein grosser Teil der Tessiner Steine wird

ja schon seit langem in Italien verarbeitet.

Kuster: Die hohen Arbeitskosten und die vielen

Auflagen bezüglich Abbau, Rekultivierung usw.

drücken den Preis unserer ohnehin schon teuren

Schweizer Natursteine zusätzlich nach oben. Im

Export haben wir kaum mehr Chancen. Der Markt

in Deutschland ist – zumindest für unseren eigenen

Sandstein – so gut wie tot.

Meier: Bei öffentlichen Auftragsvergaben werden

die Kriterien für den Naturstein oftmals sehr ungenau

definiert. Steht der Preis an erster Stelle, geht

der Auftrag meist an ausländische Anbieter, weil

Schweizer Steinbrüche preislich nicht mithalten

können. Das grösste Problem bei dieser Vergabepolitik:

Der Bauherr bekommt oft nicht das, was

er eigentlich will. Gemäss seinen Vergabekriterien

muss er das günstigste Produkt kaufen, obwohl

er vielleicht gerne den Steinbruch nebenan berücksichtigen

würde. Gesellschaft und Politik in

der Schweiz stellen bekanntlich sehr hohe Anforderungen

an den Arbeits- und Umweltschutz.

Man fordert vergleichsweise hohe Mindestlöhne

und beim Abbau von Natursteinen immer höhere

Auflagen und Gebühren. Auch wir stehen klar hinter

diesen Forderungen, denn auch uns ist es ein

Anliegen, dass Umwelt und Mitarbeiter geschützt

und anständige Löhne für die harte Arbeit bezahlt

werden. Die so entstehenden hohen Kosten verteuern

aber unsere Produkte gegenüber ausländischen

Anbietern, welche diese Auflagen nicht im

selben Masse haben wie wir. Handkehrum wird bei

öffentlichen Ausschreibungen oft der Preis an die

erste Stelle gerückt. Das passt nicht zusammen.

Müller: Am meisten Sorgen macht mir die Tendenz,

in der Renovierung übermässig viel Bausubstanz

nur noch zu flicken, statt nachhaltig zu

erneuern – dies meist aufgrund von Vorgaben der

Denkmalpflege. So ist auch ein Teil des Steinhauer

Know-hows gefährdet!

Polti: Der hohe Frankenkurs hat uns in den vergangenen

Jahren vor ernsthafte Probleme gestellt.

Die daraus resultierenden Billigimporte aus dem

Euroraum haben wir deutlich zu spüren bekommen.

Für den Garten- und Landschaftsbau

bestimmte

Blöcke aus Rorschacher

Sandstein im Bärlocher-

Steinbruch Krähenwald

oberhalb von Staad.

Thomas Meier, Guber Natursteine

AG, Alpnach Dorf OW

Giovanni Polti, Alfredo Polti

SA, Grono

03/18

17


Steinbrüche im Wandel der Zeit

Steinbruch der Guber Natursteine AG,

Alp nach Dorf. Der Guber-Quarzsandstein

ist das wohl bekannteste Naturstein-Pflastermaterial

der Schweiz.

Polti: Vor allem aus Italien ist der Druck sehr gross.

Hätten wir in den letzten Jahren den Preiskampf

mitgemacht, so hätten wir heute sicherlich noch

einige Probleme mehr.

Thomann: Der Druck kommt nicht direkt aus dem

Ausland, sondern von Schweizer Händlern, die

ausschliesslich importieren.

Thomann: Das Hauptproblem sind die stark zunehmenden

Steinimporte. Zu den meisten Schweizer

Steinen gibt es ausländische Alternativen, die von

Händlern auf den Markt geworfen werden.

Toscano: Ausländische Natursteine sind in der

Regel günstiger, was auch unsere Preise unter

Druck setzt. Ebenso spüren wir die momentane

Keramikwelle. Nichtsdestotrotz haben auch wir

Schweizer Betriebe gute Chancen, im Ausland Projekte

auszuführen.

Christian Thomann, Gebr.

Thomann AG, Liesberg BL

Christian Kuster, J. & A.

Kuster Steinbrüche AG Bäch,

Freienbach

Andreas Müller, Müller Natursteinwerke

AG, Neuhaus SG

Toscano: Die Preise gehen in der Tendenz nach

unten. Bei Projekten wird oftmals erst im letzten

Moment entschieden. Das führt zu starken

Auftragsschwankungen und Planungsschwierigkeiten.

WIE STARK SPÜREN SIE DEN DRUCK VON

AUSLÄNDISCHEN MITBEWERBERN?

Bärlocher: Der Druck wächst langsam aber stetig.

Im Fassadenbereich sind wir schon lange nicht

mehr konkurrenzfähig. Vorgehängte Fassaden

werden in der Schweiz meist durch deutsche Unternehmen

gebaut. Neu bieten deutsche Firmen

nun auch Renovationsarbeiten an.

Kuster: Nebst der Produktion der eigenen

Sandsteine importiert unser Unternehmen selber

Natursteine aus verschiedenen Ländern. Auch in

diesem Angebotsbereich ist der Druck ausländischer

Anbieter aufgrund unserer hohen Produktionskosten

deutlich spürbar.

Meier: In den letzten fünf Jahren hat der Druck

stark zugenommen. Unter dem Spardruck des

Bauherrn werden bei grösseren öffentlichen Submissionen

oft Varianten mit ausländischen Natursteinen

angeboten, was dann meist keine andere

Möglichkeit mehr offen lässt, als den preisgünstigsten

Stein auszuwählen.

Müller: Im Renovationsbereich spüren wir den

Druck nicht allzu stark, im Neubau aber schon.

Das drückt natürlich das Preisniveau.

IN DER SCHWEIZ BAUEN HEUTE BEREITS

MEHRERE BETRIEBE UNTERIRDISCH AB. IST

DAS FÜR IHREN STEINBRUCH EINE OPTION?

Bärlocher: Nein, für uns ist das leider keine Option.

Für die Decke einer Kaverne wären die Schichten

des Rorschacher Sandsteins zu dünn. Man könnte

daher nur sehr kleine Kavernen erstellen, oder

man müsste einen übermässig grossen Aufwand

für die Verankerung betreiben.

Kuster: Mit der Kaverne Lehholz betreibt unser

Unternehmen in der Deutschschweiz den ersten

grossen vollmechanisierten Untertageabbau in

einem Steinbruch für Festgesteine («Kunst und

Stein» 6/2014). Diese Abbauart hat sich bisher gut

bewährt. Manche Probleme bezüglich Bewilligungsverfahren,

Landschaftsschutz, Rekultivierung

oder Winterbetrieb lassen sich damit vermeiden

oder zumindest reduzieren.

Meier: Nein, für unseren Guber-Steinbruch ist das keine

Alternative, da unsere Bänke viele vertikale Risse

aufweisen und auch oft unstabile Klüfte vorkommen.

Müller: Theoretisch ist das auch bei uns eine Möglichkeit.

Momentan ist aber noch nichts geplant.

Polti: Der unterirdische Abbau ist bei uns bereits

Tatsache. Einen ersten Versuch haben wir 2002 gestartet

und 2010 fortgesetzt. Nach der Übernahme

des benachbarten Steinbruchs Lino Polti mussten

wir 2013 wieder etwas bremsen. Seit diesem Jahr

arbeiten wir nun erneut daran. Der unterirdische

18

03/18


Gesamtansicht des Werk areals der Gebr.

Thomann AG, Liesberg. Hier werden

Liesberger und Laufener Jurakalksteine

abgebaut und verarbeitet.

Steinbrüche im Wandel der Zeit

Steinabbau ist für uns die einzige Möglichkeit, um

auch in 20 Jahren noch Calanca-Gneis anbieten

zu können.

Thomann: Das könnte möglicherweise auch bei

uns funktionieren, wir haben es aber noch nicht

geprüft. Die Frage ist, ob sich solche Investitionen

für den Abbau von 400 bis 600 m 3 Naturstein pro

Jahr lohnen.

Toscano: Nein, zurzeit nicht.

WIE SEHEN SIE DIE LANGZEITPERSPEKTIVEN?

Bärlocher: Es wird zu weiteren Strukturbereinigungen

kommen, und bestimmt werden noch

mehr Steinbrüche schliessen müssen. Für Betriebe

mit zu vielen Altlasten wird es nicht einfach

werden. Mit Altlasten meine ich Investitionsrückstände,

mangelhafte Bewilligungen, schlechte

Abbaukonzepte und Rückstände in der Auffüllung

und Rekultivierung von fertig ausgebeuteten

Steinbrüchen. In unserem Betrieb werden wir in

den nächsten zwei Jahren mit einem Erweiterungsprojekt

starten und so versuchen, den Abbau

längerfristig zu sichern. Was allerdings mit

sehr hohen Kosten verbunden ist.

Kuster: Naturstein wird seit einigen Jahren verstärkt

von Keramik und Kunststein (z.B. Engineered

Stone) konkurrenziert. Allerdings sehen wir

diesen Trend bereits wieder etwas am Abflachen.

Naturstein bleibt grundsätzlich ein gefragtes und

beliebtes Material, hat also weiterhin Zukunft.

Meier: All jene Steinbruchunternehmen, die auch

Spezialanwendungen anbieten, haben meines

Erachtens auch in Zukunft eine gute Chance zu

überleben. Wenn bei den Submissionen aber kein

klares Umdenken stattfindet, werden viele Mühe

bekunden und Personal reduzieren müssen.

Müller: Das ist schwierig zu beantworten. Grundsätzlich

denke ich aber, dass unser Material noch

lange gefragt sein wird. Vor allem hoffe ich auf ein

Umdenken in der Denkmalpflege, was das Thema

«Substanzerhaltung» anbelangt.

Polti: Wie sich der internationale Markt entwickelt,

ist schwer vorauszusagen. Mitentscheidend ist dabei,

wie schnell und wie stark sich die Entwicklungsländer

und die schwachen EU-Länder in den nächsten

Jahren entwickeln werden und wie sich das auf

ihre Preise auswirken wird. Zudem haben wir in den

vergangenen zehn Jahren erfahren, dass unsere Tätigkeit

auch durch die Finanzwirtschaft beeinflusst

werden kann. Allein schon die Wechselkursschwankungen

können uns in ernsthafte Schwierigkeiten

bringen. Und schliesslich werden auch unsere Umwelt-

und Planungsgesetze grosse Auswirkungen auf

uns haben. Einfacher wird es also bestimmt nicht.

Thomann: Na ja... Energetisch betrachtet ist

Naturstein ohnehin schon eine «graue Wolke».

Untertageabbau von Bollinger

Sandstein im Steinbruch

Lehholz der J. & A. Kuster

Steinbrüche AG Bäch,

Freien bach. Die unterirdische

Steingewinnung wird

auch in anderen Steinbruchbetrieben

immer mehr zu

einer Option.

03/18

19


Steinbrüche im Wandel der Zeit

Stufenweiser Abbau von Andeer

Gneis im Steinbruch Bärenburg der

Toscano Naturstein AG, Andeer.

Nachfolge im Betrieb. Am 1. November 2018 wird

mein Sohn Christian Bärlocher in die Firma eintreten.

Es ist vorgesehen, dass er nach einer etwa

zweijährigen Einarbeitungsphase die Geschäftsleitung

übernimmt.

Steinbruch Arvigo der

Alfredo Polti SA. Auch hier

soll künftig der unterirdische

Abbau eine wichtige Rolle

spielen.

Ich hoffe auf massiv höhere Preise bei LKW- und

Schifftransporten, sodass schwere Produkte wieder

vermehrt ortsspezifisch eingekauft werden

müssten. Wahrscheinlich sind Steintransporte im

Vergleich zu allen übrigen Gütern, die auf unserem

Planeten herumgeschoben werden, aber nicht relevant,

und so sehe ich zumindest für die nächsten

20 Jahre diesbezüglich keine Besserung...

Toscano: Einheimische Produkte mit ihren vielen

Vorteilen sind sicher auch in Zukunft gefragt. Jedoch

müssen sie konkurrenzfähig produziert werden

können. Dies verlangt gerade in der Schweiz

einen hohen Automatisierungsgrad mit einem

modernen Maschinenpark.

WAS GIBT ES NEUES IN IHREM BETRIEB?

Bärlocher: Das wichtigste interne Projekt für die

nächsten zwei Jahre betrifft die Sicherung meiner

Meier: Im Dezember 2017 haben wir die Bewilligung

zur Erschliessung des neuen Abbaugebietes

West erhalten. Die Inbetriebnahme der ersten Abbauetappe

erfolgt 2018. Weitere laufende interne

Projekte sind der Neubau/Umbau der bestehenden

Fräshalle mit neuer Flamm- und Produktionshalle

sowie unseres Personalhauses.

Müller: Unser Betrieb darf ab Herbst 2018 für

den Neubau der Zürich-Versicherung am Mythenquai

in Zürich die Fassadenplatten aus Bollinger

Sandstein liefern.

Polti: Wir verfolgen schon seit vielen Jahren eine

klare Strategie und beobachten, dass Grossaufträge

meist zu Preiskämpfen und zu Produktionsengpässen

führen und zudem keine genügende Risikoverteilung

erlauben. Unser Angebot richtet sich

an eine vielfältige und treue Kundschaft, mit der

wir teilweise seit Jahrzehnten zusammenarbeiten

und die uns immer wieder mit meist kleineren,

aber sehr feinen Aufträgen betraut. Zwar ist auch

diese Strategie nicht risikolos, sie hat sich für uns

aber bis heute bewährt.

Thomann: Unser Betrieb produziert zur Zeit die

Kalkstein-Fassade für die Kunsthaus-Erweiterung

in Zürich («Kunst und Stein» 1/2018).

Toscano: Wir versuchen mit einer stetigen Modernisierung

die Kosten im Griff zu halten und die

Qualität unserer Produkte zu steigern.

Befragte Personen

Hans-Jakob Bärlocher, Bärlocher Steinbruch und Steinhauerei

AG, Staad SG

Christian Kuster, J. & A. Kuster Steinbrüche AG Bäch, Freienbach

SZ

Thomas Meier, Guber Naturstein AG, Alpnach Dorf OW

Andreas Müller, Müller Natursteinwerk AG, Neuhaus SG

Giovanni Polti, Alfredo Polti SA, Arvigo / Grono GR

Christian Thomann, Gebr. Thomann AG, Liesberg BL

Claudio Toscano, Toscano AG Naturstein, Andeer GR

20 03/18


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Portrait

«OFT KAMEN WIR MIT

LIEFERN KAUM NACH»

ANNA POLTI AUS DEM SÜDBÜNDNERISCHEN DORF GRONO IM MISOX IST SO ETWAS WIE

DIE «GRAND OLD LADY» DER SCHWEIZER NATURSTEININDUSTRIE. «KUNST UND STEIN»

HAT SIE ZU IHRER LANGJÄHRIGEN BERUFLICHEN TÄTIGKEIT UND ÜBER VERÄNDERUNGEN

IN DER STEINBRANCHE SEIT DEN 1950ER-JAHREN BEFRAGT.

Interview: Robert Stadler

«Kunst und Stein»: Frau Polti, Sie sind seit

mehr als sechs Jahrzehnten im Steinbruchund

Steinverarbeitungsunternehmen Alfredo

Polti SA tätig. Zusammen mit ihrem Mann

haben Sie die Firma auf- und ausgebaut. Wie

hat für Sie alles angefangen?

Anna Polti: Mein Mann Alfredo, den ich immer

Fredy genannt habe, hat das Unternehmen

1950 gegründet. Vorher hatte er bei der Firma

Antonini in Castione eine vierjährige Steinhauer-Lehre

absolviert und war anschliessend

einige Jahre im Steinbruchbetrieb seines Vaters

Giovanni Polti in Arvigo im Calancatal

tätig gewesen. Zur Gründung eines eigenen

Unternehmens kam es, weil sich Fredy, anders

als sein Vater, moderner einrichten wollte und

er den Handel mit Calanca-Gneis selbst und

nicht über Wiederverkäufer abwickeln wollte.

Auch drängte es ihn vermehrt auf den Deutschschweizer,

den welschen und den ausländischen

Markt. Fredy hatte einen starken Unternehmergeist

und viel Mut.

22 03/18


Anna Polti kann am 14. Juni 2018 ihren 86. Geburtstag feiern.

Sie ist auch heute noch fast täglich während ein paar Stunden

im Büro anzutreffen. (Foto: Robert Stadler)

Portrait

Wie sah sein neuer Betrieb aus?

Fredy liess bei dem – heute nicht mehr existierenden

– RhB-Bahnhof Grono eine Werkhalle

bauen und installierte darin mehrere Verarbeitungsmaschinen:

eine Gattersäge, zwei Fräsmaschinen,

eine Schleifmaschine und einen

Brückenkran. Ich kann mich noch gut erinnern:

Auf dem Vorplatz standen ein einfacher

Kran und daneben zwei Holzböcke, darüber

lag eine Steinplatte für das Stocken. In einem

separaten kleinen Gebäude lief ein Kompressor

zum Betrieb der Druckluftwerkzeuge. Das

war alles. Das Rohmaterial bezog Fredy vom

Steinbruchbetrieb seines Vaters Giovanni Polti

(1892-1957), der 1920 als Pionier den ersten

Steinbruch für Calanca-Gneis in Arvigo eröffnet

hatte.

Haben Sie Ihren Mann 1950 schon gekannt?

Nein, wir haben uns erst 1954 kennengelernt

und haben im Juli 1955 geheiratet. Gleichzeitig

bin ich auch ins Geschäft eingetreten. Obwohl

ich aus einer Holz- und nicht aus einer

Steinfamilie stamme, habe ich mich schnell

zurechtgefunden. Mein Mann und ich waren

beide jung, motiviert und sehr zuversichtlich.

In meiner Ausbildung hatte ich mir ein Handelsdiplom

erworben; da war es naheliegend, im

Unternehmen die administrativen Arbeiten zu

übernehmen, also die Buchhaltung, das Lohnund

das Offertwesen, die Vor- und die Nachkalkulation,

die allgemeine Korrespondenz usw.

Die mehr technischen und fachlichen Arbeiten

brachte mir mein Mann bei: das Planlesen, das

Erstellen von Stücklisten, Preislisten und anderes

mehr. Oft habe ich meinem Mann auch bei

Massaufnahmen auf Baustellen geholfen oder

ihn auf Geschäftsreisen begleitet. So lernte ich

alle Betriebsabläufe von Grund auf kennen.

Die Arbeit machte mir Freude, sie war für mich

mehr Vergnügen als Pflicht.

Wie hat sich der Betrieb nach Ihrem Eintritt in

die Firma entwickelt?

Schon vor unserer Heirat hatte Fredy bereits

16 Arbeiter beschäftigt. Die meisten waren

Steinhauer, dazu kamen zwei Fräser, ein «Segantino»

für die Bedienung der Gattersäge

und zwei Hilfsarbeiter. Fredy bearbeitete den

Deutschschweizer Markt mit viel Energie. So

mietete er beim Bahnhof Thalwil ein Stück

Land und baute darauf eine permanente kleine

Ausstellung auf, gleichzeitig stellte er einen

Deutschschweizer Vertreter ein. So wurde unser

Calanca-Gneis immer bekannter. Nicht nur

in der Schweiz, sondern auch im Ausland, vor

allem in Deutschland. Weitere Kunden hatten

wir in Italien, Frankreich, Belgien, Japan, den

USA sowie im Fernen und Mittleren Osten. Der

Natursteinhandel basierte damals noch stark

auf persönlichen Beziehungen und auf gegenseitigem

Vertrauen. Dank Qualität und pünktlicher

Lieferung konnten wir ausgezeichnete

Geschäftsbeziehungen aufbauen. Nicht selten

entwickelten sich daraus langjährige freundschaftliche

Kontakte, die in zweiter oder dritter

Generation teilweise heute noch bestehen.

Manche Kunden kamen direkt in unser Büro

oder in den Steinbruch, oft ohne sich vorher anzumelden.

Zeitweise hatten wir so viele Bestellungen,

dass wir mit Liefern kaum nachkamen.

Hatten Sie keine Mitbewerber, die Ihnen die

Kunden streitig machten?

Die Konkurrenz war damals nur lokal und eher

schwach; ausländische Mitbewerber gab es

zudem so gut wie keine, höchstens solche aus

Italien mit Steinsorten im Angebot, die in der

Schweiz nicht vorkamen.

Wie ging es weiter?

1960, drei Jahre nach dem Tod seines Vaters,

konnte mein Mann in Arvigo einen der beiden

Steinbrüche der Familie Polti übernehmen; der

andere ging an seinen jüngeren Bruder Lino.

Sechs Jahre später kaufte Fredy zusätzlich den

angrenzenden Steinbruch der Firma Mazzola

+ Co. Unser Geschäft lief gut. In den 1960erund

frühen 1970er-Jahren beschäftigten wir

zeitweise zwischen 100 und 120 Mitarbeiter. Im

Tal selbst gab es nicht genügend Arbeitskräfte.

Etwa zwei Drittel der damals Beschäftigten waren

Italiener, sie stammten aus fast allen Landesgegenden,

vom Veltlin bis Sizilien, manche

auch von den Inseln Sardinien, Elba und Giglio.

Damals wurde in den Steinwerken wohl noch

sehr viel mehr von Hand gearbeitet als heute.

Ja, das änderte sich aber ab Anfang der

1970er-Jahre. Damals liessen wir in Arvigo eine

grosse Werkhalle erstellen und gleichzeitig den

Maschinenpark vollständig modernisieren.

03/18

23


Portrait

Im 1950 eröffneten früheren Werk von

Alfredo Polti in Grono. (Foto: zvg)

Wie hat man früher die Steine zu den Kunden

transportiert?

Meine persönlichen Erlebnisse reichen zwar

«nur» etwas über 60 Jahre zurück, bezüglich

Abbau-, Verarbeitungs- und Transporttechnik

hat sich in dieser Zeit aber unglaublich viel verändert.

Man könnte darüber ein ganzes Buch

schreiben – und es wäre noch längst nicht alles

erzählt. Ich erinnere mich, wie Mitte der

1950er-Jahre die Ware ab unserem Werk Grono

noch mit Pferden zum Bahnhof gebracht

wurde. Die Calanca-Strasse konnte zu jener

Zeit nur von Lastwagen mit einem Gewicht bis

20 Tonnen befahren werden. Unsere regional

tätigen Kunden aus dem Misoxertal und dem

Tessin haben die Steine schon damals meist

direkt ab Steinbruch in ihr Lager oder auf ihre

Baustellen transportiert. Ab 1967, nach der Eröffnung

des San Bernardino-Tunnels, konnten

wir unsere Kunden im Kanton Graubünden mit

unseren eigenen LKW beliefern. Der Grossteil

der Steintransporte in die übrige Deutschschweiz

und nach Deutschland erfolgte dagegen

bis zur Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels

noch mit der Bahn, bis 1970 mit der RhB

ab Grono, später mit den SBB ab Castione. Der

Bahntransport war allerdings ziemlich teuer

und umständlich. Nicht selten gab es auch Reklamationen

wegen Transportschäden. Später

wurde die Calanca-Strasse für LKW mit Gewichten

bis zu 28 Tonnen geöffnet, und schliesslich

– nach langen politischen Diskussionen – wurden

auch 40-Tonnen-Sattelschlepper zugelassen.

Heute werden unsere Steine ausschliesslich

auf der Strasse transportiert.

Steinbruch-Szene mit

massivem Holzkran aus

den 1940er-Jahren, zur

Zeit als der Steinbruch in

Arvigo von Giovanni Polti

(1892-1957, dem Schwiegervater

von Anna Polti bzw.

dem Grossvater der heutigen

Unternehmensleiter

Giovanni Polti und Vania

Polti Ambrosini, betrieben

wurde. (Foto: zvg)

Danach benötigten wir weniger, dafür besser

ausgebildete Mitarbeiter. Das Werk in Grono

– nicht aber das Büro – wurde geschlossen,

und die bisher dort tätigen Mitarbeiter wurden

nach Arvigo versetzt. Mit der Modernisierung

stieg auch die Produktion, und die Kundschaft

wurde noch internationaler. So durften wir Ende

der 1970er-Jahre beispielsweise 12’000 m 2

Calanca-Fassadenplatten für einen Neubau

der Deutschen Bank in Düsseldorf liefern.

Parallel zur Arbeit im Steinbruch hat sich

während ihrer langen Karriere auch die Büroarbeit

stark verändert. Wie haben Sie diesen

Wandel erlebt?

Noch bis Ende der 1960er-Jahre habe ich meine

Arbeit grösstenteils per Telefon und Briefpost

erledigt. Viele Aufträge wurden auch bei persönlichen

Begegnungen mit den Kunden abgewickelt,

nicht selten direkt auf der Baustelle. Im

Büro arbeitete ich zunächst auf einer mechanischen

Schreibmaschine und einer der ersten

Olivetti-Rechenmaschinen. Dann kamen die

elektrische Schreibmaschine, der Telex, der Fax

und schliesslich der Computer. Ich habe mich

immer bemüht, mit der technischen Entwicklung

mitzuhalten. Noch mit 72 Jahren besuchte

ich einen Computerkurs, was ich als besonderes

Abenteuer empfand. Auch die Art der Werbung

hat sich stark verändert. Früher beschränkten

wir uns auf Inserate in Fachzeitschriften sowie

auf den Versand von Prospekten, Rundschreiben

und Steinmustern. Heute spielen die Teilnahme

an Fachmessen sowie vor allem unser

Internet-Auftritt eine wichtige Rolle. Allerdings

bin ich überzeugt, dass zufriedene Kunden auch

heute noch die beste Werbung sind.

Sie waren schon in jungen Jahren eine sehr

aktive Geschäftsfrau und haben gleichzeitig

mehrere Kinder grossgezogen. Wie haben Sie

das beides nebeneinander geschafft?

Ja, wir waren eine grosse Familie. Zwischen

1956 und 1967 habe ich sechs Kinder zur Welt

gebracht, zunächst fünf Mädchen und zum

Schluss noch einen Buben. Das war schon eine

sehr intensive Zeit. Zum Glück befand sich unser

Büro immer direkt in unserm Wohnhaus,

was vieles erleichtert hat. Zudem war und

24

03/18


Alles für den Stein

Hartmetallwerkzeuge

Stahlwerkzeuge

Presslufthammer

bin ich Gott sei Dank von gesunder Natur. Viel

Glück hatten wir auch immer mit den Hausangestellten,

die sich während meiner Arbeitszeit

vorbildlich um unsere Kinderschar gekümmert

und den grössten Teil der Hausarbeit erledigt

haben. Zudem gaben meine Kinder nie Anlass

zu grösserer Sorge (lacht). Zwei von ihnen –

Giovanni und Vania – führen heute das Unternehmen

weiter, was mich sehr befriedigt und

beruhigt. Die beiden lieben ihre Arbeit mit dem

Stein genau so wie ich und sind kompetente

Geschäftsleute, da brauche ich mir keine Sorge

zu machen.

Der Tod Ihres Mannes muss für Sie – privat

und geschäftlich – eine besonders harte Zäsur

gewesen sein.

Fredy starb im Februar 2000 im Alter von 78

Jahren. Er war bereits 1991 krank und am Herzen

operiert worden. Die ihm noch verbleibenden

Lebensjahre hat er bestmöglich dazu genutzt,

um unseren Sohn Giovanni auf die Geschäftsübergabe

vorzubereiten. Auch hatten wir einen

langjährigen tüchtigen Vorarbeiter, der sich mit

Fredy und auch mit Giovanni sehr gut verstand.

Unsere Tochter Vania war zu diesem Zeitpunkt

ebenfalls bereits seit 20 Jahren im Unternehmen

tätig. Trotzdem war Fredys Tod für uns alle

ein schwerer Schlag. Die Erinnerung an schöne

gemeinsame Zeiten und der Blick auf das, was

wir zusammen im Geschäft und in der Familie

erreicht hatten, gab mir persönlich die Kraft, den

grossen Verlust zu überwinden. Fredys Vitalität

und Unternehmergeist – ich spüre und sehe das

ganz deutlich – leben in unseren Kindern fort.

Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass unser

Unternehmen weiterhin in guten Händen bleibt.

2013 haben Giovanni und Vania nun auch noch

die Lino Polti & Figli SA in Arvigo übernommen.

Seither sind wir der einzige Betrieb, der den

Calanca-Gneis abbaut und auf den Markt bringt.

Ich bin mir sicher, dass der Name Alfredo Polti

noch sehr lange mit diesem schönen Naturstein

verbunden bleibt. Darauf bin ich stolz.

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03/18

25


QZ-Wettbewerb 2017

REDUZIERTE FORM MIT

INHALTLICHER VIELFALT

Fotos: Gabor Hrusovszky

WASSERBECKEN

Das Familiengrab liegt an einer Hanglage und reagiert

mit zwei Granitkuben auf diese spezielle Situation.

Der obere Hauptstein ist auf einem niedrigen

Sockel platziert. In die Aufsichtsfläche wurde

ein Wasserbecken mit einem breiten, leicht nach

innen geneigten Rand eingearbeitet. Die Schrift ist

in die dem Sitzstein zugewandte Ansichtsfläche

eingraviert.

Der schlichte Kubus entfaltet erst bei näherer

Betrachtung seine symbolische Qualität. Im Wasserbecken

können sich vorbeiziehende Wolken,

Bäume oder ein Vogelflug spiegeln und so Inspiration

für eine Gedankenreise sein.

Der Wunsch vieler Friedhofsbesucher, persönliche

Erinnerungsgegenstände am Grab abzulegen,

wurde hier in einer stimmigen Weise erfüllt. Die Angehörigen

bringen schwimmende Objekte mit und

setzen diese als rituelle Geste auf die Wasserfläche.

SITZSTEIN

Der untere Steinkubus dient als Sitzstein und bildet

mit dem abgeschrägten Rand das ergänzende

Gegenstück zum oberen Wasserbecken.

26 03/18


QZ-Wettbewerb 2017

Symbolisch stehen die beiden Kuben für das

erdverbundene Zurückbleiben und das himmelwärts

Strebende.

Bildhauer: Gabor Hrusovszky, Zürich

Material: Urner Granit

Grösse: 72 x 72 x 50 cm und 38 x 38 x 45 cm

Standort: Friedhof Enzenbühl, Zürich

SPIRALFORM

Die Spirale ist ein altes Symbol und steht für das

Leben, den Wandel und die Veränderung.

Sie verkörpert das Werden, das Sein und das

Vergehen als wiederkehrender Zyklus.

In der Natur begegnen wir der spiraligen Struktur

als gewachsene Form bei vielen Pflanzen und Tieren.

LEBENSLINIE

Auf diesem Grabzeichen wächst die Spirale als

Lebenslinie wie aus einer Knospe dem Licht entgegen.

In der dynamischen Drehbewegung wurde

der Lebensweg als ein wachsendes Gebilde zum

Ausdruck gebracht.

Die Schriftgestaltung ist eine stimmige Ergänzung

zum schlicht gehaltenen Symbol und der

Proportionierung des Steins.

Bildhauer: Daniel Isler, Münchwilen TG

Material: Nero Assoluto

Grösse: 120 x 35 x 18 cm

Standort: Friedhof, Wil SG

QUALITÄTSZEICHEN

Beide hier vorgestellten Grabzeichen überzeugen

mit ihrer konsequenten und klaren Gestaltung.

Sie sind gute Beispiele dafür, dass man auch mit

einer schlichten Arbeit punkten kann und ein Qualitätszeichen

erreicht. Bei einem Grabmal sollte

das ernsthafte Bemühen für eine gute Gestaltung

zentrales Anliegen sein. Dazu gehört selbstverständlich

auch die Integrierung einer passenden

Schrift als Bestandteil in der Gesamtwirkung.

Urs Fritz

Der Autor war Mitglied der QZ-Jury des VSBS.

Er arbeitet als freischaffender Bildhauer in Wittenbach SG.

Foto: Daniel Isler

03/18

27


Varia / Branchen-Info

WER – WO – WAS

PRÄSIDENTENWECHSEL BEI «HAND-

WERK IN DER DENKMALPFLEGE»

Am 3. Mai 2018 ging mit dem Rücktritt von

Reto Kradolfer als Präsident des Vereins

«Handwerk in der Denkmalpflege» (HiD)

eine Ära zu Ende. «Es ist meine Überzeugung,

dass man in einem solchen

Amt nicht zu lange bleiben sollte – wer

zu lange bleibt, verhindert die Entwicklung»,

begründete Reto Kradolfer seine

Entscheidung, den Präsidentenstab

anlässlich der diesjährigen Mitglieder-

Reto Kradolfer (links) übergibt im Garten des Hotels Wunderbar in Arbon in symbolischer Geste einen Winkel

aus Messing an seinen Nachfolger Thomas Beer. Rücktritt des alten und Wahl des neuen Präsidenten

fanden anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung des Vereins HiD statt. (Foto: F. Mitterecker)

versammlung nach sieben Jahren Amtszeit

weiterzureichen. Sein Engagement

reicht dabei weit hinter diese sieben

Jahre zurück: Bereits vor der Gründung

des Vereins im Jahr 2011 hatte er als

treibende Kraft beim Aufbau des Weiterbildungslehrgangs

«Handwerker/in in

der Denkmalpflege» mitgewirkt. Niklaus

Ledergerber, Denkmalpfleger der Stadt

St. Gallen und Vorstandsmitglied HiD,

betonte in seiner Dankesrede die grossen

Verdienste des scheidenden Präsidenten

um die Etablierung sowohl des

Vereins wie auch des Lehrgangs.

Zum Nachfolger im Präsidentenamt

wählte die Mitgliederversammlung

einstim mig den 45-jährigen Zürcher

Thomas Beer. Thomas Beer ist Mitglied

des Baumeisterverbands Zürich-Schaffhausen

und Teilhaber der Baufirma

Meier-Ehrensperger, der ältesten Bauunter

nehmung in der Stadt Zürich. Auch

er ist HiD seit vielen Jahren verbunden:

2007-2009 absolvierte er den zweiten

Pilotlehrgang HiD, war anschliessend

Mitautor des Lehrstoffes HiD für die

Fachrichtung Mauerwerk/Verputz, eine

Weile im Lehrgang als Fachdozent tätig

und ist heute noch als Prüfungsexperte

im Einsatz.

Der Verband Schweizer Bildhauer- und

Steinmetzmeister VSBS engagiert sich als

eine von 21 Trägerorganisationen im Verein

HiD. Der Verein ist zuständig für die

Organisation der zweijährigen berufsbegleitenden

Weiterbildung «Handwerker/

in in der Denkmalpflege», die sich an

Berufsleute aus verschiedenen Bauberufen,

darunter auch Steinbildhauer und

Steinmetze, richtet und mit einem eidgenössisch

anerkannten Fachausweis abgeschlossen

wird. Der nächste Lehrgang

startet im März 2019. (fmi)

www.handwerkid.ch, info@handwerkid.ch

Ihr Spezialist für Andeer Granit

und San Bernardino Silber.

28 03/18


Varia / Branchen-Info

«STEINE BERNS» KOMMT GUT AN

Rund 100 Gäste haben am 9. April in Bern

an der Buchvernissage des zweibändigen

Werkes «Steine Berns – eine geologische

Entdeckungsreise durch die gebaute

Stadt» teilgenommen. Die beiden Autoren

Toni Labhart und Konrad Zehnder hatten

allen Grund zum Feiern, erhielt ihre gemeinsame

Publikation doch viel Lob, so

von Prof. Flavio Anselmetti vom Institut für

Geologie an der Uni Bern, Roland Flückiger,

Denkmalpfleger, und von Matthias Haupt,

Leiter des herausgebenden Haupt-Verlages.

Eine ausführliche Buchbesprechung

erschien in «Kunst und Stein» 2/2018. (sta)

sche erste Spatenstich für das von einer

Stiftung geplante neue Centro Interna-

Foto: zvg

zio nale di Scultura (CIS) erfolgt. Das Bild

zeigt (v.l.n.r.) Stiftungsdirektor Alex Naef,

Leiter der Scuola di Scultura die Peccia,

Gabriele Dazio, Bürgermeister von Lavizzara,

und Stiftungspräsident Werner Leu.

Die Eröffnung des Bildhauerzentrums ist

IN PECCIA WIRD JETZT GEBAUT

Im Tessiner Dorf Peccia, Gemeinde

Lavizzara, ist am 21. April im Rahmen

eines kleinen Volksfestes der symbolimit

einer Ausstellung eines international

renommierten Künstlers und der ersten

«Artists in Residence» im Frühling 2019

vorgesehen. «Kunst und Stein» hat über

das ehrgeizige Projekt bereits mehrmals

berichtet, letztmals in der Ausgabe

2/2018. (sta)

ART ENGIADINA: 24. INTERNATIONALES

BILDHAUER-SYMPOSIUM

Vom 9.-17. Juni findet in Sur En (Sent)

zum bereits 24. Mal das internationale

Bildhauer-Symposium statt. Das Organisationskomitee

hat aus mehr als 60

Bewerbungen neun Künstler aus der

Schweiz, Deutschland, Polen, Ungarn,

Spanien und Japan ausgewählt, welche

eine Woche lang am Ufer des Inn gestalterisch

arbeiten werden. Aus Lärchenholz

oder Laaser-Marmor schaffen sie

GNEISS CALANCA

BYALFREDOPOLTI.SWISS

03/18

29


Varia / Branchen-Info

Werke zum diesjährigen Thema «Spiel

der Farben, Formen und Strukturen».

Interessierte sind herzlich eingeladen,

Foto: Jürg Schäfer /

Art Engiadina

den Künstlern bei der Arbeit zuzuschauen

und mit ihnen über ihre Werke zu

diskutieren.

Am Samstag, 16. Juni, laden Organisatoren

und Kunstschaffende ab 15 Uhr zur

Vernissage ein. Die ausgestellten Werke

können erworben werden bzw. werden

im Anschluss auf dem Skulpturenweg in

Sur En platziert. (zvg/red)

www.art-engiadina.com

FRAUENFELDER BILDHAUER-WOCHE

Open-Air-Atelier auch in Frauenfeld: Vom

11.-20. Juni erwecken im Murg-Auen-

Park sechs BildhauerInnen vor Publikum

Stein, Holz und Metall zu Leben. Parallel

zu den Freiluft-Arbeiten werden im

Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes

Promenade Werke der Kunstschaffenden

ausgestellt.

Am Mittwoch, 20. Juni, 17 Uhr findet im

Murg-Auen-Park die Vernissage der neugeschaffenen

Skulpturen statt. Letztere

bleiben bis zum 2. August im Park stehen.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Werke

weiterer Kunstschaffender und kann frei

besichtigt werden. (zvg/red)

STONE+TEC 2018 – TREFFPUNKT DER

STEINBRANCHE

Die Stone+tec, internationale Fachmesse

für Naturstein und Steintechnologie,

vereint in ihrer diesjährigen 20. Ausgabe

Innovationen, Wissen und Inspiration

rund um das Material Stein. Vom 13. bis

16. Juni präsentieren Unternehmen aus

aller Welt in Nürnberg in vier Messehallen

Material, Technik und Zubehör. Das

runderneuerte Rahmenprogramm lässt

in Vorträgen, Diskussionen und Sonderschauen

die Faszination Stein lebendig

werden und bietet Tipps für den Betrieb

der Zukunft. Zu den Topthemen zählen

Stein und Nachhaltigkeit, Impulse für den

Friedhof und Maschinentrends. (pd)

Alle Messe-Infos unter www.stone-tec.com

CORRIGENDUM: GESCHÄFTSLEI TUNGS-

MITGLIEDER VSBS

In der Ausgabe «Kunst und Stein» 02/2018

ist auf Seite 28 ein Fehler unterlaufen: Die

Geschäftsleitung des VSBS setzt sich neu

aus sechs (und nicht wie bis anhin fünf)

Personen zusammen; es sind dies: Ernesto

Ghenzi (Präsident), Alois Herger, Thomas

Kuhn, Stefan Nigg, Doris Solenthaler

und Lilian H. Zürcher.

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Gebr. Schweizer Thomann AG • Baselstrasse Jurakalksteine

51 • 4253 Liesberg

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IMPRESSUM

JUNI 2018 – 63. JAHRGANG

Erscheint 6 Mal jährlich

Herausgegeber: Verband Schweizer

Bildhauer- und Steinmetzmeister VSBS

ISSN 0023-5458

REDAKTION / LAYOUT

Franziska Mitterecker

Dohlenweg 4

8050 Zürich

Tel. 079 194 88 78

f.mitterecker@bluewin.ch

VERLAG

Geschäftsstelle VSBS

Fachzeitschrift «Kunst+Stein»

Birkenweg 38

CH-3123 Belp, Tel. 031 819 08 20

Fax 031 819 08 21, www.vsbs.ch

ANZEIGENVERKAUF

inMedia Services GmbH

Talgut-Zentrum 14, Postfach 219,

CH–3063 Ittigen, Tel. 031 382 11 80,

whulliger@inmedia.ch, www.inmedia.ch

ABONNEMENTE UND SERVICE

Adressänderungen, Anfragen über

Abonnemente oder Zustell probleme

bitte an folgene Adresse melden:

Abonnementsdienst Kunst+Stein,

Industriestr. 37, CH-3178 Bösingen,

Tel. 031 740 97 82

DRUCK

Länggass Druck AG Bern, www.ldb.ch

Länggassstrasse 65, CH-3000 Bern 9

Tel. 031 307 75 75, Fax 031 307 75 80

JAHRESABONNEMENT

VSBS-Mitglieder: CHF 85.—

Nichtmitglieder: CHF 91.—

Einzelnummer: CHF 16.—

und Versandkosten

VORSCHAU

Die nächste Ausgabe «Kunst und Stein»

erscheint am 30. Juli 2018 zum Thema

«Stein und Garten».

Redaktionsschluss: 16. Juli 2018

Insertionsschluss: 16. Juli 2018

30

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