11.09.2018 Aufrufe

FOCUS STYLE – Mai 2018

FOCUS STYLE – die beiden ersten Ausgaben erzielten als Supplements mit dem FOCUS die besten Einzelverkaufsergebnisse des Jahres 2017. Nun ist die dritte Ausgabe (Mai 2018) mit Titelstar Nico Rosberg erschienen. Auch dieses Heft zeigt sich kosmopolitisch und bietet angesagte und informative Lifestyle-Themen. 

FOCUS STYLE – die beiden ersten Ausgaben erzielten als Supplements mit dem FOCUS die besten Einzelverkaufsergebnisse des Jahres 2017. Nun ist die dritte Ausgabe (Mai 2018) mit Titelstar Nico Rosberg erschienen. Auch dieses Heft zeigt sich kosmopolitisch und bietet angesagte und informative Lifestyle-Themen. 

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

44

SEITEN FOCUS STYLE

Männer · Mode · Sneakers · Interviews

DER VERWANDLUNGSKÜNSTLER

„Game of Thrones“- Star Tom Wlaschiha

NICO ROSBERG

STYLE

über seine Vaterrolle, seine Faszination für Philosophie &

N°3

Mai 2018


INHALT

5

Basics

Fünf Dinge, die

diesen Sommer

prägen

COVERFOTO: STEFAN ARMBRUSTER INHALT: STEFAN ARMBRUSTER, MIERSWA + KLUSKA, JANA GERBERDING, CHRISTIAN BORTH, JÖRN KASPUHL (ILLUSTRATION), PR

8

Neue Ziele

Was macht eigentlich Nico

Rosberg? Das haben wir

ihn selbst gefragt …

14

Summertime

Düfte und Pflege für

heiße Zeiten

28

Smart casual

Die Männermode entdeckt

den lässigen Gentleman

42

Lieblingsteil

Fußballstar Davie Selke

und seine Jeansjacke

36

Spielregeln

Was man trägt und was nicht

38

Auf dem Fashion-Thron

Tom Wlaschiha im Porträt

22

Starker Auftritt

Die neue Generation der

Sneakers ist alles andere

als dezent. Unsere

Favoriten der Saison!

18

Green & Style

Klar, auch beim Shoppen

von Mode achten

wir auf Nachhaltigkeit.

Aber was genau

bedeutet das?

20

Reiselust

Das packen wir in unseren Koffer!

FOCUS STYLE 3


David Barnwell

WARUM ICH

DEN SOMMER

SO LIEBE

Es ist wirklich nicht leicht, die Übersicht

zu behalten, was in Sachen Fa shion,

Wellness und Technik gerade in oder

doch schon wieder knapp out ist. Aber mal

ganz ehrlich: Muss ich das immer bis ins letzte

Detail wissen? Brauche ich eine App, die mir

signalisiert, ob ich genügend Wasser trinke,

damit meine Haut diesen unwiderstehlich

frischen Schimmer bekommt? Muss ich unbedingt

meinen Bart wöchentlich dem aktuellen

Trend anpassen? Und ist der „Dad Bod“,

der Bierbauch, eigentlich noch angesagt?

Oder doch schon wieder ein durchtrainierter

Cristiano-Ronaldo-Body?

Meine Meinung dazu: Es ist gerade ein Hauch

Unbekümmertheit, der einen Mann sexy wirken

lässt. Trendbewusstsein? Klar. Sich pflegen

und auf sich achten? Unbedingt! Aber

Stil zu haben, heißt auch, mal eine Stufe der

Trendevolution auszulassen und aus dem

Smartphone kein Jungs-Spielzeug mit albernen

Daddel-Apps zu machen.

Lässig bleiben, das ist die große Kunst. Und

deshalb mag ich den Sommer so sehr. Denn

er ist lässig. Er ist eine ehrliche und kompromisslose

Jahreszeit. Der Sommer zeigt

mir jedes Mal wieder, wie wenig man letztlich

braucht, um das Leben zu genießen.

Dinge, die niemals aus der Mode kommen.

Denken wir an eine Badehose, eine Sonnenbrille,

ein Shirt, Loafer, eine Armbanduhr.

Eine exklusive Auswahl der schönsten Dinge

des Sommers finden Sie in diesem Magazin.

Mode, Beauty-Produkte und Accessoires, die

den Sommer zum Vergnügen machen. Wir

alle haben uns ab und an eine Zeit verdient, in

der wir die einfachen Dinge des Lebens genießen.

Mit oder ohne Bäuchlein und Bart. Aber

ehrlich exzessiv. In diesem Sinne wünsche ich

einen schönen, stilvollen, lässigen Sommer!

Erfrischender

Sommer-Look

in verschiedenen

Gelbtönen

von LACOSTE

4 FOCUS STYLE


EDITOR’S CHOICE

1

2

1) Der

tragbare Bluetooth-Lautsprecher

Bang & Olufsen BeoPlay A1 wurde von der dänischen

Designerin Cecilie Manz entworfen Minimalismus

pur. Mit einem Durchmesser von nur 13,3 Zentimetern und einem

Gewicht von 600 Gramm bietet er trotzdem ganze 24 Stunden Musik für

unter wegs. Auch an langen Standtagen und -nächten müssen wir nie mehr befürchten,

dass der Saft ausgeht. Hier zu sehen in der Sonderedition „Steel Blue“. // 249 Euro

2) Klassisch und essenziell: Eine schicke Sonnenbrille macht den Sommer-Look erst komplett.

Etnia Barcelona hat sich bei den Entwürfen von Werken namhafter Künstler und Fotografen wie

Steve McCurry und Basquiat inspirieren lassen. Das Modell Pilsen gibt es in vier klassischen Farben.

Eine Sonnenbrille, die jeden Kunstliebhaber in Sommer-Groove bringt. // 209 Euro

3) Anstrengungsloses Fashion-Understatement von Schiesser: die Aqua Miami Swimshorts. Extravaganz oder

übertriebene Muster hat diese Badehose nicht nötig. Schlichtes Hellblau mit weißen Streifen und ein dezenter

Schnitt sind völlig ausreichend, um auch am Strand Stil und Selbstbewusstsein zu zeigen. // 49,95 Euro

4) Das Label Ellesse wurde bereits 1957 in Italien gegründet und findet nun, nach einer längeren Pause, wieder

zurück in die Kleiderschränke der Trendsetter. Im coolen Retro-Stil der Glanzzeit von Ellesse, den 70er- und

80er-Jahren, bringt uns das Rimini Track Top in nostalgische und pastellige Sommerlaune. // 75 Euro

3

5

5) Relaxen und die Zeit vergessen heißt nicht, dass wir auf eine Armbanduhr verzichten würden. Die

IWC Aquatimer Automatic Edition „Expedition Jacques-Yves Cousteau“ fühlt sich am Strand und im

Wasser zu Hause. Die klassische Taucheruhr stammt aus der legendären Kollektion, die im Jahr 1967

erstmals lanciert wurde. Sie huldigt dem großen französischen Forscher und verfügt über das

hauseigene Kaliber 30120 mit Automatikaufzug und einer Gangreserve von 42 Stunden. Der

Edelstahlklassiker mit einem Durchmesser von 42 Millimetern wird mit einem schwarzen

Kautschukarmband mit patentiertem IWC-Schnellwechselsystem geliefert. Die

Druckfestigkeit von 30 bar erlaubt das Tauchen in großen Tiefen. Und mit einem

Teil des Verkaufserlöses werden die Cousteau Society und ihr Einsatz für

den Schutz des maritimen Lebens unterstützt. // Ca. 4.650 Euro

DIE

4

FOTO: LACOSTE

SOMMERHITS

Es gibt Dinge, mit denen man in dieser Saison gleichzeitig

Trendbewusstsein und Stil beweisen kann. Fünf Teile mit

dem Potenzial zu Klassikern von morgen.

FOCUS STYLE 5


ASK THE EXPERT

VARIOPINTO

GALAXY Der

Teppich ist allergikerfreundlich

und für Fußbodenheizung

geeignet.

Von Kibek, in

sieben Größen,

ab 49 Euro

Flauschig oder

flach gewebt?

Synthetik oder

Wolle?

Welcher Teppich

passt zu mir?

SILKE SEVECKE ist seit mehr als 20 Jahren Journalistin mit dem Schwerpunkt Inneneinrichtung.

Sie schreibt Beratungs- und Lifestyle-Artikel in Magazinen wie zum Beispiel „Zuhause wohnen“.

Viele Jahre waren Parkett und

Holzdielen die Lieblinge auf dem

Boden. Nun feiert Teppich ein

Comeback, seiner Behaglichkeit

sei Dank.

Gerade im Bereich Wohngesundheit hat

sich hier in letzter Zeit viel getan: Schadstoffe

wie Formaldehyd oder Weichmacher

kommen bei hochwertigen Teppichen

auch in den Rücken nicht mehr vor.

Die Vielfalt an Farben, Mustern und Qualitäten,

die wohnliche Ausstrahlung, individuelle

Gestaltungsmöglichkeiten sowie

eine modernere Optik sind wei tere Gründe

für die neue Beliebtheit des soften Bodenbelags.

Je nach Raum empfiehlt sich

Ware mit hohem oder niedrigem Flor. Im

Schlafzimmer kommt flauschig gut an.

Im Kinder- oder Esszimmer ist dagegen

ein flacher Teppich besser, der sich leicht

absaugen und gut bespielen lässt. Grundsätzlich

steht zunächst die Entscheidung

zwischen Wolle und Synthetik an. Teppiche

aus Synthetikfasern sind pflegeleichter,

Flecken können meist mit Seifenlauge

ausgewaschen werden. Einige laden sich

aber statisch auf. Wollteppiche sind reine

Naturprodukte und günstig für das

Raumklima. Sie wirken feuchtigkeitsregulierend,

schalldämmend und binden

Feinstaub aus der Luft durch die Schuppenstruktur

ihrer Fasern. Damit eignen

sie sich für Hausstauballergiker, sofern

sie regelmäßig abgesaugt werden. Beide

Teppicharten sind fußwarm, geben ein

weiches Laufgefühl und wirken gemütlich.

Mit einem abgepassten Teppich setzen

Sie auf unkomplizierte Weise einen

dekorativen Akzent im Raum. Nur Mut!

6 FOCUS STYLE


ANSON’S in Berlin-Steglitz: Das Schloss | Bonn | Bremen | Dortmund | Düsseldorf | Essen | Frankfurt: MyZeil | 4x in Hamburg

Karlsruhe | 2x in Köln | Krefeld | Mülheim im Rhein-Ruhr Zentrum | Nürnberg | Saarbrücken | Sulzbach MTZ

www.ansons.de


8 FOCUS STYLE


INTERVIEW

BEREIT FÜR

ABENTEUER

Wer schon mit 31 Jahren Weltmeister ist, muss sich neue He rausforderungen

suchen. Genau das macht Nico Rosberg. Heute

ist er Haushaltshelfer, Investor, TV-Experte und Style-Vorbild.

INTERVIEW JOSIP RADOVIĆ

FOTOS STEFAN ARMBRUSTER

Vor anderthalb Jahren trat er zurück.

Als Formel-1-Weltmeister. Viel zu

früh, meinten viele. Er selbst sieht

das anders. Denn er hat so viele

andere Interessen, denen er sich nun widmen

möchte und kann. Über die und vieles

mehr sprach Nico Rosberg, 32, mit uns im

Designhotel Roomers in München.

Was vermissen Sie am meisten aus der

Zeit als Rennfahrer?

Das Gewinnen fehlt mir schon sehr. Das

ist das stärkste Gefühl, das der Sport in

einem auslöst. Dieses Gefühl beim Sieg

ist so stark, so intensiv und heftig und

gleichermaßen so kurz, es macht dich

fast süchtig.

FOCUS STYLE Nico Rosberg, haben Sie heute

etwas Wehmut, wenn Sie der Formel 1

nur noch zugucken?

NICO ROSBERG Auf keinen Fall. Diese Entscheidung

habe ich ganz bewusst getroffen.

Ich war nicht zu alt, fuhr nicht

den Erwartungen hinterher oder konnte

etwa nicht mithalten. Es war genau das

Gegenteil: Ich war ganz oben angekommen,

hatte mir den Traum erfüllt und

entschied mich dann, aufzuhören.

Warum?

Die Jagd war vorbei. Mein ganzes

Leben habe ich dafür gelebt, diesen

Titel zu gewinnen. Ich habe diesem

Sport alles untergeordnet. Das bringt

auch eine hohe Opferbereitschaft mit

sich. Ich wollte auf dem Höhepunkt

selbst den Punkt setzen, an dem ich

diese Reise beende.

Nico Rosberg

WETTKAMPF

FINDE ICH

IN ANDEREN

BEREICHEN DES

LEBENS AUCH

Fehlt Ihnen der Wettkampf?

Wettkampf finde ich in anderen Bereichen

des Lebens auch. Im Business -

Leben beispielsweise. Da gibt es ebenso

einen Wettstreit um die beste Idee, die

ideale Umsetzung, die richtige Investition,

den schnellsten Fortschritt. Da

spielt Adrenalin ebenso eine Rolle, und

man sieht sich auch ständig neuen Herausforderungen

ausgesetzt.

War es auch eine Herausforderung, sich

nach der Karriere in einen gewöhnlichen

Alltag einzuleben?

Auf jeden Fall! Ich hatte mein ganzes

Leben eine Routine, die der Rennzirkus

vorgab. Für eine kurze Zeit nach

dem Weltmeistertitel bin ich faul geworden,

weil diese Routine wegfiel.

Aber ich wurde unruhig. Faulheit ist

nichts für mich.

FOCUS STYLE 9


INTERVIEW

Formel-1-Fahrer, heißt es, sind die austrainiertesten

Sportler der Welt, weil sie

höchsten und unterschiedlichsten Belastungen

ausgesetzt sind. Trainieren Sie

immer noch intensiv?

Ich treibe immer noch sehr viel Sport

und bin fit. Im Moment spiele ich vor allem

Tennis. Ich habe damit einen Schritt

zurück zu meinen Wurzeln gemacht,

denn in meiner Kindheit und Jugend

spielte ich sehr viel Tennis. Mit zehn

Jahren gehörte ich sogar zum Jugend-

Nationalteam, entschied mich dann

aber, mich mehr aufs Gokart zu konzentrieren.

Aber ich merke tatsächlich, dass

sich mein Körper sehr verändert hat.

Inwiefern?

Ich esse nicht so viel wie früher. Mein

Körper benötigt viel weniger Energie.

Wenn ich so viel essen würde wie während

meiner Zeit als Rennfahrer, würde

ich in kürzester Zeit aus allen Nähten

platzen.

EIN LEBEN MIT

VOLLGAS

Nico Rosberg ist der

Sohn des finnischen

Formel-1-Weltmeisters

Keke Rosberg und

begann seine Karriere im

Alter von sechs Jahren im

Kartsport. Er besitzt die

deutsche und die finnische

Staatsbürgerschaft,

spricht fünf Sprachen. Mit

seiner Frau Vivian und den

beiden Kindern lebt er in

Monaco.

Sie haben jetzt mehr Zeit für sich. Haben

Sie sich einen Wunsch erfüllt, der früher

nicht umsetzbar gewesen wäre?

Ja, ich habe mir endlich Wimbledon live

angesehen. Ich saß letztes Jahr in der Royal

Box und schaute Roger Federer zu.

Das war der Hammer! Als ich dort saß,

wurde mir klar, warum Boris Becker

immer sagte, dass dies sein Wohnzimmer

sei. Es ist eng, überschaubar,

vollgepackt. Und gleichzeitig so leise

und familiär, es herrscht eine ganz besondere

Atmosphäre auf diesem Centre

Court.

Sie sind inzwischen zweifacher Vater.

Können Sie Ihre Vaterrolle nun auch

besser ausleben?

Früher hatte ich weniger Pflichten in der

Familie, meine Frau hatte mehr Nachsicht

mit mir. Ich musste nachts nicht

aufstehen, konnte durchschlafen, weil

ich fit für das Cockpit sein musste. Heute

versuche ich, meiner Frau so viel abzunehmen

wie möglich. Wir teilen uns die

Arbeit. Ich habe heute keine Aus reden

mehr und packe überall mit an. Ich lerne

Neues und mache auch teilweise Dinge

zum ersten Mal.

Zum Beispiel?

Ich machte das erste Mal Carsharing,

saß im Tesla, investierte in ein Berliner

Start-up, arbeitete als RTL-Experte. Um

nur ein paar Beispiele zu nennen.

10 FOCUS STYLE


INTERVIEW

Wie sieht Ihr Berufsleben heute aus?

Ich lege mich auf keinen Bereich fest.

Im letzten Jahr habe ich mich in die

Start-up-Szene eingearbeitet, und ich

will in Projekte investieren, die mich

begeistern. Es hat mich angezogen, in

einem Umfeld zu arbeiten, in dem es darum

geht, Neues zu erfinden, dass dann

von Millionen Menschen angenommen

und genutzt wird und sogar ihr Leben

vereinfacht. Eine Idee kann die Welt

verändern. Mich faszinieren Menschen

wie Elon Musk oder Richard Branson.

Warum?

Weil sie anders dachten und sich getraut

haben, neue Wege zu gehen. Das sind

Vorreiter, die eine ganze Generation inspirieren.

In welchem Bereich wollen Sie sich einen

Namen machen?

Ich investiere nur in Dinge, die mobilitätsorientiert

sind. Die ganze Entwicklung

zur Elektromobilität und zum

autonomen Fahren ist extrem spannend

und wird unsere Welt verändern. Mich

beeindrucken die Typen, die sich in

dieser Szene bewegen. Das sind Kämpfer

und Visionäre. Sie jagen nicht dem Ruhm

oder dem Geld hinterher, sie wollen die

Welt ein Stück besser machen. Ich glaube

beispielsweise daran, dass Drohnen in

der Zukunft eine immer wichtigere Rolle

spielen werden. Ganz egal, ob man damit

sein Paket zugestellt bekommt oder ob

man selbst darin sitzt, um von einem Ort

an den anderen zu gelangen. Das Ganze

ist gar nicht so weit weg, wie viele vielleicht

denken, das passiert in naher Zukunft.

Ich will mitwirken, die Zukunft zu

gestalten. Das ist meine Vorstellung vom

Leben, das ist mein Stil.

Haben Sie Berater in Sachen Mode?

Meine Frau ist meine engste Beraterin

und gleichzeitig meine größte Kritikerin.

Sie hat ein perfektes Gespür dafür, was

zu mir passt. Seit einigen Monaten habe

ich auch einen Stylisten engagiert, der

mich in Modefragen berät, weil ich auch

in diesem Bereich etwas dazulernen und

mich weiterentwickeln will.

Wären Sie auch bereit, mal ein knalliges

und auffälliges Outfit zu tragen, wenn

Ihnen dazu geraten wird?

Ich bin nicht der offenste Typ bei solchen

Dingen. Das Wichtigste ist, dass

ich mich nicht verkleidet fühle. Ich habe

schon eine klare Vorstellung davon, wer

ich bin und wie mich kleiden möchte.

Dennoch bin ich in Sachen Mode bereit,

Neues auszuprobieren. Ich will kein

Nachläufer, sondern Vorreiter sein. Das

Hat sich auch Ihr Kleidungsstil in den

letzten Jahren wesentlich verändert?

Mein Stil ist sehr clean, Eleganz ist mir

sehr wichtig. Es geht mir nicht darum,

mit meiner Kleidung aufzufallen. Sie

muss sitzen und zur Situation passen. Ich

mag es sportlich, ziehe aber auch gern

einen coolen Anzug oder einen Smoking

an, wenn es der Anlass verlangt.

FOCUS STYLE 11


INTERVIEW

STYLING

Alexander Posch

GROOMING

Nadja Kaiser

c/o Uschi Rabe

Alle Looks

BOSS

gilt für mich in allen Lebensbereichen.

Früher habe ich schneller und vehementer

Nein zu Dingen gesagt, die ich heute

zumindest mal testen würde. Ich stehe

auch in dieser Hinsicht viel selte ner auf

der Bremse. Trotzdem habe ich immer

etwas Angst bei verrückteren Stücken.

Warum Angst?

Ein verrücktes Kleidungsstück sorgt auch

immer für Aufmerksamkeit, wenn man in

der Öffentlichkeit steht. Greift man also

mal daneben, wird einem das vorgehalten.

Trotzdem will ich in Zukunft mutiger

sein und das ein oder andere ausprobieren,

auch wenn es mir beim ersten Eindruck

vielleicht riskant erscheint. Aber

ich werde in diesem Bereich etwas mehr

auf Risiko gehen, so wie ich es als Rennfahrer

getan habe.

Sie sind erst 32 Jahre alt. Welche Ziele

haben Sie noch?

Ich möchte mich weiterentwickeln. Ich

interessiere mich sehr für Philosophie

und habe in den letzten Jahren über ein

Fernstudium studiert. Einige Jahre lang

hatte ich auch einen Mentaltrainer an

meiner Seite, das war der Schlüssel zum

Erfolg. Er hat mir geholfen, nochmals

fünf Prozent mental draufzupacken und

Nico Rosberg

ICH WILL KEIN

NACHLÄUFER,

SONDERN VOR-

REITER SEIN

den Weltmeistertitel zu holen. Ich habe

jeden Tag meditiert, analysiert und mich

selbst studiert.

Können Sie ein konkretes Beispiel nennen,

wie Sie sich verändert haben?

Ganz einfach: Ich habe gelernt zu leben,

mich wohler zu fühlen, ausgeglichener

zu sein, bessere Leistungen zu bringen

in meinem Sport. Simpel gesagt: Ich habe

mir das Leben so einfach wie möglich

gemacht. Und ich habe mich nicht von

meinem Handy oder Laptop vereinnahmen

lassen, habe beide oft ganz bewusst

abgeschaltet, um nicht immer verfügbar

zu sein, sondern Kraft für mich selbst zu

tanken. Ich habe auch viel gelesen, Neues

gelernt. Der Effekt war sensationell,

ich habe Glücksgefühle entwickelt, weil

ich etwas für mich und meine Entwicklung

getan habe. Denn ich war regelmäßig

nur bei mir selbst. Das ist auch ein

Tipp, den ich jedem anderen Menschen

mit auf den Weg geben möchte.

Vielen Dank an das Lifestylehotel Roomers

Munich für die zur Verfügung gestellte Fotolo

cation. Es verfügt über 281 Zimmer und

Suiten, das japanische Restaurant IZAKAYA

Asian Kitchen & Bar sowie das Roomers Spa

by Shan Rahimkhan.

12 FOCUS STYLE


14 FOCUS STYLE

FOTOS: SAMANTHA ANNIS/GALLERY STOCK (2)


BEAUTY

SUMMERTIME!

Endlich ist der Sommer da. Und nichts hält uns mehr drinnen.

Um die langen Sonnentage unter freiem Himmel unbeschwert genießen zu

können, sollte man(n) aber seine Pflegeroutine etwas anpassen.

Pflegetipp 1

SONNENSCHUTZ

SCHON VOR DEM

VERLASSEN DER

WOHNUNG AUF-

TRAGEN!

RUNDUMSCHUTZ

Eine leichte Textur, schnelles Auftragen,

ein mattierender Effekt und perfekter

Schutz: Alles, was wir uns von einer Sonnencreme

fürs Gesicht wünschen, wird von

der „UV Plus Anti-Pollution SPF 50“ von

ClarinsMen erfüllt. Noch ein Pluspunkt: Sie

schützt nicht nur vor UV-Strahlung, sondern

auch vor den negativen Auswirkungen

der Luftverschmutzung.

50 ml, um 41 Euro, clarins.de

WILD UND ELEGANT

François Demachy, Parfumeur-Créateur

bei Dior, ließ sich für „Sauvage Eau de

Parfum“ von der magischen Stunde der

Abenddämmerung in der Wüste inspirieren.

Die kraftvolle Frische von „Sauvage“

vereint Bergamotte mit würzigen Noten

und sorgt so für Sinnlichkeit und Fülle.

Die rauchigen Akzente des Vanille-Absolue

aus Papua-Neuguinea unterstreichen

die Maskulinität. Ein aufregender Duft für

lange Sommernächte nicht

nur in der Wüste!

60 ml, um 79 Euro, dior.com

W

ie lange haben wir darauf gewartet:

endlich wieder den ganzen

Tag draußen verbringen!

Auf dem Fahrradsattel, am See, in den

Bergen, beim Grillen oder im Biergarten.

Action, relaxen und die Sonne genießen.

Aber zugegeben, exzessive Sonnenpflege

ist nicht gerade ein traditionelles Männerding.

Doch auch wenn wir eine dickere, robustere

Haut als Frauen haben: Immun

gegen Umwelteinflüsse wie Sonnenlicht

sind wir deshalb nicht. Leider. Weil

UV-Strahlung nicht nur für Sonnenbrand

verantwortlich ist, sondern auch Pigmentflecken

und Falten verursachen

kann, ist konsequenter Sonnenschutz

dringend angesagt. Cremes mit Lichtschutzfaktor

sind die beste Prävention

gegen vorzeitig alternde und gestresste

Haut. Und das nicht nur im Urlaub

und in der Freizeit, sondern auch

>>

PURE

ERFRISCHUNG

„St. Barth Aloe Vera Gel“ ist

ein Basic für Körper und Gesicht.

Es vereint den Duft von

zweierlei Minzen. Extrakte

der Aloe-Pflanze machen das

Gel zum Feuchtigkeitsspen der

mit beruhigendem Einfluss

auch auf empfindliche und

gestresste Haut. Als Aftersun

und Aftershave wirkt es

kühlend und erfrischend.

200 ml, um 57 Euro,

ludwigbeck.de

FOCUS STYLE 15


BEAUTY

GEHEIMWAFFE

Ein heißer Tag in der Stadt

und keine Abkühlung in

Sicht? Das Thermalwasser

von La Roche-Posay ist

nicht nur herrlich erfrischend,

sondern stärkt mit

Mineralstoffen die Widerstandsfähigkeit

der Haut.

300 ml, um 10 Euro,

larocheposay.de

WASSERFEST

Ein Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft,

sondern schädigt die Haut langfristig. Die

„Protective Body Lotion“ von Aesop spendet

Feuchtigkeit, schützt die Haut mit Lichtschutzfaktor

50 und ist sogar wasserfest.

Zudem wurde sie mit Vitamin E angereichert,

um die Haut zu hydratisieren und zarter zu

machen. So steht einem unbeschwerten

Outdoor-Tag nichts mehr entgegen.

150 ml, um 33 Euro, aesop.com

Pflegetipp 2

IM SOMMER IST

REGELMÄSSIGE

HAUTREINIGUNG

BESONDERS

WICHTIG!

VOM PROFI ENTWICKELT

David Beckham ist der Gründer der Pflegeserie HOUSE 99. Und

als Ex-Leistungssportler weiß er, dass man seine Haut immer

perfekt vor Sonne schützen sollte. Zum Beispiel mit der Tagescreme

„Broad Defense Face Moisturiser“ mit Quinoa-Extrakt und

Lichtschutzfaktor 20. 75 ml, um 30 Euro, house99.co.uk

TURBOPFLEGE

Sonne und Meer lassen die Haut schnell

austrocknen. Doch Körperöle geben ihr

die Feuchtigkeit zurück, die sie braucht.

Das luxuriöse „Neroli Portofino Body Oil“

von Tom Ford pflegt die Haut dank

seiner mediterranen Öle aus Olive, Traube

und Dattel. Es ist auch die beste Wahl,

wenn man es eilig hat: Es zieht

ultraschnell ein. Und das, ohne einen

Fettfilm zu hinterlassen.

250 ml, um 63 Euro, tomford.com

FOTO: SAMANTHA ANNIS/GALLERY STOCK

16 FOCUS STYLE


im Alltag. Sommerzeit ist Sonnenschutzzeit!

Wer weiß, dass er länger im

Freien sein wird, sollte sich bereits am

Morgen üppig eincremen. Eine Grundregel:

Männerhaut braucht im Sommer

mehr Feuchtigkeit als Fett. Und statt gehaltvoller

Texturen leichte verwenden.

Die sind in spezieller Sommerpflege enthalten,

die auf Wasserbasis funktioniert.

Oft enthalten diese meist gelartigen

Sommerprodukte zusätzlich kühlende

Wirkstoffe. Die geben unserer hitzestrapazierten

Haut das angenehme Gefühl,

in einen kühlen Pool zu springen.

Außerdem sollte die Tagespflege jetzt

auch Schweiß und Talg absorbieren

können. Das vermeidet das Verstopfen

der Poren und lästige Hautunreinheiten.

COOLER TRICK

Joghurt als Geheimzutat? Klar! Denn der

versorgt die Haut mit Vitaminen, Mineralien

und erhöht den Feuchtigkeitsgehalt

der oberen Hautschichten. Noch ein Vorteil:

Das „Yoghurt After Sun Cooling Gel“

von Korres beruhigt und kühlt gereizte

Haut. 150 ml, um 22 Euro, korres.com

Deshalb: morgens und abends das Gesicht

mit einem milden Cleanser reinigen!

Das ist ebenso wichtig wie das regel ­

mä ßige Peelen am besten einmal pro

Woche.

Wer auch in Sachen Ernährung etwas

für einen natürlichen Sommerteint tun

möchte, kann damit schon beim Frühstück

beginnen. Frische Früchte mit

Vita min C und B sowie Kalium straffen

die Haut und versorgen sie mit Feuchtigkeit.

Blaubeeren oder Zitrusfrüchte enthalten

wichtige Antioxidantien, die dem

Körper helfen, schädliche freie Radikale

abzuwehren.

Wer das beachtet, darf sich ohne Reue

das klassische Sommeraccessoire gönnen:

eine leichte, gesunde Bräune.

FOCUS STYLE 17


WAS

IST EIGENTLICH

NACHHALTIGE

MODE

?

ILLUSTRATION: JÖRN KASPUHL

18 FOCUS STYLE


GUIDE

HOW

TO

Muss Mode schön sein oder

nachhaltig? Oder ist schon die

Fragestellung falsch? Und was

bedeutet das alles überhaupt?

Fragt sich unser Autor.

TEXT GORDON DETELS

ILLUSTRATION JÖRN KASPUHL

D

er Begriff „Nachhaltigkeit“ ist auf dem besten Weg, zu

„Despacito“ zu werden. Dem Song, den man irgendwann

nicht mehr hören konnte weil es kein Entrinnen vor

ihm gab. Denn: Im gleichen Maße wie der weltweite CO 2

-Ausstoß

steigt, wächst exponentiell die Anzahl (angeblich) nachhaltiger

Produkte. Egal, ob Käse, Creme oder Einkaufstüte, alles

muss heute nachhaltig sein in der Herstellung oder in der

Wirkung. Und im Idealfall führt man am besten gleich ein komplett

nachhaltiges Leben.

Klar, dass sich auch die Modeindustrie, die zu den größten Industrien

und den großen Umweltsündern gehört (Sie wissen,

Tausende Liter Wasser für ein T-Shirt), der Nachhaltigkeit verschrieben

hat. Mit dem Aufkommen der sogenannten LOHAS

(Lifestyle of Health and Sustainability) fing es an. Dieser um

2000 herum ausgemachten Zielgruppe war bewusster Konsum

wichtig auch in der Mode. Mit der Tragödie, die sich 2013 in

Bangladesch ereignete, als eine baufällige Textilfabrik in sich

zusammenstürzte und mehr als 1000 Menschen unter sich begrub,

kam das Thema Nachhaltigkeit in anderer Form auch in

der Breite der Bevölkerung an. Die Betreiber der Fabrik gingen in

die Offen sive, erklärten, sie würden fortan nachhaltig produzieren.

Und zeigten damit das Dilemma des Begriffes auf: Er ist

weich wie ein kuscheliger Pullover.

Im Falle von Bangladesch bedeutete Nachhaltigkeit nur, dass die

Näherinnen dort nicht mehr menschenunwürdig arbeiten sollten.

Aha. Daneben gibt es unzählige andere Zuordnungen des

Begriffs: zur Herstellung der Zutat eines T-Shirts, zum Beispiel.

(Wobei erlaubt sein sollte anzumerken, dass auch Biobaumwolle

viel Wasser benötigt und unter menschenunwürdigen Bedingungen

verarbeitet werden kann.) Auf der anderen Seite gibt es

Luxuskonzerne wie Kering (unter anderem Gucci, Bottega

Veneta, Balenciaga), die bis 2025 ihren Kohlendioxidausstoß um

50 Prozent reduzieren wollen. Bei Levi’s wiederum werden Jeans

bald nicht mehr mit Chemie, sondern mit einem Laser auf den

„Used Look“ getrimmt und, wie auch bei Nudie, später in eini-

gen der eigenen Läden kostenlos repariert. Nachhaltig (na, nervt

Sie das Wort bereits?) kann ein Produkt aber auch sein, wenn

es aus einem nicht nachhaltig produzierten Produkt besteht:

Aus alten Kleidern neue zu machen, nennt sich Upcycling. So

wie die Kollek tion von Viktor & Rolf, die diese aus Altkleidern

für Zalando produzierten. Dann gibt es, natürlich, Mode aus

PET-Flaschen oder Fischernetzen, vegane Entwürfe von Stella

McCartney oder gar Firmen, die T-Shirts nähen lassen, die sich

nach wenigen Wochen auf dem Komposthaufen zersetzen. Die

Liste könnte man endlos fortsetzen.

Sie sehen: Irgendwie nachhaltige Mode gibt es irgendwie überall

und irgendwie von jedem. Und: Das ist gut so (als Anfang). Und:

Ja hier geht es ja um Style klar sieht nachhaltige Mode gut aus.

Man muss längst nicht mehr in Jutesäcken rumlaufen, um die

Welt zu retten. Das eigentliche Problem nachhaltiger Mode ist:

die Mode, die Masse. Jeder Deutsche kauft im Schnitt 60 Kleidungsstücke

pro Jahr. Laut dem Report „Pulse of Fashion Industry“

soll der Konsum von Textilien bis 2030 nochmals um über

60 Prozent zunehmen. Nur: Laut einer Umfrage aus Schweden

tragen sieben von zehn Befragten nur 50 Prozent dessen, was im

Schrank hängt. Das Ergebnis: Die Produktion von Textilien hat

sich zwischen 2000 und 2015 verdoppelt. Über 100 Milliarden

Kleidungsstücke werden pro Jahr hergestellt. Dass die Menschheit

in dieser Zeit nicht in der Größenordnung gewachsen ist,

dürfte auf der Hand liegen.

Man braucht so viel Mode und wir reden hier nicht nur von

Fast-Fashion-Labels, auch High-Fashion-Labels haben immer

mehr Zweitlinien , weil die Menschen sie wegwerfen. Weil Mode

heute oft günstig, meist kurzlebig, nicht selten seelenlos oder alles

davon ist. Was den Konsumenten dazu treibt, das vor wenigen

Wochen Geshoppte auf Nimmerwiedersehen in den Schrank zu

hängen (oder in die Tonne zu werfen). Dabei geht es längst anders:

Beim skandinavischen Label Filippa K können Kunden in

ausgewählten Filialen Teile der neuen Kollektion leihen, statt sie

zu kaufen. Markenunabhängig bieten dies auch Portale wie die

Kleiderei.com an, um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen.

Noch nachhaltiger aber ist dieser Ansatz: statt „nur“ nachhaltige

Mode zu tragen, Mode einfach nachhaltig zu tragen, nicht der

„Versuchung des nächsten billigen Fummels zu erliegen“, wie es

die Textilexpertin Kirsten Brodde von Greenpeace treffend formuliert.

Was das heißt: ein Stück mal fünf Saisons statt nur fünf

Wochen anzuziehen. Und nein, es muss nicht Secondhand,

nicht Upcycling, meiner Meinung nach noch nicht einmal nachhaltig

produziert sein. Nachhaltig getragene Kleidung sollte

ruhig neu, darf teuer und kann konventionell hergestellt sein.

Hauptsache, sie ist ein bewusster, täglicher und vor allem lang

andauernder Genuss.

Aber: bitte nicht darüber reden. Sie wissen schon, „Despacito“.

Gordon Detels, 40, war fünf Jahre Redaktionsleiter des Stil-Magazins

„GQ Style“.

FOCUS STYLE 19


MANUAL

OST

WANTED

W

7 Favoriten für einen

unvergesslichen Sommer

MULTITASKING

So schön und puristisch kann mobile

Maniküre sein: Das Modell „NailClip

Wood 580“ von Victorinox wurde mit dem

renommierten Designpreis „Red Dot

Award“ geadelt. Aus dem Holzkorpus

lassen sich sechs Werkzeuge zaubern.

Für die Nagelpflege und für vieles mehr.

Circa 47,50 Euro, victorinox.com

COMEBACK

Ein Klassiker kehrt zurück

in die Gläser: der Negroni.

Die Zutaten für den Sommerdrink

der Saison sind ein

Premium-Gin, zum Beispiel

„Tanqueray No. TEN“ aus der

„Diageo World Class“-Kollektion,

„Belsazar Vermouth

RED“ und Campari.

VIELFLIEGER

Als stilbewusster Reiseprofi outet man sich

mit dem Kabinen-Trolley von Horizn Studios.

Der Hartschalen-Beau mit der Lizenz für

die Kabine begeistert mit so praktischen

Features wie einer Fronttasche für den

15“-Laptop, herausnehmbarer Powerbank

und leichtgängigen 360-Grad-Drehrollen.

Model M, circa 299 Euro, horizn-studios.com

STARTHILFE

Keine nervigen Pop-ups, keine Werbung.

Diese mobile App tut nur das, was sie

soll. Sie bucht Flüge. Aber das verlässlich,

zeitsparend und mit Hinweis auf den

idealen Kaufzeitpunkt.

hopper.com

MILES & MINT

Darauf freuen sich barttragende

Globetrotter nach

Kurz- und Langstrecken:

Das „Snip A Man Beard Oil

Grapefruit & Mint“ beruhigt

mit seinen natürlichen

Inhaltsstoffen wie Mandel-,

Aprikosenkern- und

Trauben kernöl die trockene

Haut. Und es verleiht dem

Bart neuen Glanz. Circa

19,50 Euro, snipamanshop.de

PROFI-QUALITÄT

Eine Kamera, gemacht für Outdoor, Abenteuer

und Action: Die „HERO6 Black“ von

GoPro hat 12 Megapixel, ist wasserdicht

bis 10 Meter und fasziniert mit brillanter

Aufnahmequalität sowie erstklassiger

Software. Circa 430 Euro, shop.gopro.com

FOTOS: EYEEM/CHRIS GERBER

20 FOCUS STYLE


SONNE, STRAND UND SURFEN

Zu einem der Hotspots der Surfszene hat sich das Fischerdorf

Taghazout in Marokko entwickelt. In dem ehemaligen Hippie-Paradies geht

es immer noch extrem gechillt zu. Und an den weiten Stränden ringsum

kommen Einsteiger, aber auch Profis auf ihre Kosten. Es gibt jede Menge

Surf-Clubs und Szene-Hotels. Wie das „Sol House Taghazout Bay Surf“ im

Ökodorf Taghazout Bay. Hang loose! www.tripadvisor.com

BEINFREIHEIT

Verwechslungsgefahr künftig

ausgeschlossen: Die

„Mi Adilette Your Call“

weckt den Künstler in

uns. Denn die Trendschlappen

lassen

sich nach eigenem

Geschmack gestalten

und personalisieren.

Farben,

Muster, Message:

Der Fantasie sind

keine Grenzen

gesetzt. Circa 60 Euro,

adidas.de

FOCUS STYLE 21


ACCESSOIRES

ZENITH

Nicht nur eine Uhr, sondern

eine Legende. Die Chronomaster

El Primero Open mit 42 Millimeter

Durchmesser ist sportlich und

elegant zugleich

Circa 8.900 Euro, zenith-watches.com

LOUIS VUITTON V.N.R.

Dieser Sneaker präsentiert sich

mit einem durchgängig aus Strick

gefertigten Schaft, einer Außensohle

aus Gummi und mit Glanzeffekt

Circa 850 Euro, louisvuitton.com

SNEAKER COUTURE

Auffallen? Aber klar doch! Diese Accessoires sind dafür gemacht, um mit

ihnen im Mittelpunkt zu stehen. Und sich als Trendsetter zu outen.

FOTOS MIERSWA+KLUSKA STYLING ALEXANDER POSCH

22 FOCUS STYLE


LOUIS VUITTON KEEPALL 45

Die Tasche in Handgepäckgröße

mit Schulterriemen ist von

der Welt des Sports inspiriert.

Sie vereint Monogram Canvas

mit geschmeidigem Taïga-Leder.

Das Highlight sind farbige

Beschläge aus Metall

Circa 1.700 Euro, louisvuitton.com

FOCUS STYLE 23


PRADA CLOUDBUST

Wenn Hightech auf Purismus trifft, ist das Ergebnis ein Sneaker wie

dieser. Ein Design-Kunstwerk für den Alltagsgebrauch

Circa 590 Euro, prada.com

PRADA LINEA ROSSA CONSTELLATION

Eine Mischung aus Sport- und Lifestyle-Ästhetik prägt die

avantgardistische Brille mit dem Modellnamen SPS 51T

Circa 215 Euro, prada.com

24 FOCUS STYLE


ACCESSOIRES

ARMANI

Auf hohen Sohlen ist man mit den schwarzen Monkstrap-Sneakers aus

Wildleder unterwegs. Charmantes Detail: die Untersohle mit Farbeffekt

Circa 400 Euro, armani.com.com

HUBLOT CLASSIC FUSION TITANIUM

Eine Armbanduhr, geprägt von klassischer Eleganz und gefertigt mit edelsten

Materialien wie satiniertem Titan. So zeitlos schön kann ein Zeitmesser sein

Circa 7.600 Euro, hublot.com

FOCUS STYLE 25


ACCESSOIRES

GUCCI RHYTON

Der Sneaker im

Retro-Look ist

klassisch und mit

labeltypischen

Details gestylt. Das

Obermaterial besteht

aus Echtleder

Circa 790 Euro,

breuninger.com

26 FOCUS STYLE


OLYMP.COM/SIGNATURE

GERARD BUTLER’S

CHOICE

PHOTO: GREG WILLIAMS


DIE NEUE

CASUAL

ELEGANZ

Dandy-Look trifft

auf Street-Style.

Dazu kommt ein

lässiger Sportswear-Touch.

Erlaubt ist, was

Spaß macht! Und

den bietet die

neue Fashion -

Saison sichtlich.

FOTOS CHRISTIAN BORTH

STYLING ANNA BARR

28 FOCUS STYLE


MODE

DIESE SEITE

Kompletter Look

GIVENCHY

LINKE SEITE

Kompletter Look

YOHJI

YAMAMOTO

FOCUS STYLE 29


30 FOCUS STYLE


MODE

LINKS

Jeansjacke

und Hose

WENDY & JIM

Sonnenbrille

PAWAKA

RECHTS

Jackett

und Hose

JOHN

GALLIANO

Tanktop

MAISON

STANDARD

Sonnenbrille

PAWAKA

Kette

MODELS OWN

FOCUS STYLE 31


Komplette Looks

KENZO

32 FOCUS STYLE


MODE

Sweatshirt

Y-3

Sweatshirt

PHYNE

FOCUS STYLE 33


34 FOCUS STYLE

MODE


LINKS

Jacke und Hose

ADIDAS ORIGINALS

BY ALEXANDER WANG

T-Shirt

Y-3

RECHTS

Kompletter Look

KENZO

Vielen Dank an

HOTEL BANKE

in Paris.

Grooming von

Alexander Hofmann

c/o Agentur Uschi Rabe

mit Produkten von

Iles Formula,

Models: Armin Küchler

c/o Le Management,

Mickael Puthod

c/o Bananas Models,

Foto assistent: Mitko,

Stylingassistent: Khuyen

FOCUS STYLE 35


GUIDE

WAS

IST DIESEN

SOMMER ALLES

ERLAUBT

?

… und was

nicht geht:

Basecaps sind

vorerst Modegeschichte

Kurzarmhemden

haben ihr

modisches

Verfallsdatum

erreicht

Was Sie

tragen

können …

Bucket Hat im

Knautsch-Look

oder keine Kopfbedeckung

Langarmhemden

unterm Pulli oder

Pullunder

Loopschals

weichen dem

Nickituch. Das

wird gern mal

ums Hand gelenk

gewickelt

Skinny-Hosen sind

in dieser Saison

ein No-Go

Espadrilles

schmutzen leider

viel zu schnell

Strickpullis

gerne Ton in Ton

zur Hose

Baggy Pants aus

fließenden Stoffen

und überlang

Weiße Boat

Shoes sind

ein wichtiges

Fashion -

Statement

FOTO: CATWALKING/GETTY IMAGES

36 FOCUS STYLE


HOW

TO

Thorsten Osterberger ist ein international renommierter Lifestyle -Experte

So launisch ist die Mode: Was Jahrzehnte lang verpönt war,

liegt plötzlich voll im Trend. Was gestern noch als Musthave

galt, ist heute out. Wer bei diesen Eskapaden partout

nicht mitziehen will, hält sich im Sommer 2018 am besten

an klassische Looks mit zeitgemäßen, pfiffigen Details.

TEXT THORSTEN OSTERBERGER

Wie jetzt, Sandalen und Socken? Ist das nicht das

Männermode-No-Go schlechthin? Es war einmal. Denn im

Sommer 2018 gibt es kein Entkommen vor dem einst als

„Touristen-Look“ geschmähten Untenrum-Outfit. Selbst Kombinationen,

die an die Umkleidekabine im örtlichen Vorstadt-Sportklub

gemahnen, haben das Okay der Design -

Gurus: Adiletten und kniehohe Tennissocken mit auffälligem

Logo sind très chic. Wer sich jetzt leise gruselt, der kann

stattdessen zur All-in-one-Lösung greifen: topaktuelle Schlupf-

Sneaker in vielen Farben, die gleich mit eingebauter Flexi -

Socke daherkommen. Und ja, zu alledem passen Shorts ganz

hervorragend. Problem: Diesen Look muss Mann so richtig

rocken können, zaghafte Versuche gehen nach hinten los.

Hier ein mahnendes Wort von Tom Ford: „Männer sollten

Shorts niemals abseits vom Tennisplatz oder vom Strand tragen.“

Überlassen Sie diesen Style also gerne passionierten

Fashionistas sowie regelmäßigen Besuchern von Hip-Hop-

Partys, und entscheiden Sie sich für klassische Ledersandalen

oder fußschmeichelnde Birkenstocks ohne Socken.

Skinny no baggy go! So einfach lässt sich der Hosensommer

2018 auf den Punkt bringen. Freiheit für das Beinkleid: Luf tige

Silhouetten, fließende Stoffe, überlange und weite Schnitte

sorgen für einen lässigen Look.

Übrigens: Basecaps haben erst mal ausgedient, sie hatten

lange genug das Kopfbedeckungsmonopol inne. Der treue

und praktisch-knautschige Begleiter der Saison ist der Bucket

Hat, der selbst das heftigste Sommergewitter verzeiht und in

vielen Farben dem Outfit einen frischen Kick verleiht. Wer’s

lieber klassisch mag, kommt am Panamahut (zum Beispiel

Borsalino oder Stetson) nicht vorbei, der Sonnenschutz und

Luftzirkulation gleichermaßen bietet. Ganz Mutige greifen

zum breitkrempigen Strohhut à la van Gogh. Dazu: Hemd und

Chinos Ton in Ton, weiße Boat Shoes oder Loafer. Besonders

schöne und luftige Alternative zu den immer allzu schnell

runtergelatschten und angeschmutzten Espadrilles: geflochtene

Slipper in Primärfarben (Rivieras).

Apropos Schuhe: Vom „Ugly Sneakers“-Trend wird abgeraten,

denn wer kann diese unförmig-auffälligen Teile in unerhörten

Farbkombinationen im nächsten Jahr noch (er)tragen?

Eben. Dann doch lieber All Whites: minimalistische Turnschuhe

mit Obermaterial aus Leder, Leinen, Knit oder Mesh

in allen möglichen Weißtönen von Off-White über Creme

bis hin zu Eierschale. Wer den Look auf die Spitze treiben will,

trägt dazu weiße Chinos, T-Shirt, Hemd oder Tunika-Oberteil

und für den etwas kühleren Sommerabend einen unifarben

oder gemusterten Strickpullunder in Farbnuancen wie

Karamel, Schoko oder Caffè Latte.

Am Ende noch ein paar schnelle Tipps: Retro-Strickpolo statt

Hawaii- oder Kurzarmhemd, keck geknotetes Nickituch statt

Loopschal, Sonnenbrille mit Metallgestell statt Horn oder

Holz. Ganz wichtig: weniger Rucksack und mehr Mut zur

Männertasche. Kleine Taschen, große Taschen, farbenfrohe

Shopper aus Leder, Leinen oder Cordura, Crossbody Bags,

Bum Bags, Bags, Bags, Bags. Und dazu das Sommer-Accessoire

schlechthin: die isolierte Designer-Trinkflasche aus Edelstahl

für den heißen Kaffee am Morgen und den kühlen Drink am

Nachmittag der Umwelt zuliebe.

und Chefredakteur des Denim- und Streetwear-Magazins „J’N’C“.

FOCUS STYLE 37


INTERVIEW

T

O

W L A S C H I H A

M

Seit seiner Rolle in „Game of Thrones“ ist der deutsche

Schauspieler auch international ein Star. Ein Gespräch über

Statussymbole, geblümte Shorts und Stilsünden.

INTERVIEW GORDON DETELS

FOTOS JANA GERBERDING

38 FOCUS STYLE


Anzug

HERR VON EDEN

Hemd und Krawatte

TIGER OF SWEDEN

Ja, er ist es wirklich. Wer Tom

Wla schiha, 44, mit grauer Kutte

und schulterlangen Haaren aus der

erfolgreichen TV-Serie „Game of Thrones“

kennt, muss zweimal hingucken. Denn

zum Interview erscheint er topmodisch,

im eng geschnittenen Anzug und mit angesagter

Kurzhaarfrisur. Eine Verwandlung,

die uns gleich zur ersten Frage führt:

FOCUS STYLE Mode, Stil, Verkleidung.

Was ist für Sie der Unterschied?

TOM WLASCHIHA Von den dreien finde

ich Stil am wichtigsten. Den kann jeder

für sich interpretieren. Hoffentlich habe

ich einen wie auch immer gearteten Stil.

Verkleiden macht mir auf der Bühne

Spaß. Im Leben versuche ich, das zu

vermeiden. Und Mode kann interessant

sein, wenn sie nicht zu sehr im Vordergrund

steht.

Bleiben wir beim professionellen Verkleiden.

Eher Lust oder Last für Sie?

Tom Wlaschiha

WENN MAN

JEMANDEM ERST

AUF DIE HOSE

UND DANN INS

GESICHT SCHAUT,

IST WAS FALSCH

GELAUFEN

Einer der Hauptgründe, warum Menschen

Schauspieler werden wollen, ist

ja die Möglichkeit, in einem Leben viele

unterschiedliche auszuprobieren und

Sachen auszuleben, die man privat nicht

ausleben würde.

So wie Jaqen H’ghar, der sogenannte

Mann ohne Gesicht, den Sie in „Game of

Thrones“ darstellen …

Er trägt alte Teppiche, wie ich immer

sage. Ja, ich versuche, die Projekte so

auszuwählen, dass ich nicht in einer

Schublade lande. Ich möchte experimentieren

mit Epochen, Genres,

Kostümen. Das ist ja das Spannende.

„Verkleiden hilft mir, in die Rolle zu

schlüpfen“, liest man oft in Interviews mit

Schauspielern.

Was man trägt, unterstützt die Performance.

Gleiches gilt für das Set: Das

Spielen in einer künstlich geschaffenen,

aber absolut echt wirkenden Umgebung

FOCUS STYLE 39


INTERVIEW

wie bei „Game of Thrones“ ist einfacher

als vor einem Greenscreen, auf dem später

die Umgebung per Computer eingefügt

wird. Wobei ich auch schon vor einer

grünen Wand gespielt habe. Da braucht

man allerdings mehr

Vorstellungskraft.

Auffallend viele Ihrer

Filme spielen im militärischen

Umfeld.

Möchte man als deutscher

Schauspieler

international spielen,

sollte man keine Uniformallergie

haben.

Die ersten Rollen

sind meist solche.

Aber das hat sich in

den letzten Jahren geändert.

Man wird als

Deutscher nicht mehr

nur in Kriegsfilmen

eingesetzt. Das ist ein

positiver Nebeneffekt

der Globalisierung

und spiegelt sich inzwischen

auch in den

Drehbüchern wider.

Die Uniform ist die

formelle Variante des

Anzugs. Sind Sie ein

Anzugtyp?

Nun, ich trage privat

Montagmittag keinen

Anzug. Aber ich ziehe

mich auch mal stylish

an. Es muss aber dem

Anlass entsprechen.

Sehen Sie sich selbst

als modisch?

Ich erfreue mich an

schöner Mode wie

auch an schöner

Architektur. Ich finde allerdings, Mode

sollte unterstützend sein und nicht den

eigenen Charakter überdecken. Wenn

man jemandem erst auf die Hose statt

ins Gesicht schaut, ist was falsch gelaufen.

Beschreiben Sie doch mal Ihren Style …

Ich mag gerade Linien, klare Farben,

eher schlichte Sachen. Wie heißt es so

Mal klassisch, mal extravagant:

TOM WLASCHIHA ist offen für

jeden Style, der zu ihm passt

schön? Der Träger sollte die Kleidung

tragen, nicht die Kleidung ihn. Auffälliges

ist nicht so meins. Ich bin aber offen

für Neues wenn es passt.

Sind Sie ein

Markenfetischist?

Überhaupt nicht.

Aber Ihre Uhr ist

von Bulgari.

Ja. Und die ist

auch toll. Aber ich

gehe primär nach

dem Aussehen.

Gefällt mir das

Produkt, kaufe

ich es. Egal, von

welchem Label

es stammt.

Viele Männer

sehen eine Uhr

als ein Accessoire,

mit dem sie ein

Statement setzen.

Mag sein, aber

ich persönlich

brauche keine Statussymbole.

Auch

keine Uhr, bei der

jeder weiß: Ah,

die hat 5000 Euro

gekostet. Aber

ich würde sie

tragen, wenn sie

mir gefällt.

Interessieren Sie

sich mit Mitte 40

noch für Modetrends?

Ich trage, was mir

gefällt. Aber klar,

ich werde auch beeinflusst.

Sehe ich

im Sommer viele Männer mit geblümten

Shorts rumlaufen, gefällt mir vermutlich

irgendwann die eine oder andere. Aber

ich selber wäre nicht auf die Idee gekommen.

Das ist dann die Variante „unbewusste

Beeinflussung“.

Kleiden Sie sich nach Gemütslage?

Vermutlich sind meine Stimmungsschwankungen

nicht so groß. Was bei

40 FOCUS STYLE


Dieser Text

zeigt evtl. Probleme

beim

Text an

mir im Schrank hängt, passt eigentlich

jeden Tag.

Mal ganz ehrlich: Sind Sie eitel?

Jeder Schauspieler, der sagt, er sei nicht

eitel, lügt.

Mantel

LOUIS VUITTON

Rückblickend: Was waren die größten

Stilsünden in Ihrem Leben?

Ich habe einen großen Kleiderschrank,

in dem ich die Sachen nach hinten

durchschieben kann, statt sie auszusortieren.

Wenn ich dann mal in die tiefsten

Tiefen vordringe, bin ich doch erstaunt,

was mir mal gefiel. Es gab eine Phase

mit Anfang 20, da trug ich extrem große

T-Shirts. Inzwischen bin ich wesentlich

breiter als damals, und sie passen immer

noch nicht. Aber ich bewahre manche

Kleidungsstücke auch auf, weil sie eine

emotionale Bedeutung haben.

ERFOLGREICH

Tom Wlaschiha wuchs bei

Dresden auf, verbrachte

nach dem Fall der Mauer

ein Jahr in den USA und

studierte dann Schauspiel

in Leipzig. Nach Rollen

unter anderem in der

Fernsehserie „Die

Rettungsflieger“ und der

Filmkomödie „Verliebte

Jungs“ spielte er auch in

internationalen Produktionen

wie „München“ und

„Operation Walküre“.

Sie wohnen in Berlin und in London,

weil „Game of Thrones“ eine britische

Produktion ist. Kleiden Sie sich in London

anders an als in Berlin?

Vermutlich kleide ich mich unbewusst

schon anders. Aber nicht etwa, weil ich

mich anpassen oder abgrenzen möchte.

Sie reisen viel. Sind Sie der „Typ Rollkoffer“,

oder schultern Sie lieber eine elegante

Ledertasche?

Ich habe beides. Mein Rollkoffer ist

praktisch, die Ledertasche toll. Was ich

etwas albern finde, sind Männer, die

passende Sets haben. Drei Koffer unterschiedlicher

Größe einer Marke, die alle

zusammenpassen. Das ist übertrieben,

gewollt. So wie wenn jemand von Kopf

bis Fuß dasselbe Label trägt.

Noch kurz, weil wir über geblümte kurze

Hosen sprachen: Tragen Sie am Strand

Badeshorts oder klassische Badehosen?

In Deutschland den Speedo-Klassiker.

Für andere Länder habe ich längere Varianten

im Gepäck.

Und für welche Badehose würde sich

Jaqen H’ghar aus „Game of Thrones“

entscheiden?

Ich bin mir sicher, dass er nicht so häufig

baden geht!


ESSENTIALS

DIE NEUE

LÄSSIGKEIT

Selke trägt seine

„Temperature Denim“ -

Jacke vom Kultlabel

Off-White zum sport lichen

Street-Style

DAVIE

SELKE

UND SEINE

JEANSJACKE

MIT ELAN UND STYLE ERFRISCHT DER

23-JÄHRIGE MITTELSTÜRMER SEIT 2017

DIE MANNSCHAFT DES HERTHA BSC. SEIN

TRIKOT TAUSCHT ER ABSEITS DES SPIELFELDS

GEGEN DEN KLASSIKER IN DENIM.

„ICH MAG ES UNKOMPLIZIERT, schon

allein deshalb, weil ich als Fußballspieler

viel unterwegs bin. Auf einen angesagten

Look möchte ich dennoch nicht verzichten.

Meinen Stil würde ich als eine Mischung

aus Sportswear und urbaner Ästhetik

beschreiben. Schlichte Outfits peppe ich

einfach mit einem Hingucker-Teil auf. Das

macht das Ganze individueller. Mein derzeitiger

Favorit ist eine helle Jeansjacke,

die an den Armen und am Rücken ziemlich

auffällige Prints hat. Sie kann mit fast allem

kombiniert werden und wirkt doch immer

anders. Es gibt nur ein No-Go: Helle Jeans

gehen gar nicht dazu. Am liebsten trage ich

sie offen mit einem simplen T-Shirt drunter.

Perfekt, wenn ich mit Freunden in der

Stadt unterwegs bin, wir in Mitte einen

Kaffee trinken oder am Abend in eine Bar

gehen. Man kann in dieser Stadt so viel

entdecken, ich liebe das.“

Davie Selke lebt mit seiner Freundin Evelyn in Berlin.

Wenn er nicht gerade spielt oder trainiert, erkundet er die

angesagtesten Spots der Hauptstadt.

PROTOKOLL: MARLENE IRAUSEK; FOTO: MICHAEL COLELLA

42 FOCUS STYLE


PRÄSENTIERT

NUR NOCH

BIS ZUM

12.05.2018!

IHR SCHLÜSSEL ZUM SHOPPING-GLÜCK

NUR NOCH BIS

SAMSTAG, DEN 12. MAI

ÖFFNEN WERTHEIM

VILLAGE UND INGOLSTADT

VILLAGE DIE TÜREN

ZUM PRIVATE SALE.

GÄSTE MIT PRIVATE

SALE-PASS ERHALTEN

EIN EINZIGARTIGES

EINKAUFSERLEBNIS

MIT ZUSÄTZLICH

30%* PREISVORTEIL

FINDEN SIE IHREN

PERFEKTEN

SOMMER-LOOK

teilnehmende Marken des

PRIVATE SALE können Sie als

registriertes Mitglied schon im

Vorfeld auf der Website einsehen.

Zeigen Sie beim Shoppen dann den

Private Sale-Pass in den teilnehmenden

Boutiquen vor dem

Bezahlen an der Kasse

und genießen Sie Ihre Vorteile.

TEILNEHMENDE

MARKEN

Lassen Sie sich von exklusiven Mode- und

Designerboutiquen inspirieren, darunter

ARMANI OUTLET | BOGGI MILANO

HACKETT | KARL LAGERFELD

MICHAEL KORS | TIMBERLAND

UNDER ARMOUR

SO ERHALTEN SIE DEN PRIVATE SALE-PASS

Einfach online unter

WWW.WERTHEIMVILLAGE.COM/FOCUS oder

WWW.INGOLSTADTVILLAGE.COM/FOCUS

als Privilege-Member registrieren und Code erhalten, mit dem Sie bis zu 30%*

auf den bereits reduzierten Village-Preis bei allen teilnehmenden Marken erhalten.

*Die Private Sale Aktion ist nicht mit anderen Angeboten kombinierbar oder bei bereits reduzierter

Ware im Aktionszeitraum gültig. Bitte beachten Sie auch Ausnahmen bei einzelnen Marken

FOCUS STYLE 43


DIOR.COM

THE NEW EAU DE PARFUM

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!