BPFV - INTERCOM Ausgabe 2/2018

FliegenInMannheim

Offizielles Vereinsmagazin des Badisch-Pfälzischen Flugsportverein e. V.

Ausgabe 2018-02 // Juli bis Dezember 2018

INTERCOM

AUS DER FLUGSCHULE

Der Propeller

BPFV-TECHNIK

Bordbucheinträge

MET

Wolkenklassifizierung

TERMINE

BPFV-Kalender

LUFTSPORTZENTRUM RHEIN-NECKAR

Stampe-Schnuppertag

beim Flugwerk

Vereinsausflug nach Hamburg

„Willkommen

an der Perle“

www.fliegen-in-mannheim.de


INTERCOM 2018-02

Impressum

Herausgeber

Badisch-Pfälzischer Flugsportverein (BPFV) e. V.

Seckenheimer Landstr. 172 // 68163 Mannheim

E-Mail: kontakt@bpfv.de

Tel.: 0621-413651 // Fax: 0621-419050

Redaktion & Anzeigenleitung

Marcus Weber, BPFV Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: pr@bpfv.de

Das INTERCOM erscheint 2 Mal jährlich.

www.bpfv.net


INTERCOM 2018-02

... aus dem Cockpit!

Liebe Mitglieder und Freunde des

Badisch-Pfälzischen-Flugsportvereins

Eigentlich hat das Jahr 2018 sehr schön begonnen und hat uns einen überdurchschnittlichen

Sommer beschert. Viele Vereinsaktivitäten wie Grillfest, Vereinsausflug, monatliche Pilotenhocks

und Infoabende, Flugsicherheitstage und Flugplatzfest fanden unter allgemein großem

Zuspruch und mit viel Erfolg statt.

Auch haben wir, nachdem einige behördliche Auflagen bezüglich der Satzung erfüllt waren,

endlich die Eintragung des Luftsportzentrums als Verein vollziehen können.

Leider konnten wir alle diese Dinge nur bis zum

14. Oktober genießen und unsere fast schon zur Routine gewordene

Feststellung der Unfallfreiheit war zu Ende...

Klaus Peters, BPFV Präsident

praesident@bpfv.de

An diesem Tag hatte eine unserer C172 einen Unfall auf dem Flugplatz der Wasserkuppe mit

tödlichem Ausgang für drei Passanten. Es ist unmöglich, auch nur annähernd zu beschreiben

welche körperlichen und seelischen Belastungen für alle an einem solchen Ereignis Beteiligten

entstehen. Natürlich denken wir hier in erster Linie an die Opfer und deren Angehörige, die nur

mit viel Kraft und Hilfe die Folgen eines solchen Schicksals werden bewältigen können.

Ich spreche auch im Namen aller Mitglieder des BPFV unser tief empfundenes Mitgefühl aus

und biete jede nur mögliche Unterstützung an.

Der schreckliche Unfall auf der Wasserkuppe hat aber auch das Leben der Insassen unserer

Maschine nachhaltig verändert, auch wenn ihnen körperlicher Schaden erspart geblieben ist.

Die bis heute erforderliche psychologische Betreuung spricht hier eine deutliche Sprache. Auch

ihnen gilt unsere Anteilnahme und insbesondere für unseren Piloten werden wir auch weiterhin

jedwede Unterstützung bereitstellen.

Nicht vergessen möchte ich auch die vielen direkt oder indirekt tangierten Personen, Freunde,

Bekannte, Zeugen oder auch nur zufällig anwesende. Ganz besonders denken wir auch an unsere

Fliegerkollegen der Wasserkuppe, denen wir großen Dank für ihre Hilfe und ihre Zusammenarbeit

schulden.

Die Ereignisse dieses Tages, der sicher als der schwärzeste in der langen Geschichte des BPFV

bezeichnet werden muss, sind so furchtbar, dass alle Spekulationen zur Ursache fehl am Platze

sind. Sie wären auch deshalb unsinnig, weil die Untersuchungen bislang noch nicht abgeschlossen

und somit auch keine fundierten Aussagen möglich sind.

Vielleicht kann das kommende Weihnachtsfest ein wenig dazu beitragen das Erlebte zu verarbeiten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern der Intercom auch im Namen des gesamten

Vorstandes des BPFV ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches 2019.

Klaus Peters

Präsident BPFV

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INTERCOM 2018-02

Unser BPFV – wesentlich mehr als nur Fliegen.

DIE richtigen Entscheidungen treffen

und die Entscheidungen richtig treffen.

Wir sind als Verein in den letzten Jahren stark gewachsen. Durch Wachstum unserer Flugschule,

unserer Mitgliederzahl als auch den geflogenen Stunden bewegen wir immer größere Summen.

Unsere Geschäftsstelle, vertreten durch unsere Frau Battschinger , macht hierbei eine tolle Arbeit.

Mit über 8.000 Buchungen bewegen wir im Verein pro Jahr fast 800.000 €. In meinem Ressortbereich

Finanzen und Buchhaltung läuft alles gemäß Plan.

Unser Vereinskapital ist gut angelegt und vermehrt sich in der immer noch aktuellen Niedrigzinsphase

mit knapp 2,6%. Somit ist unser finanzielles Polster für die Zukunft stabil.

Unser Verein hat viel zu bieten – darauf können wir stolz sein.

Torsten Hohenadel, Vizepräsident

vize@bpfv.de

Wir brauchen aber weitaus mehr als nur Beiträge und Gebühren. Wir brauchen aktive Mitglieder

und Piloten, die mit anpacken und den BPFV als das erhalten was er ist. Um das Miteinander

nachhaltig zu gestalten haben wir vor nunmehr 4 Jahren unsere Vereinsstunden eingeführt mit

dem Ziel nicht dem Dienstleistungsgedanken zu verfallen und „nur“ ein Charterclub zu sein,

sondern ein bunter Verein bei der die Meisten mitanpacken, wenn es etwas zu tun gibt. Dadurch

sparen wir uns viele Ausgaben und wachsen zusammen. Bitte packt weiter tatkräftig mit an.

Fazit: Lasst uns gemeinsam als Verein wachsen, kostenbewusst denken und gemeinsam

über Veränderungen reden.

Mit fliegerischen Grüßen,

Torsten Hohenadel

2. Vorsitzender BPFV

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INTERCOM 2018-02

BPFV MERCHANDISING

Noch kein Weihnachtsgeschenk?

INFOS UND BESTELLUNG IN DER BPFV-GESCHÄFTSTELLE!

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„SLEEP. EAT. FLY. REPEAT“

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INTERCOM 2018-02

Guten Morgen, Frau Battschinger!

SEIT nunmehr 25 Jahren ein wichtiger Motor in unserem Verein.

Zum 01.12.2018 gratulieren wir ganz herzlich zum Dienstjubiläum.

Zitate Fr. Battschinger:

„ Mitte November 1993 vorgeschlagen von Frau Jonietz, die eigentlich als Mitarbeiterin vorgesehen war, Vorstellung bei

dem damaligen Präsidenten Prof. Kurt Breitschwerdt mit sofortiger Zusage. Die Stelle war für eine geringfügig Beschäftigte

gedacht, Arbeitszeit: Von Montag bis Freitag jeweils 2 Stunden – im Wechsel eine Woche Vormittags – eine Woche

Nachmittags.

Zusage, dass ich die Kinder notfalls mitbringen kann, die können im Clubraum spielen. Dies ist auch immer mal wieder

vorgekommen, vor allem Christina ist mit Kassettenrecorder und Malkoffer gerne mitgekommen.

Eingelernt wurde ich noch Frau Schreckenberger in der Wohnung Ifflandstraße. Die Fliegerei war mir völlig fremd, was zum

Bsp. bedeutet „Bravo Golf???“ , „was ist eine Cessna oder eine Grob?“

Zum festen Teil unseres Vereins geworden,

sowie Anlaufstelle zur Beantwortung vieler Fragen

wünschen wir Ihnen, Frau Battschinger, einen weiteren spannenden

und erfolgreichen Weg in unserem Verein!

Der gesamte Vorstand im Namen der Mitglieder

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INTERCOM

2018-02

STATIONEN aus 25 Jahren Vereinstätigkeit

01.12.1993 Tätigkeitsbeginn als geringfügig Beschäftigte im alten Vereinsheim in einem

extra abgegrenzten Büro – obwohl als Vize für die Geschäftsstelle zuständig,

lerne ich Herrn Wolf erst Mitte Januar 1994 kennen. Präsident Professor

Breitschwerdt zeigte großes Vertrauen in meine Tätigkeit

April 1995 Wechsel des Vorstands Wolf, Karlheinz Burghardt, J.

Dez. 1995 Anschafffung AMEDATA+AMEFIBU Buchhaltungssysteme

01.01.1996 Festanstellung mit Aufstockung der Arbeitszeit auf 3,25 h pro Tag

01.01.1997 Aufstockung der Arbeitszeit auf 4 h pro Tag

April 1997 Wechsel des Vorstands, fast täglicher Besuch des Präsidenten Nickel, Viktor & Vize Burghardt, J.

1998 Ortswechsel – der BPFV zieht in das neugebaute Abfertigungsgebäude um und muss damit

Abschied vom gemütlichen Vereinsheim nehmen. Beim letzten Montieren von Schubladen

im Schrank lässt sich Jürgen Burghardt mit einer Engelsgeduld von Christina (meiner Tochter) helfen

01.01.2004 RESI wird eingeführt – damit entfallen die Reservierungswunschanrufe, die Kladde hat ausgedient.

April 2005 Wechsel des Vorstands Nickel, Viktor&Fuchs, Jürgen

Sept.2006 Flugplatzfest des City-Airports mit Beteiligung BPFV

Sept.2007 Flugplatzfest des City-Airports mit Beteiligung BPFV

April 2008 Vorstandswechsel Peters, Klaus&Fuchs, Jürgen

Sept.2008 Komplett verregnetes Flugplatzfest

ab 2009 Jährlich stattfindende Flugtage der Vereine auf dem Gelände der Segelflieger

Ab Mai 2009 Gründung Luftsportzentrum Rhein-Neckar

Neue Ansage am Telefon: „Luftsportzentrum Rhein-Neckar“

01.05.2011 Aufstockung der Arbeitszeit auf 5 Stunden

Mai 2015 Kooperationsvertrag mit dem FSC Mannheim

Übernahme von saisonalen Arbeiten für den FSC

Aufstockung der Arbeitszeit auf 6,5 Std. pro Tag

01.01.2016 Betreuung Schülerakten allein

April 2016 Vorstandswechsel Peters, Klaus & Hohenadel, Torsten

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INTERCOM 2018-02

Bordbucheintrag

IM Betriebsalltag ist uns aufgefallen, dass

scheinbar nicht jedem Piloten der Umgang mit

dem Bordbuch geläufig ist.

Deshalb möchten wir die Gelegenheit hier nutzen und

nochmal darauf hinweisen, dass wir im Interesse unserer

Flugzeuge und deren Historie ordentlich gepflegte Bordbücher

benötigen. Jede unnötige Eintragung kann später bei einem

eventuellen Verkauf Stirnrunzeln auf Seiten des Käufers oder

auch mal bei einer Kontrolle hervorrufen.

1 2 3 4 5

Deshalb möchten wir Euch alle bitten, nichts in die Spalten für

Technische Störungen oder Wartungsarbeiten einzutragen!

Störungen werden bitte zunächst nur auf dem Meldeblatt

eingetragen und erst die Technik entscheidet nach einer

Prüfung dieser Meldung, ob es sich tatsächlich um eine

Störung handelt und trägt diese dann im Bordbuch nach.

Zu oft wurden in der Vergangenheit fehlerhafter Eintragung

z.B. über defekte Funkgeräte gemacht und hinterher stellen

wir fest, dass das Intercom falsch eingestellt war.

Klar regeln möchten wir auch die Anzahl der Besatzungsmitglieder.

Hier steht bei uns immer nur einer, nämlich der

verantwortliche Pilot. Im Falle der Flugausbildung wird der

Fluglehrer zusätzlich in der Spalte 2 namentlich angegeben.

Außerdem wird ein Schulungsflug - mit Fluglehrer oder

Solo - mit dem Kürzel (S) gekennzeichnet. Dies dient der

Abrechnung nach dem Schülertarif.

Datum

Name und Unterschrift des

Verantw. Lfz.-Führers

Anzahl

Besatzgs.-

Mitglieder

Anzahl

Flüggaste

Landungen´, Betriebszeit seit der letzten Grundüberholung des Luftfahrzeugs

29/02 Mustermann 1 2

29/02 Flugschüler / Fluglehrer 1 (S) 1

29/02 Mustermann 1 (W) -

29/02 Mustermann / Fluglehrer 1

01/03 Flugschüler (solo) 1 (S) -

Landungen´, Betriebszeit seit der letzten Grundüberholung des Luftfahrzeugs

1

Flug Von --------

Nach

EDFM

EDFM

EDFM

EDFM

EDFM

EDFV

EDFM

EDFM

EDFM

EDFM

Ist ein Transferflug zur oder von einer Werft an einen anderen

Flugplatz notwendig und dies kann nicht z.B. durch

einen Schulungs- oder sonstigen Ausflug kombiniert werden,

dann haben wir eine Regelung getroffen, dass dieser Flug zur

Hälfte des regulären Preises abgerechnet werden kann. Diese

Flüge sind mit der Technik oder einem Vorstandsmitglied

vor dem geplanten Flug abzustimmen. In diesem Fall wird

in der Spalte 3 das Kürzel (W) für Werftflug verwendet.

S = Student

W = Werftflug (nur mit Genehmigung)

Bei unseren Flügen gibt es immer nur einen PIC,

hier steht niemals eine "2"

Wir hoffen, dass diese Regelungen einfach und verständlich

sind. Wer dazu Fragen hat, kann sich jederzeit an die

Fluglehrer oder den Vorstand wenden. Und weil es in der

Vergangenheit häufiger zu Unmut bezüglich des Schriftbildes

kam, bitte wir Euch auch nochmal leserlich zu schreiben!

Vielen Dank! Euere BPFV-Technik

Feedback? Einfach eine eMail an: technik@bpfv.de

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INTERCOM 2018-02

Neue ATIS-Frequenz in EDFM

132.415

Gültig seit dem 6.12.2018

6 7 8 9 10 11 12

Zeit Start

(GMT) Ldg.

Anzahl

Landungen

Betriebszeit Datum Techn. Störungen, Unfälle, Technische Mangel Datum

Wartungsarbeiten, Teilüberhölungen, 100-Std. –Nachprüfungen,

angeordnete Nachprüfungen

Übertrag 9954 1826,5

0923

1007

1030

1122

1410

1430

1639

1725

0833

0933

1

7

1

5

2

1827,1

1828

1828,3

1829,1

1830,1

Hier keine Eintragungen von Ölverbrauch, Tank- oder Zählerstände und

auch keine sonstigen Informationen !

Technische Störungsmeldungen werden nach Verifizierung nur durch die

Technik eingetragen !

Stunden

Übertragen

Achtung: Sauberes Schriftbild!

Eintragung technischer Störungen nur in die Meldeliste !

In dringenden Fällen ist der technische Leiter zusätzlich zu informieren:

Thomas (mobil): 0160-97925266

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INTERCOM 2018-02

PR

DER

PELLER

Aus der (Flug-)Schule geplaudert...

GIBT es eigentlich Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ohne Getriebe, d. h. mit nur einem Gang?

Ich kenne nur eins, das Speedway Motorrad und zur Vervollständigung hat es auch keine Bremsen.

Viel Spaß!

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INTERCOM 2018-02

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INTERCOM 2018-02

Bild 1

Was hier die Ausnahme ist, ist bei der General

Aviation fast die Regel. Ein Großteil unserer

Flugzeuge hat nur einen „Gang“, auch als Festpropeller

oder Fixed-Pitch-Prop bezeichnet.

Schon in der Frühzeit der Fliegerei hatte man

festgestellt, dass man mit einem Propeller

kleiner Steigung eine respektable Start- und

Steigleistung aber unbefriedigende Reiseleistung

hatte. Legte man Wert auf eine gute Reiseleistung

(große Steigung) erkaufte man sich dies

durch elend lange Startstrecken.

Auf die Spitze getrieben hat man das bei

sogenannten Rennflugzeugen. Beim Startlauf

und anschließendem Steigflug arbeitet der

Prop bis etwa 100 Knoten wegen des hohen

Anstellwinkels der Propellerblätter im Stall-

Bereich (ja, ein Propellerblatt ist auch nichts

anderes als eine Tragfläche). Erst oberhalb

dieser Geschwindigkeit konnte der Propeller

nach und nach seine volle Wirksamkeit in Form

hoher Fluggeschwindigkeit entfalten.

Ein erster Schritt zur Verbesserung der Situation

war die Möglichkeit, den Prop manuell

zu verstellen. Zunächst nur am Boden. Man

stellte die Steigung so ein, dass sie an die

momentanen Bedürfnisse möglichst optimal

angepasst war. Also entweder gute Start- und

Steigleistung weil z. B. die Piste kurz war, oder

gute Reiseleistung.

So richtig befriedigend war das aber noch nicht.

Der nächste Schritt war eine Verstellung der

Steigung im Flug, wie sie heute noch in vielen

Motorseglern angewendet wird.

Es gibt eine Stellung für Start (kleine Steigung)

und eine Stellung für Reiseflug. Zusätzlich hat

man noch die Möglichkeit, den Propeller in

Segelflugstellung zu bringen, damit man mit

abgestelltem Motor möglichst wenig Widerstand

hat. (Bild 1)

Eine weitere Variante ist die Möglichkeit, die

Steigung mehr oder weniger stufenlos einzustellen.

Allerdings kämpft man hier mit dem

Problem, dass bei einer Erhöhung der Steigung

die Drehzahl abfällt, dem Motor mehr Leistung

abverlangt wird. Um das zu kompensieren, muss

man wieder den Ladedruck erhöhen, was sich

wieder in einer höheren Drehzahl niederschlägt.

Auch nicht so recht befriedigend.

Woodward erkannte das Problem und erfand

1933 den Propellerregler, (Governor) und damit

den Constant Speed Prop, wie er heute noch in

den meisten Flugzeugen mit Verstellpropeller

verbaut ist.

Der Trick bestand darin, dass der Governor

unabhängig von Fluggeschwindigkeit und

Leistungseinstellung immer die gleiche Drehzahl

beibehielt (natürlich nur nur bis zu einer

Mindestleistung, darunter geht dann auch die

Drehzahl runter)

So gesehen ist die Bezeichnung Constant Speed

Prop unzutreffend. Korrekt müsste es Constant

RPM Prop heißen.

Jetzt konnte man problemlos zu einer bestimmten

fest vorgewählten Drehzahl den

gewünschten Ladedruck einstellen.

Wer über die Funktionsweise der Regelung mehr

wissen möchte, kann sich die Flugsicherheitsmeldung

FSM 80_3 aus der Dropbox unter

„Verschiedenes“ herunterladen.

Soviel sei aber noch gesagt und zwar, wie diese

Regelung in Grundzügen funktioniert.

Die Propellerwelle ist hohl und durch sie wird

das Motorenöl in die Regeleinheit in der Propellernabe

gedrückt. Dadurch werden Kolben

bewegt, die die Propellerblätter drehen und

damit die Steigung ändern.

Befassen wir uns nun etwas detaillierter mit der

Handhabung eines Constant Speed Props (CSP)

Fangen wir mit dem Start an. Nach dem bisher

besprochenen dürfte es klar sein, dass

die kleinste Steigung gewählt wird, also den

Governor ganz nach vorne, Mixer voll reich und

Vollgas (nicht unbedingt bei Turbo-Motoren).

„All balls to the wall“ wie unsere Kollegen aus

USA zu sagen pflegen.

Das weitere Vorgehen ist dem Flughandbuch

zu entnehmen. Im allgemeinen reduziert man

die Drehzahl auf moderate 2500 RPM und

eventuell den Ladedruck auf 25 inch. Aber wie

gesagt, Flughandbuch konsultieren.

Um dem Motor gutes anzutun, ist es bei Leistungsreduzierungen

angebracht, zunächst den

Ladedruck zu reduzieren, danach die Drehzahl,

um dann im Reiseflug zu leanen.

Ich persönlich merke mir dies so: nach Rechts

Reduzieren. Nehmen wir nun an, dass wir

auf eine größere Höhe steigen wollen. Dazu

brauchen wir mehr Leistung.

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INTERCOM 2018-02

Auch hier ist es sinnvoll, ein motorschonendes Verfahren anzuwenden.

Zunächst den Mixer auf „voll reich“, dann die Drehzahl

erhöhen und letztendlich den Ladedruck.

Man kann es sich so merken: nach Links Leistung erhöhen.

Wenden wir uns der Leistungseinstellung im Reiseflug zu. In

der Vergangenheit vertrat man die Meinung, dass man nie

den Ladedruck in inch höher als die Drehzahl geteilt durch 100

wählen sollte. Beispiel: 23 inch, 2400 RPM.

Bei mehrmotorigen Flugzeugen ist die Regelung gerade umgekehrt

ausgelegt. Bricht hier der Öldruck zusammen, läuft die

Regelung, unterstützt durch Fliehkraftgewichte und zusätzliche

Federn, in Richtung Segelstellung. Das macht Sinn, da durch

die Segelstellung der Propellerblätter bei stillgelegtem Motor

der Widerstand am geringsten ist. (Bild 2)

Diese Ansicht ist überholt. Begründet würde sie damit, dass

bei geringen Drehzahlen und hohen Ladedrücken die Lager zu

sehr belastet würden. Unterschlagen hat man aber, dass hohe

Drehzahlen auch eine Belastung des Motors durch hin- und

hergehende Massen und erhöhte Reibung bewirken.

So ist man heute der Meinung, dass eher geringere Drehzahlen

und höherer Ladedruck sinnvoller sind, also z. B. 24 inch,

2300 RPM.

Auch hier ist ein Blick in das Flughandbuch empfehlenswert,

beispielsweise für die D-EECF Flughandbuch Abschnitt V.

Kommen wir zur Landung. Jeder verantwortungsbewusste

Pilot rechnet immer damit, dass er aus den verschiedensten

Gründen durchstarten muss. Tritt dieser Fall ein und man hat

den Prop auf großer Steigung, ist das so ähnlich, als ob man

mit dem Auto im größten Gang beschleunigen will. Da geht

nicht viel. Beim Flugzeug ist dies vergleichbar, auch hier geht’s

nicht recht voran und auch nicht hoch.

Also spätestens im Endanflug den Prop auf kleinste Steigung,

damit man beim Go arround die volle Leistung zur Verfügung hat.

Zum Schluss noch der Notfall, der Governor, also der Regler,

der die Steigung der Propellerblätter regelt, fällt aus.

Hier müssen wir zwei Fälle unterscheiden.

Einerseits, was passiert bei einmotorigen Flugzeugen und

andererseits, wie stellt sich das Versagen bei mehrmotorigen

Flugzeugen dar.

Bild 2

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass es auch elektrische

Propellerverstellung gibt. Gerade im UL- und LSA-Bereich

werden von einigen Herstellern elektrische Verstellpropeller für

ROTAX- und JABIRU-Motoren angeboten.

Zuletzt noch die Beantwortung der Frage, ob ein Flugzeug mit

Verstellpropeller schneller ist als ein Flugzeug mit Festpropeller.

Wenn der Festpropeller gut für Reiseflug ausgelegt ist, nein.

Der Verstellpropeller spielt seine Vorteile beim Start und im

Steigflug aus. Und zu guter letzt kann man im Teillastbereich

durch Reduzierung der Drehzahl lärmmindernd fliegen und

dazu auch noch Sprit sparen.

Hermann Arend , Ausbildungsleiter

flugschule@bpfv.de

Bei einmotorigen Flugzeugen ist die Regelung so ausgelegt,

dass mit steigendem Öldruck die Propellerblätter auf größere

Steigung gedreht werden.

Man ahnt schon, was passiert, wenn der Öldruck ausfällt. Richtig,

die Propellerblätter laufen auf kleinste Steigung. Wer hier

nicht umgehend reagiert, hat schnell den Motor geschädigt.

Der Motor läuft nämlich sofort auf Überdrehzahlen hoch und

lange macht er dies nicht mit.

Was tun? Sofort die Drehzahl unter die Maximaldrehzahl reduzieren.

Man hängt dann zwar in der Luft wie eine schwangere

Ente und es geht nur langsam voran. Wenn aber sonst keine

Fehler vorliegen (Ölverlust?) ist die Angelegenheit nicht kritisch.

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INTERCOM 2018-02

METEOROLOGIE

Wolkenklassifizierung

GESPRÄCH im Cockpit, während des Übungsfluges zur Verlängerung

der Klassenberechtigung. Da die fliegerischen Verfahren gut saßen

und sauber ausgeführt wurden, blieb neben Luftraumbeobachtung

und Airwork Zeit zu einem Plausch.

Wir redeten über das Wetter, und er meinte, dass Meteorologie nicht zu seinen Lieblingsfächern

gehören würde (das kann ich garnicht verstehen ;-) ), und dass er speziell

mit der Wolkenklassifizierung auf Kriegsfuß stünde. Und schon hatte ich ein Thema für

den nächsten Wetterartikel, nämlich eben diese Klassifizierung.

Es ist eigentlich recht einfach, weil ziemlich logisch aufgebaut. Und man muss nur

10 Wolken kennen (na gut, mit den markanten Unterformen sind es 13).

Markus Vogt

BPFV Fluglehrer & MET-Referent

markus@deebu.de

Wolken gibt es grundsätzlich in zwei Geschmacksrichtungen:

1. einerseits stabil geschichtet: stratiform, mit Namen STRATUS

2. andererseits labil geschichtet, konvektiv, cumuliform, CUMULUS.

Wolken tauchen am Himmel in den unterschiedlichsten Höhen auf, das lässt sich

unterteilen in Wolkenstockwerke. Je nach Etage erhalten die Wolken entsprechende

Namenszusätze:

Das unterste Wolkenstockwerk,

reicht bis ca. 6500 Fuß. Wichtig für uns: KEINE Namenszusätze, eine Sache weniger

zu merken ;-)

Die Wolken des mittleren Stockwerks

zwischen ca. 6500 und ca. 16500 Fuß, heißen mit Vornamen ALTO.

Ganz oben

oberhalb von ca. 16500 Fuß, nennt man die Wolken zusätzlich CIRRO.

Und es gibt noch vertikal mächtige Wolken, welche sich über alle drei Stockwerke

erstrecken, die nennt man NIMBO. Wir haben jetzt also zwei Wolkenformen, vier Höhenstaffeln,

das macht schon mal acht von den zehn Wolken.

Man stelle sich nun ein Raster wie auf Bild 1 vor. Fangen wir ganz unten an:

Da gibt es den Stratus (St) und den Cumulus (Cu).

Im mittleren Stockwerk haben wir den Altostratus (As) und den Altocumulus (Ac).

Ganz oben gibt es den Cirrostratus (Cs) und den Cirrocumulus (Cc).

Bei den vertikal mächtigen Wolken bleiben Nimbostratus (Ns), die klassisches Landregenwolke

und den Cumulunimbus (Cb), die klassische Gewitterwolke. (Nebenbei

bemerkt, dass er nicht Nimbocumulus heißt, ist der einzige logische Bruch im Schema).

Acht von zehn schon erklärt und eingeordnet.

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INTERCOM 2018-02

Zwischen Stratus und Cumulus gibt es noch eine Mischform,

den Stratocumulus (Sc), zugehörig zum unteren

Wolkenstockwerk.

Bild 1

Neun von zehn erklärt und eingeordnet.

Bei den Cirren, zwischen Cirrostratus und Cirrocumulus

lässt sich noch die Cirruswolke (Ci) selbst, einreihen.

Zehn von zehn erklärt, katalogisiert und abgeheftet

(Bild 2).

Nun noch zu den drei markanten Unterformen:

Es gibt den Altocumulus (Ac) auch in linsenförmiger

Ausführung, als Altocumulus lenticularis (Ac len). Eine

stationäre Wolke über Berggipfeln, durch die recht kräftig

der Wind pfeift. Die schnellströmende Luft wird vom Berg

in die Höhe gelenkt, erreicht das Kondensationsniveau,

die Wolke bildet sich. Hinter dem Berg sinkt die Luft ab,

erwärmt sich und die Wolke löst sich auf. Das gibt es auch

in freier Landschaft, wenn sich im Lee eines Gebirges Rotoren

gebildet haben, welche die Luft zuerst hinauf- und

dann hinableiten. Das nennt man dann auch Föhnfisch.

Grundsätzlich gilt, wo ein Altocumulus lenticularis ist, ist

Turbulenz, auch heftige, nicht weit.

Wenn in einem klassischen Altocumulus weitere Konvektion

stattfindet, bilden sich aus der Wolke heraus kleine

Türmchen, sie sieht dann aus wie eine mittelalterliche

Burg. Daher der Name: Altocumulus castellanus (Ac cas).

Bild 2

Bild 3

Aus diesem wiederum kann sich der Cumulus congestus

(Cu cong) auftürmen, auch bekannt als towering cumulus

(TCU), die Vorstufe zur Gewitterwolke, dem Cumulonimbus

(Cb). Siehe Bild 3.

Bleibt noch festzuhalten, dass ergiebige Niederschläge nur aus

vertikal mächtigen Wolken, NIMBO, fallen können. (Bild 4).

Das war doch jetzt nicht sooo schwer, oder?

Euer „Wetterfrosch“ Markus.

PS: schöne Fotos gibt es im Netz:

http://www.wolken-online.de/wolkenatlas.htm

Bild 4

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INTERCOM 2018-02

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

TROTZ trüber Wetterlage zu Beginn des Jahres und dem Stillstand einiger

Flugzeuge aufgrund der Umrüstung auf den 8,33 kHz Frequenzabstand,

sind wir dann doch sehr gut in das Jahr 2018 gestartet.

Bereits im Januar starteten erste gemeinsame Ausflugsaktivitäten, wie z.B. die Verlegung

eines Flulu-Frühstücks in das winterliche Dresden mit anschließender Sightseeingtour und

Nachtrückflug nach Mannheim.

Michael Tottewitz, Clubmanager

clubmanagement@bpfv.de

Überhaupt entwickelte sich die Flugsaison 2018 dank des langanhaltenden Sommerwetters

hervorragend. Auch unsere Veranstaltungen von Grillfest, Pyro-Games-Abend, Flugsicherheitstage

und unser Top-Event Mannheimer Flugtage konnten bei guten Wetter stattfinden

und auch ein Fly in mit Zelten in Speyer fand statt.

Leider musste jedoch der geplante internationale Vereinsausflug nach Belgrad wetterbedingt

abgesagt werden. Dafür steht er nun im kommenden Jahr wieder auf unserem

Ausflugsprogramm.

Dafür klappte es mit unserem diesjährigen nationalen Vereinsausflug nach Hamburg

besonders gut (siehe Bericht auf Seite 20) sowie mit weiterer tollen Ausflügen in alle

Himmelsrichtungen.

Allerdings fielen aufgrund von Wartungs- und Reparaturmaßnahmen auch eine ganze Reihe

von Flügen einzelner aus, was ganz klar unserer betagten Flugzeugflotte zuzuschreiben ist.

Hier sehe ich in ganz naher Zukunft für uns den wichtigsten Handlungsbedarf, um erstens

die Spirale aus hohen Reparaturkosten, einhergehenden Ausfallzeiten und stetig steigenden

Flugstundenpreisen zu durchbrechen und unseren Piloten und Pilotinnen vor allem

einen attraktiveren, grüneren und mit moderner Avionik ausgestatteten Flugzeugpark zu

bezahlbaren Kosten anbieten zu können. Letztlich wird auch die Sicherheit z.B. durch den

Einsatz von geeigneten Verkehrswarnsystemen wie Powerflarm deutlich erhöht. Auf jeden

Fall möchte ich zumindest die breite Diskussion darüber anstoßen.

Aber nicht nur Flugzeuge und Ausflüge machen den BPFV aus, sondern auch Dinge wie

Ausbildung, Kommunikation, Gemeinschaft und auch unsere Administration und EDV.

Ohne die vielen fleißigen Helfer hier namentlich zu nennen, gebührt Ihnen doch unser

Dank, den ich hier stellvertretend weitergeben möchte! Also herzlichen Dank und weiter so!

Pünktlich zum Erscheinen dieser Intercom-Ausgabe haben wir für das kommende Jahr

die wichtigsten Veranstaltungstermine hier bereits veröffentlicht. Zu Beginn des neuen

Jahres werden wir dann auch bereits die Details zum ersten Ausflug bekanntgeben und

die Anmeldung starten.

Aber nun sind wir noch im alten Jahr und ich wünsche uns allen eine besinnliche Weihnachtszeit,

ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eurer Michael Tottewitz

Clubmanager

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INTERCOM 2018-02

BPFV

SNACK

Statistik 2018

IM Jahr 2018 wurden in unserem Clubraum

folgende Snacks und Süßigkeiten verzehrt:

Bifi

Bifi-Roll

Bounty

Corny

Duplo

Erdnüsse

Gummibärchen

Hanuta

Lion

MilkyWay

Prinzen-Rolle

Snickers

160 Stück

167 Stück

144 Riegel

42 Stück

196 Riegel

140 Päckchen

60 Päckchen

90 Stück

120 Riegel

46 Riegel

37 Rollen

344 Stück

INFO Für alle Statistik-Freaks (alle Naschkatzen jetzt bitte nicht

weiter lesen): Das entspricht in Summe mehr als 340.500 kcal. ;)

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INTERCOM 2018-02

JANUAR FEBRUAR MÄRZ APRIL MAI JUNI

01 DI 01 FR 01 FR 01 MO 14 01 MI 01 SA

02 MI 02 SA 02 SA 02 DI 02 DO 02 SO

03 DO 03 SO 03 SO 03 MI 03 FR 03 MO 23

04 FR 04 MO 06 04 MO 10 04 DO 04 SA 04 DI

05 SA 05 DI 05 DI 05 FR 05 SO 05 MI

06 SO 06 MI 06 MI 06 SA 06 MO 19 06 DO

07 MO 02 07 DO 07 DO 07 SO 07 DI 07 FR

08 DI 08 FR 08 FR 08 MO 15 08 MI 08 SA

09 MI 09 SA 09 SA 09 DI 09 DO 09 SO

10 DO 10 SO 10 SO 10 MI 10 FR

Fly´n Hike

10 MO 24

11 FR 11 MO 07 11 MO 11 11 DO 11 SA Elbsandsteingebirge

11 DI

12 SA 12 DI 12 DI 12 FR

Jahreshauptversammlung

12 SO 12 MI

13 SO 13 MI 13 MI 13 SA 13 MO 20 13 DO

14 MO 03 14 DO 14 DO 14 SO 14 DI 14 FR

15 DI 15 FR 15 FR 15 MO 16 15 MI 15 SA

16 MI 16 SA 16 SA 16 DI 16 DO 16 SO

17 DO 17 SO 17 SO 17 MI 17 FR 17 MO 25

18 FR 18 MO 08 18 MO 12 18 DO 18 SA 18 DI

19 SA 19 DI 19 DI 19 FR 19 SO 19 MI

20 SO 20 MI 20 MI 20 SA 20 MO 21 20 DO

21 MO

Vortrag 04

„Um die Welt“

21 DO 21 DO 21 SO 21 DI 21 FR

22 DI 22 FR 22 FR 22 MO 17 22 MI 22 SA

23 MI 23 SA 23 SA 23 DI 23 DO 23 SO

24 DO 24 SO 24 SO 24 MI 24 FR BPFV Flug-

24 MO 26

sicherheits-

25 FR 25 MO 09 25 MO 13 25 DO 25 SA

tage

25 DI

26 SA 26 DI 26 DI 26 FR 26 SO 26 MI

27 SO 27 MI 27 MI 27 SA 27 MO 22 27 DO

28 MO 05 28 DO 28 DO 28 SO 28 DI 28 FR

29 DI 29 FR 29 MO 18 29 MI 29 SA

Grillfest

30 MI 30 SA 30 DI 30 DO 30 SO

31 DO 31 SO 31 FR

18

01.01. Neujahr // 06.01. Heilige Drei Könige // 14.02. Valentinstag // 04.03. Rosenmontag // 05.03. Faschingsdienstag // 06.03. Aschermittwoch // 19.04. Karfreitag

Fronleichnam // 15.08. Mariä Himmelfahrt // 03.10. Tag der Deutschen Einheit // 31.10. Reformationstag // 01.11. Allerheiligen // 20.11. Buß-und Bettag // 06.12.


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2019

JULI AUGUST SEPTEMBER OKTOBER NOVEMBER DEZEMBER

01 MO 27 01 DO 01 SO 01 DI 01 FR 01 SO

02 DI 02 FR 02 MO 36 02 MI 02 SA 02 MO 49

03 MI 03 SA 03 DI 03 DO 03 SO 03 DI

04 DO 04 SO 04 MI 04 FR 04 MO 45 04 MI

05 FR 05 MO 32 05 DO 05 SA 05 DI 05 DO

06 SA 06 DI 06 FR 06 SO 06 MI 06 FR

07 SO 07 MI 07 SA Airpower 07 MO 41 07 DO 07 SA

08 MO 28 08 DO 08 SO

Zeltweg (A)

08 DI 08 FR 08 SO

09 DI 09 FR 09 MO 37 09 MI 09 SA 09 MO 50

10 MI 10 SA 10 DI 10 DO 10 SO 10 DI

Weihnachtsfeier

11 DO 11 SO 11 MI 11 FR 11 MO 46 11 MI

BPFV

12 FR Vereinsaus-

12 MO 33 12 DO 12 SA 12 DI 12 DO

flug nach

13 SA 13 DI 13 FR 13 SO 13 MI 13 FR

Belgrad

14 SO 14 MI 14 SA Flugtage 14 MO 42 14 DO 14 SA

15 MO 29 15 DO 15

der Vereine

SO 15 DI 15 FR 15 SO

16 DI 16 FR 16 MO 38 16 MI 16 SA 16 MO 51

17 MI 17 SA 17 DI 17 DO 17 SO 17 DI

18 DO 18 SO 18 MI 18 FR 18 MO 47 18 MI

19 FR 19 MO 34 19 DO 19 SA 19 DI 19 DO

20 SA 20 DI 20 FR 20 SO 20 MI 20 FR

21 SO 21 MI 21 SA 21 MO 43 21 DO 21 SA

22 MO 30 22 DO 22 SO 22 DI 22 FR 22 SO

23 DI 23 FR 23 MO 39 23 MI 23 SA 23 MO 52

24 MI 24 SA 24 DI 24 DO 24 SO 24 DI

25 DO 25 SO 25 MI 25 FR 25 MO 48 25 MI

26 FR 26 MO 35 26 DO 26 SA 26 DI 26 DO

Pyro-Games

27 SA 27 DI 27 FR 27 SO 27 MI 27 FR

Grillen etc.

28 SO 28 MI 28 SA 28 MO 44 28 DO 28 SA

29 MO 31 29 DO 29 SO 29 DI 29 FR 29 SO

30 DI 30 FR 30 MO 40 30 MI 30 SA 30 MO 01

31 MI 31 SA 31 DO 31 DI

19

// 21.04. Ostersonntag // 22.04. Ostermontag // 01.05. Tag der Arbeit // 30.05. Christi Himmelfahrt // 09.06. Pfi ngstsonntag // 10.06. Pfi ngstmontag // 20.06.

Nikolaus // 24.12. Heiligabend // 25.12. 1.Weihnachtstag // 26.12. 2.Weihnachtstag // 31.12. Silvester


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Vereinsausflug 2018

HAM-

BURG

Die Perle an der Elbe

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NACHDEM uns im Vorjahr der Vereinsausflug ins südfranzösische Montpellier

geführt hat, bestand nun in diesem Jahr der Wunsch zu einem nationalen Ziel.

Aufgrund der deutlich höheren Teilnehmerzahl gegenüber dem vergangenen Jahr vermute

ich, dass sich viele von uns fliegerisch in den nationalen Gefilden doch deutlich wohler fühlen.

Alles scheint doch vertrauter und im Zweifelsfall wird dann eben in Deutsch gefunkt.

Auf nach Hamburg!

Also führte uns der Ausflug vom 20. bis 22. Juli 2018 in die nach Berlin zweitgrößte Stadt

Deutschlands, in die Hansestadt Hamburg.

Am Anreisetag starteten wir am späteren Vormittag bei gutem Wetter mit leichter Bewölkung

mit sage und schreibe 13 Flugzeugen in Richtung Norden! Dabei plante und flog jede

Crew für sich allein. Doch hörten wir uns untereinander immer mal wieder auf den diversen

Frequenzen von FIS oder bei ATC während des Durchfluges durch den Luftraum D Hannover.

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INTERCOM 2018-02

Ein besonderes fliegerisches Highlight

war der Anflug auf Hamburg, der über

die Pflichtmeldepunkte von Süden direkt

über den Seehafen und die Stadt

angeflogen wird. Einige Crews bekamen

sogar ein Holding über der Außenalster

zugewiesen, sozusagen als Sightseeing-

Extra, um anschließend sicher auf der

Runway 05 des Flughafens zu landen.

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INTERCOM 2018-02

Gemeinsamer Treffpunkt aller Crews war das perfekt am General Aviation Terminal gelegene Café Himmelsschreiber unmittelbar

an der Kreuzung der beiden Landebahnen gelegen. Bei einem leckeren Essen bot dies einen perfekten Blick auf das

Geschehen beider Runways.

Von hier aus ging es mit dem Bus ins Hyperion Hotel und der erste Abend stand zum Bummeln zur freien Verfügung. Selbstverständlich

trug auch die Hotelbar auf dem Dach des Hotels zur Erholung bei!

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INTERCOM 2018-02

Am Samstag starteten wir nach einem leckeren Frühstück zu unserer Airbus-Werksbesichtigung in Finkenwerder. Mit jeder

Menge Informationen rund um die Produktion und zu den unterschiedlichen Flugzeugmustern wurden wir versorgt und

besichtigten die einzelnen Fertigungsstraßen der Flugzeugtypen. Anfassen und Trinken war jedoch nicht erlaubt, Achtung

Anschiss mit Rausschmiss !

Im Anschluss fuhren wir wieder in die Stadt zurück, um uns das neue Wahrzeichen der Stadt genauer anzusehen. Die Elbphilharmonie

– so wie ich finde – ein wirkliches beeindruckendes Prachtstück! Leider konnten wir nicht den großen Konzertsaal

besichtigen, aber auch die Plaza ist beeindruckend und vielleicht macht es dem Einen oder Anderen ja Lust auf einen Konzertbesuch

bei nächster Gelegenheit.

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INTERCOM 2018-02

Den Abschluss des Tages verbrachten wir dann bei schönstem sommerlichem Wetter auf der Terrasse des Restaurants Elbspeicher,

wie der Name schon sagt, direkt an oder besser gesagt direkt über der Elbe, gefolgt von einem Rückmarsch zum

Hotel direkt über Herbertstraße und Hotelbar!

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INTERCOM 2018-02

Nach gemeinsamen Frühstück und Bus-Transfer zum Airport

flogen alle Crews am Sonntag wieder eigenständig zurück.

Eine Crew kam jedoch in die ersten stärkeren Ausläufer der

von Westen nahenden Kaltfront und entschied sich für eine

extra Übernachtung in Bad Hersfeld.

Alles in allem war es eine schöne und kurzweilige Reise und

Hamburg ist ja ohnehin immer eine Reise wert!

Michael Tottewitz

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VereinsAusflug nach Belgrad Le Touquet

Der Flug dorthin war wenig spektakulär. Landschaftlich stellt

lediglich der Pfälzer Wald eine Erhebung oberhalb der Rheinebene

dar, und der ist uns Mannheimer Fliegern ja einigermassen

bekannt. Hinter Saarbrücken wird die Welt dann ziemlich flach.

Die Luftraumstruktur stellt lediglich auf den ersten Meilen in

Frankreich ein paar kleinere Herausforderungen an Piloten. Die

FIS Strasbourg Info hat uns allerdings völlig unproblematisch

durch die TMA von Metz geleitet, Etain haben wir überstiegen.

Danach erfolgte die Weitergabe an Paris, dann an Lille, und

schliesslich zum Einflug in die Kontrollzone an Le Touquet.

Die Crew der „FV“: Sebastian Himpel, Anne Fuchs, Roland Itschner (v.l.)

IMMERHIN 14 Flieger und Flugbegeisterte hatten

sich zusammengefunden, um am verlängerten

Wochenende vom 28.06. bis zum 01.07.2018 die

Reise mit 6 verschiedenen Flugzeugen von EDFM

um die Alpen herum anzutreten. Geplant war ein

Zwischenstopp in LOAN (Wiener Neustadt), um

anschliessend das Ziel LYBE (Belgrad) zu erreichen.

Nach etwas über zwei Stunden Flugzeit erreichten wir unser

Ziel. Bei einer steifen Brise aus Norden hat unser Pilot Sebastian

eine bilderbuchmässige Seitenwindlandung auf der 31 hingelegt.

Der Flugplatz ist sehr auf Tourismus von unseresgleichen

ausgelegt; auf dem Vorfeld standen dementsprechend schon

einige F-, D-, OO-, PH- und vor Allem G-registrierte Flieger. Der

Empfang in Le Touquet ist daher professionell. Sehr schön ist,

dass dort jede Menge sofort verfügbare Leihfahrräder stehen.

Und da der Flugplatz ziemlich nah an der Stadt ist, machten

sich auch ca. 60 Minuten nach der Landung drei Drahtesel auf

in die Stadtmitte, zur Zimmersuche.

Alles war organisiert: Ausflüge vor Ort, Hotel, Koordination mit

dem internationalen Flughafen Nikola Tesla in Belgrad (hier

nochmals besonderen Dank an die professionelle Flugleitung

dort), sowie parken der Flieger auf dem nicht weit entfernten

VFR-Flugplatz 13. Maj (hier auch Dank an die Organisatoren dort).

Aber: es hat nicht sollen sein. Ein im Wetterfernsehen liebevoll

beschriebener „Kaltlufttropfen“ wollte nicht, dass wir kommen.

Und nachdem wir das Wettergeschehen insbesondere in der

Gegend um Wien genau studiert hatten blieb uns nichts anderes

übrig, als das Vorhaben abzublasen.

Da aber über ganz Deutschland sowie dem angrenzenden Westen

CAVOK vorhergesagt war, und da wir sowieso schon Urlaub

genommen hatten, beschloss die Crew der D-EIFV, bestehend

aus Sebastian Himpel, Anne Fuchs und Roland Itschner, spontan

die Reiserichtung umzudrehen.

Und so ging es nach morgendlicher

Flugvorbereitung nach Le Touquet (LFAT)

Praktisch: Leihfahrräder in LFAT

Dieses Unterfangen allerdings war nicht einfach. Das Seebad

Le Touquet hat den Beinamen „Paris Plage“, was bedeutet, dass

die Stadt der Strand der französischen Hauptstadt ist. Dementsprechend

ausgebucht war auch alles. Das Hotel Westminster,

wohl das beste Hotel am Platz, war uns mit 400EUR pro Person

und Nacht doch etwas zu teuer. Aber nach intensiver Suche

ist es uns gelungen, ein Zimmer für Anne in Strandnähe und

zwei für die beiden Herren, allerdings etwas entfernt in der

Nachbargemeinde Étaples zu finden.

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INTERCOM 2018-02

Den Wind auf der Nase konnte man deutlich spüren; der gesamte

Rückweg nach Mannheim war über eine halbe Stunde

länger als der Hinweg.

Anflug und Landung in Metz verliefen unspektakulär. 3000m

Bahn sollten für eine C172 auch reichlich genug sein.

Le Touguet

Die Küste

Le Touquet ist ein schönes kleines französisches Seestädtchen

mit allem was man sich so vorstellt: Sandstrand, Restaurants,

Kiefernwälder, sehr schöne Innenstadt mit einigen durchaus

mondänen Gebäuden. Das herrliche Wetter mit Sonne und

frischem Seewind trug das übrige dazu bei, richtig Urlaubsstimmung

aufkommen zu lassen. Und natürlich endet dort ein

Tag in einem der vielen Restaurants. Unseren Urlaubsfreitag

verbrachten wir daher mit Strandspaziergängen, relaxen, Fahrradfahren,

Essen gehen.

Den Rückflug zwei Tage später wollten wir mit einem Zwischenstopp

in Metz / Nancy LFJL machen. Den notwendigen

Flugplan von LFJL nach EDFM hatten wir bereits in Le Touquet

aufgegeben, als wir uns auf den Weg nach Metz machten. Ein

Flugplan für einen innerfranzösischen Flug ist ja nicht notwendig.

Nach der Betankung mit Tankwagen ging es los. An dieser Stelle

sei erwähnt, dass man den Sprit in Frankreich deutlich billiger

bekommt, wenn man die Total-Karte hat. Vor meinem nächsten

Frankreichflug werde ich mir auf jeden Fall eine besorgen.

Auch hier war der Flug von Le Touquet nach Metz wieder problemlos;

lediglich den Ausflug die Küste entlang nach Norden

wollte der Turm nicht zulassen, weil zu viele englische Touristen

auf Gegenkurs waren.

Allerdings mussten wir nach der Landung erfahren, dass uns

zwei kapitale Fehler unterlaufen sind: zum einen haben wir uns

zum Parken in Metz nicht vorangemeldet, und zum anderen

hatten wir nicht an die leuchtorangefarbenen Warnwesten

gedacht, die in Frankreich obligatorisch sind. Das mit den

Warnwesten – geschenkt. Wir geloben Besserung. Warum man

uns aber überhaupt landen lässt, obwohl man sich angeblich

voranmelden muss, hat sich uns nicht erschlossen. Jedenfalls

werden wir zukünftig die entsprechenden Airport Informations

noch genauer studieren. Und so verbrachten wir hier auch keine

weitere Zeit, sondern flogen sofort zurück in die Heimat.

Fazit

Zu Belgrad:

Der Flug steht auf jeden Fall immer noch auf meiner To-Do-

Liste. Ich werde voraussichtlich das gleiche Vorhaben 2019 noch

einmal angehen und werde mich über Mitflieger freuen. Die

Unterstützung von serbischer Seite war wirklich lobenswert.

Zu Le Touquet:

Wir haben nicht verstanden, warum man von diesem Platz in

Mannheim nicht mehr spricht. Von EDFM aus gesehen kann

man eigentlich kaum besser das Meer erreichen. Der Platz mit

seiner langen Piste und seiner professionellen Abfertigung lädt

zum Anflug ein. Die Nähe der Stadt zum Flugplatz ist ideal für

einen Kurztrip.

Roland Itschner

Weblinks:

http://www.letenje.rs/

http://www.beg.aero/

https://www.aeroport-letouquet.com/

Die einzige „Songle-Prop“ in Metz

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INTERCOM 2018-02

Ein Ausflug nach

Leipzig

SCHON lange hatte ich den Wunsch

einmal die Familie in Leipzig von Mannheim

aus mit dem Flieger zu besuchen.

Die Crew für diesen Wochenendausflug

fand sich auch schnell zusammen:

neben mir noch ein zweiter BPFV Pilot

Sebastian Himpel sowie ein Fluggast

der die Gelegenheit gern nutzen wollte

Freunde in Leipzig zu besuchen.

Freitag den 10.08. ging es dann los. Die Maschine war einsatzbereit

und das Wetter gab uns ebenfalls grünes Licht. Start war

um 17 Uhr auf der Piste 27, Ausflug über Romeo mit einem

herrlichen Blick auf Mannheim. Ab Romeo ging es dann auf

direktem Weg zum Würzburg VOR. Danach weiter über das

Erfurt VOR nach Leipzig. Dank reichlich Rückenwind kamen

wir mit durchschnittlich 111kt Groundspeed schnell voran und

erreichten nach 1:40h Flugzeit dann auch schon den Rand der

Kontrollzone Leipzig.

Um auch einmal mit einer Cessna über die Autobahnbrücke

Rollen zu können, wollten wir auf der Nordbahn landen. Und

weils so schön ist: „Request midfield crossing and landing on

runway north“ - alles kein Thema, der Lotse auf dem Tower war

sehr freundlich und genehmigte uns alle Wünsche. Im rechten

Gegenanflug auf die 26R dann ein selten gehörter Funkspruch:

„exceed downwind, you are number two behind a boeing 737“.

Ein Blick nach rechts aus dem Fenster - und da zeigte sich uns

auch schon dieses Prachtstück von Flieger auf gleicher Höhe.

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INTERCOM 2018-02

Im Endanflug war es dann so weit: 3,6 km Piste erstreckten

sich vor uns. Diesen Anblick hat man auch nicht alle Tage. Da

wir ohnehin am Ende der Piste abrollen mussten gab es einen

Tiefflug über die erste Hälfte der Piste mit anschließender super

sanfter Landung. Dann folgte auch schon die Rollfreigabe „taxi

via A2, A1, W1 and N to the Apron“. Solch lange Rollanweisungen

kennt man sonst nur vom BZF Unterricht. Am Vorfeld wartete

dann auch schon das follow-me um uns zur Parkposition zu

begleiten. Dort wurden wir dann freundlich Eingewiesen. Nachdem

der Motor aus war wurden auch direkt die Bremsklötze

platziert und ein Gabelstapler kam mit schweren Betonklötzen

zum verankern der Maschine. Bei so viel rundum Service fühlt

man sich fast schon so als säße man in einem großen Flieger.

Dank Weekend-Spezial gabs die Landegebühr zum halben Preis

(35€) und das Abstellen war gratis.

Am nächsten Morgen stand dann ein Rundflug um und über

Leipzig mit meinem Vater als Fluggast an. Diesmal ging es auf

der 26L heraus. Da auf der 26R noch eine Maschine startete

gab es für uns zunächst ein „Lineup runway 26L“. Wenn man da

so auf der 60m breiten Piste steht kommt man sich mit seiner

Cessna 172 richtig winzig vor. Als die Piste 26R dann frei war

ging es los: „leave via novemver, right turn approved, runway

26L cleared for takeoff“. Die Runde führte einmal im Uhrzeigersinn

um die Kontrollzone herum, einschließlich rundum

sorglos Betreuung vom Tower. Über der Stadt waren dann alle

Sehenswürdigkeiten wie Hauptbahnhof, Uni Riese, Zoo, Redbull

Arena und Völkerschlachtdenkmal gut zu erkennen. Aber auch

die vielen grünen Wälder in und um die Stadt sowie die Flüsse

waren ein toller Anblick.

Über die Neuseenlandschaft ging es dann wieder in Richtung

Siera zur Landung. Diesmal landeten wir auf der 26L. Auch

hier gab es wieder ein follow me und das volle Programm mit

Einweisung und Bremsklötzen etc...

Nach diesem schönen Rundflug stürzten wir uns auf das nächste

Element - dem Wasser. Eine Kanutour mitten durch die Stadt,

durch schöne grüne Abschnitte aber auch vorbei an traumhaften

Villen und ehemaligen Fabrikgebäuden rundeten den Tag ab.

Zum grönenden Abschluss gab es dann noch einen herrlichen

Sonnenuntergang an der Strandbar.

Sonntag stand dann auch schon wieder der Heimflug an - diesmal

durchgeführt von Sebastian. Auf der 26L ging es über Siera

raus. Unser erstes Ziel war dann der Flugplatz Bamberg. Dort

angekommen sind dann mit dem Taxi in die Stadt gefahren

und haben die Altstadt und den Dom bewundert. Dann noch

ein schönes Lokal gesucht und in Ruhe etwas gegessen um

dann zurück zum Flugplatz zur letzten Etappe nach Mannheim

aufzubrechen.

Auf dieser Etappe gab es dann auf der FIS noch einige skurrile

Funksprüche auf die Ohren - denn hier hatte es jemand trotz

mehrfacher Warnung vom Lotsen geschafft unerlaubt in den

Luftraum C einzufliegen. Als der Pilot dann noch anfing zu

diskutieren dass da überhaupt kein Luftraum C sei, Platzte dem

Lotsen etwas der Kragen...

Nach erfolgter Landung in Mannheim und dem Abstellen des

Fliegers war uns allen klar: Der Ausflug ist nun vorbei. Für mich

war es der erste große Ausflug mit dem Flieger. Es war ein

großartiges Erlebnis und ein tolles Wochenende für uns alle.

Leipzig ist definitiv eine Empfehlung für einen Ausflug.

Enrico Schulz

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INTERCOM 2018-02

STAMPE

SCHNUPPER-

TAG

Ein Erlebnisbericht von Teilnehmer

Andreas Pick

Nach einer kurzen und herzlichen Begrüßung durch Rainer ging

es erst einmal in den Hangar. Dass wir hier nicht in einem Museum

waren konnten wir vor allem am Geruch nach Öl und den

vielen kleineren und größeren „Baustellen“ an den Flugzeugen

erkennen. Ansonsten war die Auswahl der durchaus museumswürdigen

Flugzeuge beeindruckend. Neben interessanten

Mustern einzelner Vereinsmitglieder wie dem amerikanischen

Militärtrainer North American T6, dem russischen Schulflugzeug

Jak 52 oder dem britischen Schuldoppeldecker De Haviland Tiger

Moth waren auch die beiden vereinseigenen Doppeldecker eine

echte Augenweide für jeden Oldtimer-Liebhaber. Die letzten

Zweifel verflogen dann spätestens bei den vielen Erläuterungen

und Antworten auf die Fragen der BPFV’ler:

Zwischenzeitlich war die Stampe mehrfach wieder vor das

Vereinsheim gerollt, hat einen glücklichen Schnupperflieger

abgesetzt und einen erwartungsfrohen neuen wieder aufgenommen.

Wenn aufgrund der Hitze und der resultierenden

Gasblasen der Motor nicht gleich wieder ansprang, agierten

Pilot und Boden-Crew im Team und brachten den Doppeldecker

wieder zum Laufen. Gegen 20 Uhr als Vorletzter kam ich dann

mit meinem Schnupperflug an die Reihe. Mit Fliegerhaube

im offenen und in Bezug auf die Instrumentalisierung recht

übersichtlichen Cockpit begann das Erlebnis bereits auf dem

Vorfeld: Das ist Fliegen in seiner ursprünglichen Form! Beim

Rollen waren die Eigenarten eines Spornradfliegers klar erkennbar,

gestartet wurde auf der Graspiste – klar, dafür sind

solche Maschinen schließlich mal ausgelegt worden.

Trotz hoher Temperatur und Zweimann-Besatzung war die

Stampe bereits nach kurzem Rollweg in der Luft und im

Steigflug ging es über Sierra nach Süden. Bald nach dem Start

durfte ich den Knüppel übernehmen und mich ein wenig mit

dem Flugzeug vertraut machen. Überrascht hat mich der

niedrige Steuerdruck, aber die typischen „Turnübungen“ wie

Rollen oder Vollkreise gingen gut von der Hand.

Diese Flugzeuge sind

zum Fliegen da bzw. sollen dies – wie im Falle der über

viele Jahre hinweg von den Vereinsmitgliedern in Eigenleistung

wieder aufgebauten Klemm – zumindest bald wieder sein.

Während nach und nach die ersten Gäste ihren Schnupperflug in

der Stampe SV4 genießen konnten, lernte ich mit den anderen

zunächst am Boden verbliebenen BPFV’lern das Vereinswesen

im Flugwerk etwas besser kennen: Neben der aktiven Fliegerei

- und hier sind weitere Piloten nicht nur der Rundflüge auf

Flugplatzfesten in der Region wegen willkommen – spielt auch

das stets notwendige „Schrauben“ an den Oldtimern und das

gesellige Beisammensein bei Gesprächen über die Fliegerei

und vieles mehr eine große Rolle. Dass dabei auch für unser

leibliches Wohl – dem Grillmeister sei Dank – bestens gesorgt

war, rundete einen gelungenen Abend nur noch ab.

Die größte Überraschung war für mich allerdings die Geschwindigkeit:

während der Fahrtmesser mit seiner Nadel

bei etwa 120 ein durchaus vertrautes Bild bot, hatte ich das

Gefühl, fast in der Luft zu stehen - die Skala zeigt eben km/h

und keine Knoten an. Nach viel zu kurzer Zeit mussten wir

dann aber wieder Richtung Mannheim eindrehen – schließlich

sollte mein letzter Vereinskollege ja auch noch zum Zuge

kommen. Im Queranflug habe ich das Ruder dann wieder

abgegeben und die letzten Minuten des Fluges auf mich wirken

lassen. Spätestens jetzt wurde mir auch klar, dass sich

das Warten gelohnt hat, den wir flogen den Queranflug fast

in den Sonnenuntergang hinein. Spannend war dann noch

einmal der Endanflug, der des Sichtfeldes wegen mit einem

starken Gierwinkel geflogen wurde.

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INTERCOM 2018-02

Wie kann ich dieses Erlebnis nach 14 Jahren

aktiver Fliegerei in aller Kürze beschreiben?

Oder vielmehr den Unterschied zur

Fliegerei mit einer Cessna? Nun ja, wenn

der Flug ein einer Cessna die Fahrt in einer

Limousine über Autobahn und Bundesstraßen

von A nach B ist, dann war mein Flug in der

Stampe eine Cabrio-Fahrt über Landstraßen

in den Sonnenuntergang! Auf jeden Fall bin

ich mit diesem Flieger nicht zum letzten Mal

geflogen – und wenn mein fliegerisches Talent

spornradtauglich ist, dann werde ich wohl auch

die Einweisung darauf machen.

Andreas Pick

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INTERCOM 2018-02

MANNHEIM

BERLIN

HAMBURG

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Kostenfreies Parken am City Airport Mannheim

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