Tagungsband Darmstadt 2018

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Der Tagungsband für das Symposium der Papieringenieure in Darmstadt, 2018

Symposium der Papieringenieure Köln, 12.–13.10.2018

KLARTEXT.

DIGITALISIERUNG.

Standortbestimmung –

Chancen und Risiken für die Papierindustrie


Symposium

der Papieringenieure 2018 in Köln

KLARTEXT. DIGITALISIERUNG.

Standortbestimmung – Chancen und Risiken für die Papierindustrie

Digital Cologne – Wir grüßen Sie und freuen uns, dass

Sie dabei sind! Das 4. Symposium der Papieringenieure

findet in Köln statt, einem traditionellen Zentrum der

deutschen Papier- und Zulieferindustrie.

Die gemeinsame Veranstaltung des Vereinigten Papierfachverbands

München e.V. (VPM) und der Akademischen

Papieringenieurvereine e.V. (APV) Dresden und

Darmstadt verspricht zwei Tage voller spannender

Vorträge, interessanter Exkursionen und viel Gelegenheit

zum gegenseitigen Erfahrungsaustauch mit Fachkollegen.

Das Symposium der Papieringenieure ist längst kein

Geheimtipp mehr, denn der Erfolg dieser Veranstaltung

hat sich mittlerweile herumgesprochen, wodurch es

uns gelungen ist, noch mehr Interessenten für unsere

gemeinsame Tagung zu gewinnen.

Die Vortragsreihe nimmt eine kritische Betrachtung

verschiedener Aspekte der Digitalisierung in der Papierindustrie

und deren Auswirkung auf Märkte/Maschinen/

Menschen vor. Eine Standortbestimmung wird zeigen,

wo wir uns gegenwärtig befinden und wie wir die vor

uns stehenden anspruchsvollen Herausforderungen

angehen können.

Unser besonderes Augenmerk richten wir auf unsere

Studenten, also auf die nächste Generation Papier -

ingenieure. Im Rahmen des Symposiums werden wir

ihnen auch in diesem Jahr ausreichend Gelegenheiten

zur Kontaktpflege für ein erfolgreiches Studium und

einen gelungenen Start ins Berufsleben einräumen.

Das bewährte Mentoring Programm, bei dem die

Studenten von Industrievertretern persönlich in deren

Netzwerk eingeführt werden, findet seine Fortführung.

Damit ist das Symposium für künftige Absolventen eine

Plattform zur Kontaktaufnahme zu Firmen und potenziellen

Arbeitgebern.

Ferner bieten wir am Samstag den Rahmen für Studenten -

vorträge und Präsentationen der Hochschule München

und der Universitäten Dresden und Darmstadt und

binden so unseren Nachwuchs für die Papierindustrie

aktiv in den Ablauf des Symposiums ein.

Nicht nur die Studenten unserer drei Ausbildungsstätten,

sondern auch Studenten anderer Hochschulen sind uns

herzlich willkommen, weshalb wir ihnen die Möglichkeit

eingeräumt haben, weitgehend kostenfrei an dem

Symposium teilzunehmen.

Ein Highlight der Veranstaltung wird der gesellige

Abend sein, der in diesem Jahr in der historischen

Wolkenburg in Köln stattfindet. Nutzen Sie das dies -

jährige Symposium zur Erweiterung und Vertiefung

Ihres Netzwerkes in entspannter und angenehmer

Atmosphäre.

Damit die Veranstaltung zu einem unvergesslichen

Höhepunkt wird, sind viele engagierte ehrenamtliche

Helfer, sowie eine großzügige Unterstützung unserer

Sponsoren erforderlich. Für Beides möchten wir uns auf

diesem Weg sehr herzlich bedanken.

Wir freuen uns auf interessante und informative Stunden in Köln!

Ihre Vorsitzenden

Kai Pöhler Ulrich Mallon Claus Raschka


Inhalt

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Editorial

Grußwort Armin Laschet

Grußwort Winfried Schaur

Die Absolventenvereine VPM, APV Dresden, APV Darmstadt

Tagungsprogramm

Der Tagungsort: Hilton Cologne

Statements

Einführung in die Vortragsreihe

Dr. Roland Pelzer

Die Papierindustrie in Nordrhein-Westfalen

Martin Drews, Martin Krengel

Wird die digitale Transformation zur Erfolgsgeschichte für Deutschland?

Thomas Koenen

Digitally Prepared? Prioritäten und Optimierungspotenziale

in der Wertschöpfungskette durch Digitalisierung und Industrie 4.0

Alexander Wirth

Für erfolgreiche Unternehmen steht zwischen analog und digital

kein „oder“!

Robin Huesmann, Dominik Romer

Digitalisierung mit Start-Up-Methoden

Anett Hötzel

Die Schattenseite der Digitalisierung:

Neue Risiken für produzierende Unternehmen

Nicolas Christoph

Die Rolle von Papier und Folien in der vernetzen Welt

Ivica Kolaric


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Die digitale Transformation bei Voith

Frank Opletal

Core Competence Shift Happens

Prof. Gunter Dueck

Fortschreitende Digitalisierung!

Bedeutung dieses Wandels für Unternehmen, das berufliche Umfeld

und für SIE persönlich

Andreas Päch

Moderner Rechtsrahmen für eine moderne Arbeitswelt

Julius Jacoby

Papierproduktion im Rheinland – Ein geschichtlicher Abriss

LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach

in Bergisch Gladbach

Stadtplan Tagungsorte in Köln

Exkursion Niederauer Mühle GmbH

Exkursion Richter GmbH & Co. KG

Partnerprogramm: Drachenfels & Burg Drachenburg

Gesellschaftsabend

Hochschule München

Technische Universität Dresden

Technische Universität Darmstadt

Ankündigung des Symposiums der Papieringenieure 2019

Impressum


Armin Laschet

Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Grußwort

zum 4. Symposium

der Papieringenieure

Sehr geehrte Ingenieurinnen und Ingenieure,

ich heiße Sie in Köln willkommen. Sie haben einen passenden

Tagungsort gewählt: Köln ist Standort bedeutender

Verlage und Mediengruppen, die Stadt wird auch als „das

rheinische Kommunikationszentrum“ bezeichnet.

Hier hat einer der größten Zeitungsverlage Deutschlands

seinen Sitz. Welcher Ort könnte geeigneter sein für das

Symposium der Papieringenieure? Denn Sie als aktuelle

und als zukünftige Gestalter und Manager der Papier -

industrie sorgen für den Grundstoff der Printmedien:

Für hochtechnische Produkte, auf denen Lektüre gedruckt

wird und mit denen fast alles verpackt wird – und die

mit der gleichen hohen Qualität so manche Träne am

Aschermittwoch trocknen.

In unserer rheinischen Metropole Köln können Sie eine

Fülle an Anregungen erhalten. Das gilt genauso für

das ganze Land, denn Nordrhein-Westfalen bietet eine

Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Lassen Sie sich über -

raschen: Vom weitgehend grünen Ruhrgebiet, von der

Exzellenz der Wissensregion um Aachen, von der

starken mittelständischen Industrie in den ländlichen

Regionen Südwestfalens, des Münsterlands oder in

„OWL“ und von den reichen kulturellen Angeboten etwa

hier in Köln. Dabei ist Nordrhein-Westfalen insgesamt

als hoch entwickelter Wirtschaftsraum mit starkem

Mittelstand, mit modernen Industrien und mit innovativen

Dienstleistungen auf der Höhe der Zeit.

Ihr Thema „Klartext.Digitalisierung“ ist gut gewählt.

Auch für die Landesregierung ist die Digitalisierung ein

zentrales Thema: Wir unterstützen den Ausbau des

schnellen Internets im ganzen Land. Wir begleiten die

digitale Transformation der Wirtschaft. Wir haben

digitale Modellregionen eingerichtet, die neue Angebote

für Unternehmen und Bürger entwickeln. In sechs

Digital Hubs in Nordrhein-Westfalen arbeiten Startups,

Gründer und Investoren an zeitgemäßen Geschäfts -

modellen. Wir helfen den Menschen, die digitale

Transformation als Herausforderung, aber vor allem als

Chance zu sehen. Digitalisierung wird bei uns umfassend

gelebt!

Das gilt auch für die Papierindustrie, „digital“ ist für Sie

kein Fremdwort. Es mag erstaunen: Trotz aller Unkenrufe

gibt es das gedruckte Buch immer noch, es gibt

sogar eine unglaubliche Vielfalt an Magazinen und Fachzeitschriften.

Das liegt auch mit daran, dass Sie sich

früher als andere Branchen mit dem digitalen Wandel

auseinandersetzen mussten: Sie haben kontinuierlich

Produktionsprozesse verbessert, neue Geschäftsmodelle

an den Schnittstellen von Print und Online entwickelt

und sind für die Zukunft gerüstet. Der Branche geht es

deshalb heute gut – und sie hat ausgezeichnete Perspektiven.

Machen Sie weiter so!

Ich wünsche Ihnen ein gelungenes Symposium, einen

guten fachlichen und persönlichen Austausch mit vielen

Anregungen für den Alltag – und natürlich einen

offenen Blick für unser schönes Nordrhein-Westfalen!

Armin Laschet


Unser Platin-Sponsor


Winfried Schaur

Executive Vice President UPM Communication

Papers, Präsident des Verbandes Deutscher

Papierfabriken (VDP)

Die Tür finden!

Grußwort von VDP-Präsident

Winfried Schaur

Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand

zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.

Die Worte von Werner von Siemens haben auch heute

noch Gültigkeit. Der Vater der modernen Elektrotechnik

stand an der Schwelle eines neuen technischen Zeitalters,

so wie wir es heute mit der umfassenden Digitalisierung

erleben.

2002 war es der Menschheit erstmals möglich, mehr

Information digital als analog zu speichern, man sprach

vom Beginn des digitalen Zeitalters. Die Papierindustrie

hat sich – mit einigen Verwerfungen in der Medienwelt –

bis heute ganz gut geschlagen. Sie muss sich künftig

jedoch nicht nur mit ihren Produkten, sondern auch mit

ihren eigenen Prozessen der Digitalisierung stellen.

Industrie 4.0 ist keine Zukunftsvision, Industrie 4.0 ist

für die Ingenieure der Papierindustrie bereits heute

Realität.

Die Digitalisierung unserer Branche ist ein evolutionärer

Vorgang, der sich über Jahre oder Jahrzehnte erstrecken

wird. Wie Industrie 4.0 bei uns am Ende wirklich aussieht,

lässt sich nicht voraussagen. Wir müssen jedoch

eine Vorstellung davon entwickeln, wie die Zukunft

aussehen könnte – eine klassische Aufgabenstellung

für Ingenieure, über die auch auf diesem Symposium

der Papieringenieure unter dem Motto „Klartext.Digitalisierung“

diskutiert werden wird.

Dabei geht es nicht nur um die ungeahnten Möglich -

keiten in Produktion und Logistik. Alle Teilnehmer der

Wertschöpfungskette werden miteinander vernetzt sein.

Geschäftsprozesse werden gestrafft und neu belebt

werden können, neue Vertriebskanäle geschaffen und

eine weit tiefere Integration mit dem Kunden wird stattfinden.

Daten werden in nie dagewesenem Ausmaß

genutzt, neue Muster und Zusammenhänge erkannt und

darüber die Effizienz weiter gesteigert werden.

Verstehen Sie die Herausforderungen der digitalen

Transformation als Chance, tauschen Sie sich aus, gehen

Sie das Thema offensiv an, aber versuchen Sie nicht,

mit dem Kopf durch die Wand zu brechen. Mit Köpfchen

werden wir von selbst die Türen in die Zukunft finden.

Winfried Schaur


Unser Platin-Sponsor


Die Absolventenvereine

Die Vereine sind Gemeinschaften

der Absolventen und Studierenden

der Fachrichtung Papiertechnik am

jeweiligen Hochschulstandort.

Der Zweck und das Ziel aller drei

Vereine ist die Unterstützung und

Förderung des Papiertechnik-

Nachwuchses an der jeweiligen

Hochschule. Die Vereine sind

bestrebt, die Verbindungen der Vereinsmitglieder

untereinander sowie

mit der Papierindustrie und ihren

verwandten Zweigen zu fördern.

Auch die Pflege der Beziehung

zwischen den drei Absolventenvereinen

ist ein erklärtes Ziel der Vereine.

Vereinigter Papierfachverband e.V.

(VPM)

Gründung: 1959 in München

Aktuelle Mitglieder:

700 in Deutschland, 60 in Österreich und 118 in

der Schweiz; davon 98 Aktivitas

Organisation:

Landesgruppen in Deutschland, Österreich und

der Schweiz

Aktueller Vorstand:

1. Vorsitzender: Kai Pöhler

2. Vorsitzender: Frank May

Schatzmeister: Cornelius Link

Schriftführer: Alexander Böck

Landesgruppen-Obmann: Andreas Päch

Tagungsorganisator: Jörg Padberg

Beisitzer: Dr.-Ing. Ernst-Ulrich Wittmann,

Holger Baumgartner, Tobias Hain,

Prof. Dr.-Ing. Heinz Ziegler, Andreas Luda

Ehrenvorsitzender: Adolf Falter † 07.08.2018

Ehrenmitglieder:

Otto Burk, Wolfgang Guder, Wolfgang Moerler

Aktueller Aktivitas Vorstand (Paper / Packaging):

1. Vorsitzende: Marcel Prinz

2. Vorsitzende: Tim Carstens / Felix Hiller

Kassenwart: Ludwig Bauriedl

Schriftführer/-in: Maximilian Krallinger /

Eva-Maria Waltl

Kontakt:

Vereinigter Papierfachverband

Riedstraße 40, 72810 Gomaringen

www.papierfachverband.de


Akademischer Papieringenieurverein

an der TU Dresden e.V.

Gründung: 16.11.1990

Gründungsmitglieder: 28 Senioren, 24 Aktivitas

Aktuelle Mitglieder: 250, davon 24 Aktivitas

Aktueller Vorstand:

1. Vorsitzender Ulrich Mallon

2. Vorsitzender Hagen Pecher

Kassenwartin Ina Greiffenberg

Schriftführerin Franziska Gebauer

Beisitzer:

Dr.-Ing. Kerstin Graf, Dr.-Ing. Sabine Heinemann,

Prof. Dr. Frank Miletzky, Michael Moser,

Prof. Dr.-Ing. André Wagenführ, Dr.-Ing. Roland Zelm

Ehrenvorsitzender: Rüdiger Ocken

Ehrenmitglieder:

Volker Barth, Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Blechschmidt,

Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Fischer,

Dr.-Ing. habil. Manhart Schlegel, Dr.-Ing. habil.

Jürgen Tenzer, Prof. Dr.-Ing. habil. Ernst-Wieland

Unger

Aktueller Aktivitas Vorstand:

1. Vorsitzender Julian Schmid

2. Vorsitzender Hermann Plettenberg

Kassenwart Peter Singer

Internetbeauftragter Ruben Pohlent

Kontakt:

Akademischer Papieringenieurverein

an der TU Dresden e.V.

Postfach 200111, 01804 Heidenau

www.apv-dresden.de

Akademischer Papieringenieurverein

an der TU Darmstadt e.V.

Gründung: 27.06.1905

Gründungsmitglieder: 25 Alte Herren, 47 Aktivitas

Aktuelle Mitglieder: 345, davon 18 Aktivitas

Aktueller Vorstand:

1. Vorsitzender Claus Raschka

2. Vorsitzender Rui De Amorim Ferreira

Kassenwart Rolf Kayser

Schriftführer Robert Götzinger

Beirat:

Thomas Villforth, Dr.-Ing. Roland Pelzer,

Prof. Dr.-Ing. Samuel Schabel, Rosario Othen,

Philipp Schimmelpfennig,

Prof. em. Dr.-Ing. Dr. h. c. Lothar Göttsching

Ehrenmitglieder:

Dr. Hanns-Lutz Dalpke, Georg Friedrich, Prof. em.

Dr.-Ing. Dr. h.c. Lothar Göttsching, Dr.-Ing. Ulrich

Höke, Dr. Ulrich Kirchner, Prof. Dr. techn. Wilhelm

Kufferath von Kendenich, Dieter Pothmann,

Dr.-Ing. Hans-Joachim Putz

Aktueller Aktivitas Vorstand:

1. Vorsitzender Philipp Schimmelpfennig

2. Vorsitzender Christiane Helbrecht

Kassenwart Colin Wawrik

Bibliothekar Rosario Othen

Kontakt:

Akademischer Papieringenieurverein (APV)

Darmstadt e.V.

TU Darmstadt – Fachgebiet Papierfabrikation

und Mechanische Verfahrenstechnik (PMV)

Alexanderstr. 8, 64283 Darmstadt

www.apv-darmstadt.de


Tagungsprogramm

Klartext.

Digitalisierung.

Freitag, 12. Oktober 2018

ab 8:30 Uhr Get Together – Eintreffen der Teilnehmer

9:00 Uhr Begrüßung

Kai Pöhler,

1. Vorsitzender VPM

Ulrich Mallon,

1. Vorsitzender APV Dresden

Claus Raschka,

1. Vorsitzender APV Darmstadt

9:10 Uhr Die Papierindustrie in Nordrhein-Westfalen

Martin Krengel, WEPA

Martin Drews, Wirtschaftsverband NRW

Herausforderungen der Digitalisierung

für die deutsche Industrie

Dr. Thomas Koenen, BDI

I. Strategien, Märkte und Produkte

Moderation: Prof. Dr. Samuel Schabel

10:00 Uhr Digital vorbereitet? – Ein Blick auf

die Industrie und ihre Bereitschaft

für Industrie 4.0 und die Entwicklungen

seit 2015

Alexander Wirth, Stepchange Consulting

10:20 Uhr Für erfolgreiche Unternehmen steht

zwischen digital und analog kein „oder“!

Robin Huesmann, LEIPA

Dominik Romer, adnymics

10:40 Uhr Digitalisierung mit Start-Up-Methoden

– wie die Felix Schoeller Group neue digitale

Geschäftsmodelle entdeckt und entwickelt

Anett Hötzel, Felix Schoeller Group

11:00 Uhr Diskussion

11:15 Uhr Kaffeepause

II. Technik und Technologie

Moderation: Prof. Dr. Stephan Kleemann

11:45 Uhr Die Schattenseite der Digitalisierung:

Neue Risiken fur produzierende

Unternehmen

Nicolas Christoph, Papierfabrik August

Koehler

12:05 Uhr Die Rolle von Papier und Folien

in der vernetzten Welt

Ivica Kolaric, Fraunhofer Institut

12:25 Uhr Die digitale Transformation bei Voith

Frank Opletal, Voith

12:45 Uhr Diskussion

13:00 Uhr Mittagspause

III. Mensch und Arbeitswelt

Moderation: Prof. Dr. Frank Miletzky

14:30 Uhr Die Digitalisierung verändert die

notwendigen Kernkompetenzen /

Core Competence

Shift Happens

Keynote Speech – Prof. Dr. Gunter Dueck

15:30 Uhr Diskussion

15:45 Uhr Kaffeepause

16:15 Uhr Fortschreitende Digitalisierung! Bedeutung

dieses Wandels für Unternehmen, das

berufliche Umfeld und für SIE persönlich

Andreas Päch, BGH

16:35 Uhr Der Mensch in der digitalen Arbeitswelt

Julius Jacoby, vbw – Vereinigung der

Bayerischen Wirtschaft e.V.

16:55 Uhr Diskussion

17:15 Uhr Ende

ab 19:00 Uhr Gesellschaftsabend

Wolkenburg

Mauritiussteinweg 59

50676 Köln

Partnerprogramm

A) Ausflug zum Drachenfels mit Besichtigung

Schloss Drachenburg

10:00–16:30 Uhr


Samstag, 13. Oktober 2018

8:30–9:30 Uhr

Mitgliederversammlung VPM München

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Tätigkeitsbericht des Vorstandes

3. Bericht des Kassenwarts

4. Bericht der Kassenprüfungskommission

5. Bericht aus den Bezirksgruppen

6. Bericht des Aktivitasvorsitzenden (Paper & Packaging)

7. Aussprache zu den Berichten

8. Ehrungen

9. Allfälliges (Verschiedenes)

8:30–9:30 Uhr

Mitgliederversammlung APV Dresden

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Bericht des Vorsitzenden

3. Bericht der Aktivitas

4. Bericht der Kassenwartin

5. Revisionsbericht

6. Ehrungen

7. Sonstiges

8:30–9:30 Uhr

Mitgliederversammlung APV Darmstadt

1. Begrüßung und Eröffnung durch den 2. Vorsitzenden

2. Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung

3. Bericht des Vorsitzenden

4. Änderung der Satzung bzw. Korrekturen zur Satzungsänderung

2017

5. Korrektur der internen Geschäftsordnung

6. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge für das nächste

Vereinsjahr

7. Semesterbericht der Vorsitzenden der Aktivitas

8. Jahresbericht des Kassenwarts

9. Bericht der Kassenprüfer

10. Entlastung des Beirats

11. Wahlen für die Amtszeit bis 2020

12. Anträge

13. Verschiedenes

9:30–10:00 Uhr Kaffeepause

10:00–11:30 Uhr

Berichte zum Studium / zur Ausbildung

Prof. Dr. Helga Zollner-Croll & Prof. Dr. Martin

Angerhöfer, Hochschule München

Prof. Dr. Frank Miletzky & Dr. Roland Zelm,

Technische Universität Dresden, Institut für

Naturstofftechnik, HFT

Prof. Dr. Samuel Schabel,

Technische Universität Darmstadt, PMV

11:30 Uhr

Studentenvortrag 1

Hochschule München

Studentenvortrag 2

Technische Universität Dresden – HFT

Studentenvortrag 3

Technische Universität Darmstadt – PMV

ab 12:30 Uhr Mittagessen

Exkursionen

B) Stadtführung „Köln für Einsteiger“

C) Stadtrundfahrt mit der Bimmelbahn

inkl. Kaffee und Kuchen

D) Besichtigung der Papierfabrik Niederauer Mühle,

Kreuzau

E) Besichtigung der Fa. Richter, Düren


Tagungsort Hilton Cologne

Im Herzen der Kölner Altstadt, nur zwei Minuten Fußweg

von Hauptbahnhof und Dom entfernt, liegt das denkmalgechützte

Hilton Cologne.

Als Wahrzeichen Kölns kombiniert es perfekt Lifestyle

mit Design und Service und bietet moderne Zimmer

und eine Vielzahl an erstklassigen Annehmlichkeiten

wie den Wellnessbereich mit Trainingsgeräten, Sauna

und Dampfbad, Sicheres Parken, High-Speed WLAN

und eine exzellente Verkehrsanbindung.

Internationale Verbindungen bietet der Flughafen

Köln/Bonn, der in 20 Minuten per Taxi erreichbar ist.

Von Frankfurt/Main ist man mit dem ICE in nur

55 Minuten am Hauptbahnhof Köln.

Das Geschäftsviertel der Stadt liegt direkt vor der Tür

und das Kölner Messezentrum ist nur 2 km entfernt.

Die IceBAR ist ein beliebter Treffpunkt für Gäste und Einheimische, mit einer

Theke aus echtem Eis als besondere Attraktion. Genießen Sie einen Cocktail,

ein gutes Kölsch oder wählen Sie aus einer der reichhaltigsten Vodka-Kollektionen

in ganz Köln.

Auf 446 qm erstreckt sich der lichtdurchflutete und klimatisierte Saal Jupiter

im Erdgeschoss des Hotels.


UNDER

CONSTRUCTION

Unser Platin-Sponsor

UNDER CONSTRUCTION:

WIR BAUEN ZUKUNFT

In Sandersdorf-Brehna entsteht bis Ende 2020 die PM3, die dritte Papiermaschine von

Progroup. Mit einer weiteren state-of-the-art Papierfabrik schaffen wir hochmoderne

Arbeitsplätze und stellen, gemeinsam mit unseren zwei weiteren Papierfabriken in Burg

und Eisenhüttenstadt, in einem spezialisierten „Mill System“ den Großteil des Wellpappenrohpapierbedarfs

für unsere derzeit zehn Wellpappformatwerke her. Und das ist nur eines

unserer Wachstums- und Integrationsprojekte. Konsequent investieren wir in die neuesten

Hightech-Verfahren und entwickeln uns permanent weiter. Dadurch erzielen wir profitables

Wachstum – für uns und unsere Kunden.

Progroup ist „under construction“. Bauen Sie mit und machen Sie unseren Erfolg zu Ihrem!

Wir bieten Karrierechancen in allen Unternehmensbereichen und informieren Sie gerne

über die vielfältigen Möglichkeiten, Ihre Zukunft mit uns zu planen.

Alle aktuellen Stellenangebote finden Sie unter WWW.PROGROUP.AG/KARRIERE.

Progroup. Konsequent erfolgreich.

Progroup AG

Horstring 12, 76829 Landau, Deutschland

Tel. +49 (0) 6341/5576-0

info@progroup.ag, www.progroup.ag


Statements zum Symposium

von Diskussionsleitern und ...

»

»

Prof. Dr.

Stephan Kleemann

Hochschule München

Fakultät 05 – Papier und

Verpackung

Ich freue mich auf die 4. gemeinsame Jahres -

tagung der Alumnivereine aus München,

Dresden und Darmstadt in Köln, da sie eine

hervorragende Möglichkeit bietet, viele meiner

ehemaligen Studierenden der letzten 30 Jahre

und andere interessante Personen aus unserer

Industrie in entspannter Atmosphäre wieder -

zusehen.

Prof. Dr.

Samuel Schabel

»

Technische Universität

Darmstadt

Fachgebiet Papierfabrikation und

Mechanische Verfahrenstechnik

(PMV)

Digitalisierung ist ein äußerst spannendes

Thema. Für die meisten von uns ist es noch

kaum einschätzbar, welche Veränderungen im

beruflichen und privaten Umfeld auf uns zu

kommen. Automatisierung, Vernetzung von

Geschäftspartnern, Sensoren in technischen

Systemen sind ja schon lange Themen in der

Papierbranche; Veränderungen in Arbeitsweisen,

Managementmethoden, Anforderungen an

Fach- und Führungskräfte eher weniger.

Auf dem Symposium der Papieringenieure

werden spannende Impulse aus ganz verschiedenen

Blickrichtungen geboten. Die perfekte

Orientierung!

Prof. Dr.

Frank Miletzky

Technische Universität Dresden

Institut für Naturstofftechnik

Professur für Holztechnik und

Faserwerkstofftechnik

Honorarprofessor

Technischer Vorstand und

Sprecher des Vorstandes der PTS

Die Digitalisierung ist dabei, unser Leben in

vielen, wenn nicht gar in allen Bereichen signi -

fikant zu verändern. Ob es sich dabei verbessern

wird, hängt von den Umständen und Rahmenbedingungen

und klugen Akteuren ab. Wir

haben die Chance unsere Arbeitswelt sinn -

stiftend zu verändern und neue, moderne

Tätigkeitsfelder zu entwickeln.

Wir haben aber auch die Chance, einfach Jobs

wegzurationalisieren. Diese Sorge von

Menschen müssen wir ernst nehmen und

gültige Antworten darauf finden. Ob ich meinen

digitalen Zwilling werde leiden können, hängt

auch davon ab, ob er mich mag.


Unser Platin-Sponsor


»

Statements

... von Studenten

Kilian Baumgartner

Hochschule München

Fakultät 05 – Papier und

Verpackung

Das Symposium der Papieringenieure ist

zweifellos eines der Highlights jedes Jahr. Die

Kombination aus Fachvorträgen, die die Viel -

seitigkeit unserer Industrie verdeutlichen und

der freundschaftlichen, fast familiären Atmosphäre,

ist einmalig. Persönlich freue ich mich

dieses Jahr auf einen intensiven Austausch

unter den Studenten der verschiedenen Uni -

versitäten/Hochschulen.

»

Niklas Schäfer

Technische Universität

Darmstadt

Fachgebiet Papierfabrikation und

Mechanische Verfahrenstechnik

(PMV)

Das Studium Paper Science & Technology

bedeutet nicht nur im Hörsaal zu sitzen,

sondern die Papierindustrie schon während des

Studiums kennenzulernen. Neben Exkursionen

oder der Zellcheming-Expo bietet das Symposium

eine sehr gute Möglichkeit, Kontakte zu

knüpfen und durch die Vorträge neue Eindrücke

über das Thema Digitalisierung zu erhalten und

zu erfahren, an welchen Themenfeldern in

Dresden und München geforscht wird.

Auch das Mentoren-Programm kann ich nur

weiterempfehlen, denn es bietet sowohl den

„jungen Füchsen“ als auch den „alten Hasen“

die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu

kommen und erleichtert uns Studierenden erste

Kontakte zu knüpfen.

»

Ruben Pohlent

Technische Universität

Dresden

HFT

»

Als Student freue ich mich auf das Symposium

der Papieringenieure in Köln. Hier trifft man auf

alte Bekannte und kann neue Bekanntschaften

schließen.

Es macht Spaß, in der freundlichen Atmosphäre

zu netzwerken und Neues aus der Industrie und

der Wissenschaft zu erfahren.

Besonders gespannt bin ich auf Lösungsansätze

bezüglich der Digitalisierung der Papierindustrie.

Philipp

Schimmelpfennig

Technische Universität

Darmstadt

Fachgebiet Papierfabrikation und

Mechanische Verfahrenstechnik

(PMV)

Dies wird mein erstes Symposium sein, an dem

ich teilnehme. Aus den Erzählungen der anderen

Studenten weiß ich, dass zwei interessante Tage

auf mich zukommen werden. Ich freue mich

darauf, noch mehr über die Papierindustrie zu

erfahren und dabei neue Kontakte zu knüpfen.


Unser Platin-Sponsor


KLARTEXT.

DIGITALISIERUNG.

Standortbestimmung –

Chancen und Risiken für die Papierindustrie

Liebe Teilnehmer der VPM/APV-Tagung und des

Symposium für Papieringenieure 2018 in Köln,

bei unserer Veranstaltung 2017 in Darmstadt fand die

Key Note Speech zu Auswirkungen der Digitalisierung

große Beachtung. Unter dem Motto „Klartext. Digitalisierung.“

wollen wir deshalb in diesem Jahr mit einer Standortbestimmung

in acht Beiträgen und auch wieder einer

Key Note Speech die Chancen und Risiken der

Digitalisierung für die Papierindustrie beleuchten.

Die Vorträge werden sich in drei Blöcken mit den

Veränderungen für Märkte/Maschinen(Technologie)/

Menschen beschäftigen. Diese Veränderungen sind

schon längst im Gange, wie man an der Entwicklung der

Papierindustrie der letzten zwei Jahrzehnte ablesen kann.

Umso nötiger scheint es, den Blick weg vom Tages -

geschäft auf die Treiber dieser Entwicklung zu richten,

zu untersuchen, inwieweit unsere Industrie sich der

Entwicklung angepasst hat (sie sich zu eigen gemacht

hat?) und zu erkennen, ob wir für die kommenden Jahre

(schon) richtig aufgestellt sind.

Diese Vortragsreihe weicht erheblich von den Themen

der vorangegangenen Jahre ab. Neben Beiträgen aus

unserer Branche erhielten wir viele Vortragsangebote aus

Randgebieten und außerhalb unserer Industrie. Besonders

zum Block „Märkte“ bekamen wir genug Angebote,

um einen eigenen Tag auszufüllen.

Mit der getroffenen Auswahl und der Key Note Speech

hoffen wir ein interessantes Angebot zusammengestellt

zu haben und Ihnen ein nutzbringendes Symposium der

Papieringenieure bieten zu können.

In jedem Fall mochten wir uns bei allen bedanken, die

mit ihrem Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung

beitragen wollen, auch bei denen, die in der Vortrags -

auswahl nicht berücksichtigt werden konnten.

Allen Teilnehmern wünschen wir einen guten Aufenthalt

in Köln, interessante Gespräche und ein frohes Wiedersehen

mit Ihren Freunden und Geschäftspartnern,

mit Gunst von wegen’s Handwerk

Roland Pelzer

Leiter Vortragsprogramm

Dr. Roland Pelzer

Studium der Chemie und Papierchemie an der

TU Darmstadt.

Positionen in Anwendungstechnik, Verkauf und

Marketing für Papierchemikalien für Coating &

Wet End bei verschiedenen Anbietern von chemischen

Additiven zur Papierherstellung, aktuell bei

Dow Coating Materials.

Mitwirkung in verschiedenen technischen Fachgruppen,

im Vorstand des Vereins ZELLCHEMING

und im Vorsitz des Cellulose-Chemiker-Clubs

Darmstadt CCCD.

Privat ein begeisterter Radfahrer, Jazzfan und

mehrfacher Großvater mit Neigung zum Neben -

erwerbs-Obstbauer.


Unser Platin-Sponsor

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Die Papierindustrie

in Nordrhein-Westfalen

Mit Abgeordneten des nordrhein-westfälischen Landtages hat sich der

Vorstand des Wirtschaftsverbandes der rheinisch-westfälischen papier -

erzeugenden Industrie im Juli 2018 bei der Firma Gebr. Grünewald getroffen,

um für die politischen Belange der Branche zu werben.

Im Bild: Martin Krengel (links) WEPA, Vorsitzender des Vorstandes des

Wirtschaftsverbandes, Matthias Simon (2.v.l.), KANZAN Spezialpapiere,

Bernd Scholbrock (3.v.l.), Schoellershammer, Henning Rehbaum (6.v.l.),

wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Patricia Peill

(8.v.l.), CDU-MdL und Dr. Christopher Grünewald (4.v.r.), Gebr. Grünewald

Martin Krengel

Vorstandsvorsitzender der WEPA Industrieholding SE

Martin Krengel, geb. 03.02.1957, trat nach dem

Abschluss des Jura-Studiums im Jahr 1985 in das

elterliche Familienunternehmen ein.

1990 wurde er Geschäftsführer und im Jahr 2001

übernahm er den Vorsitz der Geschäftsführung.

Martin Krengel ist Vorsitzender des Wirtschafts -

verbandes Nordrhein-Westfalen, Mitglied des

Vorstandes des Verbands deutscher Papierfabriken

(VDP), Vorsitzender des Arbeit geberverbandes der

rheinisch-westfälischen Papierindustrie sowie Vorsitzender

der Vereinigung der Arbeitgeberverbände

der Deutschen Papierindustrie e. V. (VAP )

WEPA beschäftigt in 12 Werken in Europa ca. 3.800

Mitarbeiter, hat eine Jahreskapazität von rund

800.000 t Hygienepapieren und erwirtschaftet

europaweit einen Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro.

Das Familienunternehmen ist der drittgrößte

Hersteller von Hygienepapieren in Europa mit

einem Marktanteil von ca. 8 %.

Das Industrieland Nordrhein-Westfalen ist mit einer

Produktion von etwa 4,01 Millionen Tonnen Papier, Karton

und Pappe einer der wichtigsten Standorte der deutschen

Papierindustrie. Über 7.000 Menschen in rund 30

Betrieben produzieren hier Papier, Karton und Pappe für

Industrie, Handel, Verwaltung und privaten Konsum.

Kleine und mittlere, oft familiengeführte Unternehmen

gehören dabei ebenso zum Branchenmix wie große

Standorte internationaler Konzerne; alteingesessene

Traditionsunternehmen ebenso wie erst vor wenigen

Jahren angesiedelte Fabriken. Die nordrhein-westfälischen

Papierhersteller erwirtschaften einen Umsatz von

2,3 Mrd. Euro.

Der Wirtschaftsverband der rheinisch-westfälischen

papiererzeugenden Industrie e.V. ist die wirtschafts -

politische Interessenvertretung der papiererzeugenden

Industrie in Nordrhein-Westfalen. Zweck der Verbandstätigkeit

ist die Wahrnehmung und Förderung der

gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder

mit dem Ziel des Erhalts und der Fortentwicklung

einer möglichst leistungsfähigen Papierindustrie.

Der Verband bündelt dabei die unterschiedlichen

Interessen der Mitgliedsunternehmen in drei Themenbereichen

• Wirtschaft

• Rohstoffe

• Umwelt / Energie / Wasser

um diese z.B. bei Gesetzgebungsvorhaben gegenüber

Regierung und Opposition im Landtag sowie den

Behörden auf unterschiedlichen Ebenen einzubringen.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberverband

der rheinisch-westfälischen papiererzeugenden Industrie

und der Landesvertretung des BDI in Nordrhein-

Westfalen (unternehmer nrw) ermöglicht zudem eine


Unser Gold-Sponsor

ERFOLG IM TEAM

Die gleichzeitig werte- und erfolgsorientierte Kultur des

Familienunternehmens WEPA ist Grundlage unserer nachhaltigen

Personalpolitik. Wir fühlen uns verantwortlich für

unsere Beschäftigten und fördern ihre Leistungsbereitschaft

und -fähigkeit in einem attraktiven Arbeitsumfeld. Denn

Qualifikation und Motivation des gesamten Teams sind

Basis für unseren gemeinsamen Erfolg in Europa.

WEPA HYGIENEPRODUKTE GMBH

www.wepa.de

gebündelte und schlagkräftige Vertretung der Interessen

der nordrhein-westfälischen Papierindustrie in Politik

und Öffentlichkeit. Der Verband wirkt hierzu in zahl -

reichen Fachausschüssen von unternehmer nrw mit –

etwa in den Bereichen Klima-, Wasser- und allgemeiner

Umweltschutz.

Weiterhin ist der Wirtschaftsverband auch in verschiedenen

Ausschüssen und Arbeitskreisen des Verbandes

Deutscher Papierfabriken e.V. (VDP) vertreten, um einen

Informationstransfer bei landespolitischen Bezügen zu

gewährleisten.

RA Martin Drews war nach seinem Studium der

Rechtswissenschaften mit Schwerpunkten u.a. im

Bereich Umweltrecht sowie einem Referendariat

am Landgericht Bonn zunächst als Anwalt tätig.

Seit Januar 2015 ist Herr RA Drews Geschäftsführer

des Wirtschaftsverbandes der rheinisch-west -

fälischen papiererzeugenden Industrie e. V. Im

Rahmen dieser Geschäftsführung hat er die Interessensvertretung

der Mitglieder in NRW durch

Informationen sowie einen Austausch zwischen

den Mitgliedsfirmen und Entscheidungs trägern

aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft intensiviert.

Neben seiner Tätigkeit für den Wirtschaftsverband

NRW ist RA Drews

auch Justiziar des Verbandes Deutscher

Papierfabriken (VDP) und für den

gesamten Rohstoffbereich im VDP

verant wortlich.

Martin Drews


Wird die digitale Transformation

zur Erfolgsgeschichte für Deutschland?

Die Digitalisierung unserer Wertschöpfungsprozesse

und Arbeitsabläufe sowie die Auswirkungen der Digitalisierung

auf unser gesellschaftliches Miteinander sind

seit Jahren ein wichtiges Thema. Bis 2025 kann Europa

durch eine vernetzte, effizientere Wirtschaft und neue

Geschäftsmodelle einen Zuwachs von 1,25 Billionen Euro

an industrieller Bruttowertschöpfung erzielen. Die Digi -

tali sierung ermöglicht der deutschen Industrie, die eigene

Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen.

Deutschland hat beste Voraussetzungen, diese Potenziale

zu heben. Unser Industrieanteil am Bruttoinlandsprodukt

liegt mit fast 26 Prozent auf einem hohem Niveau. In

den USA sind es zum Beispiel nur etwa 16 Prozent.

In vielen High-Tech-Branchen sind Unternehmen mit

Sitz in Deutschland weltweit führend, zum Beispiel im

Maschinen- und Anlagenbau, im Automobilbau oder in

der Chemie-, Pharma-, Elektro-, Luft- und Raumfahrt-

Industrie. Wenn es gelingt, das Industrie-Know-how mit

den Möglichkeiten der Digitalisierung zu kombinieren,

kann sich die deutsche Industrie enorme Wettbewerbsvorteile

verschaffen.

Die gute Ausgangsposition darf aber kein Ruhekissen

sein. Auf dem Weg hin zur vierten industriellen Revolution

warten zahlreiche Herausforderungen auf uns. Die

Digitalisierung konfrontiert Industrie und Gesellschaft

mit einem Strukturwandel.

Es ist wichtig, dass die Politik diesen Strukturwandel

konstruktiv begleitet. Die Politik kann zwar keine

digitalen Weltmarktführer erschaffen, aber den digitalen

Wandel trotzdem aktiv gestalten, indem sie geeignete

Rahmenbedingungen schafft. Von besonderer Bedeutung

sind dabei eine Stärkung des Forschungsstandorts

Deutschland, die Entwicklung Europas zu einem

führenden Standort für Künstliche Intelligenz sowie

eine innovationsfreundliche Datenpolitik.

Die Politik muss durch entsprechende Rahmenbedingungen

dafür Sorge tragen, dass sich digitale Innovationen

frei entfalten können. Nur dann kann die digitale

Transformation zur erhofften Erfolgs geschichte für

Deutschland werden.


Unser Gold-Sponsor

HAMMER

HART

VERPACKT!

MIT WELLPAPPENROHPAPIEREN

VON SCHOELLERSHAMMER

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Dr. Thomas Koenen

Leiter der Abteilung Digitalisierung und Innovation

Bundesverband der Deutschen Industrie – BDI

Herr Dr. Koenen leitet seit Juni 2017 im BDI die

Abteilung Digitalisierung und Innovation. In dieser

Funktion verantwortet er für den BDI als Spitzenverband

der Deutschen Industrie insbesondere die

Bereiche Cybersecurity, Künstliche Intelligenz/

Autonome Systeme, Datenökonomie, IT-Infrastruktur,

Gesellschaftliche Akzeptanz von Digitalisierung

sowie den Bereich der Forschungs- und Innovations -

politik. In Personalunion zu seiner Tätigkeit im BDI

ist Herr Dr. Koenen seit 2011 geschäftsführendes

Vorstandsmitglied von econsense – Forum Nachhaltige

Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.

Er ist Volljurist und begann seine berufliche

Laufbahn bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

mit Schwerpunkt illegale Bank -

geschäfte im Internet. Es folgten Tätigkeiten für

die Industrieinitiative für Umweltschutz e.V., für

econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der

Deutschen Wirtschaft e.V., als Leiter der Abteilung

Klima und Nachhaltige Entwicklung im Bundes -

verband der Deutschen Industrie (BDI) sowie als

Stabsstellenleiter des BDI. Herr Dr. Koenen ist

verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Berlin.


Digitally Prepared?

Prioritäten und Optimierungspotenziale in der

Wertschöpfungskette durch Digitalisierung und Industrie 4.0

Ziel der aktuell durchgeführten Studie war es, die

Entwicklungen seit 2015 in Bezug auf Bekanntheit,

Priorität, Veränderungsbereitschaft, Umsetzungs -

niveau, Treiber und Barrieren in Zellstoff, Papier und

Verpackung sowie im Vergleich zu anderen Branchen

zu erfassen.

Basis dieser Studie war eine von StepChange Consulting

aktualisierte Umfrage, die erstmals im Jahr 2015 zum

Thema Industrie 4.0/Digitalisierung durchgeführt

wurde. Befragt wurden erneut Manager, Entscheider und

Stakeholder aus der europäischen Zellstoff-, Papier- und

Verpackungsindustrie, um die Prioritäten der Unternehmen

im Hinblick auf Industrie 4.0/Digitalisierung und

deren Entwicklung seit 2015 aufzuzeigen.

Zusätzlich wurden Optimierungspotenziale, die sich

durch Digitalisierung und Industrie 4.0 in der Wertschöpfungskette

für die Marktteilnehmer zukünftig

eröffnen, abgeschätzt. Die durch Digitalisierungsprojekte

zu erschließenden Verbesserungspotenziale werden

alleine für Europa auf rund 5 Milliarden Euro bei Lagerbeständen

und 10 Milliarden Euro bei Kosteneinsparungen

geschätzt.

Darüber hinaus wurde der derzeitige Status von Digitalisierungsbestrebungen

in Unternehmen, sowie die damit

verbundenen, erwarteten Vorteile und etwaige Herausforderungen,

untersucht. Für das Symposium der

Papieringenieure 2018 wurden die Ergebnisse der westeuropäischen

Teilnehmer den weltweiten Ergebnissen

gegenübergestellt.

Das Studienergebnis zeigt, dass das Thema von über

50% der westeuropäischen Teilnehmer nicht als „game

changer“ wahrgenommen wird, obwohl das Bewusstsein

für Industrie 4.0/Digitalisierung seit 2015 signifikant

angestiegen ist. Folglich findet es sich nicht unter den

Top-Prioritäten der Befragten, sondern erst an neunter

Stelle der Rangliste. Die Teilnehmer der Studie erwarten

dennoch einen positiven Effekt von Industrie 4.0/

Digitalisierung bei Kostenreduktion, der Entwicklung

neuer Geschäftsmodelle und der Verbesserung der

Energieeffizienz.

Die Studie zeigt weiter, dass nur 24% der Teilnehmer

eine klare Digitalisierungsstrategie definiert hat. Firmen,

die bereits Erfahrungen im Bereich Industrie 4.0/

Digitalisierung gesammelt haben, haben diese eher

durch einzelne, isolierte Projekte gewonnen. Knapp ein

Drittel der Teilnehmer befindet sich entweder in der

Planungsphase, oder ist bereits in der Umsetzung.


IT Budgets sind ein wichtiger Indikator für die Investitionsbereitschaft

der Unternehmen in Digitalisierung/

Industrie 4.0. 47% der westeuropäischen Teilnehmer

geben an, dass ihr IT Budget im Vergleich zum Vorjahr

unverändert geblieben oder gesunken ist, während die

IT Budgets von 65% aller Studienteilnehmer der übrigen

Teilnehmer erhöht wurden. Dies könnte ein Zukunfts -

risiko für westeuropäische Unternehmen darstellen,

beim Thema Digitalisierung zurückzufallen.

Industrie 4.0/Digitalisierung kann ein wichtiges Werkzeug

für Unternehmen innerhalb der sehr verflochtenen

Faserwertschöpfungskette sein, weitere Wertpotenziale

zu realisieren. Industrie 4.0/Digitalisierung kann in

Echtzeit Interconnectivity und Transparenz herstellen –

zwei grundlegende Voraussetzungen für das Realisieren

der Effizienzpotenziale. Der potenzielle Nutzen ist

erheblich: Eine höhere Auslastung der Anlagen, ein

besserer Service, eine höhere Effektivität bei niedrigeren

Kosten und einem reduzierten Risiko und bei gleich -

zeitig niedrigerem Working Capital.

Um diese vielschichtigen Wertpotenziale zu analysieren

und zu bewerten, stellt StepChange Consulting eine

Methodik vor, die den optimalen Grad der Digitalisierung

je Wertschöpfungsfunktion identifiziert.

Alexander Wirth

Alexander Wirth ist Absolvent der Betriebswirtschaftslehre

der Johannes Kepler Universität Linz

mit 11 Jahren Erfahrung in der Managementberatung.

Bevor Alexander Wirth 2009 ein Teil des Step-

Change Teams wurde, arbeitete er für eine

führende, global tätige Management- und Technologieberatung.

Er verfügt über umfangreiche Branchenerfahrung

und Beratungskompetenz in weiten Bereichen

der Papier-, Verpackungs- und Zellstoffindustrie,

mit besonderem Fokus auf die Themen Supply-

Chain-Management, Working Capital Reduktion,

Produktivitätsverbesserungen, Geschäftsprozessoptimierung

und Projektmanagement.

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KANZAN Spezialpapiere –

6 Richtige zum Glück …

•weil wir der europäische Spezialist für Thermo- und andere Spezialpapiere sind

•und Mitglied der Oji Group sind, dem japanischen Global Player in der Papierindustrie

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Für erfolgreiche Unternehmen

steht zwischen analog und digital kein „oder“!

Wie aktuelle Umfragen und professionelle A/B-Tests

aufzeigen, sind Werbebeilagen auch heute noch das

geeignetste Medium, um Informationen zu Ange -

boten und Produkten erfolgreich beim Konsumenten

zu platzieren.

Selbst vom Grundsatz reine Online Player wie Zalando

oder Amazon nutzen intensiv die Macht des Gedruckten,

um mit Ihren Kunden zu kommunizieren. Nicht nur

weil es schön aussieht, sondern weil es wirtschaftlich

erfolgreich ist. Digitale Newsletter, das Internet oder

mobile Lösungen erreichen bei der Zielgruppe – egal

welcher Altersklasse! – nicht die gleiche Glaubwürdigkeit

wie papierbasierte Werbung/Information.

Wir müssen jedoch zur Kenntnis nehmen, dass die Art

und Weise, wie wir Papier heute (noch) nutzen, auch

Nachteile gegenüber der digitalen Welt hat.

Daher benötigen wir verstärkt

π Datenbasierte und individuelle Werbung für Interessierte

und nicht die ungesteuerte Überflutung

des Postkastens mit Werbebeilagen

π

π

Möglichkeiten, das Papier zur Interaktion mit digitalen

Prozessen zu befähigen, um Schnittstellen

abzubauen

Neue Oberflächen für Werbung in der Dienstleistungsökonomie,

da andere Werbeträger (Fernsehen,

Zeitungen) an Werbewirksamkeit verlieren

Seit 2017 ist die Rising Generation – die private Venture-

Capital Gesellschaft der LEIPA Gesellschafter – an

Adnymics beteiligt. Gemeinsam mit der LEIPA wird den

Kunden ein zeitgemäßer und nachweislich erfolgreicher

Weg aufgezeigt, klassischen Versandverpackungen einen

spürbaren Mehrwert zu geben. Aus Sicht eines Papierherstellers

bietet dieses Kooperationsmodell neben den

rein vertrieblichen Aspekten die Möglichkeit, den eigenen

Mitarbeitern die modernen Vorgehensweisen und Tools

eines Startups näher zu bringen und vom Know-how-

Transfer zu profitieren.

Für das Startup öffnen sich neue Möglichkeiten und

Türen in der Kundenansprache, die ohne die Kontakte

und das Renommee eines gestandenen Familienunternehmens

eventuell verschlossen geblieben wären.


Unser Gold-Sponsor

„ICH MACHE ZUKUNFT:

MIT PAPIER UND PLAN.“

Werden auch Sie Teil des LEIPA Teams.

Sabine H.

Leiterin Entwicklung

LEIPA Schwedt

www.leipa.com

Robin Huesmann

Als CIO der LEIPA Group GmbH und Geschäftsführer

des VC risinggeneration.com beschäftigt sich Robin

Huesmann mit der Überschneidung von analogen

Prozessen/Gütern und Rechenleistung, IoT sowie

digitalen Druckverfahren. Ziel ist es, das Familien -

unternehmen weiterzuentwickeln und gemeinsam mit

Partnern neue Geschäftsmodelle voranzutreiben.

Dominik Romer

Durch das Studium der Druck- und Medientechnik und

als Leiter einer Werbeagentur konnte Dominik Romer

Erfahrungen mit der effektiven Verbindung von

On- und Offlinewerbemitteln sammeln. 2014 gründete

Dominik Romer die adnymics GmbH in München und

vertiefte damit die Spezialisierung in Richtung Datadriven-Printmarketing.


Digitalisierung mit Start-Up-Methoden

Wie die Felix Schoeller Group

neue digitale Geschäftsmodelle entdeckt und entwickelt

Die Felix Schoeller Group mit Sitz in Osnabrück ist ein

weltweit tätiges Familienunternehmen, das 1895 gegründet

wurde und Spezialpapiere entwickelt, produziert und

vermarktet. Unser Portfolio umfasst Produkte für fotografische

Anwendungen, für Digitaldrucksysteme, für

den Verpackungsmarkt, für selbstklebende Anwendungen

sowie für die Möbel- und Holzwerkstoff- als auch die

Tapetenindustrie.

Durch den Einsatz von Post-its kann das Team im Innovationsprozess Fragen

und Ideen einfach festhalten, sich in der Gruppe dazu austauschen und

flexibel Cluster bilden.

Innovation und Antworten auf komplexe Fragestellungen entstehen am

besten in einem multidisziplinär zusammengesetzten Team, in dem unterschiedliche

fachliche Hintergründe und Funktionen vertreten sind und die

Teammitglieder Neugier und Offenheit für andere Perspektiven mitbringen.

Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck, sondern soll

unseren Kunden klare Mehrwerte liefern, uns von Wettbewerbern

absetzen und die Geschäftsbeziehung langfristig

stärken.

Daher hat sich die Felix Schoeller Group entschieden, ein

Team aufzubauen, das sich voll darauf konzentriert, neue

digitale Geschäftsmodelle zu entdecken und aufzubauen.

Im Vortrag erläutern wir anhand eines konkreten Projektes,

wie die Digital Unit der Felix Schoeller Group vorgeht,

um Ideen für digitale Geschäftsmodelle zu

generieren, wie diese Ideen weiter ausgearbeitet und validiert

werden und schließlich zu konkreten Business-Modellen

reifen.

Hierbei nutzen wir Methoden wie Design Thinking,

Lean Start-Up und Agile Development, wie sie Start-Ups

erfolgreich anwenden, um in kurzer Zeit mit begrenzten

Mitteln digitale Lösungen zu entwickeln, die Investoren

überzeugen, die Idee weiter zu unterstützen.


Anett Hötzel

Während des internen „Digital Day“ wurden den Mitarbeitern die verschie -

denen Phasen des Innovationsprojektes, die dabei eingesetzten Methoden

und die erzielten Ergebnisse vorgestellt. Zudem konnten sie die Prototypen

selbst ausprobieren, Fragen stellen und Feedback geben.

Nach dem Studium der Angewandten Medien -

wissenschaften an der Technischen Universität

Ilmenau war Anett Hötzel zunächst drei Jahre in

den Niederlanden als Consultant tätig, wo sie B2B-

Unternehmen bei Internationalisierungsprojekten

unterstützte.

Zurück in Deutschland übernahm sie 2008 die

Leitung des SEA-Teams bei Neo@Ogilvy und verantwortete

Accounts wie IBM, Cisco und Intel.

2010 wechselte sie zur Fuchs Gruppe und baute

den Bereich Online-Marketing und E-Commerce auf.

Seit 2013 ist Anett Hötzel für die Felix Schoeller

Group tätig. Als Head of Digitalization verantwortet

sie die Leitung von Digitalisierungsprojekten.

Die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle

bildet den Schwerpunkt ihrer Arbeit.

Unser Gold-Sponsor

Unser Trainingszentrum SICHERWERK:

ehemalige Papierfabrik

rund 1.500 Quadratmeter

Unser Ziel: Menschen, die

gesund nach Hause kommen.

Darum gehen unsere Trainings weit über

die gesetzlichen Anforderungen hinaus:

• Freimessen von Behältern

und engen Räumen

• Sicher Arbeiten mit der Gaswarntechnik

• Befahren von Behältern

und engen Räumen

• Sicher Arbeiten an

hohen Arbeitsplätzen

• Sicher Arbeiten mit der persönlichen

Schutzausrüstung (PSA)

• Sicher Arbeiten mit

Krananlagen, Hubarbeitsbühnen

und Gabelstaplern

Höhen und Tiefen bis 18 Meter

viele realistische Trainingsstationen

größtes Trainingszentrum in NRW

Weil zu Hause jemand wartet.

MAUEL Sicher Arbeiten • Jörg Mauel • Malteserstraße 85 • 52351 Düren • +49 (2421) 6 93 04 70 • sicher@mauel.de • www.mauel.de


Die Schattenseite der Digitalisierung:

Neue Risiken für produzierende Unternehmen

Neben den Vorteilen einer Digitalisierung im

Rahmen einer Industrie 4.0 Strategie werden

auch insbesondere im Produktionsumfeld ganz

neue Fragen aufgeworfen. So entstehen durch die

zunehmende Komplexität und Vernetzung bisher

isolierter Systeme auch neue Risiken. Proble -

matisch ist hier oftmals etwa, dass anders als im

Officeumfeld Kompromisse bei der Sicherheit eingegangen

werden müssen, um die Verfügbarkeit

nicht zu gefährden.

Da die Entwicklungs- und Austauschzyklen in

einem Produktionsumfeld deutlich länger sind als

in der restlichen „IT-Welt“, trifft man in diesem

Umfeld sehr oft auf alte Systeme (z.B. Windows

XP), für die viele Sicherheitslücken gar nicht

mehr geschlossen werden. Zudem werden auch

auf der Seite von Hackern und Angreifern ständig

neue Geschäftsmodelle entwickelt, die sich rasant

weiterentwickeln und ganz neue Bedrohungs -

szenarien auch für die vernetzte Produktion

bedeuten.

In dem Vortrag werden neben diesen Bedrohungen

auch mögliche Lösungswege aufgezeigt.

Neben vielen technischen sind insbesondere auch

organisatorische Maßnahmen entscheidend für

ein erfolgreiches Risikomanagement im Bereich

der Informationssicherheit.


Unser Gold-Sponsor

Nicolas Christoph

Nicolas Christoph (43) ist zweifacher Familienvater

und seit ca. 12 Jahren bei der Koehler Group.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre

mit der Ausrichtung Wirtschaftsinformatik an der

Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der

Universität Antwerpen, arbeitete er zunächst im

Finanzbereich bei der Fahrzeugentwicklung eines

großen Automobilherstellers.

Seit 2005 ist Herr Christoph bei der Koehler Group

und befasste sich dort zunächst als Assistent des

Finanzvorstands mit verschiedenen IT Projekten.

Danach wechselte er als Abteilungsleiter in die IT

und betreute mit seinem Team den Betrieb der

Microsoft Infrastruktur sowie die SAP Basis. 2007

führte er bei Koehler ein Informationssicherheitsmanagementsystem

ein, welches nach ISO 27001

zertifiziert wurde und war als Leiter des IT Project

Office für die Gesamtkoordination und Projekt -

leitung diverser IT Projekte im Bereich Business

Intelligence, SAP SD und Lagerverwaltung, MES

etc. verantwortlich.

Seit 2012 betreut er als Prokurist und Bereichsleiter

das Business Development und Projektmanagement

der Koehler Renewable Energy GmbH.

Weiterhin ist er seit 2012 Datenschutz- und Informationssicherheitsbeauftragter

(ISO 27001) für die

Unternehmen der Koehler Group.


Die Rolle von Papier und Folien

in der vernetzen Welt

Papier zählt zu den bedeutenden Erfindungen der

Menschheit. Papier ermöglichte es nicht nur Informationen

zu speichern, sondern auch die Verteilung und

Lagerung gestaltete sich wesentlich effizienter als mit

damals üblichen anderen Medien, wie Steinen oder

Tonwaren. Die Erfindung des Buchdrucks stellte einen

weiteren Meilenstein in der Geschichte der Menschheit

dar, führte er, über die Demokratisierung des Wissens,

zu einer aufgeklärten Wissensgesellschaft, welche

letztendlich die Industrialisierung des achtzehnten

Jahr hunderts maßgeblich prägte. Heute wird Papier in

seiner ursprünglichen Funktion als Speicher- und Distri -

butionsmedium von Informationen zunehmend von

digitalen Lösungen ersetzt und verliert an wirtschaftlicher

Bedeutung.

In den Arbeiten um die Prozessierung von Nanomaterialien

entdeckten die Forscher der Fraunhofer Gesellschaft

das Papier als Trägermaterial für elektronische Anwendungen

neu. Im Umgang mit Nanomaterialen gestalten

sich die Dispersion und Herstellung von homogenen

Halbzeugen in der Regel als besonders schwierig. Die

Zellulosefasern des Papiers sind ein nahezu ideales

Hilfsmittel, da sie mit funktionalen Nanomaterialen

beschichtet und in etablierten Industrieprozessen verarbeitet

werden können. Auf diese Weise können in einem

Rolle zu Rolle-Verfahren elektrisch leitfähige Papiere

hergestellt werden, welche sich nicht nur in der Antistatik

sondern auch für die elektromagnetische Abschirmung

einsetzen lassen. Neben diesen „passiven“ Anwendungen

kann das Papier auch als kostengünstiger Näherungs -

sensor oder als Energiespeicher genutzt werden.

Abbildung (Fraunhofer IPA): Carbon Nanotube modifizierte Zellulosefaser

Schirmung-, Sensorik- und Energiespeichereigenschaften

zählen mit zu den Schlüsselkomponenten der Digitalisierung

und Lösungen aus modifizieren Papier können hier

einen wichtigen Beitrag leisten.

Im Rahmen des Vortrags wird die Entwicklungshistorie

des modifizierten Papiers und der aktuelle Entwicklungsstand

vorgestellt.

Die Nutzung der Papiere in Energiespeichersystemen

erlaubt eine Senkung des Ressourcenverbrauchs metallischer

Elektrodenfolien und der daraus resultierenden

Umweltbelastungen. Die Überprüfung der Papiere als

Ersatz von metallischen Elektrodenmaterialen in unterschiedlichen

Zellsystemen und die Charakterisierung der

Papiere werden gezeigt. Speziell die Herstellung und

Trocknung einer homogenen Beschichtung, die

Beschichtungsgeschwindigkeit und die mechanische

Stabilität des trockenen Aktivmaterials beeinflussen die

Qualität der späteren Elektroden maßgeblich. Die Untersuchung

einer produktionstechnischen Machbarkeit der

Beschichtung von nanomodifizierten Papieren auf einer

R2R-Anlage wird gezeigt.

Anhand einer spezifischen Eigenschaft des Papiers

werden verschiedene Anwendungsszenarien vorgestellt

und bewertet. Zum Abschluss der Präsentation werden

zwei Anwendungen, der Papier Sensor und der Papier

Energiespeicher im Detail vorgestellt.


Unser Gold-Sponsor

Die Papier- und Kartonfabrik Varel

produziert mit modernen, umweltfreundlichen

Technologien Karton und

Wellpappenpapiere auf Altpapierbasis.

Sie sind das Herz der Verpackungslösungen

vieler bekannter Produkte.

Unsere Papier- und Kartonqualitäten

zeichnen sich durch hohe spezifische

Festigkeiten und hervorragende Laufund

Bedruckungseigenschaften aus.

Das steigert die Produktivität in der

Weiterverarbeitung deutlich und spart

somit Kosten.

Papier- u. Kartonfabrik

Varel GmbH & Co. KG

Dangaster Str. 38

26316 Varel

Telefon: 04451 / 138-0

Telefax: 04451 / 81046

info@pkvarel.de

www.pkvarel.de

Ivica Kolaric

Abteilungsleiter Funktionale Materialien,

Geschäftsfeldleiter Prozessindustrie

Fraunhofer IPA Stuttgart

Herr Kolaric arbeitet seit Oktober 2000 für die

Fraunhofer Gesellschaft und leitet die Fachabteilung

Funktionale Materialen und das Geschäftsfeld

Prozessindustrie.

Die Abteilung Funktionale Materialen befasst sich

mit der Erforschung und Entwicklung neuer,

materialbasierter Prozess-und Produktinnovationen,

wie beispielsweise transparente und elektrisch

leitfähige Beschichtungen für Anwendungen in der

Unterhaltungselektronik, dehnbare Sensor-Aktorsysteme

für die Mensch-Maschine Interaktion oder

funktionale Beschichtungen für die Verpackungs -

industrie.

Im Rahmen der Forschungsarbeiten wurde auch

Papier modifiziert und um elektronische Funktionen

erweitert.


Die digitale Transformation bei Voith

Voith feierte im letzten Jahr mit dem 150jährigen Firmen -

jubiläum auch eine Geschichte der Innovationen. Voith

hatte schon immer den Anspruch, Entwicklungen in der

Industrie aktiv mitzugestalten und hat bereits in den vorherigen

industriellen Revolutionen einige wegweisende

Meilensteine der Entwicklung in den Kernmärkten

gesetzt, wie zum Beispiel in der Papierherstellung.

Mit dem neuen Geschäftsbereich Voith Digital Solutions

hat Voith im letzten Jahr ein neues Kapitel der Unter -

nehmensgeschichte aufgeschlagen, um im digitalen

Geschäft zukünftig schlagkräftiger und schneller zu

werden und von Synergien für neue Technologien über

alle Geschäftsbereiche und Märkte hinweg zu profitieren.

Die Digitalisierung der Papierindustrie hat nicht mehr

nur begonnen, sie ist schon in vielen Bereichen

angekommen. Moderne Analyse- und Modellierungs -

verfahren, in Verbindung mit scheinbar unbegrenzter

Speicher- und Rechenkapazität, nutzen die bereits

vorhandenen Daten, um einen Mehrwert zu erzeugen.

Ein Beispiel dafür sind Virtuelle Sensoren, die es ermöglichen

vorherzusagen, was das Labor in der Zukunft

messen wird.

Große Datenmengen, Big Data, werden generiert. Das

bedeutet die Wertschöpfung aus ständig wachsenden

Datenmengen, die Zusammenführung verschiedener

Datenquellen sowie die Nutzung neuartiger und kosten -

günstiger Speicher- und Verarbeitungstechnologien wird

nötig. Wichtige Prozessschritte in der Papier herstellung

werden heute durch Sensoren und Software für Echtzeitvorhersage

kontrolliert und gesteuert. Voith spricht von

Papermaking 4.0 und dieser automatisierte und digitalisierte

Blattbildungsprozess minimiert den Einsatz von

Rohstoffen und Energie.

Auch der Service partizipiert stark von den digitalen

Werkzeugen. Die hohe Datentransparenz und deren

jederzeitige Verfügbarkeit sind wichtige Kernelemente

des Voith Servolution-Konzepts. Denn die Daten bilden

zum einen die Basis für die effiziente Arbeit vor Ort,

die digitale Unterstützung liefert aber auch wichtige

Informationen für die vorausschauende Instandhaltung.

Ebenso verändert sich die Arbeitswelt und wie gearbeitet

wird. Neue Arbeitsweisen zielen konsequent auf den

Kundennutzen ab. Neue Methoden wie Design Thinking

in Kombination mit Scrum lassen es zu, Projekte höchst

flexibel und schnell zu bearbeiten. Heterogen aufgestellte,

flexible Teams bearbeiten diese Projekte, um

sich nach der Finalisierung aufzulösen und sich für

kommende Aufgaben wieder neu zu formieren.

Einige dieser Projekte, wie zum Beispiel der Voith Paper

Webshop oder merQbiz, der digitale Marktplatz für Altpapier

sowie DRIVE, der digitale Führerschein, sollen in

diesem Vortrag vorgestellt werden.


Nach einer Ausbildung zum Papiermacher und

seinem Studium der Verfahrenstechnik und Papier -

herstellung arbeitete er ab 1984 als Inbetriebnahme-

Ingenieur im Sulzer-Konzern in Ravensburg. Ab 1992

bekleidete er Führungspositionen im Vertrieb in Hong

Kong, Bangkok und Peking. 2001 übernahm er die

Leitung der Inbetriebnahme und des Projektmanagements

bei Voith Paper in Heidenheim. 2005 kam Frank

Opletal als Operations Manager nach Ipoh, Malaysia.

Anschließend übernahm er die Leitung des Bereichs

Operations für Voith Paper Fabrics in der Region

Asien-Pazifik. Nach der Zusammenführung der

Divisionen Fabrics und Rolls im Jahr 2009 leitete er

den Aufbau eines gemeinsamen Vertriebs.

Seit dem Jahr 2011 ist Frank Opletal Verantwort licher

für die weltweite Forschung und Entwicklung und

Mitglied der Geschäftsführung der Business Line

Fabric & Roll Systems.

Seit April 2014 ist er Chief Technology Officer für

den gesamten Konzernbereich und Mitglied der

Geschäftsführung von Voith Paper.

Frank Opletal

CTO Voith Paper GmbH & Co. KG

Unser Gold-Sponsor

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Core Competence Shift Happens

Die Digitalisierung verändert die notwendigen Kernkompetenzen

Gunter Dueck

Prof. Gunter Dueck, Jahrgang 1951, lebt bei Heidelberg.

Er studierte Mathematik und Betriebswirtschaft

und promovierte 1977 an der Universität Bielefeld in

Mathematik.

Er forschte 10 Jahre mit seinem wissenschaftlichen

Vater Rudolf Ahlswede zusammen, mit dem er 1990

den Prize Paper Award der IEEE Information Theory

Society für eine neue Theorie der Nachrichten-Identi -

fikation gewann. Nach der Habilitation 1981 war er

fünf Jahre Professor für Mathematik an der Universität

Bielefeld und wechselte 1987 an das Wissenschaftliche

Zentrum der IBM in Heidelberg. Dort gründete er eine

große Arbeitsgruppe zur Lösung von industriellen

Optimierungsproblemen und war maßgeblich am

Aufbau des Data-Warehouse-Service-Geschäftes der

IBM Deutschland beteiligt. Er arbeitete an der Strategie

und der technologischen Ausrichtung der IBM mit

und kümmerte sich um Cultural Change. 2009 bis

2010 beteiligte er sich in führender Rolle am Aufbau

eines neuen strategischen Wachstumsfeldes der IBM

Corporation, das auf die wachsende Industrialisierung

der ITInfrastrukturen bis hin zum so genannten Cloud

Computing zielt.

Bis zum August 2011 war er Chief Technology Officer

(CTO) der IBM Deutschland. Seitdem hat es ihn

wegen Erreichens der 60-Jahre-Marke in den Unruhestand

gezogen, er ist derzeit freischaffend als Schriftsteller,

Business-Angel und Speaker tätig und widmet

sich weiterhin unverdrossen der Weltverbesserung.

Zurzeit arbeitet er u.a. dem Ausbau des „Wiki of

Music“, einer Plattform nach der Art der Wikipedia,

auf der möglichst alle Musiknoten der Welt allgemein

zugänglich gemacht werden sollen.

Gunter Dueck war einer der IBM Distinguished Engineers

und Mitglied der IBM Academy of Technology.

Er war lange Jahre Mitglied der Präsidien der Gesellschaft

für Informatik und der deutschen Mathema -

tikervereinigung. Er ist Fellow des amerikanischen

Ingenieursverbandes IEEE, Fellow der Gesellschaft

für Informatik und korrespondierendes Mitglied der

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Die Digitalisierung ist schon ziemlich alt, und doch

wird sie erst seit einigen Jahren oder Monaten

zunehmend als Bedrohung diskutiert. Was soll

aus den Menschen werden, wenn die Roboter

kommen? Was passiert mit den Fahrern, wenn die

Autos alles selbst können?

Wer hinter diese Furcht schaut, sieht, dass sich

Arbeit, Berufe, Entwicklungsfelder und Märkte fast

gleichzeitig in allen Branchen verschieben. Viele

Berufe entfallen, fast alle verlieren ihren einfachen

Routineanteil an „die Cloud“, alles Übrigbleibende

verlangt eine höhere Qualifikation und einen

professionellen Umgang mit Menschen, Projekten

und Prozessen. Autos werden von Maschinenbauern

entwickelt, aber Elektromotoren sind ein anderes

Feld. Wer baut plötzlich Weltklassebatterien?

Energieversorger müssen eine neue IT für das

Ausregeln von Solar- und Windstrom aufbauen.

Die Verwaltungen hängen noch sehr am FAX und

Verlage stehen vor dem Problem, dass ja in eBooks

auch Videos und HD-Bilder eingebunden werden

können – das Papierbuch wird bald sehr dürftig

dagegen ausschauen.

Kurz: Die Kernkompetenzen verändern sich –

das erfordert dringend und sofort neue Geschäfts -

modelle und anders ausgebildete Menschen!

Andererseits aber kostet es eine längere Vorlaufzeit

für diese große Umstellung, die wir „Digitalisierung“

nennen. Ja, warum diskutieren wir immer noch?

Er publizierte satirisch-philosophische Bücher über

das Leben, die Menschen und Manager:

„E-Man“ (2. Aufl. 2002), „Die Beta-Inside Galaxie“ und

„Wild Duck“ (4. Auflage 2006). Seine ganz eigene

Philosophie erschien in drei Bänden: „Omnisophie:

Über richtige, wahre und natürliche Menschen“

(2. Auflage 2004), „Supramanie: Vom Pflichtmenschen

zum Score-Man“ (2. Auflage 2006) und „Topothesie:

Der Mensch in artgerechter Haltung“ (2. Auflage

2011). Der SpringerVerlag publiziert seine Werke unter

der eigenen Rubrik „Dueck’s World“.

Blutleere und Hirnlosigkeit standen im Mittelpunkt

seines Schaffens 2006: In seinem ersten Roman

„Ankhaba“ finden Vampire die Erklärung der Welt.

Das Buch „Lean Brain Management – Erfolg und

Effizienzsteigerung durch Null-Hirn“ warnt satirischsarkastisch

vor einem ökonomischen Horror-Szenario

der Verdummung der Menschen und der Callcenterisierung

der Arbeit. 2008 erschien „Abschied vom

Homo Oeconomicus“ bei Eichborn – ein Buch über

fast zwangsläufige ökonomische Unvernunft. Im Juli

2009 folgt „Direkt-Karriere: Der schnellste Weg nach

ganz oben“, ein satirisches Handbuch über Blitz -


Unser Gold-Sponsor

karrierekunst. Das Buch „Aufbrechen! Warum wir eine

Exzellenzgesellschaft werden müssen“ enthält sein

von ihm gefordertes Zukunftsprogramm, wenn heute

wegen der Automatisierung vieler Dienstleistungen

neue Arbeitsfelder erschlossen werden müssen. Was

soll der Einzelne dazu tun? Das steht im nachfolgenden

Buch „Professionelle Intelligenz – worauf es morgen

ankommt.“ „Das Neue und seine Feinde“ handelt von

den so oft unterschätzten Problemen bei Innovationen.

Eines der Hauptprobleme der Erstarrung wird im

Buch: „Schwarmdumm (einige Monate in der Spiegel-

Wirtschaftsbuch- bzw. Managermagazin-Bestsellerliste,

kam bis auf Platz 6) thematisiert. Neu in 2017:

„Flachsinn“, ein Buch über die Aufmerksamkeitsökonomie,

für die die derzeitigen Twitter-Eskapaden des

US-Präsidenten ein gutes Vorstellungsmodell ergeben.

Auszeichnungen rund um die Bücher und anderes:

2006: „Lean Brain Management“ wurde gleich nach

Erscheinen von der Financial Times und getAbstract

zum „Wirtschaftsbuch des Jahres 2006“ gekürt.

2008: „Abschied vom Homo Oeconomicus“ wurde

als eines von zehn Büchern für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis

2008 nominiert.

2011: Die Computerwoche zählt Gunter Dueck zu den

100 einflussreichsten Persönlichkeiten (exakt auf Platz

57) in der deutschen ITK-Landschaft (Informationstechnologie

und Kommunikation).

2011: Gunter Dueck ist einer von sechs Nominierten

für den „2011 Best of Social Media Award“ in der

Rubrik „Most Influential Social Media Person“.

2011: „Professionelle Intelligenz“ ist auf Platz 3 der

Bücher des Jahres 2011 beim Portal changeX und wird

bei der größten Leserabstimmung im Netz auf Platz 11

bei „Der Leserpreis – die besten Bücher 2011“ (lovelybooks.de)

in der Kategorie Sachbuch gewählt.

2012: „Dueck for President“ – Anfrage der Piraten -

partei, klicken auf: „Dueck for President“

2013: Gewählt auf Platz 5 unter den NEXT100 „Die

wichtigsten 100 Köpfe der europäischen Digital-Industrie“.

2013: „Das Neue und seine Feinde“ wurde als eines

von zehn Büchern für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis

2013 nominiert. Es ist „Karrierebuch des

Jahres“ beim Hamburger Abendblatt und steht auf

Platz 8 der „Bücher des Jahres“ beim Portal changeX.

2014: Der Podcast „Die Welt fragt - Dueck antwortet“

(mit Robert Kindermann) wird Zweiter bei der Wahl

des „Besten Podcasts 2014“

2015: Schwarmdummgleich nach Erscheinen auf Platz

12/11 der Managermagazin-Bestenliste

2017: Auf Nomination der Piratenpartei nimmt Gunter

Dueck an der Bundesversammlung teil.


Fortschreitende Digitalisierung!

Bedeutung dieses Wandels für Unternehmen, das berufliche Umfeld

und für SIE persönlich

Mit fortschreitender Digitalisierung stellen sich alt -

hergebrachte Mitarbeiterführungs-, Berufs- und Arbeitsplatzmodelle

mehr und mehr auf den Kopf.

Vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich ein

kompletter Paradigmenwechsel ergeben, welcher sowohl

Arbeitgeber, sowie auch Arbeitnehmer als Individuen vor

völlig neue Herausforderungen stellt. Dies gilt sowohl

für den Arbeitsalltag, als auch für nachhaltig wirkende

Stellenbesetzungen.

Neben dem:

„WAS“ – der schulischen und beruflichen Ausbildung,

sowie der getätigten Erfahrungen - und dem

„WIE“ – dem technisch/technologischen Fachwissen –

werden Themen rund um das

„WARUM“ – der menschlichen Komponente – immer

wichtiger.

Gleichzeitig beeinflusst die Digitalisierung alle drei

genannten Verhaltensräume simultan und im bis dato

ungeahnten Ausmaß (z.B. durch den weltweiten Siegeszug

des Smartphones).

Auf Basis grundsätzlich erlernter Kompetenzen können

in sich schnell ändernder Umgebung nur noch schwer

andauernde Höchstleistungen abgerufen werden, da

Entscheidungen ausschließlich einem gelernten und

antrainierten Verhaltensmuster folgen.

Zukünftig wird es stets wichtiger, Kompetenzen wie

Problemlösungs- und Kommunikationsexzellenz, gesteigerte

Fähigkeiten im nach innen und außen gerichteten

Führungsvermögen sowie eine anhaltenden Veränderungsfähigkeit

und -willigkeit eindeutig in den Fokus zu

rücken.

Aus unserer Sicht werden diesbezüglich maßgeschneiderte

Lösungen und Hilfestellungen (z.B. der Personal

Life Driver, PLD ® ) in einer immer spezialisierteren

Umgebung mehr und mehr an Wichtigkeit gewinnen.

Als langjähriger Partner der Papierindustrie möchten wir

anhand einiger Beispiele auf diese Änderungen ein -

gehen. Unser Ziel ist es, zusammen mit unseren Kunden

eine Umgebung mitzugestalten, welche fit für die

Zukunft ist.

Gemeinsam mit Ihnen schauen wir online und in Echtzeit,

was Sie als Individuum wirklich bewegt. Lassen Sie

sich überraschen…


Unser Gold-Sponsor

Ein Radarstrahl, fast so

fokussiert wie ein Laser!

Mit 80 GHz in die Zukunft: Die neue Generation

in der Radar-Füllstandmessung

Die neueste Spitzentechnologie vom Weltmarktführer: Die große

Stärke des VEGAPULS 64 ist seine einzigartige Fokussierung.

Dadurch lässt sich der Radarstrahl fast punktgenau auf die

Flüssigkeit ausrichten, vorbei an Behältereinbauten und

Rührwerken. Diese neue Generation von Füllstandsensoren

ist unempfindlich gegen Kondensat und Anhaftungen

und ausgestattet mit der kleinsten Antenne ihrer Art.

Einfach Weltklasse!

Drahtlose Bedienung per Bluetooth mit

Smartphone, Tablet oder PC. Einfache Nachrüstung

für alle plics ® -Sensoren seit 2002.

www.vega.com/radar

Andreas Päch

BGH Consulting, Starnberg

04/2015–heute

Partner / Senior Berater

Xerium Technologies Inc., Reutlingen / Düren

07/2013–04/2015

Director Rolls Engineering Technology EMEA

04/2012–07/2013

Director Marketing & Engineering Services FF/RC EMEA

10/2011–04/2012

Director Marketing & Engineering Services FF EMEA

Myllykoski Corporation /

Papierfabrik Utzenstorf AG, Utzenstorf (CH)

01/2006–10/2011

Leiter Fabrikation

06/2004–01/2006

Leiter Holzschleiferei /

F&E Ingenieur Halbstoffe (DIP & TGW)

03/2002–06/2004

F&E Ingenieur Halbstoffe (DIP & TGW)

Fachhochschule München

08/1997–06/2001

Verfahrenstechnik Papiererzeugung – Dipl.-Ing. (FH)

Drewsen Spezialpapiere GmbH & Co KG, Lachendorf

08/1991–02/1994

Berufsausbildung / Lehre – Papiermacher


Moderner Rechtsrahmen für eine moderne Arbeitswelt

Die Digitalisierung ist eine Chance für alle. Sie zu

nutzen liegt im Interesse der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer.

Ein moderner Rechtsrahmen muss dazu gesetz -

liche Spielräume schaffen – auch mit Blick auf neue

digitale Geschäftsfelder.

Zusätzliche Möglichkeiten, die Arbeit flexibler zu gestalten,

erfordern auch eine höhere Eigenverantwortlichkeit

der Arbeitnehmer. Die Grenze zwischen der Schutzpflicht

des Staates und der Selbstverantwortung der

Arbeitnehmer muss daher im Interesse der Flexibili -

sierung neu gezogen werden. Ohne diese Anpassungen

des Rechtsrahmens werden Teile unserer arbeitsrecht -

lichen Ordnung von der betrieblichen Realität überholt

oder künftig die Tätigkeiten dort erfolgen, wo bereits ein

entsprechender Rechtsrahmen besteht.

Durch den technischen Fortschritt ergeben sich neue

Möglichkeiten des flexiblen Mitarbeitereinsatzes.

Moderne Kommunikationsmittel ermöglichen zeitlich

flexible Arbeitsleistungen an verschiedenen Orten und in

wechselnden Teams. Die Arbeit in internationalen Teams

über verschiedene Zeitzonen hinweg ist im Zuge der

Globalisierung ein Muss und wird durch die Möglich -

keiten der Digitalisierung erheblich vereinfacht. Auch

die Arbeitnehmer haben durch moderne Kommunikationsmittel

die Möglichkeit, Privatleben und Beruf besser

in Einklang zu bringen. Telearbeit, mobiles Arbeiten und

Arbeit im Home-Office bieten neue, örtlich und zeitlich

flexible Gestaltungsmöglichkeiten, die es den Arbeitnehmern

ermöglichen, berufliche Ziele und Anforderungen

und private Zielsetzungen – sei es die Freizeitgestaltung,

die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen

– besser unter einen Hut zu bringen. In Zeiten des

zunehmenden Fachkräftemangels ist es für Unternehmen

wichtig, ihren Mitarbeitern genau diese Gestaltungs -

möglichkeiten einzuräumen, um ein attraktiver Arbeitgeber

zu sein. Technisch und organisatorisch ist das alles

machbar, aber der bestehende Rechtsrahmen setzt

Arbeitgebern und Arbeitnehmern viel zu enge Grenzen.

Vor allem benötigen wir eine flexiblere Verteilung der

Arbeitszeit – weg von der täglichen Betrachtung hin zu

einer wöchentlichen Betrachtung mit durchschnittlich

maximal 48 Stunden pro Woche bei einer täglichen

Mindestruhezeit, die betrieblich entsprechend der je -

weiligen Aufgaben und Tätigkeiten festgelegt wird.


Julius Jacoby

war von 2007 bis 2012 als Rechtsanwalt in der Beratung

kleiner und mittlerer Unternehmen tätig. Seit

2012 ist er bei der vbw – Vereinigung der Bayerischen

Wirtschaft e. V. als Referent in der Grundsatzabteilung

Recht tätig.

Die vbw ist die freiwillige, branchenübergreifende und

zentrale Interessenvereinigung der bayerischen

Wirtschaft und vertritt 132 bayerische Arbeitgeber- und

Wirtschaftsverbände sowie 41 Einzelunternehmen. In

den Branchen der vbw Mitgliedsverbände sind bayernweit

etwa 4,7 Millionen sozialversicherungspflichtige

Beschäftigte tätig.

Auch als Landesvertretung der BDA (Bundesvereinigung

der Deutschen Arbeitgeberverbände e. V.) und

des BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.)

vertritt die vbw gemeinsame wirtschaftliche, soziale

sowie gesellschaftspolitische Interessen. So erhält sie

den Freiraum für wirtschaftliches Handeln und sichert

gleichzeitig den sozialen Frieden.

Unser Gold-Sponsor


Papierproduktion im Rheinland

Ein geschichtlicher Abriss

Die Geschichte der Papiermacherei begann vor über

2000 Jahren: Das heute bekannte älteste Papier der

Welt wurde in China gefunden und stammt aus der

Zeit zwischen 140 und 84 v. Chr.

Wer das Papier erfunden hat, weiß man nicht.

Bekannt ist nur der chinesische Hofbeamte Tsai Lun,

der 105 n. Chr. die Papierherstellung beschrieb.

Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte verbreitete

sie sich in Ost- und Zentralasien, später auch in

arabische Gebiete und dann nach Südeuropa 1 .

Aber nur allmählich verdrängte Papier das Pergament,

das zuvor den Papyrus abgelöst hatte.

Papiermacher im italienischen Fabriano entwickelten um

1250 die Herstellungsverfahren, die dann in Europa

jahrhundertelang angewandt wurden. Dazu gehörten

Stampfwerke, die durch Wasserkraft angetrieben wurden

und der Zerfaserung des Rohmaterials „Lumpen“ dienten.

Die Schöpfsiebe wurden aus Draht anstatt wie bisher aus

Bambus oder Schilf gefertigt. Dadurch ließ sich das

Schöpfen beschleunigen. Außerdem konnte man

Wasserzeichen zur Kennzeichnung der Bögen aufbringen.

Als dritte wichtige Verbesserung wurde die faserige

Oberfläche des Papiers durch nachträgliches Eintauchen

in ein Knochenleimbad geschlossen, so dass sich das

Papier gut zum Beschreiben mit Feder und Tinte eignete.

Nachgebautes Lumpenstampfwerk

im LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach

Dieses Papier konnte im Verlauf der nächsten zwei bis

drei Jahrhunderte das teurere Pergament nach und nach

verdrängen.

Die ersten Papiermühlen auf deutschem Boden wurden

ab 1390 in den südlich gelegenen Fernhandelsstädten

Nürnberg und Ravensburg gegründet, über die bisher

die Importe von italienischem Papier erfolgt waren. Mit

der Entwicklung der Buchdruckerei seit Johannes Gutenberg

um 1445, der Erfindung des Kupferstiches 1446

sowie der Entwicklung der Städte und der Landesherrschaften

und deren Verwaltungen stieg der Bedarf an

Papier so stark an, dass um 1500 schon etwa 60 Papiermühlen

existierten. Die ersten Papiermühlen im Rheinland

entstanden im 16. Jahrhundert, in Düren (1579),

in Solingen (um 1540) und in Bergisch Gladbach (1582).

Trotz Phasen der Stagnation, vor allem in Folge des Dreißigjährigen

Krieges, stieg die Zahl der Papiermühlen

nahezu kontinuierlich an, so dass um 1700 etwa 500, zu

Beginn der Industrialisierung – also um 1800 – gut

1.000 Papiermühlen in Deutschland liefen.


Und so wurde in einer Papiermühle produziert: Rohstoff

waren Alttextilien aus Leinen. Diese „Hadern“ (vom süddeutschen

Wort für „Lappen“) mussten zunächst sortiert

und in Fetzen geschnitten werden. Die Lumpenkammern

waren ein typischer Arbeitsplatz von Frauen und

Kindern. Häufig ließ man die Hadern einige Tage faulen,

da sie sich dann besser verarbeiten ließen und sich

außerdem Farbstoffe und Verschmutzungen lösten.

Anschließend wurden sie im Lumpenstampfwerk mit

Wasser gemischt und durch 12- bis 36-stündiges Stampfen

zu Papierbrei zerfasert.

Aus diesem Papierbrei wurden dann die Bögen geschöpft

und jeweils auf ein Filztuch abgegautscht. Die Stapel aus

Filzen und nassen Papierbögen wurden in einer großen

Presse so stark entwässert, dass das Papier danach zum

Trocknen aufgehängt werden konnte. An einer Bütte

entstanden 3.000 bis 5.000 Bögen am Tag. 2 Die trockenen

Papiere wurden meist geleimt und nochmals gepresst

und geglättet. Je nach Papierqualität waren für den

Betrieb mit einer Bütte sieben bis zwanzig Personen erforderlich.

3

In der preußischen Rheinprovinz wurden 1836, bevor in

der rheinischen Papierproduktion die Industrialisierung

einsetzte, 77 Papiermühlen betrieben. Zentren waren

Düren und Bergisch Gladbach. 4

Der Übergang zur industriellen Papierproduktion begann

mit der Aufstellung von Papiermaschinen. 1799 hatte

der Franzose Nicolas-Louis Robert ein Patent für eine

einfache, von Hand angetriebene Maschine erhalten. Die

erste Papiermaschine in Deutschland ging 1819 in Berlin

in Betrieb. 1837 – also fast zwanzig Jahre nach der Berliner

Maschine – wurde in Düren die erste Maschine des

Rheinlands aufgestellt, 5 Bergisch Gladbach folgte

1842/43 mit einer Maschine in der Dombach. In den

folgenden Jahrzehnten stieg die Zahl der Papiermaschinen

kontinuierlich an. Die ersten Maschinen wurden noch

von Wasserkraft angetrieben, erst ab der Jahrhundertmitte

ging man zum Antrieb durch Dampfmaschinen

über. Dampfkessel gab es jedoch von Anfang an, denn

die Trockenzylinder der Papiermaschinen wurden mit

Dampf beheizt. Deshalb finden sich in den Archiven

verlässliche Hinweise auf die Maschinenaufstellungen.

Der Übergang zur Maschinenproduktion verlief im

Rheinland durchaus typisch – in den 1840er-Jahren

gingen in vielen Regionen die ersten Papiermaschinen in

Betrieb. In England und Frankreich hatte dieser Schritt

bereits früher stattgefunden. Die Verzögerung in

Deutschland lag unter anderem daran, dass es hier in

den ersten Jahrzehnten nur wenige erfolgreiche Papiermaschinenbauer

gab und gleichzeitig die Einfuhrzölle

für die Maschinen hoch waren. Erst als infolge einer

Krise der französischen Wirtschaft um 1838 billige französische

Maschinenpapiere die Konkurrenzsituation für

die deutschen Fabrikanten verschärften und außerdem

1841 in Preußen die Einfuhr von Papiermaschinen

erleichtert wurde, wuchs ihre Zahl auch hierzulande. 6

Danach ging die Ablösung der Schöpfbütten schnell.

Neben den Papiermaschinen kennzeichnete die Verwendung

von neuen Rohstoffen die industrielle Papier -

produktion. Hadern standen für die steigende Produktion

nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung. Der

wichtigste neue Rohstoff war Holz, das in zwei verschiedenen

Formen verwendet wurde.

Schöpfen mit einem Sieb mit Wasserzeichen

im LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach

Die einfachere Form war Holzschliff oder Holzstoff.

In Archiven und Bibliotheken machen Papiere mit Holzstoff

heute große Probleme: Das im Holz enthaltene

Lignin lässt die Papiere brüchig werden – ein Grund für

den gefürchteten „Säurefraß“. Hochwertiger ist Papier

aus Zellstoff. Um dessen höhere Qualität hervor -

zuheben, wurde es als „holzfrei“ bezeichnet. Zeitweise

ersetzte auch gekochtes Stroh die Hadern.

Die Papiermaschinen und die neuen Rohstoffe waren die

wichtigsten branchenspezifischen Neuerungen, die die

industrielle Papierproduktion kennzeichneten. Hinzu

kamen dieselben technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen

Umstrukturierungen der Betriebe wie in

anderen Branchen: Die Krafterzeugung wurde auf

Dampfkraft und später auf Motoren umgestellt, immer

mehr Betriebsabläufe wurden mechanisiert, die Produktion,

aber auch die Administration wurden zunehmend

rationell organisiert. Größere Gebäude mussten errichtet

werden, die Zahl der Beschäftigten nahm zu, die Produktionsmengen

stiegen, die Stückkosten sanken.


Mitte des 19. Jahrhunderts ließen sich auf Papiermaschinen

Bahnen von 0,80 bis 1,50 Metern Breite erzeugen;

in 24 Stunden konnten bis zu 2.000 Kilogramm Papier

produziert werden. Um 1920 kam eine Zeitungspapiermaschine

von 3,5 Metern Breite auf eine Tagesproduktion

von 35.000 bis 40.000 Kilogramm. 7

Nur die finanzkräftigeren Papierfabrikanten konnten

ihre Mühlen zu Fabriken umbauen. Viele kleine Mühlen

mussten schließen. Das betraf zum Beispiel das Bergische

Land, wo zahlreiche Papiermühlen aufgegeben wurden.

Ab den 1870er-Jahren bot sich den Besitzern kleiner

Mühlen, die ihren Betrieb so lange hatten halten können,

mit der Rundsiebmaschine zur Pappenherstellung eine

Nische. Nicht nur die Kosten für die Maschine selbst,

sondern die insgesamt erforderlichen Investitionen, aber

auch die Betriebskosten lagen sehr viel niedriger als bei

der industriellen Papiererzeugung.

Hatten sich die vorindustriellen Papiermühlen vor allem

im Hinblick auf die Zahl der Bütten und der Beschäftigten

sowie die Qualität und Menge des produzierten Papiers

unterschieden, bot die Branche um 1920 ein differenzierteres

Bild: Den Papierfabriken mit durchschnittlich

122 Beschäftigten standen die Pappenfabriken mit nur

24 Beschäftigten gegenüber. Jede Fabrik lieferte nur

einen kleinen Ausschnitt aus der inzwischen großen

Sortenpalette. Hinzu kamen Holzschleifereien und

Zellstofffabriken. Die Zahl der Zulieferbetriebe, die

Maschinen, Maschinenteile, Farben und andere Hilfsstoffe

lieferten, wuchs ebenfalls. 8

Papiermaschinen bei der Firma Zanders in Bergisch Gladbach, um 1900.

Foto: Stiftung Zanders – Papiergeschichtliche Sammlung, Bergisch Gladbach

Die nächste grundlegende Neuerung war die Automatisierung,

die in den 1960er-Jahren begann. Immer mehr

einzelne Vorgänge und bald der gesamte Produktions -

ablauf wurden durch elektronische Prozessleitsysteme

gesteuert.

In Nordrhein-Westfalen produzieren heute rund 30

Werke mit ca. 7.000 Beschäftigten rund 4 Millionen

Tonnen Papier, Karton und Pappe für Industrie, Handel,

Verwaltung und privaten Konsum. Darunter sind

Familienunternehmen, aber auch Werke international

operierender Konzerne. 9

Dr. Sabine Schachtner

LVR-Industriemuseum

Papiermühle Alte Dombach

51465 Bergisch Gladbach

www.industriemuseum.lvr.de


Pappenfabrik in Langenberg. Auf der Wiese im Hintergrund werden die Pappendeckel getrocknet.

Reproduktion aus: Wilhelm Ophüls: Alt-Langenberg. Langenberg 1931

1

Aus der großen Fülle der Literatur über die frühe

Papiergeschichte sei hier nur ein Titel genannt:

Peter F. Tschudin: Grundzüge der Papiergeschichte.

Stuttgart 2002

2

Ludwig Fues: Notizen über Leimkochen. Bergisch Gladbach,

handschriftliche Aufzeichnungen zwischen 1811

und 1817, Sammlung LVR-Industriemuseum. K(arl)

Karmarsch: Papierfabrikation. In: Johann Josef Prechtl

(Hrsg.): Technologische Encyklopädie oder alphabetisches

Handbuch der Technologie, der technischen

Chemie und des Maschinenwesens. Band 10. Stuttgart

1840. S. 506

3

Günter Bayerl: Betriebsformen, Betriebstypen und

Betriebsgrößen deutscher Papiermühlen in vorindustrieller

Zeit. In: IPH Jahrbuch 5 (1984), S. 5 31, hier S. 18.

Johann Adolph Engels: Ueber Papier und einige andere

Gegenstände der Technologie und Industrie. Duisburg,

Essen 1808, S. 70

4

Gerhard Adelmann (Hrsg.): Der gewerblich industrielle

Zustand der Rheinprovinz im Jahre 1836. Amtliche

Übersichten. Bonn 1967

5

Ralf Schaumann: Technik und technischer Fortschritt

im Industrialisierungsprozeß. Dargestellt am Beispiel

der Papier , Zucker und chemischen Industrie der nördlichen

Rheinlande (1800 1875). Bonn 1977, S.243. Josef

Geuenich: Geschichte der Papierindustrie im Düren

Jülicher Wirtschaftsraum. Düren 1959, S. 331

6

Wolfgang Schlieder: Zur Einführung der Papiermaschine

in Deutschland. In: Jahrbuch der Deutschen

Bücherei 6 (1970), S. 101–126

7

Karl Theodor Jahn: 150 Jahre Papiermaschine. In:

Die Gohrsmühle. Werkszeitschrift der Feinpapierfabrik

J.W. Zanders Bergisch Gladbach 6/1950, S. 3–4.

Festschrift zum 50jährigen Jubiläum des Vereins Deutscher

Papierfabrikanten. Berlin 1922, S. 202

8

J. Georg Oligmüller, Sabine Schachtner: Papier – Vom

Handwerk zur Massenproduktion, Köln 2001, S. 132.

Friedrich Müller: Die Papierfabrikation und deren

Maschinen. Ein Lehr- und Handbuch. Band 1, 2. Aufl.,

Biberach 1931, S. 4

9

Wirtschaftsverband der rheinisch-westfälischen papiererzeugenden

Industrie e.V.


LVR-Industriemuseum

Alte Dombach

51465 Bergisch Gladbach

Telefon 02202 936680

www.industriemuseum.lvr.de

Besucherinformationen, Anmeldungen:

kulturinfoRheinland 02234 9921555

Öffnungszeiten

Dienstag–Freitag 10–17 Uhr,

Samstag–Sonntag 11–18 Uhr

LVR-Industriemuseum

Papiermühle

Alte Dombach

in Bergisch Gladbach

In Bergisch Gladbach lebt eine fast 400 Jahre alte Papiermühle

als Museum weiter. Die idyllisch gelegenen Fachwerkhäuser

beherbergen eine anschaulich gestaltete

Ausstellung über den Gebrauch und die Herstellung von

Papier in Vergangenheit und Gegenwart. Die Besucher

erleben Mühlrad, Lumpenstampfwerk und Laborpapiermaschine

in Aktion und können selbst ein Blatt Papier

schöpfen.

Ausstellungsstücke wie eine 150 Jahre alte Sammlung

von liebevoll gestalteten Freundschaftsbriefchen, ein

Papiertheater oder historische Verpackungen erzählen

vom Papiergebrauch in früheren Zeiten. Maschinen des

19. Jahrhunderts – zum Beispiel eine Papiermaschine

aus dem Jahr 1889 – demonstrieren den Fortschritt der

Industrialisierung.

Nach dem Rundgang können die Besucher im Museums -

laden mit seinem vielfältigen Angebot stöbern und sich

im gemütlichen Café oder auf der sonnigen Terrasse entspannen,

während die Kinder auf dem großen Spielplatz

toben.


Köln


Exkursion nach Kreuzau zur Niederauer Mühle GmbH

Die Papierfabrik Niederauer Mühle ist einer der führenden

Anbieter von weiß gedecktem Testliner für die Wellpappen-

Produktion. Unser Wellpappenrohpapier besteht zu 100

Prozent aus Recyclingpapier. Dank modernster Technik

erfüllen unsere Papiere die höchsten Qualitätsstandards

bezüglich der Glätte, Verarbeitbarkeit und Zuverlässigkeit.

Die Betriebsorganisation stellt sicher, dass Testliner in

der benötigten Menge, Stärke und Breite termingerecht an

den gewünschten Ort geliefert wird – und das weltweit.

Unsere Produktion entspricht allen aktuellen Umweltund

Effizienzstandards. Als Spezialist für das Recycling

von gebrauchten Getränkekartons leisten wir einen

aktiven Beitrag zum Schutz der Natur. Altpapier ist ein

wertvoller Rohstoff, der in den Wellpappenrohpapieren

der Niederauer Mühle wieder zum Einsatz kommt.

Zwei Papiermaschinen sind das Herz der Produktion der

Niederauer Mühle. Durch kontinuierliche Investitionen

und innovative Techniken hat sich die Niederauer Mühle

zu einem der führenden Anbieter in Europa entwickelt.

2011 wurde die Papiermaschine PM3 mit einer Arbeitsbreite

von 5,30 Metern in Betrieb genommen. Sie ergänzt

die bewährte PM2 der Niederauer Mühle mit einer

Arbeitsbreite von 2,50 Metern. Damit sind alle Standardformate

bis 3,35 Meter lieferbar. Präzise Rollenschneider

mit automatischer Formateinstellung sorgen für Lieferung

in der gewünschten Breite.

Die Produktion wird über ein integriertes Prozess- und

Qualitätsleitsystem gesteuert. Die Online-Verarbeitung

von zahlreichen Mess- und Überwachungsstellen

sichert den hohen Qualitätsanspruch in jeder Phase der

Herstellung.

Wir freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch!


Unser Gold-Sponsor

I H R S P E Z I A L I S T F Ü R T E S T L I N E R

Die Papierfabrik Niederauer Mühle ist einer der führenden

Anbieter von Testliner für die Wellpappen-Produktion.

Unser weiß gedecktes Wellpappenrohpapier besteht zu

100 Prozent aus Recyclingpapier. Dank modernster Technik

erfüllen unsere Papiere die höchsten Qualitätsstandards

bezüglich der Glätte, Verarbeitbarkeit und Zuverlässigkeit.

www.niederauer-muehle.de


Exkursion: Richter Werk II – Walzen & WC-Bezüge

Formierzylinder mit WC-Beschichtung von Richter

Kalander-Walze mit WC-Beschichtung von Richter

Das Unternehmen wurde 1971 von Wolfgang Richter

gegründet. Den damaligen Produktionsschwerpunkt

bildete die Entwicklung und Fertigung von Sonder -

maschinen für die Papierindustrie. Exzellenter Kundenservice

in Form von Dienstleistungen, Instandhaltungen,

Planung und Optimierungen von Maschinen sowie deren

Verschleißschutz stand von Anfang an im Mittelpunkt.

Das dadurch erlangte Know-how und die ständige

Bereitschaft in modernste Fertigungsanlagen und neue

Technologien zu investieren, ermöglicht uns heute, uns

als Ingenieurbüro mit eigener Fertigung zu präsentieren.

In Zusammenarbeit mit unseren Kunden analysieren

wir die einzelnen Problemfälle vom Plattenband bis zum

Tambour. Ziel ist es, herstellerunabhängige, funktionale

und dabei möglichst wirtschaftliche Lösungen für vorhandene

Anlagen, Aggregate und Walzen zu finden.

Dies können verfahrenstechnische Verbesserungen,

Maßnahmen zur Standzeitverlängerung oder auch eine

Reduzierung des Energieverbrauches z.B. durch konstruktive

Änderungen oder den Einsatz eigenentwickelter

Werkstoffe sein.

Selbstverständlich konstruieren wir die meisten Produkte

auch selbst und fertigen sie neu.

Saugwalze mit WC-Beschichtung von Richter

Tragwalze mit WC-Beschichtung (Ra 12-13) von Richter

Ständige Einsatzbereitschaft für partnerschaftliche Kunden

(d. h. 24/365) sowie sensibles, am Einzelfall orientiertes

Handeln ist für uns selbstverständlich.

Zurzeit produzieren wir mit ca. 200 Mitarbeitern in

vier Werken in Düren (Deutschland) und Karhula (Finnland)

auf insgesamt über 30.000 m².


Unsere SilberPlus-Sponsoren


Partner-Programm:

Ausflug zum Drachenfels

mit Besichtigung von Schloss Drachenburg

Noch lebt die Sage in den Köpfen der Menschen, dass

hier oben im Siebengebirge Siegfried den Kampf mit

dem Drachen, der die Königstochter bewachte, bestanden,

ihn besiegt, und die Befreite ihren Eltern nach Worms

zurückgebracht habe.

In der Neuzeit ist an diesem Ort eine Event-Location

entstanden, die seinesgleichen sucht. Es ist der Beginn

einer neuen Ära im Bereich der Eventinszenierungen auf

dem Plateau des Drachenfelsen.

Nachdem im Herbst 2011 mit den Neubauarbeiten am

Drachenfelsplateau begonnen wurde, konnte am 2. Juni

2013 die Fertigstellung der Gebäude auf dem Drachenfelsplateau

und der Außenanlagen einschließlich des

neu gestalteten Gipfel-Bahnhofs der Zahnradbahn gefeiert

werden. Seit dem Abbruch des ursprünglichen Gasthauses

hat der bekannteste Berg des Rheinlands sein Erscheinungsbild

verändert. Ein lichtdurchfluteter Glaskubus

ergänzt jetzt das Gebäude aus den 1930er Jahren und

bietet ebenso wie die Sitzstufenanlage ein völlig neues

Erlebnis.

Seit Juli 1883 befördert die Drachenfelsbahn Passagiere

von der Talstation Königswinter bis zum Ausflugslokal

oben an der Drachenfelsruine und ist somit die älteste

Zahnradbahn Deutschlands. Die Strecke ist gut 1,5 Kilometer

lang, hat etwa 220 Meter Höhenunterschied bei

einer maximalen Steigung von 20 % und besitzt eine

Zwischenstation bei Schloss Drachenburg.

Dort wo Siegfried den Drachen besiegt hat, erleben Sie

heute den schönsten Blick auf das Rheintal. An diesem

mystischen Logenplatz können Sie bei einem Tässchen

Kaffee oder einem Glas Wein die Seele baumeln lassen.


Unsere Silber-Sponsoren


Gesellschaftsabend in der Wolkenburg

Freitag, 12. Oktober 19:00 Uhr

Die denkmalgeschützte Wolkenburg ist ein historisches

Gebäude im Kölner Stadtteil Altstadt-Süd. Ihre barocken

Gebäude entstanden am Ort einer mittelalterlichen

Klosteranlage der Benediktinerinnen von Rolandswerth

(heute Nonnenwerth) und wurden 1734 erbaut.

Der Name geht auf die Gründungsgeschichte des Kölner

Männergesangvereines Cäcilia Wolkenburg zurück, der

die Restanlage des ehemaligen Klosters zu seinem neuen

Sitz wählte.

Heute stehen in der zum Veranstaltungszentrum umgebauten

Wolkenburg vier unterschiedlich große Räume

in verschiedenen Stilrichtungen für bis zu 450 Gäste zur

Verfügung. Ein Highlight ist der stimmungsvolle Innenhof

mitsamt originalen Säulenkapitellen vom Kölner Dom.

Die Küche der Wolkenburg arbeitet nach dem Motto

„Vom Einfachen nur das Beste“. Das Küchenteam stellt

internationale Speisen mit ebenso kreativer Sorgfalt

zusammen wie solche aus heimischen Regionen.

Ganz unabhängig von der Herkunft der Küche wird Wert

auf die transparente Herkunft der stets frischen Zutaten

gelegt, die größtenteils aus kontrolliert biologischem

Anbau stammen.


Unsere Bronze-Sponsoren

Bogner Gottschalk Heine

Unternehmensberater GmbH

CHT Germany GmbH

econovation GmbH

emtec Electronic GmbH

Gebr. Bellmer GmbH Maschinenfabrik

Glatfelter Dresden GmbH

Hamburger Rieger GmbH

Heimbach GmbH & Co. KG

Kadant Johnson Deutschland GmbH

Kapp-Chemie GmbH & Co. KG

Münzing Chemie GmbH

PAMA paper machinery GmbH

Papierfabrik August Koehler SE

Pöyry Deutschland GmbH

Schönfelder Papierfabrik GmbH

Schumacher Packaging GmbH

Simto Consulting Sarl

Zwick GmbH & Co. KG


Informationen

Herr Prof. Dr. Stephan Kleemann

Frau Prof. Dr. Helga Zollner-Croll

Hochschule München, Fakultät 05, Lothstraße 34

80335 München, www.pp.hm.edu

Hochschule München

Neuausrichtung des Studiengangs

Verpackungstechnik und

Verfahrenstechnik Papier

Biofasern bilden zusätzlichen Schwerpunkt

in der Studienrichtung Verfahrenstechnik Papier

Der Studiengang Verpackungstechnik und Verfahrens -

technik Papier an der Hochschule München hat sich

neu aufgestellt. Ab Oktober 2018 werden die Studien -

gruppen Verpackungstechnik und Kunststoff -

technologie sowie Verfahrenstechnik und Biofasern

getrennt ein intensiviertes Grundlagenmodul mit

einer Einführung in die jeweilige Studienrichtung

anbieten.

So sollen die Studierenden motiviert auf die

kommenden Themen aus der Verpackungs- und

Papierindustrie vorbereitet werden. Die Studienrichtung

Verfahrenstechnik Papier wurde inhaltlich um

den zukunftsträchtigen Bereich der Biofasern erweitert.

Durch die Fokussierung auf Nachhaltigkeit,

wie Biofasern, Biopolymere oder Umwelttechnologie

soll das Studium attraktiver werden und seinen

zukünftigen Absolventen zusätzliche Chancen bei

der späteren Berufswahl anbieten.

Die Hochschule München in Zahlen

Die Hochschule München ist Bayerns größte Hochschule

für angewandte Wissenschaften und die zweitgrößte

Deutschlands. In 14 Fakultäten bietet sie ein weites

Spektrum an möglichen Vorlesungen und Aktivitäten

und ist der konsequenten Ausrichtung auf die Praxis

verpflichtet – in der Lehre und in der Forschung. Zurzeit

gibt es an der Hochschule insgesamt 85 Bachelor- und

Masterstudiengänge. Neben traditionsreichen Studiengängen

bietet die Hochschule München auch eine Reihe

einzigartiger, auf die Bedürfnisse einer sich wandelnden

Gesellschaft neu zugeschnittener Studiengänge. Auch

für Berufstätige gibt es ein wachsendes Angebot an

Weiterbildungs- und flexiblen Studienmöglichkeiten.

Rund 470 ProfessorInnen unterstützt von 750 Lehrbeauftragten

bilden an der Hochschule München über

17.000 Studierende aus. 515 MitarbeiterInnen in der

Verwaltung helfen bei den Ablaufprozessen rund um

das Studium. 140 wissenschaftliche MitarbeiterInnen

runden zusammen mit 99 DoktorandInnen den Bereich

Forschung ab.


Hochschule München

Der Bereich Forschung und Entwicklung wurde in den

vergangenen Jahren weiter ausgebaut. In über 180

Laboren werden fachliche Kompetenzen in Competence

Centern und Forschungsschwerpunkten gebündelt. Des

Weiteren wird intensive Forschung an acht An-Instituten

der Hochschule München betrieben. Ein An-Institut, das

Institut für Verfahrenstechnik Papier e.V., ermöglicht

durch diverse Forschungsarbeiten die Kompetenzerweiterung

für Papiertechnik-Studierende sowohl aus dem

Bachelor also auch aus dem Masterstudiengang.

Bachelor Studiengang

Verpackungstechnik und

Verfahrenstechnik Papier

Das 7-semestrige Bachelorstudium Verpackungstechnik

und Verfahrenstechnik Papier (B. Eng.) wird in Deutschland

nur an dieser Hochschule angeboten, wodurch sich

eine über ganz Deutschland und auch angrenzende Länder

verteilte Studentenschaft ergibt. Auch alters mäßig ist

stets eine interessante Bandbreite festzustellen, da manche

Studierende direkt nach der Schule, andere wiederum

erst nach abgeschlossener Lehre das Studium beginnen.

Alles in allem führt dies zu bunt gemischten Semestern

von normalerweise circa 80 Studienanfänger Innen.

Das Bachelor Studium beginnt immer zum Winter -

semester, d. h. zum 1. Oktober des Jahres. Mit einer

Regelstudienzeit von sieben Semestern ist es ein sehr

kompaktes Studium. Die Studienordnung legt pro

Semester eine sogenannte Arbeitsbelastung von 30 ECTS

Punkten fest. Dies umfasst wöchentlich 24–30 Unterrichtsstunden

und die Vor- und Nachbearbeitung von

Lehrveranstaltungen, Bearbeiten von Übungsaufgaben,

das Erstellen von Praktikumsberichten oder die Erstellung

von Referaten oder Studienarbeiten.

Mit der Erweiterung der Studienrichtung Verfahrenstechnik

Papier um den Bereich der Biofasern ist der

Münchner Studiengang für seine Studierenden noch

interessanter geworden. So werten unter anderem neue

Fächer wie Biopolymerchemie, Verfahrenstechnik Alt -

papier und Recycling, Verfahrenstechnik biogene Fasern,

faserbasierte Verpackungen und Hygienepapiere den

Studiengang auf. Weitere Schwerpunkte bei den Wahlpflichtmodulen

innovative Faserprodukte aus Faser-Kunst -

stoff, Kombinationen, Verbundwerkstoffe, Thermoplaste

und Elastomere erschließen lukrative Zukunftsfelder.

Den Absolventen eröffnen sich dadurch zusätzliche

berufliche Potenziale unter anderem in den Bereichen

Automobil, Luft- und Raumfahrt sowie Leichtbau.

Die Studienrichtung Verpackungstechnik und Kunststofftechnologie

intensiviert ihre Ausbildung im Bereich

der Kunststoffchemie, Packstoffe und Packmittel, sowie

den Verpackungsdruck.

Eine Besonderheit ist das 18-wöchige Praxissemester in

der Papierindustrie. Diese Praxiserfahrung ist ausgesprochen

lehrreich und hilft aufgrund der guten Bezahlung

auch bei der Finanzierung des gesamten Studiums. Viele

Studierende verbringen das Praxissemester in interessanten

Firmen sowohl im europäischen Ausland also

auch in Nord- und Südamerika oder in Australien.

Mindestens einmal pro Semester findet eine Exkursion

zu diversen Papierfabriken statt. Das Highlight ist hierbei

sicher die 8-tägige Abschlussexkursion am Studienende,

oft auch im europäischen Ausland. Eine große

praktische Hilfe ist die nur von „unseren“ Studierenden

betriebene Studentenvereinigung „Aktivitas“, welche die

Studierenden finanziell unterstützt und Vorträge, Reisen

und viele studentische Ereignisse organisiert.

Finnland-Exkursion: Besuch der Partnerhochschule JAMK in Jyväskylä


Hochschule München

Das Duale Bachelorstudium

an der Hochschule München

Die Hochschule München bietet in Kooperation mit

der Initiative Hochschule Dual und zahlreichen Partner -

unternehmen eine Vielzahl von dualen Studienmöglichkeiten

an. Beide Bachelor Studienrichtungen, Verpackungstechnik

und Verfahrenstechnik Papiertechnik,

werden als Verbundstudium, also in Kombination mit

einer Berufsausbildung, angeboten. Die Vorteile dieses

dualen Studiums liegen in der engen Verzahnung von

Wissenschaft und Praxis. Die Studierenden können

das an der Hochschule München erworbene Wissen un -

mittelbar im Berufsleben einsetzen bzw. in der Arbeitswelt

erfahrene Vorgänge in Vorlesungen und Seminaren

vertiefen.

Für die Industrie ist deshalb sicherlich das Duale

Bachelorstudium interessant. So können sich die Unternehmen

frühzeitig hochqualifizierte, leistungsmotivierte

Nachwuchskräfte sichern, die fundiertes praktisches und

akademisches Wissen gewinnbringend für das jeweilige

Unternehmen einsetzen. In nur 4,5 Jahren werden

die jungen Leute dual ausgebildet, d.h. sie bekommen

sowohl den gewerblichen Abschluss mit einer IHK-

Abschlussprüfung als auch den akademischen Abschluss

B.eng.

Versuchspapiermaschine der Hochschule München

Darüber hinaus gibt es zwei Masterstudiengänge (konsekutiv

und weiterbildend) zum Master of Engineering in

Paper Technology sowie den deutschsprachigen Masterstudiengang

Verpackungstechnik.

Internationaler Master

Studiengang Paper Technology

Studierende aus dem In- und Ausland stellen sich der

Herausforderung des englischsprachigen Master Studienganges

„Paper Technology“ an der Hochschule

München. Momentan sind im englischsprachigen Master

Studiengang ca. 30 Studierende aus 15 verschiedenen

Ländern immatrikuliert.

Das internationale Masterstudium (Master of Engineering)

bereitet die Absolventinnen und Absolventen auf

anspruchsvolle Tätigkeiten und einen schnellen Einstieg

in Führungspositionen in der weltweit stark vernetzten

Papierindustrie vor.

Besonders befähigten Studierenden eröffnet das Masterstudium

die Möglichkeit, ihre vorhandenen Kenntnisse

und Qualifikationen im internationalen Rahmen auszubauen.

Wer bereits auf einem Hochschulstudium im

Bereich Papier aufbaut, kann das Masterstudium in drei

Semestern konsekutiv und gebührenfrei absolvieren.

Interessenten/innen, die sich ausgehend von einem

anderen Hochschulstudium spezifisch weiterbilden

wollen, haben die Möglichkeit, das 4 Semester dauernde

kostenpflichtige Weiterbildungsstudium zu wählen.

Der Beginn im Masterstudium wird in jedem Semester

ermöglicht und ist sowohl als Vollzeit- als auch als Teilzeitstudiengang

zu bewältigen. Wie international üblich,

sind für den Masterabschluss insgesamt 300 anrechenbare

Kreditpunkte erforderlich. Die englischsprachigen

Lehrveranstaltungen befähigen ausländische Studierende

zum Studium in Deutschland und erhöhen bei

deutschsprachigen Studierenden die internationale

Sprachkompetenz. Die angebotenen Fächer sind sowohl

wissenschaftlich ausgerichtet als auch mit starkem

Praxisbezug versehen. Neben einer Vertiefung der fachlichen

Kenntnisse werden dabei auch darüber hinaus -

gehende wichtige Qualifikationen wie Sozialkompetenz,

Teamarbeit und Kooperationsbereitschaft sowie Kommunikationsfähigkeit

gefördert.

Seit dem WS 2011/2012 bietet die Hochschule München

den Masterstudiengang Verpackungstechnik an. Er

richtet sich an besonders qualifizierte Absolventinnen

und Absolventen der Bachelor-Verpackungsstudiengänge

und aus thematisch verwandten Studienrichtungen wie

Drucktechnik, Ernährungswissenschaften, Chemie. Die

Masterausbildung zielt darauf ab, dass die Masterabsolventen

in einem Betrieb besonders schnell Aufgaben in

der Produktentwicklung und Anwendungstechnik übernehmen

können und für spätere Leitungs- und Managementaufgaben

vorbereitet sind.

Insgesamt gibt es an der Hochschule München mit dem

Studiengang Papier- und Verpackungstechnik ein hochinteressantes

Spektrum von Studienmöglichkeiten im

Bereich der biobasierten Fasermaterialien mit stark

internationaler Ausrichtung und Betonung der künftigen

Managementfähigkeiten.

Möglichkeiten zur Promotion

Der Abschluss „Master of Engineering“ ermöglicht den

Studierenden den direkten Zugang zur Promotion. In

der Studienrichtung „Papiertechnik“ gibt es aktuell einen

Wechsel. Hr. Michael Jocher, betreut von Prof. Dr. Kleemann

in Kooperation mit Prof. Dr. Biesalski, TU Darmstadt,

hat seine Dissertation erfolgreich verteidigt. Die

beiden anderen Doktoranden sind im Endspurt der Abgabe

ihrer Arbeiten. Inzwischen steht schon der nächste

Kandidat für eine Promotion fest. Hr. Marcel Prinz wird

von Prof. Dr. Zollner-Croll in Kooperation mit Prof. Dr.

Bauer, TU Graz, betreut und wird sich mit dem Thema

Weichheit in Hygienepapieren beschäftigen.


Neues Wahlpflichtmodul: Innovative Faserprodukte

Praktikum im Nonwoven Technology Center von Voith Paper in Düren

Hochschule München

Semester: Sommersemester 2018

Modul: Innovative Faserprodukte (Bachelor Papiertechnik)

Hochschule München: Prof. Dr. Helga Zollner-Croll

Voith: Kai Pöhler

Im Sommersemester 2018 wurde das erste Mal das Wahlpflichtmodul

„Innovative Faserprodukte“ von Fr. Prof. Dr.

Helga Zollner-Croll für das 6. Semester Papiertechnik und

Verpackungstechnik angeboten. Dieses Modul fokussierte

sich auf die neuesten Entwicklungen auf der Basis von

biogenen Faserstoffen. Neben den unterschiedlichen

Herstellungsverfahren und Einsatz gebieten von micro -

fibrillierter Cellulose wurden auch Themen wie Leichtbaukonstruktionen

und Bioökonomie behandelt.

Ein detaillierter Einblick in die Herstellung von Nonwoven

Materialien wurde bei einer Exkursion zu Voith nach

Düren vermittelt. In Form eines zweitägigen Workshops

vom 7. bis 8. Mai 2018 durften die Studierenden sich

näher mit dem Thema der Schrägsiebtechnologie und

deren Anwendung für die Produktion von Fließstoffen

beschäftigen. Vertreter der Firma Voith, Kai Pöhler,

Thomas Wolff und Egon Friesenhahn präsentieren

zunächst die Firmenvorstellung von Voith.

Anschließend ging es in die Tiefen der unterschiedlichen

Herstellungsverfahren von Nonwoven Materialien. Der

dritte Teil befasste sich mit dem Technology Center in

Düren, speziell dem HydroFormer. Für alle Studierenden

war dies hoch interessant, da, trotz des vorhandenen

Wissens über die Papierindustrie, nur sehr wenig über

Nonwoven oder die Herstellung durch das sogenannte

Wet-laid-Verfahren bekannt war. Die Möglichkeit der

Produktion von sogenannten Flushable Whipes sollte

dann am nächsten Tag verdeutlicht werden. Besonders

sollte dabei die Verfestigung mit Wasserstrahlen, dem sogenannten

Spunlacing, hervorgehoben werden.

Im Anschluss an die Vorträge wurde den Studenten die

Aufgabe gestellt, für den Versuch am Folgetag die

notwendigen Prozessparameter zu berechnen. Dies war

für die Studenten eine gute Möglichkeit, bereits gelernte

Theorie in der Praxis anzuwenden.

Beim eigentlichen Papiermaschinenversuch bediente

zunächst eine der beiden Gruppen den HydroFormer.

Dabei stellten die Studierenden unter der Aufsicht von

Egon Friesenhahn Nonwoven aus NBSK und Lyocell mit

verschiedenen Graden der Wasserstrahlverfestigung her.

Diese hergestellten Produkte wurden dann später im

Labor untersucht und ausgewertet.

Die zweite Gruppe führte unterdessen im Labor

Messungen unter Aufsicht von Thomas Wolf an Produkten

aus dem freien Handel durch. Vor allem die sogenannte

Flushability war ein wichtiger Messpunkt, welche eine

Besonderheit des Wet-laid-Verfahrens mit Wasserstrahlverfestigung

darstellt. Dabei beurteilt man das Zerfaserungsverhalten

von Produkten in Wasser unter

Einwirkung von Scherkräften.

Nach dem ersten Maschinenversuch wechselten die

Gruppen und die zweite Gruppe produzierte an der

Maschine Nonwoven mit einer anderen Mischung aus

Fachgespräche zur Herstellung von Nonwoven Materialien

Frischfasern und Lyocell. Die erste Gruppe untersuchte

währenddessen das zuvor produzierte Nonwoven. Nach

dem zweiten Maschinenversuch wurde auch das weitere

produzierte Papier geprüft.

Im Anschluss an den Versuchstag wurden die Ergebnisse

der Laborprüfung zusammengetragen und besprochen.

Hierbei zeigte sich den Studenten das Potential des

Wet-laid-Verfahrens mit Nassverfestigung hinsichtlich

der Herstellung von Flushable Whipes. Dazu zeigten

sich auch die Gefahren handelsüblicher Produkte, die

trotz anderslautender Markierungen auf den Verpackungen

oft nur sehr schlecht bis gar nicht zerfasert werden

konnten und so eine Gefahr für Abwasser-Systeme

darstellen würden.

Alles in Allem konnten die Studenten durch den Workshop

sehr gute Einblicke in die Thematik des Wet-laid-

Verfahrens erlangen. Sie zeigten sich auch sehr begeistert

von der Planung, der Durchführung und den Ergebnissen

der Tage.

Text:

Pascal Prinz, Prof. Helga Zollner-Croll,

Hochschule München


Hochschule München

Neubesetzung der Fachgebiete Elektrotechnik und Messen-

Steuern-Regeln durch Prof. Dr. Andreas Poschinger –

ein Interview nach einem Jahr Professorenerfahrung

Könnten Sie sich bitte kurz persönlich verstellen?

Meine besondere Schwäche sind Kameras: sie sind nicht

nur schöne technische Spielzeuge; mich fasziniert auch

diese besondere Art des bewussten Sehens mit Schärfe

und Unschärfe.

Was haben Sie vorher beruflich gemacht?

Vor meiner Berufung an die Hochschule München war

ich gut 17 Jahre bei der Siemens AG im Bereich der Straßenverkehrstechnik

tätig. Dort war ich für die Entwicklung

von Steuerungs- und Optimierungsalgorithmen,

zuletzt vor allem für Lichtsignalanlagen, verantwortlich.

Seit wann sind Sie an der Hochschule München und welche

Fächer unterrichten Sie?

Ich bin seit Oktober 2017 an der HM und unterrichte in

der Nachfolge von Herrn Prof. Weber Elektrotechnik

sowie Messen/Steuern/Regeln.

Welches Erlebnis hat Sie in den letzten beiden

Semestern am meisten beeindruckt?

Ein einzelnes kann ich da gar nicht nennen. Zunächst

fallen mir die vielen Exkursionen ein, die mich alle beeindruckt

haben. Zwei Erlebnisse gingen über mehrere

Tage und wirken von daher vielleicht auch am stärksten

nach: in der Papiertechnik durfte ich die Studenten zum

papiertechnischen Praktikum nach Heidenau begleiten

und in der Verpackungstechnik konnte ich mir die

Vorträge des Praxisunterrichts anhören. In beiden Fällen

habe ich die jeweiligen Studierenden extrem motiviert

und engagiert wahrgenommen. Bei diesen beiden

Gelegenheiten haben sie mir auch einiges beigebracht.

So konnte ich in Heidenau zum Beispiel auch einen SR-

Wert bestimmen und am Klassierer mitwerken.

Wie würden Sie Ihre Studierenden beschreiben?

Das ist eine schwer zu beantwortende Frage. In Heidenau

und auch beim Praxisunterricht habe ich sie ja im jeweiligen

Fachgebiet als sehr engagiert kennengelernt. Viele

Studierende haben zumindest scheinbar eine angeborene

Abneigung gegen Elektrotechnik.

Welche Empfehlungen würden Sie den Absolventinnen

und Absolventen mit auf dem beruflichen Weg geben?

Ich gebe einige kleine praktische fachliche Empfehlungen

beim jeweiligen Stoff. Bei den großen Empfehlungen

halte ich mich noch zurück; da brauche ich erst noch

mehr Einblick. Ansonsten empfehle ich natürlich immer

ein Herz für die E-Techniker in der Firma zu haben.

Wenn Sie durch Ihr Labor gehen, welche Geräte

würden Sie gerne anschaffen?

Das E-Technik Labor ist mir derzeit eher zu vollgepackt;

daher geht es für mich im Augenblick eher um Sichten,

Aussortieren und Austausch. Die vorhandenen Rechner

sollten bald gegen neue getauscht werden, was allerdings

auch Auswirkung auf Versuchsaufbauten hat, die Hardware

und Betriebssysteme benötigen, die mit neuen

Rechnern nicht mehr kompatibel sind. Ansonsten hoffe

Andreas Poschinger

ich, dass sich Gelegenheiten

ergeben, mich an den

eigentlichen fachbezogenen

Maschinen einzubringen,

z.B. bei der Antriebs- und

Regelungstechnik der Versuchspapiermaschine.

Eine erste Gelegenheit hat sich in

der Verpackungstechnik ergeben: Ein Kollege hat mich

eingebunden, die Anschlüsse für die Heizung und

Steuerung sowie den Temperatursensor einer Klebedüse

zu tauschen. Das ist zwar nichts großes, aber für mich

doch das erste Mal, dass ich sehe, wie so eine Klebedüse

von innen ausschaut.

Welche Forschungsthemen würden Sie gerne bearbeiten?

Grundsätzlich interessiert mich alles, was mit optimaler

Steuerung und Regelung zu tun hat. In der Straßen -

verkehrstechnik arbeite ich im Rahmen eines kleinen

Forschungsprojektes an meinem alten Thema und ich

betreue eine entsprechende Masterarbeit. Ich würde

mich freuen, wenn sich auch in der Papiertechnik

entsprechende Themen finden.

Haben Sie bereits Ideen für Abschlussarbeiten?

Neben meinen Ideen wäre es am Anfang durchaus auch

günstig, wenn die Aufgabenstellungen an mich heran -

getragen werden, damit ich Einblick bekomme, was für

die Papierindustrie aus deren Sicht überhaupt relevant

ist. Durch den Kontakt über den Praxisunterricht

betreue ich eine erste Bachelorarbeit, in der es um

Optimierung von Sekundärverpackungen geht; das finde

ich natürlich sehr spannend. Könnte ich mir das Thema

aussuchen, dann würde mich zum Beispiel interessieren,

warum in Papierwerken Regler abgeschaltet werden.

Offensichtlich gibt es regelungstechnisch viel Potential,

sei es, dass die vorhandenen Regler besser, robuster,

transparenter oder was auch immer werden müssen. Ich

finde dabei den Aspekt der Akzeptanz sehr interessant,

der bei rein technischen Betrachtungen gern vernach -

lässigt wird. Gerade für eine solche Verbesserung der

Regler braucht es sowohl regelungstechnisches als auch

papiertechnisches Know-How, das in solchen Arbeiten

zusammenfließen könnte.

Haben Sie Interesse an Kooperationen mit der Industrie?

Ja, natürlich gern; sowohl mit der eigentlichen Papier -

industrie, als auch Maschinen- beziehungsweise Anlagenherstellern.

Neben den Bachelor- und Masterarbeiten

sowie Forschungsaufträgen habe ich gelernt, dass es

auch Industriesemester gibt: Im Sommersemester 2019

hätte ich wegen der Umstellung des Studienplans Zeit für

ein solches Industriesemester. Vielleicht ergibt sich da was.


Exkursion zur Siemens AG in Nürnberg und Erlangen

20.–22. Juni 2018

Hochschule München

Semester: Sommersemester 2018

Modul: Automation-1 (Master Papiertechnologie)

Hochschule München: Dr. Tobias Kleemann

Siemens AG: Dr. Hermann Schwarz

Das Master Programm der Papiertechnologie an der

Hochschule München (HM) beinhaltet Kurse mit

Schwerpunkt auf industrieller Prozessautomatisierung

und Steuerung. Die Siemens AG ist ein Technologie -

führer in Deutschland mit weltweit über 370.000 Mit -

arbeitern und einer Abteilung, die sich vollständig auf

die Faserindustrie konzentriert. Rund 90% der Aktivitäten

von Siemens in der Biofaserindustrie betreffen die Zellstoff-,

Papier-, Karton- und Tissueherstellung. Teil der

engen Beziehung zwischen dem Papiertechnologie -

studium an der Hochschule München und der Siemens

AG ist der gemeinsame Wunsch, Studenten sowohl im

Technikum der Hochschule als auch bei Siemens mit

den neuesten Prozessleitsystemen vertraut zu machen.

Der exklusiv auf die Studenten im Master der Papiertechnologie

zugeschnittene Kurs ermöglicht den Studierenden

der Automatisierungsvorlesung von Dr. Tobias Kleemann

im Rahmen eines exklusiven Workshops persönlich mit

der neuesten Version des dezentralen Prozessleitsystems

von Siemens, SIMATIC PCS 7, zu arbeiten.

Dieser Workshop, der von erfahrenen Branchenexperten

von Siemens geleitet wird, vermittelt das Verständnis für

die Zukunft der Prozesssteuerung und Prozessautomatisierung

in der Zellstoff-, Papier-, Karton- und Tissue -

industrie sowie einen Überblick der Servicebereiche von

Siemens für diese Industrien. Dazu gehören Antriebssysteme,

industrielle Automatisierung, Energieverteilung,

Betrieb und Wartung. Die Zukunft der Prozesssteuerung

und -automatisierung, nicht nur in der Faserindustrie,

liegt in der Digitalisierung der Prozess- und Qualitätskontrolle

für eine optimale Wertschöpfung für den

Kunden.

Gruppenbild am Siemens Werk Nürnberg

Der Workshop zum Prozessleitsystem umfasst die

Analyse von Möglichkeiten mit dem Siemens SIPAPER

DCS APL Standard auf dem PCS 7 System der auf die

Faserindustrien zugeschnittenen erweiterten Prozess -

bibliothek (APL, advanced process library) von Siemens

für das Prozessleitsystem (DCS, distributed control

system). Damit ist die Steuerung von Ventilen, Motoren

und Instrumenten fabrikweit möglich. Praktische Erfahrungen

mit der neuesten Version der PCS 7-Software von

Siemens bilden den Schwerpunkt des Workshops. Dazu

gehören eine grundlegende Systemübersicht, das Hinzufügen

neuer Signale und Regelkreise sowie die Analyse

der Bedeutung von MMS (Mensch-Maschine-Schnittstelle).

Die Aspekte dieses Workshops sind ein wesent -

licher Bestandteil der Vorlesung und der Vision von

Siemens für die Zukunft der gesamten Biofaserindustrien.

Die Studenten verlassen den Kurs mit dem entsprechenden

Wissen für ihre zukünftige Ingenieurskarriere.

Das Engagement bei Siemens ist nicht nur auf den lehrreichen

Workshop beschränkt. Siemens lädt die Studenten

auch zu einer spannenden Werksbesichtigung ein, die

dieses Jahr in Nürnberg stattfand und sich auf die

Produktion von Motoren und Antrieben konzentrierte.

Sowohl Niederspannungs- als auch Hochspannungs-

Wechselstrommotoren werden hier für verschiedene

Industrien auf der ganzen Welt produziert. Dies gab den

Studenten einen Einblick in die Prinzipien der Produktion

von Motoren und Antrieben.

Die Interaktion der Studenten mit Siemens wird durch

ein abwechslungsreiches Abendprogramm abgerundet,

das den Studenten ermöglicht, das Beste aus dem

Erlanger Raum zu erleben und gleichzeitig eine engere

persönliche und berufliche Beziehung aufzubauen.


Hochschule München

Hochschule München Down Under!

Überbrückung der Zeit zwischen Masterstudium und Promotion

Zum Ende meines Masterstudiums habe ich die einmalige

Möglichkeit bekommen ein halbes Jahr in Australien zu

verbringen. Dort absolvierte ich ein freiwilliges Praktikum

bei encore Tissue in Melbourne, wodurch ich nicht

nur wertvolle Erfahrungen in einem sehr beweglichen

Unternehmen sammeln konnte, sondern auch meine

Sprachkenntnisse verbessern konnte.

Besonders spannend war dieses Praktikum aufgrund

eines umfangreichen Umbaus der Papiermaschine. In

kurzer Zeit wurde der Yankee-Gusszylinder, das Herzstück

der Tissue Maschine, durch einen modernen Stahl-

Zylinder ersetzt. Dadurch konnten Geschwindigkeit,

Effizienz und Qualität erheblich gesteigert werden.

Außerdem konnte ich das Team von encore tissue bei

einigen den Umbau begleitenden Aufgaben unterstützen.

Natürlich blieb neben dem Praktikum auch noch etwas

Zeit, das Land und seine unvergleichbare Natur zu

bereisen. Heute bin ich außerordentlich dankbar für die

wertvollen Erinnerungen und auch ein bisschen stolz,

das Abenteuer Australien so erlebt zu haben.

Marcel Prinz, Hochschule München


Technische Universität Dresden

Technische Universität Dresden

Auf dem Weg in die Naturstofftechnik

Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energie

nehmen in der heutigen und künftigen Gesellschaft

einen immer höheren Stellenwert ein.

Dabei hat Nachhaltigkeit in Sachsen eine über 300jährige

Tradition. Der Oberberghauptmann Hans Carl von

Carlowitz begründete 1713 mit seinem Werk den forstwirtschaftlichen

Nachhaltigkeitsbegriff in Freiberg/Sachsen.

Dorthinein gliedert sich die Naturstofftechnik. Sie beinhaltet

die Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung

von nachwachsenden (regenerierbaren) Naturstoffen.

Nachhaltige Bioproduktion unter Einbeziehung aller Produktionsphasen

und verantwortungsvoller Umgang mit

der Biosphäre: Regenerationsfähigkeit und nachhaltige

Nutzung stehen an zentraler Stelle.

Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik ist die Ingenieurwissenschaft

von der physikalischen, chemischen

und biologischen Stoffwandlung unter besonderer

Beachtung von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Sie nimmt eine Schlüsselstellung bei der Entwicklung

und Realisierung innovativer ökonomischer und ökologischer

Prozesse und Produkte ein, wie auch in der Holzund

Papiertechnik. Auf der Basis der verwendeten

Rohstoffe sind die Holz- und Papiertechnik der Biotechnologie

zuzuordnen, die selbst als eine interdisziplinäre

Wissenschaft verstanden wird, die sich mit der Nutzung

von Enzymen, Zellen und ganzen Organismen in

technischen Anwendungen beschäftigt.

Einzigartig in Deutschland ist die Kompetenz in der

gesamten Holzwertschöpfungskette, beginnend bei der

Erzeugung der forstlichen Biomasse über den Holzbau,

die Holzwerkstoffindustrie, die Zellstoff- und Papier -

industrie, das Recycling des verarbeiteten Holzes bis

hin zur energetischen Holznutzung gebündelt im

Kompetenz zentrum LIGNOSAX, der auch die Professur

für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik angehört.

Informationen

Technische Universität Dresden

Prof. Institut Dr.-Ing. für André Naturstofftechnik Wagenführ Prof. Dr. rer. nat. Frank

Miletzky Professur für Holztechnik

und Faserwerkstofftechnik

Prof. Dr.-Ing. André Wagenführ

Technische 01062 Dresden Universität Dresden

Telefon: +49 (0)351 463 38101

Institut für Naturstofftechnik

E-Mail: andre.wagenfuehr@tu-dresden.de

Professur www.tu-dresden/hft

für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik

Prof. Dr.-Ing. André Wagenführ

01062 Dresden

Telefon: +49 (0)351 463 38101

E-Mail: andre.wagenfuehr@tu-dresden.de

www.tu-dresden/hft

Wissenschaftsstandort Dresden

Prof. Dr.-Ing. André Wagenführ Prof. Dr. rer.nat. Frank Miletzky


Technische Universität Dresden

Wissenschaftsstandort Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt Dresden ist als Kunstund

Kulturstadt ebenso bekannt wie durch ihre faszinierende

Lage im oberen Elbtal. Hier sind seit langem

Wissenschaft und Bildung, Technik und industrieller

Fortschritt zu Hause.

Als eine der ältesten technischen Hochschulen Deutschlands

hat die Technische Universität Dresden (TUD)

traditionell großen Anteil an der Anziehungskraft des

Industrie- und Forschungsstandortes Dresden.

Dresden ist Deutschlands Stadt mit der größten

Forschungsdichte. Sowohl was die Anzahl des wissenschaftlichen

Personals als auch die der Forschungsein -

richtungen angeht, erreicht Dresden Spitzenwerte unter

den deutschen Großstädten: 46 Forschungseinrichtungen

sind lt. DFG-Erhebung in Dresden angesiedelt,

Struktur des Instituts für Naturstofftechnik der Fakultät Maschinenwesen der

TU Dresden ab 2017

darunter 12 Fraunhofer-Institute bzw. Applikationszentren,

3 Max-Planck-Institute, 3 Leibniz-Institute sowie ein

Helmholtz-Center. Neben der TUD gibt es 5 weitere

Hochschulen, 5 Fachhochschulen und 3 Berufsakademien

sowie auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen,

wie z. B. IHD.

Die TUD ist seit 1994 eine Volluniversität mit 14 Fakul -

täten und umfasst als größte Universität Sachsens alle

Bereiche der Ingenieur-, Geistes-, Sozial- und Natur -

wissenschaften sowie der Medizin. Besonders heraushebenswerte

Disziplinen sind die Ingenieurwissenschaften

mit Schwerpunkten im Maschinenbau, der Verfahrenstechnik,

der Naturstofftechnik und dem Leichtbau.

Gegenwärtig studieren hier mehr als 33.500 Studenten,

davon über 4.300 Ausländer aus etwa 100 Ländern. Über

9700 Studenten (ca. 29 %) sind in den Ingenieurwissenschaften

eingeschrieben. Insgesamt über 7.600 Mitarbeiter

(inkl. Medizin), darunter über 530 Professoren

und Dozenten, gewährleisten in mehr als 100 Studienrichtungen

günstige Studien- und Forschungsbedingungen

für die Studierenden. Seit 2012 ist die TU Dresden

eine von 11 deutschen Exzellenzuniversitäten.

Das Institut für Naturstofftechnik setzt sich zusammen

aus den Professuren für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik,

inklusive der Arbeitsgruppe Papiertechnik,

der Professur für Lebensmitteltechnik, der Professur für

Bioverfahrenstechnik, der Professur für Agrarsystemtechnik

sowie der Professur für Verarbeitungsmaschinen/

Verarbeitungstechnik.

Im Institut bündeln sich Kompetenzen auf dem Gebiet

der Gewinnung, Verarbeitung und Veredlung von Naturstoffen

entlang der Wertschöpfungskette z. B. für

Lebensmittel, biotechnologische Produkte oder Holzund

Faserwerkstoffe im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.

Die gemeinsam mit dem Helmholtzzentrum für Umweltforschung

Leipzig (UFZ) erfolgte Etablierung einer

neuen Professur „Technologie produktiver Biofilme“ und

die Ernennung des Vorstandes der Papiertechnischen

Stiftung zum Honorarprofessor für Papiertechnik stärken

das Institut für Naturstofftechnik inhaltlich weiter

und unterstreichen die Vernetzung in der Region. Damit

werden universitäre Ausbildung und Forschung mit

industrie naher Forschung und Entwicklung noch besser

verknüpft, wie sich dies auch in einer intensiven

Beziehung zur Außenstelle des Fraunhofer IVV für

Verarbeitungs maschinen und Verpackungstechnik

manifestiert.

Am noch jungen Institut forschen und lehren rund 160

Mitarbeiter. Diese werben jährlich ca. 6 Mio. Euro Drittmittel

ein und entlassen etwa 100 Diplomanden und

10 Doktorranden in die Praxis. Zum Institutssprecher

wurde Prof. Dr. Thomas Herlitzius gewählt.

Die Mitarbeiter des Institutes für Naturstofftechnik sind

auf folgenden Handlungsfeldern aktiv:

π

π

π

π

π

Sicherung der weltweiten Ernährung,

Nachhaltige Gestaltung der Agrarproduktion,

Produktion gesunder und sicherer Lebensmittel,

Industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe,

Entwicklung von Energieträgern auf Basis von

Biomasse.


Technische Universität Dresden

Studium der Verfahrenstechnik

und Naturstofftechnik –

eine sinnvolle Klammer

für die Papiertechnik

Interdisziplinarität ist ein wesentliches Merkmal im

Studiengang Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik,

der viele Berührungspunkte zu den Naturwissenschaften,

zum Anlagenbau sowie zur Mess- und Automatisierungstechnik

hat. Über die Teilgebiete Konstruktion und

Fertigungstechnik besteht eine enge Verbindung zum

Maschinenbau. Das Studium im Studiengang Verfahrenstechnik

und Naturstofftechnik an der TU Dresden

verknüpft Theorie und Praxis, indem es die natur- und

ingenieurwissenschaftliche Grundlagenausbildung mit

der anwendungsorientierten Wissensvermittlung im

Rahmen umfangreicher Spezialisierungsmöglichkeiten

verbindet.

Holztechnik

Die technische Nutzung des Rohstoffes Holz ist Gegenstand

der Holztechnik: Sowohl der anatomische und chemische

Aufbau als auch die mechanisch-physikalischen

Eigenschaften sind dafür von grundlegender Bedeutung.

Vor allem die Möglichkeit der Verarbeitung des Rohstoffes

zu Halbwaren (z. B. Schnittholz, Holzwerkstoffe und

Verbundwerkstoffe mit innovativen Papierwaben -

konstruktionen oder Endprodukten (z. B. Bauelemente)

stehen im Mittelpunkt der betrachteten Technologien.

Dazu gehören die notwendigen Maschinen und Anlagen

genauso wie z. B. Beschichtungsmittel oder Klebstoffe.

Faserwerkstofftechnik

Die Gewinnung, Modifizierung und Verarbeitung pflanz -

licher Fasern allgemein zu Naturfaser-Dämmstoffen,

Faser-Kunststoff-Verbunden bis hin zu Biocompositen

stehen hier im Fokus. Umweltverträglicher Leichtbau ist

dabei eine mögliche Anwendung.


Technische Universität Dresden

Papiertechnik

Die Erzeugung und Aufbereitung von Papierfaserstoffen,

meist aus pflanzlichen Fasern, sowie die Erzeugung,

Veredlung und Verarbeitung von Papier, Karton und

Pappe beinhaltet die Papiertechnik. Dabei sind die Ein -

sparung von Energie und Material sowie die Entwicklung

von Verbunden (cellulose-basiert und auch aus Reststoffen

der Papierindustrie) wesentliche Forschungsaspekte

für ein auch in Zukunft nachhaltiges Material.

Studium

Die Studienrichtung „Holztechnik und Faserwerkstofftechnik“

bietet das einzige ingenieurtechnische Diplom-

Studium der Holzwissenschaften und Holztechnologie

an einer deutschen Universität an und ist im o. g. Studiengang

„Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik

(VNT)“ integriert. Seit 2012 ist die bisher separate

Studienrichtung „Papiertechnik“ integraler Bestandteil

der Studienrichtung.

Neben dem grundständigen Studiengang existiert ein

Diplom-Aufbaustudiengang VNT, der eine Fortsetzung

des Studiums in der Studienrichtung „Holztechnik und

Faserwerkstofftechnik“ für Absolventen mit anerkanntem

berufsqualifiziertem Hochschulabschluss (BA, FH,

Uni) Verfahrenstechnik (Holztechnik, Papiertechnik

oder vergleichbar) – ebenfalls mit dem Abschluss

Diplom ingenieur – ermöglicht.

Weiterhin werden die Module im Rahmen der ingenieurtechnischen

Vertiefung im Wirtschaftsingenieurstudium

der TU Dresden angeboten.

Die Inhalte des Grundfachstudiums sind fachübergreifend:

π Physikalische Grundlagen der Holztechnik und

Faserwerkstofftechnik

π Chemische Grundlagen der Holztechnik und

Faserwerkstofftechnik

π Grundlagen der Holzanatomie

π Grundlagen der Holztechnik und Faserwerkstoff -

erzeugung

π Grundlagen der Holztechnik und Faserwerkstoff -

verarbeitung

Anschließend werden sowohl holztechnische als auch

papiertechnische Vertiefungsmodule mit folgenden

Inhalten angeboten:

π Möbel- und Bauelementeentwicklung

π Holzschutz

π Holztrocknung und -modifikation

π Praxis der Holztechnologie

π Produktfertigung

π Füge- und Beschichtungstechnik

π Trenntechnik

π Holzbau

π Technisches Design

π Design-Grundlagen

π Fertigung von Faserverbundstrukturen

π Kunststofftechnologien

π Maschinen und Prozesse der Papierherstellung

π Maschinen und Prozesse der Papierverarbeitung

π Papierphysik und Papierprüfung

π Papier- und Zellstoffchemie

π Innovative naturfaserbasierte Produkte

π Spezielle Prozess- und Regelungsstrategien der

Papiertechnik

π Papierkreisläufe und Altpapieraufbereitung

Praxis steht Pate

Die Vorteile des integrierten Studienganges liegen auf

der Hand: branchenübergreifende Vermittlung von

Kenntnissen, die sich aus den Stärken und Spezifika der

jeweiligen Bereiche ableiten; dadurch fachübergreifende

Methodik und stärkere Festigung der gemeinsamen

Grundlagen.

Im Studienverlauf ergeben sich für die Studierenden

vielfältige Möglichkeiten, das gesamte Holz basierte

wirtschaftliche Umfeld kennen zu lernen und sich

praxisorientiert zu vertiefen. Dazu tragen neben einigen


Technische Universität Dresden

Vertiefungsmodulen auch die gemeinsamen Exkursionen

zu Unternehmen und Einrichtungen sowohl der Holzund

Holzwerkstofftechnik als auch der Papierindustrie

sowie Praktika an der Papiertechnischen Stiftung (PTS)

in Heidenau bei.

Förderung durch die Wirtschaft

Das vielseitige, praxisnahe Studium bietet tiefe Einblicke

in die Holz-, Holzwerkstoff-, Papier- und Zulieferindustrie,

weiterverarbeitenden Industrien sowie in weitere

Branchen. Im fünfjährigen Studium werden neben den

naturwissenschaftlichen und verfahrenstechnischen

Kenntnissen auch interdisziplinäre Denkweisen vermittelt,

die für den späteren beruflichen Erfolg notwendig

sind.

Dabei zeichnet sich das Studium durch:

π Eine zielgerichtete Qualifikation für zukünftige

Nachwuchskräfte, z. B. durch geförderte Tagungsbesuche

und Einbindung in Netzwerke der Holzund

Papierindustrie

π Eine international anerkannte Ausbildung

π Hervorragende Möglichkeiten, während des

Studiums Erfahrungen im Ausland zu sammeln

(entweder im Studium durch das Belegen von

Auslandssemestern und/oder während des

Praktikums)

π Eine breite Unterstützung aus der Industrie sowie

durch die Verbände (Vielzahl von Stipendien)

π Frühzeitige Kontakte zu Industrieunternehmen

durch Exkursionen und Firmenpräsentationen

sowie

π Keine Studiengebühren für das Erststudium an der

TU Dresden

aus.

Studienvoraussetzungen

Folgende in Deutschland erworbene Hochschulzugangsberechtigungen

ermöglichen die Zulassung für ein

grundständiges Studium an der TU Dresden:

π Die allgemeine Hochschulreife (Abitur).

π Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt zum

Studium bestimmter Studiengänge.

π Ein bereits in Deutschland erfolgreich abgeschlossenes

Hochschulstudium.

π

π

π

Der Abschluss einer bestimmten beruflichen Aufstiegsfortbildung

(z. B. Meisterabschluss) nach

einem Beratungsgespräch an der TU Dresden.

Eine abgeschlossenen Berufsausbildung und

mindestens dreijährige Berufserfahrung und

eine erfolgreich an der TU Dresden absolvierte

Zugangsprüfung.

Eine abgeschlossenen Berufsausbildung und ein

Studium von 2 Semestern an einer staatlichen oder

staatlich anerkannten Hochschule.

Nähere Informationen zu den Studienvoraussetzungen

sind unter https://tu-dresden.de/studium/organisation/

studienvoraussetzungen/stdv_grundstaendig nachzulesen.

Promotionen

Der Abschluss Diplomingenieur ermöglicht nach wie vor

den Anschluss einer Promotion zum Doktor-Ingenieur.

2017 wurden drei Promotionen an der Professur für

Holztechnik und Faserwerkstofftechnik abgeschlossen:

Herr Jan Herold beendete seine Arbeit mit dem Titel

„Neue Verfahrensansätze zur Beschlagbefestigung an

Möbelbauteilen in Sandwichbauweise“. Das Thema der

Arbeit von Herrn Frank Jornitz lautete „Entwicklung

eines Verfahrens zur Aufbereitung von lignocellulosen

Reststoffen aus der Altpapieraufbereitung für den

Einsatz in faserverstärkten Kunststoffen“. Herr Dirk

Siebrecht befasste sich in seiner Promotion mit einem

„Beitrag zur Abbildung möglicher Konstruktionsprozesse

im Polstermöbelbau im Kontext moderner

computergestützter Entwicklungsumgebungen“.

Auf dem papiertechnischen Gebiet beendet Uwe Müller

2018 seine Promotion zu dem Thema „Neue Ansätze

für das Konzept Demand-Response unter Verwendung

papiersortenspezifischer Kennzahlen“. Alexandra Hodes

von der Hochschule Leipzig, promoviert zum Themas

„Charakterisierung der Oberflächeneigenschaften von

Bedruckstoffen hinsichtlich der Verarbeitbarkeit im

Druck- und Verpackungsprozess mit spektroskopischen

Methoden und dynamischen Penetrationsmessungen“

in Kooperation mit Prof. Lutz Engisch (HTWK Leipzig).

Herr Michael Vogel erforscht die „Anforderungsgerechte

Gestaltung der mechanischen und dielektrischen Eigenschaften

von Papier“. René Kleinert arbeitet im Rahmen

seiner Promotion am Thema „Elektronenstrahlvorbehandlung

zur energieeffizienten Gewinnung von

biogenen Rohstoffen“. Thomas Schrinner schreibt eine


Technische Universität Dresden

Promotion zum Thema „Energetische Prozessoptimierung

und nachhaltiger Ressourceneinsatz in der Alt -

papierstoffaufbereitung.“

Weitere Arbeiten auf dem Gebiet der Papiertechnik

werden durch Prof. Frank Miletzky betreut. Frau Anke

Steinberg arbeitet an dem Thema „Entwicklung einer

verfahrenstechnischen Vorgehensweise zur Funktionalisierung

von Papieroberflächen am Beispiel antimikrobieller

Ausrüstung“. Frau Birgit Lutsch promoviert zum

Thema „Herstellung von Nanocompositen aus Cellulose

und präzipitiertem Calciumcarbonat zur Festigkeitssteuerung

in Papier“.

Herr Gerrit Roosen bearbeitet das Thema „Untersuchungen

zur Ursächlichkeit fingerrilliger Planlageabweichungen

in der Papierherstellung“. Frau Marie Kühne arbeitet

auf dem Gebiet des 3D-Umformens von Papier und

Karton.

Auszeichnungen

Auf der letzten APV-Hauptversammlung wurde Frau

Inga Regir mit dem VNOP-Preis ausgezeichnet. Diese

Auszeichnung wurde in Vertretung für RA Christian

Prinz, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Nord- und

Ostdeutscher Papierfabriken (VNOP), durch Prof. Dr.

Frank Miletzky vorgenommen. Inga Regir erhielt diesen

Preis für die beste Diplomarbeit, die sie zum Thema

„Evaluierung geeigneter Prozessparameter für die

Herstellung eines Kartons im Trockenverfahren unter

Berücksichtigung des notwendigen Bindemittel- und

Wassereinsatzes“ geschrieben hat.

Herr Prof. Dr. rer. nat. Frank Miletzky wurde auf der

diesjährigen Jahreshauptversammlung des Vereins der

Zellstoff- und Papier-Chemiker und -ingenieure mit der

Hans-Clemm-Denkmünze ausgezeichnet. Hans Clemm

hat die Denkmünze für herausragende, besondere wissenschaftstechnische,

literarische oder organisatorische

Arbeiten gestiftet. Die Laudatio wurde von Herrn Prof.

Dr.-Ing. Samuel Schabel gehalten. Er würdigte in der

Laudatio die tiefe Verbundenheit von Frank Miletzky zur

Cellulosechemie und zur Papiertechnik. Frank Miletzky

widmet sein ganzes Berufsleben der Forschung, einem

der wesentlichen Aktivitätsbereiche des Vereins Zellcheming.

Neue Prüfgeräte an der

TU Dresden

Fibertester von ABB Lorentzen&Wettre

Die Faserdimensionsanalyse bildet die Basis für eine

moderne materialtechnische Charakterisierung von

Faserstoffen für die Papierfabrikation. Mit dem Fibertester

FT 912 von ABB Lorentzen&Wettre können prozess -

bedingte Materialveränderungen z. B. durch Mahlung

oder Versuche zur Analyse faserbasierter Rohstoffe einfach

ermittelt werden. Besondere Beachtung verdient die

erweiterte Charakterisierung des Feinstoffanteils und des

Fibrillierungsgrads. Die Aufteilung des Feinstoffs in sogenannten

Primärfeinstoff (P) und Sekundärfeinstoff (S)

ermöglicht Aussagen über die Entwicklung des Feinstoffcharakters;

der Fibrillenanteil bezogen auf den Umfang

der projizierten Faserfläche ist ein sensibler Parameter

zur Beschreibung der äußeren Fibrillierung des Faserstoffs.

Zwischen der Zunahme des Sekundärfeinstoffs (S),

der auch als Fibrillenstoff bezeichnet wird, und der

Zunahme des umfangbezogenen Fibrillenanteils besteht

ein logarithmischer Zusammenhang.

Faserstoffverspinnungen (oben links), Holzstoffsplitter (oben rechts) und

Laubholz-Gefäß zel len in verschiedenen Bearbeitungsstadien (unten), wie sie

vom Fibertester im „Objekte“ genannten Modul erkannt und als nicht zu

„Fasern“ gehörig identifiziert werden.

Informationen

Sie finden nähere Informationen auf der unserer

Homepage und der Homepage der TU Dresden.

http://tu-dresden.de/hft bzw. http://tu-dresden.de

Gerne können Sie sich mit Ihren Fragen auch

persönlich an uns wenden.

Entwicklung des Feinstoffanteils während einer JOKRO-Mahlreihe von

Eukalyptuszellstoff, gemessen mit dem Fibertester (linke Ordinate). Der

Zusammenhang zum faserumfangsbezogenen Fibrillenanteil (rechte Ordinate)

wird deutlich.


Technische Universität Dresden

Dynamic Drainage Analyzer DDA5 von PulpEye

DDA5-Entwässerungskurven einer JOKRO-Mahlreihe von Eukalyptuszellstoff

Die Messung und Verfolgung der Entwässerungsfähigkeit

von Faserstoffsuspensionen in Abhängigkeit verschiedenster

Prozessstufen, wie z. B. der Mahlung, der

Mischung verschiedener Faserstoffkomponenten, aber

auch das Zusammenwirken mit chemischen Additiven

und deren Einfluss sowohl auf die Entwässerungsgeschwindigkeit

als auch auf das Retentionsverhalten von

beispielsweise Füllstoffen gehört zu den Grundvoraus -

setzungen für eine moderne materialtechnische Charakterisierung

von Faserstoffen für die Papierfabrikation.

Der Dynamic Drainage Analyzer DDA5 von PulpEye

zeichnet sich durch einfache Bedienung aus und kann

über eine Vakuum-Entwässerung die Bedingungen auf

einer Papiermaschine simulieren. Über gesteuerte

Scherkräfte lassen sich Pumpen und andere Maschinen

nachstellen. Neben klassischen Entwässerungskurven

werden Kennwerte für die initiale Entwässerung und die

Entwässerungsgeschwindigkeit bereitgestellt. Neu sind

in dieser Gerätegeneration ein Trübungssensor zur

Beschreibung des Retentionsverhaltens und ein Temperatursensor.

Der Trübungskennwert steht nachweislich

in engem Zusammenhang mit dem am Fibertester

bestimmten Anteil an Feinstoff (S). Die entwässerten

Faserstoffkuchen lassen sich einfach entnehmen und

stehen für weitere Untersuchungen, wie z. B. einer

Bestimmung des End-Trockengehalts mit der Wärmeschrankmethode

zur Verfügung. Mit dem zur Verfügung

stehenden vollständigen Sortiment an 8 Sieben zwischen

500 µm und 25 µm lichte Maschenweite kann auch der

Erweiterung des Faserspektrums hin zu naturfaser -

basierten Produkten und damit verbundenen Fasermodifizierungen

bis in den Bereich mikro- und nanoskaliger

Faserstoffe entsprochen werden.

Somerville-Fraktionator von Xell

Stippengehalt über einer Schlitzplatte von

150 µm Schlitzweite nach verschiedenen

Zerfaserungsdauern für eine 1:1-Mischung

aus Zeitungen und Zeitschriften

Die Messung und Verfolgung der Zusammensetzung

von Faserstoffsuspensionen hinsichtlich ihrer Anteile an

Fasern und Feinstoff, besonders aber an Stippen und

Splittern in Abhängigkeit verschiedenster Prozessstufen

gewinnt mit steigendem Einsatz alternativer Faserstoffe

bzw. alternativer Faserstoffaufbereitungsprozesse wie der

Trockenzerfaserung zunehmend an Interesse. Der

Somerville-Fraktionator wurde zwar ursprünglich für die

Bestimmung von Splittern in Holzschliffen entworfen,

wird aber inzwischen für die Bewertung von Splittern

und Faserbündeln auf alle Holzstoffe und Zellstoffe angewendet

und ist weit verbreitet für die Bestimmung des

Sticky-Anteils in Altpapierfaserstoffen. Mit dem kompletten

Schlitzplatten-Satz (Schlitzweiten 80 µm, 100 µm,

150 µm und 200 µm) lässt sich diese gesamte Faserstoffpalette

mit unterschiedlichsten Ansprüchen an das

Sortierergebnis bearbeiten.

Die Arbeitsgruppe Papiertechnik in der Professur für

Holztechnik und Faserwerkstofftechnik dankt der Vereinigung

der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie

e. V. (VAP) und der Fritz-Landmann-Stiftung

Hamburg für die Finanzierung dieser Prüfgeräte.


Technische Universität Darmstadt

Papiertechnik und

biobasierte Faserwerkstoffe

Nachhaltig Zukunft sichern –

auf dem Weg

in eine Bio-Ökonomie

Künftig wird unsere Gesellschaft ihre Bedürfnisse

aus nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren

Energiequellen decken. Produkte werden rezyklierbar

und kompostierbar sein.

Die Zukunft der Papiertechnik nutzt die von der Natur

sehr hoch entwickelten Fasern aus Holz und Pflanzen

und liefert eine Vielzahl von Produkten für alltägliche

Anwendungen (Zeitschriften, Verpackungen, Filter,

Elektronikbauteile, usw.).

Deutschland ist weltweit führend auf dem Gebiet der

Papiertechnik, die Nummer eins in Europa bei der

Papierproduktion. Viele Weltmarktführer aus dem

Anlagen- und Maschinenbau und der chemischen

Industrie befinden sich hier. Diese Branchen machen

sich mit besten Voraussetzungen auf den Weg in die

Bio-Ökonomie und entwickeln Leichtbaulösungen für

Fahrzeuge und Mobilität auf Faserbasis, Werkstoffe für

intelligente Baumaterialien aus nachwachsenden

Rohstoffen, funktionale Lösungen für die medizinische

Diagnostik und vieles mehr. Diese interdisziplinäre

Branche freut sich auf kreativen Nachwuchs, der die

Zukunft gestalten möchte.

Inbetriebnahme unserer neuen Papiermaschine „Athene“


In ausgezeichnetem Umfeld

studieren

Technische Universität Darmstadt

Die Studiengänge im Fachbereich Maschinenbau

an der TU Darmstadt, zu denen auch der Master-

Studiengang Papiertechnik und biobasierte

Faserwerkstoffe gehört, zählen zu den besten in

Deutschland und wurden in den letzten Jahren

regelmäßig ausgezeichnet.

Sie sind z. B. stets unter den besten drei Studiengängen

in verschiedenen Rankings zu finden. Unerreicht sind

die äußerst hohen Erfolgsquoten im Fachbereich Maschinenbau.

Mindestens 80 Prozent der Studienanfänger

schaffen einen erfolgreichen Abschluss.

Wer diesen Studiengang absolviert hat, ist zu wissenschaftlich

ausgerichteter, selbstständiger Berufstätigkeit

auf dem gesamten Gebiet der Papierfabrikation, der

Entwicklung von Maschinen zur Herstellung und Veredlung

von Papier und der Drucktechnik befähigt. Für den

Masterstudiengang Papiertechnik und biobasierte Faserwerkstoffe

mit etwa fünf Studierenden pro Jahrgang ist

eine sehr persönliche Betreuung charakteristisch.

Teamarbeit wird bei uns groß geschrieben! Die unter den

Oberbegriffen Advanced Design Project und Advanced

Research Project angebotenen Projektkurse bereiten auf

ingenieurtypisches Arbeiten in Teams vor und haben

den Anspruch eines gemeinsamen Forschens und

Lernens von Studierenden und Lehrenden. Dies wird

auch durch eine Vielzahl von Abschlussarbeiten und

HiWi-Jobs im Rahmen von aktuellen Forschungsprojekten

untermauert. So erfolgte beispielsweise die Inbetriebnahme

der Pilot-Papiermaschine Hand in Hand

zwischen studentischen Hilfskräften und wissenschaftlichen

Mitarbeitern des Fachgebietes. Vielfältige Veranstaltungen

außerhalb des Studiums, wie z. B. Firmenbesuche

und Exkursionen im In- und Ausland sind ebenfalls

wert voller Bestandteil des Studiums und ermöglichen

den Blick über den Tellerrand hinaus. Der Alumni-Verein

(APV Darmstadt) hat über 350 Mitglieder und bietet

eine tolle Möglichkeit, Kontakte in Industrie und Forschung

zu knüpfen.

Bei der APV Sommerexkursion im Mai 2017 besuchten wir die Papierfabriken

Scheufelen in Lenningen und Koehler in Kehl am Rhein. Die Exkursion klang

mit einer Stadtbesichtigung von Straßburg aus (2. von oben).

Die APV Wanderung (3. von oben) mit Sommerfest fand am 24. Juni statt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachgebiets (rechts)


Technische Universität Darmstadt

Interdisziplinärer Studiengang

mit breiter ingenieurwissenschaftlicher Basis

Voraussetzung für ein Studium im Masterprogramm

Papiertechnik und biobasierte Faserwerkstoffe ist ein

Bachelor-Abschluss in einer Natur- und Ingenieurwissenschaft.

Auch Absolventen von Hochschulen

und dualen Hochschulen haben Zugang zu diesem

Studiengang. Hier sind jedoch ggf. Übergangsregelungen

zu beachten, über die das Fachgebiet gerne

persönlich informiert.

Der Masterstudiengang ist interdisziplinär angelegt und

hat folgende übergeordnete Ziele:

π

π

π

π

π

π

π

π

Ausbau von Kompetenzen zur Lösung technischer

Probleme

Entwicklung innovativer Produkte, Prozesse und

Methoden

Strukturierung komplexer Probleme unter Berücksichtigung

der relevanten technologischen, ökono -

mischen und ökologischen Kriterien

Kooperationen mit anderen Disziplinen, gemeinsame

Erarbeitung von Lösungen mit anderen Wissensbereichen

Auseinandersetzung mit betriebswirtschaftlichen

Auswirkungen neugeschaffener Produkte, Prozesse

oder Methoden

Schaffung einer Basis für unternehmerisches Denken

Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen

Herausforderungen und Folgen der Ingenieursarbeit

Motivation zur Übernahme von Verantwortung in

Technik und Gesellschaft

π Grundlegendes Verständnis der Prozesse zur Herstellung

und zum Recycling von Papier- und Faserwerkstoffen.

Während des viersemestrigen Studiengangs beschäftigen

sich die Studierenden mit den Grundlagen der Makromolekularen

Chemie, mit verfahrenstechnischen

Grundlagen und Anwendungen zum Recycling, zur

Herstellung und Aufbereitung von Papier und anderen

faserbasierten Werkstoffen und mit einer Einführung in

die Biologie der Pflanzen. Der Studiengang ist geprägt

von einem breiten Wahlpflichtbereich, in dem Studierende

ihren eigenen Schwerpunkt bilden können.

Informationen

Nähere Informationen zum Studiengang und den

Studieninhalten finden sich unter

www.pmv.tu-darmstadt.de


Innovationen

aus nachwachsenden Rohstoffen gestalten

Technische Universität Darmstadt

Am Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische

Verfahrenstechnik, welches den Studiengang Papiertechnik

und biobasierte Faserwerkstoffe verantwortet, laufen

ständig etwa 20 Forschungsprojekte unterschiedlicher

Ausprägung. Studierende haben von Anfang an die

Möglichkeit, aktiv in der Forschung mitzuwirken, z. B.

als wissenschaftliche Hilfskraft oder im Rahmen von

Projekt- oder Abschlussarbeiten.

Im Fokus der Forschung stehen Wertstoffkreisläufe,

Umwelt- und Verbraucherschutz, sowie neue und

innovative Lösungen auf Faserbasis. Hier bieten das

Fachwissen und die Erfahrungen aus dem Bereich der

Papiertechnik sehr gute Chancen, Beiträge zur Entwicklung

neuer nachhaltiger und biobasierter Werkstoffe für

verschiedenste Anwendungen zu leisten.

Das kreative Umfeld der Technischen Universität

Darmstadt, die zu den besten in Deutschland gehört

und an der insbesondere auch interdisziplinäre Arbeiten

und Projektansätze gefördert werden, bietet hierfür eine

nahezu unerschöpfliche Inspirationsquelle.

Aktuelle Forschungsthemen

sind z.B.

π

π

π

Die Entfernung von umwelt- oder gesundheitsgefährdenden

Stoffen aus Altpapier mit Hilfe der Extraktion

mit überkritischem CO2

3D-Drucken mit faserbasierten Pasten, so dass vollständig

kompostierbare Druckprodukte entstehen

Entwicklung von Baustoffen und Komponenten auf

Papierbasis für energieeffizienten, lastpfadoptimierten

und umweltgerechten Leichtbau

π Modellierung und Simulation der trockenen Altpapier -

sortierung und Weiterentwicklung einer automa tischen

Messanlage zur Bestimmung der Altpapierzusammen -

setzung

π

π

Optimierung von Trennprozessen in Stoffaufbereitungsanlagen

unter Anwendung von Methoden aus

dem Operations Research

Entwicklung von biobasierten Faserschäumen als

Ersatz für konventionelle Dämmstoffe


Technische Universität Darmstadt

Forschungsprojekt BAMP! –

Bauen mit Papier

Der vom LOEWE-Programm des Landes Hessen

geförderte Schwerpunkt soll langfristig dazu beitragen,

die Vorteile des Werkstoffes Papier für das Bauwesen

systematisch zu erschließen, Voraussetzungen für ein

neues Wirtschaftsfeld mit einem international sichtbaren

Schwerpunkt in Hessen zu etablieren und an den

beteiligten Universitäten und Hochschulen langfristig zu

verankern.

Modellhaft sollen Stab- und Flächenelemente auf Papierbasis

entwickelt werden.

Der Fokus liegt dabei auf Bauwerken für temporäre

Nutzung. Technologien und Systeme zur Herstellung

solcher Bauwerke für Einsatzbereiche, wie Übergangsbauten

für gewerbliche Zwecke oder Schulen, Notunterkünfte

oder einmalige Großveranstaltungen sowie für

so genannte „Microhomes“ oder im Messebau, wurden

bisher in Deutschland nur wenig entwickelt.

Sie stellen aber ein größeres Potential dar, sowohl für

Material, Konstruktion als auch den optimierten Einsatz

von Ressourcen und Finanzmitteln, da gerade bei temporär

genutzten Bauwerken die Verwendung nachhaltiger

Materialien und effizienter Prozesse eine große Rolle

spielt.

Das von Professor Samuel Schabel, Fachgebiet Papierfabrikation und

Mechanische Verfahrenstechnik, Professor Ariel Auslender, Fachbereich

Architektur und Professor Markus Biesalski, Fachbereich Chemie gemeinsam

entwickelte „Instant Home“ aus Papier


Technische Universität Darmstadt

Im April 2017 wurden die Umbaumaßnahmen am

Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik

der Technischen Universität Darmstadt

abgeschlossen und der BAMP!-Raum mit Leben gefüllt.

Die Schleiferei musste dem Fortschritt weichen.

Den frei gewordenen und neu renovierten Raum mit

altem Industriecharme nehmen nun Architekten,

Bauingenieure, Chemiker, Maschinenbauer und

Papieringenieure gleichermaßen gemeinsam ein und

nutzen ihn für interdisziplinäres Arbeiten.


VPM/APV Vortragsreihe 25. und 26. Oktober 2019 in Salzburg

Symposium 2017

KLARTEXT. BIOÖKONOMIE.

Standortbestimmung – Herausforderungen und Chancen

für die Zellstoff- und Papierindustrie

In unserer Vortragsreihe hinterfragen wir kritisch: Wie gestaltet die Zellstoff- und Papierindustrie den Prozess der

Transformation in eine biobasierte Wirtschaft? Wie ermöglicht sie Innovationen für neue Geschäftsfelder?

Wie nutzt sie Chancen für die Einführung neuer Technologien zur Herstellung erneuerbarer und recyclingfähiger

Produkte um damit einen Beitrag zur Maximierung der Wertschöpfung von Produkten aus Holz zu leisten?

Vortragsangebote zum Programm der Tagung 2019 sind uns willkommen.

Wir bitten diese bis zum 31.12.2018 mit Titel, Autor und einem kurzen Abstract (max. 300 Wörter) einzusenden

an helga.zollner-croll@hm.edu

Impressum

Tagungsband zum Symposium der Papieringenieure 2018, Köln, 12. und 13. Oktober 2018

Herausgeber:

Vereinigter Papierfachverband München e.V., Riedstraße 40, 72810 Gomaringen,

vertreten durch den 1. Vorsitzenden Kai Pöhler

Akademischer Papieringenieurverein an der TU Dresden e.V. (APV), Postfach 200111, 01804 Heidenau,

vertreten durch den 1. Vorsitzenden Ulrich Mallon

Akademischer Papieringenieurverein (APV) Darmstadt e.V., TU Darmstadt

Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik (PMV), Alexanderstraße 8, 64283 Darmstadt,

vertreten durch den 1. Vorsitzenden Claus Raschka

Redaktion:

Dr.-Ing. Kerstin Graf, Ina Greiffenberg

Gestaltung:

Müller-Stoiber+Reuss, Darmstadt

Copyright © 2018

Nachdruck, auch auszugsweise, und Veröffentlichung der Texte und Bilder nur mit schriftlicher Genehmigung

der Herausgeber


KLARTEXT. DIGITALISIERUNG | Symposium der Papieringenieure 2018

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