Toni_AusgabeHerbstWinter19

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VOL 3

Herbst / Winter

19

Das Kulturmagazin der

Landesmusikschule Peuerbach

MENSCHENBILDER

Zuhause bei Familie Geroldinger

Dieter Jahn zur Pensionierung

Neue Lehrkräfte

Dr. Josef Ratzenböck und

Univ. Prof. Christoph Peham im Gespräch

S./ 16

10 JAHRE MELODIUM

PEUERBACH

Alfons Haider und

Eric Papilaya feiern

mit uns

S./ 12

PEUERBACH TANZT

Christoph Hippmann

im Gespräch

SONDERAUSGABE

10 JAHRE MELODIUM PEUERBACH

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toni - das magazin


VORWORT

Mag. Thomas Stelzer

Landeshauptmann

Das Oö. Landesmusikschulwerk ist aus dem

heimischen Bildungsangebot nicht mehr

wegzudenken und findet ob seiner Qualität auch

internationale Beachtung. Einer seiner wichtigen

Eckpfeiler ist die LMS Peuerbach.

Ein Grund für diese Erfolgsgeschichte sind

die hervorragenden Musikpädagoginnen und

-pädagogen. Somit wird musikinteressierten

Jugendlichen und Kindern die Möglichkeit geboten,

unter professioneller Anleitung ihre musikalischen

Talente auszuleben. Unterricht ist wichtig, aber

ebenso wichtig ist es, das erlernte Können zu

präsentieren. Auch dafür ist die Landesmusikschule

Peuerbach bekannt und beliebt.

Das vorliegende Kulturmagazin der LMS

Peuerbach zeigt einmal mehr die Bedeutung von

Kultur für das Miteinander in einer Region – aber

auch die Bedeutung unserer Musikschulen als

Kulturanbieter für das Kulturland Oberösterreich.

In diesem Zusammenhang ist auch das 10-jährige

Jubiläum des Kulturzentrums Melodium zu

sehen, dem in dieser Ausgabe eine besondere

Aufmerksamkeit gewidmet ist.

Foto: Landeshauptmann Mag. Thomas

Ich darf mich daher stellvertretend für alle

Beteiligten der Landesmusikschule Peuerbach

bei Direktor Norbert Hebertinger, M.A. für die

ausgezeichnete Arbeit sehr herzlich bedanken. Ich

wünsche Ihnen auch weiterhin für ihr Engagement

viel Erfolg.

Mag. Thomas Stelzer

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Diese Marketingmitteilung stellt weder eine Anlageberatung noch eine Finanzanalyse dar.

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Seite / 2 toni - das magazin HERBST / WINTER 19


INHALT

S./06

GOLD UND SILBER

Preise und Auszeichnungen

S./ 16

FAMILIE GEROLDINGER

S./08 Das SBO Ried zu Gast in Peuerbach

10 JAHE MELODIUM

Wir feiern Geburtstag

S./10

S./12

DER MANN MIT DER GITARRE

Zur Pensionierung von Dieter Jahn

PEUERBACH TANZT

Tips Interview von Sabrina Lang

S./14 TEAMZUWACHS

Neue LehrerInnen an der LMS Peuerbach

S./22

ALFONS HAIDER

Ein Star in der Sternenstadt

S./24

ERIC PAPILAYA

Löwenenergie auf der Bühne

S./26

UNSER TONKÜNSTLER

Christoph Peham im Gespräch

S./ 30

S./28

DIE GRÜNDERVÄTER

Dr. Josef Ratzenböck im Gespräch

S./30 FOTORÜCKBLICK

Vergangene Veranstaltungen in Bildern

VERANSTALTUNGS-

KALENDER

Alle Veranstaltungen im Melodium Peuerbach

auf einen Blick. Foto: Eric Papilaya in

“Swing it!”, am 16.11.19.

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toni - das magazin


PROLOG

Wolfgang Oberlehner

Bürgermeister

der Stadtgemeinde Peuerbach

10 Jahre Melodium

Gerne erinnere ich mich an die Zeit der Entstehung

des Melodiums zurück. Zugegeben, es war nicht

immer einfach den Bau und das Gesamtkonzept

so zu erklären, dass die vorhandenen Zweifel

beruhigt werden konnten. Endlich war er da,

der 15. November 2009, der Tag der Eröffnung

des neuen Kulturzentrums für Peuerbach. Der

Zeitpunkt war bewusst so gewählt, dass die

Eröffnung die erste Veranstaltung ist. Mehrere

tausend Besucher durchströmten das neue Haus

und zeigten Begeisterung über die Architektur,

den Zusammenschluss von alter und neuer

Bausubstanz.

Faszinierend wurde auch das lichtdurchflutete

Ambiente wahrgenommen, ganz besonders die

Flexibilität durch die Schiebewände und die

Einbindung des überdachten Schlosshofes. In der

Zwischenzeit sind 10 Jahre vergangen oder besser

gesagt wir sind rund 1.100 Veranstaltung reicher.

Das Melodium ist heute nicht mehr wegzudenken.

Veranstaltungen verschiedenster Arten sind

darin bestens und vor allem mit Begeisterung

der Besucherinnen und Besucher sowie der

Interpreten durchgeführt worden. Es ist gelungen,

möglichst alle Genres der Kultur nach Peuerbach

zu bringen, diese dort zum Strahlen zu bringen und

Foto: Bürgermeister Wolfgang Oberlehner

somit ist das Melodium ein Kulturzentrum für die

gesamte Region.

Herzlichen Dank allen, die dafür gesorgt haben, das

Melodium zu erstellen, es zu betreiben, es ständig

in bestem Zustand zu halten, und ich verbeuge

mich vor allen Veranstaltern für die begeisternden

Darbietungen. Ich wünsche weiterhin viel Freude

und viele schöne Stunden im Melodium.

Wolfgang Oberlehner

Impressum

Fotos (falls nicht angegeben)

Michael Emprechtinger,

Verein zur Förderung der LMS Peuerbach

und Zweigstelle Natternbach

Frei erhältlich in allen Arztpraxen, dem

Krankenhaus Grieskirchen, in allen

Leitung und Redaktion

Norbert Hebertinger

Christoph Mühlböck

Druck

Hauptstraße 19

4722 Peuerbach

Gastronomiebetrieben und Altenheimen

im Bezirk Grieskirchen sowie in der

Landesmusikschule Peuerbach und der

Layout, Design und Redaktion

global-print.com

Auflage: 10.000 Exemplare

Zweigstelle Natternbach.

Georg Wiesinger

Landesmusikschule Peuerbach

Erscheint in Altschwendt, Michaelnbach,

Lektorat

Reg.Rat Bgm. a. D. August Falkner

Elfriede Straßl

Hauptstraße 19

4722 Peuerbach

Tel.: +43 (0)7276 / 2284

e-mail: ms-peuerbach.post@ooe.gv.at

Natternbach, Neukirchen am Walde,

Peuerbach, Pötting, St. Agatha, St.

Willibald, Steegen und Waizenkirchen.

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PROLOG

Norbert Hebertinger MA

Direktor

der Landesmusikschule Peuerbach

10 Jahre Kultur und Musikschule in der Stadt

Peuerbach

Leise rieselt die Zeit!

Das Melodium Peuerbach war ein kultureller

Spatenstich für eine gesamte Region und ist

immer noch ein (architektonisches)Vorzeigeprojekt

unserer oberösterreichischen Kulturlandschaft.

Es steht für:

- ein breites Angebot vieler Veranstaltungen jeder

Art

- ein interessiertes Publikum

- den Unterricht in der Schule für Musik voller

Freude und Lebendigkeit

Als Landesmusikschule begleiten wir jährlich das

dynamische und pulsierende Kulturgeschehen

der Stadt Peuerbach. Lange haben wir auf dieses

Haus gewartet.

Schulveranstaltungen in allen Facetten können

im Kulturzentrum Melodium professionell

durchgeführt werden. Der Unterricht findet im

gleichen Haus statt. Daher können alle notwendigen

räumlichen Synergien und Ressourcen bestens

genützt werden.

Unser Schuleinzugsgebiet umfasst nicht nur die

Stadt Peuerbach, die Gemeinde Steegen und

die Marktgemeinde Natternbach als Zweigstelle,

sondern auch die umliegenden Gemeinden.

Für viele Vereine und Aktivitäten in der Öffentlichkeit

sind wir gerne Partner.

Foto: Dir. Norbert Hebertinger von Michael Emprechtinger

Wir gratulieren unseren Schülerinnen und Schülern

zu ihren zahlreichen Erfolgen im vergangenen

Schuljahr.

Ein besonderer Dank gilt dem ausgezeichneten

LehrerInnenteam für viel Gespür im Unterricht und

dem großen Engagement, welches weit über das

Unterrichtsausmaß hinausreicht.

Gemeinsam begrüßen wir alle neuen Lehrpersonen

auf das allerherzlichste und wünschen ihnen einen

angenehmen Schulstart. Ich verspreche unseren

Schülerinnen und Schülern viele erlebnisreiche

Momente und den Besucherinnen und Besuchern

weiterhin viele schöne Stunden im Kulturzentrum.

Auf die nächsten 10 Jahre!

Norbert Hebertinger

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Gold und Silber

Wir gratulieren unseren Schülerinnen, Schülern,

Lehrerinnen und Lehrern (in Klammern) zu ihren

großartigen Leistungen im Sommersemester 2019.

Bei mehr als 80 Schulveranstaltungen im Schuljahr

2018/2019 konnten sie dies auch unter Beweis

stellen.

LMS Natternbach

Übertrittsprüfungen in Bronze: 11 Schülerinnen und

Schüler (bei 6 Lehrerinnen und Lehrern)

LMS Peuerbach

Übertrittsprüfung Junior: 8 Schülerinnen und

Schüler (bei 4 Lehrerinnen und Lehrern)

Übertrittsprüfungen in Bronze: 11 Schülerinnen und

Schüler (bei 8 Lehrerinnen und Lehrern)

Übertrittsprüfungen in Silber: 7 Schülerinnen und

Schüler (bei 4 Lehrerinnen und Lehrern)

Abschlussprüfungen in Gold:

Mayr Sandra, Saxophon (Leeb Evelyne): sehr gut

Prima la musica - Landeswettbewerb

Hofer Annika, Blockflöte (Heitzinger Rita): 1. Preis

Auzinger Elias, Klarinette (Auzinger Bernhard): 1.

Preis

Humer Lotta, Klarinette (Auzinger Bernhard): 1. Preis

Prima la musica - Bundeswettbewerb

Auzinger Elias, Klarinette (Auzinger Bernhard): 3.

Preis

Folgende Ensembles nahmen zudem beim

Ensembletreffen teil:

Ensemble „Zug ab“ mit Andreas Edetsberger,

Christoph Mayrhofer, Laura Lindner, Leonie Humer

– Akkordeon, Bernhard Stelzhammer – Violine,

Hans Jochen Söllinger und Sophie Böhm – Posaune

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Fotos: Links: Bernhard und Elias Auzinger mit Korrepetitorin Michaela Bäck; Mitte: Evelyne Leeb und Sandra Mayr; Rechts: (von links nach rechts): Elias Auzinger,

Matthias Schorn (Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker), Lotta Humer, Alexander Neubauer (Soloklarinettist der Wiener Symphoniker), Linda Gittmaier, Alexander

Maurer (Professor für Akkordeon in München und Linz), Stefan Promegger (Lehrer am Musikum Salzburg).

Ensemble „string & amp; sing“ mit Anita

Willerstorfer und Leandra Grubmüller - Hackbrett,

Anja Ferchhumer und Leonie Razenberger - Gitarre.

Elias Auzinger und Lotta Humer (LMS Peuerbach)

sowie Linda Gittmaier (LMS Neumarkt), allesamt

Schüler der Klarinettenklasse von Bernhard

Auzinger, wurden für die nächsten zwei Schuljahre

in die Juniorakademie für Begabtenförderung

des Oö. Landesmusikschulwerkes aufgenommen.

Wir gratulieren herzlich!

In den Sommerferien besuchten sie gemeinsam

das Faltenradio Kolleg in der Carinthischen

Musikakademie (CMA) im Stift Ossiach in Kärnten.

„Zeit, sich zu entfalten“

Die Formation „Faltenradio“ mit Alexander Maurer,

Alexander Neubauer, Stefan Prommegger und

Matthias Schorn gibt es schon genau so lange wie

die CMA – nämlich exakt 10 Jahre. Da haben sie sich

gedacht: Warum nicht gemeinsam feiern und diese

Erfahrung nicht einfach weitergeben? An junge

Talente, die sich eine ganze Woche lang mit den

vier Profis austauschen möchten. Beim Faltenradio

Kolleg 2019 wurde das Stift Ossiach im Sinne des

lateinischen Begriffes Collegium (=Gemeinschaft)

zu einem Begegnungsort für Studierende und

Lehrende, um eine Woche lang miteinander auf

Augenhöhe zu leben und zu musizieren.

Das gemeinsame Musizieren quer durch die

Genres stand im Mittelpunkt der Kurswoche.

Gemeinsam aufgespielt wurde dann beim

großen Abschlusskonzert am 30. August 2019 im

Alban Berg Konzertsaal. Unter dem Motto: „Aus’n

tiafast’n Herz’n“ präsentierten die Teilnehmer“, die

Highlights der vorangegangenen Kurswoche.

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Daheim in der Musik

Mitten in Heitzing, etwa zwei Kilometer von

Enzenkirchen entfernt, wohnt die Familie

Geroldinger. Der Haushalt der Familie liest

sich wie eine große musikalische Partitur. Ein

großes Quintett, mit vielen hektischen, aber

auch ruhigen, ausgeglichenen Sätzen. Norbert

Hebertinger besuchte die Vollblutmusikerfamilie

und bekam Einblicke in die „Familienpartitur“.

Vater Karl Geroldinger, seit 24 Jahren Direktor des

Oö. Landesmusikschulwerkes, wurde bereits mit

25 Jahren Leiter der Landesmusikschule Ried.

Seit 1988 leitet er die Ortskapelle in Enzenkirchen,

im selbigen Jahr wurde auch das Sinfonische

Blasorchester Ried gegründet, welches er seit

seiner Gründung ebenfalls leitet. Der begeisterte

Radfahrer ist ein großer Liebhaber der Romantik:

Gustav Mahler, Anton Bruckner, Richard Strauss.

„Im Blasmusikbereich faszinieren mich unter

anderem Thomas Doss, Albin Zaininger und auch

Peter Graham“, erzählt er.

Ingrid Geroldinger spielt Querflöte und unterrichtet

seit 1978 an der LMS Andorf. Ihre große Leidenschaft

ist neben der Musik (sie leitet das international

erfolgreiche Familienensemble “Esprit”) der Garten,

der als Freizeitoase für die ganze Familie dient. So

liebt sie das gemeinsame Frühstück im Garten,

das Lagerfeuer am Abend, die gemeinsamen

sportlichen Aktivitäten, wie Fußball, Federball,

Schwimmen oder einfach auf der Terrasse zu

entspannen. Einen Dirigenten in der Familie

brauchen sie nicht. „Wir empfinden unsere vielen

gemeinsamen Aktivitäten eher ähnlich einem

Kammermusikensemble“, so die stolze Mutter.

Dazu gesellt sich ein äußerst erfolgreiches

Geschwister- und Musikertrio: Felix (23), Jonathan

(22) und Katharina (18). Baritonist und Posaunist

Felix ist Hobbyfotograf, liest und sportelt gerne,

während Schlagwerker Jonathan am Mountain-

Bike sitzt oder eine Laufrunde dreht. Katharina

spielt Querflöte und Harfe. Am liebsten hört sie

Tschaikowsky oder Debussy, aber auch von Dean

Martin, Doris Day, Frank Sinatra oder Nat King

Cole „bekommt sie nie genug“. Eine gemeinsame

Leidenschaft vereint das Geschwistertrio: das

Reisen. Ob mit oder ohne Instrument im Gepäck,

allesamt werden sie gelegentlich ein wenig vom

Fernweh geplagt.

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Mutter, Tochter und beide Söhne musizieren im

Sinfonischen Blasorchester Ried. Vor ihnen: Papa

Geroldinger mit Dirigentenstab.

In seinen 31 Jahren entwickelte sich das SBO Ried

zu einem der renommiertesten Blasorchestern

in Europa, gewann zahlreiche Wettbewerbe und

avancierte zum Vorzeigeorchester des Landes.

Bescheiden zeigt sich Direktor Geroldinger über

die Entstehungsgründe des Orchesters: „Ich

wollte die Schülerinnen und Schüler durch ein

Schülerblasorchester möglichst gut auf den Eintritt

in die heimischen Musikkapellen vorbereiten.

Neben dem Sammeln von Orchestererfahrung

waren das Kennenlernen neuer Literatur, die

Stärkung der Eigenmotivation zu intensivem Üben

und das Knüpfen freundschaftlicher Bande über

die Grenzen der einzelnen Musikkapellen hinaus

die wichtigsten Ziele. Damals war es ja oft so, dass

die Konkurrenz benachbarter Musikkapellen im

Vordergrund stand.“

Ein großes Ziel ist für Geroldinger mit seinem

Orchester „möglichst viele Menschen zu

begeistern, sowohl die Orchestermitglieder als

auch das Publikum.“ „Dabei bin ich immer auf der

Suche nach neuer Literatur und nach besonders

herausfordernden Auftritten, wie es internationale

Orchesterwettbewerbe ja sind“, ergänzt der

Dirigent.

Am 23. Oktober wird das SBO Ried in Peuerbach

gastieren. Auch die gesamte Familie Geroldinger

wird sich im Orchester wiederfinden. Eine

Besonderheit: Sohn Jonathan wird als Solist ein

Werk von Thomas Doss aus der Taufe heben. Mit

einer weiteren Uraufführung des Peuerbacher

Komponisten Georg Wiesinger erfüllt das

Orchester auch das Motto des Abends: „Premiere“.

Foto: Ingrid Geroldinger

Foto oben : Direktor Karl Geroldinger

Foto unten : Jonathan, Felix und Katharina Geroldinger

“Premiere”

Sinfonisches Blasorchester Ried

Mittwoch, 23. Oktober 2019

19:30 Uhr, Schlosssaal Peuerbach

VVK: €14 AK: 17€

Karten erhältlich in allen Raiffeisenbanken OÖ.

Foto links: Jonathan Geroldinger

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Der Mann mit der Gitarre

Dieter Jahn ist 14 Jahre alt, als er das erste Mal

seine erste eigene E-Gitarre in den Händen hält.

Marke Höfner mit Sunburst-Lackierung. Kurze

Zeit später denkt er sich: „Die klassische Musik,

die hänge ich jetzt an den Nagel.“

In Salzburg ist er aufgewachsen. Liefering, der

nordwestlichste Zipfel der Stadt, ist seine Heimat.

Dieters Eltern fliehen als Sudetendeutsche kurz

nach Kriegsende aus Böhmen, landen in Salzburg.

Ihren zweiten Sohn möchten sie musikalisch

fördern. Violine soll er lernen, doch Dieter ist

nicht so der Geigentyp. Dieter möchte Gitarre

lernen. Seine Eltern sind entsetzt. Die klassische

Gitarrenschule erweist sich dann aber doch als

gangbarer Kompromiss.

Und dann bekommt Dieter seine E-Gitarre.

Sämtliche seiner Johann-Sebastian-Bach-

Transkriptionen für Gitarre beginnen zu verstauben.

Mit seiner E-Gitarre spielt Dieter bald in

unterschiedlichsten Bands. Erst in Garagen und

Pfarrheimen, später in vollen Sälen. „Du musst

Gitarre studieren“, ermutigt ihn ein Bandkollege

während eines Auftritts. Jahn Dieter bricht mit 21

Jahren sein Biologiestudium ab und inskribiert am

Mozarteum Salzburg. Seinen Abschluss hält er

1984 in seinen Händen.

sollen das spielen können, was ihnen Spaß macht

und dabei ihren eigenen Weg finden“, so sein

pädagogisches Credo.

Rockbands, Kommerzmusik-Gigs und

Tanzmusikauftritte – das alles hat Dieter Jahn

heute hinter sich gelassen. An Wochenenden

trifft er sich aber immer noch regelmäßig mit

Freunden zum gemeinsamen Musizieren.

Frei von der Leber weg wird improvisiert und

gejammt, alles ist erlaubt. Manchmal bringt

einer seiner Freunde ein Motiv mit, manchmal

wird ein Song gecovert. Im Zentrum steht die

Musik selbst.

Nach 36 Jahren Gitarre unterrichten zieht

sich Dieter Jahn nun in den Ruhestand

zurück. Den Pensionisten Dieter Jahn

wird es aber nicht geben. Musik wird er

weiterhin machen, das Gitarrenfeuer hält

ihn noch weiterhin im Griff - seit seinem

vierzehnten Lebensjahr.

Das Team der Landesmusikschule

Peuerbach, deine Schülerinnen und

Schüler und deine musikalischen

Wegbegleiter möchten dir Danke

sagen und wünschen dir alles Gute

für deine Zukunft.

Verliebt zieht er nach Oberösterreich und

lässt sich in der Nähe von Pram nieder. Ersten

Gitarrenunterricht am Oberösterreichischen

Landesmusikschulwerk gibt er 1983 in Haag am

Hausruck und in Pram. Per Zufall landet Dieter in

Steegen. Mit viel Musikalität, Hingabe und einer

ansteckenden Lockerheit und Coolness widmet er

sich dem Unterrichten. „Schülerinnen und Schüler

Text: Georg Wiesinger

Foto: Christoph Mühlböck


MENSCHENBILDER

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toni - das magazin


In Peuerbach wird getanzt

Wer kennt es nicht, das tolle Gefühl zur

Lieblingsmusik das Tanzbein zu schwingen?

Warum sich in Peuerbach eine rege Kulturszene

entwickelt, wo das Tanzen nicht fehlen darf,

warum Tanzen wieder „sakkotauglich“ ist und

warum TV-Shows die Lust am Tanzen hemmen

könnten, erzählen der Welser Tanzschulbesitzer

Christoph Hippmann und Direktor Norbert

Hebertinger der Tips Redakteurin Sabrina Lang.

Tips: Warum ist Tanzen im Trend?

Christoph Hippmann: Es gibt die ewige Sehnsucht,

dem Partner näher zu kommen und es gibt nicht

wirklich viele Sportarten, wo man miteinander und

nicht gegeneinander arbeitet.

Und ich habe beim Tanzen die Möglichkeit, in

unserer heutigen, von Smartphone geprägten Zeit,

den Partner im Arm zu halten. Es ist ein gesunder

Mix aus Bewegung und Musik.

Tips: Tanzen ist gesund?

Hippmann: Der gesundheitliche Aspekt ist

seit Jahren in aller Munde. Man stärkt die

Rückenmuskulatur, die Waden und auch der

Rumpf wird trainiert. Man tut etwas für Herz und

Kreislauf und man muss sich dabei auch noch

konzentrieren - man bleibt also fit im Kopf.

Tips: Und Tanzen ist nicht nur etwas für ältere

Menschen?

Hippmann: Nein, es bilden sich sogar

eigene Tanzcommunities, unter Studenten

beispielspweise. Oft heißt es im Leben aber auch:

Tanzkurs, Debütantenball, Matura und dann war es

das mit dem Tanzen. Wir versuchen die Lücke zu

schließen, bauen in Wels eine neue Tanzschule und

ein neues Tanzlokal, um den Trend zu forcieren.

Tips: Unterstützen TV-Shows wie Dancing Stars

den Trend zum Tanzen?

Hippmann: Diese Shows sollte man differenziert

betrachten. Es wird das Bild vermittelt, dass man

auf der Tanzfläche bewertet wird. Dieses Gefühl

könnte für viele eine Hemmschwelle darstellen

erst gar nicht mit dem Tanzen zu beginnen.

Tips: In Peuerbach entwickelt sich eine rege

Kulturszene, in der auch Bälle und das Tanzen eine

Seite / 12 toni - das magazin HERBST / WINTER 19


Rolle spielen - warum harmoniert Tanz und Kultur

so gut miteinander?

Norbert Hebertinger: Tanzen ist auch ein

Stück Kultur, von der Partnerschaft bis hin

zum gesundheitlichen Bereich. Auch das

Gesellschaftliche, weil sich beim Tanzen

verschiedene Paare treffen, ist ein Stück Kultur. Im

vergangenen Jahr wollten wir mit unserem ersten

Musikschulball zeigen, dass es in diesem Bereich

viele Möglichkeiten gibt. Die Ballkultur fällt leider

in vielen Gemeinden weg. Schön tanzen gehen

zu einem gesellschaftlichen Anlass mit Hinblick

auf den kulturellen Aspekt, das ist kaum mehr

gegeben. Das wollen wir wieder ändern.

Tips: Tanzen spielt in der Sternenstadt Peuerbach

eine besondere Rolle, warum?

Hebertinger: Wir wollen die Tanzkultur im

Melodium weiterentwickeln, mit dem Ziel, dass

es ein mal im Jahr einen schönen Ball gibt.

Der Standort Peuerbach soll sich für Tanz und

einen Musikschulball etablieren, wo auch junge

Menschen auftreten. Ein Debütantenball gehört

zum Leben dazu, er ist für die Jugendlichen

der Eintritt in die Gesellschaft. Wir haben ein

1a-Kulturhaus, dazu gehören natürlich ein 1a-

Tanzlehrer und seine Tanzkurse in Peuerbach,

so schließt sich der Kreis. Wir freuen uns auch,

dass unser kulturelles Vorhaben von Seiten der

Gemeinde und des Bürgermeisters so unterstützt

wird.

Tips: Welche Tänze sind aktuell besonders im

Trend?

Hippmann: Mit Sicherheit der Lindy Hop, ein

Tanzstil, der aus dem Swing-Bereich kommt. Mit

toller Musik und einfachen Schritten kann man

diese Art stundenlang dahintanzen. Auch der

Disco Fox, der Klassiker, ist im Trend, denn hier

gibt es viele leichte und lustige Figuren. Tanzen ist

wieder „sakkotauglich“, das heißt man geht wieder

mehr in Richtung natürlichem Tanzstil und weg

von angespannten Figuren. Ziel ist: es soll Spaß

machen. Mein Tipp: rauf auf die Tanzfläche.

herbsttanzkurs

IM MELODIUM PEUERBACH

Jeweils Montag ab 14. Oktober 2019

Die lustigsten & wichtigsten Tänze zu zweit

Erster Abend kostenloser Schnupperabend!

19:15 - 20:30 Uhr: Paare / Anfänger, keine

Vorkenntnisse erforderlich.

20:30 - 21.45 Uhr: Paare / Bronze – leicht

Fortgeschritten

8 x 1,25 Stunden, gesamt: € 129 / Person

Jeweils Montag ab 11. November 2019

19:15 - 20:30 Uhr: Für Braupaare und

Hochzeitsgäste

4 x 1,25 Stunden, gesamt: € 89 / Person

Anmeldung & Info unter 07242 / 45095,

Tanzschule Hippmann oder online unter

www.tanzschule.at

Veranstaltet von

Interview von Sabrina Lang

Foto: Alvin Mahmudov

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toni - das magazin


Teamzuwachs

Foto: Das Team der LMS Peuerbach mit

Bürgermeister W. Oberlehner (Michael Emprechtinger)

Fotos rechts: Lisa Felbermayer, Vesna Tepić, Wolfgang

Mayer und Bernhard Ritt.

Im Team der LMS Peuerbach arbeiten derzeit 27

motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch

heuer durften wir uns über vier neue Zugänge sehr

freuen. Herzlich willkommen!

Lisa Felbermayer

Sie erhielt ihren ersten Saxophonunterricht

an der Landesmusikschule Marchtrenk bei

Bernhard Parkfrieder. Nach der Matura an der

Handelsakademie I in Wels begann sie das

Studium Instrumentalpädagogik an der Anton

Bruckner Privatuniversität bei Peter Rohrsdorfer.

Im Sommer 2018 schloss sie BA Studium

mit Auszeichnung ab. Lisa war Mitglied im

Österreichischen Jugendblasorchester und spielt

aktuell im Landesjugendorchester Oberösterreich

und beim Musikverein Buchkirchen.

Vesna Tepić

Vesna Tepić wurde 1994 in Slowenien geboren.

Nach ihrem Besuch an der Universität für Pädagogik

in Ljubljana, intensivierte sie 2014 ihre Ausbildung

an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz

(Zeitgenössischer Tanz und Tanzpädagogik). Vesna

unterrichtete an der privaten Tanzschule ArtFit in

Tolmin und wurde 2011 mit der Abteilungsleitung

der Musikschule Tolmin (Klassisches Ballett,

Zeitgenössischer Tanz, Choreografie) betraut.

Seit 2016 ist Vesna Tepić auch als zertifizierte

Gyrokinesis Trainerin im Einsatz. Bei Perform Dance

(Lehrerin für modernen Tanz und Assistentin von

Bruno Gently) und Topmoves (Lehrerin für Ballett

Seite / 14 toni - das magazin HERBST / WINTER 19


und zeitgenössischer Tanz) intensivierte sie ihre

pädagogische Arbeit. Die LMS Peuerbach und die

LMS Riedau freuen sich auf Tanzlehrerin Vesna

Tepić.

Wolfgang Mayer, MA., MA.

Wolfgang Mayer schloss die Studien Chorleitung

und Komposition an der Anton Bruckner

Privatuniversität Linz mit Auszeichnung ab und

bildet seit 2008 angehende Chorleiter und

Chorleiterinnen im Landesmusikschulwerk aus.

Er leitet die Chorgemeinschaft Leonding (seit

2018), ist Leiter von vier Singschulchören in den

Landesmusikschulen Grieskirchen, Schallerbach

und Hofkirchen (seit Jänner 2018), ist Leiter der

Chorgemeinschaft Freistadt (seit 2012) und des

Hans Sachs Chores Wels (seit 2009). Darüber

hinaus ist er Leiter des Männerchores der

Singwoche des Chorverbandes Oö. (seit 2014)

und Regionalchorleiter für die Chorregion 1 (Linz

– Hausruck) im Chorverband Oberösterreich (seit

2007). Als Landeschorleiterstellvertreter und

Regionalchorleiter ist er im Chorverband Oö. seit

2015 aktiv.

Bernhard Ritt

Bernhard Ritt, geboren 1992, lernte selbst Gitarre

an der LMS Eferding. 2006 begann er an der Anton

Bruckner Privatuniversität Linz und an der Musik

und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien bei

Michael Langer Gitarre zu studieren. 2013 studierte

er Gitarre der Popularmusik an der Universität für

Musik und darstellende Kunst Wien. Ein Jahr später

inskribierte er sich dort zusätzlich für Gesang

der Popularmusik. Seit 2018 unterrichtet der

Gitarrenvirtuose bei Beatboxx in Wien, seit heuer

auch Gitarre an der LMS Peuerbach.

Infos zur Anmeldung

LMS Peuerbach und Natternbach

https://peuerbach.landesmusikschulen.at/

oder telefonisch unter: 07276/2284

Seite / 15

toni - das magazin


Wir feiern Geburtstag

Am 16.04.2008 wurde mit dem Spatenstich der

Grundstein für ein überregionales Kulturzentrum

in Peuerbach gelegt. Das bestehende

Schlossgebäude wurde um einen modernen Zubau

erweitert, der nun baulich geschlossene Schlosshof

wurde überdacht und die Landesmusikschule

eingegliedert.

Der Schlosssaal, Schlosshof, Kultursaal, die

Vinothek und der Gastrobereich formten

schließlich das flexible Haus und bilden seit ihrer

Eröffnung 2009 ideale Gestaltungsmöglichkeiten

für Veranstaltungen. Ob große Feier, Event,

Hochzeit oder Konzert - das Melodium

Peuerbach zählte im Jänner 2019 bereits

mehr als 1000 Veranstaltungen. Neben dem

jährlichen Neujahrs- und Muttertagskonzert,

dem wiederkehrenden Martinikonzert und den

Gastspielen des Brucknerorchesters, entwickelte

sich u.a. auch eine lebendige Kabarettszene. Auch

Jazzkonzerte, Familienkonzerte und eine Vielzahl

an Musikschulveranstaltungen bereichern das

bunte Kulturangebot. Mit “Kultur schnuppern”

wurde darüber hinaus eine Veranstaltungsreihe bei

freiem Eintritt geschaffen.

Heute, 10 Jahre später, feiern wir den ersten

runden Geburtstag im Melodium Peuerbach.

Die Landesmusikschule und das Kulturreferat

Peuerbach laden darum zu einem spannenden

Kulturwochenende. Tag der offenen Tür in

der Musikschule, Fotoausstellung, Festmesse,

Festabend mit Alfons Haider oder das große

Lionskonzert mit Eric Papilaya - das Kulturzentrum

öffnet seine Türen für alle Freundinnen und Freunde

zum gemeinsamen Feiern.

Freuen wir uns auf viele bunte Events im Melodium

Peuerbach. Feiern wir gemeinsam Geburtstag.

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toni - das magazin

HERBST / WINTER 19


MELODIUM

PEUERBACH

15.

FREITAG

NOVEMBER

TAG DER OFFENEN TÜR

LANDESMUSIKSCHULE PEUERBACH I BEGINN: 16:00 UHR

UNTERRICHTSBESUCH mit INSTRUMENTENVORSTELLUNG, FACHBERATUNG

DURCH LEHRPERSONEN und KINDERPROGRAMM

15.

FREITAG

NOVEMBER

FESTABEND

LEISE RIESELT DIE ZEIT

eine musikalische Reise

MELODIUM PEUERBACH I BEGINN: 19:30 UHR

EINTRITT FREI I Konzept: Andrea Hinterberger, Norbert Hebertinger

LMS Peuerbach. Solisten: Christoph Peham, Horn I Lydia Mayr, Klavier I

Matthias Trattner, Judith Ramerstorfer, Gesang I Vanessa Peham uvm.

Mit Musik von Georg Wiesinger. Special guest: Alfons Haider

SAMSTAG

16.

NOVEMBER

SWING IT!

Eric Papilaya, ptart orchester

Norbert Hebertinger (Leitung)

MELODIUM PEUERBACH I BEGINN: 19:30 UHR

VVK € 27,00 I AK € 29,00 I VIP KARTE € 85,00 (lim. Anzahl) inkl. Buffet und Getränke I JUGENDKARTE € 14,00

VORVERKAUF IN ALLEN OÖ. RAIFFEISENBANKEN, DER SPARKASSE EFERDING - WAIZENKIRCHEN-

PEUERBACH und DEN MITGLIEDERN DES LIONSCLUB PEUERBACH

mit Fotoausstellung

im Melodium

Peuerbach

(15.11. - 17.11.)

und großem

Gewinnspiel

SONNTAG

17.

NOVEMBER

FESTMESSE

Johann Padinger,

Pfarrer von Peuerbach

PFARRKIRCHE PEUERBACH I 10:00 UHR

MITWIRKENDE: KIRCHENCHOR PEUERBACH I LIEDERTAFEL PEUERBACH

CHOR4YOU I ORCHESTER DER LMS PEUERBACH

GESAMTLEITUNG: Doris Amersberger, Vera Humer

Im Anschluss: Frühschoppen im Melodium mit dem Musikverein Peuerbach

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toni - das magazin


Hinter der Linse

Tausende Veranstaltungsfotos finden sich auf

seinem PC-Laufwerk. Christoph Mühlböck war mit

seiner Kamera seit der ersten Eröffnungsstunde

live dabei. Mit Geschick und Gefühl hielt er viele

Sternstunden im Melodium Peuerbach fest.

“Ab dem ersten Tag der Bauarbeiten zog das

Melodium die Bevölkerung Peuerbachs und

natürlich auch mich an. Bei nahezu jeder Fahrt nach

Peuerbach war die Kamera an Bord. Waren es in

der Bauphase eher Details der Arbeiten, so rückten

ab der Eröffnung die Künstlerinnen und Künstler in

den Fokus. Die immensen Möglichkeiten des Hauses

bescherten Peuerbach in kurzer Zeit eine große

Anzahl an unterschiedlichsten Events und schnell

wurden aus anfangs fremden Künstlerinnen und

Künstlern Freunde. Diese Freundschaften gehen

Christoph Mühlböck begleitete

unzählige Veranstaltungen seit der

Eröffnung mit seiner Kamera.

einher mit großem Vertrauen und erlaubten mir

unvergessliche Schnappschüsse zu Zeitpunkten, wo

eigentlich keine Kamera erwünscht ist.

Ich muss gestehen, es ist mir nach Durchsicht

unzähliger Fotos und Veranstaltungen nicht

möglich, ein einziges Highlight zu nennen. Neben

den vielen spannenden Schulaufführungen der

Landesmusikschule, die - und da wird mir jeder

beipflichten - einen ganz eigenen liebevollen Charme

besitzen denke ich, dass mir wohl Dennis Russel Davis

beim ersten Konzert 2014 in Erinnerung bleiben wird.

Das Bruckner Orchester benötigte die volle Breite

des Saals und so blieb mir nur die Möglichkeit, von

außen durch die Verglasung ein paar Erinnerungen

zu schießen. Es regnete in Strömen, die Sicht war

durch Boxen und Stative mehr als eingeschränkt

und ich benötigte lange, um eine passable Position

zu finden. Aber ab dem ersten Foto zogen mich

die geschmeidigen, eleganten Bewegungen

des Maestros in den Bann. Dieser Blick aus den

hinteren Reihen des Orchesters, vor mir ein Meer aus

Notenblättern und Streichern, ein Melodium zum

Bersten voll und ein Publikum, gebannt lauschend,

diese immense Energie, Leidenschaft, Präzision und

Kontrolle, die ich damals auf ein Bild reduziert zu

bannen versuchte - dieser Moment bleibt.

Die vielen spontan geblitzten Fotos von SchülerInnen

und LehrerInnen der Landesmusikschule bei

unzähligen bunten Veranstaltungen werden mir

jedoch mindestens ebenso in Erinnerung bleiben.

So wie das Haus das Wahrzeichen der Stadt und ab

dem Tag des Spatenstichs ein Ort der Begegnung

wurde, so kann auch ich auf nun zehn Jahre

voller toller Veranstaltungen und Erinnerungen

zurückblicken. Denn aus Fremden wurden Freunde.”

Text: Christoph Mühlböck

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Im Melodium Peuerbach versammeln sich einmal jährlich unsere Mitarbeiter

zu einem Rückblick auf das vergangene und Ausblick auf das

kommende Geschäftsjahr. Für uns die optimale, moderne Event-Location,

weil fast 500 Personen Platz finden und außerdem eine gute Infrastruktur

gegeben ist. Wir freuen uns jedes Jahr auf die Veranstaltung im Melodium.

Johann Scheuringer

CEO josko

Im Melodium Peuerbach veranstaltet der Alpenverein Peuerbach

alle zwei Jahre den traditionellen Volksmusikabend „A lustige Eicht“.

Das Melodium bietet für diese Veranstaltung mit echter Volksmusik

beste Bedingungen für den Veranstalter. Das Angebot für diese

Veranstaltung ist bestens, sei es das Platzangebot für die Bestuhlung

und die Akustik des Saales, sowohl die zahlreichen Möglichkeiten für

die Bewirtung für die Besucher.

Franz Schönbauer

Alpenverein Peuerbach

“Im Melodium Peuerbach genieße ich seit 10 Jahren ein äußerst

abwechslungsreiches Kulturprogramm auf sehr hohem Niveau. Wir als

Raiffeisenbank nutzen das Melodium selbst für unsere jährliche Generalversammlung

und externe Referenten sind immer überrascht, am

“Land” einen so modernen und technisch gut ausgestatteten Veranstaltungssaal

vorzufinden. Es zeigt, dass die Verantwortlichen beim Bau Weitblick

bewiesen haben und Norbert Hebertinger schafft es perfekt, für den

Kunstgenuss in Peuerbach zu sorgen.”

Brigitte Maier

Vorstand Raiffeisenbank Peuerbach eGen

Im Melodium Peuerbach ist der Musikverein Peuerbach seit Beginn an zu

Gast. Viele Konzerte konnten wir vor ausverkauftem Haus zum Besten geben.

Auch für zwei Musikfeste und einige Frühschoppen konnte das Melodium

alle Wünsche erfüllen. Im kommenden Jubiläumsjahr wollen wir im

Melodium mit dem Bezirksmusikerball, dem Frühlingskonzert und dem

Konzert für die ganze Familie besondere Highlight setzen. Ich wünsche

zum Geburtstag alles Gute und dass das Haus weiterhin eine volle Auslastung

mit vielen hochwertigen Veranstaltungen für die Region zu bieten hat.

Hans Pühringer

Obmann Musikverein Peuerbach

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UNTER

MELOD

FIRME

SCHULEN

& KINDER

TRADITION

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toni - das magazin

HERBST / WINTER 19


HALTUNG

SPORT

KLASSIK

DIUM

PEUERBACH

FESTE &

HOCHZEITEN

N

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toni - das magazin


Ein Star in der Sternensta

Das Melodium Peuerbach wird 10 Jahre alt. Ein

Grund zum Feiern. Mit viel Witz und Charme wird

uns Fernsehmoderator Alfons Haider durch den

Festabend am 15. November führen.

Die Bühne ist sein Zuhause. Alfons Haider begann

1976 seine Schauspiel- und Musicalausbildung

in Wien, intensivierte sie in Los Angeles und war

bereits ab 1977 am Theater in der Josefstadt oder

am Wiener Volkstheater zu sehen. Schließlich

wurde Haider auch für Film und Fernsehen aktiv,

wobei er nicht nur für das deutschsprachige

Fernsehen arbeitete, sondern auch in diversen

internationalen Produktionen tätig war. Das erste

Mal stand er bei einer Casting Show vor der Kamera.

Mit Musik vom Kassettenrekorder sang er dabei „In

the Ghetto“ (siehe Foto).

„Ich bin jedoch eindeutig ein Bühnenmensch. Der

direkte Kontakt mit dem Publikum - das fasziniert

mich, auch nach 40 Jahren auf den Brettern, die

für mich die Welt bedeuten. Fernsehen kommt

dem fast nahe, wenn es live ist. Der Opernball ist

Nervenkitzel. Zu wissen, dass jeder Satz, jedes

Wort, jede Körperhaltung jetzt passiert und damit

auch in hunderttausenden Wohnzimmern ist”,

verriet Alfons Haider dem Toni Team.

Egal ob Kabarett, Theater oder Musik. Was für Haider

zählt, scheint deren gemeinsamer Nährboden zu

sein - die Kultur selbst. “Kultur ist nicht nur der Kitt,

der uns zusammenhält, es ist das, was uns zum

Menschen macht. Anreiz zum Reflektieren, über

uns nachzudenken und über sich selbst zu lachen.

Das kann in Zeiten des Wahlkampfes ganz hilfreich

sein!”

Bescheiden gibt er sich auf die Frage, worauf

er wirklich stolz sei: „Stolz bin ich auf meine

Kirschenmarmelade - vom eigenen Baum auf

meiner Dachterrasse.“

So sucht auch ein Entertainer gelegentlich seine

Rückzugsorte. Alfons Haider, Partylöwe oder

Couchpotato? „A bisserl von beidem. Oder anders

gesagt: Nach einer Nacht als Löwe, muss das

„Katzerl“ mindestens zwei Tage auf der Couch

bleiben.“

Den Partylöwen Haider werden wir in Peuerbach

erleben.

Sein kabarettistisches Talent mündete 1995 in sein

erstes Kabarettprogramm „Haiderkeit kennt keine

Grenzen“. Mittlerweile feiert sein achtes Programm

„Haider an die Macht“ große Erfolge. Und dass

Alfons Haider auch ein ausgezeichneter Sänger ist,

bewies er unlängst als Jeff Zodiak im von Rainhard

Fendrich geschriebenen Musical „Wake up!“ am

Wiener Raimundtheater. Fernsehmoderator,

Entertainer, Kabarettist, Sänger und Schauspieler

– Alfons Haiders Neigungen und Talente sprengen

jeden Versuch einer Berufsbezeichnung.

Alfons Haider steht das erste Mal

bei einer Casting Show mit

Kassettenrekorder vor der Kamera

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dt Peuerbach

Text: Georg Wiesinger

Foto: ORF – ip media / Peter Krivograd

Festakt “Leise rieselt die Zeit”,

eine musikalische Reise.

Mit: Alfons Haider, Christoph Peham,

Lydia Mayr, Matthias Trattner, Judith

Ramerstorfer, Vanessa Peham uvm.

Konzeption: Andrea Hinterberger,

Norbert Hebertinger.

Mit Musik von Georg Wiesinger.

Freitag, 15. November 2019, 19:30 Uhr,

Melodium Peuerbach

Kultur schnuppern -

Eintritt frei.

MELODIUM

PEUERBACH

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toni - das magazin


Löwenenergie!

Wirklich lange ist es her. Eric Papilaya kommt auf

die Bühne. Feuerwehrfest Obererleinsbach. Damals

konnte keiner wissen, dass der Leadsänger einer

unbekannten Coverband einige Jahre später bei

Starmania, live im ORF, tausende Fernsehzuseher

begeistern würde. Oder Österreich 2007 beim

Songcontest vertreten würde. Oder seine eigene

Sendung bei ServusTV bekommen würde.

Am 16.11.19 kehrt er nach Peuerbach zurück. Mit

dem ptart Orchester und Norbert Hebertinger wird

der geborene Entertainer mit sinfonischem Pop,

saftigem Rock und funky Hits kräftig einheizen.

“Swing it”, so das Motto des Abends.

Seine große Leidenschaft ist das Entertainment.

Singen, Musik machen, produzieren – „das mache

ich auch, aber ich bin ein geborener Entertainer,

das ist mein größtes Talent. Ich bin dankbar, dass

ich das habe. Nicht stolz, sondern dankbar.“

Sein Talent zeigt sich sofort, wenn Papilaya die

Bühne betritt. Er plaudert (auch während eines

Songs) mit dem Publikum oder lädt spontan

zum Mitmachen ein. Das Publikum wird Teil

des Konzerts, Teil der Show. „Der Funken muss

überspringen“, so sein Geheimrezept.

Gemeinsam mit uns feiert der Ausnahmeentertainer

10 Jahre Melodium. Und diesmal kennen ihn auch

alle.

“Swing it!”

Eric Papilaya und das ptart orchester

Leitung: Norbert Hebertinger

16.11.2019, 19:30 Uhr, Melodium Peuerbach

VVK € 27, AK € 29, VIP € 85, Jugendkarte € 14

Eine Veranstaltung des Lions Club Peuerbach

MELODIUM

PEUERBACH

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toni - das magazin

HERBST / WINTER 19


Der Lions Club Peuerbach veranstaltet wie jedes Jahr

sein Martinikonzert. Heuer können wir uns am Jubiläum

„10 Jahre Melodium“ beteiligen, was natürlich ein ganz

besonderer Rahmen ist. Umso mehr freut es uns, dass

wir zu dieser Veranstaltung mit Eric Papilaya einen so

bekannten Künstler gewinnen konnten. Unser heuriges

Motto „Swing it!“ verspricht einen unbeschwerten

und schwungvollen Abend. Unsere Sponsoren und

Gäste unterstützen den Lions Club Peuerbach dabei,

unverschuldet in Not geratenen Menschen in der Region

rasch und unbürokratisch zu helfen.

Manfred Dieplinger

Präsident des Lions Club Peuerbach

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toni - das magazin


Unser Tonkünstler

MELODIUM

PEUERBACH

Norbert Hebertinger besuchte Univ. Prof.

Mag..Christoph Peham vor der Probe mit dem

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, bei

dem er seit 12 Jahren als Solohornist engagiert

ist, in Wien.

In seiner Tätigkeit als Orchestermusiker spielt

der gebürtige Peuerbacher immer wieder auch

mit den Wiener Philharmonikern, den Wiener

Symphonikern sowie in Produktionen an der Wiener

Staatsoper. Außerdem unterrichtet er seit 2015 an

der Universität für Musik und darstellende Kunst

Wien als Universitäts-Professor das Konzertfach

Horn. Sofern es seine Zeit erlaubt, beschäftigt

sich der 42-jährige auch gerne mit historischen

Musikinstrumenten und spielt des Öfteren in

verschiedenen namhaften Ensembles (L’Orfeo

Barockorchester, Concentus Musicus, Il Giardino

Armonico u.a.). Gemeinsam mit seiner Frau Evelina

Ivanova-Peham und seinem Sohn Adrian wohnt

Christoph Peham in Wien.

War es dein Lebensziel Profimusiker zu werden?

Eigentlich bin ich recht unbedarft in diesen Beruf

gerutscht, durch mein Talent wurde ich mit dem

raren Instrument Horn relativ leicht zum Studium

zugelassen. Die harte Arbeit, um es schließlich bis

in ein Berufsorchester zu schaffen, habe ich erst

später kennengelernt. Sobald man dann einige

Jahre bei den verschiedenen Orchestern Wiens

spielt und lernt, liegt es auch nahe, sein Wissen

und seine Erfahrung an die nächste Generation

weitergeben zu wollen.

Was macht mehr Spaß: Im Orchester zu spielen

oder an der Uni zu unterrichten?

Beide Berufe lassen sich sehr gut miteinander

vereinbaren. Durch das Orchesterspiel profitiere ich

bzw. meine Studierenden direkt auch im Unterricht

davon. Dadurch fällt es mir auch schwer, etwas

hervor zu heben. Als Lehrender für Studierende

verantwortlich zu sein ist jedenfalls definitiv die

größere Verantwortung für mich.

Welcher Dirigent oder Musiker hat dich am meisten

beeindruckt?

Durch meine zahlreichen Orchesterreisen durfte

ich mit sehr vielen, ganz unterschiedlichen

Persönlichkeiten zusammenarbeiten. Daher fällt

es mir schwer einzelne hervorzuheben. Aber mein

einziges Zusammentreffen mit Claudio Abbado

1993 in einem Jugendorchester in Salzburg werde

ich nie vergessen. Ebenso werde ich das Wissen

und die Begeisterung von Nikolaus Harnoncourt,

mit dem ich in dessen letzten Lebensjahren einige

Projekte, sowohl mit den Philharmonikern als

auch mit seinem Concentus Musicus, gemeinsam

gestalten durfte, für immer in Erinnerung behalten!

Und natürlich gibt es auch immer wieder

hervorragende Solisten, von denen man sich

persönlich sehr viel abschauen kann.

Wieviel Zeit verbringst du selber beim Üben?

Leider fehlt mir zunehmend die Zeit für eigenes

Üben, ich versuche, durch die Orchesterdienste und

Vorspiel an der Uni fit zu bleiben. Prinzipiell nehme

ich mir an jedem Vormittag ca. 30 Minuten für mich,

das funktioniert natürlich nur mit entsprechenden

Proben-Stunden im Orchester. Ich denke, dass ich

so während einer durchschnittlichen Woche um

die 30 Stunden mit meinem Instrument verbringe.

Wie sieht ein Tagesplan eines Profimusikers aus?

Bei uns Tonkünstlern ist meistens Dienstag bis

Freitag Probenzeit, vormittags und nachmittags.

Von Freitag bis Montag sind dann meist

Konzerte an den unterschiedlichen Dienstorten

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des Orchesters; vor allem in Grafenegg, dem

Festspielhaus St. Pölten oder dem Musikverein

Wien. Davor, danach und eventuell dazwischen

findet sich meine individuelle Übungszeit, sowie

das Ein- und Ausspielen, welches sich gut mit

dem Aufwärmtraining eines Leistungssportlers

vergleichen lässt.

Als Peuerbacher sind wir schon sehr stolz, dass

du, wenn es deine Zeit erlaubt, auch noch

beim Musikerverein, bei der Kirchenmusik

und auch bei größeren Aufführungen der

Musikschule als Musiker mitwirkst. Werden

da alte Erinnerungen wach?

Es ist immer eine ganz spezielle und

schöne Grundstimmung für mich, wenn

ich mein Instrument in Peuerbach

spiele. Vor nicht langer Zeit habe ich

dort meine musikalischen Höhepunkte

als Jugendlicher erleben dürfen und

diese Erinnerungen kommen in mir

auch immer wieder sehr stark hervor.

Ich denke, dass das mit den Jahren

sogar intensiver geworden ist! So

ist es immer wieder etwas ganz

Besonderes für mich, in Peuerbach

auf der Bühne zu stehen!

den nächsten Jahren hierfür wieder

verstärkt Zeit zu finden!

Christoph, danke für das Gespräch und

weiterhin viel Freude!

Wir freuen uns auf Christoph Peham, der

am 15. November 2019 als künstlerischer

Gast bei der Veranstaltung 10 Jahre

Melodium Peuerbach den Festakt mit

seinem Hornspiel bereichern wird.

Text: Norbert Hebertinger

Foto: Nancy Horowitz

Wo geht die musikalische Reise

hin?

Vor einiger Zeit habe ich durch

die zusätzliche Unterrichtsstelle

meine freiberuflichen Aktivitäten

stark reduziert. Die Zeit für

meine Familie ist neben

den fixen Verpflichtungen

am wichtigsten für mich.

Prinzipiell habe ich allerdings

Kammermusikkonzerte mit

verschiedenen Kollegen

anderer Orchester

immer sehr gerne als

bereicherndes Element

angesehen. Ich hoffe, in

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toni - das magazin


Die Gründerväter

Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck

feierte im April 2019 seinen 90. Geburtstag.

Seitens des Landes Oberösterreich fand im

Steinernen Saal des Landhauses OÖ im Mai eine

Geburtstagsfeier statt. Die Führungskräfte des Oö.

Landesmusikschulwerkes sowie Schülerinnen und

Schüler von oö. Landesmusikschulen umrahmten

die Feier unter der Leitung von Dir. Karl Geroldinger

musikalisch.

Josef Ratzenböck besuchte von 1939 bis 1948

das Akademische Gymnasium in Linz. Im

Anschluss studierte er Rechtswissenschaften

an der Universität Wien und ab 1953 war er in

der Landesparteileitung der ÖVP Oberösterreich

tätig, später als Landesparteisekretär. Nach seiner

Berufung zum Landtagsabgeordneten war er von

1977 bis 1995 Landesparteiobmann der ÖVP und

Landeshauptmann von Oberösterreich. Er setzte

sich für ein flächendeckendes Musikschulnetz

ein, förderte die Landesausstellungen und

trat für das Mitspracherecht der Länder in

Bundesangelegenheiten ein. In seine Amtszeit

fallen die Einführung der begünstigten

Rückzahlung von Wohnbaudarlehen (Ratzenböck-

Plan), die Ansiedlung von BMW in Steyr, sowie die

Gründung des Landesmusikschulwerkes.

Ratzenböck war von 1977 bis 1995 Präsident

des Landesschulrates für Oberösterreich, er war

Aufsichtsratsvorsitzender der OKA und ab 1996

Obmann des Seniorenbundes Oberösterreich.

2017 folgte ihm Josef Pühringer als Obmann des

Seniorenbundes Oberösterreich nach. Als einer der

dienstältesten Landeshauptmänner hatte er ÖVPintern

auch bundespolitischen Einfluss.

Seit 1954 ist Josef Ratzenböck mit Anneliese

Ratzenböck verheiratet.

Norbert Hebertinger besuchte den Herrn

Landeshauptmann in seinem Haus in Neukirchen

am Walde und bat um ein Interview. Frau

Ratzenböck öffnete die Eingangstür und empfing

ihn voller Lebensfreude mit Katze Filou.

Herr Landeshauptmann, das Oö.

Landesmusikschulwerk wurde 1977 im Landtag

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einstimmig beschlossen. Heute spricht man von

einem einzigartigen, europaweiten Erfolgsprojekt

im Musikschulunterricht. Wie kam es zu diesem

Entschluss?

Heinz Preiss war Musikschuldirektor in

Kremsmünster und war der erste Besucher

beim Sprechtag in meinem neuen Amt als

Landeskulturreferent. Er präsentierte mir ein

Gesamtprojekt, wie man im Land OÖ den

Musikschulunterricht leistungsorientiert und

vor allem pädagogisch sinnvoll fördern könnte.

Wissen Sie, es war für mich schon ein sehr großes

Unternehmen, das er mir hier vorgestellt hat. Viele

Kollegen haben mir von diesem Projekt abgeraten

und sagten zu mir: “Ratzenböck, lasse die Finger

davon, dieses Projekt wird irgendwann nicht mehr

finanzierbar sein und wird dir völlig entgleiten.” Ich

war aber von diesem Projekt von der ersten Stunde

an begeistert und konnte den gesamten Landtag

überzeugen.

War die Überzeugungsarbeit schwierig?

Nein, überhaupt nicht, weil ich die Leute vom

Inhalt dieses Konzeptes überzeugen konnte.

Die Wichtigkeit dieser Jugendförderung für die

Zukunft war dann jedem bewusst. Mein damaliges

Versprechen: Keine Personengruppe, egal welchen

Alters, wird dadurch einen Nachteil erfahren.

Wichtige andere Projekte wurden deswegen nie

auf die lange Bank geschoben und umgesetzt.

Ich konnte dieses Versprechen in meiner Amtszeit

halten. Also starteten wir das Projekt von Preiss.

Er war der Reiter, Ideenbringer und ich war das

Pferd . Wir haben alle Hürden übersprungen!

Hatten Sie am Ende Ihrer Tätigkeit als

Landeshauptmann Bedenken, dass dieses Projekt

nicht in Ihrem Sinne weitergeführt würde?

Nein, überhaupt nicht. Ich wusste, mit

Landeshauptmann Dr. Pühringer und dem

damals frisch gebackenen Direktor des Oö.

Landesmusikschulwerkes Karl Geroldinger wird

dieses für das Land absolut notwendige Projekt,

erfolgreich weitergeführt und weiterentwickelt. Bei

meinem Geburtstagsfest im Mai erlebte ich das

Musikschulwerk mit ihren künstlerischen Beiträgen

als fruchtbares, lebendiges und vor allem

einzigartiges Werk. Der jetzige Landeshauptmann

Mag. Thomas Stelzer gratulierte mir zu diesem

damaligen Meilenstein in der Geschichte des

Kulturlandes OÖ. Es ist undenkbar, hätten wir diese

wichtige Musikschuleinrichtung nicht in unserem

Bundesland.

Plötzlich ruft Dr. Ratzenböck seiner Frau Anneliese

und lacht: “Anneliese stell dir vor, Katze Filou

sitzt am Schoß vom Hebertinger. Das hat`s doch

noch nie gegeben, dass Filou sich einem Fremden

annähert. Das ist die Sensation des heutigen

Nachmittages!”

Wir Lehrerinnen und Lehrer sind Ihnen sehr

dankbar, dass Sie diese Vision von Prof. Preiss

von der 1. Stunde an unterstützt und mitgetragen

haben.

Ihr Lehrinnen und Lehrer, ihr seid das wichtigste

Kapital dieses einzigartigen Projektes. Ihr müsst

die Kinder begeistern – das ist auch eine große

Verantwortung, die ihr habt und ihr macht das

ausgezeichnet! Diese Verantwortung von euch

zeigt auch den Erfolg des Gesamtwerkes. Nicht

jede Institution hat so eine große Verantwortung.

Wenn ihr nicht begehrt seid, habt ihr keine

Schülerinnen und Schüler. Also macht weiter so!

In allen Orchestern der Welt sind Musikerinnen

und Musiker unseres Landes. Sie waren alle in

den Landesmusikschulen, und das soll auch so

bleiben! Ich nenne nur einen für viele, Franz Welser

Möst! Also schaut, dass ihr auch weiterhin so

begehrt bleibt!

Macht weiter so, Hebertinger, und eins sag ich dir:

die Peiabäcka (Peuerbacher) Musikschule ist eine

wirklich gute. Mein Neffe Alois Schmidauer hat die

Schule als Direktor aufgebaut und du führst sie mit

deinem Team hervorragend weiter!

Wir danken Herrn Landeshauptmann Dr. Josef

Ratzenböck für das Gespräch und wünschen

weiterhin alles Gute!

Text: Norbert Hebertinger

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toni - das magazin


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Fotorückblicke

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toni - das magazin


Herbst und Frühjahr im

Melodium Peuerbach

Alle Veranstaltungen mit Vorschau 2020 auf einen Blick

MITTWOCH

23.

OKTOBER

FREITAG

15.

NOVEMBER

SAMSTAG

16.

NOVEMBER

SONNTAG

08.

DEZEMBER

SAMSTAG

04.

JÄNNER

FREITAG

28.

FEBRUAR

DONNERSTAG

02.

APRIL 20

DONNERSTAG

30.

APRIL 20

Sinfonisches Blasorchester Ried “Premiere”

Leitung: Karl Geroldinger, Solist: Jonathan Geroldinger

19:30 Uhr, Melodium Peuerbach. VVK: € 14 AK: € 17

Festabend “Leise rieselt die Zeit”

Tag der offenen Tür LMS Peuerbach: ab 16:00 Uhr. Festabend mit Alfons Haider “Leise

rieselt die Zeit” um 19:30 Uhr, Melodium Peuerbach. Kultur schnuppern - Eintritt frei.

“Swing it!” mit Eric Papilaya

VA ÜBERSICHT

Der Lions Club Peuerbach präsentiert: Eric Papilaya, ptart orchester; Leitung: Norbert

Hebertinger. 19:30 Uhr, Melodium Peuerbach, VVK: € 27, AK: € 29, VIP: € 85, Erm.: € 14

Nussknacker und Mausekönig

Weihnachtsmärchen für die ganze Familie. Ab 4 Jahren. Gym. Dachsberg, LMS Peuerbach.

17:00 Uhr, Melodium Peuerbach, Schülervorstellung am 09.12. um 09:30 Uhr. €7

Peuerbacher Neujahrskonzert

Kerstin Turnheim, Matthäus Schmidlechner, Vanessa Peham u.a., Philharmonie ptart,

Leitung: Norbert Hebertinger, 19:30 Uhr, Melodium Peuerbach, VVK: € 19, AK: € 23

Jazz & Wine

Nane Frühstückl, Paul Zauner, DMC – Dachsberg Music Club. Mit Weinverkostung.

19:30 Uhr, Melodium Peuerbach, VVK: € 14, AK: € 17

“Schokolade aufs Brot” mit Simona Pindeus

Buchpräsentation mit Brotverkostung und Musik von ptart.

19:30 Uhr, Schlosssaal Peuerbach, Kultur schnuppern - Eintritt frei.

25 Jahre Stadt Peuerbach

Festakt und Buchpräsentation anlässlich des 25-jährigen Stadtjubiläums.

19:30 Uhr, Melodium Peuerbach, Kultur schnuppern - Eintritt frei.

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Veranstalter: LMS Peuerbach und Kulturreferat Peuerbach

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