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VOL 1

Herbst

2018

TONi *

Das Kulturmagazin der

Landesmusikschule Peuerbach

S./ 38

S./ 28

S./ 32

S./ 20

“ALLES WALZER”

KULTUR IM HERBST

KUTZENBERGER

EINE RADTOUR MIT

DER LMS BALL

EIN ÜBERBLICK

LIEST FRIEDINGER

DEM BÜRGERMEISTER

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HERBST 2018

TONI - das magazin

PEUERBACH TANZT BEIM 1. MUSIKSCHULBALL AM 30. NOVEMBER


VORWORT

Mag. Thomas Stelzer

Landeshauptmann

Das Oö. Landesmusikschulwerk ist ein wichtiger

Eckpfeiler unseres heimischen Bildungsangebotes.

Zugleich findet es auch international Beachtung und

ist somit seit über 40 Jahren ein Vorzeigeprojekt für

musikalische Bildung.

Entscheidend ist dabei, dass nicht nur diese exzellente

musikalische Ausbildung im Zentrum steht. Die

Schülerinnen und Schüler können sich vielmehr über

den unmittelbaren musikalischen Bereich hinaus

positive Kompetenzen, wie z. B. Disziplin, Eifer und

Durchhaltevermögen, aneignen, die sie ihr ganzes

Leben begleiten und prägen.

Die Qualität der Arbeit unserer Landesmusikschulen

lässt sich auch an jenen Persönlichkeiten ablesen,

die inzwischen zu den Spitzen der internationalen

Musikszene zählen, wie z. B. der Dirigent Franz Welser-

Möst.

Der Wert unserer Landesmusikschulen wird nicht durch

musikalische Höchstleistungen bestimmt. Sie sind für

unsere musikinteressierten Jugendlichen und Kindern

vielmehr ein attraktives Angebot, unter professioneller

Begleitung ihre musikalischen Talente und Träume

auszuleben. Denn unsere Musikschullehrerinnen

und -lehrer besitzen neben einem profunden

Fachwissen auch die erforderlichen pädagogischen

Voraussetzungen, um den Schülerinnen und Schülern

ihre Wunschausbildung zu ermöglichen.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Erfolgsgeschichte

ist die Landesmusikschule Peuerbach, dessen

Direktor Norbert Hebertinger ich stellvertretend für

alle Beteiligten sehr herzlich danken möchte. Das

vorliegende Kulturmagazin ist auch Beweis für die

Verankerung unserer Musikschulen im Kulturleben der

jeweiligen Gemeinde.

Mag. Thomas Stelzer

Landeshauptmann

Seite / 1

HERBST 2018

TONI - das magazin



Täglich gestalten wir mit

interessierten Menschen das

große Thema Musik.

Norbert Hebertinger

Foto: Michael Emprechtinger

Impressum

Leitung und Redaktion

Norbert Hebertinger

Redaktion

Georg Wiesinger

Werbung

Tel : +43 (0)7276 2284

0664 / 1336942

Layout und Design

Georg Wiesinger

Lektorat

Mag. Herbert Schwarz

(Übernommene Artikel sind

vom Lektorat ausgenommen)

Druck

global-print.com

Landesmusikschule Peuerbach

Hauptstraße 19

4722 Peuerbach

Tel.: +43 (0)7276 / 2284

e-mail: ms-peuerbach.post@ooe.gv.at

Verein zur Förderung der LMS

Peuerbach und Zweigstelle

Natternbach

Seite / 2

TONI - das magazin HERBST 2018


EINLEITUNG

Norbert Hebertinger, MA

Direktor der Landesmusikschule Peuerbach

MUSIK, BILDUNG und KULTUR im EINKLANG

Unheimlich vielfältig ist die Aufgabe der

Musikschullehrerinnen und Musikschullehrer.

Täglich gestalten wir mit interessierten Menschen das

große Thema MUSIK.

Täglich arbeiten wir als Pädagoginnen und Pädagogen

im umfangreichen Spannungsfeld BIDLUNG.

Täglich erleben wir in unserer Arbeit KULTUR pur.

Im EINKLANG genießen wir den Alltag mit unseren

Schülerinnen und Schülern und allen Gästen.

Schon lange beschäftigt mich daher der Gedanke,

diese Themen in Form eines Magazins einem breiten

Lesepublikum zugänglich zu machen.

KULTURMAGAZIN

Mit großer Freude darf ich nun im Namen des gesamten

Lehrerteams der LMS Peuerbach mit der Zweigstelle

Natternbach unser neues Kulturmagazin TONI

präsentieren. Ein Magazin, welches alle kulturellen

Aktivitäten unserer Region geballt zusammenfasst,

einen Überblick und Einblick in Veranstaltungen und

Aktivitäten unseres Kulturraumes ermöglicht.

UNTERRICHT

Verschaffen Sie sich in diesem Magazin einen

Überblick über die vielen Aktivitäten unserer Schule.

Wir verfügen über ein breites Unterrichtsangebot,

ein engagiertes LehrerInnenteam und bestens

ausgestattete Unterrichtsräume. Das Sekretariat

sowie unser Hausmeister sind unsere Servicestellen

- unbürokratisch, rasch und kundenorientiert.

MELODIUM

Mit der neuen Veranstaltungsserie MELODIUM wird

Ihnen im Vierjahreszeitenzyklus das Kulturangebot

vorgestellt. Dieses Projekt findet in Zusammenarbeit

mit dem Kulturreferat der Stadt Peuerbach statt.

Aktive und ehemalige Schülerinnen und Schüler,

Lehrerinnen und Lehrer unserer Landesmusikschule

sowie junge Künstlerinnen und Künstler aus nah und

fern bekommen hier ihre Bühne. Solisten, Ensembles,

Orchester, Chöre, Amateure und Profis werden für Sie

ihr künstlerisches Debüt geben.

Sie können daher im MELODIUM bei freiem Eintritt gratis

Kultur schnuppern und bei moderaten Eintrittspreisen

Kultur in Vollendung vor Ort genießen. Dazu gibt es

erlesene Getränke und kulinarische Schmankerl aus

dem Gasthaus Schrank.

TANZEN ist gesund!

Besonders freuen wir uns auf den ersten Musikschulball

am 30. November 2018, mit vielen neuen Ideen

und Überraschungen, einer Tanzshow, viel Musik,

verschiedenen Bars und einer großen Tombola.

Im letzten Schuljahr musste ich aus gesundheitlichen

Gründen deutlich kürzer treten. Gott sei Dank kann

ich durch meine rasche Genesung wieder mit voller

Kraft meiner Arbeit als Musiker nachgehen. Viele Ideen

kann ich daher wieder umsetzen. An dieser Stelle

möchte ich mich auch bei meinem ausgezeichneten

Team für die hervorragende Unterstützung sowie die

große Hilfsbereitschaft im letzten Schuljahr aufrichtig

bedanken.

Ich möchte mich bei den zahlreichen Sponsoren für

ihre Unterstützung dieses Magazins bedanken.

Danke den Gemeindevertretern der Stadt Peuerbach,

allen voran Bürgermeister Wolfgang Oberlehner, und

der Marktgemeinde Natternbach mit Bürgermeister

Sepp Ruschak für die ausgezeichnete Zusammenarbeit

und die ideelle und finanzielle Unterstützung!

Ich freue mich auf interessante Begegnungen, viele

Gespräche, erfreuliche Erlebnisse und vor allem ein

lebendiges Publikum bei den vielen Veranstaltungen

im MELDODIUM!

Norbert Hebertinger

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HERBST 2018

TONI - das magazin


S./ 08 RÜCKBLICKE

Die LMS Peuerbach in Zahlen

S./18

RATHAUSBLICKE

Die Fraktionsführer im Gespräch

S./10

MICHAELA BÄCK

Den Rhythmus im Blut

S./20

BGM. W. OBERLEHNER

Wenn einer eine Reise tut...

S./12

JUDITH RAMERSTORFER

Der eigenen Stimme auf der Spur

S./22

MENSCHENBILDER

Martin Vogetseder

S./14

DORIS AMERSBERGER

Und es ward Licht

S./24

AUTOHAUS ERTL

Die gemeinsame Sprache

S./16

ZWEI STARKE PARTNER

Raiffeisenbank und LMS

S./26

MARKUS SCHRANK

...wollte immer Koch werden

Seite / 4

TONI - das magazin HERBST 2018


Inhaltsverzeichnis

ab S./ 10

MENSCHEN-

BILDER

Wolfgang Oberlehner,

Martin Vogetseder, uvm.

ab S./ 26

MELODIUM

Herbst 2018

Veranstaltungsüberblick

S./28 MELODIUM

Veranstaltungsvorschau Herbst

S./38

ALLES WALZER

Ball der LMS Peuerbach

S./30

SOLO ZU ZWEIT

Lydia Mayr und Pavlova

S./40 GASTKOLUMNE

Die Wissenschaft des Waltzers

S./32

STEFAN KUTZENBERGER

liest Friedinger

S./ 42 KINDERKONZERT

Nussknacker und Mausekönig

S./34

MATTHIAS TRATTNER

I am from Pollham, Austria

S./44

SPOTLIGHT NATTERNBACH

Ikuna & Akkordeonwettbewerb

S./36

SPANISCHER HERBST

H. Mravlag und M. Hosp

S./46

TONI 4 KIDS

Kinderseite mit Gewinnspiel

Seite / 5

HERBST 2018

TONI - das magazin


NACHGEFRAGT

Ein Erfolgsjubiläum

Karl Geroldinger, Direktor des Oö. Landesmusikschulwerkes, sprach mit uns

über das Erfolgsprojekt Oberösterreichisches Landesmusikschulwerk - und

wie es dazu kam.

Das Landesmusikschulwerk feiert in diesem Jahr

den 40sten Geburtstag. Eine Erfolgsgeschichte, die

mit einer Idee begann und mittlerweile in Europa

größtes Ansehen genießt.

Sie sind über 20 Jahre Direktor des Musikschulwerkes

und haben zu diesem Erfolg wesentlich beigetragen.

Was waren die großen Eckpfeiler dieser Geschichte?

Aus meiner Sicht sind einige der wichtigsten Ereignisse:

• Die Beschlussfassung des Musikschulgesetzes

und in Folge die Festlegung eines Musikschulplans,

der nun weitgehend umgesetzt ist.

• Die Zuerkennung des Öffentlichkeitsrechtes für

alle oberösterreichischen Landesmusikschulen.

• Die Standardisierung des Raumerfordernisses für

Schulbauten samt dazu gehöriger Ausstattung.

• Die Einführung einer „flexiblen Unterrichtsgestaltung“.

• Zwei visionäre Zukunftskonferenzen, mit der SIN-

FONIE 2015 als Ergebnis.

• Einführung und kontinuierlicher Ausbau eines Begabten-Förderprogramms.

• Abschluss von Kooperationsvereinbarungen

mit der Anton Bruckner Privatuniversität, dem

Musiktheater Linz, dem Brucknerhaus Linz, dem

Landesschulrat für OÖ uvm.

• Ausbau der bundesländerübergreifenden Zusammenarbeit

der Musikschulwerke mit dem Österreichischen

Rahmenlehrplan, Fachgruppenleiter-

und Direktorenkongressen als wesentliche

Ergebnisse.

So waren individuelle Enttäuschungen gelegentlich

auch von hörbaren Misstönen begleitet.

Wo sehen Sie große Chancen in der künftigen pädagogischen

Entwicklung der Arbeit mit Musikschülern?

Wir sind ständig gefordert uns selbst weiterzuentwickeln,

insofern liegen im wachsenden Know How auch

entsprechende Potentiale für die Gesamtentwicklung

in der Zukunft.

Die Musikschulen werden künftig jedenfalls noch

enger mit Kindergärten und Regelschulen zusammenarbeiten,

insbesondere auch unter dem Aspekt von

ganztägigen Unterrichts- bzw. Betreuungsformen.

Wo sehen Sie die Musikschulen unseres Kulturlandes

in 20 Jahren?

Die oberösterreichischen Landesmusikschulen sind

dem Idealbild der Vision „SINFONIE 2015“ ganz nahe

gekommen und somit pulsierende Treffpunkte von

musisch interessierten Menschen.

Wir bereichern dabei das Leben vieler Menschen,

deren Talente sich durch fachkompetente und sensible

Begleitung entfalten. Wir legen bei unseren Schülerinnen

und Schülern und darüber hinaus bei den

Menschen in unserem Umfeld die Grundlagen für eine

lebenslange Beziehung zur Musik und einen offenen

Zugang zu Kunst und Kultur.

Gab es dabei auch Missstimmungen oder gar

schräge Töne?

Wenn ein Unternehmen in so großer Dimension sich

mitten in der Gesellschaft positioniert und Dienstleister

für das gesamte Land ist, so sind natürlich auch trotz

bestmöglicher Abstimmung der Ziele und transparenter

Rahmenbedingungen nie alle Wünsche erfüllbar

– weder alle Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

noch der Kundschaft.

TONI WILLS WISSEN

Lieblingswalzer?

“Delirien.”

Tango oder Polka?

“Tango. Selbst getanzt.”

Johann Strauß oder Helene Fischer?

”Johann Strauß.”

Bier oder Sekt?

“Am liebsten alkoholfreies

Weizenbier.”


Glänzen unsere Sternenbetriebe?

Über 80 regionale Betriebe bilden die Peuerbacher Sternenbetriebe, die seit

1997 zusammenarbeiten, um das Einkaufen und Leben in Peuerbach noch

attraktiver zu machen. Wir trafen uns mit Obmann Andreas Kammerer.

Herr Kammerer, wie lange sind Sie Obmann der Sternenbetriebe

(Vereinigung der Peuerbacher Unternehmer)in

Peuerbach.

Schon wieder fast 3 Jahre!

Wieviel Unternehmen gibt es in Peuerbach?

Es gibt ca. 280 eingetragene Unternehmer in Peuerbach,

davon sind ca. 80 Mitglied der Sternenbetriebe.

Was sind die wesentlichen Ziele ihrer Vereinigung?

Wir wollen dazu beitragen, dass Peuerbach für Unternehmer

und deren Angestellte und Arbeiter ein attraktiver

Lebensraum bleibt. Wir machen gemeinsame Unternehmungen,

gemeinsame Werbung und versuchen einfach,

uns gegenseitig zu helfen wo es geht.

Peuerbach hat sich in den letzten 25 Jahren zu einem

wichtigen wirtschaftlichen Standtort in der Region entwickelt.

Kulturell ist Peuerbach seit dem Bau des Melodiums vor

neun Jahren Kulturstadt zwischen Linz und Passau geworden.

die Leute nach Peuerbach zieht und ihnen dabei

auch die anderen Highlights unserer schönen Stadt

zeigt - wie unsere tolle Gastronomie und natürlich

die vielen kleineren Geschäfte, die bei uns noch mit

Persönlichkeit und Flair geführt werden.

Welche persönlichen Erlebnisse haben Sie mit

unserer Schule?

Ich habe in meiner Jugend Blockflöte gelernt. Die

angenehmeren Erinnerungen habe ich aber an eine

Vielzahl von hervorragenden Konzerten und Aufführungen,

die ich in den letzten Jahren genießen

durfte.

Was wünschen Sie von der Musikschule?

Dass sie es schafft, möglichst viele Menschen von

der Musik zu begeistern und dazu zu bringen, mehr

selbst Musik zu machen. Musik anzuhören ist eine

tolle Sache, aber Musik selbst zu machen ist das,

was richtig Spaß macht und Balsam für die Seele ist.

Wie sehen Sie die kulturpolitische Entwicklung unserer

Stadt?

Meiner Meinung nach ist Peuerbach eine kulturpolitische

Größe weit über unsere Region hinaus - und ein

Abflauen ist nicht zu erkennen, auch wenn man manche

Dinge kaum noch toppen kann (wenn ich z.B. an das

Bruckner-Orchester im Melodium denke).

TONI WILLS WISSEN

Lieblingswalzer?

“Ganz klassisch: der

Donauwalzer.”

Tango oder Polka?

“Tango!”

Welche Wünsche im Kulturangebot hat die

Kaufmannschaft?

Für uns ist es wichtig, auch Personen aus den umliegenden

Gemeinden nach Peuerbach zu bringen. Da ist ein

umfassendes Kulturangebot natürlich ein Magnet, der

Johann Strauß oder Helene

Fischer?

”Johann Strauß.”

Bier oder Sekt?

“Bier.”

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HERBST 2018

TONI - das magazin


RÜCKBLICK

Warum TONi?

Jeder TON ist Musik

TONi begleitet uns

TONi begrüßt jede Schülerin und

jeden Schüler

TONi wird jedes Jahr zwei mal als

Zeitung erscheinen

TONi muss man haben

08 RÜCKBLICK SCHULJAHR 2017/2018

LMS PEUERBACH in ZAHLEN

Über 650 Schülerinnen und Schüler werden

zur Zeit in den Musikschulen Peuerbach

und Natternbach von 22 Lehrerinnen und

Lehrern unterrichtet. Unter dem Leitsatz

“Bildung und Kultur im Einklang“ möchten wir

musikbegeisterten Menschen einen Zugang

zur Musik auf höchstem Niveau ermöglichen.

Einige Zahlen aus dem Schuljahr

Genau 66 spannende Veranstaltungen durften

Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer im

Schuljahr 2017/2018 gestalten.

Prüfungen sind Ziele für Schülerinnen und Schüler,

die mit der Lehrperson gemeinsam erarbeitet

werden, und dienen dem Lernfortschritt.

In unserer Schule werden diese in Form von kleinen

Konzerten präsentiert. Die Schülerinnen und Schüler

erleben daher keinen Prüfungsstress.

Juniorprüfung: 24 Schüler, 7 Lehrer

1. Übertrittsprüfung: 23 Schüler, 9 Lehrer

2. Übertrittsprüfung: 7 Schüler, 5 Lehrer

Abschlussprüfung Audit of Art: Corinna Denk, Klasse

Bernhard Auzinger (Klarinette)

Wettbewerbe

Für sehr begabte Schülerinnen und Schüler gibt es

hier eine ausgesprochen gute Form einer intensiven

Fortbildung. Das Programm wird mit dem Schüler gut

abgestimmt und erarbeitet.

Musik in kleinen Gruppen:

Ladies an Gentleman (Klasse Bernhard Auzinger)

erreichte stolze 92 Punkte.

Es spielten: Elias Auzinger, Roberta Burgstaller, Lotta

Humer und Eva Luger (jeweils Klarinette).

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TONI - das magazin HERBST 2018


Das Trompetenquartett 4 MV (Klasse Roland Eder)

erreichte ausgezeichnete 89,33 Punkte. Es spielten:

Samuel Güttler, Tobias Hofer, Leon Reitinger und Nils

Zethofer (jeweils Trompete und Flügelhorn).

Prima la Musica

Landeswettbewerb

Ladies an Gentleman erreichte den 1. Preis.

Trompetenquartett 4 MV erzielte einen 2. Preis.

Bundeswettbewerb

Ladies an Gentleman durften sich über einen 2. Platz

freuen. Herzliche Gratulation.

MENSCH, MASCHINE &

MUSIK IM VIRTUELLEN

RAUM

Bei der Langen Nacht der Forschung haben wir

gemeinsam versucht, eine spannende und herausfordernde

Idee umzusetzen. Wir, das sind die

Landesmusikschule Peuerbach, der Blasmusikverband

Bezirk Grieskirchen und die Gföllner Fahrzeugbau

und Containertechnik GmbH.

Als Hobbymusiker habe ich immer wieder Berührungspunkte

mit dem Blasmusikverband und der

Musikschule, so ist mit Herman Pumberger und Norbert

Hebertinger die Idee entstanden, eine Komposition

zu beauftragen, welche die Geburt einer

Maschine beschreibt und wir haben das Experiment

gestartet, diese Geburt mit einem Schweißroboter

virtuell darzustellen. Für die Komposition konnten wir

Georg Wiesinger engagieren und er schuf in wenigen

Wochen das imposante Stück „Machines“, welches

dann bei der Langen Nacht der Forschung 2018

uraufgeführt wurde.

Bei dem ungewöhnlichen Bühnenbild wurde ein

Schweißroboter als 3D Animation in den Mittelpunkt

gestellt. Der animierte Roboter interagierte mit jungen

Tänzerinnen zur Musik, die von Instrumenten,

Maschinen und Computern erzeugt wurde. Das Orchester

wurde von Musikschülern, Hobby- und Profimusikern

gebildet und von Herman Pumberger

und Norbert Hebertinger zusammengestellt und

geleitet. Das Mitgestalten und Mitspielen bei dieser

Aufführung hat mir große Freude bereitet. Bei den

drei Aufführungen hatten wir in Summe rund 1000

Zuhörerinnen und Zuhörer. Nochmals vielen Dank an

alle Musikschüler, Musiker, Techniker und Mitarbeiter

für eure Mithilfe und die Bereitschaft, bei diesem Experiment

mitzumachen.

Es gibt auch ein Video auf Youtube, das man unter

„Gföllner Lange Nacht der Forschung 2018 - Machines”

findet.

Karl Pühretmair, CEO bei Gföllner

Fotos: Christoph Mühlböck

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HERBST 2018

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NEUE LEHRERINNEN

Michaela Bäck, 25, wird ab Herbst an der Landesmusikschule Peuerbach

Klavier unterrichten. Wir durften die gebürtige Leondingerin nach

Ghana begleiten.

Unweit der Stadt Tamale bereiten sich

die wenigen Einwohner von Gumo auf ein

Großereignis vor. Mehr als 200 Menschen aus

allen umliegenden Dörfern sind angereist.

Kleider und Kappen in bunten Gewändern,

verzierte Boubous, an der Seite getragene

Trommeln.

Eine ältere Frau wird heute begraben – das

Begräbnis ein Fest. Die Verwandten lachen,

die Gäste tanzen. Mit ihren Trommeln rufen

sie die Ahnen, ihr Rhythmus ist eine Sprache,

sie feiern das Leben der Toten. In Ghana sind

Beerdigungen keine Trauerveranstaltungen. Sie

sind ein Anlass zu Freude und Feier.

Inmitten der Feierlichkeiten tanzt Michaela

Bäck aus Leonding. Mehrere Tage wohnt sie

nun im kleinen Dorf, nimmt am täglichen Leben

teil. Die Musikerin ist fasziniert von der Rhythmik

der Kultur. Musik und Bewegung gehören hier

einfach zusammen. „In Ghana ist das eins. Der

Körper muss mit, ein Gesamtkonstrukt.“

Ab September 2018 wird Michaela an der

Landesmusikschule Peuerbach Klavier

unterrichten. Ihre Erfahrungen, die sie auf ihren

Reisen gesammelt hat, nimmt sie natürlich mit.

Sie begleitet ihre Schülerinnen auf einem Cajón,

nähert sich der Musik von einer rhythmischen

Seite. Und sie drängt nicht:

„Die Motivation geht immer vom Kind aus.

Es sollte das Instrument für sich entdecken,

Stücke selber spielen wollen.“ Die Pädagogin ist

überzeugt, dass Kinder bzw. Erwachsene den

Zugang zu ihrem Instrument selber entdecken

müssen. „Jeder sollte die Möglichkeit haben ein

Instrument zu spielen, aber keiner sollte dazu

gezwungen werden. In jedem Kind steckt ein

Funke Musikalität. Ich möchte aus jedem Kind

etwas herausziehen, das da ist und nicht mehr.“

Neben den spielerischen Komponenten

der Instrumentalausbildung sollten aber

auch definierte Ziele gesteckt werden.

Herausforderungen seien wichtig. Aber eben

ohne Druck.

Im Dorf werden nun Kanonenschüsse

abgefeuert. Michaela holt ihre Gitalele aus

ihrer Hütte. Die kleine Gitarre hat sie bei jeder

ihrer Reisen mit dabei. Die Sprachbarriere

überwindet sie mit Musik. „Musik versteht jeder,

singen kann man überall. Da versteht man sich

gleich mit jedem.“

Informationen rund um

das Thema Anmeldung

finden Sie unter:

www.lms-peuerbach.at/

Seite / 10

TONI - das magazin HERBST 2018


“Den Rhythmus im Blut”

Erst als sie 10 Jahre alt war, bekam sie einen

Platz für Klavier an einer Landesmusikschule.

Fünf Jahre war sie auf der Warteliste. Später

lernte sie noch Cello. Nach der HTL Matura

in Linz wurde sie in Hagenberg zugelassen,

entschied sich jedoch für die Musik (Anton

Bruckner Privatuniversität). Die Entscheidung

fiel ihr nicht leicht, ist Michaela Bäck doch

eine Frau mit unzähligen Eigenschaften und

Interessen. Sie ist Abenteurerin, Designerin und

Jongleurin zugleich, in ihrer Geldtasche findet

sich ein Traktorführerschein, sie hört AC/DC,

aber auch romantische und impressionistische

Klaviermusik.

Mitten am Dorfplatz von Gumo stimmt Michaela

„Country Roads“ an. Sofort singen alle mit und

tanzen. Heute wird noch bis tief in die Nacht

gefeiert, Michaela wird österreichische Gstanzl

singen, man zeigt ihr im Gegenzug verschiedene

Trommelrhythmen. Und sie wird tanzen, denn

Musik ist in Ghana auch Körpersache.

Foto: privat

Foto: privat

Text von Georg Wiesinger

Seite / 11

HERBST 2018

TONI - das magazin


NEUE LEHRERINNEN

““Wenn jemand zu mir in den

Unterricht kommt, versuche ich die

eigene, angeborene Stimmfarbe

herauszukitzeln. Jeder muss nach

sich selbst klingen. Authentisch.“

Judith Ramerstorfer

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Foto: TONI Reinhard - das Winkler magazin HERBST 2018


“Der eigenen Stimme auf der Spur”

Im September 2018 kehrt Judith Ramerstorfer aus ihrer Karenz zurück an die

Landesmusikschule Peuerbach. Warum sie Gesang unterrichtet, verriet uns die

bekannte Sopranistin bei sich zu Hause.

„…mehr als Welt und Himmel sein.“ Die Sopranistin

Barbara Bonney verstummt nach der letzten Zeile

ihrer Arie. Zwischenapplaus. Sie verneigt sich. Es

erheben sich Jesus und ein Evangelist und beginnen

ein Rezitativ. Auch der Chor steht auf. Gleich beginnt

der 15. Choral.

Judith Ramerstorfer ist 15 Jahre alt. Umringt von

Mitschülerinnen beginnt sie zu singen. Ein bisschen

stolz ist sie schon, bei der Aufführung der Bach Matthäus

Passion im Chor des Linzer Musikgymnasiums dabei

sein zu dürfen. Eigentlich spielt sie Klarinette, möchte

dies später auch einmal studieren. „Was die Bonney da

singt, das kann ich aber auch“, denkt sie sich heimlich.

Mehr als 20 Jahre später bäckt Judith einen

Maulwurfskuchen. Kreativ mit Fondant verziert,

Schokostreusel, Marzipangras, dazwischen

ein lachender Maulwurf, alles dabei. Ihr

Motivtortenbacktalent hat sich herumgesprochen.

Feiert man Jubiläum im örtlichen Fußballverein,

muss Judith Torte backen. Sie macht es gern. Die

Maulwurfstorte wird jetzt kaltgestellt, sie bringt Lorenz

zum Fußballtraining, ihre beiden anderen Kinder

kommen mit.

Nach dem Musikgymnasium beginnt Judith zwei

Parallelstudien: Klarinette und Sologesang am

Brucknerkonservatorium Linz. Sie studiert in der

Schweiz, kehrt schließlich nach Österreich zurück, um

in Salzburg ihr Studium am Mozarteum abzuschließen.

Zusehends verzichtet sie auf die Klarinette. Vielleicht

ist es die eigene Physis, das Schwingen des eigenen

Körpers oder die Nutzung eigener Resonanzräume,

die das Singen für sie attraktiver machen. Sie nimmt

an verschiedenen Meisterkursen teil, widmet sich

verschiedenen Genres: Alte Musik, Oratorium, Oper,

Operette, Musical bis hin zur Zeitgenössischen Musik

und Voice-Performance. Man lernt Judith Ramerstorfer

als ausgezeichnete Interpretin schätzen und kennen:

Brucknerfest Linz, Wien Modern, Klangspuren Schwaz,

Steirischer Herbst, diverse Rundfunkproduktionen,

Kirchenmusik.

„Warum unterrichtest du eigentlich?“, wird sie bei

einem Meisterkurs von einer russischen Kollegin

angesprochen. Judith weiß es. Es ist die Motivation,

die sie von Anfang an vorantrieb: Für sie ist der

Gesangsunterricht eine Suche nach der eigenen

Urstimme, eine Auseinandersetzung mit sich selbst.

Judith hört auch, wenn es einem Menschen nicht gut

geht. Eine Schülerin oder ein Schüler sollte immer

nach sich selbst klingen.

„Viele Schülerinnen stülpen eine künstliche Maske

über ihre Stimme“, erklärt sie bei der Rückfahrt mit

ihren Kindern. Selbst bei klassisch ausgebildeten

Sängerinnen müsse die Stimme nach dem Menschen

klingen, nach der Persönlichkeit. „Die Stimme darf nicht

verfälscht werden“, merkt sie an. „Wenn jemand zu

mir in den Unterricht kommt, versuche ich die eigene

angeborene Stimmfarbe herauszukitzeln. Jeder muss

nach sich selbst klingen. Authentisch.“

Die Maulwurfsorte ist schon kalt. Ein Foto davon

postet Judith auf Facebook. Einige Minuten später

liest sie bereits die ersten positiven Kommentare.

“Meine Torten machen mehr Aufsehen als meine

Konzerteinladungen”, schmunzelt sie.

“Singen bedeutet auch eine Zurschaustellung der

eigenen Person. Es hat etwas Nacktes. Ich habe nichts

vor mir, nichts hinter mir. Singen ist etwas Persönliches.

Man sollte dennoch weder egoistisch, noch narzisstisch

sein. Aber ein bisschen Bühnenmensch - das schadet

nicht”, ergänzt sie.

Und Judith Ramerstorfer lehrt, was sie selbst bereits

ist: authentisch.

Text von Georg Wiesinger

Seite / 13

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NEUE LEHRERINNEN

Seite / 14

Foto: TONI Shutterstock - das magazin HERBST 2018


“Und es ward Licht!”

Die Landesmusikschule Peuerbach bietet ab Herbst 2018 eine Singschule

für alle Kinder im Volksschulalter an. Wir besuchten die neue Leiterin Doris

Amersberger bei einer ihrer Proben der Liedertafel Peuerbach.

Doris trägt bunte Socken. „Chorsingen im

Erwachsenenchor ist manchmal auch ein wenig

Blödelei“, sagt sie, während sie Noten und Bleistift

auspackt. Sie kritzelt etwas auf Papier. „Da muss

man auch manchmal einfach über seinen eigenen

Schatten springen und mitmachen. Man muss es dann

annehmen, einmal wieder kindisch zu sein.“ Der Humor

spiele eine wichtige Rolle in ihrer Arbeit, ihr Leben kann

auch manchmal gerne ein wenig Kabarett sein.

Singen sei Balsam. Auch ihrem Bub Matthias singt sie

täglich vor, wenn sie ihn ins Bett bringt. „Und manchmal

singe ich auch, wenn er nicht schlafen soll. Eigentlich

singe ich immer“. Da kann es dann sogar vorkommen,

dass Matthias sie des Zimmers verweist, denn eine

ausgebildete Stimme kann auch schon mal etwas

lauter werden.

Einsingen steht am Programm. Meereskanon. Man

formt Wellen mit Armen und Oberkörper, blubbert

und gurgelt in der zweiten Strophe. Der Chor

kreischt nun wie eine Heerschar an Möwen. Kurzes

Zwischengelächter. Zum Abschluss müsse jeder seine

Kiemen öffnen, den Fischmund langsam öffnen. Doris

steht vor dem Chor und macht es vor. Sofort machen

es alle nach, der Proberaum wird zum Aquarium in

Zeitlupe.

Ein Fußballtrainer begleitet seine Mannschaft in

jeder Spielsituation von der Seitenlinie aus. Meistens

lautstark, Hände und Füße inklusive. Doris aber

transportiert Anweisungen und Motivation durch ihre

Mimik. Ihre weit aufgerissenen Augen sind lauter als

drei Fußballtrainer zusammen. Einleuchtend, dass sie

in ihrer Freizeit Theater spielt. „Für mich ist es schön

zu sehen, wie die verschiedenen Künste miteinander

verschmelzen und wie sie einander beeinflussen.“

Nach dem Einsingen herrscht positives Klima im

Raum. Jeder tratscht und tuschelt noch ein wenig,

bis Doris das erste Musikstück verkündet. „Im Park.“

Sofort durchwühlen die Sängerinnen und Sänger ihre

Liedermappen, kramen die passenden Notenblätter

hervor. Doris beginnt zu dirigieren.

„Bei Dirigenten kommt reine Energie aus den

Fingerspitzen, die kann man manchmal sogar spüren.“

Sie selbst spürte sie einmal bei einem Konzert mit

dem lettischen Dirigenten Maris Sirmais. „Die Energie

konnte man fast sehen“, ist Doris überzeugt.

Ihre Motivation für den Chorgesang verdankt sie

wahrscheinlich einer Jugenderfahrung. Schülerin Doris

Amersberger wirkt im Chor bei einer Aufführung von

Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ mit. Während Gott

am Anfang Himmel und Erde schafft, vernimmt man

ein kaum hörbares, gezupftes Streichergeplänkel.

Dann, mit einem ohrenbetäubenden Gewaltausbruch

in C-Dur, wird es Licht. Für Doris Amersberger eine

Sternstunde. Gänsehaut von Kopf bis zur bunten Socke.

„Diese Gänsehaut spüre ich noch heute“, schwärmt sie.

Ab September wird die Gymnasiallehrerin auch die

Singschule der LMS Peuerbach leiten. Die Vorfreude

einen Kinderchor leiten zu dürfen ist groß: „Kinder

singen anders. Die machen das ohne verkopft zu

sein. Einfach frei heraus. Es entstehen tolle Sachen,

ohne großes Überlegen.“ Auch Projektideen hat

Doris bereits. Mit viel Energie aus ihren Fingerspitzen

wird Doris Amersberger garantiert viele neue

Gänsehautmomente schaffen.

Text von Georg Wiesinger

Foto: Mario Aumüller

Seite / 15

HERBST 2018

TONI - das magazin


NACHGEFRAGT

16

ZWEI STARKE PARTNER

Raiffeisenbank und Landesmusikschule P

TONI WILLS WISS

Lieblingswalzer?

Anton Hofer: “Wiener Blu

Brigitte Maier: “Donauwa

Tango oder Polka?

Anton Hofer und Brigitte

Johann Strauss oder Hele

Anton Hofer: “Musikalisc

Helene Fischer.”

Brigitte Maier: “Strauss.”

Bier oder Sekt?

Anton Hofer: “Bier.”

Brigitte Maier: “Sekt.”

Vorstandsvorsitzender

Mag. Anton Hofer und

Vorstand Brigitte Maier

Seite / 16

TONI - das magazin HERBST 2018


euerbach

Foto: Christoph Mühlböck

EN

t.”

lzer.”

Die Raiffeisenbank Peuerbach unterstützt diverse Bildungseinrichtungen

und Kulturinitiativen aller Genres in unserer Region. So auch die

Landesmusikschule Peuerbach seit einigen Jahren als Hauptsponsor.

Maier: “Tango!”

ne Fischer?

h Strauss, optisch

Wo sehen Sie als Vorstand der Bank die

Bedeutung dieses Sponsorings?

Wo sehen Sie Möglichkeiten der

Zusammenarbeit?

Die Musikschüler investieren viel Zeit und

Energie in ihre Ausbildung, wobei wir sie

finanziell fördern können. Die Kultur ist

Teil unseres Lebens.

Musik, Bildung und Kultur stehen in der

Musikschule an erster Stelle. Passen

die 3 Schlagwörter in irgendeiner Form

zum Konzept des neuen Vorstandes

der Bank?

So wie bei der musikalischen Ausbildung

die qualitativen Ansprüche immer höher

werden, sind auch in der Raiffeisenbank

Qualität und Weiterbildung ein zentrales

Thema, worauf wir sehr viel Wert legen.

Wir freuen uns über Auftritte der

Musikschüler bei Veranstaltungen in der

Raiffeisenbank Peuerbach. Durch die

musikalische Umrahmung wird eine

besonders feierliche Stimmung erzeugt.

Welche Wünsche haben Sie an die

Schule?

Die Vermittlung der Wertigkeit von

Kultur und Wirtschaft im Einklang wäre

wünschenswert.

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HERBST 2018

TONI - das magazin


Wir fragten die Fraktionsobmänner aller Parteien im Gemeinderat nach ihrem persönlichen

Bezug zur Musikschule und welche kulturellen Themen für sie wichtig seien. Natürlich durften

auch unsere “TONI WILLS WISSEN”-Fragen nicht fehlen (siehe unten).

Martin Baldinger, ÖVP

Gerhard Wallner, GZBWP

Fritz Peham, SPÖ

1.) Tango

2.) Johann Strauß

3.) Bier

4.) Donauwalzer

1.) Polka

2.) Helene Fischer

3.) Bier

4.) Leberknödelwalzer

(Schärdinger

Volksmusik

1.) Polka

2.) Helene Fischer

3.) Bier

4.) Donauwalzer

Rund 500 Schülerinnen und Schüler werden an unserer Musikschule unterrichtet.

Welchen Bezug haben Sie persönlich zur Schule?

“Meine beiden Kinder Patrick und

Nina haben bereits die Musikschule

in Peuerbach besucht. Gerade die

Vorspielabende und Konzerte der

Kinder waren ein Highlight in diesen

fünf Jahren.”

“Da meine Tochter an der Musikschule

Peuerbach Klarinette erlernte,

hatte ich die Möglichkeit,

hautnah den Unterricht mitzuerleben

und an diversen Darbietungen

teilzunehmen.”

“Unsere Kinder haben in der Musikschule

Peuerbach das Spielen verschiedenster

Instrumente erlernt. Besonders die Vorspielabende

der Schüler haben das Engagement

des Lehrpersonals deutlich

gemacht. Meiner Meinung nach ist das

Üben, das Verbessern seiner Leistung

und das Präsentieren des Gelernten in

der Öffentlichkeit eine gute Übung für das

spätere Leben.”

Welche kulturellen Themen sind mir für die Musikschule, für die Stadt Peuerbach

und die Region wichtig?

“Mit einem attraktiven Kulturprogramm

möchten wir Peuerbach für

Menschen allen Alters reizvoll und

gefällig machen, sowohl für unsere

Einwohner als auch für die gesamte

Region. Dabei hilft uns die Musikschule

und das Melodium als Anziehungspunkt

für Veranstaltungen,

Hochzeiten und diversen Festen.”

“Die Musikschule bietet gerade

unseren Jugendlichen eine sinnvolle

Freizeitbeschäftigung, wo

neben dem gemeinsamen Musizieren

auch der gesellschaftliche

Aspekt nicht zu kurz kommt,

darum ein Muss, dies finanziell

seitens der Gemeinde zu unterstützen.”

“Kulturelle Veranstaltungen sind ein

wichtiger Teil des Zusammenlebens in

unserer Gemeinde. Konzerte, Lesungen,

Theateraufführungen, Kabaretts und alle

anderen Bereiche der Kultur bringen

Menschen zusammen. Die Bevölkerung

hat die Möglichkeit unter verschiedensten

Genres zu wählen, etwas Neues zu

erleben oder sich selbst zu beteiligen. All

dies ist in einer netten und entspannten

Atmosphäre mit den Kulturvermittlern

möglich.”


RATHAUSBLICKE

Siegfried Lumetsberger, FPÖ

Leopold Gfellner, Die Grünen

Martin Gollner, TOP

1.) Tango

2.) Johann Strauß

3.) am liebsten

alkoholfrei

4.) Donauwalzer

1.) Tango

2.) Johann Strauß

3.) Bier

4.) Donauwalzer

1.) Polka

2.) Helene Fischer

3.) -

4.) Walzer von

Strauß

“Dass die musikalischen Talente

in der Musikschule effizienter

gefördert werden können, weiters

hat das gemeinsame Musizieren

auch eine wichtige soziale

Komponente und ist eine

sinnvolle Freizeitgestaltung.”

“Unser Sohn lernte Keybord, die Tochter

war bei der Musicalgruppe MUKI dabei. Wir

waren sehr beschäftigt, die Kinder zu den

Proben bzw. Aufführungen zu bringen. Wir

taten dies gerne, es waren dies doch sehr

sinnvolle Freizeitbeschäftigungen, und unsere

Kinder lernten fürs Leben. Wir erlebten

oft die Anspannungen vor den Auftritten,

aber umso größer war dann im Nachhinein

die Freude über das ,,Gelingen“, welches

wiederum Freude und gesteigertes Selbstwertgefühl

bescherte.”

“Meine beiden Töchter Lara und Livia

lernten an der Musikschule Peuerbach

6 Jahre Klavier. Leider hat ihre

Lehrerin aufgehört, an der Musikschule

zu arbeiten. Da das Lernen im

Gymnasium immer mehr wird, haben

sie seit heuer keinen Unterricht mehr.

Sie spielen aber noch zu Weihnachten

und dann und wann, und das macht

meiner Frau und mir große Freude.”

“Die musikalische Umrahmung

diverser Veranstaltungen und

Feste.”

TONI WILLS WISSEN!

1.) Tango oder Polka?

2.) Helene Fischer oder

Johann Strauß?

3.) Bier oder Sekt?

4.) Lieblingswalzer?

“Peuerbach ist ein wichtiges regionales

Zentrum. Es gibt sehr viele aktive Vereine,

welche ein breites Spektrum bieten. Die

Musikschule Peuerbach ist ein sehr

wichtiger Teil davon und Garant

für den Musikernachwuchs

in unserer Region.”

“500 Schülerinnen und Schüler ist

eine beachtliche Zahl in der Region.

Da Niveau und Unterrichtsflexibilität

hoch sind, ist das kein Wunder und

mein Dank gilt den Musikpädagoginnen

und Pädagogen für ihre großartigen

Leistungen. Musik ist sehr wichtig,

besonders die Frühförderung.”


MENSCHENBILDER


Mit dem Melodium haben wir

hier in Peuerbach ein Haus der

Möglichkeiten.

Wolfgang Oberlehner

Foto: Elisabeth Oberlehner

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TONI - das magazin HERBST 2018


Wenn einer eine Reise tut...

Wir unternahmen mit Bürgermeister Wolfgang Oberlehner eine Radtour und

sprachen mit ihm über sein Amt, seine Prioritäten und Ziele.

Stolz präsentiert Wolfgang Oberlehner seine neue Visitenkarte.

Das neue Peuerbacher Amtsgebäude mit

alter Uhr samt Bürgermeistertelefonnummer sind abgedruckt.

„Von Montag bis Freitag sind wir da“, plaudert

er und steigt auf sein E-Bike auf. Sein silbergrauer

Fahrradhelm ist farblich perfekt mit seinem Haupthaar

abgestimmt. „Mehr Bürgernähe hätte der Umbau des

Rathauses gebracht“, erklärt er uns. Oberlehner tritt in

die Pedale. Von seiner Garage, Oberes Brunnenfeld,

nimmt er die 129er Richtung Asing.

„Von daheim wegfahren zu können, das ist das Schöne.“

Ein- bis zweimal die Woche macht er eine Radtour. Und

auch im Urlaub darf sein E-Bike nicht fehlen. Hausruck

Nord Sparkassenrunde und Löffler Runde radelt er

aber am liebsten.

Die Gerade durch Langenpeuerbach wärmt den

Bürgermeister erstmals auf. Auch in Unterbubenberg

ist sein Puls im Normalbereich. „Wenn ich Rad fahre,

denke ich meistens an die Arbeit. Projekte, Veranstaltungen.“

Auch über den Kirchenplatz grübelt er. Am 03.

Oktober ist eine Projektvorstellung geplant, die müsse

gut vorbereitet werden. „Und manchmal denke ich einfach

auch an Nichts.“

Hinein geht’s in den Hochstrasswald. Knackend

werden hunderte Tannenzapfen überrollt.

Über Landersberg und Gschaid kommen wir nach

Gaisbuchen. 17 Jahre ist er nun schon Bürgermeister.

„Für manche zu lange“, resigniert er. Über den letzten

Wahlkampf wird nicht gesprochen. „Daran kann ich

mich nicht mehr erinnern.“ Oberlehners Pulsmesser

beginnt plötzlich zu piepsen.

Nach dem Gaiserwald Turnsteig biegt er scharf rechts

ab. Wir passieren Untereck, Kreuz, schließlich Fronberg.

Kurze Trinkpause. „In meinem ersten Jahr war ich

noch unsicher. Als würde man ständig über rohe Eier

gehen. Jetzt bewege ich mich sicher, strukturierter.

Man blickt ein wenig weiter nach vorne.“ „Wie weit?“,

fragen wir. „Welche Projekte zum Beispiel in eineinhalb

Jahren anstehen. Straßen müssen saniert werden, Veranstaltungen

geplant werden.“

HERBST 2018

Oberlehner radelt weiter. Trinkpause und ausreichend

gefüllter Akkustand des E-Bikes geben ihm Energie.

Kirchberg, Baumgarten, Zierreit – Oberlehner glüht

durch Neukirchen. „Als Vollzeitbürgermeister habe

ich nun mehr Zeit. Ich kann Ausstellungen und Veranstaltungen

besuchen, unkompliziert einmal wo

vorbei-schauen, wo man mich braucht. Ich habe auch

mehr Energie als Bürgermeister.“

Die Bergwertung liegt hinter ihm, bergab nach Natternbach

läuft das Rad fast von selbst. Schnurgerade

aus, über den Moosbach, sieht man bereits Haibach.

Nach Hairet passiert man endlich das Zeughaus der

Freiwilligen Feuerwehr Untertreßleinsbach. „Vereine

sind mir besonders wichtig. Das ist der Kitt der Gesellschaft“,

merkt Oberlehner an.

Der Leitenbach ist überquert, die Tour schließt sich

beinahe erneut in Langenpeuerbach. „Kultur ist mir

ebenso wichtig. Was man derzeit aber damit assoziiert,

ist falsch.” Fußball, Stammtisch, ein Vorspielabend, Essen

oder das Bruckner Orchester Linz - für Wolfgang

Oberlehner gehören jene Begriffe ebenso dazu. “Wir

leben mit der Kultur.”

“Mit dem Melodium haben wir hier in Peuerbach ein

Haus der Möglichkeiten. Der Norbert Hebertinger,

der zieht an, der möchte manchmal mehr bewegen,

möchte auch über den Tellerrand blicken. Und das

schätze ich an ihm.“

Letzter Häuserhaufen vor dem Tourende: Ranna. Beim

Heubergerhügel wird die Radbatterie noch einmal etwas

beansprucht. Nach 1h58min ist Wolfgang wieder in

seiner Garage. 36 Kilometer und 725 Höhenmeter hat

er zurückgelegt. Jetzt muss er sich schnell umziehen,

um 18:00 Uhr ist vorbereitende Gemeinderatssitzung

mit allen Fraktionsobmännern. Wolfgang Oberlehner

hat noch Energie.

Text von Georg Wiesinger

Seite / 21

TONI - das magazin


MENSCHENBILDER


Wenn ich Musik mache, kann ich

abschalten. Da bin ich in meiner

eigenen Welt, bin total weg.

Und nachher bin ich wirklich

tiefenentspannt.

Martin Vogetseder

Foto: Josef Wambacher


Ein Haus voll Musik

Der Lions Club Peuerbach hat in den vergangenen fünf Jahren mit über € 40.000

unschuldig in der Region in Not geratene soziale Härtefälle unbürokratisch

unterstützt. Wir durften den neuen Clubpräsident Martin Vogetseder in seiner

Heimat Raab besuchen und uns von seiner musikalischen Seite und seinem

Talent Menschen zu begeistern selbst überzeugen.

Martin setzt sich meist dort hin, wo die Sonne scheint.

„Einen fixen Platz zum Üben habe ich eigentlich nicht.

Normalerweise aber übe ich in unserem Fitnessraum.“

Zwischen Crosstrainer und einer gemütlichen

Couch nimmt er an einem alten Schulsessel Platz.

Seine Steirische Harmonika Marke Kärntnerland ist

schnell ausgepackt. Der Notenständer fehlt, Martin

verschwindet kurz. Im Nebenzimmer vernimmt man

eine kurze Diskussion mit seiner Tochter. Martin kehrt

triumphierend mit einem silbernen Notenständer

zurück.

„Wenn ich Musik mache, kann ich abschalten. Da bin

ich in meiner eigenen Welt, bin total weg. Und nachher

bin ich wirklich tiefenentspannt“, erklärt uns der

Finanzberater.

Martin beginnt mit einer Fingerübung. Geschickt

wandern seine Finger über die Knopftasten, spielen

erstmal eine Tonleiter. Wer sich schon einmal an einem

diatonischen Akkordeon versucht hat, weiß, dass die

Töne nicht nebeneinander liegen, sondern irgendwie

kompliziert quer über das Instrument verstreut sind.

„Bis zu zwei Stunden täglich übe ich. Zum Schluss

schwitze ich, als ob ich Ausdauersport gemacht hätte.“

Probleme mit der Schulter hat er früher gehabt.

„Der Physiotherapeut hat mir dann Therabänder mit

nach Hause gegeben. Die bindet man dann an eine

Türklinke und zieht daran. Ich hab aber lieber Quetschn

angefangen. Ist dieselbe Bewegung. Seither bin ich

schmerzfrei.“

Konzertsaal.

Nächstes Stück: Trompetenecho. Der rosarote Panther

nebenan wird etwas lauter, hält aber jäh inne: Aus dem

oberen Stockwerk ist nun zusätzlich eine Trompete zu

hören. Stückname Trompetenecho ist quasi Programm.

„Das ist der Jonathan, mein Sohn. Der ist bei der Raaber

Musikkapelle dabei“, erklärt uns Martin nach der letzten

Note.

Trompete spielt Martin selber seit 25 Jahren. Und Tuba.

Und Horn. Seit er Jäger ist, auch Jagdhorn. Eine eigene

Jagdhornbläsergruppe habe er auch gegründet. Dass

seine Raaber Jagdhornbläsergruppe nur aus eigenen

Jägern besteht, darauf ist er besonders stolz.

Stolz ist er auch auf seine älteste Tochter, Stefanie.

„Fannie spielt Oboe. Sie ist aber nicht mehr so oft daheim.

Ich bin ja auch gerade Opa geworden.“

Abschlussstück: Helene Fischer, Atemlos. „Das musste

ich wegen einer Wette lernen“, meint Martin verlegen.

Rosaroter Panther und Trompetenlinie eines Wertungsstücks

von Thomas Doss begleiten den Schlager.

Martin packt die Steirische behutsam ein. Um 20:00

Uhr muss er beim Schrank in Peuerbach sein: Lions Sitzung.

Seine Arbeit im Verein nimmt er ernst. „Ich finde

es immer wichtiger, gerade in unserem schwindenden

Sozialstaat, dass es Menschen gibt, die ein wenig Geld

zusammentragen und dann akut, unkompliziert helfen“,

ist der Präsident überzeugt.

Erstes Stück: Hubert von Goisern, Heast as nit. Martin

singt auch mit. Aus dem Nebenzimmer ist plötzlich

ein Saxophon zu hören: Der rosarote Panther. Seine

Tochter Pia hat sich wohl woanders einen Notenständer

organisiert. „…und heit is’ båld morg’n. Huidiei jodleiri

huidiridi.“ Martin lässt sich nicht beirren.

Wie ein Bühnenscheinwerfer strahlt ihn die Sonne

durch das Doppelfenster an. Der Fitnessraum wird zum

HERBST 2018

Bei der Verabschiedung müssen wir seine Gattin Brigitta

erst suchen. Im oberen Stockwerk können wir sie,

mit Kopfhörern und Kindle verschanzt, doch noch finden.

„Beim nächsten Mal, da werd‘ ich dann schon das

Stück vom Herbert Pixner spielen können“, verspricht

Martin.

Text von Georg Wiesinger

Seite / 23

TONI - das magazin


MENSCHENBILDER


„Die Musik beruhigt, entspannt

und beseelt uns. Man kann

herunterkommen. Wir holen uns

Energie ab.“

Waltraud und Johannes Ertl

Foto: privat

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TONI - das magazin HERBST 2018


Die gemeinsame Sprache

Waltraud und Johannes Ertl nahmen uns mit zu einem Konzert nach Linz. Wie

wichtig Musik für die beiden Unternehmer seien, erzählten sie uns während der

Fahrt.

Waltraud Ertl öffnet die Beifahrertür ihres Peugeot 308

CC Cabrios. „Das Auto haben wir eigentlich nur wegen

dem Poldi gekauft.“ Er deutet Richtung Haustüre. Poldi

der Familienhund blickt Waltraud Ertl noch einmal tief

und vorwurfsvoll in die Augen, als ob es ein Abschied

für immer wäre. Waltraud nimmt am Beifahrersitz Platz.

Schlosszunge des Gurtes wandert reflexartig in das

Gurtschloss. „Zu einem Konzert fahre ich meistens hin,

Waltraud zurück“, erklärt Hannes und startet das Auto.

Juan Diego Floréz singt heute in Linz. „Mit dem Symphonieorchester

der Volksoper Wien, unter der Leitung

von Florian Krumpöck“, liest Waltraud von der Eintrittskarte

ab. Die Vorfreude ist groß. „Wir sind regelmäßige

Konzertgeher. Uns taugt das einfach“, erzählt Johannes.

„Die Musik beruhigt, entspannt und beseelt

uns. Man kann herunterkommen. Wir holen uns Energie

ab“, ergänzt Waltraud.

Bis nach Mailand sei man einmal gereist, um sich

dort ein Konzert anzuhören. „Linz geht da ja noch“,

scherzt Hannes. In Waizenkirchen klappt Waltraud einen

Taschenspiegel auf und zeichnet sich ihre Lippen

nach. „Hannes, da ist ein 50er!“ Er bremst kommentarlos

und passiert die Landwirtschaftliche Berufs- und

Fachschule Waizenkirchen.

Im St. Pius Heim haben sich die beiden Unternehmer

kennengelernt. Hannes: „Nach Eggerding hätte ich sicherlich

nicht hinaufgefunden.“ Waltraud war 21 Jahre

jung, machte ein Praktikum in Peuerbach. Hannes

bereits 27. Dass Hannes ihr einmal den Gaszug ihres

damaligen Peugeot aushängte, hätte sie ihm schon

lange verziehen. „Ich kam zu spät zum Date und dann

traf sie sich einfach mit wem anderen“, rechtfertigt sich

Hannes. Nach drei Jahren wurde geheiratet.

Wir fahren auf der B129 nach Eferding, der Weiße Graben

liegt vor uns. „Hannes, fahr nicht so knapp zuwi“,

protestiert Waltraud. Ein kurzer Schlagabtausch offenbart,

dass Waltraud vor Jahren in Deutschland einmal

ihren Führerschein abgeben musste. 80km/h in einer

50er Zone. Hannes schüttelt kritisch den Kopf.

HERBST 2018

Beide hätten sie gerne Klavier gespielt in ihrer Jugend.

„Früher war für sowas aber weniger Platz“, erzählt

Hannes. Waltraud wollte sogar Sonderschullehrerin

werden. Die Singprüfung stellte für sie letztendlich

aber eine unüberwindbare Hürde dar. Regelmäßige,

gar ständige Konzertbesuche wurden für die beiden

seit ihrer Heirat ein regelrechtes Hobby.

„Blinken, Hannes, blinken.“ Der Kreisverkehr vor

Hinzenbach wird ohne Blinken verlassen. Wortlos

wird die Ausfahrt zum Biohof Achleitner genommen.

Fahrerwechsel.

27 Jahre sind Waltraud und Johannes Ertl nun schon

verheiratet. Berufliches und Privates werden bei ihnen

nicht getrennt. Betritt man das Autohaus Ertl wird man

mit einem freundlichen Lächeln empfangen und kompetent

beraten – von beiden. „Im Jänner war die Waltraud

einmal krank, da hab ich dann bemerkt, wie sehr

sie mir auch in der Arbeit abgeht“, gesteht Hannes ein.

Die Stimmung im Auto ist gerettet.

Waltraud schwärmt von Bruckner und barocker Kammermusik,

ihr Gatte bevorzugt die italienische Oper.

Ehrlich und nicht abgehoben unterhalten sie sich über

Musikliteratur. „Die Fünfte von Bruckner“, Waltraud

schluckt, „die finde ich besonders toll.“

In der neuen Promenadengarage wird geparkt. Dass

sich Waltraud in der Tiefgarage verschaltet hat, ignoriert

Hannes mit zusammengebissenen Lippen. Vorm

Domplatz wird noch schnell ein Programm gekauft.

Hannes kramt in seiner Geldbörse: „Auf den Floréz hab

ich mich schon lange gefreut. Ich bin kein geborener

Sänger, singe aber im Kirchenchor mit.“ Einmal in der

Woche besucht Hannes eine Chorprobe. Und wenn er

dort ist, freue er sich wirklich. „Richtig laut zu singen,

sich den Alltag herauszusingen, das befreit mich.“

Das Konzert beginnt. Beide wünschen sich für Peuerbach

ein solides Kulturprogramm, vielleicht sogar

einen Kulturverein, der so etwas ermöglichen könnte.

Tief ergriffen lauschen Waltraud und Johannes Ertl

dem Startenor. Der Alltag ist vergessen, beide lächeln.

Heimfahren wird Waltraud.

Text von Georg Wiesinger

Seite / 25

TONI - das magazin


MENSCHENBILDER

Das war so 1987. Ich war 21

Jahre.“ Gerne erinnert sich Markus

Schrank zurück: Vor 30 Jahren kaufte

er das Gasthaus Schrank. Mitten

im Zentrum von Peuerbach, keinen

Steinwurf vom Melodium entfernt, liegt

das Traditionsgasthaus.

1568 wurde es erstmals erwähnt. Wolf

Olzinger eröffnete eine Fleischhauerei

in der heutigen Hauptstraße 20. Im 18.

Jahrhundert wurden im Haus zusätzlich

Weine gehandelt. 1902 wurde das

Gasthaus Schwarzgruber eröffnet, etwas

später zu „Pramendorfer“ umbenannt.

1987 kaufte Markus schließlich das

Gebäude, riss große Teile davon ab und

renovierte es. Sein Bruder kochte und

half mit. „Unten hatten wir damals noch

ein Bierstüberl“, erinnert er sich. „Die

älteren Leute sollten da die Treppe nicht

benutzen müssen“. Schnell entwickelte

sich eine rege Stammtischkultur.

Seite / 26

„Ich wollte eigentlich immer Koch

werden. Oder Fußballer.“ Stolz zeigt er

auf einige Pokale, Urkunden und Fotos in

seiner Gaststube. Inmitten einer jungen

Fußballmannschaft kniet Markus Schrank

in Siegerpose. Dem Fußball ist er heute

noch verbunden, wie auch seine beiden

Söhne Jan und Tobias. Dass beide Söhne

auch exzellente Köche sind, weiß man in

Peuerbach ebenso.

Markus und seine Frau Alexandra setzen

auf gschmackige Hausmannskost und

regionale Spezialitäten. Gekonnt wird ein

frisches Glas Baumgartner Bier gezapft

- das Beinandersitzen am Stammtisch,

vertraute heimische Gastlichkeit und das

Wohlfühlen wird in Schranks Wirtshaus

eben noch großgeschrieben.

Text von Georg Wiesinger

Foto: Anita Tossmann

TONI - das magazin HERBST 2018


“Ich wollte eigentlich

immer Koch werden.”

Seit nun 30 Jahren leitet Markus Schrank sein

Gasthaus. Gemeinsam mit seiner Fau Alexandra

setzen sie auf regionale Spezialitäten und

heimische Gastlichkeit.

Schranks

Wildwochen

von 5.10 bis 13.11

9.11.-13.11:

Martinigansl in

Eschenau und

Peuerbach

Reservierungen

unter: 07276 3243

www.schranks.at

Reservierungen unter: 07276

Seite / 27

HERBST 2018

TONI - das magazin


Melodium Peuerbach

VORSCHAU

28 Melodium Peuerbach

Veranstaltungen

Gemeinsam mit dem Kulturreferat Peuerbach veranstaltet die

Landesmusikschule Peuerbach einen abwechslungsreichen

Kulturherbst. Ob Kammermusik, Lesung, Ball, Kinderkonzert

oder Orchesterkonzert - Der Herbst zeigt sich in seinen

buntesten Farben. Konzertkarten sind in allen Raiffeisenbanken

erhältlich.

HERBST 2018

Seite / 28

TONI - das magazin HERBST 2018


SOLO ZU ZWEIT

KLAVIERABEND

Lydia Mayr und Anna Pavlova

Seite 28

KUTZENBERGER

LIEST FRIEDINGER

Stefan Kutzenberger

Seite 30

MARTINICHARTS

CLASSIC GOES POP

Matthias Trattner, Ariana Schirasi-Fard

philharmonie pt art linz, Seite 32

SPANISCHER HERBST

DUOABEND

Heidemarie Mravlag (Cello), Melanie Hosp

(Gitarre). Seite 34

BALL DER LMS

PEUERBACH

“Alles Walzer”

Seite 36

DO

SEP

20

FR

OKT

19:30 Uhr

NUSSKNACKER UND

MAUSEKÖNIG

12

FR

NOV

19:30 Uhr

09

19:30 Uhr

DI

13

NOV

FR

NOV

Das Weihnachtsmärchen für die ganze Familie

Seite 40

19:30 Uhr

AB MO

DEZ

30

19:00 Uhr

16

Seite / 29

16:00 Uhr

HERBST 2018

TONI - das magazin


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TONI - das magazin HERBST 2018


Solo zu zweit!

Lydia Mayr und Anna Pavlova gastieren am 20. September um 19:30 Uhr

im Melodium Peuerbach. Staunen ist vorprogrammiert, gelten die beiden

jungen Pianistinnen doch als absolute Nachwuchskünstlerinnen der

internationalen Szene.

Es passiert nicht oft - aber wenn ein Kind der

eigenen Landesmusikschule internationale Karriere

macht, dann lädt man es gerne ein, wieder zurück

nach Peuerbach zu kommen. Lydia Mayr kann als

Ausnahmetalent bezeichnet werden. 1996 in Wels

geboren, begann sie im Alter von sieben Jahren bei

Gerline Gürtler-Laubhold ihren Violinunterricht an der

LMS Peuerbach. Michaela Deinhammer unterrichtete

sie zusätzlich am Klavier und an der Orgel.

Von 2011 bis 2015 war sie bereits Studentin der

Akademie für Begabtenförderung und erhielt

Klavier- und Orgelunterricht an der Anton Bruckner

Privatuniversität Linz. Derzeit studiert die Pianistin

dort Konzertfach Klavier sowie Instrumental- und

Gesangspädagogik bei Oleg Marshev und holt jährlich

mehrere internationale Preise mit nach Hause. Rom

(International Piano Competition „Frédéric Chopin“),

Bologna (1. Premio assoluto beim VII International

Piano Competition „Andrea Baldi“), Mailand

(1. Preis beim International Piano Competition „Piano

Talents“) – Lydia Mayrs Klavierspiel beeindruckt. Ihre

rege Konzerttätigkeit ist für ihr junges Alter ebenso

erstaunlich.

Gemeinsam mit Anna Pavlova wird sie am 20.

September in die Tasten greifen. Ihre russische

Duopartnerin spielte Konzerte in den USA, Polen,

Deutschland, Portugal, Ukraine, Armenien, Russland,

Tschechien und Österreich. 2015 debütierte sie mit

einem Recital in der Carnegie Hall in New York.

„Virtuos und ergreifend zugleich“, so könnte man das

mitgebrachte Programm zusammenfassen. Zwei

populärklassischen Werken von Beethoven und

Schubert in der ersten Hälfte steht ein romantisches

und impressionistisches Tastenfeuerwerk in der

zweiten Hälfte gegenüber. Blitzschnelle Finger,

brillante Läufe und Musik zum Staunen sind mit Lydia

Mayr und Anna Pavlova garantiert.

Ein Pflichttermin für alle Klaviermusikliebhaber und all

jene, die es bei diesem Konzert sicherlich werden.

Text von Georg Wiesinger

Fotos: privat

Seite / 31

HERBST 2018

TONI - das magazin


Kutzenberger liest Friedinger

Sein Roman „Friedinger“ hat eingeschlagen. Der gebürtige Oberösterreicher

beschäftigt sich wesentlich mit seiner Heimat.

„Ja, es stimmt wirklich, dass ich immer schon einmal ein

Buch schreiben wollte“, sagt Stefan Kutzenberger (47) im

Gespräch mit dem KURIER. „Ich habe mit 14 Jahren ein

Buch von einer Schriftstellerin gelesen, die 15 Jahre alt war.

Ich habe es in einer Bücherei ausgeborgt. Ich habe mir gedacht,

die kann das, das will ich auch machen. “

Warum hat es dann 30 Jahre bis zum ersten Roman gedauert?

„Ich habe eh ständig geschrieben, Friedinger ist eigentlich

mein vierter Roman. Ich habe aber gewusst, wenn ich das

Manuskript zu einem Verlag schicke, dass es nicht einmal

gelesen wird, da kann ich es gleich zum Altpapier geben.

Ich habe dann Literaturwissenschaft studiert und ich unterrichte

auch an der UniversitätLiteratur. Literatur war

immer mein Leben. Wenn ich geschrieben habe,

habe ich mir gedacht, ich werde schon einmal jemanden

kennenlernen, der mir weiterhelfen wird.

Aber ich habe niemanden kennengelernt. Es blieb

immer beim Traum, ich habe für die Schubladen

geschrieben.

Mit 45 habe ich mir gedacht, jetzt wird es schön

langsam lächerlich, worauf warte ich eigentlich?

Ich habe das Manuskript dann einfach blind zum

Deuticke-Verlag geschickt. Ab dann war es wie ein

Märchen. Zwei Wochen später hat mir der Verlag

zurückgeschrieben, dass sie das Manuskript nehmen.

Sie haben mir gesagt, die Chance, dass es

Foto: Deuticke

Kutzenberger liest Friedinger,

am 12. Oktober um 19:30 Uhr

im Schlosssaal Peuerbach.

Mit Musik von pt art Jazz Trio

Freier Eintritt!

Seite / 32

TONI - das magazin HERBST 2018



„Und dann gibt es noch mich, der in die innere Emigration

flüchtete und sein ganzes Leben von der Schulzeit über

das Studium bis in den Beruf brav meisterte, jedoch alles

im Uneigentlichen über sich ergehen lassen musste.

Denn eigentlich war ich Schriftsteller. Lächerlich, nicht?

„Friedinger“, S.9, von Stefan Kutzenberger

genommen wird , ist normalerweise 1 zu 3000. Ab dem

Moment hat das Märchen gar nicht aufgehört.“

In Linz aufgewachsen

Was wird im Roman erzählt? „Das Buch ist eine Aufarbeitung

meiner oberösterreichischen Wurzeln.“ Kutzenberger

ist Linzer, sein Vater Ewald war Leiter der

Abteilung Statistik beim Land Oberösterreich, später

wurde er in Wien Chef der Statistik Austria. „ Nach der

Matura bin ich zum Studium nach Wien und dort geblieben.

Meine Eltern haben erst vor zwei Jahren ihr

Haus in Linz-St. Magdalena verkauft und sind nach

Wien gezogen. „Das hat mich völlig am falschen Fuß

erwischt. Ich bin mir plötzlich heimatlos vorgekommen.

Gleichzeitig habe ich mir gedacht, das ist ja völlig

lächerlich, denn es gibt so viele Menschen auf der

Welt, die tatsächlich vertrieben und damit heimatlos

werden. Ich habe meine Gefühle dann mit der Geschichte

meiner Großeltern verglichen, die alles verloren

haben. Die Großeltern mütterlicherseits haben

durch Hitler und den Aufstand in Indonesien 1965 alles

verloren. Die Großeltern väterlicherseits haben durch

die Hyperinflation in den 1920-er Jahren auch alles verloren,

sie mussten in Linz neu anfangen. Damit bin ich

beim Thema, was ist Heimat, kann man neu anfangen?

Wie verwurzelt ist man mit dem, von wo man herkommt?“

waren neben der Heimat, was ist Treue, was bedeutet

Älterwerden?“

Kutzenbergers Vater Ewald ist in Steinbruck, einer

Ortschaft nahe von Peuerbach (Bez. Grieskirchen), aufgewachsen.

Sohn Stefan hatte aber mehr Kontakt zu

Stefansdorf, einer benachbarten Ortschaft, zum Haus

des Sepp Pfeiffer in Stefansdorf 11. „Da war ich in meiner

Kindheit viel öfter, weil sie gleichaltrige Kinder gehabt

haben. Ich habe die Erinnerungen im Buch verarbeitet.

Am Dorffest sein, im Freibad sein, das Gras für die Kühe

mähen, das erste Mal mit dem Traktor fahren, schwarz

fischen. Diese Sachen habe ich dort gelernt. Das ist für

mich das österreichische Landleben schlechthin. Ich

habe auch das Trinken kennen gelernt. Nachdem ich in

Linz aufgewachsen und ein Stadtkind bin, waren diese

Erfahrungen im Sommer extrem wichtig.“

Das Buch sei für seine Frau nicht leicht, denn der Kutzenberger

habe im Buch eine Affäre mit einer jungen

Französin. „Fiktion und Biografie trennen sich hier, dann

kommen sie wieder zusammen. Das Leben meiner

Großeltern ist aber fast real. Meine Großeltern mütterlicherseits

hatten ein so interessantes Leben. Die Oma

ist als Berliner Jüdin nach Amsterdam geflüchtet, dann

nach Indonesien. Ihre Tochter, meine Mama, hat nach

der Matura studiert.“

Aufstand 1965

Fotos: Michael Emprechtinger

Der Friedinger

„Der Friedinger im Roman ist ein Linzer. Der Kutzenberger

lernt ihn in Kreta kennen, sie freunden sich

miteinander an. Der Friedinger erzählt dem Kutzenberger

seine Geschichte, über die voest, über die Waffenlieferungen

und den Noricum-Skandal. Der Kutzenberger

will immer Schriftsteller werden, kommt aber

darauf, dass die Geschichte, die ihm der Friedinger erzählt,

viel besser ist als die, die er schreiben wollte. Er

beginnt die Friedinger-Geschichte aufzuschreiben und

besucht ihn auch in Linz. Das ist für ihn auch eine Art

Heimkommen. Er kommt das erste Mal wieder nach

Linz, nachdem seine Eltern das Haus verkauft haben.

So verschränken sich die verschiedenen Erzählstränge.

Aber man kann den Roman relativ leicht lesen.

Leichter als ich mir gedacht habe. Die großen Fragen

„Die Oma wollte aber nicht, dass sie das in Amsterdam

macht, denn die Indonesier haben stets gegen die

Holländer für ihre Freiheit gekämpft. Als Jüdin wollte

sie auch nicht, dass sie in Deutschland studiert, also

ist sie nach Österreichgekommen. Als sie da waren,

kam es in Indonesien 1965 zu einem Putsch gegen die

chinesische Minderheit und sie konnten nicht mehr

zurück, weil der Opa ein Chinese war. Sie haben alles

verloren. Sie sind in Österreich geblieben und haben

sich hier ein neues Leben aufgebaut. Der Opa wurde

Arzt im Linzer AKH.“

Text von Josef Ertl, Chefredakteur Kurier.

Ertl, Josef: „Eine Aufarbeitung meiner oö.

Wurzeln“ , in: Kurier (2018), 29.04.2018.

Mit freundlicher Genehmigung zur

Veröffentlichung. Wir bedanken uns sehr

herzlich bei Dr. Josef Ertl!

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HERBST 2018

TONI - das magazin



„In den Ballsälen wurde mit ihm die

alte Ständeordnung aufgehoben; man

walzte im Ball als Ereignis miteinander“

Nicole Haitzinger

Foto: Moritz Krause

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TONI - das magazin HERBST 2018


“I am from Pollham, Austria!”

Matthias Trattner, 24 Jahre jung, singt derzeit am Wiener Raimund Theater die

Rolle des Hotelpagen in der Musicalproduktion “I am from Austria”.

Am 09.11.2018 kehrt er gemeinsam mit Ariana Schirasi-Fard als Solist nach

Peuerbach zurück - quasi ein Heimspiel für den gebürtigen Pollhamer. Wir

baten den Musicalsänger in Wien zu einem Gespräch.

Matthias Trattner steigt von seinem Motorrad. Die 1200

Harley Sportster ist seine Leidenschaft. Mehr als 2000

Kilometer Wegstrecke legte er diesen August zurück:

Österreich, Schweiz, Südtirol. Der Helm ist ab, hinein

geht’s ins Tapas Mayas im 7. Wiener Gemeindebezirk.

„Hier treffe ich viele meiner Freunde“, erklärt er. „Die sind

alle etwas verstreut: München, Berlin. Oder ich treffe

mich mit Freunden aus meiner Sängerknabenzeit.“

In St. Florian begann für den Oberösterreicher seine

Gesangskarriere; Eine unglaubliche Zeit mit tollen

Erfahrungen, fremden Ländern und Sitten. Matthias

lernte aber auch, sich in eine größere Gemeinschaft zu

integrieren. „Ich hatte Heimweh. Es war hart. Auch die

Schule und das Internat. Man hat keine Mama“, lächelt

er. Er bereue es aber keinen Tag. Ein inneres Feuer sei

entfacht worden. Bei einer Produktion habe er damals

kein Solo bekommen, daraufhin entbrannte Kampfgeist

und Motivation.

In Peuerbach wurde schließlich ein weiterer

Grundstein seiner Karriere gelegt. „Da hat dann alles

begonnen.“ Judith Ramerstorfer unterrichtete an

der Landesmusikschule Peuerbach seine Stimme,

Matthias schnupperte seine erste Bühnenluft und

bekam in Peuerbach den Lionsaward überreicht.

Es folgten zahlreiche Workshops und Kurse sowie

Gesangsunterricht bei Kerstin Turnheim und Martin

Obereder.

Im November 2016 dann ein Durchbruch: die Einladung

zu einem Workshop nach Wien, zehn Tage intensives

Training. Matthias befindet sich plötzlich mitten in der

Produktionsphase eines Musicals: I am from Austria.

Rainhard Fendrich kommt vorbei, Matthias lernt den

Regisseur des Musicals, Andreas Gergen, kennen. Bei

der Audition im Jänner 2017 gewinnt er schließlich die

Rolle des Felix Moser. Matthias Trattner ist nun offizieller

Teil des Musicalcasts und überglücklich.

HERBST 2018

„Der Felix Moser ist vielleicht sogar ein bisserl wie ich:

ein kecker Mensch, ein wenig vorlaut, ein Grünschnabel

halt. Und manchmal ein wenig zu ehrlich.“ Matthias darf

die Rolle selber mitgestalten. Es gibt keine Vorlage,

das Musical ist schließlich eine Welturaufführung. Im

September 2017 folgt die Premiere. Das Publikum

ist begeistert, bereits im Jänner 2018 feiert das Stück

seine 100. Vorstellung mit bis dahin über 100.000

Besucherinnen und Besuchern.

Manchmal besucht er seine Heimat. Pollham. „Da bin

ich her, da gehör‘ ich hin. Man ist mitten im Wald, in der

Natur, da muss man auch nicht mit allen reden, kann

abschalten.“ Seine Familie sei ihm wichtig. Und seine

Freunde.

Ein Musicalsänger zu werden, das hätte sich einfach

so ergeben. „Man stellt sich das super romantisch

vor, aber es ist ein Beruf und es gibt viel Konkurrenz,

viele Enttäuschungen, viele Auditions und unstete

Vorstellungsorte“. Er spricht von ständigen Workshops,

einem unregelmäßigen Einkommen, aber auch von

Herzblut.

Heute habe er frei, morgen ist wieder Probe im Theater.

Von Dienstag bis Samstag. Täglich von 10:00 bis 18:00

Uhr. Eine Stunde Mittagspause. Ein ganz normaler

Beruf eben. Der Motorradhelm sitzt wieder. Im Winter

werde er dann leider Straßenbahn oder U-Bahn fahren

müssen, meint er und klappt das Visier zu.

Text von Georg Wiesinger

Martinikonzert: Classic goes Pop, am 09.11.2018 um

19:30 Uhr. Matthias Trattner, Ariana Schirasi-Fard,

Philharmonie pt art linz. Karten erhältlich bei allen

Raiffeisenbanken OÖ, der Sparkasse, oeticket oder den

Mitgliedern des Lionsclubs Peuerbach.

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TONI - das magazin


Der 13.11.2018 wird ein besonders stimmungsvoller Abend in Peuerbach.

Spanische Klänge erobern um 19:30 Uhr den Schlosssaal. Die Cellistin

Heidemarie Mravlag (Interview rechts) und die Gitarristin Melanie Hosp

spannen dabei einen weiten Bogen: Barockmusik, Klassische Musik und

zeitgenössische Werke werden den Sommer noch einmal aufblitzen

lassen.

Melanie Hosp und Heidemarie Mravlag lernten

sich während ihrer gemeinsamen Schulzeit in

Innsbruck kennen. Seither sind beide solistisch

und kammermusikalisch aktiv. 2015 standen sie

erstmals gemeinsam als Duo “2in1Klang” auf der

Bühne. In ihren Konzerten legen sie besonderen

Wert auf eine Mischung von Solowerken für

beide Instrumente, Bearbeitungen für das Duo

sowie Originalliteratur für die Besetzung von

Gitarre und Cello.

Heidemarie Mravlag, aufgewachsen im

Stubaital, studierte an der Universität für Musik

und darstellende Kunst Wien und schloss dort

sowohl das Konzertfachstudium als auch das

instrumentalpädagogische Studium erfolgreich

ab. Sie erhielt Stipendien zum Besuch der

Meisterkurse der Wiener Philharmoniker

2008 und 2009, von Allegro Vivo 2011 und

der Europäischen Akademie Palazzo Ricci in

Montepulciano 2014. Seit 2013 ist sie als Cellistin

am Burgtheater Wien und seit 2015 regelmäßig

als Substitutin im Bühnenorchester der Wiener

Staatsoper zu hören.

Melanie Hosp ist im Tiroler Außerfern geboren

und lebt in Wien. Als Preisträgerin nationaler

und internationaler Wettbewerbe gilt sie als

vielversprechende Künstlerin der Gitarrenszene.

Solistisch und im Ensemble konzertiert sie auf

nationalem und internationalem Boden und hat

seit 2013 einen Lehrauftrag an der Musikschule

Linz. Sie ist Stipendiatin der Dr. Robert und Lina

Thyll Dürr Stiftung und Mitglied des von Yehudi

Menuhin gegründeten Förderungsprogramms

„Live Music Now“.

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TONI - das magazin HERBST 2018


“Spanischer Herbst”

Wann hast du begonnen Cello zu spielen

und wie kam es dazu?” Wann sollte man

eigentlich beginnen Cello zu lernen?

Dass ich Cello lernen könnte, war die Idee

meines Vaters, und als ich dann mit zehn

Jahren das erste Mal ein Cello in der Hand

hatte, war ich natürlich hellauf begeistert so

etwas “Besonderes” zu haben. Als ich an der

Landesmusikschule Stubaital zu lernen begann,

waren wir nur zwei Schüler, die Cello lernten.

Heute ist das schon anders. Einige beginnen

schon mit fünf Jahren. Das ist mit Sicherheit

auch ein gutes Alter, um anzufangen, braucht

aber noch viel Mithilfe beim täglichen Üben.

Foto: Hanna Köll

Das Cello hat ein langes Griffbrett ohne

Bünde. Wie findet man da die richtigen Töne?

Im Prinzip funktioniert es trotzdem gleich wie

auf der Gitarre. Man kann sich im Kopf die

Bünde vorstellen und den Abstand zwischen

den Tönen merken. Und natürlich muss man

immer genau hinhören, ob tatsächlich genau

der Ton klingt, den man sich vorgestellt hat.

Mit genug Übung kann man auch ganz schnell

kleine Korrekturen machen.

Euer Programm in Peuerbach?

In der Kombination Cello und Gitarre sind Werke

lateinamerikanischer Komponisten besonders

reizvoll, deshalb haben wir schon vor unserem

ersten Konzert solche Literatur gesammelt.

Zu dem Potpourri von Luigi Legnani kamen wir

über Melanies Gitarrenlehrer Dr. Stefan Hackl,

der dieses Stück entdeckt hatte. Es fordert von

beiden Instrumentalisten große Meisterschaft.

Auf der Suche nach weiteren Originalwerken für

Foto: privat

Foto: Dorka Pehi & Gergely Trombitas

diese Besetzung erhielten wir vom Oberösterreicher

Wolfgang Sambs ein kurzes Stück “Gratitude”, in dem

das Cello im Mittelteil improvisieren darf.

Was machst du vor einem Auftritt? Bist du nervös?

Am liebsten mache ich einen ausgedehnten

Spaziergang oder räume meine Wohnung auf. Das

hilft mir, Ordnung im Kopf zu schaffen und konzentriert

zu bleiben. Dann macht das auch gar nichts, wenn

man direkt vor dem Auftritt rumalbert.

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“Alles Walzer!”

Der Ball der Landesmusikschule

38Die Landesmusikschule Peuerbach bittet zum Tanz: “Alles Walzer” lautet

das Ballmotto. Stimmungsvolle Musik zum Tanzen (u.a. von pt art music,

Acco Natternbach, Schülerstreichorchester, Oberkrainerensemble uvm.),

eine Tombola, Quadrille und eine Partydisco versprechen eine rauschende

Ballnacht im Melodium. Ein Punschempfang und verschiedene Bars laden zum

Verweilen ein.

Foto: shutterstock, Bild ID: 352085585

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Programm:

19:00 Uhr: Schülerensembles

20:00 Uhr: Polonaise und Einzug

20:30 Uhr: Eröffnung “Alles Walzer”

22:00 Uhr: Tanzshow

23:00 Uhr: Quadrille & Tombola

24:00 Uhr: Mitternachtseinlage

01:00 Uhr: Ballende

Tombolapreise:

Konzertbesuch in Salzburg mit einem Peugeot

der Firma Ertl, Reisegutschein der Firma Heuberger,

ein Sparbuch Raiffeisenbank

Peuerbach, Dinner by Schrank, Frühstück

by Einfach, Gutscheine der Sternenbetriebe,

Ikunagutscheine, Konzertkarten für verschiedene

Konzerte (Neujahrskonzert, Bruckner

Orchester Linz, uvm.) und viele Überraschungen!

Foto: shutterstock, Bild ID: 517027534

Tanzlehrer und Ballgast Christoph Hippmann

Tango oder Polka?

Tango! Obwohl ich sehr gerne die lustige Polka tanze, ist

dennoch der Tango einfach faszinierend, romantisch und

widmet sich in seiner Form einzig dem Partner.

Helene Fischer oder Johann Strauss?

Helene Fischer! Sie macht allen Unkenrufen zum Trotz einfach

Musik, die ins Ohr geht, die Freude macht und den beliebten

(Disco-)Fox mit vielen Figuren tanzen kann.

Bier oder Sekt?

Sekt! Das war übrigens das Modegetränk, als der Wiener

Walzer zu Strauss und Mozarts Zeiten den Siegeszug rund

um die Welt angetreten hat. Damals im Trend: viel Sekt, viel

drehenden Walzer und dann die Partnerin schnell an die

frische Luft bringen...

Lieblingswalzer?

Ein moderner Walzer, von Ed Sheeran: Perfect! Die großen

klassischen Walzer sind aber genauso im Trend wie Songs

von Rihanna und Co. im Dreivierteltakt.

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Die Wissenschaft des Walzers

Was wäre ein Ball ohne das obligatorische “Alles Walzer!”? Und was hat es

eigentlich mit dem Dreivierteltakt auf sich? Wir haben uns auf die Suche nach

Antworten um den Mythos Walzer begeben und uns mit Experten aus Tanzund

Musikwissenschaft von der Universität Salzburg und dem Mozarteum

unterhalten.

Es ist wieder einmal so weit: Die winterliche Ballsaison

ist im vollen Gange und lädt in ganz Österreich zum Tanzen

ein. Egal ob man am Wiener Opernball zwischen der

Hautevolee sein Tanzbein schwingt oder am Rosenball

sein schrillstes Kostüm präsentiert – auch heuer ist wieder

unter den zahlreichen Events für jeden Geschmack etwas

dabei. Was alle Bälle aber trotz der unterschiedlichen Locations,

Gäste und dem dazugehörigen Ambiente vereint,

ist der dort jährlich praktizierte Tanz: Der Walzer. Als König

unter den Paartänzen bringt er mittlerweile seit knapp 200

Jahren wie kein anderer die Tänzerinnen und Tänzer zum

Rotieren. Besonders der Wiener Walzer erfreut sich in unseren

Breiten nach wie vor größter Beliebtheit. Kein Wunder,

ist dieser Tanz doch stark mit der österreichischen Geschichte

verwurzelt. Doch wie konnte sich ein Paartanz wie

dieser so stark etablieren und wieso wird er auch noch im

21.Jahrhundert getanzt?

Der Ballsaal als Gesellschaftsspiegel

Um sich ein Bild von der Geschichte des Walzers zu machen,

muss man bis ins 18. Jahrhundert zurückreisen und

die damaligen sozialpolitischen Umstände vergegenwärtigen:

In der damaligen Gesellschaft herrschte noch eine

strenge Ständeordnung mit Geistlichen, Adeligen, dem

Bürgertum und Bauern, was auch auf kultureller Ebene

sichtbar wurde. Die vorherrschenden Tänze, die bis dato

in den Prunksälen abseits des gemeinen Fußvolkes aufgeführt

wurden, waren das Menuett und der Kontratanz.

Beide galten als Gesellschaftstänze, die aus komplexen

Figuren bestanden, wechselnde Partner voraussetzten

und zu fast keinem Körperkontakt führten.

Unter manchen Tanzmeistern galt der aufkommende Walzer

aufgrund des ungewöhnlich großzügigen Körperkontaktes

als sittenwidrig und anstandslos, manche zweifelten

sogar am ästhetischen Wert. Trotz dieser Kritik – oder

Foto: shutterstock, Bild ID: 774726988

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„In den Ballsälen wurde mit ihm die

alte Ständeordnung aufgehoben; man

walzte im Ball als Ereignis miteinander“

Nicole Haitzinger

vielleicht sogar gerade deshalb – verbreitete sich der

Walzer als erster populärer Einzelpaartanz in allen

Gesellschaftsschichten und läutete damit ein neues

Zeitalter ein. Nicole Haitzinger, Tanz- und Musikwissenschafterin

auf der Universität Salzburg, bezeichnet den

Walzer aufgrund dieses Paradigmenwechsels auch als

revolutionären Zeitgeist der Moderne, der schon bereits

im 18. Jahrhundert seine Wellen schlug. „In den

Ballsälen wurde mit ihm die alte Ständeordnung aufgehoben;

man walzte im Ball als Ereignis miteinander“,

erklärt Haitzinger im Interview.

Der Mythos vom tanzenden Kongress

Ein Event der Sonderklasse half im 19. Jahrhundert vor

allem im österreichischen Raum, den vorerst noch als

sittenwidrig eingestuften Einzelpaartanz auch in den

gehobeneren Schichten zu verbreiten: Der Wiener

Kongress. Napoleon hatte gerade erst seine letzten

Niederlagen zu verkraften, da riefen die Großmächte

1814 auch schon zum gemeinsamen Treffen in Wien,

um Europas Ordnung wieder herzustellen. Da die Verhandlungen

eher schleppend liefen und die Gastgeber

daher auch auf gesellschaftlicher Ebene die verschiedenen

Parteien zusammenführen wollten, wurde

anstatt zu diskutieren eben getanzt. „Der in verschiedenen

Varianten überlieferte Ausspruch ‚Le Congrès

danse beaucoup, mais il ne marche pas‘ (Der Kongress

tanzt sehr viel, kommt aber nicht weiter) wurde zu einem

Stehsatz.“, erklärt Thomas Nußbaumer, Walzer-

Autor und Musikwissenschafter am Mozarteum.

Getanzt wurde damals kein anderer als der Wiener

Walzer, der es laut diesem Mythos somit auch in die

Prunksäle des Adels schaffte. Einer rasanten Verbreitung

in allen Bevölkerungsschichten stand dem beliebten

Paartanz nun nichts mehr im Wege.

Seit dem Wiener Kongress sind nun 200 Jahre vergangen

und doch hat sich um den Walzer nichts verändert.

Immer noch folgen zahlreiche Paare am Opernball der

Massen-Tanzaufforderung und drehen sich die Füße

wund. Beweis genug, dass es sich bei diesem Standardtanz

um weit mehr als nur ein anthropologisches

Überbleibsel aus längst vergangenen Tagen handelt.

Das How-To zum perfekten Walzer

Abgesehen von der Sechser-Schrittfolge ist das charakteristischste

und wichtigste beim Walzer die Drehung.

„Gut getanzt ist ein Walzer dann, wenn die in

den Raum gerichtete Rotation genützt wird. Das heißt,

ein Paar führt keine Auf- Ab-Bewegung aus, sondern

strebt drehend in den Raum hinaus“, erklärt Gunhild

Oberzaucher-Schüller, die ehemalige Leiterin der Derra

de Moroda Dance Archives der Universität Salzburg.

Der Dreivierteltakt eignet sich dafür besonders gut,

wie Mozarteum-Professor Nußbaumer sagt: „Was den

Dreivierteltakt meiner Meinung nach beim Tanzen auszeichnet,

ist die regelmäßige Verlagerung des Gewichtes

von rechts nach links. Das erzeugt einen gewissen

Schwung, ein außerordentliches Gefühl.“ Bei wem

die Sechser-Schrittfolge anstatt der perfekten Drehung

eher eine Beinverknotung hervorruft, kann laut

Nußbaumer auch einfach den sogenannten Fleckerlwalzer

mimen, der aus einem Drehschritt nach vorne

und einem nach hinten besteht. Und allen, die ihre

Walzerschritte bis zum nächsten Ball noch etwas aufpolieren

wollen, hilft einem ein Schnellkurs zum Tanzerfolg.

Ansonsten kann man beim Walzer nur raten: Am

Ball bleiben!

Text von Michaela Pichler

mit freundlicher Druckgenehmigung der

Österreichischen Universitätenkonferenz

(uniko)

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TONI - das magazin HERBST 2018


Nussknacker

und

Mausekönig

Weihnachten! Endlich Weihnachten! Wie lange hatten

Fritz und Marie sich schon darauf gefreut! Sie hockten

im Kinderzimmer und warteten auf die Bescherung.

Draußen vor dem Fenster dämmerte schon der

Winterabend und in dem kleinen Stübchen wurde es

immer dunkler. “Richtig unheimlich ist es hier”, flüsterte

Fritz seiner kleinen Schwester zu. Die Kinder hörten

Schritte vor der Tür und gleich darauf Stimmen und

ein leises Knistern von Papier. “Das ist bestimmt Onkel

Droßelmeier”, meinte Marie.

Die Kinder liebten ihren Patenonkel, obwohl er recht

eigenartig aussah, klein und dürr und das Gesicht voller

Runzeln. Weil er nur noch ein Auge hatte, trug er eine

schwarze Augenklappe wie ein Pirat. Am seltsamsten

aber fanden Fritz und Marie die Perücke, die er auf

seinem kahlen Kopf trug. Sie war nämlich aus Glas und

glitzerte, wenn das Licht darauf fiel.

Das Weihnachtsmärchen für die ganze Familie

Liebevoll erzählen, spielen und tanzen wir E.T.A.

Hoffmanns Geschichte “Nussknacker und Mausekönig”

in der Neuerzählung von Ilse Bintig.

Am Weihnachtsabend beginnt ein dramatischer

Kampf des guten Nussknackers gegen den gemeinen

Mausekönig - und die kleine Marie gerät mitten hinen!

Mit Mut, Herz und Liebe wird der böse Mausekönig

besiegt und der Nussknacker erlöst. Er nimmt Marie

mit auf eine wunderbare Reise ins Spielzeugland -

dorthin, wo die Fantasie regiert.

Termine:

16. Dezember

16:00 Uhr : öffentliches Kinder- und Familienkonzert.

17. Dezember und 18. Dezmeber

jeweils Vormittag ab 08:30 Uhr ausschließlich für

Volksschulklassen des Bezirkes Grieskirchen.

Anmeldung und Infos für VolksschullehrerInnen unter:

0664 / 1336942

HERBST 2018

Die bekannten Melodien von Peter Tschaikowsky

nehmen uns mitten ins Abenteuer mit. Zu hören ist

eine Zuckerfee, eine chinesische Winkekatze oder eine

wilde russische Reiterhorde, Das Sinfonieorchester

der Landesmusikschule Peuerbach unter der Leitung

von Norbert Hebertinger sorgt für unvergessliche

Weihnachtsmusik. Für szenische Einlagen sorgen

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Dachsberg

unter der Leitung von Mag. Herbert Wiesinger.

Ein Kinderkonzert für die ganze Familie ab 6 Jahren.

Es darf mitgetanzt, mitgesungen und mitgefiebert

werden.

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Natternbach goes Ikuna

IKUNA steht für Inspiration, Kunst und Natur und damit

auch für die Entwicklung der Marktgemeinde Natternbach

in den letzten Jahren. Denn es braucht Inspiration

und Offenheit, neue Dinge und Entwicklungen zuzulassen.

Das Natternbacher Ortszentrum hat sich in den

letzten Jahren massiv verändert. Auch dazu waren vor

allem Inspiration, viele gute Ideen und der Mut notwendig,

sich vom Alten zu verabschieden und Neues

zu schaffen. Das gelungene Ergebnis spricht für sich.

Die laufenden Investitionen im IKUNA Naturresort sind

ein Glücksfall für die Gemeinde. IKUNA sichert Besucher-

und Gästefrequenzen und damit auch Arbeitsplätze

in unserer ohnehin durch die Randlage im

Bezirk benachteiligten Region. Ein besonderes aktuelles

Highlight ist die Keltenausstellung in der IKUNA

Galeriebox, die schon allein aufgrund der zahlreich

vorhandenen Originalartefakte einen Besuch wert ist.

Kunst und Kultur sind eng miteinander verbunden. Positive

kulturelle Entwicklungen haben immer das Entstehen

von Kunst gefördert. Die Landesmusikschule

ist einer der wesentlichsten Kulturträger in unserer

Gemeinde. Sie fördert bei vielen Mitbürgern, insbesondere

auch bei unseren Kindern und Jugendlichen, den

kulturellen Gedanken und weckt damit auch Verständnis

für Kunst. Ich danke Direktor Norbert Herbertinger

und seinem Team für die hervorragende Arbeit, die in

diesem wichtigen Segment geleistet wird.

Und letztlich ist es die Natur und unsere Umwelt, auf die

wir stolz sein können und die es gilt zu erhalten. Denn

intakte Natur ist eine der Voraussetzungen, damit wir

uns selber im eigenen Umfeld wohlfühlen, dass Gäste

unsere schöne Region besuchen und Menschen sich

hier gerne niederlassen, um eine Existenz aufbauen.

So gesehen berührt uns IKUNA (Inspiration, Kunst

und Natur) immer wieder in unseren Entscheidungen

für eine zukunftsträchtige Entwicklung in unserem eigenen

Lebensumfeld.

Ich bedanke mich für das Tun und den Einsatz in dieser

wichtigen kulturellen Arbeit und freue mich auf viele

weitere inspirierende Stunden der Zusammenarbeit

mit der Landesmusikschule.

Josef Ruschak

Bürgermeister Marktgemeinde Natternbach

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TONI - das magazin HERBST 2018


SPOTLIGHT: NATTERNBACH

Aufg’spüt wird in Natternbach

Am Samstag, 24. November 2018 findet in Natternbach bereits zum

zehnten Mal der Werner Brüggemann Akkordeon Wettbewerb

statt. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler

oberösterreichischer Landesmusikschulen.

Werner Brüggemann war zeitlebens ein begeisterter

Musiker. Er konnte seine Liebe zur Musik durch

ganz unterschiedliche Facetten von künstlerischem

Tun ausdrücken. Die Ausbildung erhielt er im

Konservatorium Hamburg und in Trossingen, der weit

über die Grenzen hinaus bekannten Ausbildungsstätte

für Akkordeonisten. Sein Können und Wissen und vor

allem seine Begeisterung gab er als Pädagoge 30

Jahre lang an seine Schülerinnen und Schüler weiter.

Die Auftritte als Akkordeonist und Pianist führten

ihn durch ganz Europa bis nach Amerika. Viele

unterschiedliche Ensembles und Orchester konnten

unter seiner Leitung tolle Erfolge feiern.

Sein Lebenswerk als Komponist umfasst mehr als

2000 Werke für Akkordeon, Blasmusik, Kirchenmusik,

Chormusik, Klavierkonzerte und Kompositionen für

unterschiedlichste Ensemblebesetzungen.

Der „Werner Brüggemann Akkordeon Wettbewerb“ ist

bereits seit zwei Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil,

um seine Werke und sein Schaffen lebendig zu

halten und ein Stück weit seine Begeisterung an den

Nachwuchs weiterzugeben.

Dank der Unterstützung des Oö.

Landesmusikschulwerkes, der Landesmusikschule

Natternbach und der Gemeinde Natternbach findet

heuer der Wettbewerb zum 10. mal statt.

Hubert Antlinger, ein ehemaliger Brüggemann Schüler,

leistet mit dem ACCO Natternbach einen wertvollen

Beitrag in der Organisation.

Dankenswerterweise stiftet Frau DI Friederike

Brüggemann die Preisgelder für besonders

herausragende Leistungen. Der Wettbewerb hat sich

über die Jahre zu einem unverzichtbaren Podium für

junge und jung gebliebene Akkordeonistinnen und

Akkordeonisten in Oberösterreich entwickelt.

PREISTRÄGERKONZERT UND PREISVERLEIHUNG

Samstag, 24. November 2018, 18.00 Uhr

Mehrzweckhalle Natternbach

HERBST 2018

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TONI - das magazin


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Foto: Shutterstock, Bild ID: 1013248309


Toni 4 Kids

Endlich hat Toni die Schatzinsel gefunden. Aber herrje!

Wie kommt er nun zu seinem Schatz? Gefährliche

Kreaturen hausen auf der Insel und nur auf einem der

fünf Wege gelangt Toni sicher zum Schatz. Hilf ihm dabei!

Wir suchen Toni!

Wie stellst du dir Toni vor? Wie sieht er aus, hält er etwas in seiner

Hand? Trägt er Bart oder eine Badehose? Spielt er vielleicht sogar

ein Instrument? Oder ist Toni eine Sie?

Male, zeichne oder entwerfe Toni und wirf deinen Vorschlag in die

Tonibox im zweiten Stock der Landesmusikschule Peuerbach ein.

Oder per Mail an: ms-peuerbach.post@ooe.gv.at

Dein Toni-Entwurf könnte bald unser neues Maskottchen werden.

Vielleicht gibt es sogar ein Toni-Musical. Und der Siegervorschlag

bekommt natürlich einen tollen Preis!

Abgabeschluss für alle kreativen Köpfe unter 14 Jahre ist der

01. Dezember 2018.

Mach mit!

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VORSCHAU

PEUERBACHER NEUJAHRSKONZERT

Martin Achrainer (Landestheater Linz), Bernhard

Ortner, uvm.

philharmonie pt art, Dirigent: Norbert Hebertinger

Samstag, 05. Jänner 2019 um 19:30 Uhr

Auch heuer wieder darf im neuen Jahr musikalisch

angestoßen werden. Martin Achrainer, samt

Überraschungsgäste, begleitet von der philharmonie

pt art unter der Leitung von Norbert Hebertinger,

feiert ein rauschendes Neujahrskonzert. Feiern sie mit!

Unter dem Motto “Russisches Neujahrskonzert” dürfen

beschwingte und wunderbar lyrische Musik rauer

Winterlandschaften erwartet werden.

Kartenvorverkauf in der Raiffeisenbank Peuerbach

VVK.: €19,00 / AK.: €23,00

Foto: Reinhard Winkler

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PEUERBACHER JAZZ NACHT

CHANDA RULE & PAUL ZAUNER´S

SWEET EMMA BAND

Chanda Rule - Vocals, Paul Zauner - Posaune,

Osian Roberts - Saxophon, Carlton Holmes - Piano,

Christian Salfellner – Drums

Donnerstag, 11. April 2019 um 19:30 Uhr

Sweet Emma Barrett war eine war eine amerikanische

Pianistin und Sängerin aus New Orleans. Sie trat

regelmäßig in der Preservation Hall auf; Nat &

Cannonball Adderly widmeten ihr den Song Sweet

Emma. In dieser „Mood“ steht das gesamte Programm

des jazzigen Abends. Songs zum Grooven, Spüren,

von Hugh Masakela, Keith Jarrett und Gospel&Soul

Traditionals aus New Orleans und dem Mississippi

Delta.

Foto: Pia Fonia

BRUCKNER ORCHESTER LINZ

BOL ON TOUR

Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Markus Poschner

A. Bruckner, W. Steinmetz

Sonntag, 12. Mai 2019 um 19:30 Uhr

Das BOL begibt sich regelmäßig auf Reise in nähere

und ferne Länder, um als Botschafter unseres

Landstrichs und des Namensgebers international

für gespitzte Ohren zu sorgen. In der Saison 2018.19

bereist das Orchester aller Oberösterreicherinnen

und Oberösterreicher das eigene Land. Markus

Poschner und das BOL bringen nicht nur die Nullte

von Bruckner, sondern auch ein Auftragswerk nach

Peuerbach. Werner Steinmetz, der seit mehr als drei

Jahrzehnten als Trompeter im BOL spielt, ist auch ein

veritabler Komponist und verarbeitet seine vielfältigen

Erfahrungen mit der Musik des Genius loci zu einem

ganz neuen Stück namens Secret Signs.

Foto: Volker Weihbold

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HERBST 2018

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