SILENTMAG #1 - Das MAGazin aus der Autostadt

jakub384

Die erste Ausgabe des Graffiti Magazine "SilentMAG" aus Wolfsburg.
Das Magazin ist 2019 entstanden. Es enthält mehrer Themenbereich wie Graffitis auf Zügen oder Gütern. Sowie einen Oldschool Teil in dem die Anfänge dokumentiert werden. Dies ist die erste Produktion von Silentcap. Eine zweite Ausgabe ist für Mitte 2020 geplant.



VORWORT.

Moin Moin, seid gegrüßt ihr Sprüher*Innen,

Bandarbeiter*Innen, Bahner*Innen,

Kontrolleur*Innen, Zecken, Ultras und

anderen Interessierten an Graffiti in

Deutschlands Lieblings-Werk-Stadt.

Wolfsburg ist nicht gerade bekannt für

seine künstlerische Ausgestaltung urbaner

Landschaften und Personennahverkehrsmittel,

aber erhält stetigen Zuwachs an

motivierten Straßenkunst-affinen Personenkreisen,

die sich an der Mitgestaltung

der uns bekannten trist-grauen Ödlandschaft

Mordors ääh Wolfsburgs sehr interessieren.Gerade,

weil sie diese Gegend so

lieben und sie in einer vielschichtig bunten

Farbenpracht erstrahlen lassen wollen.

Aber diese Reinkarnation einer Graffiti-Szene

in unserer überschaubaren Industriegegend

war nicht immer so selbstverständlich,

wie sie es jetzt ist.Nach der

großen Chromflut Anfang der 90er Jahre

bis in die Anfänge des 21. Jahrhunderts,

erreichte die Stadt einen Tiefpunkt an

engagierten Jugendlichen, welcher durch

verschiedene Ursachen bedingt ist, wie das

erstarken einer äääääääh Polizeipräsenz,

der Problematik von Anonymität - wiederum

bedingt durch die stark verurteilte

Verteufelung und damit Kriminalisierung

der Sache - und vieler weiterer Gründe, die

wir ein anderes mal erläutern wollen.

Back 2 the end of 2000erz begannen sich

nun Jugendliche, abseits von Erfahrenen,

die eine Mentorrolle hätten einnehmen

können, für Sprühlackbüchsen und Urbane

Landschaftsgestaltung zu interessieren.Die

„Anfänge“ von denen ich, der

nostalgische Opi, nun spreche, bestritten

zunächst Crews wie FBN, FSK, die

Wolfsburger Ultrà-Szene und vereinzelte

Sprüher (meistens ja leider keinen „innen“)

wie Sigk und Ten, die das Stadtbild

am stärksten prägten. Trotz der städtischen

Bemühen so gut wie jeden geilen

Spot vertrottelt überstreichen zu lassen,

findet man auch heute noch vereinzelte

Bilder, die stabil stehen bleiben -

Toyfel sei’s gedankt.

Über die Jahre entwickelte sich, nicht

zuletzt auch durch eine entsprechende

Jugendförderung, eine Ansammlung von

Untergrund-Athleten (immer noch zu

wenig Athletinnen), die sich teils kollektiviert,

teils zerstritten haben oder einfach

nebeneinander hermullen und betrachtet

man das Potenzial, ist da auch noch Raum

nach oben.Seit einigen Jahren und nach

der großen Trauer um die abziehenden

Stahler und die S-Bahn =(, ist besonders

der Hi-Club ins Blickfeld von Saurons Auge

alias dem VW-Tower geraten, indem nicht

nur das hiesige Privatbahnunternehmen

gelackt werden konnte, nein, es wurden

auch auf der Straße verhältnismäßig die

meisten Meter gemacht.

Also freut euch auf eine qualitative Auswahl

von Wolfsburgs letztem Jahrzehnt

Graffiti-Geschichte!


S T R e C K e n n e T Z

Sehr geehrte Fahrgäste,

wir freuen uns, Sie im SilentMag auf der Fahrt richtung

Endstation begrüßen zu dürfen.

In unserem Streckennetz können Sie sich einen Überblick

verschaffen, vermeiden Sie bei Selbstversuchen

jedoch augenblicklichen Kontakt mit Bahner*Innen.

Das Konsumieren und bereitstellen von alkoholischen

Getränken oder Sprühfarben ist ausdrücklich

erwünscht!

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.

HALTESTELLEN

Gleis 2-3

Gleis 4-14

Gleis 15-20

Gleis 21-28

Gleis 29-38

Gleis 39-47

STRECKENNETZ

..

WANDE ..

DER REGION

GUTER

TRAINWRITING

ULTRA GRAFFITI WOLFSBURG

OLDSCHOOL

RE30 Wolfsburg - Gifhorn - Hannover

RE50 Wolfsburg - Braunschweig - Hildesheim


*“Viel Verspätung! Hohe Preise!

DB Schweine! DB Schweine!“

Den Meisten von euch dürfte dieser Spruch

sicherlich bekannt sein, aber was steckt

eigentlich dahinter? Die Deutsche Bahn

steht seit jeher für Verspätung im Verkehr

und repräsentiert wohl auch irgendwie eine

Zwei-Klassen-Gesellschaft, die vermeintlich

nur durch schwarzfahren und das künstlerische

Verwerten von Außen- sowie Innenverkleidung

erträglich erscheint.

Was jedoch so gut wie nie vor Augen geführt

wird, ist die Komplexität jener Institution,

die, obgleich sie dem klassischen Deutschtum

von Recht und Ordnung unterliegt (siehe

manche dreckige Schaffner), ein Netz von

10000en Nah-, Regional- und Fernverkehrsmitteln

koordiniert. Wenn man nun also

schon Kritik übt, könnte man zunächst das

große Ganze betrachten, eine Gesellschaft,

in der exakt und punktuell Perfektion,

Wachstum und Fortschritt angestrebt wird

(weil es dem Zeitgeist oder dem Konstrukt

entspricht?) - woran sich die Bahngesellschaft

anpasst und so keinen Raum für eventuelle

Ungereimtheiten lässt.

In diesem Sinne bleibt nur zu sagen, dass

manch Kunst-affine Person tatsächlich aus

Liebe zu eben jener Kunst, aber auch zu Zugmodellen

agiert und diese Passion in das Gesamtbild

der individuellen Kunstauslegung

etabliert.

Kann man machen.

Immer Pünktlich am nächsten Spot!

RB 40 Braunschweig–Helmstedt

RB 44/RB 48 Braunschweig–Salzgitter-Lebenstedt

RB 45 Braunschweig–Schöppenstedt

RB 46 Braunschweig–Seesen–Herzberg

RB 80 Göttingen–Northeim–Herzberg–Nordhausen

RB 81 Bodenfelde–Northeim–Herzberg–Nordhausen

RB 82 Göttingen–Kreiensen–Goslar–Bad Harzburg

RB 86 Göttingen–Einbeck-Mitte

Regio Nord


WÄNDE DER REGION

Wer kennt es nicht..

Ob beim Pendeln, auf dem Weg nachhause

oder einfach auf der Fahrt zum Fußball.

Überall sind diese bunten Bilder an der Zugstrecke.

Jeder kennt es und manchmal kommt

man sich selber ein bisschen doof vor, wenn

man an der Scheibe klebt und versucht, die

neusten Pieces zu entdecken. Auf den nächsten

Seiten bekommst du frische Geschichten

von der Schalli, wilde Bombings und mehr zu

sehen. Gönn dir!



5 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt. 6


7 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


Aximoenium inte, se fue ad nons tela rem

audem con perum.

Mus am huitrat imisqua quitudemor unc tatia

Si iam aris in Itam nos sicit. Opublin dicaet

furs bons re ex nostrum perenterorte proximo

liusquam et vivigna, Ti. Imovernum reconve

ntiurorum Pala orarit L. Sero tantemo igilicu

pernum intem anteatori inatra speresimus

pon te autua sente potertum conihilica se que

teripte incemus? Rivignocrum publius intesci

in se ac inatus, que deessulus, nonfirmius,

nostante in den porterf ecerors iacives senium

templine anum, vensum quius, con nondum

iam tiam sid modinpri publina, conotin

essiliam ideo, que inte plis inatus hactuidit.

Lostiu mo Cuppliqui ses senati sil te, Catam

iae ninprare et, nius opublin perunimo horum

viribunte cont. est vicit, cie peritilla auconen

ihinteriam erore, cuperop temuria re in tis

confecrit. Ica vivis catuis publius, se efatusObit,

simusam accullu ptaerchit velis eostem

fugitatat ex esectur?

Usam quiae re pereptatur, volut archilit

experibusae. Itae voluptaque nuscius aperere

ptusdanda non con et est, alit, te endit quae

re, namet fuga. Porro verorem ea num erum

labo. Ficil incto doluptio voluptas excesto qui

adit, nis as duciis de enditate voluptatibus

doloris earunt, aut quo ime aute et a quo quis

etur, ut lit haruptam latatusam amus sant

SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt. 8


9 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


IN DIE JAHRE GEKOMMEN.

Viele Jahre schon vergangen. Doch das

Piece, welches in einer actionreichen

Nacht entstanden ist, lässt sich immer

noch erkennen. Was ein geiles Gefühl!

Die kleine Fotoreihe zeigt, dass obwohl die

Stadt Wolfsburg den bunten Buchstaben immer

schon ein Ende setzen wollte, es dennoch

einige, wie im Fall von SICK und TEN gibt, die

überleben und immer noch unser Stadtbild

prägen. Auf den Folgenden weißen Seiten findest

du Bilder, die zeigen, wie Graffiti in Wolfsburg

ab 2010 ausgesehen hat. Schön auch zu sehen

sind die Klassiker der beiden Crews FSK und

FBN, die ab ca. 2012 das Stadtbild der Region

geprägt haben und immer noch an vielen Ecken

der Stadt zu finden sind. Die letzten Wolfsburger

Crews die in den Genuss gekommen sind, einen

Stahler direkt in Wolfsburg bedienen zu können.

Ende 2015 war das Kapitel „Stahler“ in Wolfsburg

abgeschlossen und die Deutsche Bahn wurde

von Metronom mit der Enno ersetzt.

Aximoenium inte, se fue ad nons tela rem

audem con perum.

Mus am huitrat imisqua quitudemor unc tatia

Si iam aris in Itam nos sicit. Opublin dicaet

furs bons re ex nostrum perenterorte proximo

liusquam et vivigna, Ti. Imovernum reconve

ntiurorum Pala orarit L. Sero tantemo igilicu

pernum intem anteatori inatra speresimus

pon te autua sente potertum conihilica se que

teripte incemus? Rivignocrum publius intesci

in se ac inatus, que deessulus, nonfirmius,

nostante in den porterf ecerors iacives senium

templine anum, vensum quius, con nondum

iam tiam sid modinpri publina, conotin

essiliam ideo, que inte plis inatus hactuidit.

Lostiu mo Cuppliqui ses senati sil te, Catam

iae ninprare et, nius opublin perunimo horum

viribunte cont. est vicit, cie peritilla auconen

ihinteriam erore, cuperop temuria re in tis

confecrit. Ica vivis catuis publius, se efatusObit,

simusam accullu ptaerchit velis eostem

fugitatat ex esectur?

Usam quiae re pereptatur, volut archilit

experibusae. Itae voluptaque nuscius aperere

ptusdanda non con et est, alit, te endit quae

re, namet fuga. Porro verorem ea num erum

labo. Ficil incto doluptio voluptas excesto qui

adit, nis as duciis de enditate voluptatibus

doloris earunt, aut quo ime aute et a quo quis

etur, ut lit haruptam latatusam amus sant

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GÜTER.

Die guten Güter aka. Günther.

Immer wieder ein Gaumenschmaus. Rot, blau,

weiß oder grün, alles ist vertreten. Wenn gar

nichts mehr klargeht, dann sind die Güter sehr

treu. Aber auch nur, wenn der von den ganzen

Schichten versoffene Bahner sie schön in paar

Reihen aufstellt. Egal ob entspannt mit der

Pilsete vorm Saufen gehen oder

einfach die Reste vom Wochenende verdrücken.

Spaß hat man immer! Für manche ist es wie ein

Gang an die Halle um etwas Neues auszuprobieren.

Für andere ist es um die Quote hochzuhalten.

Hauptsache es rollt durch die Gegend...



17 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


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AUSDRUCK EINER JUGENDKULTUR.

Jeder will gesehen werden, sich in seiner Kunst weiterentwickeln

und etwas Neues ausprobieren.

Fahrende Leinwände sowie graue Wände geben die

Möglichkeit, Kreativität auszuleben und individuelle Styles

zu präsentieren. Das Leben für die Adrenalinkicks und die

Farben. Es kommt nicht darauf an woher man kommt, denn

Graffiti sorgt für einen starken Zusammenhalt und schenkt

unbegrenzte Freiheit in einer Welt, die sonst nur aus Grenzen

und Regeln besteht.

Die Region gehört somit jedem Bewohner und jeder Künstler

kann dazu beitragen, ein schöneres, buntes Stadtbild zu

kreieren.

Wir sind froh über jeden Writer, der für seine Leidenschaft

lebt, denn eine Stadt ohne Lack ist nur halb so schön!

GESCHICHTEN AUS 38.

Es war ein kalter Winterabend...

Zu viert begaben wir uns zum lokalen Güterspot. Also alles

drum herum abgecheckt und Zack-rein. Nun, da waren wir

wieder zu viert, zwischen Güti und Güti. Mit einem Blick

schauten wir in die dunkle Reihe, ob alles lässig ist. Doch

Plötzlich entdeckten wir ca 50 Meter entfernt ein weißes

Licht . Wir überlegten kurz: Hmm, sind das Bullen?- ach

nein, quatsch, ergibt kein Sinn. Aber wer ist es dann ? Nachdem

wir kurz grübelten, wer bei diesem scheiß Wetter im

Yard rumturnt, hatten wir die Vermutung, dass die lokalen

Toys sich verlaufen haben und erneut am crossen sind. Also

dachten wir uns: Zack, erschrecken wir sie, in der Hoffnung,

dass sie ohne die Kannen losrennen und wir sie uns abzapfen

können. Wahrscheinlich waren sie sowieso an einem

Bild von uns zugange. Also liefen zwei von uns in der Reihe

los, auf das mysteriöse Licht zu, ohne einer Absprache...

„Polizei stehen bleiben!“.

Als die Person in Sprintgeschwindigkeit aus dem Güteryard

verschwand, bemerkten wir, dass es sich doch nicht um die

lokalen Toys handelte. „Das ist doch unser Homie- haha“ .

Ihm ging super der Kackstift für einen kurzen Moment, bis

er schließlich auch bemerkte, dass wir nicht die Polizei waren,

sondern Kollegen.

Daraufhin gingen wir alle wieder in den Güteryard und so

wie man es kennt, entspannt einen abgedampft und über

die ganze Situation gelacht. Das Schöne war, dass wir durch

die kleine Action ganz vergessen hatten, wie scheiße das

Wetter war. Cheers !

SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt. 20


TRAINWRITING.

Züge malen .

Das Schönste was es gibt. Egal ob 2 Minuten Backjump,

30 Minuten Buntpanel oder 10 Minuten Wholecar . Alles

macht auf seine Art und Weise Spaß

Jeder, der diese Erfahrung gemacht hat, weiß, wie es sich

anfühlt seine Kiste rollen zusehen. Am Besten noch man

fährt selber mit, steigt aus und niemand weiß, das sie warscheinlich

augenkontakt mit dem Künstler hatten. Der Zug

fährt die ganze Zeit durch die Landschaft. Ob es der ICE ist,

der 700km pro Strecke zurück legt oder die Lindt, die die

Dörfer anpeilt . Alles hat seinen eigenen Charme. Manche

wollen pure Action, riskante Spots und Hauptsache ballern.

Die anderen setzen auf längere Aufenthalte mit entspanntem

bunt Konzept, je nachdem was der Spot hergibt.

Es ist nicht immer nur das Panel, das zählt, sondern auch

die Action, die dahinter steckt . Die spannenden Stunden

mit seinen Kollegen beim auschecken, im Gebüsch sitzen

und spähen oder einfach das botten weil man fast gecatcht

wird . Irgendwas besonderes passiert immer und hinter jedem

Panel steht eine eigene individuelle Story.

Auf den folgenden Seiten bekommt ihr einen kleinen

Einblick von den Kisten aus der Wolfsburger Graffiti Szene.

Viel Spaß!



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SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt. 24


25 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


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27 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


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29 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt. 30


ULTRA GRAFFITI WOLFSBURG.

Wer kennt sie nicht?

In der Graffiti Szene wurden sie anfangs gehasst und verspottet.

Nun sind sie fester Bestandteil in jeder Stadt.

Sie werden zwar weiterhin nicht von jedem Sprüher verehrt,

aber mitlerweile respektiert man die Bilder in den

jeweiligen Vereinsfarben der Stadt.

Wie sieht es im Wolfsburger Gebiet aus? Seit ein paar

Jahren häufen sich die bekannten Kürzel an vielen Stellen

in unserer geliebten Heimat.

Jeder soll wissen, welcher Verein im Herzen der Einwohner

ist und welche Gruppen hier den Ton angeben.

Jeder drückt seine Vereinsliebe anders aus und die Jungs

von UGW eben durch die Liebe zur Farbe.

Ultra Graffiti in Wolfsburg ist jetzt erst am Anfang aber sie

haben immer noch nicht genug . Wir bleiben gespannt auf

mehr!


„ULTRÁ LEBEN HEIßT

MACHEN STATT REDEN!“


33 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt. 34


35 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.



FÜR IMMER IN UNSEREN HERZEN.

„HUBERT – SHERMAN – UNVERGESSEN“

schallt es aus der Nordkurve an einem warmen Tag im

Herbst. Wenig Zeit ist seit dem tragischen

Unglück vergangen. All der Schmerz und die Trauer

entladen sich in einem stimmgewaltigen Orkan, der über

die Ränge hinweg fegt und diese unerträgliche Stille

beendet.

Jeder soll es hören, jeder soll es sehen - Zwei sind von uns

gegangen, doch nicht ganz. Sie leben in unseren Herzen

weiter. In all den Erinnerungen und Erzählungen unserer

ewigen Freundschaft, in unserer großen Gemeinschaft.

Und auch in ein paar Bildern, die zu ihrem Andenken gemalt

wurden.

Heute, rund sechs Jahre später, gedenken alte und junge

Mitglieder unterschiedlicher Wolfsburger Subkulturen

diesen zwei großartigen Menschen. Die zusammen gelebte

Zeit überdauert die Vergänglichkeit.

37 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt. 38


OLDSCHOOL WOLFSBURG.

Wir kommen nun zum Herzstück dieser Ausgabe. Für euch

haben wir es geschafft, alte Schinken wieder zum Leben

zu erwecken und auch zu würdigen. Auf den folgenden

Seiten findet ihr Bilder, die im Zeitraum von 1995 bis in

die Anfänge der 2000er Wende entstanden sind.

Vorher hat aber noch BigT etwas zu erzählen. Ihm haben

wir größten Teils diese Rubrik zu verdanken.

Hier ist seine Geschichte.

„Die goldene Zeit von Graffiti in Wob war definitiv am Anfang

der 90er Jahre, mit Legenden wie CYKE, CHIO, ETAN,

DHOT, ZNES, RHOK, STOK, MET, MOL, KOMA, MUN, DIEB

und viele mehr.

Wegen denen haben wir angefangen und wurden infiziert.

GNB hat Style auf eine andere Dimension gebracht.

Gerade BEET, der bis heute noch malt, hat uns so zum

Verzweifeln gebracht, denn er dominierte immer mit

krasseren Styles und Ideen. Bombingmäßig hat vor allem

MET mich inspiriert. Rest in Peace an der Stelle. Er

sprühte Streetbombings sowie Tags und Trains. Im Stadtbild

dominierte dann SKF, eher mit Quantität, aber es war

ständig was zu sehen.

Eine Phase gab es noch mit OTR und DBC. An der Stelle

haben TRUE, KIER und PAST ganz schöne Dinger gemacht.

Leider hat die Expo damals viel Geschichte ausradiert.

Alles musste sauber werden, ob es die Fassaden der Stadt

oder die grauen Autobahnbrücken waren. Es wurde soviel

gebufft, dass viele von den Legenden aufgehört hatten

und es somit Stück für Stück sauberer wurde. Bis zum

Ende der 90er, als wir langsam wieder anfingen aktiver zu

werden.

Anfang 2000 wurden es immer weniger Crews und Writer,

die noch aktiv waren in Wob. Geblieben sind GNB, SKF,

STK, JR, TSC und CLK.

BSE und QSK waren auch gut, dabei aber eigentlich eher

in der Region Gifhorn und Braunschweig vertreten. Es gab

noch WSP, die haben ein paar coole Spots gemacht aber

keiner kannte sie. Sie waren aus Fallersleben aber Kontakt

hatte zu denen trotzdem niemand, denn es gab schließlich

keine Smartphones und an der Hall haben sie sich auch

nie blicken lassen.

Natürlich will ich niemanden vergessen und unterschlagen

deswegen auch Respekt an 3PS, BTC, PBS, BSE, DPB,

BPK, SM, RSC, NRG und AWZ aus Braunschweig, mit

denen auch immer guter Kontakt bestand.

GNB und PBS waren und sind bis heute das Nonplusultra

der Region in Sachen Style. Naja die 2000er waren sehr

wild! Jedes Wochenende zogen wir Tags über die Dieselstraßen

Hall, dann abends Streetline und Güter und ab

und an ein Zug an den vertraulichen Spots der Region.

Das Yard in WOB hat MET und KOMA gerne auseinander

genommen, außerdem auch OHO mit SLAYER . Auch der

Bro SMUD hat hier echt krass abgerissen. Es war auf jeden

Fall ’ne geile Zeit, die Nächte im Gebüsch, am Bahnhof

und auf den Schienen. Die Porschestraße wurde im urbanen

Stil in Form von Tags gestaltet. Wir hatten oft Glück!

Die urbane Gestaltung der Porschestraße mochte vor

allem die unterbelichtete WAZ (Wolfsburger Allgemeine

Zeitung) nicht. Mehrere Zeitungsartikel haben wir ergattert.

Der Nachteil an der Vauweh

Verseuchung und dem ungewollten Fame der Stadt ist

leider, dass um so älter wir wurden, wir immer mehr aufpassen

mussten. Es wird schnell klar, wer malt und was er

malt. So um 2005 und später hatten wir auch das Gefühl,

dass nichts nachkommt an jüngeren Nachwuchs. Viele

zogen von uns Weg, bis nur noch einzelne vor sich hin

gemullert haben.

Am Ende des Tages spielt es keine Rolle, aus welcher Stadt

jemand kommt. Graffiti ist allover und Wolfsburg hat viele

gute Sprüher hervorgebracht, egal ob aktiv oder in Rente.

Ich hoffe ich habe niemanden vergessen, peace!!!

- BigT.“



41 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


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ENDSTATION.

Sehr geehrte Fahrgäste,

wir erreichen in Kürze die Endstation des ersten Silent-

MAGs. Nun ist die Reise vorbei und der erste Teil ist abgeschlossen.

Nach einem Halbenjahr haben wir es geschafft. Aus einem

unterbewussten Gedanken wurde Realität und wir

haben uns dazu entschlossen, das Projekt in die Hand zu

nehmen, um über einer der aufstrebensten Subkulturen

dieser Zeit zu berichten und in gewisser Weise aufzuklären.

Es war wichtig, vielen irgendwie mitteilen zu können,

dass die einst gemachte Fabrikstadt mehr Graffiti

Geschichte hat als so manch andere Region dieses Landes.

Denn wer von den jungen Kids, die anfangen sich für

diese Subkultur zu interessieren, bekommt schon mit,

dass einst ein Kool Savas für eine Hiphop Jam extra aus

Berlin nach Wolfsburg anreiste.

Nun bleibt nur noch Danke zu sagen, an alle, die uns bei

diesem Projekt unterstützt haben. Für jeglichen Lob und

Kritik stehen wir natürlich zur Verfügung. Wir würden

uns sogar sehr über eine Nachricht eines jeden Lesers

und Betrachters des SilentMAGs freuen.

Dafür kannst du uns auf unserem Instagram Account

“SILENTCAP.303“ eine Direct Message hinterlassen oder

eine Mail schicken an Info.silentcap@gmx.de

Danke an @Metalltuschkasten und

@ultra_graffiti_wolfsburg für die Bereitstellung einiger

Bilder, die wir für die Dokumentation benutzen durften.

Hoffentlich besuchst du uns im nächsten Teil wieder!

Wir wünschen dir bis dahin farbenfrohe Nächte.

FOLGE UNS AUF

INSTAGRAM!

Und sei immer auf dem

Laufenden.

@silentcap.303

@ultra_graffiti_wolfsburg

@metalltuschkasten

48 SILENTMAG. Das MAGazin aus der Autostadt.


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