Ried

salzburg08941

AUS DER CHRONOMETRIE

Ried im Innkreis 1868, 1870

Zwei neue Mannhardt-Turmuhren für eine junge Stadt

Michael Neureiter, Bad Vigaun

1857 wurde Ried im Innkreis in Oberösterreich

zur Stadt erhoben, 1867 gab es das erste „Landwirthschaftliche

Ausstellungsfest“, heute Rieder

Messe. 1870 wurde Ried mit der Eröffnung des

neuen Bahnhofs an die Bahnlinie Wels-Braunau

(„Braunauer Bahn“) angebunden.

Der Innkreis, das Innviertel, kam nach dem bayerischen

Erbfolgekrieg mit dem Frieden von Teschen

1779 von Bayern zu Österreich.

1868 erhielt die Stadtpfarrkirche St. Peter und

Paul ein neues Turmuhrwerk, zwei Jahre später

auch das Rathaus. Die beiden Turmuhrwerke sind

die einzigen erhaltenen in Ried, das Werk im Rathaus

ist sogar noch in Betrieb.

Das Werk in der Stadtpfarrkirche ist eine Rarität

hinsichtlich seines Aufbaus.

Spuren früherer Uhren

Im 19. Jahrhundert ist u.a. die Installation einer

Turmuhr in der Filialkirche Kleinried 1830 nachweisbar,

1838/39 ging es um die Reparatur der

Turmuhr der Filialkirche St. Anna. Aus 1830 liegen

Gutachten über den Zustand der Turmuhren des

Rathauses und der Stadtpfarrkirche vor, 1836/37

erfolgte eine Reparatur der Stadtpfarrkirchenuhr.

Im Turm der Stadtpfarrkirche erinnern u.a. zahlreiche

Inschriften auf der Holzverschalung des

Gewichteschachts daran, dass schon vor 1868 ein

Vorgängerwerk für die optische Anzeige auf den

Zifferblättern und die akustische Anzeige durch

Glockenschläge sorgte.

Johann Mannhardt: Revolution im

Großuhrenbau

Johann Michael Mannhardt (1798-1878) war ein

genialer Mechaniker und einer der hervorragendsten

Turmuhrenbauer seiner Zeit. Seit 1827

in München selbständig, kreierte er seine Stiftenhemmung,

den „Mannhardtschen Gang“, und

baute zahlreiche Uhren – u. a. 1842 München,

Frauenkirche, 1865 Vatikan, 1870 Berlin, Rathaus,

und 1878 Kölner Dom.1 1863 präsentierte er seine

Turmuhr mit freischwingendem Pendel, den

„Mannhardtschen Freischwinger“.

Seine Firma ging trotz vieler Auszeichnungen

und Exporte in die ganze Welt 1865 bankrott und

wurde 1866 zwangsversteigert.

Die Maschinenfabrik übernahm der Straßburger

Turmuhrenfabrikant Friedrich Ungerer. Die

Turmuhren-Firma wurde weitergeführt, auch

Mannhardt arbeitete weiter. Die Firma ging

Im Bild links

die Stadtpfarrkirche

St. Peter und Paul

am Kirchenplatz, rechts

das Rathaus am Hauptplatz.

(Foto Stadtgemeinde

Ried im Innkreis)

MITTEILUNGEN Nr. 163 26 HERBST 2020


AUS DER CHRONOMETRIE

Auf der Schalung des

Gewichteschachts, der

durch mehrere Turmgeschosse

führt, verewigten

sich die für den täglichen

Aufzug der Uhrgewichte

Verantwortlichen: Am

linken Brett finden wir die

Jahreszahlen 1856, 1896

und 1913, am mittleren

Brett 1861, 1857 und 1839.

(Foto horologium, Michael

Neureiter)

(Werbeschrift

„J. Mannhardt’sche Thurmuhren-Fabrik“,

München

1886, Titelseite)

schließlich an Eduard Hartmann über. 1928 wurde

sie von der Turmuhrenfabrik Philipp Hörz,

Ulm, übernommen.

In einer wohl 1886 erschienenen Publikation

berichtet die „J. Mannhardt’sche Thurmuhren-

Fabrik“ mit Besitzer Eduard Hartmann, sie habe

„bisher über 1670 Stück“ Turmuhren angefertigt,

und führt zahlreiche Referenzen (bis 1884) u.a.

aus Ried an.

1868: eine Mannhardt-Turmuhr für die Stadtpfarrkirche

St. Peter und Paul

Die Werbeschrift 1886 der J. Mannhardt’schen

Thurmuhrenfabrik 1886 enthält keine Referenz

für die Stadtpfarrkirche. Die Anschaffung einer

neuen Turmuhr hatte ihren Grund in einem Blitz,

der den Turm 1854 schwer beschädigte und einen

Wiederaufbau im oberen Teil notwendig

machte: Bis 1868 schützte ein Notdach den Turm,

Auch die drei vorhandenen

Steingewichte erfüllten

ihre Aufgabe beim Betrieb

des Gehwerks, Viertelstunden-

und Stundenschlagwerks

schon lange vor

1868. Vielleicht stammen

sie aus der Uhr für den

1731 erhöhten Turm?

Sie wurden wohl 1868

durch ein viertes Gewicht

ergänzt, weil eine weitere

Anzeige-Funktion dazukam.

(Foto horologium,

Michael Neureiter)

HERBST 2020 27 MITTEILUNGEN Nr. 163


AUS DER CHRONOMETRIE

Das Zeigerwerk hinter dem

hauptplatzseitigen Zifferblatt

am Rathaus reduziert

mit seinem Getriebe die

ankommende Minutengeschwindigkeit

auf ein

Zwölftel zur Stundenanzeige.

Das geschmiedete

Zeigerwerk aus dem

18. Jahrhundert (?) diente

sicher schon der Vorgängeruhr

der Turmuhr 1870,

die nach 150 Jahren noch

immer mit Handaufzug

in Betrieb ist. (Foto horologium,

Michael Neureiter)

der um eine Etage erhöht wurde. In diesem Stockwerk

wurde die neue Wohnung des Türmers mit

umlaufender Galerie untergebracht. Der Türmer

wachte über das Geschehen und warnte vor Gefahren,

z.B. bei einem Brand.2 Die Kreuzsteckung

erfolgte am 6. September 1868.

Der Bau des Turms und der Galerie kostete

schließlich nach der Schlussabrechnung 14.308

Gulden.3

Der neue Turm brauchte auch eine neue Turmuhr,

vermutlich war die alte durch den Blitzschlag

1854 beschädigt oder zerstört worden.

Der Gemeindeausschuss von Ried befasste sich

am 12. Mai 1868 mit einem „Antrag des Thurmbau-Komitees

wegen Anschaffung einer neuen

Thurmuhr nach Laudachers System“4, „von Mannhart

in München“ ist im Protokoll später angefügt,

und beschloss: „Die Thurmuhr, samt Lärmsignalapparat

und allem Zubehör ist anzuschaffen,

und die Gemeinde Ried leistet, wenn die Kosten

hiezu durch freiwillige Beiträge nicht aufgebracht

werden könnten einen Ergänzungsbetrag im Maximum

von 400 Gulden österreichischer Währung

vorschussweise gegen seinerzeitigen Ersatz

durch fortgesetzte Sammlungen.“

Im Protokoll wird Dechant Sebastian Freund genannt,

der auch als Vorstand des landwirtschaftlichen

Filialvereins 1866 an der Beschlussfassung

für eine Landwirtschaftsausstellung mitwirkte

und die Zentralleitung des erstens „landwirthschaftlichen

Ausstellungsfests“ im Oktober 1867

innehatte.

„Am 18. August 1868 kam die neue Kirchenuhr mit

Alarmwerk aus der Manhart’schen Fabrik in München

zu Ried an. Dieselbe wurde am 20. August

vom Kirchenplatze aufgezogen und dann von einem

Münchener Monteur aufgestellt. Sie kostete

1385 G(ulden). Nach dem Sitzungsbeschluß vom

14. März d. J. wurde von der Stadt hierzu ein Beitrag

von 400 G(ulden) geleistet.“ berichtet Konrad

Meindl in seiner „Geschichte der Stadt Ried“. 6

Von den drei Gewichten,

die die Turmuhr des Rathauses

antreiben,

ist das linke geschmiedet

und deutlich älter als die

beiden anderen gegossenen

Gewichte. Alle drei

Gewichte wurden später

mit Zusatzringen ergänzt

und beschwert. (Foto horologium,

Michael Neureiter)

MITTEILUNGEN Nr. 163 28 HERBST 2020


AUS DER CHRONOMETRIE

Die Liste mit den Lieferungen

nach Österreich-

Ungarn, u.a. mit 6 Stück

nach Salzburg, 4 Stück

nach Braunau und 2 Stück

nach „Ried i. Oberösterreich“.

Die Salzburger

Standorte Fischhorn, Radstadt

und Saalfelden wurden

hier Oberösterreich

zugeschlagen. (Werbeschrift

„J. Mannhardt’sche

Thurmuhren-Fabrik“,

München 1886, S. 12)

Im Gemeindevorstand am 28. September 1868

wurde dann dem Turmbaukomitee auf dessen

Ersuchen um einen Vorschuss von 1000 Gulden

noch ein Vorschuss von 900 Gulden gewährt,

bis die Pfarre „dass Thurmbaudeffizit zu deken

in der Lage ist“.

Das Uhrwerk der Stadtpfarrkirche ist 100 cm

breit, 54 cm tief und mit dem Freischwinger 168

cm hoch. Der 1863 von Johann Mannhardt präsentierte

Freischwinger wurde als „der Mercedes

der Turmuhren“ bezeichnet. Hier schwingt

das Pendel eine Minute frei und löst dann das

HERBST 2020 29 MITTEILUNGEN Nr. 163


AUS DER CHRONOMETRIE

Der neue 1868 fertiggestellte

73 Meter hohe Turm

der Stadtpfarrkirche mit

dem Zifferblatt über dem

Haupteingang, der Galerie

im Geschoß der Türmerwohnung

und zwei der

vier Zifferblätter darüber.

(Foto horologium, Michael

Neureiter)

Gehwerk aus, was zur „springenden Minute“

führt. Diese Hemmung weist eine extrem hohe

und nahezu wetterunabhängige Genauigkeit

auf.

Am Turmuhrwerk der Stadtpfarrkirche fällt auf,

dass es neben dem Gehwerk, einem Viertel- und

einem Stundenschlagwerk ein viertes Werk besitzt,

von vorne gesehen links. Das lässt zuerst

an ein Stunden-Nachschlagwerk denken, aber

dafür wäre eine weitere „Schlossscheibe“ zur

Steuerung der Zahl der Schläge zur vollen Stunde

nötig. Die Antwort: Es ist ein Alarmwerk.

In Ried setzte man auf Sicherheit: Im neuen Turm

sorgte man dafür mit der Türmerwohnung, die

bis 1929 bewohnt war, und mit der „Lärmsignalanlage“.

Es ist nicht bekannt, wie oft sie seit 1868

ausgelöst wurde.

Ein Zwischenfall ereignete sich 1892: Nachdem

Uhrmacher Johann Dallinger Mitte Juli eine vollständige

Reinigung der Uhr durchgeführt hatte,

fand am 31. d. M. eine Feuerwehrübung statt,

in die der Turm einbezogen war. Zu Beginn der

Übung blieb die Uhr etwa um 12.45 stehen “und

hat auch keine Stunde mehr ausgeschlagen“. Zwei

Tage nach der Feuerwehrübung stürzte eines der

vier Gewichte ab. Dem Vorfall folgten ausgiebige

Auseinandersetzungen um das Verschulden

am defekten Seil. Der Uhrmacher und der Mesner,

Seilermeister Mathias Pauli, die Gemeinde

mit Bürgermeister Adolf Gyri und die Feuerwehr

sorgten für einen umfangreichen Akt im Stadtarchiv.

Die Feuerwehr und ihr Hauptmann Carl

Thalhamer verlangten seitens des Uhrmachermeisters

Dallinger und des Mesners Georg Geiginger

eine öffentliche Erklärung, „dass die Verletzung

des Thurmuhrseils nicht durch Mitglieder

der freiwilligen Feuerwehr geschehen sei“. Am

19. Oktober erklärten Geiginger und Dallinger vor

dem Bürgermeister, sie könnten die gewünschte

Ehrenerklärung nicht abgeben, nachdem sie die

Feuerwehr nicht beschuldigt und nicht in ihrer

Ehre angegriffen hätten.

Im Bild die Vorderseite

der „Viertel- und Stundschlaguhr

mit freischwingendem

Pendel für große

Städte, Domkirchen &c. &c.

und als Normaluhren“

laut Bezeichnung der

Münchner Firma.5

MITTEILUNGEN Nr. 163 30 HERBST 2020


AUS DER CHRONOMETRIE

„1929 tobte ein schrecklicher Orkan über Ried.

Die Turmspitze mit der Kuppel stürzte auf den

Kirchenplatz. Die neue Kuppel wurde in der Form

der alten Kuppel gestaltet und war bereits 1930

fertig.“9

Das besondere Turmuhrwerk der Stadtpfarrkirche

Ried ist seit Jahrzehnten außer Betrieb. Für

einen Demonstrationsbetrieb wäre der Wiedereinbau

der Gewichte erforderlich.

1870: eine Mannhardt-Turmuhr auch für das

Rathaus

„Die Joh. Mannhardt’sche Thurmuhren-Fabrik in

München hat im Jahre 1870 eine Thurmuhr für

das städtische Rathaus geliefert, welche sich in

Bezug auf ihre Construction und sorgfältig ausgeführte

Arbeit, sowie durch ihren gleichmäßigen

ruhigen und sicheren Gang bisher zur vollsten

Zufriedenheit bewährt hat, was hiermit der

Das Turmuhrwerk der

Stadtpfarrkirche trägt

die Werksnummer 881.

(Foto horologium, Michael

Neureiter)

Das Pendel auf der

Rückseite des Turmuhrwerks

der Stadtpfarrkirche

Peter und Paul ist so hoch

aufgehängt, dass man

eine besondere Form des

Gestells benötigt. 7

Das wirkt sich auch auf die

Form des Kastens aus.

Das Pendel löst einmal in

der Minute das Gehwerk

aus, dabei bremst das

Windrad. (Foto horologium,

Michael Neureiter)

Höchst selten bei

Turmuhren anzutreffen:

8 Das Alarmwerk

mit Doppelschlägen

auf zwei Glocken wurde

durch das Freigeben eines

Drahtzugs von oben (in

der Türmerwohnung) zum

Schlagen gebracht, bis das

Gewicht abgelaufen war.

(Foto horologium, Michael

Neureiter)

HERBST 2020 31 MITTEILUNGEN Nr. 163


AUS DER CHRONOMETRIE

Das Rathaus von Ried im

Innkreis am Hauptplatz.

(Foto horologium, Michael

Neureiter)

Das Werk 931 der

Mannhardt’schen Thurmuhren-Fabrik

München

im Rathaus von Ried im

Innkreis. (Foto horologium

Michael Neureiter)

genannten Fabrik zu ihrer Empfehlung mit Vergnügen

bestätigt wird.“ Das schrieb am 30. April

1883 der Rieder Bürgermeister Joseph Gyri nach

München. 10

Beim neuen Turmuhrwerk für das Rathaus handelt

es sich in der Produktpalette der Münchner

Firma um eine „Viertel- und Stundschlaguhr mit

verbessertem Stiftengang“, es kostete weniger

als die Hälfte des Stadtpfarrkirchenwerks. „Es ist

dieß ein Werk, als ob es eine Miniaturausgabe jenes

am Stadtpfarrthurme wäre, und allerliebst zu

sehen. Ohne Zweifel wird es auch eben gut sein.“

berichtete das Rieder Wochenblatt. 11

Das Werk ist 70 cm breit, 37 cm tief und 60 cm

hoch. Es steht auch in einem Kasten, der viele

Inschriften von Werksbetreuern aufweist. Wie in

der Stadtpfarrkirche laufen die Gewichte oberhalb

des Werks. Während in der Stadtpfarrkirche

Ein Blick im sechseckigen

Rathausturm nach oben

zu den zwei Schlagglocken.

(Foto horologium

Michael Neureiter)

MITTEILUNGEN Nr. 163 32 HERBST 2020


AUS DER CHRONOMETRIE

fünf Zifferblätter bedient werden, sind es im

Rathaus drei: je eines zum Hauptplatz, zum Roßmarkt

und im Ratssaal.

Die Hemmung ist der Mannhardtsche Stiftengang,

die Zeiger bewegen sich nicht im Minutensprung,

sondern mit jeder Pendelschwingung.

Das Pendel mit Pendelstange aus Holz und Pendellinse

aus Gußeisen hat etwa 55 Halbschwingungen

pro Minute, es ist etwa 122 cm lang.

Auch hier finden wir Schlossscheibenschlagwerke.

Das Kontrollzifferblatt erleichtert das Einstellen.

Das Werk mit der Nummer 931 ist gänzlich

in Grauguss gefertigt, lediglich das Stiftenrad in

Messing.

„Da die Uhr Stunden und Viertel schlägt, während

die frühere Uhr nur die Stunde schlug, werden

auch zwei neue Glocken notwendig werden,

denn es wird schwer sein, eine harmonische Glocke

zur alten, beinahe tonlosen Glocke zu bekommen.“

vermutete der Berichterstatter des Rieder

Wochenblatts 1870. 12

Die Rathausuhr wird täglich von Albert Kern, einem

Mitarbeiter der Fa. Uhren Schmollgruber

Ried, aufgezogen, von Samstag nachmittags

reicht die Gangreserve bis Montag früh. Eigentümer

Wolfgang Salhofer vermutet, dass seine Firma

seit 1933 für den Handaufzug der optischen

und akustischen Zeitanzeige am und im Rathaus

sorgt.

Die Stadt Ried im Innkreis erhielt 1868 und 1870

zwei Turmuhrwerke der Johann Mannhardt’schen

Thurmuhren-Fabrik München, sie sind nur 50

Werksnummern hintereinander markiert. Dieser

Beitrag soll die Wertschätzung für diese vielfach

unbekannten Kostbarkeiten anregen.

Beide Werke sind in der Turmuhren-Datenbank

www.turmuhrenaustria.at des Autors im Detail

beschrieben.

Diese Arbeit wurde von Kulturamtsleiterin Dr.

Sieglinde Frohmann angeregt und unterstützt,

die auch Materialien aus dem Stadtarchiv bereitstellte.

Dank auch der Stadtpfarre Peter und Paul

und ihrem Ökonom Mag. Eduard Jungwirth sowie

Markus Burmeister für den Hinweis auf ein Alarmwerk.

Hans Peter Kuban, der Leiter des Stuttgarter

Turmuhrenarchiv Turmuhrenmagazin, half mit

wichtigen Hinweisen zu Mannhardt-Turmuhren.

„Es ist eine herrliche Sache um die Erfindung der

Uhrwerke welche uns den Zeitverstrich Tags und

Nachts richtig anzeigen, ...eine so herrliche Sache,

daß man den Erfindern und Vervollkommnern

derselben für diesen der Menschheit erwiesenen

immerfort dauernden Dienst großen Dank, große

Achtung schuldig ist und immer schuldig bleiben

wird....“13

Anmerkungen

1 ABELER, Jürgen: Meister der Uhrmacherkunst.

Wuppertal 2. Aufl. 2010, S. 362 f.

2 PERNDORFER, Maria: Der Turm der Stadtpfarrkirche,

in: Stadtpfarre Peter und Paul. Pfarrblatt,

Ausg. 11 2017, S. 9.

3 MEINDL, Konrad: Geschichte der Stadt Ried in

Oberösterreich. München 1899, S. 706.

4 ABELER, ebda, S. 338 nennt einen „Laudacher,

Joh. Mich., Linz, erw. 3. 3. 1780…“ mit einer

Wand-, Tisch- und Stockuhr im Stadtmuseum

Linz sowie einen vermutlich identen „Landacher,

J. M., Linz…“ mit einer Tischuhr.

5 Werbeschrift „J. Mannhardt’sche Thurmuhren-

Fabrik. Gegründet 1826. (Besitzer E. Hartmann)“,

München 1886, S. 8. Hier werden Lieferungen

dieses größten Uhrwerks der Firma u.a. nach

Berlin, Dresden, Köln (Dom), Budapest, Milwaukee

und Innsbruck (Stadtturm) angeführt.

6 MEINDL, Konrad: Geschichte der Stadt Ried in

Oberösterreich. Erster Band, München 1899, S.

706.

7 DIETZSCHOLD, Curt: Die Turmuhren mit Einschluss

der sogenannten Kunstuhren. Weimar

1894, S. 167. (Neuer Schauplatz der Künste und

Handwerke, 26. Bd.)

8 Ein Alarmwerk als Bestandteil eines Turmuhrwerks

findet sich weder im oben angeführten

Standardwerk von Dietzschold noch bei Bernhard

Schmidt: Turmuhrwerke/Turmuhrwerke II,

Georgsmarienhütte 2001/2004.

9 PERNDORFER, ebda, S.9.

10 Werbeschrift Mannhardt, ebda, S. 29. Eine Referenz

für die Turmuhr der Stadtpfarrkirche ist

nicht enthalten.

11 Rieder Wochenblatt vom 14. November 1870.

12 Rieder Wochenblatt, ebda.

13 BUSCHENDORF, Karl Friedrich: Gründlicher Unterricht

von Thurmuhren, Leipzig 1805, S. III.

HERBST 2020 33 MITTEILUNGEN Nr. 163

Weitere Magazine dieses Users