Aue-Bote-05

landundleute

Kostenlos an alle Haushalte

11. Dezember 2020 Telefon 0 50 22 - 13 63

Frohes

Fest!

Foto:Andreas Hermsdorf_pixelio.de


Grußwort zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

Weihnachten 2020 steht vor der Tür

Zeit für die traditionelle Rück- und Vorschau:

Das Jahr 2020 war geprägt von den Auswirkungen der

weltweiten Corona-Pandemie, die leider dazu führten,

dass die meisten Veranstaltungen der Gemeinden und

der Vereine, wie Schützenfeste, Versammlungen, Ausstellungen,

Kulturangebote u.v.m. abgesagt werden

mussten. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten,

Sporteinrichtungen und Bäder waren von

starken Einschränkungen betroffen. Wir hoffen gemeinsam,

dass die Pandemie im nächsten Jahr überstanden

werden kann.

Trotz der erheblichen Einschränkungen konnten die

Samtgemeinde und die Mitgliedsgemeinden wichtige

Projekte weiterführen und teilweise abschließen. Besonders

möchten wir unsere erfolgreiche Arztnachfolge

in Liebenau hervorheben. Im Oktober hat Frau Dr. Nicol

Hollmann die Hausarztpraxis von Dr. Schulte übernommen.

Damit bleibt die ärztliche Versorgung, um die sich

viele Bürgerinnen und Bürger in der Samtgemeinde

große Sorgen machen, gesichert.

Wichtige Baumaßnahmen konnten gerade in den letzten

Wochen abgeschlossen werden. Der Umkleide- und

Sanitärtrakt des Eickhof-Stadions ist mithilfe von Eigenleistungen

durch die Mitglieder des SV Aue vollständig

saniert und auf einen modernen technischen Stand gebracht

worden.

Beim Kindergarten Liebenau ist ein Speiseraum angebaut

worden. Außerdem wurden grundlegende energetische

Sanierungen am Dach und der Fassade unter

Inanspruchnahme von finanziellen Förderprogrammen

vorgenommen.

In Pennigsehl konnten die Umbaumaßnahmen für das

Wegefinderprojekt in Räumen der Winterbachschule

abgeschlossen werden. Damit sind ein Treffpunkt für

Jung und Alt und Räume für Pennigsehler Vereine geschaffen

worden.

In der St.-Laurentius-Schule werden die Sanierungsarbeiten

fortgeführt. Nachdem die Unterrichtsräume im

hinteren Grundschulteil schon fertiggestellt und wieder

bezogen sind, stehen jetzt die weiteren Gebäudeteile

zur Sanierung an, wie Herrichtung eines Speiseraumes

für die Grundschule, die Aula und Räume für das Bildungs-

und Begegnungszentrum. Insgesamt sollte das

Bauvorhaben im nächsten Jahr abgeschlossen werden

können.

Verzögert hat sich leider die Eröffnung des Bestattungswaldes.

Diese ist jetzt für den Sommer 2021 geplant.

Weiterhin ist vorgesehen, dass der Betrieb des Hallenbades

auf Dauer gesichert wird. Der dafür erforderliche

Eisner

Samtgemeindebürgermeister

Schmidt,

Bürgermeisterin des Flecken Liebenau

Einbau eines neuen Hubbodens ist für die nächste Sommerpause

geplant.

Ein zentrales Thema für die Samtgemeinde ist die Sicherstellung

des Brandschutzes. Für diesem Bereich stehen

im nächsten Jahr wieder Beschaffungen und

Baumaßnahmen an.

Weitere Herausforderungen ergeben sich künftig im Bereich

des Wohnens. Einerseits gilt es, Probleme in Bezug

auf bauliche Missstände und Verwahrlosung in Bezug

auf vermieteten Wohnraum zu lösen, andererseits ist

auf die Nachfrage nach Wohnbauflächen zu reagieren.

Erfreulicherweise ist nämlich ein Trend zur Rückkehr

von jungen Leuten in die Samtgemeinde Liebenau zu

verzeichnen.

In Binnen und Liebenau sind die Vorbereitungen zur

Aufnahme in die Flurbereinigung in diesem Jahr fortgesetzt

worden. Mit einer erfolgreichen Aufnahme in die

Flurbereinigungsverfahren bestehen gute Chancen, die

kommunale Infrastruktur im Außenbereich der Gemeinden,

einschließlich der Brücken zu finanzieren und

gleichzeitig Grundstücksverhältnisse bereinigen zu können.

Binnen ist weiterhin in der Dorferneuerung. Das staatliche

Förderprogramm zur Erhaltung und Verbesserung

der Lebensqualität im ländlichen Raum ist für den Zeitraum

bis Ende 2023 verlängert worden. Auch für private

Antragsteller ergibt sich dadurch nochmals die Möglichkeit,

weitere Maßnahmen zu beantragen.

Mit den Bauarbeiten für eine Pflegeeinrichtung neben

dem Edeka Markt mit ca. 80 Pflegeplätzen soll im 1.

Quartal 2021 begonnen werden. Zur Zeit befindet sich

das Projekt in der Ausschreibungsphase. Es wird mit

einer Bauzeit von 15 bis 18 Monaten geplant. Die Inbetriebnahme

wird für das 3./4. Quartal 2022 erwartet.

Wegweisend für die Zukunft dürfte sich die zum 1. November

2021 beschlossene Fusion mit der Samtgemeinde

Marklohe erweisen. Für die Bürgerinnen und

Bürger in den Mitgliedsgemeinden werden sich dadurch

keine negativen Veränderungen ergeben. Im Gegenteil:

Sie werden von einer besseren Finanzausstattung, einer

leistungsstarken Verwaltung und einer Verbesserung

der kommunalen Daseinsvorsorge in der dann knapp

15.000 Einwohner starken Samtgemeinde Weser-Aue

profitieren.

Auf unsere Samtgemeinde und den Mitgliedsgemeinden

Binnen, Liebenau und Pennigsehl bezogen geht das

Jahr mit vielen positiven Entwicklungsansätzen zu

Ende, die die gemeinsame Arbeit in der dann neuen

Samtgemeinde Weser-Aue als zielführend und einzig

richtigen Weg bestätigen. Diesen Weg werden wir auch

im neuen Jahr tatkräftig fortsetzen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes und

besinnliches Weihnachtsfest sowie viel Gesundheit,

Glück und Erfolg für das Jahr 2021.

Schomburg

Bürgermeister der Gemeinde Binnen

Lesemann

Bürgermeister der Gemeinde Pennigsehl


Aue-Bote Liebenau Seite 3

SV Rot Weiss Glissen e.V.

Einladung

Am 23.01.2021 findet im Sportheim Glissen die Jahreshauptversammlung

des SV Rot Weiss Glissen e.V. statt. Beginn ist

um 19.30 Uhr.

Tagesordnung

1. Eröffnung und Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden

2. Verlesung der Tagesordnung

3. Bericht des 1. Vorsitzenden

4. Kassenbericht

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Entlastung des Vorstandes

7. Neuwahlen

8. Verschiedenes

Liebe Sportkameraden, wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen.

Aufgrund der aktuellen Situation behalten wir uns eine

kurzfristige Absage vor.

Mit sportlichem Gruß

Der Vorstand - Rot Weiss GlissenSVe.V

Impressum: Aue-Bote Liebenau

Herausgeber: Verlag Land und Leute

Elke Backhaus - Bremer Straße 24

31608 Marklohe/Neulohe

Anzeigen: Klaus Eckelmann, Elke Backhaus

Satz & Layout: Klaus Eckelmann

Redaktion: Elke Backhaus (eb)

Druck:

Weserdruckerei Stolzenau

Auflage:

ca. 3.000 Exemplare

Vertrieb:

Hausverteilung an alle erreichbaren Haushalte in

der Samtgemeinde Liebenau.

Kostenlos, ein Anspruch besteht nicht.

Telefon: 0 50 22 - 13 63

Fax: 0 50 22 - 89 13 74

E-mail:

liebenau@aue-bote.de

Weitere Monats-Magazine aus unserem Verlag:

Ausgabe: Mittelweser-Region

Samtgemeinden Marklohe und

Heemsen

3,5 Milliarden für den Ausbau

der Ganztagsbetreuung für

Grundschulkinder

Zum Beschluss vom 19. 11. 2020 über das Ganztagsfinanzierungsgesetz

(GaFG), zu dem der heimische Bundestagsabgeordnete

Maik Beermann (CDU) eine Rede im Plenum hielt,

erklärte er:

„Mehr als 70 Prozent der Eltern wünschen sich Studien zufolge

eine Ganztagsbetreuung für ihr Kind. Wir sehen vielerorts,

dass die Einschulung ihrer Kinder viele berufstätige Eltern

vor neue schwierige Herausforderungen stellt. Nach dem Betreuungsplatz

im Kitaalter, fehlt noch zu oft eine Betreuung

mit Schulbeginn.

Die Regierungskoalition in Berlin reagiert auf diesen Bedarf

und will einen Rechtsanspruch für Ganztagsbetreuung für

Grundschulkinder ab 2025 einrichten. Mit der heutigen Verabschiedung

des sogenannten Ganztagsfinanzierungsgesetzes

stellt der Bund den Ländern 3,5 Milliarden Euro für den

Ausbau zur Verfügung – und damit fast den doppelten Betrag

im Vergleich zum Kabinettsentwurf.

Als Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion für das Thema

halte ich den Ausbau ganztägiger Angebote für Kinder im

Grundschulalter für einen folgerichtigen Schritt. In den weiteren

Beratungen zur Schaffung des Rechtsanspruchs will ich

mich besonders dafür stark machen, dass uns Qualität stets

leitet. Qualität muss bei der Fachkräftegewinnung und bei der

konzeptionellen Ausgestaltung des Ganztagsangebots oberste

Prämisse sein. Wir wollen keine Verwahranstalten!“

Viktor Jahn

Auflage: 4.000 Exemplare Hausverteilung

Auflagestellen und online

e-mail: redaktion@land-und-leute.de

Veranstaltungskalender

und Messe-Journale

Nachdruck, auch in Auszügen, nur mit Genehmigung unseres Verlages.

Die Redaktion behält sich Kürzungen der eingereichten Artikel

vor. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.


Seite 4

Aue-Bote Liebenau

Knecht Ruprecht

Ursprünglich war er der bärtige und vermummte Begleiter

des heiligen Nikolaus, dessen Festtag, der 6. Dezember,

vielerorts bereits im Mittelalter als Tag der

Bescherung für die Kinder begangen wurde. Auch als

Ruprecht, Knecht Nikolaus, Nickel, Pelznickel, Pelzmäntel,

Hans Muff, Hans Trab (Elsass), oder Krampus (Österreich),

zog er in pelzbesetzter Kleidung, meist mit einer

Rute in der Hand und einem Sack voller Geschenke über

der Schulter, von Tür zu Tür. Im Verlauf der Entwicklung

des Brauchtums wurde der Knecht Ruprecht bisweilen

dem Heiligen gleichgesetzt, dann aber vom Nikolaus getrennt

und schließlich zu einem selbstständigen Gabenbringer,

der den Kindern am Nikolausabend (5. 12.), am

Nikolaustag selbst oder am Heiligabend als Weihnachtsmann

oder als Begleiter des Christkindes seine Gaben

beschert.

Rauschgoldengel

Wer sieht in ihm nicht eine Nachbildung des weihnachtlichen

Verkündigungsengel? Mit Gold hat er allerdings

nur den leuchtenden Schein gemeinsam. Das als Unterlage

von Brautkronen, Bauernhauben usw. verwendete,

beim Anfassen knisternde Flitter oder Rauschgold ist

materiell betrachtet ein dünner Belag aus Messingblech.

Die Heimat des Rauschgoldengels ist Nürnberg. Der angesehene

Puppenmacher Balthasar Hauser aus der Lebkuchenstadt

soll in der Zeit nach dem Dreißigjährigen

Krieg erstmalig eine solche Figur gestaltet haben, zur

Erinnerung an seine verstorbene Tochter Anna, dessen

Gesichtszüge der ersten Rauschgoldengel, das "goldene

Annalein", trug.


Aue-Bote Liebenau Seite 5

Weihnachtszeit mit CORONA

Weihnachtszeit in diesem Jahr

Ist so, wie es noch niemals war

Im Frühling haben wir noch gedacht,

das kriegen wir hin, wär' doch gelacht

Doch so langsam wird es zäh

Und nicht wirklich ein Ende abzusehn

Dezember ohne Weihnachtsmarkt

Niemand, der nach Terminen fragt

Sonst hängt der ganze Kühlschrank voll

Jetzt ist da gar nichts, auch nicht toll

Kein Treffen mit Freunden bei Kerzenschein

Und Viele sind gar ganz allein

Und doch, die Weihnachtsbotschaft bleibt

Vielleicht ist jetzt für ANDERES Zeit

Briefe schreiben, telefonieren

Die Mitmenschen nicht aus dem Auge verlieren

Wenn jeder versucht, so gut er kann

Das Gute zu sehen und dann und wann

Ein Lächeln zu schenken und etwas Mut

Einfach zu hoffen ALLES WIRD GUT

Liseltaud Witte


Seite 6

Aue-Bote Liebenau

So kam der Weihnachtsmann zu seinem Aussehen

In der ganzen Welt kennen ihn die Menschen als Weihnachtsmann,

Father Christmas, Sint Nikoloses, Père

Noël, Sinterklaas, Nikolaus oder Santa Claus. Aber

gleich, wie er genannt wird, über eins sind sich alle Kinder

einig: Der Weihnachtsmann ist pausbäckig, trägt

einen roten Mantel, hat einen weißen, langen Bart und

rosige Wangen. Dieses Aussehen hatte der Weihnachtsmann

aber nicht immer.

Ursprünglich gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Entwürfe

und kein allgemein vertrautes Aussehen. 1809

trägt der Weihnachtsmann in dem Buch "Knickerbockers

Geschichten aus New York" des Schriftstellers

Washington Irving einen tiefen Hut mit breiter Krempe,

eine riesige flämische Kniehose und eine lange Pfeife.

In dem berühmten Gedicht "A Visit From St. Nicholas"

von Clement Moore aus dem Jahr 1822 wird der Nikolaus

als "pausbäckiger, pummeliger, alter Kobold" beschrieben.

Viele Zeichnungen wurden nach diesem

Gedicht angefertigt. Erst in den zwanziger Jahren

schließlich begann der heute übliche rot-weiße Weihnachtsmanndress

über die anderen Farben zu dominieren.

1931 beauftragte "The Coca-Cola Company" den

schwedisch-amerikanischen Zeichner Haddon Sundblom,

den "Santa Claus" für eine Werbekampagne zu

zeichnen. Sundblom schuf einen sympathischen "Weihnachtsmann

zum Anfassen". Seine Vorlage war das Gesicht

eines pensionierten Coca-Cola Fahrverkäufers. Der

erste "moderne" Weihnachtsmann erschien in einer

Zeitschriftenanzeige der "Saturday Evening Post". In

den folgenden 35 Jahren entwickelte Sundblom immer

neue Szenarien für Coca-Cola und Santa Claus. Bis 1966

schuf Sundblom jedes Jahr mindestens einen fröhlichen

Santa Claus für die Weihnachtswerbung von Coca-Cola.

Später nahm der Zeichner sein eigenes Gesicht als Vorlage

und mixte ein Antlitz, das sich schnell um den ganzen

Globus verbreitete. Heute ist diese Figur der

Inbegriff vom Weihnachtsmann und in der ganzen Welt

vertraut: Der großväterliche Weihnachtsmann mit

Pausbacken, stattlichem Rauschebart und einem roten

Mantel mit weißem Pelzbesatz.

Quelle: Weihnachtsmannstadt.de


Aue-Bote Liebenau Seite 7

Weihnachtsbräuche von Gestern bis Heute

Die Adventszeit

Der Name stammt aus dem Latainischen und heißt Ankunft.

Mit dem ersten Sonntag nach dem 26. November

beginnt das Kirchenjahr und damit die Adventszeit. Sie

endet immer mit Heiligabend und dauert somit vier

Sonntage. Die Dauer der Adventszeit wurde in Rom von

Papst Gregor dem Großen erst im 6. Jahrhundert festgelegt.

Er setzte die Zahl von vier Adventssonntagen

fest, und die vier Wochen sollen symbolisch auf die

4.000 Jahre hinweisen, die die Menschheit nach kirchlicher

Rechnung auf die Ankunft des Erlösers warten

musste.

Das Weihnachtsfest

Die Kelten, Germanen und andere Volksstämme feierten

Mittwinter, das so genannte Julfest. Von den Persern

wurde um den 25. Dezember der Mithrakult gefeiert,

die Geburt des Lichtgottes Mithra. Auch in Rom feierte

man um den 25. Dezember, und zwar ein Fest zu Ehren

des Gottes Saturn, und man beschenkte sich gegenseitig.

Obwohl Jesus Christus bekanntlich im Frühjahr geboren

wurde (das genaue Datum ist unbekannt),

verlegte Papst Hyppolit den Tag der Geburt Christi auf

die Nacht vom 24. zum 25. Dezember. Im 7. und 8. Jahrhundert

setzte sich auch in Deutschland der Brauch

durch, das Weihnachtsfest am 25. Dezember zu feiern.


Seite 8

Aue-Bote Liebenau

Tja, oft wird er ja mit

dem Weihnachtsmann

verwechselt, der eigentlich

nur so etwas

wie ein Geschenkebringer

ist und

über den man

keine Legenden

erzählen kann.

Über den heiligen Nikolaus

aber kann man viel erzählen:

Er hat wirklich gelebt - vor

langer, langer Zeit in Lykien. Das war ein

Landstrich in Kleinasien, der heute zur Türkei gehört.

Seine Eltern waren sehr reich. Als sie starben, war

Nikolaus erst 16 Jahre alt, also noch nicht ganz erwachsen.

Einige Jahre wohnte er allein in dem wunderschönen

großen Haus und wenn hungrige Kinder oder arme

alte Menschen an seine Türe klopften, gab er ihnen

immer gern von seinem Reichtum ab. Eines Tages verkaufte

er das Haus und zog in eine andere Stadt, in der

auch sein Vetter lebte. Die Stadt hieß Myra und hatte

einen großen Hafen. Zu dieser Zeit wurde ein neuer Kaiser

gekrönt, er hieß Konstantin. Dieser Kaiser erlaubte

es den Menschen, die gern Christen sein wollten, Kirchen

zu bauen und sich dort zu treffen. Das hatte der

Kaiser, der vor ihm regierte, nämlich verboten. Nikolaus

wurde bald zum Priester geweiht und später als Bischof

ausgewählt. Er war ein guter Bischof und er half den

Leuten, wo er nur konnte. Von dem Geld, das er für sein

großes Haus bekommen hatte, ließ er Armenhäuser für

die armen Menschen bauen, die keine Wohnung hatten.

Er richtete Waisenhäuser ein, für Kinder, die keine Eltern

hatten oder um die sich niemand kümmerte. Und im

Hafen baute er ein Haus für alle alten Seeleute, die nicht

mehr aufs Meer hinaus fahren konnten. Die Menschen

in Myra erlebten also wie hilfsbereit und gut ihr Bischof

De


Aue-Bote Liebenau Seite 9

war. Nikolaus schenkte gern und er selbst war für andere

ein Geschenk. Als eine große Hungersnot ins Land

zog, weil es eine viel zu lange Zeit nicht geregnet hatte

und die Ernte vertrocknete, war auch der Bischof Nikolaus

ziemlich verzweifelt. Eines Abends lief ein großes

Kornschiff in den Hafen ein. Es kam aus Ägypten. Die

Menschen in Myra freuten sich, sie hofften so sehr, dass

sie nun Korn bekämen, um daraus Brot zu backen. Aber

der Kapitän wollte keinen einzigen Sack abgeben. Die

hungernden und traurigen Menschen taten ihm leid. Er

hatte aber auch Angst vor seinem Herrn, der mit ihm

schimpfen würde, wenn nicht alle Kornsäcke abgeliefert

würden. Bischof Nikolaus versprach dem Kapitän,

dass nichts passieren würde, sie redeten sehr lange. Nikolaus

sagte: „Vertrau‘ mir, Du wirst bestimmt keinen

Ärger bekommen.“ Und schließlich gab ihm der Kapitän

zwölf Säcke Korn für die Hungernden in Myra, die

damit nun endlich wieder Brot backen konnten. Später

erzählte man sich, dass der Handelsherr des Kapitäns

die Säcke nachgezählt und das Getreide gewogen

hätte und alles wäre in Ordnung gewesen, nicht ein

winziges Körnchen hätte gefehlt... Ein Wunder war geschehen,

weil der Kapitän dem Bischof Nikolaus

geglaubt hatte! Es gibt noch viele

andere Geschichten und Legenden, die vom

heiligen Nikolaus erzählen. Einmal fuhr ein

großes Segelschiff übers Meer, als ein leichter

Nordostwind aufkam, der sich aber schnell zu

einen Sturm, ja, dann sogar zu einem heftigen

Orkan entwickelte. Den Männern an

Bord gelang es nicht, den Kurs zu ändern, sie

hatten große Angst. Der Orkan zerfetzte bald

die Segel, warf das Schiff hoch und wieder

runter, hin und her, kreuz und quer... Da

stand plötzlich ein Mann hinter dem Steuer

und lenkte das Schiff ganz sicher und ruhig

durch den Sturm bis in den Hafen von Myra

hinein. Am nächsten Tag gingen die Matrosen

in die Kirche, sie wollten Gott für ihre

Rettung danken. Bischof Nikolaus stand dort

hinter dem Altar und die Seemänner erkannten

in ihm ihren Retter in der Not... Als Nikolaus

alt war und starb, waren die

Menschen sehr traurig. Auch aus anderen

Ländern eilten sie nach Myra, um

den toten Bischof noch einmal sehen

zu können. Seeleute, die in viele ferne

Länder fuhren, hatten dort oft von ihm

erzählt - so ist er über alle Grenzen hinaus

für seine Liebe zu den Menschen

bekannt geworden. Und sie haben ihn

nie vergessen. Viele besuchen noch

heute sein Grab in Bari, einer großen

Stadt in Süditalien. Dort wird jedes

Jahr ein Fest gefeiert und zwar an dem

Tag, als seine Gebeine von Myra nach

Bari gebracht wurden. Das war am 8.

Mai im Jahr 1087. Fremde Menschen

hatten Myra überfallen und ausger

Nikolaus

raubt und die Bewohner flüchteten ins Gebirge. Kaufleute

aus Bari haben das Geschehen miterlebt und

ihnen gelang es, die Gebeine des heiligen Nikolaus‘ vor

den Plünderen zu retten und in ihre Stadt zu bringen.

Man baute dort eine wunderschöne Kirche für seinen

Heiligenschrein und nannte sie „Basilika S. Nicola“.

Auch das große Fußballstadion in Bari trägt jetzt den

Namen des Bischofs. Nikolaus wird heute als Schutzpatron

der Kinder, Bäcker und Seeleute verehrt und am

6. Dezember feiern Kinder in vielen Ländern Jahr für

Jahr seinen Namenstag...

Bonifatiuswerke


Seite 10

Aue-Bote Liebenau

Herbstbesuch im Seniorenheim

Liebenau. Am 23.10.20 waren

die Kinder der roten Gruppe aus

der Kindertagesstätte Spatzennest

zu Besuch im „Haus im Scheunenviertel“

in Liebenau.

Aufgrund der aktuellen Coronavirus–Lage

haben die Kinder mit

ihren Erzieherinnen auf der Terrasse

der Einrichtung vor dem Aufenthaltsraum

gesungen und Fingerspiele

gespielt. Die Bewohnerinnen

und Bewohner konnten so -auf Abstand-

zuhören, den Kindern zusehen

und sogar mitmachen. Das hat

allen Spaß gemacht!

Zum Abschluss gab es ein gebasteltes

herbstliches Geschenk für den

Aufenthaltsraum des Seniorenheims

sowie etwas Süßes für die

Kinder.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

Jana Reineke


Der Weihnachtsmarkt 2020

ist nun leider der Pandemie zum Opfer gefallen.

Daher hier ein paar Fotos vom letzten Jahr.

Wir freuen uns auf einen

Weihnachtsmarkt 2021!

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