Mein Küchengarten Nr. 1/2021

Craftery

Auszug aus der Ausgabe Mein Küchengarten Nr. 1/2021.

Garten

Mein Küchen

JETZT NEU

NUR


1,99

DIE BESTEN TIPPS FÜR EINE REICHE ERNTE

SPEISERÜBEN

Vom einfachen Anbau

bis zur vielfältigen

Verwertung

Deutschland € 1,99 • Österreich € 2,30 • Schweiz SFR 4,00 • BeNeLux € 2,40 • Dänemark DK 19,00 • Estland € 2,20

Finnland € 2,80 • Griechenland € 2,60 • Italien € 2,40 • Spanien € 2,40 • Frankreich € 2,60 • Portugal € 2,40 • Lettland € 2,20

Litauen € 2,10 • Slowakei € 2,40 • Slowenien € 2,30 • Polen Złoty 14,00 • Tschechien Kč 80 • Ungarn Ft 1119

1/2021

0 1

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REZEPTE

Köstliches

& Gesundes

aus eigenem

Anbau

MANGOLD

Wertvolle Infos für

eine endlose Ernte

Sonnenblumen

BLÜTENPRACHT & LECKERE KERNE – WARUM

SONNENBLUMEN IN JEDEN GEMÜSEGARTEN GEHÖREN

HEIDELBEEREN Wissenswertes

über das heimische Superfood

HOCHBEETE EINRICHTEN

Alle Vorteile auf einen Blick

VERTIKALER GARTEN

Der platzsparende Trend

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INHALT

09

50

SIE

IHR GARTEN

ANBAU

24

06 AUFGABEN DES MONATS

Im Juni gibt es viel zu tun – von der

Beerenernte über die Aussaat bis hin zur

Schädlingsbekämpfung.

09 IM TREIBHAUS

Wir erklären, wie man Feigen und Tomaten

ausgeizt, Reben zurückschneidet und

Erbsen in Töpfen züchtet.

12 INFOS & NEUES

Die neuesten Informationen und

Fakten rund um den Garten.

14 DIE 3 MATSCHKETIERE

Erfahrene Hobbygärtner*innen berichten

von ihren Erlebnissen und teilen

wertvolle Tipps.

16 PROBLEMLÖSER

Unsere Gartenexpert*innen stehen mit Rat

und Tat zur Seite.

18 SPEISERÜBEN

Die bescheidene Rübe gerät bei vielen in

Vergessenheit. Wir erklären, warum sich

der Anbau lohnt.

20 APFELWICKLER

Umgang mit den gefräßigen Schädlingen.

21 HOCHBEETE

Warum sollten nur Blumen in Töpfen

wachsen? Wir erklären Ihnen die vielen

unerwarteten Vorteile von Hochbeeten.

24 SOMMERERNTE

Im Sommer können die Früchte der harten

Arbeit wahrlich geerntet werden, aber die

nächste Aussaat steht bereits an.

27 KRAUT DES MONATS

Diesen Monat erklären wir alles über

Lorbeer – warum er im Garten nicht fehlen

sollte und wie er optimal wächst.

21

4

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INHALT

44

38

53

32

34

92

REZEPTE

MEHR

60

28 MISCHKULTUR

Kleiner Garten? Große Ernte! Mit unseren

Top-Tipps holen Sie das meiste aus dem

verfügbaren Platz heraus.

32 PASSIONSFRÜCHTE

Wie die exotischen Pflanzen auch im

deutschen Klima gesund wachsen.

34 MANGOLD

Das gesunde Blattgemüse ist mit seinen

bunten Stielen der reinste Hingucker in

jedem Gemüsebeet!

37 SAMEN VERSTEHEN

Was hat es mit F1-Saatgut auf sich?

Wir klären auf.

38 ZUCKERERBSEN

Kennen Sie den Unterschied zwischen

Zuckererbsen und Knackerbsen? Und

welche Varianten schmecken am besten?

41 BLUMEN IM GEMÜSEBEET

Die bunte Blütenpracht sieht nicht nur

spektakulär aus, sondern bietet auch viele

unerwartete Vorteile...

44 HEIDELBEEREN

Die köstlichen, gesunden Beeren sind sehr

pflegeleicht und somit hervorragend für

Anfänger geeignet.

47 BASILIKUM

Das vielleicht aromatischste aller Kräuter

ist ein Muss in jedem Garten – mit unseren

Tipps klappt der Anbau garantiert!

50 SONNENBLUMEN

Sie versprühen pure Sommerfreude und

haben viele andere Vorteile im Garten.

53 VERTIKALER GARTEN

Wände, Zäune, Körbe und mehr schaffen

zusätzlichen Platz in Ihrem Garten!

56 SELBST GEMACHTE

REINIGUNGSMITTEL

Verkrustete Öfen, verschmutzte Wäsche

oder Insektenplagen halten diesen Mitteln

garantiert nicht stand!

60 REZEPTE

Leichte Sommergerichte, ein

atemberaubender Kuchen und weitere

Köstlichkeiten.

64 PLASTIKFREIER GARTEN

Interview mit einer Garten-Bloggerin, die

im Einklang mit der Natur lebt...

REZEPTE

Diesen Monat verwenden

wir unter anderem frische

Erdbeeren, Chicorée und

Zwiebeln aus dem Garten für

leichte Sommergerichte.

S. 60

5

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ANBAU

Die langen Sommertage sind eine Zeit zum Genießen und wir freuen uns

schon riesig auf eine ergiebige Ernte! Aber das heißt nicht, dass wir die Füße

hochlegen können – die nächsten Sorten sind bereits zur Aussaat bereit.

24

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XXX

Stachelbeeren sind Teil des

„essbaren“ Zauns.

Die Sommersonnenwende am 21. Juni

ist der längste Tag des Jahres. Das

Licht nimmt jeden Tag vor der

Sonnenwende zu und fördert das

üppige Wachstum im Garten. Danach werden

die Tage stets wieder etwas kürzer, aber die

vielen Pflanzen im Garten erfreuen

sich weiterhin der sommerlichen

Wärme und des Sonnenscheins.

GANZ SCHÖN

FRUCHTIG

Der Juni ist ein besonders

fruchtbarer Monat.

Nach der ersten kostbaren

Handvoll Erdbeeren und

Himbeeren erwarten bereits die

nächsten köstlichen Beerenfrüchte die Ernte:

Johannisbeeren, Stachelbeeren, Blaubeeren,

und viele mehr können frisch aus dem Garten

zum Müsli gegeben werden. Aber auch als kleiner

frischer Snack zwischendurch, als köstliches

Dessert oder eingefroren für den Vitaminschub im

Winter eignet sich die Sommerernte aus

dem Garten.

Am besten sollten Blaubeeren und rote

Johannisbeeren sorgfältig mit einem Netz bedeckt

werden, um sie vor gierigen Vögeln zu schützen.

Es gibt spezielle Netze, in denen sich die Vögel

nicht mehr verfangen – allerdings verhindern sie

auch, dass nützliche Insekten zu den Pflanzen

gelangen können. Deshalb sollten Sträucher erst

abgedeckt werden, wenn alle Blüten zu Früchten

herangereift sind.

Obststräucher eignen sich auch

hervorragend, um einen „essbaren“

Zaun zu bilden. So verwandeln Sie

einen langweiligen Teil des Gartens

in eine produktive Polykultur mit

Sträuchern, die in Beeten neben

Zäunen wachsen können.

Brombeeren und Himbeeren wachsen

gerne an Drähten entlang und sind so

auch einfacher zu pflücken. Zwischen den

Büschen und Stöcken im Beet können außerdem

Blumen und Kräuter gepflanzt werden, die

Insekten anziehen. Anstatt eines Zauns können

auch eine Schuppenwand oder sogar die Seiten

eines Komposthaufens genutzt werden.

An einem warmen Sommernachmittag ist es

eine Freude zu sehen, wie der essbare Zaun mit

Bienen, anderen Insekten und Vögeln zum Leben

erweckt wird. Diese Artenvielfalt trägt auch dazu

bei, Schädlinge im Garten zu reduzieren.

Die ersten Himbeersorten beginnen zu reifen.

Frische Aprikosen aus dem Garten

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ANBAU

Süße

Schoten

Finden Sie heraus, warum die köstlichen

Sorten der Zuckererbsen und Knackerbsen

im Garten nicht fehlen dürfen.

38

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ZUCKERERBSEN

Die meisten Hobbygärtner*innen

pflanzen Erbsen in ihrem Garten

an – ob kleine Pflänzchen im

Topf oder kletternde Varianten

mit Rankhilfen. Es gibt jedoch ein paar

Erbsensorten, die besonders köstlich sind:

Zuckererbsen und Knackerbsen. Im Folgenden

erklären wir nicht nur den Unterschied zwischen

den beiden Sorten, sondern haben auch die

besten Tipps für den erfolgreichen Anbau und

eine reichhaltige Ernte für Sie zusammengestellt.

Sowohl Zuckererbsen als auch Knackerbsen

sind Teil der Familie der Hülsenfrüchtler. Beide

werden der Art der Erbse (Pisum sativum)

zugeordnet, aber bei Zuckererbsen handelt

es sich um die Variante Pisum sativum var.

saccharatum und bei Knackerbsen um Pisum

sativum var. macrocarpon. Sie sind also extrem

eng miteinander verwandt.

Die meisten glauben, dass sich beide Begriffe

auf dasselbe Gemüse beziehen, und obwohl

sie viele Gemeinsamkeiten aufweisen, gibt es

spezifische Unterschiede. Zuckererbsen werden

auch „Mange-tout“ genannt, was aus dem

Französischen kommt und so viel bedeutet

wie „alles essen“. Das heißt, dass nicht nur die

kleinen, flachen Erbsen im Inneren der Schoten,

sondern auch die Schoten selbst verzehrt werden

können. Knackerbsen haben eine rundere, etwas

fleischigere Schote, worin sich große, runde

Erbsen verbergen.

Beide Sorten bieten einen delikaten, süßen

Geschmack, sind kalorienarm, gesund und somit

ein fantastisches Gemüse für Groß und Klein.

Zuckererbsen und Knackerbsen werden wie

die „normale“ Gartenerbse angepflanzt. Es

gibt dabei kleinere Varianten, die sich mit

einem Töpfchen zufrieden geben, sowie wild

kletternde Pflanzen, welche ein gesamtes

Gerüst problemlos überwuchern. Das Saatgut

kann direkt am gewünschten Standort

oder in Wurzeltrainern ausgesät werden.

Letztere haben den Vorteil, dass die Samen

oder Keimlinge nicht von gierigen Mäusen

oder Schnecken verspeist werden können.

Im Wurzeltrainer können die Keimlinge im

Treibhaus auf einem höheren Regal außer

Reichweite von Schädlingen aufbewahrt

werden. Sobald sie robust genug sind, können

sie dann ins Gemüsebeet gesetzt werden.

Wenn Sie weniger Plastik bei der

Gartenarbeit verwenden wollen, können

Wurzeltrainer auch ganz einfach aus leeren

Toilettenpapierrollen selbst gemacht werden.

Sie ermöglichen den langen Wurzeln der

Erbsen genügend Platz, damit sich kräftige

Pflanzen entwickeln können. Außerdem

können die Keimlinge direkt mit der Rolle in

den Garten gesetzt werden.

Zuckererbse „Shiraz“ während der Blüte –

sie produziert lilafarbene Schoten.

Die hohen Töpfe von Wurzeltrainern sind perfekt

für den Anbau von Erbsen geeignet.

Da man weder bei Zuckererbsen noch bei

Knackerbsen vor dem Verzehr darauf warten

muss, dass sich die Erbsen im Inneren voll

ausgebildet haben, können sie in der Regel

bereits vor ihren Verwandten gepflückt werden.

Bei im Juni ausgesäten, kleineren Sorten können

die zarten Schoten bereits rund zehn Wochen

später (je nach Wetter) geerntet werden. Am

besten ist es, beide Arten den ganzen Sommer

über stets neu auszusäen, da sie nach einer Weile

keine Erbsen mehr produzieren und die Ernte

außerdem stark wetterabhängig ist. Bei hohen

Temperaturen sind Erbsenpflanzen anfällig

für Mehltau, sodass es sich immer lohnt, die

nächsten Jungpflanzen parat zu haben.

Pflücken Sie die Schoten, wenn Sie jung

und zart sind.

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ANBAU

Alles rund um

Für Anfänger geeignet

HEIDELBEEREN

Diesen Monat zeigen wir Ihnen, wie selbst Anfänger die

köstlichen Kraftpakete erfolgreich anbauen können...

44

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HEIDELBEEREN

Das vergangene Jahr hat viele

Herausforderungen mit sich gebracht:

von zu Hause arbeiten, Zoom-

Meetings erfolgreich meistern, Masken

einpacken und Hände desinfizieren, bevor man in

die Läden geht – sowie die viel ernsteren Probleme

in Bezug auf Gesundheit und wirtschaftliche Not.

Aber auch die positiven Einflüsse dürfen nicht

vergessen werden, zum Beispiel dass die Menschen

ihre Außenbereiche wieder mehr schätzen und

Freude an der Gartenarbeit wiedergefunden

haben. In diesem Monat widmen wir uns nun

den wahrscheinlich am einfachsten anzubauenden

Früchten: den Heidelbeeren.

FAMILIE DER HEIDELBEEREN

Heidelbeeren (oder auch Blaubeeren) gehören zu

einer großen Gattung namens Vaccinium, die Teil

der Heidekrautfamilie ist. Sie wachsen wild in

weiten Teilen Nordamerikas, von Nova Scotia in

Kanada bis in den Südosten der USA. Sie werden

im Allgemeinen in drei unterschiedliche

Gruppen eingeteilt:

■ NIEDRIGBUSCHIG: Es handelt sich hierbei

um eine Wildform, die noch weiterhin in vielen

Gebieten im Osten Nordamerikas vorkommt. Im

kleinen Maßstab werden diese Sorten in den USA

auch kommerziell angebaut, bei uns in Europa

hingegen eher selten.

UMPFLANZEN

Heidelbeeren werden fast immer als Topfpflanzen

verkauft – egal ob bei Ihrem örtlichen Gartencenter

oder über das Internet. Normalerweise kommen

sie in einem Zwei- oder Drei-Liter-Topf an. Am

besten sollten sie unmittelbar nach dem Kauf

in einen etwas größeren Topf umgepflanzt

werden. Heidelbeeren können im Topf schnell

wurzelgebunden werden, was ihr Wachstum und

ihr Anbaupotenzial hemmt. Während es verlockend

ist, sofort einen viel größeren Topf zu verwenden,

sollten Sie die Größe tatsächlich über einige

Jahre allmählich anpassen. Andernfalls bleibt ein

Großteil des Bodens ungenutzt und das Risiko einer

Stagnation steigt.

Für ein gesundes Wachstum benötigen

Heidelbeeren einen sauren Boden. Der ideale

pH-Wert liegt zwischen 4,3 und 4,8. Suchen

Sie daher nach einem Kompost, der speziell

für säureliebende Pflanzen wie Heidelbeeren,

Azaleen und Rhododendren entwickelt wurde.

Heidelbeeren mögen auch einen lockeren Boden,

weshalb etwas gewaschener Sand (er wird

gewaschen, um möglichen Kalk zu entfernen)

oder kompostierte Rinde untergemischt werden

sollten. Wir empfehlen eine Mischung aus 60 %

Kompost, 30 % Rinde und 10 % Sand. Vergessen

Sie nicht, die Töpfe vor allem im Winter auf

Untersetzer oder halbe Ziegel zu stellen, um eine

gute Drainage zu gewährleisten.

■ HOCHBUSCHIG: Diese Sorten entstanden nach

vielen Jahren intensiver Züchtung und Selektion.

Die Ernteerträge und die Beeren selbst sind größer,

ohne dabei einen Kompromiss beim Geschmack

einzugehen. Im Allgemeinen sind die Pflanzen

selbst auch größer als ihre wilden Gegenstücke

und erreichen eine Höhe von etwa 1,2 bis

1,5 m. Probieren Sie doch die Sorten „Pioneer“,

„Earliblue“ oder „Duke“.

Füllen Sie den Topfboden mit ausreichend

Kompost, damit die Pflanze später nicht unter

einer Erdschicht begraben wird. Lockern Sie

die Pflanze vorsichtig aus ihrem alten Topf und

stellen Sie sie in die Mitte des neuen. Idealerweise

benötigen Sie einen Abstand von 4 cm um die

Außenseite um sicherzustellen, dass der Kompost

gut fest ist. Belassen Sie oben einen Abstand von

einigen Zentimetern zum Gießen.

Vermeiden Sie

es zunächst, die

Heidelbeeren in einen zu

großen Topf zu pflanzen.

■ HALBHOCH: Diese Sorten wurden erst

vor relativ kurzer Zeit eingeführt, indem

versucht wurde, die besten Eigenschaften der

wilden niedrigbuschigen und der kultivierten

hochbuschigen Pflanzen zu kombinieren. Sie

sind kompakt im Wachstum und erreichen selten

eine Höhe von mehr als 90 cm. Sie haben die

extreme Kältehärte ihrer wilden Vorfahren geerbt,

produzieren jedoch größere Früchte. Die am

häufigsten vorkommenden Sorten stammen aus

der Reihe „North“, die von den Universitäten

in Michigan und Minnesota gezüchtet wurden:

„Northland“, „North Country“ und „Northsky“.

Besonder bei begrenztem Platz im Garten

oder auf dem Balkon sind diese Sorten eine

ausgezeichnete Wahl.

BEWÄSSERUNG

Heidelbeeren brauchen weiches Wasser, weshalb

Sie nach Möglichkeit immer Regenwasser

verwenden sollten. Während eines besonders ➤

Verwenden Sie zum Gießen wenn

möglich Regenwasser.

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REZEPTE & MEHR

Natürliche Produkte auf pflanzlicher Basis können

großartige Ergebnisse bei der Reinigung des Hauses

erzielen. Mit diesen einfachen Tricks erfreuen Sie nicht

nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.

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REINIGUNGSMITTEL

Wenn Sie von einem simpleren Leben

träumen und gesundheitsschädliche

Chemie reduzieren wollen, sind

selbst gemachte Reinigungsmittel

ein fantastischer – und günstiger – Schritt in die

richtige Richtung. Zwei der kraftvollsten Mittel

gegen Schmutz und Bakterien sind Essig und

Zitrone. Besonders Essig ist schon seit langer Zeit

als gutes Putzmittel sowie als Mittel gegen schlechte

Gerüche und Schädlinge bekannt. Zitronensaft

ist dank seines Säuregehalts ebenfalls gut zum

Putzen geeignet und bietet darüber hinaus auch

desinfizierende Eigenschaften. Gemeinsam mit ein

oder zwei anderen Zutaten, einschließlich Kräutern

aus dem Garten, können diese zwei kraftvollen

Flüssigkeiten sämtliche chemische Reinigungsmittel

im Haushalt ersetzen.

WASCHMITTEL

Eine der natürlichsten und einfachsten Lösungen

zum Waschen der Kleidung sind Waschnüsse.

Sie können sowohl im Internet als auch in vielen

Drogerien erstanden werden. Die Nüsse – oder

eigentlich Beeren – wachsen leider nicht in

Deutschland und werden aus Indien importiert,

sind dafür jedoch 100 Prozent biologisch abbaubar

und vegan. Außerdem können sie mehrfach

verwendet werden, sodass sie ebenfalls eine

kostensparende Alternative darstellen.

Bei besonders schmutziger Kleidung können

die Flecken mit etwas Essig betupft werden.

Hartnäckige Verschmutzungen wie Kaffee-, Grasoder

Schweißflecken können ebenfalls durch

Einweichen in hellem Essig entfernt werden, bevor

sie mit den Waschnüssen in die Waschmaschine

kommen. Krägen und Bündchen können mit einer

Paste aus Natron und Essig vorbehandelt werden.

Geben Sie außerdem etwa 150 ml Essig in die

Waschmaschine, damit Farben weniger verwaschen.

Für einen himmlischen Geruch der Kleidung

sorgen kleine Kräutersäckchen im Trockner. Sie

können zum Beispiel aus alten Baumwoll-T-Shirts

selbst gemacht werden. Mischen Sie 100 g Natron

mit 10 g Pfeilwurzelstärke, ein paar Lavendelblüten

und Rosmarinzweigen. Ein paar Tropfen ätherische

Öle verstärken den Duft. Füllen Sie die Mischung

in Säckchen und geben Sie diese zusammen mit der

Wäsche in den Trockner.

Kräutersäckchen mit Lavendel im

Trockner verleihen Ihrer Kleidung

einen traumhaft frischen Duft.

PUTZTIPPS FÜR ZU HAUSE

Dieses milde Mittel hilft gegen fettige

Verschmutzungen und tötet sogar einige Keime ab.

Es ist jedoch nicht desinfizierend und sollte nicht

gegen Viren wie Covid-19 verwendet werden.

SIE BRAUCHEN:

Branntweinessig, Zitronenschale, Kräuter wie

Rosmarin, Lavendel oder Thymian, ein Glas und

eine Sprühflasche.

Kräuter und Zitronenschale in das Glas geben,

mit dem Essig bedecken und verschließen.

An einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.

Nach etwa drei Wochen die Schale und Kräuter

entnehmen. Zur Benutzung einen Teil der Lösung

mit einem Teil (destillierten) Wasser vermischen

und in eine Sprühflasche abfüllen. Sofort

verwenden.

Die konzentrierte Essiglösung hält sich

unverdünnt für ein paar

Monate.

Rosmarin hat

antiseptische und

antibakterielle

Eigenschaften –

und duftet sehr

angenehm.

■ Eine 50:50-Mischung aus Essig und

Pflanzenöl eignet sich mit einem Lappen

aufgetragen zur Reinigung laminierter Möbel.

■ Zitronensaft kann zur Reinigung des

Badezimmers verwendet werden. Er hinterlässt

einen erfrischenden Duft sowie funkelnde

Armaturen!

■ Eine Verfärbung der Fugen kann durch

Besprühen mit Zitronensaft behoben werden.

Die natürliche Säure stellt die ursprüngliche

Farbe wieder her. Für zehn Minuten einwirken

lassen und dann abwischen.

■ Zwei Esslöffel Essig in einem Liter warmem

Wasser ergeben ein sanftes Fensterputzmittel.

Um Putzstreifen zu vermeiden, sollten die

Fenster mit altem Zeitungspapier getrocknet

werden. Eine verdünnte Zitronensaftlösung

funktioniert genauso gut.

■ Stark verkrustete Edelstahltöpfe und

-pfannen sollten für eine halbe Stunde in Essig

eingeweicht werden. Danach können sie ganz

einfach mit heißem Seifenwasser abgespült

werden.

■ Tupperschüsseln und Keramikwaren sehen

nach einer Behandlung mit Zitronensaft wie

neu aus. Einfach 15 Minuten einwirken lassen

und dann abwischen.

■ Um Kalk aus dem Wasserkocher zu entfernen,

150 ml Essig hineingießen, den Rest mit Wasser

auffüllen, zum Kochen bringen und ausspülen.

■ Fußbodenreiniger: 150 ml Essig mit 4,5 Litern

Wasser vermengen.

■ Die Toilette kann mit Essig und einer Bürste

energisch geschrubbt werden.

■ Den Duschkopf über Nacht in Essig

einweichen, um hartnäckigen Kalk zu

entfernen.

■ Natron eliminiert unangenehme Gerüche.

Einfach auf die betroffenen Stellen geben und

über Nacht einwirken lassen. ➤

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REZEPTE & MEHR

SEASONAL RECIPES

Aus gesunden Zutaten wie Erdbeeren, Endivien und Zwiebeln lassen

sich köstliche Gerichte für die warmen Sommertage zubereiten.

Etwas Süßes zum Nachtisch haben Sie sich dann auf jeden Fall verdient!

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