2021/38 | Medizin von Morgen

suedwest.presse

21.09.2021

Medizin

von morgen

INTELLIGENTE LÖSUNGEN FÜR EIN BESSERES GESUNDHEITSWESEN

KRANKENHAUS DER ZUKUNFT

Smart und digital, bestens vernetzt

und technisch auf dem neuesten

Stand – so die Vision für die Klinik von

morgen. Seite 2

VOM PAYER ZUM PLAYER

Die Rolle der Krankenkassen

wandelt sich. Sie werden vom

Versicherer zum Dienstleister im

Gesundheitswesen. Seite 4

ORGANE AUS DEM 3D-DRUCKER

Noch sind wir nicht so weit, „echte“

Organe zu drucken. Doch Forscher

haben Übungsorgane entwickelt, die

in der Ausbildung helfen. Seite 3


Medizin von Morgen

Smart und digital

Das Krankenhaus der Zukunft setzt innovative Technik zum Wohl von Patienten und Mitarbeitern ein. Von Stephan Gokeler

Die Corona-Pandemie hat das Gesundheitswesen

insgesamt vor

neue Herausforderungen gestellt.

Das gilt auch für die Krankenhäuser.

Die Pandemie, mit der oft

eine Arbeitsüberlastung der Mitarbeiter

einherging, hat den Mangel

an qualifizierten Pflegekräften

noch verstärkt. Mindestens 9000

von ihnen haben sich deswegen

bereits von ihren Berufen abgewandt.

Mehr als die Hälfte davon

in Krankenhäusern, obwohl die

Löhne in den Pflegeberufen während

der vergangenen zehn Jahre

deutlich stärker gestiegen sind als

im Durchschnitt. In einer Online-Umfrage

der Deutschen Gesellschaft

für Internistische Intensivmedizin

und Notfallmedizin

(DGIIN) aus dem April 2021

äußerten sogar 31 Prozent der

Pflegekräfte und Sanitäter in der

Intensivmedizin den Gedanken,

ihren Job innerhalb eines Jahres

an den Nagel zu hängen.

Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz

zu steigern. Patienten wollen

zunehmend selber Verantwortung

für ihre eigene Gesundheit

übernehmen und auch über

Behandlungen mitentscheiden.

Sie möchten, dass die eigenen Gesundheitsdaten

transparent und

verfügbar sind, aber auch technische

Lösungen, zum Beispiel für

eine vernetzte Terminkoordination.

Was sich in der Corona-Pandemie

außerdem gezeigt hat: Patienten

nehmen Angebote für virtuelle

Konsultationen, zum Beispiel

in Form von

Video-Sprechstunden, an. Für

Management und Träger eines

Krankenhauses wiederum

bietet eine gut durch-

mit innovativen Soft- und Hardwaresystemen

zu einem Marktführer

in der Welt der digitalen

Chirurgie geworden. Von exakter

Diagnose mithilfe von Software-Unterstützung

über die genaue

Navigation während einer

Operation oder Bestrahlung bis

zur standortübergreifenden Auswertung

und Dokumentation reichen

die von Brainlab entwickelten

Systeme.

Besserer informationsfluss,

hochentwickelte Technik – das

Krankenhaus von morgen steht

schon in den Startlöchern.


Im Wettbewerb bestehen,

auch im internationalen

Der sich verschärfende Wettbewerb

um die qualifizierten Pflegekräfte

ist aber nur ein Impuls,

der Krankenhäusern neue Konzepte

für die Zukunft abverlangt.

Nach Überzeugung

des Unternehmensberatungsunternehmens

Deloitte

sorgen auch Druck aus der

Politik, verändertes Patientenverhalten

und technologischer

Fortschritt dafür, dass Kliniken

schneller als erwartet zu grundlegenden

Veränderungen ihrer

Arbeitsweise kommen müssen,

wenn sie im Wettbewerb bestehen

möchten. Dabei hätten Kliniken

in Deutschland im internationalen

Vergleich noch erheblichen

Aufholbedarf, heißt es in einem

Positionspapier des

Fraunhofer-Instituts für Materialfluss

und Logistik. In Sachen Digitalisierung

und E-Health lägen

deutsche Krankenhäuser teils

erheblich „unterhalb des

EU-Durchschnitts“. Zudem

widmeten sich Krankenhäuser

bislang vielfach

dem Einsatz digitaler

Einzellösungen. Nachholbedarf

bestehe vor allem

bei integrierten Systemen

und bei Technik für den Austausch

wichtiger Daten mit anderen

Akteuren des Gesundheitswesens.

Die Technik auf den Menschen

einstellen und nicht umgekehrt

Die Fraunhofer-Experten schlagen

als Zielsetzung das „humanzentrierte

digitale Krankenhaus“

vor. Darunter sei eine „Digitalisierungsstrategie

für Krankenhäuser

mit speziellem Fokus auf

den Menschen als zukünftigen

Profiteur digitaler Lösungen“ zu

verstehen, erläutern die Autoren

des Positionspapiers. Denn gerade

in einem Krankenhaus sei es

wichtig, dass digitale Lösungen

auf den Menschen eingestellt

würden und nicht umgekehrt.

Deshalb müssten insbesondere

die Erwartungen der Mitarbeiter

und Patienten an einen technologischen

Fortschritt berücksichtigt

werden.

Wer hat welche Bedürfnisse

und Vorstellungen?

Klinikmitarbeiter wünschen sich

in erster Linie digitale Technologien

und Lösungen, die ihnen bei

der Bewältigung ihrer täglichen

Aufgaben helfen. Bei richtiger

Herangehensweise steckt in neuen

Technologien reichlich Potenzial,

um die Zufriedenheit der

dachte Digitalisierungsstrategie

die Chance, durch effizientere Arbeitsabläufe

Kosten einzusparen

und mehr Patienten besser versorgen

zu können. Dies geht weit

über die heute bereits teilweise

vorhandenen Module zur Unterstützung

von Speisenbestellung,

Arzneimittelbevorratung, Wäscheversorgung

oder Reinigung

hinaus. Die Entwicklung intelligenter

Medizintechnik schreitet

ständig weiter voran und wird in

Zukunft dazu führen, dass zunehmend

autonom agierende Systeme

in Krankenhäusern zum Einsatz

kommen.

Bildaufnahmen von Künstlicher

Intelligenz analysiert

Schon heute existieren Systeme

mit Künstlicher Intelligenz, die

zum Beispiel medizinische Bildaufnahmen

auswerten. In der

Operationsrobotik dienen digitale

Anwendungen nicht nur der

unmittelbaren Patientenversorgung,

sondern auch der Steuerung

von OP-Kapazitäten oder

Personal- und Mitarbeitereinsatz.

Die Münchener Firma Brainlab ist

Das in

Frankfurt

ansässige „Zukunftsinstitut“

sieht für

das Krankenhaus der Zukunft

aber neben der Fokussierung auf

Digitalisierung und Vernetzung

noch weitere Entwicklungslinien.

Sie liegen in einer wohnortnahen

Versorgung, die unterschiedliche

Akteure und Behandlungsoptionen

einbezieht und so für alle Beteiligten

Erleichterungen bringt.

Auch der Kommunikation zwischen

Patienten und Behandlern

auf Augenhöhe, einem verbesserten

Informationsfluss, misst das

Zukunftsinstitut einen großen

Stellenwert bei. Prof. Jochen A.

Werner, Ärztlicher Direktor und

Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin

Essen, bringt

solche Ansätze in seiner Vision

vom Krankenhaus der Zukunft

zusammen: „Das Krankenhaus

der Zukunft ist im Endausbau

kein Elfenbeinturm, sondern ein

mit allen anderen Akteuren des

Gesundheitswesens vernetztes

Steuerungsmodul“, sagt er voraus.

Drohnen als flotte Helfer

Medizinische Blutproben

könnten in Vorpommern

künftig per Drohne auf

dem Luftweg geliefert werden.

Entsprechende Testflüge

haben die Universitätsmedizin

Greifswald

(UMG), die DRF Luftrettung

sowie das Unternehmen

Wingcopter durchgeführt.

Dabei wurden Proben 26 Kilometer

zwischen Greifswald

und Wolgast transportiert.

Die Flüge hätten

durchschnittlich 18 Minuten

gedauert. Das sei fast doppelt

so schnell wie ein

Transport am Boden. Was

sich für manchen wie eine

Spielerei anhören mag, ist

tatsächlich manchmal lebensrettend.

Die medizinische

Notfallversorgung

kann so in ländlichen Räumen

beschleunigt werden,

etwa wenn schnell getestet

werden muss, ob ein

Spender mit einem anderen

kompatibel ist.

Ziel der UMG ist es

nach eigenen Angaben,

so bald wie möglich

dauerhafte Flugverbindungen

zwischen

dem Klinikum

in Greifswald und

Krankenhäusern in der

Umgebung einzurichten.

Drohnen könnten

dabei auch Ersthelfer

durch den Transport von

Medikamenten, Transfusionen

oder etwa Defibrillatoren

unterstützen. dpa/ka

© IVECTOR /SHUTTERSTOCK.COM © TARIKVISION/SHUTTERSTUCK.COM

Impressum

Verlag & Herausgeber

Neue Pressegesellschaft

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89073 Ulm

Projektleitung

Tobias Lehmann

Anzeigen

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Redaktion

Stefanie Müller (verantwortlich),

Kerstin Auernhammer, Stefan

Gokeler, Julia Haaga, SVH GmbH

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erreichen Sie unter der E-Mail:

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Druck

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89079 Ulm


Medizin von Morgen

Operation Phantom-Organ

Ein interdisziplinäres Team aus Max-Planck-Wissenschaftlern stellt täuschend echte Organe im 3D-Druckverfahren her.

Angehenden Medizinern bieten sich dadurch gänzlich neue Übungsperspektiven.Von Julia Haaga

„Learning by Doing“, ein Modell,

das in vielen Disziplinen durchaus

sinnvoll ist. Wenn dabei allerdings

die körperliche Gesundheit

auf dem Spiel steht, sollte es

nicht heißen: Ärmel hochkrempeln

und los. Schon vor sechs Jahren

hatte Peer Fischer, Professor

für Physikalische Chemie an der

Universität Stuttgart und Leiter

der Forschungsgruppe „Mikro-,

Nano- und Molekulare Systeme“

am Max-Planck-Institut für Intelligente

Systeme, die Idee, künstliche

Organe herzustellen, die in ihrer

Beschaffenheit den Originalen

in nichts nachstehen sollten. „Ein

Vorhaben, das durch eine Kollaboration

mit Medizinern der Uniklinik

Freiburg entstand“, wie Fischer

erzählt. Auf die Idee kam

er, als er am MPI künstliche Organe

bestellte, um ein neuartiges

chirurgisches Robotik-Verfahren

zu testen. „Keinerlei Ähnlichkeit

hatten diese Organmodelle mit

echten Organen. Im Gegenteil: Sie

hatten eine ballonähnliche Struktur.

Für unsere Arbeit daher gänzlich

ungeeignet.“

Die erste künstliche Niere

entsteht

Zusammen mit seiner Forschungsgruppe

am Institut sowie mit Dr.

Tian Qiu, „Cyber Valley“-Forschungsgruppenleiter

an der Universität

Stuttgart, erstellte Fischer

zunächst hochauflösende Aufnahmen

einer Niere, um auf Basis dieser

Daten einen 3D-Druck zu erzeugen.

In das daraus resultierende,

beinahe originalgetreue Organ

gossen die Forscher im Anschluss

eine Zusammensetzung verschiedener

Hydrogele, die, wie Fischer

weiter erläutert, „das natürliche

Gewebe in Festigkeit, Haptik und

Wassergehalt als auch in elektrischer

Leitfähigkeit imitiert.“ Die

erste künstliche Niere entstand.

Wie originalgetreu die Modelle

sind, lässt sich im Ultraschall

leicht demonstrieren. Hier stehen

die Imitate ihren Vorbildern

in nichts nach. Mit anderen

Worten: „Ärzte konnten die

echte nicht von der künstlichen

Niere im Ultraschall unterscheiden.“

Es entstanden weitere Replikate:

authentische Modelle von

Prostata, Harnblase und Leber.

© VISUAL GENERATION/SHUTTERSTOCK.COM

Die interdisziplinäre

Cyber Valley

Forschungsgruppe

„Biomedizinische

Mikrosysteme“

zeigt künstliche

Organe: Tian

Qiu, Do Yeon

Kim, Xiangzhou

Tan (v.l.n.r).

Foto: Julia Haaga

Phantome für angehende

Chirurgen

An der Universität Stuttgart arbeiten

derzeit sechs junge Wissenschaftler

aus aller Welt in der

von der Landesregierung, der

Max-Planck-Gesellschaft und der

Universität Stuttgart unterstützten

Cyber-Valley-Forschungsgruppe

„Biomedizinische Mikrosysteme“

interdisziplinär zusammen,

um Medizinstudenten ein

perfektes Operationssetting zu

schaffen. Qiu, Leiter des Projekts

„Phantom Organ“, und sein Team

wollen die besten Voraussetzungen

dafür schaffen, dass angehende

Chirurgen Operationen simulieren

können. Ohne Einsatz von

Kadavern oder Tieren.

Von sehr hohem Wert ist das

Modell der Prostata. Ist die Prostata

beim Mann vergrößert, stehen

Mediziner oftmals vor der

Entscheidung: operieren – ja, nein?

„Die Prostatavergrößerung betrifft

die meisten Männer jenseits

des 50. Lebensjahres und kann

zu Problemen beim Wasserlassen

führen“, wie Professor Christian

Bolenz, Ärztlicher Direktor

der Klinik für Urologie und Kinderurologie

am Universitätsklinikum

Ulm erklärt. „Verschiedene

Untersuchungen werden schrittweise

durchgeführt, eine medikamentöse

Therapie wird eingeleitet,

bevor gegebenenfalls doch

operiert werden muss.“ Ein endoskopischer

operativer Eingriff, gilt

als Ultima Ratio, denn die OP erfordert

viel Übung. Medizinstudent

Xiangzhou Tan vom Team

„Phantom Organ“ bringt es auf

den Punkt: „Wir sprechen hier

von einem Eingriff, den ein Arzt

erst nach mehreren Jahren Erfahrung

im OP selbstständig durchführen

kann.“

Das Fingerspitzengefühl

der Mediziner trainieren

Auch wenn der Eingriff minimal-invasiv

ist, erfordert er absolutes

Fingerspitzengefühl des

Operateurs. Am Modell der

künstlichen Prostata nun lässt

sich exakt demonstrieren, wie

viel Übung es bedarf. Bildgebende

Verfahren ermöglichen die

Kontrolle. Wie präzise hat der

Operateur gearbeitet? Konnte er

am umliegenden Gewebe vorbeimanövrieren

oder hat er dieses

verletzt? Seit einem halben Jahr

arbeitet Do Yeon Kim, Doktorandin

aus Korea, an einer Software,

die die automatische Auswertung

des bildgebenden Verfahrens

beim Eingriff ermöglicht. Das

Programm, auf künstlicher Intelligenz

basierend, ist in der Lage,

Gewebeanomalien wie Nierensteine

und Tumore eigenständig

zu erkennen, um dem Operateur

Informationen zum Ausgang des

Eingriffs zu übermitteln und zu

dessen Training beizutragen.

„Unsere Phantome ermöglichen

es, medizinische Instrumente und

Verfahren reproduzierbar zu testen

und zu verbessern“, sagt Fischer.

„Es ist doch genau wie bei

Piloten, die ein Flugzeug steuern.

Viele Stunden haben sie die Möglichkeit,

im Flugsimulator schwierige

Manöver zu üben. Erst dann

lässt man sie auf echte Passagiere

los.“

Kooperationen mit Medizingeräteherstellern

und anderen Unikliniken

sollen nun langsam bekannt

machen, dass die „Learning

by Doing“-Mentalität in der

Chirurgie endlich durch eine ungefährliche

Simulationsmethode

abgelöst werden kann. Ganz ohne

Tierversuche oder dass jemand

körperlich zu Schaden kommt.

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Medizin von Morgen

Vom Payer zum Player

Mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen ändern sich nicht nur die

Angebote der Krankenkassen, sondern auch deren Rolle. Von Stephan Gokeler

Dass Krankenkassen nur dazu da

sind, Arzt- und Medikamentenkosten

zu übernehmen, stimmt

schon lange nicht mehr. Seit Jahrzehnten

bereits machen die Kassen

auch eigene Angebote, zum

Beispiel auf dem Gebiet der Prävention

und Gesundheitsförderung.

Mit der Digitalisierung

kommen den Krankenkassen weitere

Aufgaben, aber auch Möglichkeiten

zu. „Wir sollen vom

Payer zum Player, zum Gestalter,

zum Unterstützer der Versicherten

werden“, fasst Franz Knieps,

Vorstand des Dachverbandes der

betrieblichen Krankenversicherungen,

diese Rolle zusammen.

„Die Digitalisierung ist die Chance

schlechthin, diverse Sektoren

miteinander zu vernetzen“, ist er

überzeugt. Dreh- und Angelpunkt

sei dabei die elektronische Patientenakte,

die als Plattform für

Versorgungs- und Präventionsthemen

dienen und so auch die

Gesundheitskompetenz der Versicherten

steigern könne.

Versicherung als

„starker Partner an der Seite“

Laut einer repräsentativen Online-Umfrage

der Beratungsgesellschaft

EY unter gesetzlich

Versicherten wäre ein im Rettungswagen

auslesbarer elektronischer

Notfallpass das am meisten

gewünschte digitale Angebot.

Auch eine Anzeige von Fachärzten

für bestimmte Folgebehandlungen

oder ein Online-Buchungstool

für Arzttermine stehen

bei den Versicherten hoch im

Kurs. Aus der grundsätzlichen Offenheit

der Versicherten für digitale

Angebote können die Krankenversicherer

wichtige Lehren

ziehen, findet Christian Egle von

EY: „Die Krankenkassen wandeln

sich vom passiven Zahler zum aktiven

Gesundheitsdienstleister.

Die Versicherten wollen einen

starken Partner an ihrer Seite, der

sie im Krankheitsfall unterstützt,

berät und ihnen Arbeit abnimmt.

Digitale Angebote werden immer

wichtiger, weil sie schnell und unkompliziert

Hilfe bieten können.“

Zahlreiche Krankenkassen bieten

entsprechende Angebote bereits,

allerdings wissen nur wenige Versicherte

darüber wirklich Bescheid.

So bieten alle großen Kassen

ihren Mitgliedern inzwischen

eigene Apps an, über die sie nicht

nur mit ihrer Krankenversicherung

kommunizieren, sondern

auch diverse digitale Serviceangebote

in Anspruch nehmen können,

zum Beispiel zur Stressbewältigung

oder zur Burn out-

Prophylaxe. Manche Kassen haben

zudem eigene Apps oder

Online-Kurse für spezielle Patientengruppen

wie Diabetiker

oder Menschen mit Migräne im

Angebot. Auch digitale Sportkurse

und Bewegungsprogramme

bieten manche Kassen an.

Seit Oktober 2020 übernehmen

die gesetzlichen Krankenkassen

zusätzlich die Kosten für sogenannte

„Digitale Gesundheitsanwendungen

(DiGA)“, die von anderen

Anbietern entwickelt wurden.

Eine solche „App auf Rezept“

können Ärzte und Psychotherapeuten

verordnen, wenn sie

© IVECTOR/SHUTTERSTOCK.COM

Der Medizin- &

Pharmamarkt wandelt sich –

Wir passen uns an.

Neben der medizinischen Fachübersetzung, die den Grundpfeiler unseres Unternehmens

bildet, bieten wir unseren weltweiten Kunden einige weitere Sprachlösungen

an. mt-g ist der universelle Sprachdienstleister für die Medizin- und Pharmabranche.

Internationale medizinische

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

SEO-Texte steigern erwiesenermaßen die Auffindbarkeit

Ihrer Unternehmenswebsite. Um globale Märkte

anzusprechen, empfiehlt sich daher eine internationale

Suchmaschinenoptimierung Ihrer Webtexte.

Medical Corporate Language

Der Medizin- und Pharmamarkt bietet ein schier unerschöpfliches

Portfolio an sich gleichenden Produkten

und Dienstleistungen. Mit einer Unternehmenssprache

heben Sie sich in besonderem Maße charakteristisch

von Ihren Marktbegleitern ab.

Machine Translation & Post-Editing

Eins ist sicher: Die maschinelle Übersetzung und das

Post-Editing sind in aller Munde. Mit realistischen

Erwartungen und ohne überzogene Befürchtungen ist

der Einsatz von Machine Translation & Post-Editing

auch im medizinischen Bereich vorstellbar.

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Mit dem „HealthManager Pro“

alle Gesundheitsdaten im Blick

Egal ob zu Hause, beim Arzt oder unterwegs – Gesundheitsdaten

sollen heute jederzeit verfügbar und teilbar sein. Beurer setzt mit den

Connect-Produkten neue Trends im digitalen Gesundheitswesen.

Nutzerfreundlichkeit, einfache

Handhabung und ein echter

Mehrwert für die langfristige

Kontrolle von Vitalwerten stehen

bei Beurer bei der Entwicklung

von digitalen Produkten im Fokus.

Die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten

werden

durch erweiterte Features ergänzt,

die zusätzliche Hilfestellungen

und Sicherheit für den Anwender

bieten. Die als Medizinprodukt

zugelassene App sorgt

für ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement.

Wie von bisherigen

Beurer-Apps bekannt, lassen

sich zahlreiche Connect-Geräte

aus dem Sortiment auch mit der

neuen „beurer HealthManager

Pro“ App nutzen, zum Beispiel aus

den Bereichen Körpergewicht,

Blutdruck, Blutzucker, EKG, Sauerstoffsättigung,

Schlaf, Körpertemperatur

und Aktivität.

Die App, die einfach mehr kann:

Mit zusätzlichen Smart Services

punktet das neue Herzstück der

Beurer App-Welt vor allem bei

Menschen, die ihre Werte langfristig

im Blick behalten wollen

und von Gesundheitstipps im Alltag

profitieren möchten. So erleichtern

unter anderem ein Blutdruck-Coach

und eine detaillierte

EKG-Analyse das professionelle

Gesundheitsmanagement zu

Hause. Inhalte zur Blutdrucksenkung

mit Content zu Bewegung

und Ernährung sollen dem Anwender

hilfreiche Anleitungen

und Inspirationen bieten, mehr

für die eigene Gesundheit

zu tun und

ein neues Bewusstsein

für eine gesunde

Lebensweise

schaffen.

„beurer HealthManager

Pro“ ist die neue App

für ganzheitliches

Gesundheitsmanagement.

Modern, praktisch

und nutzerfreundlich

Der „beurer HealthManager Pro“

hat ein frisches, modernes Design

und ist intuitiv und einfach zu bedienen.

Die Nutzeroberfläche

wurde barrierefrei entwickelt. Somit

kann die neue App von jedermann,

beispielsweise auch von

Menschen mit Sehschwäche, genutzt

werden. Schriftgröße, Kontraste

und die optimierte Darstellung

von Werten kann für eine

bessere Lesbarkeit nach individuellem

Bedürfnis angepasst werden.

Messdaten und Verlaufsgrafiken

werden übersichtlich dargestellt

und sind jederzeit und überall

abrufbar. So können die

Gesundheitswerte problemlos

kontrolliert und über einen längeren

Zeitraum verfolgt werden.

Besonders praktisch ist die Exportfunktion,

mit welcher die

Werte zum Beispiel für den einfachen

und sicheren Austausch

mit dem Arzt bereitgestellt werden

können.

Die neue „beurer HealthManager

Pro“ App ist ab Ende September

2021 kostenlos im Apple App

Store und bei Google Play erhältlich.

Zusätzliche Services sind

kostenpflichtig verfügbar.

Über Beurer

Beurer wurde 1919 in Ulm gegründet

und steht für Gesundheit und

Wohlbefinden. Unter anderem ist

Beurer Marktführer in Europa im Bereich

Schmiegsame Wärme, Marktführer

in Deutschland für Blutdruckmessgeräte

und Massageprodukte sowie

einer der führenden Anbieter von Personenwaagen

in Europa. Das Portfolio

wird in allen Bereichen kontinuierlich

weiterentwickelt. www.beurer.com


Medizin von Morgen

sich positive gesundheitliche

Wirkungen auf die jeweils diagnostizierte

gesundheitliche Beeinträchtigung

versprechen. Ein

direkter Nutzen für den Patienten

ist also die Voraussetzung für

eine Verschreibung. Reine Einsparungsmöglichkeiten

im Gesundheitswesen

genügen nicht

für die Anerkennung einer DiGA.

Die große Frage lautet:

Wie sicher sind meine Daten?

Der Datenschutz ist bei den Apps

auf Rezept ein umstrittenes Thema.

Bereits der Download solcher

Programme hinterlässt Spuren im

Netz. Und für die Nutzer ist oft

schwer erkennbar, wem sie mit

der Nutzung eines solchen Programms

welche Daten anvertrauen.

Zuständig für die Prüfung auf

Nutzen, Risiken und Datenschutz

ist das Bundesinstitut für Arzneimittel

und Medizinprodukte. Um

innovative Anwendungen schnell

zugänglich zu machen, genügt für

eine Zulassung derzeit noch die

plausible Darlegung eines positiven

gesundheitlichen Effekts

durch den Anbieter einer solchen

App, um sie für zunächst zwölf

Monate auf den Markt bringen zu

dürfen. Innerhalb dieser Frist

muss der Hersteller mit einer Studie

dann tatsächliche Behandlungserfolge

nachweisen, um die

App dauerhaft ins DiGa-Verzeichnis

aufnehmen zu lassen. Damit

unterscheidet sich der Zulassungsprozess

für diese neuen digitalen

Anwendungen von dem

für Medikamente, deren Wirksamkeit

bereits vor einer vorläufigen

Zulassung belegt werden

muss. Inzwischen umfasst das Di-

GA-Verzeichnis 20 zugelassene

Anwendungen von A wie Adipositas

oder Alkoholabhängigkeit

bis T wie Tinnitus, es kommen

immer wieder neue hinzu. Die

von den Kassen getragenen Kosten

dafür belaufen sich auf Beträge

zwischen 117 und 744 Euro pro

Quartal pro Verordnung. Bei

manchen DiGAs ist auch eine

persönliche Unterstützung

durch Coaches inklusive, die

über die App erreichbar sind.

Wenn sie ihrem Patienten

eine solche App verordnen

möchten, schreiben Ärzte

oder Psychotherapeuten ein

Rezept aus, auf dem die Verzeichnisnummer

der DiGA und

die Verordnungsdauer in Tagen

angegeben ist. Wird das Rezept

eingereicht, erhält der Versicherte

von der Krankenkasse einen

Freischaltcode für jeweilige App.

Kassen können solche Apps auch

ohne ärztliche Verordnung freigeben,

wenn Versicherte die entsprechende

Indikation bei ihnen

vorlegen.

Welche Arten von

Gesundheits-Apps

gibt es?

Lifestyle-Apps wie Diät- oder

Ernährungsprogramme oder

Programme, die körperliche Aktivitäten

dokumentieren und anregen,

können das Bewusstsein für den

eigenen Körper fördern und so auch

gesundheitsbewusstes Verhalten

fördern. Sie unterliegen jedoch keiner

Prüfung hinsichtlich Wirksamkeit

und Datenschutz.

Service-Apps, die inzwischen auch

von zahlreichen Krankenkassen angeboten

werden, helfen zum Beispiel

dabei, an die regelmäßige Einnahme

von Medikamenten zu erinnern oder

rechtzeitig auf anstehende Vorsorgeuntersuchungen

oder Impftermine

aufmerksam zu machen. Manche

bieten auch Funktionen für die Dokumentation

von Krankheitsverläufen

oder Symptomen. Wenn die App der

eigenen Krankenkasse verwendet

wird, ist über sie auch eine Online-

Kommunikation zwischen Versichertem

und Versicherung möglich.

© ALEXACRIB,, © MY LIFE GRAPHIC, © KITTYVECTOR/SHUTTERSTOCK.COM

Medizinische Apps müssen als

Medizinprodukt zugelassen und mit

einem CE-Zeichen ausgestattet sein.

Voraussetzung für eine Zulassung

durch das Bundesinstitut für Arzneimittel

und Medizinprodukte ist unter

anderem die begründete Aussicht auf

eine positive gesundheitliche Wirkung.

Medizinische Inhalte und Gesundheitsinformationen

müssen dem

allgemein anerkannten fachlichen

Standard entsprechen. Die Kosten für

die Anwendung solcher Programme

tragen die Krankenkassen.

Ina Reppin (Bereichsleiterin) und Sven Dörr (Pflegedienstleiter)

Innovative Fortbildungen für Pflegefachkräfte

Quickfortbildungen im Zentrum für Chirurgie

Lernen Sie uns kennen - Unsere Komfortstation - Unser interdisziplinäres Team

Universitätsklinikum Ulm, Zentrum für Chirurgie

Das Zentrum für Chirurgie steht mit seinem interdisziplinären Team für eine moderne Patientenversorgung

mit hoher Qualität, Spitzenforschung und eine auf die Zukunft ausgerichtete innovative Lehre in allen Berufsfeldern.

Ab Dezember 2021 startet eine spannende

Reihe von Online-Quickfortbildungen mit

aktuellen und innovativen Themen rund um

das interdisziplinäre Team des Zentrums für

Chirurgie.

Hier können Sie ärztliche und pflegerische

Führungskräfte kennenlernen und sich über

aktuelle Fachthemen informieren. Sie erhalten

z. B. Einblicke in das Traumanetzwerk der

Unfallchirurgie, die Konzeption der neuen

interprofessionellen Ausbildungsstation (UL-

MINA) der Allgemein- und Viszeralchirurgie,

das Malawiprojekt der Neurochirurgie und

auch in die agile Methode der Selbstorganisation

in Teams.

Impression Management und eine bisher in

Deutschland einzigartige Qualifizierungsmaßnahme

für Pflegefachkräfte „Specialized

Customer Professional“ sind weitere Themen.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

Informieren Sie sich auf unserer Website:

www.uniklinik-ulm.de/wb.

Bei Fragen kommen Sie gerne auf uns zu.

Ihre Ansprechpartner im Zentrum für Chirurgie

sind Sven Dörr (Pflegedienstleiter) und

Ina Reppin (Bereichsleiterin) – uns beide sehen

Sie auf dem Foto.

Sie erreichen uns über 0731 500 67043 oder

sven.doerr@uniklink-ulm.de,

ina. reppin@uniklinik-ulm.de.

Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zu der

bilingualen Qualifizierungsmaßnahme „Specialized

Customer Professional“ ist Diana Fritz

(Leiterin Stabsstelle Fort- und Weiterbildung).

Sie erreichen mich über 0731 500 43080 oder

diana.fritz@uniklinik-ulm.de.

Universitätsklinikum Ulm, Zentrum für Chirurgie, Stationsbereiche

Die chirurgische Komfortstation integriert mehrere Fachdisziplinen und bietet Gästen zusätzliche Serviceleistungen

an.


Medizin von Morgen

Der Nutzen für den Patienten zählt

Die elektronische Patientenakte ist Realität, die Nachfrage nach Videosprechstunden wächst in der Pandemie sprunghaft.

Doch es gibt auch Stolpersteine auf dem Weg ins digitale Zeitalter. Von Stephan Gokeler

Es war ein langer, sogar ein sehr

langer Anlauf, den die elektronische

Patientenakte (ePA) genommen

hat. Um ihre Einführung

wurde beinahe 20 Jahre politisch

gerungen, technische Probleme

sorgten immer wieder für zusätzliche

Verzögerungen. Doch seit

diesem Sommer gibt es nun die

ePA – zumindest theoretisch.

Praktisch nutzt bisher nur ein

sehr kleiner Teil der gesetzlich

Krankenversicherten die Möglichkeit,

Befunde, Röntgenbilder,

Verordnungen und andere Gesundheitsinformationen

in einer

App der jeweiligen Kasse abzulegen.

Privatversicherte können sogar

erst im kommenden Jahr eine

ePA überhaupt beantragen.

Es hakt noch an vielen

Ecken und Enden

Die Funktionen der ePA sind derzeit

noch sehr eingeschränkt. Der

Austausch dort gespeicherter Daten

zwischen Ärzten läuft derzeit

nur in Modellregionen. Und erst

mit dem kommenden Jahr wird

ein System etabliert, in dem der

Versicherte genau festlegen kann,

welche gespeicherten Daten er

wem zugänglich macht. Bis dahin

heißt die Devise für die Einsichtnahme

in die ePA noch „alles

oder nichts“, was nicht nur nach

Ansicht des Bundesdatenschutzbeauftragten

gegen die Datenschutz-Grundverordnung

verstößt.

Für Kritik sorgt bei Verbraucherschützern

auch, dass die

Nutzung zwar auf Smartphones

und Tablets, nicht aber am PC

möglich ist. Das schließe gerade

ältere und weniger technikaffine

Personen von der Nutzung aus.

Trotzdem markiert die elektronische

Patientenakte als zentrales

Element der vernetzten Gesundheitsversorgung

einen Meilenstein

auf dem

Weg zur Digitalisierung.

Mit den

zusätzlichen

Funktionen,

die sie in den

kommenden

Jahren erhalten

wird, und

dank des

angekündigten

präziseren

Datenmanagements

werden immer

mehr

Menschen sie

nutzen.

Dass Patienten

digitalen Angeboten

gegenüber

durchaus aufgeschlossen

sind, hat sich in der Corona-Pandemie

gezeigt. Innerhalb

eines Jahres ist die Zahl an

Video-Sprechstunden geradezu

explodiert. Besonders häufig nutzen

diese Möglichkeit Patienten

in der Psychotherapie. Drei Viertel

aller digitalen Konsultationen

im Gesundheitswesen entfielen

im zweiten Quartal des vergangenen

Jahres auf diesen Bereich.

Mehr als die Hälfte aller niedergelassenen

Psychotherapeuten

bietet inzwischen eine solche

Möglichkeit der video basierten

Therapie an, sowohl für Erwachsene

wie auch für Kinder und Jugendliche.

Gerade in diesem Bereich des

Gesundheitswesens ist ein

funktionierender Datenschutz

unverzichtbar. Datenlecks

können für Betroffene

zu einer Bedrohung werden,

sei es in Form von Erpressungsversuchen

oder durch

berufliche oder private Nachteile,

die aus dem Missbrauch von

Daten über eine psychische Erkrankung

erwachsen könnten.

Für die Anbieter digitaler Dienstleistungen,

also auch Psychotherapeuten,

stellt sich die Frage

nach der Haftung, wenn Unbefugte

über ihre IT-Systeme an Daten

gelangen und so die gesetzlich

verankerte Schweigepflicht

nicht mehr eingehalten werden

kann. So berichtete der IT-Sicherheitsexperte

Martin Tschirsich

kürzlich im Rahmen einer Veranstaltung

der Deutschen Gesellschaft

für Verhaltenstherapie

(DGVT), dass alle von ihm analysierten

Anwendungen für Videosprechstunden

kritische Sicherheitsmängel

gehabt hätten,

obwohl sie von der Kassenärztlichen

Bundesvereinigung zertifiziert

worden waren.

Kerstin Burgdorf ist Juristin

und arbeitet für den Berufsverband

der DGVT. Sie sieht durchaus

Vorteile in digitalen Anwendungen

für Menschen mit einer

psychischen Erkrankung. Nur

vollständige Transparenz im Umgang

mit sensiblen Daten und maximale

Sicherheit im digitalen

Identitätsmanagement können

ihrer Meinung nach jedoch das

nötige Vertrauen schaffen, damit

sich solche Angebote auf Dauer

etablieren können. Es dürfe nicht

in erster Linie darum gehen, Kosten

einzusparen. „Der Maßstab

muss einzig und allein ein zusätzlicher

Nutzen für Patientinnen

und Patienten sein“, findet sie.

Das bedeute auch, dass digitale

Angebote und Anwendungen

nicht in Konkurrenz zu einer bedarfsgerechten

Versorgung mit

„Face-to-Face“-Therapiemöglichkeiten

stehen dürften. „Für Diagnose,

Indikationsstellung und

Aufklärung der Patienten ist der

persönliche Kontakt weiterhin

ebenso unverzichtbar wie für viele

Bereiche der Therapie“, sagt

Kerstin Burgdorf.

Das E-Rezept kommt 2022

Verpflichtend soll vom kommenden

Jahr an die Einführung des E-Rezepts

werden. Zwar äußern erste

Apotheken-Vertreter Zweifel

daran, dass zum Jahresbeginn

alles reibungslos funktionieren

werde. Doch bislang gilt:

Das E-Rezept soll zum 1. Januar

2022 für alle Arztpraxen

verbindlich sein.

Patienten können

dann wählen, ob sie

den digitalen Code

für eine Verschreibung

als Ausdruck

oder über eine App

aufs Smartphone erhalten

möchten.

Krankschreibung

wird digital

Schon von Oktober 2021 an ist die

digitale Variante des „gelben Zettels“,

also die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

(eAU), vorgeschrieben.

Zunächst funktioniert damit

allerdings nur die Übermittlung

der Daten an die jeweilige Krankenkasse

elektronisch. Arbeitgeber werden

erst zum 1. Juli 2022 in das Verfahren

einbezogen. Bis dahin müssen

Arbeitnehmer dem Chef noch mit einem

Schriftstück ihre gesundheitsbedingte

Verhinderung mitteilen. Von

Jahresmitte an soll dann endgültig

Schluss sein mit den rund 77 Millionen

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen

in vierfacher Papierausführung.

FOTO: © CERAMA_AMA,, © VISUAL GENERATION/SHUTTERSTOCK.COM

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