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STEPHAN WEIL das Magazin

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An Haushalte mit Tagespost

das

Magazin

STEPHAN WEIL IM GESPRÄCH

MIT BÜRGERINNEN UND BÜRGERN

„Die Energiekrise

darf keine soziale

Krise werden“

KOMMUNALPOLITIK

Vier, die vor Ort die

Ärmel hochkrempeln

WANDEL

Erneuerbare Energie,

elektrische Autos und sichere

Jobs – heute und morgen

ENERGIEKRISE

Versorgung sichern und

Härten abfedern: Was die

Landesregierung tut

DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.

AM 9. OKTOBER IST

LANDTAGSWAHL!

JETZT SCHON PER

BRIEFWAHL

STIMME ABGEBEN!


VIEL ERREICHT

75%

aller öffentlichen Schulen

in Niedersachsen sind

inzwischen Ganztagsschulen.

24.000

Polizeikräfte sorgen für ein

sicheres Niedersachsen –

so viele wie noch nie zuvor.

222 Mio. €

investieren Bund und Land in das

Programm „Startklar in die Zukunft“,

das Kindern und Jugendlichen

u. a. durch Sportkurse hilft, die

Pandemief olgen zu bewältigen.

60

zusätzliche Studienplätze für Humanmedizin

werden in Nieder sachsen ab kommendem Jahr

an Studierende vergeben, die sich verpflichten,

nach der Ausbildung zehn Jahre eine hausärztliche Tätigkeit in

einer unter versorgten Region in Niedersachsen auszuüben.

So sorgen wir für mehr Landärztinnen und -ärzte.

BESSER

NIEDERSACHSEN

Wir investieren, damit es uns auch in Zukunft

gut geht. Damit alle die medizinische Versorgung

erhalten, die sie brauchen. Damit unsere Kinder

die beste Bildung bekommen und wir unser Klima

schützen. Damit wir auch schwierige Zeiten meistern.

60%

des niedersächsischen

Energiebedarfs werden aus

erneuer baren Energiequellen

gedeckt. Um unser

100- Prozent-Ziel zu

erreichen, investieren

wir weiter und stellen

2022/23 rund 1,85

Milliarden Euro zur Verfügung.

1.000.000.000 €

für den Masterplan Digitali sierung – dazu

gehören der Netzausbau und auch die

Digitalisierung von Verwaltung und Schulen.

207

3.247.567

Menschen waren zum Jahresende

2021 in Niedersachsen

sozialversicherungspflichtig

beschäftigt – ein

historischer Höchststand.

3große Gebühren haben

wir abgeschafft: die

Kita-, die Studien- und

die Ausbildungsgebühren

für Gesund heitsund

Erziehungsberufe.

Kommunen profitieren vom Programm

„Perspektive Innenstadt“, das mit

120 Millionen Euro den Erhalt von

Innenstädten und Ortszentren fördert.

STEPHAN WEIL

HANNOVER-BUCHHOLZ

DANIELA BEHRENS

GEESTLAND

OLAF LIES

FRIESLAND

SILKE LESEMANN

LAATZEN

BORIS PISTORIUS

OSNABRÜCK-WEST

IMMACOLATA

GLOSEMEYER

WOLFSBURG

GRANT-HENDRIK

TONNE

NIENBURG / SCHAUMBURG

02 SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022 DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.


Moin

LIEBE MITBÜRGERIN,

LIEBER MITBÜRGER,

EDITORIAL

wir erleben derzeit schwierige Zeiten. Noch vor drei

Jahren kam das Wort Pandemie in unseren Alltagsgesprächen

nicht vor. Es gab auch keinen Krieg in

Europa. Ich hätte bei meinem Amtsantritt nicht

gedacht, dass ich unser Land als Regierungschef

durch Krisen wie diese führen würde. Aber – und darauf

bin ich stolz – wir haben die Corona-Pandemie

gemeinsam gemeistert, wenn sie auch noch nicht

überstanden ist. Wir waren solidarisch, haben aufeinander

geachtet und sind in Niedersachsen vergleichsweise

gut durch diese harte Zeit gekommen.

Dafür möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und

Bürgern herzlich bedanken. Auch wir in der Landespolitik

haben unseren Beitrag geleistet, einige der zu

treffenden Entscheidungen waren schwer, aber notwendig.

für ganz Deutschland. Und wir werden in wenigen

Jahren schon Erneuerbare-Energien-Land Nummer

eins sein. All das passiert nicht einfach so. Wir investieren

viel in den technologischen und den ökologischen

Wandel genauso wie in die Bildung unserer

Kinder und Jugendlichen und in die Qualifizierung

unserer Fachkräfte. Nein, das Geld ist nicht im Überfluss

da. Aber einer Gesellschaft, die heute nicht

investiert, wird es morgen nicht gut ergehen. Und das

ist mein oberstes Ziel: Dass alle Menschen in Niedersachsen

es gut haben. Jede und jeder Einzelne.

Dafür stehe ich, daran arbeite ich mit ganzer Kraft.

Und dafür bitte ich Sie erneut um Ihr Vertrauen und

Ihre Stimme am 9. Oktober.

Im Oktober wählen wir einen neuen Landtag und

ich würde Ihnen jetzt gerne schreiben, dass alles gut

wird. Aber es gibt Krieg in Europa, die Energiepreise

steigen und viele Menschen machen sich Sorgen,

ob sie es im Winter warm haben werden und ob das

Geld auch für den Einkauf am Monatsende reicht. Ich

kann nicht versprechen, dass es nicht schwierig wird.

Aber ich verspreche, dass wir uns mit aller Kraft für

einen sozialen Ausgleich einsetzen werden.

Wir haben eine starke Wirtschaft und wir arbeiten

seit zehn Jahren intensiv daran, sie zukunftsfest

zu machen. Wir sind Autoland und Windenergieland,

wir werden das Land der Elektro mobilität und

des grünen Wasserstoffs sein. In einem Jahr schon

können wir über die niedersächsischen Häfen das

russische Gas durch Flüssiggas-Importe ersetzen –

STEPHAN WEIL

IHR MINISTERPRÄSIDENT

INHALT

02 BESSER NIEDERSACHSEN

03 EDITORIAL

04 DAS GANZE IM BLICK

05 K WIE KÜMMERER

07 AUF EIN WORT

10 BRIEFWAHL

11 ZUSAMMENSTEHEN

12 MEINE HEIMAT NIEDERSACHSEN

15 REZEPT

16 KURZE FRAGE, KURZE ANTWORT

ANDREA

SCHRÖDER-EHLERS

LÜNEBURG

HANNA NABER

OLDENBURG-NORD / WEST

ULRICH

WATERMANN

BAD PYRMONT

JAN HENNER

PUTZIER

UELZEN

KARIN LOGEMANN

WESERMARSCH

CHRISTOPH

BRATMANN

BRAUNSCHWEIG-WEST

DORIS

SCHRÖDER-KÖPF

HANNOVER-DÖHREN

SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022

DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.

03


TRANSFORMATION

DAS GANZE

IM BLICK

Wir sind Autoland und Windenergieland.

Wenn wir in Niedersachsen Klimaschutz,

umweltfreundliche Technologien und

Arbeitsplätze weiterhin zusammen denken,

sichern wir unseren Wohlstand von morgen.

MOBILITÄT FÖRDERN,

UMWELT SCHÜTZEN

Vom klassischen Auto- zum nachhaltigen Mobilitätsland:

Mehr als 1.920 öffentliche Ladestationen

für Elektroautos gibt es in unserem Land. Wir werden

die Infrastruktur weiter ausbauen und die Elektromobilität

mit schnellen Lademöglichkeiten im

öffentlichen und im privaten Raum stärken. Gleichzeitig

setzen wir uns für den Ausbau des ÖPNV im

ländlichen Raum ein. Bei allem haben wir stets auch

den Umwelt- und Klima schutz im Blick: Der „Niedersächsische

Weg“ ist ein deutschlandweit einzigartiger

Pakt zwischen Landwirtschaft, Umweltschutzorganisationen

und Politik. Wir haben uns

gemeinsam verpflichtet, Natur-, Arten- und Gewässerschutz

aktiv zu fördern.

SICHER IM WANDEL:

ARBEITSPLÄTZE

Wir investieren nicht nur in Innovation

und Umweltschutz. Wir investieren auch in

lebenslange Bildung. Denn eine Wirtschaft

ist nur so stark wie ihre Fachkräfte. Wer

heute am Verbrenner arbeitet, wird auch

morgen einen qualifizierten Job haben. Im

Moment erleben wir einen Rekord: mehr

als 3,2 Millionen sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte in Niedersachsen, so

viele wie nie zuvor. Trotz Pandemie. Und

wir machen weiter: Wir richten einen Niedersachsenfonds

ein, um mehr finanzielle

Mittel zur Verfügung zu stellen. So investieren

wir in Zukunftsfelder und damit in

neue und sichere Arbeitsplätze.

KLIMASCHUTZ &

SPITZENTECHNOLOGIE

Wir decken heute 60 Prozent unseres Energiebedarfs aus erneuerbaren

Quellen, 2040 sollen es 100 Prozent sein. Wir fördern den

Wandel: 1,85 Milliarden Euro fließen in den Jahren 2022/2023 in die

Förderung von grünem Wasserstoff und Windkraft, in die Infrastruktur

für grüne Mobilität und in die Forschung an neuen Technologien.

Denn für das Industrie land Niedersachsen kann Klimaschutz auch ein

Wettbewerbsvorteil sein. Elektromobilität, Strom aus erneuerbaren

Energie quellen, grüner Wasserstoff – unser Land ist ein Küstenland

mit starker Industrie und damit prädestiniert für diese Zukunftstechnologien.

WIARD SIEBELS

AURICH

DÖRTE LIEBETRUTH

VERDEN

DENNIS TRUE

SYKE

KAROLA MARGRAF

GÖTTINGEN-STADT

ULF PRANGE

OLDENBURG-MITTE / SÜD

KIRSIKKA LANSMANN

GIFHORN-NORD /

WOLFSBURG

RENÉ KOPKA

EINBECK

04 SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022 DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.


KURZPORTRÄTS

K WIE KÜMMERER

Sie arbeiten da, wo Politik ganz konkret wird: in den Kommunen. Wir stellen vier

politisch Verantwortliche vor, die vor Ort die Ärmel hochkrempeln.

AYNUR

COLPAN

BÜRGERMEISTERIN

VON BUCHHOLZ (ALLER)

Wäre es die Privatwirtschaft, hätte Aynur Colpan

ihre Probezeit schon geschafft. Seit November 2021

ist sie Bürgermeisterin in der Gemeinde Buchholz

(Aller) im Heidekreis. Die Gemeinde mit 2.100 Einwohnerinnen

und Einwohnern habe sie gut und

herzlich aufgenommen, das merke sie bei den jetzt

immer häufiger stattfindenden Vor-Ort-Terminen,

sagt sie. Dabei ist sie die erste Frau in ihrem Amt

überhaupt – noch dazu mit 30 Jahren eher jung für

eine Bürgermeisterin auf dem Land. Für sie bedeutet

es deutlich mehr Arbeit, als sie vorher gedacht hätte.

Sie sagt aber auch: „Es macht mir großen Spaß und

so fühlt es sich nicht nach Arbeit an.“ Aynur Colpan

ist im Ort tief verwurzelt: Sie ist hier aufgewachsen,

ist hier zur Schule gegangen und hat ihre Ausbildung

gemacht. „Ich kenne die Menschen mit ihren Themen

und kann ihre Anliegen gut nachvollziehen.“

Nah dran sein an den Themen der Leute – das macht

für sie Kommunal politik aus. Schon mit 16 Jahren

hat sie begonnen, sich kommunalpolitisch zu engagieren.

„Mir hat es damals schon Freude gemacht,

etwas für Kinder zu tun oder für Senioren zu organisieren.“

Und das hat sich bis heute nicht geändert.

Mit etablierten Strukturen die Corona-Pandemie

im Griff behalten und die Zukunft der Löwenstadt

in den Blick nehmen und gestalten, ihre Potenziale

nutzen – so hatte sich Thorsten Kornblum

seine ersten Monate als Braunschweiger Oberbürgermeister

vorgestellt. Dann kam der Krieg in der

Ukraine und machte Thorsten Kornblum zum ersten

Krisen manager seiner Stadt. Die Themen Heizperiode,

Katastrophenschutz und Integration von

Geflüchteten bestimmen jetzt seine Agenda. Dabei

hilft ihm seine jahrelange Verwaltungs erfahrung.

Die Organisation von Prozessen hat er von der Pike

auf gelernt. Und auch die nötige politische Erfahrung

bringt der promovierte Jurist mit: Seit seinem

Studium in Münster ist er kommunalpolitisch für

die SPD aktiv. „Mitmachen und gestalten – das

war für mich damals eine spannende Perspektive.“

Dabei hat er schnell gemerkt: Die wesentliche,

konkrete Politik wird vor allem vor Ort gemacht.

„Die Flughöhe der Bundes politik ist schon sehr

abstrakt“, sagt er. In der Kommunalpolitik gehe

es dagegen um Fragen, die die Bürgerinnen und

Bürger sehr direkt betreffen: Welche Qualität

haben unsere Schulen, wo entsteht ein Baugebiet

in der Stadt, wie schaffen wir neue Arbeitsplätze?

„Kommunalpolitik hat mich gepackt und lässt

mich seitdem nicht mehr los.“

THORSTEN

KORNBLUM

OBERBÜRGERMEISTER

VON BRAUNSCHWEIG

ANDREA KÖTTER

MEPPEN

TIM-JULIAN WOOK

LANGENHAGEN

PIA VAN DE

LAGEWEG

CLOPPENBURG-NORD

OLIVER LOTTKE

UNTERWESER

SABINE TIPPELT

HOLZMINDEN

PHILIPP RAULFS

GIFHORN-SÜD

ANDREA PRELL

ALFELD

SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022

DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.

05


KURZPORTRÄTS

K WIE KÜMMERER

1,2 Millionen Menschen leben in der Region Hannover und seit November des vergangenen

Jahres haben sie einen neuen Regionspräsidenten: Steffen Krach. Der 43-jährige

SPD-Politiker ist in Hannover aufgewachsen, die letzten Jahre war er Staatssekretär für

Wissenschaft und Forschung in der Berliner Senatskanzlei. Aber so richtig weg war er

gefühlt nie. Die Dauerkarte von Hannover 96 führte ihn ebenso häufig in die Heimat

wie der Tennisverein samt Freundeskreis in die Stadt. Jetzt ist Hannover wieder sein

Lebensmittelpunkt. Er genießt den Kontakt mit den Menschen. „Man wird mit allen

Heraus forderungen konfrontiert, die die Leute bewegen“, erzählt Krach, „von der Müllentsorgung

bis zur Gesundheitsversorgung.“ Kommunalpolitik ist sehr konkret. „Nicht

lange reden, sondern machen – das erwarten die Menschen“, sagt Krach. In Kommunen

könne nicht jede Herausforderung gelöst werden, dazu brauche es das Zusammenspiel

mit dem Land und dem Bund. Aber vor Ort werde kommuniziert. Hier erzählen die Menschen

von ihren Sorgen und Steffen Krach hört zu. Denn nur wer weiß, wo der Schuh

drückt, kann dafür sorgen, dass es besser wird. Und Krach möchte, dass es gut wird –

von der guten Krankenversorgung bis zum fairen und günstigen ÖPNV, die Region

Hannover soll ein Vorbild für andere Regionen in Deutschland sein.

STEFFEN

KRACH

PRÄSIDENT

DER REGION HANNOVER

VANESSA

GATTUNG

BÜRGERMEISTERIN

VON PAPENBURG

100 Bäume hat Vanessa Gattung im letzten Jahr in Papenburg gepflanzt. Die

Bürger meisterin hat damit ein Wahlversprechen eingelöst, vor allem aber hat sie

in 100 Gärten gegraben und mit den Leuten geredet. „Ich habe dabei viel über die

Stadt und die Menschen erfahren“, erzählt die 33-Jährige. Seit letztem Herbst ist

sie Bürgermeisterin von Papenburg, die erste Frau und die erste Sozialdemokratin

in diesem Amt. Vanessa Gattung ist hier aufgewachsen. „Jetzt engagiere ich

mich da, wo mir die Menschen und die Gegend am Herzen liegen“, sagt sie. Mit

19 Jahren ging sie in die USA, studierte dort Gerontologie. Denn die Pflege von

alten Menschen, die sie als Praktikantin im Altenheim kennengelernt hat, ist ihr

wichtig. Genau wie die guten Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte. Daran arbeitete

sie als Transfermanagerin für Gesundheit und Digitalisierung an der Universität

Osnabrück. Dann kam das politische Amt, Vanessa Gattung war bereit,

politische Verantwortung zu übernehmen, sich zu engagieren: „Jeder Tag bietet

die Chance, Menschen zu helfen und unsere Stadt zu gestalten.“ Sie nutzt diese

Chancen, will den Menschen das Vertrauen in die Politik zurückgeben. Die 100

neu gepflanzten Bäume sind ein erster Schritt auf diesem Weg.

SASCHA LAAKEN

LEER

SABINE LEHMBECK

WINSEN

GUIDO POTT

BRAMSCHE

TATJANA BAUTSCH

SOLTAU

JAN-PHILIPP BECK

SCHAUMBURG

ANNETTE SCHÜTZE

BRAUNSCHWEIG-SÜD

FRANK HENNIG

OSNABRÜCK-OST

06 SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022 DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.


INTERVIEW

AUF EIN

WORT

Ein Nachmittag in Hannover und ein Minister präsident,

der die Nähe zu den Menschen lebt: Stephan Weil trifft

vier Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch über aktuelle

Themen – aus sehr unter schiedlichen Blickwinkeln.

ENERGIEKRISE UND INFLATION

FLORIAN HIRSCH: Die Themen Inflation und Energiepreise

beschäftigen mich privat und beruflich, sie spielen

auch für die nächste Tarifrunde bei VW eine große Rolle. Die

meisten Beschäftigten bei uns sind aufs Auto angewiesen

und alle spüren inzwischen die hohen Preise beim Sprit und

im Supermarkt. Dazu kommt die Gas-Frage. Denn ohne Gas

ist der ganze Standort ratzfatz wieder in Kurzarbeit, weil die

Produktionsanlagen nicht mehr laufen. Bei vielen Leuten

kommt gerade das erste Mal in ihrem Leben Existenzangst

auf.

KARIN HEẞ: Ich finde es wichtig, dass die Menschen aufgeklärt

werden, wie ihnen bei der Belastung geholfen wird.

Dass sie wissen: Ich bekomme vom Staat Unterstützung

und dann kann ich es schaffen, diese Zeit zu überstehen.

Viele haben große Sorgen und die müssen ihnen

genommen werden. Da ist die Politik gefragt.

SVENJA GREBENER: Ich selbst habe einen

guten, sicheren Job, aber ich komme aus einer

Arbeiterfamilie, bin die erste in der Familie mit

Abitur. In meinem Umfeld merke ich, dass die

Leute Existenzängste haben und sich viele Dinge

nicht mehr leisten können. Auch die Energiekostenpauschale

haben viele, die auch so nur schwer

über die Runden kommen, gar nicht erhalten,

weil sie keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

haben.


Diese Energiekrise

darf keine soziale Krise

werden. Umso wichtiger

ist es, gezielt den Leuten

mit kleinen Geldbeuteln

zu helfen.

STEPHAN WEIL: Für viele Menschen geht es gerade ans

Eingemachte. Wer 1.000 bis 1.500 Euro netto verdient,

bekommt große Probleme, wenn die Preise steigen. Diese

Energiekrise darf keine soziale Krise werden. Der Staat

darf nicht so tun, als ob er allen gleichzeitig helfen kann.

Umso wichtiger ist es, gezielt den Leuten mit kleinen Geldbeuteln

zu helfen. Die Unterstützung muss groß ausfallen

und direkt und unkompliziert bei jenen ankommen, die sie

brauchen. Das ist die Aufgabe von Politik. Es gab eine Bankenkrise,

in der die Banken gerettet wurden, es gab eine

Corona-Krise, in der viele Unternehmen und Selbstständige

unterstützt wurden. Jetzt haben wir eine Energiekrise und

da müssen Bund, Land und

Kommunen die Bürgerinnen

und Bürger unterstützen.

Für das Land garantiere

ich das. Unser Ziel muss –

auch im Blick auf unsere

Energieversorgung – immer

sein, dass wir stärker aus der

Krise herauskommen, als

wir reingegangen sind.

CLAUDIA

SCHÜßLER

BARSINGHAUSEN

CHRISTOPH

ENGELEN

CELLE

SILKE DEPKER

MELLE

BERND WÖLBERN

BREMERVÖRDE

BÄRBEL

DIEBEL-GERIES

DUDERSTADT

JAN SCHRÖDER

WOLFENBÜTTEL-NORD

KARIN EMKEN

WITTMUND / INSELN

SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022

DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.

07


INTERVIEW

KLIMA-

POLITIK

MEDIZINISCHE

VERSORGUNG

SVENJA GREBENER: In

der Gaskrise sehe ich auch

eine Chance. Die Infrastruktur

in den Häfen, die wir

gerade aufbauen, um Flüssiggas

zu importieren, können

wir anschließend auch für

den Import von grünem Wasserstoff

nutzen. Ich finde es

sehr gut, dass wir schon jetzt

das Windenergieland Nummer

eins in Deutschland sind. Trotzdem wissen

wir alle, dass es eigentlich viel schneller gehen

müsste. Da haben wir auch ein Problem bei den

Planungs- und Genehmigungsverfahren. Es

dauert einfach zu lange, ehe eine Windkraftanlage

gebaut ist oder bis öffentliche Gebäude mit

Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Hier

brauchen wir doch einfachere, auch digitale

Genehmigungsverfahren, oder?

Svenja Grebener

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

aus Oldenburg, engagiert bei

den Jusos Oldenburg/Ammerland

STEPHAN WEIL: Ja, Ausrufezeichen. Die Bundesregierung hat jetzt

dafür gesorgt, dass die Genehmigungsverfahren wesentlich beschleunigt

werden. Wir werden auch in Niedersachsen sehen, dass dadurch

viel mehr Projekte viel schneller realisiert werden. Das müssen sie

auch, denn wir müssen unsere Energie versorgung sichern. Auch

deshalb haben wir uns viel vorgenommen für den Ausbau der Erneuerbaren

in Niedersachsen.

FLORIAN HIRSCH: Wir brauchen aber auch eine

bessere Infrastruktur bei der E-Mobilität. Ich wohne

in Braunschweig, in einem älteren Stadtteil. Wenn

ich mir jetzt ein Elektroauto kaufe, dann habe ich ein

Problem, denn es gibt da keine Ladesäulen.

Karin Heß

Rentnerin aus dem

Landkreis Hildesheim

STEPHAN WEIL: Hier tut sich aber was. Es gibt die

Faustregel: Eine Ladestation auf zehn Elektroautos.

Das kommt für Niedersachsen ungefähr hin, wobei

das in den Großstädten natürlich am schwierigsten

ist. Aber wir bekommen hier gerade einen Markt, die

Nachfrage wird immer größer. Wir werden wesentlich mehr Elektroautos

im Verkehr haben und damit auch wesentlich mehr Ladestationen.

KARIN HEẞ: Ehrlich gesagt fühle ich mich medizinisch

nicht besonders gut versorgt. Ich bin vor

Kurzem vom Land in eine Kleinstadt umgezogen.

Und die meisten Ärzte haben keine Zeit. Wenn

ich mit Termin zum Arzt gehe, warte ich trotzdem

zwei Stunden. Früher musste ich zwar mit

dem Auto fahren, aber da gab

es zum Schluss ein Medizinisches

Versorgungszentrum

(MVZ), da hatte man mehrere

Fachärzte und den Hausarzt

an einem Ort. Die haben sich

untereinander ausgetauscht,

das war auch für mich als Patientin

einfacher.

STEPHAN WEIL: In der Tat

sehen auch wir die MVZ als mögliche

Antwort auf viele Fragen in

der medizinischen Versorgung.

Zahlreiche Ärztinnen und Ärzte

möchten lieber angestellt sein,

als den ganzen Verwaltungsaufwand einer Praxis

zu haben. Als Land haben wir zudem die Zahl der

Studienplätze für Medizin deutlich erhöht. Medizinische

Versorgung steht für uns ganz oben auf

der Tagesordnung. Gerade im ländlichen Raum ist

vieles im Wandel. Die alten Landärzte hören auf.

Die haben oft über hundert Stunden in der Woche

gearbeitet, was nur ging,

weil ihre Frauen ihnen den


Ich finde es sehr gut,

dass wir schon jetzt

das Windenergieland

Nummer eins in

Deutschland sind.

Rücken freihalten mussten.

Das ist heute anders. Heute

sind Frauen die große Mehrheit

der Absolventinnen an

medizinischen Fakultäten.

Und die Vereinbarkeit von

Beruf und Familie spielt

eine viel größere Rolle als

früher. In einem Flächenland

müssen wir überall eine anständige medizinische

Versorgung sicherstellen.

ALPTEKIN KIRCI

HANNOVER-MITTE

KARIN PAULS

PAPENBURG

CONSTANTIN

GROSCH

HAMELN / RINTELN

WIEBKE OSIGUS

NEUSTADT / WUNSTORF

JAN OSKAR

HÖFFMANN

CLOPPENBURG

JULIA RETZLAFF

BRAUNSCHWEIG-NORD

FREDERIK BURDORF

OSTERHOLZ

08 SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022 DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.


INTERVIEW

BILDUNG

JULIANE SCHREIBER: Für mich als Berufseinsteigerin an der Grundschule

war die Corona-Pandemie eine harte Zeit. Bei vielen Kindern

sehen wir noch die Auswirkungen der Schulschließungen, denn vor

allem für Grundschulkinder war das Homeschooling eine große Herausforderung.

Zum Glück hat man da im Laufe der Pandemie gelernt

und auf Wechselunterricht umgestellt.

STEPHAN WEIL: Wir wissen, dass die ganz Kleinen von der Pandemie

besonders hart getroffen wurden. Wir sind uns in der Politik alle

einig, dass es keine weiteren Schulschließungen mehr geben soll. Die

Lehrerinnen und Lehrer haben in Niedersachsen einen Riesenjob

gemacht. Ich habe viele Schulen besucht und das unglaubliche Engagement

gesehen.

„Die Lehrerinnen

und Lehrer haben

in Niedersachsen

einen Riesenjob

gemacht.

Juliane Schreiber

Grundschullehrerin

aus Hannover

Und natürlich sehen wir – auch über

die Pandemie hinaus, dass wir für

die Kinder und für die Schulen noch

mehr tun müssen: Anspruch auf

Ganztagsbetreuung in der Grundschule,

bessere Arbeitsbedingungen

und bessere Bezahlung für Lehrerinnen

und Lehrer. Und wir wollen

die Digitalisierung vorantreiben.

JULIANE SCHREIBER: Die bessere

Bezahlung haben jetzt viele Parteien

als Wahlversprechen, aber viele von

uns haben die Sorge, dass es wieder

nicht erfüllt wird.

STEPHAN WEIL: Die Erhöhung wird

kommen. Versprochen. Es ist eines

der wenigen ganz konkreten Wahlversprechen,

die die SPD Niedersachsen

macht. Weil es ein Gebot der

Fairness ist. Alle Lehrkräfte – egal

ob an der Grundschule, der Hauptschule

oder am Gymnasium – haben

einen verdammt schweren Job, deshalb sollen sie auch das gleiche

Geld bekommen wie anderswo. Es ist aber auch ein Gebot der Notwendigkeit.

Denn vor allem in den Gegenden, die an andere Bundesländer

grenzen – und davon hat Niedersachsen viele, merken wir, dass uns die

Lehrerinnen und Lehrer fehlen. Das können wir uns nicht leisten.

WANDEL IN DER

AUTOINDUSTRIE

FLORIAN HIRSCH: Das Thema hat bei unseren

Beschäftigten natürlich große Ängste ausgelöst.

Wer die letzten 25 Jahre lang Verbrennermotoren

gebaut hat, fragt sich natürlich: Was mache ich,

wenn es keine Verbrenner mehr geben soll? Bei

VW haben wir die Menschen aber dank der starken

Mitbestimmung relativ schnell mitgenommen.

Wir können neue Perspektiven aufzeigen,

den Leuten sagen, wie es weitergeht. Denn wir

bauen ja weiter Autos und es entstehen ja auch

viele neue Jobs. Nicht so gut sieht es leider

bei den Zulieferbetrieben

aus. Da fallen

ganze Branchen

weg und hier fehlt es

vielen noch an dieser

Perspektive. Da

sind alle Akteure, also

auch die öffentliche

Hand und die Autohersteller

gefragt. Denn

wir dürfen bei dieser

großen Transformation

die soziale Komponente

nicht aus den Augen verlieren.

Florian Hirsch

Leiter des IG-Metall Vertrauenskörpers

bei Volkswagen in Wolfsburg

STEPHAN WEIL: Manche Unternehmen werden

durch den Umstieg vollständig auf den Kopf

gestellt. Manche geben sich riesige Mühe, diesen

Wandel zu packen und sich etwas Neues einfallen

zu lassen. Andere sagen, wir produzieren so

lange, wie's geht, und dann machen wir die Bude

dicht. Das ist unverantwortlich. Aber es gibt neue

Felder, auf denen wir Arbeitsplätze schaffen können:

beispielsweise Produktion und Recycling

von Batteriezellen. Als Politik bringen wir hier

die maßgeblichen Akteure zusammen – die Wirtschaft,

die Wissenschaft, die Sozialpartner. Und

natürlich stellen wir Fördermittel zur Verfügung,

weil wir weiter Autoland bleiben wollen, aber auf

einer klimaneutralen Grundlage.

STEFFI MENGE

BUCHHOLZ

DENIZ KURKU

DELMENHORST

ANTONIA HILLBERG

HILDESHEIM

SEBASTIAN PENNO

NORTHEIM

CORINNA LANGE

STADE

JÖRN DOMAIER

HELMSTEDT

THORDIES

HANISCH

LEHRTE

SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022

DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.

09


BRIEFWAHL

WÄHLEN

PER BRIEF –

SO GEHT’S

Am 9. Oktober wählen wir in

Niedersachsen einen neuen

Landtag. Wer an diesem Tag

nicht ins Wahllokal gehen kann

oder möchte, kann seine Stimme

bequem per Brief abgeben, gerne

schon jetzt.

Beantragen Sie Ihren Wahlschein schriftlich oder per E-Mail bei Ihrer

Gemeinde und geben Sie dabei Ihren vollen Namen, Ihr Geburtsdatum

und Ihre Meldeadresse an. Das geht noch bis zum 7. Oktober um 12 Uhr.

Sollten Sie plötzlich erkranken, ist dies auch noch am Wahltag (9. Oktober)

selbst bis 15 Uhr möglich. Wenn Sie für eine andere Person den Wahlschein

beantragen wollen, etwa für ein Familienmitglied, benötigen Sie

hierfür eine schriftliche Vollmacht.

Von Ihrer Gemeinde erhalten Sie dann per Post einen Wahlschein, den

Stimmzettel Ihres Wahlkreises und einen Wahlbriefumschlag. Wie die

Unter lagen zu benutzen sind, wird Ihnen darauf genau erklärt.

Die Briefwahlunterlagen müssen bis zum Wahltag um 18 Uhr wieder

beim Wahlamt der Gemeinde eingegangen sein. Falls es mit dem Rücksenden

zeitlich knapp wird, können Sie auch am Wahltag in Ihr Wahllokal

vor Ort gehen. Sie müssen dafür Ihren Wahlschein und Ihren Stimmzettel

aus den Wahlunterlagen sowie Ihren Personalausweis mitbringen.

Auf Du und Du

mit Stephan Weil

und Olaf Scholz.

Wir freuen uns.

Auf Du und Du für

sozialdemokratische

Politik für uns alle.

Die SPD ist eine Mitgliederpartei. Wir sind alle

per Du – egal ob Ministerpräsident, Ministerin

oder Kanzler. Denn jede und jeder Einzelne zählt,

alle unsere 400.000 Mitglieder können sich aktiv

einbringen und unsere Politik mitgestalten: vor

Ort in der Gemeinde oder im Landkreis, in einer

der vielen Arbeitsgruppen zu einem bestimmten

Thema oder als passives Mitglied, das die Sozialdemokratie

fördern möchte.

Was uns eint: Wir machen soziale Politik für

83,2 Millionen Menschen. Wir treten ein für Freiheit,

Gerechtigkeit und Solidarität – schon seit

159 Jahren. Und wir freuen uns, wenn auch Du

mitmachst. Jetzt eintreten!

Hier geht’s zum Mitgliedsantrag:

www.spd.de/unterstuetzen/mitglied-werden

oder kontaktiere uns gern persönlich:

0511 1674-212 | spd-niedersachsen@spd.de

MATTHIAS

MITTLMEJER

BUXTEHUDE

ROS-MARIE

SIEMSGLÜß

BERGEN

RÜDIGER KAUROFF

GARBSEN / WEDEMARK

DR. THELA

WERNSTEDT

HANNOVER-LINDEN

GERD HUJAHN

GÖTTINGEN / MÜNDEN

ANJA ALTMANN

NIENBURG-NORD

GREGOR SZOREC

ELBE

10 SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022 DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.


ENERGIEPREISE

ZUSAMMENSTEHEN

Wir spüren in unserem Alltag

inzwischen deutlich die steigenden

Energiekosten und die anhaltend

hohe Inflation. Für alle, die

genug Geld haben, nur ein Ärgernis.

Andere stoßen an ihre finanziellen

Grenzen. Wer 1.000 oder

1.500 Euro netto im Monat verdient,

gerät durch die zusätzliche Umlage auf Gas und teurere

Lebensmittel in Bedrängnis. Das sind sehr viele Menschen in

unserem Land. Wir als Landesregierung tun alles dafür, dass

die enormen Preissteigerungen zu bewältigen sind und wir

arbeiten daran, Energieengpässe zu vermeiden. Darauf können

sich die Bürgerinnen und Bürger verlassen.

Im Sommer haben wir einen Krisengipfel mit Kommunen,

Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden u. v. m. ins

Leben gerufen, um gemeinsam mit allen denkbaren Partnern

an Lösungen zu arbeiten. Wir haben einen Energiehilfe-

Notfallfonds aufgelegt, um die größten Härten abzumildern.

Damit greifen wir all jenen unter die Arme, die ohne Hilfe

nicht mehr über die Runden kommen, und wir bauen die

Schuldner- und Energieberatung aus. Energieunternehmen

und Wohnungswirtschaft werden versuchen, Kündigungen

zu vermeiden. Unterstützung brauchen auch Unternehmen,

insbesondere Handwerksbetriebe, so sichern wir die Produktion

und damit Arbeitsplätze. Zugleich hat die SPD-geführte

Bundesregierung Entlastungen auf den Weg gebracht, unter

anderem das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV, das Streichen der

EEG-Umlage auf Stromkosten und eine Einmalzahlung von

300 Euro als Energiepreispauschale für alle Erwerbstätigen.

Stephan Weil hat sich vehement dafür eingesetzt, dass

auch Studierende, Rentnerinnen und Rentner diesen Bonus

bekommen, weil sie ihn dringender brauchen als Gutverdienende.

Die Lage ist ernst, aber wir können diese Krise meistern,

wenn wir als Gesellschaft zusammenstehen. Dass wir in

Die Energiekrise trifft die Menschen

in unserem Land hart. Als Landesregierung

tun wir alles dafür, soziale

Härten abzumildern und die Energieversorgung

zu sichern.

Nieder sachsen das können,

haben wir in der Corona-Pandemie

gezeigt. Wir werden wieder

aufeinander achten. Und

jede und jeder kann mithelfen,

Energie einzusparen und damit

unsere Versorgung zu sichern.

Zugleich arbeiten wir als Landesregierung weiter und

schneller daran, die erneuerbaren Energien in Niedersachsen

auszubauen. Eine solide Energieversorgung auf ihrer

Basis macht uns unabhängig von russischem Gas. Und wir

investieren massiv in den Ausbau der Versorgung mit Flüssiggas

(LNG). 450 Millionen Euro fließen in LNG-Terminals,

die auch kompatibel für Wasserstoff und grüne Gase sind.

Voraussichtlich ab Sommer 2023 können wir über diese Terminals

etwa 40 Prozent der russischen Erdgaslieferungen

ersetzen.

ENERGIEHILFE-

NOTFALLFONDS

Das Land Niedersachsen

mobilisiert 100 Millionen Euro. Die Hälfte davon

erreicht die Menschen über lokale Härtefallfonds,

die andere Hälfte fließt in Schuldner- und Energieberatung

sowie in die Arbeit der Tafeln. Insgesamt

sind für die lokalen Härte fallfonds 150 Millionen

Euro eingeplant, die zu je einem Drittel vom Land,

von den Kommunen und den Energieversorgern

bereitgestellt werden. Damit die Energiekrise

keine soziale Krise wird.

WIEBKE WALL

DIEPHOLZ

TOBIAS KOCH

ROTENBURG

SABINE

SCHULZ-RAKOWSKI

SEEVETAL

CHRISTIAN OTTEN

LINGEN

MATTHIAS ARENDS

EMDEN/ NORDEN

CHRISTOPH

WILLEKE

GOSLAR

NICO BLOEM

LEER / BORKUM

SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022

DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.

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BIOGRAFIE

KINDHEIT IN

HANNOVER

Geboren ist Stephan Weil am

15. Dezember 1958 in Hamburg.

Als er sieben Jahre alt ist, zieht die

Familie nach Hannover. Hier wird

der Junge eingeschult und besucht

später das Gymnasium. Das

Interesse für Politik weckt

seine Mutter.

Einschulung 1965

1997 Stadtkämmerer

STARKE PARTNERSCHAFT

Seine spätere Ehefrau Rosemarie lernt Stephan

Weil als Kinderkrankenschwester während seines

Zivildienstes in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

kennen. Daraus wird eine Beziehung für’s Leben. Zehn

Jahre später heiraten sie, 1987 kommt ihr Sohn Nils

zur Welt. Beide entwickeln sich weiter – Rosemarie

Kerkow-Weil wird Professorin für Pflegewissenschaften,

Stephan Weil engagiert sich in der Politik.

Die gemeinsame Familie bleibt dafür die Grundlage.

JURA & SPD

Stephan Weil ist 22 Jahre alt, als

er in die SPD eintritt. Damals

studiert er Jura in Göttingen.

Viele der Freundschaften, die

er bis heute pflegt, schließt er in

dieser Zeit. Zurück in Hannover

arbeitet er als Rechtsanwalt,

Staatsanwalt und Richter, was nur

konsequent ist für jemanden, der

schon als Kind den Berufswunsch

Anwalt hatte. Der SPD bleibt er

treu.

WANDERN MIT THOMAS OPPERMANN 1990

AN DER DEUTSCH-DEUTSCHEN GRENZE

STEFAN POLITZE

HANNOVER-

RICKLINGEN

BESIAN KRASNIQ

BERSENBRÜCK

PHILIPP MEYN

LÜNEBURG-LAND

SAM

SCHAFFHAUSEN

VECHTA

ALEXANDER SAADE

GÖTTINGEN / HARZ

STEFAN KLEIN

SALZGITTER

MARTEN GÄDE

WILHELMSHAVEN

12 SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022 DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.


MEINE

Heimat

BIOGRAFIE

NIEDERSACHSEN

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil ist Wanderer

und Fußballfan. Vor allem aber ist er ein leidenschaftlicher Gestalter

seiner Heimat. Er prägt sie und sie hat ihn geprägt. Eine Biografie.

HOBBY: WANDERN

Wandern ist eine große Leidenschaft

von Stephan Weil und es

erhält Freundschaften. Seit 30

Jahren geht er mit seinen Kumpels

einmal im Jahr in die Berge.

Wer viele Aufstiege gemeistert hat,

kann daraus so manches auf die

Politik übertragen: Der Weg hinauf

lohnt sich, auch wenn er anstrengend

ist. Der Abstieg ist noch

anstrengender. Und gemeinsam

macht alles mehr Spaß.

MITEINANDER REDEN

2006 wird Stephan Weil zum Oberbürgermeister von

Hannover gewählt. 2013 wird er niedersächsischer

Minister präsident. Sein Amt bringt auch viele Gespräche

mit sich – mit Staatsgästen genau wie mit Kolleginnen

und Kollegen aus Landes- und Bundesregierung.

Besonderen Wert legt er auf den Austausch mit den

Bürgerinnen und Bürgern, den er intensiv pflegt.

OLIVER EBKEN

CUXHAVEN

THORE GÜLDNER

OLDENBURG-LAND

JULIAN SYMANZIK

GEORGSMARIENHÜTTE

SEBASTIAN ZINKE

WALSRODE

MARCUS BOSSE

WOLFENBÜTTEL-SÜD /

SALZGITTER

JULIUS SCHNEIDER

PEINE

BJÖRN MEYER

AMMERLAND

SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022

DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.

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BIOGRAFIE

FUSSBALL UND BÜGELN

Zu Hannover 96 geht Stephan Weil

seit über 50 Jahren. Er selbst kickt

seit seiner Kindheit. Dass Laufen

ohne Ball nicht sinnlos ist, weiß er

von seiner Frau: Sie hat ihn zum

Joggen gebracht. Seit 20 Jahren

macht er das nun regelmäßig, bei

Wind und Wetter – „niedersächsische

Wellness“. Er liebt grünen Tee und

entspannt beim Bügeln, liest viel,

mag Musik und neuerdings backt er

selbst Brötchen.

KRISEN MANAGEN

Die Corona-Pandemie hat uns alle kalt erwischt. Doch ein

Minister präsident muss schnell handlungsfähig sein. Das war

Stephan Weil. Er hat Niedersachsen durch diese größte Krise

seiner bisherigen Amtszeit geführt. Und das Bundesland ist

vergleichsweise gut durchgekommen. Das schafft man nicht

allein und Stephan Weil betont, wie dankbar er für den starken

Zusammenhalt im Land ist.

BRIAN BAATZSCH

SPRINGE

STEFFEN MÜLLER

GRAFSCHAFT BENTHEIM

MARKUS BRINKMANN

SARSTEDT /

BAD SALZDETFURTH

AM 9. OKTOBER BEIDE

STIMMEN FÜR DIE SPD

14 SPD NIEDERSACHSEN LANDTAGSWAHL 2022 DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.


PIZZA

da Stephano

REZEPT

PIZZATEIG FÜR 4 PIZZEN

5 g frische Hefe

500 g Pizzamehl

1 gestr. TL Salz

300 ml kaltes Wasser

• Alle Zutaten vermengen und 15 Minuten kneten,

dann 1,5 Stunden gehen lassen

• Teig zur Rolle formen und in 4 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln

formen, mit Mehl bestäuben und abgedeckt 1 Stunde gehen lassen

• 30 Minuten vor dem Backen den Backofen mit Pizzastein oder

Backblech auf 250 Grad vorheizen

Meine Tipps:

Wichtig ist das ausgiebige und

gute Kneten des Teiges, damit

die Pizza schön knusprig wird .

Die Handwärme bringt‘s!

Nach Belieben Gemüse

der Saison verwenden.

Der Belag sollte eher sparsam sein,

damit die Pizza nicht „durchsuppt“

und man die einzelnen Zutaten

auch schmecken kann.

Ein paar frische Kräuter zum

Abschluss geben der Pizza ein

zusätzlich appetitliches Aussehen.

• Teigkugeln nacheinander auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche

dünn ausrollen (25 bis 30 cm Durchmesser)

BELAG JE PIZZA

125 g Büffelmozzarella, kleingeschnitten und abgetropft

1 kleine Dose geschälte Tomaten, für 4 Pizzen

1 Tomate

Grüner Spargel, halbiert, oder Zucchini, in länglichen Scheiben

Champignons, in Scheiben

Parmesan, gerieben

Petersilie, grob gehackt

• Dosentomaten mit Salz und Pfeffer würzen,

Tomate in dünne Scheiben schneiden, Gemüse vorbereiten

• Pizza mit 2 EL zerdrückten Tomaten bestreichen,

mit 3 bis 4 Tomatenscheiben belegen

• Mozzarella auf dem Teig verteilen, mit Gemüse belegen,

salzen und pfeffern und mit Parmesan bestreuen

• ca. 10 Minuten backen, fertige Pizza mit Petersilie bestreuen und

sofort servieren

• Während eine Pizza backt, die nächste belegen

IMPRESSUM

Adresse: SPD-LANDESVERBAND NIEDERSACHSEN, Axel Rienhoff,

Odeonstraße 15/16, 30159 Hannover. Konzept & Umsetzung: ASK.Berlin,

Bülowstraße 66, 10783 Berlin, www.ask-berlin.de. Druck: Sattler Media

Press GmbH, Kurt-Sattler-Straße 9, 38315 Hornburg, www.sattler.media.

Erscheinungsjahr: 2022

FOTOCREDITS

Cover, S. 7-9, S. 13-14: Stephan Guthahn, S. 2: Anne Hufnagl, S. 4: unsplash.com (Federico

Respini), S. 5: Sandra Krafft (Aynur Colpan), Cornelia Winter (Thorsten Kornblum),

S. 6: Anne Hufnagl (Steffen Krach), Foto Rieke (Vanessa Gattung), S. 11: freepik.com,

S. 12: privat, S. 13: imago-images.de, Torsten Lippelt, Backcover: Det Kempke,

Kandidierendenfotos: Maximilian König, Götz Schleser

SPD NIEDERSACHSEN

DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.

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KURZE FRAGE,

KURZE ANTWORT

Stephan Weil

MIT WEM WÜRDEN SIE GERN MAL EIN BIER TRINKEN?

Ehrlich gesagt: mit meinen Freunden, die ich

in letzter Zeit nicht so oft gesehen habe.

WELCHE DREI DINGE MÜSSEN MIT

AUF DIE EINSAME INSEL?

Meine Frau, ein dickes gutes Buch und

die Rückfahrkarten!

WAS WAR DER SCHÖNSTE MOMENT IHRES LEBENS?

Die Geburt unseres Sohnes Nils.

LIEBLINGSBUCH?

Immer das letzte, das mir besonders gut

gefallen hat. Im Moment „Graue Bienen“

von Andrij Kurkow, ein leiser und um so

eindringlicherer Roman über Menschen im

Donbass zwischen den Fronten (Diogenes 2019).

IHRE GRÖSSTE SCHWÄCHE?

Süßigkeiten!

NIEDERSACHSEN GELTEN ALS UNAUFGEREGT.

GIBT ES ETWAS, DAS SIE AUFREGT?

Arroganz und Anmaßung bringen mich

auf die Palme.

DAS LAND IN GUTEN HÄNDEN.

AM 9. OKTOBER IST

LANDTAGSWAHL!

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BRIEFWAHL

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